Kategorie: Projekte

  • Neue Produktionsanlage stärkt internationalen Industriestandort

    Neue Produktionsanlage stärkt internationalen Industriestandort

    Das neue globale Toblerone-Kompetenzzentrum in Bern deckt ab sofort 90 Prozent der weltweiten Nachfrage nach der ikonischen Dreiecksschokolade ab. Guy Parmelin hat das dafür ausgebaute Werk am 10. März offiziell eingeweiht. „Wir sind unglaublich stolz auf die neue Toblerone-Produktionslinie sowie auf die Modernisierung der Logistik und der Infrastruktur“, wird Werksleiter Thomas Kauffmann in einer Mitteilung zitiert.

    Mondelēz International, die in Chicago ansässige Konzernmutter der Berner Mondelez Schweiz Production GmbH und der Mondelez Schweiz GmbH in Opfikon, hat sich die Installation dieser neuen, hochmodernen Produktionslinie 65 Millionen Franken kosten lassen. Dabei handelt es sich um eine der grössten Investitionen der vergangenen zehn Jahre in das Schokoladenproduktionsnetzwerk des Unternehmens.

    „Wenn es ein Produkt gibt, das die Schweiz weltweit repräsentiert, dann ist es Schokolade“, sagte Parmelin laut der Mitteilung in seiner Rede. „Und Toblerone nimmt unter den Schweizer Schokoladen einen ganz besonderen Platz ein.“ Sie sei „ein Symbol schweizerischer Identität und Qualität par excellence. Identität und Qualität. Als Bundespräsident und Wirtschaftsminister freut es mich daher besonders, dass circa 90 Prozent der Toblerone-Produktion auch weiterhin hier in Bern auf dieser neuen Produktionslinie hergestellt werden.“

    Die Toblerone wird von der Schweiz aus in mehr als 120 Länder der Welt exportiert. Wie Mondelēz betont, sei die ikonische, 118 Jahre alte Marke gut positioniert, weltweit im Premiumsegment zu wachsen und dabei von ihrem hohen Bekanntheitsgrad und ihrer Führungsposition im World Travel Retail-Geschäft zu profitieren. „Wir waren schon immer stolz darauf, hier in der Schweiz zu produzieren“, so Iain Livingston, Präsident für Toblerone und World Travel Retail. „Die Investition unterstreicht unser starkes Engagement für den Standort und ist ein entscheidender Meilenstein auf unserem Weg, das weltweite Wachstum im Premium-Schokoladensegment anzuführen.“

  • Historisches Bäderquartier erhält neue Nutzungsperspektive

    Historisches Bäderquartier erhält neue Nutzungsperspektive

    Die Verenahof AG mit Sitz in Baden will den Gebäudekomplex im Badener Bäderquartier wiederbeleben. Dazu hat sie am 5. Februar einen Vertrag mit der Stadt abgeschlossen. Dieser bildet laut einer Mitteilung die Grundlage für die Entwicklung und Nutzung des Komplexes und soll Planungssicherheit bieten.

    Die Verenahof AG hat dafür in Zusammenarbeit mit der Stadt und der kantonalen Denkmalpflege ein Nutzungskonzept erarbeitet. Dieses sieht vor, betreutes Wohnen für ältere Menschen mit kulturellen Angeboten und öffentlich zugänglichen Nutzungen zu verbinden. Die technische Machbarkeit wurde bereits geprüft. Nun sollen unter Leitung der Verenahof AG innerhalb von zwölf Monaten ein Baugesuch und ein Kostenvoranschlag erarbeitet werden.

    „Das Konzept für Angebote in den Bereichen Prävention, Rehabilitation und gesundes Altern passt hervorragend an diesen für Baden historisch wertvollen Ort“, wird Stadtammann Markus Schneider in der Mitteilung zitiert. „Seit den Römern wird im Bäderquartier in die Gesundheit investiert – für Baden und die Region ist es bedeutend, dass dieses Angebot auch in Zukunft weiter ausgebaut wird.“

    Der Komplex steht seit der Schliessung der Hotels Verenahof, Bären und Ochsen in den Jahren 1987 und 2004 leer. Seit 2019 steht er unter nationalem Schutz. Die Stiftung Gesundheitsförderung Bad Zurzach + Baden als Eigentümerin der Verenahof AG hat mehrere Nutzungen geprüft, darunter auch für eine Rehabilitationsklinik. Diese möglichen Nutzungen stiessen sich an den wirtschaftlichen und baulichen Rahmenbedingungen sowie den denkmalpflegerischen Anforderungen.

  • Spektakulärer Kulturbau setzt neue architektonische Akzente

    Spektakulärer Kulturbau setzt neue architektonische Akzente

    Der in Hüttwilen ansässige Baudienstleister Nüssli hat am 8. März 2026 im Beisein des Namensgebers Heinz Mack das Richtfest für den Erweiterungsbau der Mack-Pyramide in Monheim am Rhein gefeiert. Mit dem Erweiterungsbau setzt das auf temporäre Veranstaltungsbauten spezialisierte Unternehmen ein „architektonisch anspruchsvolles Bau- und Kulturprojekt“ um, schreibt Nüssli in einer Mitteilung.

    Durch die kurz vor dem Richtfest erfolgte Montage einer tragenden Stahlkonstruktion präge die Doppelpyramide bereits das Stadtbild. „Die Konstruktion zeichnet sich durch eine anspruchsvolle Geometrie, hohe gestalterische Anforderungen und eine komplexe statische Umsetzung aus“, heisst es. Mit dem Bauwerk soll die Stadt eigenen Angaben zufolge einen architektonisch besonderen Kulturort erhalten. Es sollen Ausstellungsflächen für zeitgenössische Kunst entstehen.

    Das Thurgauer Unternehmen bringt laut Mitteilung seine Erfahrung mit komplexen Sonderbauten wie Pavillonarchitektur, Ausstellungsgestaltung sowie Fassadengestaltungen, Skulpturen und Exponate ein. „Auf diversen Weltausstellungen haben wir gelernt, aussergewöhnliche Formen und komplexe Konstruktionen in die Realität umzusetzen. Genau dieses Know-how kommt bei der Mack-Pyramide nun in vollem Umfang zum Tragen“, wird Udo Baader, Leiter Projektmanagement Special Projects, zitiert. Die Eröffnung ist für Juni 2027 geplant.

    Neben dem Baufortschritt stand an diesem Tag auch Namensgeber Heinz Mack im Mittelpunkt. Der Bildhauer war unter den Besuchenden, wo er seinen 95. Geburtstag feierte. „So ganz vorstellen kann ich es mir trotz aller Pläne aber noch nicht. Hauptsache der Lichteinfall bleibt erhalten“, wird er zitiert. Der Lichteinfall sei Teil seines Kunstwerks im Inneren des Gebäudes, heisst es in der Mitteilung.

  • Industrieunternehmen stabilisiert Umsatz und investiert in neue Standorte

    Industrieunternehmen stabilisiert Umsatz und investiert in neue Standorte

    Die Kistler Gruppe konnte 2025 ihren Umsatz laut einer Mitteilung stabil halten: Mit 424 Millionen Franken nahm er währungsbereinigt um 1 Prozent und in Franken um 5 Prozent ab. Als belastende Faktoren führt das Unternehmen insbesondere den starken Schweizer Franken ins Feld, aber auch die stagnierende deutsche Automobilindustrie sowie geopolitische und wirtschaftliche Unsicherheiten, unter anderem im Zusammenhang mit der amerikanischen Zollpolitik. Der Auftragseingang blieb mit einem Minus von währungsbereinigt 2 Prozent und 6 Prozent in Franken hinter den Erwartungen des Unternehmens zurück.

    „Mein erstes Jahr als CEO war herausfordernd, aber wir haben wichtige Weichen gestellt – unter anderem durch angepasste regionale Strukturen, die es uns ermöglichen, noch flexibler auf unterschiedliche Marktbedingungen zu reagieren“, wird Marc Schaad zitiert. Auf das Geschäftsjahr 2026 blicke er verhalten optimistisch. „Wir planen, durch gezielte Investitionen weiter zu wachsen, insbesondere in asiatischen Märkten wie China.“

    Für Asien plant Kistler eine neue Zentrale in der malaysischen Hauptstadt Kuala Lumpur. In den USA hat Kistler sein Führungsteam verstärkt. In Deutschland liegt der Fokus in der Entwicklung neuer Anwendungen, um Umsatzrückgänge im Automobilsektor zu kompensieren. Zum Wachstum der Gruppe sollen 2026 auch neue Produkte beitragen. 9 Prozent des Umsatzes fliessen in Forschung und Entwicklung.

    In Winterthur treibt Kistler die Vorbereitungen für eine neue, hochautomatisierte Sensorfabrik voran. „Die Smart Factory ist für uns eine langfristige Investition und ein klares Bekenntnis zum Standort Winterthur“, so Schaad. Derzeit befinde sich das Unternehmen „in einer intensiven Planungs- und Klärungsphase“.

  • Interkantonales Entwicklungsprojekt setzt auf Mobilität und Effizienz

    Interkantonales Entwicklungsprojekt setzt auf Mobilität und Effizienz

    Die St.Galler Stimmbevölkerung hat dem Verkauf zweier Grundstücke des Kantons St.Gallen an den Kanton Thurgau sowie der Kompensation von Fruchtfolgeflächen zugestimmt. Für die Region Wil sei dies „richtungsweisend“, heisst es in einer Mitteilung von Regio Wil. Auf den Grundstücken soll das Entwicklungsareal WILWEST entstehen, das als nachhaltiges Wirtschaftsgebiet umweltfreundliche Mobilität, Energieeffizienz und regionale Zusammenarbeit vereinen soll. Kern des Projekts ist ein neuer Anschluss an die Autobahn A1, ergänzt durch verbesserte Bus-, Bahn- und Veloverbindungen für die gesamte Region.

    Für die Region Wil schafft das Projekt Perspektiven für neue Arbeitsplätze, eine Entlastung des Verkehrs sowie eine koordinierte und nachhaltige Raumentwicklung, heisst es in der Mitteilung. Der Entscheid der St.Galler Stimmbevölkerung sei zudem ein starkes Zeichen für die interkantonale Zusammenarbeit zwischen St.Gallen und Thurgau sowie für die 22 Gemeinden der Regio Wil.

    Die St.Galler Stimmbevölkerung hatte einen Sonderkredit für das Projekt WILWEST im September 2022 zunächst abgelehnt. Daraufhin wurde das Projekt umfassend überarbeitet, insbesondere im Bereich Nachhaltigkeit. So wurden unter anderem die Flächennutzung optimiert, die Versiegelung reduziert sowie der Autoverkehr und die Anzahl Parkplätze verringert.

    Nun gelte es, eine nachhaltige Realisierung sicherzustellen, das Gebiet bodenschonend und etappenweise zu entwickeln sowie die Anliegen der Bevölkerung weiterhin einzubeziehen. Die Regio Wil wolle sich auch künftig aktiv in den Prozess einbringen.

  • Moderner Bürostandort unterstreicht strategische Weiterentwicklung

    Moderner Bürostandort unterstreicht strategische Weiterentwicklung

    Die Landis+Gyr-Gruppe bezieht einen neuen Hauptsitz. Der weltweit aktive Zuger Spezialist für Energiemanagement zieht innerhalb von Cham in ein neues hochmodernes Bürogebäude um, informiert Landis+Gyr in einer Mitteilung. Der neue globale Hauptsitz liegt an der Alten Steinhauserstrasse 14, nur wenige Schritte vom alten Hauptsitz in derselben Strasse entfernt. Dadurch könne ein reibungsloser Übergang gewährleistet werden, heisst es in der Mitteilung.

    „Mit dem neuen Hauptsitz setzen wir ein klares Zeichen für Kontinuität und Innovation“, wird Landis+Gyr-CEO Peter Mainz in der Mitteilung zitiert. „Cham bleibt für uns ein zentraler Standort, an dem wir gemeinsam mit unseren Mitarbeitenden und Partnern die Zukunft gestalten.“ Gemeindepräsident Georges Helfenstein interpretiert den Umzug innerhalb von Cham unter anderem als „Resultat einer vorausschauenden, verlässlichen Wirtschaftspflege der Gemeinde“.

  • Historische Hotelanlage wird schrittweise neu positioniert

    Historische Hotelanlage wird schrittweise neu positioniert

    Die Halter AG will der denkmalgeschützten Sonnenberg-Anlage in Seelisberg neues Leben einhauchen. Die Schlieremer Immobilienentwicklerin ist derzeit dabei, den historischen Hotelkomplex schrittweise weiterzuentwickeln, informiert Halter in einem Beitrag auf LinkedIn. Das Hotel Sonnenberg soll dabei als Kernbau bestehen bleiben und nach Fertigstellung wieder als Hotel genutzt werden, heisst es in der Projektbeschreibung.

    Im ebenfalls weitgehend unverändert verbleibenden ehemaligen Hotel Kuhn will Halter hingegen Wohnungen einrichten. Weitere Wohnungen sollen in zwei Neubauten südlich des Hotels entstehen. Bestehende zusätzliche Bauten im Norden werden umgenutzt und der Hotelnutzung zugeführt.

    Der historische Hotelkomplex hatte in den 1970-Jahren internationale Aufmerksamkeit erregt. Damals war die Sonnenberg-Anlage von der Bewegung der Transzendentalen Meditation erworben worden. Seit 1972 und für mehr als drei Jahrzehnte diente das Grandhotel Sonnenberg als Hauptsitz der Bewegung des Gurus Maharishi Mahesh Yogi. Mit dieser Epoche setzt sich der erstmals an den 61. Solothurner Filmtagen gezeigte Dokumentarfilm Namaste Seelisberg von Felice Zenoni auseinander. Halter hat das Filmprojekt unterstützt und ermöglichte Dreharbeiten auf dem Areal.

  • Stadt will Industriebau für Archiv und Zwischennutzungen erwerben

    Stadt will Industriebau für Archiv und Zwischennutzungen erwerben

    Der Bieler Gemeinderat beantragt dem Stadtrat den Kauf der Industrieliegenschaft an der Mattenstrasse 133. Das Gebäude ist laut Mitteilung ab 2033 als neues Stadtarchiv vorgesehen. Zuvor soll es als provisorische Turnhalle sowie als vorübergehender Bibliotheksstandort zwischengenutzt werden.

    Die Industrieliegenschaft Mattenstrasse 133 wurde 1959 für die Maveg AG erbaut, ein Handelsunternehmen für Baumaschinen. Das Gebäude umfasst drei grosse Hallen sowie einen Verwaltungsbau und gilt im Bauinventar als erhaltenswert.

    Ab dem Winter 2026/27 soll die grosse Halle der Liegenschaft die Turnanlagen des Collège des Platanes ersetzen. Diese können seit 2024 wegen baulicher Probleme nur noch eingeschränkt genutzt werden. Bis zur Sanierung der Turnhallen will die Stadt mit einem einfachen Ausbau der Halle eine Übergangslösung schaffen.

    Später soll die Liegenschaft während der geplanten Gesamtsanierung der Stadtbibliothek am Neumarktplatz ab 2031 als provisorischer Bibliotheksstandort dienen. Für die rund 1700 Quadratmeter Nutzfläche der Bibliothek seien im Stadtzentrum kaum geeignete Mietlösungen verfügbar.

    Nach dem Auszug der Bibliothek soll das Gebäude ab 2033 dauerhaft als Stadtarchiv genutzt werden. Für dieses sucht die Stadt bereits seit Jahren eine neue Lösung, da die heutigen Räumlichkeiten den gesetzlichen Anforderungen nicht mehr genügen und die Archivbestände auf mehrere Standorte verteilt sind.

    Der Gemeinderat beantragt dem Stadtrat dafür zwei Kredite über insgesamt 3,890 Millionen Franken für den Kauf der Liegenschaft und die vorläufige Bereitstellung der Turnhalle. Der Stadtrat entscheidet am 19. März.

  • Ein Quartier ohne Einsprache

    Ein Quartier ohne Einsprache

    Der Luzerner Regierungsrat genehmigte den Bebauungsplan Schützenmatt im Januar 2026. Der Emmer Einwohnerrat hatte ihn bereits am 1. Juli 2025 in zweiter Lesung einstimmig verabschiedet. Nach Ablauf der Beschwerdefrist liegt nun Rechtskraft vor, kein einziger Rekurs wurde eingereicht. Das ist bei einem Projekt dieser Grössenordnung keine Selbstverständlichkeit, sondern ein Zeichen breiter Akzeptanz.

    250 Wohnungen, 4000 Quadratmeter Leben
    Auf dem Areal entstehen rund 250 Wohnungen in verschiedenen Grössen sowie Gewerbe-, Gastronomie- und Dienstleistungsflächen von insgesamt rund 4000 Quadratmetern. Der Wohnungsmix reicht von kleineren Einheiten über Familienwohnungen bis zu Alterswohnungen . Bewusst konzipiert für alle Lebensphasen und verschiedene Einkommensstufen. Ein Teil der Wohnungen muss als preisgünstiger Wohnraum realisiert werden.

    Weniger Auto, mehr Velo
    Das Mobilitätskonzept setzt klare Prioritäten sodass Fuss, Velo und öffentlicher Verkehr Vorrang haben. Geplant sind über 970 Veloabstellplätze, darunter eine gedeckte, öffentlich zugängliche Velostation mit mindestens 300 Plätzen direkt an der Bahnhofunterführung. Für Autos stehen maximal 120 Parkplätze in der Tiefgarage bereit. Die Velohauptroute entlang der Gleise wird kreuzungsfrei geführt. Somit entfallen Konflikte mit dem Fussgängerverkehr.

    Die Stadt als Schwamm
    Das städtebauliche Konzept stammt von Fischer Architekten, deren Wettbewerbsbeitrag mit dem ersten Preis ausgezeichnet wurde. Im Zentrum steht das Schwammstadtprinzip. Sickerfähige Beläge, Bäume auf natürlichem Boden und begrünte Dachflächen speichern Regenwasser und geben es kontrolliert wieder ab. Mindestens 60 Prozent der Dachflächen werden intensiv begrünt. Das verbessert das Mikroklima und macht das Quartier klimaresilient.

    Ab 2027 wird gebaut
    Mit der Rechtskraft liegt die Umsetzung nun bei den Grundeigentümerschaften. Die Realisierung ist in vier Etappen geplant, ein Bezug der ersten Wohnungen ist ab rund 2030 realistisch. Christine Bopp, Leiterin Planung der Gemeinde Emmen, spricht von einem abgeschlossenen langen Planungsprozess, der nun Planungssicherheit für alle Beteiligten schafft. Emmenbrücke bekommt sein neues Herz und baut es mit Bedacht.

  • Regensberg kämpft ums Überleben

    Regensberg kämpft ums Überleben

    Regensberg zählt per Ende 2024 genau 477 Einwohner. Trotz zwei Steuererhöhungen in den letzten Jahren reichen die Einnahmen nicht, um die Gemeindeaufgaben zu finanzieren. Das strukturelle Defizit bedroht die Eigenständigkeit des mittelalterlichen Landstädtchens auf dem Felssporn über Dielsdorf. Eine Fusion mit einer Nachbargemeinde steht im Raum, ein Szenario, das viele Regensberger vermeiden wollen.

    Eine Wiese als Wendepunkt
    Der Anstoss kam im April 2024 an einem Zukunftstag, an dem die Bevölkerung erstmals offen über das Schicksal ihrer Gemeinde diskutierte. Auf der Agenda war die Wiese Pünt, das letzte grössere Bauland im Dorf. Aus dieser Diskussion entstand die Idee einer Genossenschaft. Im Juli 2025 wurde die Baugenossenschaft Pünt Regensberg offiziell ins Handelsregister eingetragen.

    40 Wohnungen, 80 neue Menschen
    Das Projekt, ein vierstöckiger Bau mit 41 Wohnungen soll auf der Pünt entstehen, rund drei Viertel davon grosse Familienwohnungen mit 4,5 bis 5,5 Zimmern, der Rest kleinere Einheiten mit 2,5 bis 3,5 Zimmern. Die Genossenschaft rechnet mit 60 bis 80 neuen Bewohnerinnen und Bewohnern. Für eine Gemeinde der Grösse Regensberg entspricht das einem Bevölkerungszuwachs von rund 15 Prozent. Ein Wettbewerb zur Findung des Projektteams wurde bereits im Jahr 2025 durchgeführt.

    Mehr als Steuern
    Das Ziel ist nicht nur fiskalisch. Regensberg weist das vierthöchste Durchschnittsalter aller Zürcher Gemeinden auf. Jüngere Familien sollen kommen und damit auch die Primarschule sichern, denn ohne Schule keine Familien, ohne Familien kein Dorfleben. Das flexible Nutzungskonzept erlaubt zudem, dass ältere Personen aus ihrem Einfamilienhaus in eine passende kleinere Wohnung wechseln können, ohne den Ort verlassen zu müssen.

    Gemeinnützig statt spekulativ
    Wäre das Projekt in privaten Händen gelandet, wären die Wohnungen auf der attraktiven Lage primär Anlageobjekte geworden. Die Genossenschaft vermietet dagegen auf Basis der Kostenmiete, also ohne Gewinnabsicht. Finanziert wird das Vorhaben über Anteilscheine, Mitgliederdarlehen, staatliche Förderung und Bankenhypotheken, mit einer angestrebten Eigenkapitalquote von 35 bis 40 Prozent.

    2028 steigen die Kräne
    Weil Regensberg im Bundesinventar der schützenswerten Ortsbilder eingetragen ist, gelten beim Bauen besonders strenge Auflagen. Die Baubewilligung soll 2027 vorliegen, der Baubeginn ist für 2028 geplant. Ein oder zwei Jahre später könnten die ersten Wohnungen bezogen werden. Ob die Genossenschaft das strukturelle Defizit allein löst, bleibt offen. Doch sie beweist, manchmal rettet ein Dorf sich selbst.

  • Neues Werkareal bündelt Energie und Netzkompetenz

    Neues Werkareal bündelt Energie und Netzkompetenz

    Die CKW AG will Geschäftsbereiche aus dem Luzerner Quartier Reussbühl auf die Reussinsel nach Emmen verlegen und dort auch den neuen Hauptsitz des Unternehmens realisieren, wie aus einer Mitteilung hervorgeht. Die Axpo-Tochter beabsichtigt mit diesem Schritt, ihre Aktivitäten zu bündeln.

    Im Zentrum des Projektes unter dem Namen EnergiePark Emmen steht der Bau eines neuen Werkgebäudes für die Geschäftsbereiche Netze und Gebäudetechnik. Der dort entstehende Netzstützpunkt von CKW soll für den Bau, Betrieb und Unterhalt des Stromnetzes im Grossraum Luzern verantwortlich zeichnen. Für die Mitarbeitenden sollen mit dem Neubau moderne Arbeitsplätze entstehen. Nach mehrjährigem Planungsverfahren erhielt das Projekt Compact von Penzel Valier AG aus Zürich mit Maurus Schifferli Landschaftsarchitekten aus Bern den Zuschlag zum Bau der neuen Firmenzentrale.

    Die Reussinsel ist der historische Ursprungsort von CKW, hier lieferte 1894 das erste Kraftwerk Strom für die Region. „Mit der geplanten Verlegung des Hauptsitzes nach Emmen knüpfen wir an diese Wurzeln an und bekennen uns langfristig zum Standort Emmen“, wird Martin Schwab, CEO von CKW, in der Mitteilung zitiert. Durch die Verlegung der Geschäftsbereiche und des Hauptsitzes nach Emmen werden künftig 1000 statt der bisherigen 600 Mitarbeitenden auf der Reussinsel tätig sein.

    In den kommenden Jahren wird nun ein Bebauungsplan auf Basis des Richtprojektes durch die Gemeinde Emmen erstellt. „Gemeinsam mit den Gemeinden Emmen und Ebikon wollen wir die Reussinsel im Interesse aller Beteiligten weiterentwickeln“, heisst es weiter von Schwab. Nach heutigem Stand könnten ab 2030 Bauprojekte bewilligt und realisiert werden, so die Mitteilung.

  • Neues Logistikzentrum entsteht in Hunzenschwil

    Neues Logistikzentrum entsteht in Hunzenschwil

    Die ERNE AG Bauunternehmung aus Laufenburg realisiert in Hunzenschwil ein modernes Logistikzentrum für die Lagerhäuser Aarau AG, wie aus einer Mitteilung hervorgeht. Der Industrieneubau umfasst ein Hochregallager sowie Büroräumlichkeiten. Der 130 Meter lange und 100 Meter breite Bau erreicht ein Gesamtvolumen von 364’043 Kubikmetern.

    Der Zeitplan für den Rohbau ist klar definiert: Die Fertigstellung ist auf den 9. Dezember 2026 terminiert. Bereits zur Hälfte der Bauzeit muss das Gebäude im Bereich des Hochregallagers seine vollständige Höhe erreichen. Um diese Vorgaben einzuhalten, setzt ERNE auf digitale Bauprozesse und ein virtuelles Gesamtmodell (Virtual Design and Construction), das sämtliche Bauetappen detailliert abbildet. Dadurch werden Bauabläufe präzise geplant, Gewerke optimal koordiniert sowie Schnittstellen und potenzielle Konflikte frühzeitig erkannt.

    Rund 50 Mitarbeitende sowie vier Krane des Typs Wolff WK 7534 sind täglich auf der Grossbaustelle im Einsatz. Für die Betonierarbeiten werden rund 31’000 Kubikmeter Beton mithilfe einer mobilen Betonanlage inklusive Wasserhaltung direkt vor Ort produziert und verarbeitet. Nach Abschluss der Fundamentarbeiten folgen Wände und Decken des Zentrums. Nach Fertigstellung der Bodenplatte wird im Durchschnitt jeden zweiten Tag eine der insgesamt 120 Deckenetappen mit Flächen von jeweils 300 bis 350 Quadratmetern betoniert. Mit der baulichen Verbindung von Neubau und Bestandsgebäude werden die Rohbauarbeiten abgeschlossen.

    Der Erweiterungsbau wird nach seiner Fertigstellung nicht nur der steigenden Nachfrage nach flexiblen Lager- und Logistiklösungen gerecht, sondern soll laut Mitteilung auch neue Massstäbe in den Bereichen Automatisierung, Energieeffizienz und nachhaltige Bauweise setzen.

  • «Insieme» Bildungszentren in Sursee

    «Insieme» Bildungszentren in Sursee

    Der Projektwettbewerb wurde als offenes, einstufiges und anonymes Verfahren für Generalplanerteams ausgeschrieben, acht Teams reichten fristgerecht Vorschläge ein. Das Preisgericht beurteilte sie nach Funktionalität, Wirtschaftlichkeit, Nachhaltigkeit sowie Städtebau und Architektur und sprach dem Projekt «Insieme» von Bob Gysin Partner aus Zürich den Zuschlag zu. Herzstück ist ein siebenstöckiger Neubau entlang der Bahnlinie, der einen klaren Beitrag zur städtebaulichen Verdichtung leistet und den Campus stärker zum Bahnhof orientiert.

    Helle Lernlandschaft
    Die neuen Hauptzugänge richten sich künftig verstärkt zum Bahnhof aus und entlasten so die bisherige Erschliessung durch das angrenzende Wohngebiet. Sämtliche Turnhallen werden über den neu definierten Eingangsbereich erreichbar, was Wegeführung und Orientierung vereinfacht. Die Anordnung von Klassenzimmern, Gruppenräumen, Lichthöfen und Begegnungszonen schafft eine helle, flexible Lernlandschaft, die unterschiedliche Unterrichtsformen und informelle Begegnungen gleichermassen unterstützt.

    Nachhaltig bauen, Freiräume aufwerten
    Konstruktiv setzt «Insieme» auf eine Kombination aus Bestand und Holzbau. Beim Trakt B wird, abgesehen vom Untergeschoss, der bestehende Bau rückgebaut und mit einer Holzrippendecke zu einem sechsgeschossigen Gebäude aufgestockt. Die Freiraumgestaltung reagiert auf die Klimaerhitzung, indem die bestehende Treppenanlage beschattet und durch zusätzliche Bepflanzung und Sitzangebote aufgewertet wird. Der Waldrand erhält neue Aufenthaltsbereiche und eine lockere Baumbepflanzung, was die Aufenthaltsqualität im Aussenraum deutlich erhöht.

    Nächste Schritte bis zur Inbetriebnahme
    Im ersten Quartal 2026 werden die Hinweise des Preisgerichts geprüft und das Wettbewerbsprojekt bei Bedarf optimiert. Die Inbetriebnahme der erweiterten Anlage ist derzeit ab 2035 vorgesehen. In der kantonalen Finanzplanung sind für die Erweiterung und teilweise Erneuerung des BBZG+W in Sursee rund 97,4 Millionen Franken eingestellt. Eine Investition in zukunftsfähige Berufsbildung und einen starken Bildungsstandort in der Region.

  • Der Weg ist frei für Wil West

    Der Weg ist frei für Wil West

    Im zweiten Anlauf sagt die Stimmbevölkerung von St. Gallen Ja zu Wil West. Der Entscheid ist knapp, aber klar genug, um Planungssicherheit zu schaffen. Das Votum zeigt, die Region will wachsen. Gebündelt, planbar und abgestimmt über Kantonsgrenzen hinweg.

    Mit dem Landverkauf gibt St. Gallen ein ehemaliges Gutsareal der Psychiatrie Wil an den Kanton Thurgau ab. Das Wirtschaftsgebiet liegt künftig vollständig auf Thurgauer Boden, bleibt aber im unmittelbaren Einflussraum der Regio Will. Damit entsteht eine klarere Ausgangslage für Investitionen, Infrastruktur und langfristige Ansiedlungsstrategien.

    Konzentration statt Zersiedelung
    Wil West steht für ein Leitbild, das viele Regionen beschäftigt, wirtschaftliches Wachstum ermöglichen, ohne die Landschaft weiter zu zersiedeln. Statt immer neue Gewerbezonen an Ortsrändern zu streuen, bündelt der Standort künftig Firmen, Dienstleistungen und produktive Arbeitsplätze an einer verkehrstechnisch gut erschlossenen Lage.

    Geplant ist kein beliebiges Industrieareal, sondern ein moderner Arbeitsstandort. Angestrebt sind hochwertige Betriebe, die Wertschöpfung und qualifizierte Jobs bringen, ohne übermässig viel Fläche zu verbrauchen. Damit wird das Entwicklungspotenzial der Region genutzt. Für die Raumplanung ist das Projekt damit auch ein Instrument, um Wachstum zu kanalisieren, statt es dem Zufall zu überlassen.

    Infrastruktur als Entwicklungstreiber
    Besonders stark wirkt Wil West über die Infrastruktur. Mit dem Projekt verknüpfen Bund, Kantone und Region den Ausbau der Autobahn, den öffentlichen Verkehr sowie Fuss- und Veloverbindungen. Der geplante Autobahnanschluss an die A1 und eine bessere Anbindung an Bahn und Bus machen das Areal für Unternehmen attraktiv und entlasten zugleich die bestehenden Ortszentren.

    Nachhaltigkeit als Standortfaktor
    Die erste Version von Wil West ist an Bedenken gescheitert, wie Kulturlandverlust, Verkehr und ökologische Auswirkungen. In der überarbeiteten Variante spielt Nachhaltigkeit eine deutlich sichtbarere Rolle. Verdichtete Bauweisen, sorgfältigere Flächennutzung und mehr Grün- und Freiräume sollen den ökologischen Fussabdruck verringern.
    Für Unternehmen, die sich ansiedeln wollen, wird genau das zum Standortfaktor. Immer mehr Firmen achten bei der Wahl ihres Standorts auf Energie- und Flächenverbrauch, Erreichbarkeit ohne Auto und ein attraktives Umfeld für Mitarbeitende.
    Wil West hat die Chance, hier einen neuen Standard für Arbeitszonen zu setzen, wenn Qualitätssicherung, Etappierung und Kriterien für Ansiedlungen konsequent durchgezogen werden.

    Chancen nutzen, Erwartungen managen
    Mit dem Ja zur Vorlage steigen nun auch die Erwartungen. Politik und Verwaltung müssen Tempo aufnehmen, ohne in Hektik zu verfallen. Die Region braucht klare Leitplanken, welche Branchen sollen kommen? Welche Dichte ist gewünscht? Wie wird die Entwicklung über Jahrzehnte gesteuert, ohne bei jedem Konjunkturwechsel die Strategie zu wechseln?

  • Tour Invictus neues Gesicht für Fribourg

    Tour Invictus neues Gesicht für Fribourg

    Die Tour Invictus markiert einen Wendepunkt in der städtischen Entwicklung Fribourgs. Sie verdichtet Wohnraum in die Höhe, statt weiter in die Fläche zu wachsen. Das Projekt reagiert damit auf knappen Boden, veränderte Haushaltsstrukturen und eine alternde Bevölkerung.

    Gleichzeitig stellt der Turm die Frage nach Identität. Wie viel «Hochhaus» verträgt eine mittelgrosse Schweizer Stadt? Das Gebäude wird sichtbar sein, aus der Stadt und von weitem. Damit wird es zum Symbol für eine neue Phase der Stadtentwicklung, die Dichte, Mobilität und Lebensqualität neu austariert.

    Neue Wohnformen statt klassischer Blockrand
    Die Nutzungsmischung ist klar auf Wohnen ausgerichtet, aber intern fein abgestuft. In den unteren Geschossen entstehen altersgerechte Wohnungen mit betreutem Umfeld. In den oberen Etagen finden sich frei finanzierte Eigentumswohnungen mit weitem Ausblick und hoher Aufenthaltsqualität.

    Diese vertikale Mischung ersetzt den klassischen Blockrand mit separaten Häusern für verschiedene Zielgruppen. Sie bringt Menschen mit unterschiedlichen Lebensentwürfen im selben Gebäude zusammen. Für Betreiber, Eigentümer und Stadtplanung eröffnet das neue Optionen für Services, Quartierbezug und Community‑Bildung.

    Aufenthaltsqualität schaffen soll
    Ein Turm dieser Höhe provoziert immer die gleiche Frage. Wird Dichte zur Belastung oder zur Qualität? Entscheidend ist die Gestaltung der Übergänge. Strassenniveau, Erdgeschoss und Umgebung müssen den Massstab für Fussgänger halten. Begrünte Aussenräume, klare Adressbildung und gut lesbare Eingänge entscheiden darüber, ob der Turm als Fremdkörper oder als selbstverständlicher Teil des Quartiers wahrgenommen wird.

    Im Innern zählt die erlebte Grosszügigkeit. Tageslicht, Raumhöhen, private Aussenräume und Sichtbezüge sind das Gegengewicht zur hohen Anzahl Einheiten. Wo Freiräume bewusst ins Haus verlegt werden, etwa mit Gemeinschaftsräumen, Dachterrassen oder nutzbaren Laubengängen, entsteht Identifikation statt Anonymität.

    Chancen für die Stadt
    Für die Stadt Fribourg ist die Tour Invictus Chance und Testfall zugleich. Sie zeigt, wie Investoren, Planende und Behörden mit Verdichtungszielen umgehen. Der Umgang mit Verkehr, Erschliessung, Beschattung und Nachbarschaft wird genau beobachtet werden. Gelingt das Projekt, stärkt es die Akzeptanz weiterer vertikaler Verdichtungen.

    Gleichzeitig bleibt das Spannungsfeld sichtbar. Ein Hochhaus löst Diskussionen über Skyline, Charakter und soziale Durchmischung aus. Führungskräfte in Verwaltung und Immobilienwirtschaft sind gefordert, diese Debatte aktiv zu moderieren. Es braucht klare Erzählungen, warum Dichte nicht Verzicht bedeutet, sondern neue Formen von Urbanität ermöglicht.

  • Urbaner Wandel auf dem Wellisareal

    Urbaner Wandel auf dem Wellisareal

    Zwischen Bahnhof und Altstadt liegt eines der spannendsten Transformationsgebiete der Region. Aus Hallen, Lagern und Werkhöfen wächst ein urbanes Quartier mit eigenem Charakter. Das Areal übernimmt damit eine Schlüsselrolle als Eingangstor nach Willisau.

    Die Fläche ist in etwa so gross wie die historische Altstadt. Aus dem vormals abgeschlossenen Produktionsstandort wird ein offenes Stück Stadt. Wege, Plätze und Freiräume verbinden künftig Bahnhof, Altstadt und Quartier. Die bisherige Barriere wird zur städtischen Nahtstelle.

    Mischung statt Monofunktion
    Die Entwicklung setzt klar auf Nutzungsmischung. Geplant sind mehrere hundert Wohnungen in unterschiedlichen Grössen und Typologien, ergänzt durch Flächen für Gewerbe, Dienstleistungen und quartiernahe Angebote. Wohnen, Arbeiten, Einkaufen und Freizeit rücken näher zusammen.

    Sie schafft über den Tag hinweg Frequenz, erhöht die Auslastung der Infrastruktur und reduziert Abhängigkeiten von einer einzigen Nutzungsart. Gleichzeitig öffnet sie Spielräume für neue Arbeitsformen, kleinteilige Dienstleister und lokale Anbieter.

    Identität aus der industriellen Vergangenheit
    Das Wellisareal bleibt als Ort erkennbar. Teile der bestehenden Bausubstanz werden erhalten und neu bespielt. Die industrielle Prägung liefert damit nicht nur Geschichte, sondern auch Identität. Sie unterscheidet das Quartier klar von grünen Wiesenentwicklungen am Ortsrand.

    Neue Bauten ergänzen den Bestand, ohne ihn zu überdecken. Ein Hochpunkt markiert das Areal in der Silhouette von Willisau. Entscheidend ist dabei nicht die Höhe allein, sondern die Wirkung im Stadtraum. So entsteht ein Bild, das auch in der Wahrnehmung von Bewohnern, Besuchern und Investoren verankert bleibt.

    Freiraum als Standortfaktor
    Das Projekt denkt Dichte konsequent mit Freiraum zusammen. Grosszügige Grünflächen, Bäume, Plätze und Wege strukturieren das Quartier und sorgen für Aufenthaltsqualität. Statt Innenhof als Restfläche rückt der Freiraum ins Zentrum der Konzeption.

    Für künftige Nutzer ist das mehr als ein Komfortthema. Beschattete Aufenthaltsbereiche, durchdachte Aussenräume und differenzierte Kleinklimate werden zu harten Standortfaktoren. Sie beeinflussen Vermietbarkeit, Image und langfristige Wertentwicklung. Ein robustes Freiraumkonzept unterstützt zudem die Anpassungsfähigkeit des Quartiers über den Lebenszyklus hinweg.

    Mobilität neu austariert
    Die Lage direkt am Bahnhof und nahe der Altstadt erlaubt einen verkehrsarmen Ansatz. Der Fuss- und Veloverkehr hat Vorrang, Angebote des öffentlichen Verkehrs liegen in Gehdistanz. Das Projekt reduziert bewusst die Zahl der Parkplätze und setzt auf alternative Mobilitätsformen.

    Für Kommunen und Investoren bedeutet das, weniger Flächenverbrauch für Autos, mehr Raum für Wertschöpfung und Lebensqualität. Gleichzeitig steigt der Druck, Mobilität als integriertes Angebot zu denken. Von Sharing-Lösungen über Logistik bis hin zu Quartierservices.

  • Neuer CKW-Hauptsitz stärkt Emmen

    Neuer CKW-Hauptsitz stärkt Emmen

    Mit dem Projekt «EnergiePark Emmen» will CKW ihren bestehenden Standort auf der Reussinsel weiterentwickeln. Herzstück ist ein neues Werkgebäude für die Geschäftsbereiche Netze und Gebäudetechnik, inklusive Netzstützpunkt für Bau, Betrieb und Unterhalt des Stromnetzes im Grossraum Luzern. Die bisher in Reussbühl angesiedelten Mitarbeitenden erhalten damit in Emmen moderne Arbeitsplätze, Abläufe werden räumlich und organisatorisch gebündelt.

    Bekenntnis zu Emmen und mehr Arbeitsplätze
    Die Reussinsel ist historischer Ursprungsort von CKW, hier nahm 1894 das erste Kraftwerk den Betrieb auf. Mit der geplanten Verlegung des Hauptsitzes knüpft CKW an diese Wurzeln an und bekennt sich langfristig zum Standort Emmen. Die Zahl der Mitarbeitenden auf der Reussinsel soll von heute rund 600 auf etwa 1’000 steigen, was zusätzliche Steuereinnahmen generiert und die wirtschaftliche Entwicklung der Gemeinde stärkt.

    Sorgfältige Planung und Verdichtung nach innen
    Das Richtprojekt entstand in einem mehrjährigen Planungsprozess mit der Gemeinde Emmen und einem Studienauftrag mit fünf Planungsteams. Ausgewählt wurde das Projekt «Compakt» von Penzel Valier AG mit Maurus Schifferli Landschaftsarchitekten, das insbesondere mit seiner städtebaulichen Qualität und der sensiblen Einbettung in die Landschaft überzeugt. Das Vorhaben setzt konsequent auf Verdichtung nach innen. Der wertvolle Naturraum auf der Reussinsel bleibt unangetastet, zusätzliche Gebäude sind erst als langfristige Reserve vorgesehen.

    Verkehr, Erschliessung und nächste Schritte
    Ein wichtiger Bestandteil des Projekts ist die Erschliessung und Verkehrssteuerung. Gemeinsam mit Emmen und Ebikon sind Mobilitätsmassnahmen vorgesehen, darunter eine neue Bushaltestelle im Gebiet Rathausen, Anpassungen an der Strasseninfrastruktur sowie ein Mobilitätsmanagement mit Fahrtendeckeln und ausgewogener Verkehrsverteilung. Auf Basis des Richtprojekts erarbeitet die Gemeinde Emmen nun den Bebauungsplan unter aktiver Einbindung der Bevölkerung. Gemäss heutigem Fahrplan könnten ab 2030 konkrete Bauprojekte bewilligt und realisiert werden.

  • Gesellschaft für erschwingliches Wohnen will dauerhaft bezahlbaren Wohnraum schaffen

    Gesellschaft für erschwingliches Wohnen will dauerhaft bezahlbaren Wohnraum schaffen

    Die neue Immobiliengesellschaft GEW soll privates Kapital für dauerhaft bezahlbaren Wohnraum für Menschen mit tiefem bis mittlerem Einkommen in der Schweiz schaffen. Die GEW wurde im Dezember 2025 vor dem Hintergrund des zunehmend fehlenden bezahlbaren Wohnraum in der Schweiz gegründet, wie es nun in einer Mitteilung heisst. Demnach wird sie Wohnliegenschaften mit Mietpreisen im günstigen Segment des lokalen Marktes entwickeln, bauen, erwerben und betreiben, welche unter dem 50-Prozent-Quantil der jeweiligen Gemeinde liegen sollen.

    Die GEW möchte mit ihrer Arbeit einen Beitrag zur sozialen Stabilität in der Schweiz leisten. Steigende Mieten, fehlende Baulandreserven, restriktive Regulierungen und hohe Land- und Baukosten haben dazu geführt, dass die Wohnungsproduktion nicht länger mit der Nachfrage Schritt halten kann. „Wenn Wohnen zur Sorge wird, braucht es neue Antworten“, so Reto Brüesch, Geschäftsführer der GEW, in der Mitteilung. „Wir sind überzeugt: Die Privatwirtschaft kann und muss mit unternehmerischem Denken und klarem Gemeinwohlfokus einen Teil der Verantwortung übernehmen.“

    Das GEW-Modell basiert auf drei Säulen: Effizientes Entwickeln und Bauen, kostengünstiges Betreiben und tiefe Kapitalkosten durch geringes Risiko. Dadurch entstehe ein wirtschaftlich tragfähiger Ansatz, der erschwingliche Mieten mit unternehmerisch verantwortungsvollen Investitionen vereint. „Mit einer Investition in die GEW wird bezahlbarer Wohnraum in der Schweiz geschaffen und gleichzeitig eine faire Verzinsung sowie eine positive gesellschaftliche Wirkung erzielt“, erklärt Daniel Kusio, Verwaltungsratspräsident der GEW. Er wird im Verwaltungsrat von Immobilienökonom Donato Scognamiglio und Balz Halter, Verwaltungsratspräsident der Halter Gruppe, unterstützt.

    Während Gemeinden mit der GEW bezahlbaren Wohnraum ohne übermässige finanzielle Belastung realisieren können, profitieren Eigentümerinnen und Eigentümer von transparenten Modellen wie Verkauf, Baurecht oder Sacheinlage. Investoren erhalten wiederum Zugang zu einer langfristigen Anlage mit stabiler Ertragsstruktur.

  • Immobilienportfolio wächst trotz stabilem Ertrag

    Immobilienportfolio wächst trotz stabilem Ertrag

    Das Immobilienunternehmen PSP Swiss Property informiert in einer Mitteilung über sein Geschäftsergebnis 2025. Der Liegenschaftsertrag erreichte 349,2 Millionen und lag damit um 0,2 Prozent unter dem Vorjahresergebnis. Auf vergleichbarer Basis (like-for-like) resultierte jedoch ein Wachstum von 1,3 Prozent, vor allem durch Indexanpassungen. Der Gewinn ohne Liegenschaftserfolge belief sich auf 225,4 Millionen, beziehungsweise 4,91 Franken pro Aktie. Der Reingewinn stieg um 8,9 Prozent auf 408,5 Millionen Franken, massgeblich infolge höherer Portfolioaufwertungen von 231,1 Millionen Franken. Der Gewinn pro Aktie erhöhte sich auf 8,91 Franken, die Dividende pro Aktie auf 3,95 Franken.

    Der Portfoliowert stieg per Ende 2025 auf 10,1 Milliarden Franken  mit 150 Anlageliegenschaften und zehn Entwicklungsliegenschaften. Die Neubewertung wurde vor allem durch Vermietungserfolge im High-Street-Retail in Zürich sowie steigende Marktmieterwartungen in Toplagen getragen. Die Leerstandsquote lag bei 3,5 Prozent. Die durchschnittliche Restlaufzeit der Mietverträge (WAULT) betrug 4,9 Jahre, bei den grössten Mietern 5,3 Jahre.

    Insgesamt bliebt der Schweizer Markt für Geschäftsliegenschaften stabil, so die Mitteilung. 2025 waren demnach besonders hochwertige Büroflächen in zentralen Lagen gefragt. In Genf und Zürich blieb die Nachfrage nach Innenstadtlagen hoch, während die Märkte in Bern und Lausanne stabil verliefen. In Basel hielt das Überangebot an Büroflächen an. Der Investitionsmarkt belebte sich im Jahresverlauf dank moderat sinkender Zinsen und verbesserter Finanzierungskonditionen.

    PSP erwartet für 2026 eine weiterhin positive Marktentwicklung mit stabiler Mietnachfrage im Kerngeschäft. Niedrige Zinsen dürften den Transaktionsmarkt nach Unternehmensangaben stützen, während hochwertige Objekte knapp bleiben. Das Unternehmen will daher selektiv investieren, Chancen mit langfristigem Wertsteigerungspotenzial nutzen und seine aktionärsfreundliche Dividendenpolitik fortsetzen.

  • Thun Nord entwickelt sich zum neuen Stadtteil

    Thun Nord entwickelt sich zum neuen Stadtteil

    Der künftige neue Stadtteil Thun Nord ist einer der vier wichtigsten kantonalen Entwicklungsschwerpunkte und der wichtigste im Berner Oberland, so eine Mitteilung der Stadt Thun. Auf einem Gelände von 60 Hektaren soll hier ein zukunftsgerichtetes Stadtquartier und ein Wirtschaftsstandort von überregionaler Ausstrahlung entstehen. Das Areal soll durch eine neue S-Bahnhaltestelle erschlossen werden.

    Das Gelände gehört je zur Hälfte Armasuisse Immobilien und der RUAG Real Estate AG. Die Stadt Thun hat 2025 mit ihnen sowie der BLS ein sogenanntes Werkstattverfahren für das Kerngebiet rund um die geplante Bahnhaltestelle durchgeführt. Drei interdisziplinäre Teams entwickelten zusammen mit Expertinnen und Experten und den verschiedenen Anspruchsgruppen Vorschläge. Aus diesen hat ein Begleitgremium Eckwerte für die weitere Entwicklung abgeleitet.

    Das Grundgerüst des neuen Stadtteils soll durch die Freiräume gebildet werden. Dieser wird geprägt durch die Aare, die Strassen, den Bahnraum und das Ortsbild. So soll die bestehende Sheddachhalle das Rückgrat der Anlage bilden. Die beiden Grundeigentümerinnen wollen ihre geschlossenen Betriebsareale auf das Gebiet westlich der Alpenbrücke und auf die Flächen des Textilcenters konzentrieren. Ausserhalb von ihnen sind gemischte Nutzungen vorgesehen. Zu den prägenden Akteuren wird auch die Eidgenössische Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa) mit ihrem neuen Campus gehören.

    Die Ergebnisse des Werkstattverfahrens werden bis zum 6. März im Rathaus Thun ausgestellt.

  • Grundstein für gemischt genutztes Gebäude in Frenkendorf gelegt

    Grundstein für gemischt genutztes Gebäude in Frenkendorf gelegt

    Die Halter AG hat laut einer Mitteilung den Grundstein für das Projekt Park3 gelegt. Beteiligt waren ausserdem die Bauherrschaft Zurimo „B“ Immobilien AG, vertreten durch die UBS Fund Management (Switzerland) AG, Vertreter von Reuter Architekten, der Gemeinde Frenkendorf sowie beteiligte Planungs-, Vermarktungs- und Realisierungsteams.

    Das gemischt genutzte Wohn- und Geschäftshaus wird als fünfgeschossiger Baukörper mit Attika Wohnen, Arbeiten und Gewerbe unter einem Dach vereinen. Die Grundstücksgrösse beträgt 2607 Quadratmeter, die Baukosten betragen 14 Millionen Franken. Im Erdgeschoss entstehen flexibel teilbare Gewerbeflächen, im ersten Obergeschoss moderne Büroeinheiten. In den oberen Etagen sind 22 Wohnungen mit 2,5- und 3,5-Zimmer-Grundrissen vorgesehen. Das Projekt entsteht in einem infrastrukturell gut angebundenen Umfeld, das im Zuge der städtebaulichen Entwicklung zunehmend an urbaner Qualität gewinnt. Das Areal wird derzeit überwiegend gewerblich genutzt.

    Im Grundstein wurden die Gebäudepläne des Projekts, ein UBS-Jahresbericht sowie die aktuelle Ausgabe des Magazins KOMPLEX der Halter Gruppe als Zeitdokumente hinterlegt und dauerhaft im Fundament verankert.

    Nun richtet sich der Fokus auf die Erstellung des Rohbaus, der bis zum Sommer fertiggestellt werden soll. Die Fertigstellung des Projekts ist für Frühling 2027 geplant.

    Die Halter AG ist eine schweizweit tätige Immobilien- und Baufirma. Das Unternehmen bearbeitet an sieben Standorten ein Bauvolumen von rund 800 Millionen Franken pro Jahr und zählt derzeit rund 320 Projekte in Entwicklung und Ausführung.

  • Baustelle für Alterszentrum in Schlieren wird im März eingerichtet

    Baustelle für Alterszentrum in Schlieren wird im März eingerichtet

    Ab Anfang März 2026 wird die Baustelle für das neue Schlieremer Alterszentrum „Wohnen am Stadtpark“ für die Bevölkerung sichtbar. Dann beginnen dort die Vorbereitungsarbeiten. Zu dem einen Jahr Verspätung hatten zwei Rekurse geführt, die jedoch im Dezember 2025 zurückgezogen wurden. Nun sind die rechtlichen Verfahren abgeschlossen. Deshalb kann laut einer Mitteilung der Stadt Schlieren die Baustelle jetzt eingerichtet werden, und auch mit ersten Bau- und Vorbereitungsarbeiten wird begonnen. Der offizielle Spatenstich soll im April 2026 erfolgen. Die Bauarbeiten sollen Ende 2028 abgeschlossen sein.

    Im Zuge des Baustarts wird auch der Spielplatz am westlichen Rand des Stadtparks ab Anfang März zurückgebaut. Wie die Stadt weiter mitteilt, entsteht dafür beim Stürmeierhuus bereits eine neue städtische Spielinsel. Sie soll im April fertig sein.

    Bei der Volksabstimmung vom 12. März 2023 war ein Kredit über 44,32 Millionen Franken für den Bau des neuen Alterszentrums mit einem Ja-Anteil von 76,6 Prozent deutlich angenommen worden. Wie die Stadt betont, leistet es „einen wichtigen Beitrag zur Sicherstellung einer zeitgemässen, bedarfsgerechten und wohnortnahen Betreuung und Pflege im Alter“.

  • Kanton Zürich schafft Schnittstelle zum Innovationspark

    Kanton Zürich schafft Schnittstelle zum Innovationspark

    Der Kanton Zürich hat laut einer Mitteilung die Fachstelle Innovationspark Zürich geschaffen. Damit setzt er einen Regierungsratsbeschluss von April 2025 um, der die Überführung der bisher durch ein externes Mandat geführten Koordinationsstelle in eine Regelorganisation vorsieht. Die Fachstelle ist im Amt für Wirtschaft angesiedelt und hat ihren operativen Betrieb Anfang Jahr aufgenommen.

    Die Fachstelle soll die Umsetzung der Aufgabenteilung zwischen der Volkswirtschaftsdirektion, der Stiftung Innovationspark, der IPZ Property AG und der IPZ Operations AG sicherstellen. Sie soll die kantonalen Projekte koordinieren und die verschiedenen Anspruchsgruppen in den Standortgemeinden, beim Bund, in der Wirtschaft und anderen Partnern einbeziehen.

    Die Fachstelle soll sich zusätzlich zum Innovationspark als dem wichtigsten Arealentwicklungsprojekt im Kanton auch mit der aktiven Entwicklung von Wirtschaftsflächen als einem zentralen Standortfaktor beschäftigen. Dabei geht es um Flächen für das Wachstum, die Transformation und die Ansiedlung von Unternehmen namentlich im oder im Umfeld des Innovationsparks, aber auch im gesamten Kanton.

    Benjamin Grimm ist der erste Leiter der Fachstelle. Der Geograf hat einen Master in Raumentwicklung und Infrastruktursysteme der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich sowie einen Master of Advanced Studies in Real Estate der Universität Zürich. Er hat unter anderem beim Bundesamt für Raumentwicklung und beim Amt für Raumentwicklung des Kantons Zürich gearbeitet.

  • Standortwechsel markiert neuen Entwicklungsschritt

    Standortwechsel markiert neuen Entwicklungsschritt

    HKG hat sich für einen Umzug innerhalb von Baden-Dättwil entschieden. Ab dem 1. März 2026 ist das Ingenieur- und Beratungsunternehmen in der Täfernstrasse 14A in Baden-Dättwil zu finden, heisst es in einer Mitteilung. Am neuen Standort sei das Platzangebot grösser als an der bisherigen Adresse Im Langacker 20.

    Für die HKG beginne „ein neues Kapitel für die Weiterentwicklung des Standorts“, heisst es vom Unternehmen. Der Standortwechsel schaffe Raum für weiteres Wachstum und die Zukunft des eigenen Angaben zufolge 1978 gegründeten Anbieters für Elektroengineering, Gebäudetechnik und Energieberatung.

    Mit dem Zugewinn an Platz sei ein besseres Arbeitsumfeld verbunden „für kreative Ideen, effiziente Zusammenarbeit und zukunftsorientiertes Arbeiten“. Mitarbeitende könnten sich in einem „modernen Zuhause“ optimal entfalten und Projekte noch erfolgreicher umsetzen.

  • Thun Nord formt ein neues Stadtquartier

    Thun Nord formt ein neues Stadtquartier

    Der kantonale Entwicklungsschwerpunkt Thun Nord gilt als bedeutendster Wirtschaftsstandort des Berner Oberlands und zählt zu den vier Premium-Standorten des Kantons Bern. Das Areal zwischen Selve und Lerchenfeld, heute noch stark militärisch geprägt, soll Schritt für Schritt für neue Nutzungen geöffnet werden. Damit entsteht Raum für Arbeiten, Wohnen und Mobilität, verbunden durch eine neue öffentliche Erschliessung.

    Werkstatt-Verfahren als Meilenstein
    Im Jahr 2025 führte die Stadt Thun gemeinsam mit Armasuisse Immobilien, Ruag Real Estate AG und der BLS ein Werkstatt-Verfahren durch. Es markiert einen wichtigen Etappenschritt in der Transformation des Gebiets. Die Aufgabe war, Wege aufzeigen, wie sich der Standort zu einem modernen, vernetzten Stadtteil entwickeln kann. Neben der künftigen S-Bahn-Haltestelle Thun Nord steht die Schaffung eines lebendigen urbanen Umfelds im Zentrum.

    Freiräume als Grundgerüst
    Im Fokus der planerischen Überlegungen stehen Freiräume als verbindendes Element zwischen den geschlossenen Militärarealen südlich des Areals. Die drei interdisziplinären Teams entwickelten im Dialog mit Fachleuten, Eigentümerschaft und Interessengruppen mehrere Ansätze. Trotz unterschiedlicher Konzepte entstand ein gemeinsamer Kern. Freiraum, Aare, Alpenbrücke und Allmendstrasse bilden das tragende Gerüst, an das künftige Quartierstrukturen anschliessen. Auch die neue Bahnhaltestelle nimmt Bezug auf den Bestand. Die markanten Sheddachhalle soll dabei als Rückgrat und Identitätsträger dienen.

    Von der Idee zur Umsetzung
    Nun startet die nächste Phase. In einer sogenannten Synthese arbeiten Stadt, Eigentümerschaft und Projektpartner an der weiteren Präzisierung von Freiraum und Quartierstruktur. Sie bildet die Grundlage für die nächsten, aufeinander abgestimmten Planungen, etwa Infrastrukturvorhaben oder die nötigen Planungsinstrumente. Damit nimmt Thun Nord Gestalt an, als zukunftsweisendes Quartier, das wirtschaftliche Stärke und räumliche Qualität verbindet.

  • Neuer Investor für Werkmatt Uri

    Neuer Investor für Werkmatt Uri

    Am 25. Februar 2026 haben Volkswirtschaftsdirektor Urban Camenzind und die Risa Immobilien SA den Kaufvertrag für das Baufeld 11 auf der Werkmatt Uri unterzeichnet. Grundlage bildet ein 2024 abgeschlossener Kaufrechtsvertrag zwischen dem Kanton Uri und der IG Innovationspark Gotthard. Die IG hat in den vergangenen Jahren die Projektidee für ein funktionales, nachhaltig gebautes und architektonisch überzeugendes Gewerbe- und Dienstleistungsgebäude entwickelt. Im Oktober 2025 erteilte die Gemeinde Altdorf die Baubewilligung für ein viergeschossiges Gebäude mit rund 4’000 Quadratmetern Nutzfläche und Platz für etwa 140 Arbeitsplätze.

    Marcus Weber setzt auf den Standort Uri
    Hinter der Risa Immobilien SA steht mit Marcus Weber ein in der Schweiz profiliert auftretender Investor in den Bereichen Immobilien, Tourismus und alpine Infrastruktur. Er engagiert sich seit Jahren in Sedrun/Disentis und ist dort als Verwaltungsratspräsident und Hauptaktionär der Bergbahnen Disentis AG in den Ausbau des touristischen Angebots involviert. Auch im Kanton Uri ist Weber bereits präsent, etwa mit Investitionen auf dem Brüsti in Attinghausen in Skilift, Bergrestaurant und begleitende Infrastrukturen. Mit dem Einstieg auf der Werkmatt Uri erweitert er sein Engagement um ein weiteres zukunftsgerichtetes Projekt im Alpenraum.

    Projekt geht in die Umsetzungsphase
    Das geplante Büro- und Gewerbegebäude entsteht am nördlichen Rand der Werkmatt Uri, in Gehdistanz zum Kantonsbahnhof Altdorf und nahe dem künftigen Autobahnhalbanschluss A2. Der Baustart ist für Herbst 2026 vorgesehen, der Bezug auf 2028. Dere Investor will die Umsetzung rasch vorantreiben. In zentraler Lage entstehen damit attraktive, flexibel nutzbare Flächen für Unternehmen, die die Standortvorteile von Uri nutzen wollen.

    Werkmatt Uri bietet weiteres Potenzial
    Die Werkmatt Uri ist mit rund zwölf Hektaren die letzte grosse Landreserve im Urner Talboden und hervorragend erschlossen zwischen Kantonsbahnhof und Autobahn A2. Der Standort soll langfristig über 1’000 Arbeitsplätze ermöglichen und gezielt für Industrie-, Gewerbe- und Dienstleistungsbetriebe entwickelt werden. Neben Baufeld 11 stehen weiterhin rund acht Hektaren für Verkauf oder Baurechtsvergabe zur Verfügung, abgewickelt durch den Kanton Uri. Unternehmen, die sich für Flächen interessieren, finden weitere Informationen online auf der Plattform der Werkmatt Uri.

  • Mehrfachnutzung private Parkplätze effizient genutzt

    Mehrfachnutzung private Parkplätze effizient genutzt

    Viele private Parkplätze bleiben stundenweise ungenutzt, tagsüber in Wohnquartieren, nachts bei Arbeits- oder Einkaufsstandorten. Bei der Mehrfachnutzung stellen Eigentümer ihre Parkplätze dann zur Verfügung, wenn sie diese selbst nicht brauchen. So sinkt der Druck auf den öffentlichen Parkraum, während Städte Platz für mehr Grün, Veloverbindungen und Aufenthaltsqualität gewinnen. Grundlage bildet ein vom Bau- und Verkehrsdepartement in Auftrag gegebenes Bewirtschaftungskonzept, das auf eine effizientere Nutzung privater Parkierungsanlagen zielt.

    Vier Pilotprojekte zeigen das Potenzial
    Seit Anfang dieses Jahres laufen vier Projekte, bei denen Eigentümer mit den Parkplatzvermittlern ShareP und Parcandi zusammenarbeiten. PSP Swiss Property stellt an der Hochstrasse 16 rund fünfzig Tiefgaragenplätze für die Mehrfachnutzung bereit. Die Lonza AG öffnet ihre Firmenparkplätze auf dem Lindenhofareal nachts und am Wochenende für Anwohnende. Weitere Angebote bestehen in der St. Alban‑Vorstadt beim Goldenen Löwen sowie an der Dornacherstrasse 8/10, mit Lösungen für Anwohnende und Pendelnde gleichermassen. Die Projekte werden während zwei Jahren begleitet, ausgewertet und bilden die Basis für weitere Umsetzungen.

    Flexible Angebote für unterschiedliche Bedürfnisse
    Die neuen Parkiermodelle richten sich an verschiedene Nutzergruppen. Pendlerinnen und Pendler können tagsüber unter der Woche fixe oder wiederkehrende Plätze buchen. Anwohnende profitieren von sicheren Parkplätzen in der Nacht und am Wochenende. Für regelmässige Nutzer stehen Abonnemente zur Verfügung, für spontane Fahrten gibt es Kurzzeitangebote. So entsteht ein Parksystem, das sich an den Alltag der Menschen anpasst, statt zusätzlichen Flächenbedarf zu erzeugen.

    Beratung für Eigentümer und ergänzende Quartierparkings
    Eigentümer von Parkierungsanlagen können sich neu kostenlos beraten lassen. Die Erstberatung zeigt auf, wie sich Anlagen ohne grossen Aufwand effizienter bewirtschaften lassen. Mehrfachnutzungsmodelle können auch ohne Beratung und ohne Bewilligungsverfahren genutzt werden. Parallel dazu fördert der Kanton zusätzliche Quartierparkings. Mit der Übernahme des Parkhauses Horburg schafft er ab April 2026 über 300 mietbare Parkplätze für Anwohnende und stärkt so das Gesamtangebot im Quartier.

  • Industrieareal weicht Hotel und modernen Büroflächen

    Industrieareal weicht Hotel und modernen Büroflächen

    Die schweizweit tätige Baustoffhändlerin HGC stellt sich an ihrem Standort Luzern laut einer Mitteilung neu auf. Sie reagiert damit auf die Entwicklung des einstigen Industriegebiets Tribschen hin zu einem Stadtquartier in Zentrumslage.

    Bereits im vergangenen September hat die HGC ihr regionales Transportgeschäft an den neuen Standort Inwil verlegt. Von dort wird das Unternehmen in den nächsten beiden Jahren auch alle regionale Kunden bedienen.

    Der alte Standort in Tribschen wird umgebaut. Auf dem Grundstück Tribschenstrasse 7/9 wurde bereits im vergangenen Jahr das alte Gebäude abgerissen. Hier entsteht das neue Boutiquehotel 6000. Im Dachgeschoss wird der neue Sitz der Zentralschweizer Baumeisterverbände eingerichtet.

    Das Gebäude auf dem benachbarten Grundstück Tribschentrasse 11 wird unter Nutzung der bestehenden Tragkonstruktion umgebaut. Die oberen fünf Geschosse sollen künftig unter dem Namen Tribschen Office als Büros vermietet werden. Die Hälfte der Fläche hat bereits Abnehmer gefunden. Im Erdgeschoss wird ein Gewerbebetrieb sowie das HGC-Abholgeschäft eingerichtet.

    Die HGC hat den Standort in Tribschen seit Anfang der 20er Jahre des vergangenen Jahrhunderts genutzt. Die Totalsanierung und die Umnutzung erlauben es ihr, von der Quartierentwicklung zu profitieren.

    Die HGC wurde 1899 als Genossenschaft gegründet und hat ihren Hauptsitz in Zürich. Sie handelt mit Baumaterialien und verwandten Produkten. Sie gehört ihren über 3000 Genossenschaftern in allen Bausparten.

  • Wie Basel-Landschaft Räume für Innovation und Leben schafft

    Wie Basel-Landschaft Räume für Innovation und Leben schafft

    Basel-Landschaft baut an der Zukunft. Ehemalige Industrieareale werden zu innovativen Campus, flexiblen Gewerbeparks und urbanen Quartieren transformiert. Der Dreispitz verbindet Kunst, Bildung und Hightech an der Kantonsgrenze und schafft Raum für 4’000 Arbeitsplätze, Forschung und nachhaltige Architektur auf Spitzenniveau. Uptown Basel in Arlesheim positioniert sich als Hotspot für Industrie 4.0 und MedTech mit Quantencomputing-Pionieren und ökologischem Leuchtturmcharakter. Neue Quartiere in Muttenz, BusinessCity und AM SCHÄNZLI verbinden Wohn- und Arbeitsräume, grüne Freiräume und klimafreundliche Mobilität, wodurch der Standort als Wissens- und Innovationszentrum weiter profiliert wird.

    In Pratteln entstehen mit Bredella, dem Campus der Wirtschaft und Zentrale Pratteln moderne urbane Lebensräume, die auf nachhaltige Entwicklung, smarte Infrastruktur und flexible Nutzungskonzepte setzen. In Allschwil entwickelt sich der Bachgraben mit dem Switzerland Innovation Park Basel Area zu einem führenden Life-Sciences-Standort, an dem BioTech-, MedTech- und Pharmaunternehmen modernste Forschung und Hightech-Innovationen vorantreiben. Der Industriepark Laufen und die Ziegelei Ost in Allschwil schaffen Impulse für regionale Produktion, Handwerk und Gemeinschaft, mit Fokus auf Kreislaufwirtschaft und CO²-Reduktion. GETEC PARK ist Wachstumsmotor für Chemie und Life Sciences, getrieben von Dekarbonisierung und ESG-Standards.

    Basel-Land demonstriert so, wie Vielfalt, Nachhaltigkeit und Innovationskraft die Transformation antreiben.

    Dreispitz
    Dreispitz in Münchenstein (Basel-Landschaft) ist eines der vielfältigsten Areale der Region Basel. Hier verbinden sich Kunst, Bildung und Wirtschaft. Über 380 Unternehmen und rund 4000 Arbeitsplätze prägen das Wirtschaftspark Dreispitz, flankiert von Hochschulen wie der FHNW und kreativen Clustern. Das interkantonale Areal bietet Raum für innovative Firmen, Start-ups, Kultur und moderne Bildungsinstitutionen. Ein vitaler Zukunftsstandort für die ganze Region.

    uptownBasel
    uptownBasel baut gerade die Zukunft. Seit 2019 entsteht ein hochmoderner Innovationscampus für die Arbeitsplätze der nächsten Jahrzehnte. Der weltbekannte Zahnimplantate-Hersteller Straumann verlegt bis 2028 total 1’000 Arbeitsplätze auf das in die Zukunft weisende Entwicklungsareal. Arlesheim wird so zum bedeutendsten Hotspot für die Medizintechnologie der Schweiz. Der von der Familie Staehelin und von Fankhauser Arealentwicklungen in hohem Tempo realisierte Campus zeichnet sich durch mehrere, sich bereits im Bau befindende Gebäude mit nachhaltiger Architektur auf Spitzenniveau aus. Das Roofdeck hat mittlerweile weltweit Beachtung gefunden und dient zusammen mit den Seminar- und Eventräumen dazu, dass das Areal zum hochmodernen Herstück des Industriestandorts Baselland wird.

    Industriepark Laufen
    Der Industriepark Laufen befindet sich auf dem ehemaligen Plattenwerk der Keramik Laufen AG am südöstlichen Rand der Stadt und ist seit 2017 Eigentum der Stiftung Abendrot. Nach dem Grossbrand 2020, der rund 80% der Substanz zerstörte, wird das Gewerbeareal von 2025 bis 2027 als eingeschossige Holzsystembauten neu aufgebaut. Ziel ist ein modernes, preisgünstiges Angebot für regionale Kleinunternehmen, Handwerk und Kreative, mit flexiblen Mietflächen und individuellen Ausbauoptionen. Ein Netz von Gewerbegassen sorgt für gute Erschliessung, Belichtung und fördert die Vernetzung der Nutzer. Verdichtungen und mehrgeschossige Ausbauten sind möglich, um auf regionale Nachfrage flexibel zu reagieren. Nachhaltigkeit steht im Fokus. Re-Use von Bauteilen, Holz statt Beton und erneuerbare Energie prägen das Konzept. Ein Arealverein soll den Zusammenhalt stärken. Insgesamt entsteht ein regional relevantes, vielseitiges und zukunftsfähiges Gewerbezentrum.

    AM SCHÄNZLI
    Das neue Quartier AM SCHÄNZLI in Muttenz markiert eine urbane Neuinterpretation von Wohnen, Arbeiten und Freizeit am Eingangstor zu Basel. Auf dem 74’000 m² grossen Areal «Hagnau Ost» entstehen bis 2029 drei Hochhäuser mit 385 Wohnungen und 14’000 m² Gewerbe. Ein zentraler Platz sowie intensive Begrünung verleihen urbaner Dichte Aufenthaltsqualität direkt am Birs-Erholungsraum. Der Fokus liegt auf ressourcenschonender Bauweise, Energieeffizienz (SNBS Gold), Photovoltaik und optimierter Mobilität für Fussgänger sowie Velofahrende. AM SCHÄNZLI steht für moderne Standortentwicklung und nachhaltige Integration von Stadt und Natur.

    BaseLink-Areal
    Das Areal Bachgraben in Allschwil hat sich zum Basler Innovationsmotor entwickelt. Der Standort verbindet internationale Life-Science-Firmen, hochmoderne Forschung und nachhaltigen Städtebau. Mit Projekten wie dem BaseLink-Areal und neuen ÖV sowie Veloinitiativen entstehen attraktive Arbeitsplätze und ein urbanes Umfeld. Enge Zusammenarbeit von Kanton, Gemeinde und Wirtschaft sorgt für Dynamik und macht das Gebiet zum Vorzeigeprojekt im trinationalen Raum.

    Campus der Wirtschaft
    Der neue Campus der Wirtschaft liegt direkt beim Bahnhof in Pratteln und entwickelt sich zu einem der bedeutendsten Event- und Arbeitsstandorte im Baselbiet. Bis 2028 entsteht mit dem Gebäude H² ein hochmodernes Herzstück. Sechs Geschosse bieten über 10’000 m² flexibel nutzbare Labor-, Event- und Büroflächen, ergänzt durch eine Kongresshalle für bis zu 1’900 Personen und insgesamt mehr als 6’000 m² Eventfläche. Der Campus adressiert Unternehmen aus Industrie, Forschung und Dienstleistung, mit nachhaltiger Architektur, optimaler Erreichbarkeit, Infrastruktur aus einer Hand sowie Synergien zum Stadtquartier Bredella. Die Entwicklung stärkt die Wettbewerbsfähigkeit der Region und positioniert Pratteln als internationales Zentrum für Innovation, Austausch und Grossveranstaltungen.

    GETEC PARK.MUTTENZ
    GETEC PARK.MUTTENZ ist das führende Industrie-Cluster der Nordwestschweiz für Chemie, Pharma und Life Sciences. Auf 50 Hektar bündeln sich modernste Infrastruktur, sichere Labor- und Logistikflächen sowie nachhaltige Energie- und Ressourcenkonzepte. Der Park, entstanden aus Infrapark Baselland und Schweizerhalle, beherbergt globale Konzerne und zahlreiche KMU. Innovative Lösungen wie Waste2Value und ESG-basierte Prozesse machen GETEC zum Wachstumsmotor der Branche.

    Zentrale Pratteln
    Das Projekt Zentrale Pratteln transformiert das ehemalige Coop-Areal nördlich des Bahnhofs in ein lebendiges, ökologisch und sozial ausgerichtetes Quartier. Bis 2026 entstehen rund 480 genossenschaftliche Wohnungen für 1’200 Menschen, ergänzt durch eine neue Schule, rund 15’000 m² Gewerbefläche und vielfältige Freiräume. Bau und Planung setzen konsequent auf Bestandserhalt, Wiederverwendung von Bauteilen und nachhaltige Energieversorgung. Historische Industriebauten wie das Zuckersilo bleiben erhalten. Die Kooperation von sechs Bauträgern und das innovative Nutzungskonzept machen Zentrale Pratteln zu einem Vorzeigeprojekt der gemeinnützigen und nachhaltigen Quartiersentwicklung in der Region Basel.

    Bredella in Pratteln
    Bredella in Pratteln steht für die grossmassstäbliche Transformation eines zentralen Industrieareals zum innovativen Stadtquartier. In unmittelbarer Bahnhofsnähe entstehen auf 87’000 m² vielfältige Wohn-, Arbeits- und Freizeitangebote, durchmischt mit begrünten Plätzen und sanierter Industriebaukultur. Masterplan und Quartierpläne setzen auf stufenweise Entwicklung, nachhaltige Mobilität und hohe Aufenthaltsqualität. Mit Blockrand, Hochhäusern, Gewerbe- und Atelierflächen, autofreien Bereichen und lebendigen Erdgeschossen wird ein Modell für urbanes Leben im Baselbiet geschaffen. Bredella verbindet mutig Moderne, Geschichte und nachhaltige Entwicklung.

    Ziegelei Ost
    Die Ziegelei Ost in Allschwil erfährt eine umfassende Transformation zu einem lebendigen, durchmischten Quartier. Historische Gebäude werden sorgfältig erhalten und mit neuen Nutzungen für Wohnen, Arbeiten und Erholung kombiniert. Kennzeichnend sind grosse Grünflächen, vielfältige öffentliche Räume und ein feinmaschiges Wegenetz, das drei zentrale Plätze, den Kulturplatz, Quartierplatz und die Lettenwiese verbindet. Die industrielle Tradition bleibt durch den Erhalt der Ziegeleihallen und deren Integration in moderne Strukturen spürbar. Das Projekt setzt auf Zirkularität, die Wiederverwendung von Bauteilen und flexible Neubauten, um Klimaschutz, Nachhaltigkeit und eine hohe Lebensqualität zu sichern.

  • Europäisches Netzwerk eröffnet Baden neue Chancen im Gesundheitstourismus

    Europäisches Netzwerk eröffnet Baden neue Chancen im Gesundheitstourismus

    Die Stadt Baden ist neues Mitglied der European Historic Thermal Towns Association (EHTTA). Sie will damit laut einer Mitteilung nicht nur die bis in die Römerzeit zurückreichende Bedeutung der Badener Thermalquellen auch auf europäischer Ebene sichtbar machen, sondern auch den Austausch mit anderen Bädern pflegen.

    Die Mitgliedschaft erleichtert gemeinsame Projekte im Kultur-, Gesundheits- und Medizintourismus. Baden positioniere sich mit der Mitgliedschaft „klar als moderne Kultur- und Bäderstadt mit internationaler Ausstrahlung“, wird Stadtammann Markus Schneider in der Mitteilung zitiert.

    Das Mandat für die operative Umsetzung liegt bei der TourismusRegion Baden AG. „Die EHTTA-Mitgliedschaft ist für Baden weit mehr als ein Label“, wird Andrea Portmann zitiert. „Sie ist ein strategisches Instrument, um unsere Positionierung im internationalen Markt gezielt weiterzuentwickeln und neue Partnerschaften im Bereich Medical & Health Tourism aufzubauen“, so die Geschäftsführerin der TourismusRegion Baden.

    Die EHTTA freut sich über den Beitritt Badens. „Baden ist eine bedeutende Thermalstadt mit einer starken Geschichte und einer klaren Vision für die Zukunft“, wird Riccardo Mortandello zitiert, EHTTA-Präsident und Bürgermeister von Montegrotto Terme.

    Zu den über 50 EHTTA-Mitgliedern in nun 20 Ländern gehören etwa Baden-Baden und Baden bei Wien, aber auch Budapest, Karlsbad, Spa, Vichy und Viterbo.