Autor: immovestuser

  • 50 Jahre Shoppi Tivoli Spreitenbach

    50 Jahre Shoppi Tivoli Spreitenbach

    Patrick Stäuble, der Vorsitzende der Geschäftsleitung und Centerleiter des Shoppi Tivoli, ist 51 Jahre alt. Das Shoppi Tivoli feiert dieses Jahr sein 50-Jahr-Jubiläum. Verändert hat sich seit dem Jahr 1970 einiges: «Bei der Eröffnung zählte das Einkaufszentrum 50 Shops. Heute sind über 450 Brands vertreten», sagt der Chef. Auch das Freizeitangebot habe sich verändert – was früher die Kegelbahn war, sind es heute das Fitness-Center oder das breite gastronomische Angebot. Unbestritten ist das Shoppi Tivoli wichtig für Spreitenbach: «Es war wie ein Ufo, das vor 50 Jahren mitten im Bauerndorf gelandet ist», sagt Stäuble.

    Das Shoppi Tivoli war das erste Shoppingcenter der Schweiz – eine Pionierleistung. Um zu verstehen, dass es ausgerechnet in Spreitenbach gebaut wurde, muss man einen Blick auf die Geschichte werfen: Es war der damalige Ortsplaner Klaus Scheifele, der in den 1950er-Jahren den Richtplan für den Bau des neuen Spreitenbach gemeinsam mit anderen Fachleuten entwarf. Und zwar auf der Grundlage der Charta von Athen – dem städtebaulichen Manifest des Schweizer Architekten Le Corbusier. Die Idee kam bei Planern, Politikern und Investoren so gut an, dass sie einen regelrechten Bauboom auslöste.

    Ein Einkaufscenter war in diesem Richtplan ebenfalls vorgesehen. Karl Schweri, der damalige Denner-Chef, sicherte sich über seinen Immobilien-Fonds das dafür vorgesehene Land und suchte einen Architekten mit Amerikaerfahrung. Es meldete sich der Schweizer Walter Hunziker, der zehn Jahre in den USA gelebt und dort ein Diplom als Architekt und Stadtplaner erworben hatte. Gemeinsam mit dem Ökonomen Fritz Frey gründete er die Transplan AG und begann im Jahr 1962 damit, ein neues Stadtzentrum in Spreitenbach zu planen. Acht Jahre später eröffnete das «Shoppi». Bis zu diesem Zeitpunkt konnte der Ort seine Einwohnerzahl verdreifachen. «Spreitenbach zog zu dieser Zeit auch viele Paare an, die nicht verheiratet waren. In Zürich war das Konkubinat verboten, im Kanton Aargau nicht», erklärt Stäuble.

    Hunziker hatte grosse Visionen – die nicht alle umgesetzt werden konnten. Angestrebt war ein Wachstum auf 30’000 Einwohner – im Jahr 2020 sind es etwas über 10’000, die in Spreitenbach leben. Mit seiner rasanten Entwicklung und den vielen Hochhäusern hat das ehemalige Bauerndorf viele ausländische Bewohner angelockt. «Spreitenbach hat einen gewissen Ruf bekommen», sagt Stäuble. Dabei könne die Gemeinde mit einem schönen Dorfkern im oberen Bereich und den modernen Hochhäusern wie natürlich auch dem Shoppi Tivoli im neuen Teil punkten. Doch die Zeichen stehen nicht schlecht, dass Spreitenbach die Trendwende doch noch schafft – zurzeit wird wieder viel gebaut. Über Projekte wie «Tivoli Garten» mit 320 Wohnungen freut sich der Centerleiter: «Das zieht auch viele Leute an, die es schätzen, das Einkaufszentrum direkt nebenan zu haben.» Dass das Projekt «Neumatt», welches direkt ans Shoppi Tivoli gegrenzt hätte, abgelehnt wurde, findet der Centerleiter schade: «Ich glaube, das ist eine verpasste Chance für Spreitenbach. Aber es ist für die Bevölkerung wohl einfach gerade etwas viel mit dem Bau der Limmattalbahn und des Tivoli Gartens. Ich denke, das Projekt war gut, nur der Zeitpunkt schlecht.»

    Überhaupt geht Stäuble davon aus, dass sich Spreitenbach ideal in der Limmatstadt positionieren wird. Die Limmatstadt habe die wichtige Aufgabe, das Limmattal über die Kantonsgrenze hinweg zu verbinden. Dafür sei auch die Limmattalbahn wichtig. «Diese Anbindung ist für uns wie auch für die nächste Generation von Bedeutung. Die Leute siedeln sich dort an, wo es gute ÖV-Anbindungen und ein grosses Angebot an Freizeit- und Gastromöglichkeiten gibt.» Und gerade den jüngeren Menschen sei es egal, ob sie jetzt im Aargau oder in Zürich leben würden. «Sie wollen dort sein, wo Leben stattfindet, wo sie ihre Freizeit so gestalten können, wie sie wollen.» Spreitenbach biete hierfür ideale Voraussetzungen. Nicht zuletzt wegen dem Shoppi Tivoli, das 4,5 Millionen Besucher jährlich verzeichnet. Unter der Woche kommen täglich bis zu 15’000 Besucher, an einem Wochenende könnten das auch mal 38’000 sein, sagt Stäuble: «Wir sind nach wie vor ein Wochenend-Center. Ein Besuch des Shoppi Tivoli sei eine Freizeitbeschäftigung, man flaniere, kaufe ein und könne die ganze Familie mitnehmen. In den letzten Jahren wurde die CenterMall wie auch die TivoliMall neu beziehungsweise umgebaut. «Man hat mehrere hundert Millionen investiert – das Shoppi ist heute mit internationalen Brands und einem grossen Freizeit- und Gastroangebot ausgestattet und damit fit für die Zukunft», ist Stäuble überzeugt. Ein Einkaufszentrum sei aber nie fertig. Die Trends würden heute in Richtung Freizeit, Kosmetik und Dienstleistung gehen. «Das ist ein laufender Prozess, dem müssen wir uns stellen. Aber es braucht sicher nicht mehr die grossen Investitionen, nun ist nur noch die Entwicklung rundherum nötig.» Und auch in Sachen Digitalisierung werde es Transformierungen geben. «Ich denke, es wird auf eine Kombination von On- und Offline hinauslaufen. Also, dass ich beispielsweise in einem Laden meine Jeans aussuchen kann, danach aber nicht die Tüte nach Hause schleppen muss, sondern die Hose mir am nächsten Tag direkt nach Hause geliefert wird.»

    «Einkaufen
    mit Maske ist kein Erlebnis.»


    Die Frage nach der Zukunft stellt sich gerade auch im Hinblick auf die Coronapandemie. Diese hat das Shoppi Tivoli hart getroffen. Man sei aber gut aus dem Lockdown gestartet: «Es gibt Branchen, die haben sich praktisch zu 100 Prozent erholt. Doch speziell die Textilbranche wird den Verlust nicht mehr aufholen können», erläutert Stäuble. Stark betroffenen Mietern habe man von sich aus 50 Prozent der Miete erlassen.

    Während der Kanton Zürich eine Maskenpflicht in Einkaufsläden verordnet hat, kann man im Kanton Aargau noch maskenfrei shoppen. Einen vermehrten Zulauf von Zürchern, die lieber ohne Maske unterwegs sind, spührt Stäuble aber nicht: «Trotzdem bin ich sehr froh darüber, dass wir keine Maskenpflicht haben. Shoppen in dieser Grösse ist ein Erlebnis. Wir verkaufen Emotionen – das ist mit Maske einfach schwieriger. Wir zählen über 1400 Mitarbeitende – und haben nicht eine einzige Coronainfektion auf Verkäuferseite. Die Menschen sind hier in Bewegung und nicht lange miteinander in Kontakt.»

    Stäuble blickt also zuversichtlich in die Zukunft. Auch wenn er auf politischer Ebene noch einige To-Do`s sieht. Beispielsweise die Umsetzung längerer Öffnungszeiten sowie mehr Sonntagsverkäufe. «Die Verkäuferinnen arbeiten deshalb nicht länger oder mehr, nur in anderen Schichten», entkräftet der Chef ein viel vorgebrachtes Gegenargument. Mit dem fortwährenden Entstehen einer «Limmatstadt» brauche es auch auf politischer Ebene Fortschritte. Der Centerleiter könnte sich sogar vorstellen, dass das Shoppi Tivoli eines Tages «Shoppi Tivoli Limmatstadt» heisst. ■

  • Das Museum Villa Langmatt soll erhalten bleiben

    Das Museum Villa Langmatt soll erhalten bleiben

    Das Museum Langmatt in Baden gilt als einzigartig in der Schweizer Museumslandschaft. Die Jugendstilvilla des Industriellenehepaares Sidney und Jenny Brown-Sulzer beherbergt eine erlesene Kunstsammlung französischer Impressionisten. Sie wurde zu Beginn des 20. Jahrhunderts mit viel persönlichem Herzblut zusammengetragen. Der unverwechselbare Reiz der Villa liege in der Präsentation von herausragenden Bildern der Kunstgeschichte in historischen Wohnräumen, umgeben von einem idyllischen Park, beschreibt Markus Stegmann, Direktor des Museums Langmatt, seinen «Arbeitsplatz».

    Ausser Frage steht, dass das kantonale Schutzobjekt saniert und der Betrieb auf eine finanziell gesunde Basis gestellt werden müsse, teilt die Stiftung Langmatt in einer Mitteilung mit. Während die Stiftung ihre Betriebsfinanzen saniere und damit den Betrieb und die Instandhaltung sichere, leiste die Stadt unter Mithilfe von Kanton und Dritten wiederkehrend Beiträge an die Instandsetzung der Immobilie.

    Klare Verteilung der Verantwortlichkeit
    Mit diesem partnerschaftlichen Vorgehen könne die wichtige Kulturinstitution in die Zukunft geführt werden. Das Motto der Strategie lautet: «Juwel für alle.» Ziel der Strategie sei, die Langmatt als einzigartige Institution und lebendige Zeugin der Industrie-, Sozial-, Sammlungs- und Architekturgeschichte zu erhalten. Kern der Strategie ist eine klare Verteilung der Verantwortlichkeit zwischen Stadt und Stiftung: Als Stifterin und Alleinerbin leistet die Stadt einen substantiellen Beitrag an die Renovation der Immobilie, die mit rund 17,2 Millionen Franken (+/- 25 %) beziffert ist. Als Betreiberin des Museums saniert die Stiftung nachhaltig ihre Betriebsfinanzen.

    Der Einwohnerrat der Stadt Baden hat an seiner Sitzung vom 3. Juni 2020 die Umsetzung der Strategie «Zukunft Langmatt» beschlossen, um die Zukunft des Museums zu sichern. Mit anderen Worten: Die Stiftung übernimmt den Lead für die Instandsetzung und die Kosten der Planung bis hin zu einem Bauprojekt. Für die Ausführung des Bauprojekts sehen Stadt- und Stiftungsrat vor, eine Aktiengesellschaft zu gründen, an der sich die Stadt substanziell beteiligt. Sie soll die zusätzlichen finanziellen Mittel zur Deckung der Betriebskosten aufbringen.

    Bilderverkauf für den notwendigen Kapitalertrag
    Zur langfristigen Sanierung des von Anfang an zu gering bemessenen Stiftungskapitals sei ein gezielter Bilderverkauf von ein bis drei Werken erforderlich, der jedoch den Kernbestand der Sammlung nicht berühre, betonen die Projektverantwortlichen. Aus dem Erlös von rund 40 Millionen Franken generiert die Stiftung den notwendigen Kapitalertrag, um damit den Betrieb nachhaltig zu sichern. «Ein zwar schmerzlicher, aber alternativloser Schritt, der die Zukunft des Museums sichert», betont Lukas Breunig-Hollinger, Präsident der Stiftung Langmatt. «Die Langmatt bleibt als historisches Ensemble, als Ort Badener Identität und als lebendiger Zeuge der Industrie-, Sammlungs- und Architekturgeschichte erhalten», sagt Markus Stegmann, Direktor des Museum Langmatt. Regional verankert, verstärke die Langmatt zukünftig ihre internationale Ausstrahlung.

    Zweijährige Bauplanungsphase
    Zu den wesentlichen Neuerungen zählen die ganzjährige Museumsöffnung, eine Verbesserung des Eingangsbereichs mit Kasse, Shop und Garderobe, ein Lift zur barrierefreien Erschliessung sowie ein filigraner Pavillon für Veranstaltungen. Als nächste Etappe folgt eine rund zweijährige Bauplanungsphase mit dem Ziel, die Kostengenauigkeit der Instandsetzung zu präzisieren. Dies ist eine zentrale Voraussetzung für die erforderliche Volksabstimmung, die für 2023 erwartet wird. Wird die Vorlage gutgeheissen, erfolgt in einem nächsten Schritt der Bilderverkauf. Der Beginn der Instandsetzung des Museum könnte 2024 erfolgen, die Wiedereröffnung der Langmatt 2026. ■

  • Grösstes MINERGIE-A-ECO-Wohnquartier  aus Schweizer Holz – Bauarbeiten im Burgdorfer «Fischermätteli» sind im Gang

    Grösstes MINERGIE-A-ECO-Wohnquartier aus Schweizer Holz – Bauarbeiten im Burgdorfer «Fischermätteli» sind im Gang

    Lebensraum aus Schweizer Holz
    Das neue Wohnquartier «Fischermätteli» entsteht im Südosten von Burgdorf, abseits der grossen Verkehrswege, in unmittelbarer Nähe zum Wald, dem Heimiswilbach und dem Naherholungsgebiet. Die Strüby Unternehmungen planen und erstellen als Bauherr zehn Mehrfamilienhäuser mit insgesamt 169 Eigentumswohnungen. Das attraktive und harmonische Quartier gewährt viel Raum für behagliches und gesundes Wohnen zu einem günstigen Preis. Das Wohnungsangebot umfasst:

    18 x 2.5-Zimmer-Wohnungen von 52 bis 71 m2 NWF ab CHF 285‘000

    84 x 3.5-Zimmer-Wohnungen von 82 bis 113 m2 NWF ab CHF 495‘000

    50 x 4.5-Zimmer-Wohnungen von 108 bis 115 m2 NWF ab CHF 610‘000

    17 x 5.5-Zimmer-Wohnungen von 132 bis 140 m2 NWF ab CHF 725‘000

    Einladende Aussenplätze
    Alle Häuser gruppieren sich um die langgezogene zentrale Begegnungszone. Fünf Aussenplätze mit verschiedenen Grössen und Stimmungen beleben die gemeinsame und einladende Erschliessung. Mehrere Spielflächen für unterschiedliche Altersstufen ergänzen das vielfältige Angebot an Aufenthalts- und Begegnungsbereichen. Die ökologische Aussengestaltung mit der Verwendung von einheimischen Pflanzenarten bietet einen idealen Lebensraum und einen Beitrag zur Erhaltung der Biodiversität im Siedlungsraum.

    Gesundes Raumklima
    Die modernen Wohnungen überzeugen durch eine zeitgemässe Architektur. Dank der ECO-Bauweise und dem Baustoff Holz entstehen schadstoffarme Innenräume mit optimaler Luftfeuchtigkeit und ein gesundes Raumklima mit einem grossen Wohlfühlfaktor. Die Einheiten zeichnen sich zudem durch ihr praktisches Raumprogramm aus, welches den heutigen Anforderungen an funktionales und zeitloses Wohnen entspricht. Küche, Ess- und Wohnzimmer verbinden sich dank einer offenen Gestaltung zu einer grosszügigen Wohnfläche. Durch die gemütliche Loggia erweitert sich der Wohnbereich hin zur Natur respektive zu den Innenhöfen und Umgebungsflächen.

    E-Mobility-Station im Quartier
    Die Wohnhäuser werden durch eine Tiefgarage unterirdisch verbunden und allesamt behindertengerecht erschlossen. Das Quartier ist ausgesprochen velofreundlich. Mehr als 300 Veloparkplätze, Veloflickbereiche und eine Velodusche werden den neuen Eigentümern zur Verfügung stehen. Auch der E-Mobilität wird Rechnung getragen, so stehen den zukünftigen Bewohnern nebst 21 Ladestationen für E-Bikes auch fünf Ladestationen für E-Autos und sogar zwei Fischermätteli-E-Autos zum Mieten zur Verfügung. Wer sich mit dem ÖV fortbewegen möchte, findet direkt bei der Einfahrt zum neuen Quartier eine Bushaltestelle.

    Hervorragende Energiebilanz
    Gebaut wird in Strüby-Qualität mit Schweizer Holz, CO2-neutral und im MINERGIE-A-ECO-Standard. Dies garantiert neben dem bereits erwähnten sehr hohen Wohnkomfort auch die beste Energiebilanz. Auf den Dächern der Mehrfamilienhäuser wird eine grosse, effiziente Photovoltaik-Anlage installiert. Die erwartete Stromproduktion deckt einen mittleren Jahres-Stromverbrauch von rund 400 Personen. Die übrige Energie wird erneuerbar mittels Pelletheizung produziert. ■

  • Coop liefert mit Wasserstoff-Lastwagen aus

    Coop liefert mit Wasserstoff-Lastwagen aus

    Coop wird ihre Verkaufsstellen künftig vermehrt mit Wasserstoff-Lastwagen beliefern. Einen der weltweit ersten serienmässig produzierten Brennstoffzellen-Elektro-Lastwagen hat die Lebensmittelgenossenschaft laut einer Medienmitteilung am Mittwoch in Betrieb genommen. Bis zum Jahresende werden insgesamt sieben davon im Einsatz sein. Weil dabei ausser Wasserdampf keine weiteren Emissionen entstehen, geht Coop von einem Einsparpotenzial von 80 Tonnen CO2 pro Lastwagen und Jahr aus. Zudem etabliere Coop weitere Wasserstofftankstellen in der Schweiz.

    Wie es in der Mitteilung weiter heisst, arbeite Coop dafür mit dem Schweizer Unternehmen H2 Energy AG und der Hyundai Motor Company zusammen. Hyundai gelte als weltweit führend in der Entwicklung der Wasserstoff-Brennstoffzellentechnik. Leistungsvermögen, Betankungszeit und Reichweite ihrer Wasserstoff-Lastwagen seien vergleichbar mit jenen von konventionellen Lastwagen.

    Coop habe sich zum Ziel gesetzt, bis 2023 in den relevanten Bereichen des Unternehmens CO2-neutral zu sein. Daher leiste der Lebensmittelgross- und -detailhändler „Pionierarbeit“ für eine Elektromobilität mit grünem Wasserstoff. 2018 wurde auf Initiative von Coop der Förderverein H2 Mobilität Schweiz gegründet. Ihm gehören sieben grosse Betreiber von Tankstellen und Lastwagenflotten an.

    „Der Verein H2 Mobilität Schweiz fördert den sauberen, CO2-freien motorisierten Individualverkehr in der Schweiz und implementiert die Technologie der Wasserstoffmobilität im Strassenverkehr auf privatwirtschaftlicher Basis“, so Jörg Ackermann, Mitglied des Coop-Managements und Präsident des Fördervereins. Der Verein hat zum Ziel, bis 2023 in der ganzen Schweiz ein flächendeckendes Netz von Wasserstofftankstellen zu schaffen.

  • Il carburante sostenibile viene creato dai gas serra

    Il carburante sostenibile viene creato dai gas serra

    Gli scienziati dell’Istituto Federale Svizzero di Tecnologia di Zurigo ( ETH ) stanno lavorando a combustibili e plastiche più sostenibili. Per fare questo, hanno sviluppato un nuovo tipo di catalizzatore. Secondo un comunicato stampa , questo catalizzatore potrebbe sostituire gli idrocarburi fossili con alternative più rispettose del clima. Uno studio corrispondente è stato ora pubblicato sulla rivista „Nature Communications“.

    Questo nuovo catalizzatore sviluppato dal gruppo di ricerca guidato dal professore dell’ETH Christoph Müller e dall’autore dello studio Alexey Fedorov consente la conversione di CO2 e metano in gas di sintesi molte volte in modo più efficiente rispetto ai materiali catalizzatori precedenti. Il gas di sintesi è un’importante materia prima per l’industria chimica. Da questo si possono produrre combustibili liquidi e prodotti chimici di base per la produzione di materie plastiche.

    La novità di questo catalizzatore è che è costituito da carburi di ossido di metallo estremamente sottili. A differenza dei catalizzatori convenzionali a base di carburi metallici, non si ossidano quando entrano in contatto con la CO2. Ciò significa che il catalizzatore ETH mantiene la sua reattività, afferma Christoph Müller, professore di scienze energetiche e tecnologia energetica presso il dipartimento di ingegneria meccanica e di processo .

    Poiché la CO2 può essere estratta dall’atmosfera e solo il metano proviene da depositi fossili vecchi di milioni di anni, tali combustibili sintetici e sostanze chimiche hanno un’impronta di carbonio inferiore rispetto ai combustibili fossili.

    Il nuovo acceleratore di reazione potrebbe anche sostituire i costosi catalizzatori di metalli nobili. Sebbene ci sia ancora molta strada da fare prima dell’applicazione industriale, il team spera, secondo Fedorov, „che il nostro nuovo materiale catalizzatore sarà un’opzione interessante per la produzione di gas di sintesi“.

  • Aus Treibhausgasen entsteht nachhaltiger Treibstoff

    Aus Treibhausgasen entsteht nachhaltiger Treibstoff

    Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH) arbeiten an nachhaltigeren Treibstoffen und Kunststoffen. Dafür haben sie einen neuartigen Katalysator entwickelt. Laut einer Medienmitteilung könnte dieser Katalysator fossile Kohlenwasserstoffe durch klimafreundlichere Alternativen ersetzen. Eine entsprechende Studie wurde jetzt im Fachblatt „Nature Communications“ publiziert.

    Dieser neue Katalysator des Forschungsteams um ETH-Professor Christoph Müller und Studienautor Alexey Fedorov ermöglicht die Umwandlung von CO2 und Methan in Synthesegas um ein Vielfaches effizienter als bisherige Katalysator-Materialien. Synthesegas ist ein wichtiges Ausgangsmaterial für die chemische Industrie. Daraus lassen sich Flüssigtreibstoffe ebenso herstellen wie Basischemikalien für die Produktion von Kunststoffen.

    Neu an diesem Katalysator ist, dass er aus hauchdünnen Metalloxidkarbiden besteht. Anders als herkömmliche Katalysatoren aus Metallkarbiden oxidieren sie beim Kontakt mit CO2 nicht. Dadurch behält der ETH-Katalysator seine Reaktivität, so Christoph Müller, Professor für Energiewissenschaft und Energietechnik am Departement Maschinenbau und Verfahrenstechnik.

    Da man das CO2 aus der Atmosphäre gewinnen könne und nur das Methan aus jahrmillionenalten fossilen Lagerstätten stamme, hätten solche synthetischen Kraftstoffe und Chemikalien einen geringeren Kohlenstofffussabdruck als fossile Brennstoffe, heisst es in der Mitteilung.

    Eventuell könnte der neue Reaktionsbeschleuniger auch teure Edelmetallkatalysatoren ersetzen. Obwohl es bis zur industriellen Anwendung noch ein weiter Weg sei, hoffe das Team laut Fedorov, „dass unser neues Katalysator-Material eine attraktive Option für die Herstellung von Synthesegas sein wird“.

  • Ein Stadtquartier inklusive Limmattalbahn

    Ein Stadtquartier inklusive Limmattalbahn

    « Wo Zürich Zukunft hat», lautet der Slogan von Schlieren. Dies auch in Bezug auf das neue Stadtquartier Reitmen, wo in fünf Gebäuden 177 Mietwohnungen für die unterschiedlichen Generationen und Bedürfnisse entstehen werden. Alle Wohnungen würden ausgeklügelte Grundrisse, sorgfältig ausgewählte Materialien und grosszügige Balkone bieten. Jedes der fünf Wohnhäuser habe seinen Charakter und ein eigenes Farbkonzept ist auf der Homepage, zu lesen, auf der das Projekt vorgestellt wird. Die Stadtsiedlung stehe für das moderne Schlieren, betonen die Projektverantwortlichen. Die Siedlung soll ein Ort mit hoher Lebensqualität werden, der zeitgemässes Wohnen und Gewerberäume für ein breites Publikum bietet. Hinzu kommen 1500 Quadratmeter Gewerbefläche, ein grosszügiger Park und ab 2022 die Haltestelle der neuen Limmattalbahn direkt vor der Tür. ■

  • Das neue Pflegezentrum «LimmiCura» ist im Bau

    Das neue Pflegezentrum «LimmiCura» ist im Bau

    Auf dem Gelände, wo bis Ende 2019 das Hochhaus des alten Spitals Limmattal aus dem Jahr 1970 stand, entsteht von 2020 bis 2023 das neue Pflegezentrum «LimmiCura». Damit der Spitalverband Limmattal mit der Umsetzung des Projekts beginnen konnte, war die Zustimmung der Bevölkerung nötig. Diese bewilligte den benötigten Kredit von 65 Millionen Franken. Das Pflegezentrum inklusive Tageszentrum, drei Langzeitpflegestationen mit Palliativbetten sowie einem Rehabilitationsgeschoss soll 116 Zimmer erhalten: 73 Einzel- und 43 Zweibettzimmer. Der Neubau wird fünf Stockwerke umfassen und vom Architekturbüro fsp in Spreitenbach umgesetzt. Architektonisch lehnt sich «LimmiCura» an das Ende 2018 neu eröffnete Spital Limmattal an. Geplant sind eine Demenzabteilung mit eigenem Garten sowie eine Rehabilitationsstation im 5. Stock mit 48 Betten. Im Erdgeschoss wird neben der Demenzabteilung das Tageszentrum untergebracht. Die Innenhöfe werden begehbar sein. Auf den Stockwerken 2-4 wird die Pflegeabteilung untergebracht. Das «LimmiCura» soll im ersten Quartal 2023 eröffnen. ■

  • Mammutprojekt Niderfeld

    Mammutprojekt Niderfeld

    Das Niderfeld befindet sich im Nordosten der Gemeinde Dietikon und grenzt teils an Spreitenbach. Mit rund 40 Hektaren ist das Niderfeld Dietikons letzte grosse Baulandreserve. Und gut Ding will Weile haben: Die Planung, wie das bis 1890 landwirtschaftlich genutzte Gebiet in Zukunft aussehen wird, läuft bereits seit rund zehn Jahren. Um die 3000 Menschen sollen dereinst hier wohnen und weitere 4000 Leute arbeiten. Hinter dem Vorhaben steht der Ende 2012 gegründete Verein «Grundeigentümer Niderfeld Dietikon» (VGND). Dieser begleitet die Entwicklung im Niderfeld, fördert die Interessen und Anliegen der Grundeigentümer und vertritt diese gegenüber den Behörden. Die drei grössten Eigentümer sind die Firma Planzer Transport AG, die Stadt Dietikon sowie die Josef Wiederkehr AG aus Dietikon.

    Zweimal wurden im Laufe der Zeit Anträge gestellt, das Niderfeld ganz oder teilweise in eine Industriezone umzuwandeln. Beide Male wurden die Anträge abgelehnt: erst vom Gemeinderat und dann an der Urne. Im kantonalen Richtplan mass man 1995 dem Niderfeld kantonale Bedeutung als Zentrumsgebiet zu. In einem Zentrumsgebiet sind Siedlungsteile mit hoher baulicher Dichte wie auch Erholungsgebiete vorgeschrieben. So soll ein attraktiver wirtschaftlicher Standort mit einem guten Anschluss an den ÖV geschaffen werden. Anfang 2002 wandte sich die Stadt Dietikon an die Regionalplanung Zürich und Umgebung (RZU) mit dem Ziel, eine politisch tragfähige Zonierung zu finden. Diese sollte eine geordnete, auf ein Gesamtkonzept abgestützte bauliche Entwicklung zulassen. Am offenen Planungsprozess Niderfeld nahmen nebst Vertretern des Stadt- und Gemeinderats auch Grundeigentümer, Wirtschaftsorganisationen, Vertreter des Kantons Aargau, ideelle Organisationen sowie Einwohnerinnen und Einwohner von Dietikon teil. Damit wurde sichergestellt, dass alle Interessensgruppen vertreten waren und sich entsprechend einbringen konnten.

    Daraus resultierten zwei Grobkonzepte: Eines sah ein Erschliessungsnetz vor, welches sich weitgehend der bestehenden Parzellierung anpasste. Das zweite skizzierte die Entstehung eines Parks entlang des Teischlibachs, der das Niderfeld in ein Arbeitsgebiet im Westen, einen Park in der Mitte und ein Wohn-/Mischgebiet im Osten unterteilt. Im Jahr 2010 wurde die Einzonungsvorlage schliesslich rechtskräftig: Kernelemente der neuen Zonen sind die Gestaltungsplanpflicht und die Vorgabe eines acht Hektaren grossen Stadtparks. Das im 2013 erarbeitete städtebauliche Konzept bildete die Grundlage für die nachfolgenden Gestaltungs- und Quartierpläne. Der Masterplan wurde schliesslich im Jahr 2015 durch den Stadt- und Gemeinderat verabschiedet und den Grundeigentümern sowie der Öffentlichkeit in die Vernehmlassung gegeben. Der Stadtrat Dietikon leitete Ende August 2017 das Quartierplanverfahren ein. Danach mussten sich die Grundeigentümer auf verschiedene Parameter und die Neuverteilung der Landflächen einigen. Der Gestaltungs- und Quartierplan, die Revision der Bau- und Zonenordnung plus das Wasserbauprojekt Teischlibach wurden dem Kanton Mitte 2020 zur Prüfung vorgelegt. Die Antwort ist noch ausstehend.

    So soll das neue Quartier aussehen
    Der grosse, zentrale Park bildet das Herzstück des Quartiers Niderfeld. Ruhige Parkinseln, Spielmöglichkeiten, Siedlungsgärten und grosszügige Rasenflächen sind vorgesehen und sollen Menschen aus der Umgebung anlocken. Um den Park herum finden sich ein Mischgebiet entlang der Strecke der Limmattalbahn, ein Wohngebiet am nördlichen Rand des Parks sowie ein Arbeitsplatzgebiet im Westen zur Mutschellenstrasse hin. Aus Lärmschutz-Gründen bildet das Mischgebiet zur Ueberlandstrasse hin eine mehrheitlich geschlossene Bebauung. Der Wohnanteil soll aus kleineren Baueinheiten bestehen, die sich höhenmässig gegen den Park hin abstufen.

    Den Zutritt zum neuen Stadtquartier markiert der Torplatz beim Dreispitz, wo eine Haltestelle der Limmattalbahn geplant ist. Am Torplatz sollen die Bewohner des Niderfelds Restaurants und verschiedene Shops vorfinden. Östlich schliesst sich der Quartierplatz an, der den Einwohnern als Spiel- und Treffpunkt dienen soll. Ein weiterer Platz wird an der zweiten Haltestelle der Stadtbahn an der Schnittstelle von Arbeitsplatz- und Mischgebiet entstehen. Die Limmattalbahn fährt entlang dem Boulevard auf eigenem Trassee. Es soll darüber hinaus ein dichtes Netz an Wegen für den Velo- und Fussgängerverkehr entstehen. Westlich der Mutschellenstrasse ist das Depot für die Limmattalbahn geplant. Die Wohn- und Mischzonen des Niderfelds werden als Tempo-30-Zone ausgebildet. Das Strassennetz ist so angelegt, dass kein Schleichverkehr vom Arbeitsplatzgebiet im Westen zum Misch- und Wohngebiet im Osten stattfindet.

    Bislang erhielt die Stadt Finanzierungskredite von über 1 Million Franken – der Planungsaufwand entpuppte sich als grösser als erwartet und aufgrund der hohen Regelungsdichte gibt es noch viele Hürden zu überwinden. Auch die gewünschte Hochbahn vom Niderfeld nach Silbern ist noch in Arbeit. Der Baustart ist frühestens auf das Jahr 2028 vorgesehen. ■

  • Neues Thermalbad für Baden und  Neugestaltung des Verenahofgevierts

    Neues Thermalbad für Baden und Neugestaltung des Verenahofgevierts

    Ziel ist es, das Bädergebiet gesamthaft aufzuwerten. Das natürlich vorhandene Thermalquellwasser soll wieder Beachtung finden und einen nachhaltigen Nutzen bringen. Das breite Angebot umfasst eine auf Gesundheit und Erholung ausgerichtete Therme, Wellness und Gastronomie. Der Neubau im Limmatknie bietet Wohnraum und Platz für ergänzende Nutzungen. Das sanierte Verenahofgeviert vervollständigt das Nutzungsangebot der Neubauten im Bereich Gesundheitswesen. Eine Tiefgarage sowie die Umgebungsgestaltung in den Bereichen Mättelipark, Limmatpromenade und Ochsengarten sind ebenfalls Bestandteil des Projekts.

    Ärzte und Wohnhaus
    Gleich neben dem Bad ist ein Gebäude für medizinische Nutzungen vorgesehen. Auch das Ellenbogenbad und die römische Apsis werden ins neue Gebäude integriert. Neben diesem befindet sich ebenso die Thermalquelle im Bäderquartier. Das Wohnhaus umfasst 2½- und 3½-Zimmer-Wohnungen sowie Attikawohnungen. Die Wohnungen sind voraussichtlich 2021 bezugsbereit. Zum Projekt gehört auch eine Privatklinik mit siebzig Einerzimmer und unterschiedlichen Rehabilitationsbereiche.

    Das Verenahofgeviert
    Ein Teilprojekt ist die Neugestaltung des Verenahofgevierts mit den alten Bäderhotels Verenahof, Bären und Ochsen. Es ist unter integralem Denkmalschutz. Das Hotel-Geviert wird vom Basler Architekturbüro Villa Nova Architekten AG in eine Präventions- und Rehabilitationsklinik umfunktioniert. Ein öffentliches Restaurant rundet das Angebot ab. Das Verenahofgeviert wird unterirdisch mit dem Thermengebäude verbunden sein und sich Infrastrukturen wie Küche oder Parkhaus mit diesem teilen. Als künftige Betreiberin fungiert die RehaClinic AG.

    Neugestaltung öffentlicher Raum, Kernbereich Bäder
    Der öffentliche Raum im Kernbereich der Bäder wird neu gestaltet. Dieser präsentiert sich ergänzend zu den Neubauten Therme und Wohn- und Ärztehaus sowie dem mit einer Rehabilitationsklinik revitalisierten Verenahofgeviert. 2019 erfolgt die Ausführungsplanung, Ausschreibung und Vergabe der Arbeiten. Die Bauarbeiten im Verenahofgeviert mit den privaten Bauvorhaben in den Bädern sollen bis Herbst 2021 umgesetzt werden. Das Planerteam besteht aus Vogt Landschaftsarchitekten, Scheidegger + Partner AG. Bauherrschaft: Stadt Baden, Planung und Bau.

    Auch Kunst findet ihren Platz
    In den Bädern steht die Neuplatzierung von Kunstobjekten im Vordergrund. Diese sollen sich in den Kontext des historischen Erbes und der Bäderkultur stellen, betonen die Projektverantwortlichen. Sie sollen im Sinne ihrer Bestimmung wirken und gleichzeitig den öffentlichen Raum als Gestaltungselemente ideell und materiell bereichern und zur Vermarktung der Bäder und zur Wertschöpfung vor Ort beitragen. Mit dieser Aufgabe wird eine künstlerische Fachperson beauftragt und von den Abteilungen Planung und Bau und Kultur in Zusammenarbeit mit der Kunstkommission der Stadt Baden begleitet. ■

  • Zentrumsnahe Wohnungen  auf dem Brauerei-Areal

    Zentrumsnahe Wohnungen auf dem Brauerei-Areal

    Die Areale der Brauerei H. Müller AG und Erbengemeinschaft Burger grenzen unmittelbar an den Bahnhof Baden an und befinden sich in Gehdistanz zur Badener Altstadt. Seit 1897 wird auf dem Areal Bier gebraut. Die Areale weisen heute eine dichte Bebauung mit Gewerbenutzungen auf. Die Brauerei H. Müller AG beabsichtigt, das zentral gelegene Firmen-
    areal zu entwickeln und besser zu nutzen. Die zu bebauende Fläche entspricht der Grösse eines Fussballplatzes. Vorgesehen sind fünf mehrstöckige Bauten mit 145 Wohnungen, die Platz für rund 250 Menschen bieten sowie verschiedene Gewerbeflächen und Dienstleistungen. Die Baufelder A, B, C und E befinden sich in der Projektierungsphase. Der Brauereigarten sowie die Bierproduktion bleiben erhalten. Ebenso das Malzsilo, das Kessel- und Sudhaus, die als historisch eingestuft werden. Angrenzend soll eine Bierhalle gebaut werden. Ausgelagert nach Lupfig werden Logistik, Betrieb und die Administration der Brauerei. Ansonsten wird sich das Gebiet fast vollständig neu präsentieren.

    Zentrumsnahe Wohnungen
    Zudem plant die Erbengemeinschaft Burger eine Aufstockung des südlich an den Brauereigarten angrenzenden Gebäudes. Die Realisierung von zentrumsnahen Wohnungen sowie der Erhalt des Brauereigartens und die neue Wegverbindung durch die zukünftige Brauereigasse waren wesentliche öffentliche Interessen, für welche sich die Stadt engagiert hat. Für die Realisierung eines städtebaulich, architektonisch und marktfähig überzeugenden Gesamtprojekts wurden die Vorarbeiten letztlich in den vorliegenden Gestaltungsplan überführt. Die Bauherrschaften – Brauerei H. Müller AG und die Erbengemeinschaft Burger – rechnen damit, dass im Laufe des Herbstes 2020 erste Baugesuche eingereicht werden können. ■

  • The Branch – Für eine integrierte Immobilienwelt

    The Branch – Für eine integrierte Immobilienwelt

    Die Digitalisierung der Bau- und Immobilienindustrie ermöglicht mit neuen technologischen Werkzeugen integrierte Wertschöpfungsprozesse. Diese lösen die sequentielle und isolierte Bearbeitung der Teilphasen ab. Insbesondere wird die klare Trennung zwischen Planung und Ausführung eine für die Teilnehmer disruptive wahrnehmbare Veränderung erfahren. In Fachkreisen spricht man von der vertikalen Integration. Digitale Baustellen sind nicht vorstellbar ohne digital kompetente ausführende Unternehmungen. Dies bedingt zwingend, dass die Planung zukünftig mit den Ausführungsunternehmen gemacht wird und nicht mehr für sie.

    Andererseits ermöglicht die Digitalisierung auch eine horizontale Integration. Dank der Digitalisierung lassen sich auch Herausforderungen aus den Themenfeldern Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt integral durch die Immobilienwirtschaft angehen. Auf diesem Hintergrund wird auch der vermeintliche Interessenkonflikt zwischen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Interessen sowie energie- und klimapolitischen Anliegen neu gesehen werden können.

    Neue Technologien und Zusammenarbeitsformen
    Neue Technologien und eine neue Prozesslandschaft in der Immobilienwelt genügen jedoch nicht für eine bedürfnisgerechtere, nachhaltigere und produktivere Industrie. Unabdingbar sind darüber hinaus ein neues Verständnis und eine neue Kultur der Zusammenarbeit. Die Erbringung von Marktleistungen innerhalb geschlossener Unternehmensgrenzen und hierarchischen Organisationen werden den komplexeren Aufgaben nicht mehr gerecht.

    Offene Ecosysteme
    Diese höheren Anforderungen verlangen eine Geschäftstätigkeit in offenen
    Ecosystemen, die aus einem strategischen Verbund unternehmerisch eigenständiger Organisationen bestehen. Hinsichtlich ihrer Geschäftsmodelle ergänzen sie sich, konzentrieren sich dabei aber klar und wettbewerbsorientiert auf die betriebs- und unternehmenseigenen Kernkompetenzen.

    Entscheidendes Merkmal dieser Ecosysteme ist der temporäre oder auch längerfristige Zusammenschluss für bestimmte Aufgaben und Projekte. Dieser fördert offenen Austausch von Wissen und Können, um die individuelle Wettbewerbsfähigkeit aller beteiligten Unternehmungen und damit auch die gemeinsame Wettbewerbsfähigkeit des ganzen Verbundes im Markt kontinuierlich zu steigern. Die Zusammenarbeit in solchen Ecosystemen bedingt auch neue Arbeits- und Kollaborationsformen – und eine entsprechende Arbeitsumgebung.

    The Branch
    Vor diesem Hintergrund hat die Halter AG mit The Branch eine Plattform zur Integration der Immobilienwelt initiiert. Integration der Immobilienwelt bedeutet, diese als Teil gesellschaftlicher, ökologischer und wirtschaftlicher Zusammenhänge zu begreifen, marktfähige Antworten auf die jeweiligen Herausforderungen zu finden und den Kundenbedürfnissen entsprechende Angebote und Prozesse zu schaffen. Dabei ist die Digitalisierung auch in der Immobilienindustrie der wichtigste Treiber der Produktivitätssteigerung und gleichzeitig der Schlüssel zur Lösung der drängenden gesellschafts-, klima- und energiepolitischen Fragestellungen. Mit dieser Mission bietet The Branch einen virtuellen und physischen Ort, um solchen Fragestellungen gemeinsam zu begegnen: Einerseits mit einem Trägerverein, dem Branch Do Tank, und andererseits mit dem Branch Collab mit Räumlichkeiten für die Zusammenarbeit in neuen Ecosystemen.

    Branch Do Tank
    Der Verein Branch Do Tank versteht sich als Impulsgeber für die im Kontext der Digitalisierung eingeleiteten Transformation der Bau- und Immobilienindustrie. Kernelement ist die Etablierung eines integrierten Wertschöpfungsprozesses durch die Nutzung der neuen digitalen Möglichkeiten und damit einhergehend die Ablösung des bestehenden Wasserfallmodells, in welchem das lineare Planen in Projektetappen und die Lösung von isolierten Einzelthemen dominieren. Eine integrierte Immobilienwelt bedeutet Transparenz über den Immobilien-Lebenszyklus sowie die Wirkungen der Raum- und Stadtentwicklung auf Ressourcen-Effizienz und Gesellschaftsstrukturen. Sie ist Voraussetzung für enkeltaugliche Lösungen. Die Umsetzung ist nur mehr eine Frage der Bereitschaft der Branche, neue Wege zu beschreiten. Dazu braucht es eine kritische Masse von innovativen Unternehmungen und die Kooperation in Verbänden.

    Branch Collab
    Branch Collab bietet Räumlichkeiten für innovatives und effektives Arbeiten und Kollaboration aller Beteiligten der Bau- und Immobilienbranche. Eine integrierte Immobilienwelt bedingt ein neues Verständnis und eine neue Kultur der Zusammenarbeit von unternehmerisch eigenständigen Unternehmungen und Menschen mit sich ergänzenden Geschäfts- und Leistungsmodellen, die jedoch strategisch im Hinblick auf integrierte Wertschöpfungsprozesse zusammenarbeiten. Entscheidendes Merkmal dieser Ecosysteme ist der gegenseitige offene Austausch von Knowhow und Informationen, um die individuelle Wettbewerbsfähigkeit von allen Beteiligten und damit auch jene des ganzen Verbundes im Markt kontinuierlich zu steigern. Das Branch Collab ist die Homebase des Branch Do Tank und gleichzeitig dessen Trainingsplatz, denn es bietet eine offene Kollaborationsumgebung, in welcher tagtäglich an der gemeinsamen Vision gearbeitet wird. ■

  • Blackstone Resources sichert sich 30 Millionen Franken

    Blackstone Resources sichert sich 30 Millionen Franken

    Die Blackstone Resources AG erhält von der Luxemburger GEM Global Yield LLC SCS Eigenkapital in Höhe von 30 Millionen Franken. Wie der Zuger Batteriehersteller, Inhaber von Metallraffinerien und Rohstoffhändler mitteilt, habe er mit GEM eine dreijährige Eigenkapitalverpflichtung unterzeichnet.

    Diese Finanzierung beschleunige laut der Medienmitteilung Blackstones Entwicklung einer kommerziell gedruckten Batterie für die Massenproduktion. Zudem wolle die Holding wichtige Anlagen und Ausrüstungen erwerben und die Investitionen in Batteriemetalle ausbauen.

    „Blackstone repräsentiert die Technologie der nächsten Generation von gedruckten 3D-Batterien mit Festkörperelektrolyt und deren Massenproduktion“, so CEO Ulrich Ernst. „Diese Kapitalerhöhung bringt uns auf den Weg zur Verwirklichung unserer Vision eines führenden Batterieproduzenten, um Batterien mit höherer Dichte zu produzieren.“ Deren umweltfreundlichere Produktion soll zu Kosten unter dem aktuellen Marktpreis gelingen.

    Im Rahmen dieser Vereinbarung werde Blackstone 2,5 Millionen Obligationsscheine (Warrants) mit einem Ausübungspreis von 3,00 Franken ausgeben. Zu gegebener Zeit werde eine Kapitalerhöhung durchgeführt.

    Blackstone Resources investiert in und entwickelt nach eigenen Angaben in erster Linie Bergbauprojekte mit starkem Zukunftspotenzial, die sich auf Batteriemetalle konzentrieren. Das Unternehmen habe strategische Beteiligungen an Bergbauunternehmen übernommen, die diese Batteriemetalle auf ethische Weise in politisch sicheren Ländern suchen, entwickeln und gewinnen. Darüber hinaus habe es mit dem Rohstoffhandel begonnen.

  • Tag des Gebäudetechnikmanagements findet in Baden statt

    Tag des Gebäudetechnikmanagements findet in Baden statt

    Der diesjährige Gebäudetechnik-Management-Tag findet am 10. November in der Trafohalle Baden statt . Neben den Vorträgen und der Podiumsdiskussion von Experten soll es der gemeinsamen Einladung von energie-cluster.ch und pro clima folgend Gelegenheit zum persönlichen Networking bieten oder Kontakte knüpfen bzw. intensivieren . Nachdem viele Veranstaltungen wegen der Covid-Pandemie abgesagt wurden, sei der direkte Handel zwischen der Branche wichtig, wird pro clima-Präsident Timo Alber in der Einladung zitiert.

    Das Thema der Veranstaltung lautet: Wie können sich Unternehmen etablieren, profilieren und gegebenenfalls im Einzelfall davon profitieren? Der Fokus sollte auf der Führung des Unternehmens und im Unternehmen liegen. Nach dem Begrüßungskaffee um 8.30 Uhr und der Einführung durch Timo Alber hält André Lüthi, CEO der Globetrotter Group AG, die Einführungsrede zum Thema: Unternehmertum als Innovations- und Erfolgstreiber. Welche Fähigkeiten sind in Krisenzeiten besonders gefragt?

    Weitere Referenten sind Carl Elsener, CEO Victorinox AG, und Robert Weinert, Leiter Immo-Monitoring der Wüest Partner AG in Zürich, sowie Norman Alexander, Experte für Lesen und People Influence, und Eva Jaisli, CEO und Mitinhaberin von PB Schweizer Tools AG. An der Mittagsdiskussion nehmen teil: Nationalrat Jürg Grossen und Daniel Huser, suissetec-Zentralpräsident und Inhaber der Huser Gebäudetechnik AG. Außerdem Marco Waldhauser vom Ingenieurbüro Waldhauser + Hermann AG und Norbert Rücker. Der Ökonom ist Head of Economics & Next Generation Research bei Julius Bär.

    Den Abschlussvortrag zum Thema „Teambuilding – Leadership – Mindset“ hält der Trainer des Schweizer Eishockeyteams Patrick Fischer. Die Veranstaltung endet um 16.30 Uhr mit der Schlussrede von Timo Alber und dem neuen Leiter von energie-cluster.ch Christoph Röthlisberger.

  • Veloparkturm startet Pilotbetrieb

    Veloparkturm startet Pilotbetrieb

    Der Fahrradparkturm von V-Locker startet gemeinsam mit der SBB den Pilotbetrieb am Bahnhof Münchenbuchsee. Laut einer Medienmitteilung der V-Locker AG bietet der Parkturm zunächst für Testnutzer „die gewünschte Sicherheit für das Parkieren von hochwertigen Velos“. Ausserdem finden darin auch Helm, Regenschutz und Gepäck Platz.

    Der Pilotbetrieb werde erste Erkenntnisse über die Erwartungen und Erfahrungen der Benutzer liefern. Die Betreiber wollen damit den Aufbau eines flächendeckenden Netzes von V-Locker-Fahrradparktürmen vorantreiben. Mit der Einrichtung von Fahrradparktürmen an strategischen Punkten sollen Pendler dazu bewegt werden, auf den öffentlichen Nahverkehr umzusteigen. Ziel ist es, insbesondere Autofahrer zur Nutzung des Velos für den täglichen Weg zum Bahnhof zu motivieren.

    Die Klimastiftung Schweiz sei bei diesem Projekt ein wichtiger Partner, betont V-Locker in der Mitteilung. Die ersten Meilensteine hätten auch dank ihrer Unterstützung fristgerecht realisiert werden können. Die fruchtbaren Diskussionen zum gesellschaftlichen Nutzen des Systems seien hilfreich gewesen, um eine moderne, zukunftsgerichtete Lösung für aktuell vorhandene Probleme in der Mikromobilität zu formulieren.

  • Elektro-Material AG rückt Hedin Automotive ins rechte Licht

    Elektro-Material AG rückt Hedin Automotive ins rechte Licht

    EM Licht, ein Geschäftsbereich der Elektro-Material AG, war von Anfang an in die Planungen der Hedin Automotive Samstagern AG hinsichtlich der Sanierung und Erweiterung ihrer Gebäude integriert, wie aus einer Medienmitteilung hervorgeht. Somit konnte die Lichtplanung direkt in die Bauplanung einbezogen werden. Das neu entwickelte Lichtkonzept wurde nicht nur in Showroom, BMW M Showroom und Mini-Pavillon umgesetzt. Auch die Werkstatt oder die Waschboxen haben eine neue Beleuchtung erhalten.

    Zudem wurde eine neue Beleuchtung für Kunden- und Aussenparkplätze realisiert und die Tankstellen- und Reklamebeleuchtung saniert. Im Ausstellungsbereich galt es, verschiedene Anforderungen miteinander zu verbinden. So gibt es für BMW-Händler gewisse Vorgaben hinsichtlich der Beleuchtung der ausgestellten Autos. Im Ausstellungsbereich befinden sich aber auch die Arbeitsplätze des Verkaufspersonals. EM Licht hat daher die Lichtfarben gemischt. Und für den Showroom für den BMW M ist eine Schachbrettbeleuchtung installiert worden, die gemeinsam mit dem Logo des BMW M und den ausgestellten Autos ein stilvolles Ambiente schafft, wie es in der Mitteilung heisst.

  • «Das Limmattal ist mehr als  eine Alternative zu Zürich»

    «Das Limmattal ist mehr als eine Alternative zu Zürich»

    Vor 6 Jahren wurde die Limmatstadt AG lanciert. Wo sehen Sie Ihre Kernaufgaben als Geschäftsführerin?
    Ich versteh mich als Dienstleisterin und Botschafterin für die gesamte Region von Baden bis Zürich, innerhalb des Limmattals und darüber hinaus. In meinem Job bin ich immer unterwegs und bringe Menschen und Ideen über die Kantonsgrenze hinweg zusammen. Netzwerk ist das A und O. Ich beliefere Standortinteressenten mit Informationen, öffne Türen, bringe mich in Komitees ein oder treibe Projekte voran.

    Welche Meilensteine haben Sie Stand heute erreicht?
    Die Limmatstadt AG hat sich zu einer relevanten Partnerin und regionalen Akteurin etabliert. In den vergangenen Jahren gelang es, wichtige Mitstreiter für die Idee Limmatstadt als vernetzter und starker Lebens- und Wirtschaftsraum zu gewinnen: zunächst Firmen als Aktionäre, zahlreiche Gemeinden als Auftraggeber, dann kam der Planungsverband dazu und verschiedene Netzwerkpartner. Über Publikumsaktien kann sich auch die Bevölkerung beteiligen. Mit dem Aufbau und Betrieb von diversen Kommunikationskanälen – vom Printmagazin «36 km» über das digitale 3D-Limmatstadtmodell bis zum täglichen «punkt4»-Wirtschaftsnewsletter – erreichen wir die Region.

    Welche Ziele werden als Nächstes angegangen?
    Es ist von zentraler Bedeutung, die Kräfte weiter zu bündeln und die Ressourcen sinnvoll einzusetzen. Sprich: Kooperationen einzugehen, wo es sinnvoll ist sowie den Wert unserer Plattformen und Netzwerke noch deutlicher zu machen, um weitere Gemeinden und Partner zu gewinnen. Wer sich in der Limmatstadt niederlassen will oder eine Projektidee verfolgt, muss wissen, dass er bei uns an der richtigen Adresse ist. Zudem ist Image wichtig im Standortwettbewerb. Hier gilt es, die Vorzüge der Gesamtregion in Szene zu setzen.

    Die Limmatstadt AG hat Anfang 2019 die Funktion der Standortförderung Limmattal, dem damaligen Verein der Zürcher Limmattaler Gemeinden, übernommen. Wie wichtig war dieser Schritt?
    Dieser Schritt war zentral. Die Standortförderung des Vereins hörte an der Kantonsgrenze auf. Unser Wirkungsbereich ist die gesamte Region. Die komplexen Herausforderungen machen nicht an Kantonsgrenzen Halt. Der Auflösung ging ein breit abgestützter Strategieprozess voraus. Die Erkenntnis: Mit der privatwirtschaftlichen Limmatstadt AG ist eine Organisation mit Leistungsausweis vorhanden, deren Aufbau privat finanziert wurde und eine nahtlose Nachfolge sichert. Die Gemeinden haben neu Leistungsvereinbarungen mit uns, sind also unsere Kunden, und profitieren unter dem Strich von wesentlich mehr Leistung für das gleiche Geld.

    «Wer sich in der Limmatstadt niederlassen will, ist bei uns an der richtigen Adresse.»


    Wie beliebt ist das Limmattal punkto Firmenansiedlungen?
    In der Region gibt es über 80’000 Arbeitsplätze, die bis 2040 rund 30 Prozent zunehmen sollen. Aufgrund der regen Bautätigkeit können wir ideal gelegene Flächen insbesondere für Retail und Dienstleistung bieten. Die bevorzugte Lage, die Nähe zu führenden Bildungs- und Forschungseinrichtungen und die gute Erschliessung machen den Standort äusserst attraktiv. Mit der Limmattalbahn erhalten wir einen städtischen Verkehrsträger und noch bessere Verbindungen. Das wird auch Unternehmen anziehen, die bisher das Limmattal nicht auf dem Radar hatten.

    Für wie realistisch halten Sie eine Fusion der Gemeinden Schlieren, Urdorf und Dietikon in den kommenden 15 Jahren?
    Unbestritten ist, dass die Gemeinden in Zukunft die Zusammenarbeit intensivieren müssen, denn Probleme von regionaler Tragweite können von kommunaler Ebene allein kaum bewältigt werden. Aber ich glaube nicht, dass Fusionen in jedem Fall einen Gewinn bringen. Wenn wir die Kleinteiligkeit in unserer Region anschauen, könnte ein Zusammenschluss gerade kleineren Gemeinden durchaus zu mehr Kraft verhelfen. Doch eine Grossfusion halte ich nicht für realistisch. Es gibt aber fusionswillige Gemeinden im Aargauer Limmattal: Die Gemeinde Turgi strebt eine Fusion mit der Stadt Baden an.

    Viele Einwohner fürchten bei einer Fusion um ihre Identität.
    Dieses Argument ist immer schnell zur Hand. Nur weil man sich zu einer politischen Einheit zusammenschliesst, muss die lokale Verankerung nicht verloren gehen. Es kann auch eine neue Zugehörigkeit entstehen. Jede Veränderung birgt Verlust und Gewinn. Die Frage ist, was überwiegt. Mit einem frühzeitigen, offenen Dialog kann es der Politik gelingen, die Bevölkerung abzuholen, zu spüren, wo der Schuh drückt und Chancen aufzeigen. Es braucht auch Mut von einem Gemeinderat, dieses heisse Eisen anzurühren. Wie das Beispiel von Turgi zeigt, kann das durchaus erfolgsversprechend sein.

    Was sagen Sie zum Einwand, dass für eine Limmatstadt die Geschichte und Vergangenheit fehle und das Limmattal deshalb nie eine einheitliche Stadt werden könne?
    Jede Geschichte hat einen Anfang. Wieso kann der Wandel von einer Agglomeration zu einem städtischen Raum nicht im 21. Jahrhundert starten und für kommende Generationen identitätsbildend sein? Ich finde es eher absurd, dass wir uns heute noch an politischen Grenzen orientieren, die über 200 Jahre alt sind. Das Limmattal ist bereits eine räumliche Einheit – verbunden durch die Limmat und eingebettet in Hügelzüge mit Wäldern und Rebbergen. Bald verbindet das Tram die Region und die Menschen noch mehr. Beste Voraussetzungen, damit eine neue Zusammengehörigkeit entstehen kann.

    Die Limmattalbahn ist im Bau. Gerade bei Anwohnern des Limmattals war das Projekt umstritten. Hatten Sie mit dieser Reaktion gerechnet?
    Eine lokale Betroffenheit lässt immer die Emotionen hochgehen. Von der Heftigkeit war ich überrascht. Auch das ist ein Beispiel, wie wichtig es ist, bei regional bedeutsamen Projekten den Dialog eng mit der lokalen Bevölkerung zu führen. In der ersten Kampagne ist das schief gelaufen. Aber in der zweiten Abstimmung sprach sich dann das Limmattal grossmehrheitlich für den Bau aus. Die Limmattalerinnen und Limmattaler haben verstanden, dass eine halbe Limmattalbahn keinen Sinn macht.

    «Es ist ein gutes Zeichen, dass Bund und Kantone an unsere Region glauben und Millionen investieren.»

    Weshalb braucht das Limmattal die Limmattalbahn?
    Die Bahn bedeutet eine langfristige Aufwertung für die ganze Region. Es ist ein Generationenprojekt. Ein Argument lautete immer wieder: Busse tun es auch. Aber ein Bus ist kein Bekenntnis zu einer Region. Die Limmattalbahn, das sind Schienen, die man für die nächsten Jahrzehnte in den Boden verlegt. Jede Haltestelle ist eine Keimzelle, wo Neues entstehen kann. Da, wo ein Tram entlangfährt, entsteht Stadt. Es ist ein gutes Zeichen, dass Bund und Kantone an unsere Region glauben und Millionen investieren.

    Besteht da nicht die Gefahr, dass das Gebiet zu sehr mit Wohnungen, Arbeitsstätten und Strassen zugepflastert wird?
    Im Gegenteil: Die Bahn hilft, das Wachstum zu kanalisieren und bestimmte Orte zu schonen. Deshalb fährt die Limmattalbahn nicht entlang der dörflich geprägten rechten Limmatseite. Das würde Entwicklungs-
    schübe auslösen, die man dort nicht haben will. Die Bahn fährt da entlang, wo heute schon das grösste Potenzial vorhanden ist, wo die meisten Leute leben, wo der Verkehr fliesst und noch brachliegende Grundstücke wie das Dietiker Niderfeld liegen.

    Im Limmattal wird sehr viel gebaut. Schlieren beispielsweise hat sich bereits stark verändert. Auch in Dietikon sind völlig neue Quartiere entstanden. Wird das Baupotenzial bald ausgeschöpft sein?
    Die grossen Limmattaler Industriebrachen sind heute umgenutzt in Stadtquartiere. Künftig geht es mehr um die Entwicklung nach innen. Wir müssen umsichtig mit dem beschränkten Boden umgehen. Letztlich ist das höchst ökologisch. Eine pulsierende und attraktive Stadt braucht eine gewisse Dichte an Menschen, Angeboten und Nutzungen. Auch der Verkehr gehört dazu, der private wie öffentliche. Gerade ein cleveres Veloroutennetz im flachen Talboden kann verstopfte Strassen entlasten. Dieses Potenzial ist noch längst nicht ausgeschöpft.

    Kann sich das Limmattal mit dem Glatttal messen?
    Keine Frage, wir sind die beiden attraktivsten Boom-Regionen. Ich beneide die Flughafenregion und ihren Geschäftsführer Christoph Lang um einige Firmen, die wir auch gerne als Steuerzahler hätten. Gleichzeitig bin ich froh, beschäftigt uns die Flughafen-Thematik nicht so intensiv. Als Standort-Organisationen sind wir allerdings unterschiedlich aufgestellt. Die Flughafenregion ist ein sehr erfolgreiches Wirtschaftsnetzwerk mit unzähligen Events rund ums Jahr. Unser Fokus hingegen liegt auch auf der Gesellschaft und Stadtentwicklung.

    Wie tief ist der Gedanke einer «Limmatstadt» in den Köpfen der Limmattaler Bevölkerung verankert?
    Wenn Sie jetzt eine Strassenumfrage machen würden, wäre das Ergebnis wahrscheinlich ernüchternd. Die einen würden sagen, das ist Zürich, die anderen Baden. Und genau darauf bauen wir ja auf: Wir deuten den Begriff Limmatstadt neu und laden ihn positiv auf. Er dient perfekt als Klammer für die Region zwischen zwei starken Polen. Dabei stellen wir das Limmattal nicht an die Ränder von zwei Kantonsgebieten, sondern in deren Zentrum.

    Mit welchen Massnahmen soll diese Wahrnehmung weiter unterstützt werden?
    Indem wir konsequent daran arbeiten, die Region mit all ihren Vorzügen bei der Wohnbevölkerung ebenso wie bei Firmen und Ansiedlungsinteressenten noch besser bekannt zu machen. Dafür brauchen wir alle Gemeinden hinter uns und eine laufend wachsende Trägerschaft. Wir spüren, dass sich unsere Idee immer mehr verankert. In Spreitenbach hat zum Beispiel kürzlich der grösste Coworking Space der Schweiz unter dem Namen «Office LAB Limmatstadt» eröffnet. Der Begriff Limmatstadt soll genau dieses zukunftsgerichtete neue Selbstverständnis nach aussen tragen.

    Wie soll das Limmattal in fünf Jahren von der Bevölkerung wahrgenommen werden?
    Als ein Ort, wo man hingehen will, eine Destination. Das Limmattal ist mehr als eine Alternative zu Zürich. Es soll wahrgenommen werden als selbstbewusste Region, die es geschafft hat, ihr ödes Aggloimage abzustreifen und sich zu einem attraktiven städtischen Raum zu wandeln, der mit seinen Gegensätzen und Eigenheiten immer wieder überrascht. Die Entwicklung des letzten Jahrzehnts ist beneidenswert – auch die Erneuerung. Es könnte auch anders sein: Stillstand oder Abwanderung – das wären Probleme. Wir können uns mit der Dynamik wahnsinnig glücklich schätzen und definitiv positiv in die Zukunft blicken. ■

  • «Grosse Projekte sind immer  schwieriger realisierbar»

    «Grosse Projekte sind immer schwieriger realisierbar»

    Sie sind Politiker und Unternehmer. Ende 2019 haben Sie sich aus der aktiven Politik zurückgezogen, weshalb?
    Nachdem ich 15 Jahre im Kantonsrat aktiv war und insgesamt 13 Jahre im Gemeinderat, war es an der Zeit, dieses Kapitel zu schliessen. Ich wollte frischen, neuen Kräften Platz machen und wieder mehr Zeit für meine Familie, meine Mitarbeitenden und für neue Projekte haben.

    Als Politiker machen Sie sich beispielsweise für eine S-Bahn-Station Silbern stark oder auch für eine Hochbahn zwischen dem Entwicklungszentrum Niderfeld und dem Gebiet Silbern. Wie bedeutend ist eine solche Verkehrsanbindung für diese Gebiete?
    Eine Verkehrsinfrastruktur ist immer wichtig für eine Region. Das Limmattal hat gute Infrastrukturen, dennoch haben wir noch einige Nadelöhre. Die S-Bahn-Station Silbern könnte eine grosse Entlastung bieten für das Gebiet Silbern-Lerzen-Stierenmatt und später auch für das Niderfeld. Die geplante Hochbahn zwischen diesen Gebieten wäre natürlich das Nonplusultra – vor allem, wenn die Limmattalbahn danach direkt mit dem neuen Bahnhof verbunden wäre.

    Gibt es bereits Fortschritte zu verzeichnen?
    Leider mahlen in der Politik die Mühlen sehr langsam. Es braucht Geduld und Hartnäckigkeit. Das Anliegen einer Hochbahn ist deponiert. Sie fliesst derzeit auch aktiv in die Planung für das Gebiet Niderfeld ein. Die S-Bahn-Station Silbern ist im kantonalen Richtplan mit einer hohen Dringlichkeit verankert, doch beissen wir auf Bundesebene noch etwas auf Granit. Man ist der Auffassung, dass zuerst das Verkehrsproblem des Nadelöhrs der Bahnverbindung zwischen Zürich und Aarau gelöst werden muss. Aber wir bleiben am Ball.

    Sie führen in vierter Generation das Familienunternehmen, die J. Wiederkehr AG. Wie stark ist Ihr politisches Engagement mit der Vertretung eigener Interessen verbunden?
    Ich habe eine exekutive Tätigkeit immer bewusst ausgeschlossen, um nicht mit den Vorwürfen konfrontiert zu werden, dass ich Politik um meinetwillen mache. Natürlich hilft mir meine politische Erfahrung auch beruflich. Ich weiss, wie gewisse Mechanismen funktionieren. Insofern kommt mir mein politisches Wirken durchaus zugute. Aber dieses Wissen möchte ich im Interesse des Allgemeinwohls einsetzen und nicht, um für mich und meine Firma Profit daraus zu schlagen. Ich setze mich insbesondere auch weiterhin für die Anliegen des Gewerbes und der Hauseigentümer ein.

    Sie sind einer der drei grössten Grundeigentümer des Niderfelds. Wie kam es dazu?
    Der grösste Teil des Landes in unserem Besitz geht auf mindestens drei Generationen zurück. Zusätzlich hatten wir vorüber 30 Jahren die Idee, dort einen Lagerplatz für unser Gerüstbauunternehmen zu erstellen. So kamen weitere Grundstücke hinzu – die Idee liess sich dann aber leider nicht umsetzen, das Land haben wir aber behalten.

    Lässt eine solch riesige Baulandreserve wie das Niderfeld ihr «Bau-Blut» in Wallung geraten?
    Nicht nur. Ich mache mir Sorgen, weil ich feststelle, dass gerade in der Schweiz und im Kanton Zürich grosse Projekte immer schwieriger realisierbar sind. Denken wir nur an das Fussballstadion in der Stadt Zürich oder das Kongresszentrum. Gerade grosse Projekte haben viele Hürden zu überwinden. Die Regelungsdichte ist inzwischen sehr hoch. Solche Regeln sind oft in der Vergangenheit entstanden und nicht sehr hilfreich für die Entwicklung eines neuen Gebietes. Auch hier braucht es Geduld und Hartnäckigkeit, damit am Ende doch einmal etwas Schönes auf dem Niderfeld entsteht.

    Würde man Ihnen freie Hand lassen, welche Vision haben Sie für das Niderfeld?
    Ich hätte es nicht so gemacht, wie es jetzt geplant ist. Dietikon hat bereits sehr viele schöne Naherholungsgebiete. Das Geld hätte ich eher investiert, um die bestehenden Naherholungsgebiete aufzuwerten und besser zu nutzen. Die sehr grosse Parkanlage im Niderfeld später sinnvoll mit Leben zu füllen, wird eine grosse Herausforderung.

    Wie ist der aktuelle Stand des geplanten Projekts?
    Die Planungsarbeiten sind noch immer voll im Gange. Der Quartierplan wurde inzwischen beim Kanton zur Prüfung eingereicht. Wir warten gespannt auf die Rückmeldung. Aber es wird weiterhin ein langer und beschwerlicher Weg bleiben.

    Sind Sie zuversichtlich, dass im Jahr 2028 mit dem Bau begonnen werden kann?
    Ich wage es nicht, eine Jahreszahl zu nennen. Vor einigen Jahren war man noch der Meinung, dass zuerst im Niderfeld gebaut wird und dann die Limmattalbahn kommt. Heute ist es offensichtlich, dass die Limmattalbahn schon lange vor dem Baustart durch das Gebiet fahren wird.

    Wie erlebten Sie den Wandel Dietikons in den letzten zehn Jahren?
    Ich gehe sogar einen Schritt weiter zurück: Als ich in der Schule war, war Dietikon die drittgrösste Stadt im Kanton Zürich mit rund 25’000 Einwohnern. Dietikon hat sich dann über viele Jahrzehnte nicht gross entwickelt. Demgegenüber ist Uster geradezu explodiert. Erst in den letzten Jahren ist Dietikon mit beispielsweise der Entwicklung des Limmatfeldes wieder etwas gewachsen. Aber nach wie vor hat es viele ältere Bausubstanz, die erneuert werden sollte.

    Wie wird Dietikon in fünf Jahren aussehen?
    Innert fünf Jahren wird sich noch nicht allzu viel ändern. Die Limmattalbahn wird sicher fahren. Hoffentlich haben wir bis dann den Verkehr einigermassen im Griff und die flankierenden Massnahmen für den Autoverkehr umgesetzt. Ich persönlich finde es gut, wenn ein Wandel stetig passiert und nicht auf einen Schlag. Was heute gebaut wird, ist in 30 Jahren auch bereits wieder älter. Von daher ist eine regelmässige Konstanz in meinen Augen besser für die Entwicklung einer Gemeinde oder Stadt.

    Weshalb lohnt es sich, in Dietikon zu leben?
    Mir gefallen ganz besonders die Naherholungsgebiete. Selbst wenn man im Zentrum von Dietikon wohnt, ist man in wenigen Minuten an der Limmat, die kilometerlange Spazierwege bietet. Wir haben zudem den wunderschönen Guggenbühl-Wald. Die Naherholungsgebiete sind im Gegensatz zu anderen Regionen auch nicht völlig überlaufen.

    Sie sind Aktionär der Limmatstadt AG. Was hat Sie zu diesem Schritt bewogen?
    Mich fasziniert, dass die Limmatstadt probiert, den Fokus zu öffnen, das Limmattal breiter zu sehen – über die Kantonsgrenze hinaus. Sie wagt es, einen visionären Blick auf die Region zu werfen. Niemand weiss, wie das Limmattal in 40, 50 Jahren aussehen wird. Trotzdem ist es wichtig, dass wir uns auch mit solchen Ideen beschäftigen. Ich denke, dass die Limmatstadt eine gute Plattform dafür ist.

    Das Limmattal wird vom Kanton Zürich als Wachstumsregion gesehen. Besteht da nicht die Gefahr, dass das Gebiet zu sehr mit Wohnungen, Arbeitsstätten und Strassen zugepflastert wird?
    Ich glaube, dieses Risiko ist nicht sehr gross. Das Siedlungsgebiet ist im kantonalen Richtplan ausgeschieden. Das kann sich in den nächsten 15 Jahren nicht vergrössern. Die Naherholungsflächen wie auch Grünflächen und Wälder sind ebenfalls ausgeschieden. Ich denke, wir tun gut daran, wenn wir unsere Naturräume entsprechend pflegen und da und dort Aufwertungsmassnahmen durchführen.

    Das Limmattal ist auch stark mit Verkehrsinfrastrukturen belastet. Wie gross ist dieses Problem heute?
    Das ist vielleicht das Schicksal der Täler, dass sie auch häufig eine Verbindungsachse sind. Der Vorteil ist die gute Infrastruktur, die das Limmattal als Wohnort attraktiv macht. Für die Wirtschaft ist diese ebenfalls ein riesiger Vorteil, die aber dennoch Belastungen birgt. Ein gewisser Bedarf an Infrastruktur hat sich aufgestaut. In den letzten Jahren wurde hier zu wenig investiert. Es ist wichtig, dass der Verkehr auf der Autobahn fliesst. Nur so können wir einen Ausweichverkehr durch die Städte und Gemeinden verhindern.

    Wie könnte die Lösung aussehen?
    Die Limmattalbahn wird über eine gewisse Kapazität verfügen und ist sicher ein guter Lösungsansatz. Aber auch der Autobahnausbau Zürich-Bern mit einer zusätzlichen Spur, die Erweiterung des Limmattaler Kreuzes und der Ausbau des Gubrists dürften helfen, den Verkehr auf der Autobahn wieder zum Fliessen zu bringen und den Schleichverkehr durch Gemeinden zu stoppen. Nach wie vor müssen wir dafür kämpfen, dass Dietikon endlich eine brauchbare Umfahrungsmöglichkeit erhält – sei das eine oberirdische Strasse oder ein Tunnel, wie es schon vor Jahrzehnten die Idee gewesen ist. Im kantonalen Richtplan ist eine Umfahrungsstrasse vorgesehen. Nur ist diese schwer realisierbar, weil sie grösstenteils durch bewohntes Gebiet führen würde.

    Für wie realistisch halten Sie es, dass die Öffentlichkeit das Limmattal in den kommenden Jahren als «Limmatstadt» wahrnimmt?
    De Facto ist Dietikon schon seit Jahrzehnten eine Stadt, trotzdem bezeichnen sie viele Bewohner als Dorf. Letztlich ist es eine Wahrnehmungsfrage, ob wir von einer Stadt oder von einem Dorf reden. Für mich ist wichtig, dass sich die Menschen in unserer Region wohlfühlen, sich aktiv einbringen und mithelfen – in den Vereinen wie auch in der Politik. Das ist für mich entscheidender als die Frage, ob das Limmattal ein Dorf oder eine Stadt ist.

    Ihre Heimatstadt ist Dietikon. Eine Stadt, die – so sagen manche – immer ein wenig dazwischen fällt. Dietikon sei zu weit von Zürich und zu weit von Baden entfernt und stehe somit eher für sich allein. Wie sehen Sie das, schafft Dietikon die Integration in die Limmatstadt und wie?
    Grenzregionen sind immer vor besonders schwierige Herausforderungen gestellt. Insofern begrüsse ich die Initiative der Limmatstadt, dass sie die Region grenzübergreifend betrachtet und die Zusammenarbeit über die Kantonsgrenze hinaus fördert. Das Limmattal liegt in zwei verschiedenen Kantonen. Das bringt auch gewisse Chancen, dass man eventuell von den Vorzügen beider Kantone profitieren kann. Was das Einkaufsangebot anbelangt, hat Dietikon seit Jahrzenten einen schweren Stand. Das wird sich wahrscheinlich auch die nächsten Jahrzehnte nicht ändern.

    Wird es nach der Überbauung der letzten grossen Flächen in Dietikon überhaupt noch Raum für grosse neue Projekte geben?
    Ich denke, die nächsten 30 Jahre wird es keinen zusätzlichen Siedlungsraum geben. Im Fokus wird die Verdichtung des bestehenden Siedlungsgebietes stehen. Das sollte für die Bevölkerung so verträglich wie möglich geschehen. Die Coronakrise hat gezeigt, dass die Leute genügend Platz in ihrer Wohnung oder auch eigene Grünflächen und Privatsphäre schätzen. Hier sehe ich auch eine Chance, dass wir einiges besser und lebenswerter machen können als so manche grosse anonyme Stadt. ■

  • Vom Limmattal zur Limmatstadt:  Die beneidenswerte Entwicklung einer Region

    Vom Limmattal zur Limmatstadt: Die beneidenswerte Entwicklung einer Region

    Das Limmattal veränderte sich in den letzten Jahrzehnten wie kaum eine andere Region der Schweiz. Seit den 1960er-Jahren transformierten sich die mehrheitlich ländlich geprägten Dörfer in eine heute zusammenhängende Stadtlandschaft, eingebettet in einen grosszügigen Landschaftsraum von Wäldern, Hügeln und Naherholungsgebieten entlang der 36 Kilometer langen Limmat.

    Vom Limmattal zur pulsierenden Stadtlandschaft
    Am Anfang der Transformation stand die wirtschaftliche Hochkonjunktur der Nachkriegsjahre. Im Zürcher Limmattal verdoppelte sich die Bevölkerung zwischen 1950 und 1960. Der enorme Boom schlug sich auch in grossen Infrastrukturbauten nieder: Es entstand etwa die Autobahn A1 inklusive dem «Fressbalken» – dem damals weltweit grössten Autobahnbrückenrestaurant – oder der erste Shoppingtempel der Schweiz, das Shoppi Tivoli in Spreitenbach.

    Die sich ab den 1980er-Jahren verschärfende Deindustrialisierung führte im Limmattal zu grossen Umwälzungen: Zum einen entstanden vor allem in den Städten Arbeitsplätze im Dienstleistungssektor, was das Bevölkerungswachstum weiter anheizte. Gleichzeitig litt die Region unter dieser Transformation. Traditionsreiche Industrieunternehmen mussten restrukturieren oder gar aufgeben. Die daraus resultierenden Industriebrachen waren anfangs unangenehme Altlasten. Erst ab den 1990ern erkannte man deren Potenzial als urbane Mischgebiete. In einer weiteren Welle der Urbanisierung wurden sie zu neuen Stadtquartieren entwickelt. Beispiele dafür sind die Umnutzung des Wagi- oder Färbi-Areals in Schlieren oder das Limmatfeld in Dietikon: Wo früher die Firma Rapid Landmaschinen produzierte, entstand auf einer Fläche von 89’000 m2 ein neuer Stadtteil.

    Ein wichtiges Stück Schweiz
    Heute zählt die Region weit mehr als 200’000 Einwohner und 80’000 Arbeitsplätze, und die Tendenz ist stark steigend – auch dank der bevorzugten Lage vor den Toren Zürichs und der Nähe zu führenden Bildungs- und Forschungseinrichtungen. Gegenwart und Zukunft sind geprägt vom Pioniergeist industriekultureller Vergangenheit, der in vielen angestammten Unternehmen und in der sich enorm entwickelnden Start-up-Szene wieder auflebt. Zudem lassen die entstehende Stadtlandschaft und das reiche industrielle Erbe grossen Raum für Gestaltung und Entwicklung. Gleichzeitig finden sich im Limmattal in unmittelbarer Nähe zu pulsierenden städtischen Räumen auch idyllische Naherholungsgebiete. Dazu zählen etwa die Limmat oder die grünen Talflanken, die von überall im Limmattal aus innerhalb kürzester Zeit erreichbar sind. All das trägt wesentlich zum einzigartigen Charakter und der Attraktivität der Region bei.

    Auch die Zukunftsaussichten sind äusserst vielversprechend. Einerseits sind die Wachstumsprognosen intakt. Andererseits erfährt die Region durch die Limmattalbahn nochmals eine starke Aufwertung. Das Tram wird Zürich, Schlieren, Urdorf, Dietikon, Spreitenbach und Killwangen ab Dezember 2022 miteinander verbinden. Eine Weiterführung bis Baden ist in Planung. Die Stadtbahn vernetzt die Region feinmaschig über die Kantonsgrenze hinaus und ist Impulsgeberin zahlreicher Stadtentwicklungsprojekte.

    Weitsichtige Entwicklung als Notwendigkeit
    Vor diesem Hintergrund ist Weitsicht jetzt wichtiger denn je. Nur mit einem regionalen Verständnis und koordinierter Planung führt das Wachstum zu mehr Lebensqualität. Wie ist das zu erreichen? Das Wachstum soll sich auf die neuen städtischen Schwerpunkte im Talboden konzentrieren, wo in attraktiven öffentlichen Stadträumen mit hoher Dichte und Intensität urbanes Leben pulsieren soll. Dadurch können Naherholungsgebiete entlang der Limmat und insbesondere an den Talflanken am rechten Limmatufer geschont werden. Statt einer zufälligen Ansammlung von Siedlungen und Gemeinden soll sich die Limmatstadt in einen attraktiven, im Naherholungsgebiet eingebetteten, städtischen Raum von überregionaler Strahlkraft entwickeln.

    Limmatstadt AG: Eine schlagkräftige Standortförderung für eine starke Region
    Die Limmatstadt AG setzt sich konsequent für die Vernetzung der Gesamtregion und die Schaffung eines regionalen Bewusstseins ein. Sie will insbesondere deren Vorzüge und Potenziale nach innen und über die Region hinaus bekannter machen.

    Es ist von zentraler Bedeutung, Kräfte zu bündeln und das Zusammenspiel zwischen Politik, Wirtschaft und Gesellschaft zu stärken. Nur damit lässt sich eine nachhaltige Entwicklung und Positionierung sicherstellen. Bis in die jüngste Vergangenheit fehlte die Perspektive auf die Gesamtregion: Standortförderung hörte mitten im Limmattal, an der Kantonsgrenze, auf. Erst die Schaffung der Limmatstadt AG im Jahr 2014 schloss diese Lücke.

    Die Standortförderungsorganisation entstand auf privatwirtschaftliche Initiative und ist als Aktiengesellschaft organisiert. Sie ist in der ganzen Region breit verankert mit 160 Firmen- und Publikumsaktionären und wird von 13 Auftragsgemeinden und dem Planungsverband Zürcher Planungsgruppe Limmattal mitgetragen. Das Netzwerk wächst und hat Wirkung: Es bündelt Stärken, fördert die Vielfalt, steigert die Wettbewerbsfähigkeit und setzt Potenziale frei.

    Dabei ist die Limmatstadt AG weitaus mehr als ein Wirtschaftsnetzwerk. Sie stellt auch für Kultur und Gesellschaft ein breites Angebot bereit, immer mit dem Ziel, ein Bewusstsein für das Regionale zu schaffen. Zusätzlich thematisiert sie die Stadtwerdung der Region und macht sich stark für eine zukunftsfähige Entwicklung. ■

  • Stararchitekten bauen am Lindenplatz

    Stararchitekten bauen am Lindenplatz

    Die Liste ihrer bisherigen Bauten umfasst die Elbphilharmonie in Hamburg oder die Tate Modern in London. Und nun baut das Basler Duo Jacques Herzog und Pierre de Meuron am Lindenplatz in Zürich-Altstetten. Von 2022 bis 2024 sollen zwischen der Badener-
    strasse und der Segnesstrasse die bestehende Häuser abgebrochen und durch neue Wohn- und Gewerbehäuser ersetzt werden. Altstetten weist viele alte und im Verhältnis niedrige Bauten auf. Das Potenzial für Verdichtung ist hier gross. Gerade auch in Anbetracht dessen, dass für die Stadt Zürich ein Wachstum von heute 434’000 Einwohner auf 516’00 Einwohner im Jahr 2040 prognostiziert wird. Mit einer guten Verkehrsanbindung und einem Erneuerungsbedarf an alten Bauten bietet Altstetten optimale Bedingungen für Projekte wie dieses.

    An der Badenerstrasse 682-690 und an der Segnesstrasse 8–12 sollen in den kommenden vier Jahren also insgesamt sechs neue Bauten entstehen. Die Häuser sollen als eine Ansammlung von Gross und Klein, Hoch und Niedrig wahrgenommen werden. Am promi-
    nent wird ein 30 Meter hohes Gebäude an der Ecke Badenerstrasse Segnesstrasses hervorstechen; es soll in Dialog zum Lindenplatz treten und sich städtebaulich in die Kette der Hochhäuser entlang der Badenerstrasse einfügen. Die Eigentümerschaft schreibt im Baubeschrieb: «Das Projekt baut auf der ortsspezifischen Qualität Zürcher Stadthäuser auf und versucht, durch ein dichtes und zugleich offenes, kleinteiliges Häuserensemble eine dem Ort angemessene Urbanität zu erreichen.»

    Geplant sind insgesamt 72 Wohnungen, davon 38 Mietwohnungen im vorderen Bereich und 34 Eigentumswohnungen um den begrünten Innenhof. Gewerbeflächen im Erdgeschoss sowie eine Einstellhalle mit 31 Parkplätzen ergänzen die Neu- bauten. Die Flachdächer werden mit Photovoltaikanlagen bestückt. Eigen- tümerin ist die Senn Resources AG aus St. Gallen. Das Baugesucht wurde Ende April 2020 eingereicht. ■

  • JED: Innovative Büro- und  Dienstleistungsflächen mit Industriecharme

    JED: Innovative Büro- und Dienstleistungsflächen mit Industriecharme

    Schlierens westlicher Teil ist seit Mitte 2020 um einen neuen Think- und Worktank reicher: JED (Join. Explore. Dare.). Seit 2018 entstand auf dem Areal der ehemaligen NZZ-Druckerei ein neues Zentrum für Wissenstransfer, Innovation und Unternehmertum. Unweit des Bahnhofs Schlieren wird Büro, Industrie und Gewerbe zusammengebracht. Verteilt auf drei Gebäude und insgesamt rund 38’000 Quadratmeter Grundstücksfläche, gibt es verschiedene Seminar-, Tagungs- und Begegnungsflächen sowie eine Eventhalle mit Platz für bis zu 600 Personen. Ein Gastroangebot des Restaurants «Eves Kitchen» sowie mehrere Bars runden das Angebot ab.

    Das Zentrum von JED bilden die ehemaligen Druckhallen (Gebäudekomplex J) mit einer Raumhöhe von bis zu 18 Metern. Hier sind sowohl Dienstleistungs- als auch Eventflächen angesiedelt. Weitere Büro- und Gastroflächen befinden sich im Kopfbau (Gebäude E), welcher mit den Hallen verbunden ist. Im Erdgeschoss wird derzeit der Gastrobetrieb realisiert, während die oberen drei Stockwerke für Büroräumlichkeiten vorgesehen sind.

    Zu reden gibt aber vor allem das Gebäude D: Ein Neubau, welcher voraussichtlich Ende 2022 bezugsbereit sein wird. Dieser Massivbau wird nach Fertigstellung Platz für Büro- und Dienstleistungsflächen bieten und will in Sachen ressourcenschonender Architektur ein Vorreiter sein. Das Gebäudekonzept «2226» wurde von Professor Dietmar Eberle und seinem Architekturbüro Baumschlager Eberle entwickelt. Die Gebäude werden ohne technische Klimatisierung wie Heizung, Kühlung oder Lüftung konzipiert. Gekühlt wird durch natürliche Zugluft. Geheizt wird durch die Wärmeabstrahlung der Beleuchtung und elektronischen Geräte sowie der darin arbeitenden Menschen.

    Massive Wände reduzieren den Wärmeaustausch. Die Oberflächen und Materialien gleichen zudem die Temperaturschwankungen aus, sodass eine Wohlfühltemperatur von 22 bis 26 Grad Celsius über das ganze Jahr gewährleistet werden kann. Der Fensteranteil ist mit 16 Prozent bewusst klein gehalten – und die Scheiben sind so ins Gebäude zurückversetzt, dass nur selten Sonnenstrahlen das Glas erreichen. Sensoren, welche Temperatur, Luftfeuchtigkeit und CO2-Gehalt messen, steuern bedarfsgerecht Lüftungsflügel. Die verwendeten Materialien haben eine Lebensdauer von 200 Jahren. Zudem sorgt die reduzierte Gebäudetechnik sowohl für eine hohe Flächen- als auch Energieeffizienz. Dadurch wird nur die Hälfte der Unterhalts- und Betriebskosten von herkömmlichen Immobilien anfallen.

    In allen drei Gebäuden werden Begegnungs- und Erholungszonen realisiert. Die Anzahl der oberirdischen Parkplätze wurde mit Absicht klein gehalten, um die hohe Aussenraumqualität visuell und flächenmässig nicht zu beeinträchtigen. Photovoltaikanlagen finden sich auf allen Dächern.

    Nach dem Einzug von Zühlke Engineering AG im April 2020 wird Ende Jahr die Halter AG ihren Hauptsitz ins JED verlegen. Auf einer Fläche von über 5000 Quadratmetern werden rund 250 Arbeitsplätze eingerichtet. ■

  • Urdorf-Nord: Vom Arbeitsplatzgebiet zur Stadt im Dorf

    Urdorf-Nord: Vom Arbeitsplatzgebiet zur Stadt im Dorf

    Für Urdorf-Nord liegt ein Masterplan vor, der den wirtschaftlich und städtebaulich bedeutenden Wirtschaftsraum in eine moderne und attraktive Zukunft führen will. Aktuell hat der Ortsteil mit strukturellen Schwierigkeiten zu kämpfen, die zu erheblichen Leerständen und qualitativ ungenügenden Stadträumen geführt haben. Obschon der Wirtschaftsraum zu den wichtigsten Arbeitsplatzgebieten im Limmattal gehört, birgt die Standortattraktivität aktuell noch Potenzial. Dabei kann Urdorf-Nord mit seiner Lage punkten: Der Wirtschaftsraum ist dank Autobahnanschluss, der sich im Bau befindenden Limmattalbahn sowie der S-Bahn-Station Glanzenberg ideal erschlossen.

    Die Stossrichtung ist klar: Eine umsichtige Struktur von Nutzungen zu generieren, die sich gegenseitig befruchten. Gleichzeitig profitiert Urdorf-Nord dabei von einer baulichen Verdichtung und der Schaffung hochwertiger öffentlicher Räume. Darüber hinaus wird der Entwicklung mit einem optimierten Verkehrskonzept Rechnung getragen – darunter mit einem Ausbau des öffentlichen sowie des Langsamverkehrs. So soll der neue Wirtschaftsraum Urdorf-Nord – der topografisch wie auch verkehrstechnisch das Entrée Urdorfs vom Limmattal her bildet – innovative und zukunftsorientierte Unternehmen anlocken. Gerade für Unternehmen der Sektoren Bildung und Gesundheit dürfte die Nähe zur Kantonsschule und zum Limmattalspital sowie zum Schlieremer Biotech-Cluster besonders attraktiv sein.

    Den Grundeigentümern soll die koordinierte Masterplanung eine gemeinsame Entwicklungsidee vermitteln. Durch die nötigen Anpassungen in der Bau- und Zonenordnung (BZO) wird diese später Rechtskraft erhalten. Die Möglichkeiten, die der Masterplan vorsieht, wurden bereits im kantonalen Richtplan verankert. Durch die bauliche Verdichtung soll ein Quartier – die Stadt im Dorf – mit neuartigem, attraktiven Charakter entstehen und andere Gebiete vom Siedlungsdruck entlasten.

    Der Plan sieht angrenzend an die Kantonsschule eine repräsentative Zone vor, in welcher nebst Arbeiten neu auch urbanes Wohnen möglich wird. Eine Langsamverkehrs-Achse wertet die Verbindung zum Zentrum Urdorf im Süden auf. Die Strasse in den Luberzen, die die pulsierende Ader des neuen Quartiers bildet, soll zur Flaniermeile werden. An der Limmattalbahn-Haltestelle in der Luberzen ist ein Platz vorgesehen, um den Wirtschaftsraum Nord mit den umliegenden Quartieren zu verbinden. Die neu geschaffene Nord-Süd-Verbindung schliesst an den zentralen Platz an, der wie ein Scharnier die Achse weiter zur S-Bahnstation Glanzenberg leitet. An den Haltestellen der Limmattalbahn werden zudem Velostationen platziert.

    Im Rahmen einer BZO-Revision wird diese Strategie den Stimmberechtigten voraussichtlich im Jahr 2023 vorgelegt. Bis dahin sind bereits konkrete Entwicklungen vorgesehen, einerseits die kommunikative Positionierung von Urdorf-Nord als «die Stadt im Dorf», andererseits Zwischennutzungsformen zur Aufwertung des öffentlichen Raums und damit einhergehend vor allem eine Verbesserung der Aufenthalts- und Verpflegungsqualität. ■

  • «Tivoli Garten»:  Ein identitätsprägendes Projekt

    «Tivoli Garten»: Ein identitätsprägendes Projekt

    Ein Blick zurück: Das Grossprojekt in Spreitenbach ist von jahrelangen Verzögerungen gezeichnet. So wehrte sich beispielsweise der VCS Aargau 2012 gegen das Projekt und reichte Einsprache ein. Er verlangte eine Ausweitung der Umweltverträglichkeitsprüfung, die das ganze Gebiet inklusive des Einkaufszent-
    rums «Shoppi Tivoli», des Limmatparks und die dem «Shoppi Tivoli» zur Verfügung stehenden Parkplätze der Umwelt-Arena umfassen sollte. Nach dem überarbeiteten Gestaltungsplan legte der VCS erneut Beschwerde ein, diesmal aufgrund der Parkraumbewirtschaftung, die dem Verkehrsclub zu wenig weit ging. Die Beteiligten konnten sich schliesslich im Januar 2019 auf eine Kompromisslösung einigen – und dem Vorhaben stand nichts mehr im Wege.

    Identitätsprägendes Merkmal
    Mit der Überbauung «Tivoli Garten» entstehen nun in unmittelbarer Nachbarschaft zum Einkaufszentrum «Shoppi Tivoli» fünf Häuser mit insgesamt 445 Mietwohnungen, ein Doppel-Kindergarten, ein Obi Baumarkt sowie eine Haltestelle der Limmattalbahn. Der vorgesehene Wohnungsmix besteht aus 1½- bis 5½-Zimmer-Wohnungen. Die grosszügigen privaten Aussenräume sollen den Bedürfnissen der verschiedenen Mietergruppen, das heisst beispielsweise Familien, Singles und Rentner, gerecht werden.

    Sockelbau mit zwei Türmen
    Die Überbauung besteht aus einem Sockelbau mit dem Obi Baumarkt und der Haltestelle der Limmattalbahn, aus dem sich zwei Hochhäuser sowie drei bis zu siebengeschossige Langbauten erstrecken. Die beiden Hochhäuser wirken dabei als identitätsprägendes Merkmal der Überbauung, betonen die Projektverantwortlichen. Sie interagieren zudem mit den beiden bestehenden Wohnhochhäusern im Bereich des «Shoppi Tivoli» aus den 60er-Jahren. Die grosszügigen Aussenräume befinden sich im privaten Innenhof des «Tivoli Garten». Mit der Realisation des Grossprojektes wurde die Eiffage Suisse, Geschäftsstelle Zürich, beauftragt. Der Massivbau strebt den Standard Minergie/greenproperty an.

    Direkter Zugang zum «Shoppi Tivoli»
    Auf dem Sockelbau ist eine öffentliche Fussgängerebene mit einem direkten Zugang zum «Shoppi Tivoli» vorgesehen. Das Passerellenkonzept der Gemeinde Spreitenbach lässt weitere Verbindungen zu den umliegenden Parzellen auf diesem Niveau zu, und auf Strassenniveau ist ein neuer Umsteigeknotenpunkt des öffentlichen Verkehrs mit der Limmattalbahn und verschiedenen Buslinien konzipiert.

    Das Grossprojekt wurde gemeinsam durch die Genossenschaft Migros Aare und Credit Suisse Asset Management entwickelt. Eigentümerin ist die MEG Tivoli Garten, bestehend aus zwei Immobilienfonds von Credit Suisse Asset Management. ■

  • Das Schulhaus «Pfaffechappe»  wird zu einem Primarschulhaus

    Das Schulhaus «Pfaffechappe» wird zu einem Primarschulhaus

    Ein Blick in die Vergangenheit: Die Schulanlage «Pfaffechappe» wurde 1973/74 als eine der grössten Schulbauten der Volksschule Baden gebaut. Das Schulhaus «Pfaffechappe» soll nach dem Umzug der Real- und Sekundarschule in das neue Sekundarstufenzentrum Burghalde im Sommer 2021 umfassend saniert und in ein reines Primarschulhaus umgebaut werden.

    Die Sanierung der Aussenhülle der Schulanlage «Pfaffechappe» beschreiben die Architekten folgendermassen: «Das Schliessen der beiden heute gedeckten Eingangs-/Pausenbereiche und
    die Verlegung der Eingänge an die Stelle der drei Treppentürme klärt die Beziehung der Schule zu seiner Umgebung und schafft einen einladenden, attraktiven und übersichtlichen Eingangsbereich. Zudem wird die neue Eingangssituation in die räumliche Abfolge vom oben gelegenen Schulhaus-
    areal bis zum Flussraum integriert.»

    Die Arbeiten werden bis Sommer 2023 abgeschlossen sein. Den Projektierungskredit für den Umbau und die Sanierung des Schulhauses «Pfaffechappe» hat der Einwohnerrat an der Sitzung vom 11. Dezember 2018 genehmigt, schreibt die Stadt Baden in einer Mitteilung. Über den Baukredit wird der Einwohnerrat im Dezember 2020 befinden, und im März 2021 wird das Volk über den Baukredit «Pfaffechappe» abstimmen. ■

  • Zielgruppengerechtes Planen und Vermarkten einfach gemacht

    Zielgruppengerechtes Planen und Vermarkten einfach gemacht

    Von den Sinus-Milieus ® haben die meisten Standortförderer und Immobilien-Fachleute wohl schon gehört: Diese gruppieren auf Grund von über 30 Jahren sozialwissenschaftlicher Forschung Menschen, die sich in ihrer Lebensauffassung und Lebensweise ähneln, in zehn verschiedene Milieus. Grundlegende Wertorientierungen gehen dabei ebenso in die Analyse ein wie Alltagseinstellungen zu Arbeit, Familie, Freizeit, Geld und Konsum. Die Sinus-Milieus ® bieten dem Anwender Informationen und Entscheidungshilfen, indem sie den «roten Faden» für Produktentwicklung, Strategie, Positionierung, Kommunikation, Werbe- und Mediaplanung sowie CRM liefern.

    Praxisnahe Aufbereitung
    Bis anhin waren die Sinus-Milieus ®, die seit 2007 auch spezifisch für die Schweiz erforscht werden, für die Standort- und Wirtschaftsförderung sowie für die Immobilien-Wirtschaft jedoch nur von begrenztem Nutzen, fehlte doch der Einbezug von Wohnbedürfnissen weitgehend. Das ändert sich nun: Für das neue Angebot «Sinus-Milieus ® Wohn- und Lebenswelten Schweiz» wurden zusätzliche Kriterien wie Ansprüche an Architektur, Innenausstattung und Lage des Erstwohnsitzes analysiert und ausgewertet. Bereiche wie Architektur, Ausstattung, Kommunikations- und Nachbarschaftsverhalten sowie Entscheidungs- und Finanzierungsaspekte werden praxisnah und im Tagesgeschäft anwendbar für jedes Milieu dargestellt. Ergänzt werden die Texte, Tabellen und Grafiken mit aussagekräftigen Fotos zu Personen, Architektur und Inneneinrichtung. Das Angebot ist somit eine glaubwürdige und sehr einfach nutzbare Grundlage für zahlreiche Fragestellungen rund um die Entwicklung und Planung von Standorten, Arealen oder Quartieren sowie für die Planung, Produktentwicklung und Positionierung von Immobilien.

    Konkrete Anwendung finden die «Sinus-
    Milieus ® Wohn- und Lebenswelten Schweiz» beispielsweise…
    …im Immobilien-Markt (z.B. Standort- und Marktanalysen, Infrastrukturplanung, Quartierplanung)
    …im Städtebau (z.B. Entwicklungsgebiete, Quartierentwicklung)
    …in der Produktentwicklung (z.B.
    Architektur, Wohnflächen, Ausstattung, Parkplätze)
    …im Preismix und der Finanzierung (z.B. Preisspannen Miete und Eigentum)
    …im Sozialverhalten und der Freizeitgestaltung (z.B. Nachbarschaft, Dienstleistungsangebote)
    …in der Kommunikation und Vermarktung (z.B. Markenaufbau und -positionierung, …Marketingmassnahmen)

    11 Broschüren und ein Online-Tool
    «Sinus-Milieus  ® Wohn- und Lebenswelten Schweiz», herausgegeben von acasa Immobilien-Marketing GmbH und SVIT Schweiz, umfasst die beiden Bausteine Milieus Basis (gedrucktes Werk) und
    Milieus Analyzer (Online-Tool). Milieus Basis bietet in einer Sammlung vertiefte Informationen zu jedem der zehn Sinus-Milieus ® in jeweils einem eigenen Heft sowie ein Heft mit Grundlageninformationen und Erklärungen. Der Milieus Analyzer ist ein passwortgeschütztes Online-Analyseinstrument, mit dem Nutzerinnen und Nutzer mit wenigen Klicks passende Milieus beispielsweise für Immobilien-Projekte identifizieren können. Milieus Basis und Milieus Analyzer bilden eine Einheit und werden nur im Paket angeboten. Das gedruckte Werk (Milieus Basis) umfasst insgesamt 256 Seiten in 11 Heften im Format A4 quer in einer kartonierten Sammelmappe. Das Paket mit gedrucktem Werk und dem Zugang zum Online-Tool kostet CHF 580 (SVIT-Mitglieder 10 % Rabatt).

    Mikrogeografische Auswertungen
    Welche Milieus wohnen an einem bestimmten Ort in der Schweiz? Passt mein Immobilien-Projekt zum Standort? Ist meine Zielgruppe an einem bestimmten Standort vertreten? Antworten auf diese und weitere Fragen geben die Sinus Geo Milieus ® – die ideale Erweiterung und Konkretisierung zu den «Sinus-Milieus ® Wohn- und Lebenswelten Schweiz». Für jede Postleitzahl in der Schweiz liefern Sinus Geo Milieus ® grafisch aufbereitete Informationen und detaillierte Daten zum Vorkommen und zur Verteilung der einzelnen Milieus sowie der Kaufkraftklassen. ■

    Schweizerische Vereinigung für Standortmanagement SVSM

  • Regionale 2025 – Projekte für die Vielfalt

    Regionale 2025 – Projekte für die Vielfalt

    Das Limmattal – ein vielfältiges, zusammenhängendes Mosaik
    Trotz urbaner Schübe ist die Entwicklung und auch die Ausgangslage nicht überall gleich. So befinden sich beispielsweise Spreitenbach und Neuenhof im Umbruch von der prägenden 70er-Jahre-Moderne zu urbaneren Orten, jedoch ist die Dynamik z.B. mit Schlieren bis jetzt nicht vergleichbar. Auch Wettingen diskutiert über die Verdichtung, und der Begriff der Gartenstadt, der bisher so prägend war, wird hinterfragt.

    Ganz anders sieht es auf der rechten Limmatseite aus. Die Gemeinden mit ihren grossen Einfamilienhausgebieten schauen staunend auf die andere Talseite und beobachten die Entwicklung aus der Distanz. Sie sind weiterhin Dörfer und wollen das auch bleiben. Diese Heterogenität des Limmattals, die als Schwierigkeit gedeutet werden kann, ist jedoch vor allem seine Stärke. Zudem besteht mit der prägenden Landschaft ein Kit, der diese Puzzlesteine zusammenhält. Allen voran die Limmat als Namensgeber und Identitätsträger, als vereinende Naturkraft, die sich durch das Tal schlängelt. Aber auch «Zwischenräume», wie beispielsweise die Landschaftskorridore Sulperg-Rüsler oder Hüttikerberg-Sandbühl, bekommen immer mehr Bedeutung und entwickeln sich zur Parklandschaft.

    «Stadt» ist als Leitbegriff für dieses vielfältige Gewebe nur bedingt tauglich und wird den Unterschieden der Orte und der Rolle der Landschaft als Gerüst des Ganzen nicht gerecht. Fachleute sprechen deswegen mehr von «Stadtlandschaften», um diesem Phänomen gerecht zu werden. Deswegen sind Blockrand, Platz und Boulevard als bewährte Stadtelemente nicht immer unbedingt das Allerheilmittel. Dabei wird oftmals nicht bedacht, dass dies nicht den vielschichtigen gesellschaftlichen, ökonomischen und räumlichen Strukturen des Limmattals entspricht. Die Umsetzung dieser Idee ist beispielsweise im Limmatfeld zu besichtigen, wo die neuen Strukturen bis jetzt eine Insel im Kontext der Umgebung darstellen und auch noch nicht das gewünschte belebte Zentrum jenseits der Bahn ausbilden konnte.

    Diese neuen Stadtbausteine sind durchaus ein guter Beitrag zur Diskussion um die Zukunft des Limmattals, gehen je-doch an vielen Realitäten des bestehenden Limmattals und auch den Befindlichkeiten der Bevölkerung vorbei. Die Ausgangslage im Limmattal ist zu vielschichtig, um nur einen Ansatz zu verfolgen. Industriebrachen wie das Rietbach-Areal in Schlieren oder das Limmatfeld für konsistente neue Stadtbausteine stehen praktisch nicht mehr zur Verfügung. Alles was jetzt im Zuge der Verdichtung dazukommt, muss sich mit dem Bestehenden auseinandersetzen. Das Weiterbauen des Shoppi Tivoli in Spreitenbach verlangt andere Strategien als die Verdichtung von Wettingen oder Neuenhof. Und die Strategien für die Weiterentwicklung der Dörfer rechts der Limmat verlangen nochmals ganz andere Rezepte.

    Grenzen überwinden – räumlich und thematisch
    Interessant wird das Ganze in der Verknüpfung von unterschiedlichen Strategien für die langfristige Weiterentwicklung des Limmattals. In der Längsrichtung stellt die Limmattalbahn die lineare Verbindung mit hochverdichteten Knotenpunkten entlang der Haltestellen her. Spannend ist auch, wenn die Querverbindungen betrachtet werden. Bisher kaum ausgebildet, haben sie das Potenzial, ganz neue Schwerelinien zu bilden: Sowohl im bebauten Raum als auch in der Landschaft. Die Achsen wie Schlieren-Unterengstringen oder Dietikon-Fahrweid-Geroldswil bergen ebenso wie die Landschaftskorridore eine Chance, die Unterschiedlichkeiten räumlich und gesellschaftlich zu verbinden und ein neues Zusammenspiel über die Längsbarrieren hinweg zu ermöglichen.

    Dies ist auch innerhalb der Orte und Städte selber von grosser Bedeutung. Exemplarisch hierfür stehen verschiedene, unbedingt weiter zu verfolgende Planungen und Konzepte: Schlieren möchte die rasant entstandenen neuen Stadtteile beiderseits der Bahn mit den bestehenden Stadtteilen und dem Dorfkern verknüpfen. In Dietikon besteht die Idee einer Verbindung Silbern-Niederfeld. Spreitenbach möchte die Zentrumsachse bis zur Limmat verlängern, und Neuenhof entwickelt sich quer zur Hauptachse zu «Neuenhof am See». Hierzu braucht es jeweils neue Verbindungen und Brücken über die Bahn, die Limmat oder über Strassen. Dies sind nicht nur räumliche Verbindungen, sondern bringen auch Alteingesessene und Neuzuzüger näher zueinander.

    Wachstum und Wandel betreffen deswegen nicht nur die Bereiche Bauen und Mobilität, sondern alle Lebensbereiche der Bevölkerung: Der über die Grenzen hinweg gelebte Alltag spiegelt sich bereits heute sowohl im Arbeits-, Wohn- und Freizeitverhalten, als auch im Mobilitäts- und Konsumverhalten wider. Was mit einem Besuch im Shoppi Tivoli in Spreitenbach in den 1970er-Jahren begann, wird sich mit dem Bau der Limmattalbahn verstärken und noch weitere Investitionen nach sich ziehen. Die Kantone Zürich und Aargau haben sich deshalb gemeinsam mit 16 Städten und Gemeinden im Limmattal entschieden, die Entwicklung aktiv und grenzüberschreitend unter Einsatz eines neuen Formates zu gestalten. Hierfür haben sie im Jahr 2015 einen Verein gegründet, die «Regionale Projektschau Limmattal».

    Zur Bewältigung der Herausforderungen und auch, um die «Wachstumsschmerzen» im Limmattal zu lindern, verfolgt die Regionale 2025 einen thematisch breiten Ansatz, der neben den klassischen Raumplanungsthemen auch die Bereiche Kultur und Gesellschaft umfasst. ■

  • St.Galler IT-Firmen spannen zusammen

    St.Galler IT-Firmen spannen zusammen

    Das im Bereich der Immobilientechnologie tätige Jungunternehmen emonitor hat seine Vermietungssoftware melon in eine Zusammenarbeit mit Abacus eingebracht, wie es in einer Mitteilung von emonitor heisst. Im Auftrag der Pensionskasse Stadt St.Gallen ist melon mit der Immobilienbewirtschaftungssoftware AbaImmo von Abacus verbunden worden. Damit entsteht nun eine Software für die Berichterstattung im Umfeld von Wohnungsvermietungen.

    Einerseits steht somit eine Software für einen durchgängigen Vermietungsprozess zur Verfügung, vom ersten Kontakt eines Mietinteressenten bis hin zur Nebenkostenabrechnung. Und andererseits können durch die Zusammenarbeit von emonitor aus St.Gallen und Abacus Research aus Wittenbach Berichte erstellt werden, die beispielsweise in Echtzeit Auskunft zur Leerständen geben.

    Die Pensionskasse Stadt St.Gallen befindet sich aktuell in einem Digitalisierungsprozess und möchte eine Vorreiterin dabei sein, aus Interessenten noch leichter zu Mieter zu machen, wie es in der Mitteilung heisst. „Wir freuen uns, dass wir zusammen mit emonitor und Abacus unsere Vorstellungen von einer zukunftsweisenden Vermietung und Bewirtschaftung umsetzen können“, wird Gerardo Longo von der Pensionskasse Stadt St.Gallen in der Mitteilung zitiert. „Neben der Schaffung eines Gesamtprozesses profitieren wir dabei auch von der einfachen Gewinnung von Nachfrage- und Analysedaten, mit deren Hilfe wir beispielsweise in der Lage sein werden, unsere Projekte besser zu planen und Leerstände zu vermeiden.“

  • Eniwa erhält Aargauer Strom Award 2020

    Eniwa erhält Aargauer Strom Award 2020

    Der Verband Aargauischer Stromversorger hat den diesjährigen Aargauer Strom Award verliehen. Er ging an die Eniwa AG für ihr Unterentfeldener Projekt Im Erlifeld: das Zukunftsareal. Der Preis wird alle zwei Jahre vergeben, um besonders innovative Projekte von Aargauer Stromversorger zu ehren.

    Wie es in einer Medienmitteilung von swisspower heisst, konnte das Energiekonzept der Eniwa AG für dieses Quartier die Jury überzeugen. Das Areal mit neun neuen Mehrfamilienhäusern und seinen 90 Wohnungen versorgt sich grösstenteils selbst mit Energie. Die Bewohner profitierten in vielerlei Hinsicht, so die Juroren: von umweltfreundlichem Strom zu attraktiven Preisen, Lademöglichkeiten für Elektrofahrzeuge, E-Carsharing, einer transparenten und einfachen Abrechnung sowie einem ultraschnellen Breitbandinternet.

    Die Preisverleihung fand coronabedingt „in etwas anderer Form“ in der ELFA-Halle in Aarau statt.

  • PKG Pensionskasse für KMU – neuer Leiter Immobilien und Mitglied der Geschäftsleitung

    PKG Pensionskasse für KMU – neuer Leiter Immobilien und Mitglied der Geschäftsleitung

    Hans-Urs Baumann folgt auf Gerold Moser. Per 1. Januar 2021 wird Hans-Urs Baumann neuer Leiter Immobilien und Mitglied der Geschäftsleitung der PKG Pensionskasse. Er tritt die Nachfolge von Gerold Moser an, der während 17 Jahren die Immobilienbelange der PKG Pensionskasse verantwortete.

    Hans-Urs Baumann (55), der sein Amt am 4. Januar 2021 antritt, ist ein ausgewiesener Immobilienfachmann mit fundierter Ausbildung: Er ist studierter Architekt FH und verfügt über ein Nachdiplomstudium in Betriebswirtschaft und Management sowie einen Master in Real Estate Management der Fachhochschule Zürich.

    Während vier Jahren war Hans-Urs Baumann als Kantonsbaumeister für den Kanton Luzern tätig. Zu seinem Verantwortungsbereich gehörte unter anderem die Leitung der Dienststelle Immobilien des Kantons. Gegenwärtig ist er Mitglied der Geschäftsleitung der Fundamenta Group (Schweiz) AG, eines unabhängigen Schweizer Immobilienunternehmens in Zug. Hans-Urs Baumann, der mit seiner Familie in Luzern lebt, wird mit seinem Amtsantritt gleichzeitig Mitglied der PKG-Geschäftsleitung.

    Sein Vorgänger, Gerold Moser (64), der anfangs 2021 als Leiter Immobilien und Mitglied der Geschäftsleitung in Pension geht, hat in den 17 Jahren seiner Tätigkeit das Immobilien-Portfolio der PKG Pensionskasse aufgebaut. Inzwischen weist es ein Volumen von 600 Millionen Franken auf. Dabei legte er Wert auf Nachhaltigkeit. Das Neubauprojekt «Schweighof» in Kriens (im Miteigentum mit der Luzerner Pensionskasse) beispielsweise wird als erste Überbauung in der Zentralschweiz nach den Richtlinien der 2000-Watt-Gesellschaft gebaut und zertifiziert. Ab Ende 2020 wird der gesamte Schweighof zudem mit Energie aus der Seewassernutzung
    beheizt.

    «Mit Hans-Urs Baumann konnten wir die Nachfolge von Gerold Moser in allen Belangen perfekt regeln. Die umfassenden Fachkenntnisse von Hans-Urs Baumann ermöglichen die Weiterführung und Weiterentwicklung unseres Immobilienportfolios. Gerold Moser, der Hans-Urs Baumann einarbeiten wird, danke ich für seinen Einsatz bereits heute.»

    Peter Fries, Vorsitzender der Geschäftsleitung der PKG Pensionskasse

    «Die nachhaltige Immobilienstrategie der PKG Pensionskasse überzeugt mich, weil diese ebenso eine langfristige und zukunftsorientierte Weiterentwicklung ermöglicht. Die PKG Pensionskasse geniesst einen ausgezeichneten Ruf und ist für ihre weit- und umsichtige Anlagepolitik
    bekannt. Ich freue mich, Impulse zu geben.»

    Hans-Urs Baumann, neuer Leiter Immobilien der PKG Pensionskasse:

    Die Geschäftsleitung der PKG Pensionskasse setzt sich wie folgt zusammen: Peter Fries, Vorsitz; Romy Portmann, Leiterin Vorsorge; Peter Duft, Leiter Finanz- und Rechnungswesen, sowie neu Hans-Urs Baumann, Leiter Immobilien.

    PKG Pensionskasse

    Die PKG Pensionskasse mit Sitz in Luzern ist eine der führenden autonomen Gemeinschaftseinrichtungen für die berufliche Vorsorge in der Schweiz. Sie wurde 1972 als Vorsorgeeinrichtung für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) errichtet. Heute zählt die PKG Pensionskasse mit 1677 angeschlossenen Unternehmen, 35 423 Versicherten, 5044 Rentnerinnen und Rentnern und einem Anlagevermögen von aktuell 7,8 Milliarden Franken zu den grössten privatrechtlichen Vorsorgeeinrichtungen der Schweiz. Sie beschäftigt 32 Mitarbeitende. Das breit gefächerte Immobilien-Portfolio der PKG Pensionskasse umfasst 30 Einheiten. Es handelt sich dabei mehrheitlich um Wohnliegenschaften in den Kantonen Luzern, Zürich, Nidwalden, Aargau, Schwyz und Thurgau. Die PKG Pensionskasse investiert nur an guten Lagen. Die Wohnungen weisen einen attraktiven Standard auf und sind im mittleren Preissegment angesiedelt.
    www.pkg.ch

  • Berner Kantonalbank steigt bei Swiss Immo Lab ein

    Berner Kantonalbank steigt bei Swiss Immo Lab ein

    Die in Zürich ansässige Investmentgesellschaft Swiss Immo Lab AG soll in Proptech- oder Fintech-Jungunternehmen investieren, die zur Digitalisierung der Bau- und Immobilienbranche beitragen. Die Investmentgesellschaft wurde Ende 2019 vom Immobiliendienstleister Avobis, der Hypothekarbank Lenzburg und der Gebäudeversicherung Bern gegründet. Als vierte Partnerin steigt nun die Berner Kantonalbank (BEKB) bei Swiss Immo Lab ein, informiert die BEKB in einer Mitteilung.

    Die Partner wollen die Swiss Immo Lab AG zu jeweils gleichen Anteilen halten, wird in der Mitteilung weiter erläutert. Dabei haben die vier Unternehmen insgesamt 8 Millionen Franken in die Investmentgesellschaft investiert. Sie sollen innert zwei Jahren in Jungunternehmen investiert werden, die in den Märkten für digitale Marktplätze, Immobilienverwaltung, Bauen, Baumaterialien, Analysesoftware und intelligente Städte aktiv sind, schreibt die BEKB.

    „Mit dieser Plattform wollen wir die Innovation im Bau und Immobilienwesen beschleunigen“, wird Armin Brun, CEO der BEKB, in der Mitteilung zitiert. In diesem Jahr hat Swiss Immo Lab sich bereits an dem Entwickler einer Software für die Analyse von Immobilien, Archilyse, und dem Lausanner Hersteller von Solarmodulen, Insolight, beteiligt.