Kategorie: Trends

Trends – Immobiliennews zu Innovationen, Marktentwicklungen & Zukunftsthemen der Schweizer Immobilienbranche.

  • «Innovative Energiekonzepte auf der Überholspur»

    «Innovative Energiekonzepte auf der Überholspur»

    Eine vorausschauende Planung hat beim Bau des Neubauprojekts «SisCampus» ein interessantes Energiekonzept ergeben. Ziel war, ein umwelt- und klimaschonendes Konzept umzusetzen. Die Bauherrschaft hat sich für ein Konzept entschieden, das sich an dieser Zielsetzung orientierte. Das Hauptrisiko lag im neuzeitlichen Ansatz, und das ohne Abstützung auf Erfahrungswerte. So konzentrierte man sich in erster Linie nicht an effekthaschenden Elementen, wie z.B. sichtbarer Fotovoltaik als Label für ein nachhaltiges Klimaimage.

    Im Kern der Innovation standen die Nutzung und Speicherung von natürlich vorhandenen Energieressourcen. Dazu wird die Sonnenenergie und das Grundwasser als Wärme- respektive Kühlquelle in optimaler Abstimmung genutzt. Die bauliche Voraussetzung lag in der Schaffung einer adäquaten Speichermöglichkeit. Dazu wurde die gesamte Baumasse als Speicher definiert und mit thermoaktiven Bauteilen, sogenannten TABS, ausgerüstet. Diese sorgen für eine optimale Temperaturverteilung im gesamten Massenspeicher bei einer Vorlauftemperatur von < 30 Grad.

    Mit dem Einsatz einer elektrochromen Fassadenverglasung (SageGlas) als primäres Steuerelement können Energieverbrauch, Tageslicht und Blendung dynamischen beeinflusst werden. Dabei lässt sich der Energiedurchlass von Sonnenenergie im Faktor 10 (G-Wert 0.03-0.35) einfach regeln. Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass am Standort mit starkem Föhneinfluss auf weitere traditionelle Sonnenschutzlösungen wie Jalousien oder Wärmeschutzeinrichtungen verzichtet wurde.

    Ein Kernelement im Klimakonzept ist die Lüftung. Auf energieverzehrende Klimaanlagen und Aktivlüftungssysteme wurde verzichtet. Lüftungsanlagen findet man nur im Gastrobereich in der Küche, im Restaurant und in den Hotelzimmern. Der Bürobereich wird von Hand belüftet und mittels motorisierter Fensterflügel stossgelüftet.

    Mit diesen Kernelementen konnte das ganzjährige Klimaziel von 22-26 °C bei einer Luftfeuchtigkeit von 35-60 % erzielt werden. Der Investitionsaufwand für Heizen und Kühlen liess sich räumlich und systemtechnisch um mehr als >60% reduzieren.

    Mittels einem aussagekräftigen Monitoring wird das Raumklima laufend aufgezeichnet. Der Energiebedarf liegt aktuell bei ca. 8 W/m2 und wird im Sommer 2022 nach 2-jährigem Betrieb erstmals umfassend validiert.

  • Standortförderung Dietikon legt Zwischenbericht vor

    Standortförderung Dietikon legt Zwischenbericht vor

    Der Zwischenbericht der Standortförderung der Stadt Dietikon umfasst den Zeitraum von November 2021 bis April 2022. Er soll laut Medienmitteilung eine Übersicht über die in der Berichtsperiode wahrgenommenen Tätigkeiten verschaffen. Als besondere Höhepunkte dieser Arbeit werden in der Mitteilung die Fortschritte im Projekt Cleantech Hub Dietikon, das  im letzten Herbst 2021 angelaufen ist, und beim Projekt Smart City Dietikon hervorgehoben.

    Im Bereich der Wirtschaftsförderung haben laut dem Bericht der Stadtpräsident und Standortförderer 14 Firmen besucht und ihnen Hilfe bei diversen Anliegen angeboten. Die Nachfrage nach Gewerberäumen sei weiterhin hoch. Es gebe regelmässig mehr Mietgesuche als Angebote. Gesucht seien Logistikflächen und Werkstätten mit Lastwagenzufahrt und hohen Räumen. Als relativ konstant wird die Zahl der Neugründungen und Liquidationen bezeichnet.

    Auch beim Cleantech Hub Dietikon gibt es laut dem Bericht Engpässe beim Angebot an geeigneten Gewerberäumen. Das Projekt mache aber Fortschritte. Ein Kernteam arbeitet seit Oktober intensiv am Aufbau. Am 15. Februar wurde der Förderverein Cleantech Hub Dietikon gegründet. Aktuell liegen mehrere Anfragen von Start-ups vor, die sich im Cleantech Hub einmieten möchten.

    Zum Fortschritt beim Projekt Smart City Dietikon heisst es, die Umsetzung der ersten Teilprojekte habe sich verzögert. Eine eMobility-Ladestation am Zelgliplatz, eine eBike-Ladestation am Velohaus und ein öffentliches WLAN am Kirchplatz seien aber schon in Betrieb.

    Weitere Berichte gibt es zum Ideenwettbewerb „Mitenand für Dietike“, dem NetzwerkStadt für ein attraktives Zentrum sowie zum Stadtmarketing und zu den Frischmärkten und saisonalen Märkten wie dem Frühlingsmarkt.

  • City Com Baden lädt zum 2. Forum Einkaufsstadt ein

    City Com Baden lädt zum 2. Forum Einkaufsstadt ein

    Die Detaillistenvereinigung City Com Baden veranstaltet am Donnerstag, 2. Juni, das 2. Forum Einkaufsstadt Baden. Beginn ist laut Mitteilung auf LinkedIn um 19 Uhr im Kultur- und Kongresszentrum Trafo in Baden in der Halle 36.2. Saalöffnung ist um 18.30 Uhr.

    Zu dem zweiten Forum dieser Art begrüsst Michael Wicki, Präsident von City Com Baden, die Teilnehmenden. Thema des Abends sind laut dem Programm Fragen im Zusammenhang mit Bauen und Immobilien. Titel des Input-Vortrags ist: „Baustelle Einkaufsstadt – Vorhaben und Herausforderungen“. Dazu sprechen Gabriela Rast, Portfoliomanagerin der Pensionskasse SBB, und Fredy Hasenmaile, Leiter Immobilienanalyse bei der Crédit Suisse. Aus der Praxis berichtet Daniel Lorenzi, Inhaber und Geschäftsführer des gleichnamigen Küchenfachgeschäfts. Die Moderation liegt bei Katia Röthlin von der Kommunikationsagentur Röthlin & Röthlin in Baden-Dättwil.

    Um 19.30 Uhr gibt es Workshops zu den Fragestellungen: Um- und Neubauten – wie bleiben wir für die Kundschaft zugänglich? Attraktiver Ladenmix – wer sorgt für den passenden Mietnachfolger? Neue Raumangebote – was brauchen Start-ups? Die Auswertung der Gruppendiskussionen ist für 20.15 Uhr angesetzt und nach dem Schlusswort von Michael Wicki wartet ein Apéro riche.

    Das Forum Einkaufsstadt ist eine Initiative von City Com Baden und der Kontaktstelle Wirtschaft der Stadt Baden, der früheren Standortförderung. Die Inspirations- und Diskussionsplattform funktioniert hybrid – mit physischen Veranstaltungen zu bestimmten Themen und als virtueller Ort, wo die neusten Entwicklungen der Einkaufsstadt laufend verbreitet und verhandelt werden, heisst es zum Ziel der Veranstaltung auf der LinkedIn-Seite.

  • Andermatt Alpine Apartments

    Andermatt Alpine Apartments

    Die Immobilien von Andermatt Swiss Alps können sowohl als Erst- als auch als Zweitwohnsitz genutzt werden. Im Falle eines Zweitwohnsitzes haben die Eigentümerinnen und Eigentümer die Möglichkeit, das Apartment während ihren Abwesenheiten an Feriengäste zu vermieten und somit Einnahmen zu generieren. Das Team der Andermatt Swiss Alps kümmert sich um die gesamte Organisation und Abwicklung der Vermietung. Vom Reservationsablauf über die Reinigung bis hin zur Gästebetreuung vor Ort. Durch dieses Vermietungsprogramm sind die Apartments besser genutzt, und Andermatt Reuss ist das ganze Jahr belebt. Das verringert auch die Anzahl der so genannten kalten Betten, und zahlreiche Gäste können sich an den stilvoll eingerichteten Apartments erfreuen.

    Ferien in modernen Apartments
    Die Apartments in Andermatt Reuss sind die optimale Unterkunft für eine Auszeit in den Bergen. Je nach Ausstattung für Familien, Paare oder Ferien mit Freunden. Die Ganzjahresdestination Andermatt bietet im Winter sowie im Sommer abwechslungsreiche Aktivitäten und Anlässe für Gross und Klein. Die Andermatt Konzerthalle wird das gesamte Jahr bespielt und bietet ein vielseitiges Programm. Das Skigebiet ist in wenigen Minuten zu Fuss oder bequem mit dem kostenlosen Skibus erreichbar und die Langlauf Loipe erstreckt sich bis wenige Meter vor die Haustür. Im Sommer beginnen die Wanderwege und Bike Trails wenige Schritte ausserhalb von Andermatt. Zudem befinden sich im Dorfteil Andermatt Reuss einige Shops, Restaurants und Bars.

  • Steiner bleibt auf Wachstumskurs

    Steiner bleibt auf Wachstumskurs

    Einer Mitteilung der Steiner Gruppe zufolge hat das Zürcher Immobilienunternehmen im, am 31. März 2022 abgeschlossenen Geschäftsjahr 2021/22 Umsätze in Gesamthöhe von 763,6 Millionen Franken erwirtschaftet. Das operative Ergebnis vor Steuern und Zinsen habe mit 49,7 Millionen Franken gleichzeitig einen aussergewöhnlich hohen Wert erreicht, heisst es dort weiter. Der auf Projektentwicklung und -realisierung spezialisierte Immobiliendienstleister habe „in allen wesentlichen Bereichen des Kerngeschäfts ein solides Wachstum“ realisiert.

    Konkret werden in der Mitteilung ein starkes Immobilienentwicklungsgeschäft, eine hohe Bautätigkeit des Total- und Generalunternehmens der Gruppe in der Westschweiz und Gewinne aus den Verkäufen von Eigentumswohnungen und entwickelten Projekten genannt. Die Gruppe habe somit ihr erstes Transformationsjahr nach der Anfang 2020 beschlossenen Konzentration auf die Immobilienentwicklung „mit einem sehr guten Ergebnis“ abgeschlossen, schreibt Steiner.

    Im Berichtsjahr hat Steiner neue Entwicklungsprojekte mit einem prognostizierten Marktwert bei Fertigstellung von insgesamt rund 1,5 Milliarden Franken akquirieren können. Damit habe sich das Entwicklungsportfolio der Gruppe auf ein Volumen von 6,4 Milliarden Franken vergrössert, erläutert Steiner.

  • Drei nachhaltige Wohngebäude für die Gotthardstrassentunnel-Arbeiter

    Drei nachhaltige Wohngebäude für die Gotthardstrassentunnel-Arbeiter

    Seit 1980 ist der Gotthardstrassentunnel der wichtigste Schweizer Autokorridor durch die Alpen. Nach mehr als 40 Betriebsjahren ist dieser sanierungsbedürftig. Damit die Strassenverbindung trotz der Instandsetzung ohne Unterbrüche genutzt werden kann, baut das Bundesamt für Strassen (Astra) bis 2029 eine zweite Röhre. Um den am Bau beteiligten Teams während ihrer Einsätze eine optimale Unterkunft zu bieten, schrieb das Astra einen Architektur- und Investorenwettbewerb aus. Den Zuschlag erhielt die Swiss Property, welche ihr Projekt gemeinsam mit dem Ingenieurbüro Pirmin Jung entwickelte. Sie überzeugten die Jury mit drei Gebäuden; davon zwei in Element- und eines in Modulbauweise sowie einer digitalisierten Planung und Konstruktion mit dem von Swiss Property entwickelten System Timber OS. Damit konnte die optimale Balance zwischen Ertrag, Kosten und Energieverbrauch berechnet werden.

    Die drei Gebäude tragen die Namen Dammastock, Galenstock und Rhonestock. Ihre zukünftigen Bewohner sind täglich von Fels, Beton, Staub und Lärm umgeben. Die Räume wurden aus diesem Grund bewusst mit hohem Wohlfühlfaktor und einer warmen Atmosphäre konzipiert. Eine beim Bau verwendete Hauptkomponente ist heimisches Holz.

    Der Dammastock ist das grösste der drei Gebäude: 2021 entstanden hier 102 Einzelzimmer mit jeweils rund 14 Quadratmeter Fläche sowie eine Tiefgarage. Seit Dezember 2021 ist der Dammastock bezugsbereit. Die Fassade besteht aus sägegrauem Fichten- und Tannenholz. Im Jahr 2032 soll das Gebäude demontiert werden: Dank den verwendeten 105 einzelnen Holzmodulen kann der Damma-
    stock einfach abgebaut, transportiert und an einem anderen Ort neu aufgebaut werden. Mögliche Umnutzungen sind etwa ein provisorisches Schulhaus, ein Asylheim oder Gästezimmer.

    Als Hybridbauten werden die beiden weiteren Gebäude, Galenstock und Rhonestock, mit 72 Einzelzimmern à 14 Quadratmeter errichtet. Beide erhalten einen Treppenhauskern aus Stahlbeton. Die Gebäude bestehen aus Systemholzbauelementen aus Fichten- und Tannenholz und harmonieren dank der alpinen Architektur optimal mit ihrer Umgebung. Nach den Tunnelarbeiten können diese Baukörper nachhaltig an Ort und Stelle umgenutzt werden: Der Innenausbau lässt einen unkomplizierten Umbau zu 16 Wohnungen mit Flächen von 40 bis 110 Quadratmeter zu. Damit schaffen die drei Gebäude in Göschenen einen Nutzen, der über das Tunnelprojekt hinausreicht.

    Das Innenrendering zeigt, wie eine Wohnung nach der Umnutzung ausschauen könnte.
  • Start-up MOOST gewinnt ABB Electrification Challenge

    Start-up MOOST gewinnt ABB Electrification Challenge

    MOOST hat die Smart Buildings Challenge von ABB gewonnen. Das Rapperswiler Start-up wurde von dem Technologieunternehmen im Rahmen der ABB Electrification Startup Challenge 2022 ausgezeichnet.

    MOOST hat eigenen Angaben zufolge das nicht immer intelligente Zuhause (Smart Home) in ein lernendes Zuhause (Learning Home) transformiert. Damit habe das Jungunternehmen „ein grossartiges Konzept und einen Plan einschliesslich eines Proof-of-Concept erstellt“, wird Aldo Sciaccia, Global Head of Product Management and R&D, ABB Electrification, Smart Buildings, in der Jury-Begründung zitiert. „Mit der vorgeschlagenen Lösung sind wir in der Lage, verschiedene Datenquellen zu verknüpfen, Kontext hinzuzufügen und den Nutzenden verwertbare Erkenntnisse zu liefern.“ Sie schlage eine Brücke zur hochentwickelten Technologie und helfe selbst ungeschulten Endnutzenden, „Milliarden besserer Entscheidungen“ zu treffen.

    Insgesamt hatten sich laut einer ABB-Medienmitteilung über 100 Teams aus 34 Ländern um die Preise beworben. Der Sieg in der Kategorie Smart Power ging an das italienische Start-up i-EM. In der Kategorie Distribution Solutions gewann das nordamerikanische Jungunternehmen Pratexo.

    Die Gewinner nehmen an einem Kooperationsprojekt mit ABB im Wert von 30’000 Dollar teil. Ziel ist, im Laufe des Jahres eine gemeinsame Lösung für Kunden auf dem ABB Ability Marketplace zu lancieren und damit ein Publikum in über 100 Ländern zu erreichen. Ausserdem erhalten sie Mentoring-Unterstützung vom ABB Startup-Accelerator SynerLeap und durch die Start-up-Berater von Microsoft. Denn, so Anton Kotov, Digital- und Strategiechef bei ABB Electrification, „nur mit einigen der klügsten Köpfe der Welt können wir Lösungen für die Energie- und Klimaprobleme der Welt entwickeln“.

  • Post-NEAT: Auf zu neuen Ufern!

    Post-NEAT: Auf zu neuen Ufern!

    Zwei Gewerbebauten sind im Gebiet Grund der einstigen NEAT-Baustelle bereits realisiert worden. Weitere Projekte nehmen Form an und verbreiten Aufbruchstimmung von Amsteg aus über Silenen bis nach Bristen. Andermatt hat das Tourismusresort, Altdorf ist stolz auf den Kantonsbahnhof. Um den gesamten Kanton und alle Regionen ins beste Licht zu rücken, brauche es aber noch weitere Leuchttürme, findet der Silener Gemeindepräsident Hermann Epp: «Von 1999 bis 2016 nutzte die AlpTransit Gotthard diese Fläche zwischen Gotthardstrasse und Reuss als Installationsplatz für den Bau des Neat-Basistunnels. Nun wollen wir auf dem freigewordenen Boden gemeinsam mit Partnern und Investoren neue Chancen für Wirtschaft, Freizeit, Wohnen und Tourismus realisieren», sagt Epp.

    Neben dem Werkhof eines Bauunternehmens sind bereits mehrere Projekte aus den umfassenden Plänen für den Grund in den Betrieb übergegangen. Der Gemeinde ist das regionale Ärzte- und Sportzentrum inklusive Restaurant besonders wichtig. Uri hat nach wie vor die tiefste Ärztedichte der Schweiz. Auch zeichnet sich eine Überalterung der Urner Bevölkerung ab. Der Bedarf an hausärztlichen Leistungen nimmt zu. Hingegen wird es zunehmend schwierig, junge Ärztinnen und Ärzte zu bewegen, in einem Bergkanton eine Praxis zu führen. Es zeigt sich, dass Gemeinschaftspraxen mit der Möglichkeit von Teilzeitpensen und flexiblen Beteiligungsoptionen einem Bedürfnis der jungen Ärzteschaft entsprechen. Das Ärztezentrum ist daher gut geeignet, die hausärztliche Versorgung für die Gemeinde Silenen sowie das mittlere und obere Reusstal langfristig und nachhaltig sicherzustellen und zu erhöhen. Am 13. August 2022 findet ein Tag der offenen Tür statt.

    Mehr Informationen:
    www.silenen.ch
    www.az-silenen.ch
    www.grundimmobilienag.ch

  • Vertikal gebautes Handwerkerzentrum in Erstfeld

    Vertikal gebautes Handwerkerzentrum in Erstfeld

    In der Industrie und im Gewerbesektor werden Firmengebäude traditionellerweise eingeschossig gebaut, um die optimale Logistik zu ermöglichen und die Wege zu verkürzen. Dieser Gedanke hat seinen Ursprung in einer Zeit, in der Land als unendliche Ressource galt und das Auto ins Zentrum der Planung rückte.

    Doch Boden ist eine endliche Ressource. Aus Nachhaltigkeitsgründen sollte so wenig Boden wie möglich verbaut und versiegelt werden. Die Industrie muss daher neue Wege finden, um versiegelte Erdgeschossflächen zu minimieren, ohne an Flexibilität zu verlieren.

    Einen solchen Weg geht das Handwerkerzentrum Ha2 in Erstfeld. Sein Konzept: Es stapelt die Fläche, die sonst auf einem einzigen Geschoss verteilt wäre, in die Höhe. Das Gebäude besteht aus einem Erdgeschoss und zwei Obergeschossen. Letztere sind über eine für Lieferwagen befahrbare Rampe erschlossen. Sie schliesst über einen Laubengang an jedes Geschoss an. Auch ein Lastenlift ist verfügbar.

    Nicht nur bei der Baufläche legt das Handwerkerzentrum Ha2 Wert auf Nachhaltigkeit. Der Bau wurde auf Langlebigkeit ausgelegt, beispielsweise durch hohe Innenräume und die Trennung der Primär-, Sekundär- und Tertiärstrukturen. Letztere soll auch den schlechten CO2-Haushalt des Betons relativieren. Die Gebäudehülle des Handwerkerzentrums besteht aus Holz, der Sonnenschutz wurde konstruktiv erstellt. Je nach Nutzungspartei wird mit Abfall-Holzschnitzeln oder Grundwasser geheizt. Mit einer Schreinerei als Mitnutzerin könnte das Gebäude auch ausschliesslich durch die Verbrennung von Holzschnitzelabfällen beheizt werden.

    Das Regenwasser wird in einer Zysterne aufgefangen und wiederverwertet – das spart 40 Prozent des Frischwassers.

    Das Handwerkerzentrum Ha2 hat den Anspruch, so simpel und effizient wie möglich geplant und realisiert zu werden. Das Erdgeschoss ist überhöht gebaut und lässt sich in zwei Ebenen unterteilen. Dies sorgt für mehr Flexibilität in der Nutzung.

    Das Handwerkerzentrum wird in der Gewerbezone der Gemeinde Erstfeld gebaut, nördlich des Ortskerns, die NEAT- und A2-Anschlüsse in unmittelbarer Nähe. In der Nachbarschaft befinden sich unter anderem eine Fischzucht sowie eine Systemtechnikfirma.

    Im Handwerkerzentrum sollen sich kleine, ortsansässige Handwerkerfirmen entwickeln können. Ein wichtiger Punkt ist deshalb auch die Erschwinglichkeit der Flächen.

    Einen Teil der Flächen beansprucht ein Unternehmen für eine Sanitärausstellung. Zudem ist im Erdgeschoss ein Takeaway-Stand geplant. Unter den Interessierten sind ausserdem eine ortsansässige Schreinerei, Hanfpflanzenstartups sowie Spengler- und Elektrofirmen.

    Das Handwerkerzentrum Ha2 befindet sich aktuell im Status des Vorprojektes. Das Baubewilligungsverfahren soll im Juni 2022 beginnen. Der Bezug des Gebäudes ist auf den Herbst 2023 geplant.

    Luftbild Mikrolage: Der Standort des Handwerkerzentrums zeichnet sich aus durch die optimale Anknüpfung an gegebene Verkehrswege.
  • Neue Dienstleistungs- und Gewerbearena in der Werkmatt Uri geplant

    Neue Dienstleistungs- und Gewerbearena in der Werkmatt Uri geplant

    Die Franz Kempf AG will ihre Tätigkeit in ein neues Gebäude in der Werkmatt Uri verlegen, das sie zu bauen gedenkt. Da sie jedoch nur einen kleinen Teil des Gebäudes auf der 7000 Quadratmeter grossen Parzelle nutzen wird, sucht Geschäftsführer und Firmeninhaber Franz Kempf Betriebe, die Bedarf an Eigentums- oder Mietfläche haben.

    Das Unternehmen für Gips-, Stuckatur- und Plattenarbeiten hat an seinem jetzigen Standort zu wenig Platz. Zudem sieht Kempf im neuen Standort grosses Potenzial. Er ist gut erschlossen und bietet Mitarbeitenden einen Arbeitsort mit hoher Lebensqualität in der Nähe der Natur. Durch die Kooperation mit anderen Unternehmen entstehen ausserdem neue Arbeitsplätze im Kanton Uri.
    Um Interessenten aus der ganzen Schweiz anzusprechen, hat Kempf in verschiedenen Medien in Basel, Zürich, der Innerschweiz, dem Aargau und dem Tessin inseriert. Im Moment ist er an der Auswertung der Interessenten, die sich gemeldet haben. Was für Unternehmen das sind, will er noch nicht verraten: «Es ist sehr spannend, aber aus Diskretionsgründen kann ich darüber noch keine Angaben machen.»

    Das neue Gebäude soll nach den Bedürfnissen der Interessenten entwickelt werden. Kempf hofft auf einen baldigen Projektstart und den Bezug der Gewerbeflächen ab 2024. Die Parzelle, in der Kempf seine Dienstleistungs- und Gewerbearena bauen möchte, ist die südlichste der Werkmatt. Sie befindet sich direkt neben dem neuen Autobahnanschluss.

    Franz Kempf, Geschäftsführer und Inhaber der Franz Kempf AG.
  • Beim Bahnhof Altdorf entsteht neue Urbanität

    Beim Bahnhof Altdorf entsteht neue Urbanität

    «Bei diesem Wohn- und Geschäftshaus haben wir den Fokus auf eine nachhaltige Konzeption gelegt. Ökologie, Ökonomie und Soziales befinden sich im Einklang. Bei «Cubo» steht die soziale und funktionale Durchmischung des Gebäudes im Mittelpunkt. Diese wird mit vielfältigen und gemeinschaftlichen Nutzungsformen erreicht. Mit diesen zukunftsorientierten Ansätzen werden Anreize geschaffen für die Gründung neuer Arbeits- und Lebensmittelpunkte in der Region», erläutert René Chappuis, Geschäftsleitung der verantwortlichen CAS Gruppe. Der Denkansatz überzeugt. Die Wohnungen und Büroflächen waren innert kürzester Zeit vermietet. Die Möglichkeit, sich im Haus im Alltag zu begegnen, findet besonders bei Pendlern und Neuzuzügern Anklang.

    Treppenhaus als Begegnungszone
    Die kubische Gebäudehülle umschliesst zwei Gewerbegeschosse, vier Wohngeschosse sowie ein Attikageschoss. 36 hochwertige Mietwohneinheiten zu 2.5- bis 4.5-Zi-Wohnungen wurden insgesamt realisiert. «Begegnung, Austausch und die Möglichkeit für gemeinsame Treffen prägen das Raumkonzept. So überrascht das Gebäude mit einer sehr grosszügigen Erschliessungszone. Das von Tageslicht erhellte Atrium dient gleichzeitg als Begegnungszone zur Förderung des sozialen Austausches der Bewohnerinnen und Bewohner», führt Helen Chappuis, Geschäftsleitung und Bereichsleiterin Architektur, aus. Zur Förderung der sozialen Kommunikation sei weiter die Waschküche im Ergeschoss angesiedelt und als Waschbar gestaltet.

    Ökostrom vom Dach
    Bei der Planung wurde der Nachhaltigkeit ein hoher Stellenwert eingeräumt. Das Gebäude ist mit einer modernen Holzfassade ausgestattet und wird mit einer Grundwasser-Wärmepumpe geheizt, welche über die auf dem Flachdach installierte Photovoltaikanlage gespiesen wird. In der Einstellhalle können Ladestationen für Elektroautos einfach zur Verfügung gestellt werden. Die PV-Anlage mit einer Leistung von 36 Kilowatt produziert pro Jahr rund 34’000 Kilowattstunden Ökostrom. Damit können pro Jahr rund sechs Tonnen CO2-Ausstoss vermieden werden, was rund 42’000 Autokilometern entspricht. Im Rahmen eines Zusammenschlusses zum Eigenverbrauch (ZEV) wird der Solarstrom möglichst vor Ort verbraucht. Im Sommer fliesst überschüssiger Solarstrom zurück ins Netz, im Winter wird zusätzlich Energie aus dem öffentlichen Netz bezogen. Dank diesem innovativen Konzept erhalten die Mieter Solarstrom vom eigenen Hausdach, der erst noch weniger kostet als Netzstrom.

  • Ein Holzchalet-Trio für höchste Ansprüche

    Ein Holzchalet-Trio für höchste Ansprüche

    Alle drei charmanten Holzchalets sind mit einem Durchgang verbunden. Hinter dem Bauprojekt steht ein umfassendes Konzept, das auf nachhaltigen Tourismus setzt. Parallel dazu wird die Berg-Academy aufgebaut, Kursanbieterin in den Bereichen gesunder Mensch, gesunde Umwelt und nachhaltiges Unternehmertum. Die Academy wird die «Live-Seminare» in der Berglodge37 durchführen. Externe Seminaranbieter können eigene Seminare auf den Eggbergen durchführen. Firmen und Organisationen buchen die Lodge für interne Seminare in den erwähnten Gebieten. Ruhe suchende Erwachsene können den Ort für einen persönlichen Boxenstopp, einen «Digital Detox» oder ganz einfach für ein paar Relax-Tage nutzen.

    Mit der Berglodge37 erfüllten sich die beiden Betreiber einen Traum: «Dieses Herzensprojekt hat schon lange in uns geschlummert», sagt Ruth Koch. «Das Betreiben einer Bergoase, in der sich neugierige Menschen treffen und inspirieren können, ist unser gemeinsame Traum», ergänzt Martin Reichle. Beim Bau der Berglodge37 wurde grosser Wert auf eine optimale Energiebilanz gelegt und viel regionales «Mondholz» eingesetzt, während abnehmendem Mond gefälltes Holz. Dieses Holz hat, gemäss einer ETH-Studie, nachweislich verschiedenste positive Eigenschaften wie eine bessere Stabilität, bessere Haltbarkeit, Feuerbeständigkeit, Härte sowie Widerstandsfähigkeit gegen Schädlinge. Auch bei der Auswahl der Möbel war nur das Beste gut genug. Alle Zimmer sind mit Bettsystemen des Schweizer Herstellers Leibundgut aus dem Berner Oberland ausgestattet. Das weltweit einzige Bett mit automatischer Formanpassung an jede Körperform und Schlaflage bietet einen perfekten Schlafkomfort und garantiert beste Erholung.

    Als konsequent nachhaltiger Betrieb setzt die Berglodge37 auf eine vegetarische Küche. Die Gäste sollen die Erfahrung machen können, dass vegetarisches Essen genauso gut schmecken kann wie fleischhaltige Gerichte. Die Lodge versteht sich als ein innovativer Arbeitgeber im Kanton Uri. Das widerspiegelt sich in der Wahl der Mitarbeitenden, die praktisch alle aus der Region stammen. Die Eröffnung der Berglodge37 ist auf Mitte Juli 2022 geplant. Mehr Informationen: www.berglodge37.com.

  • «Es lohnt sich, in erneuerbare Energien zu investieren.»

    «Es lohnt sich, in erneuerbare Energien zu investieren.»

    Stimmt es, dass das Dätwyler Werk in Schattdorf (UR) seit dem Jahre 2012 klimaneutral ist?
    Reto Burkart: Ja, das ist korrekt.

    Und wie haben Sie dieses Ziel schon so früh erreicht?
    Es waren zwei unabhängige Aktivitäten, die dazu führten. Dank einem neuen externen Partner konnten wir 2008 unsere Ölheizung durch ein Holzheizwerk ersetzen. Die Prozess- und Heizenergie für unser Werk wird seit diesem Zeitpunkt mittels Holzschnitzel erzeugt. Zudem beziehen wir seit 2012 zertifizierten Strom aus Wasserkraft.

    Was können andere Firmen von Ihrem (zeitlichen) Knowhow-Vorsprung lernen?
    Ich denke, ein Unternehmen sollte bezüglich nachhaltiger Energien ein gewisses Grundwissen im Haus haben. Man sollte aber nicht immer versuchen, alles komplett in die eigene Hand zu nehmen. Wir haben immer mit externen Spezialisten zusammengearbeitet, die sich solchen Themen annehmen können und viel spezifischeres Knowhow haben als wir. Wichtig ist aber, dass man den Partner kennt und ihm vertrauen kann.

    Hätten Sie gedacht, dass das Thema Nachhaltigkeit einmal so wichtig werden würde?
    Ja, natürlich, und wir waren und sind auch darauf vorbereitet und werden nicht aufhören, das Thema weiter zu bearbeiten. Klar ist es heute mehr «en vogue», sich der Nachhaltigkeit anzunehmen, aber meiner Meinung nach profitieren wir als Unternehmen schon lange von diesem Setup, denn die Nachhaltigkeit bezieht sich ja nicht nur auf den Energie- und Materialverbrauch. Die Gesundheit und Sicherheit der Mitarbeitenden sind genauso Teil davon.

    Was sind Ihre Ziele für die nächsten zehn Jahre?
    Was die Gesundheit und Sicherheit der Mitarbeitenden betrifft, sind wir am Standort Schattdorf daran, über viele kleine interne Programme das Verständnis für die Wichtigkeit dieser Themen zu erhöhen. Wir arbeiten diesbezüglich auch sehr intensiv mit externen Partnern wie der SUVA zusammen.

    Bezüglich Umwelt arbeiten wir stetig daran, den absoluten und relativen Verbrauch von Brennstoffen, Elektrizität und Wasser sowie die Abfallmenge zu verringern. Zudem hat sich Dätwyler zum Ziel gesetzt, bis 2030 an allen Standorten weltweit klimaneutral zu sein.

    Reto Burkart, Leiter Dätwyler Werk Schattdorf
  • Werkmatt Uri – Raum für Ideen

    Werkmatt Uri – Raum für Ideen

    Der Kanton Uri und die Gemeinde Altdorf erschliessen in der Werkmatt Uri Land für neue Business-Chancen für Unternehmerinnen und Investoren. Industrie-, Gewerbe- und Dienstleistungsbetriebe finden hier flexible Möglichkeiten. So sollen hier in Zukunft insgesamt über 1000 wertschöpfungsintensive Arbeitsplätze entstehen.

    Nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung
    Als Eigentümerin strebt der Kanton Uri eine Win-win-Situation mit zukünftigen Investoren, Besitzerinnen und Nutzern im Areal an. Die öffentliche Hand investierte darum in das Gebiet zwischen dem künftigen Kantonsbahnhof und dem neuen Autobahn-Halbanschluss Altdorf Süd einen zweistelligen Millionenbetrag. Die Grundstücke können im Kauf oder im Baurecht erworben werden.

    Erste Parzellen wurden bereits verkauft, und die erste Erschliessungsetappe ist fertig realisiert. In den nächsten Jahren sollen weitere Baufelder schrittweise verkauft und bebaut werden. Der Kanton entwickelt das Areal Werkmatt Uri koordiniert, so dass nachhaltige wirtschaftliche Nutzungen im regionalen Gesamtinteresse entstehen. Der Quartiergestaltungsplan dient bauwilligen Investoren und Firmen als eigentümerverbindliches, parzellenscharfes Planungsinstrument. Er setzt Leitplanken hinsichtlich Nutzung, Gestaltung, Infrastruktur und insbesondere Arbeitsplatzdichte.

    Zunehmendes Interesse spürbar
    Das Interesse an der Werkmatt Uri hat durch die Inbetriebnahme des Kantonsbahnhofs im Dezember 2021 noch einmal zugenommen. Bereits verkauft sind die beiden denkmalgeschützten Gebäude, das «Sackmagazin» des Architekten Robert Maillart und das «Silomagazin» des Architekten Eduard Züblin. Wo der Bund früher Getreidesäcke für den Notfall stapelte, finden sich heute spannende Sammlungen an Kunstobjekten. Mit der Kässbohrer Schweiz AG, einer Herstellerin von Geländefahrzeugen, hat bereits ein erstes Unternehmen als Käuferin eine Parzelle erworben und bebaut. Weitere spannende Projekte sind in Planung – wie die nachfolgenden Artikel in diesem Magazin illustrieren.

  • Nachhaltige Urner Energielösungen

    Nachhaltige Urner Energielösungen

    Die Energiezukunft in der Schweiz ist ein Dauerthema. Ein Rezept für mehr Unabhängigkeit ohne Vernachlässigung der beschlossenen Klimaziele sind lokale, nachhaltige und CO2-freie Energielösungen. EWA-energieUri bietet mit ihren integrierten Gesamtenergielösungen, kurz SmartEnergy, eine clevere Lösung für die individuelle Energiewende. Konkret steckt folgendes hinter SmartEnergy: Strom mit einer Photovoltaik-Anlage selber produzieren und speichern, nachhaltige Wärme- und Kälteproduktion, Ladelösungen für die Elektromobilität, den Verbrauch von Strom, Wärme, Kälte und Wasser mit SmartMetern messen und visualisieren – alles vernetzt und optimiert mit einer intelligenten Steuerung.

    Grosser Mehrwehrt für Eigentümer
    Eine solche integrierte Gesamtenergielösung setzt EWA-energieUri aktuell bei der Überbauung «Plätzli» in Altdorf um. Das Projekt mitten im Altdorfer Dorfkern umfasst zwei Gebäudekörper mit insgesamt 24 Wohnungen. Ein Teil der in Zukunft benötigten Energie wird mit einer Photovoltaik-Anlage produziert. Davon profitieren alle Wohnungsbesitzer. Der mit Sonnenkraft produzierte Strom kann beispielsweise für das Aufladen des Elektroautos oder die Klimatisierung der Räumlichkeiten genutzt werden. Eine intelligente Steuerung verbindet zudem alle Systeme und optimiert diese. So ist der benötigte Strom sicher dann verfügbar, wenn er gebraucht wird. Da auch der Reststrom aus erneuerbarem, lokalem URstrom aus Urner Wasserkraft stammt, sind die integrierten Gesamtenergielösungen von EWA-energieUri zu 100 Prozent CO2-frei.

    Profitieren vom Nahwärmeverbund
    Das Projekt «Plätzli» in Altdorf zeigt noch einen weiteren grossen Vorteil von integrierten Gesamtenergielösungen gut auf: Die nachhaltigen Technologien können unkompliziert für weitere Liegenschaften erweitert werden. Von den zwei neu installierten Wärmepumpen im «Plätzli» profitieren im Rahmen des Nahwärmeverbunds auch fünf bereits bestehende Gebäude in der Nachbarschaft. Diese können sich von ihren bisherigen Öl-Heizungen verabschieden und die Energiebilanz ihrer Liegenschaften beträchtlich steigern. Gerade für Besitzerinnen und Besitzer älterer Liegenschaften stellt diese Möglichkeit einen grossen Mehrwert dar. So können sie einfach und unkompliziert von nachhaltigen Lösungen profitieren und gleichzeitig mithelfen, einen weiteren Schritt Richtung erneuerbare Energiezukunft zu machen.

  • Ganzjahresdestination Andermatt

    Ganzjahresdestination Andermatt

    «Während der Fahrt von Göschenen nach Andermatt sieht und spürt man die Kraft dieser rauen und massiven Felsen. Das ist ein Anblick, den ich niemals vergessen werde», meint Samih Sawiris, ägyptischer Visionär und Investor zu seiner ersten Fahrt nach Andermatt. Bei seinem Besuch im Jahr 2005 sollte er die Urner Regierung als Berater unterstützen, Andermatt nach dem Rückzug der Schweizer Armee wieder attraktiver zu gestalten. Doch er entschloss sich kurzerhand, selbst ein touristisches Projekt für Andermatt zu entwickeln.

    Hohe Bautätigkeit der letzten Jahre
    Dieser erste Besuch in Andermatt liegt nun bereits 17 Jahre zurück. Andermatt steht heute mitten in der Entwicklung zur Prime Alpine Destination. Im Dorfteil Andermatt Reuss waren Anfang Jahr 15 Apartmenthäuser in Betrieb, drei im Bau und mehrere in Planung. Nebst den Apartmenthäusern stehen zwei Hotels: Das The Chedi Andermatt im Dorfkern eröffnete 2013 und das Radisson Blu Hotel Reussen im Jahr 2018. Die Gotthard Residences, Apartments mit Hotelservice, sind an das Radisson Blu Hotel Reussen angeschlossen. Entsprechend dem Nachhaltigkeitsgrundsatz der Andermatt Swiss Alps ist Andermatt Reuss autofrei, alle Häuser sind im Niedrigenergiestandard gebaut und der Strom kommt aus erneuerbaren Quellen.

    Wie alles begann
    Die Vision für die Tourismusdestination wurde Ende 2005 der Bevölkerung des Urserntals vorgestellt. Im März 2007 stimmte die Gemeinde Andermatt mit 96 % Ja-Stimmen zu. Daraufhin verkaufte die Schweizer Armee eine Mehrheit der militärisch genutzten Flächen. Auf diesem Boden entsteht nun der Dorfteil Andermatt Reuss. Für die Apartmenthäuser und die Gestaltung des Masterplans wurden internationale Architektenwettbewerbe ausgeschrieben.

    Als einzigartiges Projekt in diesem Umfang und aufgrund der nationalen Bedeutung wurde es im Jahr 2007 vom Bundesrat von der Lex Koller befreit, und dieser genehmigte auch den Quartiergestaltungsplan.

    Nebst den Immobilien und der Hotellerie wird auch das touristische Angebot im Urserntal ausgebaut. In diesem Zug übernahm die Andermatt Swiss Alps AG das Skigebiet, um es auszubauen und zu modernisieren. Während drei Jahren wurden Bahnen erneuert oder neu erstellt und ein durchgehendes Pistennetz von 120 Pistenkilometern bis nach Sedrun realisiert. Zusammen mit Disentis sind es sogar 180 Pistenkilometer.

    Ganzjahresdestination Andermatt
    Auch für die Sommermonate werden neue Angebote geschaffen. Im Jahr 2015 eröffnete der Andermatt Swiss Alps Golf Course. Dieser wurde mit der weltweit anerkannten GEO-Zertifizierung ausgezeichnet. Von Schweiz Tourismus erhielt der 18-Loch-Golfplatz das Swisstainable Level III, leading. Das kulturelle Angebot in Andermatt wurde Mitte 2019 durch die höchstgelegene Konzerthalle in den Alpen ergänzt. Die Andermatt Konzerthalle ist vom Studio Seilern Architects unter der Leitung von Christina Seilern konzipiert worden.
    Momentan werden weitere 20’000 m2 des Infrastruktursockels erstellt, um die nächsten Häuser und Hotels zu bauen. Insgesamt sind 42 Mehrfamilienhäuser, 6 Hotels im 4- und 5-Sterne Bereich und mehrere Villen geplant.

  • Standort Uri – den Stier bei den Hörnern packen

    Standort Uri – den Stier bei den Hörnern packen

    Beste Lage direkt an europäischer Nord-Süd-Achse
    Schon immer – aber spätestens mit dem Bau der sagenumwobenen Teufelsbrücke im Jahr 1230 – führt die direkteste Verbindung zwischen Europas Süden und Norden durch Uri. Seit der Eröffnung des Gotthard-Eisenbahntunnels im Jahr 1882 sind schnelle Personen- und Warentransporte auch auf der Schiene gewährleistet. Und 2016 ging mit dem Gotthard-Basistunnel ein neues Jahrhundertwerk in Betrieb: Seither ist Uri durch den längsten Eisenbahntunnel der Welt (57 km) mit dem Süden verbunden.

    Mit der Inbetriebnahme des Kantonsbahnhofs in Altdorf 2021 rückte der Süden und Norden noch näher an Uri: Neu sind Lugano in 50 Minuten, Mailand in zwei Stunden und Zürich in einer Stunde bequem mit Direktverbindungen erreichbar.

    Die zentrale Lage des Standorts Uri mit vorteilhaften Anbindungen auf einen Blick.

    Optimales Kostenumfeld
    Uri besticht nicht nur mit seiner vorteilhaften Lage, sondern auch mit einem attraktiven Kostenumfeld. Einerseits kombiniert der Gotthardkanton mehrere finanzielle Vorteile zugunsten der Wohnbevölkerung: Die Steuerbelastung, Krankenkassenprämien und Wohnkosten fallen verhältnismässig tief aus. Der Anteil der Eigentumsobjekte mit mindestens vier Zimmern, die man sich mit einem Haushaltseinkommen von CHF 134’000 leisten kann, liegt 2021 im schweizerischen Mittel bei 31 Prozent. In Uri liegt dieser Wert bei 40 bis 50 Prozent. Das unterstreicht die attraktiven Immobilienpreise in Uri. Gleichzeitig liegen die Steuerabzugsmöglichkeiten für Familien deutlich über dem Schweizer Durchschnitt. So verbleiben den Urnerinnen und Urnern von jedem Lohnfranken in Uri rund 50 Prozent zur freien Verfügung. Mit Blick auf das verfügbare Einkommen und die finanzielle Wohnattraktivität zählt der Kanton Uri zur klaren Schweizer Spitze.

    Genauso profitieren auch Unternehmen von verhältnismässig kostengünstigen Land- und Immobilienpreisen. Aber auch im Unternehmenssteuerwettbewerb sticht Uri viele Kantone aus. Denn der Gotthardkanton kennt seit Jahren eine Flat Rate Tax – sowohl für natürliche wie juristische Personen. Die tiefen Unternehmenssteuern kommen insbesondere den kleinen und mittleren Unternehmen entgegen. Die Gewinnsteuer beträgt rund 12,6 Prozent und die Kapitalsteuer 0,001 Prozent (Kantons- und Gemeindesteuern bei Sitzgemeinde Altdorf). Sowohl im schweizerischen als auch im internationalen Vergleich belegt Uri damit einen absoluten Spitzenplatz!

    Schnelle und verlässliche Realisierung von Geschäftsideen
    In Uri werden Entscheidungsträger und verlässliche Partner in Behörden, Wirtschaft und Gesellschaft schnell erreicht. Denn: Ein kleiner Kanton bedeutet auch kurze Wege. Die Kleinheit bedeutet auch massgeschneiderte Lösungen, so dass Geschäftsideen pragmatisch zur Umsetzung gelangen. Zusätzlich kann Uri mit engagierten und umsetzungsstarken Arbeitnehmern auftrumpfen, die sich durch Loyalität und hohe Identifikation mit dem Arbeitgeber auszeichnen.

    Einmalig einfache Kombination von Arbeit und Freizeit
    Kajakfahrt vor Arbeitsbeginn? Langlaufen während der Mittagspause? Kurzwanderung am Abend mit der Familie? Eingebettet in eine attraktive Berg- und Seelandschaft, ermöglicht der Kanton Uri mit seinen Naherholungsgebieten diese einmalige Kombination von Arbeit und Freizeit. In Uri steckt Energie und Lebensqualität – entdecken Sie diesen Mehrwert beim Arbeiten, nach Feierabend und an freien Tagen.

    Das Gute liegt so nah: Einzigartige Kombination von Freizeit und Arbeit im Kanton Uri. (Bild: Angel Sanchez)

    Zahlreiche Investitionen auf kleinstem Raum
    Im Kanton Uri entsteht gerade sehr viel. An kaum einem anderen Ort wird auf engstem Raum so viel investiert. Daraus resultieren bedeutende Impulse, die zur spürbaren Aufbruchstimmung im Kanton Uri beitragen. Exemplarisch dafür ist die Entwicklung des Urner Wohnungsmarktes. Er wuchs in den letzten 10 Jahren um fast 3000 neue Wohnungen – das bedeutet eine beachtliche Zunahme von 16 Prozent.

    Auch die in den vergangenen Jahrzenten stagnierende Urner Wohnbevölkerung wächst seit einigen Jahren wieder deutlich. All das unterstreicht die attraktiven Rahmenbedingungen, ist aber auch den namhaften Investitionen in den Standort Uri zu verdanken.

    Aufstieg in die touristische Champions League
    Zu diesem Wachstum beigetragen hat insbesondere auch die Tourismusentwicklung in Andermatt. Bedingt durch den Teilrückzug des Militärs, sah sich die Berggemeinde mit grossen Herausforderungen konfrontiert. Die Wende brachte der ägyptische Investor Samih Sawiris. Seit 2009 investierte er zusammen mit Mitinvestoren über CHF 1,3 Milliarden und katapultierte Andermatt dadurch in die touristische Champions League. CHF 130 Millionen flossen in die Modernisierung und den Ausbau der Winter- und Sommersportanlagen. Weitere Investitionen erfolgten in einen ökologisch betriebenen 18-Loch-Golfplatz und in eine multifunktionale Konzerthalle für fulminante Musikerlebnisse sowie Konferenzen und Ausstellungen. Mit Andermatt Reuss entstand ein komplett neuer Dorfteil mit Hotels, Apartmenthäusern, Gastro- und Gewerbebetrieben und einem eigenen Dorfplatz, der Piazza Gottardo.

    Mit mehr als 1000 Angestellten ist die Andermatt Swiss Alps AG, die Betreiberin des Tourismusresorts, heute die grösste Arbeitgeberin in Uri. Andermatt ist eine aufstrebende und attraktive Tourismusdestination. Weitere Investitionen sind bereits geplant: Einerseits wird der neue Dorfteil Andermatt Reuss etappenweise um nochmals 18’000 m2 erweitert. Andererseits wird Vail Ski Resorts die Mehrheit an der Bergbahninfrastruktur in Andermatt übernehmen und plant weitere Investitionen von über CHF 100 Millionen.

    Neu entstandener Dorfteil Andermatt Reuss mit Blick auf die «Piazza Gottardo». (Bild: Andermatt Swiss Alps)

    Mehr Mobilität und Attraktivität im Urner Talboden
    Trotz beeindruckender Entwicklung im Bergdorf Andermatt und deren Bedeutung für den Wirtschaftsstandort Uri: Rund 80 Prozent der Urner Bevölkerung leben im Talboden, wo sich auch die meisten Dienstleistungs-, Industrie- und Gewerbebetriebe konzentrieren. Dieses Gebiet erfuhr in den vergangenen Jahren substanzielle Veränderungen. Mit dem Entwicklungsschwerpunkt Urner Talboden rund um den Kantonsbahnhof in Altdorf packt Uri ein Generationenprojekt an: Hier entstehen nachhaltige Nutzungen im regionalen Gesamtinteressen und die entsprechenden Wirtschafts-, Siedlungs- und Verkehrsinfrastrukturen werden sorgfältig aufeinander abgestimmt.

    Mit der Inbetriebnahme des neuen Kantonsbahnhofs in Altdorf konnte im Dezember 2021 ein wichtiger Meilenstein erreicht werden. Neu halten Intercity-Züge in Altdorf, wodurch der Bahnhof an die Gotthard-Basislinie angebunden wird. Auch das regionale und überregionale Buskonzept wird auf den neuen Knotenpunkt ausgerichtet. Aus der besseren Erreichbarkeit sollen Impulse für Wirtschafts- und Siedlungsprojekte entstehen. Erste Effekte sind bereits sichtbar: In unmittelbarer Umgebung zum Bahnhof sind mit «Vena» und «Cubo» bereits moderne Wohnbebauungen realisiert worden. Weitere, wie die Überbauung «Strickermatt» in unmittelbarer Lage zum Kantonsbahnhof, sind in Ausführung. Auch die Urner Kantonalbank gestaltet die Entwicklung rund um die neue Urner Verkehrsdrehscheibe aktiv mit. Mit ihrem neu errichteten Dienstleistungsgebäude am Bahnhofplatz 1 setzt sie sich für die gesamtwirtschaftliche Entwicklung des Kantons und der Bank selber ein. Dort sind modernste Büroräumlichkeiten an bester Lage entstanden. Einen Drittel beansprucht die UKB selbst als neuen Hauptsitz, weitere 3100 m2 werden vermietet. Spannende neue Firmen aus dem In- und Ausland haben sich hier bereits angesiedelt.

    Werkmatt Uri – Raum für Geschäftsideen
    Zentrales Puzzleteil des Entwicklungsschwerpunktes bildet die Werkmatt Uri in Altdorf. Sie ist die grösste zusammenhängende Landreserve in Uri. Der Kanton Uri als Eigentümer investierte einen Millionenbetrag in das Gebiet zwischen dem neuen Kantonsbahnhof und dem künftigen Autobahn-Halbanschluss. Auf rund 120’000 m2 bietet das Areal Business-Chancen für zukunftsorientierte Industrie-, Gewerbe- und Dienstleistungsbetriebe. Künftig sollen auf dem Areal über 1000 Arbeitsplätze entstehen. Ziel ist es, das Areal koordiniert zu entwickeln, sodass nachhaltige wirtschaftliche Nutzungen entstehen können. Die öffentliche Hand als Anbieterin strebt eine Win-win-Situation mit Investoren und den zukünftigen Besitzern und Nutzern im Areal an.

    Wie die Werkmatt dereinst, inkl. Autobahn-Halbanschluss, aussehen könnte.

    Weitere zukunftsträchtige Entwicklungen stehen an
    Verschiedene Generationenprojekte konnte der Kanton Uri bereits realisieren, wie vorstehend bereits beschrieben. Weitere gewichtige Entwicklungsprojekte stehen an. Eine neue Verkehrsdrehscheibe in Göschenen ist in Planung. Neben Bahnhof für Bahn und Busse und einem Parkhaus ist eine Seilbahnverbindung vom Bahnhof Göschenen ins Skigebiet Andermatt angedacht.

    Dazu kommt die West-Ost-Umfahrung im Urner Talboden, welche die Siedlungsgebiete vom Strassenverkehr entlasten und damit aufwerten wird. In Altdorf wird ein neuer Autobahn-Halbanschluss realisiert, der den Urner Talboden noch besser erschliesst. Bereits heute arbeitet der Bund zudem am Bau des zweiten Gotthard-Strassentunnels. Schliesslich entstehen auch neue Velowege, welche Uri für den Langsamverkehr noch attraktiver machen sollen. Daneben gewinnen Investitionen in Bildung und Forschung noch stärker an Bedeutung. Erste Ansätze bestehen hier bereits: Einerseits mit dem Institut Kulturen der Alpen, das sich den Besonderheiten des alpinen Raums widmet – von den prähistorischen Zeugnissen über spezifische Traditionen bis hin zu den Herausforderungen der Gegenwart. Andererseits mit dem Logistikum Schweiz in Altdorf, einem Forschungs- und Innovationszentrum für Logistik und Supply Chain Management.

    Standortförderung Uri – Ihr umsetzungsstarker Partner
    Im Kanton Uri sind viele spannende Entwicklungen im Gange. Die Standortförderung arbeitet daran, diesen Schwung wirtschaftlich nachhaltig zu nutzen und in Arbeitsplätze und Mehrwert für den ganzen Kanton umzumünzen. Wie funktioniert die Standortförderung Uri?

    Zum einen machen wir die Vorzüge des Gotthardkantons und die spannenden Entwicklungen sichtbar. Standortkommunikation und -vermarktung erfolgt via Web, Print, Messeauftritte und über das persönliche Netzwerk. Insbesondere die Mitgliedschaft in der Greater Zürich Area soll dazu führen, dass der Standort Uri mit seinen Vorzügen noch besser wahrgenommen wird. Ansiedlungsinteressenten, wie auch bestehende Unternehmen und Startups, begleitet die Standortförderung in Beratungen oder bei Standortbesichtigungen oder Baulandsuche.
    Sie ist gleichzeitig auch die Informations- und Anlaufstelle der Verwaltung für die Urner Wirtschaft. Zusätzlich stellt sie den Kontakt mit den Schlüsselpersonen in Wirtschaft, Bildung, Innovationsförderung und Behörden her.

    Breites Instrumentarium
    Die Standortförderung Uri kann auf ein breites Instrumentarium zur Unterstützung von Unternehmen zurückgreifen. Für den Einzelfall werden sie massgeschneidert definiert. Davon profitieren zum Beispiel innovative Jungunternehmen in Form von Starthilfen. Eine weitere Möglichkeit ist die Unterstützung von überbetrieblichen Initiativen mit der Neuen Regionalpolitik (NRP), einem Förderinstrument für ländliche Räume und Berggebiete. Als Starthilfe oder Wegbereiterin kann sie unternehmerischen Initiativen zum Durchbruch verhelfen.

    Bei der Standortförderung Uri dürfen Sie mit schnellen, kompetenten und verbindlichen Reaktionen zu ihren Anliegen rechnen.

    Herzlich willkommen im Lebens- und Wirtschaftsstandort Uri. Packen Sie mit uns den Stier bei den Hörnern!

    Bild: Das Team der Standorförderung Uri.
  • Sulzerareal bekommt neue Beschilderung

    Sulzerareal bekommt neue Beschilderung

    Die vor über 20 Jahren eingeleitete Transformation des Sulzerareals habe aus der einstigen „verbotenen Industriestadt“ einen lebendigen Stadtteil „mit vielen neuen Bewohnerinnen und Bewohnern, Arbeitenden und zahlreichen Nutzungsangeboten für Kundinnen und Kunden“ gemacht, schreibt die Stadtverwaltung Winterthur in einer Mitteilung. Diese Transformation ist nun fast abgeschlossen, heisst es dort weiter. Auch die Arbeiten im letzten Teilareal Lockstadt sollen in den nächsten Jahren fertiggestellt werden.

    Nun soll der neue Stadtteil eine einheitliche Beschilderung bekommen. Sie basiere auf „auf einem einfachen, dem Areal entsprechenden Signaletikkonzept“ und soll „für eine gute Orientierung der Besucherinnen und Besucher sowie der Kundinnen und Kunden sorgen“, erläutert die Stadtverwaltung. Strassentafeln und Hausnummern sind, der Farbpalette des ehemaligen Industrieareals entnommenen, Rostrot gehalten. Auch die Wegweiser in und durch das Areal sind in Rostrot gestaltet.

    Die arealspezifische Signaletik solle nicht nur die Orientierung vereinfachen, sondern „auch die Identität dieses besonderen Stadtteils“ erhalten und stärken, heisst es in der Mitteilung. Konzept und entsprechende Anpassungen der Verordnung über die Strassenbenennung und der Richtlinien zur Gebäudebeschriftung im Areal sind bereits vom Stadtrat genehmigt.

  • Holcim übernimmt Hersteller von Transportbeton in den USA

    Holcim übernimmt Hersteller von Transportbeton in den USA

    Das Zuger Baustoffunternehmen Holcim hat das Unternehmen Cajun Ready Mix Concrete im US-Bundesstaat Louisiana gekauft. Mit der Übernahme der dazugehörigen acht Werke für Transportbeton, 108 Mitarbeitenden und 51 Mischfahrzeugen will Holcim seinen Bereich Transportbeton erweitern, heisst es in einer Medienmitteilung.

    Demnach ist der Hersteller von Transportbeton das grösste Unternehmen seiner Branche im Grossraum Baton Rouge. „Mit dieser Akquisition erweitern wir unsere Präsenz im dynamischen Markt von Baton Rouge und bekräftigen unseren Fokus auf Wachstum in Nordamerika“, wird Toufic Tabbara, Leiter der Region Nordamerika bei Holcim, in der Medienmitteilung zitiert. Cajuns Beziehungen zur Industrie und seine technischen Fähigkeiten seinen eine ideale Ergänzung für Holcims Geschäft.

    Über den Kaufpreis gibt Holcim in seiner Medienmitteilung nichts bekannt. Cajun wurde 2014 gegründet und bietet Beton und Kundenservice für private, gewerbliche und industrielle Partner an.

  • Energieeffizienz macht Gebäude sparsamer

    Energieeffizienz macht Gebäude sparsamer

    Nirgendwo sonst wird so viel Energie verbraucht, wie im Gebäudebereich. So entfallen in Europa rund 40 Prozent des Endenergieverbrauchs und 36 Prozent der Treibhausgasemissionen auf diesen Sektor. Die Talkpool AG trägt mit ihren Smart-Buildings-Technologien dazu bei, Gebäude energieeffizienter zu machen. Etwa über intelligente Sensoren, mit denen sich die Raumluft und das Raumklima automatisch steuern und optimieren lassen. „Unsere Technik hilft nicht nur, den Energiebedarf von Gebäuden signifikant zu senken, sondern spart in entsprechendem Maße auch die Kosten dafür“, sagt Aurelius Wosylus, Group Chief Commercial Officer bei der Talkpool AG. Er verweist dabei auf die rasant gestiegenen Energiepreise und rät Gebäudebetreibern, das Problem jetzt anzugehen. 

    Allein in Deutschland gibt es 21 Millionen Gebäude, davon rund 19 Millionen Wohngebäude und etwa 2 Millionen Nicht-Wohngebäude. Zusammen verbrauchten sie im Jahr 2019 rund 865 Terrawattstunden (TWh) Energie. Mit 76 Prozent entfällt dabei der mit Abstand größte Teil auf die Raumwärme (658 TWh). Schon damals im Jahr 2019, also noch vor dem Energiepreisschock, beliefen sich die Kosten für Raumwärme, Warmwasser und Beleuchtung in Gebäuden in Deutschland auf geschätzte 73 Milliarden Euro. Zwar hat sich der Endenergieverbrauch im Gebäudebereich in den vergangenen Jahren leicht reduziert, aber nicht in dem Umfang, der für das Erreichen der Klimaziele notwendig wäre. Das liegt auch daran, dass rund ein Drittel der Gebäude in Deutschland und Europa älter sind als 50 Jahre. Gerade betagtere Gebäude verfügen häufig nur über unzureichende HLK-Systeme. HLK steht für Heizung, Lüftung und Klimatechnik und bezieht sich auf die verschiedenen Systeme in einem Gebäude, die für Wärmeregulierung, Innenraumkomfort und Luftqualität verantwortlich sind. 

    Überzeugende Lösungen zur Energieeinsparung in Gebäuden 

    Das international aufgestellte Unternehmen mit Hauptsitz im Schweizer Chur hat Lösungen entwickelt, mit denen sich bei bestehenden HLK-Systemen Energie- und Kosteneinsparungen von 10 bis 25 Prozent erzielen lassen. Aurelius Wosylus, erklärt die dahinterstehende Technologie: „Die Basis bilden unsere drahtlosen Raumklimasensoren. Diese überwachen, nachdem sie im Gebäude installiert wurden, in Echtzeit die verschiedenen Parameter wie Raumwärme und Luftqualität.“ Dieser Input gehe per Internet-Gateway an einen selbstlernenden Steueralgorithmus. Die KI, so Wosylus weiter, greife dabei auch auf externe Daten zu, wie etwa zur Wetterlage oder zur Entwicklung der Energietarife. „Auf diese Weise steuert die KI in einem ständigen Verbesserungsprozess das HLK-System, um die Raumklimaqualität zu maximieren und den Energieverbrauch zu optimieren.“ 

    Das System ist bereits in Gebäuden mit einer Fläche von insgesamt mehr als einer Million Quadratmeter installiert. Mit durchweg sehr guten Ergebnissen. Als Beispiel nennt Wosylus ein Hotel- und Büroprojekt in Schweden mit einer Fläche von rund 25.000 Quadratmetern. „Unsere Analyse zeigt, dass sich nicht nur die Luftqualität und damit der Wohlfühlfaktor in erheblichen Umfang verbessert hat, sondern auch der Energieverbrauch für die Heiz- und Kühlsysteme zwischen 20 und 25 Prozent gesenkt werden konnte.“ Es habe nicht einmal ein Jahr gedauert, so Wosylus, bis das Projekt seine Kosten für den Gebäudebetreiber wieder eingespielt hat. 

  • Urner Kantonalbank – zuverlässige Partnerin für einen attraktiven Wirtschaftsraum

    Urner Kantonalbank – zuverlässige Partnerin für einen attraktiven Wirtschaftsraum

    Der neue Hauptsitz der Urner Kantonalbank (UKB) beim Kantonsbahnhof wurde Ende März 2022 bezogen. Die akribisch vorbereitete Zügelaktion während drei Tagen war der lang ersehnte Abschluss einer rund zweieinhalbjährigen Bauphase. Auch verschiedene Mieterinnen und Mieter des neuen, fünfgeschossigen Dienstleistungsgebäudes sind mittlerweile eingezogen. Der Vermietungsstand von über 70% bei Fertigstellung des Gebäudes bestätigt die erfolgreiche Standortentwicklung im Urner Talboden und darüber hinaus. Mit dem modernen und attraktiven Begegnungsort leistet die Urner Kantonalbank in verschiedenen Rollen einen wichtigen Beitrag zum neuen Eingangstor zum Kanton Uri. Sie ist Bauherrin des multifunktionalen Gebäudes, Investorin, welche wirtschaftliche Impulse setzt, Vermieterin, die Räume schafft für neue Unternehmen und Arbeitgeberin, die eine moderne und innovative Arbeitswelt ermöglicht.

    UKB Neubau – viel Flexibilität für alle
    Mit der gewählten stützenfreien Konstruktion des gesamten Erdgeschosses und einem Glasanteil der Fassade von 75 %, die den Arbeitsplätzen viel Licht schenken, lassen den Neubau transparent und lebendig erscheinen. Das Dienstleistungsgebäude ist nach Minergie-Standard zertifiziert. Zudem ist der Neubau an das Fernwärmenetz des Heizwerks Uri angeschlossen. Die Photovoltaikanlage auf dem Dach wird etwa 61’000 kWh Strom produzieren, was circa 15 Prozent des Gesamtenergiebedarfs des Gebäudes entspricht. Die flexible Raumaufteilung auf jedem Stockwerk lässt moderne Arbeitsformen auf lange Zeit zu. Zugleich fördert die Flexibilität den Austausch, Synergien und Innovation. Im 1. Obergeschoss befindet sich ein multifunktionaler Saal für bis zu 99 Personen, der für Events und Schulungen nicht nur von der festen Mieterschaft genutzt werden kann. Von der totalen Nutzfläche von 6240 m² steht nur noch wenig Fläche im EG und 1. OG zur Vermietung offen.

    Innovationsbiotop Uri – fördert Innovation und Bildung im Kanton Uri
    Während den vergangenen Jahren wurde im Kanton Uri viel Aufbauarbeit in eine attraktive Infrastruktur zur Weiterentwicklung des Kantons Uri geleistet, um beste Voraussetzungen für einen Wachstumsmarkt im Kanton zu generieren. Mit der Aufwertung des Bahnhofs Altdorf zum Kantonsbahnhof wird die Standortgunst des Kantons Uri für neue Dienstleistungs-, High-Tech- und Gewerbenutzungen erheblich gesteigert, und es entstehen viele weitere Chancen für neue wirtschaftliche Impulse.

    Mit dem Innovationsbiotop im 3. OG realisiert die UKB mit ihren Partnern aus Wirtschaft, Verwaltung und Politik einen Standort für Innovation und Bildung. Dieser soll als Nukleus zur Förderung von Innovation, Bildung und Forschung, aber auch als Organisation der Vernetzung und Ressourcenbeschaffung für innovative Unternehmen, welche den gesamten Kanton umfassen, dienen.

  • «Die Aufbruchstimmung ist spürbar»

    «Die Aufbruchstimmung ist spürbar»

    Herr Camenzind, wie hat sich die Urner Standortentwicklung und Wirtschaftsförderung in den vergangenen Jahren verändert?
    Als ich 2012 ins Amt gekommen bin, haben wir die Ansiedlungsstrategie angepasst und sind eine Zusammenarbeit mit der Greater Zurich Area eingegangen. Das war ein wichtiger Schritt. Dann kam die Tourismusentwicklung in Andermatt dazu. Solche Entwicklungen sind wichtige Standortfaktoren und Verkaufsargumente. Man redet heute im Kanton Uri weniger über die Stausituation vor dem Gotthardtunnel sondern mehr über Andermatt. Die Entwicklung im Urner Talboden ist indes anders gelagert. Hier haben wir es in den letzten sechs, sieben Jahre vor allem mit Quartierentwicklungen zu tun gehabt. Wir als Kanton Uri besitzen im Urner Talboden auch Land, welches wir entwickeln möchten und das für Gewerbe und Industrie zum Verkauf steht. Ein weiterer wichtiger Standortfaktor ist der neue Kantonsbahnhof, an dem seit dem letzten Dezember internationale Züge halten. Bei uns ist in letzter Zeit sehr viel passiert. Diese Entwicklungen nehmen wir dankbar im Standortmarketing auf, damit wir spannende Geschichten erzählen können.

    Was sind die Vor- und Nachteile der neuen Destination Andermatt und des Kantons generell?
    Der Vorteil von Andermatt ist ganz klar: Wir sind als Kanton Uri positiv im Gespräch. Wir können unser Image verbessern und etwas für die Ausstrahlung des ganzen Kantons tun. Alleine in Andermatt sind 1000 Arbeitsplätze neu geschaffen worden. Und das nicht etwa durch Umlagerungen oder Umstrukturierungen. Es sind Arbeitsplätze, die wir in der Art und Vielzahl bislang nicht hatten. Das ist sicher sehr positiv. Und es hilft uns wiederum auch auf anderen Gebieten, wo wir vielleicht noch schwächer aufgestellt sind. Dieser Effekt strahlt mittlerweile in die umliegenden Gemeinden aus. All das wirkt sich positiv aus – bis hinunter in den Urner Talboden um Altdorf.
    Die Nachteile sind gestiegene Immobilienpreise – vor allem in Andermatt. Das ist teils schwierig für die lokale Bevölkerung. Ich bin aber überzeugt, dass Andermatt und seine Bevölkerung unter dem Strich von der Tourismusentwicklung profitieren.

    Wie sieht die Situation im Kantonshauptort Altdorf aus?
    Hier in Altdorf sind wir gut unterwegs – insbesondere dank dem neuen Verkehrsknotenpunkt in Altdorf. Dadurch ist der Kanton noch besser erschlossen. Wir haben hier gute Entwicklungen, etwa mit der Dätwyler in Schattdorf, welche unter anderem Kaffee-Kapseln für Nespresso herstellt. Die Perspektiven des Kantons Uri sind wesentlich besser als noch vor 20 Jahren. Vorher haben wir nur von Arbeitsplatzabbau der RUAG, SBB und beim Militär geredet. Das ist nicht mehr das Thema. Heute suchen
    die Firmen hier händeringend nach Arbeitskräften.

    Wie sehen Angebot und Nachfrage auf dem Urner Immobilienmarkt aus?
    In Altdorf und im Urner Talboden ist in den letzten zehn Jahren so viel gebaut worden wie noch nie. Die Befürchtungen, es gebe aufgrund der Neubauten irgendwann hohe Leerstände, haben sich glücklicherweise nicht bewahrheitet. Wir haben keine hohe Leerwohnungsziffer. Es sind in den vergangenen zehn Jahren etwa 3000 Wohnungen im Kanton neu gebaut worden. Das ist für Urner Verhältnisse viel. Die Preise sind hingegen stabil geblieben und nicht unter Druck geraten. Das hat vielleicht auch damit zu tun, dass wir im Verhältnis wenig Wohnfläche pro Einwohner hatten. Bis vor zehn Jahren waren wir noch bei etwa knapp 40 Quadratmeter pro Person. Im Schweizer Schnitt sind wir mittlerweile bei 50 Quadratmeter pro Person. Da haben wir jetzt ein wenig aufgeholt. In den letzten fünf, sechs Jahren ist darüber hinaus auch ein Bevölkerungswachstum im Kanton Uri festzustellen. Dies absorbiert die Wohnungen, die gebaut werden. Der Markt funktioniert.

    Wie geht es dem Gewerbestandort Uri?
    Eine der stärksten Branchen im Kanton Uri war schon immer die Baubranche. Das hat mit den grossen Infrastrukturprojekten zu tun: Kraftwerke, Bahngeleise, Autobahn, Tunnelbau. Das sind alles Baumeisteraufgaben. Da wird etwas gebaut, später stehen dann Sanierungen in regelmässigen Abständen an. Nehmen wir beispielsweise die Autobahn: Die Gotthardautobahn wird – mit der notwendigen Sanierung – jetzt quasi zum dritten Mal gebaut. In diesem Bereich tut sich also immer etwas. Dann ist Dätwyler mit seinen etwa 900 Angestellten in Uri ein sehr wichtiger Akteur. Die Metallverarbeitung war bei uns schon immer stark. Wir haben sehr viele mechanische Metallverarbeitungsbetriebe mit grossem Knowhow.

    Wir kommen auf den Neubau der Urner Kantonalbank zu sprechen: Welche Impulse gehen davon aus?
    Auf den entstandenen Büroflächen konnten bereits spannende Firmen eingemietet oder angesiedelt werden, unter anderem das norwegische Software-Unternehmen Crayon. Das ist eine internationale Firma, die auch weiterwächst und erst vor wenigen Jahren in den Kanton Uri gekommen ist. Das hilft uns und dem Standort. Auch ziehen solche Erfolgsgeschichten immer weitere Ansiedlungen an. Das hat Ausstrahlung über den Standort Altdorf hinaus. Zusätzlich entstehen noch weitere Bauwerke rund um den Kantonsbahnhof wie Wohnungen und Geschäfts- und Gewerbeflächen. Es ist wichtig, dass wir am verkehrsreichsten Punkt von Uri eine weitsichtige und ausgewogene Entwicklung haben, und der Neubau der Urner Kantonalbank ist hierfür ein guter Start.

    Alles in allem finden auf kleinstem Raum im Kanton Uri gerade sehr viele Investitionen statt. Die positive Aufbruchstimmung und Dynamik gilt es jetzt, gewinnbringend zugunsten des Kantons Uri zu verwenden.

  • Luzerner Jungforscher erhalten Siemens Excellence Award

    Luzerner Jungforscher erhalten Siemens Excellence Award

    Der mit 10’000 Franken dotierte nationale Siemens Excellences Award ist in diesem Jahr an zwei Absolventen des Studiengangs Gebäudetechnik der Hochschule Luzern gegangen, informiert Siemens Schweiz in einer Mitteilung. Patrick Heller und Lorenz Rüegsegger wurden für ihre Bachelorarbeit „Optimale Regelung für ein neuartiges dezentrales Latentspeichermodul in einem Mehrfamilienhaus“ ausgezeichnet. Hier hatten die beiden Luzerner Jungforscher in Zusammenarbeit mit der Berner BMS Energietechnik AG ein System für die dezentrale Brauchwarmwasseraufbereitung entwickelt. Hier wird eine Frischwasserstation von einer dezentralen Wärmepumpe betrieben, die ihre Verdampfungsenergie im Winter aus dem Heizkreislauf und im Sommer aus der Raumwärme bezieht.

    „Das System hat ein hohes energetisches Einsparpotenzial und soll in Neubauten im Wohnsektor eine langfristige Anwendung finden“, erläutert Siemens Schweiz in der Mitteilung. Ihr zufolge ist die Entwicklung der Jungforscher zudem „nicht nur national, sondern auch international skalierbar und somit auch aus wirtschaftlicher Sicht ein vielversprechender Ansatz“. Für die Jury war darüber hinaus wichtig, dass das Projekt gemeinsam mit dem Industriepartner fortgeführt wird.

    „Mit dem Excellence Award möchten wir junge Menschen motivieren, sich mit wissenschaftlichen Themen zu beschäftigen, die in der Praxis umsetzbar sind“, wird Gerd Scheller, Country CEO von Siemens Schweiz, in der Mitteilung zitiert. Die Auszeichnung gehört zum Bildungsprogramm Generation 21 von Siemens, mit dem junge Talente in Naturwissenschaft und Technik gefördert werden.

  • Zürich soll zur Solarstadt werden

    Zürich soll zur Solarstadt werden

    ewz baut sein Bürgerbeteiligungsmodell ewz.solarzüri aus. Wie der Energieversorger in einer Medienmitteilung bekanntgibt, stehen für seine Kundinnen und Kunden ab sofort rund 3300 weitere Solaranlagen auf öffentlichen Gebäuden der Stadt Zürich zur Verfügung. Damit können auch Mieterinnen und Mieter dazu beitragen, dass weitere Solarflächen zugebaut werden. Der Preis beträgt 250 Franken pro Quadratmeter, die Vergütung auf der Stromrechnung 80 Kilowattstunden pro Jahr für eine Laufzeit von 20 Jahren.

    Die grössten der geplanten neuen Solaranlagen liegen in Höngg: auf dem Schulhaus Lachenzelg Ost (1860 Quadratmeter) und auf dem Schulhaus am Wasser (1170 Quadratmeter). Auf dem Dach des Wohnhauses Dunkelhölzli in Altstetten sind 100 Quadratmeter geplant, auf der Haltestelle Bahnhof Altstetten 165 Quadratmeter. Sind jeweils 80 Prozent einer Fläche durch diese Art der Schwarmfinanzierung verkauft, wird die jeweilige Anlage durch ewz realisiert.

    In diesem Fall wird durch ewz.solarzüri ab Januar 2023 auf über 37’000 Quadratmetern sauberer Strom erzeugt. Weitere Standorte sind laut ewz in Arbeit.

    „Mit der Solarstrategie haben wir in der Stadt Zürich das ambitionierte Ziel, mehr Solarstrom zu produzieren“, wird Stadtrat Michael Baumer, Vorsteher der Industriellen Betriebe der Stadt Zürich, zu denen auch ewz gehört, in der Mitteilung zitiert. „Denn nur gemeinsam machen wir Zürich zur Solarstadt – jeder Quadratmeter zählt!“

  • Pläne für das Attisholz-Areal werden ausgestellt  

    Pläne für das Attisholz-Areal werden ausgestellt  

    Für die Gestaltung des Attisholz-Areal in Riedholz ist ein Wettbewerbsverfahren für Landschaftsarchitekten durchgeführt worden. Laut Medienmitteilung der Halter AG sind aus den sechs eingereichten Projekten jene ausgesucht worden, die weiterverfolgt werden sollen. Der Schlieremer Baukonzern ist Grundeigentümerin des Areals. Die Projekte werden nun dem Publikum vorgestellt. Die Ausstellung öffnete am Donnerstag, 19. Mai, um 17 Uhr im Gebäude der Eindampfanlage. Die Ausstellung bleibt geöffnet bis zum 2. Juni.

    Der Regierungsrat des Kantons Solothurn hatte die Nutzungsplanung für das Attisholz-Areal in Riedholz im Dezember genehmigt. Auf der Projektseite von Halter heisst es zu dem Projekt, während 130 Jahren sei auf dem Areal industriell Zellulose produziert worden. Seit Ende 2016 arbeite die Halter AG mit der Standortgemeinde Riedholz und dem Kanton Solothurn daran, das Areal einer neuen Nutzung zuzuführen.

    An dem jetzt durchgeführten Wettbewerb nahmen sechs Teams unter der Leitung von Landschaftsarchitekturbüros teil. Im Programm wurde das Schaffen einer zukunftsfähigen und wandelbaren Grundlage für die Entwicklung eines Lebensraums für alle Nutzer als Kernaufgabe formuliert. Ziel war es, die grösstenteils öffentlichen Freiräume auf dem Arealteil Ost detailliert zu gestalten.

    Das Beurteilungsgremium bestand aus Expertinnen und Experten für Landschaftsarchitektur und Städtebau, Vertreterinnen und Vertretern der Gemeinde Riedholz, dem Amt für Raumplanung des Kantons Solothurn und der Grundeigentümerin Halter AG. Das Gremium hat einstimmig die Studie von DnD Landschaftsplanung ZT Wien und Freimüller-Söllinger Städtebau ZT Wien zur Weiterbearbeitung empfohlen.

  • Sika expandiert in Bolivien

    Sika expandiert in Bolivien

    Sika hat gemäss Unternehmensangaben ein neues Produktionswerk im bolivianischen Santa Cruz de la Sierra in Betrieb genommen. Die Fertigung am neuen Sitz erlaube eine Verdopplung bei der Produktion von Mörtel und Betonzusatzmitteln gegenüber dem bisherigen Werk. Die Fertigung sei automatisiert, befördere die Effizienz und mache den Produktionsprozess nachhaltiger.

    Die Investition ziele darauf ab, die rasant steigende Nachfrage im „dynamischen bolivianischen Baumarkt“ zu bedienen, wird Christoph Ganz, Leiter Region Americas von Sika, zitiert. Gemäss Berechnungen erwartet der Baumarkt des Landes im Jahr 2022 ein Wirtschaftswachstum von 9,5 Prozent.

    Das südamerikanische Land ist auf dem Weg zur Industrialisierung angewiesen auf ausreichend Infrastruktur zur Energieversorgung und für Industrieprojekte. Der neue Standort liegt im grössten Industriepark des Landes. Er verfügt über eine gute Verkehrsanbindung und ermögliche eine Ausweitung der Kapazitäten für den künftig höheren Bedarf. Durch die Schaffung zusätzlicher Lagerflächen, eines Verwaltungsgebäudes und eines Schulungszentrums für Kunden hat sich Sika auch logistisch auf Wachstumsimpulse eingestellt.

  • Walo treibt Digitalisierung voran

    Walo treibt Digitalisierung voran

    Das Dietiker Bauunternehmen Walo Bertschinger führt laut Mitteilung auf Facebook für alle 13 Geschäftsbereiche des Asphaltstrassenbaus den digitalen Bestell- und Lieferprozess mit Q Site ein. Von der Planung des Einbauablaufs über die Koordination der Mischgutbestellung mit dem Asphaltwerk bis hin zur Steuerung des Einbauprozesses werden die Mitarbeitenden von Walo künftig auf die Q Site-Software zurückgreifen, heisst es in der Mitteilung.

    Die Softwareanwendung Q Site ist von Q Point in Langenthal BE entwickelt worden. Dabei gibt es mehrere Anwendungsfelder. Zu Q Asphalt heisst es auf der speziellen Internetseite von Q Point, das System biete sowohl im Büro als auch auf der Baustelle mit der Baustellen-App über den gesamten Zyklus eines Bauprojekts Unterstützung. Es liefere von der Planung über die Ausführung bis hin zur abschliessenden Dokumentation hilfreiche Kennzahlen, um einfacher, schneller und erfolgreicher zu bauen.

    Als Beispiel wird die Projektplanung angeführt. Nach Angaben von Q Point liefert das System automatisch ein fertig aufbereitetes Einbau- und Logistikkonzept inklusive vollständigem Mitarbeiter- und Geräteeinsatzplan sowie einer Berechnung der benötigten Lastwagen.

    Bei Walo Bertschinger geht man laut der Facebook-Meldung davon aus, dass mit diesem „Upgrade“ noch effizientere Arbeitsprozesse geschafft werden können.

  • ZKB bietet Hypothek für gemeinnützige Wohnbauträger

    ZKB bietet Hypothek für gemeinnützige Wohnbauträger

    Die Zürcher Kantonalbank bietet eine neue Hypothek für Wohnungsbaugenossenschaften zu vergünstigten Finanzierungskonditionen an. Gemeinnützige Bauträger profitieren von einem reduzierten Zinssatz um bis zu 0,5 Prozent, heisst es in einer Medienmitteilung. Dieser kommt sowohl bei der Verlängerung bestehender Darlehen zum Tragen als auch bei einer neuen Hypothek.

    Grundvoraussetzung für die Vergabe der ZKB WohnPlus Hypothek ist, dass die Wohnungsmieten des Wohnbauträgers mindestens um 15 Prozent unter den Marktmieten liegen. „Wir wollen damit gemeinnützigen und preisgünstigen Wohnraum erhalten und fördern“, wird Patrick Bühlmann, Firmenkundenbetreuer der Zürcher Kantonalbank, in der Medienmitteilung zitiert. Denn in den Städten, allen voran Genf und Zürich, führen steigende Mieten zu einem Mangel an bezahlbarem Wohnraum.

    Des Weiteren müssen die Antragsteller 29 Kriterien erfüllen, davon sieben Basiskriterien vollumfänglich. Erfüllt der Antragsteller weitere 14 Kriterien in der Stufe 1, erhält er eine maximale Zinsreduktion von 0,3 Prozent. Um die vollen 0,5 Prozent zu erhalten, muss er insgesamt 21 Voraussetzungen erfüllen, angelehnt an die Ziele für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen (SDG), den Standard Nachhaltiges Bauen Schweiz (SNBS) und die zehn Leitsätze für den gemeinnützigen Wohnungsbau Schweiz.

    Wird bei einem Bauprojekt zunächst die Stufe 1 erreicht, kann der Bauträger weitere Kriterien im späteren Verlauf nachweisen. So will die Bank einen Anreiz schaffen, „auch während der Laufzeit eine weitere Verbesserung hinsichtlich gesellschaftlicher Leistung zu erbringen“.

  • Grösstes Holzmodul-Werk Deutschlands

    Grösstes Holzmodul-Werk Deutschlands

    Die Renggli Deutschland GmbH ist ein Gemeinschaftsunternehmen der vier Gesellschafter Renggli AG, Saxovent Smart Eco Investments GmbH, Sächsische Ärzteversorgung (SAEV) und der MQ Real Estate GmbH. Die Renggli AG engagiert sich als Knowhow- und Kompetenz-Träger. Das neue Werk entsteht in Eberswalde (Bundesland Brandenburg), rund 40 Kilometer von der Berliner Stadtgrenze entfernt. Im Februar 2022 wurde der Kaufvertrag für das Grundstück der Produktionsstätte unterzeichnet. Der Baustart erfolgt im dritten Quartal 2022, die Fertigstellung ist auf Ende 2023 geplant. Im modernen Werk werden dann ab 2024 auf rund 20’000 Quadratmetern Produktionsfläche Holzmodule für nachhaltige und klimagerechte, mehrgeschossige Gebäude hergestellt.

    Grosses Potential in Deutschland

    Im Grossraum Berlin ist das Potenzial für seriell und industriell gefertigte Holzmodule gross. Beim Modulbau werden ganze Raumeinheiten im Produktionswerk vorgefertigt und auf der Baustelle montiert. Modulare Bauten erfüllen heute alle Ansprüche moderner und nachhaltiger Immobilien und bieten eine Lösung für die Realisierung von attraktivem, bezahlbarem und klimagerechtem Wohnraum. So meint Samuel Renggli: «Wir wollen die grosse Nachfrage nach Holzbaukapazitäten im Raum Berlin/Brandenburg bedarfsgerecht bedienen und damit einen wesentlichen Beitrag zum ressourcengerechten und klimaneutralen Bauen leisten. Mit der Leistungsfähigkeit dieses modernen Produktionswerkes erfüllen wir die hohen Ansprüche an Qualität, Effizienz und Zuverlässigkeit.»

    Marktaufbau in Deutschland – Weiterentwicklung in der Schweiz

    Die Investition ist die konsequente strategische Weiterentwicklung der Aktivitäten in Deutschland und basiert auf dem langfristig ausgelegten Businessplan der Renggli AG. Das Engagement in Deutschland wird die Tätigkeiten in der Schweiz nicht tangieren. Die Renggli AG wird, parallel zum Aufbau in Deutschland, in der Schweiz wie geplant die Marktposition weiter stärken und in die Digitalisierung und Weiterentwicklung des Unternehmens investieren. Im Produktionswerk in Schötz (LU) realisiert die Renggli AG weiterhin industriell gefertigte, hochwertige und klimagerechte Gebäude in Element- und Modulbauweise. Sie bedient damit die Nachfrage aus der Schweiz nach architektonisch anspruchsvollen, mehrgeschossigen Holzbauten für Wohnüberbauungen, Büro- und Gewerbebauten oder Kindergärten und Schulen. 

  • Holcim verkauft Indien-Geschäft für 6,4 Milliarden Franken

    Holcim verkauft Indien-Geschäft für 6,4 Milliarden Franken

    Das Zuger Baustoffunternehmen Holcim verkauft seine 63,11-prozentige Beteiligung an dem indischen Unternehmen Ambuja Cement und ACC an die indische Adani Group. Darüber haben sich die beiden Vertragspartner laut einer Medienmitteilung geeinigt. Für Holcim bedeutet der Verkauf einen Barerlös in Höhe von 6,4 Milliarden Franken. Einen Grossteil davon investiert das Unternehmen in den Ausbau seines Geschäftsbereiches Solutions & Products.

    Der indischen Baustoffmarke Ambuja Cement gehören wiederum ein Anteil von 50,05 Prozent sowie eine direkte Beteiligung von 4,48 Prozent an dem indischen Baustoffunternehmen ACC. Gemeinsam verfügen sie über 31 Zement- und 78 Transportbetonwerke mit 10‘700 Mitarbeitern in ganz Indien. Die Transaktion soll in der zweiten Hälfte dieses Jahres abgeschlossen werden, vorbehaltlich der Zustimmung der lokalen Behörden.

    „Mit der Adani Group haben wir den perfekten neuen Eigentümer gefunden, um die nächste Wachstumsphase unseres indischen Geschäfts für unsere Mitarbeitenden und Stakeholders in einer schnellen und effizienten Transaktion einzuleiten“, wird Jan Jenisch, CEO bei Holcim, in der Medienmitteilung zitiert. Holcim war 2005 in den indischen Markt eingetreten.

    Durch seine Investition von 5 Milliarden Franken in den Geschäftsbereich Solutions & Products als „neuen Wachstumsmotor“ will Holcim zum weltweit führenden Anbieter von innovativen und nachhaltigen Baulösungen werden. „Der Bausektor war noch nie so attraktiv wie heute. Es gibt viele Möglichkeiten, besser und mehr mit weniger zu bauen, um den Lebensstandard für alle auf nachhaltige Weise zu verbessern“, wird Jenisch weiter zitiert.