Kategorie: Standorte

  • Neuer Chef für das Berner Kongress- und Veranstaltungszentrum

    Neuer Chef für das Berner Kongress- und Veranstaltungszentrum

    Die Kursaal Bern AG bekommt einen neuen CEO: Per 1. April 2026 wird Jonas Scharf die Leitung des multifunktionalen Kongress- und Veranstaltungszentrums mit Casino, Gastronomie und Hotel übernehmen, informiert die Kursaal Bern AG in einer Mitteilung. Scharf übernimmt das Amt von Kevin Kunz, der nach zehn Jahren CEO in den Ruhestand tritt.

    Der designierte neue CEO verfügt laut Mitteilung „über fast drei Jahrzehnte Führungserfahrung im Messe-, Kongress- und Hospitality-Bereich“. Unter den Stationen der Karriere von Scharf wird dort seine Funktion als COO der MCH Exibitions & Event GmbH hervorgehoben. Darüber hinaus habe er das Congress Center Basel „zu einem international anerkannten Kongressstandort“ ausgebaut. In der Mitteilung werden Scharf zudem „unternehmerisches Denken“ sowie „Empathie und Fingerspitzengefühl im Umgang mit Stakeholdern, Politik und Wirtschaft“ attestiert.

  • Wachstumskurs mit Büroeröffnung in Köln fortgesetzt

    Wachstumskurs mit Büroeröffnung in Köln fortgesetzt

    VELLOWS baut sein Netzwerk weiter aus. Das 2023 gegründete Beratungsunternehmen für Projekte und Organisationsentwicklung in der Bau- und Immobilienbranche betreibt laut einer Mitteilung seit dem 1. September 2025 einen neuen Standort in Köln. Wie es dort heisst, setze VELLOWS mit der Eröffnung des neuen Büros seinen Wachstumskurs konsequent fort. Seinen Sitz unterhält das Unternehmen in Hergiswil und operiert auch unter einer Zürcher Adresse sowie in Basel und Berlin.

    „Köln ist für uns ein zentraler Standort, sowohl im Hinblick auf unsere Kundenstruktur als auch auf unser Leistungsportfolio“, erklärt der neue Standortleiter Stephan Hintzen. Der Wirtschaftsingenieur mit Schwerpunkt Bauingenieurwesen verfügt über mehr als zehn Jahre Erfahrung im Projektmanagement, in der Bauherrenvertretung sowie in der Immobilienberatung.

    VELLOWS-Gründer Prof. Jürgen M. Volm spricht von einem erfahrenen und bestens vernetzten Kollegen: „Als Partner und Geschäftsführer wird er eine zentrale Rolle dabei spielen, unsere Marktpräsenz in Deutschland weiter auszubauen.“

  • Zürichs «City im See»

    Zürichs «City im See»

    1961 stellte Bosshard seine «City im See» der Öffentlichkeit vor. Eine gigantische, 14 Meter über dem Wasserspiegel thronende Terrasse von 700’000 Quadratmetern sollte als Fussgängerstadt dienen, darunter Verkehrsadern und über 70’000 Parkplätze.

    Die drei Zonen waren klar konzipiert.

    • Im Norden ein Kulturzentrum mit Theater, Museen, Kinos und einem Verwaltungsgebäude.
    • In der Mitte das Büro- und Geschäftsviertel für bis zu 50’000 Arbeitsplätze, flankiert von einem Einkaufs- und Gastronomiezentrum.
    • Im Süden eine Hotelzone mit Blick auf See und Voralpen.

    Ein Grünstreifen von bis zu 100 Metern Breite rund um die neue Stadt sollte das Seebecken in eine Park- und Flusslandschaft verwandeln.

    Infrastruktur aus einem Guss
    Bosshards Plan sah eine rigide Trennung von Fussgängern und Verkehr vor. Unter dem künstlichen Plateau sollten Autos, Tram und eine mögliche Tiefbahn verkehren. Rolltreppen hätten Pendlerinnen und Pendler vom Unterbau in die Hochhaus-Stadt geleitet. Für die Finanzierung verwies Bosshard auf die öffentliche Hand, die günstige Nutzung von Kantonsgewässern und den Einsatz vorgefertigter Bauelemente.

    Kritik und Widerspruch
    Die Reaktionen waren heftig. In der NZZ meldete sich ein Architekt mit «energischem Einspruch» zu Wort und sprach von einer «frostig monumentalen» Fremdkörperstadt, die Zürich seinen See und damit sein Wesen nehmen würde. Die Presse sah sich gezwungen zu betonen, dass die Veröffentlichung des Projekts keine Billigung darstelle, sondern der Information diene.

    Bosshards Vision wurde als Kraftmeierei, ja als «utopistische Narretei» kritisiert. Ökologische Aspekte oder rechtliche Grundlagen für eine derartige Aufschüttung blieben im Projektdossier weitgehend unberücksichtigt.

    Zeit der verwegenen Stadtideen
    Bosshards Plan fügt sich in die 1960er- und 1970er-Jahre, in denen Zürich mit mehreren radikalen Projekten experimentierte. 1971 etwa entwarfen Guhl, Lechner und Philipp die «Wohncity» über den Gleisen zwischen Hauptbahnhof und Altstetten, ebenfalls ein Plan, der an den Kosten und an der Komplexität scheiterte.

    ETH-Stadtforscher Christian Schmid spricht rückblickend von einem «Akt der Verzweiflung». Die Enge der Zürcher Innenstadt liess kaum Spielraum für Expansion. Die Idee, auf See oder über Bahngelände auszuweichen, sei spektakulär, aber weder praktisch noch finanzierbar gewesen.

    Wohnungsbau bleibt ein Dauerproblem
    Heute erlebt die Debatte um die Überdeckung von Bahnhofs-Gleisen eine Neuauflage. Diesmal vor allem mit Blick auf den Mangel an bezahlbarem Wohnraum. Schmid bleibt skeptisch, auch solche Projekte würden enorme Kosten verursachen und letztlich eher Luxuswohnungen hervorbringen. Realistischer seien Stadterweiterungen wie sie vor Jahren die Architektengruppe Krokodil für Dübendorf vorschlug. Grossflächig, gut erschlossen und mit Potenzial für günstige Siedlungen.

    Die «City im See» mag als städtebauliche Utopie gescheitert sein, sie bleibt dennoch Symbol einer Epoche, in der Zürich hochfliegende Ideen entwarf, um seine strukturellen Probleme zu lösen. Die Stadt suchte damals wie heute nach Raum, der nicht vorhanden ist und fand Antworten in kühnsten Visionen.

  • Sport, Nachhaltigkeit und Gemeinschaft unter einem Dach

    Sport, Nachhaltigkeit und Gemeinschaft unter einem Dach

    Das Radsportteam Tudor Pro Cycling plant, seinen Hauptsitz von Schenkon nach Sursee zu verlegen. Laut einer Mitteilung ist nun der Baustart der neuen Anlage erfolgt. Das 10‘000 Quadratmeter grosse Gebäude soll nachhaltig gestaltet und im Jahr 2027 eröffnet werden. Es soll das Wachstum des Teams unterstützen und die Standards des professionellen Radsports neu definieren. Unterstützt wird das Projekt vom Gemeinderat und den Behörden des Kantons Luzern.

    Die 17 Millionen Franken teure Anlage wurde in Zusammenarbeit mit Goldbeck Rhomberg entworfen. Sie soll an der Zeughausstrasse in Sursee entstehen und über fünf Stockwerke einen Ort bieten, an dem Fahrer, Mechaniker, Trainer und Mitarbeitende zusammenkommen können, um sich auf bevorstehende Rennen vorzubereiten. Ein öffentlicher Bereich soll zudem Fans und Unterstützende exklusive Einblicke hinter die Kulissen und interaktive Erlebnisse bieten.

    „Gemeinsam mit Goldbeck Rhomberg haben wir ein bahnbrechendes Konzept entwickelt, das nicht nur die Bedürfnisse eines professionellen Sportteams erfüllt, sondern auch die Erwartungen der Fans und der lokalen Gemeinschaft berücksichtigt“, erklärt Raphael Meyer, CEO von Tudor Pro Cycling, in der Mitteilung. „Es setzt zudem neue Massstäbe in Sachen ökologischer Nachhaltigkeit und ist mit der DGNB-Gold-Zertifizierung ausgezeichnet – einem der höchsten Standards, die Gebäude erreichen können.“

    Sursee und der Kanton Luzern haben das Team den Angaben zufolge von Anfang unterstützt und das Projekt ermöglicht. „Wir freuen uns, dass dieses neue Gebäude, das dem Sport und einem gesunden Lebensstil gewidmet ist, hier in unserer Gemeinde Gestalt annimmt“, so Sabine Beck-Pflugshaupt, Stadtpräsidentin von Sursee. „Es ist ein Ort, der Sursee auch in der Schweiz und über unsere Grenzen hinaus zu seinem Glanz verhelfen wird.“

  • Exklusive Destination am Vierwaldstättersee stärkt Präsenz in Indien

    Exklusive Destination am Vierwaldstättersee stärkt Präsenz in Indien

    Das Traditionshotel Bürgenstock Resort Lake Lucerne lässt sich in Indien ab sofort von der auf Hotellerie spezialisierten und in Mumbai ansässigen Agentur Aumentar Hospitality repräsentieren. „Wir sind gespannt auf all die einzigartigen Begegnungen, Events und Emotionen, die diese Verbindung auf den Bürgenberg bringen wird“, heisst es dazu in einer Mitteilung des Betreibers. Wie die Bürgenstock Hotels AG weiter ausführt, habe sie mit Aumentar Hospitality einen Partner an ihrer Seite, „der über ein exzellentes Netzwerk in Indien verfügt und die Bedürfnisse von Reiseveranstaltern, Agenturen und anspruchsvollen Gästen genau kennt“.

    Diese Partnerschaft versteht das Nidwalder Unternehmen als Teil der strategischen Bestrebungen, seine Präsenz auf dem indischen Markt gezielt auszubauen, „denn Indien gilt für uns als klarer Wachstumsmarkt“. Die Nachfrage nach exklusiven europäischen Destinationen steige seit Jahren kontinuierlich, insbesondere im Zusammenhang mit sogenannten Milestone Celebrations, also Hochzeiten, Jubiläen und anderen besonderen Lebensereignissen.

    Nicht zuletzt wegen einiger Bollywood-Produktionen, die in und um Luzern gedreht wurden, sei die Region im indischen Markt sehr bekannt: „Die Destination gilt als Tor zur Schweiz und vereint Stadt, See und Alpen auf engstem Raum – ein Aspekt, der von indischen Gästen sehr geschätzt wird.“

    Die 60 Hektar grosse Hotel- und Tourismusanlage oberhalb des Vierwaldstättersees zählt insgesamt 30 Gebäude. Sie liegen auf dem Bürgenberg in den Gemeindegebieten von Stansstad und Ennetbürgen.

  • Grundstückserwerb in Meggen

    Grundstückserwerb in Meggen

    Das erworbene Grundstück am Neueggweg ist praktisch unbebaut und liegt gemäss Zonenplan in Wohnzone C. Die Lage ist ruhig, dennoch gut erschlossen, ein Vorteil für zukünftige Bewohner. Nach aktuellem Planungsstand wird Mobimo auf dem Areal eine Überbauung im Stockwerkeigentum mit etwa 70 Wohneinheiten realisieren. Das Projektvolumen beläuft sich auf rund 120 Millionen Franken. Der Baustart ist von einer zwingenden Gestaltungsplanpflicht abhängig. Die Fertigstellung der Überbauung ist für Ende 2032 vorgesehen.

    Entwicklungspipeline und Marktumfeld
    Mit dem Kauf des Areals baut das Unternehmen ihre Entwicklungspipeline für die kommenden Jahre substanziell aus. Die Nachfrage nach Wohneigentum an guten Lagen rund um Luzern bleibt stabil hoch. Die Gemeinde Meggen gehört zu den begehrtesten Wohnorten der Zentralschweiz und punktet neben der Nähe zur Stadt Luzern, mit attraktiver Lage und Lebensqualität. Der Vierwaldstättersee, das Naherholungsgebiet rund um Meggen und die städtische Infrastruktur stärken den Standort zusätzlich.

    Projektziele und Ausblick
    Die neue Überbauung bietet nicht nur neuen Wohnraum, sondern bringt durch den Gestaltungsplan auch städtebauliche Entwicklungsmöglichkeiten. Architekturbüros erhalten nach dem Verfahren die Chance, innovative Wohnlösungen und moderne, bedarfsgerechte Raumkonzepte einzubringen. Die Planung trägt sowohl dem Wunsch nach attraktiven Grünräumen als auch den Ansprüchen an Wohndichte und Nachhaltigkeit Rechnung.

    Bis zur geplanten Fertigstellung Ende 2032 sind noch mehrere Planungsschritte erforderlich. Der genaue Baustart hängt von der Entwicklung und dem Abschluss des Gestaltungsplans ab. Der Bezugstermin wird auf Basis der Behördenverfahren und der Vermarktung zeitnah kommuniziert.

    Das Projekt in Meggen bringt neuen Wohnraum, entwickelt den Standort weiter und erweitert das Engagement des Unternehmens für attraktives, zukunftsfähiges Wohnen in der Zentralschweiz.

  • Bauprojekt verbindet Kunst, Architektur und Kulturentwicklung

    Bauprojekt verbindet Kunst, Architektur und Kulturentwicklung

    Die Nüssli Schweiz AG aus Hüttwilen hat den ersten Spatenstich zum Ausbau der Mack-Pyramide in Monheim am Rhein getätigt, heisst es in einer Mitteilung. Das Thurgauer Veranstaltungsbauunternehmen hat den Generalauftrag im Frühjahr 2025 erhalten. Es ist nach dem Bau einer Achtfach-Sporthalle bereits der zweite Auftrag aus Monheim für Nüssli.

    Der Bau ist eine architektonische und künstlerische Herausforderung. Über die bestehende Mack-Pyramide wird eine zweite gespiegelte Pyramide gesetzt. In der neuen Doppelstruktur sollen weitere Ausstellungs- und Lagerräume entstehen. Darüber hinaus wird die bestehende Fläche saniert und modernisiert.

    Bis Ende Oktober 2025 soll die Tiefgründung, bis zum Jahresende der Rohbau der Treppenhäuser abgeschlossen sein. Die Tragstruktur besteht aus einer Stahlkonstruktion mit Treppenhäusern aus Stahlbeton. Wo möglich, sollen Fertigbauteile aus dem Arsenal von Nüssli Verwendung finden.

    Pünktlich zum 95. Geburtstag des deutschen Künstlers Heinz Mack soll das Richtfest im März 2026 stattfinden. Die vollständige Fertigstellung des Baus ist für den Sommer 2027 geplant.

    „Wir sind stolz, die Vision der Stadt Monheim am Rhein gemeinsam mit unseren Partnern zu realisieren“, wird Udo Baader, Leiter Projektmanagement Special Projects von Nüssli, in der Mitteilung zitiert. „Die Erweiterung der Mack-Pyramide ist nicht nur ein architektonisches Highlight, sondern auch ein kultureller Impuls für die ganze Region.“

  • Zwischen Innovation und Realität

    Zwischen Innovation und Realität

    Inmitten der Zürcher Agglomeration ragt der neue Wohnturm H1 über das Zwhatt-Areal hinaus. Mit 75 Metern Höhe und 24 Geschossen ist das Gebäude ein sichtbarer Marker für die Skyline von Regensdorf und für hybride Bauweisen zwischen Beton und Holz. Denn trotz markantem Rotton und auffälliger Fassade dominieren im Inneren natürliche und neutrale Materialien. Die Architektur bleibt zurückhaltend, die Struktur klassisch. Drei massive Sockelgeschosse und ein zentraler Betonkern tragen das Gebäude, während Holzstützen, Holz-Beton-Verbundrippendecken sowie Leichtbaufassaden und Solarpaneele für Ressourceneffizienz sorgen.

    Das HBV-Tragwerk erlaubt einen hohen Vorfertigungsgrad und eine signifikante Reduktion der grauen Energie. Im Vergleich zu herkömmlichen Massivbauten werden 20% der Emissionen eingespart, insgesamt etwa 670 Tonnen CO₂ im Lebenszyklus von 60 Jahren. Die horizontal gestellten Photovoltaikmodule dienen als Brisesoleil und generieren jährlich rund 155’000 kWh Strom, was etwa 36% des Energiebedarfs der Wohnungen abdeckt.

    Wohnqualität, Gemeinschaft und urbane Verdichtung
    Im Sockelbereich des H1 schliessen dreiseitige Arkaden das Gebäude an das Quartier an und sorgen für urbane Aufenthaltsqualität. Im Innern sorgt eine klare, modulare Struktur für kompakte, flexible Wohnungen. 156 Einheiten sind um den zentralen Kern organisiert und werden über kurze, gebündelte Erschliessungswege erreicht. Raum für Gemeinschaft gibt es auf halber Gebäudehöhe mit einem doppelgeschossigen Begegnungsraum, einem Waschsalon und spektakulärer Aussicht. Die Holzelemente schaffen ein angenehmes Raumklima, Sichtbalken und Lehmflächen sorgen für Behaglichkeit.

    Nachhaltigkeit und die Ambivalenz des Hochhausprinzips
    H1 ist ein Projekt des Übergangs. Der hohe Holzanteil reduziert das CO₂-Profil, macht aber den Einsatz von Beton nicht überflüssig. Die klimafreundliche Bauweise, lokale Rohstoffe wie Buchenholz aus dem Jura oder Lehm und der Fokus auf erneuerbare Energie rücken nachhaltiges Bauen in die Realität. Dennoch bleibt das Hochhaus ein ambivalentes Konzept. Die Verdichtung spart Fläche, doch die Statik und der Brandschutz zwingen weiterhin zu Hybridkonstruktionen.

    Städtebaulich bildet das Zwhatt-Areal eine neue Entwicklungsperspektive für Regensdorf. Die Silhouette des H1 und weiterer Türme prägt die Skyline. Das Quartier verzahnt Wohnen, Arbeiten und Freiräume und steht für eine Stadtentwicklung, die flexibel und wandlungsfähig bleibt.

    Das Wohnhochhaus H1 steht exemplarisch für den Wandel im Bauwesen. Es bringt avancierte Holzhybridtechnologie, hohe Vorfertigung und städtebauliche Integration zusammen. So ist H1 ein „Bau des Übergangs“, ein Schritt in Richtung Netto-Null, aber auch ein Spiegel der Herausforderungen und Potenziale, vor denen nachhaltiger Wohnungsbau in urbanen Zentren heute steht.

  • Spatenstich für SBB-Werk in Arbedo-Castione

    Spatenstich für SBB-Werk in Arbedo-Castione

    Das neue SBB-Werk, offiziell Nuovo stabilimento industriale ferroviario (NSIF) genannt, ersetzt das bestehende Werk in Bellinzona, das den Anforderungen an den Unterhalt der modernen Triebzüge nicht mehr genügte. Die neue Anlage schafft Raum für 360 Vollzeitstellen und 80 Lehrstellen und ist auf die künftige Wartung und Instandhaltung von Giruno-, ETR- und FLIRT-TILO-Triebzügen spezialisiert. Der hohe Automatisierungsgrad und die Ausrichtung auf elektromechanische Arbeiten machen die Anlage zum modernsten SBB-Industriewerk Europas.

    Besonders stolz zeigte sich SBB-CEO Vincent Ducrot beim Spatenstich. Der Kanton Tessin sei eine äusserst wichtige Region für die SBB, die mit diesem Projekt in Arbeitsplätze, Know-how und Technik investiere. Der neue Standort umfasst eine Fläche von 150’000 Quadratmetern, das entspricht mehr als 20 Fussballfeldern und setzt mit einem Gründach und integrierten Solaranlagen auch ein Zeichen für Nachhaltigkeit.

    Nachhaltigkeit und grosser Baufortschritt
    Begonnen haben die Arbeiten bereits im Juni 2025 mit der Einrichtung der Baustelle, Aushub- und Fundamentarbeiten sowie ersten Massnahmen für die künftige Zugwaschanlage. Parallel läuft der Ausbau der Bahninfrastruktur. Neue Weichen, zusätzliche Gleise und moderne Steuerungstechnik sorgen für eine optimale Anbindung an das Netz. Die SBB legt Wert auf ökologische Kompensation, 8,4 Hektaren hochwertige Fruchtfolgeflächen werden an alternativen Standorten im Tessin ausgeglichen.

    Ab Mitte 2028 geht das neue Werk schrittweise in Betrieb. Mit dem Umzug des bisherigen Werks Bellinzona nach Arbedo-Castione, erhalten Region und Mitarbeitende eine zukunftsfähige Perspektive. Das neue SBB-Werk steht für Innovation, Wachstum und nachhaltige Entwicklung in einer für die Schweiz strategisch wichtigen Region.

  • Neubau stärkt die Kantonspolizei Solothurn

    Neubau stärkt die Kantonspolizei Solothurn

    Die Aufgaben der Polizei sind vielfältiger geworden. Technik und Gesellschaft wandeln sich rasant. Gesetzliche Vorgaben werden immer komplexer. Um darauf reagieren zu können, braucht die KAPO Solothurn neue Strukturen. Gut ausgebildete Mitarbeitende und laufende Weiterbildung sind wichtiger denn je. Auch eine ausreichende Ausstattung ist heute eine Grundvoraussetzung für effizientes Arbeiten.

    Platzmangel, veraltete Infrastruktur
    Die bestehende Infrastruktur erfüllt die aktuellen Ansprüche nicht mehr. Viele Dienste arbeiten in beengten und ungeeigneten Mietobjekten. Spezielle Räume für Ausbildung und moderne Untersuchungen fehlen. Besonders betroffen sind die Kriminaltechnik sowie der Dienst für Aus- und Weiterbildung. Die Mitarbeitenden müssen deshalb auf externe Räume ausweichen. Das erschwert Abläufe und kostet Zeit.

    Der Neubau als Lösung
    Am Standort Oensingen entsteht eine zentrale Einheit für die Polizei. Mehr als 150 Mitarbeitende aus elf verschiedenen Diensten werden künftig unter einem Dach arbeiten. Das schafft bessere Kommunikation und kürzere Wege. Auch die Zusammenarbeit mit dem Schwerverkehrskontrollzentrum in der Nähe wird einfacher. Der Neubau bietet genügend Platz für heutige und zukünftige Teams. Moderne Arbeits- und Ausbildungsbedingungen sorgen für mehr Effizienz und Motivation.

    Ausbildung und Qualität stehen im Vordergrund
    Ein neues Ausbildungszentrum vor Ort vereinfacht die Schulung der Polizeikräfte. Die Kriminaltechnik bekommt zeitgemässe Labore und Untersuchungsräume. Das steigert die Qualität der Arbeit und verbessert die Bedingungen für alle.

    Mehr Effizienz, geringere Kosten

    Durch die neuen Strukturen werden Abläufe vereinfacht und Kosten gesenkt. Die internen Synergien und die Nähe zum SVKZ führen zu kürzeren Einsatzzeiten. Das macht die Arbeitsplätze für die Polizei attraktiver und steigert die Effektivität.

    Zahlen, Fakten und Ausblick
    Der Bau ist für rund 85 Millionen Franken geplant. Die Nutzfläche beträgt gut 10’400 m². Das Gebäude bietet Räume für alle wichtigen Polizeidienste. Es verfügt über spezielle Trainingsbereiche, Labore und 204 Parkplätze. Die Fertigstellung und der Bezug sind für 2031 vorgesehen. Luna Productions aus Deitingen hat das Siegerprojekt im Wettbewerb geliefert. Die Kosten werden laufend überprüft und optimiert.

    Der Neubau stellt die Kantonspolizei Solothurn für die Zukunft auf. Bessere Arbeitsbedingungen, effizientere Abläufe und moderne Technik sorgen dafür, dass die Polizeiarbeit sich flexibel weiterentwickeln kann.

  • Ausbau von 8000 Glasfaseranschlüssen bis 2026 geplant

    Ausbau von 8000 Glasfaseranschlüssen bis 2026 geplant

    Swiss Fibre Net und der lokale Energie- und Wasserversorger StWZ Energie stellen der Zofinger Bevölkerung laut einer Medienmitteilung bis Ende des Jahres knapp 5000 Glasfaseranschlüsse zur Verfügung. Bis Ende 2026 sollen es 8000 sein.

    Wie die beiden Unternehmen weiter mitteilen, werde das Glasfasernetz geöffnet, um die Versorgung der Kundschaft mit einer breiten Vielfalt an Telekomangeboten verschiedener Anbieter zu ermöglichen. „Dank der Zusammenarbeit mit Swiss Fibre Net können die mit StWZ-Glasfaser erschlossenen Zofingerinnen und Zofinger von den zusätzlichen Telekomangeboten von Sunrise und Salt profitieren“, so StWZ-Geschäftsführer Paul Marbach in einer Medienmitteilung. Die Angebote der beiden Telekomanbieter seien sofort verfügbar.

    Dass Kundinnen und Kunden aus diversen Telekomanbietern auswählen können, sei heutzutage ein Muss, so der CEO von Swiss Fibre Net, Andreas Waber: „Nur offene Netze garantieren einen kundenorientierten Wettbewerb. Deshalb engagieren wir uns in Zusammenarbeit mit Energieversorgern, Kabelnetzbetreibern und Gemeinden für den Grundsatz des offenen Glasfasernetzes.“

    Die Swiss Fibre Net AG ist ein Gemeinschaftsunternehmen lokaler Energieversorger und Kabelnetzbetreiber in der Schweiz. Sie verbindet die lokalen Glasfasernetze ihrer Netzpartner zum grossflächigen, homogenen und offenen Swiss Fibre Net und bietet dieses national tätigen Telekomanbietern zur Nutzung an.

  • Neue Agenda soll Zusammenarbeit im Limmattal stärken

    Neue Agenda soll Zusammenarbeit im Limmattal stärken

    An ihrer Generalversammlung vom 28. August 2025 hat sich die Limmatstadt AG zu ihrer Rolle als treibende Kraft der regionalen Entwicklung bekannt. Wie es auch in einer Medienmitteilung heisst, sei mit dem Abschluss des Prozesses für eine Neuausrichtung der künftige Auftrag für die regionale Standortförderung geschärft worden.

    In Zusammenarbeit mit den Akteurinnen und Akteuren der Region sei ein klares Zielbild definiert worden. Es kristallisiert sich in der Formulierung „Gemeinsam gestalten wir ein starkes Limmattal und schaffen Raum für mehr“. Durch die enge Zusammenarbeit und die konsequente Orientierung an den Bedürfnisse aller Anspruchsgruppen könnten die Interessen gebündelt und Projekte initiiert und begleitet werden, die die erfolgreiche Entwicklung des Limmattals nachhaltig fördern sollen.

    Vor diesem Hintergrund übernehme die Limmatstadt AG eine aktivere Rolle. So würden nun die Entwicklung einer gemeinsamen regionalen und digitalen Agenda und das Projekt Kommunikationskanäle Limmattal gestartet. Beide sollen die Sichtbarkeit regionaler Angebote verstärken und die Zusammenarbeit im Limmattal weiter fördern.

    Im Rahmen dieser Neuausrichtung wurde auch der überarbeitete Markenauftritt „Limmattal. Raum für mehr.“ präsentiert. Er soll die Identität der Region als dynamischer Lebens- und Wirtschaftsraum stärken.

    Jasmina Ritz und Josef Bütler haben sich aus beruflichen Gründen aus dem Verwaltungsrat zurückgezogen. Neu gewählt wurde Roger Bachmann, der Stadtpräsident von Dietikon. Von seiner Expertise und regionalen Verbundenheit erwartet sich die Limmatstadt AG wertvolle Impulse.

  • Babyboomer werden keine Verkaufswelle beim Wohneigentum auslösen

    Babyboomer werden keine Verkaufswelle beim Wohneigentum auslösen

    Hoffnungen auf niedrigere Preise auf dem Markt für Wohneigentum durch den sogenannten Silver Tsunami der massenhaft ins Pensionsalter eintretenden Babyboomer werden sich nicht erfüllen. Zu diesem Ergebnis kommt die Immobilienstudie von Raiffeisen für das dritte Quartal 2025. Demnach wird die massive demografische Verschiebung, die durch den Ruhestand der zwischen 1955 und 1969 geborenen Babyboomer-Generation ausgelöst wird, nicht zu einem grösseren Angebot von Wohneigentum und in der Folge zu sinkenden Preisen führen.

    Der Hauptgrund dafür ist ihre äusserst geringe Wohnmobilität: Die Umzugsquote von Wohneigentümerinnen und -eigentümern im Rentenalter beträgt sowohl im Stockwerkeigentum als auch im Einfamilienhaus gerade einmal rund 1,5 Prozent. Dagegen ist die Umzugsquote von Pensionierten, die in Mietwohnungen leben, mit 4,1 Prozent fast dreimal so hoch.

    „Der ab 2023 beobachtete Anstieg der Leerstände im Wohneigentum ist kein Vorbote, dass die demografische Alterung zu einem strukturell höheren Leerstand beim Eigentum führt“, legt Raiffeisens Chefökonom Fredy Hasenmaile in einer Medienmitteilung dar. „Er ist in erster Linie durch die zwischenzeitlich höheren Zinsen und den damit vorübergehend wegfallenden Wohnkostenvorteil im Eigentum zu erklären.“

    Faktoren wie die grosse Angebotsknappheit, die tiefen Zinsen und die Zuwanderung haben laut Raiffeisen die Preisentwicklung bisher viel stärker geprägt als die Alterung der Gesellschaft. Auch auf dem Mietwohnungsmarkt übersteige die Nachfrage bei weitem das Angebot. Trotz der regen öffentlichen Debatte sei der Wohnungsbau nicht in Gang gekommen. Dementsprechend, so Hasenmaile, müsse „auch künftig mit einem spürbaren Anstieg der Angebotsmieten und rückläufigen Leerständen gerechnet werden“.

  • Neue Regionalpolitik NRP in der Schweiz 

    Neue Regionalpolitik NRP in der Schweiz 

    Strukturwandel ganzheitlich begleiten 
    Die wirtschaftliche Bedeutung des Tourismus in den Zielregionen wird mit innovativen Angebots- und Infrastrukturentwicklungen gestärkt. Kooperationen sowie neue, strategisch positionierte Produkte steigern die regionale Wertschöpfung und eröffnen zusätzliche Einkommensquellen. Ziel ist es, das Potenzial einzelner Destinationen optimal auszuschöpfen und neue Impulse für nachhaltige Entwicklung zu setzen. 

    Digitalisierung als Schlüssel für Wettbewerbsfähigkeit 
    Die Digitalisierung ist mittlerweile ein integraler Bestandteil jeder Förderstrategie. Die NRP unterstützt Projekte im Bereich digitale Transformation, fördert Strategien zur Sensibilisierung und Vernetzung und stärkt so die Anschlussfähigkeit auch abgelegener Regionen. Dadurch wird gewährleistet, dass Innovation und Wertschöpfung zunehmend unabhängig von geografischen Standortnachteilen möglich sind. 

    Partnerschaft und Synergie als Erfolgsfaktor 
    Ein gezieltes Zusammenspiel mit anderen Förderpolitiken des Bundes bildet die Voraussetzung für die Wirkung der NRP. Die partnerschaftliche Umsetzung von Projekten und die Abstimmung verschiedener Entwicklungsstrategien fördern den Mehrwert und tragen zur nachhaltigen Lösung regionaler Herausforderungen bei. So wird die Standortförderung umfassend und zukunftsgerichtet vorangetrieben. 

    Finanzielle Anreize für nachhaltiges Wachstum 
    Die NRP setzt umfangreiche strukturelle und finanzielle Impulse durch Globalbeiträge und gezielte Fördermittel, wodurch die Wettbewerbsfähigkeit und Attraktivität von Regionen gesteigert und neue Entwicklungsmöglichkeiten eröffnet werden. 

    Die Neue Regionalpolitik ist mehr als ein Förderinstrument. Sie schafft Zukunftsperspektiven für Regionen, die bisher im Schatten der grossen Zentren standen. Ihre Programme und Strategien sind der Schlüssel für nachhaltigen Strukturwandel und den Aufbau starker, resilienter Standorte in der Schweiz. 

  • Bauprojekt wird zum Lernlabor für Studierende und Forschende

    Bauprojekt wird zum Lernlabor für Studierende und Forschende

    Die beiden ETH-Departemente Architektur sowie Bau, Umwelt und Geomatik machen die Grundsanierung und den Ausbau des HIL-Gebäudes auf dem ETH-Campus Hönggerberg zu einem Forschungsprojekt. Anstatt die Bauplanung einem externen Planungsbüro zu übergeben, wird sie laut einem Bericht der ETH von einem internen Planungsteam unter Beteiligung von Professorenschaft, Mittelbau und Studierenden übernommen. Sie werden mit ihrem vielfältigen Baufachwissen im HIL Living Lab Eingriffe und Konstruktionen erforschen, um das nachhaltige, zirkuläre und ressourcenschonende Bauen im Bestand voranzubringen.

    Das HIL-Gebäude wurde 1972 bis 1976 errichtet und dient als Hauptgebäude der beiden Architektur- und Baudepartemente. Es verfügt über 800 Arbeitsplätze, 1600 Plätze in Hörsälen und Seminarräumen sowie grosse Zeichensäle und ist am Ende seines ersten Lebenszyklus angekommen. Insbesondere besteht den Angaben zufolge ein erheblicher Sanierungsbedarf bezüglich Brandschutz und Haustechnik. Zudem ist die markante Gebäudehülle unzureichend gedämmt.

    Ausserdem soll das Gebäude bis circa 2035 erheblich erweitert und aufgestockt werden, weil der Architekturstandort ONA aufgegeben und integriert werden soll. Daneben geht es bei dem Projekt um die zentrale Frage, wie in Zukunft im HIL gearbeitet, gelehrt und geforscht werden soll. Das Ziel soll ein modernes Raumangebot sein, das mit sogenannten hybriden Lehr- und Lernlandschaften stärker zu Interaktion und Kollaboration einlädt. Was das konkret bedeutet, wollen die Beteiligten noch definieren.

    „Das Living Lab ermöglicht es uns, Lehre und Forschung direkt in ein Bauprojekt einfliessen zu lassen“, wird Architekturprofessor Matthias Kohler auf der Internetseite des Projekts zitiert. Er hat es gemeinsam mit dem Direktor der ETH-Abteilung Immobilien, Hannes Pichler, initiiert. „Dass wir dabei an unserem eigenen ,Zuhause‘ forschen, macht es für uns umso spannender, weil wir so unsere Zukunft mitgestalten können.“

  • Informationsveranstaltung für Senioren auf der Wohnungssuche – Ein Kooperationsprojekt des SVIT Zürich mit der Stadt Uster für Bewohner der Stadt Uster

    Informationsveranstaltung für Senioren auf der Wohnungssuche – Ein Kooperationsprojekt des SVIT Zürich mit der Stadt Uster für Bewohner der Stadt Uster

    In einem Pilotprojekt hat sich der SVIT Zürich zusammen mit der Stadt Uster das Ziel gesetzt, im digitalen Zeitalter dieser Altersgruppe eine geeignete Unterstützung anbieten zu können. Im Zentrum steht eine enge Zusammenarbeit mit den Amtsstellen (z. B. Sozialdienste, Gesundheits- und Beratungsstellen) und dem Immobilienverband auf mehreren Ebenen:

    1. Informations- und Beratungsangebote
    Eine zentrale Anlaufstelle als Teil der «Fachstelle Alter» soll älteren Menschen unterstützen, sich über den aktuellen Wohnungsmarkt einen Überblick zu verschaffen und sich für Wohnungssuche «parat» zu machen.  Dabei gibt es einiges zu beachten, gerade, wenn wie so oft die letzte Wohnungssuche schon Jahrzehnte zurückliegt. Bei diesem Punkt kommt der SVIT Zürich ins Spiel und organisiert für Interessierte Seniorinnen und Senioren nützliche Informations- oder besser ausgedrückt «Aufklärungsveranstaltungen», welche auf die «Dos and Don’ts» der Wohnungssuche hinweisen. 

    Im «SVIT Zürich World-Cafe», werden die Besucher in 3 Gruppen an grossen Blocktischen eingeteilt. Bei Kaffee und Kuchen werden wichtige Schwerpunkte erläutert und besprochen. 

    • Ausfüllen eines Interessenformulars mit den nötigen Beilagen / Selektion der Mieter aus Sicht der Verwaltung 
    • Wie und wo suche ich nach geeigneten Wohnungen / Realitäts-Check der 

    gewünschten Wohnung (inkl. Suchprofil erstellen) 

    • Wo der Verband während der aktiven Suche unterstützen kann (Coaching) und 

    weshalb wir keine Wohnungen auf dem Präsentierteller anbieten können.  

    Die erste Veranstaltung dieser Art findet am 18. September 2025 im Gemeinderatssaal der Stadt Uster Stadt: 

    Infos unter:
    https://www.svit.ch/de/svit-zuerich/event/informationsveranstaltung-fuer-seniorinnen-und-senioren-auf-der-wohnungssuche

    2. Best Practice-Leitfaden für Senioren zum Vorgehen bei Vermietungsprozessen
    Vermietungsprozesse sind heute weitgehend standardisiert und auf Effizienz getrimmt. Grössere Liegenschaftsverwaltungen setzen stark auf Tempo und vergeben Wohnungen an den ersten Mieter, der passt. Kleinere Liegenschaftsverwaltungen und private Vermieter nehmen sich zwar manchmal mehr Zeit, aber auch sie wollen möglichst schnell vermieten. Wer seine Chancen bei der Wohnungssuche erhöhen möchte, muss sich sehr gut vorbereiten und bereit sein, schnell zu entscheiden. Die Vorbereitung lohnt sich, weil Wohnungsbewerbungen bei den meisten Verwaltungen ähnlich ablaufen.  

    In Kooperation mit der Stadt Uster (Fachstelle Alter) und dem SVIT Zürich entstand 

    Im Februar 2025 eine hilfreiche Anleitung speziell für Senioren: 

    Leitfaden unter:
    https://www.svit.ch/sites/default/files/2025-02/Wohnungssuche%20ohne%20Umwege.pdf

    3. Prävention und Langfristigkeit
    In einer geplanten Kampagne „Wohnen im Alter“ – sollen ältere Menschen ermutigt werden, rechtzeitig über einen Umzug nachzudenken, denn eine frühzeitige Planung erleichtert den Wohnsuchprozess für den Lebensabend enorm. 

  • Verdichtung und Wohnungsbau über Gleisanlagen

    Verdichtung und Wohnungsbau über Gleisanlagen

    Gerade in zentral gelegenen Bahnhofsgebieten schlummert ein enormes, bisher ungenutztes Potenzial. Die Überbauung von Gleisfeldern ist eine städtebauliche Entwicklungsstrategie, die weltweit bereits erfolgreich angewendet wird, etwa in Metropolen wie London, New York oder Wien. Auch in Schweizer Städten rückt diese Möglichkeit immer mehr ins Zentrum der Debatten um nachhaltige Verdichtung und innovative Stadtentwicklung.

    Politische Initiativen und Reaktionen
    Ständerat Josef Dittli hat einen Vorstoss eingereicht, der den Bundesrat auffordert, Konzepte und Prozesse zur Nutzung von Flächen über Gleisen zu prüfen. Dabei steht insbesondere die technische und rechtliche Machbarkeit sowie die nachhaltige Integration in die bestehende Stadtstruktur im Fokus. Der Bundesrat reagierte positiv und sieht in den Gleisflächen ein grosses Potenzial für den Wohnungsbau in zentralen Lagen. Die Beratung des Geschäfts erfolgt nun im Ständerat und verspricht neue Impulse für urbane Entwicklungsprojekte.

    Auch auf kantonaler Ebene, etwa in Zürich durch die FDP, werden ähnliche Initiativen vorangetrieben, mit dem Ziel, den Flächenbedarf im urbanen Raum besser zu nutzen und die Lebensqualität zu steigern.

    Chancen und Herausforderungen
    Die Realisierung solcher Bauprojekte erfordert innovative Verfahren und interdisziplinäre Zusammenarbeit von Behörden, Schienenverkehrsbetrieben, Bauunternehmen und Stadtplanern.

    Zentral sind dabei:

    • Sicherstellung der Funktionalität und Sicherheit des Bahnverkehrs
    • Nachhaltige und energieeffiziente Bauweise
    • Integration mit bestehenden Infrastrukturen und dem Stadtbild
    • Rechtsklare und transparente Prozesse für Planung und Baubewilligung

    Die Nutzung von Raum über Gleisfeldern bietet eine vielversprechende Antwort auf die Herausforderungen der urbanen Verdichtung und Wohnraumbeschaffung. Mit politischen Vorstössen auf verschiedenen Ebenen und der positiven Haltung des Bundesrats könnten diese Potenziale künftig sinnvoll erschlossen und zukunftsorientierte Stadtentwicklungsprojekte realisiert werden.

  • Machbarkeitsstudie für regionalen Windpark gestartet

    Machbarkeitsstudie für regionalen Windpark gestartet

    Energieproduzent Axpo prüft gemeinsam mit den beiden Ortsgemeinden Rüthi und Sennwald und der Politischen Gemeinde Rüthi die Machbarkeit eines Windparks. Geplant sind laut einer Medienmitteilung drei Windenergieanlagen auf dem Boden von Rüthi, eine Anlage in Altstätten SG und drei Anlagen in Sennwald. Zusammen könnten sie pro Jahr rund 54 Gigawattstunden Strom erzeugen, auch im Winter. Das entspricht dem durchschnittlichen Jahresverbrauch von 11’500 Haushalten.

    Am 25. August hat Axpo die Bevölkerung in Rüthi und am 26. August in Sennwald informiert. Fachleute von Kanton und Axpo beantworteten die Fragen der Bürgerinnen und Bürger. Ausserdem war das Axpo-Wind-Mobil für Erklärungen zur Technologie und einer 3D-Visualisierung des möglichen Windparks vor Ort.

    In der Mitteilung wird die Gemeindepräsidentin von Rüthi, Irene Schocher, zitiert, die die transparente Abklärung des Windpotenzials und die frühe Einbindung der Bevölkerung begrüsst: „Eine fundierte Entscheidungsgrundlage ist essenziell, um das Potenzial eines Windparks in unserer Region realistisch bewerten zu können.“ Die Ortsgemeinde Sennwald stehe hinter dem Projekt, so ihr Präsident Daniel Berger. Sie sehe „im geplanten Windpark eine Chance, die regionale Energieversorgung zu stärken und einen aktiven Beitrag zur Energiewende zu leisten.“

    Im Oktober 2025 wird ein Windmessmast aufgestellt, um über ein Jahr lang Daten zu Wind und Fledermausaktivitäten zu sammeln. Danach wird die Wirtschaftlichkeit des Projekts beurteilt und über die weitere Planung entschieden. Sollte es realisiert werden, können sich die Standortgemeinden und die lokale Bevölkerung an einer Projektgesellschaft beteiligen.

  • Schweizer Küchenhersteller baut Präsenz in Deutschland aus

    Schweizer Küchenhersteller baut Präsenz in Deutschland aus

    Suter Inox will sich langfristig in Deutschland etablieren. Das auf Kücheneinbauten aus Edelstahl spezialisierte 78 Jahre alte Aargauer Familienunternehmen startet zur Küchenmeile 2025 offiziell in den deutschen Markt und wird dort nach zwei Jahren Präsenz auf einer Sonderfläche fester Aussteller. Die wichtigste europäische B2B-Fachmesse für Entscheiderinnen und Entscheider der Küchen- und Möbelbranche findet vom 20. bis 26. September 2025 in der nordrhein-westfälischen Stadt Löhne statt.

    Laut einer Medienmitteilung von Suter Inox zeigt sich das Unternehmen in der dortigen Architekturwerkstatt auf 150 Quadratmetern Präsentationsfläche. Marco Suter, der Präsident des Verwaltungsrats der Suter Inox AG, bezeichnet sie als „bedeutendes Forum für hochwertige Küchenarchitektur und kreative Materialinszenierungen. Als neuer Partner freuen wir uns, die Küche als ganzheitliches architektonisches Erlebnis mitzugestalten und uns in diesem inspirierenden Umfeld zu präsentieren.“

    Die Marketinggemeinschaft aus 24 Unternehmen, die gemeinsam rund 90 Prozent des deutschen Küchenmöbelumsatzes erwirtschaften und die Küchenmeile veranstaltet, erwartet auch in diesem Jahr 25’000 Fachbesucherinnen und -besucher, 40 Prozent davon aus dem Ausland.

    Parallel dazu zeigt das Unternehmen seine massgefertigten Arbeitsplatten, Spülen und Becken, Ab- und Überlauftechniken sowie Armaturen im nur wenige Minuten von der Messe entfernten BORA Flagship Store in Herford. Dieser wird den Angaben zufolge während der Küchenmeile gezielt besucht.

    „Deutschland ist ein anspruchsvoller, aber spannender Markt mit grossem Potenzial für unsere hochwertigen Edelstahlprodukte“, so Suter. „Unsere Präsenz in der Architekturwerkstatt und im BORA Flagship Store ist der Auftakt zu einem gezielten Ausbau unserer Marktaktivitäten. Wir freuen uns auf den Austausch mit Fachhändlern – und auf viele neue Partnerschaften.“

  • Holzhandelsunternehmen eröffnet modernen Standort in Obernau

    Holzhandelsunternehmen eröffnet modernen Standort in Obernau

    Die Herzog-Elmiger AG hat ihren neuen Standort in Obernau bei Kriens offiziell in Betrieb genommen. Zuvor hatte der Holzwerkstoffhandel seinen Sitz 65 Jahre lang an der Langsägestrasse in Kriens. Die Suche nach einem neuen Firmengelände war notwendig geworden, weil die Familie für das Autobahnprojekt Bypass Luzern vom Bundesamt für Strassen enteignet worden sei, heisst es in einer Medienmitteilung.

    Zeitgleich mit der Neueröffnung beging das Familienunternehmen am 23. und 24. August 2025 auch sein 120-jähriges Jubiläum. Die Geschwister Melanie und Michael Herzog haben den Betrieb 2022 vom Vater André Herzog übernommen und führen ihn nun in fünfter Generation.

    Die Kundschaft, Partnerinnen und Partner, die Nachbarschaft und die Öffentlichkeit konnten sich den Angaben zufolge bei geführten Rundgängen Einblicke in den 10’190 Quadratmeter grossen Holzneubau der Firma und ihr Geschäft verschaffen – vom vollautomatisierten Flächenlager über das Furnierlager mit besonderen Hölzern und die neue Ausstellung bis hin zur Photovoltaikanlage auf dem Dach, die pro Jahr rund 336 Tonnen CO2 einspart.

    Besonders hätten die zwölf Meter hohe Halle, ihre Tragkonstruktion aus Schweizer Holz und der Blick in die Logistik beeindruckt, wo täglich bis zu 200 Tonnen Waren bewegt werden. Grosses Interesse hätten auch die Räume geweckt, die für die Mitarbeitenden geschaffen wurden: ein Aktivraum, ein mit einheimischem Arvenholz ausgestattetes Zimmer zur Erholung, eine Terrasse mit grossem Grill und eine Kaffeebar.

    „Mit diesem Neubau haben wir die Chance genutzt, unser Unternehmen zukunftsorientiert und nachhaltig weiterzuentwickeln“, wird Michael Herzog zitiert. „Hier haben wir Raum für Innovation und gleichzeitig eine starke Verbindung zu unserer Tradition.“

  • Basel testet CO2-freien Betrieb von Baustellen

    Basel testet CO2-freien Betrieb von Baustellen

    Auf der Basis eines Pilotversuchs analysiert das Bau- und Verkehrsdepartement des Kantons Basel-Stadt Möglichkeiten für die Elektrifizierung von Baustellen. In Kooperation mit der Hochschule Luzern, dem Planungsbüro EcoForce GmbH aus Schötz LU und Partnern wird an Grundlagen für den künftigen Einsatz von E-Baumaschinen gearbeitet, heisst es in einer gemeinsamen Medienmitteilung.

    In einem ersten Schritt wird seit Ende August und bis voraussichtlich Ende Oktober 2025 eine oberirdische Müllsammelstelle für Glas, Weissblech, Aluminium und Batterien im Spalenring durch eine unterirdische in der Hegenheimerstrasse ersetzt. Befinden sich Sammelcontainer unter der Erdoberfläche, seien sie „benutzer- und behindertenfreundlicher, verursachen weniger Lärm, fügen sich besser ins Stadtbild ein und müssen dank grösserem Fassungsvermögen seltener geleert werden“.

    Als Testumgebung dient den Angaben zufolge der Bau einer Wertstoffsammelstelle mit E-Baumaschinen. „Vom Bagger über den Radlader bis zum Dumper“ laufen die Maschinen rein elektrisch. Damit will das Bau- und Verkehrsdepartement Erkenntnisse über die technischen und organisatorischen Voraussetzungen für die Elektrifizierung von künftigen Tiefbauprojekten gewinnen.

    Um einen Vergleich mit herkömmlichen Baustellen zu ziehen, wird eine zweite unterirdische Wertstoffsammelstelle am St. Johann-Platz mit Dieselmaschinen errichtet. Von Interesse seien dabei der CO2-Ausstoss, Strombedarf und Lärmverursachung sowie Bedingungen an die Infrastruktur. Schritt zwei sehe vor, zusammen mit regionalen Baumeistern ein Konzept für notwendige Anpassungen bei der Umstellung auf Elektrobetrieb zu erstellen. Ab 2037 soll laut kantonaler Klimaschutzstrategie der Betrieb von Baustellen im Kanton Basel-Stadt CO2-neutral sein.

  • Bundesrat verstärkt Agenda zur Standortattraktivität

    Bundesrat verstärkt Agenda zur Standortattraktivität

    Das internationale Umfeld bleibt volatil. Die USA stellen Handelsbeziehungen infrage und distanzieren sich von der OECD-Mindeststeuerreform, während die EU den Fokus auf Wettbewerbsfähigkeit und Bürokratieabbau legt. Für die Schweiz bedeutet dies Risiken, aber auch Chancen. Ihre stabilen Rahmenbedingungen, die offene Wirtschaft und eine exzellente Forschungslandschaft verschaffen weiterhin Vorteile im globalen Wettbewerb.

    Verbesserte Standortbedingungen als Schlüssel
    Der Bundesrat intensiviert seine wirtschaftspolitische Agenda und priorisiert Massnahmen, die die Produktionskosten der Unternehmen senken. Zudem sollen alternative Absatzmärkte erschlossen und die Rechts- und Planungssicherheit gestärkt werden. Wichtige Erfolge sind das neue Freihandelsabkommen mit Indien sowie der Abschluss der Verhandlungen mit Mercosur.

    Entlastung der Unternehmen
    Mit dem Unternehmensentlastungsgesetz (UEG) hat die Schweiz ein zentrales Instrument geschaffen, das nun konsequent umgesetzt werden soll. Neue Belastungen sollen vermieden, bestehende Regulierungen überprüft und gezielt vereinfacht werden. Die Evaluation ausgewählter Regulierungsbereiche spielt dabei eine zentrale Rolle.

    Kurzarbeit und Exportförderung im Fokus
    Aktuell prüft der Bundesrat rasch wirksame Massnahmen bei der Kurzarbeitsentschädigung. Diskutiert wird eine Verlängerung der Bezugsdauer von 18 auf 24 Monate innerhalb einer Rahmenfrist. Parallel wird der Bedarf zusätzlicher Schritte in der Exportförderung analysiert, um Schweizer Unternehmen in einem herausfordernden Umfeld abzusichern.

    Obwohl rund 10 Prozent der Schweizer Warenexporte von US-Zusatzzöllen betroffen sind, erwartet der Bundesrat keine Rezession vergleichbar mit der Finanzkrise oder der Pandemie. Ein Konjunkturprogramm gilt daher als nicht notwendig. Die Analyse der Wirtschaftslage wird jedoch laufend fortgesetzt, um bei Bedarf gezielt handeln zu können.

  • Neuer Tower für den Flughafen Zürich genehmigt

    Neuer Tower für den Flughafen Zürich genehmigt

    Der heutige Tower wurde 1985 gemeinsam mit dem Dock A in Betrieb genommen und hat nach fast 40 Jahren das Ende seiner Lebensdauer erreicht. Der neue Tower entsteht nördlich des bestehenden Standorts und soll den Fluglotsinnen und -lotsen einen optimierten Überblick über den Boden- und Luftverkehr verschaffen. Funktionalität, Nachhaltigkeit und Arbeitsplatzqualität werden dabei auf ein neues Niveau gehoben.

    Teil eines Grossprojekts
    Der Neubau des Towers ist eng mit dem Ersatzneubau des Dock A verbunden. Beide Projekte wurden von der Flughafen Zürich AG 2023 eingereicht und in einem gemeinsamen Verfahren geprüft. Während der Tower nun in einem Teilentscheid genehmigt wurde, läuft das Verfahren für das neue Dock A weiter. Bis zu dessen Fertigstellung wird der Tower zunächst als eigenständiges Gebäude betrieben.

    Nachhaltigkeit im Fokus
    Das Projekt wird vom Architekturbüro Bjarke Ingels Group geleitet und setzt auf eine Bauweise mit Holz als Hauptmaterial. Das Dach des neuen Docks wird vollständig mit Photovoltaik ausgestattet und soll bis zu zwei Drittel des Strombedarfs decken. Mit einem Investitionsvolumen von rund 700 Millionen Franken ist der Ersatzneubau Dock A eines der bedeutendsten Infrastrukturprojekte der kommenden Jahre.

    Einsprachen und Ausblick
    Gegen das Vorhaben gingen mehrere Einsprachen ein, unter anderem von betroffenen Gemeinden. Laut UVEK führt der Bau selbst jedoch nicht zu zusätzlichem Fluglärm. Im Gegenteil, die Immissionen in der Umgebung könnten sogar sinken. Der Baustart des Towers ist für 2027 vorgesehen, die Inbetriebnahme des neuen Dock A wird nicht vor 2030 erwartet. Ein Drittel aller Passagiere am Flughafen Zürich nutzt das Dock A, seine Erneuerung gilt daher als zentral für den Flughafenbetrieb der Zukunft.

    Mit dem neuen Tower und Dock A setzt der Flughafen Zürich auf eine nachhaltige und funktionale Infrastruktur, die den steigenden Anforderungen an Luftverkehr und Umweltschutz gerecht wird. Das Projekt verbindet Hightech-Flugsicherung mit moderner Baukultur, ein starkes Signal für die Zukunft des Schweizer Luftverkehrs.

  • Die Swissbau 2026 setzt starke Impulse

    Die Swissbau 2026 setzt starke Impulse

    Die Trendwelt Innenausbau in Halle 1.2 bleibt auch am Samstag geöffnet. Tobias Hofmeier begrüsst Ausstellerinnen und Fachpublikum als neuer Messeleiter.
    Aussteller der Swissbau 2026 erhalten in diesen Wochen ihren Platzierungsvorschlag. Keine einfache Aufgabe für die Messeverantwortlichen – gibt es doch sehr viel Neues an der nächsten Ausgabe. Das Team der Swissbau hat die beliebte Mehrbranchenmesse mit neuen Ideen gespickt, um grosse und kleine Marken für eine Teilnahme zu begeistern.

    Treffpunkt Handwerk mit «Swissness»
    In Halle 1.0 bietet ein lebendiger Treffpunkt für das Handwerk dem vielfältigen Wirtschaftszweig eine starke Lobby. Highlight der 2500 Quadratmeter grossen Fläche ist der Bau eines doppelstöckigen Holzhauses und einer modernen Stahlhalle von verschiedenen, parallel arbeitenden Gewerken. Zum Austausch und Fachsimpeln bietet die BauBeiz ausreichend Platz. Berufsstolz steht hier hoch im Kurs, genau wie auf den spielerischen Aktionsflächen daneben.

    Neue Kooperationen für mehr Vielfalt
    Nicht nur in Halle 1.1 führt eine neugeborene Kooperation mit dem Schweizerischen Maler- und Gipserunternehmer-Verband SMGV zu verschiedenen Inszenierungen. Live-Demos, Trainings, Veranstaltungen sowie Ausstellung und Auszeichnung des renommierten «Schweizer Preis für Putz und Farbe» mobilisieren die kreative Branche und bieten Herstellern ein attraktives Umfeld zur Produktpräsentation.

    Eine neue Plattform für den Innenausbau
    Die grösste Veränderung betrifft die designorientierte Trendwelt, die von Halle 2.2 in die modernere Halle 1.2 umzieht. Messeleiter Rudolf Pfander erzählt: «Die Trendwelt Bad wird auf den Innenausbau erweitert. Aussteller profitieren von einem hochwertigen Ambiente sowie neuen Synergien der Bereiche Bad, Boden/Wand/Decke, Licht, Büro- und Objekteinrichtung auf einer gemeinsamen Ebene.» Ein zusätzlicher Vorteil: Nur die Trendwelt hat am Samstag für unter der Woche ausgelastete Fachbesucher sowie private Eigentümerinnen und Bauherren geöffnet.

    Swissbau unter neuer Führung
    Seit 25 Jahren leitet Rudolf Pfander die Geschicke der Swissbau und führte sie erfolgreich in die Neuzeit. Um nach der Ausgabe 2026 neue Aufgaben bei MCH Exhibitions & Events zu übernehmen, übergibt er bereits diesen September die Nachfolge an seinen Stellvertreter Tobias Hofmeier. Der 36jährige Lörracher lenkt seit 2020 das Swissbau Projektmanagement sowie die erfolgreiche Entwicklung der Kollaborations-Plattformen Swissbau Focus und Lab.

    Breites Angebot an Präsenzen
    Vom Individualstand über die All-In-Theke bis zur Neuheiten-Demonstration im Swissbau Lab: Wer an der Swissbau 2026 präsent sein möchte, kann aus einer Vielzahl an Teilnahmemöglichkeiten wählen. Tobias Hofmeier und sein Team freuen sich über jede Kontaktaufnahme. Er präzisiert: «Unsere Kunden können sicher sein, dass wir ihre Bedürfnisse an erste Stelle setzen und gemeinsam eine passende Präsenzmöglichkeit finden».

    Unterstrichen wird die anhaltende Relevanz der Swissbau durch namhafte Partnerschaften. Der Schweizerische Ingenieur- und Architektenverein SIA, die Schweizer Marke LAUFEN sowie der neue Partner Abacus Business Solutions engagieren sich an der Swissbau 2026 in grossem Umfang und bringen ihre Expertisen ein.

    Swissbau 2026 – die führende Plattform der Bau- und Immobilienwirtschaft in der Schweiz

    Messedauer, Öffnungszeiten
    20.- 23./24. Januar 2026
    Dienstag bis Freitag, 9 bis 18 Uhr
    Samstag Zusatztag Innenausbau in Halle 1.2, 9 bis 16 Uhr

    Weitere Informationen
    swissbau.ch

  • Photovoltaikanlage verbindet Kultur mit Nachhaltigkeit

    Photovoltaikanlage verbindet Kultur mit Nachhaltigkeit

    Das Museum Langmatt produziert künftig mit einer 40/45 Kilowatt-Photovoltaikanlage erneuerbaren Sonnenstrom, genug für den Jahresverbrauch von 15 bis 20 Wohnungen. Die Installation der grauen Indach-Module wurde von den Regionalwerken Baden durchgeführt. Laut Mitteilung der Regionalwerke passten die Module zum Geist des Museums, dessen Erbauer Sidney Brown, Mitgründer des Technologiekonzerns ABB war: „Zeitgenössische Technik verträgt sich bestens mit dem historischen Geist der Langmatt“, wird Markus Stegmann zitiert, Museumsdirektor der Langmatt.

    Die PV-Anlage ist auf dem Dach des neu installierten Glaspavillons im Park installiert, der im Rahmen der Grundsanierung und Erweiterung der Anlage errichtet wurde. „Der Pavillon ist gedacht für Lesungen, Konzerte und für Apéros bei Gruppenbesuchen“, sagt Stegmann.

    Während die PV-Module schon seit einem Monat in Betrieb sind, wird mit der Fertigstellung der Sanierungsarbeiten erst nächstes Jahr gerechnet. Die Jugendstilvilla Langmatt, die das heutige Museum beherbergt, wurde vor rund 125 Jahren im Auftrag des kunstbegeisterten Industriellenehepaars Brown errichtet. Das Museum erhält daher eine bedeutende Sammlung französischer Impressionisten wie Claude Monet oder Pierre-Auguste Renoir.

  • Lokale Gemeinschaften sollen Solarausbau fördern

    Lokale Gemeinschaften sollen Solarausbau fördern

    Die Stadt Zürich ist an einem möglichst raschen Ausbau der Solarstromproduktion im Stadtgebiet interessiert. Dazu lanciert das stadteigene Elektrizitätswerk (ewz) ein neues Angebot über lokale Elektrizitätsgemeinschaften (LEG). Hier können Eigentümerschaften grosser Photovoltaikanlagen (PV-Anlagen) ihren überschüssigen Strom künftig direkt an Haushalte im Quartier verkaufen, informiert die Stadtverwaltung in einer Mitteilung. Bisher gab es nur die Möglichkeit, überschüssigen Strom ins Netz des ewz einzuspeisen.

    Im Angebot ewz.solarquartier übernimmt das ewz die Vernetzung von interessierten Produzierenden und Verbrauchenden von Solarstrom sowie Administration und Abrechnung. Die Eigentümerschaften erhalten einen stabilen Erlös von 12 Rappen pro abgegebener Kilowattstunde. „So lassen sich mit der LEG bis zu 10 Prozent mehr Erlöse erzielen als nur mit der Rücklieferung“, erläutert ewz-Direktor Benedikt Loepfe. Die Haushalte beziehen den Strom zum Preis des Standardprodukts ewz.natur.

    „Die installierte Leistung von PV-Anlagen in der Stadt Zürich hat sich in den letzten rund zehn Jahren mehr als vervierfacht“, informiert Stadtrat Michael Baumer. Die Stadt will diesen Wachstumstrend nach Möglichkeit weiter stärken, erläutert der Vorsteher des Departements der Industriellen Betriebe, in dem das ewz angesiedelt ist. „Ergänzend zu den verschiedenen bereits laufenden Massnahmen trägt ein gutes Angebot für LEG dazu bei, die Realisierung von Solaranlagen in der Stadt noch attraktiver zu machen.“

  • Abstandsgrün als ökologisches Kapital der Städte

    Abstandsgrün als ökologisches Kapital der Städte

    Studien zeigen, dass in Städten wie Bern dutzende Hektaren sogenanntes Abstandsgrün existieren. Rasenflächen ohne Funktion, die lediglich gemäht werden. Diese Flächen sind ein bislang ungenutztes Kapital. Sie könnten Regenwasser speichern, das Stadtklima kühlen und Lebensräume für vielfältige Arten schaffen. Statt isoliert betrachtet zu werden, müssen sie als zusammenhängendes Ökosystem verstanden werden.

    Planung über Parzellengrenzen hinaus
    Klimawandel und Biodiversität machen nicht an Grundstücksgrenzen Halt. Dennoch ist die Kompetenz der Eigentümerschaften auf ihre Parzellen beschränkt. Damit das Potenzial urbaner Grünräume für Klimaresilienz und Artenvielfalt wirksam wird, braucht es politische Leitplanken, kooperatives Handeln und neue Berufsfelder, die urbane Grünräume professionell pflegen und entwickeln. Ein systemischer Ansatz im Städtebau ist unverzichtbar.

    Landschaftsarchitektur mit Führungsanspruch
    Die Architektur prägt den Städtebau mit grossen Gesten, doch die Robustheit und Zukunftsfähigkeit urbaner Systeme liegt im Freiraum. Hier hat die Landschaftsarchitektur ihre Stärke. Sie kann mit minimalen Mitteln widerstandsfähige, ökologische Strukturen schaffen. Dafür braucht es mehr Selbstbewusstsein in der Disziplin und die Bereitschaft, die Führungsrolle im Städtebau einzunehmen.

    Bildung für die Zukunft
    Um den steigenden Bedarf an Landschaftsarchitektinnen und Landschaftsarchitekten zu decken, braucht es neue Ausbildungswege. Ein Bachelorstudiengang an der Berner Fachhochschule könnte diese Lücke schliessen und innovative Lehrmodelle erproben. Zentrale Inhalte wären systemische Ansätze, die ökologische, soziale und räumliche Faktoren verbinden und in zukunftsfähige Konzepte übersetzen.

    Das Abstandsgrün ist kein überflüssiger Raum zwischen Gebäuden. Es ist das ökologische Kapital der Zukunft. Wer es als integralen Bestandteil der Stadtplanung begreift, schafft resiliente, lebenswerte Städte, die den Herausforderungen von Klima und Biodiversität standhalten.

  • Flash-BIP zeigt nur minimales Wachstum

    Flash-BIP zeigt nur minimales Wachstum

    Nach einem soliden Jahresauftakt mit einem Plus von 0,8 Prozent hat sich die Dynamik der Schweizer Wirtschaft im Frühling 2025 deutlich abgeschwächt. Gemäss der am Freitag publizierten Schnellschätzung des Seco ist das BIP im zweiten Quartal lediglich um 0,1 Prozent gestiegen. Damit bestätigt sich der Eindruck einer abkühlenden Konjunktur, die sich im Rahmen der Erwartungen bewegt, aber deutlich unter dem Jahresbeginn liegt.

    Industrie schwächelt
    Ausschlaggebend für das magere Wachstum war eine negative Entwicklung in der Industrie, die von sinkender Nachfrage und globaler Unsicherheit geprägt war. Der Dienstleistungssektor erwies sich hingegen als stabilisierender Faktor. Er konnte die Rückgänge in der Industrie teilweise kompensieren und verhinderte so ein Nullwachstum. Besonders konsumnahe Dienstleistungen sowie der Finanz- und Versicherungsbereich entwickelten sich robust.

    Pharmaexporte befeuerten erstes Quartal
    Der deutliche Kontrast zum Jahresbeginn verdeutlicht die Volatilität der Schweizer Konjunktur. Im ersten Quartal hatte ein ausserordentlicher Sondereffekt die Wirtschaft beflügelt. Die Unsicherheiten rund um mögliche US-Zölle führten dazu, dass Exporte, insbesondere im Pharmabereich, noch vor Inkrafttreten neuer Regelungen in die USA vorgezogen wurden. Dieser Vorzieheffekt trug wesentlich zum damaligen Plus von 0,8 Prozent bei, ist nun aber weggefallen.

    Uneinigkeit unter Ökonomen
    Die aktuelle Entwicklung bewegt sich im Rahmen der Prognosen, doch die Einschätzungen der Experten gingen im Vorfeld weit auseinander. Von einem leichten Rückgang um 0,3 Prozent bis hin zu einem Wachstum von 0,3 Prozent reichte die Bandbreite der von der Nachrichtenagentur AWP befragten Ökonomen. Das nun ausgewiesene Plus von 0,1 Prozent liegt damit exakt im Mittelfeld der Erwartungen.

    Methodik und Ausblick
    Die veröffentlichten Zahlen beruhen auf einer Schnellschätzung («Flash-BIP»), die rund 45 Tage nach Quartalsende publiziert wird. Dabei kombiniert das Seco frühzeitig vorliegende Produktionsdaten mit Prognosen, um einen ersten Hinweis auf die Konjunkturentwicklung zu geben. Da noch unvollständige Grunddaten verwendet werden, können sich die Werte bei der regulären Publikation ändern. Die offizielle Schätzung inklusive detaillierter Analysen zur Produktions-, Verwendungs- und Einkommensseite erscheint am 28. August 2025.

    Im weiteren Jahresverlauf steht zudem eine umfassende Revision der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung an. Am 29. September 2025 werden die revidierten BIP-Daten von 1980 bis zum zweiten Quartal 2025 veröffentlicht.

    Die Schweizer Wirtschaft tritt im Frühling 2025 nahezu auf der Stelle. Während die Industrie weiterhin mit schwierigen Rahmenbedingungen zu kämpfen hat, verhindert der robuste Dienstleistungssektor ein Abrutschen in die Stagnation. Die kommenden Monate werden zeigen, ob sich die Konjunktur stabilisiert oder ob weitere Bremseffekte die Entwicklung dämpfen. Entscheidend werden dabei die internationalen Handelsbeziehungen, die Entwicklung der Zinsen sowie die globale Nachfrage bleiben.

  • Baumeisterverband begrüsst EU-Verhandlungsmandat

    Baumeisterverband begrüsst EU-Verhandlungsmandat

    Die Baubranche ist in hohem Masse von stabilen politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen abhängig. Der Schweizerische Baumeisterverband betont daher die Bedeutung des verabschiedeten Verhandlungsmandats mit der Europäischen Union. Geordnete Verhältnisse mit der EU seien eine Grundvoraussetzung für den Schweizer Wirtschaftsstandort, betont der Verband. Gleichzeitig stellt er klar, der Lohnschutz stellt in den anstehenden Verhandlungen kein Hindernis dar.

    ISAB als digitales Kerninstrument
    Seit 2019 ist das Informationssystem Allianz Bau (ISAB) im Einsatz. Ein digitales Vollzugsinstrument, das den Lohnschutz in der gesamten Bauwirtschaft sichert. Das System kombiniert drei zentrale Bausteine wie das ISAB-Portal, die paritätische GAV-Bescheinigung und die ISAB Card.

    Mit ISAB werden die Einhaltung der allgemeinverbindlich erklärten Gesamtarbeitsverträge digital überprüft und kontrolliert. Laut SBV führt allein die paritätische Kontrolle jährlich rund 16’000 Baustelleninspektionen mit ISAB durch. So viele wie in kaum einer anderen Branche. Damit ist der Lohn- und Arbeitnehmerschutz in der Bauwirtschaft besonders engmaschig abgesichert.

    Klare Haltung gegenüber Gewerkschaften
    Ein Ausbau der flankierenden Massnahmen, wie ihn die Gewerkschaften fordern, lehnt der SBV ab. Das geltende Entsendegesetz biete bereits ein bewährtes Instrument, das missbräuchliche Unterbietungen der Lohn- und Arbeitsbedingungen verhindere. Da dieses Gesetz mit der europäischen Entsenderichtlinie im Einklang stehe, erwartet der Verband auch keinen Widerstand seitens der EU.

    Verantwortung der Bauherren
    Der SBV betont, dass die Bauherren, insbesondere die grossen öffentlichen Auftraggeber, eine zentrale Verantwortung tragen. Indem sie konsequent auf die Nutzung digitaler Instrumente wie ISAB setzen, leisten sie einen entscheidenden Beitrag zur Bekämpfung von Schwarzarbeit und zur Sicherstellung fairer Arbeitsbedingungen. Gerade im aktuellen europapolitischen Kontext habe dies eine wichtige Signalwirkung.

    Spesenregelung als offene Frage
    Während der Lohnschutz nach Ansicht des SBV gesichert ist, sieht der Verband beim EU-Spesenreglement noch Klärungsbedarf. Der Verband fordert eine Spesenregelung nach dem Erfüllungsortprinzip, also nach Schweizer Standards. Nur so könne verhindert werden, dass ausländische Unternehmen durch tiefere Spesenansätze einen ungerechtfertigten Wettbewerbsvorteil gegenüber Schweizer Anbietern erhalten.

    Der SBV sieht das verabschiedete Verhandlungsmandat als Chance, die Beziehungen zwischen der Schweiz und der EU auf eine stabile Basis zu stellen. Mit dem digitalen Vollzugsinstrument ISAB sei der Lohnschutz gewährleistet. Ein weiterer Ausbau der flankierenden Massnahmen sei nicht notwendig. Entscheidend sei nun, dass Bauherren ihre Verantwortung wahrnehmen und digitale Lösungen flächendeckend einsetzen. Bei der Spesenregelung fordert der Verband eine klare Lösung zugunsten des fairen Wettbewerbs.

  • Schweiz braucht schnellere Bewilligungsverfahren

    Schweiz braucht schnellere Bewilligungsverfahren

    Die Wohnungsnot in der Schweiz spitzt sich weiter zu. Obwohl die Bautätigkeit im Vergleich zu den Vorjahren leicht zugenommen hat, reicht das Tempo nicht aus, um den steigenden Bedarf zu decken. Prognosen zeigen, 2025 werden lediglich 42’000 neue Wohnungen erstellt, rund 20 Prozent weniger, als für eine stabile Versorgung notwendig wäre. Angesichts der starken Zuwanderung, des wachsenden Binnenbedarfs und der geringen Leerstände in urbanen Regionen führt dies zu spürbar steigenden Mieten und wachsendem Druck auf den Wohnungsmarkt.

    Studie des BWO legt Probleme offen
    Am 1. Juli 2025 hat das Bundesamt für Wohnungswesen eine umfassende Studie zu den Ursachen der langen Planungs- und Bewilligungsverfahren sowie der zunehmenden Zahl von Einsprachen publiziert. Das Ergebnis zeigt klar, die Verfahren sind oft zu komplex, zu langwierig und anfällig für Verzögerungen durch Einsprachen, die nicht immer im öffentlichen Interesse erfolgen. Gleichzeitig zeigt die Studie auch auf, dass es Möglichkeiten gibt, Verfahren zu beschleunigen, ohne Umwelt- oder Denkmalschutz auszuhebeln. Damit bestätigt sie, was der SBV seit Jahren betont, ohne gesetzliche Anpassungen lassen sich die Engpässe im Wohnungsbau nicht beheben.

    SBV fordert entschlossenes Handeln
    Der SBV sieht in den Ergebnissen der BWO-Studie einen klaren Auftrag an die Politik. Jetzt sei der Moment, Reformen konsequent anzupacken und damit Investitionen auszulösen. Bauherren und Investoren brauchen Planungs- und Rechtssicherheit, um Projekte umzusetzen und dringend benötigten Wohnraum auf den Markt zu bringen. „Die Zeit drängt. Wir müssen jetzt handeln, um die Wohnungsnot einzudämmen“, so der Verband.

    Konkret setzt sich der SBV für folgende Massnahmen ein

    1. Schnellere Planungs- und Bewilligungsverfahren
    Beschleunigung und Straffung von Prozessen auf kantonaler und kommunaler Ebene.
    Einschränkung von Einsprachen auf schützenswerte Eigeninteressen.
    Eindämmung missbräuchlicher Einsprachen, etwa durch Verfahrenskosten oder Schadenersatzpflichten bei Verzögerungen.

    2. Angepasste raumplanerische Grundlagen
    Erhöhung der Ausnützungsziffern, beispielsweise durch zusätzliche Stockwerke.
    Reduktion von Grenzabständen, um bestehende Flächen effizienter zu nutzen.
    Schaffung zusätzlicher Mischzonen für Wohnen und Arbeiten, um lebendige Quartiere zu fördern.

    3. Faire Interessenabwägung zwischen Wohnungsbau und Denkmalschutz
    Gleichgewichtige Gewichtung von Wohnraumbedarf und Schutzinteressen.
    Direktanwendung des ISOS (Inventar der schützenswerten Ortsbilder der Schweiz) nur bei bundesrechtlichen Verfahren mit direktem Bezug zum Ortsbildschutz.
    Frühzeitige Klärung der Abwägung zwischen Denkmalschutz und Verdichtung bereits im Richtplan und in Bau- und Zonenordnungen.

    Politische Unterstützung vorhanden
    Im nationalen Parlament liegen verschiedene Vorstösse vor, die genau diese Punkte adressieren. Sie geniessen breite Unterstützung über die Parteigrenzen hinweg. Der SBV fordert deshalb, dass diese Arbeiten nun rasch in konkrete Gesetzesänderungen überführt werden. Nur so können die Verfahren vereinfacht, Rechtsunsicherheiten beseitigt und Blockaden gelöst werden.

    Wohnungsbau als gesamtgesellschaftliche Aufgabe
    Die Schaffung von ausreichend Wohnraum ist nicht nur eine Aufgabe für die Bauwirtschaft, sondern eine gesamtgesellschaftliche Herausforderung. Städte und Gemeinden benötigen verlässliche Instrumente, um die Nachfrage zu decken, ohne wertvolle Zeit in langwierigen Verfahren zu verlieren. Gleichzeitig gilt es, die Balance zwischen verdichtetem Bauen, ökologischen Anforderungen und dem Schutz von Ortsbildern zu wahren.

    Die BWO-Studie bringt es auf den Punkt. Die Schweiz braucht strukturelle Reformen, damit Wohnraum wieder schneller entsteht. Der SBV begrüsst die klaren Erkenntnisse und fordert, dass Politik und Verwaltung jetzt Verantwortung übernehmen. Ohne Reformen droht die Wohnungsnot in den kommenden Jahren weiter zuzunehmen, mit allen negativen Folgen für Mieterinnen, Familien und die Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts Schweiz.