Kategorie: Regionen

  • Einfaches Bauen braucht Mut und weniger Bürokratie

    Einfaches Bauen braucht Mut und weniger Bürokratie

    Der Begriff „Gebäudetyp E“ steht für schnörkelloses, pragmatisches Bauen mit reduzierten Normen. In Deutschland gesetzlich verankert, in der Schweiz möglich, solange die gesetzlichen Mindestanforderungen wie Brandschutz oder Statik eingehalten werden. Hindernisse entstehen nicht durch Paragraphen, sondern durch überhöhte Komfortansprüche, fehlende Expertise bei Behörden und den Druck von Investoren.

    Umbau statt Neubau als Hebel
    Besonders im Bestand stossen die geltenden Vorschriften an Grenzen. Umbauten werden oft nach den Standards eines Neubaus bewertet, was Kosten und Hürden in die Höhe treibt. Beat Flach, Jurist, Nationalrat und SIA-Rechtskonsulent, fordert mehr Verhältnismässigkeit. Umbauten müssten pragmatischer behandelt werden, auch bei energetischen Vorgaben. So könnten schneller neue, günstigere Wohnungen entstehen und gleichzeitig CO₂ eingespart werden.

    Normen als Chance, nicht als Fessel
    SIA-Normen sind kein starres Korsett, sondern lassen alternative Wege zu. Planende können Ziele auch auf anderen Wegen erreichen oder über Vereinbarungen definieren. Entscheidend sei, dass Architekten, Ingenieure und Behörden diese Spielräume erkennen und nutzen. Die Angst vor Einsprachen und die Abhängigkeit von Richtlinien Dritter führen heute zu unnötiger Bürokratie und steigenden Baukosten.

    Reformen für Baubewilligungen
    Die Verfahren gelten als überkomplex. Flach plädiert für zweistufige Bewilligungsverfahren. Zuerst eine vereinfachte Prüfung der zentralen Fragen mit Einsprache Möglichkeit, danach die Detailabklärung. Das gäbe Investoren Sicherheit, beschleunigt den Bauprozess und senkt Kosten.

    „Einfaches Bauen“ bedeutet nicht weniger Qualität, sondern mehr Mut zu pragmatischen Lösungen. Der Schlüssel liegt im Umbau, in flexibleren Normen und in klaren politischen Leitplanken. Nur wenn Planende, Behörden und Politik an einem Strang ziehen, kann Bauen schneller, günstiger und nachhaltiger werden.

  • Neuer Tower für den Flughafen Zürich genehmigt

    Neuer Tower für den Flughafen Zürich genehmigt

    Der heutige Tower wurde 1985 gemeinsam mit dem Dock A in Betrieb genommen und hat nach fast 40 Jahren das Ende seiner Lebensdauer erreicht. Der neue Tower entsteht nördlich des bestehenden Standorts und soll den Fluglotsinnen und -lotsen einen optimierten Überblick über den Boden- und Luftverkehr verschaffen. Funktionalität, Nachhaltigkeit und Arbeitsplatzqualität werden dabei auf ein neues Niveau gehoben.

    Teil eines Grossprojekts
    Der Neubau des Towers ist eng mit dem Ersatzneubau des Dock A verbunden. Beide Projekte wurden von der Flughafen Zürich AG 2023 eingereicht und in einem gemeinsamen Verfahren geprüft. Während der Tower nun in einem Teilentscheid genehmigt wurde, läuft das Verfahren für das neue Dock A weiter. Bis zu dessen Fertigstellung wird der Tower zunächst als eigenständiges Gebäude betrieben.

    Nachhaltigkeit im Fokus
    Das Projekt wird vom Architekturbüro Bjarke Ingels Group geleitet und setzt auf eine Bauweise mit Holz als Hauptmaterial. Das Dach des neuen Docks wird vollständig mit Photovoltaik ausgestattet und soll bis zu zwei Drittel des Strombedarfs decken. Mit einem Investitionsvolumen von rund 700 Millionen Franken ist der Ersatzneubau Dock A eines der bedeutendsten Infrastrukturprojekte der kommenden Jahre.

    Einsprachen und Ausblick
    Gegen das Vorhaben gingen mehrere Einsprachen ein, unter anderem von betroffenen Gemeinden. Laut UVEK führt der Bau selbst jedoch nicht zu zusätzlichem Fluglärm. Im Gegenteil, die Immissionen in der Umgebung könnten sogar sinken. Der Baustart des Towers ist für 2027 vorgesehen, die Inbetriebnahme des neuen Dock A wird nicht vor 2030 erwartet. Ein Drittel aller Passagiere am Flughafen Zürich nutzt das Dock A, seine Erneuerung gilt daher als zentral für den Flughafenbetrieb der Zukunft.

    Mit dem neuen Tower und Dock A setzt der Flughafen Zürich auf eine nachhaltige und funktionale Infrastruktur, die den steigenden Anforderungen an Luftverkehr und Umweltschutz gerecht wird. Das Projekt verbindet Hightech-Flugsicherung mit moderner Baukultur, ein starkes Signal für die Zukunft des Schweizer Luftverkehrs.

  • Molekulare Lichterkette eröffnet Wege für Quantentechnologien

    Molekulare Lichterkette eröffnet Wege für Quantentechnologien

    Porphyrine sind zentrale Bausteine der Natur. Sie bilden die Basis für Hämoglobin im Blut oder Chlorophyll in Pflanzen. In Kombination mit Metallzentren erhalten sie vielseitige chemische und physikalische Eigenschaften. Empa-Forschende nutzten nun dieses Prinzip, um Porphyrine gezielt an ein Graphen-Nanoband mit Zickzack-Rändern anzudocken. Die Bindung erfolgte mit höchster Präzision und bildet eine Art molekulare Kette mit exakt definierten Abständen.

    Magnetismus trifft Quantenlogik
    Das Graphenband bringt einen eigenen Randmagnetismus mit, während die Metallzentren der Porphyrine konventionellen Magnetismus beisteuern. Beide Systeme wurden erfolgreich gekoppelt, ein entscheidender Schritt für quantentechnologische Anwendungen. Das hybride Material könnte als Reihe vernetzter Qubits fungieren, in denen Spins als Informationsträger genutzt werden.

    Elektronik und Optik in einem System
    Die Porphyrine sind nicht nur magnetisch aktiv, sondern auch optisch wirksam. Sie können Licht abstrahlen, dessen Wellenlänge vom magnetischen Zustand beeinflusst wird. Eine Art molekulare Lichterkette, die Informationen durch Farbänderungen überträgt. Umgekehrt lässt sich das System durch Licht anregen, was Leitfähigkeit und Magnetismus des Graphenbands verändert. Damit eröffnet sich ein breites Spektrum an Anwendungen von chemischen Sensoren bis hin zu neuartigen Bauelementen der Elektronik.

    Baukasten für die Zukunft
    Die Synthese dieser Strukturen erfordert aufwendige Verfahren. Unter Ultrahochvakuum und bei hohen Temperaturen werden die präzise designten Ausgangsmoleküle auf einer Goldoberfläche zu den Ketten „gebacken“. Unterstützt von der Werner Siemens-Stiftung arbeitet das Empa-Team nun daran, durch Variationen der Metallzentren und Graphenbreiten noch vielseitigere Systeme zu entwickeln. Ziel ist es, Designer-Materialien zu schaffen, die die Grundlage für zukünftige Quantentechnologien bilden.

    Die Kombination von Porphyrinen und Graphen eröffnet eine neue Klasse molekularer Systeme. Sie verbindet Chemie, Magnetismus und Optik in nanoskaligen Strukturen und legt den Grundstein für die Elektronik und Quantentechnologie von morgen.

  • Neue Silizium-Säuren könnten „ewige Chemikalien“ zerstören

    Neue Silizium-Säuren könnten „ewige Chemikalien“ zerstören

    Die per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen kurz PFAS, gelten als „ewige Chemikalien“, da sie in der Umwelt nicht abgebaut werden. Ihre hochstabile Kohlenstoff-Fluor-Bindung widersteht Licht, Wasser und Mikroorganismen. Die neu entwickelten Super-Lewis-Säuren setzen genau hier an. Sie zeigen eine extreme „Elektronengier“ und greifen die widerstandsfähigen Strukturen der PFAS direkt an.

    Komplexe Herstellung mit grosser Wirkung
    Lange Zeit galten diese Verbindungen nur als theoretisches Konzept. Erst durch innovative Methoden wie die Protolyse gelang es, sie synthetisch herzustellen. Dabei wurden bewährte Prozesse aus der Kohlenstoffchemie auf Silizium übertragen. Die Experimente waren hochsensibel. Sie mussten unter Schutzgasatmosphäre durchgeführt werden, da schon geringste Spuren von Sauerstoff oder Wasser die Reaktionen verhindern würden.

    Quantenmechanik liefert den Schlüssel
    Erstmals wurde die Stärke dieser Moleküle vollständig quantenmechanisch vorausberechnet. Diese Berechnungen bestätigten nicht nur die extreme Reaktivität, sondern ermöglichten auch ein präzises Verständnis der Mechanismen. Spektroskopische Methoden wie NMR validierten die Vorhersagen. Damit ist die Kombination aus Theorie und Experiment ein Meilenstein in der Katalyseforschung.

    Katalysatoren für den Umweltschutz
    Die neuen Super-Lewis-Säuren verhalten sich wie Katalysatoren. Sie verändern sich während der Reaktion, regenerieren sich jedoch wieder und werden nicht dauerhaft verbraucht. Damit reichen kleinste Mengen aus, um hochgiftige PFAS-Verbindungen unschädlich zu machen… Ein entscheidender Vorteil gegenüber bisherigen Ansätzen.

    Mit den Silizium-basierten Super-Lewis-Säuren rückt erstmals eine realistische Lösung für das globale PFAS-Problem in Reichweite. Sie könnten ein Schlüsselinstrument für Recycling, Grüne Chemie und den Schutz von Umwelt und Gesundheit werden.

  • Lock-in-Effekt blockiert den Wohnungsmarkt

    Lock-in-Effekt blockiert den Wohnungsmarkt

    Während Bestandsmieten über Jahre hinweg stabil bleiben oder gar sinken, steigen Angebotsmieten stark an. Eine Studie der Zürcher Kantonalbank zeigt, wer 2008 im Kanton Zürich eine Wohnung bezog, zahlt heute im Schnitt 3,3 Prozent weniger. Neue Mieter müssen dagegen über 33 Prozent mehr bezahlen. Dieser sogenannte „Verweilbonus“ führt dazu, dass ein Umzug für viele finanziell unattraktiv ist.

    Lock-in-Effekt lähmt Wohnraumnutzung
    Das Resultat ist eine verzerrte Nutzung des Wohnraums. Familienwohnungen bleiben auch nach dem Auszug der Kinder bestehen, WG-Zimmer werden nicht neu vergeben. Der Lock-in-Effekt hält ältere Generationen in zu grossen Wohnungen fest, während junge Familien kaum adäquaten Wohnraum finden. Besonders betroffen sind die grossen Städte, wo Regulierungen den Effekt zusätzlich verstärken.

    Folgen für Gesellschaft und Wirtschaft
    Die Erstarrung des Mietmarktes hat weitreichende Folgen. Jüngere Haushalte finden kaum grössere Wohnungen für Familiengründungen, während die ältere Generation in überdimensionierten Wohnflächen lebt. Gleichzeitig trifft die Problematik einkommensschwache Haushalte besonders hart. Bei einem Umzug würde ein signifikanter Teil dieser Gruppe mehr als 40 Prozent des Einkommens für die Miete aufbringen müssen.

    Lösungsansätze gefordert
    Abhilfe schaffen könnten eine höhere Bautätigkeit, steuerliche Anreize für den Umzug in kleinere Wohnungen und innovative Wohn- und Finanzierungsmodelle. Auf kommunaler Ebene sind flexible Rahmenbedingungen notwendig, um das Angebot auszuweiten. Entscheidend ist zudem, Regulierungen so zu gestalten, dass sie nicht unbeabsichtigt den Lock-in-Effekt verstärken und damit genau den Gruppen schaden, die geschützt werden sollen.

    Der Lock-in-Effekt ist ein junges, aber zunehmend dominantes Phänomen des Mietmarktes. Er führt zu ineffizienter Wohnraumnutzung, sozialen Schieflage und einem Verlust an Dynamik. Nur mit mehr Neubau, kreativen Marktmodellen und gezielten politischen Anreizen lässt sich die Blockade lösen und der Wohnungsmarkt wieder in Bewegung bringen.

  • Barrierefreie Türen durch unsichtbares Dämpfungssystem

    Barrierefreie Türen durch unsichtbares Dämpfungssystem

    Dormakaba hat ein neues Dämpfungssystem für Türen auf den Markt gebracht. Die weltweit agierende Schliesstechnikfirma aus Rümlang hat mit IST Home ein System lanciert, das ein sanftes Öffnen und Schliessen sowie ein barrierefreies Passieren von Türen im Wohnbereich ermöglicht, heisst es in einer Mitteilung. Eine vergleichbare Dämpfung ist bislang von Schubladen und Küchenmöbeln bekannt.

    Die Stärke der Dämpfung lässt sich bei IST Home über ein Ventil einstellen. Zum Öffnen der Tür reicht ein sanfter Druck aus, um einen Anfangswiderstand zu überwinden. Auch das Schliessen der Tür erfolgt sanft ohne ein Schlagen des Türblatts. Bei Rahmen und Vollblatttüren mit einer Stärke von mindestens 40 Millimetern und einer maximalen Masse bis zu 100 Kilogramm kann das System IST Home voll in die Tür integriert werden. Von aussen sind somit keine Bauteile sichtbar. Wie das Unternehmen mitteilt, ist das neue System langlebig und wartungsfrei.

  • Digitale Zwillinge für Energiesysteme gewinnen an Bedeutung

    Digitale Zwillinge für Energiesysteme gewinnen an Bedeutung

    Sympheny hat laut seiner Mitteilung einen Meilenstein auf dem Weg als Partner des kalifornischen Unternehmens ESRI und seiner Schweizer Niederlassung in Zürich erreicht: Die 2020 gegründete und im Technopark Winterthur ansässige Firma Sympheny hat das dreijährige Start-up-Programm von ESRI offiziell abgeschlossen.

    Die während dieser Zeit erhaltene „Unterstützung von unschätzbarem Wert samt aller Ressourcen und Möglichkeiten“ hätten es ermöglicht, die Geodatentechnologie des weltweit tätigen Unternehmens in die eigenen Lösungen für Energiesysteme zu integrieren. „Von der Optimierung der städtischen Energieplanung bis hin zur Verbesserung der räumlichen Entscheidungsfindung hat das ESRI-Ökosystem massgeblich dazu beigetragen, unsere Innovationen voranzutreiben“, so Sympheny.

    Sympheny bietet auf dem digitalen Zwilling basierende Dienstleistungen für Energieplanerinnen und -manager an, die es ihnen ermöglichen sollen, ihre Nachhaltigkeitsziele „mit minimalen Kosten und maximalem Vertrauen zu erreichen“, so das Start-up in einer Selbstdarstellung. „Digitaler Zwilling + Algorithmen = Intelligente Dienstleistungen.“ Dafür stellt Sympheny seine abonnementbasierte SaaS-Plattform zur Verfügung, auf der sie ihren digitalen Zwilling des Energiesystems entwickeln, verwalten und kontinuierlich nutzen können.

    In einer nächsten Phase soll die Partnerschaft zwischen Sympheny und ESRI mit neuen gemeinsamen Projekten vertieft werden. Zudem äussert sich Sympheny „stolz darauf, ESRI als Beobachter in unserem GOES-Projekt zu haben“. GOES ist ein Horizon 2020-Projekt der EU, in dem innovative Geodatenlösungen für die Energieplanung erforscht werden. Es wird von der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa) in Dübendorf ZH koordiniert und umfasst acht Partner aus fünf Ländern der EU und den USA.

    Ausserdem, so heisst es in der Mitteilung, freue sich Sympheny auch auf die weitere Zusammenarbeit mit dem Team von Urban ArcGIS, der webbasierten 3D-Lösung von ESRI für Stadtplanungsprojekte. Sympheny wolle dabei besonders das Thema Energie voranbringen.

  • Die Swissbau 2026 setzt starke Impulse

    Die Swissbau 2026 setzt starke Impulse

    Die Trendwelt Innenausbau in Halle 1.2 bleibt auch am Samstag geöffnet. Tobias Hofmeier begrüsst Ausstellerinnen und Fachpublikum als neuer Messeleiter.
    Aussteller der Swissbau 2026 erhalten in diesen Wochen ihren Platzierungsvorschlag. Keine einfache Aufgabe für die Messeverantwortlichen – gibt es doch sehr viel Neues an der nächsten Ausgabe. Das Team der Swissbau hat die beliebte Mehrbranchenmesse mit neuen Ideen gespickt, um grosse und kleine Marken für eine Teilnahme zu begeistern.

    Treffpunkt Handwerk mit «Swissness»
    In Halle 1.0 bietet ein lebendiger Treffpunkt für das Handwerk dem vielfältigen Wirtschaftszweig eine starke Lobby. Highlight der 2500 Quadratmeter grossen Fläche ist der Bau eines doppelstöckigen Holzhauses und einer modernen Stahlhalle von verschiedenen, parallel arbeitenden Gewerken. Zum Austausch und Fachsimpeln bietet die BauBeiz ausreichend Platz. Berufsstolz steht hier hoch im Kurs, genau wie auf den spielerischen Aktionsflächen daneben.

    Neue Kooperationen für mehr Vielfalt
    Nicht nur in Halle 1.1 führt eine neugeborene Kooperation mit dem Schweizerischen Maler- und Gipserunternehmer-Verband SMGV zu verschiedenen Inszenierungen. Live-Demos, Trainings, Veranstaltungen sowie Ausstellung und Auszeichnung des renommierten «Schweizer Preis für Putz und Farbe» mobilisieren die kreative Branche und bieten Herstellern ein attraktives Umfeld zur Produktpräsentation.

    Eine neue Plattform für den Innenausbau
    Die grösste Veränderung betrifft die designorientierte Trendwelt, die von Halle 2.2 in die modernere Halle 1.2 umzieht. Messeleiter Rudolf Pfander erzählt: «Die Trendwelt Bad wird auf den Innenausbau erweitert. Aussteller profitieren von einem hochwertigen Ambiente sowie neuen Synergien der Bereiche Bad, Boden/Wand/Decke, Licht, Büro- und Objekteinrichtung auf einer gemeinsamen Ebene.» Ein zusätzlicher Vorteil: Nur die Trendwelt hat am Samstag für unter der Woche ausgelastete Fachbesucher sowie private Eigentümerinnen und Bauherren geöffnet.

    Swissbau unter neuer Führung
    Seit 25 Jahren leitet Rudolf Pfander die Geschicke der Swissbau und führte sie erfolgreich in die Neuzeit. Um nach der Ausgabe 2026 neue Aufgaben bei MCH Exhibitions & Events zu übernehmen, übergibt er bereits diesen September die Nachfolge an seinen Stellvertreter Tobias Hofmeier. Der 36jährige Lörracher lenkt seit 2020 das Swissbau Projektmanagement sowie die erfolgreiche Entwicklung der Kollaborations-Plattformen Swissbau Focus und Lab.

    Breites Angebot an Präsenzen
    Vom Individualstand über die All-In-Theke bis zur Neuheiten-Demonstration im Swissbau Lab: Wer an der Swissbau 2026 präsent sein möchte, kann aus einer Vielzahl an Teilnahmemöglichkeiten wählen. Tobias Hofmeier und sein Team freuen sich über jede Kontaktaufnahme. Er präzisiert: «Unsere Kunden können sicher sein, dass wir ihre Bedürfnisse an erste Stelle setzen und gemeinsam eine passende Präsenzmöglichkeit finden».

    Unterstrichen wird die anhaltende Relevanz der Swissbau durch namhafte Partnerschaften. Der Schweizerische Ingenieur- und Architektenverein SIA, die Schweizer Marke LAUFEN sowie der neue Partner Abacus Business Solutions engagieren sich an der Swissbau 2026 in grossem Umfang und bringen ihre Expertisen ein.

    Swissbau 2026 – die führende Plattform der Bau- und Immobilienwirtschaft in der Schweiz

    Messedauer, Öffnungszeiten
    20.- 23./24. Januar 2026
    Dienstag bis Freitag, 9 bis 18 Uhr
    Samstag Zusatztag Innenausbau in Halle 1.2, 9 bis 16 Uhr

    Weitere Informationen
    swissbau.ch

  • Red Dot Award für Schweizer Büromöbelserie

    Red Dot Award für Schweizer Büromöbelserie

    Die Lista Office Group AG mit Sitz in Degersheim hat einen Red Dot Award 2025 erhalten. Die modulare Schreibtisch- und Tischserie LO Summit ihrer Marke Lista Office LO wurde mit dem Preis für Produktdesign ausgezeichnet. Wie es in der Jury-Begründung heisst, begeistere LO Summit „durch Wandelbarkeit, Eleganz und intelligentes Design. Auch das durchdachte Zubehör und die formale Vielfältigkeit gefallen.“

    LO Summit eigne sich dank der grossen Auswahl an Materialien, Tischformen und Fussdesigns als Konferenztisch und Teamarbeitsplatz. Dies ermöglicht dem Kunden eine hohe Individualität für stilvolle Besprechungs- und Austauschzonen. Kabelkanäle und integrierte Kabelführungen sorgen dafür, dass unter den Tischen alles organisiert ist. Die Produkte können um Zubehör wie aufsteckbaren Sichtschutz, Elektroboxen, Tischleuchten oder erhöhte Ablageflächen erweitert werden.

    „Mit dem Red Dot Design Award 2025 würdigt die Expertenjury ein Gesamtkonzept aus gestalterischer Qualität und hoher Bedürfnis- und Nutzenorientierung“, wird Claudia Ceotto, Produktmanagerin bei Lista Office LO, in einer Mitteilung zitiert. „LO Summit zeigt eindrücklich, dass die Essenz zukunftsfähigen Büromöbeldesigns in der Modularität, Agilität und Umsetzungsqualität liegt.“

    Der Red Dot Award gilt als einer der renommiertesten internationalen Designwettbewerbe. 2025 gingen den Angaben zufolge Beiträge aus über 60 verschiedenen Ländern ein. Sie wurden durch eine unabhängige Jury von 43 Fachleuten aus 21 Nationen und verschiedenen Tätigkeitsfeldern wie Design, Medien, Bildung und Beratung bewertet.

  • Gleisbau und Modernisierung am Bahnhof Speicher

    Gleisbau und Modernisierung am Bahnhof Speicher

    Das Dietiker Bauunternehmen Walo Bertschinger AG bringt laut einer Mitteilung seine langjährige Erfahrung im Gleisbau in der Gemeinde Speicher ein. Dort laufen Bauarbeiten zum Bahnhofsumbau. Walo übernimmt die Schienen- und Weichenarbeiten zur Optimierung der Gleisanlagen für einen reibungslosen Bahnverkehr. Den Angaben zufolge trägt Walo dazu bei, „dass Bahnstrecken nachhaltig, sicher und zuverlässig bleiben, damit die Mobilität von heute und morgen gesichert ist“.

    Die Bauarbeiten dauern voraussichtlich bis Mitte September 2025. Vorgesehen sind bis dahin auch die Schaffung komfortabler und barrierefreier Bahnsteige, neue Beläge und Entwässerungssysteme für mehr Sicherheit und Langlebigkeit. Auch die Beleuchtung und Ausstattung sollen modernisiert werden für ein angenehmes Bahnhofserlebnis.

    Die Gemeinde Speicher im Kanton Appenzell Ausserrhoden verfolgt Pläne für mehr Nachhaltigkeit. Dazu gehören der vermehrte Einsatz erneuerbarer Energien, energieeffizientes Bauen und umweltfreundliche Mobilität. Zudem zählt der Bahnhofsumbau zu den Nachhaltigkeitsprojekten in Speicher. Die Gemeinde strebt an, ihn mit LED-Beleuchtung, ökologischen Materialien und einem barrierefreien Zugang auszustatten. Ziel ist ein klimafreundlicher und moderner öffentlicher Nahverkehr.

  • Pilotprojekt intelligente automatisierte Mobilität schreitet voran

    Pilotprojekt intelligente automatisierte Mobilität schreitet voran

    Das Swiss Transit Lab (STL) aus Schaffhausen, die Kantone Zürich und Aargau und die SBB haben die Kartierungsphase des Pilotprojekts intelligente automatisierte Mobilität (iamo) gestartet. Mit der Erstellung einer digitalen Karte der Region, wird laut einer Medienmitteilung der Einsatz selbstfahrender Fahrzeuge im Furttal vorbereitet. Bevor das Angebot im Furttal nutzbar sein wird, sollen nach der Kartierung eine Trainingsphase und eine Testphase durchgeführt werden.

    Im Rahmen des Projekts möchten die Projektpartner automatisierte Fahrzeuge für Reisende zu Verfügung stellen und herausfinden, wie dies künftig den öffentlichen Verkehr weiterentwickeln könnte. Es sind nun erstmals zwei mit der WeRide-Technologie ausgestattete Elektroautos im Furttal unterwegs. Diese werden jedoch vorerst noch von einer Fahrerin oder einem Fahrer gesteuert.

    Während der Kartierungsphase werden nun die Strassen im Pilotgebiet manuell abgefahren. Die Fahrzeugsensoren erfassen dabei die Umgebung und erstellen eine digitale Karte, die mehr Informationen als eine klassische Navigationskarte enthalten wird. Die Karte wird neben Echtzeitaufnahmen künftig die Grundlage für die sichere Navigation der selbstfahrenden Fahrzeuge bieten. Sobald diese Phase abgeschlossen ist und die Ausnahmebewilligung des Bundesamts für Strassen (ASTRA) zum automatisierten Fahren vorliegt, werden die Trainings- und Testphase folgen. Dabei werden die Fahrzeuge die Verkehrsregeln und typische Situationen im Pilotgebiet lernen und anschliessend zunächst unter Aufsicht eines Sicherheitsfahrer automatisiert fahren.

    Der öffentliche Betriebsstart der Fahrzeuge ist für de erste Jahreshälfte 2026 angesetzt. Bis zu vier Personenwagen können dann über eine App kostenpflichtig bestellt werden und Fahrgäste von einem definierten Haltepunkt zu einem anderen Haltepunkt in der Pilotregion bringen. Verschiedene Massnahmen sollen dabei den Datenschutz und die Datensicherheit sicherstellen. Die Flotte soll künftig ausserdem um Kleinbusse erweitert werden.

  • Studierende denken über Food Factory in Basel nach

    Studierende denken über Food Factory in Basel nach

    Unter dem Thema Feed the city haben sich Studierende des Instituts Architektur der Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW) über ein Jahr hinweg mit der Frage nach einer nachhaltigen Versorgung mit Nahrungsmitteln auseinandergesetzt. Dabei wurden Konzepte erarbeitet, auf dem Areal Rosental Mitte in Basel eine Food Factory einzurichten, informiert Immobilien Basel-Stadt in einer Mitteilung. Der kantonale Ansprechpartner für Immobilienmanagement will das ehemalige Firmenareal in einen Stadtteil für Wohnen, Arbeiten, Forschen, Freizeit und Sport transformieren.

    Als Standort einer Food Factory bietet sich nach Ansicht der Studierenden der FHNW das achtgeschossige ehemalige Farbstoff-Packmagazin in Rosental Mitte an. Die „robuste Struktur mit den grossen Spannweiten, hohen Decken und grossen Traglasten“ eigene sich „sehr gut für neue Nutzungsideen“, schreiben sie in der Mitteilung. Der erhaltenswerte Bau 1055 könne zudem „als Treffpunkt im Quartier dienen und gleichzeitig Wissen über die Lebensmittelproduktion vermitteln“.

    Die angedachte Food Factory mitten in Basel soll den gesamten Kreislauf des Essens von der Produktion über Verarbeitung und Konsum bis zur Abfallverwertung sichtbar machen. Dafür haben die Studierenden Konzepte für Produktion und Vertrieb erarbeitet und Schnittstellen zu Gastronomie und Forschung untersucht. Auch die Potenziale neuer Lebensmittel wie beispielsweise Algen sind in die Überlegungen eingeflossen.

  • Sanierungsanreize sichern Energieziele und Bauwirtschaft

    Sanierungsanreize sichern Energieziele und Bauwirtschaft

    Der Gebäudepark spielt eine zentrale Rolle bei der Reduktion von Emissionen und beim Schliessen der Winterstromlücke. Energetische Modernisierungen wie bessere Dämmung oder der Ersatz fossiler Heizungen durch Wärmepumpen sind zentrale Hebel, um die Energie- und Klimaziele zu erreichen. Ohne gezielte Anreize fehlt jedoch die notwendige Dynamik, um Investitionen in grossem Stil auszulösen.

    Kritik an der Eigenmietwert-Vorlage
    Die am 28. September zur Abstimmung stehende Vorlage sieht nicht nur die Abschaffung des Eigenmietwerts vor, sondern auch den Wegfall von Abzügen für Gebäudeunterhalt und energetische Investitionen. Bauenschweiz warnt, dass damit ein Sanierungsstopp droht, mit gravierenden Folgen für lokale KMU im Bau- und Handwerkssektor sowie für den Klimaschutz. Statt Anreize zu schaffen, würde ein solcher Systemwechsel Sanierungen verhindern, das Gewerbe schwächen und den Mittelstand belasten.

    Studie zeigt enormes Effizienzpotenzial
    Eine aktuelle Untersuchung der Hochschule Luzern und FLUMROC verdeutlicht, wie gross die Chancen sind. Durch eine Kombination aus Wärmepumpen und optimierter Gebäudehülle liesse sich der Strombedarf in der Schweiz um jährlich 5,3 Terawattstunden senken. Damit könnten fast zehn Prozent des gesamten Verbrauchs gedeckt und die Winterstromlücke praktisch geschlossen werden.

    Die Schweiz steht an einem energiepolitischen Wendepunkt. Statt Hürden für Investitionen zu schaffen, braucht es Rahmenbedingungen, die energetische Sanierungen vorantreiben, die Bauwirtschaft stärken und den Beitrag des Gebäudeparks zur Klimawende voll ausschöpfen.

  • Abstandsgrün als ökologisches Kapital der Städte

    Abstandsgrün als ökologisches Kapital der Städte

    Studien zeigen, dass in Städten wie Bern dutzende Hektaren sogenanntes Abstandsgrün existieren. Rasenflächen ohne Funktion, die lediglich gemäht werden. Diese Flächen sind ein bislang ungenutztes Kapital. Sie könnten Regenwasser speichern, das Stadtklima kühlen und Lebensräume für vielfältige Arten schaffen. Statt isoliert betrachtet zu werden, müssen sie als zusammenhängendes Ökosystem verstanden werden.

    Planung über Parzellengrenzen hinaus
    Klimawandel und Biodiversität machen nicht an Grundstücksgrenzen Halt. Dennoch ist die Kompetenz der Eigentümerschaften auf ihre Parzellen beschränkt. Damit das Potenzial urbaner Grünräume für Klimaresilienz und Artenvielfalt wirksam wird, braucht es politische Leitplanken, kooperatives Handeln und neue Berufsfelder, die urbane Grünräume professionell pflegen und entwickeln. Ein systemischer Ansatz im Städtebau ist unverzichtbar.

    Landschaftsarchitektur mit Führungsanspruch
    Die Architektur prägt den Städtebau mit grossen Gesten, doch die Robustheit und Zukunftsfähigkeit urbaner Systeme liegt im Freiraum. Hier hat die Landschaftsarchitektur ihre Stärke. Sie kann mit minimalen Mitteln widerstandsfähige, ökologische Strukturen schaffen. Dafür braucht es mehr Selbstbewusstsein in der Disziplin und die Bereitschaft, die Führungsrolle im Städtebau einzunehmen.

    Bildung für die Zukunft
    Um den steigenden Bedarf an Landschaftsarchitektinnen und Landschaftsarchitekten zu decken, braucht es neue Ausbildungswege. Ein Bachelorstudiengang an der Berner Fachhochschule könnte diese Lücke schliessen und innovative Lehrmodelle erproben. Zentrale Inhalte wären systemische Ansätze, die ökologische, soziale und räumliche Faktoren verbinden und in zukunftsfähige Konzepte übersetzen.

    Das Abstandsgrün ist kein überflüssiger Raum zwischen Gebäuden. Es ist das ökologische Kapital der Zukunft. Wer es als integralen Bestandteil der Stadtplanung begreift, schafft resiliente, lebenswerte Städte, die den Herausforderungen von Klima und Biodiversität standhalten.

  • Flash-BIP zeigt nur minimales Wachstum

    Flash-BIP zeigt nur minimales Wachstum

    Nach einem soliden Jahresauftakt mit einem Plus von 0,8 Prozent hat sich die Dynamik der Schweizer Wirtschaft im Frühling 2025 deutlich abgeschwächt. Gemäss der am Freitag publizierten Schnellschätzung des Seco ist das BIP im zweiten Quartal lediglich um 0,1 Prozent gestiegen. Damit bestätigt sich der Eindruck einer abkühlenden Konjunktur, die sich im Rahmen der Erwartungen bewegt, aber deutlich unter dem Jahresbeginn liegt.

    Industrie schwächelt
    Ausschlaggebend für das magere Wachstum war eine negative Entwicklung in der Industrie, die von sinkender Nachfrage und globaler Unsicherheit geprägt war. Der Dienstleistungssektor erwies sich hingegen als stabilisierender Faktor. Er konnte die Rückgänge in der Industrie teilweise kompensieren und verhinderte so ein Nullwachstum. Besonders konsumnahe Dienstleistungen sowie der Finanz- und Versicherungsbereich entwickelten sich robust.

    Pharmaexporte befeuerten erstes Quartal
    Der deutliche Kontrast zum Jahresbeginn verdeutlicht die Volatilität der Schweizer Konjunktur. Im ersten Quartal hatte ein ausserordentlicher Sondereffekt die Wirtschaft beflügelt. Die Unsicherheiten rund um mögliche US-Zölle führten dazu, dass Exporte, insbesondere im Pharmabereich, noch vor Inkrafttreten neuer Regelungen in die USA vorgezogen wurden. Dieser Vorzieheffekt trug wesentlich zum damaligen Plus von 0,8 Prozent bei, ist nun aber weggefallen.

    Uneinigkeit unter Ökonomen
    Die aktuelle Entwicklung bewegt sich im Rahmen der Prognosen, doch die Einschätzungen der Experten gingen im Vorfeld weit auseinander. Von einem leichten Rückgang um 0,3 Prozent bis hin zu einem Wachstum von 0,3 Prozent reichte die Bandbreite der von der Nachrichtenagentur AWP befragten Ökonomen. Das nun ausgewiesene Plus von 0,1 Prozent liegt damit exakt im Mittelfeld der Erwartungen.

    Methodik und Ausblick
    Die veröffentlichten Zahlen beruhen auf einer Schnellschätzung («Flash-BIP»), die rund 45 Tage nach Quartalsende publiziert wird. Dabei kombiniert das Seco frühzeitig vorliegende Produktionsdaten mit Prognosen, um einen ersten Hinweis auf die Konjunkturentwicklung zu geben. Da noch unvollständige Grunddaten verwendet werden, können sich die Werte bei der regulären Publikation ändern. Die offizielle Schätzung inklusive detaillierter Analysen zur Produktions-, Verwendungs- und Einkommensseite erscheint am 28. August 2025.

    Im weiteren Jahresverlauf steht zudem eine umfassende Revision der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung an. Am 29. September 2025 werden die revidierten BIP-Daten von 1980 bis zum zweiten Quartal 2025 veröffentlicht.

    Die Schweizer Wirtschaft tritt im Frühling 2025 nahezu auf der Stelle. Während die Industrie weiterhin mit schwierigen Rahmenbedingungen zu kämpfen hat, verhindert der robuste Dienstleistungssektor ein Abrutschen in die Stagnation. Die kommenden Monate werden zeigen, ob sich die Konjunktur stabilisiert oder ob weitere Bremseffekte die Entwicklung dämpfen. Entscheidend werden dabei die internationalen Handelsbeziehungen, die Entwicklung der Zinsen sowie die globale Nachfrage bleiben.

  • Baumeisterverband begrüsst EU-Verhandlungsmandat

    Baumeisterverband begrüsst EU-Verhandlungsmandat

    Die Baubranche ist in hohem Masse von stabilen politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen abhängig. Der Schweizerische Baumeisterverband betont daher die Bedeutung des verabschiedeten Verhandlungsmandats mit der Europäischen Union. Geordnete Verhältnisse mit der EU seien eine Grundvoraussetzung für den Schweizer Wirtschaftsstandort, betont der Verband. Gleichzeitig stellt er klar, der Lohnschutz stellt in den anstehenden Verhandlungen kein Hindernis dar.

    ISAB als digitales Kerninstrument
    Seit 2019 ist das Informationssystem Allianz Bau (ISAB) im Einsatz. Ein digitales Vollzugsinstrument, das den Lohnschutz in der gesamten Bauwirtschaft sichert. Das System kombiniert drei zentrale Bausteine wie das ISAB-Portal, die paritätische GAV-Bescheinigung und die ISAB Card.

    Mit ISAB werden die Einhaltung der allgemeinverbindlich erklärten Gesamtarbeitsverträge digital überprüft und kontrolliert. Laut SBV führt allein die paritätische Kontrolle jährlich rund 16’000 Baustelleninspektionen mit ISAB durch. So viele wie in kaum einer anderen Branche. Damit ist der Lohn- und Arbeitnehmerschutz in der Bauwirtschaft besonders engmaschig abgesichert.

    Klare Haltung gegenüber Gewerkschaften
    Ein Ausbau der flankierenden Massnahmen, wie ihn die Gewerkschaften fordern, lehnt der SBV ab. Das geltende Entsendegesetz biete bereits ein bewährtes Instrument, das missbräuchliche Unterbietungen der Lohn- und Arbeitsbedingungen verhindere. Da dieses Gesetz mit der europäischen Entsenderichtlinie im Einklang stehe, erwartet der Verband auch keinen Widerstand seitens der EU.

    Verantwortung der Bauherren
    Der SBV betont, dass die Bauherren, insbesondere die grossen öffentlichen Auftraggeber, eine zentrale Verantwortung tragen. Indem sie konsequent auf die Nutzung digitaler Instrumente wie ISAB setzen, leisten sie einen entscheidenden Beitrag zur Bekämpfung von Schwarzarbeit und zur Sicherstellung fairer Arbeitsbedingungen. Gerade im aktuellen europapolitischen Kontext habe dies eine wichtige Signalwirkung.

    Spesenregelung als offene Frage
    Während der Lohnschutz nach Ansicht des SBV gesichert ist, sieht der Verband beim EU-Spesenreglement noch Klärungsbedarf. Der Verband fordert eine Spesenregelung nach dem Erfüllungsortprinzip, also nach Schweizer Standards. Nur so könne verhindert werden, dass ausländische Unternehmen durch tiefere Spesenansätze einen ungerechtfertigten Wettbewerbsvorteil gegenüber Schweizer Anbietern erhalten.

    Der SBV sieht das verabschiedete Verhandlungsmandat als Chance, die Beziehungen zwischen der Schweiz und der EU auf eine stabile Basis zu stellen. Mit dem digitalen Vollzugsinstrument ISAB sei der Lohnschutz gewährleistet. Ein weiterer Ausbau der flankierenden Massnahmen sei nicht notwendig. Entscheidend sei nun, dass Bauherren ihre Verantwortung wahrnehmen und digitale Lösungen flächendeckend einsetzen. Bei der Spesenregelung fordert der Verband eine klare Lösung zugunsten des fairen Wettbewerbs.

  • Schweiz braucht schnellere Bewilligungsverfahren

    Schweiz braucht schnellere Bewilligungsverfahren

    Die Wohnungsnot in der Schweiz spitzt sich weiter zu. Obwohl die Bautätigkeit im Vergleich zu den Vorjahren leicht zugenommen hat, reicht das Tempo nicht aus, um den steigenden Bedarf zu decken. Prognosen zeigen, 2025 werden lediglich 42’000 neue Wohnungen erstellt, rund 20 Prozent weniger, als für eine stabile Versorgung notwendig wäre. Angesichts der starken Zuwanderung, des wachsenden Binnenbedarfs und der geringen Leerstände in urbanen Regionen führt dies zu spürbar steigenden Mieten und wachsendem Druck auf den Wohnungsmarkt.

    Studie des BWO legt Probleme offen
    Am 1. Juli 2025 hat das Bundesamt für Wohnungswesen eine umfassende Studie zu den Ursachen der langen Planungs- und Bewilligungsverfahren sowie der zunehmenden Zahl von Einsprachen publiziert. Das Ergebnis zeigt klar, die Verfahren sind oft zu komplex, zu langwierig und anfällig für Verzögerungen durch Einsprachen, die nicht immer im öffentlichen Interesse erfolgen. Gleichzeitig zeigt die Studie auch auf, dass es Möglichkeiten gibt, Verfahren zu beschleunigen, ohne Umwelt- oder Denkmalschutz auszuhebeln. Damit bestätigt sie, was der SBV seit Jahren betont, ohne gesetzliche Anpassungen lassen sich die Engpässe im Wohnungsbau nicht beheben.

    SBV fordert entschlossenes Handeln
    Der SBV sieht in den Ergebnissen der BWO-Studie einen klaren Auftrag an die Politik. Jetzt sei der Moment, Reformen konsequent anzupacken und damit Investitionen auszulösen. Bauherren und Investoren brauchen Planungs- und Rechtssicherheit, um Projekte umzusetzen und dringend benötigten Wohnraum auf den Markt zu bringen. „Die Zeit drängt. Wir müssen jetzt handeln, um die Wohnungsnot einzudämmen“, so der Verband.

    Konkret setzt sich der SBV für folgende Massnahmen ein

    1. Schnellere Planungs- und Bewilligungsverfahren
    Beschleunigung und Straffung von Prozessen auf kantonaler und kommunaler Ebene.
    Einschränkung von Einsprachen auf schützenswerte Eigeninteressen.
    Eindämmung missbräuchlicher Einsprachen, etwa durch Verfahrenskosten oder Schadenersatzpflichten bei Verzögerungen.

    2. Angepasste raumplanerische Grundlagen
    Erhöhung der Ausnützungsziffern, beispielsweise durch zusätzliche Stockwerke.
    Reduktion von Grenzabständen, um bestehende Flächen effizienter zu nutzen.
    Schaffung zusätzlicher Mischzonen für Wohnen und Arbeiten, um lebendige Quartiere zu fördern.

    3. Faire Interessenabwägung zwischen Wohnungsbau und Denkmalschutz
    Gleichgewichtige Gewichtung von Wohnraumbedarf und Schutzinteressen.
    Direktanwendung des ISOS (Inventar der schützenswerten Ortsbilder der Schweiz) nur bei bundesrechtlichen Verfahren mit direktem Bezug zum Ortsbildschutz.
    Frühzeitige Klärung der Abwägung zwischen Denkmalschutz und Verdichtung bereits im Richtplan und in Bau- und Zonenordnungen.

    Politische Unterstützung vorhanden
    Im nationalen Parlament liegen verschiedene Vorstösse vor, die genau diese Punkte adressieren. Sie geniessen breite Unterstützung über die Parteigrenzen hinweg. Der SBV fordert deshalb, dass diese Arbeiten nun rasch in konkrete Gesetzesänderungen überführt werden. Nur so können die Verfahren vereinfacht, Rechtsunsicherheiten beseitigt und Blockaden gelöst werden.

    Wohnungsbau als gesamtgesellschaftliche Aufgabe
    Die Schaffung von ausreichend Wohnraum ist nicht nur eine Aufgabe für die Bauwirtschaft, sondern eine gesamtgesellschaftliche Herausforderung. Städte und Gemeinden benötigen verlässliche Instrumente, um die Nachfrage zu decken, ohne wertvolle Zeit in langwierigen Verfahren zu verlieren. Gleichzeitig gilt es, die Balance zwischen verdichtetem Bauen, ökologischen Anforderungen und dem Schutz von Ortsbildern zu wahren.

    Die BWO-Studie bringt es auf den Punkt. Die Schweiz braucht strukturelle Reformen, damit Wohnraum wieder schneller entsteht. Der SBV begrüsst die klaren Erkenntnisse und fordert, dass Politik und Verwaltung jetzt Verantwortung übernehmen. Ohne Reformen droht die Wohnungsnot in den kommenden Jahren weiter zuzunehmen, mit allen negativen Folgen für Mieterinnen, Familien und die Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts Schweiz.

  • Atommüll als Ressource für die Energiewende

    Atommüll als Ressource für die Energiewende

    Atomkraft polarisiert! Während einige Länder aussteigen, bleibt sie andernorts eine zentrale Stütze der Energieversorgung. Gemeinsam ist allen jedoch ein Problem – der radioaktive Abfall. Weltweit lagern bereits Tausende Tonnen hochradioaktiver Stoffe, deren sichere Verwahrung Milliarden verschlingt. Nun aber rückt eine Idee in den Vordergrund, die ausgerechnet diesen Abfall in einen wertvollen Rohstoff verwandeln könnte.

    Tritium ist der Schlüssel zur Kernfusion
    Die Kernfusion gilt als Hoffnungsträger der Energiezukunft. Im Gegensatz zur Kernspaltung setzt sie nicht auf den Zerfall, sondern auf die Verschmelzung von Atomkernen. Ähnlich wie in der Sonne. Mit Deuterium und Tritium als Brennstoff lassen sich riesige Energiemengen erzeugen, nahezu ohne klimaschädliche Emissionen und mit deutlich geringeren Abfallmengen. Während Deuterium leicht verfügbar ist, bleibt Tritium extrem knapp. Weltweit existieren derzeit nur rund 25 Kilogramm, zu wenig für einen breiten Einsatz in der Energieproduktion.

    Atommüll als Quelle für den Zukunftsbrennstoff
    Hier setzt die Forschung von Terence Tarnowsky am Los Alamos National Laboratory an. Radioaktive Abfälle aus bestehenden Kernkraftwerken könnten genutzt werden, um Tritium in relevanten Mengen zu gewinnen. Damit würden zwei Herausforderungen gleichzeitig adressiert. Die sichere und teure Lagerung von Atommüll sowie die Verfügbarkeit des fehlenden Brennstoffs für künftige Fusionskraftwerke. Der Marktpreis für Tritium liegt aktuell bei rund 15 Millionen Dollar pro Pfund, ein klares Zeichen für seine Knappheit und seinen Wert.

    Chancen für die Energiewende
    Die Vision ist klar. Wenn aus Abfall ein Zukunftsbrennstoff wird, könnten sich die Karten in der globalen Energiepolitik neu mischen. Fusionskraftwerke, gespeist durch Tritium aus recyceltem Atommüll, könnten enorme Energiemengen klimaneutral und sicher bereitstellen. Für die Energiewende wäre dies ein Meilenstein, der den wachsenden Strombedarf durch Elektromobilität, Wärmewende und Digitalisierung langfristig absichern könnte.

    Forschung am Wendepunkt
    Noch ist der Weg zur grossflächigen Nutzung offen. Technische, wirtschaftliche und sicherheitspolitische Fragen müssen geklärt werden. Doch die Richtung zeigt, wie Wissenschaft und Technologie scheinbare Altlasten in Zukunftschancen verwandeln können. Ausgerechnet Atommüll, Sinnbild ungelöster Energieprobleme, könnte so zu einer tragenden Säule der Energiewende werden.

  • Hitzeschutz auf Baustellen wird zur Gemeinschaftsaufgabe

    Hitzeschutz auf Baustellen wird zur Gemeinschaftsaufgabe

    Die Schweiz ist topografisch vielfältig, von innerstädtischen Baustellen über alpine Lagen bis hin zu grossflächigen Infrastrukturprojekten. Einheitliche Massnahmen greifen daher zu kurz. Während in gewissen Gemeinden frühere Arbeitszeiten ermöglicht werden, setzen andere Projekte auf mobile Beschattungssysteme oder angepasste Pausenregelungen. Entscheidend ist die Abstimmung auf die jeweilige Region, das Umfeld und den Projekttyp.

    Mitverantwortung der Bauherrschaft
    Walz betont, dass es nicht nur Aufgabe der Bauunternehmen sei, für Hitzeschutz zu sorgen. Auch Bauherren und Projektverfasser könnten durch vorausschauende Planung und Ausschreibung wirkungsvolle Massnahmen verankern. Damit übernehmen sie Verantwortung für die Arbeitssicherheit und verhindern Diskussionen über Mehrkosten. «Wer frühzeitig auf die Thematik eingeht, schafft Klarheit und Verbindlichkeit für alle Beteiligten», so Walz.

    Zusammenarbeit auf allen Ebenen
    Ein wesentlicher Faktor ist die enge Abstimmung zwischen Bauleitung, Polieren und Arbeitnehmenden. Zwar tragen Arbeitgeber die gesetzliche Pflicht, den Gesundheitsschutz zu gewährleisten, doch auch Mitarbeitende sind gefordert. Sie müssen Schutzmassnahmen aktiv nutzen, Schattenplätze aufsuchen und die zur Verfügung gestellten Hilfsmittel einsetzen. Die Verordnung über die Unfallverhütung (VUV, Art. 11) verpflichtet alle Parteien zur Umsetzung.

    Rechtliche Rahmenbedingungen und Herausforderungen
    Gesetzlich sind Arbeitgeber bereits heute verpflichtet, Schutzmassnahmen umzusetzen. Unterstützung bieten Richtlinien von Suva und SBV. Dennoch bestehen strukturelle Probleme. Wird aufgrund einer Hitzewelle der Arbeitsrhythmus angepasst, entstehen Verzögerungen, die in Werkverträgen nicht immer abgedeckt sind. Häufig werden die Bestimmungen der SIA-Norm 118, die Fristverlängerungen bei wetterbedingten Unterbrüchen vorsehen, wegbedungen. Damit landen die Risiken bei den Bauunternehmen und deren Mitarbeitenden. Eine Praxis, die der SBV klar kritisiert.

    Runder Tisch als Signalgeber
    Um tragfähige Lösungen zu entwickeln, hat sich der SBV gemeinsam mit Gewerkschaften, Bauherrenvertretungen wie KBOB, SBB, Astra und IPB sowie Behörden und Suva am «Runden Tisch Hitze» zusammengeschlossen. Mitte Mai 2025 wurde in einem Konsultativentscheid festgelegt, Hitzeschutz künftig in der Baustellenverordnung (BauAV), in Empfehlungen von KBOB und IPB sowie in der SIA-118-Vertragsnorm zu verankern. Damit verpflichten sich Bauherren und Sozialpartner, Gesundheitsschutz verbindlich zu berücksichtigen. Nun liegt es an der Politik, ein klares Signal in dieselbe Richtung zu senden.

    Hitzeschutz auf Baustellen ist keine reine Chefsache, er verlangt die Mitverantwortung aller Beteiligten, vom  Bauherren, Unternehmen, Bauleitungen und Mitarbeitende. Nur wenn alle an einem Strang ziehen, lassen sich die wachsenden Risiken durch steigende Temperaturen wirkungsvoll bewältigen. In Zeiten des Klimawandels wird Hitzeschutz so zu einem festen Bestandteil moderner Baukultur und zu einem entscheidenden Faktor für Arbeitssicherheit und faire Rahmenbedingungen.

  • Mikrofabriken mit KI verändern den Wohnungsbau

    Mikrofabriken mit KI verändern den Wohnungsbau

    Die jüngsten Waldbrände in Südkalifornien haben Tausende Hektar Land verwüstet und über 16’000 Gebäude zerstört. Genau hier setzt die Mikrofabrik von Cosmic in Pacific Palisades an. Sie produziert modulare Wandpaneele in Millimeterpräzision, die direkt an die Baustelle geliefert und montiert werden. Das ermöglicht eine Verkürzung der Bauzeit um bis zu 70 Prozent. Bis 2027 sollen 100 neue Häuser entstehen, feuerfest, energieeffizient und autark in der Wasserversorgung.

    Technologie als Treiber des Bauwesens
    Kern der Lösung ist die Kombination aus ABBs Industrieroboter IRB 6710, der Digital-Twin-Software RobotStudio® und dem KI-gestützten Building Information Model (BIM) von Cosmic. Damit lassen sich Bauprozesse vollständig digital simulieren, optimieren und in Echtzeit überwachen. Computer-Vision-Systeme analysieren laufend die Fertigung, erkennen Fehler und sichern eine konstante Qualität. Durch die Einbindung von Robotik, Automatisierung und KI wird der gesamte Prozess, von Genehmigungen über Fertigung bis zur Montage, in einer End-to-End-Plattform gebündelt.

    Nachhaltigkeit und Kostenreduktion
    Die Vorteile sind nicht nur Geschwindigkeit und Präzision. Häuser aus der Mikrofabrik sind feuerfest, mit Solaranlagen und Batteriespeichern ausgestattet und verfügen über Wasserautarkie durch Recycling-Systeme. Der Preis liegt zwischen 550 und 700 Dollar pro Quadratmeter, deutlich unter den üblichen Kosten in Los Angeles von 800 bis 1’000 Dollar. Gleichzeitig sinkt der Materialabfall, während die Bauqualität steigt. Für viele Hausbesitzer, die nach Katastrophen mit Unterversicherung und hohen Wiederaufbaukosten kämpfen, bedeutet dies eine reale Entlastung.

    Wachstumspotenzial im Bauwesen
    Experten prognostizieren, dass der globale Markt für Bauroboter bis 2030 jährlich um 20 Prozent wächst. Die Kooperation von ABB und Cosmic demonstriert, wie sich diese Dynamik automatisiert, lokal, nachhaltig und kosteneffizient umsetzen lässt. Damit eröffnet sich nicht nur ein neuer Weg für die Katastrophenhilfe, sondern auch ein Modell für den künftigen Wohnungsbau weltweit.

  • Immobilienberatung mit Weitblick: Expertise für den gesamten Lebenszyklus

    Immobilienberatung mit Weitblick: Expertise für den gesamten Lebenszyklus

    Wer Immobilien besitzt oder plant, kennt viele Herausforderungen des Marktes, wie beispielsweise Leerstand zu verhindern und Mietpreise marktgerecht zu bestimmen, ohne Angebot und Nachfrage ausser Acht zu lassen. Genau hier setzt die Migros Bank mit ihrem einzigartigen Beratungsansatz an, der wirtschaftlichen Weitblick, Marktdaten und individuelle Lösungen vereint – für Eigentümerinnen und Eigentümer, die mehr wollen als nur Hypotheken, sondern eine individuelle und auf das Objekt angepasste massgeschneiderte Beratung. Der Beratungsansatz besteht aus verschiedenen Modulen, die je nach Situation und unabhängig voneinander mit der Kundin oder dem Kunden bearbeitet werden können.

    Zusammen mit der CSL Immobilien AG, einer Partnerin der Migros Bank, wird eine umfassende Dienstleistungspalette angeboten, die den gesamten Lebenszyklus von Immobilien abdeckt. Kunden profitieren von Bauherrendienstleistungen und der professionellen Bewirtschaftung ihrer Immobilien. Dieses Angebot wird durch fundierte Research- und Marktanalysen des Schweizer Immobilienmarkts abgerundet, wodurch Eigentümerinnen und Eigentümer zusammen mit der Migros Bank fundierte Entscheidungen treffen können.

    Umfassende Analysetools für zugeschnittene und fundierte Entscheidungen
    So können mit dem Immobiliendialog Verkehrswerte, Kaufpreise, Nettomieterträge, Renditen und Leerstandsquoten mit den Marktdaten der CSL Immobilien AG verglichen werden. Das ermöglicht eine Beurteilung der Positionierung des Kundenportfolios. Es ist für Büro-, Gewerbe- und Wohnimmobilien geeignet. Die Analyse von Wohnimmobilien auf der Ebene Wohneinheit hilft dabei, die Performance der Immobilie zu prüfen und zu managen. So werden die Wohneinheiten mit den Marktdaten verglichen und auf Grösse, Preis und Chancen analysiert. Damit kann mit Kundinnen und Kunden die Positionierung von Projekten frühzeitig ermittelt werden, Altbestand kann auf Marktbedürfnisse und Standards geprüft und Gründe für Leerstände können abgeleitet werden.

    Analyse der Zinsentwicklung: Ausblick auf künftige Hypothekenkosten
    Wer ein Haus kauft oder eine Wohnung als Stockwerkeigentum, muss auch einen Blick in die Zukunft werfen. Die Zinssätze von Hypotheken sind heute vergleichsweise günstig – doch was wird in zehn Jahren sein? Ist die Liegenschaft mit dem voraussichtlichen Einkommen dann noch tragbar? Mit der Zinsentwicklungsanalyse kann das Hypotheken-Portfolio mit verschieden definierten Zinsszenarien 10 Jahre in die Zukunft simuliert werden. Mit diesen geschätzten Zinskosten werden mögliche Absicherungsstrategien, beispielsweise Ablösung einer Hypothek oder Abschluss eines Folgeproduktes, direkt verglichen werden. Die Eigentümerinnen und Eigentümer können damit ihr Portfolio restrukturieren und an die Markterwartung anpassen.

    Nachhaltigkeit als Schlüssel zur Wertsteigerung von Immobilien
    Gerade für Besitzerinnen und Besitzer älterer Liegenschaften ist die Nachhaltigkeit ein wichtiges Thema, das einen unmittelbaren Einfluss auf den Wert der Liegenschaft hat. Mit der Nachhaltigkeitsanalyse wird aufgezeigt, welche Vorteile es mit sich bringt, Immobilien auf nachhaltiger Basis zu sanieren. Dabei werden die CO2-Emissionen, die Energiekosten und der Energiebedarf einer Liegenschaft ermittelt und mit einem Modernisierungsplan dargestellt, welche Sanierungsmassnahmen einen positiven Einfluss auf diese Werte haben. Richtig getimte Sanierungen sind entscheidend, um den Wert einer Immobilie über den ganzen Lebenszyklus zu erhalten oder sogar zu steigern. Es ist ratsam, sich vor Beginn einer Sanierung von Experten beraten zu lassen, um die besten und kostengünstigsten Lösungen zu finden. Fragen rund um die Sanierung sind anspruchsvoll – vor allem auch, wenn es um alternative Energien geht. Bei besonders alten Liegenschaften gilt es zudem zu entscheiden, ob sich eine Sanierung lohnt oder besser neu gebaut werden soll. Diese Entscheidung hängt von verschiedenen Faktoren ab, darunter der Zustand des Gebäudes, die finanziellen Mittel und die persönlichen Vorstellungen. Wichtig ist auf jeden Fall eine langfristige Sanierungsstrategie, die hilft, die Kosten zu senken und die Lebensdauer des Hauses zu verlängern.

    Eine starke Partnerschaft mit Synergien
    Die Migros Bank arbeitet eng mit CSL-Immobilien zusammen. Beide Unternehmen sind operativ eigenständig. Durch diese strategische Partnerschaft profitiert CSL Immobilien von einer landesweiten Expansion und dem Zugang zu neuen Märkten, während die Migros Bank ihr Angebot im Immobilienbereich gezielt ausbauen kann. Gemeinsam decken sie mit einer erweiterten Dienstleistungspalette den gesamten Lebenszyklus von Immobilien ab – von der Finanzierung über die Bauherrenberatung bis zur Vermarktung. Die Zusammenarbeit schafft zudem bedeutende Synergien, insbesondere in den Bereichen Beratung und Finanzierung. Ein konkretes Resultat ist die gemeinsame Entwicklung des digitalen Maklerservices Nextkey, der den Verkauf von Immobilien effizient und kundenfreundlich gestaltet. Damit entsteht ein ganzheitliches Angebot, das Kundinnen und Kunden in allen Phasen rund um Wohneigentum begleitet.

    Ganzheitliche Betreuung für Immobilienbesitzerinnen und -besitzer
    Wer eine Immobilie besitzt oder plant, braucht heute mehr als nur eine Finanzierungslösung. Gefragt ist ein Partner, der den gesamten Lebenszyklus eines Objekts im Blick hat. Die Migros Bank positioniert sich mit ihrem Beratungsansatz genau in diesem Feld – als ganzheitlicher Begleiter, nicht nur als Hypothekengeber. In Zusammenarbeit mit CSL-Immobilien bietet sie massgeschneiderte Lösungen für Eigentümerinnen und Eigentümer, die ihre Liegenschaften nachhaltig, rentabel und zukunftsgerichtet entwickeln wollen. Ob Marktwertanalysen, Nachhaltigkeit, Rendite oder Zinsentwicklung: Mit modularen Tools und fundierten Marktdaten aus der Praxis werden individuelle Fragestellungen kompetent und vorausschauend adressiert. Das stärkt nicht nur die Entscheidungsqualität der Kundinnen und Kunden, sondern auch den Wert und die Zukunftsfähigkeit ihrer Immobilien. Die Migros Bank steht damit für eine neue Art von Immobilienberatung – vernetzt, partnerschaftlich und weitsichtig.

    «Wer eine Immobilie besitzt oder plant, braucht heute mehr als nur eine Finanzierungslösung. Gefragt ist ein Partner, der den gesamten Lebenszyklus eines Objekts im Blick hat.»

    «Wer ein Haus kauft oder eine Wohnung als Stockwerkeigentum, muss auch einen Blick in die Zukunft werfen. Die Zinssätze von Hypotheken sind heute vergleichsweise günstig – doch was wird in zehn Jahren sein?»

    Weitere Informationen unter: migrosbank.ch/potenzial

  • Upcycling-Projekt verwandelt Restmaterial in Büroeinrichtung

    Upcycling-Projekt verwandelt Restmaterial in Büroeinrichtung

    Restemöbel hat bei der Photovoltaikfirma Planeco mit Hauptsitz in Münchenstein BL in der Alten Papieri Arlesheim ein grosses Innenausbauprojekt abgeschlossen. In Zusammenarbeit mit dem Basler Baubüro in situ hat restemöbel laut seiner Mitteilung erstmals Restmaterial im grossen Massstab zu hochwertigem Mobiliar verarbeitet.

    Unter anderem hat restemöbel Schliessfächer geplant und hergestellt, die bis auf die Beschläge zu 100 Prozent aus Restmaterial bestehen. Die Firma verwertet Ausschuss, der bei der Produktion in Schreinereien und verschiedenen Nebengewerken im Raum Lörrach anfällt und der für gewöhnlich weggeworfen oder verbrannt wird.

    „Um das zu ändern, haben wir im Sommer 2019 restemöbel erfunden: kleine, feine Möbel, für deren Herstellung fast ausschliesslich Materialreste verwendet werden“, so die Firma in ihrer Selbstdarstellung. „Auf diese Weise versuchen wir, etwas gegen Ressourcen- und Energieverschwendung zu tun und machen zugleich die Welt ein bisschen schöner.“

    Aktuell ist restemöbel noch ein Projekt des Baslers Florian Oeschger und von Markus Schier, der auf der deutschen Rheinseite in Rheinweiler zuhause ist. Es wird sowohl von der Oe Moebel GmbH mit Sitz in Basel als auch von der Möbelwerkstatt Florian Oeschger und Holzwerkstatt Markus Schier im deutschen Rheinfelden getragen. Wie die beiden, die seit 2022 Partner sind, ankündigen, ist in nächster Zeit die Firmierung von restemöbel in Basel geplant.

  • Erster Turmdrehkran mit Eigenstromerzeugung im Einsatz in Baden

    Erster Turmdrehkran mit Eigenstromerzeugung im Einsatz in Baden

    Das Kantonsspital Baden (KSB) arbeitet bei der Sanierung für den anstehenden Rückbau ihres stillgelegten Bettenhauses mit dem Greenpower Kran der Obwaldner Firma rollende Werkstatt Kran AG. Laut Medienmitteilung ist es weltweit der erste Turmdrehkran, der selbst Strom erzeugen kann.

    Je nach Einsatzsituation lasse sich mit dem Kran der Stromverbrauch um bis zu 50 Prozent senken. Zudem sei sein Betrieb mit einem kleineren Netzanschluss möglich, der weniger Installationskosten verursacht und Kraneinsätze auch an Orten mit begrenzter Stromkapazität erlaubt.

    Möglich macht dies die Bauweise mit integriertem Energierückgewinnungssystem und Batteriespeicher. „Beim Senken von Lasten oder beim Abbremsen der Kranfunktionen wird elektrische Energie erzeugt, gespeichert und für spätere Arbeitsschritte wiederverwendet“, heisst es.

    Mit Greenpower setze der Hersteller auf eine nachhaltige Weiterentwicklung des Kraneinsatzes. „Das System ist eine Antwort auf steigende Anforderungen bezüglich Energieeffizienz und Netzverfügbarkeit auf Baustellen“, wird Hansheini Dillier, Geschäftsführer der rollende Werkstatt Kran AG, zitiert.

    Das Gerät kommt der Mitteilung zufolge beim Abtransport von Baumaterialien zum Einsatz. Sie enthalten Asbest, PCB, PAK und Schwermetalle und stammen aus der Bauzeit in den 1970er-Jahren. Damals wurde unter anderem für Arbeiten auf Fliessen und Bodenbelägen mit Materialien gebaut, die aus heutiger Sicht als gesundheits- oder umweltschädlich gelten, wie das KSB informiert. Für Baustellen am Altbestand gelten darum strenge Vorsichtsmassnahmen gemäss der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt und dem Bundesamt für Gesundheit.

    Erst nach fachgerechter Entsorgung der Schadstoffe und Altlasten könne mit dem Rückbau des Gebäudes begonnen werden. Das Rückbaugesuch ist nach Aussage von KSB-CEO Pascal Cotrotzo noch nicht rechtskräftig. Die Altlastensanierungsarbeiten laufen unabhängig davon und sollen im Frühjahr 2026 abgeschlossen sein. Bis dahin hoffe man auf „grünes Licht“ von den zuständigen Behörden.

  • Moderne Beschattungslösung ersetzt altes Sonnensegel in Solothurn

    Moderne Beschattungslösung ersetzt altes Sonnensegel in Solothurn

    Die Bieri Tenta AG aus Grosswangen hat das alte Sonnensegel im Freibad an der Aare in Solothurn mit einem neuen mechanisch gespannten Membrandach ersetzt. Laut Medienmitteilung war das ursprüngliche Sonnensegel altersbedingt nicht länger instandsetzbar. Das von Bieri installierte Sonnensegel wurde mit moderner Technik konstruiert und soll als dauerhafte und sichere Schattenlösung für den Spielplatz dienen.

    Eine einfache Nachspannung der Konstruktion sei laut Bieri aufgrund der ursprünglichen technischen Ausführung nicht mehr möglich gewesen. Beim bestehenden Sonnensegel handelte es sich um ein textiles Tragwerk ohne statische Unterlagen. Im Rahmen eines Vorprojekts entwickelte Bieri unter Berücksichtigung aktueller Normen und mit statischer Neuberechnung eine neue Lösung. Das neue mechanisch gespannte Membrandach sei eine Rekonstruktion der ursprünglichen Form mit modernen Detaillösungen und erfülle jegliche Sicherheitsanforderungen. Die temporäre Winterabstützung sei ausserdem weiterhin Bestandteil des Konzepts und wurde an die neue Struktur angepasst.

    Das Membrandach zeichnet sich durch seine textile Bauweise aus und spendet nun für ausreichend Schatten beim Spielplatz des Freibads. Das Freibad sei insbesondere in heissen Sommertagen ein beliebter Treffpunkt und wird bis heute modernisiert.

  • Büro- und Praxisflächen am Bahnhof Winterthur vollständig vermietet

    Büro- und Praxisflächen am Bahnhof Winterthur vollständig vermietet

    Colliers Switzerland hat Mieter für die Bebauung in der Einkaufsstrasse Wartstrasse 2 in Winterthur gefunden. Wie der Dienstleister für Gewerbeimmobilien per Medienmitteilung informiert, werden die Augenarztpraxis am Bahnhof, ein Architekturbüro und die Sprachschule Ecap die Büroliegenschaft direkt am Bahnhof beziehen.

    In der Augenarztpraxis am Bahnhof bieten Christine Hürzeler und Hans-Georg Geiger vollumfängliche Untersuchungen zu Diagnostik und Vorsorge zur Früherkennung von Augenerkrankungen an.

    Die Sprachschule Ecap gibt es seit 1970. Zunächst standen Kurse in Metall- und Maschinenbauberufen im Vordergrund, um Fachkräfte für Industrieunternehmen zu qualifizieren. Heute liegt der Schwerpunkt auf der Weiterbildung von Migrantinnen und Migranten.

    Die Büroliegenschaft Wartstrasse 2 ist im Rahmen der Neugestaltung der Rudolfstrasse und der neuen Unterführung an der Bahnhofrückseite entstanden. Das städtische Projekt sieht eine Belebung der Quartierstrassen vor und soll den Zentrumscharakter stärken. Die Mietobjekte seien im Rohbau angeboten worden. Sie erstrecken sich auf einer 1860 Quadratmeter grossen Fläche und über fünf Geschosse. Die kleinste Einheit misst 62 Quadratmeter, die grössten bieten 366 Quadratmeter Büro- und Praxisfläche.

  • Stadt Zürich präsentiert Baukultur

    Stadt Zürich präsentiert Baukultur

    Die Denkmalpflege und Stadtarchäologie Zürich präsentieren im Rahmen der Europäischen Tage des Denkmals 2025 am 11. und 13. September das baukulturelle Erbe der Stadt Zürich. Die Zürcher Denkmalpflege eröffnet am 11. September laut einer Mitteilung der Stadt die Denkmaltage im neuen Schulhaus und Musikzentrum Brunnenhof und feiert mit Katrin Gügler, Direktorin des Amts für Städtebau, und Bauvorsteher Andre Odermatt das 50-jährige Jubiläum des Denkmalschutzjahres 1975. Am Abend folgt die Vernissage der Publikation „erhalten&umnutzen“, die mit einer Podiumsdiskussion und musikalischer Begleitung des Musikkonservatoriums Zürich (MKZ) gestaltet wird.

    Gemeinsam organisieren die Denkmalpflege und die Stadtarchäologie Zürich am 13. September ausserdem zahlreiche Führungen, die die Erzählungen der Zürcher Baudenkmäler zum Thema haben. Umnutzungen, Restaurierungen, Funde und Befunde werden erörtert. Beide Anlässe am 11. und 13. September sind kostenlos. Für die Teilnahme an den Führungen am 13. ist eine vorherige Anmeldung erwünscht

    Die Europäischen Tage des Denkmals, die 2025 das 50-jähriges Jubiläum des Denkmalschutzjahres 1975 feiern, widmen sich dieses Jahr dem Thema Architekturgeschichten.

  • Zürcher Eigenheimpreise bleiben im Aufwärtstrend

    Zürcher Eigenheimpreise bleiben im Aufwärtstrend

    Günstige Finanzierungskosten treiben die Nachfrage nach Wohneigentum im Kanton Zürich weiter an, informiert die Zürcher Kantonalbank in einer Mitteilung. Ihren Erhebungen für das ZHK Immobilienbarometer im 2. Quartal 2025 zufolge lagen die Preise für Eigenheime im Kanton Zürich im Berichtsquartal um 4 Prozent über denen des Vorjahresquartals. Die Preise in den Zürcher Agglomerationsgemeinden und der Stadt Winterthur (Region Regio) zogen gleichzeitig mit 4,3 Prozent noch stärker an. Die Fachleute der ZKB rechnen damit, dass der Trend zu steigenden Preisen aufgrund des anhaltenden Nachfrageüberhangs in den nächsten beiden Jahren anhalten wird.

    Bei den Angebotsmieten haben die Fachleute der Kantonalbank im ersten Halbjahr 2025 „Anzeichen einer Entspannung“ ausgemacht. Nach Wachstumsraten von teils über 10 Prozent in den letzten beiden Jahren beobachten sie aktuell einen Anstieg von unter 4 Prozent. Allerdings reicht die momentane Bautätigkeit auch bei rückläufigem Bevölkerungswachstum nicht aus, um den Nachfrageüberhang abzubauen.

    Mieter im Kanton Zürich könnten jedoch im schweizweiten Vergleich überdurchschnittlich stark von der letzten Senkung des Leitzinses im Juni profitieren. Nach einem Rückgang des von ihm abhängenden Referenzzinssatz auf 1,5 Prozent im März erwarten die Fachleute der ZKB eine weitere Absenkung auf 1,25 Prozent bis Ende Jahr. Damit könnten rund 70 Prozent der Miethaushalte im Kanton Zürich eine Mietzinssenkung verlangen. Schweizweit gilt dies für 46 Prozent der Miethaushalte.

  • Starkes Wachstum und Portfolioausbau im ersten Halbjahr

    Starkes Wachstum und Portfolioausbau im ersten Halbjahr

    Die Mobimo Holding AG blickt auf ein starkes erstes Halbjahr 2025 zurück. Konkret hat das Luzerner Immobilienunternehmen sein Betriebsergebnis auf Stufe EBIT inklusive Neubewertungen im Jahresvergleich von 83,3 Millionen auf 144,5 Millionen Franken gesteigert, informiert Mobimo in einer Mitteilung. Der Unternehmensgewinn inklusive Neubewertungen legte gleichzeitig von 65,6 Millionen auf 109,7 Millionen Franken zu.

    Als Treiber für die gute Entwicklung führt das Unternehmen den Erfolg aus Entwicklungen und Verkauf Promotion an. Er konnte gegenüber der Vorjahresperiode auf 24,9 Millionen gesteigert und damit fast verdoppelt werden. Neubewertungen spielten Mobimo eine Nettoaufwertung des Immobilienportfolios um 71,6 Millionen Franken ein. Der Ertrag aus Vermietung lag mit 72,6 Millionen Franken auf Vorjahresniveau.

    Der Wert des Immobilienportfolios betrug zum Stichtag per Ende Juni 3,9 Milliarden Franken, gegenüber 3,8 Milliarden per Ende 2024. Bei der Bilanzsumme konnte Mobimo zudem erstmals die Schwelle von 4 Milliarden Franken überschreiten. Im Juni wurde das Unternehmen in den Aktienindex der 600 grössten europäischen Unternehmen (STOXX Europe 600) aufgenommen.

    Mobimo will seine solide Finanzierungssituation für „einen substanziellen externen Wachstumsschritt“ nutzen: Am 7. August hat das Immobilienunternehmen den Vertrag für den Kauf des Portfolios der EMWE Immobilien AG aus Zürich unterzeichnet. Es setzt sich aus fünf Wohnliegenschaften mit einem jährlichen Mietertrag von rund 3 Millionen Franken und drei in Bau befindlichen Wohnliegenschaften zusammen.

  • Preise für Wohneigentum steigen weiter an

    Preise für Wohneigentum steigen weiter an

    Laut Erhebungen von Moneypark und Pricehubble verteuerten sich Einfamilienhäuser im landesweiten Durchschnitt um 3,4 Prozent, Eigentumswohnungen um 2,4 Prozent. Im Jahresvergleich entspricht dies einem Plus von 7,4 Prozent bei Häusern und 4,2 Prozent bei Wohnungen. Regional zeigt sich ein differenziertes Bild. In der Westschweiz legten die Hauspreise um 3,6 Prozent zu, in der Deutschschweiz um 3,2 Prozent. Eigentumswohnungen verteuerten sich in beiden Landesteilen ähnlich, mit einem leichten Vorsprung der Westschweiz im Jahresvergleich.

    Hypotheken mit mittleren Laufzeiten im Trend
    Bei der Finanzierung bevorzugen Käufer zunehmend mittelfristige Hypotheken mit Laufzeiten von fünf bis neun Jahren. Gleichzeitig gewinnen Saron-Hypotheken an Beliebtheit. Insbesondere in der Deutschschweiz, wo ihr Anteil bei Neuabschlüssen 19 Prozent erreicht. In der Romandie liegt dieser Wert bei 7 Prozent. Für Ersthypotheken liegt der Saron-Anteil bei rund 10 Prozent, für Zweithypotheken bei über 20 Prozent. Diese Finanzierungslösung bietet Käufern Flexibilität und erlaubt es, vom aktuell tiefen Leitzins zu profitieren.

    Banken weiten Marktanteile aus
    Die steigende Nachfrage nach Saron-Hypotheken wirkt sich auch auf die Marktverteilung aus. Banken konnten ihren Anteil auf 67 Prozent erhöhen, ein Zuwachs von 12 Prozentpunkten im Vergleich zum Vorjahreshalbjahr. Versicherungen verlieren dagegen deutlich an Gewicht, ihr Marktanteil sank auf 19 Prozent. Pensionskassen legten zu und halten nun 14 Prozent Marktanteil, profitieren jedoch nicht vom Geschäft mit Saron-Hypotheken, das ausschliesslich Banken anbieten.

    Ausblick
    Mit anhaltend hoher Nachfrage, begrenztem Angebot und einer wachsenden Präferenz für flexible Finanzierungsmodelle dürfte der Preisauftrieb bei Wohneigentum in den kommenden Quartalen anhalten. Gleichzeitig wird die Zinsentwicklung entscheidend dafür sein, ob Saron-Hypotheken ihren Aufwärtstrend fortsetzen können.

  • Infrastrukturplanung schützt Magadinoebene

    Infrastrukturplanung schützt Magadinoebene

    Zwischen Bellinzona und Locarno gelegen, ist die Magadinoebene seit Jahrzehnten stark vom Ausbau der Infrastruktur geprägt. Geplante Projekte, von der Modernisierung des Schienennetzes bis zur Neuordnung der Stromversorgung, erfordern eine enge Koordination, um Eingriffe in die wertvolle Landschaft zu minimieren. Eine Arbeitsgruppe unter Leitung des ARE und mit Beteiligung von Bundesämtern, dem Kanton Tessin und Swissgrid erarbeitete dafür verbindliche Leitlinien.

    Gebündelte Infrastruktur statt Einzelprojekte
    Ein zentrales Ergebnis ist die Entscheidung, die Hochspannungsfreileitung All’Acqua–Vallemaggia–Magadino im Bereich der Moorlandschaft unterirdisch zu verlegen. Das Unterwerk Magadino wird im Rahmen einer Sanierung verkleinert. Für den Doppelspurausbau der Bahn zwischen Contone und Tenero prüfen die SBB Möglichkeiten zur Bündelung mit neuen Stromleitungen. Auch die geplante Bahnverbindung zur direkten Anbindung von Gotthard- und Ceneri-Basistunnel, die die Magadinoebene quert, ist Teil der übergeordneten Planung.

    Strassenprojekt in die Gesamtstrategie integriert
    Für die stark belastete A13 zwischen Bellinzona-Sud und Locarno liegt die Zuständigkeit seit 2020 beim Bund. Die neue Linienführung wird im Sachplan Verkehr integriert und eng mit den übrigen Projekten abgestimmt. Parallel dazu läuft die strategische Überprüfung im Rahmen der Studie «Verkehr ‘45».

    Modell für nachhaltige Raumplanung
    Das Vorgehen in der Magadinoebene gilt als Vorzeigebeispiel, wie nationale Infrastrukturziele und Naturschutz in Einklang gebracht werden können. Durch die enge Abstimmung von Energie-, Bahn- und Strassenbauprojekten sollen Eingriffe minimiert, Synergien genutzt und die einmalige Landschaft langfristig geschützt werden.