Kategorie: Regionen

  • Spatenstich für neues Gemeindehaus in Spreitenbach ist erfolgt

    Spatenstich für neues Gemeindehaus in Spreitenbach ist erfolgt

    Mit dem ersten Spatenstich hat der Bau des neuen Gemeindehauses in Spreitenbach begonnen. Das neue Verwaltungsgebäude ist laut einer Medienmitteilung der fsp Architekten aus Spreitenbach für eine Bevölkerungszahl von 15‘000 ausgelegt. Beim Bau des alten Gemeindehauses 1964 hatte Spreitenbach noch rund 9000 Einwohnerinnen und Einwohner. Heute sind es laut der Internetseite der Gemeinde 12’079, davon 5986 Schweizer und 6093 Ausländer.

    Die Planung für das neue Gemeindehaus begann 2016. Ein erster Entwurf mit einem geplanten Kostenaufwand von mehr als 18 Millionen Franken wurde abgelehnt. Der neue Kostenplan sieht Ausgaben von 13 Millionen Franken vor und wurde Anfang 2020 genehmigt.

    Bei Baubeginn waren laut einem Artikel der „Aargauer Zeitung“ neben Architekten, Unternehmern und Mitgliedern der Baukommission auch Gemeindepräsident Markus Mötteli (Mitte) sowie Gemeinderat Roger Mohr (SVP) anwesend. „Für die Baukommission und die beteiligten Planer ist das ein grosser Moment und der Schritt von der Theorie in die Praxis“, wird Architekt und Gesamtprojektleiter Markus Schärer von fsp Architekten zitiert. Die Bevölkerung erhalte mit dem neuen Gemeindehaus an zentraler Stelle zwischen Dorf und Gewerbezone einen Zentrums- und Identifikationspunkt, heisst es in der Mitteilung der fsp Architekten.

    Das neue Gemeindehaus soll laut Planung im Juni 2023 fertig sein. Es wird auch über eine Tiefgarage sowie einen Parkplatz verfügen. Zur Energieversorgung wird auf dem Dach eine Photovoltaikanlage errichtet. Das alte Gemeindehaus dürfe später zu einem Schulgebäude umgebaut werden.

  • Steiner AG verkauft Wohnbauprojekt in Suhr an Corpora

    Steiner AG verkauft Wohnbauprojekt in Suhr an Corpora

    Am Neumattweg Ost in Suhr sollen 13 Mehrfamilienhäuser mit insgesamt 146 Wohnungen entstehen. Die Überbauung ist auf die Nutzung durch verschiedene Altersgruppen und Familiengrössen ausgelegt, informiert die Steiner AG in einer Mitteilung. Die Immobilienentwicklerin aus Zürich hat sich entschlossen, das Projekt noch vor Realisierung an die Corpora Immobilien AG aus Aarau zu veräussern.

    „Mit der Corpora Immobilien AG, Aarau konnten wir dieses umfangreiche Projekt an einen entwicklungskompetenten Investor mit lokaler Verankerung verkaufen, welcher die erfolgreiche Weiterentwicklung und Realisierung dieser attraktiven Wohnüberbauung sicherstellt“, wird  Projektmanager Daniel F. Hauri in der Mitteilung zitiert. Zum Kaufpreis für das rund 1,6 Hektaren grosse Areal werden dort keine Angaben gemacht. Als Hintergrund für den Verkauf führt Steiner eine im vergangenen Jahr eingeleitete Anpassung des Portfolios an.

  • Baugenossenschaft erhält 40‘000 Franken vom Klimafonds Stadtwerk Winterthur

    Baugenossenschaft erhält 40‘000 Franken vom Klimafonds Stadtwerk Winterthur

    Der städtische Energieversorger Stadtwerk Winterthur hat 40‘000 Franken aus seinem Klimafonds an die Baugenossenschaft mehr als wohnen vergeben. Diese will damit den Pilotbetrieb eines selbstlernenden Heizungsreglers in zwei Häusern auf dem 2000-Watt-Areal Hobelwerk in Oberwinterthur finanzieren, heisst es in einer Medienmitteilung.

    Der Heizungsregler wurde von der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa) in Dübendorf entwickelt. Er soll die Heizsysteme klimafreundlich optimieren, „indem er die Solarstromproduktion auf dem Dach, das Zusammenspiel zwischen Hauptheizung (Wärmepumpe) und Spitzenlast (Pelletkessel) sowie die Belastung des Stromnetzes miteinbezieht“, heisst es in der Medienmitteilung. Dies biete Erkenntnisse für den klimaschonenden Energieeinsatz bei möglichst geringer Belastung des Stromnetzes im Gebäudebereich.

  • Baselbiet setzt auf Solarstrom vom Dach

    Baselbiet setzt auf Solarstrom vom Dach

    Der Kanton Basel-Landschaft geht in die Solarstromoffensive. Kantonseigene Gebäude werden mit Photovoltaikanlagen ausgerüstet, informiert die Kantonsverwaltung in einer Mitteilung. Dabei seien bisher 2177 Module im Umfang von knapp 3900 Quadratmetern Fläche auf den Dächern der Sekundarschulen Hinterzweien in Muttenz, Gerenmatt in Arlesheim, Laufental in Laufen, Lärchen in Münchenstein und Rheinpark in Birsfelden sowie des Werkhofs Kreis 3 in Sissach und der neuen Fachhochschule in Muttenz installiert worden. Sie können im Jahr rund 800’000 Kilowattstunden Solarstrom erzeugen. Damit liesse sich der Elektrizitätsbedarf des jeweiligen Standorts vollständig abdecken, schreibt die Kantonsverwaltung.

    Weitere Anlagen sind der Mitteilung zufolge bereits in Planung. Dabei soll in Kürze „die künftig grösste kantonseigene Photovoltaikanlage“ angegangen werden. Sie entsteht auf dem Neubau des Sammlungszentrums Augusta Raurica in Augst. Hier sind über 400 Module geplant, die jährlich rund 450’000 Kilowattstunden Solarstrom liefern könnten. Zudem sehen die Planungen Anlagen auf den Dächern der Sekundarschulen Tannenbrunn in Sissach und Frenke in Liestal sowie des Massnahmezentrums Arxhof in Niederdorf vor.

    Das Hochbauamt folge mit der Solaroffensive den Vorgaben des Landrats, heisst es weiter in der Mitteilung. Ihnen zufolge soll der Kanton „einerseits ein Vorbild für andere Investoren sein und andererseits auch mit möglichst viel selbst produziertem solarem Strom den wachsenden Bedarf an den Schulen und den weiteren Bauten decken“. Die Mittel für die Investitionen stellt der Landrat über Baukredite und im Rahmen des Investitionsprogramms bereit.

  • Baden fördert Ladesäulen für Elektromobilität

    Baden fördert Ladesäulen für Elektromobilität

    Die Stadt Baden unterstützt im Rahmen ihres Energieförderprogramms die Errichtung neuer Ladesäulen finanziell. Schon heute handelt es sich laut einer Medienmitteilung bei der Hälfte der Neuanmeldungen um elektrisch oder hybrid betriebene Fahrzeuge. Die Stadt Baden wolle den Umstieg erleichtern. Deshalb werden neue Ladesäulen für Elektrofahrzeuge ab sofort mit 25 Prozent der Investitionskosten gefördert.

    Das Angebot gilt nach Angaben der Stadt für bestehende Mehrfamilienhäuser und Stockwerkeigentumsbauten ab drei Wohneinheiten. Ebenfalls berücksichtigt werden gemeinsam erschlossene Garagen von einzelnen Einheiten. Auch der Ausbau der elektrischen Infrastruktur werde gefördert, heisst es in der Medienmitteilung. So könne nicht nur der Antragssteller eine Ladesäule in der Tiefgarage installieren, sondern es könnten weitere hinzukommen. Das sei gleichzeitig oder auch später möglich. Ziel dieser Förderung sei, dass auch Mieterinnen und Mieter elektromobil werden können.

    Auf der speziellen Internetseite der Stadt zur Elektromobilität wird das Förderprogramm aufgeschlüsselt. Für Elektro-Ladestationen gibt es einen Zuschuss von 25 Prozent der Investitionskosten, jedoch höchstens 1000 Franken pro Ladepunkt. Zur Erschliessung der Ladeinfrastruktur gibt es etwa in gemeinschaftlichen Tiefgaragen ebenfalls 25 Prozent der Investitionskosten, jedoch höchstens 500 Franken pro Parkplatz. Die Erschliessungskosten beinhalten die Erstellung von Strom- und Kommunikationsleitungen zu den Parkplätzen.

    Auf dieser Seite sowie auf dem Umweltblog der Stadt kann der Antrag auf Förderung durch Klicken heruntergeladen werden.

  • Haustechnik von Hoval ist Architects‘ Darling

    Haustechnik von Hoval ist Architects‘ Darling

    Das Fachmedium „Schweizer Baudokumentation“ ermittelt jährlich von der Bauindustrie besonders geschätzte Industriepartner. Gestützt auf das Votum von Architekten, Fachplanenden und Bausachverständigen werden in mehr als 15 Kategorien ein Architects‘ Darling benannter Preis verliehen. In der Kategorie Haustechnik – Heizen, Lüften und Kühlen hat sich in diesem Jahr Hoval Schweiz durchgesetzt, informiert das zur Liechtensteiner Hoval-Gruppe gehörende Unternehmen mit Sitz in Meilen in einer Mitteilung.

    „Die Goldauszeichnung für Hoval bestätigt nicht nur, dass wir bei Architekten, Planern und Sachverständigen hohes Vertrauen geniessen“, wird Nicole Küng, Leiterin Sales und Marketing bei Hoval Schweiz, in der Mitteilung zitiert. „Sondern auch dass unser Anspruch, den Schweizer Markt eng mit unseren Fachkunden zu bearbeiten, Früchte trägt.“

    Für die Auswahl der Architects‘ Darling werden die Unternehmen in insgesamt fünf Bereichen bewertet. Dabei habe Hoval in den Bereichen Produktqualität, technischer Support und Preis-Leistungsverhältnis unter allen Kandidaten mit Abstand am besten abgeschnitten, heisst es in der Mitteilung. In den übrigen beiden Bereichen belegte Hoval jeweils den zweiten Platz.

  • Sinkende Leerstände treiben stärkstes Mietwachstum seit 2014

    Sinkende Leerstände treiben stärkstes Mietwachstum seit 2014

    Der vom Immobilienmarktplatz homegate.ch aus dem Hause TX Group in Zusammenarbeit mit der Zürcher Kantonalbank (ZKB) erhobene Mietindex weist für das vergangene Jahr einen Anstieg der Angebotsmieten in der Schweiz um 1 Prozent aus. Das ist laut Medienmitteilung das stärkste Mietwachstum seit 2014. Die Entwicklung war regional unterschiedlich. Während die Bergregionen 2021 zulegten, wurde das Wachstum in vielen Zentren gebremst. Der Index stieg im Dezember 2021 gegenüber dem Vormonat erneut um 0,3 Punkte auf 116,4 Punkte. Das ist ein Plus von 1,04 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

    Der Schweizer Mietwohnungsmarkt ist laut der Medienmitteilung seit Jahren von steigenden Leerständen geprägt. Gezielte Reduktion der Neubauten in Regionen mit hohen Leerständen liess die Mietpreise steigen. Mit einem Plus von einem Prozent verzeichneten die Angebotsmieten 2021 zwar ein moderates, aber dennoch das stärkste Wachstum seit 2014. In der Corona-Pandemie ist auch die Ausgabebereitschaft für Wohnen tendenziell etwas gestiegen.

    Regional war die Entwicklung unterschiedlich. So zeigten die Verläufe der Angebotsmieten in der Romandie mehrheitlich nach unten. Wallis und Waadt verzeichneten positive Zuwächse, während in der restlichen Westschweiz hauptsächlich Mietrückgänge vorherrschten, heisst es in der Mitteilung. Im Kanton Zürich stiegen die Mieten um 1,1 Prozent und im Aargau um 2,1 Prozent. Deutlicher sei der Anstieg in den Bergregionen gewesen. In Graubünden erreichten die Angebotsmieten ein Plus von 4,7 Prozent, in Uri und Nidwalden von 2,7 Prozent und 2,5 Prozent. Der Anstieg lässt sich mit der Beliebtheit von Ferienimmobilien in den Bergen während der Corona-Pandemie begründen.

    In grösseren Städten gingen die Angebotsmieten teilweise sogar zurück, in Genf um 1,9 Prozent, und in Lausanne um 0,3 Prozent. Zürich weist nur ein kleines Wachstum von 0,5 Prozent aus. Spitzenreiter ist Bern mit einem Jahreswachstum von 2,6 Prozent.

  • Neue Paketlogistik soll Städte entlasten

    Neue Paketlogistik soll Städte entlasten

    Ein neues Pilotprojekt der Schweizer Innovationsagentur Innosuisse testet in Zürich ein alternatives Verteilsystem für Paketsendungen. Es soll den Lieferverkehr in Städten reduzieren. Eine Medienmitteilung der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) zitiert das Bundesamt für Raumentwicklung, wonach das Paketaufkommen durch den wachsenden Online-Handel bis 2040 um 75 Prozent steigen und der Güterverkehr in der Folge um 37 Prozent zunehmen werde.

    Das ZHAW-Institut für Nachhaltige Entwicklung in Winterthur leitet dieses Projekt. Daran beteiligt sind Unternehmen wie H&M, Zalando und Ikea. Projektpartner sind neben der Stadt Zürich auch die Schweizerische Post, DPD und Cargo Sous Terrain. Die angestrebte Lösung sieht ein Zusammenspiel dreier Verteilzentren, sogenannter Hubs, vor. Das Projekt will Städten auch Bewertungskriterien zur Verfügung stellen, mittels derer sie geeignete Standorte finden können.

    „Heute fährt jeder Lastwagen einmal durch die Stadt und verteilt die Ware. Mit einem Hub in der Stadtmitte, von dem aus die Feinverteilung stattfindet, kann man viel besser bündeln“, wird Maike Scherrer von der ZHAW zitiert. Ein digitales Rückgrat auf Basis von künstlicher Intelligenz soll die Sendungszuteilung auf unterschiedlichen Transportmitteln so organisieren, dass möglichst wenige Transportkilometer gefahren werden. Freie Transportkapazitäten können online versteigert werden. Wichtig sei, dass die Distanz zur Wohnadresse kurz ist, damit die Paketempfänger möglichst zu Fuss zum Microhub gehen können.

  • Eigenheimpreise steigen im 4. Quartal weiter

    Eigenheimpreise steigen im 4. Quartal weiter

    Die Preise für selbstgenutztes Wohneigentum sind in der Schweiz 2021 deutlich gestiegen. Diese dynamische Verteuerung hielt laut dem Transaktionspreisindex von Raiffeisen Schweiz auch im vierten Quartal an. Eigenheime wurden laut Medienmitteilung um 1,6 Prozent, Eigentumswohnungen um1,8 Prozent teurer gegenüber dem Vorquartal. Auf das ganze Jahr berechnet, also im Vergleich zum 4. Quartal 2020, legten die Preise für Einfamilienhäuser um 10,3 Prozent zu. Stockwerkeigentum wurde um 7,2 Prozent teurer als vor einem Jahr.

    „Die Preisdynamik am Markt für selbstgenutztes Wohneigentum bleibt damit hoch. Die Preise steigen im ganzen Land und in allen Gemeindetypen“, wird Martin Neff, Chefökonom von Raiffeisen Schweiz, zitiert. Die Preisentwicklung sei in touristischen Regionen am stärksten.

    Die Hauspreise sind laut dem vierteljährlich veröffentlichtem Index in den touristischen Gemeinden mit einem Plus von 13,6 Prozent innerhalb eines Jahres deutlich stärker als in anderen Gemeindetypen gestiegen. Auch bei Eigentumswohnungen zogen die Preise mit plus 12,3 Prozent in touristischen Gemeinden am stärksten an. Eigentumswohnungen wurden auch in den grossen Zentren mit 9 Prozent im Jahresvergleich teurer.

    Regional aufgeschlüsselt ist der Preisdruck in der Region Ostschweiz mit plus 13,3 Prozent am höchsten, gefolgt von der Region Innerschweiz (+11 Prozent). In den Regionen Bern  (+5,5 Prozent) und Genfersee (+5,8 Prozent) war der Preisanstieg tiefer. Beim Stockwerkeigentum sind die Preise in der Region Südschweiz mit 9,4 Prozent am stärksten gestiegen. Die Westschweiz verzeichnete im Vergleich zu 2020 mit 5,8 Prozent die geringsten Preisanstiege.

  • Watt d’Or zeichnet innovative Firmen aus

    Watt d’Or zeichnet innovative Firmen aus

    Der Schweizer Energiepreis Watt d’Or 2022 ist am 6. Januar verliehen worden. Das Bundesamt für Energie (BFE) überreicht dieses Gütesiegel für Energieexzellenz seit 2007 jährlich anlässlich seiner Neujahrsveranstaltung. Die Preise sind nicht dotiert. Sie sollen Wirtschaft, Politik und die breite Öffentlichkeit motivieren, die Vorteile innovativer Energietechnologien für sich zu entdecken.

    In der Kategorie Gebäude und Raum erhält den Preis die schaerraum ag. Sie hat in nur acht Monaten Bauzeit in Horw LU ein klimaneutrales mehrstöckiges Wohn- und Bürogebäude aus regionalem Holz errichtet. Laut einer Medienmitteilung des BFE produziert es 50 Prozent mehr Strom als es benötigt. Zudem liegen die Mietpreise um rund 20 Prozent unter dem ortsüblichen Durchschnitt. Möglich wird dies durch das modulare Planungsprinzip RaumRaster.

    In der Kategorie Erneuerbare Energien wird mit der Verora AG eine Gruppe von Landwirten aus dem Zuger Berggebiet ausgezeichnet. Sie produziert seit 2012 mit einer selbst weiterentwickelten Pyrolyseanlage Pflanzenkohle aus Baum- und Strauchschnitt. Als Futterzusatz vermindert sie die Gasbildung bei der Verdauung von Kühen und den Ammoniakgeruch im Stall. Zudem erhöht sie den Nährstoffgehalt von Dünger und Kompost und bindet CO2 über Jahrhunderte.

    In der Kategorie Mobilität wurde in diesem Jahr kein Gewinner gekürt. Die SBB erhält den Watt d’Or 2022 in der Kategorie Energietechnologien. Sie hat eine intelligente Lastmanagement-Software entwickelt, das den Bau neuer teurer Stromproduktionsanlagen ersetzt. Bei Lastspitzen, wenn etwa viele Züge gleichzeitig beschleunigen, schaltet sie Zugwagen- und Weichenheizungen für kurze Zeit ab. Bis 2023 könne die SBB auf diese Weise 70 Megawatt flexibel steuern, so das BFE: „Sie übernimmt damit eine Vorbildrolle für das allgemeine Stromnetz der Schweiz.“

  • Swisscom übernimmt Mehrheit an E-Government-Spezialisten

    Swisscom übernimmt Mehrheit an E-Government-Spezialisten

    Swisscom gibt den Kauf der Zürcher Innovative Web Gruppe bekannt. Mit der Übernahme will das Telekomunternehmen laut einer Mitteilung seine Aktivitäten in den Bereichen Weblösungen und E-Government für öffentliche Verwaltungen und Gemeinden ausbauen. Die Innovative Web Gruppe bleibt rechtlich eigenständig. Für Kunden und Mitarbeitende ergeben sich demnach durch die Übernahme keine Veränderungen. Über die Unternehmensbewertung wurde Stillschweigen vereinbart.

    Die im Jahr 2000 gegründete Innovative Web Gruppe ist gut positioniert auf dem Segment von E-Government-Lösungen für Schweizer Gemeinden und Städte, Kantone, Stadtwerke, Schulen und andere verwaltungsnahe Organisationen. Vom Kauf der Unternehmensgruppe verspricht sich Swisscom neues Wachstumspotenzial für ihr Geschäftsfeld „Gemeinden und Vereine“, das überwiegend von der Tochter Swisscom Directories AG mit der Gemeindeplattform Localcities bearbeitet wird.

    Localcities stellt Informationen und Auskünfte rund um das behördliche, wirtschaftliche, soziale und kulturelle Leben in der Gemeinde zur Verfügung. Im Verbund mit der Innovative Web soll der Grundstein gelegt werden, um „technische Module wechselseitig zu nutzen und neue, innovative Lösungen für fast jedes Bedürfnis der rund 2’200 Schweizer Gemeinden zu entwickeln, ganz unabhängig von der Grösse der Gemeinde“, wird Stefano Santinelli, CEO Swisscom Directories AG, zitiert.

  • Kanton Luzern erhöht Fördergelder für Energie

    Kanton Luzern erhöht Fördergelder für Energie

    Der Kanton Luzern stockt seinen Beitrag zum Förderprogramm Energie 2022 im Vergleich zum Vorjahr um 3,5 Millionen auf 5,5 Millionen Franken auf. Zusammen mit dem Sockelbetrag und der Ergänzung des Bundes stehen damit insgesamt rund 23 Millionen Franken zur Verfügung. Privatleute können ihre Gesuche für Zuschüsse zur Steigerung der Energieeffizienz und den Einsatz von erneuerbarer Energie in ihren eigenen vier Wänden ab dem 10. Januar einreichen.

    Wie es in einer Mitteilung des Kantons weiter heisst, sei das Förderprogramm nach fünfjähriger Erfahrung geprüft und optimiert worden. Dabei sei der Einbezug wichtiger Interessensgruppen hilfreich gewesen. „Die Zusammenarbeit mit dem Gewerbe, mit den verschiedenen Verbänden und mit der Hochschule ist wichtig, damit wir die Erfolgsgeschichte des Förderprogramms Energie weiterschreiben können“, wird der für Bau, Umwelt und Energie zuständige Regierungsrat Fabian Peter zitiert.

    Zu den wichtigsten Änderungen für das Jahr 2022 zählen neue Fördermassnahmen wie der Anschluss an ein Wärmenetz mit erneuerbaren Energien, nichtautomatische Holzfeuerungen und Ladeinfrastruktur für die E-Mobilität in bestehenden Mehrfamilienhäusern. Anpassungen habe es auch bei den Fördersätzen gegeben. So werden Erneuerungen der Gebäudedämmung nun mit 60 statt 40 Franken pro Quadratmeter bezuschusst. Die Fördersätze für thermische Solaranlagen werden verdoppelt. Ausserdem gelten neu pauschale Fördersätze für die Haustechnik bis 15 Kilowatt, etwa bei einer Wärmepumpe, einer Holzfeuerung oder bei einem Fernwärmeanschluss.

  • Credit Suisse holt Mama Shelter-Hotel nach Zürich

    Credit Suisse holt Mama Shelter-Hotel nach Zürich

    In das Hochhaus am Bahnhof Zürich Oerlikon wird ein Hotel der Marke Mama Shelter einziehen. Credit Suisse Asset Management habe im Auftrag eines Immobilienfonds einen entsprechenden Vertrag mit der Betreibergesellschaft KNSA Hospitality abgeschlossen, informiert die Credit Suisse in einer Mitteilung. Die Eröffnung des ersten Mama Shelter-Hotels in der Schweiz ist für die zweite Jahreshälfte 2024 geplant.

    Das denkmalgeschützte Gebäude hatte vormals das 2020 in Konkurs gegangene Swissôtel beherbergt. Nachfolger Mama Shelter wird neun der insgesamt 28 Stockwerke belegen. In den übrigen Stockwerken sollen insgesamt 132 Wohnungen, mehrheitlich mit 1,5 bis 2,5 Zimmern, entstehen. Der Gebäudesockel werde zudem einen öffentlich zugänglichen Stadtbalkon mit Barbetrieb erhalten, heisst es in der Mitteilung.

    Die Hotels der Marke Mama Shelter seien nicht nur als typische Hotels, sondern auch als Begegnungsorte, Arbeits- und Lebensräume angelegt, wird in der Mitteilung weiter erläutert. Das Konzept sehe auch innovative Gastronomie und eine Co-Working-Zone vor. Mit den Umbauarbeiten soll im kommenden März begonnen werden.

  • Basel bekommt ein neues Forschungszentrum

    Basel bekommt ein neues Forschungszentrum

    Das Projekt R2-D2 von Guerra Clauss Garin Architekten aus Basel hat die Ausschreibung für einen Büroneubau an der Ecke Schanzenstrasse/Spitalstrasse in Basel gewonnen. Dort werden laut Medienmitteilung das Botnar Research Center for Child Health ( BRCCH ) der Universität Basel und der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich ( ETH ) einziehen.

    Das BRCCH wird in unmittelbarer Nähe des Universitätsspitals Basel, des Universitätsspitals Basel und des Life Sciences Campus Schällemätteli angesiedelt. Es soll das Cluster Kinder- und Jugendmedizin ausbauen und sich in den nächsten Jahren „zum führenden anwendungsorientierten Forschungsinstitut für Kinder- und Jugendgesundheit“ entwickeln. Der Kanton Basel-Stadt baut das Gebäude in Eigenregie.

    Der Projektwettbewerb wurde einstimmig von Guerra Clauss Garin Architects gewonnen. Nun überarbeiten sie ihre Entwürfe für das emissionsarme und nachhaltige Forschungsgebäude auf Grundlage der Empfehlungen der Jury. Anschließend wird das Vorprojekt mit detaillierten Angaben zu Kosten, Terminen und Standards erstellt, heißt es in der Pressemitteilung.

    Interessierte können die Wettbewerbsbeiträge vom 14. bis 25. Januar 2022 in der Uferstraße 90 einsehen.

  • Mietwohnungsmarkt bleibt lebhaft

    Mietwohnungsmarkt bleibt lebhaft

    Zwischen Oktober 2020 und September dieses Jahres seien auf Schweizer Immobilienportalen insgesamt 500’084 Mietwohnungen inseriert worden, informiert SVIT Schweiz in einer Mitteilung zum aktuellen Online-Wohnungsindex (OWI). Er wird halbjährlich vom Verband der Immobilienwirtschaft in Zusammenarbeit mit dem Swiss Real Estate Institute der Hochschule für Wirtschaft Zürich (HWZ) erstellt.

    Gegenüber der Vergleichsperiode kurz vor der Pandemie (Oktober 2018 bis September 2019) habe die Zahl der Inserate um rund 40’000 oder 8 Prozent zugelegt, erläutern die Analysten von SVIT und HWZ. Trotz der vorübergehenden „aussergewöhnlichen Friktionen“ im Zuge der Pandemie bleibe der Mietwohnungsmarkt somit „sehr lebhaft“.

    Die durchschnittliche Zeit von der Lancierung des Inserats bis zu Vermietung der Wohnung sei gegenüber der Vergleichsperiode um einen auf 33 Tage gesunken, heisst es weiter in der Mitteilung. In den einzelnen Regionen haben die Analysten von  SVIT und HWZ dabei unterschiedliche Entwicklungen beobachtet.

    Rückläufige Insertionszeiten wiesen 15 von 26 Kantonen auf. Am deutlichsten seien diese mit Werten zwischen zehn und 14 Tagen in den ländlichen deutschsprachigen Kantonen Uri, Graubünden und Bern ausgefallen, heisst es in der Mitteilung. In den Westschweizer Kantonen sei die Insertionszeit hingegen durchweg länger als im Vergleichszeitraum ausgefallen. Steigende Zahlen der Inserate haben die Analysten in zehn, sinkende hingegen in 16 Kantonen beobachtet.

    In der Mitteilung gehen die Analysten zudem auf eine Verschiebung der Nachfrage am Mietwohnungsmarkt in den Städten ein. Gegenüber der Vergleichsperiode wurden 40 Prozent mehr Einzimmerwohnungen und 8 Prozent weniger Wohnungen mit fünf oder mehr Zimmern angeboten. Damit sei „das strukturelle Überangebot bei grossen, teuren Wohnungen und die strukturelle Überschussnachfrage nach kleinen, günstigen Wohnungen“ teilweise abgebaut worden.

  • Vorzeitige Vertragsverlängerung mit dem Hauptmieter des Escher-Wyss-Areals

    Vorzeitige Vertragsverlängerung mit dem Hauptmieter des Escher-Wyss-Areals

    Im Jahr 2002 hat Allreal das Escher-Wyss-Areal erworben und seither ist MAN
    Energy Solutions Schweiz AG („MAN“) der Hauptkunde auf dem 38’362 Quadrat-
    meter umfassenden Grundstück in Zürich-West mit einer Nutzfläche von rund
    87’000 Quadratmetern.

    Die langjährige Partnerschaft zwischen MAN und Allreal findet ihre Fortsetzung,
    in dem der per 31. Dezember 2023 auslaufende Mietvertrag vorzeitig um fünf Jahre bis mindestens 31. Dezember 2028 zu gleichen Konditionen wie bisher verlängert wurde. Dabei handelt es sich um rund 32’000 Quadratmeter Gewerbe- und Lagerflächen sowie rund 11’500 Quadratmeter Büroflächen.

    Damit bleibt das Escher-Wyss-Areal auch in Zukunft der grösste private Industrie-
    standort in der Stadt Zürich. Gemäss Halbjahresbericht 2021 gehört MAN mit 6% des Gesamtmietertrags aus Geschäftsliegenschaften zu den fünf grössten Mietern von Allreal.

  • Implenia baut Fernwärmetunnel in Hamburg

    Implenia baut Fernwärmetunnel in Hamburg

    Implenia wird für Wärme Hamburg einen rund 1,2 Kilometer langen Tunnel erstellen, informiert die Bau- und Immobiliengesellschaft aus Opfikon in einer Mitteilung. Der Tunnel soll den Hamburger Norden an ein neues Wärmenetzwerk anschliessen. Dazu wird er rund 2 Kilometer westlich des Elbtunnels für die Autobahn die Elbe unterqueren.

    Die Arbeiten sind in zwei Phasen gegliedert, wobei die Phase der Planung bereits im Oktober angegangen wurde. Nun habe Implenia den Auftrag für  weitere Planungen und Bauarbeiten ab Anfang 2022 erhalten, heisst es in der Mitteilung. Das Auftragsvolumen insgesamt wird dort auf rund 75 Millionen Franken beziffert.

    Bis zum ersten Quartal 2025 sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. Dazu wird Implenia zunächst Schlitzwände für den Start- und den Zielschaft mit einer Tiefe von bis zu 42 Metern erstellen. Zwischen ihnen soll dann ein 1,16 Kilometer langer und rund 4,5 Meter im Durchmesser messender Tunnel gebohrt und mit Betonfertigteilen ausgekleidet werden. Darüber hinaus ist Implenia auch für die Planung und den Einbau der Betriebstechnik der Fernwärmeleitung zuständig.

    „Wir freuen uns sehr, dass wir dieses grosse und komplexe Infrastrukturprojekt für unseren Kunden Wärme Hamburg erstellen dürfen“, wird Erwin Scherer, Head Tunnelling von Implenia, in der Mitteilung zitiert. „Dass wir damit einen Beitrag leisten zur Verbesserung der Nachhaltigkeit der Wärmeerzeugung, motiviert uns zusätzlich, denn Nachhaltigkeit ist ein Unternehmenswert von Implenia, den wir auch in diesem Projekt leben werden.“

  • Schweizer Büromarkt: Pandemie hinterlässt erste Spuren

    Schweizer Büromarkt: Pandemie hinterlässt erste Spuren

    Während in London oder New York die ausgeschriebenen Flächenangebote im Zuge der COVID-19-Pandemie in die Höhe schnellten, nahm das Flächenangebot in der Schweiz per Ende des 2. Quartals 2021 gegenüber dem Vorjahresquartal nur moderat zu, von 5.5 % auf 5.8 %. Obwohl die Unsicherheiten über den künftigen Bedarf an Büroflächen bei vielen Mietern noch immer recht gross sind, liessen sich am Markt etliche Mietvertragsverlängerungen und auch Neuabschlüsse beobachten – zumeist zwecks Standortoptimierung oder -konzentration.

    Zögerliche Nachfrage nach Büroflächen
    Der üblicherweise enge Zusammenhang zwischen dem Wachstum der Büroarbeit und der Nachfrage nach Büroflächen hat sich während der Pandemie entkoppelt. Trotz einer relativ robusten Entwicklung der Bürobeschäftigung hielten sich viele Nachfrager bei der Anmietung neuer Flächen zurück, zumal sich die Bewältigung der Pandemie in die Länge zieht und sich der Trend zum Homeoffice folglich verfestigt. Die Flächennachfrage dürfte in den nächsten Jahren darunter leiden, dass immer mehr Firmen ihren Mitarbeitenden auch nach COVID-19 ein teilweises Arbeiten von zu Hause aus ermöglichen. Die Immobilienökonomen der Credit Suisse erachten die letztjährige Prognose, wonach der coronabedingte Durchbruch des Homeoffice mittelfristig einen Minderbedarf an Büroflächen von rund 15 % verursacht, noch immer als gute Richtgrösse. Das Wirtschaftswachstum sowie steigende Anteile von Bürotätigkeiten aufgrund des Digitalisierungseffekts bilden jedoch Gegentrends, weshalb die Immobilienökonomen mittelfristig mit einer stagnierenden Nachfrage nach Büroflächen rechnen.

    Flächenangebot steigt zwar wieder – aber weniger stark als vermutet
    Als unmittelbare Folge der schleppenden Nachfrage nehmen die zur Vermietung ausgeschriebenen Büroflächen derzeit ausnahmslos auf allen regionalen Teilmärkten wieder zu. In den Büromärkten der Grosszentren steigt das Angebot in absoluten Zahlen am stärksten in den Agglomerationsgemeinden rund um die Zentrumsstädte (äussere Büromärkte). Prozentual gemessen hat das Angebot jedoch in den Innenstädten am stärksten zugenommen. Höhere Angebotsquoten lassen sich vor allem auf denjenigen Teilmärkten beobachten, die gegenwärtig einen hohen Flächenzugang verzeichnen. So trägt beispielsweise die erhöhte Bautätigkeit in Basel massgeblich zum Anstieg des Flächenangebotes am Rheinknie bei. Demgegenüber steht die vergleichsweise intakte Marktsituation auf dem Büromarkt Zürich in enger Verbindung mit der geringen Bautätigkeit. Interessant ist der Vergleich zwischen Lausanne und Genf: Während in der Rhonestadt eher eine schwache Nachfrage für den Anstieg des Flächenangebots auf 12.3 % verantwortlich war, profitierte Lausanne trotz höherer Bautätigkeit von einer relativ robusten Nachfrage, sodass das Flächenangebot hier deutlich weniger stark anstieg.

    Investoren planen weniger Büroflächen
    In den letzten zwölf Monaten wurden Baubewilligungen für Büroflächen mit einem Investitionsvolumen von CHF 1‘598 Mio. gesprochen. Dies liegt rund 17 % unter dem langjährigen Mittel seit 1995. Die Investoren sind mit Investitionen in Bürobauten vorsichtiger geworden und halten sich mit neuen Projekten zurück, solange sich die Unsicherheit hinsichtlich des künftigen Flächenbedarfs nicht klärt. Im langfristigen Vergleich auf tiefem Niveau verharren die bewilligten Summen für Büroumbauten. Zumeist werden einem Umbau heute Ersatzneubauten vorgezogen. Umnutzungen in Wohnungen, die vermehrt ins Auge gefasst werden – vor allem auf dem Büromarkt Bern –, sind in diesen Zahlen nicht enthalten. Diese Zurückhaltung der Investoren dürfte dazu beitragen, dass sich in den meisten Büromärkten in den nächsten Quartalen wahrscheinlich keine allzu grossen Ungleichgewichte aufbauen werden.

    Homeoffice bremst Flächenbedarf nur vorübergehend
    Basierend auf einer Studie im Auftrag zweier Bundesämter zu den Branchenentwicklungen bis 2060 leiten die Immobilienökonomen der Credit Suisse die Entwicklung der Bürobeschäftigung bis 2060 ab und stellen darauf basierend eine Prognose für die langfristige Büroflächennachfrage. Gegenwärtige Trends wie das Beschäftigungswachstum, die Digitalisierung vieler Arbeitsbereiche, aber auch der Trend zum Homeoffice entwickeln sich diesbezüglich gegenläufig. Während Homeoffice den Flächenbedarf mittelfristig reduziert, lässt die zunehmende Digitalisierung aller Lebens- und Arbeitsbereiche die Büroquoten – sprich den Anteil der Beschäftigten mit einem Büroarbeitsplatz – in sämtlichen Branchen steigen und generiert damit langfristig einen grossen Bedarf nach zusätzlichen Büroflächen. In den Jahren 2000 bis 2019 kletterte die durchschnittliche Büroquote in der Schweiz von 34 % auf 45 %. Gemäss der Modellierung sollte sie bis 2060 weiter auf 60 % steigen. Dieser Effekt dürfte den flächenmindernden Trend zum Homeoffice mit der Zeit überlagern und langfristig eine markante zusätzliche Büroflächennachfrage generieren.

    Unmittelbarer Ausblick durchzogen
    Kurzfristig gibt es zwei gegenläufige Entwicklungen, die sich auf die Büroflächennachfrage auswirken. Einerseits dürfte die Absorption der Flächen trotz eines stärker werdenden Beschäftigungswachstums weiterhin harzig verlaufen und hinter dem sonst üblichen Mass zurückbleiben. Ein weiterer Anstieg des Flächenangebots ist daher möglich, zumal es bisher erst in wenigen Fällen zu grösseren Flächenaufgaben oder -reduktionen aufgrund der COVID-19-Pandemie gekommen ist. Solche Abbaupläne existieren jedoch. Andererseits dürfte sich auch eine gewisse Nachfrage aufgestaut haben. Die Immobilienökonomen der Credit Suisse prognostizieren insbesondere für grosse und periphere Flächen eine erneute Zunahme des Angebots. Sie erwarten auch im nächsten Jahr einen weiteren Anstieg der Leerstände und einen anhaltenden Druck auf den Mietpreisen, der eher noch etwas höher als das aktuelle Minus von 0.1 % ausfallen könnte.

    Abbildung: Ausweitung und Angebot in den Gross- und Mittelzentren
    Kreisumfang: Büroflächenbestand; Ausweitung: Baubewilligungen der letzten vier Jahre im Vergleich zum langfristigen Mittel; Angebotsquote in % des Bestands 2018

    Die vollständige Studie «Büroflächenmarkt Schweiz 2022» ist in Deutsch hier verfügbar.

  • Aesch bekommt nachhaltigen Wärmeverbund

    Aesch bekommt nachhaltigen Wärmeverbund

    Primeo Energie und die Gemeinde Aesch planen, „einen grossen und nachhaltigen Fernwärmeverbund“ einzurichten, informiert der Baselbieter Energiedienstleister in einer Mitteilung. Er soll weite Teile des Gemeindegebiets „mit erneuerbarer Holzfernwärme“ versorgen. Die dafür nötigen Investitionen werden in der Mitteilung auf 20 Millionen Franken veranschlagt.

    In einem ersten Schritt wollen die Partner den Norden von Aesch erschliessen. Danach werde das Netz schrittweise auch die restlichen Gebiete erfassen, heisst es in der Mitteilung. Dabei sollen die bereits bestehenden Wärmeverbünde von Primeo Energie sowie der Bürger- und der Einwohnergemeinde in Aesch erneuert und im neuen Netz zusammengeschlossen werden.

    Die Pläne sehen zudem die Einrichtung einer neuen Heizzentrale vor. Sie werde im Weidenring entstehen und neben zwei Heizkesseln auch über eine Wärmepumpe verfügen, erläutert Primeo Energie. Als Brennstoff sollen vorwiegend Holzschnitzel aus dem Aescher Wald und dem Revier Angenstein Verwendung finden. Die Spitzenlast wird durch einen Ölkessel abgefangen.

    Insgesamt betrage die geplante Wärmeerzeugung rund 16 Gigawattstunden, schreibt Primeo Energie. Dem Unternehmen zufolge wird der Anteil erneuerbarer Energie an der Wärmeproduktion bei über 80 Prozent liegen. Damit liessen sich jährlich mehr als 3000 Tonnen CO2-Emissionen vermeiden.

    Das Baugesuch für den Verbund soll noch Ende dieses Jahres eingereicht werden. Erste Wärmelieferungen könnten mit Beginn der Heizperiode 23/24 realisiert werden, schreibt Primeo Energie. Interessierte Liegenschaftsbesitzer können einen Anschluss bereits aufgleisen.

  • Basler Stadtwerke steigen bei Energie Ausserschwyz ein

    Basler Stadtwerke steigen bei Energie Ausserschwyz ein

    Die Energie Ausserschwyz AG will bis 2030 erneuerbare Wärme und Strom für 7000 Haushalte in den Dörfern Siebnen, Galgenen, Lachen, Altendorf, Pfäffikon und Freienbach in den Schwyzer Bezirken March und Höfe liefern. Dafür baut sie derzeit bei ihrer bestehenden Energiezentrale Bodenwies in Galgenen ein Holzheizkraftwerk. Es soll mit Alt-, Rest- und Waldholz aus der Region geheizt werden.

    Nun treten im Rahmen einer Kapitalerhöhung auch die IWB in das Aktionariat der Energie Ausserschwyz AG ein. Die Basler Stadtwerke halten laut einer Medienmitteilung neu 20 Prozent am Kapital. Der regionale Energieversorger EW Höfe wird Hauptaktionär bleiben. Auch die Brugg Group AG und die Züger Unternehmungen AG sind am Fernwärmebetreiber beteiligt.

    IWB sieht ihre Beteiligung als Fortsetzung ihrer bisherigen Strategie an. „Die Energie Ausserschwyz fokussiert sich auf eine Wärmeversorgung aus regionalen, erneuerbaren Quellen“, wird ihr CEO Claus Schmidt in der Mitteilung zitiert. „IWB kann ihre Erfahrung aus der klimafreundlichen Fernwärmeversorgung in die Energie Ausserschwyz einbringen und profitiert von der starken Präsenz in der Region oberer Zürichsee. IWB war Anfang 2021 bereits bei der Agro Energie Schwyz AG eingestiegen, die ein Fernwärmenetz im Talkessel von Schwyz betreibt.

  • GZA erhält Strategiepreis der „Financial Times“

    GZA erhält Strategiepreis der „Financial Times“

    Im Rahmen der fDi Strategy Awards 2021 erhält die Greater Zurich Area AG (GZA) den Spezialistenpreis für Advanced Manufacturing. Mit den Strategiepreisen werden weltweit Standortförderungen ausgezeichnet, die sich im laufenden Jahr in bestimmten Bereichen besonders hervorgetan haben. fDi intelligence ist das Departement für ausländische Direktinvestitionen (Englisch: foreign direct investment, fdi) der Londoner Wirtschaftszeitung „Financial Times“.

    Für die diesjährige Ausgabe überprüften vier Juroren aus dem fDi-Team 34 Standorte und Agenturen, die 2021 in verschiedenen Ranglisten von fDi Intelligence hervorstachen. Die Hauptpreise wurden in den vier Hauptkategorien Global Cities of the Future, African Tech Ecosystems, American Cities of the Future und Tech Cities of the Future verliehen.

    Beste Investitionsförderungsagentur (Englisch: Investment promotion agency, IPA) wurde die New York City Economic Development Corporation. Ausserdem erhielt sie die Auszeichnung für den höchsten Grad an Nachhaltigkeit. Den Preis für die besten Aftercare Services erhielt Berlin Partner for Business and Technology.

    Darüber hinaus vergab die Jury Preise für herausragende Leistungen in bestimmten Sektoren. Dabei hielt sie fest, dass der Grossraum Zürich als Finanzmetropole der Schweiz eine starke Konzentration von Unternehmen der modernsten Fertigungsverfahren aufweist. Wie es in der Urteilsbegründung zugunsten der GZA heisst, deute dies „in Kombination mit den Clustern für Robotik und Intelligente Systeme der Stadt“ darauf hin, „dass der Standort ein attraktives Zentrum für die High-Tech-Fertigung sein wird“.

  • Sika eröffnet Technologiezentrum in Indien

    Sika eröffnet Technologiezentrum in Indien

    Die Sika AG mit Hauptsitz in Baar hat eine neue Betriebsstätte in Indien eröffnet. In der Industriestadt Pune im Bundesstaat Maharashtra entwickelt und produziert der Spezialitätenchemie-Hersteller in einem neuen Technologiezentrum und einem Produktionswerk Kleb- und Dichtstoffe für den indischen Markt, heisst es in einer Medienmitteilung.

    Die 8-Millionen-Stadt Pune ist ein führendes Industriezentrum insbesondere durch angesiedelte Automobilhersteller und Zulieferer. Der neue Sika-Standort mit Laboren für Entwicklung und einem Werk zur Produktion liegt verkehrstechnisch günstig, um Kunden schnell beliefern zu können, heisst es weiter in der Medienmitteilung.

    „Der Ausbau unserer eigenen Fertigung sowie unserer Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen vor Ort fördert die Entwicklung unseres lokalen Know-hows und bringt unseren Kunden enorme Vorteile. Kundenspezifische Lösungen können innerhalb kürzester Zeit entwickelt, produziert und ausgeliefert werden. So legen wir die Basis für Sikas langfristiges Wachstum und weitere Entwicklung in diesem wichtigen Markt“, wird Morten Muschak, Corporate Target Market Manager Industry bei Sika, in der Medienmitteilung zitiert.

    Die Sika AG wolle von dem Wirtschaftswachstum, der zunehmenden Verstädterung und einer günstigen Investitionspolitik in Indien profitieren. Das Land beherberge momentan den fünftgrössten Automobilmarkt der Welt. Prognosen zufolge werde die Bauindustrie bis 2030 um durchschnittlich 6,5 Prozent pro Jahr zulegen. Die Fahrzeugindustrie soll um voraussichtlich mehr als 10 Prozent pro Jahr wachsen, heisst es weiter in der Medienmitteilung.

  • Swiss Casino zieht in die Lokstadt

    Swiss Casino zieht in die Lokstadt

    Am 24. November sei in der denkmalgeschützten Halle Rapide der Winterthurer Lokstadt der Grundstein „für ein Casino, wie es die Schweiz noch nie gesehen hat“, gelegt worden, schreibt Swiss Casinos in einer Mitteilung. Ihr zufolge plant das Unternehmen mit Sitz in Zürich ein in die Halle integriertes Gebäude. In der industriellen Atmosphäre dieser „Loki“ soll ab 2025 der Casinobetrieb aufgenommen werden.

    Ein entsprechender Mietvertrag sei bereits unterzeichnet worden, informiert Ina Invest als Eigentümerin der Lockstadt-Hallen. Damit seien die Lokstadt-Hallen mit einer Nutzfläche von insgesamt 8200 Quadratmetern vollständig vergeben, erläutert das Immobilienunternehmen aus Opfikon in einer eigenen Mitteilung. „Wo einst Lokomotivgeschichte geschrieben wurde, wird bald in einem einzigartigen industriellen Ambiente übernachtet, unterhalten, gefeiert und gespielt“, wird Ina Invest-CEO Marc Baumann in der Mitteilung zitiert.

    Swiss Casino plant, zeitgleich zur Eröffnung des neuen Casinos in Winterthur, sein Casino im knapp 30 Kilometer von Winterthur entfernten Schaffhausen zu schliessen. Das Swiss Casino in Schaffhausen habe in den vergangenen 18 Jahren insgesamt 18 Millionen Franken Verlust verbucht, heisst es in der Mitteilung des Betreiberunternehmens. Den in Schaffhausen beschäftigten rund 70 Mitarbeitenden soll eine Stelle in Winterthur oder innerhalb der Swiss Casinos-Gruppe angeboten werden.

  • Gemeinden tauschen Erfahrungen zu Raumluft aus

    Gemeinden tauschen Erfahrungen zu Raumluft aus

    Die Corona-Pandemie hat auch Folgen für die Bewirtschaftung von öffentlichen Immobilien. Der Bereich Liegenschaften der Stadt Schlieren hat sich in den vergangenen Monaten intensiv mit der Qualität von Raumluft beschäftigt. Wie sie mitteilt, hat sie nun gemeinsam mit sanderen Gemeinden eine Erfahrungsgruppe Raumluft gebildet. An der Gruppe beteiligen sich auch Aarau, Baden, Lindau ZH, Luzern, Volketswil ZH und Zürich. Die Hochschule Luzern unterstützt die Arbeitsgruppe. Schlieren ist mit Philipp Ganz, Leiter Unterhalt im Bereich Liegenschaften, in der Gruppe vertreten.

    Die Erfahrungsgruppe will das Risiko der Verbreitung von Coronaviren namentlich in Schulen und Kindergärten minimieren. So wurde in verschiedenen Untersuchungen festgestellt, dass eine Erhöhung des CO2-Gehalts der Raumluft auch die Übertragung der Viren durch Aerosole erleichtert.

    Die Stadt Schlieren will die gemeinsam mit den Partnern gewonnenen Erfahrungen aber auch zusätzlich in den eigenen Gewerberäumen anwenden. So betreibt die Stadt das Innovations- und Jungunternehmerzentrum.

  • Logistikcenter Luzern nimmt Form an

    Logistikcenter Luzern nimmt Form an

    Imbach Logistik errichtet im Littauerboden sein neues Logistikcenter Luzern. Im August 2020 war der Spatenstich für den Neubau  mit einer Gesamtfläche von rund 30’000 Quadratmeter erfolgt. Nun ist die Gebäudehülle fast fertiggestellt, informiert das zur Galliker Transport AG gehörende Unternehmen mit Sitz in Schachen.

    Das Ende der Bauarbeiten ist für Herbst 2024 vorgesehen. Einmal fertiggestellt sollen im neuen Logistikzentrum rund 60 Mitarbeiter beschäftigt sein. Das Lager werde ein vollautomatisiertes Hochregallager mit Stellplätzen für 6500 Paletten und ein ebenfalls vollautomatisiertes Kleinteilelager beinhalten, erläutert Imbach Logistik. Im Zuge der Arbeiten werden zudem von Imbach am Standort bereits betriebene alte Hallen abgerissen.

    Die Energie für das neue Logistizentrum will Imbach Logistik aus erneuerbaren Quellen gewinnen. Heizung und Kühlung des gesamten Gebäudes sollen mit Grundwasser erfolgen, eine auf dem Dach geplante Photovoltaikanlage ist auf eine jährliche Produktion von 950’000 Kilowattstunden Strom ausgelegt. Insgesamt investiert Imbach Logistik rund 60 Millionen Franken in das Projekt.

    Aktuell werden Haus- und Gebäudetechnik installiert und die Fördertechnik für Paletten und Behälter eingerichtet. Im Kleinteilelager sind bereits erste Arbeiten für die Inbetriebnahme angelaufen.

  • Steiner AG kann Wohnbauprojekt Haus Weiler realisieren

    Steiner AG kann Wohnbauprojekt Haus Weiler realisieren

    Die Baubewilligung für das Neubauprojekt Haus Weiler im Winterthurer Stadtteil Neuhegi ist rechtskräftig. Wie die mit der Planung beauftragte Steiner AG in einer Medienmitteilung informiert, sollen die ersten Wohnungen im Frühjahr 2025 bezugsfertig sein. Bewohner finden Ruhe und Naturnähe, erreichen aber zugleich in rund 15 Minuten mit dem Velo oder dem Bus die Stadt, heisst es in der Mitteilung.

    Die neue Wohnbebauung wird eine weitere Lücke auf dem KIM-Areal schließen. Auf 3328 Quadratmetern soll ein modernes Gebäude mit 80 modernen Wohnungen mit zweieinhalb bis fünfeinhalb Zimmern entstehen. Besonderes Merkmal seien die aussergewöhnlichen Raumhöhen. „Während die Wohnungen im Erdgeschoss mit privaten Gartensitzplätzen ausgestattet sind, werden die Wohneinheiten in den Dachgeschossen mit grossen, privaten Terrassen begeistern“, informiert das Unternehmen. Die Planungen sehen zudem „einen lauschigen Innenhof“ vor, der Platz biete für „gemütliches Zusammensein, Verweilen, Entspannen und Spielen“.

    Das 2018 lancierte Quartier KIM im Stadtkreis Oberwinterthur versteht sich als „ein lebendiges und vielschichtiges Quartier mit unterschiedlich grossen Geschäfts- und Wohngebäuden“. Der neue Stadtteil vereint die Vorzüge städtischer Strukturen mit zugleich hohem Naherholungswert. Als Stärken werden Grünflächen, Spielplätze und autofreie Zonen sowie attraktive Einkaufsmöglichkeiten in der Umgebung genannt.

  • Halter AG kann Projekt Attisholz-Areal realisieren

    Halter AG kann Projekt Attisholz-Areal realisieren

    Der Regierungsrat des Kantons Solothurn hat die Nutzungsplanung für das Attisholz-Areal in Riedholz genehmigt. Der Beschluss sichere die Weiterentwicklung des Areals in den nächsten 25 Jahren, heisst es in einer Medienmitteilung des Schlieremer Baukonzerns Halter AG. Auf der Projektseite von Halter heisst es zu dem Projekt, während 130 Jahren sei auf dem Areal industriell Zellulose produziert worden. Seit Ende 2016 arbeite die Halter AG mit der Standortgemeinde Riedholz und dem Kanton Solothurn daran, das Areal einer neuen Nutzung zuzuführen.

    Die jetzt genehmigte Nutzungsplanung wurde von 2018 bis 2019 in einer Planungsgruppe der Gemeinde, des Kantons und der Halter AG erarbeitet. Nach der Vorprüfung, dem Mitwirkungsverfahren und der Auflage der Nutzungsplanung von 2020 bis 2021 überwies die Gemeinde Riedholz laut der Halter-Mitteilung das Dossier im Juni 2021 an den Kanton Solothurn. Der Beschluss des Regierungsrats schaffe nun die planungsrechtliche Grundlage für eine neue Zonenordnung, sowie Zonen- und Erschliessungsplan, um aus dem Areal einen Lebensraum für Wohnen, Arbeiten und Freizeit zu entwickeln.

    Es sei wichtig, dass „die Bevölkerung hinter dem Projekt steht und die Auswirkungen für die Gemeinde in sozialer, ökonomischer und ökologischer Hinsicht tragbar sind“, wird die Riedholzer Gemeindepräsidentin Sandra Morstein zitiert. „Deshalb wurde grosser Wert auf die Information und Mitwirkung der Bevölkerung sowie die vertrauensvolle und konstruktive Zusammenarbeit mit dem Kanton und der Halter AG bei der Planung und Entwicklung der gemeinsamen Zielsetzungen gelegt.“

    Ergebnisse einer Studie von Landschaftsarchitekten zum Freiraum werden im Februar vorliegen. Die Planung der Infrastrukturanlagen für den öffentlichen Verkehr und Gemeindebauten wie Schule und Kita ist in Vorbereitung.

  • «Schlatt-Park» Schmerikon: Intelligentes Multi-Energiesystem

    «Schlatt-Park» Schmerikon: Intelligentes Multi-Energiesystem

    Die Sektorkopeplung von Strom, Wärme und Wasser in einem umfassenden Multi-Energie-System optimiert Produktion und Verbrauch maximal – und das für Eigentümer, Mieterschaft und Verwaltung gleichermassen. Der minimale CO2-Ausstoss des Energieverbrauchs der Überbauung entspricht zu 100 Prozent der «Energiestrategie 2050» des Bundes. Die Immobilien-Dächer des «Schlatt-Parks» wurden mit rund 600 m2 Photovoltaikmodulen mit einer Spitzenleistung von 100 Kilowatt ausgestattet. Wärmepumpenanlagen mit einer Gesamtleistung von 180 Kilowatt sowie ein modular erweiterbares Ladestationensystem für E-Autos, welches über ein intelligentes Lastmanagement eine reduzierte Gebäude-Anschlussleistung ermöglicht, ergänzen die Prosumer-Lösung. Nicht zuletzt versorgt eine Blockchain-basierte Abrechnungslösung alle mit Produktions- und Verbrauchsdaten in Echtzeit.

    Bisher wurden die einzelnen Gewerke – Strom, Wärme und Wasser – technisch separat behandelt. Im Projekt sind diese Sektoren in einem System kombiniert und aufeinander abgestimmt. Dabei profitiert die Volatilität in der Produktion von Strom von der Flexibilität der Wärmespeicherung. Die intelligente Nutzung des überschüssig produzierten Photovoltaikstroms wirkt sich wirtschaftlich positiv aus – schliesslich ist sonnenproduzierter Strom günstiger als Strom aus dem Netz.

    Der nächste Entwicklungsschritt umfasst die Umstellung auf «Smart Microgrid», ein intelligentes, gebäudeübergreifendes Energiemanagementsystem. Die Wirtschaftlichkeit einer kompletten und nachhaltigen Energieanlage wird mitunter durch die Eigenverbrauchsquote definiert. Je höher die Quote, desto rentabler und nachhaltiger die Anlage. Anlagen bei Einfamilienhäusern umfassen im Schnitt 10 bis 30 Prozent Eigenverbrauch, bei Mehrfamilienhäusern sind es zwischen 45 und 50 Prozent. Diese Anlagen sind jedoch meistens pro Gebäude in sich selbst geschlossen. «Smart Microgrid» vernetzt mehrere Gebäude – in Zukunft bis zu ganzen Quartieren – wodurch die Eigenverbrauchsquote nochmals deutlich gesteigert werden kann. Die SAK wird bei ihrem nächsten Projekt in Uzwil dieses System erstmals verbauen.

  • High-Tech-Qualität im Osten

    High-Tech-Qualität im Osten

    Wirtschaftsraum der Technologien
    Die wirtschaftlichen «Kernkompetenzen» liegen in Photonik, Textil- und Materialtechnologien, Präzisionstechnologien, ICT-Dienstleistungen und Medizinaltechnik. Entsprechende Fachkräfte sind auch grenzüberschreitend zahlreich vorhanden. Deren Aus- und Weiterbildung ist dank der intensiven Zusammenarbeit von Industrie, Berufs- und Fachhochschulen sowie der Universität St. Gallen gewährleistet. Die laufende IT-Bildungsoffensive bestärkt die bereits technikaffine wirtschaftliche Atmosphäre.

    In der Wirtschaftsregion gibt es noch sehr attraktive Areale und Transformationsgebiete, selbst an sehr zentralen Lagen, die laufend entwickelt werden. Sie bieten viel Potenzial für Projekte und Unternehmensansiedlungen.

    Innovationspark symbolisiert Aufbruch
    In der Stadt St. Gallen, dem wirtschaftlichen Zentrum der Ostschweiz, haben die Universität St. Gallen und das Kantonsspital überregionale Strahlkraft. Ebenso positioniert sich die Empa St. Gallen durch ihre wissenschaftliche Exzellenz. Auf Basis dieser drei Institutionen gelang die Bewerbung des «Park Ost» bei Switzerland Innovation. Ausserdem ist die DNA für ICT, Gesundheitstechnologien und Start-ups bereits am städtischen Standort ausgeprägt und bietet einen idealen Nährboden dafür.

    Stadt als Wirtschafts- und Lebensmittelpunkt
    Nicht nur wirtschaftlich, sondern besonders auch kulturell und urban ist die Stadt St. Gallen ein weit ausstrahlendes Zentrum. Mit über 80’000 Beschäftigten ist sie das Arbeitsmarktzentrum der Ostschweiz. Impulse wie die neue «School of Medicine» (Joint Medical Master) und die «School of Computer Science» der Universität St. Gallen bieten eine unmittelbare Nähe zu Fachkräften für Unternehmen aus diesen Wachstumsbranchen.

    Das Start-up Innovationsnetzwerk «Startfeld» oder die Netzwerke für ICT und Gesundheit bilden einen unkomplizierten Zugang zu lokalen Partnern und ermöglichen eine gemeinsame Entwicklung.

    Die kurzen Wege, die kompakte Stadt und die Nähe zur umliegenden Natur vom Säntis bis zum Bodensee bilden die Grundlage für die sehr hohe Lebensqualität.

    Testimonials

    Josef Brusa
    Präsident des Verwaltungsrates der Brusa Elektronik AG

    «Am Standort Campus Buchs stimmt alles. Wir konnten uns hier dank der guten Zusammenarbeit mit der kantonalen Standortförderung, Stadt und Ortsgemeinde Buchs, Hochschule und Lippuner Immobilien etablieren.»

    Thomas Harring
    CEO Leica Geosystems

    «Unsere Innovationsfabrik Heerbrugg ist eine Verkörperung des Werkplatzes Schweiz: Innovationsführerschaft und hohe Fertigungsqualität, die durch gut ausgebildete Mitarbeitende sowie das Netzwerk von Industrieunternehmen und Forschungseinrichtungen sichergestellt wird.»

    Roger Dudler
    CEO Frontify

    «Frontify bietet einen Arbeitsplatz der Zukunft im Herzen von St. Gallen. Wir arbeiten kontinuierlich daran, unsere über 200 Mitarbeitenden (davon zirka 180 in St. Gallen) zusammenzubringen und ihnen die ideale Grundlage zu bieten, jeden Tag von Neuem an etwas Grossem arbeiten zu können.»

    Roland Ledergerber
    Verwaltungsratspräsident Switzerland Innovation Park Ost AG

    «In St. Gallen und am zweiten Standort in Buchs sollen sich künftig Fachleute aus Forschung und Wirtschaft vernetzen und gemeinsam innovative Produkte hervorbringen. Ab Ende 2022 soll der Innovationspark funktionsfähig sein, und ab 2025 soll er seine volle Leistungsfähigkeit erreichen.»

    Porträits und Kontaktangaben der Leiter Standortförderung:

    Sie sind auf der Suche nach einem attraktiven, wettbewerbsfähigen und innovativen Standort für Ihr Unternehmen und wollen sich im Kanton St. Gallen weiterentwickeln oder ansiedeln? Gerne unterstützen wir Sie persönlich dabei.

    Daniel Müller,
    Leiter Standortförderung Kanton St. Gallen | Volkswirtschaftsdepartement | Amt für Wirtschaft und Arbeit
    Davidstrasse 35, CH-9001 St.Gallen

    T +41 58 229 14 07
    daniel.mueller@sg.ch
    www.standort.sg.ch

    Die Standortförderung Stadt St. Gallen trägt aktiv dazu bei, den Wirtschafts- und Lebensstandort St. Gallen weiterzuentwickeln und im Standortwettbewerb attraktiv zu positionieren.

    Samuel Zuberbühler,
    Leiter Standortförderung Stadt St. Gallen
    Poststrasse 28,
    CH-9001 St.Gallen

    Telefon +41 71 224 57 57
    samuel.zuberbuehler@stadt.sg.ch
    www.standort.stadt.sg.ch

  • «Die St. Galler Quartiere der Zukunft sollen lebendig, vielfältig und durchmischt sein»

    «Die St. Galler Quartiere der Zukunft sollen lebendig, vielfältig und durchmischt sein»

    Zur Person
    Maria Pappa wurde 1971 in St. Gallen geboren und ist in der Stadt aufgewachsen. 2016 wurde die Tochter süditalienischer Einwanderer als Stadträtin gewählt, und seit diesem Jahr ist die Sozialdemokratin Stadtpräsidentin der Stadt St. Gallen und leitet die Direktion Inneres und Finanzen. Zuvor führte sie als Stadträtin die Direktion Planung und Bau. Maria Pappa studierte Sozialpädagogik an der Höheren Fachschule für soziale Arbeit in Rorschach. Vor ihrer Wahl leitete sie die geschlossene Abteilung des Jugendheims Platanenhof in Oberuzwil und später die städtische Tagesbetreuung für Schulkinder. Bevor sie in die Soziale Arbeit wechselte, arbeitete die Absolventin der Handelsmittelschule in der Buchhaltungsabteilung einer Versicherung.

    Frau Pappa, Sie sind seit Beginn dieses Jahres Stadtpräsidentin und stehen der Direktion Inneres und Finanzen vor. Zuvor leiteten Sie als Stadträtin die Direktion Planung und Bau. Wie haben Sie den Wechsel erlebt?
    Nach der Wahl zur Stadtpräsidentin und der anschliessenden konstituierenden Sitzung des Stadtrats ging es sehr rasch; für den eigentlichen Wechsel blieben nur vier Wochen. Die Einarbeitung als Stadtpräsidentin und in der neuen Direktion waren geprägt von der Pandemie: Die meisten Kontakte mit Mitarbeitenden und Externen waren virtuell. Repräsentative Aufgaben gabs nur wenige – und sie beschränkten sich auf Videobotschaften für Online-Anlässe. Diese Verschiebung des persönlichen Austauschs in den digitalen Raum erschwerte insgesamt die sozialen Kontakte und den echten Beziehungsaufbau. Gleichzeitig war ich aber auch weniger durch repräsentative Aufgaben gebunden und konnte mich so in die Projekte und Eigenheiten der neuen Direktion vertiefen.

    Weshalb haben Sie sich nach vier Jahren Planung und Bau zum Wechsel der Direktion entschieden?
    Die Verteilung der Direktionen ist Sache des Gesamtstadtrats. Gemeinsam haben wir sämtliche Optionen angeschaut und uns für die idealste entschieden. Persönlich war ich gerne Vorsteherin der Direktion Planung. Dort zu bleiben hätte mir gefallen. Nach vier Jahren ist man richtig eingearbeitet, kennt die Projekte und hat viele davon von Anfang an begleitet. Die neue Funktion als Stadtpräsidentin ist jedoch mit vielen Repräsentativaufgaben sowie mit Sitzen in Gremien verbunden. Ein enger Draht zur Stadtkanzlei ist sehr wichtig. Die Erfüllung dieser zusätzlichen Aufgaben mit der gleichzeitigen Leitung der so breit aufgestellten Direktion Planung und Bau ist zeitlich nicht machbar.

    Welche Projekte waren für Sie als Vorsteherin Planung und Bau Meilensteine, die Sie begleiten durften?
    Als ich die Abstimmungsresultate zur Neugestaltung von Marktplatz und Bohl entgegennehmen durfte, fiel mir ein Stein vom Herzen. Ein konsensfähiges Marktplatzprojekt im dritten Anlauf endlich durchzubringen, war intensive Arbeit. Auch die Neugestaltung der Zürcher Strasse wurde lange Zeit blockiert. Im Jahr 2018 hat das Stadtparlament dem vorgeschlagenen Projekt dann zugestimmt. Nächstes Jahr soll mit der Neugestaltung begonnen werden. Einen Schwerpunkt bildeten die zahlreichen Schul- und Betreuungsprojekte. Hervorzuheben ist hier das grösste Projekt: der Neubau des Schulhauses Riethüsli. Dieser wird im Quartier schon lange erwartet – im November 2020 hat ihn die Stimmbevölkerung genehmigt. Im Hintergrund wurde in diesen vier Jahren auch an vielen wichtigen Strategie-Papieren gearbeitet, darunter Wohnraum-, Freiraum-, Baum- und Innenentwicklungsstrategie. Einige sind relevant für die Revision der Bau und Zonenordnung. Sie alle werden die bauliche Entwicklung der Stadt prägen.

    Welche Vorhaben stehen für Sie als Vorsteherin der Direktion Inneres und Finanzen ganz oben auf Ihrer Agenda?
    Drei Themen sind momentan aktuell: Ich will St. Gallen als attraktive Stadt bekannter machen und damit das leicht angestaubte, «brötige» Image, das wir selbst von unserer Stadt haben, korrigieren und verbessern. Bei den Finanzen hat St. Gallen zwar eine solide finanzielle Basis. Doch sie weist seit Jahren ein latentes strukturelles Defizit aus, das sich vor allem in der Budgetierung zeigt. Der Aufwand steigt mehr als die Erträge. Ein Ziel wird es deshalb auch sein, dieses strukturelle Ungleichgewicht ins Lot zu bringen. Und schliesslich liegt mir das kulturelle Leben der Stadt am Herzen. Es ist mir ein Anliegen, das im Jahr 2020 verabschiedete Kulturkonzept umzusetzen.

    Auf dem Burgweiher-Areal konnte 2020 in einem dicht besiedelten Quartier ein grosses Naherholungsgebiet eröffnet werden. Gibt es ähnliche Landprojekte/Landreserven, die in den nächsten Jahren umgesetzt/entwickelt werden könnten?
    Dass wir eine solch grosse Grünfläche mitten in der Stadt der Öffentlichkeit zugänglich machen konnten, ist ein Glücksfall und in dieser Form sicher einzigartig. In den nächsten Jahren geht es denn auch vielmehr um Wohn- und Gewerberaum. Die grossen Entwicklungsgebiete, die die Stadt in den nächsten Jahren beschäftigen werden, liegen einerseits in der Ruckhalde. Hier ist durch die Durchmesserlinie der Appenzeller Bahnen ein Areal freigeworden, das die Stadt insbesondere für die Wohnnutzung entwickeln will. In St. Fiden soll andererseits ein attraktiver neuer Stadtteil entstehen. Das Areal rund um den Bahnhof bietet viel Potenzial für eine innere Verdichtung und eine attraktive Neugestaltung.

    In seiner Vision 2030 geht der Stadtrat davon aus, dass die Stadt St. Gallen wächst und sich die Bevölkerung zu einer multikulturellen urbanen Gesellschaft entwickelt. Wie unterstützen Sie als Stadtpräsidentin diese Vision?
    St. Gallen hat mit der Wohnraum-, der Innenentwicklungs- und der Freiraumstrategie aufgezeigt, wie sie als starke, innovative und attraktive Stadt in die Zukunft gehen will. In Kürze wird noch die Liegenschaftenstrategie dazukommen. Dieses zukunftsweisende Bild versuchen wir mit der «Sankt»-Kampagne aktiv nach aussen zu tragen. Bereits als Direktorin Planung und Bau waren mir Zusammenarbeit und Partizipation wichtig. Mit der Revision des Partizipationsreglements hat sich die Stadt seit diesem Jahr schliesslich eine Kultur der Partizipation auf die Fahne geschrieben. Dass wir diejenigen, die in dieser Stadt leben, auch künftig miteinbeziehen, wenn es um die Gestaltung dieser Stadt geht, scheint mir selbstverständlich. Zur Partizipation gehört auch, dass wir die Zusammenarbeit und den Austausch mit unserem eigenen Kanton und angrenzenden Kantonen, den Gemeinden und anderen Städten suchen und Synergien pflegen.

    Wie sieht die Wohnraumstrategie der Stadt St. Gallen genau aus?
    Bei der Wohnraumstrategie geht es vor allem darum, sowohl neuen attraktiven Wohnraum zu schaffen als auch bestehenden Wohnraum zu erneuern. Die Wohnraumstrategie definiert zu diesem Zweck in sechs Handlungsfeldern insgesamt 14 Ziele und 27 Massnahmen. Das Wohnungsangebot soll dabei vielfältig und auf unterschiedliche Zielgruppen zugeschnitten und die Wohnbauentwicklung sozialverträglich umgesetzt werden. Innovative Wohnprojekte wie etwa Mehrgenerationenwohnen und nachfamiliäres Wohnen sind Teil der Strategie. Ein wesentlicher Aspekt der Wohnraumstrategie sind zudem die Quartiere. Die St. Galler Quartiere der Zukunft sollen lebendig, vielfältig und durchmischt sein sowie ein attraktives Wohnumfeld fördern. Die Stadt wählt zur Erreichung dieser Ziele auch hier die Zusammenarbeit und will den Dialog mit Wohnbauakteurinnen und -akteuren fördern.

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    Die künftigen St. Galler Quartiere sollen lebendig und durchmischt sein
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    Welche Herausforderungen bringt der Weg zur «Wohnstadt 2030» mit sich?
    Es stellt sich die Frage, wie eine qualitativ gute innere Verdichtung mit attraktiven Freiräumen in Einklang gebracht werden kann. Dass künftig mehr Leute auf dem gleichen Raum leben, soll die Wohn- und Aufenthaltsqualität nicht beeinträchtigen. Erschwerend kommt der Klimawandel hinzu, dessen Auswirkungen vor allem städtische Räume vor grössere Herausforderungen stellen. Es wird darum gehen, mit baulichen Massnahmen insbesondere Hitzeinseln zu vermeiden und die Vernetzung sowie die Biodiversität zu fördern. Bei all diesen Herausforderungen geht es letztlich um die Bewohnerinnen und Bewohner selbst. Ich bin der Überzeugung, dass wir zu besseren Lösungen gelangen, wenn wir das Potenzial der Stadt und ihrer Bewohnerinnen und Bewohner in partizipativen Prozessen ausschöpfen können.

    Mit welchen Massnahmen kann die Strategie umgesetzt werden?
    Der Massnahmenkatalog der Wohnraumstrategie umfasst 27 konkrete Massnahmen. Das können Analysen von spezifischen Situationen, die Schaffung neuer finanzieller und rechtlicher Instrumente oder konkrete Bauprojekte sein. Letztlich geht es darum, die Grundlagen und Rahmenbedingungen zu schaffen, dass sich die Stadt in die durch die Wohnraumstrategie aufgezeigte Richtung entwickeln kann.

    Welche Vorzüge hat die Stadt für ansiedlungswillige Firmen und für Neuzuzüger?
    St. Gallen verfügt über ein vielfältiges Angebot, das sich sehen lassen kann. Die Stadt steht für Bildung, Kultur und Innovation. Gleichzeitig ist die Lebensqualität dank der Lage in prächtiger Natur zwischen Säntis und Bodensee und mit einer Fülle an kulturellen und gastronomischen Angeboten einzigartig. St. Gallen ist eine Stadt der kurzen Wege, die die Vernetzung und das sich Organisieren einfacher macht als in grösseren Städten. Für Unternehmen und besonders auch Privatpersonen überzeugt St. Gallen durch ihre Kompaktheit sowie ihre ideale Mischung zwischen Urbanität und Naturnähe. Als Bildungsstandort mit der weltweit renommierten Universität St. Gallen (HSG) und OST Ostschweizer Fachhochschule verfügt St. Gallen über viele kluge und gut ausgebildete Köpfe. Die Stadt ist zudem damit beschäftigt, diverse Areale vornehmlich im Westen zu entwickeln und neuen Nutzungen von Gewerbe, Industrie und Forschung zuzuführen.

    Wo muss sich die Stadt noch verbessern, wenn sie noch attraktiver werden will?
    Auch wenn die Stadt sich naturgemäss in vielen Bereichen verbessern kann, wie beispielsweise bei spannenden Wohnangeboten, so braucht sich St. Gallen, wie ich finde, keineswegs zu verstecken. Viele Vorzüge und attraktive Angebote der Stadt sind aber schlicht zu wenig bekannt. Es ist dies mit einer der Gründe, weshalb wir die Vermarktungskampagne gestartet haben.

    Das St. Galler Energiegesetz enthält neue, bauliche Massnahmen, die sich auf den Energieverbrauch in Neubauten und in bestehenden Häusern auswirken. Seit dem 1. Juli 2021 gelten die neuen Bestimmungen. Welches sind die wichtigsten Änderungen für Eigentümer von Wohn- und Geschäftsliegenschaften?
    Der Nachtrag zum Energiegesetz orientiert sich an den Klimazielen des Bundes, den CO2-Ausstoss bis 2030 zu halbieren. Neubauten sollen deshalb künftig auf erneuerbare Energien setzen und einen Teil ihres Strombedarfs durch Eigenproduktion abdecken. Für bestehende Liegenschaften gelten neue Vorgaben beim Ersatz einer bestehenden Heizung. Entweder soll auf Heizsysteme mit erneuerbarer Energie umgestellt oder aber durch bessere Dämmung Energie eingespart werden. Das Amt für Baubewilligungen berät Eigentümerinnen und Eigentümer gerne.

    Wie haben sich die Grundstückgewinnsteuern in jüngerer Zeit entwickelt? Wie wird es in der näheren Zukunft weitergehen?
    Die Grundstückgewinnsteuern haben sich fast verdreifacht. Das hängt vor allem mit den gestiegenen Immobilienpreisen zusammen. Wir haben in den letzten Jahren einen sehr aktiven Immobilienmarkt erlebt. Immobilien haben sich mangels Alternativen als gute Investitionsmöglichkeit erwiesen. In der Zukunft wird die Entwicklung abhängig sein vom Anlagemarkt und den Zinsen. Ich gehe davon aus, dass der jetzige Trend noch ein wenig anhalten wird.