Autor: immovestuser

  • Schaltzentrale der Elektrobranche

    Schaltzentrale der Elektrobranche

    Aufgrund der starken Nachfrage belegt die Ineltec 2026 neu die Hallen 3 bis 6. Auf Ebene 1 warten neue Marken, ein erweiterter Fachbereich Licht mit eigenem Themenmarktplatz sowie Präsentationen im Speakers Corner. Ebene 2 entspricht in Grösse und Layout in etwa der Fläche von 2024 und bietet Raum für persönlichen Austausch und Networking. Messeleiterin Noëlle Marti bringt es auf den Punkt: Unternehmen, die 2024 noch zögerten, sind 2026 dabei.

    EIT.swiss als nationaler Rückhalt
    Ein neu geschlossener Partnerschaftsvertrag mit dem Dachverband EIT.swiss vertieft das Zusammenspiel von Branchenwissen und Messekompetenz. Direktor Simon Hämmerli und Messeleiterin Noëlle Marti verantworten gemeinsam Fachthemen, Besucherkommunikation und nachhaltige Branchenentwicklung. Nachwuchstouren, Weiterbildungsangebote und Wissenstransfer sorgen für inhaltliche Tiefe jenseits der klassischen Ausstellungsfläche.

    Fokus statt Streuverluste
    Mit dem Fokus auf zwei Messetage setzt die Ineltec bewusst auf Effizienz. Ein wirtschaftlich relevanter Standort und ein nationales Fachpublikum ohne Streuverluste. Die sieben Fachbereiche reichen von Elektrotechnik und Gebäudeautomation über E-Mobilität und Infrastruktur bis hin zu IT-Lösungen und Werkzeugen. Für Kader und Fachleute aus dem Gebäude- und Installationsbereich ist die Messe der dichteste Branchentreffpunkt der Schweiz im Jahr 2026.

    Jetzt noch Standort sichern
    Das Messeteam arbeitet derzeit intensiv an den Standplatzierungen. Interessierte Unternehmen können sich auf ineltec.ch anmelden und ihren Standort reservieren. Wer 2024 dabei war, weiss, zwei Tage reichen, um Kontakte zu knüpfen, Innovationen zu sehen und Entscheide vorzubereiten. Wer noch zögert, riskiert, im Herbst von der Seitenlinie zuzuschauen.

  • Das schmutzigste Geschäft am Schweizer Immobilienmarkt

    Das schmutzigste Geschäft am Schweizer Immobilienmarkt

    Im Schweizer Mittelland lehnte ein Eigentümer zunächst ab. Das Angebot war weit über dem Marktpreis, der Käufer ihm suspekt. Einen Tag später stand derselbe Mann mit Bargeld vor der Tür, eine mittlere sechsstellige Summe als «Anzahlung». Der Eigentümer wurde schwach. Die Spur dieses Deals führt direkt in das Milieu eines mutmasslichen Luzerner Geldwäsche-Reisebüros und zu Personen mit engen Verbindungen zu einem albanischen Kokainboss, der seit Herbst 2024 in Albanien in Untersuchungshaft sitzt.

    Das Muster ist immer dasselbe
    CH Media hat zuletzt dubiose Immobiliengeschäfte aus mehreren Kantonen dokumentiert. Das Schema wiederholt sich. Eigentümer werden direkt angesprochen, die Kaufangebote sind massiv überhöht, der Zeitdruck enorm. Wer zustimmt, stellt oft fest, dass die neue Eigentümerschaft die Liegenschaft sofort leer stehen lässt oder zu einem weit höheren Preis weiterauswirbt. Eine Wohnung in der Innerschweiz steht nach einem solchen Deal über ein Jahr leer, eingelöst auf eine anonyme Immobilienfirma, der Besitzer offenbar in der Lage, eine Investition von über einer Million Franken brachliegen zu lassen.

    Schwarzarbeit als zweiter Geldkanal
    Nicht nur Drogengelder fliessen in Liegenschaften. Auch Schwarzgeld aus dem Bausektor landet dort. Das Muster ist raffiniert. Ein krimineller Unternehmer erhält für einen Neubau eine Million Franken regulär über die Bank. Dank Schwarzarbeit kostet ihn das Projekt, aber nur 700’000 Franken. Die restlichen 300’000 Franken «versteckt» er mit falschen Rechnungen von Scheinfirmen, die gegen eine Provision von rund fünf Prozent fingierte Belege ausstellen. Diese Firmen führen keine Buchhaltung und sind bei behördlichen Nachfragen meist bereits in Konkurs. Das Ergebnis sind 300’000 Franken Gewinn auf Kosten der Allgemeinheit und der Bauarbeiter.

    Der Markt schweigt, der Preis steigt
    Weltweit stehen schätzungsweise über ein Drittel aller Geldwäschefälle in Zusammenhang mit Immobilientransaktionen. Die Schweiz gilt international als besonders attraktiv, weil der Markt stabil ist und die Regulierung lange Zeit lückenhaft war. Anwalt Fabian Teichmann, Geldwäsche-Experte, bringt es auf den Punkt, «Wer klug ist, kauft lieber vier Immobilien à fünf Millionen als eine einzige für 20 Millionen. Das ist weniger auffällig.» Der direkte Nebeneffekt sind überteuerte Käufe, die den Preise für alle hoch treiben.

    Das Gesetz zieht nach, langsam
    Die Eidgenössischen Räte haben am 26. September 2025 eine Revision des Geldwäschereigesetzes verabschiedet. Neu werden auch Immobilienmakler Sorgfaltspflichten unterworfen und müssen sich einer anerkannten Selbstregulierungsorganisation anschliessen. Der Haken an dieses Gesetzes, Transaktionen unter fünf Millionen Franken bleiben grundsätzlich ausserhalb der Pflicht. Das Inkrafttreten ist für das zweite Halbjahr 2026 geplant. Wer heute vier Objekte à vier Millionen kauft, bleibt vorerst unter dem Radar.

  • Lernfabrik verbindet Industrie, Forschung und Ausbildung neu

    Lernfabrik verbindet Industrie, Forschung und Ausbildung neu

    Die Eidgenössische Technische Hochschule Zürich (ETH) plant im Tech Cluster Zug – einem Industrie- und Innovationsareal der Metall Zug AG – den Aufbau der ETH Learning Factory Zug. Wie aus einer Mitteilung hervorgeht, sollen in der Lernfabrik künftig Studierende, Lernende aus Berufsbildungsberufen sowie Fachleute aus Forschung und Praxis gemeinsam an realen Fragestellungen aus Industrie und Gesellschaft arbeiten.

    Das Projekt wird von der ETH, Kanton und Stadt Zug sowie insgesamt neun in Zug ansässigen Unternehmen getragen. Die Learning Factory konzentriert sich auf Themen wie Automatisierung und Digitalisierung der Industrie, nachhaltige Systeme sowie digitales Lernen. Vor Ort sind rund 20 Vollzeitstellen für Betrieb, Lehre und Forschung vorgesehen. Die neue Lern- und Arbeitsumgebung soll moderne Werkstätten, digitale Lernräume und Begegnungszonen für interdisziplinäre Zusammenarbeit umfassen.

    Die erste Etappe ist auf zehn Jahre ausgelegt und kostet insgesamt rund 110 Millionen Franken. Der Kanton Zug will sich mit 55, die Stadt Zug mit 27,5 Millionen Franken an der Finanzierung beteiligen. Weitere Beiträge kommen von Wirtschaftspartnern sowie aus Leistungen der ETH.

    Vor der Umsetzung müssen noch politische Entscheide erfolgen. Neben Beschlüssen von Kantonsrat und Grossem Gemeinderat ist in der Stadt Zug eine Volksabstimmung vorgesehen. Bei Zustimmung könnte der Umbau 2027 beginnen, eine Inbetriebnahme ist für 2029 geplant.

  • 3D gedruckter Beton speichert CO2 und reduziert Ressourcenverbrauch

    3D gedruckter Beton speichert CO2 und reduziert Ressourcenverbrauch

    Forschende des Labors Structural Engineering der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa) arbeiten an der Entwicklung von Betonelementen, die aus einem 3D-Drucker hergestellt sind. Die Bauelemente sind ohne traditionelle Stahlarmierung stabil und nahezu zementfrei, heisst es in einer Mitteilung. Das Material soll im Aushärten Kohlendioxid speichern.

    Die Forschungsarbeiten finden im Rahmen des europäischen Projekts CARBCOMN (Carbon-negative compression dominant structures for decarbonized and de-constructable concrete buildings) statt. Neben der Empa sind Forschende der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH) sowie der Empa-Ausgliederung re-fer aus Seewen und weitere europäische Partner an der Entwicklung beteiligt.

    Das Material für den 3D-Druck stammt aus rezyklierten Industrieabfällen, so aus Stahlschlacke. In einem speziellen Verfahren werden geometrisch optimierte Formen hergestellt. Als Bewehrungen werden eisenbasierte Formgedächtnislegierungen (Fe-SMA) von re-fer eingesetzt. Zum Aushärten dieses Betons wird in einer Brennkammer Kohlendioxid injiziert, das sich mit der Betonmischung chemisch verbindet. „Wir kombinieren hier einzigartige Expertise – 3D-Druck, strukturelle Performance und unsere Spezialität: eisenbasierte Formgedächtnislegierungen“, wird Empa-Forscher Moslem Shahverdi in der Mitteilung zitiert. „Zum einen nutzen wir digitale Fertigungsmethoden, um ressourcenschonend zu bauen. Zum anderen ersetzen wir herkömmlichen Zement durch Bindemittel mit geringerem CO2-Fussabdruck.“ Die Betonteile werden zudem so gestaltet, dass sie nach der Nutzung demontiert und woanders wiederverwendet werden können.

    Das 2024 gestartete, vierjährige Projekt wird im Rahmen von Horizon Europe gefördert und vereint elf führende Forschungseinrichtungen und Architekturbüros aus ganz Europa. Dazu zählen laut der Mitteilung auch die Universität Gent, die Technische Universität Darmstadt, die griechische Universität Patras sowie Zaha Hadid Architects aus London, Mario Cucinella Architects aus Bologna und die Unternehmen Tesis aus dem italienischen Penta di Fisciano, orbix aus Genk und incremental 3D aus Innsbruck.

  • 47 Millionen für ein neues Herz im Berner Oberland

    47 Millionen für ein neues Herz im Berner Oberland

    Das Gesamtprojekt kostet 47 Millionen Franken. Die Finanzierung läuft über eine neu zu gründende Arealentwicklungsgesellschaft, an der sich vier Partner beteiligen. Die Stadt Thun gewährt ein grundpfandgesichertes, zinloses Darlehen über 16 Millionen und bürgt zusätzlich für ein Kantonsdarlehen von 10 Millionen Franken im Rahmen der Neuen Regionalpolitik. Die Empa selbst investiert 16 Millionen in Labore und Technikzentrale, die Halter AG als Entwicklungspartnerin steuert 5 Millionen bei. Nach Projektabschluss soll die Gesellschaft an Investoren übertragen werden.

    Baubewilligung liegt vor
    Der Weg war nicht frei. Einsprachen haben das Verfahren um rund ein Jahr verzögert. Jetzt liegt die Baubewilligung für das Baufeld B5 in Thun Nord vor, der Baubeginn ist auf Frühling 2027 gesetzt, die Fertigstellung auf Ende 2029. Das Stadtparlament entscheidet am 30. April 2026 über das Darlehen. Damit der Zeitplan hält, braucht es ein klares Ja.

    Empa seit 1994 in Thun
    Die Eidgenössische Materialprüfungs- und Forschungsanstalt forscht seit 1994 in Thun im Bereich Hochtechnologie und Werkstoffe. Der Neubau ist keine Verlagerung, sondern eine Erweiterung. Stadtpräsident Raphael Lanz bringt es auf den Punkt. Die Empa sichere langfristig hochqualifizierte Arbeitsplätze in Forschung und Entwicklung, generiere regionale Wertschöpfung und stärke Thun als Technologie- und Innovationsstandort im Kanton Bern.

    Vom Kasernenareal zum Stadtquartier
    Thun Nord ist das grösste Stadtentwicklungsprojekt im Berner Oberland. Auf dem 60 Hektar grossen Areal lösen Forschungsbetriebe, Unternehmen und Wohnraum die militärische Nutzung ab. 6’500 Arbeitsplätze sollen langfristig entstehen, heute sind bereits rund 2’300 dort angesiedelt. Eine neue S-Bahn-Haltestelle Thun Nord ist im Ausbauschritt 2035 des Bundesparlaments aufgenommen und soll das Quartier direkt an den Fernverkehr anbinden.

    Halter als Hebel
    Dass die Halter AG als Entwicklungspartnerin von Baufeld B5 mit 5 Millionen Franken ins Projekt einsteigt, ist kein Zufall. Das Unternehmen gewann 2022 den Projektwettbewerb zusammen mit Bauart Architekten und Balliana Schubert Landschaftsarchitekten. Die Zusammensetzung zeigt das Konzept. Privates Kapital und öffentliche Hand ziehen gemeinsam, der Standort trägt das Risiko mit, weil er am Ertrag mitdenkt.

    Was jetzt zählt
    Der 30. April ist das Datum, das alles entscheidet. Stimmt das Stadtparlament dem Darlehen zu, rollt die Planung. Scheitert der Kredit, gerät der gesamte Zeitplan ins Wanken. Für Thun Nord wäre das ein Rückschlag, für die Empa eine Standortfrage. Die Stadt hat ihren Teil der Rechnung bereits aufgemacht. Jetzt liegt es am Parlament.

  • Grossprojekt stärkt Bahnkapazität im Raum Zürich nachhaltig

    Grossprojekt stärkt Bahnkapazität im Raum Zürich nachhaltig

    Die SBB hat laut einer Mitteilung mit dem Ausbau der Strecke zwischen Zürich und Winterthur auf durchgängig vier Spuren begonnen. Im Rahmen von MehrSpur Zürich-Winterthur baut die SBB den neuen Tunnel, baut mehrere Bahnhöfe aus und nimmt weitere Anpassungen vor.

    Nun haben die SBB und die beteiligten Baufirmen mit dem Ausbau der Bahnhöfe Wallisellen, Dietlikon, Bassersdorf und Winterthur Töss begonnen. Dabei geht es unter anderem um die Verbreiterung von Perrons, neue und angepasste Unterführungen und um Passerellen und Brücken. Die Arbeiten in Bassersdorf sollen bis 2030 abgeschlossen werden, die in Wallisellen und Dietlikon bis 2031 und in Töss bis 2034.

    Der Brüttenertunnel soll 9 Kilometer lang werden. Der Beginn des Tunnelvortriebs ist für 2029 geplant, die Inbetriebnahme für 2037.

    Der Ausbau soll insgesamt 3,3 Milliarden Franken kosten. Das Grossprojekt soll zusammen mit weiteren Projekten wie dem Ausbau des Bahnhofs Zürich Stadelhofen das Bahnangebot im Grossraum Zürich markant verbessern.

  • Neuer Wärmeverbund nutzt Abwärme und Rheinwasser effizient

    Neuer Wärmeverbund nutzt Abwärme und Rheinwasser effizient

    Die Energieversorgerin AEW Energie AG investiert laut einer Mitteilung 8 Millionen Franken in den Bau eines Wärmeverbunds in Augst im Kanton Basel-Landschaft. Nach Unternehmensangaben wird damit „ein klares Zeichen für die Umsetzung der Energiestrategie und den konsequenten Ausbau erneuerbarer Wärmelösungen“ gesetzt.

    Die Abwärme der Generatoren im bestehenden Wasserkraftwerk Augst und das Rheinwasser sollen für die Fernwärme genutzt werden. Über ein 1,3 Kilometer langes Fernwärmenetz sollen die angeschlossenen Gebäude mit Beginn der Heizphase 2026/2027 die CO2-freie Energie erhalten, heisst es.

    Drei Wärmespeicher mit je 15’000 Litern realisieren auch bei Spitzenlasten eine sichere Versorgung und einen zuverlässigen und stabilen Betrieb. Die thermische Leistung der Anlage beträgt laut Mitteilung 2 Megawatt und soll im Endausbau einen Wärmeabsatz von 4400 Megawattstunden liefern. So sollen jährlich 1200 Tonnen CO2 eingespart werden.

    Zum Bauprojektstart per Spatenstich am 16. März 2026 teilte das Unternehmen mit, einen Ersatz für die AEW Contractinganlage in Pratteln zu schaffen, welche mit Holzpellets und Öl betrieben worden sei. „Mit dem Wärmeverbund Augst nutzen wir vorhandene Energiequellen aus unserer eigenen Infrastruktur optimal und leisten einen wichtigen Beitrag zur Dekarbonisierung der Wärmeversorgung in der Region“, wird Dr. Raffael Schubiger, Präsident des Verwaltungsrats der AEW Energie AG und der Kraftwerk Augst AG, zitiert.

    Nach Aussage von David Gautschi, Leiter Geschäftsbereich Produktion der AEW, zeige der Wärmeverbund Augst exemplarisch, wie sich bestehende Energieinfrastrukturen und natürliche Ressourcen effizient kombinieren lassen.

  • Thermische Netze gewinnen für urbane Energieversorgung an Bedeutung

    Thermische Netze gewinnen für urbane Energieversorgung an Bedeutung

    Forschende der Hochschule Luzern (HSLU) arbeiten an der Entwicklung saisonaler thermischer Energiespeicher. Thermische Netze werden zu Zeiten der Klimaerwärmung immer wichtiger, um dicht bebaute Städte kühlen zu können. Dabei wird Wasser aus Seen oder Flüssen zum Kühlen von Gebäuden durch Rohrsysteme geführt, die im Winter für Fernwärme genutzt werden. Um die Entwicklung solcher Systeme vorantreiben zu können, hat die Hochschule zu einem Erfahrungsaustausch geladen. Laut einer Mitteilung fand das 22. IGE-Seminar des Instituts für Gebäudetechnik und Energie (IGE) am 11. März 2026 statt. An den Vorträgen und Diskussionen nahmen weiterhin Vertreter von Thermische Netze SchweizWWZ Energie AG (Zug), der Wien Energie GmbH sowie der Stadt Zürich mit ihrem Projekt CoolCity Zürich teil.

    An der HSLU werden flexible Wärmespeicher entwickelt, die sich den ändernden Bedingungen anpassen. Forschende unter Leitung von Timotheus Zehnder zeigten auf, wie Brennholz dank Rauchgasabkühlung und -kondensierung in Holzfeuerungen effizienter genutzt werden kann. Drei Referierende stellten thermische Netze für die Wärme- und Kälteversorgung in Zug, Zürich und Wien vor.

    Einen interessanten Aspekt brachte Dieter Kissling vom ifa Institut für Arbeitsmedizin ein: Raumtemperaturen für Büros wurden in den 60er Jahren des vergangenen Jahrhunderts an die Bedürfnisse von Männern (21 bis 22 Grad Celsius) angepasst. Es zeigte sich jedoch, dass Frauen bei 26 bis 27 Grad Celsius produktiver sind. Bei einem höherem Frauenanteil in der Arbeitswelt gelte es zu überlegen, ob man die Raumtemperaturen nicht anpassen sollte.

    Die Vielfalt der Themen zeigte, dass der Klimawandel weitere Herausforderungen stellt. Das 23. IGE-Seminar wurde bereits für den 10. März 2027 einberufen.

  • Schweizer Bauprojekt setzt auf nachhaltige Lehmarchitektur im Ausland

    Schweizer Bauprojekt setzt auf nachhaltige Lehmarchitektur im Ausland

    Der Startschuss für den Bau der neuen Schweizer Botschaft in der Kameruner Hauptstadt Yaoundé ist erfolgt, und die Dietiker Oxara AG ist laut einer Mitteilung massgeblich daran beteiligt. Das öffentliche Gebäude wird aus gepressten Lehmsteinen gebaut. Für den lokal im Überfluss verfügbaren roten Grundstoff liefert Oxara seinen Stabilisator Oxabrick Loko.

    Der Entwurf für das Botschaftsgebäude stammt von den Basler Architekturbüros Caesar Zumthor Architekten und Nord Architekten und umfasst Kanzlei, Residenz und Verbindungsbau, die sich um einen Hof gruppieren. Die Gebäude sollen mit lokalen Ressourcen nachhaltig gebaut werden.

    Auf seiner Internetseite hat das 2019 gegründete Unternehmen Oxara eine Serie begonnen, in der es über den Fortgang der Bauarbeiten berichtet. „Im westlichen Afrika wird Lehm als Zeichen von Armut und Ländlichkeit empfunden und in den Städten dominiert Beton als Statussymbol“, wird Oxaras Projektleiter Jonathan Ensslin dort zitiert. „Es hat daher Signalwirkung, dass die neue Schweizer Botschaft mit Lehm gebaut wird.“

    Der ungiftige mineralische Aktivator von Oxara macht aus Lehm einen stabilen und wasserabweisenden Baustoff. Unternehmensangaben zufolge werden Lehmbauten damit schneller, weniger arbeitsintensiv und skalierbar. Gleichzeitig sind sie zirkulär und CO2-arm.

    Tests im Oxara-Labor hatten ergeben, dass das Material für die Verwendung mit Oxabrick Loko gut geeignet ist. Doch vor Ort liessen sich die Laborergebnisse zunächst nicht reproduzieren. Mithilfe des dort ansässigen Materialforschers Berardin Beauderic Kenne Diffo, der Oxara bereits während seines Doktorats an der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich kennengelernt hatte, konnten die Mischverhältnisse angepasst werden. Derzeit wird eine Probemauer mit rund 7000 Lehmsteinen fertiggestellt. Danach soll mit den Bauarbeiten für die neue Botschaft begonnen werden.

  • Kreislaufwirtschaft gewinnt im Hoch- und Tiefbau an Bedeutung

    Kreislaufwirtschaft gewinnt im Hoch- und Tiefbau an Bedeutung

    Die INDUNI & CIE AG hat laut einer Mitteilung Lösungen entwickelt, um die Wiederverwendung von Stahlbeton aus bestehenden Gebäuden zu fördern. Der dreistufige Ansatz umfasst den Abbruch, den Transport und die Lagerung der Materialien, bevor mit dem Wiederaufbau begonnen wird.

    In einer ersten Stufe werden die Betonelemente beim Rückbau von Gebäuden so zerkleinert, dass sie bereits für ihre spätere Wiederverwendung geeignet sind. Danach werden die Teile mit der eigenen Logistik des Unternehmens zu verschiedenen Lagerplätzen in der Genferseeregion transportiert. Schliesslich werden die Betonelemente von den Rohbau- und Tiefbau-Teams des Unternehmens in die neuen Projekte integriert.

    INDUNI unterstützt auch das 10-jährige Jubiläum von Matériuum. Der Genfer Verein zum Schutz der natürlichen Ressourcen trägt dazu bei, „die Wiederverwendung von Baumaterialien zu fördern“ und „den Übergang zu einer Kreislaufwirtschaft zu begleiten“, schreibt INDUNI in einer weiteren Mitteilung. Das Unternehmen macht damit deutlich, dass es „sein Engagement für ein verantwortungsbewussteres und kreislauforientiertes Bauen fortsetzen“ will.

    Die 1917 gegründete und in Lancy ansässige INDUNI & CIE AG ist im Hoch- und Tiefbau in der Westschweiz tätig.

  • Vertrauen in Schweizer Immobilien wächst

    Vertrauen in Schweizer Immobilien wächst

    Für 98 Prozent der Immobilieninvestoren bleibt der Schweizer Immobilienmarkt weiterhin attraktiv, informiert EY Schweiz in einer Mitteilung. Das Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsunternehmen mit Sitz in Zürich informiert dazu in seinem neuesten „Trendbarometer Immobilien-Investmentmarkt“. Im Vorjahr zeigten sich lediglich 93 Prozent positiv interessiert.

    Für die Studie befragte EY 96 Fachleute und Investoren, die in den vergangenen Jahren aktiv auf dem Schweizer Immobilienmarkt tätig waren. Von den Befragten schätzten im Vorjahr 35 Prozent der Investoren den Schweizer Markt als „sehr attraktiv“ ein, in der neuen Umfrage waren es bereits 46 Prozent. Neun von zehn Befragten schätzen, dass sich Neubauaktivitäten durch vereinfachte digitalisierte Baubewilligungen deutlich ankurbeln lassen. Dreiviertel sehen Digitalisierung als einen treibenden Motor, jedoch nur 16 Prozent nutzen für ihre Geschäfte bereits Künstliche Intelligenz.

    Im Trend bleiben Wohnimmobilien in den Top-9-Zentren (Basel, Bern, Genf, Lausanne, Lugano, Luzern, St.Gallen, Zürich und Zug), geringer ist die Nachfrage im ländlichen Raum. Gestiegen in den Zentren ist die Nachfrage von Büro- und Logistikimmobilien. Vor allem Büroimmobilien sind im Verhältnis von 58 Prozent zu 48 Prozent (2025) stärker nachgefragt. Bei der Logistik blieb das Verhalten nahezu gleich: 51 Prozent zu 52 Prozent (2025).

    „Geopolitische Unsicherheiten – etwa US-Zölle, internationale Handelskonflikte, der Ukraine-Krieg oder globale Finanzmarktrisiken – wirken sich verstärkt als exogene Störfaktoren auf den Schweizer Immobilienmarkt aus, insbesondere in stark international ausgerichteten Zentren“, wird Daniel Zaugg, Sector Leader Real Estate, Construction & Building Material bei EY in der Schweiz, in der Mitteilung zitiert. „Diese Effekte verstärken bestehende Tendenzen zur regionalen Polarisierung, indem sie die Kluft zwischen stark internationalisierten Märkten wie Genf und Zürich und eher binnenorientierten Regionen vertiefen. Dennoch bleibt die Schweiz insgesamt ein politisch und wirtschaftlich stabiler Standort – und positioniert sich in unsicheren Zeiten sogar als ‚Safe Haven‘ für Kapital.“

  • Kooperation treibt smarte Stadtentwicklung in der Region voran

    Kooperation treibt smarte Stadtentwicklung in der Region voran

    Die Stadt Thun und der Verein Smart Regio Thunersee haben eine Vereinbarung zur Kooperation geschlossen. Die Zusammenarbeit soll sich am Leitbild Smart City Thun orientieren, heisst es in einer Mitteilung.

    „Durch die Partnerschaft sollen Innovationen gezielt vorangetrieben, Ressourcen effizient genutzt und die Stadt Thun sowie die Region Thunersee als attraktiver Lebens- und Wirtschaftsraum weiterentwickelt werden“, wird Gemeinderätin Andrea de Meuron, Vorsteherin der Direktion Finanzen, Ressourcen und Umwelt, in der Mitteilung zitiert.

    Mit dem bereits 2021/22 entwickelten Projekt Smart City soll Thun „lebenswert, fortschrittlich und ressourcenschonend“ gestaltet werden. Mittels Digitalisierung sollen die Effizienz von Dienstleistungen erhöht werden. Gleichzeitig besteht auch das Bestreben, die gesellschaftlichen Kräfte miteinander zu verbinden.

    Mit der jetzt geschlossenen Vereinbarung sollen ausgewählte Innovations- und Vernetzungsformate gestärkt werden. Als konkrete Projekte planen Thuner KMU die Nutzung von Cargovelos für innerstädtische Transporte, hierzu findet am 2. Juni 2026 ein Informationstag statt. Im Herbst steht die Kreislaufwirtschaft beim Bauen im Vordergrund. „Wir wollen smarte Projekte nicht nur diskutieren, sondern konkret anstossen und umsetzen, dies im engen Zusammenspiel mit der Stadt und der Bevölkerung“, so Markus van Wijk, Präsident des Vereins Smart Regio Thunersee.

  • Klimaprojekt etabliert CO2 Speicherung im Baustoffkreislauf

    Klimaprojekt etabliert CO2 Speicherung im Baustoffkreislauf

    Das Klimaschutzprogramm der zirkulit Beton AG aus Kloten ist laut einer Mitteilung nun offiziell als Projekt zur Steigerung der Senkenleistung registriert. Damit hat es das BAFU als erstes Projekt zur CO2-Speicherung in zirkulärem Beton in der Schweiz genehmigt. Das Programm umfasst mehrere CO2-Speicheranlagen, die in zirkulit-Partnerschaften mit Betonherstellern an verschiedenen Standorten in der Schweiz betrieben werden.

    Im Rahmen des Programms wird biogenes CO2 aus Schweizer Biogasanlagen abgeschieden, zu Recycling-Betonwerken transportiert und dort in den von zirkulit entwickelten Speicheralagen mit Granulat aus Abbruchbeton in Kontakt gebracht. Das CO2 reagiert mit dem im Betongranulat enthaltenen Zementleim zu Calciumcarbonat und wird dadurch dauerhaft mineralisch gebunden. Anschliessend wird dieses Granulat zur Herstellung von zirkulärem Beton verwendet.

    „Auf diese Weise entsteht eine dauerhafte Kohlenstoffsenke in einem langlebigen Baustoff“, so die zirkulit Beton AG, „ein zentraler Hebel auf dem Weg zu Netto-Null im Gebäudesektor“. Dies unterstreiche ihren Anspruch, aktiv zur Transformation hin zu einer zirkulären und klimafreundlichen Bauwirtschaft beizutragen.

    Finanziell unterstützt wird das Programm durch die Stiftung Klimarappen. Sie fördert das Projekt gemeinsam mit den Partnern der zirkulit Beton AG als eines von fünf nationalen Pilotprojekten für Negativemissionstechnologien und Carbon Capture and Storage. Insgesamt stellt Klimarappen dafür 50 Millionen Franken bereit. Die Finanzierung erfolgt im Rahmen eines mehrjährigen Liefervertrags für die durch das Programm erzielten CO₂-Entnahmen.

  • Stadt prüft neue Ansätze zur Reduktion von Abfall und Ressourcenverbrauch

    Stadt prüft neue Ansätze zur Reduktion von Abfall und Ressourcenverbrauch

    Der Regierungsrat von Basel-Stadt prüft derzeit ein Pilotprojekt mit dem Berner Start-up Pretty Good zur systematischeren Sammlung und Reparatur von gebrauchten oder nur schwach defekten Alltagsgegenständen. Das geht aus einer Antwort auf eine Vorlage aus dem Grossen Rat hervor.

    Der Regierungsrat verweist dabei auf Pilotprojekte, die in Bern und Zug mit Pretty Good durchgeführt worden sind. Deren Resultate zeigten, dass ein solcher Ansatz ökologischen Nutzen bringe und ökonomisch umsetzbar seien. Diese Projekte trügen sich aber finanziell noch nicht selbst. Das würde auch bei einem Pilotprojekt in Basel der Fall sein. Deshalb werde sich der Regierungsrat dafür einsetzen, weitere Geldgeber an Bord zu holen.

    Kommt es in Basel zu einem Pilotprojekt, dann soll das lokale Gebrauchtwaren- und Reparaturgewerbe einbezogen werden. Ziel sei es, ein starkes Netz an Reparaturbetrieben und Verkaufsstellen aufzubauen.

    Entsorgung + Recycling der Stadt Bern und Pretty Good haben 2023 ein Pilotprojekt lanciert, bei dem funktionsfähige und leicht defekte Alltagsgegenstände auf zwei Entsorgungshöfen der Stadt abgegeben werden konnten. Davon konnten 74 Prozent wieder aufbereitet werden, von denen fast 84 Prozent anschliessend verkauft wurden. Ein Grossteil der Gegenstände waren Elektronikgüter. Das Projekt wurde vom Branchenverband Swico, der Berner Kantonalbank und der Burgergemeinde Bern unterstützt.

    Pretty Good ist einerseits als Verein mit Sitz in Langnau i.E. und andererseits als GmbH mit Sitz in Bern organisiert. Nach dem Piloten in Bern weitete es das Projekt auf weitere Standorte im Kanton Bern und in Zug aus.

    Der Basler Regierungsrat reagierte mit seiner Antwort auf einen Anzug des SVP-Grossrats Beat K. Schaller und weiterer Mitglieder des Grossen Rates.

  • Neuer Baustandard definiert Klimaneutralität über den gesamten Lebenszyklus

    Neuer Baustandard definiert Klimaneutralität über den gesamten Lebenszyklus

    Der Verein Minergie mit Sitz in Basel hat den Minergie-Netto-Null-Standard für Neubau und Gebäudesanierungen eingeführt. Nun hat er ihn an einer Veranstaltung in Zürich vorgestellt.

    Bisher habe es für Bauherrschaften, Planende, Gemeinden und Unternehmen keine konkreten Vorgaben gegeben zur „Realisierung von Gebäuden, deren Klimabilanz über den gesamten Lebenszyklus hinweg wirklich bei null liegt“, wird Fabian Peter, Luzerner Regierungsrat und Präsident von Minergie, in einer Mitteilung zitiert. Minergie-Netto-Null biete einen transparenten und glaubwürdigen Rahmen.

    Minergie-Netto-Null-Bauten erzeugen laut der Mitteilung über ihren „definierten Lebenszyklus von 60 Jahren sehr geringe Treibhausgasemissionen“. Zum Vorgehen heisst es, dass nach Ermittlung der Lebenszyklusemissionen der im Gebäude gespeicherte Kohlenstoff von den verbleibenden Emissionen abgezogen wird. Das verbessere die CO2-Bilanz im Sinne des Klimagesetzes. Für die restlichen Emissionen werde mit Negativemissionszertifikaten ein Ausgleich geschaffen.

    Um die Netto-Null 2050 als Land zu erreichen, reiche „Vermeiden“ allein als Massnahme nicht weit genug. Mit Minergie-Netto-Null lasse es sich bereits 2026 realisieren, verbunden „mit sehr hohen Anforderungen“, äussert sich Andreas Meyer Primavesi, Geschäftsleiter des Vereins Minergie. „Wir bilanzieren die grauen Emissionen mit. Und sind damit um Faktoren strenger als die in den nächsten Jahren in Kraft tretenden Gesetze“, wird er zitiert. Der Kanton Basel-Stadt strebe Netto-Null bis 2037 an, viele Institutionen wollen 2040 soweit sein.

    Minergie ist den Angaben zufolge der Schweizer Baustandard für Komfort, Effizienz und Klimaschutz für Neubauten und Modernisierungen. Die drei bekannten Baustandards Minergie, Minergie-P und Minergie-A lassen sich um den Zusatz ECO erweitern.

  • Baustart markiert wichtigen Schritt für erneuerbare Stromproduktion

    Baustart markiert wichtigen Schritt für erneuerbare Stromproduktion

    Die Kraftwerk Meiental AG hat am 11. März laut einer Mitteilung den Bau des Kraftwerkes Meiental in der Gemeinde Wassen mit dem offiziellen Spatenstich gefeiert. Die eigentlichen Bauarbeiten haben bereits im September begonnen. Derzeit wird an der Druckleitung und an der neuen Kraftwerkszentrale gearbeitet.

    Das Kraftwerk nutzt das Wasser der Meienreuss. Dieses wird auf einer Höhe von 1317 Metern gefasst und durch eine 3250 Meter lange Druckleitung zum neuen Wasserkraftwerk geleitet, das sich auf einer Höhe von 1100 Metern in Fedenbrügg befindet. Das Kraftwerk soll mit einer Leistung von 10 Megawatt pro Jahr rund 34 Gigawattstunden Strom erzeugen. Es soll voraussichtlich Ende 2028 in Betrieb gehen.

    Insgesamt werden 40 Millionen Franken investiert. Der Kanton Uri und die Gemeinde Wassen rechnen mit zusätzlichen Steuereinnahmen, Kanton und Korporation Uri mit Wasserzinsen von einer halben Million Franken pro Jahr. „Wir nutzen unsere heimische Wasserkraft, stärken die regionale Wertschöpfung und leisten gleichzeitig einen wichtigen Beitrag zur klimafreundlichen Energieversorgung“, wird der Urner Regierungsrat und Baudirektor Hermann Epp in der Mitteilung zitiert.

    Die Kraftwerk Meiental AG gehört dem kantonalen Energieversorger energieUri AG, dem Kanton und der Korporation Uri sowie der Gemeinde Wassen.

  • Lokale Stromgemeinschaften treiben Ausbau der Solarenergie voran

    Lokale Stromgemeinschaften treiben Ausbau der Solarenergie voran

    Eigentümerschaften von Solaranlagen können ihren überschüssigen Strom seit Anfang Jahr über lokale Elektrizitätsgemeinschaften (LEG) lokal verkaufen. Das Elektrizitätswerk der Stadt Zürich (ewz) bietet mit seinem neuen Produkt ewz.solarquartier eine einfache Handhabung dafür.

    Derzeit speisen laut einer Mitteilung bereits 130 solcher Stromgemeinschaften ihren überschüssigen Strom ein. Sie erhalten dafür einen garantierten Abnahmepreis von 14 Rappen pro Kilowattstunde. Bereits 6000 Kundinnen und Kunden beziehen diesen Strom von der ewz.

    Das Produkt soll die Nutzung von Dachflächen für Solaranlagen fördern. „Mit unserem LEG-Produkt ewz.solarquartier haben wir einen weiteren wirtschaftlichen Anreiz geschaffen, damit Solaranlagen nicht nur zugebaut werden, sondern damit langfristig hohe Erträge erzielt werden können“, wird Corinne Pellerin, Leiterin Markt und Kunden bei der ewz, in der Mitteilung zitiert. Die lokale Nutzung des Stroms entlastet zudem das Netz.

    Die Allgemeine Baugenossenschaft Zürich (ABZ) bringt bereits den überschüssigen Strom aller ihrer Anlagen ein. „Dank der LEG-Lösung von ewz.solarquartier war für uns klar, dass wir alle 28 Photovoltaikanlagen auf unseren Siedlungen im Stadtgebiet anmelden“, so Eliane Hurni, Bereichsleiterin Gebäude und Umgebung sowie Geschäftsleitungsmitglied bei der ABZ.

    Insgesamt sind derzeit in der Stadt fast 2900 Photovoltaikanlagen mit fast 100 Megawatt Peak Leistung installiert. Sie produzieren rund 80 Gigawattstunden Strom im Jahr. Bis 2040 soll die Produktion auf 500 Gigawattstunden steigen.

  • Wetter und Wertberichtigungen belasten Geschäftsentwicklung

    Wetter und Wertberichtigungen belasten Geschäftsentwicklung

    Die BKW hat 2025 laut einer Mitteilung einen Umsatz von 4‘543,6 Millionen Franken erzielt. Im Vorjahr waren es noch 4‘772,3 Millionen, ein Rückgang um 4,8 Prozent. Der Rückgang auf Stufe Betriebsergebnis vor Zinsen und Steuern war deutlich ausgeprägter. 2025 erzielte die BKW ein Ergebnis von 561,0 Millionen Franken, während es im Vorjahr noch 789,9 Millionen gewesen waren. Der operative Reingewinn sank von 550,4 Millionen im Vorjahr auf 351,1 Millionen 2025.

    Die BKW macht für den Rückgang zum einen eine Wertkorrektur auf die Beteiligung am Kohlekraftwerk Wilhelmshaven an der niedersächsischen Nordseeküste verantwortlich. Diese Korrektur beträgt auf Ebene Betriebsergebnis 113,7 Millionen, auf Ebene Reingewinn 90,9 Millionen Franken. Die BKW ist zu 33 Prozent an dem Kraftwerk beteiligt.

    Zum anderen hat der wetterbedingte Rückgang der Stromproduktion aus Wasser- und Windkraft das Ergebnis im Geschäftsfeld Energy Solutions belastet. Dieses lag schon vor der Wertkorrektur um 18,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das Ergebnis des Geschäftsfeldes Power Grid lag mit 130,6 Millionen Franken um 7,0 Prozent unter dem des Vorjahres.

    Dagegen ist das Ergebnis des Geschäftsfeldes Infrastructure & Buildings deutlich um 40,6 Prozent auf 80,0 Millionen Franken gestiegen. Der Umsatz des Geschäftsfeldes blieb mit 1,98 Milliarden konstant.

    Die BKW rechnet für 2026 mit einem Ergebnis zwischen 650 und 750 Millionen Franken.

  • Graubünden baut grösser, teurer, länger

    Graubünden baut grösser, teurer, länger

    128 Baustellen bedeuten nicht Entlastung, sondern Konzentration. Statt vieler kleiner Eingriffe stehen 2026 aufwendige Infrastrukturprojekte im Vordergrund, die mehr Arbeitskräfte, längere Bauzeiten und höhere Budgets erfordern. Bei 67 der 128 Baustellen werden Lichtsignalanlagen eingesetzt, um den Verkehr geordnet durchzuleiten. Das Tiefbauamt Graubünden hat klare Prioritäten gesetzt.

    La Punt befreit vom Durchgangsverkehr
    Das grösste Projekt ist die Umfahrung La Punt im Engadin. Ein 584 Meter langer Tunnel führt künftig unter dem Dorfzentrum hindurch, eine 55 Meter lange Brücke quert den Inn. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 80 Millionen Franken, die Bauzeit auf acht Jahre bis 2033. Nach dem Spatenstich im September 2025 werden 2026 die Voreinschnitte im Gebiet Arvins erstellt. Für La Punt ist es eine Befreiung und für das Engadin ein Qualitätssprung.

    Neuer Tunnel für die Surselva
    Zwischen Disentis und Curaglia ersetzt ein rund 500 Meter langer Neubau den maroden Tunnel Las Ruinas samt zwei dazugehörigen Galerien. Drei Jahre dauern die Arbeiten, der Verkehr bleibt während der gesamten Bauzeit in Betrieb. Weil der neue Tunnel teils direkt neben dem bestehenden verläuft, sind nächtliche Sperren unumgänglich. Ein Eingriff, der Rücksicht verlangt, aber notwendig ist.

    Malix fünf Jahre Arbeit vor dem Abschluss
    Auf der Julierstrasse zwischen Chur und Malix stehen die Zeichen auf Finale. Das Teilstück liegt in einem Rutschgebiet und wurde über fünf Jahre stabilisiert, verbreitert und begradigt. Bis Juli sollen die letzten Arbeiten abgeschlossen sein. Als sichtbares Zeichen des Neubeginns erhält die Strecke einen Velostreifen. Ein Projekt, das aus der Not entstand und als modernes Strassenstück endet.

    Infrastruktur als Investition
    Graubünden zeigt mit seiner Bausaison 2026, dass Infrastruktur kein Selbstläufer ist. Wer 1360 Kilometer Kantonsstrassen durch alpines Gelände, Rutschgebiete und Hochwasserzonen betreibt, muss kontinuierlich investieren. Weniger Baustellen, grössere Projekte, das ist keine Sparübung, sondern eine strategische Entscheidung für nachhaltige Qualität.

  • Nationalrat dreht Stromkonzernen den Hahn zu

    Nationalrat dreht Stromkonzernen den Hahn zu

    Mit 94 zu 84 Stimmen bei fünf Enthaltungen verweigerte der Nationalrat Anfang Frühling 2026 den Eintritt auf die bundesrätliche Vorlage zur Verlängerung des Stromrettungsschirms. SVP, FDP und GLP stimmten geschlossen dagegen, SP, Mitte und Grüne votierten für Eintreten. Das Gesetz, das Ende 2026 ausläuft, wäre damit ohne Nachfolgelösung Geschichte.

    Wie der Schirm entstanden ist
    Der Rettungsschirm wurde in der Herbstsession 2022 dringlich in Kraft gesetzt, als extreme Preissteigerungen an den Energiemärkten drohten, die Liquidität grosser Stromkonzerne zu gefährden. Seither wurden die bereitgestellten Bundeskredite nie beansprucht. Kritiker sehen darin den besten Beweis, dass das Instrument inzwischen überflüssig ist.

    Warum die Mehrheit Nein sagte
    Die ablehnende Mehrheit argumentierte klar, dass die Stromkonzerne und ihre Eigentümer seit 2022 genug Zeit hatten, eigenständige Liquiditätspuffer aufzubauen. Eine staatliche Absicherung auf Kosten der Steuerzahlenden sei nicht länger gerechtfertigt. SVP-Nationalrat Christian Imark brachte es auf den Punkt. Es sei wohl einzigartig, Konzerne retten zu wollen, die das Geld weder brauchen noch wollen.

    Der Bundesrat wollte Kompromiss
    Energieminister Albert Rösti warb für Pragmatismus. Im Krisenfall gebe es eine Staatsgarantie sowieso, ob mit oder ohne Gesetz. Der Bundesrat zeigte sich bereit, die Laufzeit zu verkürzen und den Kredit von ursprünglich zehn auf fünf Milliarden Franken zu halbieren, wie es auch die vorberatende Nationalratskommission vorgeschlagen hatte. Die Mehrheit überzeugte auch das nicht.

    Ständerat entscheidet
    Die Vorlage liegt nun beim Ständerat. Stimmt die kleine Kammer ebenfalls Nein, ist der Rettungsschirm definitiv erledigt. Votiert sie für Eintreten, geht das Geschäft zurück an den Nationalrat. Langfristig schwebt dem Bundesrat eine permanente Lösung vor. Strengere Liquiditäts- und Eigenmittelvorschriften für Stromkonzerne statt staatlicher Notfallkredite. Die Debatte über Verantwortung in der Energieversorgung ist damit noch nicht zu Ende.

  • Roches Quantensprung in Basel

    Roches Quantensprung in Basel

    Im Kern des IHB stehen Organoide. Winzige, aus menschlichen Zellen gewachsene Nachbildungen von Geweben und Organen. Eine künstliche Netzhaut, ein Mini-Darm, ein Leberfragment, all das lässt sich im Labor züchten und für Wirkstofftests nutzen. Organoide bilden die menschliche Biologie präziser ab als Tiermodelle, besonders in Bereichen wie der Immunonkologie, wo Mausmodelle an ihre Grenzen stossen. Tierversuche lassen sich damit zwar noch nicht vollständig ersetzen, aber erheblich reduzieren.

    Roboter im Sterilraum
    Was das IHB von anderen Forschungseinrichtungen unterscheidet, ist der Massstab. Ein vollautomatisierter Roboter in einem sterilen Raum produziert Tausende von Organoiden ohne menschlichen Eingriff. Rund um die Uhr, reproduzierbar und skalierbar. IHB-Co-Direktor Matthias Lütolf nennt dies den Schlüssel zur industriellen Anwendung der Organoidforschung. Verbunden mit künstlicher Intelligenz kann das System Muster in Krankheitsverläufen erkennen, die bislang unsichtbar waren.

    KI trifft menschliches Gewebe
    Roche-CEO Thomas Schinecker sieht in der Kombination von Organoidmodellen und KI das Potenzial, die Entdeckung neuer Medikamente grundlegend zu verändern. Krankheiten wie Krebs, Alzheimer und Parkinson sollen nicht nur behandelt, sondern künftig in frühen Stadien erkannt und verhindert werden. Das IHB wurde 2023 gegründet und gilt heute bereits als globaler Vorreiter in der Entwicklung menschlicher Modellsysteme der nächsten Generation.

    Klares Bekenntnis zu Basel
    Der Neubau ist Teil einer Gesamtinvestition von 1,4 Milliarden Franken in den Standort Basel/Kaiseraugst. Roche investiert jährlich rund 3,5 Milliarden Franken in die Forschung an Schweizer Standorten. Bundesrätin Elisabeth Baume-Schneider sprach bei der Eröffnung von einem «klaren Bekenntnis» zur Schweiz und zu Basel als Life-Sciences-Cluster von Weltrang. Für den Pharmastandort Schweiz ist das ein Signal, das weit über einen einzelnen Bau hinausreicht.

  • Zofingen hat eine Chance und sollte sie nutzen

    Zofingen hat eine Chance und sollte sie nutzen

    Das Gebiet «Im Funken» gehört zu gleichen Teilen Migros Aare, der Zofimmo AG und der Stadt Zofingen. Alle drei müssen an einem Strang ziehen. Die Machbarkeitsstudie ist abgeschlossen, ein Studienauftrag mit fünf Planungsteams läuft. Ergebnisse werden bis Ende 2026 erwartet, Baustart frühestens 2029. Das politische Fenster für stadtplanerische Weichenstellungen ist also jetzt geöffnet.

    Was die Motion konkret verlangt
    Die SP hat im Einwohnerrat beantragt, dass die städtischen Parzellen nur im Baurecht abgegeben werden. Die Bedingung dabei ist, dass ein gemeinnütziger Anbieter darauf Wohnungen zur Kostenmiete erstellt, also ohne Gewinnaufschlag, nur zu tatsächlichen Kosten. Gemeinnützige Wohnungen sind in der Schweiz im Schnitt rund 20 bis 25 Prozent günstiger als vergleichbare Marktangebote.

    Warum der Zeitpunkt stimmt
    Die Schweizer Leerwohnungsziffer ist 2025 auf 1,0 Prozent gesunken, den tiefsten Stand seit zwölf Jahren. Der Druck auf den Mietwohnungsmarkt wächst schweizweit. Auch in Zofingen sind die Immobilienpreise in den letzten 25 Jahren um über 56 Prozent gestiegen. Neubauten der vergangenen Jahre lagen laut SP-Motion überwiegend im höheren Preissegment. Familienfreundlicher Wohnraum fehlt.

    Die Lehre aus der Unteren Vorstadt
    Im November 2025 vergab der Einwohnerrat das Areal «Untere Vorstadt» im Baurecht an die Wohnbaugenossenschaft DOMUM für 91 Wohnungen, Gewerbe und Tiefgarage. Die SP kritisiert, dass die Wohnungen zu Marktmieten angeboten werden, trotz genossenschaftlichem Träger. Genau diesen Graubereich will die Motion beim Funken-Areal ausschliessen. Wer Stadtboden bekommt, soll auch echten Mehrwert für die Allgemeinheit liefern.

    Kleiner Anteil, grosse Signalwirkung
    Stadtpräsidentin Christiane Guyer betont die Notwendigkeit einer Gesamtentwicklung des Areals statt Einzellösungen für jede Parzelle. SP-Motionär Michael Wacker ist sich bewusst, dass nicht alle Grundeigentümer Kostenmiete mittragen werden. Doch die städtischen Quadratmeter reichen für ein klares Signal. Öffentlicher Boden bleibt der Spekulation entzogen. Klein im Umfang, entscheidend im Prinzip.

  • Mietendeckel frisst seine eigenen Kinder

    Mietendeckel frisst seine eigenen Kinder

    Seit die Wohnschutzverordnung in Basel-Stadt im Mai 2022 in Kraft trat, sind die Baugesuche für Mietwohnungen um 76 Prozent eingebrochen. 2024 wurden im Stadtkanton nur noch 151 Neubauwohnungen fertiggestellt, weniger als ein Viertel des langjährigen Durchschnitts. Während Zürich im gleichen Zeitraum einen Anstieg der Baugesuche von 20 Prozent verzeichnete, kam die Bautätigkeit in Basel faktisch zum Stillstand.

    Sanierung bleibt aus, Gebäude verlottern
    Regulierung bremst nicht nur den Neubau, sie lähmt auch die Erneuerung des Bestands. Handwerksbetriebe klagen über ausbleibende Aufträge; einzelne Betriebe suchen Arbeit im 40 Kilometer entfernten Fricktal. Nötige energetische Sanierungen unterbleiben, Liegenschaften verfallen. Das trifft letztlich die Mieterinnen und Mieter selbst und konterkariert jeden Anspruch an Klimaschutz.

    Genf 40 Jahre Regulierung, 40 Jahre Rückstand
    Genf kennt seit 1983 einen der strengsten Mieterschutze der Schweiz. Das Ergebnis ist ernüchternd. 83,5 Prozent der über 40-jährigen Wohngebäude wurden nie umfassend modernisiert, gegenüber 47,6 Prozent in Basel und 41,3 Prozent in Zürich. Neumieter zahlen in Genf im Schnitt 30 Prozent mehr pro Quadratmeter als Bestandsmieter. Strenger Mieterschutz schützt also vor allem jene, die bereits eine günstige Wohnung haben. Also nicht jene, die eine suchen.

    Das eigentliche Problem, zu wenig Angebot
    Wer Mietpreise senken will, muss das Angebot erhöhen. Das bedeutet schnellere Bewilligungsverfahren, mehr Verdichtung, mehr Ersatzneubauten und Aufstockungen sowie weniger Einsprachen. Der Kantonsrat Zürich hat bereits zwei Gegenvorschläge erarbeitet, die auf bessere Rahmenbedingungen statt auf Verbote setzen. Das ist die richtige Richtung.

    Was Zürich entscheiden muss
    Der Wohnungsmarkt im Kanton Zürich steht unter Druck, das ist real. Doch ein Mietendeckel löst das Problem nicht, er verschärft es. Basel und Genf sind keine Theorie, sondern gelebte Warnung. Am 14. Juni hat Zürich die Wahl aus Fehlern lernen oder sie zu wiederholen.

  • Wer zahlt, wer wohnt, wer profitiert?

    Wer zahlt, wer wohnt, wer profitiert?

    Das von Zimraum und Stratcraft entwickelte SOSDA-Framework erfasst die soziale Performance von Wohnimmobilien entlang von neun Kennzahlen in drei Scopes, Mieter, Nachbarschaft und Gesellschaft. Der Datenpool umfasst 30 Portfolios mit rund 68’500 Wohnungen von 17 Eigentümerinnen. Darunter Pensionskassen, Anlagestiftungen, kotierte Fonds und gemeinnützige Wohnbauträger. Eine Datenbasis, die erstmals Vergleiche ermöglicht.

    Bezahlbarkeit hält sich besser als erwartet
    78 Prozent der Wohnungen im Datenpool gelten gemäss SOSDA-Definition als bezahlbar. Die Nettomiete macht weniger als ein Drittel des monatlichen steuerbaren Medianeinkommens in der jeweiligen Gemeinde aus. Selbst im Neubausegment liegt dieser Wert bei 58 Prozent. Bei institutionellen Portfolios erreichen 48 Prozent der Neubauwohnungen diesen Schwellenwert. Das widerspricht dem verbreiteten Bild, wonach Neubau und Bezahlbarkeit sich grundsätzlich ausschliessen.

    Hohe Zufriedenheit, solide Verwaltungsqualität
    Die Mietzufriedenheit ist bemerkenswert hoch. 90 Prozent der Befragten sind mit ihrer Wohnung eher bis sehr zufrieden. 83 Prozent geben auch ihrer Liegenschaftsverwaltung gute Noten. Das Wohnumfeld überzeugt ebenfalls. 85 Prozent sind mit ihrer Nachbarschaft zufrieden, 77 Prozent bewerten die nachbarschaftlichen Verhältnisse positiv. Qualität ist im Schweizer Wohnungsmarkt offensichtlich kein Zufallsprodukt.

    Familienwohnungen bleiben unterbelegt
    Beim Thema Belegungseffizienz offenbart der Benchmark eine strukturelle Schwäche. Nur 58 Prozent der Wohnungen erfüllen die «Zimmer minus 1»-Regel. Bei Familienwohnungen mit vier und mehr Zimmern sinkt dieser Anteil auf 41 Prozent. Gemeinnützige Portfolios schneiden bei Familienwohnungen zwar leicht besser ab als institutionelle, der Unterschied bleibt aber gering. Hier liegt ein klares Optimierungsfeld für alle Marktteilnehmer.

    Vermietungspraxis unter der Lupe
    Erstmals dokumentiert der Benchmark auch, an wen Wohnungen tatsächlich vermietet werden. Die Bandbreite ist erheblich. Je nach Portfolio gingen zwischen 46 und 100 Prozent der Familienwohnungen an Haushalte mit Kindern. Nur 9 Prozent der Wohnungen wurden an Senioren vermietet. Der Anteil preisgünstiger Wohnungen, der an Haushalte mit tiefen Einkommen floss, variiert zwischen 30 und 50 Prozent. Die Datenbasis ist noch limitiert, aber die Richtung ist klar. Soziale Performance lässt sich künftig nicht mehr wegdiskutieren.

  • Erfolgreiches Jobcoaching des SVIT Zürich!

    Erfolgreiches Jobcoaching des SVIT Zürich!

    Der SVIT Zürich unterstützt aktiv bei der Stellensuche im Immobilien-sektor. Bewerbende sind dabei nicht auf sich allein gestellt: Auf Wunsch erhalten sie gezielte Unterstützung beim Einstieg in die Immobilienwirt-schaft. Ein erfahrener Immobilienprofi begleitet sie als persönlicher Coach, analysiert gemeinsam ihre Ausgangslage und definiert wirksame Massnahmen für eine erfolgreiche Jobsuche. So erwerben die Teilnehmenden zusätzliche Kompetenzen, die ihre Bewerbungschancen nachhaltig verbessern.

    Die Arbeitsvermittlung ist für Mitglieder wie auch Nichtmitglieder kostenlos, sofern sie den Lehrgang «Quereinsteiger Assistenz Immobilienbewirtschaftung und -vermarktung» oder «Sachbearbeiter/in Immobilienbewirtschaftung» beim SVIT Zürich in Oerlikon absolviert haben oder aktuell besuchen. Mit diesem Angebot leistet der Verband einen aktiven Beitrag zur Bekämpfung des Fachkräftemangels und stellt gleichzeitig sicher, dass vermittelte Kandidatinnen und Kandidaten über eine fundierte Branchengrundausbildung beim SVIT Zürich verfügen.

    Immer mehr Mitglieder greifen auf diese qualifizierte Fachressource zurück – mit durchweg positiven Rückmeldungen. Sie profitieren von der Möglichkeit, neue Teammitglieder gezielt nach ihren Bedürfnissen aufzubauen und langfristig einzusetzen. Zudem bringen viele Kandidatinnen und Kandidaten wertvolle Zusatzkompetenzen aus ihrem bisherigen Berufsleben mit.

    Interessierte können sich per E-Mail an diana.waly@svit.ch anmelden. Der SVIT Zürich verfügt über eine amtliche Bewilligung des Kantons Zürich für private Arbeitsvermittlung.

    Weitere Informationen zum Ablauf sowie Bewerbungsvideos aktueller Kandidatinnen und Kandidaten finden Sie unter folgendem Link:

    https://www.svit.ch/de/svit-zuerich/themen-services/einstieg-die-immobilienbranche-bewerbungsvideos-quereinsteiger

  • Erfolgreiches Jobcoaching des SVIT Zürich!

    Der SVIT Zürich unterstützt aktiv bei der Stellensuche im Immobilien-sektor. Bewerbende sind dabei nicht auf sich allein gestellt: Auf Wunsch erhalten sie gezielte Unterstützung beim Einstieg in die Immobilienwirt-schaft. Ein erfahrener Immobilienprofi begleitet sie als persönlicher Coach, analysiert gemeinsam ihre Ausgangslage und definiert wirksame Massnahmen für eine erfolgreiche Jobsuche. So erwerben die Teilnehmenden zusätzliche Kompetenzen, die ihre Bewerbungschancen nachhaltig verbessern.

    Die Arbeitsvermittlung ist für Mitglieder wie auch Nichtmitglieder kostenlos, sofern sie den Lehrgang «Quereinsteiger Assistenz Immobilienbewirtschaftung und -vermarktung» oder «Sachbearbeiter/in Immobilienbewirtschaftung» beim SVIT Zürich in Oerlikon absolviert haben oder aktuell besuchen. Mit diesem Angebot leistet der Verband einen aktiven Beitrag zur Bekämpfung des Fachkräftemangels und stellt gleichzeitig sicher, dass vermittelte Kandidatinnen und Kandidaten über eine fundierte Branchengrundausbildung beim SVIT Zürich verfügen.

    Immer mehr Mitglieder greifen auf diese qualifizierte Fachressource zurück – mit durchweg positiven Rückmeldungen. Sie profitieren von der Möglichkeit, neue Teammitglieder gezielt nach ihren Bedürfnissen aufzubauen und langfristig einzusetzen. Zudem bringen viele Kandidatinnen und Kandidaten wertvolle Zusatzkompetenzen aus ihrem bisherigen Berufsleben mit.

    Interessierte können sich per E-Mail an diana.waly@svit.ch anmelden. Der SVIT Zürich verfügt über eine amtliche Bewilligung des Kantons Zürich für private Arbeitsvermittlung.

    Weitere Informationen zum Ablauf sowie Bewerbungsvideos aktueller Kandidatinnen und Kandidaten finden Sie unter folgendem Link:

    https://www.svit.ch/de/svit-zuerich/themen-services/einstieg-die-immobilienbranche-bewerbungsvideos-quereinsteiger

  • Daran liegts: Nutzungs- und Betriebskonzepte als Schlüssel zu bedürfnisgerechten Sportanlagen

    Daran liegts: Nutzungs- und Betriebskonzepte als Schlüssel zu bedürfnisgerechten Sportanlagen

    Von der Wettkampfstätte zur Anlage für Freizeit und Bewegung
    In den letzten fünf Dekaden hat sich das Sportverhalten in der Bevölkerung – sei es auf individueller Basis oder auch im organisierten Sport – stark verändert. Neue Trainingsgewohnheiten, signifikant gestiegene Bevölkerungszahlen, eine zunehmende Professionalisierung im Vereinssport sowie veränderte gesellschaftliche Bedürfnisse haben dazu geführt, dass Anlagen heute deutlich mehr leisten müssen als noch vor 50 Jahren. Dazu gehören auch Aspekte wie Gender- und Altersgerechtigkeit, die heute als selbstverständlich erachtet werden.

    Entsprechend sollte am Anfang jedes Infrastrukturprojektes nicht die bauliche Lösung im Vordergrund stehen, sondern die Frage nach einem tauglichen Nutzungs- und Betriebskonzept (inklusive Wirtschaftlichkeitsrechnung). Allzu oft wird jedoch vorschnell ein Planer beauftragt, ehe die Projektgrundlagen und Abhängigkeiten zu anderen Institutionen und Projekten benannt worden sind. Das Resultat ist dann die Ausarbeitung volumetrischer Optionen, nicht aber von strategischen Optionen für die betroffenen Gemeinden. Als Spezialist für die strategische Nutzungs- und Betriebskonzeption verfügt BPM Sports über mehr als 20 Jahre Erfahrung in diesem Bereich.

    Was zeichnet also ein gutes Nutzungs- und Betriebskonzept aus? Im Grundsatz umfasst es drei prägende Ebenen:

    • Strategisch-konzeptionell: Zweck, Zielgruppen, Angebot, Business-Case, Strategie, Trägerschaft
    • Operativ-konzeptionell: Maximale Auslastung und Nutzung mit Mehrwert
    • Operativ: Personalbedarf, Wartung, Besuchermanagement, Eigenfinanzierung des Unterhalts

    Auf der strategischen Ebene gilt es die Frage nach der Daseinsberechtigung – dem Zweck der Anlage – zu beantworten. Diesen gilt es zu schärfen und gegenüber sämtlichen Stakeholdern klar zu definieren. Je besser das gelingt, desto einfacher verläuft im Anschluss auch die Kommunikation mit den Steuerzahlenden sowie den ultimativ in die Planung involvierten Parteien.

    Zu den zentralen Elementen gehören:

    Politische Leadership: Sportanlagenprojekte benötigen breite Unterstützung. Eine wahrnehmbare, kontinuierliche und starke politische Führungsarbeit ist deshalb unabdingbar.

    Adressierte Zielgruppen: Es gilt die Nutzergruppen und deren Bedürfnisse zu identifizieren. Dazu gehört das Erfassen von Routinen und Erwartungen, aber auch von künftigen Entwicklungen. Daraus abgeleitete Frequenzen und Kapazitäten sind zentral, um die Anlage sowohl für Nutzer:innen und Betreiber:innen optimal auszulasten.

    Geschärftes Angebot: Raumangebot und Funktionalitäten werden zielgerichtet formuliert, mit einem Fokus auf Energie- und Personalkosten. Diese richten sich nach den formulierten Bedürfnissen, mit direkten Auswirkungen auf die Folgekosten einer Anlage.

    Erstellungskosten vs. Folgekosten: Letztere stehen (zu) oft im Schatten und rücken tendenziell erst in einer späteren Projektphase in den Fokus. Dabei ist eine frühzeitige Betrachtung der Folgekosten hilfreich, um die finanzielle Tragfähigkeit einer Anlage sicherzustellen.

    Anlagenstrategie: Ein wirksamer Hebel, um Betriebskosten und Ertragspotentiale vorherzusehen. Gerade bei saisonalen Anlagen wie Freibädern oder Eissportanlagen können komplementäre oder ergänzende Angebote Erträge steigern und den Ressourcenbedarf beeinflussen.

    Trägermodell: Hier ist die Vielfalt der Modelle gross. Verschiedene Organisationsformen (Verwaltungen, Aktiengesellschaften, Private-Public-Partnerships) bieten unterschiedliche Vorteile, wobei sich die PPPs in den letzten Jahren zunehmend etablieren konnten und speziell dem wenig rentablen Vereins- und Breitensport neue Möglichkeiten bieten.

    Weitere Erfolgsfaktoren auf operativ-konzeptioneller und operativer Ebene sind:

    Auslastung: Eine hohe Auslastung zu generieren, ist eine Herausforderung. Denn nicht immer geht diese aufgrund unterschiedlicher Kaufkraft der Zielgruppen sowie unvermeidbarem Verschleiss mit Rentabilität einher. Ein entscheidender Punkt sind zudem Garderoben und Ladeflächen. Wurden sie beim Bau aus Spargründen vernachlässigt, wirkt sich dies negativ auf Kapazitäten und damit auf die maximale Auslastung aus.

    Personal: Mitarbeitende von Sportanlagen sind Identifikationsfaktoren. Um dieses Potential optimal zu fördern, gilt es Betriebswege kurz und übersichtlich zu halten und effiziente Arbeitsabläufe zu gestalten. Diese können mit dem entsprechenden Layout der Anlage sowie der einzelnen Räume gewährleistet werden.

    Fazit: Ein Nutzungs- und Betriebskonzept für Sportanlagen ist ein komplexes Zusammenspiel aus strategischen, operativen und wirtschaftlichen Faktoren. Richtig zusammengestellt und angewandt, bildet es die Voraussetzung für den langfristigen Erfolg und die Rentabilität einer Anlage.

    BPM Sports ist ein schweizweit tätiger Spezialist für öffentlich-rechtliche Sportinfrastrukturen mit Sitz in Bern. Mit über 20 Jahren Erfahrung in der Beratung, Begleitung und Unterstützung unterschiedlichster Sportanlagenprojekte – und -betriebe, gehört das 2006 von Inhaber Rainer Gilg gegründete Unternehmen zu den führenden Dienstleistern in diesem Bereich.

  • Neue Produktionsanlage stärkt internationalen Industriestandort

    Neue Produktionsanlage stärkt internationalen Industriestandort

    Das neue globale Toblerone-Kompetenzzentrum in Bern deckt ab sofort 90 Prozent der weltweiten Nachfrage nach der ikonischen Dreiecksschokolade ab. Guy Parmelin hat das dafür ausgebaute Werk am 10. März offiziell eingeweiht. „Wir sind unglaublich stolz auf die neue Toblerone-Produktionslinie sowie auf die Modernisierung der Logistik und der Infrastruktur“, wird Werksleiter Thomas Kauffmann in einer Mitteilung zitiert.

    Mondelēz International, die in Chicago ansässige Konzernmutter der Berner Mondelez Schweiz Production GmbH und der Mondelez Schweiz GmbH in Opfikon, hat sich die Installation dieser neuen, hochmodernen Produktionslinie 65 Millionen Franken kosten lassen. Dabei handelt es sich um eine der grössten Investitionen der vergangenen zehn Jahre in das Schokoladenproduktionsnetzwerk des Unternehmens.

    „Wenn es ein Produkt gibt, das die Schweiz weltweit repräsentiert, dann ist es Schokolade“, sagte Parmelin laut der Mitteilung in seiner Rede. „Und Toblerone nimmt unter den Schweizer Schokoladen einen ganz besonderen Platz ein.“ Sie sei „ein Symbol schweizerischer Identität und Qualität par excellence. Identität und Qualität. Als Bundespräsident und Wirtschaftsminister freut es mich daher besonders, dass circa 90 Prozent der Toblerone-Produktion auch weiterhin hier in Bern auf dieser neuen Produktionslinie hergestellt werden.“

    Die Toblerone wird von der Schweiz aus in mehr als 120 Länder der Welt exportiert. Wie Mondelēz betont, sei die ikonische, 118 Jahre alte Marke gut positioniert, weltweit im Premiumsegment zu wachsen und dabei von ihrem hohen Bekanntheitsgrad und ihrer Führungsposition im World Travel Retail-Geschäft zu profitieren. „Wir waren schon immer stolz darauf, hier in der Schweiz zu produzieren“, so Iain Livingston, Präsident für Toblerone und World Travel Retail. „Die Investition unterstreicht unser starkes Engagement für den Standort und ist ein entscheidender Meilenstein auf unserem Weg, das weltweite Wachstum im Premium-Schokoladensegment anzuführen.“

  • Historisches Bäderquartier erhält neue Nutzungsperspektive

    Historisches Bäderquartier erhält neue Nutzungsperspektive

    Die Verenahof AG mit Sitz in Baden will den Gebäudekomplex im Badener Bäderquartier wiederbeleben. Dazu hat sie am 5. Februar einen Vertrag mit der Stadt abgeschlossen. Dieser bildet laut einer Mitteilung die Grundlage für die Entwicklung und Nutzung des Komplexes und soll Planungssicherheit bieten.

    Die Verenahof AG hat dafür in Zusammenarbeit mit der Stadt und der kantonalen Denkmalpflege ein Nutzungskonzept erarbeitet. Dieses sieht vor, betreutes Wohnen für ältere Menschen mit kulturellen Angeboten und öffentlich zugänglichen Nutzungen zu verbinden. Die technische Machbarkeit wurde bereits geprüft. Nun sollen unter Leitung der Verenahof AG innerhalb von zwölf Monaten ein Baugesuch und ein Kostenvoranschlag erarbeitet werden.

    „Das Konzept für Angebote in den Bereichen Prävention, Rehabilitation und gesundes Altern passt hervorragend an diesen für Baden historisch wertvollen Ort“, wird Stadtammann Markus Schneider in der Mitteilung zitiert. „Seit den Römern wird im Bäderquartier in die Gesundheit investiert – für Baden und die Region ist es bedeutend, dass dieses Angebot auch in Zukunft weiter ausgebaut wird.“

    Der Komplex steht seit der Schliessung der Hotels Verenahof, Bären und Ochsen in den Jahren 1987 und 2004 leer. Seit 2019 steht er unter nationalem Schutz. Die Stiftung Gesundheitsförderung Bad Zurzach + Baden als Eigentümerin der Verenahof AG hat mehrere Nutzungen geprüft, darunter auch für eine Rehabilitationsklinik. Diese möglichen Nutzungen stiessen sich an den wirtschaftlichen und baulichen Rahmenbedingungen sowie den denkmalpflegerischen Anforderungen.

  • Datenpartnerschaft verändert Entscheidungsprozesse im Immobilienportfolio

    Datenpartnerschaft verändert Entscheidungsprozesse im Immobilienportfolio

    OPTIML und Scaler haben eine strategische Partnerschaft vereinbart. Deren Ziel ist es laut einer Mitteilung, die Infrastruktur für nachhaltige Immobiliendaten von Scaler mit der Entscheidungsintelligenz von OPTIML zu verbinden. Dies soll für Portfoliomanagerinnen und -manager eine datenbasierte, überprüfbare und dynamische Grundlage für Entscheidungen über Refinanzierung und Kapitalallokation schaffen sowie Aufschluss über eine sinnvolle Reihenfolge für nachhaltige Investitionen im Bestand geben.

    Dafür wollen die neuen Partner ihre jeweilige Expertise einbringen. Scaler bietet eine Dateninfrastruktur für Gebäude und Portfolios, die operative, technische und Nachhaltigkeitsdaten umfasst. Die proprietäre Real Estate Decision Intelligence (REDI)-Software von OPTIML, einer Ausgliederung aus der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH), kombiniert diese Daten mit digitalen Gebäudemodellen in Ingenieursqualität.

    Neben der Optimierung von Investitionen und ihrer Reihenfolge nennen die Partner als weitere Vorteile ihrer Zusammenarbeit die Harmonisierung der Datenflüsse von Vermögenswerten und Portfolios über Systeme und Regionen hinweg, die Verbesserung der Analyse von Nachrüstungs- und Investitionsszenarien sowie die Stärkung der Berichterstattung an Aufsichtsbehörden und Investierende mit überprüfbaren und entscheidungsrelevanten Ergebnissen.

    „Durch die Verbindung der Dateninfrastruktur von Scaler mit der Entscheidungsintelligenz von OPTIML bieten wir Portfoliomanagerinnen und -managern ein geschlossenes System, in dem jede Investitionsentscheidung auf realen Leistungsdaten basiert und bei sich ändernden Bedingungen kontinuierlich optimiert wird“, so Scaler-Mitgründer und -CIO Luc Van De Boom. Die Partnerschaft schliesse die Lücke zwischen Betriebsdaten und institutionellen Kapitalentscheidungen, erklärt OPTIML-Mitgründer und -CEO Dr. Evan Petkov: „Daten allein schaffen keinen Vorteil. Investoren benötigen Optimierung und Governance, um diese Daten in umsetzbare Massnahmen umzuwandeln. Gemeinsam bieten wir Immobilienprofis ein lebendiges Entscheidungssystem für die weltweit grösste Anlageklasse.“