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  • Auszeichnung für nachhaltigen Spitalbau

    Auszeichnung für nachhaltigen Spitalbau

    Das Kantonsspital Baden (KSB) ist auf dem World Architecture Festival in Miami im US-Bundesstaat Florida ausgezeichnet worden. Die Architektur des KSB-Neubaus erhielt in der Kategorie Health einen Siegerpreis, heisst es in einer Mitteilung. Das World Architecture Festival wurde vom 12. bis 14. November abgehalten.

    Bei der Veranstaltung im Miami Beach Convention Center stimmten 160 internationale Juroren über 460 Projekte ab. Der von Nickl & Partner Architekten Schweiz sowie weiteren Planungspartnern realisierte Spitalbau wurde für seine klare Formensprache, nachhaltige Bauweise und den konsequenten Fokus auf eine heilungsfördernde Umgebung für Patientinnen und Patienten ausgezeichnet, heisst es in der Mitteilung. „Diese Auszeichnung ist eine eindrucksvolle Bestätigung unserer Vision: ein Spital zu bauen, das medizinische Exzellenz und einen effizienten Betrieb mit modernster Architektur verbindet“, wird Pascal Cotrotzo, CEO des KSB, zitiert. „Wir sind stolz darauf, dass unser Neubau in Miami internationale Anerkennung erhält. Unser Dank gilt allen, die dieses Grossprojekt möglich gemacht haben.“

    Bereits im Juni 2025 hat das KSB in London den European Healthcare Design Award erhalten. Um den gesamten Neubau voll zu Geltung zu bringen, soll auf dem Areal des alten Spitals eine stadtverbundene Grünanlage errichtet werden. Das KSB weist auf eine Beschwerde des Aargauer Heimatschutzes gegen den Rückbau des Altbaus sowie eine Petition mit 7000 Unterschriften gegen diese Beschwerde hin.

  • Neuer Tracker macht Schweizer Power-to-X-Landschaft sichtbar

    Neuer Tracker macht Schweizer Power-to-X-Landschaft sichtbar

    Erneuerbarer Strom kann in chemischen Energieträgern wie Wasserstoff, synthetischem Kraftstoff und Methan gespeichert werden (Power-to-X). Laut einer Mitteilung des Swiss Power-to-X Collaborative Innovation Network SPIN sind bereits mehr als 50 Projekte in diesem Bereich in der Schweiz im Gang.

    SPIN lanciert deshalb gemeinsam mit der Coalition for Green Energy & Storage (CGES) gemeinsam einen Tracker, der einen Überblick über die bekannten Projekte in der Schweiz ermöglicht. Die daraus resultierende Karte macht diejenigen Projekte sichtbar, die über Laborversuche hinaus bereits Demonstrationsprojekte oder gar kommerzielle Anwendungen geworden sind. SPIN sammelt die Daten, CGES visualisiert sie.

    „Der Tracker erleichtert die Zusammenarbeit, indem er eine strukturierte Datenbank bereitstellt, die Synergien zwischen den Akteuren fördert und die Entscheidungsfindung unterstützt“, werden Christoph Sutter und Antonello Nesci, die Co-Direktoren von CGES, in der Mitteilung zitiert.

    Martin Bäumle sieht in den Power-to-X-Technologien den Schlüssel zur Defossilisierung der Wirtschaft. „Mit dem Tracker schaffen wir Transparenz, stärken die Zusammenarbeit und helfen, vielversprechende Ideen in skalierbare Lösungen umzusetzen“, so der Nationalrat (Grünliberale/ZH) und Co-Präsident von SPIN. „Zuverlässige Daten können politischen Entscheidungsträgern dabei helfen, Vorschriften anzupassen, und Investoren dabei unterstützen, neue Möglichkeiten zu erkennen.“

    Die Karte wird an der CGES-Jahresveranstaltung vorgestellt, die am 21. November bei Swissgrid in Aarau stattfindet. CGES ist eine Koalition von Partnern aus Wirtschaft, Wissenschaft und öffentlichem Sektor für grüne Energien, die vom ETH-Bereich gegründet worden ist.

  • Moderner Logistikbau setzt auf Effizienz und Nachhaltigkeit

    Moderner Logistikbau setzt auf Effizienz und Nachhaltigkeit

    Die zu Pestalozzi gehörende Transstahl AG soll künftig die Transporte von Lang- und Sperrgut noch effizienter und flexibler schweizweit durchführen können. Deshalb baut die Pestalozzi Gruppe in Pieterlen ein neues Logistikzentrum, für welches nun laut einer Mitteilung der feierliche Spatenstich gesetzt wurde. Daran haben neben Vertretern von Pestalozzi und Transstahl auch Beat Rüfli, Gemeindepräsident von Pieterlen, und Simon Enderli, Leiter Standortförderung Kanton Bern, sowie weitere Gäste teilgenommen.

    Das Logistikzentrum wird 100 Meter lang, 30 Meter breit und 12 Meter hoch sein. Eine energieeffiziente Heizung ist ebenso geplant wie eine Photovoltaikanlage sowie Ladestationen für Elektro-Last- und Personenwagen. Ein Grossteil der verbauten Materialien stammt aus dem Sortiment der auf Stahltechnik und Haustechnik spezialisierten Pestalozzi Gruppe.

    „Mit diesem Spatenstich investieren wir in die Entwicklung unserer Unternehmensgruppe und bekennen uns klar zum Werkplatz Schweiz und zur partnerschaftlichen Zusammenarbeit mit Gemeinden und Regionen“, wird Matthias Pestalozzi in der Mitteilung zitiert. Er ist Inhaber und Delegierter des Verwaltungsrates der Pestalozzi Gruppe.

  • Neue Impulse für die Region Schwarzbubenland

    Neue Impulse für die Region Schwarzbubenland

    Das Forum Schwarzbubenland hat die Standortförderung für die Bezirke Dorneck und Thierstein neu besetzt. Wie die Vereinigung mitteilt, hat es den Nationalrat Christian Imark mit dem Mandat betraut. Sie wolle damit den Bedürfnissen einer dynamischen Wirtschaftslage noch besser gerecht werden.

    Der Standortförderer soll zum einen neue Unternehmen ansiedeln helfen, um die Wirtschaftsbasis zu stärken. Zum anderen soll er lokale Unternehmen bei der Bewältigung aktueller Herausforderungen und beim Wachstum unterstützen. Schliesslich soll Imark die Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft, Bildung und Politik intensivieren.

    „Christian Imark bringt als erfahrene Persönlichkeit aus Politik und Wirtschaft das ideale Rüstzeug mit, um unsere Region bekannter zu machen, erfolgreich zu positionieren und neue Impulse zu setzen“, wird Dieter Künzli, Präsident des Forums Schwarzbubenland, in der Mitteilung zitiert.

    Christian Imark (Jahrgang 1982) gehört seit 2015 für die Schweizerische Volkspartei (SVP) dem Nationalrat an. Er ist zugleich Inhaber der Airboxx GmbH, einem auf die Vermietung von Festzelten spezialisierten Unternehmen mit Sitz in Fehren SO. Das Mandat Standortförderung umfasst ein Pensum von 30 Prozent.

    Imark tritt an die Stelle von Karoline Sutter, welche die Standortförderung 2022 übernommen hat. Damals bestand das Mandat noch aus der Standortförderung des Schwarzbubenlandes und des angrenzenden Baselbieter Laufentals. Sutter hatte das Mandat zusammen mit Rita Stoffel-Meury übernommen.

  • Frauenfeld integriert Parkhaus Altstadt ins Smart Parking

    Frauenfeld integriert Parkhaus Altstadt ins Smart Parking

    Die Stadt Frauenfeld erweitert ihr Smart Parking-System um das Parkhaus Altstadt. Das hat die Stadt jetzt mitgeteilt. Dafür ist es mit Sensoren ausgestattet worden, die in der Regio Frauenfeld-App freie Parkplätze anzeigen. Das Pilotprojekt war 2023 begonnen und nach einer umfassenden Bewertung 2024 weitergeführt worden. Es umfasst mittlerweile insgesamt sechs Parkanlagen und 24 Kameras.

    Dort wird die Belegung im Zweiminutentakt erfasst und auf der App sichtbar gemacht. Damit sollen Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmer schneller zu einem freien Parkplatz kommen und von flüssigerem Verkehr profitieren.

    Das Parkhaus Altstadt ist als einziges davon nicht mit Kameras ausgestattet. Eigentümer ist die Wohnpark Promenade AG, verwaltet wird es von der Tobler Immobilien AG. Mit den Verantwortlichen beider Firmen wurde ein einjähriger Versuchsbetrieb vereinbart. Die Tiefgarage bietet 66 Parkplätze in zentraler Lage.

    Nach dem Umbau des Einkaufszentrums Passage wird auch dessen Parkhaus mit seinen rund 260 Parkplätzen aufgeschaltet werden. Die Baumassnahmen sollen Ende 2027 beendet sein.

    Das Smart Parking-Konzept von Frauenfeld basiert auf einem Projekt der Innovation-Sandbox für Künstliche Intelligenz im Kanton Zürich. Dabei hat die Parquery AG aus Zürich, eine Ausgliederung aus der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH), mit ihrer Bilderkennung eine effiziente Erfassung und Analyse der Parkplatzbelegung in Echtzeit ermöglicht.

  • Innovationsimpulse für die Bau- und Immobilienwirtschaft

    Innovationsimpulse für die Bau- und Immobilienwirtschaft

    Professor Adrian Wildenauer wird neuer Leiter des Center for Smart Building & Real Estate an der Hochschule für Wirtschaft Zürich (HWZ). Das Zentrum wird Bereich des ebenfalls neu geschaffenen Departements Banking & Finance, Controlling und Real Estate, heisst es in einer Mitteilung. Das Departement nimmt im Januar 2026 seine Arbeit auf und wird von Nadine Rusch-Schenker geleitet.

    Mit der Übernahme des neuen Amtes will Adrian Wildenauer die Weiterentwicklung der Bau- und Immobilienwirtschaft aktiv mitgestalten. Bislang ist er als Professor für digitales Bauen an der Berner Fachhochschule (BFH) tätig. Zuvor arbeitete er unter anderem bei der SBB AG als Leiter BIM Standardisierung & Branchenaktivitäten sowie in weiteren leitenden Funktionen im Immobiliensektor. Seine Forschungsschwerpunkte liegen in den Bereichen Building-as-a-Service und digitalem Bauen.

    „Mit Adrian Wildenauer gewinnen wir einen international vernetzten Experten, der Theorie und Praxis auf einzigartige Weise verbindet. Seine Arbeit zu Smart Building, Digital Twins und datenbasierten Services stärkt die Innovationskraft der HWZ im Bereich Real Estate Management“, wird Brian Rüeger, Rektor der HWZ, in der Mitteilung zitiert.

  • Ausbau des Unternehmensstandorts für zukünftiges Wachstum

    Ausbau des Unternehmensstandorts für zukünftiges Wachstum

    Das in der Gebäudetechnik und Energieberatung angesiedelte Unternehmen HKG aus Aarau bezieht in Baden neue Räumlichkeiten. Vom 1. März 2026 an wird es an seinem Standort in der Täfernstrasse 14a im Badener Stadtteils Dättwil tätig sein. Aktuell ist HKG noch auf der Suche nach zusätzlichen Mitarbeitenden für den neuen Standort, wie aus einer Mitteilung hervorgeht. Dort werden die neuen Büros als „topmoderner Arbeitsplatz mit Licht, Raum und Atmosphäre zum Wohlfühlen“ sowie als „Workplace der Zukunft“ mit Dachterrasse, Fokuszonen und moderner Infrastruktur beschrieben.

    Die 1978 gegründete Herzog Kull Group Holding operiert in verschiedenen Feldern der Elektrotechnik. Dazu gehören Elektroengineering, Gebäudeautomation, Gebäudeinformatik und Sicherheit ebenso wie Beratung, Energie, Digitalisierung und die Gesamtplanung. Während die Herzog Kull Group Holding ihren Sitz in Rotkreuz hat, sind zur Gruppe gehörende Firmen wie HKG Engineering und HKG Consulting in Aarau ansässig.

  • Bildungscluster Polyfeld Muttenz

    Bildungscluster Polyfeld Muttenz

    Der Kanton Basel-Landschaft bündelt am Polyfeld das BBZ BL, das Gymnasium Muttenz und das Zentrum für Brückenangebote zu einem gemeinsamen Sek-II-Campus. In der Etappe 1 stehen der Rückbau und die Umnutzung des bestehenden Turms im Fokus, der von oben nach unten entkernt, schadstoffsaniert und im Kernbereich vollständig zurückgebaut wurde. Auf einer Grundfläche von rund 20 mal 20 Metern wurden Kernwände, Treppenanlagen, Bodenplatte und Fundamente kontrolliert entfernt.

    Damit der schlanke Turm während Umbau und Neubau stabil bleibt, wurde pro Geschoss eine temporäre Aussteifung mit schweren Stahlrahmen eingebaut. Parallel dazu starteten der Neubau des Gebäudekerns und die Ausführung der neuen Haupttreppe, die als freihängende Fertigteilkonstruktion in Sichtbeton zu einem gestalterischen Zentrum des BBZ werden soll.

    Sichtbeton, Werkstattgebäude und Dreifachsporthalle
    Alle Neubauten der Etappe 1 werden in hochwertigem Sichtbeton erstellt, mit einem projektbezogenen Schalungs- und Betonierkonzept für gleichmässige Oberflächen. Das rund 55 Meter lange und 26 Meter breite Werkstattgebäude entsteht in drei Etappen, sodass Wände, Stützen, Erdbebenwände und Decken geschossweise parallel bearbeitet werden können.

    Die neue Dreifachsporthalle erhält ein komplexes Tragwerk aus vorgespannten Spannbetonträgern, die schrittweise montiert, provisorisch abgestützt und nach dem Betonieren der Decke vorgespannt werden. Dadurch kann die Halle später flexibel in drei kleinere Einheiten unterteilt werden. Eine aussenliegende Wendeltreppe mit speziell entwickelter Schalung setzt einen architektonischen Akzent. Die angrenzende Aula-Mensa entsteht in Fertigteilbauweise, kombiniert Sichtbeton mit einer Holzverbunddecke und vernetzt die unterschiedlichen Gebäudeteile funktional.

    Life-Science-Ausbildungsbau im Polyfeld
    Parallel zum kantonalen Campusvorhaben erhält das Polyfeld mit einem neuen Life-Science-Ausbildungszentrum eine zusätzliche inhaltliche Schärfung. Der Baselbieter Landrat hat dafür einen Beitrag von rund zwei Millionen Franken gesprochen. Rund 1,7 Millionen für den Bau des neuen Ausbildungsstandorts an der Birsfelderstrasse 46 und rund 390’000 Franken für besondere Laborausstattungen. Der Neubau wird eine Nettogeschossfläche von etwa 19’500 Quadratmetern aufweisen. Kantonal gefördert wird eine anrechenbare Nutzfläche von rund 1’400 Quadratmetern.

    Trägerin des Projekts ist der Ausbildungsverbund Aprentas, der seine bisherigen Standorte an der Lachmattstrasse und in Schweizerhalle im neuen Gebäude bündeln will. Aprentas, ursprünglich aus dem Umfeld von Novartis entstanden, bietet überbetriebliche Kurse für EFZ-Ausbildungen in Chemie, Biologie sowie Chemie- und Pharmatechnologie. Die kantonale Förderung stärkt den Life-Science-Ausbildungsstandort Muttenz und ergänzt den Sek-II-Campus Polyfeld um eine klar profilierte, praxisorientierte Ausbildungsinfrastruktur für die regionale Industrie.

  • Wirtschaftsraum Basel – Facts and Figures

    Wirtschaftsraum Basel – Facts and Figures

    Wer in der Region Basel lebt und arbeitet, ist Teil einer der dynamischsten Metropolitanräume Europas. Zwischen Pharma-Campus, Architekten-Ikonen und wachsendem Start-up-Ökosystem zeigt sich die Region als kraftvoller Motor der Schweiz. Die Metropolregion Basel zählt zu den leistungsstärksten Wirtschaftsstandorten des Landes. Mit einer aussergewöhnlich hohen Exportquote und international führenden Unternehmen in den Bereichen Life Sciences, Medtech, Chemie und ICT. Über 30’000 Menschen arbeiten hier in der Forschung, Entwicklung und Produktion von Zukunftstechnologien.

    In der Region Basel entsteht mit Arealen wie dem uptownBasel oder dem Klybeckplus ein neues Zeitalter der Wertschöpfung, vernetzt, klimabewusst und international orientiert. Firmen finden kurze Wege zur Forschung, Talente finden neue berufliche Horizonte und die Standortförderungen der Kantone Basel-Stadt und Basel-Landschaft, wie auch Basel Area  begleiten Unternehmen von der Idee bis zur Expansion. Ob Innovationsförderung, Fachkräfteentwicklung oder ESG-konforme Neubauprojekte, die Region investiert gezielt in nachhaltiges Wachstum.

    Wussten Sie, dass…

    • auf dem bikantonalen Dreispitz-Areal ein Stadtquartier entsteht, das Arbeiten, Wohnen und Kultur neu kombiniert?
    • das Klybeckplus-Areal nach dem SNBS-Standard entwickelt und 15’000 Menschen Raum zum Wohnen und Arbeiten bieten wird?
    • das BaseLink-Areal in Allschwil als Zentrum der biomedizinischen Forschung weltweite Beachtung findet?
    • Basel weltweit zu den Topregionen für Life Sciences zählt?
    • innovative Energielösungen aus der Region zur Dekarbonisierung der Schweiz beitragen?
    • sich Start-ups aus der ganzen Welt hier wegen der Nähe zu Spitzenforschung und Kapital ansiedeln?

    Wo Wirtschaft und Lebensqualität zusammenspielen
    Basel ist stark durch grenzüberschreitendes Denken. Die trinationale Zusammenarbeit mit dem Elsass und Südbaden schafft einen grenzüberschreitenden Wirtschaftsraum mit hoher Innovationskraft. Die Region profitiert von internationaler Anbindung über den EuroAirport, leistungsfähiger Bahnlogistik und und der Anbindung an die Weltmeere über die Schweizerischen Rheinhäfen. Hinter den Kulissen wirken engagierte Standortförderungen, die Unternehmen bei der Ansiedlung, Flächensuche, Bewilligungen und Vernetzung begleiten. Vom Start-up bis zum Industriekonzern – Basel bietet alles aus einer Hand. Basel ist kein Entweder-oder. Basel ist das Ganze. Hier entsteht heute Zukunft.

    Wirtschaftsraum Basel in Zahlen

    Basel-Stadt

    WIRTSCHAFT – KENNZAHLEN
    Unternehmen16’000
    Führende SektorenChemie/Pharma, Life Sciences,  Finanzdienstleistungen, Handel, Logistik, Gesundheitswesen
    Arbeitsplätze / Beschäftigte200’000
    Beschäftigte 1. Sektor (Landwirtschaft)100
    Beschäftigte 2. Sektor (Industrie/Bau)34’000
    Beschäftigte 3. Sektor (Dienstleistungen)166’000
    BIP/ Kopf in CHF (2022)209’782
    Arbeitslosenquote (2024)3,7%
    Start-up-Gründungen1’304 (2024)

    IMMOBILIEN – KENNZAHLEN
    Leerstandsquote Wohnungen0,9%
    Leerstandsquote Büro/Gewerbeimmobilien1%
    Wohneinheiten in Planung/Bau11’000
    Büro- und Gewerbeimmobilien in Planung/Baujährlich 10-15 Projekte
    Neubauprojekte40-50
    Durchschnittliche Baukosten für Gewerbe in CHF3’000 – 4’800/m²

    STANDORT  – KENNZAHLEN
    Fläche in km²37
    Bevölkerungsanzahl (2024)207’515
    Bevölkerungswachstum zum Vorjahr0,58%
    Bezirke Anzahl3
    Gemeinden Anzahl3
    Wohnungseinheiten138’000
    Hochschulen4
    Haltestellen Öffentlicher Regional- und Fernverkehrüber 100

    Basel-Land

    WIRTSCHAFT – KENNZAHLEN
    Unternehmen21’700
    Führende SektorenMaschinenbau, Chemie/Pharma, Nahrungsmittelindustrie, Handel, Gesundheitswesen
    Arbeitsplätze / Beschäftigte142’000
    Beschäftigte 1. Sektor (Landwirtschaft)1’000
    Beschäftigte 2. Sektor (Industrie/Bau)28’400
    Beschäftigte 3. Sektor (Dienstleistungen)112’100
    BIP/ Kopf in CHF (2022)77’693
    Arbeitslosenquote (2024)2,3%
    Start-up-Gründungen1’000 -1’200
    IMMOBILIEN – KENNZAHLEN
    Leerstandsquote Wohnungen1,2%
    Leerstandsquote Büro/Gewerbeimmobilien1%
    Wohneinheiten in Planung/Baujährlich ca. 2.000
    Büro- und Gewerbeimmobilien in Planung/Baujährlich 12-18 Projekte
    Neubauprojekte30-45
    Durchschnittliche Baukosten für Gewerbe in CHF2’200 – 3’800/m²
    STANDORT  – KENNZAHLEN
    Fläche in km²518
    Bevölkerungsanzahl (2024)303’285
    Bevölkerungswachstum zum Vorjahr0,70%
    Bezirke Anzahl5
    Gemeinden Anzahl86
    Wohnungseinheiten140’000
    Hochschulen1
    Haltestellen Öffentlicher Regional- und Fernverkehrca. 215
  • Basel plant konsequent klimafreundlich und zukunftsorientiert

    Basel plant konsequent klimafreundlich und zukunftsorientiert

    Frau Keller, wie beurteilen Sie die bisherigen Fortschritte bei der nachhaltigen Stadtentwicklung und welche Schwerpunkte setzen Sie in den kommenden Jahren?
    Wir haben schon einiges gemacht – aber es bleibt noch viel zu tun! Wir haben mit unserem Stadtklima-Masterplan und der Klimaschutzstrategie sowie dem dazugehörigen Aktionsplan wichtige Weichen gestellt. Insbesondere die Begrünung und Entsiegelung sowie die Reduktion der CO2-Emissionen gehen wir damit umfassend an. Neben der Reduktion der direkten Emissionen aus dem Betrieb kümmert sich mein Departement auch um die indirekten Emissionen aus der Erstellung von Bauten. Hier prüfen wir aktuell neue Ansätze wie eine Lenkungsabgabe auf indirekte Emissionen beim Bauen. Wir verdichten und nutzen bestehende Gebäude um und wollen künftig über eine Gesetzesänderung das Bauen im Bestand vereinfachen. Das sind die Leitlinien, wie wir in den nächsten Jahren die Nachhaltigkeit in der Stadtentwicklung vorantreiben wollen.

    Mit welchen Massnahmen stärken Sie die Baukultur in Basel und fördern hochwertiges, zukunftsfähiges Bauen?
    Baukultur ist für uns sehr wichtig: Die Baslerinnen und Basler sollen sich wohl fühlen in ihrer Stadt. Das ist natürlich auch für die Erreichung der Klimaziele eine zentrale Grundlage und deshalb ist eine zukunftsweisende Baukultur enorm wichtig. Eine hohe Baukultur stiftet Identifikation und Lebensqualität. Dabei leisten sowohl der Erhalt als auch das Weiterbauen im Bestand, die Pflege traditioneller Bauweisen sowie die Verwendung zukunftsfähiger Technologien und Bauten wesentliche Beiträge. Baukultur ist nachhaltig und nachhaltige Planung muss ein integraler Teil der Baukultur werden. Das zeigt sich übrigens sehr schön auch in unserem «Basler Kompass», wo die Baukultur als einer der ersten Punkte genannt und thematisiert wird.

    Welchen Beitrag kann das Bau- und Verkehrsdepartement im Bereich Kreislaufwirtschaft leisten, um das Ziel Netto Null bis 2037 zu erreichen?
    Basel-Stadt hat eine ehrgeizige Strategie zur Förderung der Kreislaufwirtschaft im Baubereich. Das bedeutet, dass wir Gebäude und Bauprodukte so gestalten wollen, dass sie möglichst lange genutzt werden können und aus wiederverwendeten oder recycelten Materialien bestehen. Ein wichtiger Schwerpunkt ist es, bestehende Gebäude weiterzubauen und zu nutzen, anstatt sie abzureissen und neu zu bauen. Dadurch werden nicht nur Abfälle reduziert, sondern auch die Treibhausgasemissionen verringert, die normalerweise bei der Herstellung neuer Baumaterialien entstehen. Neue Gebäude sollen zudem vermehrt so erstellt werden, dass sie zerlegbar sind und nach Ende ihrer Nutzung als Baumaterial für ein nächstes Bauwerk zur Verfügung stehen (Design for Disassembly). Zusätzlich fördert Basel-Stadt die Verwendung von Recycling-Materialien im Bauprozess wie zum Beispiel Recycling-Asphalt bei Strassenbelägen. Wir arbeiten daran, gesetzliche Rahmenbedingungen zu schaffen, um kreislaufgerechtes Bauen zu erleichtern, und wir investieren in die Infrastruktur, die für die Wiederverwendung und das Recycling von Baumaterialien benötigt wird. So hat der Kanton beispielsweise ein eigenes Bauteillager ins Leben gerufen: Kantonales Rückbaumaterial wird in einem Online-Bauteilkatalog erfasst und für die Wiederverwendung in anderen Projekten zur Verfügung gestellt. Durch diese Massnahmen wollen wir nicht nur unsere Klimabilanz verbessern, sondern auch die Innovation im Baubereich fördern.

    Was sind die nächsten Schritte beim Projekt «Grüner Asphalt» und wie bewerten Sie das Klimaschutzpotenzial dieser Innovation?
    Der Einsatz des grünen Asphalts bei Basler Strassenbaustellen entwickelt sich gut. Innerstädtisch kam und kommt grüner Asphalt bis anhin bei mindestens acht grösseren und kleineren Baustellen zum Einsatz. Zu nennen sind zum Beispiel die Burgfelderstrasse, die Freiburgerstrasse oder auch der Eselweg. Aktuell laufen weitere Projekte, bei welchen der Einsatz des grünen Asphalts vorgesehen ist. Wobei wir mit Grünem Asphalt nicht den CO2-Ausstoss direkt verringern. Der Grüne Asphalt bindet aber dank Pflanzenkohle mehr CO2 aus der Atmosphäre, als er bei der Produktion entlässt. So können wir die Klimabelastung des Strassenbaus reduzieren. Ein Selbstläufer ist es aber noch nicht. Es gibt nach wie vor kritische Hersteller und Verbände. Da müssen wir weiter den Dialog suchen und die Chancen aufzeigen.

    Was sind derzeit die grössten Herausforderungen beim Unterhalt und der Modernisierung der öffentlichen Infrastruktur in Basel?
    Die Herausforderungen sind vielfältig. Ein zentraler Aspekt ist die Notwendigkeit, die bestehenden Infrastrukturen wie Strassen, Brücken und Tramgleise regelmässig zu sanieren, um eine zuverlässige Versorgung mit Wasser und Energie sicherzustellen. Gleichzeitig baut IWB im Auftrag des Kantons Basel-Stadt das Fernwärmenetz bis 2037 um insgesamt 60 Kilometer aus. Dies erfordert eine enge Koordination mit den anderen Sanierungsarbeiten, um die Belastungen für Anwohnende zu minimieren und gleichzeitig auch die Gelegenheit für Umgestaltungen zugunsten des Stadtklimas und des aktiven Verkehrs zu nutzen. Denn auch der Klimawandel ist eine Herausforderung. Wir müssen einerseits die Stadt auf Hitzewellen und extreme Wetterereignisse vorbereiten. Um Hitzeinseln zu vermeiden, gilt es, Asphaltflächen zu entsiegeln und Grün- und Wasserflächen im öffentlichen Raum zu schaffen. Andererseits hat sich der Kanton mit Netto-Null bis 2037 ein ambitioniertes Klimaschutzziel gesetzt. Wir setzen deshalb zum Beispiel vermehrt auf Gebäudesanierungen und Umnutzungen im Bestand und setzen auf Suffizienz, Reduktion der grauen Energie sowie die Minimierung des Betriebsenergieverbrauchs.

    Inwiefern ist die Digitalisierung, zum Beispiel mit neuen Apps für Fahrgäste, Teil Ihrer Strategie zur Erhöhung der Attraktivität des ÖV in Basel?
    Der Digitalisierung kommt beim ÖV ein hoher Stellenwert zu. Die Fahrgäste möchten sich via App über Fahrpläne oder allfällige Betriebsstörungen informieren und dort auch bequem ihr Ticket lösen. Zentral ist die Digitalisierung auch, wenn es ums Teilen und Kombinieren verschiedener Fahrzeuge geht. Viele von uns kombinieren die Tram- oder Busfahrt mit einem Leihfahrzeug: Je nachdem, wo wir wohnen, fahren wir mit einem geliehenen Velo, Trotti oder Auto zur Haltestelle oder von dort zum Zielort. Diese Leihfahrzeuge buchen oder bezahlen wir schon heute mehrheitlich digital. Ziel muss es sein, dass wir digitale Lösungen haben, die alle diese Angebote komfortabel miteinander verbinden. Der grosse Durchbruch ist bisher nicht gelungen, es gibt viele Player und Herausforderungen auf diesem Weg. Aber wir sind an Lösungen dran.

    Was sind aktuell die grössten Herausforderungen bei der grenzüberschreitenden Koordination mit dem Kanton Baselland und den Nachbarländern bezüglich des öffentlichen Verkehrs?
    In unserer Region sind wir es alle gewohnt, täglich Kantons- oder Landesgrenzen zu überschreiten. Entsprechend planen wir in der Region auch vieles gemeinsam über Grenzen hinweg – gerade in der Mobilität. Viele Tram- und Buslinien sind sowohl im Baselbiet als auch in Basel unterwegs. Zudem haben wir zwei grenzüberschreitende Tramlinien – eine von Basel nach St. Louis (F) und eine von Basel nach Weil am Rhein (D). Diese sind sehr erfolgreich und werden gut genutzt, herausfordernd ist jedoch die Finanzierung von Unterhalt und Betrieb der Abschnitte in den Nachbarländern. Die derzeit wohl grösste Herausforderung ist aber weniger die Koordination innerhalb der Region, sondern die Tatsache, dass wir als Region beim Bund teilweise zu wenig wahrgenommen werden. Die aktuellen Diskussionen rund um den dringend notwendigen Bahnausbau in Basel zeigen dies. Ich bin dankbar, dass wir in der Region alle an einem Strang ziehen und gemeinsam für eine trinationale S-Bahn kämpfen, die diesen Namen verdient. Ein durchgängiges S-Bahn-System hat ein grosses Potential für die Verlagerung von Fahrten von der Strasse auf die Schiene.

    Wie sieht Ihr konkreter Zeitplan für die Umstellung der gesamten Busflotte auf Elektroantrieb bis 2027 aus und welche Herausforderungen bestehen dabei noch?
    Diese Umstellung ist in vollem Gang und auf Kurs. Rund die Hälfte der BVB-Busse fahren bereits mit Elektroantrieb. Die Basler Verkehrs-Betriebe werden bis 2027 ihre gesamte Busflotte auf E-Busse umstellen. Damit leistet die BVB einen wesentlichen Beitrag, damit Basel die ambitionierten Klimaziele erreichen kann.

    Sie sind in nationalen Gremien stark vernetzt. Welche Trends oder Best Practices aus anderen Städten und Regionen inspirieren Sie besonders für Basel?
    Der Austausch mit anderen Städten ist immer wieder bereichernd. Alle kämpfen mit denselben Herausforderungen, beispielsweise mit Zielkonflikten bei knappen Platzverhältnissen. Ich beobachte die Pilotversuche mit autonomen ÖV-Angeboten in anderen Städten mit Interesse. Als Präsidentin der Städtekonferenz Mobilität ist es mir wichtig, dass wir in dieser Thematik früh die richtigen Weichen stellen und für neue Herausforderungen wie autonome Fahrzeuge gerüstet sind. Solche neuen Entwicklungen sollen ein Gewinn für alle Seiten sein. Dazu braucht es jedoch gewisse Rahmenbedingungen. 

    Gibt es etwas, das Sie sich für Basel wünschen? Etwas, aus anderen Städten auf der Welt die Sie beeindruckt oder inspiriert hat?
    Wenn man asiatische Städte anschaut, ist man zuweilen schon beeindruckt über das Realisierungstempo von Projekten, gerade im Hoch- und Tiefbau. Auf der anderen Seite bin ich sehr dankbar, dass wir in der Schweiz demokratische Prozesse haben, die zwar langwierig sind, aber dafür sorgen, dass die Menschen einbezogen werden und Einfluss nehmen können. Ich bin überzeugt, dass diese Beteiligung – sei es über das Parlament oder direkt über die Bevölkerung – ein Schlüssel zu mehr Akzeptanz und damit auch für den gesellschaftlichen Zusammenhalt ist. 

  • La Rasude Lausanne

    La Rasude Lausanne

    La Rasude gehört zu den sechs städtischen Transformationspolen Lausannes und liegt direkt am Bahnhof sowie an einem der wichtigsten ÖV-Knoten der Romandie. Aus Sicht der Stadt ist dies der ideale Ort für eine Verdichtung, die kurze Wege, hohe Nutzungsdichte und bessere Lebensqualität verbindet. Der Plan d’affectation definiert hierfür die zulässigen Nutzungen, Gebäudevolumen und Anforderungen an Umwelt, Mobilität und Denkmalschutz.​

    Weiterbauen im Bestand statt Tabula rasa
    Rund 70 Prozent der bestehenden Bauten werden erhalten, darunter das markante, von Alphonse Laverrière entworfene Gebäude an der Avenue de la Gare, dessen Schutz nach Kritik von Bund und Fachleuten in einem überarbeiteten Projekt ausdrücklich gesichert wurde. Einzelne Gebäude wie «Gare 45» und «Horizon» dürfen um zwei Geschosse erhöht werden, dazu kommen zwei neue Baukörper. Einer entlang der Gleise, einer im Quartierzentrum, deren Höhen so definiert sind, dass die bestehende Skyline und Sichtbezüge respektiert bleiben und der Edipresse-Turm nicht überragt wird.​

    Wohnen, Arbeiten und soziale Mischung
    Etwa 30 Prozent der Geschossflächen sind für Wohnen vorgesehen, mindestens 20 Prozent davon als logements d’utilité publique, also gemeinnützige Wohnungen. Insgesamt sollen so knapp 500 Personen in einem heute nicht bewohnten Quartier leben können. Parallel entsteht ein vielfältiger Nutzungsmix mit Büros, einem Hotel, Läden, frühkindlicher Betreuung, Kultur- und Freizeiträumen sowie quartiernahen Dienstleistungen. Rund 500 Quadratmeter werden zu kontrollierten, günstigen Mieten für Kulturschaffende und öffentliche Nutzungen reserviert.​

    Öffentlicher Raum, Begrünung und Mobilität
    Der heute geschlossene, stark versiegelte Komplex wird in ein offenes, fussgängerorientiertes Quartier überführt. Etwa die Hälfte des Areals soll künftig als öffentlicher Raum zur Verfügung stehen, ein grosser Teil davon mit Bäumen und Grünflächen, ergänzt durch begrünte Dächer, Photovoltaikanlagen und den Anschluss an erneuerbare Wärmequellen, um die CO₂-Bilanz deutlich zu verbessern. Die Erschliessung an der Oberfläche erfolgt primär zu Fuss und mit dem Velo, während eine Tiefgarage mit rund 275 Autoparkplätzen und rund 1200 Velostellplätzen die notwendigen Mobilitätsangebote unterirdisch bündelt.​

    Politischer Prozess und Ausblick
    Der Plan liegt bis zum 18. Dezember zur öffentlichen Einsicht auf. Einwendungen und Einsprachen fliessen in die weitere Überarbeitung ein, bevor der Beschlussweg über den Gemeinderat zum Kanton führt. Parallel sind Wettbewerbe für Architektur und öffentliche Räume mit partizipativen Formaten vorgesehen, um die Qualität der Umsetzung zu sichern. Der Baubeginn wird derzeit ab etwa 2029 anvisiert, mit einer gestaffelten Inbetriebnahme des neuen Quartiers zwischen 2031 und 2033. Vorausgesetzt, allfällige politische Referenden ändern den Zeitplan nicht.

  • Vom Werkhof zum klimaresilienten Stadtquartier

    Vom Werkhof zum klimaresilienten Stadtquartier

    Ausgangspunkt der Entwicklung ist der Rückzug des CKW-Werkhofs im Kontext der grossräumigen Transformation rund um den Seetalplatz. Auf Basis eines zweistufigen Studienauftrags der CKW und der Stadt Luzern setzte sich 2022 das Projekt «Habitat – Quartier im Hain» durch. Entscheidend waren der sorgfältige Umgang mit Bestandesbauten. Insbesondere der Shedhalle sowie die konsequente Integration von Freiräumen und Regenwasserbewirtschaftung.

    Die Ideen des Siegerprojekts wurden anschliessend auf den gesamten Perimeter des Bebauungsplans übertragen und planungsrechtlich verankert. Damit entsteht eine koordinierte Gesamtfigur, die private Grundstücke und das ehemalige Werkhofareal zu einem städtebaulichen Ganzen verbindet.

    Städtebau, Nutzungsmischung und Schwammstadt
    Der nordöstliche Teil des Gebiets wird aus lärm- und stadträumlichen Gründen von grösseren, gemischt genutzten Baukörpern in geschlossener Bauweise geprägt. Hier bündeln sich Wohnen, Arbeiten, Dienstleistungen und Erdgeschossnutzungen entlang von Strassen und Plätzen. Der westliche Teil setzt auf offene Wohnbauten, zusammenhängende Grünräume und Wege, welche die angrenzenden Quartiere anbinden.

    Zentrales Element ist eine topographische Mulde im Westen, eine frühere Aue. Sie dient als Retentionsraum für Regenwasser und bildet die Grundlage des «Stadthains», der mit Baumbestand, Versickerungsflächen und kühlendem Mikroklima das Quartier prägt. Regenwassermanagement, klimaangepasste Freiraumgestaltung und das Schwammstadt-Prinzip werden so zu tragenden Bausteinen der Quartiersidentität.

    Soziale Durchmischung und Vielfalt
    Im Endausbau sind in Reussbühl West rund 700 bis 800 zusätzliche Wohnungen vorgesehen, mindestens 20 Prozent davon gemeinnützig. Ergänzt werden sie durch Mehrzweckräume und rund 15’000 bis 18’000 Quadratmeter Arbeitsflächen für Gewerbe und Dienstleistungen. Kurzzeitvermietungen bleiben auf die bereits heute vorhandenen Flächen beschränkt und sind nur im Baufeld C9 zugelassen. Ein bewusstes Signal zugunsten langfristiger Wohn- und Quartiersstrukturen.

    Die Bestandes-Shedhalle wird für publikumsorientierte Nutzungen geöffnet und fungiert als Adresse für Kultur, Freizeit oder kleinteiliges Gewerbe. Zusammen mit den Erdgeschossnutzungen der Neubauten entsteht ein nutzungsgemischtes, ganztägig belebtes Umfeld, das Wohnen, Arbeiten und öffentliche Angebote eng verzahnt.

    Planungsrechtliche Grundlage und zeitliche Perspektive
    Der Bebauungsplan «Reussbühl West» legt die wesentlichen Hauptelemente der städtebaulichen Figur und der Nutzungsverteilung grundeigentümerverbindlich fest und ermöglicht eine etappierte Umsetzung. Vom 24. November bis 23. Dezember 2025 liegt er öffentlich auf. Einsprachen und Verhandlungen fliessen in die weitere Bearbeitung ein, bevor der Plan dem Grossen Stadtrat vorgelegt wird.

    Gemeinsam mit dem bereits rechtskräftigen Bebauungsplan «Reussbühl Ost» entsteht damit ein planungsrechtlicher Rahmen für ein aufgewertetes, gemischt genutztes Quartier mit insgesamt rund 1’000 zusätzlichen Wohnungen und 15 bis 20 Prozent Gewerbeflächen. Die Verdichtung erfolgt schrittweise. Bereits heute sind in Reussbühl Ost erste gemeinnützige Wohnungen und neue Gewerbeflächen im Bau und markieren den Übergang vom industriell geprägten Areal zum urbanen Stadtbaustein der nächsten Generation.

  • Erdarchitektur als Vorbild für das Bauen von morgen

    Erdarchitektur als Vorbild für das Bauen von morgen

    Die Gruben- und Höhlenwohnungen im chinesischen Löss-Plateau gehen auf Siedlungsformen der Jungsteinzeit zurück und gelten als lebendes Fossil der Wohnbaugeschichte. Trotz begrenzter Lebensdauer einzelner Bauten bleibt das Prinzip des eingegrabenen Hofhauses über Jahrtausende erhalten und prägte das Leben von Millionen Menschen.

    Historisch dienten die unterirdischen Hofanlagen vor allem der Landbevölkerung, später wohnten auch politische Akteure wie Mao Zedong oder Xi Jinping zeitweise in solchen Höhlenhäusern. Die Siedlungsstrukturen reichen von einzelnen Höfen bis zu nahezu unsichtbaren, zusammenhängenden Dorfnetzen im Untergrund.

    Löss als Baumaterial und Bauphysikträger
    Tragfähiger, zugleich leicht bearbeitbarer Lössboden bildet die Grundlage dieser Architektur. Wohn- und Nebenräume werden direkt in den gewachsenen Boden geschnitten, meist ohne aufwendige Stützkonstruktionen oder industriell hergestellte Baustoffe. Die Baukosten liegen deutlich unter denen konventioneller Häuser.

    Der zentrale, bis zu zehn Meter tiefe Grubenhof mit acht bis zwölf Metern Seitenlänge ist Erschliessung, Lichtquelle und Lüftungsraum zugleich. Über Rampen oder Treppen wird die Hofebene erreicht, während Sickergruben das Regenwasser aufnehmen und Überschwemmungen verhindern.

    Thermische Trägheit als Klimamaschine
    Die Stärke der Dikengyuan liegt in der konsequent genutzten thermischen Trägheit der Erdmasse. Im Sommer hält die Erdüberdeckung Hitze fern und stabilisiert die Innentemperatur bei rund 14 Grad Celsius, im Winter wirkt die gespeicherte Erdwärme als Puffer gegen tiefe Aussentemperaturen.

    So funktionieren die Häuser als weitgehend passive Klimasysteme, die ohne Heizung und Klimaanlage auskommen. Die Bauweise ist damit kein folkloristisches Relikt, sondern ein frühes, hochwirksames Modell für energieeffizientes, an das Lokalklima angepasstes Bauen.

    Impulse für energieeffiziente Architektur heute
    Für Kader und Fachleute in Planung und Immobilienwirtschaft eröffnen die Dikengyuan wichtige Denkansätze. Lokale Materialien, reduzierte Technik, robuste Bauphysik und die Integration von Gebäuden in den Boden als Klimahülle. Angesichts von Netto-null-Zielen und Ressourcenknappheit zeigen sie, wie resiliente, kostengünstige Wohnformen jenseits hochkomplexer Haustechnik aussehen können.

    Die Herausforderung besteht darin, diese Prinzipien in zeitgemässe Typologien, Normen und Bauprozesse zu übersetzen, Von teilweise eingegrabenen Gebäuden bis zu hybriden Lösungen im verdichteten urbanen Kontext. So wird aus jahrtausendealter Erdarchitektur ein Labor für zukunftsorientiertes, klimaresilientes Bauen.

  • Digitaler Zwilling macht Unsichtbares sichtbar

    Digitaler Zwilling macht Unsichtbares sichtbar

    Im Herzen des Projekts steht ein digitaler Co-Pilot, der als intelligenter Assistent agiert und restauratorische Entscheidungen unterstützt. Mittels Laserscans und photogrammetrischer Aufnahmen entsteht ein präziser 3D-Zwilling der Kathedrale, ergänzt um detaillierte Daten zu jedem Stein. Alter, Materialzusammensetzung und Zustand werden wissenschaftlich dokumentiert.​

    Gleichzeitig werden die mechanischen Lasten im Bauwerk mit Methoden wie Thrust Network Analysis simuliert. Schäden werden nicht nur sichtbar, sondern im Raum verortet und in ihrer Entwicklung nachvollziehbar. Die XR-Technologien zeigen Restauratoren, Ingenieuren und Architekten interaktive Hologramme direkt am Originalbauwerk.​

    Klima als Herausforderung
    Das Team der ETH Zürich korreliert lokale Wetterextreme wie windgetriebenen Regen mit den realen Schadensbildern an den Sandsteinen. Sensoren messen Feuchtigkeit und Mikroklima; die daraus gewonnenen Daten fliessen in Modelle, die künftige Entwicklungen bei zunehmender Klimaänderung prognostizieren. So entstehen Strategien für den langfristigen Erhalt der Bausubstanz, angepasst an die individuellen klimatischen Belastungen am Standort.​

    Neue Standards für Bauwerke weltweit
    Das Projekt «Heritage++» ist ein Vorbild für die Digitalisierung im Denkmalschutz. Die Kombination aus digitalem Zwilling, XR und KI ist übertragbar auf Brücken, Schlösser und weitere historische Bauten. Die öffentliche App zum Jubiläum der Kathedrale vermittelt Restaurierung transparent und partizipativ an die Besucher. Der Denkmalschutz wird nicht nur effizienter, sondern für alle erlebbar.

  • Neues Stadtquartier am Bahnhof Winterthur

    Neues Stadtquartier am Bahnhof Winterthur

    Direkt beim Bahnhof entsteht auf einem nur 2’000 Quadratmeter grossen Areal das Projekt Stellwerk 2. Es kombiniert Wohnen, Arbeiten und Mobilität auf engem Raum. Der Neubau umfasst 66 Stadtwohnungen und rund 2’000 Quadratmeter Flächen für Büro, Bildung und Gesundheit. Im Erdgeschoss wird eine grosszügige Verkaufszone von 700 Quadratmetern für publikumsorientierte Nutzungen sorgen. Ziel ist die optimale Nutzung bestehender Bahngrundstücke, ohne zusätzliche Versiegelung.

    In den oberen Geschossen entstehen kompakte Einheiten mit ein bis dreieinhalb Zimmern. Gästezimmer und Gemeinschaftsräume fördern flexible Wohnformen und soziale Interaktion. Ein Ansatz, der auf veränderte urbane Lebensstile reagiert. Entwickelt wurde das Projekt vom Zürcher Büro Esch Sintzel Architekten, das 2021 den Wettbewerb der SBB in enger Kooperation mit der Stadt gewann.

    Drehkreuz für Zweirad und Alltag
    Das Stellwerk 2 wird nicht nur gebaut, um zu wohnen und zu arbeiten, sondern um Bewegung zu ermöglichen. Im Untergeschoss entstehen 360 neue Veloabstellplätze mit Lademöglichkeiten für E‑Bikes, Lastenvelo-Zonen und Schliessfächern. Zusammen mit 150 kürzlich geschaffenen Plätzen im Bestand erweitert sich die Kapazität der benachbarten Velostation auf rund 510 Einheiten. Über einen neuen Durchgang wird der Neubau mit der bestehenden Anlage unter Stellwerk 1 verbunden.

    Für Stadträtin Christa Meier steht das Projekt sinnbildlich für den Wandel zur Mobilitätsstadt: Das Stellwerk werde zum eigentlichen Velohub Winterthurs und stärke die Rolle des Bahnhofs als multimodales Zentrum.

    Realisierung in Etappen
    Mit Stellwerk 2 zeigen SBB Immobilien und die Stadt Winterthur, wie städtebauliche Nachverdichtung und Verkehrswende ineinandergreifen können. Ein Ort, an dem Wohnen, Arbeiten und nachhaltige Mobilität zu einer neuen urbanen Einheit verschmelzen.

  • Smarte Zutrittslösungen

    Smarte Zutrittslösungen

    Salto wurde im Jahr 2000 im Baskenland mit der Vision gegründet, flexibel einsetzbare und kabellose Zutrittssysteme zu entwickeln. Schnell wuchs das Unternehmen zu einer internationalen Unternehmensgruppe mit heute über 1’850 Mitarbeitenden und mehr als 100’000 Installationen an 10 Millionen Zugangspunkten. Zum «Salto Wecosystem» gehören heute auch die Branchenführer Gantner und Vintia.​

    Wegweisende Technologien und kontinuierliche Meilensteine
    Bereits 2002 sorgte das Salto Virtual Network als virtuelles, hochsicheres Schliesssystem für eine Branchenrevolution. Die Einführung von Salto Wireless im Jahr 2008 legte die Basis für kabellose, in Echtzeit vernetzte Zutrittskontrolle. Ein Meilenstein für Grossprojekte und flexible Gebäudestrukturen. Mit JustIN Mobile brachte Salto bereits 2015 Mobile Access Lösungen auf den Markt und entwickelte das Zutrittsmanagement mit Cloud-Plattformen weiter.​

    Neue Lösungen für die Zukunft
    2025 setzt Salto mit XS4 Face auf biometrische Zutrittskontrolle via Gesichtserkennung und verbindet dies mit mobiler Nutzererfassung. Das neue ID-Managementsystem Salto IDM erweitert das Portfolio um umfassende Identitätsmanagement-Funktionen. Kontinuierliche Produktserien und funktionale Erweiterungen sorgen dafür, dass das Unternehmen am Puls der Zeit bleibt.​

    Nutzerzentriertes Design und globale Partnerschaft
    Salto bleibt Innovationstreiber, getrieben von nutzerzentriertem Design, Zuverlässigkeit und gesellschaftlicher Verantwortung. Die Lösungen ermöglichen über 40 Millionen Menschen täglich einen sicheren und komfortablen Zugang, von Bildungscampus über Gesundheitswesen bis zu Grossunternehmen. Das Jubiläum unterstreicht den Anspruch, auch künftig offene, sichere und smarte Zutrittserlebnisse für die vernetzte Welt zu bieten.

  • Neuer Spatenstich in Bergdietikon

    Neuer Spatenstich in Bergdietikon

    Der Spatenstich für das Alters- und Pflegezentrum Hintermatt, die Oase, ist am 5. November erfolgt, wie die Gemeinde Bergdietikon in einer Mitteilung informiert. Mit der Fertigstellung im Sommer 2028 wird das Alterszentrum in Bergdietikon 66 Seniorenwohnungen und 44 Pflegeplätze bereitstellen können.

    Das Projekt hatte bereits 2012 seine Zustimmung von der Gemeindeversammlung erhalten, auch der Verkauf des Grundstücks war genehmigt worden. Es folgten jedoch 13 Jahre der Planung und mit rechtlichen Auseinandersetzungen. Der nun erfolgte Spatenstich sei ein „entscheidender Moment“ in der Realisierung des Projekts, das nun „nach einer langen Phase von Einsprachen und Rechtsstreitigkeiten endlich umgesetzt wird“, so die Gemeinde Bergdietikon.

    Für die Gemeinde ist das Projekt insofern besonders wichtig, dass damit nicht nur den Bedürfnissen der älteren Bevölkerung entsprochen wird. Auch die lokale Infrastruktur soll durch öffentlich zugängliche Angebote bereichert werden.

  • Bellinzona transformiert

    Bellinzona transformiert

    Die historischen SBB-Werkstätten, Herzstück der Tessiner Industriegeschichte, machen Platz für ein Quartier, das als Modell für nachhaltige Stadtentwicklung, innovative Nutzungsmischung und hochqualitative Lebensräume fungiert. Die politische, wirtschaftliche und städtebauliche Bedeutung des Projekts reicht weit über die Grenzen von Bellinzona hinaus.

    Historische Kontinuität
    Die SBB-Officine prägten mehr als ein Jahrhundert den Stadtkern und sorgten für tausende von Arbeitsplätzen sowie eine eigenständige industrielle Identität. Mit der Standortverlagerung und dem Ersatzneubau der SBB-Industrieanlagen in Arbedo-Castione bis 2028 entsteht in zentralster Lage von Bellinzona eine seltene Entwicklungschance. Über 100’000 Quadratmeter werden für eine umfassende städtebauliche Neuordnung frei, mit einer Balance zwischen Tradition, Innovation und strategischer Stadtentwicklung.

    Partizipativer Leitprozess
    Die Umgestaltung des Geländes setzt ganz auf partizipative Verfahren. Der Entwicklungsprozess begann mit einem internationalen städtebaulichen Wettbewerb. Fünf europäische Planungsteams traten gegeneinander an, schlussendlich überzeugte das Projekt „Porta del Ticino – Urban Living Lab“ durch seinen Mut zu Grünraum, Multifunktionalität und attraktiver Dichte. Öffentliche Konsultationen und ein breit angelegter Einwohnerdialog sicherten breite Akzeptanz und politische Rückendeckung. Eine repräsentative Umfrage ergab, dass 65 Prozent der Bevölkerung das siegreiche Leitbild unterstützen. Insbesondere jüngere Generationen formulieren hohe Erwartungen an Innovation und Lebensqualität.

    Urbane Struktur, Mischung und Entwicklungsphasen
    Das Masterplan-Konzept sieht eine klare lineare Dreigliederung des Areals vor. Zwei Randzonen bündeln Wohnungen, auch Genossenschaften, Verwaltungs- und Forschungsnutzungen, Hochschulen, Gewerbe und Hotelangebote. Im Zentrum entsteht mit der grosszügigen Almenda ein öffentlicher Grün- und Begegnungsraum, der als sozialer, kultureller und ökologischer Fokus dient. Der Umsetzungszeitraum für die Realisierung des Quartiers erstreckt sich über Jahre, um Schritt für Schritt lebendige, resiliente Wohn-, Arbeits- und Forschungslandschaften aufzubauen. Dies garantiert eine flexible Steuerung der Marktdynamik und vermeidet Leerstände oder exzessive Immobilienrenditeorientierung.

    Die markante „Kathedrale“, ein denkmalgeschütztes Gebäude von 1919, bleibt als kultureller Magnet bestehen und wird als Begegnungs- und Veranstaltungsort transformiert. Eine würdige Perspektive für ein Wahrzeichen industrieller Arbeitskultur.

    Ein Reallabor des Urbanen Wandels
    Der Bebauungsplan verpflichtet zu höchsten Nachhaltigkeitsstandards, mit der angestrebten Erreichung des Standards Nachhaltiges Bauen Schweiz (SNBS) . Fossile Heizträger sind ausgeschlossen, flächendeckende Photovoltaik und Begrünung, Regenwassernutzung im Sinn der „Schwammstadt“, energieeffiziente Fernwärme und aktive Förderung von Elektromobilität sind integrale Bestandteile. Ein Energieplan unterstützt die Zielsetzung, einen Grossteil des Quartierstrombedarfs vor Ort zu decken. Breite Grünzüge, Biodiversität, urbanes Gärtnern, ressourcenschonende Bauweise und emissionsarme Mobilität runden das ökologische Profil ab.

    Besonderes Augenmerk liegt auf generationenübergreifenden Wohnmodellen, Bildungs- und Forschungseinrichtungen, Startup-Förderung und dem neuen Innovationspark, der Bellinzona

    Modellcharakter und regionale Strahlkraft
    Das Projekt verbindet soziokulturelle Werte, nachhaltige Infrastruktur, unternehmerische Innovationen und ambitionierte Wohn- und Lebensqualitäten zu einem neuen urbanen „Motor“ der Region. Mit der Kombination aus partizipativer Governance, vielseitigen Nutzungsangeboten und resilienten Freiräumen setzt Bellinzona beispielhaft Massstäbe für die Schweizer und europäische Stadtentwicklung der nächsten Jahrzehnte.

  • Schwimmsportzentrum Tenero

    Schwimmsportzentrum Tenero

    Die Zeit der alten Schwimmanlagen im Jugend- und Leistungssportzentrum CST ist vorbei. Die Bedürfnisse von Nachwuchs und Elite im Wassersport steigen kontinuierlich. Mit der 2021 von den eidgenössischen Räten bewilligten Investition von 91,8 Millionen Franken setzt die Schweiz ein Zeichen für Spitzenförderung und nachhaltige Entwicklung. Der Ersatzneubau soll das CST als zentrales Kompetenzzentrum für Schwimmen, Artistic Swimming, Wasserball, Wasserspringen sowie Ski-Freestyle auf ein neues Level heben.

    Modernes Konzept
    Eine reine Sanierung der veralteten Anlagen erwies sich als unwirtschaftlich und nicht zukunftssicher. Die Planung setzt daher auf einen vollständigen Neubau in zwei Bauetappen. Zuerst entsteht eine multifunktionale Schwimmhalle, die mit Olympiabecken samt Hubboden, Whirlpools, Eisbad und umfassendem Diagnostik-Bereich neue Trainingsstandards definiert. Nach deren Eröffnung folgt die Erneuerung der Aussenanlage inklusive modernem Trainingsbecken und Landebereich für Ski-Freestyle. Die Fertigstellung ist für 2029 vorgesehen, bis dahin bleibt der Betrieb für Athletinnen und Athleten gesichert.

    Fokus auf nachhaltige und vielseitige Infrastruktur
    Das Bundesamt für Bauten und Logistik legt grossen Wert auf Nachhaltigkeit im Bau. Das Schwimmsportzentrum entsteht nach SNBS und MINERGIE-ECO Richtlinien, optimiert auf Lebenszykluskosten und Energieeffizienz. Die Architektur von Studio Burkhardt und Stücheli Pestalozzi Schiratzki besticht durch Transparenz, Grosszügigkeit und Einbettung in die Parklandschaft. Auch Kunst und Materialästhetik sind Teil des Neubaus, denn ein sensibles Kunst-am-Bau-Konzept schafft Identität für den Ort.

    Ein Meilenstein für den Schweizer Sport und die Region
    Mit der Grundsteinlegung und prominenten Gästen wie Olympiamedaillengewinner Noè Ponti verspricht das Projekt nicht nur internationale Trainingsstandards, sondern auch innovative Veranstaltungs- und Ausbildungsmöglichkeiten im Wassersport. Das CST bleibt ein Vorreiter in der Nachwuchsförderung und wird zur Drehscheibe für generationsübergreifende Sportentwicklung in der Schweiz.

  • Neuausrichtung der Standortförderung in Schlieren

    Neuausrichtung der Standortförderung in Schlieren

    Christina Doll leitet ab 1. Dezember die Stelle der Standortförderung in der Stadt Schlieren. Die 44-Jährige übernimmt laut städtischer Mitteilung den Posten von Albert Schweizer, der nach 27 Jahren Tätigkeit bei der Stadt in Pension geht. 

    Der Stellenwechsel ist verbunden mit einer Intensivierung der Standortförderung. Christina Doll wird die Funktion in einer 80-Prozent-Stelle ausführen. Vorgänger Schweizer hatte die Position mit 30 Prozent zusätzlich zu seiner Tätigkeit als Liegenschaftsleiter ausgefüllt. Die Anhebung der Arbeitszeit ist aus Sicht des Stadtrats nötig, „um den Wirtschaftsstandort Schlieren erfolgreich weiterzuentwickeln“. Unternehmen sollen künftig eine direkte Ansprechpartnerin für ihre Anliegen haben.  

    Die Wirtschaftsgeografin mit einem Abschluss an der Universität Hannover gilt aufgrund langjähriger Erfahrung in der Standortförderung als gut vernetzt. Zuletzt machte sie sich als stellvertretende Geschäftsführerin beim Aufbau der Flughafenregion Zürich als Wirtschaftsnetzwerk und Standortentwicklung verdient. Nebenberuflich habe die 44-Jährige als Gastdozentin an verschiedenen Hochschulen vermittelt, wie Organisationen durch partizipative Methoden und Nutzung kollektiver Intelligenz ihre Entwicklungspotenziale besser ausschöpfen können. Sie ist Gewinnerin des Scholarship für den EMBA Digital Leadership der Hochschule für Wirtschaft Zürich 2022. 

  • Neuer Hauptsitz stärkt Zukunft des Wasserkraftunternehmens in Kriens

    Neuer Hauptsitz stärkt Zukunft des Wasserkraftunternehmens in Kriens

    ANDRITZ Hydro zieht in einen neuen Hauptsitz um, bleibt jedoch weiterhin in Kriens ansässig. Wie aus einer Mitteilung hervorgeht, sollen Forschung und Entwicklung, Vertrieb, Projektabwicklung und Verwaltung mit etwa 130 Mitarbeitenden in das Schappe Center nahe dem rekonstruierten Firmengelände der ehemaligen Bell Maschinenfabrik ziehen. Auf dem Areal des Vorläuferunternehmens wird ein neuer Stadtteil entstehen.

    Mit dem Umzug in das moderne Firmenzentrum will ANDRITZ Hydro seine Optionen für weiteres Wachstum sichern, heisst es in der Mitteilung. Der Umzug der Firmenleitung in das Schappe Center soll bis zum Ende 2026 abgeschlossen sein. Bereits im Frühjahr teilte das Unternehmen mit, dass der Umzug seiner Servicewerkstatt vom Zentrum in Kriens in das rund 10 Kilometer entfernte Industriegebiet von Buchrain im Norden von Luzern bis 2028 geplant ist. Das Unternehmen bietet Dienstleistungen wie elektromechanische Ausrüstungen und Serviceleistungen für Wasserkraftwerke weltweit für neue und bestehende Wasserkraftwerke, von Kleinwasserkraftwerken bis hin zu Grossanlagen.

    „Für uns ist das eine gute Lösung“, wird Standortleiter Claudio Nold zitiert. „Wir können so unter optimalen Bedingungen weiterarbeiten und wachsen.“ Auch für Logis Suisse, die Grundeigentümerin des Bell-Areals, sei die Verlegung des Hauptsitzes von ANDRITZ Hydro ein Gewinn, um das ehemalige Industrieareal zu einem neuen Stadtquartier zu entwickeln, heisst es in der Mitteilung.

  • Modernisierung der Trinkwasserversorgung im Kopfholz

    Modernisierung der Trinkwasserversorgung im Kopfholz

    Das in Schlieren ansässige Bauunternehmen STRABAG hat im Auftrag der Gemeinden Horgen, Thalwil, Rüschlikon und Kilchberg mit dem Rückbau und Neubau des Reservoirs Kopfholz begonnen. Das Modernisierungsprojekt soll laut einer Mitteilung von STRABAG die dortige Trinkwasserversorgung bis ins Jahr 2050 sichern. Um die Versorgung mit Wasser durchgängig sicherzustellen, seien für den geplanten Ersatzneubau drei Bauetappen vorgesehen. Die erste Bauetappe soll bis Februar 2026 realisiert werden, als Projektabschluss wird März 2027 angegeben.

    Die Gemeinden betreiben laut der Mitteilung seit 1905 eine gemeinsame Wasserversorgung. Die Verbindung wird mit dem Projekt fortgesetzt, das aus Sicht der Gemeinden „ein starkes Zeichen für eine nachhaltige, sichere und zukunftsorientierte Wasserversorgung“ setzt. Für Rüschlikon wird mit einem Zuwachs an Speicherkapazität von 1000 auf 1600 Kubikmeter gerechnet, in Kilchberg von 1500 auf 2800 Kubikmeter.

    Als besondere Herausforderung für die ausführenden Teams der vier Bauherrschaften wird in der Mitteilung auf das Bauen im laufenden Betrieb hingewiesen. „Das Reservoir versorgt mehr als 6000 Haushalte mit Trinkwasser, die Versorgung muss zu jeder Zeit sichergestellt sein“, wird Beat Spörndli Bauführer, Tiefbau und Strassenbau Nord-Ost, zitiert. Betont werden auch „hohe Anforderungen an Koordination und Hygiene auf der Baustelle“. Voraussetzung sei neben der Einhaltung von SIA-Normen (Schweizerischer Ingenieur- und Architektenverein) die Verwendung eines speziellen Trinkwasserbetons. Weil der Bau dem Lebensmittelgesetz unterliege, müsse eine keimfreie Wasserlagerung sichergestellt sein. Die enge Zusammenarbeit zwischen den Gemeinden ermögliche koordinierte Planung, halte Eingriffe ins Waldgebiet gering und stosse Synergien bei Ausschreibungen und Bauabläufen an.

  • Elektroinstallationen im historischen Bahnhof mit moderner Technik vereint

    Elektroinstallationen im historischen Bahnhof mit moderner Technik vereint

    Die Ernst Selmoni AG zeichnet für die gesamte Elektroanlage in der neuen Migros-Filiale im historischen Badischen Bahnhof verantwortlich. Die Räume im ehemaligen Theater der Förnbacher Compagnie im südlichen Teil des Empfangsgebäudes sind wie das ganze Gebäude denkmalgeschützt. Der Badische Bahnhof, einer von sechs Bahnhöfen in Basel und heute der zweitgrösste, wurde in seiner heutigen Form 1913 in Betrieb genommen.

    Der Auftrag umfasste die vollständige Elektroinstallation, von der Energieversorgung über moderne Beleuchtung bis hin zu den technischen Anlagen, die einen reibungslosen Betrieb ermöglichen. „Besonders spannend“, so Selmoni in einer Unternehmensmitteilung, „war die Arbeit im denkmalgeschützten Gebäude. Die historische Substanz verlangte kreative Lösungen, sorgfältige Planung und eine enge Abstimmung mit den Behörden, damit Tradition und moderne Technik im Einklang stehen“.

    Christophe Hassler, Geschäftsbereichsleiter der Selmoni Installation AG, bezeichnet dieses Projekt als „eine spannende Herausforderung: moderne Elektroinstallationen in einem denkmalgeschützten Gebäude umzusetzen, ohne dessen historische Substanz zu beeinträchtigen. Mein Team hat mit grosser Sorgfalt und innovativen Lösungen bewiesen, dass Technik und Geschichte perfekt harmonieren können.“

    Selmoni wurde 1934 gegründet. Die rund 600 Mitarbeitenden bedienen Weltkonzerne ebenso wie Privatleute. Das Unternehmen setzt auf innovative Lösungen und die Digitalisierung am Bau. Neue Technologien wie Vorfertigung, Bohrroboter, Building Information Modeling und Hololens gehören bei Selmoni bereits zum Arbeitsalltag, um Bauprojekte schneller, sicherer und nachhaltiger zu machen.

    Selmoni ist beim Prix SVC Nordschweiz einer von fünf Finalisten. Dieser Preis des KMU-Netzwerks Swiss Venture Club (SVC) wird am 13. November vor rund 1000 Gästen im Congress Center Basel verliehen.

  • Inländische Immobilien bleiben für institutionelle Anleger attraktiv

    Inländische Immobilien bleiben für institutionelle Anleger attraktiv

    Die IFZ-Studie Hypothekar und Immobilieninvestitionen 2025 der Hochschule Luzern hat laut einer Mitteilung das Anlageverhalten 228 institutioneller Schweizer Investoren untersucht, darunter Pensionskassen, Versicherungen, Anlagestiftungen und Fonds. Das Institut für Finanzdienstleistungen Zug (IFZ) der Hochschule Luzern befindet sich in Rotkreuz ZG. Laut der Studie bleiben besonders inländische Immobilien als Anlage attraktiv.

    Pensionskassen (PK) halten ihre durchschnittliche Immobilienquote von 24,3 Prozent hoch und wollen diese zu grossen Teilen weiter ausbauen: 47 Prozent wollen ihren Schweizer Immobilienbestand stärken, 49 Prozent diesen stabil halten und bloss 3 Prozent wollen reduzieren. Dabei ist bei allen PKs laut Studie eine „Home Bias“ zu spüren: die Schweizer Allokation des Immobilienvermögens liegt zwischen 85 Prozent (grosse PKs) und 92 Prozent (mittlere PKs).

    „Einerseits wirken die seit über 25 Jahren steigenden Preise wie eine Bestätigung der Stabilität des Marktes. Andererseits erscheinen Investitionen im Ausland aufgrund von Währungsabsicherungskosten und höherer Volatilität weniger attraktiv“, wird Co-Studienleiter John Davidson zur Präferenz für Schweizer Bestände in der Mitteilung zitiert.

    Nur 9 Prozent der befragten Investoren glauben allerdings an eine Fortführung des Aufwärtstrends. Als grösste Sorge für Anleger im Schweizer Immobilienmarkt gilt die zunehmende Regulierung. Diese führt laut 82 Prozent der institutionellen Anleger zu einem baldigen Ende des Immobilienaufschwungs. Besonders komplexe Bauvorschriften (92 Prozent), Einsprachen (90 Prozent) und ein stärkerer Mieterschutz (88 Prozent) hindern weiteres Wachstum.

    Risiken wie Einbruch des Wirtschaftswachstums (45 Prozent), höhere Zinsen über längere Zeit (37 Prozent) oder ein schwächeres Bevölkerungswachstum (35 Prozent) treten, verglichen mit politischen und regulatorischen Druck, in den Hintergrund.

    Die Studie basiert auf Umfragen bei Schweizer Immobilienfonds, Anlagestiftungen und Versicherungen sowie 135 Pensionskassen. Die befragten Pensionskassen decken mit einem Anlagevolumen von 568 Milliarden Franken rund 50 Prozent des Gesamtvermögens der Kassen ab.

  • Fortschritt bei CO2-Reduktion durch moderne Zementproduktion

    Fortschritt bei CO2-Reduktion durch moderne Zementproduktion

    Die Holcim AG mit Sitz in Zug hat im rumänischen Câmpulung eine Anlage für Kohlenstoffabscheidung bei der Zementproduktion initiiert. Wie aus einer Mitteilung hervorgeht, konnte sich der international tätige Baustoffhersteller für das Projekt EU-Fördermittel sichern. Die Anlage in Câmpulung ist das achte von der EU geförderte Projekt Holcims zur Kohlenstoffabscheidung.

    Die Anlage Carbon Hub CPT 01 in Rumänien ist das erste Festlandprojekt zur Kohlenstoffabscheidung- und speicherung (Carbon Capture and Storage/CCS) in Osteuropa. Vor Ort wird Kohlendioxid aus den Rauchgasen eliminiert und in komprimierter Form dauerhaft unterirdisch gespeichert. Die geografischen und geologischen Bedingungen in Câmpulung bieten dafür gute Voraussetzungen, heisst es in der Mitteilung. Bis 2032 will Holcim mit seinen Partnern, so Carmeuse aus dem belgischen Louvain-la-Neuve, jährlich etwa 2 Millionen Tonnen emissionsarmen Zement in Rumänien produzieren.

    „Das CCS-Projekt in Rumänien unterstützt damit Holcims Bestrebungen, nachhaltiges Wachstum in profitables Wachstum umzuwandeln – ein zentraler strategischer Treiber unserer NextGen Growth 2030-Strategie“, wird Simon Kronenberg, Regionalleiter Zentral- und Osteuropa bei Holcim, in der Mitteilung zitiert. „Die Förderung durch den EU-Innovationsfonds unterstreicht die Leistungsfähigkeit unserer Ingenieurteams, die Reife unserer Technologien und unsere fortschrittlichen Partnerschaften entlang der gesamten Wertschöpfungskette.“

  • Zirkuläres Bauen als neuer Standard im Kanton Zürich

    Zirkuläres Bauen als neuer Standard im Kanton Zürich

    Das Immobilienamt und Hochbauamt des Kantons Zürich integriert mithilfe des Circular Hub als Plattform für Kreislaufwirtschaft systematisch die Prinzipien des zirkulären Bauens in seine Prozesse. Diese Initiative geht auf die 2024 veröffentlichte Kreislaufwirtschaftsstrategie zurück. Laut einer Mitteilung von Circular Hub wurde zu diesem Zweck das Format der Community of Practice mit dem Titel „KreislaufLAB –Planen und Bauen für Zürichs Zukunft“ etabliert. Ziel sei, das dazu notwendige Wissen nachhaltig in den vorhandenen Rollen des kantonalen Immobilienmanagements zu verankern. Circular Hub habe in enger Zusammenarbeit mit kantonalen Verantwortlichen die Konzeption, Moderation und Wirkungsmessung des Formats übernommen, heisst es im Projektbeschrieb. Zudem werde die interne Verankerung durch eine Kommunikationsstrategie unterstützt.

    Fachwissen und Praxisbeispiele sollen es erleichtern, zirkuläres Bauen zu planen und umzusetzen. Konkret spielten Themen wie Rückbau, Materialwahl und Lebenszyklusdenken eine zentrale Rolle. „So entsteht ein lebendiges Netzwerk, in dem Wissen geteilt und in konkreten Anwendungshilfen verankert wird. So kann Wirkung sichtbar werden“, beschreibt Circular Hub die Stossrichtung.

    Konkret handele es sich um fünf interaktive Workshops, bei denen Fachinputs, Paneldiskussionen und praxisnahe Gruppenarbeiten kombiniert würden. Im Ergebnis sollen praxistaugliche Tools und Anwendungshilfen entwickelt werden. Intern werde der Prozess unter anderem durch Bulletins und eine Abschlussveranstaltung flankiert. Letztlich soll eine Wirkungsmessung Aufschluss darüber geben, wie Kompetenzen entwickelt und die Kreislauf-Prinzipien verankert wurden.

  • Neues Kompetenzzentrum stärkt Logistik und Bodenlösungen in Oberhasli

    Neues Kompetenzzentrum stärkt Logistik und Bodenlösungen in Oberhasli

    Die SHARKGROUP AG, eine Spezialistin für Bodenlösungen aus Oberhasli, bezieht gemeinsam mit der Dietiker Planzer Transport AG ihr neues Kompetenzzentrum in Oberhasli. Wie Planzer in einem LinkedIn-Beitrag berichtet, werden die beiden Unternehmen nun unter einem Dach ihre Kompetenzen bündeln. Während Planzer die Logistik der SHARKGROUP auf den 4000 Quadratmetern Lagerfläche übernimmt, kann die SHARKGROUP mit dem neuen Standort ihr Wachstum voranbringen und ihr Angebot weiter ausbauen.

    Das Kompetenzzentrum hat eine Fläche von 10‘000 Quadratmetern und besitzt eine 3000 Quadratmeter grosse Solaranlage auf ihrem Dach. Sie ermöglicht den Unternehmen zudem kurze Wege und CO2-reduzierte Transporte und ist damit ein Schritt in Richtung nachhaltiger Logistik.

    Wie die SHARKGROUP in einer Mitteilung erklärt, kann das Unternehmen mit dem neuen Standort seine Präsenz in der Region Zürich weiter stärken und eine bessere Verfügbarkeit des Sortiments ermöglichen. Zudem schaffen die erweiterten Kapazitäten und Ausstellungsflächen mehr Raum für individuelle Betreuung und Dienstleistungen. „Wir sind stolz auf das Wachstum unserer Gruppe und darauf, unseren Kunden künftig noch mehr Nähe und Service bieten zu können“, so Geschäftsführer Moritz Mühlebach, Geschäftsführer der SHARKGROUP. „Dieses Projekt ist Ausdruck unseres unternehmerischen Weitblicks und unseres Anspruchs, die Branche aktiv mitzugestalten.“

  • Transformation eines Militärflugplatzes zu zivilem Innovationsstandort

    Transformation eines Militärflugplatzes zu zivilem Innovationsstandort

    Die zivile Umnutzung des Militärflugplatzes St.Stephan im oberen Simmental kommt voran. Das  Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL) hat laut einer Mitteilung die Umnutzung in einen zivilen Flugplatz bewilligt. Damit können nicht mehr benötigte Bauten und Anlagen zurückgebaut und die Infrastruktur für den zivilen Flugbetrieb errichtet werden. Das BAZL hat zugleich der Prospective Concepts Aeronautics AG (PCA) die unbefristete Betriebsbewilligung erteilt und das Betriebsreglement genehmigt.

    Das kantonale Amt für Gemeinden und Raumordnung wird voraussichtlich Anfang 2026 die Überbauungsordnung für das Gelände genehmigen, welche die Gemeindeversammlung 2024 angenommen hat. Anschliessend soll armasuisse Immobilien das Areal aus dem Bundesbesitz der Einwohnergemeinde St.Stephan übertragen. PCA wird den Flugplatz im Baurecht nutzen.

    Der Flugplatz soll künftig sowohl zivil-aviatisch als auch gewerblich genutzt werden. Die Flüge dürften vor allem von Entwicklungs-, Hersteller- und Unterhaltsunternehmen ausgelöst werden.

    Auch gelegentliche Tourismus- und Geschäftsreiseflüge sind vorgesehen. Der Flugbetrieb ist im Objektblatt Sachplan Verkehr, Teil Infrastruktur (SIL) geregelt, das der Bundesrat am 30. August 2023 verabschiedet hat.

    Der Flugplatz war während des Zweiten Weltkrieges 1941 angelegt worden. Er liegt nahe der Skigebiete Gstaad-Zweisimmen-St.Stephan und Adelboden-Lenk.

  • Eröffnungsfeier: Innovationen im Ausbaugewerbe – Leuchtturmprojekt Globus Basel

    Eröffnungsfeier: Innovationen im Ausbaugewerbe – Leuchtturmprojekt Globus Basel

    Die Schweiz wird umgebaut um die Ziele von Energie, Klima, Kreislaufwirtschaft und Verdichtung zu erreichen. Die Ausbau- und Gebäudehüllebranche und ihre Berufe sind dabei entscheidend und machen den Gebäudepark fit. Mit 36 Mrd. Umsatz ist es die stärkste Branche in der Bauwirtschaft. Das möchte die Stammgruppe Ausbaugewerbe und Gebäudehülle von Bauenschweiz an der Eröffnung ins Zentrum rücken. Exemplarisch ist dies am totalsanierten Objekt Globus Basel sichtbar, der Ende 2025 eröffnet wird. Neben einem Blick auf das Vorhaben diskutieren die Gäste die Bedeutung des Ausbaugewerbes, die Weiterentwicklung der Fachkräfte und die Bedürfnisse der Unternehmerinnen und jungen Fachkräfte im Markt.

    Programm (Stand 23.10.2025)

    10.15 UhrEinstimmung mit Kurz-Clip zu GAG im Globus Basel
    10.17 UhrBegrüssung durch Moderatorin Sonja Hasler
    10.20 UhrGespräch mit Bauenschweiz Präsident Ständerat Hans Wicki und Stammgruppen Präsident Peter Meier
    10.30 UhrGrussbotschaft Regierungsrätin Esther Keller, Vorsteherin des Bau- und Verkehrsdepartement Kanton Basel-Stadt
    10.40 UhrModeriertes Gespräch mit Projektverantwortlichen «Globus Basel – von den städtebaulichen Herausforderungen zum Leuchtturmprojekt»
    Andrin Sennhauser, Confirm
    Jean-Luc von Aarburg, Miller & Maranta
    10.55 UhrPodiumsdiskussion mit Beat Hanselmann, Präsident Gebäudehüllenplaner, Nationalrätin Sandra Sollberger, Unternehmerin und Vorstandsmitglied SMGV und Schwestern-Duo Ladina und Alisa Oppliger, Gold und Silber Swisskills 2025 im Fassadenbau
    11.30 UhrApéro riche

    Weitere Informationen finden Sie hier:
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  • Genfer Wohnraumpolitik unter Druck

    Genfer Wohnraumpolitik unter Druck

    Seit 1983 kontrolliert das Gesetz über den Abriss, die Umwandlung und die Renovation von Wohnhäusern in Genf den Wohnungsmarkt rigoros. Mit dem Ziel Mieter schützen, Lebensqualität sichern und Spekulation eindämmen. Die Mietpreise nach Umbauten und Renovationen werden per Dekret gedeckelt, genehmigungspflichtige Projekte sind eng reguliert.​

    Die Studie von Ters (FHNW) und Kholodilin (DIW Berlin) analysiert erstmals dynamisch, wie diese Eingriffe wirken. Das Ergebnis zeigt Wohnungsrationierung und Mietkontrollen bremsen den Neubau signifikant. Private und institutionelle Investoren verlagern Kapital vermehrt in Renovationen. Kurzfristig steigen die Ausgaben für Modernisierungen, während echte Wohnflächenzuwächse ausbleiben. Gleichzeitig nehmen Leerstände weiter ab, die Auslastung steigt, der Markt wird noch enger. Insbesondere für neue Mieter steigen die Einstiegskosten, Bestandsmieter profitieren von stabilen, oft günstigen Mieten und langen Mietdauer.​

    Neue Dynamik im Bestand
    Institutionelle Investoren sind besonders stark betroffen. Projektverzögerungen, sinkende Restwerte und komplexe Genehmigungsverfahren machen den Neubau unattraktiv. Die Studie zeigt, dass ein regulatorischer Schock das Volumen neuer Investitionen um bis zu 600 Millionen CHF reduziert. Das entspricht rund 1% des gesamten Genfer BIP. Für den städtischen Bestand bedeutet dies in erster Linie, Investitionen gehen vor allem in kurzfristige, compliance-getriebene Upgrades statt in Tiefenerneuerungen oder neue Einheiten.​

    Die Mietkontrolle wirkt primär über den Preiskanal. Sie schützt bestehende Mieter vor Erhöhungen, drückt aber die Rendite für Eigentümer und dämpft neue Projekte. Renovierungen werden attraktiver als Neubauten, was die Modernisierung fördert, aber kaum neue Wohnungen schafft.​

    Lock-in-Effekt und Chancenungleichheit
    Ein unerwarteter Nebeneffekt der Regulierung ist der sogenannte Lock-in-Effekt. Mieter bleiben aus Kostengründen deutlich länger in ihren Wohnungen, was die Mobilität einschränkt und die Fehlverteilung von Wohnraum verstärkt. Gleichzeitig verschärfen sich die Mietdifferenzen im Markt. Neuankömmlinge zahlen hohe Marktmieten, während Langzeitmieter profitieren. Qualität und Zustand der Wohnungen bleiben oft auf niedrigem Niveau, da tiefgreifende Sanierungen wirtschaftlich schwer darstellbar sind.​

    Balance zwischen Schutz und Angebot gesucht
    Die Studie zeigt, dass die Genfer Regulierungen die Mieter vor Preissprüngen schützen, belasten aber den Neubau und verschärfen so mittelfristig die Wohnungsnot. Investoren weichen auf Bestandserhalt und punktuelle Modernisierungen aus, während Wachstumsimpulse durch Neubauten ausbleiben. Für die Politik bedeutet das, eine nachhaltige Balance zwischen Schutz und Markterneuerung ist unerlässlich. Neue Verdichtungsgenehmigungen und eine differenzierte Mietregelung könnten Abhilfe schaffen.