Schlagwort: nachhaltiges Bauen

  • Forschungsprojekt fördert Kreislaufwirtschaft im Bauwesen

    Forschungsprojekt fördert Kreislaufwirtschaft im Bauwesen

    Forschende der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH) arbeiten laut einer Mitteilung an der Wiederverwendung von altem Baumaterial. In einer von Prof. Dr. Catherine De Wolf entwickelten projektbasierten interdisziplinären Lehrveranstaltung suchen angehende Ingenieurwissenschaftler etwa aus Architektur oder Informatik nach Wegen für sinnvolles Recycling im Bauwesen, um Ressourcen zu sparen und Materialien länger zu nutzen.

    Ihre Kenntnisse wenden sie bei Baustellenbesuchen, Workshops oder in der Werkstatt an. Rund 70 Prozent ihrer Zeit verbringen die ETH-Forschenden in der Praxis. „Sie lernen, wie man Materialien aus bestehenden Gebäuden sorgfältig ausbaut, digital dokumentiert, in neue Entwürfe integriert und schliesslich umsetzt“, heisst es. Die Erfahrung, ein Gebäude zu demontieren und dieses Abbruchmaterial, das sonst auf der Deponie landen würde, für neue Bauprozesse wiederzuverwenden, führe vor Augen, „wie sich nachhaltige Bauweisen praktisch umsetzen lassen“. Im Kurs Digital Creativity for Circular Construction wird in Teams an umsetzbaren Projekten für externe Auftraggebende und Nutzende gearbeitet. Zum Erfassen der Gebäudesubstanz kommen Laserscanning, Künstliche Intelligenz und Erweiterte Realität zum Einsatz.

    Die Arbeiten der Studierenden waren in der Kunsthalle Zürich, auf der Kunstmesse Art Genève und auf der Architekturbiennale in Venedig zu sehen und wurden von externen Auftraggebenden und Nutzenden weiterverwendet. 

  • Forschungsprojekt fördert Wiederverwendung von Beton im Bauwesen

    Forschungsprojekt fördert Wiederverwendung von Beton im Bauwesen

    Der Gruppe Materialien und Strukturen des Institut du patrimoine construit, d’architecture, de la construction et du territoire (inPACT) der Haute école du paysage, d’ingénierie et d’architecture de Genève (HEPIA) leitet das Forschungsprojekt Concrete Upcycling Techniques (CUT). Das von Professorin Maléna Bastien Masse geleitete Projekt zielt darauf ab, die Wiederverwendung von Betonplatten in die Baupraxis zu integrieren, wie aus einer Mitteilung hervorgeht. Damit soll der CO2-Fussabdruck der Branche verringert werden. Das Projekt wird vom Schweizerischen Nationalfonds (SNF) unterstützt und in Zusammenarbeit mit dem Structural Xploration Lab der Eidgenössischen Technischen Hochschule Lausanne (EPFL) von Professor Corentin Fivet durchgeführt.

    Das Projekt will Betonplatten beim Abriss von Gebäuden aufbewahren. Die Platten werden vor Ort zersägt und anschliessend von den Forschern der HEPIA untersucht. Ziel ist es, herauszufinden, ob diese Platten wiederverwendet werden können. Die für die Wiederverwendung freigegebenen Platten werden anschliessend in Neubauten eingesetzt. Das Projekt untersucht auch, wie sie bei der Wiederverwendung miteinander verbunden werden können. Dabei werden fortgeschrittene Techniken und Materialien wie der hochleistungsfähige faserverstärkte Zementverbundwerkstoff (CFUP) verwendet.

    „Die Baubranche liebt Beton. Er ist ein unverzichtbarer, vielseitiger, anpassungsfähiger und kostengünstiger Werkstoff, aber auch extrem umweltschädlich. Eine Lösung drängt sich auf: die Wiederverwendung“, heisst es in der Mitteilung. „Durch die Rückgewinnung und Verwendung von Bauteilen aus bestehenden Bauwerken für neue Bauprojekte sinkt der Betonverbrauch, was zu einer geringeren CO2-Belastung führt.“

    Die HEPIA ist eine Hochschule mit Sitz in Genf, die in den Bereichen Ingenieurwesen, Architektur und Umwelt in der Ausbildung und Forschung tätig ist, insbesondere in den Bereichen Werkstoffe und nachhaltiges Bauen. Die Hochschule ist Teil der Fachhochschule Westschweiz (HES-SO).

  • Innovationsprojekt wird Ausgangspunkt für neue Bauindustrie

    Innovationsprojekt wird Ausgangspunkt für neue Bauindustrie

    Das BioHaus am Waldsee im amerikanischen Bundesstaat Minnesota ist 20 geworden. Das Haus auf dem Waldsee-Campus der Concordia Language Villages ist das erste Gebäude, das jemals in Amerika vom deutschen Passivhaus Institut als Passivhaus zertifiziert wurde. Das Projekt wurde damals von Stephan Tanner und seinem Team von der Integrale Planung GmbH (Intep) aus Zürich realisiert. Es war zudem der Ausgangspunkt für TANNER Building Products und seinen verwandten Unternehmungen, heisst es in einer Mitteilung.

    Das BioHaus zeichnet sich durch Materialien und Technologien wie von Passivhaus zertifizierte Fenster und Türen, Hochleistungslüftungssysteme, aussenliegende Beschattungselemente und Vakuumdämmplatten aus, die damals für das Projekt von Europa in die USA importiert wurden. Es wurde zu einer Zeit errichtet, als der Passivhausstandard in Nordamerika noch weitgehend unbekannt war und die benötigten Materialien, Technologien und das bautechnische Know-how vor Ort fehlten.

    Das Projekt wurde von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt unterstützt und sollte zeigen, dass fortschrittliche Umwelttechnologien auch im Ausland erfolgreich sein können. „BioHaus hat nicht nur bewiesen, dass Passivhäuser in Amerika funktionieren können. Es hat auch dazu beigetragen, dass andere diesem Beispiel folgen konnten“, heisst es in der Mitteilung.

    Aus dem Projekt entstand zudem Stephan Tanners Unternehmen TANNER Building Products. Das Unternehmen aus Watertown in Minnesota startete 2006 als Peak Building Products und lieferte die fortschrittlichen Materialien für das BioHaus. „Was als Notwendigkeit begann – der Import von Komponenten, die sonst niemand hatte –, entfachte eine ganze Branche“, erklärt das Unternehmen in der Mitteilung.

  • Grundsteinlegung markiert Start für neues Wohnquartier in Baden

    Grundsteinlegung markiert Start für neues Wohnquartier in Baden

    Auf dem Brisgi-Areal wurden die ersten fünf Grundsteine gelegt und damit der offizielle Start in die rund dreijährige Bauphase markiert. Laut einer Mitteilung der Stadt Baden wird auf dem Areal mit rund 220 Wohnungen nachhaltiger und bezahlbarer Wohnraum entstehen. Die symbolische Grundsteinlegung erfolgte durch Badens Stadtammann Schneider Markus, Vertreterinnen und Vertreter der gemeinnützigen Bauträgerinnen, der Wohnbaustiftung Baden, der Logis Suisse AG und der Graphis Bau- und Wohngenossenschaft, sowie Mitglieder des Quartiers.

    „Diese fünf Steine stammen aus dem Aushub und stehen für zentrale Werte des künftigen Brisgi-Areals: Gemeinsam schaffen wir Zukunft mit nachhaltigem und bezahlbarem Wohnraum“, erklärt die Stadt Baden in der Mitteilung.

    Bis 2028 sollen auf dem Areal bezahlbare Wohnungen und flexible Angebote für Alleinstehende, Paare und Familien entstehen. Darüber hinaus soll das Zusammenleben durch Ateliers, Grünräume, einen Quartierplatz und einen Spielplatz ergänzt werden.

    Das Projekt wird nach dem Standard Nachhaltiges Bauen Schweiz (SNBS) gebaut. „Das Areal setzt auf Hybridbauweise, erneuerbare Energie, Biodiversität und geringe Versiegelung“, heisst es in der Mitteilung. „Damit zeigt das Projekt: hohe Bauqualität, Nachhaltigkeit und zahlbarer Wohnraum gehen zusammen.“

  • Basel wird zum Bauplatz der Zukunft

    Basel wird zum Bauplatz der Zukunft

    Wenn Morgen die Tore zur Swissbau 2026 aufgehen, verwandelt sich die Messe Basel in ein pulsierendes Zentrum der Bau- und Immobilienwirtschaft. 592 Aussteller und Partner zeigen Produkte, Systeme und Ideen für nachhaltiges Bauen und modernes Leben.

    Mit dem Leuchtturmprojekt Globus Basel als Beispiel für nachhaltige Sanierung eröffnet Ständerat und Präsident des Dachverbands Bauenschweiz Hans Wicki die Messe.  Begleitet von Vertreterinnen aus Politik und Wirtschaft demonstriert die Branche, wie sich Fachkompetenz, Klimaziele und Baupraxis verbinden lassen.

    Handwerk live erleben
    In Halle 1.0 steht ein echtes Bauobjekt im Mittelpunkt. Ein zweistöckiges Wohnhaus entsteht vor den Augen der Besucher. Über 15 Handwerksbetriebe zeigen ihr Können, vom Holzbauer bis zur Solarteure, vom Plattenleger bis zum Gipser. Das Projekt macht greifbar, was Baukultur im Alltag bedeutet.

    Gleich nebenan bringt eine Kooperation mit dem Schweizerischen Maler- und Gipserunternehmer-Verband SMGV Farbe ins Spiel. Dekorative Putzstrukturen, Live-Trainings zweier Schweizermeisterinnen und die Ausstellung „Schweizer Preis für Putz und Farbe“ – ein Marktplatz voller Ideen und Dynamik.

    Wissen teilen, Wandel gestalten
    Die Plattformen Swissbau Focus und Swissbau Lab schaffen Raum für Dialog. Hier diskutieren Fachleute über Kreislaufwirtschaft, Klimaanpassung und den digitalen Wandel im Bauprozess. Hochkarätige Referentinnen und Praxisbeispiele liefern Denkanstösse und zeigen, wie sich Zukunft konkret umsetzen lässt.

    Ob in Fachforen oder im direkten Gespräch, der Wissenstransfer bleibt das Herzstück der Messe. Alle Veranstaltungen sind im Eintrittspreis enthalten. Ein klares Plus für das Fachpublikum.

    Räume für Inspiration
    Designliebhaber und Innenraumprofis finden in der Trendwelt Innenausbau (Halle 1.2) neue Impulse. Badinnovationen, Oberflächen, Licht und Materialien verbinden sich zu einer atmosphärischen Erlebniswelt. Die Halle bleibt, wie der Swissbau Focus, auch am Samstag geöffnet und bietet so Raum für Begegnung jenseits der Arbeitswoche.

    Zukunft im Blick
    Die Swissbau 2026 ist mehr als eine Messe. Sie ist ein Schaufenster des Fortschritts, ein Labor für Lösungen und ein Ort, an dem Branche und Gesellschaft gemeinsam am Bauen von morgen arbeiten.

  • Frisches Kapital für datenbasierte Planung im Bauwesen

    Frisches Kapital für datenbasierte Planung im Bauwesen

    Das Zürcher Start-up vyzn hat seine Seed-Finanzierungsrunde erfolgreich beendet. Angeführt wurde diese laut einer Mitteilung durch die Venture-Capital-Unternehmen Spicehaus Partners aus Zug sowie Kiilto Ventures, ein Teil der Chemie-Gruppe Kiilto mit Sitz in Finnland. Zudem seien weitere strategische Investoren aus der Bau- und Immobilienbranche beteiligt. Die Höhe des neu aufgenommenen Kapitals wird nicht genannt. Das Kapital soll nun den Weg ebnen, das Portfolio zu erweitern und Wachstum voranzutreiben.

    Die Ausgliederung der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH) steht unter der Leitung des Gründungsteams, dem CEO Adrian Henke, CTO Romana Rust, COO Martino Tschudi und CCO Michael Sinniger angehören. Ziel ist eine Transformation der Planung von Neubau- und Sanierungsprojekten mithilfe datenbasierter Analysen. Und bald, heisst es, soll die vyzn-Software mehr als Ökobilanz und Energieeffizienz abdecken und frühzeitige, präzise und kostengünstige Planungsiterationen ermöglichen. Zudem wird auch die Integration von Daten zur Kreislauffähigkeit, Kostenschätzung und zum thermischen Komfort angekündigt. Basis dafür sei ein kürzlich erzielter technologischer Durchbruch: Nun könne vyzn Architekturmodelle automatisch in vollständig simulierbare 3D-Modelle überführen.  

    Dabei wird eine wachsende Nachfrage aus europäischen Märkten betont. Die Expansion nach Deutschland stehe kurz bevor; bereits Anfang 2026 soll die vyzn-Software dort bei ersten Kunden eingesetzt werden. Auch im Hinblick auf eine weitere Expansion will das Start-up sein Team jetzt gezielt ausbauen. Dabei zählten zu den Kunden schon heute über 50 Unternehmen wie der Flughafen Zürich, Implenia, Halter, Pensimo oder Amstein-Walthert.

    „Mit vyzn brechen wir die Datensilos in der Planung auf“, wird vyzn-CEO Adrian Henke zitiert. „Unsere Kunden lösen mit unserer Plattform den Widerspruch von wirtschaftlichem und nachhaltigem Bauen.“

  • Nachhaltiges Büroobjekt stärkt Immobilienportfolio

    Nachhaltiges Büroobjekt stärkt Immobilienportfolio

    Swiss Prime Site hat eine neue Büroliegenschaft an der Pfingstweidstrasse in Zürich-West erworben, wie aus einer Mitteilung hervorgeht. Die Immobilie, die über eine Mietfläche von 19’000 Quadratmetern verfügt und deren Nettorendite sich auf 3,8 Prozent beläuft, ist bereits voll an die Börsenbetreiberin SIX Group Services AG vermietet.

    Die Übernahme markiert die letzte grössere Investition der 300 Millionen Franken starken Kapitalerhöhung für Wachstumsinvestitionen aus dem vergangenen Februar. Im April und August hatte Swiss Prime Site mit den Finanzmitteln bereits Büroliegenschaften in Genf und Lausanne erworben. Alle Neuerwerbungen erbringen Renditen, die deutlich über der Portfoliorendite liegen, und wirken wertsteigernd zum inneren Wert (Net Asset Value/NAV) pro Aktie sowie ergebnissteigernd auf den Funds from Operations (FFO) pro Aktie.

    Über den Kaufpreis der Liegenschaft haben Swiss Prime Site und die private Verkäuferin Stillschweigen vereinbart. Aufgrund des jungen Baujahrs, der nachhaltigen Bauweise sowie des Fernwärmeanschlusses des Bürogebäudes erwartet Swiss Prime Site ein BREEAM Nachhaltigkeitsranking von „sehr gut“.

    „Die Transaktion unterstreicht unseren Fokus auf erstklassige, zentral gelegene Büroliegenschaften und zeigt, wie agil wir frisches Kapital für nachhaltiges Wachstum einsetzen. Besonders erfreulich ist, dass wir diese repräsentative Liegenschaft – genutzt von der Schweizer Börse als zentrale Infrastruktur unseres Landes – im Rahmen einer exklusiven Ankaufsprüfung und dank der vertrauensvollen Zusammenarbeit mit der Verkäuferschaft erwerben konnten“, wird René Zahnd in der Mitteilung zitiert, CEO von Swiss Prime Site.

    Mit den drei getätigten Akquisitionen sowie einer Reduktion der geplanten Immobilienverkäufe im Rahmen des Capital Recyclings erwartet Swiss Prime Site eine Steigerung der Mieteinnahmen um 20 Millionen Franken ab 2026. Die Transaktion wurde per 1. Dezember 2025 vollzogen.

  • Norman Gobbi setzt auf Nachhaltigkeit im Tessin

    Norman Gobbi setzt auf Nachhaltigkeit im Tessin

    Herr Gobbi, Sie sind seit kurzem für das Bauwesen im Kanton Tessin zuständig. Was sind Ihre ersten Prioritäten in diesem Bereich?
    „In meiner neuen Funktion als Leiter der Bauabteilung, die ich seit dem 1. September innehabe, besteht die Priorität darin, Kontakte mit allen wichtigen Akteuren des Tessiner Bausektors zu knüpfen, um deren Sicht auf die aktuelle Situation und die Aussichten – kurz-, mittel- und langfristig – zu verstehen.“

    Wie wollen Sie die Raumplanung im Tessin nachhaltiger gestalten, insbesondere im Hinblick auf das empfindliche Gleichgewicht zwischen Verdichtung und Landschaftsschutz?
    „Der Kanton Tessin hat eine ganz andere geografische Beschaffenheit als die Kantone des Mittellandes. Alles konzentriert sich auf die wenigen Quadratmeter der Talsohlen, die bereits im 20. Jahrhundert stark anthropisiert wurden: Das macht es sehr schwierig, alle Funktionen, die das Gebiet erfüllen muss, unter einen Hut zu bringen und gleichzeitig ein Höchstmaß an Nachhaltigkeit und Lebensqualität zu gewährleisten. Der Schlüssel liegt in einer vorausschauenden Planung und in der Geduld, die Fehler der Vergangenheit Schritt für Schritt zu korrigieren.“

    Welche Rolle spielt der Klimawandel in Ihrer Baupolitik? Gibt es konkrete Pläne für klimaresilientes Bauen im Kanton?
    „Das Tessin erstreckt sich von 200 bis über 3.000 Meter über dem Meeresspiegel und ist daher den Auswirkungen des Klimawandels besonders ausgesetzt. Der Staatsrat ist sich dessen bewusst und hat die Abschwächung dieser Phänomene in die Ziele seines langfristigen Programms aufgenommen.“

    Wie stehen Sie zur Förderung des Einsatzes von Holz und modularer Bauweise in öffentlichen Gebäuden?
    „Mehr als 50 Prozent der Fläche unseres Kantons sind von Wäldern bedeckt. Es ist daher klar, dass wir ein Interesse daran haben, die Nutzung dieser reichlich vorhandenen und hochwertigen Ressource zu fördern. Der Staat ist da und wird seinen Teil dazu beitragen: Ich erwarte auch kreative Impulse von unserer Akademie für Architektur und natürlich eine wachsende Sensibilität seitens des Privatsektors.“

    Der Wohnraum im Tessin wird immer knapper und teurer. Welche Strategien wollen Sie anwenden, um bezahlbaren Wohnraum zu schaffen?
    „Unsere Verfassung überträgt die Verwaltung dieser Fragen in erster Linie den Gemeinden: Ich halte dies für eine kluge Entscheidung, denn die lokalen Behörden kennen das Geschehen vor Ort sehr genau und können daher rasch auf Veränderungen im Wohnungswesen reagieren. Abgesehen davon verfolgt der Kanton das Thema sehr genau und ist bereit, auf regulatorischer Ebene zu intervenieren, wenn es angebracht ist.“

    Wie gedenkt der Kanton mit den Gemeinden zusammenzuarbeiten, um eine kohärente und einheitliche Raumplanung zu gewährleisten?
    „Das neue Bundesgesetz hat einen völligen Paradigmenwechsel bewirkt, den das Tessin in seinen Masterplan aufgenommen hat: Es ist klar, dass das Thema der Verdichtung – aus Gründen, die mit der von mir erwähnten Beschaffenheit des Gebiets zusammenhängen – für unseren Kanton besonders heikel ist. Die Umsetzung dieser Strategie wird eine breite Debatte sowohl unter den Institutionen als auch in der Gesellschaft insgesamt erfordern.“

    In der deutsch- und französischsprachigen Schweiz ist die Wirtschaftsförderung sehr aktiv. Wie viel Energie investieren der Kanton bzw. die einzelnen Wirtschaftsbezirke in die Positionierung, und was tun sie konkret?
    „Das Tessin arbeitet ständig daran, sich als dynamische Region zu positionieren, die offen für Innovationen ist. Wir sind nur knapp zwei Stunden von den wirtschaftlichen Zentren Zürich und Mailand entfernt, und wir können in Zukunft danach streben, Realitäten zu beherbergen, die mit der Dynamik dieser Metropolen verbunden bleiben wollen, ohne notwendigerweise Nachteile in Bezug auf die Lebensqualität in Kauf nehmen zu müssen.“

    Welche Lehren ziehen Sie aus Ihrer Zeit als Sicherheitsdirektor für Ihre neue Rolle in der Bauindustrie?
    „Die Aufmerksamkeit für Sicherheit ist eine ‚Denkweise‘, und sie hilft in allen Lebenssituationen – besonders in Berufen, in denen Menschen dem Risiko schwerer oder sogar tödlicher Unfälle ausgesetzt sind. Daher wird es für mich eine Priorität sein, das Bewusstsein für diese Themen zu schärfen und eine Bauindustrie anzustreben, in der Menschen arbeiten können, ohne jemals um ihre Sicherheit fürchten zu müssen.“

    Wie schaffen Sie den Übergang von einem stark auf Sicherheit ausgerichteten Bereich zu einem eher technischen?
    „Unser Milizsystem ermutigt uns, ‚aufgeklärte Amateure‘ zu sein, eine Überspezialisierung zu vermeiden und das Bewusstsein zu bewahren, dass die Arbeit des Staates nicht aus wasserdichten Abteilungen besteht, sondern aus miteinander verbundenen Organen, die in ständigem Dialog arbeiten müssen.“

    Sehen Sie Ihre neue Rolle als eine langfristige Aufgabe oder eher als eine Übergangslösung bis zum Ende der Legislaturperiode im Jahr 2027?
    „Wie ich schon oft gesagt habe, ist die Landverwaltung meine große Leidenschaft nach den Institutionen.“

  • Starke Holz-Präsenz beim ‹Swiss Arc Award› 2025

    Starke Holz-Präsenz beim ‹Swiss Arc Award› 2025

    Am 30. Oktober würdigte die Jury unter über 400 Einreichungen die besten Bauten des Jahres. Die Auszeichnung, vergeben im Trafo Baden vor über 500 Gästen aus Architektur und Bauwirtschaft, unterstreicht die gestalterische Vielfalt und technische Reife der Schweizer Planungskultur. Mit dem Lifetime Achievement Award wurden Kaschka Knapkiewicz und Axel Fickert geehrt, deren Werk die hiesige Architektur über Jahrzehnte entscheidend mitgeprägt hat.

    Nachhaltigkeit und Funktionalität
    Das Bürogebäude Hortus in Allschwil von Herzog & de Meuron überzeugte in der Kategorie «Arbeit, Produktion & Infrastruktur» durch konsekten Klimaschutz und Materialintelligenz. Ebenfalls von Herzog & de Meuron stammt das neue Universitäts-Kinderspital Zürich, Siegerprojekt in der Kategorie «Bildung & Gesundheit». Sein horizontaler Aufbau schafft helle, offene Wege und eine neue Typologie des Spitalbaus, die Funktionalität mit Menschlichkeit verbindet.

    Holz als gestalterisches Leitmotiv
    Im Bereich «Wohnen» gewann die Wohn- und Gewerbesiedlung Guggach in Zürich von Donet Schäfer Reimer Architekten. Mit klimaoptimiertem Beton und Holzbauelementen wird gezeigt, wie nachhaltige Baustoffe konstruktiv und ästhetisch zusammenspielen können. Den erstmals vergebenen Preis für Innenarchitektur erhielten Andreas Fuhrimann und Gabrielle Hächler für den sensiblen Umbau eines Reihenhauses in Gockhausen. Holz durchzieht dort Oberflächen, Möbel und Konstruktion, als verbindendes Element und emotionaler Träger von Raumqualität.

    Publikumspreis für Mehrzweckbau im Lavaux
    Das Mehrzweckgebäude in Forel von Samir Alaoui Architectes gewann den Publikumspreis. Durch das Stapeln von Industrie- und Wohnnutzung entsteht eine architektonische Einheit mit hoher räumlicher Intelligenz. Die Holzkonstruktion unterstreicht auch hier, dass nachhaltiges Bauen und architektonische Ausdruckskraft kein Gegensatz sind.

    Der Swiss Arc Award 2025 bestätigt, Holz ist nicht nur Baustoff, sondern Ausdruck einer neuen Verantwortungskultur im Schweizer Bauwesen.

  • Strategischer Schritt im europäischen Bausektor

    Strategischer Schritt im europäischen Bausektor

    Mit der Integration erweitert Holcim ihr Produktportfolio um energieeffiziente und zirkuläre Wandlösungen in einem europäischen Markt mit einem Volumen von über 12 Milliarden Euro. Der Schritt zahlt auf die strategische Initiative „NextGen Growth 2030“ ein, die auf hochmargige Geschäftsfelder jenseits des klassischen Zementgeschäfts fokussiert ist.

    Besonders das Angebot an mineralischen Leicht- und Porenbetonprodukten sowie digitalen Plattformen wie blue.sprint und Building Companion soll den Systemverkauf und das Zusammenspiel zwischen Baustoffen, Fertigteilen und digitalen Planungswerkzeugen stärken. Damit entsteht ein integriertes Wertschöpfungsmodell, das auf Effizienz, Nachhaltigkeit und Planungssicherheit setzt.

    Finanzielle Perspektive der Transaktion
    Der Kaufpreis liegt bei 1,85 Milliarden Euro. Das entspricht einem Pro-forma-EBITDA-Multiple für 2026 von rund 8,9 beziehungsweise 6,9 nach geplanten Synergien von 60 Millionen Euro im dritten Jahr. Bereits im ersten Jahr nach Abschluss wird ein positiver Beitrag zum Gewinn je Aktie und zum Free Cashflow erwartet. Ab dem dritten Jahr soll die Kapitalrendite steigen.

    Die Übernahme unterliegt noch behördlichen Genehmigungen und soll im zweiten Halbjahr 2026 abgeschlossen werden. Holcim betont, dass die Transaktion im Rahmen einer disziplinierten Kapitalstrategie erfolgt, die nachhaltiges Wachstum mit finanzieller Stabilität verbindet.

    Bedeutung für die Struktur der Bauindustrie
    Mit dem Schritt rücken vorgefertigte Bausysteme und modulare Lösungen stärker ins Zentrum der industriellen Wertschöpfung. Holcim reagiert damit auf die anhaltende Nachfrage nach ressourceneffizientem und klimafreundlichem Bauen in Europa, zugleich auf steigende regulatorische Anforderungen in der Gebäudetechnik und Energieeffizienz.

    Die Kombination von Baustoffkompetenz, fortschrittlicher Produktion und digitalem Engineering verschiebt die Grenzen klassischer Werkstoffindustrien. Für den europäischen Bausektor könnte diese Übernahme zum Impulsgeber werden, hin zu stärker vernetzten, industriell geprägten Bauprozessen.

  • Zukunft des Wohnens

    Zukunft des Wohnens

    Die zentrale Fachtagung am 7. November in Bern zieht Bilanz aus fünf Jahrzehnten Wohnpolitik und fokussiert auf die Herausforderungen der kommenden Jahre. Expertinnen und Experten aus Umwelt, Energie, Raumplanung und Immobilien diskutieren, welche Steuerungsinstrumente künftig nötig sind, um Klimaziele, Wohnungsknappheit und gesellschaftlichen Wandel miteinander zu vereinbaren.

    Im Fokus stehen Fragen zu ressourcenschonendem Bauen, sozial durchmischten Quartieren und dem Umgang mit begrenzten Bodenflächen. Ein öffentlicher Auftakt am 21. Oktober unter dem Titel «Schöner wohnen – Wohnbauförderung» greift diese Themen auf. Im Kornhausforum Bern diskutieren Fachpersonen aus Architektur, Soziologie und Stadtentwicklung über Wege zu lebenswerten, dichten Wohnquartieren und über die Rolle von Genossenschaften und Kommunen.

    Berggebiete unter Druck
    Am 10. November folgt in Interlaken die zweite Fachtagung in Kooperation mit dem Bundesamt für Raumentwicklung und dem Staatssekretariat für Wirtschaft. Sie beleuchtet die angespannte Wohnraumsituation in touristischen Bergregionen, wo steigende Nachfrage nach Zweitwohnungen und fehlende Erstwohnungen lokale Bevölkerung und Arbeitskräfte zunehmend verdrängen.

    Workshops und Praxisbeispiele zeigen, wie Gemeinden neue Instrumente für bezahlbaren Wohnraum entwickeln können, von Zweckbindungsstrategien bis zu regionalen Wohnraumfonds. Ziel ist es, Ansätze zu stärken, die langfristige Nutzung sichern und gleichzeitig die Standortattraktivität erhalten.

    Stadtentwicklung neu denken
    Parallel präsentiert das Rahmenprogramm innovative Perspektiven auf Wohnen und Stadtstruktur. Die Fachtagung «Die Stadt der kurzen Wege», organisiert von EspaceSuisse und dem Schweizerischen Städteverband, behandelt das Zusammenwirken von Wohnen, Mobilität und Arbeit.

    Geführte Rundgänge durch nachhaltige Siedlungen in Bern zeigen reale Umsetzungsbeispiele mit Fokus auf Partizipation und gemeinschaftliches Wohnen. Der Kinoabend mit dem Film White Building führt globale Herausforderungen wie Gentrifizierung und Verdrängung zurück auf lokale Fragen der Stadtentwicklung. Ergänzend veranschaulicht die Wanderausstellung «10-Minuten-Nachbarschaften» vom 3. bis 17. November auf dem Waisenhausplatz, wie urbane Distanzen im Alltag verkürzt und Lebensqualität gestärkt werden können.

    Gemeinsame Zukunftsagenda
    Die Schweizer Wohntage sind längst mehr als ein Fachkongress. Sie sind Plattform, Diskussionsraum und Labor für die Gestaltung der Wohnungspolitik von morgen. Das BWO nutzt das Jubiläum, um Politik, Wirtschaft und Gesellschaft enger zu vernetzen. Mit dem Ziel, Wohnraum als soziale und ökologische Ressource neu zu denken.

  • Paradigmenwechsel in der Immobilienplanung

    Paradigmenwechsel in der Immobilienplanung

    Die in den Bereichen Brandschutz, nachhaltiges Bauen und Gebäudesimulation tätige AFC AG stellt das eigens entwickelte LessTech-Konzept vor, das Gebäude auf ihre funktionalen Anforderungen hin analysiert. Damit wolle die Ausgliederung aus der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH) mit Sitz im Technopark Zürich einen Paradigmenwechsel in der Immobilienentwicklung erreichen, heisst es in einer Medienmitteilung: weg von überdimensionierten technischen Lösungen, hin zu robusten, wirtschaftlichen und nachhaltigen Gebäuden. Dadurch soll mehr Steuerbarkeit im Bau, eine bessere Planungs- und Investitionssicherheit ermöglicht sowie Betriebskosten reduziert werden.

    Die LessTech-Methode arbeitet dafür mit digitalen Instrumenten wie der thermischen Gebäudesimulation und der CFD-Luftströmungsanalyse, um die Wirkung von Baumassnahmen frühzeitig zu prüfen. Auch beim Kerngebiet Brandschutz bringe LessTech Neuerung: mit frühzeitigen Simulationen und interdisziplinärer Zusammenarbeit kreiert AFC Lösungen, die auf höchste Sicherheit abgestimmt sind, so das Unternehmen. „Wir schaffen mit LessTech einen Paradigmenwechsel in der Gebäudeplanung: Weniger Technik, weniger Komplexität – dafür mehr Wirkung, Stabilität und Rendite. Einfachheit ist der Schlüssel für die Immobilien der Zukunft“, wird Daniel Gubler, CO-CEO der AFC AG, zum Nutzen des Konzeptes zitiert.

    Ergänzend verbessert das LessTech-Präzisionsinstrument auch die ESG (Umwelt, Soziales, Unternehmensführung)-Konformität von Gebäuden: „Das nachhaltigste Bauteil ist jenes, das gar nicht erst gebaut werden muss“, teilt die AFC AG mit. Mit dem Label-Pre-Check unterstützt AFC Bauherren und Investoren zudem bei der Wahl des passenden Nachhaltigkeitslabels (zum Beispiel SNBS, Minergie, LEEDoder BREEAM).

    Die 1995 gegründete AFC AG entwickelt für Nachhaltigkeits-, Energieeffizienz- und Sicherheitskonzepte zukunftsorientierte und ganzheitliche Lösungen für sichere, energieeffiziente und klimagerechte Gebäude. Auftraggeber sind unter anderem die Flughafen Zürich AG und die SBB.

  • Neue Strategie zahlt sich aus – mehr Gewinn und grüner Umsatzanteil steigt

    Neue Strategie zahlt sich aus – mehr Gewinn und grüner Umsatzanteil steigt

    Holcim erzielte einen Halbjahresumsatz von 7,87 Milliarden Franken, ein Anstieg von 1,8 Prozent in lokaler Währung. Das Unternehmen vermeldet in einer Mitteilung einen überproportionalen Anstieg seines Recurring EBIT (wiederkehrender Betriebsgewinn) um 10,8 Prozent in lokaler Währung und 3 Prozent in Schweizer Franken auf 1,44 Milliarden Franken. Die Recurring EBIT-Marge verbessert sich so um 90 Basispunkte auf 18,3 Prozent. Der Gewinn pro Aktie stieg zudem um 7,4 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum auf 1,57 Franken vor Wertminderungen und Veräusserungen.

    Die Baustofffirma vermeldet ausserdem eine verstärkte Nachfrage nach nachhaltigen Lösungen. Der Anteil des CO2-armen Betons ECOPact betrug im ersten Halbjahr 31 Prozent des Gesamtumsatzes mit Transportbeton, verglichen mit 25 Prozent im Vorjahr. Der nachhaltige ECOPlanet-Zement machte 35 Prozent des Zementumsatzes aus, verglichen mit 32 Prozent vor einem Jahr.

    „Ich danke allen unseren 48’000 Mitarbeitenden auf der ganzen Welt für ihren Beitrag zu unserem hervorragenden Halbjahresergebnis. Holcim ist der führende Partner für nachhaltiges Bauen, und wir erschliessen signifikante Geschäftschancen durch unsere neue Strategie ‚NextGen Growth 2030‘ – welche die Grundlage für eine neue Ära des Wachstums und der Wertschöpfung bildet“, wird CEO Miljan Gutovic zitiert.

    Holcim prognostiziert für das Gesamtjahr ein 3- bis 5-prozentiges Umsatzwachstum in lokaler Währung, ein 6- bis 10-prozentiges Wachstum des Recurring EBIT in lokaler Währung, eine Recurring EBIT-Marge von mehr als 18 Prozent, einen Free Cashflow vor Leasingverhältnissen von rund 2 Milliarden Franken und über 20 Prozent Zuwachs bei recycelten Bau- und Abbruchmaterialien.

  • Neue Sporthalle in Sissach entsteht unter der Erde

    Neue Sporthalle in Sissach entsteht unter der Erde

    Die ERNE AG Bauunternehmung sieht sich bei der Realisierung einer Dreifachsporthalle in Sissach auf gutem Kurs. Das Projekt wird von ERNE plus als Totalunternehmer umgesetzt, informiert das Unternehmen der ERNE Gruppe aus Laufenburg in einer Mitteilung. Seit Spatenstich am 12. April vergangenen Jahres laufen die Bauarbeiten auf Hochtouren.

    ERNE plus übernimmt als Totalunternehmer die Koordination aller am Bau beteiligten Gewerke. Durch die enge Zusammenarbeit werde die termingerechte und hochqualitative Ausführung des Bauprojekts sichergestellt, schreibt die ERNE AG. Bei Planung und Umsetzung setzt ERNE digitale Werkzeuge ein.

    Der von der Architekten Penzel Valier AG aus Zürich erarbeitete Entwurf der Dreifachsporthalle setzt auf nachhaltige Bauweise, heisst es in der Mitteilung. Ein Grossteil der Halle wird unterirdisch entstehen, so dass auf dem Hallendach ein Allwetterplatz angelegt werden kann. Oberirdisch ist die Halle über einen Pavillon mit dem bestehenden Schulgebäude verbunden.

  • Erstes Zürcher Kantonsgebäude mit Platin ausgezeichnet

    Erstes Zürcher Kantonsgebäude mit Platin ausgezeichnet

    Der Kanton Zürich schreibt Geschichte. Das 2023 fertiggestellte Asylzentrum in Adliswil ist das erste kantonale Gebäude, das mit der höchsten SNBS-Auszeichnung Platin zertifiziert wurde. Damit zählt es zu einer Handvoll Bauprojekte schweizweit, die diese Stufe überhaupt erreicht haben.

    Anders als viele herkömmliche Nachhaltigkeitszertifikate berücksichtigt der SNBS Hochbau nicht nur ökologische Kriterien, sondern bewertet den gesamten Lebenszyklus eines Gebäudes und dessen Wirkung auf Gesellschaft, Umwelt und Wirtschaft.

    Kontextstarke Architektur und modulare Effizienz
    Der Neubau überzeugt mit einem differenzierten architektonischen Ansatz, der sowohl funktionale als auch soziale Aspekte einbezieht. Entstanden ist ein Ort, der nicht nur Unterkunft bietet, sondern auch Integration ermöglicht. Halboffene Begegnungszonen, Pflanzgärten und ein Sportfeld fördern Austausch und freiwilliges Engagement.

    Die modulare Holzbauweise garantiert nicht nur hohe Qualität und Kosteneffizienz, sondern zahlt gleichzeitig auf ökologische Ziele ein. Der kurze Bauprozess, die gute Rückbaubarkeit und der hohe Vorfertigungsgrad machen das Projekt auch wirtschaftlich attraktiv.

    Ein Schritt über den eigenen Standard hinaus
    Mit der erreichten Gesamtnote von 5.5 übertrifft das Projekt sogar die kantonalen Zielvorgaben. Zürich fordert bei Neubauten mindestens eine Gold-Zertifizierung, das Asylzentrum erreicht jedoch Platin. Eine Bestätigung für das Engagement des Hochbauamts und der projektbeteiligten Teams.

    Signalwirkung für den öffentlichen Hochbau
    Für Investoren, Planende und Entscheidungsträger ist das Projekt ein eindrücklicher Beweis dafür, dass anspruchsvolle Nachhaltigkeit auch bei öffentlichen Bauten realisierbar ist und sich langfristig rechnet. Das Asylzentrum Adliswil steht damit nicht nur als funktionaler Bau, sondern als zukunftsweisender Standortfaktor.

  • Ein visionäres Stadtentwicklungsprojekt

    Ein visionäres Stadtentwicklungsprojekt

    Das neue Stadtquartier umfasst eine Fläche von 125’600 Quadratmetern und bietet zukünftig Raum für rund 1’700 Bewohnerinnen und Bewohner sowie ebenso viele Arbeitsplätze. Die Entwicklung orientiert sich an einem nachhaltigen Stadtmodell, das sowohl verdichtetes Bauen als auch naturnahe Erholungszonen vereint. Das Projekt entlastet das Stadtzentrum und schafft zugleich moderne, gut erschlossene Gewerbeflächen, die Solothurns Attraktivität als Wirtschaftsstandort stärken.

    Lebensraum für alle Generationen
    Der neue Stadtteil setzt auf durchdachte Nutzungskonzepte, die auf die Bedürfnisse einer wachsenden Stadtgesellschaft abgestimmt sind. Es entstehen vielfältige Wohnangebote für Singles, Familien und Senioren, moderne Arbeitsflächen mit flexiblen Nutzungsmöglichkeiten sowie hochwertige Grün- und Erholungsräume, die zur Lebensqualität beitragen. Die urbane Lage zwischen Aare und Altstadt verbindet die Vorzüge des städtischen Lebens mit den Annehmlichkeiten von Sport und Erholung in schönster Natur. Grosszügige öffentliche Räume und verkehrsberuhigte Zonen fördern eine hohe Aufenthaltsqualität und unterstützen den gesellschaftlichen Austausch.

    Stadtentwicklung mit starkem Quartiergeist
    Solothurn Weitblick ist mehr als ein Bauprojekt, es ist ein Modell für eine zukunftsorientierte Stadtentwicklung. Die Mischung aus verschiedenen Wohnformen, genossenschaftlichem und privatem Wohneigentum sowie eine konsequente Ausrichtung auf Fussgängerinnen und Fussgänger fördern eine starke Quartiersidentität. Begegnungszonen, begrünte Promenaden und durchdachte Raumstrukturen laden zum Verweilen ein und schaffen einen lebendigen Stadtteil, der zur aktiven Teilhabe anregt.

    Vorreiter für nachhaltige Stadtplanung
    Das Projekt setzt auf innovative Konzepte zur Klimaanpassung. Durch das Prinzip der «Schwammstadt» wird Regenwasser gezielt gespeichert und verdunstet, um Hitzeinseln zu reduzieren und die Widerstandsfähigkeit gegen Starkregenereignisse zu erhöhen. Begrünte Dachflächen, Wasseranlagen und Rückhaltemulden tragen zu einem angenehmen Mikroklima bei und verbessern die Umweltbilanz des Quartiers nachhaltig.

    Erste Bauetappen erfolgreich abgeschlossen
    Die Erschliessung des Gebiets hat bereits begonnen. Im April 2023 starteten die Arbeiten an der Brühlhofpromenade, die seit Herbst 2023 für Fuss- und Veloverkehr geöffnet ist. Seit Frühjahr 2024 laufen die Arbeiten an der Oberhofstrasse sowie an wichtigen Verkehrsverbindungen. Bis Ende des Jahres sollen die ersten Infrastrukturmassnahmen abgeschlossen sein und damit die Basis für die weitere Quartiersentwicklung geschaffen werden.

    Ein Modellquartier für die Zukunft
    Mit dem neuen Stadtquartier wird ein lebendiges Zentrum für modernes Leben und Arbeiten geschaffen. Durch die gelungene Verbindung von Stadt und Natur und einer klaren Vision entsteht hier ein einzigartiger Raum für die kommenden Generationen. Dieses zukunftsweisende Projekt setzt Massstäbe für die Stadtentwicklung der Zukunft und bietet Solothurn die Möglichkeit, seine Identität als lebenswerte und innovative Stadt weiter zu stärken.

  • Nachhaltige Produkte treiben Ergebnisstabilität in der Baustoffbranche

    Nachhaltige Produkte treiben Ergebnisstabilität in der Baustoffbranche

    Die Holcim AG hat im ersten Quartal 2025 weltweit Umsätze in Gesamthöhe von 5,54 Milliarden Franken erwirtschaftet, informiert der Zuger Baustoffkonzern in einer Mitteilung. Im Vorjahreszeitraum hatten die Umsätze mit 5,59 Milliarden Franken auf gleichem Niveau gelegen. Das wiederkehrende Betriebsergebnis auf Stufe EBIT fiel mit 515 Millionen Franken um 3,1 Prozent schwächer als im ersten Quartal 2024 aus. In Lokalwährungen wurde jedoch ein EBIT-Wachstum von 1,7 Prozent erzielt.

    „Wir haben im ersten Quartal einen überproportionalen Anstieg des Recurring EBIT erreicht und das Margenniveau gehalten“, wird Holcim-CEO Miljan Gutovic in der Mitteilung zitiert. „Die wachsende Nachfrage unserer Kunden nach unseren nachhaltigen Baulösungen hat dazu beigetragen, dass die Umsatzanteile von ECOPact und ECOPlanet in den jeweiligen Produktlinien neue Höchstwerte erreicht haben.“ Konkret zog der Umsatzanteil des kohlenstoffarmen ECOPact-Betons im Jahresvergleich von 26 auf 32 Prozent an. Der kohlenstoffarme ECOPlanet-Zement verbesserte seinen Umsatzanteil gleichzeitig von ebenfalls 26 auf 29 Prozent.

    Vor dem Hintergrund des stabilen Quartalsergebnisses hält Holcim an seinen Zielvorgaben für das Geschäftsjahr 2025 fest. Danach soll ein Umsatzwachstum im mittleren einstelligen Bereich in lokaler Währung und ein dazu überproportionaler Anstieg des wiederkehrenden EBIT realisiert werden. Die Ausgliederung des Nordamerikageschäfts von Holcim (Amrize) verläuft nach Plan. Am 25. März habe Amrize seinen ersten Investorentag in New York abgehalten, erläutert Holcim. Im Juni soll die Ausgründung an der NYSE und der SIX Swiss Exchange kotiert werden.

  • Baukonzern setzt auf Wachstum durch nachhaltige Lösungen

    Baukonzern setzt auf Wachstum durch nachhaltige Lösungen

    Holcim versteht Nachhaltigkeit als Treiber für profitables Wachstum. Laut einer Ad-hoc-Mitteilung über seine neue Strategie NextGen Growth 2030 will der Baustoffkonzern den Umsatzanteil des Unternehmensbereiches für nachhaltige Baulösungen auf 50 Prozent steigern. Durchschnittlich soll der Umsatz jährlich um 3 bis 5 Prozent und das Betriebsergebnis zwischen 6 und 10 Prozent wachsen. Im Jahr 2024 erzielte das Unternehmen ohne das Nordamerikageschäft einen Umsatz von 16,3 Milliarden Franken und eine Ebit-Marge von 17,4 Prozent.

    Holcim sieht sich nach den Worten seines CEO Miljan Gutovic „optimal aufgestellt, um von den bedeutenden Megatrends zu profitieren, die die Zukunft des Bauens prägen – von Urbanisierung bis hin zu energieeffizienter Sanierung. Der Ausbau des wertschöpfungsstarken Bereichs Building Solutions ist ein zentraler Bestandteil der Transformation von Holcim. Mit der neuen Strategie erschliessen wir signifikante Wachstumspotenziale, um den Mehrwert für Aktionäre zu steigern.»

    In Europa, Australien und Nordafrika will der Baukonzern von der steigenden Nachfrage nach seinen nachhaltigen Produkten und Lösungen profitieren. In Europa soll der Schwerpunkt eher auf der Wiederverwertung von Bau- und Abbruchmaterialien liegen. Bis 2030 will Holcim dabei auf 20 Millionen Tonnen kommen. In Lateinamerika will das Unternehmen von Industrialisierungstrends und der Nachfrage nach Megabauprojekten profitieren und in der Region Asien, Naher Osten und Afrika vom generell starken Wachstum in seinen Märkten.

    Das Amrize genannte Nordamerikageschäft, das im vergangenen Jahr 11,7 Milliarden Dollar erwirtschaftet hat, soll bis zur Jahresmitte in den USA und der Schweiz an die Börse kommen. Nach der Abspaltung will Holcim aus einer geschätzten Gesamtkapazität für Kapitalallokationen in Höhe von 18 bis 22 Milliarden Franken bis 2030 einige kleinere Zukäufe realisieren. Überschüssiges Kapital soll für grosse strategische Akquisitionen und Aktienrückkäufe verwendet werden.

  • Haus der Zukunft sichert sich weitere Mieter in Winterthur

    Haus der Zukunft sichert sich weitere Mieter in Winterthur

    Das Projekt Green Spin will die Arbeitswelt nachhaltig verändern. Dafür wird in Winterthur das Haus der Zukunft mit 100 Prozent Nachhaltigkeit und 100 Prozent Arbeitsqualität gebaut, heisst es auf dem Internetauftritt von Green Spin. Mit der Stiftung Sprachheilschulen im Kanton Zürich hat das Projekt nun seine bereits zweite Ankermieterin gefunden, informiert Green Spin in einer Mitteilung.

    «Green Spin bietet den perfekten Rahmen für innovative Bildungsansätze», wird Peter Felix von Felix Partner Architektur Design, die das Projekt initiiert und entwickelt hat, dort zitiert. «Mit der Stiftung Sprachheilschulen im Kanton Zürich gewinnen wir einen weiteren Mieter, der unser Konzept von Offenheit, Vernetzung und zukunftsweisender Entwicklung ideal ergänzt.» Derzeit ist die Stiftung an vier Standorten in Zürich, Winterthur, Fahrweid im Limmattal und Stäfa aktiv.

    Green Spin hat im vergangenen Jahr seine Baugenehmigung erhalten, der Baustart soll noch in diesem Jahr erfolgen. Der Bezug kann voraussichtlich 2027 erfolgen. Neben der Stiftung hat sich bereits der Freizeitsportanbieter Padelta Räumlichkeiten im Green Spin reserviert.

    Green Spin soll jungen und etablierten Unternehmen ein ideales Umfeld bieten. Das Gebäude ist im modularen Holzbau angelegt und wird über eine Photovoltaikfassade und Windkraft für die eigene Energieversorgung verfügen. Das Projekt sieht neben hellen Arbeitswelten Orte der Begegnung wie einen Dachgarten, einen Hofwald und Marktgassen vor.

  • Neue Technologie speichert CO₂ dauerhaft in Recyclingbeton

    Neue Technologie speichert CO₂ dauerhaft in Recyclingbeton

    Neustark und das Gemeinschaftsunternehmen RECULAR der Oettinger-Gruppe und von peterbeton spannen für die dauerhafte Speicherung von CO2 in Recyclingbeton zusammen. RECULAR mit Sitz in Baden-Baden hat die Technologie von Neustark zur Bindung von CO2 in Granulat aus Abbruchbeton in den vergangenen Monaten in einer Pilotanlage in der Region Karlsruhe getestet, informiert Neustark in einer Mitteilung. Am 26. Februar haben die Partner die Technologie und die ersten Ergebnisse aus der Pilotanlage auf einer Veranstaltung präsentiert.

    Das Pilotprojekt bildet die Basis für eine weitere Zusammenarbeit von Neustark, Oettinger-Gruppe und peterbeton. «Wir können durchschnittlich 10 Kilogramm CO2 pro Tonne Abbruchmaterial speichern und machen es damit zu einer CO2-Senke», wird Thomas Karcher, Geschäftsführer von peterbeton, in der Mitteilung zitiert. Sein Unternehmen ist im Projekt für die Verarbeitung und Verbreitung des CO2-angereicherten Recyclingbetons zuständig. Die Oettinger-Gruppe übernimmt Beschaffung und Aufbereitung des Abbruchbetons.

    «Wir schätzen es sehr, mit unseren Partnern Oettinger und peterbeton zusammenzuarbeiten, um die erste CO2-Speicheranlage dieser Art in Karlsruhe und die dritte in Deutschland zu eröffnen», erklärt Valentin Gutknecht, Mitgründer und Co-CEO von Neustark. «Dieses Projekt zeigt auf, wie innovative Technologien und lokale Zusammenarbeit die Zukunft gestalten können.» Derzeit sind in Europa 29 Anlagen mit der Technologie von Neustark in Betrieb. Darüber hinaus ist Neustark an der Planung oder dem Bau weiterer 30 Anlagen beteiligt.

  • Leitfaden für nachhaltiges Bauen veröffentlicht

    Leitfaden für nachhaltiges Bauen veröffentlicht

    Die Charta Kreislauforientiertes Bauen mit Sitz in Rotkreuz hat einen Leitfaden für nachhaltiges und an Kreislaufwirtschaft orientiertes Bauen herausgegeben. Wie es in einer Mitteilung heisst, soll der Leitfaden eine praxisorientierte Grundlage für die Reduktion nicht erneuerbarer Primärrohstoffe, die Senkung grauer Treibhausgasemissionen und zur Verbesserung der Kreislauffähigkeit von Bauprojekten geben. Die Richtlinie wendet sich an alle Partnerorganisationen der Charta und darüber hinaus an interessierte Bauherren und Investoren. Im Leitfaden werden neben konkreten Materialhinweisen auch nationale und internationale Umweltziele berücksichtigt.

    Um Transparenz und nachvollziehbare Erfolgsmessungen zu gewährleisten, werden klare Schlüsselindikatoren wie der Zirkulationsindex Bau (Circularity Index Construction, CIC) verwandt. Diese ermöglichen ein Erfassen der Materialherkunft und das Messen der grauen Treibhausgasemissionen.

    «Der Leitfaden ist mehr als eine blosse Orientierungshilfe – er ist ein praxisnahes Werkzeug, das die Charta Partnerorganisationen befähigt, Kreislaufstrategien gezielt und messbar in Bauprojekten umzusetzen», wird Philipp Cescato, Charta-Manager der Charta Kreislauforientiertes Bauen, in der Mitteilung zitiert. «Mit klar definierten Indikatoren schaffen wir Transparenz und Vergleichbarkeit.»

    Die Charta Kreislauforientiertes Bauen wird vom Switzerland Innovation Park Central betrieben.

  • Neue Anlage zur Mineralisierung von CO2 im Elsass

    Neue Anlage zur Mineralisierung von CO2 im Elsass

    Neustark und Fehr spannen für die dauerhafte Speicherung von CO2 in Recyclingbeton zusammen. Die beiden Partner haben die erste kommerzielle CO2-Speicheranlage im Elsass eröffnet, schreibt Neustark in einer entsprechenden Mitteilung. Das Berner ClimateTech hat eine Technologie entwickelt, mit der aus Biogasanlagen abgeschiedenes CO2 in Abbruchbeton gespeichert werden kann. Bei Fehr in Bischwiller sollen damit jährlich 1200 Tonnen CO2 gebunden werden.

    Das Familienunternehmen Fehr betreibt zehn Betonwerke und vier Produktionsstätten für Betonfertigelemente. «Fehr ist einer der Pioniere bei nachhaltigen Baustoffen in Frankreich», wird Valentin Gutknecht, Mitgründer und Co-CEO von Neustark, in der Mitteilung zitiert. «Durch unsere strategische Partnerschaft können wir unsere innovative und sofort einsatzbereite Technologie implementieren und bieten damit eine lokale Alternative zur Speicherung von CO2 unter der Erde oder im Meer.»

    Fehr bekommt das CO2 von einer nahegelegenen Anlage zur Erzeugung von Biomethan. In der Produktionsstätte in Bischwiller wird es zum einen dem Abbruchbeton zugefügt, wo es durch die Technologie von Neustark innerhalb von Stunden mineralisiert. Ein weiterer Teil des CO2 wird in das bei der Betonherstellung anfallende Mischwasser eingeleitet, wo es dank der Technologie von Neustark mit den mineralischen Stoffen des Mischwassers reagiert und stabile Salze (Karbonate) bildet. Neben der dauerhaften Speicherung von CO2 reduziere dies auch die Kosten für die Entsorgung des Mischwassers, schreibt Neustark.

  • Expansion im Bereich urbane Begrünung

    Expansion im Bereich urbane Begrünung

    Sika übernimmt Elmich Pte Ltd. Der Anbieter von begrünten Dächern sowie anderen Flächen an und auf urbanen Gebäuden hat seinen Sitz in Singapur. Laut einer Mitteilung von Sika sind Elmichs hochwertige Produkte von Bauplanerinnen und -planern anerkannt und werden bereits in vielen renommierten Bauprojekten in Singapur und Australien eingesetzt.

    Das Unternehmen für Spezialitätenchemie mit Hauptsitz in Baar gewinnt damit den Angaben zufolge „eine neue Wachstumsplattform in der Region Asien/Pazifik“. Dem Segment werde bis 2032 ein jährliches Wachstum von 5,5 Prozent prognostiziert. Zurückzuführen sei das auf den kühlenden Effekt solcher Grünflächen, die damit urbanen Hitzeinseln entgegenwirken. Zudem senken sie dank ihrer wärmeisolierenden Eigenschaften auch den Energieverbrauch und somit CO2-Emissionen. Gleichzeitig nehmen sie Kohlenstoff aus der Atmosphäre auf und speichern ihn. Zudem unterstützen sie Biodiversität.

    Sika verweist darauf, dass sich dank dieses bedeutenden Beitrags zu einer umweltfreundlicheren Gestaltung von Städten hohe Bewertungen bei der Zertifizierung von Gebäuden nach Umweltstandards erzielen liessen. Angetrieben werde diese Entwicklung durch eine steigende Nachfrage sowie durch strengere Standards und Vorschriften.

    „Mit der Übernahme von Elmich stärken wir unsere Position in Grossstädten, in denen begrünte Dächer immer beliebter werden“, wird Sikas Regionalleiter Asien/Pazifik, Philippe Jost, zitiert. „Gemeinsam werden wir unser Spezifikationsgeschäft im Bereich von Gewerbe- und Wohnimmobilien weiterentwickeln, indem wir die Expertise und die Produktportfolios beider Unternehmen sowie Sikas grössere geografische Präsenz voll ausschöpfen.“

  • Ehemalige Sporthalle wird zum Feuerwehrdepot

    Ehemalige Sporthalle wird zum Feuerwehrdepot

    Eine nicht mehr benutzte Beachvolleyball-Stahlhalle aus Bern hat eine neue Heimat im Tessin gefunden, erläutert öbu in einem Beitrag auf LinkedIn. Der Verband für nachhaltiges Wirtschaften hat die Entwicklung des Kreislaufwirtschaftsprojekts in seiner LinkedIn-Gruppe zum Thema Kreislaufwirtschaft thematisiert. Beachcenter Bern hatte die nicht mehr benötigte Halle im Juni vergangenen Jahres interessierten Abholern kostenlos zur Verfügung gestellt.

    Nun stehe fest, dass die Halle im Dorf Peccia in der Gemeinde Lavizzara wieder aufgebaut wird, informiert öbu. Dort soll sie das bei den Unwettern im letzten Sommer beschädigte Feuerwehrdepot ersetzen und als Lager- und Mehrzweckhalle dienen. Die zwischen 6 und 8 Meter hohe Halle soll dafür neu zwei Zwischengeschosse bekommen. Sie werden mit wiederverwerteten oder lokal verfügbaren Materialien realisiert.

    Zudem muss die Konstruktion für die Gegebenheiten am neuen Standort umgebaut werden, erläutert öbu. Dabei wird die ehemals quadratische Halle mit einem Grundriss von etwa 30 mal 30 Metern geteilt und als Rechteck mit Seitenlängen von 15,2 mal 38,8 Metern aufgebaut. Alle vorhandenen Materialien wie die Stahlkonstruktion, die Fassadenelemente, die Sandwichplatten für Fassade und Dach, die Schiebetore sowie die Oberlichter und Lampen finden erneut Verwendung. Die Um- und Neubauten werden von den Architekturbüros urbane landschaften aus Basel und Zanini Gozzi aus Paradiso TI realisiert. Im Sommer dieses Jahres soll die Halle ihrer neuen Bestimmung zugeführt werden können.

  • Start des Baues der Waldstadt Im Pantli

    Start des Baues der Waldstadt Im Pantli

    Die Halter AG hat mit dem Bau der Waldstadt im Pantli begonnen. Am 10. Januar ist der Spatenstich für das Wohnprojekt auf der Waldlichtung Im Pantli in Schaffhausen begangen worden, informiert die Schlieremer Immobilienentwicklerin in einer Mitteilung. Die in der Waldstadt geplanten 214 Eigentumswohnungen werden von Halter in Zusammenarbeit mit der DOST Architektur GmbH aus Schaffhausen realisiert.

    «Das Projekt Waldstadt im Pantli leistet einen wertvollen Beitrag zur Stadtentwicklung», wird Stadtpräsident Peter Neukomm in der Mitteilung aus seiner Ansprache am Spatenstich zitiert. «Die Siedlung soll als Vorbild für zukünftige Bauprojekte dienen und Schaffhausen als Standort für nachhaltiges und innovatives Wohnen stärken.» Die Waldstadt ist als Wohnraum für verschiedene Lebensmodelle angelegt.

    Konkret will das Wohnprojekt sowohl Familien und Paare als auch Singles und Pendler ansprechen. Dazu sind unter anderem ein Kindergarten und eine Kindertagesstätte geplant. Freiräume und gemeinschaftlich nutzbare Einrichtungen sollen «ideale Bedingungen für ein harmonisches Zusammenleben» schaffen, heisst es in der Mitteilung.

    Planung und Umsetzung richten sich an den Vorgaben des Schweizer Nachhaltigkeitsstandards aus. Als Bauzeit für die erste Etappe wurden rund zweieinhalb Jahre veranschlagt. Bereits im kommenden Jahr sollen die ersten der 2,5- bis 5,5-Zimmer-Wohnungen bezugsbereit sein.

  • Innovatives Projekt erforscht Kreislaufwirtschaft mit Lehm

    Innovatives Projekt erforscht Kreislaufwirtschaft mit Lehm

    Das Konsortium des Erasmus+-Projekts «Crafting Clay – Exploring Circularity with Local Earth» hat sich laut einer Mitteilung zu seiner Auftaktveranstaltung an der Universität Liechtenstein getroffen. An der Partnerschaft sind ihre Architekturschule sowie jene der Katholischen Universität Löwen in Belgien und der Technisch-Naturwissenschaftlichen Universität Norwegens sowie die Amsterdamer Academie von Bouwkunst beteiligt. Koordiniert wird das Projekt von Dr. Carmen Rist-Stadelmann und Professor Urs Meister aus dem Fachbereich Handwerk & Struktur der Liechtenstein School of Architecture.

    Das Projekt will über drei Jahre erforschen, wie die Nutzung lokaler Erde zur Zirkularität im Bauwesen beitragen kann. Gefördert wird es mit 400’000 Euro von der Liechtensteiner Agentur für internationale Bildungsangelegenheiten. Die nationale Einrichtung betreut und koordiniert dort unter anderem das europäische Programm Erasmus+.

    Da es mittlerweile möglich ist, den weitestgehend in Vergessenheit geratenen Baustoff Lehm mit modernen mechanischen Verfahren und zusammen mit anderen Materialien herzustellen, sollen dessen neue Möglichkeiten auch hinsichtlich einer Kreislaufwirtschaft analysiert werden. Vor dem Hintergrund des Klimawandels sollen so Alternativen im Bauwesen definiert und etabliert werden.

    Durch die Kombination unterschiedlicher Ansätze mit praktischem Fachwissen aus der Bauindustrie wird das Projekt den Angaben zufolge «eine einzigartige und bereichernde Grundlage für neues Wissen im europäischen Kontext» schaffen, «sowohl in der akademischen Welt als auch für die Baupraxis». Die Ergebnisse werden im Rahmen eines Symposiums, über die Internetseiten der teilnehmenden Partneruniversitäten und in einer Publikation im Zürcher Park Books Verlag vorgestellt.

  • Luzern fördert kreislaufgerechte Bauprojekte

    Luzern fördert kreislaufgerechte Bauprojekte

    Der Kanton Luzern spannt mit der Hochschule Luzern für kreislaufgerechtes Bauen zusammen. Die beiden Partner haben die Ausschreibung Eco-Design im Hochbau lanciert, informiert die kantonale Staatskanzlei in einer Mitteilung. Kreislaufgerechte Bauprojekte sollen im kommenden Jahr mit insgesamt 200’000 Franken gefördert werden. Besonders innovative Projekt erhalten zudem einen Materialpass und Beratungsleistungen.

    Bauherrschaften aus dem privaten und öffentlichen Bereich sowie Planende können sich ab 13. Januar und bis 16. Mai digital um eine Förderung bewerben. Dabei ist es unerheblich, ob die Projekte bereits umgesetzt sind oder sich noch in der Planung oder Umsetzung befinden. Voraussetzung für eine Förderung ist jedoch, dass es sich um ein Bauprojekt im Kanton Luzern handelt.

    Gesucht werden Projekte, die dem Gestaltungsansatz Eco-Design folgen. Ihm zufolge werden Gebäude langlebig und zirkulär gestaltet. Um eine Förderung zu erhalten, sollte das Projekt darüber hinaus auch einen Leuchtturmcharakter aufweisen, heisst es in der Mitteilung. Über diesen wollen Kanton und Hochschule Möglichkeiten für nachhaltiges Bauen und Kreislaufwirtschaft sichtbarer machen und Planenden entsprechendes Wissen zur Verfügung stellen.

  • Baustoffanbieter plant Börsengang in den USA

    Baustoffanbieter plant Börsengang in den USA

    Der Baustoffproduzent Holcim mit Hauptsitz in Zug wird seine Niederlassung in den Vereinigten Staaten laut einer laut Medienmitteilung vollständig ausgliedern und als Holcim United States an der New Yorker Börse kotieren. Holcim in den USA hat seinen Hauptsitz in Chicago, ist aber darüber hinaus nach eigenen Angaben an 350 Orten in 43 Bundestaaten präsent und beschäftigt in den USA 7000 Mitarbeitende.

    Holcim mache Fortschritte bei dem vorgesehenen vollständigen Ausgliedern des Nordamerikageschäfts, heisst es in der Medienmitteilung. Das Nordamerikageschäft soll an der New York Stock Exchange als „domestic issuer“ (lokaler Anbieter) gemäss Regularien der Börsenaufsicht SEC kotiert werden, nach US-Regeln berichten und die Aufnahme in relevante US-Aktienindizes anstreben. Eine zusätzliche Kotierung an der Schweizer Börse SIX sei geplant, um den Bedürfnissen europäischer Investoren Rechnung zu tragen.

    Die geplante Ausgliederung unterliegt der Zustimmung der Aktionäre an der ordentlichen Generalversammlung von Holcim am 14. Mai 2025. Die Umsetzung eines positiven Beschlusses werde dann bis Ende des ersten Halbjahres 2025 erwartet, heisst es von Holcim.

    Holcim ist ein weltweit arbeitender Anbieter von Baulösungen mit einem Umsatz von 27 Milliarden Franken im Jahr 2023 und rund 63‘000 Mitarbeitenden. Das Unternehmen bietet nach eigenen Angaben eine breite Palette an fortschrittlichen Lösungen, von den nachhaltigen Baustoffen ECOPact und ECOPlanet über die Kreislauftechnologie ECOCycle bis zu modernen Dach- und Dämmsystemen des Tochterunternehmens Elevate im belgischen Zaventem.

  • EPFL-Campus Freiburg wächst

    EPFL-Campus Freiburg wächst

    Die ETH Lausanne (EPFL) und der Kanton Freiburg intensivieren ihre Zusammenarbeit, um den EPFL-Campus Freiburg zu einem führenden Zentrum für nachhaltiges Bauen zu entwickeln. Bis 2030 werden schrittweise sechs neue Lehrstühle eingerichtet, wodurch der Campus insgesamt zehn Lehrstühle umfassen wird. Das Wachstum stärkt die Forschung in den Bereichen gebaute Umwelt, Energie und Klima und schafft neue Impulse für die Freiburger Wirtschaft.

    Das Herzstück dieser Entwicklung bildet das CWSC, ein internationales Zentrum, das in Lausanne und Freiburg aktiv ist. Ziel des CWSC ist es, durch Forschung, Bildung und Technologietransfer innovative Lösungen für nachhaltiges Bauen zu entwickeln. Damit trägt es zur globalen Wende hin zu einer umweltfreundlichen und ressourceneffizienten Bauweise bei.

    Innovatives Smart Living Lab als Zentrum
    Die neuen Lehrstühle werden im zukunftsweisenden Experimentalgebäude des SLL untergebracht. Der Bau des SLL-Gebäudes beginnt im ersten Quartal 2025 auf dem Bluefactory-Gelände, die Inbetriebnahme ist für 2027 geplant. Das Gebäude setzt neue Massstäb. Es dient als Pionierprojekt für Energieeffizienz und Ressourcenverbrauch über den gesamten Lebenszyklus.

    Dank seiner experimentellen Eigenschaften und der digitalen Zwillingstechnologie wird das SLL zu einem multidisziplinären Labor. Forschenden der ETH Lausanne, der HTA Freiburg und der Universität Freiburg stehen hier modernste Möglichkeiten zur Verfügung, um neue Technologien unter realen Bedingungen zu testen und weiterzuentwickeln.

    Impulse für die Freiburger Wirtschaft
    Mit der Stärkung des EPFL-Campus und des CWSC leistet der Kanton Freiburg einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz und zur nachhaltigen Entwicklung. Gleichzeitig profitiert die Freiburger Wirtschaft, insbesondere der Bausektor, von diesem Technologietransfer. Unternehmen erhalten Zugang zu innovativen Technologien und Lösungen, die ihre Wettbewerbsfähigkeit steigern und neue Geschäftsfelder erschliessen.

    Ein starkes Netzwerk für die Zukunft
    Die Initiative baut auf der bestehenden Zusammenarbeit zwischen der ETH Lausanne, der Hochschule für Technik und Architektur und der Universität Freiburg auf. Diese Partnerschaft stärkt die regionale Innovationskraft und fördert die Entwicklung von nachhaltigen Bauweisen, die sowohl ökologischen als auch wirtschaftlichen Anforderungen gerecht werden.

    Die Expansion des EPFL-Campus Freiburg und die Gründung des CWSC setzen starke Impulse für Forschung, Innovation und die Wirtschaft. Freiburg wird damit zu einem zentralen Standort für nachhaltiges Bauen und einer Vorreiterregion im Kampf gegen den Klimawandel.

  • Start des EU-Forschungsprojekts TIMBERHAUS zur Förderung des Holzbaus

    Start des EU-Forschungsprojekts TIMBERHAUS zur Förderung des Holzbaus

    Anfang November ist das europäische Forschungsprojekt TIMBERHAUS in Kopenhagen gestartet, informiert die Empa in einer Mitteilung. Sie ist eine der 19 Partnerinnen und Partner aus insgesamt zehn Ländern, die an dem von der EU und dem Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation finanzierten Projekt zur Förderung des Holzbaus in Europa teilnehmen. Innerhalb von vier Jahren sollen innovative Holzbautechnologien und Konstruktionen entwickelt werden, mit denen die CO2-Emissionen im Bausektor deutlich gesenkt werden können.

    Im Bausektor entstehen 40 Prozent der weltweiten CO2-Emissionen, schreibt die Empa. Der Einsatz von Holz könnte hier Abhilfe schaffen. Derzeit werden die zur Hälfte aus Laubholz bestehenden europäischen Waldressourcen aber nur «sehr ineffizient» und auf wenige Arten Nadelholz begrenzt für den Bau genutzt, erläutert Projektkoordinator Anders Kjellow vom Dänischen Technologischen Institut. «Mit TIMBERHAUS versuchen wir, diese Herausforderung zu bewältigen, um die nachhaltige Nutzung von Holz im Bauwesen zu erhöhen.»

    Die Empa trägt zum Projekt mit innovativen Prototypen bei, die mit digitalen Werkzeugen wie maschinellem Lernen und Künstlicher Intelligenz erstellt werden. «Die Prototypen werden als praktische Beispiele dafür dienen, wie wir eine breitere Palette von Holzressourcen effektiv nutzen können», wird Empa-Forscher Mark Schubert in der Mitteilung zitiert. «Unser Ziel ist es, dem Bausektor praktikable und leistungsfähige Produkte zur Verfügung zu stellen, die den aktuellen Baustandards entsprechen und gleichzeitig die Prinzipien der Kreislaufwirtschaft fördern und die europäischen Klimaziele unterstützen.»