Autor: immovestuser

  • Windmessungen schaffen Grundlage für neue Energieprojekte

    Windmessungen schaffen Grundlage für neue Energieprojekte

    Zürich Wind beginnt laut einer Mitteilung in der Woche vom 16. März mit Windmessungen in Zünikon in der Gemeinde Wiesendangen. Der 125 Meter hohe Mast muss nicht an das Stromnetz angeschlossen werden. Er wird vollständig mit Solarmodulen und einem Batteriespeicher betrieben. Zwei weitere Messmasten sollen nach den Osterferien in Ossingen und Rickenbach aufgestellt werden.

    Die Masten sollen während mindestens eines Jahres Daten zu den Windverhältnissen und zu Aktivitäten von Fledermäusen an ihrem Standort erheben. Diese Daten bilden eine Grundlage für eine Ertragsprognose. Wenn diese eine wirtschaftlich sinnvolle Nutzung von Windenergie an diesem Standort ergibt, gibt Zürich Wind in einem nächsten Schritt eine Umweltverträglichkeitsprüfung in Auftrag.

    Zürich Wind veröffentlicht die Messwerte auf seiner Internetseite. „Zürich Wind gehört schweizweit zu den ersten Projektentwicklern im Bereich Windenergie, die die Daten der Windmessungen bereits in der Phase der Erhebung veröffentlichen“, wird Pascal Müller von Zürich Wind in der Mitteilung zitiert.

    Zürich Wind ist eine Kooperation der Elektrizitätswerke des Kantons und der Stadt Zürich, EKZ und ewz, sowie des Stadtwerkes Winterthur.

  • Spektakulärer Kulturbau setzt neue architektonische Akzente

    Spektakulärer Kulturbau setzt neue architektonische Akzente

    Der in Hüttwilen ansässige Baudienstleister Nüssli hat am 8. März 2026 im Beisein des Namensgebers Heinz Mack das Richtfest für den Erweiterungsbau der Mack-Pyramide in Monheim am Rhein gefeiert. Mit dem Erweiterungsbau setzt das auf temporäre Veranstaltungsbauten spezialisierte Unternehmen ein „architektonisch anspruchsvolles Bau- und Kulturprojekt“ um, schreibt Nüssli in einer Mitteilung.

    Durch die kurz vor dem Richtfest erfolgte Montage einer tragenden Stahlkonstruktion präge die Doppelpyramide bereits das Stadtbild. „Die Konstruktion zeichnet sich durch eine anspruchsvolle Geometrie, hohe gestalterische Anforderungen und eine komplexe statische Umsetzung aus“, heisst es. Mit dem Bauwerk soll die Stadt eigenen Angaben zufolge einen architektonisch besonderen Kulturort erhalten. Es sollen Ausstellungsflächen für zeitgenössische Kunst entstehen.

    Das Thurgauer Unternehmen bringt laut Mitteilung seine Erfahrung mit komplexen Sonderbauten wie Pavillonarchitektur, Ausstellungsgestaltung sowie Fassadengestaltungen, Skulpturen und Exponate ein. „Auf diversen Weltausstellungen haben wir gelernt, aussergewöhnliche Formen und komplexe Konstruktionen in die Realität umzusetzen. Genau dieses Know-how kommt bei der Mack-Pyramide nun in vollem Umfang zum Tragen“, wird Udo Baader, Leiter Projektmanagement Special Projects, zitiert. Die Eröffnung ist für Juni 2027 geplant.

    Neben dem Baufortschritt stand an diesem Tag auch Namensgeber Heinz Mack im Mittelpunkt. Der Bildhauer war unter den Besuchenden, wo er seinen 95. Geburtstag feierte. „So ganz vorstellen kann ich es mir trotz aller Pläne aber noch nicht. Hauptsache der Lichteinfall bleibt erhalten“, wird er zitiert. Der Lichteinfall sei Teil seines Kunstwerks im Inneren des Gebäudes, heisst es in der Mitteilung.

  • Zusammenschlüsse zum Eigenverbrauch gewinnen weiter an Bedeutung

    Zusammenschlüsse zum Eigenverbrauch gewinnen weiter an Bedeutung

    Die ista swiss ag kann durch die Akquise der Blockstrom AG neu auch Abrechnungslösungen für Zusammenschlüsse zum Eigenverbrauch (ZEV) anbieten. Denn wie aus einer Mitteilung hervorgeht, hat sie den Energiedienstleister Blockstrom am 4. März 2026 übernommen. Die Co-Geschäftsführer Claudio Wyss, Marcel Lack und Urs Martin Springer werden weiterhin für das Unternehmen tätig sein. Der Standort Bern bleibt erhalten.

    Springer gründete Blockstrom 2017 gemeinsam mit Marcel Lack. Das Unternehmen hat Lösungen für Gemeinschaften entwickelt, die ihren Strom vor Ort selbst erzeugen und ihn sowohl an Endverbrauchende als auch ins Verteilnetz abgeben können. In der Übernahme sieht Springer vor allem Chancen für weiteres Wachstum: „Der ZEV-Markt ist erwachsen geworden“, wird er zitiert. „In den nächsten Jahren wird ein hohes Volumen wichtiger als eine rasche Produktentwicklung. Ista swiss ag ist für uns der ideale Partner, um unsere Lösungen breiter im Markt zu verankern und weiter zu skalieren.“

    Dabei setzt Blockstrom auf einen konsequent digitalen Ansatz. Dieser, so das Unternehmen in einem Selbstbeschrieb, „bringt effiziente Prozesse und minimale Fehlerquoten: Alle Energieverbräuche werden mit intelligenten Zählern erfasst, via Internet übertragen, in Echtzeit visualisiert und in der Cloud gespeichert.“ Neu steht der Blockstrom-Kundschaft auch das Angebot von ista swiss zur Verfügung, unter anderem für die Abrechnung des Wasser- und Wärmeverbrauchs.

    Mit der Übernahme von Blockstrom baue ista swiss seine Kompetenz als Komplettanbieter für moderne integrierte Energielösungen weiter aus, so ista swiss-Geschäftsführer Guillaume Dubois. „Eigentümer und Bewirtschafter erhalten einen zentralen Ansprechpartner für sämtliche energierelevante Themen – von der Messung über Abrechnung, Monitoring und Energiedatenmanagement bis zu ZEV und Elektromobilität.“

  • Industrieunternehmen stabilisiert Umsatz und investiert in neue Standorte

    Industrieunternehmen stabilisiert Umsatz und investiert in neue Standorte

    Die Kistler Gruppe konnte 2025 ihren Umsatz laut einer Mitteilung stabil halten: Mit 424 Millionen Franken nahm er währungsbereinigt um 1 Prozent und in Franken um 5 Prozent ab. Als belastende Faktoren führt das Unternehmen insbesondere den starken Schweizer Franken ins Feld, aber auch die stagnierende deutsche Automobilindustrie sowie geopolitische und wirtschaftliche Unsicherheiten, unter anderem im Zusammenhang mit der amerikanischen Zollpolitik. Der Auftragseingang blieb mit einem Minus von währungsbereinigt 2 Prozent und 6 Prozent in Franken hinter den Erwartungen des Unternehmens zurück.

    „Mein erstes Jahr als CEO war herausfordernd, aber wir haben wichtige Weichen gestellt – unter anderem durch angepasste regionale Strukturen, die es uns ermöglichen, noch flexibler auf unterschiedliche Marktbedingungen zu reagieren“, wird Marc Schaad zitiert. Auf das Geschäftsjahr 2026 blicke er verhalten optimistisch. „Wir planen, durch gezielte Investitionen weiter zu wachsen, insbesondere in asiatischen Märkten wie China.“

    Für Asien plant Kistler eine neue Zentrale in der malaysischen Hauptstadt Kuala Lumpur. In den USA hat Kistler sein Führungsteam verstärkt. In Deutschland liegt der Fokus in der Entwicklung neuer Anwendungen, um Umsatzrückgänge im Automobilsektor zu kompensieren. Zum Wachstum der Gruppe sollen 2026 auch neue Produkte beitragen. 9 Prozent des Umsatzes fliessen in Forschung und Entwicklung.

    In Winterthur treibt Kistler die Vorbereitungen für eine neue, hochautomatisierte Sensorfabrik voran. „Die Smart Factory ist für uns eine langfristige Investition und ein klares Bekenntnis zum Standort Winterthur“, so Schaad. Derzeit befinde sich das Unternehmen „in einer intensiven Planungs- und Klärungsphase“.

  • Interkantonales Entwicklungsprojekt setzt auf Mobilität und Effizienz

    Interkantonales Entwicklungsprojekt setzt auf Mobilität und Effizienz

    Die St.Galler Stimmbevölkerung hat dem Verkauf zweier Grundstücke des Kantons St.Gallen an den Kanton Thurgau sowie der Kompensation von Fruchtfolgeflächen zugestimmt. Für die Region Wil sei dies „richtungsweisend“, heisst es in einer Mitteilung von Regio Wil. Auf den Grundstücken soll das Entwicklungsareal WILWEST entstehen, das als nachhaltiges Wirtschaftsgebiet umweltfreundliche Mobilität, Energieeffizienz und regionale Zusammenarbeit vereinen soll. Kern des Projekts ist ein neuer Anschluss an die Autobahn A1, ergänzt durch verbesserte Bus-, Bahn- und Veloverbindungen für die gesamte Region.

    Für die Region Wil schafft das Projekt Perspektiven für neue Arbeitsplätze, eine Entlastung des Verkehrs sowie eine koordinierte und nachhaltige Raumentwicklung, heisst es in der Mitteilung. Der Entscheid der St.Galler Stimmbevölkerung sei zudem ein starkes Zeichen für die interkantonale Zusammenarbeit zwischen St.Gallen und Thurgau sowie für die 22 Gemeinden der Regio Wil.

    Die St.Galler Stimmbevölkerung hatte einen Sonderkredit für das Projekt WILWEST im September 2022 zunächst abgelehnt. Daraufhin wurde das Projekt umfassend überarbeitet, insbesondere im Bereich Nachhaltigkeit. So wurden unter anderem die Flächennutzung optimiert, die Versiegelung reduziert sowie der Autoverkehr und die Anzahl Parkplätze verringert.

    Nun gelte es, eine nachhaltige Realisierung sicherzustellen, das Gebiet bodenschonend und etappenweise zu entwickeln sowie die Anliegen der Bevölkerung weiterhin einzubeziehen. Die Regio Wil wolle sich auch künftig aktiv in den Prozess einbringen.

  • Schweizer Energieverbrauch ist leicht gewachsen

    Schweizer Energieverbrauch ist leicht gewachsen

    In der Schweiz wurde 2025 laut einer ersten Schätzung des Bundesamtes für Energie (BFE) leicht mehr Energie verbraucht als im Vorjahr. Der Verbrauch stieg auf 778‘630 Terajoule. Im Vorjahr waren es 776‘220 Terajoule gewesen.

    Den grössten Anteil machte auch 2025 Energie aus Erdölprodukten aus. Diese lieferte 351‘420 Terajoule. Im Vorjahr waren es noch 354‘810 Terajoule gewesen. Der Verbrauch von Strom stieg auf 209‘340 Terajoule, im Vorjahr 207‘040 Terajoule. Der Verbrauch von Gas sank von 95‘480 auf 93‘840 Terajoule. Der biogener Treibstoffe, von Biogas, Sonne und Umweltwärme stieg von 38‘390 auf 40‘090 Terajoule.

    Das BFE weist darauf hin, dass die Schätzung provisorisch sei. Der definitive Endenergieverbrauch soll am 18. Juni veröffentlicht werden.

  • Moderner Bürostandort unterstreicht strategische Weiterentwicklung

    Moderner Bürostandort unterstreicht strategische Weiterentwicklung

    Die Landis+Gyr-Gruppe bezieht einen neuen Hauptsitz. Der weltweit aktive Zuger Spezialist für Energiemanagement zieht innerhalb von Cham in ein neues hochmodernes Bürogebäude um, informiert Landis+Gyr in einer Mitteilung. Der neue globale Hauptsitz liegt an der Alten Steinhauserstrasse 14, nur wenige Schritte vom alten Hauptsitz in derselben Strasse entfernt. Dadurch könne ein reibungsloser Übergang gewährleistet werden, heisst es in der Mitteilung.

    „Mit dem neuen Hauptsitz setzen wir ein klares Zeichen für Kontinuität und Innovation“, wird Landis+Gyr-CEO Peter Mainz in der Mitteilung zitiert. „Cham bleibt für uns ein zentraler Standort, an dem wir gemeinsam mit unseren Mitarbeitenden und Partnern die Zukunft gestalten.“ Gemeindepräsident Georges Helfenstein interpretiert den Umzug innerhalb von Cham unter anderem als „Resultat einer vorausschauenden, verlässlichen Wirtschaftspflege der Gemeinde“.

  • Multidomainstrategie stärkt Position im digitalen Wettbewerb

    Multidomainstrategie stärkt Position im digitalen Wettbewerb

    Das auf Gartenbau, Dacharbeiten und Solaranlagen spezialisierte Badener Familienunternehmen Schoop + Co. setzt nun auf eine Multidomainstrategie. Die zentrale Unternehmensseite wurde in die Fachbereiche Gartenbau, Dach und Photovoltaik sowie dem eigenen Karriereportal aufgeteilt. Die Aufteilung auf vier Domains soll die Reichweite und Sichtbarkeit im Netz verbessern, heisst es in einer Mitteilung des Unternehmens.

    Suchmaschinen und Künstliche Intelligenz (KI)-Assistenten bevorzugen Internetseiten mit klarem Fokus, so Schoop + Co. Die Multidomain-Strategie soll deshalb mit vier spezialisierten Internetseiten dazu beitragen, dass Kundinnen und Kunden sowie Arbeitssuchende schneller zur passenden Schoop-Seite finden.

    Während Schoop Gartenbau sich auf die Gestaltung, Pflege und den Bau von Gärten spezialisiert, ist Schoop Dach Ansprechpartner für die Sanierung, Bau und Wartung von Dächern aller Art sowie für Dachbegrünungen, Terrassen und Absturzsicherungen. Bei Schoop Photovoltaik erhalten Kundinnen und Kunden wiederum Dienstleistungen rund um Solaranlagen – von der Beratung über die Planung bis hin zur professionellen Montage. Schoop Karriere ist zuletzt an Arbeitssuchende adressiert, die eine Karriere bei Schoop in den Bereichen Flachdach, Solartechnik oder Gartenbau suchen.

  • Wind und Sonne sichern stabile Stromversorgung in regionalem Energiesystem

    Wind und Sonne sichern stabile Stromversorgung in regionalem Energiesystem

    Der Swiss Energypark im Versorgungsgebiet der Société des Forces électriques de La Goule hat laut einer Mitteilung der Betreiberin BKW 2025 insgesamt 134,45 Gigawattstunden Strom erzeugt. Das entspricht einem Anteil von 81 Prozent am Gesamtverbrauch in Höhe von 166,96 Gigawattstunden in der Region. Im Vorjahr hatte der Energypark 139,6 Gigawattstunden erzeugt.

    Die Windenergie hat mit insgesamt 86,50 Gigawattstunden erneut den grössten Anteil zur Stromproduktion beigetragen. Das Windkraftwerk Juvent allein erzeugte 72,6 Gigawattstunden Das sind zwar aufgrund des schwachen Windes weniger als die 91,1 Gigawattstunden des starken Vorjahres. Aber die Windenergie bleibt gerade im Winterhalbjahr ein zuverlässiger Stromlieferant.

    Das Wasserkraftwerk La Goule lieferte 16,29 Gigawattstunden und damit das schlechteste Ergebnis seit Jahrzehnten. Im Vorjahr waren es noch 17,6 Gigawattstunden gewesen.

    Die Solarenergie wuchs dagegen deutlich. Sie lieferte 2025 insgesamt 31,66 Gigawattstunden und damit 24 Prozent der Gesamtproduktion. Im schwachen Jahr 2024 waren es nur 13,6 Gigawattstunden gewesen.

    Der Swiss Energypark deckt ein 251 Quadratkilometer grosses Gebiet zwischen dem Kanton Bern und dem Kanton Jura ab. Hier leben 21‘000 Menschen.

  • Historische Hotelanlage wird schrittweise neu positioniert

    Historische Hotelanlage wird schrittweise neu positioniert

    Die Halter AG will der denkmalgeschützten Sonnenberg-Anlage in Seelisberg neues Leben einhauchen. Die Schlieremer Immobilienentwicklerin ist derzeit dabei, den historischen Hotelkomplex schrittweise weiterzuentwickeln, informiert Halter in einem Beitrag auf LinkedIn. Das Hotel Sonnenberg soll dabei als Kernbau bestehen bleiben und nach Fertigstellung wieder als Hotel genutzt werden, heisst es in der Projektbeschreibung.

    Im ebenfalls weitgehend unverändert verbleibenden ehemaligen Hotel Kuhn will Halter hingegen Wohnungen einrichten. Weitere Wohnungen sollen in zwei Neubauten südlich des Hotels entstehen. Bestehende zusätzliche Bauten im Norden werden umgenutzt und der Hotelnutzung zugeführt.

    Der historische Hotelkomplex hatte in den 1970-Jahren internationale Aufmerksamkeit erregt. Damals war die Sonnenberg-Anlage von der Bewegung der Transzendentalen Meditation erworben worden. Seit 1972 und für mehr als drei Jahrzehnte diente das Grandhotel Sonnenberg als Hauptsitz der Bewegung des Gurus Maharishi Mahesh Yogi. Mit dieser Epoche setzt sich der erstmals an den 61. Solothurner Filmtagen gezeigte Dokumentarfilm Namaste Seelisberg von Felice Zenoni auseinander. Halter hat das Filmprojekt unterstützt und ermöglichte Dreharbeiten auf dem Areal.

  • Globale Arbeitgeberbewertung stärkt Position im Wettbewerb um Talente

    Globale Arbeitgeberbewertung stärkt Position im Wettbewerb um Talente

    Holcim sichert sich zum zweiten Mal in Folge die Auszeichnung Global Top Employer vom Top Employers Institute. Insgesamt wurden laut einer Mitteilung 27 Ländergesellschaften von Holcim über alle Regionen hinweg als Top Employer zertifiziert. Mit 27 zertifizierten Märkten erreichte Holcim eine globale Punktzahl von 87 Prozent und übertraf damit den weltweiten Richtwert.

    Besonders hoch bewertete das Top Employers Institute Holcim in den Bereichen Ethics & Integrity, Learning sowie Business Strategy. Diese Ergebnisse spiegeln die leistungsorientierte Unternehmenskultur wider, die die Wachstumsstrategie NextGen Growth 2030 des Konzerns vorantreibt, heisst es in der Mitteilung.

    „Ein strategischer Wachstumstreiber unserer NextGen-Growth-2030-Strategie ist unsere Leistungskultur und unsere Wertschöpfung für Mitarbeitende, Kunden und Aktionäre. Wir nennen dies den Holcim Spirit, der auf Sinn, Menschen und Leistung ausgerichtet ist“, wird CEO Miljan Gutovic zitiert. „Diese Auszeichnung gehört unseren mehr als 45’000 Kolleginnen und Kollegen, die den Holcim Spirit jeden Tag leben und Holcim zu einem hervorragenden Arbeitsplatz machen.“

    Für die Top-Employer-Auszeichnung werden Unternehmen anhand globaler Standards in den Bereichen Karriereentwicklung, Lernen, Wohlbefinden sowie Vergütung bewertet. Unternehmen, die als Global Top Employer ausgezeichnet werden, müssen zudem in einer Mindestzahl von Ländern und Regionen – darunter auch im Land ihres globalen Hauptsitzes – als regionaler Top Employer zertifiziert sein.

    Holcim hat seinen Hauptsitz in Zug, Schweiz, und beschäftigt global mehr als 45’000 Mitarbeitende in 43 Märkten, darunter in Europa, Lateinamerika, Asien, dem Nahen Osten und Afrika.

  • Stadt will Industriebau für Archiv und Zwischennutzungen erwerben

    Stadt will Industriebau für Archiv und Zwischennutzungen erwerben

    Der Bieler Gemeinderat beantragt dem Stadtrat den Kauf der Industrieliegenschaft an der Mattenstrasse 133. Das Gebäude ist laut Mitteilung ab 2033 als neues Stadtarchiv vorgesehen. Zuvor soll es als provisorische Turnhalle sowie als vorübergehender Bibliotheksstandort zwischengenutzt werden.

    Die Industrieliegenschaft Mattenstrasse 133 wurde 1959 für die Maveg AG erbaut, ein Handelsunternehmen für Baumaschinen. Das Gebäude umfasst drei grosse Hallen sowie einen Verwaltungsbau und gilt im Bauinventar als erhaltenswert.

    Ab dem Winter 2026/27 soll die grosse Halle der Liegenschaft die Turnanlagen des Collège des Platanes ersetzen. Diese können seit 2024 wegen baulicher Probleme nur noch eingeschränkt genutzt werden. Bis zur Sanierung der Turnhallen will die Stadt mit einem einfachen Ausbau der Halle eine Übergangslösung schaffen.

    Später soll die Liegenschaft während der geplanten Gesamtsanierung der Stadtbibliothek am Neumarktplatz ab 2031 als provisorischer Bibliotheksstandort dienen. Für die rund 1700 Quadratmeter Nutzfläche der Bibliothek seien im Stadtzentrum kaum geeignete Mietlösungen verfügbar.

    Nach dem Auszug der Bibliothek soll das Gebäude ab 2033 dauerhaft als Stadtarchiv genutzt werden. Für dieses sucht die Stadt bereits seit Jahren eine neue Lösung, da die heutigen Räumlichkeiten den gesetzlichen Anforderungen nicht mehr genügen und die Archivbestände auf mehrere Standorte verteilt sind.

    Der Gemeinderat beantragt dem Stadtrat dafür zwei Kredite über insgesamt 3,890 Millionen Franken für den Kauf der Liegenschaft und die vorläufige Bereitstellung der Turnhalle. Der Stadtrat entscheidet am 19. März.

  • Wie Forscher Beton zum Klimaretter machen

    Wie Forscher Beton zum Klimaretter machen

    Das EU-Projekt CARBCOMN, gestartet 2024 und gefördert im Rahmen von Horizon Europe mit rund sechs Millionen Euro, verfolgt einen radikalen Ansatz. Statt mehr Material einzusetzen, optimieren die Forschenden die Form. Das Prinzip nennt sich «compression dominant structures»: Betonbauteile werden so gestaltet, dass sie fast ausschliesslich auf Druck beansprucht werden, ähnlich wie die Bögen historischer Steinbrücken. Beton hält Druck gut aus, Zugkräfte aber kaum. Wer das konsequent ausnutzt, braucht weniger Material und weniger Bewehrung.

    Gedruckt, nicht gegossen
    Digitale Fertigung macht Formen möglich, die mit traditioneller Schalung undenkbar wären. Der Roboter druckt den Beton schichtweise und lässt Hohlräume dort frei, wo keine Verstärkung nötig ist, direkt gesteuert durch das digitale Modell. Das spart nicht nur Material, sondern reduziert auch die seismische Belastung proportional zum Gewichtsverlust. In erdbebengefährdeten Regionen ist das ein entscheidender Vorteil.

    Kein Zement, kein Problem
    Der Beton des CARBCOMN-Projekts enthält keinen Zement. Als Bindemittel dient Stahlschlacke, ein Nebenprodukt der Stahlindustrie. Nach dem Druck kommen die Bauteile in eine Kammer, in der CO₂ injiziert wird. Die Reaktion mit der Schlackemischung härtet den Beton und bindet das Treibhausgas dauerhaft. Das Resultat ist ein Baustoff mit negativer CO₂-Bilanz, der ausschliesslich aus Industrieabfällen besteht.

    Metall mit Gedächtnis
    Ganz ohne Bewehrung kommt dieser Beton nicht aus, jedoch mit einer Spezialität der Empa seit rund 20 Jahren, der eisenbasierte Formgedächtnislegierungen (Fe-SMA). Diese vorgedehnten Metallstäbe ziehen sich beim Erhitzen zusammen, statt auszudehnen und spannen so das Bauteil nachträglich vor. Sie werden erst nach dem Druck eingesetzt, stören den automatisierten Prozess nicht und lassen sich später vom Beton trennen. Das Empa-Spinoff re-fer bringt diese Technologie direkt ins Konsortium ein.

    Gebaut für die Demontage
    Was gebaut wird, soll auch wieder abgebaut werden können. Die einzelnen Betonmodule sind als diskrete Blöcke konzipiert, die sich lösen, transportieren und andernorts neu zusammensetzen lassen. Zaha Hadid Architects und Mario Cucinella Architects entwickeln gemeinsam mit den Ingenieurteams freigeformte Strukturen, die dieses Kreislaufprinzip architektonisch ausdrücken. Bis 2028 soll ein realer Prototyp beweisen, dass Betonbau auch so aussehen kann.

  • Land gehört allen – ausser der SBB gehört es sich selbst

    Land gehört allen – ausser der SBB gehört es sich selbst

    Ende der 1990er-Jahre löste das Parlament die SBB vom Bund ab. Damit erhielt sie die Freiheit, ihr wertvollstes Gut zu bewirtschaften. Riesige Grundstücke an besten Lagen in der ganzen Schweiz. Klare Vorgaben, wie viele Wohnungen zu welchen Preisen entstehen sollten, gab es keine. Der Bundesrat verlangte lediglich, dass die Einnahmen in die Pensionskasse und die Bahninfrastruktur fliessen. Das war die Geburtsstunde eines Systems, das bis heute für Zündstoff sorgt.

    3,5 Milliarden für wen?
    Seit 2003 flossen 3,5 Milliarden Franken aus dem SBB-Immobilienportfolio in die Bahninfrastruktur. Die SBB sieht darin einen gesellschaftlichen Beitrag. Carlo Sommaruga, SP-Ständerat und Präsident des Mieterinnen- und Mieterverbands Schweiz, sieht das anders. Die SBB habe den finanziellen Wert ihrer Liegenschaften «fast maximal ausgeschöpft», auf Kosten der sozialen Komponente. Besonders stossend ist, dass Teile dieser Grundstücke einst zugunsten des damaligen Staatsbetriebs enteignet wurden.

    Europaallee als Spiegel
    Das Paradebeispiel steht mitten in Zürich. An der Europaallee kostet eine 4-Zimmer-Wohnung rund 5000 Franken pro Monat. Für den Mieterverband ist das Projekt zum Symbol der Immobilienspekulation mit öffentlichem Boden geworden. Die SBB kontert, sie sei eine faire Vermieterin, ihre Wohnungen lägen im Schnitt unter dem Marktpreis. Doch der Eindruck von maximaler Verdichtung für maximale Profite hält sich hartnäckig.

    Lausanne eskaliert
    In Lausanne spitzt sich der Konflikt zu. Das Projekt «La Rasude» direkt beim Bahnhof soll rund 500 Bewohnende und 1200 Arbeitsplätze beherbergen. Doch nur 20 Prozent der Wohnfläche ist zu moderaten Mieten vorgesehen, obwohl die SBB offiziell verspricht, mehr als die Hälfte ihrer Wohnungen günstig zu vermieten. Das Ergebnis sind nun fast 1000 Einsprachen. Die Bauarbeiten könnten frühestens 2029 beginnen.

    Der Rahmen fehlt
    Salomé Mall, Leiterin Entwicklung bei SBB Immobilien, betont, die Gewinne dienten dem Bahnbetrieb und entlasteten die öffentliche Hand. Das Argument ist nachvollziehbar, greift aber zu kurz. Solange gesetzliche Vorgaben für Wohnungsanteile und Mietpreise fehlen, bleibt die Gemeinwohlorientierung freiwillig.

  • Ein Quartier ohne Einsprache

    Ein Quartier ohne Einsprache

    Der Luzerner Regierungsrat genehmigte den Bebauungsplan Schützenmatt im Januar 2026. Der Emmer Einwohnerrat hatte ihn bereits am 1. Juli 2025 in zweiter Lesung einstimmig verabschiedet. Nach Ablauf der Beschwerdefrist liegt nun Rechtskraft vor, kein einziger Rekurs wurde eingereicht. Das ist bei einem Projekt dieser Grössenordnung keine Selbstverständlichkeit, sondern ein Zeichen breiter Akzeptanz.

    250 Wohnungen, 4000 Quadratmeter Leben
    Auf dem Areal entstehen rund 250 Wohnungen in verschiedenen Grössen sowie Gewerbe-, Gastronomie- und Dienstleistungsflächen von insgesamt rund 4000 Quadratmetern. Der Wohnungsmix reicht von kleineren Einheiten über Familienwohnungen bis zu Alterswohnungen . Bewusst konzipiert für alle Lebensphasen und verschiedene Einkommensstufen. Ein Teil der Wohnungen muss als preisgünstiger Wohnraum realisiert werden.

    Weniger Auto, mehr Velo
    Das Mobilitätskonzept setzt klare Prioritäten sodass Fuss, Velo und öffentlicher Verkehr Vorrang haben. Geplant sind über 970 Veloabstellplätze, darunter eine gedeckte, öffentlich zugängliche Velostation mit mindestens 300 Plätzen direkt an der Bahnhofunterführung. Für Autos stehen maximal 120 Parkplätze in der Tiefgarage bereit. Die Velohauptroute entlang der Gleise wird kreuzungsfrei geführt. Somit entfallen Konflikte mit dem Fussgängerverkehr.

    Die Stadt als Schwamm
    Das städtebauliche Konzept stammt von Fischer Architekten, deren Wettbewerbsbeitrag mit dem ersten Preis ausgezeichnet wurde. Im Zentrum steht das Schwammstadtprinzip. Sickerfähige Beläge, Bäume auf natürlichem Boden und begrünte Dachflächen speichern Regenwasser und geben es kontrolliert wieder ab. Mindestens 60 Prozent der Dachflächen werden intensiv begrünt. Das verbessert das Mikroklima und macht das Quartier klimaresilient.

    Ab 2027 wird gebaut
    Mit der Rechtskraft liegt die Umsetzung nun bei den Grundeigentümerschaften. Die Realisierung ist in vier Etappen geplant, ein Bezug der ersten Wohnungen ist ab rund 2030 realistisch. Christine Bopp, Leiterin Planung der Gemeinde Emmen, spricht von einem abgeschlossenen langen Planungsprozess, der nun Planungssicherheit für alle Beteiligten schafft. Emmenbrücke bekommt sein neues Herz und baut es mit Bedacht.

  • Künstliche Intelligenz: Unbedingt, aber…

    Künstliche Intelligenz: Unbedingt, aber…

    Ob das englische “AI” oder das deutsche “KI”– Künstliche Intelligenz ist aktuell allgegenwärtig. Wie ihre Auswirkungen bewertet werden, hängt stark von der jeweiligen Perspektive ab: Für die einen überwiegen die Chancen, andere sehen primär Risiken. Unbestritten ist jedoch: Die Technologie ist gekommen, um zu bleiben.

    Für uns als digitale Immobilienplattformen ist der offene Umgang mit technologischer Innovation seit jeher Teil unserer DNA. Mit ImmoScout24 und Homegate gestalten wir den Immobilienmarkt seit über zwei Jahrzehnten aktiv mit. Unser Grundsatz gilt dabei auch hier: KI darf kein Selbstzweck sein, sondern soll als ein nie dagewesener “Enabler” wirken. Denn das wahre Potential in den zwei Buchstaben liegt in der beschleunigten Entwicklung sowie smarten Erweiterung und Aufwertung innovativer Produkte, die echten Mehrwert schaffen und tägliche Effizienzgewinne erzielen können.

    Gerade im professionellen Immobiliensektor zeigen sich die Vorteile von KI in der produktiven Integration in bestehende, etablierte Prozesse. Während dies uns als Plattformen eine agilere Entwicklung marktnaher Produkte ermöglicht, schafft es für Makler:innen sowie Bewirtschafter:innen neue Effizienzgewinne in ihrem operativen Alltag. Entscheidend ist nicht die Technologie an sich, sondern ihr realer Beitrag.

    Zwei Beispiele aus dem SMG Real Estate Ökosystem verdeutlichen dies:

    • Unsere KI-basierte Inseratetexterstellung spart im Durchschnitt 14 Minuten pro Inserat. Hochgerechnet auf ein ganzes Portfolio oder eine Vermarktungsoffensive entsteht so ein substanzieller Produktivitätsgewinn. Die gewonnene Zeit kann gezielt dort investiert werden, wo sie den grössten Unterschied macht – in Beratung, Verhandlung und Kundenbeziehung. Wer stattdessen auf ImmoScout24 oder Homegate als Privatperson selbst inseriert, kann mit dieser neuen intelligenten Funktion fehlende Vermarktungserfahrung teilweise kompensieren.
    • Der neue “Insight Hub” für Immobilienprofis gibt KI-gesteuert Antworten auf bisher schwer einzugrenzende Fragen rund um Potenzial und Performance von Inseraten. Wöchentlich erhalten Makler:innen und Bewirtschafter:innen eine Übersicht derjenigen Inserate mit dem grössten Verbesserungspotenzial, inklusive konkreter Handlungsempfehlungen und dem erwarteten Sichtbarkeits-Plus.

    Dies als kleiner Auszug, hinzu kommen zahlreiche aktuelle Entwicklungen bei SMG Real Estate, darunter mit “Agentic AI” ein digitaler Begleiter für Immobilienprofis rund um ihren Arbeitsalltag – von der Transkription von Gesprächsnotizen bis zur nahtlosen CRM-Anbindung. Aber dazu mehr in naher Zukunft. Gleichzeitig erfordert technologische Innovation kontinuierliche Investition – insbesondere in Cybersecurity. Denn von KI profitieren nicht nur die richtigen Akteure. Modernste Schutzmechanismen, Zwei-Faktor-Authentifizierung, integrierte Zugriffskontrollen, etc. sind essenziell, um Daten zu sichern und Betrugsversuche wirksam zu verhindern. Vertrauen bleibt die zentrale Währung im Immobilienmarkt – ganz besonders im digitalen.

    Aber dank diesen gezielten, anhaltenden Investitionen in KI-Anwendungen gestalten wir als SMG Real Estate unsere Rolle als „Digital Shaper“ der Schweizer Immobilienbranche aktiv weiter. Unser Ziel ist und bleibt es in allererster Linie, Immobilienprofis nicht nur effizienter zu machen, sondern nachhaltig erfolgreicher. Dafür steht auch unsere Vision: „Next-Gen Swiss Real Estate – digital and simple.“

  • Der Turnaround ist real USZ dreht ins Plus

    Der Turnaround ist real USZ dreht ins Plus

    Wer durch das Hochschulquartier fährt, sieht es sofort. Kräne. Baugruben. Grossbaustelle. Der Campus Mitte entsteht und mit ihm der Anspruch, Spitzenmedizin langfristig neu zu definieren. Die Investitionen laufen. Die Frage war lange, wie trägt die Bilanz das mit? Nun gibt es eine Antwort.

    Die Trendwende ist real
    36 Millionen Franken Gewinn. Erstmals seit 2019. Ein Jahr zuvor noch ein Verlust von 31 Millionen Franken. Der Kontrast ist deutlich und die Richtung stimmt.
    Stationäre Fälle stiegen um knapp 3 Prozent, ambulante Besuche um 5 Prozent auf rund 882’000. Mehr Patienten, bessere Auslastung, konsequentere Prozesse. Das Ergebnis ist kein Zufall. Der Turnaround ist real. Die Arbeit hat gerade erst begonnen.

    Digitalisierung zahlt sich aus
    Seit CEO Monika Jänicke 2023 die Führung übernahm, gilt die klare Strategie «USZ 2030». Effizientere Abläufe, stärkere Digitalisierung, fokussierte Medizin. So stieg die EBITDA-Marge stieg von 2,9 auf 6,6 Prozent. Stark, aber noch nicht am Ziel. Der Kanton als Eigentümer fordert 10 Prozent. Bei gleichem Tempo ist das 2026 erreichbar. Bei der Eigenkapitalquote, knapp 40 Prozent, ist die Zielvorgabe bereits erfüllt.

    Der Kanton zieht mit
    Die Investitionen laufen parallel zum Ergebnisaufbau. Je rund 100 Millionen Franken flossen 2023 und 2024 in Immobilien. Der Kanton stützt das Projekt und nîmmt 690 Millionen Franken Kapitalmarkt auf. Dies zu besseren Konditionen als das Spital selbst je erhalten würde und gibt das Geld weiter.
    Die Gewinnreserven, 2024 auf unter 200 Millionen gesunken, steigen nun wieder auf rund 230 Millionen Franken. Das Polster wächst.

    Nicht nur das USZ
    Der positive Trend ist kein Einzelfall. Die Integrierte Psychiatrie Winterthur schloss 2025 mit 1,8 Millionen Franken Gewinn ab. Nach roten Zahlen im Vorjahr. Patientenzahlen plus 5 Prozent. Daraus ist ersichtlich, Kantonale Gesundheitsinstitutionen reagieren auf den Kostendruck, mit Struktur, Effizienz und Klarheit.

  • Regensberg kämpft ums Überleben

    Regensberg kämpft ums Überleben

    Regensberg zählt per Ende 2024 genau 477 Einwohner. Trotz zwei Steuererhöhungen in den letzten Jahren reichen die Einnahmen nicht, um die Gemeindeaufgaben zu finanzieren. Das strukturelle Defizit bedroht die Eigenständigkeit des mittelalterlichen Landstädtchens auf dem Felssporn über Dielsdorf. Eine Fusion mit einer Nachbargemeinde steht im Raum, ein Szenario, das viele Regensberger vermeiden wollen.

    Eine Wiese als Wendepunkt
    Der Anstoss kam im April 2024 an einem Zukunftstag, an dem die Bevölkerung erstmals offen über das Schicksal ihrer Gemeinde diskutierte. Auf der Agenda war die Wiese Pünt, das letzte grössere Bauland im Dorf. Aus dieser Diskussion entstand die Idee einer Genossenschaft. Im Juli 2025 wurde die Baugenossenschaft Pünt Regensberg offiziell ins Handelsregister eingetragen.

    40 Wohnungen, 80 neue Menschen
    Das Projekt, ein vierstöckiger Bau mit 41 Wohnungen soll auf der Pünt entstehen, rund drei Viertel davon grosse Familienwohnungen mit 4,5 bis 5,5 Zimmern, der Rest kleinere Einheiten mit 2,5 bis 3,5 Zimmern. Die Genossenschaft rechnet mit 60 bis 80 neuen Bewohnerinnen und Bewohnern. Für eine Gemeinde der Grösse Regensberg entspricht das einem Bevölkerungszuwachs von rund 15 Prozent. Ein Wettbewerb zur Findung des Projektteams wurde bereits im Jahr 2025 durchgeführt.

    Mehr als Steuern
    Das Ziel ist nicht nur fiskalisch. Regensberg weist das vierthöchste Durchschnittsalter aller Zürcher Gemeinden auf. Jüngere Familien sollen kommen und damit auch die Primarschule sichern, denn ohne Schule keine Familien, ohne Familien kein Dorfleben. Das flexible Nutzungskonzept erlaubt zudem, dass ältere Personen aus ihrem Einfamilienhaus in eine passende kleinere Wohnung wechseln können, ohne den Ort verlassen zu müssen.

    Gemeinnützig statt spekulativ
    Wäre das Projekt in privaten Händen gelandet, wären die Wohnungen auf der attraktiven Lage primär Anlageobjekte geworden. Die Genossenschaft vermietet dagegen auf Basis der Kostenmiete, also ohne Gewinnabsicht. Finanziert wird das Vorhaben über Anteilscheine, Mitgliederdarlehen, staatliche Förderung und Bankenhypotheken, mit einer angestrebten Eigenkapitalquote von 35 bis 40 Prozent.

    2028 steigen die Kräne
    Weil Regensberg im Bundesinventar der schützenswerten Ortsbilder eingetragen ist, gelten beim Bauen besonders strenge Auflagen. Die Baubewilligung soll 2027 vorliegen, der Baubeginn ist für 2028 geplant. Ein oder zwei Jahre später könnten die ersten Wohnungen bezogen werden. Ob die Genossenschaft das strukturelle Defizit allein löst, bleibt offen. Doch sie beweist, manchmal rettet ein Dorf sich selbst.

  • Wenn der Staat zum Komplizen wird

    Wenn der Staat zum Komplizen wird

    Zwei Häuser, rund 5000 Quadratmeter, direkter Seeanstoss am Ägerisee im Kanton Zug. Wüest Partner schätzte den Wert auf 27 Millionen Franken. Verkauft wurde die Liegenschaft 2017 für 16 Millionen, rund 3300 Franken pro Quadratmeter. Vergleichbare Objekte wechselten zur gleichen Zeit für 6000 bis 13’500 Franken den Besitzer.

    Ein Schnäppchen oder ein krummer Deal
    Die Eigentümerin hatte vorgesorgt. Ihre Liegenschaft steckte in einer Holdingstruktur. 45 Prozent je Kind, 10 Prozent der Enkelin. Doch der Bruder handelte hinter dem Rücken seiner Schwester. In weniger als 100 Tagen war der Verkauf besiegelt, ohne öffentliche Ausschreibung, ohne Bieterverfahren, ohne Zustimmung der Schwester.  Sie erfuhr davon einen Monat nach Vertragsunterzeichnung und reichte sofort eine Strafanzeige ein.

    Wenn 9 Millionen keine Erklärung finden
    Der Käufer bezahlte 16 Millionen und erhielt von der Zuger Kantonalbank einen Blankokredit von bis zu 25 Millionen, eine Different von 9 Millionen. Die Bank bewertete das Grundstück intern also deutlich höher, als es der Kaufpreis vermuten liesse.
    Heute sitzt der Käufer auf der Anklagebank wegen Geldwäscherei. Er soll gewusst haben, dass dem Verkauf schweres Unrecht zugrunde lag.

    Wenn eine Kommission schweigt
    Der Fall wuchs über den Gerichtssaal hinaus. Der Zuger Kantonsrat setzte im Sommer 2025 eine PUK ein, um die Rolle der Kantonsregierung zu untersuchen. Im Fokus standen fehlerhafte Grundbuchinspektionen. Die zuständige Notarin schob das Geschäft ohne gesetzlichen Ausstandsgrund weiter und wich bei der Befragung den entscheidenden Fragen aus.

    Wenn Gerechtigkeit Zeit braucht
    Neun Verhandlungstage bis Ende März. Geleitet von Richterin Svea Anlauf. Ein Urteil frühestens im Juni. Für alle Beschuldigten gilt die Unschuldsvermutung.

    Der Ägerisee glitzert. Was in diesen Wochen im Gerichtssaal ans Licht kommt, könnte den Kanton Zug noch lange beschäftigen.

  • Die Top 10 PropTechs der Schweiz 2020–2025

    Die Top 10 PropTechs der Schweiz 2020–2025

    1. properti
    properti ist eine der führende Schweizer Anbieter für digitale Immobilienvermittlung. Das Unternehmen kombiniert die Expertise erfahrener Makler mit einer eigenen Plattform (Propchain®), auf der Immobilien gelistet, vermittelt und mit Servicepartnern verknüpft werden können. properti deckt dabei verschiedene Segmente ab: Luxusimmobilien, Renditeobjekte und Gewerbeimmobilien. Durch die Digitalisierung der Maklerprozesse können Kunden schneller passende Objekte finden und Makler effizienter arbeiten. Das Startup wurde mehrfach als #1 PropTech der Schweiz ausgezeichnet und zeigt, wie klassische Branchen mit digitaler Technologie transformiert werden können. Das Geschäftsmodell ist skalierbar, sowohl national als auch international, und die Plattform dient als zentraler Hub für alle Akteure der Immobilienvermittlung. Unter CEO Levent Künzi wächst das Unternehmen kontinuierlich und etabliert sich als Innovationsführer.

    2. PriceHubble
    PriceHubble nutzt Big Data und künstliche Intelligenz, um präzise Immobilienbewertungen und Standortanalysen zu liefern. Das Unternehmen verarbeitet Millionen von Datenpunkten und erstellt Marktprognosen, die Investoren, Makler und Banken bei Entscheidungen unterstützen. Mit Büros in Zürich, Berlin, Paris und Tokio ist PriceHubble international aufgestellt und zeigt, dass Schweizer PropTechs global relevant sind. Strategische Partnerschaften, etwa mit Check24 oder WealthPark, stärken die Marktposition zusätzlich. Der Fintech Germany Award 2023 in der PropTech-Kategorie unterstreicht die Innovationskraft. Das Unternehmen konnte seine Marktpräsenz durch Series-B-Finanzierung über 34 Mio USD erheblich ausbauen. PriceHubble ist ein Paradebeispiel dafür, wie datengetriebene Lösungen die Immobilienbranche revolutionieren.

    3. Crowdhouse
    Crowdhouse ist die führende Plattform für Crowdinvesting in Schweizer Renditeimmobilien. Investoren können bereits ab CHF 100’000 Anteile an Immobilien erwerben und so vom Schweizer Immobilienmarkt profitieren, ohne die Objekte direkt zu besitzen. Die Plattform verwaltet über 1’600 Investoren und ein Immobilienvolumen von CHF 2,1 Mrd. Besonders stark ist die wiederkehrende Investorenquote von 55 %, die auf Vertrauen und stabile Performance hinweist. Crowdhouse digitalisiert und vereinfacht damit den Investitionsprozess in Immobilien erheblich. Sie bietet detaillierte Informationen zu Objekten, prognostizierte Renditen und Transparenz in der Verwaltung. Damit hat das Startup ein skalierbares Modell geschaffen, das Anlegern und Projektentwicklern gleichermassen Nutzen bringt.

    4. Flatfox
    Flatfox digitalisiert den Vermietungsprozess für Wohnungen und Häuser in der Schweiz. Die Plattform ermöglicht es Eigentümern, Maklern und Verwaltungen, Inserate zu erstellen, Interessenten zu verwalten und Kommunikation zentral zu steuern. 2021 wurde Flatfox von der Mobiliar übernommen, was die Marktposition und Relevanz unterstreicht. Über die Plattform können Makler alle grossen Schweizer Immobilienportale angebunden nutzen, was den Aufwand deutlich reduziert. Flatfox löst damit ein klassisches Problem der Immobilienbranche: die fragmentierte und ineffiziente Kommunikation zwischen Mietern, Maklern und Verwaltungen. Die Kombination aus intuitiver Plattform und Integration in bestehende Systeme macht das Unternehmen erfolgreich.

    5. Houzy
    Houzy bietet ein umfassendes digitales Ökosystem für Eigenheimbesitzer. Die Plattform unterstützt Nutzer bei Bewertung, Sanierung, Planung und der Vernetzung mit Handwerkern und Dienstleistern. Sie ist kostenlos für Nutzer, während Partner für Vermittlungen zahlen. Mit über 100’000 registrierten Usern und 3’500–5’000 neuen Usern pro Monat zeigt die Plattform enormes Wachstumspotenzial. Investoren wie UBS und Baloise unterstreichen das Vertrauen in das Geschäftsmodell. Houzy erleichtert Hausbesitzern die Verwaltung komplexer Aufgaben, die früher zeitaufwendig und unübersichtlich waren, und kombiniert digitale Tools mit praktischen Services. Das Startup hat damit eine führende Position im Schweizer Eigenheimsegment etabliert.

    6. Archilyse
    Archilyse ist ein ETH-Spin-off, das 2D-Grundrisse automatisch in 3D-BIM-Modelle konvertiert und diese digital analysiert. Über 100 qualitative Merkmale wie Sichtachsen, Lichtverhältnisse oder Energieverbrauch werden bewertet. So können Architekten, Investoren und Immobilienentwickler die Qualität eines Projekts objektiv beurteilen. Mit einem YoY-ARR-Wachstum von über 250 % zeigt Archilyse hohe Skalierbarkeit. Die Software löst ein fundamentales Informationsproblem der Architektur: den objektiven Vergleich von Objekten. Das Unternehmen verbindet technologische Tiefe mit praktischer Anwendung und zeigt, wie digitale Tools die Planungs- und Bewertungsprozesse revolutionieren können.

    7. viboo
    viboo entwickelt KI-basierte Thermostate und intelligente Gebäudeautomationslösungen für Nichtwohngebäude. Ziel ist es, den Energieverbrauch zu minimieren, ohne den Komfort zu beeinträchtigen. Pilotprojekte zeigen Energieeinsparungen von bis zu 22 % und eine CO²-Reduktion von 13 Tonnen pro Schule. Über 5’000 Thermostate sind bereits im Einsatz, unterstützt durch Finanzierungen von €3,3 Mio. Das Unternehmen kombiniert fundierte Forschung aus ETH und Empa mit praktischen Lösungen für den Markt. viboo zeigt, wie Climate- und PropTech in der Praxis miteinander verknüpft werden können. Durch messbare Einsparungen und intelligente Steuerung etabliert sich das Startup als führender Anbieter in der Schweiz.

    8. Scandens
    Scandens ist eine KI-basierte Softwarelösung zur Sanierungs- und Investitionsplanung von Gebäuden. Sie simuliert automatisch über 500 Sanierungskombinationen und optimiert gleichzeitig Rentabilität und CO²-Reduktion. Das Startup adressiert ein zentrales Schweizer Problem: die zu niedrige Sanierungsquote von Gebäuden. Durch Partnerschaften, etwa mit HEV Zürich, wird die Lösung auch privaten Eigentümern zugänglich gemacht. Als ETH-Spin-off kombiniert Scandens technologische Tiefe mit praktischer Relevanz. Das Unternehmen zeigt, wie KI die Sanierungsplanung effizienter und nachhaltiger gestalten kann.

    9. vyzn
    vyzn entwickelt webbasierte 3D/BIM-Software für Nachhaltigkeitsanalysen in Neubau- und Sanierungsprojekten. Die Plattform unterstützt Zertifizierungen wie Minergie oder SNBS und analysiert den gesamten Lebenszyklus eines Gebäudes von Bau über Nutzung bis Abriss. vyzn ermöglicht Planern und Architekten, Kosten, Nachhaltigkeit und Qualität in Einklang zu bringen. Die Lösung wurde international anerkannt, u. a. als Halbfinalist der EXPO REAL Impact Awards. Als ETH-Spin-off zeigt vyzn die Kombination aus akademischer Forschung und praxisnaher Anwendung. Das Startup positioniert sich klar in einem wachsenden Marktsegment für nachhaltige und effiziente Bauplanung.

    10. Immowise
    Immowise digitalisiert die Verwaltung von Stockwerkeigentum und Eigentümerversammlungen. Die Plattform unterstützt Eigentümer und Verwaltungen bei Budgetplanung, Nachrichtenkommunikation, Kostenvoranschlägen und Versammlungen. Sie erleichtert so die bisher fragmentierten Prozesse und reduziert administrative Aufwände erheblich. Seit der Gründung 2021 expandierte Immowise von der West- in die Deutschschweiz. Mit praxisnahen Lösungen und einem klaren Fokus auf den Schweizer Immobilienmarkt bietet Immowise Effizienzsteigerung und Transparenz für Eigentümergemeinschaften. Das Unternehmen zeigt, wie digitale Tools klassische Verwaltungsaufgaben revolutionieren können.

  • KI als Wettbewerbsfaktor in der Immobilienwirtschaft

    KI als Wettbewerbsfaktor in der Immobilienwirtschaft

    Warum der Durchbruch gerade jetzt möglich ist
    Aktuelle Marktanalysen zeigen ein deutliches Bild: KI ist in der Branche angelangt. Im Zuge einer branchenweiten Marktanalyse wurden 55 KI-Lösungen untersucht und daraus 24 konkret nutzbare Anwendungsfälle für die Bau- und Immobilienwirtschaft abgeleitet. Die Studie hat gezeigt, dass die meisten Lösungen in der Nutzungs- und Betriebsphase zu finden sind.

    Der Grund liegt auf der Hand: Im Betrieb fallen grosse Datenmengen an, Prozesse sind wiederkehrend, der Effizienzdruck hoch, die Nachhaltigkeitsziele ambitioniert. Dort liefert KI bereits heute messbaren Mehrwert.

    In der Planungsphase hingegen sind KI-Lösungen bisher nur vereinzelt verfügbar. Dies ist insofern überraschend, als dass speziell in dieser Phase viel Potenzial für den Einsatz von KI besteht, beispielsweise bei Themen wie Energieverbrauch und Betriebskosten.

    Drei Nutzenfelder, die den Unterschied machen können
    PLANUNG & ENTWICKLUNG
    Noch wenig genutzt, aber strategisch hochrelevant. KI kann Bau- und Ressourcenpläne optimieren oder operative Prozesse auf der Baustelle unterstützen. In Zeiten, in denen Betriebseffizienz immer wichtiger wird, könnten solche Tools den entscheidenden Unterschied bedeuten.

    BETRIEB & BEWIRTSCHAFTUNG
    Das aktuelle Spielfeld der KI. Von der automatisierten Steuerung technischer Anlagen über optimierte Reinigungs- und Abfallprozesse bis zur digitalen Kundenkommunikation. Auch Vertragsprüfungen und Datenmanagement laufen zunehmend KI-gestützt. Dadurch wird schon heute ein messbarer Produktivitätsschub erreicht.

    PORTFOLIO, INVESTMENT & STRATEGISCHE STEUERUNG
    Für Eigentümer:innen, Investor:innen und Portfoliomanager:innen liegt der Mehrwert stärker auf der Steuerungs- und Analyseebene: Datenbasierte Bewertungsmodelle, Portfolioanalysen oder das Aufdecken von CO2-Einsparpotenzialen ermöglichen fundierte Entscheidungen und damit eine strategisch optimierte Steuerung von Immobilienportfolios.

    Was erfolgreiche KI-Projekte wirklich brauchen
    Künstliche Intelligenz ist kein Selbstläufer. Drei Faktoren entscheiden über Erfolg oder Stillstand:

    • Datenbasis & Governance: Ohne saubere, strukturierte Daten bleiben KI-Tools wirkungslos. Unternehmen müssen ihre Datenqualität, Prozesse und IT-Infrastruktur analysieren und wenn nötig optimieren.
    • Strategische Verankerung: Nicht die Technologie sollte den Einsatz von KI vorantreiben, sondern ein klares, strategisches Ziel wie Effizienzsteigerung, Kostenreduktion, Nachhaltigkeit oder Portfoliooptimierung.
    • Realistische Erwartungen & Passende Einführungsstrategie: Viele der identifizierten Lösungen sind noch im Pilotstadium. Ein schrittweises Vorgehen, etwa über Low-Code-Plattformen oder bewährte Tools, kann helfen, erste Erfahrungen zu sammeln und dann zu skalieren.

    Fazit: Zukunft gestalten statt abwarten
    Künstliche Intelligenz eröffnet der Immobilienwirtschaft viele Chancen: sie kann Prozesse effizienter und Entscheidungen fundierter machen, Betriebskosten senken, Nachhaltigkeit fördern und Portfolios strategisch steuern. Für Organisationen, die heute bewusst und strategisch in KI investieren, wird sie zum Differenzierungsfaktor, über alle Phasen des Immobilienlebenszyklus hinweg. Doch der Schlüssel liegt nicht in der Technologie, sondern in einer klaren Vision, einem soliden Datenfundament und der geeigneten Umsetzung.

  • Digitale Agenda vernetzt Veranstaltungen im Limmattal

    Digitale Agenda vernetzt Veranstaltungen im Limmattal

    Die Limmatstadt AG hat gemeinsam mit Limmattaler Gemeinden und Wirtschaftsverbänden eine gemeinsame digitale Veranstaltungsagenda lanciert. Veranstaltungen aus Wirtschaft, Kultur, Sport, Vereinen und Gemeinden werden zentral erfasst und anschliessend automatisch auf verschiedenen Kanälen ausgespielt sowie auf der Internetseite der Limmatstadt gebündelt aufgezeigt. Die Initiative soll laut einer Mitteilung die Region sichtbarer machen, Synergien nutzen, administrativen Aufwand reduzieren und das Limmattal als Wirtschafts- und Lebensraum stärken und weiterentwickeln.

    „Mit der digitalen Veranstaltungsagenda machen wir sichtbar, was das Limmattal alles zu bieten hat – und stärken gleichzeitig die Zusammenarbeit in der Region“, so Stephanie Kiener, Geschäftsführerin der Limmatstadt, in der Mitteilung.

    Technische Grundlage der Agenda bildet die Plattform guidle. Veranstalterinnen und Veranstalter erfassen ihre Veranstaltungen einmal zentral. Diese erscheinen anschliessend auf der regionalen Agenda und je nach Anbindung auf den Seiten der jeweiligen Gemeinden und Partner- und Medienplattformen. Die Lösung schafft so Transparenz und Sichtbarkeit und ermöglicht einfachere Prozesse sowie einen effizienten Einsatz von Ressourcen ohne Überschneidungen.

    Die digitale Veranstaltungsagenda wurde durch die Gemeinden Aesch, Dietikon, Geroldswil, Oetwil an der Limmat, Oberengstringen, Schlieren, Spreitenbach, Uitikon, Unterengstringen, Urdorf und Weiningen sowie den Wirtschaftsverbänden Industrie- und Handelsverein Dietikon und Wirtschaftskammer Schlieren unterstützt und finanziert.

    „Mit der neuen digitalen Veranstaltungsagenda rückt das Limmattal noch näher zusammen – sichtbar, vernetzt und gemeinsam stark“, heisst es in der Mitteilung.

  • Neuer Leiter für Markt und Politik beim Solarverband

    Neuer Leiter für Markt und Politik beim Solarverband

    Wieland Hintz leitet laut einer Mitteilung seit dem 1. März Markt und Politik bei Swissolar und ist zugleich dessen stellvertretender Geschäftsführer. Der 45-Jährige war zuvor beim Bundesamt für Energie für die Solarenergie zuständig.

    Hintz hat Physik an der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich studiert und am Kernforschungszentrum CERN in Genf promoviert. Er hat unter anderem für Alpiq und beim Verband Schweizerischer Elektrizitätsunternehmen gearbeitet. Mit seiner Familie betreibt er in Deutschland sechs Windräder und einen Solarpark mit einer Leistung von 1,2 Megawatt.

    Hintz tritt an die Stelle von David Stickelberger. Der heute 65-Jährige war von 1998 bis 2023 erster Geschäftsführer von swissolar. Seit 2023 war er Stellvertreter seines Nachfolgers Matthias Egli. Künftig wird er den Verband als Senior Advisor Politik begleiten.

    „Die Photovoltaik ist in den letzten zehn Jahren zu einer tragenden Säule der Schweizer Stromversorgung geworden, die mittlerweile über 15 Prozent des Stromverbrauchs deckt“, wird Hintz in der Mitteilung zitiert. „In meiner neuen Funktion bei Swissolar werde ich mich mit voller Energie dafür einsetzen, dass die Photovoltaik optimal in das Schweizer Energiesystem integriert wird und die Dekarbonisierung von Gebäuden und Verkehr vorantreibt.“

    Neu hat Swissolar die Stelle einer Direktorin Suisse Romande geschaffen. Diese wird von Anne Plancherel besetzt. Sie ist seit 2024 tätig, sowohl als strategische Projektmanagerin als auch beim Aufbau der Berufsbildung in der Westschweiz. Plancherel soll Swissolar in der Westschweiz vertreten und das regionale Netzwerk weiter ausbauen.

    Die 44-jährige Umweltingenieurin hat an der Eidgenössischen Technischen Hochschule Lausanne studiert und sich im Projektmanagement an der Universität Genf weitergebildet. „Ich freue mich sehr darauf, gemeinsam mit unseren Mitgliedern, Partnern und Behörden das Potenzial der Solarenergie in der Suisse Romande weiter auszubauen und die Branche nachhaltig zu stärken“, wird sie in der Mitteilung zitiert.

  • Digitales Werkzeug bewertet Nachhaltigkeit von Events

    Digitales Werkzeug bewertet Nachhaltigkeit von Events

    Der Schweizer Verband für nachhaltige Events (SVNE) mit Sitz in Basel hat seine Plattform Saubere Veranstaltung weiterentwickelt. Unter dem neuen Namen Eventkit bietet sie ein einheitliches Werkzeug zur Planung und Bewertung der Nachhaltigkeit von Veranstaltungen. Dieses Werkzeug kann sowohl von den Organisierenden als auch von den bewilligenden Behörden verwendet werden. Die zweisprachige Plattform Eventkit integriert laut einer Mitteilung auch die Plattform KITmanif, die von der Stadt Lausanne und vom Kanton Waadt entwickelt worden ist.

    Eventkit nutzt für die Bewertung von Veranstaltungen Kriterien, die von Fachpersonen in Städten, Kantonen, Bundesämtern und Partnerverbänden formuliert worden sind. Diese sind in übersichtliche Kategorien gruppiert, die von Management und Kommunikation über Verpflegung, Verkehr und Transport sowie Material und Abfall bis zu Natur und Landschaft, Gesundheit und Prävention, Inklusion und Chancengleichheit bis zur Wirtschaft reichen.

    Insgesamt werden maximal 340 Punkte vergeben. 31 der 58 Kriterien werden mit vier Punkten bewertet, 27 Kriterien zählen doppelt.

    Die Kreislaufwirtschaft spielt eine zentrale Rolle. So wird bei der Verpflegung auch das Vorhandensein eines Konzepts zur Vermeidung von Lebensmittelverschwendung bewertet. Der Verzicht auf Wegwerfprodukte und auf das Verteilen von Gratismustern oder Flyern gehört ebenso dazu wie die Sicherstellung des Rücklaufs von Mehrweg- und wiederverwertbaren Einweggebinden. Allfällige Schäden an Naturräumen werden behoben. Die regionale Wirtschaft wird bevorzugt.

    Eventkit steht dank einer breiten Trägerschaft allen interessierten Veranstaltenden kostenlos zur Verfügung. „Mit Eventkit schaffen wir erstmals einen schweizweiten Standard mit Zielwerten, die Veranstaltungen motivieren, ihre Nachhaltigkeit schrittweise zu stärken“, wird SVNE-Präsidentin Marianne Gehring in der Mitteilung zitiert.

  • KI und Sensorik verändern die Betonproduktion

    KI und Sensorik verändern die Betonproduktion

    Die Sika AG hat eine Vertriebspartnerschaft mit dem kanadischen Unternehmen Giatec Scientific Inc. abgeschlossen. Das Angebot von Giatec für digitale Technologien im Bausektor soll in das globale Produktportfolio von Sika integriert werden, wie das Zuger Unternehmen aus der Spezialitätenchemie in einer Mitteilung schreibt. Ziel der Geschäftsvereinbarung sei es, die Digitalisierung in der Betonindustrie weltweit voranzutreiben.

    Giatec Scientific Inc. mit Hauptsitz in Ottawa in der Provinz Ontario ist ein weltweit tätiger Anbieter von Sensoren, Softwarelösungen und von durch Künstliche Intelligenz (KI) gestützten Systemen für die Datenanalyse. Die Einsatzgebiete der digitalen Technologien im Bauwesen steigen an. Das zeigen laut der Mitteilung Zahlen des globalen Marktforschungs- und Beratungsunternehmens Fortune Business Insights. Demnach wird von einem Wachstum von 4,7 Milliarden Franken im Jahr 2026 auf 27,5 Milliarden Franken bis ins Jahr 2034 auf dem weltweiten Markt für KI in der Baubranche ausgegangen. Das entspreche einer durchschnittlichen Wachstumsrate von 24,8 Prozent pro Jahr.

    Sika und Giatec wollen ihre Stärken bündeln, um den Kunden hochwertige Betondaten in Echtzeit zu liefern, so die Mitteilung. „Durch die Kombination der fortschrittlichsten Technologien eröffnen wir unseren Kunden weltweit neue Möglichkeiten in Bezug auf Effizienz, Qualität und Nachhaltigkeit. Gleichzeitig stärken wir unsere Fähigkeit, durch digitale Innovationen zusätzlichen Mehrwert zu schaffen“, wird Ivo Schädler, Leiter Bauwesen und Mitglied der Konzernleitung, zitiert.

    Eine KI-gestützte Qualitätskontrolle und Optimierung der Beton-Mix-Designs würden in der Bauindustrie die Chance bieten, die Menge des verwendeten Zements und der Zuschlagsstoffe präzise zu optimieren. Damit seien Effizienzsteigerung, Kosteneinsparungen und CO2-Reduzierung möglich bei gleichzeitiger Leistungssteigerung auf der Baustelle.

  • Neues Werkareal bündelt Energie und Netzkompetenz

    Neues Werkareal bündelt Energie und Netzkompetenz

    Die CKW AG will Geschäftsbereiche aus dem Luzerner Quartier Reussbühl auf die Reussinsel nach Emmen verlegen und dort auch den neuen Hauptsitz des Unternehmens realisieren, wie aus einer Mitteilung hervorgeht. Die Axpo-Tochter beabsichtigt mit diesem Schritt, ihre Aktivitäten zu bündeln.

    Im Zentrum des Projektes unter dem Namen EnergiePark Emmen steht der Bau eines neuen Werkgebäudes für die Geschäftsbereiche Netze und Gebäudetechnik. Der dort entstehende Netzstützpunkt von CKW soll für den Bau, Betrieb und Unterhalt des Stromnetzes im Grossraum Luzern verantwortlich zeichnen. Für die Mitarbeitenden sollen mit dem Neubau moderne Arbeitsplätze entstehen. Nach mehrjährigem Planungsverfahren erhielt das Projekt Compact von Penzel Valier AG aus Zürich mit Maurus Schifferli Landschaftsarchitekten aus Bern den Zuschlag zum Bau der neuen Firmenzentrale.

    Die Reussinsel ist der historische Ursprungsort von CKW, hier lieferte 1894 das erste Kraftwerk Strom für die Region. „Mit der geplanten Verlegung des Hauptsitzes nach Emmen knüpfen wir an diese Wurzeln an und bekennen uns langfristig zum Standort Emmen“, wird Martin Schwab, CEO von CKW, in der Mitteilung zitiert. Durch die Verlegung der Geschäftsbereiche und des Hauptsitzes nach Emmen werden künftig 1000 statt der bisherigen 600 Mitarbeitenden auf der Reussinsel tätig sein.

    In den kommenden Jahren wird nun ein Bebauungsplan auf Basis des Richtprojektes durch die Gemeinde Emmen erstellt. „Gemeinsam mit den Gemeinden Emmen und Ebikon wollen wir die Reussinsel im Interesse aller Beteiligten weiterentwickeln“, heisst es weiter von Schwab. Nach heutigem Stand könnten ab 2030 Bauprojekte bewilligt und realisiert werden, so die Mitteilung.

  • Neues Logistikzentrum entsteht in Hunzenschwil

    Neues Logistikzentrum entsteht in Hunzenschwil

    Die ERNE AG Bauunternehmung aus Laufenburg realisiert in Hunzenschwil ein modernes Logistikzentrum für die Lagerhäuser Aarau AG, wie aus einer Mitteilung hervorgeht. Der Industrieneubau umfasst ein Hochregallager sowie Büroräumlichkeiten. Der 130 Meter lange und 100 Meter breite Bau erreicht ein Gesamtvolumen von 364’043 Kubikmetern.

    Der Zeitplan für den Rohbau ist klar definiert: Die Fertigstellung ist auf den 9. Dezember 2026 terminiert. Bereits zur Hälfte der Bauzeit muss das Gebäude im Bereich des Hochregallagers seine vollständige Höhe erreichen. Um diese Vorgaben einzuhalten, setzt ERNE auf digitale Bauprozesse und ein virtuelles Gesamtmodell (Virtual Design and Construction), das sämtliche Bauetappen detailliert abbildet. Dadurch werden Bauabläufe präzise geplant, Gewerke optimal koordiniert sowie Schnittstellen und potenzielle Konflikte frühzeitig erkannt.

    Rund 50 Mitarbeitende sowie vier Krane des Typs Wolff WK 7534 sind täglich auf der Grossbaustelle im Einsatz. Für die Betonierarbeiten werden rund 31’000 Kubikmeter Beton mithilfe einer mobilen Betonanlage inklusive Wasserhaltung direkt vor Ort produziert und verarbeitet. Nach Abschluss der Fundamentarbeiten folgen Wände und Decken des Zentrums. Nach Fertigstellung der Bodenplatte wird im Durchschnitt jeden zweiten Tag eine der insgesamt 120 Deckenetappen mit Flächen von jeweils 300 bis 350 Quadratmetern betoniert. Mit der baulichen Verbindung von Neubau und Bestandsgebäude werden die Rohbauarbeiten abgeschlossen.

    Der Erweiterungsbau wird nach seiner Fertigstellung nicht nur der steigenden Nachfrage nach flexiblen Lager- und Logistiklösungen gerecht, sondern soll laut Mitteilung auch neue Massstäbe in den Bereichen Automatisierung, Energieeffizienz und nachhaltige Bauweise setzen.

  • Temporärbau-Spezialist expandiert in den Westbalkan

    Temporärbau-Spezialist expandiert in den Westbalkan

    Die in Hüttwilen ansässige Nüssli hat in der serbischen Hauptstadt Belgrad ein eigenes Büro eröffnet. Mit dieser Initiative will das auf Temporärbauten spezialisierte Unternehmen seine Präsenz im Westbalkan ausweiten. Zudem dient die Büroeröffnung der Vorbereitung der Expo 2027, die vom 15. Mai bis 15. August 2027 in Belgrad stattfinden wird, heisst es in einer Mitteilung.

    Die Expo 2027 soll unter dem Motto stehen: Play für Humanity – Sport and Music for All. Nüssli bietet mit seinen erfahrenen Teams an, Ländern und Organisationen als Gesamtpartner von der Konzeption bis zur Realisierung von Pavillons und Projekten zur Seite zu stehen. Dabei bietet das Thurgauer Unternehmen Pavillonarchitektur, Ausstellungsgestaltung sowie Sonderlösungen wie Fassadengestaltungen, Skulpturen und Exponate an, die Länderauftritte visuell und räumlich in Szene setzen können.

    Zur Expo 2025 in Osaka zeichnete Nüssli für fünf Länderpavillons verantwortlich. Vier von ihnen sind zum Abschluss der Expo mit den Official Participant Awards ausgezeichnet worden, die vom Bureau International des Expositions (BIE) vergeben werden.

  • Telekommunikationsanbieter stärkt regionale Digitalinfrastruktur

    Telekommunikationsanbieter stärkt regionale Digitalinfrastruktur

    Die Datapark AG mit Sitz in Wil gehört seit dem 23. Februar der EKT Holding AG mit Sitz in Arbon. Der Thurgauer Energieversorger prüft auch die Fusion mit der EKT und die Integration von Datapark in dessen Geschäftsbereich Digital Services. Die elf Arbeitsplätze in Wil bleiben erhalten.

    Datapark verfügt als Internet-Serviceproviderin über einen eigenen Backbone als Teil des Internets in der Ostschweiz. Sie bietet Dienstleistungen für Kabelnetzbetreiber an, darunter Netzwerkplanung, Internetanbindung, Standortvernetzungen und Kundenverwaltungssysteme.

    Datapark wurde 1997 von André Otto gegründet und 2020 von Martin Kaiser übernommen. Dieser regelt nun mit der Übernahme der Firma durch die EKT Holding seine eigene Nachfolge. „Die Integration in die EKT-Gruppe bietet gleich mehrere erfreuliche Faktoren“, wird er in der Mitteilung zitiert. „Einerseits können wir unsere Stärken in Betrieb, Netzwerktechnologie und Speziallösungen weiter ausbauen und profitieren andererseits von der starken Marktposition der EKT-Gruppe. Gemeinsam schaffen wir für unsere Kunden ein noch leistungsfähigeres, regional verankertes Digitalangebot.“

    Andreas Plüer begrüsst Datapark in der EKT-Gruppe. „Mit diesem Traditionsunternehmen gewinnen wir einen Partner, der in der Ostschweiz seit Jahren Massstäbe in Netzwerktechnik, Betrieb und Kundenservice setzt“, wird der Bereichsleiter des EKT-Geschäftsfeldes Digital Services in der Mitteilung zitiert. Die EKT-Gruppe beschäftigt nach der Übernahme 200 Mitarbeitende.

  • Stromerzeuger investiert weiter in flexible Energieproduktion

    Stromerzeuger investiert weiter in flexible Energieproduktion

    Alpiq hat 2025 laut einer Mitteilung einen Nettoumsatz von 5920 Millionen Franken erzielt. Im Vorjahr waren es noch 6366 Millionen gewesen. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen betrug 572 Millionen, 310 Millionen weniger als im Vorjahr.

    Der Stromerzeuger mit Sitz in Lausanne begründet den deutlichen Rückgang vor allem mit dem ungeplanten Ausfall des Kernkraftwerks Gösgen, an dem er einen Anteil von 40 Prozent hält. Das Kernkraftwerk ist wegen einer Modernisierung des Systems der Wasserversorgung seit Mai 2025 nicht mehr am Netz. Der Energiehandel fuhr 2025 ein negatives Ergebnis von 35 Millionen Franken ein. Im Vorjahr hatte er noch ein positives Ergebnis von 30,1 Millionen Franken erzielt.

    Die Finanzlage von Alpiq ist mit einer Eigenkapitalquote von 61 Prozent stark. Das Unternehmen setzt daher auf weitere Investitionen in seinen Wachstumsbereichen und schüttet eine Dividende in Höhe von 230 Millionen Franken aus.

    „Wir richten Alpiq für die Zukunft aus: Unsere Strategie ist auf Flexibilität, Modernisierung der Kraftwerke und kundenorientierte Energielösungen ausgerichtet“, wird CEO Antje Kanngiesser in der Mitteilung zitiert. „Damit festigen wir unseren Beitrag zur europäischen Energiezukunft.“