Schlagwort: Zürich

  • Zürich entwickelt sich zu Kreislaufstadt

    Zürich entwickelt sich zu Kreislaufstadt

    Holcim, einer der grössten Produzenten und Rezyklierer von Baustoffen der Welt, und Bloomberg Media sehen in ihrem zweiten Circular Cities Barometer Zürich in einer guten Position. Unter den 30 grössten Städten der Welt vollzieht die Stadt den Wandel von einer linearen zu einer Kreislaufwirtschaft am fünftschnellsten. Die Rangliste 2023 führt London an, gefolgt von Seattle, Kopenhagen, Paris und Zürich.

    „Dieses Barometer soll die Kreislaufwirtschaft vorantreiben, indem es einzigartige Einblicke in die innovativsten Kreislaufstädte der Welt bietet“, wird Holcim-CEO Jan Jenisch in einer Medienmitteilung von Holcim zitiert. Und es soll „Stadtverantwortliche in aller Welt inspirieren“.

    Das Barometer bewertet Städte auf der Grundlage eines proprietären Algorithmus nach der Kreislauffähigkeit ihrer Gebäude, Systeme, Lebensweise und Führung. Aufgeschlüsselt nach Indikatoren steht Zürich an der Spitze des Barometers für kreislauforientiertes Leben. Montreal und Seattle sind die Spitzenreiter bei Kreislaufsystemen. London führt die beiden Kategorien Kreislaufwirtschaft und Kreislaufgebäude an.

    Zu den Schlüsselerkenntnissen des diesjährigen Barometers gehört, dass sich Städte im globalen Süden wie Bogotá, Buenos Aires und Quezon City zunehmend Städteorganisationen anschliessen, um an der internationalen Diskussion teilzunehmen. Und wenn finanzielle Anreize wie etwa von der Weltbank zur Verfügung stehen, sind Städte eher bereit, sich an Kreislaufinitiativen und Partnerschaften zu beteiligen.

  • Kanton Zürich und Winterthur koordinieren Ausbau der ZHAW

    Kanton Zürich und Winterthur koordinieren Ausbau der ZHAW

    Die Studierendenzahlen an der ZHAW werden bis 2035 voraussichtlich jährlich zwischen 0,8 und 2,0 Prozent zulegen. Die ZHAW benötigt daher in Winterthur zusätzliche Flächen, informiert die Baudirektion des Kantons Zürich in einer Mitteilung. Der Kanton will den Ausbau der Hochschule mit der ZHAW und der Stadt Winterthur abstimmen. Von einer koordinierten Planung sollen sowohl die Hochschulangehörigen als auch die städtische Bevölkerung profitieren. In einer von den drei Partnern bereits unterzeichneten Absichtserklärung wird eine verbindliche Grundlage für die räumliche Entwicklung der ZHAW festgelegt.

    Den Vereinbarungen zufolge soll sich der Ausbau der Hochschule auf die drei Standorte Sulzer-Areal, Technikum und St.Georgen konzentrieren. Auf dem Sulzer-Areal können Erweiterungen auf der bereits zur Hochschule gehörenden Fläche erfolgen. Zwischen dem Technikum und den Zeughäusern sollen dagegen neue Flächen genutzt werden. Hier will die Stadt Winterthur gemeinsam mit der ZHAW ein Wissensquartier entstehen lassen. Dafür ist vorgesehen, heutige Nutzungen von Dritten auf dem Teuchelweiherplatz zu verlegen.

    Am Standort St.Georgen wird die Nutzung des Lindareals geprüft. Die bahnbetrieblich nicht mehr benötigte Fläche der SBB komme als möglicher neuer Standort der ZHAW in Frage, schreibt die Baudirektion. Für die Konkretisierung und Umsetzung der Pläne haben Baudirektion, Bildungsdirektion, ZHAW und Stadt Winterthur ein Gebietsmanagement eingesetzt. „Dadurch wird gewährleistet, dass die komplexen Arbeiten langfristig aus einer Gesamtsicht und koordiniert erfolgen“, heisst es in der Mitteilung.

  • Zürcher Oper plant grösseren Erweiterungsbau

    Zürcher Oper plant grösseren Erweiterungsbau

    Das Opernhaus Zürich braucht mehr Platz für seine rund 800 Mitarbeitenden. Der 1984 errichtete Erweiterungsbau in Massivbauweise aus Stahlbeton genügt dafür nicht mehr. Laut einer Mitteilung der Opernhaus Zürich AG besteht ein Flächenmehrbedarf von 60 Prozent. Sie bezieht sich auf eine Studie des deutschen Theaterfachplaners Kunkel Consulting.

    Das Hochbauamt des Kantons Zürichs prüft, ob der bestehende Erweiterungsbau aufgestockt werden kann. Die Studie soll im Herbst vorliegen. Der neue Erweiterungsbau soll in jedem Fall „mit einer ortsbezogenen und visionären Architektur als Vorbild in Sachen Energieeffizienz, Nachhaltigkeit und ressourcenschonender Bauweise international von sich reden machen“, heisst es in der Mitteilung. Vorgesehen ist auch eine zusätzliche Laborbühne. Gebaut würde frühestens in der ersten Hälfte der 30er Jahre.

    Das Opernhaus selbst soll ebenfalls saniert werden. Dabei sollen die Bestuhlung und die technischen Anlagen erneuert und ein barrierefreier Zugang geschaffen werden.

    Bereits im Sommer 2024 soll ein Provisorium auf dem Dach des Erweiterungsbaus errichtet werden. Der Entwurf stammt vom Zürcher Architekturbüro EM2N.

    „Ein Ziel der baulichen Entwicklung ist es, die grundlegenden Mängel der Immobilie zu beheben, damit das Opernhaus seinen Auftrag weiterhin erfüllen kann“, wird Markus Notter, Verwaltungsratspräsident Opernhaus AG, in der Mitteilung zitiert. „Um diesen Standard halten und ausbauen zu können, müssen das denkmalgeschützte Opernhaus und der angrenzende Erweiterungsbau … saniert werden – energetisch und betrieblich.“

  • Kanton Zürich initiiert Pilotprojekt für Innovationspotenzial von KMU

    Kanton Zürich initiiert Pilotprojekt für Innovationspotenzial von KMU

    Der Kanton Zürich hat in einer Medienmitteilung das Pilotprogramm KMU und Innovation zur Stärkung der Innovationskraft in KMU angekündigt. Es wurde mit einer dreijähirgen Laufzeit von der kantonalen Standortförderung im Auftrag von Volkswirtschaftsdirektorin Carmen Walker Späh und im Verbund mit Netzwerk Standortförderung Kanton Zürich und der Zürcher Kantonalbank, der Zürcher Handelskammer (ZHK) und dem KMU- und Gewerbeverband Kanton Zürich (KGV) erarbeitet. Das Standortförderprogramm sieht vor, dass KMU von Fachpersonen insbesondere aus der Privatwirtschaft sowie von Spezialisten für Innovation bereits in der Frühphase von geplanten Innovationen eine Orientierungshilfe bekommen und Unterstützung, um nationale Fördermittel zu beantragen.

    Die Innovationskraft in Unternehmen mit weniger als 100 Mitarbeitern berge Verbesserungspotenzial und zeige gegenüber den sich durch Innovationsaktivitäten zeigenden Grossunternehmen und Start-ups eine rückläufige Tendenz. Als Gründe für den Rückstand werden fehlender Wissenszugang sowie geringe Ressourcen bei der Umsetzung geplanter Vorhaben genannt. Viele KMU hätten zudem Hemmungen, sich mit anderen Unternehmen und Hochschulen zusammenzuschliessen. Einer Untersuchung der Fachstelle Volkswirtschaft im Amt für Wirtschaft und Arbeit in der Volkswirtschaftsdirektion zufolge sei zudem bei der „Vernetzung sowie bei der Kollaboration zwischen KMU“ Luft nach oben. Die Corona-Krise habe die Innovationskraft zusätzlich geschwächt.

    Volkswirtschaftsdirektorin Carmen Walker Späh will erreichen, dass KMU bei ihren Innovationstätigkeiten einen Satz nach vorne machen und damit die Branchenvielfalt „gerade in Krisenzeiten“ gesichert wird. „Die Schweiz ist ein KMU-Land. Umso wichtiger ist es, dass unsere KMU weiterhin für Arbeits- und Ausbildungsplätze sorgen“, wird sie in der Medienmitteilung zitiert. heg

  • Headsquarter errichtet weiteren Coworking-Standort in Zürich

    Headsquarter errichtet weiteren Coworking-Standort in Zürich

    Headsquarter wird sich in der Zürcher Uraniastrasse im Wohn- und Geschäftshaus Handelshof um einen dritten Standort erweitern. Der in Zürich ansässige Anbieter von flexiblen Büros und Arealen für Coworking platziert damit auf einer Fläche von 2000 Quadratmetern eine neue Betriebsstätte für Gemeinschaftsbüros.

    Im Geschäftszentrum Handelshof soll auf zwei Etagen eine moderne Arbeitsumgebung „mit modernem Designkonzept, flexiblen Raumnutzungen und hotelähnlichen Services“ entstehen. Neben 200 Büroarbeitsplätzen wird gemäss der Planung ab Januar 2023 ein Raumangebot für Workshops, Besprechungen und soziale Anlässe zur Verfügung stehen, umgeben von Freizeiteinrichtungen und gastronomischen Angeboten. 

    Zentral bei dem hybriden Arbeitsmodell Coworking ist der gegenseitige Austausch. Im Gegensatz zum Homeoffice kann der Arbeitende hierbei von sozialen Netzwerken profitieren. Das Konzept sieht demnach auch Begegnungszonen für Team und Kunden vor. Sportangebote, kulinarische Anlässe und hotelähnliche Dienstleistungen, die von Kaffee in Barista-Qualität bis zu einem Reinigungsservice reichen, sollen das Workspace-Erlebnis fördern.

    Headsquarter hat sich mit seinen Premium Coworking Spaces bereits am Ernst-Nobs-Platz und am Talacker 4 angesiedelt. Die Hinzunahme der Uraniastrasse erklärt das Unternehmen mit der hohen Standortqualität von Zürich. Für weiteres Wachstum seien zudem Städte wie Zug, Basel und Genf im Fokus.

  • Patrimonium Urban Opportunitiy AG geht an die BX Swiss

    Patrimonium Urban Opportunitiy AG geht an die BX Swiss

    Die Patrimonium Urban Opportunity AG ist seit dem 18. Juli an der Börse BX Swiss AG kotiert. Die Kotierung soll dem Unternehmen schnelleres Wachstum ermöglichen und die Flexibilität bei der Finanzierung neuer Projekte erhöhen, erläutert Patrimonium in einer Mitteilung. Gründungsgesellschafter und Management behalten ihre Anteile.

    Das Portfolio von PATURBO setze sich aktuell aus neun kommerziellen Renditeimmobilien mit einem Marktwert von insgesamt 222 Millionen Franken zusammen, heisst es in der Mitteilung. Eine weitere im Bau befindliche Immobilie soll 2024 fertiggestellt werden. Die Immobiliengesellschaft fokussiert auf Gewerbeimmobilien in den Einzugsgebieten von Genf, Lausanne und Zürich.

    „Wir sind stolz darauf, diesen bedeutenden Meilenstein dank der langjährigen guten und vertrauensvollen Zusammenarbeit mit unseren Investoren und Partnern erreicht zu haben” , wird Christoph Syz, Vorstandsdelegierter von PATURBO, in der Mitteilung anlässlich der Kotierung des Unternehmens an der Berner Börse zitiert. Hanspeter Berchtold, CIO Real Estate der Patrimonium Asset Management AG, freut sich dort „auf weitere spannende Projekte und darauf, einen positiven Beitrag zur Stadtentwicklung in den wichtigsten Wirtschaftszentren der Schweiz leisten zu können”. Die Patrimonium Asset Management AG ist von PATURBO mit der Vermögensverwaltung betraut worden.

  • Swiss Prime Site wählt vier Start-up-Ideen aus

    Swiss Prime Site wählt vier Start-up-Ideen aus

    Swiss Prime Site, börsenkotierte Immobiliengesellschaft mit Sitz in Zug, hat in ihrem Beschleunigerprogramm vier Start-ups identifiziert und gefördert, die bestehende Geschäftsmodelle der Branche neu denken: DuraMon aus Zürich, Novalytica mit Büros in Bern und Zürich sowie Proximi aus Helsinki und Spotr aus Den Haag.

    Die Teilnehmenden hatten für die Immobiliengesellschaft und ihre Tochterfirmen laut einer Medienmitteilung des Schlieremer Start-up-Förderers Venturelab, dessen Industriepartner Swiss Prime Site ist, relevante Use Cases zu entwickeln, die zu nachhaltigen Prozessen, verbesserter Effizienz und nachhaltigem Wachstum führen. Schliesslich wählte die Jury diese vier Start-ups aus, die sich vor dem Verwaltungsrat präsentieren konnten. Ziel ist eine nachhaltige Zusammenarbeit.

    DuraMon setzt auf sicherere, erschwinglichere und nachhaltige Bau- und Reparaturlösungen, die die Unterhaltskosten für Betoninfrastrukturen und die CO2-Emissionen verringern. Novalytica unterstützt Unternehmen bei der Entwicklung klar definierter Datenstrategien, um geschäftsrelevante Erkenntnisse und Werkzeuge zu generieren.

    Die Plattform von Proximi kann jede Anwendung auf einen konkreten Ort beziehen und bietet Werkzeuge für Geofencing, stellt mobile Inhalte bereit, automatisiert Geräte im Internet der Dinge und integriert Schnittstellen von Drittanbietern. Das Start-up Spotr nutzt zahlreiche Bildquellen von Menschen bis zu Satelliten, um ganze Gebäudeportfolios in Minutenschnelle zu analysieren.

    „Der Swiss Prime Site Accelerator ist sehr gut konzipiert“, wird Yurena Seguí Femenias von DuraMon zitiert. Die Fachleute hätten die richtigen Fragen gestellt sowie „aufschlussreiche und massgeschneiderte Ratschläge“ gegeben.

  • Hälg kauft Etavis

    Hälg kauft Etavis

    Die in der St.GallenBodenseeArea ansässige Hälg Facility Management AG hat laut einer Medienmitteilung die Zürcher Etavis Facility Services AG gekauft. Mit der Übernahme will Hälg im Unternehmensbereich Facility Management in der Region Zürich expandieren.

    Etavis Facility Services verfügt gemäss der Medienmitteilung über eine starke Kundenservice-Kultur und langjährige Branchenerfahrung in der Wartung und Instandsetzung von Gebäudetechnikanlagen. Der Spezialist für Gebäudemanagement wird ein Teil der Hälg-Niederlassung in Zürich. Die Belegschaft werde vollständig übernommen. „Mit der Integration des Teams in Zürich gewinnen wir das Fachwissen und Netzwerk der Mitarbeitenden“, wird Markus Haldimann in der Mitteilung zitiert, Geschäftsführer der Hälg Facility Management AG.  „Damit stärken wir unsere Facility Management Leistungen weiter.“

    Der Unternehmenszusammenschluss führt zu einer Umfirmierung: Etavis Facility Services gibt den Firmennamen auf. Beide Unternehmen heissen künftig Hälg Facility Management AG.

  • Steiner und House of Lab Science planen neue Innovationsparks

    Steiner und House of Lab Science planen neue Innovationsparks

    Steiner spannt mit dem auf Angebot und Betrieb von Innovationsparks für Life Sciences-Firmen spezialisierten Jungunternehmen House of Lab Science zusammen, informiert der Immobiliendienstleister aus Zürich in einer Mitteilung. In einem ersten Schritt haben die beiden Partner die Einrichtung von zwei neuen Innovationsparks in Basel beziehungsweise Winterthur geplant. Dabei bringt die Steiner AG ihr Fachwissen in der Immobilienentwicklung sowie ihre entsprechenden Ressourcen ein. House of Lab Science steuert seine Community-Plattform und seine Kontakte in Life Sciences-Branche und Start-up-Szene bei.

    „Mit dem Standbein in Basel leisten wir einen Beitrag zu einem der beiden wichtigsten Life Science-Clustern der Schweiz, wodurch wir von bedeutenden Synergieeffekten dieser Ökosysteme profitieren“, wird Christian Hugo Hoffmann, CEO von House of Lab Science, in der Mitteilung zitiert. „In Winterthur hingegen demonstrieren wir unsere Kernkompetenz, ein neues Zentrum auch bei vergleichsweise geringen Netzwerkeffekten erfolgreich aufbauen zu können.“

    Beim Aufbau der Innovationsparks soll das von Steiner entwickelte Konzept Manufakt zum Einsatz kommen. Hierbei handelt es sich um modular nutzbare Räumlichkeiten mit denen sich Flächen nach Bedarf teilen lassen. Das erste Manufakt-Gebäude sei im letzten Sommer nach knapp anderthalb Jahren Bauzeit eröffnet worden, erläutert Steiner in der Mitteilung.

  • Swisspor und Madaster fördern zirkuläre Dämmstoffe

    Swisspor und Madaster fördern zirkuläre Dämmstoffe

    Der Dämmstoffspezialist Swisspor AG und die Madaster Services Schweiz AG arbeiten laut Medienmitteilung künftig zusammen. Ziel ist die Förderung der Verwendung von zirkulären Dämmstoffen beim Bauen. Swisspor mit Sitz in Steinhausen werde mit ihrer Produkt- und Recycling-Expertise im Bereich Dämmen und Dichten den Übergang zu einem ressourcenschonenden Bauwesen öffnen, heisst es in der Mitteilung.

    Madaster arbeitet an sogenannten Materialpässen für neue und bestehende Gebäude. Damit erhalten Bauabfälle eine Identität und können als Ressourcen katalogisiert und wiederverwendet werden, um Abfall zu vermeiden. Die Dienstleistung von Madaster wird in der Schweiz von der Madaster Services Switzerland AG in Zürich angeboten.

    Mit Swisspor werde das Madaster-Netzwerk um langjährige Expertise in der Entwicklung, Herstellung und Recycling von Bauprodukten im Bereich Dämmen und Dichten ergänzt, wird Marloes Fischer, Geschäftsführerin Madaster Services Schweiz AG, zitiert. „Gemeinsam können wir das mittel- bis langfristig steigende Volumen an Dämmmaterialien aus Rückbau und Sanierungen transparent machen. Ziel muss es sein, so viel Rezyklat für neue Produkte wie möglich zu nutzen.“

    „Die Swisspor setzt alles daran, die Verwertungsquote von Dämm- und Dichtmaterialien zu erhöhen“, wird Marco Dalla Bona zitiert, der Geschäftsführer von Swisspor AG. Mit dem Madaster-Material-Kataster „lassen sich verbaute Materialien rückverfolgen und später einem neuen Nutzungskreis zuführen. Wenn es dem Sektor gelingt, 100 Prozent wiederverwertbare Produkte im Kreislauf zu führen, reduzieren wir den Primärressourceneinsatz auf ein Minimum“, so Dalla Bona weiter.

  • Immobilien Stadt Zürich mit neuer Direktorin

    Immobilien Stadt Zürich mit neuer Direktorin

    Dr. Jennifer Dreyer (48) ist im hessischen Giessen aufgewachsen und hat ihre Studien in Darmstadt, Stuttgart und Zürich absolviert. Sie ist Bauingenieurin mit Zweitabschluss in Betriebswirtschaft und ETH-Doktoratsstudium zur Public Private Partnership. Dr. Jennifer Dreyer arbeitet seit 2016 für die IMMO: zunächst als Leiterin Stab, seit 2019 als Leiterin des neu gegründeten Bereichs Schulbauten und als stellvertretende Direktorin. Zuvor war sie Geschäftsleitungsmitglied eines Zürcher Beratungsbüros für Erhaltungsmanagement im Hoch- und Tiefbau. 

    Dr. Jennifer Dreyer tritt per 1. November 2022 die Nachfolge von Cornelia Mächler an, die sich künftig auf die Leitung von strategischen Grossprojekten konzentrieren wird. Cornelia Mächler wird dazu ebenfalls per 1. November die Position der stellvertretenden Direktorin einnehmen. Seit deren Gründung 2001 arbeitet Cornelia Mächler für die IMMO und stand dieser während der letzten 17 Jahre vor.  

    Stadtrat André Odermatt, Vorsteher Hochbaudepartement, dankt Cornelia Mächler für ihr grosses Engagement beim Aufbau und bei der permanenten Weiterentwicklung ihrer Dienstabteilung: «Die IMMO zählt heute schweizweit zu den führenden öffentlichen Eigentümervertretungen. Das ist massgeblich das Verdienst von Cornelia Mächler.» Gleichzeitig freut er sich über die Neubesetzung der IMMO-Direktionsstelle: «Dr. Jennifer Dreyer kennt die Herausforderungen einer wachsenden Stadt. Sie hat ihre Kompetenz unter anderem mit dem Aufgleisen der Schulraumoffensive bewiesen.» 

  • Neubau Sportzentrum Witikon

    Neubau Sportzentrum Witikon

    Die polysportive Sportanlage Witikon aus den 1970er-Jahren hat sich zu einem vielgenutzten Trainingsplatz und Austragungsort für Wettkämpfe entwickelt. Um der starken Nachfrage seitens Sportvereinen Rechnung zu tragen, soll im südwestlichen Teil des Areals bis 2027 ein Neubau mit Dreifachsporthalle, Garderoben- und Publikums- sowie Betreuungsinfrastruktur für die benachbarte Schulanlage Looren entstehen. Der Projektwettbewerb für Generalplanende im offenen Verfahren ist abgeschlossen. Das Team von Bur Architekten AG und Kuhn Landschaftsarchitekten GmbH aus Zürich hat mit seinem Projekt «Diego» gewonnen. Für den Ersatzneubau des Sportzentrums werden gemäss Wettbewerbsprogramm Erstellungskosten von 52,5 Millionen Franken erwartet (BKP 1–9, exkl. Reserven). Die Kostengenauigkeit in der Phase Wettbewerb beträgt +/– 25 Prozent. 

    Neue Sportinfrastruktur für Witikon 
    Das Siegerprojekt überzeugte die Jury mit seiner stringenten ökologischen Grundhaltung, die den Aushub und damit die Bilanz der Treibhausgasemissionen des Neubaus auf ein vorbildliches Minimum reduziert. Dafür wird der Grossteil des Raumprogramms oberirdisch in einem hohen Holzbau mit kleinem Fussabdruck untergebracht, so auch die Dreifachsporthalle im 2. Obergeschoss. Dadurch profitiert die Sportstätte allseitig von Tageslicht, ist zugänglich und einsehbar. Im Erdgeschoss befinden sich die öffentlichen Sportgarderoben der Läufer*innen, die öffentliche Sportbeiz, die auch als Mensa genutzt werden kann, und die separaten Betreuungseinrichtungen für die Schüler*innen der Schulanlage Looren. Die beiden bereits vorhandenen Stege über den Stöckentobelbach gewährleisten kurze und übersichtliche Verbindungen zwischen dem Schulareal und der neuen Tagesbetreuung im Sportzentrum. Die Garderoben für die Nutzenden der Aussensportfelder sind im 1. Obergeschoss platziert und über vier Aussentreppen und einen umlaufenden Laubengang direkt erreichbar. Die auf das Minimum beschränkte Fläche im Untergeschoss wird für die Gebäudetechnik und für eine Wasserzisterne genutzt, die kreislaufbewusst der Bewässerung der Spielfelder dient. 

    Attraktive Aussenräume für Sportler*innen und Quartierbevölkerung 
    Auf der Südseite des neuen Sportzentrums bildet ein Eingangsplatz mit schattenspendenden Bäumen einen attraktiven Auftakt zur neuen Anlage. Die zueinander leicht verschobenen und verdrehten Aussensportfelder teilen das Areal so auf, dass ein netzartiges Wegesystem entsteht, das sich harmonisch in die Landschaft einpasst. Die befestigten Flächen beschränken sich auf das absolute Minimum. Im Weiteren zeichnen grosse Photovoltaikflächen an der Fassade und auf dem Dach und ein kluger sommerlicher Wärmeschutz durch geschickte Nachtauskühlung sowie ein Konzept zur Umsetzung des Schwammstadt-Prinzips dieses nachhaltige Projekt aus. 

    Wettbewerbsausstellung 
    Samstag, 9. Juli bis Montag, 18. Juli 2022 im Ausstellungsraum Werd, Morgartenstrasse 40, 8004 Zürich. Öffnungszeiten: Mo bis Fr 16 bis 20 Uhr; Sa und So 14 bis 18 Uhr. 

  • Architekturwettbewerb für Museumserneuerung des Kunstmuseum Bern

    Architekturwettbewerb für Museumserneuerung des Kunstmuseum Bern

    Mit dem Projekt «Zukunft Kunstmuseum Bern» soll Bern ein modernes und attraktives Kunstmuseum erhalten. Die darauf abgestimmten Projekte der Stadt Bern zur Neugestaltung der Hodlerstrasse und zur Aufwertung des Bären- und Waisenhausplatzes bieten die Chance, den Stadtraum mit dem neuen Kunstmuseum in Verbindung zu setzen und damit der gesamten Oberen Altstadt zu neuer Anziehungskraft zu verhelfen. 

    Der nun startende Architekturwettbewerb für die Museumserneuerung fusst auf dem Grundkonzept «Zukunft Kunstmuseum Bern», das 2021 der Öffentlichkeit vorgestellt wurde. Die wesentlichen Elemente sind das Gebäudeensemble mit dem Stettlerbau (als Hauptgebäude), einem Ersatzneubau (für den Atelier 5-Bau) und dem Gebäude Hodlerstrasse 6 (heute von der Kantonspolizei genutzt) sowie die Aufwertung der Hodlerstrasse mit neuem Verkehrsregime und Verschiebung der Ausfahrt des Metro-Parking. Ein Neubau anstelle der aufwändigen und ökologisch nicht sinnvollen Sanierung des Ateliers 5-Baus stellt die beste Lösung dar – diese neue Perspektive hatte eine Machbarkeitsstudie 2018 nach drei gescheiterten Projekten eröffnet. Das erneuerte Gebäudeensemble ermöglicht dank effizientem und ressourcenschonendem Betrieb eine Vergrösserung der Fläche für die Kultur bei stabilen Bewirtschaftungskosten. 

     
    Internationaler Wettbewerb 
    Der Architekturwettbewerb wird nach den Regeln des schweizerischen Ingenieur- und Architekturvereins SIA durchgeführt; vorgesehen ist ein zweistufiges Verfahren mit vorgängiger Präqualifikation. Davon verspricht sich das Preisgericht ein vielfältiges internationales Teilnehmer:innenfeld, das neben etablierten Büros auch Nachwuchsteams umfasst.
     
    In der Präqualifikation weisen die interessierten Architekt:innenteams ihre Eignung für die Aufgabe nach. Gestützt darauf wählt das Preisgericht die bestgeeigneten Büros für den eigentlichen Projektwettbewerb aus. Diese setzen sich zunächst mit dem Städtebau auseinander, zeigen einen Ansatz für den architektonischen Ausdruck auf und erbringen den Nachweis der Grobfunktionalität (Stufe 1). Die am besten geeigneten Beiträge werden anschliessend weiterbearbeitet und präzisiert (Stufe 2). Am Schluss erfolgt die Wahl des Siegerprojektes. 


    Expertise und regionale Verankerung 
    Das Preisgericht setzt sich aus Fachexpert:innen zusammen, die in verschiedenen Städten im In- und Ausland Erfahrungen in der Konzeption von Neubauten in einem sensiblen historischen Umfeld und in den Bereichen Nachhaltigkeit und Stadtklima gesammelt haben. Dieses Wissen soll für Bern nutzbar gemacht werden. Gleichzeitig ist die Jury regional verankert: Die Vertreter:innen der städtischen und kantonalen Politik sowie des Kunstmuseums kennen die lokalspezifischen Gegebenheiten und Notwendigkeiten und bringen damit eine zusätzliche Sicht ein. 

    «Es freut mich sehr, dass die Grundlagen geschaffen wurden, um für das Projekt ‹Zukunft Kunstmuseum Bern› die nächste Stufe, den Architekturwettbewerb, starten zu können. Der Kanton Bern ist in der Wettbewerbsjury mit zwei politischen Vertretern und zwei Vertretern aus dem Stiftungsrat der Dachstiftung sehr gut vertreten. Die ausgewogene Zusammenstellung der Jury gewährleistet die für ein Bauprojekt dieser Grössenordnung und Relevanz notwendige fachliche und politische Begleitung», sagt Christine Häsler, Regierungspräsidentin Kanton Bern. 

    Präsidiert wird das Gremium von Thomas Hasler, ordentlicher Professor am Institut für Architektur und Entwerfen der TU Wien und geschäftsführender Partner des Büros Staufer & Hasler Architekten in Frauenfeld (CH). 2015 wurde das Büro für seine Arbeiten mit dem Prix Meret Oppenheim ausgezeichnet. Als Fachexperte und Jurymitglied hat Thomas Hasler bereits zahlreiche Architekturwettbewerbe, Studienaufträge und Testplanungen begleitet. 

    «Mit dem zweistufigen Verfahren wollen wir sowohl arrivierte Architekturbüros wie auch junge Teams ansprechen», so Thomas Hasler, «Mit dem grösseren Betrachtungsperimeter bis hin zum Waisenhausplatz wollen wir eine dem UNESCO-Welterbestatus ensprechende Einbettung des Bauprojekts in den Stadtraum sicherstellen.» 


    Fokus auf Nachhaltigkeit 
    Die Museumserneuerung soll in allen Dimensionen in Einklang mit den Nachhaltigkeitsstrategien von Kanton und Stadt Bern stehen und deren Ziele erreichen. Ein ausführlicher Kriterienkatalog mit allen relevanten Aspekten der Nachhaltigkeit dient als Richtschnur für die Jury und fliesst in den Wettbewerb ein. 

    Damit diese Zielvorgaben eingehalten werden, ist an verschiedenen Stellen anzusetzen: Gebäudeform, Energieversorgung, Baustoffe, Klima- und Lichttechnik. Mit Blick auf den geplanten Abriss des Atelier 5-Baus wird zu prüfen sein, ob Strukturen stehen gelassen werden können und sich damit graue Energie sparen lässt. 

    Für Jonathan Gimmel, Präsident der Dachstiftung Kunstmuseum Bern – Zentrum Paul Klee ist klar: «Der Wettbewerb soll architektonische Antworten liefern auf die drängenden Fragen der Zeit: Kunst und Begegnung in Einklang mit Klimaschutz und Energieeffizienz.» 

     
    Gründe für neues Museum 
    Mit der geplanten Erneuerung soll das Kunstmuseum Bern besucher:innenfreundliche Ausstellungs- und Depoträume nach modernen Standards erhalten, sich zur Stadt und zum Aarehang öffnen und einem erweiterten und diverseren Publikum neue Kunsterlebnisse bieten. Museen stehen im Konkurrenzkampf um attraktive Leihgaben und die Aufmerksamkeit der Besucher:innen. Zürich, Basel und Lausanne haben mit attraktiven Neubauten grosse Investitionen getätigt. Bern kann ohne Verbesserung der Infrastruktur mit diesen Städten nicht mehr konkurrieren. 

    «Die Besucherinnen und Besucher können sich auf ein Kunstmuseum der Zukunft freuen, das durch offene und lichte Räumlichkeiten neue Kunsterlebnisse ermöglichen wird», sagt Nina Zimmer, Direktorin des Kunstmuseum Bern und Zentrum Paul Klee. 


    Gemeinderat genehmigt Baurechtsvertrag 
    Um die geplante Erneuerung des Museums zu ermöglichen, hat der Gemeinderat der Stadt Bern an seiner Sitzung vom 29. Juni einen Baurechtsvertrag verabschiedet, der die kostenlose Abgabe des Gebäudeteils Hodlerstrasse 6 an die Stiftung Kunstmuseum Bern regelt. Die Liegenschaft spielt beim Erneuerungsprojekt eine Schlüsselrolle: Das Kunstmuseum erhält in direkter Nachbarschaft ein Gebäude für die Administration und muss so im geplanten Ersatzneubau keine neuen teuren Büroflächen bauen. 

    Deshalb soll nun die Hodlerstrasse 6 betrieblich aus der bestehenden Gebäudegruppe – heute durch die Kantonspolizei genutzt und im Inventar der städtischen Denkmalpflege als schützenswert eingestuft – abgetrennt und in den künftigen Museumskomplex integriert werden. Gleichzeitig hat der Gemeinderat die Eckwerte des Projektwettbewerbs inklusive Aufwertung der Hodlerstrasse genehmigt. Dem Baurechtsvertrag muss noch der Stadtrat zustimmen, der sich voraussichtlich im Herbst mit dem Geschäft befasst. 

    Der Start der ersten Stufe des Projektwettbewerbs ist im Frühjahr 2023 vorgesehen. Aufgrund des teilweise schlechten baulichen Zustands der Gebäude ist eine möglichst frühzeitige Realisierung zwingend. Im Sinne einer Optimierung des Gesamtzeitbedarfs erfolgt die Präqualifikation parallel zum Stadtratsgeschäft. Der Aufwand der Teams für die Präqualifikation ist verhältnismässig gering. Die Hauptarbeiten werden somit erst nach dem Stadtratsbeschluss anfallen. 

     
    Aufwertung der Hodlerstrasse 
    Die Hodlerstrasse erhält nach den Vorstellungen der Stadt ein völlig neues Gesicht durch eine Pflästerung und Begrünung mit einer Baumreihe. Dank reduzierter Strassenfläche und Verschiebung der Metro-Parking-Ausfahrt können sich das Kunstmuseum und der Progr bzw. der Gastrobetrieb Turnhalle nach aussen öffnen. Mit Ausnahme der Verkehrsspitzenzeiten am Morgen und am frühen Abend soll künftig nur noch Zubringerdienst gestattet sein für Anlieferungen, Notfalldienste und die Strassenreinigung. Die Stadt Bern erarbeitet das Detailprojekt zusammen mit dem Kunstmuseum, dem Metro-Parking, den Anrainer:innen und den Wirtschaftsverbänden. 

    Die von der Stadt parallel zur Museumserneuerung verfolgten und aufeinander abgestimmten Projekte zur Aufwertung der Hodlerstrasse und zur Neugestaltung des Bären- und Waisenhausplatzes ermöglichen die gesamtheitliche Aufwertung eines zentralen, für die Innenstadt wichtigen Perimeters. Entsprechend fliesst das Ziel einer aufgewerteten Hodlerstrasse in den Projektwettbewerb für den Neubau Kunstmuseum ein. 

     
    Partnerschaftliche Finanzierung 
    Die Finanzierung der Museumserneuerung soll durch die öffentliche Hand, private Sponsor:innen und die Wirtschaft erfolgen. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 80 Mio. Franken (plus 10. Mio. Franken Risikoabdeckung). Laut Finanzierungsplan wird der Kanton Bern für den Neubau nur in der Höhe der ohnehin für die Sanierung des Atelier 5-Baus anfallenden Kosten belastet, also mit 40 Mio. Franken. Mäzen Hansjörg Wyss trägt mit seinem grosszügigen Engagement 25 Mio. zum Projekt bei: 20 Mio. für den Neubau und 5 Mio. für die Neugestaltung der Hodlerstrasse. Weitere 5 Mio. leistet er unter der Bedingung, dass für die Erneuerung des Museums weitere Privatmittel in der 
    Höhe von mindestens 7,5 Mio. zusammenkommen. 

    Insgesamt rechnet der Finanzierungsplan mit Beiträgen von Privaten, Stiftungen und der Wirtschaft in der Höhe von 15 Mio. Franken. Die Vorgespräche mit privaten Sponsor:innen laufen gut. Die eigentlichen Verhandlungen mit den möglichen Geldgeber:innen (Stiftungen, Burgergemeinde Bern etc.) können erst nach Abschluss des Wettbewerbs stattfinden, wenn das definitive Projekt vorliegt. Zusagen gibt es bereits von Einzelpersonen. Noch in Abklärung sind die Kosten für die Neugestaltung der Hodlerstrasse und die Verlegung der Ausfahrt des Metro-Parking. Dazu werden nach Vorliegen des Wettbewerbsergebnisses Aussagen möglich sein. 

     
    Vertrag mit Hansjörg Wyss unterzeichnet 
    Der Vertrag zwischen der Wyss Foundation und der Stiftung Kunstmuseum Bern wurde im April 2022 unterzeichnet. Hansjörg Wyss ist vom Projekt für die Erweiterung des Kunstmuseums ebenso überzeugt wie von der geplanten Neugestaltung der Hodlerstrasse: «Mit der Aufwertung der Hodlerstrasse sind wichtige Rahmenbedingungen für einen erfolgreichen Architekturwettbewerb geschaffen worden. Ich freue mich, dass ich einen Beitrag zu einer nachhaltigen, zeitgemässen Weiterentwicklung des Kunstmuseums Bern leisten kann.» Wyss will sich als Mitglied des Sachpreisgerichts weiterhin für eine ambitionierte Berner Lösung engagieren. 

    Der Vertrag der Wyss Foundation mit der Stiftung Kunstmuseum Bern basiert auf dem Grundkonzept «Zukunft Kunstmuseum Bern» von 2021, das partnerschaftlich entwickelt wurde. Dabei übernehmen die jeweiligen Bauträger bestimmte Kosten: Die Stiftung Kunstmuseum Bern finanziert mit einem kantonalen Beitrag und der Unterstützung von Mäzen Wyss die Museumsbauten.Die Stadt übernimmt die Kosten für die öffentlichen Plätze und Strassen. Ausnahme bildet die Hodlerstrasse 6, welche die Stadt als Mitstifterin dem Kunstmuseum kostenlos im Baurecht zur Nutzung übergibt. Für die Kosten zur Anpassung des Metro-Parking bzw. die Aufwertung der Hodlerstrasse entschädigt das Kunstmuseum die Stadt Bern über einen öffentlichen Infrastrukturvertrag. Realisierbar ist das Projekt nur, wenn alle Partner ihre Beiträge leisten. 

     
    Synergien dank gleichzeitiger Sanierung des Stettlerbaus 
    Unabhängig vom Neubauprojekt ist die Sanierung des Stettlerbaus nötig. Die Abklärungen zur Vorbereitung des Projektwettbewerbs haben aber gezeigt, dass bei einer gleichzeitigen Sanierung des Stettlerbaus die grössten Synergien zu erwarten sind und die Belastungen für die Anrainer:innen am geringsten ausfallen. 

    Die bisherige Kostenschätzung für die Sanierung beruhte auf einer Zustandsanalyse und Investitionskostenrechnung aus dem Jahre 2012. Seither hat der Unterhaltsstau weiter zugenommen, da viele der damals vorgesehenen Massnahmen nicht ausgeführt wurden. Die integrale Sanierung des Stettlerbaus zeitgleich mit dem Neubau ermöglicht, nachhaltige Mehrwerte zu schaffen. Damit das letztmals 1999 sanierte Gebäude auch energetisch auf dem neuesten Stand ist und wieder eine möglichst lange und ungestörte Betriebsdauer möglich wird, sind umfassendere Eingriffe nötig. Dadurch müssen die 2012 tiefer geschätzten Sanierungskosten auf 18,5 Mio. Franken angepasst werden. Der Kanton Bern ermöglicht gemäss Kulturfördergesetz den Erhalt und die Entwicklung bedeutender Kulturinstitutionen, dies beinhaltet auch den Unterhalt der Immobilien des Kunstmuseums Bern. 

  • Allreal erwirbt Grundstück in Sünikon-Steinmaur ZH

    Allreal erwirbt Grundstück in Sünikon-Steinmaur ZH

    Ende Juni 2022 unterschrieb Allreal zwei Kaufverträge mit einer privaten Verkäuferschaft für ein insgesamt drei Parzellen umfassendes Grundstück mit 4916 Quadratmetern in Sünikon-Steinmaur im Zürcher Unterland. Die Eigentumsübertragungen erfolgen in Abhängigkeit vertraglicher Vereinbarungen voraussichtlich im September 2022. 

    Das Grundstück befindet sich an der Hohlgasse/Regensberger- und Neubrunnenstrasse im Ortskern von Sünikon und zeichnet sich durch eine erhöhte und sonnige Lage mit Fernsicht aus. 

    Allreal plant die Realisierung von Wohneigentum; ob in Form von Mehrfamilienhäusern/Eigentumswohnungen oder als Einfamilienhäuser ist zurzeit noch offen. Eine Machbarkeitsstudie ist in Vorbereitung und wird als Basis für die weitere Konkretisierung der Pläne dienen. Das approximative Investitionsvolumen beträgt rund CHF 35 Millionen. 

  • ewz steigt bei EVUlution ein

    ewz steigt bei EVUlution ein

    EVUlotion hat erfolgreich eine Finanzierungsrunde abgeschlossen. Wie der Dienstleister im Sitz in Landquart mitteilt, haben sich daran die bestehenden Aktionäre beteiligt. Zum bisherigen Aktionariat gehören Arbon Energie, das Elektrizitätswerk Jona-Rapperswil, EWN Kantonales Elektrizitätswerk Nidwalden, LKW aus Liechtenstein, die Bündner Repower und SN Energie aus St.Gallen.

    Zudem konnte EVUlution sein Aktionariat um ewz erweitern. Der Stadtzürcher Energieversorger bringt dabei auch die smart grid solutions AG ein. Das 2016 gegründete ewz-Tochterunternehmen hat eine innovative Lösung für das Netzmanagement entwickelt. Laut der Internetseite des Unternehmens mit Sitz in Zürich basiert es auf im Netz verteilten Mess- und Steuergeräten, die miteinander kommunizieren. Es gewährleistet den sicheren und wirtschaftlichen Betrieb des Netzes.

    Karl Thoma, Geschäftsführer von EVUlution, sieht die Finanzierungsrunde als Meilenstein in der Entwicklung seines Unternehmens an. „Mit dem Engagement der bestehenden Partner und ewz als neuer Mitaktionär haben wir die Basis für weiteres Wachstum gelegt und wertvolles Know-how dazugewonnen“, wird er in der Mitteilung seines Unternehmens zitiert.

    Ähnlich Roland Lüthy, der Geschäftsführer von smart grid solutions: „Wir freuen uns, mit EVUlution einen starken Partner für die weitere Entwicklung von innovativen Netzmanagementlösungen gefunden zu haben.“

    EVUlution hat bisher bereits eine Softwarelösung für das Anlagenmanagement, ein zertifiziertes  Smart-Metering-Gesamtsystem und ein Kundenportal angeboten.

  • Vertina Anlagestiftung erfolgreich gestartet

    Vertina Anlagestiftung erfolgreich gestartet

    Durch den Aufbau eines Portfolios mit neuwertigen Wohnimmobilien setzt die Stiftung auf höchste Nachhaltigkeit . Sie hat das Wissen und die Erfahrung, um renditestarke Immobilien und Verantwortung für die Umwelt zu verbinden.  

    Die Stiftung wurde durch die Markstein Advisory AG lanciert, welche für verschiedene Investitionsgefässe zeichnet. Sie ist für die ganzheitliche Geschäftsführung und das Portfolio verantwortlich, als Geschäftsführer konnte Pierluigi Cannoletta gewonnen werden. Zuvor war der studierte Architekt und Bauökonom mit einem MAS in Real Estate (CUREM) UZH während 10 Jahren bei Anlagestiftungen tätig und verfügt über 40 Jahre Erfahrung im Immobilienbereich.  

    Die Stiftung konnte bereits drei Akquisitionen in der Stadt Zürich, in Bachenbülach und in Oftringen abschliessen. Zwei weitere Projekteinkäufe sind terminiert und werden bis Ende August 2022 beurkundet. Damit ist das Kapital der Erstemission vollständig investiert respektive für den Bau der Projekte disponiert.  

    Für weiteres Wachstum ist die Anlagestiftung bereits an der Vorbereitung einer Kapitalerhöhung.

  • Google eröffnet Innovationzentrum in Zürich

    Google eröffnet Innovationzentrum in Zürich

    Google hat seinen fertigen Campus Europaallee am 27. Juni offiziell eingeweiht, wie aus einer Medienmitteilung hervorgeht. Erste Teile des Campus hat Google bereits 2019 bezogen. Nun ist der aus mehreren Gebäuden bestehende Komplex fertiggestellt.

    Der kalifornische IT-Riese ist seit 2004 in Zürich präsent. Mittlerweile sind rund 5000 Personen aus mehr als 80 Nationen für Google in der Schweiz tätig. Ein Teil von ihnen ist auch auf dem zweiten Google-Standort auf dem Hürlimann-Areal untergebracht. 2023 will Google an der Müllerstrasse in Zürich ein weiteres Bürogebäude mit 15’000 Quadratmetern beziehen. Die Zürcher Niederlassung ist bereits jetzt das grösste Entwicklungszentrum des IT-Riesen ausserhalb der USA.

    Bei der Büroeröffnung war auch Bundespräsident Ignazio Cassis präsent. „Ich gratuliere Ihnen zur Eröffnung des Innovations-Centers aus zwei Gründen: Erstens: Weil Sie es tun und der Innovation einen so hohen Stellenwert beimessen. Und zweitens: Weil Sie es in der Schweiz tun“, sagt er laut Redetext. Dass Google in Zürich investiert, unterstreiche auch, dass sich der Standort von einer Bankenmetropole zu einem digitalen Hub entwickele.

    Google Schweiz ist unter anderem an der Entwicklung von Internetdiensten wie der Suche, Google Assistant, Google Maps, Gmail oder YouTube beteiligt. Zürich ist derzeit etwa der grösste Sitz des YouTube-Entwicklungsteams neben dem Hauptsitz im kalifornischen San Bruno. Ausserdem entstand beispielsweise Google Maps wesentlich in der Schweiz. Google arbeitet hier auch mit Partnern wie SBB oder PubliBike zusammen, um Mobilitätsdienstleistungen besser auf Google Maps abzubilden. Bis 2030 will Google nämlich alle seine Dienste CO2-frei betreiben. Google selbst arbeite bereits seit 2007 CO2-neutral.

    „In Zürich wird qualitativ hochwertige Arbeit geleistet, und das ist der Hauptgrund für das nachhaltige, organische Wachsen des Standorts. Gerade die Schweiz bietet bisher sehr gute Rahmenbedingungen“, wird Google-Technologiechef Urs Hölzle zitiert. Google wolle künftig weiter in Zürich wachsen.

  • Metro-Campus: Neue Datencenter in Dielsdorf

    Metro-Campus: Neue Datencenter in Dielsdorf

    Auf 46’000 m2 Fläche entstehen auf dem Metro-Campus Zürich drei Hochleistungs-Rechenzentren und moderne Bürogebäude. Der Campus ist eingebettet in eine naturnahe Grünanlage und soll alle Services bieten, die einen führenden Datenhub auszeichnen: Einen modernen zertifizierten Datenstandort, umfassende Vernetzung sowie den Zugang zu einem kompletten Cloud-Ecosystem. Damit will der Metro Campus IT-Infrastrukturen auf kürzesten Wegen vernetzen und dafür sorgen, dass Unternehmen, Cloud-Provider und IT-Unternehmen mit ihren Lösungen zusammenkommen. Die Rechenzentren sind für nationale und internationale Unternehmen aller Branchen sowie für Cloud-Anbieter und Technologie-Unternehmen konzipiert.

    Alle Gebäude sind viergeschossig geplant. Die Gebäudehülle der Rechenzentren soll als Sandwichpanelsystem mit einer Streckmetallverkleidung als äusserste Schicht realisiert werden. Das Material der Gebäude soll deren technischen Inhalt widerspiegeln und ein optimales Zusammenspiel mit der Gebäudetechnik ermöglichen. Für die Bürobauten des Areals sind Glasfassaden geplant. Die Dächer sowie Teile der Glasfassade werden mit Photovoltaik-Anlagen ausgestattet.

    Architektur, Raumdesign, Technologien und Anlagen sind präzis aufeinander abgestimmt und auf maximale Energieeffizienz ausgelegt. Freecooling mit kalter Umgebungsluft minimiert den Kühlbedarf und die Abwärmenutzung über den initiierten Wärmeverbund und trägt zur Nachhaltigkeit bei. Künftig sollen Wohnungen und Industriebetriebe in der Region, wie auch die Bürogebäude auf dem Campus, mit der Abwärme aus dem Datacenter geheizt werden können.

    Der Metro-Campus Zürich wird in mehreren Etappen erstellt. Aktuell befindet sich das erste von drei Rechenzentren im Innenausbau. Erste Grosskunden sollen im dritten Quartal 2022 einziehen. Weitere Gebäude sollen im 4. Quartal 2022 und ab 2024 fertiggestellt werden.

  • Campus Hönggerberg der ETH Zürich wird weiterentwickelt

    Campus Hönggerberg der ETH Zürich wird weiterentwickelt

    Die ETH Zürich umfasst zwei Hauptstandorte. Einer davon ist der «Campus Hönggerberg», der ursprünglich als Aussenstandort im Naherholungsgebiet des Käferbergs ins Leben gerufen wurde. Heute studiert und arbeitet hier knapp die Hälfte aller ETH-Angehörigen. Die ETH Zürich erwartet ein weiteres Wachstum bei den Studierenden in den nächsten Jahren. Der Hauptstandort «Campus Zentrum» in der Stadt Zürich ist aufgrund der historischen Quartier- und Stadtstrukturen nur bedingt ausbaufähig. Deshalb konzentriert sich die ETH Zürich für die Planung ihrer in Zukunft benötigten Flächen auf den «Campus Hönggerberg». In den nächsten Jahrzehnten soll dieser umfassend weiterentwickelt werden.

    Gemeinsam mit der Stadt und dem Kanton Zürich erarbeitete die ETH Zürich den Masterplan Campus Hönggerberg 2040. Dieser knüpft an den Masterplan von 2005 namens Science City an. Die Idee einer Ringstrasse um den Campus herum wie auch die Entwicklung zu einem Stadtquartier mit Angeboten für ETH-Angehörige und Besucher wird weiter verfolgt. Vorgesehen ist ein städtisches Erscheinungsbild mit variierenden Höhen sowie Gärten und Plätzen. Um die Umgebung zu schonen, wird der Campus nicht in Richtung der umliegenden Quartiere oder der Erholungszone ausgeweitet, sondern es erfolgt eine Verdichtung nach innen und in die Höhe.

    Grossen Wert legt die ETH Zürich auf Nachhaltigkeit: Die Energieversorgung soll in Zukunft ohne fossile Energieträger erfolgen. Zu diesem Zweck wird das Energienetz ausgebaut. Seitens der angrenzenden Quartiere Affoltern und Höngg soll an beiden Campuseingängen je ein Portalgebäude mit öffentlichkeitsorientierten Angeboten entstehen. Entlang der zentralen Wolfgang-Pauli-Strasse sind zwei weitere Hochbauten vorgesehen, die Platz für Lehre und Forschung bieten. Zudem soll diese Strasse zu einer belebten, grünen Flaniermeile mit einer Bandbreite an Erdgeschossnutzungen ausgebaut werden. Durch diese Umgestaltung können laut des Studienauftrags die Bedürfnisse wie Städtebau, Verkehr, Freiraum, Beleuchtung sowie Retention und Entwässerung berücksichtigt werden.

    Die bestehenden Frei- und Grünräume werden aufgewertet und erweitert. So ist beim zentralen Platz ein neuer Garten geplant. Die Erschliessung mit nachhaltigen Transportmitteln und der Ausbau der Veloverbindungen sind ebenfalls projektiert. Das Credo lautet: Gebaut wird nur, wenn dafür seitens der Lehre und Forschung die Notwendigkeit besteht.

  • Neues Quartier auf dem Koch-Areal

    Neues Quartier auf dem Koch-Areal

    Die Stadt Zürich kaufte 2013 das seit März desselben Jahres besetzte Koch-Areal an der Schnittstelle von Albisrieden und Altstetten. 2017 lancierte die Stadt zusammen mit der Zürcher Sektion des Verbands Wohnbaugenossenschaften Schweiz und dem Beratungsunternehmen Wüst Partner eine Konzeptausschreibung für das geplante Quartier. Den Zuschlag erhielt die Teambewerbung der Genossenschaften Allgemeine Baugenossenschaft Zürich (ABZ) und Kraftwerk1 zusammen mit der Immobilienentwicklerin SENN.

    Frühestens ab 2025 entstehen hier rund 330 gemeinnützige Wohnungen für etwa 900 Bewohnerinnen und Bewohner. Darüber hinaus sind grosszügige Gewerbeflächen und ein Quartierpark projektiert. Grün Stadt Zürich zeichnet für den Park verantwortlich, während die beiden Zürcher Genossenschaften ABZ und Kraftwerk1 sowie die Immobilienentwicklerin SENN das Land im Baurecht übernehmen. Im Koch-Quartier sollen neue Visionen des Zusammenlebens und Arbeitens umgesetzt und es soll ein wesentlicher Beitrag zur 2000-Watt-Gesellschaft geleistet werden.

    Das Familienunternehmen Senn plant das Gewerbehaus namens MACH, das von überhohen Räumen, hohen Nutzlasten und viel Gestaltungsspielraum geprägt ist. Der Einbau von Galeriegeschossen ist frei wählbar und sorgt für hohe Flexibilität. Im MACH sind auf 10’000 m2 meist doppelthoher Mietfläche nicht nur Gewerbe- und Produktionsbetriebe vorgesehen, sondern auch Handels- und Dienstleistungsunternehmen sowie Bildungs- und Freizeitangebote. Auf die Nachhaltigkeit wird durch die hohe Anpassbarkeit, die Holzelementfassade, PV-Anlage, Regenwassernutzung und die vertikale Begrünung besonders geachtet.

    Einen dreiteiligen Gebäudekomplex mit 204 Wohnungen lässt die Allgemeine Baugenossenschaft Zürich bauen. Dieser besteht aus einem rund 85 Meter hohen Hochhaus an der Flurstrasse sowie einem achtgeschossigen Zeilenbau am Quartierpark. Hier entsteht ein Mix aus 2- bis 5.5-Zimmer-Wohnungen. Im 1. Stock sind ein Garten mit 1830 m2 Fläche und ein Gemeinschaftspavillon geplant. Auf den Dächern werden Fotovoltaikanlagen installiert. Die Erdgeschossnutzung sieht verschiedene Gewerbe- und Gemeinschaftsräume sowie einen Supermarkt vor.

    Wohnen, Gewerbe und Kultur werden im kompakten Gebäude der Bau- und Wohngenossenschaft Kraftwerk1 vereint. Neben Wohnungen sollen Gastronomie, Kindergarten und Hort sowie das Zirkusquartier mit dem Zirkus Chnopf die Nachbarschaft zum Verweilen einladen. Vom Park her führt eine Freitreppe auf die 1650 m2 umfassende Terrasse im ersten Stock. Es sind 125 Wohnungen geplant, ein Drittel der Wohnfläche wird im subventionierten Wohnungsbau vermietet. Das intensiv begrünte Dach dient den Bewohnenden als Rückzugsort. Die Siedlung ist autofrei geplant und wird dank einem Holz-Beton-Hybridbau, Fotovoltaikanlagen sowie Regenwasserretention besonders nachhaltig.

    Der 12’000 m2 grosse Quartierpark wird die grüne Lunge des neuen Koch-Quartiers. Grün Stadt Zürich setzt mit dem Park die Wünsche der Bevölkerung um: viele Bäume, biodivers, verspielt – und für alle. Geplant sind eine offene grosszügige Wiese und ein naturnah gestalteter «jardin sauvage». Dank der ehemaligen 2700 m2 umfassenden Kohlenlagerhalle entsteht zudem ein Bereich, der den Aufenthalt auch bei schlechtem Wetter ermöglicht. Das bereits vor Ort vorhandene Material wird wo immer möglich umgenutzt: Aus alten Belagsplatten wird zum Beispiel ein Trockenbiotop für Eidechsen oder eine Sitzmöglichkeit für Gäste.

    Vielfältigste Kulturangebote und Wohnformen, Gewerbe und Dienstleistung finden im kompakten Gebäude von Kraftwerk1 ein neues Zuhause.
  • Swiss Prime Site Immobilien meldet Erfolg im ersten Halbjahr

    Swiss Prime Site Immobilien meldet Erfolg im ersten Halbjahr

    Swiss Prime Site Immobilien hat im ersten Halbjahr 2022 die Vermietungen gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres verdoppelt. Laut einer Medienmitteilung des Unternehmens mit Sitz in Zürich wurden über das gesamte Portfolio und über alle Regionen hinweg 90‘000 Quadratmeter neu oder wieder vermietet. Im ersten Halbjahr 2021 waren es 47‘000 Quadratmeter.

    Die Swiss Prime Site Immobilien AG, die zur Swiss Prime Site Gruppe mit Sitz in Zug gehört, führt diesen Erfolg auf die guten Marktbedingungen und die damit zusammenhängende Nachfrage nach kommerziellen Flächen zurück. Trotz der globalen wirtschaftlichen Verlangsamung bleiben die Signale für die Entwicklung in der Schweiz mehrheitlich positiv, heisst es in der Mitteilung. So seien im Dienstleistungssektor in den vergangenen zwölf Monaten 105‘000 neue Arbeitsplätze geschaffen worden, ein Plus von 2,6 Prozent. Weiter zeugten auch die 114‘000 offenen Stellen von einem robusten Schweizer Arbeitsmarkt.

    Eine besonders positive Entwicklung stellte das Immobilienunternehmen in Basel, Zürich und Genf fest. Aber auch die beiden im Bau befindenden Entwicklungsprojekte JED in Schlieren und Stücki Park in Basel erfreuen sich laut Swiss Prime Site reger Nachfrage. Dort werden bis Ende Jahr Vorvermietungsquoten von rund 90 Prozent  erwartet.

    „Mit der starken Performance der Wieder- und Neuvermietungen innerhalb unseres Portfolios und den nach wie vor intakten wirtschaftlichen Aussichten sind wir auch für Ende Jahr bezüglich tiefem Leerstand und positiver Mietertragsentwicklung optimistisch“, wird Martin Kaleja zitiert, CEO von Swiss Prime Site Immobilien.

    Swiss Prime Site kündigt an, am Donnerstag, 25. August, die ausführlichen Halbjahresresultate 2022 zu publizieren.

  • Effretikon hat grosse Pläne

    Effretikon hat grosse Pläne

    Die an der Verkehrsachse Zürich-Winterthur gelegene Stadt Illnau-Effretikon mit rund 17’500 Einwohnerinnen und Einwohnern hat Grosses vor: Nach einer mehrjährigen Planungsphase sind 2022 die ersten Spatenstiche für die Zentrumsentwicklung in Effretikon erfolgt.

    Die Grundlage dafür bilden die Masterpläne «Zentrumsentwicklung Bahnhof West» und «Arealentwicklung Bahnhof Ost». Diese sehen eine Verdichtung durch die Nutzungsmischung von Wohnungen und Gewerbeflächen vor und sollen Effretikons Funktion als regionales Zentrum stärken.

    Mit rund 750 neuen Wohneinheiten und 20’000 Quadratmetern für Büros und publikumsorientiertes Gewerbe entstehen Wohnraum und Arbeitsflächen im nahen Umfeld des gut erschlossenen und hochfrequentierten Bahnhofs. Unter anderem damit sollen die im Leitbild Stadtentwicklung festgelegten Ziele zur Steigerung der Arbeitsplatzanzahl und der Bevölkerung erreicht werden. Die privaten Entwicklungsprojekte werden mit öffentlichen Bauten wie dem neuen Stadtgarten sowie kleineren Plätzen ergänzt und tragen zur Steigerung der Aufenthaltsqualität im Zentrum bei. Zudem wird mit der Verlegung und dem Neubau des Bushofs der öffentliche Nahverkehr optimiert.

    In einer ersten Etappe werden bis im Jahr 2027 die konkret geplanten oder bereits bewilligten Bauprojekte Rütlihof, Rütlistrasse, Rosenhof, Rosenweg inklusive Bushof, Bahnhofplatz und Stadtgarten realisiert. In einer zweiten Etappe soll der Umbau des Einkaufszentrums Effimärt und die Entwicklung des Areals Hinterbüel erfolgen. Der Hauptteil der Zentrumsentwicklung soll bis im Jahr 2030 abgeschlossen sein.

    Zu den Bauherren zählen die Bereuter Gruppe, die Mettler2Invest, die R. Fuchs Partner AG / Trade Tool AG, die OASE Gruppe, die Zürich Anlagestiftung, die Habitat 8000 AG und die Stadt Illnau-Effretikon. Für das Einkaufszentrum Effimärt zeichnet die Siska Immobilien AG verantwortlich.

    Parallel zur baulichen Entwicklung beabsichtigt die Stadt, das Zentrum in Effretikon mit verschiedenen Massnahmen stärker zu beleben. Ein attraktives Angebot des publikumsorientierten Gewerbes soll in Verbindung mit den genannten öffentlichen Aufenthaltszonen auch wieder mehr Personen von ausserhalb dazu bewegen, ihre Zeit in Effretikon zu verbringen. Zusammen mit den neuen Wohn- und Gewerbeflächen dürften die Ladengeschäfte damit in Zukunft von einem höheren Konsumentenpotenzial profitieren.

    So könnte das Zentrum von Effretikon in ein paar Jahren aussehen: Nach einer mehrjährigen Planungsphase haben die ersten Bauarbeiten begonnen.
  • Kunststudierende kooperieren mit Hochbauamt

    Kunststudierende kooperieren mit Hochbauamt

    In Kooperation mit dem Hochbauamt des Kantons Zürich haben Fine-Arts-Studierende der Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK) Kunstwerke an Sporthallen und einem Entwässerungsaquädukt gestaltet. Die Ergebnisse sind bis zum 27. Februar 2023 unter dem Titel Aqueous Transmissions im Industriequartier rund um den Klingenpark in Zürich ausgestellt, teilt die ZHdK in einer Medienmitteilung mit. Die Vernissage findet dort am 12. Juli statt.

    Das Hochbauamt hatte seine Ausschreibung für Kunst am Bau bei den Sporthallen ausdrücklich an die Fine-Arts-Studierende der ZHdK auf Masterniveau gerichtet. Zur Verfügung standen die drei Sporthallenprovisorien der Kantonsschulen Freudenberg/Enge, Uetikon am See sowie Campus Irchel der Universität Zürich. „Ziel war, an jedem Ort ein Kunstwerk am, im und um das Gebäude zu entwickeln, das den jungen, frischen sowie sportgeprägten Charakter des Orts unterstreicht.“

    Herausgekommen sind insgesamt 17 Projekte, aus denen eine Jury drei ausgewählt hat. Dazu gehören die Werke Higher Goals von Gregor Vogel für den Campus Irchel, Community Show von Julia Nusser und Tereza Glazova für die Kantonsschule Uetikon am See sowie Bouncing Balls von Otto Szabo und Cristian Zabalaga für die Kantonsschulen Freudenberg und Enge. Sie beschäftigen sich mit Themen wie Minderheit, Identität, Sexualität und Verletzbarkeit sowie dem Moment, wenn ein Sportball auf eine Wand trifft.

    Weitere acht Kunstwerke von Bachelorstudierenden entstanden im Zusammenhang mit einem provisorischen Entwässerungsaquädukt, das für den Ersatzneubau der Baugewerblichen Berufsschule an der Limmatstrasse gebaut wurde. Sie sind alle während der Installationsdauer bis 27. Februar 2023 als Urban Art Parcours durch das Quartier rund um den Klingenpark zu sehen.

  • Innovation auf dem Flugplatz Dübendorf

    Innovation auf dem Flugplatz Dübendorf

    Das Flugplatzareal in Dübendorf soll sich weiterentwickeln. Unter anderem entsteht hier mit dem Innovationspark Zürich eine neue Plattform für Forschung, Entwicklung und Innovation. Sie soll die Zusammenarbeit und den Austausch zwischen Wissenschaft und Wirtschaft fördern – und damit die Umsetzung von Forschungsergebnissen in marktfähige Produkte und Dienstleistungen unterstützen. Der Innovationspark Zürich soll gemäss BAK-Studie gegen 10’000 Arbeitsplätze und eine jährliche Wertschöpfung von rund 1,9 Milliarden Franken schaffen.

    Verantwortlich für den Aufbau und den Betrieb zeichnet die Stiftung Innovationspark Zürich. Sie wurde im September 2015 vom Kanton Zürich, der ETH Zürich und der ZKB gegründet. Der Kanton Zürich, die drei Standortgemeinden Dübendorf, Volketswil und Wangen-Brüttisellen sowie der Bund entwickeln das Areal gemeinsam.

    Grundlage für die Entwicklung des Areals bildet der gemeinsam erarbeitete Synthesebericht der Projektpartner. Hierin ist auch ersichtlich, wie sich das Flugplatzareal Dübendorf insgesamt in der Zukunft darstellen soll, welche Nutzungen vorgesehen und wie diese räumlich verteilt sind. Das Areal soll in vier Teilgebiete eingeteilt werden:

    Ein erster Bereich ist für den Innovationspark Zürich reserviert, in dem insbesondere in den Bereichen Mobilität, Robotik, Aviatik, Raumfahrt und Advanced Manufacturing & Materials geforscht werden soll. Im zweiten Teilgebiet überlagern sich der Innovationspark sowie ein Forschungs-, Test- und Werkflugplatz zu einem Aviatikcluster. Im dritten Teilgebiet können die Nutzungen mit hohen Sicherheitsanforderungen – die Bundesbasis der Luftwaffe und das Flugsicherungszentrum der Skyguide – unabhängig weiterentwickelt werden. Im vierten Teilgebiet bestehen weitere aviatische Infrastrukturen. Dort spielt auch der Naturschutz eine zentrale Rolle. Für die Bevölkerung wird zudem rund um das ganze Areal ein durchgängiger Flugplatzrundweg erstellt.

    Für die weiteren Planungs- und Umsetzungsarbeiten legte der Regierungsrat dem Kantonsrat drei Anträge vor: Die Richtplanteilrevision legt die planerischen Eckwerte für die Umsetzung des Syntheseberichts fest. Für die schrittweise Entwicklung des Innovationsparks beantragt der Regierungsrat dem Kantonsrat 97,45 Millionen Franken und für die Planung eines Forschungs-, Test- und Werkflugplatzes 8,2 Millionen Franken.

    Bis 2023 könnte der Kantonsrat über diese Vorlagen entscheiden. Ab 2023 ist die Renovation der bestehenden Bauten geplant. Dann sollen auch erste Baugesuche eingereicht werden. Die Umsetzung erster Bauten könnte somit ab ca. 2024/2025 starten.

    Der Innovationspark Zürich soll die Zusammenarbeit und den Austausch zwischen Wissenschaft und Wirtschaft fördern.
  • Von der «teuersten Wiese Europas» zum neuen Stadtteil

    Von der «teuersten Wiese Europas» zum neuen Stadtteil

    Gut Ding will Weile haben – passender könnte man die Arealentwicklung des Oberhauserriets in Opfikon wohl nicht beschreiben. Bereits 1952 schied die Stadt das 67,4 Hektaren umfassende Oberhauserriet als Industriezone aus. Fünf Jahre später wurde ein Quartierplanverfahren eingeleitet – genehmigt wurde dieses aber erst 1979. Der erste Quartierplan sah 30’000 Arbeitsplätze vor. Doch das Vorhaben zog sich aufgrund zahlreicher Rekurse und Revisionsbegehren hin. 1986 stoppte der Stadtrat von Opfikon das Vollzugsbegehren. Denn: Die geplanten Arbeitsplätze hätten auch 30’000 Parkplätze bedeutet. Verkehrsprobleme und Umweltbelastungen drohten.

    Dabei war das Interesse an dem geplanten Industriegebiet mit dem Bau des Nordrings in den 1980er-Jahren stark gestiegen. So wurde im Jahr 1987 der Firma Planpartner AG der Auftrag zur Überprüfung der Planung erteilt. Das Planungsbüro schlug eine erneute Revision der Bau- und Zonenordnung mit einer deutlich reduzierten Nutzung vor. Neu waren nur noch 9700 Arbeitsplätze angedacht. Zudem wurde erstmals Wohnraum für 3000 Personen in Betracht gezogen sowie ein Park, der rund einen Drittel des Landes Richtung Glatt umfassen sollte. Die Erschliessung mittels dem Öffentlichen Verkehr rundete das Projekt in Sachen Umweltverträglichkeit ab.

    Diese Anpassungen fanden 1990 beim Stimmvolk Anklang. Der Stadtrat von Opfikon, die Stadt Zürich sowie die in der Zwischenzeit geschaffene Interessensgemeinschaft der Grundeigentümer befürworteten die neue Gesamtplanung ebenso. Die damals 25 Grundeigentümer wurden vom Stadtrat eng in die Planung einbezogen. Diesem Umstand dürfte es zu verdanken sein, dass diese bereit waren, sich auch finanziell massgeblich einzubringen: punkto Grünfläche oder auch beim vorgesehen «Monorail» – eine Art Hochbahn, die den neuen Stadtteil hätte erschliessen sollen.

    Bis ein erster Entwurf für den neuen Quartierplan vorlag, wurde es Frühling 1996. Aufgrund zahlreicher Begehren wurde dieser noch zweimal überarbeitet, bis der Stadtrat den Quartierplan 1999 schliesslich festsetzen konnte. Der Regierungsrat des Kantons Zürich verabschiedete ihn am 11. Oktober 2000 und gab damit den Weg zur Umsetzung frei – und dies nach fast 50 Jahren Planung.

    Erste Gebietsmarketing-Organisation der Schweizer Immobiliengeschichte
    Geeinigt hatte man sich auf Wohnraum für 6600 Personen sowie 7300 Arbeitsplätze. Für den Park wurde eine 12,4 Hektar grosse Grünfläche mit einem künstlich angelegten See projektiert. Für die Gestaltung des Parks wurde 2001 ein Projektwettbewerb ausgeschrieben, den das Büro Kiefer Landschaftsarchitektur aus Berlin für sich entscheiden konnte. Zentral war der langgezogene rechteckige See, der später den Namen «Glattpark-See» erhielt.

    Im Jahr 2000 schrieben die Stadt Opfikon, die Stadt Zürich und die Firma Allreal einen Auftrag für die Entwicklung einer übergreifenden Plattform für das Entwicklungsgebiet aus. Halter Immobilien + Treuhand mit dem damaligen Geschäftsführer Bernhard «Beny» Ruhstaller erhielt den Zuschlag. Ruhstallers Kommunikationsstrategie sah vor, aus dem Oberhauserriet eine Marke zu machen, um die Suche nach Investoren, Schlüsselmietern sowie die Kommunikation mit der Bevölkerung und die Imagepflege zu vereinfachen. Ruhstaller schlug ein von allen Grundeigentümern bevollmächtigtes Gebietsmarketing vor.

    Die Mission war klar: Aus der Masse der geplanten Einzelprojekte sollte eine Vision eines komplett neuen Stadtteils den Weg in die Köpfe der Menschen finden. Ruhstaller brachte bereits Erfahrungen aus den Entwicklungsgebieten Limmatwest, Zürich-West und Zürich-Nord mit. «Genau diese Erfahrungen und Erkenntnisse haben mir beim Entwicklungsgebiet Oberhauserriet geholfen. Der Glattpark war natürlich noch eine Nummer grösser. Dafür war es fast leichter, hier eine neue Identität zu schaffen, da kein bewohntes Gebiet vorhanden war», resümiert Ruhstaller. Auch an die Gründung des neuen Gebietsmarketings erinnert er sich noch gut: «Die erste Schwierigkeit bestand darin, die damals vielen privaten Grundeigentümer zu überzeugen, Geld in einen Marketing-Topf zu bezahlen, obwohl ein möglicher Baustart noch nicht einmal abgeschätzt werden konnte.»

    Der Immobilienprofi war gemeinsam mit der Stadt Opfikon erfolgreich: Den Mehrwert eines gemeinsamen Marketings wurde im Dezember 2001 von 63,64 Prozent aller Grundeigentümer erkannt. So wurde am 13. Mai 2002 vermutlich erstmals in der Schweizer Immobiliengeschichte von 14 der 21 Grundeigentümer eine Gebietsmarketing-Organisation gegründet. Dieser Zusammenschluss trug schnell Früchte: Dank Marketing- und Kommunikationsmassnahmen wie Showroom, Webseite, Messeauftritte und intensivem Networking wurde die Organisation innert kurzer Zeit zur zentralen Informations- und Anlaufstelle für den neuen Stadtteil, dem die Stadt Opfikon 2001 den Namen «Glattpark» verliehen hatte. Mit zunehmenden Erfolg der Marketing-Bemühungen konnten weitere Grundeigentümer ins Boot geholt werden: 2017 zählte die Gebietsmarketingorganisation den Höchststand von 35 Mitgliedern.

    ↑ Das Luftbild – damals noch vom Helikopter aus aufgenommen – zeigt das Oberhauserriet im Jahr 2001. Die Stadt Opfikon hat zur Dokumentation des Baufortschritts die auf Luftbilder spezialisierte Firma Comet Photoshopping GmbH beauftragt.
    Und so sieht der Glattpark 20 Jahre später aus der Luft aufgenommen auf. ↓

    Dank dem Glattpark ist Opfikon heute eine der 50 grössten Städte der Schweiz
    Immer wieder kam es aber auch zu Unstimmigkeiten zwischen Gebietsmarketing und der Stadt Opfikon: «Die Planungsbehörden rund um den Quartierplan Oberhauserriet waren es nicht gewohnt, dass plötzlich auch Markt- und Vermarktungsfragen eine Rolle spielten», erklärt Ruhstaller und ergänzt: «Die private Organisation der Grundeigentümer wurde am Anfang vielleicht auch als Gefahr wahrgenommen.» Heute habe sich die Zusammenarbeit zwischen den Stadtbehörden und dem Gebietsmarketing normalisiert und könne als gegenseitig befruchtend bezeichnet werden.

    Der Übergang von der Entwicklungs- zur Betriebsphase brachte im Jahr 2016 veränderte Aufgaben für das Gebietsmarketing mit sich. So wurden eine Vereinfachung der Grundeigentümerbeiträge sowie die Umbenennung in IGG Glattpark beschlossen. Heute kümmert sich die Organisation um übergeordnete Sachthemen. «Dabei geht es um Vorgänge, die die Parzellengrenze eines einzelnen Grundeigentümers überschreiten – wie etwa der Boulevard, die Parkierung oder auch die Medienarbeit», sagt Ruhstaller, der seit rund 20 Jahren als Geschäftsführer für die Gebietsmarketing-Organisation tätig ist und dabei mittlerweile von seiner Tochter Janina unterstützt wird. Die IGG Glattpark soll die Identität des noch immer jungen Stadtteils schützen und weiterentwickeln. «Aktuell führen wir in Zusammenarbeit mit der Stadt Opfikon eine Bedürfnisumfrage bei den über 70 Gewerbebetrieben im Glattpark durch», nennt Ruhstaller ein Beispiel.

    Die einstige Vision Glattpark ist Realität geworden: Bereits 2006 zogen die ersten Bewohner ein. Aus der ursprünglich angedachten Hochbahn «Monorail» wurde die Glattalbahn, deren letzte Etappe 2010 eingeweiht wurde. 2019 konnte die zweite Bauetappe mehrheitlich abgeschlossen werden. Bis Ende 2019 wurden 3100 Arbeitsplätze geschaffen und 5781 Bewohner gezählt. Und damit ist die Entwicklung des jungen Stadtteils noch nicht abgeschlossen: 2023/24 soll das lange Zeit hart umkämpfte Schulhaus bezugsbereit sein. Auch in die vielfach unbeachtete 3. Etappe des Glattparks könnte in naher Zukunft Bewegung kommen: «Die Stadt Zürich als grösste Grundeigentümerin steht gemeinsam mit der Stadt Opfikon und weiteren privaten Grundeigentümern vor einer baldigen Lösung», weiss Ruhstaller.

    Die Entwicklung des Oberhauserriets – welches in den Medien früher oftmals als «die teuerste Wiese Europas» bezeichnet wurde – zum Stadtteil Glattpark ist definitiv geglückt: In den vergangenen 16 Jahren ist Opfikon dank des Glattparks von 13’000 auf 21’000 Einwohner gewachsen. Damit gehört Opfikon nun zu den 50 grössten Städten der Schweiz.

  • Zürich bleibt Spitze im Schweizer Städteranking

    Zürich bleibt Spitze im Schweizer Städteranking

    Das Magazin „Bilanz“ hat das diesjährige Ranking der Lebensqualität Schweizer Städten publiziert. Dabei hat Zürich wieder den Platz eins bekommen und steht damit laut dem Bericht seit elf Jahren praktisch unangefochten an der Spitze. Auf den Plätzen zwei und drei stehen die Städte Zug und Bern, gefolgt von Winterthur, Basel und Genf.

    Das Städteranking ist von den Immobilienexperten von Wüest Partner für das Wirtschaftsmagazin „Bilanz“ anhand mehrerer Indikatoren für die Lebensqualität der Städte erstellt worden, etwa in den Bereichen Arbeitsmarkt, Bildung, Freizeiterholung und Einkaufen. Insgesamt sind 162 Städte so bewertet worden.

    Es erscheint für andere Städte kaum möglich, in die absolute Spitzengruppe vorzudringen, heisst es in dem Artikel von „Bilanz“. In den Top 10 hat einzig die Kantonshauptstadt Aarau zwei Ränge verloren und steigt ab von Platz 6 auf Platz 8. Auf die Frage, ob andere Städte überhaupt eine Chance hätten, in die Spitzengruppe hineinzukommen, wird Patrick Schnorf von Wüest Partner zitiert: „Unmöglich ist es nicht.“ So habe etwa St.Gallen, das derzeit Platz 11 hält, eine Chance, wenn die Stadt im Bildungs- und Kulturangebot zulegen könnte ebenso wie beim Bevölkerungswachstum.

    Gegenbeispiel ist laut Schnorf Bassersdorf ZH, das elf Plätze nach hinten gerutscht sei. „Im Vergleich zu anderen Städten hat sich Bassersdorf nicht so schnell entwickelt, etwa was Bildung und Kultur betrifft“, wird Schnorf zitiert. Am lebenswertesten seien laut dem Ranking die beiden Wirtschaftsregionen Zürich und Genfersee.

    Da es unter den Top 30 nur vier Städte aus der Westschweiz und mit Lugano eine im Tessin gebe, müsse man feststelle, dass die Lebensqualität in der Deutschschweiz insgesamt höher sei.

  • Steiner AG geht strategische Partnerschaft mit HEGIAS ein

    Steiner AG geht strategische Partnerschaft mit HEGIAS ein

    Das dynamische Startup HEGIAS bietet die weltweit erste automatisierte und browserbasierte Lösung zur Visualisierung und Kommunikation mit Virtual Reality (VR) für die Planungs-, Bau- und Immobilienbranche. Das stark wachsende Unternehmen wurde 2017 gegründet und beschäftigt derzeit rund 20 Mitarbeitende an den beiden Standorten Zürich und Lugano. «Mit der Steiner AG haben wir einen starken Partner an unserer Seite, der uns bei der Verwirklichung unserer Wachstumsambitionen unterstützt», zeigt sich Patrik Marty, CEO von HEGIAS, erfreut. Giuseppe Giglio, Chief Digital Officer bei der Steiner AG, ergänzt: «Die neue virtuelle Kollaborationsumgebung wird es allen Projektbeteiligten ermöglichen, gleichzeitig und ortsunabhängig am selben Modell zu arbeiten.» Dies vereinfacht und beschleunigt bisherige Abläufe und trägt zu einer deutlichen Fehlerreduktion bei. 
      
    Ajay Sirohi, CEO der Steiner Gruppe, ist überzeugt, dass die Kooperation zum langfristigen Erfolg beider Unternehmen beitragen wird: «Die Kombination der digitalen Expertise von HEGIAS mit unserer ausgewiesenen Erfahrung im BIM- und Baubereich ermöglicht es uns, gemeinsam passgenaue Innovationen für den Markt zu entwickeln. Mit der ersten strategischen Partnerschaft im Digitalbereich können wir unsere Kompetenzen in diesem Gebiet ausbauen und die Zukunft der Immobilienindustrie aktiv mitgestalten. Künftig planen wir weitere Kollaborationen mit innovativen Start-Ups, um den digitalen Wandel unseres Unternehmens fortzuführen und im Bereich der Zukunftstechnologien nachhaltig zu wachsen.» 

  • Konnex Baden gewinnt zwei weitere Mieter

    Konnex Baden gewinnt zwei weitere Mieter

    Die SPGI Zurich AG hat im Auftrag der Miteigentümerschaft zwei weitere Flächen im Konnex Baden vermietet. Der Gebäudekomplex Konnex im Zentrum von Baden wird derzeit gesamtsaniert. Bis Mitte 2023 entsteht dort laut Medienmitteilung ein „Stadt in Stadt“-Angebot. Dafür werden insgesamt rund 35’000 Quadratmeter Fläche vermietet.

    Laut der Medienmitteilung sind die neuen Mieter die Casino Davos AG und SkySale. Casino Davos ist bereits als Zwischenmieter eingezogen und wird seine neuen, insgesamt 495 Quadratmeter grossen Flächen nach Fertigstellung der Sanierung beziehen. Neue Mieterin ist auch die SkySale Schweiz GmbH, die unter ihrer Marke Apfelkiste besser bekannt ist. Sie wird im Frühsommer 2023 rund 814 Quadratmeter Fläche beziehen.

    Das Interesse am innovativen Multi-Mieter-Konzept des Konnex sei gross und für viele weitere Flächen fänden zurzeit Verhandlungen statt, heisst es weiter. Das Stadt-in-Stadt-Konzept sehe eine Reihe von Dienstleistungen und Annehmlichkeiten vor, darunter Gastronomie, Läden des täglichen Bedarfs, Fitness, Kinderbetreuung und Co-Working.

    Die SPGI Zurich AG mit Sitz in Zollikon ist ein Tochterunternehmen der Intercity Group, einem unabhängigen Immobiliendienstleister mit Gruppengesellschaften in Zürich, Luzern, Bern, Basel, St.Gallen, Olten SO und Zug. Die SPGI Zurich AG ist seit 1993 Allianzpartner von Cushman & Wakefield, einem weltweit führender Anbieter von Immobiliendienstleistungen mit Hauptsitz in Chicago und 53’000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in 60 Ländern weltweit.

  • Zürich ist zweitbeste Stadt Europas für Immobilienanlagen

    Zürich ist zweitbeste Stadt Europas für Immobilienanlagen

    Zürich gewinnt im European Thematic Cities Index (TCI) gegenüber dem Vorjahr zwei Plätze und liegt damit auf Rang 2. Platz 1 hat London inne, Platz 3 Stockholm. Dieser Index von Swiss Life Asset Managers misst laut einer Medienmitteilung 135 europäische Städte in 28 Ländern. Er bewertet sie bezüglich fünf Kernthemen, die den Immobilienmarkt einer Stadt prägen: Veränderung und Disruption, Klima und Umwelt, Gemeinden und Cluster, Konsumenten und Lifestyle sowie Konnektivität. Damit will er eine Vergleichbarkeit für Immobilieninvestitionen bieten.

    Die sechs Schweizer Städte in der Rangliste liegen alle in den Top 50 des TCI. Unter ihnen bleibt Zürich „die dynamischste und gesündeste Stadt mit den besten Netzwerken“. Trotz eines fehlenden internationalen Flughafens ist Bern mit Rang 9 nun „die am drittbesten zugängliche Stadt im gesamten Ranking“. Basel gewinnt gegenüber dem Vorjahr einen Platz und liegt auf Rang 7, Lausanne auf Rang 15. Genf legt mit 16 Plätzen am meisten zu und wird auf Platz 31 geführt. Luzern verliert wegen seines „weniger umweltfreundlichen Branchenmixes und einer überdurchschnittlichen Autonutzung“ neun Ränge und landet auf Platz 41.

    Alle sechs Schweizer Städte versprechen dem TCI zufolge bei aller Stabilität und Attraktivität ein geringes Wachstumspotenzial. Bezüglich dieses Kriteriums befinden sie sich laut dieser Analyse sämtlich unter den elf schlechtesten europäischen Städten. Und wie bereits im TCI 2021 bewertet die diesjährige Analyse die Gesundheit als das schwächste Thema der Schweizer Städte.

  • Kein Ende des Booms im Immobilienmarkt Schweiz 

    Kein Ende des Booms im Immobilienmarkt Schweiz 

    Mieter mit Umzugswunsch müssen sich bei der Wohnungssuche auf höhere Mietpreise gefasst machen. Nach mehreren Monaten mit praktisch unveränderten Werten haben Vermieter im Mai ihre Preiserwartungen um durchschnittlich 0,7 Prozent angehoben. Die Korrektur ist damit fast so hoch wie die Veränderung, die über die letzten zwölf Monate registriert wurde (0,9 Prozent). Dies zeigt der Swiss Real Estate Offer Index, der von der SMG Swiss Marketplace Group in Zusammenarbeit mit dem Immobilien-Beratungsunternehmen IAZI erhoben wird. 

    Die Mietentwicklung verläuft aber je nach Region unterschiedlich. Mit einem deutlichen Anstieg der Angebotsmieten konfrontiert sind Wohnungssuchende in der Grossregion Zürich (1,8 Prozent) und in der Zentralschweiz (1,2 Prozent). Geringer sind die Aufschläge in der Genferseeregion (0,5 Prozent) und in der Nordwestschweiz (0,4 Prozent), während im Mittelland (0,1 Prozent) und in der Ostschweiz (0,1 Prozent) praktisch keine Veränderungen festzustellen sind. Gesunken sind die Mieten hingegen im Tessin (−0,8 Prozent). 

    Wohneigentum: Kein Ende des Booms 
    Der Immobilienmarkt ist derzeit vor allem wegen der hohen Preise für Wohneigentum im Fokus. Vor dem Hintergrund steigender Hypothekarzinsen gehen viele Beobachter von einer baldigen Abkühlung aus. Noch befinden sich die Angebotspreise aber im Steigflug, wie die Analyse der Inserate im Mai ergibt.  

    «Für Einfamilienhäuser wurden 1,0 Prozent höhere Werte verlangt als im Vormonat, beim Stockwerkeigentum liegt das Preiswachstum bei 0,2 Prozent. Der zinsbedingte Anstieg der Finanzierungskosten scheint den Kaufinteressenten bisher also nicht viel auszumachen. Zumindest gehen die Verkäufer noch immer von einer steigenden Zahlungsbereitschaft aus», sagt Martin Waeber, Managing Director Real Estate, SMG Swiss Marketplace Group. 

    Stand 31. Mai 2022 
    Der Swiss Real Estate Offer Index wird auf den Webseiten von ImmoScout24 und der IAZI AG publiziert.  
    www.immoscout24.ch/immobilienindex 
    www.iazi.ch/angebotsindizes