Schlagwort: Wohneigentum

  • Eigenmietwert erst 2029

    Eigenmietwert erst 2029

    Im Herbst 2025 stimmte die Schweizer Bevölkerung der Abschaffung des Eigenmietwerts deutlich zu. Das fiktive Mieteinkommen, das Hauseigentümer seit Jahrzehnten als steuerbares Einkommen deklarieren müssen, obwohl kein Franken fliesst, hat damit politisch ausgedient. Doch der Bundesrat brauchte bis Ende März 2026, um das Inkrafttreten zu terminieren und landete bei 2029.

    Bergkantone bremsen
    Bundesrätin und Finanzministerin Karin Keller-Sutter hatte nach der Abstimmung noch 2028 als frühestmögliches Datum genannt. Die Bergkantone, darunter das Wallis, drängten auf 2030. Sie brauchen Zeit, eine neue Steuer auf Zweitwohnungen einzuführen, die ihre Steuerausfälle kompensieren soll. Das Jahr 2029 ist das Ergebnis dieses Kräftemessens.

    70 Millionen Franken Loch
    Allein der Kanton Wallis rechnet mit Steuerausfällen von über 70 Millionen Franken durch die Reform. Die neue Liegenschaftssteuer für Zweitwohnungen soll diese Lücke schliessen. Doch die Umsetzung ist komplex. Katasterwerte sind veraltet, die Definition von Zweitwohnungen mit privatem Eigengebrauch ist ungeklärt. Die Frage, ob Gemeinden oder Kanton die neue Steuer erheben, ist noch offen.

    Hauseigentümer zeigen sich empört
    Der Walliser Hauseigentümerverband hatte sich im Abstimmungskampf stark für die Abschaffung engagiert. Verbandsdirektor Reinhard Meichtry kommentierte den Bundesratsentscheid mit den Worten, er habe zunächst an einen Aprilscherz geglaubt, die Entscheidung sei «absolut inakzeptabel». Meichtry kündigte an, beim Bundesrat eine Rückweisung zu beantragen, und zweifelt zudem an der Seriosität der kommunizierten Steuerausfallzahlen.

    Was jetzt gilt
    Bis Ende 2028 läuft das heutige System unverändert. Eigentümer deklarieren weiter den Eigenmietwert und können Hypothekarzinsen sowie Unterhaltskosten abziehen. Wer grosse Sanierungen oder Hypothekaranpassungen plant, sollte diese Übergangsphase strategisch nutzen, denn mit dem Systemwechsel 2029 entfallen die meisten dieser Abzugsmöglichkeiten.

  • Zürich führt Härtefallklausel beim Eigenmietwert wieder ein

    Zürich führt Härtefallklausel beim Eigenmietwert wieder ein

    Mit 136 zu 29 Stimmen nahm der Kantonsrat die Wiedereinführung der Härtefallregelung in zweiter Lesung an. Ziel ist es, Situationen zu verhindern, in denen Wohneigentümer aufgrund steigender Eigenmietwerte und Steuerlast ihr Haus veräussern müssten. Auslöser war ein Bundesgerichtsurteil, das die bisherige Rechtsgrundlage aufgehoben hatte.

    Finanzdirektor Ernst Stocker hatte daraufhin die alte Klausel gestrichen, beantragte aber eine neue Übergangsregelung, bis der Eigenmietwert ganz entfällt. Nach dem Volksentscheid vom September zur Abschaffung des Eigenmietwerts wird die Regelung nur noch wenige Jahre Bestand haben.

    Politische Kontroverse
    Während breite Zustimmung bestand, lehnten Grüne, AL und EVP das Modell ab. Sie bemängelten, dass Steuererleichterungen im Erbfall nicht zurückgezahlt werden müssen und sahen darin eine Ungleichbehandlung gegenüber Mieterinnen und Mietern. Der entsprechende Rückzahlungsantrag scheiterte jedoch deutlich.

    Der Regierungsrat muss noch über Stockers Übergangsregelung entscheiden. Beide Massnahmen, Härtefallklausel und Übergangsregelung, gelten nur bis zur voraussichtlichen Abschaffung des Eigenmietwerts in den Jahren 2027 oder 2028. Damit setzt Zürich ein klares Signal für sozialverträgliche Eigentumspolitik in der Übergangsphase zur Steuerreform.

  • HEV-Immobilienumfrage 2025

    HEV-Immobilienumfrage 2025

    Gemäss der Befragung von 432 Immobilienfachleuten steigt das Interesse an Eigentum in nahezu allen Marktsegmenten. Besonders Einfamilienhäuser verzeichnen eine Zunahme der Nachfrage, die bereits über dem Niveau von 2024 liegt. Auch Eigentumswohnungen und Mehrfamilienhäuser bleiben gefragt, während die Zahl der verfügbaren Objekte abnimmt.

    Das Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage führt zu einer relativen Knappheit, die sich regional unterschiedlich stark auswirkt. Am deutlichsten in bevölkerungsreichen Mittellandkantonen und Wachstumsregionen.

    Bauland und Neubau als Engpässe
    Die hohe Nachfrage nach Bauland verdeutlicht, wie stark der Druck auf künftige Bautätigkeit wächst. Über die Hälfte der Befragten meldet steigendes Interesse an Grundstücken, doch in den meisten Regionen fehlt ausreichendes Bauland in planungsreifer Form.

    Zugleich bleibt die Bautätigkeit zu schwach, um den Bedarf auch nur annähernd zu decken. Hohe Baukosten, langwierige Bewilligungsverfahren und fehlende Flächen dämpfen die Dynamik. Damit verschärft sich die Angebotsknappheit strukturell. Ein Phänomen, das sich bereits seit Jahren abzeichnet.

    Preisdruck setzt sich fort
    Drei Viertel der Befragten erwarten weiter steigende Preise für Wohneigentum im kommenden Jahr. Die Kombination aus niedriger Neubautätigkeit, anhaltend hoher Nachfrage und politisch-regulatorischen Hürden schafft ein Umfeld, in dem Preisanpassungen zur Normalität werden. Für viele Käuferhaushalte wird Eigenheimbesitz zunehmend zur Rechenaufgabe, zumal die Zinsentwicklung die Finanzierung zusätzlich belastet.

    Strukturelle Belastungsprobe für den Mittelstand
    Der eingeschränkte Zugang zu Wohneigentum wirkt langfristig auf die soziale Struktur. Eigentumsbildung war in der Schweiz über Jahrzehnte eine zentrale Säule für Vermögensaufbau und Altersvorsorge. Wenn dieser Zugang systematisch erschwert wird, verschieben sich die finanziellen Perspektiven breiter Bevölkerungsschichten, mit potenziellen Auswirkungen auf Konsumverhalten, Standortwahl und Familienplanung.

    Politische und planerische Hebel
    Der HEV Schweiz fordert daher klare politische Schritte, um die strukturelle Verzögerung zu durchbrechen. Einfachere Bewilligungsverfahren, kürzere Planungsfristen, weniger Bürokratie und effektive Massnahmen gegen missbräuchliche Einsprachen. Nur wenn der regulatorische Rahmen verlässlich und investitionsfreundlich gestaltet wird, kann neues Wohnangebot entstehen.

    Ein Markt am Wendepunkt
    Die Umfrage macht deutlich, dass der Immobilienmarkt 2025 an einem entscheidenden Punkt steht. Während die Nachfrage robust bleibt und das Vertrauen in Wohneigentum ungebrochen ist, gefährdet die strukturelle Knappheit die Balance des Systems. Ohne Korrektur droht eine Verfestigung der Preisspirale, mit Folgen für ganze Generationen von Kaufinteressenten.

    Die kommenden Jahre werden zeigen, ob Politik, Planung und Marktakteure die Trendwende schaffen oder ob der Engpass zum neuen Normalzustand des Schweizer Immobilienmarkts wird.

  • Eigentum fördern statt verhindern

    Eigentum fördern statt verhindern

    Die Schweiz ist und bleibt das Land der Mieterinnen und Mieter. Der Traum vom Eigenheim rückt für viele immer weiter in die Ferne. Steigende Preise, höhere Zinsen und striktere Hypothekarvorschriften haben das Eigenheim für breite Bevölkerungsschichten unerreichbar gemacht. Gerade junge Familien oder Menschen mit mittleren Einkommen scheitern zunehmend an den Hürden des Systems. Dabei ist Wohneigentum weit mehr als ein Statussymbol. Es ist eine Form der Altersvorsorge, ein Beitrag zur Eigenverantwortung und Stabilität in einer zunehmend unsicheren Zeit. Wer in den eigenen vier Wänden lebt, spart langfristig Kosten und entlastet das Rentensystem. 

    Die Abschaffung des Eigenmietwerts ist deshalb kein Dammbruch, sondern ein notwendiger Türöffner. Sie beendet eine Ungerechtigkeit, bei der fiktive Einkommen besteuert werden, die real gar nicht existieren. Die Kritik, dadurch würden «Steuerschlupflöcher» entstehen, greift zu kurz. Entscheidend ist, dass die Reform mit klaren und fairen Regeln umgesetzt wird. 

    Wird die Schweiz damit zum Land der privilegierten Eigentümer? Nein, im Gegenteil. Erst durch eine Entlastung beim Eigenmietwert schaffen wir die Voraussetzungen, dass mehr Menschen den Schritt ins Eigentum überhaupt schaffen können. Das Ziel muss sein: Eigentum für viele statt Privilegien für wenige. 

    Unterstützung ja, Verstaatlichung nein
    Das primäre Ziel einer sinnvollen Wohnpolitik muss die Schaffung von geeignetem und bezahlbarem Wohnraum sein. Doch der Staat kann das nicht allein leisten. Öffentliche Bauträgerschaften sind oft schwerfällig, unflexibel und teuer. In Städten wie Zürich zeigt sich, dass eine zunehmende Verstaatlichung des Wohnungsmarktes zu Engpässen und zu einer künstlichen Verknappung führt. 

    Es braucht die privaten Bauherrschaften, die schnell und effizient auf die Bedürfnisse der Bevölkerung reagieren können. Die Aufgabe des Staates liegt nicht im Bauen selbst, sondern in der Schaffung der richtigen Rahmenbedingungen: schnellere Bewilligungsverfahren, flexible Umnutzungen und eine Planung, die Innovation zulässt statt verhindert. 

    Ein modernes Instrument wäre der Systemwechsel bei der staatlichen Wohnbauförderung. Weg von Subventionen an Gebäude, hin zu Wohnungsgutscheinen für Menschen, die tatsächlich Unterstützung benötigen. So kann Hilfe gezielt dort ankommen, wo sie gebraucht wird, ohne den Markt zu verzerren. 

    Wie viel Staat braucht die Immobilienwelt noch und wie viel Markt verträgt sie? Die Antwort ist einfach: Der Staat soll Rahmen setzen, aber nicht Mauern ziehen. Er soll Anreize schaffen, nicht blockieren. 

    Blick nach vorn
    Die Abschaffung des Eigenmietwerts ist kein isolierter Schritt, sondern Teil einer grösseren Entwicklung: hin zu mehr Eigenverantwortung, zu fairen Chancen für Mieter, die Eigentum anstreben, und zu einem funktionierenden Wohnungsmarkt, der auf Vertrauen und Innovation basiert, nicht auf Bürokratie. 

    Ob daraus der erste Dominostein für weitere steuerliche Entlastungen wird, hängt vom politischen Willen ab. Sicher ist aber: Wer die Menschen in den eigenen vier Wänden stärken will, stärkt das Fundament unseres Landes. 

  • Eigenmietwert adieu

    Eigenmietwert adieu

    Die Annahme der Vorlage zur kantonalen Liegenschaftssteuer für Zweitwohnungen markiert das Ende des Eigenmietwerts. Der Wechsel greift aber frühestens in zwei bis drei Jahren und wird den Alltag vieler Betroffener grundlegend verändern. Nicht nur Besitzer von selbstgenutzten und vermieteten Immobilien merken die Auswirkungen, sondern auch Haushalte mit Schulden ohne Immobilienbesitz.

    Vereinfachungen und Ausnahmen
    Mit dem Wegfall des Eigenmietwerts werden auch die Unterhaltskosten und Schuldzinsen nicht mehr steuerlich abziehbar. Um den Erwerb von Wohneigentum dennoch zu erleichtern, gelten für die ersten zehn Jahre nach dem Kauf Sonderregeln. Schuldzinsen bis zu CHF 10’000 bei Ehepaaren und CHF 5’000 bei Alleinstehenden sind noch abziehbar, der verbleibende Maximalbetrag sinkt pro Jahr um zehn Prozent.

    Die Steuerdeklaration wird einfacher, die Steuerlast für viele Eigenheimbesitzer sinkt im aktuellen Zinsumfeld. Werterhaltende und wertvermehrende Kosten sollten sauber dokumentiert werden, da sie künftig nur noch bei der Grundstückgewinnsteuer, also beim Verkauf, geltend gemacht werden können.

    Mehr Einschränkungen beim Schuldzinsabzug
    Eigentümerinnen und Eigentümer von Renditeobjekten trifft die Reform besonders. Schuldzinsen können neu nur noch anteilsmässig gemäss dem Wert der Immobilie zum Gesamtvermögen abgezogen werden. Das erhöht die Steuerbelastung und schränkt die bisherigen Vorteile deutlich ein.

    Steuerpflichtige ohne Liegenschaften
    Auch Haushalte ohne Immobilien sind betroffen. Private Schuldzinsen, zum Beispiel für Darlehen oder Kleinkredite, dürfen künftig nicht mehr steuermindernd verrechnet werden. Das stellt die bisherige Praxis auf den Kopf und kann zu höheren Steuerzahlungen führen.

    Unsicherheiten und kantonale Kompetenz
    Die Kantone erhalten die Möglichkeit, eine besondere Liegenschaftssteuer auf Zweitwohnungen zu erheben. Besonders für tourismusstarke Regionen ist dies ein heikles Thema, da neue Steuern die Attraktivität des Marktes beeinflussen können. Wie die konkreten Bemessungsgrundlagen aussehen und welche Kantone die neuen Möglichkeiten nutzen, bleibt offen.

    Bis 2050 können die Kantone weiterhin temporäre Abzüge für energetische Sanierungen und Umweltschutzmassnahmen erlauben. Welche Kantone dies anbieten, ist aktuell noch nicht bekannt.

    Strategien für Hypotheken und Investitionen
    Die Reform beeinflusst nicht nur die Steuerquote, sondern auch die persönliche Finanzstrategie. Die Frage, wie hoch Hypotheken künftig angesetzt werden und ob Amortisationen sinnvoll sind, gewinnt an Bedeutung. Wer Kapital für eine Amortisation nutzt, bindet es in der Immobilie und verliert Liquidität für andere Zwecke wie Altersvorsorge oder neue Investitionen. Die Entscheidung über die optimale Finanzierung verlangt deshalb eine individuelle Betrachtung.

    Auswirkungen auf den Immobilienmarkt
    Ob die Reform die Preise beeinflusst, hängt vor allem von der Situation neuer Käufer ab, die mehrheitlich hoch belehnt sind. Laut Statistik der SNB sind 40 Prozent der neu gekauften Eigenheime mit über 74 Prozent des Werts finanziert. Gerade ältere Immobilien verlieren durch die eingeschränkten Abzugsmöglichkeiten weiter an steuerlichen Vorteilen. Neue Eigentumswohnungen im Kanton Zürich sind durchschnittlich 20 Jahre alt, Einfamilienhäuser sogar rund 50 Jahre. Die grundsätzlichen Herausforderungen, hohe Preise und knappe Mittel beim Erwerb, bleiben durch die Reform ungelöst.

    Die Abschaffung des Eigenmietwerts fördert den Preisunterschied zwischen Neubauten und älteren Immobilien. Zweitliegenschaften werden durch die neue Liegenschaftssteuer vermutlich weniger attraktiv, dennoch erwarten Experten keine Preisrückgänge bei Ferienwohnungen, zu gross ist die Angebotsknappheit.

    Die Preise für Schweizer Eigenheime könnten dieses Jahr und im kommenden Jahr um jeweils 4 Prozent steigen, im Kanton Zürich sogar um 4,5 Prozent. Sanierung und Werterhalt alter Gebäude werden wichtiger denn je, nicht jede Investition zahlt sich jedoch aus. Hauseigentümer müssen ein scharfes Auge auf die langfristige Strategie richten: Lohnt die Sanierung oder steht ein Ersatzneubau bevor?

    Reform als Gemeinschaftsprojekt
    Die Neuerungen beruhen auf einer engen Verknüpfung von Gesetzes- und Verfassungsänderung. Die Abschaffung des Eigenmietwerts tritt nur in Kraft, wenn die Volksabstimmung über die neue Liegenschaftssteuer auf Zweitwohnungen erfolgreich ist. Das Parlament diskutierte über Monate intensiv über Reichweite und Ausgestaltung. Besonders in Tourismuskantonen ist die Skepsis gross, ob Mindereinnahmen durch neue Steuern ausgeglichen werden können. Die Gesetze treten gemeinsam in Kraft, eine Reform mit vielen Facetten.

    Steuerliche und finanzielle Auswirkungen im Überblick
    Das Hypothekarzinsniveau entscheidet, ob Eigentümer profitieren. Bei tiefen Zinsen sinkt die Steuerlast für die Mehrheit. Bei hohen Zinsen steigen die Steuern, weil Schuldzinsen kaum mehr abgezogen werden können. Für die öffentliche Hand könnte die Reform Mindereinnahmen von 1,8 Milliarden Franken verursachen. Ab 3 Prozent Hypothekarzins sind gesamtstaatlich hingegen Mehreinnahmen möglich. Die tatsächlichen Auswirkungen bleiben wegen verschiedener Unsicherheiten vorerst offen.

  • Babyboomer werden keine Verkaufswelle beim Wohneigentum auslösen

    Babyboomer werden keine Verkaufswelle beim Wohneigentum auslösen

    Hoffnungen auf niedrigere Preise auf dem Markt für Wohneigentum durch den sogenannten Silver Tsunami der massenhaft ins Pensionsalter eintretenden Babyboomer werden sich nicht erfüllen. Zu diesem Ergebnis kommt die Immobilienstudie von Raiffeisen für das dritte Quartal 2025. Demnach wird die massive demografische Verschiebung, die durch den Ruhestand der zwischen 1955 und 1969 geborenen Babyboomer-Generation ausgelöst wird, nicht zu einem grösseren Angebot von Wohneigentum und in der Folge zu sinkenden Preisen führen.

    Der Hauptgrund dafür ist ihre äusserst geringe Wohnmobilität: Die Umzugsquote von Wohneigentümerinnen und -eigentümern im Rentenalter beträgt sowohl im Stockwerkeigentum als auch im Einfamilienhaus gerade einmal rund 1,5 Prozent. Dagegen ist die Umzugsquote von Pensionierten, die in Mietwohnungen leben, mit 4,1 Prozent fast dreimal so hoch.

    „Der ab 2023 beobachtete Anstieg der Leerstände im Wohneigentum ist kein Vorbote, dass die demografische Alterung zu einem strukturell höheren Leerstand beim Eigentum führt“, legt Raiffeisens Chefökonom Fredy Hasenmaile in einer Medienmitteilung dar. „Er ist in erster Linie durch die zwischenzeitlich höheren Zinsen und den damit vorübergehend wegfallenden Wohnkostenvorteil im Eigentum zu erklären.“

    Faktoren wie die grosse Angebotsknappheit, die tiefen Zinsen und die Zuwanderung haben laut Raiffeisen die Preisentwicklung bisher viel stärker geprägt als die Alterung der Gesellschaft. Auch auf dem Mietwohnungsmarkt übersteige die Nachfrage bei weitem das Angebot. Trotz der regen öffentlichen Debatte sei der Wohnungsbau nicht in Gang gekommen. Dementsprechend, so Hasenmaile, müsse „auch künftig mit einem spürbaren Anstieg der Angebotsmieten und rückläufigen Leerständen gerechnet werden“.

  • Zürcher Eigenheimpreise bleiben im Aufwärtstrend

    Zürcher Eigenheimpreise bleiben im Aufwärtstrend

    Günstige Finanzierungskosten treiben die Nachfrage nach Wohneigentum im Kanton Zürich weiter an, informiert die Zürcher Kantonalbank in einer Mitteilung. Ihren Erhebungen für das ZHK Immobilienbarometer im 2. Quartal 2025 zufolge lagen die Preise für Eigenheime im Kanton Zürich im Berichtsquartal um 4 Prozent über denen des Vorjahresquartals. Die Preise in den Zürcher Agglomerationsgemeinden und der Stadt Winterthur (Region Regio) zogen gleichzeitig mit 4,3 Prozent noch stärker an. Die Fachleute der ZKB rechnen damit, dass der Trend zu steigenden Preisen aufgrund des anhaltenden Nachfrageüberhangs in den nächsten beiden Jahren anhalten wird.

    Bei den Angebotsmieten haben die Fachleute der Kantonalbank im ersten Halbjahr 2025 „Anzeichen einer Entspannung“ ausgemacht. Nach Wachstumsraten von teils über 10 Prozent in den letzten beiden Jahren beobachten sie aktuell einen Anstieg von unter 4 Prozent. Allerdings reicht die momentane Bautätigkeit auch bei rückläufigem Bevölkerungswachstum nicht aus, um den Nachfrageüberhang abzubauen.

    Mieter im Kanton Zürich könnten jedoch im schweizweiten Vergleich überdurchschnittlich stark von der letzten Senkung des Leitzinses im Juni profitieren. Nach einem Rückgang des von ihm abhängenden Referenzzinssatz auf 1,5 Prozent im März erwarten die Fachleute der ZKB eine weitere Absenkung auf 1,25 Prozent bis Ende Jahr. Damit könnten rund 70 Prozent der Miethaushalte im Kanton Zürich eine Mietzinssenkung verlangen. Schweizweit gilt dies für 46 Prozent der Miethaushalte.

  • Preise für Wohneigentum steigen weiter an

    Preise für Wohneigentum steigen weiter an

    Laut Erhebungen von Moneypark und Pricehubble verteuerten sich Einfamilienhäuser im landesweiten Durchschnitt um 3,4 Prozent, Eigentumswohnungen um 2,4 Prozent. Im Jahresvergleich entspricht dies einem Plus von 7,4 Prozent bei Häusern und 4,2 Prozent bei Wohnungen. Regional zeigt sich ein differenziertes Bild. In der Westschweiz legten die Hauspreise um 3,6 Prozent zu, in der Deutschschweiz um 3,2 Prozent. Eigentumswohnungen verteuerten sich in beiden Landesteilen ähnlich, mit einem leichten Vorsprung der Westschweiz im Jahresvergleich.

    Hypotheken mit mittleren Laufzeiten im Trend
    Bei der Finanzierung bevorzugen Käufer zunehmend mittelfristige Hypotheken mit Laufzeiten von fünf bis neun Jahren. Gleichzeitig gewinnen Saron-Hypotheken an Beliebtheit. Insbesondere in der Deutschschweiz, wo ihr Anteil bei Neuabschlüssen 19 Prozent erreicht. In der Romandie liegt dieser Wert bei 7 Prozent. Für Ersthypotheken liegt der Saron-Anteil bei rund 10 Prozent, für Zweithypotheken bei über 20 Prozent. Diese Finanzierungslösung bietet Käufern Flexibilität und erlaubt es, vom aktuell tiefen Leitzins zu profitieren.

    Banken weiten Marktanteile aus
    Die steigende Nachfrage nach Saron-Hypotheken wirkt sich auch auf die Marktverteilung aus. Banken konnten ihren Anteil auf 67 Prozent erhöhen, ein Zuwachs von 12 Prozentpunkten im Vergleich zum Vorjahreshalbjahr. Versicherungen verlieren dagegen deutlich an Gewicht, ihr Marktanteil sank auf 19 Prozent. Pensionskassen legten zu und halten nun 14 Prozent Marktanteil, profitieren jedoch nicht vom Geschäft mit Saron-Hypotheken, das ausschliesslich Banken anbieten.

    Ausblick
    Mit anhaltend hoher Nachfrage, begrenztem Angebot und einer wachsenden Präferenz für flexible Finanzierungsmodelle dürfte der Preisauftrieb bei Wohneigentum in den kommenden Quartalen anhalten. Gleichzeitig wird die Zinsentwicklung entscheidend dafür sein, ob Saron-Hypotheken ihren Aufwärtstrend fortsetzen können.

  • Eine entscheidende Abstimmung für die Schweiz

    Eine entscheidende Abstimmung für die Schweiz

    Am 28. September 2025 stimmt das Schweizer Volk über die Abschaffung des Eigenmietwerts ab. Der Eigenmietwert ist ein fiktives Einkommen, das Eigentümer von selbstbewohnten Immobilien in ihrer Steuererklärung angeben müssen. Dieser Wert entspricht etwa 60 bis 70 Prozent der Miete, die für die Immobilie erzielt werden könnte. Die Abschaffung des Eigenmietwerts ist mit der Einführung einer neuen Objektsteuer auf Zweitliegenschaften verknüpft, um mögliche Steuerausfälle für die Kantone zu kompensieren.

    Verknüpfte Entscheidungen und kantonale Unterschiede
    Die Abstimmung über die Abschaffung des Eigenmietwerts ist eng mit der Einführung einer kantonalen Objektsteuer auf Zweitliegenschaften verbunden. Diese Steuer unterliegt dem obligatorischen Referendum, was bedeutet, dass der Eigenmietwert nur abgeschafft wird, wenn Volk und Stände die neue Steuer annehmen. Die Stimmresultate könnten stark zwischen den Kantonen variieren, da die Auswirkungen je nach Kanton sehr unterschiedlich sind.

    Der Zentralvorstand des Schweizerischen Baumeisterverbands hat die Stimmfreigabe erteilt, da sich die pro- und contra-Argumente aus landesweiter Perspektive das Gleichgewicht halten. Knapp 1.4 Millionen Haushalte in der Schweiz wären von der Abschaffung betroffen, was etwa einem Drittel aller Haushalte entspricht. Der Rückgang der Steuereinnahmen wird auf 1.7 Milliarden Franken pro Jahr geschätzt1.

    Auswirkungen auf Sanierungen und Steuerabzüge
    Die Abschaffung des Eigenmietwerts würde auch bedeuten, dass Abzüge für Unterhaltskosten wie energetische Sanierungen bei selbstgenutztem Wohneigentum auf Bundesebene entfallen. Allerdings bleiben auf kantonaler Ebene Abzugsmöglichkeiten für Rückbaukosten bei Ersatzneubauten, Ausgaben für Denkmalpflege und Energiesparmassnahmen weiterhin zulässig. Es bleibt ungewiss, inwiefern die fehlende Abzugsfähigkeit tatsächlich zu einem Rückgang der Sanierungen führen wird, da die Steuerlast für Liegenschaftsbesitzer dank dem Wegfall des Eigenmietwerts ebenfalls sinken würde.

    Die Objektsteuer auf Zweitliegenschaften
    Die Einführung der Objektsteuer auf Zweitliegenschaften soll den Kantonen helfen, etwaige Steuerausfälle zu kompensieren. Jeder Kanton kann selbst entscheiden, ob er diese Steuer tatsächlich einführt und in welcher Höhe. Die Abschaffung des Eigenmietwerts wird seit Jahrzehnten politisch diskutiert und hat bisher jeden Angriff überstanden. 2017 hat das Parlament einen neuen Anlauf genommen, den Eigenmietwert abzuschaffen4.

    Ein heisser Abstimmungskampf
    Die Abstimmung über die Abschaffung des Eigenmietwerts und die Einführung der Objektsteuer auf Zweitliegenschaften wird voraussichtlich zu einem heissen Abstimmungskampf führen. Die Vorlage ist gekoppelt an das Bundesgesetz über den Systemwechsel bei der Wohneigentumsbesteuerung. Nur wenn die Verfassungsänderung in der Volksabstimmung von Volk und Ständen angenommen wird, kann die Vorlage für den Systemwechsel bei der Wohneigentumsbesteuerung und damit die Abschaffung der Eigenmietwertbesteuerung in Kraft gesetzt werden.

    Der Hauseigentümerverband Schweiz hat bereits die Ja-Parole zur Abstimmungsvorlage beschlossen. Die Abschaffung der Eigenmietwertsteuer wird als überfällig betrachtet. Das Komitee „Eigenmietwert-Nein“ empfiehlt ebenfalls ein Ja zur Vorlage, um die Eigenmietwertbesteuerung abzuschaffen.

  • Eigentumswohnungen verteuern sich stärker als Einfamilienhäuser

    Eigentumswohnungen verteuern sich stärker als Einfamilienhäuser

    Wohneigentum liege weiter im Trend, leitet ImmoScout24 eine Mitteilung zum aktuellen ImmoScout24-Kaufindex ein. Er wird monatlich von dem zur SMG Swiss Marketplace GroupAG gehörenden Marktplatz für Immobilien in Zusammenarbeit mit dem auf Immobilien spezialisierten Beratungsunternehmen IAZI erhoben. Der aktuelle Kaufindex zeigt für den Mai einen Anstieg der Preise gegenüber April sowohl bei Eigentumswohnungen als auch bei Einfamilienhäusern.

    Dabei zogen die Preise für Eigentumswohnungen mit 0,8 Prozent schweizweit deutlich stärker als die Preise von Einfamilienhäusern (0,3 Prozent) an. Innerhalb der einzelnen Regionen haben die Fachleute allerdings deutliche Unterschiede ausgemacht. «Besonders gross ist die Auswahl aktuell in der Genferseeregion», wird Martin Waeber, Managing Director Real Estate der SMG Swiss Marketplace Group, in der Mitteilung zitiert. «Am knappsten ist das Angebot hingegen in der Grossregion Zürich, eines der drei bevölkerungsreichsten Gebiete der Schweiz.»

    In der Grossregion Zürich haben denn auch die Preise für Einfamilienhäuser mit 3,9 Prozent im Monatsvergleich besonders stark zugelegt. Am anderen Ende der Skala steht die Ostschweiz. Hier gingen die Preise gegenüber April um 2,1 Prozent zurück. Bei Eigentumswohnungen steht die Ostschweiz hingegen mit einem Plus von 2,7 Prozent an der Spitze. Schlusslicht ist hier das Mittelland mit einem Minus von 0,7 Prozent.

    ImmoScout24 ist ein Geschäftsbereich der SMG Swiss Marketplace Group AG. In dieser sind die digitalen Marktplätze von TX GroupRingier und Mobiliar vereint.

  • Preise für Wohneigentum ziehen an

    Preise für Wohneigentum ziehen an

    Wer im ersten Quartal 2025 Wohneigentum erworben hat, musste dabei schweizweit etwa 0,7 Prozent mehr bezahlen als im Vorquartal, informiert das Bundesamt für Statistik (BFS) in einer Mitteilung zum aktuellen Schweizerischen Wohnimmobilienpreisindex. Im Jahresvergleich haben die Fachleute des BFS einen Anstieg der Preise für Wohneigentum um 4,1 Prozent beobachtet. Der Schweizerische Wohnimmobilienpreisindex wird vierteljährlich vom BFS erstellt.

    Im Berichtsquartal legten die Preise für Einfamilienhäuser mit einem durchschnittlichen Plus von 1,5 Prozent gegenüber dem Vorquartal vergleichsweise stark zu. Die Preise für Eigentumswohnungen zogen im selben Zeitraum schweizweit nur um 0,1 Prozent an. Im Jahresvergleich fielen die Preise für Einfamilienhäuser schweizweit um 3,6 Prozent, die für Eigentumswohnungen um 4,6 Prozent höher aus.

    Nach Gemeindetyp betrachtet fiel der Preisanstieg bei den Einfamilienhäusern in den intermediären Gemeinden mit 3,4 Prozent am stärksten aus. In den städtischen Gemeinden grosser Agglomerationen haben die Fachleute hingegen einen Rückgang der Preise für Einfamilienhäuser um 0,4 Prozent registriert. Bei den Eigentumswohnungen wurde der grösste Anstieg mit 1,2 Prozent in den städtischen Gemeinden mittelgrosser Agglomerationen beobachtet. Für Eigentumswohnungen in den städtischen Gemeinden einer kleinen oder ausserhalb einer Agglomeration gingen die Preise gegenüber dem Vorquartal hingegen um 1,7 Prozent zurück.

  • Raiffeisen analysiert Wegfall des Eigenmietwerts

    Raiffeisen analysiert Wegfall des Eigenmietwerts

    Raiffeisen hat die geplante Abschaffung der Besteuerung des Eigenmietwerts bei selbstgenutztem Wohneigentum analysiert.  Das Bundesparlament hat in der Wintersession im Dezember den Systemwechsel bei der Wohneigentumsbesteuerung beschlossen. Nun hat das Volk an der Urne das letzte Wort, heisst es in einer Medienmitteilung der zweitgrössten Schweizer Bankengruppe.

    Sollte die Vorlage angenommen werden, würden Wohneigentümerinnen und -eigentümer beim vorherrschenden tiefen Zinsniveau je nach Haushaltstyp zum Teil erhebliche Steuerersparnisse erzielen, heisst es weiter. Der Wohnkostenvorteil von Wohneigentum gegenüber der Miete wachse stetig und könnte im Jahresverlauf auf bis zu 30 Prozent steigen.

    Bei einer Abschaffung des Eigenmietwerts würde Wohneigentum im aktuellen Marktumfeld insgesamt spürbar an finanzieller Attraktivität und folglich auch an Wert gewinnen, so Raiffeisen. Eigenheime in sanierungsbedürftigem Zustand dürften allerdings aufgrund der durch die Reform wegfallenden latenten Steuerabzüge an Wert einbüssen.

    «Zu den potenziellen Verlierern der Reform zählt auch unter anderem das Baugewerbe. Dieses dürfte zwar in der Übergangsphase bis zum Inkrafttreten der Reform kurzfristig von vielen Last-Minute-Aufträgen profitieren, doch langfristig werden wegen des Wegfalls eines Grossteils der steuerlichen Unterhaltsabzüge weniger Mittel in die Sanierung von Wohngebäuden fliessen», wird Fredy Hasenmaile zitiert, Chefökonom von Raiffeisen Schweiz.

    Bleibe das vorherrschende Zinsumfeld bestehen, hätte im Zuge der Reform auch der Fiskus auf Jahre hinaus mit Mindereinnahmen in Milliardenhöhe zu rechnen.

  • Preise für Wohneigentum gesunken, Mietpreise weiter im Anstieg

    Preise für Wohneigentum gesunken, Mietpreise weiter im Anstieg

    Die Preise für Wohneigentum haben im ersten Monat dieses Jahres nachgegeben, informiert die SMG Swiss Marketplace Group (SMG) in einer Mitteilung zum aktuellen Swiss Real Estate Offer Index. Konkret fielen die Preise für Eigentumswohnungen im Januar um 0,6 Prozent tiefer als im Dezember 2024 aus. Einfamilienhäuser wurden gleichzeitig sogar 2,1 Prozent günstiger angeboten. Die Angebotsmieten zogen im selben Zeitraum hingegen um 0,9 Prozent an.

    Im Jahresvergleich fielen die Preise für Eigentumswohnungen im Januar um 1,0 Prozent höher aus. Die Preise für Einfamilienhäuser legten gleichzeitig um 1,4 Prozent zu. Der durchschnittliche Preis pro Quadratmeter beträgt bei Eigentumswohnungen aktuell 8834 Franken, informiert SMG. Bei Einfamilienhäusern müssen durchschnittlich 7591 Franken pro Quadratmeter auf den Tisch gelegt werden.

    «Insgesamt wird der Schweizer Immobilienmarkt weiterhin durch die tiefen und allenfalls nochmals sinkenden Zinsen geprägt», wird Martin Waeber, Managing Director Real Estate der SMG Swiss Marketplace Group, in der Mitteilung zitiert. Der Kauf von Immobilien ist dadurch mit geringeren Finanzierungskosten verbunden. «Wer allerdings einen Mietwohnungswechsel und somit ein neues Mietverhältnis anstrebt, muss aufgrund der angespannten Angebotssituation auch in den kommenden Monaten mit Preisaufschlägen rechnen», erläutert Waeber. In der SMG Swiss Marketplace Group sind die digitalen Marktplätze von TX GroupRingier und Mobiliar vereint.

  • Leitzinsentwicklung belebt Immobilienmarkt

    Leitzinsentwicklung belebt Immobilienmarkt

    Der Schweizer Immobilienmarkt erweise sich trotz Herausforderungen weiterhin als resilient, leitet CSL Immobilien eine Mitteilung zu seinem Immobilienmarktbericht 2025 ein. Als solche werden dort makroökonomische Unsicherheiten und zunehmende regulatorische Anforderungen genannt. Positiv auf die Marktdynamik wirkten sich hingegen die schrittweisen Leitzinssenkungen der Nationalbank aus.

    Am Mietwohnungsmarkt hat CSL Immobilien im vergangenen Jahr weiterhin eine starke Nachfrage bei knappem Angebot ausgemacht. In Folge seien die Angebotsmieten deutlich stärker als die Bestandsmieten gestiegen und die Leerwohnziffer auf ein Rekordtief gesunken, heisst es in der Mitteilung. Aufgrund besonders stark steigender Angebotsmieten in Städten wie Zürich und Genf wichen Haushalte vermehrt auf verkehrstechnisch gut angebundene Agglomerationen aus.

    Auch die Preise für Wohneigentum zogen im vergangenen Jahr weiter an. Den Erhebungen von CSL Immobilien sind dabei die Preise im Wirtschaftsraum Zürich besonders stark gestiegen.

    Der Büromarkt hat sich 2024 unterschiedlich entwickelt. Hier legte das Angebot an freien Flächen in den Agglomerationen zu, die Mietpreise in der Peripherie zeigten nach unten. In den Stadtzentren zogen die Mietpreise bei einem weiter sinkenden Angebot an Flächen dagegen an. Allgemein wurden verstärkt ESG-konforme Büroflächen und flexible Nutzungskonzepte nachgefragt.

    Für das laufende Jahr geht CSL Immobilien von einem moderaten aber soliden weiteren Wachstum aus. «Investoren, die agil bleiben und ihre Strategien anpassen, können 2025 erfolgreich Chancen nutzen», wird Thomas Walter, CEO von CSL Immobilien, in der Mitteilung zitiert.

  • Abschaffung der Eigenmietwertsteuer

    Abschaffung der Eigenmietwertsteuer

    Mit der Zustimmung beider Räte zum neuen Bundesgesetz wurde ein lang ersehnter Systemwechsel bei der Wohneigentumsbesteuerung beschlossen. Die Eigenmietwertsteuer, die als unbefriedigend und ungerecht galt, gehört damit der Vergangenheit an. Künftig entfällt die Einkommensbesteuerung der fiktiven «Eigenmiete» für selbstgenutztes Wohneigentum, was das Steuersystem deutlich vereinfacht.

    Förderung von Finanzstabilität und Wohneigentum
    Ein weiterer zentraler Punkt des neuen Gesetzes ist der Abbau der Privatverschuldung. Die Begrenzung des Abzugs für private Schuldzinsen sowie die Streichung zusätzlicher Abzugsmöglichkeiten führen zu einer Stärkung der Finanzstabilität. Junge Familien profitieren von einem zeitlich begrenzten Schuldzinsabzug, der ihnen den Erwerb von Wohneigentum erleichtert. Damit wird der Verfassungsauftrag zur Förderung des Wohneigentums erfüllt.

    Anpassungen bei Steuerabzügen
    Die Abschaffung der Eigenmietwertsteuer bringt eine systemkonforme Streichung bisheriger Abzüge wie Unterhaltskosten oder Versicherungsprämien mit sich. Gleichzeitig bleibt es den Kantonen überlassen, Abzüge für energetische Sanierungen oder Umweltschutzmassnahmen beizubehalten, um diese weiterhin zu fördern.

    Keine Benachteiligung von Vermietern
    Für private Vermieter bleibt die Möglichkeit erhalten, Kosten wie Unterhalt oder Schuldzinsen steuerlich abzusetzen. Dadurch wird sichergestellt, dass die neue Regelung keine negativen Auswirkungen auf die Vermietung privater Immobilien hat.

    Verfassungsänderung zur Kompensation
    Das Inkrafttreten des neuen Gesetzes ist an eine Verfassungsänderung gebunden. Diese erlaubt Kantonen, eine Objektsteuer für Zweitliegenschaften einzuführen, um Steuerausfälle bei selbstgenutzten Zweitwohnungen auszugleichen. Insbesondere Tourismuskantone sollen so die finanziellen Auswirkungen kompensieren können.

  • Starker Immobilienmarkt im Aargau zeigt hohe Preise und niedrige Leerstände

    Starker Immobilienmarkt im Aargau zeigt hohe Preise und niedrige Leerstände

    Der aktuelle Immobilienbarometer der Aargauischen Kantonalbank (AKB) attestiert dem Aargauer Immobilienmarkt ein «starkes Momentum». Die hohe Anziehungskraft des Kantons als Wohnort äussere sich «in weiterhin überdurchschnittlich steigenden Immobilienwerten», schreiben die Fachleute der AKB im Barometer. Konkret haben sie eine Zunahme der Preise für Wohneigentum um 4,6 Prozent im Jahresvergleich festgestellt.

    Unter den einzelnen Regionen des Aargau stechen dabei Aarau/Seetal mit um 5,1 Prozent gestiegenen Hauspreisen und Rheinfelden/Fricktal mit um 6,1 Prozent teureren Eigentumswohnungen hervor. In der Mehrheit der 230 Gemeinden des Kantons müssen den Recherchen der Fachleute zufolge mehr als 1 Million Franken für ein freistehendes Einfamilienhaus mit Umschwung auf den Tisch gelegt werden. Noch höher fallen die Preise in den Einzugsmärkten der umliegenden Grosszentren aus.

    Bei den Angebotsmieten haben die Fachleute der AKB eine Steigung von 4,7 Prozent Jahresvergleich festgestellt. Für eine moderne 4,5-Zimmer-Wohnung beträgt die Miete damit im Mittel rund 2200 bis 2300 Franken ohne Nebenkosten. Die Leerstandsquote liegt aktuell kantonsweit bei 1,3 Prozent.

    Die Immobilienfachleute der Kantonalbank gehen auch für die Zukunft von steigenden Preisen bei Wohneigentum und Angebotsmieten aus. Sie stützen sich dabei auf ein anhaltend starkes Bevölkerungswachstum bei gleichzeitig weiterhin stockender Bautätigkeit. Zudem erwarten sie weitere Leitzinsreduktionen, die sich positiv auf die Rendite von Investitionen in Immobilien gegenüber Vergleichsanlagen wie Bundesobligationen auswirken.

  • Immobilienpreise im Aargau steigen weiterhin überdurchschnittlich

    Immobilienpreise im Aargau steigen weiterhin überdurchschnittlich

    Der Immobilienmarkt im Kanton Aargau verzeichnet weiterhin eine überdurchschnittliche Wertsteigerung. Wie der aktuelle Immobilienbarometer der Aargauischen Kantonalbank zeigt, sind die Preise für Wohneigentum um 4,6 Prozent und die Angebotsmieten um 4,7 Prozent gestiegen. «Die hohe Anziehungskraft des Kantons als Wohnort spiegelt sich in stark steigenden Immobilienwerten wider», so die Experten der AKB.

    Aarau/Seetal und Rheinfelden/Fricktal vorne
    Besonders deutliche Preissteigerungen wurden in den Regionen Aarau/Seetal mit einem Anstieg der Hauspreise um 5,1 Prozent und Rheinfelden/Fricktal mit einem Zuwachs von 6,1 Prozent bei Eigentumswohnungen festgestellt. In den meisten Gemeinden des Kantons müssen Käufer inzwischen mehr als 1 Million Franken für ein freistehendes Einfamilienhaus aufbringen, in den Einzugsgebieten der umliegenden Grosszentren fallen die Preise sogar noch höher aus.

    Erhöhtes Niveau bei sinkendem Leerstand
    Auch die Angebotsmieten sind stark gestiegen. Für eine moderne 4,5-Zimmer-Wohnung liegen die durchschnittlichen Mietpreise zwischen 2200 und 2300 Franken, exklusive Nebenkosten. Die kantonsweite Leerstandsquote ist mit 1,3 Prozent vergleichsweise niedrig, was auf eine hohe Nachfrage bei begrenztem Angebot hinweist.

    Weiter steigende Preise
    Die AKB-Immobilienfachleute gehen davon aus, dass sowohl die Preise für Wohneigentum als auch die Angebotsmieten weiter steigen werden. Gründe dafür sind:

    • Starkes Bevölkerungswachstum im Kanton Aargau
    • Stockende Bautätigkeit, die das Angebot begrenzt
    • Erwartete Leitzinsreduktionen, die Immobilieninvestitionen attraktiver machen

    Die Kombination aus hoher Nachfrage, begrenztem Angebot und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sorgt dafür, dass der Aargauer Immobilienmarkt auch in Zukunft dynamisch bleibt. Sowohl Käufer als auch Mieter sollten sich auf weiter steigende Preise einstellen.

  • Wohneigentum als langfristiges Investment

    Wohneigentum als langfristiges Investment

    Wohneigentum bietet langfristig eine Rendite, die mit der eines reinen Schweizer Aktienportfolios vergleichbar ist, erläutert Raiffeisen Schweiz in einer Mitteilung. Konkret haben die Immobilienmarktfachleute der Bankengruppe eine durchschnittliche jährliche Eigenkapitalrendite von 7,2 Prozent für Wohneigentum seit 1988 errechnet. «In der langfristigen Betrachtung ist Wohneigentum Aktienanlagen daher praktisch ebenbürtig, zumal die Rendite bei deutlich geringerer Volatilität erzielt wird», wird Fredy Hasenmaile, Chefökonom von Raiffeisen Schweiz, in der Mitteilung zitiert.

    «Der grösste Vorteil von Wohneigentum gegenüber Aktien liegt aber darin, dass dessen Illiquidität die Eigentümer zwingt, langfristig investiert zu bleiben und Krisenzeiten einfach auszusitzen», erläutert Hasenmaile. Wer statt auf Hauseigentum zur Miete lebt und sein Vermögen anlegt, müsse für eine vergleichbare Rendite «äusserst diszipliniert anlegen und nicht in die vielen psychologischen Fallen treten, die an den Finanzmärkten lauern». Wohneigentümer als Langzeitinvestierende folgten dagegen automatisch «einem der wichtigsten Grundsätze des erfolgreichen Anlegens».

    Langfristig betrachtet sind die laufenden Wohnkosten im Eigenheim in etwa dieselben einer Mietwohnung. Aufgrund wieder sinkender Zinsen können Interessierte für Wohneigentum aktuell aber von Einsparungen in Höhe von 10 bis 16 Prozent gegenüber dem Wohnen zur Miete profitieren. Zudem hat sich die Leerstandsquote von Eigenheimen im Jahresvergleich von 0,53 Prozent auf 0,58 Prozent leicht erhöht. Die Leerstandsquote für Mietwohnungen fiel gleichzeitig von 1,60 auf 1,44 Prozent.

  • Wohneigentum wird teurer

    Wohneigentum wird teurer

    Die Preise für selbstgenutztes Wohneigentum haben im dritten Quartal 2024 sowohl im Vergleich zum Vorquartal als auch im Jahresvergleich zugelegt, informiert Raiffeisen Schweiz in einer Mitteilung zum aktuellen Transaktionspreisindex der Bankengruppe. «Die Preisdynamik am Schweizer Eigenheimmarkt hat sich zuletzt nicht mehr weiter abgeschwächt, ihr Tiefpunkt dürfte damit hinter uns liegen», wird Chefökonom Fredy Hasenmaile dort zitiert. «Die bereits wieder deutlich günstigeren Finanzierungskonditionen und die Aussicht auf weitere Zinssenkungen dürften die Nachfrage nach Wohneigentum beflügeln.»

    Die Preise für Einfamilienhäuser lagen im Berichtsquartal um 1,6 Prozent über dem Wert vom Vorquartal. Im Jahresvergleich haben die Fachleute von Raiffeisen Schweiz einen Anstieg um 3,3 Prozent beobachtet. Die Preise für Stockwerkeigentum fielen im Quartalsvergleich um 0,9 Prozent und im Jahresvergleich um 2,8 Prozent höher aus.

    Im regionalen Vergleich zogen die Preise im Jahresvergleich für Einfamilienhäuser in der Innerschweiz mit 13,7 Prozent am stärksten an. Auch beim Stockwerkeigentum führt die Innerschweiz mit einem Anstieg um 7,9 Prozent. Die Preise für Einfamilienhäuser in den Regionen Bern und Genfersee fielen im Jahresvergleich hingegen um 2,1 beziehungsweise 3,4 Prozent tiefer aus.

  • Nachfrage nach Wohneigentum zieht an

    Nachfrage nach Wohneigentum zieht an

    Raiffeisen Schweiz sieht eine Trendwende am Markt für Wohneigentum. Die Bankengruppe hat die Entwicklungen am Immobilienmarkt in ihrer Studie «Immobilien Schweiz – 3Q 2024» untersucht. «Die Nachfrage nach Wohneigentum hat sich nach ihrem Einbruch infolge des markanten Zinsanstieges wieder weitgehend erholt», wird Fredy Hasenmaile, Chefökonom von Raiffeisen Schweiz, in einer Mitteilung von Raiffeisen zur Studie zitiert. «Neben der Rückkehr des Wohnkostenvorteils gegenüber der Miete im Zuge der wieder sinkenden Zinsen, schwappt neu auch eine Überschussnachfrage aus dem Mietwohnungsmarkt auf den Eigenheimmarkt über.»

    Das dadurch gestiegene Angebot wird nach Ansicht der Fachleute von Raiffeisen Schweiz jedoch nicht durch Bautätigkeit, sondern nur aus dem Bestand bedient. Sie rechnen daher damit, dass die Knappheit am Wohnimmobilienmarkt nur kurzfristig entschärft wird. «Das flüssigere Angebot sowie die wieder zuversichtlicheren Käuferinnen und Käufer beginnen sich in einer höheren Zahl von Handänderungen niederzuschlagen», erläutert Hasenmaile. Die Immobilien gingen dabei mehrheitlich zu den von den Verkaufenden gewünschten Preisen über den Tisch. Mittelfristig geht der Chefökonom bei Raiffeisen Schweiz daher von erneut stärker steigenden Preisen aus.

    Einem steigenden Angebot an Neubauten steht nach Ansicht der Fachleute der Verdichtungsprozess entgegen, bei dem neue Wohnhäuser vorrangig an Stelle alter Objekte entstehen. Am Mietwohnungsmarkt werde der Leerstand in Kürze unter 1 Prozent absinken, vermutet Hasenmaile. Auch der Anstieg des Jahreswachstums der Angebotsmieten auf 6,4 Prozent im zweiten Quartal 2024 belege einen Nachfrageüberhang.

  • Preise für Wohnen entwickeln sich unterschiedlich

    Preise für Wohnen entwickeln sich unterschiedlich

    Wer eine Eigentumswohnung erwerben wollte, musste im Juli etwas mehr ausgeben als im Vormonat. Konkret zogen die Preise für Eigentumswohnungen im Durchschnitt um 0,6 Prozent an, informiert die SMG Swiss Marketplace Group (SMG) in einer Mitteilung zum aktuellen Swiss Real Estate Offer Index. In der SMG Swiss Marketplace Group sind die digitalen Marktplätze von TX GroupRingier und Mobiliar vereint.

    Die Preise für Einfamilienhäuser fielen im Juli hingegen um durchschnittliche 1,1 Prozent geringer als im Juni aus. Damit liege das Preisniveau in etwa auf dem Stand von Ende 2023, heisst es in der Mitteilung. «Für viele potenzielle Käufer:innen ist ein Einfamilienhaus ungeachtet des neuerlichen Rückgangs nach wie vor nur noch schwer tragbar», wird Martin Waeber dort zitiert. Der Erwerb einer Eigentumswohnung mit geringerer Wohnfläche stelle für viele daher die einzige Alternative dar, so der Managing Director Real Estate bei SMG. Dies führt Waeber zufolge zu einer Verschiebung der Nachfrage mit Auswirkungen auf die Preise der beiden Wohneigentumsarten.

    Bei den Angebotsmieten haben die Immobilienfachleute von SMG im Juli einen schweizweiten Rückgang um 2,2 Prozent gegenüber Juni beobachtet. Er fiel mit 3,7 Prozent am stärksten im Tessin aus. Es folgen die Zentralschweiz und die Grossregion Zürich mit Rückgängen von jeweils 3,2 Prozent. Den geringsten Rückgang zeigten die Angebotsmieten mit durchschnittlich 0,5 Prozent in der Nordwestschweiz.

  • Studie zu Wohneigentum in der Schweiz veröffentlicht

    Studie zu Wohneigentum in der Schweiz veröffentlicht

    Houzy, in Zürich angesiedelte Plattform für Wohneigentümer, hat eine aktuelle Studie in Auftrag gegeben und veröffentlicht. Wie aus einer Mitteilung hervorgeht, wollte das Unternehmen Daten sammeln, wie sich Wohneigentümer in der Schweiz aktuell und künftig verhalten. Für die repräsentative Studie wurden online 80‘000 Haushalte von Houzy befragt. 1906 Haus- und Wohneigentümer beantworteten den Fragebogen von Januar bis Ende März 2024. Von ihnen waren drei Viertel Haus- und ein Viertel Wohnungseigentümer.

    Im Fokus der Studie stehen die Bereiche Sanierung, Heizung und Energieversorgung. Dabei zeigte sich, dass im vergangenen Jahr 69,4 Prozent aller Wohneigentümer Handwerkerdienstleistungen in Anspruch genommen haben. Im Durchschnitt lag ein Auftragsvolumen bei 15‘000 Franken.

    Neben Sanierungen richtete sich der Blick auch auf alternative Heizungen. 5 Prozent der Eigentümer planen für 2024, ihre Heizungen zu modernisieren und Alternativen zu fossilen Brennstoffen zu finden. Dabei wollen 33,5 Prozent der Haushalte, die noch mit Öl, und 8,85 Prozent derjenigen, die mit Gas heizen, ihre Heizungen umstellen. Ein Zehntel der Schweizer Wohneigentümer plant für das laufende Jahr, Solaranlagen zu installieren, um benötigten Strom zumindest teilweise selbst zu produzieren.

    Ein weiterer Blick richtete sich auf Absichten, das Wohneigentum zu veräussern. Ein Siebtel der befragten Wohneigentümer bekundete derartige Absichten. 20 Prozent davon möchten ihr Wohneigentum noch 2024 verkaufen. Hochgerechnet bedeutete dies, dass in diesem Jahr 3,2 Prozent aller Häuser und Wohnungen in der Schweiz auf den Markt kämen, heisst es in der Mitteilung.

  • UBS rechnet nicht mit Verkäufermarkt bei Immobilien

    UBS rechnet nicht mit Verkäufermarkt bei Immobilien

    Der Anteil der Bevölkerung, der sich ein mittleres Eigenheim leisten kann, ist in den vergangenen 20 Jahren von rund 60 Prozent auf etwa 15 Prozent zurückgegangen, erläutert die UBS in einer Mitteilung zu ihrem Real Estate Focus 2024. Preissteigerungen bei Eigentumswohnungen und Einfamilienhäusern werden derzeit daher hauptsächlich aufgrund des Zuzugs zahlungskräftiger Personen aus dem Ausland und einem starken Wachstum der oberen Einkommen ermöglicht. Für das laufende Jahr gehen die Immobilienfachleute der Grossbank von einem Anstieg der Preise für Eigentumswohnungen um 1,5 Prozent und für Einfamilienhäuser um 1,0 Prozent aus. Ab 2025 sollte die Preisdynamik aber aufgrund tieferer Finanzierungskosten, Wohnungsknappheit und besserer Konjunktur wieder anziehen, schätzt die UBS.

    Dem Markt für Büroflächen wird eine Stabilisierung der Preise auf tiefem Niveau prognostiziert. Hier seien die Preise in Spitzenlagen im vergangenen Jahr um 10 bis 15 Prozent zurückgegangen, heisst es dazu in der Mitteilung. Hintergrund der nach Ansicht der Immobilienfachleute der UBS bereits abgeschlossenen Preiskorrektur sind die hohen Zinsen.

    Am Markt für Mehrfamilienhäuser haben stark gestiegene Angebotsmieten die ebenfalls gestiegenen Fremdkapitalkosten und die gesunkene Attraktivität der erzielbaren Renditen bisher kompensieren können. „Dementsprechend haben sich die Kaufpreise von Mehrfamilienhäusern stabilisiert“, schreiben die Fachleute der UBS. Sie gehen davon aus, dass die Kaufpreise spätestens ab dem nächsten Jahr wieder ansteigen.

  • Preise für Eigentumswohnungen ziehen an

    Preise für Eigentumswohnungen ziehen an

    Die Preise für Wohneigentum haben sich im Oktober unterschiedlich entwickelt, informiert die SMG Swiss Marketplace Group in einer Mitteilung zum aktuellen Swiss Real Estate Offer Index. In der SMG Swiss Marketplace Group sind die digitalen Marktplätze von TX GroupRingier und Mobiliar vereint.

    Konkret sind die Preise für Eigentumswohnungen nach eine Pause im September im Oktober um 0,7 Prozent gestiegen. Im Jahresvergleich haben die Fachleute der SMG Swiss Marketplace Group eine Zunahme der Preise um 2,1 Prozent beobachtet. Die Preise für Einfamilienhäuser lagen im Oktober hingegen um 0,3 Prozent unter dem Septemberwert. Im Jahresvergleich fielen die Preise um 0,2 Prozent tiefer aus.

    „Die weiter wachsenden Preisvorstellungen bei Eigentumswohnungen sind bemerkenswert, wenn berücksichtigt wird, dass sich das Angebot an verfügbaren Stockwerkeinheiten seit Anfang Jahr wieder merklich ausgeweitet hat“, wird Martin Waeber, Managing Director Real Estate der SMG Swiss Marketplace Group, in der Mitteilung zitiert. „Auch im Häusermarkt zeigt sich in den letzten Monaten ein wieder leicht wachsendes Angebot an Bestandsobjekten, das zur Stabilisierung der Preise für Einfamilienhäuser beigetragen hat.“

    Die Angebotsmieten zogen gegenüber dem Vormonat im Oktober um 0,4 Prozent an. Gegenüber Vorjahr wurde ein Anstieg um 2,7 Prozent beobachtet. Die Fachleute der SMG Swiss Marketplace Group führen den Anstieg auf die anhaltende Knappheit des Angebots in den Zentren zurück.

  • Studie zur Rolle der Raumplanung bei steigenden Wohnkosten

    Studie zur Rolle der Raumplanung bei steigenden Wohnkosten

    Die Studie «Ursachen für steigende Wohnkosten in der Schweiz mit Fokus auf die Raumplanung» verdeutlicht, dass die Raumplanung eine moderierende Rolle im Immobilienmarkt spielt: Sie hat Auswirkungen auf die Bautätigkeit und beeinflusst somit die Wohnkosten. Die Erhöhung der Nachfrage nach Wohnraum ist hingegen ein treibender Faktor bei den steigenden Wohnkosten. Dabei spielen unter anderem die Verkleinerung der Haushalte, das Bevölkerungswachstum sowie der steigende individuelle Wohnraumkonsum eine Rolle.

    Die Raumplanung kann hier Einfluss nehmen. Sie begrenzt die Baulandverfügbarkeit und Bauzonenkapazitäten. So steuert sie, wie flexibel sich das Angebot an Wohnraum an eine veränderte Nachfrage anpassen kann. Ist die Raumplanung zu strikt, kann das Angebot weniger flexibel auf die stark gestiegene Nachfrage reagieren. Das kann langfristig zu höheren Wohnkosten führen.

    Innenentwicklung als Lösungsansatz
    Allerdings gehört es zu den Aufgaben der Raumplanung, die Zersiedlung zu begrenzen und die Landschaft zu schützen. Die Studie identifiziert denn auch die Innenentwicklung als ein Instrument, das es erlaubt, sowohl den Schutz der Landschaft zu gewährleisten, als auch das Wohnraumangebot zu erhöhen. Die Studie zeigt ausserdem, dass Aufzonungen dort preisdämpfend sind, wo die Bauzonenausschöpfung bereits hoch ist. Als Aufzonung gilt die Ausweitung der Nutzungsmöglichkeiten innerhalb einer Bauzone. Dies ist deshalb ein probates Mittel und kann, wenn gezielt eingesetzt, optimal seine Wirkung entfalten. Die Studienresultate legen zudem einen Zusammenhang zwischen hohen Wohnkosten und hohen Planungs- und Prozesskosten nahe. Langwierige Bewilligungs- und Einspracheverfahren tragen ebenfalls zur Kostensteigerung bei.

    Tagung zu Wohnraum und Raumentwicklung
    Im Rahmen der Schweizer Wohntage 2023, die vom 3. bis 7.  November 2023 in Biel stattfinden werden, diskutiert am 6. November ein Panel von Experten, wie die Innenentwicklung gestaltet werden kann, so dass dabei mehr bezahlbarer Wohnraum geschaffen wird. Mehr Details und Anmeldung unter www.bwo.admin.ch.

  • UBS-Index für Risiko einer Immobilienblase sinkt leicht

    UBS-Index für Risiko einer Immobilienblase sinkt leicht

    Der von der UBS herausgegebene Swiss Real Estate Bubble Index (Immobilienblasenindex) ist im 2. Quartal 2023 von 1,49 auf 1,41 Punkte gesunken. Mit dieser Tendenz bestätigt sich die seit Jahresbeginn zu verzeichnende Beruhigung auf dem Immobilienmarkt. Laut UBS-Analyse führten der deutlich verlangsamte Anstieg der Hypothekarverschuldung, weniger Anträge für Finanzierungen von Kauf zur Vermietung und die Flaute bei den Bauinvestitionen zu einer Abnahme der Risiken auf dem Eigenheimmarkt.

    Trotzdem stellen die Ökonominnen und Ökonomen der UBS fest, dass der Eigenheimmarkt relativ zu seiner historischen Entwicklung immer noch im überbewerteten Bereich, also bei einem Index zwischen 1 und 2 Punkten, verbleibt. Markttreiber sind das Wohneigentum, dessen Preise mit 0,8 Prozent stärker stiegen als in den Vorquartalen. Angebotsmieten erhöhten sich zwar um 1 Prozent, lagen im Wert jedoch unter dem des Wohneigentums.

    Insgesamt beurteilt die UBS die Lage entspannter als in den 1990er Jahren. Der Index zeige auf, dass die Immobilienpreise trotz höherer Finanzierungskosten stabil bleiben. Dies werde auch dadurch begünstigt, dass eine niedrige Neubaurate Preiskorrekturen im Immobiliensektor in naher Zukunft unwahrscheinlich machen.

  • Wohneigentum wird teurer

    Wohneigentum wird teurer

    Die Preise für Wohneigentum haben im zweiten Quartal 2023 weiter angezogen, informiert das Amt für Statistik (BFS) in einer Mitteilung. Der von ihm erhobene Wohnimmobilienpreisindex legte im Quartalsvergleich um 1,2 Prozent zu und steht aktuell bei 115,9 Punkten. Im Jahresvergleich haben die Fachleute des BFS einen Anstieg um 2,4 Prozent beobachtet. Die Basis des Index wurde im vierten Quartal 2019 bei 100 Punkten fixiert.

    Die Preise von Eigentumswohnungen zogen im Quartalsvergleich um 1,6 Prozent, im Jahresvergleich um 2,1 Prozent an. Bei den Einfamilienhäusern wurde ein Anstieg um 0,7 Prozent im Quartalsvergleich und um 2,7 Prozent im Jahresvergleich beobachtet. Der Immobilienpreisindex für Einfamilienhäuser schloss zum Quartalsende bei 117,4 Punkten. Sein Pendant für Eigentumswohnungen fiel mit 114,6 Punkten etwas geringer aus.

    Im Berichtsquartal zogen die Preise für Einfamilienhäuser mit 3,4 Prozent am stärksten in städtischen Gemeinden ausserhalb von Agglomerationen oder in einer kleinen Agglomeration an. In städtischen Gemeinden grosser Agglomerationen und in intermediären Gemeinden blieben die Preise im Vergleich zum Vorquartal hingegen weitgehend unverändert. Bei den Eigentumswohnungen haben die Fachleute des BFS im Quartalsvergleich steigende Preise in sämtlichen Gemeindetypen beobachtet. Am stärksten fiel der Anstieg mit 2,4 Prozent bei Eigentumswohnungen in städtischen Gemeinden einer mittelgrossen Agglomeration aus.

  • Höhn + Partner AG geht in die Zukunft: Neugründung Hoehnpartner AG

    Höhn + Partner AG geht in die Zukunft: Neugründung Hoehnpartner AG

    In der abgespalteten und neu benannten Unternehmung Hoehnpartner AG, wird weiterhin die Leistungen eines Architekturbüros und einer Totalunternehmung angeboten. Der verbleibende Geschäftsteil von Höhn + Partner AG konzentriert sich fortan auf den Liegenschaftenhandel. 

    Die neu gegründete Hoehnpartner AG ist ein mittelständisches Unternehmen, das sich auf den Bau von Wohneigentum spezialisiert hat. Sie ist aus der langjährigen Erfahrung und Expertise von Höhn + Partner AG hervorgegangen, das in den Bereichen Architektur, Totalunternehmung sowie Projektentwicklung und -finanzierung tätig war. Um den aktuellen Marktanforderungen gerecht zu werden, hat man sich für eine Neuorganisation entschieden, bei der Architektur und Totalunternehmung noch enger zusammenarbeiten. Die Schwerpunkte liegen auf der Entwicklung, Gestaltung und Umsetzung von Wohnbauprojekten, wobei auch ein kleiner Anteil an Gewerbebauten berücksichtigt wird. Die Höhn + Partner AG tritt dabei etwas in den Hintergrund. 

    Die bisherige Führungsmannschaft bleibt weiterhin an Bord, während jungen Mitarbeitern die Möglichkeit geboten wird, sich zu entwickeln und aufzusteigen. Die Hoehnpartner AG strebt kontinuierliche Erneuerung mit eigenen und gewachsenen Ressourcen an, um den Anforderungen des Marktes gerecht zu werden. Dabei wird Flexibilität bei gleichbleibender Qualität angestrebt. Die meisten der rund 25 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus den Bereichen Architektur, Projekt- und Bauleitung wechseln nun zur neuen Hoehnpartner AG.

  • Eigenheimmarkt zeigt Abkühlung

    Eigenheimmarkt zeigt Abkühlung

    Der Markt für Wohneigentum lasse sich von Inflation und Zinswende nicht beeindrucken, schreibt Raiffeisen Schweiz in einer Mitteilung zur aktuellen Ausgabe ihrer Studie „Immobilien Schweiz“. Den Erhebungen der Bankengruppe zufolge liegen die Preise für Einfamilienhäuser im zweiten Quartal 23 um 6,1 Prozent über dem Vorjahreswert. Die Preise für Eigentumswohnungen zogen im selben Zeitraum um 7,5 Prozent an.

    Nun deute sich aber eine Abkühlung des Marktes an, schreibt Raiffeisen. Konkret beobachten die Fachleute der Bankengruppe ein langsames Schliessen der Schere zwischen Angebot und Nachfrage. „Für mehr als eine Abschwächung der Preisdynamik dürfte es am Eigenheimmarkt aber nicht reichen“, prognostiziert Martin Neff in der Mitteilung. „Grössere Preisrückgänge oder gar ein Crash“ sind nach Ansicht des Chefökonoms von Raiffeisen Schweiz unwahrscheinlich: „Die Zeichen am Eigenheimmarkt stehen auf sanfte Landung.“

    Am Mietwohnungsmarkt macht Raiffeisen hingegen eine steigende Nachfrage und ein immer knapper werdendes Angebot aus. Eine Entspannung sei angesichts dynamischer Zuwanderung und stagnierender Bautätigkeit nicht in Sicht. „Im Umfeld steigender Baupreise, erhöhter Finanzierungskosten, immer höherer administrativer Hürden und deutlich gestiegener Opportunitätskosten reichen die Erhitzungszeichen nicht, um die Attraktivität neuer Bauprojekte genügend zu steigern“, meint Neff. Er rechnet damit, dass sich eine in verschiedenen Regionen bereits beobachtete „akute Wohnungsknappheit“  auf weitere Regionen ausbreitet.

  • Eigenheimpreise resistent trotz stärkstem Zinsanstieg seit 30 Jahren

    Eigenheimpreise resistent trotz stärkstem Zinsanstieg seit 30 Jahren

    Die Preise für Wohnimmobilien legten im Jahr 2022 trotz dem stärksten Zinsanstieg seit 30 Jahren nominal erneut zu, allerdings deutlich weniger stark als im Vorjahr. Bei den Einfamilienhäusern erhöhten sich die Preise im vergangenen Jahr im Mittel um 4 Prozent, was deutlich unter dem Vorjahreswert von 9 Prozent lag. In derselben Periode konnten die Preise von Eigentumswohnungen mit 5.7 Prozent etwas zulegen – auch hier weniger deutlich als noch 2021, das einem Anstieg von 8.3 Prozent gleichkam. Mit genauerem Blick auf die die vier Regionen der Schweiz mit den meisten getätigten Transaktionen (Käufe und Verkäufe von Einfamilienhäusern und Eigentumswohnungen) – Zürich, Nordwestschweiz, Bern, Genfersee – zeigt sich aber ein differenziertes Bild: So weisen inflationsbereinigt nur noch die Hälfte der Regionen entweder für Einfamilienhäuser oder Eigentumswohnungen einen Preisanstieg auf.

    Die Analyse von Homegate und ImmoScout24 zusammen mit dem Swiss Real Estate Institute beruht dabei auf den effektiven Verkaufspreisen des Swiss Real Estate Data Pools. Dieser umfasst die von Credit Suisse, UBS sowie Zürcher Kantonalbank finanzierten Eigenheimobjekte und deckt rund 40 Prozent aller Transaktionen in der Schweiz ab. Im Jahr 2022 wurden rund 7’200 Verkäufe von Eigenheimen in den untersuchten Regionen registriert. Dies kommt gegenüber 2021 wie bereits im Jahr zuvor einem Rückgang um rund 10 Prozent gleich, welcher sich jedoch anders als im Vorjahr zum grossen Teil bei den verkauften Eigentumswohnungen niederschlug.

    Martin Waeber, Managing Director Real Estate, SMG Swiss Marketplace Group, sieht die Gründe für den verlangsamten Preisanstieg vor allem in den kräftigen Leitzinserhöhungen und den dadurch gestiegenen Hypothekarzinsen sowie einem rückläufigen Effekt von Homeoffice gegenüber 2021: «Der Anfang 2022 vorausgesagte dämpfende Effekt der steigenden Zinsen auf die Entwicklung der Eigenheimpreise hat sich bestätigt, wenn auch weniger stark als man hätte annehmen können. Die Eigenheimpreise scheinen aber langsam ihren Zenit erreicht zu haben. Abgesehen davon, dass sich viele mit den jetzigen Preisen ein Eigenheim schlicht nicht mehr leisten können, hat mit der wieder rückläufigen Nutzung von Homeoffice auch die Bewertung der Arbeitssituation in den eigenen vier Wänden wieder abgenommen. Beides dämpfte den Preisanstieg im Laufe des vergangenen Jahres». Von einer Immobilienblase ist hierzulande aber angesichts des knappen Bodens und des weiterhin ungebrochenen Zuzugs in die Schweiz nicht auszugehen, so Waeber weiter. Dies zumal sich Kaufimmobilien insbesondere an Orten wie Genf und Zürich nach wie vor grosser Beliebtheit erfreuen würden.

    Einfamilienhäuser in der Region Genfersee über 70 Prozent teurer als in Region Bern
    Mit einem kräftigen Preiswachstum von 9.3 Prozent legten die Preise für Einfamilienhäuser in der Region Zürich 2022 am deutlichsten zu – und dies sogar als einzige Region mit einem höheren Preisanstieg als 2021 mit einer Zunahme von 7.7 Prozent. Das durchschnittliche Einfamilienhaus kostete CHF 1.53 Mio. Dadurch holte die Region Zürich im Vergleich zur nach wie vor teuersten Region Genfersee zunehmend auf: der Abstand zum durchschnittlichen Einfamilienhaus-Preis in der Region Genfersee verringerte sich um 80’000 Franken, respektive 28 Prozent gegenüber dem Vorjahr. In der Region Genfersee kostete ein Durchschnittsobjekt im Jahr 2022 mit 1.74 Mio. CHF und damit 3 Prozent mehr als noch 2021. In den Regionen Bern und Nordwestschweiz glichen sich die durchschnittlichen Objektpreise für Einfamilienhäuser ebenfalls etwas an, da die Preise in der Region Bern eine fast doppelt so hohe Zunahme verzeichneten (6.3 Prozent auf CHF 1.02 Mio.) als in der Region Nordwestschweiz (3.6 Prozent auf CHF 1.14 Mio.). Unter Berücksichtigung der letztjährigen Inflation ergibt sich damit für die Nordwestschweiz lediglich ein minimaler Preisanstieg von 0.8 Prozent. Dennoch bleibt Bern die günstigste Region, um ein Einfamilienhaus zu kaufen.

    Eigentumswohnungen in der Region Genfersee fast so teuer wie in der Region Zürich
    Bei den Eigentumswohnungen fiel das Wachstum in der Region Zürich für 2022 mit 3.7 Prozent verhalten aus, insbesondere im Vergleich zu demjenigen von Einfamilienhäusern. Dennoch bleiben die Objekte in dieser Region mit durchschnittlich CHF 1.12 Mio. die teuersten aller vier untersuchten Regionen. Aufgrund eines beachtlichen Preisanstiegs in der Region Genfersee von 12 Prozent gegenüber 2021 verringerte sich die Differenz zum Spitzenreiter deutlich (von CHF 120’000 auf CHF 40’000). Nach wie vor mit Abstand am preiswertesten für potentielle Käufer:innen von Eigentumswohnungen ist die Region Bern. Die durchschnittlichen Preise legten hier im vergangenen Jahr lediglich um 2.9 Prozent auf CHF 0.7 Mio. zu. Unter Berücksichtigung der Inflation kann für diese Region gar von einer Stagnation gesprochen werden. Neben der Region Genfersee zeigte sich auch die zweitgünstigste Region – die Nordwestschweiz – von den steigenden Zinsen und dem rückläufigen Trend zum Homeoffice unbeeindruckt: die Preise stiegen 2022 mit 7.9 Prozent sogar nochmals deutlich stärker an als im Vorjahr (5.6 Prozent). Eine durchschnittliche Eigentumswohnung kostet mit CHF 820’000 nun CHF 60’000 mehr als noch 2021.

    Mit Blick auf die Objektpreise pro Quadratmeter Nettowohnfläche zeigt sich insbesondere für die Regionen Genfersee und Zürich ein zusätzlicher Effekt. So stiegen in der Region Zürich die Quadratmeterpreise deutlich schneller an, als dies im gleichen Zeitraum für die Objektpreise der Fall war. Dies deutet auf sinkende Wohnflächen der gehandelten Objekte hin. In der Region Genfersee war es hingegen genau umgekehrt, das heisst die Objektpreise legten fünf Prozentpunkte mehr zu, als dies bei den Quadratmeterpreisen der Fall war. Somit wurden in der Region Genfersee für 2022 tendenziell grössere Objekte am Markt verkauft als noch 2021.

    Die günstigsten Häuser gibt es in Aarburg, die teuersten in Uetikon am See*
    Wenig erstaunlich: Von den fünf Gemeinden mit den höchsten mittleren Preisen für Einfamilienhäuser stammten drei aus der Region Zürich. Am teuersten sind diese in Uetikon am See (CHF 4.0 Mio.), gefolgt von Kilchberg (CHF 3.68 Mio.) und Meilen (CHF 3.41 Mio.). Diesen folgen zwei Gemeinden in der Region Genfersee mit Vésenaz (CHF 3.06 Mio.) und Nyon (CHF 2.98 Mio.). Dabei sind zwei Erkenntnisse beachtenswert: erstens waren alle fünf der teuersten Gemeinden für Einfamilienhäuser im vergangen Jahr noch nicht aufgeführt, zweitens sind die Preise in diesem höchsten Segment nochmals deutlich gestiegen. Bei den höchsten mittleren Preisen für Eigentumswohnungen stammten sogar alle fünf Gemeinden aus der Region Zürich: angeführt von Küsnacht (CHF 2.52 Mio.), Zumikon, Herrliberg und Meilen (je CHF 2.3 Mio.) sowie Erlenbach (CHF 2.16 Mio.).

    Auf der anderen Seite der Skala stammen die preiswertesten Wohneigentumsobjekte in den vier untersuchten Regionen – sowohl für Einfamilienhäuser als auch Eigentumswohnungen – ausnahmslos aus dem Kanton Aargau. So sind Eigentumswohnungen je nach Gemeinde ab CHF 400’000 (Klingnau), Einfamilienhäuser konnten im vergangenen Jahr ab CHF 610’000 (Aarburg) gekauft werden. Dies zeigt eindrucksvoll: Zum Preis einer Eigentumswohnung im Zürcherischen Küsnacht gibt es im weniger als 35 Kilometer entfernten Klingnau deren sechs zu kaufen. Und sogar knapp sieben Einfamilienhäuser – oder ein komplettes Mehrfamilienhaus – können in Aarburg zum Preis von einem in Uetikon am See stehenden Einfamilienhaus gekauft werden. Auch diese beiden Orte liegen Luftlinie gerade einmal 60 Kilometer auseinander.

    Peter Ilg, Leiter des Swiss Real Estate Instituts, ist zusammenfassend für die Ergebnisse der neusten Home Market Price Analysis erstaunt, wie robust das Preiswachstum im Eigenheimmarkt ist: «Nach neun Jahren Negativzinsen ist die Zinswende mit mehreren Leitzinserhöhungen von insgesamt 1.75 Prozentpunkten im vergangenen Jahr abrupt eingetreten. Erstmals seit über 30 Jahren hat die Nationalbank den Leitzins innerhalb eines Jahres so deutlich angehoben». Fallende Eigenheimpreise in der Schweiz hätten Ilg bei dieser Zeitenwende – kombiniert mit einem tendenziellen Rückgang der Nutzung des Homeoffice – daher nicht erstaunt. «Dennoch bin ich verwundert, wie robust das Preiswachstum im Eigenheimmarkt ist: In drei von acht untersuchten Segmenten war der Preisanstieg trotz dieses Gegenwinds sogar deutlich über dem Vorjahr», so Ilg zusammenfassend zu den Erkenntnissen der Home Market Price Analysis für 2022.