Kategorie: Finanzen

Finanzen – Immobiliennews zu Marktanalysen, Finanzierung, Zinsen, Kapitalmärkten, Fonds & Transaktionen in der Schweizer Immobilienbranche.

  • Starkes Wachstum und Portfolioausbau im ersten Halbjahr

    Starkes Wachstum und Portfolioausbau im ersten Halbjahr

    Die Mobimo Holding AG blickt auf ein starkes erstes Halbjahr 2025 zurück. Konkret hat das Luzerner Immobilienunternehmen sein Betriebsergebnis auf Stufe EBIT inklusive Neubewertungen im Jahresvergleich von 83,3 Millionen auf 144,5 Millionen Franken gesteigert, informiert Mobimo in einer Mitteilung. Der Unternehmensgewinn inklusive Neubewertungen legte gleichzeitig von 65,6 Millionen auf 109,7 Millionen Franken zu.

    Als Treiber für die gute Entwicklung führt das Unternehmen den Erfolg aus Entwicklungen und Verkauf Promotion an. Er konnte gegenüber der Vorjahresperiode auf 24,9 Millionen gesteigert und damit fast verdoppelt werden. Neubewertungen spielten Mobimo eine Nettoaufwertung des Immobilienportfolios um 71,6 Millionen Franken ein. Der Ertrag aus Vermietung lag mit 72,6 Millionen Franken auf Vorjahresniveau.

    Der Wert des Immobilienportfolios betrug zum Stichtag per Ende Juni 3,9 Milliarden Franken, gegenüber 3,8 Milliarden per Ende 2024. Bei der Bilanzsumme konnte Mobimo zudem erstmals die Schwelle von 4 Milliarden Franken überschreiten. Im Juni wurde das Unternehmen in den Aktienindex der 600 grössten europäischen Unternehmen (STOXX Europe 600) aufgenommen.

    Mobimo will seine solide Finanzierungssituation für „einen substanziellen externen Wachstumsschritt“ nutzen: Am 7. August hat das Immobilienunternehmen den Vertrag für den Kauf des Portfolios der EMWE Immobilien AG aus Zürich unterzeichnet. Es setzt sich aus fünf Wohnliegenschaften mit einem jährlichen Mietertrag von rund 3 Millionen Franken und drei in Bau befindlichen Wohnliegenschaften zusammen.

  • Digitale Betontechnologien stärken Zukunftsstrategie

    Digitale Betontechnologien stärken Zukunftsstrategie

    Sika hat im ersten Halbjahr 2025 weltweit Umsätze in Gesamthöhe von 5,68 Milliarden Franken erwirtschaftet. Im Jahresvergleich wurde damit ein Wachstum von 1,6 Prozent in Lokalwährungen realisiert, informiert die Gruppe der Spezialitätenchemie für Bau und Industrie in einer Mitteilung. Das organische Wachstum wird dort mit 0,6 Prozent angegeben, die übrigen 1,0 Prozent Wachstum wurden über Akquisitionen generiert. In Franken fiel der Umsatz hauptsächlich aufgrund des schwächeren Dollars um 2,7 Prozent geringer als im Vorjahressemester aus.

    Auch das Betriebsergebnis auf Stufe EBITDA wurde vom Fremdwährungseffekten beeinträchtigt. Es lag mit 1,07 Milliarden Franken um 2,1 Prozent unter dem Vorjahreswert. Die EBITDA-Marge konnte hingegen von 18,7 auf 18,9 Prozent gesteigert werden.

    „In einem herausfordernden Marktumfeld ist es uns wiederum gelungen, über dem Branchentrend zu wachsen und weitere Marktanteile zu gewinnen“, wird Sika-CEO Thomas Halser in der Mitteilung zitiert. Er sieht die Gruppe vor allem im Projekt- und Infrastrukturbereich gut aufgestellt. „Mit mehr als 1’000 Rechenzentren, die mit unseren Technologien bislang gebaut wurden, und einer starken Projekt-Pipeline“ habe sich Sika zudem „als bevorzugte Partnerin von Technologieführern etabliert“.

    Im Berichtsemester hat Sika insgesamt vier Unternehmen übernommen und sieben neue Werke eingeweiht. Die gezielten Investitionen sollen das zukünftige Wachstum der Gruppe stärken. Als strategisch wichtigen Schritt führt Sika in der Mitteilung dabei die im Juni getätigte Minderheitenbeteiligung an Giatec Scientific an. Das Unternehmen aus Ottawa in der kanadischen Provinz Ontario ist auf digitale Betontechnologien spezialisiert.

  • Preise für Wohneigentum steigen weiter an

    Preise für Wohneigentum steigen weiter an

    Laut Erhebungen von Moneypark und Pricehubble verteuerten sich Einfamilienhäuser im landesweiten Durchschnitt um 3,4 Prozent, Eigentumswohnungen um 2,4 Prozent. Im Jahresvergleich entspricht dies einem Plus von 7,4 Prozent bei Häusern und 4,2 Prozent bei Wohnungen. Regional zeigt sich ein differenziertes Bild. In der Westschweiz legten die Hauspreise um 3,6 Prozent zu, in der Deutschschweiz um 3,2 Prozent. Eigentumswohnungen verteuerten sich in beiden Landesteilen ähnlich, mit einem leichten Vorsprung der Westschweiz im Jahresvergleich.

    Hypotheken mit mittleren Laufzeiten im Trend
    Bei der Finanzierung bevorzugen Käufer zunehmend mittelfristige Hypotheken mit Laufzeiten von fünf bis neun Jahren. Gleichzeitig gewinnen Saron-Hypotheken an Beliebtheit. Insbesondere in der Deutschschweiz, wo ihr Anteil bei Neuabschlüssen 19 Prozent erreicht. In der Romandie liegt dieser Wert bei 7 Prozent. Für Ersthypotheken liegt der Saron-Anteil bei rund 10 Prozent, für Zweithypotheken bei über 20 Prozent. Diese Finanzierungslösung bietet Käufern Flexibilität und erlaubt es, vom aktuell tiefen Leitzins zu profitieren.

    Banken weiten Marktanteile aus
    Die steigende Nachfrage nach Saron-Hypotheken wirkt sich auch auf die Marktverteilung aus. Banken konnten ihren Anteil auf 67 Prozent erhöhen, ein Zuwachs von 12 Prozentpunkten im Vergleich zum Vorjahreshalbjahr. Versicherungen verlieren dagegen deutlich an Gewicht, ihr Marktanteil sank auf 19 Prozent. Pensionskassen legten zu und halten nun 14 Prozent Marktanteil, profitieren jedoch nicht vom Geschäft mit Saron-Hypotheken, das ausschliesslich Banken anbieten.

    Ausblick
    Mit anhaltend hoher Nachfrage, begrenztem Angebot und einer wachsenden Präferenz für flexible Finanzierungsmodelle dürfte der Preisauftrieb bei Wohneigentum in den kommenden Quartalen anhalten. Gleichzeitig wird die Zinsentwicklung entscheidend dafür sein, ob Saron-Hypotheken ihren Aufwärtstrend fortsetzen können.

  • JuCoin eröffnet europäischen Hauptsitz in Baar

    JuCoin eröffnet europäischen Hauptsitz in Baar

    Bis Ende 2025 will JuCoin das derzeit neunköpfige Team in Baar auf 100 Mitarbeitende vergrössern, mit Platz für insgesamt bis zu 400 Beschäftigte. Der Fokus liegt auf der Rekrutierung lokaler Talente, um sowohl kulturelle Nähe als auch tiefes Marktverständnis sicherzustellen. Geführt wird der Standort von CEO Kenny Dan und COO Hugo Teo, die umfassende Erfahrung im Fintech- und Kryptowährungssektor einbringen.

    Regulatorische Weichenstellung
    Ein zentrales Ziel ist die Erlangung der MiCA-Lizenz, welche die Einhaltung der EU-Vorschriften gewährleistet und die legale Aufnahme von Kundinnen und Kunden in der gesamten Union ermöglicht. Damit will die Firma ein sicheres, regelkonformes und vertrauenswürdiges Handelsumfeld für den europäischen Markt schaffen.

    Breit aufgestelltes Ökosystem
    Mit dem neuen Standort bringt das Unternehmen sein umfangreiches Service- und Produktportfolio nach Europa. Dazu zählen die Blockchain-Infrastruktur JuChain, die soziale Plattform JuChat, die Entertainment-Plattform JuGame sowie die Hardware-Lösung JuOne. Weltweit ist das Unternehmen bereits in über 30 Ländern aktiv und betreut mehr als 12 Millionen Nutzerinnen und Nutzer.

    Bedeutung für das Crypto Valley
    Die Ansiedlung unterstreicht die Rolle der Schweiz als globaler Innovationsstandort im Bereich Blockchain und Kryptowährungen. Baar erhält damit nicht nur einen neuen Arbeitgeber mit internationaler Strahlkraft, sondern auch einen Impuls für die Weiterentwicklung des Crypto Valley als führendes Kompetenzzentrum für digitale Finanztechnologien.

  • Kapitalerhöhung bei drei Immobilienfonds geplant

    Kapitalerhöhung bei drei Immobilienfonds geplant

    Die Procimmo SA plant eine Kapitalerhöhungen ihrer Real Estate SICAV. Konkret sollen drei Teilvermögen der Investitionsgesellschaft mit variablem Kapital um insgesamt 170 Millionen Franken aufgestockt werden. Alle drei Kapitalerhöhungen sollen nach Veröffentlichung des Jahresergebnis von Procimmo am 30. September erfolgen.

    Die Fondsleitung des Teilvermögens Industrial hat dabei eine Kapitalerhöhung von rund 100 Millionen Franken geplant, informiert Procimmo in einer Mitteilung. Der Fonds Procimmo Real Estate SICAV – Industrial ist auf Immobilien für Industrie, Gewerbe und Logistik ausgerichtet. Derzeit wird dort ein Bruttovermögen von 2 Milliarden Franken gehalten.

    Die Fondsleitung des Teilvermögens Residential plant laut einer gesonderten Mitteilung eine Aufstockung um 30 Millionen Franken. Der Fonds Procimmo Real Estate SICAV – Residential hält aktuell ein Bruttovermögen von rund 505 Millionen Franken, von denen drei Viertel in Immobilien in Lausanne und Genf investiert sind.

    Für das Teilvermögen Residential PK hat die Fondsleitung eine Kapitalerhöhung um 40 Millionen Franken anvisiert, informiert Procimmo in einer dritten Mitteilung. Im Fonds Procimmo Real Estate SICAV – Residential PK sind derzeit rund 520 Millionen Franken hauptsächlich in Wohnimmobilien in der Westschweiz investiert.

    Die 2007 gegründete Procimmo SA ist als Real Estate Asset Manager am Hauptsitz in Renens sowie in Zürich und Genf aktiv. Seit 2017 gehört das Unternehmen zur Procimmo Group AG. Die an der BX Swiss kotierte Unternehmensgruppe mit Sitz in Zug bietet Investment und Dienstleistungen im Immobilienbereich an.

  • Preise für Wohneigentum bleiben stabil

    Preise für Wohneigentum bleiben stabil

    „Wohneigentumspreise machen im Juli Ferien“, überschreibt ImmoScout24 eine Mitteilung zum aktuellen ImmoScout24-Kaufindex ein. Er wird monatlich von dem zur SMG Swiss Marketplace Group AG gehörenden Marktplatz für Immobilien in Zusammenarbeit mit dem auf Immobilien spezialisierten Beratungsunternehmen IAZI erhoben. Dem aktuellen Index zufolge verharrten die Preise für Einfamilienhäuser im Juli auf dem Stand vom Vormonat. Die Preise für Eigentumswohnungen legten lediglich um 0,1 Prozent zu.

    Den Fachleuten von ImmoScout24 und IAZI zufolge achten Kaufinteressierte bei der Wahl des Objekts neben Preis und Lage zunehmend auch auf die Energieeffizienz. „Wer auf eine nachhaltige Bauweise achtet oder in energetische Modernisierungen und Solaranlagen investiert, profitiert langfristig und sogar doppelt“, erläutert Martin Waeber, Managing Director Real Estate der SMG Swiss Marketplace Group, in der Mitteilung. Neben tieferen Strom- und Heizkosten führt Waeber einen vergleichsweise stabilen Wert der Immobilien an: „Denn Marktdaten zeigen, dass energieeffiziente Häuser und Wohnungen weniger anfällig für Preisschwankungen sind“.

    Regional gesehen schwimmen bei den Einfamilienhäusern lediglich die Grossregion Zürich mit einem Plus von 1,2 Prozent und die Ostschweiz mit einem Minus von 0,9 im Monatsvergleich deutlich gegen den Trend. Bei den Eigentumswohnungen wird die Nordwestschweiz mit einem Plus von 2,3 Prozent als „Aussreisser nach oben“ genannt. Das grösste Minus wiesen die Preise für Eigentumswohnungen mit 1,1 Prozent in der Zentralschweiz auf.

    ImmoScout24 ist ein Geschäftsbereich der SMG Swiss Marketplace Group AG. In dieser sind die digitalen Marktplätze von TX GroupRingier und Mobiliar vereint.

  • Eine entscheidende Abstimmung für die Schweiz

    Eine entscheidende Abstimmung für die Schweiz

    Am 28. September 2025 stimmt das Schweizer Volk über die Abschaffung des Eigenmietwerts ab. Der Eigenmietwert ist ein fiktives Einkommen, das Eigentümer von selbstbewohnten Immobilien in ihrer Steuererklärung angeben müssen. Dieser Wert entspricht etwa 60 bis 70 Prozent der Miete, die für die Immobilie erzielt werden könnte. Die Abschaffung des Eigenmietwerts ist mit der Einführung einer neuen Objektsteuer auf Zweitliegenschaften verknüpft, um mögliche Steuerausfälle für die Kantone zu kompensieren.

    Verknüpfte Entscheidungen und kantonale Unterschiede
    Die Abstimmung über die Abschaffung des Eigenmietwerts ist eng mit der Einführung einer kantonalen Objektsteuer auf Zweitliegenschaften verbunden. Diese Steuer unterliegt dem obligatorischen Referendum, was bedeutet, dass der Eigenmietwert nur abgeschafft wird, wenn Volk und Stände die neue Steuer annehmen. Die Stimmresultate könnten stark zwischen den Kantonen variieren, da die Auswirkungen je nach Kanton sehr unterschiedlich sind.

    Der Zentralvorstand des Schweizerischen Baumeisterverbands hat die Stimmfreigabe erteilt, da sich die pro- und contra-Argumente aus landesweiter Perspektive das Gleichgewicht halten. Knapp 1.4 Millionen Haushalte in der Schweiz wären von der Abschaffung betroffen, was etwa einem Drittel aller Haushalte entspricht. Der Rückgang der Steuereinnahmen wird auf 1.7 Milliarden Franken pro Jahr geschätzt1.

    Auswirkungen auf Sanierungen und Steuerabzüge
    Die Abschaffung des Eigenmietwerts würde auch bedeuten, dass Abzüge für Unterhaltskosten wie energetische Sanierungen bei selbstgenutztem Wohneigentum auf Bundesebene entfallen. Allerdings bleiben auf kantonaler Ebene Abzugsmöglichkeiten für Rückbaukosten bei Ersatzneubauten, Ausgaben für Denkmalpflege und Energiesparmassnahmen weiterhin zulässig. Es bleibt ungewiss, inwiefern die fehlende Abzugsfähigkeit tatsächlich zu einem Rückgang der Sanierungen führen wird, da die Steuerlast für Liegenschaftsbesitzer dank dem Wegfall des Eigenmietwerts ebenfalls sinken würde.

    Die Objektsteuer auf Zweitliegenschaften
    Die Einführung der Objektsteuer auf Zweitliegenschaften soll den Kantonen helfen, etwaige Steuerausfälle zu kompensieren. Jeder Kanton kann selbst entscheiden, ob er diese Steuer tatsächlich einführt und in welcher Höhe. Die Abschaffung des Eigenmietwerts wird seit Jahrzehnten politisch diskutiert und hat bisher jeden Angriff überstanden. 2017 hat das Parlament einen neuen Anlauf genommen, den Eigenmietwert abzuschaffen4.

    Ein heisser Abstimmungskampf
    Die Abstimmung über die Abschaffung des Eigenmietwerts und die Einführung der Objektsteuer auf Zweitliegenschaften wird voraussichtlich zu einem heissen Abstimmungskampf führen. Die Vorlage ist gekoppelt an das Bundesgesetz über den Systemwechsel bei der Wohneigentumsbesteuerung. Nur wenn die Verfassungsänderung in der Volksabstimmung von Volk und Ständen angenommen wird, kann die Vorlage für den Systemwechsel bei der Wohneigentumsbesteuerung und damit die Abschaffung der Eigenmietwertbesteuerung in Kraft gesetzt werden.

    Der Hauseigentümerverband Schweiz hat bereits die Ja-Parole zur Abstimmungsvorlage beschlossen. Die Abschaffung der Eigenmietwertsteuer wird als überfällig betrachtet. Das Komitee „Eigenmietwert-Nein“ empfiehlt ebenfalls ein Ja zur Vorlage, um die Eigenmietwertbesteuerung abzuschaffen.

  • Neues Werkzeug vereinfacht Wiederverwendung von Radiatoren

    Neues Werkzeug vereinfacht Wiederverwendung von Radiatoren

    Die genossenschaftlich organisierte Basler Bauteilbörse möchte mit der ebenfalls in Basel ansässigen Zirkular GmbH und dem in Horw ansässigen Institut für Gebäudetechnik und Energie der HSLU die Wiederverwendung von Heizkörpern erleichtern. Dafür ist jedoch eine frühzeitige Bewertung ihrer Heizleistung unerlässlich – was aufgrund von Unterschieden in Grösse, Bauart und Materialien oft schwierig ist.

    Hier soll das RadiatorCheck genannte benutzerfreundliche Werkzeug Abhilfe schaffen, an dem die drei Initianten mithilfe des Innovation Booster – Circular Building Industry von Innosuisse arbeiten. Es soll auch Laien vor Ort eine präzise und leicht zugängliche Katalogisierung von Heizkörpern und die Abschätzung ihrer Heizleistung ermöglichen.

    Dazu gehört die Identifizierung gängiger Heizkörpertypen, die Erstellung und Validierung eines thermischen Modells, die Entwicklung einer benutzerfreundlichen Oberfläche und die Prüfung des Werkzeugs auf Genauigkeit und Benutzerfreundlichkeit. Das Endziel ist ein funktionsfähiger Prototyp, der Fachleute bei der effizienten Bewertung und Wiederverwendung von Heizkörpern unterstützt.

    Laut einer Projektbeschreibung von Innosuisse basiert das auf Excel gestützte Werkzeug auf praktischen Daten und Erfahrungen der Zirkular GmbH und der Bauteilbörse. Unterstützt wird es durch thermische Modellierungen der Hochschule Luzern. «Durch die Vereinfachung der Dokumentation, Bewertung und Katalogisierung bestehender Heizkörper kann deren Lebenszyklus verlängert werden, wodurch der Rohstoffabbau, die Emissionen aus der Neuproduktion und der Bauabfall reduziert werden», heisst es dort weiter. «Dies ermöglicht ressourceneffizientere Praktiken und unterstützt eine emissionsarme, zirkuläre gebaute Umwelt.»

  • Nachfrage nach Einfamilienhäusern bleibt hoch

    Nachfrage nach Einfamilienhäusern bleibt hoch

    «Einfamilienhäuser bleiben hoch im Kurs», leitet ImmoScout24 eine Mitteilung zum aktuellen ImmoScout24-Kaufindex ein. Er wird monatlich von dem zur SMG Swiss Marketplace Group AG gehörenden Marktplatz für Immobilien in Zusammenarbeit mit dem auf Immobilien spezialisierten Beratungsunternehmen IAZI erhoben. Im Vergleich zum Mai sind die Preise für Einfamilienhäuser um 0,8 Prozent gestiegen. Im Jahresvergleich weisen sie ein Plus von 3,6 Prozent auf.

    Die Preise für Eigentumswohnungen zogen mit 0,2 Prozent deutlich schwächer als die Preise von Einfamilienhäusern an. Sie waren im Mai allerdings mit 0,8 Prozent deutlich gestiegen. Im Jahresvergleich legten die Preise für Eigentumswohnungen um 4,5 Prozent zu.

    Als Nachfragetreiber werden in der Mitteilung die aktuell guten Finanzierungskonditionen nach der Rückkehr der Schweizerischen Nationalbank zum Nullzins genannt. «Für Kaufinteressierte ist jetzt ein günstiger Moment, um den Schritt ins Eigenheim zu prüfen, besonders mit Blick auf die Planungssicherheit», erläutert Martin Waeber, Managing Director Real Estate der SMG Swiss Marketplace Group.

    Regional gesehen wurde der Anstieg der Preise für Eigentumswohnungen vor allem von einem deutlichen Plus in der Zentralschweiz getrieben. Überdurchschnittlich starke Preissteigerungen für Einfamilienhäuser gab es im Juni in den Regionen Genfersee, Nordwestschweiz und Ostschweiz.

    ImmoScout24 ist ein Geschäftsbereich der SMG Swiss Marketplace Group AG. In dieser sind die digitalen Marktplätze von TX GroupRingier und Mobiliar vereint.

  • Preisentwicklung mit geteiltem Bild

    Preisentwicklung mit geteiltem Bild

    Gemäss aktuellen Auswertungen von Fahrländer Partner Raumentwicklung (FPRE) erhöhten sich die Preise für Eigentumswohnungen im zweiten Quartal 2025 um 1,7 Prozent gegenüber dem Vorquartal. Besonders stark betroffen ist das mittlere Segment mit einem Plus von 2,5 Prozent. Auch das untere (+1,5 %) und das gehobene Segment (+1,2 %) verzeichneten Preisanstiege. Im Jahresvergleich zeigt sich ein signifikanter Zuwachs, vor allem in den Regionen Basel (+9,1 %), Zürich (+7,9 %) und der Südschweiz (+7,7 %).

    Einfamilienhäuser mit stabiler Entwicklung
    Anders stellt sich die Lage bei Einfamilienhäusern dar. Im Vergleich zum Vorquartal stagnieren die Preise weitgehend (–0,6 %). Die Veränderung in den einzelnen Segmenten bleibt moderat negativ,  –1,1 Prozent im unteren, –0,6 Prozent im mittleren und –0,4 Prozent im gehobenen Marktsegment. Über ein Jahr gesehen ergibt sich dennoch ein durchschnittlicher Anstieg von 2,5 Prozent.

    Nachfrage übersteigt Angebot
    Die anhaltende Wohnraumnachfrage trifft weiterhin auf eine zurückhaltende Bautätigkeit. FPRE rechnet deshalb auch für die kommenden zwölf Monate mit steigenden Preisen, sowohl bei Eigentumswohnungen als auch bei Einfamilienhäusern. Besonders zentrale Lagen dürften stärker profitieren. Stefan Fahrländer, Partner bei FPRE, fasst zusammen: «Die Nachfrage nach Wohneigentum bleibt hoch, was sich in steigenden Preisen in fast allen Regionen der Schweiz widerspiegelt.»

  • Das Bauhandwerkerpfandrecht – ein (fast) unkontrollierbares Risiko

    Das Bauhandwerkerpfandrecht – ein (fast) unkontrollierbares Risiko

    Voraussetzungen für die Eintragung
    Jeder Unternehmer, der an einem Grundstück Arbeit und Material oder Arbeit allein geliefert hat, kann direkt am Grundstück ein Bauhandwerkerpfandrecht eintragen (vgl. Art. 837 ZGB). Damit erhalten die Unternehmer, die meist erst im Nachhinein bezahlt werden, ein Sicherungsmittel. Eine Vertragsbeziehung zwischen Unternehmer und Grundeigentümerschaft ist nicht notwendig. Dennoch richtet sich der Anspruch auf Eintragung eines Pfandrechts stets gegen die Grundeigentümerschaft. Das Eintragungsrecht kann zum Voraus nicht vertraglich wegbedungen werden.

    Pfandberechtigt sind grundsätzlich Arbeiten, die unmittelbar mit dem Bauwerk verbunden sind und eine physische Veränderung daran bewirken. Der Gesetzgeber und die Rechtsprechung haben die berechtigten Arbeiten allerdings ausgeweitet auf Abbrucharbeiten, Gerüstbau, Baugrubensicherung oder dergleichen. Nicht geschützt sind hingegen Lieferanten von Baumaterial ohne Montageleistung, ausser es handle sich um speziell für das Werk hergestelltes (ansonsten nicht verwendbares) Material. Weiter ist erforderlich, dass das Pfandrecht innert vier Monaten nach Vollendung der Arbeiten («letzter Hammerschlag») im Grundbuch eingetragen wird.

    Das Verfahren
    Das Verfahren ist mehrstufig. Zunächst entscheidet das Gericht am Ort des Baugrundstücks im summarischen Verfahren über die provisorische Eintragung. Die Voraussetzungen für eine provisorische Eintragung sind sehr tief, der Unternehmer muss nur aufzeigen, dass er an diesem Grundstück pfandrechtsberechtigte Arbeiten erbracht hat oder noch erbringen wird und die Eintragungsfrist gewahrt ist. Innerhalb einer vom Gericht festgelegten Frist muss der definitive Anspruch sodann im ordentlichen Verfahren klageweise durchgesetzt werden, damit das Pfandrecht definitiv Bestand hat. Andernfalls wird die Eintragung wieder gelöscht. Hier muss der eintragende Unternehmer deutlich höhere Beweisanforderungen erfüllen.

    Handlungsmöglichkeiten für die Grundeigentümerschaft
    Für die Grundeigentümerschaft ist ein eingetragenes Bauhandwerkerpfandrecht ein ernstzunehmendes Risiko. Im schlimmsten Fall – bei einer definitiven Eintragung des Bauhandwerkerpfandrechts – kann es zur Zwangsverwertung der Liegenschaft kommen. Oftmals führt aber bereits die provisorische Eintragung zu Schwierigkeiten im Verkauf von Wohneinheiten oder Grundstücken, weil die Banken keine Finanzierungszusicherung abgeben wollen. Um diesem Risiko zu begegnen, stehen verschiedene Handlungsmöglichkeiten offen: Zum einen kann die Eigentümerschaft die geltend gemachte Forderung begleichen, was bei Subunternehmerverhältnissen zu ungerechtfertigten Doppelzahlungen führen kann. Zum anderen besteht die Möglichkeit, das Pfandrecht, sowohl im definitiven wie auch im provisorischen Verfahren, durch Stellung einer hinreichenden Sicherheit – etwa in Form einer unwiderruflichen Bankgarantie oder durch Hinterlegung eines Geldbetrags – abzulösen. Steht die Grundeigentümerschaft nicht in einem direkten Vertragsverhältnis mit dem Unternehmer, so empfiehlt es sich, den eigentlichen Schuldner (z.B. Verkäufer, TU, GU usw.) mittels einer sogenannten Streitverkündung in das Verfahren einzubeziehen.

    Fazit
    Das Bauhandwerkerpfandrecht stellt ein wirksames Sicherungsmittel zugunsten der am Bau beteiligten Leistungserbringer dar. Für die betroffene Grundeigentümerschaft empfiehlt es sich, frühzeitig rechtlichen Rat einzuholen, Fristen konsequent zu beachten und rasch geeignete Massnahmen zur Wahrung ihrer Interessen zu ergreifen.

  • Im 1. Halbjahr 1,47 Milliarden an Risikokapital an Schweizer Start-ups

    Im 1. Halbjahr 1,47 Milliarden an Risikokapital an Schweizer Start-ups

    Im ersten Halbjahr 2025 flossen 1.47 Milliarden Franken in Schweizer Startups, ein Plus von 36 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Es handelt sich um das drittbeste Resultat seit Beginn der Messungen. Getrieben wurde das Wachstum allerdings von wenigen Startups, die grosse Summen von internationalen Investoren einwarben. Die Zahl der Finanzierungsrunden sank zum dritten Mal in Folge auf 124, was einem Rückgang von zehn Prozent entspricht.

    Biotech als Wachstumsmotor
    Besonders die Biotech-Branche sorgte für ein starkes Ergebnis. Mit 705 Millionen Franken Kapitalzufluss stellte sie einen neuen Rekord auf. Der bisherige Höchstwert von 436 Millionen Franken aus dem Jahr 2021 wurde deutlich übertroffen. Die Gründe für diesen Erfolg liegen in hochqualifizierten Gründerteams und technologischen Entwicklungen auf Basis exzellenter Forschung.

    Erholung bei ICT und Fintech
    Auch die zuletzt schwächelnden Sektoren ICT und Fintech konnten sich erholen. Allgemeine ICT-Startups verzeichneten ein Investitionswachstum von 86 Prozent auf 247 Millionen Franken. Fintech-Unternehmen erhielten 153 Millionen Franken, was einer Steigerung von 93 Prozent entspricht. Die Anzahl der Transaktionen bleibt tief, was auf anhaltende Selektivität der Investoren hinweist.

    Schweizer Startup-Ökosystem bleibt widerstandsfähig
    Trotz unsicherem Marktumfeld zeigt sich das Schweizer Startup-Ökosystem in der Lage, international wettbewerbsfähige Unternehmen hervorzubringen. Ein Beispiel dafür ist die Sygnum Bank, die im ersten Halbjahr 2025 zur Unicorn wurde. Die auf digitale Assets spezialisierte Bank wurde mit über 1 Milliarde Dollar bewertet, ein Signal für das Potenzial von Innovationen auch ausserhalb des Gesundheitssektors.

    Getrübter Ausblick bei Investoren
    Eine breit angelegte Umfrage zeigt, dass die Erwartungen für die kommenden zwölf Monate verhalten sind. Sorgen bereiten insbesondere das eigene Fundraising und die erschwerten Exit-Möglichkeiten. Internationale Handelshemmnisse spielen dagegen nur eine untergeordnete Rolle. Für viele Startups dürfte der Zugang zu Kapital weiterhin herausfordernd bleiben, trotz einzelner Erfolgsmeldungen.

  • BRUGG Pipes eröffnet Produktion in den USA

    BRUGG Pipes eröffnet Produktion in den USA

    BRUGG Pipes steht vor der Auslieferung der ersten Rohrringe seines flexiblen Rohrsystems CALPEX PUR-KING, informiert das zur BRUGG Group AG aus Brugg gehörige Unternehmen aus Kleindöttingen in einer Mitteilung. Die Rohrringe wurden in der neuen Produktionshalle von BRUGG Pipes und Rovanco Piping Systems in Joliet im US-Bundesstaat Illinois gefertigt. Für den Produktionseintritt in den USA hatten BRUGG Pipes und Rovanco im April vergangenen Jahres die Einrichtung einer Gemeinschaftsfirma in Joliet vereinbart.

    In das neue Werk haben die Partnerunternehmen rund 20 Millionen Dollar investiert. Unter der Leitung des Schweizers Pirim Dahinden sollen dort jährlich zwischen 3000 und 5000 Fuss des Rohrsystems CALPEX PUR-KING hergestellt werden. BRUGG Pipes ist auf die Produktion von Rohrsystemen für Flüssigkeiten, Gase und Wärme spezialisiert.

    «Mit der neuen Produktion in den USA erhöhen wir die Planungssicherheit für unsere Kundinnen und Kunden, reduzieren Lieferzeiten und Transportkosten und sind zudem nicht von möglichen US-Zöllen betroffen», wird Martin Rigaud, CEO von BRUGG Pipes, in der Mitteilung zitiert. «Das verschafft uns in der aktuellen Marktsituation einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil.» Angaben von BRUGG Pipes zufolge stammen rund 80 Prozent der im neuen Werk verarbeiteten Rohmaterialien aus den USA.

  • Trèfle-Blanc das 400-Millionen-Projekt rollt an

    Trèfle-Blanc das 400-Millionen-Projekt rollt an

    Die Frage nach den tatsächlichen Kosten des Trèfle-Blanc-Projekts sorgte im Vorfeld für Spekulationen. Von 275 bis 400 Millionen Franken reichten die Schätzungen. Nun schafft die Genfer Regierung mit der Einreichung eines umfassenden Investitionsgesetzes Klarheit. Die anfängliche Diskrepanz resultiert nicht aus einer Planänderung oder dem «Salamitaktik», sondern aus der detaillierten Aufschlüsselung der verschiedenen Finanzierungsquellen und Projektphasen.

    Zunächst wird dem Grossen Rat ein Kredit von 275,5 Millionen Franken zur Genehmigung vorgelegt. Diese Summe deckt primär den Bau von zwei Eisbahnen (232 Millionen), ergänzt durch Kosten für Aussenanlagen (7,9 Millionen), den Tramanschluss (über 9 Millionen), Unvorhergesehenes (9,3 Millionen) und Teuerung (8,3 Millionen). Sollte dieser Kredit vom Parlament bewilligt werden, könnte er bei Bedarf noch einem Referendum unterliegen.

    Diese Summe repräsentiert jedoch nicht die Gesamtkosten für den Kanton, da bereits 17 Millionen Franken für Vorstudien aufgewendet wurden. Somit belaufen sich die bisherigen Gesamtkosten zu Lasten des Staates bereits auf 293 Millionen Franken.

    Warum es 400 Millionen sind
    Die Verwirrung um die 400 Millionen Franken löst sich auf, wenn der Park-and-Ride Parkplatz miteinbezogen wird. Dieser, dessen Bau noch vor der restlichen Infrastruktur beginnt, wird 928 Parkplätze für Autos und 244 für Motorräder bieten. Seine Kosten belaufen sich auf geschätzte 99 Millionen Franken, eine Summe, die nicht direkt vom Parlament beantragt wird. Die Finanzierung erfolgt über die Stiftung der Parkhäuser, eine autonome öffentlich-rechtliche Anstalt, die mit Zustimmung des Staates 75 Millionen Franken aufnehmen wird, während der Rest aus Eigenmitteln bestritten wird. Die Rückzahlung dieses Darlehens ist langfristig durch die Einnahmen aus dem P+R gesichert.

    Die Finanzierungsarchitektur
    Es ist unerlässlich, diese 99 Millionen Franken zu den Gesamtkosten des Trèfle-Blanc-Projekts hinzuzurechnen. Unabhängig von der genutzten Finanzierungsquelle handelt es sich um öffentliche Gelder, da die Stiftung der Parkhäuser Teil des öffentlichen Sektors ist, ähnlich wie die Genfer Versorgungsbetriebe oder die Universitätsspitäler Genf. Dies wird auch in den konsolidierten Jahresabschlüssen des Kantons Genf ersichtlich. Wie die Präsidialabteilung des Staatsrats bestätigt, ist alles miteinander verbunden. Ein erfolgreiches Referendum gegen den 275-Millionen-Kredit würde das gesamte Projekt, einschliesslich des P+R, zum Scheitern bringen.

    Die Transparenz in der Kostenaufschlüsselung des Projekts Trèfle-Blanc schafft nun die Grundlage für eine informierte Debatte und ebnet den Weg für die Realisierung dieses wichtigen Infrastrukturvorhabens, das Genf massgeblich prägen wird.

  • Mietverhältnis beenden: Zwischen Schlichtungsverfahren, Erstreckung und Ausweisung

    Mietverhältnis beenden: Zwischen Schlichtungsverfahren, Erstreckung und Ausweisung

    Schlichtungsverhandlung Kündigung Mietwohnung
    Kündigt der Vermieter die Mietwohnung, kann der Mieter die Kündigung innert 30 Tagen nach Erhalt bei der Schlichtungsbehörde anfechten und eine Erstreckung verlangen. Können sich die Parteien nicht auf einen Vergleich einigen, kann die Schlichtungsbehörde einen Entscheidvorschlag unterbreiten oder dem Mieter die Klagebewilligung für das Mietgericht ausstellen. 

    Erstreckung Mietverhältnis
    Falls die Kündigung gültig ist, schlägt die Schlichtungsbehörde in der Regel eine Erstreckung vom Mietverhältnis vor, diese beträgt für Wohnräume maximal vier Jahre. Das Mietrecht bestimmt in Art. 272a OR wann eine Erstreckung ausgeschlossen ist. Zusätzlich hat das Bundesgericht mehrfach bestätigt, dass der Mieter bereits vor der Schlichtungsverhandlung konkrete Suchbemühungen nach einem Ersatzobjekt nachweisen muss. Ohne konkrete Suchbemühungen besteht kein Anspruch auf Erstreckung. 

    Bei einer letztmaligen Erstreckung endet das Mietverhältnis definitiv, eine weitere Erstreckung ist nicht möglich. Dagegen kann der Mieter bei einer erstmaligen Erstreckung bis 60 Tage vor Ablauf der ersten eine zweite Erstreckung verlangen. Möchte der Vermieter eine letztmalige Erstreckung, muss dies in der Vereinbarung explizit stehen, sonst gilt eine erstmalige Erstreckung. 

    Ausweisungstitel
    Einigen sich die Parteien auf einen definitiven Auszugstermin, sollte der Vermieter auf einen Ausweisungsbefehl im Vergleich bestehen. Damit kann der Vermieter direkt beim Gemeindeammann die Ausweisung verlangen, falls der Mieter auf den vereinbarten Zeitpunkt doch nicht auszieht. 

    Empfehlungen für Vermieter
    Ist eine Erstreckung ausgeschlossen, kann es für den Vermieter unter Umständen trotzdem sinnvoll sein, eine kurze letztmalige Erstreckung zu gewähren. So kann ein langwieriges Gerichtsverfahren mit entsprechender «kalten Erstreckung» vermieden werden. In einer Vereinbarung sollte der Vermieter darauf achten, dass eine letztmalige Erstreckung klar formuliert ist und auf einen Ausweisungsbefehl bestehen. 

  • CH Media steigt bei Immobilienportal ein

    CH Media steigt bei Immobilienportal ein

    Die Kapitalerhöhung bei Newhome führt zu einer Neuverteilung der Anteile. Die 19 beteiligten Kantonalbanken reduzieren ihren Anteil auf 39,25 %, die Next Property AG  mit 536 Unternehmen der Immobilienbranche, hält neu 23,35 %, AXA 17,4 % und CH Media steigt mit 20 % als neuer Aktionär ein. Ziel ist eine langfristige Stärkung der Plattform als regional führendes Immobilienportal.

    Medienkraft trifft Immobilienkompetenz
    Mit der Beteiligung verschmelzen zwei unterschiedliche, aber komplementäre Kompetenzen. Während Newhome über langjährige Erfahrung in der digitalen Vermarktung und im Plattformbetrieb verfügt, bringt CH Media seine mediale Marktmacht und regionale Verankerung ein. Diese Kombination soll insbesondere die Sichtbarkeit und Relevanz der Plattform im Markt weiter ausbauen.

    Ein strategischer Schritt in einen Wachstumsmarkt
    CH Media baut damit seine Aktivitäten im digitalen Kleinanzeigengeschäft weiter aus. Neben Jobportalen wird nun auch der Immobilienbereich als attraktives Wachstumsfeld erschlossen. CEO Michael Wanner sieht in der Beteiligung ein konsequentes Element der Unternehmensstrategie und betont das Potenzial, die Nutzerbasis zu erweitern.

    Fairness und Partnerschaft
    Die bestehenden Anteilseigner begrüssen die Beteiligung von CH Media ausdrücklich. Für sie bleibt klar, Newhome soll als transparentes und fair gestaltetes Immobilienportal wachsen, ohne Datenverkauf, ohne Eingriff in Transaktionen, ohne einseitige Preisgestaltung. Das gemeinsame Ziel lautet, nachhaltiger Ausbau des Portals im Dienst der Nutzerinnen und Nutzer.

    Stärkung aus eigener Kraft
    Die Beteiligung von CH Media steht exemplarisch für eine neue Phase im digitalen Immobilienmarkt. Plattformen, die durch Zusammenarbeit von Medienhäusern und Branchenakteuren getragen werden, gewinnen an Bedeutung. Newhome positioniert sich als regional verwurzelte, unabhängige Alternative und setzt ein klares Zeichen gegen die Monopolisierung im Online-Immobiliengeschäft.

  • Klimafonds Stadtwerk Winterthur vergibt Fördergelder

    Klimafonds Stadtwerk Winterthur vergibt Fördergelder

    Der Klimafonds Stadtwerk Winterthur vergibt in diesem Jahr 70‘000 Franken für umweltfreundliche Projekte, heisst es in einer Mitteilung. Der Klimafonds fördert bereits seit 2007 Projekte zu Klimaschutz, Energieeffizienz sowie CO2-Reduktion.

    Mit einer Summe von 30‘000 Franken wird die in Kloten ansässige Next Gas GmbH bedacht. Sie entwickelt Biogasreaktoren für kleine und mittlere Bauernhöfe. Dabei wird das Potential von Gülle für das Erzeugen von dezentraler Wärme und Strom genutzt. Die Fördermittel sollen in ein Pilotprojekt fliessen, in dem bei laufendem Betrieb das Fermentierungsverfahren von Next Gas getestet wird.

    Mit 20‘000 Franken wird ein Pilotprojekt des Vereins Soily unterstützt. Hier wird bei Betrieben in der Region Winterthur ein Spezialkompost mit einem idealen Gemisch von Mikroorganismen getestet. Dafür wird zunächst ein Versuchsfeld von 50 Quadratmetern angelegt.

    Die in Wallisellen ansässige SimpleTrain GmbH bietet eine Online-Plattform für internationale Bahnreisen an. Die erweiterte Plattform soll auch Buchungen für bislang nicht angebundene Strecken ermöglichen. Mit der Unterstützung von Klimafonds Stadtwerk Winterthur werden konkrete Routen wie die von Winterthur nach Barcelona via Lyon angeboten. Für das Projekt erhält SimpleTrain ebenfalls eine Unterstützung in Höhe von 20’000 Franken.

    Der Fonds finanziert sich unter anderem durch freiwillige Beiträge von Stromkunden in Höhe von 2 Rappen pro bezogene Kilowattstunde. Für einen durchschnittlichen vierköpfigen Haushalt bedeutet dies einen Betrag von 8 Franken je Monat, heisst es in der Mitteilung.

  • Ein Fonds zur Stärkung der beruflichen Bildung

    Ein Fonds zur Stärkung der beruflichen Bildung

    Im Jahr 2024 stellte der kantonale Berufsbildungsfonds insgesamt 23,1 Millionen Franken zur Verfügung. Ein starkes Signal für die Bedeutung der beruflichen Bildung. Davon flossen 22,2 Millionen in überbetriebliche Kurse, Qualifikationsverfahren sowie Weiterbildungen für Berufsbildnerinnen und Berufsbildner. Diese Massnahmen entlasten Ausbildungsbetriebe, fördern die Ausbildungsqualität und stärken die Attraktivität des Lehrstellenangebots.

    Impulse für neue Wege in der Bildung
    Mit 0,9 Millionen Franken wurden gezielt 17 innovative Projekte unterstützt. Dazu zählen unter anderem die Berufsmesse Zürich, Lehrlingswettbewerbe im Züri-Oberland sowie neue Lehrbetriebsverbünde in der IT- und Gastrobranche. Auch soziale Integrationsprojekte wie Praxistage für geflüchtete Personen erhielten Unterstützung. Diese Vielfalt zeigt, der Fonds fördert nicht nur Bewährtes, sondern treibt neue, zukunftsweisende Formate aktiv voran.

    Stabiler Fonds mit wachsender Strahlkraft
    Trotz hoher Ausgaben bleibt der Berufsbildungsfonds finanziell stabil. Per Ende 2024 weist er einen soliden Bestand von 15,4 Millionen Franken aus. Dieses finanzielle Polster sichert die kontinuierliche Unterstützung der Berufsbildung, auch in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten. Zudem gewinnt das Zürcher Modell über die Kantonsgrenzen hinaus an Aufmerksamkeit und gilt zunehmend als Best Practice für andere Deutschschweizer Regionen.

    Gesellschaftlicher Rückhalt für das duale System
    «Berufliche Bildung bietet Perspektiven, Orientierung und Stabilität in einem dynamischen Umfeld», betont Ruth Köfler-Apitzsch, Leiterin der Geschäftsstelle. Der Fonds sei ein verlässlicher Partner für alle, die sich für eine starke Grundbildung einsetzen und damit für ein stabiles Fundament des Schweizer Arbeitsmarktes.

  • Robuster Markt in Luzern

    Robuster Markt in Luzern

    Der gewerbliche Immobilienmarkt im Kanton Luzern erweist sich als widerstandsfähig, auch im internationalen Kontext wirtschaftlicher Unsicherheit. Das Bruttoinlandprodukt der Schweiz wuchs 2024 um 1,3 Prozent, für 2025 wird mit einem Anstieg auf 1,5 Prozent gerechnet. Der Kanton Luzern profitiert von seiner breit diversifizierten Wirtschaftsstruktur mit starken Sektoren wie Bau, Finanzen und Dienstleistungen.

    Engpass trifft auf Nachfrage
    Die Nachfrage nach Büroflächen bleibt hoch, gestützt durch das anhaltende Beschäftigungswachstum im Dienstleistungssektor. Gleichzeitig liegt das Bauvolumen mit rund 50 Millionen Franken deutlich unter dem langjährigen Mittel. Diese Zurückhaltung bei Neubauten verknappt das Angebot weiter, wodurch Mietpreise moderat, aber kontinuierlich steigen und dies seit 2015 um durchschnittlich 10 Prozent.

    Strukturwandel belastet
    Trotz stabiler Konsumindikatoren bleibt der Markt für Verkaufsflächen unter Druck. Der Onlinehandel, verändertes Konsumverhalten und geopolitische Unsicherheiten setzen selbst stark frequentierte Lagen unter Zugzwang. Sinkende Angebotsmieten deuten auf eine andauernde Schwächephase hin – eine Erholung ist derzeit nicht in Sicht.

    Solide Basis, neue Risiken
    Der Leerstand bei Industrieflächen liegt mit unter einem Prozent weit unter dem nationalen Schnitt. Die Nachfrage ist stabil, Projekte wie neue Gewerbeparks in Luzern und Umgebung signalisieren Dynamik. Doch handelspolitische Spannungen, insbesondere mit den USA, könnten diesen Trend bremsen und mittelfristig für eine Abschwächung sorgen.

    Viel Potenzial, aber wachsender Druck
    Die neue Studie von Luzerner Kantonalbank und Wüest Partner zeichnet ein differenziertes Bild. Büro- und Industrieflächen profitieren von der Standortattraktivität Luzerns und der starken Binnenwirtschaft. Verkaufsflächen bleiben hingegen das Sorgenkind. Künftige Entwicklungen werden massgeblich durch internationale Rahmenbedingungen bestimmt.

  • Mai zeigt minimale Steigerung der Mietpreise

    Mai zeigt minimale Steigerung der Mietpreise

    Die Immobilienplattform homegate.ch hat den gemeinsam mit der Zürcher Kantonalbank (ZKB) monatlich erhobenen Mietindex veröffentlicht. Laut einer Mitteilung ist der Index im Vergleich zum Vormonat um 0,1 Prozent auf 130,5 Punkte gestiegen. Somit hätten die Angebotsmieten im Mai «eine Verschnaufpause» eingelegt.

    Gegenüber dem Vorjahr haben die ausgeschriebenen Mieten schweizweit um 1,7 Prozent zugelegt. Je nach Region wurde sogar ein Anstieg der Angebotsmieten von mehr als 5 Prozent festgestellt.

    Die Ergebnisse zeigen deutliche Unterschiede zwischen Kantonen und Städten. Auf kantonaler Ebene wurden laut der Mitteilung im Jahresvergleich «erstmals seit Längerem wieder durchgehend steigende Angebotsmieten» beobachtet.

    Am deutlichsten betroffen von steigenden Mieten in den vergangenen zwölf Monaten sind die Kantone Zug (plus 7,1 Prozent) und Nidwalden (plus 6,9 Prozent). Dort liegen laut Mitteilung die Werte auch gegenüber dem Vormonat höher – in Zug um 1,4 Prozent, in Nidwalden um 1,1 Prozent. Am stärksten fällt der Anstieg im Monatsvergleich aber im Kanton Graubünden und den beiden Appenzeller Kantonen (plus 1,5 Prozent) aus. Preissenkungen hingegen verzeichne wie im Vormonat der Kanton Schwyz. Mit einem Minus von 2,1 Prozent pendeln sich die dortigen Angebotsmieten wieder auf das Niveau vom Dezember 2024 ein, heisst es.

    Bei den Städten gilt der Grossraum Zürich wie im Mai 2024 als der konstanteste. Die  Angebotsmieten seien «relativ kontinuierlich» um insgesamt 4,4 Prozent gestiegen. Dagegen verzeichne Genf einen Rückgang gegenüber dem Vorjahr – gegenüber dem Vormonat Mai fielen die Preise um 0,6 Prozent geringer aus. Den höchsten Preisanstieg gab es in der Stadt Lugano mit einem deutlichen Plus von 5,2 Prozent. Diese Entwicklung sei aber zurückführbar auf einen punktuellen Rückgang im Mai 2024.

    Homegate ist ein Geschäftsbereich der SMG Swiss Marketplace Group AG. In dieser sind die digitalen Marktplätze von TX Group, Ringier und Mobiliar vereint.

  • Wirtschaftsstandort Zürich überzeugt

    Wirtschaftsstandort Zürich überzeugt

    Laut einer Umfrage des Amts für Wirtschaft unter über 400 Unternehmen im Kanton Zürich bewerten 82 % den Standort positiv, 22 % sogar mit «sehr zufrieden», 60 % mit «eher zufrieden». Diese hohe Zustimmung stützt sich vor allem auf drei Faktoren, die ausgezeichnete Verkehrsinfrastruktur, die hohe Lebensqualität und die Verfügbarkeit gut ausgebildeter Fachkräfte. Auch wirtschaftliche Stabilität und politische Verlässlichkeit wurden als Standortvorteile genannt.

    Infrastruktur überzeugt
    Von den 24 bewerteten Standortfaktoren wurden Infrastruktur (71 %) und Lebensqualität (55 %) am häufigsten als Pluspunkte genannt. Der Arbeitsmarkt folgt mit 43 %. Auf der anderen Seite betrachten 90 % der Unternehmen das Kostenumfeld, insbesondere Mietpreise, Löhne und Auflagen, als klaren Nachteil. Ebenso kritisieren 64 % das Steuerumfeld. Zürich rangiert bei der Unternehmenssteuerbelastung schweizweit auf einem der letzten Plätze.

    Verlagerungspläne in jedem vierten Unternehmen
    Ein Viertel der befragten Unternehmen hat in den letzten fünf Jahren über einen Wegzug aus dem Kanton Zürich nachgedacht oder plant diesen konkret. Haupttreiber ist die hohe Steuerbelastung. Gemäss Statistik verlagert jährlich über ein Prozent der Zürcher Unternehmen ihren Sitz in andere Kantone. Ein Trend, der sich mit der Einschätzung vieler Firmen deckt.

    Im europäischen Vergleich gut positioniert
    Die Ergebnisse spiegeln sich auch in einer europäischen Vergleichsstudie des Amts für Wirtschaft wider. Zürich überzeugt im Vergleich mit anderen europäischen Wirtschaftsregionen vor allem durch seine Bildungslandschaft, wirtschaftliche Leistungsfähigkeit und Lebensqualität. Handlungsbedarf sieht die Studie bei Themen wie Arbeitsmarktdynamik, Innovationsförderung und Regulierungsdichte.

    Standort mit Stärken – aber unter Druck
    Der Kanton Zürich bleibt ein führender Wirtschaftsstandort mit hervorragender Infrastruktur, hoher Lebensqualität und einem kompetenten Arbeitsmarkt. Gleichzeitig signalisieren die Rückmeldungen der Unternehmen deutlich, dass das Kosten- und Steuerumfeld Anpassungen braucht, um Abwanderungstendenzen zu stoppen und die Wettbewerbsfähigkeit langfristig zu sichern. Für Entscheidungsträger heisst das, Standortpolitik aktiv weiterentwickeln, bevor die Stärken durch strukturelle Schwächen überlagert werden.

  • Parlament bewilligt Neubau IOM-Hauptsitzes in Genf

    Parlament bewilligt Neubau IOM-Hauptsitzes in Genf

    Mit 166 zu 2 Stimmen hat der Nationalrat am 14. Juni 2025 ein zinsloses Bundesdarlehen für die Erneuerung des Hauptsitzes der Internationalen Organisation für Migration bewilligt. Der Entscheid folgte auf ein bereits im März gefälltes Ja des Ständerats. Die IOM, als Teil des UNO-Systems, spielt eine führende Rolle in der globalen Migrationspolitik. Der aktuelle Standort im Genfer Morillons-Quartier stammt aus den frühen 1980er-Jahren und entspricht weder energetischen, funktionalen noch sicherheitsrelevanten Standards.

    Ivestition mit strategischer Bedeutung
    Die Zustimmung des Parlaments erfolgte, obwohl die IOM kürzlich angekündigt hatte, rund 20 Prozent der rund 1000 Stellen in Genf abzubauen. Hintergrund ist ein Hilfsstopp der USA, einer der Hauptgeldgeber der Organisation. Aussenminister Ignazio Cassis betonte jedoch im Rat, dass das Bauprojekt auch mit reduziertem Personalstand, künftig rund 600 Mitarbeitende, sinnvoll dimensioniert sei. Die Schweiz verfolge mit dem Engagement eine klare gaststaatpolitische Strategie zur langfristigen Stärkung des internationalen Genf.

    Finanzierungsstruktur und Zeitplan
    Das vom Bund gewährte Darlehen über 44,7 Millionen Franken ist zinslos und soll innerhalb von 50 Jahren zurückgezahlt werden. Die Gelder fliessen an die FIPOI (Immobilienstiftung für internationale Organisationen), welche das Projekt verantwortet. Der Kanton Genf beteiligt sich zusätzlich mit 21,6 Millionen Franken. Damit tragen Bund und Kanton etwa zwei Drittel der Gesamtkosten. Bereits 2022 hatte das Parlament ein Vorprojekt mit 5,7 Millionen Franken für Planungsarbeiten unterstützt. Der Baustart ist für Januar 2026 vorgesehen, der Bezug für 2029.

    Genf als strategischer Standort internationaler Organisationen
    Die Unterstützung des Bundes ist als Teil der übergeordneten Gaststaatenpolitik zu verstehen. Genf beherbergt heute mehr als 40 internationale Organisationen und gilt weltweit als einer der bedeutendsten multilateralen Standorte. Die Schweiz verfolgt das Ziel, diese Rolle weiter zu festigen. Nicht zuletzt in einem zunehmend wettbewerbsintensiven Umfeld um internationale Sitze. Die Modernisierung der Infrastruktur ist ein zentrales Mittel, um Organisationen wie die IOM dauerhaft an Genf zu binden.

    Signal für Kontinuität trotz Unsicherheiten
    Mit der klaren Zustimmung zum Neubau der IOM-Zentrale bekennt sich die Schweiz einmal mehr zu ihrer Rolle als Gaststaat internationaler Organisationen. Trotz geopolitischer Unsicherheiten und interner Kürzungen bei der IOM wird mit dem Projekt ein starkes Signal für die Standortattraktivität und die Verlässlichkeit der Schweiz gesetzt. Ein Aspekt, der für Fach- und Führungskräfte in Diplomatie, internationalen Organisationen und Bauwesen gleichermassen von Bedeutung ist.

  • Eigentumswohnungen verteuern sich stärker als Einfamilienhäuser

    Eigentumswohnungen verteuern sich stärker als Einfamilienhäuser

    Wohneigentum liege weiter im Trend, leitet ImmoScout24 eine Mitteilung zum aktuellen ImmoScout24-Kaufindex ein. Er wird monatlich von dem zur SMG Swiss Marketplace GroupAG gehörenden Marktplatz für Immobilien in Zusammenarbeit mit dem auf Immobilien spezialisierten Beratungsunternehmen IAZI erhoben. Der aktuelle Kaufindex zeigt für den Mai einen Anstieg der Preise gegenüber April sowohl bei Eigentumswohnungen als auch bei Einfamilienhäusern.

    Dabei zogen die Preise für Eigentumswohnungen mit 0,8 Prozent schweizweit deutlich stärker als die Preise von Einfamilienhäusern (0,3 Prozent) an. Innerhalb der einzelnen Regionen haben die Fachleute allerdings deutliche Unterschiede ausgemacht. «Besonders gross ist die Auswahl aktuell in der Genferseeregion», wird Martin Waeber, Managing Director Real Estate der SMG Swiss Marketplace Group, in der Mitteilung zitiert. «Am knappsten ist das Angebot hingegen in der Grossregion Zürich, eines der drei bevölkerungsreichsten Gebiete der Schweiz.»

    In der Grossregion Zürich haben denn auch die Preise für Einfamilienhäuser mit 3,9 Prozent im Monatsvergleich besonders stark zugelegt. Am anderen Ende der Skala steht die Ostschweiz. Hier gingen die Preise gegenüber April um 2,1 Prozent zurück. Bei Eigentumswohnungen steht die Ostschweiz hingegen mit einem Plus von 2,7 Prozent an der Spitze. Schlusslicht ist hier das Mittelland mit einem Minus von 0,7 Prozent.

    ImmoScout24 ist ein Geschäftsbereich der SMG Swiss Marketplace Group AG. In dieser sind die digitalen Marktplätze von TX GroupRingier und Mobiliar vereint.

  • Ferienwohnungsmarkt im Alpenraum zeigt stabile Nachfrage bei Preisabschwächung

    Ferienwohnungsmarkt im Alpenraum zeigt stabile Nachfrage bei Preisabschwächung

    Der UBS Alpine Property Focus 2025 bewertet die Entwicklung des Ferienwohnungsmarkts im Alpenraum. Fünf Schweizer Destinationen führen das Preisranking an. Engadin/St.Moritz GR sichert sich Platz 1 mit mindestens 22’300 Franken pro Quadratmeter. Die Top 5 werden von Verbier VS, Zermatt VS, Gstaad BE und Andermatt UR komplettiert. Die Preise für alpine Ferienwohnungen stiegen im vergangenen Jahr bei hoher Nachfrage um 2,3 Prozent.

    Das Aufkommen hybrider Arbeitsformen nach 2020 löste die aktuell hohe Nachfrage aus, heisst es in einer Medienmitteilung der UBS. Seit 2020 verteuerten sich alpine Ferienwohnungen um rund 30 Prozent. Das Jahr 2024 sah eine gedämpfte Preissteigerung im Alpenraum. Die Preise in französischen und italienischen Destinationen verteuerten sich um durchschnittlich 4, in Schweizer Standorten um 3 Prozent. In Österreich gingen sie um 3 Prozent zurück.

    «Kurzfristig dürfte sich die Preisentwicklung im Alpenraum in den nächsten Quartalen weiter abschwächen», sagt Maciej Skoczek, Immobilienökonom bei UBS und Hauptautor der Studie. Alpine Ferienwohnungen erfreuen sich grosser Nachfrage, doch die verhaltenen Wirtschaftsaussichten und die Inflation belasten Haushalte, sagt der Ökonom.

    Die Studie bewertet die Aussichten Schweizer Immobilien positiv. Diese erfreuen sich bei geopolitischen Turbulenzen als sichere Kapitalanlagen grosser Beliebtheit.  Gesenkte Hypothekarzinsen und ein geringes Angebot an Ferienwohnungen stützen Schweizer Preise zudem.

    Risiken für den Ferienwohnungsmarkt sieht die Studie in regulatorischen Eingriffen: Die Lockerung des Zweitwohnungsgesetzes dürfte die Angebotslage entspannen, während die geplante Verschärfung der Lex Koller den Grundstückserwerb für Ausländer stärker reguliert, so die UBS. Diese Eingriffe dämpfen die Preisentwicklung im Luxussegment.

  • Immobilienfonds startet neue Kapitalerhöhung

    Immobilienfonds startet neue Kapitalerhöhung

    Die Fondsleitung von Swiss Prime Site Solutions bereitet eine kurzfristige neue Kapitalerhöhung für den Akara Swiss Diversity Property Fund PK (Akara Diversity PK ) vor. Bei der Mitte Mai abgeschlossenen 14. Kapitalaufnahme seien aufgrund der hohen Nachfrage nicht alle Zeichnungen berücksichtigt worden, informiert die Asset Management Division der Zuger Immobilienfirma Swiss Prime Site in einer Mitteilung. Um dies zu korrigieren, will Swiss Prime Site Solutions weitere 85 Millionen Franken einsammeln. Die Zeichnungsfrist für die 15. Kapitalerhöhung beginnt am 11. Juni und endet am 20. Juni.

    Der Akara Diversity PK ist auf in der Schweiz ansässige steuerbefreite Versorgungseinrichtungen, Sozialversicherungs- und Ausgleichskassen sowie aus solchen bestehende Anlagefonds beschränkt. Die neue Kapitalerhöhung wird unter Wahrung der Bezugsrechte der bereits bestehenden Anteilseignenden durchgeführt. Dabei berechtigt der Besitz von 25 bisherigen Anteilen zum Erwerb eines neuen Anteils zum Ausgabepreis von 1148 Franken. Werden nicht alle Bezugsrechte genutzt, können neue Investierende zum Zug kommen. Die Liberierung der Fondsanteile soll am 27. Juni erfolgen.

    Swiss Prime Site Solutions will die eingespielten neuen Mittel zur Erweiterung des Liegenschaftsportfolios des Fonds und der Finanzierung laufender Projekte verwenden. Nach Möglichkeit solle auch die Fremdkapitalquote weiter verringert werden, heisst es in der Mitteilung.

  • KI-basierte Wetterprognosen für Energie und Landwirtschaft

    KI-basierte Wetterprognosen für Energie und Landwirtschaft

    Das in Zürich ansässige Start-up Jua.ai hat laut eines Artikels von startupticker.ch eine Serie-A-Finanzierungsrunde in Höhe von über 9 Millionen Franken abgeschlossen. Die Finanzierungsrunde wurde von Ananda Impact Ventures und Future Energy Ventures geleitet und von bestehenden Investoren wie 468 Capital und Promus Ventures unterstützt. Jua plant damit die Markteinführung seiner Earth Intelligence Platform zu beschleunigen. Diese soll eine präzisere Wetterprognose ermöglichen und damit Energiehändler bei schnelleren und profitableren Entscheidungen unterstützen.

    Die Plattform wird von Juas Künstliche Intelligenz (KI)-Modell EPT-2.0 angetrieben und soll die Wetterprognoseleistung herkömmlicher numerischer Wettermodelle sowie KI-Modelle grosser Technologieunternehmen deutlich übertreffen. Präzise Wettervorhersagen seien insbesondere für Sektoren wie Energie, Landwirtschaft, Luft- und Schifffahrt von grosser Bedeutung. Die KI-basierte Erdsimulation soll angesichts zunehmender Wetterextreme und Wetterumschwüngen eine konsistente und physiksimulierende Plattform bieten, um zuverlässige Entscheidungen in verschiedenen Sektoren zu ermöglichen.

    In seiner Seed-Finanzierungsrunde konnte sich Jua 2024 bereits rund 13 Millionen Franken sichern. Im Zuge der diesjährigen Kapitalerhöhung wurde nun Marvin Gabler, Mitgründer und Architekt von EPT-2.0, zum neuen CEO ernannt. Er übernimmt damit die Nachfolge von Andreas Brenner, der Jua seit der Gründung im Jahr 2022 geleitet hat. Mit Gabler in der Führung möchte sich das Unternehmen auf die Skalierung seiner Plattform im Energiesektor sowie der Ausweitung auf neue Märkte konzentrieren. «Mit unserer Earth Intelligence Platform haben wir die weltweit fortschrittlichste Erdsimulation in eine praxistaugliche Entscheidungsmaschine verwandelt», wird Gabler in dem Artikel zitiert. «Dies ist ein grundlegender Schritt zur Gestaltung unserer planetarischen Zukunft.»

  • Investitionspläne 2025 schwächeln, 2026 Rekordhoch

    Investitionspläne 2025 schwächeln, 2026 Rekordhoch

    Laut der aktuellen KOF Investitionsumfrage planen die Schweizer Unternehmen für das Jahr 2025 eine Steigerung ihrer Bruttoanlageinvestitionen um nominal 2,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Damit liegt das erwartete Wachstum nicht nur unter dem historischen Durchschnitt, sondern auch unter den Prognosen der letzten Erhebung im Herbst 2024. Insbesondere die Bauinvestitionen, bislang Haupttreiber der Schweizer Investitionstätigkeit, sollen zwar um 4,5 Prozent zulegen, zeigen jedoch im Vergleich zu den Erwartungen aus dem Vorjahr eine spürbare Abschwächung. Die Ausrüstungsinvestitionen sollen um 2,2 Prozent und die Forschungsausgaben um 2,5 Prozent wachsen.

    Im Dienstleistungssektor hat sich der Optimismus merklich eingetrübt. Anstelle des zuvor prognostizierten Wachstums von 4,7 Prozent erwarten die Unternehmen lediglich einen Anstieg um 3,1 Prozent. Im Baugewerbe wird sogar ein Rückgang der Anlageinvestitionen um 1,1 Prozent prognostiziert, eine deutliche Korrektur im Vergleich zur zuvor erwarteten Stagnation. Im Verarbeitenden Gewerbe hingegen bleiben die Aussichten weitgehend stabil, mit einem prognostizierten Zuwachs von 1,4 Prozent.

    Zollankündigung belastet Investitionssicherheit
    Eine zentrale Ursache für die verhaltenen Erwartungen liegt in der US-Zollankündigung vom April 2025, die eine Zollrate von 31 Prozent für Schweizer Importe in die USA vorsieht. Mithilfe einer quasi-experimentellen Analyse konnte die KOF aufzeigen, dass die Ankündigung spürbare Effekte auf die Investitionsentscheidungen hatte. Unternehmen, die ihren Fragebogen nach dem 2. April ausfüllten, berichteten vermehrt von gekürzten Investitionsplänen. Vor der Ankündigung planten rund 30 Prozent der Unternehmen, ihre Ausrüstungsinvestitionen zu reduzieren. Nach der Ankündigung stieg dieser Anteil auf 35 Prozent, während der Anteil der Unternehmen mit gleichbleibenden Plänen von 40 auf 36 Prozent sank.

    Ähnliche Muster zeigen sich bei den Bauinvestitionen, während Forschungsausgaben offenbar weitgehend unbeeinträchtigt blieben. Die Unternehmen, die ohnehin Erweiterungsinvestitionen planten, hielten an ihren Vorhaben fest. Hingegen reduzierten viele jene Unternehmen ihre Pläne, die zuvor keine Änderungen vorgesehen hatten, ein klarer Hinweis auf die gewachsene Unsicherheit.

    Deutlicher Anstieg der Investitionsunsicherheit
    Auch die Realisierungssicherheit der Investitionen hat sich nach der Zollankündigung verschlechtert. Der Anteil der Unternehmen, die ihre Investitionsvorhaben als unsicherer bewerten, stieg von 12 auf 22 Prozent. Gleichzeitig sank der Anteil jener, die keine Veränderung der Sicherheit feststellen, von etwa zwei Dritteln auf 56 Prozent. Der Anteil mit einer verbesserten Sicherheitseinschätzung blieb mit rund 21 Prozent konstant.

    Fokus auf Rationalisierung und Klimainvestitionen
    Das veränderte Umfeld hat die Investitionsmotive der Unternehmen beeinflusst. Erweiterungsinvestitionen, klassisch risikoreich, werden zunehmend zurückhaltend beurteilt. Stattdessen gewinnt der Gedanke der Rationalisierung an Bedeutung. Zudem wächst die Rolle von Umwelt- und Klimaschutzinvestitionen. Während im vergangenen Jahr 60 Prozent der Unternehmen entsprechende Massnahmen ergriffen haben, wollen in den kommenden drei Jahren 69 Prozent in Klimaschutz und Anpassung an Wetterextreme investieren. Dies geschieht trotz der Tatsache, dass fast ein Drittel der Unternehmen angibt, aktuell nicht direkt vom Klimawandel betroffen zu sein. Gleichzeitig sinkt der Anteil der Unternehmen, die den Übergang zu klimafreundlicheren Standards als Chance sehen, von 42 auf 39 Prozent. Der Anteil jener, die ihn als Risiko einstufen, steigt hingegen auf 28 Prozent.

    Optimistische Prognosen für 2026
    Für das Jahr 2026 zeigt sich ein völlig anderes Bild. Noch nie seit Beginn der KOF-Befragungen wollten so viele Unternehmen ihre Investitionen erhöhen. 28 Prozent der befragten Unternehmen planen höhere Ausrüstungsinvestitionen, bei den Bauinvestitionen liegt dieser Anteil sogar bei 29 Prozent. Gleichzeitig sinkt der Anteil der Unternehmen, die mit Rückgängen rechnen, deutlich auf nur noch 14 Prozent. Besonders optimistisch zeigen sich dabei Unternehmen aus dem Verarbeitenden Gewerbe und dem Dienstleistungssektor.

    Chancen und Risiken im Blick
    Die KOF-Analyse unterstreicht die hohe Anpassungsfähigkeit der Schweizer Unternehmen. Während geopolitische Risiken wie die US-Zollpolitik kurzfristig zu Investitionskürzungen und Unsicherheit führen, setzen viele Unternehmen langfristig auf Wachstums- und Klimainvestitionen.

  • Neue Erkenntnisse aus 45’000 Baubewilligungen

    Neue Erkenntnisse aus 45’000 Baubewilligungen

    Das Whitepaper «Retrofitting the Future, The Costs, Timelines, and Strategies Shaping Swiss Real Estate», das in Zusammenarbeit mit E4S entstanden ist, verbindet umfassende Datenanalysen mit praxisnahen Handlungsempfehlungen. Ziel ist es, ein realistisches Bild des Renovationsgeschehens in der Schweiz zu zeichnen. Die Forschenden haben systematisch die Dynamik von Sanierungen untersucht, sowohl in Bezug auf Geschwindigkeit und Kosten als auch auf die Art der Projekte.

    Erkenntnisse aus 45’000 Baubewilligungen
    Mit der Analyse von mehr als 45’000 erteilten Baubewilligungen liefert der Bericht erstmals eine detaillierte Übersicht über das tatsächliche Sanierungstempo in der Schweiz. Die Ergebnisse zeigen, dass sich durchaus positive Trends abzeichnen. Gleichzeitig wird jedoch deutlich, dass nur ein kleiner Teil der Renovationen direkt auf eine Verbesserung der Energieeffizienz abzielt. Damit bleibt der Wandel hin zu klimafreundlicheren Gebäuden bislang unvollständig.

    Strategische Bedeutung von Immobilienfonds
    Ein zentraler Aspekt des Berichts ist die Rolle von Immobilien-Investmentvehikeln (REIVs) bei der Erreichung der Klimaziele bis 2050. Um diese Ziele zu realisieren, müssen REIVs im Durchschnitt 13 Prozent ihres Nettovermögens, das entspricht 28,3 Milliarden Franken, für energetische Verbesserungen mobilisieren. Die Studie weist jedoch auf grosse Unterschiede zwischen den einzelnen Marktakteuren hin, was die Umsetzung dieser Investitionen angeht. Einige werden weit über dem Durchschnittsbedarf liegen müssen.

    Neue Instrumente für fundierte Entscheidungen
    Das Whitepaper ist Teil einer Reihe von Initiativen des CRML, die Entscheidungsträgern eine solide Datengrundlage bieten sollen.

    PRESS Scores: Ein umfassendes ESG-Bewertungssystem für über 126 Schweizer Immobilienfonds, das ökologische und soziale Kriterien berücksichtigt.

    PRESS Index: Der erste nachhaltige Börsenindex, der auf ESG-Leistungskennzahlen basiert und Transparenz im Immobiliensektor schafft.

    ES-Score-Whitepaper: Eine eingehende Analyse von 20’000 Gebäuden, die von REIVs verwaltet werden, um regionale Unterschiede zu identifizieren und Prioritäten für Investitionen zu setzen.

    Diese Instrumente haben ein gemeinsames Ziel, sie machen den Wandel im Immobiliensektor messbar und zeigen Handlungsfelder auf, die bislang oft verborgen bleiben. So wird eine Grundlage geschaffen, auf der Entscheidungsträger nicht nur reagieren, sondern proaktiv steuern können.

    Fokus auf zukunftsorientierte Strategien
    «Durch die Kombination von aktuellen Daten und Projekttypologien können wir von einer theoretischen und retrospektiven Sicht zu einer konkreten und prospektiven Lesart der laufenden Veränderungen übergehen», erklärt Dr. Nathan Delacrétaz, einer der Autoren des Berichts. Gemeinsam mit seinen Kollegen, den Professoren Eric Jondeau und Fabio Alessandrini, macht er deutlich, dass es nicht ausreicht, bei Bestandsgebäuden nur den Status quo zu verwalten.

    Die Forscher betonen, dass REIVs in Zukunft verstärkt auf drei strategische Ansätze setzen müssen, die Anpassung ihrer Portfolios durch gezielte Zu- und Verkäufe, die Renovation bestehender Gebäude sowie die Entwicklung neuer, energieeffizienter Immobilien. Auch die gezielte Aufwertung leistungsschwacher Liegenschaften wird eine Schlüsselrolle spielen, um die Energiebilanz des Sektors langfristig zu verbessern.

    Quantitative Grundlage für die Immobilienwende
    Das Whitepaper liefert einen seltenen Einblick in die tatsächliche Dynamik der Sanierungs- und Bauaktivitäten in der Schweiz. Es macht deutlich, dass die Baubewilligungen ein zentraler Indikator für Fortschritte auf dem Weg zur Klimaneutralität sind, gleichzeitig aber auch eine Mahnung. Denn nur wenn diese Renovationen gezielt auf Energieeffizienz und Klimaneutralität ausgerichtet werden, können die gesteckten Ziele erreicht werden.

  • Mietausfall in Zürich belastet nur vorübergehend

    Mietausfall in Zürich belastet nur vorübergehend

    Der Immobilienfonds Swiss Life REF (CH) ESG Swiss Properties hat im am 31. März 2025 abgeschlossenen ersten Semester des Geschäftsjahres 2024/25 einen Erfolg von 30,3 Millionen Franken erwirtschaftet, informiert die Swiss Life Asset Management AG in einer Mitteilung. Als Nettoertrag wurden 27,4 Millionen Franken ausgewiesen. Der Nettoinventarwert pro Anteil ging gegenüber Ende Geschäftsjahr 2023/24 von 113,73 Franken auf 112,37 Franken zurück.

    Zum soliden Ergebnis hat neben den Mietzinsen auch der Verkauf von fünf Liegenschaften mit einem Marktwert von rund 60 Millionen Franken beigetragen. Hier wurde ein Kapitalgewinn von rund 2,9 Millionen Franken realisiert. Zudem konnte der Fonds von einem im Juli 2024 zugekauften Wohnportfolio profitieren, dessen Nettorentabilität um rund 0,4 Prozentpunkte über der Rentabilität des bestehenden Portfolios lag.

    Der Ausfall eines grösseren Mieters in Zürich wirkte sich hingegen negativ auf das Ergebnis aus. Konkret stieg dadurch die Mietzinsausfallrate auf 3,8 Prozent an. Die betroffenen Flächen sind allerdings mit Wirkung zum Oktober 2025 bereits wieder vermietet.

    Im zweiten Semester des laufenden Geschäftsjahres will Swiss Life Asset Manager die laufenden Erträge und Aufwände seines Immobilienfonds weiter optimieren. Grössere Verkäufe von Liegenschaften oder eine Kapitalerhöhung sind nicht geplant, informiert der zur Swiss Life-Gruppe gehörende Vermögensverwalter.

  • Gewinnplus dank günstiger Beschaffung und weniger Reservebedarf

    Gewinnplus dank günstiger Beschaffung und weniger Reservebedarf

    Das Stadtwerk Winterthur hat sein Geschäftsjahr 2024 über den Erwartungen abgeschlossen. Die Gründe dafür liegen laut seiner Mitteilung in den gesunkenen Marktpreisen bei der Beschaffung von Gas und einem geringeren Aufwand für die vom Bund verordnete Winterreserve. So wurden 311 Millionen Franken umgesetzt und 26 Millionen Franken Gewinn erzielt.

    Im Wassernetz kam es zu weniger Leitungsbrüchen und der Betrieb der Kehrichtverwertungsanlage verlief weitestgehend unterbruchsfrei. Bei der Fernwärme mussten für die Abdeckung von Verbrauchsspitzen deutlich weniger Öl und Gas eingekauft werden. Zudem stieg die Anzahl der Kundinnen und Kunden, die sich an die Wärmenetze anschlossen. Als Folge der vom Winterthurer Stimmvolk beschlossenen Finanzierung der städtischen Pensionskasse konnten frühere Rückstellungen aufgelöst werden.

    Bezüglich der Herausforderungen in der Gegenwart und der Zukunft nennt das Stadtwerk steigende Kosten für Betriebsmittel und Fremdleistungen in allen Geschäftsfeldern und den zunehmenden Mangel an qualifizierten Arbeitskräften. Gleichzeitig stellt die steigende Eigenproduktion von Solarstrom durch Privatleute und Unternehmen den Angaben zufolge eine Herausforderung dar, weil sie dadurch vom Stadtwerk Winterthur weniger Strom beziehen. Zudem sind die Abnahmemengen schwerer vorhersehbar, weil der Bezug dann stärker vom Wetter abhängt.

    Hohe Kosten kommen auf den Energielieferanten durch die Erneuerung der Kehrichtverwertungsanalge sowie die Umbau- und Erweiterungsprojekte für die Abwasserreinigungsanlage und die Wärmenetze zu. Dazu sei ein grosser Rahmenkredit notwendig, über den voraussichtlich Ende nächsten Jahres abgestimmt werde. Darüber hinaus seien komplexe Vorbereitungen zur rechtlichen und finanziellen Zusammenführung der Wärmenetze in Arbeit. Auch die Kosten für Umweltauflagen und für Massnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz beschäftigten das Stadtwerk Winterthur zunehmend.