Schlagwort: Stadtentwicklung

  • Zukunftsorientierte Stadtentwicklung in Bern

    Zukunftsorientierte Stadtentwicklung in Bern

    Wankdorfcity 3 befindet sich auf einem 34’000 Quadratmeter großen Areal im Norden Berns. Hier entsteht ein urbaner Lebensraum, der über die bloße Wohnnutzung hinausgeht. Der Immobilienentwickler IMMOFONDS realisiert mit diesem Projekt einen dichten Quartierteil, der sowohl Wohnraum als auch Anlaufstellen für Gewerbe und Freizeitaktivitäten bietet. Durch die direkte Anbindung an den öffentlichen Verkehr entsteht ein lebendiges Ökosystem, das von Interaktion und Austausch geprägt ist.

    Effiziente Planung und schnelle Genehmigung
    Die Komplexität der Planung dieses Projektes erforderte innovative Herangehensweisen und eine enge Zusammenarbeit zwischen den verantwortlichen Architekten, Stadtplanern und Behörden. Gabriela Theus, Geschäftsführerin der Immofonds Asset Management AG, erläutert: „Die effiziente Bearbeitung durch die Stadt Bern und die partnerschaftliche Zusammenarbeit aller Beteiligten führten zu einer baurechtskonformen Genehmigung ohne Einsprachen – ein schweizweit rekordverdächtiger Erfolg.“

    Soziale und ökologische Nachhaltigkeit
    Ein zentraler Bestandteil ist die soziale Nachhaltigkeit. Durch die Schaffung von Begegnungsstätten, Gemeinschaftsräumen und Außenbereichen wird der Austausch zwischen den Bewohnerinnen und Bewohnern gefördert. Der geplante Stadtgarten und die abwechslungsreichen Freiflächen zeichnen einen Ort des Miteinanders aus.

    Vielfalt im Wohnraum
    Um unterschiedlichen Lebensmodellen Rechnung zu tragen, bietet das Projekt eine Vielfalt an Wohnformen. Von Kleinwohnungen und Tiny Houses über familienfreundliche Townhouses bis hin zu multifunktionalen Gemeinschaftsflächen – für jede Zielgruppe ist etwas dabei. Diese Diversität sorgt für einen lebendigen Stadtteil, der den Bedürfnissen der Nutzer gerecht wird.

    Innovationskraft in der Stadtentwicklung
    Wankdorfcity 3 setzt auf das innovative Konzept der Schwammstadt, das eine nachhaltige Wasserbewirtschaftung in urbanen Räumen fördert. Der Landschaftsarchitekt Maurus Schifferli erklärt, dass Regenwasser in speziellen Systemen gespeichert wird, um es gezielt wieder abzugeben. Dieses Prinzip trägt zur Regulierung des lokalen Klimas bei und zeigt, wie moderne Stadtplanung Ressourcenschonung mit Ästhetik vereinen kann.

    Ausblick auf die nächsten Schritte
    Mit der finalen Baubewilligung beginnt die Realisierungsphase. Etappenweise werden ab 2027 die Wohnungen sowie die dazugehörigen Dienstleistungen und Gewerbeflächen bezugsbereit sein. In den kommenden Jahren wird Wankdorfcity 3 nicht nur zur Lebensqualität in Bern beitragen, sondern auch als innovatives Beispiel für moderne Stadtentwicklung in der ganzen Schweiz dienen. Dieses zukunftsweisende Projekt signalisiert eine neue Ära urbanen Wohnens, die Generationsübergreifendes, Inklusivität und Nachhaltigkeit vereint.

  • Schlieren startet Gesamtrevision der Bau- und Zonenordnung

    Schlieren startet Gesamtrevision der Bau- und Zonenordnung

    Der Stadtrat von Schlieren wird laut den Stadtratsnachrichten für die anstehende Gesamtrevision der Bau- und Zonenordnung (BZO) beim Gemeindeparlament die Bewilligung eines Kredits von 1‘063‘000 Franken beantragen.

    Ziel der Gesamtrevision sei es, durch massgeschneiderte rechtliche Grundlagen eine hohe Lebens- und Arbeitsqualität in Schlieren zu gewährleisten, heisst es in der Mitteilung. Zudem soll sie die Standortattraktivität für Unternehmen weiter fördern, um neue Investitionen anzuziehen. Die letzte umfassende Revision der BZO der Stadt Schlieren wurde 1996 durchgeführt.

    Schlieren habe in den vergangenen zwei Jahrzehnten eine rasante städtebauliche Transformation erlebt, die nicht nur das Stadtbild geprägt, sondern auch die Dynamik und Prioritäten der Stadtentwicklung massgeblich beeinflusst habe, heisst es in dem Stadtratsbeschluss. Mit einem kontinuierlichen Bevölkerungswachstum würden auch die Ansprüche an die Nutzung des begrenzten Raums steigen. Eine weitere Ausdehnung der Siedlungsfläche sei nahezu ausgeschlossen. Daher erfordere die zunehmende Knappheit von Flächen eine verdichtete Bebauung in der gesamten Stadt.

    Der Stadtrat betont, dass Schlieren nicht nur ein attraktiver Wohnort, sondern auch ein wichtiger Wirtschaftsstandort sei. Insbesondere habe sich in den letzten Jahren ein innovativer Biotechnologie- und Healthtech-Cluster etabliert. Die Gesamtrevision der Bau- und Zonenordnung biete die Möglichkeit, dieses Potenzial weiter zu stärken.

  • Planung in Genf: eine schwierige Übung

    Planung in Genf: eine schwierige Übung

    Das Office de l’urbanisme ist für die Raumplanung im Kanton Genf zuständig. Können Sie uns einen Überblick über Ihre Zuständigkeiten geben?
    Das Stadtplanungsamt erarbeitet und setzt eine Bodennutzungspolitik um, die darauf abzielt, den Wohnungsbau, die wirtschaftliche, soziale und kulturelle Entwicklung zu fördern und gleichzeitig den Lebensraum im Hinblick auf den ökologischen Wandel zu verbessern sowie das natürliche und bauliche Erbe aufzuwerten. Er ist das Eingangstor für alle territorialen Projekte und gewährleistet einen ständigen und iterativen Dialog zwischen den lokalen und regionalen Ebenen sowie zwischen den öffentlichen Politiken, die auf diese Projekte einwirken (Natur, Landschaft, Mobilität, Grund und Boden, Soziales, Gesundheit, Wirtschaft usw.).

    Zu den Instrumenten gehört der kantonale Richtplan, der eine allgemeine Orientierung über die grossen räumlichen Gleichgewichte gibt, insbesondere in Abstimmung mit den Nachbarn in Frankreich und im Waadtland. Das Stadtplanungsamt ist auch für Zonenänderungen zuständig, um die Nutzungen an die Bedürfnisse des Gebiets anzupassen, sowie für Leitplanungen wie die Quartierrichtpläne oder die lokalisierten Quartierpläne, die die Anordnung der Gebäude präzisieren, die Aussenräume organisieren und die Baurechte verteilen.

    Seit 2015 verfügt das Stadtplanungsamt über eine Abteilung für Bürgerbeteiligung, die ein Kompetenzzentrum für alle Abstimmungsprozesse ist, die alle Projekte begleiten. In der Tat hat sich die Berücksichtigung der Bevölkerung und ihrer Nutzungsexpertise bei den Projekten durch die Konzertierungsansätze weiter verstärkt. Um zu verstehen, wie das Gebiet bewohnt wird, und um eine bessere Berücksichtigung der Wohnwünsche der Bewohner durch die Projekte zu ermöglichen, werden in Ergänzung zu den partizipativen Ansätzen immer häufiger soziologische Studien in die Grundstudien der Projekte integriert.

    Um den Bau der Schnittstellen des Léman Express zu begleiten, hat das Stadtplanungsamt auch eine operative Direktion geschaffen, die für Projekte im öffentlichen Raum zuständig ist: Plätze, grüne Wege für den Langsamverkehr, Schulhöfe, Parks etc.

    Mit welchen Herausforderungen und Chancen ist die Stadtentwicklung in Genf konfrontiert, insbesondere im Vergleich zu anderen Schweizer Kantonen?
    Die grösste Herausforderung besteht heute darin, dieses Wachstum qualitativ hochwertig in einem immer engeren und beschränkteren Raum unterzubringen.

    Über Jahrzehnte hinweg hat das Genfer Territorium seine landwirtschaftlichen und natürlichen Gebiete sowie seine Landschaften bewahrt, wodurch es seinen Bewohnern eine hohe Lebensqualität bieten konnte. Diese ständige Aufmerksamkeit zwischen Bewahrung und Entwicklung hat dazu geführt, dass es im städtischen Prozess des Wachstums nach innen eine Vorreiterrolle einnimmt. Die Herausforderung besteht heute darin, dieses Wachstum in den bestehenden Siedlungsstrukturen unterzubringen, aber auch positive Prozesse der Regeneration und Sanierung bereits urbanisierter Gebiete in Gang zu setzen. Die Klimaresistenz verlangt von uns, die öffentlichen Räume zu überarbeiten, indem wir die Wasserinfiltration, die Entsiegelung von Böden und die Erhöhung der Vegetationsdecke besser steuern. Gleichzeitig muss die energetische Sanierung bestehender Gebäude zu erheblichen Einsparungen führen und gleichzeitig auf erneuerbare Energiequellen umgestellt werden.

    Diese Herausforderung, die Stadt auf bereits bebauten Flächen zu errichten, muss sich auch mit der Erhaltung des baulichen Erbes und der Bäume sowie der Berücksichtigung der Biodiversität im städtischen Umfeld auseinandersetzen.

    Welche Gebiete in Genf sind für Unternehmen besonders attraktiv und warum?
    Das bebaute Gebiet von Genf ist besonders dicht und kompakt. Die Unternehmen des sekundären Sektors profitieren von den hochwertigen Industriegebieten, die über die «Ecoparc» sowohl auf eine Dynamisierung des Wirtschaftsgefüges als auch auf die Berücksichtigung der Herausforderungen bei der Anpassung an den Umweltwandel abzielen: besseres Wassermanagement, Begrünung, Energieeffizienz, Kreislaufwirtschaft etc. Diese Industriegebiete sind in der Regel gut an Verkehrsachsen angebunden und verfügen zum Teil über einen Bahnanschluss.

    Die mobileren Dienstleistungsaktivitäten haben in letzter Zeit bedeutende Umsiedlungen erlebt, um von neuen «Adressen» zu profitieren, die besser gelegen, moderner und vor allem besser an die Mobilitätsnetze angebunden sind. In diesem Streben nach Optimierung haben die neuen Geschäftsviertel des PAV eine grosse Attraktivität bewiesen, insbesondere diejenigen, die direkt in der Nähe der Bahnhöfe des Léman Express liegen. Man kann feststellen, dass die Unternehmen auf verschiedene Parameter achten, darunter die Lage, die Verkehrsanbindung (öffentlich und privat), die im Viertel angebotenen Nahversorgungsdienste sowie die Flexibilität der Räumlichkeiten und die Umweltfreundlichkeit der Gebäude.

    Welches sind die wichtigsten Bauprojekte im Kanton Genf und wie tragen sie zur Stadt- und Raumentwicklung bei und welche Projekte würden Sie als Leuchtturmprojekt bezeichnen und aus welchen Gründen? Wo sieht die Stadt- und Raumentwicklung in Genf noch Entwicklungspotenzial und wie könnte dieses ausgeschöpft werden?
    Die aktuelle Stadtentwicklung besteht hauptsächlich aus drei grossen Projektfamilien:

    Die «Grossprojekte» als Stadterweiterung auf landwirtschaftlichem Gebiet. Diese Projekte wurden vor etwa zehn Jahren konzipiert und durchliefen den gesamten Prozess von der Aufnahme in den kantonalen Richtplan über die Zonenänderung bis hin zum Quartierrichtplan. Jedes dieser Projekte umfasst mehrere tausend Wohnungen, Gewerbeflächen, Annehmlichkeiten und öffentliche Einrichtungen. Sie befinden sich alle in der Bauphase, die in Etappen bis 2040 dauern wird.

    Die Stadterneuerungsprojekte in der Villa-Zone. Diese Projekte haben ein grosses Potenzial für neue Wohnungen, aber ihre Planung ist aufgrund der Auswirkungen auf das bestehende Gefüge heikel, das nicht nur eine natürliche Widerstandsfähigkeit gegenüber Veränderungen aufweist, sondern stellenweise auch über patrimoniale und ökologische Qualitäten verfügt, die heikle Interessenabwägungen erfordern.

    Die dritte grosse Familie betrifft die Verdichtung der Stadtkrone, darunter der Sektor «Praille-Acacia-Vernet (PAV)» und die Bahnhofsviertel des Léman Express. Während letztere sich in der Endphase der Fertigstellung befinden und Wohnungen und Gewerbeflächen mit hervorragender Verkehrsanbindung bieten, zielt der PAV-Sektor auf die Umwandlung eines über 200 Hektar grossen Industriegebiets in ein neues Stadtzentrum ab. Weit entfernt von einer Brache ist dieser dynamische Sektor heute in Betrieb und erfordert die Umsiedlung von Unternehmen, um deren Fortbestand im Genfer Wirtschaftsgefüge zu gewährleisten.

    Gibt es in Genf noch ungenutzte Flächen, die für neue Entwicklungsprojekte in Frage kommen? Wenn ja, wo befinden sie sich?
    Wie bereits erwähnt, ist der Kanton Genf gezwungen, sich nach innen zu entwickeln und sein Siedlungsgebiet zu regenerieren. Im Gegensatz zu anderen Städten gibt es in Genf keine städtischen Brachflächen, da diese häufig mit der Deindustrialisierung in Verbindung stehen. So wird die Urbanisierung hauptsächlich durch die Mutation der bestehenden Bauzonen vorangetrieben, mit der Perspektive, das Gebiet auszustatten, um die Praktiken der Nähe zu fördern.

    Die Lebensqualität wird durch die Erneuerung von Stadtvierteln verbessert. Dazu gehören die Neugestaltung der öffentlichen Räume, die Bereitstellung von Einrichtungen und Dienstleistungen für die Nachbarschaft, die Erhaltung des baulichen und natürlichen Erbes sowie ein leichterer Zugang zu Erholungsräumen. In diesem Sinne stellen die Villengebiete aus dem letzten Jahrhundert heute das grösste Potenzial für eine Mutation für Entwicklungsprojekte im Kanton dar.

    Die Ambitionen Genfs, seine Natur- und Landwirtschaftsflächen zu erhalten, werden durch den Sektorplan für Fruchtfolgeflächen (SDA) unterstützt, der darauf abzielt, eine Quote von 8400 Hektar qualitativ hochwertiger landwirtschaftlicher Flächen zu erhalten, um zur Genfer Selbstversorgung beizutragen. Da diese Grenze praktisch erreicht ist, sind zukünftige grosse Stadterweiterungen in der Landwirtschaftszone nicht mehr möglich.

    Hat die Pandemie zu langfristigen Veränderungen in der Planung Genfs geführt? Wenn ja, welche?
    Die Pandemie war ein Moment, in dem das kollektive Bewusstsein für die enge Verbindung zwischen Lebensstilen und der Produktion der Stadt geschärft wurde.

    Tatsächlich war der Einschluss für alle eine echte Erfahrung der städtischen Widerstandsfähigkeit in einem Kontext, in dem eine Anpassung an den Klimawandel notwendig ist. Er hat auch den Bedarf an einer vielfältigen Stadt aufgezeigt, die in der Lage ist, in der Nähe eines Stadtviertels Dienstleistungen, Orte der Entspannung und der Erholung anzubieten. Die Qualität der öffentlichen Räume ist daher von entscheidender Bedeutung, ebenso wie die Vernetzung von Parks und Gärten. In Hitzesommern ist der Zugang zu Wasser ebenfalls wichtig und hat dazu geführt, dass die Nutzung der Seeufer und Wasserläufe völlig neu gestaltet wurde, indem Spazierwege freigegeben und neue Erholungsmöglichkeiten geschaffen wurden (Rhône-Ufer, Strand von Eaux Vives, Strand von Vengeron usw.).

    Das Bedürfnis nach Freizeit und Erholung setzte auch die landwirtschaftlichen und natürlichen Flächen unter Druck, mit einer starken Frequentierung während der Pandemie, die vor allem auf die Schliessung der Grenzen zurückzuführen war. Heute wird über die «sozio-ökologische» Verwaltung dieser Gebiete nachgedacht, um zu versuchen, die landwirtschaftliche Tätigkeit und die Erhaltung der Ökosysteme miteinander in Einklang zu bringen und gleichzeitig einen vernünftigen Zugang für die Öffentlichkeit zu ermöglichen.

    Wie stellen Sie sich die ideale Entwicklung des Kantons Genf vor? Was wären die Schlüsselelemente?
    Die Entwicklung des Kantons Genf erfordert vorrangig den Erhalt und die Aufwertung seiner landwirtschaftlichen und natürlichen Flächen, sowohl aus Gründen der Biodiversität, der Nahrungsmittelproduktion als auch des Landschaftsbildes.

    Neue Potenziale werden daher idealerweise im bereits bebauten Gebiet liegen, teils in der Stadterneuerung, teils in der Verdichtung der Villenzone.

    Die Vision, die der Entwicklung zugrunde liegt, zielt darauf ab, eine dichte, grüne Stadt zu fördern, die Dienstleistungen und Annehmlichkeiten in der Nähe anbietet und die zukünftigen Entwicklungen in Bereichen ansiedelt, die gut an die Mobilitätsnetze (aktive Mobilität und öffentliche Verkehrsmittel) angebunden sind. Quartiere, die vielfältige Aufnahmebedingungen bieten und eine Generationenmischung unterstützen, die begrünt und für alle Arten von Menschen konzipiert sind, sanfte Mobilitätsnetze, die die Lebensräume (Wohnen, Arbeit, Bildung, Freizeit usw.) miteinander verbinden Eine selbstbewusste Urbanität einer dichten Stadt, die es versteht, die Bautypologien zu kontextualisieren und die Bewohnerinnen und Bewohner voll in ihre Planung und Umsetzung einzubeziehen.

  • Der Weg zu nachhaltigen Metropolen

    Der Weg zu nachhaltigen Metropolen

    Das Diskussionspapier von ULI und BNP stellt herausragende internationale Beispiele für Stadttransformationen vor, die in Metropolen wie Hamburg, Paris, Kopenhagen und Bogotá umgesetzt wurden. Diese Städte haben innovative Konzepte für Verkehrsnetze, nachhaltige Stadtentwicklung und Städtenetzwerke entwickelt, um ihre urbanen Räume zukunftsfähiger zu machen. Das Papier hebt hervor, wie diese Ansätze zu einer höheren urbanen Resilienz beitragen, indem sie ökologische, soziale und wirtschaftliche Aspekte integrieren.

    Strategien zur Förderung der urbanen Resilienz
    Die zehn Wege zur resilienten Stadt, die im Diskussionspapier beschrieben werden, bieten konkrete Handlungsempfehlungen für öffentliche und private Akteure. Diese reichen von der Formulierung von Anpassungsstrategien und dem Aufbau von Bewusstsein für Krisen bis hin zur Integration eines städtischen Risikomanagements in die Stadtplanung. Besondere Bedeutung wird der Schaffung von ausreichendem Wohnraum und sozialer Infrastruktur beigemessen, um inklusive und tragfähige soziale Angebote zu bieten, die eine breite Teilnahme der Stadtgesellschaft ermöglichen.

    Die Rolle der öffentlichen und privaten Hand
    Das Diskussionspapier betont, dass die Transformation zu resilienten Städten eine gemeinschaftliche Aufgabe ist, die nicht allein in der Verantwortung der öffentlichen Hand liegt. Isabella Chacón Troidl und Honoré Achille Simo erläutern, dass auch Immobilieninvestoren eine entscheidende Rolle bei der Entwicklung resilienter urbaner Räume spielen. Sie tragen dazu bei, soziale, ökologische und wirtschaftliche Aspekte in die Stadtentwicklung zu integrieren und fördern damit eine umfassende Erneuerung des Siedlungswesens.

    Fazit und Ausblick
    Das Diskussionspapier «Stadttransformation versus urbane Resilienz» dient als Impulsgeber für eine neue Ära der Stadtplanung. Es fordert Entscheidungsträger und Stakeholder auf, innovative und nachhaltige Massnahmen zu ergreifen, die nicht nur die Resilienz der Städte stärken, sondern auch ihre Lebensqualität verbessern. Sabine Georgi betont, dass die zukünftige Entwicklung urbaner Räume ein gesellschaftliches Anliegen ist, das aktives und gemeinsames Handeln erfordert, um den Herausforderungen des 21. Jahrhunderts gerecht zu werden.

  • Neue Gestaltungsrichtlinien für Zürich Lengg: Ein Schritt in die Zukunft

    Neue Gestaltungsrichtlinien für Zürich Lengg: Ein Schritt in die Zukunft

    Im Bestreben, die bauliche Entwicklung im östlichen Stadtrand Zürichs harmonisch und zukunftsorientiert zu gestalten, hat der Stadtrat eine Teilrevision der Bau- und Zonenordnung (BZO) für das Gebiet Lengg beschlossen. Dieser Schritt folgt einer sorgfältigen Prüfung und zielt darauf ab, die im «Masterplan Lengg» sowie im kantonalen Richtplan festgelegten Entwicklungsprinzipien verbindlich umzusetzen. Durch die Gestaltungsplanpflicht wird angestrebt, dass neue Bauvorhaben und Aussenräume nicht nur ästhetisch ansprechend, sondern auch unter Berücksichtigung von Umweltaspekten und der lokalen Verkehrsinfrastruktur realisiert werden.

    Das Lengg-Gebiet, eingebettet in die Quartiere Hirslanden und Riesbach und angrenzend an Zollikon, ist Heimat bedeutender Institutionen im Gesundheits- und Forschungssektor. Mit dem bevorstehenden Betriebsbeginn des neuen Universitäts-Kinderspitals Zürich (Kispi) wird die Bedeutung der Lengg als medizinischer und wissenschaftlicher Cluster weiter gestärkt. Dieser Standort zeichnet sich zudem als beliebtes Erholungsgebiet und als Schauplatz zukunftsweisender medizinischer Innovationen aus.

    Die strategische Entwicklung der Lengg, koordiniert durch das Gebietsmanagement, zielt darauf ab, ein harmonisches Zusammenspiel der vielfältigen Nutzung zu gewährleisten und das Gebiet als Ganzes zu stärken. Die Gesundheits- und Bildungsdirektion hat unter der Leitung des Amtes für Raumentwicklung der Baudirektion Zürich einen Masterplan erarbeitet, der eine langfristige Perspektive bis 2040 vorgibt und als Grundlage für die künftige Planung und Realisierung von Bauprojekten dient.

    Mit der Umsetzung der Gestaltungsplanpflicht Lengg bestätigt die Stadt Zürich ihr Engagement für eine durchdachte und integrierte Stadtentwicklung, die den Anforderungen einer wachsenden Metropole gerecht wird und zugleich die Lebensqualität ihrer Bewohner erhöht.

  • Testplanung für die Überbauung des AEW Areals in Aarau

    Testplanung für die Überbauung des AEW Areals in Aarau

    Die AEW will im Herbst zusammen mit dem Stadtbauamt Aarau eine Testplanung für die Überbauung auf dem AEW Areal durchführen. Die Immobilien AEW AG ist Eigentümerin der bald 60 Jahre alten Überbauung, die aus einem Hochhaus, dem Obergericht und einem Restaurant besteht. Die Eigentümerin ist zu 100 Prozent Tochter der AEW Energie AG, die zusammen mit den Gerichten Aargau als grösste Mieter der Gebäude die zukünftigen Anforderungen an den Standort und Arbeitsort analysiert habe, heisst es in einer Mitteilung.

    Die Untersuchung hat ergeben, dass eine bauliche Entwicklung und Verdichtung des Areals für den langfristigen Erhalt der heutigen Nutzung notwendig ist. Mit der anstehenden Testplanung sollten laut der Mitteilung die Rahmenbedingungen und Anforderungen an eine qualitätsvolle Weiterentwicklung des Areals vertieft untersucht und geklärt werden. Die bestehenden Bauten werden in den Test miteinbezogen, um aufzuzeigen, wie mit ihnen verfahren werden könnte.

    Aufbauend auf den Erkenntnissen aus der Testplanung soll ein fundierter Richtungsentscheid gefällt werden, der für die Weiterentwicklung im Jahr 2025 ausschlaggebend sein wird. Drei Planungsteams sollen im Austausch mit den Begleitgremien die Planungskonzepte erarbeiten. Die Testplanung wird voraussichtlich im Frühjahr 2025 abgeschlossen sein.

  • Arealentwicklung – Strategien für eine lebendige Stadt

    Arealentwicklung – Strategien für eine lebendige Stadt

    Die Stadt Zürich ist einem stetigen Wandel unterworfen, der von steigendem Bevölkerungswachstum und zunehmender Nachfrage nach Wohn- und Gewerbeflächen geprägt ist. Eine ausgewogene Stadtentwicklung, die die Bedürfnisse der Bewohner berücksichtigt und ökologische sowie soziale Aspekte einbezieht, ist entscheidend.

    Das Amt für Städtebau spielt eine bedeutende Rolle bei der Planung und Umsetzung dieser Entwicklung. Durch die Koordination öffentlicher und privater Interessen sowie die Ausarbeitung städtebaulicher Projekte trägt das Amt dazu bei, dass Zürich eine lebendige und attraktive Stadt bleibt. Dabei wird das baukulturelle Erbe gepflegt und Platz für zukunftsweisende Bauprojekte geschaffen.

    Ein zentrales Instrument für die langfristige Entwicklung der Stadt ist der kommunale Richtplan. Dieser legt strategische Ziele und Massnahmen für eine nachhaltige Arealentwicklung fest und dient als Leitfaden für die Koordination verschiedener Interessen und Akteure. Angesichts des prognostizierten Bevölkerungswachstums bis 2040 ist eine gezielte Planung und Verdichtung im Bestand unumgänglich.

    Der kommunale Richtplan definiert Gebiete, die für eine bauliche Verdichtung geeignet sind, sowie Flächen für öffentliche Freiräume, kommunale Bauten und Anlagen. Dabei steht die Schaffung einer lebenswerten Umgebung im Vordergrund, die den Bedürfnissen der Bewohner gerecht wird und nachhaltige Stadtentwicklung ermöglicht.

    Insgesamt stellt die Arealentwicklung und Raumplanung in Zürich eine komplexe Herausforderung dar, die eine enge Zusammenarbeit verschiedener Akteure erfordert. Das Amt für Städtebau engagiert sich für eine ausgewogene und zukunftsorientierte Entwicklung der Stadt, welche die Identität bewahrt und den Bedarf an Wohn-, Arbeits- und Erholungsraum deckt.

  • Arealentwicklung – Strategien für eine lebendige Stadt

    Arealentwicklung – Strategien für eine lebendige Stadt

    Die Stadt Zürich ist einem stetigen Wandel unterworfen, der von steigendem Bevölkerungswachstum und zunehmender Nachfrage nach Wohnund Gewerbeflächen geprägt ist. Eine ausgewogene Stadtentwicklung, die die Bedürfnisse der Bewohner berücksichtigt und ökologische sowie soziale Aspekte einbezieht, ist entscheidend. Das Amt für Städtebau spielt eine bedeutende Rolle bei der Planung und Umsetzung dieser Entwicklung. Durch die Koordination öffentlicher und privater Interessen sowie die Ausarbeitung städtebaulicher Projekte trägt das Amt dazu bei, dass Zürich eine lebendige und attraktive Stadt bleibt. Dabei wird das baukulturelle Erbe gepflegt und Platz für zukunftsweisende Bauprojekte geschaffen. Ein zentrales Instrument für die langfristige Entwicklung der Stadt ist der kommunale Richtplan. Dieser legt strategische Ziele und Massnahmen für eine nachhaltige Arealentwicklung fest und dient als Leitfaden für die Koordination verschiedener Interessen und Akteure. Angesichts des prognostizierten Bevölkerungswachstums bis 2040 ist eine gezielte Planung und Verdichtung im Bestand unumgänglich. Der kommunale Richtplan definiert Gebiete, die für eine bauliche Verdichtung geeignet sind, sowie Flächen für öffentliche Freiräume, kommunale Bauten und Anlagen. Dabei steht die Schaffung einer lebenswerten Umgebung im Vordergrund, die den Bedürfnissen der Bewohner gerecht wird und nachhaltige Stadtentwicklung ermöglicht. Insgesamt stellt die Arealentwicklung und Raumplanung in Zürich eine komplexe Herausforderung dar, die eine enge Zusammenarbeit verschiedener Akteure erfordert. Das Amt für Städtebau engagiert sich für eine ausgewogene und zukunftsorientierte Entwicklung der Stadt, welche die Identität bewahrt und den Bedarf an Wohn-, Arbeits- und Erholungsraum deckt.

  • Wood City — ein Meilenstein für die Städte der Zukunft mit Holz

    Wood City — ein Meilenstein für die Städte der Zukunft mit Holz

    Die Renaissance des Holzbaus als Symbol für ökologisches Bauen
    Im Zentrum von Stockholm Wood City steht die Entscheidung, Holz als primäres Baumaterial zu nutzen. Dieser Schritt reflektiert das wachsende Bewusstsein für umweltfreundliche Bauweisen und unterstreicht die vielen Vorteile, die Holzkonstruktionen mit sich bringen. Neben der ästhetischen Aufwertung des urbanen Raumes tragen Holzbauten zur Verbesserung der Luftqualität bei, fördern das Wohlbefinden, steigern die Arbeitsproduktivität und wirken als natürliche Kohlenstoffspeicher.

    «Stockholm Wood City ist ein Manifest unserer Vision für die Zukunft», erklärt Annica Ånäs, CEO von Atrium Ljungberg. «Das Projekt markiert nicht nur einen bedeutenden Fortschritt für unser Unternehmen, sondern setzt auch einen historischen Meilenstein für die Innovationskraft Schwedens.»

    Innovation und Nachhaltigkeit als Leitprinzipien
    Stockholm Wood City geht über die blosse Verwendung von Holz als Baumaterial hinaus und verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz in puncto Nachhaltigkeit. Das Projekt integriert fortschrittliche Technologien zur Steigerung der Energieeffizienz und fördert den schonenden Umgang mit Ressourcen durch die Eigenproduktion und gemeinschaftliche Nutzung von Energie sowie den Einsatz ressourceneffizienter Bautechniken.

    Als Leuchtturmprojekt für zukunftsorientierte Stadtentwicklung wird Stockholm Wood City nicht nur das Stadtbild von Stockholm bereichern, sondern auch massgebliche Impulse für die Bauindustrie weltweit setzen. Mit seiner Fusion aus Innovation, Nachhaltigkeit und Gemeinschaftsgeist bietet es eine inspirierende Blaupause für die Gestaltung zukünftiger urbaner Lebensräume.

  • DHG startet Verkauf seines ersten Wohnprojekts in Dubai

    DHG startet Verkauf seines ersten Wohnprojekts in Dubai

    DHG Properties, die auf Immobilienentwicklung spezialisierte Unternehmenssparte der DHG Holding mit Sitz nahe Zürich, realisiert in Dubai ihr erstes Projekt, die Helvetia Residences. Es entsteht im Jumeirah Village Circle im Zentrum von Dubai. Jetzt wurde es offiziell vorgestellt. Damit will das Unternehmen laut seiner Medienmitteilung am Höhenflug der Immobilienbranche in der Hauptstadt des Emirats Dubai partizipieren. Die Investition soll sich auf umgerechnet über 144 Millionen Franken belaufen.

    Den Angaben zufolge sind die dortigen Immobilienpreise 2023 um 19 Prozent gestiegen. DHG geht davon aus, dass Dubais Immobilienmarkt 2024 um etwa 15 Prozent wachsen wird. Zudem erwarten die Vereinigten Arabischen Emirate einen Anstieg der Bevölkerungszahl von 3,5 Millionen Menschen im Jahr 2023 auf 5,5 Millionen im Jahr 2030. Infolgedessen werde mehr Wohnraum benötigt. „Als Antwort auf die sich entwickelnden Marktbedürfnisse wird DHG Properties an der Spitze dieses Wandels stehen und sich für die Entwicklung von erstklassigen und erschwinglichen Wohnmöglichkeiten einsetzen, die auf eine wichtige Bevölkerungsgruppe in Dubai abgestimmt sind.“

    Wie Miloš Antić, Vizepräsident und Mitglied des Verwaltungsrats, sagt, sei sich DHG bewusst, „wie wichtig es ist, sich an der Marktdynamik zu orientieren“. Er hält Dubai für „einen der heissesten Märkte, wenn nicht sogar der heisseste für Immobilien im Moment“. Entsprechend werde dieses Immobilienprojekt seinen Käuferinnen und Käufern eine hohe Rendite bieten.

    Die luxuriös ausgestatteten Helvetia Residences werden 430 unterschiedlich grosse Appartements umfassen. Zudem sollen sie urbane Annehmlichkeiten wie einen Rooftop-Pool, ein Fitness-Center, ein Restaurant und eine Apotheke bieten.

  • Zukunftsorientierte Wohnüberbauung Hoffmatte in Thun

    Zukunftsorientierte Wohnüberbauung Hoffmatte in Thun

    Das Hoffmatte-Areal in Thun ist ein herausragendes Beispiel für eine nachhaltige Stadtentwicklung, die sich an den Bedürfnissen der Menschen aller Generationen orientiert. Das Projekt umfasst rund 150 Miet- und Eigentumswohnungen, ein Pflegeheim mit über 100 Pflegeplätzen für ältere Menschen, eine Kindertagesstätte sowie einen kleinen Laden und ein Quartiercafé.

    Das Projekt hat eine lange Vorgeschichte. Im Februar 2022 sprach sich die Thuner Stimmbevölkerung mit 62 Prozent deutlich für die neue Zone mit Planungspflicht ZPP «Hoffmatte» aus. Nach einem mehrjährigen Rechtsverfahren wies das Bundesgericht schliesslich alle Beschwerden ab, sodass die ZPP mit der dazugehörigen Überbauungsordnung im Frühjahr 2023 rechtskräftig wurde.

    Die Stiftung Solina als Betreiberin des Pflegeheimes und die Frutiger AG haben im Mai 2023 einen Kooperationsvertrag unterzeichnet und damit einen wichtigen Schritt zur Realisierung ihres gemeinsamen Projekts gemacht. Mit dem Entscheid des Bundesgerichts und der Zustimmung des Kantons hat das Projekt Meilensteine erreicht, die eine solide Grundlage für die nächsten Entwicklungsschritte bilden.

    Mit der Entwicklung des neuen Wohnprojekts in der Hoffmatte streben die Initianten eine hohe Lebensqualität an. Dank des Engagement der verschiedenen Akteure hat das Projekt nun den notwendigen rechtlichen und planerischen Rahmen erhalten, um neuen Lebensraum für die Thuner Bevölkerung zu schaffen.

  • Plus de Jardins – Der Puls von Thuns neuem Gartenquartier Siegenthalergut

    Plus de Jardins – Der Puls von Thuns neuem Gartenquartier Siegenthalergut

    Im Südwesten von Thun nimmt ein bedeutsames Stadtentwicklungsprojekt Gestalt an. Das Siegenthalergut, das sich über ein fünf Hektar grosses Areal erstreckt, soll in den kommenden Jahren in ein zukunftsorientiertes Wohnquartier für 1500 Menschen transformiert werden. Die Frutiger AG entwickelt in enger Zusammenarbeit mit der Stadt dringend benötigten Wohnraum für die Thuner Bevölkerung. Ziel ist, die ganze Entwicklung des Siegenthalerguts massgeblich durch den Freiraum zu prägen. Für die Gestaltung des Aussenraums führten die Stadt und die Frutiger AG einen Studienauftrag nach SIA 143 durch. Aufgabe war es, ein Freiraumkonzept für den Park, den Boulevard entlang der Hohmadstrasse und die weiteren Aussenräume zu erarbeiten.

    Siegerprojekt «Plus de Jardins»
    Das Herzstück der Freiraumgestaltung bildet das Projekt «Plus de Jardins» des Zürcher Büros für Landschaftsarchitektur «Skala Landschaft Stadt Raum», das als Sieger aus dem Studienauftrag hervorging. Es überzeugt gestalterisch als auch ökologisch und schafft optimale Voraussetzungen für einen vielseitigen, öffentlichen Park als Raum für Begegnungen.

    Öffentlicher Park als Begegnungsort
    Der Park, der sich über rund 7’100 m² erstrecken wird, soll ein Ort der Begegnung für das ganze Quartier werden. Mit einer grossen offenen Wiese für Sport- und Spielaktivitäten, umgeben von Baumgruppen und einem Natursteinband, das sich stellenweise zur Sitzmauer erhöht, schafft der Park eine einladende Atmosphäre.

    Ökologische Qualität und Multifunktionalität
    Die Wohngassen zwischen den Baufeldern und der Boulevard entlang der Hohmadstrasse dienen nicht nur der Erschliessung, sondern tragen mit ihrer vielseitigen Gestaltung und Biodiversität zu einer biodiversen Qualität bei. Multifunktionalität und unterschiedliche Atmosphären in den verschiedenen Aussenräumen zeichnen das Konzept aus und unterstützen die Idee eines Quartiers, das Begegnungen ermöglicht und neue Freiräume schafft.

    Einbezug der lokalen Bevölkerung
    Ein besonderer Fokus liegt auf dem Einbezug der lokalen Bevölkerung. Ihre Bedürfnisse und Anliegen fliessen kontinuierlich in die Weiterentwicklung des Projektes ein. Durch Workshops und Befragungen wurde sichergestellt, dass die Anliegen des Quartiers im Studienauftrag berücksichtigt werden. Die Befragung der Bevölkerung beschränkte sich dabei nicht auf die Thematik der Aussenräume, sondern umfasste diverse für eine Entwicklung dieser Dimension relevante Themen.

    Zukünftige Schritte zur Realisierung

    Für die Realisierung des Projekts ist die Schaffung einer neuen Zone mit Planungspflicht (ZPP) notwendig, die voraussichtlich im ersten Quartal 2024 in die öffentliche Auflage gelangen wird. Nach der Beschlussfassung der ZPP durch den Thuner Stadtrat erfolgt die Genehmigung durch den Kanton. In Anschluss an die Genehmigung wird eine Masterplanung für den gesamten Perimeter erarbeitet, welche die Grundlage für die Überbauungsordnung und die Architekturwettbewerbe bildet.

    Ausblick auf die Bauphase
    Der Start der ersten Bauphase ist im Jahr 2027 geplant. Das Siegenthalergut stellt ein exemplarisches Beispiel für nachhaltige Stadtentwicklung dar. Es zeichnet sich durch eine durchdachte Verbindung von Wohnraum, Freiflächen und Gemein-schaftseinrichtungen aus.

  • Thuns strategischer Blick auf die Stadtentwicklung mit STEK 2035

    Thuns strategischer Blick auf die Stadtentwicklung mit STEK 2035

    Das STEK 2035 zeigt die Kernthemen der Stadtentwicklung auf und gliedert sie in fünf strategische Bereiche: Wohnen, Arbeiten, Mischgebiete und Zentren, Landschaft und Freiräume sowie Stadtraum und Mobilität. Für die Umsetzung dieser Strategien werden konkrete Massnahmen und Handlungsfelder aufgezeigt.

    Die Strategie ist als Steuerungsinstrument für die Stadtentwicklung konzipiert. Sie dient als Grundlage für zukünftige Quartiers-, Gebiets- und Landschaftsentwicklungen, für die Koordination von Siedlung und Verkehr sowie für sorgfältige und attraktive Gestaltung öffentlicher Räume und Freiräume. Sie bildet auch die Grundlage für die Revision der bau- und planungsrechtlichen Grundordnung (Revision des Baureglements und der Zonenpan).

    Mit der Strategie «Wohnen» zeigt Thun einen klaren Weg auf, wie das künftige Wohnangebot attraktiv, vielfältig und zeitgemäss gestaltet und Quartiere belebt werden können damit eine gute soziale Durchmischung gefördert werden kann. Dabei werden Gebiete identifiziert, welche über ein besonders grosses Entwicklungspotential verfügen und andere, bei denen das Bewahren historischer und besonders wertvoller Qualitäten im Vordergrund steht.

    Als elfgrösste Stadt der Schweiz mit ca. 45.000 Einwohnern erfreut sich Thun wachsender Beliebtheit. Das liegt nicht zuletzt an den vielen Grünflächen und dem besonderen Charakter der Stadt. Die unterschiedlichen Atmosphären der Quartiere schaffen ein einzigartiges Stadtbild, das urbane, suburbane und ländliche Elemente harmonisch miteinander verbindet.

    Mit der Strategie «Arbeiten» werden die Rahmenbedingungen für die weitere Entwicklung von Gewerbe, Industrie und Arbeit geschaffen. Im Hinblick auf die stärkere Entwicklung im Dienstleistungssektor legt die Stadt besonderen Wert auf gemischte Gebiete, die sowohl Platz für Wohnraum als auch für Arbeitsplätze bieten. Gewisse Gebiete sind explizit für arbeitsintensive Nutzungen oder auch das Militär vorgesehen. Die Stadt Thun spielt dabei als regional bedeutender Arbeitsstandort sowohl für die umliegenden Gemeinden als auch für das gesamte Oberland eine wichtige Rolle.

    Ein weiterer Baustein der Thuner Stadtentwicklung ist die Strategie «Mischgebiete und Zentren». Im Zentrum steht dabei die Attraktivierung der Innenstadt. Mischgebiete, die Wohnen, Arbeiten und Freizeit miteinander verbinden, sind von zentraler Bedeutung. Die Innenstadt von Thun mit ihrer guten Erreichbarkeit und der Konzentration von Dienstleistungen bildet das Herz der Stadt und ist Vorbild für weitere vielfältige und lebendige Mischgebiete. Als Ergänzung zur Innenstadt werden attraktive Nebenzentren gefördert und damit bestehende Versorgungsstandorte gezielt weiterentwickelt. Gleichzeitig legt Thun Wert auf die Stärkung der Quartierzentren, die für die Grundversorgung der Bevölkerung unverzichtbar sind.

    Die Strategie «Landschaft und Freiräume» unterstreicht das Bestreben, ein Gleichgewicht zwischen der Siedlungsentwicklung und dem Schutz ökologisch wertvoller Gebieten zu finden. Der Erhalt von Kulturland, der Schutz von Lebensräumen und der Zugang zu Grünflächen stehen dabei im Vordergrund. Besonderes Augenmerk wird auf die Vernetzung der Grünflächen gelegt, um die Natur zu erhalten und besondere Landschaften wie den Strättlighügel oder das Haslimoos zu schützen.

    Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass die Bedeutung von öffentlichen Grün- und Freiräumen inmitten der qualitätsvollen Innenentwicklung stetig zunimmt. Das STEK 2035 unterstreicht dies und erachtet Freiräume als unverzichtbar für eine qualitätsvolle Stadtentwicklung. Dies unterstützt den Anspruch Thuns eine nachhaltige und lebenswerte Stadt mit umfassenden Lebensqualitäten zu sein.

  • Europas einzigartiges Stadtentwicklungsprojekt

    Europas einzigartiges Stadtentwicklungsprojekt

    Das Areal des ehemaligen Flughafens von Athen dient nun als Spielwiese für eines der grössten Stadterneuerungsprojekte Europas. Mit einer Investition von 8 Milliarden Euro transformiert das Projekt einen Raum von über 6 Millionen Quadratmetern in eine energieautarke „15-Minuten-Stadt“.

    Ein Symbol für modernes Wohnen
    Inmitten des nachhaltigen und smarten Stadtprojekts The Ellinikon kombiniert das Wohnviertel Little Athens lokale Baumaterialien mit modernem Städtebau. Das Viertel, das sowohl von griechischen als auch internationalen Architekturbüros entworfen wurde, verkörpert den weltoffenen Charakter Athens und bietet vielfältige Annehmlichkeiten, kurze Strandzugänge und eine pulsierende Gemeinschaft.

    Architektonisches Highlight
    Das renommierte Architekturbüro Bjarke Ingels Group ist verantwortlich für den Entwurf von Park Rise, einem der ersten 50 Meter hohen Gebäude in Little Athens. Mit einer Fassade, die von griechischen Säulen inspiriert ist, und luxuriösen Wohnungen bietet es eine exklusive Wohngelegenheit.

    Ein Meilenstein in der Stadtentwicklung
    The Ellinikon definiert modernes Leben und Investieren neu. Es kombiniert Wohnraum, Geschäfts- und Freizeitmöglichkeiten, um ein ganzheitliches urbanes Erlebnis zu bieten. Mit innovativen Features, wie einem der grössten Küstenparks Europas und einem Netto-Null-Kohlenstoff-Fussabdruck, setzt es neue Massstäbe in nachhaltiger Städteplanung.

    Ein weltweites Vorbild
    The Ellinikon Projekt verzeichnet nicht nur ein hohes Interesse von Investoren und der Öffentlichkeit, sondern beeindruckt auch durch seine Vision einer grünen, integrativen und zukunftsfähigen Stadt. Mit international anerkannten kreativen Partnern und einem erheblichen Beitrag zum griechischen BIP zeichnet es sich als weltweites Vorbild für nachhaltige Stadtentwicklung aus.

  • «Nachhaltige und smarte Stadt mit hoher Lebensqualität»

    «Nachhaltige und smarte Stadt mit hoher Lebensqualität»

    Frau Furrer, welche Aufgabe erfüllt die Stadtentwicklung?
    Wir beschäftigen uns mit den vier Themen Wirtschaft, Wohnen, Smart City und Soziale Stadtentwicklung. Unsere Themen bringen wir in unterschiedlichen Entwicklungsprozessen ein. Dabei stützen wir uns unter anderem auf Trend- sowie Potenzialanalysen und Daten. Wir informieren, beraten und fördern Projekte sowie Angebote rund um diese Kernthemen.

    Welche Aufgabe übernehmen Sie in Bezug auf die Standortentwicklung?
    Dieses Thema behandeln wir gesamtheitlich und proaktiv. Das Wohnen und die Wirtschaft zum Beispiel können nicht einzeln betrachtet werden, sie beeinflussen einander. Standortentwicklung ist eine Gemeinschaftsaufgabe.

    Aktuell beschäftigt uns vor allem der Wirtschaftsstandort, unter anderem mit folgenden zwei Aspekten: Der erste Punkt ist die Profilierung von Arbeitsplatzgebieten. Wir verfolgen dazu den Ansatz von Innovationsökosystemen und erarbeiten entsprechende Grundlagen. Hier haben wir noch Aufbauarbeit vor uns. Zweitens: Die bereits ansässigen Unternehmen, aber auch weitere Akteure, sollen ihre Anliegen sowie Interessen einbringen und sich weiterentwickeln können. Wir sind diesbezüglich im Aufbau eines sogenannten Wirtschafts-Service-Desk.

    Welche Ziele verfolgt die Stadtentwicklung Winterthur konkret?
    Winterthur soll eine nachhaltige und smarte Stadt mit hoher Lebensqualität sein, die geprägt ist von respektvollem Zusammenleben und guten Bedingungen für die Wirtschaft. Die Bevölkerung beteiligt sich an der gesellschaftlichen Entwicklung, neue Technologien gefördert. Winterthur entfaltet seinen guten Ruf als lebenswerte Stadt weiter – nicht zuletzt dank eines vielfältigen Wohnraumangebotes für unterschiedlichste Bedürfnisse. Wir wollen uns aber in Zukunft auch als Technologie- und Innovationsstandort positionieren. Die Stadt soll sich zudem als Reallabor (WinLab) zur Förderung von Innovationen verstehen und die daraus gewonnenen Kompetenzen nutzen. Ein weiteres Ziel ist das Daten-Monitoring für unsere Kernthemen. Und wir möchten Open Government Data vorantreiben.

    Welches sind für Winterthur aktuell die grössten Herausforderungen?
    Wie überall sind auch in Winterthur die grossen Themen das Netto-Null-Ziel oder die Digitalisierung. Und Winterthur wächst. Wir benötigen mehr Flächen für Wohnraum, Arbeitsplätze, die Schulen, den Sport und andere Bedürfnisse. Gleichzeitig ist der Boden knapp.

    Mit der «Räumlichen Entwicklungsperspektive Winterthur 2040» zeigt die Stadt auf, wo das grösste Verdichtungspotenzial liegt und wie sie dieses nutzen will: Es geht um vielfältig genutzte Gebiete und um Arbeitsplatzgebiete. Das Interesse von Investoren und privaten Grundeigentümerinnen ist gross. Das eröffnet dem Wirtschaftsstandort Chancen, fordert uns aber auch.

    Welches sind die beliebtesten Standorte für Unternehmen?
    Das kommt ganz auf die Bedürfnisse der Unternehmen an. Je nachdem spielen die Erschliessung, die Zonierung, das Entwicklungspotenzial, die Umgebung oder die Boden- und Mietpreise eine grössere oder kleinere Rolle. Ich wage zu behaupten, dass die Nachfrage grundsätzlich in Richtung zentraler und gut versorgter Standorte steigt. Natürlich gibt es auch Unternehmen, die aufgrund von Flächenverbrauch oder Lärmemissionen eine periphere Lage bevorzugen. Generell gilt es, Industrie- und Gewerbezonen für die Zukunft zu erhalten.

    Womit punktet Winterthur als Standort für Unternehmen?
    Erstens ist Winterthur hervorragend erschlossen: Der Flughafen Zürich ist in wenigen Minuten erreichbar, die Zugverbindungen nach Zürich und in die Ostschweiz sind optimal. Und mit dem geplanten Brüttenertunnel und dem Ausbau der Autobahn A1 wird die Verkehrserschliessung künftig noch besser. Zweitens können wir mit erfolgreichen und für die Zukunft gerüsteten Technologie-Unternehmen punkten. Dazu zählen grosse, teils börsenkotierte Unternehmen wie Rieter, Sulzer, Burckhardt Compression, Kistler und ebenso eine Vielzahl an innovativen Start-ups. Letztere werden gezielt gefördert, etwa vom Technopark Winterthur, dem Home of Innovation und dem Entrepreneur Club Winterthur. Ein dritter Pluspunkt ist die Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW). Sie stellt durch ihre Forschung und Entwicklung den Wissenstransfer sicher, trägt zu Innovationen vor Ort bei und bringt als Hochschule wertvolle Fachkräfte hervor. Ausserdem sind die ETH und die Uni Zürich auch nicht weit.

    Was macht Winterthur als Wohnort attraktiv?
    Die bereits erwähnte hohe Lebensqualität und der eigene Charme. Dazu tragen der grosse Anteil an Gärten, eine intakte, historische Altstadt und das breite Kulturangebot bei. Meines Erachtens kommt eine weitere, unterschätzte Qualität dazu: Von fast jedem Ort in der Stadt gelangen Sie in rund zehn Minuten ins Grüne. Nicht zuletzt machen die im Vergleich zum nahen Zürich moderaten Preise und die guten Verkehrsanbindungen zur Ostschweiz Winterthur zu einem sehr attraktiven Lebensmittelpunkt.
    Wie sieht es aus mit freiem Wohnraum in Winterthur?
    Freier Wohnraum ist im wachsenden Winterthur schon länger rar: Die Leerwohnungsziffer betrug letztes Jahr 0,37 Prozent, was gerade 212 Wohnungen entspricht. Es wird viel gebaut, jetzt und auch in naher Zukunft, soweit wir das heute abschätzen können. Das Thema Wohnen beschäftigt uns, wir sind damit aber nicht allein: Preisgünstiger Wohnraum ist generell in den Schweizer Städten ein grosses Thema.

    Zur Person
    Bettina Furrer ist seit Dezember 2020 Leiterin des Amts für Stadtentwicklung der Stadt Winterthur. Sie hat an der ETH Zürich Umweltnaturwissenschaften studiert und 2010 promoviert. Von 2004 bis 2018 war sie für die ZHAW School of Engineering zunächst als Dozentin, später als Professorin und Leiterin des Instituts für Nachhaltige Entwicklung tätig. Bettina Furrer ist in Winterthur aufgewachsen und wohnt auch heute mit ihrer Familie in der Stadt.

  • Test Space für die Zukunft: Das Smart City Lab Basel

    Test Space für die Zukunft: Das Smart City Lab Basel

    Neue umweltschonende Ansätze und Lösungen testen und erlebbar machen, Raum haben für Innovationen, Experimente, Workshops und Austausch – diese Ziele waren der Antrieb für die Pioniernutzung Smart City Lab Basel auf dem Basler Güterbahnhof Wolf. Das Lab vernetzt seit April 2019 Akteure aus Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung und stellt Innen- und Aussenräume als Test Space für innovative Ideen zur Verfügung. Partnerinnen und Partner sowie Externe können den Event Space für Veranstaltungen bis 300 Personen nutzen und werden bei der Konzeption und Durchführung von thematischen Workshops unterstützt.

    Drei Themenfelder, über 60 Projektpartner
    Die Projekte im Smart City Lab Basel umfassen Entwicklungsthemen in den Bereichen Gebäude, Mobilität und Citylogistik. So bietet eSMART beispielsweise im Bereich Gebäudetechnik eine Lösung zur Regulierung und Bedienung von Gebäudefunktionen. Dadurch können die Nutzerinnen und Nutzer über ihr Smartphone oder smarte Displays die Heizung im Community Space steuern und Besuchern aus der Ferne den Zutritt zum Community Space gewähren. Ein integrierter SBB-Fahrplan, ein Immobilienverwaltungsservice und eine Energieanzeige sind ebenfalls Bestandteil des Systems. Zu den weiteren Partnern, die im Themenfeld Gebäude arbeiten, gehören die Leicom AG und die Astra LED AG – erstere ist auf Gebäudeautomations Systeme und Smart Building Lösungen, letztere auf intelligentes Licht und Sensorik in Leuchten spezialisiert.

    Die Projekte im Smart City Lab Basel zeichnen sich durch Vielfalt aus und sind nicht allein auf die digitale Dimension beschränkt: Während DPD Schweiz und die KurierZentrale GmbH gemeinsam die Stadtlogistik nachhaltig verändern wollen, arbeitet Hochbeet Basel an niederschwelligen Lösungen für die Begrünung des urbanen Raums und trägt so zur hitzeangepassten Entwicklung bei. Das Team um Urb-x entwickelt einen modularen Radschnellweg, der sich aus einer flexiblen Struktur aus Stützen, Tragelementen und Fahrbahnmodulen zusammensetzt, währenddessen der Escape-Room «Blackout» von Breakout Basel die erneuerbaren Energien vor Ort im Lab für die Besucherinnen und Besucher erlebbar macht.

    Vom Güterbahnhof zum Zukunftsareal
    Wo früher auf einer Fläche von rund 16 Hektaren unter anderem Freiverlad, Citylogistik und ein Containerterminal angesiedelt waren, findet sich heute das Smart City Lab Basel. Im Lab werden modellhafte Lösungen für zukünftige Arealentwicklungen entwickelt, getestet, vernetzt und erlebbar gemacht. Einige Ideen werden direkt auf dem Areal Wolf zum Einsatz kommen: Dort entwickelt die SBB in den nächsten Jahren ein durchmischtes Quartier in unmittelbarer Nähe zum Bahnhof Basel SBB.

  • Test Space für die Zukunft: Das Smart City Lab Basel

    Test Space für die Zukunft: Das Smart City Lab Basel

    Neue umweltschonende Ansätze und Lösungen testen und erlebbar machen, Raum haben für Innovationen, Experimente, Workshops und Austausch – diese Ziele waren der Antrieb für die Pioniernutzung Smart City Lab Basel auf dem Basler Güterbahnhof Wolf. Das Lab vernetzt seit April 2019 Akteure aus Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung und stellt Innen- und Aussenräume als Test Space für innovative Ideen zur Verfügung. Partnerinnen und Partner sowie Externe können den Event Space für Veranstaltungen bis 300 Personen nutzen und werden bei der Konzeption und Durchführung von thematischen Workshops unterstützt.

    Drei Themenfelder, über 60 Projektpartner
    Die Projekte im Smart City Lab Basel umfassen Entwicklungsthemen in den Bereichen Gebäude, Mobilität und Citylogistik. So bietet eSMART beispielsweise im Bereich Gebäudetechnik eine Lösung zur Regulierung und Bedienung von Gebäudefunktionen. Dadurch können die Nutzerinnen und Nutzer über ihr Smartphone oder smarte Displays die Heizung im Community Space steuern und Besuchern aus der Ferne den Zutritt zum Community Space gewähren. Ein integrierter SBB-Fahrplan, ein Immobilienverwaltungsservice und eine Energieanzeige sind ebenfalls Bestandteil des Systems. Zu den weiteren Partnern, die im Themenfeld Gebäude arbeiten, gehören die Leicom AG und die Astra LED AG – erstere ist auf Gebäudeautomations Systeme und Smart Building Lösungen, letztere auf intelligentes Licht und Sensorik in Leuchten spezialisiert.

    Die Projekte im Smart City Lab Basel zeichnen sich durch Vielfalt aus und sind nicht allein auf die digitale Dimension beschränkt: Während DPD Schweiz und die KurierZentrale GmbH gemeinsam die Stadtlogistik nachhaltig verändern wollen, arbeitet Hochbeet Basel an niederschwelligen Lösungen für die Begrünung des urbanen Raums und trägt so zur hitzeangepassten Entwicklung bei. Das Team um Urb-x entwickelt einen modularen Radschnellweg, der sich aus einer flexiblen Struktur aus Stützen, Tragelementen und Fahrbahnmodulen zusammensetzt, währenddessen der Escape-Room «Blackout» von Breakout Basel die erneuerbaren Energien vor Ort im Lab für die Besucherinnen und Besucher erlebbar macht.

    Vom Güterbahnhof zum Zukunftsareal
    Wo früher auf einer Fläche von rund 16 Hektaren unter anderem Freiverlad, Citylogistik und ein Containerterminal angesiedelt waren, findet sich heute das Smart City Lab Basel. Im Lab werden modellhafte Lösungen für zukünftige Arealentwicklungen entwickelt, getestet, vernetzt und erlebbar gemacht. Einige Ideen werden direkt auf dem Areal Wolf zum Einsatz kommen: Dort entwickelt die SBB in den nächsten Jahren ein durchmischtes Quartier in unmittelbarer Nähe zum Bahnhof Basel SBB.