Kategorie: Trends

Trends – Immobiliennews zu Innovationen, Marktentwicklungen & Zukunftsthemen der Schweizer Immobilienbranche.

  • SVIT-Digital Day zeigt Software für Bewirtschaftung von Bewirtschaftung

    SVIT-Digital Day zeigt Software für Bewirtschaftung von Bewirtschaftung

    Der Schweizerische Verband der Immobilienwirtschaft (SVIT) hält am Montag, 21. September im Kosmos in Zürich den Digital Day 2020. Von 11 bis 18 Uhr können die Besucher bei freiem Eintritt Informationen zum Thema Digitalisierung in der Immobilienwelt sammeln. Am Digitaltag der Immobilienwirtschaft lanciert die ausrichtende Kommission „SVIT Digital“ an diesem Tag zusätzlich ein „Meet and Greet“ für alle Besucher der Veranstaltung. Diese können ihre digitalen Anliegen direkt mit ausgewiesenen Profis und weiteren Besuchern am grossen Tisch diskutieren und Lösungsansätze erarbeiten, heisst es in der Ausschreibungzum Digitaltag.

    Nach Angaben des Organisators PapeWerbe AG aus Weiningen ZH werden im Kosmos mehr als 40 Aussteller zugegen sein und viele Vorträge zu Fachthemen wie „Digitale Unterschrift“ oder „Die 3 Stufen der Digitalisierung in der Immobilienverwaltung“ gehalten. Auf der gesamten Veranstaltung wird dafür gesorgt, dass die aktuellen Schutzkonzepte wegen der Corona-Pandemie eingehalten werden.

  • Properti steht vor Finanzierungsrunde

    Properti steht vor Finanzierungsrunde

    Vor knapp einem Jahr haben Levent Künzi, vormaliger COO von Betterhomes, und sein Bruder Adrian Künzi das Unternehmen Properti gegründet. Die beiden Brüder wollen mit dem digitalen Immobilienmakler die Immobilienbranche nachhaltig verändern, erläutert Properti in einer Mitteilung. Die Zielgruppe des Jungunternehmens aus dem Wirtschaftsraum Zürich bilden private Eigentümer von Mietwohnungen. Sie machen laut Mitteilung derzeit rund die Hälfte aller Besitzer der schweizweit rund 4,5 Millionen Wohnungen aus.

    Properti arbeitet dabei nach der Devise zentral managen, dezentral vermitteln, wird in der Mitteilung weiter erläutert. „Wir fokussieren uns auf den Nischenmarkt von privaten Eigentümern und bieten einen vollumfänglichen Service rund um den Verkauf und die Vermietung von Immobilien an“, wird Levent Künzi dort zitiert. Dabei sind die Prozesse von Properti vollständig digitalisiert.

    Nach nur zehn Monaten am Markt ist Properti bereits auf 40 Mitarbeiter angewachsen. Sie betreuen aktuell „über 300 aktive Immobilien in der Deutschschweiz und konnten bis dahin schon über 230 Vermittlungen mit einem Umsatzvolumen von rund 40 Millionen tätigen – trotz Corona“, meint Levent Künzi. Die beiden Brüder wollen in Kürze eine erste Finanzierungsrunde durchführen. Als Vorbild wird in der Mitteilung McMakler genannt. Dem deutschen Unternehmen sei es gelungen, 50 Millionen Euro einzusammeln und den Unternehmenswert auf 230 Millionen Euro zu steigern.

  • Corona-geprägtes Halbjahresergebnis der Zug Estates Gruppe

    Corona-geprägtes Halbjahresergebnis der Zug Estates Gruppe

    • Der Liegenschaftenertrag erhöhte sich gegenüber der Vorjahresperiode um 5.4% auf
    • CHF 28.2 Mio.
    • Promotionsgewinn vor Steuern von CHF 9.5 Mio. beim Projekt Aglaya
    • Das Konzernergebnis beträgt CHF 8.3 Mio. (Vorjahresperiode: CHF 26.1 Mio.). Ohne
    • Neubewertung und Sondereffekte reduzierte sich das Konzernergebnis von CHF 15.4 Mio.
    • auf CHF 11.9 Mio.
    • Solide Kapitalbasis mit einer Eigenkapitalquote von 55.7 % (54.7% per 31. Dezember 2019)

    Das erste Halbjahr 2020 stand auch bei Zug Estates im Zeichen der Herausforderungen, welche uns durch die COVID-19-Pandemie gestellt wurden.

    Im Immobilienbereich mussten zahlreiche unserer Mieter während des behördlich verordneten Lockdowns ihre Geschäfte schliessen. Hiervon waren vor allem unsere Retailmieter und damit die Einkaufs-Allee Metalli betroffen. Im Segment Hotel & Gastronomie führte das nahezu vollständige Erliegen des internationalen Geschäftsreiseverkehrs zu erheblichen Umsatzeinbussen.

    Erfreulicherweise konnten wir trotz Corona sämtliche der verbliebenen 49 Stockwerkeigentumseinheiten des Promotionsprojekts Aglaya fristgerecht an ihre neuen Eigentümer übergeben. Zudem konnten wir bereits mit über 90% der direkt vom Lockdown betroffenen Mieter eine partnerschaftliche und abschliessende Lösung für einen einmaligen Mietzinserlass finden.

    Im ersten Halbjahr 2020 resultiert ein Konzernergebnis von CHF 8.3 Mio., das 68.3% unter dem der Vorjahresperiode (CHF 26.1 Mio.) liegt. Bereinigt um Neubewertungs- und Sondereffekte führen vor allem die rückläufigen Zahlen des Segments Hotel & Gastronomie zu einer Reduktion des Konzernergebnisses um 22.7% von CHF 15.4 Mio. auf CHF 11.9 Mio.

    Erhöhung des Liegenschaftenertrags bei deutlich tieferen Hotel- und Gastronomieumsätzen

    Die volle Periodenwirksamkeit von mehrheitlich im Vorjahr abgeschlossenen Mietverträgen erhöht den Liegenschaftenertrag im ersten Halbjahr 2020 im Vergleich zur Vorjahresperiode um 5.4% auf CHF 28.2 Mio. Durch die COVID-19-Pandemie wurden Mietzinserlasse von CHF 0.7 Mio. gewährt.

    Der Ertrag des Segments Hotel & Gastronomie bildete sich von CHF 8.2 Mio. auf CHF 3.6 Mio. zurück. Die Belegung unserer Hotels reduzierte sich während des Lockdowns zeitweise auf unter 10%. Seither dürfen wir wieder Zuwächse verzeichnen, liegen jedoch immer noch deutlich unter den entsprechenden Vorjahreswerten. Der Gross Operating Profit (GOP) liegt lediglich noch bei 7.8% verglichen mit 39.3% im ersten Halbjahr 2019.

    Aus der Veräusserung der letzten 49 Stockwerkeigentumswohnungen im Projekt Aglaya resultierte ein Ertrag von CHF 72.5 Mio. und ein Promotionsgewinn vor Steuern von CHF 9.5 Mio. Beim gesamten
    Promotionsprojekt Aglaya konnten wir damit eine Rendite auf das Investitionsvolumen von 17.3% erwirtschaften. Da in der Vorjahresperiode keine Verkaufserlöse verbucht wurden, resultierte insgesamt eine deutliche Steigerung des Betriebsertrags von CHF 36.7 Mio. auf CHF 105.4 Mio.

    Das Immobilienportfolio wurde insgesamt um CHF 13.6 Mio. tiefer bewertet, was rund 0.9% des Portfoliowerts sämtlicher Renditeliegenschaften per 30. Juni 2020 entspricht und auf eine leicht konservativere Einschätzung der Marktmieten von Retailflächen im Generellen und einzelner spezifischer Büroflächen zurückzuführen ist. In der Vorjahresperiode resultierte ein Neubewertungsgewinn von CHF 11.5 Mio.

    Der durchschnittliche Zinssatz des verzinslichen Fremdkapitals konnte weiter von 1.4% auf 1.3% gesenkt werden. Erwartungsgemäss führte die deutlich geringere Bautätigkeit zu einem Rückgang der aktivierungsfähigen Zinsen und einer entsprechenden Erhöhung des Finanzaufwands von CHF 2.5 Mio. auf CHF 3.5 Mio.

    Stabiles Portfolio mit höherer Leerstandsquote

    Der Marktwert des Portfolios liegt mit CHF 1.63 Mrd. auf dem Niveau per 31. Dezember 2019. Im ersten Halbjahr 2020 konnte das letzte Gebäude im Baufeld 1 in Rotkreuz in Betrieb genommen werden. Erwartungsgemäss erhöhte sich dadurch die Leerstandsquote von 3.3% per 31. Dezember 2019 auf 5.3% per 30. Juni 2020. Insgesamt haben wir in der Berichtsperiode CHF 16.2 Mio. in unser Portfolio investiert. Die gewichtete durchschnittliche Mietvertragsrestlaufzeit (WAULT) liegt mit 6.7 Jahren (6.8 Jahre per 31.Dezember 2019) auf einem im Branchenvergleich sehr hohen Niveau.

    Während sich unsere Wohnprodukte im aktuellen Marktumfeld einer sehr guten Nachfrage erfreuen, spüren wir derzeit, bedingt durch die COVID-19- Pandemie, vor allem bei grossen Interessenten von Büroflächen eine gewisse Zurückhaltung. Wir sind jedoch zuversichtlich, dass die zentral gelegenen, qualitativ hochwertigen sowie nachhaltig betriebenen Büroflächen der Zug Estates auch künftig rege nachgefragt werden. Erfreulicherweise blieb die Anzahl der Anfragen nach Retailflächen in der Metalli stabil. Wir haben zurzeit keine Indizien, die für einen Rückgang sprechen.

    Solide Kapitalbasis

    Mit der Rückführung von Mitteln aus dem Verkauf der letzten Wohnungen im Aglaya und trotz der Ausschüttung einer Sonderdividende konnte das verzinsliche Fremdkapital im ersten Halbjahr 2020 von CHF 597.4 Mio. auf CHF 587.1 Mio. reduziert werden. Die durchschnittliche Restlaufzeit dieser Finanzierungen beläuft sich auf 4.8 Jahre (Vorjahr: 5.2 Jahre). Mit einer um einen Prozentpunkt erhöhten Eigenkapitalquote von 55.7% verfügt Zug Estates über eine sehr solide Eigenkapitalbasis.

    Projektentwicklung mit Fokus auf den Lebensraum Metalli

    Nachdem die Stadt Zug und Zug Estates im März 2020 das erste Resultat des gemeinsamen Planungsverfahrens zum «Lebensraum Metalli» vorgestellt haben, fand im Anschluss eine Machbarkeitsprüfung mit den Fachplanern statt. Zurzeit werden das Richtprojekt und der Antrag zur Anpassung der beiden betroffenen Bebauungspläne mit allen relevanten Unterlagen erarbeitet. Das Richtprojekt soll im dritten Quartal 2020 bei der Stadt Zug eingereicht werden. Die rechtskräftig angepassten Bebauungspläne werden 2022/23 erwartet.

    Nach erhaltener Baubewilligung hat der Verwaltungsrat die Planungsphase für die beiden letzten Gebäude (S43/45) auf dem Suurstoffi-Areal in Rotkreuz freigegeben. Der Baustart wird unter Berücksichtigung der Markterholung im Zusammenhang mit COVID-19 bedarfsgerecht ausgelöst.

    Schrittweise Umsetzung der Nachhaltigkeitsstrategie

    Der Anschluss des Metalli-Gevierts an den Seewasserverbund Circulago konnte per April 2020 planmässig erfolgen. Für den Anschluss der verbleibenden 16 Liegenschaften wurden im Dezember 2019 die entsprechenden Verträge unterzeichnet. Die Inbetriebnahme soll etappiert 2021, 2023 und 2025 erfolgen. Ab diesem Zeitpunkt wird Zug Estates ihr gesamtes Portfolio annähernd CO2-frei betreiben können.

    Seit Anfang Juni stehen der Kundschaft der Einkaufs-Allee Metalli öffentliche Elektroladestationen zur Verfügung. Bei zwei der sechs Stationen handelt es sich um Hochleistungs-Schnellladestationen, die ersten in der Stadt Zug.

    Die Installation der CO2-neutralen Kühlung in den Zimmern des Parkhotels Zug konnte im April 2020 planmässig abgeschlossen werden, was für die Gäste ab sofort eine deutliche Komfortsteigerung bedeutet.

    Ausblick 2020

    Aufgrund des zeitlich beschränkten Effekts der Mietzinsreduktionen im Zusammenhang mit COVID-19 rechnen wir für das Gesamtjahr weiterhin mit steigenden Mieterträgen. Infolge von erhöhten Sanierungs- und Unterhaltsarbeiten bzw. geringeren aktivierungsfähigen Finanzierungskosten werden Liegenschaftenaufwand und Finanzaufwand höher ausfallen.

    Im Segment Hotel & Gastronomie gehen wir aufgrund von erheblichen Umsatzeinbussen durch das Erliegen des internationalen Geschäftsverkehrs unserer Stammkunden von einem Umsatz und GOP deutlich unter Vorjahresniveau aus, wobei die Entwicklungen des zweiten Halbjahres schwierig zu prognostizieren sind.

    Daher werden sowohl ein Betriebsergebnis vor Abschreibungen und Neubewertungen als auch ein Konzernergebnis ohne Neubewertung und Sondereffekte deutlich unter Vorjahr erwartet.

  • Das intelligente Heim steht nicht vor dem Durchbruch

    Das intelligente Heim steht nicht vor dem Durchbruch

    Das Handwerkerportal Ofri hat laut einer Medienmitteilung erneut 339 Mieter und Eigentümer zum Thema vernetzte Geräte im Haushalt befragt. Demnach haben Bekanntheit und Nutzung des intelligenten Heims in der Schweiz im Vergleich zum Vorjahr leicht zugenommen. Statt zwei nutzen nun drei von zehn Teilnehmenden zuhause ein sogenanntes Smart Home-Gerät. Insgesamt 69,3 Prozent und damit 12,3 Prozent mehr Personen gaben an, schon davon gehört zu haben. Dabei sind Eigenheimbesitzer durchschnittlich affiner für diese Geräte als Mieter.

    Jedoch äusserten nur 10,5 Prozent von ihnen die Absicht, in den nächsten zwölf Monaten ein Smart Home-Gerät zu kaufen. Als Haupthindernis gaben die Teilnehmer das Mietwohnverhältnis, die Umbaukosten sowie den fehlenden Nutzen an. Daraus folgert Ofri, dass Smart Home-Hersteller trotz erhöhter Bekanntheit nicht mit einem baldigen Durchbruch rechnen können. Auch durch den Lockdown sei die Nutzungsrate nicht gestiegen, so Corina Burri von Ofri. „Es gab keinen Anstieg im Besitz von Smart Home-Geräten nach dem 16. März 2020.“

    Bei den beliebtesten Smart Home-Geräten ergab sich im Vergleich zum Vorjahr keine Änderung. Am meisten nutzen die Befragten vernetzte Beleuchtungssysteme, Musikanlagen und Fernseher. Geschirrspüler, Rauchmelder, Backofen und Waschmaschinen sind kaum verbreitet.

  • Innovation bei Beton kann Gebäude verschlanken

    Innovation bei Beton kann Gebäude verschlanken

    Ein Team von Forschern der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa) hat eine neue Technologie entwickelt. Durch diese kann Beton nachhaltiger hergestellt und eingesetzt werden. Dazu werden die eingesetzten Materialien bei der Herstellung von selbstvorgespannten Betonelementen reduziert.

    Bei der konventionellen Vorspannung werden normalerweise Spannglieder aus Stahl auf beiden Seiten des Betonelements verankert, unter Zug gesetzt und anschliessend wieder entfernt. Wegen der Rostanfälligkeit des Stahls müsse „die Betonschicht rund um den Spannstahl eine bestimmte Mindestdicke aufweisen“, so die Empa in einer Mitteilung. Seit den 90er Jahren arbeiten Forscher daher daran, den Stahl durch carbonfaserverstärkten Kunststoff (CFK) zu ersetzen. Dieses Verfahren ist aber sehr teuer und auch deutlich komplizierter als der Vorspannprozess mit Stahl.

    Die Empa hat diese Probleme nun vollständig gelöst. Durch ihr Verfahren kann sie auf die Verankerung an den Seiten des Elements verzichten. Stattdessen ermöglicht sie dem Beton durch ihre Rezeptur, sich bei der Aushärtung auszudehnen. „Durch diese Expansion setzt der Beton die CFK-Stäbe in seinem Innern unter Zug und spannt sie dadurch automatisch vor.“

    „Unsere Technologie eröffnet völlig neue Möglichkeiten im Leichtbau“, wird Mateusz Wyrzykowski in der Mitteilung zitiert, der das Empa-Team gemeinsam mit Giovanni Terrasi und Pietro Lura anführt. „Wir können nicht nur stabiler bauen, sondern brauchen dafür auch erheblich weniger Material.“

    Das Team hat für seine Technologie kürzlich Patente in Europa und den USA erhalten. Nun entwickelt es gemeinsam mit dem Industriepartner BASF neue Anwendungen.

  • Fugenlose mineralische Beläge in warmen Farbtönen

    Fugenlose mineralische Beläge in warmen Farbtönen

    Die Emilio Stecher AG hat eine neue, innovative Ausstellung für den Innenausbau eröffnet. Neben ihren bekannten in- und ausländischen Natursteinen zeigen sie heute auch Keramik- und Kunststeine. Was mich aber besonders fasziniert, sind die fugenlosen mineralischen Beläge, welche in der wohnlichen Atmosphäre durch die warmen Farbtöne besonders ins Auge stechen. So ein neues Produkt zu zeigen, ist doch für eine traditionelle Natursteinfirma eher ungewöhnlich. Wie kam es dazu?

    Mein Sohn Emilio junior, die vierte Generation unseres Unternehmens, absolvierte im italienischen Sassuolo in der Bauchemiefirma Kerakoll ein Stage. Diese Firma zeichnet sich mit ihrem Green Label besonders für ökologische Produkte aus. Ihr CEO und Besitzer in der Person von Gianluca Sghedoni war bereits zweimal Unternehmer des Jahres in Italien. Emilio erzählte mir dann mit Begeisterung von «Kerakoll Design House».

    Weshalb haben Sie ihrem Sohn zugestimmt und die fertigen Pläne Ihrer Ausstellung nochmals komplett auf den Kopf gestellt?

    Eigentlich handelt es sich ja nicht um einen klassischen Stein. Ich fuhr dann mit meinem Projektleiter Luigi Gioiello, welcher für diese Ausstellung federführend war, nach Modena, um speziell diese faszinierende Ausstellung zu besichtigen. Herr Gioiello konzipierte die Ausstellung aus seiner grossen Erfahrung genau mit den Architektenwünschen, welche er tagtäglich berät. Die Verantwortlichen der Kerakoll erklärten uns die Philosphie und die ganze 10-jährige Entwicklungszeit: Die Atmosphäre der Warm Collection ist das Ergebnis einer exklusiven und ausgeklügelten Forschung über Texturen, Oberflächen und Farben im unverkennbaren Stil des Stararchitekten und Designers Piero Lissoni. Herr Gioiello war begeistert. Es war das i-Tüpfelchen, welches eigentlich in seinem fertigen Konzept noch fehlte. Gerne zeichnete er nochmals alles um und integrierte dieses hervorragende Produkt in perfekter Harmonie mit unseren traditionellen Steinen.

    Ich sehe aber auch Strukturen und verschiedene Oberflächenbearbeitungen. Wie verhält es sich damit?

    Es ist richtig, es handelt sich auch um glatte Schichten wie Seide hin zu unregelmässigen, natürlich gekörnten Oberflächen. Und schliesslich ist es auch eine garantierte visuelle Erfahrung: von den mineralischen Maserungen zu der Erlesenheit des klassischen «Handmade» des Verarbeiters bis zu den Reaktionseffekten des Lichts, welches eine faszinierende und elegante Atmosphäre kreiert.

    Kann «Kerakoll Design House» überall, also im Nass- und Trockenbereich bei Neu- und Umbauten angewendet werden?

    Es ist ein klassisches Produkt für den exklusiven Innenausbau. Da es je nach Produkt von 2-3.5 mm aufträgt, ist es die ideale Lösung im Umbaubereich. Bestehende gesunde Oberflächen können damit überzogen werden. Gerade für Bauten aus den 60er- oder 70er-Jahren, welche oftmals mit Plättli ausgestattet waren, welche mit asbest-
    haltigen Bauklebern versetzt wurden, entfällt so ein mühsames Herausspitzen und Entsorgen mit spezieller Kontaminierung. Der dünne Auftrag und das anschliessend fugenlose Erscheinungsbild lassen komplett neue Räume in topmodernem Outfit entstehen. Genial ist, dass auch Nassräume ausgestattet werden können. Der Traum jedes Architekten, Räume oder Badezimmer fugenlos zu gestalten, lässt sich hier realisieren. «Kerakoll Design House» ist ein Produkt, das auch unsere Natursteine integriert und somit innovativ kombiniert werden können. Ein neuer Interior-Designstil ist geboren.

    Ist die Verarbeitung anspruchsvoll und teuer und welche Handwerker führen dies aus?

    Tatsächlich handelt es sich nicht um ein Produkt, welches preisbedingt verkauft wird. Generell wird das Produkt von versierten Stukateuren, Gipsern oder speziell ausgebildeten Malern angewendet.

    Was können Sie nach rund vier Jahren für eine Bilanz mit erfolgreich ausgeführten Objekten ziehen? Was sagen Ihre Kunden, Architekten und Anwender dazu? Wurde Ihr Konzept der integrierten Ausstellung verstanden? Genügen die lediglich 10 Farben des «Kerakoll Design House» für die hohen Ansprüche der heutigen anspruchsvollen Kundschaft?

    Wir erhalten eine sehr gute Resonanz von unseren Kunden und Besuchern. Dazu trägt auch unsere ausgezeichnete Beratung bei, welche wirklich auch fachkompetent ist, und dies schätzen die Besucher sehr. Die 10 warmen und ansprechenden Farben sind ein umfassendes Designprojekt, welche eben auch mit verschiedenen Oberflächenbearbeitungen kombiniert werden können. Die verschiedenen Produkte wie «Cementoresina», «Cementoex», «Cementocrudo», zusätzlich durchgehende Microresina Wandflächen, welche Wallcrete, Wallpaper und Microresina Wall und dank der individuellen Handschrift der Anwender noch besondere Noten tragen, wirkt das Produkt nie langweilig. Im Gegenteil, die zusätzlichen dekorativen Anstriche wie Paint, Patina, Decor bis zur Sockelleiste Invisible verleihen riesige Kombinationsmöglichkeiten, welche aber in der Farbpalette «Warm Collection» perfekt abgestimmt sind. Dies führt eben zu einem Gesamtkunstwerk, welches die Handschrift von Pie-
    ro Lissoni trägt und vom sehr versierten Stucka-
    teur Herr Antonio Pungitore (der auf eine langjährige Erfahrung von Restaurations- und Stuckateur-
    Arbeiten zurückblicken kann) bei unseren Kunden hervorragend umgesetzt wurde. Trotzdem ist jedes Objekt individuell und konnte immer wieder nach dem Geschmack des Kunden kombiniert werden. ■

    Emilio Stecher

  • Porta Samedan entsteht mit rezykliertem Baumaterial

    Porta Samedan entsteht mit rezykliertem Baumaterial

    Das neue Einkaufszentrum Porta Samedan wird von der Migros Ostschweiz und der Pfister Immobilien AG realisiert. In diesen Tagen findet die Betonierung der Etagen des Neubaus statt, wie aus einer Medienmitteilung hervorgeht. Bei den Baumaterialien setzen die Partner auf die Kreislaufwirtschaft. Sowohl beim Beton als auch beim Zement kommen wiederverwertete Produkte zum Einsatz.

    Der eine Hauptbestandteil im Beton ist der Zement. Dieser kommt per Bahn aus dem Holcim-Werk in Untervaz GR ins Oberengadin, wo Montebello vor Ort den Recyclingbeton produziert. Eingesetzt wird das Holcim-Produkt Susteno. Dieses ist den Angaben zufolge europaweit der einzige ressourcenschonende Zement, bei dem als Zumahlstoff der feine Anteil von Mischgranulat aus rückgebauten Gebäuden eingesetzt wird, der in der Betonproduktion nicht verwertet werden kann. Holcim kann den Baustoffkreislauf mit Susteno vollständig schliessen, da dieses Material sonst deponiert werden müsste.

    Der andere Hauptbestandteil im Beton sind die Gesteinskörnungen. „Hier setzen wir auf Recycling: Statt natürlichem Kies verwenden wir Abbruchmaterial aus der Region“, erklärt Flurin Wieser vom Engadiner Bauunternehmen Montebello.

    „Die Überbauung Porta Samedan zeigt, dass die Baustoffbranche mit innovativen Produkten und Lösungen eine immer wichtigere Rolle beim Übergang zur Kreislaufwirtschaft spielt und massgeblich zu einer nachhaltig gebauten Zukunft beiträgt“, so Philippe Rey, Leiter Zementverkauf Deutschschweiz bei Holcim Schweiz.

    Porta Samedan soll 2021 fertiggestellt werden. Es wird unter anderem den ersten Migros-Supermarkt im Engadin beherbergen. 

  • Griesser ist der Liebling der Architekten

    Griesser ist der Liebling der Architekten

    Die Griesser AG hat die Auszeichnung Architect’s Darling in der Kategorie Sonnen- und Wetterschutz erhalten. Wie aus einer Medienmitteilung der Firma aus der St.GallenbodenseeArea hervorgeht, hat sie damit bereits zum zweiten Mal den goldenen Phönix gewonnen. Auch 2018 war sie beim damals erstmal vergebenen Preis siegreich.

    „Die Auszeichnung ist eine Bestätigung dafür, dass wir mit unseren Produkten und Leistungen auf dem Markt überzeugen“, wird Urs Neuhauser in der Mitteilung zitiert, CEO der Griesser AG. „Die hervorragende Beurteilung der Architekten und Planer verdanken wir in erster Linie unseren Kunden, an deren Projekten wir gewachsen sind, und unseren insgesamt rund 1’300 Mitarbeitenden, die sich täglich für die Qualität unserer Produkte und unsere Innovationskraft einsetzen.“

    Für die Verleihung des Preises Architect’s Darling sind mehr als 400 Architekten und Planer aus der Schweiz befragt worden. Für die Ermittlung der Sieger in mehreren Kategorien waren die Aspekte Produktauswahl, Preis-Leistungs-Verhältnis, Produktqualität, Innovation sowie die Optik beziehungsweise das Design entscheidend, wie Griesser informiert. Bei der Schweizer Baudokumentation handelt es sich um eine Informationsplattform für Bauprodukte, Architekturprojekte und Expertenprofile.

  • Implenia übergibt neuen Campus an ZHAW Gesundheit

    Implenia übergibt neuen Campus an ZHAW Gesundheit

    Termingerecht zum 1. Juli ist das zehnjährige Projekt der Konzipierung, Entwicklung und des Baus des neuen Campus für das Departement Gesundheit der  Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) fertig geworden und kann bezogen werden. Entwickler und Totalunternehmer Implenia hat den Neubau der Eigentümerin SISKA Immobilien AG übergeben. Nun kann die ZHAW als Mieterin des Hauses am Katharina-Sulzer-Platz in Winterthur das von Implenia im Minergie-Standard erstellte Gebäude mit einer Mietfläche von rund 19‘200 Quadratmetern für den Lehr- und Forschungsbetrieb vorbereiten.

    Bis Ende Juli 2020 bleibt die Einrichtung für die Öffentlichkeit noch geschlossen. Das „Haus Adeline Favre“, benannt nach einer Hebamme aus dem Val d’Anniviers, wird ab August  über 2000 Studierende und rund 300 Mitarbeitende beherbergen. Mit einer offiziellen Feier öffnet das grösste Schweizer Bildungs- und Forschungszentrum für Ergo- und Physiotherapie, Hebammen und Pflege am 28. August 2020 seine Tore. Ein Tag der offenen Tür wird am 26. September 2020 stattfinden.

    Das Gebäude wurde von pool Architekten aus Zürich gestaltet, heisst es in der Medienmitteilung. Die Grundstücksfläche wurde vollflächig überbaut, es gibt sechs ober- und zwei unterirdische Geschosse mit Unterrichts- und Praxisräumen, Mitarbeiterbüros, ein Ambulatorium und Simulationszentrum sowie eine Cafeteria. Adrian Wyss, Head Division Development bei Implenia: „Am Haus Adeline Favre führte Implenia seine Spezialisten verschiedener Disziplinen, vor allem der Divisionen Development und Buildings, erfolgreich zusammen und das integrierte Geschäftsmodell der Gruppe kam voll und ganz zum Tragen. Auch brachten die klaren Vorstellungen des Mieters Kanton Zürich sowie die gute Zusammenarbeit der Teams mit den Behörden das Projekt zum Erfolg.“

  • Online-Bibliothek für verbautes Material nimmt Registrierungen an

    Online-Bibliothek für verbautes Material nimmt Registrierungen an

    Madaster ist eine gemeinnützige Organisation mit Sitz in Zürich, welche die Kreislaufwirtschaft in der Bau- und Immobilienbranche fördern will. Sie bietet dafür eine Plattform an, auf der ressourcenrelevante Daten von Bauten inventarisiert werden. Diese Materialpässe können zur Wiederverwertung der Materialen genutzt werden.

    Per Anfang Juli können Eigentümer ihre Liegenschaften nun auf Madaster registrieren und einen Materialpass für ihre Gebäude erstellen, informiert Madaster in einer Mitteilung. Das Schweizer Material-Kataster gibt damit Auskunft über den finanziellen Wert der verbauten Materialien und über deren Möglichkeiten zur Wiederverwendung. Dafür werden alle Produkt- und Materialdaten der Gebäude gespeichert und visualisiert.

    „Unser Ziel ist es, dass wir in der Schweiz konsequent neue Häuser aus alten bauen“, wird Patrick Eberhard, neuer Vorsitzender des Präsidiums von Madaster Schweiz, in der Mitteilung zitiert. „Mit Madaster können Gebäude als Rohstofflager und Städte als Rohstoffminen geplant und genutzt werden.“

  • UBS lanciert Hypotheken­plattform für Eigenheime

    UBS lanciert Hypotheken­plattform für Eigenheime

    Die neue Plattform ist auf digitalaffine Hypothekarkunden ausgerichtet. Key4 bilde „die logische Weiterführung unseres Plattformgeschäfts, welches wir vor drei Jahren mit der Kreditplattform UBS Atrium im Bereich Renditeliegenschaften gestartet haben“, wird Axel P. Lehmann, Präsident der UBS Switzerland, in der entsprechenden Mitteilung der Zürcher Grossbank zitiert. Zur Einführung können auf key4 bereits bestehende Hypotheken verlängert werden. Dabei stehen den Kunden neben Angeboten der UBS auch die Produkte ausgewählter Schweizer Drittinvestoren zur Verfügung.

    In Zukunft soll key4 um weiteres Dienstleistungen erweitert werden. Die Plattform werde „als ein offenes Ökosystem zahlreiche weitere Services anbieten, auch dank Partnerschaften mit ausgewählten Drittparteien“, erläutert Martha Böckenfeld, Head Digital Platforms & Marketplaces. „Damit erhalten unsere Kunden wichtige Informationen und Lösungen aus einer Hand zu allen Fragen rund ums Thema Wohnen und Eigenheimfinanzierung.“

    Als Beispiele für die geplanten Erweiterungen werden in der Mitteilung Suche und Kauf eines Wohnobjekts sowie relevante Informationen zum Thema Eigentum und Wohnen „weit über die reine Finanzierung hinaus“ genannt. Bereits ab Herbst diesen Jahres sollen auf key4 auch neue Hypotheken abgeschlossen werden können. 

  • Covid-19 und Baustellenbetrieb: frühzeitige Reaktion durch Entwicklung Schweiz

    Covid-19 und Baustellenbetrieb: frühzeitige Reaktion durch Entwicklung Schweiz

    Wichtigstes Ziel für die Branche während der Pandemie war der schweizweite Weiterbetrieb der Baustellen ohne Unterbrüche und ohne kantonale Sonderregelungen. Das Einreichen dieses Begehrens vor der entscheidenden Bundesratssitzung Mitte März war eine besonders erfolgreiche Aktivität von Entwicklung Schweiz, die zur unmittelbaren diesbezüglichen Diskussion im Bundesrat und zu positiven Folgen für die gesamte Branche durch eine entsprechende Formulierung in der Verordnung geführt hatte: Baustellen sollten demnach in der Schweiz unter der Bedingung des Einhaltens der vorgegebenen Hygiene- und Schutzmassnahmen geöffnet bleiben. Damit, und mit diversen persönlichen Gesprächen, die jeweils vor allem im Hintergrund stattfinden, hat der Verband entscheidend zur bisherigen Bewältigung der Krise beigetragen. Eine besonders spezielle Situation mit einer in der Realität teilweise restriktiven Praxis stellt(e) die Westschweiz dar. Auch hier versuchte der Verband in Kontakt mit den Behörden eine konstruktivere Haltung der Behörden zu erwirken. Mit dem Dachverband bauenschweiz steht Entwicklung Schweiz seit Beginn der Krise in regem Austausch hinsichtlich einer übergeordneten Koordination diverser Themen und einer möglichst breiten Wirkung in der Vermittlung von Botschaften.

    Den Mitgliedern hat Entwicklung Schweiz empfohlen, Leistungen zu honorieren und Zahlungsfristen trotz schwieriger Zeiten wenn immer möglich einzuhalten. Dieselbe Haltung wird von der gesamten Branche erwartet. Es ist von Bedeutung, dass die Bauwirtschaft als wichtige Stütze der Wirtschaft ihre Rolle weiterhin in Eigenverantwortung wahrnehmen kann.

    Weil die Folgen der Corona-Massnahmen (bzw. einer Pandemie generell) so umfassend sind, dass sie nicht für eine «Partei» in alleiniger Verantwortung tragbar wären, hat der Verband Grundsätze zum Umgang mit Verzug und Mehrkosten aufgrund von COVID-19 erstellt: Die (Vertrags-)Partner sollen frühzeitig das Gespräch führen und nach einvernehmlichen Lösungsmöglichkeiten suchen. Drohende Rechtsstreitigkeiten sollten vermieden werden. 

  • Was ist PropTech – und was geht mich das an?

    Was ist PropTech – und was geht mich das an?

    Das Kunstwort «PropTech» setzt sich aus den englischen Begriffen «Property» (Liegenschaft) und «Technology» (Technologie) zusammen. Man kann es also mit «Immobilien-Technologie» übersetzen, wobei diese Übersetzung unzulänglich ist: Spricht man heute von PropTech, meint man damit alle technologischen Entwicklungen in der Immobilien- und Bau-Branche, die mit der digitalen Transformation – also mit der Verlagerung klassischer Geschäftsabläufe in die digitale Welt – zu tun haben.

    Was machen PropTechs genau?

    PropTech-Unternehmen bieten der Immobilien- und Baubranche (B2B), aber auch Endkunden (B2C) Produkte und Dienstleistungen an, die neuste Informations- und Kommunikationstechnologien wie Cloud Computing, künstliche Intelligenz, Sensorik (IoT), Blockchain, Virtual und Augmented Reality, Robotik oder 3D-Druck, etc. nutzen. Die Bandbreite der PropTech-Angebote ist sehr gross, und sie decken den ganzen Lebenszyklus von Immobilien ab – von der Planung, Finanzierung über die Realisierung, die Vermietung und den Verkauf bis zum Betrieb und Unterhalt. Als Beispiele können Smart-Home-Geräte und -Steuerungen, Software für die Erstellung von Verkaufsdokumentationen, virtuelle Wohnungsbesichtigungen, Gebäudeautomation, Immobilien-Crowdfunding-Plattformen oder Anwendungen für das digitale Facility Management genannt werden.

    Was bringt das alles?

    Für den Endkunden bietet PropTech neue Nutzererlebnisse, Transparenz und Zeitersparnis im komplexen Immobilien-Markt. Unternehmen der Immobilien- und Bau-Branche können ihren Kunden umfangreichere Dienstleistungen, bessere Qualität und mehr Flexibilität anbieten. Überdies steigert PropTech die Effizienz im Arbeitsalltag, was sich in Kosteneinsparungen niederschlägt.

    Und was geht mich das an?

    Die «digitale Revolution» findet schon lange statt. In manchen Bereichen der Gesellschaft und der Wirtschaft ist sie früher angekommen, in anderen später. Die Immobilien- und die Bau-Branche zählen zu letzteren: Sie sind so genannte «late followers», die technologische Entwicklungen in der Regel erst sehr spät annehmen und implementieren. In Bezug auf PropTech ist das nicht einfach nur bedauerlich, sondern geradezu gefährlich: Die digitale Transformation lässt sich nicht aufhalten, sondern schreitet im Gegenteil immer rascher voran. Unternehmen, die sich nicht damit beschäftigen, laufen Gefahr, den Anschluss zu verpassen – und damit über kurz oder lang Marktanteile und Kunden zu verlieren. Deshalb geht das Thema PropTech auch Sie etwas an – und zwar besser heute als morgen.

    Wie lerne ich mehr über PropTech? 

    Zugegeben: Für «Neulinge» ist das Themenfeld anfangs verwirrend und die Menge und Angebote der PropTech-Unternehmen unübersichtlich. Und ja: Es braucht personelle und finanzielle Ressourcen ebenso wie ein gewisses Know-how, um sich mit PropTech auseinanderzusetzen und Innovationen im eigenen Unternehmen zu implementieren. Aber zum Glück gibt es Unterstützung beim Einstieg: Das Netzwerk SwissPropTech vernetzt PropTech-Unternehmen mit der Immobilien- und Bau-Branche. Wir stellen unseren Mitgliedern Know-how, Informationen und Kontakte zur Verfügung, die es ihnen erleichtern, sich in der PropTech-Welt zurecht zu finden. An zahlreichen Anlässen in der ganzen Schweiz können sich unsere Mitglieder präsentieren und wertvolle Kontakte knüpfen; so fällt der Einstieg in PropTech gleich viel leichter. Nutzen Sie diese Chance! Gerne stehen wir Ihnen für weitere Informationen über eine Mitgliedschaft zur Verfügung:

    Kontakt:
    Mario Facchinetti, Initiator & Repräsentant von PropTechMarket
    Telefon 044 931 20 24, info@swissproptech.ch

  • Halter AG realisiert Hochhaus

    Halter AG realisiert Hochhaus

    Das elfstöckige Hochhaus in Neuhausen a. R. wird nach der Fertigstellung Mitte 2022 insgesamt 76 Mietwohnungen und Gewerbeflächen im Erdgeschoss umfassen, wie aus einer Mitteilung der Halter AG hervorgeht. Das Wohn- und Geschäftshaus dient dabei als „Richtprojekt für einen übergreifenden Quartierplan“. Der Standort Industrieplatz ist Teil des Quartierplangebietes und das 40 Meter hohe Hochhaus wird das markanteste Gebäude am Platz sein, so die Halter AG.

    Im Erdgeschoss werden 265 Quadratmeter an Gewerbeflächen zur Verfügung stehen. Dort sollen kleinere Verkaufsräume für Güter des täglichen Bedarfs oder auch für einen Coiffeur entstehen. Die Wohnungen werden 1,5 bis 4,5 Zimmer umfassen. Damit richten sie sich an Ein- und Zweipersonenhaushalte sowie Kleinfamilien. „Durch die Nähe zum Bahnhof werden sie insbesondere auch Pendler in Richtung Schaffhausen, Winterthur und Zürich ansprechen“, heisst es in der Mitteilung.

    Die in Zürich ansässige Halter AG wird im kommenden Jahr ihren Hauptsitz in die ehemalige NZZ-Druckerei (heute Join.Explore.Dare/JED) in Schlieren verlagern.

  • W. Schmid AG startet Neubauprojekt

    W. Schmid AG startet Neubauprojekt

    Die W. Schmid AG errichtet an der Buckhauser-/Flurstrasse in Zürich ein siebengeschossiges Mehrfamilienhaus mit 101 Wohnungen. Laut einer Medienmitteilung ist nach Ende der Abbrucharbeiten mit dem Aushub der Baustart erfolgt. Nachdem die W. Schmid AG 2019 bereits die Wohnüberbauung Burbel in Oberglatt ZH für die Swiss Life AG realisiert hat, handelt es sich bei dem neuen Projekt um einen Folgeauftrag.

    Diesen setzt die W. Schmid AG als Generalunternehmerin um. Neben den 101 Mietwohnungen entstehen in dem Neubau auch zwei Gewerbeflächen. Das Mehrfamilienhaus wird in U-Form gebaut, so dass ein Innenhof entsteht, „welcher zukünftige Bewohner vom Strassenlärm schützt und einen Platz für Begegnungen schafft“. Zudem werden Fassade und weitere Elemente begrünt, „wodurch das Wohnumfeld noch mehr aufgewertet wird“. 

  • Hohes Sicherheitsniveau im öffentlichen Verkehr der Schweiz

    Dem Bundesamt für Verkehr (BAV) wurden im letzten Jahr 212 schwere Unfälle im öffentlichen Verkehr gemeldet. Dabei sind 25 Personen getötet und 161 Personen schwer verletzt worden. Unter den Todesopfer befinden sich keine Passagiere des öffentlichen Verkehrs. Im Fünf-Jahres-Vergleich ist die Anzahl der Unfälle eher hoch, dafür die Anzahl der Todesopfer eher klein.

    Laut dem Sicherheitsbericht passierten die meisten Unfälle, weil andere Verkehrsteilnehmer die Regeln im Strassenverkehr missachteten. Deshalb waren auch vor Allem Busse und Trams, die in Unfälle verwickelt. Die zweithäufigste Ursache von Unfällen war die Unaufmerksamkeit von Reisenden, gefolgt von den Ursachen Leichtsinn und Gedankenlosigkeit.

    Der öffentliche Verkehr ist jedoch im Vergleich zum Individualverkehr weiterhin sehr sicher. Die Schweiz belegt im europäischen Vergleich in der Sicherheit des öffentlichen Verkehrs sogar den zweiten Rang. Nach einer Auswertung der Periode 2008 bis 2017 des Bundesamts für Statistik (BFS), ist das Risiko, im Zug tödlich zu verunfallen, pro Personenkilometer 59-mal tiefer als im Auto.

    Auch bei der Sicherheit an Bahnübergängen konnte eine europäische Spitzenplatzierung erreicht werden. Dies dank entsprechenden Sanierungsmassnahmen der letzten Jahre. In der Schweiz gibt es knapp 4400 Bahnübergänge; davon erfüllten Ende 2019 rund 4200 die höchsten Sicherheitsanforderungen.

  • Der öffentliche Verkehr der Schweiz ist sicher

    Der öffentliche Verkehr der Schweiz ist sicher

    Die Zahl der schweren Unfälle im öffentlichen Verkehr war im Jahr 2019 mit 212 erneut tief – dasselbe gilt für die Zahl von 25 Todesopfern, wie das Bundesamt für Verkehr (BAV) mitteilt. Erneut kamen keine Passagiere ums Leben. Gemessen an der Transportleistung ist die Eisenbahn nach wie vor das sicherste aller Verkehrsmittel.

    Laut dem Sicherheitsbericht passierten die meisten Unfälle, weil andere Verkehrsteilnehmer die Regeln im Strassenverkehr missachteten. Deshalb waren auch vor allem Busse und Trams in die Unfälle verwickelt. Als weiter Ursache wir die Unaufmerksamkeit von Reisenden genannt, gefolgt von Leichtsinn und Gedankenlosigkeit.

    Die Schweiz belegt im europäischen Vergleich in der Sicherheit des öffentlichen Verkehrs den zweiten Rang. Nach einer Auswertung der Periode 2008 bis 2017 des Bundesamts für Statistik (BFS) ist das Risiko, im Zug tödlich zu verunfallen, pro Personenkilometer 59-mal tiefer als im Auto.

    Auch bei der Sicherheit an Bahnübergängen konnte eine europäische Spitzenplatzierung erreicht werden. Dies dank entsprechenden Sanierungsmassnahmen der letzten Jahre. In der Schweiz gibt es knapp 4400 Bahnübergänge; davon erfüllten Ende 2019 rund 4200 die höchsten Sicherheitsanforderungen.

  • «Digitalisierung first» bei Livit, Privera und der Steiner Gruppe

    «Digitalisierung first» bei Livit, Privera und der Steiner Gruppe

    Heute beantworten Dieter Sommer, CEO Privera, Andreas Ingold, Vorsitzender der Geschäftsleitung bei Livit AG und Karsten Hell, CEO Steiner Gruppe, die Frage:

    Wie treibt Ihr Unternehmen die Digitalisierung voran?

    Dieter Sommer, CEO Privera: Wir sind seit geraumer Zeit daran, unsere Systeme und Prozesse zu digitalisieren. Wir waren beispielsweise einer der ersten Dienstleister, der – zusammen mit einem externen Partner – ein Mieterportal lancierte und den gesamten Bewerbungsprozess für MietinteressentInnen digitalisierte. Als Dienstleister liegt die Digitalisierung im Bereich von Neubauten nicht in unserer Kompetenz. Als innovativer Partner können wir hier aber Unterstützung für Investoren und Ersteller bieten.

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    Andreas Ingold, Vorsitzender der Geschäftsleitung bei Livit AG: Die Livit bekennt sich zur digitalen Ausrichtung mittels verschiedener bereits realisierter und in den nächsten Jahren umzusetzender Projekte. Hinsichtlich der Digitalisierung in Neubauten entscheiden die Eigentümer, in welcher Ausprägung sie die Digitalisierung vorantreiben und umsetzen wollen. Building Information Modeling (BIM) ist in der Schweiz zwar noch nicht sehr fortgeschritten, wird aber inskünftig die vernetzte Planung, Ausführung und Bewirtschaftung von Gebäuden wesentlich beeinflussen. Bei bestehenden Gebäuden wird aktuell stark auf die Digitalisierung von Mietpreismodellierungen, Grundrissplänen und 3D-Modellierung gesetzt.

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    Karsten Hell, CEO Steiner Gruppe: Bei Steiner befasst sich ein spezialisiertes Team professionell mit den Themenkomplexen BIM, Digitalisierung, Automatisierung etc. Damit sorgen wir für ein strukturiertes Vorgehen im digitalen Bereich. Seit längerem werden alle von Steiner entwickelten Projekte nach der innovativen BIM-Methode konzipiert. BIM ist ein modellbasierter Prozess, um Gebäude und Infrastrukturen auf Basis von digitalen Informationen optimal planen, bauen und betreiben zu können. Die frühzeitige Integration der Ausführungsabteilung bereits in der Entwicklungsphase hat sich dabei als klarer Vorteil für die spätere Umsetzung herausgestellt. Zum Bereich Digitalisierung zählen auch weitere neue Technologien wie Smart Home, die wir bei immer mehr Neubauprojekten integrieren.

  • Traumwohnung digital gestalten

    Traumwohnung digital gestalten

    Rhomberg Bau bringt gemeinsam mit Partner Massive Art WebServices einen digitalen Wohnungskonfigurator auf den Markt. So kann die zukünftige Wohnung bequem von zu Hause aus gestaltet werden.

    In der Zukunft wird sich vieles immer mehr digital abspielen und besonders in Corona-Zeiten gewinnt dieses Thema zusätzlich an Bedeutung. Das ist auch dem Bregenzer Bauspezialisten Rhomberg Bau bewusst: „Wir sind fit für die digitale Zukunft und besonders auch für die jetzige Ausnahmesituation: Mit unserem neuen Wohnungskonfigurator können unsere Kunden eine Wohnung auch ohne persönlichen Kontakt aussuchen und gestalten“, sagt Daniel Leitinger, bei Rhomberg für das Geschäftsfeld Immobilien zuständig.

    Mit dem Konfigurator können Kunden von überall ihre neue Wohnung gestalten. Zudem bekommen Interessenten und Käufer ein besseres Bild davon, wie die Wohnung letztendlich aussehen könnte. Die Anwendung des Konfigurators ist simpel: Zu Beginn wird aus drei Einrichtungsstilen ausgewählt, ein Start ohne Vorlage ist genauso möglich. Danach wird man von Raum zu Raum geführt und entscheidet in jedem Zimmer über Böden, Wände, Türen und Ausstattung. Dabei wird die Auswahl jeweils direkt in einer Beispielwohnung visualisiert. Zudem wird für jede Option angezeigt, ob sie dem Basispreis entspricht, oder zusätzlich kostet.

    Zum Ende gibt es die Übersicht als PDF. Dieses kann auch direkt an den Verkäufer gesendet werden, um einen Beratungstermin zu vereinbaren. „Das macht die Kommunikation mit dem Kunden und die gemeinsame Planung sehr angenehm“ sagt Franz Pircher, Verkaufsberater bei Rhomberg Bau.

    Den Wohnungskonfigurator gibt es als Desktop- und mobile Variante unter www.rhomberg.com/wohnungskonfigurator.

  • Homegate lanciert die Online-Besichtigung

    Homegate lanciert die Online-Besichtigung

    Der Immobilienmarktplatz Homegate bietet ab sofort die Möglichkeit, die ausgeschriebenen Immobilien virtuell zu besichtigen. Das erleichtert die Wohnungssuche während der Corona-Krise, soll aber auch danach weitergeführt werden.

    Seit gut einem Monat sind auf homegate.ch Anbieter, welche eine Online Besichtigung via WhatsApp, Facetime oder ähnlichem ermöglichen, speziell gekennzeichnet. Nun hat der Schweizer Immobilien Marktplatz die Online Live-Besichtigungen perfektioniert: Ab sofort kann der Anbieter einer Immobilie die Besichtigung über eine App durchführen. Damit können mehrere Interessenten gleichzeitig das Objekt per Videoschaltung anschauen.

    Interessierte müssen keine Software installieren – die Teilnahme funktioniert über einen Link. Während der Besichtigung können Fragen im Chat gestellt werden. Die Besichtigung wird aufgezeichnet – das Video kann zu einem späteren Zeitpunkt wieder aufgerufen werden.

    Die erste online Live-Besichtigung wurde auf homegate.ch am 9. April 2020 für ein Objekt im Jura von einem langjährigen Anbieter durchgeführt, der selbst zur Corona-Risikogruppe gehört.

  • Real Estate Brains: Führt Corona zur Immobilienkrise?

    Real Estate Brains: Führt Corona zur Immobilienkrise?

    «Real Estate Brains» heisst das neue Online-Format von Immobilienprofis für Immobilienprofis aus der DACH-Region, welches ein Gemeinschaftsprojekt von Swiss Circle, SwissPropTech und Builtworld ist. Die erste Ausgabe stiess auf reges Interesse: 140 Branchenprofis verfolgten am Dienstagmorgen online die Referate von Dr. Christoph Schumacher, Global Head Real Estate bei Credit Suisse Asset Management, Thomas Schnabel, Rechtsanwalt und Partner bei Osborne Clarke sowie Dr. Stefan Fahrländer, Gründer und Partner von Fahrländer und Partner. Durch die kurzweilige Stunde führte Roman H. Bolliger, CEO Swiss Circle.

    «Die Spreu trennt sich vom Weizen»

    Den Anfang machte Dr. Stefan Fahrländer von Fahrländer und Partner. Er hielt fest: «Der Lockdown hat massive Auswirkungen auf die Staatshaushalte und grossen Einfluss auf die Nutzer- und Transaktionsmärkte.» Grundsätzlich verhielten sich die Länder ähnlich. Die Regulierung werde nicht abnehmen – im Gegenteil: «Es besteht die Gefahr, dass die Regulierung stärker zunehmen wird wie auch die Besteuerung.»

    Dr. Stefan Fahrländer, Gründer und Partner, Fahrländer und Partner

    Man müsse zwischen kurzfristigen und mittelfristigen Wirkungen unterscheiden, sagte Fahrländer. Kurzfristig, das heisst bei einer Dauer von 2-3 Monaten, dürfte sich der Wohnflächenmarkt in der DACH-Region rasch wieder erholen. Die primären Auswirkungen werde man im gehobenen Segment spüren. Der Geschäftsflächenmarkt hingegen sei von Ausfällen und Reduktionen bei Mietzinseinnahmen betroffen. «Hier ist mit kurzfristigen Ertragsausfällen zu rechnen», sagte Fahrländer. Bei einer kurzen Dauer könne der Leerstand bei Geschäftsflächen steigen und das Konsumverhalten sowie die Büroraumnachfrage eine leichte dauerhafte Verschiebung erfahren. Bei den Transaktionsmärkten würden die laufenden Deals aber weitergehen. Die Budgetziele 2020 sollten erreicht werden können.

    Anders sieht es gemäss Fahrländer bei einer Dauer der Krise von 6 Monaten und mehr aus: Der Wohnflächenmarkt dürfte dann zusammenrücken, es sei vor allem in der Peripherie mit Leerständen zu rechnen. Der Geschäftsflächenmarkt sähe sich mit massiven Ausfällen durch Konkurse und Kapazitätsabbau konfrontiert. Das Konsumverhalten und die Büroraumnachfrage würden sich durch einen langanhaltenden Lockdown dauerhaft stark verschieben. Fahrländer hielt fest: «Die Spreu trennt sich vom Weizen. Die Risikoaversion drückt auf Bauland- und Projektpreise. Wer verkaufen muss, muss Preisnachlässe gewähren. Teilweise werden Aktien- und Rohimmobilien vom Markt genommen, da jetzt nicht der richtige Zeitpunkt ist.»

    Die Gretchenfrage formulierte Fahrländer so: «Wie lange dauern die Einschränkungen an?» Wie stark die Rezession sein werde und wie man die Verschuldung weginflationieren könne, bleibe abzuwarten. Er ist aber positiv gestimmt, dass die Immobilienbranche trotz allem gut wegkommen werde. Denn Immobilien könnten sich tatsächlich als «das Betongold» von morgen erweisen, wie Roman H. Bolliger festhielt.

    «Es wird Anpassungen im Bürosektor und im Einzelhandel geben»

    Die durch das Coronavirus verursachten massiven Einschränkungen in der Real-Estate-Branche hat Dr. Christoph Schumacher, Global Head Real Estate, Credit Suisse Asset Management, zunächst unterschätzt. Heute sagt er: «Die Volatilität an der Börse sehen wir auch in den Immobilienmärkten. Mit dem Lockdown waren wir als Branche vor allem im Einzelhandel und im Hotelbereich eingeschränkt.» Schumacher ist grundsätzlich derselben Ansicht wie Fahrländer: «Wir müssen mittel- und langfristige Konsequenzen unterscheiden.» Im Moment sehe er, dass die meisten Transaktionen, die begonnen wurden, auch zu Ende gebracht werden. «Gerade beim Core-Immobiliengeschäft werden die Massnahmen erfreulicherweise so umgesetzt, wie sie schon vor der Krise beschlossen wurden.»

    Dr. Christoph Schumacher, Global Head Real Estate, Credit Suisse Asset Management

    Zurückhaltung sieht Schumacher aktuell bei neuen Transaktionen. Es gebe aber auch solche, die in der Krise Opportunitäten sehen: «Vor allem Familienbetriebe und Anleger, die auf erstaunlich viel Liquidität sitzen, steigen jetzt in den Immobilienmarkt ein.» Dabei seien vor allem börsennotierte Immobilien von Interesse und gerade in den volatilen Märkten von England und Asien sehe man derzeit Discounts von bis zu 40 Prozent und mehr. Bei den nicht börsennotierten Immobilien, wo die Credit Suisse sehr aktiv ist, seien die Möglichkeiten beispielsweise aufgrund der Lock-up-Perioden beschränkt. In Deutschland sei bei den Immobilienfonds durch die gesetzlichen Vorgaben mit den verlängerten Rückgabefristen weniger Druck zu spüren, was sei sehr positiv sei.

    Ein wichtiger Aspekt bei der Credit Suisse sind die Mieter. Die Wohnmietportfolios seien nicht betroffen, aber man habe das eine oder andere Shoppingcenter, wo gerade kleinere Mieter im Einzelhandel unter Druck stehen. Vielen habe man deshalb die Aprilmiete erlassen, sagte Schumacher. «Das war eine einmalige Aktion, um den Mietern Zeit zu verschaffen und die Interessen der Anleger zu wahren, indem drohenden Insolvenzen entgegengewirkt werden konnte.» Für Anleger mache der Erlass weniger als 1 Prozent der Mieterträge aus. Schumacher ist überzeugt: «Die Zeit nach der Krise wird eine andere sein. Wir selber haben trotz vieler Sparmassnahmen das Digitalisierungsbudget hoch gelassen. Wir glauben das PropTec und Digitalisierung langfristig verstärkt auf der Agenda stehen. Es wird Anpassungen im Bürosektor und Einzelhandel geben. Alles in allem werden wir gestärkt rausgehen und auch mittelfristig rechnen wir mit mehr Interesse im Immobiliensektor.»

    «Die Rechtslage ist schwierig»

    Thomas Schnabel, Rechtsanwalt und Partner bei Osborne Clarke, ist aktuell « an der Front ». Er leitet den Sektor Real Estate and Infrastructure in Deutschland. Zu seinen Mandanten zählen unter anderem Fondsgesellschaften, Projektentwickler, und Einzelhandelsunternehmen sowie eine Vielzahl von Unternehmen als Mieter. Deshalb bekommt er derzeit viel von der Mieterseite mit.

    Thomas Schnabel, Rechtsanwalt und Partner, Osborne Clarke

    In Deutschland hat der Bundestag erlassen, dass Vermieter von April bis Juni keine fristlose Kündigung aufgrund Zahlungsverzugs aussprechen können, wenn der Mieter seine Miete wegen der Coronakrise nicht bezahlen kann. «Hier sehe ich vor allem die Gastronomie, Hotellerie und den Einzelhandel betroffen», führte Schnabel aus. Er sieht aber auch das Problem der Vermieterseite. In England beispielsweise würden die Mieten quartalsweise anfallen. «Ende März wären die Mieten für das 2. Quartal 2020 fällig gewesen. Bezahlt ein Mieter nicht, fehlen hier also Einnahmen für ein ganzes Quartal.»

    In Deutschland sei Aussetzen das Wort der Stunde: «Viele verzichten im April auf die Miete.» Ob die Miete ganz erlassen oder gestundet werde, müsse individuell entschieden werden. «Die Rechtslage ist in Deutschland extrem schwierig. Es gibt keine klaren Richtlinien», sagte Schnabel. Die Diskussion unter den Juristen drehe sich aktuell immer um dieselben Themen: Zur Mietminderung würde zum einen das Vorliegen des Mangels an der Mietsache berechtigen. Beruht die Schliessung auf einer behördlichen Anordnung, sei für die Mietminderung entscheidend, ob die Anordnung einen Mangel an der Mietsache darstelle. Und als dritte Option komme die Mietminderung aufgrund Einschränkung der Gebrauchsüberlassung in Frage.

    «Mittlerweile werden von den Juristen Entscheide von 1915 ausgegraben und anhand dieser versucht, die damaligen Urteile auf heute zu translatieren», so Schnabel. Für den Rechtsanwalt ist klar: «Anstatt am Ende die Gerichte entscheiden zu lassen, wer die besseren Argumente hat, müssen wir gemeinsam Lösungen suchen und diskutieren, was man kurz-, mittel- und langfristig macht.»

  • Schweiz: Stromverbrauch sinkt während Corona-Kriese

    Schweiz: Stromverbrauch sinkt während Corona-Kriese

    Aufgrund der aktuellen Situation und den Massnahmen, gibt es in städtischen und industriellen Gebieten einen Rückgang des Stromverbrauchs von 10 bis 20 Prozent pro Tag. In den Tourismusregionen sogar zwischen 30 und 50 Prozent. Am Wochenende und nachts sind die Rückgänge aber geringer. Zudem verschob sich der höchste Stromverbrauch von der Mittagszeit auf 19 und 20 Uhr.

  • Baubewilligung für HIAG

    Baubewilligung für HIAG

    Der Bau des neuen Möbelfachmarkts XXXLutz beginnt im Herbst 2020. Dafür hat HIAG die rechtskräftige Genehmigung erhalten. Mit dem Bau von rund 18’000 Quadratmetern Nutz- und Verkaufsfläche wird das Einkaufsgebiet Silbern nachhaltig und sichtbar aufgewertet. Der Einkaufsstandort bietet bereits jetzt durch die grosse Anzahl von Branchenübergreifenden Fachmärkten und Outlets über 5000 Arbeitsplätze.

  • Metall Zug spaltet sich von V-ZUG ab

    Metall Zug spaltet sich von V-ZUG ab

    Metall Zug kommunizierte im März 2019 die Pläne für den Umbau des Zuger Mischkonzerns. Zur Umsetzung gehört, dass Metall Zug seine Haushaltsgerätesparte mit den Marken V-ZUG und SIBIR in die neu gegründete V-ZUG Holding AG überführt.

    Die V-ZUG Gruppe kann so ihre Marke weiter stärken und sichtbar positionieren. Trotz der Abspaltung in Form einer Sachdividende, will Metall Zug will eine Beteiligung von 30 Prozent an der V-ZUG Holding AG halten. Die Abspaltung soll laut Mitteilung in Form einer Sachdividende vollzogen werden.

  • Baustellen-Betrieb wird eingeschränkt

    Baustellen-Betrieb wird eingeschränkt

    Die Gesundheit und die Sicherheit der Mitarbeitenden, die Massnahmen der Behörden und die Einschränkung des öffentlichen Lebens, haben Auswirkungen auf das operative Geschäft von Implenia. Deshalb kommt es in der Schweiz, Deutschland, Österreich und Frankreich teilweise zu Unterbrüchen oder Schliessungen von Baustellen. In Schweden und Norwegen werden die Baustellenarbeiten bis auf weiteres normal weitergeführt.

    Unter Einhaltung der notwendigen Massnahmen wird das Tagesgeschäft soweit wie möglich aufrechterhalten. Die vereinbarten Termine mit Kunden, Partnern und werden wann immer möglich eingehalten und bei Baustellenschliessungen wird mit den behördlichen Anordnungen alles getan, um die erstellte Bauleistung zu schützen und die Baustelle für die Dauer der Schliessung zu sichern.

    Dort, wo es aufgrund der ausserordentlichen Lage zu kommt, werden jeweils notwendige Massnahmen geprüft. Das Ziel ist, den wirtschaftlichen Schaden für das Unternehmen, seine Kunden und Partner zu begrenzen sowie die Arbeitsplätze zu sichern.

  • Heute wird das Haus online verkauft

    Heute wird das Haus online verkauft

    Die Zahlen sind atemberaubend: Über 9 Millionen Besuche pro Monat, mehr als 200 Millionen Aufrufe, 112.000 derzeit vorhandene Anzeigen, 3.000 Firmenkunden und 10.000 Privatkunden. Mit einer solchen Dimension wird das digitale Portal homegate.ch nun von Immobilienbetreibern als das am besten geeignete professionelle Werkzeug zur Präsentation ihrer Immobilienobjekte anerkannt. Ein Schaufenster, das offensichtlich auch bei Benutzern sehr beliebt ist, wie die obigen Zahlen belegen.

    Wie Pietro Izzi, Leiter des Tessin-Portals, mitteilte, begann alles am 1. März 2001 in Zürich mit der Gründung der Homegate SA und der anschließenden Integration in das Angebot des damaligen Schweizer Immobilienmarktführers Immopool. Im Dezember dieses Jahres wurde die Website www.homegate.ch online gestellt. Seitdem ist alles gewachsen und homegate.ch ist seit Jahren die unbestrittene Immobilienplattform Nummer eins in der Schweiz und bietet die größte „Reichweite“ von allen. Heute ist die Homegate Group mit der 100% igen Zugehörigkeit zur ImmoStreet SA (www.immostreet.ch) auch auf dem Markt präsent und verfügt neben Zürich über Niederlassungen in Lausanne und Berlin. Insgesamt beschäftigt das Unternehmen rund hundert Mitarbeiter, von denen die meisten Experten in den Bereichen digitale Immobilienforschung, digitaler Immobilienhandel, Immobilienfinanzierung, Produkt- und Webentwicklung, Datenmanagement und Marketing sind.

    Einfach und effektiv
    Das Erfolgsgeheimnis, betont Pietro Izzi, liegt auch in der äußerst einfachen Art des Einfügens von Anzeigen, die es den Nutzern ermöglicht, sehr schnelle Veröffentlichungsverfahren für ihre Angebote von Immobilien zum Verkauf oder zur Miete zu nutzen. In der Praxis kann jeder in wenigen Minuten eine Anzeige veröffentlichen und seine Angebote für zum Verkauf oder zur Miete stehende Immobilien problemlos verwalten. In der Praxis kann jeder in wenigen Minuten eine Anzeige veröffentlichen und seine Werbung sowie alle Kontakte zu Nutzern problemlos verwalten.

    Da Homegate SA Teil der Tamedia-Verlagsgruppe ist, profitieren Werbetreibende außerdem von einem großen Verlagsnetzwerk, das auf enorme „Feuerkraft“ angewiesen ist. Tatsächlich werden die Anzeigen auf der Online-Plattform auch auf den verschiedenen Medienkanälen der Presseorgane der Tamedia-Gruppe veröffentlicht, mit einer weit verbreiteten Verbreitung in der ganzen Schweiz. Als Beispiel kann gesagt werden, dass eine im Tessin veröffentlichte Immobilienverkaufsanzeige in jeder Ecke der Schweiz zu sehen ist. Eine wirklich bemerkenswerte Möglichkeit, die selbst dem kleinen privaten Werbetreibenden maximale Sichtbarkeit ermöglicht.

    Alles für zu Hause
    Aus Sicht der Nutzer, dh derjenigen, die ein Immobilienobjekt zum Kauf oder zur Miete suchen, wird die Vollständigkeit und Qualität der angebotenen Anzeigen und Dienstleistungen, die alle Segmente des Immobilienmarktes abdecken, besonders geschätzt. Die Plattform wird in der Tat durch zusätzliche Dienste verschiedener Art bereichert, wie das sehr nützliche Handbuch zur Welt des Mietens, zahlreiche praktische Tipps zum Umzug und viele Tricks, um Ihr Zuhause besser zu genießen. Es gibt sogar einen sehr beliebten Blog mit Tipps zum Thema „Livestyle“, z. B. Ideen für die Inneneinrichtung und die neuesten Immobilientrends. Schließlich bietet die Homegate AG zusammen mit der Kantonalbank Zürich eine unabhängig verwaltbare Online-Hypothek für die gesamte Schweiz an. Kurzum: Die ganze Welt des Hauses ist nur einen Klick entfernt. ■

    Kontakt

    Homegate SA
    Werdstraße 21
    8004 Zürich

    0848 100 100

    info@homegate.ch
    www.homegate.ch

  • Forschungs- und Entwicklungszentrum, Roche Basel

    Forschungs- und Entwicklungszentrum, Roche Basel

    Das Zentrum wird aus vier Gebäuden mit einer Höhe von bis zu 114 Metern bestehen und Platz für 1’750 Mitarbeitende bieten. Eine Tiefgarage bildet das Fundament für die Bauten 4 und 7. Bau 4 beherbergt das Convention Center mit Auditorien, in Bau 5 werden Büroarbeitsplätze untergebracht. Die Bauten 6 und 7 beinhalten flexible Laborarbeitsplätze. Zusammengehalten wird der Gesamtkomplex im Erdgeschoss über die sogenannte «Avenue, eine überdachte Verbindungsstrasse zwischen allen Gebäuden. Investitionsvolumen: Rund 1,2 Milliarden Franken. ■

  • Das höchste Hochhaus der Schweiz

    Das höchste Hochhaus der Schweiz

    Der Roche-Turm Bau 2 lehnt sich optisch stark an den 2015 fertiggestellten Roche-Turm Bau 1. Der Turm wird mit seinen 205 Metern rund dreissig Meter höher werden als der Bau 1. Das 50-Stockwerk-Gebäude löst seinen «Zwillingsbruder» zudem als höchstes Hochhaus der Schweiz ab. Aber nicht nur die Grösse unterscheidet die beiden Türme voneinander: der Bau 2 erhält eine deutlich schmalere Form. Die geringere Grundfläche hat zur Folge, dass der zweite Turm mit 1’700 Büroarbeitsplätzen etwas weniger Kapazität als der Bau 1 bereitstellt. Die Geschossflächen entsprechen elfeinhalb Fussballfeldern. Läuft alles nach Planung, wird der Roche Tower 2 bis Mitte 2022 fertiggestellt. ■

  • «Unser Kanton engagiert sich sehr aktiv in der Innovationsförderung»

    «Unser Kanton engagiert sich sehr aktiv in der Innovationsförderung»

    Herr Stricker, mit welchen Vorzügen werben Sie für den Wirtschaftsstandort Kanton Basel-Stadt?
    Natürlich mit der einmaligen Lage am Dreiländereck und der hohen Lebensqualität. Aber vor allem ist Basel eine sehr dynamische Wirtschaftsregion mit starkem Wachstum, einer hohen Innovationskraft und dem damit verbundenen Talentpool. Im aktuellen kantonalen Wettbewerbsindikator der UBS liegt Basel-Stadt auf Rang zwei und punkto Innovation sogar auf dem ersten Rang.

    Auf Ihrer Homepage ist zu lesen, dass der Kanton Basel-Stadt einen aktiven Beitrag leistet, damit die ansässigen Unternehmen eine höhere Wertschöpfung erzielen. Was heisst das konkret?
    Wir unterstützen Firmen bei individuellen Fragestellungen, sei es bei Anliegen an die kantonale Verwaltung wie Arbeitsbewilligungen oder bei der Immobiliensuche. Dafür ist der persönliche Kontakt und Austausch unserer Branchenverantwortlichen mit den Firmen sehr wichtig. Aber wir arbeiten auch strukturell für optimale Rahmenbedingungen, beispielsweise bei der Wirtschaftsflächenentwicklung.

    «Momentan haben wir bei Büroflächen die niedrigste Angebotsquote der Schweiz.»

    Die Standortförderung setzt sich dafür ein, dass Unternehmen optimale Bedingungen vorfinden. Mit dieser Aussage buhlen auch andere Kantone. Wie hebt sich der Kanton Basel-Stadt von der Konkurrenz ab?
    Zum Beispiel engagiert sich der Kanton sehr aktiv in der Innovationsförderung. Mit dem Technologiepark Basel, welcher Büro- und Laborflächen für Jungunternehmen anbietet, haben wir ein erfolgreiches Angebot geschaffen, das zusammen mit den hier ansässigen Hochschulen und Forschungsinstituten ein attraktives Ökosystem für Startups bildet.

    Sie gilt auch als Vermittlerin im Immobilienbereich. Wer sind Ihre Kunden und woher stammen sie?
    Die meisten Anfragen kommen von hier ansässigen Firmen, die Fläche zum Expandieren suchen oder neue Arbeitsformen implementieren wollen. Es gibt aber auch Neuansiedlungen von internationalen Firmen, zum Beispiel aus Nordamerika oder Asien. Diese werden dann von der regionalen Standortpromotion BaselArea.swiss unterstützt.

    Der Kanton Basel-Stadt ist bestrebt, dass Flächen in einem der Nachfrage entsprechenden Mass und in der gewünschten Qualität zur Verfügung stehen. Das heisst?
    Man muss sich vorstellen, dass eine Firma zur Wahl eines neuen Standortes eine Auswahl von möglichen Optionen benötigt – die meisten Menschen schauen sich bei der Suche nach einem neuen Wohnort auch nicht nur eine Wohnung an. Für uns heisst das, dass man im besten Fall mehrere Flächen zur Verfügung hat, die aufgrund ihrer unterschiedlichen Grösse und Lage für verschiedene Tätigkeiten und Firmen interessant sind.

    Wie beurteilen Sie den Geschäftsimmobilienmarkt im Kanton Basel-Stadt?
    Momentan haben wir im Bereich Büroflächen die niedrigste Angebotsquote der ganzen Schweiz. Gleichzeitig gab es in den letzten Jahren eine konstant hohe Nachfrage – insbesondere nach Laborflächen. Wir sind aber optimistisch, dass bald weitere, sehr interessante Flächen für wirtschaftliche Tätigkeiten verfügbar werden. Für Investoren bieten sich aufgrund der Nachfrage spannende Perspektiven, und wir zählen darauf, dass auch im Bereich der Miet-Laborflächen eine höhere Angebotsdynamik entsteht.

    In Basel und Umgebung sind viele Arealentwicklungen im Gange. «Volta-Nord», «Dreispitz», «Klybeckplus», das «Areal Wolf» oder das «Stücki-Areal», um nur einige Beispiele zu nennen. Wie profitiert die Standortförderung Basel-Stadt von diesen Mega-Projekten?
    Alle diese Areale sind historisch Wirtschaftsflächen, die nun in neue Nutzungsstrukturen überführt werden. Da gilt es, die richtige Strategie für die zukünftige Ausrichtung des Wirtschaftsstandorts Basel und einen gesunden Mix aus verschiedenen Nutzungen zu finden. Basel-Stadt möchte bis 2035 Raum für rund 20’000 neue EinwohnerInnen und für 30’000 zusätzliche Arbeitsplätze schaffen. Ohne diese Entwicklungsareale ist das nicht zu schaffen.

    Die Region Basel gilt weltweit als führender Life Sciences Cluster. Liegt das hauptsächlich an den beiden Unternehmen Roche und Novartis?
    Natürlich sind die beiden Firmen sehr wichtig für unseren Standort. Es gibt aber auch viele weitere wichtige Firmen im Bereich Life Sciences, wie zum Beispiel Lonza, Bayer, Syngenta oder Straumann, die zum Teil stark wachsen. Zum Cluster, das sie ansprechen, gehören aber auch die vielen Startups, KMU, Hochschulen und Forschungsinstitute. Insgesamt sind über 700 Life Sciences Firmen in der Region aktiv, das Wachstum ist also breit abgestützt.

    «Der EuroAirport ist dank vieler Direktverbindungen enorm wichtig.»

    Wie stark profitierte der Kanton Basel-Stadt vom «Switzerland Innovation Park Basel Area»?
    Der Switzerland Innovation Park mit seinen Standorten in Allschwil, Basel und Delémont ist ein wichtiges Element in der vorher erwähnten Innovationslandschaft und ein Symbol für die regionale Zusammenarbeit. Er eröffnet dem Life Sciences Cluster neue Möglichkeiten.

    In welchen Bereichen sehen Sie die grössten Herausforderungen?
    Momentan haben wir eine hohe Nachfrage nach Laborräumlichkeiten, die kurzfristig nicht genügend gedeckt werden kann. Dabei wäre es wichtig, den vielen erfolgreichen Startups Expansionsflächen zur Verfügung zu stellen. Hier sind die Investoren gefragt!

    «Eine gewisse Konkurrenz liegt im Interesse der Unternehmen.»

    Der Wirtschaftsstandort Basel grenzt sowohl an Deutschland als auch an Frankreich. Wie stark steht die Standortförderung Kanton Basel-Stadt in Konkurrenz mit diesen zwei Nachbarländern?
    Bei den wertschöpfungsstarken Unternehmen nehmen wir eher den Standortwettbewerb mit anderen Kantonen und mit «Hot Spots» im Ausland wahr. Anders sieht es im Detailhandel aus – da sind die Grenzlage, der Wechselkurs und vor allem der Onlinehandel ernsthafte Herausforderungen.

    Für viele internationale Unternehmen stehen bei einer Ansiedlung Steuervorteile im Vordergrund. Wie überzeugen Sie Firmen, ihr Headquarter in der Region Basel-Stadt anzusiedeln?
    Basel bietet nach der Annahme der STAF auf kantonaler und Bundesebene rückwirkend per Anfang 2019 einen attraktiven Gewinnsteuersatz von dreizehn Prozent und damit eine grosse Planungs- und Rechtssicherheit für Unternehmen. Diese schätzen zudem die hohe Verfügbarkeit von Fachkräften und Talenten. Da profitiert Basel von der Personenfreizügigkeit und von rund 35’000 qualifizierten Grenzgängern und Grenzgängerinnen aus Deutschland und Frankreich.

    Welche Rolle spielt für die Standortförderung Basel-Stadt der nahe EuroAirport Basel Mulhouse?
    Der EuroAirport ist dank vieler Direktverbindungen und Zubringerflügen zu den Hubs enorm wichtig für die Region – nicht nur für den Personentransport, sondern auch als Logistikdrehscheibe. Der Flughafen ist beispielsweise sehr stark auf die anspruchsvolle Logistik von Pharmaprodukten spezialisiert. Das ist ein wichtiges Argument für viele Firmen der Region.

    Worin sehen Sie die wichtigsten Unterschiede zwischen dem Standort Kanton Basel-Stadt und anderen Wirtschaftsstandorten der Schweiz?
    Durch die spezielle Lage an zwei Landesgrenzen und dem Rhein ist Basel die Logistikdrehscheibe der Schweiz und von Natur aus sehr international ausgerichtet. Daneben bietet die Region eine einzigartige Innovationslandschaft, vor allem im Bereich der Life Sciences, und eine beeindruckende Konzentration an Versicherungsgesellschaften. Zudem geht oft vergessen, dass – ein Unikum in der Schweiz – Kantons- und Stadtbehörden identisch sind. Das macht uns als Partner der Unternehmen handlungsfähig und agil.

    Auch der Kanton Basel-Landschaft ist ein Wirtschafts-, Innovations- und Bildungsstandort mit Schwerpunkt Life Sciences. Wie stark konkurrenzieren sich diese beiden Kantone?
    Eine gewisse Konkurrenz und ein gutschweizerischer Ideenwettbewerb liegen sicher im Interesse der Unternehmen. Gleichzeitig arbeiten wir aber in wichtigen Projekten und Institutionen auch sehr eng zusammen, übrigens meist zu dritt mit dem Kanton Jura. Auf der persönlichen Ebene sind die Kontakte gut. Wir kennen und schätzen uns – trotz der Kantonsgrenzen.

    Wie und wo macht die Standortförderung Kanton Basel-Stadt auf ihre Wirtschaftsregion aufmerksam?
    Wir sind an vielen Anlässen zum Thema Wirtschaftsentwicklung in der Region präsent und organisieren und unterstützen selber auch wichtige Veranstaltungen zur Vernetzung wie etwa das Swiss Innovation Forum im November oder den kürzlich durchgeführten Digitaltag. Im Ausland vertritt die BaselArea.swiss unseren Standort.

    Was wünschen Sie dem Standort Basel?
    Dass er sich weiter so positiv entwickelt wie in den vergangenen Jahren und wir weiter Rahmenbedingungen dafür schaffen, dass sich neben den Grossfirmen auch Startups und KMU am Standort Basel positiv entwickeln können. ■

    www.awa.bs.ch/standortfoerderung

  • Digitale Grüße aus Moskau

    Digitale Grüße aus Moskau

    „Wenn wir nicht aufpassen, wird der Zug in den kommenden Jahren ohne uns abfahren“, wundert sich Thomas H. Henle, Präsident der Schweizer Sektion von FIABCI (Internationaler Verband der Immobilienberater und Immobilienmakler), einer internationalen Organisation, die dies bringt zusammen Immobilienprofis. „Die großen Internetunternehmen Google, Amazon, Facebook und Apple, aber auch andere Akteure in der Immobilienbranche wie Airbnb stehen am Anfang und werden in den kommenden Jahren in die Immobilienbranche eintreten. Das ist sicher. „

    „Wir können mehrere wichtige globale Trends erkennen“
    Die Zusammenfassung von Thomas H. Henle am dritten Tag des FIABCI-Weltkongresses in Moskau stößt auf großes Interesse. Kurz zuvor hatte Wouter Truffino den Weg der Immobilienbranche skizziert. In der russischen Metropole beeindruckte der niederländische PropTech-Spezialist und Gründer der Netzwerke Holland Contech & Proptech und Global PropTech nicht nur die Schweizer Delegation. „Derzeit sind mehrere wichtige globale Trends sichtbar: Mit der Entwicklung und Implementierung ultraschneller drahtloser Netzwerke wird sich unsere Welt wieder schneller verändern“, ist Truffino überzeugt. Die Google Group wird in Kürze in der Lage sein, das Verbraucherverhalten mithilfe intelligenter Sensortechnologie und künstlicher Intelligenz vorherzusagen, und Google wird beispielsweise in der Lage sein, das Design von Einkaufszentren zu optimieren. Dies ist nur eines von vielen praktischen Beispielen, die sich direkt auf die Immobilienbranche auswirken.

    Mobilitätslösungen für Megastädte
    Die jungen Mitglieder von FIABCI-Suisse, Anaïs und Jonas Fatio, waren hauptsächlich an Diskussionen über die Nutzung und zentrale Speicherung gemeinsam genutzter Daten sowie über Cloud-Lösungen im Immobiliensektor interessiert. „Es war sehr aufregend zu sehen, wie unterschiedlich die teilnehmenden Länder in diesen Bereichen sind. Natürlich lösten diese Themen auch interessante Diskussionen unter Immobilienfachleuten aus aller Welt aus, die in Moskau präsent sind. “ Anaïs und Jonas Fatio sind bei der Engelmann AG beschäftigt, einem traditionellen Immobilientreuhänder in der Region Biel. Die beiden unterstreichen auch eine interessante Podiumsdiskussion am zweiten Tag des Kongresses: Maurice Leroy, ehemaliger französischer Stadtminister (2010–2012), berät heute den Bürgermeister von Moskau in Mobilitätsfragen. „Seine Vision für die Zukunft der städtischen Verkehrslösungen in Megastädten wie Moskau ist äußerst interessant“, sagte Jonas Fatio.

    Besuch der großen Head-Liner-Projekte
    Für Thomas H. Henle, Präsident der FIABCI in der Schweiz, war die „Fallstudie“ mit Projektbesuchen in Moskau ein weiterer Höhepunkt der Reise nach Russland. Dazu gehörte beispielsweise die Baustelle des Projekts „HeadLiner“, ein 144.000 Quadratmeter großes multifunktionales Wohngebiet mit einem 53-stöckigen Turm in Shmitovskiy Prsezd in der Nähe der U-Bahn-Station Shelepikha. Im März wurde der Generalunternehmer für die zweite Bauphase ausgewählt. Was bei der Entwicklung dieses Projekts am bemerkenswertesten ist, ist Folgendes: die direkte und sehr intelligente Verbindung von Fußgängern mit dem zentralen Geschäftsviertel, die Reife der BIM-Anwendung, die das Marketing aus Plänen perfekt unterstützt, sowie die sehr kreative Marketingstrategie und seine Umsetzung. „Dadurch kann das Produkt im Zielkundensegment optimal vermarktet werden, beispielsweise durch das Angebot einer exklusiven Clubmitgliedschaft oder sogar mit einer eigenen Bekleidungskollektion“, sagte Thomas H. Henle.

    Wahl des neuen Weltpräsidenten der FIABCI
    Am letzten Tag des Weltkongresses traf sich die Generalversammlung und wählte aus ihrem Kreis den neuen Weltpräsidenten der Vereinigung, der noch ein Jahr lang sitzt. Der Bulgare Assen Makedonov hatte dieses Amt im vergangenen Jahr inne und zeichnete sich dadurch aus, dass er die Digitalisierung zu einem der Hauptthemen seiner Präsidentschaft machte. Dies war auch das Motto des Moskauer Kongresses „Das digitale Zeitalter der Immobilien“. Die fünftägige Veranstaltung umfasste zahlreiche Veranstaltungen und Konferenzen zum Thema PropTech, Blockchain, Smart Contracts und die allgemeine Entwicklung des Sektors. Als Präsident von FIABCI International wurde der 1979 geborene Walid Moussa schließlich zum Nachfolger von Makedonov gewählt. Er ist Gründungspräsident der FIABCI in arabischen Ländern und Präsident des Real Estate Syndicate of Lebanon (REAL). Der 71. FIABCI-Weltkongress findet 2020 in Manila (Philippinen) statt. Zum 20. Jahrestag des Vereins im Jahr 2021 wird der Versammlungsort die französische Hauptstadt sein, in der FIABCI gegründet wurde.

    FIABCI – Vernetzung auf der ganzen Welt
    Die Schweiz ist sicherlich nicht eines der Länder, die 1951 in Paris an der Gründung von FIABCI, dem Internationalen Verband der Immobilienberater, beteiligt waren. Zu dieser Zeit kamen die Teilnehmer aus den folgenden fünf Ländern: Belgien, Deutschland, Frankreich, Österreich und den Vereinigten Staaten. Aber die Konföderation folgte bald danach. FIABCI ist mittlerweile in rund 70 Ländern vertreten und arbeitet seit fast 50 Jahren eng mit den Vereinten Nationen zusammen. FIABCI hat seit 1971 Beobachterstatus beim Wirtschafts- und Sozialrat der Vereinten Nationen. Auf Schweizer Ebene ist FIABCI die Dachorganisation von Immobilienverbänden wie dem Schweizerischen Immobilienverband SVIT oder dem Schweizerischen Berufsverband USPI. „Wir vertreten und vernetzen diese Berufsverbände und unsere einzelnen Mitglieder auf schweizerischer und internationaler Ebene“, sagte Thomas H. Henle, Präsident der FIABCI-SUISSE, der auch Geschäftsführer der IL Industrie-Leasing AG in Zug ist. ■