Autor: immovestuser

  • Sekundarschule Seuzach generiert Generationenstrom

    Sekundarschule Seuzach generiert Generationenstrom

    Die EKZ fördert den Zubau grosser Solaranlagen über den unternehmenseigenen EKZ-Fonds. Hier wurde zuletzt die Einrichtung einer Solaranlage auf dem Dach der Sekundarschule Seuzach mit 30’000 Franken unterstützt, informiert EKZ in einem Beitrag auf LinkedIn. Gegen Ende September sind die Panels der Anlage installiert worden. Die Schüler und Schülerinnen der Sekundarschule konnten dabei im Rahmen des Impact Day von myblueplanet selbst Hand anlegen.

    Die Beteiligung der Lernenden ist Bestandteil der Arbeitsweise des EKZ-Fonds: „Bei den Projekten mit Schulen wird die junge Generation für eine klimaschonende Stromproduktion sensibilisiert“, heisst es in der Fondsbescheibung bei EKZ. Der von den Schulen nicht selbst verbrauchte Strom wird von EKZ als Generationenstrom an die eigenen Kunden und Kundinnen verkauft. Ein Teil der Erlöse fliesst dabei in den EKZ-Fonds zurück, um den Bau weiterer Solaranlagen zu finanzieren.

  • Umzugsdienstleister erweitert Angebot im Grossraum Zürich

    Umzugsdienstleister erweitert Angebot im Grossraum Zürich

    Der Schwyzer Umzugsdienstleister Optimal Umzug GmbH aus Lachen verstärkt sein Serviceangebot für den Grossraum Zürich. Künftig übernimmt die Firma für Privatpersonen sowie für Unternehmen sämtliche Arbeitsschritte, die ein Umzug mit sich bringt. Grund für die Fokussierung auf den Grossraum Zürich sei die dort gestiegene Nachfrage nach umfassenden Umzugsservices, informiert die GmbH in einer Medienmitteilung. Vom klassischen Möbeltransport reichen diese bis zum Ab- und Aufbau von Möbeln, dem Ein- und Auspackservice, der Umzugs- und Endreinigung mit Abnahmegarantie bis hin zur fachgerechten Entsorgung und Entrümpelung. Auf Anfrage sind ausserdem ein Möbellift und Spezialtransporte, etwa für Klaviere, verfügbar.

    Besonders hervorgehoben wird in der Mitteilung das Angebot einer persönlichen Beratung sowie einer fairen Preisgestaltung ohne versteckte Kosten. Bei der Beauftragung der GmbH mit einzelnen Services oder der Rundum-Durchführung des Umzuges gewährleistet die Firma eine kostenlose Besichtigung vor Ort, um das Umzugsvolumen einzuschätzen. Darauf basierend wird anschliessend eine unverbindliche Offerte gemacht.

    Die Geschäftsleitung der Optimal Umzug GmbH sieht besonders in der Gesamtheit der Services die Stärke der Firma: „Viele unserer Kunden schätzen, dass sie bei uns alles aus einer Hand erhalten. Unser Ziel ist es, Umzüge so angenehm wie möglich zu gestalten. Gerade in einer dynamischen Region wie Zürich ist ein verlässlicher Partner entscheidend.“

    Die Firma bleibt mit ihrem Hauptsitz in Lachen allerdings weiter regional verankert und bietet seine Leistungen weiterhin in den Räumen Lachen, Glarus, Rapperswil und Umgebung an.

  • Kompakter Standort bringt Beratung ins Stadtzentrum

    Kompakter Standort bringt Beratung ins Stadtzentrum

    IKEA hat einen neuen Plan and Order Point in Bern eröffnet, wie aus einer Mitteilung hervorgeht. Das Format Plan and Order Point dient in erster Linie für die Planung und Inspiration für neue Projekte, insbesondere im Küchenbereich. Laut der in Spreitenbach ansässigen IKEA Schweiz AG ist inzwischen jede zweite Bestellung mit Dienstleistungen wie Lieferung, Montage oder Planung verbunden. Für die entsprechende Umsetzung ist das Format Plan and Order Point entwickelt worden. Die kompakten Standorte befinden sich im Stadtzentrum, wie nun auch in Bern.

    „Ich freue mich, dass wir mit Bern unsere Plan and Order Points in einer weiteren Region anbieten können“, wird Janie Bisset in der Mitteilung zitiert, CEO und CSO von IKEA Schweiz. „Der Vorteil liegt auf der Hand: Kurze Wege und persönliche Beratung machen unser Angebot noch mehr Menschen zugänglich.“

    IKEA Schweiz hat seit 2022 bereits Plan and Order Points in Zürich, Chur und Winterthur eröffnet. In Bern stehen nun drei Mitarbeitende für die Kundinnen und Kunden bereit. Diese können dort auch direkt Artikel bestellen und diese nach Hause liefern lassen oder in einem Einrichtungshaus abholen. „Mit dem neuen Standort bringen wir diese Dienstleistung näher zu den Menschen in der Hauptstadt und eröffnen noch mehr Haushalten die Möglichkeit zu schönem und erschwinglichem Wohnen“, heisst es von Florence Stauffer, Leiterin des Planungsstudios.

  • Pilotprojekt Haute-Sorne weist nutzbares geothermisches Reservoir nach

    Pilotprojekt Haute-Sorne weist nutzbares geothermisches Reservoir nach

    Die Geo-Energie Jura SA hat laut einer Mitteilungdie Explorationsphase des Pilotprojektes Haute-Sorne abgeschlossen. Dabei konnte es im Rahmen einer Tiefbohrung bestätigen, dass das Gestein als geothermisches Reservoir genutzt werden kann. Die seismischen Grenzwerte werden bei der Steigerung der Durchlässigkeit des Gesteins eingehalten.

    Nun werden vom Kanton Jura beauftragte unabhängige Experten die Unterlagen aus sicherheitstechnischer Sicht prüfen. Anschliessend wird der Kanton über die Weiterführung des Projektes entscheiden.

    Geo-Energie Suisse wird nun weitere Projekte in der Schweiz mit einer elektrischen Leistung zwischen 10 und 30 Megawatt evaluieren. Aufgrund von Erfahrungen im Ausland geht das Unternehmen davon aus, dass Gestehungskosten für die Erzeugung von Strom von 15 Rappen pro Kilowattstunde möglich sein. Wenn die Produktion von Strom mit der von Wärme kombiniert wird, dann könnte die Wirtschaftlichkeit weiter verbessert werden.

    Geo-Energie Jura SA mit Sitz in Bassecourt ist ein 2015 gegründetes Gemeinschaftsunternehmen von Geo-Energie Suisse SA und den Energieversorgern von Baselland (ebl), Bern (ewb) und Zürich (ewz). Das Projekt Haute-Sorne will die Nutzung von Wärme in 5 Kilometern Tiefe für ein Geothermiekraftwerk erkunden.

    An der Geo-Energie Suisse SA mit Sitz in Zürich sind auch die Energieversorger des Tessins (aet), der Westschweiz (EOS) und Basels (iwb) sowie der Gasverbund Mittelland beteiligt.

  • Solarmodule im Härtetest

    Solarmodule im Härtetest

    Steigende Wetterextreme wie Starkregen, Gewitter und Hagel stellen Photovoltaikanlagen vor grosse Herausforderungen. Hagelschläge auf Dach- und Freiflächenanlagen verursachen jährlich hohe Schäden und Betriebsausfälle. Die gängigen Zertifizierungsstandards für Solarmodule genügen den Erfordernissen schwerer Hagelstürme oft nicht, da sie auf wenige, gleichförmige Einschläge begrenzt sind.

    Praxisgerechte Tests mit HRC-Protokoll
    Der HRC-Test geht über bestehende Prüfverfahren hinaus. Er beschiesst Solarmodule mit Hagelkörnern unterschiedlicher Grösse und Geschwindigkeit bis zum Bruch. So entsteht eine Belastungs-Kurve, die den realen Aufprallenergien eines Sturmes entspricht. Hersteller und Betreiber erkennen, ab welchem Punkt das Glas versagt und welche Modelle besonders widerstandsfähig sind.

    Cherif Kedir von RETC betont: „Unser Test schliesst die Wissenslücke und liefert verwertbare Daten über das gesamte Energie- und Grössenspektrum realer Hagelbelastungen. Die strenge Stichprobengrösse sorgt für eine gründliche Charakterisierung.“ Damit ist die Hagelbeständigkeit erstmals quantitativ bewertet und vergleichbar.

    Konsequenzen für Entwicklung, Betrieb und Versicherung
    Das HRC-Protokoll bietet Herstellern die Möglichkeit, Solarmodule gezielt gegen Hagel zu optimieren. Projektentwickler erhalten für die Kosten-Nutzen-Analyse von Modultypen, Montagewinkeln und Nachführsystemen neue Entscheidungsgrundlagen. Der Test unterstützt auch die „Hail Stow“-Strategie, bei der Module bei Sturm hydraulisch in eine risikoarme Position gebracht werden.

    Versicherungsanbieter können nun Deckungen und Prämien anhand empirischer Testresultate dimensionieren statt auf Schätzungen abzustellen. Das reduziert Unsicherheit und fördert die Akzeptanz von PV-Anlagen in besonders exponierten Gebieten.

    Mehr Sicherheit durch Innovation
    Der HRC-Test markiert einen Fortschritt für die Solarbranche. Durch praxisnahe Prüfung und transparente Daten steigen Sicherheit und Werthaltigkeit von Solaranlagen. Hersteller wie Betreiber gewinnen Planungssicherheit, Versicherer eine solide Kalkulationsbasis. Damit ist der Weg frei für resilientere Photovoltaiksysteme, die dem Wandel des Klimas gewachsen sind.

  • Stärker als Stahl, leichter als Holz

    Stärker als Stahl, leichter als Holz

    Die Idee beruht auf einem gezielten Umbau der Mikrostruktur von Holz. Ausgangspunkt bleiben die natürlichen Hauptbestandteile. Cellulose, die als faserige Trägerstruktur für Zugfestigkeit sorgt, und Lignin, das als natürlicher Klebstoff die Fasern zusammenhält. Im Herstellungsprozess wird ein Teil des Lignins chemisch entfernt, wodurch die Zellulose dicht zusammengepresst werden kann. Das Ergebnis ist ein extrem kompaktes, fasergerichtetes Material mit hoher Dichte und vergleichsweise geringem Gewicht.

    Tests zeigen, dass Superwood rund zwölfmal stärker als unbehandeltes Holz ist und in bestimmten Kombinationen sogar eine höhere Zugfestigkeit als Stahl erreichen kann. Gleichzeitig bleibt der Werkstoff biologisch abbaubar und basiert auf einem nachwachsenden Rohstoff. Ein seltener Spagat zwischen Leistungsfähigkeit und Nachhaltigkeit.

    Anwendungen im Bauwesen
    Für den Bausektor könnte Superwood zum Gamechanger werden. Seine Kombination aus Leichtigkeit, Tragfähigkeit und umweltfreundlicher Herkunft macht es für tragende Strukturen, Fassadensysteme oder modulare Leichtbauelemente interessant. Das Material lässt sich verarbeiten wie Holz, zeigt aber bessere Resistenz gegen Feuchtigkeit und Verformung.

    Inventwood arbeitet mit Bau- und Architekturpartnern an Pilotprojekten, etwa für vorgefertigte Wandsysteme oder hybride Holz-Beton-Konstruktionen. Auch im Infrastrukturbereich beispielsweise für Brücken, Dächer oder transportable Bauten, sehen Forschende grosses Potenzial.

    Auf dem Weg zur industriellen Nutzung
    Der Weg vom Labor zur Massenproduktion war lang. Die anschliessende Ausgründung Inventwood machte daraus ein marktfähiges Produkt. Entscheidend war die Skalierbarkeit des Verfahrens, das sich inzwischen auf grosse Holzelemente anwenden lässt.

    Das Unternehmen sieht in Superwood eine nachhaltige Alternative zu emissionsintensiven Materialien wie Stahl, Aluminium oder Beton. Die Herstellung benötigt weniger Energie und das gebundene CO₂ bleibt im Material gespeichert. Damit könnte Superwood einen Beitrag zur Dekarbonisierung des Bauwesens leisten.

    Holz als Hightech-Material
    Mit der Industrialisierung von Superwood schliesst sich ein Kreis zwischen traditionellem Baustoff und moderner Materialwissenschaft. Aus gewöhnlichem Holz wird ein Hochleistungsstoff, der sich in puncto Stabilität und Nachhaltigkeit neu definiert.

    Sollte das Material in grösserem Massstab verfügbar werden, könnte es den internationalen Holzbau grundlegend verändern, von urbanen Hochhäusern bis zu modularen Infrastrukturen. Die Zukunft des Bauens bleibt aus Holz, nur intelligenter.

  • Luzern stellt Richtplan öffentlich vor

    Luzern stellt Richtplan öffentlich vor

    Die Luzerner Bevölkerung wird laut Prognosen bis Mitte des Jahrhunderts um rund 120’000 Personen zunehmen und die Marke von 560’000 Einwohnerinnen und Einwohnern erreichen. Um dieses Wachstum geordnet zu bewältigen, verankert die Raumentwicklungsstrategie im Richtplan klare Ziele. Kompakte, effiziente und auf den öffentlichen Verkehr abgestützte Siedlungsstrukturen sollen Vorrang haben.

    Der Plan sichert den haushälterischen Umgang mit dem Boden und stimmt die Entwicklungsabsichten des Kantons mit jenen des Bundes und der Gemeinden ab. Er soll die Grundlage schaffen, um Wohnen, Arbeiten und Mobilität räumlich zu harmonisieren.

    Fokus auf Innenentwicklung und bezahlbaren Wohnraum
    Zentrales Element der Revision ist die Schaffung von Wohnraum, ohne wertvolles Kulturland zu gefährden. Der Richtplan setzt auf Verdichtung nach innen, etwa durch Mindestdichten und höhere Bebauungsgrade in verkehrsgünstigen Lagen und ermöglicht punktuelle Bauzonenerweiterungen dort, wo sie für preisgünstigen Wohnungsbau sinnvoll sind.

    Mit den sogenannten Zentrumsgebieten entstehen planerische Instrumente, um zentrale Standorte mit hoher Dichte gezielt zu entwickeln. Gemeinden sollen ihr Wohnraumangebot künftig verbindlich festhalten können. Ergänzend sind Massnahmen in anderen Politikbereichen nötig, etwa in der Bodenpolitik oder Förderprogrammen für gemeinnützigen Wohnungsbau.

    Arbeitszonen und wirtschaftliche Entwicklung
    Für Wirtschaftsflächen stärkt der Richtplan den lokalen Handlungsspielraum. Gemeinden erhalten die Möglichkeit, eigene Arbeitszonen zu erweitern, um Neuansiedlungen mit regionalem Bezug zu fördern und Wohnen und Arbeiten stärker zu verknüpfen.

    Der Kanton übernimmt mit dem Programm zu Entwicklungsschwerpunkten eine koordinierende Rolle. Zudem schafft der Richtplan Grundlagen für eine aktive Bodenpolitik, um Flächen im kantonalen Interesse. Wie strategische Arbeitsgebiete oder Infrastrukturprojekte gezielter zu steuern.

    Integration übergeordneter Nachhaltigkeitsziele
    Die Richtplanrevision verknüpft raumrelevante Themen mit übergeordneten Strategien. Aspekte zu Klimaschutz, Energieproduktion und Mobilitätsentwicklung aus kantonalen Projekten wie «Zukunft Mobilität Kanton Luzern» oder dem Planungsbericht Klima und Energie werden räumlich verankert. Damit greift die Planung ökologische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklungen integrativ auf.

    Verfahren und politische Verantwortung
    Seit der Revision des Planungs- und Baugesetzes 2018 ist der Kantonsrat stärker in die Richtplanung eingebunden. Er legt die strategischen Ziele in der Raumentwicklungsstrategie fest, während der Regierungsrat die operative Koordination und die konkrete räumliche Festlegung in den Richtplankarten verantwortet.

    Die aktuelle Überarbeitung basiert auf Rückmeldungen aus der Mitwirkung 2023 sowie auf der Vorprüfung des Bundes 2024. Nach der öffentlichen Auflage werden alle Eingaben ausgewertet, bevor die bereinigte Fassung voraussichtlich im Sommer 2026 dem Kantonsrat zugeleitet und anschliessend dem Bundesrat zur Genehmigung vorgelegt wird.

  • «Die Baubranche ist agiler, als viele denken»

    «Die Baubranche ist agiler, als viele denken»

    „Ich liebe, was wir tun“, sagt Kull. „Wenn man es professionell macht, ist Bauen wirtschaftlich nach wie vor attraktiv.“ Sie betont jedoch, dass gesetzliche Vorgaben, Einsprachen und langwierige Verfahren die Bauprozesse erheblich verlangsamen. Die Pandemie habe allerdings gezeigt, wie anpassungsfähig die Branche ist: „Wir mussten keine Baustellen schliessen. Das war gelebte Resilienz.“

    Für Kull liegt die Stärke der Branche in ihrer Fähigkeit, sich auf neue Rahmenbedingungen einzustellen. Sie verweist auf die hohe Rechtssicherheit in der Schweiz, warnt jedoch vor der zunehmenden „Entschleunigung“ durch lange Verfahren und Einsprachen, die Milliarden binden. Dies gleichermassen bei Unternehmen, Investoren und öffentlichen Auftraggebern.

    Digitalisierung hebt Effizienzpotenziale
    Die oft zitierte Produktivitätskrise im Baugewerbe bezeichnet Kull als überholt. Digitalisierung und Building Information Modeling hätten die Produktions- und Kommunikationsprozesse revolutioniert. „Wir arbeiten heute mit klaren Zeitfenstern, just-in-time-Lieferungen und digitaler Koordination zwischen allen Gewerken“, erklärt sie.

    Projekte im Prinzip «BIM to Field» führten beim Unternehmen zu Effizienzsteigerungen von 10 bis 15 Prozent. „Das wirkt sich direkt auf Qualität, Termine und Kosten aus. Es ist die berechtigte Erwartungshaltung unserer Kunden“, so Kull. Besonders komplexe Vorhaben wie der Circle am Flughafen Zürich hätten die digitale Transformation des Unternehmens beschleunigt.

    Neue Zusammenarbeit im Bauwesen
    Kull beobachtet, dass General- und Totalunternehmer offener geworden sind für flexible Vertragsmodelle. Entwicklung Schweiz treibe gezielt integrierte Modelle voran, in denen Planung und Ausführung enger miteinander verzahnt sind. „Viele eiserne Regeln im klassischen GU-/TU-Vertrag sind heute nicht mehr sakrosankt“, erklärt sie.

    Das Ziel sei eine kooperative Kultur, in der Unternehmen Risiken gemeinsam tragen und Chancen gemeinsam nutzen. „Ein Anbieter ist schlecht beraten, wenn er auf Verträgen von gestern beharrt.“ Kull sieht in der Diversität der Modelle, vom Allianzansatz bis zu Gesamtverantwortungsmodellen, eine Antwort auf die zunehmende Projektkomplexität.

    Generationenwechsel und neue Arbeitskultur
    Auch interne Strukturen verändern sich. Der Einsatz digitaler Tools sei für jüngere Generationen selbstverständlich. „Softwarelösungen, KI und Kommunikationstools wie Teams haben unsere Arbeitsweise massiv verändert. Reisezeiten sind reduziert, Entscheidungswege kürzer geworden.“ Damit steigt zugleich die Attraktivität der Branche als Arbeitgeberin.

    Für Kull gehört zur Agilität von GU/TU-Unternehmen auch die Fähigkeit, Talente zu gewinnen und zu halten. „Unsere Projekte sind unsere Visitenkarte“, sagt sie. „Junge Menschen bewerben sich bei uns, weil sie an grossen, sichtbaren Bauprojekten mitwirken wollen.“

    Politische Hürden und Verantwortung
    Neben technologischer und organisatorischer Innovationskraft fordert Kull politischen Realismus. Die immer längeren Bewilligungsverfahren und die Vielzahl an Einsprachen lähmen laut ihr den Wohnungsbau. „Wir haben Projekte, die über ein Jahrzehnt in Vorbereitung sind. Das bindet enorme Ressourcen und schreckt Investoren ab.“

    Die aktuelle Regulierungsspirale bezeichnet sie als „toxisch“. Die Forderung nach mehr und günstigeren Wohnungen sei berechtigt, stehe aber im Widerspruch zu steigenden Auflagen. „Es braucht ein Umdenken in Verwaltung und Politik. Mehr Zusammenarbeit, weniger Misstrauen.“

    Fazit: Offenheit als Erfolgsprinzip
    Rebecca Kull stellt klar, dass die Bauwirtschaft ihre Zukunft selbst gestalten muss, digital, kooperativ und mutig. „BIM ist ein disruptives Prinzip, ähnlich wie früher CAD in der Planung. Wer sich öffnet, profitiert. Wer verharrt, bleibt zurück.“ Die Baubranche, sagt sie, sei längst ein Spiegelbild der Gesellschaft, agiler, anspruchsvoller und vernetzter denn je.

  • Wie Daten den Bau transformieren

    Wie Daten den Bau transformieren

    „Am Anfang dachte ich auch, das sei ein EU-Ding“, sagt Prof. Dr. Adrian Wildenauer, Experte für digitales Bauen. „Aber die Auswirkungen auf die Schweizer Bauwirtschaft sind enorm.“

    Der Produktpass verlangt, dass jedes Bauprodukt, von Zement über Holz bis zu Fensterprofilen,  digital dokumentiert wird. Angaben zu Herkunft, Zusammensetzung, Energieverbrauch und Recyclingfähigkeit müssen transparent auffindbar sein, meist über QR-Code oder Datenlink.

    Dieser Wandel trifft auf eine Branche, in der Materialdaten bisher oft verstreut liegen. Wer künftig ohne DPP produziert, verliert den Zugang zum europäischen Markt. Für Schweizer Hersteller bedeutet das, ohne Daten keine Lieferung und damit keine Umsätze. Der Anpassungsdruck ist entsprechend hoch.

    Datenqualität als Schlüssel
    Viele Unternehmen besitzen bereits wertvolle Informationen, aber in unterschiedlichen Systemen und Formaten. Wildenauer sieht darin die kritische Schwachstelle: „Ich sehe schon, dass Hersteller zunehmend zu Datenhändlern werden. Aber nicht jede kleine Firma kann sich eine vollständige Datenhaltung leisten.“

    Er plädiert für eine nationale Koordinationsstelle, die Normen, Tools und Standards für die Bauwirtschaft bündelt. „Wir müssen das helvetisieren“, sagt er. „Schnell, pragmatisch und gemeinsam.“ Nur mit einer schweizweit abgestimmten Datenstrategie gelingt es, Fragmentierung und Doppelarbeit zu vermeiden.

    Transparenz schafft Vertrauen
    Der digitale Produktpass ist mehr als eine regulatorische Auflage. Er schafft Markttransparenz und neue Qualitätsmassstäbe. Wenn Schweizer Produkte in den europäischen Datenbanken erscheinen, stärkt das Sichtbarkeit und Glaubwürdigkeit. Besonders in einem globalen Umfeld, das auf CO₂-Reduktion und Kreislaufwirtschaft setzt, kann dieser Schritt den entscheidenden Unterschied machen.

    Mit der Offenlegung des gesamten Lebenszyklus von Materialien, von der Gewinnung über die Nutzung bis zum Rückbau, rückt die Ressourceneffizienz ins Zentrum. „Das alte Prinzip ‚Make, Take, Waste‘ hat ausgedient“, erklärt Wildenauer. „Wer Materialien wiederverwendet, spart Ressourcen und wird unabhängiger.“

    Neue Kompetenzen entstehen
    Die Datenorientierung verändert Berufe und Prozesse im Bauwesen. Entstehen werden Profile wie Datenmanager, Materialzertifizierer oder Spezialisten für Rückverfolgbarkeit. Diese neuen Tätigkeitsfelder verbinden technisches und digitales Know-how mit baulicher Praxis und Nachhaltigkeit.

    Für Unternehmen beginnt der Wandel jetzt. „Nicht als kopfloses Huhn herumrennen“, rät Wildenauer. „Einfach anfangen. Welche Daten habe ich, welche fehlen?“ Eine erste Bestandsaufnahme genügt, um Ordnung ins System zu bringen. Künstliche Intelligenz kann später helfen, Muster zu erkennen und Prozesse zu automatisieren. Aber ohne saubere Basisdaten bleibt der Nutzen begrenzt.

    Digitalisierung als Chance
    Der digitale Produktpass markiert eine neue Ära der Transparenz und Effizienz im Bauwesen. Er fordert Umdenken, bietet aber enorme Chancen. Unternehmen, die früh handeln, sichern sich eine starke Marktposition und gewinnen Vertrauen bei Investoren, Auftraggebern und Endkunden.

    Wildenauer bringt es auf den Punkt: „Das ist keine Bedrohung, sondern eine Einladung, Ordnung zu schaffen und gemeinsam das Bauen resilienter und nachhaltiger zu gestalten.“

  • Strategischer Schritt im europäischen Bausektor

    Strategischer Schritt im europäischen Bausektor

    Mit der Integration erweitert Holcim ihr Produktportfolio um energieeffiziente und zirkuläre Wandlösungen in einem europäischen Markt mit einem Volumen von über 12 Milliarden Euro. Der Schritt zahlt auf die strategische Initiative „NextGen Growth 2030“ ein, die auf hochmargige Geschäftsfelder jenseits des klassischen Zementgeschäfts fokussiert ist.

    Besonders das Angebot an mineralischen Leicht- und Porenbetonprodukten sowie digitalen Plattformen wie blue.sprint und Building Companion soll den Systemverkauf und das Zusammenspiel zwischen Baustoffen, Fertigteilen und digitalen Planungswerkzeugen stärken. Damit entsteht ein integriertes Wertschöpfungsmodell, das auf Effizienz, Nachhaltigkeit und Planungssicherheit setzt.

    Finanzielle Perspektive der Transaktion
    Der Kaufpreis liegt bei 1,85 Milliarden Euro. Das entspricht einem Pro-forma-EBITDA-Multiple für 2026 von rund 8,9 beziehungsweise 6,9 nach geplanten Synergien von 60 Millionen Euro im dritten Jahr. Bereits im ersten Jahr nach Abschluss wird ein positiver Beitrag zum Gewinn je Aktie und zum Free Cashflow erwartet. Ab dem dritten Jahr soll die Kapitalrendite steigen.

    Die Übernahme unterliegt noch behördlichen Genehmigungen und soll im zweiten Halbjahr 2026 abgeschlossen werden. Holcim betont, dass die Transaktion im Rahmen einer disziplinierten Kapitalstrategie erfolgt, die nachhaltiges Wachstum mit finanzieller Stabilität verbindet.

    Bedeutung für die Struktur der Bauindustrie
    Mit dem Schritt rücken vorgefertigte Bausysteme und modulare Lösungen stärker ins Zentrum der industriellen Wertschöpfung. Holcim reagiert damit auf die anhaltende Nachfrage nach ressourceneffizientem und klimafreundlichem Bauen in Europa, zugleich auf steigende regulatorische Anforderungen in der Gebäudetechnik und Energieeffizienz.

    Die Kombination von Baustoffkompetenz, fortschrittlicher Produktion und digitalem Engineering verschiebt die Grenzen klassischer Werkstoffindustrien. Für den europäischen Bausektor könnte diese Übernahme zum Impulsgeber werden, hin zu stärker vernetzten, industriell geprägten Bauprozessen.

  • Zukunft des Wohnens

    Zukunft des Wohnens

    Die zentrale Fachtagung am 7. November in Bern zieht Bilanz aus fünf Jahrzehnten Wohnpolitik und fokussiert auf die Herausforderungen der kommenden Jahre. Expertinnen und Experten aus Umwelt, Energie, Raumplanung und Immobilien diskutieren, welche Steuerungsinstrumente künftig nötig sind, um Klimaziele, Wohnungsknappheit und gesellschaftlichen Wandel miteinander zu vereinbaren.

    Im Fokus stehen Fragen zu ressourcenschonendem Bauen, sozial durchmischten Quartieren und dem Umgang mit begrenzten Bodenflächen. Ein öffentlicher Auftakt am 21. Oktober unter dem Titel «Schöner wohnen – Wohnbauförderung» greift diese Themen auf. Im Kornhausforum Bern diskutieren Fachpersonen aus Architektur, Soziologie und Stadtentwicklung über Wege zu lebenswerten, dichten Wohnquartieren und über die Rolle von Genossenschaften und Kommunen.

    Berggebiete unter Druck
    Am 10. November folgt in Interlaken die zweite Fachtagung in Kooperation mit dem Bundesamt für Raumentwicklung und dem Staatssekretariat für Wirtschaft. Sie beleuchtet die angespannte Wohnraumsituation in touristischen Bergregionen, wo steigende Nachfrage nach Zweitwohnungen und fehlende Erstwohnungen lokale Bevölkerung und Arbeitskräfte zunehmend verdrängen.

    Workshops und Praxisbeispiele zeigen, wie Gemeinden neue Instrumente für bezahlbaren Wohnraum entwickeln können, von Zweckbindungsstrategien bis zu regionalen Wohnraumfonds. Ziel ist es, Ansätze zu stärken, die langfristige Nutzung sichern und gleichzeitig die Standortattraktivität erhalten.

    Stadtentwicklung neu denken
    Parallel präsentiert das Rahmenprogramm innovative Perspektiven auf Wohnen und Stadtstruktur. Die Fachtagung «Die Stadt der kurzen Wege», organisiert von EspaceSuisse und dem Schweizerischen Städteverband, behandelt das Zusammenwirken von Wohnen, Mobilität und Arbeit.

    Geführte Rundgänge durch nachhaltige Siedlungen in Bern zeigen reale Umsetzungsbeispiele mit Fokus auf Partizipation und gemeinschaftliches Wohnen. Der Kinoabend mit dem Film White Building führt globale Herausforderungen wie Gentrifizierung und Verdrängung zurück auf lokale Fragen der Stadtentwicklung. Ergänzend veranschaulicht die Wanderausstellung «10-Minuten-Nachbarschaften» vom 3. bis 17. November auf dem Waisenhausplatz, wie urbane Distanzen im Alltag verkürzt und Lebensqualität gestärkt werden können.

    Gemeinsame Zukunftsagenda
    Die Schweizer Wohntage sind längst mehr als ein Fachkongress. Sie sind Plattform, Diskussionsraum und Labor für die Gestaltung der Wohnungspolitik von morgen. Das BWO nutzt das Jubiläum, um Politik, Wirtschaft und Gesellschaft enger zu vernetzen. Mit dem Ziel, Wohnraum als soziale und ökologische Ressource neu zu denken.

  • Baumeisterverband bleibt zuversichtlich

    Baumeisterverband bleibt zuversichtlich

    Der Vertragsentwurf des SBV setzt auf einfache, umsetzbare Regeln. Zentrale Punkte umfassen eine automatische Teuerungsanpassung der Mindestlöhne, die Beibehaltung der Jahresarbeitszeit und neue Freiräume in der Arbeitszeitgestaltung. Vorgesehen sind Gleit- und Langzeitkonten, die Mitarbeitenden mehr Flexibilität für Weiterbildung oder familiäre Verpflichtungen bieten. Auch sollen Betriebsferien und Brückentage frühzeitig kommuniziert werden.

    Einen wichtigen Schwerpunkt bildet der arbeitsrechtliche Schutz bei Krankheit und Unfall. Auf Anregung des SBV prüfen die Gewerkschaften eine Anpassung an das Obligationenrecht, um Nachteile durch bisherige Regelungen zu vermeiden. Gleichzeitig sollen Kündigungsfristen älterer Mitarbeitender so ausgestaltet werden, dass eine Wiedereingliederung in den Arbeitsmarkt nicht erschwert wird.

    In technischen Punkten streben beide Seiten praxisnahe Lösungen an. Etwa zur Anrechnung von Reisezeiten oder zu Samstagsarbeit bei witterungsbedingten Ausfällen. Der Verband verweist darauf, dass Zuschläge nur in Ausnahmefällen angepasst werden sollen.

    Kontroverse Sicht der Gewerkschaften
    Während der SBV die Verhandlungen als «gut und konstruktiv» bezeichnet, wächst auf Arbeitnehmerseite der Unmut. Laut Unia und Syna drohen Protestaktionen und Streiks. In einer landesweiten Abstimmung signalisierten rund 90 Prozent der befragten Bauarbeiter ihre Bereitschaft, bei ausbleibender Einigung Arbeitsniederlegungen zu starten. Die Gewerkschaften kritisieren insbesondere längere Tagesarbeitszeiten, tiefere Zuschläge und eine Verschlechterung der Lage älterer Berufsleute.

    Der SBV hält dagegen und betont, dass die Jahresarbeitszeit unverändert bleiben und die Mindestlöhne im Bauhauptgewerbe zu den höchsten Europas gehörten. Seit 2019 seien die Löhne um 7,5 Prozent gestiegen und das bei einer Teuerung von 6,5 Prozent. Der neue Vertrag soll laut Verband weder Belastungen erhöhen noch Sicherheiten abbauen, sondern die Wettbewerbsfähigkeit der Branche stärken.

    Letzte Runde entscheidet
    Die nächste und vorerst letzte Verhandlungsrunde ist für den 28. Oktober angesetzt. Parallel dazu tagen technische Arbeitsgruppen, um strittige Detailfragen vorzubereiten. Beide Seiten betonen öffentlich ihren Verhandlungswillen, doch die Differenzen sind erheblich.

    Für die Bauwirtschaft steht viel auf dem Spiel. Der LMV regelt die Arbeitsbedingungen von rund 80’000 Beschäftigten und bildet die Grundlage für Stabilität und Fairness in einer der wichtigsten Branchen der Schweiz.

  • Neuer Windmessmast liefert Daten für geplanten Windpark

    Neuer Windmessmast liefert Daten für geplanten Windpark

    Axpo geht die nächste Phase seines Windkraftprojekts am Dreibündenstein an. Auf der Bündner Erhebung südlich von Chur werde am 9. Oktober ein 125 Meter hoher Windmessmast errichtet, informiert der Energiekonzern mit Sitz in Baden in einer Mitteilung. Er soll über ein Jahr hinweg Daten zu Windgeschwindigkeit, Windrichtung, Wetterbedingungen und Fledermausaktivitäten sammeln.

    Das von Axpo-Tochter CKW eigens für das Projekt in Graubünden entwickelte System kommt dabei ohne eine externe Stromversorgung aus. Möglich wird dies durch eine Batterie, die von einer Photovoltaikanlage und zwei am Mast angebrachten Windgeneratoren geladen wird. Das System zur Datenerhebung kann von Axpo aus der Ferne überwacht werden und ist in einem speziellen Container untergebracht, der sich bei Bedarf sogar heizen lässt. „Diese technologische Innovation ermöglicht es uns, Windmessungen an Standorten durchzuführen, die bisher schwer zugänglich waren“, wird Cédric Aubert, Leiter Wind Schweiz bei Axpo, in der Mitteilung zitiert.

    Das Unternehmen plant, am Dreibündenstein bis zu acht Windkraftanlagen mit einer Gesamtleistung von rund 40 Megawatt einzurichten. Sie sollen jährlich über 65 Gigawattstunden Strom liefern, rund 60 Prozent davon in der Winterstromproduktion. Parallel zu den nun anlaufenden Windmessungen will Axpo die logistischen Anforderungen des Windparkprojekts in Transport- und Netzstudien ausloten.

  • Neues Speicher-Konzept für stabile Stromnetze vorgestellt

    Neues Speicher-Konzept für stabile Stromnetze vorgestellt

    Das Zuger Greentech-Unternehmen PLAN-B NET ZERO und seine Tochtergesellschaft PLAN-B NET ZERO BESS GmbH haben am diesjährigen D-A-CH-Wasserstoffsymposium an der Höheren Technischen Bundeslehr- und Versuchsanstalt Wiener Neustadt ihr neues Konzept für einen Energiespeicher vorgestellt. Er verbindet laut einer Unternehmensmitteilung Batteriespeicher (Battery Energy Storage System, BESS), grünen Wasserstoff und Künstliche Intelligenz (KI) zu einem integrierten, flexiblen Energiesystem, das Stromnetze stabilisiert und die Versorgungssicherheit erhöht.

    Klasse Netzplanung reiche in Deutschland, Österreich und der Schweiz nicht mehr aus, weil volatile Einspeisung von Energie aus Wind und Photovoltaik, der langsame Netzausbau und zunehmende Wetterextreme die Netzstabilität belasten, argumentierte Tjark Connor Hennings-Huep, Experte für Batteriesysteme von PLAN-B NET ZERO an dem Symposium: „Wir brauchen intelligente dezentrale Systeme, die selbstständig auf Schwankungen reagieren können.“

    Wie das Unternehmen betont, sieht es kombinierte Batterie-Wasserstofflösungen nicht als Konkurrenz zu anderen Systemen, sondern als ergänzenden Baustein in einem resilienteren Energiesystem regionaler Energiezentren. „Beide Technologien bilden zusammen die Brücke zu einem robusten, vollständig erneuerbaren Energiesystem und bieten in der Kombination zusätzliche Parameter in Sachen Steuerung und Flexibilität“, so Hennings-Huep.

    Ergänzt werden Batteriespeicher und Wasserstoff durch KI-gestützte Prognose- und Steuerungsalgorithmen, die Erzeugung, Speicherung und Verbrauch dynamisch ausbalancieren. „Unser Ziel“, so der Fachmann, „ist ein Energiesystem, das sich selbst stabilisiert – digital, dezentral und dekarbonisiert.“

  • Neues Reiseterminal stärkt Standort Frauenfeld

    Neues Reiseterminal stärkt Standort Frauenfeld

    Die Twerenbold Reisen Gruppe lässt in Frauenfeld ein neues Reiseterminal bauen. Neben dem Terminal für Busreisen mit Travel Lounge und Cafe sollen im neuen Standort auch die Mitarbeitenden des Reisebüros Mittelthurgau von Excellence Cruises untergebracht werden, informiert das Familienunternehmen aus Baden in einer Mitteilung. „Unser Angebot an Bus-, Musik- und Veloreisen mit Twerenbold Reisen, Schiffsreisen mit Excellence Cruises sowie Wanderferien mit Imbach Reisen wird dadurch noch zugänglicher“, wird Karim Twerenbold, Verwaltungsratspräsident der Twerenbold Reisen Gruppe und Inhaber in vierter Generation, dort zitiert. „Mit dem Terminal und Bürogebäude in Frauenfeld entsteht neben dem Firmensitz in Baden-Rütihof ein zusätzlicher Hub.“

    Mit der Planung des neuen Gebäudes hat Twerenbold Reisen die Strut Architekten AG betraut. Das Winterthurer Architekturbüro ist auf nachhaltiges Bauen spezialisiert. „Aus Überzeugung“ habe Strut Architektur daher beim neuen Reiseterminal mit hohem Betonverbrauch verbundene unterirdische Bauten möglichst eingeschränkt, heisst es in der Mitteilung.

    Der Neubau in Frauenfeld soll zudem über Luft-Wärmepumpen klimatisiert werden. Darüber hinaus ist eine Photovoltaikanlage geplant, die jährlich bis zu 120 Megawattstunden Strom erzeugen kann. Der Wasserverbrauch der Buswaschanlage soll weitgehend über Regenwasser gedeckt werden, das in einer Zisterne gesammelt wird.

    Die Stadt Frauenfeld hat den Plänen für das neue Reiseterminal bereits die Baubewilligung erteilt. Die Bauarbeiten sollen in der ersten Hälfte 2026 begonnen und im Jahr 2028 abgeschlossen werden. Über das Investitionsvolumen werden in der Mitteilung keine Angaben gemacht.

  • Kapital für industrielle Skalierung gesichert

    Kapital für industrielle Skalierung gesichert

    FenX hat eine Serie-A-Finanzierungsrunde erfolgreich abgeschlossen und dabei 8,2 Millionen Franken eingenommen. Angeführt wurde die Runde von den Risikokapitalunternehmen Supernova Invest aus Paris und Move Energy aus Amsterdam. Beteiligt haben sich ausserdem Çimsa, der türkische Zementproduzent und strategische Partner von FenX, die Zürcher Kantonalbank, die beiden Schweizer Wagniskapitalfirmen 4see Ventures aus Chêne-Bougeries GE und buildify.earth aus Risch ZG und mehrere Family Offices aus der Schweiz und aus Frankreich.

    „Diese Investition ist ein wichtiger Meilenstein auf unserem Weg zur Dekarbonisierung der Bauindustrie“, wird FenX-Mitgründer und -CEO Etienne Jeoffroy in einer Mitteilung seines Unternehmens zitiert. „Mit dieser Finanzierung sind wir bereit, unsere Technologie in vollem Umfang zu validieren.“

    Die 2019 gegründete Ausgliederung der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich will das frische Kapital den Angaben zufolge dafür einsetzen, seine Mineralschaumtechnologie zu industrialisieren, strategische Partnerschaften beschleunigt auf den Weg und neue Produktlinien auf den Markt zu bringen. Dafür verfolgt FenX ein kapitalarmes Modell: Kunden aus der Branche für Gebäudedämmungen erwerben eine Lizenz für die FenX-Technologie und erhalten im Gegenzug FenX-Schaumadditive, die auf ihre mineralischen Rohstoffe zugeschnitten sind. Für die Produktion setzt sie Produktionsanlagen ein, die in Zusammenarbeit mit MASA WhiteHub, dem deutschen Maschinenbaupartner von FenX, entwickelt wurden. Die Vermarktung des Produkts obliegt dem Lizenznehmer.

    Derzeit baut Çimsa, der erste Kunde von FenX, in Spanien eine erste industrielle Produktionslinie für mineralische Dämmplatten auf Basis der FenX-Technologie. Das Werk soll seinen Betrieb Ende 2025 starten. „Das kapitalarme Geschäftsmodell verschafft dem Unternehmen einen einzigartigen Vorteil für eine schnelle Skalierung“, wird Investment Director Marine Glon von Supernova Invest zitiert.

  • Finanzierung für Markteintritt in Deutschland gesichert

    Finanzierung für Markteintritt in Deutschland gesichert

    Die viboo AG hat ihre zweite Finanzierungsrunde erfolgreich abgeschlossen, informiert das 2022 gegründete Unternehmen aus Dübendorf in einer Mitteilung. Dabei wurden von bestehenden und neuen Investierenden insgesamt 3,3 Millionen Euro eingesammelt. Die Ausgründung der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt hat ein Werkzeug für den optimalen Energieeinsatz in Gebäuden entwickelt.

    Viboo will die neuen Mitteil für den anstehenden Eintritt in den deutschen Markt nutzen. Dafür will das Jungunternehmen sein Werkzeug für Energiemanagement zu einem umfassenden Werkzeug für Gebäudemanagement ausbauen. „Wir haben in der Schweiz die Basis gelegt – mit über 40 zufriedenen Kunden, die teilweise bereits im Portfolio-Roll-out sind, und signifikanten Energieeinsparungen im Bestand“, wird viboo-Mitgründer Felix Bünning in der Mitteilung zitiert. „Jetzt gehen wir den nächsten grossen Schritt mit dem Eintritt in unseren ersten EU-Markt, in dem die Kombination aus Energiepreisen und Regulatorik für starken Pull sorgt.“

    Die nun abgeschlossene Finanzierungsrunde wurde von Realyze Ventures aus Köln angeführt. „Mit viboo investieren wir in eine innovative Softwarelösung, die die Dekarbonisierung des Bestandsgebäudesegments vorantreibt und damit einen sehr grossen Markt adressiert“, lässt sich Marnix Roes, Investment Manager bei Realyze Ventures, in der Mitteilung zitieren. Als neue Investorin hat viboo auch die Zürcher Kantonalbank (ZKB) gewinnen können. Diese freue sich darauf, „viboo bei der anstehenden Skalierung zu unterstützen“, erklärt Nicola Leuenberger, Investmentmanager bei der ZKB.

  • Übernahme stärkt Position im Mörtelmarkt

    Übernahme stärkt Position im Mörtelmarkt

    Die Sika-Gruppe hat die Marlon Tørmørtel A/S (Marlon) aus Brædstrup übernommen. Das auf die Herstellung von Mörtel spezialisierte Familienunternehmen verfügt über ein hochautomatisiertes Werk und zwei Warenlager, informiert die weltweit aktive Gruppe für Spezialitätenchemie aus Baar in einer Mitteilung. Zum Kaufpreis werden dort keine Angaben gemacht.

    Der Kundenstamm von Marlon setzt sich hauptsächlich aus Bauunternehmen, Herstellern von Betonelementen und spezialisierten Verarbeitern zusammen. Zudem beliefert der Mörtelhersteller den Baustoffhandel. Sika plant, die Übernahme für einen Ausbau der eigenen Präsenz im Mörtelmarkt zu nutzen. Zudem will die Gruppe die Produktionskapazitäten in Brædstrup erhöhen und die dortige Produktpalette erweitern.

    „Mit unseren kombinierten Geschäftsaktivitäten und den erweiterten Produktionskapazitäten verfügen wir über eine ausgezeichnete Basis, um das Wachstum in Dänemark und der gesamten skandinavischen Region weiter zu beschleunigen“, wird Christoph Ganz, Regional Manager EMEA bei Sika, in der Mitteilung zitiert. „Die Akquisition stärkt unsere Präsenz im bedeutenden Mörtelsegment und bietet uns die Möglichkeit, neue und bestehende Kunden noch gezielter mit umfassenden Komplettlösungen zu versorgen.“

  • Zusammenschluss im Zürcher Energiesektor in Planung

    Zusammenschluss im Zürcher Energiesektor in Planung

    Die Stadt Zürich und EKZ haben sich laut einer gemeinsamen Mitteilung entschieden, sich um die Übernahme der Energie 360 Grad AG durch EKZ zu bemühen. Hauptaktionärin von Energie 360 Grad ist mit einem Anteil von 96 Prozent die Stadt Zürich. Die übrigen 4 Prozent entfallen auf 22 politische Gemeinden.

    Mit einem Beschluss vom 31. Mai 2023 hatte der Zürcher Stadtrat verfügt, dass das Elektrizitätswerk der Stadt Zürich (ewz) alleiniger städtischer Anbieter für grosse Energieverbunde im Stadtgebiet sein soll. Die grossen Energieverbunde von Energie 360 Grad in der Stadt sollten an das ewz übertragen werden.

    In der Folge richtete sich Energie 360 Grad verstärkt auf Tätigkeiten ausserhalb des Stadtgebiets aus. Infolgedessen wurde die städtische Eigentümerschaft ebenso geprüft wie mögliche Partnerschaften für Energie 360 Grad. Nun haben sich EKZ und die Stadt Zürich auf die Aufnahme exklusiver Gespräche über eine Übernahme von Energie 360 Grad durch EKZ verständigt.

    Wie es in der Mitteilung heisst, könnte die Energieinfrastruktur im Kanton Zürich durch einen Schulterschluss von EKZ und Energie 360 Grad zu einem grossen Teil aus einer Hand betrieben werden. EKZ liefere schon heute 100 Prozent erneuerbaren Strom. Die eingeschlagene Strategie von Energie 360 Grad hin zu erneuerbaren Gasen und zur Installation von Ladeinfrastruktur für E-Autos würde EKZ konsequent weitertreiben. „Damit würde ein entscheidender Schritt Richtung Dekarbonisierung und Erreichung der Klimaziele gemacht“, so die beiden Verhandlungspartner.

    Über das Zustandekommen des Verkaufs von Energie 360 Grad an EKZ müssen nun der Gemeinderat und der EKZ-Verwaltungsrat entscheiden. Ziel ist es den Angaben zufolge, eine mögliche Transaktion bis Ende 2026 abzuschliessen.

  • Produktion setzt auf nahezu CO2-freies Aluminium

    Produktion setzt auf nahezu CO2-freies Aluminium

    Der Sonnenschutzhersteller Griesser Holding AG hat bei der Produktion seiner Fensterlädensortimente in Nenzing im September laut einer Mitteilung zu 95 Prozent nachhaltiges Green Aluminium eingesetzt. Mit der Nutzung des Green Aluminiums am österreichischen Standort spart die Griesser Holding AG bis zu 30 Prozent CO2 pro Kilogramm Aluminium und erreicht einen neuen Tiefstwert von 3,3 Kilogramm CO2-Emissionen pro Kilogramm produziertes Aluminium. Das nachhaltige Aluminium besteht zu 65 Prozent aus Pre-Consumer- und Post-Consumer-Schrott sowie zu 35 Prozent aus Primäraluminium, erklärt die Firma. Der Primäraluminiumanteil wird dabei mit erneuerbaren Energien in Europa erzeugt, was zu bis zu fünfmal niedrigeren CO2-Emissionen führt als die herkömmliche Herstellung.

    Die Umstellung auf Green Aluminium ist in Nenzing bereits im November 2024 gestartet. „In unser Fensterladensortiment fliessen die grössten Aluminium-Mengen. Mit der Materialumstellung in Nenzing war es uns also möglich, rasch grosse Wirkung zu erzielen“, wird Urs Neuhauser, CEO der Griesser-Gruppe, zitiert.

    Qualität und Nachhaltigkeit bleiben bei Griesser Holding AG garantiert vereinbar, teilt die Firma mit. Für alle Green Aluminium-Produkte gelten die bisherigen Garantiefristen. Analog zum weiteren Griesser-Sortiment sind auch die grüneren Modellvarianten EPD-zertifiziert (Environmental Product Declaration/Umwelt-Produktdeklaration).

    Die Griesser Holding AG ist spezialisiert auf die Herstellung von Sonnenschutzlösungen von Fenstern und Terrassen und ist nach Eigenangaben bei hochstehendem und ästhetischem Sonnenschutz europaweit führend.

  • Wechsel an der Spitze des Energieunternehmens geplant

    Wechsel an der Spitze des Energieunternehmens geplant

    Roland Leuenberger wurde vom Verwaltungsrat des Energieproduzenten Axpo als neuer Verwaltungsratspräsident vorgeschlagen. Er soll den derzeitig amtierenden Thomas Sieber ablösen, der im Dezember 2024 seinen Rücktritt angekündigt hat. Leuenberger ist derzeit als CEO der Repower AG tätig. Seine aktuelle Tätigkeit wird er laut Medienmitteilung vor der Übernahme des neuen Mandats bei Axpo am 1. Juni 2026 abgeben.

    Roland Leuenberger amtiert seit 2019 als CEO der Repower AG. Zuvor war er in leitenden Funktionen sowie als Unternehmer bei international tätigen, grossen Organisationen an der Schnittstelle zwischen Energie- und Finanzwirtschaft tätig. Laut Axpo bringt er „ausgewiesene Führungsstärke, Fachkompetenz, strategische Weitsicht und ein ausgeprägtes politisches Gespür mit“ und sei damit bestens für die Leitung des Verwaltungsrats geeignet.

    Thomas Sieber ist bereits seit 2016 als Verwaltungsratspräsident der Axpo Holding AG tätig und führte das Unternehmen durch herausfordernde Zeiten, so die Mitteilung. Nach zehn Jahren Führung wird er im Juni 2026 nun das Amt an Leuenberger abgeben.

  • Weiterbildung im Immobilienbereich gewinnt an Dynamik

    Weiterbildung im Immobilienbereich gewinnt an Dynamik

    Insgesamt 35 neue Studierende haben an der HWZ den Beginn ihrer Studiengänge CAS Smart Real Estate AI, Data & Values HWZ und CAS General Real Estate Management HWZ mit einem Apéro gefeiert, wie aus einer Mitteilung hervorgeht. Bei dem selben Anlass haben auch zehn Absolvierende des CAS Smart Real Estate Business HWZ ihr Zertifikat in Empfang genommen.

    Mit dem CAS Smart Real Estate AI, Data & Values HWZ richtet sich die HWZ an Verantwortliche aus dem Immobilienbereich, aber auch Immobilienbesitzende und Finanzspezialisten. Ihnen wird Wissenswertes zum Thema Daten und Zahlen im Immobilienbereich vermittelt.

    Der CAS General Real Estate Management HWZ richtet sich an Anwärterinnen und Anwärter eines Master of Advanced Studies (MAS), die ihre Kenntnisse ausbauen wollen. Beide Studiengänge sind Teil des MAS Real Estate Management, können aber auch als in sich abgeschlossener CAS-Studiengang belegt werden. 

  • Zusammenschluss stärkt Baustoffprüfung und Messtechnik

    Zusammenschluss stärkt Baustoffprüfung und Messtechnik

    Die TransGeo AG wird ihre Baustoffprüfungen künftig unter dem Dach der TIC Holding Schweiz AG durchführen. Das Unternehmen aus Muri bei Bern ist mit Rückwirkung zum 1. Januar von der Unternehmensgruppe aus Baar übernommen worden, informiert die TIC Holding Schweiz AG in einer Mitteilung. Die in Baar ansässige Gruppe wird von der Winterberg Advisory GmbH verwaltet.

    „Mit TransGeo haben wir eine perfekte Ergänzung für die TIC Holding Schweiz AG im Bereich der Baustoffprüfung gefunden“, wird Fabian Kröher in der Mitteilung zitiert. Der Verwaltungsratspräsident der TIC Holding Schweiz und Partner bei Winterberg wird im Zuge der Transaktion auch das Präsidium des Verwaltungsrats von TransGeo übernehmen. Der Neuerwerb habe „eine exzellente Reputation und wird nicht nur für die akkreditierten Prüfungen, sondern darüber hinaus auch für kompetente Beratung bei geologischen Problemstellungen geschätzt und verfügt über sehr starke Kundenbeziehungen“, so Kröher.

    Winterberg will das Geschäft mit akkreditierten Prüf- und Kalibrierleistungen für Bau und Infrastruktur sowie Messtechnik und Werkstoffprüfung weiter ausbauen. Dazu führe das Unternehmen bereits Übernahmeverhandlungen mit weiteren Unternehmen, heisst es in der Mitteilung. Die neu übernommene TransGeo AG soll ihre Aktivitäten auch unter dem Dach der TIC Holding Schweiz AG als eigenständige Gesellschaft weiterführen. Für Kundschaft und Partnerfirmen ergeben sich durch den Wechsel keine Veränderungen. 

  • Forum Bauen digital Schweiz thematisiert Smart Cities

    Forum Bauen digital Schweiz thematisiert Smart Cities

    Das nächste Forum Bauen digital Schweiz / buildingSMART Switzerland der gleichnamigen und in Zürich ansässigen Plattform findet am 21. Oktober zwischen 13.30 und 17 Uhr in Schlieren statt. Gastgeberin ist das Immobilienunternehmen Halter, wie aus einer Ankündigung hervorgeht.

    Die Plattform digital Schweiz / buildingSMART Switzerland setzt sich für die digitale Transformation der Schweizer Bau- und Immobilienwirtschaft ein und führt in diesem Rahmen zweimal jährlich ihr Forum durch. Bei der Veranstaltung am 21. Oktober steht das Thema Smart Cities und nachhaltige Stadtentwicklung im Fokus. Die Keynotes werden von Sarah Schalles, Direktorin der Initiative Seed Next Generation Living, und Ole Bühlmann von der Halter AG gehalten. Weitere Vorträge runden den Anlass ab, der mit einem Apéro zu Ende geht.

    Die Anmeldung für das Forum kann online vorgenommen werden.

  • Zukunftsorientiert und agiler aufgestellt

    Zukunftsorientiert und agiler aufgestellt

    Der Verwaltungsrat hat entschieden, die Geschäftsleitung von sechs auf fünf Mitglieder zu reduzieren. Dies soll nicht nur die Agilität erhöhen, sondern auch operative Schnittstellen optimieren, um so die Werterhaltung und Wertsteigerung des Immobilienportfolios konsequenter voranzutreiben. Die Geschäftsleitung wird neu die Bereiche Immobilien, Entwicklung, Akquisition, Finanzen und Corporate Center umfassen.

    Führung mit klarer Verantwortlichkeit und umfassendem Know-how
    Nadia Mastacchi übernimmt den Bereich Immobilien, der nun neben Portfolio- und Transaktionsmanagement auch die Bewirtschaftung inkludiert. Dadurch wird eine einheitliche Schnittstelle geschaffen, die das Portfolio in seiner Gesamtheit stärkt.

    Marco Tondel bleibt Leiter Entwicklung und verantwortet zusätzlich die Realisierung. Die Bündelung dieser Aufgaben erhöht die Kosteneffizienz und stärkt die Wertschöpfungskette.

    Vinzenz Manser, mit über 20 Jahren Erfahrung bei Mobimo, führt neu den Bereich Akquisition. Die Zusammenführung erhöht die Marktwirkung und fördert die notwendige Agilität im intensiven Wettbewerb.

    Christoph Egli scheidet aus der Geschäftsleitung aus, nachdem der eigenständige Bereich Bewirtschaftung aufgelöst wurde. Sein langjähriges Engagement und die prägende Rolle im Bewirtschaftungsgeschäft werden vom Verwaltungsrat hoch geschätzt.

    Zukunftsfähige Führungsorganisation
    Mit dieser Reorganisation soll die gesamte Wertschöpfungskette stärker gebündelt und im Markt wirkungsvoller positioniert werden. Der Schritt unterstreicht die Strategie, weiterhin erfolgreich und agil auf die Herausforderungen eines sich wandelnden Immobilienmarktes zu reagieren.

  • Eigentum fördern statt verhindern

    Eigentum fördern statt verhindern

    Die Schweiz ist und bleibt das Land der Mieterinnen und Mieter. Der Traum vom Eigenheim rückt für viele immer weiter in die Ferne. Steigende Preise, höhere Zinsen und striktere Hypothekarvorschriften haben das Eigenheim für breite Bevölkerungsschichten unerreichbar gemacht. Gerade junge Familien oder Menschen mit mittleren Einkommen scheitern zunehmend an den Hürden des Systems. Dabei ist Wohneigentum weit mehr als ein Statussymbol. Es ist eine Form der Altersvorsorge, ein Beitrag zur Eigenverantwortung und Stabilität in einer zunehmend unsicheren Zeit. Wer in den eigenen vier Wänden lebt, spart langfristig Kosten und entlastet das Rentensystem. 

    Die Abschaffung des Eigenmietwerts ist deshalb kein Dammbruch, sondern ein notwendiger Türöffner. Sie beendet eine Ungerechtigkeit, bei der fiktive Einkommen besteuert werden, die real gar nicht existieren. Die Kritik, dadurch würden «Steuerschlupflöcher» entstehen, greift zu kurz. Entscheidend ist, dass die Reform mit klaren und fairen Regeln umgesetzt wird. 

    Wird die Schweiz damit zum Land der privilegierten Eigentümer? Nein, im Gegenteil. Erst durch eine Entlastung beim Eigenmietwert schaffen wir die Voraussetzungen, dass mehr Menschen den Schritt ins Eigentum überhaupt schaffen können. Das Ziel muss sein: Eigentum für viele statt Privilegien für wenige. 

    Unterstützung ja, Verstaatlichung nein
    Das primäre Ziel einer sinnvollen Wohnpolitik muss die Schaffung von geeignetem und bezahlbarem Wohnraum sein. Doch der Staat kann das nicht allein leisten. Öffentliche Bauträgerschaften sind oft schwerfällig, unflexibel und teuer. In Städten wie Zürich zeigt sich, dass eine zunehmende Verstaatlichung des Wohnungsmarktes zu Engpässen und zu einer künstlichen Verknappung führt. 

    Es braucht die privaten Bauherrschaften, die schnell und effizient auf die Bedürfnisse der Bevölkerung reagieren können. Die Aufgabe des Staates liegt nicht im Bauen selbst, sondern in der Schaffung der richtigen Rahmenbedingungen: schnellere Bewilligungsverfahren, flexible Umnutzungen und eine Planung, die Innovation zulässt statt verhindert. 

    Ein modernes Instrument wäre der Systemwechsel bei der staatlichen Wohnbauförderung. Weg von Subventionen an Gebäude, hin zu Wohnungsgutscheinen für Menschen, die tatsächlich Unterstützung benötigen. So kann Hilfe gezielt dort ankommen, wo sie gebraucht wird, ohne den Markt zu verzerren. 

    Wie viel Staat braucht die Immobilienwelt noch und wie viel Markt verträgt sie? Die Antwort ist einfach: Der Staat soll Rahmen setzen, aber nicht Mauern ziehen. Er soll Anreize schaffen, nicht blockieren. 

    Blick nach vorn
    Die Abschaffung des Eigenmietwerts ist kein isolierter Schritt, sondern Teil einer grösseren Entwicklung: hin zu mehr Eigenverantwortung, zu fairen Chancen für Mieter, die Eigentum anstreben, und zu einem funktionierenden Wohnungsmarkt, der auf Vertrauen und Innovation basiert, nicht auf Bürokratie. 

    Ob daraus der erste Dominostein für weitere steuerliche Entlastungen wird, hängt vom politischen Willen ab. Sicher ist aber: Wer die Menschen in den eigenen vier Wänden stärken will, stärkt das Fundament unseres Landes. 

  • Studie zeigt enormes Verdichtungspotenzial

    Studie zeigt enormes Verdichtungspotenzial

    Insgesamt liegt ein sinnvolles Entwicklungspotenzial auf 30% der bestehenden Siedlungsgebiete vor, das bei einer Realisierungsquote von 70% Platz für 2 Millionen neue Bewohner sowie 1,1 Millionen Arbeitsplätze bieten könnte.

    Die Untersuchung, durchgeführt von Sotomo im Auftrag von Urbanistica, schlägt vor, dass nachhaltige Innenentwicklung nur gelingt, wenn Dichte und Siedlungsqualität verbunden werden. Reine Verdichtung an verkehrs- und infrastrukturstarken Lagen reicht nicht aus. Vielmehr müssen verbesserte Nahversorgung, mehr Grünflächen, geeignete Ruhebereiche und ein differenzierter Nutzungsmix die Lebensqualität und die gesellschaftliche Akzeptanz sichern.

    Agglomerationen als Brennpunkte und Chancenräume
    Obwohl Städte wie Bern oder Zürich pro Fläche das höchste Potenzial aufweisen, liegt das grösste absolute Potenzial in den Agglomerationen. Dort könnten allein durch Innenentwicklung bis zu 870.000 Menschen neuen Wohnraum finden. Gemeinden wie Schwerzenbach, Opfikon und Vernier führen das Ranking hinsichtlich ihrer Entwicklungsmöglichkeiten an.

    Herausforderungen bei der Siedlungsqualität
    Gleichzeitig offenbart die Studie erhebliche Qualitätsdefizite, vor allem in Agglomerationen und Städten. Probleme sind etwa ein unausgewogener Nutzungsmix, Lärm und unzureichende Begrünung in städtischen Gebieten sowie mangelnde Nahversorgung und fehlender Zugang zu Naherholungsräumen in peripheren Zonen. Besonders in monofunktionalen Gewerbegebieten und Teilen der Westschweiz bestehen bauliche und soziale Defizite.

    Praktische Anwendung und neue Geschäftsfelde
    Für Investoren und Planer bietet die Studie eine präzise „Schatzkarte“ zur Identifikation deutlich nutzbarer Grundstücke und Areale bis auf Zonenebene. Dies erleichtert strategische Entscheidungen und minimiert Investitionsrisiken. Zudem unterstützt die Datenlage die Argumentation gegenüber Behörden und Bevölkerung, was den Prozess von Planungs- und Bewilligungsverfahren beschleunigen kann.

    Für die Bau- und Immobilienwirtschaft eröffnen sich durch die Aufwertung bestehender Areale grosse Chancen. Die Transformation monofunktionaler Gewerbegebiete zu lebendigen, gemischten Quartieren gilt als Erfolgsmodell und wichtige Antwort auf Wohnungsknappheit und steigende Baukosten.

    Innenentwicklung als Schlüssel zu nachhaltigem Wachstum
    Die Studie richtet den Fokus darauf, dass Innenentwicklung nicht nur Flächenfrage, sondern vor allem eine Qualitätsfrage ist. Durch die Konzentration auf bereits erschlossene Gebiete können Infrastrukturkosten reduziert und Zersiedelung eingedämmt werden. Die Herausforderung bleibt, gesellschaftliche Akzeptanz für Nachverdichtung zu schaffen und strukturelle Hürden abzubauen. Voraussetzung für eine zukunftsfähige und lebenswerte Siedlungsentwicklung in der Schweiz.

    Diese Studie liefert somit ein datenbasiertes, vielversprechendes Fundament für die zukünftige Stadt- und Regionalentwicklung im Einklang mit dem Schweizer Raumplanungsgesetz.

  • «Zuger Mar-a-Lago»

    «Zuger Mar-a-Lago»

    Das Anwesen ist mit 5500 Quadratmetern das grösste private Seegrundstück und ein Unikat in Zug. Die Luxusvilla mit einem geforderten Preis von rund 50 Millionen Franken ist seit Ende Juni auf dem Markt. Sie wird wegen ihrer Pracht und Lage bereits als «Zuger Mar-a-Lago» bezeichnet, in Anspielung auf das bekannte Anwesen von Donald Trump in Florida. Laut Makler Robert Ferfecki gilt der Käufer dieser Villa als «König von Zug».

    Stadt mit strategischem Interesse
    Die Frist für Gebote ist mittlerweile abgelaufen und offiziell gehört die Stadt Zug zu den Mitbewerbern. Stadtrat und Finanzdirektor Urs Raschle bestätigte, dass die Eigentümerfamilie bereits im Frühling den Kontakt zur Stadt gesucht habe. Das Versprechen eines Angebots bis Ende September wurde eingehalten, Details zur Höhe bleiben indes geheim.

    Persönlicher Zugang als Trumpf
    Über das alleinige Gebot hinaus geht Raschle einen Schritt weiter. Er hat einen persönlichen Brief an die Eigentümerfamilie geschrieben. Obwohl der Kontakt grundsätzlich über die Makler läuft, soll dieser Brief die Bedeutung des Kaufvorhabens unterstreichen. Raschle hebt hervor, dass sogar das Zuger Parlament den Stadtrat beauftragt hat, den Kauf zu prüfen. Eine Botschaft mit Nachdruck, die Glaubwürdigkeit und Verhandlungsstärke vermitteln soll.

    Zukunftsperspektiven für Zug
    Ein Eigentumserwerb dieser Grössenordnung könnte dem öffentlichen Raum neue Impulse geben. Geplant ist, das Seebad und das Theater Casino zu erweitern. Projekte, die der Stadt gesellschaftliche und kulturelle Mehrwerte bringen würden. Die Entscheidung über den Kauf wird wegweisend für die zukünftige Entwicklung am Zugersee sein und bietet Zug die Chance, ein Statement als moderner und innovativer Standort zu setzen.

  • Ressourcen schonen und Gebäudelebenszyklen verlängern

    Ressourcen schonen und Gebäudelebenszyklen verlängern

    ETH-Professorinnen Catherine De Wolf und Maria Conen setzen sich für eine radikale Umkehr in der Bauwirtschaft ein. Anstatt alte, energetisch ineffiziente Gebäude zu opfern, plädieren sie für deren Erhalt, Sanierung und Erweiterung. Neben ökologischen Aspekten stehen dabei soziale und kulturelle Faktoren im Fokus. Gebäude beherbergen Identitäten und Geschichten, deren Erhalt wesentlich für das Stadtleben ist. Nachhaltigkeit wird so zur Verbindung von Umwelt, Gesellschaft und Architektur.

    Wiederverwendung von Baumaterialien
    Ein gutes Beispiel ist die Wiederverwendung von Glaselementen der Aussenrolltreppen des Centre Pompidou in Paris als Bürotrennwände. Die aufwändige Demontage, Sortierung und Reintegration ist kostenintensiv, bietet aber enorme ökologische Vorteile durch deutliche CO₂-Einsparungen und die Vermeidung von Abfall.

    Baumaterialien wie Holz und Beton bergen grosses, bislang ungenutztes Potenzial für die Wiederverwendung. Während Holz oft schlicht verbrannt wird, könnten Betonplatten ausgeschnitten und als Wandelemente dienen. Stahlträger werden zwar recycelt, aber meist energieintensiv eingeschmolzen, statt formstabil wiederverwendet zu werden. Die Herausforderungen liegen in der technischen Machbarkeit, Kosten und komplexen Planung.

    Digitalisierung und Materialpässe zur Optimierung
    Digitale Instrumente wie Materialpässe sollen künftig den Überblick über die Herkunft, Zusammensetzung und Nutzungsdauer von Bauteilen erleichtern. So werden Re-Use und Rückbau effizienter und transparenter. Die Harmonisierung solcher Standards ist Forschungsgegenstand, um in der Branche verbindliche Lösungen zu schaffen.

    Rechtliche und normtechnische Barrieren
    Ein weiterer Hemmschuh sind die heute vorherrschenden Normen, die primär auf Neubauten ausgelegt sind und Umbauten sowie den Kontext bestehender Gebäude unzureichend berücksichtigen. Dies erschwert Sanierungen und Arbeiten am Bestand aus energetischer Sicht. Gesetze und Vorschriften müssen künftig flexibler gestaltet werden, um zirkuläre Bauweisen zu fördern.

    Kreislaufwirtschaft als Wegbereiter für CO₂-Reduktion
    Die Baubranche ist verantwortlich für rund 50 Prozent der Ressourcenerschöpfung und erhebliche Mengen CO₂-Emissionen. Kreislaufwirtschaft mindert diese erheblich, indem sie Materialkosten, Abfälle und Energieverbrauch durch Wiederverwendung und modulares Bauen reduziert. Die Rückbaubarkeit durch verschraubte oder gesteckte statt verklebte Verbindungen ist dabei ein Schlüssel.

    Herausforderungen und Zukunftsperspektiven
    Die grösste Herausforderung liegt im Aufwand der Demontage und Wiederverwendung sowie der Suche nach Abnehmern für wiederverwendete Materialien. Das Fehlen umfassender Marktstrukturen erschwert eine flächendeckende Umsetzung. Hier setzen Initiativen wie digitale Marktplätze und die Einbindung von spezialisierter Ingenieurskompetenz an.

    Modulares Bauen und flexible Nutzungskonzepte wie z.B. museale Nutzung von weniger gut isolierten Gebäuden, zeigen praktikable Zukunftsperspektiven. Vor allem die junge Generation von Studierenden und Forschenden an ETH und anderen Instituten treibt Innovationen voran, was Hoffnung auf eine nachhaltigere Bauwirtschaft macht.

  • Der grosse Wohn-Showdown

    Der grosse Wohn-Showdown

    Die Wohnschutzinitiative will verhindern, dass nach Umbauten oder Abrissen die Mieten unverhältnismässig steigen. Investoren sollen künftige Mieten mit der Baubewilligung genehmigen lassen, ebenso soll die Rendite gedeckelt werden. Eine Mehrheit im Kantonsrat (u. a. SVP, FDP, GLP) lehnt dies als zu starken Eingriff in Eigentumsrechte ab und warnt vor Investitionshemmnissen. Stattdessen schlägt die Kommissionsmehrheit einen Gegenvorschlag vor, der insbesondere Mieter vor missbräuchlichen Kündigungen schützen soll . Mit Informations- und Unterstützungsfristen von 12 Monaten bei Umstrukturierungen. Kritiker sehen darin ein Placebo, das die Mieterinnen wenig schützt und die Renditeinteressen unangetastet lässt.

    Starthilfe-Initiative des HEV
    Diese Initiative zielt darauf ab, den Zugang zu Wohneigentum zu erleichtern. Der Hauseigentümerverband fordert, dass der Kanton bis zu 15 Prozent des Kaufpreises für Selbstnutzer verbürgt, indem das Eigenkapital von 20 auf 5 Prozent gesenkt wird. Die Regierung unterstützt den Vorschlag, denn er könnte Familien mit mittleren Einkommen den Erwerb erleichtern. Linke Parteien warnen jedoch vor steigender Nachfrage und höheren Bodenpreisen, ohne dass das Wohnungsangebot nachhaltig wächst. Im Kantonsrat droht eine knappe Entscheidung.

    Wohneigentumsinitiative des HEV
    Diese Initiative verlangt, dass bei staatlich geförderten Wohnbauprojekten neben günstigen Mietwohnungen mindestens gleich viel selbstgenutztes Wohneigentum entsteht. Sie fand bisher keine Mehrheit, da Kritiker die einseitige Förderung von Mietwohnungen nicht als verfassungskonform sehen. Ein Gegenvorschlag, der Probleme bei der Berechnung des Eigenmietwerts adressieren sollte, hat ebenfalls geringe Aussicht auf Erfolg.

    Wohnungsinitiative der Grünen
    Die Grünen fordern die Gründung einer öffentlich-rechtlichen Wohnbauanstalt mit Startkapital von mindestens 500 Millionen Franken, um günstigen, gemeinnützigen Wohnraum zu schaffen und gemeinnützige Bauträger zu fördern. Die Mehrheit im Kantonsrat lehnt dies ab und schlägt stattdessen Rahmenbedingungen für beschleunigten Wohnungsbau vor. Die Initiatoren wollen bei Ablehnung eine Volksabstimmung erzwingen.

    Ausblick und politische Spannungen
    Die Debatte im Kantonsrat eröffnet einen politisch heissen Herbst. Ein weiterer Streitpunkt wird die Vorkaufsrecht-Initiative der SP sein, die den Gemeinden mehr Eingriffsmöglichkeiten bei Grundstückskäufen geben möchte, um Spekulation zu begrenzen. Ihr Gegenvorschlag hat vor allem wirtschaftliche und juristische Gegner.

    Die Positionen der Akteure zeigen das Dilemma zwischen Wohnraumschutz, Förderung von Eigentum und der Sorge um Investitionsanreize. Der Ausgang der Abstimmungen wird maßgeblich die zukünftige Wohnungspolitik im Kanton Zürich prägen und dürfte auch Signalwirkung für andere Schweizer Kantone haben.