Kategorie: Regionen

  • NEST testet CO₂-reduzierte Baustoffe

    NEST testet CO₂-reduzierte Baustoffe

    Das Projekt «Beyond.Zero» bringt führende Industrie- und Forschungspartner zusammen, um Innovationen im Bauwesen unter realen Bedingungen zu erproben. Im Fokus steht die Entwicklung neuer Materialtechnologien mit deutlich geringeren Emissionen und hohem Innovationspotenzial für die Bauwirtschaft.

    Ein zentrales Element ist der von Empa und Omya entwickelte zementreduzierte Beton. Durch den Ersatz von bis zu 70 Prozent des Klinkeranteils mit natürlichen Mineralien lassen sich die CO₂-Emissionen spürbar senken, ohne die mechanischen Eigenschaften oder die Dauerhaftigkeit zu beeinträchtigen.

    Praxistest für neue Betontechnologie
    Der Baustoff wird in der NEST-Unit erstmals umfassend im realen Baukontext validiert. Von der Verarbeitung über die Volumenstabilität bis hin zur Beständigkeit im Betrieb. «Nur durch den Test im realen Gebäude können wir zeigen, dass der neuartige Beton nicht nur ökologisch überzeugt, sondern auch den Anforderungen der Praxis standhält», erklärt Empa-Forscher Mateusz Wyrzykowski. Damit entsteht eine Grundlage, um nachhaltige Betone schneller in marktfähige Lösungen zu überführen.

    Industrie trifft Forschung
    Omya bringt als weltweit führender Produzent von Industriemineralien seine Expertise und Produktionskapazitäten in das Projekt ein. «Dass wir nachhaltige Baustoffe direkt im NEST unter realen Bedingungen testen können, beschleunigt den Transfer von Innovationen in eine klimafreundliche Bauweise», betont Empa-Direktorin Tanja Zimmermann.

    Neben dem zementreduzierten Beton sollen im «Beyond.Zero»-Projekt weitere CO₂-reduzierte und CO₂-negative Materiallösungen entwickelt und geprüft werden. Ziel ist ein Bausystem, das den ökologischen Fussabdruck über den gesamten Lebenszyklus, von der Herstellung über den Betrieb bis zum Rückbau, deutlich verringert.

    Signal für die Bauwirtschaft
    Mit diesem Projekt schafft die Empa gemeinsam mit ihren Partnern eine praxisnahe Plattform, die wegweisende Impulse für die Transformation des Bausektors gibt. Angesichts des weltweit hohen Emissionsanteils aus der Zement- und Betonproduktion könnte das Projekt zu einem Meilenstein in Richtung klimaneutraler Bauweise werden.

  • Wachstum bei Prämien und Gebühren im Berichtshalbjahr

    Wachstum bei Prämien und Gebühren im Berichtshalbjahr

    Die Swiss Life-Gruppe weist im ersten Halbjahr einen Betriebsgewinn von 903 Millionen Franken aus. Im Jahresvergleich entspricht dies einem Wachstum um 3 Prozent in lokaler Währung, informiert die international aktive Versicherungsgruppe aus Zürich in einer Mitteilung. Der Reingewinn fiel mit 602 Millionen Franken hingegen um 30 Millionen Franken geringer als im Vorjahreshalbjahr aus. Als Begründung führt Swiss Life im Jahresvergleich um 36 Millionen Franken höhere Steueraufwendungen an.

    „Wir konnten sowohl unser Versicherungs- als auch unser Fee-Geschäft weiter ausbauen und erzielten einen höheren Betriebsgewinn“, wird Gruppen-CEO Matthias Aellig in der Mitteilung zitiert. Konkret hat Swiss Life die eigenen Prämieneinnahmen um 5 Prozent in lokaler Währung auf 12,1 Milliarden Franken ausgebaut. Die Gebührenerträge zogen gleichzeitig um 2 Prozent in lokaler Währung auf 1,27 Milliarden Franken an. „Zudem steigerten wir die Nettoneugeldzuflüsse im Anlagegeschäft für Drittkunden deutlich und unsere Solvenz ist unverändert stark“, erklärt Aellig. „Mit diesen Ergebnissen sind wir erfolgreich in unser Unternehmensprogramm Swiss Life 2027 gestartet und auf Kurs.“

    Im Programm Swiss Life 2027 hat sich die Gruppe zum Ziel gesetzt, ihr Ergebnis im Gebührengeschäft bis 2027 auf über 1 Milliarde Franken im Jahr zu steigern. Im Berichtshalbjahr wurde ein Ergebnis von 392 Millionen Franken erzielt. Für die Eigenkapitalrendite sieht Swiss Life 2027 ein Zielband von 17 bis 19 Prozent vor. Im Berichtshalbjahr lag die Eigenkapitalrendite bei 17,6 Prozent.

  • Grundstückserwerb in Meggen

    Grundstückserwerb in Meggen

    Das erworbene Grundstück am Neueggweg ist praktisch unbebaut und liegt gemäss Zonenplan in Wohnzone C. Die Lage ist ruhig, dennoch gut erschlossen, ein Vorteil für zukünftige Bewohner. Nach aktuellem Planungsstand wird Mobimo auf dem Areal eine Überbauung im Stockwerkeigentum mit etwa 70 Wohneinheiten realisieren. Das Projektvolumen beläuft sich auf rund 120 Millionen Franken. Der Baustart ist von einer zwingenden Gestaltungsplanpflicht abhängig. Die Fertigstellung der Überbauung ist für Ende 2032 vorgesehen.

    Entwicklungspipeline und Marktumfeld
    Mit dem Kauf des Areals baut das Unternehmen ihre Entwicklungspipeline für die kommenden Jahre substanziell aus. Die Nachfrage nach Wohneigentum an guten Lagen rund um Luzern bleibt stabil hoch. Die Gemeinde Meggen gehört zu den begehrtesten Wohnorten der Zentralschweiz und punktet neben der Nähe zur Stadt Luzern, mit attraktiver Lage und Lebensqualität. Der Vierwaldstättersee, das Naherholungsgebiet rund um Meggen und die städtische Infrastruktur stärken den Standort zusätzlich.

    Projektziele und Ausblick
    Die neue Überbauung bietet nicht nur neuen Wohnraum, sondern bringt durch den Gestaltungsplan auch städtebauliche Entwicklungsmöglichkeiten. Architekturbüros erhalten nach dem Verfahren die Chance, innovative Wohnlösungen und moderne, bedarfsgerechte Raumkonzepte einzubringen. Die Planung trägt sowohl dem Wunsch nach attraktiven Grünräumen als auch den Ansprüchen an Wohndichte und Nachhaltigkeit Rechnung.

    Bis zur geplanten Fertigstellung Ende 2032 sind noch mehrere Planungsschritte erforderlich. Der genaue Baustart hängt von der Entwicklung und dem Abschluss des Gestaltungsplans ab. Der Bezugstermin wird auf Basis der Behördenverfahren und der Vermarktung zeitnah kommuniziert.

    Das Projekt in Meggen bringt neuen Wohnraum, entwickelt den Standort weiter und erweitert das Engagement des Unternehmens für attraktives, zukunftsfähiges Wohnen in der Zentralschweiz.

  • Zwischen Innovation und Realität

    Zwischen Innovation und Realität

    Inmitten der Zürcher Agglomeration ragt der neue Wohnturm H1 über das Zwhatt-Areal hinaus. Mit 75 Metern Höhe und 24 Geschossen ist das Gebäude ein sichtbarer Marker für die Skyline von Regensdorf und für hybride Bauweisen zwischen Beton und Holz. Denn trotz markantem Rotton und auffälliger Fassade dominieren im Inneren natürliche und neutrale Materialien. Die Architektur bleibt zurückhaltend, die Struktur klassisch. Drei massive Sockelgeschosse und ein zentraler Betonkern tragen das Gebäude, während Holzstützen, Holz-Beton-Verbundrippendecken sowie Leichtbaufassaden und Solarpaneele für Ressourceneffizienz sorgen.

    Das HBV-Tragwerk erlaubt einen hohen Vorfertigungsgrad und eine signifikante Reduktion der grauen Energie. Im Vergleich zu herkömmlichen Massivbauten werden 20% der Emissionen eingespart, insgesamt etwa 670 Tonnen CO₂ im Lebenszyklus von 60 Jahren. Die horizontal gestellten Photovoltaikmodule dienen als Brisesoleil und generieren jährlich rund 155’000 kWh Strom, was etwa 36% des Energiebedarfs der Wohnungen abdeckt.

    Wohnqualität, Gemeinschaft und urbane Verdichtung
    Im Sockelbereich des H1 schliessen dreiseitige Arkaden das Gebäude an das Quartier an und sorgen für urbane Aufenthaltsqualität. Im Innern sorgt eine klare, modulare Struktur für kompakte, flexible Wohnungen. 156 Einheiten sind um den zentralen Kern organisiert und werden über kurze, gebündelte Erschliessungswege erreicht. Raum für Gemeinschaft gibt es auf halber Gebäudehöhe mit einem doppelgeschossigen Begegnungsraum, einem Waschsalon und spektakulärer Aussicht. Die Holzelemente schaffen ein angenehmes Raumklima, Sichtbalken und Lehmflächen sorgen für Behaglichkeit.

    Nachhaltigkeit und die Ambivalenz des Hochhausprinzips
    H1 ist ein Projekt des Übergangs. Der hohe Holzanteil reduziert das CO₂-Profil, macht aber den Einsatz von Beton nicht überflüssig. Die klimafreundliche Bauweise, lokale Rohstoffe wie Buchenholz aus dem Jura oder Lehm und der Fokus auf erneuerbare Energie rücken nachhaltiges Bauen in die Realität. Dennoch bleibt das Hochhaus ein ambivalentes Konzept. Die Verdichtung spart Fläche, doch die Statik und der Brandschutz zwingen weiterhin zu Hybridkonstruktionen.

    Städtebaulich bildet das Zwhatt-Areal eine neue Entwicklungsperspektive für Regensdorf. Die Silhouette des H1 und weiterer Türme prägt die Skyline. Das Quartier verzahnt Wohnen, Arbeiten und Freiräume und steht für eine Stadtentwicklung, die flexibel und wandlungsfähig bleibt.

    Das Wohnhochhaus H1 steht exemplarisch für den Wandel im Bauwesen. Es bringt avancierte Holzhybridtechnologie, hohe Vorfertigung und städtebauliche Integration zusammen. So ist H1 ein „Bau des Übergangs“, ein Schritt in Richtung Netto-Null, aber auch ein Spiegel der Herausforderungen und Potenziale, vor denen nachhaltiger Wohnungsbau in urbanen Zentren heute steht.

  • Fenster als Kraftwerke

    Fenster als Kraftwerke

    Eine Lösung setzt auf Spezialfolien, die sichtbares Licht gezielt an die Kante der Glasscheibe leiten. Dort nehmen PV-Streifen, oft aus Hochleistungsmaterial wie GaAs, das Licht auf und wandeln es in Strom um. Nur an der Kante braucht es Solarzellen, wodurch Material und Ressourcen gespart werden. Die Durchsicht bleibt erhalten, das Fenster bleibt transparent.

    Ein Forschungsteam der Universität Nanjing konnte mit cholesterischen Flüssigkristallen einen Prototyp entwickeln, der eine optische Effizienz von über 18% erreicht und unter realen Bedingungen stabile Werte liefert. Für ein typisches Fenster mit zwei Metern Höhe ergibt sich eine starke Konzentration des Lichts an der Randzone. Die Beschichtung ist industriell herstellbar und für grosse Fassaden geeignet.

    Durchsichtige Tandemzellen
    Das EU-Projekt CitySolar präsentiert eine andere Innovation. Zwei kombinierte PV-Schichten (oben Halid-Perowskit, unten Organik) holen Energie aus unterschiedlichen Lichtspektren, während sichtbares Licht durchgelassen wird. Somit bleiben Raumhelligkeit und Ausblick unverändert, das Fenster „sieht aus wie ein Fenster“, produziert aber Strom.

    Mit einem Wirkungsgrad von 12,3% und 30% Transparenz wurde ein neuer Rekord für durchsichtige PV-Module erzielt. Der Aufbau eignet sich für Büro- und Wohngebäude sowie Hochhäuser mit grossen Glasfronten.

    Zukunft und Potenzial
    Forschende und Industriepartner arbeiten an noch höheren Wirkungsgraden und besseren Produktionsmethoden. Herausforderungen bestehen bei der Balance von Transparenz und Effizienz sowie bei der Integration in bestehende Bauprozesse. Doch in Projekten wie denen von ZEISS oder dem internationalen CitySolar-Konsortium wird deutlich, wie gross das Marktpotenzial ist.

    Transparente Solarzellen und intelligente Glasflächen ebnen den Weg zu Gebäuden, die ihren Strombedarf teilweise selbst decken. Fenster als Kraftwerke sind in greifbare Nähe gerückt und werden die Energiewende in urbanen Räumen entscheidend mitprägen.

  • Spatenstich für SBB-Werk in Arbedo-Castione

    Spatenstich für SBB-Werk in Arbedo-Castione

    Das neue SBB-Werk, offiziell Nuovo stabilimento industriale ferroviario (NSIF) genannt, ersetzt das bestehende Werk in Bellinzona, das den Anforderungen an den Unterhalt der modernen Triebzüge nicht mehr genügte. Die neue Anlage schafft Raum für 360 Vollzeitstellen und 80 Lehrstellen und ist auf die künftige Wartung und Instandhaltung von Giruno-, ETR- und FLIRT-TILO-Triebzügen spezialisiert. Der hohe Automatisierungsgrad und die Ausrichtung auf elektromechanische Arbeiten machen die Anlage zum modernsten SBB-Industriewerk Europas.

    Besonders stolz zeigte sich SBB-CEO Vincent Ducrot beim Spatenstich. Der Kanton Tessin sei eine äusserst wichtige Region für die SBB, die mit diesem Projekt in Arbeitsplätze, Know-how und Technik investiere. Der neue Standort umfasst eine Fläche von 150’000 Quadratmetern, das entspricht mehr als 20 Fussballfeldern und setzt mit einem Gründach und integrierten Solaranlagen auch ein Zeichen für Nachhaltigkeit.

    Nachhaltigkeit und grosser Baufortschritt
    Begonnen haben die Arbeiten bereits im Juni 2025 mit der Einrichtung der Baustelle, Aushub- und Fundamentarbeiten sowie ersten Massnahmen für die künftige Zugwaschanlage. Parallel läuft der Ausbau der Bahninfrastruktur. Neue Weichen, zusätzliche Gleise und moderne Steuerungstechnik sorgen für eine optimale Anbindung an das Netz. Die SBB legt Wert auf ökologische Kompensation, 8,4 Hektaren hochwertige Fruchtfolgeflächen werden an alternativen Standorten im Tessin ausgeglichen.

    Ab Mitte 2028 geht das neue Werk schrittweise in Betrieb. Mit dem Umzug des bisherigen Werks Bellinzona nach Arbedo-Castione, erhalten Region und Mitarbeitende eine zukunftsfähige Perspektive. Das neue SBB-Werk steht für Innovation, Wachstum und nachhaltige Entwicklung in einer für die Schweiz strategisch wichtigen Region.

  • Effizienz im Holzbau dank Statik

    Effizienz im Holzbau dank Statik

    Holzrahmenbau punktet als nachhaltige Alternative zu Beton. In der statischen Planung stellt sich jedoch ein Problem. Wände mit Fenstern galten bislang als „statistisch unsichtbar“, da belastbare Daten zum Tragverhalten fehlten. Planung, Materialeinsatz und Kosten litten darunter.

    Grossversuche für mehr Material- und Kosteneffizienz
    Um diese Wissenslücke zu schliessen, starteten Empa, die Berner Fachhochschule und die ETH Zürich ein gemeinsames Forschungsprojekt, unterstützt vom BAFU und Industriepartnern. In der Bauhalle der Empa werden Holzwände gezielt extremen Horizontallasten ausgesetzt, dabei entstehen wertvolle Daten zur Belastbarkeit von Wänden mit Fensteröffnungen. Ziel ist, die horizontalen Aussteifungswerte solcher Elemente künftig verlässlich im Ingenieuralltag zu nutzen.

    Weniger Beton, mehr Holz
    Die Erkenntnisse fliessen in ein neues, einfaches Computermodell ein. Die ersten Resultate zeigen, auch Wände mit Fenstern tragen bedeutend zur Aussteifung bei. Das reduziert den Bedarf an Stahlverankerungen sowie Betonkernen und senkt Material-, Zeit- und Kostenaufwand im Holzbau. Perspektivisch entstehen dadurch wirtschaftlichere und ökologischere Bauten.

    Kooperation von Forschung und Industrie
    Die Praxistauglichkeit des neuen Modells steht im Fokus. Im engen Dialog mit Industriepartnern wird das komplexe Forschungsmodell in eine anwendbare Lösung für die Planungspraxis übersetzt. Damit profitieren Planende, Investoren und Bewohner gleichermassen.

    Mit neuen Testverfahren und Berechnungsmodellen für Fensterwände bringt das Forschungsprojekt den Holzbau einen Schritt weiter, zu mehr Effizienz, Ressourcenschonung und Innovationskraft.

  • Neubau stärkt die Kantonspolizei Solothurn

    Neubau stärkt die Kantonspolizei Solothurn

    Die Aufgaben der Polizei sind vielfältiger geworden. Technik und Gesellschaft wandeln sich rasant. Gesetzliche Vorgaben werden immer komplexer. Um darauf reagieren zu können, braucht die KAPO Solothurn neue Strukturen. Gut ausgebildete Mitarbeitende und laufende Weiterbildung sind wichtiger denn je. Auch eine ausreichende Ausstattung ist heute eine Grundvoraussetzung für effizientes Arbeiten.

    Platzmangel, veraltete Infrastruktur
    Die bestehende Infrastruktur erfüllt die aktuellen Ansprüche nicht mehr. Viele Dienste arbeiten in beengten und ungeeigneten Mietobjekten. Spezielle Räume für Ausbildung und moderne Untersuchungen fehlen. Besonders betroffen sind die Kriminaltechnik sowie der Dienst für Aus- und Weiterbildung. Die Mitarbeitenden müssen deshalb auf externe Räume ausweichen. Das erschwert Abläufe und kostet Zeit.

    Der Neubau als Lösung
    Am Standort Oensingen entsteht eine zentrale Einheit für die Polizei. Mehr als 150 Mitarbeitende aus elf verschiedenen Diensten werden künftig unter einem Dach arbeiten. Das schafft bessere Kommunikation und kürzere Wege. Auch die Zusammenarbeit mit dem Schwerverkehrskontrollzentrum in der Nähe wird einfacher. Der Neubau bietet genügend Platz für heutige und zukünftige Teams. Moderne Arbeits- und Ausbildungsbedingungen sorgen für mehr Effizienz und Motivation.

    Ausbildung und Qualität stehen im Vordergrund
    Ein neues Ausbildungszentrum vor Ort vereinfacht die Schulung der Polizeikräfte. Die Kriminaltechnik bekommt zeitgemässe Labore und Untersuchungsräume. Das steigert die Qualität der Arbeit und verbessert die Bedingungen für alle.

    Mehr Effizienz, geringere Kosten

    Durch die neuen Strukturen werden Abläufe vereinfacht und Kosten gesenkt. Die internen Synergien und die Nähe zum SVKZ führen zu kürzeren Einsatzzeiten. Das macht die Arbeitsplätze für die Polizei attraktiver und steigert die Effektivität.

    Zahlen, Fakten und Ausblick
    Der Bau ist für rund 85 Millionen Franken geplant. Die Nutzfläche beträgt gut 10’400 m². Das Gebäude bietet Räume für alle wichtigen Polizeidienste. Es verfügt über spezielle Trainingsbereiche, Labore und 204 Parkplätze. Die Fertigstellung und der Bezug sind für 2031 vorgesehen. Luna Productions aus Deitingen hat das Siegerprojekt im Wettbewerb geliefert. Die Kosten werden laufend überprüft und optimiert.

    Der Neubau stellt die Kantonspolizei Solothurn für die Zukunft auf. Bessere Arbeitsbedingungen, effizientere Abläufe und moderne Technik sorgen dafür, dass die Polizeiarbeit sich flexibel weiterentwickeln kann.

  • Fraunhofer ISE Testlab setzt Standard für Wechselrichter

    Fraunhofer ISE Testlab setzt Standard für Wechselrichter

    Mit dem zunehmenden Ausbau erneuerbarer Energien fehlen im Netz die rotierenden Massen klassischer Kraftwerke, die bisher für eine stabile Spannung und Frequenz gesorgt haben. Netzbildende Wechselrichter müssen diese Aufgabe übernehmen und das Netz auch in kritischen Situationen wie Frequenzänderungen oder Kurzschlüssen zuverlässig stabilisieren. Bislang fehlen für diese Systeme jedoch eine einheitliche Definition und standardisierte Nachweisverfahren.

    Prüfverfahren GFM Benchmark
    Im Projekt GFM Benchmark lud das Fraunhofer ISE führende Hersteller ein, ihre Geräte im Labor zu prüfen. Sieben Unternehmen stellten Wechselrichter mit unterschiedlichen Leistungen und Entwicklungsständen zur Verfügung. Das Prüfverfahren wurde gemeinsam mit deutschen Übertragungsnetzbetreibern entwickelt und bildet verschiedene Netzsituationen ab. Neben Normalbetrieb auch Extremsituationen wie Phasensprünge und Netzkurzschlüsse.

    Während viele Geräte bei klar definierten Anforderungen ähnlich reagieren, offenbaren sich bei komplexeren Bedingungen noch deutliche Unterschiede. So konnte das ISE-Team den Herstellern wertvolle Hinweise zur Optimierung geben und zeigte den Bedarf an Weiterentwicklung auf.

    Wegbereiter für Normung und Marktintegration
    Die Projektergebnisse sind direkt in die europäische Normungsarbeit sowie den VDE FNN-Hinweis „Netzbildende Eigenschaften“ eingeflossen. Der neue Prüfleitfaden bietet erstmals einen anerkannten Rahmen für den Praxistest und die Zertifizierung netzbildender Systeme. Das ist besonders relevant, denn ab 2026 startet in Deutschland ein neuer Markt für Momentanreserve, bei dem beispielsweise Batteriespeicher mit passender Zertifizierung zusätzliche Erlösmöglichkeiten erhalten.

    Marktreife, Best Practice und Branchendialog
    Die Marktanalyse und Testdaten bieten eine solide Entscheidungsgrundlage für Hersteller, Netzbetreiber, Investoren und Normengremien. Durch die nun möglichen Zertifizierungsmessungen wird der Markteintritt neuer, stabilisierender Wechselrichter beschleunigt. Zusätzlich begleitet das Fraunhofer ISE die Überführung der europäischen Anforderungen in nationale Regularien und unterstützt die Branche mit Best-Practice-Leitfäden.

    Mit dem Prüfverfahren für netzbildende Wechselrichter hat das Fraunhofer ISE einen Meilenstein gesetzt. Die Energiewende in Europa wird so nicht nur sicherer, sondern auch messbar schneller Realität.

  • Ölheizung raus, Hauswert rauf?

    Ölheizung raus, Hauswert rauf?

    Simon Lüthi von Wüest Partner empfiehlt, das Haus möglichst bald zu sanieren. Für die Umwelt ist jeder Zeitpunkt richtig. Wirtschaftlich ist es besonders attraktiv, wenn Fördergelder, Steuerersparnisse und tiefere Nebenkosten den gesteigerten Marktwert zusätzlich stützen.

    Energieeffizienz als Wertfaktor
    Die Nachfrage nach energieeffizienten Immobilien steigt. Investoren, Fonds und Pensionskassen achten auf Nachhaltigkeit, oft aus regulatorischen Gründen. Investitionen in Energieeffizienz steigen langfristig den Immobilienwert. Besonders, wenn die Instandsetzung und Modernisierung zusammenfallen.

    Mietrecht und Stadtregionen
    Auch in Städten lohnt sich die energetische Sanierung. Der Markt reagiert dort besonders auf nachhaltige Verbesserungen. Eine Sanierung schützt zudem vor künftigen gesetzlichen Vorgaben. Allerdings können lokale Mietrechtsregelungen die Umlagemöglichkeiten einschränken.

    Heizungsersatz als sinnvoller Schritt
    Wer ohnehin die Heizung ersetzen muss, sollte vom Ölsystem auf Wärmepumpe oder Fernwärme umsteigen. Der Heizungsersatz ist meist alle 25 Jahre sowieso fällig und deckt die Instandsetzung gleich mit ab. Für viele Hauseigentümer ist der reine Heizungswechsel wirtschaftlich am attraktivsten.

    Hauseigentümer sollten mit einem Heizungsersatz beginnen, wenn die Gebäudehülle intakt ist. Ist die Hülle renovierungsbedürftig, lohnt sich eine kombinierte Sanierung von Dach, Fassade und Fenstern mit dem Heizungsersatz.

    Vorschriften, Fördergelder und Gutachten
    Die Regulierung wird strenger. Ziel ist der klimaneutrale Gebäudebestand bis 2050. Fördergelder und steuerliche Vorteile machen eine Sanierung rentabel. Wer unsicher ist, zieht für die Planung einen Fachgutachter bei.

    Finanzierung und graue Energie
    Die Banken bieten für nachhaltige Immobilien oft günstigere Hypotheken. Künftig rückt auch die effiziente Kühlung und die Wiederverwendung von Bauteilen in den Fokus. Die sogenannte graue Energie, also die im Gebäude enthaltene Herstellungsenergie, wird zunehmend wichtiger.

    Das Ersetzen der Ölheizung ist ein echter Mehrwert. Es bietet niedrigere Heizkosten und einen höheren Hauswert, für heute wie für morgen.

  • Neue Agenda soll Zusammenarbeit im Limmattal stärken

    Neue Agenda soll Zusammenarbeit im Limmattal stärken

    An ihrer Generalversammlung vom 28. August 2025 hat sich die Limmatstadt AG zu ihrer Rolle als treibende Kraft der regionalen Entwicklung bekannt. Wie es auch in einer Medienmitteilung heisst, sei mit dem Abschluss des Prozesses für eine Neuausrichtung der künftige Auftrag für die regionale Standortförderung geschärft worden.

    In Zusammenarbeit mit den Akteurinnen und Akteuren der Region sei ein klares Zielbild definiert worden. Es kristallisiert sich in der Formulierung „Gemeinsam gestalten wir ein starkes Limmattal und schaffen Raum für mehr“. Durch die enge Zusammenarbeit und die konsequente Orientierung an den Bedürfnisse aller Anspruchsgruppen könnten die Interessen gebündelt und Projekte initiiert und begleitet werden, die die erfolgreiche Entwicklung des Limmattals nachhaltig fördern sollen.

    Vor diesem Hintergrund übernehme die Limmatstadt AG eine aktivere Rolle. So würden nun die Entwicklung einer gemeinsamen regionalen und digitalen Agenda und das Projekt Kommunikationskanäle Limmattal gestartet. Beide sollen die Sichtbarkeit regionaler Angebote verstärken und die Zusammenarbeit im Limmattal weiter fördern.

    Im Rahmen dieser Neuausrichtung wurde auch der überarbeitete Markenauftritt „Limmattal. Raum für mehr.“ präsentiert. Er soll die Identität der Region als dynamischer Lebens- und Wirtschaftsraum stärken.

    Jasmina Ritz und Josef Bütler haben sich aus beruflichen Gründen aus dem Verwaltungsrat zurückgezogen. Neu gewählt wurde Roger Bachmann, der Stadtpräsident von Dietikon. Von seiner Expertise und regionalen Verbundenheit erwartet sich die Limmatstadt AG wertvolle Impulse.

  • Neue Regionalpolitik NRP in der Schweiz 

    Neue Regionalpolitik NRP in der Schweiz 

    Strukturwandel ganzheitlich begleiten 
    Die wirtschaftliche Bedeutung des Tourismus in den Zielregionen wird mit innovativen Angebots- und Infrastrukturentwicklungen gestärkt. Kooperationen sowie neue, strategisch positionierte Produkte steigern die regionale Wertschöpfung und eröffnen zusätzliche Einkommensquellen. Ziel ist es, das Potenzial einzelner Destinationen optimal auszuschöpfen und neue Impulse für nachhaltige Entwicklung zu setzen. 

    Digitalisierung als Schlüssel für Wettbewerbsfähigkeit 
    Die Digitalisierung ist mittlerweile ein integraler Bestandteil jeder Förderstrategie. Die NRP unterstützt Projekte im Bereich digitale Transformation, fördert Strategien zur Sensibilisierung und Vernetzung und stärkt so die Anschlussfähigkeit auch abgelegener Regionen. Dadurch wird gewährleistet, dass Innovation und Wertschöpfung zunehmend unabhängig von geografischen Standortnachteilen möglich sind. 

    Partnerschaft und Synergie als Erfolgsfaktor 
    Ein gezieltes Zusammenspiel mit anderen Förderpolitiken des Bundes bildet die Voraussetzung für die Wirkung der NRP. Die partnerschaftliche Umsetzung von Projekten und die Abstimmung verschiedener Entwicklungsstrategien fördern den Mehrwert und tragen zur nachhaltigen Lösung regionaler Herausforderungen bei. So wird die Standortförderung umfassend und zukunftsgerichtet vorangetrieben. 

    Finanzielle Anreize für nachhaltiges Wachstum 
    Die NRP setzt umfangreiche strukturelle und finanzielle Impulse durch Globalbeiträge und gezielte Fördermittel, wodurch die Wettbewerbsfähigkeit und Attraktivität von Regionen gesteigert und neue Entwicklungsmöglichkeiten eröffnet werden. 

    Die Neue Regionalpolitik ist mehr als ein Förderinstrument. Sie schafft Zukunftsperspektiven für Regionen, die bisher im Schatten der grossen Zentren standen. Ihre Programme und Strategien sind der Schlüssel für nachhaltigen Strukturwandel und den Aufbau starker, resilienter Standorte in der Schweiz. 

  • Neue Solaranlage stärkt erneuerbare Energieproduktion im Alpenraum

    Neue Solaranlage stärkt erneuerbare Energieproduktion im Alpenraum

    Die Swisspower AG hat vom Kanton Graubünden die Bewilligung für den Bau der alpinen Photovoltaik-Grossanlage Alpin Parsenn erhalten. Wie es in einer Regierungsmitteilung heisst, ist der Bescheid mit Auflagen verbunden, die jedoch nicht näher benannt werden.

    Die Swisspower AG fungiert als Gesamtprojektleiterin. Sie vertritt Energie Wasser Bern (ewb), die Industriellen Werke Basel (IWB) und das Elektrizitätswerk Davos AG (EWD).

    Das Projekt, das bis vor Kurzem noch unter dem Namen Parsenn Solar lief, war am 17. Dezember 2023 vom Davoser Stimmvolk abgesegnet worden. Laut seiner Medienmitteilung vom November 2024 erwartete Swisspower den Erhalt der kantonalen Baubewilligung noch vor Ablauf des vergangenen Jahres; die laufenden Arbeiten seien vollständig auf den Baubeginn im Sommer 2025 ausgerichtet.

    Wie es jetzt vonseiten der Kantonsregierung heisst, wird die Solaranlage in 2500 Meter Höhe im infrastrukturell bereits erschlossenen Skigebiet Parsenn und auf knapp 14 Hektaren Fläche errichtet. Mit 1493 Modultischen soll sie jährlich rund 12,1 Gigawattstunden Strom produzieren. In der früheren Mitteilung war noch von mehr als 10 Gigawattstunden die Rede, die künftig rund 2200 Vierpersonenhaushalte versorgen sollen. Die logistische Erschliessung erfolgt über bestehende Zufahrtswege. Zusätzlich ist der Einsatz von Helikoptern und Schreitbaggern für eine minimalinvasive Montage vorgesehen.

    Swisspower mit Sitz in Zürich war im Jahr 2000 als Gemeinschaftsunternehmen von Schweizer Gemeinde- und Stadtwerken gegründet werden, die ihre Gebiete mit Elektrizität, Erdgas, Wärme und Trinkwasser versorgen. Die Allianz wird von 22 Aktionärspartnern aus der ganzen Schweiz getragen.

  • Kleine Städte interessieren sich zunehmend für die Smart City

    Kleine Städte interessieren sich zunehmend für die Smart City

    Die Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) mit Sitz in Winterthur hat die Swiss Smart City Survey 2024 veröffentlicht. Der Bericht zeigt, dass insbesondere kleine Städte in intelligente Lösungen investieren, heisst es in einer Mitteilung. Die Umfrage der ZHAW habe zudem eine steigende Teilnehmerzahl der Befragten verzeichnet.

    Von den teilnehmenden Städten und Gemeinden sind in der Umfrage insgesamt 403 Projekte zur Gestaltung einer intelligenten Stadt gemeldet wurden. Im Einzelnen zählen dazu Kategorien wie Smart Governance, Smart Environment, Smart Mobility, Smart People, Smart Living und Smart Economy. 97 Projekte fallen in den Bereich Smart Environment, darunter vor allem solche im Bereich Photovoltaik. Dies entspricht einer doppelt so hohen Anzahl wie noch im Jahr 2022.

    Allerdings verzeichnet der Bericht noch hohes Entwicklungspotential. In 29 Prozent der untersuchten Städte wird das Thema Smart City aktiv bearbeitet, 18 Prozent befinden sich noch in der Anfangsphase. „Viele Städte befinden sich noch in keiner definierten Smart-City-Entwicklungsphase – ein deutliches Zeichen, dass es hier enormes Entwicklungspotenzial gibt“, wird Vicente Carabias, Schwerpunktleiter für Nachhaltige Energiesysteme und Smart Cities an der ZHAW, in der Mitteilung zitiert. „Gleichzeitig zeigt die Umfrage, dass immer mehr Städte sich dem Thema Smart City annehmen. Die Daten der Swiss Smart City Survey verdeutlichen das hohe Marktpotenzial für die Wissenschaft und Unternehmen, die beim Aufbau smarter Infrastrukturen eine aktive Rolle übernehmen können.“

  • Kleine Städte treiben smarte Transformation voran

    Kleine Städte treiben smarte Transformation voran

    Im aktuellen Survey wurden 403 Projekte aus 124 Städten erfasst, wobei Digitalisierung und Nachhaltigkeit die wichtigsten Themenfelder darstellen. Die meisten Initiativen entfallen auf den Bereich Smart Environment, insbesondere auf erneuerbare Energien wie Photovoltaik und ressourcenschonende Technologien. Diese Dynamik unterstreicht den Wandel, den Schweizer Städte anstreben, um den CO₂-Fussabdruck zu verringern und innovative Lebensräume zu schaffen.

    Engagement und Wachstumschancen für kleine Städte
    Die Zahl der teilnehmenden Städte ist markant gestiegen. Immer mehr Kommunen formulieren eigene Smart-City-Strategien, benennen Verantwortliche und arbeiten an Pilotprojekten zur digitalen Transformation. Dennoch zeigt die Umfrage, dass fast 80 Prozent der Städte noch keine ausgereiften Prozesse implementiert haben und sich erst in frühen Entwicklungsphasen befinden. Dies ist ein starkes Signal für bestehendes Entwicklungspotenzial und Marktchancen für Akteure aus Wirtschaft und Wissenschaft.

    Governance, Partizipation und Infrastruktur
    Zu den entscheidenden Dimensionen zählen Smart Governance, Citizen Engagement und Co-Kreation. Die Zunahme von Projekten in digitalen Bürgerservices und smarter Infrastruktur, wie Ressourcenschonung oder intelligente Mobilität, deutet auf den notwendigen Ausbau und die Verstärkung von organisationsinternen Kompetenzen innerhalb der Stadtverwaltungen hin.

    Marktpotenzial und nächste Schritte
    Die Studienautoren betonen, die Dynamik bei Smart-City-Initiativen ist hoch, aber die Ausgestaltung und Organisation noch ausbaufähig. Das Marktpotenzial für Unternehmen und Forschung ist entsprechend gross. Smarte Infrastruktur und innovative Projekte bieten zahlreiche Möglichkeiten für Kooperation und Investition.

    Kleine Städte als Treiber der smarten Zukunft
    Kleine Schweizer Städte erweisen sich als Motor der Smart-City-Transformation. Mit wachsendem Engagement, einer klaren Fokussierung auf Nachhaltigkeit und Digitalisierung sowie einer steigenden Zahl konkreter Projekte gewinnen sie an Bedeutung und schaffen neue Chancen für eine nachhaltige und vernetzte Stadtlandschaft.

  • Informationsveranstaltung für Senioren auf der Wohnungssuche – Ein Kooperationsprojekt des SVIT Zürich mit der Stadt Uster für Bewohner der Stadt Uster

    Informationsveranstaltung für Senioren auf der Wohnungssuche – Ein Kooperationsprojekt des SVIT Zürich mit der Stadt Uster für Bewohner der Stadt Uster

    In einem Pilotprojekt hat sich der SVIT Zürich zusammen mit der Stadt Uster das Ziel gesetzt, im digitalen Zeitalter dieser Altersgruppe eine geeignete Unterstützung anbieten zu können. Im Zentrum steht eine enge Zusammenarbeit mit den Amtsstellen (z. B. Sozialdienste, Gesundheits- und Beratungsstellen) und dem Immobilienverband auf mehreren Ebenen:

    1. Informations- und Beratungsangebote
    Eine zentrale Anlaufstelle als Teil der «Fachstelle Alter» soll älteren Menschen unterstützen, sich über den aktuellen Wohnungsmarkt einen Überblick zu verschaffen und sich für Wohnungssuche «parat» zu machen.  Dabei gibt es einiges zu beachten, gerade, wenn wie so oft die letzte Wohnungssuche schon Jahrzehnte zurückliegt. Bei diesem Punkt kommt der SVIT Zürich ins Spiel und organisiert für Interessierte Seniorinnen und Senioren nützliche Informations- oder besser ausgedrückt «Aufklärungsveranstaltungen», welche auf die «Dos and Don’ts» der Wohnungssuche hinweisen. 

    Im «SVIT Zürich World-Cafe», werden die Besucher in 3 Gruppen an grossen Blocktischen eingeteilt. Bei Kaffee und Kuchen werden wichtige Schwerpunkte erläutert und besprochen. 

    • Ausfüllen eines Interessenformulars mit den nötigen Beilagen / Selektion der Mieter aus Sicht der Verwaltung 
    • Wie und wo suche ich nach geeigneten Wohnungen / Realitäts-Check der 

    gewünschten Wohnung (inkl. Suchprofil erstellen) 

    • Wo der Verband während der aktiven Suche unterstützen kann (Coaching) und 

    weshalb wir keine Wohnungen auf dem Präsentierteller anbieten können.  

    Die erste Veranstaltung dieser Art findet am 18. September 2025 im Gemeinderatssaal der Stadt Uster Stadt: 

    Infos unter:
    https://www.svit.ch/de/svit-zuerich/event/informationsveranstaltung-fuer-seniorinnen-und-senioren-auf-der-wohnungssuche

    2. Best Practice-Leitfaden für Senioren zum Vorgehen bei Vermietungsprozessen
    Vermietungsprozesse sind heute weitgehend standardisiert und auf Effizienz getrimmt. Grössere Liegenschaftsverwaltungen setzen stark auf Tempo und vergeben Wohnungen an den ersten Mieter, der passt. Kleinere Liegenschaftsverwaltungen und private Vermieter nehmen sich zwar manchmal mehr Zeit, aber auch sie wollen möglichst schnell vermieten. Wer seine Chancen bei der Wohnungssuche erhöhen möchte, muss sich sehr gut vorbereiten und bereit sein, schnell zu entscheiden. Die Vorbereitung lohnt sich, weil Wohnungsbewerbungen bei den meisten Verwaltungen ähnlich ablaufen.  

    In Kooperation mit der Stadt Uster (Fachstelle Alter) und dem SVIT Zürich entstand 

    Im Februar 2025 eine hilfreiche Anleitung speziell für Senioren: 

    Leitfaden unter:
    https://www.svit.ch/sites/default/files/2025-02/Wohnungssuche%20ohne%20Umwege.pdf

    3. Prävention und Langfristigkeit
    In einer geplanten Kampagne „Wohnen im Alter“ – sollen ältere Menschen ermutigt werden, rechtzeitig über einen Umzug nachzudenken, denn eine frühzeitige Planung erleichtert den Wohnsuchprozess für den Lebensabend enorm. 

  • Whitepaper «Nachhaltige Gebäudekonzepte»

    Whitepaper «Nachhaltige Gebäudekonzepte»

    Die Autoren des Whitepapers fordern einen Paradigmenwechsel. Planen, Bauen und Betreiben sollen als zusammenhängender, ganzheitlicher Prozess verstanden werden. Gebäude gelten dabei als dynamische Systeme, die Mensch, Umwelt und Wirtschaft gleichermassen dienen. Bereits in der frühen Planungsphase schafft eine vorausschauende Automationsstrategie die Basis für einen energieeffizienten, komfortablen und langlebigen Betrieb.

    Gebäudeautomation liefert greifbaren Mehrwert
    Durch digitale Steuerung von Beleuchtung, Klimatisierung, Heizung und Lüftung sowie gezielten Einsatz von Sensorik wird Ressourcenverbrauch messbar reduziert und das Raumklima verbessert. Das schlägt sich positiv auf Betriebskosten, Nutzerkomfort und die Einhaltung von ESG-Kriterien nieder – ein signifikanter Vorteil für Investoren, Betreiber und Nutzer.

    Der Mensch im Mittelpunkt
    Im Whitepaper erhält der menschliche Faktor grossen Stellenwert: Moderne Gebäude sollen zur Gesundheit und Produktivität beitragen und individuellen Bedürfnissen gerecht werden. Aspekte wie Luftqualität, thermischer Komfort oder Akustik rücken stärker in den Fokus. Dank digitaler Technologien – von Sensorik bis zu personalisierten Raumprofilen – werden adaptive und nutzerfreundliche Arbeits- und Lebenswelten realisierbar.

    Kreislaufwirtschaft und digitale Infrastrukturen als Zukunftsstandard
    Gebäudeautomation unterstützt einen sparsamen Umgang mit Energie und Wasser und erleichtert die Umsetzung zirkulärer Gebäudekonzepte. Cloudbasierte Plattformen, IoT-Sensoren und IP-basierte Netzwerke schaffen Raum für smarte Funktionen wie Desk-Sharing oder Asset-Tracking und steigern den Immobilienwert im Zeitalter digitaler Transformation.

    Komfort, Nachhaltigkeit und Wertsteigerung
    Das Whitepaper belegt eindrücklich, ganzheitliche Gebäudeautomation sorgt nicht nur für mehr Komfort und Kosteneffizienz, sondern ist unverzichtbar für nachhaltige, gesundheitsfördernde und wertstabile Immobilien.

    Whitepaper steht zum Download bereit unter: www.siemens.ch/raumautomation

  • ETH-Spinoff lehrt der Baubranche das Sparen

    ETH-Spinoff lehrt der Baubranche das Sparen

    Auf dem Gelände des Innovation Park Zürich setzt das ETH Spinoff Zeichen. Ein dreieinhalb Tonnen schwerer Dumper wird bei Kunden-Demos mit dem eigens entwickelten Hybridantrieb vorgestellt. Die Baubranche steht angesichts von weltweit drei Gigatonnen CO₂-Emissionen ihrer Maschinen vor enormen Herausforderungen. Der Hybridantrieb ermöglicht eine Reduktion von 30 bis 50 Prozent beim Treibstoffverbrauch und den Emissionen. Eine Revolution für Baufirmen, die zunehmend strengeren Umweltauflagen gegenüberstehen.

    Effizienz und Entwicklung als Daueraufgabe
    Der Innovationsdruck ist hoch. Um wettbewerbsfähig zu bleiben und zukünftige Anforderungen zu erfüllen, arbeitet das Team laufend an Weiterentwicklungen und optimiert die Technologie für verschiedene Einsatzzwecke. Die Zusammenarbeit mit Bau- und Maschinenunternehmen gewährleistet praxistaugliche Lösungen, während der Standort im IPZ-Pavillon ideale Bedingungen für Forschung und Entwicklung bietet.

    Vom Prototyp in die Serienfertigung
    Nach intensiver Zusammenarbeit mit Partnern steht die serielle Produktion kurz bevor. Damit wird der innovative Hybridantrieb bald breite Anwendung finden und markant zur Dekarbonisierung und Kostenreduktion im Baugewerbe beitragen. Die Technologie vereint Kraft und Flexibilität mit ökologischer Verantwortung. Ein Modell, das der Schweizer Bauindustrie neuen Schub gibt.

    Das Unternehmen zeigt eindrücklich, wie technologische Innovationen den Spagat zwischen Effizienz, Sparsamkeit und Nachhaltigkeit meistern. Der Weg in die Zukunft des Bauens führt über intelligente Antriebe.

  • Die Schweiz braucht ein neues Bewusstsein für ihre Industrie

    Die Schweiz braucht ein neues Bewusstsein für ihre Industrie

    Mit einem Exportanteil von über 80 Prozent steuert die produzierende Industrie rund 18 Prozent direkt zum Schweizer Bruttoinlandprodukt bei. Mit den industrienahen Dienstleistungen steigt der Anteil auf mehr als 25 Prozent bzw. 230 Milliarden Franken jährlich. Die Industrie sorgt nicht nur für hohe Wertschöpfung und geringe Jugendarbeitslosigkeit, sondern finanziert direkt und indirekt Infrastruktur, Bildung und soziale Sicherheit.

    Globale Handelsbeziehungen sind unverzichtbar
    Aktuelle US-Strafzölle von 39 Prozent auf Schweizer Güter bedrohen den Export und damit fundamentale Pfeiler der Wirtschaftsleistung. Der Wohlstand und die Krisenresilienz der Schweiz basieren traditionell auf offenen, zuverlässigen und umfassenden Handelsbeziehungen, insbesondere zur EU als wichtigstem Absatzmarkt. Die rasche Ratifizierung der Bilateralen III und neuer Freihandelsabkommen ist zentral, um Barrieren abzubauen und die Wettbewerbsfähigkeit langfristig zu sichern.

    Rahmenbedingungen weiterentwickeln
    Tiefe Arbeitslosigkeit und die anhaltende Stärke der Industrie beruhen auf Faktoren wie dem dualen Bildungssystem, einer schlanken Bürokratie, flexibler Kurzarbeit und einer liberalen Wirtschaftsordnung. Die Ausweitung der Kurzarbeitsbezugsdauer und der Erhalt des liberalen Arbeitsmarktes sind dabei zentrale Instrumente.

    Politischer Handlungsbedarf
    Die Industrie benötigt eine Politik, die ihre volkswirtschaftliche Bedeutung ernst nimmt. Das Modell «Exportnation Schweiz» bleibt erfolgreich, wenn Unternehmen innovative Wege gehen können und die Politik dafür konsequent die verlässlichen Rahmenbedingungen bereitstellt. Dies ohne Blockaden und mit klarem Fokus auf den Erhalt internationaler Wettbewerbsfähigkeit.

    Industriestärke politisch absichern
    Die Schweiz muss sich ihrer industriellen Stärken bewusst werden und diese mutig weiterentwickeln. Nur mit besserer Vernetzung, politischen Entscheidungswillen und optimalen Rahmenbedingungen ist der internationale Erfolg der Industrie nachhaltig gesichert.

  • Verdichtung und Wohnungsbau über Gleisanlagen

    Verdichtung und Wohnungsbau über Gleisanlagen

    Gerade in zentral gelegenen Bahnhofsgebieten schlummert ein enormes, bisher ungenutztes Potenzial. Die Überbauung von Gleisfeldern ist eine städtebauliche Entwicklungsstrategie, die weltweit bereits erfolgreich angewendet wird, etwa in Metropolen wie London, New York oder Wien. Auch in Schweizer Städten rückt diese Möglichkeit immer mehr ins Zentrum der Debatten um nachhaltige Verdichtung und innovative Stadtentwicklung.

    Politische Initiativen und Reaktionen
    Ständerat Josef Dittli hat einen Vorstoss eingereicht, der den Bundesrat auffordert, Konzepte und Prozesse zur Nutzung von Flächen über Gleisen zu prüfen. Dabei steht insbesondere die technische und rechtliche Machbarkeit sowie die nachhaltige Integration in die bestehende Stadtstruktur im Fokus. Der Bundesrat reagierte positiv und sieht in den Gleisflächen ein grosses Potenzial für den Wohnungsbau in zentralen Lagen. Die Beratung des Geschäfts erfolgt nun im Ständerat und verspricht neue Impulse für urbane Entwicklungsprojekte.

    Auch auf kantonaler Ebene, etwa in Zürich durch die FDP, werden ähnliche Initiativen vorangetrieben, mit dem Ziel, den Flächenbedarf im urbanen Raum besser zu nutzen und die Lebensqualität zu steigern.

    Chancen und Herausforderungen
    Die Realisierung solcher Bauprojekte erfordert innovative Verfahren und interdisziplinäre Zusammenarbeit von Behörden, Schienenverkehrsbetrieben, Bauunternehmen und Stadtplanern.

    Zentral sind dabei:

    • Sicherstellung der Funktionalität und Sicherheit des Bahnverkehrs
    • Nachhaltige und energieeffiziente Bauweise
    • Integration mit bestehenden Infrastrukturen und dem Stadtbild
    • Rechtsklare und transparente Prozesse für Planung und Baubewilligung

    Die Nutzung von Raum über Gleisfeldern bietet eine vielversprechende Antwort auf die Herausforderungen der urbanen Verdichtung und Wohnraumbeschaffung. Mit politischen Vorstössen auf verschiedenen Ebenen und der positiven Haltung des Bundesrats könnten diese Potenziale künftig sinnvoll erschlossen und zukunftsorientierte Stadtentwicklungsprojekte realisiert werden.

  • Bauwirtschaft im Zentrum des zukünftigen Hochwasserschutzes

    Bauwirtschaft im Zentrum des zukünftigen Hochwasserschutzes

    Mit steigenden Temperaturen nimmt die Intensität von Starkniederschlägen zu. Wärmere Luft speichert mehr Feuchtigkeit, die sich in kurzer Zeit entladen kann. Besonders lokale Gewitter lösen massive Oberflächenabflüsse aus, die nicht versickern oder von der Kanalisation aufgenommen werden können. Keller, Tiefgaragen und Strassen werden so regelmässig überflutet, auch weitab von Flüssen oder Seen.

    Bereits heute sind laut Analysen des Mobiliar Lab 62% aller Gebäude in der Schweiz potenziell betroffen. Zwei Drittel aller Überschwemmungsschäden der letzten zehn Jahre gehen auf Oberflächenabfluss zurück und der Trend zeigt weiter nach oben, insbesondere in urbanen Gebieten.

    Bauliche Massnahmen mit grossem Nutzen
    Der Schlüssel liegt in der Prävention. Objektschutzmassnahmen wie erhöhte Lichtschächte, abschüssige Rampen bei Tiefgarageneinfahrten, wasserresistente Baumaterialien oder gezielte Geländeanpassungen verhindern Schäden und bieten ein ausserordentlich gutes Kosten-Nutzen-Verhältnis. Viele Kantone unterstützen solche Investitionen finanziell.

    Zusätzlich birgt die Gebäudetechnik erhebliches Potenzial. Intelligente Systeme könnten künftig Umweltdaten und punktgenaue Wetterprognosen nutzen, um mobile Schutzelemente automatisch zu aktivieren. Eine flexible Ergänzung, wo bauliche Dauerlösungen nicht umsetzbar sind.

    Bauwirtschaft als Schlüsselakteurin
    Die Bauwirtschaft ist an jedem Bauprojekt in der Schweiz beteiligt und damit unverzichtbar für die breite Umsetzung solcher Schutzmassnahmen. Nur durch die enge Zusammenarbeit von Planern, Architekten, Bauunternehmen und Gebäudetechnikern lassen sich dezentrale Lösungen im grossen Stil realisieren.

    Das Mobiliar Lab für Naturrisiken fordert deshalb die Bauwirtschaft auf, ihre Rolle aktiv wahrzunehmen. Nicht nur als Umsetzerin von Aufträgen, sondern als strategische Partnerin im Kampf gegen die Folgen des Klimawandels. Mit Innovationskraft, praktischer Erfahrung und Verantwortung für die gebaute Umwelt kann die Branche wesentlich dazu beitragen, dass Hochwasserschäden auch in Zukunft versicherbar bleiben.

  • Geplante Börsennotierung soll Marktpräsenz stärken

    Geplante Börsennotierung soll Marktpräsenz stärken

    Die Fondsleitung der Swiss Prime Site Solutions AG (SSPS), ein Asset Manager für Immobilienlösungen aus Zug, prüft laut einer Medienmitteilung eine Kotierung des SPSS Investment Fund Commercial (SPSS IFC) an der SIX Swiss Exchange. Der SPSS IFC investiert laut eigener Angaben mit Fokus auf Gewerbeimmobilien an wirtschaftlich etablierten Lagen in der ganzen Schweiz. Das Unternehmen plant eine Umsetzung bis Ende 2025 und möchte so seine Marktpräsenz stärken, den Zugang für neue Investoren öffnen und die Liquidität des Fonds langfristig fördern. Begleitet wird die Kotierung von der Zürcher Kantonalbank als Sole Lead Managerin.

    Laut Mitteilung erfolgt die Kotierung vorbehaltlich der Marktbedingungen, der Genehmigung der Fondsvertragsänderungen durch die Eidgenössische Finanzmarktaufsicht (FINMA) sowie der Genehmigung des Kotierungsgesuchs durch die SIX Swiss Exchange. Mit der genehmigten Fondsvertragsanpassung als Publikumsfonds wird der SPSS IFC für alle Anleger offenstehen. Bis dahin ist er ausschliesslich für qualifizierte Anleger zugänglich. An der SIX Swiss Exchange soll der Fonds zukünftig in die Indizes SXI Real Estate Broad und SXI Real Estate Funds Broad aufgenommen werden.

    Im Vorfeld der geplanten Kotierung konnte das Unternehmen bereits sein Portfolio ausbauen und sich so auf die Weiterentwicklung des Fonds vorbereiten. „Mit den Mitteln aus der letzten Kapitalerhöhung haben wir das Portfolio mit zwei attraktiven Light-Industrial-Liegenschaften optimal ausgebaut, die Eigenkapitalbasis nachhaltig gestärkt und das Produkt konsequent auf die Anforderungen einer Börsenkotierung ausgerichtet“, so Maximilian Hoffmann, CIO Funds bei SPSS.

  • Diskussion um Versorgungssicherheit und Abhängigkeit von Atomkraft

    Diskussion um Versorgungssicherheit und Abhängigkeit von Atomkraft

    Das Kernkraftwerk Gösgen (KKG) modernisiert sein Speisewassersystem. Seit Ende Juni ist es deshalb vom Netz genommen. Die Wiederaufnahme der Stromproduktion verzögere sich nun um weitere sechs Monate, heisst es in einer Mitteilung

    Das KKG macht dafür die steigenden Sicherheitsanforderungen verantwortlich. Es brauche punktuelle Verstärkungen des Systems. Auch die Nachweisführung gegenüber den Behörden brauche mehr Zeit. Das KKG kann erst wieder angefahren werden, wenn das Eidgenössische Nuklearsicherheitsinspektorat (ENSI) die Freigabe erteilt. Das KKG könne daher voraussichtlich Ende Februar 2026 wieder ans Netz gehen, heisst es in der Mitteilung.

    Die Betreiber erwarten einen Produktionsausfall während dieser acht Monate in Höhe von fast 6 Terawattstunden und einen entgangenen Ertrag von 500 Millionen Franken, schreibt Alpiq in einer Mitteilung

    Alpiq ist mit 40 Prozent der grösste Einzelaktionär und erwartet einen Ertragsausfall von 200 Millionen Franken. Axpo ist mit 25 Prozent der zweitgrösste Aktionär, gefolgt von der Stadt Zürich mit 15 Prozent, der Axpo-Tochter CKW mit 12,5 Prozent und Energie Wasser Bern (ewb) mit 7,5 Prozent. Die Aktionäre müssen den fehlenden Strom nun obendrein am freien Markt beschaffen, um ihren Lieferverpflichtungen nachzukommen.

    Das KKG deckt gut ein Zehntel des Schweizer Stromverbrauchs. Kernkraftkritiker wie die Schweizerische Energie-Stiftung SES weisen auf die Risiken der zentralisierten Stromerzeugung hin. „Die Abhängigkeit von einzelnen Atomkraftwerken stellt für die sichere Stromversorgung ein Klumpenrisiko dar“, wird Geschäftsleiter Nils Epprecht in einer SES-Mitteilung zitiert. „Wir tun gut daran, unsere Stromproduktion so rasch wie möglich auf viele dezentrale, erneuerbare Anlagen zu verlagern.“

  • SMG bereitet milliardenschweren Börsengang vor

    SMG bereitet milliardenschweren Börsengang vor

    SMG vereint führende Online-Marktplätze in den Bereichen Immobilien, Autos, Kleinanzeigen und Auktionen. Dank dieser breiten Aufstellung konnte das Unternehmen seine Marktposition in den letzten Jahren kontinuierlich ausbauen. Im ersten Halbjahr 2025 stieg der Umsatz um 14,4 Prozent auf 161,5 Millionen Franken. Der bereinigte Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen legte um 34 Prozent auf 87,6 Millionen Franken zu, womit die Marge auf 54,3 Prozent kletterte. Diese starke Profitabilität stützt die angestrebte Bewertung.

    Eigentümer und Perspektiven
    Die grössten Anteilseigner sind die TX Group (31 %), Ringier (29,5 %), die Mobiliar (29,5 %) sowie der US-Investor General Atlantic (10 %). Sie dürften zu den Hauptprofiteuren eines erfolgreichen Börsengangs zählen, ebenso wie das Management von SMG. Mit dem Gang an die Börse sollen langfristiges Wachstum, strategische Flexibilität und Investitionen in die Weiterentwicklung der Plattformen gesichert werden.

    Herausforderungen im Umfeld
    Während SMG mit seinen digitalen Marktplätzen wächst, stehen die Mutterhäuser im klassischen Mediengeschäft vor strukturellen Veränderungen. Der Börsengang wird daher auch als Signal verstanden, wie stark die digitale Ausrichtung an Bedeutung gewinnt. Kritische Stimmen verweisen zwar auf die hohe Marktmacht des Unternehmens, gleichzeitig wird der IPO als Chance gesehen, die Positionierung von SMG im internationalen Wettbewerb zu stärken.

    Ob der Börsengang zum vollen Erfolg für alle Beteiligten wird, bleibt abzuwarten. Klar ist jedoch, dass SMG damit die Weichen für die nächste Entwicklungsphase stellt.

  • Neue Pflastersteine reduzieren CO2-Ausstoss im Bau

    Neue Pflastersteine reduzieren CO2-Ausstoss im Bau

    Das im Kanton Luzern ansässige Baustoffunternehmen CREABETON, eine Tochter der Müller-Steinag Baustoff AG, hat gemeinsam mit dem Start-up Oxara eine neue Serie zementfreier Pflastersteine entwickelt. Wie es in einer Mitteilung heisst, entwickeln die neuen Betonsteine eine um 30 Prozent geringere CO2-Emission als herkömmliche Pflastersteine.

    Das neue Produkt ist in drei Varianten erhältlich. Neben der Ausführung als Standardpflastersteine können auch wasserdurchlässige oder Rasenpflastersteine verlegt werden. Das Material nutzt anstelle herkömmlichen Zements das von Oxara, einer Ausgliederung der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH), entwickelte Oulesse-Bindemittel.

    „Mit diesen Produkten reagieren wir auf die wachsende Nachfrage nach klimafreundlichen Baulösungen“, wird Hendrix Müller, CEO der Müller-Steinag-Gruppe, in der Mitteilung zitiert. „Unsere Zusammenarbeit mit Oxara ermöglicht es uns, unseren Kunden nachhaltigere Alternativen anzubieten – heute, nicht erst in einigen Jahren.“ Martin Bodmer, Leiter Operations bei Oxara, zeigt sich überzeugt, dass die Zusammenarbeit mit CREABETON die nachhaltigen Entwicklungen seines Unternehmens skalieren kann.

  • Neuer Energiepark macht Energiewende erlebbar

    Neuer Energiepark macht Energiewende erlebbar

    Die Fachhochschule Graubünden (FHGR) hat auf dem Kuhrerhof und in der Rheinmühle in Chur den neuen Energiepark Grischa eingerichtet. Der Park soll als ein Erlebnis- und Forschungszentrum auf dem Gebiet der Energie- und Umweltforschung tätig sein, heisst es in einer Mitteilung.

    In ein landwirtschaftliches Umfeld eingebettet sollen hier Arbeiten zu Photovoltaik, Kleinwasserkraft, Holzvergasung, Windkraft und Biogas an einem Standort zusammentreffen. Ziel ist, einem breiten Publikum zu vermitteln, wie erneuerbare Energien erzeugt, gespeichert und genutzt werden können. „Im Energiepark Grischa wird die Energiewende vom abstrakten Konzept zur greifbaren Realität“, wird Steffi Giaracuni, Projektleiterin am Institut für Multimedia Production der FH Graubünden, in der Mitteilung zitiert. „Hier können Menschen sehen, hören und spüren, wie erneuerbare Energien entstehen – und wie wir sie gemeinsam in unseren Alltag integrieren können.“

    In einer ersten Umsetzungsphase werden Arbeiten zum Thema Holz, Wasser und Sonne vorgestellt, bis 2026 sollen Biogas, Windkraft und innovative digitale Vermittlungsinstrumente folgen.

    Das Projekt wird von der FH Graubünden, dem Bundesamt für Energie, der Stiftung Klima Grischa und weiteren regionalen Partnern getragen. Bereits am 28. August stellen sich Expertinnen und Experten aus Energiepolitik, Innovationsförderung, Stadtentwicklung, lokalen Energielösungen und Landwirtschaft in einem Wissenschaftscafé den Fragen der Bevölkerung zur Energiezukunft der Schweiz.

  • Modernisierung stärkt urbane Mobilität in Zürich

    Modernisierung stärkt urbane Mobilität in Zürich

    Die Standseilbahn Rigiblick wird aktuell noch modernisiert und soll im Herbst wieder den Betrieb aufnehmen. Neben den neuen Fahrzeugen, die von Verkehrsbetrieben Zürich, Garaventa, Milani Design und CWA gemeinsam entwickelt worden sind, werden dann auch neue Zugseile im Einsatz sein. Die in Romanshorn ansässige Fatzer AG hat die Hochleistungsseile hergestellt und angeliefert. Inzwischen sind sie auch montiert worden, wie aus einer Mitteilung der BRUGG Group hervorgeht, zu welcher Fatzer gehört.

    Die zwei 32 Millimeter starken Zugseile weisen jeweils 480 Meter Länge und ein Gewicht von 1,9 Tonnen auf. „Mit rund 160 Fahrten pro Tag und einer Fahrzeit ohne Halt von nur zwei Minuten ist die Beanspruchung der Seile hoch. Die hohe Beanspruchung erfordert höchste Materialqualität, um einen zuverlässigen Betrieb bei maximaler Sicherheit zu gewährleisten“, heisst es in der Mitteilung über die Zugseile des „Symbols für urbane Mobilität und Lebensqualität“, welches zudem Teil des kulturellen Erbes von Zürich sei.

    Das Performa-Seil von Fatzer ist speziell für urbane Anwendungen entwickelt worden. Bei dem Seil werden zwischen den Litzen Kunststoffprofile angebracht, wodurch eine „nahezu zylindrische Oberflächenstruktur“ entsteht. Dadurch können Vibrationen und Geräusche markant reduziert werden. Zusätzlich weist das Unternehmen auf die Langlebigkeit der Seile hin.

  • Schweizer Stromversorgung 2050 vor grossem Ausbau

    Schweizer Stromversorgung 2050 vor grossem Ausbau

    Die Elektrifizierung von Verkehr, Wärme und Industrie treibt den Stromverbrauch von heute 56 auf rund 75 Terawattstunden pro Jahr. Gleichzeitig fallen 23 Terawattstunden aus Kernkraftwerken weg. Das Forschungsnetzwerk EDGE hat berechnet, dass die Schweiz ihr Ziel von 45 Terawattstunden aus neuen erneuerbaren Energien erreichen kann, allerdings nur mit einem starken Ausbau von Photovoltaik und Windkraft.

    Ausbau von Photovoltaik und Windenergie
    Die Photovoltaik müsste ihre Kapazität von heute 6,4 Gigawatt auf fast 27 Gigawatt vervierfachen. Bei der Windkraft wäre ein über 80-facher Ausbau nötig, von 0,1 auf 8,4 Gigawatt bis 2050. Besonders im Winter spielt Windenergie eine Schlüsselrolle. Ohne Subventionen sei dieser Zubau kaum realisierbar, betonen die Forschenden.

    Abhängigkeit vom europäischen Strommarkt
    Das Stromgesetz limitiert Winterimporte auf maximal 5 Terawattstunden. Eine strikte Umsetzung würde Investitionen und Kosten spürbar erhöhen. Mehr Wind- und Solarkraftwerke wären nötig, der Strompreis könnte sich verdoppeln. Eine Einschränkung des EU-Stromhandels um 70 Prozent würde zusätzliche Windkapazitäten erfordern und die Kosten weiter steigen lassen. EDGE-Forschende sehen den Zugang zum europäischen Strommarkt daher als entscheidend an.

    Investitionen fliessen ins Ausland
    Über die Hälfte der Schweizer Investitionen in erneuerbare Energieprojekte fliesst heute ins Ausland, vor allem nach Deutschland, Frankreich und Italien. In der Schweiz bleiben nur rund ein Prozent. Grund dafür sind beschränkte Realisierungsmöglichkeiten im Inland. Besonders Windenergieprojekte werden von Schweizer Investoren im Ausland finanziert.

    Kosten der Energiewende
    Die Transformation zu Netto-Null bringt steigende Preise für fossile Energieträger, Güter und Dienstleistungen. Für Schweizer Haushalte bedeutet das je nach Szenario jährliche Konsumeinbussen von 0,6 bis 1 Prozent. Werden Emissionen nicht im Ausland kompensiert, steigen die Belastungen zusätzlich. Gleichzeitig betonen die Forschenden, dass die Kosten eines ungebremsten Klimawandels deutlich höher wären.

    Die Schweiz kann ihre Energieziele bis 2050 erreichen, doch nur mit massivem Ausbau von Photovoltaik und Windenergie, enger europäischer Marktintegration und zielgerichteten Investitionen. Die Herausforderung bleibt, Versorgungssicherheit, Klimaziele und Kosten in Einklang zu bringen.

  • Bundesrat verstärkt Agenda zur Standortattraktivität

    Bundesrat verstärkt Agenda zur Standortattraktivität

    Das internationale Umfeld bleibt volatil. Die USA stellen Handelsbeziehungen infrage und distanzieren sich von der OECD-Mindeststeuerreform, während die EU den Fokus auf Wettbewerbsfähigkeit und Bürokratieabbau legt. Für die Schweiz bedeutet dies Risiken, aber auch Chancen. Ihre stabilen Rahmenbedingungen, die offene Wirtschaft und eine exzellente Forschungslandschaft verschaffen weiterhin Vorteile im globalen Wettbewerb.

    Verbesserte Standortbedingungen als Schlüssel
    Der Bundesrat intensiviert seine wirtschaftspolitische Agenda und priorisiert Massnahmen, die die Produktionskosten der Unternehmen senken. Zudem sollen alternative Absatzmärkte erschlossen und die Rechts- und Planungssicherheit gestärkt werden. Wichtige Erfolge sind das neue Freihandelsabkommen mit Indien sowie der Abschluss der Verhandlungen mit Mercosur.

    Entlastung der Unternehmen
    Mit dem Unternehmensentlastungsgesetz (UEG) hat die Schweiz ein zentrales Instrument geschaffen, das nun konsequent umgesetzt werden soll. Neue Belastungen sollen vermieden, bestehende Regulierungen überprüft und gezielt vereinfacht werden. Die Evaluation ausgewählter Regulierungsbereiche spielt dabei eine zentrale Rolle.

    Kurzarbeit und Exportförderung im Fokus
    Aktuell prüft der Bundesrat rasch wirksame Massnahmen bei der Kurzarbeitsentschädigung. Diskutiert wird eine Verlängerung der Bezugsdauer von 18 auf 24 Monate innerhalb einer Rahmenfrist. Parallel wird der Bedarf zusätzlicher Schritte in der Exportförderung analysiert, um Schweizer Unternehmen in einem herausfordernden Umfeld abzusichern.

    Obwohl rund 10 Prozent der Schweizer Warenexporte von US-Zusatzzöllen betroffen sind, erwartet der Bundesrat keine Rezession vergleichbar mit der Finanzkrise oder der Pandemie. Ein Konjunkturprogramm gilt daher als nicht notwendig. Die Analyse der Wirtschaftslage wird jedoch laufend fortgesetzt, um bei Bedarf gezielt handeln zu können.

  • KMU kämpfen um Fachkräfte und setzen auf Flexibilität

    KMU kämpfen um Fachkräfte und setzen auf Flexibilität

    Trotz steigender Arbeitslosenzahlen bleibt der Arbeitskräftemangel die dominierende Sorge der KMU. Laut der aktuellen AXA-Arbeitsmarktstudie hatten 44 Prozent der Unternehmen grosse Mühe, offene Stellen zu besetzen, weitere 40 Prozent kämpften zumindest teilweise mit Rekrutierungsproblemen. Besonders gefragt und schwer zu finden sind hochspezialisierte Fachkräfte und Führungspersonen. Gleichzeitig führen zunehmende Personalausfälle zu weiteren Belastungen.

    Konkurrenz durch Staat und Konzerne
    Zwei Drittel der KMU sehen sich im Wettbewerb um Talente von Grossunternehmen unter Druck gesetzt, sowie von staatlichen Institutionen. Während KMU mit Werten wie Teamgeist, Nähe und Wertschätzung punkten, bleiben sie bei Löhnen, Karrieremöglichkeiten und Vorsorge im Nachteil.

    Teamfähigkeit schlägt Fachwissen
    Unzureichende Fachkenntnisse gelten als häufigstes Rekrutierungsproblem. Dennoch zeigt die Studie, dass weiche Faktoren oft entscheidend sind. Fast drei Viertel der Unternehmen bevorzugen Bewerbende mit besserer Teamfähigkeit gegenüber fachlich stärkeren, aber weniger kompatiblen Kandidaten. Zuverlässigkeit und Ehrlichkeit gehören zu den meistgefragten Eigenschaften.

    Vielfalt als Ziel ohne klare Umsetzung
    Mehr als die Hälfte der KMU gibt an, Vielfalt wichtig zu finden. Konkrete Massnahmen bleiben jedoch die Ausnahme, nur 45 Prozent haben entsprechende Programme eingeführt. Besonders im Bereich der Rekrutierung bleibt Vielfalt oft ein unverbindliches Ziel, ohne strategische Verankerung.

    Arbeitnehmende mit mehr Macht
    Die Studie zeigt eine deutliche Verschiebung der Verhandlungsmacht zugunsten der Arbeitnehmenden. Zwei Drittel der KMU sehen ihre Beschäftigten in einer stärkeren Position. Höhere Lohnforderungen, Ansprüche an flexible Arbeitszeiten und verändertes Verhalten prägen die Situation. Besonders grössere KMU beobachten diese Entwicklung deutlich.

    Flexibilität als Antwort
    Über die Hälfte der befragten Unternehmen reagiert mit flexiblen Arbeitszeitmodellen und Teilzeitoptionen. Individuelle Lösungen beim Pensum, zusätzliche Benefits und Sozialleistungen ergänzen die Strategien. Lohnerhöhungen spielen zwar eine Rolle, bleiben aber zweitrangig gegenüber der Flexibilisierung.

    Ausblick und Nachfolgeproblematik
    Trotz der Herausforderungen blicken 91 Prozent der KMU optimistisch in die Zukunft. Sorgen bereiten wirtschaftliche Unsicherheiten, veränderte Kundenbedürfnisse und der Nachwuchsmangel. Besonders die Nachfolgeregelung bleibt kritisch. 44 Prozent der Unternehmen stufen die Suche nach geeigneten Lösungen als schwierig ein.