Schlagwort: Wohnungen

  • Projekt Schadenmühle Ost lädt zur öffentlichen Mitwirkung

    Projekt Schadenmühle Ost lädt zur öffentlichen Mitwirkung

    Ein Konsortium aus drei privaten Grundbesitzenden und der Stadt Baden plant die Transformation des Areals Schadenmühle Ost in einen Ort für nachhaltiges, verdichtetes und durchmischtes Leben. Die derzeitige Nutzung des aus Einzelbauten, Parkplätzen und ungenutzten Flächen bestehenden Areals entspreche weder den heutigen Anforderungen noch der aktuellen Bau- und Nutzungsordnung, erläutert das Konsortium in einer Mitteilung. Im Transformationsprojekt Schadenmühle Ost soll ein Stadtareal mit rund 100 Wohnungen, flexiblen Gewerbeflächen, Grünraum und einer unterirdischen Tiefgarage entstehen.

    Am 16. September hat das Konsortium das Projekt und seine Einbettung in die Pläne der Stadt zur Stadtentwicklung Baden an einem Infoanlass vorgestellt. Damit sei eine neue Phase für das Leuchtturmprojekt eingeleitet worden, heisst es in der Mitteilung: Vom 22. September bis zum 21. Oktober können Interessierte nun Stellungnahmen und Vorschläge zum beziehungsweise Einwände gegen den Gestaltungsplan Schadenmühle Ost einreichen. Detaillierte Informationen zum Projekt stellt das Konsortium auf einem Infoportal zur Verfügung.

    „Wir sind in Baden verwurzelt und uns ist es wichtig, das Areal Schadenmühle Ost für die Stadt attraktiv zu gestalten“, wird Beni Schmocker, einer der vier Grundeigentümer, in der Mitteilung zitiert. „Der Einbezug der Bevölkerung ist für die Grundeigentümer selbstverständlich.“

  • Wohnungen in Locle vorgestellt für ältere Menschen

    Wohnungen in Locle vorgestellt für ältere Menschen

    Die renovierten Wohnungen im Herzen von Locle wurden für ältere Menschen und Personen mit eingeschränkter Mobilität entwickelt. Die dreizehn Wohneinheiten, die unter dem AE-Label stehen, bieten erschwingliche Mieten, die den Anforderungen von AVS- und AI-Zusatzleistungen entsprechen. Zusätzlich stehen den Bewohnern Aufsichtsdienste zur Verfügung, die ein betreutes Wohnen ermöglichen.

    Zentrale Lage und umfassendes Serviceangebot
    Das Gebäude befindet sich in idealer Lage im Zentrum von Locle, in unmittelbarer Nähe zu Apotheken, Geschäften, Restaurants und öffentlichen Verkehrsmitteln. Neben den Wohnungen steht den Bewohnern auch ein Gemeinschaftsraum zur Verfügung, der die Möglichkeit zum Austausch bietet.

    Feierliche Auszeichnung und großes Interesse
    Während des offiziellen Teils der Veranstaltung wurde das Gebäude feierlich mit dem AE-Label ausgezeichnet. Vertreter des Kantons Neuenburg, der Stadt Locle sowie der Architekt des Projekts, Sareg SA, waren anwesend, um das Projekt und seine Bedeutung für die Region vorzustellen. Zahlreiche Besucher nutzten die Gelegenheit, die Wohnungen zu besichtigen und sich über das Angebot zu informieren.

    Erfolgreiche Präsentation eines wichtigen Wohnprojekts
    Das Projekt in Locle ist ein wichtiger Schritt in der Umsetzung der kantonalen Strategie, bis 2030 insgesamt 1800 betreute Wohnungen für ältere Menschen und Personen mit eingeschränkter Mobilität zu schaffen. Der Tag der offenen Tür bot einen gelungenen Einblick in die Zukunft des betreuten Wohnens im Kanton Neuenburg.

  • Lockerung der Lärmschutzbestimmungen im Wohnungsbau

    Lockerung der Lärmschutzbestimmungen im Wohnungsbau

    Nach langen Diskussionen haben sich der Nationalrat und der Ständerat auf einen Kompromiss zur Lärmschutzregelung geeinigt. In neuen Wohnungen muss nun mindestens die Hälfte der lärmempfindlichen Räume – also Räume, in denen sich Menschen regelmässig aufhalten – über Fenster verfügen, bei denen die Lärmgrenzwerte eingehalten werden.

    Wenn eine kontrollierte Lüftung vorhanden ist, genügt es, wenn die Grenzwerte in einem Raum pro Wohnung eingehalten werden oder ein Kühlsystem installiert ist. Alternativ kann auch eine Baubewilligung erteilt werden, wenn ein ruhiger Aussenraum und ein ruhiges Fenster vorhanden sind.

    Altlastensanierung von Kinderspielplätzen
    Neben dem Lärmschutz wurde auch die Sanierung von Kinderspielplätzen thematisiert, die durch Düngungen und Luftverschmutzung belastet sind. Öffentliche Spielplätze müssen in Zukunft untersucht und saniert werden. Der Bund unterstützt diese Massnahmen durch den sogenannten Vasa-Fonds und übernimmt 60 Prozent der Sanierungskosten.

    Bei privaten Spielplätzen und Hausgärten bleibt die Sanierung freiwillig. Hier übernimmt der Vasa-Fonds 40 Prozent der Kosten, sofern sich die Eigentümer für eine Sanierung entscheiden.

    Mit der Revision des Umweltschutzgesetzes hat das Parlament bedeutende Entscheidungen getroffen, die sowohl den Lärmschutz in neuen Wohngebieten als auch die Sanierung belasteter Spielplätze betreffen. Diese Kompromisse fördern ein gesundes Wohnumfeld und tragen gleichzeitig zur nachhaltigen Entwicklung von Wohn- und Spielräumen bei.

  • Neue Holzmehrfamilienhäuser mit innovativer TS3-Technologie

    Neue Holzmehrfamilienhäuser mit innovativer TS3-Technologie

    Es dauert nur wenige Fahrminuten, um die Zürcher Innenstadt von Zollikerberg, einem Dorfteil der Gemeinde Zollikon, zu trennen. Nachdem man gerade noch auf dem Sechseläutenplatz vor der Oper stand, eröffnen sich kurz darauf weite Wiesen und Selbstpflückfelder. Nur einen Steinwurf von der Forchstrasse entfernt, die Stadt und Land auf direktem Weg verbindet, wurden im letzten Jahr zwei Mehrfamilienhäuser in Holzbauweise fertiggestellt – auf dem Grundstück eines Bauernhofs, der immer noch bewohnt und bewirtschaftet wird.

    Harmonie zwischen Tradition und Moderne
    Früher haben regelmässig Schafe auf der grossen Wiese des Anwesens geweidet. Heute ragen zwei vierstöckige Gebäude mit insgesamt 22 Mietwohnungen über das Gras. Die beiden Mehrfamilienhäuser bilden ein harmonisches Ensemble, das möglicherweise später durch einen dritten Baukörper ergänzt werden könnte, falls eine Verdichtung erforderlich sein sollte. Zu Beginn der Planung war noch nicht klar, ob es sich um Holz- oder Massivbauten handeln sollte. Die Bauherren hatten keine spezifischen Vorgaben gemacht, als sie 2018 einen privaten Wettbewerb ausschrieben. Der Zufall begünstigte jedoch den Holzbau: Das Zürcher Büro Merkli Degen Architekten, das zum Wettbewerb eingeladen wurde und diesen gewann, arbeitete zu dieser Zeit mit der Timbatec AG zusammen. Das bekannte Schweizer Ingenieurbüro entwickelte damals gemeinsam mit der Fachhochschule Biel und der ETH Zürich eine neue Verbindungstechnologie, um auch grössere Spannweiten mit Brettsperrholzplatten zu überbrücken – und zwar ohne Unterzüge oder zusätzliche Zwischenstützen.

    Die Zukunft des Bauens
    In Zukunft soll es also möglich sein, mit Holz das zu erreichen, was bisher nur mit Stahlbeton möglich war. Die TS3-Verbindungstechnologie steckte im Jahr 2018 noch in den Kinderschuhen, ist aber mittlerweile etabliert. Vollholzplatten, die ganze Geschossdecken bilden können, eröffnen völlig neue Möglichkeiten für den Holzbau.
    «Es war reiner Zufall, dass wir auf TS3 aufmerksam wurden», erzählt Ueli Degen, einer der Gründer von Merkli Degen Architekten. «Ursprünglich sprachen wir mit den Ingenieuren von Timbatec über ein anderes Holzbauprojekt.»

    Sie berichteten uns über die Entstehung ihres neuesten Verbindungssystems und präsentierten uns ein entsprechendes Beispiel. Diese bahnbrechende Technologie hat uns seitdem nicht mehr losgelassen. Irgendwann kam uns die Idee, TS3 bei dem Bauprojekt in Zollikerberg einzusetzen. Vor der Entscheidung, ob Holz- oder Massivbau verwendet werden sollte, wurden gründliche Untersuchungen und Vergleiche angestellt. Letztendlich setzte sich der Holzentwurf durch, der später von der Firma Holzbau Oberholzer GmbH realisiert wurde. Durch die Verwendung eines Holzgebäudes konnte eine harmonische Verbindung zum bestehenden Bauernhaus hergestellt werden, das ebenfalls aus Holz besteht.

    Die Kombination eines Holzbaus mit der TS3-Technologie versprach zudem eine wirtschaftlich attraktive Lösung zu sein, die auch die Bauzeit erheblich verkürzen würde. Dennoch dauerte es eine Weile, bis sich die Bauherren für den Holzbau entschieden. Vor fünf Jahren, als die Gebäude geplant wurden, war noch viel Überzeugungsarbeit nötig, um einen Holzbau in dieser Grösse durchzusetzen.

  • Neue Massstäbe in der Immobilienbewirtschaftung

    Neue Massstäbe in der Immobilienbewirtschaftung

    Mit dem neuen Target Operating Model setzt Wincasa einen bedeutenden Schritt zur Optimierung seiner Dienstleistungen. Die organisatorische und räumliche Trennung der Bewirtschaftung von Wohn- und Gewerbeliegenschaften ermöglicht eine spezialisierte und professionelle Betreuung beider Bereiche. Philipp Schoch, betont, dass das TOM-Projekt auf die aktuellen Anforderungen der Immobilienbewirtschaftung ausgerichtet ist. Durch diese Neuausrichtung profitieren sowohl Mietende und Eigentümer als auch die Mitarbeitenden.

    Persönliche Anlaufstellen für Wohnungsmietende
    Im Bereich Wohnen plant das Unternehmen die Eröffnung von insgesamt 18 Walk-in-Standorten, die es Wohnungsmietenden und anderen Stakeholdern ermöglichen, ihre Anliegen persönlich und ohne Voranmeldung zu klären. Diese physischen Anlaufstellen ergänzen die bestehenden digitalen Kanäle, wie die Mieter-App und den telefonischen Kundendienst. Nach dem erfolgreichen Pilotprojekt in Basel werden bis Ende 2025 alle 18 Standorte schrittweise in Betrieb genommen.

    Kompetente Betreuung für Gewerbemietende
    Für die Bewirtschaftung von Gewerbeimmobilien werdem acht spezialisierte Standorte eingerichtet. Gewerbemietende profitieren von einer hochprofessionellen Betreuung durch ausgewiesene Spezialisten, die alle Phasen des Bewirtschaftungsprozesses abdecken. Da Gewerbeimmobilien komplexere Anforderungen haben und langjährige Mietverträge sowie Leerstandsmanagement erfordern, wurden die Jobprofile entsprechend angepasst und die Mitarbeitenden umfassend geschult.

    Karrierechancen für Mitarbeitende
    Das innovative Bewirtschaftungsmodell bietet den Mitarbeitenden von Wincasa spannende Karrierechancen und neue Funktionen wie technische Bewirtschafter, Vermietungsspezialisten und Standortleiter. Die Teams erhalten mehr Verantwortung, was die Bindung ans Unternehmen und die Zufriedenheit der Mitarbeitenden stärkt. Somit trägt das TOM auch dazu bei, Wincasa als modernen und attraktiven Arbeitgeber zu positionieren und dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken.

    Messbare Erfolge für Eigentümer
    An allen Standorten wird die Performance in Echtzeit gemessen und auf Dashboards angezeigt, um wichtige Kennzahlen wie Leerstände transparent zu machen. Dies ermöglicht den Teams, schnell und effizient auf Veränderungen zu reagieren und die Bewirtschaftung kontinuierlich zu optimieren. Das neue Modell soll dadurch auch messbare Erfolge für die Eigentümer der Liegenschaften liefern.

  • Der Rolf-Liebermann-Weg am Rande von Zürich

    Der Rolf-Liebermann-Weg am Rande von Zürich

    Das Projekt «Rolf-Liebermann-Weg» entwickelt von Mettler Entwickler AG mit der Bauherrschaft Asga Pensionskasse, profitiert von seiner einmaligen Lage am Stadtrand von Zürich, zwischen dem Schulhaus Staudenbühl und den idyllischen Grünflächen des Hürst-Gebiets. Die Hanglage eröffnet spektakuläre Ausblicke auf den Zürichberg und die Alpen, während die gute Anbindung an das Verkehrsnetz und die Nähe zu Einkaufs- und Dienstleistungszentren urbanen Komfort bieten.

    Die geplante Wohnsiedlung zeichnet sich durch ihre L-förmige Anordnung aus, die grosszügige Freiräume für Gemeinschaftsaktivitäten und individuelle Entfaltung lässt. Der vielfältige Wohnungsmix reicht von kompakten 1½-Zimmer-Wohnungen bis zu geräumigen 5½-Zimmer-Wohnungen, um ein breites Spektrum an Bewohnerinnen und Bewohnern anzusprechen – von Singles über Senioren bis hin zu Familien.

    Architektonisch setzt das Projekt auf einen innovativen Hybridbau. Eine Kombination aus tragendem Mauerwerk im Inneren und einer ästhetisch ansprechenden, hinterlüfteten Holzfassade. Betonelemente in den Untergeschossen und den Erschliessungskernen sowie die Wohnungstrennwände garantieren Stabilität und Privatsphäre. Die begrünten Dächer fördern die Biodiversität und das Mikroklima der Siedlung und werden durch die Integration von Photovoltaikanlagen ergänzt, die nachhaltige Energiegewinnung unterstützen.

    Mit der geplanten Fertigstellung Ende 2027 setzt der «Rolf-Liebermann-Weg» neue Massstäbe für modernes, nachhaltiges Wohnen in Zürich, indem er die Balance zwischen Natur und städtischem Leben meisterhaft gestaltet.

  • Diese Wandfarbe reinigt sich selbst und baut Schadstoffe ab

    Diese Wandfarbe reinigt sich selbst und baut Schadstoffe ab

    Forscher der Technischen Universität Wien haben eine Wandfarbe entwickelt, die sich durch Sonneneinstrahlung selbst reinigt und Schadstoffe aus der Luft chemisch abbauen kann. Es ist allgemein bekannt, dass Wandfarben schnell schmutzig werden und regelmässig erneuert werden müssen. Zudem kämpfen wir immer noch mit Luftschadstoffen in unseren Innenräumen. Die Notwendigkeit, Farbe regelmässig zu erneuern, steht im Widerspruch zu nachhaltigen Wohn- und Umweltprinzipien. Das Forschungsteam der Technischen Universität Wien und der Università Politecnica delle Marche in Italien hat eine Lösung für dieses Problem entwickelt: Eine Wandfarbe, die sich unter dem Einfluss von Sonnenlicht selbst reinigt und zudem Luftschadstoffe abbauen kann.

    Nano-Titanoxid-Partikel ermöglichen neue Durchbrüche
    Viele Menschen träumen von einer Wandfarbe, die sich von selbst reinigt. Dieser Traum könnte nun endlich Realität werden. Der Schlüssel zu dieser bahnbrechenden Innovation liegt in der Integration von speziell modifizierten Titanoxid-Nanopartikeln in die Farbe. Diese winzigen Partikel nutzen die katalytische Kraft des Lichts, um nicht nur Schadstoffe aus der Luft anzuziehen, sondern sie auch effektiv abzubauen. Dadurch bleibt nicht nur die Luft sauberer, sondern die Wandfarbe behält auch über einen längeren Zeitraum ihre Schönheit und Reinheit. «Seit Jahren versucht man, spezielle Wandfarben zur Luftreinigung einzusetzen», erklärt Prof. Günther Rupprechter vom Institut für Materialchemie an der TU Wien. «Titanoxid-Nanopartikel sind hier besonders vielversprechend, da sie eine Vielzahl von Schadstoffen binden und abbauen können.» Zu den Schadstoffen, die entfernt werden können, gehören beispielsweise Haushaltschemikalien oder Emissionen aus Baumaterialien und Möbeln. Herkömmliche Titanoxidpartikel mussten bisher mit UV-Licht aktiviert werden, um ihre reinigende Wirkung zu entfalten – eine Anforderung, die in Innenräumen schwer umsetzbar ist. Das Forschungsteam hat es geschafft, die Partikel so zu modifizieren, dass sie bereits durch das breitere Spektrum des sichtbaren Sonnenlichts aktiviert werden können. Dies wurde erreicht durch die Zugabe von Phosphor, Stickstoff und Kohlenstoff zu den Titanoxidpartikeln, wodurch sie in der Lage sind, Schadstoffe auch ohne direkte UV-Bestrahlung abzubauen.

  • Siedlungsentwicklung nach innen trotz Lärmbelastung ermöglichen

    Siedlungsentwicklung nach innen trotz Lärmbelastung ermöglichen

    Die UREK-S hält am Beschluss des Ständerats fest, in lärmbelasteten Gebieten zu bauen, unter der Bedingung einer kontrollierten Wohnraumlüftung und Fenstern primär für Beleuchtungszwecke. In diesen Fällen müssen keine Lärmgrenzwerte mit geöffneten Fenstern eingehalten werden. Die Kommission ist überzeugt, dass diese Regelungen die Schaffung von Wohnraum an zentralen Standorten begünstigen und somit die Siedlungsentwicklung nach innen fördern werden.

    Hinsichtlich des Baus in der Nähe von Flughäfen lehnt die Kommission einen neuen spezifischen Fluglärmgrenzwert ab, wie es der Nationalrat vorgeschlagen hat. Sie bevorzugt die bundesrätliche Regelung, die Ausnahmen von den Anforderungen bei Fluglärm ermöglicht. Diese Regelung erlaubt es ihrer Meinung nach, trotz Fluglärm verdichtet zu bauen.

    Die Kommission schlägt vor, die Bestimmung zur Höchstgeschwindigkeit auf verkehrsorientierten Strassen aus dem Gesetz zu streichen. Temporeduktionen sollten nicht grundsätzlich verboten sein, sondern durch bereits beschlossene Massnahmen umgesetzt werden.

    In Bezug auf die Altlastensanierung von Spielplätzen bestätigt die Kommission mit Stichentscheid des Präsidenten den ständerätlichen Beschluss bezüglich privater Kinderspielplätze und Hausgärten mit Schadstoffbelastung. Sie lehnt es ab, dass der Bund Abgeltungen aus dem VASA Altlasten-Fonds für freiwillige Sanierungen bereitstellen kann. Die Kommission befürwortet die Sanierung belasteter privater Spielplätze und Gärten, jedoch ohne Bundesmittel einzusetzen. Kantone können Sanierungen finanziell unterstützen, wenn sie dies wünschen. Einige Mitglieder beantragen, dem Nationalrat zu folgen, ausser in Bezug auf die Regelung, dass die Eigentümer grundsätzlich für die Sanierungskosten aufkommen müssen.

  • Neue Bauvorschriften zur Lärmbelastung: Chancen für Immobilienentwicklung

    Neue Bauvorschriften zur Lärmbelastung: Chancen für Immobilienentwicklung

    In der Schweiz stehen wir vor der Herausforderung, den Wohnungsmarkt zu erweitern und gleichzeitig die Lebensqualität der Bewohner zu gewährleisten. Insbesondere in städtischen Gebieten mit hoher Lärmbelastung ist es wichtig, einen Kompromiss zwischen innerer Verdichtung und dem Schutz vor Lärm zu finden. Der Nationalrat hat nun eine Lösung vorgeschlagen, die diese beiden Ziele in Einklang bringt.

    Die neuen Bauvorschriften ermöglichen es, in lärmbelasteten Gebieten neue Wohnungen zu errichten, ohne die Gesundheit und das Wohlbefinden der Bewohner zu gefährden. Ein zentraler Punkt ist die Anforderung, dass in jeder Wohneinheit mindestens ein lärmempfindlicher Raum über ein Fenster verfügen muss, bei dem die Immissionsgrenzwerte eingehalten werden. Dies stellt sicher, dass Bewohner trotz der Nähe zu Verkehrswegen oder anderen Lärmquellen einen ruhigen Rückzugsort haben.

    Darüber hinaus müssen die übrigen Räume entweder über eine kontrollierte Wohnraumlüftung verfügen oder es muss ein ruhiger, privat nutzbarer Aussenraum vorhanden sein. Diese Massnahmen tragen dazu bei, den Lärmschutz zu gewährleisten und gleichzeitig die Möglichkeiten für Immobilienentwickler zu erweitern.

    Der Ständerat hatte im Dezember für noch grosszügigere Erleichterungen plädiert, während die Ratslinke eine vorsichtigere Herangehensweise bevorzugte. Letztendlich wurde ein ausgewogener Ansatz gewählt, der den Bedürfnissen sowohl der Bewohner als auch der Immobilienbranche gerecht wird.

    Für Kadermitarbeiter im Fachbereich Immobilien und Standortförderung eröffnen sich durch diese neuen Regelungen interessante Perspektiven. Die Möglichkeit, in lärmbelasteten Gebieten zu bauen, erweitert den Handlungsspielraum und erfordert gleichzeitig eine sorgfältige Planung und Umsetzung. Es ist wichtig, die Bedürfnisse der Bewohner und die gesetzlichen Anforderungen gleichermassen zu berücksichtigen, um nachhaltige und attraktive Wohnprojekte zu realisieren.

    Die Immobilienbranche sollte sich auf diese Veränderungen vorbereiten und die Chancen nutzen, die sich aus der ausgewogenen Balance zwischen innerer Verdichtung und Lärmschutz ergeben. Die Zukunft des Wohnungsbaus in lärmbelasteten Gebieten liegt in der intelligenten Integration von Architektur, Technologie und Nachhaltigkeit – eine Herausforderung, der sich Kadermitarbeiter mit Weitblick stellen können.

  • Immobilienmarkt zeigt leichte Entspannung

    Immobilienmarkt zeigt leichte Entspannung

    Die Preise für Einfamilienhäuser sind im Februar um 1,0 Prozent gegenüber Januar gesunken, informiert die SMG Swiss Marketplace Group (SMG) in einer Mitteilung zum aktuellen Swiss Real Estate Offer Index. Damit sei der deutliche Anstieg der Preise zum Jahresbeginn wieder zurückgenommen worden, schreiben die Fachleute von SMG. In der SMG Swiss Marketplace Group sind die digitalen Marktplätze von TX GroupRingier und Mobiliar vereint.

    In den letzten zwölf Monaten sind die Preise für Einfamilienhäuser mit einem nur leichten Anstieg um 0,1 Prozent relativ stabil geblieben. Auch am Markt für Stockwerkseigentum haben die Fachleute von SMG eine Beruhigung registriert. Hier wurde im Februar eine Nullrunde beobachtet. Nach deutlich stärkeren Anstiegen in den Vorjahren legten die Preise über die letzten zwölf Monate hinweg schweizweit durchschnittlich nur noch 2,9 Prozent zu.

    Die Angebotsmieten für Wohnungen gaben im Februar schweizweit um durchschnittlich 0,6 Prozent gegenüber Januar nach. Innerhalb der Regionen fielen die Angebotsmieten vor allem in der Zentralschweiz, der Grossregion Zürich, dem Tessin und der Ostschweiz geringer als im Vormonat aus. Die Angebotsmieten im Mittelland und der Genferseeregion legten hingegen leicht zu.

    «Nach einem mehrmonatigen Anstieg brachte der Februar einen Lichtblick für Wohnungssuchende», wird Martin Waeber, Managing Director Real Estate der SMG Swiss Marketplace Group, in der Mitteilung zitiert. Ihm zufolge hängt dies unter anderem mit der geplanten Beibehaltung des mietrechtlichen Referenzzinssatzes auf aktuellem Niveau zusammen.

  • Neue Wege im Umgang mit grauer Energie und Wohnraumallokation

    Neue Wege im Umgang mit grauer Energie und Wohnraumallokation

    Die Immobilienbranche steht vor der Herausforderung, ihren CO2-Fussabdruck zu reduzieren. Während institutionelle Anleger bereits Fortschritte gemacht haben, zeigt Fredy Hasenmaile auf, dass der nächste Schritt die Berücksichtigung der grauen Energie – die Energie, die für den Bau von Immobilien und deren Materialien aufgewendet wird – ist. Die bisherigen Bemühungen konzentrierten sich vor allem auf die Betriebsphase von Immobilien, doch der Einbezug der grauen Energie in die Berechnungen könnte das Verständnis von Nachhaltigkeit im Bauwesen revolutionieren.

    Hasenmaile weist in seiner Analyse auch auf eine problematische Fehlallokation von Wohnraum in der Schweiz hin, verursacht durch das aktuelle Mietrecht, das zu einer starken Diskrepanz zwischen Angebots- und Bestandsmieten führt. Besonders ältere Haushalte verbleiben in zu grossen Wohnungen, da ein Umzug in kleinere Einheiten finanziell unattraktiv ist. Dies führt zu einer ineffizienten Nutzung des Wohnraums und einer zunehmenden Wohnungsknappheit.

    Die Studie von Raiffeisen Schweiz identifiziert ein enormes Potenzial zur Verbesserung der Wohnraumallokation: Würden die Wohnungen so verteilt, dass jeder Haushalt nur ein Zimmer mehr hätte als Personen, könnten 170’000 Wohnungen eingespart werden. Dies würde nicht nur das Problem der Wohnraumknappheit lindern, sondern auch erhebliche Mengen an grauer Energie einsparen.

    Angesichts des erwarteten Anstiegs der Neumieten und der daraus resultierenden Vergrösserung der Fehlanreize, die auch zu Leerkündigungen und geringer Mietermobilität führen, appelliert Hasenmaile an die Notwendigkeit, die mietrechtlichen Ursachen dieser Fehlallokation zu adressieren und innovative Lösungen für einen effektiveren Wohnraumtransfer zu finden.

  • Neugestaltung im Herzen von Thun

    Neugestaltung im Herzen von Thun

    Das Bälliz, gelegen am südwestlichen Rand der Altstadt von Thun, birgt vier Liegenschaften im Besitz der Frutiger Pensionskasse. Diese historischen Gebäude sind trotz ihres schlechten Zustands erhaltenswert und teilweise noch vermietet. Die besondere Bedeutung des Gebietes Bälliz spiegelt sich in seiner Aufnahme ins Bundesinventar ISOS wider, welches es als ein Ortsbild von nationaler Relevanz kennzeichnet. Demzufolge muss seine charakteristische Struktur weitestgehend bewahrt werden.

    Vorherige Herausforderungen
    Eine 2015 durchgeführte Machbarkeitsstudie stiess auf Ablehnung von verschiedenen eidgenössischen Kommissionen. Vor allem ein fünfgeschossiger Neubau war umstritten. Als Reaktion darauf wurde ein Workshop organisiert, um neue Richtlinien für die Entwicklung des Gebietes zu definieren und einen Projektwettbewerb vorzubereiten.

    Ein Siegerkonzept tritt hervor
    Im Rahmen eines Studienauftrags 2022 wurden mehrere Entwürfe eingereicht. Das Team von Baumann Lukas Architektur überzeugte das Beurteilungsgremium mit einem Entwurf, der städtische und atmosphärische Aspekte ideal miteinander verband. Dieser Entwurf würdigt die historische Struktur der Region und zeigt eine Respektierung der typischen Riemenparzellierung. Er integriert Haupthäuser und Nebengebäude auf eine Weise, die der Bedeutung des Ortes entspricht. Das Erdgeschoss wird weiterhin für das Publikum zugängliche Nutzungsbereiche bieten, während die oberen Etagen überwiegend Wohnungen enthalten werden.

    Vielfalt gegen Eintönigkeit
    Der Entwurf von Baumann Lukas Architektur hebt sich durch seine Diversität ab. Das Design nimmt Bezug auf die charakteristischen Strukturen des Mittelalters und sieht innovative Entwicklungen vor, wie den öffentlichen «Gässlihof», der seine Authentizität durch die Erhaltung eines historischen Bauwerks bewahrt. Im Gegensatz dazu waren andere eingereichte Entwürfe in ihren Vorschlägen nicht so differenziert und konnten das Beurteilungsgremium nicht in gleichem Masse überzeugen.

  • ⁠Nachhaltiges Wohnbauprojekt «Neue Freistatt» nimmt Form an

    ⁠Nachhaltiges Wohnbauprojekt «Neue Freistatt» nimmt Form an

    In Thun nimmt das nachhaltige Wohnbauprojekt «Neue Freistatt» Form an, das von Brügger Architekten und Studio Vulkan Landschaftsarchitektur entworfen wurde. Ziel des Projekts ist eine Innenentwicklung, die erschwinglichen Wohnraum für eine breite Bevölkerungsschicht bietet. Geplant sind 260 Wohnungen, eine Poststelle, ein Quartierzentrum mit Café, ein Kindergarten und eine Kita. Die Stadt Thun sowie die Bauträger, GBWG Freistatt und die Städtische Pensionskasse, haben das Projekt im letzten Jahr gemeinsam geschärft, und nun liegt das Richtprojekt vor, das als Basis für das konkrete Bauprojekt dient.

    Die Städtische Pensionskasse Thun und die GBWG Freistatt sind sich bei der Aufteilung einig. Die Pensionskasse übernimmt die Bauten an der Länggasse bis zum Kreisel Mattenstrasse-Länggasse, während die GBWG Freistatt die Bauten entlang des Jägerwegs sowie alle Bauten an der Mattenstrasse und stadtauswärts des Kreisels übernimmt. Beide Parteien arbeiten eng bei der Infrastruktur, den Aussenbereichen und den Parkplätzen zusammen.

    Das städtebauliche Konzept basiert auf einer Gartenstadtidee mit einem hohen Grünanteil optimierter Wegführung und hohen ökologischen Ansprüchen. . Die Gebäude entlang des Jägerwegs und der Länggasse unterstreichen die Gliederung des Areals. Hier sind vier- bis siebengeschossige Gebäude geplant, die verschiedene Wohnformen ermöglichen. Ein öffentlicher Freiraum zwischen den Häusern sowie der Lindenplatz mit Gemeinschaftshaus bilden das Herz der «Neuen Freistatt».

    Bei der Weiterbearbeitung wurden Themen wie Volumenstaffelung, Dachgestaltung und Beschattung in den Fokus gerückt, wobei die Gebäudehöhen und der Schattenwurf als verträglich bewertet wurden. Ein überarbeitetes Verkehrskonzept rundet das Projekt ab. Die Volksabstimmung ist im Frühling – Sommer 2024 vorgesehen und der Baustart ist für 2025 geplant. Die Realisierung erfolgt in drei aufeinanderfolgenden Etappen, wobei die ersten Wohnungen voraussichtlich ab 2027 bezugsbereit sein werden. Interessenten können über die Website neuefreistatt.ch kontinuierlich auf dem Laufenden gehalten werden.

  • Realiste nimmt fünf Schweizer Städte in Immo-Plattform auf

    Realiste nimmt fünf Schweizer Städte in Immo-Plattform auf

    Das Dubaier Proptech-Unternehmen Realiste hat fünf Schweizer Städte in seine weltumspannende Online-Plattform integriert. Realiste hat laut seiner Medienmitteilung zum Ziel, den Immobilienmarkt der wichtigsten Städte auf globaler Ebene zu digitalisieren. Das soll Anlegenden Analysen und Transaktionen erleichtern.

    „Wir haben gerade Tel Aviv und fünf neue Städte in der Schweiz zu unserer Plattform hinzugefügt“, wird der CEO und Gründer Alex Galtin zitiert. Damit habe seine Firma „den grossen Meilenstein von 100 Städten“ erreicht. Im „Global real estate price index“ von Realiste werden Bern, Genf, Lausanne, Luzern und Zürich aufgeführt.

    Das auf Immobilienlösungen spezialisierte Künstliche-Intelligenz-Unternehmen ist eigenen Angaben zufolge in den vergangenen zehn Monaten exponentiell gewachsen, von nur zehn Städten zu Beginn des Jahres auf über 100 bis zum Jahresende. Nun könnten die Nutzenden auf der Realiste-Plattform Daten zu Wohnimmobilien auf der ganzen Welt einsehen. Realiste expandiere vor allem in Immobilienhochburgen und etablierten Märkten.

    Bislang sind nur in Dubai und Bali Wohnungen direkt über die Plattform zu buchen. Das Unternehmen zeigt sich jedoch optimistisch, was die weitere Entwicklung angeht. Es habe sich schliesslich zum Ziel gesetzt, das erste vollständige Online-Immobilienerlebnis zu schaffen.

  • Gegenvorschlag zur Initiative «Bezahlbare Wohnungen für Zürich»

    Gegenvorschlag zur Initiative «Bezahlbare Wohnungen für Zürich»

    Im 15. März 2022 wurde die Volksinitiative «Bezahlbare Wohnungen für Zürich» mit rund 8900 gültigen Stimmen der Stadtkanzlei eingereicht. Die Volksinitiative verlangt, dass die Stadt und ihre Wohnbaustiftungen mehr Liegenschaften und Grundstücke kaufen. Das Stiftungskapital der drei städtischen Wohnbaustiftungen Stiftung Alterswohnungen der Stadt Zürich (SAW), Stiftung Wohnungen für kinderreiche Familien (SWkF) und Stiftung PWG zur Erhaltung von preisgünstigen Wohn- und Gewerberäumen der Stadt Zürich sollen deshalb um insgesamt 250 Millionen Franken erhöht werden. Die SAW würde verpflichtet, mit der Kapitalerhöhung bis 2040 um 2000 Wohnungen zu wachsen.

    Für den Kauf oder Bau neuer Wohnungen soll der Stadtrat den Wohnbaustiftungen Darlehen und Bürgschaften gewähren können. Die Möglichkeit einer Bürgschaft stünde auch Wohnbaugenossenschaften offen. Zudem verlangt die Volksinitiative, fünf Prozent der neu erworbenen städtischen Mietwohnungen an sozial benachteiligte Personen zu vermieten. Die Initiative fordert in Form eines ausgearbeiteten Entwurfs eine Änderung der Gemeindeordnung und als Nebenänderung die Anpassung dreier Gemeindebeschlüsse.

    Gegenvorschlag des Stadtrats zur Volksinitiative
    Der Stadtrat hat die Volksinitiative für gültig erklärt und begrüsst die Stossrichtung der Initiative. Er beurteilt es als gerechtfertigt, dass der Erwerb von Liegenschaften in der Gemeindeordnung verdeutlicht wird.

    Ebenso unterstützt er eine Grundsatzbestimmung für die Gewährung von Darlehen und Bürgschaften für den Erwerb von Liegenschaften in Kompetenz des Stadtrats für mehr gemeinnützigen Wohnraum. Dasselbe gilt für die Erhöhung der Stiftungskapitalien. Dennoch lehnt der Stadtrat die Initiative ab und unterbreitet dem Gemeinderat zuhanden der Stimmberechtigten einen Gegenvorschlag. Im Gegenvorschlag ist vorgesehen, dass das Stiftungskapital aller vier städtischen Wohnbaustiftungen erhöht werden soll – auch jenes der jüngsten Wohnbaustiftung, der Stiftung Einfach Wohnen (SEW), zu der es in der Initiative keinen entsprechenden Antrag gibt. Abweichend von der Volksinitiative beantragt der Stadtrat im Gegenvorschlag für Darlehen und Bürgschaften eine beschränkte Kompetenzdelegation an den Stadtrat. Damit wird bei einem Betrag von über 20 Millionen Franken eine Volksabstimmung notwendig.

    Förderung von Alterswohnungen
    Die Forderung der Volksinitiative, die Stiftungskapitalerhöhung für die SAW mit einem konkreten Wachstumsziel zu verknüpfen, wird nicht in den Gegenvorschlag aufgenommen. Die Verankerung eines Wachstumsziels in der Gemeindeordnung für eine einzelne Trägerschaft scheint dem Stadtrat nicht sachgerecht. Der Gemeinderat hat zudem bereits der Volksinitiative «Mehr Alterswohnungen für Zürich [Plus 2000]» zugestimmt. Damit wird dem berechtigten Anliegen der vorliegenden Volksinitiative nach mehr Alterswohnungen aus Sicht des Stadtrats bereits entsprochen.

    Massnahmen zugunsten sozial benachteiligter Menschen
    Der Stadtrat ist sich bewusst, dass es insbesondere für sozial benachteiligte Menschen schwierig ist, eine bezahlbare Wohnung zu finden. Die quantitative Forderung der Initiative wird aber in der Praxis weitgehend erfüllt. Eine entsprechende Regelung in der Gemeindeordnung würde keinen Mehrwert bringen. Er würdigt das Anliegen, nimmt dieses aber nicht in den Gegenvorschlag auf.

  • Zukunft für 500 gemeinnützige Wohnungen im Josef-Areal

    Zukunft für 500 gemeinnützige Wohnungen im Josef-Areal

    Die neu gegründete IG Zentrum Hardbrücke (IGZH) setzt sich leidenschaftlich für ein vielfältiges, urbanes und ökologisches Zürich-West ein. Die IGZH sieht die Notwendigkeit, das Quartier mit mehr Leben zu erfüllen, insbesondere durch die Steigerung des derzeit niedrigen Wohnanteils von nur 12 Prozent. Aus diesem Grund hat die IG Zentrum Hardbrücke eine Untersuchung in Auftrag gegeben, um herauszufinden, ob und wie auf dem Josef-Areal, das im Besitz der Stadt Zürich ist, Wohnungen realisiert werden können.

    Dringender Bedarf an Wohnraum in Zürich-West
    Die Ergebnisse dieser Untersuchung zeigen, dass, abhängig von der Ausnutzung des Areals, bis zu 500 gemeinnützige Wohnungen auf dem Josef-Areal gebaut werden könnten. Die Förderung von gemeinnützigem Wohnraum soll dazu beitragen, die Vielfalt im Quartier zu erhöhen. Angesichts des Scheiterns der Pläne für Wohnungen auf dem benachbarten Neugass-Areal und der Ankündigung der SBB, vorerst keine Wohnungen an der Neugasse zu bauen, ist dieser zusätzliche Wohnraum umso dringlicher.

    Wohnungen sind nun wichtiger denn je
    Die IG Zentrum Hardbrücke ist sich bewusst, dass die Stadt bereits weit fortgeschrittene Pläne für die Entwicklung des Josef-Areals hat, die jedoch keine Wohnungen vorsehen. Die IGZH ist jedoch der Ansicht, dass sich die Situation nach dem Scheitern des Neugass-Projekts grundlegend geändert hat und dass das Quartier dringend Wohnraum benötigt. Die IGZH sieht die Gelegenheit auf dem Josef-Areal als eine Chance, die nicht vertan werden sollte.

    Wohnungen als sinnvolle Ergänzung
    Eine Arbeitsgruppe der IG Zentrum Hardbrücke hat verschiedene Szenarien für Wohnungen auf dem Josef-Areal erarbeitet, die im Hochparterre-Sonderheft „Josef will wohnen“ veröffentlicht wurden. Es wird deutlich, dass die Idee, Wohnungen auf dem Josef-Areal zu errichten, nicht im Widerspruch zu den Plänen der Stadt steht. Das Konzept der Arbeitsgruppe ermöglicht auch die Umsetzung des Hallenbads für Schulkinder, der Alterswohnungen, der Quartierräume und der Grünflächen. Lediglich der Werkhof für das Tiefbauamt könnte am Stadtrand besser untergebracht werden als in zentraler Lage mitten im Quartier.

    Die politische Entscheidung ist gefragt
    Um Wohnungen auf dem Josef-Areal überhaupt in Betracht zu ziehen, ist ein aktives politisches Handeln erforderlich. Das Josef-Areal ist derzeit als Zone für öffentliche Bauten und Anlagen (ZöBA) ausgewiesen, in der Wohnungen nicht erlaubt sind. Eine Umnutzung ist jedoch möglich und hängt von politischem Willen ab. Die IG Zentrum Hardbrücke hofft, dass die Veröffentlichung von „Josef will wohnen“ die notwendigen Diskussionen in Gang setzt.

  • Halter realisiert Wohnbebauung in Rothenburg

    Halter realisiert Wohnbebauung in Rothenburg

    Ein von der Schlieremer Halter AG geführtes Projektteam wird in Rothenburg zwei baugleiche Gebäude errichten, wie aus einer Medienmitteilung hervorgeht. Dabei werden 16 Wohnungen mit 3,5 Zimmern, acht Wohnungen mit 4,5 Zimmern und sechs Wohnungen mit 2,5 Zimmern entstehen. Die Wohnungen mit 2,5 Zimmern werden als Alterswohnungen vermietet. Ausserdem wird der Komplex über Neben- und Kellerräume sowie eine Einstellhalle mit 31 Parkplätzen verfügen.

    Nachdem kürzlich der Spatenstich erfolgt ist, strebt die Halter AG einen Abschluss der Arbeiten am Rohbau im ersten Halbjahr 2024 an. Die Wohnungen sollen dann Anfang 2025 bezugsbereit sein. Bauherr ist die in Luzern ansässige Caranto AG.

  • Swiss Prime Site plant 2400 neue Wohnungen

    Swiss Prime Site plant 2400 neue Wohnungen

    Die Asset Management-Einheit von Swiss Prime Site Solutions plant einer Medienmitteilung zufolge bis 2027 über 2400 zusätzliche Wohnungen. Seit ihrer Gründung im Jahr 2017 habe die Immobiliengesellschaft bereits über 1000 neue Mietwohnungen gebaut. Das verwaltete Anlagevermögen sei auch unter den aktuell anspruchsvollen Marktbedingungen seit Anfang Jahr um 0,5 auf 8,2 Milliarden Franken gewachsen.

    Trotz höherer Zinsen und gerade in Zeiten erhöhter Inflation zeigt sich laut CEO Anastasius Tschopp klar: „Professionell gemanagte Immobilien bleiben ausgezeichnete Investitionen, insbesondere für institutionelle Anleger wie Pensionskassen und Stiftungen. Dabei setzen wir einen klaren Fokus auf nachhaltige Immobilien.“

    Mit ihren Fonds und Immobilienprodukten verfolge die Gesellschaft „konsequent einen CO2-Absenkungspfad mit dem Ziel der Klimaneutralität des gesamten Immobilienportfolios bis 2050“, heisst es in der Mitteilung weiter. Alle Neubauprojekte zielten neben dem ökologischen auch auf sozial und unternehmerisch langfristigen Mehrwert. „Unsere Investitionen“, so Tschopp, „schaffen Arbeitsplätze, neuen Wohn- und Lebensraum, sie tragen zur Wertschöpfung des Landes sowie zur Sicherung der Renten der Schweizer Bevölkerung bei“.

  • Schneller bauen – dank Virtual Reality

    Schneller bauen – dank Virtual Reality

    Eine der Hauptursachen für den Rückgang der Bautätigkeit sind die komplexen und langwierigen Bewilligungsverfahren. Laut der Studie der ZKB dauert es im Landesschnitt 140 Tage vom Baugesuch bis zur Baubewilligung, was 67 Prozent mehr ist als noch 2010. Besonders in dicht besiedelten Gebieten dauert es noch länger: im Kanton Genf 500 Tage und im Kanton Zürich 330 Tage, wobei sich dieser Wert seit 2010 mehr als verdoppelt hat. Auch die Zunahme der Rekurse und Einsprachen führen zu Verzögerungen und blockierten Projekten.

    Um diese Probleme zu lösen, hilft die weltweit einzigartige Virtual Reality (VR)-Lösung von der Schweizer PropTech-Firma HEGIAS. Die Kommunikation zwischen den verschiedenen Anspruchsgruppen wird durch die Nutzung von VR verbessert, da alle Beteiligten das Gleiche sehen und somit verstehen. Auch wird die Vorstellungskraft von den Behörden weniger herausgefordert, und somit können auch städtebaulich korrektere Entscheidungen getroffen werden.

    Schneller, günstiger und nachhaltiger bauen
    Mit der immersiven Lösung lassen sich komplexe Bewilligungsverfahren reduzieren, da Behörden und Politiker in einer realistischen VR-Umgebung die geplanten Gebäude aus jeder Perspektive und zu jeder Tageszeit im ganzen Jahr betrachten können. Das spart Zeit, Geld und reduziert den Bedarf an teuren und umweltschädlichen Fassadenmustern oder aufwändigen physischen Architekturmodellen sowie 1:1 Mock-ups.

    HEGIAS VR erleichtert und beschleunigt auch die Beurteilung von denkmalgeschützten Bauten, wie zum Beispiel HEGIAS VR erfolgreich von Implenia in der Lokstadt in Winterthur eingesetzt wurde. Die VR-Modelle können auch Nachbarn zeigen, wie sich der Schattenwurf oder der Sonnenstand zu jeder Tageszeit im ganzen Jahr auf ihr Grundstück auswirken würde. VR ermöglicht somit schnelles, günstigeres und nachhaltigeres Bauen.

    Mehr Infos: www.hegias.com

  • Stellwerk 2: Mehr Mobilie als Immobilie?

    Stellwerk 2: Mehr Mobilie als Immobilie?

    Auf dem ehemaligen Milchküchenareal am Bahnhof Winterthur, unmittelbar neben dem heutigen Stellwerk 1, wird neu das Stellwerk 2 gebaut. Es ist ein gemischt genutztes, modernes siebenstöckiges Gebäude.

    Das erste und zweite Obergeschoss mit insgesamt rund 2200 Quadratmetern ist für Büros, medizinische Praxen und Dienstleistungsbetriebe vorgesehen. Die Büroflächen sind auf Flexibilität ausgelegt und lassen sich leicht an neue Raumanforderungen anpassen. Im Erdgeschoss sind 700 Quadratmeter Retailfläche geplant, im Untergeschoss ist eine Erweiterung der städtischen Velostation um rund 500 Abstellplätze geplant.

    In den Obergeschossen entstehen auf 3200 Quadratmetern 66 Wohnungen, die zwischen 33 und 80 Quadratmeter gross sind. Diese sind besonders auf Menschen zugeschnitten, welche die zentrale Lage und optimale Anbindung an den öffentlichen Verkehr schätzen. Als Ergänzung zu den Appartments steht ein kollektiv nutzbares Raumangebot zur Verfügung, zum Beispiel ein Shared Office oder ein Waschsalon.

    Der Projektwettbewerb fand 2018 / 2019 statt. Den ersten Platz belegten Esch Sintzel Architekten.

    Sie entwarfen ein Gebäude mit einer in sich ruhigen, symmetrischen Gesamtform und nach innen gewölbten, geschwungenen Flanken. Sie wollten ein Gebäude schaffen, das wirkt, als sei es mehr Mobilie als Immobilie. Wie die Ecken bei Eisenbahn- oder Tramwagen sind auch die Enden des Gebäudes abgeschrägt.

    Der heute schon bestehende Relaisraum der SBB gibt dem Stellwerk 2 seinen Namen. Er befindet sich auf Höhe des 1. Untergeschosses und wird durch den Neubau teilweise überbaut. Der Relaisraum ist das Herzstück der Stellwerkanlage des Bahnhof Winterthur. Hier laufen unzählige Kabel, Schalter und Motoren zusammen, mit denen die Weichen und Fahrtwege der Züge gestellt werden.

    Das Bewilligungsverfahren für den Bau fand 2021/2022 statt. Der Baubeginn des Stellwerks 2 ist auf Ende 2024, die Inbetriebnahme auf Anfang 2027 geplant.

  • Luzern Nord auf dem Weg zur Smart City

    Luzern Nord auf dem Weg zur Smart City

    Luzern Nord ist ein Entwicklungsschwerpunkt des Kantons Luzern. In den kommenden Jahren sollen hier schrittweise 1500 neue Wohnungen, 4000 zusätzliche Arbeitsplätze, 850 Studienplätze, zwei Erholungszonen und diverse kulturelle Einrichtungen entstehen.

    Um zu einem modernen, ökologischen und lebhaften Zentrum am Fluss zu werden, soll sich Luzern Nord als Smart City entwickeln. Eine Smart City nutzt Technologien, Innovationen und Daten, um die Lebensqualität der Menschen zu erhöhen, den Standort für Unternehmen attraktiver zu machen, die Infrastruktur effizienter zu nutzen und Ressourcen zu schonen.

    Bisher fehlten in der Zentralschweiz noch konkrete Beispiele für den Smart-City-Ansatz in einer Gebietsentwicklung. Luzern Nord soll ein erstes Praxisbeispiel mit wegweisendem Charakter werden – mit den gleichzeitigen Entwicklungen der Stadt Luzern zu einer Smart City wie auch möglichen Kooperationen auf dem Weg zu einer Smart Region Luzern. An diesem vernetzten Ansatz beteiligt sind die Gemeinde Emmen, die Stadt Luzern, der Kanton, der Verkehrsverbund, die Wirtschaftsförderung, Unternehmen, Arealentwickler und die Bevölkerung.

    Die beteiligten Partner sind überzeugt, dass sich das Gebiet Luzern Nord besonders als Smart City eignet, da überdurchschnittlich viele innovative Unternehmen, Investoren und Organisationen vor Ort sind und die Zusammenarbeit bereits gut funktioniert.

    Luzern Nord gliedert sich in sechs Teilgebiete. Die angrenzenden Gebiete Seetalstrasse und Littauerboden gehören ebenfalls zum Entwicklungsschwerpunkt.

    Smartness hat viele Dimensionen
    Der Smart-City-Ansatz ist geprägt von sechs Dimensionen: «Mobility», «Living», «Economy», «Environment», «Governance» und «People». In den Smart-City-Dimensionen «Living» und «People» war in Luzern Nord das partizipative Pilotprojekt «Quartiereffekt» ein Meilenstein. Es ermöglicht der Bevölkerung, eigene Ideen für die Quartiergestaltung zu finanzieren und umzusetzen. Aber auch im Kleinen entstanden spannende Projekte, etwa eine smarte Box, aus der die Bevölkerung via App Bälle, Badminton-Schläger und andere Spiele spontan kostenfrei ausleihen kann.

    Der Materialmarkt «Offcut» im Gebiet Reussbühl verfolgt mit der Wiederverwertung von Rest- und Gebrauchsmaterialien das Ziel der Kreislaufwirtschaft, passend zur Dimension «Environment».
    Die Überbauung «4VIERTEL» am Seetalplatz sorgt in der Dimension «Mobility» für neue Ansätze und stellt ihren Bewohnerinnen und Bewohnern eine Mobilitätstation mit Sharing-Fahrzeugen wie E-Autos, E-Roller, E-Cargobikes und E-Bikes bereit. Zudem erhalten alle autofreien Haushalte jährlich Gutscheine für den ÖV, einen Veloservice oder das hauseigene Sharing-Angebot.

    In der Dimension «Economy» entstand 2022 mit dem Viscosistadt Lab eine neue Forschungskooperation für nachhaltige Textilien. Es will damit die textilen Kompetenzen am Standort in Luzern Nord neu ausrichten.

    Die Viscosistadt entwickelt sich schrittweise zum kreativen Teil von Luzern Nord.

    Transformation in vollem Gange
    Die Transformation von Luzern Nord ist in vollem Gange. Während sich einige Projekte im Bau befinden, wurden bei anderen wichtige planerische Entscheide gefällt.

    In der Viscosistadt wird aktuell ein historisches Industriegebäude der ehemaligen Nylon-6-Fabrik umgebaut. So entstehen rund 20’000 Quadratmeter neue Flächen für Büro und Gewerbe. Gleich angrenzend befindet sich die Baustelle der Überbauung «4VIERTEL» in der Schlussphase. Ab Sommer 2023 ziehen hier die ersten Bewohnerinnen und Bewohner von Luzern Nord ein.

    In der Nähe des Bahnhofs Emmenbrücke entstehen bis 2024 im «Gerliswil Central» 42 neue Wohnungen. Dem Gebiet direkt um den Bahnhof Emmenbrücke sollen das Gebäude Emmenbaum Nord und das neu gestaltete Quartier Schützenmatt ein frisches Gesicht geben.

    Rund um den neuen Seetalplatz entsteht ein städtischer Ort mit hoher Dichte.

    Die Überbauung der Wohnbaugenossenschaft Rüüssegg am Seetalplatz befindet sich kurz vor Baueingabe für rund 380 Wohnungen. Gleich gegenüber der Kleinen Emme in Reussbühl entstehen ab 2024 ebenfalls 80 genossenschaftliche Wohnungen. Kurz vor Baustart stehen die Projekte «Metropool» der Luzerner Kantonalbank und die kantonale Verwaltung am Seetalplatz.

    Einen etwas längeren Zeithorizont hat das Gebiet Reussbühl West. Das gewerblich-industriell genutzte CKW-Areal soll in den kommenden Jahren zu einem attraktiven und lebendigen Stadtquartier werden.

    Auch wenn noch keine neuen Wohnungen bezogen wurden, lebt Luzern Nord bereits heute. Verschiedene Zwischennutzungen wie der kulturelle Treffpunkt «NF49» (bis November 2022) oder die «Garage Emma» mit Ateliers für Kreative, zahlreiche Veranstaltungen wie «Design Schenken» oder die Schweizermeisterschaft der Velokuriere, Kinos und Freizeitangebote wie der «Adventure Room» bescherten Luzern Nord im vergangenen Jahr rund 105’000 Besucherinnen und Besucher. Hinzu kommen tausende Gäste an der Sommerbar «Nordpol» an der Reuss.

  • Immoleo bietet 600 Immobilien in Spanien an

    Immoleo bietet 600 Immobilien in Spanien an

    Das Dietiker Immobilienunternehmen Immoleo GmbH erweitert laut einer Medienmitteilung sein Portfolio. Neu werden Objekte in Spanien zum Kauf angeboten. In den Mietmarkt steigt Immoleo nicht ein. Die knapp 600 Häuser, Wohnungen und Grundstücke im neuen Angebot liegen an den Mittelmeerküsten des Festlands sowie auf den Balearen und den Kanarischen Inseln. Immoleo bezeichnet sich auf der speziellen Internetseite mit dem neuen Angebot selber als Marktführer mit 583 Spanienimmobilien.

    Die Angebote liegen an den drei Küstenabschnitten Costa Blanca rund um Valencia, Costa Calida bei Murcia und an der Costa del Sol in Andalusien mit Schwerpunkt Marbella. Weitere Objekte werden auf Mallorca, Gran Canaria und Lanzarote angeboten.

    Ausserdem will Immoleo auch den Verkäufermarkt in diesen Regionen bedienen und angebotene Liegenschaften verkaufen. Interessenten würden durch Mitarbeitende von Immoleo und lokale Partner vor Ort betreut, heisst es weiter. Das gehe vom Erstkontakt bis zur Schlüsselübergabe und könne in deutscher Sprache durchgeführt werden.

    Das Immobilienunternehmen verstärkt auch sein heimisches Angebot. Seit Herbst 2022 bietet Immoleo eine unabhängige Käuferbetreuung bei Neubauprojekten an. Die Beratung beginne beim Notartermin und führe von der Grundrissanpassung bezüglich der Raumgestaltung über die Materialisierung für den Innenausbau beim Innenarchitekten bis zur Schlüsselübergabe.

  • Basel: Visionäre Bauplanung auf dem Areal Dreispitz Nord

    Basel: Visionäre Bauplanung auf dem Areal Dreispitz Nord

    Die Planung des neuen Basler Stadtteils Dreispitz Nord im «Gundeli»-Quartier stammt aus der Feder der Basler Architekten Herzog & de Meuron. Sie füllt das Areal mit neuem Leben, die Parkplatzfläche verschwindet. Auf einer Fläche von etwa acht Fussballfeldern entsteht so Raum für eine vielfältige Weiterentwicklung des Quartiers.

    Der direkte Zugang von Gundeldingen her zum Dreispitz Nord ist ein Blickfang: Über eine breite, begrünteRampe führt ein Fussweg auf das Dach des neuen MParc-Einkaufszentrums, wo sich ein einzigartiger Blick über die Dächer von Basel bietet.

    Auf dem Dach des Einkaufszentrums befindet sich auch die neue Sekundarschule für rund 600 Schülerinnen und Schüler. Dortgibt es Sportplätze, eine Dreifachturnhalle, Grün-und Freiräume und einen Jugendtreff.

    Die neuen öffentlichen Parkanlagen in der Grösse von zwei Fussballfeldern bieten mit ihren grossen, schattenspendenden Bäumen Raum für Spiel und Erholung. Fussgängerinnen und Velofahrerhaben hier Vorrang, der öffentliche Raum soll autofrei sein.

    Im Dreispitz Nord entstehen 800 Wohnungen. Ganz im Norden sind sieben Stadthäuser geplant mit preisgünstigem bzw. gemeinnützigem Wohnraum. Die drei runden Hochhäuser bieten nebst attraktiven Wohnungen auch Raum für Büros und weitere Nutzungen wie etwa eine Bibliothek oder ein Fitness-Center.

    Auf das Dach des MParc-Einkaufszentrums kommt eine Sekundarschule für 600 Schülerinnen und Schüler.

    Das Gebiet ist bereits heute gut mit den öffentlichen Verkehrsmitteln erschlossen und nur drei Tramstationen vom Bahnhof SBB entfernt. Die neuen Fuss-und Velowege, Carsharing-Möglichkeiten und rund 4000 Veloparkplätze sollen das autoarme Wohnen fördern. Wer dennoch auf ein Auto angewiesen ist, hat einen Parkplatz in separaten Parkieranlagen und muss nicht in den angrenzenden Quartierstrassen nach Parkplätzen suchen. Für die neuen Wohn- und Arbeitsflächen sind insgesamt maximal 662 Parkplätze geplant. Die Zugänge zu den Parkings am nördlichen Rand helfen, den neuen Stadtteil und das Quartier Gundeldingen autofrei zu halten.

    Die Stadtteilentwicklung will als Musterbeispiel für nachhaltige Raumentwicklung vorangehen: Anstelle versiegelter Parkplatzflächen werden neue Grün-und Freiräume angelegt.Durch die hohe Nutzung ist der Umgang mit dem Boden haushälterisch. Bestehende Arbeitsplätze bleibenerhalten und neue sollen entstehen. Ein ausgewogenes Wohnangebot für alle Einkommen ermöglicht eine Durchmischung der Bewohnerschaft. Im Rahmen der Bauarbeiten wird das bestehende MParc-Gebäude in den neuen Komplex integriert. Die Abstände in der Bebauung am nördlichen Rand und die Räume zwischen den Hochhäusern lassen die Luft zirkulieren und sorgen füreine gute Durchlüftung. Die Grün-und Freiräume sorgen für Kühlung durch Schatten und Verdunstung, Wasser kann wieder in den Böden versickern.Dies soll das Stadtklima verbessern.
    Im September 2020 haben die Projektverantwortlichen der breiten Öffentlichkeit das Richtprojekt Dreispitz Nord vorgestellt. Dieses dient als Grundlage für den Bebauungsplan, die Umweltverträglichkeitsprüfung sowie den städtebaulichen Vertrag. Um die Quartierinteressen bestmöglich einzubeziehen, pflegen die Planungspartnerinnen und -partner seit Projektstart den Dialog mit Quartierorganisationen.

    Im 1. Quartal 2023 sollen die öffentliche Planauflage des Bebauungsplans und der Umweltverträglichkeitsbericht bereit sein. Der Parlamentsbeschluss wird voraussichtlich 2024 erfolgen. Sobald der Beschluss rechtskräftig ist, kann die Bauprojektierung für die erste Etappe starten. Mit konkreten Baumassnahmen ist ab 2027 zu rechnen.

  • Sieben Rezepte gegen die Wohnungsnot

    Sieben Rezepte gegen die Wohnungsnot

    Wohnungen besser belegen
    Der Mangel an Wohnraum hängt auch damit zusammen, dass wir immer mehr Platz brauchen. Mittlerweile beanspruchen wir pro Person durchschnittlich 46.6 Quadratmeter Wohnfläche. Wenn wir uns auf weniger Raum beschränken würden, könnten mehr Menschen in den vorhandenen Wohnungen leben. Dass sich die Wohnungsbelegung mit einer entsprechenden Vermietungspraxis steuern lässt, zeigt das Beispiel von Wohnbaugenossenschaften: Für die grosse Mehrheit der Genossenschaftswohnungen gelten Belegungsvorschriften. Mit dem Resultat, dass Genossenschaftsbewohnerinnen und -bewohner durchschnittlich nur 36.5 Quadratmeter Wohnfläche brauchen.

    Dichter bauen
    Der Bau von neuen Wohnungen hat negative Umwelteffekte wie hohe CO2-Emissionen und eine zunehmende Zersiedelung. Sinnvoller ist es deshalb, die bestehenden Siedlungen zu verdichten – zum Beispiel mit An- oder Aufbauten oder dem Schliessen von Baulücken. Solche Prozesse sind aber anspruchsvoll: Auch bei dichterem Wohnen muss eine hohe Wohn- und Aussenraumqualität gewährleistet sein. Auch Aspekte wie Hitzeminderung oder Lärmschutz müssen berücksichtigt werden. Hier braucht es Bauträger, die das Wohl der Bewohnenden und der umgebenden Quartiere hoch gewichten und nicht einfach eine höhere Ausnutzung für mehr Rendite anstreben.

    Anreize für preisgünstige Wohnbauprojekte
    Mehr bauen hilft nur bedingt gegen die Wohnungsnot. Denn es braucht nicht einfach mehr Wohnungen, sondern vor allem mehr preisgünstige Wohnungen. Bauträger, die sich verpflichten, preisgünstigen Wohnraum zu schaffen, sollten belohnt werden: Zum Beispiel, indem sie beim Verkauf oder bei der Baurechtsabgabe von Arealen bevorzugt werden oder indem sie Areale besser ausnützen dürfen. Ein erprobtes Kriterium für preisgünstigen Wohnraum ist das Modell der Kostenmiete, das gemeinnützige Bauträger anwenden. Sie verrechnen als Mietzins nur so viel, wie der effektive Aufwand inklusive Rückstellungen und Abschreibungen umfasst.

    Zonen oder Anteile für preisgünstigen Wohnraum
    Viele Gemeinden haben die Möglichkeit, in der Nutzungsplanung einen Anteil preisgünstiger oder gemeinnütziger Wohnungen vorzuschreiben. Die Stadt Zug etwa hat eine Zone für preisgünstigen Wohnungsbau definiert, die Stadt Bern schreibt bei Ein- um Umzonungen ein Drittel preisgünstige Wohnungen vor. Eine andere Möglichkeit ist es, einen Anteil an preisgünstigen Wohnungen am Mietwohnungsmarkt als Ziel vorzuschreiben, wie es zum Beispiel die Stadt Zürich gemacht hat.

    Landreserven sinnvoll nutzen
    Es gibt kaum mehr unbebautes Bauland. Nachhaltiger als auf der grünen Wiese zu bauen ist es, im Bestand zu verdichten (siehe Punkt 2). Wenn Gemeinden noch Landreserven haben oder der Bund oder die Kantone Areale nicht mehr benötigen, dann sollten diese möglichst sinnvoll genutzt werden. Zum Beispiel für nachhaltige Wohnbauprojekte, die hohe soziale, ökologische und wirtschaftliche Standards erfüllen und für langfristig preisgünstigen Wohnraum sorgen. Mit der Abgabe im Baurecht geben Gemeinden das Land nicht aus der Hand und können im Baurechtsvertrag Bedingungen festlegen, zum Beispiel für ein bestimmtes Wohnangebot. Das Bundesamt für Wohnungswesen hat letztes Jahr Empfehlungen herausgegeben, wie Baurechtsverträge mit gemeinnützigen Wohnbauträgern ausgestaltet werden können.

    Vorkaufsrecht einführen
    Da viele Gemeinden kaum mehr über eigene Landreserven verfügen, sollten sie die Möglichkeit erhalten, für sich ein Vorkaufsrecht einzuführen. Stehen geeignete Areale zum Verkauf, hat die Gemeinde dann Vorrang, diese zu kaufen. 2014, als die Situation auf dem Wohnungsmarkt ebenfalls sehr angespannt war, liess der Bundesrat diese Möglichkeit prüfen. Das Bundesamt für Wohnungswesen und das Bundesamt für Justiz kamen zum Schluss, dass ein Vorkaufsrecht für gemeinnützigen oder preisgünstigen Wohnungsbau durch ein öffentliches Interesse legitimiert wäre und dass dies auch dem Verfassungsauftrag entsprechen würde, den gemeinnützigen Wohnungsbau zu fördern. Dennoch verfolgte der Bund die Idee nicht weiter. Er behielt sich aber vor, darauf zurückzukommen, wenn sich die Situation weiter zuspitzt. Nun wäre der Zeitpunkt, diese wieder aufzugreifen. Im Kanton Zürich ist dies bereits geschehen: Hier wurde eine Volksinitiative lanciert, die den Gemeinden die Einführung eines Vorkaufsrechts ermöglichen will.

    Finanzielle Förderung
    Die Mieten steigen weiter und das Wohnen wird die Haushaltsbudgets künftig noch stärker strapazieren. Um diese Entwicklung zu bremsen, muss auch über eine finanzielle Unterstützung nachgedacht werden. Die öffentliche Hand kann zum Beispiel den Wohnraum für einkommensschwache Haushalte gezielt verbilligen. Der Nachteil dieser so genannten Subjektförderung ist: Sie entlastet zwar die betroffenen Haushalte, wirkt aber nicht gegen die Preissteigerung auf dem Wohnungsmarkt, sondern feuert diese sogar noch an. Viel nachhaltiger ist es, mit finanziellen Starthilfen preisgünstige Wohnbauprojekte zu fördern. Mit dem Fonds de Roulement zum Beispiel vergibt der Bund bereits heute zinsgünstige Darlehen an gemeinnützige Wohnbauträger. Doch das ist nur ein Tropfen auf dem heissen Stein: Für eine preisdämpfende Wirkung bräuchte es einen viel höheren Anteil an gemeinnützigen Wohnungen.

  • hoyou, die erste Schweizer Immobilientausch-Plattform ist live

    hoyou, die erste Schweizer Immobilientausch-Plattform ist live

    «In unserer langjährigen Erfahrung als Immobilienvermittler haben wir oft erlebt: Familien wachsen aus einer zu kleinen Wohnung heraus, ältere Menschen fühlen sich irgendwann in ihrem zu grossen Haus einsam oder können es nicht mehr bewerkstelligen. Diese sich suchenden Bedürfnisse zusammenzubringen, ist unser Ziel», erklärt hoyou Gründerin Christine Hegglin. Um den Suchenden auch persönlichen Support zur Plattform bieten zu können, bildet die Immobilienexpertin und Unternehmerin ein schweizweites Netzwerk an Tauschexperten aus. Aktuell sind es 17 ortsansässige Tauschexperten an 6 Standorten, alles hoyou zertifizierte und selbständige Immobilienmakler.

    Immobilien, die sonst nicht auf den Markt kommen
    Ebenfalls einzigartig soll die auf der Plattform angebotene Auswahl an Immobilien sein. «Wir haben die Erfahrung gemacht, dass viele mit ihrem Haus gar nicht erst auf den Markt gehen wollen, weil dort kaum attraktive Alternativen angeboten werden. Aus Angst, für sein Eigenheim nicht rechtzeitig einen Ersatz zu finden, warten sie erstmal ab. Wenn aber alle warten tut sich nichts auf dem Immobilienmarkt. Das Resultat ist ein ausgetrockneter Markt, obgleich viele verkaufswillige Eigentümer vorhanden sind.» Ein Teufelskreis, den die hoyou Gründerin mit einem attraktiven System, einfachen Funktionen und spannendem Storytelling durchbrechen will.

  • Entwicklung Schlössli-Areal in Burgdorf

    Entwicklung Schlössli-Areal in Burgdorf

    Das Schlössli-Areal in Burgdorf liegt direkt am Bahnhof und ist nur einen Katzensprung von der Altstadt und der Emme entfernt. Das Gebiet bildet den nördlichen Bahnhofzugang und fungiert als wichtige Fussgängerverbindung zwischen den zwei Stadtteilen. Nachdem hier Überbauungsprojekte über mehrere Jahrzehnte aufgrund denkmalpflegerischer und wirtschaftlicher Aspekte scheiterten, wurde das Areal nun erfolgreich von der zur Marti-Gruppe zählenden Marti Gesamtleistungen AG im Auftrag der Schlössli Burgdorf AG entwickelt. Die Helvetia Schweizerische Versicherungsgesellschaft AG hat sich als Investorin zum Kauf und zur Realisierung des Projekts verpflichtet. Die Marti Gesamtleistungen AG ist ebenso als Totalunternehmerin für die Realisierung zuständig.

    Geplant ist die Schaffung von mehr Wohnraum in Burgdorf. Zu diesem Zweck wird zum einen die historische Villa Schmid saniert. Sie entstand zusammen mit der Parkanlage in den Jahren 1869/70 und zählt damit als historischer Zeitzeuge der Industrialisierung. Die Villa steht deshalb unter Denkmalschutz und war zudem eine der ersten Bauten nördlich der Gleise. Sie wird so umgebaut, dass zwei grosszügige Wohnungen darin Platz finden. Auch das Parkumfeld wird im Rahmen des Projekts wiederhergestellt. Darüber hinaus sind zwei flankierende Nebengebäude projektiert. In den beiden Neubauten entstehen insgesamt 54 Mietwohnungen mit 2,5 bis 5,5 Zimmern.

    Der Berner Architekt Walter Hunziker hat das Projekt entworfen. Für die Weiterentwicklung zeichnet die Rykart Architekten AG verantwortlich. Eine umweltschonende und energieeffiziente Energieversorgung mittels Grundwasser-Wärmepumpe und die Zertifizierung des Projekts im Minergie-Baustandard wird von der Bauherrschaft vorgenommen.

    Die Gebäude werden unterirdisch durch eine Einstellhalle miteinander verbunden. In den Erdgeschossen der beiden Neubauten sind Flächen für Dienstleistung und Gewerbe vorgesehen – genauso wie entlang der öffentlichen Fusswegverbindung zwischen Kirchbergstrasse und der Bahnhofunterführung. Zudem finanziert die Stadt Burgdorf an dieser Achse eine öffentliche Velostation. Die umliegende Parklandschaft soll eine möglichst grosse Biodiversität aufweisen.

    Die Baueingabe wurde im April 2022 eingereicht. Die Bauarbeiten auf dem Areal sollen 2025 abgeschlossen sein.

  • Kloster Fahr lanciert das Wohnprojekt „erfahrbar“

    Kloster Fahr lanciert das Wohnprojekt „erfahrbar“

    Mit der Projektpräsentation „Arealentwicklung Kloster Fahr“ ist am 24. September im Kloster Fahr das Wohnprojekt „erfahrbar“ sowie die weitere Entwicklung der Landwirtschaft und der Gastronomie öffentlich präsentiert worden. Dabei soll ein christliches gemeinschaftliches „Mehrgenerationenwohnen“ in der ehemaligen Bäuerinnenschule entstehen, heisst es in einer Mitteilung bei kath.ch. Umgesetzt wird das Wohnprojekt von der  christlichen Pensionskasse Prosperita als Investorin und Bauherrin. „Wir freuen uns sehr, mit einem starken und vertrauensvollen Partner die Neuausrichtung der Betriebe und Gebäude fortzusetzen“, wird die Priorin des Klosters Fahr, Irene Gassmann, zitiert. „Das Kloster ist eine spirituelle Oase. Alles, was hier geschieht, soll auf christlichen Werten basieren“, so die Priorin weiter. Bei der Ausschreibung des Projekts hatte Prosperita unter 26 eingereichten Projekten den Zuschlag erhalten.

    Die Landwirtschaft des Klosters Fahr hat schon Anfang 2021 die Fahr Erlebnis AG übernommen. Die wird jetzt zu einem Bio-Hof. Fahr Erlebnis führt auch die Gastronomie im Kloster Fahr. Das Restaurant Zu den zwei Raben wird laut Bericht des Katholischen Medienzentrums bereits saniert. Im April hatte das Unternehmen die Sommerbeiz im Kloster eröffnet.

    Der Planungs-, Abklärungs- und Baugenehmigungsprozess für die Neugestaltung hat rund drei Jahre gedauert. Für die Umnutzung zu einem gemeinschaftlichen Mehrgenerationenwohnen werden in der ehemaligen Bäuerinnenschule 16 Wohneinheiten mit ein bis sechs Zimmern eingebaut. Der Verein „erfahrbar“ ist laut Mitteilung auf seiner Internetseite für den richtigen Mietermix verantwortlich. Die ökumenisch ausgerichtete Gemeinschaft soll offen sein für Singles, Paare, Familien, Personen jeglichen Alters und Einkommens sowie Menschen verschiedener Nationen.

  • Lonza baut in Basel aus

    Lonza baut in Basel aus

    Die Lonza AG baut ihren seit 1962 auf dem Areal Lindenhof ansässigen operativen Hauptsitz in Basel aus, informiert die Kantonsverwaltung Basel-Stadt in einer Mitteilung. In Nachbarschaft zum denkmalgeschützten bestehenden Lonza-Hochhaus sollen zwei weitere Hochhäuser errichtet werden. Neben Gewerbe- und Dienstleistungsflächen, die von Lonza benötigt werden, sind dabei auch Wohnungen „für unterschiedliche Bedürfnisse“ vorgesehen, heisst es in der Mitteilung.

    Die Erweiterungsbauten sollen das Areal „zu einem grünen, nutzungsdurchmischten und öffentlich zugänglichen Quartierbaustein des St. Alban-Quartiers entwickeln“, schreibt die Kantonsverwaltung. Der Parkrand soll erhalten und mit weiteren Bäumen bepflanzt werden. Bisher durch Park- und Tennisplätze versiegelte Böden werden „bezüglich Biodiversität und Klimaverträglichkeit aufgewertet und begrünt“.

    Die Planauflage für die dazu nötige Änderung eines nie umgesetzten Bebauungsplans aus dem Jahr 1991 kann bis zum 30. September beim kantonalen Bau- und Verkehrsdepartement eingesehen werden. Am 6. September will Lonza zudem selbst ab 18 Uhr im Hotel Victoria über das Projekt informieren.

  • Mobimo verbucht Vermarktungserfolge

    Mobimo verbucht Vermarktungserfolge

    Einer Mitteilung der Mobimo Holding AG zufolge hat das Luzerner Immobilienunternehmen im ersten Halbjahr 2022 einen Erfolg aus Vermietung in Höhe von 60,0 Millionen Franken verbucht. Im Jahresvergleich entspricht dies einem Wachstum um 7,4 Prozent. Mobimo führt die Steigerung auf den Neuerwerb von Immobilien zurück. Zudem konnte das Unternehmen seine Leerstandsquote gegenüber Ende 2021 um 0,2 Prozentpunkte auf 4,6 Prozent senken.

    Der Erfolg aus Entwicklungen und dem Verkauf von Liegenschaften lag mit 3,8 Millionen Franken deutlich unter dem Vorjahreswert von 54,4 Millionen Franken. Hier hatte der Verkauf eines Grossprojekts das Ergebnis geprägt, erläutert Mobimo. Das Betriebsergebnis ging im Jahresvergleich daher von 115,4 Millionen auf 81,4 Millionen Franken zurück. Der Unternehmensgewinn fiel mit 63,5 Millionen Franken um 20,2 Millionen Franken geringer als im ersten Halbjahr 2021 aus.

    Bei den eigenen Anlageliegenschaften im Bau konnte Mobimo einen Neubewertungserfolg von 29,0 Millionen Franken verbuchen. Die Nachfrage nach Wohneigentum verbleibe hoch, schreibt das Unternehmen. In Meggen LU hat Mobimo in Berichtssemester 30 neu errichtete Wohnungen verkauft. Von weiteren 38 im Bau befindlichen Wohnungen in Horgen ZH seien bereits 29 Wohnungen reserviert, heisst es in der Mitteilung.

    Für die Zukunft sieht sich Mobimo gut aufgestellt. Das Unternehmen entwickele derzeit sechs Projekte mit einem Gesamtvolumen von 370 Millionen Franken, schreibt Mobimo. Zudem sind zwölf Projekte für Stockwerkeigentum im Gesamtumfang von 640 Millionen Franken geplant.

  • Mietpreise steigen im Februar leicht um 0,26 Prozent

    Mietpreise steigen im Februar leicht um 0,26 Prozent

    Der Mietindex des Online-Immobilienmarktplatzes homegate.ch in Zusammenarbeit mit der Zürcher Kantonalbank ist im Februar wieder gestiegen. Die Mietpreise kletterten leicht um 0,26 Prozent, heisst es in einer Medienmitteilung. Damit lag der Index leicht erhöht gegenüber dem Vormonat bei 117 Punkten.

    Fast in allen Kantonen und Städten sind die Mietpreise gestiegen, allen voran im Kanton Graubünden mit 2,15 Prozent. Dort hatte es im Januar einen Mietpreisrückgang gegeben, der sich nun durch den Anstieg im Februar wieder ausgeglichen hat. Neben Graubünden verzeichneten im Februar auch Appenzell, Glarus, Schwyz und das Wallis einen Anstieg von über 1 Prozent.

    Bis auf Bern und St.Gallen stiegen im Februar die Mieten in allen Städten, am stärksten in den Städten Lausanne mit 1,7 Prozent und Lugano mit 1,41 Prozent. In den jeweiligen Kantonen Waadt und Tessin stiegen die Preise dagegen weniger stark oder gingen sogar zurück.

    Gesunken sind die Mieten im Kanton Zug um 0,56 Prozent. Hier waren die Mieten im Januar deutlich gestiegen. „Im kantonalen Vergleich zeigen sich neben mehrheitlich zunehmenden Mieten auch Schwankungen über die letzten Monate“, heisst es in der Medienmitteilung.