Autor: immovestuser

  • KI Monitoring bringt neue Präzision in die Infrastrukturplanung

    KI Monitoring bringt neue Präzision in die Infrastrukturplanung

    Innovation Zurich hat den neuen Bericht seiner Innovation Sandbox für KI veröffentlicht. Unter dem Titel „Sensorbasierte Brückenüberwachung – Datenerfassung und Vorhersagen für den Infrastrukturunterhalt“ liess Innovation Zurich, die gemeinsame Initiative von Standortförderung Kanton Zürich, Greater Zurich Area und Switzerland Innovation Park Zurich, untersuchen, was datenbasiertes Monitoring bei Infrastrukturbauten bezüglich Risikobewertung und Modernisierungsstrategien leisten kann. Datenbasierte Monitoringansätze sind heute noch kein fester Bestandteil der etablierten normbasierten Zustandsbeurteilung, die zumeist äusserst konservativ erfolgt, heisst es dort.

    In einem Pilotprojekt untersuchten die Schweizerische Südostbahn aus St.Gallen und die irmos technologies AG mit Sitz im Technopark Zürich exemplarisch die Reidholz-Brücke an der Strecke Wädenswil-Einsiedeln. Sie wurde 1910 errichtet und 1953 umgebaut. Die Bahngesellschaft wollte klären, ob eine Nutzungsverlängerung von zehn auf 20 Jahre technisch möglich und wirtschaftlich vertretbar wäre. Ausserdem prüfte sie, ob die Methodik auch auf vergleichbare Brücken im Portfolio übertragen werden kann.

    Mit einfach installierbaren Sensoren von irmos technologies, die speziell auf die Anforderungen der Brückenüberwachung zugeschnitten sind, sammelten die Forschungspartner in einer mehrmonatigen Testphase Daten aus dem Realbetrieb. Ergänzend wurden Kameras eingesetzt, um Zugtypen, Geschwindigkeiten und Zugkompositionen zu dokumentieren und die modellierten Verkehrslasten zu validieren.

    Die Ergebnisse zeigen, dass selbst kurze Messperioden robuste Aussagen zu Ermüdung und Steifigkeit ermöglichen und die Abwägung zwischen Nutzungsverlängerung und Ersatzneubau erleichtern. Denn „auf Basis von Sensordaten unterstützt das System Infrastrukturbetreiber dabei, Risiken frühzeitig zu erkennen und Unterhaltsmassnahmen gezielt zu planen“, fasst irmos-Gründer und -CEO Dr. Panagiotis Martakis zusammen.

    Entscheidend sei, so das Fazit des Berichts, dass Datengewinnung nicht zum Selbstzweck betrieben wird und datenbasierte Methoden ein konkretes betriebsrelevantes Problem lösen, wie etwa die Frage: Wie lang hält die Brücke im Vergleich zu normbasierten Schätzungen tatsächlich? Den grössten Mehrwert entfaltet die Methode, wenn sie über Einzelfälle hinausgeht: Die Überwachung ganzer Brückenportfolios ermöglicht Vergleiche, Priorisierungen und langfristige Investitionsstrategien. Dafür müssen bei den Infrastrukturbetreibern Kompetenzen aufgebaut werden.

  • Operative Erholung zeigt Wirkung im Industrieumfeld

    Operative Erholung zeigt Wirkung im Industrieumfeld

    Die Schindler-Gruppe hat laut einer Mitteilung im Geschäftsjahr 2025 einen Umsatz von 10,947 Milliarden Franken erreicht, ein Rückgang um 2,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. In Lokalwährungen wurde hingegen ein Zuwachs um 1,3 Prozent verbucht. Der Auftragseingang lag bei 11,313 Milliarden Franken (- 0,9 Prozent, in Lokalwährungen + 3,1 Prozent). Das bereinigte Betriebsergebnis in Lokalwährungen stieg sogar um 12,3 Prozent. Beim Konzerngewinn hat Schindler 1,073 Milliarden Franken erwirtschaftet, ein Zuwachs von 6,2 Prozent.

    „2025 markiert das letzte Jahr unserer operativen Erholung“, wird Schindler-CEO Paolo Compagna zitiert. „Vier Jahre nachdem wir uns besonderen Herausforderungen im Jahr 2022 stellen mussten, freut es mich sagen zu können, dass wir aus dieser Phase als stärkeres und widerstandsfähigeres Unternehmen hervorgegangen sind.“

    Für das laufende Jahr erwartet Schindler „in Lokalwährungen ein Umsatzwachstum im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich“. Als EBIT-Marge werden 13 Prozent angestrebt (2025: 12,6 Prozent, bereinigte EBIT-Marge 13,3 Prozent). „Unsere Priorität für 2026 ist es, gezielt zu wachsen und den Fokus auf die weitere Verbesserung der operativen Margen beizubehalten“, heisst es von Compagna.

  • Digitalisierung treibt strategische Expansion voran

    Digitalisierung treibt strategische Expansion voran

    Die pom+Consulting AG feiert laut einer Mitteilung in diesem Jahr ihr 30-jähriges Bestehen. Das Unternehmen war von Peter Staub und Professor Hansruedi Schalcher als Ausgründung der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich gegründet worden. Es baute auf einem Forschungsprojekt zur Integration von Aufgaben, Daten und Prozessen im Bauwesen auf.

    Inzwischen ist das Beratungsunternehmen mit seinen Dienstleistungen rund um Immobilien, Infrastruktur und Bau ausser in Zürich auch in Basel, Bern, Lausanne und St.Gallen sowie in Berlin, Frankfurt und Köln vertreten. Es beschäftigt über 130 Mitarbeitende, hat über 800 Kunden beraten und rund 8000 Projekte durchgeführt.

    Nun geht pom+ laut einer Mitteilung „die nächste strategische Wachstumsphase“ an. Dabei will es sich auf die Weiterentwicklung seiner digitalen Dienstleistungen, auf die Automatisierung von Kundenprozessen und auf den gezielten Ausbau seines Teams konzentrieren.

    Dabei kann es sich auf die Zürcher Beteiligungsgesellschaft White Peaks Capital stützen, die im Sommer 2025 als Investor eingestiegen ist. Der auf KMU spezialisierte, familiengestützte Investor sei der ideale Partner, hatte Peter Staub, Gründer und Verwaltungsratspräsident von pom+, damals in einer Mitteilung erklärt. „Diese Partnerschaft gibt uns die Basis, unser Wachstum nachhaltig zu beschleunigen und dabei unseren Wurzeln treu zu bleiben.“

  • Digitaler Assistent erleichtert den Mietalltag

    Digitaler Assistent erleichtert den Mietalltag

    Die LIVIT AG mit Sitz in Zürich hat einen von Künstlicher Intelligenz (KI) unterstützten Chatbot ins Leben gerufen. Wie aus einer Mitteilung hervorgeht, soll der Livio genannte Chatbot Mieterinnen und Mieter digital durch einen Katalog wesentlicher Fragen um Mieten und Wohnen führen. Der Immobiliendienstleister, Tochterunternehmen von Swiss Life, will mit der Innovation seine digitalen Angebote erweitern.

    Dabei greift der Chatbot ausschliesslich auf geprüfte Inhalte der LIVIT-Internetseite zurück, die von einem Expertenteam des Hauses aus Bewirtschaftung, Kommunikation und Digital Business ständig aktualisiert und erweitert werden. Derzeit befindet sich Livio in einer Beta-Phase.

    „Mit Livio helfen wir Mieterinnen und Mietern ganz unkompliziert weiter. Wiederkehrende Anfragen werden automatisiert beantwortet, während sich Mitarbeitende vermehrt auf individuelle Anliegen konzentrieren können“, wird David Rivière, Leiter Bewirtschaftung bei der LIVIT AG, in der Mitteilung zitiert. In der technischen Umsetzung des Chatbots arbeitet Livit mit dem KI-Unternehmen Typewise aus Zürich zusammen.

  • Grossareal vor Neuausrichtung zwischen Wohnen und Arbeit

    Grossareal vor Neuausrichtung zwischen Wohnen und Arbeit

    Die HIAG Immobilien AG will das alte Metalli-Industrieareal an der Birs in Dornach über einen Zeitraum von bis zu 20 Jahren in ein gemischtes Areal für Wohnen, Arbeiten und Freizeit umgestalten. Der Masterplan für das neue Wydeneck-Areal sieht für die Fläche von über 130‘000 Quadratmetern eine Wohnnutzung von 70 Prozent vor. Für Gewerbe und Wirtschaft sind mindestens 30‘000 Quadratmeter vorgesehen. Das schafft das Potenzial von 600 Arbeitsplätzen.

    Aus der Sicht der Standortförderung Schwarzbubenland ist das zu wenig. Sie fordert laut einer Mitteilung, dass das Areal für die Ansiedlung möglichst vieler hochwertiger Arbeitsplätze attraktiv gemacht werden soll. Die Konzentration auf die Wohnnutzung berge „die Gefahr, durch kurzfristige Renditeüberlegungen wertvolle Wirtschaftsflächen für die Zukunft zu verlieren“.

    Die Vertreter der Standortförderung, von HIAG Immobilien und der Gemeinde haben sich deshalb zu einem Gespräch über die Zukunft des Geländes getroffen. HIAG verwies darauf, „dass dank eines flexiblen und zukunftsgerichteten Bau- und Zonenreglements im Grundsatz auch ein höherer Gewerbeanteil möglich sei“.

    Swissmetal wird bis Ende 2026 das Areal verlassen. Dann können die bestehenden Zwischennutzungen erweitert werden. Grössere bauliche Veränderungen sollen im Einklang mit dem Ausbau der Infrastruktur erfolgen. So soll ab 2030 die neue S-Bahn-Haltestelle Dornach-Apfelsee das Areal direkt an den öffentlichen Verkehr anschliessen.

  • Neubau im Gundeli schafft Wohnraum am Bahnhof

    Neubau im Gundeli schafft Wohnraum am Bahnhof

    Die Schlieremer Halter AG hat laut einer Mitteilung den Bau des Projekts Neubau Gundeli abgeschlossen und an die Bauherrschafft WIMAG Weibel Immobilien AG übergeben. Bei dem Projekt handelt es sich um eine Mietliegenschaft im Gundeli-Quartier, direkt am Bahnhof Basel SBB. Der Neubau an der Güterstrasse 89/91 und der Meret Oppenheim-Strasse 16 bietet 66 neue Wohnungen sowie Gewerbe- und Büroflächen und ersetzt die ehemaligen Wohn- und Geschäftshäuser am Standort.

    Das neue Gebäude verdichtet mit vielfältigen Mietwohnungen den städtischen Raum an zentraler Lage. Die Wohnungen reichen von 1,5-Zimmer-Apartments bis hin zu 3,5-Zimmer-Wohnungen und zeichnen sich durch offene Grundrisse und Balkone mit vielseitigen Aussichten aus. Als Rückzugsort und für zusätzliche Wohnqualität dient ein begrünter Innenhof.

    Im Erdgeschoss entstehen darüber hinaus vielseitige Gewebeflächen für Büros oder Verkaufsräume, die sich über eine Fläche von etwa 1250 Quadratmeter erstrecken. Sie werden ausserdem von zwei weiteren Büroflächen von je 80 Quadratmetern im ersten Obergeschoss und Lagermöglichkeiten für Gewerbetreibende ergänzt.

    Die beiden Untergeschosse bieten 53 Parkplätze, die angemietet werden können. Ergänzt werden diese durch 158 Fahrradstellplätze im Erdgeschoss und ersten Untergeschoss.

  • Investor steigt bei zirkulärem Baustoffentwickler ein

    Investor steigt bei zirkulärem Baustoffentwickler ein

    Medley Ventures aus Kopenhagen beteiligt sich an einer Pre-Serie-A-Finanzierungsrunde für den Baustoffhersteller Oxara mit Sitz in Dietikon. Bei Medley Ventures handelt es sich um den Venture-Capital-Fonds der Gründer von To Good To Go, einer Initiative gegen Lebensmittelverschwendung. Der Investor zeigt sich von der Kombination aus technologischer Innovation, industrieller Skalierbarkeit und realer Anwendbarkeit überzeugt, heisst es in einer Mitteilung.

    Oxara ersetzt CO2-intensiven Zement durch zirkuläre Bindemittel, die aus wiederverwertbaren und bislang ungenutzten Bauabfällen generiert werden. Die Produkte des Unternehmens lassen sich komplikationslos in den herkömmlichen Baubetrieb einbinden, heisst es in der Mitteilung. Mit dem frischen Kapital will Oxara die Produktentwicklung, Zertifizierungspfade und industrielle Partnerschaften beschleunigen und so eine breitere Markteinführung in der Schweiz sowie in internationalen Märkten ermöglichen.

    „Was uns überzeugt hat, ist die Vision hinter Oxara: Ingenieurskunst, echte industrielle Wirkung und glaubwürdige Hoffnung für eine bessere Zukunft des Bauens. Indem Zement überflüssig wird und Abfall zu Wertstoff, zeigen sie, dass Innovation die Art und Weise verändern kann, wie wir bauen“, wird Mathias Christensen, Mitbegründer und CEO von Medley Ventures, in der Mitteilung zitiert. Gnanli Landrou, CEO und Mitgründer von Oxara, sieht in der Finanzierung eine starke Bestätigung durch ein Unternehmen, das sich wirkungsvoll für Nachhaltigkeit einsetzt.

    Im Rahmen einer Serie-A-Finanzierung will Oxara bis März 2026 frisches Kapital in Höhe von 20 Millionen Franken akquirieren.

  • Erneuerbare Energien treiben langfristige Strategie

    Erneuerbare Energien treiben langfristige Strategie

    Die Elektrizitätswerke des Kantons Zürich (EKZ) haben ein anspruchsvolles Geschäftsjahr 2024/25 hinter sich. Die Gesamtleistung ging zwar laut dem Geschäftsbericht nur um 4,2 Prozent auf 1176,4 Millionen Franken zurück. Das Betriebsergebnis vor Zinsen und Steuern sank allerdings um 64,9 Prozent auf 18,8 Millionen.

    Der Gewinn stieg dennoch um 24,9 Prozent auf 186,3 Millionen. Dies ist laut einer Mitteilung eine Folge der Beteiligungen am Stromerzeuger Axpo und am Bündner Kantonalwerk Repower. Der Kanton und die an EKZ beteiligten Gemeinden erhalten eine Ausschüttung von 46,6 Millionen Franken, rund 9 Millionen mehr als im Jahr zuvor.

    Der operative Rückgang ist unter anderem eine Folge des Rückgangs der Stromproduktion in Deutschland und Frankreich. So sank die Produktion von Windstrom um 14,9 Prozent auf 517,9 Gigawattstunden, die Produktion von Solarstrom aus Photovoltaik um 11,5 Prozent auf 253,2 Gigawattstunden.

    EKZ hat weiter in den Ausbau erneuerbarer Energien im Inland investiert. So ging die Anlage Madrisa Solar in Klosters GR teilweise ans Netz. In Embrach ZH wurde mit dem Bau der Solaranlage auf den Dächern von Embraport begonnen. Zudem wurden 4886 neue private Solaranlagen mit einer Gesamtleistung von 100,5 Megawatt ans Netz angeschlossen. Im Vorjahr waren es 3839 Anlagen mit 77,7 Megawatt. Ausserdem wurden rund 17‘500 Parkplätze in Tiefgaragen mit dem Lademanagement der EKZ ausgestattet.

    Urs Rengel spricht von einem starken Jahresergebnis. „Nicht beeinflussbare Schwankungen durch Wetter, Preise, Nachfrage und Marktentwicklungen sind Teil des heutigen Energiesystems und dürften weiter stark zunehmen, dies sowohl zugunsten als auch zulasten von EKZ“, wird der EKZ-CEO in der Mitteilung zitiert. „Investitionen in Produktionsanlagen haben einen langen Zeithorizont und wir sind überzeugt, dass sie langfristig einen wertvollen Beitrag leisten.“

  • Neues Innovationsprogramm stärkt den Kanton Jura

    Neues Innovationsprogramm stärkt den Kanton Jura

    Der Standort- und Investitionsförderer Basel Area Business & Innovation legt laut seiner Mitteilung ein umfangreiches Innovationsprogramm für den Kanton Jura auf. Es nennt sich InnoJura und erweitert die Aktivitäten der Agentur. Sie verwaltet neben dem Switzerland Innovation Park in Allschwil und jenem auf dem Novartis Campus in Basel seit 2019 auch den Switzerland Innovation Park Basel Area – Jura in Courroux. In Courroux finden seit 2022 der Medtech Congress, die Accelerators i4Challenge und DayOne Tech statt, die allesamt die Gründung und Entwicklung von Start-ups fördern.

    InnoJura baut den Angaben zufolge auf den dabei gesammelten Erfahrungen auf. Das neue Programm ist dreigeteilt. Es umfasst den InnoJura Accelerator, das Einstiegselement für Start-ups. Dabei werden junge Unternehmen aus industrieintensiven Sektoren durch Coaching, Gruppensitzungen und Seminare auf Partnerschaften mit KMU vorbereitet.

    Zum Programm gehört auch die InnoJura Academy. Sie ist das Einstiegselement für KMU. Es richtet sich an Industrieunternehmen, die von externen Innovationen profitieren und in von Fachleuten geleiteten Workshops und praktischen Modulen mit Start-ups zusammenarbeiten möchten. Und schliesslich ist die InnoJura-Plattform das dritte Element, das Start-ups und KMU zusammenbringt. Sébastien Meunier, Direktor KMU Innovation bei Basel Area Business & Innovation, hat keinerlei Zweifel: „Ich bin überzeugt, dass InnoJura bei den Unternehmen im Jura auf grosses Interesse stossen wird.“

  • Schlieren und Zürich kooperieren beim Ausbau von Schlieren Nordost

    Schlieren und Zürich kooperieren beim Ausbau von Schlieren Nordost

    Die Städte Schlieren und Zürich haben in einer Absichtserklärung („Letter of intent“) die gemeinsame städtebauliche Planung und Entwicklung von Schlieren Nordost vereinbart. Wie die Stadtverwaltung in einer Mitteilung schreibt, geht es konkret um ein 324’000 Quadratmeter grosses Areal innerhalb des Gesamtareals. Es befindet sich auf Schlieremer Boden und gehört der Stadt Zürich.

    Ziel der Vertragspartner sei ein „verbindliches Leitbild bis 2030“. Darin sollen strategische Ziele und Rahmenbedingungen für die künftige städtebauliche Entwicklung und Nutzung des Gebiets festgelegt werden.

    Für beide Städte sei das Gebiet von einigem Nutzen. Für Zürich sei es „eine wichtige Landreserve“, für Schlieren spiele es eine Rolle bei der städtebaulichen Zukunftsplanung. Darum sei die Zusammenarbeit für beide Städte „eine Grundlage für weitere Planungsschritte und Entscheide“.

    Zürich will mit der Kooperation „frühzeitig und auf einer soliden planerischen Basis“ die künftige Vorgehensweise auf ihrem Areal klären. Dort enden zwischen 2043 und 2050 verschiedene Baurechte.

    Schlieren gehe seit einigen Jahren die Weiterentwicklung mehrerer grosser Areale an. „Der Nordosten verbleibt als das grösste zusammenhängende Entwicklungsgebiet in der Gemeinde“, heisst es.

  • Modulares Möbelsystem optimiert Abfallmanagement im Büro

    Modulares Möbelsystem optimiert Abfallmanagement im Büro

    Lista Office LO erweitert seine gleichnamige Büromöbelmarke um ein modulares System für das Abfallmanagement. Das Baukastensystem LO Value bietet laut einer Mitteilung Gleit- und Auszugsbehälter in unterschiedlichen Grössen, reversible Türen und auswechselbare Magnet- oder Klebbeschriftungen.

    Fronten, die sich per Fingerdruck öffnen, und grosszügige Einwurfklappen mit Griff oder Fusspedal sollen Kontaktpunkte und Verschmutzungsrisiken mindern. Frei integrierbare PET- und Dosenpressen komprimieren das Volumen des Mülls. Das wiederum reduziert den Aufwand für Lager, Transport und Bewirtschaftung.

    Die möglichen wählbaren Varianten von LO Value sind den Angaben zufolge so konzipiert, dass sich das Möbel in jedes Gestaltungskonzept einfügt. Als farblicher Kontrapunkt zieht es die Aufmerksamkeit auf sich, monochrom kann es mit der Umgebung verschmelzen – je nachdem, „ob die Aufforderung zur Wertstofftrennung diskret oder als visuelles Ausrufezeichen umgesetzt werden soll“.

  • Solardiesel soll Baumaschinen klimafreundlicher machen

    Solardiesel soll Baumaschinen klimafreundlicher machen

    Das Bauunternehmen Eberhard Bau aus Kloten wird künftig seinen Maschinenpark mit Solardiesel des Zürcher Cleantech-Unternehmens Synhelion betreiben. Der jetzt in einer Mitteilung bekanntgegebene langfristige Abnahmevertrag sieht den Einsatz des erneuerbaren Diesels ab 2027 vor. Wie Synhelion informiert, verringere der Einsatz die Netto-CO2-Emissionen um bis zu 100 Prozent im Vergleich zu fossilen Treibstoffen. Die nachhaltigen Treibstoffe können von sämtlichen bestehenden Verbrennungsmotoren genutzt werden.

    Eberhard Bau sei für Synhelion der erste Abnahmekunde aus der Baubranche, welche über wenig Hebel zur Defossilisierung von Baumaschinen und Baustellen verfügt habe. Bisher wurde Solardiesel von Unternehmen aus Luftfahrt, Schifffahrt und Strassenverkehr eingesetzt. Baumaschinen indes seien schwer, kämen in unerschlossenem Gelände zum Einsatz und liessen sich aufgrund eines hohen Leistungsbedarfs schwer elektrifizieren. Solardiesel schaffe dort eine nachhaltige Lösung zur CO2-Reduzierung, „wo es bisher keine praktikable Alternative gab“, wird Silvan Eberhard, Leiter Logistik der Eberhard Unternehmungen, zitiert.

    Synhelion betreibt eigenen Angaben zufolge seit 2024 mit der in Deutschland produzierenden DAWN die erste industrielle Anlage zur Produktion von Solartreibstoffen der Welt. Der Bau der ersten kommerziellen Anlage sei in Planung und soll 2027 in Betrieb gehen.

    Neben der Eberhard Bau AG haben Swiss International Air Lines, Pilatus Flugzeugwerke, Flughafen Zürich, AMAG Group und die Schifffahrtsgesellschaft des Vierwaldstättersees Abnahmeverträge für erneuerbaren Treibstoff mit Synhelion abgeschlossen.

  • Neues Verteilzentrum stärkt Frischelogistik

    Neues Verteilzentrum stärkt Frischelogistik

    Denner hat in Mägenwil am 2. Februar 2026 sein drittes Verteilzentrum für gekühlte Produkte in Betrieb genommen. Damit reagiert die Lebensmitteldetailistin auf die starke Nachfrage nach diesen Waren. Laut einer Mitteilung handelt es sich um das erste gekühlte Verteilzentrum, welches gemäss Minergie-Standard zertifiziert wurde. Denner schafft dort 70 zusätzliche Arbeitsplätze.

    Von dem zusätzlichen Standort aus sollen 250 der 872 Ladengeschäfte ihre Frischware erhalten. Gesamt mit den drei Verteilzentren für ungekühlte Waren beliefere Denner sein Filialnetz künftig von sechs Logistikstandorten aus.

    Denner arbeitet am Ausbau seines Filialnetzes und will mehr Frischprodukte in die Sortimente bringen. Die Bauzeit für den Neubau betrug zwei Jahre und steht nach Aussage von CEO Torsten Friedrich „sinnbildlich für das Wachstum“ von Denner. Ziel sei es, die Logistik für die wachsende Nachfrage nach frischen Lebensmitteln sicherzustellen. Zudem verkürzten sich Anfahrtswege. Jährlich könnten so 120‘000 Transportkilometer vermieden werden. In Mägenwil ist eine 10‘000 Quadratmeter grosse Lagerfläche entstanden. Sie erlaube die Einlagerung und Kühlung von mehr als 700 Produkten zwischen 2 und 5 Grad Celsius.

    Das Minergie-Zertifikat attestiert dem Neubau Energieeffizienz im laufenden Betrieb. Abwärme aus dem energieintensiven Betrieb der Kühlanlage werde zum Heizen genutzt. Der komplette Strombedarf werde auf Photovoltaikanlagen auf dem Dach und an der Südfassade erzeugt. Zudem können acht Ladestationen für Lastwagen und zehn für Personenwagen gespeist werden. Ein weiterer Neubau für ungekühlte Produkte soll 2027 in Aclens VD in Betrieb gehen.

  • Stahlprofile erweitern digitale Planungssoftware

    Stahlprofile erweitern digitale Planungssoftware

    Die Stahlprofile der Pestalozzi AG sind ab April bei LogiKal verfügbar, wie aus einer Mitteilung des in Dietikon ansässigen Unternehmens hervorgeht. Die Software ist von der deutschen Orgadata entwickelt worden und dient der Planung des Fensterbaus. Sie wird laut der Mitteilung von Pestalozzi zudem für die Planung von Projekten rund um Türen und Fassaden genutzt.

    Insgesamt haben mehr als 400 Anbieter ihre Bauteile in der Software hinterlegt. Durch offene Schnittstellen kann LogiKal mit Systemen für die Maschinensteuerung, Enterprise Resource Planing (ERP)- und Computer-Aided Design (CAD)-Software verbunden werden. Durch eine integrierte automatische Fehlerprüfung werden zudem teure Kalkulationsfehler reduziert, informiert Pestalozzi.

    Das Dietiker Unternehmen bezeichnet die Integration der Stahlprofile in LogiKal als „digitalen Meilenstein“.

  • Wohnraumförderung im Bund

    Wohnraumförderung im Bund

    Die Wohnraumförderung des Bundes steht vor einer Verlängerung. Eine Mehrheit der nationalrätlichen Wirtschaftskommission unterstützt die Pläne des Bundesrates, den Fonds de Roulement zugunsten des gemeinnützigen Wohnungsbaus ab 2030 weiter zu alimentieren. Sowie den Verpflichtungskredit für Eventualverpflichtungen in der Wohnraumförderung für die Jahre 2027 bis 2033 zu erneuern. Über zinsgünstige, rückzahlbare Darlehen werden Genossenschaften und andere gemeinnützige Träger beim Bau, bei der Erneuerung und beim Erwerb von preisgünstigem Wohnraum unterstützt.

    Die Kommissionsmehrheit sieht darin bewährte, zielgenaue Hebel gegen die angespannte Lage auf vielen Wohnungsmärkten, in den Städten ebenso wie in touristischen Regionen. Weitergehende Forderungen nach einer kräftigeren Aufstockung des Fonds de Roulement oder einer Erhöhung des Verpflichtungskredits scheiterten jedoch an den knappen Bundesfinanzen. Eine Minderheit der Kommission will gar nicht erst auf die Vorlagen eintreten und verweist auf die starke Zuwanderung als Hauptursache der Wohnungsknappheit. Aus ihrer Sicht soll die Wohnraumfrage eher über die Migrationspolitik als über zusätzliche Fördermittel gelöst werden.

    Deutlich komplizierter präsentiert sich die Lage beim geplanten Kostenmietmodell im Wohnraumförderungsgesetz. Der Bundesrat will für indirekt geförderte gemeinnützige Wohnungen ein vereinfachtes, rechtlich klar abgestütztes Kostenmietmodell einführen, das Mieten konsequent an den effektiven Finanzierungs- und Betriebskosten ausrichtet und die staatliche Mietzinskontrolle stärkt. In der Kommission ist jedoch offen geblieben, wie dieses Modell im Detail funktionieren soll. Insbesondere, welche Berechnungsmethoden, Pauschalen und Spielräume für die Träger gelten sollen. Weil der Bundesrat die Ausgestaltung auf Verordnungsstufe regeln möchte, verlangt die Kommission vor einem Delegationsentscheid mehr Klarheit. Nach Anhörungen von Branchenverbänden, Kantonen und Expertinnen hat sie die Beratung sistiert, bis das Kostenmietmodell weitgehend ausdefiniert ist. Eine Wiederaufnahme ist für das dritte Quartal 2026 vorgesehen. Die indirekte Förderung über Fonds de Roulement und Bürgschaften dürfte weiterlaufen, während die Weichen für ein neues Kostenmietregime im gemeinnützigen Wohnungsbau noch gestellt werden müssen.

  • Riet II macht die Versorgung krisenfester

    Riet II macht die Versorgung krisenfester

    Die Region St.Gallen macht ihre Trinkwasserversorgung fit für kommende Jahrzehnte. Mit dem Entscheid für das neue Seewasserwerk Riet II in Goldach bekommt das bestehende Werk in Frasnacht ein gleichwertiges zweites Standbein. Heute hängt die Versorgung der zwölf beteiligten Ostschweizer Gemeinden im Ernstfall wesentlich an dieser einen Bezugsquelle. Ein Risiko, das den bundesrechtlichen Vorgaben für schwere Mangellagen nicht mehr genügt. Riet II soll genau diese Lücke schliessen und die Versorgung auch dann sicherstellen, wenn eine Anlage ausfällt oder der Bodensee zeitweise nur eingeschränkt genutzt werden kann.

    Realisiert wird das neue Werk am Standort des bestehenden Hochdruckpumpwerks Riet in Goldach. Rund 60 Millionen Franken sind für Bau und Ausrüstung veranschlagt. Die Kosten tragen die zwölf Aktionärspartner der RWSG Regionale Wasserversorgung St.Gallen AG gemäss einem neuen Verteilermodell, das künftig über die Wasserpreise an die Endkundinnen und -kunden weitergegeben wird. Dass sich alle Partnergemeinden einstimmig hinter Projekt und Finanzierung stellen, zeigt den hohen strategischen Stellenwert: Trinkwasser wird als kritische Infrastruktur behandelt, die im Krisenfall genauso robust funktionieren muss wie im Alltag.

    Mit Riet II baut die RWSG ihre Rolle als Rückgrat der regionalen Wasserinfrastruktur aus. Sie ist von der Fassung des Rohwassers über die Aufbereitung bis zum Transport in die Netze der Gemeinden verantwortlich und versorgt mehr als 150’000 Menschen mit Trink-, Brauch- und Löschwasser. Künftig betreibt sie zwei Seewasserwerke, Frasnacht und Goldach sowie das Hochdruckpumpwerk Riet und die dazugehörigen Transportleitungen. Davon profitieren urbane Zentren wie St.Gallen und Arbon ebenso wie kleinere Partnergemeinden von Abtwil-St.Josefen bis Teufen. Das neue Werk ist damit mehr als ein Bauprojekt: Es ist ein langfristiges Sicherheitsversprechen für eine ganze Region.

  • Raumplanung seit 1. Januar 2026 für Gemeinden

    Raumplanung seit 1. Januar 2026 für Gemeinden

    Bundesrahmen, kantonale Spielregeln
    Beim Mehrwertausgleich hat das Parlament die Rollen neu geordnet. Klar ist: Die bundesrechtliche Pflicht zur Mehrwertabgabe bezieht sich nur noch auf Einzonungen; für andere erhebliche Planungsvorteile wie Auf- und Umzonungen sind die Kantone zuständig. Im Kanton Aargau erfolgt der Ausgleich solcher Vorteile im Rahmen verwaltungsrechtlicher Verträge – nicht über Verfügungen. Für die Gemeinden heisst das: Sie müssen aktiv verhandeln, sauber dokumentieren und ihre Praxis eng am kantonalen Recht ausrichten.

    Solar an der Fassade
    Solaranlagen an Fassaden sind in Bau- und Landwirtschaftszonen neu grundsätzlich bewilligungsfrei, sofern sie als genügend angepasst gelten. Die Meldung erfolgt über die kantonale Plattform; das formelle Baubewilligungsverfahren entfällt. Wie die Anpassung konkret zu verstehen ist, definiert Art. 32abis RPV und eröffnet zugleich einen gewissen Spielraum für kommunale Gestaltungsvorschriften. Gemeinden können gebietsbezogene Regeln erlassen, dürfen die Nutzung der Sonnenenergie aber nicht übermässig einschränken. Unverändert bewilligungspflichtig bleiben Anlagen an Kultur- und Naturdenkmälern von kantonaler oder nationaler Bedeutung sowie an Gebäuden mit Substanzschutz oder in sensiblen Orts- und Landschaftszonen.

    Solar über Parkplätzen
    Neu gelten in Bauzonen Tragstrukturen für Solaranlagen über oder am Rand von Parkplatzarealen mit 15 oder mehr Parkplätzen direkt als zonenkonform. Die Gemeinden können diese Grundordnung aber präzisieren. Sie dürfen Areale bezeichnen, auf denen solche Strukturen ausgeschlossen oder nur unter Auflagen zulässig sind, oder umgekehrt kleinere Parkplatzareale für zonenkonform erklären. Damit wird der Parkplatz zur strategischen Energiefläche. Vorausgesetzt, die Gemeinden nutzen ihre Autonomie und definieren klare Ziele für Ortsbild, Klimaschutz und Energieproduktion.

    Neue Planungsgrundsätze
    RPG 2 führt einen neuen Planungsgrundsatz zur Nutzung des Untergrunds ein. Unterirdische Nutzungen sind künftig frühzeitig mit den oberirdischen Nutzungen und den betroffenen Interessen abzustimmen. Gleichzeitig wird der Vorrang der Landwirtschaft in der Landwirtschaftszone ausdrücklich im Gesetz verankert. Landwirtschaftliche Nutzungen sollen gegenüber nichtlandwirtschaftlichen Anliegen stärker gewichtet werden, etwa durch Erleichterungen beim Immissionsschutz, sofern das landwirtschaftliche Interesse überwiegt. Für die Praxis der Nutzungsplanung bedeutet das weniger einen Kurswechsel als eine Akzentverschiebung: Die bekannten Interessenabwägungen nach Art. 3 RPV bleiben, erhalten aber klarere Leitplanken, die im Planungsbericht sichtbar zu machen sind.

    Zonenkonform und ohne Planungspflicht
    Anlagen zur Gewinnung und zum Transport von Energie aus Biomasse können unter erleichterten Voraussetzungen in der Landwirtschaftszone zonenkonform sein. Neu ist ausdrücklich festgehalten, dass solche zonenkonformen Biomasseanlagen nicht der Planungspflicht unterliegen, auch wenn sie raumwirksam sind. Damit reagiert der Gesetzgeber auf frühere Rechtsprechung, die bei biomassebasierten Energieanlagen teils eine Planungspflicht annahm. Für Gemeinden und Kantone verschiebt sich die Diskussion damit stärker in Richtung Bewilligungs- und Auflagenpraxis statt in Richtung Nutzungsplanung.

    Bauen ausserhalb Bauzonen
    Auch ausserhalb der Bauzonen bringt RPG 2 spürbare Neuerungen. Grundsätzlich bleibt es dabei, dass Baugesuche nur mit Zustimmung des Kantons bewilligt werden können. Für kommunale Behörden ändern sich vor allem die materiellen Kriterien, an denen Projekte gemessen werden. Der Vorrang der Landwirtschaft wird gestärkt und soll sich auch bei Erleichterungen im Geruchs- und Lärmschutz auswirken.

    Gleichzeitig verbessert das neue Recht die Rahmenbedingungen für Anlagen zur Nutzung erneuerbarer Energien. Biomasseanlagen in der Landwirtschaftszone gelten bei Erfüllung bestimmter Anforderungen als zonenkonform und brauchen keine vorgängige Planung, selbst wenn sie sich nicht mehr dem Landwirtschaftsbetrieb unterordnen, sondern lediglich Teil davon sind. Für nicht zonenkonforme Anlagen zur Nutzung erneuerbarer Energie und für thermische Netze werden die Voraussetzungen für Ausnahmebewilligungen gelockert, sofern sie zur Reduktion fossiler Energieträger beitragen.

    Infrastruktur, Mobilfunk und Rückbau
    Für Infrastrukturanlagen ausserhalb der Bauzonen gilt neu der Grundsatz der Bündelung an möglichst unempfindlichen Standorten. Mobilfunkanlagen können explizit auch ausserhalb der Bauzone bewilligt werden, sofern der Standort dort wesentliche Vorteile gegenüber einer Lage innerhalb der Bauzone bietet. Schliesslich wird die Verjährung von Rückbauverfügungen vereinheitlicht. Unrechtmässige Bauten und Anlagen sind nach 30 Jahren grundsätzlich nicht mehr rückbaubar, unabhängig davon, ob sie innerhalb oder ausserhalb der Bauzone stehen. Ausgenommen bleiben Konstellationen, in denen Polizeigüter wie öffentliche Ordnung, Ruhe, Sicherheit oder Gesundheit gefährdet sind.

    Für die Gemeinden eröffnet das revidierte Raumplanungsrecht neue Spielräume, bei Solarenergie, Biomasse, Infrastruktur und der Gewichtung landwirtschaftlicher Interessen. Entscheidend wird sein, diese Freiräume aktiv zu gestalten, sie in Nutzungsplanung und Bewilligungspraxis zu verankern und die neuen Grundsätze transparent zu dokumentieren.

  • Ohne Materialforschung gäbe es keinen Fortschritt

    Ohne Materialforschung gäbe es keinen Fortschritt

    Materialforschung ist für Tanja Zimmermann das Rückgrat des technischen Fortschritts. Rund zwei Drittel aller Innovationen basieren direkt auf neuen oder verbesserten Materialien, von Batterien über medizinische Sensoren bis zu Baustoffen. Entsprechend breit ist der Ansatz der Empa, die als nationales Kompetenzzentrum Materialien für Bau, Energie und Gesundheit entwickelt. Dies von Grundlagenprojekten im Labor bis zu Machbarkeitsstudien mit Industriepartnern. Dazu gehören effizientere Energiespeicher, neue Photovoltaik-Technologien und zweidimensionale Nanomaterialien wie MXene, die künftig Elektronik und Sensorik kompakter und leistungsfähiger machen könnten.

    ​Anwendungen für Energie, Gesundheit und Bau
    Im Gesundheitsbereich arbeitet die Empa an textilen Sensoren, die Langzeit-EKGs ohne klassische Gel-Elektroden ermöglichen und so Hautreizungen vermeiden. Weitere Projekte zielen auf intelligente Materialien im Operationssaal, etwa Kleber, die undichte Stellen im Bauchraum verschliessen und dank integrierter Sensorik frühzeitig vor Lecks warnen.

    Beim Bauen stehen Kreislaufwirtschaft und Ressourceneffizienz im Zentrum. Neue Betone und Verbundwerkstoffe sollen mit deutlich weniger Zement und Stahl dieselbe Tragfähigkeit erreichen und so den CO₂-Fussabdruck der Bauwerke spürbar senken. Parallel dazu entwickelt die Empa hoch temperaturbeständige Materialien für Drohnen, die direkt in Brandherde fliegen können, sowie kohlefaserverstärkte Kunststoffe, die heute zunehmend Brücken und grosse Tragwerke leichter und langlebiger machen.

    CO₂ als Rohstoff
    Mit der Initiative «Mining the Atmosphere» geht die Empa noch einen Schritt weiter. Ziel ist es, CO₂ nicht nur einzusparen, sondern gezielt aus der Atmosphäre zu holen und als Rohstoff zu nutzen. Forschende untersuchen, wie Kohlenstoff aus CO₂ in keramische Werkstoffe wie Siliziumkarbid oder in Baustoffe wie Beton eingebaut werden kann, sodass Gebäude selbst zu Kohlenstoffsenken werden. Langfristig sollen solche Ansätze helfen, einen Teil der historischen Emissionen zu kompensieren und den Übergang von einer CO₂-emittierenden zu einer CO₂-bindenden Gesellschaft zu schaffen. Ein «Jahrhundertprojekt», das enorme Mengen an erneuerbarer Energie und eine enge Zusammenarbeit zwischen Forschung und Industrie voraussetzt.

    Hightech aus der Natur
    Auch in der Holzforschung setzt Zimmermann auf Kombination aus Naturprinzipien und Hightech. Holz sieht sie als einzige grosse, heimische, nachwachsende Ressource der Schweiz, leicht, stabil und vielseitig modifizierbar. Das Spektrum reicht von feuerhemmend mineralisiertem Holz über antimikrobielle Oberflächen bis zur Nutzung fibrillierter Zellulose, deren Nanofasern transparente Gele, hochporöse Schwämme oder Barrierefilme für Lebensmittelverpackungen bilden können. Solche Zellulose-Schwämme können Öl selektiv aus Wasser aufnehmen oder CO₂ aus der Luft binden. Als Sprühbeschichtung verlängern sie die Haltbarkeit von Früchten und Gemüse, ohne Plastikfolien zu benötigen. In neueren Projekten entstehen «lebende Materialien», etwa gedruckte Strukturen aus Nanozellulose und Kieselalgen, die als biologische Sensoren Wasserqualität überwachen sollen.

    Langfristige Projekte wie «CarboQuant»
    Mit «CarboQuant» unterstützt die Werner Siemens-Stiftung ein weiteres Langfristprojekt an der Empa. Ein Labor, das Kohlenstoff-Nanostrukturen für Quantentechnologien untersucht. Ziel ist es, Graphen-Nanobänder und Nano-Graphene so präzise zu gestalten, dass sich ihre Quanteneffekte für elektronische Bauteile bei Raumtemperatur nutzen lassen. Etwa für Sensorik, Kommunikation oder künftige Quantencomputer. Solche Vorhaben zeigen, warum Stiftungen und öffentliche Förderer für die Empa zentral sind. Viele Materialinnovationen brauchen Jahre bis Jahrzehnte, bevor sie skaliert und wirtschaftlich nutzbar sind. Für Zimmermann bleibt dennoch klar, ohne diesen langen Atem und ohne Materialforschung gäbe es weder die Technologien, die die Energiewende möglich machen, noch viele der Lösungen, die unseren Alltag heute bereits selbstverständlicher erscheinen lassen, als sie es sind.

  • Neue Rolle für H₂-Wärme

    Neue Rolle für H₂-Wärme

    In einer Produktionshalle schreibt ein unscheinbares Gerät Heiztechnik-Geschichte. Der erste katalytisches Wasserstoff-Luftheizsystem wurde bei einem Kunden in Betrieb genommen. Die 10-kW-Anlage liefert Spitzenlastwärme für einen rund 1’000 Kubikmeter grossen Produktionsbereich des Pumpenherstellers Flusys und nutzt dafür Wasserstoff aus regionaler Versorgung. Für das junge Unternehmen aus Wiesbaden ist das mehr als ein Feldtest. Es ist die praktische Bewährungsprobe für eine Technik, die fossile Brennstoffe im Wärmesektor perspektivisch ersetzen soll.

    Gewerbe- und Industriegebäude
    Das Unternehmen zielt bewusst auf Gewerbe- und Industriegebäude statt auf das Einfamilienhaus. Dort treffen hoher Wärmebedarf, begrenzte elektrische Anschlussleistung und steigender Dekarbonisierungsdruck unmittelbar aufeinander. Eine rein elektrische Lösung über gross dimensionierte Wärmepumpen scheitert oft an teuren Netzanschlüssen oder schlicht an fehlender Kapazität. Die Wasserstoff-Heizung deckt die Spitzenlast ab, während eine Wärmepumpe oder eine andere Wärmequelle die Grundlast übernimmt.

    In Offenbach arbeitet die 10-kW-Einheit im Hybridverbund mit einer Wärmepumpe. Die Wärmepumpe versorgt den Produktionsbereich im Normalbetrieb, die H₂-Heizung springt an besonders kalten Tagen oder bei hoher Auslastung ein. Diese Aufgabenteilung erlaubt eine kleinere Dimensionierung der Wärmepumpe und reduziert die erforderliche elektrische Anschlussleistung, ein spürbarer Hebel für Investitions- und Leistungspreise. Für Standorte mit bestehender oder geplanter Wasserstoff-Infrastruktur wird das System so zu einem wirtschaftlichen Baustein der Energieversorgung.

    Die flammenlose Wasserstoff-Heizung
    Technologisch unterscheidet sich die Firma deutlich von klassischen Brennwertkesseln oder H₂-Brennern. Die Anlage arbeitet mit einem flammenlosen, katalytischen Prozess. Wasserstoff wird mit Umgebungsluft gemischt, bleibt dabei unterhalb der unteren Explosionsgrenze und reagiert erst im Katalysator mit dem Sauerstoff. Es entsteht Wärme, aber keine sichtbare Flamme , da das Verfahren auf kontrollierter Oxidation statt auf Verbrennung basiert.

    Durch die niedrigeren Prozesstemperaturen fallen weder CO₂, NOx noch Feinstaub an, als Nebenprodukt bleibt lediglich Wasser in Form von Luftfeuchtigkeit. Gleichzeitig werden zu keinem Zeitpunkt brennbare Wasserstoffkonzentrationen im Gerät verwendet, was die Technologie inhärent sicher macht. HYTING sieht darin eine Art „Plug-and-Play-Heizen“ mit Wasserstoff, das bestehende Luftkanäle oder Lüftungssysteme nutzen und in modularem Aufbau skaliert werden kann.

    Praxistest, Dauerlauf und Zulassung
    Die Anlage ist nicht der erste Härtetest für die junge Technologie. Bereits zuvor hat ein führender Engineering-Dienstleister einen 2’500-Stunden-Dauerlauftest begleitet, der rund zehn Jahre Realbetrieb simulierte. Während des Tests traten weder Ausfälle noch messbarer Verschleiss an sicherheitskritischen Komponenten auf. Kontinuierliche Emissionsmessungen bestätigten die Abwesenheit von CO₂-, NOx- und Feinstaubemissionen.

    Die erste Kundenanlage markiert nun den Übergang vom Labor in die industrielle Realität. Weitere Systeme sollen im Verlauf des ersten Quartals 2026 folgen, ebenfalls in gewerblichen Anwendungen mit bestehender Wasserstoffkompetenz.

    Wo ist die Technologie sinnvoll
    Trotz der Aufmerksamkeit ist die katalytische Wasserstoff-Heizung kein Ersatz für Gasheizung oder Wärmepumpe im breiten Markt. Wasserstoff ist derzeit teuer, die Infrastruktur begrenzt, und ein flächendeckendes H₂-Netz für Wohnquartiere ist nicht in Sicht. Im Einfamilienhaus fehlt damit auf absehbare Zeit die Grundlage für einen wirtschaftlichen Einsatz.

    Anders sieht es in industriellen Clustern, Hafenregionen oder Chemieparks aus, wo Wasserstoff bereits anfällt oder das Wasserstoffkernnetz aufgebaut wird. Dort kann diese seine Stärken ausspielen. Als Spitzenlast-Heizung in Kombination mit Wärmepumpen, als Ergänzung zu industrieller Abwärme oder als flexible Option in Logistikimmobilien mit eigener Wasserstoffproduktion aus PV-Überschüssen. Die Rolle ist damit klar umrissen, keine Konkurrenz zur Wärmepumpe, sondern ein Baustein in hybriden Systemen für Betriebe, die H₂ ohne grossen Zusatzaufwand nutzen können.

    Ob aus der Nische mehr wird, entscheidet sich letztlich ausserhalb des Technikraums. Wasserstoffpreis, Tempo beim Netzausbau und politische Weichenstellungen werden darüber bestimmen, ob flammenlose H₂-Heizungen künftig häufiger in Gewerbehallen hängen oder ein spezialisiertes Werkzeug bleiben, das vor allem dort eingesetzt wird, wo Wasserstoff ohnehin schon Teil des Energiemixes ist.

  • Kanton Zürich wächst weiter

    Kanton Zürich wächst weiter

    Der Kanton Zürich wächst weiter, aber der grosse Wachstumsschub der vergangenen Jahre ist vorerst vorbei. Ende 2025 zählte die zivilrechtliche Wohnbevölkerung 1’628’081 Personen – ein Plus von knapp 13’000 Einwohnenden oder 0,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Abgesehen von den Corona-Jahren ist das der geringste Zuwachs seit 2005 und damit ein klares Signal für eine Phase moderaterer Dynamik.

    Zuwanderung wichtigste Wachstumstreiber
    Getragen wird das Bevölkerungswachstum weiterhin vor allem von der Zuwanderung aus dem Ausland. Über 80 Prozent der Zunahme gehen auf Personen mit ausländischer Staatsangehörigkeit zurück, die sich neu im Kanton niederlassen. Der Wanderungssaldo mit dem Ausland ist im Vergleich zum Vorjahr zwar leicht zurückgegangen, bewegt sich aber wieder etwa auf dem Niveau vor dem Krieg in der Ukraine. Der Binnenwanderungssaldo mit den übrigen Kantonen bleibt leicht negativ und verändert sich seit einigen Jahren kaum noch. Zürich verliert innerhalb der Schweiz in etwa so viele Menschen, wie es gewinnt.

    Geburten und Todesfälle
    Der Geburtensaldo macht weniger als ein Fünftel des Wachstums aus. Erste Schätzungen zeigen zwar leicht steigende Geburten und etwas tiefere Todesfallzahlen, doch insgesamt bleibt der Überschuss gering. Damit bestätigt sich der Trend, dass die Bevölkerung vor allem «von aussen» wächst, während die demografische Dynamik im Innern abflacht.

    Städte und kleine Gemeinden wachsen am stärksten
    Räumlich zeigt sich ein zweigeteiltes Bild. Mehr als zwei Drittel des Wachstums entfallen auf Städte mit über 10’000 Einwohnenden. Die Stadt Zürich allein nimmt fast ein Drittel der kantonalen Zunahme auf und wächst um 4’008 Personen. Dahinter folgen Dübendorf und Uster, während Winterthur mit einem Plus von 355 Personen das schwächste Wachstum seit der Jahrtausendwende verzeichnet.

    Relativ zur Gemeindegrösse legen hingegen die kleinen Gemeinden am stärksten zu. Flaach, Hüntwangen und Wila verzeichnen Wachstumsraten zwischen 4 und gut 5 Prozent und unterstreichen damit, dass auch ländlich geprägte Gemeinden im Kanton vom Zuzug profitieren können.

    Regionen verschieben sich
    Alle Regionen des Kantons wachsen, aber in unterschiedlichem Tempo. An der Spitze liegen Weinland und Furttal mit Wachstumsraten von 1,1 bzw. 1,0 Prozent. Doppelt so hoch wie in der Region Winterthur, die 2025 das Schlusslicht bildet. Wuchsen zuletzt vor allem die stadtnahen Gebiete im Norden und Osten überdurchschnittlich, liegen nun die Stadt Zürich und das Limmattal über dem Kantonsmittel, während das Glattal und die Region Winterthur zurückfallen.

    Ausländische Bevölkerung stark europäisch geprägt
    Ende 2025 lebten im Kanton rund 472’000 Personen mit ausländischer Staatsangehörigkeit. Ein Anteil von 29 Prozent an der Gesamtbevölkerung. Ihr Bestand nimmt weiter zu, wenn auch mit 1,5 Prozent so langsam wie selten seit Einführung der vollen Personenfreizügigkeit mit der EU im Jahr 2007. Fast zwei Drittel stammen aus einem EU- oder EFTA-Staat, über 80 Prozent aus Europa.

  • Innovative Materialien im Bau

    Innovative Materialien im Bau

    Leichtbeton in einem Guss
    Fertigteile aus selbst entwickeltem Leichtbeton auf Blähglasbasis, die deutlich leichter sind als Normalbeton präsentierte ICSC Beton AG. Gleichzeitig zeigen diese gute Dämmwerte, Frostbeständigkeit und Brandschutz. Aus diesem Material entstehen vorfabrizierte Elemente die Bauabläufe beschleunigen und die Qualität auf der Baustelle erhöhen. Ein Schwerpunkt liegt auf  Leichtbeton-Elemente, die statische Funktion, integrierte Ballastierung und einfache Montage von Solarmodulen kombinieren und so Dachsanierung und Solaraufbau in einem Schritt ermöglichen. Für Fachleute im Publikum wurde deutlich, wie sich Vorfertigung, Leichtbeton und Photovoltaik zu durchdachten Systemlösungen verbinden lassen. Mit weniger Gewicht, weniger Eingriffen ins Dach und mehr Energieertrag pro Quadratmeter.

    Klimaneutraler Beton auf der Baustelle
    KLARK demonstrierte, wie CO₂-speichernder Beton bereits heute im Hochbau eingesetzt wird.  Ohne Mehraufwand für die Baustelle und mit extern geprüfter Klimawirkung. Der Beton basiert auf der Zugabe von Pflanzenkohle aus Restholz, die den Kohlenstoff dauerhaft bindet und pro Kubikmeter hunderte Kilogramm CO₂ im Gefüge des Betons speichert. Technisch verhält es sich weitgehend wie konventioneller Beton. Dieser kann gepumpt oder mit dem Kran verarbeitet werden und bleibt vollständig rezyklierbar. Das gespeicherte CO₂ wird beim Rückbau nicht wieder freigesetzt. Im Speakers Corner wurde klar, für Bauherrschaften und Planende eröffnet dies  die Möglichkeit, mit vertrauten Bauweisen messbare Beiträge zu Netto-Null-Strategien zu leisten, ohne Abläufe und Rollen auf der Baustelle neu erfinden zu müssen.

    Klima-Additive für Putz und Co.
    Ein klimapositive Baustoffe stellte KohlenKraft vor, der die CO₂ dauerhaft im Gebäude binden und gleichzeitig bauphysikalische Vorteile bieten. Herzstück ist ein Klima-Additiv auf Basis von Pflanzenkohle, das in mineralische Baustoffe wie Putze und Beschichtungen eingemischt werden kann und so Bauteile zu langfristigen Kohlenstoffspeichern macht. Neben der CO₂-Speicherung zielen die Systeme auf verbessertes Raumklima und Feuchteregulierung. Ein Argument, das insbesondere bei Sanierungen und hochwertigen Innenausbauten auf grosses Interesse stiess. Die Botschaft an Hersteller, Planer und Bauunternehmen, Klimawirkung lässt sich direkt in bestehende Produkte integrieren, ohne dass sich Verarbeitung und Detailplanung grundlegend ändern müssen. ​In Beton denken, mit Holz bauen
    Im Speakers Corner machte die Technologie TS3 anhand realer Projekte sichtbar, wie vertraute Entwurfslogik und eine neue Holzbautechnik zusammenfinden. Ein wichtiger Schritt, damit grossvolumige Holzbauten vom Pionierprojekt zur etablierten Option werden. Mit einer speziellen Stirnseitenverklebung von Brettsperrholz lassen sich heute grossflächige, zweiachsig tragende Holzdecken mit Stützenrastern bis 8 mal 8 Meter realisieren. Tragstrukturen, die lange dem Stahlbeton vorbehalten waren. Die Platten werden vor Ort über einen Fugenverguss mit Giessharz biegesteif verbunden, sodass unterzugsfreie, punktgestützte Flachdecken aus Holz entstehen, die sich im Entwurf wie Betonflachdecken behandeln lassen. Für Architekten und Ingenieuren eröffnet das grosse Freiheiten bei Grundrissen und späteren Umnutzungen, weil nichttragende Wände flexibel versetzt werden können, während Gewicht, Bauzeit und CO₂-Fussabdruck gegenüber Betondecken deutlich sinken.

  • Generationswechsel stärkt Engagement für Energiewende

    Generationswechsel stärkt Engagement für Energiewende

    Reto Trittibach ist neuer Inhaber und Geschäftsleiter der INES Energieplanung GmbH. Sein Stellvertreter wird einer Mitteilung zufolge André Joosten. Mit der Neubesetzung will der vor 14 Jahren gegründete Berner Anbieter von Energieversorgungslösungen Kontinuität wahren.

    Ziel der INES Energieplanung sei es, „die Energiewende mit Know-how und nach Kräften zu unterstützen“. Entwickelt werden Energiekonzepte für Areale und Wärmeverbundprojekte. Firmenangaben zufolge bringt INES seine Expertise neben Planung und Bau von Energieanlagen auch für Anlagenkonzepte ein. Zudem ist INES als Energieberater für die Stadt Bern tätig.

    Tätigkeitsgebiete der INES sind die Stadt und das Ballungsgebiet von Bern. Zu den Hauptkunden und Kooperationspartnern zählen die Marzili Wärmeverbund AG und die Stadt Bern.

    Gründer Bruno Liesch habe INES mit Fokus auf nachhaltige Energielösungen, Wärmeverbünde und zukunftsorientierte Energieplanung geprägt. Laut Mitteilung wird er bis Ende 2026 seine Erfahrung in der Projektentwicklung in Teilzeit einbringen.

  • Neue Werke stärken Lieferketten in Wachstumsmärkten

    Neue Werke stärken Lieferketten in Wachstumsmärkten

    Sika stellt seine Produkte für die Baubranche neu in fünf weiteren Werken her. Das Unternehmen der Spezialitätenchemie mit Hauptsitz in Baar sieht dies laut seiner Mitteilung als wichtigen Schritt zur Erhöhung der Produktionskapazitäten und zur weiteren Stärkung der globalen Lieferkette in wichtigen Wachstumsmärkten.

    In Haines City im US-Bundesstaat Florida hat Sika ein neues Werk für Betonzusatzmittel eröffnet. Die Fabrik verfügt den Angaben zufolge über den höchsten Automatisierungsgrad aller Sika-Standorte für Zusatzmittel in den USA.

    In Puerto Tirol in der argentinischen Region Chaco hat Sika seine achte Fertigungsstätte in dem südamerikanischen Land eingeweiht. Nach „einigen herausfordernden Jahren“ sei der dortige Baumarkt wieder auf einen Wachstumspfad zurückgekehrt und eröffne Sika damit neue Chancen.

    In der kolumbianischen Stadt Cali stellt eine neue Fabrik Mörtel, Fliesenkleber, Innenwand- und Acrylbeschichtungen sowie Betonzusatzmittel her. Die dortige Produktion soll auch in den Export gehen. Auch auf dem Baumarkt in Bangladesch will Sika mit einem Standort in Narayanganj Fuss fassen und von einer geschätzten jährlichen Wachstumsrate von über 7 Prozent bis 2029 profitieren.

    In der tansanischen Stadt Mwanza setzt Sika darauf, dass sie in einem wichtigen und bevölkerungsreichen Bergbaugebiet liegt. Dementsprechend produziert Sika dort Spezialmörtel für den Bergbau und das Bauwesen, Mörtel, Betonzusatzmittel sowie Mahlhilfsmittel für Zementwerke. Sika bedient mit dem Werk die lokale Nachfrage und exportiert nach Burundi, Ruanda und in den Kongo.

  • Umzug schafft Entwicklungschance mit Seeblick

    Umzug schafft Entwicklungschance mit Seeblick

    Weil es den aktuellen Anforderungen an ein modernes Gesundheitszentrum nicht mehr genügt, wird das Kantonsspital Luzern gemeinsam mit dem Pflegezentrum Seeblick nach Schenkon verlegt. Für das 47‘000 Quadratmeter grosse Areal wollen der Kanton als Eigentümer und die Stadt Sursee eine attraktive Zukunft planen, heisst es in einer Mitteilung.

    Bereits ersten Einschätzungen zufolge eignet sich das Areal für eine gemischte Bebauung mit Wohn- und Geschäftsräumen. So könnten Wohneinrichtungen sowohl für Familien, Paare, Singles oder auch für Senioren geschaffen werden, Dienstleistungs- und Gastronomieangebote könnten das Areal vervollständigen. Das oberhalb des Sempachersees gelegene Grundstück liegt in unmittelbarer Nähe zur Altstadt von Sursee und verfügt bereits heute über eine gute Erschliessung mit verschiedenen Verkehrsmitteln.

    „Mit dem Umzug eröffnet sich die einmalige Chance, den bisherigen Standort in Sursee neu zu nutzen“, wird Regierungsrat Reto Wyss in der Mitteilung zitiert. „Dieses attraktive Areal mit Seeblick an guter Lage soll dafür umgezont werden. Mit den nächsten Planungsschritten soll aufgezeigt werden, was wo realisierbar ist“. Ab Frühling 2026 soll mit dem beginnenden Umzug des Spitals eine Planungsphase für das neue Quartier beginnen. Dabei sind verschiedene Treffen mit der örtlichen Bevölkerung und Interessengruppen geplant. Ab 2034 ist das Areal voraussichtlich frei und könnte neu bebaut werden. Auch an ein Einbeziehen der bereits bestehenden Bausubstanz wird gedacht.

  • Portfolioansatz treibt Elektromobilität in Wohnliegenschaften

    Portfolioansatz treibt Elektromobilität in Wohnliegenschaften

    Die im Dezember 2025 aus einer Fusion von Helvetia und Baloise hervorgegangene Versicherungsgesellschaft Helvetia Baloise Holding AG treibt laut einer Mitteilung die E-Mobilität gemeinsam mit ihrem Partner Energie 360° voran. Das zu 96 Prozent im Besitz der Stadt Zürich befindliche Energie- und E-Mobilitätsunternehmen hat in 13 Liegenschaften bereits über 150 Ladestationen übernommen, vorwiegend in der Westschweiz, im Mittelland und in Basel.

    Wie Reto Baschera, Leiter der Mobilitätsgruppe von Energie 360°, betont, erfolgt der Ausbau „bedarfsgerecht und orientiert sich an den Anforderungen der Mieterschaft“. Den Angaben zufolge befinden sich derzeit sechs weitere Objekte konkret in Planung, weitere sollen schrittweise folgen. Dabei liege der Fokus auf einem harmonisierten Portfolioansatz mit einer hardwareunabhängigen Abrechnungslösung, die unterschiedliche Gebäudetypen und Produktausprägungen berücksichtigt. Insgesamt verfügt Helvetia Baloise in der Schweiz über rund 845 Liegenschaften mit etwa 30’000 Wohnungen.

    „Für mich in der strategischen Beschaffung bei Helvetia Baloise war entscheidend, einen Partner zu finden, der Elektromobilität nicht als Einzelprodukt versteht, sondern als integrierten Bestandteil eines grossen Immobilienportfolios“, wird Karin Hauser von der Baloise Asset Management AG zitiert. „In der Zusammenarbeit mit Energie 360° schätzen wir insbesondere den strukturierten Ansatz, die verlässliche Umsetzung und die Fähigkeit, unterschiedliche Ausgangslagen in unseren Liegenschaften pragmatisch abzubilden.“

  • Neues Hochhausprojekt stärkt Wohnangebot beim Bahnhof

    Neues Hochhausprojekt stärkt Wohnangebot beim Bahnhof

    Die Pensimo Management AG mit Sitz in Zürich hat über ihre Anlagestiftungen Turidomus und Pensimo ein Bauareal von ABB in Oerlikon erworben. Auf der Nordseite des Bahnhofs Oerlikon will das Unternehmen am neu gestalteten Max-Frisch-Platz eine Überbauung mit 500 Wohnungen einschliesslich eines Hochhauses sowie Geschäftsräumen errichten, heisst es in einer Mitteilung.

    „Wir freuen uns sehr über den Erwerb dieses Grundstücks“, wird Stefanie Krautzig, verantwortliche Transaction Managerin bei Pensimo, in der Mitteilung zitiert. „Es handelt sich um eine sehr seltene Investitionsgelegenheit für ein Entwicklungsprojekt von dieser Grösse an solch zentraler Lage.“ Die 2022 teilrevidierten Bauvorschriften für Neu-Oerlikon schaffen eine gute Grundlage für Planung und Bebauung des Gebiets. „Um für diesen zentralen und prominenten Ort eine für die Öffentlichkeit und die künftigen Bewohnerinnen und Bewohner attraktive architektonische Lösung zu evaluieren, werden wir ein entsprechendes Konkurrenzverfahren unter Planerteams lancieren“, so Krautzig.

    Mit dem Baubeginn wird für 2029 gerechnet. Auch der Verkäufer ABB zeigt sich erfreut über den Verkauf des ehemaligen Industrieareals und ist überzeugt, „damit zur Weiterentwicklung von Zürich Oerlikon hin zu einem belebten und vielseitigen Quartier beitragen können“, so Nora Teuwsen, Vorsitzende der Geschäftsleitung von ABB Schweiz.

  • Wachstumsstrategie im Markt für Gebäudetechnik fortgesetzt

    Wachstumsstrategie im Markt für Gebäudetechnik fortgesetzt

    Die Burkhalter Gruppe, Gesamtanbieterin von gewerkübergreifender Gebäudetechnik, übernimmt zum einen die Enplan AG, die auf die Planung von Heizungs- und Lüftungsanlagen sowie auf effiziente Energiekonzepte spezialisiert ist. Das Unternehmen ist seit 1984 im regionalen Markt tätig, beschäftigt fünf Mitarbeitende und erzielt einen Jahresumsatz von rund 0,6 Millionen Franken.

    Die Enplan AG wird mit der zur Burkhalter Gruppe gehörenden Längle & Staub GmbH in St.Gallen fusioniert und künftig als Enplan, Zweigniederlassung der Längle & Staub GmbH, am bisherigen Standort weitergeführt. Alle Mitarbeitenden werden übernommen.

    Zum anderen akquiriert die Burkhalter Gruppe die Elektro Gasser AG, die seit 1991 in den Bereichen Elektro- und Telekommunikation (ICT) tätig ist. Das Unternehmen beschäftigt sieben Mitarbeitende und erwirtschaftet einen Jahresumsatz von rund 2 Millionen Franken. Die Elektro Gasser AG wird schrittweise in die zur Gruppe gehörende TZ Stromag integriert. Gleichzeitig wird am Standort Lalden unter dem Namen Gasser Elektro ICT eine Zweigniederlassung der TZ Stromag gegründet, während die Elektro Gasser AG bis auf Weiteres als eigenständiges Unternehmen weitergeführt wird.

    Mit den Übernahmen setzt die Burkhalter Gruppe ihre Wachstumsstrategie fort. Sie erbringt Dienstleistungen in der Heizungs- und Kälte-, Lüftungs- und Klima-, Sanitär- und Elektrotechnik und hat ihren Hauptsitz in Zürich.

  • Neue Geschäftsführerin übernimmt Dachverband der Förderstiftungen

    Neue Geschäftsführerin übernimmt Dachverband der Förderstiftungen

    Der Vorstand des Verbands der Schweizer Förderstiftungen SwissFoundations hat Jasmina Ritz zur neuen Geschäftsführerin gewählt. Laut einer Mitteilung wird sie ab Mitte März Katja Schönenberger ablösen, die nach zwei Jahren bei SwissFoundations zurück in eine operativ tätige Stiftung wechselt. Jasmina Ritz war Mitinitiantin der kantonsübergreifenden Standortförderin Limmatstadt AG und war dort langjährig als Geschäftsführerin tätig. Sie bringt damit umfassende Erfahrung in Interessensvertretung, Vernetzung und Führung einer Dachorganisation mit.

    „Der Vorstand von SwissFoundations freut sich, mit Jasmina Ritz eine starke Führungspersönlichkeit mit langjähriger Erfahrung an der Schnittstelle von Wirtschaft, Politik und Gesellschaft gewonnen zu haben“, heisst es in der Mitteilung von SwissFoundations.

    Ritz war etwa 15 Jahre lang im Limmattal tätig. Sie war zunächst Leiterin der Standortförderung der Stadt Dietikon und war später Mitgründerin der Limmatstadt, wo sie als Geschäftsführerin sowie Vizepräsidentin des Verwaltungsrates fungierte. Zuletzt leitete sie die Berner Deep Tech Switzerland Foundation und war dort für die Entwicklung eines internationalen Fellowship-Programms verantwortlich.

  • Technologiefonds unterstützt KI-gestützte Energieoptimierung

    Technologiefonds unterstützt KI-gestützte Energieoptimierung

    Scandens kann anstehende unternehmerische Weiterentwicklungen mittels einer Bürgschaft des Technologiefonds finanzieren. Diese Bürgschaft erhalten zu haben, bestätigt laut einer Mitteilung von Dominik Bucher, dem Mitgründer und CCO des Zürcher Cleantech-Unternehmens, dessen Ansatz: „Die richtigen Investitionsentscheidungen für Immobilienportfolios zu ermöglichen – wirtschaftlich fundiert und zukunftssicher“ und gleichzeitig die bestmöglichen Entscheidungen für Klima und Umwelt zu treffen. „Wir freuen uns riesig, Teil des Technologiefonds zu sein“, so Bucher.

    Das 2021 als Ausgliederung der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich gegründete Unternehmen hat 2023 eine Software auf den Markt gebracht, mit der energetische Gebäudesanierungen einfacher geplant und umgesetzt werden können. Mit dieser auf Künstliche Intelligenz gestützten Internetanwendung können Halterinnen und Halter von Immobilienportfolios ebenso wie private Hauseigentümerinnen und -eigentümer prüfen, ob und welche Sanierungsmassnahmen wirtschaftlich und ökologisch sinnvoll sind.

    Die Software zeigt einer Mitteilung von Scandens zufolge über 500 Sanierungskombinationen an und erstellt einen Plan, der als Grundlage für die Umsetzung dient. Das soll Zeit sparen und nachhaltige Entscheidungen fördern.

    Mit dem Technologiefonds fördert der Bund Innovationen, die Treibhausgase oder den Ressourcenverbrauch reduzieren, den Einsatz erneuerbarer Energien begünstigen und die Energieeffizienz erhöhen. Bürgschaften erleichtern es innovativen Unternehmen, Darlehen aufzunehmen. Die Bürgschaft wird Banken oder anderen geeigneten Darlehensgebern gewährt. Zur Deckung der Bürgschaftsausfälle fliessen maximal 25 Millionen Franken pro Jahr aus den Erträgen der CO2-Abgabe in einen Technologiefonds.

  • Digitaler Marktplatz fördert Kreislaufwirtschaft im Bau

    Digitaler Marktplatz fördert Kreislaufwirtschaft im Bau

    Die Zirkular GmbH mit Sitz in Basel hat ihre neue Plattform rematerial lanciert. Wie es in einer Mitteilung heisst, soll der neue Online-Baumarkt hochwertige, wiederverwendbare Bauelemente anbieten. Darin werden zum Beispiel LED-Leuchten angeboten, die von Fachbetrieben aufbereitet wurden und nun mit Garantie angeboten werden. Bauteile können auch für einen Monat reserviert oder für Just-in-Time Lieferungen bis zu 24 Monate zwischengelagert werden. Die aus Rückbauten gesammelten Bauelemente sind systematisiert eingelagert.

    Die Plattform rematerial kann zusammen mit dem ebenfalls von Zirkular entwickelten Planungsinstrument Planular genutzt werden. In diesem Modul können Architekten, Planer und Bauherren aus einer Datenbank die für ihr jeweiliges Projekt erforderlichen Bauteile aussuchen. Dabei ist der Weg des Baumaterials über die Schritte Quellobjekt, Bauteil, Lager und Zielobjekt nachvollziehbar abzurufen.

    Mit beiden Modulen unterstützt die Zirkular GmbH nachhaltiges Bauen mittels Kreislaufwirtschaft, wie es sich zum Beispiel in Bauprojekten wie im Basler Kleinquartier Lysbüchel Süd dargestellt hat.