Schlagwort: Stadtentwicklung

  • Studierende denken über Food Factory in Basel nach

    Studierende denken über Food Factory in Basel nach

    Unter dem Thema Feed the city haben sich Studierende des Instituts Architektur der Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW) über ein Jahr hinweg mit der Frage nach einer nachhaltigen Versorgung mit Nahrungsmitteln auseinandergesetzt. Dabei wurden Konzepte erarbeitet, auf dem Areal Rosental Mitte in Basel eine Food Factory einzurichten, informiert Immobilien Basel-Stadt in einer Mitteilung. Der kantonale Ansprechpartner für Immobilienmanagement will das ehemalige Firmenareal in einen Stadtteil für Wohnen, Arbeiten, Forschen, Freizeit und Sport transformieren.

    Als Standort einer Food Factory bietet sich nach Ansicht der Studierenden der FHNW das achtgeschossige ehemalige Farbstoff-Packmagazin in Rosental Mitte an. Die „robuste Struktur mit den grossen Spannweiten, hohen Decken und grossen Traglasten“ eigene sich „sehr gut für neue Nutzungsideen“, schreiben sie in der Mitteilung. Der erhaltenswerte Bau 1055 könne zudem „als Treffpunkt im Quartier dienen und gleichzeitig Wissen über die Lebensmittelproduktion vermitteln“.

    Die angedachte Food Factory mitten in Basel soll den gesamten Kreislauf des Essens von der Produktion über Verarbeitung und Konsum bis zur Abfallverwertung sichtbar machen. Dafür haben die Studierenden Konzepte für Produktion und Vertrieb erarbeitet und Schnittstellen zu Gastronomie und Forschung untersucht. Auch die Potenziale neuer Lebensmittel wie beispielsweise Algen sind in die Überlegungen eingeflossen.

  • Abstandsgrün als ökologisches Kapital der Städte

    Abstandsgrün als ökologisches Kapital der Städte

    Studien zeigen, dass in Städten wie Bern dutzende Hektaren sogenanntes Abstandsgrün existieren. Rasenflächen ohne Funktion, die lediglich gemäht werden. Diese Flächen sind ein bislang ungenutztes Kapital. Sie könnten Regenwasser speichern, das Stadtklima kühlen und Lebensräume für vielfältige Arten schaffen. Statt isoliert betrachtet zu werden, müssen sie als zusammenhängendes Ökosystem verstanden werden.

    Planung über Parzellengrenzen hinaus
    Klimawandel und Biodiversität machen nicht an Grundstücksgrenzen Halt. Dennoch ist die Kompetenz der Eigentümerschaften auf ihre Parzellen beschränkt. Damit das Potenzial urbaner Grünräume für Klimaresilienz und Artenvielfalt wirksam wird, braucht es politische Leitplanken, kooperatives Handeln und neue Berufsfelder, die urbane Grünräume professionell pflegen und entwickeln. Ein systemischer Ansatz im Städtebau ist unverzichtbar.

    Landschaftsarchitektur mit Führungsanspruch
    Die Architektur prägt den Städtebau mit grossen Gesten, doch die Robustheit und Zukunftsfähigkeit urbaner Systeme liegt im Freiraum. Hier hat die Landschaftsarchitektur ihre Stärke. Sie kann mit minimalen Mitteln widerstandsfähige, ökologische Strukturen schaffen. Dafür braucht es mehr Selbstbewusstsein in der Disziplin und die Bereitschaft, die Führungsrolle im Städtebau einzunehmen.

    Bildung für die Zukunft
    Um den steigenden Bedarf an Landschaftsarchitektinnen und Landschaftsarchitekten zu decken, braucht es neue Ausbildungswege. Ein Bachelorstudiengang an der Berner Fachhochschule könnte diese Lücke schliessen und innovative Lehrmodelle erproben. Zentrale Inhalte wären systemische Ansätze, die ökologische, soziale und räumliche Faktoren verbinden und in zukunftsfähige Konzepte übersetzen.

    Das Abstandsgrün ist kein überflüssiger Raum zwischen Gebäuden. Es ist das ökologische Kapital der Zukunft. Wer es als integralen Bestandteil der Stadtplanung begreift, schafft resiliente, lebenswerte Städte, die den Herausforderungen von Klima und Biodiversität standhalten.

  • Büro- und Praxisflächen am Bahnhof Winterthur vollständig vermietet

    Büro- und Praxisflächen am Bahnhof Winterthur vollständig vermietet

    Colliers Switzerland hat Mieter für die Bebauung in der Einkaufsstrasse Wartstrasse 2 in Winterthur gefunden. Wie der Dienstleister für Gewerbeimmobilien per Medienmitteilung informiert, werden die Augenarztpraxis am Bahnhof, ein Architekturbüro und die Sprachschule Ecap die Büroliegenschaft direkt am Bahnhof beziehen.

    In der Augenarztpraxis am Bahnhof bieten Christine Hürzeler und Hans-Georg Geiger vollumfängliche Untersuchungen zu Diagnostik und Vorsorge zur Früherkennung von Augenerkrankungen an.

    Die Sprachschule Ecap gibt es seit 1970. Zunächst standen Kurse in Metall- und Maschinenbauberufen im Vordergrund, um Fachkräfte für Industrieunternehmen zu qualifizieren. Heute liegt der Schwerpunkt auf der Weiterbildung von Migrantinnen und Migranten.

    Die Büroliegenschaft Wartstrasse 2 ist im Rahmen der Neugestaltung der Rudolfstrasse und der neuen Unterführung an der Bahnhofrückseite entstanden. Das städtische Projekt sieht eine Belebung der Quartierstrassen vor und soll den Zentrumscharakter stärken. Die Mietobjekte seien im Rohbau angeboten worden. Sie erstrecken sich auf einer 1860 Quadratmeter grossen Fläche und über fünf Geschosse. Die kleinste Einheit misst 62 Quadratmeter, die grössten bieten 366 Quadratmeter Büro- und Praxisfläche.

  • Schlieren beteiligt Bevölkerung an Gesamtrevision von Bau- und Zonenordnung

    Schlieren beteiligt Bevölkerung an Gesamtrevision von Bau- und Zonenordnung

    Die Stadt Schlieren arbeitet an der Gesamtrevision der Bau- und Zonenordnung (BZO), durch welche festgelegt wird, wie das Stadtgebiet weiterentwickelt wird. Die bisherige BZO stammt aus dem Jahr 1996, so dass inzwischen eine Überarbeitung notwendig geworden ist, wie aus einer Mitteilung hervorgeht. Die Bevölkerung soll sich aktiv in die Gesamtrevision einbringen, wofür auch eine Reihe von Veranstaltungen geplant ist.

    Am 23. August findet der erste von zwei Quartierspaziergängen statt, unter dem Motto „grüne Oasen“. Der Spaziergang am 3. September steht dann unter der Überschrift „Baukultur erleben“. Am 1. Oktober führt die Stadt Schlieren eine Informationsveranstaltung und Workshops als Zukunftswerkstatt durch, bevor zwischen dem 2. Oktober und dem 7. November die offizielle Online-Mitwirkung stattfindet, „bei der Rückmeldungen direkt in die Bearbeitung einfliessen können“, so die Stadt Schlieren. Zwei Quartierdialoge am 22. November und am 27. November sowie die öffentliche Auflage, geplant ab Ende Jahr, folgen. Unter zukunft-schlieren.ch wird die Stadt künftig weitere Informationen zur Gesamtrevision anbieten.

  • Zirkulär denken, gemeinsam bauen

    Zirkulär denken, gemeinsam bauen

    Das Circular Time Lab der Hochschule Luzern bringt Theorie und Praxis, Entwurf und Handwerk, Lehre und Stadtentwicklung zusammen. Es ist ein interdisziplinäres Projekt des Kompetenzzentrums Typologie & Planung in Architektur und des Architekturstudiengangs der HSLU. Gemeinsam mit Lernenden aus Holzbaubetrieben der Region entwickeln die Studierenden Strukturen, die nicht nur architektonisch ansprechend, sondern auch vollständig wiederverwendbar sind.

    Der Fokus liegt beim gemeinsamen Lernen und Gestalten. Die Studierenden gewinnen Einblick in handwerkliche Abläufe und technische Möglichkeiten, während die Lernenden an Entwurfsprozessen teilhaben. Das Resultat ist ein tiefes Verständnis für ressourcenschonendes Bauen, das Kreisläufe schliesst und Materialwert bewahrt.

    Architektur zum Erleben – mitten in Luzern
    Die Ergebnisse dieser Zusammenarbeit sind seit Juni 2025 an zwei zentralen Orten im Kanton Luzern erlebbar, auf dem Inseli beim Bahnhof und beim Viscosi-Areal in Emmenbrücke. Dort laden luftige Holzbauten mit farbenfrohen Stoffen zum Verweilen, Beobachten und Innehalten ein. Sie bieten Schutz vor Sonne und Regen und regen gleichzeitig zum Nachdenken an.

    Die Strukturen sind dabei mehr als nur ästhetische Interventionen im Stadtraum. Sie sind gebaute Statements für eine Baukultur, die Verantwortung übernimmt. Ihre offene Gestaltung lädt Menschen zum Dialog ein und macht Nachhaltigkeit sichtbar und greifbar. Der «Luzerner Sommer» wird damit zum Experimentierfeld für eine Architektur, die nicht auf Dauer zielt, sondern auf Wirkung.

    Kreislauf statt Rückbau
    Im Circular Time Lab steht die Wiederverwendung im Zentrum. Die Holzpavillons sind nicht als Einmalbauten konzipiert, sondern als temporäre Strukturen mit Zukunft. Bereits beim ersten Aufbau wurde auf bestehende Holzbauteile zurückgegriffen. Alle Verbindungen sind lösbar, alle Masse erhalten. Im Herbst 2025 folgt der Rückbau, 2026 entsteht aus denselben Elementen ein neuer Pavillon mit neuer Funktion.

    Dieser iterative Ansatz ist nicht nur ressourcenschonend, sondern schult auch das planerische Denken. Denn zirkuläres Bauen verlangt Kreativität und Präzision. Wie fügt sich ein alter Balken in einen neuen Entwurf? Wie schafft man Schönheit ohne Verschwendung? Diese Fragen begleiten die Teilnehmenden des Circular Time Labs während des gesamten Prozesses und stärken ihre Kompetenzen für das nachhaltige Bauen von morgen.

    Teil eines internationalen Netzwerks
    Das Luzerner Projekt ist in das europäische Forschungsprogramm BAUHALPS, Building Circular in the Alps eingebettet. 13 Partnerinstitutionen aus sechs Ländern entwickeln darin gemeinsam neue Strategien für zirkuläres Bauen im Alpenraum. Das Circular Time Lab dient dabei als lebendiges Reallabor. Ein Ort für Experimente, für Austausch, für angewandte Forschung.

    Die Kooperation eröffnet den Studierenden und Lernenden nicht nur neue Perspektiven, sondern auch internationale Netzwerke. So wird aus einem lokalen Holzbauprojekt ein Baustein für den transnationalen Wandel, ein Impuls, der weit über Luzern hinausstrahlt.

    Zukunft beginnt im Kleinen
    Die Holzstrukturen des Luzerner Sommers mögen auf den ersten Blick klein wirken. Doch sie tragen grosse Ideen in sich, Zusammenarbeit, Kreislaufwirtschaft, Bildung und Verantwortung. Das Circular Time Lab zeigt, wie nachhaltiges Bauen in der Ausbildung verankert und im öffentlichen Raum sichtbar gemacht werden kann. Denn wer Materialien wiederverwenden will, muss zuerst Ideen neu denken.

  • Zuger Stadtparlament unterstützt Bebauungsplan Metalli

    Zuger Stadtparlament unterstützt Bebauungsplan Metalli

    Der Bebauungsplan Metalli ist in den politischen Bewilligungsprozess gegangen, informiert die Zug Estates Gruppe in einer Mitteilung. Die auf den Wirtschafts- und Lebensraum Zug konzentrierte Immobiliengesellschaft plant, die bestehende Einkaufsallee in einen lebendigen Stadtteil weiterzuentwickeln. Dabei sollen zusätzlicher Wohnraum und neue öffentliche grüne Aussenräume entstehen.

    Der Stadtrat der Stadt Zug hatte dem Bebauungsplan Metalli bereits am 8. April zugestimmt. Am 17. Juni fand der Bebauungsplan in erster Linie auch die Zustimmung des Grossen Gemeinderats der Stadt Zug. Nun gehen die Pläne in die öffentliche Auflage, bevor sie voraussichtlich im Frühjahr 2026 zur zweiten Lesung in den Grossen Gemeinderat zurückkehren. Danach kann Zug Estates den eigentlichen Planungsprozess mit einem Architekturwettbewerb einleiten.

    Der Bebauungsplan Metalli sieht die Schaffung von 160 neuen Wohnungen vor, von denen 130 zusätzlich zum bestehenden Wohnangebot entstehen. Dafür sind Aufstockungen bestehender Gebäude und ein neues Hochhaus geplant. Als Eingangstor der Metalli soll ein neuer Platz mit Verbindung zum Bahnhofsareal fungieren. Zudem will Zug Estates eine öffentliche und parkähnliche Dachterrasse anlegen.

    «Mit dem Vorhaben Lebensraum Metalli greifen wir bewährte Qualitäten auf und erhalten die charakteristische Architektur der Metalli mit ihren Glasdächern, Arkaden und der typischen Materialisierung», wird Peter Wicki, Leiter Projektentwicklung Zug Estates, in der Mitteilung zitiert. «Durch die gezielte Aufwertung und Modernisierung der Infrastruktur sowie durch die Attraktivitätssteigerung der Einkaufsallee ist der Lebensraum Metalli zudem eine Chance für den Erhalt und die Weiterentwicklung des Detailhandels sowie der Gastronomie.»

  • Dietikon geht Bau des Bacherlebnispfads im Grunschen an

    Dietikon geht Bau des Bacherlebnispfads im Grunschen an

    Die Stadt Dietikon geht den Bau eines Bacherlebnispfads am Wasserlauf der Reppisch im Park Grunschen an. Am 7. Juli werden die Bauarbeiten beginnen, informiert die Stadtverwaltung in einer Mitteilung. Bereits im Spätsommer soll die natürliche Kneipp-Anlage mit einer maximalen Wassertiefe von 20 Zentimetern fertiggestellt sein.

    Die Baukosten werden in der Mitteilung auf 160’000 Franken veranschlagt. Davon werden rund 110’000 Franken vom Amt für Wasser, Energie und Luft des Kantons Zürich getragen. Für die übrigen 50’000 Franken kommt die Stadt Dietikon auf.

    Der Bacherlebnispfad wird über einen Handlauf aus Edelstahl und drei Zu- und Ausgänge für ein Begehen mit oder gegen die Strömung verfügen. An der Böschung sollen Wurzelstöcke und Findlinge Sitzgelegenheiten bilden. Auch im Wasser werden Findlinge platziert, um unterschiedliche Strömungen zu erzeugen. Ausserdem können sie Jungfischen als Unterschlupf dienen.

  • Bahnhof Schlieren erstrahlt in neuem Glanz

    Bahnhof Schlieren erstrahlt in neuem Glanz

    Der Bahnhofsplatz in Schlieren wurde in eine moderne Begegnungszone umgewandelt, die Raum für Erholung, Begegnung und sichtbare Mobilität schafft. Im Zentrum steht ein grosszügiger Platz mit einem markanten Baum als grünes Wahrzeichen. Vor der Stadtbibliothek lädt ein Brunnen mit Sitzbänken zum Verweilen ein und auch bei der SBB-Unterführung West sowie vor den Restaurants sind neue Aufenthaltsflächen entstanden.

    Ein zentrales Element ist der klare Vortritt für Fussgänger, durch die Begegnungszone. Trottoirs wurden überflüssig, der gesamte Raum gehört dem öffentlichen Leben. Fast 70 neue Veloabstellplätze fördern zudem den Umstieg vom Fahrrad auf den öffentlichen Verkehr.

    Grünflächen für das Stadtklima
    Mit der Umsetzung des Schwammstadt-Prinzips wurde ein innovativer Ansatz zur Klimaanpassung gewählt. 1’200 m² wurden entsiegelt, um Regenwasser besser versickern zu lassen. Neu gepflanzte Bäume und rund 500 m² zusätzliche Grünflächen sorgen durch Schatten und Verdunstung für Abkühlung, besonders an heissen Sommertagen.

    Die Bepflanzung ist nicht nur ökologisch wertvoll, sondern auch ästhetisch. Das Stadtbild wirkt lebendiger und einladender.

    Feierliche Eröffnung für die Bevölkerung
    Am Freitag und Samstag, 20. und 21. Juni 2025, wird die neue Begegnungszone mit einem zweitägigen Fest eingeweiht. Den Auftakt bildet eine offizielle Rede von Stadtrat Stefano Kunz am Freitag um 17.00 Uhr, begleitet von der Harmonie Schlieren. Anschliessend startet das Strassenfest mit kulinarischen Angeboten und Live-Musik, unter anderem vom Country-Künstler Tobey Lucas.

    Am Samstag geht es ab 11.00 Uhr weiter. Auf der Bühne beim Bahnhofsplatz treten lokale Musikerinnen und Musiker auf, darunter die Lehrerband der Musikschule Schlieren, Patrick Harbor, der Chor der Musikschule und Valerù mit ihrer Band.

    Während der Feierlichkeiten bleibt die Bahnhofstrasse für den Verkehr gesperrt. Die Stadt gehört an diesem Wochenende den Menschen.

    Ein Projekt mit Signalwirkung
    Die Begegnungszone ist ein Beispiel für eine zukunftsorientierte Stadtentwicklung, die Aufenthaltsqualität, Klimaresilienz und Mobilität vereint. Was 2021 durch eine Volksabstimmung auf den Weg gebracht wurde, steht nun für ein neues Kapitel der Stadtgestaltung in Schlieren.

  • Smart City Aarau vernetzt, nutzerzentriert und umweltschonend

    Smart City Aarau vernetzt, nutzerzentriert und umweltschonend

    Aarau steht vor komplexen gesellschaftlichen und technologischen Entwicklungen. Um darauf zukunftsgerichtet zu reagieren, verfolgt die Stadt mit ihrer Smart City Strategie einen vernetzten, kreativen und effizienten Ansatz. Der Fokus liegt auf konkretem Nutzen für die Zielgruppen und umweltschonenden Verfahren. Digitale Technologien kommen nur dort zum Einsatz, wo sie echten Mehrwert schaffen.

    Fünf Grundprinzipien für smarte Wirkung
    Basierend auf Erfahrungswerten aus der ersten Strategieperiode von 2021 bis 2025 und bewährten Modellen anderer Städte, hat Aarau fünf wirkungsstarke Ansätze definiert.

    Vernetzen: Projekte greifen bereichsübergreifend ineinander und werden kollaborativ umgesetzt.

    Bedürfnisse abholen: Im Dialog mit der Bevölkerung entstehen Lösungen, die tatsächlich gebraucht werden.

    Testen: Innovation heißt auch ausprobieren. Pilotversuche helfen, Risiken zu minimieren und Ideen praxistauglich zu machen.

    Umweltschutz: Nachhaltigkeit ist Pflicht. Alle Projekte berücksichtigen Umweltaspekte und setzen auf erneuerbare Ressourcen.

    Technologie als Mittel zum Zweck: Der Einsatz von Technik erfolgt gezielt und nur, wenn sie zur Lösung beiträgt.

    Smart City Team als Ermöglicherin
    Das städtische Smart City Team unterstützt Mitarbeitende in der Ideen- und Projektphase. Es hilft, Zielgruppen zu identifizieren, Projektideen zu schärfen und testbare Lösungsansätze zu entwickeln. Formate wie Start-Gespräche, Workshops oder Begleitung komplexer Projekte bis zur Umsetzung stehen bereit. Die Devise, Projekte mit echtem Nutzen für Aarau umsetzen oder bewusst verwerfen.

    Zielgerichtete Unterstützung und smarte Gefässe
    Das Smart City Team wirkt auch im Hintergrund. Es beobachtet Trends, vernetzt Akteure und fördert Wissenstransfer über Formate wie den „Smart City Newsroom“. Zudem unterstützt es Projekte finanziell über den Smart City Investitionskredit und hilft, Mitwirkungsgefässe zu schaffen.

    Wirkung messen und lernen
    Die Strategie orientiert sich am IOOI-Wirkungsmodell und misst neben Outputs auch Outcomes und langfristige Impacts. Ziel ist es, dass alle städtischen Fachpersonen bis 2034 nutzerzentrierte Methoden anwenden, ihre Projekte vernetzt planen, ressourcenschonend umsetzen und digitale Technologien sinnvoll integrieren.

    Smart City Aarau denkt weiter
    Die Stadt Aarau interpretiert Smart City neu als Methode zur Entwicklung nachhaltiger, lebenswerter Urbanität. Der Mensch steht im Zentrum, nicht die Technik. So wird aus Komplexität Innovation und aus Ideen konkrete Zukunftslösungen für Aarau.

  • Weltrekord-Solarzaun in Basel realisiert

    Weltrekord-Solarzaun in Basel realisiert

    Im Zuge der Trassenerneuerung der BLT-Tramlinie wurde ein neuer Sicherheitszaun notwendig. Statt einer konventionellen Lösung setzt das Projekt auf einen funktionalen Mehrwert. Einen vertikal installierten Solarzaun. Die Kombination von Sicherheitsinfrastruktur mit bifazialen Photovoltaikmodulen nutzt vorhandene Flächen doppelt und ohne zusätzlichen Landverbrauch, ein entscheidender Vorteil im urbanen Raum.

    Hochleistung entlang der Schiene
    Insgesamt werden über 400 bifaziale Hochleistungs-Module installiert, die auf beiden Seiten Sonnenstrahlung aufnehmen und in Strom umwandeln können. Die prognostizierte Maximalleistung beträgt 194 kWp. Die Integration erfolgt auf einem speziell entwickelten Gestellsystem in Basaltgrau, das sich optisch harmonisch in das Stadtbild einfügt. Entwickelt wurde dieses System in Kooperation mit dem Unternehmen Next2Sun, das auf vertikale Photovoltaiklösungen spezialisiert ist.

    Nachhaltige Energie aus dem Zaun
    Die Umsetzung erfolgt etappenweise. Während die erste Bauphase des Zauns bereits abgeschlossen ist, beginnt nun die Montage der Photovoltaikmodule. Das Projekt wird im Rahmen einer Zusammenarbeit zwischen der Solarzaun GmbH, der BLT sowie Alpsteinzaun + Tor AG realisiert. Die Integration in die bestehende Baustelle der Tram-Sanierung ermöglichte eine reibungslose Umsetzung.

    Forschung und Perspektive
    Auch die Wissenschaft begleitet das Projekt. Professor Hartmut Nussbaumer von der ZHAW sieht im Solarzaun ein zukunftsweisendes Modell für urbane Energielösungen. Besonders hervorzuheben sei die Energieproduktion zu Tageszeiten, in denen klassische PV-Anlagen, etwa auf Dächern, weniger effizient arbeiten. Damit ergänzt das System konventionelle Photovoltaikstrategien und verbessert die saisonale Versorgungssicherheit.

    Modell mit Signalwirkung für Städte weltweit
    Mit dem weltweit längsten Solarzaun setzt Basel ein starkes Zeichen für die intelligente Kombination von Mobilitäts- und Energieinfrastruktur. Das Projekt verbindet technische Innovation mit städtebaulicher Integration und wird voraussichtlich als Vorbild für ähnliche Ansätze in anderen Regionen dienen. Für Fach- und Führungskräfte in Stadtentwicklung, Energieplanung und Infrastrukturmanagement bietet dieses Modell konkrete Anregungen für eine nachhaltige Zukunft im urbanen Raum.

  • Cham Swiss Properties optimiert «Rocket & Tigerli»

    Cham Swiss Properties optimiert «Rocket & Tigerli»

    Das Hochhaus „Rocket“ mit 100 Metern Höhe und die drei angrenzenden Wohngebäude „Tigerli“ sollen in der Lokstadt nicht nur Wohnen und Arbeiten ermöglichen, sondern auch städtebauliche Akzente setzen. Die Stadt Winterthur hat Anfang April 2025 die Baubewilligung erteilt. Allerdings mit strengen Auflagen, die vor allem die öffentliche Nutzung von Erd- und Dachgeschoss betreffen. Cham Swiss Properties AG, hervorgegangen aus der Fusion von Ina Invest und Cham Group, nimmt diese Auflagen ernst und will in enger Abstimmung mit den Behörden Optimierungen vornehmen.

    Formaler Rekurs als Zwischenschritt
    Obwohl es von externen Seiten keine Einsprachen gab, hat die Eigentümerin selbst einen Rekurs gegen die Baubewilligung eingelegt. Hintergrund ist die Notwendigkeit, die Detailvorgaben der Stadt zu präzisieren und in einem konstruktiven Dialog mit dem Amt für Städtebau und dem Amt für Baubewilligungen abzustimmen. CEO Thomas Aebischer erklärt: „Das ist eine Formalie. Entscheidend ist für uns der inhaltliche Austausch, damit Rocket & Tigerli der städtebaulichen Bedeutung vollauf gerecht werden.“

    Zentrale Punkte der Nachbesserung sind eine attraktive, öffentlich zugängliche Dachterrasse und publikumsorientierte Nutzungen im Erdgeschoss, wie Cafés und Gastronomieangebote am Dialogplatz. Diese Anpassungen sollen die Aufenthaltsqualität und die Einbindung in die Lokstadt fördern.Ein Ziel, das auch der Stadt Winterthur wichtig ist. Der Rekurs schafft die rechtliche Grundlage, um diese Punkte sorgfältig zu prüfen, ohne den laufenden Projektplan zu gefährden.

    Keine Verzögerung trotz Rekurs
    Cham Swiss Properties zeigt sich zuversichtlich, dass der Zeitplan eingehalten wird. Bereits jetzt ist klar; Rocket & Tigerli bleiben Meilensteine für den urbanen Holzbau in der Schweiz. Das Ensemble nutzt das Potenzial des zukunftsweisenden Holzhybridbaus und steht für nachhaltige Stadtentwicklung mit hoher architektonischer Qualität. Bis Ende 2028 soll das Projekt abgeschlossen sein, mit Wohnungen im Hochhaus und Hotelnutzungen in den unteren Geschossen.

    Bedeutung für Winterthur
    Für die Stadt Winterthur bedeutet das Projekt nicht nur ein neues Wahrzeichen, sondern auch zusätzliche Impulse für das Quartier Lokstadt. Als Teil einer umfassenden Transformation stärkt Rocket & Tigerli die Position der Stadt als attraktiver Wohn- und Wirtschaftsstandort und unterstreicht die Bedeutung nachhaltiger, innovativer Bauvorhaben.

  • Stadt Winterthur verlängert Vereinbarung mit Standortförderung

    Stadt Winterthur verlängert Vereinbarung mit Standortförderung

    Die neue Leistungsvereinbarung der Stadt Winterthur mit dem House of Winterthur sieht eine Anpassung der Aufgaben der Organisation vor. Das House of Winterthur solle sich auf die Stärkung der Marke Winterthur Switzerland und auf die strategische Vermarktung des Standorts für Wirtschaft, Bildung, Kultur und Tourismus konzentrieren, heisst es in einer Mitteilung der Stadt.

    Dazu gehört, die Hidden Champions unter den Unternehmen und die Vielfalt der lokalen Unternehmenslandschaft sichtbar zu machen. Die Innovation und der Wissenstransfer sollen unter anderem durch die gezielte Vernetzung und neue Veranstaltungsformate gestärkt werden. Das House of Winterthur soll auch Start-ups aktiv unterstützen.

    Die operative Standortförderung wird dagegen wieder von der Stadt übernommen. Dazu gehören Unternehmensansiedlungen, Bestandespflege und Flächenvermittlung.

    Die Stadt will das House of Winterthur zwischen 2026 und 2029 pro Jahr mit 760‘000 Franken unterstützen, 100‘000 Franken pro Jahr weniger als bisher. Das letzte Wort liegt beim Stadtparlament.

    Das House of Winterthur erinnert in einer Stellungnahme daran, dass der Beitrag der Stadt bei der Gründung der Organisation 2017 bei 960‘000 Franken pro Jahr gelegen habe. Beat Schwab, der Präsident des als Vereins organisierten House of Winterthur, verweist auf die neue Geschäftsleitung und die anderen Wechsel im Personal. «Bei House of Winterthur herrscht Aufbruchstimmung», wird er in der Mitteilung zitiert. «Es wäre schade, wenn ein übermässiger Spardruck diese Entwicklung gefährden und die nachhaltige Standortförderung sowie das Ansiedlungsmanagement von Firmen ernsthaft beeinträchtigen würde.»

    Der Verein wird von der Stadt, den Umlandgemeinden und über 400 Mitgliedern getragen.

  • Ein visionäres Stadtentwicklungsprojekt

    Ein visionäres Stadtentwicklungsprojekt

    Das neue Stadtquartier umfasst eine Fläche von 125’600 Quadratmetern und bietet zukünftig Raum für rund 1’700 Bewohnerinnen und Bewohner sowie ebenso viele Arbeitsplätze. Die Entwicklung orientiert sich an einem nachhaltigen Stadtmodell, das sowohl verdichtetes Bauen als auch naturnahe Erholungszonen vereint. Das Projekt entlastet das Stadtzentrum und schafft zugleich moderne, gut erschlossene Gewerbeflächen, die Solothurns Attraktivität als Wirtschaftsstandort stärken.

    Lebensraum für alle Generationen
    Der neue Stadtteil setzt auf durchdachte Nutzungskonzepte, die auf die Bedürfnisse einer wachsenden Stadtgesellschaft abgestimmt sind. Es entstehen vielfältige Wohnangebote für Singles, Familien und Senioren, moderne Arbeitsflächen mit flexiblen Nutzungsmöglichkeiten sowie hochwertige Grün- und Erholungsräume, die zur Lebensqualität beitragen. Die urbane Lage zwischen Aare und Altstadt verbindet die Vorzüge des städtischen Lebens mit den Annehmlichkeiten von Sport und Erholung in schönster Natur. Grosszügige öffentliche Räume und verkehrsberuhigte Zonen fördern eine hohe Aufenthaltsqualität und unterstützen den gesellschaftlichen Austausch.

    Stadtentwicklung mit starkem Quartiergeist
    Solothurn Weitblick ist mehr als ein Bauprojekt, es ist ein Modell für eine zukunftsorientierte Stadtentwicklung. Die Mischung aus verschiedenen Wohnformen, genossenschaftlichem und privatem Wohneigentum sowie eine konsequente Ausrichtung auf Fussgängerinnen und Fussgänger fördern eine starke Quartiersidentität. Begegnungszonen, begrünte Promenaden und durchdachte Raumstrukturen laden zum Verweilen ein und schaffen einen lebendigen Stadtteil, der zur aktiven Teilhabe anregt.

    Vorreiter für nachhaltige Stadtplanung
    Das Projekt setzt auf innovative Konzepte zur Klimaanpassung. Durch das Prinzip der «Schwammstadt» wird Regenwasser gezielt gespeichert und verdunstet, um Hitzeinseln zu reduzieren und die Widerstandsfähigkeit gegen Starkregenereignisse zu erhöhen. Begrünte Dachflächen, Wasseranlagen und Rückhaltemulden tragen zu einem angenehmen Mikroklima bei und verbessern die Umweltbilanz des Quartiers nachhaltig.

    Erste Bauetappen erfolgreich abgeschlossen
    Die Erschliessung des Gebiets hat bereits begonnen. Im April 2023 starteten die Arbeiten an der Brühlhofpromenade, die seit Herbst 2023 für Fuss- und Veloverkehr geöffnet ist. Seit Frühjahr 2024 laufen die Arbeiten an der Oberhofstrasse sowie an wichtigen Verkehrsverbindungen. Bis Ende des Jahres sollen die ersten Infrastrukturmassnahmen abgeschlossen sein und damit die Basis für die weitere Quartiersentwicklung geschaffen werden.

    Ein Modellquartier für die Zukunft
    Mit dem neuen Stadtquartier wird ein lebendiges Zentrum für modernes Leben und Arbeiten geschaffen. Durch die gelungene Verbindung von Stadt und Natur und einer klaren Vision entsteht hier ein einzigartiger Raum für die kommenden Generationen. Dieses zukunftsweisende Projekt setzt Massstäbe für die Stadtentwicklung der Zukunft und bietet Solothurn die Möglichkeit, seine Identität als lebenswerte und innovative Stadt weiter zu stärken.

  • Internationale Plattform für die Raumplanung

    Internationale Plattform für die Raumplanung

    Unter dem Motto «P:ITte alle umsteigen ‘Raum & Mobilität’ integriert» lud die Ostschweizer Fachhochschule vom 9. bis 13. April 2025 zum 76. Treffen ein. Rund 150 Studierende der Stadt-, Verkehrs- und Raumplanung folgten der Einladung nach Rapperswil-Jona. Das von engagierten Bachelor-Studierenden organisierte Treffen bot eine Plattform für den internationalen Austausch, für Networking und fachliche Diskussionen über die Zukunft der Raum- und Verkehrsplanung.

    Fachliche Impulse für die Verkehrswende
    Im Zentrum stand die Frage, wie Mobilität nachhaltig gestaltet und mit der Stadtentwicklung sinnvoll verzahnt werden kann. Anhand konkreter Beispiele aus der Region untersuchten die Teilnehmenden unter anderem die Bahnhofstrasse in Rapperswil und die Funktion von Verkehrsdrehscheiben wie dem Bahnhof Jona. Die interaktiven Workshops und Exkursionen machten deutlich, erfolgreiche Raumplanung erfordert integrierte Lösungen, die Siedlung und Verkehr als Einheit denken.

    Vernetzung über Landesgrenzen hinweg
    Das PlanerTreffen ist die wichtigste Konferenz der Studierenden für Stadt- und Raumplanung im deutschsprachigen Raum. In rotierender Organisation durch die Fachschaften bietet das Treffen fachliche Weiterbildung und auch wertvolle internationale Vernetzung. Das nächste Treffen wird an der TH Lübeck und der HCU Hamburg stattfinden und die Diskussion über zukunftsfähige Raumkonzepte fortsetzen.

  • Erholung trotz Lärmbelastung

    Erholung trotz Lärmbelastung

    Städte wachsen, der Lärmpegel steigt und gleichzeitig schrumpfen die natürlichen Erholungsräume. Eine umfassende Untersuchung der Empa und der Eidgenössischen Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft belegt nun erstmals für die Schweiz, wie entscheidend begrünte Umgebungen für die Stressbewältigung in lärmbelasteten Städten sind. Körperliche und mentale Erholungsprozesse werden durch den Zugang zu Grünflächen deutlich gefördert, und dieser Effekt ist sogar langfristig messbar.

    Virtuelle Realitäten belegen reale Wirkung
    Im Auralab der Empa tauchten Probandinnen und Probanden mithilfe virtueller Realität in verschiedene Umgebungen ein, von ruhigen Stadtlandschaften bis hin zu naturnahen Szenarien. Nach einer gezielten Stressphase, ausgelöst durch kognitive Aufgaben unter Verkehrslärm, zeigte sich ein klarer Trend. Natürliche Klanglandschaften wie Wälder oder Seen senkten den physiologischen Stress stärker als urbane Kulissen. Schweissproduktion an den Fingern und Kortisolkonzentrationen im Speichel belegten die Wirkung auf den Körper eindeutig.

    Langzeitstudie bestätigt nachhaltige Erholung
    Die Erkenntnisse aus dem Labor bestätigten sich auch in der Feldforschung. In einer Studie mit über 230 Teilnehmenden in Zürich zeigte sich, dass Grünräume in der Nachbarschaft den chronischen Stresspegel senken. Haarproben belegten eine niedrigere Konzentration des Stresshormons Kortisol bei Personen, die in begrünten und ruhigeren Umgebungen leben. Selbst moderat begrünte Stadträume können damit einen wesentlichen Beitrag zur langfristigen Stressbewältigung leisten.

    Wegweiser für gesunde Städte der Zukunft
    Das RESTORE-Projekt («Restorative green spaces in noise-polluted areas») fasst die Ergebnisse der vier Teilstudien zusammen und liefert wichtige Grundlagen für Politik, Stadtplanung und Gesundheitsschutz. Insbesondere sollen die Erkenntnisse Einfluss auf die Weiterentwicklung der schweizerischen Lärmgesetzgebung sowie die Raum- und Umweltplanung nehmen. In einer Zeit, in der drei Viertel der europäischen Stadtbevölkerung von Lärmbelastung betroffen sind, eröffnet die Integration von Grünräumen neue Perspektiven für eine resiliente, lebenswerte urbane Zukunft.

  • Daniel Leupi über Zürichs Wohnpolitik

    Daniel Leupi über Zürichs Wohnpolitik

    Seit 2013 ist Daniel Leupi als Finanzvorstand für die Liegenschaftenpolitik der Stadt Zürich verantwortlich und verweist auf handfeste Resultate. Mit den Wohnsiedlungen Leutschenbach, Letzi, Hard und Hardau I sind knapp 830 neue gemeinnützige Wohnungen geschaffen worden. Parallel dazu hat die Stadt in den letzten Jahren 24 Liegenschaften erworben. Ein Erfolg, den Leupi auch auf die verstärkte Akquisitionsabteilung zurückführt.

    Mit dem neuen Wohnraumfonds können neu auch gemeinnützige Bauträger finanzielle Beiträge für Grundstückskäufe und Neubauten beantragen. Die daraus finanzierten Abschreibungsbeiträge ermöglichen tiefere Mieten trotz steigender Marktpreise. Gleichzeitig sorgt eine neue Vermietungsverordnung dafür, dass die rund 10’000 städtischen Wohnungen sozial verträglich und transparent vergeben werden.

    Ein wachsendes Portfolio mit Verantwortung
    Ende 2024 wird das kommunale Portfolio 58 Siedlungen und über 500 Einzelwohnliegenschaften umfassen, insgesamt 1’400 Gebäude mit knapp 10’000 gemeinnützigen Wohnungen. Hinzu kommen 220 aktive Baurechte für über 6’000 Wohnungen sowie weitere Projekte in Vorbereitung. Die Stadt tritt damit nicht nur als Planerin, sondern auch als bedeutende Immobilieneigentümerin auf, mit einem klaren Fokus auf preisgünstigen Wohnraum.

    Herausforderungen eines dynamischen Marktes
    Trotz aller Anstrengungen bleibt die Herausforderung gross. Der Wohnraummangel sei ein strukturelles Problem, meint Leupi, das in jeder attraktiven Kernstadt auftrete. Besonders problematisch sei, dass viele Investoren vor allem hochpreisige Neubauten realisieren, während Bestandswohnungen verdrängt werden. Der Markt wächst zwar, aber nicht sozial ausgewogen. Die Stadt könne nicht für alle, aber für immer mehr bezahlbare Wohnungen schaffen.

    Marktintervention oder Mieterschutz?
    Die Diskussion um den Fall der sogenannten «SUGUS-Häuser» hat die Debatte über soziale Durchmischung neu entfacht. Leupi sieht darin kein Problem, sondern ein funktionierendes Beispiel für günstigen Wohnraum in privater Hand. Gleichzeitig warnt er vor einer Blockade durch überzogene Regulierung, wie sie in manchen Kantonen durch Wohnschutzgesetze entstanden sei. In Zürich unterstützt der Stadtrat deshalb die Volksinitiative «Bezahlbare Wohnungen schützen», die Leerkündigungen unterbinden und gleichzeitig flexible Umsetzungsoptionen auf Gemeindeebene erhalten will.

    Investoren in der Verantwortung
    Für Leupi liegt ein Teil der Lösung in der Eigenverantwortung der Branche, allerdings mit klaren Erwartungen. Während einige Eigentümer weiterhin fair agierten, nutzten andere die Marktlage rücksichtslos aus. Überrissene Mietaufschläge bei Mieterwechseln seien keine Einzelfälle. Deshalb brauche es mehr staatliches Engagement für untere und mittlere Einkommen. Nicht als Eingriff in den Markt, sondern als Ausgleich zu dessen Dynamik.

    Wachstum ja – aber sozial verträglich
    Ein zentrales Problem bleibt, dass viele Ersatzneubauten günstige Wohnungen verdrängen. Neue Projekte schaffen zwar Wohnraum, erhöhen aber oft die Preise. Institutionelle Investoren und Bauträger seien gefordert, künftig sozialverträglicher zu planen. Die gesellschaftliche Akzeptanz für Zuwanderung, Bilaterale und das liberale Wirtschaftssystem insgesamt stehe sonst auf dem Spiel.

    Das «langsame» Baubewilligungsverfahren
    Ein häufig kritisiertes Thema ist die vermeintlich schleppende Baubewilligung. Leupi relativiert dies und unterstreicht, die Verwaltung arbeite effizient. Der Median für Neubaugesuche liegt bei 121 Tagen. Tendenz sinkend trotz steigender Fallzahlen. Was allerdings Zeit koste, seien Rekurse, Projektänderungen und Auflagenbereinigungen. Deren Zahl sei in den letzten Jahren markant gestiegen, von 229 auf 410 Fälle jährlich.

    Zur Lösung setzt Zürich auf Beratung, Digitalisierung und Prozessoptimierung. Ziel sei es, Planungssicherheit zu schaffen und die Rekursfestigkeit zu erhöhen.

    Airbnb, Sanierungen und neue Standards
    Der Einfluss von Kurzzeitvermietungen ist ein brisantes Thema. Zürich hat bereits 2020 eine Anpassung der Bau- und Zonenordnung beschlossen, um regulierende Vorgaben für Airbnb & Co. zu schaffen. Die Umsetzung stockt aktuell, weil der Entscheid vor Bundesgericht liegt. Doch Leupi sieht die Stadt auf dem richtigen Weg.

    Gleichzeitig plädiert er für verbindliche Branchenstandards im Umgang mit Sanierungen, die soziale Härten abfedern sollen. Positive Beispiele gebe es bereits, wie wenn beim Umzug innerhalb derselben Siedlung der Mietzins konstant bleibt. Solche Modelle wünscht sich Leupi häufiger, auch von privaten Akteuren.

    Drei zentrale Handlungsfelder
    Für die Stadtregierung sieht Leupi aktuell drei vordringliche Aufgaben. Als erstens der gezielte Ausbau des städtischen Wohnportfolios durch Bau und Kauf. Zweitens die breite Etablierung des Wohnraumfonds, um auch gemeinnützige Trägerschaften zu stärken und drittens eine politische Offensive für mehr Engagement von Bund und Kanton im Bereich des gemeinnützigen Wohnbaus.

    Zürich habe gezeigt, was möglich ist. Jetzt gehe es darum, den eingeschlagenen Weg weiterzugehen, mit sozialem Augenmass, ökonomischer Weitsicht und politischer Konsequenz.

  • Stadt übernimmt Areal in Oerlikon

    Stadt übernimmt Areal in Oerlikon

    Das Zürcher Technologieunternehmen ABB hat laut Medienmitteilung den Verkauf eines «bedeutendem städtischen Entwicklungsareals» an die Stadt Zürich abgeschlossen. Die Stadt plant auf dem rund 25‘500 Quadratmeter grossen Gelände in Zürich Oerlikon eine gemischte Nutzung einschliesslich preisgünstigem Wohnraum, gewerbliche und soziokulturelle Nutzungen sowie die Schaffung von Aussenräumen. Das Baugebiet befindet sich in der Nähe des globalen Hauptsitzes von ABB. Der am 27. März abgeschlossene Verkauf war 2021 in einem städtebaulichen Vertrag zwischen beiden Parteien vereinbart worden, heisst es in der Mitteilung.

    ABB wird im ersten Quartal 2025 einen operativen Veräusserungsgewinn von rund 120 Franken vor Steuern ausweisen und Netto-Barmittel von rund 90 Millionen Franken erhalten. In diesen Beträgen enthalten ist der Effekt des Mehrwertausgleichs von fast 17 Millionen Franken aus der Bebauungsplanänderung und eine Entschädigung für die zonenweise Verlagerung von bezahlbarem Wohnraum in Höhe von rund 22 Millionen Franken, die ABB laut dem Vertrag zu leisten hatte.

    ABB unterstützt mit der Transaktion die Stadt Zürich nicht nur beim Bau von zusätzlichem preisgünstigem Wohnraum, sondern auch bei der Weiterentwicklung des Quartiers Neu-Oerlikon, heisst es in der Mitteilung von ABB. Im Rahmen des Vertrags bleibt die ehemalige ABB-Produktionsstätte und heutige Veranstaltungsstätte Halle 550 langfristig erhalten.

    Die Konzernzentrale von ABB in Zürich-Oerlikon und das historische ABB-Gebäude bleiben von dem Verkauf unberührt.

  • Strategien Raumentwicklung Schweiz 2050

    Strategien Raumentwicklung Schweiz 2050

    Seit 12 Jahren dient das Raumkonzept als Leitfaden für politische Entscheide und Fachplanungen. Die nun erstmals aktualisierte Version berücksichtigt neue Herausforderungen wie das starke Bevölkerungswachstum, den Klimawandel, die steigende Nachfrage nach Wohnraum und die Transformation der Energieproduktion. Das Ziel ist eine nachhaltige Raumentwicklung, die sowohl wirtschaftliche Dynamik als auch Umwelt- und Lebensqualität fördert.

    Eine Vision für die Schweiz 2050
    Das aktualisierte Raumkonzept verfolgt das Ziel, die Schweiz polyzentral zu organisieren und die interkommunale Zusammenarbeit zu fördern. Dabei soll die Entwicklung von urbanen und ländlichen Räumen ausgewogen erfolgen. Gleichzeitig müssen natürliche Lebensgrundlagen gesichert und die Biodiversität, Gewässer und der Boden nachhaltig geschützt werden. Die Energieversorgung soll umweltfreundlich gestaltet werden, sodass die Schweiz bis 2050 eine nachhaltige Energieproduktion sicherstellt. Angesichts der Wohnungsknappheit sind innovative Strategien erforderlich, um ausreichend Wohnraum für alle Bevölkerungsgruppen zu schaffen. Der Wirtschaftsstandort Schweiz soll gestärkt werden, indem die Standortqualität erhalten und weiterentwickelt wird. Eine effiziente und umweltfreundliche Mobilität soll durch den Ausbau klimafreundlicher Verkehrsnetze gefördert werden.

    Strategien zur Umsetzung
    Um diese langfristigen Ziele zu verwirklichen, setzen Bund, Kantone und Gemeinden auf eine polyzentral organisierte Entwicklung, die durch Kooperationen zwischen den Regionen eine ausgeglichene Raumentwicklung sicherstellt. Die natürlichen Ressourcen sollen durch eine hohe bauliche Qualität und den Schutz der Landschaft bewahrt werden. Zudem wird eine nachhaltige Infrastruktur geschaffen, die dem Wachstum der Bevölkerung und der Wirtschaft gerecht wird.

    Breite Beteiligung und Konsultation
    Das Raumkonzept Schweiz 2050 wurde durch eine enge Zusammenarbeit zwischen dem Bundesrat, den Kantonen und den kommunalen Verbänden entwickelt. Beteiligt sind das Bundesamt für Raumentwicklung, die Konferenz der Kantonsregierungen, die Bau-, Planungs- und Umweltdirektorenkonferenz, der Schweizerische Städteverband und der Schweizerische Gemeindeverband. Wissenschaftliche Institutionen, Wirtschaftsverbände und Jugendorganisationen wurden ebenfalls in den Prozess eingebunden, um verschiedene Perspektiven in die Planung einfliessen zu lassen.

    Öffentliche Konsultation bis April 2025
    Um eine breite Diskussion zu ermöglichen, wurde das aktualisierte Raumkonzept zur öffentlichen Konsultation freigegeben. Bis zum 16. April 2025 haben Organisationen und Einzelpersonen die Möglichkeit, das Dokument einzusehen und Anregungen einzubringen. Interessierte können sich auf der Website des Raumkonzepts Schweiz an der Konsultation beteiligen.

    Das Raumkonzept Schweiz 2050 bietet eine zukunftsweisende Strategie, um die Raumentwicklung des Landes nachhaltig zu gestalten. Es schafft den Rahmen für eine Balance zwischen Wachstum, Umwelt- und Lebensqualität und gibt klare Leitlinien für die kommenden Jahrzehnte vor. Mit der öffentlichen Konsultation wird nun der Grundstein für eine breit abgestützte Umsetzung gelegt.

  • Winterthur investiert in sechs Smart City Projekte für 2025

    Winterthur investiert in sechs Smart City Projekte für 2025

    Seit 2018 setzt Winterthur auf Smart City Projekte, die die Stadt effizienter, nachhaltiger und lebenswerter gestalten. Bereits 27 Projekte wurden erfolgreich umgesetzt. Auch 2025 setzt die Stadt den Fokus auf innovative Lösungen für Mobilität, Digitalisierung und ökologische Stadtentwicklung.

    Die geförderten Projekte für 2025 sind breit gefächert. Von nachhaltiger Wiederverwendung von Baumaterialien über digitale Anmeldesysteme für den Schulsport bis hin zu einem KI-gestützten Kulturkalender. Alle Projekte haben das Ziel, bestehende Herausforderungen mit kreativen Technologien und neuen Ansätzen zu lösen.

    Sechs geförderte Smart City Projekte für 2025

    • Schwammstadt in Aktion: Extremwetterereignisse wie Hitze und Starkregen werden häufiger. Dieses Projekt testet, wie grüne Dächer und durchlässige Böden helfen können, die Stadt zu kühlen und Regenwasser besser zu absorbieren. Im Innovationslabor Grüze wird die Wirkung der Schwammstadtelemente sichtbar gemacht.

    • Winti Re-Use: In Bauprojekten fallen oft grosse Mengen an verwertbarem Material an, die bislang entsorgt werden. Eine neue Plattform sorgt dafür, dass Bauabfälle sinnvoll weiterverwendet werden, um Ressourcen zu schonen und die Umwelt zu entlasten.

    • Mobilität Spitex: Spitex-Mitarbeitende sind täglich in der Stadt unterwegs – häufig mit dem eigenen Auto. Dieses Projekt testet nachhaltige Alternativen wie E-Bikes und E-Scooter, um emissionsärmere Mobilität zu fördern und flexiblere Transportlösungen für Pflegepersonal zu schaffen.

    • Smarte Anmeldung Schulsport: Die Anmeldung für den Schulsport soll durch eine digitale Plattform einfacher, schneller und fehlerfreier werden. Eltern und Verwaltung profitieren von einem optimierten Prozess, der bürokratischen Aufwand reduziert.

    • CulturAI: Winterthur ist eine lebendige Kulturstadt, doch oft bleiben kleinere Veranstaltungen im Schatten grösserer Events. Eine künstliche Intelligenz (KI) analysiert Vorlieben und schlägt individuell passende Kulturveranstaltungen vor – auch für Nutzer:innen mit wenig Zeit für Recherche.

    • Winbib+: Bibliotheken werden durch unbediente Öffnungszeiten flexibler nutzbar, sodass Bücher und Medien auch abends oder am Wochenende ausgeliehen werden können.

    Smart City Winterthur 2030
    Die Stadt Winterthur treibt ihre Smart City Entwicklung gezielt voran. Zum 1. Januar 2025 hat der Stadtrat die Strategie «Smart City Winterthur 2030» verabschiedet. Ziel ist es, Innovationen aktiv zu fördern, neue Netzwerke für Zusammenarbeit zu schaffen und die digitale Transformation der Stadt weiterzuentwickeln.

    Mit der Förderung dieser sechs Projekte zeigt Winterthur, wie eine moderne, nachhaltige Stadtentwicklung durch kreative Ansätze und den gezielten Einsatz von Technologie gelingt.

  • Testplanung für Stadtraum des Winterthurer Bahnhofs

    Testplanung für Stadtraum des Winterthurer Bahnhofs

    Die Stadt Winterthur und die SBB haben bereits zwischen 2019 und 2021 das Ausbaukonzept «Bahnhof Winterthur 2045+» erarbeitet. Als bevorzugte Lösung wurde ein neuer Kopfbahnhof Vogelsang Nord identifiziert, der das steigende Passagieraufkommen bewältigen soll. Gleichzeitig sollen die Perrons der bestehenden sieben Durchgangsgleise verbreitert werden.

    Mit diesen Veränderungen muss auch der Stadtraum rund um den Bahnhof neu gedacht werden. Eine Testplanung soll die Potenziale und Herausforderungen untersuchen und eine Gesamtstrategie für das Bahnhofsumfeld entwickeln.

    Testplanung als Grundlage für einen neuen Masterplan
    Im Zentrum der Testplanung stehen die Bereiche Bahnhof- und St. Georgenplatz, die Rudolfstrasse und die südliche Bahnhofsunterführung. Ziel ist es, eine städtebauliche und verkehrliche Gesamtstrategie zu erarbeiten.

    • Aufenthaltsqualität und Klimaanpassung im öffentlichen Raum
    • Neuorganisation der Bushaltestellen für eine bessere Verkehrsführung
    • Optimierung des Fuss- und Veloverkehrs
    • Einordnung der übrigen Verkehrsträger

    Das Areal des künftigen Kopfbahnhofs Vogelsang Nord ist von dieser Planung ausgenommen und wird separat behandelt.

    Beteiligung der Bevölkerung und Interessensgruppen
    Um eine breite Akzeptanz und Tragfähigkeit der Lösungen sicherzustellen, wird die Testplanung durch einen partizipativen Prozess begleitet. Rund 40 Quartierorganisationen, Interessenverbände, politische Vertreter:innen und Grundeigentümer werden aktiv in die Gestaltung und Diskussion der Zwischenergebnisse einbezogen.

    Für die breitere Bevölkerung sind ein elektronisches Mitwirkungsportal sowie Partizipationsveranstaltungen geplant. Bereits im Februar 2024 fand ein erster Echoraum zur Präzisierung des Planungsauftrags statt.


    Startschuss für die neue Planung 2025
    Der Stadtrat hat einen Kredit von 780’000 Franken für die Durchführung der Testplanung genehmigt. Die Planung startet 2025 und wird voraussichtlich bis 2026 dauern. Sie bildet die Grundlage für einen neuen Masterplan für den Stadtraum Bahnhof.

    Der erste Masterplan ist fast umgesetzt
    Bereits 2009 wurde ein erster Masterplan für den Winterthurer Hauptbahnhof entwickelt. Viele Maßnahmen daraus wurden realisiert, darunter die Neugestaltung des Busbahnhofs mit Pilzdach, die Personenunterführung Nord, neue Velostationen sowie das Verkehrskonzept Neuwiesen. Die letzten Arbeiten an der westlichen Bahnhofsseite sollen bis Sommer 2025 abgeschlossen sein.

    Mit der neuen Testplanung für den Stadtraum Bahnhof setzt Winterthur nun die Weichen für die nächsten Jahrzehnte. Mit dem Ziel, einen modernen, nachhaltigen und funktionalen Stadtraum zu schaffen.

  • Raum für die Zukunft «An der Aa»

    Raum für die Zukunft «An der Aa»

    Das Projekt «An der Aa» zielt darauf ab, das Areal der ZVB neu zu nutzen und zu verdichten. Zentrale Elemente sind die Erhöhung der Wohn- und Arbeitsflächen, eine moderne Infrastruktur für den öffentlichen Verkehr, den Rettungsdienst sowie die Öffnung des Quartiers für die Bevölkerung. Von den geplanten Wohnungen sollen 40% zu einem erschwinglichen Preis angeboten werden, um den Bedarf an günstigem Wohnraum in Zug zu decken.

    Infrastruktur für Mobilität und Rettungswesen
    Im Zentrum des neuen Quartiers entsteht ein hochmodernes Gebäude, das den Rettungsdienst Zug und die kantonale Verwaltung beherbergen wird. Die Nähe zum neuen Hauptstützpunkt der ZVB ermöglicht Synergien, etwa in der Wartung der Fahrzeuge. Die neue Infrastruktur wird den steigenden Anforderungen im öffentlichen Verkehr und im Rettungsdienst gerecht und trägt zu einer zukunftssicheren Mobilität bei.

    Lebensqualität im Fokus
    Das Gelände wird verdichtet und ökologisch aufgewertet. So wird der Siehbach freigelegt und ein barrierefreier Fussweg integriert. Grünflächen und öffentliche Plätze sollen das Quartier beleben und Raum für Erholung bieten. Der Schleifendamm wird als biodiversitätsreiche Oase für Pflanzen und Tiere gesichert und trägt zur Lebensqualität im Quartier bei.

    Legitimation und breite Unterstützung
    Seit 14 Jahren wird am Projekt «An der Aa» gearbeitet, wobei verschiedene Akteure aus Politik, Verwaltung und Öffentlichkeit eingebunden waren. Mit der Zustimmung von 81,3% im März 2024 hat die Bevölkerung von Zug ihre Unterstützung für den Bebauungsplan gegeben. Der Bau soll 2025 beginnen und bis 2032 abgeschlossen sein. Dank dieser breiten Abstützung wird das Quartier ein Aushängeschild für die innovative Stadtentwicklung in Zug.

    Zukunftsperspektiven
    Das Projekt wird das Gesicht von Zug verändern und den wachsenden Bedarf an Wohn- und Gewerberaum decken. Die neue Infrastruktur schafft Kapazitäten für ein deutlich höheres Passagieraufkommen im öffentlichen Verkehr und sichert den Betrieb des Rettungsdienstes.

  • St.Gallen Güterbahnhofareal unterschätzter Entwicklungsraum

    St.Gallen Güterbahnhofareal unterschätzter Entwicklungsraum

    Städtische Räume stehen unter wachsendem Druck. Steigende Bevölkerungszahlen und begrenzte Flächen fordern innovative Lösungen. Besonders Areale hinter Bahnhöfen bleiben oft ungenutzt, obwohl sie wertvolle Potenziale für die Stadtentwicklung bieten. Ein Beispiel für eine gelungene Umnutzung ist die Europaallee in Zürich. Doch während an vielen Orten bereits neue Stadtquartiere entstehen, ist die Zukunft des Güterbahnhofareals St.Gallen noch offen.

    Seit Jahren wird über seine Entwicklung diskutiert, doch unterschiedliche Interessen und Perspektiven haben bisher eine konkrete Umsetzung verhindert. Hier setzte die Lehrveranstaltung «Zukunft bauen – die Bedeutung von Branchen für die Stadtentwicklung» an, die Architekturstudierende der ETH Zürich mit Wirtschafts- und Soziologiestudierenden der Universität St.Gallen zusammenbrachte.

    Interdisziplinäre Zusammenarbeit als Schlüssel zum Erfolg
    Die Lehrveranstaltung kombinierte Architektur, Stadtsoziologie und Wirtschaft, um einen neuen Zugang zur Stadtplanung zu schaffen. «Architekt:innen des 21. Jahrhunderts lernen aus den Bauweisen des 20. Jahrhunderts, um nachhaltige Modelle für die Zukunft zu entwickeln», erklärt Prof. Momoyo Kaijima von der ETH Zürich.

    Durch die Zusammenarbeit mit Soziologinnen und Wirtschaftswissenschaftlerinnen entstand eine praxisorientierte Forschung, die nicht nur städtebauliche Konzepte, sondern auch soziale und wirtschaftliche Aspekte berücksichtigte.

    Stadtplanung aus neuen Perspektiven erleben
    Die Studierenden begannen ihre Untersuchung mit geführten Spaziergängen durch das Güterbahnhofareal, inspiriert von den «Spaziergangswissenschaften» des Soziologen Lucius Burckhardt. Diese Methode ermöglichte es ihnen, den Raum nicht nur als Planungsobjekt, sondern als gelebten sozialen Ort zu erleben.

    «Die Untersuchung verdeutlichte, dass auch unscheinbare oder brachliegende Flächen eine entscheidende Rolle in der städtischen Dynamik spielen können», berichtet HSG-Student Livius Schönle.

    Von der Beobachtung zur Konzeption
    Basierend auf Interviews, Beobachtungen und Datenanalysen entwickelten die Teilnehmenden sogenannte «Actor-Network-Zeichnungen», mit denen sie komplexe Zusammenhänge zwischen Raumnutzung, sozialen Gruppen und wirtschaftlichen Interessen sichtbar machten. Dabei spielte auch der Kunstmaler Walter Dick eine Rolle, der die Studierenden in die Grundlagen des Handzeichnens einführte, um ihre Analysen visuell darzustellen.

    «Die konkreten Erfahrungen aus der interdisziplinären Zusammenarbeit zeigen, wie wichtig es ist, sich der Unterschiedlichkeit von Denklogiken bewusst zu sein», betont Dr. Niklaus Reichle von der Universität St.Gallen. «Nur wenn wir über den disziplinären Tellerrand hinausschauen, lassen sich gesellschaftliche Herausforderungen im Umgang mit Raum sinnvoll bewältigen.»

    Visionen für eine nachhaltige Stadtentwicklung
    Die Konzepte der Studierenden reichten von multifunktionalen Wohn- und Arbeitsquartieren bis hin zu nachhaltigen Grünflächen, die neue Erholungsräume in die Stadt integrieren. Einige Teams entwickelten Ideen für gemischt genutzte Gebäude, die sozialen Wohnraum mit Gewerbeflächen verbinden, während andere Strategien für eine behutsame Verdichtung durch innovative Bauweisen erarbeiteten.

    Ein zentrales Thema war die soziale Integration: Wie kann das Güterbahnhofareal als Verbindungselement zwischen bestehenden Stadtvierteln dienen? Wie lassen sich Freiräume schaffen, die sowohl ökologisch als auch sozial wertvoll sind?

    Stadtentwicklung als Gemeinschaftsaufgabe
    Die Forschungsergebnisse unterstreichen, dass erfolgreiche Stadtentwicklung mehr als nur bauliche Massnahmen erfordert. Wirtschaftliche, gesellschaftliche und ökologische Aspekte müssen gemeinsam betrachtet werden. Die Zusammenarbeit von ETH und HSG zeigt, wie verschiedene Disziplinen voneinander lernen können, um urbane Räume nachhaltig und zukunftsfähig zu gestalten.

    Die Stadt St.Gallen könnte von diesen Erkenntnissen profitieren: Das Güterbahnhofareal bietet enormes Potenzial für eine innovative Quartiersentwicklung, wenn die richtigen Weichen gestellt werden.

  • Start des Baues der Waldstadt Im Pantli

    Start des Baues der Waldstadt Im Pantli

    Die Halter AG hat mit dem Bau der Waldstadt im Pantli begonnen. Am 10. Januar ist der Spatenstich für das Wohnprojekt auf der Waldlichtung Im Pantli in Schaffhausen begangen worden, informiert die Schlieremer Immobilienentwicklerin in einer Mitteilung. Die in der Waldstadt geplanten 214 Eigentumswohnungen werden von Halter in Zusammenarbeit mit der DOST Architektur GmbH aus Schaffhausen realisiert.

    «Das Projekt Waldstadt im Pantli leistet einen wertvollen Beitrag zur Stadtentwicklung», wird Stadtpräsident Peter Neukomm in der Mitteilung aus seiner Ansprache am Spatenstich zitiert. «Die Siedlung soll als Vorbild für zukünftige Bauprojekte dienen und Schaffhausen als Standort für nachhaltiges und innovatives Wohnen stärken.» Die Waldstadt ist als Wohnraum für verschiedene Lebensmodelle angelegt.

    Konkret will das Wohnprojekt sowohl Familien und Paare als auch Singles und Pendler ansprechen. Dazu sind unter anderem ein Kindergarten und eine Kindertagesstätte geplant. Freiräume und gemeinschaftlich nutzbare Einrichtungen sollen «ideale Bedingungen für ein harmonisches Zusammenleben» schaffen, heisst es in der Mitteilung.

    Planung und Umsetzung richten sich an den Vorgaben des Schweizer Nachhaltigkeitsstandards aus. Als Bauzeit für die erste Etappe wurden rund zweieinhalb Jahre veranschlagt. Bereits im kommenden Jahr sollen die ersten der 2,5- bis 5,5-Zimmer-Wohnungen bezugsbereit sein.

  • Vorbereitungen für Hafenbahn-Verlegung in Basel starten

    Vorbereitungen für Hafenbahn-Verlegung in Basel starten

    Die Stadt Basel plant eine gross angelegte Transformation der Gebiete Klybeck und Westquai. Dort sollen Wohn- und Arbeitsflächen für rund 8’000 Menschen entstehen, ergänzt durch Grün- und Freiräume. Damit die Quartiere besser an den Rhein und die Wiese angebunden werden, muss die bestehende Hafenbahn weichen.

    Der Grosse Rat hat hierfür im Juni 2024 einen Kredit von 36 Millionen Franken bewilligt. Diese Mittel dienen der Verlagerung der Hafenbahn sowie weiterer Infrastruktureinrichtungen, darunter die Zollmessstation des Gasverbunds Mittelland AG (GVM).

    Ersatzbau der Zollmessstation als erster Schritt
    Als erstes wird die Zollmessstation, die das regionale Gasnetz speist, an einen neuen Standort in den Langen Erlen bei der Freiburgerstrasse verlegt. Die Bauarbeiten beginnen im März 2025 und sollen bis Ende 2026 abgeschlossen sein. Da der Bau einer Gashochdruckleitung im Siedlungsgebiet nicht zulässig ist, wurde dieser Standort als einzig bewilligungsfähige Lösung gewählt.

    Besondere Schutzmassnahmen gelten für den bestehenden Baumbestand sowie die Gewässerschutzzonen. Notwendige Baumfällungen werden durch Aufforstungen und Ersatzflächen kompensiert.

    Baustellenkoordination für minimale Beeinträchtigungen
    Parallel zum Bau der neuen Zollmessstation erfolgen weitere Grossprojekte in der Umgebung. Die Deutsche Bahn errichtet eine neue Wiesenbrücke, während das Tiefbauamt Basel-Stadt gemeinsam mit IWB die Freiburgerstrasse erneuert. Alle Arbeiten werden eng koordiniert, um Umleitungen für den Verkehr klar zu signalisieren und Beeinträchtigungen zu minimieren.

    Mit diesen Massnahmen setzt Basel-Stadt einen wichtigen Schritt in Richtung nachhaltiger Stadtentwicklung und schafft die Grundlage für neue, lebenswerte Quartiere am Wasser.

  • Nachhaltige Büroflächen für globalen Hauptsitz in Baden

    Nachhaltige Büroflächen für globalen Hauptsitz in Baden

    Colliers Switzerland hat im Konnex Baden eine 1530 Quadratmeter grosse Bürofläche im fünften Obergeschoss an die Harting Technologiegruppe vermietet. Dort soll laut Medienmitteilung der neue globale Hauptsitz des Anbieters für industrielle Verbindungstechnik entstehen und im Oktober 2025 seinen Betrieb aufnehmen.

    Harting hat seinen Hauptsitz im nordrhein-westfälischen Eskelkamp und seinen Schweizer Sitz in Volketswil ZH. Die Harting-Verbindungstechnik kommt bei der Übertragung von Daten und Strom unter anderem in den Bereichen Transportwesen, Elektromobilität, erneuerbare Energiegewinnung, Automatisierung und Maschinenbau zum Einsatz, heisst es in der Mitteilung. Vom neuen Zentralbüro aus sollen überregional tätige Top-Manager die globale Steuerung des Unternehmens übernehmen. Für die Entscheidung von Harting, ins Konnex zu ziehen, seien unter anderem die hohen Nachhaltigkeitsstandards im Konnex entscheidend gewesen.

    Im Konnex soll ein innovatives Stadt-in-Stadt-Konzept verwirklicht werden, mit einer Reihe von Dienstleistungen und Annehmlichkeiten, darunter Gastronomie, Läden des täglichen Bedarfs, Fitness, Kinderbetreuung und Co-Working. Das Konnex-Gebäude befindet sich im Stadtzentrum, nur fünf Gehminuten vom Badener Bahnhof und 20 Minuten von Zürich entfernt.

    Colliers Switzerland mit Sitz in Zollikon firmierte früher als SPGI Zurich AG. Die  Immobilienverwalterin ist ein Tochterunternehmen der Intercity Group.

  • Das ehemalige Kantonsspital wird zur urbanen Oase

    Das ehemalige Kantonsspital wird zur urbanen Oase

    Das Gewinnerprojekt von Credit Suisse Anlagestiftung und HRS Real Estate AG wurde im Rahmen eines zweistufigen Wettbewerbsverfahrens ausgewählt. Es vereint öffentlichen Raum, Gewerbe, Gastronomie und verschiedene Wohnformen zu einem Quartier, das rund um die Uhr belebt sein soll.

    Wohnen, Arbeiten und Erholung vereint
    Der Bebauungsplan ermöglicht einen ausgeglichenen Nutzungsmix, der das Quartier für unterschiedliche Zielgruppen attraktiv macht. Geplant sind 272 Wohnungen, von denen 50% preisgünstig sein werden, sowie ein Boutique-Hotel im denkmalgeschützten Südflügel des alten Spitals. Weitere Flächen für Gastronomie, Gewerbe und öffentliche Dienstleistungen schaffen ein vielseitiges Angebot. Besonders der Baubereich «Süd-See Hub» ist auf publikumsträchtige Nutzungen ausgerichtet und soll zu einem beliebten Treffpunkt werden.

    Freiraumgestaltung im Mittelpunkt
    Das Konzept «Süd-See Zug – für üs alli» setzt auf Freiräume für die Attraktivität des Quartiers. Der «Stadthof» als zentraler Platz öffnet sich zum See und verbindet die Altstadt mit dem Wasser. Ein öffentlicher Dachgarten, grüne Innenhöfe und Plätze bieten zusätzlichen Raum für Erholung und Aufenthaltsqualität. Die Seeterrasse und der Park fördern die Biodiversität und schaffen eine Verbindung zur Natur.

    Ein durchdachter Prozess
    Nach Abschluss des Baurechtsvertrags beginnt die detaillierte Entwicklungsphase. Die Credit Suisse Anlagestiftung übernimmt gemeinsam mit der HRS Real Estate AG die Verantwortung für die Umsetzung des Architekturwettbewerbs. Dieses spannende Projekt verdeutlicht, wie ein historisches Areal durch innovative Lösungen und Planung zu einer lebendigen und einladenden Umgebung werden kann. Die Transformation des ehemaligen Kantonsspitals Zug wird nicht nur die architektonische Landschaft der Stadt bereichern, sondern einen essenziellen Beitrag zur Lebensqualität der Bevölkerung leisten und Zugs Position als gefragten Wohn- und Arbeitsort weiter stärken.

  • Zukunftsperspektiven beim 103. immoTable Zug

    Zukunftsperspektiven beim 103. immoTable Zug

    Stadtpräsident André Wicki eröffnete die Veranstaltung mit einem inspirierenden Blick auf die wirtschaftliche Zukunft der Stadt Zug. Unter dem Motto „Zug bleibt Zug – lebenswert, visionär, pulsierend“ hob er die Herausforderungen hervor, die mit nachhaltigem Wachstum, bezahlbarem Wohnraum und Klimaschutz einhergehen. Seine Visionen unterstreichen den Anspruch, Zug als innovativen und attraktiven Lebens- und Wirtschaftsstandort weiterzuentwickeln.

    Nachhaltige Strategien und wirtschaftlicher Erfolg
    Beat Bachmann präsentierte die Langzeitstrategie „Spirit of Zug“, die ein Gleichgewicht zwischen Wachstum und Ressourcenverbrauch schafft. Durch regionale Kooperationen und attraktive Bedingungen für Unternehmen wird die Region als führender Wirtschaftsstandort gestärkt. Die Innovationsplattformen, wie die HSLU und der Tech Cluster Zug, fördern technologische Fortschritte in Bereichen wie Energie, Mobilität und Dekarbonisierung.

    Erfolgreiche Projekte für modernes Wohnen und Gewerbe
    Lukas Fehr stellte das preisgekrönte Projekt „Papieri Cham“ vor. Das Quartier verbindet historische Substanz mit modernen Neubauten, nachhaltiger Architektur und grünen Freiräumen. Mit rund 1’000 Wohnungen und 40’000 Quadratmetern Gewerbeflächen setzt das Papieri-Areal neue Massstäbe für nachhaltiges Wohnen und Arbeiten.

    Materialinnovation im Holzbau
    Pius Kneubühler sprach über die Vorteile von Brettstapelkonstruktionen, die mit Schweizer Holz und minimalem Leim gefertigt werden. Diese Technologie fördert die nachhaltige Kaskadennutzung und kombiniert hohe Tragfähigkeit mit einer hervorragenden CO₂-Bilanz. Die Materialidentität steht dabei im Zentrum einer nachhaltigen Bauweise.

    Wasserbehandlung und Infrastruktursicherheit
    André Spathelf rundete den Anlass mit einem Vergleich der Schweizer Marktführer in der Wasserbehandlung ab. Er betonte die Bedeutung eines proaktiven Ansatzes bei der Überwachung und Instandhaltung von Wassernetzen. Dieser Ansatz sichert die Qualität und Nachhaltigkeit lebenswichtiger Infrastrukturen.

    Der 103. immoTable Zug hat erneut bewiesen, wie wichtig der Austausch zwischen Wirtschaft, Wissenschaft und Politik für die Gestaltung einer nachhaltigen Zukunft ist. Visionäre Projekte, technologische Innovationen und wirtschaftliche Strategien stärken Zug als führende Region der Schweiz.

  • Teilüberdeckungen der A2 in Luzern-Süd

    Teilüberdeckungen der A2 in Luzern-Süd

    Am 16. November 2024 boten das Bundesamt für Strassen, der Kanton Luzern, LuzernPlus und die Stadt Kriens im Schappe Kulturquadrat in Kriens eine Plattform, um den Zwischenstand zu den Teilüberdeckungen der A2 zu präsentieren. Besucherinnen und Besucher konnten sich direkt mit den Planungsteams austauschen, Anregungen geben und Fragen stellen.

    Die Planungen, die 2024 in die zweite Phase gingen, zielen darauf ab, die Zielvorstellungen zu schärfen, die rechtlichen Grundlagen vorzubereiten und Finanzierung sowie technische Anforderungen zu klären. Die Ergebnisse der laufenden Studien werden Ende 2025 erwartet.

    Räume mit Potenzial
    Die Testplanung von 2023 identifizierte drei mögliche Standorte für Teilüberdeckungen. Die Entwürfe zielen darauf ab, Stadtgebiete zu verbinden, die Lebensqualität durch weniger Lärm zu steigern und neue Stadträume zu schaffen.

    • Grosshof/Luzernerstrasse: Fokus auf eine engmaschige Vernetzung der Wege und die Aufwertung öffentlicher Räume.
    • Arsenal/Schlund: Potenziale für LuzernSüd durch die Überdeckungen und die Entwicklung neuer Nutzungsmöglichkeiten.
    • Schlund/Horwerstrasse: Möglichkeiten für die Quartierentwicklung und eine sanfte Transformation des Gewerbequartiers Wyssmatt durch die Verlängerung des Tunnels Schlund.

    Technische Herausforderungen
    Neben den Vertiefungsstudien analysiert eine Machbarkeitsstudie die technischen Rahmenbedingungen der geplanten Teilüberdeckungen. Diese sind unabhängig vom Gesamtsystem Bypass Luzern, werden jedoch eng mit weiteren Projekten der Region abgestimmt.

    Perspektiven und nächste Schritte
    Die Teilüberdeckungen der A2 bieten die Chance, städtische Räume neu zu gestalten und Synergien zwischen Verkehrs- und Quartierentwicklung zu schaffen. Mit den Ergebnissen der Studien wird eine fundierte Grundlage für die weitere Planung und Umsetzung gelegt, die die Interessen der Bevölkerung und der beteiligten Institutionen berücksichtigt.

    Die Teilüberdeckungen der Autobahn A2 in Luzern-Süd zeigen, wie Infrastrukturprojekte zur Stadtentwicklung und Lebensqualität beitragen können. Der Austausch mit der Bevölkerung und die intensiven Planungen setzen den Rahmen für eine nachhaltige und zukunftsorientierte Gestaltung der Region Luzern-Süd.

  • Dietikon stellt neue Bau- und Zonenordnung vor

    Dietikon stellt neue Bau- und Zonenordnung vor

    Die Bau- und Zonenordnung der Stadt Dietikon wird einer Gesamtrevision unterzogen. Am 31. Oktober 2024 hat die Stadt der Bevölkerung die Gesamtrevision vorgestellt. Die BZO regelt, was, wo und wie in Dietikon künftig gebaut werden kann. Die Revisionsvorlage liegt laut Medienmitteilung bis zum 23. Dezember öffentlich auf. Während dieser Frist seien alle Interessierten eingeladen, schriftlich Stellung zu nehmen und ihre Anregungen einzubringen, heisst es in der Mitteilung der Stadt.

    Die kommunale Bau- und Zonenordnung stammt aus dem Jahr 1987. Im Herbst 2022 wurde der behördenverbindliche kommunale Richtplan von Dietikon genehmigt. Das und Vorgaben wie das neue Planungs- und Baugesetz des Kantons Zürich waren Anstoss für die Revision.

    Mit der vorliegenden BZO-Gesamtrevision schaffe die Stadt die strategischen und baurechtlichen Rahmenbedingungen für die Erneuerung und Weiterentwicklung der heutigen Siedlungsstruktur, heisst es in der Stadt-Mitteilung. Auf Erhöhung der baulichen Dichte und damit Veränderung der Siedlungsstruktur in den äusseren Wohnquartieren wird zum Schutz der durchgrünten und einheitlichen Strukturen verzichtet. Stattdessen geht es um Entwicklung der zentralen und mit dem Öffentlichen Verkehr erschlossenen Gebiete wie Stadtzentrum oder Stadtboulevard.

    Die angestrebte Entwicklung solle nicht einfach mehr Raum für Bewohnende und Beschäftigte bieten, sondern auch zu einer höheren Siedlungsqualität beitragen, heisst es von der Stadt. Es gibt verschiedene Vorgaben zu privaten Frei- und Erholungsräumen sowie Massnahmen zur Förderung der Biodiversität und Verbesserung des Stadtklimas.

  • Zukunftsorientierte Stadtentwicklung in Bern

    Zukunftsorientierte Stadtentwicklung in Bern

    Wankdorfcity 3 befindet sich auf einem 34’000 Quadratmeter großen Areal im Norden Berns. Hier entsteht ein urbaner Lebensraum, der über die bloße Wohnnutzung hinausgeht. Der Immobilienentwickler IMMOFONDS realisiert mit diesem Projekt einen dichten Quartierteil, der sowohl Wohnraum als auch Anlaufstellen für Gewerbe und Freizeitaktivitäten bietet. Durch die direkte Anbindung an den öffentlichen Verkehr entsteht ein lebendiges Ökosystem, das von Interaktion und Austausch geprägt ist.

    Effiziente Planung und schnelle Genehmigung
    Die Komplexität der Planung dieses Projektes erforderte innovative Herangehensweisen und eine enge Zusammenarbeit zwischen den verantwortlichen Architekten, Stadtplanern und Behörden. Gabriela Theus, Geschäftsführerin der Immofonds Asset Management AG, erläutert: „Die effiziente Bearbeitung durch die Stadt Bern und die partnerschaftliche Zusammenarbeit aller Beteiligten führten zu einer baurechtskonformen Genehmigung ohne Einsprachen – ein schweizweit rekordverdächtiger Erfolg.“

    Soziale und ökologische Nachhaltigkeit
    Ein zentraler Bestandteil ist die soziale Nachhaltigkeit. Durch die Schaffung von Begegnungsstätten, Gemeinschaftsräumen und Außenbereichen wird der Austausch zwischen den Bewohnerinnen und Bewohnern gefördert. Der geplante Stadtgarten und die abwechslungsreichen Freiflächen zeichnen einen Ort des Miteinanders aus.

    Vielfalt im Wohnraum
    Um unterschiedlichen Lebensmodellen Rechnung zu tragen, bietet das Projekt eine Vielfalt an Wohnformen. Von Kleinwohnungen und Tiny Houses über familienfreundliche Townhouses bis hin zu multifunktionalen Gemeinschaftsflächen – für jede Zielgruppe ist etwas dabei. Diese Diversität sorgt für einen lebendigen Stadtteil, der den Bedürfnissen der Nutzer gerecht wird.

    Innovationskraft in der Stadtentwicklung
    Wankdorfcity 3 setzt auf das innovative Konzept der Schwammstadt, das eine nachhaltige Wasserbewirtschaftung in urbanen Räumen fördert. Der Landschaftsarchitekt Maurus Schifferli erklärt, dass Regenwasser in speziellen Systemen gespeichert wird, um es gezielt wieder abzugeben. Dieses Prinzip trägt zur Regulierung des lokalen Klimas bei und zeigt, wie moderne Stadtplanung Ressourcenschonung mit Ästhetik vereinen kann.

    Ausblick auf die nächsten Schritte
    Mit der finalen Baubewilligung beginnt die Realisierungsphase. Etappenweise werden ab 2027 die Wohnungen sowie die dazugehörigen Dienstleistungen und Gewerbeflächen bezugsbereit sein. In den kommenden Jahren wird Wankdorfcity 3 nicht nur zur Lebensqualität in Bern beitragen, sondern auch als innovatives Beispiel für moderne Stadtentwicklung in der ganzen Schweiz dienen.

    Dieses zukunftsweisende Projekt signalisiert eine neue Ära urbanen Wohnens, die Generationsübergreifendes, Inklusivität und Nachhaltigkeit vereint.