Kategorie: Projekte

  • Europäisches Netzwerk eröffnet Baden neue Chancen im Gesundheitstourismus

    Europäisches Netzwerk eröffnet Baden neue Chancen im Gesundheitstourismus

    Die Stadt Baden ist neues Mitglied der European Historic Thermal Towns Association (EHTTA). Sie will damit laut einer Mitteilung nicht nur die bis in die Römerzeit zurückreichende Bedeutung der Badener Thermalquellen auch auf europäischer Ebene sichtbar machen, sondern auch den Austausch mit anderen Bädern pflegen.

    Die Mitgliedschaft erleichtert gemeinsame Projekte im Kultur-, Gesundheits- und Medizintourismus. Baden positioniere sich mit der Mitgliedschaft „klar als moderne Kultur- und Bäderstadt mit internationaler Ausstrahlung“, wird Stadtammann Markus Schneider in der Mitteilung zitiert.

    Das Mandat für die operative Umsetzung liegt bei der TourismusRegion Baden AG. „Die EHTTA-Mitgliedschaft ist für Baden weit mehr als ein Label“, wird Andrea Portmann zitiert. „Sie ist ein strategisches Instrument, um unsere Positionierung im internationalen Markt gezielt weiterzuentwickeln und neue Partnerschaften im Bereich Medical & Health Tourism aufzubauen“, so die Geschäftsführerin der TourismusRegion Baden.

    Die EHTTA freut sich über den Beitritt Badens. „Baden ist eine bedeutende Thermalstadt mit einer starken Geschichte und einer klaren Vision für die Zukunft“, wird Riccardo Mortandello zitiert, EHTTA-Präsident und Bürgermeister von Montegrotto Terme.

    Zu den über 50 EHTTA-Mitgliedern in nun 20 Ländern gehören etwa Baden-Baden und Baden bei Wien, aber auch Budapest, Karlsbad, Spa, Vichy und Viterbo.

  • Parahotellerie treibt Logiernächte in Spiez auf neuen Rekord

    Parahotellerie treibt Logiernächte in Spiez auf neuen Rekord

    Der Spiezer Tourismus hat 2025 mit 198‘000 Übernachtungen einen neuen Rekord erzielt. Dieser geht aber laut einer Mitteilung der Spiez Marketing AG (SMAG) allein auf das Wachstum in der Parahotellerie zurück. Diese hat ihre Übernachtungen um 35 Prozent auf 63‘000 gesteigert. Gleichzeitig sind die Übernachtungen in der Hotellerie um 2,5 Prozent auf 135‘000 gesunken.

    Über die Hälfte der Übernachtungen geht auf Besuchende aus der Schweiz zurück. China folgt mit einem Anteil von 9 Prozent, Deutschland von 7 Prozent und die USA mit 5 Prozent. Bei der Parahotellerie machen die Besuchenden aus der Schweiz 15 Prozent aus, gefolgt von China mit 11 Prozent, den USA mit 10 Prozent und Deutschland mit 9 Prozent.

    Mit den steigenden Übernachtungen sind Herausforderungen verbunden. Der Gemeinderat hat den lokalen Standortförderer SMAG bereits im vergangenen Frühling mit der Bildung einer Arbeitsgruppe beauftragt. Die Vertretenden aus Politik, Bevölkerung, Hotellerie und Para, aber auch Einzelhandel und anderen Touristikern, sollten diese Herausforderungen identifizieren und Lösungsansätze suchen. Der daraus resultierende Massnahmenplan 2026 soll nun umgesetzt werden.

    „Es ist überhaupt nicht unser Ziel, Logiernächterekorden nachzujagen“, wird Stefan Seger, Geschäftsführer der Spiez Marketing AG, in der Mitteilung zitiert. Die Förderung des Tourismus dürfe nicht zu Lasten der Einwohnerinnen und Einwohner gehen. „Wir stehen für möglichst nachhaltigen Tourismus ein.“

  • Wie Basel-Landschaft Räume für Innovation und Leben schafft

    Wie Basel-Landschaft Räume für Innovation und Leben schafft

    Basel-Landschaft baut an der Zukunft. Ehemalige Industrieareale werden zu innovativen Campus, flexiblen Gewerbeparks und urbanen Quartieren transformiert. Der Dreispitz verbindet Kunst, Bildung und Hightech an der Kantonsgrenze und schafft Raum für 4’000 Arbeitsplätze, Forschung und nachhaltige Architektur auf Spitzenniveau. Uptown Basel in Arlesheim positioniert sich als Hotspot für Industrie 4.0 und MedTech mit Quantencomputing-Pionieren und ökologischem Leuchtturmcharakter. Neue Quartiere in Muttenz, BusinessCity und AM SCHÄNZLI verbinden Wohn- und Arbeitsräume, grüne Freiräume und klimafreundliche Mobilität, wodurch der Standort als Wissens- und Innovationszentrum weiter profiliert wird.

    In Pratteln entstehen mit Bredella, dem Campus der Wirtschaft und Zentrale Pratteln moderne urbane Lebensräume, die auf nachhaltige Entwicklung, smarte Infrastruktur und flexible Nutzungskonzepte setzen. In Allschwil entwickelt sich der Bachgraben mit dem Switzerland Innovation Park Basel Area zu einem führenden Life-Sciences-Standort, an dem BioTech-, MedTech- und Pharmaunternehmen modernste Forschung und Hightech-Innovationen vorantreiben. Der Industriepark Laufen und die Ziegelei Ost in Allschwil schaffen Impulse für regionale Produktion, Handwerk und Gemeinschaft, mit Fokus auf Kreislaufwirtschaft und CO²-Reduktion. GETEC PARK ist Wachstumsmotor für Chemie und Life Sciences, getrieben von Dekarbonisierung und ESG-Standards.

    Basel-Land demonstriert so, wie Vielfalt, Nachhaltigkeit und Innovationskraft die Transformation antreiben.

    Dreispitz
    Dreispitz in Münchenstein (Basel-Landschaft) ist eines der vielfältigsten Areale der Region Basel. Hier verbinden sich Kunst, Bildung und Wirtschaft. Über 380 Unternehmen und rund 4000 Arbeitsplätze prägen das Wirtschaftspark Dreispitz, flankiert von Hochschulen wie der FHNW und kreativen Clustern. Das interkantonale Areal bietet Raum für innovative Firmen, Start-ups, Kultur und moderne Bildungsinstitutionen. Ein vitaler Zukunftsstandort für die ganze Region.
    www.dreispitz.ch

    uptownBasel
    uptownBasel baut gerade die Zukunft. Seit 2019 entsteht ein hochmoderner Innovationscampus für die Arbeitsplätze der nächsten Jahrzehnte. Der weltbekannte Zahnimplantate-Hersteller Straumann verlegt bis 2028 total 1’000 Arbeitsplätze auf das in die Zukunft weisende Entwicklungsareal. Arlesheim wird so zum bedeutendsten Hotspot für die Medizintechnologie der Schweiz. Der von der Familie Staehelin und von Fankhauser Arealentwicklungen in hohem Tempo realisierte Campus zeichnet sich durch mehrere, sich bereits im Bau befindende Gebäude mit nachhaltiger Architektur auf Spitzenniveau aus. Das Roofdeck hat mittlerweile weltweit Beachtung gefunden und dient zusammen mit den Seminar- und Eventräumen dazu, dass das Areal zum hochmodernen Herstück des Industriestandorts Baselland wird.
    uptownbasel.ch

    Industriepark Laufen
    Der Industriepark Laufen befindet sich auf dem ehemaligen Plattenwerk der Keramik Laufen AG am südöstlichen Rand der Stadt und ist seit 2017 Eigentum der Stiftung Abendrot. Nach dem Grossbrand 2020, der rund 80% der Substanz zerstörte, wird das Gewerbeareal von 2025 bis 2027 als eingeschossige Holzsystembauten neu aufgebaut. Ziel ist ein modernes, preisgünstiges Angebot für regionale Kleinunternehmen, Handwerk und Kreative, mit flexiblen Mietflächen und individuellen Ausbauoptionen. Ein Netz von Gewerbegassen sorgt für gute Erschliessung, Belichtung und fördert die Vernetzung der Nutzer. Verdichtungen und mehrgeschossige Ausbauten sind möglich, um auf regionale Nachfrage flexibel zu reagieren. Nachhaltigkeit steht im Fokus. Re-Use von Bauteilen, Holz statt Beton und erneuerbare Energie prägen das Konzept. Ein Arealverein soll den Zusammenhalt stärken. Insgesamt entsteht ein regional relevantes, vielseitiges und zukunftsfähiges Gewerbezentrum.
    www.abendrot.ch

    AM SCHÄNZLI
    Das neue Quartier AM SCHÄNZLI in Muttenz markiert eine urbane Neuinterpretation von Wohnen, Arbeiten und Freizeit am Eingangstor zu Basel. Auf dem 74’000 m² grossen Areal «Hagnau Ost» entstehen bis 2029 drei Hochhäuser mit 385 Wohnungen und 14’000 m² Gewerbe. Ein zentraler Platz sowie intensive Begrünung verleihen urbaner Dichte Aufenthaltsqualität direkt am Birs-Erholungsraum. Der Fokus liegt auf ressourcenschonender Bauweise, Energieeffizienz (SNBS Gold), Photovoltaik und optimierter Mobilität für Fussgänger sowie Velofahrende. AM SCHÄNZLI steht für moderne Standortentwicklung und nachhaltige Integration von Stadt und Natur.
    am-schaenzli.ch

    BaseLink-Areal
    Das Areal Bachgraben in Allschwil hat sich zum Basler Innovationsmotor entwickelt. Der Standort verbindet internationale Life-Science-Firmen, hochmoderne Forschung und nachhaltigen Städtebau. Mit Projekten wie dem BaseLink-Areal und neuen ÖV sowie Veloinitiativen entstehen attraktive Arbeitsplätze und ein urbanes Umfeld. Enge Zusammenarbeit von Kanton, Gemeinde und Wirtschaft sorgt für Dynamik und macht das Gebiet zum Vorzeigeprojekt im trinationalen Raum.
    sip-baselarea.com/maincampus/

    Campus der Wirtschaft
    Der neue Campus der Wirtschaft liegt direkt beim Bahnhof in Pratteln und entwickelt sich zu einem der bedeutendsten Event- und Arbeitsstandorte im Baselbiet. Bis 2028 entsteht mit dem Gebäude H² ein hochmodernes Herzstück. Sechs Geschosse bieten über 10’000 m² flexibel nutzbare Labor-, Event- und Büroflächen, ergänzt durch eine Kongresshalle für bis zu 1’900 Personen und insgesamt mehr als 6’000 m² Eventfläche. Der Campus adressiert Unternehmen aus Industrie, Forschung und Dienstleistung, mit nachhaltiger Architektur, optimaler Erreichbarkeit, Infrastruktur aus einer Hand sowie Synergien zum Stadtquartier Bredella. Die Entwicklung stärkt die Wettbewerbsfähigkeit der Region und positioniert Pratteln als internationales Zentrum für Innovation, Austausch und Grossveranstaltungen.
    h2-pratteln.ch

    GETEC PARK.MUTTENZ
    GETEC PARK.MUTTENZ ist das führende Industrie-Cluster der Nordwestschweiz für Chemie, Pharma und Life Sciences. Auf 50 Hektar bündeln sich modernste Infrastruktur, sichere Labor- und Logistikflächen sowie nachhaltige Energie- und Ressourcenkonzepte. Der Park, entstanden aus Infrapark Baselland und Schweizerhalle, beherbergt globale Konzerne und zahlreiche KMU. Innovative Lösungen wie Waste2Value und ESG-basierte Prozesse machen GETEC zum Wachstumsmotor der Branche.
    www.getec.swiss

    Zentrale Pratteln
    Das Projekt Zentrale Pratteln transformiert das ehemalige Coop-Areal nördlich des Bahnhofs in ein lebendiges, ökologisch und sozial ausgerichtetes Quartier. Bis 2026 entstehen rund 480 genossenschaftliche Wohnungen für 1’200 Menschen, ergänzt durch eine neue Schule, rund 15’000 m² Gewerbefläche und vielfältige Freiräume. Bau und Planung setzen konsequent auf Bestandserhalt, Wiederverwendung von Bauteilen und nachhaltige Energieversorgung. Historische Industriebauten wie das Zuckersilo bleiben erhalten. Die Kooperation von sechs Bauträgern und das innovative Nutzungskonzept machen Zentrale Pratteln zu einem Vorzeigeprojekt der gemeinnützigen und nachhaltigen Quartiersentwicklung in der Region Basel.
    zentralepratteln.ch

    Bredella in Pratteln
    Bredella in Pratteln steht für die grossmassstäbliche Transformation eines zentralen Industrieareals zum innovativen Stadtquartier. In unmittelbarer Bahnhofsnähe entstehen auf 87’000 m² vielfältige Wohn-, Arbeits- und Freizeitangebote, durchmischt mit begrünten Plätzen und sanierter Industriebaukultur. Masterplan und Quartierpläne setzen auf stufenweise Entwicklung, nachhaltige Mobilität und hohe Aufenthaltsqualität. Mit Blockrand, Hochhäusern, Gewerbe- und Atelierflächen, autofreien Bereichen und lebendigen Erdgeschossen wird ein Modell für urbanes Leben im Baselbiet geschaffen. Bredella verbindet mutig Moderne, Geschichte und nachhaltige Entwicklung.
    bredella.ch

    Ziegelei Ost
    Die Ziegelei Ost in Allschwil erfährt eine umfassende Transformation zu einem lebendigen, durchmischten Quartier. Historische Gebäude werden sorgfältig erhalten und mit neuen Nutzungen für Wohnen, Arbeiten und Erholung kombiniert. Kennzeichnend sind grosse Grünflächen, vielfältige öffentliche Räume und ein feinmaschiges Wegenetz, das drei zentrale Plätze, den Kulturplatz, Quartierplatz und die Lettenwiese verbindet. Die industrielle Tradition bleibt durch den Erhalt der Ziegeleihallen und deren Integration in moderne Strukturen spürbar. Das Projekt setzt auf Zirkularität, die Wiederverwendung von Bauteilen und flexible Neubauten, um Klimaschutz, Nachhaltigkeit und eine hohe Lebensqualität zu sichern.
    www.ziegelei-ost.ch


  • Brücken sanieren mit «smartem» Stahl

    Brücken sanieren mit «smartem» Stahl

    Viele Stahlbetonbrücken wurden für Verkehrsbelastungen und Fahrzeuggewichte ausgelegt, die aus heutiger Sicht überholt sind. Gleichzeitig machen Chloride, Wasser und Frost den Bauwerken seit Jahrzehnten zu schaffen. Klassische Sanierungen stossen dort an Grenzen, wo Bauteile bereits stark gerissen oder dauerhaft verformt sind.

    Hier setzt das neue Empa-System an. Es kombiniert eine bewährte Methode, die zusätzliche Schicht aus ultrahochfestem, faserbewehrtem Beton, mit einem aktiven Verstärkungselement, das gezielt innere Vorspannkräfte aufbaut. Ziel ist nicht nur, Tragfähigkeit zu erhöhen, sondern geschädigte Brückenplatten im wahrsten Sinn des Wortes wieder aufzurichten.

    UHPFRC trifft Formgedächtnisstahl
    Schon heute werden Brücken mit einer dünnen Schicht ultrahochfestem Faserbeton nachgerüstet, die direkt auf die Fahrbahnplatte aufgebracht wird. Der Hochleistungsbeton ist sehr dicht, widersteht Wasser und Tausalzen und lässt sich gut armieren. Ein robuster «Schutzpanzer» mit strukturellem Mehrwert.

    Das Empa-Team um Angela Sequeira Lemos und Christoph Czaderski ersetzt in dieser Schicht nun die konventionelle Stahlbewehrung durch Stäbe aus Formgedächtnisstahl auf Eisenbasis. Nach dem Einbau werden die Stäbe auf rund 200 Grad Celsius erhitzt, versuchen sich zusammenzuziehen, werden aber vom Beton daran gehindert. Die Folge ist eine innere Vorspannung, die Risse schliesst, Verformungen zurückdrängt und die Platte dauerhaft in einen günstigeren Spannungszustand versetzt.

    Risse schliessen sich sichtbar
    In einem ersten Schritt untersuchte das Team die Verbundwirkung zwischen UHPFRC und Formgedächtnisstahl. Wie gut bleibt die Verbindung auch nach dem Erhitzen? Wie zuverlässig lassen sich Kräfte übertragen? Danach folgten Grossversuche mit fünf je fünf Meter langen Betonplatten, die freitragende Brückendecks simulierten.

    Eine Platte blieb unverstärkt, die übrigen erhielten eine UHPFRC-Schicht, entweder mit klassischer Bewehrung oder mit Fe‑SMA‑Stäben. Um realistische Bedingungen abzubilden, wurden die Platten zunächst gezielt bis zur Rissbildung belastet und erst anschliessend verstärkt. Nach dem Erwärmen der Fe‑SMA‑Stäbe schlossen sich bestehende Risse sichtbar, durchhängende Bereiche hoben sich wieder an. Bereits in dieser Aktivierungsphase zeigten sich deutliche Verbesserungen der Verformungen.

    Steifer, tragfähiger, länger haltbar
    Begleitet wurden die Versuche von einem dichten Messkonzept. Digitale Kameras beobachteten die Rissbilder, im Innern der Platten erfassten faseroptische Sensoren Dehnungen entlang der Stäbe. Ähnlich wie Glasfaserkabel in der Telekommunikation, nur dass hier das zurückgestreute Licht zur Verformungsmessung dient.

    Sowohl die konventionelle Verstärkung mit UHPFRC als auch das neue System mit Formgedächtnisstahl konnten die Tragfähigkeit gegenüber der unverstärkten Platte mindestens verdoppeln. Unter Alltagsbelastungen, etwa durch den normalen Strassenverkehr, zeigte sich die Fe‑SMA‑Variante jedoch deutlich im Vorteil. Die Platte wurde steifer, bleibende Verformungen traten später auf oder verschwanden ganz, vorhandene Risse konnten geschlossen werden. Das System wirkt damit wie eine «Reaktivierung» des bestehenden Tragwerks.

    Einsatzfelder und nächste Schritte
    Noch sind sowohl der ultrahochfeste Faserbeton als auch der Formgedächtnisstahl relativ teuer. Wirtschaftlich am spannendsten ist das System deshalb dort, wo andere Verstärkungsmethoden nicht mehr ausreichen. Zum Beispiel bei stark verformten, bereits geschädigten Brücken oder insbesondere sensiblen Bauwerken mit begrenztem Eingriffsraum.

    Perspektivisch ist der Einsatz nicht auf Brücken beschränkt. Denkbar sind Anwendungen im Hochbau, etwa bei auskragenden Balkonen, Flachdächern oder sensiblen Bauteilen, bei denen kompakte Verstärkungslösungen und eine sehr dichte Oberfläche gefragt sind. Das von Innosuisse geförderte Projekt entstand in Zusammenarbeit mit der OST, dem Empa-Spin-off re‑fer und cemsuisse. Nach den erfolgreichen Versuchen sucht das Team nun eine geeignete Brücke für den ersten Pilot-Einsatz. Gelingt dieser Schritt, könnte sich der «smarte» Stahlbeton zu einem wichtigen Werkzeug im Umgang mit der alternden Schweizer Brückeninfrastruktur entwickeln.

  • Gaudís verborgenes Chalet in den Pyrenäen

    Gaudís verborgenes Chalet in den Pyrenäen

    Für das Chalet von Catllaràs existieren weder Originalpläne noch eine offizielle Signatur Gaudís. Die Zuschreibung beruhte jahrzehntelang vor allem auf formalen Ähnlichkeiten zu bekannten Werken. Die 2023 beauftragte Untersuchung durch den Gaudí-Lehrstuhl der Polytechnischen Universität Kataloniens setzte deshalb auf eine andere Strategie, geometrische und konstruktive Analyse statt Archivfund im letzten Moment.

    Unter der Leitung von Galdric Santana wurde das Gebäude dreidimensional vermessen, in seinem Tragwerk detailliert untersucht und mit gesicherten Gaudí-Bauten verglichen. Ergänzend wertete das Team historische Fotografien und die Baugeschichte im Umfeld der Projekte für Eusebi Güell aus. Die Studie kommt zum Schluss, dass der Entwurf von Gaudí stammt, die Ausführung jedoch von Dritten verantwortet wurde und vom ursprünglichen Konzept abwich.

    Die Logik der Gewölbe
    Kern der Argumentation ist das Tragwerk. Das Chalet besitzt einen rechteckigen Grundriss und ein spitz zulaufendes Gewölbedach, das bis fast zum Boden reicht. Dach und Fassade sind konstruktiv eine Einheit, Fenster finden sich ausschliesslich in den Längswänden und wirken wie in das Gewölbe eingeschnittene Mansarden. Die Stirnseiten bleiben geschlossen, statisch konsequent, formal radikal.

    Entscheidend ist die zentrale Längsachse, die als tragendes Rückgrat die Geschosse mitträgt. Santana betont, dass diese konstruktive Logik typisch für Gaudí sei. Das Gewölbe dient nicht nur als Decke, es trägt die darüberliegenden Ebenen mit. Grundlage ist das Arbeiten mit Ketten- beziehungsweise Seilmodell. Die durchhängende Linie einer belasteten Kette liefert die ideale Drucklinie eines Bogens. Dreht man dieses Modell um, entsteht eine Gewölbeform, die fast vollständig in Druck beansprucht wird, ein Prinzip, das Gaudí systematisch nutzte.

    Eingriffe bei der Ausführung
    Die Untersuchung zeigt aber auch, dass die Tragstruktur während der Bauausführung verändert wurde. Statt die Lasten konsequent über das Gewölbe und die zentrale Achse abzutragen, fügten die Ausführenden zusätzliche Querwände ein. Längsbalken übernahmen Teile der Lastabtragung, wodurch die ursprünglich radikale Klarheit des Systems abgeschwächt wurde.

    Genau darin sieht Santana einen möglichen Grund, weshalb Gaudí die Urheberschaft nie offensiv beanspruchte. Die „Seilbahn“, das Arbeiten mit der idealen Kettenlinie, wurde im Chalet nicht konsequent für die Abstützung der Bodenplatten umgesetzt. Die Idee ist im Tragwerk ablesbar, ihre konsequente Anwendung aber nur teilweise realisiert.

    Gaudí und Güell
    Auftraggeber des Chalets war Eusebi Güell, Gaudís zentraler Mäzen. In der Region betrieb er eine Kohlemine und die Zementfabrik Asland. Das Gebäude diente als Unterkunft für Ingenieurinnen, Ingenieure und technische Fachkräfte mit ihren Familien. Damit steht das Haus nicht im Kontext repräsentativer Stadtpaläste, sondern im Spannungsfeld von Industrie, Infrastruktur und harter Gebirgslandschaft.

    Zeitlich fällt das Projekt in eine Phase, in der Gaudí parallel an Park Güell und der Kirche der Colònia Güell arbeitete. Dass er die Bauleitung eines abgelegenen Chalets in den Pyrenäen nicht selbst vor Ort übernahm, wirkt vor diesem Hintergrund plausibel. Nach Stilllegung von Mine und Fabrik war das Haus zeitweise Landschulheim, viele Einheimische kennen es aus ihrer Kindheit. Heute ist es restauriert und zugänglich, für die Gemeinde La Pobla ein identitätsstiftender Baustein.

    Regionaltypisch und hochgradig rational
    Im Œuvre Gaudís nimmt das Chalet eine Sonderstellung ein. Es ist deutlich kleiner als Ikonen wie die Sagrada Família, zeigt aber zentrale Motive seines Denkens. Santana spricht von einer gross angelegten Neuinterpretation der gotischen Berghütten der Pyrenäen. Gaudí greift regionale Bautraditionen auf, transformiert sie aber strukturell und geometrisch.

    Die kompakte, in sich geschlossene Form reagiert auf das raue Klima und reduziert den Bauaufwand. Materialien stammen weitgehend aus der Umgebung, das Gebäude fügt sich topografisch in den Hang. Charakteristisch sind zudem die 45-Grad-Verteiler im Grundriss, die Gaudí auch bei der Torre Bellesguard einsetzte. Sie sorgen für fliessende Raumübergänge und brechen starre orthogonale Systeme – ein weiterer Baustein der Identifikation.

    Wie Architekturwissenschaft Autorenschaft prüf
    Die Studie zum Chalet von Catllaràs ist nicht nur ein Beitrag zur Gaudí-Forschung, sondern auch ein Lehrstück zu Methoden der architektonischen Zuschreibung. Im Unterschied zur Malerei gibt es bei Gebäuden selten eine eindeutige „Signatur“. Werke werden umgebaut, erweitert oder von Mitarbeitenden umgesetzt, Pläne gehen verloren oder existieren nur in Fragmenten. Die Forschenden kombinierten daher geometrische Analysen, Materialuntersuchungen und digitale 3D-Modelle mit historischer Quellenarbeit. Proportionen, Krümmungen und Tragwerkslogik wurden mit gesicherten Gaudí-Bauten verglichen, Fotografien aus der Entstehungszeit ergänzten das Bild. Die Kulturministerin betonte anlässlich der Präsentation, wie unverzichtbar solche wissenschaftlichen Beglaubigungen sind, um Urheberschaft belastbar zu bestimmen. Das Chalet von Catllaràs wird damit vom lokalen Sonderfall zum sauber verorteten Baustein im Werk eines der wichtigsten Architekten der Moderne.

  • Vom Ortseingang zur vernetzten Wohnadresse

    Vom Ortseingang zur vernetzten Wohnadresse

    Das Areal Neugut markiert den südlichen Auftakt von Rickenbach und liegt in der Kernzone der Gemeinde. Der Projektvorschlag von Fischer Architekten und Uniola gruppiert sieben neue Wohnhäuser um zwei Höfe, ein bestehendes achtes Gebäude wird in die Siedlungsfigur integriert. Am Ort der bisherigen Gaststätte entsteht ein Neubau mit gewerblicher Erdgeschossnutzung, der den Eingang ins Quartier und ins Dorf adressiert.

    Städtebauliche Einordnung
    Die Fluchten der Neubauten orientieren sich einerseits am Bestandsbau und am Haus Wiesental, andererseits an der annähernd parallelen Ausrichtung der umliegenden Dorfbebauung. So entsteht ein Setzungsmuster, das die vorhandene Struktur aufnimmt statt einen Fremdkörper zu setzen.

    Ein schmaler Bachlauf trennt das Siedlungsgebiet vom offenen Feld und bildet zugleich eine klare Landschaftskante. Die grosse Linde und die Stellung des „Wiesental“ bleiben im neuen Konzept erhalten, was die Kontinuität im Ortsbild stärkt.

    Verzahnung von Landschaft und Siedlung
    Zwei nutzungsintensive Höfe bilden das innere Rückgrat der neuen Siedlung. Ihnen gegenüber schieben sich Grünflächen von Westen her in die Bebauungsstruktur und verknüpfen Landschafts- und Siedlungsraum.

    Durch die gezielte Anordnung der Tiefgarage bleibt der Grossteil des Grünraums ohne Unterbauung. Das verbessert Bepflanzung, Versickerung und Wasserkreislauf und entspricht den raumplanerischen Zielen, Grünräume funktional zu sichern und aufzuwerten.

    Quartier für Fussgänger und Velos
    Garagenzufahrt, Anlieferung und oberirdische Besucherparkplätze werden am Südrand des Perimeters gebündelt. Dort öffnet sich das Quartier mit einem Platz vor dem Haus Wiesental zum Strassenraum und markiert den Übergang vom Verkehr zum wohnorientierten Innenbereich.

    Das Innere des Areals bleibt dem Fussgänger- und Veloverkehr vorbehalten. Damit setzt das Projekt ein deutliches Signal zugunsten quartiersinterner Aufenthaltsqualität und verkehrsberuhigter Wohnumfelder.

    Holzbau und Ausdruck
    Mit Ausnahme der Untergeschosse und Treppenhäuser sind die Gebäude als Holzbauten konzipiert. Die Fassade besteht aus einem gedämmten Holzrahmenbau mit hinterlüfteter Holzverschalung und vereint damit energetische Effizienz mit einem reduzierten CO₂-Ausstoss.

    ​Vertikale Doppelstützen gliedern die Fassaden primär in der Höhe, differenzieren sich aber je nach Gebäudetyp. So bleibt das materielle Erscheinungsbild harmonisch, während die Gliederung subtil auf das innere Raumsystem verweist und dem Ensemble einen lebendigen Charakter verleiht.

    Vom Studienauftrag zum Gestaltungsplan
    Dem Projekt voraus ging ein Studienauftrag mit fünf eingeladenen Teams, aus dem Fischer Architekten und Uniola als Sieger hervorgingen. Die Jury würdigte insbesondere, dass sich der Vorschlag «selbstverständlich» in die bestehende Bebauungsstruktur einordnet und den Charakter des Ortseingangs stärkt.

    Als nächste Etappe folgt der private Gestaltungsplan, der voraussichtlich 2027 Rechtskraft erlangen könnte. Erst danach wird das konkrete Bauprojekt ausgearbeitet – mit dem Ziel, das Areal Neugut von einer spezialisierten Nutzung mit Reitanlage zu einem fein vernetzten Wohnquartier mit klarer Adresse am Dorfeingang zu transformieren.

  • Bahnhof Nord Regensdorf

    Bahnhof Nord Regensdorf

    Die «Überbauung Baufeld N + O» umfasst zehn Gebäude mit insgesamt rund 283 Mietwohnungen und zwei Innenhöfen. Geplant sind auch Vier- und Fünfzimmerwohnungen, die insbesondere für Familien attraktiv sind.

    Das Nutzungskonzept sieht eine starke Durchmischung vor. In der Überbauung sind eine Kita und ein Kindergarten, ein Restaurant, ein Lebensmittelladen sowie weitere Läden und Dienstleistungen vorgesehen. Zwei Gebäude sind als reine Gewerbehäuser geplant, in den übrigen acht liegen vom ersten bis zum siebten Obergeschoss die Wohnungen. Eine Tiefgarage mit 289 Autoabstellplätzen und über 1000 Veloabstellplätzen bildet die unterirdische Erschliessung.

    Lage und Erschliessung
    Das Projekt liegt zwischen der SBB-Linie und der Kantonsstrasse Wehntalerstrasse und ersetzt ältere Gewerbebauten am Rand der Gemeinde. Damit wird die Umwandlung des bisherigen Gewerbegebiets beim Bahnhof Regensdorf zu einem dichten Wohnquartier entlang der Verkehrsachse weitergeführt. In unmittelbarer Nachbarschaft sind bereits das erste Hochhaus, derzeit das höchste Holzhochhaus der Schweiz, sowie ein weiterer Wohnturm realisiert oder im Bau.

    Die Baufelder N und O liegen am Siedlungsrand vor dem Wald- und Katzenseegebiet, was die Rolle des Projekts als Scharnier zwischen Verdichtung und Landschaft unterstreicht. Eine neue Strasse (Spange Althardstrasse) wird künftig entlang der Bahnlinie zur Kantonsstrasse führen, den Verkehr aus den Neubauten bündeln und ins übergeordnete Netz leiten. Plazza hat hierfür bereits ein Gewerbegebäude an der Bahnlinie abgebrochen, erste Vorarbeiten laufen.

    Architektur und Ausdruck
    Die Überbauung knüpft gestalterisch an die industrielle Vergangenheit des Areals an. Die siebengeschossigen Wohngebäude erhalten Fassaden mit Keramik- und Metallpaneelen. Zur Kantonsstrasse hin sind helle Profilblechfassaden vorgesehen, in den Innenhöfen dunklere Keramikfassaden, gegliedert durch helle Fensterrahmen und Balkonbrüstungen.

    Zwei Innenhöfe strukturieren die dichte Bebauung und bieten geschützte Aussenräume in einem von Infrastrukturen geprägten Umfeld. Visualisierungen der verschiedenen Gebäudetypen sind laut Plazza in Überarbeitung und werden erst zu einem späteren Zeitpunkt publiziert.

    Projektstand, Kosten und Mietpotenzial
    Der Gestaltungsplan ist seit August 2025 rechtskräftig, das Bauprojekt liegt vor. Plazza geht davon aus, dass die Bauarbeiten noch 2026 beginnen und gemäss Baugesuch bis Frühling 2029 dauern werden.

    Das Investitionsvolumen liegt laut Plazza zwischen 220 und 240 Mio. CHF, das jährliche Mietzinspotenzial dürfte rund 9 Mio. CHF übersteigen. Damit zählt das Projekt Bahnhof Nord zu den bedeutenden Entwicklungsbausteinen im Portfolio der Gesellschaft und zu den zentralen Wachstumsprojekten am Stadtrand von Zürich.

  • Areale in Basel Stadt als Motor der Zukunft

    Areale in Basel Stadt als Motor der Zukunft

    Basel-Stadt steht exemplarisch für den nachhaltigen Wandel europäischer Industrieregionen. Auf einst geschlossenen Produktionsflächen wächst eine neue Stadtkultur, die Dichte, Vielfalt und Teilhabe verbindet. Areale wie VoltaNord schaffen bezahlbaren Wohnraum und fördern soziale Durchmischung. Klybeckplus und Klybeckquai öffnen den Rheinraum für Wohnen, Bildung und Freizeit. Ein Meilenstein für die städtische Vernetzung bis 2037.

    Auch an den Rändern verändert sich das Stadtbild. Das Dreispitz-Nord-Areal verknüpft Gewerbe mit urbanem Wohnen, während das Wolf-Areal und der Walkeweg neue Formen energiesparender, nachbarschaftlicher Quartiere hervorbringen. Im Norden entwickelt sich das Vordere St. Johann mit Campus, Universität und Spital zum Wissens- und Gesundheitszentrum der Region. Mit Projekten wie dem Westfeld entstehen Orte des Zusammenlebens, die Baukultur, Nachhaltigkeit und soziale Innovation verbinden.

    So wird Basel zum Labor für urbane Zukunft – geprägt von Kooperation, Bodenhaftung und Weitsicht.

    Rosental Mitte
    Rosental Mitte entwickelt sich vom geschlossenen Industrieareal zu einem durchlässigen, vielfältigen Wirtschaftsstandort. Der Kanton Basel-Stadt schafft neben Arbeitsflächen schrittweise auch neue Räume für Wohnen und Freizeit. Bestehende Strukturen werden respektvoll weitergebaut, historische Elemente bleiben als Anker der Identität erhalten. Öffentliche Wege und Grünräume vernetzen die Quartiere, fördern Begegnung und Beweglichkeit. Ein Drittel der Wohnungen entsteht im preisgünstigen Segment. Rosental Mitte steht für zukunftsweisende Stadtentwicklung und nachhaltige urbane Lebensqualität.
    rosentalmitte.ch

    VoltaNord
    Auf dem früheren Lysbüchel-Areal im Basler Norden entsteht mit VoltaNord ein lebendiger Stadtteil für rund 1’500 bis 2’000 Bewohnende und bis zu 2’500 Arbeitsplätze. Zwei Drittel der neuen Wohnungen sind preisgünstig und fördern soziale Vielfalt. Die Entwicklung verbindet verdichtetes Arbeiten und Wohnen mit einem qualitativen Mehrwert für das Quartier St. Johann. Eine neue Primarschule sowie attraktive Freiräume machen das Areal zu einem zukunftsorientierten Ort des Lebens, Lernens und Arbeitens.
    voltanord.ch

    klybeckplus
    Das ehemalige Industrieareal im Basler Norden wandelt sich zu einem durchmischten Stadtquartier zwischen Rhein und Wiese. Auf rund 300’000 Quadratmetern entsteht Raum zum Wohnen, Arbeiten und Leben für bis zu 15’000 Menschen. Eigentümerinnen Rhystadt AG und Swiss Life AG entwickeln das Areal gemeinsam mit dem Kanton Basel-Stadt. Das städtebauliche Leitbild von 2022 bildet die Grundlage. Neue Tramlinien, Strassen, Parks und Schulstandorte schaffen die Vernetzung eines zukunftsorientierten Quartiers mit urbanem Charakter.
    klybeckplus.ch

    Klybeckquai & Westquai
    Der Klybeckquai und der Westquai wandeln sich von industriell geprägten Hafenarealen zu lebendigen Stadtlandschaften am Rhein. Mit der Verlegung der Hafenbahn entsteht Raum für neue Nutzungen und eine städtebauliche Öffnung Richtung Wasser. Am Klybeckquai wächst ein durchmischtes Wohnquartier mit Schulen, Kitas und begrünten Innenhöfen. Der Westquai soll nach 2029 zu einem vielfältigen Ort für Arbeit, Kultur, Freizeit und Natur werden. Beide Gebiete entwickeln sich im Sinne von Netto Null 2037 zu nachhaltigen, zukunftsfähigen Stadtteilen.
    klybeck-kleinhüningen.ch

    Dreispitz Nord
    Das Areal Dreispitz Nord am östlichen Rand von Gundeldingen befindet sich im Wandel: Wo heute noch das Einkaufszentrum MParc, der Bau- und Gartenfachmarkt OBI sowie weitere Gewerbebetriebe prägend sind, entsteht ein neuer, vielseitiger Stadtteil. Die Christoph Merian Stiftung und die Genossenschaft Migros Basel gestalten die Zukunft des Areals gemeinsam. Das städtebauliche Konzept von Herzog & de Meuron ermöglicht die Entwicklung von Wohnraum, attraktiven Grün- und Freiflächen und fördert ein urban durchmischtes, zukunftsweisendes Quartier mit lebendigem Charakter.
    dreispitznord.ch

    Areal Walkeweg
    Das sechs Hektaren grosse Areal Walkeweg im Süden Basels entwickelt sich zum lebendigen, familienfreundlichen Wohnquartier. Bis zu 650 Menschen sollen hier bezahlbar und energiesparend wohnen. Der Kanton und die SBB realisieren mit Baugenossenschaften ein vielfältiges Angebot an preisgünstigen und kompakten Wohnungen. Eine neue Primarschule, grosszügige Naturflächen, gemeinschaftliche Höfe sowie ein begrünter Quartierplatz und Park schaffen Raum für soziale Begegnung und nachhaltige Lebensqualität. Die Bebauung folgt dem Prinzip «Low Cost – Low Energy».
    areal-walkeweg.ch

    Areal Wolf
    Das Wolf-Areal wandelt sich vom Güterbahnhof zum urbanen Stadtquartier mit vielfältigen Nutzungen. Im Westen entstehen rund 550 Wohnungen, davon ein Drittel preisgünstig, im Osten Büro-, Logistik- und Gewerbeflächen sowie öffentliche Einrichtungen. Historische Gebäude werden erhalten und in die neue Hofstruktur integriert, die besonderen Wert auf Lärm- und Raumkonzepte legt. Die SBB entwickelt und investiert hier als Eigentümerin, sozial durchmischte und zukunftsfähige Lebensräume entstehen auf rund zehn Hektaren mitten in Basel.
    wolf-basel.ch

    Vorderes St. Johann
    Das vordere St. Johann im Norden von Basel entwickelt sich zu einem bedeutenden Standort für Forschung, Bildung und Gesundheit. Rund um den Campus Schällemätteli und das Universitätsspital entstehen in den nächsten Jahren neue Bauten für Klinik, Universität, Bibliothek und private Forschungsinstitute. Der Kanton treibt zudem die Erschliessung durch neue Tramlinien und Verkehrsprojekte voran. Insgesamt werden 16 Bau- und Infrastrukturprojekte realisiert, die sowohl von privaten als auch von öffentlichen Akteuren getragen werden und die Zukunft des Quartiers als Wissens- und Gesundheitszentrum sichern.
    vorderes-stjohann.ch

    Universitätsspital Basel: Campus Gesundheit
    Das Universitätsspital Basel verfolgt mit dem Campus Gesundheit einen umfassenden Entwicklungsplan, um die Wettbewerbsfähigkeit zu sichern und den steigenden Nutzungsdruck zu bewältigen. Neubauten wie das Klinikum 2 von Giuliani Hönger und das Klinikum 3 von Herzog & de Meuron bringen flexible Nutzung, moderne Prozesse und städtebauliche Qualität. Ein neuer Bebauungsplan regelt die Entwicklung des gesamten Areals inklusive Grünflächen und Denkmalschutz. Die Bauprojekte werden voraussichtlich bis 2039 umgesetzt und stärken den Gesundheitsstandort Basel langfristig.
    unispital-basel.ch

    Westfeld
    Auf dem ehemaligen Felix Platter-Spitalareal im Iselin-Quartier entsteht mit dem Westfeld ein vielfältiges Stadtquartier mit 525 neuen Wohnungen, umgenutzten Bestandsbauten und Flächen für Gewerbe und soziale Angebote. Die Genossenschaft wohnen&mehr setzt auf nachhaltiges Bauen und fördert neue Wohnmodelle sowie Gemeinschaft durch Quartiergarten, Westfeldplatz und lokale Dienstleistungen. Die zweite Bauetappe bringt weitere Wohnungen, Gewerbeflächen und einen Velopavillon. Das Westfeld schafft neue Begegnungsräume und bereichert das Quartier nachhaltig.
    wohnen-mehr.ch



  • Grossareal vor Neuausrichtung zwischen Wohnen und Arbeit

    Grossareal vor Neuausrichtung zwischen Wohnen und Arbeit

    Die HIAG Immobilien AG will das alte Metalli-Industrieareal an der Birs in Dornach über einen Zeitraum von bis zu 20 Jahren in ein gemischtes Areal für Wohnen, Arbeiten und Freizeit umgestalten. Der Masterplan für das neue Wydeneck-Areal sieht für die Fläche von über 130‘000 Quadratmetern eine Wohnnutzung von 70 Prozent vor. Für Gewerbe und Wirtschaft sind mindestens 30‘000 Quadratmeter vorgesehen. Das schafft das Potenzial von 600 Arbeitsplätzen.

    Aus der Sicht der Standortförderung Schwarzbubenland ist das zu wenig. Sie fordert laut einer Mitteilung, dass das Areal für die Ansiedlung möglichst vieler hochwertiger Arbeitsplätze attraktiv gemacht werden soll. Die Konzentration auf die Wohnnutzung berge „die Gefahr, durch kurzfristige Renditeüberlegungen wertvolle Wirtschaftsflächen für die Zukunft zu verlieren“.

    Die Vertreter der Standortförderung, von HIAG Immobilien und der Gemeinde haben sich deshalb zu einem Gespräch über die Zukunft des Geländes getroffen. HIAG verwies darauf, „dass dank eines flexiblen und zukunftsgerichteten Bau- und Zonenreglements im Grundsatz auch ein höherer Gewerbeanteil möglich sei“.

    Swissmetal wird bis Ende 2026 das Areal verlassen. Dann können die bestehenden Zwischennutzungen erweitert werden. Grössere bauliche Veränderungen sollen im Einklang mit dem Ausbau der Infrastruktur erfolgen. So soll ab 2030 die neue S-Bahn-Haltestelle Dornach-Apfelsee das Areal direkt an den öffentlichen Verkehr anschliessen.

  • Neubau im Gundeli schafft Wohnraum am Bahnhof

    Neubau im Gundeli schafft Wohnraum am Bahnhof

    Die Schlieremer Halter AG hat laut einer Mitteilung den Bau des Projekts Neubau Gundeli abgeschlossen und an die Bauherrschafft WIMAG Weibel Immobilien AG übergeben. Bei dem Projekt handelt es sich um eine Mietliegenschaft im Gundeli-Quartier, direkt am Bahnhof Basel SBB. Der Neubau an der Güterstrasse 89/91 und der Meret Oppenheim-Strasse 16 bietet 66 neue Wohnungen sowie Gewerbe- und Büroflächen und ersetzt die ehemaligen Wohn- und Geschäftshäuser am Standort.

    Das neue Gebäude verdichtet mit vielfältigen Mietwohnungen den städtischen Raum an zentraler Lage. Die Wohnungen reichen von 1,5-Zimmer-Apartments bis hin zu 3,5-Zimmer-Wohnungen und zeichnen sich durch offene Grundrisse und Balkone mit vielseitigen Aussichten aus. Als Rückzugsort und für zusätzliche Wohnqualität dient ein begrünter Innenhof.

    Im Erdgeschoss entstehen darüber hinaus vielseitige Gewebeflächen für Büros oder Verkaufsräume, die sich über eine Fläche von etwa 1250 Quadratmeter erstrecken. Sie werden ausserdem von zwei weiteren Büroflächen von je 80 Quadratmetern im ersten Obergeschoss und Lagermöglichkeiten für Gewerbetreibende ergänzt.

    Die beiden Untergeschosse bieten 53 Parkplätze, die angemietet werden können. Ergänzt werden diese durch 158 Fahrradstellplätze im Erdgeschoss und ersten Untergeschoss.

  • Schlieren und Zürich kooperieren beim Ausbau von Schlieren Nordost

    Schlieren und Zürich kooperieren beim Ausbau von Schlieren Nordost

    Die Städte Schlieren und Zürich haben in einer Absichtserklärung („Letter of intent“) die gemeinsame städtebauliche Planung und Entwicklung von Schlieren Nordost vereinbart. Wie die Stadtverwaltung in einer Mitteilung schreibt, geht es konkret um ein 324’000 Quadratmeter grosses Areal innerhalb des Gesamtareals. Es befindet sich auf Schlieremer Boden und gehört der Stadt Zürich.

    Ziel der Vertragspartner sei ein „verbindliches Leitbild bis 2030“. Darin sollen strategische Ziele und Rahmenbedingungen für die künftige städtebauliche Entwicklung und Nutzung des Gebiets festgelegt werden.

    Für beide Städte sei das Gebiet von einigem Nutzen. Für Zürich sei es „eine wichtige Landreserve“, für Schlieren spiele es eine Rolle bei der städtebaulichen Zukunftsplanung. Darum sei die Zusammenarbeit für beide Städte „eine Grundlage für weitere Planungsschritte und Entscheide“.

    Zürich will mit der Kooperation „frühzeitig und auf einer soliden planerischen Basis“ die künftige Vorgehensweise auf ihrem Areal klären. Dort enden zwischen 2043 und 2050 verschiedene Baurechte.

    Schlieren gehe seit einigen Jahren die Weiterentwicklung mehrerer grosser Areale an. „Der Nordosten verbleibt als das grösste zusammenhängende Entwicklungsgebiet in der Gemeinde“, heisst es.

  • Neues Verteilzentrum stärkt Frischelogistik

    Neues Verteilzentrum stärkt Frischelogistik

    Denner hat in Mägenwil am 2. Februar 2026 sein drittes Verteilzentrum für gekühlte Produkte in Betrieb genommen. Damit reagiert die Lebensmitteldetailistin auf die starke Nachfrage nach diesen Waren. Laut einer Mitteilung handelt es sich um das erste gekühlte Verteilzentrum, welches gemäss Minergie-Standard zertifiziert wurde. Denner schafft dort 70 zusätzliche Arbeitsplätze.

    Von dem zusätzlichen Standort aus sollen 250 der 872 Ladengeschäfte ihre Frischware erhalten. Gesamt mit den drei Verteilzentren für ungekühlte Waren beliefere Denner sein Filialnetz künftig von sechs Logistikstandorten aus.

    Denner arbeitet am Ausbau seines Filialnetzes und will mehr Frischprodukte in die Sortimente bringen. Die Bauzeit für den Neubau betrug zwei Jahre und steht nach Aussage von CEO Torsten Friedrich „sinnbildlich für das Wachstum“ von Denner. Ziel sei es, die Logistik für die wachsende Nachfrage nach frischen Lebensmitteln sicherzustellen. Zudem verkürzten sich Anfahrtswege. Jährlich könnten so 120‘000 Transportkilometer vermieden werden. In Mägenwil ist eine 10‘000 Quadratmeter grosse Lagerfläche entstanden. Sie erlaube die Einlagerung und Kühlung von mehr als 700 Produkten zwischen 2 und 5 Grad Celsius.

    Das Minergie-Zertifikat attestiert dem Neubau Energieeffizienz im laufenden Betrieb. Abwärme aus dem energieintensiven Betrieb der Kühlanlage werde zum Heizen genutzt. Der komplette Strombedarf werde auf Photovoltaikanlagen auf dem Dach und an der Südfassade erzeugt. Zudem können acht Ladestationen für Lastwagen und zehn für Personenwagen gespeist werden. Ein weiterer Neubau für ungekühlte Produkte soll 2027 in Aclens VD in Betrieb gehen.

  • Riet II macht die Versorgung krisenfester

    Riet II macht die Versorgung krisenfester

    Die Region St.Gallen macht ihre Trinkwasserversorgung fit für kommende Jahrzehnte. Mit dem Entscheid für das neue Seewasserwerk Riet II in Goldach bekommt das bestehende Werk in Frasnacht ein gleichwertiges zweites Standbein. Heute hängt die Versorgung der zwölf beteiligten Ostschweizer Gemeinden im Ernstfall wesentlich an dieser einen Bezugsquelle. Ein Risiko, das den bundesrechtlichen Vorgaben für schwere Mangellagen nicht mehr genügt. Riet II soll genau diese Lücke schliessen und die Versorgung auch dann sicherstellen, wenn eine Anlage ausfällt oder der Bodensee zeitweise nur eingeschränkt genutzt werden kann.

    Realisiert wird das neue Werk am Standort des bestehenden Hochdruckpumpwerks Riet in Goldach. Rund 60 Millionen Franken sind für Bau und Ausrüstung veranschlagt. Die Kosten tragen die zwölf Aktionärspartner der RWSG Regionale Wasserversorgung St.Gallen AG gemäss einem neuen Verteilermodell, das künftig über die Wasserpreise an die Endkundinnen und -kunden weitergegeben wird. Dass sich alle Partnergemeinden einstimmig hinter Projekt und Finanzierung stellen, zeigt den hohen strategischen Stellenwert: Trinkwasser wird als kritische Infrastruktur behandelt, die im Krisenfall genauso robust funktionieren muss wie im Alltag.

    Mit Riet II baut die RWSG ihre Rolle als Rückgrat der regionalen Wasserinfrastruktur aus. Sie ist von der Fassung des Rohwassers über die Aufbereitung bis zum Transport in die Netze der Gemeinden verantwortlich und versorgt mehr als 150’000 Menschen mit Trink-, Brauch- und Löschwasser. Künftig betreibt sie zwei Seewasserwerke, Frasnacht und Goldach sowie das Hochdruckpumpwerk Riet und die dazugehörigen Transportleitungen. Davon profitieren urbane Zentren wie St.Gallen und Arbon ebenso wie kleinere Partnergemeinden von Abtwil-St.Josefen bis Teufen. Das neue Werk ist damit mehr als ein Bauprojekt: Es ist ein langfristiges Sicherheitsversprechen für eine ganze Region.

  • Neubau der Fröschmatt-Schule Pratteln

    Neubau der Fröschmatt-Schule Pratteln

    Die Fröschmatt-Schule ist die zentrale Sekundarschule von Pratteln und steht am Wendepunkt. Durch die deutlich gestiegenen Schülerzahlen und überfälliger Sanierungen entsteht eine der grössten und modernsten schulischen Anlagen im Kanton Basel-Landschaft. Mit einem Investitionsvolumen von knapp 119 Millionen Franken wird auf dem bestehenden Gelände ein nachhaltiger Neubau für rund 36 Klassen und modernste pädagogische Anforderungen realisiert. Der offene Wettbewerb überzeugte durch den siegreichen Entwurf «Lungo» von Burckhardt Architekten AG, der den Schulkomplex optimal ins parkartige Umfeld integriert.

    Innovative Architektur und flexible Nutzung
    Das Gebäudeensemble gliedert sich klar. Im Zentrum der Parzelle schafft das Schulhaus Raum für Lernen, Begegnung und Entwicklung. Die im Nordosten platzierten Turnhallen, inklusive Allwetterplatz auf dem Dach, entstehen als eigenständige Pavillons. Modernste Holzhybridbauweise und flexibel gestaltbare Innenräume entsprechen den Ansprüchen an Nachhaltigkeit und Zukunftsfähigkeit. Umlaufende Balkone schützen vor Sonne und werden zu belebten Terrassen.

    Planung mit Blick auf die Region
    Der Zeitplan ist ambitioniert. Baustart für das Haupthaus ist 2026, der Bezug erfolgt 2029. Die Turnhallen werden bis 2031 fertiggestellt. Währenddessen bleibt der Unterricht dank eigens errichtetem, nachhaltigem Provisorium auf der Hexmattwiese und in Teilen des Altbaus lückenlos gewährleistet. Die Gesamtanlage fördert nicht nur zeitgemässen Unterricht, sondern stärkt die Standortattraktivität und Entwicklungsperspektive von Pratteln.

  • Rückkehr der wilden Wasser am Schänzli

    Rückkehr der wilden Wasser am Schänzli

    Das Schänzli-Areal markiert den Beginn einer neuen Ära der Landschaftsplanung an der Birs. Das Siegerprojekt «Aqua fera» von Berchtold.Lenzin Landschaftsarchitekten, Versaplan und Holinger befreit den Fluss aus seiner starren Form und schenkt ihm Bewegungsfreiheit. Flachwasserzonen, Niederwasserrinnen und naturnahe Ufer schaffen Lebensräume für Fische, Vögel und Amphibien, stärken den Grundwasserschutz und machen die Auenlandschaft wieder erlebbar.

    Besucherlenkung über Holzstege, Asthaufen und definierte Wege schützt sensible Bereiche, während Buvette und kleine Veranstaltungsflächen beim nördlichen Zugang Raum für Begegnung bieten. Gegen Süden wird das Gelände leiser, geht in das Schutzgebiet Vogelhölzli über und eröffnet neue Perspektiven auf eine revitalisierte Birs. Lärmschutzwälle entlang der Autobahn schirmen die Flächen ab und bilden zugleich eine neue Verbindung ins Käppeli-Quartier.

    Stadt am Fluss
    Direkt an das Naturareal grenzt das neue Quartier Am Schänzli. Drei Hochhäuser mit rund 400 Wohnungen, Büros, Gastronomie und Freizeitnutzungen formen mit grosszügigen Freiflächen und Gewerbeflächen ein lebendiges Stadtfragment am Eingangstor zu Basel. Die Überbauung erfüllt den SNBS-Gold-Standard, setzt auf Photovoltaik, Wärmerückgewinnung, begrünte Dächer und eine kompakte Bauweise mit Biodiversitätszonen zwischen den Gebäuden.

    Die Mobilitätsstrategie priorisiert den Langsamverkehr. Velo-, Fuss- und Tramverbindungen vernetzen das Quartier mit Basel-Stadt, dem Naherholungsraum Birspark und den Hagnau-Arealen. Das Prinzip «Freiraum durch Dichte» zeigt hier seine Kraft mehr Lebensqualität durch verdichtetes, klug organisiertes Bauen.

    Kooperation und Umsetzung
    Finanziert wird die Arealentwicklung über Mehrwertabgaben der Grundeigentümer in Hagnau und durch öffentlich-private Kooperation mit der Gemeinde Muttenz. Der Quartierplanprozess, nach intensiver Mitwirkung der Bevölkerung verabschiedet, bildet die Grundlage für eine abgestimmte Gesamtentwicklung von Hagnau Ost, Hagnau West und dem Schänzli-Areal.

    Der Baustart für die Hochhäuser erfolgte im Frühling 2025, die Realisierung erfolgt etappenweise bis 2029. Während Am Schänzli wächst, bleibt der südliche Flussraum unbebaut und entwickelt sich zum Rückgrat eines zusammenhängenden Grün-Netzes zwischen Stadt und Landschaft.

    Zukunftsmodell für Stadt und Natur
    Das Schänzli-Projekt steht sinnbildlich für die neue Generation schweizerischer Stadtentwicklung: ökologisch regenerativ, architektonisch präzis, sozial integriert. Es beweist, dass ökonomische Nutzungsdichte und ökologische Vielfalt sich nicht ausschliessen, sondern gegenseitig stärken können.

    Mit «Aqua fera» wird die Birs nicht nur renaturiert, sie wird in den urbanen Alltag zurückgeführt. Muttenz zeigt damit, wie durch vorausschauende Planung Freiraum, Klimaresilienz und urbane Lebensqualität in Einklang gebracht werden können. Das Schänzli wird zum lebendigen Übergang zwischen Stadt und Natur und zu einem kraftvollen Symbol für die Rückkehr der wilden Wasser.

  • Umzug schafft Entwicklungschance mit Seeblick

    Umzug schafft Entwicklungschance mit Seeblick

    Weil es den aktuellen Anforderungen an ein modernes Gesundheitszentrum nicht mehr genügt, wird das Kantonsspital Luzern gemeinsam mit dem Pflegezentrum Seeblick nach Schenkon verlegt. Für das 47‘000 Quadratmeter grosse Areal wollen der Kanton als Eigentümer und die Stadt Sursee eine attraktive Zukunft planen, heisst es in einer Mitteilung.

    Bereits ersten Einschätzungen zufolge eignet sich das Areal für eine gemischte Bebauung mit Wohn- und Geschäftsräumen. So könnten Wohneinrichtungen sowohl für Familien, Paare, Singles oder auch für Senioren geschaffen werden, Dienstleistungs- und Gastronomieangebote könnten das Areal vervollständigen. Das oberhalb des Sempachersees gelegene Grundstück liegt in unmittelbarer Nähe zur Altstadt von Sursee und verfügt bereits heute über eine gute Erschliessung mit verschiedenen Verkehrsmitteln.

    „Mit dem Umzug eröffnet sich die einmalige Chance, den bisherigen Standort in Sursee neu zu nutzen“, wird Regierungsrat Reto Wyss in der Mitteilung zitiert. „Dieses attraktive Areal mit Seeblick an guter Lage soll dafür umgezont werden. Mit den nächsten Planungsschritten soll aufgezeigt werden, was wo realisierbar ist“. Ab Frühling 2026 soll mit dem beginnenden Umzug des Spitals eine Planungsphase für das neue Quartier beginnen. Dabei sind verschiedene Treffen mit der örtlichen Bevölkerung und Interessengruppen geplant. Ab 2034 ist das Areal voraussichtlich frei und könnte neu bebaut werden. Auch an ein Einbeziehen der bereits bestehenden Bausubstanz wird gedacht.

  • Neues Hochhausprojekt stärkt Wohnangebot beim Bahnhof

    Neues Hochhausprojekt stärkt Wohnangebot beim Bahnhof

    Die Pensimo Management AG mit Sitz in Zürich hat über ihre Anlagestiftungen Turidomus und Pensimo ein Bauareal von ABB in Oerlikon erworben. Auf der Nordseite des Bahnhofs Oerlikon will das Unternehmen am neu gestalteten Max-Frisch-Platz eine Überbauung mit 500 Wohnungen einschliesslich eines Hochhauses sowie Geschäftsräumen errichten, heisst es in einer Mitteilung.

    „Wir freuen uns sehr über den Erwerb dieses Grundstücks“, wird Stefanie Krautzig, verantwortliche Transaction Managerin bei Pensimo, in der Mitteilung zitiert. „Es handelt sich um eine sehr seltene Investitionsgelegenheit für ein Entwicklungsprojekt von dieser Grösse an solch zentraler Lage.“ Die 2022 teilrevidierten Bauvorschriften für Neu-Oerlikon schaffen eine gute Grundlage für Planung und Bebauung des Gebiets. „Um für diesen zentralen und prominenten Ort eine für die Öffentlichkeit und die künftigen Bewohnerinnen und Bewohner attraktive architektonische Lösung zu evaluieren, werden wir ein entsprechendes Konkurrenzverfahren unter Planerteams lancieren“, so Krautzig.

    Mit dem Baubeginn wird für 2029 gerechnet. Auch der Verkäufer ABB zeigt sich erfreut über den Verkauf des ehemaligen Industrieareals und ist überzeugt, „damit zur Weiterentwicklung von Zürich Oerlikon hin zu einem belebten und vielseitigen Quartier beitragen können“, so Nora Teuwsen, Vorsitzende der Geschäftsleitung von ABB Schweiz.

  • Neuer Hauptsitz verbindet Industriegeschichte mit moderner Architektur

    Neuer Hauptsitz verbindet Industriegeschichte mit moderner Architektur

    Der Elektrifizierungs- und Automatisierungskonzern ABB plant ein neues globale Konzernzentrale in Zürich Oerlikon, wie aus einer Mitteilung hervorgeht. Das 80-Millionen Franken-Projekt spiegelt demnach die Geschichte des Unternehmens und der Stadt Zürich wider und schafft einen modernen Arbeitsplatz für rund 500 Mitarbeitende.

    Die Standortwahl fiel auf das historische ABB-Gebäude, das unter Einhaltung der Denkmalschutzauflagen renoviert und modernisiert wird. Das historische Gebäude wird durch einen sechsstöckigen Neubau im Innenhof ergänzt, der den nicht denkmalgeschützten Veranstaltungsort Chicago Hall ersetzt.  Der Neubau erhält eine Backsteinfassade in Anlehnung an die bestehende Architektur und wird in materialeffizienter Holzverbundbauweise errichtet. Unterstützt durch ABB-Technologien und Photovoltaikanlagen soll ein niedriger Energieverbrauch erreicht werden. Der neue Hauptsitz umfasst eine Gesamtfläche von rund 10’800 Quadratmetern. Geplant sind etwa eine 280 Quadratmeter grosse Lobby samt Ausstellungsfläche sowie ein 450 Quadratmeter grosser Medienbereich.

    Für Morten Wierod, CEO von ABB, ist Standortwahl ein Bekenntnis zur Schweiz und zur Stadt Zürich, „wo sich seit der Fusion von BBC und Asea im Jahr 1988 unser globaler Hauptsitz befindet. Auch eines unserer Vorgängerunternehmen – die Maschinenfabrik Oerlikon (MFO) – war hier viele Jahrzehnte lang beheimatet. Die Kombination aus historischem Gebäude und hochmodernen Einrichtungen wird ein inspirierendes Umfeld für Kooperation und Innovation schaffen.“

    Detaillierte Pläne des neuen Hauptsitzes werden 2026/2027 erwartet. Bis 2031 soll das Gebäude stehen und einzugsbereit sein. Bis dahin bleibt ABB im Cityport-Gebäude in Zürich Oerlikon.

  • Historisches Thermalbad erhält grüne Zukunft

    Historisches Thermalbad erhält grüne Zukunft

    Die Stadt Baden und der Kanton Aargau haben der Genossenschaft Bad zum Raben die Baubewilligung für den Umbau des Bads zum Raben erteilt. Der Umbau wird laut einer Mitteilung der Genossenschaft Denkmalpflege, Wasserhygiene, Brand- und Hochwasserschutz sowie einen zweckmässigen Betriebsablauf vereinen. Der Umbau soll, nach der Sicherung der Finanzierung, Ende 2026 starten und Anfang 2028 fertiggestellt werden.

    „Wir freuen uns sehr über diesen wichtigen Meilenstein. Die Baubewilligung gibt uns Planungssicherheit und ist die Grundlage fürs weitere Fundraising“, so Andreas Rudow, Co-Präsident der Genossenschaft Bad zum Raben, in der Mitteilung. „Mit dem bewilligten Projekt fällt die Geldsuche leichter.“

    Die Gesamtkosten für den Umbau werden etwa 4,5 Millionen Franken betragen. Während 1 Million Franken bereits durch Eigenmittel, Spenden und erste Förderzusagen abgedeckt sind, soll die restliche Finanzierung durch Beiträge der öffentlichen Hand, Stiftungsfundraising, Spenden sowie dem Verkauf von Genossenschaftsanteilen gesichert werden. Die Genossenschaft Bad zum Raben sucht ausserdem weiterhin zusätzliche Genossenschafterinnen und Genossenschafter und verkauft symbolisch Bauteile des künftigen Bades.

    Der Umbau soll die historische Bausubstanz bewahren und mit einem nachhaltigen Badebetrieb und flexibler Nutzung die Vermittlung von Geschichte und Kultur ermöglichen. Im Bad zum Raben soll es neben vier Becken mit naturbelassenem Thermalwasser ein kleines Bistro, eine Bühne für kulturelle Veranstaltungen, Räume für Kunst und Erholung sowie eine Bäder-Mediathek geben. Der Eingangsbereich soll Einblicke in die Geschichte des alten Badgasthauses und dem historischen Wassersystem bieten. Nach dem Umbau soll zudem Thermalwasser für die Warmwasserproduktion der Duschen im Bad sowie für die Wohnungen in den ehemaligen Hotelgeschossen genutzt werden.

  • Kooperation soll Potenzial des Gewerbeareals Silbern heben

    Kooperation soll Potenzial des Gewerbeareals Silbern heben

    Silbern ist heute ein wichtiger Standort für Produktion, Handel und Einkauf und trägt wesentlich zur wirtschaftlichen Stärke der Region bei. Gleichzeitig hat sich das Gebiet über Jahre hinweg städtebaulich und stadträumlich kaum weiterentwickelt und bleibt hinter dem Potenzial anderer Wirtschaftsstandorte der Region zurück. Genau hier setzt die neue Allianz an. Sie will die qualitative Weiterentwicklung anstossen, statt die bestehende Nutzung lediglich zu verwalten.

    Integrativer Ansatz statt Einzelinteressen
    In der Allianz Zukunft Silbern arbeiten IG Silbern, Limeco, BirdLife, die Stadt Dietikon und der Kanton Zürich in einem langfristig angelegten, kollaborativen Rahmen zusammen. Der Ansatz ist klar, Wirtschaft, Mobilität, Umwelt und Natur werden gemeinsam geplant und gesteuert. So sollen Zielkonflikte früh erkannt und Lösungen interessenbasiert, koordiniert und transparent entwickelt werden.

    Zielbild und Charta als verbindlicher Rahmen
    Ergebnis eines zweijährigen Vermittlungsprozesses unter der Leitung von Joris Van Wezemael ist ein gemeinsames Zielbild, ergänzt durch eine verbindliche Charta. Beides schafft Orientierung, definiert Leitplanken und stärkt die Verlässlichkeit in der Zusammenarbeit. Unternehmen und Grundeigentümerinnen erhalten damit einen Rahmen, in dem sie Entwicklung aktiv mitgestalten können. Mit mehr Planungssicherheit und klaren Erwartungen an die Vereinbarkeit wirtschaftlicher, ökologischer und gesellschaftlicher Anliegen.

    Zukunftsfähiger Wirtschafts- und Lebensraum
    Die Allianz versteht sich als langfristige Kooperation mit einem klaren Anspruch. Silbern soll sich zu einem Standort entwickeln, der attraktive Rahmenbedingungen für Unternehmen bietet, die Erreichbarkeit verbessert und gleichzeitig Natur- und Lebensräume stärkt. Infrastruktur wird dabei als Schlüssel begriffen, als Teil der Lösung, indem etwa Reststoffe in Energie und neue Ressourcen überführt werden.

    Gemeinsamer Wille als Erfolgsfaktor
    Für den nächsten Schritt braucht es konkrete Projekte und den anhaltenden Willen aller Beteiligten, Verantwortung gemeinsam zu tragen. Unternehmer, Immobilienbesitzende, die öffentliche Hand, Infrastrukturbetreiber und Naturschutzorganisationen haben im bisherigen Dialog bereits ein besseres Verständnis füreinander entwickelt und gegenseitigen Respekt aufgebaut. Diese Vertrauensbasis ist entscheidend, damit aus dem gemeinsamen Zielbild realisierte Vorhaben werden und Silbern den Sprung von einem unterschätzten Arbeitsgebiet zu einem zukunftsorientierten Wirtschafts- und Lebensraum schafft.

  • Vom Industrie-Erbe zum Innovationscampus

    Vom Industrie-Erbe zum Innovationscampus

    Wo früher Textilmaschinen und Industrieproduktion den Takt vorgaben, entsteht heute ein neuer Schwerpunkt für Technologie, Gewerbe und unternehmerische Entwicklung. Das rund 75’000 Quadratmeter grosse Vitus-Areal wird nicht als abgeschotteter Businesspark gedacht, sondern als vernetzter Innovationsort mit direktem Bezug zum Quartier Töss. Bestehende Bauten, Wege und Räume bilden dabei das Rückgrat der Transformation.

    Historische Substanz bleibt, wo sie Charakter und Identität stiftet. Gleichzeitig werden Strukturen geöffnet, Wege durchlässiger gemacht und neue Orte für Begegnung, Zusammenarbeit und Austausch geschaffen. Das Vitus-Areal soll damit zu einem sichtbaren Motor der wirtschaftlichen Entwicklung Winterthurs werden.

    Leitbild und Arealstrategie
    Die Leitidee ist einfach und ambitioniert zugleich. Ein Tech- und Innovationscluster, der Unternehmen, Startups, Bildung und Forschung an einem Ort bündelt. Im Vordergrund steht Arbeit, nicht Wohnen. Geplant sind Büro- und Gewerbeflächen für technologieorientierte Firmen, forschungsnahe Betriebe, Dienstleister und kreative Akteure. Ergänzend kommen Co-Working-Angebote, flexible Flächen und Raum für junge Unternehmen hinzu.

    Gleichzeitig setzt die Arealentwicklung auf Atmosphäre. Urbane Begegnungszonen, Gastronomie, Kulturangebote und öffentlich zugängliche Aussenräume sollen dafür sorgen, dass das Areal auch ausserhalb klassischer Bürozeiten lebt. Die geplante Vitus-Promenade verbindet das Areal perspektivisch mit der Töss und schafft eine identitätsstiftende Freiraumachse, die Bewegung, Erholung und Austausch ermöglicht.

    Entwicklung in Etappen
    Die Transformation erfolgt bewusst in mehreren Schritten. In einer ersten Phase werden bestehende Gebäude aktiviert, saniert oder durch gezielte Umbauten aufgewertet. Zwischennutzungen, Co-Working, Events und kulturelle Formate sorgen dafür, dass das Areal schon während der Planung an Strahlkraft gewinnt. Erste Unternehmen aus den Bereichen Technologie, Nachhaltigkeit und Zukunftsmobilität nutzen das Vitus-Areal bereits als Arbeits- und Entwicklungsstandort.

    Parallel werden strukturelle Grundlagen für die nächsten Schritte gelegt wie die verbesserte Erschliessung, schärfere Nutzungskonzepte, Mobilitäts- und Nachhaltigkeitsansätze. Einzelne Bauvorhaben, wie der neue LANDI-Standort, fügen sich in dieses Bild ein und stärken den gewerblichen Charakter des Areals. In einer späteren Etappe wird insbesondere der östliche Teil des Areals vertieft neu entwickelt. Hier entstehen zusätzliche, zeitgemässe Flächen für Produktion, Labors, Büros und Dienstleistung – abgestimmt auf Marktbedürfnisse und Nachfrage.

    Perspektive für Töss und Winterthur
    Mit dem Vitus-Areal erhält Winterthur-Töss einen starken wirtschaftlichen Ankerpunkt. Das Areal bietet Potenzial für mehrere tausend Arbeitsplätze und stärkt damit die Rolle des Stadtteils als produktiven, aber gleichzeitig urban eingebundenen Standort. Offene Freiräume, durchlässige Wege und Kooperationen mit lokalen Akteuren sollen verhindern, dass ein isolierter Gewerbekörper entsteht.

  • Grünes Leben und Wohnen in Basel Dreispitz Nord

    Grünes Leben und Wohnen in Basel Dreispitz Nord

    Dreispitz Nord verwandelt eine ehemals einseitig genutzte Fläche auf rund acht Fussballfeldern in einen integrativen Stadtteil. Rund 800 Wohnungen entstehen, ein Drittel davon als preisgünstiger und gemeinnütziger Wohnraum. Drei markante runde Hochhäuser bieten neben attraktiven Wohnungen auch Büroflächen, Bibliothek und Fitnesscenter. Im Fokus steht ein Quartier der kurzen Wege. Wohnen, Arbeiten, Einkaufen und Erholen verschmelzen zu einem urbanen Ganzen. Die Fussgänger und Velofahrenden geniessen Vorrang, der öffentliche Raum wird fast vollständig autofrei gestaltet. Insgesamt sind 4000 Veloparkplätze geplant, die Parkmöglichkeiten für Autos sind gebündelt und vom Siedlungsraum getrennt, um den Verkehr im Quartier zu minimieren.

    Ein grüner Ort für Stadtklima und Gemeinschaft
    Zwei neu geplante Stadtparks mit grossen Schatten spendenden Bäumen verwandeln das Gebiet in grüne Lungen Basels und verbessern das Mikroklima nachhaltig. Versickerungsfähige Böden und bepflanzte Dächer erfüllen die Prinzipien der Schwammstadt und helfen, Hitzeeffekte abzumildern. Die Sekundarschule für rund 600 Schüler wird auf dem Dach des modernisierten MParc gebaut und eröffnet neue Dimensionen der Flächennutzung. Ergänzt wird das Angebot durch Basketball- und Sportplätze, eine Dreifachturnhalle und einen Jugendtreff, die auch ausserhalb der Schulzeiten genutzt werden können. Der direkte Zugang von Gundeldingen über eine begrünte Rampe verbindet Dreispitz Nord nahtlos mit der angrenzenden Nachbarschaft und schafft identitätsstiftende öffentliche Räume.

    Partnerschaftliches Planen mit Weitblick
    Die Christoph Merian Stiftung als Grundeigentümerin, die Genossenschaft Migros Basel als Baurechtsnehmerin und der Kanton Basel-Stadt als Planungsbehörde treiben gemeinsam das Projekt voran. Nach intensiver öffentlicher Planauflage mit sieben Einsprachen, die allesamt abgelehnt wurden, bestätigte der Regierungsrat am 14. Oktober 2025 den Bebauungsplan und leitete ihn zur Behandlung an den Grossen Rat. Neben dem Bebauungsplan sind Anpassungen beim Zonenplan, den Lärmempfindlichkeitsstufen und Bauvorschriften vorgesehen. Die Umweltverträglichkeitsprüfung bestätigt, dass alle Vorgaben erfüllt sind.

    Nachhaltigkeit und soziales Gleichgewicht
    Dreispitz Nord steht exemplarisch für nachhaltige Quartiersentwicklung. Statt grauer Parkplatzflächen entstehen grüne Freiräume, die Wohnungsvielfalt fördert gesellschaftliche Durchmischung. Das bestehende Gebäude wird ressourcenschonend in den neuen Komplex integriert. Breite Abstände zwischen den Hochhäusern garantieren eine gute Belüftung, Schattenspender reduzieren die Hitzebelastung und versickerungsfähige Flächen stärken die Klimaanpassung. Mit 1400 neuen Einwohner, das entspricht 7 Prozent der Gundeldinger Gesamtbevölkerung und 1600 Arbeitsplätzen wird der Stadtteil zu einem bedeutsamen wirtschaftlichen Motor.

    Urbanes Leben und Wirtschaft im Einklang
    Das neue Quartier integriert die heutigen modernisierten Verkaufsflächen, ergänzt durch Cafés, Restaurants und kleine Läden, ideal erreichbar auch über die verlängerte Tramhaltestelle . Die Vernetzung von Wohnen, Arbeiten, Einkaufen und Freizeit schafft eine inspirierende Atmosphäre und fördert nachhaltige Mobilität auf kurzen Wegen.

    Dreispitz Nord zeichnet sich durch seine urbane Kompaktheit, ökologische Sensibilität und soziale Vielfalt aus. Das Projekt zeigt exemplarisch, wie umfassende Stadtentwicklung Innovation, Nachhaltigkeit und Lebensqualität in Einklang bringt und Basel als attraktive Stadt für heute und morgen stärkt.

  • Vom Güterbahnhof zum Stadtquartier

    Vom Güterbahnhof zum Stadtquartier

    Der Wandel beginnt 2027 mit der ersten Ausbauphase im Westen des Areals. Rund 600 Wohnungen entstehen, ein Drittel davon als preisgünstige Genossenschaftswohnungen. Dahinter steht das Ziel, eine vielfältige Bewohnerschaft anzusiedeln und städtebauliche Dichte mit sozialer Durchmischung zu verbinden. Der Urban Hub wird zum lebendigen Zentrum des Quartiers. Er vereint Gastronomie, Sport, Kultur und Dienstleistungen und stellt das Bindeglied zwischen Wohnbauten und Gewerbeflächen dar.

    Ab 2031 startet die zweite Entwicklungsphase im Osten des Areals. Moderne Dienstleistungs- und Gewerbebauten schaffen rund 1’000 Arbeitsplätze und erschliessen die Potenziale des Standorts für Wirtschaft, Innovation und Citylogistik. Die zentrale Lage am Bahnhof und die Anbindung an das regionale Verkehrsnetz verstärken die Funktion als urbane Drehscheibe in Basel.

    Architektur, Nachhaltigkeit und flexible Nutzung im Fokus
    Der Masterplan folgt konsequent den Grundsätzen ökologischer und nachhaltiger Stadtentwicklung. Die neue Blockrandbebauung orientiert sich am Schwammstadt-Prinzip und integriert historische Bahngebäude in das Hofraumkonzept. Dies sichert ein angenehmes Mikroklima, fördert Biodiversität und verbessert die Regenwasserbewirtschaftung. Gebäude wie Janus und Binaria überzeugen durch Re-Use-Bauteile, modulare Holz- und Metallelemente, begrünte und begehbare Dächer sowie Photovoltaikflächen. Die flexible Bauweise garantiert Reparierbarkeit, Wartungsfreundlichkeit und spätere Umnutzung.

    Kulturelle und soziale Startimpulse stärken Quartiersidentität
    Bereits vor dem eigentlichen Baustart wird das Areal durch innovative Zwischennutzungen aktiv belebt. Die SBB öffnet historische Lagerhallen für Kultur, Gastronomie und Sport. So zum Beispiel Pickleball, das auf 2’000 Quadratmetern Platz bietet und neue Akteure einbindet. Mietflächen für kreative sowie soziale Initiativen stehen ebenfalls zur Verfügung. Diese Pioniernutzungen schaffen Nähe zur Quartierbevölkerung und fördern kreative Mitgestaltung. Besonders das breite Beteiligungsverfahren, in das Öffentlichkeit, Verbände und Organisationen von Anfang an eingebunden sind, garantiert Akzeptanz und Innovation.

    Mobilität, smarte Stadt und Lebensqualität als Leitbild
    Der Mensch steht im Mittelpunkt, Technologie und Nachhaltigkeit sind tragende Säulen. Ein Citylogistik-Hub im östlichen Areal sorgt für ressourcenschonende Güterverteilung in Basel und Umgebung. Moderne Mobilitätsangebote und Vernetzung mit dem öffentlichen Verkehr sind integraler Bestandteil der Quartiersstrategie. Das wissenschaftlich begleitete Lebensqualitätsmodell der SBB, entwickelt mit der Universität Basel, macht Wolf Basel zum Labor für innovative Lösungsansätze in Energie, Kreislaufwirtschaft und sozialem Zusammenhalt.

    Mit Wolf Basel entsteht ein inspirierendes Quartier, das urbane Verdichtung, Nachhaltigkeit, smarte Vernetzung und soziale Vielfalt verbindet. So wächst Basel nicht nur räumlich, sondern auch gesellschaftlich und technologisch in die Zukunft.

  • Neue Hoteleröffnung stärkt Präsenz in Mitteleuropa

    Neue Hoteleröffnung stärkt Präsenz in Mitteleuropa

    Die Hotelkette Swissôtel hat im Januar die Eröffnung eines neuen Hotels im tschechischen Kurort Marienbad (Mariánské Lázně) bekanntgegeben. Marienbad gilt laut der UNESCO als eine der bedeutende Kurstädte Europas. Das neue Hotel soll, zusammen mit den vor Kurzem eröffneten Hotels in Montenegro und Rumänien, die starke Präsenz von Swissôtel in Europa festigen, heisst es in einer Mitteilung. Swissôtel ist Teil der französischen Accor Gruppe.

    „Das Swissôtel Mariánské Lázně ist eine wegweisende Eröffnung für unsere Marke in Mitteleuropa“, erklärt Jean Wendling, Vice President Operations Management bei Accor, in der Mitteilung. „Wir präsentieren ein Hotel, das Schweizer Lebensfreude mit dem einzigartigen Charakter der Stadt verbindet und sowohl Urlaubs- als auch Geschäftsreisenden ein erstklassiges Erlebnis bietet, das auf Wohlbefinden und Ausgeglichenheit basiert.“

    Das Swissôtel Mariánské Lázně verfügt über 102 Zimmer, 22 Suiten und eine Präsidentensuite. Darüber hinaus bietet das Hotel eine Vielzahl an kulinarischen Angeboten. Dazu gehören unter anderem die 105 Dining Lounge, das Swiss Café sowie die Dachterrassenbar Pod Oblaky. Gäste profitieren zudem von einem hoteleigenen Spa- und Sportbereich. Für Geschäftsreisende und Veranstaltungen verfügt das Hotel über vier vielseitige Räume, einen Konferenzraum sowie einen Bereich für Cocktail-Empfänge und Präsentationen.

  • Baurechtswohnungen schaffen neuen Wohnraum in Altstätten

    Baurechtswohnungen schaffen neuen Wohnraum in Altstätten

    Die Halter AG realisiert gemeinsam mit dem Katholischen Konfessionsteil des Kantons St.Gallen, Eigentümer des Projekts, und der Schlieremer Tend AG, Partner für Kommunikation und Marketing, das TresTerrä-Projekt. Im Rahmen dessen wird Halter den Bau von zehn Wohnbauten auf dem Areal Guter Hirte in Altstätten übernehmen, welches künftig bezahlbaren Wohnraum bieten soll, heisst es in einer Mitteilung. Der Spatenstich und offizieller Baustart des Projekts sind nun erfolgt.

    „Tres Terrae steht für einen Ort, an dem Wohnen, Freiraum und Nachbarschaft zusammenfinden“, heisst es in einem Beitrag von Halter. „Ziel ist es, dauerhafte Wohnqualität zu schaffen, die den Menschen langfristig ein Zuhause bietet.“

    Geplant sind drei Gebäude-Ensembles, die um einen zentralen Gemeinschaftsplatz platziert werden und durch ein Wegenetz miteinander verbunden sind. In den Gebäuden werden insgesamt 37 Eigentumswohnungen entstehen, die von 2,5-Zimmerwohnungen bis 5,5-Zimmerwohnungen reichen. Zentrale Begegnungszonen werden Raum für Austausch und Gemeinschaft bieten, heisst es in der Projektbeschreibung.

    Um den Eigenkapitalaufwand zu senken und die Finanzierung zu erleichtern, werden die Wohnungen im Baurecht verkauft. Die Wohnungen sollen 2028 bezogen werden können.

  • Baustart für Doppelspurausbau in Dietikon verschiebt sich auf 2028

    Baustart für Doppelspurausbau in Dietikon verschiebt sich auf 2028

    Es gibt einen Zeitverzug beim Doppelspurausbau der Bremgarten-Dietikon-Bahn und der Sanierung der Bremgartnerstrasse. Die für Ende 2025 vorgesehene Baugenehmigung durch das Bundesamt für Verkehr (BAV) konnte laut Mitteilung der Aargau Verkehr AG nicht erteilt werden, aufgrund laufender Einspracheverhandlungen und einer erneuten Teilauflage des Projekts in Verbindung mit Entschädigungsforderungen.

    Das Verkehrsunternehmen rechnet nun damit, dass sich der ursprünglich für Sommer 2026 geplante Baubeginn auf den Sommer 2028 verschiebt. Bis dahin müssten einige Projektanpassungen vorgenommen werden. Dafür seien technische Prüfungen und die Ämtervernehmlassung erforderlich.

    Der Ausbau soll Sicherheit, Pünktlichkeit und Kapazität des Bahnbetriebs erhöhen, heisst es von Aargau Verkehr: „Durch den Bau einer mittig geführten Doppelspur wird die Bahn sicher in den Strassenverkehr integriert, was die Verkehrssicherheit erhöht und Rückstaus verringert.“

    Die Plangenehmigung soll bis zum zweiten Quartal 2027 abgeschlossen sein. Die Aargau Verkehr AG stehe in Austausch mit dem Tiefbauamt des Kantons Zürich, der Bauherrin des Strassenbauprojekts, mit dem BAV, der Stadt Dietikon sowie betroffenen Anwohnerinnen und Anwohnern bezüglich Klärung der offenen Punkte und um die Projektentwicklung voranzutreiben.

  • Das Spitalareal Sursee neue Perspektiven ab 2034

    Das Spitalareal Sursee neue Perspektiven ab 2034

    Der Neubau des LUKS Sursee und des Pflegezentrums Seeblick auf der Schwyzermatt in Schenkon macht an der Spitalstrasse in Sursee ein rund 47’000 Quadratmeter grosses Areal frei. Etwa sieben Fussballfelder, zentral gelegen, gut erschlossen und mit Aussicht bis in die Alpen. Wo heute noch Spitalgebäude stehen, kann ab 2034 ein neuer Stadtbaustein entstehen, der Sursee langfristig prägt. Der Kanton Luzern ist Haupteigentümer des Areals, angrenzende Flächen gehören ebenfalls dem Kanton und teilweise der Stadt und fliessen in die Planung ein.

    Das fast 50-jährige LUKS Sursee genügt den Anforderungen an einen modernen Spitalbetrieb nicht mehr. Mit dem Entscheid des Regierungsrats, bis 2033 in Schenkon ein neues Spital und ein Pflegezentrum zu realisieren, verlagert sich die Gesundheitsinfrastruktur und eröffnet in Sursee ein städtebauliches Entwicklungspotenzial mit Seltenheitswert.

    Wohnen, Leben, Begegnung
    Der Kanton Luzern und die Stadt Sursee verfolgen ein gemeinsames Ziel, ein gemischt genutztes, lebendiges Quartier, das Wohnen, Dienstleistungen und Aufenthaltsqualität verbindet. In einer Testplanung ab 2026 wird geprüft, welche Nutzungen und Bebauungsstrukturen auf dem Areal möglich und sinnvoll sind. Die Ergebnisse bilden die Basis für Umzonung, Architekturwettbewerbe und die ersten Bauetappen, die nach dem Wegzug von Spital und Pflegeheim starten sollen, mit dem Anspruch, Leerstände möglichst zu vermeiden.

    Klar ist bereits heute, dass das Areal besonders gut für Wohnnutzungen geeignet ist, für Familien, Paare, Singles und Seniorinnen und Senioren. Ergänzend sind Dienstleistungen, Einkaufsmöglichkeiten und Gastronomie denkbar, die das Quartier mit Leben füllen. Angestrebt wird ein sozial durchmischtes Umfeld mit einem Mix aus gehobenen und preisgünstigen Wohnungen, das Sursee als Wohnort stärkt und zugleich neue Angebote für unterschiedliche Lebensphasen schafft.

    Sursee im Wachstum
    Sursee wächst dynamisch und verzeichnet mit einer Leerwohnungsziffer von 0,26 Prozent einen äusserst knappen Wohnungsmarkt. Das neue Angebot auf dem Spitalareal soll helfen, den Druck zu mindern und zusätzliche Wohnqualität in zentraler Lage zu schaffen. Die Nähe zur Altstadt, die bestehende verkehrliche Erschliessung und der Seeblick machen das Areal zu einem Schlüsselstandort für die künftige Stadtentwicklung.

    Es ist eine Chance, einen neuen, identitätsstiftenden Stadtteil zu formen. Das Areal kann Impulse für die wirtschaftliche Weiterentwicklung der Region setzen, neue Arbeitsplätze im Dienstleistungsbereich ermöglichen und Sursee als regionales Zentrum weiter profilieren.

    Quartierentwicklung als Gemeinschaftsaufgabe
    Die Planung des Spitalareals ist bewusst als offener Prozess angelegt. Ab Frühling 2026 sind Workshops mit der Quartierbevölkerung und verschiedenen Interessengruppen vorgesehen. Bedürfnisse, Ideen und Erwartungen sollen früh einfliessen, damit ein Quartier entsteht, das nicht nur planerisch überzeugt, sondern von der Bevölkerung mitgetragen wird.

    Über die notwendige Teilzonenplanänderung entscheidet die Gemeindeversammlung. Damit ist klar, die Zukunft des Spitalareals wird nicht im stillen Kämmerlein entworfen, sondern in einem transparenten Prozess, der Fachplanung und lokale Perspektiven verbindet.

    Ein neuer Stadtbaustein mit Geschichte und Zukunft
    Langfristig könnte dort, wo heute noch ein Spitalbetrieb läuft, ein vielfältiger Wohn- und Lebensraum mit Grünflächen, Spiel- und Aufenthaltsräumen entstehen. Begegnungsorte im Freien, kurze Wege und eine gute Anbindung an die bestehende Stadtstruktur sollen das Areal zu einem integralen Teil von Sursee machen.

    Der Kanton Luzern will das Potenzial der privilegierten Lage mit Seeblick und historischer Nutzung gezielt nutzen. Ab 2034 bietet sich die Gelegenheit, ein Quartier zu realisieren, das die Geschichte des Standorts respektiert und gleichzeitig Antworten auf die Wohn- und Lebensbedürfnisse der kommenden Jahrzehnte gibt. Ein neues Kapitel für das Spitalareal und für Sursee.

  • ABB kassiert und Oerlikon baut

    ABB kassiert und Oerlikon baut

    ABB veräussert ein rund 7000 Quadratmeter grosses Areal beim Bahnhof Zürich-Oerlikon an die Immobiliendienstleisterin Pensimo. Aus dem Verkauf resultiert im ersten Quartal 2026 ein operativer Veräusserungsgewinn von rund 290 Millionen Franken vor Steuern. ABB benötigt das Areal nicht mehr als strategische Landreserve und ermöglicht mit dem Schritt die Weiterentwicklung des Quartiers Neu-Oerlikon.

    Auf dem Grundstück sind rund 500 Wohnungen geplant, ein Hochhaus sowie Geschäftsflächen. Das ehemalige Industriegebiet soll sich in den nächsten Jahren zu einem gemischt genutzten Quartier mit Wohnen, Dienstleistungen, Arbeitsplätzen sowie kulturellen und kommerziellen Angeboten wandeln. Aufgrund hoher Bodenpreise ist von eher hohen Mieten auszugehen. Allenfalls sind einzelne Wohnungen zu Kostenmiete denkbar, etwa im Rahmen einer verdichteten Arealentwicklung.

    Neuer ABB-Hauptsitz in Oerlikon
    Parallel zum Landverkauf baut ABB seine Präsenz in Oerlikon aus. Der Konzern plant eine neue Zentrale in unmittelbarer Nähe, in die rund 500 Mitarbeitende voraussichtlich 2031 einziehen sollen. Das Projekt umfasst ein saniertes, denkmalgeschütztes Bestandsgebäude und einen sechsstöckigen Neubau in Holzverbundkonstruktion, entworfen vom Büro Christ & Gantenbein.

    Mit einer Bruttogeschossfläche von rund 10’800 Quadratmetern entstehen moderne Arbeitswelten inklusive Auditorium, Lounge und Cafeteria, Foyer- und Ausstellungsbereich sowie Erholungs- und Fitnessflächen. Das Investitionsvolumen liegt bei rund 80 Millionen Franken. ABB-CEO Morten Wierod betont damit das Bekenntnis zur Schweiz und zur Stadt Zürich. Stadtpräsidentin Corine Mauch spricht von einem künftig noch «farbigeren und lebendigeren» Quartier rund um den Bahnhof Oerlikon.

    Starkes Schlussquartal 2025
    Operativ hat ABB im Schlussquartal 2025 deutlich zugelegt. Der vergleichbare Umsatz stieg um 9 Prozent auf 9,05 Milliarden US-Dollar. Besonders dynamisch entwickelte sich der Auftragseingang: Er legte auf vergleichbarer Basis um 32 Prozent auf 10,32 Milliarden US-Dollar zu und überschritt damit erstmals die Marke von 10 Milliarden in einem Quartal.

    Die operative EBITA-Marge verbesserte sich von 16,6 auf 17,6 Prozent, der bereinigte Reingewinn stieg um 29 Prozent auf 1,27 Milliarden US-Dollar. Im Gesamtjahr 2025 erhöhte sich der Reingewinn auf 4,73 Milliarden US-Dollar, rund 20 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Dividende soll von 0,90 auf 0,94 Franken je Aktie angehoben werden; gleichzeitig kündigt ABB ein weiteres Aktienrückkaufprogramm an.

    Ausblick und neues Rückkaufprogramm
    Für das erste Quartal 2026 erwartet ABB ein vergleichbares Umsatzwachstum von 7 bis 10 Prozent sowie eine weiter steigende Marge. Für das Gesamtjahr rechnet das Management mit einem Wachstum von 6 bis 9 Prozent und einer leicht höheren Profitabilität. Analysten sehen besonders im Geschäft mit Rechenzentren und in der Sparte Elektrifizierung starke Treiber, dort legten die Aufträge um etwa ein Drittel zu.

    Zusätzlich legt ABB ein neues Aktienrückkaufprogramm mit einem Volumen von bis zu 2 Milliarden US-Dollar auf, das bis 27. Januar 2027 laufen soll. Ein zuvor laufendes Programm über bis zu 1,5 Milliarden US-Dollar ist ausgelaufen. Das stärkt die Attraktivität der Aktie und signalisiert Vertrauen in die eigene Ertragskraft.

    ABB-Aktie auf Rekordniveau
    An der Börse wurden die Zahlen und der Ausblick mit Kursgewinnen honoriert. Die ABB-Aktie stieg um 8,46 Prozent auf 66,38 Franken, das neue Allzeithoch lag bei 67,22 Franken. Der starke Auftragseingang, die verbesserte Marge, die erhöhte Dividende und das grössere Aktienrückkaufprogramm haben die zuvor vorsichtigen Erwartungen klar übertroffen.

    Für den Standort Zürich-Oerlikon bedeutet die Kombination aus Landverkauf, Neubau der Konzernzentrale und geplanter Quartierentwicklung einen deutlichen Strukturwandel. Vom Industrieareal hin zu einem dichten, urbanen Wohn- und Arbeitsquartier, mit hohen Investitionen, aber auch mit der Perspektive weiter steigender Mieten.

  • Wohnhochhaus Rankstrasse

    Wohnhochhaus Rankstrasse

    Um den knappen Raum an der Rankstrasse optimal und zukunftsfähig zu nutzen, stützt sich das Basler Wohnbauprogramm «1000+» auf einen breit ausgeschriebenen, anonymen Architekturwettbewerb. 78 Teams zeigten Interesse, 15 ausgewählte eingereichte Projekte rangen um die beste Lösung. Die Fachjury überzeugte schliesslich «Miranda» des Zürcher Studios DIA, Haller Ingenieure und Hefti Hess Martignoni.

    Nachhaltigkeit integriert in Architektur und Sozialgefüge
    Das 88 Meter hohe Gebäude bringt über 100 neue Mietwohnungen nach dem Modell «Mietvertrag Plus», günstige, an Einkommens- wie auch Belegungsregeln gebunden. Herausragendes Merkmal ist das innovative Nachbarschaftskonzept. Jeweils drei Etagen sind vertikal verbunden, wodurch inklusive Begegnungszonen für vielfältig zusammengesetzte Mietergruppen entstehen. Die Wohnungen sind kompakt und funktional gestaltet, ermöglichen sparsamen Flächenverbrauch und erfüllen hohe Anforderungen an Ökologie und Wirtschaftlichkeit. Begrünte Aussenbereiche, gemeinschaftsfördernde Räume und ressourcenschonende Bauweise unterstreichen den Nachhaltigkeitsanspruch. Die Stadt bekennt sich damit offensiv zu einem verantwortungsvollen, sozialintegrativen Stadtwachstum.

    Neuer Massstab für Wohnen am Stadtrand
    Mit «Miranda» startet Basel-Stadt eine Weiterentwicklung am östlichen Stadtrand. Das Hochhaus markiert einen markanten Auftakt für künftige Quartiersentwicklungen und setzt ein architektonisches Zeichen der Öffnung. Frühester Baustart ist 2028, zuvor folgen Bebauungsplan und öffentliche Information. Die Ausrichtung auf Gemeinschaft, Durchmischung, Nachhaltigkeit und architektonische Qualität positioniert das Projekt als Referenz für modernes, urbanes Bauen in der Schweiz.

  • Roche-Arealentwicklung Basel

    Roche-Arealentwicklung Basel

    Die erste Entwicklungsphase des Roche-Areals wurde Ende 2023 abgeschlossen, nun folgt eine neue Etappe. Auf dem Nordareal entsteht bis 2030 eine der bedeutendsten Forschungsinfrastrukturen Europas. Kernprojekt ist Bau 12, ein 72 Meter hohes Forschungs- und Entwicklungsgebäude mit Platz für rund 450 Forschende. Der Neubau ersetzt die veraltete Infrastruktur und schafft optimale Bedingungen, um neuartige Wirkstoffe von der Grundlagenforschung bis zur Produktionsreife zu entwickeln. Mit einem Investitionsvolumen von rund 500 Millionen Franken wird Bau 12 zur zentralen Schnittstelle zwischen Forschung und klinischer Entwicklung.

    Parallel wird das Institute of Human Biology im Bau 92 zum neuen Zentrum für biologische Modellforschung ausgebaut. Rund 100 Millionen Franken fliessen in die Modernisierung und den Umbau. Ziel ist die Verknüpfung akademischer und industrieller Forschung, um komplexe menschliche Zellmodelle für die Arzneimittelentwicklung nutzbar zu machen.

    Auch die Produktion erfährt eine grundlegende Erneuerung. In den Bauten 50 und 51 entstehen bis 2028 modernste Anlagen für die Entwicklung und Kommerzialisierung synthetisch hergestellter Wirkstoffe. Mit modularer Bauweise, digitaler Steuerung und hoher Energieeffizienz wird hier eine neue Ära pharmazeutischer Prozessinnovationen eingeläutet. Der Investitionsrahmen dieser Projekte liegt bei rund 570 Millionen Franken.

    Nachhaltige Stadtentwicklung auf dem Südareal
    Parallel zur Forschung auf der Nordseite verfolgt Roche auf dem Südareal eine langfristig nachhaltige Entwicklungsstrategie. Das Areal am Rhein wird in enger Abstimmung mit der Basler Politik umgestaltet. Der überarbeitete Bebauungsplan sieht grosszügige Grünräume, ökologische Vernetzung entlang des Rheinufers sowie eine Integration in den Solitude-Park vor. Alte Gebäudestrukturen werden schrittweise rückgebaut, Baumaterialien nach dem Prinzip der Kreislaufwirtschaft wiederverwendet.

    Der Kanton Basel-Stadt begleitet diesen Prozess aktiv. Regierungsrat und Grosser Rat unterstützen den Ansatz, das Südareal städtebaulich aufzuwerten, ohne dabei öffentliche Durchwegungen oder Enteignungen vorzusehen. Damit bleibt das Areal im unternehmenseigenen Zugriff, öffnet sich aber perspektivisch über landschaftliche Verbindungen und neue Freiraumkonzepte.

    Signal für den Standort Schweiz
    Seit 2015 hat Roche rund acht Milliarden Franken in die Schweizer Standorte investiert, über 33 Milliarden in nationale Forschung und Entwicklung. Allein in Basel entstehen bis 2029 weitere Anlagen für Forschung, Produktion und Infrastruktur, darunter eine neue unterirdische Wärme- und Kältezentrale zur Versorgungssicherheit des gesamten Areals. Die Bauarbeiten auf dem Nord- und Südareal stehen sinnbildlich für eine zukunftsfähige, ressourcenschonende Standortentwicklung, die Wirtschaft, Stadt und Wissenschaft verbindet.

    Die nächsten Jahre werden von intensiven Bauphasen, städtebaulichen Abstimmungen und technologischen Innovationen geprägt sein. Mit der fortschreitenden Arealentwicklung stärkt Roche nicht nur den Pharmastandort Basel, sondern setzt ein starkes Zeichen für die langfristige Bindung an die Schweiz, als Ort für Spitzenforschung, nachhaltige Architektur und urbane Zukunftsgestaltung.