Schlagwort: Projekt

  • So lange, bis die Chemie stimmt

    So lange, bis die Chemie stimmt

    Dass sie ihr Gebiet von A bis Z beherrscht, verdankt sie, wie sie betont, auch Knowhow, das Kollegen an der Empa aufgebaut hatten – wie der Ingenieur Gabor Kovac. Er trieb die Herstellung von Stapelaktuatoren mit dehnbaren Silikonscheibchen über viele Jahre voran und entwickelte sie mit seinem Partner Lukas Düring zur Einsatzreife, bis ihr Spin-off «CTsystems» vor kurzem vom Konzern Daetwyler übernommen wurde.

    «Die Geräte für Messungen, wie sich Aktuatoren bei verschiedenen elektrischen Feldern dehnen, wurden von ihnen entwickelt», erzählt Opris, «wir waren früh auf diesem Thema, und das hat mir enorm geholfen.» Anders als die Kollegen arbeitet die Chemikerin freilich weniger an der Technologie zum Druck solcher Bauteile, sondern eine «Etage darunter» – an der Synthese neuartiger Polymere, die sich als nicht-leitende Schichten für Stapel-Transistoren, elastische Folien zur Stromerzeugung und andere Elemente eignen.

    Das Wunschprofil: möglichst dünn, mit dem Fernziel von vielen Schichten von nur zehn Mikrometern Dicke; gut dehnbar, empfindlich auf niedrige Stromspannung und zugleich robust. Und vor allem: druckfähig, also ohne Lösungsmittel für die leitenden Schichten, zwischen denen die Polymere liegen. «Durch Lösungsmittel kann es passieren, dass die Polymerschichten beschädigt werden. Ausserdem müsste das Material lange trocknen, um keine gesundheitsschädlichen Dämpfe abzugeben», erklärt Opris, «deshalb versuchen wir, ohne sie auszukommen – mit der richtigen Chemie.»

    Vielfältige Anforderungen, mit denen sich Forschende in aller Welt beschäftigen. Geeignete Verbindungen, die Hoffnungen wecken, sind ­Polysiloxane, an denen auch die Empa-Spezialistin arbeitet. Ein wichtiger Vorzug dieser Polymere: Sie lassen sich relativ leicht synthetisieren; das «Rückgrat» ihre Stränge ist sehr beweglich – und sie können mit polaren Gruppen, also plus-minus-geladenen Molekülen, gezielt manipuliert werden.

    Schlangenartige Moleküle
    Was für Laien schwer verständlich ist, erklärt Dorina Opris mit einem anschaulichen Bild: «Diese Polysiloxane kann man sich vorstellen wie einen Topf voller Schlangen, die sich ständig bewegen wollen.» Die polaren Gruppen wirken zweifach auf sie. Zum einen machen sie die molekularen Schlangen empfindlicher für elektrische Felder, damit sie auf niedrige Spannungen reagieren. Zum anderen wirken sie wie eine Art Klebstoff zwischen den Molekülen; das «versteift» sie und verringert damit die wichtige Elastizität. Es gilt, beide Effekte fein zu justieren, um maximalen Erfolg zu erzielen. Für einen Einsatz in der Praxis ist der Übergang vom festen zum elastischen Zustand bei tiefen Temperaturen wichtig, damit die Technologie später bei Raumtemperatur anwendbar ist. Zudem müssen solche Polymergebilde noch chemisch «vernetzt» werden, damit daraus elastische Schichten werden können – etwa durch UV-Licht und mit Hilfe von sogenannten Endgruppen: quasi molekulare «Hüte», die die Schlangen an ihren Enden tragen. Doch in der Laborpraxis erweist es sich bisher als knifflig, diese Polymere zuverlässig mit definierten Endgruppen zu versehen. «Das ärgert mich schon!», gesteht Opris mit einem Lächeln.

    Gesunden Ehrgeiz braucht es für das TRANS-Projekt, das sie Chemikerin selbst «sehr, sehr ambitioniert» nennt. Optimistisch stimmt das Team, dass frühere Arbeiten bereits ermutigende Resultate lieferten; wie zum Beispiel eine Polysiloxan-Verbindung, die auf eine Spannung von nur 300 Volt reagierte und sich stark verformte – ein extrem niedriger Wert. Kondensator-Schichten ohne Lösungsmittel zu drucken, ist ebenfalls bereits gelungen. Und ein Doktorand hat kürzlich ein piezo-elektrisches Elastomer entwickelt, dass, wenn es gedehnt wird, eine deutlich höhere elektrische Reaktion zeigt als andere, derzeit gängige Verbindungen.

    Kreativität und Teamgeist für Erfolge
    Um verwertbare Erfolge zu erzielen, sind freilich noch viele weitere Schritte nötig – und jene Qualitäten, die Dorina Opris an die Empa und an die ETH Zürich gebracht haben. Nicht nur Stehvermögen und die Fähigkeit, Fehlversuche in Fortschritte zu verwandeln, sondern auch ein inspirierendes Umfeld für Mitarbeitende zu schaffen, das offene Debatten und auch Irrtümer erlaubt, damit gute Ideen entstehen.

    Und vor allem: Optimismus. Jungen Forschenden sollte man, so findet die Chefin, spannende und fordernde Projekte geben und sie dann selbstständig arbeiten lassen, damit sie motiviert bleiben. Ihr Rat an talentierte Frauen anhand ihrer eigenen Biografie: «Warte nicht, bis Dich jemand drängt zu forschen. Du musst eigenmotiviert und stark sein, und ziehe es durch! Und geh auch mal ein Risiko ein.»

  • Doppelspurausbaus Ligerz-Twann ein komplexes Bahninfrastrukturprojekt

    Doppelspurausbaus Ligerz-Twann ein komplexes Bahninfrastrukturprojekt

    Der Auftrag umfasst den 2,1 km langen Doppelspurtunnel – davon rund 1’850 m in bergmännischer Bauweise und rund 250 m im Tagbau – inklusive Betonverkleidung und Bahntechnik. Zudem werden vier Fluchtstollen erstellt, ein 114 m langes Viadukt für die Autobahnausfahrt der N5 sowie verschiedene Zusatzbauten. Der Transport des Aushub- und Ausbruchmaterials erfolgt per Schiff und die bestehende Bahnstrecke wird rückgebaut und umgestaltet.

    Ziel des Projekts ist die Beseitigung des letzten Bahnengpasses auf der Jurafusslinie zwischen Lausanne und Biel. Aufgrund der vorherrschenden engen Platzverhältnisse zwischen See und Hang, wo auch die Nationalstrasse N5 und die Kantonsstrasse verlaufen, wird ein neuer Doppelspurtunnel gebaut.

    Eine besondere Herausforderung ist die Lage des Projekts in geschützten Gebieten: Die Region ist im Bundesinventar der Landschaften und Naturdenkmäler (BLN) aufgeführt. Die Dörfer La Neuveville, Chavannes, Ligerz und Twann sind Teil des Bundesinventars der schützenswerten Ortsbilder der Schweiz von nationaler Bedeutung (ISOS).

    Christian Späth, Head Division Civil Engineering bei Implenia: «Wir freuen uns darauf, dieses grosse und komplexe Bahninfrastrukturprojekt gemeinsam mit unseren ARGE-Partnern auszuführen und unsere langjährige Erfahrung und Expertise in diesem Bereich erneut unter Beweis zu stellen. Dem gesamten Projektteam wünschen wir eine unfallfreie Bauzeit.»

  • Dormakaba ist Praxispartner bei EU-Forschung zu Gebäude-Management  

    Dormakaba ist Praxispartner bei EU-Forschung zu Gebäude-Management  

    Die Europäische Union finanziert das Forschungsprojekt openDBL (Digital Building Logbook) zur Verbesserung des Gebäude-Managements. Insgesamt sind laut einer Medienmitteilung 13 Partner aus acht europäischen Ländern beteiligt. Einziger Partner aus der Praxis ist das auf die Zutrittsverwaltung von Gebäuden spezialisierte Unternehmen dormakaba mit Sitz in Rümlang. Bei den anderen Partnern handelt es sich um Forschungsinstitute, Verwaltungen sowie Unternehmen der IT-Branche.

    Die Initiative werde die Instandhaltung von Gebäuden rationalisieren, die Zugänglichkeit von Daten verbessern und nachhaltige Praktiken fördern, heisst es in der Mitteilung. Die Forschenden haben schon ihr zweites Arbeitstreffen abgehalten. Es fand am 18. und 19. Juli in der Firmenzentrale von dormakaba in Rümlang statt. „Mit unserer Expertise und innovativen Lösungen werden wir dazu beitragen, den Weg zu ebnen für standardisierte Ansätze und die Revolutionierung des Gebäudebetriebs“, wird dormakaba-Projektkoordinator Kai Oberste-Ufer zitiert.

    Das mit einem Budget von 4,5 Millionen Euro ausgestattete Projekt zielt laut der Mitteilung darauf ab, die Verwaltung und den Abruf von Gebäudedaten durch die Entwicklung eines neuartigen digitalen Logbuchs zu verändern. Dieses soll als zentrale Plattform dienen, um Informationen zu speichern und zu verwalten, darunter bauliche Details, Wartungsaufzeichnungen und Betriebsdaten wie die Luftqualität. Das Logbuch wird mit offenen Schnittstellen ausgestattet sein.

    Die europaweiten Pilotversuche der 13 Partner aus Estland, Deutschland, Griechenland, Italien, Lettland, Polen, Rumänien und Spanien werden von der Forschungs- und Technologieorganisation CETMA koordiniert.

  • Projektpartner stellen alpines Solarprojekt ScuolSolar vor

    Projektpartner stellen alpines Solarprojekt ScuolSolar vor

    Die Projektpartner für die alpine Photovoltaikanlage im Skigebiet Scuol Motta Naluns wollen die Chancen nutzen, die sich aus dem vom Bund initiierten Solarexpress eröffnen. Deshalb stellen die Gemeinde Scuol und ihre Bürgergemeinde gemeinsam mit EE Energia Engiadina und der Engadiner Kraftwerke AG aus Zernez ihre Pläne für die Umgebung dieser Skigebietsanlagen, genauer im Gebiet Salaniva, vor. Der öffentliche Informationsanlass fand am 25. Juli statt.

    Die Anlage soll insbesondere der Produktion von erneuerbarem Winterstrom dienen. Für die Ableitung der Energie soll laut einer Medienmitteilung weitgehend bestehende Infrastruktur genutzt werden. Die Beweidung der Flächen werde weiterhin möglich sein.

    Die Projektpartner haben ihr Vorhaben im Rahmen einer Projektierungsgesellschaft erarbeitet, an der alle Parteien zu je einem Drittel beteiligt sind. Dieses Beteiligungs- und Mitwirkungsverhältnis soll den Angaben zufolge auch für die weiteren Planungsschritte gelten. Letztlich soll daraus die ScuolSolar AG entstehen. Nach der erforderlichen Zustimmung der Bevölkerung wollen die Partner „dieses wichtige Pionierprojekt für das Unterengadin“ mit Fachleuten weiterentwickeln, es dann umsetzen und schliesslich betreiben.

  • Avobis baut Business-Standort in Hombrechtikon

    Avobis baut Business-Standort in Hombrechtikon

    Das Industriegebiet im Hombrechtikoner Eichtal-Park nimmt seinen nächsten Schritt in der Arealentwicklung: Ab 2024 baut die Avobis Group mit ihren zwei Unternehmen Avobis und Rimaplan dort den neuen Business-Standort OakTec. Auf rund 29’000 Quadratmetern Gelände- und 20’000 Quadratmetern Nutzfläche entsteht ein Raumangebot für Gewerbe- und Produktionsbetriebe. Am 15. Juni findet im kleinen Gemeindesaal von Hombrechtikon eine Informationsveranstaltung statt.

    Laut einer Medienmitteilung basiert das Konzept auf der Überlegung, den Firmen attraktive, gut belichtete und flexibel einteilbare Flächen anzubieten. Von einem Innenhof sind Zufahrt und Anlieferung auf zwei befahrbaren Ebenen möglich. Dies zeuge von einem „besonders haushälterischen Umgang mit dem Boden“.

    Überhaupt werde der Bau nachhaltig geplant, so Bauherrenvertreter David Belart: „Durch die sorgfältige Einbettung ins Terrain wird das Aushubvolumen reduziert, alle Dachflächen sind entweder begrünt oder nutzen die Sonnenenergie, das gesamte Energiekonzept basiert auf erneuerbaren Energien, und der Grüngürtel, in welchen das Areal eingebunden ist, fördert die Biodiversität.“

    Gemeindepräsident Rainer Odermatt steht hinter dem Projekt: „Wir unterstützen ,OakTec‘ und möchten den Eichtal-Park als wichtigen Generator für Arbeitsplätze in der Region weiter stärken. Dazu bieten wir eine attraktive Infrastruktur und zusammen mit der VZO eine sehr gute Verkehrsanbindung.“

    Derzeit laufen den Angaben zufolge die Projektierungsarbeiten für die Baueingabe. Zudem gibt es Avobis zufolge derzeit Überlegungen zu einem weiteren Investitionsprogramm auf den weiter östlich gelegenen Teilarealen mit den markanten Bestandsbauten. Sie sollen eventuell nachhaltig weiterentwickelt werden.

  • Pläne für «Entflechtung Gümligen Süd» liegen auf

    Pläne für «Entflechtung Gümligen Süd» liegen auf

    Um die im Ausbauschritt 2025 des Bundes (AS25) bestellten Angebotsverbesserungen umsetzen zu können, soll bei Gümligen ein neuer Bahntunnel gebaut werden. Zusammen mit weiteren Projekten aus dem AS25 ermöglicht die «Entflechtung Gümligen Süd» einfachere Kreuzungsmöglichkeiten der Züge. Dies macht langfristig einen Viertelstundentakt der S-Bahn Bern – Münsingen, gepaart mit dem Halbstundentakt der S-Bahn Bern – Langnau sowie zusätzliche Kapazitäten für den Fernverkehr und für den Güterverkehr im Aaretal möglich. Die «Entflechtung Gümligen Süd» bringt den Reisenden mehr Stabilität im Fahrplan sowie zusammen mit anderen Projekten mehr Verbindungen.

    450 Meter Tunnel für einfacheres Kreuzen der Züge
    Konkret plant die SBB unterhalb der bestehenden Bahnstrecke zwischen Muri und Rüfenacht/Allmendingen, im Hüenli-Wald, einen neuen, 450 Meter langen Bahntunnel. Um den neuen Tunnel betreiben zu können, muss die SBB zudem das bisherige Stellwerk Gümligen ersetzen und die Übertragungsleitung im betroffenen Gebiet verlegen.

    Rund 5 Jahre Bauzeit
    Der Baubeginn ist nach heutigem Stand im Mai 2024 geplant. Ein Jahr später soll die neue Übertragungsleitung und ein weiteres Jahr später das neue Stellwerk in Betrieb gehen. Reisende fahren voraussichtlich erstmals Mitte 2028 durch den neuen Tunnel, bis zur Fertigstellung des Gesamtprojektes dauert es gemäss heutiger Planung bis Ende 2029.

    Im Dezember 2022 hat die SBB das Dossier zum Plangenehmigungsverfahren beim Bundesamt für Verkehr eingereicht. Die Planunterlagen liegen vom 1. Mai 2023 bis 30. Mai 2023 bei den Gemeindeverwaltungen von Muri bei Bern, Allmendingen, Worb, Ostermundigen, Vechigen, Stettlen, Krauchthal öffentlich auf.

    Die geschätzten Kosten für die «Entflechtung Gümligen Süd» belaufen sich auf rund 200 Millionen Franken (+/- 10%). Das Projekt wird über den Ausbauschritt 2025 des Bundes finanziert.

    Weitere Informationen zum Projekt finden Sie unter sbb.ch/guemligen.

  • ETH-Ausgründung entwickelt intelligente Katzenklappe

    ETH-Ausgründung entwickelt intelligente Katzenklappe

    Oliver und Denis Widler haben eine mit Künstlicher Intelligenz gesteuerte Katzenklappe entwickelt. Sie verwehrt Katzen mit Beutetieren im Maul den Zugang ins Haus. Optional lässt die Flappie genannte Klappe auch ausschliesslich die zum Haushalt gehörenden Katzen mit entsprechend programmierten Mikrochip ins Haus. Die beiden Brüder haben ihr Projekt im Student Project House der ETH von der Idee bis zum ersten Prototyp entwickelt. In der ETH-Ausgründung Flappie Technologies mit Sitz in Freienbach soll die intelligente Katzenklappe nun zur Marktreife gebracht werden.

    „Wir haben festgestellt, dass Katzen entgegen der landläufigen Meinung erstaunlich intelligent sind“,  wird Oliver Widler in einer entsprechenden Mitteilung der ETH zitiert. „Dixie, Rocky und unsere anderen Testkatzen haben schnell gelernt, ihre Beute loszulassen, wenn sie ins Haus wollen.“

    Oliver Widler hat an der ETH konsumentenorientierte Produktentwicklung studiert, sein Bruder Denis bringt seine an der Universität Zürich erworbenen kaufmännischen Kenntnisse in das gemeinsame Jungunternehmen ein. Tüftler Denis hebt in der Mitteilung den Beitrag des Student Project House der ETH bei der Entwicklung von Flappie hervor: „Man kann da seine Ideen präsentieren und sich mit kritischen Fragen auseinandersetzen, und zwar in einem inspirierenden, unterstützenden Netzwerk“.

  • Winterthur fördert fünf neue Smart-City-Projekte

    Winterthur fördert fünf neue Smart-City-Projekte

    Die Stadt Winterthur unterstützt 2023 insgesamt fünf innovative Projekte, die zur nachhaltigen Entwicklung und zur Erhöhung der Lebensqualität der Stadt beitragen können. Dafür stellt die Stadt insgesamt 200’000 Franken aus dem Innovationskredit der Smart City Winterthur bereit, informiert die Stadtverwaltung in einer entsprechenden Mitteilung. Seit Lancierung dieses Kredits hat Winterthur insgesamt 18 Smart-City-Pilotprojekte unterstützt.

    In diesem Jahr kann sich unter anderem WinEnerGIS über eine Förderung freuen. Bei diesem Projekt wird ein Prototyp für eine öffentliche Informationsplattform im Energiebereich entwickelt. Hier werden gebäudegenaue Informationen über die verfügbaren Energieträger zur Verfügung gestellt. Das Projekt Zusammen dem Stadtklima auf der Spur bindet die Bevölkerung in das Temperaturmessnetz von Winterthur ein.

    Im Projekt Digital Mobility Lab API arbeiten Stadtbus Winterthur und das Digital Mobility Lab der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften zusammen. Ziel ist die Entwicklung einer Schnittstelle, mit der zukünftig Fragen aus der Praxis mit realen Daten gelöst werden können. In einem ersten Schritt geht es um die Optimierung von Anschlussverbindungen beim Umsteigen.

    Das Projekt Winterthur@Metaverse geht der Frage nach nutzbringenden Anwendungen für Winterthur im Metaverse nach. Allenfalls soll ein erster Prototyp im Metaverse entwickelt werden. Im Projekt RPA@DigiWin schliesslich geht es darum, repetitive Aufgaben der Stadtverwaltung zu digitalisieren.

  • EVZ bekommt Federführung beim Ausbau der Bossard Arena

    EVZ bekommt Federführung beim Ausbau der Bossard Arena

    Die Stadt Zug, die Kunsteisbahn Zug AG (KEB) und der EV Zug haben sich darauf geeinigt, die Erweiterung der Bossard Arena im Mietermodel umzusetzen. „Der Stadtrat anerkennt die Notwendigkeit einer Weiterentwicklung der Bossard Arena“, wird Urs Raschle, Vorsteher des Finanzdepartements, in einer entsprechenden Mitteilung der Zuger Stadtverwaltung zitiert. „Mit dem vorliegenden Memorandum of Understanding haben wir nun gemeinsam mit dem EVZ und der KEB die notwendigen Voraussetzungen geschaffen.“

    In der Absichtserklärung wird festgelegt, dass die Bossard Arena auch nach dem Ausbau im Eigentum der Stadt Zug verbleibt. Die KEB wird Mieterin der Stadt und soll in deren Auftrag die Bossard Arena betreiben. KEB-Untermieter EVZ wird als Hauptnutzer der Arena deren Erweiterung realisieren und finanzieren. Die dafür notwendigen Investitionen werden in einer Machbarkeitsstudie auf rund 36 Millionen Franken beziffert.

    Das Projekt Keep Building sieht die Erweiterung der Hallenkapazität von 7200 auf 9000 Plätze und den Ausbau des Gastronomieangebots vor. Dazu soll unter anderem das nördliche Stadiondach steiler gesetzt und über ein darunter entstehendes Erweiterungsmodul geführt werden. Die Erteilung der Baugenehmigung wird für 2024 angenommen, die Bauarbeiten sollen 2027 abgeschlossen werden.

    Der Eissportverein Zug gehört in diesem Jahr zu den Finalisten für den Prix SVC Zentralschweiz, der am 2. Mai verliehen wird. Mit diesem zeichnet das Unternehmernetzwerk Swiss Venture Club Unternehmen für ihre innovativen Produkte und Dienstleistungen, für ihre Firmenkultur und für ihren nachhaltigen Erfolgsausweis aus.

  • BFH-Forschende entwickeln nachhaltiges Bindemittel für Holzwerkstoffe

    BFH-Forschende entwickeln nachhaltiges Bindemittel für Holzwerkstoffe

    Die Nachhaltigkeit von Holzwerkstoffen wie Sperrholz oder Holzfaserplatten wird massgeblich durch das verwendete Bindemittel bestimmt. Denn Bindemittel auf Basis von Formaldehyd, wie sie heute vor allem verwendet werden, sind für den Grossteil der CO2-Emissionen von Holzwerkstoffen verantwortlich. Zudem werden ihre Formaldehydemissionen oft als problematisch betrachtet. An der Entwicklung von mineralischen Bindemitteln wird deshalb bereits seit einigen Jahren geforscht, auch an der BFH. Im Vergleich zu einem Formaldehyd-Klebstoff weisen diese Bindemittel fast 80 Prozent geringere CO2-Emissionen auf. Ein neues mineralisches Bindemittel zur Herstellung von Holzwerkstoffen entwickeln Forschende des Instituts für Werkstoffe und Holztechnologie IWH der BFH in einem kürzlich gestarteten Innosuisse-Projekt. Im Projekt arbeiten die Forschenden mit der Schweizer Firma Omya International AG zusammen, eine global führende Anbieterin von Kalziumkarbonat-Mineralien.

    Weniger als 20 Prozent Bindemittel
    Die Entwicklung der BFH und der Omya International AG soll zunächst für die Produktion von mineralisch gebundenem Sperrholz bestimmt sein. Die fertigen Platten sollen einen Bindemittelanteil von weniger als 20 Prozent enthalten und über die mechanischen Eigenschaften von konventionell hergestelltem Sperrholz für den Innenbereich verfügen. Das Bindemittel soll mit Hitze ausgehärtet werden können, was einen schnellen Herstellungsprozess ermöglicht und das Produkt dadurch konkurrenzfähig macht.

  • Die Region Wil steht für ihre Zukunft ein

    Die Region Wil steht für ihre Zukunft ein

    Im Januar findet ein weiteres Austauschgespräch zwischen Vertretenden beider Kantonsregierungen und der Regio Wil bezüglich WILWEST statt. Die Regio Wil schätzt diesen Dialog und hat seit dem ersten Gespräch im November 2022 die regionale Positionierung zu WILWEST unter anderem an der DV geschärft. Daraus ging hervor: WILWEST ist ein Projekt der Region. «Wir, die Region, erwarten von der Politik und den beiden Regierungen, dass sie Wege findet, das Projekt voranzubringen», sagt Regio-Präsident Lucas Keel. Er erinnert daran, dass die Bevölkerung der Regio Wil dem Sonderkredit mehrheitlich zugestimmt hat, unter anderem mit bis zu 60%-Ja in der Stadt Wil. Somit bestehe ein regionaler Auftrag.

    In einem Schreiben, das unlängst an die Regierungen der Kantone St.Gallen und Thurgau sowie an die Fraktionen des Kantonsrats St.Gallen verschickt wurde, unterstreicht die Regio Wil die Wichtigkeit von WILWEST für die Zukunft der Region. Von den Regio-Gemeinden hat eine grosse Mehrheit, welche 87 Prozent aller Einwohnenden im Regio-Perimeter vertritt, das Schreiben mitunterzeichnet. Die zentralen Aussagen: WILWEST ist ein Schlüsselprojekt des Agglomerationsprogramms zur Abstimmung von Siedlung und Verkehr. Auf dem Spiel stehen 129 Mio. Fr. an Bundesgeldern. Zudem ist WILWEST ein Gesamtvorhaben, das keine Gemeinde der Region allein stemmen könnte, weder qualitativ noch quantitativ. Bleiben die Verkehrsprobleme in der Stadt Wil ungelöst, wirkt sich das negativ auf die ganze Region aus.

    Forderungen gehen mit einem Bekenntnis einher

    Mit dem Schreiben will die Regio Wil jedoch nicht einfach Forderungen platzieren, sondern sich öffentlich noch stärker als bisher zum Projekt bekennen. Konkret setzt sie sich dafür ein, dass Ideen vertieft geprüft und teilweise auch umgesetzt werden. Dazu gehört beispielsweise, dass angesiedelten Unternehmen Entwicklungsperspektiven in Form von Betriebsreserven im Areal zugesichert werden. Auch vorgelagerte Baubewilligungsverfahren ohne Investor sollen diskutiert werden. Damit würden die Attraktivität und die Planungssicherheit für Unternehmen steigen.

    Nicht zuletzt geht die Regio Wil im Schreiben auf den vieldiskutierten Aspekt des Kulturlandverlusts ein: «WILWEST ist unser Bekenntnis zu einer nachhaltigen Raumpolitik, da die Regio-Gemeinden zugunsten von Wil West auf die Einzonung von eigenen Arbeitsplatzgebieten verzichten. So wird weniger Kulturland verbraucht, als wenn die Entwicklung dezentral stattfinden würde. Dezentral wäre die Kompensation von Kulturland kaum in dieser Qualität zu schaffen wie mit WILWEST.»

  • Projekt resurses2025 baut in Graubünden eine Holzindustrie auf  

    Projekt resurses2025 baut in Graubünden eine Holzindustrie auf  

    Das Generationenprojekt resurses2025 zum Aufbau einer modernen Industrie zur Bearbeitung und Veredelung des heimischen Holzes im Kanton Graubünden hat laut einer Medienmitteilung während der Bausaison 2022 konkrete Form angenommen. So sei im Kreis Surses die alte Gemeindesägerei abgerissen und das Gewerbeareal Gravas mit verschiedenen grossen Neubauten erweitert worden. Seit einigen Wochen werden modernste Produktionsanlagen montiert und bereits im Frühjahr 2023 erfolgt die Inbetriebnahme des neuen Werkes, heisst es in der Mitteilung.

    Dies solle zukünftig neues Leben in die stockende Wald- und Sägewerkswirtschaft des Bergkantons bringen. Das komplett digitalisierte Holzverarbeitungszentrum kann laut der Mitteilung bis maximal 70‘000 Kubikmeter Holz einschneiden. In einer ersten Phase sollen 40’000 bis 50’000 Kubikmeter verarbeitet werden. Das Projekt wird von der Uffer Gruppe in Savognin betrieben.

    Mit einer gestärkten Holzkette soll ab 2025 im Kanton Graubünden ausschliesslich einheimisches Holz verarbeitet werden. Dazu sollen mit anderen Unternehmern aus dem Kanton zwei weitere regionale Sägewerke und ein zentrales Holzveredelungswerk realisiert werden. Viele auf Holz spezialisierte Planungsbüros arbeiten weltweit an spektakulären Holzbauprojekten. Diese Dynamik müsse mit modernen und innovativen Halbfabrikaten unterstützt werden. Die sogenannte Zweitveredelung ist der Treiber einer ganzen Branche, heisst es weiter.

    Ein Schritt im Rahmen des 13 Punkte umfassenden Aktionsplans wurde am 6. Dezember mit Inbetriebnahme des Rundholzplatzes in Surses und dem ersten Stammeinschnitt dort vollzogen.

  • Allreal plant Wohnüberbauung in Zumikon ZH

    Allreal plant Wohnüberbauung in Zumikon ZH

    Allreal erwarb 2019 ein direkt gegenüber der Internationalen Schule gelegenes, 4569 Quadratmeter grosses Grundstück. Aufgrund der hohen Nachfrage nach Wohneigentum in Zumikon, plant Allreal auf dem Grundstück die Realisation von 19 Reiheneinfamilienhäusern mit je 5 ½ Zimmern. Diese werden als Wohneigentum verkauft.

    Um ein städtebaulich und architektonisch hochwertiges Projekt zu realisieren, wurden im zweiten Halbjahr 2021 vier namhafte Architekturbüros zu einem Studienwettbewerb eingeladen. Das Beurteilungsgremium unter der Leitung von Michael Geschwentner, Steib Gmür Geschwentner Kyburz Architekten, Zürich, hat das Projekt der Arbeitsgemeinschaft Mathis Kamplade Architekten in Zusammenarbeit mit Theres Hollenstein Architektur aus Zürich einstimmig zur Weiterbearbeitung empfohlen.

    Die geplante Wohnüberbauung beinhaltet zwei hintereinander angeordnete Häuserzeilen; der mittige Zwischenraum ist gleichzeitig Erschliessung und Begegnungsort. Die Modularität der Gebäudeeinheiten sorgt für eine hochwertige Wohnqualität sämtlicher Reihenhäuser. Die Häuser werden nach dem Minergie-Eco-Standard realisiert. Aufgrund der Gestaltungsplanpflicht für das Grundstück hat Allreal einen privaten Teilgestaltungsplan entwickelt, der voraussichtlich im November 2022 eingereicht wird. Der Baustart ist – abhängig vom Bewilligungsverfahren – für das Jahr 2025 geplant, die Fertigstellung im Jahr 2027.

  • Ukraine orientiert sich an Projekt der Umwelt Arena

    Ukraine orientiert sich an Projekt der Umwelt Arena

    Eine ukrainische Delegation unter Leitung des amtierenden Botschafters Artem Rybtschenko hat die Umwelt Arena in Spreitenbach besucht. Laut Medienmitteilung interessierten sich ukrainische Fachleute für die Innovationen und energieeffizienten Bauten, welche die Umwelt Arena als Kompetenzzentrum für CO2-neutrales Bauen realisiert.

    Nach den Informationen in Spreitenbach wurde auch das neuste Projekt der Umwelt Arena, Bauen 2050 in Urdorf, besichtigt, eine CO2-neutrale Wohnüberbauung mit 39 Wohnungen. René Schmid von der Firma René Schmid Architekten und Fachleute der Umwelt Arena zeigten dem Botschafter das Gebäude.

    Besonders beeindruckt war Rybtschenko laut der Mitteilung davon, dass dieses Projekt drei Gewinner hat: Mieter zahlen im Rahmen des vorgegebenen Energieverbrauchsbudgets nichts für Wärme und Haushaltsstrom, der Investor kann die Mehrkosten amortisieren und profitiert vom Werterhalt der Liegenschaft. Die Umwelt profitiert durch die CO2-Neutralität und die Energietechnologie mit der Innovation Hybridbox, mit der der Winterstromlücke entgegengewirkt werden kann.

    „Beim Wiederaufbau der Ukraine setzen wir auf jeden Fall auf Nachhaltigkeit. Wir konnten hier viele nützlichen und umsetzbaren Erkenntnisse erwerben sowohl für CO2-neutrale Neubauten wie auch für Sanierungen von beschädigten Bauten“, wird Rybtschenko zu der Information über grüne Technologien, den CO2-neutralen Gebäudebetrieb der Umwelt Arena selbst und den in den Ausstellungen präsentierten Produkten, Projekten und Umsetzungsideen zitiert.

    „Wir sind stolz, wenn wir Fachleuten aus aller Welt unsere Erkenntnisse weitergeben können“, wird Walter Schmid zitiert, Stiftungsratspräsident der Umwelt Arena.

  • IWB und Kiwigrid kooperieren für dezentrale Energieversorgung

    IWB und Kiwigrid kooperieren für dezentrale Energieversorgung

    Die Industriellen Werke Basel (IWB) und die auf dezentrale Energie und E-Mobilität spezialisierte deutsche IT-Firma Kiwigrid spannen für die Einrichtungen von Energiegemeinschaften zusammen. Beide Unternehmen haben zusammen eine Software für Energiemanagement und Anlageverwaltung entwickelt, informieren IWB und Kiwigrid in einer gemeinsamen Mitteilung. Sie soll zum ersten Mal auf dem Areal Westfeld in Basel zum Einsatz kommen. Dort realisiert die Baugenossenschaft wohnen&mehr ein neues Quartier mit rund 500 Genossenschaftswohnungen.

    IWB wird das Quartier mit einer integrierten Wärme-, Kälte- und Stromversorgung ausstatten. Das dafür nötige Energiemanagement bezieht der Basler Energieversorger von Kiwigrid. Über die Energy-IoT-Plattform der in Dresden ansässigen Firma können die Stromzähler, Photovoltaikanlagen, Ladestationen und Wärmepumpen des Quartiers in einen Zusammenschluss zum Eigenverbrauch integriert, intelligent gesteuert und verwaltet werden.

    „Unser Ziel ist eine vollständig erneuerbare, klimafreundliche Energieversorgung“, wird Markus Balmer, Leiter Vertrieb und Mitglied der Geschäftsleitung von IWB, in der Mitteilung zitiert. Das Unternehmen will einen Beitrag zur Entwicklung zukunftsfähiger Lebens- und Arbeitsräume leisten. „Als Experte für Energiemanagementsysteme und IoT für Erneuerbare Energien hat sich Kiwigrid als optimaler Partner in der Umsetzung unserer ambitionierten Ziele erwiesen“, erklärt Balmer.

    Die Energiegemeinschaft im Westfeld soll nicht das einzige gemeinsame Projekt von IWB und Kiwigrid bleiben. Für weitere Zusammenschlüsse haben die Partner laut Mitteilung bereits Interessenten aufgetan. hs

  • Wie Daten unsere Städte verändern

    Wie Daten unsere Städte verändern

    Sie wissen, was wir kaufen, wen wir treffen und wohin wir fahren oder spazieren. Airbnb, Amazon, DriveNow, Google Maps, Lieferando, Lime und Uber sind nur eine kleine Auswahl an Plattformen und Services, die Daten über Mobilität und Kaufverhalten sammeln. Mithilfe dieser Datenfülle gestalten Technologiekonzerne urbane Räume für die optimale Nutzung ihrer Services um. Ein Phänomen, das sich mit dem Begriff Plattform-Urbanismus bezeichnen lässt. „Technologiekonzerne besitzen immenses Wissen über städtische Mobilität. Dieses Know-how setzen sie in Kontakt mit Stadtverwaltungen etwa dazu ein, neue Verkehrssysteme zu schaffen“, erklärt der Kunst- und Architekturtheoretiker Peter Mörtenböck. Er weiß: In den Architekturabteilungen von Alphabet und Amazon entstehen die datengestützten Stadtteile von morgen.

    Peter Mörtenböck und sein Team wollten wissen: Wie verändern Daten, Öffentlichkeit und urbane Räume einander? Unterstützt durch den Wissenschaftsfonds FWF betrieben die Forschenden über einen Zeitraum von fünf Jahren künstlerische Grundlagenforschung, hielten Konferenzen ab, entwickelten Ausstellungen, verlegten zwei Bücher und etablierten Kooperationen. In dieser Projektlaufzeit waren mehr als 100 Personen forschend eingebunden.

    Internationale künstlerische Forschung
    Der Prozess war international gestaltet. In London sammelte man Wissen über Videoüberwachung. Eine Reise nach Tallinn ermöglichte Erkenntnisse über E-Governance, eine weitere nach Mumbai über Umgebungen, die nur rudimentär von Technologiekonzernen mitgestaltet werden. Mehrmals besuchte das Kernteam das Silicon Valley. Die Forschenden führten Gespräche mit Architekt:innen und Mitarbeitenden von Apple, Meta und Alphabet. „Wir haben uns vor allem die Campus-Architektur sowie die Pläne für deren Erweiterungen durch neue Wohngebiete angesehen. Diese sind Prototypen für zukünftige Wohnsiedlungen“, erzählt Mörtenböck. Dabei wurde auch die Rolle von Patenten präsent. „Das Steve Jobs Theater am Apple-Campus und die Gestaltung der Amazon-Warenhäuser sind nur einige Beispiele für patentierte Gestaltungen“, erklärt der Professor für Visuelle Kultur.

    Künstlerische Forschungszugänge, etwa in Form von Zeichnungen und Animationen, halfen den Forschenden, eigene Annahmen zu Themen wie der Datenöffentlichkeit zu hinterfragen. Kreative Ansätze haben auch weitere Vorteile. „Ein großes Anliegen war uns zu vermitteln, wie jede und jeder Einzelne in die Datenproduktion involviert ist. Wenn man weiß, wie sich die Umwelt schleichend verändert, bekommt man eine Idee davon, welche Daten gesammelt werden und was sie können. Künstlerische Forschung hilft, eine Schnittstelle mit der Öffentlichkeit zu finden“, sagt Mörtenböck. So entwickelten die Projektmitarbeiter Lovro Koncar-Gamulin und Christian Frieß etwa Videoinstallationen und Animationen als visuelle Übersetzungen des Forschungsprozesses. In Kärnten, der Steiermark und Vorarlberg diskutierte man mit Interessierten. Im Rahmen von Konferenzen in Wien, London und Los Angeles wurde mit internationalen Forschenden und Expert:innen debattiert.

  • Grundstein für die Wohnsiedlung Gupfengarten ist gelegt

    Grundstein für die Wohnsiedlung Gupfengarten ist gelegt

    Der Immobiliendienstleister Steiner hat laut einer Medienmitteilung die Grundsteinlegung für das Wohngebiet Gupfengarten gefeiert. Mit dem offiziellen Startschuss werde das Bauvorhaben für eine „familienfreundliche Überbauung im Zürcher Unterland“ eingeleitet. Steiner hat Entwicklung, Beratung und Verkauf übernommen. An der Umsetzung beteiligt seien die Generalunternehmerin Eiffage Suisse AG mit Hauptsitz in Glattbrugg ZH, das in Winterthur ansässige Architektenbüro Graf Biscioni sowie die Bauherrin Evostate Immobilien AG aus Zürich.

    Bis Ende 2023 sollen auf dem Areal Gupfengarten südlich des Zentrums von Niederweningen 36 Reiheneinfamilienhäuser sowie drei Mehrfamilienhäuser mit 21 Stockwerkeigentumswohnungen entstehen. Die Wohnsiedlung erfülle einen zeitgemässen Wohn- und Ausbaustandard und decke die starke Nachfrage nach hochwertigem Wohnraum ab.

    Die Planung erfülle die Kriterien für nachhaltiges Bauen. Die Wärme werde nahezu komplett mittels Wärmepumpe, Erdsonden und Photovoltaikanlage erzeugt. Ein Energiemanagementsystem ermögliche eine „effiziente und intelligente“ Energienutzung. Die Gebäudehülle in Holzbauweise verfüge über eine optimale Wärmedämmung, so die Mitteilung.

  • Siegerprojekt für Quartier Reussbühl West ist gekürt

    Siegerprojekt für Quartier Reussbühl West ist gekürt

    Office of Living Things und dem Büro Dudler für Raum- und Verkehrsplanung entwickelt.

    Das 27’000 Quadratm

    Das Beurteilungsgremium für den Studienauftrag zur Neugestaltung des heute gewerblich-industriell genutzten CKW-Standorts in Reussbühl hat sich einstimmig für das Projekt „Habitat – Quartier im Hain“ entschieden. Es wurde vom Zürcher Architekturbüro Salewski Nater Kretz in Zusammenarbeit mit dem Office of Living Things und dem Büro Dudler für Raum- und Verkehrsplanung entwickelt.

    Das 27’000 Quadratmeter grosse Areal soll sich „zu einem attraktiven, lebendigen und unverwechselbaren Stadtquartier wandeln“, heisst es in einer Medienmitteilung von CKW. Der Energiedienstleister wird seinen dortigen Standort „in einigen Jahren“ aufgeben. In der Ausschreibung wurden Anforderungen hinsichtlich Hitzeentwicklung und Regenwasserbewirtschaftung gestellt. Zudem sollte die Shedhalle von CKW, eine frühere Seidenspinnerei, mindestens zur Hälfte erhalten werden. Auf dem übrigen Areal werden vornehmlich Wohnbauten entstehen.

    Das Siegerprojekt „überzeugt in der Umdeutung und Weiterentwicklung der historischen Landschaft“, die einst von Auen und wassernutzender Industrie geprägt war. Die Gestaltung nach dem sogenannten Schwammstadt-Prinzip nehme diese historischen Bezüge „geschickt“ auf. In den kommenden Monaten wird dieses Projekt weiterentwickelt und bildet dann die Grundlage für den Bebauungsplan Reussbühl West. Die Entwürfe aller Planungsteams sind vom 21. Juni bis 4. Juli bei CKW in Rathausen ausgestellt.

  • Bauprojekt LIMMIviva schliesst mit Einsparung ab

    Bauprojekt LIMMIviva schliesst mit Einsparung ab

    Der Spitalverband Limmattal schliesst das Neubauprojekt LIMMIviva des Akutspitals ab. Der Bau wurde zwischen 2014 und September 2018 realisiert. Danach kamen Neubezug und Inbetriebnahme. Inzwischen kann das Projekt als abgeschlossen gelten. Bei den Kosten wurde laut Medienmitteilung weniger aufgewandt als veranschlagt. Der bewilligte Verpflichtungskredit von 275,7 Millionen Franken wurde inklusive zweier Nachtragskredite um rund 0,8 Millionen Franken unterschritten.

    In einem über mehrere Jahre dauernden Bauvorhaben seien Anpassungen des ursprünglichen Projekts durchaus üblich, heisst es in der Mitteilung des Spitalverbands. Das galt auch beim Neubauprojekt des Spitals Limmattal. Die hohe Dynamik des Gesundheitswesens hatte zur Folge, dass das Projekt in über 100 Nachträgen laufend den ändernden Anforderungen angepasst wurde. Meist führen solche Nachträge zu wesentlichen Mehrkosten. Beim Neubau des Spitals Limmattal wurde gemeinsam mit dem als Totalunternehmer beauftragten Berner Bauunternehmen Losinger Marazzi AG  Mehrkosten verursachende Nachträge durch Optimierungen an anderen Stellen kompensiert.

    Mit der 2012 neu eingeführten Spitalfinanzierung und einer Anpassung des Gemeindegesetzes konnte der Spitalverband Limmattal die Investitionen von rund 270 Millionen Franken selber, ohne Mithilfe der Gemeinden und somit ohne Belastung der Steuerzahler, finanzieren. Es wurden 220 Millionen Franken Fremdkapital über die Emission von zwei Anleihen beschafft.

  • Weltweit höchstes Wohngebäude aus Holz entsteht in der Lokstadt

    Weltweit höchstes Wohngebäude aus Holz entsteht in der Lokstadt

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    Der Studienauftrag für den Bau der Häuser Rocket und Tigerli ist abgeschlossen, wie Ina Invest in einer Medienmitteilung informiert. Eine Jury mit Vertretern der Stadt Winterthur und Architekten hat unter neun Entwürfen das Konzept der Architekturbüros Cometti Truffer Hodel Architects aus Luzern und Schmidt Hammer Lassen Architects aus Kopenhagen ausgewählt.  

    Der Siegerentwurf zeige einen „überragenden architektonischen Abschluss“ des ehemaligen Industriegeländes. Wie in der Medienmitteilung zu erfahren ist, basiert die Entscheidung auf einem „nicht-anonymen Studienauftrag in Form eines digitalen, einstufigen Verfahrens mit Präqualifikation und Zwischenbesprechung“. Neben städtebaulichen und architektonischen Gesichtspunkten habe das Augenmerk auf Nachhaltigkeit und Innovation gelegen. An zentraler Stelle der Lokstadt, auf dem Dialogplatz, soll das Hochhaus Rocket mit einer Terracottafassade in eine Höhe von 100 Metern in den Himmel ragen. 

    In dem gesamten Wohnquartier ist eine gemischte Nutzung vorgesehen. Im Hochhaus Rocket soll über 32 Stockwerke verteilt ein vielfältiges Wohnangebot geschaffen werden. Angaben des Entwicklerteams Lokstadt zufolge zeichnet sich das Architekturkonzept durch eine flexible Planung aus. 

    Der Sockelbau Tigerli sei für Studentenwohnungen und gemeinnütziges Wohnen vorgesehen. Auf einem Teil der Fläche soll ein Radisson Red Hotel unter Einbeziehung der denkmalgeschützten Industriehallen untergebracht werden.

  • Implenia saniert Gubristtunnel

    Implenia saniert Gubristtunnel

    Das Bundesamt für Strassen hat der Arbeitsgemeinschaft Gubri (ARGE Gubri) das dritte Los bei der Sanierung der beiden bestehenden Röhren des Gubristtunnels zugeschlagen, informiert Implenia in einer Mitteilung. Die Bau- und Immobiliengesellschaft aus Opfikon ist am Konsortium mit 40 Prozent beteiligt und hat die Federführung. Die übrigen 60 Prozent werden zu gleichen Teilen vom Dietiker Bauunternehmen Walo Bertschinger und Anliker mit Sitz in Emmen LU gehalten. Das Gesamtauftragsvolumen wird in der Mitteilung auf 184 Millionen Franken beziffert. Auf Implenia werden davon 74 Millionen Franken entfallen.

    Im Rahmen des Auftrags werden die Partnerunternehmen 22 neue SOS-Nischen in der zweiten Röhre einrichten und die bestehenden 24 SOS-Nischen in der ersten Röhre sanieren. Zudem werde die Fahrbahn in beiden Röhren um 30 Zentimeter gesenkt und eine neue, höher gelegene Zwischendecke eingezogen, erläutert Implenia. Damit soll der Fahrraum an die heutigen Anforderungen angepasst werden.

    Die Sanierung der beiden Röhren ist im Anschluss an die derzeit im Bau befindliche Einrichtung einer dritten Röhre der Nordumfahrung Zürich geplant. Der Beginn der Vorarbeiten für die Sanierung der beiden bestehenden Röhren ist auf den Herbst datiert. Die Übernahme des Projekts entspreche der Strategie von Implenia, „sich mit der Division Civil Engineering auf grosse, komplexe Infrastrukturprojekte zu fokussieren“, heisst es in der Mitteilung.

  • Hächler saniert historisches Gasthaus Posthorn

    Hächler saniert historisches Gasthaus Posthorn

    Das Bauunternehmen Hächler meldet Fortschritt beim Projekt der Sanierung mit Neubau des historischen Gasthauses Posthorn in Neuenhof. Das alte Gebäude wird laut Medienmitteilung umfassend saniert. Im ehemaligen Hotel entstehen sieben Mietwohnungen. Hinzu kommt ein Neubau mit weiteren 16 Mietwohnungen.

    Seit der Baubewilligung für die Überbauung Posthorn 2019 ist die Abteilung Hoch- und Tiefbau der Hächler AG seit dem Frühjahr 2021 mit den Bauarbeiten betreut. Das Projekt sei nicht ganz einfach, heisst es in der Mitteilung von Hächler. Abreissen durfte man das historische Posthorn nicht. Das Gebäude stammt aus dem Jahr 1834 und steht unter Ortsbildschutz. Giebel und Fassade müssen erhalten bleiben.

    Um die Statik sicherzustellen und die stehenbleibende Fassade zu stützen, wurde laut Bericht von Hächler eine aufwendige Stahlspriessung eingebaut. Erst nach dem Einbau dieser Stahlspriessung konnte das restliche Posthorn abgebrochen werden. Als das historische Gebäude entkernt war, begannen die effektiven Baumeisterarbeiten. Inzwischen stehen im März und April die Aufrichtungsarbeiten der Dachstühle des Posthorns sowie des Neubaus an.

    Die Arbeiten an der Überbauung werden laut Angaben der Bauleitung ungefähr im Mai 2022 abgeschlossen sein. Danach erfolgt der Innenausbau. Der Bezugstermin der neuen Wohnungen im Posthorn ist auf Februar 2023 und im Neubau auf April 2023 geplant.

  • Eberli baut neues Luzerner Stadthotel

    Eberli baut neues Luzerner Stadthotel

    Bis 2025 soll im Luzerner Tribschenquartier das neue Stadthotel Tribschen entstehen. Dabei wird das seit 1975 bestehende Bürogebäude der Eigentümer HG Commerciale (HGC) und der Zentralschweizerischen Baumeisterverbände (ZBV) durch einen Neubau ersetzt.

    Die Eberli AG aus Sarnen wird für die Gesamtprojektleitung, die Bauleitung und das Baumanagement zuständig sein, wie aus einer Mitteilung bei LinkedIn hervorgeht. Den Architekturwettbewerb hatte bereits im vergangenen Jahr das Luzerner Architekturbüro Lütolf und Scheuner Architekten GmbH gewonnen.

    Entstehen soll ein Geschäfts- und Ferienhotel mit rund 140 Zimmern in der Drei-Stern-Superior-Klasse. Betreiberin des Hotels wird die Luzerner Tavolago AG sein. Die Tochterfirma der Schifffahrtsgesellschaft SGV führt in der Region bereits zahlreiche Gastrobetriebe.

    Die Eberli AG hat erst vor Kurzem ein anderes Hotelprojekt abgeschlossen. Sie hat als Totalunternehmerin am Kempinski Palace Engelberg mitgewirkt. Das Obwaldner Hotel hat im vergangenen Sommer seinen Betrieb aufgenommen.

  • HRS schliesst Projekt in Locarno ab

    HRS schliesst Projekt in Locarno ab

    Vor wenigen Tagen habe HRS den Residenza Step Tower in Locarno an die CS Asset Management (Schweiz) AG als Bauherrin übergeben, informiert die Immobiliendienstleisterin aus Frauenfeld in einer Mitteilung. Das Projekt umfasst ein neunstöckiges und ein dreistöckiges Gebäude, in denen insgesamt 44 Wohnungen, die Filiale des Detailhändlers Lidl sowie Büros und Lagerräume untergebracht sind. HRS freue sich, „dass hier eine kompakte Struktur realisiert werden konnte, die das Raumangebot optimal ausnutzt und sich selbstbewusst, aber auch harmonisch in die Nachbarschaft eingliedert“, schreibt die Immobiliendienstleisterin.

    Alle Einheiten im Step Tower verfügen über eine digitale Steuerung, die Wohnungstüren sind mit digitalen Schlössern versehen. Auch die Kommunikation mit der Hausverwaltung könne digital erfolgen, erläutert HRS. Beide Gebäude erfüllen die Standards Minergie und Greenproperty.

  • Jaisli-Xamax stellt Arbeit am Tramdepot fertig

    Jaisli-Xamax stellt Arbeit am Tramdepot fertig

    Jaisli-Xamax hat die Elektroinstallation im Tramdepot der Limmattalbahn fertiggestellt, wie aus einer Medienmitteilung des Dietiker Elektrounternehmens hervorgeht. Ausgeführt wurden im Auftrag der Limmattalbahn AG alle Elektroinstallationen, der Schaltanlagenbau und die Gebäudesystemtechnik. Die Arbeiten hatten im Juli 2020 begonnen.

    Das Tramdepot an der Grenze von Dietikon und Spreitenbach sei 24 Meter breit, 145 Meter lang und elf Meter hoch, heisst es in der Mitteilung von Jaisli-Xamax. Das Arbeiten in solchen Höhen seien sehr herausfordernd und anspruchsvoll für das Installationsteam gewesen, wird Projektleiter Edin Brkic zitiert.

    Die Arbeiten am Depot gehören zur zweiten Bauetappe der Limmattalbahn, die auf 13,4 Kilometern Länge von Zürich-Altstetten über Schlieren, Urdorf, Dietikon, Spreitenbach nach Killwangen 27 Haltestellen hat. Die zweite Etappe ab Schlieren Geissweid bis Bahnhof Killwangen-Spreitenbach sowie in der Stadt Zürich zwischen Bahnhof Altstetten und Farbhof soll Mitte dieses Jahres fertig sein. Im Dezember soll die Bahn dann den Regelbetrieb aufnehmen.

  • Allreal startet Bauarbeiten für neuen Rieter-Campus

    Allreal startet Bauarbeiten für neuen Rieter-Campus

    Allreal hat laut einer Medienmitteilung mit den Bauarbeiten für den neuen Campus von Rieter in Winterthur begonnen. Die Immobilienfirma aus Opfikon ist als Totalunternehmerin für das Projekt zuständig. Dabei arbeitet sie unter anderem mit den BDE Architekten aus Winterthur zusammen.

    Rieter investiert etwa 80 Millionen Franken in seinen neuen Campus. Dieser soll auf einer Fläche von 30’000 Quadratmetern ein Kunden- und Technologiezentrum sowie ein Verwaltungsgebäude umfassen. Der Textilmaschinenhersteller wird dort ab 2024 rund 700 Personen beschäftigen können.

    Rieter setzt beim neuen Campus auf erneuerbare Energien. So soll die Wärmeerzeugung etwa mit Erdsonden erfolgen. Ausserdem wird eine 1300 Quadratmeter grossen Photovoltaikanlage installiert. Laut Allreal ist das Projekt ist „insbesondere im Hinblick auf die haustechnischen Anlagen sehr komplex”. In der Produkt- und Technologieentwicklung würden verschiedene Klimazonen benötigt, die verschieden einstellbar sind.

  • Securecell baut Hauptsitz in Urdorf aus

    Securecell baut Hauptsitz in Urdorf aus

    Der Hauptsitz der Securecell AG in Urdorf ist ausgebaut worden. Das Biotech-Unternehmen ist seit April 2019 im Industriegebiet Luberzen ansässig. Damals erfolgte der Umzug in eine 1800 Quadratmeter grosse Fläche mit rund 30 Mitarbeitern. Laut Medienmitteilung hat das auf Entwicklung von Automationslösungen für Bioprozesse spezialisierte Unternehmen die Zahl seiner Mitarbeiter seitdem verdoppelt und deshalb nun seine Arbeitsfläche vergrössert. Zum Jahreswechsel sei das Erdgeschoss am Firmensitz freigeworden. Die Securecell AG konnte so Ende 2021 weitere 2000 Quadratmeter Büro- und Produktionsfläche beziehen, heisst es in der Medienmitteilung.

    Beim Bezug der 1. Etage 2019 seien moderne Büroräume, ein Forschungslabor und ein Reinraum für die medizintechnische Entwicklung sowie eine Produktionsstätte für Kleingeräte mit angeschlossenem Lager und Werkstatt eingerichtet worden. Die neu hinzu gekommene Arbeitsfläche im Erdgeschoss sei perfekt auf die Bedürfnisse von Securecell zugeschnitten und konnte ohne grossen Aufwand sofort genutzt werden, heisst es in der Mitteilung.

    Der Vormieter habe die Räume mit modernen Büroarbeitsplätzen und Besprechungsräumen, einer ESD-geschützten, elektronik- und produktionstauglichen Werkstatt sowie einer grossen Lagerhalle ausgestattet. ESD bedeutet Schutz gegen elektrische Entladungen. Darüber hinaus biete die Etage einen Zugang zur Laderampe und eine geräumige Küche.

    Securecell ist Mitglied im Bio-Technopark Schlieren-Zürich.

  • HSG weiht Lernzentrum Square ein

    HSG weiht Lernzentrum Square ein

    Am Sonntag den 13. Februar weiht die HSG ihr neues Lernzentrum ein. Square stelle einen „Prototyp der Universität der Zukunft“ dar und solle als „Ort der überraschenden Begegnung und gegenseitigen Inspiration“ dienen, schreibt die HSG in einer Mitteilung. „Die neuen Lern- und Lehrformate, die in Square entwickelt werden, sollen die ganze Universität inspirieren und unsere Studierenden bestmöglich auf die Praxis vorbereiten“, wird HSG-Rektor Bernhard Ehrenzeller dort zitiert.

    Die Arbeit von Square fusst auf drei Säulen, die Fakultät, Alumni und Studierende gemeinsam entwickelt haben. So soll das Lernzentrum zum einen als Experimentierfeld für neue Formate dienen, die bei Erfolg an der HSG und anderen Universitäten umgesetzt werden können. Für das am 21. Februar beginnende Frühjahressemester wurden 80 bestehende Lehrveranstaltungen ausgewählt, die im Square durchgeführt und ausgewertet werden sollen.

    Zum anderen wird Square die Rolle eines Basislagers für einen Austausch zwischen Studierenden, Alumni und Forschenden übernehmen. Dabei hat die HSG den Einbezug von Persönlichkeiten aus diversen Berufen und gesellschaftlichen Gruppen geplant. Für das Frühjahrssemester haben unter anderem Paul Achleitner, Aufsichtsratsvorsitzender Deutsche Bank, Gabriele Fischer, Chefredakteurin und Verlegerin des deutschen Wirtschaftsmagazins „Brand eins“, und Bundeskanzler Walter Thurnherr zugesagt.

    Nicht zuletzt soll Square auch als öffentlicher Raum für einen kritischen Diskurs von und mit denjenigen dienen, die nicht direkt mit der HSG verbunden sind. Um Ansässige St.Gallens sowie Gäste aus nah und fern anzulocken, will Square sich als Marktplatz mit einer offenen Atmosphäre präsentieren. Dazu wird Musik, Barista-Kaffee und eigens für Square gebrautes Bier offeriert.

  • Herz-Neuro-Zentrum Bodensee ist eingeweiht

    Herz-Neuro-Zentrum Bodensee ist eingeweiht

    Am 7. Februar fand die feierliche Schlüsselübergabe für das neue Herz-Neuro-Zentrum Bodensee auf dem Spitalcampus Münsterlingen statt. Im März wird dort auch eine Abteilung für neurologische Frührehabilitation der Rehabilitationsklinik Zihlschlacht ihre Arbeit aufnehmen.

    Der Umzug der Patienten aus Kreuzlingen TG war zwei Wochen zuvor problemlos im laufenden Betrieb erfolgt, heisst es in einer Medienmitteilung. Seit dem 24. Januar arbeitet das Herz-Neuro-Zentrum in Münsterlingen im Regelbetrieb. Seither seien bereits 50 Eingriffe durchgeführt worden.

    Regierungsrat Urs Martin und Gemeindepräsident René Walther überbrachten Grussbotschaften. Zum Zeichen ihrer „gelebten Partnerschaft“ wurden die Flaggen der beiden Träger und des Kantons Thurgau gehisst.

    Den symbolischen Schlüssel hatte der CEO und Inhaber des Immobiliendienstleisters HRS Real Estate in Frauenfeld, Martin Kull, an die beiden Betreiber übergeben. HRS war Ende 2021 „in das anspruchsvolle Bauprojekt“ eingestiegen, „nachdem der Klinikneubau infolge massiver bauseitiger Verzögerungen zu scheitern drohte“. Professor Dierk Maass, Verwaltungsratspräsident der Bauherrin, hat den Angaben zufolge dem Team von HRS bestätigt, beim Schlussspurt „in einer enormen Aufholjagd Grossartiges geleistet“ zu haben.

  • Kantonsspital Winterthur bezieht Neubau

    Kantonsspital Winterthur bezieht Neubau

    Nach zehnjähriger Planungs- und fünfjähriger Bauzeit ist der Neubau des Kantonsspitals Winterthur (KSW) offiziell eröffnet worden. Nach dem Zügeltag am Donnerstag soll der Betrieb in der kommenden Woche definitiv aufgenommen werden, heisst es in einer Medienmitteilung der Ingenieurs- und Beratungsfirma HKG.

    Nach Angaben des KSW ersetzt der neue Betten- und Operationstrakt das bestehende Hochhaus. Nach 55 Betriebsjahren wird es abgerissen. Da neue Gebäude hat laut Mitteilung des KSW 61’000 Quadratmeter Geschossfläche, 13 Stockwerke, 213 Zimmer, sieben Operationssäle, 95 Behandlungsräume und 240 Parkhausplätze. Den KSW-Neubaus hat die Arbeits­gemeinschaft RA-B Architekten (Rapp Architekten AG und Butscher Architekten AG) unter der Leitung des kantonalen Hochbauamtes erstellt.

    Der Neubau ist schlicht gestaltet, mit einer Leichtbaufassade aus Travertin. Eine vollautomatische Gebäude-Beschattung ermöglicht trotz den grossen Fensterflächen ein angenehmes Klima in den Zimmern. Wie die Fassade hat das KSW auch den öffentlichen Park vor dem Neubau zusammen mit der Fachgruppe Stadtgestaltung Winterthur konzipiert.

    In den rund zehn Planungs- und Baujahren hat das Kantonsspital laut der Mitteilung 350 Millionen Franken investiert. CFO Hansjörg Lehmann, der im Mai den jetzigen CEO Rolf Zehnder als Vorsitzender der Geschäftsleitung ablösen wird, verweist auf Besonderheiten der Finanzierung. „Das KSW hat als erstes Spital in der Schweiz einen Green Bond am Kapitalmarkt platziert und dies zu niedrigsten je gesehenen Konditionen“, wird er zitiert. Die erfolgreiche Realisierung des Neubaus sei „ein Meilenstein in der Geschichte des KSW“.

    Weil wegen der Pandemie eine öffentliche Feier zur Inbetriebnahme nicht möglich war, hat das KSW auf einer speziellen Internetseite Videos mit einem virtuellen Einblick in den Neubau bereitgestellt.