Kategorie: Finanzen

Finanzen – Immobiliennews zu Marktanalysen, Finanzierung, Zinsen, Kapitalmärkten, Fonds & Transaktionen in der Schweizer Immobilienbranche.

  • Automatisierte Anruftriage entlastet Kundencenter bei Grossereignissen

    Automatisierte Anruftriage entlastet Kundencenter bei Grossereignissen

    Spitch und Adnovum – beide mit Sitz in Zürich – haben einen von Künstlicher Intelligenz (KI) unterstützten Voicebot lanciert. Wie aus einer Mitteilung hervorgeht, soll das Programm Berna die Schadensaufnahme bei der Gebäudeversicherung Bern (GVB) vereinfachen.

    Bei der Anruftriage und der Schadenaufnahme soll der KI-Voicebot eine schnelle Kundenbetreuung ermöglichen. Das Programm ist in der Lage, verschiedene Schweizer Dialekte zu unterscheiden und zu erkennen und den gesprochenen Text in Schriftdeutsch zu wandeln. Berna ist darüber hinaus in der Lage, mehrere Hundert Anrufe gleichzeitig anzunehmen, heisst es in der Mitteilung. Auf Wunsch verbindet das Programm auch Anrufende mit einem menschlichen Spezialisten.

    Die neue Lösung kann vor allem bei Grossschadensereignissen hilfreich sein. So gingen bei dem Unwetter vom August 2024 im Berner Oberland in kürzester Zeit mehr als 3000 Anrufe ein. Zu dem schon eingetretenen Schaden kamen zum Teil sehr lange Wartezeiten hinzu. „Für uns zentral war, dass bei einem Grossschadenereignis die Geschädigten bei der Absetzung ihrer Schadenmeldung nicht noch zusätzlich belastet werden“, wird Corinne Fleury, Innovationsmanagerin bei der GVB, in der Mitteilung zitiert. „Ziel war es, auch bei solchen Grossereignissen mittels einer automatisierten, flexibel skalierbaren Lösung unser Kundencenter und die Fachabteilungen zu entlasten und keine Wartezeiten entstehen zu lassen. Die von Spitch und Adnovum erstellte Lösung ermöglicht es zudem, durch geführte Dialoge und die strukturierte Erfassung der Kundenangaben automatisch präzise Schadendossiers als Basis für die weitere Verarbeitung durch Fachpersonen zu erstellen.“

  • Megafusion mit Signalwirkung

    Megafusion mit Signalwirkung

    Glencore und Rio Tinto haben bestätigt, dass sie in vorläufigen Gesprächen über eine mögliche Kombination «einiger oder aller» Geschäftsbereiche stehen. Im Markt gilt ein All-Share-Deal als wahrscheinlich, strukturiert als court-sanctioned scheme of arrangement, bei dem Rio Tinto Glencore vollständig übernimmt.​

    Nach britischem Übernahmerecht hat Rio Tinto bis 5. Februar 2026, 17.00 Uhr London-Zeit, Zeit  eine «firm intention to make an offer» zu veröffentlichen oder die Gespräche zu beenden. Dies ist die klassische «put up or shut up»-Frist. Beide Unternehmen betonen ausdrücklich, dass es keinerlei Sicherheit gibt, dass ein formelles Angebot oder überhaupt ein Deal zustande kommt.​

    Mögliche Deal-Struktur und strategische Logik
    Diskutiert wird ein Mega-Merger mit einem kombinierten Unternehmenswert von deutlich über 200 Milliarden US-Dollar. Er würde einen der grössten Mining- und Rohstoffkonzerne der Welt mit über 200’000 Mitarbeitenden schaffen. Die Spannbreite reicht von einer Vollübernahme bis zu Teiltransaktionen, etwa mit Fokus auf Glencores Kupfer-Minen und andere Energiewende-Metalle.​

    Knackpunkt sind Glencores Kohlegeschäft und das umfangreiche Trading-Portfolio. Rio Tinto ist aus der Kohle ausgestiegen und dürfte wenig Interesse an einer dauerhaften Rückkehr haben. Szenarien reichen von einer temporären Übernahme mit anschliessender Abspaltung über Spin-offs bis zu einem Deal, bei dem nur ausgewählte Assets wie etwa Kupfer in Rio Tinto integriert werden.​

    Kupfer als Treiber
    Strategisch geht es um Zugriff auf Rohstoffe für Dekarbonisierung und Digitalisierung. Beide Konzerne verfügen über bedeutende Kupfervorräte. Zusammen würden sie zu einem dominanten Anbieter eines Metalls, das für Netzausbau, E-Mobilität, erneuerbare Energien und energieintensive Rechenzentren unverzichtbar ist.​

    Analysten verweisen darauf, dass Kupfernachfrage bis 2040 um rund 50 Prozent steigen könnte, während das Angebot zeitweise hinterherhinkt. Ein Umfeld, das Grösse, Kapitalstärke und Pipeline-Tiefe belohnt. Ein Zusammenschluss würde die Konsolidierung im globalen Mining-Sektor weiter vorantreiben und die Marktmacht weniger Schwergewichte verstärken.​

    Bedeutung für Zug und den Rohstoffplatz Schweiz
    Glencore mit Sitz in Baar ist einer der wichtigsten Rohstoffkonzerne und Steuerzahler der Schweiz, mit rund 1000 Mitarbeitende arbeiten im Raum Zug. Bei einem Aktiendeal würde der Konzern voraussichtlich in eine globale Rio-Tinto-Struktur integriert, Details zu Sitz, Notierung, Governance und Funktionen in Zug sind jedoch offen.​

  • Sunrise verschlankt Strukturen

    Sunrise verschlankt Strukturen

    Der geplante Abbau ist Teil einer «organisatorischen Weiterentwicklung», mit der Sunrise Hierarchieebenen reduzieren, Entscheidungswege verkürzen und Prozesse effizienter machen will, durch den Einsatz neuer Technologien. Betroffen wären insbesondere zahlreiche Führungsfunktionen. Shop-Mitarbeitende mit direktem Kundenkontakt und Lernende sollen weitgehend geschont bleiben.

    ​Für unvermeidbare Kündigungen kommt ein Sozialplan zum Tragen, der Alter und Dienstjahre berücksichtigt, ein Newplacement-Programm vorsieht und einen Fonds für individuelle Überbrückungs- und Qualifizierungsmassnahmen umfasst. Mitarbeitende ab 58 erhalten befristete Verträge bis 62 und ab 62 unterstützt Sunrise vorzeitige Pensionierungen. Jüngere Mitarbeitende sollen möglichst rasch wieder in den Arbeitsmarkt integriert werden.

    ​Wiederholter Einschnitt trifft Belegschaft hart
    Für die Mitarbeitenden ist die Nachricht ein weiterer Schock. Bereits 2024 baute Sunrise im Zuge der Integration von UPC nach einem Konsultationsverfahren 166 Stellen ab.

    ​Im laufenden Konsultationsverfahren fordert die Gewerkschaft Syndicom, Alternativen ernsthaft zu prüfen und auf einen erneuten Stellenabbau zu verzichten. Der Entscheid über die tatsächlichen Kündigungen wird nach Abschluss des Verfahrens erwartet. Sie dürften im Februar und März 2026 ausgesprochen werden.

    ​Preiskampf zwingt zur Effizienz
    Der Schweizer Telekommarkt ist stark umkämpft und seit der Liberalisierung sind zahlreiche neue Anbieter hinzugekommen, während eine Marktkonsolidierung ausbleibt. Gleichzeitig nimmt die Preissensibilität der Kundschaft zu, Rabattaktionen und Promotionen drücken Margen und erzwingen konsequente Kostendisziplin.

    ​In diesem Umfeld versuchen Anbieter, sich mit günstigen Tarifen, Paketangeboten und Servicequalität zu profilieren und dies bei gleichzeitig hohem Investitionsbedarf in Netze, Glasfaser und 5G. Strukturprogramme wie bei Sunrise sind damit nicht nur betriebswirtschaftliche Manöver, sondern Ausdruck eines Marktes, in dem Effizienz zur Überlebensfrage wird.

  • Wohnungen schrumpfen wieder

    Wohnungen schrumpfen wieder

    Die Haushalte werden kleiner, die Wohnungen bleiben gross. Die durchschnittliche Haushaltsgrösse ist seit den 1960er-Jahren auf rund zwei Personen gesunken, der Anteil der Einpersonenhaushalte liegt heute bei etwa 41 Prozent, in Grossstädten teils bei der Hälfte aller Haushalte. Gleichzeitig dominiert im Bestand das grosse Mehrzimmer-Appartement, eine strukturelle Fehlanpassung, die den Neubau unter Zugzwang setzt.

    ​Hinzu kommen Preis- und Standortdruck sowie stark gestiegene Boden-, Bau- und Energiekosten. Dies macht grosse Wohnungen für viele unerschwinglich, während Investoren mit kleineren Einheiten pro Quadratmeter höhere Erlöse erreichen. Städtebauliche Leitbilder setzen auf Nachverdichtung statt Einfamilienhaus, der Anteil der Neubauwohnungen in Mehrfamilienhäusern ist gestiegen.

    Technische Konsequenzen für Planung und Bau
    Kleinere Wohnungen bedeuten nicht weniger Planung, sondern mehr Komplexität auf engerem Raum. Höhere Gebäudedichten, grössere Spannweiten und feinere Lastabtragung fordern die Tragwerksplanung. Die Haustechnik muss mehr Wohneinheiten pro Gebäude versorgen, mit höheren Anforderungen an Schallschutz, Lüftung, Leitungsführung und Zählerlogistik.

    ​Im Brandschutz werden Fluchtwege, Brandabschnitte und Rettungskonzepte anspruchsvoller, weil Verdichtung und Nutzungsmischung zunehmen. Gleichzeitig wächst der Druck auf flexible Grundrisse, die sich teilen, zusammenlegen oder umnutzen lassen, vom Single-Apartment zur Familienwohnung und zurück.

    Umbau statt Tabula rasa
    Der Neubau allein kann die strukturelle Schieflage zwischen Haushalts- und Wohnungsgrössen nicht beheben. Der überwiegende Teil des Bestands stammt aus Zeiten anderer Wohn- und Familienmodelle. Abriss und Ersatz wären weder ökonomisch noch ökologisch vertretbar.

    ​Damit rückt der Bestand in den Fokus. Teilung grosser Wohnungen, Ergänzungsbauten im Hof, Aufstockungen oder die Umnutzung von Büroflächen werden zur zentralen Ingenieuraufgabe. Technisch heisst das, Eingriffe in Statik und Brandschutz, Nachrüstung der Haustechnik im laufenden Betrieb und Präzisionsarbeit am bewohnten Objekt.

    Fläche als unterschätzter Hebel
    Die wichtigste Botschaft der Auswertungen, Heizung, Dämmung und Anlagentechnik sind für den Energiebedarf entscheidend. Dabei ist die beheizte Wohnfläche pro Kopf entscheidend. Wer auf weniger Quadratmetern wohnt, reduziert automatisch die Heizlast, den Materialeinsatz und die benötigte Betriebsenergie.​

    Kleinere und energieeffiziente Wohnungen werden so zum doppelten Schlüssel. Sie passen besser zu kleiner werdenden Haushalten und reduzieren den Energieverbrauch des Gebäudesektors spürbar. Downsizing wirkt unmittelbarer als viele technische Einzelmassnahmen, vorausgesetzt, Grundrisse bleiben lebenswert, adaptierbar und sozial durchmischt.

  • Basel zwischen Regulierung und Realität

    Basel zwischen Regulierung und Realität

    Die jüngsten politischen Eingriffe allen voran die im Mai 2022 in Kraft getretene Wohnschutz-Initiative, haben die Branche aufgerüttelt. Das Wohnschutzgesetz schützt den Bestand und wird dabei zur Bremse der Erneuerung. Viele Eigentümer fragen sich, lohnt sich noch, was wirtschaftlich und ökologisch sinnvoll wäre? Die derzeitigen Diskussionen in der lokalen Immobilienbranche zeigen, Realismus dominiert, Optimismus ist rar, Unsicherheit weit verbreitet. Immerhin hat die Politik die Problematik erkannt und erste Anpassungen vorgenommen. Per 1. November 2025 wurde die Verordnung zum Wohnschutzgesetz angepasst und Korrekturen angebracht. Die Anpassung der Verordnung ist ein Schritt in die richtige Richtung. Viel mehr aber auch nicht. Damit tatsächlich wieder renoviert, saniert und damit investiert wird, braucht es eine Anpassung auf Gesetzesebene.

    Gleichzeitig darf man festhalten, der Basler Wohnungsmarkt bleibt robust. Die Nachfrage nach gutem Wohnraum ist ungebrochen, Leerstände bleiben tief (wenn auch weniger tief als in anderen Städten) und die Standortattraktivität im Dreiländereck, mit der lokal verankerten Pharma- und Life Science Branche bleibt hoch. Doch auch das Umland schläft nicht, die regulatorischen Eingriffe in Basel fördern eine schleichende Verlagerung von Investitionen in die umliegenden Kantone und darüber hinaus. Das betrifft nicht nur Investoren und Anleger, sondern auch das lokale Gewerbe, dass sich seine Aufträge ausserhalb von Basel-Stadt suchen muss. Dabei kommen stellenweise die Preise ins Wanken. Das ist kein gesunder Trend, sondern ein Warnsignal.

    Dabei steigen die Anforderungen an ESG-Konformität und Energieeffizienz kontinuierlich und mit ihnen der Kostendruck. Wer heute neu baut oder saniert, muss nicht nur rechnen, sondern sich auch rechtfertigen gegenüber Banken, Behörden und einer zunehmend kritischen Öffentlichkeit.

    Kurzfristig dominiert die Suche nach Stabilität und Planungssicherheit. Mittelfristig rückt die energetische Sanierung des Bestands in den Fokus, nicht zuletzt unter ESG-Gesichtspunkten.

    Langfristig wird sich der Basler Immobilienmarkt daran messen lassen müssen, ob er zwischen Regulierung, Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit eine neue Balance findet. Die Zuversicht bleibt, getragen von der Überzeugung, dass Qualität, Innovationsgeist und regionale Stärke auch in anspruchsvollen Zeiten Bestand haben.

    Fabian Halmer,
    Präsident SVIT beider Basel
  • Digitale Vermittlungsplattform erweitert Angebot im Handwerksmarkt

    Digitale Vermittlungsplattform erweitert Angebot im Handwerksmarkt

    QuinStreet wird HomeBuddy in sein Angebot integrieren. Wie das kalifornische Unternehmen bekanntgibt, will es mit der Vermittlungsplattform der SIREN GROUP aus dem Kanton Schwyz sein eigenes Angebot auf seiner Modernize Home Services-Plattform um „eine wichtige neue Produktlinie ergänzen“. Sie soll Handwerksfirmen „ein vorhersehbares, nachhaltiges Geschäftswachstum“ ermöglichen.

    Auch für sich selbst glaubt QuinStreet als Effekt dieser Akquise an eine Steigerung des bereinigten EBITDA von voraussichtlich 30 Millionen Dollar oder mehr in den ersten zwölf Monaten. Danach sollen „bereits identifizierte Synergien“ zum Tragen kommen und zu „signifikantem Wachstum“ führen. Den Angaben zufolge hat HomeBuddy in den zwölf Monaten bis zum 30. September 2025 einen Umsatz von rund 141 Millionen Dollar erzielt.

    Um das anvisierte Wachstum zu realisieren, zahlt QuinStreet im Rahmen eines Aktienkaufvertrags an die SIREN GROUP bei Abschluss 115 Millionen Dollar in bar und weitere 75 Millionen Dollar über einen Zeitraum von vier Jahren. Weitere Details der Transaktion werden den Angaben zufolge mit den Geschäftsergebnissen der ersten beiden Quartale 2026 vorgelegt.

    QuinStreet erwartet, dass HomeBuddy das eigene Netzwerk um neue Fachleute für Reparaturen und Sanierungen erweitern und den Kundenstamm auf mehr als 2000 Unternehmen und regionale Fachleute aus 30 anspruchsvollen Branchen erhöhen wird. Zudem soll HomeBuddy QuinStreets Grundlage für die Bereitstellung neuer Produkte und Dienstleistungen weiter stärken, vor allem den 360 Finance-Marktplatz zur Finanzierung von Hausrenovierungen.

  • Mehrheitsbeteiligung treibt Wachstum im peruanischen Markt voran

    Mehrheitsbeteiligung treibt Wachstum im peruanischen Markt voran

    Das Zuger Baustoffunternehmen Holcim hat die Akquisition einer Mehrheitsbeteiligung am peruanischen Baustoffunternehmen Cementos Pacasmayobekanntgegeben. Mit der Transaktion stärke Holcim seine Präsenz im Wachstumsmarkt Lateinamerika und verfolgt seine NextGen Growth Strategy 2030, heisst es in der Mitteilung.

    Cementos Pacasmayo rechnet 2025 mit einem prognostizierten Nettoumsatz von 630 Millionen Dollar und einer EBITDA-Marge von 28 Prozent. Das Transaktionsvolumen von 1,5 Milliarden Dollar entspricht damit einem 8,8-fachen des für 2025 prognostizierten EBITDA. Die Übernahme soll sich im ersten Jahr positiv auf den Gewinn pro Aktie (EPS) und den freien Cashflow auswirken, im dritten Jahr dann auch auf die Kapitalrendite (ROIC).

    „Die synergetische Übernahme von Cementos Pacasmayo steht im Einklang mit unserer Strategie ‚NextGen Growth 2030‘, mit der wir das Wachstum in der attraktiven Region Lateinamerika beschleunigen wollen“, wird Holcim-CEO Miljan Gutovic zitiert. „Dies ist eine Gelegenheit, das aussergewöhnliche Erbe von Cementos Pacasmayo fortzuführen, das auf einer starken Leistungskultur, einem tiefen Engagement für seine Mitarbeiter und einer in Peru hoch angesehenen Marke basiert. Das Unternehmen ist sehr cash-generativ und verfügt über ein komplementäres Portfolio an Baumaterialien und Baulösungen. Ich freue mich darauf, die 2000 Mitarbeiter von Pacasmayo bei Holcim willkommen zu heissen und gemeinsam weiter zu wachsen.“

    Die rund 300 Verkaufspunkte von Cementos Pacasmayo ergänzen künftig Holcims Präsenz in Lateinamerika. Holcim war bereits im vergangenen Jahr mit den Übernahmen von Comacsa, Mixercon, und der Compañía Minera Luren in den peruanischen Baustoffmarkt eingetreten.

    Die Transaktion, deren Abschluss im ersten Halbjahr 2026 erwartet wird, steht im Einklang mit Holcims wachstumsorientierter Kapitalallokation und unterliegt den üblichen behördlichen Genehmigungen.

  • Strategische Übernahme stärkt Mörtelgeschäft in Nordeuropa

    Strategische Übernahme stärkt Mörtelgeschäft in Nordeuropa

    Sika übernimmt Finja Betong, einen Hersteller von Trockenmörteln, Bodenausgleichsmassen und Fassadensystemen aus dem schwedischen Finja. Zusammen mit der kürzlich abgeschlossenen Übernahme des dänischen Mörtelherstellers Marlon erreicht Sika damit eine umfassende Abdeckung des Mörtelsegments in den nordeuropäischen Ländern, heisst es in einer Mitteilung.

    Künftig eröffnen sich somit neue Cross-Selling-Potenziale für Sika, da sich die Produktportfolios und Kundenstämme der beiden Unternehmen ergänzen. Da Finja erst kürzlich an seinen beiden Standorten in die Effizienz- und Kapazitätssteigerung der Produktion investiert hat, profitiert Sika von dieser Erweiterung und will seinen nordeuropäischen Kunden ein breiteres Angebot lokal gefertigter Lösungen anbieten. Die Expertise von Finja bei CO2-armen Mörteln, Lösungen für kalte Klimazonen sowie hochmodernen digitalen Produktauswahl-Tools stärkt künftig das kombinierte Angebot und verschafft Sika eine solide Expansionsbasis für verschiedene Marktsegmente.

    „Die Übernahme von Finja bietet uns hervorragende Möglichkeiten, um unsere Präsenz in den nordeuropäischen Baumärkten zu stärken“, wird Christoph Ganz zitiert, Regional Manager EMEA bei Sika. „Mit unserer globalen Expertise und unserer starken Organisation können wir die umfangreiche Produktpalette, das breite Vertriebsnetz und die innovativen, digitalen Tools von Finja nutzen, um beträchtliche Cross-Selling-Potenziale zu erschliessen und Kundenvorteile zu generieren. Wir freuen uns darauf, das Finja Team in der Sika Familie herzlich willkommen zu heissen und unser Geschäft in Zukunft gemeinsam weiterzuentwickeln.“

    Der Abschluss der Transaktion unterliegt den üblichen behördlichen Genehmigungen und wird im ersten Quartal 2026 erwartet.

    Sika ist ein Unternehmen der Spezialitätenchemie, das sich auf Systeme und Produkte zum Kleben, Dichten, Dämpfen, Verstärken und Schützen im Bau und in der Industrie fokussiert. Sika ist weltweit mit über 400 Fabriken in 102 Ländern präsent und beschäftigt mehr als 34’000 Mitarbeitende.

  • Zusammenschluss stärkt Pflege und Wohnen im Alter

    Zusammenschluss stärkt Pflege und Wohnen im Alter

    Die in Dübendorf ansässige Tertianum Gruppe hat die bislang zur französischen Pflegegruppe Emeis aus Puteaux gehörende Senevita Gruppe übernommen. Wie aus einer Mitteilung hervorgeht, ist die Transaktion bereits von der Wettbewerbskommission (WEKO) bewilligt worden. Über den Übernahmepreis wurde Stillschweigen vereinbart.

    Mit dem Zusammenschluss beider Pflegegruppen soll der gesamte Bereich Pflege und Wohnen im Alter in der Deutschschweiz verbessert werden. Beide Unternehmen verbinden hohe Qualitätsstandards, regionale Verankerung und das klare Bekenntnis zur gesellschaftlichen Verantwortung im Pflegebereich, heisst es in der Mitteilung.

    „Ich heisse die Mitarbeitenden der Senevita Gruppe in unserem gemeinsamen Unternehmen herzlich willkommen. Sie ergänzen die Tertianum Gruppe perfekt – mit ihrem Know-how, ihrem Engagement und ihrer Professionalität. Wir sind stolz, künftig unter einem Dach mit ihnen zusammenzuarbeiten, um gemeinsam noch besser zu werden“, wird Luca Stäger, CEO der Tertianum Gruppe, in der Mitteilung zitiert. „Der Zusammenschluss ergänzt zudem unsere geographische Präsenz, ermöglicht zahlreiche Synergien in der operativen Exzellenz durch gegenseitiges voneinander Lernen und schafft neue Perspektiven für alle Mitarbeitenden.“

    In dem nun gemeinsamen Unternehmen werden 10‘000 Gäste bedarfsgerecht betreut. Insgesamt verfügt die Tertianum Gruppe nun über 6400 Pflegebetten und 4300 altersgerechte Wohnungen an 140 Standorten in der ganzen Schweiz. Um den Nachwuchs im Pflegebereich zu sichern, werden 800 Lernende ausgebildet.

  • Zug fördert Nachhaltigkeit und Innovation

    Zug fördert Nachhaltigkeit und Innovation

    Die Zuger Stimmbevölkerung hat am 30. November 2025 das Gesetz über Standortentwicklung deutlich angenommen. Der Regierungsrat hat nun die Vollziehungsverordnung verabschiedet, sodass Gesetz und Verordnung per 1. Januar 2026 in Kraft treten. Aus den erwarteten jährlichen Mehreinnahmen von netto rund 200 Millionen Franken aus der OECD-Mindeststeuer investiert der Kanton in drei Bereiche. So in soziale Massnahmen wie Kinderbetreuung, Bildung und Wohnen, Infrastruktur und innovative Projekte, etwa Blockchain- und ETH-Kooperationen oder Energieprojekte sowie gezielte Förderbeiträge an Unternehmen für Nachhaltigkeit und Innovation.

    Wirkungsorientierte Nachhaltigkeitsförderung
    Zentrales Element der SEVO ist eine wirkungsorientierte Förderung von Klimaschutz in Unternehmen. Unterstützt werden Projekte, die Treibhausgasemissionen in der Lieferkette substanziell senken. Voraussetzung ist eine Einsparung von mindestens 50’000 Tonnen CO₂‑Äquivalenten, pro eingesparter Tonne werden 30 Franken ausgerichtet. Damit honoriert der Kanton messbare, nachweisbare Emissionsreduktionen statt rein deklaratorischer Klimaversprechen und setzt einen klaren Anreiz für grosse Dekarbonisierungsprojekte.

    Impulse für Forschung und Entwicklung
    Neben der Nachhaltigkeit adressiert das Programm gezielt die Innovationskraft der Zuger Wirtschaft. Die aufwandseitige Innovationsförderung unterstützt Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten mit einem Beitragssatz von 25 Prozent auf qualifizierende Personalaufwände, ergänzt durch einen pauschalen Infrastrukturzuschlag von 35 Prozent. Gefördert werden auch in der Schweiz durchgeführte klinische Studien. Damit stärkt der Kanton Zug sowohl technologieorientierte Unternehmen als auch forschungsintensive Branchen wie Pharma, Medtech oder Deeptech.

    Flexibles System im Schatten der Mindeststeuer
    Die Verordnung ist bewusst flexibel ausgestaltet, um auf ein dynamisches internationales Steuerumfeld reagieren zu können. Hintergrund ist die OECD-Mindestbesteuerung, von der im Kanton rund 400 Gesellschaften betroffen sind. Das neue Fördersystem soll drohende Standortnachteile kompensieren und die Attraktivität Zuges als internationaler Wirtschaftsstandort sichern. Unternehmen können ab dem 1. März 2026 erstmals Gesuche einreichen, basierend auf den Zahlen des Geschäftsjahrs 2024. Zuständig für den Vollzug ist die Finanzdirektion. Ziel ist ein unbürokratisches, effizientes System, das klar messbare Leistungen in Nachhaltigkeit und Innovation belohnt und Zug im globalen Wettbewerb langfristig positioniert.

  • Schweizer Wirtschaft zwischen Dämpfer und Zuversicht

    Schweizer Wirtschaft zwischen Dämpfer und Zuversicht

    Nach zwei Rückgängen in Folge liegt der KOF-Geschäftslageindikator unter dem Niveau des Sommers, aber noch über den Tiefständen von August und September. Die Konjunkturdynamik bleibt moderat, ein schwaches, aber stabiles Fundament. Besonders im Verarbeitenden Gewerbe hat sich die Geschäftslage weiter eingetrübt. Produktion und Einkaufspolitik stagnieren und Preisaufschläge werden seltener geplant. Trotz allem zeigen sich die Erwartungen im Export und in den Auftragsbüchern zunehmend optimistischer. Viele Unternehmen rechnen mit einer leichten Besserung im ersten Halbjahr 2026.

    Uneinheitliche Branchenentwicklung
    Die Entwicklung der Lage ist branchenübergreifend unterschiedlich. Projektierungsbüros, Finanz- und Versicherungsdienstleister sowie übrige Services melden eine abgeflachte Geschäftsentwicklung, während das Baugewerbe und der Detailhandel eine leichte Erholung verzeichnen.

    Bei den Erwartungen zeigen sich diese Kontraste ebenso. Zuversicht herrscht im Bauwesen sowie bei Finanz- und Versicherungsdienstleistern, während Detailhandel und Planungsbüros etwas vorsichtiger agieren. Der Detailhandel verzeichnet den zweiten Rückgang seines Erwartungsindikators in Folge. Ein Zeichen, dass sich Konsumtrends nur zögerlich festigen.

    Die Eintrübung bleibt
    Regional betrachtet sinkt die aktuelle Geschäftslage in allen Landesteilen. Besonders betroffen sind Zentralschweiz, Espace Mittelland, Ostschweiz, Zürich und die Nordwestschweiz. Im Tessin und in der Genferseeregion bleibt der Rückgang moderater. Der Indikator zeigt, dass der konjunkturelle Druck landesweit spürbar ist, trotz stabiler Exporte und Dienstleistungen.

    Konjunkturuhr zeigt vorsichtige Erholung
    Die KOF verdeutlicht das Spannungsfeld zwischen Gegenwart und Zukunft. Die Lage bleibt unter dem Durchschnitt, die Perspektiven liegen darüber. Im Jahr 2025 mit zaghafter Belebung, hat sich die Schweizer Wirtschaft noch nicht in einen echten Aufschwung bewegt. Dennoch gilt die zunehmende Erwartungsaufhellung als Vorbote, dass 2026 bessere Dynamik bringen könnte. Getragen von robusten Dienstleistungssektoren, stabilen Exporterwartungen und einer sanften Erholung im Bau.

    Die Schweizer Wirtschaft steht zum Jahreswechsel weiter im Zeichen der Stabilität mit leichten Gegenwinden. Während die Gegenwart von gebremstem Tempo geprägt ist, richten viele Unternehmen ihren Blick optimistisch nach vorn, in der Hoffnung, dass 2026 zum Jahr einer echten konjunkturellen Erholung wird.

    KOF Geschäftslageindikator (Quelle: kof.ethz.ch)
  • Strategische Übernahme setzt Fokus auf spezialisierte Gewerbeareale

    Strategische Übernahme setzt Fokus auf spezialisierte Gewerbeareale

    Swiss Life Asset Managers möchte mit der Übernahme der Schlieremer Gewerbe- und Handelszentrum AG (GHZ) ihre Position im Life Sciences-Sektor stärken, wie aus einer Mitteilung hervorgeht. Die GHZ hat das ihr gehörende Wagi-Areal entwickelt. Dort sind nun auf einer Mietfläche von 143’000 Quadratmetern insgesamt rund 250 Unternehmen und Organisationen aus der Life Sciences-Branche ansässig, die über mehr als 2400 Arbeitsplätze verfügen. Auch der Bio-Technopark Schlieren ist auf dem Areal angesiedelt.

    Der Standort der GHZ bleibt erhalten, die Mitarbeitenden werden übernommen und auch GHZ-Geschäftsführer Walter Krummenacher wird weiterhin als Ansprechpartner für die Mieter fungieren und das Areal mit seinen Mitarbeitenden weiterentwickeln. „Wir sind sehr glücklich, mit Swiss Life Asset Managers eine verlässliche Partnerin gefunden zu haben, die unsere Werte und unser langfristiges Engagement für Immobilien und Life Science als Beitrag für die Gesellschaft teilt. So wird die Vision unseres Gründers Leo Krummenacher in die Zukunft getragen“, wird Walter Krummenacher in der Mitteilung zitiert.

    Swiss Life Asset Managers will mit der Übernahme des „dynamischen und wachstumsstarken Zentrums mit langfristigem Wertschöpfungspotential“ den Fokus auf Investitionen in den Bereichen Living, Logistics, Light Industrial und Life Science und Tech („4L“) unterstreichen. „Wir freuen uns sehr, mit dem erfahrenen Team von GHZ die beeindruckende Entwicklung des Areals fortzusetzen. Swiss Life Asset Managers ist von der Attraktivität und der Zukunftsstärke von Life-Science-Immobilien überzeugt, da sie für unsere Wirtschaft wie auch für unsere Gesellschaft von grosser Bedeutung sind“, heisst es von Paolo Di Stefano, Head of Real Estate Switzerland bei Swiss Life Asset Managers.

  • Frisches Kapital für datenbasierte Planung im Bauwesen

    Frisches Kapital für datenbasierte Planung im Bauwesen

    Das Zürcher Start-up vyzn hat seine Seed-Finanzierungsrunde erfolgreich beendet. Angeführt wurde diese laut einer Mitteilung durch die Venture-Capital-Unternehmen Spicehaus Partners aus Zug sowie Kiilto Ventures, ein Teil der Chemie-Gruppe Kiilto mit Sitz in Finnland. Zudem seien weitere strategische Investoren aus der Bau- und Immobilienbranche beteiligt. Die Höhe des neu aufgenommenen Kapitals wird nicht genannt. Das Kapital soll nun den Weg ebnen, das Portfolio zu erweitern und Wachstum voranzutreiben.

    Die Ausgliederung der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH) steht unter der Leitung des Gründungsteams, dem CEO Adrian Henke, CTO Romana Rust, COO Martino Tschudi und CCO Michael Sinniger angehören. Ziel ist eine Transformation der Planung von Neubau- und Sanierungsprojekten mithilfe datenbasierter Analysen. Und bald, heisst es, soll die vyzn-Software mehr als Ökobilanz und Energieeffizienz abdecken und frühzeitige, präzise und kostengünstige Planungsiterationen ermöglichen. Zudem wird auch die Integration von Daten zur Kreislauffähigkeit, Kostenschätzung und zum thermischen Komfort angekündigt. Basis dafür sei ein kürzlich erzielter technologischer Durchbruch: Nun könne vyzn Architekturmodelle automatisch in vollständig simulierbare 3D-Modelle überführen.  

    Dabei wird eine wachsende Nachfrage aus europäischen Märkten betont. Die Expansion nach Deutschland stehe kurz bevor; bereits Anfang 2026 soll die vyzn-Software dort bei ersten Kunden eingesetzt werden. Auch im Hinblick auf eine weitere Expansion will das Start-up sein Team jetzt gezielt ausbauen. Dabei zählten zu den Kunden schon heute über 50 Unternehmen wie der Flughafen Zürich, Implenia, Halter, Pensimo oder Amstein-Walthert.

    „Mit vyzn brechen wir die Datensilos in der Planung auf“, wird vyzn-CEO Adrian Henke zitiert. „Unsere Kunden lösen mit unserer Plattform den Widerspruch von wirtschaftlichem und nachhaltigem Bauen.“

  • Nachhaltiges Büroobjekt stärkt Immobilienportfolio

    Nachhaltiges Büroobjekt stärkt Immobilienportfolio

    Swiss Prime Site hat eine neue Büroliegenschaft an der Pfingstweidstrasse in Zürich-West erworben, wie aus einer Mitteilung hervorgeht. Die Immobilie, die über eine Mietfläche von 19’000 Quadratmetern verfügt und deren Nettorendite sich auf 3,8 Prozent beläuft, ist bereits voll an die Börsenbetreiberin SIX Group Services AG vermietet.

    Die Übernahme markiert die letzte grössere Investition der 300 Millionen Franken starken Kapitalerhöhung für Wachstumsinvestitionen aus dem vergangenen Februar. Im April und August hatte Swiss Prime Site mit den Finanzmitteln bereits Büroliegenschaften in Genf und Lausanne erworben. Alle Neuerwerbungen erbringen Renditen, die deutlich über der Portfoliorendite liegen, und wirken wertsteigernd zum inneren Wert (Net Asset Value/NAV) pro Aktie sowie ergebnissteigernd auf den Funds from Operations (FFO) pro Aktie.

    Über den Kaufpreis der Liegenschaft haben Swiss Prime Site und die private Verkäuferin Stillschweigen vereinbart. Aufgrund des jungen Baujahrs, der nachhaltigen Bauweise sowie des Fernwärmeanschlusses des Bürogebäudes erwartet Swiss Prime Site ein BREEAM Nachhaltigkeitsranking von „sehr gut“.

    „Die Transaktion unterstreicht unseren Fokus auf erstklassige, zentral gelegene Büroliegenschaften und zeigt, wie agil wir frisches Kapital für nachhaltiges Wachstum einsetzen. Besonders erfreulich ist, dass wir diese repräsentative Liegenschaft – genutzt von der Schweizer Börse als zentrale Infrastruktur unseres Landes – im Rahmen einer exklusiven Ankaufsprüfung und dank der vertrauensvollen Zusammenarbeit mit der Verkäuferschaft erwerben konnten“, wird René Zahnd in der Mitteilung zitiert, CEO von Swiss Prime Site.

    Mit den drei getätigten Akquisitionen sowie einer Reduktion der geplanten Immobilienverkäufe im Rahmen des Capital Recyclings erwartet Swiss Prime Site eine Steigerung der Mieteinnahmen um 20 Millionen Franken ab 2026. Die Transaktion wurde per 1. Dezember 2025 vollzogen.

  • Ein neuer Riese ordnet den Versicherungsmarkt neu

    Ein neuer Riese ordnet den Versicherungsmarkt neu

    Seit dem 5. Dezember 2025 ist klar, Helvetia und Baloise treten nur noch gemeinsam auf, als Helvetia Baloise Holding AG mit Kotierung an der SIX und dem Kürzel HBAN. Die Baloise ist rechtlich in Helvetia aufgegangen, doch die neue Marke inszeniert sich bewusst als Gemeinschaftsprojekt zweier starker Wurzeln. Der letzte Handelstag der Baloise-Aktien markierte einen historischen Schnitt. Bereits drei Tage später wurden erstmals die neuen Titel von Helvetia Baloise gehandelt.

    Mit dem Zusammenschluss entsteht ein Versicherer, der die Branche durch seine blosse Grösse verändert. Über 22’000 Mitarbeitende, ein Bruttoprämienvolumen von rund 20 Milliarden Franken und mehr als zwei Millionen Kundinnen und Kunden allein in der Schweiz machen Helvetia Baloise zum grössten Allbranchenversicherer des Landes. Rund 20 Prozent Marktanteil sind ein deutliches Statement: Dieser Konzern will die Spielregeln im Schweizer Versicherungsmarkt aktiv mitgestalten.

    Macht, Märkte und Milliarden
    Hinter der Fusion steht ein klares Kalkül, Synergien bündeln, Doppelspurigkeiten abbauen und die Schlagkraft erhöhen. Helvetia Baloise kündigt jährliche Kostensynergien von rund 350 Millionen Franken an, zusätzlich zu bestehenden Effizienzprogrammen. Für die Kapitalmärkte ist die Botschaft ebenso deutlich wie attraktiv. Die Dividendenkapazität soll bis 2029 um rund 20 Prozent steigen.

    Für den Markt bedeutet dies einen neuen Pol der Stabilität und des Wettbewerbs. Ein derart grosser Player kann in Technologie, Digitalisierung und neue Produkte investieren, wie es kleineren Anbietern schwerer fällt. Gleichzeitig wächst der Druck auf andere Versicherer, nachzuziehen, Allianzen zu schmieden oder Nischen zu besetzen. Die Fusion ist damit mehr als ein Unternehmensdeal. Sie ist ein Signal für eine bevorstehende Neuordnung im Versicherungsplatz Schweiz.

    Zwischen Aufbruch und Stellenabbau
    Die Kehrseite der Synergien ist der angekündigte Stellenabbau. In den kommenden drei Jahren sollen 2’000 bis 2’600 Stellen wegfallen, vor allem dort, wo heute Doppelstrukturen bestehen, in Verwaltung, IT und Backoffice. Der Konzern betont, den Abbau so sozialverträglich wie möglich zu gestalten, mit natürlicher Fluktuation, Frühpensionierungen und internen Versetzungen. Für viele Mitarbeitende bedeutet die Fusion Unsicherheit, Neuorientierung oder Abschied.

    Gleichzeitig setzt Helvetia Baloise ein klares Bekenntnis zum Standort Basel. Die Gruppe bleibt in der Rheinstadt verankert und positioniert sich als wichtiger Arbeitgeber und wirtschaftlicher Anker der Region. Welche Standorte gestärkt, zusammengelegt oder zurückgefahren werden, soll Schritt für Schritt kommuniziert werden., Ein langer Integrationsprozess, der über Jahre spürbar bleibt.

    Was sich für Kundinnen und Kunden ändert
    Für Kundinnen und Kunden bleibt vorerst vieles stabil. Bestehende Versicherungsverträge laufen zu den vereinbarten Konditionen weiter, ein ausserordentliches Kündigungsrecht entsteht durch die Fusion nicht. Rechtlich gehen Rechte und Pflichten automatisch auf Helvetia Baloise über. Im Alltag soll sich das zunächst kaum bemerkbar machen.

    Mittelfristig dürfte sich das Bild jedoch verändern. Produktpaletten werden harmonisiert, Doppelangebote bereinigt, jeweils das attraktivere oder effizientere Angebot weitergeführt. Ziel sind schlankere, verständlichere Produktlinien und ein breiteres, einheitliches Angebot aus einer Hand. Von Hausrat über Motorfahrzeug bis zu Gebäudeversicherungen. Wie genau dieser neue Produktbaukasten aussieht, will der Konzern im Rahmen der weiteren Integrationskommunikation und an einem Investorentag im April 2026 konkreter zeichnen.

    Aufbruch mit offenem Ausgang
    Die Fusion von Helvetia und Baloise ist mehr als ein Bilanzakt, sie ist ein Aufbruch mit offenem Ausgang. Für den Versicherungsplatz Schweiz bringt der neue Riese Stärke, Tempo und Investitionskraft. Für Mitarbeitende bedeutet er sowohl Chancen in einer grösseren Organisation als auch das Risiko des Jobverlusts. Und für Kundinnen und Kunden verspricht er langfristig ein fokussierteres, moderneres Angebot, wenn es dem Konzern gelingt, seine Grösse in spürbaren Mehrwert zu übersetzen.

  • Wie der alte Immobilienmarkt das neue China ausbremst

    Wie der alte Immobilienmarkt das neue China ausbremst

    Über Jahre war der Immobiliensektor Chinas wichtigster Wachstumsmotor. Bauen, verkaufen, weiterbauen. So lautete die einfache Formel, die zeitweise bis zu ein Drittel der Wirtschaftsleistung trug. Mit strengeren Vorgaben zur Begrenzung der Verschuldung hat die Führung diesem Modell die Bremse verpasst und damit eine schleichende, aber hartnäckige Krise ausgelöst.

    Evergrande war 2021 der sichtbare Wendepunkt. Der einstige Branchenstar verpasste Zinszahlungen, wurde zur globalen Warnfigur und machte schlagartig klar, wie verletzlich das Wachstumsmodell war. Seither geraten Entwickler wie Country Garden und nun auch der lange als stabil geltende Konzern Vanke unter Druck. Ein Signal, dass der Immobiliensektor die Talsohle noch nicht erreicht hat.

    Deflation, Vermögensschock und verunsicherte Haushalte
    Die Immobilienkrise frisst sich tief in die Realwirtschaft. Wohnimmobilien sind für chinesische Haushalte der zentrale Vermögensspeicher. Wenn Preise in Serie fallen, erodiert das Sicherheitsgefühl. Wer das eigene Apartment als Altersvorsorge betrachtet, wird zurückhaltend bei Konsum, Investitionen und grossen Lebensentscheidungen.

    Entsprechend schwach zeigt sich der Binnenkonsum. Der Einzelhandel wächst deutlich unter früheren Raten, die Konjunktur kämpft mit anhaltendem Deflationsdruck. Sinkende oder stagnierende Preise mögen kurzfristig attraktiv wirken, doch sie erhöhen real die Schuldenlast und verlängern den Bereinigungsprozess im Immobilien- und Finanzsystem.

    Provinzen im Schuldenschatten
    Besonders heikel ist die Lage der Lokalregierungen. Über Landverkäufe an Entwickler und ausserbilanzielle Finanzierungsgesellschaften haben sich Provinzen und Städte einen gigantischen Schuldenberg aufgeladen. Die Landverkäufe waren der wichtigste Einnahmeposten, haben aber nie gereicht, um den kreditfinanzierten Bauboom und die Infrastrukturprogramme dauerhaft zu tragen. Jetzt, da die Verkäufe einbrechen, treten die versteckten Schulden offen zutage.

    Viele Regionen geraten in eine stille Zwangsdiät. Investitionen werden verschoben, Ausgaben gekürzt, neue Infrastruktur verzögert. Dies mit direkten Folgen für Wachstum, Beschäftigung und lokale Unternehmen. Die Krise ist damit weniger ein lauter Crash als ein langsamer Druck, der das System über Jahre schwächt und Handlungsräume einengt.

    Alte immobiliengetriebene Wirtschaft trifft neue Tech-Power
    Parallel inszeniert sich China als Hightech-Supermacht. Elektroautohersteller, KI-Unternehmen und Internetkonzerne, die sich neu erfinden, stehen für das „neue China“. Die Politik setzt auf eine langfristige Technologiestrategie mit Fokus auf Elektromobilität, Halbleiter, KI, erneuerbare Energien und Robotik.

    Doch diese neue Wirtschaft steht auf einem Fundament aus der alten, immobiliengetriebenen Wirtschaftsstruktur. Ohne stabile Binnennachfrage, verlässliche Kreditkanäle und Vertrauen der Haushalte kann auch der Tech-Sektor seine Dynamik nicht voll entfalten. Der Erfolgsweg führt deshalb nicht an einem geordneten Rückbau des Immobiliensektors vorbei, sondern durch ihn hindurch.

    Wachstumsziele als Bumerang
    Peking hält an ehrgeizigen Wachstumszielen fest. Das Ziel „rund 5%“ ist erreichbar, weil Staat und Staatsunternehmen an vielen Stellen gegensteuern. Für bewusste Kader vor Ort bleibt das Signal klar, Zahlen müssen stimmen, notfalls mit weiteren Projekten, die wirtschaftlich wenig tragen.

    Das Resultat sind neue Infrastruktur- und Bauvorhaben, die zwar kurzfristig das BIP stützen, aber die strukturellen Probleme nicht lösen. Im Gegenteil, sie verlängern den Schuldenzyklus. So entsteht ein Spannungsfeld zwischen offizieller Wachstumsstory und dem realen Deleveraging-Bedarf im Immobilien- und Lokalschuldenkomplex.

    Was bis 2026 auf dem Spiel steht
    Die kommenden Jahre entscheiden, ob China den Übergang von einem schuldengetriebenen, immobilienlastigen Modell zu einem innovationsbasierten Wachstumspfad schafft. Gelingt eine kontrollierte Schrumpfung des Immobiliensektors bei gleichzeitiger Stärkung von Konsum, Produktivität und Zukunftsbranchen, kann das Land trotz Dellen robust bleiben. Misslingt dieser Balanceakt, droht ein Szenario anhaltend niedrigen Wachstums mit wiederkehrenden Deflationsschüben und wachsendem Misstrauen der Investoren.

    Die Immobilienkrise ist kein Randthema, sondern die zentrale Bewährungsprobe für Chinas Fähigkeit zur wirtschaftlichen Kurskorrektur. Entscheidend wird sein, ob politische Führung und Verwaltung den Mut finden, kurzfristige Wachstumsziele zugunsten eines tragfähigeren, weniger immobiliengetriebenen Modells zu relativieren und damit das neue China nicht vom alten erdrücken zu lassen.

  • Immobilienmarkt 2026 stabiler Rückenwind aus Tiefzins, KI-Boom und knappen Flächen

    Immobilienmarkt 2026 stabiler Rückenwind aus Tiefzins, KI-Boom und knappen Flächen

    Die Schweizerische Nationalbank belässt den Leitzins gemäss Einschätzungen für 2026 bei 0 Prozent und signalisiert, dass die Hürden für eine Rückkehr in den Negativzinsbereich hoch bleiben. Die bedingten Inflationsprognosen von rund 0,3 Prozent für 2026 und 0,6 Prozent für 2027 liegen klar im Bereich der Preisstabilität und stützen ein moderates Wachstumsszenario. Für den Immobilienmarkt bedeutet dies, kurzfristige Finanzierungen, insbesondere SARON-Hypotheken bleiben attraktiv, während lange Festhypotheken nur zögerlich von der geldpolitischen Lockerung profitieren.

    Immobilien als Anlage
    Wüest Partner beobachtet, dass Renditeliegenschaften mit Mietwohnungen 2025 nochmals deutlich teurer geworden sind, was eine hohe Zahlungsbereitschaft und starkes Vertrauen in die Anlageklasse widerspiegelt. Gleichzeitig haben die Preise für Mehrfamilienhäuser ein sehr hohes Niveau erreicht, während Ertragsaussichten und Regulierungsrisiken die Fantasie dämpfen. Für 2026 wird deshalb mit einer abflachenden Preisdynamik gerechnet, sowohl bei Wohnrenditeobjekten als auch bei Geschäftsliegenschaften. Dort mit klarer Differenzierung nach Lage, Objektqualität und ESG-Profil. Indirekte Anlagen wie Aktiengesellschaften und Fonds profitieren weiterhin vom Tiefzinsumfeld, tragen aber bereits hohe Erwartungen in Form von überdurchschnittlichen Aufgeldern in sich.

    Schub im Umbau, moderater Neubau
    Die Kombination aus tiefen Zinsen und nachlassender Baupreisdynamik stabilisiert die Investitionsbereitschaft im Bau. Für 2026 werden nominale Zuwächse der Bauinvestitionen von rund +3,4 Prozent im Neubau und +8,5 Prozent im Umbau erwartet, wobei der Umbaubereich von Vorzieheffekten rund um die geplante Abschaffung des Eigenmietwerts zusätzlich Anschub erhält. Viele Eigentümerinnen und Eigentümer dürften energetische Sanierungen und Erneuerungen vorziehen, solange Unterhaltskosten steuerlich noch voll absetzbar sind. Mittelfristig könnte sich die Neubautätigkeit wieder etwas abschwächen, da die Zahl der neuen Wohnungen in den Baugesuchen zuletzt rückläufig war.

    Miet- und Eigentumsmarkt
    Nach den starken Mietanstiegen der Jahre 2023 und 2024 hat sich das Wachstum der Angebotsmieten deutlich verlangsamt. Für 2026 wird ein moderater Zuwachs im Landesmittel erwartet. Gleichzeitig bringen die Senkungen des hypothekarischen Referenzzinssatzes Entlastung bei den Bestandesmieten. Dies könnte zu leicht rückläufigen Durchschnittsmieten im Bestand führen. Im Wohneigentum bleibt die Nachfrage trotz höherer Preisniveaus intakt. Für 2026 werden Preiszuwächse im Bereich von rund 3 Prozent bei Einfamilienhäusern und knapp darunter bei Eigentumswohnungen erwartet, jedoch mit weniger Tempo als in den Vorjahren.

    Anlageausblick 2026
    Die Zürcher Kantonalbank erwartet für 2026 ein moderates globales Wirtschaftswachstum, getragen von sinkendem Inflationsdruck und verbesserten Finanzierungsbedingungen. Fortschritte bei der Künstlichen Intelligenz treiben Investitionen und verleihen insbesondere US-Aktien zusätzlichen Rückenwind, gleichzeitig bleiben die Unsicherheiten an den Finanzmärkten hoch. In diesem Umfeld empfiehlt sich eine breite Diversifikation über Anlageklassen und Währungen, mit ausgewählten Schwerpunkten. Unternehmensanleihen, Schweizer Immobilien und Small Caps gelten als attraktiv, ergänzt um globale Unternehmensanleihen und Gold als stabilisierende Beimischungen. Für langfristig orientierte Anlegerinnen und Anleger bleiben direkte und indirekte Immobilienanlagen damit ein wichtiger Baustein. Eingebettet in ein Portfolio, das vom KI-getriebenen Wachstum und vom anhaltenden Tiefzinsumfeld gleichermassen profitiert.

  • Strategisches Wachstumsprogramm setzt auf Digitalisierung und Effizienz

    Strategisches Wachstumsprogramm setzt auf Digitalisierung und Effizienz

    Sika hat ein strategisches Wachstumsprogramm vorgestellt. Das weltweit operierende Unternehmen für Spezialchemie mit Sitz in Baar will mit dem Fast-Forward-Programm sowohl Investitionen als auch an anderer Stelle Einsparungen im dreistelligen Millionenbereich vornehmen, heisst es in einer Mitteilung.

    So will Sika im Bereich digitaler Transformation 120 bis 150 Millionen Franken investieren. Für effiziente Strukturanpassungen in China und anderen Märkten wird für das laufende Jahr mit einem Umfang von 80 bis 100 Millionen Franken gerechnet. Parallel zu den Investitionen will das Unternehmen in verschiedenen Bereichen jährlich 150 bis 200 Millionen Franken einsparen, mit „voller Wirkung ab 2028″. Zudem bestätigt Sika seine Strategie 2028 und damit ein angestrebtes Umsatzwachstum zwischen 3 und 6 Prozent.

    „Sika lanciert das Fast Forward-Programm aus einer Position der Stärke. Wir verzeichnen die höchste Gewinnmarge unserer Unternehmensgeschichte und machen Sika mit Fast Forward fit für die Zukunft“, wird Thomas Hasler, CEO von Sika, in der Mitteilung zitiert. „Wir investieren gezielt in Digitalisierung und Effizienz, um weltweit noch näher an unseren Kunden zu sein. Unser Ziel ist es, digitaler Spitzenreiter in unseren Märkten zu werden – als Grundlage für weiteres Wachstum und zur langfristigen Stärkung unserer hohen Profitabilität.“

  • Schweizer Büromarkt unter Druck

    Schweizer Büromarkt unter Druck

    Die verfügbaren Büroflächen in der Schweiz verharren auf 2,12 Millionen Quadratmeter. Ein stabiler Wert auf der Oberfläche. Doch dahinter verbirgt sich eine beunruhigende Entwicklung. Die durchschnittlichen Quartalsumsätze 2025 liegen mit 425’000 Quadratmetern deutlich unter dem Vorjahr (2024: 540’000 m²). Das entspricht einem Rückgang von etwa 21 Prozent. Unternehmen zögern, treffen langsamere Entscheidungen oder ziehen sich aus Anmietungsprozessen zurück.

    Beschäftigung bleibt aus – Kosten steigen
    Die Ursache liegt in der schwachen Arbeitsmarktdynamik. Das Beschäftigungswachstum in typischen Bürobranchen ist von ohnehin mageren 0,3 Prozent im Jahr 2024 auf 0,1 Prozent im dritten Quartal 2025 geschrumpft. Besonders dramatisch zeigt sich die Situation in der Industrie. Hier verschärfte sich der Stellenabbau von minus 0,2 Prozent (2024) auf minus 1,1 Prozent (2025). Hohe amerikanische Importzölle und ein starker Franken belasten Schweizer Unternehmen zusätzlich. Die geplante Zollreduktion könnte Abhilfe bringen, muss es aber noch unter Beweis stellen.

    Zentren halten, Peripherie unter Druck
    Die räumliche Polarisierung auf dem Büromarkt verschärft sich. In den fünf grössten Schweizer Zentren bleibt die Verfügbarkeit niedrig, mit Ausnahme von Basel. In den City Centern liegen die Quoten bei durchschnittlich 3,7 Prozent, in den umliegenden Stadtgebieten bei 3,6 Prozent. Die Vororte hingegen kämpfen mit 9 Prozent Leerstand. Dabei zeigt sich ein Ost-West-Gefälle. Die Westschweizer Vororte haben deutlich mehr Neubautätigkeit erlebt als die Deutschschweiz.

    Risiken für 2026
    Sollten die Flächenumsätze auf diesem tiefen Niveau verharren, droht die Leerstandsquote im kommenden Jahr anzusteigen. Die Stabilität von heute kann schnell zur Bremse von morgen werden, wenn nicht wieder Beschäftigungswachstum und unternehmerische Investitionsbereitschaft zurückkehren.

  • Positiver Markttrend stärkt Portfolioentwicklung

    Positiver Markttrend stärkt Portfolioentwicklung

    Der börsenkotierte Immobilienfonds Swiss Life REF (CH) ESG Swiss Properties verzeichnet laut einer Mitteilung von Swiss Life für das Geschäftsjahr 2024/2025 einen deutlich gestiegenen Gesamterfolg von 121,5 Millionen Franken, verglichen mit 57,6 Millionen Franken im Jahr 2023/2024. Die Anlagerendite beträgt 5,1 Prozent.

    Grund für die positive Entwicklung ist die Nettomarktwertänderung seiner Liegenschaften um +2,4 Prozent. Der Fonds hält Stand 30. September 2025 insgesamt 194 Bestandsliegenschaften mit einem Marktwert von 3233 Millionen Franken. Lediglich beim Nettoertrag verzeichnet der Fonds Rückgänge, die sich hauptsächlich durch höhere Gewinnsteuern erklären lassen.

    Pro Anteil erhöht sich der Nettoinventarwert (NAV) auf 116,65 Franken, dies entspricht einem Anstieg von 2,6 Prozent verglichen zum Vorjahr. Die Gesamtausschüttung 2024/2025, die am 28. November 2025 stattfindet, beträgt 2,70 Franken pro Anteil (gesamt 58,3 Millionen Franken), bei einem realisierten Erfolgt von 2,71 Franken pro Anteil (gesamt 58,5 Millionen Franken). Bezogen auf den Börsenkurs beträgt die Ausschüttungsrendite somit 2,03 Prozent, bezogen auf den NAV sind es 2,31 Prozent.

    Das Portfolio des Fonds wuchs 2024/2025 um eine Wohnliegenschaft, acht kleinere Liegenschaften wurden dagegen veräussert. Diese Transaktionen führten zu einem Nettokapitalgewinn von insgesamt 6,1 Millionen Franken und, auch dank der positiven Marktwertveränderungen der Liegenschaften, zu einer Senkung der Fremdfinanzierungsquote auf 20,6 Prozent (2024: 22,1 Prozent). Der Total Return betrug im Berichtszeitraum 14,8 Prozent.

  • Digitaler Energiehub stärkt Solarwirtschaft

    Digitaler Energiehub stärkt Solarwirtschaft

    Der Technologiefonds des Bundes hat Solarify eine Bürgschaft erteilt. Zusammen mit dem Engagement der Stiftung Abendrot kann der Entwickler und Betreiber schwarmfinanzierter Solaranlagen mit Sitz in Wabern laut einer Mitteilung seinen Digital Energy Hub weiterentwickeln.

    Der Solarify Digital Energy Hub dient dem intelligenten Management und der Optimierung von Solaranlagen in einem flexiblen Energiesystem. Er soll die Anlagen in ein nachhaltiges und stabiles Energiesystem einbinden.

    Das Geschäftsmodell von Solarify ermöglicht es Interessierten, in Sonnenenergie zu investieren, ohne selbst Solaranlagen bauen und besitzen zu müssen. Eine Anlage wird realisiert, sobald sich genügend Investierende für das Projekt gefunden haben. Solarify kümmert sich um den Unterhalt der Anlagen und vermarktet den produzierten Strom. Alle drei Monate bekommen die Beteiligten einen Anteil aus dem Gewinn des Stromverkaufs.

  • Zürich justiert Wohnbau- und Verkehrspolitik neu

    Zürich justiert Wohnbau- und Verkehrspolitik neu

    Mit rund 51 Prozent Ja-Stimmen wird der Gegenvorschlag zur Initiative «Mehr bezahlbare Wohnungen» angenommen. Der Kredit für die kantonale Wohnbauförderung steigt von 180 auf 360 Millionen Franken. Genossenschaften und gemeinnützige Bauträger erhalten damit zusätzliche Mittel, um Projekte im preisgünstigen Segment zu realisieren, ohne in die Eigentumsverträge direkt einzugreifen.​

    Die eigentliche Vorkaufsinitiative fällt mit knapp 60 Prozent Nein-Stimmen deutlich durch, obwohl die Wohnungsnot breit anerkannt ist. Das Stimmvolk akzeptiert damit die Diagnose eines angespannten Markts, lehnt aber das Instrument eines systematischen Vorkaufsrechts der Gemeinden als zu starken Eingriff in Eigentums- und Vertragsfreiheit ab.​

    Kanton übernimmt das Tempo-Zepter
    Die Mobilitätsinitiative wird mit knapp 57 Prozent Ja angenommen und verankert Tempo 50 als Regelfall auf Hauptverkehrsachsen, Tempo 30 bleibt auf kurzen Abschnitten und in begründeten Ausnahmefällen möglich. Künftig entscheidet nicht mehr Zürich und Winterthur, sondern der Kanton über Temporeduktionen auf Hauptstrassen. Ein Machtwechsel, der städtischen Verkehrspolitiken enge Grenzen setzt.​

    Damit stärkt die Stimmbevölkerung die kantonale Steuerung des motorisierten Verkehrs und schwächt kommunale Versuche, mittels Tempo 30 Lärm- und Sicherheitsziele breiter umzusetzen. Für Planerinnen und Investoren bedeutet dies mehr Regulierungsklarheit auf der Netzebene, aber weniger Spielraum für quartierbezogene verkehrs- und stadtentwicklungspolitische Experimente.​

    Digitale Rechte und Prämienverbilligung scheitern
    Die Initiative «Für ein Grundrecht auf digitale Integrität» findet mit rund 25 Prozent Ja-Stimmen kaum Unterstützung. Auch der moderatere Gegenvorschlag wird mit gut 55 Prozent Nein verworfen. Weder ein explizites Recht auf ein «handyfreies Leben» noch zusätzliche verfassungsmässige Garantien gegen Überwachung und Datenanalyse überzeugen. Der Kanton erhält damit keinen verfassungsrechtlich aufgewerteten Auftrag im digitalen Raum.​

    Ebenfalls abgelehnt wird die Erhöhung der kantonalen Prämienverbilligung, obwohl bereits heute rund 1,3 Milliarden Franken in diesen Topf fliessen. Das Nein zu zusätzlichen 50 Millionen Franken pro Jahr signalisiert finanzpolitische Zurückhaltung und lässt einkommensschwache Haushalte im Spannungsfeld steigender Gesundheitskosten und stagnierender Transferleistungen zurück.​

    Signale für Wohnungsmarkt und Planung
    Für die Wohnbaupraxis im Kanton Zürich bedeutet das Paket, mehr Fördergelder, aber keine neuen planungsrechtlichen Zwangsinstrumente wie ein allgemeines Vorkaufsrecht. Gemeinden und Genossenschaften müssen ihre Strategien damit stärker auf Kooperation, Mobilisierung von Bauland und Beschleunigung von Bewilligungsverfahren ausrichten, statt auf direkte Markteingriffe.​

    In der Summe zeigt die Abstimmung eine städtisch-ländliche Spannungslinie. Die Wohnungsnot wird anerkannt, doch bevorzugt werden finanzielle Anreize und kantonale Steuerung gegenüber tiefgreifenden Eingriffen in Eigentumsrechte oder Alltagsmobilität. Für die Immobilienwirtschaft, Planung und Politik öffnet sich damit ein Feld, in dem die Umsetzung der erhöhten Wohnbauförderung zum entscheidenden Hebel wird.

  • Preise für Immobilien bleiben hoch

    Preise für Immobilien bleiben hoch

    Die Preise für Immobilien bleiben auch 2026 im Aufwärtstrend. Prognosen der Zürcher Kantonalbank (ZKB) gehen von einer Preissteigerung um 4,5 Prozent aus. Die Abschaffung des Eigenmietwerts habe darauf keinen Einfluss, auch die Babyboomer ändern nichts an der Situation, heisst es in einer Mitteilung zur jüngsten Studie Immobilien aktuell.

    Auf dem Wohnungsmarkt gesamt wachse infolge von Wohnungsknappheit und Zuwanderung der Druck auf Eigentümer, Mietende und Handwerker. Die Schweiz sei auf Zuwanderung angewiesen, doch verschärfe der Zuzug „die Wohnraumnachfrage in ohnehin angespannten Märkten“. Jeder vierte Zugezogene ziehe in die fünf grössten Städte – jeder zehnte nach Zürich.

    Infolge eines Nachfragestaus bei Mietwohnungen rechnen die Experten der ZKB mit einer gleichbleibend angespannten Lage. Die Wohnungsleerstände zeigten ein Rekordtief und wirkten sich besonders auf das Umzugsverhalten junger Erwachsener aus. Im Jahr 2023 seien 15 Prozent weniger Menschen im Alter zwischen 21 und 25 Jahren umgezogen als noch 2020. „Viele bleiben im Hotel Mama, weil kein passender Wohnraum verfügbar ist“, heisst es.

    Der demografische Wandel wird sich nicht preissenkend auswirken. „Babyboomer erhöhen bis 2035 das Angebot an Einfamilienhäusern voraussichtlich um rund 14%, beim Stockwerkeigentum um 10%“, heisst es. „Der demografische Wandel wird den Markt zwar verändern, aber keinen Preiseinbruch auslösen“, wird Ursina Kubli, Leiterin Immobilien Research bei der ZKB, zitiert. Die Preise von Zweitwohnungen sind 2019 und 2024 um 40 Prozent gestiegen, bleiben aber nach einem leichten Rückgang 2025 auf hohem Niveau.

    Die Prognosen der ZKB stützen sich auf Untersuchungen der Eigenmietwertsabschaffung, der Angebotsbeschränkung bei Mietwohnungen, einer möglichen Verkaufswelle durch die Babyboomer-Generation, von Markteinflüssen durch Zuwanderung und vom geänderten Ferienwohnungsmarkt.

  • Genfer Wohnraumpolitik unter Druck

    Genfer Wohnraumpolitik unter Druck

    Seit 1983 kontrolliert das Gesetz über den Abriss, die Umwandlung und die Renovation von Wohnhäusern in Genf den Wohnungsmarkt rigoros. Mit dem Ziel Mieter schützen, Lebensqualität sichern und Spekulation eindämmen. Die Mietpreise nach Umbauten und Renovationen werden per Dekret gedeckelt, genehmigungspflichtige Projekte sind eng reguliert.​

    Die Studie von Ters (FHNW) und Kholodilin (DIW Berlin) analysiert erstmals dynamisch, wie diese Eingriffe wirken. Das Ergebnis zeigt Wohnungsrationierung und Mietkontrollen bremsen den Neubau signifikant. Private und institutionelle Investoren verlagern Kapital vermehrt in Renovationen. Kurzfristig steigen die Ausgaben für Modernisierungen, während echte Wohnflächenzuwächse ausbleiben. Gleichzeitig nehmen Leerstände weiter ab, die Auslastung steigt, der Markt wird noch enger. Insbesondere für neue Mieter steigen die Einstiegskosten, Bestandsmieter profitieren von stabilen, oft günstigen Mieten und langen Mietdauer.​

    Neue Dynamik im Bestand
    Institutionelle Investoren sind besonders stark betroffen. Projektverzögerungen, sinkende Restwerte und komplexe Genehmigungsverfahren machen den Neubau unattraktiv. Die Studie zeigt, dass ein regulatorischer Schock das Volumen neuer Investitionen um bis zu 600 Millionen CHF reduziert. Das entspricht rund 1% des gesamten Genfer BIP. Für den städtischen Bestand bedeutet dies in erster Linie, Investitionen gehen vor allem in kurzfristige, compliance-getriebene Upgrades statt in Tiefenerneuerungen oder neue Einheiten.​

    Die Mietkontrolle wirkt primär über den Preiskanal. Sie schützt bestehende Mieter vor Erhöhungen, drückt aber die Rendite für Eigentümer und dämpft neue Projekte. Renovierungen werden attraktiver als Neubauten, was die Modernisierung fördert, aber kaum neue Wohnungen schafft.​

    Lock-in-Effekt und Chancenungleichheit
    Ein unerwarteter Nebeneffekt der Regulierung ist der sogenannte Lock-in-Effekt. Mieter bleiben aus Kostengründen deutlich länger in ihren Wohnungen, was die Mobilität einschränkt und die Fehlverteilung von Wohnraum verstärkt. Gleichzeitig verschärfen sich die Mietdifferenzen im Markt. Neuankömmlinge zahlen hohe Marktmieten, während Langzeitmieter profitieren. Qualität und Zustand der Wohnungen bleiben oft auf niedrigem Niveau, da tiefgreifende Sanierungen wirtschaftlich schwer darstellbar sind.​

    Balance zwischen Schutz und Angebot gesucht
    Die Studie zeigt, dass die Genfer Regulierungen die Mieter vor Preissprüngen schützen, belasten aber den Neubau und verschärfen so mittelfristig die Wohnungsnot. Investoren weichen auf Bestandserhalt und punktuelle Modernisierungen aus, während Wachstumsimpulse durch Neubauten ausbleiben. Für die Politik bedeutet das, eine nachhaltige Balance zwischen Schutz und Markterneuerung ist unerlässlich. Neue Verdichtungsgenehmigungen und eine differenzierte Mietregelung könnten Abhilfe schaffen.

  • Zürich führt Härtefallklausel beim Eigenmietwert wieder ein

    Zürich führt Härtefallklausel beim Eigenmietwert wieder ein

    Mit 136 zu 29 Stimmen nahm der Kantonsrat die Wiedereinführung der Härtefallregelung in zweiter Lesung an. Ziel ist es, Situationen zu verhindern, in denen Wohneigentümer aufgrund steigender Eigenmietwerte und Steuerlast ihr Haus veräussern müssten. Auslöser war ein Bundesgerichtsurteil, das die bisherige Rechtsgrundlage aufgehoben hatte.

    Finanzdirektor Ernst Stocker hatte daraufhin die alte Klausel gestrichen, beantragte aber eine neue Übergangsregelung, bis der Eigenmietwert ganz entfällt. Nach dem Volksentscheid vom September zur Abschaffung des Eigenmietwerts wird die Regelung nur noch wenige Jahre Bestand haben.

    Politische Kontroverse
    Während breite Zustimmung bestand, lehnten Grüne, AL und EVP das Modell ab. Sie bemängelten, dass Steuererleichterungen im Erbfall nicht zurückgezahlt werden müssen und sahen darin eine Ungleichbehandlung gegenüber Mieterinnen und Mietern. Der entsprechende Rückzahlungsantrag scheiterte jedoch deutlich.

    Der Regierungsrat muss noch über Stockers Übergangsregelung entscheiden. Beide Massnahmen, Härtefallklausel und Übergangsregelung, gelten nur bis zur voraussichtlichen Abschaffung des Eigenmietwerts in den Jahren 2027 oder 2028. Damit setzt Zürich ein klares Signal für sozialverträgliche Eigentumspolitik in der Übergangsphase zur Steuerreform.

  • Vom Rückzugsort zum strategischen Wohnsitz

    Vom Rückzugsort zum strategischen Wohnsitz

    Die Mischung aus mediterraner Lebensfreude und schweizerischer Ordnung ist einzigartig. Sonnige Tage, italienische Küche, Seen und Berge bieten eine Lebensqualität, die weit über Lifestyle hinausgeht. Familien, Ruhesuchende und Pensionierte entdecken im Tessin ein zweites Zuhause, mit stabiler Infrastruktur und sicherem Umfeld.

    Digitalisierung verändert Wohnentscheidungen
    Die Homeoffice-Welle seit der Pandemie hat die Standortwahl revolutioniert. Wer nicht mehr täglich pendeln muss, entscheidet sich zunehmend für Lebensqualität. Das Tessin mit seiner guten digitalen Anbindung und attraktiven Immobilien wird zum klaren Gewinner.

    Immobilienpreise im Vergleich
    Während in Zürich, Zug oder Genf Wohnraum kaum erschwinglich ist, bietet das Tessin mehr Platz zu günstigeren Konditionen. Besonders ausserhalb von Lugano oder Locarno lassen sich Wohnträume realisieren, die in anderen Regionen unerreichbar bleiben.

    Expats entdecken den Süden
    Immer mehr internationale Fachkräfte, Unternehmer und vermögende Familien richten ihren Blick nach Süden. Zürich bleibt Finanzzentrum, Genf Drehscheibe der Diplomatie, doch das Tessin überzeugt mit Effizienz, Zugänglichkeit und einer starken Balance von Kosten, Qualität und Lebensstil. Lugano entwickelt sich parallel zum Hotspot für Private Banking, Fintech und Krypto-Initiativen.

    Steuerklarheit und menschlicher Zugang
    Ein entscheidender Vorteil liegt in der kantonalen Praxis. Die Pauschalbesteuerung im Tessin ist nicht nur attraktiv, sondern wird auch transparent und effizient gehandhabt. Der Dialog mit den Behörden ist persönlich und lösungsorientiert. Ein entscheidender Unterschied zu den oft komplexeren Verfahren in Zürich oder Genf.

    Integration durch Offenheit
    Italienische Herzlichkeit trifft auf schweizerische Struktur, diese Kombination erleichtert die Integration. Sprachkenntnisse bleiben wichtig, doch die offene Kultur und kurze Entscheidungswege schaffen Nähe. Für viele Expats und Rückkehrer ist das Tessin nicht nur Wohnsitz, sondern Heimat.

    Chancen und Herausforderungen
    Der Boom bringt auch Aufgaben mit sich:, wie steigende Nachfrage nach Wohnraum, Schulen und Infrastruktur. Gemeinden stehen vor der Herausforderung, Wachstum nachhaltig zu steuern, ohne die Identität zu verlieren. Doch gerade das Zusammenspiel von Tradition, Innovation und Lebensqualität macht das Tessin zum Modell einer Region, die Zukunft gestalten will.

  • Neue Anteile zur Finanzierung von Bauprojekten und Zukäufen

    Neue Anteile zur Finanzierung von Bauprojekten und Zukäufen

    Die Zurich Invest AG stockt die Mittel für den Fonds ZIF Immobilien Direkt Schweiz auf. Vom 10. bis zum 21. November sollen rund 100 Millionen Franken eingeworben werden, informiert die zur Zürich Versicherungs-Gesellschaft AG gehörende Fondsleitung in einer Mitteilung. Sie will die Mittel zur Finanzierung laufender Bauprojekte und für selektive Zukäufe verwenden.

    Anteilseignende haben das Recht, für jeweils zehn bestehende Anteile einen neuen Anteil zu erwerben. Maximal sollen 960’411 neue Anteile zum Ausgabepreis von 112,16 Franken emittiert werden. Die Liberierung der neuen Anteile ist für den 28. November 2025 vorgesehen.

    Der Fonds ZIF Immobilien Direkt Schweiz umfasst aktuell 60 Liegenschaften mit einem Marktwert von insgesamt 1,5 Milliarden Franken. Wohnliegenschaften, hauptsächlich in den Regionen Zürich und Genfersee, stellen einen Anteil von 86 Prozent. Der Ende 2018 lancierte Fonds wurde 2023 an der SIX Swiss Exchange kotiert.

  • Dienstleistungsgeschäft stützt Umsatzentwicklung in anspruchsvollem Marktumfeld

    Dienstleistungsgeschäft stützt Umsatzentwicklung in anspruchsvollem Marktumfeld

    Die Schindler-Gruppe hat in den ersten neun Monaten 2025 weltweit Umsätze in Gesamthöhe von 8,16 Milliarden Franken erwirtschaftet, informiert die auf Aufzüge, Rolltreppen und Personenförderbänder spezialisierte Unternehmensgruppe aus Ebikon in einer Mitteilung. Im Jahresvergleich entspricht dies einem Wachstum um 0,8 Prozent in Lokalwährungen. Der Auftragseingang legte im selben Zeitraum um 3,8 Prozent in Lokalwährungen auf 8,52 Milliarden Franken zu.

    Sowohl der Auftragseingang als auch der Umsatz von Schindler wurden im Berichtszeitraum vom Modernisierungs- und Servicegeschäft der Unternehmensgruppe gestützt. Die Nachfrage und der Umsatz im Neuanlagengeschäft fielen hingegen schwächer als im Vorjahr aus. „Mit standardisierten Modernisierungslösungen haben wir das Wachstum vorangetrieben und unsere Wettbewerbsfähigkeit gestärkt“, wird Schindler-CEO Paolo Compagna in der Mitteilung zitiert.

    Der Betriebsgewinn auf Stufe EBIT lag mit 1,02 Milliarden Franken um 77 Millionen Franken über dem Vorjahreswert. Als Reingewinn wurden 796 Millionen Franken ausgewiesen, gegenüber 748 Millionen Franken im Vorjahreszeitraum. Die EBIT-Marge konnte um 1,2 Prozentpunkte auf 12,5 Prozent gesteigert werden. Für das Gesamtjahr hebt Schindler sein Ziel für die EBIT-Marge um 0,5 Prozentpunkte auf 12,5 Prozent an. Das Mittelfristziel für die Marge bleibt bei 13 Prozent.

    In derselben Mitteilung kommuniziert Schindler auch sein jüngstes Engagement für Nachhaltigkeit. „Im Einklang mit unserem Engagement zur Dekarbonisierung von Städten bieten wir nun einen Aufzug aus emissionsarmem Stahl an, der unsere Kunden bei der Erreichung ihrer Emissionsreduktionsziele unterstützt“, erläutert Compagna.

  • Die Zukunft des Tessiner Immobilienmarktes im Zentrum des immoTable Ticino

    Die Zukunft des Tessiner Immobilienmarktes im Zentrum des immoTable Ticino

    Unter der Moderation von Natascia Valenta sprachen Michele Bertini (La Mobiliare), Nicolas Daldini (SVIT Ticino), Gian-Luca Lardi (Schweizerischer Verband der Bauunternehmer) und Sandro Montorfani (Abteilung Privates Baugewerbe, Stadt Lugano).

    Die Debatte berührte zentrale Fragen wie die Neuplanung und Verdichtung des Territoriums, die Vereinfachung der Verfahren für Baugenehmigungen und die Notwendigkeit, die Rechtsvorschriften zu straffen, um die Entscheidungsprozesse zu beschleunigen.

    Es wurde auch betont, dass die Investitionen im Tessin heute positiv sind, dank des Rückgangs der Leerstände, die sich hauptsächlich auf veraltete Immobilien konzentrieren.

    Zu den künftigen Herausforderungen gehörten auch die Frage der ÖPP (öffentlich-private Partnerschaften) und der schrumpfenden Mittel für die Erneuerung vor dem Hintergrund einer immer älter werdenden Bevölkerung und des zu erneuernden Gebäudebestands. Ein Thema, das in den kommenden Jahren von entscheidender Bedeutung sein wird.

    Erinnert wurde auch an die strategische Rolle Italiens als Wirtschaftspartner und Quelle für qualifizierte Arbeitskräfte sowie an die Auswirkungen der jüngsten Abstimmungen über den Eigenmietwert, die sich erheblich auf die Finanzen des Kantons und der Gemeinden auswirken werden.

    Trotz der Herausforderungen bleibt die Sonnenstube eine dynamische und attraktive Region für Immobilieninvestitionen, die bereit ist, die Chancen eines sich wandelnden Marktes zu nutzen.

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  • Kanton Luzern plant Massnahmen für erfolgreiche Standortförderung

    Kanton Luzern plant Massnahmen für erfolgreiche Standortförderung

    Der Kanton Luzern plant als Reaktion auf die weltweiten Steuerentwicklungen ab 2026 ein Massnahmenpaket, um Rahmenbedingungen für Unternehmen und die Lebensqualität der Bevölkerung zu verbessern. Das Investitionspaket umfasst laut einer Mitteilung im ersten Jahr 250 Millionen Franken, ab 2027 dann jährlich 300 Millionen Franken und soll „in einen breiten Massnahmenfächer“ fliessen.

    Die weltweiten Entwicklungen könnten zu massiven Einbussen beim Wettbewerbsvorteil führen, heisst es in der Mitteilung. Entwicklungen wie die OECD-Mindestbesteuerung könnten dazu führen, dass der Kanton seinen Vorteil in Form tiefer Unternehmensgewinnsteuern verlieren könnte. Dies könnte dazu führen, dass internationale Grosskonzerne nicht mehr in Luzern investieren – zu Lasten von Arbeitsplätzen und Steuereinnahmen vor Ort. Die Rede ist von einem entgangenen Fiskalertrag in Höhe von 1100 Millionen Franken für Bund, Kanton und Gemeinden.

    Durch Innovationsförderung, Verbesserungen bei der Steuerbelastung, mehr Digitalisierung, Erschliessung von Wirtschaftsflächen, Verfügbarkeit von Wirtschafts- und Wohnflächen sowie eine kundenorientierte Verwaltung sollen ansässige globale Grossunternehmen attraktivere Rahmenbedingungen erhalten.

    Die Bevölkerung soll von einer geringeren Steuerbelastung, besserer Vereinbarkeit von Beruf und Familie sowie von Kultur und Digitalisierung profitieren. Das Votum der Stimmbevölkerung soll im September 2026 erfolgen.