Schlagwort: Bau

  • Bau des weltgrössten Gebäudes

    Bau des weltgrössten Gebäudes

    Mit einer Höhe und Breite von jeweils 400 Metern wird der Mukaab das Empire State Building in New York fast zwanzigfach übertreffen. Im Wüstenstaat haben die Bauarbeiten nun begonnen und das Megaprojekt soll bis 2030 abgeschlossen sein. Der Würfel wird eine Vielzahl an Wohnungen, Geschäften und Freizeitangeboten bieten und damit Riads Position als aufstrebende Tourismusmetropole stärken. Saudi-Arabien investiert 50 Milliarden Dollar in den Nordwesten der Hauptstadt, um dort eine neue Stadtlandschaft zu schaffen.

    Virtuelle Realität und Künstliche Intelligenz
    Die Aussenseiten des Mukaab sollen mit Virtual-Reality-Technologie ausgestattet werden, um Besucher in faszinierende Landschaften zu entführen. Im Inneren wird künstliche Intelligenz Hologramme und Simulationen erschaffen, die verschiedene Orte und Zeiten in atemberaubender Grösse projizieren. Das Gebäude wird so zu einer Art digitalem Erlebnispark, der Besucher aus aller Welt anziehen soll.

    Prestigeprojekte mit Herausforderungen
    Mukaab ist Teil der «Vision 2030» von Kronprinz Mohammed bin Salman, die Saudi-Arabien zu einem globalen Tourismusziel und Wirtschaftsstandort machen soll. Auch die Stadt Neom und das lineare Megaprojekt «The Line» sind Teil dieses ambitionierten Plans. Doch schon jetzt sind die Pläne für «The Line» aufgrund logistischer und finanzieller Hürden erheblich verkleinert worden. Statt 170 Kilometer Länge wird das Bauwerk bis 2030 nur 2,4 Kilometer umfassen. Ob es jemals die geplante Kapazität für 9 Millionen Menschen erreicht, ist ungewiss.

    Der Jeddah Tower – eine lange Baugeschichte
    Ein weiteres Megaprojekt, der Jeddah Tower, war ursprünglich als das höchste Gebäude der Welt geplant. Nach jahrelanger Verzögerung wurde die Höhe von 1600 Metern auf 1007 Meter reduziert. Mit dem Bau wurde 2013 begonnen, doch nach einer fünfjährigen Pause geht das Projekt nur langsam voran. Frühestens 2029 könnte der Jeddah Tower seine Fertigstellung erleben und zum neuen Rekordhalter aufsteigen.

    Kritik und Kontroversen
    Der Mukaab hat bereits für Kontroversen gesorgt. Das Design des riesigen Würfels erinnert viele an die Kaaba in Mekka, das zentrale Heiligtum des Islams. Diese Ähnlichkeit sorgt im konservativen Königreich für Kritik, da einige Bürger den Bau als respektlos empfinden.

    Ob das Mukaab-Projekt rechtzeitig verwirklicht wird oder wie andere saudische Megaprojekte auf Schwierigkeiten stösst, bleibt abzuwarten. Die Grösse und Ambition dieser Bauprojekte zeigen jedoch den Wandel, den Saudi-Arabien durchläuft. Ein Wandel, der das Land zu einem globalen Tourismus- und Wirtschaftsstandort machen soll und weit über die Ära des Erdöls hinaus reicht.

  • Fünf Jahre digitale Offensive auf dem Bau

    Fünf Jahre digitale Offensive auf dem Bau

    Vor fünf Jahren, im Jahr 2019, startete eine Allianz aus mehr als einem Dutzend Arbeitgeberverbänden und drei Gewerkschaften das Informationssystem Allianz Bau (ISAB). Ziel war es, die Ergebnisse real erfolgter Kontrollen effizienter zu nutzen und so die Einhaltung der allgemeinverbindlichen Gesamtarbeitsverträge (GAV) sicherzustellen. Was mit Informationen zu rund 1000 Betrieben im Bauhauptgewerbe begann, hat sich mittlerweile zu einer umfangreichen Datenbank entwickelt, die Informationen von über 45.000 Betrieben enthält.

    Ein umfassendes digitales Arbeitsinstrument
    ISAB hat sich durch die Einführung der drei Module ISAB-Portal, ISAB GAV-Bescheinigung und ISAB Card als umfassendes digitales Arbeitsinstrument etabliert. Zum ersten Mal stehen branchen- und regionenübergreifend Informationen zur Verfügung, welche Firmen welchem Gesamtarbeitsvertrag unterstellt sind, ob sie kontrolliert wurden und ob notwendige Nachzahlungen geleistet wurden. Die Nutzung der ISAB GAV-Bescheinigung hat stark zugenommen: Während im Jahr 2019 3300 Abrufe verzeichnet wurden, stieg diese Zahl bis Februar 2024 auf über 59.000.

    Bedeutung für die Schweizer Bauwirtschaft und Politik
    ISAB spielt nicht nur eine zentrale Rolle in der Bauwirtschaft, sondern hat auch eine politische Dimension. Es ist das effektivste Instrument zum Schutz der hohen Schweizer Löhne. In der politischen Debatte, insbesondere im Kontext der EU-Verhandlungen, setzt ISAB ein starkes Zeichen gegen Forderungen nach zusätzlichen flankierenden Massnahmen, die die Unternehmer belasten könnten.

    Ein erfolgreiches digitales Transformationsprojekt
    Die digitale Offensive, die mit ISAB 2019 gestartet wurde, zeigt eindrucksvoll, wie digitale Tools die Effizienz und Transparenz in der Bauwirtschaft steigern können. Mit gesicherten Informationen zu mehr als 45.000 Betrieben und der breiten Nutzung der ISAB GAV-Bescheinigungen hat sich ISAB als unverzichtbares Werkzeug etabliert, das den hohen Standard der Schweizer Löhne schützt und die Einhaltung von GAVs sicherstellt.

  • Der Durchgangsbahnhof an der LUGA 2024

    Der Durchgangsbahnhof an der LUGA 2024

    Der Durchgangsbahnhof Luzern steht im Mittelpunkt der diesjährigen Luga, der Zentralschweizer Frühlingsmesse, die vom 26. April bis 5. Mai 2024 stattfindet. Auf einer Fläche von rund 800 Quadratmetern wird das Jahrhundertprojekt dreidimensional erlebbar gemacht. Besucherinnen und Besucher haben die einzigartige Gelegenheit, sich interaktiv und spielerisch über das Projekt zu informieren und dessen enormen Nutzen für die gesamte Region zu erfahren.

    Regierungspräsident Fabian Peter betont die Bedeutung der Sonderschau: «Mit der Präsentation des Durchgangsbahnhofs Luzern auf der Luga geben wir der Zentralschweizer Bevölkerung die Möglichkeit, das Projekt hautnah zu erleben und zu verstehen, welchen Mehrwert es für unsere Region mit sich bringt.»

    Die Sonderschau findet nicht nur in der Halle 1 statt, sondern wird auch auf dem Messe-Vorplatz erlebbar sein. Dort liegt der Fokus auf dem öffentlichen Verkehr, mit verschiedenen Aktionen unter dem Motto «erleben, ausprobieren und mitmachen». Der Durchgangsbahnhof Luzern ist mehr als nur ein Bahnhof; er ist ein entscheidender Baustein für ein dichteres öffentliches Verkehrsnetz in der gesamten Zentralschweiz.

    Täglich steigen über 100.000 Personen am Bahnhof Luzern ein, aus oder um. Doch die Kapazitätsgrenze ist erreicht, und zusätzliche Verbindungen sind nicht mehr möglich. Der Durchgangsbahnhof Luzern öffnet den Weg für die Weiterentwicklung der nachhaltigen Mobilität und ermöglicht eine zukunftsweisende Gestaltung des öffentlichen Verkehrsnetzes.

    Die Sonderschau zum Durchgangsbahnhof Luzern ist eine gemeinsame Initiative des Kantons Luzern und des Verkehrsverbunds Luzern (VVL), unterstützt von der Stadt Luzern, der Zentralschweizer Konferenz des öffentlichen Verkehrs und weiteren Partnern.

  • Start des Wettbewerbs für den «Aerogel Architecture Award 2024»

    Start des Wettbewerbs für den «Aerogel Architecture Award 2024»

    Der vierte «Aerogel Architecture Award» sucht nach inspirierenden Beispielen für den Einsatz von Aerogel in der Architektur und im Bauwesen. Der Wettbewerb, der in den Kategorien «Realisierte Lösungen» und «Studentische Entwürfe» stattfindet, bietet eine einzigartige Plattform, um innovative Ideen und Projekte vorzustellen und zu würdigen. Eine Fachjury wird aus allen Einreichungen die Finalisten auswählen, die am 12. Juli 2024 im Rahmen einer Veranstaltung auf dem Empa-Campus in Dübendorf um den «Aerogel Architecture Award 2024» konkurrieren.

    Teilnehmen können Architektur- und Bauingenieurbüros mit Projekten in den Bereichen Renovierung, Sanierung oder Neubau. Ebenso sind Studierende der Architektur und des Bauingenieurwesens aufgerufen, ihre Entwürfe und Vorschläge zur Verwendung von Aerogel einzureichen. Alle Projekte werden in einem Auswahlverfahren, das in Englisch stattfindet, begutachtet. Dabei werden realisierte Sanierungsprojekte für denkmalgeschützte Gebäude, die mit Aerogel-Dämmstoffen verbessert wurden, besonders empfohlen.

    Der Preisverleihung am 12. Juli 2024 im NEST-Gebäude auf dem Empa-Campus Dübendorf wird ein öffentlicher Livestream zur Verfügung stehen. Die Gewinnerprojekte erhalten nicht nur Anerkennung und öffentliche Aufmerksamkeit, sondern werden auch in internationalen Fachzeitschriften und auf Online-Plattformen veröffentlicht.

    Interessenten sind aufgefordert, ihre Projekte in Form einer ZIP- oder RAR-Datei bis zum Einsendeschluss einzureichen. Die Einreichungen sollen ein PDF-Poster im Format A1, JPEG-Bilder des Projekts, Details der Verwendung der Aerogel-Isolierung sowie ein Anmeldeformular mit einer detaillierten Beschreibung des Projekts beinhalten. Mit der Teilnahme am Wettbewerb erklären sich die Teilnehmenden mit der Veröffentlichung ihres Projekts einverstanden und bestätigen, dass sie die Rechte an Bildern, Grafiken und Zeichnungen ihrer Einreichungen respektieren.

  • Zusammenarbeit für den Bau der Zukunft

    Zusammenarbeit für den Bau der Zukunft

    In einer Zeit, in der die Welt mit einem Arbeits- und Fachkräftemangel sowie der Notwendigkeit nachhaltigerer Wohnlösungen konfrontiert ist, setzen ABB Robotics und Porsche Consulting auf Innovation. Gemeinsam verfolgen sie das Ziel, die Automatisierung in der Bauindustrie zu intensivieren und so nicht nur den Wohnungsbau effizienter und erschwinglicher zu gestalten, sondern auch die Umweltbelastungen zu reduzieren.

    Eberhard Weiblen, Vorsitzender der Geschäftsführung von Porsche Consulting, betont die Bedeutung des Wandels: «Die Bauindustrie begegnet zahlreichen Problemen. Mit den Roboterlösungen von ABB und unserer Expertise möchten wir eine hochautomatisierte Zukunft gestalten.»

    Marc Segura, Leiter der Robotics-Division von ABB, sieht ebenfalls grosses Potenzial. «Indem wir den Fertigungsprozess automatisieren, können wir den Wohnungsbau nachhaltig verändern und dabei die Herausforderungen des Arbeitskräftemangels adressieren.»

    Der globale Arbeitskräftemangel hat die Bauindustrie besonders hart getroffen, was die bereits bestehende Wohnungskrise verschärft. Neue Ansätze sind notwendig, um den wachsenden Wohnbedarf zu decken und dabei ökologische und soziale Standards nicht zu vernachlässigen.

    Während die traditionelle Bauweise den Anforderungen nicht gerecht wird, bietet der modulare Bau eine effizientere und umweltfreundlichere Alternative. Abfall wird reduziert, Arbeitsunfälle verringert, und Bauprojekte können schneller umgesetzt werden.

    Dennoch hinkt die Bauindustrie in puncto Automatisierung anderen Sektoren hinterher. Eine Umfrage von ABB zeigt, dass nur 55% der Bauunternehmen Roboter nutzen – im Vergleich zu 84% in der Automobilindustrie.

    „Der Bausektor steht vor einer Revolution. Wir glauben, dass Technologie und Know-how einen Wandel herbeiführen können, wie wir ihn in anderen Industrien erlebt haben“, schliesst Weiblen.

    Marc Segura von ABB fügt abschliessend hinzu: «Wir sind bereit, den modularen Wohnungsbau zu prägen und damit einen Beitrag für die Gesellschaft zu leisten.»

  • Kanton Basel-Stadt verbaut künftig CO2-negativen Asphalt

    Kanton Basel-Stadt verbaut künftig CO2-negativen Asphalt

    Das Bau- und Verkehrsdepartement des Kantons Basel-Stadt hat zusammen mit ViaTec Basel AG, Institut für Baustofftechnologie, im Rahmen eines Forschungsprojekts einen CO2-negativen Asphalt entwickelt. Er soll den CO2-Fussabdruck des Basler Strassenbaus deutlich reduzieren.

    Laut einer Medienmitteilung wurden verschiedene Asphaltmischungen mit unterschiedlichen Anteilen an Pflanzenkohle getestet. Zertifizierte Pflanzenkohle wird von IWB in einer eigenen Anlage aus Grüngut hergestellt. Sie besteht aus dem Kohlenstoffanteil des CO2, das die Pflanze während ihres Wachstums der Umwelt entzogen hat. Durch deren Weiterverwendung im Asphalt wird das CO2 der Atmosphäre dauerhaft entzogen.

    Schliesslich erprobte das Tiefbauamt Basel-Stadt auf einem Umschlagplatz für Recycling-Baustoffe seit 2022 eine tragende Asphaltschicht aus 50 Prozent Recyclingasphalt und 2 Prozent Pflanzenkohle. Die Ergebnisse sind den Angaben zufolge „äusserst positiv“: Eine Tonne der neuen Asphaltmischung bindet dauerhaft ein Äquivalent von 50 Kilogramm CO2. Nun werde es auch in Basel möglich sein, die Technologie grossflächig einzusetzen.

    Nun will das Tiefbauamt Basel-Stadt gemeinsam mit den regionalen Belagsmischwerken die Herstellung vereinfachen und den Pflanzenkohleasphalt bei notwendigen Strassensanierungen möglichst flächendeckend einsetzen. Die Stadt geht davon aus, dass sie auf diese Weise jährlich rund 1250 Tonnen CO2-Äquivalent dauerhaft in den Basler Strassen einlagern kann. Das seien rund 450 Tonnen mehr, als die Asphaltproduktion für den Strassenbau verursache.

  • Sika investiert in den USA in Makrofasern

    Sika investiert in den USA in Makrofasern

    Sika setzt in Nord- und Südamerika auf den Markt für Makro-Kunststofffasern. Wie das Unternehmen der Spezialitätenchemie jetzt mitteilt, hat es in seinem Werk in Chattanooga im US-Bundesstaat Tennessee die Produktionskapazitäten für diese Fasern erhöht. Damit positioniere sich Sika „noch stärker als führender Komplettanbieter für den Bergbau und starker Partner für nachhaltige Bauprojekte“.

    Makro-Kunststofffasern verkürzen den Angaben zufolge die Bauzeit durch den Wegfall der Montage von konventioneller Bewehrung und verbessern die Eigenschaften von ausgehärtetem Beton im Vergleich zur Verwendung von Stahlarmierungen signifikant. Ausserdem erhöhen sie die Lebensdauer von Betonbauwerken und damit deren Nachhaltigkeit. Diese Faktoren, so Sika, wirken sich bei der Klassifizierung für ökologisches Bauen positiv aus, etwa beim internationalen Zertifizierungssystem LEED.

    Durch den Bau nachhaltiger Gigafactories und Rechenzentren in den USA habe auch die Nachfrage nach Makrofasern zur Herstellung abriebfester Bodenplatten und Industrieböden stark angezogen, so der Regionalleiter Americas, Christoph Ganz. Zudem steige sowohl in den USA als auch in Kanada und Lateinamerika die Nachfrage nach Makrofasern für Spritzbeton zur Vortriebssicherung im Tunnel- und Bergbau. „Mit dieser sinnvollen Investition werden wir unsere Marktdurchdringung in der gesamten Region Americas weiter vorantreiben und das Potenzial von starken Wachstumsmärkten gezielt erschliessen.“

  • Nüssli baut Österreichs Pavillon auf Expo 2025

    Nüssli baut Österreichs Pavillon auf Expo 2025

    Der in der St.GallenBodenseeArea ansässige Veranstaltungs- und Baudienstleister Nüssli hat gemäss seiner Medienmitteilung zum wiederholten Mal den Generalauftrag zur baulichen Umsetzung des österreichischen Pavillons für eine internationale Weltausstellung erhalten, diesmal für die Expo im japanischen Osaka. Sie findet vom 13. April bis zum 13. Oktober 2025 statt. Die architektonische Gestaltung des Österreich-Pavillons sowie das Generalthema stammen von BWM Designers & Architects.

    Die Besucherinnen und Besucher des österreichischen Pavillons werden auf einer Fläche von 270 Quadratmetern eine Ausstellung unter dem Titel Compose the Future erleben können. Mit Musik als Trägermedium soll der Pavillon von der Vergangenheit in die Zukunft führen, heisst es in der Mitteilung des Traditionsunternehmens. Zentrales Element ist eine „sich spektakulär in die Luft erhebende Spiralskulptur“. Das Innere des Baus ist in drei Räume unterteilt. Sie widmen sich den Themenkomplexen Beziehung, Mensch und Idee.

    „Wir freuen uns, bereits zum sechsten Mal den Pavillon für Österreich umzusetzen“, wird Andy Böckli, CEO von Nüssli, zitiert. „Das Projekt hat damit fast schon Tradition und lässt uns seit 2005 regelmässig als verbindendes Element für Innovation agieren.“ Wie Nüssli auch in einem Video zeigt, bringt das Unternehmen dabei seine bereits 23-jährige Erfahrung beim Bau von Länderpavillons für Weltausstellungen ein.

  • Urbanistica fordert Rückkehr zur Stadtplanung

    Urbanistica fordert Rückkehr zur Stadtplanung

    Stadtplanung sei mit der Entstehung der individuellen Mobilität in Vergessenheit geraten, schreibt Urbanistica in einer Mitteilung. Die neue Vereinigung für guten Städtebau will die Disziplin der Stadtplanung wiederbeleben. Nur so könne der im Raumplanungsgesetz definierte Auftrag der Verdichtung innerer Siedlungsentwicklung nachhaltig erfüllt und genügend bezahlbarer Wohnraum geschaffen werden, meint Urbanistica.

    Die Vereinigung hat ein Manifest lanciert, mit dem ein Diskurs über Stadtplanung und Städtebau in Gang gesetzt werden soll. Zersiedlung und Wohnungsknappheit werden darin primär als eine Folge verfehlter Raumplanung bezeichnet. Ihnen soll durch Stadtplanung und Städtebau vor allem in den Agglomerationen begegnet werden. „Guter Städtebau führt zu geringerem Verkehrsaufkommen, effizienterer Bodennutzung, attraktiven öffentlichen Räumen, verbessertem Stadtklima und sozialer Durchmischung“, heisst es in These 3 des Manifests.

    Stadtplanung wird dabei als „eine zentrale Aufgabe der öffentlichen Hand“ definiert. Dabei sollen „ausgewiesene Planungsteams“ in Konkurrenzverfahren Lösungen und Impulse für die Stadtentwicklung generieren. Die Finanzierung könnte durch bereits vorhandene Steuern, Abgaben und Förderprogramme erfolgen, meint Urbanistica.

  • Urbanistica fordert Rückkehr zur Stadtplanung

    Urbanistica fordert Rückkehr zur Stadtplanung

    Stadtplanung sei mit der Entstehung der individuellen Mobilität in Vergessenheit geraten, schreibt Urbanistica in einer Mitteilung. Die neue Vereinigung für guten Städtebau will die Disziplin der Stadtplanung wiederbeleben. Nur so könne der im Raumplanungsgesetz definierte Auftrag der Verdichtung innerer Siedlungsentwicklung nachhaltig erfüllt und genügend bezahlbarer Wohnraum geschaffen werden, meint Urbanistica.

    Die Vereinigung hat ein Manifest lanciert, mit dem ein Diskurs über Stadtplanung und Städtebau in Gang gesetzt werden soll. Zersiedlung und Wohnungsknappheit werden darin primär als eine Folge verfehlter Raumplanung bezeichnet. Ihnen soll durch Stadtplanung und Städtebau vor allem in den Agglomerationen begegnet werden. „Guter Städtebau führt zu geringerem Verkehrsaufkommen, effizienterer Bodennutzung, attraktiven öffentlichen Räumen, verbessertem Stadtklima und sozialer Durchmischung“, heisst es in These 3 des Manifests.

    Stadtplanung wird dabei als „eine zentrale Aufgabe der öffentlichen Hand“ definiert. Dabei sollen „ausgewiesene Planungsteams“ in Konkurrenzverfahren Lösungen und Impulse für die Stadtentwicklung generieren. Die Finanzierung könnte durch bereits vorhandene Steuern, Abgaben und Förderprogramme erfolgen, meint Urbanistica.

  • Private Umbauprojekte lassen die Bauinvestitionen im Jahr 2022 ansteigen

    Private Umbauprojekte lassen die Bauinvestitionen im Jahr 2022 ansteigen

    Die gesamten Bauausgaben setzen sich aus den Bauinvestitionen und den öffentlichen Unterhaltsarbeiten zusammen. Sie stiegen im Jahr 2022 um 1,5%. Da die Baupreise stark angestiegen sind, ergibt sich jedoch ein reales Minus von 5,9%. Die Bauinvestitionen wiesen im Jahresvergleich nominal eine Zunahme von 1,8% aus. Hingegen verzeichneten die Ausgaben in die öffentlichen Unterhaltsarbeiten gegenüber dem Vorjahr einen Rückgang von 1,4%.

    Private Auftraggeber investierten kräftig in Umbauprojekte
    Die Neubauinvestitionen (+0,3%) wie auch die Umbauinvestitionen (+4,2%) nahmen im Jahr 2022 gegenüber dem Vorjahr zu. Dieses positive Ergebnis ist auf die privaten Auftraggeber zurückzuführen, die deutlich mehr in Umbauten investierten (+7,2%). Im gleichen Zeitraum gaben sie auch mehr für Neubauprojekte aus (+0,3%). Die öffentlichen Auftraggeber – also Bund, Kantone und Gemeinden – erhöhten innert Jahresfrist ihre Investitionen in Neubauten (+0,3%). Hingegen gaben sie weniger für Umbauprojekte aus (-0,1%).

    Positive Entwicklung der Hochbauinvestitionen
    Schweizweit wurde im Vergleich zum Jahr 2021 insgesamt mehr in den Hochbau (+2,3%) investiert. Sowohl die privaten Auftraggeber (+2,4%) wie auch die öffentliche Hand (+1,3%) trugen zu diesem positiven Ergebnis bei. Die Investitionen in den Tiefbau (-0,1%) gingen dagegen binnen Jahresfrist zurück. Dabei gaben die öffentlichen Auftraggeber weniger für Infrastrukturbauten aus (-0,9%). Die privaten Auftraggeber investierten hingegen mehr in den Tiefbau (+3,2%).

    Ausblick auf das Jahr 2023
    Der Arbeitsvorrat (Ausgaben) für das Folgejahr 2023 der im Bau befindlichen Bauprojekte (inkl. öffentliche Unterhaltsarbeiten) hat sich per Stichtag 31.12.2022 um 1,6% gegenüber dem Vorjahresstichtag erhöht.

    Quelle: bfs.admin.ch

  • Bund will zügigeren Ausbau von Erneuerbaren

    Bund will zügigeren Ausbau von Erneuerbaren

    Der Bundesrat will den Ausbau der Produktion von erneuerbaren Energien beschleunigen. Dazu sollen die Verfahren für Planung und Bau entsprechender grosser Kraftwerke verkürzt werden, informiert der Bundesrat in einer Mitteilung. Er hat an seiner Sitzung vom 21. Juni eine entsprechende Änderung des Energiegesetzes zu Händen des Parlaments verabschiedet.

    Danach sollen neu allein die Kantone für ein konzentriertes Plangenehmigungsverfahren für Solar- und Windenergieanlagen von nationalem Interesse zuständig sein. Dies verhindere, dass ein Projekt in mehrere, einzeln anfechtbare Etappen aufgeteilt wird, erläutert der Bundesrat. Für Wasserkraftwerke soll das bisherige bewährte Verfahren beibehalten werden.

    Die Kantone werden angewiesen, im Richtplan Eignungsgebiete für Solar- und Windenergieanlagen auszuweisen. Entsprechende Anlagen von nationalem Interesse brauchen dann keine projektbezogene Grundlage mehr im kantonalen Richtplan. Bei der Festlegung der Gebiete soll der Schutz von Landschaft, Biotopen, Wald, Kulturland und Fruchtfolgeflächen berücksichtigt werden.

    Zudem will der Bundesrat den Rechtsmittelweg im Zusammenhang mit Planung und Bau von Solar-, Wind- und Wasserkraftwerken verkürzen. Künftig soll auf kantonaler Ebene nur noch eine Beschwerde an das oberste kantonale Gericht möglich sein. Der Kreis der Beschwerdeberechtigten wird auf Standortkantone und -gemeinden und gesamtschweizerisch tätige Organisationen wie WWF oder Pro Natura eingeschränkt.

    Beim Ausbau des Stromnetzes sehen die Pläne des Bundesrats einen Verzicht auf die Festlegung eines Planungsgebiets vor. Stattdessen soll bei der Sachplanung direkt der Planungskorridor definiert werden.

  • Zweite Röhre Gotthard-Tunnel: erste Tunnelbohrmaschine «Carla» am Ziel

    Zweite Röhre Gotthard-Tunnel: erste Tunnelbohrmaschine «Carla» am Ziel

    Mal kam die mit ihren Nachläufern mehr als 200 m lange Carla langsam, mal wesentlich schneller als geplant, je nach Beschaffenheit des Gesteins. Im Schnitt legte Carla rund 17 m pro Tag zurück. Ihre Rekordleistung liegt bei 45,4 m pro Tag, das gelang in eher weichem Gneis.

    TUNNELBAU IST TEAMARBEIT
    «Es ist schön, dass wir termingerecht und vor allem auch ohne nennenswerte Unfälle den nördlichen Zugangsstollen ausbrechen konnten», sagt Jacopo Cheda, Oberbauleiter Nord beim ASTRA. Xavier von Mandach, der zuständige Baustellenchef von Implenia, unterstreicht die gute Zusammenarbeit: «Tunnelbau ist immer Teamarbeit. Unser Team bestehend aus mehreren Unternehmen und Kolleginnen und Kollegen aus vielen Nationen hat grosse Erfahrung und arbeitet höchst professionell. Gemeinsam konnten wir die technischen Herausforderungen erfolgreich meistern und dieses wichtige Etappenziel ohne Zwischenfälle erreichen. Das Team hat eine tolle Leistung erbracht.»

    WIE ES JETZT WEITERGEHT
    Mit dem Ausbruch des Zugangsstollens, der parallel zur künftigen zweiten Tunnelröhre verläuft, konnten auch wichtige Erkenntnisse für die weiteren in Zukunft anstehenden Bauarbeiten gewonnen werden, die wichtig sind für Carlas «grosse Schwester», die ab 2025 den nördlichen Teil der Hauptröhre ausbrechen wird.

    Im August 2022 hatte das ASTRA der ARGE «secondo tubo» mit Implenia (60%) und Frutiger (40%) den Auftrag für das Hauptlos Nord (Los 241) der zweiten Röhre des Gotthard Strassentunnels vergeben. Die Bauzeit für den 7.9 km langen Tunnelabschnitt bis zur Losgrenze in der Tunnelmitte ist bis 2029 angesetzt.

    Der Bau der zweiten Röhre wird simultan von Norden und von Süden her vorangetrieben. Dafür kommen insgesamt vier TBM zum Einsatz: Zwei kleinere (Carla und Delia) für die beiden Zugangsstollen sowie die beiden grossen mit einem Schilddurchmesser von über zwölf Metern für den Hauptstollen.

    Quelle: implenia.com

  • Aargauer Departement wird für Mediation ausgezeichnet

    Aargauer Departement wird für Mediation ausgezeichnet

    Der Mediationspreis des Schweizerischen Dachverbandes Mediation (SDM) geht zum ersten Mal an einen Kanton. Das Aargauer Departement für Bau, Verkehr und Umwelt (BVU) wird für seine konsensorientierten Verfahren bei Infrastrukturvorhaben geehrt. Das Vorgehen des BVU zeige, „dass gelebte Demokratie mit Mediation und mediationsähnlichen Partizipationsinteressen verschiedene Formen bietet, die weit über Mehrheitsentscheide hinaus gehen“, heisst es in der Begründung des SDM. Wo sich Kontroversen und unterschiedliche Interessen abzeichneten, würden die Möglichkeiten der Mediation genutzt. Das BVU unter seinem Generalsekretär Markus Büsser nehme eine Vorreiterrolle bei der Mediation im öffentlichen Bereich ein.

    Das BVU ist erfreut über die Auszeichnung. „In den Aufgabenbereichen des BVU gehören Zielkonflikte, Differenzen und unterschiedliche Perspektiven zum Tagesgeschäft“, wird Büsser in einer Mitteilung des Kantons zitiert. „Die Departementsleitung macht sich deshalb regelmässig Überlegungen, wie sie eine Kommunikations- und Konfliktkultur fördern kann, die eine dialogorientierte und nachhaltige Zusammenarbeit ermöglicht.“ Das BVU verweist etwa auf die Runden Tische bei der Erweiterung des Steinbruches Mellikon, den Auen im Rietheimer Feld und die Verrechnung der Netznutzungspreise für den Strom.

    Der Schweizer Mediationspreis wird 2023 zum dritten Mal verliehen. Ausgezeichnet wurde auch das Alterszentrum Haus Tabea in Horgen ZH. Der Preis wird im Rahmen des SDM-Kongresses übergeben, der am 16. und 17. Juni in Lausanne stattfindet.

  • BAU feiert gelungenes Comeback

    BAU feiert gelungenes Comeback

    „Die BAU hat erneut bewiesen, dass sie die wichtigste Bühne für Innovationen und Premieren im Bausegement ist und bleibt. Trotz der vierjährigen Zwangspause präsentierten sich so viele Firmen wie noch nie in München. Damit wird der sehr positive Zuspruch zu Fachmessen und insbesondere zu Weltleitmessen, wie er sich schon in 2022 gezeigt hat, untermauert,“ bilanzieren die beiden Messechefs Reinhard Pfeiffer und Stefan Rummel die BAU 2023. 

    Zustimmung zu einer sehr gelungenen BAU kommt von Dieter Schäfer, Vorsitzender des Ausstellerbeirats der BAU: „Mit der Verlegung der BAU 2023 in den April haben wir alles richtig gemacht. Voll belegte Hallen und ein hoher internationaler Besucheranteil unterstreichen die Relevanz der BAU. Umso wichtiger war es, dass die Messe nach über vier Jahren wieder stattgefunden hat. Künftig kehrt die BAU wieder zum gewohnten Januartermin zurück.“ 

    Von den Neuheiten und Trends im Bauwesen machte sich neben der Bundesbauministerin Klara Geywitz auch Bayerns Wirschaftsminister Hubert Aiwanger ein Bild auf der BAU: „Die größte Bau- und Architektenmesse ist eine erfolgreiche Netzwerkplattform für Planer und Bauhandwerker. Wir brauchen gerade die dort präsentierten Innovationen, wie man Klimaschutz und die Herausforderungen wie bezahlbares Bauen und Wohnen in Einklang bringen kann. Die Messe steht für Fortschritt, Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit und stellt die Weichen in der Gebäude- und Stadtplanung auf Zukunft.“ 

    Für Felix Pakleppa, Hauptgeschäftsführer des Zentralverbands des Deutschen Baugewerbes sendet die BAU nach der langen Zwangspause ein richtungsweisendes Signal in die Baubranche: „Mit den Leitthemen Digitale Transformation, Zukunft des Wohnens, Ressourcen und Recycling sowie dem Modularen Bauen wurden die aktuell größten Herausforderungen und Trends perfekt abgesteckt. Damit bietet die BAU auch in diesem Jahr eine großartige Plattform, um Zukunftsperspektiven zu schaffen.” 

    Die Rückkehr nach über vier Jahren bewertet Katharina Metzger, Präsidentin des Bundesverbands Deutscher Baustoff Fachhandel, ebenfalls als geglückt: „Wir sind mehr als zufrieden mit der BAU 2023, denn eine so wichtige Branche kann es sich nicht leisten, sechs Jahre ohne Messeplattform zu sein. Auch, wenn wichtige Hersteller für unsere Fachhändler mit ihren Handwerkern leider diesmal nicht mit an Bord waren, hoffen wir, dass wir 2025 im Januar wieder mit der alten Präsenz der Lieferanten rechnen können.” 

    Die wichtige Bedeutung des persönlichen Austauschs betonte Andrea Gebhard, Präsidentin der Bundesarchitektenkammer: „Die BAU 2023 spiegelt die aktuellen Fragen der Baubranche wider. Sie ist der ideale Treffpunkt für Architekten und Planer, um sowohl über innovative Materialien der Zukunft als auch über gesellschaftliche Themen wie bezahlbaren Wohnraum zu diskutieren.“ 

    BAU-Projektleiter Matthias Strauss blickt bereits auf die kommenden Veranstaltungen im BAU Network: „Nach der erfolgreichen BAU freut sich das gesamte Team schon sehr auf die digitalBAU conference & networking Premiere im kommenden Juli sowie auf die nächste digitalBAU im Februar 2024.“ 

    Internationalität der Besucher erreicht Rekordwert 
    An der Spitze des internationalen Besucherrankings der BAU stehen Österreich, Italien und die Schweiz. Dank starker Zuwächse belegen Polen und die Türkei Platz Vier und Fünf. Insgesamt liegt der internationale Anteil bei fast 80.000 Besuchern. Das entspricht 40 Prozent der Gesamtbesucherzahl und markiert einen Rekordwert. Prozentual liegt die Internationalität damit noch ein gutes Stück über dem bisherigen Rekordergebnis aus dem Jahr 2019 (37 Prozent). 

    Besonders hervorzuheben ist die Anzahl der chinesischen Besucherinnen und Besucher. Mit 1.600 Personen zählt China zu den Top 10 Besucherländern der BAU 2023. Eine positive Überraschung, nachdem die Corona-Beschränkungen für Reisen von China ins Ausland erst kürzlich gelockert wurden.

  • Infotech errichtet Neubau in Grenchen

    Infotech errichtet Neubau in Grenchen

    Infotech Automation zieht von Solothurn nach Grenchen. Der Landkauf für einen grossen Neubau im neuen Industriepark an der Lebernstrasse ist vor wenigen Tagen erfolgt, die Baubewilligung liegt vor. Am 5. April beginnen die Bauarbeiten. In eineinhalb bis zwei Jahren sollen sie abgeschlossen sein. Darüber informiert das Unternehmen mittels eines Artikels im „Grenchner Tagblatt“ der „Solothurner Zeitung“, den es auf seiner Internetseite publiziert hat.

    Infotech konstruiert, produziert und implementiert hochautomatisierte Produktionsanlagen, vor allem für die Herstellung von Halbleiter-Leistungselektronik. Dafür werden am neuen Standort statt der bisherigen 4400 Quadratmeter neu auf drei Geschossen 9600 Quadratmeter Büro- und Produktionsfläche zur Verfügung stehen.

    Die Firma, die als sogenannter Hidden Champion gilt und kontinuierlich wächst, könnte später sogar noch ein Geschoss daraufsetzen. Der von den Solothurner SSM Architekten geplante Bau wird den Angaben zufolge grösstenteils verglast sein. Das Material regelt seine Lichtdurchlässigkeit selbst. Geheizt und gekühlt wird mit Erdsonden, die per Photovoltaik auf dem Dach gespeist werden.

    Das Erfolgsrezept des kontinuierlich wachsenden Unternehmens besteht laut seinem Mitgründer, CEO und Aktionär Ernest Fischer in Qualität, Innovation, Support und ausnahmslos kundenspezifischen Entwicklungen: „Die Erwartungen der Kunden müssen in jeder Hinsicht übertroffen werden. Wir sind bei Offerten meist am teuersten und doch bleiben unsere Kunden uns treu.“ Personal werde für alle Abteilungen gesucht.

  • Gebäude in Andermatt erfüllt Minergie-P-Standard

    Gebäude in Andermatt erfüllt Minergie-P-Standard

    Der von der Andermatt Swiss Alps AG realisierte Dorfteil Andermatt Reuss kann eine neue Attraktion vorweisen, schreibt die Baudirektion des Kantons Uri in einer Mitteilung. Der Dorfteil verfügt mit dem Apartmenthaus Frame über das erste Gebäude mit Minergie-P-Zertifizierung im Ursertal. Für die oberste Kategorie des Minergie-Standards müssen hohe Anforderungen bei Gebäudehülle, Energiebilanz und Gesamtenergieeffizienz erfüllt werden.

    „Nur wenige Bauwerke haben in Uri bisher diese Auszeichnung erhalten“, wird Baudirektor Roger Nager in der Mitteilung zitiert. Im Fall Frame kommt noch die alpine Lage des Apartmenthauses hinzu. „Es ist eine grossartige Leistung, dass dieses Niedrigenergiehaus auf rund 1500 Metern gebaut werden konnte“, meint Nager.

    Bauherrin Andermatt Swiss Alps AG lässt die neuen Apartmenthäuser und Hotels im Dorfteil Andermatt Reuss alle im Minergie-Standard errichten. Beim Apartmenthaus Frame habe sich die Bauherrin aufgrund von Unterstützung und Beratung aus dem Förderprogramm Energie Uri entschieden, den Standard Minergie-P umzusetzen, schreibt die Baudirektion. Sie erwartet, dass in Kürze zwei weitere Gebäude in Andermatt Reus die Zertifizierung Minergie-P bekommen.

    Das Apartmenthaus Frame an der Ritomgasse 7 in Andermatt Reuss wurde von der Totalunternehmerin S+B Baumanagement AG realisiert. Seine 34 Wohnungen sind bereits 2021 an ihre neuen Eigentümerinnen und Eigentümer übergeben worden.

  • Entwicklung Schlössli-Areal in Burgdorf

    Entwicklung Schlössli-Areal in Burgdorf

    Das Schlössli-Areal in Burgdorf liegt direkt am Bahnhof und ist nur einen Katzensprung von der Altstadt und der Emme entfernt. Das Gebiet bildet den nördlichen Bahnhofzugang und fungiert als wichtige Fussgängerverbindung zwischen den zwei Stadtteilen. Nachdem hier Überbauungsprojekte über mehrere Jahrzehnte aufgrund denkmalpflegerischer und wirtschaftlicher Aspekte scheiterten, wurde das Areal nun erfolgreich von der zur Marti-Gruppe zählenden Marti Gesamtleistungen AG im Auftrag der Schlössli Burgdorf AG entwickelt. Die Helvetia Schweizerische Versicherungsgesellschaft AG hat sich als Investorin zum Kauf und zur Realisierung des Projekts verpflichtet. Die Marti Gesamtleistungen AG ist ebenso als Totalunternehmerin für die Realisierung zuständig.

    Geplant ist die Schaffung von mehr Wohnraum in Burgdorf. Zu diesem Zweck wird zum einen die historische Villa Schmid saniert. Sie entstand zusammen mit der Parkanlage in den Jahren 1869/70 und zählt damit als historischer Zeitzeuge der Industrialisierung. Die Villa steht deshalb unter Denkmalschutz und war zudem eine der ersten Bauten nördlich der Gleise. Sie wird so umgebaut, dass zwei grosszügige Wohnungen darin Platz finden. Auch das Parkumfeld wird im Rahmen des Projekts wiederhergestellt. Darüber hinaus sind zwei flankierende Nebengebäude projektiert. In den beiden Neubauten entstehen insgesamt 54 Mietwohnungen mit 2,5 bis 5,5 Zimmern.

    Der Berner Architekt Walter Hunziker hat das Projekt entworfen. Für die Weiterentwicklung zeichnet die Rykart Architekten AG verantwortlich. Eine umweltschonende und energieeffiziente Energieversorgung mittels Grundwasser-Wärmepumpe und die Zertifizierung des Projekts im Minergie-Baustandard wird von der Bauherrschaft vorgenommen.

    Die Gebäude werden unterirdisch durch eine Einstellhalle miteinander verbunden. In den Erdgeschossen der beiden Neubauten sind Flächen für Dienstleistung und Gewerbe vorgesehen – genauso wie entlang der öffentlichen Fusswegverbindung zwischen Kirchbergstrasse und der Bahnhofunterführung. Zudem finanziert die Stadt Burgdorf an dieser Achse eine öffentliche Velostation. Die umliegende Parklandschaft soll eine möglichst grosse Biodiversität aufweisen.

    Die Baueingabe wurde im April 2022 eingereicht. Die Bauarbeiten auf dem Areal sollen 2025 abgeschlossen sein.

  • FHNW weiht Pavillon aus wiederverwerteten Bauteilen ein

    FHNW weiht Pavillon aus wiederverwerteten Bauteilen ein

    Im Rahmen des Jahresthemas Constructive Futures – beyond Concrete hat die Hochschule für Architektur, Bau und Geomatik der FHNW einen Wettbewerb unter den Studierenden des dritten Jahreskurses ihres Bachelor-Studiengangs Architektur durchgeführt. Aufgabenstellung war es, die Bauteile einer geschosshohen Holzrampe wiederzuverwenden, welche temporär am Schweizerischen Architekturmuseum angebracht war. Neu sollte ein vor Wind und Sonne geschützter Aufenthaltsort im Park des FHNW-Campus in Muttenz entstehen.

    Das im Wettbewerb siegreiche Projekt Silvestris wurde in einem fachübergreifenden Wahlpflichtkurs im vergangenen Frühlingssemester vertieft und umgesetzt, erläutert die FHNW in einer Mitteilung. Dabei seien „verschiedene konstruktive und statische Herausforderungen“ zu meistern gewesen. Zudem habe das Projekt die Grenzen der Wiederverwertbarkeit der Bauteile aufgezeigt. Konkret wies das Altholz der Rampe nicht die notwendige Festigkeit für die statisch relevanten Bauteile des geplanten Pavillons auf. Hier musste auf nicht von der Rampe stammendes Konstruktionsholz zurückgegriffen werden.

    Die nun fertiggestellte „Arena Zirkulär“ soll Mitgliedern der Hochschule und Quartierbewohnenden als Platz für Lehre, Darbietungen und als Ort der Nutzung und Mitgestaltung dienen. Am 27. September lädt die FHNW alle Interessierten zur Einweihung in den Park des Campus der FHNW in Muttenz ein. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

  • Neuer Re-Use-Pavillon am FHNW Campus Muttenz

    Neuer Re-Use-Pavillon am FHNW Campus Muttenz

    Ganz im Sinne des Jahresthemas «Constructive Futures – Beyond Concrete» haben sich die Studierenden des dritten Jahreskurses des Bachelor-Studiengangs Architektur unter der Leitung der Professorinnen Ursula Hürzeler und Shadi Rahbaran mit der Wiederverwendung von Bauteilen auseinandergesetzt. Ausganslage dafür war die geschosshohe Holzrampe, welche als urbane Intervention im Zuge der Ausstellung «Access for All – Architektonische Infrastrukturbauten São Paulo» 2021 an der Frontfassade des Schweizerischen Architekturmuseums S AM angebracht war. Diese Rampe wurde nach Ende der Ausstellung wieder abgebaut, und die Bauteile sollten nun einem neuen Verwendungszweck zugeführt werden.

    Architekturwettbewerb für Studierende
    Hierfür wurde im Herbstsemester 2021 ein Architekturwettbewerb unter den Studierenden veranstaltet. Die Aufgabe bestand darin, einen vor Wind und Sonne geschützten Aufenthaltsort im Park zu entwerfen, zur Nutzung und freien Bespielung für Hochschule und Quartier. Das aus dem Wettbewerb hervorgegangene Gewinnerprojekt «Silvestris» wurde zur Weiterentwicklung und Umsetzung ausgewählt. In der Folge haben die Studierenden die Entwurfsidee gemeinsam weiterentwickelt und im Frühlingssemester 2022 die Details innerhalb eines fachübergreifenden Wahlpflichtfachkurs weiter vertieft. Parallel dazu erfolgte der strukturelle Entwurf, die statische Dimensionierung, die Entwicklung der Knotenanschlüsse sowie die Ausführungsplanung durch das Institut Bauingenieurwesen unter der Leitung von Prof. Dr. Simon Zweidler, Leiter des Baulabors. Dabei kam vom Konstruieren bis zur Fertigung aller Stahlknoten zukunftsweisend die digitale Fabrikation zum Einsatz: Nach der vollständigen 3D-Modellierung sind die für die Abkantung benötigten Flächen per Software berechnet worden und die abgewickelte Fläche wurde per Laser aus dem Vollblech geschnitten; die nachgelagerte dreidimensionale Abkantung erfolgte ebenfalls vollautomatisch.

    Statische Herausforderungen
    Im Verlauf dieser detaillierten Planung galt es verschiedene konstruktive und statische Herausforderungen zu meistern. Auch zeigten sich die Grenzen der Wiederverwendbarkeit von Bauteilen; in diesem konkreten Fall hatte das Altholz nicht die notwendige Festigkeit, welche für die neue Arena und die geplante intensive Nutzung und Dauer erforderlich war. Dies führte zum Entscheid, die statisch relevanten Bauteile mit dafür vorgesehenem Konstruktionsholz mit entsprechender Festigkeit auszuführen und das Altholz teilweise für sekundäre Bauteile zu verwenden. Daraus resultierte ein wertvoller Lernprozess in Hinblick auf die Komplexität und Herausforderungen der Wiederverwendung von Bauteilen. Die ursprüngliche Struktur der Rampe widerspiegelt sich jedoch nach wie vor in den Abmessungen der Elemente und der Gestalt der neuen Arena.
    Die so geschaffene Arena soll diverse Nutzungsmöglichkeiten bieten. Durch das Dach aus leichtem Gewebe entsteht ein schattiger Aufenthaltsort, welcher nicht nur der Lehre und dem Unterricht der Hochschule dienen kann, sondern auch Platz für Darbietungen gibt und auch die Anwohnenden im Quartier zur Nutzung und Mitgestaltung einlädt. Das Siegerprojekt sowie alle anderen durch die Studierenden entwickelten Projektvorschläge sind zudem in einer Ausstellung im Windfang des Campusgebäudes öffentlich ausgestellt.

  • Morand Constructions Métalliques baut erstes Tragwerk aus dekarbonisiertem Stahl

    Morand Constructions Métalliques baut erstes Tragwerk aus dekarbonisiertem Stahl

    Das Metallbauunternehmen Morand Constructions Métalliques mit Sitz in Enney hat für das neue Autohaus DIMAB in Rossens das schweizweit erste Tragwerk aus dekarbonisiertem Stahl gebaut. Dekarbonisierter Stahl setzt mit 333 Kilogramm CO2 pro Tonne siebenmal weniger Kohlenstoffdioxid frei, heisst es in einer Mitteilung des Stahlbau Zentrum Schweiz (SZS). Klassischer Stahl aus dem Stahlwerk verursacht 2300 Kilogramm Kohlenstoffdioxid je Tonne.

    Die ökologisch nachhaltigen Stahlträger wurden den Angaben zufolge in einem Lichtbogenofen aus Altstahl und mit 100 Prozent erneuerbarem Strom produziert. Auch das Recyclen von Stahl setzt mit 600 Kilogramm CO2 je Tonne vergleichsweise wenig Treibhausgase frei und ist seit mehr als 100 Jahren gängige Praxis. Kommt bei der Herstellung noch Strom aus zu 100 Prozent erneuerbaren Energiequellen hinzu, „halbieren sich fast die Umweltauswirkungen eines dekarbonisierten Stahls – und das bei einem geringen Mehrpreis von 2 bis 4 Prozent“, heisst es weiter.

  • Nüssli baut Stadion für das Eidgenössische

    Nüssli baut Stadion für das Eidgenössische

    Der in der St.GallenBodenseeArea ansässige Veranstaltungs- und Baudienstleister Nüssli war zum 22. Mal für den Bau der Arena für das Eidgenössische Schwing- und Älplerfest verantwortlich, das vom 26. bis 28. August in Pratteln BL stattfindet. Bereits seit 1961 baut das Unternehmen aus Hüttwilen die Festarena für die grösste Sport- und Kulturveranstaltung des Landes, heisst es in einer Medienmitteilung. Die Arena ist mit ihren sechs Tribünen und Plätzen für 50‘900 Zuschauer eines der grössten temporären Stadien der Welt.

    Neben dem Festgelände ist seit Juni auch ein Athletendorf entstanden. Um dieses mit dem Festgelände zu verbinden, hat sich das zehnköpfige Team von Nüssli für eine Fussgängerbrücke über die nahe gelegenen Bahngeleise hinweg entschieden. Unterstützung hat Nüssli von der Armee und dem Zivilschutz erhalten. Zu Spitzenzeiten waren bis zu 300 Menschen auf der Baustelle eingeplant.

    Während ein Grossteil der insgesamt 300‘000 Bauelemente aus Projekten im Inland nach Pratteln ins Baselbiet transportiert wurde, mussten bestimmte Komponenten wie Treppen- und Dachelemente sowie die Premium-Tribüne des Unternehmens für VIP-Gäste aus dem Ausland und internationalen Grossprojekten herangeschafft werden.

    Nach der Krönung des Schwingerkönigs beginnt Nüssli wieder mit dem Rückbau und transportiert die Bauelemente zur nächsten Veranstaltung.

  • Implenia realisiert Immobilienprojekte in Genf und Lausanne

    Implenia realisiert Immobilienprojekte in Genf und Lausanne

    Die Division Buildings von Implenia habe den Zuschlag für zwei Aufträge in der Westschweiz mit einem Gesamtvolumen von 200 Millionen Franken bekommen, informiert die Bau- und Immobiliengesellschaft aus Opfikon in einer Mitteilung. Konkret soll Implenia den historischen Hauptsitz einer internationalen Organisation in Genf renovieren sowie im Auftrag des zur EPIC Suisse AG gehörenden Unternehmens Pulse zwei neue Gebäude für Produktion und Forschung in Chesaux-sur-Lausanne errichten.

    In Genf wird Implenia Fassaden und Sicherheitsinstallationen des historischen Gebäudes an die aktuellen Normen anpassen, die Innenräume neu gestalten und die Ausstattung der dortigen rund 1200 Arbeitsplätze modernisieren. In Chesaux-sur-Lausanne werden zwei viergeschossige Gebäude realisiert, die durch zwei gemeinsame Untergeschosse verbunden sind. Beide Projekte werden nach den Prinzipien der Lean Construction umgesetzt, erläutert Implenia. Bei diesem Ansatz für Planung und Umsetzung von Bauprojekten stehen die Vermeidung von Verschwendung und die Übererfüllung der Bedürfnisse des Bauherrn im Mittelpunkt.

  • Grundstein für die Wohnsiedlung Gupfengarten ist gelegt

    Grundstein für die Wohnsiedlung Gupfengarten ist gelegt

    Der Immobiliendienstleister Steiner hat laut einer Medienmitteilung die Grundsteinlegung für das Wohngebiet Gupfengarten gefeiert. Mit dem offiziellen Startschuss werde das Bauvorhaben für eine „familienfreundliche Überbauung im Zürcher Unterland“ eingeleitet. Steiner hat Entwicklung, Beratung und Verkauf übernommen. An der Umsetzung beteiligt seien die Generalunternehmerin Eiffage Suisse AG mit Hauptsitz in Glattbrugg ZH, das in Winterthur ansässige Architektenbüro Graf Biscioni sowie die Bauherrin Evostate Immobilien AG aus Zürich.

    Bis Ende 2023 sollen auf dem Areal Gupfengarten südlich des Zentrums von Niederweningen 36 Reiheneinfamilienhäuser sowie drei Mehrfamilienhäuser mit 21 Stockwerkeigentumswohnungen entstehen. Die Wohnsiedlung erfülle einen zeitgemässen Wohn- und Ausbaustandard und decke die starke Nachfrage nach hochwertigem Wohnraum ab.

    Die Planung erfülle die Kriterien für nachhaltiges Bauen. Die Wärme werde nahezu komplett mittels Wärmepumpe, Erdsonden und Photovoltaikanlage erzeugt. Ein Energiemanagementsystem ermögliche eine „effiziente und intelligente“ Energienutzung. Die Gebäudehülle in Holzbauweise verfüge über eine optimale Wärmedämmung, so die Mitteilung.

  • Empa erforscht klimafreundlichen Beton

    Empa erforscht klimafreundlichen Beton

    Der Schweizerische Nationalfonds (SNSF) fördert ein auf fünf Jahre angelegtes Projekt der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa) zur Erforschung von CO2-Bindung in Zement. Im Rahmen des SNSF Advanced Grant erhalten die Wissenschaftler rund um Projektleiterin Barbara Lothenbach 2,2 Millionen Franken für ihr Forschungsprojekt, heisst es in einer Medienmitteilung.

    Der Zuschuss ersetzt demnach Gelder des European Research Council der Europäischen Kommission, zu denen Schweizer Forschende derzeit keinen Zugang haben.

    Mit Hilfe des Fördergeldes sollen die Empa-Experten zusammen mit Partnern der finnischen Universität Oulu Grundlagenforschung im Bereich CO2-Bindung in Zement durchführen.

    Hintergrund des Projektes namens Low Carbon Magnesium-Based Binders ist, dass die Zementindustrie grosse Mengen Kohlenstoffdioxid freisetzt. Gleichzeitig gilt Beton als Hoffnungsträger für die Bindung von CO2 und damit als potenzieller Senker des klimaschädlichem Treibhausgases, wenn er auf Magnesium basiert und nicht wie normalerweise auf Kalk.

    Wie stabil Magnesium-Beton auf lange Sicht ist, wie er sich auf Baustellen am besten herstellen lässt und wie sich Temperatur, pH-Wert und andere Faktoren auf molekularer Ebene auswirken, sollen die Forschenden ab 2023 herausfinden.

  • Holcim kauft belgischen Baustoffspezialisten Cantillana

    Holcim kauft belgischen Baustoffspezialisten Cantillana

    Baustoffproduzent Holcim hat die Übernahme des belgischen Baustoffhändlers Cantillana bekanntgegeben. Mit der Präsenz und dem Portfolio von Cantillana könne Holcim den Ausbau der Sparte Lösungen und Produkte voranbringen, die bis ins Jahr 2025 insgesamt 30 Prozent des Konzernnettoumsatzes ausmachen soll, heisst es in einer Medienmitteilung.

    Die Entscheidung für den Anbieter von Speziallösungen bedeute für Holcim eine weitere Optimierung seiner Marktposition bei Fassadenbausystemen und Wärmedämmverbundsystemen. „Diese Erweiterung stärkt unsere Präsenz in Europa weiter, insbesondere im Bereich der Gebäudesanierung und Energieeffizienz“, wird Miljan Gutovic, Leiter der Region Europa, Naher Osten und Afrika von Holcim zitiert.

    Die Investition knüpfe an die eingeschlagene Strategie des „grünen Wachstums“ an. Beide Unternehmen kündigen an, „eine grössere Rolle bei der Bereitstellung innovativer und nachhaltiger Lösungen für energieeffiziente Gebäude“ anzustreben.

    Holcim nimmt nach dem Erwerb der französischen PRB Group, dem belgischen PTB-Compaktuna und Izolbet in Polen mit Cantillana ein privat geführtes Unternehmen in die „Holcim-Familie“ auf, heisst es. Hervogegangen als Zweigstelle eines Bauunternehmens, hat sich Cantillana seit Gründung im Jahr 1875 auf den Vertrieb von und Handel mit Baustoffen und Baustoffzubehör des Bau- und Baunebengewerbes spezialisiert. Heute gehört Cantillana zur Stadsbader-Gruppe und beschäftigt mehr als 200 Mitarbeitende an neun Produktionsstätten in Belgien, Frankreich, Deutschland und den Niederlanden.

    Die Holcim AG hat sich auf innovative und nachhaltige Baulösungen in Hochbau, Tiefbau und Infrastruktur fokussiert. An 55 schweizweiten Standorten produziert das Unternehmen passend für alle Bauprojekte Beton, Kies und Zement und recycelt Abbruchmaterialien zu ressourcenschonenden Produkten.

  • Umwelt Arena zeigt neue Ausstellung zu Dämmstoffen

    Umwelt Arena zeigt neue Ausstellung zu Dämmstoffen

    Die Umwelt Arena Schweiz eröffnet eine neue Sonderausstellung. Laut Mitteilung auf Facebook geht es darin um die Verwertung alter Dämmstoffe in der Bauindustrie. Statt dass alte Dämmstoffe bei Sanierungen und Abbrüchen in der Baumulde und dann in der Deponie landen, werden sie zurückgenommen und wieder aufbereitet, heisst es auf Facebook zum Thema. Die Firma Flumroc mit Sitz in Flums zeige in der neuen Ausstellung in der sogenannten Recycling City in der Umwelt Arena, wie das geht. Flumroc sei „Pionier im Bereich Dämmstoff-Recycling“, heisst es in der Mitteilung.

    Flumroc spricht sich auf seiner Internetseite für nachhaltige Verwendung von Dämmstoffen aus. „Aus Steinwolle wird Steinwolle“. heisst es dort. Flumroc-Steinwolle sei zu 100 Prozent wiederverwertbar. Diesen „geschlossenen Kreislauf“ wolle man weitestgehend aufrecht erhalten. Deshalb appelliert das Unternehmen, bei Abriss-, Renovierungs- oder Umbauarbeiten Baustellenzuschnitte und Baustellenabfälle aus Flumroc-Steinwolle nicht einfach wegzuwerfen. „Wir nehmen sie in den dafür vorgesehenen Säcken oder Gebinden gern zurück und rezyklieren sie“, so das Unternehmen.

    Über das Vorgehen bei der Wiederaufbereitung informiert die neue Ausstellung.

  • Jaisli-Xamax stellt Arbeiten an Confiserie Speck fertig

    Jaisli-Xamax stellt Arbeiten an Confiserie Speck fertig

    Jaisli-Xamax hat die Arbeiten zur Elektroinstallation am neuen Produktionsstandort der Traditionsfirma Confiserie Speck beendet. Die Confiserie bleibt in Zug, zügelt aber ins Göbli-Areal. Dort werde es in Zukunft über 3000 neue Arbeitsplätze geben, was das Gebiet sehr attraktiv mache, wird der Confiserie-Inhaber Peter Speck in einer Medienmitteilung von Jaisli-Xamax zitiert. In einem dort veröffentlichten Kurz-Interview hebt Speck die Besonderheiten der von der Dietiker Firma eingebrachten Elektroinstallation hervor. „Wir wollten den Prozess in der Produktion optimieren und möglichst nachhaltig gestalten. Dies gelingt uns dank der Zusammenarbeit mit dem Multi-Energy-Hub, welcher lokale Energiequellen zu einem CO2-neutralen Gesamtenergiesystem mit maximalem Eigenversorgungsgrad kombiniert“, wird Peter Speck zitiert.

    Zudem wolle man Besucherinnen und Besuchern das Handwerk in der Confiserie näherbringen. Das gelinge durch Einsicht in die gut ausgeleuchtete Produktionshalle, die auch „Aquarium“ genannt werde.

    Der neue Standort der Confiserie Speck ist mehr als nur eine Produktionshalle. Neben der Backstube befinden sich am neuen Standort auch Büroräumlichkeiten, Wohnungen, ein Café sowie ein Verkaufsladen.

    Der Elektrobauer Jaisli-Xamax aus Dietikon hat erst 2021 eine neue Zweigniederlassung in Zug in Betrieb genommen. Damit ist das seit über 50 Jahren im gesamten Elektrobereich tätige und auf innovative Lösungen spezialisierte Unternehmen neben dem Hauptsitz in Dietikon auch in Basel, Bern und in Zug präsent. Die Jaisli-Xamax AG beschäftigt insgesamt rund 400 Mitarbeitende.

  • Swisspor baut in Reiden

    Swisspor baut in Reiden

    Swisspor will in Reiden Mehlsecken ein Produktionswerk für mineralische Dämmstoffe und ein Dienstleistungszentrum errichten. Das international tätige Unternehmen mit Sitz in Stans habe sich das vom Kanton Luzern als strategisches Arbeitsgebiet ausgewiesene Areal im Umfang von 200’000 Quadratmetern kaufrechtlich gesichert, informiert die Staatskanzlei Luzern in einer Mitteilung. Die von swisspor geplante Einrichtung eines Gebäude- und Umwelttechnologie-Clusters wird vom Kanton Luzern und der Gemeinde Reiden unterstüzt.

    Für die eigenen Anlagen wird swisspor 145’000 Quadratmeter der Gesamtfläche des Areals nutzen. Die restliche Fläche ist für Forschungseinrichtungen und andere im Bereich Gebäude- und Umwelttechnologie tätige Unternehmungen reserviert. Die Hochschule Luzern will in Reiden Mehlsecken ihre bereits bestehende Zusammenarbeit mit swisspor ausbauen.

    Darüber hinaus sollen weitere branchenverwandte Betriebe und Forschungspartner angeworben werden. Die Koordinierung dafür habe der Switzerland Innovation Park Central übernommen, heisst es in der Mitteilung. Auch die Eidgenössische Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa) sei angesprochen worden.

    „Wir unterstützen die Entstehung eines Gebäude- und Umwelttechnologie-Clusters mit swisspor und der Hochschule Luzern“, wird Regierungsrat Fabian Peter in der Mitteilung zitiert. Der Vorsteher des Bau-, Umwelt- und Wirtschaftsdepartementes sieht darin einen doppelte Chance für Region und Kanton: „Einerseits entstehen Arbeitsplätze, Innovation und Wertschöpfung und andererseits ermöglicht das Cluster einen Beitrag zur Erreichung unserer Klimaziele.“

  • Siegerprojekt für Quartier Reussbühl West ist gekürt

    Siegerprojekt für Quartier Reussbühl West ist gekürt

    Office of Living Things und dem Büro Dudler für Raum- und Verkehrsplanung entwickelt.

    Das 27’000 Quadratm

    Das Beurteilungsgremium für den Studienauftrag zur Neugestaltung des heute gewerblich-industriell genutzten CKW-Standorts in Reussbühl hat sich einstimmig für das Projekt „Habitat – Quartier im Hain“ entschieden. Es wurde vom Zürcher Architekturbüro Salewski Nater Kretz in Zusammenarbeit mit dem Office of Living Things und dem Büro Dudler für Raum- und Verkehrsplanung entwickelt.

    Das 27’000 Quadratmeter grosse Areal soll sich „zu einem attraktiven, lebendigen und unverwechselbaren Stadtquartier wandeln“, heisst es in einer Medienmitteilung von CKW. Der Energiedienstleister wird seinen dortigen Standort „in einigen Jahren“ aufgeben. In der Ausschreibung wurden Anforderungen hinsichtlich Hitzeentwicklung und Regenwasserbewirtschaftung gestellt. Zudem sollte die Shedhalle von CKW, eine frühere Seidenspinnerei, mindestens zur Hälfte erhalten werden. Auf dem übrigen Areal werden vornehmlich Wohnbauten entstehen.

    Das Siegerprojekt „überzeugt in der Umdeutung und Weiterentwicklung der historischen Landschaft“, die einst von Auen und wassernutzender Industrie geprägt war. Die Gestaltung nach dem sogenannten Schwammstadt-Prinzip nehme diese historischen Bezüge „geschickt“ auf. In den kommenden Monaten wird dieses Projekt weiterentwickelt und bildet dann die Grundlage für den Bebauungsplan Reussbühl West. Die Entwürfe aller Planungsteams sind vom 21. Juni bis 4. Juli bei CKW in Rathausen ausgestellt.