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  • Digitalisierung in der Immobilienbranche: Fortschritt mit Gegenwind

    Digitalisierung in der Immobilienbranche: Fortschritt mit Gegenwind

    Der digitale Reifegrad der Branche ist 2025 leicht gesunken. Das zeigt der Digital Real Estate Index 2025: Auf einer Skala von 1 bis 10 steht der Digitalisierungsgrad der Immobilienbranche derzeit bei 4,0 Punkten, ein Rückschritt im Vergleich zum Vorjahr (2024: 4,6 Punkte). Die Gründe dafür sind vielfältig.  Steigende Komplexität, unzureichende Datenqualität, Kostendruck. Diese Entwicklung betrifft fast alle Unternehmensgrössen und Rollen, aber mit unterschiedlichem Ausmass.

    Der digitale Graben wird tiefer
    Besonders deutlich zeigt sich ein «Digital Divide» bei der Unternehmensgrösse. Obwohl der Rückgang alle Kategorien betrifft, kämpfen vor allem kleine Firmen am stärksten mit Aufwand und Finanzierung der Digitalisierung. Mittelgrosse und grosse Unternehmen können ihren Vorsprung teilweise halten.

    Rollen im Wandel
    Grosse Unterschiede zeigen sich zwischen den verschiedenen Rollen. Facility-Management-Dienstleistende und Bewirtschaftende konnten ihre digitale Reife sogar leicht erhöhen. Anders sieht es bei Planern, Bauunternehmen sowie auf der Eigentümer- und Investorenseite aus: Hier macht sich Ernüchterung in Bezug auf die digitale Reife breit. Insbesondere die durchgängige Nutzung von Building Information Modeling (BIM) über den gesamten Lebenszyklus hinweg bleibt eine grosse Herausforderung. Nutzende und Mietende wiederum schätzen ihre digitale Reife kritischer ein als noch im Vorjahr.

    Gefühlte Stagnation statt Aufbruchstimmung
    Die Wahrnehmung der Branche deckt sich zunehmend mit den gemessenen Werten. Bereits im Vorjahr konnte man eine Zunahme der kritischen Einschätzungen beobachten. Ein Trend, der sich in diesem Jahr sogar noch stärker zeigt. Ein Grossteil der Befragten spricht von Stagnation, weniger von grossen Fortschritten.

    Technologien: Nutzen erkannt, Nutzung beschränkt
    Künstliche Intelligenz hat ihren Platz im Bewusstsein der Branche gefunden. In der Rangfolge der nützlichsten digitalen Technologien belegt Artificial Intelligence & Machine Learning den dritten Platz. Angesichts der rasanten Entwicklung und der zunehmenden Präsenz von KI in Form von Large Language Models (LLM) wenig überraschend. Der tatsächliche Einsatz hinkt allerdings hinterher: nicht einmal bei einem Fünftel der Befragten ist die Technologie bereits im Einsatz. Ähnliches zeigt sich bei Data Analytics. Auch darin sieht die Branche einen hohen Nutzen und bemüht sich um zunehmenden Einsatz, aber das Potenzial ist nach wie vor nicht ausgeschöpft. Plattformen und Portale bleiben der Spitzenreiter unter den Technologien.

    Fazit: Reife bedeutet auch Reflexion
    Der aktuelle Rückgang der digitalen Reife markiert keinen Rückschritt, sondern eine Phase der Einordnung. Denn die Immobilienwirtschaft hat erkannt, dass digitale Reife nicht durch den Kauf von Tools entsteht, sondern durch ihren messbaren Nutzen. Nach einem ersten Digitalisierungsschub folgt Ernüchterung, ausgelöst durch hohe Integrationsaufwände, fehlende Standards und unzureichende Datenstrategien. Gleichzeitig ist das Verständnis für den eigenen Reifegrad gewachsen.

    Damit wird der Blick kritischer, aber auch klarer. Die Erkenntnis wächst, dass viele digitale Initiativen scheitern, weil sie als reine IT-Projekte umgesetzt werden und organisationale wie menschliche Faktoren zu wenig Beachtung finden. Ohne klare Governance, passende Kompetenzen und die konsequente Einbindung der Mitarbeitenden bleibt der Mehrwert begrenzt.

    Eine realistischere Haltung eröffnet die Chance, künftige Schritte gezielter, wirksamer und langfristig erfolgreicher zu gestalten. Echter Fortschritt stellt sich ein, wenn digitale Transformation nicht länger als Projekt mit Enddatum betrachtet wird, sondern als dauerhafte Führungsaufgabe anerkannt wird.

  • «Insieme» Bildungszentren in Sursee

    «Insieme» Bildungszentren in Sursee

    Der Projektwettbewerb wurde als offenes, einstufiges und anonymes Verfahren für Generalplanerteams ausgeschrieben, acht Teams reichten fristgerecht Vorschläge ein. Das Preisgericht beurteilte sie nach Funktionalität, Wirtschaftlichkeit, Nachhaltigkeit sowie Städtebau und Architektur und sprach dem Projekt «Insieme» von Bob Gysin Partner aus Zürich den Zuschlag zu. Herzstück ist ein siebenstöckiger Neubau entlang der Bahnlinie, der einen klaren Beitrag zur städtebaulichen Verdichtung leistet und den Campus stärker zum Bahnhof orientiert.

    Helle Lernlandschaft
    Die neuen Hauptzugänge richten sich künftig verstärkt zum Bahnhof aus und entlasten so die bisherige Erschliessung durch das angrenzende Wohngebiet. Sämtliche Turnhallen werden über den neu definierten Eingangsbereich erreichbar, was Wegeführung und Orientierung vereinfacht. Die Anordnung von Klassenzimmern, Gruppenräumen, Lichthöfen und Begegnungszonen schafft eine helle, flexible Lernlandschaft, die unterschiedliche Unterrichtsformen und informelle Begegnungen gleichermassen unterstützt.

    Nachhaltig bauen, Freiräume aufwerten
    Konstruktiv setzt «Insieme» auf eine Kombination aus Bestand und Holzbau. Beim Trakt B wird, abgesehen vom Untergeschoss, der bestehende Bau rückgebaut und mit einer Holzrippendecke zu einem sechsgeschossigen Gebäude aufgestockt. Die Freiraumgestaltung reagiert auf die Klimaerhitzung, indem die bestehende Treppenanlage beschattet und durch zusätzliche Bepflanzung und Sitzangebote aufgewertet wird. Der Waldrand erhält neue Aufenthaltsbereiche und eine lockere Baumbepflanzung, was die Aufenthaltsqualität im Aussenraum deutlich erhöht.

    Nächste Schritte bis zur Inbetriebnahme
    Im ersten Quartal 2026 werden die Hinweise des Preisgerichts geprüft und das Wettbewerbsprojekt bei Bedarf optimiert. Die Inbetriebnahme der erweiterten Anlage ist derzeit ab 2035 vorgesehen. In der kantonalen Finanzplanung sind für die Erweiterung und teilweise Erneuerung des BBZG+W in Sursee rund 97,4 Millionen Franken eingestellt. Eine Investition in zukunftsfähige Berufsbildung und einen starken Bildungsstandort in der Region.

  • Der Weg ist frei für Wil West

    Der Weg ist frei für Wil West

    Im zweiten Anlauf sagt die Stimmbevölkerung von St. Gallen Ja zu Wil West. Der Entscheid ist knapp, aber klar genug, um Planungssicherheit zu schaffen. Das Votum zeigt, die Region will wachsen. Gebündelt, planbar und abgestimmt über Kantonsgrenzen hinweg.

    Mit dem Landverkauf gibt St. Gallen ein ehemaliges Gutsareal der Psychiatrie Wil an den Kanton Thurgau ab. Das Wirtschaftsgebiet liegt künftig vollständig auf Thurgauer Boden, bleibt aber im unmittelbaren Einflussraum der Regio Will. Damit entsteht eine klarere Ausgangslage für Investitionen, Infrastruktur und langfristige Ansiedlungsstrategien.

    Konzentration statt Zersiedelung
    Wil West steht für ein Leitbild, das viele Regionen beschäftigt, wirtschaftliches Wachstum ermöglichen, ohne die Landschaft weiter zu zersiedeln. Statt immer neue Gewerbezonen an Ortsrändern zu streuen, bündelt der Standort künftig Firmen, Dienstleistungen und produktive Arbeitsplätze an einer verkehrstechnisch gut erschlossenen Lage.

    Geplant ist kein beliebiges Industrieareal, sondern ein moderner Arbeitsstandort. Angestrebt sind hochwertige Betriebe, die Wertschöpfung und qualifizierte Jobs bringen, ohne übermässig viel Fläche zu verbrauchen. Damit wird das Entwicklungspotenzial der Region genutzt. Für die Raumplanung ist das Projekt damit auch ein Instrument, um Wachstum zu kanalisieren, statt es dem Zufall zu überlassen.

    Infrastruktur als Entwicklungstreiber
    Besonders stark wirkt Wil West über die Infrastruktur. Mit dem Projekt verknüpfen Bund, Kantone und Region den Ausbau der Autobahn, den öffentlichen Verkehr sowie Fuss- und Veloverbindungen. Der geplante Autobahnanschluss an die A1 und eine bessere Anbindung an Bahn und Bus machen das Areal für Unternehmen attraktiv und entlasten zugleich die bestehenden Ortszentren.

    Nachhaltigkeit als Standortfaktor
    Die erste Version von Wil West ist an Bedenken gescheitert, wie Kulturlandverlust, Verkehr und ökologische Auswirkungen. In der überarbeiteten Variante spielt Nachhaltigkeit eine deutlich sichtbarere Rolle. Verdichtete Bauweisen, sorgfältigere Flächennutzung und mehr Grün- und Freiräume sollen den ökologischen Fussabdruck verringern.
    Für Unternehmen, die sich ansiedeln wollen, wird genau das zum Standortfaktor. Immer mehr Firmen achten bei der Wahl ihres Standorts auf Energie- und Flächenverbrauch, Erreichbarkeit ohne Auto und ein attraktives Umfeld für Mitarbeitende.
    Wil West hat die Chance, hier einen neuen Standard für Arbeitszonen zu setzen, wenn Qualitätssicherung, Etappierung und Kriterien für Ansiedlungen konsequent durchgezogen werden.

    Chancen nutzen, Erwartungen managen
    Mit dem Ja zur Vorlage steigen nun auch die Erwartungen. Politik und Verwaltung müssen Tempo aufnehmen, ohne in Hektik zu verfallen. Die Region braucht klare Leitplanken, welche Branchen sollen kommen? Welche Dichte ist gewünscht? Wie wird die Entwicklung über Jahrzehnte gesteuert, ohne bei jedem Konjunkturwechsel die Strategie zu wechseln?

  • Vier Achsen, die die Immobilienwirtschaft neu ordnen

    Vier Achsen, die die Immobilienwirtschaft neu ordnen

    Daten & KI
    Branchenreports sehen datengetriebene Entscheidungen und KI-basierte Analytics als einen der stärksten Treibe. Von Predictive Analytics für Mieten, Leerstände und Capex über automatisierte Bewertungen bis zu AI-gestützter Due Diligence und Dokumentenverarbeitung.

    Entlang des Lebenszyklus beginnt das bei Landakquisition und Projektentwicklung (Standort-Scoring, Risiko- und Szenario-Modelle) und reicht bis in Betrieb und Portfolio-Steuerung (Predictive Maintenance, Portfolio-Optimierung, dynamische Preis- und Flächensteuerung).

    Dekarbonisierung und ESG
    Netto-Null-Ziele, Taxonomie-Regeln und ESG-Investing machen Green-Proptech zu einem eigenen Cluster. Smart-Building-Systeme, IoT-Sensorik und ESG-Datenplattformen messen Emissionen, Energie und Ressourcen, automatisieren Reporting-Pflichten und unterstützen Sanierungs- und Investitionsentscheidungen.

    Gesellschaftlich wirkt das über strengere Regulierung und Investoren-Druck, wirtschaftlich über den wachsenden Wertunterschied zwischen «stranded assets» und klimafitten Beständen. Vom CO²-Screening bei Landkauf bis zur Dekarbonisierungs-Roadmap im laufenden Betrieb.

    Nutzererlebnis und Flexibilität
    Digitale Tenant-Experience, hybride Arbeitsmodelle und flexible Wohn- und Gewerbeflächen gelten als Kerntrend. Gefordert werden mobile Zugänge, Self-Service-Portale, Echtzeit-Kommunikation und dynamisch buchbare, nutzungsbasierte Flächen.

    Entlang des Lebenszyklus verschiebt das schon in der Planung den Fokus auf nutzerzentrierte Konzepte und Mischnutzungen und verlangt im Betrieb nach Plattformen für Buchung, Community-Building und personalisierte Services, was direkt die Wertschöpfungslogik von Objekten verändert.

    Plattform-Ökosysteme
    Viele Quellen sehen eine Bewegung weg von isolierten Insellösungen hin zu vernetzten Plattformen, in denen Daten, Prozesse und Services verschiedener Akteure zusammenlaufen. Offene Schnittstellen und Integrationen gelten als wichtigste Anforderung der Entwickler- und Betreiberseite.

    Ökonomisch entstehen damit neue Plattformbetreiber, gesellschaftlich verschieben sich Transparenz, Macht- und Rollenbilder. Vom Landkauf-CRM über Development-Tools bis zu Betriebs- und ESG-Plattformen, die den gesamten Lifecycle digital verbinden.

  • Tour Invictus neues Gesicht für Fribourg

    Tour Invictus neues Gesicht für Fribourg

    Die Tour Invictus markiert einen Wendepunkt in der städtischen Entwicklung Fribourgs. Sie verdichtet Wohnraum in die Höhe, statt weiter in die Fläche zu wachsen. Das Projekt reagiert damit auf knappen Boden, veränderte Haushaltsstrukturen und eine alternde Bevölkerung.

    Gleichzeitig stellt der Turm die Frage nach Identität. Wie viel «Hochhaus» verträgt eine mittelgrosse Schweizer Stadt? Das Gebäude wird sichtbar sein, aus der Stadt und von weitem. Damit wird es zum Symbol für eine neue Phase der Stadtentwicklung, die Dichte, Mobilität und Lebensqualität neu austariert.

    Neue Wohnformen statt klassischer Blockrand
    Die Nutzungsmischung ist klar auf Wohnen ausgerichtet, aber intern fein abgestuft. In den unteren Geschossen entstehen altersgerechte Wohnungen mit betreutem Umfeld. In den oberen Etagen finden sich frei finanzierte Eigentumswohnungen mit weitem Ausblick und hoher Aufenthaltsqualität.

    Diese vertikale Mischung ersetzt den klassischen Blockrand mit separaten Häusern für verschiedene Zielgruppen. Sie bringt Menschen mit unterschiedlichen Lebensentwürfen im selben Gebäude zusammen. Für Betreiber, Eigentümer und Stadtplanung eröffnet das neue Optionen für Services, Quartierbezug und Community‑Bildung.

    Aufenthaltsqualität schaffen soll
    Ein Turm dieser Höhe provoziert immer die gleiche Frage. Wird Dichte zur Belastung oder zur Qualität? Entscheidend ist die Gestaltung der Übergänge. Strassenniveau, Erdgeschoss und Umgebung müssen den Massstab für Fussgänger halten. Begrünte Aussenräume, klare Adressbildung und gut lesbare Eingänge entscheiden darüber, ob der Turm als Fremdkörper oder als selbstverständlicher Teil des Quartiers wahrgenommen wird.

    Im Innern zählt die erlebte Grosszügigkeit. Tageslicht, Raumhöhen, private Aussenräume und Sichtbezüge sind das Gegengewicht zur hohen Anzahl Einheiten. Wo Freiräume bewusst ins Haus verlegt werden, etwa mit Gemeinschaftsräumen, Dachterrassen oder nutzbaren Laubengängen, entsteht Identifikation statt Anonymität.

    Chancen für die Stadt
    Für die Stadt Fribourg ist die Tour Invictus Chance und Testfall zugleich. Sie zeigt, wie Investoren, Planende und Behörden mit Verdichtungszielen umgehen. Der Umgang mit Verkehr, Erschliessung, Beschattung und Nachbarschaft wird genau beobachtet werden. Gelingt das Projekt, stärkt es die Akzeptanz weiterer vertikaler Verdichtungen.

    Gleichzeitig bleibt das Spannungsfeld sichtbar. Ein Hochhaus löst Diskussionen über Skyline, Charakter und soziale Durchmischung aus. Führungskräfte in Verwaltung und Immobilienwirtschaft sind gefordert, diese Debatte aktiv zu moderieren. Es braucht klare Erzählungen, warum Dichte nicht Verzicht bedeutet, sondern neue Formen von Urbanität ermöglicht.

  • Neues Whitepaper: «Gebäude effizient kühlen»

    Neues Whitepaper: «Gebäude effizient kühlen»

    Auch wenn sich die klimatischen Veränderungen je nach Standort und Gebäudenutzung unterschiedlich bemerkbar machen, wird künftig in fast allen Wohn- und Bürogebäuden eine Kühlung nötig sein. Wer einen Neubau plant, sollte eine Analyse des Aussen- und Innenraumkomforts vornehmen, Anforderungen an den sommerlichen Wärmeschutz sowie maximal akzeptierbare Innenraumtemperaturen definieren und einen Nachweis für den thermischen Komfort anfordern. Entspricht der Klimakomfort von Bestandsbauten im Sommer nicht mehr den aktuellen oder künftigen Anforderungen, können weitere sinnvolle Massnahmen umgesetzt werden.

    Für Eigentümerschaften lohnt es sich, in den Klimakomfort ihrer Immobilien zu investieren, denn behagliche Raumtemperaturen gelten zunehmend als Kriterium für die Vermietbarkeit. Gebäude mit hohem Klimakomfort sind zukunftssicher, ihr Marktwert steigt und es ist mit höheren Mieteinnahmen zu rechnen.

    Das neue Whitepaper «Gebäude effizient kühlen» (23 Seiten) zeigt, wie Immobilien heute gebaut oder saniert werden können, damit sie auch im Klima der Zukunft einen hohen Komfort bieten.

  • Urbaner Wandel auf dem Wellisareal

    Urbaner Wandel auf dem Wellisareal

    Zwischen Bahnhof und Altstadt liegt eines der spannendsten Transformationsgebiete der Region. Aus Hallen, Lagern und Werkhöfen wächst ein urbanes Quartier mit eigenem Charakter. Das Areal übernimmt damit eine Schlüsselrolle als Eingangstor nach Willisau.

    Die Fläche ist in etwa so gross wie die historische Altstadt. Aus dem vormals abgeschlossenen Produktionsstandort wird ein offenes Stück Stadt. Wege, Plätze und Freiräume verbinden künftig Bahnhof, Altstadt und Quartier. Die bisherige Barriere wird zur städtischen Nahtstelle.

    Mischung statt Monofunktion
    Die Entwicklung setzt klar auf Nutzungsmischung. Geplant sind mehrere hundert Wohnungen in unterschiedlichen Grössen und Typologien, ergänzt durch Flächen für Gewerbe, Dienstleistungen und quartiernahe Angebote. Wohnen, Arbeiten, Einkaufen und Freizeit rücken näher zusammen.

    Sie schafft über den Tag hinweg Frequenz, erhöht die Auslastung der Infrastruktur und reduziert Abhängigkeiten von einer einzigen Nutzungsart. Gleichzeitig öffnet sie Spielräume für neue Arbeitsformen, kleinteilige Dienstleister und lokale Anbieter.

    Identität aus der industriellen Vergangenheit
    Das Wellisareal bleibt als Ort erkennbar. Teile der bestehenden Bausubstanz werden erhalten und neu bespielt. Die industrielle Prägung liefert damit nicht nur Geschichte, sondern auch Identität. Sie unterscheidet das Quartier klar von grünen Wiesenentwicklungen am Ortsrand.

    Neue Bauten ergänzen den Bestand, ohne ihn zu überdecken. Ein Hochpunkt markiert das Areal in der Silhouette von Willisau. Entscheidend ist dabei nicht die Höhe allein, sondern die Wirkung im Stadtraum. So entsteht ein Bild, das auch in der Wahrnehmung von Bewohnern, Besuchern und Investoren verankert bleibt.

    Freiraum als Standortfaktor
    Das Projekt denkt Dichte konsequent mit Freiraum zusammen. Grosszügige Grünflächen, Bäume, Plätze und Wege strukturieren das Quartier und sorgen für Aufenthaltsqualität. Statt Innenhof als Restfläche rückt der Freiraum ins Zentrum der Konzeption.

    Für künftige Nutzer ist das mehr als ein Komfortthema. Beschattete Aufenthaltsbereiche, durchdachte Aussenräume und differenzierte Kleinklimate werden zu harten Standortfaktoren. Sie beeinflussen Vermietbarkeit, Image und langfristige Wertentwicklung. Ein robustes Freiraumkonzept unterstützt zudem die Anpassungsfähigkeit des Quartiers über den Lebenszyklus hinweg.

    Mobilität neu austariert
    Die Lage direkt am Bahnhof und nahe der Altstadt erlaubt einen verkehrsarmen Ansatz. Der Fuss- und Veloverkehr hat Vorrang, Angebote des öffentlichen Verkehrs liegen in Gehdistanz. Das Projekt reduziert bewusst die Zahl der Parkplätze und setzt auf alternative Mobilitätsformen.

    Für Kommunen und Investoren bedeutet das, weniger Flächenverbrauch für Autos, mehr Raum für Wertschöpfung und Lebensqualität. Gleichzeitig steigt der Druck, Mobilität als integriertes Angebot zu denken. Von Sharing-Lösungen über Logistik bis hin zu Quartierservices.

  • Neuer CKW-Hauptsitz stärkt Emmen

    Neuer CKW-Hauptsitz stärkt Emmen

    Mit dem Projekt «EnergiePark Emmen» will CKW ihren bestehenden Standort auf der Reussinsel weiterentwickeln. Herzstück ist ein neues Werkgebäude für die Geschäftsbereiche Netze und Gebäudetechnik, inklusive Netzstützpunkt für Bau, Betrieb und Unterhalt des Stromnetzes im Grossraum Luzern. Die bisher in Reussbühl angesiedelten Mitarbeitenden erhalten damit in Emmen moderne Arbeitsplätze, Abläufe werden räumlich und organisatorisch gebündelt.

    Bekenntnis zu Emmen und mehr Arbeitsplätze
    Die Reussinsel ist historischer Ursprungsort von CKW, hier nahm 1894 das erste Kraftwerk den Betrieb auf. Mit der geplanten Verlegung des Hauptsitzes knüpft CKW an diese Wurzeln an und bekennt sich langfristig zum Standort Emmen. Die Zahl der Mitarbeitenden auf der Reussinsel soll von heute rund 600 auf etwa 1’000 steigen, was zusätzliche Steuereinnahmen generiert und die wirtschaftliche Entwicklung der Gemeinde stärkt.

    Sorgfältige Planung und Verdichtung nach innen
    Das Richtprojekt entstand in einem mehrjährigen Planungsprozess mit der Gemeinde Emmen und einem Studienauftrag mit fünf Planungsteams. Ausgewählt wurde das Projekt «Compakt» von Penzel Valier AG mit Maurus Schifferli Landschaftsarchitekten, das insbesondere mit seiner städtebaulichen Qualität und der sensiblen Einbettung in die Landschaft überzeugt. Das Vorhaben setzt konsequent auf Verdichtung nach innen. Der wertvolle Naturraum auf der Reussinsel bleibt unangetastet, zusätzliche Gebäude sind erst als langfristige Reserve vorgesehen.

    Verkehr, Erschliessung und nächste Schritte
    Ein wichtiger Bestandteil des Projekts ist die Erschliessung und Verkehrssteuerung. Gemeinsam mit Emmen und Ebikon sind Mobilitätsmassnahmen vorgesehen, darunter eine neue Bushaltestelle im Gebiet Rathausen, Anpassungen an der Strasseninfrastruktur sowie ein Mobilitätsmanagement mit Fahrtendeckeln und ausgewogener Verkehrsverteilung. Auf Basis des Richtprojekts erarbeitet die Gemeinde Emmen nun den Bebauungsplan unter aktiver Einbindung der Bevölkerung. Gemäss heutigem Fahrplan könnten ab 2030 konkrete Bauprojekte bewilligt und realisiert werden.

  • Neuer Präsident für regionalen Energieversorger gewählt

    Neuer Präsident für regionalen Energieversorger gewählt

    Der Verwaltungsrat von Limeco hat sich laut einer Mitteilung am 25. Februar für die Amtsperiode bis 2027 neu konstituiert. Dabei hat er Rolf Schaeren zu seinem neuen Präsidenten gewählt. Schaeren wird sein Amt am 1. Mai antreten. Schaeren war von 2006 bis 2022 Finanzvorstand der Stadt Dietikon.

    Er ist Professor für Rechnungswesen und Finanzmanagement an der Hochschule für Wirtschaft der Fachhochschule Nordwestschweiz. Er gehört seit 2014 dem Verwaltungsrat der Elektrizitätswerke des Kantons Zürich (EKZ) an. Seit 2021 präsidiert er ihn.

    Schaeren folgt auf Stefano Kunz. Der Schlieremer Bauvorstand hat dem Verwaltungsrat während zwölf Jahren angehört.

    „Limeco übernimmt für die Region eine zentrale Rolle in der Energie- und Entsorgungsversorgung“, wird Schaeren in der Mitteilung zitiert. „Ich freue mich sehr darauf, gemeinsam mit meinen Kolleginnen und Kollegen im Verwaltungsrat die erfolgreiche Entwicklung von Limeco weiterzuführen und die zukünftigen Herausforderungen im Sinne der Trägergemeinden anzupacken.“

  • Solarprojekt verbindet Eigenstrom und regionale Investitionen

    Solarprojekt verbindet Eigenstrom und regionale Investitionen

    Die Stiftung Schloss Turbenthal ermöglicht Privaten und Unternehmen laut einer Mitteilung die Beteiligung an ihrer neuen Solaranlage. Diese Anlage entsteht auf den Dächern des Gehörlosendorfes. Mit 150 Solarmodulen soll sie pro Jahr 66‘000 Kilowattstunden Strom erzeugen. Die Hälfte des Stromes soll von der Stiftung selbst verbraucht werden.

    Eine Grossbatterie mit einer Leistung von 100 Kilowatt erlaubt die Speicherung des Stroms an Tagen mit viel Sonne und wenig Bedarf. Dieser Strom kann später sowohl von der Stiftung als auch von der Netzgesellschaft Swissgrid als Regelenergie abgerufen werden.

    Private und Unternehmen können sich über die Plattform solarify.ch an der Anlage beteiligen. Sie erhalten vierteljährlich Zahlungen auf ihre Investition. „Mit diesem Projekt leisten wir einen konkreten Beitrag zur Nachhaltigkeit und ermöglichen die Beteiligung der Bevölkerung aus der Region“, wird Marc Basler, Gesamtleiter der Stiftung Schloss Turbenthal, in der Mitteilung zitiert.

    Die Solarify GmbH mit Sitz in Bern übernimmt auch das Projektmanagement, den Betrieb, die Versicherung und den Unterhalt der Anlage sowie die Stromvermarktung.

  • Gesellschaft für erschwingliches Wohnen will dauerhaft bezahlbaren Wohnraum schaffen

    Gesellschaft für erschwingliches Wohnen will dauerhaft bezahlbaren Wohnraum schaffen

    Die neue Immobiliengesellschaft GEW soll privates Kapital für dauerhaft bezahlbaren Wohnraum für Menschen mit tiefem bis mittlerem Einkommen in der Schweiz schaffen. Die GEW wurde im Dezember 2025 vor dem Hintergrund des zunehmend fehlenden bezahlbaren Wohnraum in der Schweiz gegründet, wie es nun in einer Mitteilung heisst. Demnach wird sie Wohnliegenschaften mit Mietpreisen im günstigen Segment des lokalen Marktes entwickeln, bauen, erwerben und betreiben, welche unter dem 50-Prozent-Quantil der jeweiligen Gemeinde liegen sollen.

    Die GEW möchte mit ihrer Arbeit einen Beitrag zur sozialen Stabilität in der Schweiz leisten. Steigende Mieten, fehlende Baulandreserven, restriktive Regulierungen und hohe Land- und Baukosten haben dazu geführt, dass die Wohnungsproduktion nicht länger mit der Nachfrage Schritt halten kann. „Wenn Wohnen zur Sorge wird, braucht es neue Antworten“, so Reto Brüesch, Geschäftsführer der GEW, in der Mitteilung. „Wir sind überzeugt: Die Privatwirtschaft kann und muss mit unternehmerischem Denken und klarem Gemeinwohlfokus einen Teil der Verantwortung übernehmen.“

    Das GEW-Modell basiert auf drei Säulen: Effizientes Entwickeln und Bauen, kostengünstiges Betreiben und tiefe Kapitalkosten durch geringes Risiko. Dadurch entstehe ein wirtschaftlich tragfähiger Ansatz, der erschwingliche Mieten mit unternehmerisch verantwortungsvollen Investitionen vereint. „Mit einer Investition in die GEW wird bezahlbarer Wohnraum in der Schweiz geschaffen und gleichzeitig eine faire Verzinsung sowie eine positive gesellschaftliche Wirkung erzielt“, erklärt Daniel Kusio, Verwaltungsratspräsident der GEW. Er wird im Verwaltungsrat von Immobilienökonom Donato Scognamiglio und Balz Halter, Verwaltungsratspräsident der Halter Gruppe, unterstützt.

    Während Gemeinden mit der GEW bezahlbaren Wohnraum ohne übermässige finanzielle Belastung realisieren können, profitieren Eigentümerinnen und Eigentümer von transparenten Modellen wie Verkauf, Baurecht oder Sacheinlage. Investoren erhalten wiederum Zugang zu einer langfristigen Anlage mit stabiler Ertragsstruktur.

  • Immobilienportfolio wächst trotz stabilem Ertrag

    Immobilienportfolio wächst trotz stabilem Ertrag

    Das Immobilienunternehmen PSP Swiss Property informiert in einer Mitteilung über sein Geschäftsergebnis 2025. Der Liegenschaftsertrag erreichte 349,2 Millionen und lag damit um 0,2 Prozent unter dem Vorjahresergebnis. Auf vergleichbarer Basis (like-for-like) resultierte jedoch ein Wachstum von 1,3 Prozent, vor allem durch Indexanpassungen. Der Gewinn ohne Liegenschaftserfolge belief sich auf 225,4 Millionen, beziehungsweise 4,91 Franken pro Aktie. Der Reingewinn stieg um 8,9 Prozent auf 408,5 Millionen Franken, massgeblich infolge höherer Portfolioaufwertungen von 231,1 Millionen Franken. Der Gewinn pro Aktie erhöhte sich auf 8,91 Franken, die Dividende pro Aktie auf 3,95 Franken.

    Der Portfoliowert stieg per Ende 2025 auf 10,1 Milliarden Franken  mit 150 Anlageliegenschaften und zehn Entwicklungsliegenschaften. Die Neubewertung wurde vor allem durch Vermietungserfolge im High-Street-Retail in Zürich sowie steigende Marktmieterwartungen in Toplagen getragen. Die Leerstandsquote lag bei 3,5 Prozent. Die durchschnittliche Restlaufzeit der Mietverträge (WAULT) betrug 4,9 Jahre, bei den grössten Mietern 5,3 Jahre.

    Insgesamt bliebt der Schweizer Markt für Geschäftsliegenschaften stabil, so die Mitteilung. 2025 waren demnach besonders hochwertige Büroflächen in zentralen Lagen gefragt. In Genf und Zürich blieb die Nachfrage nach Innenstadtlagen hoch, während die Märkte in Bern und Lausanne stabil verliefen. In Basel hielt das Überangebot an Büroflächen an. Der Investitionsmarkt belebte sich im Jahresverlauf dank moderat sinkender Zinsen und verbesserter Finanzierungskonditionen.

    PSP erwartet für 2026 eine weiterhin positive Marktentwicklung mit stabiler Mietnachfrage im Kerngeschäft. Niedrige Zinsen dürften den Transaktionsmarkt nach Unternehmensangaben stützen, während hochwertige Objekte knapp bleiben. Das Unternehmen will daher selektiv investieren, Chancen mit langfristigem Wertsteigerungspotenzial nutzen und seine aktionärsfreundliche Dividendenpolitik fortsetzen.

  • Thun Nord entwickelt sich zum neuen Stadtteil

    Thun Nord entwickelt sich zum neuen Stadtteil

    Der künftige neue Stadtteil Thun Nord ist einer der vier wichtigsten kantonalen Entwicklungsschwerpunkte und der wichtigste im Berner Oberland, so eine Mitteilung der Stadt Thun. Auf einem Gelände von 60 Hektaren soll hier ein zukunftsgerichtetes Stadtquartier und ein Wirtschaftsstandort von überregionaler Ausstrahlung entstehen. Das Areal soll durch eine neue S-Bahnhaltestelle erschlossen werden.

    Das Gelände gehört je zur Hälfte Armasuisse Immobilien und der RUAG Real Estate AG. Die Stadt Thun hat 2025 mit ihnen sowie der BLS ein sogenanntes Werkstattverfahren für das Kerngebiet rund um die geplante Bahnhaltestelle durchgeführt. Drei interdisziplinäre Teams entwickelten zusammen mit Expertinnen und Experten und den verschiedenen Anspruchsgruppen Vorschläge. Aus diesen hat ein Begleitgremium Eckwerte für die weitere Entwicklung abgeleitet.

    Das Grundgerüst des neuen Stadtteils soll durch die Freiräume gebildet werden. Dieser wird geprägt durch die Aare, die Strassen, den Bahnraum und das Ortsbild. So soll die bestehende Sheddachhalle das Rückgrat der Anlage bilden. Die beiden Grundeigentümerinnen wollen ihre geschlossenen Betriebsareale auf das Gebiet westlich der Alpenbrücke und auf die Flächen des Textilcenters konzentrieren. Ausserhalb von ihnen sind gemischte Nutzungen vorgesehen. Zu den prägenden Akteuren wird auch die Eidgenössische Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa) mit ihrem neuen Campus gehören.

    Die Ergebnisse des Werkstattverfahrens werden bis zum 6. März im Rathaus Thun ausgestellt.

  • Transformationsprogramm zeigt Wirkung beim Zugangstechnikspezialisten

    Transformationsprogramm zeigt Wirkung beim Zugangstechnikspezialisten

    Dormakaba hat im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2025/26, also bis zum 31. Dezember 2025, einen Gesamtumsatz von 1,362 Milliarden Franken erzielt, ein Rückgang um 4,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Während die Volumen rückläufig waren, hatten „konsequente Preisrealisierungen“ laut einer Mitteilung ein organisches Wachstum von 2,0 Prozent zur Folge. Beim bereinigten Gewinn vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Amortisationen (EBITDA) wurden 211,9 Millionen Franken erwirtschaftet, 1,9 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Die EBITDA-Marge konnte hingegen von 15,2 auf 15,6 Prozent gesteigert werden.

    „Im ersten Halbjahr 2025/26 haben wir unsere Transformation konsequent weiter umgesetzt und unsere bereinigte EBITDA-Marge gesteigert. Wir liegen bei der Umsetzung unserer Strategie auf Kurs und haben die vorgesehenen Kosteneinsparungen aus unserem Transformationsprogramm vorzeitig realisiert“, wird CEO Till Reuter in der Mitteilung zitiert.

    Das Unternehmen bestätigt die Prognose für das Gesamtjahr 2025/26. So erwartet dormakaba ein organisches Nettoumsatzwachstum zwischen 3 und 5 Prozent, eine bereinigte EBITDA-Marge von mehr als 16 Prozent und eine bereinigte operative Cashflow-Marge zwischen 11,5 Prozent und 12,5 Prozent. Diese Marge hat im ersten Halbjahr noch 4,5 Prozent betragen, nach 7,4 Prozent im Vorjahreszeitraum.

  • Grundstein für gemischt genutztes Gebäude in Frenkendorf gelegt

    Grundstein für gemischt genutztes Gebäude in Frenkendorf gelegt

    Die Halter AG hat laut einer Mitteilung den Grundstein für das Projekt Park3 gelegt. Beteiligt waren ausserdem die Bauherrschaft Zurimo „B“ Immobilien AG, vertreten durch die UBS Fund Management (Switzerland) AG, Vertreter von Reuter Architekten, der Gemeinde Frenkendorf sowie beteiligte Planungs-, Vermarktungs- und Realisierungsteams.

    Das gemischt genutzte Wohn- und Geschäftshaus wird als fünfgeschossiger Baukörper mit Attika Wohnen, Arbeiten und Gewerbe unter einem Dach vereinen. Die Grundstücksgrösse beträgt 2607 Quadratmeter, die Baukosten betragen 14 Millionen Franken. Im Erdgeschoss entstehen flexibel teilbare Gewerbeflächen, im ersten Obergeschoss moderne Büroeinheiten. In den oberen Etagen sind 22 Wohnungen mit 2,5- und 3,5-Zimmer-Grundrissen vorgesehen. Das Projekt entsteht in einem infrastrukturell gut angebundenen Umfeld, das im Zuge der städtebaulichen Entwicklung zunehmend an urbaner Qualität gewinnt. Das Areal wird derzeit überwiegend gewerblich genutzt.

    Im Grundstein wurden die Gebäudepläne des Projekts, ein UBS-Jahresbericht sowie die aktuelle Ausgabe des Magazins KOMPLEX der Halter Gruppe als Zeitdokumente hinterlegt und dauerhaft im Fundament verankert.

    Nun richtet sich der Fokus auf die Erstellung des Rohbaus, der bis zum Sommer fertiggestellt werden soll. Die Fertigstellung des Projekts ist für Frühling 2027 geplant.

    Die Halter AG ist eine schweizweit tätige Immobilien- und Baufirma. Das Unternehmen bearbeitet an sieben Standorten ein Bauvolumen von rund 800 Millionen Franken pro Jahr und zählt derzeit rund 320 Projekte in Entwicklung und Ausführung.

  • Gemeinden am Zürichsee stärken wirtschaftliche Vernetzung

    Gemeinden am Zürichsee stärken wirtschaftliche Vernetzung

    Die Standortförderung Goldküste hat ihr erstes Jahresprogramm veröffentlicht. Der Verein wurde im September 2025 von den elf Gemeinden des Bezirks Meilen und dem Amt für Wirtschaft des Kantons Zürich gegründet.

    Wie es in einer Mitteilung heisst, profitieren die Mitglieder von kostenfreier Teilnahme an Veranstaltungen, Exkursionen und Hintergrundgesprächen, direktem Zugang zu Entscheidungsträgerinnen und -trägern sowie erhöhter Sichtbarkeit. Die erste Mitgliederversammlung findet am 15. April in Stäfa ZH statt. Dort wird als Gastreferent Dr. Moritz Lechner sprechen, Co-Gründer und Co-Verwaltungsratspräsident von Sensirion.

    Als weitere Programmpunkte nennt die Mitteilung einen Mitglieder-Lunch mit Werkstattbesuch bei der Micro Mobility Systems AG in Küsnacht und einen Mitglieder-Znüni in der Gemeindeverwaltung Zumikon. Im August folgt eine After-Work-Exkursion in den Seepark Uetikon, wo auf dem ehemaligen Areal der chemischen Fabrik Wohnungen für gut 600 Personen entstehen. Zudem steht eine Exkursion zum Zürcher Kantonsrat auf dem Plan.

  • Forschung entwickelt klimafreundliche Alternative zu Zement

    Forschung entwickelt klimafreundliche Alternative zu Zement

    Die Herstellung von Zement als Bindemittel für Beton verantwortet 8 Prozent des weltweiten Kohlendioxidausstosses. Forschende verschiedener europäischer Universitäten und Institute arbeiten unter Führung des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) aus Deutschland an der Entwicklung von Zementalternativen. Wie aus einer Mitteilung hervorgeht, ist der Zuger Baustoffproduzent Holcim in diesen Forschungsarbeiten des europäischen Projekts C-SINK engagiert.

    Im Fokus der Forschungen stehen magnesiumhaltige Silikate, die in einem gezielten, beschleunigten Mineralisierungsprozess mit CO₂ zu Magnesiumcarbonat reagieren. Dieser Zusatzstoff könnte als Ersatz für Portlandzementklinker das neue Bindemittel für Beton sein. Derzeit wird das Material unter Mitwirkung aller Beteiligten in den Laboren des KIT getestet. Dabei kommt eine enge Verzahnung von Simulation, experimenteller Forschung und grossmassstäblichen realitätsnahen Prüfungen an der Materialprüfungsanstalt in Karlsruhe zum Tragen. „Wir können mit Simulationen und Maschinellem Lernen vorhersagen, welche Betonrezepturen funktionieren“, wird Frank Dehn, Leiter des Instituts für Massivbau und Baustofftechnologie sowie der Materialprüfungs- und Forschungsanstalt Karlsruhe am KIT, in der Mitteilung zitiert. „Experimente setzen wir dann gezielt ein, um diese Prognosen zu überprüfen. So wollen wir belastbare Kennwerte erarbeiten, die zeigen, dass Beton mit dem neuen Bindemittel klimafreundlich ist und die Anforderungen an Tragfähigkeit, Dauerhaftigkeit und Sicherheit erfüllt.“

    Das Projekt wird vom Europäischen Innovationsrat (EIC) innerhalb des Pathfinder-Programms „Towards cement and concrete as a carbon sink“ gefördert. Beteiligt sind neben dem KIT und dem koordinierenden PAEBBL AB (Schweden) die Technische Universiteit Delft (Niederlande), die Katholieke Universiteit Leuven (Belgien), die Agencia Estatal Consejo Superior de Investigaciones Científicas und PREFABRICADOS TECNYCONTA S.L. (beide Spanien) sowie unterstützend Holcim Technology. Das Projekt wird mit 4 Millionen Euro über eine Laufzeit von vier Jahren gefördert.

  • Neue Technik verlängert Lebensdauer alter Brücken

    Neue Technik verlängert Lebensdauer alter Brücken

    Die in den 80er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts erbauten Brücken zeigen zunehmend Ermüdungserscheinungen und müssen repariert werden. Forschende und Techniker der Abteilung Structural Engineering an der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa) in Dübendorf arbeiten an neuen Methoden, wie diese Brücken saniert werden können. Für ihre Experimente nutzen sie einen Brückenbelag aus ultrahochfestem faserbewehrtem Beton (UHPFRC), armiert mit Formgedächtnisstahl, heisst es in einer Mitteilung. Bei diesem Stahl handelt es sich um einen eisenbasierten Stahl aus einer Legierung, die unter anderem Mangan, Silizium und Chrom enthält. Mit diesem Stahl wird der Faserbeton verbunden. Nach einem Erhitzen zieht sich der Stahl zusammen und verschliesst aufgetretene Risse im Beton.

    Die Forschenden um Angela Sequeira Lemos und Christoph Czaderski haben entsprechende Experimente in der Bauhalle der Empa durchgeführt. Fünf Betonplatten mit jeweils fünf Metern Länge simulieren Brückenelemente. Von diesen blieb eine unverstärkt, während die anderen mit herkömmlichen Armierungsstahl beziehungsweise mit Formgedächtnisstahl armiert wurden. Für den Test wurden den Platten Risse zugefügt, um die realen Verschleissbedingungen zu simulieren. Im Ergebnis zeigte sich die Kombination aus faserbewehrtem Beton und Formgedächtnisstahl als funktionsfähiger. Mit ihr konnten Risse verschlossen und durchhängende Brückenteile gehoben werden. „Wir konnten zeigen, dass unser System nicht nur funktioniert, sondern bestehende Brücken tatsächlich wiederbeleben kann“, wird Angela Sequeira Lemos in der Mitteilung zitiert.

    Das Forschungsprojekt wurde von Innosuisse gefördert und von der OST – Ostschweizer Fachhochschule sowie von re-fer, einer Ausgliederung der Empa aus Seewen, und dem Verband der Schweizer Zementindustrie cemsuisse unterstützt. Ein Praxistest an einer echten Brücke könnte das Interesse der Industrie wecken. „Und mit zunehmender Nachfrage dürften auch die Materialkosten sinken – dann könnte diese Technologie die Brückensanierungen nachhaltig verändern“, zeigt sich Sequeira Lemos überzeugt.

  • Baustelle für Alterszentrum in Schlieren wird im März eingerichtet

    Baustelle für Alterszentrum in Schlieren wird im März eingerichtet

    Ab Anfang März 2026 wird die Baustelle für das neue Schlieremer Alterszentrum „Wohnen am Stadtpark“ für die Bevölkerung sichtbar. Dann beginnen dort die Vorbereitungsarbeiten. Zu dem einen Jahr Verspätung hatten zwei Rekurse geführt, die jedoch im Dezember 2025 zurückgezogen wurden. Nun sind die rechtlichen Verfahren abgeschlossen. Deshalb kann laut einer Mitteilung der Stadt Schlieren die Baustelle jetzt eingerichtet werden, und auch mit ersten Bau- und Vorbereitungsarbeiten wird begonnen. Der offizielle Spatenstich soll im April 2026 erfolgen. Die Bauarbeiten sollen Ende 2028 abgeschlossen sein.

    Im Zuge des Baustarts wird auch der Spielplatz am westlichen Rand des Stadtparks ab Anfang März zurückgebaut. Wie die Stadt weiter mitteilt, entsteht dafür beim Stürmeierhuus bereits eine neue städtische Spielinsel. Sie soll im April fertig sein.

    Bei der Volksabstimmung vom 12. März 2023 war ein Kredit über 44,32 Millionen Franken für den Bau des neuen Alterszentrums mit einem Ja-Anteil von 76,6 Prozent deutlich angenommen worden. Wie die Stadt betont, leistet es „einen wichtigen Beitrag zur Sicherstellung einer zeitgemässen, bedarfsgerechten und wohnortnahen Betreuung und Pflege im Alter“.

  • Kooperation soll Deponiekapazitäten langfristig sichern

    Kooperation soll Deponiekapazitäten langfristig sichern

    Die Kantone St.Gallen, Thurgau und Schaffhausen arbeiten bei der Planung neuer Deponien für Schlacke aus Kehrichtverbrennungsanlagen zusammen, informiert das Bau- und Umweltdepartement des Kantons St.Gallen in einer Mitteilung. In den nächsten zwei Jahren erarbeiten die Abfallfachstellen der drei Kantone eine koordinierte Planung, die den Bedarf an Deponievolumen sowie Deponiestandorten ausweist. Ziel ist es, die Entsorgungssicherheit für die nächsten 30 Jahre zu gewährleisten und wirtschaftliche und ökologische Vorteile zu nutzen.

    Ausgangspunkt der Zusammenarbeit ist der absehbare Mangel an geeignetem Deponievolumen. Bei der Verbrennung von Abfällen in Kehrichtverbrennungsanlagen entsteht nicht weiter verwertbare KVA-Schlacke, die auf speziell gesicherten Deponien des Typs D gelagert werden muss. Solche Anlagen sind sowohl in den beteiligten Kantonen als auch in der gesamten Schweiz knapp. Ohne zusätzliche Kapazitäten drohen mittelfristig Engpässe bei der Entsorgung.

    Die koordinierte Planung soll bereits bestehende über kantonale Abfallströme optimieren, wirtschaftliche und ökologische Vorteile nutzen und eine rationale Nutzung einzelner Standorte ermöglichen. Damit wollen die drei Kantone langfristige Planungs- und Entsorgungssicherheit sowohl für Abfallverursacher als auch KVA und Deponien bieten.

    Die Kantone erfüllen mit dem Projekt ihren gesetzlichen Auftrag zur Abfallplanung. Dieser umfasst die Ermittlung des künftigen Deponiebedarfs sowie die Festlegung geeigneter Standorte. Die gemeinsam erarbeitete Planungsgrundlage dient anschliessend als Basis für kantonale Planungsinstrumente wie Richtpläne und weitere Verfahren.

  • Kanton Zürich schafft Schnittstelle zum Innovationspark

    Kanton Zürich schafft Schnittstelle zum Innovationspark

    Der Kanton Zürich hat laut einer Mitteilung die Fachstelle Innovationspark Zürich geschaffen. Damit setzt er einen Regierungsratsbeschluss von April 2025 um, der die Überführung der bisher durch ein externes Mandat geführten Koordinationsstelle in eine Regelorganisation vorsieht. Die Fachstelle ist im Amt für Wirtschaft angesiedelt und hat ihren operativen Betrieb Anfang Jahr aufgenommen.

    Die Fachstelle soll die Umsetzung der Aufgabenteilung zwischen der Volkswirtschaftsdirektion, der Stiftung Innovationspark, der IPZ Property AG und der IPZ Operations AG sicherstellen. Sie soll die kantonalen Projekte koordinieren und die verschiedenen Anspruchsgruppen in den Standortgemeinden, beim Bund, in der Wirtschaft und anderen Partnern einbeziehen.

    Die Fachstelle soll sich zusätzlich zum Innovationspark als dem wichtigsten Arealentwicklungsprojekt im Kanton auch mit der aktiven Entwicklung von Wirtschaftsflächen als einem zentralen Standortfaktor beschäftigen. Dabei geht es um Flächen für das Wachstum, die Transformation und die Ansiedlung von Unternehmen namentlich im oder im Umfeld des Innovationsparks, aber auch im gesamten Kanton.

    Benjamin Grimm ist der erste Leiter der Fachstelle. Der Geograf hat einen Master in Raumentwicklung und Infrastruktursysteme der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich sowie einen Master of Advanced Studies in Real Estate der Universität Zürich. Er hat unter anderem beim Bundesamt für Raumentwicklung und beim Amt für Raumentwicklung des Kantons Zürich gearbeitet.

  • Forschungsprojekt setzt auf saisonale Energiespeicherung

    Forschungsprojekt setzt auf saisonale Energiespeicherung

    Die Hochschule für Wirtschaft und Ingenieurwissenschaften des Kantons Waadt (HEIG-VD) und das Ingenieurbüro Planair haben laut einem LinkedIn-Beitrag das Projekt BIG4HEAT lanciert. BIG4HEAT hat eine Laufzeit von zwei Jahren und wird vom Bundesamt für Energie (BFE) unterstützt. Die Services Industriels de Genève (SIG), die Groupe Eaus Granges-Paccot FR und Cadcime mit Sitz in Eclépens VD sind ebenfalls industrielle Partner des Projekts.

    Das Hauptziel des Projekts besteht in der Entwicklung eines unterirdischen saisonalen ärmespeichers (Chemical Thermal Energy Storage, CTES). Die Wärmeenergie soll im Sommer gespeichert und dann im Winter genutzt werden. HEIG-VD und Planair wollen dafür alte Zisternen nutzen, die nach dem Prinzip der Kreislaufwirtschaft und des Retrofittings, also der Umrüstung älterer Anlagen, zu Wärmespeichern umgebaut werden. Laut HEIG-VD könnte „die saisonale Speicherung das Stromdefizit im Winter um fast 20 Prozent reduzieren“. Mit diesem Projekt wollen die HEIG-VD und Planair die CO2-Emissionen reduzieren und ab 2030 durch die Nutzung unterirdischer Speicherräume Platz in städtischen Gebieten schaffen.

    Die 1956 gegründete HEIG-VD mit Sitz in Yverdon betreibt Forschung in Zusammenarbeit mit Unternehmen, Kommunen und nationalen sowie internationalen Partnern in verschiedenen Bereichen wie Energie und nachhaltige Entwicklung. Planair mit Sitz in La Sagne NE ist in den Bereichen Energiewende und erneuerbare Energien tätig.

  • Neue Kooperation verbessert Präzision bei Vermessung und Bau

    Neue Kooperation verbessert Präzision bei Vermessung und Bau

    Fixposition hat an der Messe Geo Week 2026 eine Zusammenarbeit mit Topcon Positioning Systems bekanntgegeben. Sie findet noch bis 18. Februar 2026 in Denver im US-Bundesstaat Colorado statt. Laut einer Mitteilung wird der Schlieremer Spezialist für visuelle Echtzeitkinematik (Real Time Kinematic, RTK) und visuell unterstützte Positionierung dem kalifornischen Unternehmen seine Lösungen bereitstellen. Die Technologien der 2017 gegründeten Ausgliederung der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich sollen in die hochpräzisen satellitengestützten Positionierungssysteme des kalifornischen Unternehmens Topcon integriert werden.

    Topcon bietet weltweit hochpräzise GNSS (Gloval Navigation Satellite System)-Positionierungstechnologien für Geomatik-, Bau- und Landwirtschaftsanwendungen, so Ron Oberlander, Leiter der Geomatics-Plattform von Topcon. Die Integration von Fixpositions visuellen Positionierungstechnologien helfe seinem Unternehmen, einen Mehrwert für seine Kunden zu schaffen.

    „Fixposition hat eine Technologie entwickelt, die die Satellitenortung verbessert und für Anwender selbst bei Arbeiten innerhalb von Gebäuden und beim Übergang zwischen Innen- und Aussenbereichen von Vorteil ist, ohne den Arbeitsablauf zu stören, indem RTK-GNSS mit Künstlicher Intelligenz kombiniert wird, um die Positionsgenauigkeit zu gewährleisten. Wir sehen diese KI-gestützte Technologie als innovative Integration in unsere GNSS-Lösungen der nächsten Generation.“

    Zhenzhong Su, CEO und Mitgründer von Fixposition, äussert sich „stolz darauf, die xFusion-, Vision- und multimodale Fusionspositionierungstechnologie von Fixposition zur Unterstützung der GNSS-Lösungen der nächsten Generation von Topcon liefern zu können. Wir freuen uns darauf, diese neue Lösung auf den Markt zu bringen und Vermessungsfachleuten in Geomatik, Bauwesen und Landwirtschaft dabei zu helfen, schnellere Ergebnisse zu erzielen und mehr zu erreichen, ohne Kompromisse bei der Qualität einzugehen, selbst in Umgebungen, in denen GNSS-Verbindungen schwierig sind.“

  • Standortwechsel markiert neuen Entwicklungsschritt

    Standortwechsel markiert neuen Entwicklungsschritt

    HKG hat sich für einen Umzug innerhalb von Baden-Dättwil entschieden. Ab dem 1. März 2026 ist das Ingenieur- und Beratungsunternehmen in der Täfernstrasse 14A in Baden-Dättwil zu finden, heisst es in einer Mitteilung. Am neuen Standort sei das Platzangebot grösser als an der bisherigen Adresse Im Langacker 20.

    Für die HKG beginne „ein neues Kapitel für die Weiterentwicklung des Standorts“, heisst es vom Unternehmen. Der Standortwechsel schaffe Raum für weiteres Wachstum und die Zukunft des eigenen Angaben zufolge 1978 gegründeten Anbieters für Elektroengineering, Gebäudetechnik und Energieberatung.

    Mit dem Zugewinn an Platz sei ein besseres Arbeitsumfeld verbunden „für kreative Ideen, effiziente Zusammenarbeit und zukunftsorientiertes Arbeiten“. Mitarbeitende könnten sich in einem „modernen Zuhause“ optimal entfalten und Projekte noch erfolgreicher umsetzen.

  • Walliser Gemeinden starten auf online.vs.ch

    Walliser Gemeinden starten auf online.vs.ch

    In vier Pilotgemeinden des Wallis, steht die Wohnsitzbestätigung als digitaler Service zur Verfügung, einfach, ortsunabhängig und rund um die Uhr. Die Leistung wird über das Portal online.vs.ch erbracht, das seit Januar 2025 als gemeinsamer Zugangspunkt für digitale Dienste von Kanton, Gemeinden und halbstaatlichen Institutionen aufgebaut wird. Bis Ende Jahr sollen alle 122 Walliser Gemeinden diese Online-Leistung anbieten und ihre Einwohnerdienste damit einen weiteren Schritt in Richtung durchgängig digitaler Prozesse führen.

    Ein Portal für moderne Behördenleistungen
    Mit der Lancierung der Dienstleistun reagieren Kanton und Gemeinden auf steigende Erwartungen von Bevölkerung und Unternehmen an einfache, jederzeit zugängliche Behördenkontakte. Der Staat Wallis übernimmt als Projektträger die Finanzierung und steuert in enger Zusammenarbeit mit den Pilotgemeinden die Ausgestaltung und Einführung der Angebote. Ziel ist es, Behördengänge konsequent zu vereinfachen, Medienbrüche zu vermeiden und die digitale Interaktion zur bevorzugten Variante im Kontakt mit der Verwaltung zu machen.

    Elektronische Identifikation erhöht Sicherheit
    Bisher stützten sich viele Online-Anträge auf Webformulare mit anschliessender manueller Identitätsprüfung. Über online.vs.ch erfolgt die Identifikation nun elektronisch, was das Ausfüllen von Formularen vereinfacht, die Bearbeitung beschleunigt und die Datensicherheit erhöht. Nutzerinnen und Nutzer können zwischen zwei Verbindungsarten wählen, darunter das vom Bund bereitgestellte Behörden-Login AGOV, das ohne Passwort auskommt und auf modernen Authentifizierungstechnologien basiert. Damit werden persönliche Informationen besser geschützt und gleichzeitig der Zugang zu digitalen Verwaltungsleistungen komfortabler gestaltet.

    Ausbau des Angebots
    Seit der Aufschaltung Anfang 2025 wurden bereits über 40 Leistungen der kantonalen Verwaltung integriert. Weitere Angebote aus Kanton, Gemeinden und halbstaatlichen Einrichtungen folgen schrittweise. Langfristig soll das Portal zum zentralen Einstieg für sämtliche digitalen Dienste der Walliser Behörden werden und so die kantonale Digitalisierungsstrategie konkret erlebbar machen.

  • Start up beschleunigt Ingenieurssimulationen mit KI

    Start up beschleunigt Ingenieurssimulationen mit KI

    Hardwareentwicklung und Materialtests stützen sich heute stark auf physikbasierte Simulationen für Design, Validierung und Fertigung. Diese Berechnungen dauern oft Stunden oder Tage und verursachen hohe Kosten, was Projekte verzögert und Serienstarts nach hinten schiebt. Ingenieure reduzieren deshalb häufig die Modellkomplexität, um Rechenzeiten zu verkürzen, auf Kosten der Genauigkeit und Nähe zu realen Betriebsbedingungen.

    Physikbewusste KI für schnellere Workflows
    Fainite entwickelt eine physikbewusste KI-Plattform, die bestehende Simulationsworkflows beschleunigt und vereinfacht. Die Engine lernt aus physikbasierten Simulationen und kann daraus präzise Vorhersagen ableiten, ohne auf grosse historische Datensätze angewiesen zu sein. Ingenieure richten neue Workflows in wenigen Minuten ein, führen Simulationen deutlich schneller aus und können frühere Ergebnisse intelligent wiederverwenden, selbst bei begrenzten Datenmengen. Ein integrierter KI-Agent begleitet sie durch komplexe Schritte, schlägt Einstellungen vor und macht erweiterte Analysen für breitere Teams nutzbar.

    150’000 Franken für Skalierung und Markteintritt
    Die 150’000 Franken aus dem Venture-Kick-Programm fliessen in die Erweiterung der Technologie auf zusätzliche Ingenieursdisziplinen und Anwendungsfälle sowie in den Aufbau einer skalierbaren Plattform mit Next-Generation-Funktionalitäten. Gleichzeitig stärken die Mittel Teamstruktur und Go-to-Market-Aktivitäten, um den Einsatz bei Industrieunternehmen zu beschleunigen. Das Unternehmen adressiert damit weltweit rund 9 Millionen Hardwareingenieure, deren Arbeit heute von langsamen, komplexen Simulationsprozessen gebremst wird.

    Gründungsteam mit Physik- und KI-Expertise
    Das Start-up wurde von Forschenden und Ingenieuren aus Caltech, ETH Zürich, Universität Cambridge und Google gegründet, darunter CEO Alex Donzelli, Chief Scientist Prof. Burigede Liu und ML Lead Matthias Bonvin. Ergänzt wird das Team durch frühere Führungskräfte etablierter Simulationssoftware-Hersteller, was fundiertes Know-how in Deep Learning, Computational Physics und industriellen Simulationsplattformen bündelt. Laut Alex Donzelli hat Venture Kick mit Finanzierung, Feedback und Netzwerk entscheidend dazu beigetragen, schnell von der technischen Validierung zu ersten industriellen Anwendungen zu gelangen.

  • Thun Nord formt ein neues Stadtquartier

    Thun Nord formt ein neues Stadtquartier

    Der kantonale Entwicklungsschwerpunkt Thun Nord gilt als bedeutendster Wirtschaftsstandort des Berner Oberlands und zählt zu den vier Premium-Standorten des Kantons Bern. Das Areal zwischen Selve und Lerchenfeld, heute noch stark militärisch geprägt, soll Schritt für Schritt für neue Nutzungen geöffnet werden. Damit entsteht Raum für Arbeiten, Wohnen und Mobilität, verbunden durch eine neue öffentliche Erschliessung.

    Werkstatt-Verfahren als Meilenstein
    Im Jahr 2025 führte die Stadt Thun gemeinsam mit Armasuisse Immobilien, Ruag Real Estate AG und der BLS ein Werkstatt-Verfahren durch. Es markiert einen wichtigen Etappenschritt in der Transformation des Gebiets. Die Aufgabe war, Wege aufzeigen, wie sich der Standort zu einem modernen, vernetzten Stadtteil entwickeln kann. Neben der künftigen S-Bahn-Haltestelle Thun Nord steht die Schaffung eines lebendigen urbanen Umfelds im Zentrum.

    Freiräume als Grundgerüst
    Im Fokus der planerischen Überlegungen stehen Freiräume als verbindendes Element zwischen den geschlossenen Militärarealen südlich des Areals. Die drei interdisziplinären Teams entwickelten im Dialog mit Fachleuten, Eigentümerschaft und Interessengruppen mehrere Ansätze. Trotz unterschiedlicher Konzepte entstand ein gemeinsamer Kern. Freiraum, Aare, Alpenbrücke und Allmendstrasse bilden das tragende Gerüst, an das künftige Quartierstrukturen anschliessen. Auch die neue Bahnhaltestelle nimmt Bezug auf den Bestand. Die markanten Sheddachhalle soll dabei als Rückgrat und Identitätsträger dienen.

    Von der Idee zur Umsetzung
    Nun startet die nächste Phase. In einer sogenannten Synthese arbeiten Stadt, Eigentümerschaft und Projektpartner an der weiteren Präzisierung von Freiraum und Quartierstruktur. Sie bildet die Grundlage für die nächsten, aufeinander abgestimmten Planungen, etwa Infrastrukturvorhaben oder die nötigen Planungsinstrumente. Damit nimmt Thun Nord Gestalt an, als zukunftsweisendes Quartier, das wirtschaftliche Stärke und räumliche Qualität verbindet.

  • Orientierung im angespannten Immobilienmarkt

    Orientierung im angespannten Immobilienmarkt

    Bilanz erinnert daran, dass es im Schweizer Immobilienmarkt weiterhin «brodelt». Die Kluft zwischen Angebot und Nachfrage bleibt gross, die Bautätigkeit reicht vielerorts nicht aus, um den Bedarf an Wohneigentum zu decken. Laut Immobilienumfragen erwarten Fachleute auch für 2026 weiter steigende Preise, insbesondere bei Einfamilienhäusern und Eigentumswohnungen, während Bodenpreise in Zentren wie Zürich neue Höchstwerte erreichen. Parallel dazu warnen Marktindikatoren wie der UBS Swiss Real Estate Bubble Index vor zunehmenden Überbewertungsrisiken, auch wenn Expertinnen und Experten eine akute Blasengefahr derzeit noch als moderat einstufen.

    Warum Bilanz die «Top Immobilienexperten 2026» kürt
    Gerade in diesem Umfeld gewinnen lokale Marktkenntnis und professionelle Unterstützung an Gewicht. Bilanz und das Marktforschungsinstitut Statista haben deshalb erneut die «Top Immobilienexperten in der Schweiz 2026» identifiziert. Ausgezeichnet wurden 125 Unternehmen, die in Bereichen wie An- und Verkauf, Vermietung, Bewirtschaftung, Immobilienbewertung, Bauherrenvertretung, Finanzierung und Proptech überdurchschnittlich oft empfohlen wurden. Die Bestenliste soll Eigentümern wie auch Käufern helfen, geeignete Partner zu finden, von der Vermarktung eines Eigenheims bis zur Finanzierung eines Neukaufs.

    Empfehlungen von Profis und Kunden
    Für das Ranking hat Statista Branchenexperten sowie Kunden befragt, die in den letzten Jahren Immobilienleistungen in Anspruch genommen haben. Auf Basis von über 2’000 Teilnehmenden wurden die 125 meistempfohlenen Unternehmen identifiziert und alphabetisch in die Liste aufgenommen. Zusätzliche Kennzahlen wie Unternehmensgrösse flossen ergänzend ein. Bilanz betont, dass das Ranking keine vollständige Marktübersicht ersetzt, aber eine fundierte Orientierungshilfe in einem komplexen Markt bietet.

  • Neuer Investor für Werkmatt Uri

    Neuer Investor für Werkmatt Uri

    Am 25. Februar 2026 haben Volkswirtschaftsdirektor Urban Camenzind und die Risa Immobilien SA den Kaufvertrag für das Baufeld 11 auf der Werkmatt Uri unterzeichnet. Grundlage bildet ein 2024 abgeschlossener Kaufrechtsvertrag zwischen dem Kanton Uri und der IG Innovationspark Gotthard. Die IG hat in den vergangenen Jahren die Projektidee für ein funktionales, nachhaltig gebautes und architektonisch überzeugendes Gewerbe- und Dienstleistungsgebäude entwickelt. Im Oktober 2025 erteilte die Gemeinde Altdorf die Baubewilligung für ein viergeschossiges Gebäude mit rund 4’000 Quadratmetern Nutzfläche und Platz für etwa 140 Arbeitsplätze.

    Marcus Weber setzt auf den Standort Uri
    Hinter der Risa Immobilien SA steht mit Marcus Weber ein in der Schweiz profiliert auftretender Investor in den Bereichen Immobilien, Tourismus und alpine Infrastruktur. Er engagiert sich seit Jahren in Sedrun/Disentis und ist dort als Verwaltungsratspräsident und Hauptaktionär der Bergbahnen Disentis AG in den Ausbau des touristischen Angebots involviert. Auch im Kanton Uri ist Weber bereits präsent, etwa mit Investitionen auf dem Brüsti in Attinghausen in Skilift, Bergrestaurant und begleitende Infrastrukturen. Mit dem Einstieg auf der Werkmatt Uri erweitert er sein Engagement um ein weiteres zukunftsgerichtetes Projekt im Alpenraum.

    Projekt geht in die Umsetzungsphase
    Das geplante Büro- und Gewerbegebäude entsteht am nördlichen Rand der Werkmatt Uri, in Gehdistanz zum Kantonsbahnhof Altdorf und nahe dem künftigen Autobahnhalbanschluss A2. Der Baustart ist für Herbst 2026 vorgesehen, der Bezug auf 2028. Dere Investor will die Umsetzung rasch vorantreiben. In zentraler Lage entstehen damit attraktive, flexibel nutzbare Flächen für Unternehmen, die die Standortvorteile von Uri nutzen wollen.

    Werkmatt Uri bietet weiteres Potenzial
    Die Werkmatt Uri ist mit rund zwölf Hektaren die letzte grosse Landreserve im Urner Talboden und hervorragend erschlossen zwischen Kantonsbahnhof und Autobahn A2. Der Standort soll langfristig über 1’000 Arbeitsplätze ermöglichen und gezielt für Industrie-, Gewerbe- und Dienstleistungsbetriebe entwickelt werden. Neben Baufeld 11 stehen weiterhin rund acht Hektaren für Verkauf oder Baurechtsvergabe zur Verfügung, abgewickelt durch den Kanton Uri. Unternehmen, die sich für Flächen interessieren, finden weitere Informationen online auf der Plattform der Werkmatt Uri.

  • Mehrfachnutzung private Parkplätze effizient genutzt

    Mehrfachnutzung private Parkplätze effizient genutzt

    Viele private Parkplätze bleiben stundenweise ungenutzt, tagsüber in Wohnquartieren, nachts bei Arbeits- oder Einkaufsstandorten. Bei der Mehrfachnutzung stellen Eigentümer ihre Parkplätze dann zur Verfügung, wenn sie diese selbst nicht brauchen. So sinkt der Druck auf den öffentlichen Parkraum, während Städte Platz für mehr Grün, Veloverbindungen und Aufenthaltsqualität gewinnen. Grundlage bildet ein vom Bau- und Verkehrsdepartement in Auftrag gegebenes Bewirtschaftungskonzept, das auf eine effizientere Nutzung privater Parkierungsanlagen zielt.

    Vier Pilotprojekte zeigen das Potenzial
    Seit Anfang dieses Jahres laufen vier Projekte, bei denen Eigentümer mit den Parkplatzvermittlern ShareP und Parcandi zusammenarbeiten. PSP Swiss Property stellt an der Hochstrasse 16 rund fünfzig Tiefgaragenplätze für die Mehrfachnutzung bereit. Die Lonza AG öffnet ihre Firmenparkplätze auf dem Lindenhofareal nachts und am Wochenende für Anwohnende. Weitere Angebote bestehen in der St. Alban‑Vorstadt beim Goldenen Löwen sowie an der Dornacherstrasse 8/10, mit Lösungen für Anwohnende und Pendelnde gleichermassen. Die Projekte werden während zwei Jahren begleitet, ausgewertet und bilden die Basis für weitere Umsetzungen.

    Flexible Angebote für unterschiedliche Bedürfnisse
    Die neuen Parkiermodelle richten sich an verschiedene Nutzergruppen. Pendlerinnen und Pendler können tagsüber unter der Woche fixe oder wiederkehrende Plätze buchen. Anwohnende profitieren von sicheren Parkplätzen in der Nacht und am Wochenende. Für regelmässige Nutzer stehen Abonnemente zur Verfügung, für spontane Fahrten gibt es Kurzzeitangebote. So entsteht ein Parksystem, das sich an den Alltag der Menschen anpasst, statt zusätzlichen Flächenbedarf zu erzeugen.

    Beratung für Eigentümer und ergänzende Quartierparkings
    Eigentümer von Parkierungsanlagen können sich neu kostenlos beraten lassen. Die Erstberatung zeigt auf, wie sich Anlagen ohne grossen Aufwand effizienter bewirtschaften lassen. Mehrfachnutzungsmodelle können auch ohne Beratung und ohne Bewilligungsverfahren genutzt werden. Parallel dazu fördert der Kanton zusätzliche Quartierparkings. Mit der Übernahme des Parkhauses Horburg schafft er ab April 2026 über 300 mietbare Parkplätze für Anwohnende und stärkt so das Gesamtangebot im Quartier.