Kategorie: Trends

Trends – Immobiliennews zu Innovationen, Marktentwicklungen & Zukunftsthemen der Schweizer Immobilienbranche.

  • Ganzheitliche Solarlösung für ALDI SUISSE

    Ganzheitliche Solarlösung für ALDI SUISSE

    Bei dem Projekt geht es um Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit: Auf rund 70 Filialdächern wurden Photovoltaikanlagen mit einer Gesamtleistung von rund 15’000 kWp installiert. Zählt man die Anlagen zusammen, entsteht eines der grössten Sonnenenergieprojekte der Schweiz. Es wird etwa 14 Millionen Kilowattstunden Strom pro Jahr produzieren, das entspricht dem Verbrauch von rund 5’300 Haushalten. Damit leistet der Detailhändler einen wertvollen Beitrag zur nachhaltigen Energieversorgung der Schweiz – und kann gleichzeitig seine Betriebskosten signifikant senken.

    Der Strom der Anlagen wird von den Läden selber genutzt, die – wie alle Detailhändler – wegen der vielen Kühlregale, des Backofens, der Heizung und der Beleuchtung relativ viel Energie verbrauchen. Ausserdem wird – wo vorhanden – der Solarstrom in den E-Ladestationen neben den Filialen genutzt und wird, wenn überschüssig, ins Netz eingespeist.

    Zeitdruck als Herausforderung und Chance
    Ende 2019 erhielt ewz Energielösungen den Zuschlag für den Bau der Anlagen. In enger Zusammenarbeit entwickelten ewz mit ihrem Tochterunternehmen SunTechnics Fabrisolar sowie einem weiteren Partner je eine Pilotanlage. Dieses Vorgehen erlaubte es, das Know-how aller Beteiligten zu nutzen und technische Fragen im Vorfeld zu klären. Auch konnten die umfangreichen Anforderungen von ALDI SUISSE an den Bauablauf, die Sicherheitsanforderungen und die Funktionalität berücksichtigt werden. Den Rollout bereitete ewz noch während der Pilotphase vor und liess die Erkenntnisse aus dem Bau der ersten Anlagen laufend einfliessen. Der Zeitdruck erwies sich somit nicht nur als grosse Herausforderung, sondern auch als eine Chance. Denn durch den fast zeitgleichen Bau der rund 70 Anlagen liessen sich viele Synergien nutzen, die eine effiziente Realisierung ermöglichten.   

    Aufwendige statische Prüfung
    Vor der Montage der Module musste jedes Dach statisch geprüft werden. Dies ist insbesondere bei Bestandsbauten wichtig, da die zusätzlichen Lasten durch Module, Befestigungssysteme und Betongusssteine zur Beschwerung hoch sind. Für jedes Filialdach erstellten die Spezialisten mit einer Berechnungssoftware einen Ballastierungsplan, der die Anzahl und Positionierung der Module vorgibt. Die Module sind in der Regel in Ost-West-Richtung aufgestellt. Auch eine Südausrichtung wäre aufgrund der hohen direkten Einstrahlung über Mittag grundsätzlich möglich, doch über den Tagesverlauf erweist sich die Ost-West-Ausrichtung als ertragreicher.

    Maximaler Solarertrag
    «Bei der Planung haben wir nicht geschaut, wie gross der Hausanschluss ist, sondern wie gross die verfügbare Dachfläche ist und wie viele Module wir dort maximal platzieren können», sagt Roland Jucker, Gesamtprojektleiter bei ewz. Das Ziel von ewz lautete nämlich ganz klar, so viel Solarertrag wie möglich zu generieren. Doch stellte dieser Grundsatzentscheid die Planer vor einige Herausforderungen. Die grösste bestand darin, die PV-Anlage in die bestehende Stromversorgung der Filialen zu integrieren.

    Der von der PV-Anlage produzierte Strom wird primär direkt in der ALDI-Filiale zur Deckung des Eigenverbrauchs verwendet. Verbraucht die Filiale gerade weniger Strom, als die PV-Anlage produziert, wird der überschüssige Strom ins Netz eingespeist. Der elektrische Hausanschluss muss deshalb auf die maximale Leistung der PV-Anlage abgestimmt sein (z. B. sonniger Sonntag mit maximaler Produktion und kleinem Eigenverbrauch). Weil diese Situation aber äusserst selten und nur kurzzeitig vorkommt, wäre eine Verstärkung des Hausanschlusses unverhältnismässig teuer.

    Die Lösung besteht in einer dynamischen Leistungsregelung. Dabei wird laufend gemessen, wie viel Strom die PV-Anlage gerade produziert, was die Verbraucher beziehen und wie viel Strom ins Netz zurückgespeist wird. Liegt der Rückspeisestrom über einem bestimmten Grenzwert, gibt die Steuereinheit dem Wechselrichter den Befehl, die Leistung zu drosseln. Die Hausanschlusssicherung kann nicht überlastet werden und der Eigenverbrauch ist nicht eingeschränkt.

    Die für ALDI SUISSE realisierte Lösung ermöglicht dank der grossen PV-Anlagen einen sehr hohen Solarertrag bei einem durchschnittlichen Eigenverbrauch von rund 60 Prozent.

    Mit ewz hat ALDI SUISSE einen Contracting-Vertrag abgeschlossen
    Einfach ausgedrückt: ALDI SUISSE stellt die Dächer zur Verfügung und bezieht den Solarstrom soweit möglich zur Deckung des Stromverbrauchs direkt in der Filiale. Die PV-Anlagen gehören ewz, das auch den Unterhalt, die Abrechnung und die Erneuerung verantwortet. Zum «Sorglospaket» gehören auch die Gesamtkoordination des Projekts, das Einholen der Baubewilligungen, die Fernüberwachung und die Verwendung des Reststroms.

    Roland Jucker, Gesamtprojektleiter ewz sagt: «Die Idee, so viele Dächer wie möglich mit einer standardisierten PV Lösung auszustatten, ist visionär». «Am Ende wurden rund 45’000 Module installiert.» Besonders stolz ist Jucker darauf, dass die Installation bei laufendem Betrieb erfolgen konnte. «Nach Geschäftsschluss mussten wir jeweils für 30 Minuten vom Netz – das war der einzige Unterbruch.»

    Christoph Deiss, der Leiter des Geschäftsbereichs Energielösungen bei ewz, sagt: «Ein ähnliches Projekt ist mir in der Schweiz nicht bekannt. Damit leistet ALDI SUISSE zusammen mit uns einen wertvollen Beitrag zum Klimaschutz.» Christoph Deiss betont die grosse Erfahrung: «Seit über 30 Jahren nutzen wir die Photovoltaiktechnologie – wir sind ein Solarpionier der ersten Stunde.» Dank des grossen Know-hows und der langjährigen Erfahrung setzte sich ewz in der Ausschreibung gegen rund ein Dutzend Mitbewerberinnen und Mitbewerber durch. «ewz ist ein Schweizer Unternehmen mit Standorten in Zürich, Graubünden und in der Waadt», betont Christoph Deiss. «Dank der regionalen Betriebsteams garantieren wir höchste Versorgungssicherheit und kurze Reaktionszeiten.»

    Weitere Informationen unter: ewz.ch/aldisuisse

  • Holcim steigert Umsatz deutlich

    Holcim steigert Umsatz deutlich

    Der Baustoffkonzern Holcim mit Sitz in Zug meldet positive Wirtschaftszahlen für das erste Quartal 2022. Laut Medienmitteilung ist der Nettoverkaufsertrag von 5,36 Milliarden Franken auf 6,44 Milliarden Franken gestiegen. Der Umsatz ist somit um 20,1 Prozent gestiegen. Der operative Gewinn (EBIT) stieg um 16,3 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal auf 614 Millionen Franken. EBIT und Umsatz erreichen somit laut der Mitteilung einen „rekordhohen“ Stand. Besonders positiv entwickelte sich laut der Mitteilung das Segment Dachsysteme mit einer EBIT-Marge von 17 Prozent.

    „Ich bin sehr zuversichtlich über den Rekordstart in das Jahr, der eine solide Grundlage für unsere Strategie 2025 ‚Accelerating Green Growth‘ schafft“, wird CEO Jan Jenisch zitiert. Zum genannten „beschleunigten grünen Wachstum“ hat Holcim erstmals einen Nachhaltigkeitsbericht veröffentlicht. „Der Bericht ist ein Novum in unserer Branche und gibt einen Überblick über unsere Massnahmen zur Dekarbonisierung, die von klimafreundlichen Baulösungen bis hin zur zirkulären Bauwirtschaft und Technologien der nächsten Generation reichen“, wird Jenisch weiter zitiert.

    Im weltweiten Überblick der Holcim-Aktivitäten wird die Region Nordamerika mit den USA und Kanada als Wachstumsmärkten hervorgehoben. Auch in der Region Lateinamerika verzeichneten Argentinien, Kolumbien und El Salvador ein gutes Marktwachstum.

    Europa habe hervorragend abgeschnitten. Durch eine starke Preisgestaltung habe das Unternehmen die Auswirkungen der Kosteninflation eindämmen können. Zudem gab es eine gute Marktnachfrage in Osteuropa.

    Im Nahen Osten und Afrika konnte die Kosteninflation gut aufgefangen werden, heisst es in dem Bericht. Asien und Ozeanien war angesichts der Kosteninflation schwierig. Bessere Geschäfte in China und eine verbesserte Rentabilität in Australien trugen dazu bei, die schwächere Zementnachfrage in der Region teilweise auszugleichen.

  • Vier Firmen sind für Swiss Logistics Award nominiert

    Vier Firmen sind für Swiss Logistics Award nominiert

    Der Berner Verein GS1 Switzerland hat vier Unternehmen für seinen diesjährigen Swiss Logistics Award nominiert. Mit dem Preis zeichnet er einer Mitteilung zufolge „besondere Markt- und kundenorientierte Prozesslösungen“ aus, die als besonders vielversprechend gelten.

    Zu den Nominierten gehört erstens die Brauerei Feldschlösschen mit Sitz in Rheinfelden AG. Sie konnte die Jury mit einem Projekt  für die umweltschonende Lieferung von Getränken überzeugen. Bis 2030 will Feldschlösschen seine gesamte Logistik CO2-neutral betreiben. Dafür hat es sich bereits 20 neue 26-Tonnen-Stromlastwagen beschafft.

    Zweitens gehört Gilgen Logistics aus Köniz BE zu den Nominierten. Das Unternehmen digitalisiert seine Intralogistik-Anlagen. Dabei setzt es etwa auf die Erweiterte Realität und die Cloud. Jedes Element der Anlage erhält einen digitalen Zwilling. So kann die Anlage der Kundschaft oder beim Service digital vorgestellt werden. Die Detailhändlerin Denner hat bereits eine digitalisierte Anlage von Gilgen in Betrieb genommen.

    Drittens wurde Kemaro aus Eschlikon TG unter die Nominierten gewählt. Das Unternehmen konnte mit einem Trockenreinigungsroboter überzeugen. Dieser kann in der Logistik autonom und ohne den Einsatz von Chemikalien oder Wasser reinigen. Er kann die Reinigungskosten den Angaben zufolge um 50 Prozent reduzieren.

    Das vierte nominierte Unternehmen ist SBB Cargo mit Sitz in Olten. Überzeugen konnte die Güter-Sparte der SBB mit dem Projekt Urban Mining Logistics Zürich. Dabei baut SBB Cargo gemeinsam mit der Zürcher Spross Transport & Recycling AG eine Anlage für Recyclingbeton. Diese verwertet Abbruchmaterial wieder, das von der Stadt Zürich geliefert wird. Die Transporte von Primär- und Sekundärrohstoffen erfolgen ausschliesslich auf der Schiene. Das Konzept ist laut Mitteilung durch die Verbindung von Urban Mining, Urban Logistics und Rail Logisitics entstanden.

    Der Swiss Logistics Award wird am 8. Juni im Kursaal Bern vergeben.

  • Heizberatung von EnergieSchweiz ist ab sofort kostenlos

    Heizberatung von EnergieSchweiz ist ab sofort kostenlos

    Die Impulsberatung erneuerbar heizen ist für Eigentümerinnen und Eigentümer von Wohnimmobilien seit dem 1. April 2022 kostenfrei, wie aus einer Mitteilung hervorgeht. Mit diesem Programm von EnergieSchweiz fördert der Bund den Umstieg auf eine erneuerbare Wärmeerzeugungsanlage.

    Die etwa eineinhalbstündige Vor-Ort-Beratung kann für jede Wohnimmobilie in Anspruch genommen werden, deren Heizsystem älter als zehn Jahre ist und als Hauptheizung für die Raumwärme dient. Dabei spielt die Gebäudekategorie und der Energieträger des alten Wärmeerzeugers keine Rolle.

    Über die Postleitzahlsuche erhalten Interessierte eine Liste mit den zugelassenen Impulsberaterinnen und -beratern in ihrer Nähe und können einen Termin vereinbaren. Unterschieden wird lediglich in zwei Kategorien: Einfamilienhaus oder Mehrfamilienhaus mit bis zu sechs Wohneinheiten sowie Mehrfamilienhaus mit mehr als sechs Wohneinheiten oder Stockwerkeigentum.

  • Die Bodenbranche trifft sich wieder

    Die Bodenbranche trifft sich wieder

    Nationale und internationale Aussteller zeigen praxisnah ihre Produkte, Dienstleistungen, Neuheiten und Trends, rund um das Thema Boden. So finden Fachbesuchende persönlich vor Ort Information und Inspiration und schliesslich die richtigen Partner für künftige Projekte. Ein attraktives Rahmenprogramm mit dem BodenFORUM rundet die Fachmesse ab. Im BodenFORUM vermitteln Expertinnen und Experten der Branche neustes Fachwissen für Architektur, Innenarchitektur und Handwerk. Keynote Speaker beleuchten die aktuellsten Fokusthemen der Branche und Aussteller präsentieren passend dazu ihre spannendsten Lösungen.

    Wichtiger Branchentreffpunkt
    «Lange mussten wir aus bekannten Gründen darauf warten, die Fachmesse durchführen zu können. Endlich können wir der Bodenbranche diesen Treffpunkt wieder ermöglichen», betont Messeleiterin Ursula Gerber. Dies freut sie besonders, denn das Bedürfnis nach einem Branchentreffpunkt, auf dem man sich persönlich austauschen kann, sei gross. Ursula Gerber erklärt: «Aufgrund der Auswirkungen der Pandemie konnte in den vergangenen beiden Jahren der persönliche Kontakt nur bedingt stattfinden. Dies hat vor Augen geführt, wie wichtig dieser für erfolgreiche Bauprojekte sowie Geschäftsanbahnungen ist.»

    Ergänzung durch digitale Kanäle
    Die Suisse Floor wurde seit der letzten Austragung weiterentwickelt, um sie im digitalen Zeitalter zu positionieren. «Wir stellen die Aussteller und ihre Kompetenzen noch mehr ins Zentrum», so die Messeleiterin. Und zwar nicht nur an der Suisse Floor selbst, sondern auch davor und danach auf den neuen digitalen Kanälen. «Unsere Aussteller gewinnen damit an Aufmerksamkeit beim Zielpublikum, erreichen neue Kunden und mehr Besucheraufkommen an ihrem Stand», erklärt sie. Die Besuchenden finden bereits jetzt auf der Messewebsite neue und spannende Produkte oder Lösungen, welche dann an der Suisse Floor präsentiert werden.

    https://www.suissefloor.ch/de/images/PDF/Medienmitteilungen/SF_2022_MM2

  • Erste SNBS Zertifizierung Level Platin für Holzbau in St. Gallen

    Erste SNBS Zertifizierung Level Platin für Holzbau in St. Gallen

    Am 21. April übergab Stefanie Steiner von der Zertifizierungsorganisation SNBS im Rahmen einer Zertifizierungsfeier im Tröckneturm St. Gallen das Zertifikat und bedankte sich bei der Bauherrschaft Previs Vorsorge für die gute Arbeit und Abwicklung der Zertifizierung.

    Die Überbauung Waldacker setzt sich aus zwei langen geknickten Gebäudezeilen zusammen, die sich längs an das natürliche Gelände anschmiegen. Sie bilden gemeinsam einen Innenraum, der den Bewohnerinnen und Bewohnern als Begegnungs- und Kommunikationsraum dient. Die Gebäude wurden ab Oberkante Untergeschoss fast vollständig im Holzsystembau mit geschlossener, hinterlüfteter Fichtenholzschalung gebaut, inklusive der Liftschächte. Inspiriert wurde der Holzbau vom historischen Tröckneturm, der sich unmittelbar neben der Überbauung befindet.

    Der Wohnraum hat beidseitig ausgelagerte Flächen in Form von Veranda und integriertem Wintergarten. Die Wohnungen sind durch einen durchgängigen Laubengang erschlossen; der Zugang erfolgt über aussenliegende, gedeckte Treppenhäuser. Auf den Dächern wurden Fotovoltaik-Anlagen installiert und die Wärmeversorgung wird durch das Fernwärmenetz der Stadt St. Gallen sichergestellt. Zwischen den beiden Bauzeilen lädt ein durchgehend begrünter Binnenraum mit Spielplatz und Sitznischen zum Verweilen ein. Das Quartier soll möglichst autofrei gehalten werden. Es gibt eine grosse Anzahl von Veloabstellplätzen und Ladestationen für E-Bikes und E-Autos. Es sind auch Mobility-Fahrzeuge platziert, die von den Mieterinnen und Mietern genutzt werden können.

  • «Putz und Farbe» – beste Objekte gesucht

    «Putz und Farbe» – beste Objekte gesucht

    Gemeinsam vergeben der Schweizerische Maler- und Gipserunternehmer-Verband SMGV sowie die Messe Luzern AG unter dem Dach der appli-tech den «Schweizer Preis für Putz und Farbe». Die Auslober schreiben den Preis für Teams aus, die aus Planern und Handwerkern zusammengesetzt sind. Es können konkret umgesetzte Projekte zu den beiden Kategorien Putzfassade/Farbgestaltung und Innenraumgestaltung eingereicht werden. Eine grosse Chance, da sind sich die Auslober einig. «In der vergangenen Austragungen konnte mit den eingereichten Projekten das kreative Potenzial in den Bereichen Putz und Farbe aufgezeigt werden. Wir sind überzeugt, dass wir auch dieses Mal qualitativ hochwertige und spannende Arbeiten in der Öffentlichkeit bekannt machen können», erklärt Ursula Gerber, Messeleiterin appli-tech. Mario Freda, SMGV-Zentralpräsident, ergänzt: «Wir wollen auch in diesem Jahr die so wichtige Zusammenarbeit von Fachleuten aus Handwerk und Planung weiter fördern und den Einsatz von Putz und Farbe in den Fokus der öffentlichen Aufmerksamkeit rücken.»

    Energetische Sanierung als ein Fokus
    Eine namhafte Jury bewertet die Objekte. Nebst den Preisen in den Kategorien Putzfassade/Farbgestaltung und Innenraumgestaltung wird ein Sonderpreis der Jury für energetische Sanierung vergeben. Jurymitglied sowie SIA-Präsident Peter Dransfeld weiss um die Wichtigkeit des Themas: «Nachhaltiges Bauen und energetische Sanierungen werden immer zentraler, wobei auch die Fassadengestaltung eine tragende Rolle spielt. Innovative und sinnvolle Lösungen sind insbesondere in einer engen, vertrauensvollen und professionellen Zusammenarbeit von Architektur und Handwerk erreichbar. Dies würdigt diese Auszeichnung.» Die Jury vergibt eine Gesamtpreissumme von CHF 35‘000.–. Die Gewinnerprojekte und ausgewählte Arbeiten werden in einer Sonderschau an der appli-tech 2023, der Fachmesse für die Maler- und Gipserbranche, den Trockenbau und die Dämmung, vom 8. bis 10. Februar 2023 sowie auf der Website präsentiert. Ebenfalls winken Berichte in Fachmedien und die Präsentation im Jurybericht.

    Anmeldung bis Ende September
    Es können bis am 30. September 2022 Objekte angemeldet werden. Die Abgabe der Arbeit erfolgt bis am 20. Oktober 2022. Die Ausschreibung mit detaillierten Informationen sowie die
    Möglichkeit zur Anmeldung sind zu finden unter www.putz-farbe.ch

  • ACRON akquiriert zertifiziert nachhaltige Büroimmobilie in Leudelingen, Luxemburg

    ACRON akquiriert zertifiziert nachhaltige Büroimmobilie in Leudelingen, Luxemburg

    „Mit der Beteiligung an dem vollvermieteten und nach ökologischem Stand der Technik konzipierten Bürogebäude WOODEN bieten wir unter anderem deutschen Anlegern eine direkte Investition in eine nachhaltige Immobilie. Mit der Investition in dieses Projekt haben die Anleger beste Aussichten auf eine stabile und zukunftsträchtige Investition“, sagt Kai Bender, Geschäftsführer der ACRON GmbH.

    Wooden SA ist Eigentümerin der Büroimmobilie WOODEN, deren Nutzfläche von 9.462 m² vollständig an renommierte Finanzunternehmen vermietet ist. Das Gebäude wird unter anderem den Hauptsitz der Bâloise Assurances Luxembourg beherbergen. Die Bâloise mietet rund 82 Prozent der gesamten Nutzfläche für bis zu 15 Jahre an. Die verbleibenden rund 18 Prozent werden von der CLE (Compagnie Luxembourgeoise d’Entreprises) bis mindestens Ende 2028 genutzt.

    Das erste Holz-Bürogebäude dieser Größe in Luxemburg ist ein „Pionierprojekt“ an einem begehrten Standort in Leudelingen. Die wachsende Bedeutung und die rasante Entwicklung haben Leudelingen bereits zum wichtigsten Ballungsraum Luxemburgs und zu einem der Top-Standorte für Immobilien im Land gemacht.

    Die Mieter werden ihre Büroräume voraussichtlich ab Ende 2022 beziehen können.

    Diese Anlagemöglichkeit steht semiprofessionellen und professionellen Investoren aus Deutschland über die eigens zu diesem Zweck gegründete ACRON LUX REAL ESTATE I S.C.S. (ISIN: LU2399210942) offen. Nach vollständiger Platzierung des Investments in diesen Club-Deal bei 10 bis 15 Anlegern wird sich die Zusammensetzung des Investorenkreises bis zum Exit voraussichtlich nicht mehr ändern. Ziel des Unternehmens ist es, WOODEN zu entwickeln, die Immobilie zu halten und zu verwalten und sie später mit Gewinn zu verkaufen.

    BREEAM ist das weltweit führende Zertifizierungssystem für nachhaltiges Bauen, das den gesamten Lebenszyklus von Gebäuden einbezieht – vom Neubau über die Nutzung bis zur Instandhaltung. WOODEN wurde mit „BREEAM Excellent“ bewertet. Der WELL-Gebäudestandard wurde entwickelt, um Gesundheit und Wohlbefinden in Gebäuden weltweit zu fördern. Die in der Immobilie verbauten Holzarten stammen ausschließlich aus nachhaltiger Forstwirtschaft aus PEFC-zertifizierten Wäldern im Großraum Luxemburg. Für jeden gefällten Baum werden ein oder zwei neue angepflanzt.

  • Neubau Forschungsgebäude GLC, ETH Zürich: Fassaden­technik von heute für die Gesundheits­wissen­schaften von morgen

    Neubau Forschungsgebäude GLC, ETH Zürich: Fassaden­technik von heute für die Gesundheits­wissen­schaften von morgen

    Mit dem Neubau im Gloriarank (GLC) schafft die ETH Zürich im Hochschulgebiet Zürich Zentrum ein modernes Entwicklungs- und Laborgebäude an der Schnittstelle zwischen -Gesundheitswissenschaften und Technologie. Zusammen mit Partnern möchte die ETH Zürich einen Meilenstein in der medizintechnischen Forschung und Anwendung setzen. Im Neubau sollen Forschungsgruppen zusammentreffen und in Forschungsprojekten verstärkt mit der Industrie, der Universität Zürich, dem Universitätsspital Zürich und weiteren universitären Spitälern zusammenarbeiten. Dafür setzt die ETH Zürich mit dem Neubau auch ein architektonisches Statement. Durch die attraktive Anbindung des Bauwerks an das bestehende ETZ-Gebäude entsteht ein zentraler Hof, dessen Herzstück der denkmalgeschützte Scherrer- Hörsaal bildet. Der so geschaffene Innenhof wird zum Zentrum, um das sich die Haupteingänge und öffentlichen Angebote gruppieren.

    In Sachen Architektur ist hier «Alles Roger».
    Er spricht von «Maison de Verre», meint damit in diesem Fall allerdings nicht das berühmte 30er-Jahre-Glashaus in Paris – der Zürcher Architekt Roger Boltshauser. Vielmehr hat er mit dem Forschungsgebäude GLC ein aufsehenerregendes Bauwerk geschaffen, das durch seine gläserne Fassade aus kassettenartig zusammengefügten Glasbausteinelementen und den in die Tiefe gestaffelten Lüftungsflügeln eine erhabene Schwere erzeugt, die dessen repräsentativem Charakter gerecht wird. Da die  Verwendung von Glasbausteinen als Fassadenmaterial bei zeitgemässen Industrie- und Hochschulbauten eine lange Tradition hat, erdachte der Architekt bei diesem Projekt das Material gestalterisch, technisch sowie energetisch neu. Es erfüllt damit nicht allein die heutigen, enorm hohen Ansprüche an Energie und Nachhaltigkeit. Vielmehr entspricht der Entwurf durch die Kombination aus Reduktion und Robustheit der eingesetzten Elemente der städtebaulichen Grundhaltung des Quartiers.

    Gemeinsam denken heisst weiterdenken. 
    3866 m² Stahlfassade, 22 550 m² Geschossfläche, 1875 mm hohe Fensterflügel mit 2800 mm Ausladung, strengste Umwelt- und Brandschutzstandards und vieles mehr: Das neue GLC-Bauwerk war in jeder Beziehung eine Herausforderung, die dank des offenen und konstruktiven Ideenaustauschs der beteiligten Unternehmen souverän gemeistert wurde. Ein gutes Beispiel hierfür sind die besonders schweren Putzflügel. Aufgrund ihrer komplexen Geometrie unterzog sie Aepli Metallbau – in Kooperation mit der Jansen AG – vorab einem Dauertest. Dazu wurde eigens ein Prototyp gebaut. Exakt 1250 problemlose Öffnungen und Schliessungen später war klar: Alles funktioniert tadellos!

    Kontakt:
    Matthias Elmer
    Aepli Metallbau AG
    Telefon direkt +41 71 388 82 38
    matthias.elmer@aepli.ch
    www.aepli.ch

  • Konsolidierung im Schweizer Label-Markt

    Konsolidierung im Schweizer Label-Markt

    Scheinbar noch nicht final geklärt ist der Umgang mit den Ecobau-Anforderungen, welche mitunter die Grundlage für das Minergie-ECO-Label bildeten. Bekanntlich sind sie in wesentlichen Teilen in den SNBS (Standard Nachhaltiges Bauen Schweiz) eingeflossen, beinhalten sie doch Themen, welche in Zukunft noch an Bedeutung gewinnen werden, namentlich die Kreislaufwirtschaft, graue Energie etc. – nachhaltige Gebäude sind nun eben nicht nur betriebsenergetisch optimierte Gebäude.

    Und trotzdem, diese Konsolidierung schafft Klarheit im Markt und ist im Weiteren ein klares Bekenntnis zum SNBS, als wesentliche Orientierungsgrösse im Schweizer Bau- respektive Immobilienmarkt und wichtiges Instrument zur Umsetzung der Energiestrategie 2050.

    Hier geht’s zur Medienmitteilung des Bundesamts für Energie

  • Swissolar-Präsident Jürg Grossen im Gespräch

    Swissolar-Präsident Jürg Grossen im Gespräch

    Im letzten Jahr hat der Photovoltaik-Zubau einen neuen Rekord erreicht. Hält dieser Boom längerfristig an?
    Jürg Grossen: Er muss sogar noch stark zunehmen, wir müssen zwei bis drei Mal schneller zubauen als bis heute. Das ist keine einfache Aufgabe. Es braucht die richtigen Förderinstrumente und Anreize, dann schaffen wir es.

    An welche Instrumente denken Sie?
    Grossen: An einen Mix aus verschiedenen Massnahmen. Wir müssen die Einmalvergütung für neue Solaranlagen weiterführen und schauen, dass genügend Geld im Topf ist. Heute wird der Zubau durch die finanziellen Mittel begrenzt. Dies können wir verhindern, indem der Netzzuschlagsfonds flexibler wird und sich auch temporär verschulden kann. Und durch eine leichte Erhöhung des Netzzuschlages – der gesetzlichen Abgabe pro verbrauchter Kilowattstunde Strom.

    Zusätzlich benötigen wir Anreize, um den Eigenverbrauch von selbst produziertem Solarstrom weiter zu erhöhen. Heute kann man sich unter gewissen Bedingungen bereits innerhalb seiner Nachbarschaft zusammenschliessen, um Solarstrom gemeinsam zu verbrauchen. Diese Zusammenschlüsse müssen wir ausweiten. Beispielsweise auf regionale Energiegemeinschaften, die gegen eine reduzierte Netzgebühr auch das lokale Verteilnetz nutzen können. Nicht zuletzt braucht es eine gewisse Vereinheitlichung bei den Abnahmevergütungen für Solarstromproduzenten. Heute gibt es in der Schweiz je nach Verteilnetzbetreiber eine Vergütung zwischen 3 bis 20 Rappen pro Kilowattstunde. Das ist schwer erklärbar.

    Alle Modelle zum Schweizer Energiemix 2050 gehen inzwischen davon aus, dass Photovoltaik neben der Wasserkraft zur zweiten Säule der Energieversorgung wird. Warum hat die Solarenergie ein so grosses Gewicht erhalten?
    Grossen: Einerseits haben sich die Preise für Solarmodule stark reduziert und ihre Leistung ist immer besser geworden. Somit wird die Produktion von Solarstrom günstiger. Andererseits haben wir in den letzten Jahren gelernt, wie viel die Photovoltaik zur Stromversorgung beitragen kann. Ich habe als Lehrling Ende der 80er-Jahre Solaranlagen auf SAC-Hütten montiert. Mein damaliger Chef war überzeugt, dass man PV-Anlagen nie rentabel am Netz betreiben kann. Er ist in diesem Glauben gestorben. Wir haben in unserem Geschäft auch erst in den letzten 15 Jahren wieder angefangen, PV-Projekt zu planen und haben mit der Zeit gesehen, dass damit – insbesondere auch in Kombination mit der E-Mobilität – ein riesiger Beitrag geleistet werden kann. Zudem wird der PV-Strom genau dort produziert, wo er auch gebraucht wird, im Gebäude. 

    Der Schweiz fehlt künftig vor allem Winterstrom. Mit welchen Konzepten kann die Photovoltaik hier einen grösseren Beitrag zur Schliessung dieser Lücke leisten?
    Den Hauptanteil erreichen wir mit Anlagen an Gebäuden in den Bergregionen und im Mittelland. Schon heute liefern die Anlagen 30 Prozent des Stroms im Winter und mit einer besseren Ausrichtung und der Nutzung von Fassaden und Balkonen kann man noch mehr erreichen. In den Bergen ist der Ertrag im Winter zwar doppelt so hoch, aber gerade für Anlagen ausserhalb der Siedlungsgebiete sind die Kosten viel höher. Deshalb sollte man dafür vor allem bestehende Infrastruktur nutzen – beispielsweise Staumauern, Seilbahnstationen oder Hotels.

    Wir werden im Sommer künftig viel zu viel Solarstrom haben. Den müssen wir in synthetische Gase oder Treibstoffe umwandeln.

    Und im Winter wieder in Strom verwandeln?
    Ja, sinnvollerweise in Wärme-Kraftkoppelungsanlagen, bei denen man im Winter gleichzeitig noch Wärme gewinnt. Bei einer reinen Umwandlung zurück zu Strom ist der Energieverlust sehr hoch. Einen Teil wird man auch als Wasserstoff nutzen und damit die Verluste reduzieren können. Beispielsweise in Lastwagen oder Baumaschinen.

    Sie haben gesagt, dass wir zwei bis drei Mal schneller ausbauen müssen. Schon heute ist es schwierig, Solarmonteure zu finden. Wie gewinnen wir die dafür nötigen Fachkräfte?
    Mit Swissolar werden wir ein Programm starten, dass es Quereinsteigern erleichtert, in dieses Berufsfeld einzusteigen. Denn es wird Branchen geben, die künftig viel weniger Personal benötigen, etwa Autogaragen, Tankstellen oder die Ölheizungsbranche. Es wäre super, wenn wir diese Fachkräfte für den Solarausbau gewinnen könnten. Zudem wollen wir eine Ausbildung mit eidgenössischem Fähigkeitszeugnis etablieren, damit eine Ausbildung direkt ab Schule möglich wird. 

    Der Fachkräftemangel ist eine grosse Herausforderung. Wir können aber auch als Branche noch besser werden. Die Montage von Solaranlagen muss «industrieller» werden. Für den Hausbesitzer darf es keinen erheblichen Unterschied machen, ob er ein Dach mit oder ohne Solarmodule bauen lässt.

    Die energiepolitischen Diskussionen drehten sich in den letzten Monaten vor allem um Versorgungssicherheit und drohende Lücken. Wie beurteilen Sie die Situation?
    Ich bin sehr froh, dass diese Diskussion endlich aufs Tapet kommt. Denn sie ist wichtig und berechtigt. Nicht berechtigt ist die Panik, die einige verbreiten. Wir werden die Probleme nicht mit neuen Kernkraftwerken lösen können. Wir müssen – neben dem Aufbau einer Speicherreserve für den Winter – vor allem auf der Nachfrageseite ansetzen. Studien sprechen davon, dass im dümmsten Fall während rund fünfzig Stunden in einem Jahr Strom fehlen könnte. Es gibt genügend Verbraucher, die bereit wären, ihren Stromverbrauch kurzfristig für eine gewisse Zeit zu drosseln, wenn sie dafür entschädigt werden. Es geht also nicht nur um zusätzliche Produktion, sondern auch um einen intelligenten Stromverbrauch. Hier werden in Zukunft auch die Elektroautos eine grosse Rolle spielen können. Denn wir werden Batterien nicht nur aufladen, sondern sie auch flexibel als Speicher nutzen können. Das wird bei der ganzen Diskussion zur Versorgungssicherheit noch zu wenig berücksichtigt. 

    Viele waren sehr überrascht, wie schnell die E-Mobilität in den letzten zwei Jahren gewachsen ist. Sie sind ein Elektroauto-Fahrer der ersten Stunde. Auch überrascht?
    Überhaupt nicht. Aber erfreut und erleichtert. Ich habe 2010 ein E-Auto gekauft und gesehen, mit wie wenigen PV-Modulen ich viele Kilometer fahren kann. Das war genial. Und die Autos sind seitdem viel besser geworden. Heute ist der Komfort im E-Auto besser als im Verbrenner-Auto. Das verdanken wir Elon Musk, der mit Tesla der Branche gezeigt hat, wie es gehen kann.

    Welche Entwicklungen erwarten Sie im Bereich der Batterien?
    Ich bin vorsichtig geworden mit solchen Prognosen. Wir haben in den letzten Jahrzehnten bei den PV-Modulen und den Computerchips immer gehört: Das geht nicht mehr besser und kleiner. Und wir wurden immer wieder von der technologischen Entwicklung eines Besseren belehrt. Deshalb sehe ich grundsätzlich keine harten Limits. Energiedichte und Gewicht werden noch viel besser und Elektroautos in wenigen Jahren günstiger sein als Verbrenner.

    Mir ist dabei noch eines wichtig. Wir müssen die Batterien künftig mehr als einmal nutzen: Zehn Jahre im Auto, mindestens zehn Jahre im Gebäude und erst danach zum Recycling. Wir brauchen keine neuen Batterien aus der Fabrik in den Gebäuden oder den Quartierspeichern, sondern können auf ausgemusterte Batterien aus den E-Fahrzeugen setzen. 

    Sie gehen in Ihren Szenarien von einer starken Verbesserung bei der Energieeffizienz aus. Dieses Thema ist in den letzten Jahren eher etwas in den Hintergrund gerückt. Braucht es wieder eine Sensibilisierungskampagne wie damals, als Bundesrat Adolf Ogi demonstrierte, wie wir stromsparend Eier kochen können? Oder löst die Technik alle Probleme?
    Es ist sicher nicht verkehrt, die Menschen immer wieder an eine effiziente Energienutzung zu erinnern, dabei geht es nicht primär um Verzicht. Ich koche mein Frühstücksei noch immer nach dem Ogi-Prinzip. Das war eine tolle Idee. Man darf aber auch nicht vergessen, dass im Bereich Energieeffizienz enorm viel geschehen ist. Wir brauchen heute pro Kopf deutlich weniger Energie. Der Verbrauch hat sich von Bevölkerungs- und Wirtschaftswachstum entkoppelt. Auch der Gesamtenergie-Verbrauch ist in den letzten zehn Jahren deutlich gesunken und liegt heute tiefer als 1990. Zudem verbesserte sich die Energieeffizienz bei den Elektrogeräten um 30 bis 60 Prozent. Und das Ende der Fahnenstange ist noch nicht erreicht. Die aktuell höheren Energiepreise werden sicher auch helfen, dass die Energieeffizienz noch etwas attraktiver wird.

  • Wohneigentum: der Mix aus Digitalisierung und physischer Präsenz ist entscheidend

    Wohneigentum: der Mix aus Digitalisierung und physischer Präsenz ist entscheidend

    Erinnern Sie sich noch an die Zeit, in der es kein Internet gab? In der Schweiz brach der Internetboom ab 1995 an ­– am 16. September 1996 wurde das Internet auch für eine breite Bevölkerung bezahlbar, da der Zugang schweizweit zum lokalen Telefontarif möglich wurde. Die USA, vor allem amerikanische Internet-Startups, ebneten weltweit den Weg ins Internetzeitalter – Amazon wurde 1994 gegründet, Ebay 1995 und Google 1998.

    Auch in der Schweiz folgten rasch Aktivitäten in Bereichen wie E-Commerce, E-Banking und verschiedenen Markt- und Informationsplattformen. Dabei wurde der Marktplatz für Mietwohnungen und Wohneigentum schon früh digitalisiert: Die Marktführerinnen Immoscout24 und Homegate wurden im Jahr 1997 respektive 2001 gegründet. Zu den Online-Marktplätzen zur Vermietung und zum Verkauf von Immobilien gesellten sich in den letzten Jahren unzählige weitere Plattformen und Dienstleistungen rund um den Liegenschaftenmarkt: Sharing-Plattformen wie Airbnb, Wohnungsportale, wo der Vermieter den Mieter sucht, Immobilienplattformen für institutionelle Investoren, Plattformen für Crowdsourcing und Peer-to-Peer-Finanzierung, und viele weitere.

    Die Suche von Immobilien findet virtuell statt

    Digitale Plattformen sind ein wesentlicher Bestandteil des Wohnungsmarktes – und es gibt wohl kaum jemand, der bei der Suche nach einer Mietwohnung oder einem Eigenheim nicht zuerst die Webseiten oder Apps der verschiedenen Anbieter aufsucht. Leistungsfähige Suchmaschinen liefern wertvolle Informationen zu Angebot und Preis; immer bessere 360-Grad-Videos bieten virtuelle Rundgänge, und Chatbots beatworten die dringlichsten Fragen. Das Vertrauen der Nutzer in viele dieser digitalen Plattformen ist gross, nicht zuletzt, weil Falschangaben von der «Community» umgehend entlarvt werden.

    Diese digitalen Dienstleistungen liefern einen schnellen und einfachen Marktüberblick vom Sofa aus; kommt ein neues, bestimmten Kriterien entsprechendes Objekt auf den Markt, wird die Interessentin umgehend benachrichtigt. Doch während die Suche von Immobilien fast vollständig und erfolgreich in den virtuellen Raum verlagert wurde, möchten die meisten Mieterinnen und Mieter die potenzielle neue Wohnung dennoch persönlich in Augenschein nehmen – und beim Erwerb, Verkauf und Unterhalt von Wohneigentum geht kaum etwas ohne physische Präsenz. Die Digitalisierung stösst an Grenzen.

    Mithilfe digitaler Assistenten kann zwar schnell und einfach ein Objektprofil mit Baujahr, Nettowohnfläche, Objektart, Standort, etc. erstellt und der aktuelle Gebäudezustand ermittelt werden. Einzelne Modernisierungsassistenten liefern anhand eines solchen Profils sogar konkrete Empfehlungen, was genau wann ersetzt oder modernisiert werden sollte, inklusive einer Bandbreite der entsprechenden Sanierungskosten. Auch im Bereich der energetischen Sanierung können Plattformen viele Anregungen und Informationen bereitstellen, zum Beispiel zu Einsparungen des Stromverbrauchs oder möglichen Subventionen für Heizanlagen, die auf erneuerbarer Energie basieren.

    Für Investitionsentscheide braucht es physische Präsenz

    Wenn es jedoch darum geht, das «Look and Feel» einer Immobilie zu beurteilen, ist die physische Präsenz vor Ort unabdingbar. Die definitive Beurteilung des Zustands einer Baute und der Entscheid, welche Sanierungsmassen wirklich notwendig sind, können nur an Ort und Stelle erfolgen – und zusammen mit erfahrenen Experten. Auch die Wahl der richtigen Handwerker findet zumindest in einem zweiten Schritt physisch statt, da auch sie die Immobilie persönlich begutachten müssen, um konkrete Offerten erstellen zu können.

    Zudem verlangen viele Finanzinstitute für die Finanzierung eines Eigenheims eine von einem speziellen Begutachter erstellte «physische» Schätzung. Da Liegenschaften nicht fungibel sind, ist auch jede Transaktion anders – und für die Verhandlung und den Abschluss einer Immobilientransaktion sollten ebenfalls Fachpersonen beigezogen werden.

    Digitale Wohneigentumsplattformen können sehr viel Nutzen stiften und viele Bedürfnisse rund um den Kauf, den Unterhalt oder den Verkauf einer Liegenschaft abdecken. Aber ohne den Menschen geht es nicht. Nur der Mix aus Digitalisierung und physischer Präsenz – sowie die Begleitung durch entsprechende Experten – führt zum besten Resultat.

  • Avobis übernimmt die Kreditfabrik und untermauert seine Führungsposition

    Avobis übernimmt die Kreditfabrik und untermauert seine Führungsposition

    Die Avobis Invest AG übernimmt die Kreditfabrik AG rückwirkend auf den 1. Januar 2022 mitsamt dem Kundenstamm und den Kreditspezialisten und untermauert damit die Führungsposition im Bereich des Hypotheken-Servicings. Mit den übernommenen Kundenbeziehungen verwaltet Avobis nun ein Kreditvolumen von über zwölf Milliarden Franken und baut damit seine Nummer 1-Stellung im Markt noch weiter aus. Zudem verfügt die Avobis Invest AG über eine Bewilligung der FINMA als Vermögensverwalterin für kollektive Kapitalanlagen und bietet mittlerweile das breiteste Dienstleistungsangebot für alle Kundensegmente im Markt an. «Das Hypotheken-Servicing ist für Avobis seit 25 Jahren einer der strategischen Grundpfeiler. Wir freuen uns sehr, dies mit der Integration der Kreditfabrik zu unterstreichen. Avobis ist nun der grösste Anbieter auf dem Schweizer Markt, der sowohl Pensionskassen, Anlagestiftungen, Versicherungen sowie auch alle Arten von Banken als Hypothekar-Servicing-Kunden mit der für sie passenden Lösung betreuen kann», sagt Andreas Granella, Geschäftsführer der Avobis Invest AG. Auch Stefan Hermann, bisheriger Verwaltungsratspräsident der Kreditfabrik AG, ist überzeugt: «Unsere Kunden profitieren nun vom geballten Know-how und der Kompetenz beider Unternehmen – eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten.»

    Neue Investitionsmöglichkeiten für institutionelle Anleger
    Die Avobis Invest AG plant zudem, den Bereich der Investmentprodukte weiter zu verstärken, um die Position als One-Stop-Shop für alle Dienstleistungen entlang der gesamten Immobilien-Wertschöpfungskette zu stärken. Dafür soll die bereits seit 20 Jahren bestehende Palette an Anlagemöglichkeiten für institutionelle Investoren um weitere Investmentprodukte erweitert werden. Die Entwicklung erfolgt in den nächsten 12 Monaten und ermöglicht Investoren spannende Anlagemöglichkeiten auf der Aktiv- sowie auch auf der Passivseite der Bilanz.


    Medienkontakt
    Nicole Fankhauser
    Communications Manager
    Tel. +41 58 255 39 42
    communications@avobis.ch

  • Wincasa bewirtschaftet Immobilien von Immofonds

    Wincasa bewirtschaftet Immobilien von Immofonds

    Wincasa hat ab dem 1. Juli das Bewirtschaftungsmandat für über 130 Liegenschaften der Immofonds Asset Management AG inne. Es wurde im Rahmen einer Ausschreibung vergeben. Mit diesem Mandatsgewinn baue Wincasa „seine Position als führender Immobiliendienstleister der Schweiz“ weiter aus, heisst es in einer Medienmitteilung.

    Der Wert des bewirtschafteten Portfolios von Immofonds und Immofonds suburban steigt damit den Angaben zufolge auf über 78 Milliarden Franken. Die Winterthurer Wincasa wird zwei Drittel davon im Vollmandat bewirtschaften. Das restliche Drittel wird gemeinsam mit zwei weiteren Firmen betreut. Dass dies in der Wincasa eigenen Software-Umgebung geschehen werde, bedeute für alle Parteien „eine effiziente Zusammenarbeit ohne Medienbruch“.

    „Wincasa hat uns im Rahmen der strategischen Neuausrichtung des Bewirtschaftungsmandats überzeugt“, wird die Geschäftsführerin der Immofonds Asset Management AG, Gabriela Theus, zitiert. „Nebst Sicherheit, Innovationsgeist und schweizweitem Filialnetz verfügt Wincasa auch über die eigentliche Bewirtschaftung hinaus in vielen anderen Bereichen über umfassendes Know-how“, etwa bezüglich der Nachhaltigkeit. Zudem gewährleiste die gewählte Mandatsstruktur, „dass der bestehende Provider als technischer Bewirtschafter für ein Teilportfolio an Bord bleibt“.

    Wie Andy Kürsteiner, Leiter Business Development bei Wincasa, betont, bestärke das Vertrauen von Immofonds sein Unternehmen darin, „den eingeschlagenen Weg einer kundenzentrierten Arbeitsweise weiter zu verfolgen“.

  • Carmen Walker Späh spricht von «bewegendem Moment»

    Carmen Walker Späh spricht von «bewegendem Moment»

    Schlieren erhält einen neuen Cluster. Nach dem Bio-Technopark, dem Shopping- und dem Start-up-Cluster wurde am Dienstag der neue Healthtechpark eröffnet. Das Vorhaben basiert auf den Arbeiten des im vergangenen Jahr gegründeten Vereins Health Tech Park Zürich- Schlieren, in dessen Vorstand auch die Stadt Schlieren und der Kanton vertreten sind.

    Das Ziel: In die Liegenschaft der Stadt Schlieren sollen noch mehr Firmen und Start-ups aus dem Bereich Health Tech einziehen. Man hofft, dass die Unternehmen, wenn sie gemeinsam von einem zentralen Terrain aus arbeiten, sich besser vernetzen können – und so für massgebende Impulse in der Branche sorgen.

    Der neue Park befindet sich in den Liegenschaften an der Rütistrasse 12 bis 18 beim Innovations- und Jungunternehmerzentrum (IJZ). 82 Prozent der Gebäude gehören der Stadt. Gemäss Standortförderer Albert Schweizer vermietet sie aktuell einen Viertel ihrer 17 000 Quadratmeter an Health-Tech-Firmen. Dem Kanton zufolge haben sich aktuell 12 Unternehmen an den Healthtechpark angeschlossen. Die Stadt Schlieren hat ihre Liegenschaft in den letzten Jahren schrittweise renoviert und sie labortauglich gemacht.

    Die Zürcher Volkswirtschaftsdirektorin Carmen Walker-Späh (FDP) weihte den Park zusammen mit dem Schlieremer Stadtpräsidenten Markus Bärtschiger (SP) offiziell ein. Für sie sei dies «ein bewegender Moment», sagte Walker Späh.

    Die Pandemie habe der Gesellschaft vor Augen geführt, wie wichtig der Healthtech-Bereich sei. Zum Beispiel indem er Diagnosegeräte oder Hygienemasken produziere. Walker Späh ist sich sicher, dass im neuen Park weitere innovative Diagnosemethoden entstehen, zum Beispiel für die Behandlung von Krebs.

    Kanton zahlt 200 000 Franken über vier Jahre
    Der Healthtechpark diene aber nicht nur dem Wohlergehen der Bevölkerung, sondern sei auch wichtig für den Wirtschaftsstandort Zürich. Der Kanton sei bereits heute der grösste Healthtech- Standort der Schweiz. Aktuell erfahre der Sektor einen Schub. So sorge die Branche schweizweit für eine Wertschöpfung von 5,3 Millionen Franken und 19 000 Arbeitsplätze. Jeder siebte davon befinde sich im Kanton Zürich – Tendenz steigend.

    Damit dieser Trend weiter anhalte, brauche es den neuen Park. Denn: «Innovation entsteht immer mehr in Netzwerken. » Schliesslich betonte Walker Späh, dass mit dem Universitätsspital Zürich und dem Spital Limmattal wichtige Partner für das Projekt gefunden worden seien. Regierungsrätin Walker Späh sagt auf Anfrage zudem, dass der Kanton den Healthtechpark mit einem Zustupf von 200 000 Franken verteilt über die nächsten vier Jahre unterstütze. Danach soll der aktuell über Sponsoren- und Gönnerbeiträge finanzierte Park selbsttragend sein.

    Der Schlieremer Stadtpräsident Bärtschiger sagte, wieso er den Standort Schlieren nicht für zufällig hält. Zum Beispiel, weil sich hier bereits der Biotechnopark befinde. In der Stadt wisse man deshalb bereits, was Labors alles erfordern würden – und welche Bewilligungen dafür nötig seien. Weiter finde man in Schlieren einen wichtigen Standort für Start-ups. Und das Gesundheitswesen sei einerseits durch das Spital Limmattal und das Universitätsspital Zürich vertreten, andererseits auch durch die Kantonsapotheke Zürich.

    Dabei sei aber nicht nur der Ort, sondern auch der Zeitpunkt richtig gewählt worden, wie Bärtschiger betonte. Das Gesundheitswesen habe in der Coronakrise einen Drive erlebt. «Die Leute wollen jetzt zeigen, was sie können.» Bärtschiger findet deshalb, dass man diesen Rückenwind nutzen soll.

    Standortförderer Albert Schweizer erhält viel Lob
    Im Scheinwerferlicht befand sich der Schlieremer Standortförderer Albert Schweizer. Dafür, dass er das Projekt initiiert und acht Jahre dafür gearbeitet hat, erhielt er von den Rednern Lob. Regierungsrätin Walker- Späh erwähnte Schweizer speziell und Stadtpräsident Bärtschiger sagte über ihn: «Er findet immer wieder Perlen.» Der CEO des Parks, Stefan Leuthold, lobte Schweizers Vision. Und als Dank für seine Arbeit übergab er ihm eine spezielle Box, die ihn täglich daran erinnern soll, genug zu trinken. Ganz im Sinne der Gesundheitsförderung des neuen Parks.

    Doch was nützt dieser Park dem Schlieremer Bevölkerung? Markus Bärtschiger antwortet: «Man vergisst schnell, dass Schlieren nicht nur 20 000 Einwohner hat, sondern auch 19 000 Arbeitsplätze.» Und das Steuersubstrat stamme zu rund 50 Prozent von den in Schlieren ansässigen Firmen, die durch solche Parks gefördert würden.

    Links: Der Vorstand des Healthtechpark-Vereins mit Regierungsrätin und Stadtpräsident von links nach rechts: Bruno Schefer, Stefan Leuthold, Danielle Spichiger (Mitte), Melanie Aregger (unten), Karina Candrian (oben, nicht im Vorstand), Regina Grossmann, Carmen Walker Späh, Albert Schweizer, Gabriela Senti, Carlo Centonze, Matthias Herrmann, Michael Tschudin, Alain Rudiger, Markus Bärtschiger. Rechts: Das Logo des Healthtechparks.
  • Umweltauflagen in Andermatt Reuss werden erfüllt

    Umweltauflagen in Andermatt Reuss werden erfüllt

    Die Umweltbegleitung in Andermatt Reuss hat ein positives Ergebnis bekanntgegeben, wie aus einer Medienmitteilung der Andermatt Swiss Alps AG hervorgeht. Die intensivierten Bautätigkeiten hätten die Umweltauflagen erfüllt, heisst es. Die Andermatt Swiss Alps AG hatte mit Baubeginn von Andermatt Reuss das in Schaffhausen ansässige Ingenieurbüro Hodel Umweltberatung mit der Kontrolle und Dokumentation der Umweltauswirkungen beauftragt.

    Im Rahmen der Umweltbegleitung für das Jahr 2021 habe sich die Überprüfung ausser auf den Betrieb des Golfplatzes Andermatt Swiss Alps Golf Course und der bevorstehenden Revitalisierung des Dürstelenbachs, auch auf die Baumassnahmen für eine Podiumserweiterung und den Bau von Mehrfamilienhäusern erstreckt. Die Zunahme der Bautätigkeiten hätten die Zahl der Begehungen erhöht, am Ergebnis einer geringen Belastung für die Umwelt aber nichts geändert, heisst es in der Mitteilung.

    Untersucht wurden die Kategorien Immissionsschutz und Messungen, Gewässerschutz, Naturschutz, Tagfaltermonitoring und Bodenschutz gemäss eines kantonalen Pflichtenhefts.

    Ein aus ökologischen Gesichtspunkten positiver Befund liege für den Betrieb des Andermatt Swiss Alps Golf Course vor, der auf den Schutz und die praktizierte Pflege der Naturschutzflächen auf dem Golfplatz zurückzuführen sei.

  • Brulé und Prajer gründen Häusermarke Domi Living

    Brulé und Prajer gründen Häusermarke Domi Living

    Von der Schweiz aus sollen weltweit 80 bis 100 Häuser entstehen, die die Handschrift von Domi Living tragen, fünf bis sieben auch in Zürich. Hinter dieser neuen Immobilienmarke stehen der kanadische Designer mit britischer Staatsbürgerschaft, Tyler Brulé, und der Zürcher Immobilienunternehmer Thomas Prajer.

    Domi Living wurde im Juli 2021 in Zug gegründet und versteht sich laut seiner Internetseite als ein Immobilien- und Lifestyle-Beratungsunternehmen. Es will „elegante, intuitive Immobilien schaffen und städtische Viertel auf der ganzen Welt neu beleben. Dabei kombinieren wir Design und Ortsgestaltung auf hochkarätigem Niveau mit dem Zugang zu einem anspruchsvollen, einflussreichen globalen Publikum.“ Die Gebäude in asiatischen und nordamerikanischen Weltstädten sollen lokale Unternehmerinnen und Unternehmer in Lizenz realisieren.

    Um ein exklusives Zielpublikum zu erreichen, haben beide Geschäftspartner gute Voraussetzungen. Als erfahrener Journalist ist Brulé Inhaber des Hochglanzmagazins „Monocle“. Ausserdem gehört ihm die Zürcher Designagentur Winkreative mit Büros in London und Tokio. Unter anderem verlieh sie 2002 der damals neuen Fluglinie Swiss ihr Logo und den Namen. Ausserdem gehören ihm der Radiosender M24 sowie Cafés in Zürich und London. Zudem wirkte er bei der Gestaltung des Apartmenthauses Koya im Feriendorf Andermatt Swiss Alps mit.

    „Wir wollen mit Domi Living eine globale Marke schaffen“, sagte Thomas Prajer der „Handelszeitung“. Das erste Gebäude dieser neuen Marke soll an der Zürcher Goldküste entstehen, auf einem Gelände in Küsnacht, das Thomas Prajer gehört. Auch die weiteren Zürcher Domi-Living-Grundstücke wird Prajer einbringen. Den Angaben zufolge hat er im Raum Zürich rund 50 hochwertige Grundstücke gekauft, die er mit seiner Firma Xania Real Estate bebauen wird. Sie wurde im März 2022 gegründet.

  • Schlieren wird zum Zentrum der Healthtech-Branche

    Schlieren wird zum Zentrum der Healthtech-Branche

    Schlieren wird immer mehr zur Tech- Stadt. Vor zwanzig Jahren wurde der Startschuss mit dem Bio-Technopark gelegt, später folgte der Start-up- Cluster, und nun wurde auch noch ein Healthtechpark eröffnet. Geht es nach Volkswirtschaftsdirektorin Carmen Walker Späh (FDP) und Stadtpräsident Markus Bärtschiger (SP), die die neue Errungenschaft beim Innovations- und Jungunternehmerzentrum an der Rütistrasse gestern feierlich eröffneten, soll in Schlieren bald noch mehr Innovation geschaffen werden. Der Healthtechpark an der Rütistrasse soll Unternehmen und Start-ups aus den Bereichen Medizintechnik und Diagnostik anziehen und den Austausch unter ihnen fördern. Bisher haben sich dem neuen Cluster zwölf Unternehmen angeschlossen. Davon forschen einige in der Krebstherapie, andere entwickeln Operationssimulationen, und wieder andere produzieren Silikon-Produkte für medizinische Anwendungen. Das Spital Limmattal und das Universitätsspital Zürich sind neben den Firmen auch Mitglieder des Healthtechparks und können hilfreiche Daten aus der Klinik liefern. Die Stadt Schlieren und der Bio- Technopark sind ebenfalls im Cluster dabei und können mit ihrer Erfahrung einen Beitrag zur Entwicklung neuer Innovationen leisten.

  • AMAG übergibt Preis an Killer Interior

    AMAG übergibt Preis an Killer Interior

    Killer Interior hat einen Audi Q4 e-tron als Preis für den ersten Platz beim Family Business Award der AMAG Group AG erhalten. Der Spezialist für Laden- und Innenausbau hatte bereits im September vergangenen Jahres gewonnen und konnte nun seinen Preis am AMAG-Standort Baden AG abholen, heisst es in einer Medienmitteilung.

    Killer Interior erhielt den Preis für seine „werteorientierte Unternehmensentwicklung“ sowie den „inneren Antrieb und das Streben nach kontinuierlichen Veränderungen“, heisst es darin als Begründung von der Jury. So können Mitarbeitende sich in der Killer Lean Academy weiterbilden und erhalten „sinnstiftende Orientierung“ durch den in der Unternehmensvision und -mission verankerten Wert Nachhaltigkeit. Das Unternehmen wurde 1963 gegründet und wird in dritter Generation von Marco Killer geführt.

    Auch die zweit- und drittplatzierten Bewerberfirmen Hobet aus Oberkirch LU und Zenhäusern Frères aus Sitten VS erhielten einen Wagen. Anders als Killer Interior dürfen sie ihn aber nur für ein Jahr nutzen und nicht behalten.

    Die Preisausschreibung des Zuger Automobilunternehmens AMAG für den Family Business Award 2022 läuft noch bis zum 13. Mai.

  • Hälg Group blickt am Geburtstag in die Zukunft

    Hälg Group blickt am Geburtstag in die Zukunft

    Die Gebäudetechnikfirma Hälg feiert am 19. April den 100. Jahrestag ihrer Gründung in St. Gallen. Die Hälg Group realisiert laut Medienmitteilung Projekte in den Bereichen Heizung, Lüftung, Klima, Kälte, Sanitär und Gebäudeautomation sowie integrales Facility Management, Service sowie Ingenieursdienstleistungen. Das 1922 von Ferdinand Hälg als Ferd. Hälg Zentralheizungsfabrik an der Lukasstrasse in St.Gallen gegründete Unternehmen ist auch heute noch inhabergeführt. Auf den 1940 verstorbenen Gründer folgte sein Sohn Emil Hälg. 1986 übernahm sein  Schwiegersohn Heinz Graf-Hälg die Unternehmensführung und 2008 traten Roger und Marcel Baumer, die Söhne von Ursula Graf-Hälg, an die Firmenspitze.

    „Ferdinand Hälg und seine Nachfolger haben die Grundlage dafür gelegt, dass wir heute auch in der vierten Generation erfolgreich unterwegs sein dürfen“, werden Roger und Marcel Baumer zitiert. Dass der Hauptsitz der Hälg Group am Ort der 1922 gegründeten ursprünglichen Einzelfirma sei, werten sie als „schönes Zeichen der Kontinuität“. Im Mittelpunkt des Jubiläumsjahrs soll ein Fest für die Mitarbeitenden und die Pensionierten stehen. Gefeiert wird unter dem Motto: Zukunftsfähig. Seit 1922.

    Die Unternehmensgruppe beschäftigt nach eigenen Angaben an 22 Standorten in der Schweiz 1117 Mitarbeitende und erzielte 2021 einen Umsatz von 315 Millionen Franken. Der erste Auftrag kam am 8. Juli 1922 von der Realschule in Wil SG. Das Auftragsvolumen betrug damals 693 Franken.

    Zur Hälg Group gehören heute die Dachgesellschaft Hälg Holding AG mit den Firmen  Hälg & Co. AG, Dober AG, Klima AG, Meneo Energie SA, Zahn + Co. AG, Hälg Facility Management AG in Zürich, GOAG (General Optimizing AG) in Wallisellen ZH und Vadea AG in St.Gallen.

  • Messe Bauen+Wohnen zählt über 14‘000 Besuchende

    Messe Bauen+Wohnen zählt über 14‘000 Besuchende

    Die nach zweijähriger durch Corona bedingten Pause vom 7. bis 10. April wieder durchgeführte Messe Bauen und Wohnen hat laut Medienmitteilung über 14‘000 Besucher ins Tägi in Wettingen geführt. Mehr als 200 Aussteller präsentierten in vier Hallen sowie auf der Tägerhardstrasse, dem Tägi-Vorplatz und in der Eventarena Produkte und Dienstleistungen. Weiter wurden mehrere Fachvorträge im Limmatraum gehalten.

    „Wir sind fast überrannt worden. Die Besucherzahlen liegen weit über unseren Erwartungen. Die vielen Besucher waren sehr offen und zeigten viel Interesse“, wird Marco Biland, Geschäftsführer der ZT Fachmessen AG, zur Bilanz der vier Messetage zitiert.

    Die Messe richtete sich an Hauseigentümer, Bauinteressierte, Planer und Architekten und zeigte laut der Medienmitteilung innovative und nachhaltige Bau- und Wohntrends in den Bereichen Küchen, Bäder, Türen und Fenster bis hin zu den Erlebniswelten Eigenheim, Garten und Energie. Die Fachvorträge hörten sowohl Laien als auch Experten. Die Nachfrage nach Angeboten und Experten-Beratung zum Top-Thema Ladestrom und Elektromobilität sei enorm gewesen, heisst es weiter.

    Der Termin für die Messe Bauen+Wohnen im kommenden Jahr ist schon festgelegt. „Weil das Echo nur positiv war, ist die nächste Ausgabe bereits gesichert. Vom 20. bis  23. April 2023 findet die Messe Bauen und Wohnen wieder im Tägi statt. Die Planungen und Buchungen laufen bereits“, wird Geschäftsführer Marco Biland zitiert.

  • Schlieren wird zum Start-up-Hotspot

    Schlieren wird zum Start-up-Hotspot

    Das Licht ist orange, Luft strömt rauschend durch Schläuche, manchmal faucht es, als ob ein Ventil Überdruck ablasse. Was in diesem Labor des Start-ups Spectroplast hergestellt wird, gibt es auf der ganzen Welt sonst nirgendwo: 3-D-Druck mit zu 100 Prozent echtem Silikon.

    In einem Fach liegen künstliche Herzklappen, im anderen Stents für Luftröhren. Das Licht ist orange gedimmt, weil Silikon lichtempfindlich ist. Spectroplast ist eines von zwölf Unternehmen, die sich zu einem Hub für Medizinaltechnik zusammengeschlossen haben – zum Healthtechpark Zürich-Schlieren. Er ist gestern eröffnet worden.

    Die Chancen stehen gut, dass er schnell abhebt. Wie der Initiator Albert Schweizer am Rande der Veranstaltung sagte, sind in den vergangenen Monaten bereits rund 150 Arbeitsplätze in diesem Bereich entstanden. Er geht davon aus, dass es schon bald dreibis viermal mehr sein werden.

    Auch Regierungsrätin Carmen Walker Späh, die den neuen Hub aus der Taufe hob, ist optimistisch: «Das wird ein Booster für die Zürcher Volkswirtschaft.» Der Kanton Zürich ist bereits heute der grösste Healthtech- Standort in der Schweiz, doch ein eigentlicher Hub fehlte bisher. Walker Späh betont: «Innovationen entstehen immer seltener isoliert. Mit diesem Healthtechpark ermöglichen wir einen besseren Austausch.»

    Healthtech entwickelt Produkte und Geräte für Spitäler oder Ärzte, braucht also einen direkten Draht zu diesen, um deren Bedürfnisse zu kennen. Dies ist in Schlieren institutionalisiert, denn das Universitätsspital und das Spital Limmattal sind mit an Bord.

    Gabriela Senti, Direktorin Forschung und Lehre am USZ, ist vom Potenzial eines solchen Healthtechparks überzeugt. Sie erzählt von einer ungeheuren Dynamik im Bereich der Medizinaltechnik und im Diagnosebereich. «Die neuen Ideen vieler Jungunternehmen blasen uns fast weg.»

    «Wenn es um Laborräume geht, fallen in der Schweiz drei Namen: Basel, Lausanne und Schlieren.»

    Albert Schweizer, Initiator Healthpark

    Sie meint das durch und durch positiv. Allerdings mangle es manchen Jungunternehmen ein bisschen «am Gespür für die Anwendung». Umgekehrt könnten viele etablierte Unternehmen vom «Start-up- Groove» profitieren, ist sie überzeugt. Genau dieser Austausch werde nun erleichtert.

    Einige Stockwerke über Spectroplast ist vor kurzem das Startup Avelo eingezogen. Fünf Mitarbeitende, ein Projekt: ein Atemkollektor, um Erreger in der Atemluft nachzuweisen. Ein Prototyp ist schon gebaut. Damit könnte der allseits bekannte, unangenehme Nase-Rachen-Abstrich abgelöst werden.

    Kein Geld, aber viele Ideen
    Avelo-CEO ist Melanie Aregger. Sie ist zugleich Präsidentin des Healthtechparks, der als Verein organisiert ist. Aregger erzählt, wie sie zusammen mit ihrem Geschäftspartner Tobias Broger vor zwei Jahren beschlossen hat, alles auf eine Karte zu setzen. Sie kündigten ihre Stellen, plünderten ihr Bankkonto – und fanden kein bezahlbares Labor. Bis Aregger – eher zufällig – Albert Schweizer traf und ihm ihr Leid klagte. Schweizer wusste Rat, denn er trug schon länger die Idee mit sich herum, neben dem bestehenden Biotechpark einen weiteren Hub in einem verwandten Gebiet ins Leben zu rufen.

    Die beiden Cluster, Bio- und Healthtech, stehen an einem Ort, der Industriegeschichte geschrieben hat: auf dem Areal der Wagons- und Aufzügefabrik. Die «Wagi» trug einst den Namen Schlieren an Zügen und Lifts in alle Städte Europas, wurde aber 1985 geschlossen. Das Areal jedoch entwickelte bald eine Sogwirkung für Unternehmen, die in der Stadt Zürich keine bezahlbare Bleibe mehr fanden. Und allen voran für die ETH.

    Die ETH platzte in den 1990er- Jahren aus allen Nähten, doch verzögerte sich die dritte Etappe des Campus auf dem Hönggerberg aufgrund eines Rechtsstreits. So zogen verschiedene Institute nach Schlieren. Als diese dann nach und nach auf den Hönggerberg übersiedelten, überliess die Hochschule ihre Labors dem Kanton Zürich und der Stadt Schlieren, die beide aktiv anfingen, Spin-offs und Startups aus der Biotechbranche anzuwerben.

    Wichtig sei gewesen, dass auch ganz kleine Einheiten – 30-Quadratmeter-Labors – angeboten worden seien, sagt Albert Schweizer, der schon damals zusammen mit dem kantonalen Wirtschaftsförderer Stephan Kux treibende Kraft war. «Denn wer ein Start-up aufzieht, hat in der Regel gute Ideen, aber kein Geld.»

    So erging es auch den Gründern von Heiq, einem Spin-off der ETH. Auch sie suchten bezahlbare Laborräume und fanden sie in Schlieren. Heiq produziert Medizintextilien, also beispielsweise spezielle Masken für Spitäler, die natürlich in den letzten zwei Jahren reissenden Absatz fanden.

    Dazu kommt ein Reinigungsmittel, das Desinfektionsmittel mehr als ersetzt, weil es nicht nur Keime tötet, sondern eben mittels «guter Bakterien» verhindert, dass sich neue bilden. Eben hat sich dieses bei einem Versuch an der Charité in Berlin als äusserst wirksam bewährt.

    Erfolge ziehen Grossinvestoren an
    Heiq zeigt, wie ein Start-up abheben kann, wenn es zur richtigen Zeit am richtigen Ort die richtigen Ideen hat und diese sich umsetzen lassen. Unterdessen ist das Unternehmen in vierzehn Ländern aktiv und arbeitet weltweit mit über dreissig Universitäten zusammen. Die zwei Räume, die es einst in Schlieren mietete, haben sich mittlerweile zu zwei Stockwerken ausgeweitet.

    Die Anfänge von Heiq liegen schon einige Jahre zurück, die Nachfrage nach Laborräumen hat aber nicht mehr nachgelassen. Auch ist die Strahlkraft solcher Hubs auf etablierte Firmen beachtlich, wie der Erfolg des Biotechparks zeigt: 2018 und 2021 wurden in Schlieren zwei weitere Hochhäuser bezogen, in einem mietete sich Roche ein. Und 2016 zog die Kantonsapotheke in einen Neubau nach Schlieren. Albert Schweizer sagt: «Wenn es um Laborräume geht, fallen heute in der Schweiz drei Namen: Basel, Lausanne und Schlieren.»

    Solche Erfolge ziehen Grossinvestoren an. So sicherte sich mit Swiss Prime Site die grösste kotierte Schweizer Immobiliengesellschaft 2015 die Liegenschaft der ehemaligen NZZDruckerei mit rund 20’000 Kubikmeter Nutzfläche. Zusätzlich realisiert sie bis Herbst 2024 einen Neubau mit rund 15’000 Quadratmeter Nutzfläche auf dem Gelände.

    Schweizer hat keine Bange, dass diese leer stehen werden: «Wir haben im Moment eine Warteliste für 10’000 bis 15’000 Quadratmeter Laborräume.» Und die 2019 gegründete Firma Superlab Suisse hat sich dort bereits eine Fläche von 6000 Quadratmetern reserviert, auf der sie «Ready-to-go-Labs» einrichten und vermieten wird. Also kleine, variable Labors zu günstigen Preisen.

  • Sika legt starken Jahresauftakt vor

    Sika legt starken Jahresauftakt vor

    Sika hat das erste Quartal 2021 mit einem Rekordumsatz von knapp 2,40 Milliarden Franken abgeschlossen, informiert der weltweit aktive Zuger Baustoffkonzern in einer Mitteilung. Im Jahresvergleich entspricht dies einem Wachstum um 20,0 Prozent. In Lokalwährungen sei ein Wachstum von 21,9 Prozent realisiert worden, schreibt Sika.

    Zur guten Entwicklung haben alle Marktregionen des Konzerns mit zweistelligen Wachstumsraten in Lokalwährungen beigetragen. Das stärkste Wachstum wurde dabei mit 36,2 Prozent in der Region Americas realisiert. In der umsatzstärksten Region EMEA (Europa, Naher Osten, Afrika) zogen die Umsätze um 18,1 Prozent auf 1,04 Milliarden Franken an.

    Für das Gesamtjahr strebt Sika ein Umsatzwachstum von deutlich mehr als 10 Prozent in Lokalwährungen auf einen Gesamtumsatz von erstmals mehr als 10 Milliarden Franken an. Das Betriebsergebnis soll dazu überproportional um mindestens 15 Prozent gesteigert werden.

    Sika sieht den Bausektor „vom Megatrend Kliamwandel“ und einem damit verbundenen Wechsel zu nachhaltigem Bauen geprägt. Hier ist der Konzern nach eigenen Angaben gut aufgestellt. „Mit unseren umweltfreundlichen und innovativen Lösungen positionieren wir uns als Nachhaltigkeitschampion und leisten gemeinsam mit unseren Kunden einen wichtigen Beitrag zur Klimaneutralität in der Bau- und Fahrzeugindustrie“, wird Konzernleitungsvorsitzender Thomas Hasler in der Mitteilung zitiert. Die im November 2021 aufgegleiste Übernahme des ehemaligen Bauchemiegeschäfts der BASF-Gruppe (MBCC Group) soll aus Sika laut Mitteilung zudem einen „Schlüsselspieler für mehr Nachhaltigkeit“ machen.

  • Expo-Pavillons von Nüssli werden vielfach prämiert

    Expo-Pavillons von Nüssli werden vielfach prämiert

    Die Nüssli-Projektteams haben für die Expo in Dubai trotz Pandemie zehn Länder-Pavillons fristgerecht errichtet. Wie das Unternehmen nun mitteilt, haben sie zahlreiche Nominierungen und insgesamt 23 Auszeichnungen erhalten.

    Für einen der angesehenen BIE (Bureau International des Expositions) Awards des Dachverbands der Expo wurden fünf Pavillons nominiert. Der deutsche und der kasachische erhielten Gold und Silber in der Kategorie Theme Interpretation. Gold in der Kategorie Exhibition Design gewann auch der japanische Expo-Bau. Silber und Bronze in der Kategorie Architektur gingen an Österreich und China. Die Pavillons von Belarus, Deutschland, Kasachstan und Luxemburg erhielten eine, der japanische Pavillon sogar zwei Honorable Mentions in den verschiedenen Kategorien.

    Mit seiner aussergewöhnlichen und nachhaltigen Architektur erregte der österreichische Pavillon besonderes Aufsehen. Er gewann zusätzlich den renommierten Global Architecture & Design Award 2021, den BLT Built Design Award 2021, den Austrian Green Planet Building Award sowie den German Design Award 2022.

    Der österreichische Pavillon verbrauchte den Angaben zufolge 70 Prozent weniger Energie als vergleichbare Gebäude. Struktur und Fassade des kasachischen Gebäudes können zu grossen Teilen wiederverwertet werden. Und beim Bau des Baden-Württemberg-Hauses aus Holz konnten im Vergleich zu herkömmlichen Stahlbauten 200 Tonnen CO2 eingespart werden. Diese drei Beispiele stehen laut Nüssli „beispielhaft für die Innovation und die Nachhaltigkeit von Nüsslis Pavillon-Palette.

  • Damit Trockenbau die Nässe aushält

    Damit Trockenbau die Nässe aushält

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    Es ist buchstäblich eine Bieridee: Zwei Freunde plaudern am Feierabend über Garten, Grillieren und Gemütlichkeit. Eben wurde ein Stockwerk in einem Zweifamilienhaus erworben und das erste Kind geboren. Der existierende offene Unterstand würde wohl nicht mehr genügend Schutz bieten, um noch mehr Zeit im Garten zu verbringen. Reto Schär ist Gipsermeister, sein Gesprächspartner technischer Berater für Trockenbausysteme. Da kommt zusammen, was zusammenpasst.

    Der Platz war gegeben
    Das Gelände des Bauernhofs bietet die nötige Freifläche für ein stattliches Gartenhaus, und zwar auf der Betonplatte, wo einst der Misthaufen dampfte. Aus einer schon recht konkreten und vermassten Handskizze werden allmählich Baupläne für den 5 x 5 Meter grossen Raum mit Pultdach. Das Ganze steht 10 cm erhöht auf Schwerlastkonsolen, damit die Unterbodenisolation Platz hat. Schliesslich will man sich – auch wenn nicht geheizt wird – an kühleren Tagen wohl fühlen.

    Komplett aus Gipsers Hand
    Die Systemwahl ist natürlich kein Zufall. Dank der Verwendung von Rimodul®, Glasroc X, Habito, Rigiton® Ambiance und passendem Zubehör kann der Bauherr, Projektleiter beim ausführenden Gipsereiunternehmen, sein Gartenhaus vom ersten Profil bis zur obersten Putzschicht selber realisieren. Ausschlaggebend für diesen Lösungsweg war tatsächlich die neue vliesarmierte Glasroc X Gipsplatte von Rigips®, denn dank der geringen Wasseraufnahme und integriertem UV-Schutz kann sie auch dort eingesetzt werden, wo Gipsbauplatten bisher nicht hingehörten: Im Aussenbereich. Als Unterkonstruktion kommt das RiModul® Stahl-Leichtbausystem zum Einsatz, welches äusserst leicht ist aber dennoch eine voll tragende Funktion erfüllt. Damit lassen sich formstabile, sprich begeh- sowie belastbare und somit auch freistehende Bauten errichten. Das System basiert auf dem Prinzip der Vorfertigung, wodurch sich die gesamte Bauzeit um bis zu 60% verkürzen lässt.

    Die vorgefertigten RiModul®-Elemente werden nach einem Montageplan zusammengebaut.

    Verarbeiten wie gewohnt
    Die Vor-Ort-Montage der Stahlprofile erfolgte nach dem «Bausatz-Prinzip». Anschliessend beplankte das Gipserteam die Tragkonstruktion auf der Aussenseite mit der Rigips Glasroc X, wobei die Hohlräume im Stahlrahmen im Nachgang mit Mineralwolle gedämmt wurden. Die gesamte Aussenhaut, auch Fensterleibungen und Dachuntersichten, wurden so ausgeführt. Alle Plattenstösse sowie Eckausbildungen wurden mit dem witterungsresistenten, überputzbaren Glasroc X Fugenband abgeklebt. Somit war eine schlagregendichte Oberfläche bis zur weiteren Bearbeitung gewährleistet.

    Schutz gegen alle Wettereinflüsse
    Rigips® Glasroc X ist eine vliesarmierte Gipsplatte vom Typ GM-FH1 mit äusserst geringer Wasseraufnahme. Selbst eine kurzzeitige direkte Bewitterung kann ihr nichts anhaben; Wasser, das bei Frost gefrieren könnte, gelangt gar nicht erst in die Platte. Da Gipsplatten bei zu hohen Temperaturen ihre Festigkeitseigenschaften verlieren können, ist für Aussenwände mit Rigips® Glasroc X der Hellbezugswert der Oberflächenbeschichtung mit >20 festgelegt. Farbtöne in diesem Bereich haben sich in Langzeittests bewährt; so gestaltete Fassaden bleiben bei richtiger Wartung und Pflege dauerhaft schadensfrei.

    Bei richtiger Anwendung richtig stark
    Die Rigips® Glasroc X hält bei korrekter Planung und Ausführung dank Vorbemessungstabellen selbst schwersten Stürmen stand.

    Mit der Bekleidung durch Rigips® Glasroc X bleibt die Statik der Konstruktion auch unter Brandeinwirkung erhalten. Dank hervorragenden feuerhemmenden Eigenschaften der Gipsplatten können Rigips Aussenwandsysteme eine Feuerwiderstandsdauer von bis zu 90 Minuten auch für tragende Bauteile leisten. Systemaufbauten mit Glasroc X erreichen ausserdem eine erhebliche Reduktion der Schallübertragung.

    Komplett mit Rigips® Glasroc X beplankt, ist das Gartenhaus gegen Wind und Wetter, Brand und Schall optimal geschützt.

    Innen kommt die Alleskönnerin
    Mit der Wahl von Rigips® Habito H behält sich der Bauherr alle Optionen offen. Die Platte verfügt über einen wesentlich dichteren Gipskern, der mit einer speziellen Formulierung versetzt ist. Er verleiht der Platte einen hohen Oberflächenhärtegrad, macht sie stossfest und ermöglicht eine Tragkraft bis zu 30kg pro Schraube. Schär ist nun völlig frei, die Innenwände mit allerlei Nützlichem und Dekorativem zu behängen, und zwar ohne Bohrer, Dübel und Holzeinlage. Einfach Spanplattenschraube eindrehen – und fertig. Die abgehängte Akustikdecke besteht aus einem Doppelrost und Rigiton®  Ambiance Lochplatten, die mit der Primeline-Technik ausgeführt sind. Da darf es also ruhig einmal etwas lauter werden bei der Gartenparty mit Freunden und Kindern.

    Staubfrei schneiden wie gewohnt
    Reto Schär, selber gestandener Gipsermeister, wollte kein Holzhäuschen aus dem Katalog. Die Idee mit RiModul® und der neuen Glasroc X hat ihm sofort zugesagt: «Genau die richtige Lösung für ein richtiges Gartenhaus. Das Beste an der Platte ist, dass man sie ohne Maschine und wie jede Gipsplatte mit dem Cutter schneiden kann, sehr effizient und ohne Staubbildung. Erstaunlich, was wir hier draussen mit Systemen umgesetzt haben, die bisher dem Innenausbau vorbehalten waren!»

    Das Gartenhaus von Reto Schär in Inkwil BE ist von A bis Z mit Trockenbausystemen erstellt.

    Mehr Informationen über Rigips® Glasroc X finden Sie hier: https://www.rigips.ch/de/produkte/rigips/glasroc-x

  • Walo schliesst Arbeiten am Bahnhof Kesswil ab

    Walo schliesst Arbeiten am Bahnhof Kesswil ab

    Walo Bertschinger hat die Sanierung einer Gleisstrecke am Bahnhof Kesswil in der zur Verfügung stehenden kurzen Zeit abgeschlossen. Laut Mitteilung auf Facebook und auf der speziellen Internetseite des Unternehmens für dieses Projekt hat es während nur sieben Tagen eine Gleisstrecke von 595 Metern für die SBB saniert.

    Um die zeitliche Herausforderung zu bewältigen, mussten die Arbeitsschritte präzise ineinandergreifen. Die enge Koordination zwischen den verschiedenen Leistungszentren Transport und Logistik, Ingenieurbau,  Gleisbau und Strassenbau übernahm Raphael Reber, Bauführer Gleistiefbau, heisst es von Walo.

    Um das verstärkte Verkehrsaufkommen auch mit den Bahnersatzbussen nicht zu gefährden, wurde mit der Gemeinde und der SBB ein Konzept ausgearbeitet. Um das Verkehrsaufkommen im 1000-Einwohner-Ort zu beruhigen und die rund 1000 Lastwagen auf kürzerem Weg zur Baustelle zu bringen, wurde eine provisorische Brücke eingesetzt. Ausserdem wurde entlang der Baustelle eine 600 Meter lange Baupiste errichtet.

    Zunächst wurden die Schienen entfernt und im Anschluss der Altschotter ausgehoben. Dieser wurde gewaschen und aufbereitet. Aufgrund des gewaschenen Materials und den damit kürzeren Transportwegen konnte Walo eine Einsparung von rund 65 Tonnen CO2 garantieren. Für die Unterbausanierung wurde eine neue Entwässerung eingebaut.

    Nach der provisorische Freigabe der SBB für die Verwendung des gewaschenen Schotters konnte das Verlegen der Gleise beginnen. Für die Strecke von 595 Metern wurden rund 1000 neue Schwellen eingesetzt. Einen Bericht von den Bauarbeiten mit Kommentaren der Bauleitung gibt es bei YouTube zu sehen.

  • Gebäudehülle.swiss und Avobis gewinnen bei Best of Swiss Web Awards

    Gebäudehülle.swiss und Avobis gewinnen bei Best of Swiss Web Awards

    Die Zürcher Unternehmensgruppe Avobis hat vier Auszeichnungen bei den Best of Swiss Web Awards 2022 gewonnen. Die Jury kürte die Immobilien-Matching-Plattform Property Captain in der Kategorie Innovation mit Gold, in der Kategorie Technologie mit Silber und in der Kategorie Business mit Bronze, heisst es in einer Medienmitteilung. VERIT Immobilien, ein Unternehmen der Avobis-Gruppe, gewann zudem die Silbermedaille in der Kategorie Produktivität.

    So verkürzt VERIT Immobilien die Dauer einer Wiedervermietung um bis zu 90 Prozent aufgrund eines durchweg digitalen Prozesses. „Von der Bewerbung, über den Abschluss der Mieterkaution, der Unterschrift des Mietvertrages bis hin zur Bestellung der Namensschilder erleben die Mietinteressenten ein neues, digitales Kundenerlebnis“, heisst es in der Medienmitteilung.

    Property Captain unterstützt seine Nutzer beim Kauf einer Immobilie „besonders eindrücklich und erfolgsversprechend“. Die Plattform ging als Siegerin aus mehr als 350 eingereichten Projekten hervor.

    Das Branchenportal des Kompetenzzentrums für Gebäudehüllen-Spezialisten, gebäudehülle.swiss, gewann indes den Spezialpreis Best of .swiss für seine handwerkliche Qualität und die Umsetzung schweizerischer Werte wie Zuverlässigkeit, Innovation und Mehrsprachigkeit. Sowohl das strukturierte Verzeichnis der 600 Mitglieder überzeugten als auch die überraschende Shoplösung. „Der Verbandsauftritt überzeugte rundum in allen Aspekten“, heisst es in einer Medienmitteilung.

  • Generalversammlung der Allreal Holding AG stimmt sämtlichen Anträgen zu

    Generalversammlung der Allreal Holding AG stimmt sämtlichen Anträgen zu

    An der Generalversammlung der Allreal Holding AG waren 10’584’282 Aktienstimmen vertreten, entsprechend 63.8 Prozent des Aktienkapitals bzw. 80.0 Prozent des eingetragenen, stimmberechtigten Aktienkapitals.

    Der Jahresabschluss 2021 wurde von der Generalversammlung genehmigt und einer Ausschüttung von insgesamt CHF 7.00 pro Namenaktie am 14. April 2022 wurde zugestimmt. Diese wird in Form einer ordentlichen Dividende von CHF 3.50 (brutto) pro Namenaktie (CHF 2.275 netto nach Abzug der Verrechnungssteuer) verteilt. Zusätzlich wurde eine Ausschüttung aus Reserven aus Kapitaleinlagen von CHF 3.50 pro Namenaktie (ex-Datum 12. April 2022) genehmigt.

    Die Aktionäre haben zudem Ralph-Thomas Honegger als Präsident des Verwaltungsrats wiedergewählt. Mit Philipp Gmür, Andrea Sieber, Peter Spuhler, Olivier Steimer, Thomas Stenz und Jürg Stöckli bestätigte die Generalversammlung auch die Wiederwahl der bisherigen Mitglieder des Gremiums. Neu in den Verwaltungsrat wählte die Generalversammlung zusätzlich Anja Wyden Guelpa.

    Breite Zustimmung fanden auch die Anträge zu den Statutenänderungen, etwa für die Verlängerung und Erhöhung des genehmigten Kapitals von höchstens CHF 1.0 Million nominal und die Reduktion des bedingten Kapitals auf CHF 0.5 Million nominal.

    Die 24. ordentliche Generalversammlung der Allreal Holding AG findet am 21. April 2023 in Zürich statt.

  • Bund leistet Kantonen Arbeitshilfe beim Klimaschutz

    Bund leistet Kantonen Arbeitshilfe beim Klimaschutz

    Das Bundesamt für Raumentwicklung (ARE) will die Kantone dabei unterstützen, räumlichen Ursachen und Auswirkungen des Klimawandels zu begegnen, erläutert das ARE in einer Mitteilung. Es hat dazu eine Arbeitshilfe für die kantonalen Richtpläne erstellt. Mit diesen für alle Behörden verbindlichen Richtplänen steuern die Kantone ihre räumliche Entwicklung.

    Die vom ARE entwickelte Arbeitshilfe soll als Ergänzung des bestehenden Leitfadens für die kantonale Richtplanung fungieren. Sie bietet gute und umsetzbare Beispiele aus der Praxis an, wie die Raumplanung den Herausforderungen des Klimawandels begegnen kann. Dabei werden sowohl Massnahmen für den Klimaschutz als auch Massnahmen zur Anpassung an die Klimawandel thematisiert.

    Als Beispiel einer Massnahme zum Klimaschutz führt das ARE in der Mitteilung die im Richtplan des Kantons Genf verankerte Förderung des Fuss- und Veloverkehrs an. Dies und „der Planungsgrundsatz der kurzen Wege“ seien „wichtige raumplanerische Hebel für den Klimaschutz“.

    Bei der Anpassung an den Klimawandel nennt das ARE ein Beispiel aus dem Kanton Schaffhausen. Er hat in seinem Richtplan festgesetzt, dass Flächen im Siedlungsgebiet möglichst nicht versiegelt werden sollten, damit das Wasser versickern und zur Neubildung von Grundwasserreserven beitragen kann.

  • GenTwo lanciert erstes Immobilienzertifikat im Metaverse

    GenTwo lanciert erstes Immobilienzertifikat im Metaverse

    Drei Unternehmen bringen gemeinsam das erste Anlageprodukt für digitale Immobilien im Metaverse auf den Markt, das Criptonite Metaverse Real Estate AMC. Dafür haben sich der Verbriefungsspezialist GenTwo Digital aus Zürich, der in Lissabon ansässige NFT-Marktplatz für Luxusmarken, Exclusible, und der Genfer Vermögensverwalter von Kryptowährungen, Criptonite, zusammengeschlossen. Zur Feier der Markteinführung des aktiv verwaltete Zertifikats (AMC) Criptonite Metaverse Real Estate findet am Abend des 8. April in Decentraland die Crypto Night Party statt. Dies ist die erste Veranstaltung von GenTwos web3-Konferenzveranstalter AssetRush.

    Laut einer Medienmitteilung stehen im Mittelpunkt dieses „exklusiven Anlageprodukts“ digitale Luxusimmobilien, also NFTs (Non Fungible Tokens), im Metaverse, einem künftigen riesigen Verbund virtueller Welten samt virtueller Wirtschaft und virtueller Gesellschaften. Das Anlageprodukt soll institutionellen Anlegern eine direkte Beteiligung an der Entwicklung des Metaverse und digitaler Vermögenswerte erlauben.

    „Wir sind stolz, angesichts der unglaublichen Möglichkeiten, die das Metaverse bietet, unser nächstes bedeutendes Metaverse-Anlageprodukt anzukündigen“, wird GenTwo-CEO Philippe Naegeli zitiert. „Wir sind überzeugt davon, dass unsere kuratierten digitalen Luxusimmobilien sowohl neuen als auch kryptoerfahrenen professionellen Anlegern die notwendige Sicherheit geben werden, um ihre ersten Schritte ins Metaverse zu wagen“, so Exclusible-Mitgründer Romain Girbal. „Dank diesem AMC muss man kein ,Geek‘ sein, um in das Metaverse zu investieren.“