Schlagwort: Standortförderung

  • Standortförderung wird strategisch neu ausgerichtet

    Standortförderung wird strategisch neu ausgerichtet

    Der Luzerner Kantonsrat unterstützt die Weiterentwicklung der Standortförderung. Dafür hat er in seiner Januar-Session laut einer Mitteilung die entsprechende Vorlage verabschiedet und das Gesetz über die Wirtschaftsförderung und Regionalpolitik angepasst. Es sieht nun ein Massnahmenpaket für die Standortförderung von jährlich rund 300 Millionen Franken vor.

    Damit reagiert der Kanton auf die OECD-Mindestbesteuerung, durch die grosse internationale Unternehmen künftig mehr Steuern bezahlen müssen. Dadurch verliere der Kanton seinen Wettbewerbsvorteil der tiefen Unternehmensgewinnsteuern und fürchte, dass Steuereinnahmen und Arbeitsplätze wegfallen könnten, heisst es in einer früheren Mitteilung zur Motivation für das Massnahmenpaket und dessen Inhalten.

    Demnach liegt der Schwerpunkt der nun bewilligten Massnahmen zugunsten der Wirtschaft auf der Innovationsförderung, der Verbesserung der Steuerbelastung und Rahmenbedingungen hinsichtlich Digitalisierung, Erschliessung von Wirtschaftsflächen, Verfügbarkeit von Wirtschafts- und Wohnflächen und einer „kundenorientierten“ Verwaltung. Die Massnahmen zugunsten der Bevölkerung konzentrieren sich auf Verbesserungen bei Steuerbelastung, Vereinbarkeit von Beruf und Familie, Kultur und Digitalisierung.

    Ausserdem hat der Kantonsrat entschieden, dass Selbstbedienungsläden ohne Verkaufspersonal mit einer Fläche von maximal 30 Quadratmetern täglich von 5 bis 22 Uhr geöffnet sein dürfen. Eine Beschränkung auf Hofläden wurde äusserst knapp abgelehnt. Shops bei wenigstens vier Ladestationen für Elektrofahrzeuge mit mindestens je 150 Kilowatt einer gleichzeitigen minimalen Gesamtladeleistung von 300 Kilowatt werden Tankstellenshops gleichgestellt. SVP und SP kündigten das Referendum gegen die Vorlage an.

  • Luzerner Wirtschaftsförderung Wermelinger übernimmt

    Luzerner Wirtschaftsförderung Wermelinger übernimmt

    Der Stiftungsrat der Wirtschaftsförderung Luzern hat den 54-jährigen Luzerner Patrik Wermelinger zum neuen Direktor gewählt. Er stammt aus dem Kanton Luzern, lebt mit seiner Frau in Meierskappel und kennt die regionale Wirtschaft seit vielen Jahren aus nächster Nähe. Fachlich bringt er ein betriebswirtschaftliches Studium sowie einen Executive MBA in General Management mit, den er an der Hochschule Luzern abgeschlossen hat.

    Aktuell wirkt Wermelinger als Chief Investment Promotion Officer und Mitglied der Geschäftsleitung bei Switzerland Global Enterprise. In dieser Funktion begleitet er internationale Unternehmen bei der Ansiedlung in der Schweiz und bewegt sich an der Schnittstelle von Standortmarketing, Investitionsentscheidungen und globaler Konkurrenz um Projekte. Dieses Profil prädestiniert ihn dafür, Luzern im Wettbewerb der Wirtschaftsstandorte sichtbar zu positionieren. Mit einem klaren Verständnis für die Anforderungen internationaler Investoren.

    Vertrauter Kopf mit Rückkehrerbonus
    Für Luzern ist Patrik Wermelinger kein Unbekannter. Bereits von 2006 bis 2016 leitete er bei der Wirtschaftsförderung Luzern die Bereiche Standortpromotion und Marketing. In dieser Zeit knüpfte er ein breites Netzwerk zu Unternehmen, Gemeinden, Institutionen und Partnern im In- und Ausland. Er kennt die Stärken, aber auch die Herausforderungen des Wirtschaftsraums aus der Praxis. Von der Industrie über den Tourismus bis zu wissensintensiven Dienstleistungen.

    Diese Rückkehr mit zusätzlicher internationaler Erfahrung ist für die Organisation ein strategischer Vorteil. Wermelinger bringt vertiefte Ansiedlungs- und Promotionserfahrung aus der Schweiz als Ganzes mit, kombiniert mit einem klaren Blick auf Luzern als eigenständige Marke im Standortwettbewerb. Das schafft gute Voraussetzungen, um bestehende Beziehungen zu pflegen und neue Unternehmen anzuziehen. Gerade in einem Umfeld, in dem Standortentscheide stärker umkämpft sind.

    Geordneter Übergang an der Spitze
    Patrik Wermelinger übernimmt die Direktion per 1. Juni 2026. Bis Ende Februar 2026 bleibt der bisherige Direktor, Ivan Buck, in der operativen Verantwortung. Er wird sich anschliessend mit einer eigenen Firma im Bereich Relationship Management selbständig machen. Für die Übergangsphase zwischen März und Ende Mai 2026 übernimmt der stellvertretende Direktor Andreas Zettel ad interim die Führung und stellt einen reibungslosen Übergang sicher.

    Damit setzt die Wirtschaftsförderung Luzern auf Kontinuität im laufenden Betrieb und eine klare Staffelübergabe. Die Kombination aus zeitlicher Überlappung, interner Interimslösung und früh kommunizierter Nachfolge stärkt die Planungssicherheit für Partner, Gemeinden und Unternehmen, die mit der Organisation zusammenarbeiten.

    Vertrauen in Kompetenz und Persönlichkeit
    Der Stiftungsrat zeigt sich überzeugt, mit Patrik Wermelinger die richtige Wahl getroffen zu haben. Präsident Erwin Steiger betont sowohl die hohe Fachkompetenz wie auch die internationale Erfahrung des designierten Direktors. Gleichzeitig hebt er dessen vertrauenswürdige und gewinnende Art hervor. Eine Kombination, die für die Arbeit an der Schnittstelle von Politik, Verwaltung und Wirtschaft zentral ist.

    Mit dieser Personalentscheidung positioniert sich die Wirtschaftsförderung Luzern für die kommenden Jahre regional verankert, international vernetzt und mit einem Direktor an der Spitze, der den Standort Luzern bereits kennt.

  • Neuer Schulterschluss für internationales Standortmarketing

    Neuer Schulterschluss für internationales Standortmarketing

    Der Kanton Aargau bereitet eine erneute Mitgliedschaft in der Greater Zurich Area vor. Der Kanton hatte sich der Organisation für das Standortmarketing erstmals von 2007 bis 2010 angeschlossen, erläutert die Kantonsverwaltung in einer Mitteilung. Auch aufgrund von unterschiedlichen Schwerpunkten konnte der Kanton Aargau damals aber kaum Ansiedlungserfolge verbuchen. Heute dagegen passten die strategische Ausrichtung von GZA und Wirtschaftsstandort Aargau „sehr gut zusammen“, heisst es in der Mitteilung. Anfang Jahr hat sich der Kanton daher auf eine erneute Mitgliedschaft in der GZA beworben.

    Konkret konzentriert sich die Standortförderung aktuell auf innovationsstarke Branchen, die auch für den Kanton Aargau wichtig sind. Als Beispiele werde in der Mitteilung Life Sciences, Automation und Digital Tech genannt. Der laut Mitteilung bisher in der Auslandsvermarktung kaum aktive Kanton Aargau hat sich für den Beitritt zur GZA entschieden, da dieser „kosteneffizienter und risikoärmer als der Aufbau einer eigenen Auslandsvermarktung ist“.

    Für die erste Periode einer neuen Mitgliedschaft in der GZA von 2027 bis 2032 sind Mittel in Höhe von 8,5 Millionen Franken erforderlich. Sie decken den Mitgliedsbeitrag und die Ausgaben für zwei erforderliche zusätzliche Stellen bei der GZA. Weitere 4,5 Millionen Franken will der Kanton zudem in den Jahren 2028 bis 2032 in die Standortförderung sogenannter Potenzialräume investieren. Hier sollen Zusammenschlüsse von Gemeindegruppen mit wirtschaftlichem Potenzial bei einer gemeinsamen professionellen Standortförderung unterstützt werden.

  • Neue Agenda soll Zusammenarbeit im Limmattal stärken

    Neue Agenda soll Zusammenarbeit im Limmattal stärken

    An ihrer Generalversammlung vom 28. August 2025 hat sich die Limmatstadt AG zu ihrer Rolle als treibende Kraft der regionalen Entwicklung bekannt. Wie es auch in einer Medienmitteilung heisst, sei mit dem Abschluss des Prozesses für eine Neuausrichtung der künftige Auftrag für die regionale Standortförderung geschärft worden.

    In Zusammenarbeit mit den Akteurinnen und Akteuren der Region sei ein klares Zielbild definiert worden. Es kristallisiert sich in der Formulierung „Gemeinsam gestalten wir ein starkes Limmattal und schaffen Raum für mehr“. Durch die enge Zusammenarbeit und die konsequente Orientierung an den Bedürfnisse aller Anspruchsgruppen könnten die Interessen gebündelt und Projekte initiiert und begleitet werden, die die erfolgreiche Entwicklung des Limmattals nachhaltig fördern sollen.

    Vor diesem Hintergrund übernehme die Limmatstadt AG eine aktivere Rolle. So würden nun die Entwicklung einer gemeinsamen regionalen und digitalen Agenda und das Projekt Kommunikationskanäle Limmattal gestartet. Beide sollen die Sichtbarkeit regionaler Angebote verstärken und die Zusammenarbeit im Limmattal weiter fördern.

    Im Rahmen dieser Neuausrichtung wurde auch der überarbeitete Markenauftritt „Limmattal. Raum für mehr.“ präsentiert. Er soll die Identität der Region als dynamischer Lebens- und Wirtschaftsraum stärken.

    Jasmina Ritz und Josef Bütler haben sich aus beruflichen Gründen aus dem Verwaltungsrat zurückgezogen. Neu gewählt wurde Roger Bachmann, der Stadtpräsident von Dietikon. Von seiner Expertise und regionalen Verbundenheit erwartet sich die Limmatstadt AG wertvolle Impulse.

  • Der Beruf als Standortförderer ist erklärungsbedürftig

    Der Beruf als Standortförderer ist erklärungsbedürftig

    Noch kann der Beruf als Standortförderin/Standortförderer nicht erlernt werden. Doch gibt es bereits seit Mitte der 80er Jahren auf lokaler Städte-, ja sogar Gemeindeebene die Anlauf- und Kontaktstellen für Wirtschafts- und Gewerbeanliegen, früher noch als Wirtschaftsförderung bezeichnet. In den 90er Jahren war die Region Winterthur als Pionierin bekannt, nicht zuletzt auch nach dem Niedergang der dortigen Industrie.

    So war ich ab 1998 als erster Standortförderer sowie Leiter Hochbau der Stadt Schlieren, neben der Städte Winterthur und Zürich, regelrecht allein im Wind unterwegs. Doch mein seit 1981 erworbener Immobilienrucksack und mein MAS Real Estate Management, den ich ebenfalls als einer der ersten absolviert habe, ermöglichten mir den Spagat im Nischensegment der Standortförderung. Zu den Klassikern im Job des Standortförderers/der Standortförderin gehören Firmenansiedlungen, Cluster- und Arealentwicklung, „One Stop Shopp“ durch die Verwaltung bei Baubewilligungen, Bestandespflege und Startupförderung sowie vieles mehr.

    In der Schweiz verfügt heute primär jeder der 26 Kantone über eine Standortförderung. Leider verfügen längst nicht alle der 172 Städte und Gemeinden mit mehr als 10’000 Einwohnern über eine Standortförderungsstelle, geschweige eine Wirtschaftsstrategie. Dort ist eine auf der Verwaltung intern bestimmt Person zuständig. In den meisten Fällen ist das der/die Stadtschreiber/in oder höchstenfalls der/die Stadt- oder Gemeindepräsident/in, dies mehr oder weniger freiwillig und nicht spezifisch dafür weitergebildet. Dies will aber auch heissen, dass ich diese Gemeindeführungsorgane sehr schätze, wie auch diejenigen der Stadt Schlieren, wo ich nun auf 28 Dienstjahre zurückblicken darf. Die Schlieremer Kennzahlen zeigen ein eigenes, von vielen Seiten anerkanntes, recht erfolgreiches Bild. Die Stadt hat bei den juristischen Personen seit 1998 um 100% von 650 auf 1‘388 zulegen können. Dies bedeutet auch eine Zunahme an Arbeitsplätzen von rund 12’000 auf 21’000. Die Einwohnerzahl ist von 12‘000 auf 20‘100 um 70% gestiegen. Dabei vertrete ich die 1:1 Situation (Einwohner im Verhältnis zu den Arbeitsplätzen) im Gegensatz zu anderen bekannten schweizerischen Grossstädten.

    Es würde mich freuen, wenn nach meiner Pensionierung mehr Immobilienfachleute den Beruf des/der Standortförderer/in wählen und sich dazu auch in Verbänden einbringen, ERFAS und Netzwerke pflegen. Was es braucht, ist Vertrauen in die örtlichen Standortförderungspersonen.

  • Das Landolt-Areal im Wandel

    Das Landolt-Areal im Wandel

    Welche Bedeutung hat die Entwicklung des Landolt-Areals für den Wirtschaftsstandort Glarus? Welche Impulse erwarten Sie konkret für die lokale Wirtschaft und die Schaffung neuer Arbeitsplätze?
    Das Areal ist heute bereits gut ausgelastet mit vielen verschiedenen KMU. Mit dem mittelfristigen Wegzug der Firma Landolt wird der Altbestand frei. Besonders interessant dabei ist die Shedhalle, welche wir bereits saniert und das Dach mit einer grossen PV-Anlage ausgestattet haben. Wir sind dabei, neue Mieter anzusiedeln und bieten einen sehr attraktiven Standort mit optimaler Logistikanbindung. Hier entstehen neue attraktive Arbeitsplätze.

    Zwischennutzungen wie der geplante Mobility-Hub sind ein zentrales Element im Konzept. Welche Chancen sehen Sie in diesen temporären Nutzungen zur Belebung des Areals während der Entwicklungsphase?
    Dies ist einer der wichtigsten Teile der Transformation. Die bestehenden Mietenden möchten wir, wenn möglich, alle behalten. Wir pflegen einen direkten Kontakt zu ihnen, damit diese sich auch innerhalb des Areals weiterentwickeln können. Die Gebäude mit Zwischennutzungen werden günstig aber nicht lange vermietet, sei dies als Lager, Parking oder Hub, aber ohne grosse Investitionen von unserer Seite. Hier ist auch Platz für Kreativität.

    Wie sind der Kanton Glarus und die Standortförderung in das Projekt eingebunden? eingebunden? Gibt es eine strategische Abstimmung mit kantonalen Entwicklungszielen?
    Wir stehen in einem regelmässigen Austausch mit der Standortförderung und sind zuversichtlich aufgrund der guten Lage und der Grösse der angebotenen Fläche, auch grössere KMU für den Kanton Glarus gewinnen zu können. Bereits sind mehrere Betriebe interessiert, sich hier niederzulassen.

    Die partizipative Planung wird betont. Wie konnten sich Anwohnerinnen und Anwohner resp. Gewerbetreibende konkret einbringen und welche Erkenntnisse aus diesem Prozess fliessen in die nächsten Schritte ein?
    Mit gut abgestützter Behördenvertretung und einem Fachgremium aus Wirtschaft und Städtebau sowie einem internationalen Planerteam wurden der Städtebau, die Bezüge zu den Nachbarn sowie die Nutzung und Bebauungsverteilung des Areals neu bearbeitet. Viele der alten Spinnereigebäude sollen erhalten und mit neuem Leben erfüllt werden.

    Das heute reine Gewerbeareal wird mit verschieden gewerblichen Angeboten ergänzt, und auch ein kleiner Anteil Wohnen wird möglich. Die sehr attraktive Lage zwischen den Bachläufen Chli Linthli und dem Mühlibach lädt auch Spaziergänger und Anwohner ein, diesen schönen und idyllischen Ort zu erleben.

    Zusammen mit der Gestaltungskommission und der Denkmalpflege erarbeiten die Planenden zurzeit das Richtprojekt. Bis nach dem Sommer 2025 werden die zukünftige Gestalt des Areals, das erweiterte Gewerbeangebot und die Wohnungsvielfalt aufgezeigt werden können. Wir sind sehr froh über die sehr gute Zusammenarbeit und überzeugt, dass durch den sorgsamen Umgang mit dem Bestand und den neuen Gebäuden ein grosser Mehrwert für die Arealnutzenden, aber auch für die Anwohnenden entsteht.

    Die Entwicklung erfolgt in vier Etappen. Wie stellen Sie sicher, dass das Areal bereits in den Zwischenphasen lebendig, nutzbar und attraktiv bleibt und nicht zu einer langjährigen Baustelle wird?
    Wie bereits angesprochen wird ein Teil in den bestehenden Industriegebäuden neu genutzt. Die sehr alten Bestandsbauten, welche mittelfristig nach dem Auszug der Firma Landolt leer stehen, sollen nach einem Umbau oder einer Modernisierung rasch wieder vermietet werden. Dazu wurden die verschieden Talentzonen definiert, und diese bilden die Etappen. Mit der Fertigstellung der jeweiligen Zonen wird die Entwicklung sukzessiv abgeschlossen.

    Der Innovationscampus am Chli Linthli soll sich unabhängig und bedarfsorientiert entwickeln. Welche Zielgruppen möchten Sie hier ansprechen und welche Branchen könnten sich hier ansiedeln?
    Dieses Areal ist heute voll besetzt mit einem breiten Angebot an Gewerbe. Hier wird der Bedarf der Zukunft untergebracht werden. Die Idee ist, ein vielfältiges Angebot an Gewerbe entstehen zu lassen, welches eine gute Vernetzung innerhalb dieses Areals braucht und wie ein Campus funktioniert. Wir sind aber auch offen für andere Ideen. Welche das sind, wird die Zukunft zeigen.

    Wie schaffen Sie auf dem Areal langfristig Identität und Bindung? Welche Rolle spielen dabei soziale, kulturelle oder ökologische Angebote für die künftigen Nutzerinnen und Nutzer?
    Das Areal hat heute bereits eine reichhaltige Geschichte. Dies sieht man hier überall. Mit einer neuen Nutzung und dem richtigen Umgang wird die Kultur gewahrt aber auch neu definiert. Mit unserm Ziel der Nachhaltigkeit wird dieser Prozess auch Ressourcen schonen. Mit dem Einsatz von natürlichen Baustoffen und einer einfachen Architektur wird für die Nutzenden bezahlbarer Arbeits- und Wohnraum geschaffen, welcher gesund und lebenswert ist. Das Areal bietet mit seinen Wasserläufen, dem Grünraum, den neu geschaffen Quartierplätzen etc. viel Raumqualität, aber auch einen sehr attraktiven Ort zum Arbeiten, Wohnen und Bleiben.

  • Stadt Winterthur verlängert Vereinbarung mit Standortförderung

    Stadt Winterthur verlängert Vereinbarung mit Standortförderung

    Die neue Leistungsvereinbarung der Stadt Winterthur mit dem House of Winterthur sieht eine Anpassung der Aufgaben der Organisation vor. Das House of Winterthur solle sich auf die Stärkung der Marke Winterthur Switzerland und auf die strategische Vermarktung des Standorts für Wirtschaft, Bildung, Kultur und Tourismus konzentrieren, heisst es in einer Mitteilung der Stadt.

    Dazu gehört, die Hidden Champions unter den Unternehmen und die Vielfalt der lokalen Unternehmenslandschaft sichtbar zu machen. Die Innovation und der Wissenstransfer sollen unter anderem durch die gezielte Vernetzung und neue Veranstaltungsformate gestärkt werden. Das House of Winterthur soll auch Start-ups aktiv unterstützen.

    Die operative Standortförderung wird dagegen wieder von der Stadt übernommen. Dazu gehören Unternehmensansiedlungen, Bestandespflege und Flächenvermittlung.

    Die Stadt will das House of Winterthur zwischen 2026 und 2029 pro Jahr mit 760‘000 Franken unterstützen, 100‘000 Franken pro Jahr weniger als bisher. Das letzte Wort liegt beim Stadtparlament.

    Das House of Winterthur erinnert in einer Stellungnahme daran, dass der Beitrag der Stadt bei der Gründung der Organisation 2017 bei 960‘000 Franken pro Jahr gelegen habe. Beat Schwab, der Präsident des als Vereins organisierten House of Winterthur, verweist auf die neue Geschäftsleitung und die anderen Wechsel im Personal. «Bei House of Winterthur herrscht Aufbruchstimmung», wird er in der Mitteilung zitiert. «Es wäre schade, wenn ein übermässiger Spardruck diese Entwicklung gefährden und die nachhaltige Standortförderung sowie das Ansiedlungsmanagement von Firmen ernsthaft beeinträchtigen würde.»

    Der Verein wird von der Stadt, den Umlandgemeinden und über 400 Mitgliedern getragen.

  • Volkswirtschaft Berner Oberland verzeichnet erfolgreiches 2024

    Volkswirtschaft Berner Oberland verzeichnet erfolgreiches 2024

    In seinem soeben veröffentlichten Jahresbericht 2024 blickt die Volkswirtschaft Berner Oberland auf ein erfolgreiches Jahr zurück, in dem der Fokus auf Vernetzung und Projekte stand. Wie es in einer Medienmitteilung heisst, konnte der Verein „trotz anspruchsvoller Rahmenbedingungen“ Impulse für die Weiterentwicklung der Region setzen.

    Dazu hätten Veranstaltungen wie das Gemeindeforum, das Wirtschaftstreffen oder das Tourismusforum beigetragen. Parallel dazu seien wichtige Projekte weitergelaufen. So wurde etwa die digitale Lehrstellenplattform Lehre BeO den Angaben zufolge weiter professionalisiert und das Modellprojekt Sprechzimmer+ zur medizinischen und nachbarschaftlichen Grundversorgung ausgebaut. Zudem seien erste Abklärungen zur Förderung der Kreislaufwirtschaft im Berner Oberland erfolgt.

    Präsidentin Marianna Lehmann wird an der 105. Generalversammlung vom 8. Mai in Interlaken letztmalig durch die Traktanden führen. Die ehemalige Gemeindepräsidentin von Wilderswil BE war seit 2019 im Vorstand der Volkswirtschaft Berner Oberland tätig, seit 2021 an deren Spitze.

    Der Vereinsvorstand schlägt den Thuner Grossrat und Unternehmer Carlos Reinhard als ihren Nachfolger vor. Er hat seit 2024 das 2. Vizepräsidium inne. Der Interlakener Unternehmer Patrick Gurtner soll neu in den Vorstand gewählt werden und auch das 2. Vizepräsidium übernehmen.

    „Unsere Stärke liegt in der Vielfalt“, so Reinhard. „Diese möchte ich sichtbar machen und gemeinsam mit allen Regionen weiterentwickeln. „Das Berner Oberland soll wirtschaftlich stark, touristisch attraktiv und als Lebensraum lebenswert bleiben – dafür setze ich mich ein.“

  • Standortförderung bringt über 700 neue Jobs im ersten Jahr

    Standortförderung bringt über 700 neue Jobs im ersten Jahr

    Die von den Standortförderern unterstützte Ansiedlung von insgesamt 231 internationalen Unternehmen im Jahr 2024 stärkt die Schweiz als Innovationsstandort, so die Konferenz Kantonaler Volkswirtschaftsdirektionen und Switzerland Global Enterprise, die nationale Schweizer Export- und Standortpromotion, in ihrer gleichlautenden Medienmitteilung. Besonders hebt das Gremium hervor, dass rund zwei Drittel dieser Firmen in den fünf Schlüsseltechnologien Gesundheit, Digitales, Automatisierung, Food und Finanz tätig sind. Sie waren von Bund, Kantonen und Regionen in ihrer gemeinsamen Strategie für die Jahre 2024 bis 2027 als besonders förderungswürdig definiert worden. 

    Mit dieser Strategie, so die Mitteilung, seien die Promotionsaktivitäten aller Akteure noch enger verzahnt worden. Dabei profitiere der Standort Schweiz davon, dass sich die unterschiedlichen Kompetenzen der Promotionspartner gegenseitig ergänzten und verstärkten.

    Im ersten Betriebsjahr haben diese 231 neu angesiedelten Unternehmen in der Schweiz 716 neue Arbeitsstellen geschaffen. Den Angaben zufolge planen sie, in den nächsten drei Jahren insgesamt 2135 Arbeitsplätze einzurichten.

    Von diesen Firmen stammt rund die Hälfte aus den USA, aus Deutschland, Frankreich und Grossbritannien. Wie Regierungsrat Walter Schönholzer, Volkswirtschaftsdirektor des Kantons Thurgau und Co-Präsident des Steuerungsorgans für die nationale Standortpromotion, hervorhebt, tragen die angesiedelten Unternehmen „mit ihrem innovativen Knowhow und ihrem breiten Netzwerk auch zur kantonsübergreifenden Wertschöpfung sowie zur Stärkung der lokalen KMU-Landschaft bei“.

  • Zukunft der Standortförderung im Kanton Zürich

    Zukunft der Standortförderung im Kanton Zürich

    Sie leiten seit über 15 Monaten zusammen mit Markus Müller in Co-Leitung die Standortförderung des Kantons Zürich.  
    Welche Erkenntnisse haben Sie gewonnen? 
    Der Standort Zürich sticht durch seine wirtschaftliche Grösse innerhalb der Schweiz heraus. Dies verlangt auch, dass wir uns nicht nur in kantonalen Themen stark engagieren, sondern auch auf der nationalen und teilweise auch internationalen Bühne bewegen. So machen wir uns für den KI-Standort Schweiz stark oder lassen internationale Partner an unseren Erkenntnissen zu KI-Anwendungen in der Wirtschaft teilhaben.  

    Zugleich finde ich die enge Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung sowie Politik zielführend, wenn es um die Schaffung von nachhaltig attraktiven Rahmenbedingungen geht. 

    Könnten Sie uns einen kurzen Überblick über die aktuellen Schwerpunkte der Standortförderung im Kanton Zürich geben? 
    Zentrale Schwerpunkte sind:  

    Wie eben angesprochen, die Entwicklung von attraktiven, langfristigen Standortfaktoren. Durch den engen Dialog mit Wirtschaft und Wissenschaft erkennen wir Trends frühzeitig und setzen gezielt Impulse für die Standortentwicklung. 

    Die Förderung der Innovation und Stärkung unserer Schlüsselbranchen Finance, ICT, Life Science, Food, Clean- und Hightech.  

    Die Erhaltung und Stärkung der Vielfalt der Branchenstruktur. In diesem Zusammenhang begleiten wir auch Unternehmen, die sich hier ansiedeln wollen – von der Standortsuche bis zu Bewilligungen. 

    Auf diesen drei Pfeilern basieren unsere Projekte, Programme oder Initiativen.  

    Welche langfristigen Visionen verfolgt die kantonale Standortförderung in Bezug auf die Standortentwicklung? 
    Die Attraktivität des Wirtschaftsstandorts hängt von einer Vielzahl an diversen Standortfaktoren ab. Diese reichen von zielgruppenfreundlichen Regulierungen und digitalen Behördenleistungen über eine starke Innovationskraft bis hin zur zukunftsfähigen Gestaltung der Wirtschaftsflächen.Wir verfolgen das Ziel, ein für Unternehmen und die Bevölkerung attraktiver, führender und zukunftsgerichteter Innovations- und Wirtschaftsstandort mit internationaler Strahlkraft zu sein. 

    Zürich gehört zu den teuersten Wohnorten weltweit. Die hohen Immobilienpreise und Mieten werden auch für Unternehmen immer mehr zu einer Belastung. Was kann die Standortförderung dagegen tun? 
    Wir setzen uns auf verschiedenen Ebenen nicht nur für die Attraktivität und Prosperität des Wirtschaftsraumes, sondern auch für eine hochwertige und ausgezeichnete Lebensqualität ein. Diesbezüglich spielt die Verfügbarkeit von Wohnraum auch dazu. Eine konkrete Anwendung findet sich so z.B. in unserer Innovation Sandbox für Künstliche Intelligenz. In der aktuellen Phase begleiten wir den Einsatz von KI bei Baugesuchen. Durch die gewonnenen Ergebnisse hoffen wir, Ansätze zur Verringerung des Baustaus und zur Verschlankung der Baubewilligungsprozesse zu finden.  

    Auf Amtsebene angesiedelt ist zudem die Wohnbauförderung. Sie fördert die Bereitstellung von preisgünstigen Mietwohnungen mit attraktiven Darlehen.  

    Die Alterung der Bevölkerung beeinflusst die Immobilienbranche und den Arbeitsmarkt. Welchen Stellenwert hat diese Tatsache für den Kanton Zürich und wie können Sie darauf reagieren? 
    Das Thema der demografischen Verschiebungen und der sich öffnenden Arbeitsmarktschere beschäftigt uns schon länger auf verschiedenen Ebenen. In den nächsten Jahren werden viele erfahrene Arbeitskräfte pensioniert – das verstärkt den Wettbewerb um Talente.  

    Einerseits erarbeiten wir verschiedene Projekte im Bereich der Fachkräftegewinnung und -haltung sowie Arbeitsmarktpartizipation. Zugleich sind wir aktuell daran, neue übergreifende Ansätze zum Thema Demografie zu entwickeln, die längerfristig wirken sollen. Denn eines ist klar, dass die Bewältigung der Herausforderung «Demografie» systemisch gedacht werden muss und somit viele involvierte Parteien und Stakeholder mit an den Tisch gebracht werden müssen.  

    Wie sehen Sie die Rolle des Kantons im Wirtschaftsraum Greater Zurich Area? 
    Die Greater Zurich Area ist einer der innovativsten Wirtschaftsstandorten Europas – und der Kanton Zürich spielt dabei eine zentrale Rolle. Als führender Innovationsstandort schaffen wir die Rahmenbedingungen, die Unternehmen benötigen, um sich erfolgreich zu entwickeln. So profitieren schlussendlich auch die weiteren Kantone innerhalb des Wirtschaftsstandorts Greater Zurich Area von unserer starken Position. 

    Als Wirtschaftsmotor der Schweiz ist der Kanton Zürich auch der grösste Mittelgeber des Wirtschaftsstandorts Greater Zurich Area. Zugleich ist unsere Direktionsvorsteherin, Regierungsrätin Walker Späh, Stiftungsratspräsidentin des Wirtschaftsstandorts Greater Zurich Area. Der Kanton Zürich ist zudem mit den beiden Städten Winterthur und Zürich zusätzlich in dem Wirtschaftsraum Greater Zurich Area aktiv vertreten. So können wir unsere Interessen optimal einbringen und die Aktivitäten des Wirtschaftsstandorts Greater Zurich Area mit den unsrigen abstimmen. 

    Wie gestaltet sich die Zusammenarbeit mit anderen Kantonen innerhalb des Wirtschaftsstandorts Greater Zurich Area?  
    Welche gemeinsamen Projekte sind aktuell? 
    Die Zusammenarbeit innerhalb der Organisation des Wirtschaftsstandorts Greater Zurich Area fokussiert primär auf Fragen der Ansiedlung. In diversen weiteren Konstellationen und Gremien arbeiten wir sehr eng mit anderen Kantonen zusammen. So z.B. im Metropolitanraum Zürich aber auch auf kleinerer räumlicher Ebene wie im Limmattal. Wobei nicht immer alle Kantone auch Mitglieder des Wirtschaftsstandorts Greater Zurich Area sind. 

    Aktuelle Projekte in der Zusammenarbeit sind beispielsweise die 2. Phase der Innovation Sandbox für Künstliche Intelligenz, in der auch das angesprochene Baubewilligungsprojekt untergeordnet ist, oder auch die Neupositionierung der regionalen Standortförderung Limmatstadt, bei der wir über die Kantonsgrenze in funktionalen Räumen denken und Lösungen suchen.

  • Luzern reagiert auf Steuerdruck mit Milliardenpaket

    Luzern reagiert auf Steuerdruck mit Milliardenpaket

    Der internationale Steuerwettbewerb wird durch die OECD-Mindestbesteuerung neu justiert und trifft Luzern ins Mark. Der bisherige Vorteil tiefer Unternehmenssteuern für international tätige Konzerne fällt weg. Die Folge könnten abwandernde Firmen, sinkende Investitionen und massive Ausfälle bei den Steuereinnahmen sein. Über eine Milliarde Franken stehen für Bund, Kanton und Gemeinden auf dem Spiel – ein Szenario, das Luzern nicht tatenlos hinnehmen will.

    Wirtschaftsstandort stärken, Lebensqualität sichern
    Der Regierungsrat reagiert mit einem weitreichenden Standortförderungsprogramm, das jährlich rund 300 Millionen Franken umfasst. Rund zwei Drittel davon sollen direkt in Massnahmen zur Förderung von Innovation, Digitalisierung, Wirtschaftsflächen und einer unternehmensfreundlichen Verwaltung fliessen. Auch für Immobilienentwickler und Investoren entstehen dadurch neue Chancen. Insbesondere in der Planung und Realisierung zukunftsweisender Gewerbe- und Infrastrukturprojekte.

    Das restliche Drittel ist der Lebensqualität gewidmet. Die Massnahmen reichen von steuerlicher Entlastung über Familienfreundlichkeit bis zur Förderung von Kultur und digitaler Teilhabe, zentrale Standortfaktoren, wenn es darum geht, Talente zu binden und neue Arbeitskräfte anzuziehen.

    Partizipativ und zukunftsgerichtet
    Die Erarbeitung des Programms erfolgte in enger Abstimmung mit Wirtschaft, Gemeinden und Sozialpartnern. Bis zum 9. Juni 2025 läuft die öffentliche Vernehmlassung über das Tool «E-Mitwirkung». Der finale Entscheid liegt beim Volk. Im September 2026 wird über das Paket abgestimmt, Inkrafttreten ist für den 1. Oktober 2026 geplant.

    Mit dieser Vorlage setzt Luzern ein starkes Signal. Standortförderung ist nicht mehr Kür, sondern strategische Pflicht – und sie erfordert klare, langfristige Investitionen.

  • Interessengemeinschaft Schlieren Nord Ost zur Arealentwicklung gegründet

    Interessengemeinschaft Schlieren Nord Ost zur Arealentwicklung gegründet

    Die Interessengemeinschaft (IG) Schlieren Nord Ost hat sich gegründet. Laut Medienmitteilung der Stadt Schlieren ist Ziel des Vereins, die Entwicklung des Gebiets aktiv mitzugestalten. Das Wohn-, Industrie-, Gewerbe- und Innovationsareal an der Rüti-/Ifangstrasse in Schlieren gilt als eines der grössten Entwicklungsareale der Stadt neben dem Wagiareal und dem Rietpark. Die neue Interessengemeinschaft beabsichtige, die Interessen der Eigentümer zu bündeln und die Zonenplanung mit der Stadt Schlieren sowie die zukünftige partnerschaftliche Verlängerung der Baurechtsverträge mit der Stadt Zürich frühzeitig zu klären, heisst es weiter.

    «Seit einem Vierteljahrhundert habe ich sehr gute Kontakte zur Stadt Zürich gepflegt, die jedoch – wie vieles andere – während und nach Corona eingeschlafen sind. Da die Stadt Zürich aber über 200‘000 Quadratmeter Bauland auf dem Stadtgebiet von Schlieren besitzt, möchte ich in den nächsten 14 Monaten diese Kontakte wiederaufleben lassen», wird Albert Schweizer zitiert, der Standortförderer der Stadt Schlieren. Ziel sei es, die Baurechtsverträge, die bis etwa 2040 laufen, um 30 Jahre zu verlängern, um auch für die nächsten Generationen Planungssicherheit zu schaffen. Es gebe die Möglichkeit, weitere Firmen anzusiedeln und neue Arbeitsplätze zu schaffen.

    Durch die geplante Mitgliedschaft bei der regionalen Standortförderung Limmatstadt AG soll laut der Stadt-Mitteilung die regionale Vernetzung weiter ausgebaut werden. Geplant sind auch gemeinsame Veranstaltungen mit anderen Arealen in Schlieren und dem Limmattal, wie etwa Silbern, Niderfeld in Dietikon sowie Kreuzäcker in Spreitenbach.

    Baurechtsnehmer und Immobilieneigentümer hatten sich laut der Mitteilung am Mittwoch, 5. März, im Innovations- und Jungunternehmerzentrum (IJZ) in Schlieren getroffen, um die Interessengemeinschaft zu gründen. Im Rahmen der Gründung haben Vertretende des Tiefbauamtes des Kantons Zürich und des Energieunternehmens ewz Pläne zur Velobahn und der Fernwärmeunterstation im östlichen Teil des Areals vorgestellt.

  • Drei Gemeinden verstärken die Standortförderung im Limmattal

    Drei Gemeinden verstärken die Standortförderung im Limmattal

    Die Limmatstadt AG zählt seit Jahresbeginn drei neue Vertragsgemeinden: Aesch, Oberengstringen und Oetwil an der Limmat. Wie die Standortförderung in einer Medienmitteilung betont, stärke das Engagement der neuen Gemeinden das gemeinsame Selbstverständnis und die wirtschaftliche Vernetzung. Mit über 200’000 Einwohnenden und mehr als 100’000 Arbeitsplätzen sei die Region des Zürcher und Aargauer Limmattals «schon heute ein bedeutender Wirtschaftsmotor. Durch den Beitritt der neuen Gemeinden setzen wir gemeinsam ein Zeichen für eine zukunftsorientierte und nachhaltige Entwicklung.»

    Rahel von Planta, die Gemeindepräsidentin von Oetwil a.d.L., ist wie der Gemeinderat der Ansicht, «dass die Stärkung des wachsenden Limmattals nur gemeinsam, mit allen Zürcher und Aargauer Gemeinden und Städten im Limmattal, erfolgreich gestaltet werden kann. Im Hinblick auf die ,Aufhebung der Regionalen 2025′ ist ein Beitritt zur Standortförderung der Limmatstadt sinnvoll.» Durch den Verbundgedanken verstehe ihre Gemeinde den Beitritt als Solidaritätsbeitrag.

    Laut André Guyer, dem Gemeindepräsidenten von Aesch, ermöglicht eine Mitgliedschaft auch kleinen Gemeinden wie der seinen «Zugang zu einer professionellen Standortförderung. Es ist unser Ziel, damit die regionale Vernetzung in den Bereichen Kultur, Wirtschaft und Verkehr zu fördern.»

    André Bender, der Gemeindepräsident von Oberengstringen, hält den Kontakt zur Wirtschaft, zum Gewerbe und zu den Interessensgruppen für sehr wichtig für die künftige Entwicklung seiner Gemeinde: «Die engere Zusammenarbeit mit der Limmatstadt AG ist auch in den Leitgedanken des Gemeinderates für einen attraktiven Wohn- und Arbeitsort enthalten.»

  • Aargau bewirbt sich erneut für Mitgliedschaft in der GZA

    Aargau bewirbt sich erneut für Mitgliedschaft in der GZA

    Der Kanton Aargau hat sich um eine erneute Mitgliedschaft in der GZA beworben. Der Wiederanschluss an die Regionalvermarktungsorganisation biete bei kleinstem Risiko die beste Wirkung, um den Wirtschaftsstandort Aargau besser im Ausland zu präsentieren, erläutert die kantonale Staatskanzlei in einer Mitteilung. Als Alternativen waren der Aufbau einer eigenen Präsenz im Ausland und der Ausbau bestehender eigener Vermarktungsaktivitäten erwogen worden.

    Der Kanton Aargau gehörte der GZA bereits von 2007 bis 2010 im Rahmen einer Probemitgliedschaft an. Die Mitgliedschaft wurde jedoch nicht verlängert, da die regionale Standortförderung «damals auf steueroptimierende Unternehmen» fokussierte, «für die der Kanton Aargau uninteressant war», heisst es in der Mitteilung. Inzwischen richte sich das Interesse der GZA aber «auf innovative Branchen, die im Kanton Aargau bereits stark vertreten sind». Über die erneute Anbindung an die GZA will der Kanton Aargau Neuansiedlungen von Unternehmen etwa aus den Branchen Life Sciences, Energietechnologie, Maschinenindustrie und digitale Technologien erreichen.

    «Wir wollen nicht Wachstum um jeden Preis, sondern gezielt Unternehmen mit hoher Wertschöpfung, guten Arbeitsplätzen und innovativen Produkten ansiedeln», wird der Aargauer Landammann Dieter Egli in der Mitteilung zitiert. «Damit dies gelingt, müssen wir Unternehmen direkt in den ausländischen Zielmärkten ansprechen können.» Dafür soll die GZA den Standort Aargau im Ausland bekannt machen und an einer Niederlassung in der Schweiz interessierte Unternehmen finden. Die Standortförderung des Kantons Aargau schlägt ihnen in Folge konkrete mögliche Standorte vor und klärt weitere Fragen.

  • Magazin beleuchtet Dynamik im Limmattal

    Magazin beleuchtet Dynamik im Limmattal

    Die neue Ausgabe des Magazins «36 km» ist erschienen. «Alles da? Die Stärken einer dynamischen Region», heisst die Titelgeschichte der 18. Ausgabe des Regionalmagazins. Weitere Themen des 32 Seiten starken Magazins sind das  Wirtschaftspodium Limmattal (WIPO), das am 21. November in der Umwelt Arena Schweiz in Spreitenbach stattfindet, Höhepunkte der Kultur im Jahr 2025 und die auf 2026 verschobene Ausstellung Phänomena in Dietikon. Die neue Geschäftsführerin Stephanie Kiener erläutert die Neuausrichtung der Standortförderung Limmatstadt.

    «Die eingeleitete Neuausrichtung der Limmatstadt AG eröffnet viele Chancen. Ich glaube fest daran, dass wir mit vereinten Kräften eine starke Standortförderung für die ganze Region weiterentwickeln können», schreibt Lara Albanesi, Verwaltungsratspräsidentin der Limmatstadt AG im Vorwort. Die Standortbestimmung erlaube aber auch «bewusst wahrzunehmen, wie gut sich das dynamische Limmattal bereits entwickelt hat».

    Stephanie Kiener, die nach neun Monaten als Stellvertreterin von Jasmina Ritz die Geschäftsführung der Limmatstadt AG übernommen hat, wird mit der Frage nach der Zukunft der Standortförderung konfrontiert. «Die Existenz für 2025 ist gesichert, aber die Limmatstadt wird den Gürtel im kommenden Jahr enger schnallen müssen. Um unser Ziel einer nachhaltigen Finanzierung zu erreichen, sind noch viel Arbeit und wichtige strategische Entscheide notwendig», so Kiener.

    Neben der Vorschau auf das WIPO und Schilderung der Vorbereitungen für die Phänomena gibt das Magazin Freizeittipps für den Winter, lässt Erfolgscurlerin Alina Pätz ihre Lieblingsorte im Limmattal beschreiben und lässt Jessica Schmiederer aus dem Alltagsleben als Leiterin des Hotels Limmathof in Baden erzählen.

  • Neue Plattform für Wirtschaftsstandort Aargau

    Neue Plattform für Wirtschaftsstandort Aargau

    Die Standortförderung Kanton Aargau präsentiert den Wirtschaftsstandort Aargau auf einer neuen Plattform. Unter der Adresse www.aargau.swiss können bereits ansässige Unternehmen und an einer Niederlassung interessierte Firmen sich über die Vorteile des Wirtschaftsstandorts informieren, erläutert die Standortförderung in einer Mitteilung. Der Aargauer Regierungsrat verfolgt das Ziel, die Wirtschaftskraft des Standorts über die Ansiedlung wertschöpfungsstarker Firmen zu erhöhen. Der neue Internetauftritt leistet hier einen Beitrag, indem er die Stärken des Aargaus besser sichtbar macht.

    Die neue Internetseite hält Informationen über den Wirtschaftsstandort, Programme zur Innovationsförderung sowie zu Beratungs- und Unterstützungsangeboten durch die kantonale Standortförderung und ihre Partner bereit. Der Unternehmensgründung, der Ansiedelung und der Expansion bereits ansässiger Unternehmen sind jeweils eigene Rubriken gewidmet. Darüber hinaus werden regelmässig Neuigkeiten über den Wirtschaftsstandort und seine Unternehmen veröffentlicht. Die Nachrichten werden von der Nachrichtenagentur Café Europe mit Sitz in Winterthur produziert.

  • Standortförderung mit neuer Geschäftsführung

    Standortförderung mit neuer Geschäftsführung

    Die Stabübergabe in der Geschäftsführung der Limmatstadt AG ist vollzogen. Stephanie Kiener hat das Amt von der langjährigen Geschäftsführerin Jasmina Ritz übernommen, informiert die Standortförderung in einer Mitteilung. Nach dem Rückzug aus dem operativen Geschäft wird sich Ritz weiterhin als Vizepräsidentin des Verwaltungsrats in der Limmatstadt AG engagieren.

    Zu den neuen Aufgaben von Kiener gehört die Leitung des Prozesses, mit dem die Standortförderung ihre künftige Stossrichtung präzisieren will. Dazu sind ab November gemeinsame Seminare mit Vertretenden aus dem Verwaltungsrat und der Geschäftsleitung sowie den Mitgliedsgemeinden und dem Wirtschafts-Begleitgremium geplant. Sie sollen durch externe Begleitung unterstützt werden. „Es freut mich, euch über die Resultate und die Strategie für die folgenden Jahre nach abgeschlossenem Prozess zu informieren“, wird Kiener dazu in der Mitteilung zitiert.

    In den vergangenen Monaten habe die Standortförderung erfolgversprechende Voraussetzungen für die Zukunft geschaffen, informiert die Limmatstadt AG. So wollen sich die Mitgliedsgemeinden in Zukunft finanziell stärker engagieren. Dabei planen die Mitgliedsgemeinden der Zürcher Planungsgruppe Limmattal eine Beitragserhöhung per 2025. Die vier Aargauer Mitgliedsgemeinden wollen 2026 nachziehen und haben für das kommende Jahr einen Projektbeitrag gesprochen.

    Zudem konnte die Zahl der Members mit jährlichen Beiträgen gesteigert werden. Dies dient der Zielsetzung, die Finanzierung mittelfristig zu gleichen Teilen aus der Wirtschaft und der öffentlichen Hand sicherzustellen. Die Akquise neuer Members wird fortgesetzt.

  • «Wir investieren laufend in unsere Zukunft»

    «Wir investieren laufend in unsere Zukunft»

    Herr Tamagni, seit Ihrem Amtsantritt im Januar 2021 haben Sie die Position von Schaffhausen als attraktiven Wohn- und Wirtschaftsstandort weiter gestärkt. Welche konkreten Massnahmen haben Sie dazu ergriffen? Was hat gut funktioniert und was weniger gut?
    Das ist richtig – der Kanton Schaffhausen entwickelt sich sehr gut! Immer mehr Menschen entdecken die Vorzüge von Schaffhausen als lebenswerte Alternative im Grossraum Zürich und ziehen hierhin. Für Unternehmen gilt dies schon lange – gerade für KMU ist der Kanton mit einer Steuerbelastung von 12 bis 12.5% sehr attraktiv. Unsere Rahmenbedingungen sind hervorragend, die Wege kurz, und wir pflegen eine enge Zusammenarbeit mit den Unternehmen, um gemeinsam neue Impulse zu setzen. Der Kanton Schaffhausen ist eine Region, deren Umfeld und Dynamik engagierte Menschen und Unternehmen anzieht. Eine Region, in der man Wurzeln schlägt, weil sie – trotz aller Hektik – Nähe und Vertrautheit bietet.

    Welche spezifischen Standortförderungsmassnahmen planen Sie in Ihrer nächsten Amtsperiode, um Schaffhausen noch attraktiver zu machen?
    Oberstes Ziel des Regierungsrates bleibt die weitere Stärkung von Schaffhausen als Lebens- und Wirtschaftsstandort im nationalen und internationalen Standortwettbewerb. Es werden steuerliche Entlastungsmassnahmen zugunsten der Bevölkerung und von Unternehmen erarbeitet und wir planen Fördermassnahmen für innovationsstarke Unternehmen und KMU. Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf hat weiterhin hohe Priorität. Sehr zentral für Investoren in Wohn- und Gewerbeimmobilien werden die Fertigstellung der direkten Zugverbindung nach Basel und der Doppelspurausbau der A4 nach Winterthur ab ca. 2027 sein.

    Sie möchten Investitionen in strategische Vorhaben wie Digitalisierung und Demografie vorantreiben. Können Sie uns mehr über diese Projekte und ihre Bedeutung für Schaffhausen erzählen?
    Wir haben in Schaffhausen bereits 2017 die erste Demografiestrategie erstellt – als einer der ersten Kantone. Unsere Strategie orientiert sich an vier Schwerpunkten: Massnahmen zur Erhaltung des Arbeitskräfte-Pools, Sicherstellung wohnortnaher Pflege- und Gesundheitsdienstleistungen mit Wohnformen, die Autonomie im Alter unterstützen. Weiter wird die Siedlungs- und Verkehrsentwicklung auf demografische Entwicklungen ausgerichtet sowie das Bildungswesen auf die zunehmende diverse Bevölkerung angepasst.

    Bei der Digitalisierung wiederum fokussiert der Regierungsrat auf übergeordnete Ziele: Digital First für die Bevölkerung und die Wirtschaft und eine vollständig durchgehende Digitalisierung der Verwaltung. Jede Dienstleistung und jeder Prozess sollen optimiert und digital verfügbar sein – um Ressourcen und Zeit zu sparen.

    Wie sehen Sie als Schaffhauser Volkswirtschaftsdirektor den aktuellen Immobilienmarkt im Kanton und welche Trends erwarten Sie für die nächsten Jahre?
    Schaffhausen hat noch bezahlbaren Wohnraum sowie Bauland und dadurch Potenzial in der Wohnraumentwicklung. Zusätzlichen Schub erhält die Region durch den Ausbau der Direktverbindung mit der Bahn nach Basel und die Engpassbeseitigung auf der A4 in Richtung Winterthur. So wird Schaffhausen zur Drehscheibe zwischen Zürich, Winterthur und Basel, was die Attraktivität als Wirtschafts- und Wohnregion zusätzlich erhöht.

    Wie findet der Kanton Schaffhausen die Balance zwischen der Entwicklung des urbanen Zentrums und der Erhaltung der Schaffhauser Naturlandschaften und historischen Architektur?
    Der ländliche Raum ist ein wertvoller Bestandteil der hohen Lebensqualität des Kantons. Mit der Regional- und Standortentwicklung, dem regionalen Naturpark und der Tourismusförderung hat Schaffhausen spezifische Programme, welche auf dieses Gleichgewicht Rücksicht nehmen und die Stärkung der Landschaft fördern. Schaffhausen steht für die Nähe zur Natur und die Vielfalt an Genussprodukten. In der neuen Tourismusstrategie werden diese Aspekte von Schaffhausen besonders berücksichtigt.

    Mit Ihrem Fokus auf effizienten und bürgerfreundlichen und bürgernahen öffentlichen Dienstleistungen, gibt es Pläne, die Prozesse im Zusammenhang mit Immobiliengeschäften oder Baubewilligungen?
    Mit der Digitalisierungsstrategie legt der Regierungsrat den Weg der kantonalen Verwaltung in die digitale Zukunft fest. Er nutzt mit der «Digitalen Verwaltung Schaffhausen» die Chance der digitalen Transformation, um benutzerfreundliche Dienstleistungen für die Bevölkerung und die Wirtschaft auszubauen. Interne Prozesse werden noch effizienter strukturiert und die Zusammenarbeit der Mitarbeitenden mit agilen Methoden und modernen Technologien neu strukturiert. Die Digitalisierung ist bereits seit mehreren Jahren ein wichtiges Thema im Kanton Schaffhausen und einzelne Angebote sind weit fortgeschritten. So zum Beispiel das Geoportal, wo Daten offen verfügbar sind. Davon profitieren Eigentümer, Käufer und auch die Verwaltung.

    Welche Rolle spielen Ihrer Meinung nach nachhaltige und energieeffiziente Gebäude bei der zukünftigen Immobilienentwicklung in Schaffhausen und auch in anderen Wirtschaftssektoren?
    Die kantonale Standortpolitik berücksichtigt die globalen Klimaziele und verfolgt seit jeher eine nachhaltige Wirtschaftsentwicklung. Schaffhauser Unternehmen sind lokal innovativ, global erfolgreich und leisten mit ihren Investitionen, Produkten und Dienstleistungen einen wichtigen Beitrag für eine nachhaltige Wirtschaft. In Bezug auf energieeffizientes und nachhaltiges Bauen versucht der Kanton Schaffhausen eine Vorbildfunktion einzunehmen. Eine spannende regionale Initiative zu diesem Thema ist das «Schaffhauser Haus», bei der das Bauen mit regionalen Bezug im Vordergrund steht. Damit werden die regionale Wirtschaft mit dem Handwerk gestärkt, der Nachwuchs gefördert und Stoffkreisläufe nachhaltig geschlossen.

    Welche Strategien gibt es angesichts des Wachstums der Stadt Schaffhausen, um angemessenen Wohnraum für alle Bevölkerungsschichten zu schaffen?
    Der Kanton Schaffhausen verzeichnete über die letzten zehn Jahre ein moderates und nachhaltiges Bevölkerungswachstum von unter einem Prozent – das ist nicht vergleichbar mit anderen Regionen. Wenn wir einen Blick auf die Leerwohnungsziffern werfen, wird deutlich, dass der Leerstand zwar auch tief, bezahlbarer Wohnraum aber vorhanden ist. Warteschlangen wie in Zürich gibt es bei uns nicht. Mit weiteren steuerlichen Entlastungsmassnahmen und Investitionen in die Kinderbetreuung verbessert der Kanton die Situation für Familien und gutverdienende zusätzlich.

    Als Leiter des Volkswirtschaftsdepartements: Wie sehen Sie Ihre Rolle bei der Umsetzung der wirtschaftspolitischen Ziele des Kantons?
    Als Volkswirtsdirektor bin ich der oberste, direkte Ansprechpartner. Kurze Wege, schnelle Entscheide, hohe Dienstleistungsorientierung – das ist unser Credo. Stellvertretend für die kantonale Wirtschaftsförderung, die als «One-Stop-Shop» als Anlaufstelle für Fragen von Unternehmen oder Wohnortinteressierten funktioniert. Unternehmen stossen in Schaffhausen überall auf offene Türen.

    Welche langfristigen Auswirkungen erwarten Sie von Ihren bisherigen politischen Massnahmen auf den Kanton Schaffhausen?
    Die Auswirkungen zeigen sich im Rückblick der letzten 25 Jahre – die wirtschaftliche Entwicklung der Region ist eine Erfolgsgeschichte. Der Kanton befand sich in den 90er Jahren aufgrund des Strukturwandels in einer wirtschaftlichen Krise. Heute ist Schaffhausen ein international anerkannter Headquarter-Standort mit einer starken Industriebasis. Kein anderer Kanton hat sich gemäss UBS im Vergleich der Standortfaktoren so stark verbessert wie wir. Die Finanzsituation mit erfolgshohen Steuereinnahmen spricht für sich. Mittlerweile zählt Schaffhausen zum kleinen Kreis der Zahler im nationalen Finanzausgleich.

    Schaffhausen ist ein Grenzkanton. Welche Vor- und Nachteile in der Immobilienwirtschaft bringt das für den Kanton?
    Wegen der speziellen Lage zwischen Rhein und Deutschland blieb Schaffhausen zu Unrecht lange im Schatten anderer Kantone – für viele hört die Schweiz am Rhein auf. Diese Sicht ändert sich immer mehr! Schaffhausen ist heute auf dem Radar vieler Unternehmen und Investoren, die das Potenzial erkennen. Für Einwohnerinnen und Einwohner hat die moderate Entwicklung ihr Gutes: offene Landschaft und freie Natur sind im Kanton Schaffhausen erhalten geblieben.

    Welche Visionen und konkreten Projekte haben Sie für die zukünftige Entwicklung des Lebens- und Wirtschaftsstandorts Schaffhausen?
    Pioniergeist und Industrietradition prägen den Wirtschaftsstandort Schaffhausen. Oberstes Ziel des Regierungsrats ist die Stärkung von Schaffhausen als Lebens- und Wirtschaftsstandort. Weiterhin gilt es, die nationale und internationale Konkurrenzfähigkeit des Wirtschaftsstandortes Schaffhausen zu sichern, zu festigen und zu verstärken. Dank der sehr guten Finanzlage im Kanton können Massnahmen und Projekte zugunsten der Standortattraktivität und der Bevölkerung erarbeitet und umgesetzt werden. Ebenso Priorität haben die Vereinbarkeit von Beruf und Familie, die Verbesserung der Verkehrsverbindungen auf Strasse und Schiene innerhalb des Kantons und insbesondere in die Regionen Zürich und Basel, die Umsetzung der Ziele im Bereich Energie und Klima und der Bau wichtiger Infrastrukturprojekte.

    Wo sehen Sie Schaffhausen in den nächsten 20 Jahren?
    Im Jahr 2022 haben wir im Kanton im Rahmen der Entwicklungsstrategie 2030 «next.» in einem partizipativen Prozess Projekte und Massnahmen für einen erfolgreichen Weg in die Zukunft entwickelt. Die Vision von Schaffhausen als eine Schwarm- und Nestregion bildet nun unseren übergeordneten Kompass, aus dem der Regierungsrat Handlungsfelder identifiziert hat, die besonders zentral für die Nutzung des Entwicklungspotenzials der Region sind. Zur Verbesserung der Dynamik der Schwarmregion sollen zum Beispiel Ökosysteme von neuen Technologien aufgebaut und die Innovationsfähigkeit gestärkt werden. Um die Qualität der Nestregion zu erhalten will der Regierungsrat exzellente Standortfaktoren sicherstellen – von der Fachkräfteausbildung über Produktionsflächen bis zu Rahmenbedingungen für Unternehmen – und die soziale Energie nutzen. Zum Beispiel durch ein gutes Grundversorgungsangebot oder die Stärkung des Tourismus als Teil der Lebensqualität der Bevölkerung. So kann Schaffhausen den Pioniergeist fördern, offen und innovativ sein und ein Ort sein, an dem man Wurzeln schlägt und zu Hause sein will. Mit dieser Grundhaltung ist Schaffhausen ein Anziehungspunkt für Firmen und Personen, die sich in der Gesellschaft und im Wirtschaftsleben engagieren wollen.

  • Andreas Bühler leitet Zürioberland

    Andreas Bühler leitet Zürioberland

    Die Standortförderung Zürioberland hat einen neuen Präsidenten: An der 2. Generalversammlung am 6. Juni wurde der Hinwiler Gemeindepräsident Andreas Bühler zum Nachfolger von Ruedi Rüfenacht gewählt, informiert Zürioberland in einer Mitteilung. Rüfenacht gibt sein Amt satzungsgemäss in Folge seines Rücktritts als Stadtpräsident von Wetzikon auf. Der Vorstand von Zürioberland ist überzeugt, „dass Andreas Bühler als erfolgreicher Brückenbauer und Vollblut-Zürioberländer die ideale Besetzung für dieses Amt sei“, heisst es in der Mitteilung.

    Im Anschluss an die Generalversammlung fand das Zürioberland Forum statt. Hier stellte Mikula Gehrig, verantwortlicher Arealentwickler und Geschäftsführer von The Valley in Kemptthal, die Umwandlung des ehemaligen Maggi-Areals in einen Forschungs- und Dienstleistungscampus vor. Dabei betonte Gehrig laut Mitteilung die Wichtigkeit einer langfristigen Vision für ein derartiges Projekt.

    Der Neurowissenschaftler und Psychologe Lutz Jäcke rief die etwa 150 Teilnehmenden am Forum in einer Inspirationsrede dazu auf, einen Perspektivenwechsel zu wagen, um neue Erkenntnisse zu gewinnen. Dominic Käslin, Fachbeirat vom Innovationsnetzwerk Ostschweiz INOS und Professor an der Fachhochschule Graubünden, leitete einen Workshop zum Thema Verhandeln. Hier konnten Verhandlungsstile analysiert, praktische Lösungsansätze diskutiert und Strategien für erfolgreiche Verhandlungen erprobt werden.

  • Bereiche Standortförderung und Arbeitsmarkt

    Bereiche Standortförderung und Arbeitsmarkt

    Staatssekretärin Helene Budliger Artieda hat laut Medienmitteilung des Staatssekretariats für Wirtschaft (SECO) Martin Saladin zum neuen Leiter der Direktion für Standortförderung ernannt. Ausserdem hat sie Martin Godel als neuen Leiter des Leistungsbereichs Arbeitsmarkt und Arbeitslosenversicherung bestätigt. Beide treten ihre neue Stelle am 1. September 2024 an und werden damit Mitglied der Geschäftsleitung des SECO.

    Martin Saladin wird die Nachfolge von Eric Jakob als Leiter der Direktion für Standortförderung antreten. Diese unterstützt unter anderem Schweizer Unternehmen, die sich dem immer globalen Wettbewerb stellen. Saladin verfüge über internationale Erfahrung und kenne die Herausforderungen, mit denen Schweizer Unternehmen auf den internationalen Märkten konfrontiert sind, heisst es in der Mitteilung. Er war die vergangenen fünf Jahre Leiter Operationen Süd/Ost des Leistungsbereichs Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung des SECO, wo er das Projektgeschäft mit einer jährlichen Investitionssumme von 350 Millionen Franken verwaltet.

    Martin Godel wird am 1. September die Nachfolge von Oliver Schärli als Leiter des Leistungsbereichs Arbeitsmarkt und  Arbeitslosenversicherung antreten. Godel ist seit 2014 stellvertretender Leiter der Direktion für Standortförderung und leitet seit 2011 das Ressort KMU-Politik. Er verfügt über umfangreiche Erfahrung mit der Digitalisierung von Dienstleistungen. Seit 2017 ist er verantwortlich für das Serviceportal EasyGov.swiss von Bund, Kantonen und Gemeinden.

  • Stephanie Kiener folgt bei der Limmatstadt AG auf Jasmina Ritz

    Stephanie Kiener folgt bei der Limmatstadt AG auf Jasmina Ritz

    Die Standortförderung Limmatstadt AG bekommt mit Stephanie Kiener eine neue Geschäftsführerin. Laut einer Medienmitteilung wird Kiener im August in der Geschäftsstelle der regionalen Standortförderung Limmatstadt mit Sitz im JED in Schlieren ZH die operative Leitung übernehmen. Damit ist die Nachfolge von Jasmina Ritz bei der Limmatstadt AG entschieden. Ritz begleitet den Übergangsprozess bis Ende Jahr und zieht sich anschliessend aus der operativen Tätigkeit zurück. Ihr Amt als Vizepräsidentin des Verwaltungsrats wird sie weiter ausüben.

    Stephanie Kiener stiess im November 2023 zur Limmatstadt AG. Zuvor hatte sie acht Jahre für die Stadt Baden gearbeitet und dort verschiedene Funktionen im Standortmarketing ausgeübt, unter anderem als Leiterin Tourismus. Sie begleitete aktiv die Loslösung vom städtischen Kompetenzbereich Tourismus in die neue öffentlich-private Partnerschaft TourismusRegion Baden AG, deren stellvertretende Geschäftsführerin sie zuletzt war. Kiener kennt sich im Limmattal bestens aus. Sie ist geborene Schlieremerin.

    „Die Möglichkeit, gemeinsam mit den Akteuren der gesamten Region und dem Verwaltungsrat die regionale Standortförderung zukunftsorientiert zu gestalten, ist für mich eine grosse Motivation“, wird Kiener zitiert. Sie setze darauf, „diesen Weg gemeinsam zu gehen und mit innovativen Ansätzen, frischen Ideen und vereinten Kräften die Region des Aargauer und Zürcher Limmattals weiter zu stärken“.

    „Stephanie Kiener ist unsere Wunschkandidatin. Wir sind nun optimal aufgestellt für den bereits eingeleiteten Transformationsprozess“, wird Verwaltungsratspräsidentin Lara Albanesi zitiert.

    Ein öffentlicher Dialog-Anlass findet am Dienstag, 4. Juni, von 7.30 bis 9 Uhr im Coworking Office LAB in Spreitenbach statt.

  • Impulse für Zürichs Zukunft: Der erste Tag des Standorts

    Impulse für Zürichs Zukunft: Der erste Tag des Standorts

    Der erste «Tag des Standorts» im Kanton Zürich brachte führende Köpfe aus Wirtschaft, Forschung und Politik zusammen, um die Attraktivität und Zukunftsfähigkeit des Standorts zu beleuchten. Im Zentrum standen die Diskussion aktueller Herausforderungen und die Erarbeitung von Strategien zur Stärkung des Wirtschafts- und Innovationsstandorts. Mit Panels und Workshops zu Themen wie Technologie, Fachkräfte, Unternehmertum sowie Mobilität und Nachhaltigkeit wurden wichtige Impulse gesetzt, um Zürichs Position im internationalen Vergleich weiter zu verbessern.

    Eine vorgängige Studie zur Standortattraktivität lieferte die Basis für vertiefte Diskussionen und zeigte die Stärken Zürichs in den Bereichen Bildung, Wirtschaftskraft und Lebensqualität, aber auch die Bereiche mit Verbesserungspotenzial wie Arbeitsmarkt, Innovation und Infrastruktur auf. Hervorgehoben wurden insbesondere die Relevanz von künstlicher Intelligenz für den Technologiestandort und die Notwendigkeit einer stärkeren digitalen Ausrichtung des Gesundheitswesens. Darüber hinaus wurde die Bedeutung der Förderung von Start-Ups und der Integration digitaler Prozesse im Gesundheitswesen hervorgehoben, um sowohl die Attraktivität für Fachkräfte als auch die Effizienz der medizinischen Versorgung zu steigern.

    Der «Tag des Standorts» unterstrich die Dringlichkeit, die heimischen Potenziale zu nutzen und die Rahmenbedingungen für eine digitale und nachhaltige Transformation kontinuierlich zu verbessern. Die Ergebnisse der Workshops und Panels werden nun weiterverfolgt, um konkrete Massnahmen zu entwickeln und umzusetzen. Aufgrund des grossen Interesses und der produktiven Beiträge ist eine Wiederholung der Veranstaltung geplant, um die Fortschritte und neuen Ansätze im kommenden Jahr zu evaluieren.

  • Zug nutzt OECD-Mindeststeuer für Standortförderung

    Zug nutzt OECD-Mindeststeuer für Standortförderung

    In Reaktion auf die bevorstehende Einführung einer globalen Mindeststeuer für grosse internationale Unternehmen ab 2024, welche die Wettbewerbsfähigkeit des Kantons potenziell beeinträchtigen könnte, hat der Kanton Zug Pläne entwickelt, um etwaige Standortnachteile auszugleichen. Die vorgesehenen Massnahmen umfassen die vollständige Reinvestition der erwarteten Mehrerträge von jährlich etwa 200 Millionen Franken in drei prioritäre Bereiche: soziale Infrastrukturen, innovative Projekte und nachhaltige Entwicklungsinitiativen.

    Fokus auf soziale und innovative Projekte
    Die geplanten sozialen Massnahmen zielen darauf ab, das Leben für die Bevölkerung und die lokale Wirtschaft attraktiver zu machen. Dazu gehören Investitionen in ein bedarfsgerechtes Kinderbetreuungsangebot, höhere Beiträge an Privatschulen und Massnahmen zur Verbesserung des Wohn- und Arbeitsumfeldes. Im Bereich der Infrastruktur und Innovation stehen zukunftsorientierte Projekte im Mittelpunkt. Initiativen wie die «Blockchain Zug Joint Research Initiative» und die «ETH Learning Factory Zug» sollen durch Förderung nachhaltiger Energieversorgung und -speicherung die Wettbewerbsfähigkeit und Lebensqualität im Kanton steigern.

    Gesetzliche Rahmenbedingungen und finanzielle Planung
    Um diese Ziele zu erreichen, schlägt der Regierungsrat ein neues «Gesetz über Standortentwicklung» vor, das ein effizientes und flexibles Förderbeitragssystem für Nachhaltigkeit und Innovation einführen soll. Ab 2026 sind jährlich 150 Millionen Franken für Förderbeiträge vorgesehen, wobei die maximale Fördersumme ab 2029 jährlich vom Kantonsrat genehmigt wird. Dieses Vorgehen soll den Unternehmen im Kanton Zug Planungs- und Rechtssicherheit bieten.

    Der Finanzdirektor Heinz Tännler betont, dass die geplanten Massnahmen essenziell sind, um Zug als bevorzugten Wohn- und Wirtschaftsstandort zu erhalten. Die öffentliche Vernehmlassung zum neuen Gesetz läuft bis zum 15. September 2024, und das Gesetz soll am 1. Januar 2026 in Kraft treten. Diese strategischen Entscheidungen verdeutlichen Zugs Engagement, trotz globaler steuerlicher Veränderungen seine führende Position zu bewahren und weiterhin ein attraktiver Standort für Unternehmen und Fachkräfte zu bleiben.

  • IFJ entwickelt mit start.swiss neues Angebot für Gemeinden

    IFJ entwickelt mit start.swiss neues Angebot für Gemeinden

    Das IFJ Institut für Jungunternehmen lanciert mit start.swiss eine neue Dienstleistung. Das  Angebot richtet sich laut einer Mitteilung an Gemeinden, Städte und Wirtschaftsregionen und soll die wirtschaftliche Entwicklung aller Schweizer Regionen verfolgen und die Standortförderung intensivieren. „start.swiss bietet eine einzigartige Begrüssung und Förderung von neuen Unternehmen dank tagesaktueller Daten, einem automatisiert hybriden Prozess und lokalen Aktivitäten. Für eine nachhaltig gewinnbringende Standortentwicklung“, heisst es auf der neuen start-swiss-Internetseite.

    Unter dem Angebot Statistik+ werden Statistiken zu Firmengründungen, Zuzügen, Wegzügen und Löschungen sowie die Aufteilung der Firmengründungen nach Branchen und eine Einsicht in detaillierte Datensätze geboten.

    Das Angebot Welcome+ beinhaltet alles aus Statistik+, einen Versandservice persönlicher Willkommensbriefe an Firmengründungen und -zuzüge sowie eine persönliche Willkommensinternetseite für jede Firmengründung und ‑zuzug und eine individualisiertes Lead-Management regionaler Angebote.

    Bei Activity+ geht es um die Förderung des lokalen Unternehmertums. Das befasst sich mit Anlässen und Angeboten, der regionalen Vernetzung von Menschen und Organisationen für eine nachhaltig gewinnbringende Standortförderung, heisst es auf der Internetseite von start.swiss.

  • Lara Albanesi ist neue VR-Präsidentin der Limmatstadt AG

    Lara Albanesi ist neue VR-Präsidentin der Limmatstadt AG

    Der nach der Generalversammlung am 12. März neu zusammengesetzte Verwaltungsrat der Limmatstadt AG hat sich im Rahmen seiner ersten Sitzung konstituiert. Er hat laut Medienmitteilung Lara Albanesi, Verwaltungsdirektorin des Kurtheaters Baden, zur Präsidentin gewählt. Zusätzlich wurden die Geschäftsführerin Jasmina Ritz als Vize-Präsidentin und Mario Okle, Gemeindepräsident Weiningen und CTO Weytec, als Delegierter des Verwaltungsrats gewählt.

    „Das Limmattal bildet einen attraktiven Lebensraum für Arbeit, Wohnen und Freizeit. Die Bevölkerung schätzt dies und betrachtet die gesamte Region jenseits von kommunalen und kantonalen Grenzen. Diese ganzheitliche Perspektive fördert die Wertschöpfung und stärkt die Vernetzung. Deshalb engagiere ich mich für die Standortförderung Limmatstadt“, wird Albanesi zitiert.

    Der Verwaltungsrat werde in den kommenden Monaten Wege und Möglichkeiten ausloten, um die Grundlagen für den Fortbestand der regionalen Standortförderung über das Jahr 2024 hinaus zu schaffen, heisst es in  der Mitteilung. Dazu werde ein Dialog mit den Gemeinden und der Wirtschaft geführt.

    Der Planungsverband Zürcher Planungsgruppe Limmattal (ZPL) und vier Wirtschaftsverbände aus der Region – Industrie, Dienstleistung, Handel (IDH) Spreitenbach, Industrie- und Handelsverein Dietikon (IHV), KMU- und Gewerbeverband Limmattal und Wirtschaftskammer Schlieren – haben laut der Mitteilung bereits ihr Interesse an einer Fortführung und gemeinsamen Ausgestaltung bekundet.

  • Mellingen engagiert Hofer Kommunalmanagement für Standortförderung

    Mellingen engagiert Hofer Kommunalmanagement für Standortförderung

    Die Gemeinde Mellingen will ihre Standortförderung neu aufstellen und proaktiv angehen. Dafür hat sie die Hofer Kommunalmanagement AG für die Standortförderung engagiert, informiert die Gemeindeverwaltung in einer Mitteilung. Die Beratungsfirma aus Rinken wird Dienstleistungen bei der Ansiedlung neuer Firmen, bei der Wirtschafts- und Wohnortförderung sowie in der Standortkommunikation übernehmen.

    Statistiken zeigten, dass Mellingen mehr Arbeitsplätze brauche, schreibt die Gemeindeverwaltung. Sie will diesen Bedarf über die Neuansiedlung nachhaltiger Unternehmen decken. In der entsprechenden Neuaufstellung der Standortförderung sind dabei neben Altstadt auch die vorgelagerten Quartiere beidseits der Reuss eingeschlossen.

    Die Hofer Kommunalmanagement AG setzt für ihre Dienstleistungen die selbst entwickelte Methode Systemisches Kommunalmanagement ein. Dem jetzt mit der Gemeinde Mellingen unterzeichneten Dienstleistungsvertrag waren ein Seminar des gesamten Gemeinderats und Sitzungen einer vorbereiteten Arbeitsgruppe vorausgegangen.

  • FE Agentur AG übernimmt Geschäftsführung von Work Life Aargau

    FE Agentur AG übernimmt Geschäftsführung von Work Life Aargau

    Der Kanton Aargau will laut einer Medienmitteilung Work Life Aargau (WLA) mit einer Leistungsvereinbarung zwischen Kanton und dem Verein WLA sowie der Übergabe der Geschäftsführung an eine externe Firma einen neuen Impuls geben. Auf den 1. Juli übergibt die kantonale Standortförderung die Geschäftsführung an die FE Agentur AG in Baden.

    Der Kanton Aargau hat Work Life Aargau im Jahr 2019 lanciert, um Unternehmen bei der Gewinnung von Fachkräften zu unterstützen und den Aargau als attraktiven Arbeitsstandort über die Kantonsgrenzen hinaus zu positionieren, heisst es in der Medienmitteilung. Dem Verein gehören rund 60 Aargauer Unternehmen an. Unterstützt wird WLA zudem von der Aargauischen Industrie- und Handelskammer (AIHK) und dem Aargauischen Gewerbeverband (AGV). Während der Entwicklungs- und Aufbauarbeit von WLA war die kantonale Standortförderung federführend und leitete die Geschäftsstelle.

    «Work Life Aargau ist eine wichtige Massnahme des Kantons, um Unternehmen bei der Gewinnung von Fachkräften zu unterstützen», wird Dieter Egli zitiert, Landstatthalter und Vorsteher des Departements Volkswirtschaft und Inneres. Das Engagement der Wirtschaft und von AIHK und AGV bestätigten den Bedarf und den Nutzen von WLA für den Wirtschaftsstandort, so Egli weiter. Der Kanton werde mit dem Verein im Rahmen einer Leistungsvereinbarung weiter zusammenarbeiten. Über einen Zeitraum von 4,5 Jahren werde WLA mit knapp 1 Million Franken vom Kanton unterstützt. Ziel sei, dass Work Life Aargau ab 2029 privatwirtschaftlich finanziert werden kann.

    Das Angebot von WLA habe sich seit 2019 stetig weiterentwickelt. Neben der Online-Plattform wurde das Angebot mit Workshops ergänzt, um Mitgliedsunternehmen auf verschiedenen Ebenen im Fachkräftemarketing zu unterstützen.

  • Limmatstadt AG bereitet sich auf nächste Etappe vor

    Limmatstadt AG bereitet sich auf nächste Etappe vor

    Balz Halter hat wie angekündigt das Präsidium des Verwaltungsrates der Limmatstadt AG niedergelegt. Auch Erika Fries, Peter Rauch und Franziska Schopp traten an der Generalversammlung am 12. März im JED Schlieren zurück. „Wir wollen Platz machen für neue Kräfte“, sagt Halter. Die Aktionäre des regionalen Standortförderers wählten einstimmig Lara Albanesi (Verwaltungsdirektorin des Kurtheaters Baden), den Weininger Gemeindepräsidenten und Weytec-Mitinhaber Mario Okle sowie Jasmina Ritz in den Verwaltungsrat. Sie ergänzen die Bisherigen Josef Bütler und Jörg Krummenacher. Jasmina Ritz kündigte auf Ende 2024 ihren Rücktritt als Limmatstadt-Geschäftsführerin an.

    Der neue Verwaltungsrat wird sich vor allem mit der Finanzierung beschäftigen müssen. Laut Balz Halter betragen die Ausgaben rund 600‘000 Franken, ein Drittel davon für das Personal. Die Gemeinden und die beiden Kantone zahlen 200‘000 Franken, die Wirtschaft 150‘000 Franken. Die Halter AG trage den Rest mit zuletzt 250‘000 Franken. Das werde sein Unternehmen 2024 noch ein letztes Mal tun, sagte der Initiant der Limmatstadt AG.

    Für die künftige Finanzierung sind sowohl die Politik als auch die Wirtschaft gefragt. „Wir brauchen eine regionale Standortförderung“, sagte die Urdorfer Gemeindepräsidentin Sandra Rottensteiner. „Wir müssen die Finanzierung so aufteilen, dass wir die Strukturen der Limmatstadt AG erhalten können.“ Urdorf sei bereit, seinen Beitrag zu verdoppeln.

    Der KMU- und Gewerbeverband Limmattal, die Vereinigung Industrie, Dienstleistungen und Handel Spreitenbach (IDH), die Wirtschaftskammer Schlieren und die Industrie- und Handelsvereinigung Dietikon unterstützen die Weiterentwicklung des regionalen Standortförderers. Es brauche eine gemeinsame Vision, einen Leistungsauftrag und ein finanzielles Commitment der neuen Trägerschaft, schreiben sie in einer parallelen Erklärung. Die Organisation solle Wirtschafts- und Standortförderung betreiben, die Region nach innen vernetzen und nach aussen vertreten.

    Patrick Stäuble, IDH-Präsident und Geschäftsführer des Shoppi Tivoli, betonte die Bedeutung eines kantonsübergreifenden Angebots. „Wir brauchen eine Institution, die über Grenzen schaut. Dann ist die Wirtschaft bereit, Geld zu geben“, sagte er auf dem Podium.

    Die Mitglieder des Verwaltungsrates sind zuversichtlich. „Ich habe noch kein Rezept, aber das Vertrauen, dass es weitergeht“, sagte der neugewählte Mario Okle. Josef Bütler, einer der beiden Bisherigen und früher Gemeindeammann von Spreitenbach: „Ich bin überzeugt, 2025 wird es uns noch geben.“

  • Arbon als Vorreiter in der Standortförderung

    Arbon als Vorreiter in der Standortförderung

    Die «Initiative Zukunft Arbon» hat kürzlich ihr erstes grosses Netzwerktreffen veranstaltet, ein Zusammentreffen von Innovatoren und Entscheidungsträgern, das den Reichtum und das Potenzial der Region in den Fokus rückte. Gastgeber Daniel Camen von der Insel auf Rädern GmbH schuf eine inspirierende Atmosphäre für den Austausch von Ideen und Visionen. Stadtpräsident René Walther und SECO-Botschafter Dr. Eric Jakob unterstrichen die Bedeutung der regionalen Vernetzung und des einzigartigen Wirtschaftspotenzials Arbons.

    Samuel Struhs, Projektleiter der Initiative, hob die Bedeutung des kollektiven Engagements hervor. Die Initiative, so Struhs, lebt durch die aktive Beteiligung und das Engagement ihrer Mitglieder, die das Netzwerk der Zukunft gestalten. Ein gemütlicher Abend mit Marroni und Glühwein bot den perfekten Rahmen für regen Austausch und das Knüpfen neuer Kontakte.

    Andy Suter von der A.Vogel AG stellte den Phyto Valley vor, ein Beispiel für erfolgreiche Zusammenarbeit in der Naturmedizin, das die Bodenseeregion und den Thurgau international sichtbar macht. Dieser Cluster veranschaulicht die Stärke gemeinsamer Anstrengungen und die globale Bedeutung lokaler Innovationen.

    Die «Initiative Zukunft Arbon» steht für eine dynamische Gemeinschaft, die durch Diversität und den gemeinsamen Willen zur Gestaltung einer prosperierenden Zukunft geprägt ist. Die Veranstaltung bestätigte den eingeschlagenen Weg und motivierte die Beteiligten, die regionalen Entwicklungsprozesse aktiv weiterzuführen und zu unterstützen.

  • Räte einigen sich auf 646 Millionen Franken für Standortförderung

    Räte einigen sich auf 646 Millionen Franken für Standortförderung

    In den Jahren 2024 bis 2027 sollen insgesamt rund 646 Millionen Franken in die Förderung des Standorts fliessen. Darauf haben sich die beiden Räte geeinigt, informieren die Parlamentsdienste in einer Mitteilung. Konkret zog der Ständerat sein Votum für eine Erhöhung der Mittel für die Tourismusförderung und die Einlage in den Fonds für Regionalentwicklung zurück. Beide Bereiche sollen für die kommenden Jahre Mittel in gleicher Höhe wie für die auslaufende Periode erhalten.

    Die Ziele der Standortförderung in den Jahren 2024 bis 2027 hatte der Bundesrat bereits im Januar aufgestellt. Danach sollen die Rahmenbedingungen für KMU verbessert, die Regionen gestärkt und die Chancen der Digitalisierung genutzt werden. Des Weiteren soll die Standortförderung zur nachhaltigen Entwicklung beitragen und die Attraktivität von Wirtschaft und Tourismus stärken.

    Beim Schweizer Tourismus-Verband (STV) nimmt man die Einigung der Räte mit gemischten Gefühlen auf. Einerseits zeigten sich die Akteure des Tourismussektors erleichtert, „dass die Vorschläge des Bundesrates bezüglich der finanziellen Mittel für die touristischen Förderinstrumente gehalten werden konnten“, heisst es in einer entsprechenden Mitteilung des STV. Andererseits wird befürchtet, dass insbesondere geplantes Engagement für Nachhaltigkeit und Digitalisierung dem Rotstift zum Opfer fallen werde. Aufgrund einer hohen Inflation in einigen Quellmärkten bedeute die unveränderte Mittelhöhe zudem „faktisch eine substanzielle Kürzung bei den Mitteln für das Auslandmarketing“, schreibt der Verband.