Autor: immovestuser

  • Neue Kooperation verbessert Präzision bei Vermessung und Bau

    Neue Kooperation verbessert Präzision bei Vermessung und Bau

    Fixposition hat an der Messe Geo Week 2026 eine Zusammenarbeit mit Topcon Positioning Systems bekanntgegeben. Sie findet noch bis 18. Februar 2026 in Denver im US-Bundesstaat Colorado statt. Laut einer Mitteilung wird der Schlieremer Spezialist für visuelle Echtzeitkinematik (Real Time Kinematic, RTK) und visuell unterstützte Positionierung dem kalifornischen Unternehmen seine Lösungen bereitstellen. Die Technologien der 2017 gegründeten Ausgliederung der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich sollen in die hochpräzisen satellitengestützten Positionierungssysteme des kalifornischen Unternehmens Topcon integriert werden.

    Topcon bietet weltweit hochpräzise GNSS (Gloval Navigation Satellite System)-Positionierungstechnologien für Geomatik-, Bau- und Landwirtschaftsanwendungen, so Ron Oberlander, Leiter der Geomatics-Plattform von Topcon. Die Integration von Fixpositions visuellen Positionierungstechnologien helfe seinem Unternehmen, einen Mehrwert für seine Kunden zu schaffen.

    „Fixposition hat eine Technologie entwickelt, die die Satellitenortung verbessert und für Anwender selbst bei Arbeiten innerhalb von Gebäuden und beim Übergang zwischen Innen- und Aussenbereichen von Vorteil ist, ohne den Arbeitsablauf zu stören, indem RTK-GNSS mit Künstlicher Intelligenz kombiniert wird, um die Positionsgenauigkeit zu gewährleisten. Wir sehen diese KI-gestützte Technologie als innovative Integration in unsere GNSS-Lösungen der nächsten Generation.“

    Zhenzhong Su, CEO und Mitgründer von Fixposition, äussert sich „stolz darauf, die xFusion-, Vision- und multimodale Fusionspositionierungstechnologie von Fixposition zur Unterstützung der GNSS-Lösungen der nächsten Generation von Topcon liefern zu können. Wir freuen uns darauf, diese neue Lösung auf den Markt zu bringen und Vermessungsfachleuten in Geomatik, Bauwesen und Landwirtschaft dabei zu helfen, schnellere Ergebnisse zu erzielen und mehr zu erreichen, ohne Kompromisse bei der Qualität einzugehen, selbst in Umgebungen, in denen GNSS-Verbindungen schwierig sind.“

  • Standortwechsel markiert neuen Entwicklungsschritt

    Standortwechsel markiert neuen Entwicklungsschritt

    HKG hat sich für einen Umzug innerhalb von Baden-Dättwil entschieden. Ab dem 1. März 2026 ist das Ingenieur- und Beratungsunternehmen in der Täfernstrasse 14A in Baden-Dättwil zu finden, heisst es in einer Mitteilung. Am neuen Standort sei das Platzangebot grösser als an der bisherigen Adresse Im Langacker 20.

    Für die HKG beginne „ein neues Kapitel für die Weiterentwicklung des Standorts“, heisst es vom Unternehmen. Der Standortwechsel schaffe Raum für weiteres Wachstum und die Zukunft des eigenen Angaben zufolge 1978 gegründeten Anbieters für Elektroengineering, Gebäudetechnik und Energieberatung.

    Mit dem Zugewinn an Platz sei ein besseres Arbeitsumfeld verbunden „für kreative Ideen, effiziente Zusammenarbeit und zukunftsorientiertes Arbeiten“. Mitarbeitende könnten sich in einem „modernen Zuhause“ optimal entfalten und Projekte noch erfolgreicher umsetzen.

  • Orientierung im angespannten Immobilienmarkt

    Orientierung im angespannten Immobilienmarkt

    Bilanz erinnert daran, dass es im Schweizer Immobilienmarkt weiterhin «brodelt». Die Kluft zwischen Angebot und Nachfrage bleibt gross, die Bautätigkeit reicht vielerorts nicht aus, um den Bedarf an Wohneigentum zu decken. Laut Immobilienumfragen erwarten Fachleute auch für 2026 weiter steigende Preise, insbesondere bei Einfamilienhäusern und Eigentumswohnungen, während Bodenpreise in Zentren wie Zürich neue Höchstwerte erreichen. Parallel dazu warnen Marktindikatoren wie der UBS Swiss Real Estate Bubble Index vor zunehmenden Überbewertungsrisiken, auch wenn Expertinnen und Experten eine akute Blasengefahr derzeit noch als moderat einstufen.

    Warum Bilanz die «Top Immobilienexperten 2026» kürt
    Gerade in diesem Umfeld gewinnen lokale Marktkenntnis und professionelle Unterstützung an Gewicht. Bilanz und das Marktforschungsinstitut Statista haben deshalb erneut die «Top Immobilienexperten in der Schweiz 2026» identifiziert. Ausgezeichnet wurden 125 Unternehmen, die in Bereichen wie An- und Verkauf, Vermietung, Bewirtschaftung, Immobilienbewertung, Bauherrenvertretung, Finanzierung und Proptech überdurchschnittlich oft empfohlen wurden. Die Bestenliste soll Eigentümern wie auch Käufern helfen, geeignete Partner zu finden, von der Vermarktung eines Eigenheims bis zur Finanzierung eines Neukaufs.

    Empfehlungen von Profis und Kunden
    Für das Ranking hat Statista Branchenexperten sowie Kunden befragt, die in den letzten Jahren Immobilienleistungen in Anspruch genommen haben. Auf Basis von über 2’000 Teilnehmenden wurden die 125 meistempfohlenen Unternehmen identifiziert und alphabetisch in die Liste aufgenommen. Zusätzliche Kennzahlen wie Unternehmensgrösse flossen ergänzend ein. Bilanz betont, dass das Ranking keine vollständige Marktübersicht ersetzt, aber eine fundierte Orientierungshilfe in einem komplexen Markt bietet.

  • Neuer Investor für Werkmatt Uri

    Neuer Investor für Werkmatt Uri

    Am 25. Februar 2026 haben Volkswirtschaftsdirektor Urban Camenzind und die Risa Immobilien SA den Kaufvertrag für das Baufeld 11 auf der Werkmatt Uri unterzeichnet. Grundlage bildet ein 2024 abgeschlossener Kaufrechtsvertrag zwischen dem Kanton Uri und der IG Innovationspark Gotthard. Die IG hat in den vergangenen Jahren die Projektidee für ein funktionales, nachhaltig gebautes und architektonisch überzeugendes Gewerbe- und Dienstleistungsgebäude entwickelt. Im Oktober 2025 erteilte die Gemeinde Altdorf die Baubewilligung für ein viergeschossiges Gebäude mit rund 4’000 Quadratmetern Nutzfläche und Platz für etwa 140 Arbeitsplätze.

    Marcus Weber setzt auf den Standort Uri
    Hinter der Risa Immobilien SA steht mit Marcus Weber ein in der Schweiz profiliert auftretender Investor in den Bereichen Immobilien, Tourismus und alpine Infrastruktur. Er engagiert sich seit Jahren in Sedrun/Disentis und ist dort als Verwaltungsratspräsident und Hauptaktionär der Bergbahnen Disentis AG in den Ausbau des touristischen Angebots involviert. Auch im Kanton Uri ist Weber bereits präsent, etwa mit Investitionen auf dem Brüsti in Attinghausen in Skilift, Bergrestaurant und begleitende Infrastrukturen. Mit dem Einstieg auf der Werkmatt Uri erweitert er sein Engagement um ein weiteres zukunftsgerichtetes Projekt im Alpenraum.

    Projekt geht in die Umsetzungsphase
    Das geplante Büro- und Gewerbegebäude entsteht am nördlichen Rand der Werkmatt Uri, in Gehdistanz zum Kantonsbahnhof Altdorf und nahe dem künftigen Autobahnhalbanschluss A2. Der Baustart ist für Herbst 2026 vorgesehen, der Bezug auf 2028. Dere Investor will die Umsetzung rasch vorantreiben. In zentraler Lage entstehen damit attraktive, flexibel nutzbare Flächen für Unternehmen, die die Standortvorteile von Uri nutzen wollen.

    Werkmatt Uri bietet weiteres Potenzial
    Die Werkmatt Uri ist mit rund zwölf Hektaren die letzte grosse Landreserve im Urner Talboden und hervorragend erschlossen zwischen Kantonsbahnhof und Autobahn A2. Der Standort soll langfristig über 1’000 Arbeitsplätze ermöglichen und gezielt für Industrie-, Gewerbe- und Dienstleistungsbetriebe entwickelt werden. Neben Baufeld 11 stehen weiterhin rund acht Hektaren für Verkauf oder Baurechtsvergabe zur Verfügung, abgewickelt durch den Kanton Uri. Unternehmen, die sich für Flächen interessieren, finden weitere Informationen online auf der Plattform der Werkmatt Uri.

  • Mehrfachnutzung private Parkplätze effizient genutzt

    Mehrfachnutzung private Parkplätze effizient genutzt

    Viele private Parkplätze bleiben stundenweise ungenutzt, tagsüber in Wohnquartieren, nachts bei Arbeits- oder Einkaufsstandorten. Bei der Mehrfachnutzung stellen Eigentümer ihre Parkplätze dann zur Verfügung, wenn sie diese selbst nicht brauchen. So sinkt der Druck auf den öffentlichen Parkraum, während Städte Platz für mehr Grün, Veloverbindungen und Aufenthaltsqualität gewinnen. Grundlage bildet ein vom Bau- und Verkehrsdepartement in Auftrag gegebenes Bewirtschaftungskonzept, das auf eine effizientere Nutzung privater Parkierungsanlagen zielt.

    Vier Pilotprojekte zeigen das Potenzial
    Seit Anfang dieses Jahres laufen vier Projekte, bei denen Eigentümer mit den Parkplatzvermittlern ShareP und Parcandi zusammenarbeiten. PSP Swiss Property stellt an der Hochstrasse 16 rund fünfzig Tiefgaragenplätze für die Mehrfachnutzung bereit. Die Lonza AG öffnet ihre Firmenparkplätze auf dem Lindenhofareal nachts und am Wochenende für Anwohnende. Weitere Angebote bestehen in der St. Alban‑Vorstadt beim Goldenen Löwen sowie an der Dornacherstrasse 8/10, mit Lösungen für Anwohnende und Pendelnde gleichermassen. Die Projekte werden während zwei Jahren begleitet, ausgewertet und bilden die Basis für weitere Umsetzungen.

    Flexible Angebote für unterschiedliche Bedürfnisse
    Die neuen Parkiermodelle richten sich an verschiedene Nutzergruppen. Pendlerinnen und Pendler können tagsüber unter der Woche fixe oder wiederkehrende Plätze buchen. Anwohnende profitieren von sicheren Parkplätzen in der Nacht und am Wochenende. Für regelmässige Nutzer stehen Abonnemente zur Verfügung, für spontane Fahrten gibt es Kurzzeitangebote. So entsteht ein Parksystem, das sich an den Alltag der Menschen anpasst, statt zusätzlichen Flächenbedarf zu erzeugen.

    Beratung für Eigentümer und ergänzende Quartierparkings
    Eigentümer von Parkierungsanlagen können sich neu kostenlos beraten lassen. Die Erstberatung zeigt auf, wie sich Anlagen ohne grossen Aufwand effizienter bewirtschaften lassen. Mehrfachnutzungsmodelle können auch ohne Beratung und ohne Bewilligungsverfahren genutzt werden. Parallel dazu fördert der Kanton zusätzliche Quartierparkings. Mit der Übernahme des Parkhauses Horburg schafft er ab April 2026 über 300 mietbare Parkplätze für Anwohnende und stärkt so das Gesamtangebot im Quartier.

  • Holzbau als Investment

    Holzbau als Investment

    Holz- und Hybridbauten haben sich als ernstzunehmende Alternative zum energetisch hochwertigen Massivbau etabliert. Studien von Wüest Partner und Durable im Auftrag von Lignum und BAFU zeigen, dass Holzbauten bei Erstellungskosten und Performance mit Massivbauten mithalten können, obwohl sie im Median leicht teurer sind. Für Investoren wird Holzbau damit zu einem Baustein, um Nachhaltigkeitsziele zu erreichen, ohne auf wirtschaftliche Solidität zu verzichten.

    Kosten, Lebenszyklus und Risikoprofil
    Im Kostenvergleich liegen die Baukosten von Holzbauten im Median rund 10 Prozent über jenen von Massivbauten. Im unteren Preissegment nähern sich die Werte jedoch stark an. Die energetische Standards wie Minergie-P beeinflussen die Kosten stärker als die Wahl der Tragstruktur. Kurz- bis mittelfristig profitieren Holzbauten von hoher Kostensicherheit, tieferen Betriebs- und Wartungskosten sowie einem besseren Rückbau- und Reuse-Profil. Über sehr lange Zeiträume von 80 Jahren wirken sich die höhere Dauerhaftigkeit mineralischer Bauweisen kostenseitig positiv aus, sodass deren Lebenszykluskosten tiefer liegen.

    Ökologischer Vorsprung und Green Premium
    Ökologische Auswertungen zeigen, dass Holzbauten die grauen Treibhausgasemissionen gegenüber einem mineralischen Zwilling im Mittel um etwa 20 Prozent reduzieren, bei einzelnen Bauteilen gar deutlich mehr. Besonders gross ist der Effekt bei Aufstockungen, wo Holzbau gegenüber Ersatzneubauten markante CO₂-Einsparungen ermöglicht und gleichzeitig zusätzliche Flächen schafft. Internationale Metastudien zu zertifizierten Green Buildings weisen zudem auf Preis- und Mietprämien sowie tiefere Kapitalisierungsraten hin.Ein Indiz dafür, dass der Markt Nachhaltigkeit als Risikopuffer honoriert.

    Zeit als Renditetreiber
    Der Green Premium im Holzbau entsteht vor allem durch Prozessvorteile. Hoher Vorfertigungsgrad, modulare Systeme und digitale Planung verkürzen die Bauzeit erheblich. Für Investoren bedeutet dies früheren Ertragseingang und eine Reduktion der Bau- und Projektkosten über den Faktor Zeit. Modellrechnungen veranschlagen bei sechs Monaten Zeitgewinn Einsparungen im Bereich von rund 200 Franken pro Quadratmeter. Gleichzeitig sinken Termin-, Koordinations- und Witterungsrisiken, was sich in stabileren Budgets und kalkulierbareren Cashflows niederschlägt.

    Strategische Rolle im Portfolio
    Institutionelle Investoren wie spezialisierte Nachhaltigkeitsfonds sehen den Hauptmehrwert des Holz- und Hybridbaus weniger in Mieten als in ökologischen Vorteilen, der Reduktion von Stranded-Asset-Risiken und einer robusten ESG-Positionierung. Im Bestand punktet Holzbau insbesondere bei Aufstockungen und Nachverdichtung, wo seine Leichtigkeit und Vorfertigung zu überlegenen Gesamtwirtschaftlichkeiten führen. Für renditeorientierte Anlegerinnen und Anleger lohnt sich Holzbau daher vor allem dort, wo Prozessvorteile, ESG-Strategie und Standortqualität zusammenwirken.

  • Warum die Immobilienbranche ihre Digitalisierung angeht

    Warum die Immobilienbranche ihre Digitalisierung angeht

    Herr Caspar, pom+ gilt als eines der tonangebenden Consulting-Unternehmen in den Bereichen Digitalisierung, Transformation und nachhaltige Immobilienentwicklung. Wie würden Sie Ihre Rolle innerhalb dieses Ökosystems beschreiben?
    Wir verstehen uns bei pom+ als Intermediär zwischen Forschung, Entwicklung und der Praxis der Immobilienwirtschaft. Unsere Rolle ist es, neue Themen frühzeitig zu erkennen, Trends einzuordnen und ein Verständnis dafür zu entwickeln, was die Branche künftig bewegen wird. Dieses Wissen übersetzen wir in konkrete Anwendungsfälle, Empfehlungen und Entscheidungsgrundlagen für unsere Kunden. Dabei helfen wir Unternehmen, Wichtiges von Unwichtigem zu trennen und sich gezielt auf jene Methoden, Technologien und Daten zu fokussieren, die tatsächlich einen Mehrwert für ihre Rolle in der Immobilienwirtschaft schaffen.

    Welche Themen beschäftigen Ihre Kunden aktuell am stärksten: Daten, Prozesse, Organisation oder Technologie?
    Eine einfache Antwort gibt es darauf nicht. In den vergangenen Jahren lag der Fokus stark auf Technologie. Viele Unternehmen haben neue Systeme eingeführt und zahlreiche Digitalisierungsprojekte gestartet. Das hat durchaus Fortschritte gebracht, gleichzeitig aber auch zu einer gewissen Ernüchterung geführt. Projekte waren aufwendiger, teurer und komplexer als erwartet. Oft lag das daran, dass Daten und Prozesse unterschätzt wurden. Wir beobachten aktuell einen klaren Wandel: weg von rein technologiegetriebenen Projekten hin zu stärker daten- und prozessorientierten Ansätzen. Der aktuelle KI-Hype verstärkt diese Entwicklung zusätzlich.

    pom+ betont, dass Daten das Fundament moderner Immobilienbewirtschaftung sind. Wo stehen Schweizer Unternehmen heute in der Data Readiness?
    Grundsätzlich stehen Schweizer Immobilienunternehmen nicht schlecht da. Die meisten verfügen über eine ausreichende Data Readiness, um ihre Kernprozesse zuverlässig zu betreiben und relevante Stakeholder-Fragen zu beantworten.Entwicklungsbedarf sehen wir insbesondere bei der Automatisierung. Dafür müssen Daten strukturiert, konsistent und unternehmensweit verfügbar sein. Spätestens bei datenintensiven Themen wie ESG zeigt sich, wo die Grenzen liegen. Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Zusammenarbeit über Unternehmensgrenzen hinweg. Die Immobilienwirtschaft war schon immer stark vernetzt. Eine höhere Data Readiness ist entscheidend, um diese Zusammenarbeit künftig effizienter, digitaler und automatisierter zu gestalten.

    Was sind die häufigsten Missverständnisse bei der Digitalisierung von Immobilienportfolios?
    Oft werden Aufwand und Komplexität unterschätzt. Insbesondere die Bereitstellung und Aufbereitung der benötigten Daten wird zu optimistisch eingeschätzt. Zwar sind Daten vorhanden, aber häufig nicht in der notwendigen Qualität oder Struktur. Das führt zu Verzögerungen, Mehrkosten und zusätzlicher Belastung der Fachabteilungen, die eigentlich ihr Kerngeschäft erledigen sollten. Ein weiteres Missverständnis ist, dass Digitalisierungsprojekte «nebenbei» umgesetzt werden können. Häufig fehlen professionelle Projektstrukturen und entsprechendes Know-how. Das wirkt sich negativ auf Motivation, Akzeptanz und letztlich den Projekterfolg aus.

    Welche technologischen Entwicklungen werden die Immobilienbranche in den nächsten 5–10 Jahren am stärksten verändern?
    Grundsätzlich unterscheiden wir zwei Ebenen: die Digitalisierung der Immobilie selbst und die Digitalisierung der Unternehmen, die diese Immobilien betreiben. Auf Gebäudeebene sehen wir grosse Fortschritte bei Cloud, IoT und digitalen Modellen. Die digitale Abbildung von Immobilien, oft als Digital Twin bezeichnet, wird zunehmend zum Standard und ermöglicht neue Formen der Automatisierung.Auf Unternehmensebene wird die Entwicklung stark durch KI und Prozessdigitalisierung geprägt sein. Wenige Kernapplikationen, kombiniert mit flexiblen Low-Code-Plattformen, werden es ermöglichen, Prozesse effizient und auch unternehmensübergreifend zu automatisieren.

    Viele Unternehmen experimentieren mit KI. Wo sehen Sie realistische Einsatzfelder in den nächsten 24 Monaten?
    Kurzfristig liegt grosses Potenzial in der Analyse und Auswertung von Dokumenten und unstrukturierten Daten. Inhalte können schneller zusammengefasst, ausgewertet und erstellt werden. Ein weiterer wichtiger Schritt ist die Integration von KI-Tools in den Arbeitsalltag, etwa als Assistenzlösungen. In einem nächsten Schritt werden diese Systeme zunehmend mit unternehmensspezifischen Daten verknüpft. Auch Reporting und Analyse werden sich verändern: Statt fix definierter Reports werden Informationen situativ und bedarfsgerecht zusammengestellt.

    Welche Risiken sehen Sie beim Einsatz von KI in der Immobilienwirtschaft?
    Die grössten Herausforderungen sehen wir weniger im regulatorischen Bereich, sondern eher auf kultureller und technologischer Ebene. Viele Unternehmen verfügen noch nicht über die notwendigen Kompetenzen und Strukturen im Umgang mit Daten und Technologie. Zudem ist der Schweizer Markt stark fragmentiert und heterogen, was die Einführung standardisierter Lösungen erschwert. Die Immobilienwirtschaft funktioniert projektorientiert und mit wenig Serienlogik. Das verlangsamt die Einführung neuer Technologien zusätzlich.

    Rate of Adoption statt Technologie: Wo liegen die grössten kulturellen Hürden?
    Eine zentrale Hürde ist, dass Digitalisierung in vielen Unternehmen noch nicht als strategisches Thema verankert ist. Fehlende Kompetenzen, unklare Verantwortlichkeiten und die Erwartung, Digitalisierung «nebenbei» umzusetzen, bremsen die Umsetzung. Zudem fehlt oft die Bereitschaft, bestehende Arbeitsweisen konsequent zu hinterfragen und zu verändern.

    Wie verändert Digitalisierung die Rollen in Immobilienunternehmen?
    Digitale Kompetenzen werden künftig Teil der Grundqualifikation vieler Rollen sein. Der Fokus liegt dabei weniger auf tiefem Technikverständnis, sondern auf sicherem Anwenderwissen. Gleichzeitig entstehen neue Rollen, etwa für das Management von Digitalisierungsprojekten und digitalen Plattformen. Diese Funktionen sorgen dafür, dass Systeme sinnvoll eingesetzt, weiterentwickelt und betrieben werden.
    So können sich Asset-, Property- und Facility-Manager weiterhin auf ihr Kerngeschäft konzentrieren.

    Was macht ein digital reifes Unternehmen aus?
    Ein digital reifes Unternehmen verankert Digitalisierung, Technologie und Daten auf oberster Führungsebene. Es gibt eine klare strategische Haltung, definierte Ziele und Verantwortlichkeiten. Digitalisierung wird nicht an die IT delegiert, sondern als unternehmerische Aufgabe verstanden.
    Zudem verfügt ein solches Unternehmen über die notwendigen Rollen, Prozesse und Kompetenzen, um digitale Lösungen kontinuierlich weiterzuentwickeln und an veränderte Rahmenbedingungen anzupassen.

    ESG und PropTech wachsen zusammen. Welche Technologien schaffen bereits echten Impact?
    ESG ist ein stark datengetriebenes Thema. Entlang der gesamten Datenkette, von der Messung bis zur Kennzahl, gibt es heute funktionierende Lösungen. Smart Meter, automatisierte Auswertungen von Energieabrechnungen und die Zusammenführung von Daten über mehrere Gebäude hinweg sind technisch gut lösbar. Die Herausforderung liegt weniger in einzelnen Bausteinen, sondern in der durchgängigen Integration und Automatisierung innerhalb der Unternehmen. Eine umfassende All-in-One-Lösung sehen wir derzeit noch nicht.

    Wo sehen Sie die grössten Lücken zwischen Anforderungen und Realität am Markt?
    Die grössten Lücken entstehen dort, wo Anforderungen nur punktuell umgesetzt werden, ohne die gesamte Wertschöpfungskette mitzudenken. Gerade bei datengetriebenen Themen zeigt sich, dass technische Möglichkeiten vorhanden sind, organisatorische und strukturelle Voraussetzungen jedoch oft fehlen.

    Wie beurteilen Sie den Reifegrad des Schweizer PropTech-Markts im internationalen Vergleich?
    Die Schweiz verfügt über eine sehr lebendige und innovative PropTech-Szene. Viele Lösungen sind international erfolgreich. Die grösste Herausforderung liegt in der Skalierbarkeit aufgrund der Marktgrösse und der föderalen Strukturen. Insgesamt ist der Reifegrad jedoch hoch und konkurrenzfähig.

    Welche PropTech-Bereiche sind unterentwickelt, welche überhitzt?
    Der Bereich ESG ist aktuell stark überhitzt. Es gibt eine Vielzahl von Lösungen, was zu einer gewissen Ernüchterung führt. Unterentwickelt ist im internationalen Vergleich insbesondere die konsequente Nutzung von BIM über den gesamten Lebenszyklus von Immobilien. Andere Länder sind hier weiter, insbesondere wenn es um institutionelle Investoren geht.

    Wo sehen Sie Potenzial für Partnerschaften zwischen etablierten Unternehmen und Startups?
    Partnerschaften bieten grosses Potenzial, sind aber anspruchsvoll. Etablierte Unternehmen denken langfristig, Startups agieren dynamisch und innovationsgetrieben. Erfolgreich sind Kooperationen dort, wo gegenseitiges Verständnis besteht und klare Erwartungen definiert werden, sei es in Projekten, Partnerschaften oder gezielten Fördermodellen.

    Welche Entwicklungen überraschen Sie aktuell besonders, positiv wie negativ?
    Der KI-Hype wirkt gleichzeitig positiv und herausfordernd. Positiv, weil er Innovation, Effizienz und neue Denkweisen fördert. Negativ, weil Erwartungen kurzfristig oft überschätzt werden. Nachhaltiger Erfolg erfordert eine vertiefte Auseinandersetzung mit Daten, Prozessen und Governance.

    Wenn Sie ein Thema in der Branche sofort verändern könnten, welches wäre das?
    Ich würde mir mehr Durchgängigkeit über den gesamten Lebenszyklus von Immobilien wünschen.
    Die projektbasierte, stark individualisierte Arbeitsweise erschwert den Einsatz skalierbarer digitaler Lösungen. Ansätze wie Vorfertigung und standardisierte Bauweisen könnten hier helfen, technologische Sprünge zu ermöglichen, ohne die Qualität und Gestaltungsfreiheit zu verlieren.

    Was treibt Sie persönlich an, die Transformation der Branche voranzutreiben?
    Mich motivieren Veränderung, neue Projekte und die Möglichkeit, Dinge weiterzuentwickeln.
    Die Immobilie ist dabei ein besonders spannendes Feld, weil sie unser tägliches Leben prägt, vom Wohnen bis zum Arbeiten. Digitalisierung und Transformation in diesem Kontext zu gestalten, empfinde ich als sinnstiftend und hoch relevant.

  • Wo steht die Schweizer PropTech-Branche?

    Wo steht die Schweizer PropTech-Branche?

    In der Schweiz sind heute rund 430 PropTech-Unternehmen aktiv, viele davon mit Wurzeln an ETH oder EPFL. Dies ist ein Hinweis auf den ausgeprägten DeepTech- und Forschungsfokus. Ein grosser Teil der Firmen befindet sich noch in frühen Entwicklungsphasen, etwa die Hälfte erwirtschaftet weniger als 0.5 Millionen Franken Jahresumsatz. Dennoch erwarten Mehrheiten der Unternehmen steigende Erlöse, was die Mischung aus jungen Startups, wachsenden Scale-ups und etablierten Technologiefirmen prägt.

    Funding, Segmente und Nachhaltigkeitsdruck
    Duch die hohe Zahl abgeschlossenere Finanzierungsrunden im 2024 und Schätzungen zufolge flossen in den letzten Jahren mehrere hundert Millionen Franken in Schweizer PropTechs. Besonders gefragt sind Lösungen für Smart Buildings, Energieeffizienz, digitale Transaktionen, Datenanalyse und KI-basierte Services. Rund ein Fünftel der Unternehmen bewegt sich im Digital Brokerage, gefolgt von Smart-Building-Lösungen und Daten- beziehungsweise KI-Produkten. Stark an Bedeutung gewinnt der Bereich Sustainability und Lifecycle Management, getrieben von ESG-Vorgaben und Netto-Null-Strategien. Ein signifikanter Anteil der PropTechs integriert ökologische Nachhaltigkeit heute als Kernfunktion ihrer Angebote.

    Internationalisierung und Sichtbarkeit im Startup-Ökosystem
    Zwischen 30 und 40 Schweizer PropTech-Unternehmen sind bereits in europäischen oder globalen Märkten aktiv, exportieren ihre Technologien oder testen sie in internationalen Pilotprojekten. Parallel tauchen PropTechs regelmässig in Rankings der vielversprechendsten Schweizer Startups auf und gehören dort zu den wachstumsstärksten Jungunternehmen. Damit verschiebt sich das Bild von der Nische hin zu einem sichtbaren Wachstumssegment im nationalen Innovationsökosystem.


    Langsame Adoption trifft steigenden Digitalisierungsdruck
    Trotz skalierbarer Produkte bleibt die Kundengewinnung anspruchsvoll. Entscheidungs- und Beschaffungsprozesse in der Immobilienwirtschaft dauern oft ein bis anderthalb Jahre, was Markteintritte verzögert und Roll-outs streckt. Gleichzeitig nimmt der Druck zu, Prozesse zu digitalisieren, Daten besser zu nutzen und Gebäude nachhaltiger zu betreiben. Von regulatorischen Anforderungen bis zu steigenden Energiepreisen. Für PropTechs entsteht daraus ein Spannungsfeld zwischen langen Zyklen auf Kundenseite und hohem Tempo bei Technologie- und Kapitalanforderungen.

    Europa als Wachstumshebel und Chance für die Schweiz
    Der europäische PropTech-Markt wächst dynamisch und soll sein Volumen bis zum Ende des Jahrzehnts deutlich ausbauen, angetrieben von Investitionen in KI, Smart Buildings und nachhaltige Sanierungstechnologien. Europa hält heute einen substanziellen Anteil am globalen PropTech-Markt, wovon die Schweiz mit ihrer hohen Innovationsdichte, starken Hochschullandschaft und exportfähigen Lösungen überproportional profitieren kann. Insgesamt zeigt sich, die Szene ist klein, aber hochgradig innovationsstark. Sie ist dabei, sich zu professionalisieren, international auszurichten und die Immobilienbranche langfristig zu verändern.

    Fact & Figures PropTech Schweiz 2025

  • Industrieareal weicht Hotel und modernen Büroflächen

    Industrieareal weicht Hotel und modernen Büroflächen

    Die schweizweit tätige Baustoffhändlerin HGC stellt sich an ihrem Standort Luzern laut einer Mitteilung neu auf. Sie reagiert damit auf die Entwicklung des einstigen Industriegebiets Tribschen hin zu einem Stadtquartier in Zentrumslage.

    Bereits im vergangenen September hat die HGC ihr regionales Transportgeschäft an den neuen Standort Inwil verlegt. Von dort wird das Unternehmen in den nächsten beiden Jahren auch alle regionale Kunden bedienen.

    Der alte Standort in Tribschen wird umgebaut. Auf dem Grundstück Tribschenstrasse 7/9 wurde bereits im vergangenen Jahr das alte Gebäude abgerissen. Hier entsteht das neue Boutiquehotel 6000. Im Dachgeschoss wird der neue Sitz der Zentralschweizer Baumeisterverbände eingerichtet.

    Das Gebäude auf dem benachbarten Grundstück Tribschentrasse 11 wird unter Nutzung der bestehenden Tragkonstruktion umgebaut. Die oberen fünf Geschosse sollen künftig unter dem Namen Tribschen Office als Büros vermietet werden. Die Hälfte der Fläche hat bereits Abnehmer gefunden. Im Erdgeschoss wird ein Gewerbebetrieb sowie das HGC-Abholgeschäft eingerichtet.

    Die HGC hat den Standort in Tribschen seit Anfang der 20er Jahre des vergangenen Jahrhunderts genutzt. Die Totalsanierung und die Umnutzung erlauben es ihr, von der Quartierentwicklung zu profitieren.

    Die HGC wurde 1899 als Genossenschaft gegründet und hat ihren Hauptsitz in Zürich. Sie handelt mit Baumaterialien und verwandten Produkten. Sie gehört ihren über 3000 Genossenschaftern in allen Bausparten.

  • Direkte Immobilienstrategien für Family Offices und Investoren

    Direkte Immobilienstrategien für Family Offices und Investoren

    Blacklake hat in Zug die  Blacklake Investment Partners AG gegründet. Sie soll Immobilieninvestoren und Family Offices direkten Zugang zu Immobilien-Opportunitäten in Europa erschaffen, die jenseits klassischer Marktangebote ermittelt werden. „Blacklake Investment Partners konzentriert sich auf Immobilien-Opportunitäten in ganz Europa, die aufgrund ihrer Komplexität oder aufgrund von Spezialsituationen nicht einem breiten Markt zugänglich sind“, wird Christoph Schumacher, der Gründungspartner und neue CEO von Blacklake Investment Partners, in einer vom Anlegerportal „Trading View“ veröffentlichten Mitteilung zitiert.

    Das Geschäftsmodell deckt sämtliche Phasen des Investmentzyklus ab, von der Analyse über die Transaktion bis zur Umsetzung von Exit-Szenarien. Die Zielgruppe umfasst Schweizer, deutsche und internationale Privatkundschaft, Single- und Multi Family Offices sowie (semi-)professionelle Investoren. Das Gründerteam vereint internationale Investment-, Beratungs- und Unternehmensführungsexpertise, unter anderem bei Credit Suisse, Swissair, Union Investment, KPMG und Ernst & Young Real Estate.

    Das in Zug domizilierte Unternehmen ist über die Hamburger Blacklake GmbH an die Blacklake-Gruppe angeschlossen und positioniert sich dabei gezielt als Schnittstelle zwischen Investmentopportunität und Kapital. Die Gruppe hat den Angaben zufolge seit Ende 2022 für deutsche Kundschaft Immobilien und Immobilienfinanzierungen mit einem Transaktionsvolumen von rund 3 Milliarden Euro reorganisiert, repositioniert, refinanziert und transaktioniert.

  • Angebotsmieten steigen im Januar nur verhalten

    Angebotsmieten steigen im Januar nur verhalten

    Der Homegate-Mietindex für Angebotsmieten, der vom Immobilienmarktplatz Homegate in Zusammenarbeit mit der Zürcher Kantonalbank (ZKB) erhoben wird, misst die monatliche, qualitätsbereinigte Veränderung der Mietpreise anhand der aktuellen Marktangebote. Für den Januar 2026 zeigt der Index eine leichte Steigerung von 0,2 Prozent gegenüber dem Vormonat. Verglichen mit Januar 2025 konnten die Angebotsmieten schweizweit um 2,2 Prozent zulegen.

    Auf kantonaler und städtischer Ebene zeigt sich dabei ein ungewohnt differenziertes Bild. Zum Jahresauftakt waren die Mieten in der Hälfte der Kantone rückläufig, insbesondere in Nidwalden (minus 2,7 Prozent) und Schwyz (minus 2 Prozent). In mehreren Kantonen folgte diese Entwicklung auf eine Phase von ein bis drei Monaten mit zuvor starken Zunahmen. Im Vorjahresvergleich legten die Angebotsmieten jedoch in allen Kantonen zu, besonders in Graubünden (plus 7,7 Prozent), Glarus (plus 6,4 Prozent) und dem Wallis (plus 6,2 Prozent).

    Auch in den Städten zeigten sich im Januar rückläufige Tendenzen. Gegenüber Dezember 2025 weisen alle Städte gleichbleibende oder gesunkene Werte auf. Besonders stark sanken Mieten in Genf (minus 1,2 Prozent) und Lugano (minus 1 Prozent). Allein Zürich verzeichnete auch im Januar einen Mietzuwachs (plus 0,5 Prozent). Wie auch in den Kantonen liegen allerdings die Angebotsmieten in allen Städten über dem Vorjahresspiegel. Besonders in Lugano (plus 7,6 Prozent) und Luzern (plus 3,8 Prozent) sind die Mieten 2025 höher geworden.

    Bei Homegate handelt es sich um eine Plattform der SMG Swiss Marketplace Group. In dieser sind die digitalen Marktplätze von TX Group, Ringier und Mobiliar vereint.

  • Internationale Zusammenarbeit gewinnt im digitalen Bauen an Gewicht

    Internationale Zusammenarbeit gewinnt im digitalen Bauen an Gewicht

    Der Softwareanbieter Revizto mit Sitz in Lausanne hat seine Mitgliedschaft bei buildingSmart in einer Mitteilung bekanntgegeben. Die international tätige Organisation buildingSmart aus dem britischen Hertfordshire setzt sich für eine Verbesserung von Arbeitsprozessen ein, zum Beispiel durch international gültige und offene Standards für Building Information Modelling (BIM).

    Revizto reagiert mit dem Beitritt auf die Problematik, dass Bauprojekte immer umfangreicher und technisch aufwendiger werden. Eine stärkere interdisziplinäre aber auch internationale Zusammenarbeit sei erforderlich. Darauf folgend müssen Standards und Regeln an die Marktsituation angepasst werden. „Offene Standards sind für die Arbeitsweise der AECO-Branche zunehmend entscheidend“, wird Arman Gukasyan, Gründer und CEO von Revizto, in der Mitteilung im Hinblick auf Unternehmen aus den Bereichen Architecture, Engineering, Construction, Operations (AECO) zitiert. „Als Schweizer Unternehmen ermöglicht uns der Beitritt zu buildingSMART-Organisationen in Deutschland, Österreich und der Schweiz, unser Engagement in regionalen Gemeinschaften, die die Einführung von openBIM vorantreiben, zu intensivieren. Durch die enge Zusammenarbeit mit Projektteams in laufenden Programmen können wir dazu beitragen, die Standardentwicklung mit den praktischen Anforderungen der Projektabwicklung zu verknüpfen – und so die Koordination der Teams zu verbessern, Risiken zu minimieren und effizienter zu arbeiten.“

    Revizto plant, sich im Rahmen seiner Mitgliedschaften an regionalen Initiativen, Arbeitsgruppen und Aktivitäten zum Wissensaustausch zu beteiligen und den kontinuierlichen Fortschritt hin zu offenen, effizienten digitalen Bauverfahren in der DACH-Region zu unterstützen.

  • Energieabsatz entwickelt sich regional unterschiedlich

    Energieabsatz entwickelt sich regional unterschiedlich

    Die Industrielle Betriebe Interlaken AG (IBI) setzte im Jahr 2025 rund 96 Millionen Kilowattstunden Strom in ihrem Verteilnetz ab. Das entspricht einem leichten Rückgang von 0,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Eigenproduktion lag mit 13,2 Millionen Kilowattstunden 12 Prozent unter dem Vorjahreswert. Grund dafür waren laut Mitteilung der Energie- und Wasserversorgerin im Raum Interlaken Garantiearbeiten am Wasserkraftwerk am Schifffahrtskanal.

    Beim Gas fiel der Rückgang deutlicher aus. Der Absatz sank auf 35,9 Millionen Kilowattstunden, was einem Minus von 19,7 Prozent entspricht. Gemäss IBI hätten insbesondere Grosskunden ihre Anlagen optimiert oder seien auf alternative Heizsysteme umgestiegen.

    Der Wasserabsatz lag 2025 hingegen mit rund 1,8 Millionen Kubikmetern 1,1 Prozent über dem Vorjahreswert. Der Anteil an Quellwasser betrug 97 Prozent, im Vorjahr waren es noch 99,4 Prozent. Grund für den Rückgang waren Reinigungs- und Revisionsarbeiten an den Infrastrukturanlagen im Saxettal.

    IBI senkte die Strompreise im Berichtsjahr um rund 24 Prozent. Dies, weil das Unternehmen die Energie für 2025 nach den Preissteigerungen ab Mitte 2022 wieder günstiger einkaufen konnte. Zudem senkte auch die nationale Netzgesellschaft Swissgrid die Kosten für Systemdienstleistungen und die Stromreserve.

    IBI ist auf Anfang 2026 vom Doppel- zum Einheitstarif gewechselt. Der seit den 60er Jahren geltende Doppeltarif verlagerte einen Teil des Stromverbrauchs in die Nacht der starke Ausbau der Photovoltaik hat die Logik von Stromproduktion und -verbrauch inzwischen verändert, Solarstrom wird tagsüber ins Netz eingespeist.

  • Biogasanlage wird auf Biomethanproduktion umgestellt

    Biogasanlage wird auf Biomethanproduktion umgestellt

    Die Axpo Biomasse AG betreibt in Aarberg neu eine Biogasaufbereitungsanlage anstelle des bisherigen Blockheizkraftwerks. In der Vergärungsanlage in Aarberg werden pro Jahr rund 20’000 Tonnen regionale Biomasse zu Strom und Naturdünger verarbeitet. Das dabei entstehende Biogas wird neu zu Biomethan aufbereitet und direkt in das bestehende Gasnetz eingespeist.

    Bisher wurde das Biogas zur Strom- und Wärmeerzeugung genutzt. Mit der Umstellung soll der Energieinhalt der eingesetzten Biomasse effizienter genutzt werden. „So leisten wir einen weiteren wichtigen Beitrag zur Dekarbonisierung der Energieversorgung und zur regionalen Wertschöpfung“, sagt Daniel Gobbo, Leiter der Geschäftseinheit Biomasse der Axpo.

    Abnehmerin des produzierten Biomethans ist Energie Wasser Bern (ewb), die Energieversorgerin der Stadt Bern. Laut Mitteilung hat ewb einen Vertrag über die vollständige Abnahme der Produktion abgeschlossen. Der Transport erfolgt über das Netz der Seelandgas AG. Für mögliche Überschussmengen baut der Gasverbund Mittelland (GVM) zudem eine Druckerhöhungsstation, damit das Gas ins Hochdrucknetz des Gasverbunds Mittelland eingespeist werden kann.

    Energie Wasser Bern leistet durch die Abnahme einen Beitrag zur Förderung der Produktion von Biogas in der Schweiz. „Mit dem Bezug aus der Anlage Aarberg verfolgt ewb konsequent ihre Strategie für eine CO2-neutrale Energiezukunft und stärkt die nachhaltige Versorgungssicherheit“, so Marcel Ottenkamp, Leiter Bereich Energiewirtschaft bei ewb.

  • Wärmenetz im Aargau wird strategisch weiterentwickelt

    Wärmenetz im Aargau wird strategisch weiterentwickelt

    AEW übernimmt per 1. Mai den Wärmeverbund Hägglingen Zinsmatten von der Gemeinde Hägglingen, wie aus einer Mitteilung hervorgeht. „Wir freuen uns sehr, die Kundinnen und Kunden des Wärmeverbunds Hägglingen Zinsmatten auch künftig zuverlässig mit Wärme zu versorgen und die Anlage gemeinsam nachhaltig weiterzuentwickeln“, wird Daniel Wernli darin zitiert, Leiter Wärmeproduktion der AEW.

    Von dem seit 2007 aktiven Wärmeverbund werden 30 Liegenschaften mit Wärme versorgt. Dabei kommen Holzschnitzel als primärer Energieträger zum Einsatz. Der Holzkessel der Anlage weist eine Leistung von 450 Kilowatt auf, zudem steht ein Ölkessel bereit. AEW beziffert den durchschnittlichen, jährlichen Energiebezug mit rund 1100 Megawattstunden.

    AEW betreibt mit dem Wärmeverbund Hägglingen Zinsmatten dann insgesamt 78 entsprechende Anlagen im Kanton Aargau und angrenzenden Regionen. Die Produktionskapazität beträgt mehr als 240 Gigawattstunden pro Jahr, insgesamt werden 17’000 Haushalte versorgt.

  • Schweizer Spezialchemie treibt Expansion im Dichtstoffmarkt voran

    Schweizer Spezialchemie treibt Expansion im Dichtstoffmarkt voran

    Sika hat die Übernahme von Akkim, ein in Kleb- und Dichtstoffen tätiges Unternehmen aus der Türkei, angekündigt. Die Zuger Gruppe für Spezialitätenchemie will ihre Kundenreichweite vergrössern und ihre Marktposition in der globalen Kleb- und Dichtstoffindustrie stärken. Laut einer Mitteilung soll die Akquisition im dritten Quartal 2026 abgeschlossen sein.

    Akkim mit Sitz in Istanbul und zwei Fertigungsstätten in der Türkei und Rumänien vertreibt über ein weit verteiltes Kundennetzwerk Anwendungen und Technologien für Kleb- und Dichtstoffe für den Bausektor. Durch etablierte Distributionskanäle in Osteuropa, Zentralasien, dem Mittleren Osten und Nordafrika könne ein breit diversifizierter Kundenstamm bedient werden. Der Nettoerlös im Jahr 2025 betrug laut der Mitteilung umgerechnet 220 Millionen Franken.

    Sika verspricht sich von der grösseren geografischen Reichweite bedeutende Wachstumschancen. „Die Akquisition wird es Sika ermöglichen, eine hocheffiziente Produktions- und Exportdrehscheibe für vertriebsorientierte Kleb- und Dichtstoffe aufzubauen, das das langfristige Wachstum in diesem Segment unterstützen wird“, heisst es.

    Sika will das zusätzliche Know-how und das breite Netzwerk von Akkim auch zur Erweiterung des E-Commerce-Geschäfts nutzen und über Cross-Selling ergänzende Produkte wie etwa Reparaturmörtel und Abdichtungslösungen anbieten.

  • Europäisches Netzwerk eröffnet Baden neue Chancen im Gesundheitstourismus

    Europäisches Netzwerk eröffnet Baden neue Chancen im Gesundheitstourismus

    Die Stadt Baden ist neues Mitglied der European Historic Thermal Towns Association (EHTTA). Sie will damit laut einer Mitteilung nicht nur die bis in die Römerzeit zurückreichende Bedeutung der Badener Thermalquellen auch auf europäischer Ebene sichtbar machen, sondern auch den Austausch mit anderen Bädern pflegen.

    Die Mitgliedschaft erleichtert gemeinsame Projekte im Kultur-, Gesundheits- und Medizintourismus. Baden positioniere sich mit der Mitgliedschaft „klar als moderne Kultur- und Bäderstadt mit internationaler Ausstrahlung“, wird Stadtammann Markus Schneider in der Mitteilung zitiert.

    Das Mandat für die operative Umsetzung liegt bei der TourismusRegion Baden AG. „Die EHTTA-Mitgliedschaft ist für Baden weit mehr als ein Label“, wird Andrea Portmann zitiert. „Sie ist ein strategisches Instrument, um unsere Positionierung im internationalen Markt gezielt weiterzuentwickeln und neue Partnerschaften im Bereich Medical & Health Tourism aufzubauen“, so die Geschäftsführerin der TourismusRegion Baden.

    Die EHTTA freut sich über den Beitritt Badens. „Baden ist eine bedeutende Thermalstadt mit einer starken Geschichte und einer klaren Vision für die Zukunft“, wird Riccardo Mortandello zitiert, EHTTA-Präsident und Bürgermeister von Montegrotto Terme.

    Zu den über 50 EHTTA-Mitgliedern in nun 20 Ländern gehören etwa Baden-Baden und Baden bei Wien, aber auch Budapest, Karlsbad, Spa, Vichy und Viterbo.

  • Industrieunternehmen positioniert sich erneut unter den nachhaltigsten weltweit

    Industrieunternehmen positioniert sich erneut unter den nachhaltigsten weltweit

    KONE hat es in den von CDP soeben veröffentlichten Nachhaltigkeitsbewertungen von Unternehmen, den sogenannten CDP Scores 2025, auf die A-Liste geschafft. Diese umfasst die besten 4 Prozent der insgesamt über 22’100 bewerteten Unternehmen aus der ganzen Welt. Die Klassifizierungen reichen von D- bis A und zeigen, wie ambitioniert und effektiv Unternehmen bezüglich Klima, Wassersicherheit und Wälder handeln.

    Der Aufzugbauer legt seine Daten laut einer Mitteilung seit 2009 über CDP offen und hat nun zum 13. Mal in Folge eine CDP-Bewertung von A oder A- erreicht. Erst Ende Januar war KONE in der diesjährigen Rangliste der Global 100 Most Sustainable Corporations in the World von Corporate Knights auf Platz 54 gelandet und nahm unter den Maschinenbauern Platz 2 ein.

    „Diese Anerkennung spiegelt unsere systematischen Bemühungen wider, Nachhaltigkeit in alles, was wir tun, zu integrieren – von unseren Produkten und Dienstleistungen bis hin zu unseren Betriebsabläufen und Partnerschaften“, wird Kirsi Simola-Laaksonen zitiert. Er ist KONEs Senior Vice President und für Nachhaltigkeit und Umwelt zuständig.

    Wie er weiter ausführt, sei der Anteil regenerativer Antriebe in KONE-Aufzügen 2025 deutlich angestiegen. Das habe die Energieeffizienz der Produkte verbessert und die eigenen CO2-Emissionen wie die seiner Kunden reduziert. Da über 99 Prozent der Emissionen aus der Produkt- und Wertschöpfungskette stammen, arbeite das Unternehmen „aktiv mit Lieferanten zusammen, um Möglichkeiten zur Reduzierung der Emissionen aus den in unseren Produkten verwendeten Materialien zu identifizieren“.

    KONE hat seinen Hauptsitz seit 1910 im finnischen Espoo. In der Schweiz ist die KONE (Schweiz) AG seit 1996 tätig. Das Unternehmen beschäftigt in mehr als 70 Ländern über 60’000 Mitarbeitende.

  • Parahotellerie treibt Logiernächte in Spiez auf neuen Rekord

    Parahotellerie treibt Logiernächte in Spiez auf neuen Rekord

    Der Spiezer Tourismus hat 2025 mit 198‘000 Übernachtungen einen neuen Rekord erzielt. Dieser geht aber laut einer Mitteilung der Spiez Marketing AG (SMAG) allein auf das Wachstum in der Parahotellerie zurück. Diese hat ihre Übernachtungen um 35 Prozent auf 63‘000 gesteigert. Gleichzeitig sind die Übernachtungen in der Hotellerie um 2,5 Prozent auf 135‘000 gesunken.

    Über die Hälfte der Übernachtungen geht auf Besuchende aus der Schweiz zurück. China folgt mit einem Anteil von 9 Prozent, Deutschland von 7 Prozent und die USA mit 5 Prozent. Bei der Parahotellerie machen die Besuchenden aus der Schweiz 15 Prozent aus, gefolgt von China mit 11 Prozent, den USA mit 10 Prozent und Deutschland mit 9 Prozent.

    Mit den steigenden Übernachtungen sind Herausforderungen verbunden. Der Gemeinderat hat den lokalen Standortförderer SMAG bereits im vergangenen Frühling mit der Bildung einer Arbeitsgruppe beauftragt. Die Vertretenden aus Politik, Bevölkerung, Hotellerie und Para, aber auch Einzelhandel und anderen Touristikern, sollten diese Herausforderungen identifizieren und Lösungsansätze suchen. Der daraus resultierende Massnahmenplan 2026 soll nun umgesetzt werden.

    „Es ist überhaupt nicht unser Ziel, Logiernächterekorden nachzujagen“, wird Stefan Seger, Geschäftsführer der Spiez Marketing AG, in der Mitteilung zitiert. Die Förderung des Tourismus dürfe nicht zu Lasten der Einwohnerinnen und Einwohner gehen. „Wir stehen für möglichst nachhaltigen Tourismus ein.“

  • Neue Plattform informiert frühzeitig über Baugesuche

    Neue Plattform informiert frühzeitig über Baugesuche

    Mit Baugesuche Pro hat die Zürcher Houzy AG einen „schweizweiten Bau-Alert für die eigene Nachbarschaft“ entwickelt, wie sie das Angebot in einer Mitteilung beschreibt. Eigentümer, Mietende oder kaufinteressierte Personen können sich damit einen Überblick über Baugesuche in ihrem Quartier verschaffen, für den bislang das Studium von Amtsblättern oder Gemeindeseiten notwendig war.

    „Transparenz über die nähere Umgebung ist die Basis für kluge Immobilienentscheidungen“, wird Houzys COO und CMO Nicolas Steiner in der Mitteilung zitiert. „Mit Baugesuche Pro bieten wir nun allen – vom langjährigen Hausbesitzer bis zur Mieterin, die einen Wohnungskauf plant – ein Werkzeug, um die Dynamik im eigenen Quartier besser zu verstehen, ohne mühsame Recherche.“

    Nutzende können sich bei Houzy registrieren und den Standort ihrer Immobilie oder ihres Wunschquartiers eingeben. Bei jedem neuen Baugesuch in einem relevanten Umkreis erhalten sie anschliessend eine Benachrichtigung.

  • Neues Verfahren bringt dekoratives Hochleistungsholz in Serie

    Neues Verfahren bringt dekoratives Hochleistungsholz in Serie

    Die Schreinerei Koster AG Holzwelten, ein Familienbetrieb aus Gossau, hat gemeinsam mit der Empa sogenanntes Marmorholz entwickelt. Marmorholz zeichnet sich durch eine Zeichnung feiner schwarzer Linien aus, die von einem Schlauchpilz verursacht werden. Das einzigartige Holz, einst ein seltener Zufallsfund, wird nun in einem Nebengebäude der Schreinerei mit Hilfe von Edelstahlcontainern, Laboren und Klima- und Vakuumkammern hergestellt. Das Produkt kommt laut einer Mitteilung nun unter dem Namen Myrai auf den Markt.

    Die Schreinerei und die Empa entwickelten im Rahmen eines gemeinsam gestarteten Innosuisse-Projekts ein standardisiertes, skalierbares Verfahren zur gezielten Herstellung von Marmorholz. In einer Vakuumkammer werden Bretter aus heimischen Laubholzarten wie Ahorn, Buche oder Esche auf die korrekte Feuchtigkeit gebracht, sterilisiert und mit dem Pilz inokuliert. Anschliessend verbringen sie mehrere Wochen in einer Klimakammer, um das Pilzwachstum und die resultierenden Muster zu ermöglichen. Zuletzt wird das Holz in einem technischen Prozess getrocknet und der Pilz stirbt ab.

    „Das Besondere an diesem Pilz ist, dass er nur die stark lignifizierten Bereiche der Zellwand nicht abbaut und das Holz somit eine hohe Biegesteifigkeit beibehält“, wird der für das Labor Cellulose & Wood Materials in St.Gallen tätige Empa-Forscher und Pilzexperte Francis Schwarze in der Mitteilung zitiert.

    Das resultierende Marmorholz eigne sich besonders für dekorative Anwendungen wie Möbel, Innenausbau oder Musikinstrumente. Im Rahmen des Projekts hat die Schreinerei Know-how entwickelt, um das Erscheinungsbild des Holzes zu steuern und verfeinern. Jakob Koster, ehemaliger CEO der Koster AG Holzwelten, wird sich nun dem Verkauf und der weiteren Innovation des Marmorholzes widmen. Die Nachfrage sei laut Koster bereits gross. Die Schreinerei und die Empa haben zudem bereits neue Ideen für die weitere Zusammenarbeit.

  • Beide Basel wollen Hochlauf von Wasserstoff unterstützen

    Beide Basel wollen Hochlauf von Wasserstoff unterstützen

    Die Kantone Basel-Stadt und Basel-Landschaft haben erstmals eine gemeinsame Wasserstoffstrategie vorgelegt. Diese sieht vor, an der Rolle der Region als Energiedrehscheibe der Schweiz anzuknüpfen und den Hochlauf der Wasserstoffwirtschaft zu unterstützen. Die Region bringe mit ihrer trimodalen Verkehrsinfrastruktur, den Rheinhäfen und grossen Tanklagern dafür gute Voraussetzungen mit, heisst es in einer Mitteilung zur Strategie.

    Die Region will dabei ausschliesslich auf Wasserstoff setzen, der mit erneuerbaren Energien hergestellt worden ist. Dieser wird vor allem dort gebraucht, wo hohe Energiedichten nötig sind. Die beiden Kantone haben vom Zürcher Planungsbüro EBP Schweiz in einer Studie den Bedarf ermitteln lassen. Danach könnte der Wasserstoffbedarf in der Industrie, dem Schwerverkehr und der Schifffahrt 2025 zwischen 0,4 und 3,4 Prozent des Energiebedarfs beider Kantone ausmachen.

    Die regionale Infrastruktur für grünen Wasserstoff und seine Derivate wie Methanol soll alle Wertschöpfungsstufen von der Produktion bis zur Nutzung umfassen. Die Strategie setzt dabei sowohl auf Wasserstoffcluster als auch auf Energiehubs, um die industrielle Ökosysteme entstehen sollen.

    Wirtschaftlich ist die Produktion von grünem Wasserstoff vor allem in räumlicher Nähe zur Produktion von erneuerbaren Energien sinnvoll. Derzeit planen die Stadtwerke IWB und die Fritz Meyer AG im Hafen Birsfelden den schweizweit grösste Elektrolyseur. Dieser soll eine Leistung von 15 Megawatt aufweisen und seinen Strom vom Laufwasserkraftwerk Birsfelden beziehen.  Der Wasserstoff könnte von der Industrie in der unmittelbaren Nachbarschaft verbraucht werden. Die  IWB wollen das geplante Cluster auch an Projekte in Deutschland und Frankreich anbieten. Der definitive Investitionsentscheid ist allerdings noch nicht gefallen. Ein Teil der Wasserstoffleitung ist entlang des Rheins bereits im Bau.

  • Positive Mitarbeitendenbewertungen bringen Top Company Ehrung

    Positive Mitarbeitendenbewertungen bringen Top Company Ehrung

    Die ERNE Gruppe wurde vom deutschen Arbeitgeberportal kununu dreifach als Top Company ausgezeichnet. Ausgezeichnet wurden laut einer Mitteilung die ERNE AG Bauunternehmung und ERNE AG Holzbau aus Laufenburg sowie die HUSNER AG Holzbau aus Frick. Das Arbeitgebersiegel erhalten Unternehmen, die von ihren Mitarbeitenden nachhaltig positiv bewertet werden. Damit bestätigt es die wertschätzende und entwicklungsorientierte Unternehmenskultur der ERNE Gruppe, so die Mitteilung.

    Kununu prüft Arbeitgeber im deutschsprachigen Raum basierend auf unabhängigen Bewertungen von Mitarbeitenden. Mit klar definierten Kriterien werden Zufriedenheit, Vertrauen und Kontinuität im Unternehmen bewertet. Insgesamt qualifizieren sich rund 5 Prozent der bewerteten Unternehmen für das kununu-Arbeitgebersiegel.

    „Diese Auszeichnung ist nur dank unserer Mitarbeitenden möglich. Ihr offenes Feedback, ihr tägliches Engagement und der gelebte Zusammenhalt machen ERNE als Arbeitgeber aus“, heisst es in der Mitteilung der ERNE Gruppe. „Ob im Arbeitsalltag oder bei gemeinsamen Anlässen, Team-​Events und dem ERNE Fäscht, unsere Kultur des Miteinanders ist ein zentraler Bestandteil unserer Identität.“

    Die Auszeichnung ist zudem Bestätigung des Anspruchs der Gruppe, Tradition und Innovation in Einklang zu bringen und Herausforderung mithilfe von kreativen Lösungen gemeinsam zu meistern.

  • Wie Basel-Landschaft Räume für Innovation und Leben schafft

    Wie Basel-Landschaft Räume für Innovation und Leben schafft

    Basel-Landschaft baut an der Zukunft. Ehemalige Industrieareale werden zu innovativen Campus, flexiblen Gewerbeparks und urbanen Quartieren transformiert. Der Dreispitz verbindet Kunst, Bildung und Hightech an der Kantonsgrenze und schafft Raum für 4’000 Arbeitsplätze, Forschung und nachhaltige Architektur auf Spitzenniveau. Uptown Basel in Arlesheim positioniert sich als Hotspot für Industrie 4.0 und MedTech mit Quantencomputing-Pionieren und ökologischem Leuchtturmcharakter. Neue Quartiere in Muttenz, BusinessCity und AM SCHÄNZLI verbinden Wohn- und Arbeitsräume, grüne Freiräume und klimafreundliche Mobilität, wodurch der Standort als Wissens- und Innovationszentrum weiter profiliert wird.

    In Pratteln entstehen mit Bredella, dem Campus der Wirtschaft und Zentrale Pratteln moderne urbane Lebensräume, die auf nachhaltige Entwicklung, smarte Infrastruktur und flexible Nutzungskonzepte setzen. In Allschwil entwickelt sich der Bachgraben mit dem Switzerland Innovation Park Basel Area zu einem führenden Life-Sciences-Standort, an dem BioTech-, MedTech- und Pharmaunternehmen modernste Forschung und Hightech-Innovationen vorantreiben. Der Industriepark Laufen und die Ziegelei Ost in Allschwil schaffen Impulse für regionale Produktion, Handwerk und Gemeinschaft, mit Fokus auf Kreislaufwirtschaft und CO²-Reduktion. GETEC PARK ist Wachstumsmotor für Chemie und Life Sciences, getrieben von Dekarbonisierung und ESG-Standards.

    Basel-Land demonstriert so, wie Vielfalt, Nachhaltigkeit und Innovationskraft die Transformation antreiben.

    Dreispitz
    Dreispitz in Münchenstein (Basel-Landschaft) ist eines der vielfältigsten Areale der Region Basel. Hier verbinden sich Kunst, Bildung und Wirtschaft. Über 380 Unternehmen und rund 4000 Arbeitsplätze prägen das Wirtschaftspark Dreispitz, flankiert von Hochschulen wie der FHNW und kreativen Clustern. Das interkantonale Areal bietet Raum für innovative Firmen, Start-ups, Kultur und moderne Bildungsinstitutionen. Ein vitaler Zukunftsstandort für die ganze Region.
    www.dreispitz.ch

    uptownBasel
    uptownBasel baut gerade die Zukunft. Seit 2019 entsteht ein hochmoderner Innovationscampus für die Arbeitsplätze der nächsten Jahrzehnte. Der weltbekannte Zahnimplantate-Hersteller Straumann verlegt bis 2028 total 1’000 Arbeitsplätze auf das in die Zukunft weisende Entwicklungsareal. Arlesheim wird so zum bedeutendsten Hotspot für die Medizintechnologie der Schweiz. Der von der Familie Staehelin und von Fankhauser Arealentwicklungen in hohem Tempo realisierte Campus zeichnet sich durch mehrere, sich bereits im Bau befindende Gebäude mit nachhaltiger Architektur auf Spitzenniveau aus. Das Roofdeck hat mittlerweile weltweit Beachtung gefunden und dient zusammen mit den Seminar- und Eventräumen dazu, dass das Areal zum hochmodernen Herstück des Industriestandorts Baselland wird.
    uptownbasel.ch

    Industriepark Laufen
    Der Industriepark Laufen befindet sich auf dem ehemaligen Plattenwerk der Keramik Laufen AG am südöstlichen Rand der Stadt und ist seit 2017 Eigentum der Stiftung Abendrot. Nach dem Grossbrand 2020, der rund 80% der Substanz zerstörte, wird das Gewerbeareal von 2025 bis 2027 als eingeschossige Holzsystembauten neu aufgebaut. Ziel ist ein modernes, preisgünstiges Angebot für regionale Kleinunternehmen, Handwerk und Kreative, mit flexiblen Mietflächen und individuellen Ausbauoptionen. Ein Netz von Gewerbegassen sorgt für gute Erschliessung, Belichtung und fördert die Vernetzung der Nutzer. Verdichtungen und mehrgeschossige Ausbauten sind möglich, um auf regionale Nachfrage flexibel zu reagieren. Nachhaltigkeit steht im Fokus. Re-Use von Bauteilen, Holz statt Beton und erneuerbare Energie prägen das Konzept. Ein Arealverein soll den Zusammenhalt stärken. Insgesamt entsteht ein regional relevantes, vielseitiges und zukunftsfähiges Gewerbezentrum.
    www.abendrot.ch

    AM SCHÄNZLI
    Das neue Quartier AM SCHÄNZLI in Muttenz markiert eine urbane Neuinterpretation von Wohnen, Arbeiten und Freizeit am Eingangstor zu Basel. Auf dem 74’000 m² grossen Areal «Hagnau Ost» entstehen bis 2029 drei Hochhäuser mit 385 Wohnungen und 14’000 m² Gewerbe. Ein zentraler Platz sowie intensive Begrünung verleihen urbaner Dichte Aufenthaltsqualität direkt am Birs-Erholungsraum. Der Fokus liegt auf ressourcenschonender Bauweise, Energieeffizienz (SNBS Gold), Photovoltaik und optimierter Mobilität für Fussgänger sowie Velofahrende. AM SCHÄNZLI steht für moderne Standortentwicklung und nachhaltige Integration von Stadt und Natur.
    am-schaenzli.ch

    BaseLink-Areal
    Das Areal Bachgraben in Allschwil hat sich zum Basler Innovationsmotor entwickelt. Der Standort verbindet internationale Life-Science-Firmen, hochmoderne Forschung und nachhaltigen Städtebau. Mit Projekten wie dem BaseLink-Areal und neuen ÖV sowie Veloinitiativen entstehen attraktive Arbeitsplätze und ein urbanes Umfeld. Enge Zusammenarbeit von Kanton, Gemeinde und Wirtschaft sorgt für Dynamik und macht das Gebiet zum Vorzeigeprojekt im trinationalen Raum.
    sip-baselarea.com/maincampus/

    Campus der Wirtschaft
    Der neue Campus der Wirtschaft liegt direkt beim Bahnhof in Pratteln und entwickelt sich zu einem der bedeutendsten Event- und Arbeitsstandorte im Baselbiet. Bis 2028 entsteht mit dem Gebäude H² ein hochmodernes Herzstück. Sechs Geschosse bieten über 10’000 m² flexibel nutzbare Labor-, Event- und Büroflächen, ergänzt durch eine Kongresshalle für bis zu 1’900 Personen und insgesamt mehr als 6’000 m² Eventfläche. Der Campus adressiert Unternehmen aus Industrie, Forschung und Dienstleistung, mit nachhaltiger Architektur, optimaler Erreichbarkeit, Infrastruktur aus einer Hand sowie Synergien zum Stadtquartier Bredella. Die Entwicklung stärkt die Wettbewerbsfähigkeit der Region und positioniert Pratteln als internationales Zentrum für Innovation, Austausch und Grossveranstaltungen.
    h2-pratteln.ch

    GETEC PARK.MUTTENZ
    GETEC PARK.MUTTENZ ist das führende Industrie-Cluster der Nordwestschweiz für Chemie, Pharma und Life Sciences. Auf 50 Hektar bündeln sich modernste Infrastruktur, sichere Labor- und Logistikflächen sowie nachhaltige Energie- und Ressourcenkonzepte. Der Park, entstanden aus Infrapark Baselland und Schweizerhalle, beherbergt globale Konzerne und zahlreiche KMU. Innovative Lösungen wie Waste2Value und ESG-basierte Prozesse machen GETEC zum Wachstumsmotor der Branche.
    www.getec.swiss

    Zentrale Pratteln
    Das Projekt Zentrale Pratteln transformiert das ehemalige Coop-Areal nördlich des Bahnhofs in ein lebendiges, ökologisch und sozial ausgerichtetes Quartier. Bis 2026 entstehen rund 480 genossenschaftliche Wohnungen für 1’200 Menschen, ergänzt durch eine neue Schule, rund 15’000 m² Gewerbefläche und vielfältige Freiräume. Bau und Planung setzen konsequent auf Bestandserhalt, Wiederverwendung von Bauteilen und nachhaltige Energieversorgung. Historische Industriebauten wie das Zuckersilo bleiben erhalten. Die Kooperation von sechs Bauträgern und das innovative Nutzungskonzept machen Zentrale Pratteln zu einem Vorzeigeprojekt der gemeinnützigen und nachhaltigen Quartiersentwicklung in der Region Basel.
    zentralepratteln.ch

    Bredella in Pratteln
    Bredella in Pratteln steht für die grossmassstäbliche Transformation eines zentralen Industrieareals zum innovativen Stadtquartier. In unmittelbarer Bahnhofsnähe entstehen auf 87’000 m² vielfältige Wohn-, Arbeits- und Freizeitangebote, durchmischt mit begrünten Plätzen und sanierter Industriebaukultur. Masterplan und Quartierpläne setzen auf stufenweise Entwicklung, nachhaltige Mobilität und hohe Aufenthaltsqualität. Mit Blockrand, Hochhäusern, Gewerbe- und Atelierflächen, autofreien Bereichen und lebendigen Erdgeschossen wird ein Modell für urbanes Leben im Baselbiet geschaffen. Bredella verbindet mutig Moderne, Geschichte und nachhaltige Entwicklung.
    bredella.ch

    Ziegelei Ost
    Die Ziegelei Ost in Allschwil erfährt eine umfassende Transformation zu einem lebendigen, durchmischten Quartier. Historische Gebäude werden sorgfältig erhalten und mit neuen Nutzungen für Wohnen, Arbeiten und Erholung kombiniert. Kennzeichnend sind grosse Grünflächen, vielfältige öffentliche Räume und ein feinmaschiges Wegenetz, das drei zentrale Plätze, den Kulturplatz, Quartierplatz und die Lettenwiese verbindet. Die industrielle Tradition bleibt durch den Erhalt der Ziegeleihallen und deren Integration in moderne Strukturen spürbar. Das Projekt setzt auf Zirkularität, die Wiederverwendung von Bauteilen und flexible Neubauten, um Klimaschutz, Nachhaltigkeit und eine hohe Lebensqualität zu sichern.
    www.ziegelei-ost.ch


  • Brücken sanieren mit «smartem» Stahl

    Brücken sanieren mit «smartem» Stahl

    Viele Stahlbetonbrücken wurden für Verkehrsbelastungen und Fahrzeuggewichte ausgelegt, die aus heutiger Sicht überholt sind. Gleichzeitig machen Chloride, Wasser und Frost den Bauwerken seit Jahrzehnten zu schaffen. Klassische Sanierungen stossen dort an Grenzen, wo Bauteile bereits stark gerissen oder dauerhaft verformt sind.

    Hier setzt das neue Empa-System an. Es kombiniert eine bewährte Methode, die zusätzliche Schicht aus ultrahochfestem, faserbewehrtem Beton, mit einem aktiven Verstärkungselement, das gezielt innere Vorspannkräfte aufbaut. Ziel ist nicht nur, Tragfähigkeit zu erhöhen, sondern geschädigte Brückenplatten im wahrsten Sinn des Wortes wieder aufzurichten.

    UHPFRC trifft Formgedächtnisstahl
    Schon heute werden Brücken mit einer dünnen Schicht ultrahochfestem Faserbeton nachgerüstet, die direkt auf die Fahrbahnplatte aufgebracht wird. Der Hochleistungsbeton ist sehr dicht, widersteht Wasser und Tausalzen und lässt sich gut armieren. Ein robuster «Schutzpanzer» mit strukturellem Mehrwert.

    Das Empa-Team um Angela Sequeira Lemos und Christoph Czaderski ersetzt in dieser Schicht nun die konventionelle Stahlbewehrung durch Stäbe aus Formgedächtnisstahl auf Eisenbasis. Nach dem Einbau werden die Stäbe auf rund 200 Grad Celsius erhitzt, versuchen sich zusammenzuziehen, werden aber vom Beton daran gehindert. Die Folge ist eine innere Vorspannung, die Risse schliesst, Verformungen zurückdrängt und die Platte dauerhaft in einen günstigeren Spannungszustand versetzt.

    Risse schliessen sich sichtbar
    In einem ersten Schritt untersuchte das Team die Verbundwirkung zwischen UHPFRC und Formgedächtnisstahl. Wie gut bleibt die Verbindung auch nach dem Erhitzen? Wie zuverlässig lassen sich Kräfte übertragen? Danach folgten Grossversuche mit fünf je fünf Meter langen Betonplatten, die freitragende Brückendecks simulierten.

    Eine Platte blieb unverstärkt, die übrigen erhielten eine UHPFRC-Schicht, entweder mit klassischer Bewehrung oder mit Fe‑SMA‑Stäben. Um realistische Bedingungen abzubilden, wurden die Platten zunächst gezielt bis zur Rissbildung belastet und erst anschliessend verstärkt. Nach dem Erwärmen der Fe‑SMA‑Stäbe schlossen sich bestehende Risse sichtbar, durchhängende Bereiche hoben sich wieder an. Bereits in dieser Aktivierungsphase zeigten sich deutliche Verbesserungen der Verformungen.

    Steifer, tragfähiger, länger haltbar
    Begleitet wurden die Versuche von einem dichten Messkonzept. Digitale Kameras beobachteten die Rissbilder, im Innern der Platten erfassten faseroptische Sensoren Dehnungen entlang der Stäbe. Ähnlich wie Glasfaserkabel in der Telekommunikation, nur dass hier das zurückgestreute Licht zur Verformungsmessung dient.

    Sowohl die konventionelle Verstärkung mit UHPFRC als auch das neue System mit Formgedächtnisstahl konnten die Tragfähigkeit gegenüber der unverstärkten Platte mindestens verdoppeln. Unter Alltagsbelastungen, etwa durch den normalen Strassenverkehr, zeigte sich die Fe‑SMA‑Variante jedoch deutlich im Vorteil. Die Platte wurde steifer, bleibende Verformungen traten später auf oder verschwanden ganz, vorhandene Risse konnten geschlossen werden. Das System wirkt damit wie eine «Reaktivierung» des bestehenden Tragwerks.

    Einsatzfelder und nächste Schritte
    Noch sind sowohl der ultrahochfeste Faserbeton als auch der Formgedächtnisstahl relativ teuer. Wirtschaftlich am spannendsten ist das System deshalb dort, wo andere Verstärkungsmethoden nicht mehr ausreichen. Zum Beispiel bei stark verformten, bereits geschädigten Brücken oder insbesondere sensiblen Bauwerken mit begrenztem Eingriffsraum.

    Perspektivisch ist der Einsatz nicht auf Brücken beschränkt. Denkbar sind Anwendungen im Hochbau, etwa bei auskragenden Balkonen, Flachdächern oder sensiblen Bauteilen, bei denen kompakte Verstärkungslösungen und eine sehr dichte Oberfläche gefragt sind. Das von Innosuisse geförderte Projekt entstand in Zusammenarbeit mit der OST, dem Empa-Spin-off re‑fer und cemsuisse. Nach den erfolgreichen Versuchen sucht das Team nun eine geeignete Brücke für den ersten Pilot-Einsatz. Gelingt dieser Schritt, könnte sich der «smarte» Stahlbeton zu einem wichtigen Werkzeug im Umgang mit der alternden Schweizer Brückeninfrastruktur entwickeln.

  • Gaudís verborgenes Chalet in den Pyrenäen

    Gaudís verborgenes Chalet in den Pyrenäen

    Für das Chalet von Catllaràs existieren weder Originalpläne noch eine offizielle Signatur Gaudís. Die Zuschreibung beruhte jahrzehntelang vor allem auf formalen Ähnlichkeiten zu bekannten Werken. Die 2023 beauftragte Untersuchung durch den Gaudí-Lehrstuhl der Polytechnischen Universität Kataloniens setzte deshalb auf eine andere Strategie, geometrische und konstruktive Analyse statt Archivfund im letzten Moment.

    Unter der Leitung von Galdric Santana wurde das Gebäude dreidimensional vermessen, in seinem Tragwerk detailliert untersucht und mit gesicherten Gaudí-Bauten verglichen. Ergänzend wertete das Team historische Fotografien und die Baugeschichte im Umfeld der Projekte für Eusebi Güell aus. Die Studie kommt zum Schluss, dass der Entwurf von Gaudí stammt, die Ausführung jedoch von Dritten verantwortet wurde und vom ursprünglichen Konzept abwich.

    Die Logik der Gewölbe
    Kern der Argumentation ist das Tragwerk. Das Chalet besitzt einen rechteckigen Grundriss und ein spitz zulaufendes Gewölbedach, das bis fast zum Boden reicht. Dach und Fassade sind konstruktiv eine Einheit, Fenster finden sich ausschliesslich in den Längswänden und wirken wie in das Gewölbe eingeschnittene Mansarden. Die Stirnseiten bleiben geschlossen, statisch konsequent, formal radikal.

    Entscheidend ist die zentrale Längsachse, die als tragendes Rückgrat die Geschosse mitträgt. Santana betont, dass diese konstruktive Logik typisch für Gaudí sei. Das Gewölbe dient nicht nur als Decke, es trägt die darüberliegenden Ebenen mit. Grundlage ist das Arbeiten mit Ketten- beziehungsweise Seilmodell. Die durchhängende Linie einer belasteten Kette liefert die ideale Drucklinie eines Bogens. Dreht man dieses Modell um, entsteht eine Gewölbeform, die fast vollständig in Druck beansprucht wird, ein Prinzip, das Gaudí systematisch nutzte.

    Eingriffe bei der Ausführung
    Die Untersuchung zeigt aber auch, dass die Tragstruktur während der Bauausführung verändert wurde. Statt die Lasten konsequent über das Gewölbe und die zentrale Achse abzutragen, fügten die Ausführenden zusätzliche Querwände ein. Längsbalken übernahmen Teile der Lastabtragung, wodurch die ursprünglich radikale Klarheit des Systems abgeschwächt wurde.

    Genau darin sieht Santana einen möglichen Grund, weshalb Gaudí die Urheberschaft nie offensiv beanspruchte. Die „Seilbahn“, das Arbeiten mit der idealen Kettenlinie, wurde im Chalet nicht konsequent für die Abstützung der Bodenplatten umgesetzt. Die Idee ist im Tragwerk ablesbar, ihre konsequente Anwendung aber nur teilweise realisiert.

    Gaudí und Güell
    Auftraggeber des Chalets war Eusebi Güell, Gaudís zentraler Mäzen. In der Region betrieb er eine Kohlemine und die Zementfabrik Asland. Das Gebäude diente als Unterkunft für Ingenieurinnen, Ingenieure und technische Fachkräfte mit ihren Familien. Damit steht das Haus nicht im Kontext repräsentativer Stadtpaläste, sondern im Spannungsfeld von Industrie, Infrastruktur und harter Gebirgslandschaft.

    Zeitlich fällt das Projekt in eine Phase, in der Gaudí parallel an Park Güell und der Kirche der Colònia Güell arbeitete. Dass er die Bauleitung eines abgelegenen Chalets in den Pyrenäen nicht selbst vor Ort übernahm, wirkt vor diesem Hintergrund plausibel. Nach Stilllegung von Mine und Fabrik war das Haus zeitweise Landschulheim, viele Einheimische kennen es aus ihrer Kindheit. Heute ist es restauriert und zugänglich, für die Gemeinde La Pobla ein identitätsstiftender Baustein.

    Regionaltypisch und hochgradig rational
    Im Œuvre Gaudís nimmt das Chalet eine Sonderstellung ein. Es ist deutlich kleiner als Ikonen wie die Sagrada Família, zeigt aber zentrale Motive seines Denkens. Santana spricht von einer gross angelegten Neuinterpretation der gotischen Berghütten der Pyrenäen. Gaudí greift regionale Bautraditionen auf, transformiert sie aber strukturell und geometrisch.

    Die kompakte, in sich geschlossene Form reagiert auf das raue Klima und reduziert den Bauaufwand. Materialien stammen weitgehend aus der Umgebung, das Gebäude fügt sich topografisch in den Hang. Charakteristisch sind zudem die 45-Grad-Verteiler im Grundriss, die Gaudí auch bei der Torre Bellesguard einsetzte. Sie sorgen für fliessende Raumübergänge und brechen starre orthogonale Systeme – ein weiterer Baustein der Identifikation.

    Wie Architekturwissenschaft Autorenschaft prüf
    Die Studie zum Chalet von Catllaràs ist nicht nur ein Beitrag zur Gaudí-Forschung, sondern auch ein Lehrstück zu Methoden der architektonischen Zuschreibung. Im Unterschied zur Malerei gibt es bei Gebäuden selten eine eindeutige „Signatur“. Werke werden umgebaut, erweitert oder von Mitarbeitenden umgesetzt, Pläne gehen verloren oder existieren nur in Fragmenten. Die Forschenden kombinierten daher geometrische Analysen, Materialuntersuchungen und digitale 3D-Modelle mit historischer Quellenarbeit. Proportionen, Krümmungen und Tragwerkslogik wurden mit gesicherten Gaudí-Bauten verglichen, Fotografien aus der Entstehungszeit ergänzten das Bild. Die Kulturministerin betonte anlässlich der Präsentation, wie unverzichtbar solche wissenschaftlichen Beglaubigungen sind, um Urheberschaft belastbar zu bestimmen. Das Chalet von Catllaràs wird damit vom lokalen Sonderfall zum sauber verorteten Baustein im Werk eines der wichtigsten Architekten der Moderne.

  • Tandem-Module verschieben Solargrenzen

    Tandem-Module verschieben Solargrenzen

    Im Markt etablierte Siliziummodule erreichen heute rund 20 bis 24% Wirkungsgrad und liegen damit bereits nah am materialspezifischen Limit von 29,4%. Dieses Limit ist eine Folge des sogenannten Shockley-Queisser-Limits, das für Solarzellen mit nur einer Halbleiterschicht einen maximalen Wirkungsgrad von 33,2% unter Idealbedingungen beschreibt.

    Der Grund liegt in der Bandlücke des Materials: Sie bestimmt, welche Wellenlängen des Lichts in Strom umgewandelt werden können. Ist die Bandlücke zu gross, gehen langwellige Photonen verloren; ist sie zu klein, verpufft ein Teil der Energie als Wärme. Silizium trifft dieses theoretische Optimum nicht exakt, weshalb mit klassischer Siliziumtechnologie nur begrenzte Effizienzsteigerungen möglich sind.

    Tandem-Prinzip
    Statt nur einer Halbleiterschicht werden mehrere Schichten mit unterschiedlichen Bandlücken kombiniert. Jede dieser Schichten nutzt einen anderen Teil des Sonnenspektrums, von kurz- bis langwellig. So lässt sich deutlich mehr der eingestrahlten Energie in Strom umwandeln, das klassische Einzelschicht-Limit wird faktisch überwunden.

    Theoretisch sind mit Tandemzellen Wirkungsgrade von über 60% möglich, je nach Materialkombination und Aufbau. Die technische Herausforderung liegt nicht nur in der Wahl der Materialien, sondern auch darin, diese in ein stabiles Modul zu überführen, das unter realen Bedingungen zuverlässig arbeitet.

    Im Projekt „Vorfahrt“ entstand ein Tandemmodul, das nach Angaben des Fraunhofer ISE einen Wirkungsgrad von 34,2% erreicht, aktuell das effizienteste Solarmodul der Welt. Es basiert auf einer dreifach gestapelten III-V-Halbleiterstruktur auf einer Germaniumunterlage, einer Architektur, die ursprünglich für Weltraumsolarzellen entwickelt wurde.

    Projektpartner Azur Space hat seine Raumfahrtzellen dafür an das terrestrische Sonnenspektrum angepasst und für die Modulfertigung skaliert. Das Unternehmen Temicon steuert eine Nanostruktur auf der Glasoberfläche bei, die Reflexionsverluste minimiert und damit zusätzliche Effizienzprozentpunkte erschliesst.

    Das zweite Rekordmodul stammt aus dem Projekt „Mod30plus“. Hier kombinieren die Forschenden einen III-V-Halbleiter mit dem kostengünstigeren Silizium statt Germanium und erreichen damit einen Modulwirkungsgrad von 31,3%. Grundlage sind III-V/Silizium-Tandemzellen mit 36,1% Zellwirkungsgrad, die im Institut erstmals in einer Kleinserie gefertigt und verschaltet wurden.

    Die III-V/Silizium-Technologie verlässt den reinen Laborstatus und bewegt sich in Richtung industriell skalierbarer Prozesse. Beide Module übertreffen das physikalische Limit klassischer Siliziummodule von 29,4% klar. Ein Wert, der lange als kaum erreichbar galt.

    Modulwerte für die Praxis
    In der Photovoltaik wird zwischen Zellen und Modulen unterschieden. Zellen werden unter idealisierten Laborbedingungen vermessen, Module bestehen aus vielen verschalteten Zellen, eingebettet in Glas und Rahmen. Inaktive Flächen, Leiterbahnen und Reflexionen verursachen dabei unvermeidbare Verluste.

    Entsprechend liegen Modulwirkungsgrade immer unter den Zellwirkungsgraden, auch im Fall der Freiburger Rekordtechnik. Für reale Anwendungen sind deshalb die Modulwerte entscheidend, denn auf Dächern, Fassaden oder Fahrzeugen werden immer Module installiert, nie einzelne Zellen.

    Wenn jeder Quadratzentimeter zählt
    Spannend werden die Hochleistungsmodule dort, wo Fläche knapp und teuer ist. Etwa in der gebäudeintegrierten Photovoltaik, bei der Module als Fassaden- oder Dachelemente fungieren oder auf Fahrzeugen. Zu den Projektpartnern zählt unter anderem Audi, was das Potenzial für Fahrzeuganwendungen unterstreicht.

    Effizienz für den Massenmarkt
    Parallel verfolgt das Fraunhofer ISE eine weitere Tandemroute. Perowskit-Silizium-Module, entwickelt unter anderem gemeinsam mit Oxford PV. Ein vollformatiges Modul mit 1,68 m² Fläche erreicht bereits 25% Wirkungsgrad und ist auf Fertigungslinien produziert worden, die auch für die Massenproduktion geeignet sind. Diese Technologie zielt weniger auf absolute Rekorde als auf breite Marktdurchdringung mit vergleichsweise günstigen Materialien und soll sich perspektivisch für Standarddächer eignen. Forschergruppen, unter anderem in Hong Kong, melden zudem Perowskit-basierte Zellen mit Wirkungsgraden von bis zu 40%, was die Dynamik in diesem Segment verdeutlicht.

  • Vom Ortseingang zur vernetzten Wohnadresse

    Vom Ortseingang zur vernetzten Wohnadresse

    Das Areal Neugut markiert den südlichen Auftakt von Rickenbach und liegt in der Kernzone der Gemeinde. Der Projektvorschlag von Fischer Architekten und Uniola gruppiert sieben neue Wohnhäuser um zwei Höfe, ein bestehendes achtes Gebäude wird in die Siedlungsfigur integriert. Am Ort der bisherigen Gaststätte entsteht ein Neubau mit gewerblicher Erdgeschossnutzung, der den Eingang ins Quartier und ins Dorf adressiert.

    Städtebauliche Einordnung
    Die Fluchten der Neubauten orientieren sich einerseits am Bestandsbau und am Haus Wiesental, andererseits an der annähernd parallelen Ausrichtung der umliegenden Dorfbebauung. So entsteht ein Setzungsmuster, das die vorhandene Struktur aufnimmt statt einen Fremdkörper zu setzen.

    Ein schmaler Bachlauf trennt das Siedlungsgebiet vom offenen Feld und bildet zugleich eine klare Landschaftskante. Die grosse Linde und die Stellung des „Wiesental“ bleiben im neuen Konzept erhalten, was die Kontinuität im Ortsbild stärkt.

    Verzahnung von Landschaft und Siedlung
    Zwei nutzungsintensive Höfe bilden das innere Rückgrat der neuen Siedlung. Ihnen gegenüber schieben sich Grünflächen von Westen her in die Bebauungsstruktur und verknüpfen Landschafts- und Siedlungsraum.

    Durch die gezielte Anordnung der Tiefgarage bleibt der Grossteil des Grünraums ohne Unterbauung. Das verbessert Bepflanzung, Versickerung und Wasserkreislauf und entspricht den raumplanerischen Zielen, Grünräume funktional zu sichern und aufzuwerten.

    Quartier für Fussgänger und Velos
    Garagenzufahrt, Anlieferung und oberirdische Besucherparkplätze werden am Südrand des Perimeters gebündelt. Dort öffnet sich das Quartier mit einem Platz vor dem Haus Wiesental zum Strassenraum und markiert den Übergang vom Verkehr zum wohnorientierten Innenbereich.

    Das Innere des Areals bleibt dem Fussgänger- und Veloverkehr vorbehalten. Damit setzt das Projekt ein deutliches Signal zugunsten quartiersinterner Aufenthaltsqualität und verkehrsberuhigter Wohnumfelder.

    Holzbau und Ausdruck
    Mit Ausnahme der Untergeschosse und Treppenhäuser sind die Gebäude als Holzbauten konzipiert. Die Fassade besteht aus einem gedämmten Holzrahmenbau mit hinterlüfteter Holzverschalung und vereint damit energetische Effizienz mit einem reduzierten CO₂-Ausstoss.

    ​Vertikale Doppelstützen gliedern die Fassaden primär in der Höhe, differenzieren sich aber je nach Gebäudetyp. So bleibt das materielle Erscheinungsbild harmonisch, während die Gliederung subtil auf das innere Raumsystem verweist und dem Ensemble einen lebendigen Charakter verleiht.

    Vom Studienauftrag zum Gestaltungsplan
    Dem Projekt voraus ging ein Studienauftrag mit fünf eingeladenen Teams, aus dem Fischer Architekten und Uniola als Sieger hervorgingen. Die Jury würdigte insbesondere, dass sich der Vorschlag «selbstverständlich» in die bestehende Bebauungsstruktur einordnet und den Charakter des Ortseingangs stärkt.

    Als nächste Etappe folgt der private Gestaltungsplan, der voraussichtlich 2027 Rechtskraft erlangen könnte. Erst danach wird das konkrete Bauprojekt ausgearbeitet – mit dem Ziel, das Areal Neugut von einer spezialisierten Nutzung mit Reitanlage zu einem fein vernetzten Wohnquartier mit klarer Adresse am Dorfeingang zu transformieren.

  • Bahnhof Nord Regensdorf

    Bahnhof Nord Regensdorf

    Die «Überbauung Baufeld N + O» umfasst zehn Gebäude mit insgesamt rund 283 Mietwohnungen und zwei Innenhöfen. Geplant sind auch Vier- und Fünfzimmerwohnungen, die insbesondere für Familien attraktiv sind.

    Das Nutzungskonzept sieht eine starke Durchmischung vor. In der Überbauung sind eine Kita und ein Kindergarten, ein Restaurant, ein Lebensmittelladen sowie weitere Läden und Dienstleistungen vorgesehen. Zwei Gebäude sind als reine Gewerbehäuser geplant, in den übrigen acht liegen vom ersten bis zum siebten Obergeschoss die Wohnungen. Eine Tiefgarage mit 289 Autoabstellplätzen und über 1000 Veloabstellplätzen bildet die unterirdische Erschliessung.

    Lage und Erschliessung
    Das Projekt liegt zwischen der SBB-Linie und der Kantonsstrasse Wehntalerstrasse und ersetzt ältere Gewerbebauten am Rand der Gemeinde. Damit wird die Umwandlung des bisherigen Gewerbegebiets beim Bahnhof Regensdorf zu einem dichten Wohnquartier entlang der Verkehrsachse weitergeführt. In unmittelbarer Nachbarschaft sind bereits das erste Hochhaus, derzeit das höchste Holzhochhaus der Schweiz, sowie ein weiterer Wohnturm realisiert oder im Bau.

    Die Baufelder N und O liegen am Siedlungsrand vor dem Wald- und Katzenseegebiet, was die Rolle des Projekts als Scharnier zwischen Verdichtung und Landschaft unterstreicht. Eine neue Strasse (Spange Althardstrasse) wird künftig entlang der Bahnlinie zur Kantonsstrasse führen, den Verkehr aus den Neubauten bündeln und ins übergeordnete Netz leiten. Plazza hat hierfür bereits ein Gewerbegebäude an der Bahnlinie abgebrochen, erste Vorarbeiten laufen.

    Architektur und Ausdruck
    Die Überbauung knüpft gestalterisch an die industrielle Vergangenheit des Areals an. Die siebengeschossigen Wohngebäude erhalten Fassaden mit Keramik- und Metallpaneelen. Zur Kantonsstrasse hin sind helle Profilblechfassaden vorgesehen, in den Innenhöfen dunklere Keramikfassaden, gegliedert durch helle Fensterrahmen und Balkonbrüstungen.

    Zwei Innenhöfe strukturieren die dichte Bebauung und bieten geschützte Aussenräume in einem von Infrastrukturen geprägten Umfeld. Visualisierungen der verschiedenen Gebäudetypen sind laut Plazza in Überarbeitung und werden erst zu einem späteren Zeitpunkt publiziert.

    Projektstand, Kosten und Mietpotenzial
    Der Gestaltungsplan ist seit August 2025 rechtskräftig, das Bauprojekt liegt vor. Plazza geht davon aus, dass die Bauarbeiten noch 2026 beginnen und gemäss Baugesuch bis Frühling 2029 dauern werden.

    Das Investitionsvolumen liegt laut Plazza zwischen 220 und 240 Mio. CHF, das jährliche Mietzinspotenzial dürfte rund 9 Mio. CHF übersteigen. Damit zählt das Projekt Bahnhof Nord zu den bedeutenden Entwicklungsbausteinen im Portfolio der Gesellschaft und zu den zentralen Wachstumsprojekten am Stadtrand von Zürich.

  • Digitalisierung in der DNA

    Digitalisierung in der DNA

    Die DNA von SMG Real Estate lässt sich seit Tag 1 und mit ImmoScout24 und Homegate bereits seit über zwei Jahrzehnten mit einem Wort zusammenfassen: Digitalisierung. Mit gezielten Investitionen in KI-Innovationen, Marketing und Cybersecurity entwickelt SMG Real Estate seine Plattformen kontinuierlich weiter und bietet Immobilienprofis damit zukunftsfähige Produkte und Services für einen digitalen Wettbewerbsvorsprung im Markt.

    Mit KI zu nie dagewesener Effizienz
    Beim Ziel, Makler:innen und Bewirtschafter:innen nicht nur effizienter, sondern nachhaltig erfolgreicher zu machen, wirkt Künstliche Intelligenz wie ein Booster. Sie beschleunigt die Entwicklung innovativer Produkte, die für Immobilienprofis echten Mehrwert schaffen und wertvolle Zeit gewonnen werden kann – Zeit für die persönliche Beratung und Betreuung ihrer Kund:innen. Ein konkretes Beispiel: Dank der KI-basierten Inseratetexterstellung im Business Manager sparen Immobilienprofis bei SMG Real Estate im Schnitt 14 Minuten pro Inserat.

    Maximale Reichweite dank voller Marketing-Power
    Sichtbarkeit ist und bleibt ein entscheidender Faktor in der Immobilienvermarktung. Mit dedizierten Marketingaktivitäten investiert SMG Real Estate gezielt in eine reichweitenstarke Zielgruppenansprache seiner Plattformmarken, darunter ImmoScout24 und Homegate. Ziel ist es, die relevantesten Interessent:innen direkt auf die Inserate zu führen, die Marktchancen der Business-Kund:innen zu stärken und die beiden Marken nachhaltig als Top Immobilienplattformen in der Schweiz zu positionieren. Aufmerksamkeitsstarke Inhalte kombiniert mit zielgruppenspezifisch gesteuerten Social-Media-Kampagnen sensibilisieren dabei Immobiliensuchende nachhaltig und stellen die Weichen, dass Immobilienobjekte zur richtigen Zeit am richtigen Ort präsent sind.

    Zuverlässigkeit und Sicherheit als Basis für Kundenerfolg
    Bei täglich hunderttausenden Besuchern auf den Plattformen von SMG Real Estate ist Zuverlässigkeit eine Grundvoraussetzung. Entsprechend stellt ein Team von über 100 Tech-Spezialisten jederzeit sicher, dass die benötigten Systeme leistungsstark sowie auf dem neuesten Technologiestand funktionieren. Gleiches gilt für die Cybersecurity: Dank modernster Schutzmechanismen sowie Zwei-Faktor-Authentifizierung und integrierter Zugriffskontrolle sind Daten noch besser geschützt. So können sich Immobilienprofis voll und ganz auf ihre Vermarktung fokussieren. Zusammenfassend verfolgen diese und weitere umfangreiche Investitionen von SMG Real Estate nicht nur ein optimales Preis-Leistungs-Verhältnis, sondern dank spürbarer Innovation und Performance einen Wettbewerbsvorteil für ihre Kund:innen im hart umkämpften Immobilienmarkt. Denn nur wer sich nachhaltig im Markt positionieren und abheben kann, dem winken die bestmöglichen Vermarktungschancen.

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