Schlagwort: Bau

  • Verwaltungsgericht bremst Innovationspark aus

    Verwaltungsgericht bremst Innovationspark aus

    Das kantonale Verwaltungsgericht entzieht dem geplanten Bau des Innovationsparks Zürich die Rechtsgrundlage. Wie das Gericht am Dienstag in einer Mitteilung schreibt, hat es mit einem Urteil vom 8. Juli die Verfügung der kantonalen Baudirektion über den kantonalen Gestaltungsplan für den Innovationspark aufgehoben.

    Ein solcher Gestaltungsplan sei nur für konkrete Einzelbauten oder Einzelanlagen möglich. Der Gestaltungsplan für den Innovationspark falle mit seinem Perimeter von 36 Hektaren und einer Gesamtnutzungsfläche von bis zu 410‘000 Quadratmetern aber nicht darunter. Daran ändere auch der „besondere Zweck der Innovationsförderung“ nichts. „Aufgrund seiner Dimensionen und der vorgesehenen Nutzungen schafft der Gestaltungsplan damit nicht eine projektbezogene, sondern eine generelle Bauzone“, heisst es in der Mitteilung.

    Der Kanton habe damit seine Kompetenzen überschritten: Nur die Gemeinden seien für die Festsetzung genereller Bauzonen zuständig. „Deshalb steht das Instrument des kantonalen Gestaltungs­plans für die beabsichtigte Planung nicht zur Verfügung.“ Zudem verstösst der Gestaltungsplan aus Sicht der Richter gegen die kantonale Rahmennutzungsplanung, weil der grösste Teil des Geländes in der kantonalen Landwirtschaftszone liegt.

    Die Baudirektion hatte den Gestaltungsplan am 9. August 2017 festgelegt. Zwei Anwohner rekurrierten beim kantonalen Baurekursgericht, wurden aber abgewiesen. Dessen Entscheid wird nun ebenfalls vom Verwaltungsgericht aufgehoben. Gegen das Urteil des Verwaltungsgerichts kann nun noch beim Bundesgericht Beschwerde erhoben werden.

    Die Idee eines Innovationsparks Zürich auf dem Gelände des Militärflugplatzes Dübendorf stand bei der Schaffung der Switzerland Innovation Parks Pate. Während solche Parks im Aargau, im Grossraum Basel, in Biel, in der West- und in der Zentralschweiz bereits gut vorankommen, droht nun ausgerechnet die Ideengeberin zu scheitern. Die Zürcher Regierung hatte bereits 2018 einen Kredit von 217,6 Millionen Franken für den Bau, die Erschliessung und die Unterstützung des Innovationsparks in Dübendorf beantragt.

  • Umbau verdrängt Neubau

    Umbau verdrängt Neubau

    Die Bauwirtschaft ist 2019 insgesamt kaum vom Fleck gekommen. Laut den provisorischen Zahlen des Bundesamtes für Statistik (BFS) glich ein Anstieg der Bauinvestitionen in den Tiefbau in Höhe von 3,9 Prozent einen Rückgang im Hochbau in Höhe von 0,9 Prozent aus.

    Dabei fand ein Wechsel weg von Neubauten hin zu Umbauten und Erweiterungen statt. So gingen die Investitionen in Neubauten im Tiefbau um 6,9 Prozent zurück, während die Investitionen in Umbauten und Erweiterungen um 13,2 Prozent stiegen. Auch im Hochbau stiegen die Investitionen in Umbauten und Erweiterungen um 1,6 Prozent, während die Investitionen in Neubauten um 2,0 Prozent sanken.

    Dieser Wechsel hin zu Umbauten war bei öffentlichen Auftraggebern besonders ausgeprägt: Sie investierten im vergangenen Jahr 8,8 Prozent mehr in Umbauten und Erweiterungen und 7,2 Prozent weniger in Neubauten. Private Auftraggeber investierten 2,2 Prozent mehr in Umbauten und Erweiterungen als 2018, aber dafür 1,4 Prozent weniger in Neubauten.

  • Swiss Prime Site Solutions  entwickelt neues Quartier

    Swiss Prime Site Solutions entwickelt neues Quartier

    Swiss Prime Site Solutions entwickelt für die Swiss Prime Anlagestiftung einen neuen „Lebensraum“, wie es in einer Medienmitteilung von Swiss Prime Site Solutions heisst.Der Grundstein für das Projekt Riverside ist am 10. Juli 2020 gelegt worden. Die Entwicklung steht unter dem Motto „Urban leben – von der Natur umgeben“. Gestartet werden die Bauarbeiten im Nordwesten, wo das Areal direkt an der Aare und am nächsten bei der Stadt Solothurn liegt. Von dort aus entwickelt sich das neue Quartier in weiteren Bauetappen nach Süden und Osten.

    „Wer im Riverside lebt und arbeitet, hat dort neben einer schicken Wohnung oder einem modernen Arbeitsplatz mit zeitgemässer Infrastruktur auch ein facettenreiches Quartier inklusive Naherholung an der Aare, das höchsten Ansprüchen gerecht wird“, erklärt  Anastasius Tschopp, CEO Swiss Prime Site Solutions. Er spricht von einem „Leuchtturmprojekt für unsere Mandantin Swiss Prime Anlagestiftung (SPA) und gleichzeitig bedeutend für die ganze Region Solothurn“.

    Zunächst sollen 140 Mietwohnungen direkt am Uferweg der Aare gebaut werden. Die ersten Mieterinnen und Mieter sollen im Winter 2021 einziehen können. Kapitalgeber und gleichzeitig Investoren der SPA sind über 280 Schweizer Pensionskassen. „Für die SPA führen wir derzeit die sechste Emission durch“, so Tschopp. Die Zeichnungsfrist dauert noch bis zum 22. Juli 2020. Das Entwicklungsprogramm des Kunden SPA belaufe sich aktuell auf rund 600 Millionen Franken und umfasst schweizweit Projekte und Immobilien.

  • Porta Samedan entsteht mit rezykliertem Baumaterial

    Porta Samedan entsteht mit rezykliertem Baumaterial

    Das neue Einkaufszentrum Porta Samedan wird von der Migros Ostschweiz und der Pfister Immobilien AG realisiert. In diesen Tagen findet die Betonierung der Etagen des Neubaus statt, wie aus einer Medienmitteilung hervorgeht. Bei den Baumaterialien setzen die Partner auf die Kreislaufwirtschaft. Sowohl beim Beton als auch beim Zement kommen wiederverwertete Produkte zum Einsatz.

    Der eine Hauptbestandteil im Beton ist der Zement. Dieser kommt per Bahn aus dem Holcim-Werk in Untervaz GR ins Oberengadin, wo Montebello vor Ort den Recyclingbeton produziert. Eingesetzt wird das Holcim-Produkt Susteno. Dieses ist den Angaben zufolge europaweit der einzige ressourcenschonende Zement, bei dem als Zumahlstoff der feine Anteil von Mischgranulat aus rückgebauten Gebäuden eingesetzt wird, der in der Betonproduktion nicht verwertet werden kann. Holcim kann den Baustoffkreislauf mit Susteno vollständig schliessen, da dieses Material sonst deponiert werden müsste.

    Der andere Hauptbestandteil im Beton sind die Gesteinskörnungen. „Hier setzen wir auf Recycling: Statt natürlichem Kies verwenden wir Abbruchmaterial aus der Region“, erklärt Flurin Wieser vom Engadiner Bauunternehmen Montebello.

    „Die Überbauung Porta Samedan zeigt, dass die Baustoffbranche mit innovativen Produkten und Lösungen eine immer wichtigere Rolle beim Übergang zur Kreislaufwirtschaft spielt und massgeblich zu einer nachhaltig gebauten Zukunft beiträgt“, so Philippe Rey, Leiter Zementverkauf Deutschschweiz bei Holcim Schweiz.

    Porta Samedan soll 2021 fertiggestellt werden. Es wird unter anderem den ersten Migros-Supermarkt im Engadin beherbergen. 

  • Implenia übergibt neuen Campus an ZHAW Gesundheit

    Implenia übergibt neuen Campus an ZHAW Gesundheit

    Termingerecht zum 1. Juli ist das zehnjährige Projekt der Konzipierung, Entwicklung und des Baus des neuen Campus für das Departement Gesundheit der  Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) fertig geworden und kann bezogen werden. Entwickler und Totalunternehmer Implenia hat den Neubau der Eigentümerin SISKA Immobilien AG übergeben. Nun kann die ZHAW als Mieterin des Hauses am Katharina-Sulzer-Platz in Winterthur das von Implenia im Minergie-Standard erstellte Gebäude mit einer Mietfläche von rund 19‘200 Quadratmetern für den Lehr- und Forschungsbetrieb vorbereiten.

    Bis Ende Juli 2020 bleibt die Einrichtung für die Öffentlichkeit noch geschlossen. Das „Haus Adeline Favre“, benannt nach einer Hebamme aus dem Val d’Anniviers, wird ab August  über 2000 Studierende und rund 300 Mitarbeitende beherbergen. Mit einer offiziellen Feier öffnet das grösste Schweizer Bildungs- und Forschungszentrum für Ergo- und Physiotherapie, Hebammen und Pflege am 28. August 2020 seine Tore. Ein Tag der offenen Tür wird am 26. September 2020 stattfinden.

    Das Gebäude wurde von pool Architekten aus Zürich gestaltet, heisst es in der Medienmitteilung. Die Grundstücksfläche wurde vollflächig überbaut, es gibt sechs ober- und zwei unterirdische Geschosse mit Unterrichts- und Praxisräumen, Mitarbeiterbüros, ein Ambulatorium und Simulationszentrum sowie eine Cafeteria. Adrian Wyss, Head Division Development bei Implenia: „Am Haus Adeline Favre führte Implenia seine Spezialisten verschiedener Disziplinen, vor allem der Divisionen Development und Buildings, erfolgreich zusammen und das integrierte Geschäftsmodell der Gruppe kam voll und ganz zum Tragen. Auch brachten die klaren Vorstellungen des Mieters Kanton Zürich sowie die gute Zusammenarbeit der Teams mit den Behörden das Projekt zum Erfolg.“

  • Neubau für ASTRA und BFE ist bezugsfertig

    Neubau für ASTRA und BFE ist bezugsfertig

    Rund 600 Mitarbeitende von ASTRA und BFE können den siebengeschossigen Neubau in Ittigen noch in diesem Monat beziehen. Das Verwaltungszentrum des Bundes auf dem UVEK-Campus beherbergt seit 2006 verschiedene Ämter des Eidgenössischen Departements für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK). Das neue Gebäude trägt dem seither gestiegenen Platzbedarf Rechnung und führt bisher verstreute Abteilungen zusammen.

    Laut einer Medienmitteilung setzt der nach dem Standard für Nachhaltiges Bauen Schweiz (SNBS) zertifizierte Holz-Beton-Hybridbau des Zürcher Architektenbüros Berrel Berrel Kräutler auf vor Ort vorhandene Potenziale. So wird etwa die Abwärme aus einem nahegelegenen Rechenzentrum für die Gebäudeheizung eingesetzt, Quellwasser für die Kühlung. Das von den Architekten ursprünglich „Fitzcarraldo“ getaufte Projekt nutzt zu 100 Prozent erneuerbare Energien und verursacht keine CO2-Emissionen.

    Auf dem UVEK-Campus können wir in diesem modernen Verwaltungsgebäude Abteilungen zusammenführen, die bisher an zwei Orten in Bern verteilt waren“, so ASTRA-Direktor Jürg Röthlisberger. „Das wird die Zusammenarbeit vereinfachen, den Teamspirit verbessern und es kann Prozesse beschleunigen.“

    Die Gemeinde Ittigen wolle auch in Zukunft alles daransetzen, dass sich der Bund dort zuhause fühle, betont Gemeindepräsident Marco Rupp. In Ittigen sei man stolz, Gastgeberin für einen Grossteil der UVEK-Ämter sein zu dürfen.

  • Online-Bibliothek für verbautes Material nimmt Registrierungen an

    Online-Bibliothek für verbautes Material nimmt Registrierungen an

    Madaster ist eine gemeinnützige Organisation mit Sitz in Zürich, welche die Kreislaufwirtschaft in der Bau- und Immobilienbranche fördern will. Sie bietet dafür eine Plattform an, auf der ressourcenrelevante Daten von Bauten inventarisiert werden. Diese Materialpässe können zur Wiederverwertung der Materialen genutzt werden.

    Per Anfang Juli können Eigentümer ihre Liegenschaften nun auf Madaster registrieren und einen Materialpass für ihre Gebäude erstellen, informiert Madaster in einer Mitteilung. Das Schweizer Material-Kataster gibt damit Auskunft über den finanziellen Wert der verbauten Materialien und über deren Möglichkeiten zur Wiederverwendung. Dafür werden alle Produkt- und Materialdaten der Gebäude gespeichert und visualisiert.

    „Unser Ziel ist es, dass wir in der Schweiz konsequent neue Häuser aus alten bauen“, wird Patrick Eberhard, neuer Vorsitzender des Präsidiums von Madaster Schweiz, in der Mitteilung zitiert. „Mit Madaster können Gebäude als Rohstofflager und Städte als Rohstoffminen geplant und genutzt werden.“

  • Dietikon kann neues Schulhaus bauen

    Dietikon kann neues Schulhaus bauen

    Insgesamt haben sich 2056 Stimmberechtigte für den Kredit ausgesprochen, 735 dagegen, wie aus einer Mitteilung der Stadt Dietikon hervorgeht. Damit ist die Vorlage für einen Kredit von 15,2 Millionen Franken für den Neubau des Pavillon Stierenmatt auf dem Areal Hunziker im Gebiet Limmatfeld als temporäres Schulhaus der Schuleinheit Stierenmatt angenommen worden.

    Die Schaffung von Schulraum im Stadtteil Limmatfeld sei schon länger geplant gewesen, hat die Stadt im Vorfeld der Abstimmung informiert. „Aufgrund von ausstehenden kantonalen Planungen verzögert sich der Bau des geplanten Schulhauses auf dem der Stadt gehörenden Areal Stierenmatt und kann voraussichtlich frühestens 2028 fertiggestellt werden“, hiess es dabei zur Begründung einer temporären Lösung. Diese kann nun mit dem Pavillon Stierenmatt auch umgesetzt werden. Die Gebäude aus Holzmodulbauten sollen ab Beginn des Schuljahres 2021/22 in Betrieb genommen werden. Nach der Nutzung können sie als temporäre Schule andernorts weiterverwendet werden.

  • Strabag baut für Bell

    Strabag baut für Bell

    Die Fleisch- und Convenience-Verarbeiterin Bell Schweiz AG plane, ihren Standort im Solothurner Oensingen auszubauen, informiert Strabag in der entsprechenden Mitteilung. Im Rahmen dieses Bauvorhabens wird das Schlieremer Bauunternehmen ein eingeschossiges Tiefkühl-Hochregallager und einen fünfgeschossigen Kopfbau realisieren. „Dieser beinhaltet unter anderem den Warenein- und Warenausgang sowie Arbeits- und Bürobereiche“, erläutert Urs Beeler, Technischer Bereichsleiter Hochbau bei der Strabag AG, in der Mitteilung.

    Als Bausumme für den Strabag-Auftrag wurden laut Mitteilung 9,15 Millionen Franken veranschlagt. Mit den Bauarbeiten soll im August begonnen werden. Das Bauunternehmen rechnet mit einer Rohbauzeit von rund neun Monaten. Die Inbetriebnahme des neuen Tiefkühllagers ist für Ende 2022 vorgesehen. 

  • Die Schweiz ist im Renovationsfieber

    Die Schweiz ist im Renovationsfieber

    Gegenüber 2019 verzeichnete Ofri, das Onlineportal für die Vermittlung von Handwerkern, sowohl im April als auch im Mai 2020 einen Anstieg von 31 Prozent. Für Geschäftsführer Benny Hertach hängt diese Renovationsfreude direkt mit dem Lockdown zusammen: „Wer plötzlich mehr Zeit zu Hause verbringt, dem fallen liegengebliebene Renovierungs- und Reparaturarbeiten erstens viel mehr auf“, erklärt er in einer Medienmitteilung. „Zweitens hat man endlich die nötige Zeit, um sich mit den Handwerkern zu koordinieren.“

    Zu Beginn der Corona-Krise im Februar war die Auftragslage im Vergleich zum Vorjahresmonat mit einem Plus von 19 Prozent zunächst stark geblieben. Im März verharrte sie jedoch auf dem Vorjahresniveau. „Wir gehen davon aus, dass unsere Kunden sich im März an den Hausarrest gewöhnen mussten, um sich dann im April mit umso mehr Schwung an die Pflege der eigenen vier Wände zu machen“, so Hertach.

    Etwa 85 Prozent aller Auftragskategorien verbuchten einen Zuwachs. Auffallend gut gelaufen seien Gartenbau, Schreinerarbeiten, Innenausbau und Sanitärarbeiten. Auch Rolladenbau, Arbeiten am Mauerwerk, Pflasterarbeiten, Heizungsbau und die Verlegung von Fliesen seien stark nachgefragt worden.

    Der Ofri-Geschäftsführer vermutet, dass Corona den Trend zur Online-Auftragsvermittlung verstärkt hat. „Die Grundidee von Ofri war immer, das Schweizer Handwerk zu unterstützen. Wenn unser Portal selbst in einer Krise dazu beitragen kann, das zu leisten, dann freut uns das umso mehr.“

  • Covid-19 und Baustellenbetrieb: frühzeitige Reaktion durch Entwicklung Schweiz

    Covid-19 und Baustellenbetrieb: frühzeitige Reaktion durch Entwicklung Schweiz

    Wichtigstes Ziel für die Branche während der Pandemie war der schweizweite Weiterbetrieb der Baustellen ohne Unterbrüche und ohne kantonale Sonderregelungen. Das Einreichen dieses Begehrens vor der entscheidenden Bundesratssitzung Mitte März war eine besonders erfolgreiche Aktivität von Entwicklung Schweiz, die zur unmittelbaren diesbezüglichen Diskussion im Bundesrat und zu positiven Folgen für die gesamte Branche durch eine entsprechende Formulierung in der Verordnung geführt hatte: Baustellen sollten demnach in der Schweiz unter der Bedingung des Einhaltens der vorgegebenen Hygiene- und Schutzmassnahmen geöffnet bleiben. Damit, und mit diversen persönlichen Gesprächen, die jeweils vor allem im Hintergrund stattfinden, hat der Verband entscheidend zur bisherigen Bewältigung der Krise beigetragen. Eine besonders spezielle Situation mit einer in der Realität teilweise restriktiven Praxis stellt(e) die Westschweiz dar. Auch hier versuchte der Verband in Kontakt mit den Behörden eine konstruktivere Haltung der Behörden zu erwirken. Mit dem Dachverband bauenschweiz steht Entwicklung Schweiz seit Beginn der Krise in regem Austausch hinsichtlich einer übergeordneten Koordination diverser Themen und einer möglichst breiten Wirkung in der Vermittlung von Botschaften.

    Den Mitgliedern hat Entwicklung Schweiz empfohlen, Leistungen zu honorieren und Zahlungsfristen trotz schwieriger Zeiten wenn immer möglich einzuhalten. Dieselbe Haltung wird von der gesamten Branche erwartet. Es ist von Bedeutung, dass die Bauwirtschaft als wichtige Stütze der Wirtschaft ihre Rolle weiterhin in Eigenverantwortung wahrnehmen kann.

    Weil die Folgen der Corona-Massnahmen (bzw. einer Pandemie generell) so umfassend sind, dass sie nicht für eine «Partei» in alleiniger Verantwortung tragbar wären, hat der Verband Grundsätze zum Umgang mit Verzug und Mehrkosten aufgrund von COVID-19 erstellt: Die (Vertrags-)Partner sollen frühzeitig das Gespräch führen und nach einvernehmlichen Lösungsmöglichkeiten suchen. Drohende Rechtsstreitigkeiten sollten vermieden werden. 

  • Halter AG realisiert Hochhaus

    Halter AG realisiert Hochhaus

    Das elfstöckige Hochhaus in Neuhausen a. R. wird nach der Fertigstellung Mitte 2022 insgesamt 76 Mietwohnungen und Gewerbeflächen im Erdgeschoss umfassen, wie aus einer Mitteilung der Halter AG hervorgeht. Das Wohn- und Geschäftshaus dient dabei als „Richtprojekt für einen übergreifenden Quartierplan“. Der Standort Industrieplatz ist Teil des Quartierplangebietes und das 40 Meter hohe Hochhaus wird das markanteste Gebäude am Platz sein, so die Halter AG.

    Im Erdgeschoss werden 265 Quadratmeter an Gewerbeflächen zur Verfügung stehen. Dort sollen kleinere Verkaufsräume für Güter des täglichen Bedarfs oder auch für einen Coiffeur entstehen. Die Wohnungen werden 1,5 bis 4,5 Zimmer umfassen. Damit richten sie sich an Ein- und Zweipersonenhaushalte sowie Kleinfamilien. „Durch die Nähe zum Bahnhof werden sie insbesondere auch Pendler in Richtung Schaffhausen, Winterthur und Zürich ansprechen“, heisst es in der Mitteilung.

    Die in Zürich ansässige Halter AG wird im kommenden Jahr ihren Hauptsitz in die ehemalige NZZ-Druckerei (heute Join.Explore.Dare/JED) in Schlieren verlagern.

  • W. Schmid AG startet Neubauprojekt

    W. Schmid AG startet Neubauprojekt

    Die W. Schmid AG errichtet an der Buckhauser-/Flurstrasse in Zürich ein siebengeschossiges Mehrfamilienhaus mit 101 Wohnungen. Laut einer Medienmitteilung ist nach Ende der Abbrucharbeiten mit dem Aushub der Baustart erfolgt. Nachdem die W. Schmid AG 2019 bereits die Wohnüberbauung Burbel in Oberglatt ZH für die Swiss Life AG realisiert hat, handelt es sich bei dem neuen Projekt um einen Folgeauftrag.

    Diesen setzt die W. Schmid AG als Generalunternehmerin um. Neben den 101 Mietwohnungen entstehen in dem Neubau auch zwei Gewerbeflächen. Das Mehrfamilienhaus wird in U-Form gebaut, so dass ein Innenhof entsteht, „welcher zukünftige Bewohner vom Strassenlärm schützt und einen Platz für Begegnungen schafft“. Zudem werden Fassade und weitere Elemente begrünt, „wodurch das Wohnumfeld noch mehr aufgewertet wird“. 

  • Baupreise sind leicht gestiegen

    Baupreise sind leicht gestiegen

    Der Schweizerische Baupreisindex des Bundesamts für Statistik (BFS) erhöhte sich zwischen Oktober 2019 und April 2020 um 0,2 Prozent auf 100 Punkte. Dies ist laut einer Medienmitteilung auf einen Preisanstieg sowohl im Hoch- als auch im Tiefbau zurückzuführen.

    Im Hochbau ist der Anstieg des Preisindexes im vorangehenden Halbjahr hauptsächlich auf höhere Preise bei Sanitäranlagen zurückzuführen. Auch die Kosten für Fenster und Aussentüren hätten zugenommen, wenn auch weniger stark.

    Mit Ausnahme der Zentralschweiz und Zürichs sind die Preise in fast allen Grossregionen gestiegen, vor allem in der Ostschweiz mit einem Plus von 0,8 Prozent. Den deutlichsten Preisrückgang verzeichnet die Zentralschweiz (-0,1 Prozent), gefolgt von Zürich.

    Im Tiefbau wurden im Vergleich zum vorangehenden Halbjahr insbesondere bei den Ingenieurhonoraren und beim Oberbau höhere Preise beobachtet. Dagegen sanken die Preise für den Erd- und Unterbau.

    Ausser in der Ost- und Nordwestschweiz sowie der Genferseeregion verzeichneten alle Regionen eine Preissteigerung. Am grössten war sie in der Zentralschweiz (+1,9 Prozent). Den stärksten Rückgang verbuchte die Ostschweiz (-0,9 Prozent).

  • Mehr Recycling von Baumaterial

    Mehr Recycling von Baumaterial

    Mehr als 17 Millionen Tonnen Abfälle entstehen in der Schweiz jährlich von Um- und Rückbauten. Zwei Drittel werden aber zu Recyclingbaustoffen aufgearbeitet, so können natürliche Ressourcen wie zum Beispiel Kies geschont werden. Jedoch geht auf diese Weise viel graue Energie verloren, die ursprünglich zur Herstellung der Baumaterialien benötigt wurde. Deshalb hat das Bundesamt für Umwelt (BAFU) die Unternehemen SALZA und Matériuum beauftragt, die Wiederverwendung von Baumaterialien im Schweizer Bausektor zu untersuchen. Es haben rund 150 Akteure aus den Bereichen Ausbau, Vermittlung, Verwendung und Promotion an der Umfrage teilgenommen.

    Ressourcenverbrauch und Umweltbewusstsein steigen
    Der Ressourcenbedarf ist im Baubereich in den letzten Jahrzehnten kontinuierlich gestiegen. Ein Grund dafür ist, dass vermehrt Gebäude aus den 1980er und 1990er Jahren abgerissen werden. Die Lebensdauer des Gebäudes und des darin verbauten Materials ist noch nicht erreicht und somit werden viele noch funktionstüchtige Bauteile entsorgt.

    Das Bewusstsein, um mit Rohstoffen sparsamer umzugehen, steigt jedoch, wie die Antworten der Umfrageteilnehmer zeigen. Das führt zum Aufleben der Wiederverwendung im Baubereich. Viele kleine Akteure arbeiten im bestehenden Recycling-Markt gewinnbringend. Allerdings ist die Vernetzung dieser Akteure praktisch inexistent und es gibt auch keine Organisation, die deren Interessen in der Öffentlichkeit vertritt.

    Wiederverwendung der Baumaterialen muss gestärkt werden
    Durch das Wiederverwenden der brauchbaren Bauteile werden nicht nur Abfälle vermieden, es vermindert zudem die klimaschädlichen CO2-Emissionen. So kann die Baubranche zur Erreichung des Klimaziels 2050 und der Energiestrategie 2020 beitragen.

    Fazit der Studie: Die Branche könnte mittels einer Information- und Austauschplattform zur Wiederverwendung und der Schaffung einer Dachorganisation vernetzt und strukturiert werden. Zudem sollen Leuchtturmprojekte kommunikativ unterstützt werden, um praktische Umsetzungsmöglichkeiten der Wiederverwendung zu demonstrieren. Ebenfalls wichtig: Bauplanerinnen und Bauplaner zum Thema Wiederverwendung ausbilden und Bauherrschaften und Bevölkerung für das Thema sensibilisieren.

    Das Bundesamt für Umwelt (BAFU) möchte künftig die Wiederverwendung als Mittel zur Förderung der Kreislaufwirtschaft in den entsprechenden SIA-Normen und Nachhaltigkeitslabels verankern, um damit den Umweltfussabdruck von Bauwerken weiter zu senken.

  • Bergdietikon erhält eine neue Turnhalle

    Bergdietikon erhält eine neue Turnhalle

    Die Arbeiten an der neuen Turnhalle für Bergdietikon schreiten gut voran. Vor dem Spatenstich werden noch die Bauabschrankungen um das Gebäude sowie eine Passerelle als Verbindung zwischen den beiden Schulhäusern aufgebaut. Laut Mitteilung der Gemeinde Bergdietikon findet der Spatenstich am 25. Mai statt.

    Die Gemeindeversammlung hatte im November 2019 einem Verpflichtungskredit von über 9,91 Millionen Franken zugestimmt. Die Zustimmung für den Neubau der Turnhalle im Minergie-Standard wurde im Januar 2020 rechtskräftig. Gegen diesen Zusatzkredit in Höhe von 355’000 Franken hatte es nur elf Gegenstimmen gegeben. Dagegen war der Bau einer Photovoltaik umstritten. Dem Kredit in Höhe von 185‘000 Franken stimmten 110 Stimmbürgerinnen und Stimmbürger zu, immerhin 59 lehnten ihn ab.

  • Sanierung der Limmatbrücke Wettingen

    Sanierung der Limmatbrücke Wettingen

    Laut einer Mitteilung der Regierung des Kantons Aargau wurde beschlossen, die Limmatbrücke zwischen Wettingen und Neuenhof zu sanieren. Die Brücke wurde 1970 gebaut. Nun werden 4.86 Millionen Franken zur Sanierung bereitgestellt.

    Die Arbeiten beginnen im Sommer 2020 und werden voraussichtlich Ende Jahr abgeschlossen sein. Während dieser Zeit wird für den Verkehr aus Wettingen auf der Brücke ein Einbahnregime in Richtung Neuenhof eingerichtet. Fahrzeuge, die in die entgegengesetzte Richtung unterwegs sind, werden auf die Autobahn via Furttalanschluss und via Baden umgeleitet.

  • Madaster holt Drees & Sommer an Bord

    Madaster holt Drees & Sommer an Bord

    Madaster möchte die Kreislaufwirtschaft im Bau und Immobiliensektor stärken, indem sie sich für die Entwicklung von Materialpässen neuer und bestehender Gebäude einsetzt. Dafür arbeitet der gemeinnützige Verein mit Partnern zusammen, die „sowohl einen finanziellen als auch einen strategischen Beitrag zur Weiterentwicklung der Madaster-Plattform und zur Ausgestaltung des Materialpasses als Marktstandard“ leisten, erläutert Madaster.

    Als jüngster Partner konnte dabei die Drees & Sommer Schweiz AG gewonnen werden. Das Beratungs-, Planungs- und Projektmanagementunternehmen mit Standorten in Zürich, Basel, Bern und Lausanne will in seinen Projekten Ökonomie und Ökologie vereinen.

    „Durch die Partnerschaft mit Madaster können wir die Zirkularität in unseren Projekten noch weiter verbessern und helfen so, die Grundlage für eine enkelfähige Zukunft mit gesundem Wohn- und Arbeitsraum, lebenswerten Städten und einer funktionierenden Infrastruktur zu schaffen“, wird Jürgen M. Volm, Partner und Vorsitzender der Geschäftsführung der Drees & Sommer Schweiz AG, in der Mitteilung zitiert.

    Madaster wiederum will über die internationale Vernetzung und das Fachwissen seines neuen Partners im Bereich Cradle-to-Cradle „die Chancen und Potenziale, welche eine zirkuläre Bau- und Immobilienbranche mit sich bringt, nutzen können“, sagt Marloes Fischer, Präsidentin Madaster Schweiz.

  • Flughafen Frankfurt setzt auf Schindler

    Flughafen Frankfurt setzt auf Schindler

    Noch bis zum Jahr 2023 wird am Flughafen Frankfurt am neuen Terminal 3 gebaut. Nach der Fertigstellung sollen dort bis zu 21 Millionen Passagiere ankommen und abfliegen. Dabei handelt es sich um eines der grössten privat finanzierten Infrastrukturprojekte Europas.

    Beim Bau setzt der Flughafen Frankfurt auf Technologie von Schindler aus dem Kanton Luzern. Das Unternehmen wird 73 Rolltreppen und Fahrsteige sowie 91 Aufzüge liefern. Die Schindler-Tochter Haushahn stellt die Aufzüge, die mit der Schindler Ahead-Technologie ausgestattet sind, bereit. 

    „Wir sind fest davon überzeugt, mit Schindler und Haushahn professionelle Partner gefunden zu haben, die die komplexen Anforderungen an die Anlagen zu unserer vollsten Zufriedenheit umsetzen werden“, wird Jannik Holst, Projektleiter Fördertechnik bei der verantwortlichen Fraport Ausbau Süd GmbH, zitiert.

  • Rhomberg Bau stellt die Geschäftsleitung neu auf

    Rhomberg Bau stellt die Geschäftsleitung neu auf

    Rhomberg Bau hat seine operative Geschäftsleitung neu aufgestellt. Matthias Moosbrugger und Tobias Vonach werden die Leitungsebene um Martin Summer (Immobilien), Gerhard Vonbank (Generalunternehmerbau), Rupert Grienberger (Bau und Ressourcen) und Jürgen Jussel (HR und IT) ergänzen.  Ernst Thurnher wird sich aus der Geschäftsleitung zurückziehen und sich voll auf seine Funktion als Geschäftsführer der Rhomberg Holding konzentrieren.

    Tobias Vonach, bisheriger Leiter Immobilien Österreich West, verantwortet die Bereiche Finanzen, Controlling, Rechnungswesen sowie das Chancen- und Risikomanagement. Er ist seit 2009 bei Rhomberg Bau tätig, zunächst als Teamleiter für das Facility Management, zuletzt als Leiter der Immobilienabteilung Österreich West. Der Absolvent der International Real Estate Business School an der Universität Regensburg verfügt über die amtliche Zulassung als Immobilienfachmann der Royal Institution of Chartered Surveyors (RICS).

    Matthias Moosbrugger arbeitet seit 2013 als Marketing- und Kommunikationsleiter bei der Rhomberg Gruppe. Er wird weiterhin in dieser Funktion tätig sein. Zusätzlich zählen neu die Themen „Strategie“, „Digitalisierung“, „Nachhaltigkeit“ und „Innovation“ sowie die im internen Managementsystem (IMS) zusammengefassten Prozesse und Systeme zu seinen Aufgaben.

    „Diese Entscheidung ist sowohl eine Reaktion auf die anhaltend positive Entwicklung von Rhomberg Bau als auch eine klare Weichenstellung für die langfristige, nachhaltige Ausrichtung unseres Unternehmens“, sagt Eigentümervertreter Hubert Rhomberg. Ernst Thurnher ergänzt: „Durch den Ausbau unserer Organisation setzen wir auch zukünftig auf eine dynamische Weiterentwicklung und Stärkung der Marke Rhomberg. Vor allem in wichtigen Zukunftsthemen wie Innovation oder Digitalisierung haben wir uns mit dieser Entscheidung klar positioniert.“

    Rhomberg Bau verfügt über Standorte in Österreich, Deutschland und der Schweiz und beschäftigt 713 Mitarbeitende. Im Geschäftsjahr 2018/19 erwirtschaftete das Unternehmen 325 Mio. Euro.


  • Ein identitätsstiftender Baustein in Etappen

    Ein identitätsstiftender Baustein in Etappen

    Auf einer Fläche von rund 40 000 Quadratmetern – das entspricht etwa der Grösse der Luzerner Altstadt – wird ein neues Stadtquartier unter den Zielvorgaben der 2000-Watt-Areale realisiert, schreiben die SBB in einer Mitteilung. Entwicklerin des neuen Quartiers «Rösslimatt» – dieses liegt zentral direkt neben dem Bahnhof Luzern – ist die SBB. Die Projektverantwortlichen nennen das entstehende Quartier einen neuen und identitätsstiftenden Stadtbaustein.

    Neben dem neuen Standort der Hochschule Luzern entstehen in den nächsten rund zwanzig Jahren auf fünf weiteren Baufeldern Gebäude mit Wohn-, Büro-, Dienstleistungs- und Gastronomieflächen. Ausserdem sollen neue Aussenräume und Grünflächen geschaffen und bestehende aufgewertet werden. Diese grosse Zeitspanne für die Entwicklung des Areals liegt daran, weil die späteren Etappen erst nach dem Bau des Durchgangsbahnhofs und der Freistellung der weiteren Arealflächen umgesetzt werden können, wenn das gesamte Areal umgezont wird und die Nutzungsbestimmungen angepasst werden.

    Vielseitige Geschäftszone
    «perron» ist das erste Gebäude, welches auf dem Areal «Rösslimatt» realisiert wird. Die erste Bauetappe sieht neben der Hochschule eine Geschäftszone für Dienstleistungsbetriebe sowie Gastronomie und Retail vor. Als Witterungsschutz dienen beim Geschäftshaus «perron» umlaufende Veranden. Gemeinsam mit den die Höhe betonenden vertikalen Elementen verleihen sie der Fassade Struktur. Im Erdgeschoss mit zweigeschossiger Arkade sollen Verkaufs-, Gastronomie und Schulnutzungen das Quartier beleben. Mit diesem Bürokomplex und den folgenden Bauetappen B und C komme die SBB der aktuellen und künftigen Nachfrage nach zusammenhängenden Dienstleistungsflächen in Luzern nach.

    Nachhaltiger Umgang mit Ressourcen
    Zudem würden die Anforderungen der 2000-Watt-Gesellschaft erfüllt. Das Zertifikat für «2000-Watt-Areale» zeichnet Siedlungsgebiete aus, die einen nachhaltigen Umgang mit Ressourcen für die Erstellung der Gebäude, deren Betrieb und Erneuerung sowie die durch den Betrieb verursachte Mobilität nachweisen können. Die Auszeichnung wird durch das Bundesamt für Energie (BFE) übergeben. ■

  • Das höchste Holzhochhaus in der Schweiz

    Das höchste Holzhochhaus in der Schweiz

    Das höchste Holzhochhaus der Schweiz soll achtzig Meter hoch werden und stelle ökologische wie soziale Nachhaltigkeit ins Zentrum, schreibt Implenia in einer Mitteilung. Mit dem Projekt «Pi» möchte die V-Zug preisgünstige Wohnungen für ihre Mitarbeitenden erstellen, die auch dem Wunsch nach urbanem Wohnen und individuellen Lebensformen gerecht werden. Angestrebt werden sozial durchmischte Nachbarschaften. Das heisst, dass man das Zusammenleben mit geschossweise geclusterten Begegnungsorten und Gemeinschaftsräumen fördern möchte. In einer Gesamtleistungsstudie überzeugte das Team von Duplex Architekten aus Zürich mit WaltGalmarini und Implenia, welches als Siegerprojekt erkoren wurde.

    Das vom Duplex-Team geplante Gebäude weist 27 Geschosse mit insgesamt 199 Wohnungen auf. Nach jeweils sechs Geschossen überragt das nächstfolgende das darunterliegende, so wächst das Hochhaus etwas in die Breite. Im Gebäude werden verschiedene Wohnungstypen realisiert: So soll jeweils eine dreigeschossige «Piazza» das Zusammenleben der Bewohner fördern. Dabei entstehen geschossübergreifende «Nachbarschaften» von 20 bis 24 Wohnungen des gleichen Typs.

    Rahmentragwerk aus Buchenholz
    Beim Bau wird der Rohstoff Holz mit bewährten Bauweisen kombiniert. Mit einem äusseren und inneren Rahmentragwerk – einem sogenannten Tube-in-Tube-System – wird eine grosse Spannweite und grosse Flexibilität in der Grundrissgestaltung erreicht, betonen die Projektverantwortlichen. Ein lineares, sichtbar bleibendes Holzrahmentragwerk stabilisiert das Hochhaus.

    «Die neu entwickelten Holz-Beton-Ver­bunddecken haben die gleiche Konstruktionsstärke wie herkömmliche Beton­decken, sind aber wesentlich leichter und erzeugen in der Herstellung bedeutend geringere Treibhausgasemissionen», sagt
    Anita Eckardt, Leiterin Division Spezialitäten bei Implenia. Bei dem Bauvorhaben versuche man zudem, Baustoffe mit hohen CO2-Emissionen in der Tragstruktur und den Innenräumen durch Holz zu ersetzen. Von aussen wird viel Keramik und Glas zu sehen sein. Durch Photovoltaikmodule in der Fassade soll das Gebäude zum Energieproduzenten werden und einen Teil seines Strombedarfs selbst decken. Erneuerbare Wärme und Kälte aus dem Boden sowie dem Zugersee versorgen das Gebäude zusätzlich energetisch. Die ökologische Nachhaltigkeit soll auch später im Betrieb gewährleistet werden.

    In einem nächsten Schritt wird ein Bebauungsplan für das Geviert Baarer-, Göbli-, Industrie- und Mattenstrasse erarbeitet. Läuft alles nach Plan, soll mit dem Bau Ende 2021 gestartet werden. Die Fertigstellung ist auf 2024 vorgesehen. Das Holzhochhaus bildet auch den Auftakt für die Entwicklung eines Tech Clusters Zug auf dem Stammareal der V-Zug. ■