Autor: immovestuser

  • Immobilien-Summit beleuchtet Wandel

    Immobilien-Summit beleuchtet Wandel

    Bereits im Eingangsreferat von André Ingold stand das Thema Wandel im Mittelpunkt des diesjährigen Immobilien-Summit der Flughafenregion Zürich AG (FRZ). Konkret stellte der frisch gewählte Präsident der FRZ die rund 20 grossen geplanten oder im Bau befindlichen Bauprojekte in der Flughafenregion vor, erläutert die FRZ in einer Mitteilung zur Veranstaltung. Exemplarisch hatte Ingold den geplanten Stadtteil Steinacker in Kloten herausgestrichen. Hier soll entlang der Glattalbahn ein Stadtgebiet für 6700 Bewohner und 4000 Beschäftigte entstehen.

    Als Hauptredner hatte die FRZ den langjährigen Bundesminister und ehemaligen deutschen Vizekanzler (SPD), Sigmar Gabriel, gewinnen können. Der im Mai in den Aufsichtsrat der Deutschen Bank gewählte ehemalige Spitzenpolitiker ging in seinem Referat auf die Herausforderungen für Europa wie den Brexit, die Coronavirus-Pandemie und den Handelskrieg zwischen den USA und China ein. Im Hinblick auf die Schweiz erklärte Gabriel, die Entwicklung der Schweiz spräche dafür, „dass der bisherige Weg dieses Landes richtig war“. Dabei habe sich das Land  „gerade wegen dem engen und entspannten Verhältnis zur EU so gut entwickelt“, meinte Gabriel.

    Tobias Straumann legte seine Sicht auf die Entwicklungen am Immobilienmarkt dar. „In den nächsten ein bis zwei Jahren liegt die Wahrscheinlichkeit einer Immobilienkrise bei null Prozent“, wird der Wirtschaftshistoriker in der Mitteilung zitiert. Ihm zufolge droht weder ein Zinsschock noch ein „ruinöser Verdrängungswettbewerb“.

    In weiteren Referaten stellten Unternehmerpersönlichkeiten wie André Wyss, CEO der Implenia AG, Christine Novakovic, Vorstandsvorsitzende von UBS Europe SE, Romeo Deplazes, Bereichsleiter Solutions und Mitglied der Geschäftsleitung der Energie 360° AG, und  Rudolf Tschopp, Partner bei Asia Green Real Estate die Strategien ihrer Unternehmen im Umgang mit den globalen Transformationsprozessen vor.

  • Eberhard gewinnt den Umweltpreis der Wirtschaft

    Eberhard gewinnt den Umweltpreis der Wirtschaft

    Der Umweltpreis der Wirtschaft wird jährlich vergeben und soll Unternehmen für Erfolg und nachhaltiges Handeln auszeichnen. Trägerin des Preises 2020 ist die Eberhard Bau AG mit Sitz in Kloten. Das Unternehmen hat eine Lösung für Wiederverwendung und Wiederverwertung der grossen Mengen von Bauschutt gefunden, die ständig anfallen. Unter dem Stichwort „Urban mining“ – die Stadt als Rohstoffquelle – ist das Familienunternehmen seit anderthalb Jahrzehnten einer der Pioniere der Wiederverwendung von bereits genutzten Baumaterialien. Heute werden laut Medienmitteilung in seinem Recycling-Zentrum jährlich bis zu 450’000 Tonnen mineralischer Schutt verarbeitet, welcher für Neubauten zur Verfügung steht.

    Nach Ansicht von Patrick Eberhard, Bereichsleiter Verkauf Baustoffe, fehlt in der Baubranche oft das Bewusstsein, dass Bauabfälle den grössten Abfallstrom der Schweiz darstellen. Die Firma Eberhard verwerte abgerissene Häuser, um aus diesen Rohstoffen komplett neue Bauten zu erstellen. So sei die neue Europaallee in Zürich zu 99 Prozent mit Qualitätsbaustoffen aus zweiter Hand gebaut worden.

    „Die Schweiz braucht den Umweltpreis der Wirtschaft, weil Veränderungen mit Leuchttürmen beginnen, an denen man sich orientieren kann“, zitiert die Medienmitteilung die Jurypräsidentin und Alt-Bundesrätin Doris Leuthard.

  • Energieversorger setzen auf Zusammenarbeit

    Zunehmende Digitalisierung und branchenübergreifende Zusammenarbeit eröffnen den Energieversorgungsunternehmen (EVU) in der Schweiz neue Geschäftsfelder. Laut den Ergebnisse der Stadtwerkestudie 2020 des Beratungsunternehmens EY und des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft sehen 80 Prozent der Energieversorger grosses Synergiepotenzial bei der Telekommunikation, 71 Prozent in der Wohnungswirtschaft und 69 Prozent in der Wärmeindustrie. Die Umfrage wurde laut einer Medienmitteilung in der Schweiz und in Deutschland durchgeführt, schweizweit unter 49 EVU.

    Damit, so heisst es in einer Medienmitteilung von EY, habe sich das Potenzial für Kooperationen aus Sicht der EVU noch einmal erhöht: 2019 sahen nur 50 Prozent grosses Synergiepotenzial in der Telekommunikation und 67 Prozent in der Wohnungswirtschaft. Die Wärmeindustrie wurde damals nicht abgefragt.

    Auf der Suche nach aussichtsreichen Geschäftsmodellen würden die EVU künftig noch stärker über den eigenen Tellerrand schauen, so Benjamin Teufel, Leiter des Energiesektors in der Schweiz. „Insbesondere die Wohnungswirtschaft bietet sich als Kooperationspartner an: Dezentrale und klimafreundliche Energielösungen werden immer wichtiger.“ Wie EY in einem weiteren Artikel ausführt, seien auf digitalen Daten basierende Plattformgeschäfte für die Wohnungswirtschaft denkbar. „Stadtwerke sind prädestiniert, die Betreiber dieser Plattformen zu sein“, heisst es dort. 

    Insgesamt 71 Prozent der EVU erwarten, dass sie bei der dezentralen Stromerzeugung als Plattformbetreiber auftreten können, 67 Prozent in der Elektromobilität und 71 Prozent im Bereich Smart Metering, also der Nutzung intelligenter Stromzähler. Entsprechend zeigt die Stadtwerkestudie 2020 auch, dass 84 Prozent der Energieversorger das Smart Metering für die wichtigste Technologie der digitalen Transformation halten. „Die Smart Meter werden als Datendrehscheibe zu zahlreichen neuen Anwendungen, Produkten und Geschäftsmodellen führen“, wird Teufel hierzu zitiert. 

    Im Artikel „Wie Stadtwerke in Zukunft von Smart Metering profitieren können“ erklärt EY: „Je mehr Unternehmen die Smart Meter-Daten für ihr Business nutzen und je mehr diese Services untereinander vernetzt werden können, desto stärker wächst das Plattformgeschäft. Typischerweise partizipiert der Plattform-Betreiber, hier das Stadtwerk, an den Transaktionserlösen.“ mm

  • Basel beginnt mit Umrüstung auf Elektrobusse

    Die Basler Verkehrs-Betriebe (BVB) planen, bis 2027 insgesamt 126 Elektrobusse zu beschaffen. Damit setzen die BVG den gesetzlichen Auftrag um, ihre Angebote im öffentlichen Verkehr des Kantons Basel-Stadt bis 2027 mit 100 Prozent erneuerbarer Energie zu betreiben. In den kommenden Tagen schreiben die BVB die erste Beschaffungsetappe von 62 E-Bussen aus. Sie sollen 2022 in Betrieb gehen. „Ich freue mich, dass wir nun nach einer langen Planungsphase endlich die ersten konkreten Schritte hin zu einem umweltfreundlichen und modernen E-Bussystem machen können“, wird BVB-Direktor Bruno Stehrenberger in einer Medienmitteilung zitiert.

    Ebenfalls öffentlich ausgeschrieben werden dieser Tage die Leistungen für den Generalplaner der Garage Rank. Sie werde zwischen 2023 und 2027 vollständig neu gebaut, weil sie nicht mehr den heutigen Anforderungen entspreche. Zu einem späteren Zeitpunkt soll dort auch Wohnraum realisiert werden. Während dieser Bauphase werden die Busse auf zwei Ersatzarealen abgestellt.

    Für den Aufbau einer entsprechenden Ladestruktur in der Garage Rank und in den provisorischen Abstellbereichen sind die Industriellen Werke Basel (IWB) zuständig. Zudem werden die IWB an fünf Endhaltestellen sogenannte Gelegenheitsladestellen installieren, wo Busse während ihrer Wartezeit Strom nachladen können. Das steigere ihre Reichweite und mache das gesamte Busnetz flexibler.

    Die Umrüstung der Busflotte kostet insgesamt rund 360 Millionen Franken. Davon entfallen rund 147 Millionen Franken auf die Beschaffung der E-Busse. Etwa 161 Millionen Franken kosten der Neubau der Garage Rank, die Provisorien und weitere kleinere Infrastrukturanpassungen. Auf rund 52 Millionen Franken belaufen sich die Kosten für den Aufbau der Ladeinfrastruktur durch die IWB. Das entsprechende Darlehensbegehren liegt nun beim Grossen Rat. mm

  • Immobilien-Summit beleuchtet Wandel

    Bereits im Eingangsreferat von André Ingold stand das Thema Wandel im Mittelpunkt des diesjährigen Immobilien-Summit der Flughafenregion Zürich AG (FRZ). Konkret stellte der frisch gewählte Präsident der FRZ die rund 20 grossen geplanten oder im Bau befindlichen Bauprojekte in der Flughafenregion vor, erläutert die FRZ in einer Mitteilung zur Veranstaltung. Exemplarisch hatte Ingold den geplanten Stadtteil Steinacker in Kloten herausgestrichen. Hier soll entlang der Glattalbahn ein Stadtgebiet für 6700 Bewohner und 4000 Beschäftigte entstehen.

    Als Hauptredner hatte die FRZ den langjährigen Bundesminister und ehemaligen deutschen Vizekanzler (SPD), Sigmar Gabriel, gewinnen können. Der im Mai in den Aufsichtsrat der Deutschen Bank gewählte ehemalige Spitzenpolitiker ging in seinem Referat auf die Herausforderungen für Europa wie den Brexit, die Coronavirus-Pandemie und den Handelskrieg zwischen den USA und China ein. Im Hinblick auf die Schweiz erklärte Gabriel, die Entwicklung der Schweiz spräche dafür, „dass der bisherige Weg dieses Landes richtig war“. Dabei habe sich das Land  „gerade wegen dem engen und entspannten Verhältnis zur EU so gut entwickelt“, meinte Gabriel.

    Tobias Straumann legte seine Sicht auf die Entwicklungen am Immobilienmarkt dar. „In den nächsten ein bis zwei Jahren liegt die Wahrscheinlichkeit einer Immobilienkrise bei null Prozent“, wird der Wirtschaftshistoriker in der Mitteilung zitiert. Ihm zufolge droht weder ein Zinsschock noch ein „ruinöser Verdrängungswettbewerb“.

    In weiteren Referaten stellten Unternehmerpersönlichkeiten wie André Wyss, CEO der Implenia AG, Christine Novakovic, Vorstandsvorsitzende von UBS Europe SE, Romeo Deplazes, Bereichsleiter Solutions und Mitglied der Geschäftsleitung der Energie 360° AG, und  Rudolf Tschopp, Partner bei Asia Green Real Estate die Strategien ihrer Unternehmen im Umgang mit den globalen Transformationsprozessen vor. hs

  • Kanton Solothurn will aus Alpiq aussteigen

    Kanton Solothurn will aus Alpiq aussteigen

    Der Kanton Solothurn trennt sich von seinem Anteil an Alpiq. Derzeit hält er mit 1‘563‘520 Aktien einen Anteil von 5,61 Prozent am Lausanner Energiekonzern. Wie der Regierungsrat in einer Mitteilung schreibt, will er davon 861‘429 Aktien an Primeo-Energie mit Sitz in Münchenstein BL und 331‘104 Aktien an Regio Energie Solothurn. Für die verbleibenden 370‘987 Aktien sucht der Regierungsrat weitere Interessenten.

    Der Verkauf an die beiden regionalen Energieversorger erfolgt zu einem Aktienpreis von 70 Franken und bringt dem Kanton 113 Millionen Franken. Da der Kanton die Aktien mit einem Wert von 56 Franken in den Büchern führt, ergibt sich ein Buchgewinn von 16,7 Millionen Franken.

    Der Kanton hält die Alpiq-Aktien dank seiner Beteiligung am Vorläuferunternehmen Atel, die noch aus den 60er Jahren stammt. Er macht mit dem Verkauf von einem Recht Gebrauch, das im Aktionärsbindungsvertrag der drei Aktionärsgruppen EOS Holding, der Credit Suisse-Tochter Schweizer Kraftwerksbeteiligung-AG und dem Konsortium Schweizer Minderheiten (KSM) von 2019 gewährt worden ist. Der Kanton Solothurn gehört dem KSM an. Laut der Klausel von 2019 kann er seine Aktien entweder an bestehende Mitglieder der KSM oder an regionale Energieversorger verkaufen.

  • Pandemie verzögert Erholung im Schweizer Hochbau

    Pandemie verzögert Erholung im Schweizer Hochbau

    Die Bautätigkeit im Hochbau werde in diesem Jahr um 3,1 Prozent geringer als im Vorjahr ausfallen, prognostiziert BAK Economics in einer Mitteilung zur aktuellen Bauprognose des Wirtschaftsforschungsinstituts. Im kommenden Jahr wird ein weiterer Rückgang um 1,8 Prozent erwartet. Als Begründung weist BAK Economics auf im Jahresvergleich gesunkene Zahlen bei im Bau befindlichen Projekten, Baubewilligungen und Baugesuchen hin. „Diese Indikatoren sprechen dafür, dass sich die Hochbautätigkeit in einem zyklischen Abschwung befindet“, erläutern die Analysten.

    Sie gehen von einem Abschwung in allen Sparten des Hochbaus aus. Dem Wohnbau käme dabei allerdings aufgrund des besonders hohen Anteils eine besondere Rolle zu, heisst es weiter in der Mitteilung. Hier hätten steigende Leerstände zu einem Rückgang der Baubewilligungen seit 2018 geführt.

    Der Betriebsbau werde hingegen vor allem von den Auswirkungen der Pandemie gebremst, da in dieser Sparte Bauprojekte von besonders betroffenen Branchen wie dem Tourismus erfasst werden, erläutern die Analysten. Den Abwärtstrend beim Infrastrukturbau führen sie hingegen eher auf zyklische Effekte zurück.

    Mittelfristig gehen die Analysten von einer wieder steigenden Hochbautätigkeit in allen Sparten und Landesregionen aus. Dem Wohnbau werden dabei schwächere Wachstumsraten als in der Vergangenheit prognostiziert. Gute Perspektiven sehen die Analysten aufgrund gewachsener Bedeutung von Transport- und Logistik für den Lager- und Hallenbau. Regional weisen sie der Region Zürich/Aargau sowie dem Genferseeraum die höchsten Wachstumsperspektiven zu.

  • Kanton Zürich und SBB planen Velo- und Busprojekte gemeinsam

    Kanton Zürich und SBB planen Velo- und Busprojekte gemeinsam

    Der Kanton Zürich will bei anstehenden Projekten enger mit der SBB zusammenarbeiten. Damit wollen beide Partner laut einer kantonalen Medienmitteilung Synergien nutzen und Kosten sparen. Für den Kanton Zürich habe sich gezeigt, dass es sinnvoll ist, die drei kantonalen Vorhaben zum Ausbau des Velo- und Busnetzes ins Grossprojekt Brüttenertunnel zu integrieren und gemeinsam mit der SBB an diesen Projekten zu arbeiten.

    „Das Projekt Brüttenertunnel bietet die Chance, in der Region Glattal Hand in Hand das bis dato umfangreichste Veloprojekt im Kanton Zürich zu realisieren und den öffentlichen Verkehr auszubauen“, wird Volkswirtschaftsdirektorin Carmen Walker Späh in der Mitteilung zitiert. Gemäss Gesamtverkehrskonzept des Kantons Zürich soll der Anteil des Veloverkehrs am gesamten Verkehrsaufkommen bis 2030 kontinuierlich auf 8 Prozent erhöht werden.

    Deshalb hat der Regierungsrat beim Kantonsrat einen Objektkredit in Höhe von 73,1 Millionen Franken beantragt. Damit soll das Pilotprojekt einer Veloschnellroute von Zürich-Oerlikon über Wallisellen und Dübendorf ins Zürcher Oberland „hindernisfrei, zusammenhängend, sicher und komfortabel“ realisiert werden.

    Als Zubringer zu dieser Veloschnellroute ist eine Velohauptverbindung vom Quartier Im Lampitzäckern in Dietlikon entlang der SBB-Strecke in Richtung Baltenswil eine Velohauptverbindung gedacht. Auch sie ist Bestandteil dieses Synergieprojekts. Mit der Umgestaltung der Bahnhofstrasse soll die Velostrecke in Dietlikon und Wangen-Brüttisellen durchgehend zur Hauptverbindung ausgebaut und die Netzlücke Richtung Baltenswil geschlossen werden.

    Schliesslich wird im Zuge der Bauarbeiten am Brüttenertunnel die Unterführung Baltensilerstrasse in Bassersdorf aufgehoben. Als Ergänzung plant der Kanton eine Busspur, um den Busbetrieb von Baltenswil zum Bahnhof Bassersdorf bevorzugen zu können.

    Das Plangenehmigungsverfahren für den Brüttenertunnel und die drei Begleitprojekte läuft von 2023 bis 2025. Die Begleitprojekte werden der Öffentlichkeit vor der frühestens für Ende 2034 geplanten Inbetriebnahme des Tunnels etappenweise übergeben.

  • Sanierungsrate bei Gebäuden ist noch zu niedrig

    Sanierungsrate bei Gebäuden ist noch zu niedrig

    2019 wurden durch das Gebäudeprogramm von Bund und Kantonen rund 265 Millionen Franken Fördermittel ausbezahlt, ein Viertel mehr als im Vorjahr. Das geht aus dem Jahresbericht 2019 des Gebäudeprogramms hervor. Dieses Programm ist ein wichtiger Pfeiler der Schweizer Energie- und Klimapolitik. Es basiert auf Artikel 34 des CO2-Gesetzes.

    Insgesamt erhielten die Antragsteller 2019 laut einer Medienmitteilung des Gebäudeprogramms rund 265 Millionen Franken Fördergelder ausbezahlt (2018: 211 Millionen). Die meisten Fördermittel gingen im vergangenen Jahr mit 133 Millionen Franken an Wärmedämmprojekte. Das grösste Wachstum verzeichneten Förderbeiträge für Systemsanierungen; sie stiegen um 70 Prozent auf 60 Millionen Franken. Solar- und Lüftungsanlagen wurden mit 35 Millionen Franken gefördert. 4100 fossile Systeme wurden durch Heizsysteme mit erneuerbarer Energie ersetzt, am häufigsten durch eine Wärmepumpe.

    Laut der Mitteilung werden die im Jahr 2019 dank Fördergeldern umgesetzten Massnahmen über ihre gesamte Lebensdauer 5,4 Milliarden Kilowattstunden Strom und 1,2 Millionen Tonnen CO2 einsparen. Doch sei die Sanierungsrate zu tief, um die Schweizer Energie- und Klimaziele bei Gebäuden zu erreichen. Um einen grösseren Anreiz zu bieten, werden seit 2019 höhere Fördersätze gewährt. Dies habe die erzielte Wirkung verringert: Wurden 2018 noch 159 Franken pro eingesparter Tonne CO2 eingesetzt, waren es 2019 bereits 205 Franken. Auch die Zunahme bei den kostenintensiveren Systemsanierungen habe die Wirkung pro gewährtem Förderfranken sinken lassen.

    Positiv sei der Beschäftigungseffekt des Gebäudeprogramms: Er liege bei 2100 Vollzeitäquivalenten und etwa 82 Millionen Franken zusätzlicher inländischer Wertschöpfung.

  • André Ingold präsidiert neu die Flughafenregion

    André Ingold präsidiert neu die Flughafenregion

    An der achten Generalversammlung der FRZ am 15. September in Dübendorf haben 180 Vertreter von Mitgliedern des Wirtschaftsnetzwerks teilgenommen, informiert die FRZ in einer Mitteilung. Derzeit gehören der FRZ 644 Unternehmen, zwölf Städte und Gemeinden sowie 19 Verbände und Vereinigungen aus der Region an. Per Ende Geschäftsjahr 2019 hatte das Wirtschaftsnetzwerk noch knapp 640 Mitglieder gezählt.

    Zur diesjährigen Generalversammlung war Präsident René Huber von seinem Amt zurückgetreten, wird in der Mitteilung weiter erläutert. Der seit 2006 als Stadtpräsident von Kloten amtierende Huber (SVP) sei 2011 „massgeblich an der Schaffung“ der FRZ beteiligt gewesen, heisst es dort weiter. Mit seinem Rücktritt wolle der scheidende Präsident eine „gestaffelte Erneuerung der Führungsstrukturen“ des Wirtschaftsnetzwerks einleiten. In Würdigung seiner Verdienste um die FRZ wurde Huber von der Generalversammlung zum ersten Ehrenpräsidenten der FRZ ernannt.

    Als Nachfolger für Huber hatte der Vorstand der FRZ den amtierenden Stadtpräsidenten von Dübendorf, André Ingold (SVP), vorgeschlagen. Die Teilnehmer der Generalversammlung seien diesem Vorschlag einstimmig gefolgt, schreibt die FRZ. Neu in den Vorstand wurden zudem Jan Schibli von der Schibli Gruppe und die Gemeindepräsidentin von Dietlikon, Edith Zuber (SVP), gewählt.

  • Altendorf setzt auf innovative Beleuchtung

    Altendorf setzt auf innovative Beleuchtung

    Eine innovative Lichtsteuerung in der Gemeinde Altendorf misst die Anzahl der Fahrzeuge und passt das Licht dem Verkehr an. Sie verbraucht weniger Energie und reduziert das Lichtniveau auf das notwendige Minimum. Laut einer Medienmitteilung zeigt Altendorf damit „als erste Gemeinde auf, wie man ein intelligentes System einfach und kostengünstig umsetzen kann“. Der Kanton Schwyz hatte Mitte August entschieden, die Gemeinden bei der Umrüstung finanziell zu unterstützen.

    Schon seit 2010 habe Altendorf mit der Umrüstung auf LED-Leuchten begonnen. Für die nun begonnene Sanierungsetappe entschied sich die Gemeinde für die verkehrsabhängige Lichtsteuerung TrafficDim der Firma Elektron aus Wädenswil ZH. Das System „gehört zu den effizientesten Lichtsteuerungen, die es auf dem Markt gibt“, heisst es in der Mitteilung.

    Mit den vor Ort erfassten Verkehrsdaten werden die Leuchten über ein Lichtmanagementsystem bedarfsgerecht gesteuert, „ohne Einschränkungen der Sicherheit“. Die Veränderungen seien sanft und kaum wahrzunehmen. „Wir wollten keine nervöse Beleuchtung, kein ständiges Auf und Ab des Lichts“, wird Markus Weber, der Leiter des örtlichen Tiefbauamts, zitiert.

    Rund 60 dieser Leuchten von der Elektrizitätsversorgung Altendorf AG (EVA) installieren zu lassen, sei „ein Gebot der Stunde“, so Erich Keller, Gemeinderat für Tiefbau und Werke. „Altendorf möchte Energiestadt werden. Dazu gehört auch, den Energieverbrauch der Strassenbeleuchtung auf ein Minimum zu senken.“ Die Beleuchtung seiner Hauptverkehrsachse, einer vielbefahrene Kantonsstrasse, verbrauche rund 20 Prozent der gesamten Strassenbeleuchtungsinfrastruktur. Deshalb biete sie „die idealen Voraussetzungen für den Einsatz einer innovativen Lichtsteuerung“.

    Die Gemeinde „Altendorf hat bei der Sanierung ihrer öffentlichen Beleuchtung alles richtig gemacht“, findet der Smart-City-Experte und CEO von Elektron, Enrico Baumann. „Sie hat früh mit dem Umrüsten auf LED begonnen und den technologischen Fortschritt in den letzten zehn Jahren fortlaufend berücksichtigt. Mit dem Einsatz von TrafficDim übernimmt sie schweizweit eine Vorreiterrolle.“

  • Terra Raetica soll Alpenbahnkreuz erhalten

    Terra Raetica soll Alpenbahnkreuz erhalten

    Vertreter aus Graubünden, Südtirol, Tirol und der Lombardei haben sich darauf verständigt, die grenzüberschreitende Mobilität im Dreiländereck zwischen der Schweiz, Österreich und Italien vor allem auf der Schiene zu verbessern. Bei einem Treffen in Graun im Vinschgau unterzeichneten sie laut einer Medienmitteilung des Kantons Graubünden eine entsprechende Absichtserklärung.

    Demnach wollen die vier Regionen in der sogenannten Terra Raetica ihre Massnahmen zur Schaffung eines integrierten Mobilitätssystems aufeinander abstimmen. Mit einem attraktiven Alpenbahndrehkreuz und der Anbindung an das internationale Schienennetz soll der alpenquerende Strassenverkehr verringert werden. Damit nehme auch die Umweltbelastung ab, „was wiederum eine touristische Aufwertung mit sich bringt“, heisst es in der Mitteilung.

    „Heute legen wir den Grundstein für eine intensive Zusammenarbeit und Zukunftsvision, ein Schienen-Alpenkreuz zwischen Österreich, Italien und der Schweiz“, wird der Tiroler Landeshauptmann Günther Platter zitiert. „Die Mobilität der Zukunft braucht einen mutigen Ansatz und dieser darf nicht an den Ländergrenzen Halt machen.“ Das Motto laute seit Jahren „Grenzenlos mobil – und das autofrei“, so seine Stellvertreterin und Tiroler Verkehrslandesrätin Ingrid Felipe.

    Laut dem Bündner Regierungsvizepräsidenten Mario Cavigelli werde durch diese Vereinbarung eine wertvolle Plattform geschaffen, um sich über Bedürfnisse und Massnahmen im öffentlichen Verkehr (ÖV) grenzüberschreitend auszutauschen. So könnten im Interesse von Bevölkerung und Wirtschaft Transportketten und Umsteigemöglichkeiten zwischen den verschiedenen ÖV-Systemen der vier Anrainerregionen „bestmöglich“ abgestimmt werden.

    Im November startet eine Fachleutegruppe mit den Planungsarbeiten für einer Bahnverbindung in der Terra Raetica. Begleitet wird sie von einem Lenkungsausschuss aus Regierungsvertretern und -vertreterinnen der vier Anrainerregionen.

  • Zu viel gebaut? Dass der Immobilienmarkt nicht mehr alles absorbiert, ist eine Chance.

    Zu viel gebaut? Dass der Immobilienmarkt nicht mehr alles absorbiert, ist eine Chance.

    Wurde in der Schweiz zu viel gebaut? Vielleicht zu viel am falschen Ort? Zwar könne man nicht von DEM Schweizer Immobilienmarkt sprechen, da sich dieser in verschiedene Teilmärkte gliedere, trotzdem habe sich die Absorptionszeit allgemein verlängert, sagen die sieben Immobilienentwickler, die sich im Juni zum HIG-Expertengespräch trafen. Sie gehen davon aus, dass es immer einen Grundstock an Wohnungen braucht – nur eben wo und welche, das ist die Frage. Eine Frage, die dazu führt, neu über Qualität nachzudenken.

    «Qualität vor Quantität» – diesen Satz gab es schon vor fünfzig Jahren. Aber während Qualität damals mit Luxus assoziiert wurde, denkt man heute an bedürfnisgerechtes, nachhaltiges Bauen. Das mag teurer in der Erstellung sein, zahlt sich aber längerfristig aus. Dass der Markt nicht mehr alles absorbiert, ist also auch ein Gewinn. Denn von einer besseren Qualität profitieren letztlich alle – die Bewohner und Nutzer wie die Ersteller und Investoren.

    «Vielleicht wurde zu viel gebaut und dabei sind austauschbare Wohnblöcke entstanden. Deshalb setzen wir uns jetzt intensiver mit dem Thema Qualität auseinander. Das ist der positive Aspekt an dieser Entwicklung»

    Roland Thoma

    Das A B C der Lage – Qualität vor Quantität
    Rund 75’400 Wohnungen standen 2019 in der Schweiz leer*, Tendenz steigend. Während noch vor zwei, drei Jahren die Verkaufs- bzw. Vermietungsquote bei Fertigstellung einer Immobilie durchschnittlich 95 Prozent betrug, sind es heute nur noch 80 bis 85 Prozent. Je peripherer die Lage, desto länger die Absorptionszeit. In den urbanen Zentren kommen bis zu 1000 Anfragen auf eine Wohnung, und weil die Kapazitäten begrenzt sind, muss sich der Bedarf verlagern. So besteht auch jenseits der Zentren und A-Lagen eine solide Nachfrage, zum Beispiel nach Stockwerkeigentum im mittleren und tiefen Preissegment. Hingegen zählen die einst begehrten Luxuswohnungen auch in den Zentren zu den Ladenhütern, während Mietwohnungen im tiefen Preissegment fast überall sofort absorbiert werden.

    Es geht also um die richtige Lage mit einem Produkt für das richtige Segment. Trotzdem: «In strukturschwächeren Regionen brauchen wir auch im mittleren Segment länger als noch vor zwei bis drei Jahren», sagt zum Beispiel René Frauenknecht von der Steiner AG. «Wir lassen heute die Finger von Orten, die bereits hohe Leerstände aufweisen und sind zurückhaltend, an B- und C-Lagen zu entwickeln». Die Gefahr, es doch zu tun, sei dem relativ hohen Akquisitionsdruck geschuldet: «Nach wie vor gibt es grosse Pensionskassen, die sehr aggressiv am Markt auftreten und Landsicherungen tätigen. Ganz entscheidend ist, dass Lagequalität vor Quantität kommt. Das ist neu. Bis vor einigen Jahren konnte man nicht sehr viel falsch machen, wenn man mal ein Grundstück an einer schlechten Lage akquiriert hatte», so Frauenknecht. «Auch die niedrigen Zinsen können zu Fehlentscheiden führen, da Risiken allenfalls nicht richtig bewertet werden. Das falsche Produkt an der richtigen Lage funktioniert heute nicht mehr», ergänzt Tobias Rotermund von der Odinga Picenoni Hagen AG.

    Die Ratings von Analysten wie Fahrländer oder Wüest Partner seien zwar eine wichtige Grundlage, sagen die Entwickler, aber man müsse diese Standortanalysen vor Ort verifizieren sowie interpretieren, um nicht einfach das zu wiederholen, was in der Vergangenheit funktioniert hat. «Standortanalysen erfolgen mehrheitlich datenbasiert und digital», sagt Marc Lyon von der Implenia Schweiz AG. «Würden wir die Vorschläge der Software für unsere Entwicklungsstrategien und Produktdefinition strikt verfolgen, hätten wir immer das Gleiche ohne Innovationen. Wir würden einfach nur eine Kopie von der bebauten Substanz der letzten Jahre machen. Diese datenbasierten Grundlagen sind unbestritten wichtig, aber die menschliche Interpretation ist wirklich notwendig. Wir nehmen ein Grundstück eben ganz anders wahr und haben einen ganz anderen Bezug, wenn wir uns ein Bild vor Ort machen und uns das Grundstück nicht nur über Google-Maps und Street-View anschauen».

    «Würden wir die Vorschläge der Software für unsere Entwicklungsstrategien und Produktdefinition strikt verfolgen, gäbe es keine Innovation»

    Marc Lyon

    So schlicht wie überzeugend – neue Konzepte
    Hat man das Potenzial eines Ortes eruiert, geht es darum, ein zukunftsgerechtes Konzept zu entwickeln. Wir kann das aussehen?

    Da eine automatische Preissteigerung von den Nutzern heute nicht mehr ohne weiteres akzeptiert wird, steht die Flächeneffizienz im Fokus der Entwickler. Erreicht wird sie zum Beispiel durch Flächenreduktion, kompakte Grundrisse, Vorfabrikate, standardisierte Bauprozesse und den Verzicht auf Gadgets. Was dabei herauskommt, muss nicht Null-acht-fünfzehn sein. «Man kann auch an schwierigen Lagen mit schlichter, aber überzeugender Architektur und einer günstigen Produktion mit lokalen Unternehmen eine gute Qualität erreichen», ist die Erfahrung von Tobias Rotermund. So seien grosse Balkone beliebt und nicht zwangsläufig teuer, eine gute Möblierbarkeit mache die fehlenden Quadratmeter wett und Architektur könne so schlicht wie überzeugend sein.

    Man kann auch an schwierigen Lagen mit schlichter, aber überzeugender Architektur und günstiger Produktion eine gute Qualität erreichen»

    Tobias Rotermund

    Was die Vielfalt der Wohnungstypologien betrifft – die ist zwar teurer in der Erstellung, nützt aber langfristig der Vermietung. Weitere Komponenten, die sich auf die Wohnqualität auswirken, sind Erreichbarkeit, Aussenraumgestaltung, Nachhaltigkeit, Mobilität oder Nachbarschaft. «Es gibt einen ganzen Strauss von Möglichkeiten, um das Mietwohnen zu diversifizieren und sich am Markt positiv hervorzuheben», sagt Valentin Müller von der UTO Real Estate Management AG. «Hierzu zählen Wohntypologien, die auf eine spezifische Zielgruppe fokussieren sowie integrierte Mobilitätskonzepte, die die Wohnungen mit dem Umfeld optimal vernetzen. Und nicht zu vergessen: die Siedlungsqualität. Wir sprechen hier von ‹Lebensraum›, von Räumen mit hoher Aufenthaltsqualität. Dafür braucht es Konzepte. Mit einer guten Überbauung kann man eine gute Mikrolage schaffen, die den menschlichen Bedürfnissen entspricht».

    Aber welche Bedürfnisse hat die konkrete Zielgruppe am konkreten Ort? Wollen die Leute repräsentative Architektur oder sich mit dem Ort, an dem sie leben, identifizieren? Legen sie Wert auf nachbarschaftlichen Austausch oder bevorzugen sie Privatheit? Nehmen sie als Kompensation für die B- oder C-Lage den üppig begrünten Aussenraum in Kauf? … Wer bestimmt, was Qualität ist? Die Architekturelite? Die Nutzer?

    Dass der Einbezug der Betroffenen die Akzeptanz und die Qualität eines Projektes fördert, ist eine zentrale Erkenntnis in der Immobilienkommunikation. Damit wird neben der Qualität des Produktes auch die Qualität des Entwicklungsprozesses wichtiger.

    «Ob ein Projekt akzeptiert wird, liegt nicht zuletzt am Einbezug der Bevölkerung»

    Claudia Siegle

    «Der frühe Einbezug der Bevölkerung in das Projekt Mattenhof in Luzern Süd hat sich gelohnt», sagt Claudia Siegle von der Mobimo Management AG. «Wichtig ist, dass sich die Leute mit dem Ort, an dem sie leben, identifizieren können. Dazu gehört in diesem Fall das Entstehen von Nachbarschaften. So lebt man im Mattenhof nicht einfach in einem Wohngebäude, sondern in einem gemischt genutzten Quartier, wo man sich beispielsweise durch Apps miteinander vernetzen kann». Auch für Tobias Achermann, ehem. CEO der Zug Estates AG, hat sich der Dialog mit den Betroffenen bewährt: «Bei der Weiterentwicklung des Stadtteils ‹Metalli› haben wir gute Erfahrungen damit gemacht, die Zuger Bevölkerung einzubeziehen. Über eintausend Menschen brachten sich mit ihren Gedanken und Vorschlägen ein. Dieses Vorgehen sehe ich als Grundstein für den weiteren Verlauf eines Projektes an».

    Die Bevölkerung einzubeziehen nützt nicht nur dem Produkt und seinen zukünftigen Nutzern, sondern auch der politischen Akzeptanz. Zum Beispiel taucht die Behauptung, dass zu viel gebaut wird, regelmässig in den Medien auf und ist in Abstimmungskämpfen ein schweres Argument: «Oft wird die Bauwirtschaft als Treiber eines Wachstums wahrgenommen, das man nicht überall begrüsst ̶ insbesondere in den peripheren und ländlichen Gebieten haben die Menschen den Eindruck, dass vorrangig gebaut wird, weil Investoren Geld anlegen müssen und nicht, weil es einem Bedürfnis entspricht. Die Betroffenen an einem Projekt mitwirken zu lassen und echte Bedürfnisgerechtigkeit herzustellen, erhöht nicht nur die Qualität, sondern auch die gesellschaftliche und politische Akzeptanz eines Projektes», ist die Erfahrung von Werner Schaeppi, Experte für Bau- und Immobilienkommunikation.

    Innovation gegen Bürokratie – Sorgenkind Erdgeschoss
    Die Entwicklung der Branche hat dazu geführt, dass sich nicht nur die Immobilienprojekte, sondern auch deren Ersteller positionieren müssen. Zum Beispiel durch Innovationen, wie einem CO2-freien Energiesystem und dem Bauen mit Holz in der «Suurstoffi» in Rotkreuz, die Tobias Achermann als Beispiel nennt. Oder durch innovative Mobilitätskonzepte, die von der UTO Real Estate Management AG entwickelt und umgesetzt werden. Überhaupt habe sich das Unternehmen Innovation auf die Fahnen geschrieben, sagt Valentin Müller. Diese sei ein Mind-Set, das in der Unternehmenskultur fusse und in die Entwicklungsprojekte einfliesse. Allerdings bräuchten neue Konzepte auch einen langen Atem, zum Beispiel beim Spiessrutenlauf durch die Reglementendichte.

    Sorgenkind Nummer eins der Entwickler sind die Erdgeschossnutzungen. Erdgeschosse durch gewerbliche Nutzungen zu beleben, ist schwierig, das wird sich mit dem zunehmenden Online-Handel und Wandel des Detailhandels noch verschärfen. Auch sind die Hygienemassnahmen im Kontext von neuen Viren wie Covid-19 schwer abschätzbar, so würden zum Beispiel langfristige Richtlinien wie Abstandsregeln den Flächenbedarf im Gewerbe erhöhen. Gerade für die Erdgeschossnutzungen braucht es also innovative Konzepte, die aber oft an den langlebigen Planungsinstrumenten scheitern. Denn wenn ein Bebauungsplan zehn bis fünfzehn Jahre alt ist, entspricht er unter Umständen nicht mehr den aktuellen Anforderungen.

    «Warum soll es in Erdgeschossen zum Beispiel keine Wohnnutzung geben?», fragen die Entwickler. Dass gewerbliche Erdgeschossnutzungen per se viel Fussverkehr erzeugen, sei eine romantische Vorstellung. Erdgeschosse müssten situations- und lagegerecht sein und zur Quartierinfrastruktur passen. «Man muss sich fragen, ob die Überbauung mit einer Erdgeschossnutzung attraktiver wird», fasst Roland Thoma von der HIG Immobilien Anlage Stiftung zusammen. «Ein Buchladen ist zwar nicht attraktiv für die Rendite und muss quersubventioniert werden, aber er kann dem Quartier vielleicht einen Mehrwert bieten».

    «Innovation fusst in der Unternehmenskultur und fliesst in die Projekte ein»

    Valentin Müller

    Hochbau und Homeoffice – ein Blick in die Glaskugel
    Wie geht es weiter? Wird der Markt in zwanzig, dreissig, fünfzig Jahren gesättigt sein, und braucht es dann andere Anlagetätigkeiten? Gemäss den Teilnehmern des HIG-Expertengesprächs wird es im Bereich Hochbau eine Verlagerung vom Neubau zur Modernisierung, Sanierung, Aufstockung und Umnutzung geben. Der Bereich Infrastruktur wird mit öffentlichen Bauten wie Spitälern und Bahnunterhalt etc. wachsen, und auch das Thema Nachhaltigkeit wird sich weiter etablieren. «Heute gehören bei der Entwicklung eines Projektes gewisse Nachhaltigkeitsgrundsätze dazu», meint Tobias Achermann. Zudem sei altersgerechtes Bauen ein grosses Thema: «Bis 2030 wird die Altersgruppe 65plus um dreissig Prozent zunehmen. Als Investor und Entwickler setzt man auf die richtige Karte, wenn man sich in diesem Segment mit entsprechenden Infrastruktur- und Community-Konzepten positioniert», so Achermann.

    «Wenn man sich heute im Bereich altersgerechtes Bauen positioniert, setzt man als Investor und Entwickler auf die richtige Karte»

    Tobias Achermann

    Am Thema Homeoffice scheiden sich die Geister. Die Entwickler berichten, dass der gemeinsame kreative Prozess während des Corona-Lockdowns enorm gelitten hätte. So mussten zum Beispiel Studienaufträge verschoben werden, weil die Architekturbüros im virtuellen Austausch nicht so produktiv wie gewohnt sein konnten. Andere Bereiche funktionieren hingegen sehr gut im Homeoffice. Sie eröffnen das Potenzial für eine Zukunft, in der es eventuell neue Arbeitsformen, zumindest aber weniger Pendelverkehr gibt. Wie dieses Potenzial genutzt wird, ist im Moment nicht absehbar. Einerseits holen viele Unternehmen ihre Mitarbeiter wieder zurück in die Unternehmensräumlichkeiten, andererseits treiben Branchen wie die New Economy den Trend Homeoffice voran. Für das Bauen der Zukunft würde Homeoffice mehr Fläche und Nutzungsflexibilität bei den Wohnräumen erfordern, was aber mit der Bestrebung, kostengünstig durch Flächenreduktion zu bauen, kollidiert.

    Noch einmal zurück zu den Erdgeschossen: Wären hier zum Beispiel Co-Working Spaces denkbar, die das Modell Homeoffice erweitern? Vielleicht im Rahmen einer Sharing-Economy, oder auch nicht-kommerziell in Erweiterung des klassischen Gemeinschaftsraumes? Hierzu gibt es bei einigen Entwicklern konzeptionelle Gedanken, die aber damit stünden und fielen, ob es gelänge, die Behörden mit ins Boot zu holen. Als Entwickler die Entwicklung abzuwarten, sei jedenfalls selten die richtige Haltung. ■

    *Bundesamt für Statistik BFS, erhoben am 1.6.2019, www.bfs.admin.ch

  • Epic Suisse will an die SIX

    Epic Suisse will an die SIX

    Die Epic Suisse AG will in den kommenden Monaten an die Börse. Durch die Ausgabe neuer Aktien will das Unternehmen dabei einen Bruttoerlös von rund 200 Millionen Franken erzielen, wie aus einer Medienmitteilung hervorgeht.

    Den Nettoerlös aus dem Börsengang will Epic Suisse in erster Linie für die Finanzierung von künftigen Zukäufen, für laufende Entwicklungsprojekte und für allgemeine Unternehmenszwecke verwenden. Ausserdem sollen mit dem frischen Geld Schulden getilgt werden. Nicht zuletzt soll der Börsengang den Bekanntheitsgrad des Unternehmens in der Öffentlichkeit steigern.

    Zum Portfolio von Epic Suisse gehören 24 Immobilien mit einem Marktwert von 1,3 Milliarden Franken. Das Unternehmen ist in erster Linie auf Büro- und Logistikgebäude sowie Einkaufszentren spezialisiert. Die meisten Immobilien in seinem Portfolio befinden sich in der Genferseeregion sowie im Wirtschaftsraum Zürich.

    Seit der Gründung im Jahr 2004 befindet sich Epic Suisse im Besitz der israelischen Alrov Gruppe und der Familie Greenbaum. Sie werden im Rahmen des Börsengangs keine Aktien verkaufen und wollen weiterhin an der langfristigen Entwicklung des Unternehmens beteiligt sein.

  • Neue chinesische Stadt soll vollständig autark sein

    Neue chinesische Stadt soll vollständig autark sein

    Das in Barcelona ansässige Architekturbüro Guallart Architects hat die Ausschreibung für die Planung der neuen chinesische Stadt Xiong’an gewonnen. Sie soll widerstandsfähig sein und sich zu 100 Prozent selbst versorgen können. Nach dem Willen des chinesischen Präsidenten soll sie zum „neuen Standard für die Post-COVID-Ära“ werden.

    Einem Artikel der Thomson Reuters Foundation zufolge wird Xiong’an als eine autarke Stadt konzipiert, die ihre Energie, Lebensmittel und andere Ressourcen selbst produziert. Sie wird über Dachfarmen und Gewächshäuser, drohnenfreundliche Terrassen und gemeinschaftlich genutzte 3-D-Drucker verfügen. Darüber hinaus werden Wohnungen mit Platz für Home Offices geplant, damit ihre Bewohner im Falle künftiger Pandemien von zuhause aus arbeiten zu können. Das umweltfreundliche Design des Stadt umfasst Wohnblöcke aus Kreuzlagenholz, erneuerbare Energie und Strassen, die ausschliesslich Fussgängern und Radfahrern vorbehalten sind.

    „Wir können Städte und Gebäude jetzt nicht mehr so entwerfen, als ob nichts geschehen wäre“, wird Vincent Guallart, Gründer von Guallart Architects und ehemaliger Chefarchitekt der Stadt Barcelona, in dem Artikel zitiert. „Unser Vorschlag ergibt sich aus der Notwendigkeit, Lösungen für die unterschiedlichen Krisen zu finden, die sich gleichzeitig auf unserem Planeten abspielen. Sie sollen eine neue Art urbanen Lebens erschaffen, das auf biologischer Kreislaufwirtschaft basiert. Das wird Städte und Gemeinden stärker machen.“

    Der vorliegende Entwurf sei stark von den Erfahrungen des Architektenteams während des Lockdowns in Spanien beeinflusst worden. „Wir wollten ein Plädoyer abgeben für die Dinge, von denen wir denken, dass sie während eines Lockdowns und in auch Zukunft wichtig sind. Wenn Wohnungen Telearbeit und Teleunterricht ermöglichen, flexible Räume auf grossen Terrassen haben, Städte Lebensmittel auf den Dächern anbauen und die Bewohner Dinge in der Nachbarschaft drucken können, werden wir besser auf die Krisen der Zukunft vorbereitet sein.“

    Xiong’an entsteht in der Provinz Hebei, rund 130 Kilometer südwestlich von Peking. Chinas Präsident Xi Jinping hat sie laut dem Artiikel als den „neuen Standard für die Post-COVID-Ära“ bezeichnet. Er hat Xiong’an bereits 2017 als urbane Innovationszone gekennzeichnet.

  • Houzy expandiert in die Westschweiz

    Houzy expandiert in die Westschweiz

    Das Zürcher Jungunternehmen Houzy betreibt eine Plattform, die Daten intelligent verknüpft und daraus Empfehlungen für Wohneigentümer ableitet. Beispielsweise kann dort errechnet werden, wann die Heizung saniert und wie viel Geld dafür auf die Seite gelegt werden soll. Auch eine Immobilienbewertung gehört zum Angebot von Houzy.

    In den ersten beiden Jahren seit Gründung habe das Unternehmen seinen Schwerpunkt vor allem auf die Entwicklung von Produkten gelegt, informiert Houzy in einer Mitteilung. Dabei habe sich das Unternehmen in der Deutschschweiz bereits erfolgreich etablieren und die Zahl seiner Nutzer auf mehr als 18’000 steigern können. Erst im Juli war zudem die UBS bei Houzy eingestiegen. Die Zürcher Grossbank betreibt mit key4 eine eigene digitale Immobilienplattform, auf der Hypotheken für Immobilienkäufer vermittelt werden.

    Der nächste Schritt für Houzy sei nun die Expansion in die Romandie gewesen, heisst es in der Mitteilung weiter. Dafür stellt das Unternehmen alle Dienstleistungen und Funktionen der Plattform nun auch auf Französisch zur Verfügung. Die Einbindung der italienischsprachigen Schweiz ist für das erste Quartal kommenden Jahres geplant.

  • Wirtschaftsraum Zürich überzeugt mit Zugang zu Talenten

    Wirtschaftsraum Zürich überzeugt mit Zugang zu Talenten

    Der Wirtschaftsraum Zürich bietet Unternehmen Zugang zu einem grossen Pool an erstklassigen Talenten. Sonja Wollkopf Walt, CEO der Standortmarketingorganisation Greater Zurich Area (GZA), bezeichnet dies in einem Interview mit der Organisation The Place Brand Observer (TPBO) als eines der wichtigsten Anziehungskräfte des Standorts. Die Schweiz werde in mehreren Ranglisten als die Weltmeisterin für Innovation geführt. Dies haben auch Unternehmen wie Google, IBM, Disney oder Biogen erkannt, welche ihre Forschungsstandorte im Wirtschaftsraum Zürich angesiedelt haben.

    Im Wirtschaftsraum Zürich treffen sich erstklassige Technologie, Schweizer Verlässlichkeit und Stabilität, hebt Wollkopf Walt im Interview hervor. Insbesondere vor dem Hintergrund von globalen Handelskonflikten oder der Corona-Pandemie sei dies ein wichtiger Mehrwert für Unternehmen.

    Trotz der negativen Auswirkungen der Corona-Pandemie als Ganzes habe diese bei manchen Unternehmen auch neue Entwicklungen hervorgebracht oder die Forschungsaktivitäten beschleunigt. Wollkopf Walt hebt etwa HeiQ hervor. Die Ausgliederung aus der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH) entwickelt eine Technologie, durch welche Textilien gegen Viren geschützt werden können. Mit der Technologie behandelte Stoffe können das Corona-Virus zu 99,9 Prozent blockieren.

    Die Kosten in der Schweiz seien zwar höher sind als in vielen europäischen Ländern. Gleichzeitig sei aber fair zu sagen, dass das Verhältnis von Preis und Leistung im Wirtschaftsraum Zürich gut ist, so Wollkopf Walt. Die Arbeitnehmende in der Schweiz hätten eines der höchsten Produktivitätsniveaus der Welt, fügt sie hinzu.

    Wenn es um Start-ups geht, seien in der Greater Zurich Area die drei wichtigsten Faktoren vorhanden, welche für ein blühendes Start-up-Ökosystem nötig sind: Talent, Kapital und Kunden. Wollkopf Walt hebt auch hervor, dass 2019 ein Rekordjahr für Start-up-Investitionen gewesen ist. Ausserdem haben vier Start-ups aus der Greater Zurich Area den Einhorn-Status erreicht – sie werden also mit mehr als 1 Milliarde Dollar bewertet.

  • geoProRegio stellt sich neu auf

    geoProRegio stellt sich neu auf

    Die fünf zur geoProRegio zusammengeschlossenen Aargauer Stadtwerke haben eine neue Eigentümertrategie beschlossen. Sie sieht eine Neustrukturierung der Geoinformatik-Dienstleistung vor. Aus dem Zusammenschluss der jeweils eigenständigen Plattformen soll ein eigenes Unternehmen entstehen, an dem allerdings nur noch vier Aktionäre teilhaben werden – RegionalwerkeBaden, StWZEnergie AG, SWLEnergie AG und TBSStrom AG. Eniwa scheidet aus und entschied sich laut Medienmitteilung aus strategischen Gründen für die mittelfristige Weiterführung ihrer bestehenden Plattform für Geoinformationsdienstleistungen und zum Verkauf ihrer Beteiligung an der geoProRegio AG.

    In der neuen Struktur werden nicht nur die technischen Systeme, sondern auch die Kundenportfolios sowie die gut 30 Mitarbeitenden aus den GIS-Fachbereichen der vier Partner in die Unternehmung überführt. Der Sitz der geoProRegioAG bleibt Baden.

    Geschäftsführer der Geoinformationsdienstleisterin ist Cédric Aubert. Der Physiker verfügt über eine langjährige Erfahrung im Bereich Datenmanagement, in der Forschung, in der Energiewirtschaft sowie in der Finanzbranche. Er ist von der Herausforderung fasziniert, „aus den Geodaten mehr herauszuholen“. „Das Marktpotential auf dem Gebiet der Geoinformationsdienstleistung ist gross. Mit der neuen Unternehmung sind wir bestens für die Zukunft gerüstet und können unseren Kunden innovative und fortschrittliche Geoinformationslösungen anbieten“, wird Cédric Aubert in der Mitteilung zitiert.

  • Vergünstigungen für Forschung stärken Standorte

    Vergünstigungen für Forschung stärken Standorte

    „Mit der Schweizer Steuerreform und AHV-Finanzierung (STAF) wurden anfangs 2020 Instrumente zur steuerlichen Begünstigung von Forschungs-und Entwicklungsaktivitäten eingeführt“, erläutert BAK Economics in einer Mitteilung. Das Wirtschaftsforschungsinstitut hat die Auswirkungen dieser Begünstigungen auf die Steuerbelastung von Unternehmen in den einzelnen Kantonen untersucht.

    Den Ergebnissen zufolge senken sie die effektive Durchschnittssteuerbelastung eines Unternehmens im Schweizer Schnitt von 13,5 auf 12,2 Prozent, erläutert BAK Economics. Sehr forschungsintensive Unternehmen könnten ihre Belastung sogar um durchschnittlich 4,3 Prozentpunkte auf 9,2 Prozent reduzieren. Für die Kantone stellten die Begünstigungen bei Ausgaben für Forschung und Entwicklung (FuE) neben der Innovationsförderung auch einen international akzeptierten Ersatz für die durch die STAF abgeschafften Steuerprivilegien dar.

    Mit der flexiblen Umsetzung der Vorgaben durch die Kantone habe sich die Rangliste der Kantone bei der Steuerbelastung für sehr forschungsintensive Unternehmen verschoben, erläutert BAK Economics weiter. Die Tiefsteuerkantone Nidwalden und Obwalden belegten hier zwar weiterhin die Spitzenplätze. „Einige Hochsteuerkantone mit einer grosszügigen Ausgestaltung der FuE-Instrumente können ihre Belastung aber deutlich reduzieren“, schreibt BAK Economics.

    Konkret seien „die drei Schlusslichter bei der ordentlichen Besteuerung“, Bern, Zürich und Aargau, „für Unternehmen mit sehr hoher FuE-Intensität in Richtung Mittelfeld des Rankings“ aufgestiegen. Die höchste durchschnittliche Steuerbelastung von Unternehmen mit hohen FuE-Ausgaben weist der Kanton Genf auf.

  • Baselbiet will Velohochbahn testen

    Baselbiet will Velohochbahn testen

    Der Kanton Basel-Landschaft will seine Infrastruktur für Velos ausbauen. Gemeinsam mit dem Bundesamt für Strassen (ASTRA) startet er nun das Projekt einer Velohochbahn, schreibt er in einer Mitteilung. Dabei wird der Veloweg als eigener Bau neben vorhandenen Strassen geführt. Die Anlage wird aus Holz in Modulbauweise errichtet. Sie wird zudem mit Photovoltaikmodulen ausgestattet.

    Das ASTRA hat dafür eine Studie für die Linienführung im Raum Basel in Auftrag gegeben. Es will mit diesem Projekt prüfen, wie ein übergeordnetes Velobahnnetz entlang bestehender Autobahnen in die kantonalen Radroutennetze integriert werden kann.

    Der Baselbieter Regierungsrat will dem Landrat im vierten Quartal eine entsprechende Vorlage unterbreiten. Wenn das kantonale Parlament zustimmt, soll die Velohochbahn zwischen Mitte 2021 und Mitte 2022 errichtet werden. Sie soll vor der Eröffnung des Eidgenössischen Schwing- und Älplerfestes 2022 in Pratteln in Betrieb genommen werden.

  • Schweizer Baubranche muss umdenken

    Schweizer Baubranche muss umdenken

    Die fast fertige Studie über Lage und Zukunft der Schweizer Bauindustrie von PwC Schweiz ist im März angesichts der Covid-19 Pandemie und deren wirtschaftlichen Auswirkungen überarbeitet und fortgeschrieben worden. Dabei zeigte sich ein deutlicher Wandel in den Zukunftserwartungen. Aus den zusätzlichen Rückmeldungen wurden die Einschätzungen „seit Covid-19“ abgeleitet und diese der ursprünglichen Einschätzung „vor Covid-19“ gegenübergestellt, heisst es in einer Medienmitteilung von PwC Schweiz zur Studie. Neu sind nur noch 58 Prozent der 130 an der Studie teilnehmenden Firmen positiv gestimmt (92 Prozent vor Covid).

    PwC Schweiz überschreibt seine Studie mit „Wandel vollziehen, Bewährtes mitnehmen“. Darin heisst es unter anderem: „Nur wer differenziert, gewinnt. Gefragt sind Kreativität und Pioniergeist. So steht der Bauindustrie ein Paradigmenwechsel hin zu mehr Differenzierung über vernetztes Zusammenarbeiten bevor. Dazu bietet gerade die Digitalisierung interessante Möglichkeiten. Sie reduziert Schnittstellen, erhöht die Qualität der Plan- und Führungsprozesse und begünstigt die Reduktion von Fehlerkosten und Leerläufen auf dem Bau.“ Covid-19 dürfte den „Abbruch von Silostrukturen in der Baubranche und den anstehenden Umbau rigider Denkmuster antreiben.“

    „Auch schon vor der Krise zeichnete sich ab, dass ein Paradigmenwechsel erforderlich ist, um im Bau Bestand zu haben – und dies obwohl die Schweizer Baubranche in zahlreichen Lebensbereichen auch in Zukunft eine tragende Rolle spielt», so Roland Schegg, Director und Leiter Consulting von Familienunternehmen & KMU bei PwC Schweiz.

    Zwar sähen 87 Prozent der Unternehmen in der Digitalisierung eine Chance, nur 62 Prozent aber gäben ihr einen hohen Stellenwert. Der Einsatz digitaler Technologien habe schon vor Jahren begonnen, heisst es bei PwC. Aber er beschränke sich meist auf Administration, Marketing, Kommunikation oder das Zeichnen der Pläne. Notwendig sei, Baudurchführung und Betrieb und ebenfalls zu digitalisieren. Insbesondere könnten die heute vielfach getrennten Plan- und Ausführungsprozesse intelligent verbunden werden.

    Die Baubranche der Schweiz trägt rund 15 Prozent zum Bruttoinlandprodukt bei. Etwa 330’000 Vollzeitstellen sind im Hoch- und Tiefbau angesiedelt. Das entspricht einem Drittel aller Beschäftigten im industriellen Sektor.

  • MoneyPark lanciert Immobilienplattform

    MoneyPark lanciert Immobilienplattform

    „Wir haben MoneyPark 2012 mit dem Ziel gegründet, den Hypothekarmarkt für jedermann zugänglicher und transparenter zu gestalten“, wird Stefan Heitmann, CEO und Gründer von MoneyPark, in einer Mitteilung des Fintech-Unternehmens mit Sitz in Pfäffikon SZ zitiert. Diese Transparenz will MoneyPark jetzt auch in den Immobilienmarkt bringen. In einer Mischung aus Technologie und persönlicher Beratung sollen Kauf und Verkauf von Immobilien vereinfacht werden.

    Dazu hat MoneyPark eine neue Plattform entwickelt, auf der Käufer und Verkäufer zusammengebracht werden. Die Plattform gleiche die Suchkriterien der Kunden mit den Informationen von am Markt verfügbaren Immobilien ab, erläutert MoneyPark. Besitzer eines Eigenheims können darüber hinaus die Wertentwicklung der eigenen Immobilie verfolgen. Die derzeit noch ausschliesslich Kunden von MoneyPark zur Verfügung stehende Plattform soll perspektivisch auch für weitere Interessierte geöffnet werden.

    Das neue digitale Angebot wird durch persönliche Beratung von Immobilienexperten von MoneyPark ergänzt. „Die Kombination von Daten-Technologie und unabhängigen Hypothekar- und Immobilienexperten, die unsere Kunden bei jedem Schritt unterstützen, ist einmalig am Schweizer Markt“, meint Heitmann. „Die auf der Plattform zugänglichen Daten schaffen ein transparentes Kundenerlebnis mit nie dagewesener Informationsdichte und helfen, Kauf- und Verkaufsentscheide leichter zu fällen und einfacher umzusetzen.“

  • Erste industrielle Power-to-Gas-Anlage entsteht in Dietikon

    Erste industrielle Power-to-Gas-Anlage entsteht in Dietikon

    Das Vorzeigeprojekt für die Nutzung erneuerbarer Energien entsteht in Zusammenarbeit von acht Energieversorgern und der Stadtwerke-Allianz Swisspower. Das Projekt solle aufzeigen, wie Power-to-Gas-Anlagen die erneuerbare Stromproduktion ergänzen und dabei wirtschaftlich betrieben werden können, heisst es in einer Medienmitteilung. Die bislang grösste Power-to-Gas-Anlage der Schweiz wird eine Elektrolyse-Leistung von 2,5 Megawatt erreichen und ab dem Winter 2021 zu 2022 synthetisches erneuerbares Gas ins Netz einspeisen.

    Das Funktionsprinzip der neuen Anlage wird in der Mitteilung so beschrieben: „Die Power-to-Gas-Anlage nutzt erneuerbaren Strom aus der Kehrichtverwertungsanlage, um Wasserstoff zu produzieren. Dieser wird mit dem CO2 im Klärgas gemischt, wodurch erneuerbares Methangas entsteht. Aus Abfall und Abwasser gewinnt Limeco so einen CO2-neutralen Energieträger.“ Im bestehenden Gasnetz ersetzt das erneuerbare Gas somit fossile Energieträger. Nach den Angaben können dadurch jährlich 4000 bis 5000 Tonnen CO2 eingespart werden.

    Zum Spatenstich des Bauprojekts erklärte Stefano Kunz, Verwaltungsratspräsident von Limeco und Stadtrat von Schlieren: „Mit der Kehrichtverwertung und der Abwasserreinigung am gleichen Standort haben wir die perfekten Voraussetzungen, um grünes Gas zu produzieren.“ Ronny Kaufmann, CEO der Stadtwerke-Allianz Swisspower, welche das Projekt mitinitiiert hat, sagt: „Das Projekt zeigt: Für ein erneuerbares und klimaneutrales Energiesystem müssen wir zusammenarbeiten, über Unternehmensgrenzen hinweg.“ Das Bundesamt für Energie (BFE) unterstützt das Projekt im Rahmen seines Pilot- und Demonstrationsprogramms.

    Anlagen wie die in Dietikon entstehende sind für die Umsetzung der Energiestrategie 2050 wichtig. Die sieht vor, den Strom aus der Kernkraft durch Solar-, Wasser- und Windkraft zu ersetzen. Damit wird künftig im Sommer viel mehr Strom produziert als verbraucht. Im Winter hingegen, wenn der Energiebedarf grösser ist, muss die Schweiz Strom importieren. Power-to-Gas ist eine Schlüsseltechnologie, um überschüssigen erneuerbaren Strom saisonal zu speichern.

  • Bringhen Gruppe beteiligt sich an Habitects

    Bringhen Gruppe beteiligt sich an Habitects

    Habitects ist 2019 als digitale Handels- und Serviceplattform für den Sanitärbereich in der Schweiz an den Start gegangen. Nun geht das Winterthurer Start-up eine Partnerschaft mit der Bringhen Gruppe ein. Das 1959 gegründete Unternehmen mit Sitz in Visp VS gehört mit 14 Standorten in der ganzen Schweiz und über angebotenen 120‘000 Produkten zu den grossen Fachhändlern im Baubereich. „Für mich ist diese Partnerschaft ein weiterer wichtiger Meilenstein in unserer Firmengeschichte“, wird Jean-Pierre Bringhen, Inhaber und CEO der Bringhen Gruppe, in der Mitteilung von Habitects zitiert. „Um einen solchen Schritt ausserhalb der traditionellen Marktstruktur zu unternehmen, musste die Firmengruppe eine kritische Grösse mit einer entsprechenden Marktabdeckung erreichen.“

    Bringhen beteiligt sich auch finanziell am Winterthurer Unternehmen. Michael Lochmatter-Bringhen tritt in den Verwaltungsrat von Habitects ein.

    Habitects will dank der Partnerschaft zu einem führenden Marktplatz im Schweizer Bauhandel aufsteigen. Dazu sollen neue Dienstleistungen für Handwerker lanciert werden. Die Digitalisierung solle für eine einfachere und effizientere Abwicklung von Bauprojekten genutzt werden, wird Christoph Meili, Verwaltungsratspräsident von Habitects, in der Mitteilung zitiert. Das solle allen Anspruchsgruppen zugute kommen, vom Wohneigentümer über den Architekten zum Generalunternehmer.

    Habitects gehört zum digitalen Ökosystem ConReal Swiss. Dieses hat auch andere Unternehmen im Bau- und Immobilienbereich hervorgebracht, darunter Fixify, houzy und SmartDevis. Weitere Start-ups seien in Vorbereitung, heisst es in der Mitteilung.

  • Agile Wind Power stellt einzigartige Windturbine fertig

    Agile Wind Power stellt einzigartige Windturbine fertig

    Die Dübendorfer Agile Wind Power AG hat auf dem Windtestfeld in Grevenbroich bei Düsseldorf den Bau der ersten Vertical Sky-Windturbine abgeschlossen. Vertical Sky ist die erste Windenergieanlage der Megawattklasse mit vertikal montierten Rotorblättern. Laut einer Medienmitteilung ist sie leise, effizient und „weltweit einzigartig“.

    In den kommenden Wochen nimmt die Anlage schrittweise den Probebetrieb auf. In dieser Zeit werden verschiedene Messungen durchgeführt, die für die Zertifizierung erforderlich sind. Gleichzeitig wird Strom produziert. Vertical Sky-Windturbinen seien umweltverträglich und könnten an Standorten installiert werden, die für herkömmliche Anlagen nicht infrage kommen, etwa nahe an Wohnsiedlungen, so Agile Wind Power. Deshalb eigne sich der Turm zur dezentralen Stromproduktion. Zudem würden Vögel und Fledermäuse die vertikal ausgerichteten Rotorblätter erkennen und ihnen nicht zum Opfer fallen.

    Der erst Produkttyp hat eine Nennleistung von 750 Kilowatt und ist 105 Meter hoch. Sein Rotordurchmesser beträgt 32 Meter. Er zeichne sich durch einfache Logistikkonzepte aus. „Wir orientieren uns am Markt und wollen dazu beitragen, in naher Zukunft eine sichere und zuverlässige Versorgung mit sauberer Energie zu gewährleisten, unabhängig von endlichen Energieträgern“, so der Gründer und CEO, Patrick Richter.

    Der Vertical Sky-Rotor geht auf dem ehemaligen Flughafengelände in Lemwerder nahe Bremen in Serie. Der Zugang zu internationalen Häfen sei ein Vorteil des Standorts, heisst es in der Mitteilung. Das Forschungs- und Entwicklungsteam von Agile Wind Power verbleibe jedoch in Dübendorf.

  • Klausurtagung des SVSM-Vorstandes

    Klausurtagung des SVSM-Vorstandes

    Die SVSM wurde 1998 als Dachverband für die Standort- und Wirtschaftsförderer der Schweiz gegründet.
    Während anfangs der Fokus auf dem Stadtmarketing lag, haben sich die Tätigkeitsfelder seither stark ausgeweitet: Gemäss dem Ansatz der integrierten Standortförderung zählt die SVSM zu ihren rund 90
    Mitgliedern heute nicht nur Standort- und Wirtschaftsförderungen, sondern auch Tourismusregionen, Immobilien-Fachleute, Event-Agenturen und Bildungsinstitutionen. Um diesen veränderten Rahmenbedingungen
    Rechnung zu tragen, hat sich der Vorstand der SVSM zur einer Klausurtagung getroffen. Die Schärfung des Verbandsprofils, die angebotenen Leistungen und der Nutzen für die Mitglieder standen dabei im Fokus. In intensiven Diskussionen haben sich Schwerpunkte herauskristallisiert und neue Aufgaben ergeben. Die Hauptziele der SVSM – den interdisziplinären Erfahrungsaustausch ermöglichen, die Professionalisierung fördern sowie Lehre und Praxis verknüpfen – bleiben sich dabei gleich. Allerdings werden die Mitglieder künftig von mehr Leistungen und verbesserten Networking-Gelegenheiten profitieren können. Die Vorstandsmitglieder werden nun mit viel Motivation und Engagement die Herausforderungen anpacken, um den Verband
    weiterzuentwickeln; denn einig waren sich alle: Die SVSM ist eine wichtige Anlaufstelle für alle Fragen rund um das Standortmanagement.

  • SVIT-Digital Day zeigt Software für Bewirtschaftung von Bewirtschaftung

    SVIT-Digital Day zeigt Software für Bewirtschaftung von Bewirtschaftung

    Der Schweizerische Verband der Immobilienwirtschaft (SVIT) hält am Montag, 21. September im Kosmos in Zürich den Digital Day 2020. Von 11 bis 18 Uhr können die Besucher bei freiem Eintritt Informationen zum Thema Digitalisierung in der Immobilienwelt sammeln. Am Digitaltag der Immobilienwirtschaft lanciert die ausrichtende Kommission „SVIT Digital“ an diesem Tag zusätzlich ein „Meet and Greet“ für alle Besucher der Veranstaltung. Diese können ihre digitalen Anliegen direkt mit ausgewiesenen Profis und weiteren Besuchern am grossen Tisch diskutieren und Lösungsansätze erarbeiten, heisst es in der Ausschreibungzum Digitaltag.

    Nach Angaben des Organisators PapeWerbe AG aus Weiningen ZH werden im Kosmos mehr als 40 Aussteller zugegen sein und viele Vorträge zu Fachthemen wie „Digitale Unterschrift“ oder „Die 3 Stufen der Digitalisierung in der Immobilienverwaltung“ gehalten. Auf der gesamten Veranstaltung wird dafür gesorgt, dass die aktuellen Schutzkonzepte wegen der Corona-Pandemie eingehalten werden.

  • Schweizer Strom ab Steckdose ist zu 75 Prozent grün

    Schweizer Strom ab Steckdose ist zu 75 Prozent grün

    2019 stammte der Strom aus Schweizer Steckdosen zu rund 75 Prozent aus erneuerbaren Energien. Das geht aus den jährlich erhobenen Daten des Bundesamtes für Energie (BFE) hervor.

    Die am Montag veröffentlichten Daten zeigen gemäss einer Medienmitteilung, dass 66 Prozent des verbrauchten Stroms aus Grosswasserkraft stammen. 8,4 Prozent werden per Sonnen- und Windenergie sowie aus Kleinwasserkraft und Biomasse erzeugt. Ihr Anteil stieg 2019 im Vergleich zum Vorjahr von 7,85 Prozent auf 8,4 Prozent. Davon wurden rund 95 Prozent in der Schweiz produziert und gut drei Viertel durch das Einspeisevergütungssystem (ESV) gefördert.

    Im Vergleich zum tatsächlich gelieferten Strom liegen die Anteile von erneuerbaren Quellen an der Schweizer Stromproduktion tiefer: 56 Prozent des in der Schweiz produzierten Stroms stammen aus Wasserkraft und 6 Prozent aus neuen erneuerbaren Energien.Das BFE weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass an die Schweizer Steckdosen nicht nur Strom aus Schweizer Produktion geliefert werde.

    19,1 Prozent des Liefermixes stammen aus Kernenergie (2018: 17,3 Prozent). Der Anteil am Produktionsmix der Schweiz liegt mit 35 Prozent deutlich höher, ein Teil davon wird exportiert. Knapp 2 Prozent im Schweizer Liefermix werden aus Abfällen und fossilen Energieträgern gewonnen.

    Für 4 Prozent des gelieferten Stroms sind Herkunft und Zusammensetzung nicht überprüfbar. Da dieser sogenannte Graustrom ab Lieferjahr 2020 nur noch in Ausnahmefällen zulässig ist, weichen laut BFE Grossverbraucher offenbar vermehrt auf inländische Kernenergie aus. Weil in den meisten Nachbarländern keine Herkunftsnachweise für Strom aus konventionellen Kraftwerken ausgestellt werden, hat die Schweiz Ersatznachweise eingeführt. So könne Kohlestrom aus dem Ausland als solcher deklariert werden und müsse nicht mehr unter Graustrom zusammengefasst werden. Dieser Anteil Kohlestrom hat sich zwischen 2018 und 2019 auf ein halbes Prozent halbiert. Neu beschafften sich jedoch stromintensive Unternehmen Ersatznachweise für Strom aus fossilen und nuklearen Quellen aus europäischen Kraftwerken.

  • Förderprogramm Energie ist ausgeschöpft

    Förderprogramm Energie ist ausgeschöpft

    In diesem Jahr hat der Kanton Luzern insgesamt 8 Millionen Franken an Förderbeiträgen gesprochen, informiert die kantonale Dienststelle für Umwelt und Energie (uwe) in einer Mitteilung. Damit sind rund 1100 Projekte unterstützt worden. Das diesjährige Förderprogramm war dabei um automatische Holzheizungen und ein neues Beratungsangebot für den Heizungsersatz ausgeweitet worden.

    Per 2. September seien die diesjährigen Mitteil erschöpft, wird in der Mitteilung weiter erläutert. „Wir sind positiv überrascht über die frühe Ausschöpfung des Programms“, wird Regierungsrat Fabian Peter (FDP), Vorsteher des Bau-, Umwelt- und Wirtschaftsdepartements, dort zitiert. Insbesondere die Beratungen zum Heizungsersatz leisteten „einen wichtigen Beitrag zum Klimaziel, die Treibhausgasemissionen bis 2050 auf netto null zu reduzieren“.

    Bei den Gebäudesanierungen sieht Peter noch Handlungsbedarf. Die energetischen Sanierungen betragen bisher jährlich weniger als 1 Prozent. „Das reicht noch nicht, um unsere Klimaziele zu erreichen“, meint Peter. Er weist darauf hin, dass das Gebäudeprogramm „nicht nur ökologisch, sondern auch volkswirtschaftlich sinnvoll“ ist. Weil die Gelder aus der CO2-Abgabe in den Kanton zurückflössen, profitierte „nebst den Hauseigentümerinnen und -eigentümern sowie den Mieterinnen und Mietern auch die Baubranche“.

  • Mieten sind im August gestiegen

    Mieten sind im August gestiegen

    Im August sind die Angebotsmieten in der Schweiz um 0,26 Prozent gestiegen. Die steigende Tendenz bestätige sich insbesondere auch in der Jahresbetrachtung mit einem Plus von 0,88 Prozent. Das zeigen die aktuellen Zahlen des Mietpreisindexes von homegate.ch und Zürcher Kantonalbank (ZKB). Er misst die monatliche, qualitätsbereinigte Veränderung der Mietpreise anhand der aktuellen Marktangebote.

    Auffallend sei die Mietpreisentwicklung im Kanton Thurgau, heisst es in einer Medienmitteilung des Immobilienmarktplatzes homegate.ch. Dort ist der Mietzins um 0,71 Prozent und damit um fast das Dreifache des Schweizer Durchschnitts angestiegen. Auch der Kanton Wallis zeigt mit plus 0,62 Prozent einen auffällig höheren Wert. In den Kantonen Zürich, Glarus, Appenzell Ausserrhoden und Appenzell Innerrhoden sehen sich Wohnungssuchende mit um 0,50 Prozent gestiegenen Mieten konfrontiert, in Schaffhausen sind es plus 0,49 Prozent. Hingegen verzeichnet Genf mit einem Minus von 1,48 Prozent den stärksten Rückgang. Einzig in den Kantonen Basel-Stadt und Schwyz stagniert der Mietindex.

    Die Städte Genf (-2,43 Prozent) und Lugano (-1,41 Prozent) verbuchen einen hohen Rückgang. Gestiegen sind dagegen die Angebotspreise in der Stadt Zürich (+1,31 Prozent). Nur in der Stadt Basel bleibt der Mietindex unverändert.