Kategorie: Trends

Trends – Immobiliennews zu Innovationen, Marktentwicklungen & Zukunftsthemen der Schweizer Immobilienbranche.

  • Gilytics überzeugt mit Software für Bau von Leitungen

    Gilytics überzeugt mit Software für Bau von Leitungen

    Gilytics hat im Rahmen einer Seed-Finanzierungsrunde 1 Million Franken eingenommen, wie aus einer Medienmitteilung hervorgeht. Investiert haben der High-Tech Gründerfonds, die Swiss Startup Group und die Zürcher Kantonalbank.

    Überzeugen konnte Gilytics mit einer Software, die etwa zur Planung von Freileitungs- und Erdkabelverbindungen eingesetzt werden kann. Die Software kann anhand von Geodaten die Trassen von Stromleitungen ermitteln. Anwender können dabei detaillierte Szenarien mit 2D-, 3D- und Erweiterte Realität-Visualisierung analysieren. Neben der Verlegung von Stromleitungen kann die Software etwa auch bei der Planung von Schienen oder Strassen helfen.

    „Wir sind beeindruckt von der Branchenkenntnis des Teams, der bewährten Technologie und der kommerziellen Traktion, die bereits mit führenden Unternehmen der Branche in der Schweiz und über die Grenzen hinweg generiert wurde“, lässt sich Fabian Hogrebe, Investment Manager beim High-Tech Gründerfonds, in der Mitteilung zitieren.

    Gilytics will die frischen Mittel nutzen, um etwa Funktionen zur Unterstützung der Bauüberwachung und des Betriebs von Solar- und Windprojekten weiterzuentwickeln. Gleichzeitig will das Unternehmen sein Betriebsnetz ausbauen.

    Gilytics wurde 2017 aus der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH) ausgegliedert und hat seinen Sitz in Zürich.

  • 14Trees baut mit 3D-Druck Schulen in Afrika

    14Trees baut mit 3D-Druck Schulen in Afrika

    14Trees nutzt 3D-Druck in grossem Massstab zum Bau erschwinglicher Wohn- und Schulgebäude in Afrika. Beginnend in Malawi sollen solche Bauten auf diese Weise in Rekordzeit realisiert werden. So seien die Wände der ersten Schule in Salima in nur 18 Stunden gedruckt worden, heisst es in einer Medienmitteilung. Zudem werde der CO2-Fussabdruck dabei durch „optimierten Materialeinsatz“ um bis zu 70 Prozent reduziert.

    14Trees ist ein Gemeinschaftsunternehmen des Baustoffkonzerns LafargeHolcim und des Londoner Impact-Investors CDC Group. „Ich bin von der Arbeit unseres Joint Ventures 14 Trees begeistert“, wird Miljan Gutovic, Leiter der Region Naher Osten und Afrika sowie Mitglied der Konzernleitung von LafargeHolcim, in der Mitteilung zitiert. „Beginnend in Malawi werden wir die Technologie in der gesamten Region einsetzen und haben auch für Kenia und Simbabwe schon Projekte in der Pipeline.“

    Tenbite Ermias, Managing Director Africa von CDC, ist überzeugt, dass „die breite Anwendung der bahnbrechenden Spitzentechnologie“ von 14Trees „gewaltige Entwicklungseffekte“ ermögliche. „Dies ist ein wunderbares Beispiel für unsere Investitionen in Unternehmen, die zu den UN-Nachhaltigkeitszielen beitragen.“

    Wie es in der Mitteilung weiter heisst, schätze UNICEF, dass in Malawi 36’000 Klassenzimmer fehlen. Mit herkömmlicher Technik seien dafür 70 Jahre nötig. 14Trees zufolge könne diese Lücke mit 3D-Druck bereits in zehn Jahren geschlossen werden. Zudem würden die Projekte vor Ort qualifizierte Arbeitsplätze schaffen.

  • Halter bezieht neuen Hauptsitz im JED

    Halter bezieht neuen Hauptsitz im JED

    Der Baukonzern Halter AG eröffnet am 14. Dezember in dem vom Unternehmen selber umgebauten ehemaligen Druckereizentrum der NZZ in Schlieren seinen neuen Hauptsitz. Vor dem Umzug in das JED war die Halter AG in Zürich ansässig. Das Kürzel des im Auftrag der Eigentümerin Swiss Prime Site umgebauten Zentrums steht für Join. Explore. Dare – verbinden, entdecken, wagen. Neben der Halter AG verlegen laut Medienmitteilung auch die Firmenschwestern Tend AG, Raumgleiter AG, Integral design-build AG, die Entwicklergenossenschaft Wir sind Stadtgarten sowie die MOVEment Systems AG ihren Sitz nach Schlieren.

    Der neue Sitz der Halter AG tritt unter dem Label The Branch an. Er soll neue Möglichkeiten der Zusammenarbeit mit öffentlich mietbaren sogenannten Collab-Arbeitsplätzen, Worklounges und Big Rooms für Einzelpersonen und Teams bieten. Als die treibende Idee hinter The Branch bezeichnet der Konzern die horizontale und vertikale Integration der Immobilienwelt. Als Träger gibt es den Verein Branch Do Tank. Damit solle, so die Konzernmitteilung, die Weiterentwicklung der Bau- und Immobilienindustrie in der Praxis vorangetrieben werden. „Die Vision einer integrierten Prozesslandschaft in der Bau- und Immobilienwelt muss ausserhalb der herkömmlichen unternehmerischen Silos und der tradierten Branchenstrukturen umgesetzt werden“, wird Markus Mettler, CEO der Halter AG, auf der Seite von The Branch zitiert.

  • Immobilienplattform von UBS bindet FinanceScout24 ein

    Immobilienplattform von UBS bindet FinanceScout24 ein

    Die offene Immobilienplattform key4 soll Kunden alle erforderlichen Dienstleistungen bei Erwerb und Verwaltung von Wohneigentum zur Verfügung stellen, erläutert die UBS in einer Mitteilung. Dabei bietet key4 unter anderem eine Verwaltung der Hypotheken an, bei denen für jede Tranche aus den Angeboten unterschiedlicher Kreditgeber gewählt werden kann. Dies sei „schweizweit einzigartig“, schreibt die UBS.

    Die Grossbank will ihre Plattform über strategische Partnerschaften erweitern. Als erster Finanzierungsvermittler konnte dabei der digitale One-Stop-Shop für Finanz- und Versicherungsthemen, FinanceScout24, gewonnen werden, informiert die UBS in der Mitteilung. „Die Partnerschaft mit FinanceScout24 ist der logische nächste Schritt im Ausbau unseres Ökosystems und Teil unserer langfristigen Strategie, Marktführer im Plattformgeschäft zu werden“, wird Martha Böckenfeld, Head Digital Platforms & Marketplaces, dort zitiert.

    Im Gegenzug können Kunden von FinanceScout24 das Gesamtangebot von key4 nutzen. „Durch die Kooperation mit key4 erweitern wir unser Portfolio um einen starken Partner und bieten dadurch unseren Nutzerinnen und Nutzern ab sofort ein noch grösseres Angebot an passenden Finanzierungslösungen für ihren persönlichen Wohntraum“, wird Jan Hinrichs, Managing Director von FinanceScout24, in der Mitteilung zitiert. Das Unternehmen ist Teil der Scout24 Schweiz AG. Der Verbund von Online-Marktplätzen wird jeweils zur Hälfte von Ringier AG und Mobiliar gehalten.

  • Alle Akteure in der Branche müssen bereit für Veränderungen sein

    Alle Akteure in der Branche müssen bereit für Veränderungen sein

    Was genau ist Building Information Modeling?
    Wörtlich übersetzt bedeutet BIM die Modellierung von Konstruktionsinformationen, eine ziemlich genaue Definition. Durch BIM ist es neben der digitalen Planung und Ausführung von Projekten möglich, die für die Arbeit erforderlichen Daten zu ermitteln und wiederzuverwenden. Es geht darum, mit dreidimensionalen Modellen zu arbeiten, die nichts anderes als visuell dargestellte Datenbanken sind. Es klingt komplizierter als es ist, aber tatsächlich ist es nur eine neue Arbeitsweise. Wenn wir früher zweidimensionale Pläne hatten, haben wir jetzt
    mo dreidimensionale digitale Gebäudemodelle. Wichtig ist, dass alle Beteiligten Zugriff auf dieselben Daten haben oder auf andere Weise als Single Source of Truth (Hrsg.) Bezeichnet werden. Dies stellt sicher, dass die in den Datenbanken gespeicherten Daten immer aktuell, korrekt und für die weitere Verarbeitung relevant sind. Und das ist genau der größte Vorteil.

    Warum hat sich die SBB für BIM für Bauprojekte entschieden?
    In BIM sehen wir ein wichtiges Potenzial für die Datenverarbeitung und den gesamten Wertschöpfungsprozess. Die SBB erwartet einen deutlichen Rückgang der Investitionen in Planung, Bau und Verwaltung von Immobilien. Dies gilt auch für die gesamte Eisenbahninfrastruktur, die sie besitzt.

    Wir können auch einen wichtigen Beitrag zur Reduzierung der CO2-Emissionen leisten, da wir anhand der von uns gesammelten Daten simulieren können, wie sich das Unternehmen in den nächsten 20, 25 Jahren und darüber hinaus entwickeln wird. Da Projekte verglichen werden können, können sie gelernt und Transparenz über den gesamten Lebenszyklus hinweg geschaffen werden.

    Wie wird BIM beim Bau des Letziturms eingesetzt?
    Der Letziturm war eines der ersten Gebäude der SBB Immobilien, die mit BIM-basierten Arbeitsmethoden und -praktiken errichtet wurden. Es ist auch ein Schulungsprojekt in Bezug auf die Managementphase. Die Planung und Durchführung eines Projekts dieser Größenordnung ist in zehn Jahren abgeschlossen, die Verwaltung des Gebäudes dauert jedoch mindestens viermal länger. Zum Beispiel werden wir die Erfahrung des Letziturms nutzen, um Materialien zu probieren. Wir arbeiten daran, Planungsgenehmigungen über die Kollaborationsplattformen zu erhalten. Wir haben viel gelernt und können damit Planung und Implementierung optimieren. Dies ist aus unserer Sicht ein wichtiger erster Schritt.

    „Allein als Besitzer kann man es nicht mehr ertragen.“

    Welche Schlussfolgerungen können Sie heute aus der Verwendung von BIM ziehen?
    Wir haben sehr früh das Potenzial von BIM für die SBB erkannt und ihre Entwicklung durch das zu diesem Zweck eingerichtete BIM @ FFS-Programm aktiv gefördert. Wir haben seitdem wichtige Fortschritte gemacht. Dieses Programm basiert auf vier miteinander verbundenen Säulen: Entwicklung, Experimentieren, Genehmigung und konkrete Einbeziehung des Sektors. Wir teilen unser gesamtes Wissen und unsere Erfahrungen bei Veranstaltungen mit unseren Partnern, sammeln Kommentare und Beobachtungen, die wir dann in den Entwicklungsprozess integrieren. Wir beziehen unsere Gemeinschaft auf diese Weise ein. Sie können nicht mehr alleine bauen, Sie brauchen eine enge Zusammenarbeit zwischen den Parteien. Dies spiegelt sich auch in der Befähigung der Mitarbeiter wider. Seitens der Mitarbeiter haben wir eindeutig einen großen Wunsch nach gegenseitigem Lernen festgestellt. Das Ergebnis ist für alle inspirierend und lehrreich.

    Was sind die Vorteile?
    Es versteht sich von selbst, dass das Entwerfen und Erstellen mit Datenunterstützung zu einer Änderung der Art und Weise führt, wie wir mit unseren Partnern zusammenarbeiten und wie wir mit ihnen Projekte entwickeln, die jetzt schneller und sicherer abgeschlossen werden. Klar nur, wenn alle Beteiligten bereit sind, das System zu übernehmen. Ein zusätzlicher Vorteil ist, wie bereits erwähnt, „Eine Quelle der Wahrheit“. Unternehmensdaten werden strukturiert gespeichert, sind immer aktuell und schnell auffindbar. Dadurch entfällt das lästige und ständige Suchen und Überprüfen von Daten weitgehend. Im Vergleich zur Vergangenheit ist die Kommunikation auch zielgerichteter und leistungsorientierter. Projektgruppen können so schneller Lösungen finden, offene Probleme und Probleme direkt im dreidimensionalen Modell visualisieren und Varianten und Alternativen einfacher ausarbeiten. Dies hilft, sich zu verstehen.

    Gibt es auch Nachteile?
    BIM wird oft nur mit dem technologischen Aspekt assoziiert. Natürlich wäre es schön, mit einer Brille, die uns Augmented Reality zeigt, über die Baustelle zu fliegen. Wenn die zugrunde liegenden Daten jedoch nicht korrekt sind, ist die fortschrittlichste Technologie nutzlos. Die Daten müssen korrekt sein und wir brauchen daher eine neue Art, präzise zu arbeiten. Es gibt nur zwei Arten von Daten: die richtigen oder die falschen. Heute sind noch nicht alle bereit, neue Technologien und Methoden einzusetzen. Alle Betreiber in der Branche müssen jedoch bereit sein, sich zu ändern und ihren Beitrag zu leisten, damit die Dinge funktionieren.

    Was könnte der Grund sein, warum sich BIM noch nicht in der Schweiz etabliert hat?
    Viele verbinden BIM mit der Verwendung der neuesten Software oder der neuesten Datenbanktechnologie. Dies ist oft notwendig, allein reicht es jedoch nicht aus. Um BIM erfolgreich einsetzen zu können, müssen wir unsere Denkweise und Arbeitsweise ändern. In der BIM-Umgebung sprechen wir häufig über kollaborative Projektteams, die gemeinsam Lösungen entwickeln. Dieser Prozess braucht seine Zeit, aber der Trend gibt mir Hoffnung auf das Beste. Wir müssen auch unseren Beitrag als Auftraggeber des öffentlichen Sektors leisten, um diese Entwicklung weiter voranzutreiben und den Einsatz von BIM bei der Auftragsvergabe zu fordern, wie wir es beispielsweise für das Letziturm-Projekt getan haben.
    Welche Ziele verfolgt die SBB beim Einsatz von BIM?
    Derzeit haben wir ungefähr zwanzig Pilotprojekte, für die wir Hintergrundinformationen bereitstellen. Wir experimentieren auch mit einer Vielzahl von Methoden, Technologien und Techniken. Das aus diesen Projekten gewonnene Wissen fließt in den Entwicklungsprozess ein. Dank Vorschriften und Normungen können wir auch internationale Grundelemente berücksichtigen. Auf diese Weise sind wir sicher, mit der Zeit Schritt zu halten. Dieses Wissen wird speziell an die Industrie zurückgegeben. Für konföderierte Unternehmen wird die Verwendung von BIM für den Bau von Gebäuden gemäß der digitalen Strategie des Bundes ab 2021 und für die Infrastruktur ab 2025 obligatorisch sein, da in diesem Bereich noch viel ausgearbeitet werden muss. Dies ist unser erklärtes Ziel.

    SBB und das BIM Letziturm Projekt
    Dank der Renovierung der bestehenden Gewerbe- und Industriegebiete entsteht zwischen den Bahnhöfen Zürich-Altstetten und Hardbrücke ein neues Stadtgebiet entlang der Gleise. Der Letziturm, ein sechsstöckiges Gebäude östlich der Lagerhalle, das zum historischen Denkmal erklärt wurde, definiert einen ersten städtischen Horizont, der zusammen mit den beiden an die Höhe von Letzibach D angepassten Wohntürmen einen Kern aus drei hohen Gebäuden bildet.

    Die Bauarbeiten begannen in diesem Jahr. Die 178 Wohneinheiten, bestehend aus Wohnungen mit 1,5 bis 7,5 Zimmern, sollen ab Herbst 2022 fertig sein. Im Erdgeschoss befinden sich zwei Haupteingänge und zwei Gewerbezimmer, von denen jedes einen Blick auf die Zukunft bietet. Platz und auf den SBB-Werkstätten. Dazwischen befinden sich die Erdgeschosse von vier größeren, zweistöckigen Wohneinheiten, die eine Kombination aus Arbeits- und Wohnräumen bieten und auf Wunsch direkt mit dem öffentlichen Raum verbunden sind.

    Sowohl die kleineren als auch die größeren Wohneinheiten sind im Basisgebäude untergebracht. Oberhalb der 7. Etage, in der sich ein Gemeinschaftsraum befindet, sind Wohnungen mit 2,5 bis 4,5 Zimmern geplant. ■

  • Edilgroup #unitipercostruire

    Edilgroup #unitipercostruire

    Tradition und Innovation sind die beiden Grundkonzepte des Projekts, die zur Gründung von Edilgroup geführt haben, dem wichtigsten Einzelhändler für Bauprodukte und -materialien im Tessin. Mit acht operativen Büros, einem im Kanton verteilten Handels- und Verwaltungssitz und rund achtzig Mitarbeitern wird der neue Akteur in der regionalen Bauszene als kompetenter und zuverlässiger Partner von Architekten, Unternehmen und Handwerkern der Branche anerkannt.

    Am beeindruckendsten ist jedoch die insgesamt 230-jährige Erfahrung auf Baustellen, die von den drei Unternehmen, aus denen die Edilgroup hervorgegangen ist, als Mitgift mitgebracht wurde: Ghielmimport SA, Taiana SA und Wullschleger SA. Bis vor wenigen Monaten haben Wettbewerber mit Weitsicht und Realismus beschlossen, mit bestem Know-how zum Erfolg einer beispiellosen unternehmerischen Initiative beizutragen, um den Herausforderungen eines wettbewerbsorientierten und anspruchsvollen Marktes auf dem Markt zu begegnen welche es Möglichkeiten geben wird, ergriffen zu werden.

    Zwischen Tradition und Innovation
    Natürlich innovativ, aber wie? Die Lager werden eingerichtet, um die notwendige Sichtbarkeit der Produkte zu gewährleisten. Kunden können sich auf professionelle Beratung verlassen. Ein wichtiger Beitrag wird auch vom Marketingbüro erwartet, zu dessen Strategien der Einsatz der wichtigsten modernen Kommunikationsinstrumente gehört.

    «Wir haben neue Ziele zwischen ökologischer Nachhaltigkeit und technologischer Innovation definiert und digitale, finanzielle und Planungsinstrumente integriert. Es geht nicht nur um Wettbewerbsfähigkeit – sagt Oliviero Milani, CEO von Edilgroup -, sondern auch darum, das Angebot zu diversifizieren, Fähigkeiten zu erweitern und uns darauf zu spezialisieren, exzellente Lösungen anzubieten, um das Gleichgewicht zwischen Qualität und Preis zu finden. Die Person steht im Mittelpunkt unserer Gedanken und unseres Handelns, da nur mit einem starken, kompetenten Humankapital gezeigt wird, dass wir an die Werte glauben, die uns identifizieren, und dass wir unsere Ziele wirklich erreichen können. Unser Motto #unitipercostruire repräsentiert nicht nur die Vereinigung von drei historischen Unternehmen im kantonalen Panorama, sondern bedeutet vor allem, Kräfte zu bündeln und mit Kunden und Lieferanten zusammenzuarbeiten, um die beste fachliche Beratung, exzellenten Service und innovative Qualitätslösungen anzubieten. “ . ■

  • Crowdlitoken lanciert Plattform in Europa

    Crowdlitoken lanciert Plattform in Europa

    Crowdlitoken hat seine Plattform für Immobilieninvestitionen in Europa aufgeschaltet. Damit nimmt das Unternehmen einer Medienmitteilung zufolge eine weltweite Pionierrolle ein. Über die Plattform können Anleger digitale Anleihen an Immobilien erwerben und ein eigenes Portfolio zusammenstellen.

    Investoren können sich beispielsweise auch an einer Gewerbeliegenschaft in der Schweiz beteiligen, mit welcher Crowdlitoken im Oktober eine Zusammenarbeit beschlossen hat. Die Liegenschaft befindet sich in Oensingen SO und hat einen Marktwert von 9,15 Millionen Franken. Investoren können sich über die Plattform ab 100 Franken an Liegenschaften beteiligen.

    „Ein toller Tag. Endlich lösen wir mit dieser Plattform unser Versprechen gegenüber den Investoren ein“, wird Domenic Kurt, CEO von Crowdlitoken, in der Mitteilung zitiert. „An dieser Stelle einen herzlichen Dank an das Vertrauen und die Geduld der Investoren der ersten Stunde.“

    Crowdlitoken bereitet derzeit auch bereits die zweite Finanzierungsrunde vor. Dafür hat es erst kürzlich neue Persönlichkeiten in den Verwaltungsrat geholt.

  • Uri verabschiedet Digitalisierungsstrategie

    Uri verabschiedet Digitalisierungsstrategie

    Der Urner Regierungsrat hat laut einer Medienmitteilung seine Digitalisierungsstrategie verabschiedet. Diese legt die grundsätzliche Richtung fest, die der Kanton im Bereich Digitalisierung einschlagen will. Sie dient auch als Orientierungsrahmen, um in den kommenden fünf bis zehn Jahren strategische Vorhaben umzusetzen. Insgesamt soll die Strategie der Attraktivität des Wohn- und Wirtschaftsstandorts Uri einen positiven Schub verleihen, heisst es.

    Die Digitalisierung könne für den Kanton Uri „zu einem eigentlichen Entwicklungstreiber werden und die Positionierung Uris massgeblich stärken“, hält der Regierungsrat im Regierungsprogramm 2020 bis 2024 fest. Dafür müssten die „gesellschaftlichen Besonderheiten Uris wie auch die besonderen Chancen Uris als Wirtschafts- wie als Home-Office-Standort mit Rückzugsqualität“ in Betracht gezogen werden.

    Bei der Erarbeitung der Digitalisierungsstrategie wurde der Kanton Uri auch von der Hochschule Luzern (HSLU) unterstützt. Wie Projektleiter Stephan Käppeli in einer Mitteilung der HSLU vom Februar hervorhebt, eignet sich der Kanton „in verschiedener Hinsicht als Modellregion der Digitalisierung“.

  • Mietvertrag wird erstmals digital signiert

    Mietvertrag wird erstmals digital signiert

    Flatfox, die Verit Immobilien AG und Skribble haben laut einer Mitteilung einen Meilenstein in der Digitalisierung von Mietabschlüssen erreicht: Ihr gemeinsam entwickelter elektronischer Mietvertrag ist jetzt in Zürich rechtsverbindlich unterzeichnet worden. Damit wurde in der Schweiz erstmals ein Vermietungsprozess digital abgewickelt.

    Mit der von Skribble ermöglichten elektronischen Signatur könnten Mietinteressenten und Bewirtschafter nun „einfach und sicher“ einen Mietvertrag auf ihrem Smartphone, dem Computer oder einem Tablet unterschreiben. Damit müssten Mietverträge nicht mehr ausgedruckt und dann zeitaufwändig per Post hin- und wieder zurückgeschickt werden.

    „Ich bin Fan von Online-Sachen“, sagte die erste Mieterin, die in der Schweiz je einen Mietvertrag elektronisch unterzeichnet hat. „Auf Knopfdruck einen Mietvertrag zu signieren, finde ich toll. Das Konzept ermöglicht es mir, meinen Mietvertrag digital abzulegen.“

    Die Zürcher Bewirtschafterin der Verit Immobilien AG, die diesen Vertrag gegenzeichnete, habe laut der Mitteilung insbesondere die Benutzerfreundlichkeit und die gewonnene Zeit geschätzt. Das erfolgreich gestartete Pilotprojekt soll künftig vollständig in den Erst- und Wiedervermietungsprozess der Verit Immobilien AG integriert werden.

  • Belimo bindet Plattform für Gebäudedaten ein

    Belimo bindet Plattform für Gebäudedaten ein

    Die Plattform Facilio soll es Kunden von Belimo ermöglichen, über das Internet der Dinge (IoT) in Echtzeit Daten über die Abläufe der Heizungs-, Lüftungs- und Klimasysteme (HLK-Systeme) zu sammeln und die Gebäudeleistung zu überprüfen, erläutert der Spezialist für HLK-Systeme aus dem Zürcher Oberland in der Mitteilung. Facilio, welches seinen Hauptsitz in New York hat, und Belimo haben eine entsprechende Kooperation vereinbart, heisst es dort weiter. „Die Synergie zwischen Belimos digitalem Ökosystem und Facilios Betriebs- und Instandhaltungsplattform nutzt verfügbare Daten, um das Potenzial vernetzter Gebäude freizusetzen und die neuen Herausforderungen anzugehen“, wird Salvatore Cataldi, Global Strategic Building IoT Expert bei Belimo, in der Mitteilung zitiert.

    Die gesammelten Daten sollen Immobilienbesitzern und Immobilienbetreibern als Grundlage für die Implementierung effizienter Nachhaltigkeitsmassnahmen dienen, wird in der Mitteilung weiter erläutert. „Den Kunden, die zu einem agilen, datengestützten Betriebsmodell wechseln, werden Facilio und Belimo eine einzige, vernetzte Betriebsumgebung bereitstellen, durch die sie ihre Räume und Ausrüstung in Echtzeit überblicken und steuern können“, lässt sich Prabhu Ramachandran, CEO und Gründer von Facilio, dort zitieren. Über die Kooperation wollen die beiden Partner zudem auf die wachsende Nachfrage nach Lösungen für einen effizienten Gebäudebetrieb reagieren.

  • Auswirkungen der Pandemie auf Industrie und Bau werden schwächer

    Auswirkungen der Pandemie auf Industrie und Bau werden schwächer

    Einer Mitteilung des Bundesamts für Statistik (BFS) zufolge ist die Produktion des sekundären Sektors der Schweiz im dritten  Quartal 2020 im Jahresvergleich um 4,4 Prozent gesunken. Die Umsätze der Schweizer Unternehmen in Industrie und Baubranche gingen gleichzeitig um 6,3 Prozent zurück. Die Coronavirus-Pandemie hinterlasse somit „im sekundären Sektor weiterhin Spuren“, schreiben die Analysten des BFS. Im Vergleich zum Vorquartal seien die Rückgänge aber „nur etwa halb so gross“ ausgefallen.

    In der Industrie fiel die Produktion im Berichtsquartal im Jahresvergleich um 5,1 Prozent geringer aus. Dabei wurde über die drei Monate hinweg eine Abschwächung des Rückgang beobachtet. Er war im Juli mit 6,7 Prozent am stärksten ausgefallen. Im August lag die Produktion um 5,6 Prozent unter dem Vorjahreswert, im September schwächte sich das Minus auf 3,8 Prozent ab.

    Im Baugewerbe ging die Produktion im dritten Quartal 2020 gegenüber dem dritten Quartal 2019 um 0,4 Prozent zurück. Dabei wurde im Hochbau ein Rückgang um 7,2 Prozent verzeichnet. Die Produktion in Tiefbau und sonstigem Baugewerbe legte gleichzeitig hingegen um 4,6  beziehungsweise 2,9 Prozent zu.

    Die Umsätze in der Industrie fielen im Berichtsquartal um 7,9 Prozent geringer als im Vorjahresquartal aus. In den einzelnen drei Monaten wurden dabei schrittweise schwächere Rückgänge zwischen 9,7 Prozent im Juli und 5,6 Prozent im September beobachtet.

    Die Umsätze im Baugewerbe fielen im dritten Quartal 2020 um 0,6 Prozent hinter den Vorjahreswert zurück. Hier reichte die Spanne von einem Minus von 6,9 Prozent im Hochbau bis zu einem Plus von 5,1 Prozent im Tiefbau.

  • Zühlke modernisiert den Digitalauftritt von Wincasa

    Zühlke modernisiert den Digitalauftritt von Wincasa

    IT-Innovationsdienstleister Zühlkeaus Schlieren bringt die bei Wincasabenutzte Software auf einen modernen Stand, der den heutigen Marktanforderungen genügt. Der Immobiliendienstleister aus Winterthur hat bisher mit den im eigenen Unternehmen entwickelten Programmen gearbeitet. Diese in 15 Jahren im Unternehmen entwickelten Programme sind laut Medienmitteilungvon Zühlke zwar „äusserst funktional“, reichen aber für die Expansionsstrategie von Wincasa nicht aus. So sei bisher weder Datenaustausch mit Drittanbieteranwendungen möglich noch sei die Software Cloud-basiert. Beides sei aber notwendig, um Omni-Channel-Marketing – das Weiterleiten von Produktinformationen an alle Verkaufskanäle und Medien – zu nutzen und Mietern und Eigentümern entsprechende Dienstleistungen anzubieten.

    Zühlke hilft den Wincasa-Experten, das bestehende System zu modernisieren. Es soll nicht komplett neu aufgesetzt werden. Dazu werden die drei vorhandenen Bereiche von Unternehmensplanung, Immobilienverwaltung und Bauprojektmanagement Cloud-fähig gemacht und auf den Einsatz in der Microsoft Azure-Umgebung vorbereitet. Der in langen Jahren gesammelte Datenbestand muss jetzt bereinigt und auf die neue Plattform transferiert werden. Neue Projekte werden dort direkt eingebracht. Bei diesen Arbeiten arbeiten Zühlke-Experten mit den Wincasa IT-Spezialisten zusammen.

    Als Ziel der Modernisierung gibt die Medienmitteilung an: Wincasa will die digitale Revolution im Schweizer Immobilienmarkt anführen.

  • T-Systems und Red Hat kooperieren

    T-Systems und Red Hat kooperieren

    T-Systems hat die Akkreditierung als offizieller Red Hat-Partner in der Schweiz erhalten. Laut einer Medienmitteilung von T-Systems setzt der Technologiekonzern auf Red Hat-Lösungen im Anwendungsmanagement. Auch bei allen Cloud-Lösungen und bei DevOps (Development und IT Operations)-basierter Software-Entwicklung auf der T-Systems-Plattform AppAgile wollen beide Firmen zusammenarbeiten. Die Partner arbeiten bereits in der Region Europa, Naher Osten und Afrika (EMEA) zusammen.

    Die neue Kooperation in der Schweiz ziele auf den Weiterverkauf, heisst es in der Mitteilung. Zudem solle sie „in Richtung Subskriptionsmodelle und Bereitstellung von Managed Services für die Red Hat-Lösungen durch T-Systems gehen“. Darüber hinaus planen beide Partner, gemeinsam neue Dienstleistungen zu kreieren, die auf bewährten Red Hat-Produkten basieren. Sie sollen um Integrations- und Managed Services-Fachwissen von T-Systems bereichert werden.

    T-Systems Zertifizierung als Red Hat-Partner bringe beiden Unternehmen mehr Wettbewerbskraft. Sie öffne den Zugang zu interessanten Ausschreibungen für regulierte Branchen wie der öffentlichen Hand oder dem Gesundheitswesen.

    „T-Systems ist ein namhafter und aktiver Player in der Schweizer IT-Landschaft“, wird Richard Zobrist, Head of Partner & Alliances Schweiz bei Red Hat, in der Mitteilung zitiert. „Wir versprechen uns viel von der Reputation, dem umfassenden Know-how und dem soliden Leistungsausweis des Digitaldienstleisters für den Ausbau unseres Geschäfts in der Schweiz und speziell für den Vorstoss in neue Branchen und Kundensegmente.“

  • Westhive lockt digitale Nomaden in die Berge

    Westhive lockt digitale Nomaden in die Berge

    Das Berghuus Radons liegt oberhalb von Savognin auf 2000 Meter Höhe. Nun wird es auch zu einem Arbeitsort für digitale Nomaden. Wie Westhive mitteilt, richtet es im Berggasthaus mit dem Westhive Retreat einen Standort für flexible Arbeitsplätze und Workshops ein. „Wir wollten von Beginn an das Westhive Ökosystem mit Standorten für ungestörte Meetings abseits des Tagesgeschäfts erweitern“, wird Andreas Widmer, Mitgründer des Zürcher Anbieters von Gemeinschaftsarbeitsplätzen, in einer Mitteilung zitiert.

    Aus Widmers Sicht ist der Standort insbesondere für Strategiesitzungen geeignet. „Die Natur ist unfassbar inspirierend, und die Räumlichkeiten im Berghuus sind perfekt für Seminare und Tagungen.“ Insgesamt stehen zwölf Zimmer zur Verfügung.

    Das Berghuus öffnet laut Angaben auf seiner Internetseite wieder am 19. Dezember. Reservationen der Arbeitsplätze sind aber schon jetzt bei Westhive möglich. Mitglieder bestehender Westhive-Standorte können sich über die bestehende Infrastruktur anmelden und auf die gleiche Infrastruktur zurückgreifen wie an den bisherigen Standorten.

    Westhive hat 2018 seinen ersten Standort in Zürich-West eröffnet. Inzwischen sind vier weitere hinzugekommen, davon einer in Basel. Ein weiterer Standort am Zürcher Flughafen soll im ersten Quartal 2021 folgen.

  • Imomi lanciert Plattform für privaten Immobilienverkauf

    Imomi lanciert Plattform für privaten Immobilienverkauf

    Ab sofort offeriert die digitale Plattform imomi.ch Immobilienbesitzerinnen und -besitzern die Möglichkeit, ihr Objekt selbständig und ohne Makler zu verkaufen. „Die Digitalisierung hat bereits viele Bereiche unseres Lebens vereinfacht. Nun wird es Zeit, die generell träge Immobilienbranche zu revolutionieren“, wird CEO und Mitgründer Nicholas J. Arthur in einer Medienmitteilung des Basler Start-ups Imomi zitiert.

    Oft fehle es an Erfahrung und Zeit, sich selbst um den Verkauf zu kümmern. So sähen sich Verkaufswillige häufig gezwungen, Maklerkommissionen bis 3 Prozent in Kauf zu nehmen, heisst es dort weiter. Bei der Eigenvermarktung über imomi.ch zahle der Kunde erst bei erfolgreichem Abschluss 0,9 Prozent des Verkaufspreises.

    Für die sichere und effiziente Abwicklung des Verkaufsprozesses bietet Imomi eine unabhängige und kostenlose Schätzung des Werts einer Immobilie und eine professionelle Dokumentation. Diese beinhaltet das Erstellen eines virtuellen Hauses mit 3D-Rundgängen sowie professionelle Fotos und Drohnenaufnahmen. Eine entsprechende Annonce wird schweizweit in die relevantesten Immobilienplattformen eingestellt. Die Sicherheit eines professionellen Vertragswerks sei durch fachkundige Notare gewährt.

  • Alle Branchenteilnehmer müssen für Veränderung bereit sein

    Alle Branchenteilnehmer müssen für Veränderung bereit sein

    Was genau ist Building Information Modeling?
    Wörtlich übersetzt heisst BIM Gebäudeinformationsmodellierung – das trifft es schon relativ gut. Mittels BIM ist man in der Lage, neben der digitalen Planung und Ausführung von Projekten die notwendigen Daten für den Betrieb zu bestimmen und weiterzuverwenden. Dabei arbeitet man mit dreidimensionalen Modellen, die nichts anderes sind als visuell dargestellte Datenbanken. Das tönt jetzt kompliziert, ist es aber gar nicht, es ist nur eine neue Art des Arbeitens. Hatten wir früher zweidimensionale Pläne, sind es nun dreidimensionale digitale Gebäudemodelle. Wichtig ist, dass jeder Beteiligte auf die gleichen Daten zugreifen kann, neudeutsch: Single Source of Truth. Man kann sich also darauf verlassen, dass die in Datenbanken gespeicherten Daten nicht nur aktuell sind, sondern auch korrekt und natürlich relevant für die Weiterbearbeitung. Darin liegt auch der grösste Nutzen.

    Weshalb haben sich die SBB dazu entschieden, bei Bauprojekten BIM zu nutzen?
    Wir sehen hier deutliches Potenzial in der Datenweiterverarbeitung und im gesamten Wertschöpfungsprozess. Die SBB rechnen nachhaltig mit einer Reduktion der kapitalgebundenen Ausgaben für Planung, Realisierung sowie Bewirtschaftung von Immobilien. Dies gilt natürlich auch für die gesamte Bahninfrastruktur im Besitz der SBB.

    Weiter können wir sehr stark auf die CO2-Reduktion hinwirken, da wir z.B. aufgrund der Daten simulieren können, wie der Betrieb sich über die nächsten 20, 25 und mehr Jahre entwickelt. Weiter kann man Projekte untereinander vergleichen und somit auch von anderen Projekten lernen. So schaffen wir Transparenz über den gesamten Lebenszyklus.

    Wie wird BIM konkret beim Bau des Letziturm-Projekts eingesetzt?
    Der Letziturm war eines der ersten Hochbauprojekte von SBB Immobilien, das mit BIM gestützten Methoden und Arbeitsweisen umgesetzt wird. Es ist auch ein Lernprojekt für die Bewirtschaftungsphase. Die Planung und die Realisierung eines solchen Projekts sind in zehn Jahren abgeschlossen, wir bewirtschaften das Gebäude aber mindestens viermal länger. So werden wir aus den Erkenntnissen beim Letziturm zum Beispiel Materialbemusterungen durchführen. Wir sind dabei, Planfreigaben über die Kollaborationsplattformen umzusetzen. Wir haben viel gelernt, was wir in der Optimierung von Planung und Realisierung einsetzen können – und das sehen wir als einen ersten wichtigen Schritt.


    «Es geht nicht mehr allein als Bauherr.»

    Welches Resümee ziehen Sie Stand heute vom Einsatz von BIM?
    Wir haben das Potenzial von BIM für die SBB früh erkannt und mit dem dafür ins Leben gerufenen Konzernprogramm BIM@SBB die Entwicklung aktiv gestossen. So haben wir bereits wichtige Fortschritte erzielt. Das Programm BIM@SBB beruht auf vier Pfeilern, die einander bedingen: Entwicklung, Erprobung, Normierung und auf der konkreten Mitnahme der Branche. Wir teilen all unser Wissen und unsere Erfahrung mit unseren Partnern an Veranstaltungen und nehmen Inputs vom Markt auf, die wir konkret in die Entwicklung einfliessen lassen. Wir binden unsere Community ein. Es geht nicht mehr allein als Bauherr, es braucht ein starkes, gemeinsames Miteinander. Das zeigt sich auch in der Befähigung der Mitarbeitenden. Wir spüren ein sehr grosses Interesse der Mitarbeitenden, sie wollen gemeinsam voneinander lernen. Das ist wahnsinnig spannend und lehrreich für alle Beteiligten

    Wo liegen die Vorteile?
    Natürlich verändert eine nun datengestützte Umsetzung die Art und Weise, wie wir mit unseren Partnern zusammenarbeiten und die Projekte in enger Zusammenarbeit entwickeln. Projekte werden in der Tat schneller und sicherer abgewickelt, wenn alle Beteiligten sich auch darauf einlassen. Die bereits erwähnte «Single Source of Truth» ist ein weiterer Vorteil. Die Anlagendaten sind strukturiert abgelegt, rasch auffindbar und stets aktuell. Ein langwieriges Suchen und Verifizieren der Daten werden weitgehend entfallen. Die Kommunikation verläuft zielgerichteter als bisher und ist nutzenorientiert. Projektteams finden damit deutlich schneller Lösungen, können Probleme und Pendenzen direkt am dreidimensionalen Modell betrachten und gleich Varianten und Alternativen gemeinsam erarbeiten. Das hilft für das gegenseitige Verständnis.

    Gibt es auch Nachteile?
    BIM wird oft nur mit dem Technologieaspekt verbunden. Natürlich ist es schön, mit einer Hololens über die Baustelle zu schweben. Wenn aber die dahinter liegenden Daten nicht stimmen, nützt die modernste Technologie nichts. Daten müssen korrekt sein, es braucht eine neue Art der Genauigkeit des Arbeitens. Bei Daten gibt es nur zwei Zustände: Korrekt oder eben nicht. Nicht jeder in der Wertschöpfungskette ist bereit für den Einsatz von neuen Technologien und Methoden. Jeder in der Branche muss bereit sein, sich zu verändern und seinen Teil zum Gelingen beizutragen.

    Was könnten die Gründe sein, dass sich BIM in der Schweiz noch nicht durchgesetzt hat?
    Viele verbinden BIM mit dem Einsatz der neuesten Software oder der neuesten Datenbanktechnologie. Oft ist dies zwar notwendig, doch noch nicht ausreichend. Für den erfolgreichen Einsatz werden sich unsere Denkweise und Arbeitsmethode weiter verändern müssen. Im Umfeld von BIM wird dabei oft von kollaborativ zusammenarbeitenden Projektteams gesprochen, welche gemeinsam Lösungen entwickeln. Dieser Prozess beansprucht seine Zeit, doch der Trend stimmt mich positiv. Es liegt auch an uns öffentlichen Auftraggebern, diese Entwicklung weiter zu fördern und bei Projektvergaben den Einsatz von BIM zu verlangen, so wie wir dies am Projekt Letziturms getan haben.

    Wie sehen die Ziele der SBB aus für den Einsatz von BIM?
    Derzeit haben wir knapp zwei Dutzend Pilotprojekte, die wir mit Grundlagen versorgen und verschiedenste Methoden, Technologien und Techniken zu erproben. Dieses daraus gewonnene Wissen fliesst in die Entwicklung ein. Mittels Normierung und Standardisierung werden auch internationale Grundlagen berücksichtigt. So können wir sicherstellen, dass wir am Puls der Zeit sind. Dieses Wissen wird gezielt an die Branche zurückgegeben. Ab 2021 ist im Hochbau der Einsatz von BIM für bundesnahe Betriebe verpflichtend, so die digitale Strategie des Bundes, und ab 2025 für die Infrastruktur, da hier noch viel mehr erarbeitet werden muss. Das ist unser erklärtes Ziel.

    SBB BIM-Projekt Letziturm:
    Zwischen den Bahnhöfen Zürich Altstetten und Hardbrücke entwickelt sich entlang des Gleisfeldes aufgrund der Umstrukturierung bestehender Gewerbe- und Industrieflächen ein neues Stadtgebiet. Der Letziturm als sechsgeschossiger Gebäudesockel nimmt im Osten die Kante der denkmalgeschützten Lagerhalle auf. Er definiert damit einen ersten Stadthorizont. Die zwei Wohntürme orientierten sich an der Gebäudehöhe des Letzibach D. Aus dem geplanten Einzelturm entsteht somit ein Ensemble von drei hohen Häusern.

    Der Baubeginn ist dieses Jahr erfolgt. Die 178 Wohneinheiten, bestehend aus 1,5 Zimmer- bis zu 7,5 Zimmer-Wohnungen, sollen ab Herbst 2022 bezugsbereit sein. Das Erdgeschoss ist geprägt durch die beiden Haupteingänge und die beiden Gewerberäume, die sich jeweils zum zukünftigen Platz und Richtung SBB Werkstätten ausrichten. Dazwischen eingespannt sind die Erdgeschosse von vier grösseren, doppelgeschossigen Wohnateliereinheiten, die Arbeiten und Wohnen vereinen und falls gewünscht direkt an den öffentlichen Raum anknüpfen.

    Im Sockelgebäude sind sowohl die kleinen als auch die grösseren Wohneinheiten untergebracht. Oberhalb des 7. Obergeschosses, das einen Gemeinschaftsraum aufweist, sind 2,5- bis 4,5-Zimmer-Wohnungen geplant.■

  • «Man muss seinen Kunden Alternativen anbieten»

    «Man muss seinen Kunden Alternativen anbieten»

    Was genau macht Swiss Circle?
    Swiss Circle ist das Netzwerk für die Schweizer Immobilienbranche. Wir betreuen unsere rund 250 Mitglieder, vernetzen diese untereinander und unterstützen sie mit Marketingtools. Unsere Member wollen sich untereinander besser kennenlernen, aber auch in der Branche vermehrt wahrgenommen werden. Ausserdem geben wir ihnen die Möglichkeit, ihr Knowhow in speziellen Disziplinen der Immobilienwirtschaft auszubauen.

    Wie geht das konkret?
    Wir bieten verschiedene Plattformen: So sind wir an den grossen internationalen Immobilienmessen wie der MIPIM in Cannes oder an der Expo Real in München präsent. Auf internationalen Bühnen sind wir mittlerweile seit 25 Jahren aktiv. Wir präsentieren an diesen Messen unsere Schweizer Firmen an einem Schweizer Gemeinschaftsstand. Darüber hinaus organisieren wir regelmässig Networking-Events und über das Jahr verteilt verschiedene Kongresse zu aktuellen Themen rund um Immobilien. Onlinetools wie etwa realestate-experts.ch ergänzen unser Angebot.

    Wichtige Messen fallen dieses Jahr aufgrund der Coronakrise weg. Wie wirkt sich dies auf Swiss Circle aus?
    Wir sind kreativ und haben Ersatz für ausgefallene Aktivitäten ins Leben gerufen. Darunter die Online-Serie «Real Estate Brains». Hier haben wir jeden Dienstagmorgen online eine Sendung produziert. Dieses Jahr haben wir den Kongress «Die Marketingrunde» vollumfänglich digital über Zoom umgesetzt. Den «Innovation Day» gleisen wir als Hybridanlass auf: Mittels zwei Sendungen, die wir live streamen sowie einem Printprodukt, das unseren Kunden eine weitere Plattform bietet, sich zu präsentieren. Als Ersatz für die nicht stattfindende Expo Real in München organisieren wir im Oktober am Flughafen Zürich den «Swiss Networking Circle». Mitglieder, die sonst nach München gegangen wären, erhalten so die Möglichkeit, sich zu vernetzen und zu präsentieren.

    Wie laufen die Anmeldungen für den Swiss Networking Circle im Herbst?
    Wir haben bereits zahlreiche Buchungen erhalten. Allerdings wissen wir noch nicht, wie viele Gäste wir dann effektiv einladen dürfen – das hängt von den Bestimmungen des Bundes für Anlässe im Oktober ab. Es kann sicher nicht jeder mitmachen. Partner, die sich am Event aktiv engagieren, erhalten aber auf jeden Fall ein Einladungskontingent für ihre Kunden. Auch wir vom Swiss Circle werden ein Kontingent an Mitgliedern einladen. Das Bedürfnis unserer Kunden, sich wieder persönlich zu treffen, ist auf jeden Fall gross.

    «Die Immo21 findet in einer grösseren Halle statt.»

    Wie kommen die Online-Angebote bei den Mitgliedern an?
    «Real Estate Brains» beispielsweise kommt sehr gut an – wir verzeichnen jeweils 200 bis 300 Zuschauer. Die Referenten kommen aus Deutschland, Österreich und aus der Schweiz. Die Schweizer Referenten rekrutieren wir in der Regel aus unserem Memberkreis. Nach der Sommerpause werden wir dieses Format bis auf weiteres im Monatsrhythmus weiterführen.

    Wie beurteilen Sie die aktuelle Lage auf den Immobilienmärkten?
    Die Lage ist kontrovers. Kritisch steht es um den Retailmarkt. Die Coronakrise wirkte als Brandbeschleuniger, der Detailhandel hatte es schon vor Corona schwer. Ein weiterer Verlierer sind Hotelliegenschaften. Bürogebäude dürften nur leicht nachgeben – hier muss abgewartet werden, ob und wie stark sich Home-Office durchsetzt und wie sich Digitalisierungstrends entwickeln. Der Wohnmarkt zeigt sich stabil – allenfalls gibt es noch langfristige Auswirkungen. Es gibt aber natürlich auch Gewinner: zum Beispiel Logistikimmobilien.

    Welches Feedback erhalten Sie von Ihren Mitgliedern?
    Dienstleister rund um den Liegenschaftenbetrieb wie Facility- und Property-Manager sind kaum betroffen. Bei den Transaktionen stellt man hingegen eine gewisse Zurückhaltung fest; es wird aktuell defensiver gehandelt als vor der Krise. Dies dürfte sich auf die Umsätze von Vermarktern oder Rechtsanwälten niederschlagen.

    Welche langfristigen Konsequenzen erwarten Sie aufgrund der Coronakrise?
    Ich rechne im Immobiliengeschäft nicht mit einem langfristigen negativen Effekt. Es ist aber möglich, dass die Geschäfte dieses Jahr aufgrund herrschender Unsicherheit und des fehlenden persönlichen Kontakts etwas harziger laufen. Was den Swiss Circle betrifft, bin ich jedoch zuversichtlich, dass Events und Messen nächstes Jahr wieder fast wieder wie gewohnt ablaufen werden. Welche Änderungen bleiben werden, wird sich zeigen. Das Motto der Zeit lautet: Flexibel sein und mit verschiedenen Szenarien rechnen. Das machen wir auch. Wer möglichst unbeschadet aus der Krise kommen will, muss seinen Kunden Alternativen anbieten.

    Die Immo21, die von Swiss Circle mitorganisiert wird, findet nächstes Jahr im Januar statt. Gibt es coronabedingte Änderungen?
    Wir haben bereits auf die Situation reagiert und mit der Halle 550 in Oerlikon eine grössere Lokalität als bisher gewählt. So können wir auch einer allenfalls weiterhin beschränkten Anzahl Besucher mehr Platz bieten, damit die Abstandsregeln eingehalten werden können. Dies könnte sich auch in Zukunft durchsetzen: Dass man mehr Quadratmeter pro Teilnehmer einkalkulieren muss.

    Was raten Sie Jungunternehmern im Immobilienbereich in dieser Zeit?
    Ihnen fehlt der Kontakt mit der etablierten Branche natürlich sehr. Jungunternehmer suchen in der Regel Investoren und Plattformen, um ihre neuen Ideen zu präsentieren – und sind darauf angewiesen, schnell zu wachsen und Erfolge vorzuweisen. Für Start-ups ist der Handbremseneffekt sicher gravierender als für ein etabliertes Unternehmen. Beim Swiss Networking Circle und beim Innovation Day haben wir spezielle Angebote, Jungunternehmer einzubinden, und ermöglichen ihnen bevorzugten Zugang. Da der Austausch zwischen Jung und Etabliert in Zukunft weiter an Bedeutung gewinnen wird, treten Swiss Circle und SwissPropTech in Zukunft vermehrt gemeinsam auf. Dazu heisse ich alle zukunftsorientierten Immobilienentscheider herzlich willkommen! ■

  • Veloparkturm startet Pilotbetrieb

    Veloparkturm startet Pilotbetrieb

    Der Fahrradparkturm von V-Locker startet gemeinsam mit der SBB den Pilotbetrieb am Bahnhof Münchenbuchsee. Laut einer Medienmitteilung der V-Locker AG bietet der Parkturm zunächst für Testnutzer „die gewünschte Sicherheit für das Parkieren von hochwertigen Velos“. Ausserdem finden darin auch Helm, Regenschutz und Gepäck Platz.

    Der Pilotbetrieb werde erste Erkenntnisse über die Erwartungen und Erfahrungen der Benutzer liefern. Die Betreiber wollen damit den Aufbau eines flächendeckenden Netzes von V-Locker-Fahrradparktürmen vorantreiben. Mit der Einrichtung von Fahrradparktürmen an strategischen Punkten sollen Pendler dazu bewegt werden, auf den öffentlichen Nahverkehr umzusteigen. Ziel ist es, insbesondere Autofahrer zur Nutzung des Velos für den täglichen Weg zum Bahnhof zu motivieren.

    Die Klimastiftung Schweiz sei bei diesem Projekt ein wichtiger Partner, betont V-Locker in der Mitteilung. Die ersten Meilensteine hätten auch dank ihrer Unterstützung fristgerecht realisiert werden können. Die fruchtbaren Diskussionen zum gesellschaftlichen Nutzen des Systems seien hilfreich gewesen, um eine moderne, zukunftsgerichtete Lösung für aktuell vorhandene Probleme in der Mikromobilität zu formulieren.

  • St.Galler IT-Firmen spannen zusammen

    St.Galler IT-Firmen spannen zusammen

    Das im Bereich der Immobilientechnologie tätige Jungunternehmen emonitor hat seine Vermietungssoftware melon in eine Zusammenarbeit mit Abacus eingebracht, wie es in einer Mitteilung von emonitor heisst. Im Auftrag der Pensionskasse Stadt St.Gallen ist melon mit der Immobilienbewirtschaftungssoftware AbaImmo von Abacus verbunden worden. Damit entsteht nun eine Software für die Berichterstattung im Umfeld von Wohnungsvermietungen.

    Einerseits steht somit eine Software für einen durchgängigen Vermietungsprozess zur Verfügung, vom ersten Kontakt eines Mietinteressenten bis hin zur Nebenkostenabrechnung. Und andererseits können durch die Zusammenarbeit von emonitor aus St.Gallen und Abacus Research aus Wittenbach Berichte erstellt werden, die beispielsweise in Echtzeit Auskunft zur Leerständen geben.

    Die Pensionskasse Stadt St.Gallen befindet sich aktuell in einem Digitalisierungsprozess und möchte eine Vorreiterin dabei sein, aus Interessenten noch leichter zu Mieter zu machen, wie es in der Mitteilung heisst. „Wir freuen uns, dass wir zusammen mit emonitor und Abacus unsere Vorstellungen von einer zukunftsweisenden Vermietung und Bewirtschaftung umsetzen können“, wird Gerardo Longo von der Pensionskasse Stadt St.Gallen in der Mitteilung zitiert. „Neben der Schaffung eines Gesamtprozesses profitieren wir dabei auch von der einfachen Gewinnung von Nachfrage- und Analysedaten, mit deren Hilfe wir beispielsweise in der Lage sein werden, unsere Projekte besser zu planen und Leerstände zu vermeiden.“

  • Berner Kantonalbank steigt bei Swiss Immo Lab ein

    Berner Kantonalbank steigt bei Swiss Immo Lab ein

    Die in Zürich ansässige Investmentgesellschaft Swiss Immo Lab AG soll in Proptech- oder Fintech-Jungunternehmen investieren, die zur Digitalisierung der Bau- und Immobilienbranche beitragen. Die Investmentgesellschaft wurde Ende 2019 vom Immobiliendienstleister Avobis, der Hypothekarbank Lenzburg und der Gebäudeversicherung Bern gegründet. Als vierte Partnerin steigt nun die Berner Kantonalbank (BEKB) bei Swiss Immo Lab ein, informiert die BEKB in einer Mitteilung.

    Die Partner wollen die Swiss Immo Lab AG zu jeweils gleichen Anteilen halten, wird in der Mitteilung weiter erläutert. Dabei haben die vier Unternehmen insgesamt 8 Millionen Franken in die Investmentgesellschaft investiert. Sie sollen innert zwei Jahren in Jungunternehmen investiert werden, die in den Märkten für digitale Marktplätze, Immobilienverwaltung, Bauen, Baumaterialien, Analysesoftware und intelligente Städte aktiv sind, schreibt die BEKB.

    „Mit dieser Plattform wollen wir die Innovation im Bau und Immobilienwesen beschleunigen“, wird Armin Brun, CEO der BEKB, in der Mitteilung zitiert. In diesem Jahr hat Swiss Immo Lab sich bereits an dem Entwickler einer Software für die Analyse von Immobilien, Archilyse, und dem Lausanner Hersteller von Solarmodulen, Insolight, beteiligt.

  • Matériaux Sabag druckt Betonelemente

    Matériaux Sabag druckt Betonelemente

    Matériaux Sabag erweitert sein Angebot um eine 3D-Drucklösung für Betonelemente. Das Unternehmen mit Sitz in Delémont setzt seit Ende September einen Roboter ein, der den 3D-Druck im Betonspritzverfahren ermöglicht. Die Betonelemente können damit in der Vorfertigung massgeschneidert werden. Die Lösung erlaube die Verwendung von Rohstoffen aus lokaler Produktion, schreibt das Unternehmen in einer Mitteilung. Zudem könne der CO2-Ausstoss um 30 Prozent gesenkt werden. „Auf diese Weise werden wir in der Lage sein, dringende Aufträge anzunehmen und flexibel auf Kundenwünsche zu reagieren, sodass wir den Anforderungen der Baustellen gerecht werden“, wird Cédric Theubet, Betriebsleiter von Matériaux Sabag, in der Mitteilung zitiert.

    Der jurassische Spezialist für Baumaterialien verwendet damit als erstes Unternehmen in der Schweiz diese Lösung von Mobbot. Das Start-up aus Freiburg i.Ue. entwickelt Roboterplattformen für den 3D-Betondruck. Sein 3D-Druck von Betonteilen erlaubt den Verzicht auf Verschalungen und verringert die nötige Handarbeit. Mobbot wurde 2018 on Agnès Petit gegründet und hat heute elf Mitarbeitende.

  • Algorithmus liefert Informationen zu Baugesuchen

    Algorithmus liefert Informationen zu Baugesuchen

    In der Schweiz ist die Veröffentlichung von Baugesuchen obligatorisch. Den Angaben von smartconext zufolge werden jährlich rund 50’000 Baugesuche veröffentlicht. Viele Bauunternehmen recherchieren diese selbständig, um neue Kunden zu gewinnen. Aufgrund der vielen unterschiedlichen Quellen sei der Zeit- und Kostenaufwand dabei aber unverhältnismässig gross.

    Das Zuger Start-up macht Baugesuche mit seiner im Juni lancierten Plattform auch für kleine Bauunternehmen einfach zugänglich. Mit Technologien wie Robotic Process Automation können dabei vorhandene Informationen zu Baugesuchen aus allen möglichen Quellen automatisch erfasst werden. Dank dem Einsatz von Künstlicher Intelligenz und maschinellem Lernen werden die Daten aufbereitet.

    Nun erweitert smartconext seine Plattform mit einer neuen Schnittstellenlösung. Dadurch wird einer Medienmitteilung zufolge ein plattformübergreifender Informationsaustausch ermöglicht. So werden etwa einem Wärmepumpenhersteller, der Interesse an Neu- und Umbauten hat, nur die Baugesuche angezeigt, die für ihn infrage kommen. Einmalig dabei sei, dass alle Informationen in Echtzeit vorliegen.

    „Unsere Mission ist es, die Digitalisierung der Baubranche voranzutreiben“, sagt Dominik Mahn, CEO und Gründer von smartconext. „Wir entwickeln Lösungen, die Prozesse vereinfachen, Kosten sparen und den Erfolg steigern“, fügt er hinzu. Den so resultierenden Kostenvorteil gibt das Unternehmen laut Mahn den Kunden weiter.

  • Houzy gewinnt die Baloise als Investorin

    Houzy gewinnt die Baloise als Investorin

    Die Baloise investiert laut einer Medienmitteilung in das Zürcher Proptech-Start-up Houzy. Damit will der Basler Versicherer sein Portfolio an innovativen Technologien rund um das Wohnen erweitern.

    Houzy betreibt eine digitale Plattform, die Daten intelligent verknüpft und daraus Empfehlungen für Wohneigentümer ableitet. Sie kann beispielsweise errechnen, wann die Heizung saniert und wie viel Geld dafür auf die Seite gelegt werden soll. Sie kann Eigentümer aber auch mit passenden Partnern für den Unterhalt oder andere Aufgaben verknüpfen. Dabei zahlen die Anbieter eine Fixgebühr pro Jahr, um auf der Plattform gezeigt zu werden. Für die Nutzer ist die Plattform kostenlos.

    Mit der Investition von Baloise schliesst Houzy eigenen Angaben zufolge seine Serie-A-Finanzierungsrunde ab. Im Rahmen der Runde habe das Start-up „mehrere Millionen“ Franken für das weitere Wachstum in der Schweiz gesammelt. Neben der Baloise konnte sich Houzy im Sommer auch eine Investition von der Zürcher Grossbank UBS sichern. Die Aktienmehrheit halten nach wie vor die Gründer.

    „Wir haben gezielt Partner gesucht, die nicht nur in Houzy investieren, sondern als strategische Partner zu uns passen. Mit der Baloise und ihrem Home-Ökosystem werden zahlreiche Synergien entstehen, die unsere Entwicklung schneller vorantreiben, worauf wir uns alle sehr freuen“, sagt Stefan Schärer, CEO von Houzy.

  • Strabag setzt in der Fahrweid auf 3D-Modelle

    Strabag setzt in der Fahrweid auf 3D-Modelle

    Geroldswil, Weiningen und Limeco sind Bestandteil der Bauherrenschaft beim Gemeinschaftsprojekt Entwässerung Fahrweid. Im Rahmen des Projekts wird eine neue Abwasserkanalisation realisiert. Für das zentrale Schachtbauwerk setzt die Baufirma Strabag auf das Building Information Modeling (BIM), wies in einer Mitteilung heisst. Dabei wird eine Software für die Planung genutzt, durch welche unter anderem 3D-Modelle der zu realisierenden Bauwerke erstellt werden.

    „Das zentrale Schachtbauwerk führen wir gemeinsam mit den Planern der Firma ILF Schweiz mittels OpenBIM2Field als Pilotprojekt durch“, wird Stijepan Ljubicic in der Mitteilung zitiert, BIM-Manager bei Strabag. Dabei haben sich insbesondere die 3D-Modelle als hilfreich erwiesen. „Ein grosser Vorteil ist die optische Darstellung. Pläne in 3D sind einfacher verständlich als komplizierte Papierpläne, gerade auch für Leute im Team, die andere Sprachen sprechen – sie verstehen das 3D-Modell besser und schneller“, heisst es von Polier Adrian Wildhaber. Aber auch Änderungen seien so leichter umzusetzen als mit Plänen auf Papier, sagt Bauführer Sven Landis, „im Modell werden sie ganz einfach via Knopfdruck generiert“.

  • Pandemie verzögert Erholung im Schweizer Hochbau

    Pandemie verzögert Erholung im Schweizer Hochbau

    Die Bautätigkeit im Hochbau werde in diesem Jahr um 3,1 Prozent geringer als im Vorjahr ausfallen, prognostiziert BAK Economics in einer Mitteilung zur aktuellen Bauprognose des Wirtschaftsforschungsinstituts. Im kommenden Jahr wird ein weiterer Rückgang um 1,8 Prozent erwartet. Als Begründung weist BAK Economics auf im Jahresvergleich gesunkene Zahlen bei im Bau befindlichen Projekten, Baubewilligungen und Baugesuchen hin. „Diese Indikatoren sprechen dafür, dass sich die Hochbautätigkeit in einem zyklischen Abschwung befindet“, erläutern die Analysten.

    Sie gehen von einem Abschwung in allen Sparten des Hochbaus aus. Dem Wohnbau käme dabei allerdings aufgrund des besonders hohen Anteils eine besondere Rolle zu, heisst es weiter in der Mitteilung. Hier hätten steigende Leerstände zu einem Rückgang der Baubewilligungen seit 2018 geführt.

    Der Betriebsbau werde hingegen vor allem von den Auswirkungen der Pandemie gebremst, da in dieser Sparte Bauprojekte von besonders betroffenen Branchen wie dem Tourismus erfasst werden, erläutern die Analysten. Den Abwärtstrend beim Infrastrukturbau führen sie hingegen eher auf zyklische Effekte zurück.

    Mittelfristig gehen die Analysten von einer wieder steigenden Hochbautätigkeit in allen Sparten und Landesregionen aus. Dem Wohnbau werden dabei schwächere Wachstumsraten als in der Vergangenheit prognostiziert. Gute Perspektiven sehen die Analysten aufgrund gewachsener Bedeutung von Transport- und Logistik für den Lager- und Hallenbau. Regional weisen sie der Region Zürich/Aargau sowie dem Genferseeraum die höchsten Wachstumsperspektiven zu.

  • Terra Raetica soll Alpenbahnkreuz erhalten

    Terra Raetica soll Alpenbahnkreuz erhalten

    Vertreter aus Graubünden, Südtirol, Tirol und der Lombardei haben sich darauf verständigt, die grenzüberschreitende Mobilität im Dreiländereck zwischen der Schweiz, Österreich und Italien vor allem auf der Schiene zu verbessern. Bei einem Treffen in Graun im Vinschgau unterzeichneten sie laut einer Medienmitteilung des Kantons Graubünden eine entsprechende Absichtserklärung.

    Demnach wollen die vier Regionen in der sogenannten Terra Raetica ihre Massnahmen zur Schaffung eines integrierten Mobilitätssystems aufeinander abstimmen. Mit einem attraktiven Alpenbahndrehkreuz und der Anbindung an das internationale Schienennetz soll der alpenquerende Strassenverkehr verringert werden. Damit nehme auch die Umweltbelastung ab, „was wiederum eine touristische Aufwertung mit sich bringt“, heisst es in der Mitteilung.

    „Heute legen wir den Grundstein für eine intensive Zusammenarbeit und Zukunftsvision, ein Schienen-Alpenkreuz zwischen Österreich, Italien und der Schweiz“, wird der Tiroler Landeshauptmann Günther Platter zitiert. „Die Mobilität der Zukunft braucht einen mutigen Ansatz und dieser darf nicht an den Ländergrenzen Halt machen.“ Das Motto laute seit Jahren „Grenzenlos mobil – und das autofrei“, so seine Stellvertreterin und Tiroler Verkehrslandesrätin Ingrid Felipe.

    Laut dem Bündner Regierungsvizepräsidenten Mario Cavigelli werde durch diese Vereinbarung eine wertvolle Plattform geschaffen, um sich über Bedürfnisse und Massnahmen im öffentlichen Verkehr (ÖV) grenzüberschreitend auszutauschen. So könnten im Interesse von Bevölkerung und Wirtschaft Transportketten und Umsteigemöglichkeiten zwischen den verschiedenen ÖV-Systemen der vier Anrainerregionen „bestmöglich“ abgestimmt werden.

    Im November startet eine Fachleutegruppe mit den Planungsarbeiten für einer Bahnverbindung in der Terra Raetica. Begleitet wird sie von einem Lenkungsausschuss aus Regierungsvertretern und -vertreterinnen der vier Anrainerregionen.

  • Houzy expandiert in die Westschweiz

    Houzy expandiert in die Westschweiz

    Das Zürcher Jungunternehmen Houzy betreibt eine Plattform, die Daten intelligent verknüpft und daraus Empfehlungen für Wohneigentümer ableitet. Beispielsweise kann dort errechnet werden, wann die Heizung saniert und wie viel Geld dafür auf die Seite gelegt werden soll. Auch eine Immobilienbewertung gehört zum Angebot von Houzy.

    In den ersten beiden Jahren seit Gründung habe das Unternehmen seinen Schwerpunkt vor allem auf die Entwicklung von Produkten gelegt, informiert Houzy in einer Mitteilung. Dabei habe sich das Unternehmen in der Deutschschweiz bereits erfolgreich etablieren und die Zahl seiner Nutzer auf mehr als 18’000 steigern können. Erst im Juli war zudem die UBS bei Houzy eingestiegen. Die Zürcher Grossbank betreibt mit key4 eine eigene digitale Immobilienplattform, auf der Hypotheken für Immobilienkäufer vermittelt werden.

    Der nächste Schritt für Houzy sei nun die Expansion in die Romandie gewesen, heisst es in der Mitteilung weiter. Dafür stellt das Unternehmen alle Dienstleistungen und Funktionen der Plattform nun auch auf Französisch zur Verfügung. Die Einbindung der italienischsprachigen Schweiz ist für das erste Quartal kommenden Jahres geplant.

  • Schweizer Baubranche muss umdenken

    Schweizer Baubranche muss umdenken

    Die fast fertige Studie über Lage und Zukunft der Schweizer Bauindustrie von PwC Schweiz ist im März angesichts der Covid-19 Pandemie und deren wirtschaftlichen Auswirkungen überarbeitet und fortgeschrieben worden. Dabei zeigte sich ein deutlicher Wandel in den Zukunftserwartungen. Aus den zusätzlichen Rückmeldungen wurden die Einschätzungen „seit Covid-19“ abgeleitet und diese der ursprünglichen Einschätzung „vor Covid-19“ gegenübergestellt, heisst es in einer Medienmitteilung von PwC Schweiz zur Studie. Neu sind nur noch 58 Prozent der 130 an der Studie teilnehmenden Firmen positiv gestimmt (92 Prozent vor Covid).

    PwC Schweiz überschreibt seine Studie mit „Wandel vollziehen, Bewährtes mitnehmen“. Darin heisst es unter anderem: „Nur wer differenziert, gewinnt. Gefragt sind Kreativität und Pioniergeist. So steht der Bauindustrie ein Paradigmenwechsel hin zu mehr Differenzierung über vernetztes Zusammenarbeiten bevor. Dazu bietet gerade die Digitalisierung interessante Möglichkeiten. Sie reduziert Schnittstellen, erhöht die Qualität der Plan- und Führungsprozesse und begünstigt die Reduktion von Fehlerkosten und Leerläufen auf dem Bau.“ Covid-19 dürfte den „Abbruch von Silostrukturen in der Baubranche und den anstehenden Umbau rigider Denkmuster antreiben.“

    „Auch schon vor der Krise zeichnete sich ab, dass ein Paradigmenwechsel erforderlich ist, um im Bau Bestand zu haben – und dies obwohl die Schweizer Baubranche in zahlreichen Lebensbereichen auch in Zukunft eine tragende Rolle spielt», so Roland Schegg, Director und Leiter Consulting von Familienunternehmen & KMU bei PwC Schweiz.

    Zwar sähen 87 Prozent der Unternehmen in der Digitalisierung eine Chance, nur 62 Prozent aber gäben ihr einen hohen Stellenwert. Der Einsatz digitaler Technologien habe schon vor Jahren begonnen, heisst es bei PwC. Aber er beschränke sich meist auf Administration, Marketing, Kommunikation oder das Zeichnen der Pläne. Notwendig sei, Baudurchführung und Betrieb und ebenfalls zu digitalisieren. Insbesondere könnten die heute vielfach getrennten Plan- und Ausführungsprozesse intelligent verbunden werden.

    Die Baubranche der Schweiz trägt rund 15 Prozent zum Bruttoinlandprodukt bei. Etwa 330’000 Vollzeitstellen sind im Hoch- und Tiefbau angesiedelt. Das entspricht einem Drittel aller Beschäftigten im industriellen Sektor.

  • MoneyPark lanciert Immobilienplattform

    MoneyPark lanciert Immobilienplattform

    „Wir haben MoneyPark 2012 mit dem Ziel gegründet, den Hypothekarmarkt für jedermann zugänglicher und transparenter zu gestalten“, wird Stefan Heitmann, CEO und Gründer von MoneyPark, in einer Mitteilung des Fintech-Unternehmens mit Sitz in Pfäffikon SZ zitiert. Diese Transparenz will MoneyPark jetzt auch in den Immobilienmarkt bringen. In einer Mischung aus Technologie und persönlicher Beratung sollen Kauf und Verkauf von Immobilien vereinfacht werden.

    Dazu hat MoneyPark eine neue Plattform entwickelt, auf der Käufer und Verkäufer zusammengebracht werden. Die Plattform gleiche die Suchkriterien der Kunden mit den Informationen von am Markt verfügbaren Immobilien ab, erläutert MoneyPark. Besitzer eines Eigenheims können darüber hinaus die Wertentwicklung der eigenen Immobilie verfolgen. Die derzeit noch ausschliesslich Kunden von MoneyPark zur Verfügung stehende Plattform soll perspektivisch auch für weitere Interessierte geöffnet werden.

    Das neue digitale Angebot wird durch persönliche Beratung von Immobilienexperten von MoneyPark ergänzt. „Die Kombination von Daten-Technologie und unabhängigen Hypothekar- und Immobilienexperten, die unsere Kunden bei jedem Schritt unterstützen, ist einmalig am Schweizer Markt“, meint Heitmann. „Die auf der Plattform zugänglichen Daten schaffen ein transparentes Kundenerlebnis mit nie dagewesener Informationsdichte und helfen, Kauf- und Verkaufsentscheide leichter zu fällen und einfacher umzusetzen.“

  • Bringhen Gruppe beteiligt sich an Habitects

    Bringhen Gruppe beteiligt sich an Habitects

    Habitects ist 2019 als digitale Handels- und Serviceplattform für den Sanitärbereich in der Schweiz an den Start gegangen. Nun geht das Winterthurer Start-up eine Partnerschaft mit der Bringhen Gruppe ein. Das 1959 gegründete Unternehmen mit Sitz in Visp VS gehört mit 14 Standorten in der ganzen Schweiz und über angebotenen 120‘000 Produkten zu den grossen Fachhändlern im Baubereich. „Für mich ist diese Partnerschaft ein weiterer wichtiger Meilenstein in unserer Firmengeschichte“, wird Jean-Pierre Bringhen, Inhaber und CEO der Bringhen Gruppe, in der Mitteilung von Habitects zitiert. „Um einen solchen Schritt ausserhalb der traditionellen Marktstruktur zu unternehmen, musste die Firmengruppe eine kritische Grösse mit einer entsprechenden Marktabdeckung erreichen.“

    Bringhen beteiligt sich auch finanziell am Winterthurer Unternehmen. Michael Lochmatter-Bringhen tritt in den Verwaltungsrat von Habitects ein.

    Habitects will dank der Partnerschaft zu einem führenden Marktplatz im Schweizer Bauhandel aufsteigen. Dazu sollen neue Dienstleistungen für Handwerker lanciert werden. Die Digitalisierung solle für eine einfachere und effizientere Abwicklung von Bauprojekten genutzt werden, wird Christoph Meili, Verwaltungsratspräsident von Habitects, in der Mitteilung zitiert. Das solle allen Anspruchsgruppen zugute kommen, vom Wohneigentümer über den Architekten zum Generalunternehmer.

    Habitects gehört zum digitalen Ökosystem ConReal Swiss. Dieses hat auch andere Unternehmen im Bau- und Immobilienbereich hervorgebracht, darunter Fixify, houzy und SmartDevis. Weitere Start-ups seien in Vorbereitung, heisst es in der Mitteilung.