Schlagwort: Solar

  • Solarfaltdach-Technologie nimmt Kurs auf den deutschen Markt

    Solarfaltdach-Technologie nimmt Kurs auf den deutschen Markt

    Die dhp Technology AG hat laut Medienmitteilung ein Tochterunternehmen im deutschen Stuttgart gegründet. Die Anbieterin des «weltweit einzigartigen Solarfaltdachs» unterstreiche damit ihre Ambitionen, die Energiewende mit innovativen Photovoltaiklösungen auch in Deutschland voranzutreiben, heisst es weiter. Mit der Gründung der dhp Technology Deutschland GmbH lege das Unternehmen den Grundstein für eine langfristige Präsenz im deutschen Markt.

    «Die Expansion nach Deutschland ist eine logische Konsequenz der stark gestiegenen Nachfrage nach unserer innovativen Photovoltaik-Lösung», wird Mitgründer und CEO Gian Andri Diem zitiert. In Deutschland sei das Marktpotential für Solarfaltdächer riesig, insbesondere mit Blick auf Kläranlagen, Parkplätze und Logistikflächen.

    Die Niederlassung in Stuttgart wird von Gian Andri Diem, CEO der dhp Technology, und Torsten Brandstetter als Geschäftsführer geleitet. Brandstetter ist Wirtschaftsingenieur und bringt Erfahrung in der Energiewirtschaft und technologischen Innovation mit.

    dhp Technology ist Entwickler und Anbieter von Solarfaltdächern. Diese sind speziell für die Installation über versiegelten Flächen und bestehenden Infrastrukturen konzipiert. Je nach Wetter falten sie sich automatisch auf oder zusammen. Dies ermöglicht es Gemeinden und Unternehmen, lokal und nachhaltig Strom zu produzieren ohne zusätzliche Bodenfläche zu beanspruchen.

    Schon jetzt sind in drei deutschen Klärwerken Solarfaltdächer von dhp Technology in Betrieb. Weitere zehn Anlagen sind in der Ausführungsphase und sollen noch in diesem Jahr ans Netz gehen, heisst es in der Firmenmitteilung.

  • Elektrifiziert Unternehmensflotte auch für Mitarbeiter 

    Elektrifiziert Unternehmensflotte auch für Mitarbeiter 

    Die weltweit erste industrielle Anlage zur Produktion von Solartreibstoffen ist inBetrieb. In Zusammenarbeit mit der Empa entwickelte das ETH-Spin-off ein innovatives Material für Hochtemperatur-Wärmespeicher, das es ermöglicht, die Anlage rund um die Uhr zu betreiben – auch ohne Sonnenlicht.

    Die Anlage, nutzt die Kraft der Sonne, um CO₂ und Wasser in synthetische Treibstoffe wie Kerosin, Benzin und Diesel umzuwandeln. Dieser geschlossene CO₂-Kreislauf ist ein zukunftsweisendes Modell, das den Weg für eine nachhaltige Energiewirtschaft ebnen könnte. Besonders beeindruckend ist die Energiequelle Sonne und dass der Betrieb auch nachts durch innovative Wärmespeichertechnologie aufrechterhalten wird.

    Wärmespeicherung bei 1200 Grad
    Der Schlüssel zu dieser Innovation liegt im Wärmespeicher der Anlage. Ein grosses Feld von Spiegeln konzentriert Sonnenlicht auf einen Punkt, wodurch Temperaturen von bis zu 1200 Grad Celsius erreicht werden. Diese Hitze treibt den chemischen Prozess an, der aus CO₂ und Wasser wieder Treibstoffe erzeugt. Überschüssige Wärme wird in speziell entwickelten Ziegeln gespeichert, die die Anlage auch in den Nachtstunden weiter betreiben.

    Die Herausforderung bei der Materialentwicklung bestand darin, Ziegel zu finden, die den extremen Temperaturen und der korrosiven Wasserdampfatmosphäre standhalten. In einem zweijährigen Projekt entwickelten Empa-Forschende in enger Zusammenarbeit mit Synhelion ein Keramikmaterial, das den hohen Ansprüchen gerecht wird und gleichzeitig kosteneffizient produziert werden kann.

    Von der Forschung zur Praxis
    Für die Forschenden der Empa war es eine einzigartige Erfahrung, ihre Forschung auf solch einer grossen Skala umgesetzt zu sehen. Das Material, das in einem eigens entwickelten Hochtemperatur-Rohrofen getestet wurde, widerstand den extremen Bedingungen und ist nun in der Anlage «DAWN» verbaut. Diese technologische Errungenschaft bietet nicht nur eine nachhaltige Lösung für die Treibstoffproduktion, sondern könnte auch zukünftig eine entscheidende Rolle in der Bau- und Immobilienbranche spielen.

    Die Zukunft im Blick
    Während die Anlage «DAWN» bereits in Betrieb ist, planen Synhelion und Empa weitere Schritte. Ab 2025 soll eine noch grössere Anlage in Spanien entstehen, die höhere Temperaturen und grössere Speicherkapazitäten nutzt, um die Effizienz der Treibstoffherstellung weiter zu steigern. Diese Entwicklung unterstreicht das Potenzial erneuerbarer Energien und zeigt, wie Innovationen die Energie- und Immobilienwirtschaft in eine nachhaltige Zukunft führen können.

  • Solarenergie-Potenziale aus dem All ermitteln

    Solarenergie-Potenziale aus dem All ermitteln

    Die Frage, welche Dächer sich für Solaranlagen eignen und welche Leistung dort erzielt werden kann, beantwortet der neue Solaratlas des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt). Diese Karte, die auf der ILA 2024 in Berlin vorgestellt wurde, nutzt aktuelle Luftbilder und Geobasisdaten, verarbeitet durch Methoden des maschinellen Lernens. So konnte das Solarenergie-Potenzial für rund 20 Millionen Gebäude in Städten wie Berlin, Dresden, Düsseldorf, Frankfurt und Hamburg ermittelt werden. Die Ergebnisse sind öffentlich zugänglich unter eosolar.dlr.de.

    Technologie trifft Nachhaltigkeit
    Anke Kaysser-Pyzalla, Vorstandsvorsitzende des DLR, betont die Bedeutung des Solaratlas für die Energiewende: „Um effektive Strategien und Instrumente zum Ausbau von Solaranlagen auf Dächern zu entwickeln und umzusetzen, benötigen Entscheidungsträger genaue Informationen zum aktuellen Bestand und zum Ausbaupotenzial. Die satellitengestützten Informationen, die das DLR bereitstellt, unterstützen die Energiewende und werden zum Treiber für innovative Produkte und Geschäftsmodelle.“ Der Solaratlas zeigt, wie erfolgreich Erdbeobachtung für den Klimaschutz und den nachhaltigen Ausbau der Energiegewinnung eingesetzt werden kann.

    Datenauswertung und Methodik
    Im Projekt EO Solar kombinieren die Wissenschaftler des Earth Observation Center des DLR mehrere Terabyte an Daten. Diese umfassen digitale, verzerrungsfreie Luftbilder mit einer Auflösung von 20 Zentimetern und hochaufgelöste Oberflächenmodelle, die das Bundesamt für Kartografie und Geodäsie bereitstellt. „Um das aktuelle Ausbaupotenzial für Solarenergie zu beschreiben, berechnen wir die mögliche elektrische Leistung anhand der Sonnenstunden, der Strahlungsintensität, der Ausrichtung der Dachflächen sowie der Verschattung durch benachbarte Gebäude oder Vegetation“, erklärt Annekatrin Metz-Marconcini, Leiterin des Projekts EO Solar.

    Künstliche Intelligenz und praktische Anwendungen
    Das DLR hat ein Verfahren entwickelt, das künstliche Intelligenz nutzt, um weltweit Dächer mit verbauten Solarpaneelen aus hochaufgelösten Fernerkundungsdaten zu identifizieren. In Deutschland wird zusätzlich das Marktstammdatenregister einbezogen, das tagesaktuell alle angemeldeten Solaranlagen erfasst. Diese Methode nutzt digitale Oberflächenmodelle des Geländes, wodurch automatisch Verschattungen durch Bäume und das umgebende Gelände berücksichtigt werden. So können auch Länder ohne detaillierte Gebäudemodelle ihr Solarenergie-Potenzial berechnen und in die Planung einbeziehen.

    Unterstützung für politische Entscheidungsträger
    Der DLR-Solaratlas bildet im Gegensatz zu bestehenden Solarkatastern der Bundesländer, Landkreise oder Gemeinden das ganze Land systematisch und aktuell ab. Dies bietet politischen Entscheidungsträgern und Planern eine fundierte Grundlage, um den Ausbau von Solaranlagen gezielt zu fördern. Bereits im Rahmen eines ESA-Projekts wurde eine ähnliche Karte für Österreich erstellt. Aus Datenschutzgründen wird in Deutschland der Solarausbau auf Gemeinde-, Landkreis- oder Bundeslandebene dargestellt.

    Zukunftsweisende Energieplanung
    Mit dem neuen Solaratlas schafft das DLR eine wertvolle Ressource für die Planung und Umsetzung nachhaltiger Energieprojekte. Er ermöglicht eine präzise Einschätzung des Solarenergie-Potenzials und unterstützt damit den Übergang zu einer klimafreundlichen Energieversorgung.

  • Solarbranche will gebrauchte Photovoltaik wiederverwenden

    Solarbranche will gebrauchte Photovoltaik wiederverwenden

    SENS eRecycling, der Branchenverband Swissolar und das in Biel ansässige Departement Technik & Informatik der Berner Fachhochschule wollen gemeinsam mit weiteren Partnern die Kreislaufwirtschaft in der Solarbranche voranbringen. Im Rahmen des Projekts Swiss PV Circle wollen sie  laut einer Mitteilung die Lebensdauer von Photovoltaik verlängern, indem sie Geschäftsmodelle für die Wiederverwendung gebrauchter Module schaffen.

    Das Projekt beruht auf der Beobachtung, dass Photovoltaikmodule auch nach 20 Jahren noch 90 Prozent ihrer ursprünglichen Leistung besitzen. Dennoch werden sie oft ausgemustert, weil sie entweder beschädigt sind oder die Betreiber auf leistungsfähigere Modelle umrüsten wollen.

    Die Partner wollen Daten über die in der Schweiz eingesetzten Module sammeln und diese zum einen allen Beteiligten über eine digitale Plattform zur Verfügung stellen. Bei der Entwicklung von Geschäftsmodellen geht es zum anderen um die Sicherstellung einer Infrastruktur für den Abbau, die Lagerung und die Prüfung der gebrauchten Module einschliesslich ihrer Kennzeichnung. Zudem sollen die Module während ihrer ganzen Lebensdauer verfolgt werden können.

    An Swiss PV Circle beteiligen sich auch die Modulhersteller Meyer Burger Technology und 3S Swiss Solar Solutions in Thun, Helion Energy in Cham ZG als Installateur und Betreiber von Anlagen, der Energieversorger CKW sowie die KWB Planreal in Widnau SG und die Reiling PV-Recyling GmbH & Co. KG aus Münster in Nordrhein-Westfalen, zwei Spezialisten der Wiederverwertung von Photovoltaikanlagen.

  • Das Bündner Solarfaltdach goes global

    Das Bündner Solarfaltdach goes global

    Mit dem Solarfaltdach «HORIZON» hat dhp ein Produkt entwickelt, mit dem bestehende Infrastrukturflächen für die Solarstromproduktion genutzt werden können. Dies bedeutet, dass die darunter liegende Fläche weiter ohne Einschränkung genutzt werden kann, während gleichzeitig Solarstrom produziert wird. Anwendungsbereiche für das Solarfaltdach sind Kläranlagen, Parkplätze, Logistikareale und anderes mehr. Die Stromeigenversorgung dieser Anlagen kann dank «HORIZON» deutlich erhöht werden.

    Ein Solarfaltdach für 45 Autobahnrastplätze
    Die Kerntechnologie ist eine ästhetische Leichtbaukonstruktion. Diese ist nicht nur platzsparend, sondern auch ökologischer, da bis zu 50% weniger Material verbaut wird. Das Einfalten der Modulbahnen verhindert das Einwirken von Kräften, die durch Sturm, Hagel und starken Schneefall entstehen. In schneereichen Regionen fallen damit Winterverluste weg, denn die Module bleiben schneefrei und produzieren mit den ersten Sonnenstrahlen wieder Strom.

    Vor kurzem wurde bekannt, dass das Solarfaltdach über 45 Autobahnrastplätzen in der Romandie und in den Kantonen Wallis und Bern installiert werden soll. Den Zuschlag erhielt das Solarfaltdach deshalb, weil es grosse Höhen über Boden (>6 m) und weite Stützenabstände ermöglicht. Dies ist wichtig für grosse Fahrzeuge wie LKW, Sattelschlepper oder Cars, die die Rastplätze nutzen.

    Bereits neun Projekte in Deutschland
    «Das Interesse aus dem EU-Raum ist gross und fast täglich kommen Anfragen aus aller Welt in Zizers an», sagt Gian Andri Diem, Co-Founder und geschäftsführender Partner von dhp. Stand heute sind 16 Schweizer Solarfaltdächer realisiert, davon drei im Kanton Graubünden. In Deutschland werden dieses Jahr 2023 die ersten Projekte in Betrieb gehen. Rund 40 weitere Projekte stehen in unterschiedlichen Planungs- und Ausführungsstadien. Das Solarfaltdach wurde unter anderem ausgezeichnet mit dem Watt d’Or, dem Schweizer Solarpreis und dem Schweizer Zukunftspreis.

  • PV-Modul-Recycling mit digitaler Unterstützung

    PV-Modul-Recycling mit digitaler Unterstützung

    Das Fraunhofer-Center für Silizium-Photovoltaik CSP in Halle (Saale) hat Solar Materials dabei unterstützt, ihren Aufbereitungsprozess durch automatisierte Datenerfassung zu optimieren. Mithilfe einer umfangreichen Datenbank mit Hunderten von Proben verschiedener PV-Module kann Solar Materials nicht nur den Schadstoff- und Silberertrag der Solarmodule abschätzen, sondern auch den Recyclingprozess anpassen.

    Die meisten PV-Anlagen in Deutschland wurden zwischen 2010 und 2012 installiert, und nach Ablauf der zwanzigjährigen Einspeisevergütung ab 2029 wird eine erste Welle der Entsorgung erwartet. Angesichts des anhaltenden Zubaus von PV-Anlagen wird der Bedarf an Entsorgungsdienstleistungen hoch bleiben und weiter steigen. Daher ist es entscheidend, kostengünstige Recyclingprozesse und -verfahren für die Rückgewinnung von Materialien aus ausgedienten Modulen zu entwickeln.

    Die Solar Materials GmbH aus Magdeburg plant genau das und hat bereits eine Pilotlinie für das Recycling von Solarmodulen eingerichtet. In Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer CSP hat das Unternehmen den Aufbereitungsprozess für seine Recycling-Linie weiter verbessert. Eine umfangreiche Datenbank mit Moduldaten ermöglicht eine automatische Erkennung der PV-Module zu Beginn des Recyclingprozesses und passt die Verfahren entsprechend an. Dies führt zu Energieeinsparungen und besseren Endresultaten.

    Die Datenbank ermöglicht auch eine genauere Analyse der eingehenden PV-Module, was zu einer besseren Abschätzung des Silber- und Schadstoffgehalts führt und die Preisgestaltung anpasst. Die Pilotlinie des Unternehmens läuft bereits erfolgreich und der Bau einer groß angelegten Recyclingstraße in Magdeburg hat im September begonnen. Dies markiert einen wichtigen Schritt hin zu einer nachhaltigen Zukunft im Bereich PV-Modul-Recycling.

  • Parlament einigt sich bei Solarpflicht für Gebäude

    Parlament einigt sich bei Solarpflicht für Gebäude

    Der Nationalrat entschied am Montag wie der Ständerat, auf Antrag einer Minderheit bei der Bereinigung des Energie-Mantelerlasses. Die Mehrheit der Kommission für Umwelt, Raumplanung und Energie (Urek-N) hatte indes auf der generellen Solarpflicht für Dächer und Fassaden bestanden, unterlag aber knapp.

    Energieminister Albert Rösti hatte vor dieser Formulierung gewarnt und gemahnt, die Vorlage mehrheitsfähig zu halten. Noch nicht einig sind sich die Räte bei der Solarpflicht für Parkplätze. Der Nationalrat will sie für grosse Flächen, der Ständerat nicht. Er hat nun wieder das Wort zur Vorlage.

  • Konsortium bringt Solarfaltdächer auf Autobahnrastplätze

    Konsortium bringt Solarfaltdächer auf Autobahnrastplätze

    Die Stromproduzentin Aventron aus Münchenstein, BG Ingenieure und Berater aus Lausanne, Cargo sous terrain (CST) aus Basel und dhp technology aus Zizers haben das Konsortium ABCD-Horizon gegründet, um entlang von Autobahnen Photovoltaikanlagen zu installieren.

    Einer Medienmitteilung zufolge sollen auf 45 Autobahnrastplätzen „in der Romandie und den Kantonen Wallis und Bern“ innovative Photovoltaikanlagen Strom zu erzeugen. Dieser soll vorrangig in die Ladeinfrastruktur entlang der Autobahnen fliessen. Die Gesamtleistung der Anlagen wird mit bis zu 35 Megawatt angegeben. Mit der Menge könnten rund 7800 Haushalte mit einem durchschnittlichen Stromverbrauch von jährlich 4500 Kilowattstunden versorgt werden.

    Der Anstoss für die Solarstromproduktion auf nicht genutzten Flächen von Autobahnraststätten und Lärmschutzwänden kam der Mitteilung zufolge vom Bundesamt für Strassen (ASTRA). Im Rahmen einer nationalen Ausschreibung erhielt das Solarfaltdach Horizon von dhb Technology den Zuschlag für sämtliche Autobahnraststätten in der Region Romandie sowie in den Kantonen Wallis und Bern.

    Die erzeugte Energie wird den Angaben zufolge gespeichert in bestehenden Ladesäulen und Batterien. Käufer der überschüssigen Elektrizität seien die drei Hauptaktionäre von Aventron: Primeo Energie, Stadtwerke Winterthur und ewb sowie das ebenfalls zu ABCD-Horizon gehörende Unternehmen CST.

    Das Solarfaltdach Horizon zeichnet sich Unternehmensangaben zufolge durch „eine ästhetische Leichtbaukonstruktion mit seilbasiertem Tragwerkskonzept und einem patentierten Faltmechanismus“ aus. Dies erlaube weite Stützenabstände und grosse Höhen bis 6 Meter über dem Boden. Es verfügt zudem über einen Wetteralgorithmus, so dass auch im Winter Energie erzeugt werden kann. Die Bauphase ist von 2024 bis 2027 geplant.

  • Synhelion und Cemex skalieren Solarklinker auf Industrieniveau

    Synhelion und Cemex skalieren Solarklinker auf Industrieniveau

    Synhelion, der weltweite Pionier für nachhaltige Solartreibstoffe, hatte im Januar 2022 mit dem Zementproduzenten Cemex in einer spanischen Pilotanlage erstmalig Solarklinker hergestellt. Jetzt haben die beiden Unternehmen gemäss einer gleichlautenden Medienmitteilung die Produktion auf ein industrielles Niveau skaliert.

    Bei dem Prozess erzeugen Solar-Receiver von Synhelion, einer Ausgliederung aus der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich, mit konzentriertem Sonnenlicht Temperaturen von über 1500 Grad. Damit wird ein gasförmiges Wärmeträgermedium erhitzt. So kann die für das Zusammenschmelzen von Kalkstein, Ton und anderen Materialien erforderliche Hitze bereitgestellt werden. In der traditionellen Klinkerproduktion werden für den energieaufwändigen Prozess fossile Brennstoffe verwendet, die für etwa 40 Prozent der direkten CO2-Emissionen verantwortlich sind. Ziel der Kooperation von Synhelion und Cemex ist die Entwicklung einer vollständig solarbetriebenen Zementproduktion.

    Die jetzige Entwicklungsstufe sei „ein spannender Meilenstein für alle Beteiligten, der durch die hervorragende Zusammenarbeit zwischen den Teams von Cemex und Synhelion erreicht wurde“, wird Gianluca Ambrosetti, Co-CEO und Mitbegründer von Synhelion, in der Mitteilung zitiert. „Unsere Technologie kann einen wichtigen Beitrag zur Dekarbonisierung der Zementproduktion leisten, und wir freuen uns auf weitere bahnbrechende Erfolge in diesem Bereich.“ Cemex-CEO Fernando A. González ergänzt: „Die soliden Fortschritte, die ich hier sehe, beweisen, dass Solarzement nicht nur ein Traum ist, sondern durch kontinuierliche Zusammenarbeit sowie rigorose Forschung und Tests erreicht werden kann.“

  • Leitfaden soll Planungssicherheit für Solarfassaden schaffen

    Leitfaden soll Planungssicherheit für Solarfassaden schaffen

    Swissolar will für Planungsbüros und Bauherren Planungssicherheit für Installationen von Photovoltaik (PV) an Fassaden schaffen. Medienberichte hätten im Mai ein verzerrtes Bild bezüglich der entsprechenden Bewilligungspraxis geschaffen, schreibt der Verband der Schweizer Solarenergiebranche in einer Mitteilung. In gemeinsamen Gesprächen haben Swissolar, Brandschutzbehörden, Planungsbüros und Bauherrschaften dieses Bild geradegerückt und ein gemeinsames Vorgehen erarbeitet, heisst es dort weiter.

    Swissolar wird danach in Absprache mit der Vereinigung Kantonaler Feuerversicherungen einen Leitfaden für die Planung von Solaranlagen an Fassaden publizieren. Er soll als Übergangslösung bis zum Vorliegen eines Stand-der-Technik-Papiers (STP) dienen, heisst es in der Mitteilung. Ein solches STP will Swissolar bis Herbst 2024 zusammen mit Fachleuten für Photovoltaik und Brandschutz erarbeiten.

    „Für die Bewilligung von PV-Fassaden wird gemäss Brandschutzgesetzgebung weiterhin ein Nachweisverfahren notwendig sein“, erläutert Swissolar. Der Leitfaden gibt hier die Fälle an, in denen auf Brandtests an den Fassaden verzichtet werden kann. Für die Erarbeitung des endgültigen STP sollen Brandtests in akkreditierten Laboren im Ausland gemacht werden. „Mit diesem schweizweit abgestimmten Vorgehen wird für betroffene Planer und Bauherren Planungssicherheit gewährleistet und gleichzeitig die Sicherheit in Gebäuden und der Personenschutz sichergestellt“, schreibt Swissolar.

  • Grösste Solaranlage im Kanton St.Gallen ist installiert

    Grösste Solaranlage im Kanton St.Gallen ist installiert

    Helion, die schweizweit aktive Installationsfirma für Solaranlagen und Wärmepumpen, und der Energiedienstleister Energie Pool Schweiz haben gemeinsam die grösste Photovoltaikanlage des Kantons St.Gallen gebaut. Sie wurde im Auftrag der Detailhändlerin Aldi Suisse auf ihrem regionalen Verteilzentrum in Schwarzenbach installiert.

    Diese Anlage ging laut einer Medienmitteilung nach einem halben Jahr Bauzeit Mitte Juli in Betrieb. Sie weist eine Gesamtfläche von 25’000 Quadratmetern auf, etwa so viel wie drei Fussballfelder. Jedes der 12’900 Photovoltaikmodule hat eine Leistung von je 415 Watt.

    Die jährliche Energieproduktion liegt bei 5765 Megawattstunden. Das entspricht etwa dem Jahresverbrauch von 2000 Dreipersonenhaushalten. Den Angaben zufolge wurden 63 Kilometer Kabel und 23’000 Beschwerungssteine verlegt.

    Aldi Suisse betreibt den Angaben zufolge bereits seit 2020 auf dem regionalen Verteilzentrum in Perlen LU die grösste durchgehende Solaranlage der Schweiz. Darüber hinaus produziert das Unternehmen Solarstrom auf Dächern von über 60 seiner Filialen. Die neue Anlage in Schwarzenbach ist nach Perlen seine zweitgrösste.

  • In den Walliser Alpen soll eine der grössten Solaranlagen entstehen

    In den Walliser Alpen soll eine der grössten Solaranlagen entstehen

    Die Gemeinde Grengiols und fünf Energieunternehmen planen die Einrichtung einer der grössten Solaranlagen in der Schweiz: Am Südhang des Walliser Saflischtals sollen 910’000 Solarmodule mit einer Leistung von insgesamt rund 440 Megawatt Peak installiert werden, informieren die Industriellen Werke Basel (IWB) in einer Mitteilung. Neben IWB sind die beiden Walliser Energieunternehmen Energie Brig-Aletsch-Goms (EnBAG) und Forces Motrices Valaisannes (FMV) sowie die Elektrizitätswerke des Kantons Zürich (EKZ) und das Westschweizer Energieunternehmen Groupe E in das Projekt involviert. Eine Anfang Jahr abgeschlossene Machbarkeitsstudie hat das Potenzial von Grengiols-Solar bereits bestätigt.

    Die Anlage ist in einem Gebiet geplant, das jährlich rund 1500 Sonnenstunden und damit erheblich mehr Sonnenstunden als das Unterland aufweist. Die damit möglichen rund 600 Gigawattstunden Strom im Jahr fallen zu 42 Prozent im Winter an, schreibt IWB. Im Verbund mit dem von den Gommerkraftwerken (GKW) geplanten Speicherkraftwerk Chumensee könnten jährlich 1200 Gigawattstunden Strom „planbar und durch Speicherung jederzeit verfügbar“ erzeugt werden.

    Für die Realisierung der Anlage setzen die Projektpartner mehrere Jahre an. Bis Ende 2023 wollen sie den Umweltverträglichkeitsbericht und das Bauprojekt erstellt haben. Im Zusammenhang mit Letzterem sollen auch die Investitionskosten berechnet werden.

    Bereits Ende 2025 wollen die Partner Grengiols-Solar mit der vom Gesetz geforderten Leistung ans Netz anschliessen. Dabei wird der Strom anfangs über eine temporäre Freileitung an eine 65-Kilovolt-Leitung ins Rhonetal abgegeben.

  • Vaz/Obervaz nimmt faltbare Solaranlage über Kläranlage in Betrieb

    Vaz/Obervaz nimmt faltbare Solaranlage über Kläranlage in Betrieb

    Die Gemeinde Vaz/Obervaz hat ein Solarfaltdach des Unternehmens dhp technology aus Zizers über der Kläranlage ARA auf der Lenzerheide in Betrieb genommen. Damit kann fast die Hälfte des Strombedarfs der Kläranlage aus Sonnenenergie gedeckt werden, heisst es in einer Medienmitteilung.

    Demnach macht die faltbare Solaranlage in 1500 Metern Höhe insbesondere auch die Nutzung der Wintersonne möglich. Denn durch die Reflektion des Sonnenlichts im Schnee und die generell tiefen Temperaturen im Winter produziert die Solaranlage dort besonders effizient. Fällt Schnee, so fährt das Dach automatisch ein, sodass die Module nicht bedeckt werden. Auch bei Hagel und Sturm faltet sich das Dach mit Hilfe eines Meteo-Algorithmus‘ vollautomatisch zusammen.

    Zudem wird keine zusätzliche Fläche mit dem Faltdach überspannt, sondern die bereits durch die Kläranlage versiegelte Fläche genutzt. Gleichzeitig bleibt der Zugang zur Kläranlage für Bau- und Wartungsarbeiten gewährleistet.

    „Als Gemeinde, die vom Tourismus lebt, sind wir bestrebt, Umwelt und Landschaft zu schonen“, wird Andreas Hartmann, Bereichsleiter Energie und Projekte der Gemeinde, in der Medienmitteilung zitiert. Vaz/Obervaz ist überdies zu einer nachhaltigen Energiepolitik verpflichtet, weil sie das Energiestadt-Label trägt.

  • Lyreco weiht Solaranlage in Dintikon ein

    Lyreco weiht Solaranlage in Dintikon ein

    Ende 2021 hatte Lyreco angekündigt, auf dem Dach seines Logistikzentrums in Dintikon eine Photovoltaikanlage zu installieren. Am 11. Oktober ist diese Anlage nun eingeweiht worden, informiert der Vertreiber von Produkten und Dienstleistungen rund um den Arbeitsplatz mit Sitz in Dietikon in einer Mitteilung. „Wir freuen uns, dass wir unseren Energiebedarf fortan zu 40 Prozent selbst decken können, die restlichen 60 Prozent fliessen direkt in das örtliche Stromnetz von Romande Energie“, wird Erwin Fries, COO der Lyreco Switzerland AG, in der Mitteilung aus seiner Ansprache auf der Einweihung zitiert.

    Die Romande Energie SA aus Morges VD war von Lyreco mit der Installation der Solaranlage beauftragt worden. Insgesamt wurden rund 3000 Solarpanele mit einer Gesamtfläche von über 5400 Quadratmeter verbaut. Sie können jährlich rund 1,1 Gigawattstunden Strom erzeugen.

    Lyreco sieht die Einrichtung der Anlage als Beitrag des Unternehmens zur Verkleinerung des ökologischen Fussabdrucks und zur Reduktion von CO2-Emissionen durch Energieerzeugung. „Nachhaltigkeit ist in unserer Unternehmensphilosophie fest verankert“, heisst es in der Mitteilung. Als konkrete Beispiele zählt Lyreco dort unter anderem den umweltfreundlichen Transport von Paketen aus dem Logistikzentrum in Dintikon über die Schiene und den Einsatz von elektrisch betriebenen Kastenwagen und Lastenfahrrädern auf. Zudem verwendet das Unternehmen aus wiederverwertetem Material hergestellte Mehrwegboxen.

  • 40 Jahre am Netz – Erste Photovoltaikanlage Europas in der Schweiz

    40 Jahre am Netz – Erste Photovoltaikanlage Europas in der Schweiz

    Ticino Solare wurde auf dem Dach eines Fachhochschulgebäudes in der Nähe von Lugano installiert. Am 13. Mai 1982 lieferte die nach Süden ausgerichtete Anlage Strom ins Netz. Die installierte Leistung: 10 kWp. Das war für damals aussergewöhnlich. Später wurden die Panels auf ein anderes Gebäude transferiert.

    Regelmässig wurden Zustand, Beschaffenheit, Farbe und Leistung der Solarzellen kontrolliert und gemessen. Eine Untersuchung nach 35 Jahren Betrieb kam zum Schluss, dass die Zellen Abnützungserscheinungen zeigen – Stichwort Korrosion, verbrannte Stellen (Hot spots), Risse in den Zellen oder Defekte bei Verbindungskabeln. Doch: Die Mehrheit der Module funktionierte immer noch gut und lieferte über alles gesehen immer noch mindestens 80 Prozent der Leistung. Hersteller von Solarpanels garantieren in der Regel eine Lebensdauer von 25 bis 30 Jahren.

    Energeiaplus hat bei Mauro Caccivio nachgefragt, was TISO-10 besonders macht. Caccivio leitet das Photovoltaik-Labor der Tessiner Fachhochschule SUPSI. «Es ist absolut erstaunlich. Wenn man sich die Schwarz-Weiss-Fotos von damals anschaut und sich den technologischen Fortschritt vergegenwärtigt, der seither erzielt wurde, versteht man, wie visionär das Projekt und wie mutig das Team dahinter war. TISO war für die spätere massive Verbreitung der Solarenergie bedeutend: Die Photovoltaik-Technologie war bereits zu Beginn ihrer industriellen Phase in der Lage, die für die Herstellung der Solarmodule benötigte Energie um ein Vielfaches ins Stromnetz zurückzuliefern. Dies ist entscheidend, um die Auswirkungen auf Umwelt und Natur so gering wie möglich zu halten, und dies gilt heute umso mehr, angesichts der enormen Weiterentwicklung, die wir erleben.

  • ewz baut zweite Solaranlage auf Staumauer

    ewz baut zweite Solaranlage auf Staumauer

    ewz baut auf der Staumauer Valle di Lei auf über 1900 Meter Seehöhe seine zweite Grosssolaranlage. Die Bündner Gemeinde Ferrera hat dafür im November 2021 die Baugenehmigung erteilt. Laut einer Medienmitteilung werden auf der Staumauer Valle di Lei der Kraftwerke Hinterrhein (KHR) auf 550 Metern Länge über 1000 Module angebracht. Den Grossteil der Bau- und Installationsarbeiten führen KHR-Mitarbeitende aus.

    Entwickelt und geplant wurde die Anlage von der Reech GmbH aus Landquart GR. Sie wird eine Leistung von 343,2 Kilowattpeak aufweisen. Die jährliche Produktion wird bei rund 380 Megawattstunden liegen. Laut ewz entspricht das dem jährlichen Strombedarf von etwa 160 Stadtzürcher Haushalten.

    Hochalpine Photovoltaikanlagen sind besonders effizient. Sie liefern den Angaben zufolge im Jahresdurchschnitt 25 Prozent mehr Strom als Anlagen im Mittelland. Zudem produzieren sie rund die Hälfte des Jahresstroms im Winter. Dadurch, so ewz, tragen sie zur Versorgungssicherheit im Winterhalbjahr bei.

    Analog der ersten Photovoltaikanlage von ewz auf der Staumauer Albigna können sich ewz-Kundinnen und -Kunden bei Lago di Lei – Solar ebenfalls beteiligen. 73 Prozent der zur Verfügung stehenden Flächen seien bereits verkauft.

  • Wohnsiedlung erhält autarke Beleuchtung

    Wohnsiedlung erhält autarke Beleuchtung

    Die Aussenbeleuchtung der Siedlung Moosbühlstrasse in Moosseedorf bei Bern ist nicht mehr vom Stromnetz abhängig, informiert die BKW in einer Mitteilung. Das Berner Energie- und Infrastrukturunternehmen hat hier 27 solarbetriebene LED-Leuchten installiert, die ausreichend Licht auf Treppen und in Hauseingänge werfen, aber möglichst wenig Mensch und Umwelt irritierende Lichtemissionen abgeben. Mit dem von der Gemeinde finanziell unterstützten Projekt statte die BKW „zum ersten Mal eine ganze Siedlung mit nachhaltigen Solarleuchten aus“, wird Projektleiter Simon Jakob von der BKW in der Mitteilung zitiert.

    Die innovative Beleuchtung weise gegenüber herkömmlichen Aussenbeleuchtungen gleich eine ganze Reihe von Vorteilen auf, wird in der Mitteilung weiter erläutert. So können die Lampen nicht nur unabhängig vom Stromnetz betrieben werden, bei Einrichtung und Erneuerung entfällt auch der Aufwand für das Ziehen von Leitungen. Die auf allen vier Seiten der Lampenmasten angebrachten Solarpanele erzeugen auch an lichtarmen Wintertagen genug Energie für den Betrieb der Leuchten. Eine bewegungsabhängige Steuerung hilft zusätzlich beim Einsparen von Energie. „Der Trend hin zu so wenig Licht wie nötig und das höhere Umweltbewusstsein der Bevölkerung machen solare Aussenbeleuchtungen für Siedlungsbewohnerinnen und Eigentümer interessant“, meint Jakob.

  • Ganzheitliche Solarlösung für ALDI SUISSE

    Ganzheitliche Solarlösung für ALDI SUISSE

    Bei dem Projekt geht es um Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit: Auf rund 70 Filialdächern wurden Photovoltaikanlagen mit einer Gesamtleistung von rund 15’000 kWp installiert. Zählt man die Anlagen zusammen, entsteht eines der grössten Sonnenenergieprojekte der Schweiz. Es wird etwa 14 Millionen Kilowattstunden Strom pro Jahr produzieren, das entspricht dem Verbrauch von rund 5’300 Haushalten. Damit leistet der Detailhändler einen wertvollen Beitrag zur nachhaltigen Energieversorgung der Schweiz – und kann gleichzeitig seine Betriebskosten signifikant senken.

    Der Strom der Anlagen wird von den Läden selber genutzt, die – wie alle Detailhändler – wegen der vielen Kühlregale, des Backofens, der Heizung und der Beleuchtung relativ viel Energie verbrauchen. Ausserdem wird – wo vorhanden – der Solarstrom in den E-Ladestationen neben den Filialen genutzt und wird, wenn überschüssig, ins Netz eingespeist.

    Zeitdruck als Herausforderung und Chance
    Ende 2019 erhielt ewz Energielösungen den Zuschlag für den Bau der Anlagen. In enger Zusammenarbeit entwickelten ewz mit ihrem Tochterunternehmen SunTechnics Fabrisolar sowie einem weiteren Partner je eine Pilotanlage. Dieses Vorgehen erlaubte es, das Know-how aller Beteiligten zu nutzen und technische Fragen im Vorfeld zu klären. Auch konnten die umfangreichen Anforderungen von ALDI SUISSE an den Bauablauf, die Sicherheitsanforderungen und die Funktionalität berücksichtigt werden. Den Rollout bereitete ewz noch während der Pilotphase vor und liess die Erkenntnisse aus dem Bau der ersten Anlagen laufend einfliessen. Der Zeitdruck erwies sich somit nicht nur als grosse Herausforderung, sondern auch als eine Chance. Denn durch den fast zeitgleichen Bau der rund 70 Anlagen liessen sich viele Synergien nutzen, die eine effiziente Realisierung ermöglichten.   

    Aufwendige statische Prüfung
    Vor der Montage der Module musste jedes Dach statisch geprüft werden. Dies ist insbesondere bei Bestandsbauten wichtig, da die zusätzlichen Lasten durch Module, Befestigungssysteme und Betongusssteine zur Beschwerung hoch sind. Für jedes Filialdach erstellten die Spezialisten mit einer Berechnungssoftware einen Ballastierungsplan, der die Anzahl und Positionierung der Module vorgibt. Die Module sind in der Regel in Ost-West-Richtung aufgestellt. Auch eine Südausrichtung wäre aufgrund der hohen direkten Einstrahlung über Mittag grundsätzlich möglich, doch über den Tagesverlauf erweist sich die Ost-West-Ausrichtung als ertragreicher.

    Maximaler Solarertrag
    «Bei der Planung haben wir nicht geschaut, wie gross der Hausanschluss ist, sondern wie gross die verfügbare Dachfläche ist und wie viele Module wir dort maximal platzieren können», sagt Roland Jucker, Gesamtprojektleiter bei ewz. Das Ziel von ewz lautete nämlich ganz klar, so viel Solarertrag wie möglich zu generieren. Doch stellte dieser Grundsatzentscheid die Planer vor einige Herausforderungen. Die grösste bestand darin, die PV-Anlage in die bestehende Stromversorgung der Filialen zu integrieren.

    Der von der PV-Anlage produzierte Strom wird primär direkt in der ALDI-Filiale zur Deckung des Eigenverbrauchs verwendet. Verbraucht die Filiale gerade weniger Strom, als die PV-Anlage produziert, wird der überschüssige Strom ins Netz eingespeist. Der elektrische Hausanschluss muss deshalb auf die maximale Leistung der PV-Anlage abgestimmt sein (z. B. sonniger Sonntag mit maximaler Produktion und kleinem Eigenverbrauch). Weil diese Situation aber äusserst selten und nur kurzzeitig vorkommt, wäre eine Verstärkung des Hausanschlusses unverhältnismässig teuer.

    Die Lösung besteht in einer dynamischen Leistungsregelung. Dabei wird laufend gemessen, wie viel Strom die PV-Anlage gerade produziert, was die Verbraucher beziehen und wie viel Strom ins Netz zurückgespeist wird. Liegt der Rückspeisestrom über einem bestimmten Grenzwert, gibt die Steuereinheit dem Wechselrichter den Befehl, die Leistung zu drosseln. Die Hausanschlusssicherung kann nicht überlastet werden und der Eigenverbrauch ist nicht eingeschränkt.

    Die für ALDI SUISSE realisierte Lösung ermöglicht dank der grossen PV-Anlagen einen sehr hohen Solarertrag bei einem durchschnittlichen Eigenverbrauch von rund 60 Prozent.

    Mit ewz hat ALDI SUISSE einen Contracting-Vertrag abgeschlossen
    Einfach ausgedrückt: ALDI SUISSE stellt die Dächer zur Verfügung und bezieht den Solarstrom soweit möglich zur Deckung des Stromverbrauchs direkt in der Filiale. Die PV-Anlagen gehören ewz, das auch den Unterhalt, die Abrechnung und die Erneuerung verantwortet. Zum «Sorglospaket» gehören auch die Gesamtkoordination des Projekts, das Einholen der Baubewilligungen, die Fernüberwachung und die Verwendung des Reststroms.

    Roland Jucker, Gesamtprojektleiter ewz sagt: «Die Idee, so viele Dächer wie möglich mit einer standardisierten PV Lösung auszustatten, ist visionär». «Am Ende wurden rund 45’000 Module installiert.» Besonders stolz ist Jucker darauf, dass die Installation bei laufendem Betrieb erfolgen konnte. «Nach Geschäftsschluss mussten wir jeweils für 30 Minuten vom Netz – das war der einzige Unterbruch.»

    Christoph Deiss, der Leiter des Geschäftsbereichs Energielösungen bei ewz, sagt: «Ein ähnliches Projekt ist mir in der Schweiz nicht bekannt. Damit leistet ALDI SUISSE zusammen mit uns einen wertvollen Beitrag zum Klimaschutz.» Christoph Deiss betont die grosse Erfahrung: «Seit über 30 Jahren nutzen wir die Photovoltaiktechnologie – wir sind ein Solarpionier der ersten Stunde.» Dank des grossen Know-hows und der langjährigen Erfahrung setzte sich ewz in der Ausschreibung gegen rund ein Dutzend Mitbewerberinnen und Mitbewerber durch. «ewz ist ein Schweizer Unternehmen mit Standorten in Zürich, Graubünden und in der Waadt», betont Christoph Deiss. «Dank der regionalen Betriebsteams garantieren wir höchste Versorgungssicherheit und kurze Reaktionszeiten.»

    Weitere Informationen unter: ewz.ch/aldisuisse

  • Solarbetriebenes Wohnmobil lädt Zugfahrzeug auf

    Solarbetriebenes Wohnmobil lädt Zugfahrzeug auf

    Die Hochschule Luzern (HSLU) hat ein praktisches Beispiel für ein nachhaltiges Leben ohne CO2-Emissionen entworfen: ein Wohnmobil. Der Strom, den der Solar Butterfly in seinem Inneren benötigt, wird von ausklappbaren Solarflügeln produziert. Damit wird auch das elektrische Zugfahrzeug aufgeladen. An der Umsetzung des Projekts sind laut einer Medienmitteilung Studierende um Stephen Wittkopf massgeblich beteiligt. Er leitet den Wissens- und Innovationstransfer am Departement Technik & Architektur der HSLU.

    Der Solar Butterfly wird derzeit nahe Luzern in der Zentralschweiz gebaut. Sein Baumaterial besteht grösstenteils aus Kunststoffabfällen, die im Meer gesammelt und dann umgewandelt werden. Das Wohnmobil ist 10 Meter lang und mit hochgeklappten Sonnenpaneelflügeln 13 Meter breit. Insgesamt bieten sie 80 Quadratmeter Fläche zur Gewinnung von Solarstrom.

    Initiiert wurde das Projekt vom Schweizer Umweltpionier Louis Palmer. Er war vor 15 Jahren der erste Mensch, der die Welt mit einem solarbetriebenen Auto umrundet hat. Ab Mai 2022 wird der Solar Butterfly zusammen mit seinen Passagieren um die Welt reisen. Auf dieser Weltumrundung wollen sie 1000 inspirierende Projekte gegen die Erderwärmung identifizieren, aufzeichnen und sie dann veröffentlichen.

  • Baselbiet setzt auf Solarstrom vom Dach

    Baselbiet setzt auf Solarstrom vom Dach

    Der Kanton Basel-Landschaft geht in die Solarstromoffensive. Kantonseigene Gebäude werden mit Photovoltaikanlagen ausgerüstet, informiert die Kantonsverwaltung in einer Mitteilung. Dabei seien bisher 2177 Module im Umfang von knapp 3900 Quadratmetern Fläche auf den Dächern der Sekundarschulen Hinterzweien in Muttenz, Gerenmatt in Arlesheim, Laufental in Laufen, Lärchen in Münchenstein und Rheinpark in Birsfelden sowie des Werkhofs Kreis 3 in Sissach und der neuen Fachhochschule in Muttenz installiert worden. Sie können im Jahr rund 800’000 Kilowattstunden Solarstrom erzeugen. Damit liesse sich der Elektrizitätsbedarf des jeweiligen Standorts vollständig abdecken, schreibt die Kantonsverwaltung.

    Weitere Anlagen sind der Mitteilung zufolge bereits in Planung. Dabei soll in Kürze „die künftig grösste kantonseigene Photovoltaikanlage“ angegangen werden. Sie entsteht auf dem Neubau des Sammlungszentrums Augusta Raurica in Augst. Hier sind über 400 Module geplant, die jährlich rund 450’000 Kilowattstunden Solarstrom liefern könnten. Zudem sehen die Planungen Anlagen auf den Dächern der Sekundarschulen Tannenbrunn in Sissach und Frenke in Liestal sowie des Massnahmezentrums Arxhof in Niederdorf vor.

    Das Hochbauamt folge mit der Solaroffensive den Vorgaben des Landrats, heisst es weiter in der Mitteilung. Ihnen zufolge soll der Kanton „einerseits ein Vorbild für andere Investoren sein und andererseits auch mit möglichst viel selbst produziertem solarem Strom den wachsenden Bedarf an den Schulen und den weiteren Bauten decken“. Die Mittel für die Investitionen stellt der Landrat über Baukredite und im Rahmen des Investitionsprogramms bereit.

  • AMAG Winterthur nimmt neue Solaranlage in Betrieb

    AMAG Winterthur nimmt neue Solaranlage in Betrieb

    Die AMAG Gruppe hat an ihrem Standort Winterthur eine neue Photovoltaikanlage in Betrieb genommen, informiert die Automobilhandelsgruppe für alle Marken des Volkswagenkonzerns in einer Mitteilung. Die von Helion erstellte Anlage mit einer Leistung von rund 157 Kilowatt Peak wurde auf dem Dach der Gebäude von AMAG für Volkswagen und VW Nutzfahrzeuge installiert. Von den jährlich erwarteten rund 158 Megawattstunden Solarstrom will die Gruppe rund 60 bis 65 Prozent selbst nutzen.

    „Mit der aus der Photovoltaik-Anlage gewonnenen Sonnenenergie können wir rund 60 Prozent unseres Strombedarfs am Standort Zürcherstrasse 312 in Winterthur abdecken“, wird Martin Zgraggen, Geschäftsführer der AMAG Winterthur, in der Mitteilung zitiert. „Durch die steigende Anzahl an Elektrofahrzeugen wird auch mehr Strom benötigt, den uns die neue Solaranlage liefert.“

    Die Gebäude der AMAG für die Marken Audi und Skoda in Winterthur wurden bereits 2013 mit einer Solaranlage ausgestattet, wird in der Mitteilung weiter erläutert. Die erste Photovoltaikanlage hat die Gruppe bereits 2008 auf dem Dach ihres Zentralersatzteillagers in Buchs ZH installieren lassen. Im laufenden Jahr wurden neben der neuen Anlage in Winterthur zwei weitere Solaranlagen in Wettswil am Albis ZH und in Basel installiert.

    Bis 2025 will die Automobilhandelsgruppe mit Hauptsitz in Cham ZG vollständig klimaneutral agieren. Bis 2024 sollen dazu Solaranlagen auf rund 50’000 Quadratmeter Fläche installiert werden. Für weitere 100’000 Quadratmeter Fläche an AMAG-Standorten prüft die Gruppe einen Einsatz.

  • Swissolar will mehr Sonne im Standardstrom

    Swissolar will mehr Sonne im Standardstrom

    Rund 5 Prozent des jährlichen Stromverbrauchs in der Schweiz werden derzeit durch im Inland produzierten Solarstrom gedeckt, erläutert Swissolar in einer Mitteilung. In den Standard-Stromprodukten der Energieversorger betrage der Anteil an Solarstrom jedoch durchschnittlich nur 1,85 Prozent, heisst es dort weiter. Der Verband der Schweizer Solarenergiebranche setzt sich gemeinsam mit dem Stromvergleichsdienst myNewEnergy dafür ein, den Solaranteil der Standardprodukte in einem ersten Schritt auf diese 5 Prozent zu erhöhen.

    „Dieser Wert sollte jährlich mindestens um die jeweilige Zubaumenge erhört werden“, wird Swissolar-Geschäftsleiter David Stickelberger in der Mitteilung zitiert. „Rund 1 Prozent würde dem notwendigen Zubau von Photovoltaik-Anlagen entsprechen.“

    Die Mehrheit der Haushalte wähle kein spezielles Stromprodukt und erhalte daher das Standardangebot des jeweiligen Energieversorgers, erläutert Swissolar in der Mitteilung weiter. Bei einem auf den Anteil am Stromverbrauch aufgestockter Solarstromanteil im Standardprodukt werde der vergleichsweise teure Strom auf eine grosse Anzahl Abnehmende aufgeteilt, argumentiert Swissolar. Dies halte den Produktpreis niedrig und erschliesse neue Absatzmärkte für Anbietende von Solarstrom, die bisher „auf ihrem sauberen Strom sitzen“ blieben.

    „Wichtig ist dabei, dass diese Zertifikate ausschliesslich aus Schweizer Solaranlagen stammen, denn nur solche leisten einen effektiven Beitrag an eine sichere und saubere Stromversorgung in unserem Land“, erklärt Stickelberger. „Allein um die AKW zu ersetzen, brauchen wir 20 Terawattstunden Solarstrom.“

  • In Glarus entsteht neue Solargemeinschaft

    In Glarus entsteht neue Solargemeinschaft

    Die Technischen Betriebe Glarus (tb.glarus) bauen auf dem Dach der zur Kantonsschule Glarus gehörigen Turnhalle eine Solaranlage. Dort können sich Privatkunden ihre gewünschte Fläche an Solarpaneelen kaufen und bekommen während 20 Jahren eine fixe Menge Solarstrom vergütet.

    Durch ihre Teilhabe an einer solchen Solargemeinschaft haben auch Mietende ohne eigenes Dach die Möglichkeit, lokal erzeugten Solarstrom zu fördern. Ein weiterer Vorteil sei, dass sie sich über Investitionskosten, Planung, Wartung keine Gedanken zu machen bräuchten, so tb.glarus in einer Medienmitteilung.

    Diese jetzt entstehende Solargemeinschaft ist die dritte, die tb.glarus realisiert. Bei der Zweiggartenturnhalle in Netstal GL seien bereits zwei Solargemeinschaften erfolgreich in Betrieb genommen worden. Die neue Anlage werde mit ihren 666 Quadratmetern fast doppelt so gross sein wie diese beiden zusammen.

  • Empa erreicht Rekord bei flexiblen Solarzellen

    Empa erreicht Rekord bei flexiblen Solarzellen

    Das Empa-Team des Laboratoriums für dünne Filme und Photovoltaik unter der Leitung von Ayodhya N. Tiwari hat seinen siebten Rekord für den Wirkungsgrad flexibler CIGS (Copper Indium Gallium Diselenide)-Solarzellen aufgestellt. Nach einem rekordhohen Wirkungsgrad von 12,8 Prozent im Jahr 1999 erreichte es nun laut einer Medienmitteilung 21,38 Prozent. Dieser neue Rekord wurde vom unabhängigen Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme im deutschen Freiburg bestätigt.

    Der nun gemessene Wert liegt bereits nahe am besten Wirkungsgrad herkömmlicher, nicht biegsamer Solarzellen aus kristallinem Silizium von 26,7 Prozent. Die hocheffizienten flexiblen Solarzellen eignen sich besonders für die Anwendung auf Dächern und Gebäudefassaden, für Gewächshäuser, Transportfahrzeuge, Flugzeuge und tragbare Elektronik. Gemeinsam mit der in Niederhasli ZH ansässigen Firma Flisom, einer Ausgründung aus der Empa und der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH), entwickeln die Forschenden eine Rolle-zu-Rolle-Herstellung von leichten, flexiblen Solarmodulen für derartige Anwendungen.

    Diese Solarzellen werden mittels einer Niedrigtemperatur-Verdampfungsmethode auf einer Polymerfolie hergestellt. Darauf liegt das lichtabsorbierende Halbleitermaterial als hauchdünner Film. Empa-Forscher Shiro Nishiwaki optimierte deren Zusammensetzung. So konnte er den Wirkungsgrad weiter erhöhen. Laut Messungen des Teams blieb die Steigerung der Photovoltaikleistung auch nach mehreren Monaten stabil.

    Tiwaris Team arbeitet eng mit dem Kovalenko Lab für Funktionale Anorganische Materialien der ETH Zürich zusammen. Die Forschungs- und Entwicklungsarbeiten wurden vom Bundesamt für Energie unterstützt.

  • 3S Solar Plus weiht neue Produktionslinie ein

    3S Solar Plus weiht neue Produktionslinie ein

    Die 3S Solar Plus AG hat am 20. August eine neue Produktionslinie an ihrem Standort in Thun eröffnet. An der Feier waren mehrere Gäste aus Wirtschaft und Politik mit dabei – unter ihnen auch der Thuner Stadtpräsident Raphael Lanz.

    „Mit der hochmodernen Linie erhöhen wir unsere Kapazität und Flexibilität um ein Vielfaches“, wird Patrick Hofer-Noser, Inhaber und Geschäftsführer von 3S Solar Plus, in einer Medienmitteilung zitiert. Der Ausbau soll insbesondere die Lieferfähigkeit unterschiedlicher Produkte für gebäudeintegrierte Photovoltaik erhöhen. Diese werden an Kunden in der Schweiz und im europäischen Ausland ausgeliefert.

    3S Solar Plus ist auf die Herstellung von Bauprodukten spezialisiert, die dank integrierter Solartechnik Energie erzeugen. Die Firma hat sich 2018 vom Solarunternehmen Meyer Burger losgelöst. Seither hat sie die Zahl ihrer Mitarbeitenden mehr als verdoppelt.

  • CKW kauft Elektro Basilisk AG

    CKW kauft Elektro Basilisk AG

    Die CKW AG betreibt ihr Wachstum in der Deutschschweiz: Der Luzerner Spezialist für integrierte Energie- und Gebäudetechniklösungen hat das Basler Elektrounternehmen Elektro Basilisk AG gekauft. Wie CKW mitteilt, erweitert sie mit dieser gezielten Ergänzung ihr eigenes Portfolio optimal. Gleichzeitig stütze sie die Strategie, das Geschäftsfeld Gebäudetechnik und insbesondere Solar auszuweiten. „Die Elektro Basilisk AG ergänzt die Kompetenzen innerhalb der CKW-Gruppe sowohl geografisch wie auch thematisch optimal“, wird Thomas Gisler, Leiter des Geschäftsbereichs Elektro bei CKW, zitiert.

    Das 1997 gegründete Unternehmen Basilisk bietet sämtliche Dienstleistungen rund um Elektro- und Telematikinstallationen, Reparaturservice und Solartechnik an. Knapp 40 Mitarbeitende sind für die Firma tätig. Sie bleiben ebenso wie die Geschäftsführer im Unternehmen.

    Die CKW-Gruppe versorgt eigenen Angaben zufolge über 200’000 Endkunden in den Kantonen Luzern, Schwyz und Uri mit Strom. Zusätzlich bietet sie schweizweit Produkte und Dienstleistungen in den Bereichen IT-Infrastruktur und -Kommunikation, Elektro sowie Energietechnik. CKW beschäftigt mehr als 1900 Mitarbeitende.

  • Rheinfelden Solar nimmt dritte Anlage in Betrieb

    Rheinfelden Solar nimmt dritte Anlage in Betrieb

    Das Projekt Rheinfelden Solar wird in Kürze seine dritte Solaranlage in Betrieb nehmen, informiert AEW Energie in einer Mitteilung. Die Anlage mit einer Spitzenleistung von 110 Kilowatt wird im Zuge einer Dachsanierung auf dem Werkhof und Feuerwehrmagazin in Stein errichtet. Insgesamt werden hier 290 Module installiert.

    Im Projekt Rheinfelden Solar können Interessierte Solarenergie unterstützen, ohne eine eigene Solaranlage einrichten zu müssen. Stattdessen finanzieren sie eine von Rheinfelden Solar installierte Anlage über einen einmaligen Beitrag pro Modul. Im Gegenzug wird den Beteiligten der mit den von ihnen finanzierten Modulen produzierte Strom über 20 Jahre hinweg in der eigenen Stromrechnung gutgeschrieben.

    Die Module der Anlage in Stein werden zu den gleichen Konditionen wie die der erheblich grösseren zweiten Anlage von Rheinfelden Solar auf dem Dach des Swisslos-Logistikzentrums in Rheinfelden abgegeben. Interessierte können ab sofort online die gewünschte Anzahl von Modulen zum Preis von je 560 Franken bestellen, erläutert AEW Energie. Ab Jahresbeginn 2022 sollen ihnen jährlich 240 Kilowattstunden Strom pro erworbenen Modul auf der Stromrechnung gutgeschrieben werden.

  • Swissolar fordert höheres Tempo beim Solarausbau

    Swissolar fordert höheres Tempo beim Solarausbau

    Der Zubau von Solaranlagen in der Schweiz war 2020 etwa 30 bis 39 Prozent höher als im Vorjahr und damit auf Rekordniveau. Das ist zumindest die Schätzung des Verbands Swissolar auf Basis von bereits verfügbaren Zahlen zur Statistik Sonnenenergie 2020, welche im Juli veröffentlicht wird.

    In einer Mitteilung anlässlich der Nationalen Photovoltaiktagung in Bern weist Swisssolar darauf hin, dass das Tempo beim Zubau weiter beschleunigt werden muss. Die Energieperspektiven 2050+ des Bundesrats rechnen mit einer jährlichen Solarstromproduktion von 34 Terawattstunden bis 2050. Swissolar würde sogar 45 Terawattstunde anstreben. Allerdings müsse der jährliche Zubau für beide Ziele im Vergleich zum Vorjahr um den Faktor drei bis vier gesteigert werden, so Swissolar.

    Für ein rascheres Tempo beim Zubau müssten laut Swissolar auch die Rahmenbedingungen optimiert werden. Der Einschätzung des Verbands zufolge werde der Ausbau von Photovoltaikanlagen in der Schweiz vorwiegend auf Dächern und an Fassaden von Gebäuden stattfinden. Eine Auswertung von Swissolar zeigt hier, dass kleinere und mittlere Anlagen von unter 150 Quadratmetern auf den Dächern von Ein- und Mehrfamilienhäusern fast die Hälfte des „einfach erschliessbaren“ Solarpotenzials bergen. Der Verband fordert daher, dass prioritär für diese Anlagen Investitionssicherheit geschaffen werden soll. Mittelfristig dürfte auch die Winterproduktion von Strom zunehmend wichtiger werden. Hier dürften laut dem Verband insbesondere alpine Solaranlagen eine wichtige Rolle spielen.

  • Energie 360° arbeitet an Power-to-Gas-Lösung

    Energie 360° arbeitet an Power-to-Gas-Lösung

    Energie 360° und das Gasspeicherunternehmen RAG Austria arbeiten daran, Solarenergie ganzjährig verfügbar zu machen. Beide verfolgen gemeinsam das innovative Power-to-Gas-Projekt Underground Sun Conversion – Flexible Storage. Es ist im Dezember 2020 gestartet, hat eine Laufzeit von zweieinhalb Jahren und wird von der Europäischen Kommission gefördert. Am Forschungsstandort der RAG im oberösterreichischen Pilsbach laufen bereits Feldversuche.

    In diesem Projekt wird überschüssige erneuerbare Energie, etwa Solarstrom im Sommer, in Wasserstoff umgewandelt, erklärt Energie 360° in einer Medienmitteilung. Dieser wird dann zusammen mit Kohlenstoffdioxid in natürlichen Untergrundspeichern in über 1000 Metern Tiefe eingelagert. Dort verbinden Mikroorganismen Wasserstoff und Kohlensstoff zu erneuerbarem Methangas. Bei Versorgungslücken, etwa im Winter, kann diese Energie genutzt werden. Der Vorteil gegenüber Pumpspeicherkraftwerken oder Batterien liege in der viel höheren Speicherkapazität bei gleichzeitig geringem Oberflächenbedarf, so Energie 360°.

    In der Schweiz kooperieren die beiden Firmen mit der Universität Bern, der Ostschweizer Fachhochschule und der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa). „Wir arbeiten gemeinsam an der Lösung für eine der grössten Herausforderungen des Energiesystems der Zukunft: Wie treiben wir volatile erneuerbare Energieträger wie Sonne und Wind weiter voran und bieten dabei gleichzeitig ganzjährige Versorgungssicherheit?“, so Andreas Kunz, Leiter Energieanlagen bei Energie 360°.

  • Aventron und HIAG gründen Solarfirma

    Aventron und HIAG gründen Solarfirma

    Aventron und HIAG tun sich zusammen: Ihre neue gemeinsame Firma HIAG Solar AG will die Produktion von Solarstrom auf den Dächern von HIAG-Immobilien langfristig ausbauen. HIAG hält 49 Prozent an der Gemeinschaftsfirma, aventron 51 Prozent. Eine „optimale Verbindung“, findet aventron-CEO Antoine Millioud: „HIAG besitzt sehr grosse Dachflächen in der Schweiz und aventron verfügt über ausgewiesenes Know-how in der Planung, Umsetzung und im Betrieb leistungsfähiger Solaranlagen.“

    Wie es in einer Medienmitteilung von HIAG heisst, will die HIAG Solar AG mittelfristig zu einem bedeutenden Solarstrom-Produzenten der Schweiz werden und die Kapazität sukzessive ausbauen. Für Photovoltaikmodule stehen ihr derzeit 65’000 Quadratmeter Fläche zur Verfügung. Sie sollen rund 10 Mega-Watt-peak Leistung erbringen.

    Angestrebt werde eine jährliche Stromproduktion von 10 Millionen Kilowattstunden. Das entspreche einer Einsparung an CO2-Äquivalenten in Höhe von 4,2 Millionen Tonnen. Die ersten vier Anlagen seien bereits in Planung. Sie sollen in diesem und im kommenden Jahr ihren Betrieb aufnehmen.