Schlagwort: Bauwirtschaft

  • Neue Kräfteverhältnisse bei modularen Raumlösungen

    Neue Kräfteverhältnisse bei modularen Raumlösungen

    Die Condecta Gruppe übernimmt laut einer Mitteilung von der deutschen ALHO-Gruppe aus Friesenhagen die gesamte Schweizer FAGSI-Mietflotte sowie alle damit verbundenen Schweizer Aktivitäten. Davon betroffen ist auch der Standort in Wikon im Kanton Luzern. Damit übernimmt das Winterthurer Unternehmen die gesamte Schweizer Flotte an FAGSI-Mietcontainern. FAGSI ist eine Marke der ALHO-Gruppe, die sich auf den Verkauf und die Vermietung von temporären und modularen Containergebäuden für Städte, Gemeinden und Industrie spezialisiert hat, besonders auf hochwertige Büros, Schulen, Kindergärten und Übergangswohnheime.

    Der Standort Wikon verfügt über rund 12’000 Quadratmeter Produktions- und Lagerfläche sowie über eine Mietflotte von 1150 FAGSI-Containern. Er soll zum Kompetenzzentrum für hochwertige mobile Raumlösungen ausgebaut werden. Damit, so Condecta, „entsteht die Grundlage, auch grössere und komplexere Projekte effizient aus einer Hand umzusetzen – ein klarer Mehrwert für Kunden aus Industrie, Verwaltung, Bildung und Gesundheitswesen“. Bestehende Kundenbeziehungen, laufende Projekte und Mietverhältnisse werden den Angaben zufolge nahtlos weitergeführt. Auch Ansprechpartner und Abläufe bleiben dieselben.

    „Die Übernahme der Schweizer FAGSI-Aktivitäten ist ein wichtiger Meilenstein für die Weiterentwicklung von Condecta“, wird Condecta-CEO Olivier W. Annaheim zitiert. „Wir stärken unser Kerngeschäft, erweitern unser Premium-Angebot und investieren gezielt in zusätzliche Kompetenz. Der Standort Wikon wird dabei eine zentrale Rolle einnehmen, um Qualität, Leistungsfähigkeit und Lieferzuverlässigkeit in der Schweiz weiter auszubauen.“

  • Plattformstrategie stärkt Bau- und Umweltkompetenzen

    Plattformstrategie stärkt Bau- und Umweltkompetenzen

    Die TIC Holding Schweiz AG mit Sitz in Baar hat die HSE Conseils aus Laténa übernommen. Wie aus einer Mitteilung hervorgeht, soll deren Geschäftsführer Marc Dutoit weiter in seinem Amt fungieren. Die TIC Holding ist eine von der Winterberg Investment X finanzierte und von der Winterberg Advisory GmbH aus München verwaltete Bau- und Technologieplattform.

    Die HSE Conseils ist die führende Spezialistin in den Sektoren Industrie, Baustoffe sowie Bau-, Umwelt und Arbeitssicherung im Kanton Neuenburg und an sechs weiteren Standorten in den Kantonen Waadt, Wallis, Genf, Freiburg und Jura, heisst es in der Mitteilung weiter. Sie bietet ein umfassendes Leistungsportfolio für Baufirmen, Immobilienverantwortliche, Planer, Unternehmen und öffentliche Institutionen. Dazu zählen nach Schweizerischer Akkreditierungsstelle (SAS) akkreditierte Schadstoffdiagnostik und -analysen (unter anderem nach Asbest, Polychlorierte Biphenylen und Blei), Umwelt- und Abfallmanagement, Sicherheits- und Gesundheitskonzepte sowie Messungen der Innenraumluftqualität. Zum Aufgabengebiet gehören ferner Sicherheitsberatungen sowie Schulungen und Beratungen zur Bausicherheit von der Risikobewertung bis hin zum Sanierungskonzept.

    „Mit HSE decken wir jetzt die Sektoren Industrie, Baustoffe sowie Bau-, Umwelt und Arbeitssicherung ab“, wird Ralph Nowak, Verwaltungsrat der TIC Holding Schweiz und Partner bei Winterberg, in der Mitteilung zitiert. „Dies ist ein wichtiger Schritt für die Weiterentwicklung unserer TIC Holding Schweiz – die drei Plattformen unterstreichen unsere Position als führende unabhängige Gruppe dieser Bereiche in der gesamten Schweiz.“ Marc Dutoit setzt durch den Zusammenschluss auf starkes Wachstum für HSE Conseils und viele Synergien mit anderen Gruppenmitgliedern. „Unsere Struktur, das gesamte Team und alle Ansprechpartner für unsere Kunden bleiben bestehen und wir liefern höchste Qualität und Verlässlichkeit“, so Dutoit.

  • Die Swissbau 2026 schafft neue Synergien

    Die Swissbau 2026 schafft neue Synergien

    Zusammenwirken war schon immer das bestimmende Thema der Swissbau: sich persönlich treffen, gemeinsam handeln, einander weiterbringen. Für die kommende Ausgabe im Januar 2026 setzt der Messeveranstalter verstärkt auf positive Synergien. Nicht nur in den Kollaborations-Plattformen Swissbau Focus & Lab wird gemeinsame Entwicklung gelebt, auch die Ausstellungsflächen der Messe sind räumlich wie thematisch näher zusammengerückt. Deutlich wird dies vor allem in der neu inszenierten Halle 1.2, die dem gesamten Innenausbau eine atmosphärische Bühne bietet.

    Trendwelt Innenausbau für Designaffine
    Neu platziert in der Halle 1.2 trifft das Swissbau Publikum auf eine Erlebniswelt aus Badinnovationen, trendigen Oberflächen, stimmungsvollen Beleuchtungen und hochwertigen Objekteinrichtungen. Die gemeinsame Ebene für den Innenausbau bietet Raum für Entdeckungen und einen vertieften Austausch mit renommierten Herstellern und neuen Marken. Der Clou: Die neue Trendwelt in Halle 1.2 ist auch am Samstag geöffnet. Durch den Swissbau Focus mit Partnerlounges, Infopoints und Veranstaltungen führt der Wochenendbesuch über Rolltreppen direkt in die Trendwelt.

    Das Handwerk hautnah erleben
    Swissbau Blickfang in der im Erdgeschoss gelegenen Halle 1.0 sind zweifellos zwei reale Bauobjekte, die von verschiedenen Handwerksbetrieben erstellt und parallel ausgebaut werden. In einer Stahlhalle zeigen Metallbauer, Elektrikerinnen, Tor- und Türenbauer ihr Können. Im doppelstöckigen Wohnhaus lassen sich Holzbauer, Gipserinnen und Plattenleger bei der Arbeit beobachten. Beide Objekte werden nach der Swissbau auf der Baustelle fertiggestellt. Der «Treffpunkt Handwerk» hat aber noch mehr zu bieten: Neben spielerischen Aktionsflächen und einem Forum mit Praxisthemen präsentieren sich Handwerksbetriebe und themenspezifische Aussteller im Umfeld. Eine grosszügige BauBeiz lädt zum Fachsimpeln ein.

    Vom Austausch mit Experten profitieren
    Swissbau Focus in Halle 1.0 und Swissbau Lab in Halle 1.1 sind die besten Beispiele für einen interdisziplinären Dialog über aktuelle Herausforderungen und zukünftige Trends der Branche.
    Führende Verbände, Institutionen und Hochschulen bringen sich auf der Veranstaltungsplattform Swissbau Focus mit ihren Positionen ein. Passende Produkte und marktreife Lösungen kann das Fachpublikum im Swissbau Lab entdecken und ausprobieren. Besucher profitieren zudem von einer vergrösserten Swissbau Werkstatt, um innovative Anwendungen in der Praxis unter die Lupe zu nehmen. Die Teilnahme am umfangreichen Programm im Swissbau Focus und Lab ist im Eintrittsticket enthalten. Event-Anmeldungen sind auf der Swissbau Website einfach auszuführen und sollten in keiner Messevorbereitung für einen optimalen Know-how-Gewinn fehlen.

    Ein bunter Marktplatz für Putz und Farbe
    Eine neugeborene Kooperation mit dem Schweizerischen Maler- und Gipserunternehmer-Verband SMGV bietet in Halle 1.1 Einblicke in innovative Techniken, hochwertige Materialien und nachhaltige Lösungen des kreativen Fachbereichs. Mit seiner Präsenz an der Mehrbranchenmesse möchte sich der Verband verstärkt bei Architektinnen, Planern und anderen Bauprofis positionieren. Highlights des Themenbereichs sind die Objektausstellung des «Schweizer Preis für Putz und Farbe» mit Prämierung am 22. Januar im Swissbau Focus, Live-Trainings von zwei frischgekürten Schweizermeisterinnen für die WorldSkills in Shanghai, der Branchentreff «SMGV-Marktblitz Spezial» am 21. und 23. Januar und ein Maler-Gipser-Stübli zum persönlichen Austausch. Die SMGV Bildungszentren präsentieren mit Praxisbeispielen ihre vielfältigen Branchenbereiche. In der Maler-Gipser Werkstatt zeigen erfahrene Handwerker, wie Fassaden mit dekorativen Putzstrukturen gestaltet werden.

    Wertvolle Partnerschaften
    Bevor am Dienstagmorgen Aussteller und Partner das Kommando in den Hallen übernehmen und ihre Neuheiten enthüllen, wird die Swissbau von Bauenschweiz, dem Dachverband der Schweizer Bauwirtschaft, eröffnet. In Diskussion mit Personen aus Politik und Wirtschaft rückt die Stammgruppe Ausbaugewerbe und Gebäudehülle als umsatzstärkste Branche ihre Bedeutung, Bedürfnisse und Weiterentwicklung ins Zentrum der Eröffnungsfeier. Auch 2026 wird die anhaltende Relevanz der Swissbau durch namhafte Partnerschaften belegt. Der Schweizerische Ingenieur- und Architektenverein SIA, die Schweizer Marke LAUFEN sowie der neue Partner Abacus Business Solutions engagieren sich in grossem Umfang und bringen ihre fachspezifischen Expertisen in das Angebot der Messe ein.

    Swissbau unter neuer Führung
    Seit 25 Jahren leitet Rudolf Pfander die Geschicke der Swissbau und führte sie erfolgreich in die Neuzeit. Um nach der Ausgabe 2026 neue Aufgaben für MCH Exhibitions & Events zu übernehmen, übergab er im September die Nachfolge an seinen Stellvertreter Tobias Hofmeier. Der 36jährige Lörracher lenkte seit 2020 das Swissbau Projektmanagement sowie die erfolgreiche Entwicklung der Kollaborations-Plattformen Swissbau Focus und Lab. Rudolf Pfander unterstreicht: «Tobias ist die perfekte Nachfolgelösung für die Swissbau. Er kennt die Bedürfnisse der Ausstellerinnen, Partner und Besucher ganz genau und weiss auch um die zukünftigen Entwicklungschancen der Fachmesse.»

    Swissbau 2026 – die führende Plattform der Bau- und Immobilienwirtschaft in der Schweiz

    Messedauer, Öffnungszeiten
    20.- 23./24. Januar 2026
    Dienstag bis Freitag, 9 bis 18 Uhr
    Samstag Zusatztag Innenausbau und Swissbau Focus, Halle 1.2 und Halle 1.0 Süd, 9 bis 16 Uhr

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    swissbau.ch

    Veranstalter
    MCH Exhibitions & Events GmbH, Swissbau, CH-4005 Basel

  • Arbeitszeiten als Schlüssel beim Bau in den Bergen

    Arbeitszeiten als Schlüssel beim Bau in den Bergen

    Erfahrene Praktiker aus verschiedenen Kantonen betonen, dass die Arbeit im Gebirge engem Zeitdruck unterliegt. Baumaschinen und Material müssen oft erst mühsam transportiert werden, während Strom- und Wasserversorgung sowie die Zufahrt eingeschränkt und witterungsanfällig sind. Starke Temperaturschwankungen, lange Anfahrtswege und periodische Baufreiheit im Winter verlangen nach flexiblen, projektbezogenen Zeitmodellen starre Arbeitszeitvorgaben sind hier praktisch nicht umsetzbar.​

    Planung, Stolz und AVOR
    Für die Unternehmen bedeutet dies eine sorgsame Arbeitsvorbereitung und laufende Flexibilität. Häufig organisieren Bauunternehmen für Bergprojekte spezielle Arbeitszeitkalender, die saisonal, wochenweise oder sogar tageszeitlich angepasst werden. Mit Zustimmung der lokalen Paritätischen Berufskommission kann im Bauhauptgewerbe von den normalen Wochenarbeitszeiten abgewichen werden, um auf geographische und klimatische Faktoren Rücksicht zu nehmen.​

    Der Bauarbeiterlohn folgt dabei den landesweiten Regelungen gemäss Gesamtarbeitsvertrag Bau. Immer wichtiger wird eine vorausschauende Ressourcenplanung. Manchmal hilft das Modell einer Viertagewoche oder längerer Schichten über den Sommer, um Engpässe auszugleichen und den Fachkräften attraktive Perspektiven im saisonalen Kontext zu bieten.​

    Besonderheiten und Motivation im Bergbau
    Erhöhte körperliche Belastungen durch die dünnere Höhenluft, anspruchsvolles Terrain und die autonomiebedürftige Logistik fordern Erfahrung und Pioniergeist und lassen die Motivation der Beschäftigten laut Aussagen von Branchenvertretern steigen. Die wechselvolle Kulisse der Berge, Teamgefühl und Stolz auf das Geleistete tragen zur besonderen Identität des „Bauens in der Champions League“ bei. Flexible Arbeitszeitmodelle, von vorausschauender Planung über lokal abgestimmte Zeitkonten bis hin zu temporären Personalkontrakten, sind unverzichtbar, um dem Bergbau ein professionelles, wirtschaftliches und sozial ausgewogenes Gesicht zu geben.​

    Wer in den Schweizer Bergen bauen will, muss flexibel kalkulieren, sich auf Wetter und Geografie einstellen und gemeinsam mit Planern, Behörden und der Belegschaft massgeschneiderte Zeitmodelle etablieren. Die Forderung nach Flexibilität ist somit keine Modeerscheinung, sondern eine Notwendigkeit für Baukultur und Wettbewerbsfähigkeit in der Schweiz.

  • Die Zukunft des Tessiner Immobilienmarktes im Zentrum des immoTable Ticino

    Die Zukunft des Tessiner Immobilienmarktes im Zentrum des immoTable Ticino

    Unter der Moderation von Natascia Valenta sprachen Michele Bertini (La Mobiliare), Nicolas Daldini (SVIT Ticino), Gian-Luca Lardi (Schweizerischer Verband der Bauunternehmer) und Sandro Montorfani (Abteilung Privates Baugewerbe, Stadt Lugano).

    Die Debatte berührte zentrale Fragen wie die Neuplanung und Verdichtung des Territoriums, die Vereinfachung der Verfahren für Baugenehmigungen und die Notwendigkeit, die Rechtsvorschriften zu straffen, um die Entscheidungsprozesse zu beschleunigen.

    Es wurde auch betont, dass die Investitionen im Tessin heute positiv sind, dank des Rückgangs der Leerstände, die sich hauptsächlich auf veraltete Immobilien konzentrieren.

    Zu den künftigen Herausforderungen gehörten auch die Frage der ÖPP (öffentlich-private Partnerschaften) und der schrumpfenden Mittel für die Erneuerung vor dem Hintergrund einer immer älter werdenden Bevölkerung und des zu erneuernden Gebäudebestands. Ein Thema, das in den kommenden Jahren von entscheidender Bedeutung sein wird.

    Erinnert wurde auch an die strategische Rolle Italiens als Wirtschaftspartner und Quelle für qualifizierte Arbeitskräfte sowie an die Auswirkungen der jüngsten Abstimmungen über den Eigenmietwert, die sich erheblich auf die Finanzen des Kantons und der Gemeinden auswirken werden.

    Trotz der Herausforderungen bleibt die Sonnenstube eine dynamische und attraktive Region für Immobilieninvestitionen, die bereit ist, die Chancen eines sich wandelnden Marktes zu nutzen.

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  • «Die Baubranche ist agiler, als viele denken»

    «Die Baubranche ist agiler, als viele denken»

    „Ich liebe, was wir tun“, sagt Kull. „Wenn man es professionell macht, ist Bauen wirtschaftlich nach wie vor attraktiv.“ Sie betont jedoch, dass gesetzliche Vorgaben, Einsprachen und langwierige Verfahren die Bauprozesse erheblich verlangsamen. Die Pandemie habe allerdings gezeigt, wie anpassungsfähig die Branche ist: „Wir mussten keine Baustellen schliessen. Das war gelebte Resilienz.“

    Für Kull liegt die Stärke der Branche in ihrer Fähigkeit, sich auf neue Rahmenbedingungen einzustellen. Sie verweist auf die hohe Rechtssicherheit in der Schweiz, warnt jedoch vor der zunehmenden „Entschleunigung“ durch lange Verfahren und Einsprachen, die Milliarden binden. Dies gleichermassen bei Unternehmen, Investoren und öffentlichen Auftraggebern.

    Digitalisierung hebt Effizienzpotenziale
    Die oft zitierte Produktivitätskrise im Baugewerbe bezeichnet Kull als überholt. Digitalisierung und Building Information Modeling hätten die Produktions- und Kommunikationsprozesse revolutioniert. „Wir arbeiten heute mit klaren Zeitfenstern, just-in-time-Lieferungen und digitaler Koordination zwischen allen Gewerken“, erklärt sie.

    Projekte im Prinzip «BIM to Field» führten beim Unternehmen zu Effizienzsteigerungen von 10 bis 15 Prozent. „Das wirkt sich direkt auf Qualität, Termine und Kosten aus. Es ist die berechtigte Erwartungshaltung unserer Kunden“, so Kull. Besonders komplexe Vorhaben wie der Circle am Flughafen Zürich hätten die digitale Transformation des Unternehmens beschleunigt.

    Neue Zusammenarbeit im Bauwesen
    Kull beobachtet, dass General- und Totalunternehmer offener geworden sind für flexible Vertragsmodelle. Entwicklung Schweiz treibe gezielt integrierte Modelle voran, in denen Planung und Ausführung enger miteinander verzahnt sind. „Viele eiserne Regeln im klassischen GU-/TU-Vertrag sind heute nicht mehr sakrosankt“, erklärt sie.

    Das Ziel sei eine kooperative Kultur, in der Unternehmen Risiken gemeinsam tragen und Chancen gemeinsam nutzen. „Ein Anbieter ist schlecht beraten, wenn er auf Verträgen von gestern beharrt.“ Kull sieht in der Diversität der Modelle, vom Allianzansatz bis zu Gesamtverantwortungsmodellen, eine Antwort auf die zunehmende Projektkomplexität.

    Generationenwechsel und neue Arbeitskultur
    Auch interne Strukturen verändern sich. Der Einsatz digitaler Tools sei für jüngere Generationen selbstverständlich. „Softwarelösungen, KI und Kommunikationstools wie Teams haben unsere Arbeitsweise massiv verändert. Reisezeiten sind reduziert, Entscheidungswege kürzer geworden.“ Damit steigt zugleich die Attraktivität der Branche als Arbeitgeberin.

    Für Kull gehört zur Agilität von GU/TU-Unternehmen auch die Fähigkeit, Talente zu gewinnen und zu halten. „Unsere Projekte sind unsere Visitenkarte“, sagt sie. „Junge Menschen bewerben sich bei uns, weil sie an grossen, sichtbaren Bauprojekten mitwirken wollen.“

    Politische Hürden und Verantwortung
    Neben technologischer und organisatorischer Innovationskraft fordert Kull politischen Realismus. Die immer längeren Bewilligungsverfahren und die Vielzahl an Einsprachen lähmen laut ihr den Wohnungsbau. „Wir haben Projekte, die über ein Jahrzehnt in Vorbereitung sind. Das bindet enorme Ressourcen und schreckt Investoren ab.“

    Die aktuelle Regulierungsspirale bezeichnet sie als „toxisch“. Die Forderung nach mehr und günstigeren Wohnungen sei berechtigt, stehe aber im Widerspruch zu steigenden Auflagen. „Es braucht ein Umdenken in Verwaltung und Politik. Mehr Zusammenarbeit, weniger Misstrauen.“

    Fazit: Offenheit als Erfolgsprinzip
    Rebecca Kull stellt klar, dass die Bauwirtschaft ihre Zukunft selbst gestalten muss, digital, kooperativ und mutig. „BIM ist ein disruptives Prinzip, ähnlich wie früher CAD in der Planung. Wer sich öffnet, profitiert. Wer verharrt, bleibt zurück.“ Die Baubranche, sagt sie, sei längst ein Spiegelbild der Gesellschaft, agiler, anspruchsvoller und vernetzter denn je.

  • Wie Daten den Bau transformieren

    Wie Daten den Bau transformieren

    „Am Anfang dachte ich auch, das sei ein EU-Ding“, sagt Prof. Dr. Adrian Wildenauer, Experte für digitales Bauen. „Aber die Auswirkungen auf die Schweizer Bauwirtschaft sind enorm.“

    Der Produktpass verlangt, dass jedes Bauprodukt, von Zement über Holz bis zu Fensterprofilen,  digital dokumentiert wird. Angaben zu Herkunft, Zusammensetzung, Energieverbrauch und Recyclingfähigkeit müssen transparent auffindbar sein, meist über QR-Code oder Datenlink.

    Dieser Wandel trifft auf eine Branche, in der Materialdaten bisher oft verstreut liegen. Wer künftig ohne DPP produziert, verliert den Zugang zum europäischen Markt. Für Schweizer Hersteller bedeutet das, ohne Daten keine Lieferung und damit keine Umsätze. Der Anpassungsdruck ist entsprechend hoch.

    Datenqualität als Schlüssel
    Viele Unternehmen besitzen bereits wertvolle Informationen, aber in unterschiedlichen Systemen und Formaten. Wildenauer sieht darin die kritische Schwachstelle: „Ich sehe schon, dass Hersteller zunehmend zu Datenhändlern werden. Aber nicht jede kleine Firma kann sich eine vollständige Datenhaltung leisten.“

    Er plädiert für eine nationale Koordinationsstelle, die Normen, Tools und Standards für die Bauwirtschaft bündelt. „Wir müssen das helvetisieren“, sagt er. „Schnell, pragmatisch und gemeinsam.“ Nur mit einer schweizweit abgestimmten Datenstrategie gelingt es, Fragmentierung und Doppelarbeit zu vermeiden.

    Transparenz schafft Vertrauen
    Der digitale Produktpass ist mehr als eine regulatorische Auflage. Er schafft Markttransparenz und neue Qualitätsmassstäbe. Wenn Schweizer Produkte in den europäischen Datenbanken erscheinen, stärkt das Sichtbarkeit und Glaubwürdigkeit. Besonders in einem globalen Umfeld, das auf CO₂-Reduktion und Kreislaufwirtschaft setzt, kann dieser Schritt den entscheidenden Unterschied machen.

    Mit der Offenlegung des gesamten Lebenszyklus von Materialien, von der Gewinnung über die Nutzung bis zum Rückbau, rückt die Ressourceneffizienz ins Zentrum. „Das alte Prinzip ‚Make, Take, Waste‘ hat ausgedient“, erklärt Wildenauer. „Wer Materialien wiederverwendet, spart Ressourcen und wird unabhängiger.“

    Neue Kompetenzen entstehen
    Die Datenorientierung verändert Berufe und Prozesse im Bauwesen. Entstehen werden Profile wie Datenmanager, Materialzertifizierer oder Spezialisten für Rückverfolgbarkeit. Diese neuen Tätigkeitsfelder verbinden technisches und digitales Know-how mit baulicher Praxis und Nachhaltigkeit.

    Für Unternehmen beginnt der Wandel jetzt. „Nicht als kopfloses Huhn herumrennen“, rät Wildenauer. „Einfach anfangen. Welche Daten habe ich, welche fehlen?“ Eine erste Bestandsaufnahme genügt, um Ordnung ins System zu bringen. Künstliche Intelligenz kann später helfen, Muster zu erkennen und Prozesse zu automatisieren. Aber ohne saubere Basisdaten bleibt der Nutzen begrenzt.

    Digitalisierung als Chance
    Der digitale Produktpass markiert eine neue Ära der Transparenz und Effizienz im Bauwesen. Er fordert Umdenken, bietet aber enorme Chancen. Unternehmen, die früh handeln, sichern sich eine starke Marktposition und gewinnen Vertrauen bei Investoren, Auftraggebern und Endkunden.

    Wildenauer bringt es auf den Punkt: „Das ist keine Bedrohung, sondern eine Einladung, Ordnung zu schaffen und gemeinsam das Bauen resilienter und nachhaltiger zu gestalten.“

  • Baumeisterverband bleibt zuversichtlich

    Baumeisterverband bleibt zuversichtlich

    Der Vertragsentwurf des SBV setzt auf einfache, umsetzbare Regeln. Zentrale Punkte umfassen eine automatische Teuerungsanpassung der Mindestlöhne, die Beibehaltung der Jahresarbeitszeit und neue Freiräume in der Arbeitszeitgestaltung. Vorgesehen sind Gleit- und Langzeitkonten, die Mitarbeitenden mehr Flexibilität für Weiterbildung oder familiäre Verpflichtungen bieten. Auch sollen Betriebsferien und Brückentage frühzeitig kommuniziert werden.

    Einen wichtigen Schwerpunkt bildet der arbeitsrechtliche Schutz bei Krankheit und Unfall. Auf Anregung des SBV prüfen die Gewerkschaften eine Anpassung an das Obligationenrecht, um Nachteile durch bisherige Regelungen zu vermeiden. Gleichzeitig sollen Kündigungsfristen älterer Mitarbeitender so ausgestaltet werden, dass eine Wiedereingliederung in den Arbeitsmarkt nicht erschwert wird.

    In technischen Punkten streben beide Seiten praxisnahe Lösungen an. Etwa zur Anrechnung von Reisezeiten oder zu Samstagsarbeit bei witterungsbedingten Ausfällen. Der Verband verweist darauf, dass Zuschläge nur in Ausnahmefällen angepasst werden sollen.

    Kontroverse Sicht der Gewerkschaften
    Während der SBV die Verhandlungen als «gut und konstruktiv» bezeichnet, wächst auf Arbeitnehmerseite der Unmut. Laut Unia und Syna drohen Protestaktionen und Streiks. In einer landesweiten Abstimmung signalisierten rund 90 Prozent der befragten Bauarbeiter ihre Bereitschaft, bei ausbleibender Einigung Arbeitsniederlegungen zu starten. Die Gewerkschaften kritisieren insbesondere längere Tagesarbeitszeiten, tiefere Zuschläge und eine Verschlechterung der Lage älterer Berufsleute.

    Der SBV hält dagegen und betont, dass die Jahresarbeitszeit unverändert bleiben und die Mindestlöhne im Bauhauptgewerbe zu den höchsten Europas gehörten. Seit 2019 seien die Löhne um 7,5 Prozent gestiegen und das bei einer Teuerung von 6,5 Prozent. Der neue Vertrag soll laut Verband weder Belastungen erhöhen noch Sicherheiten abbauen, sondern die Wettbewerbsfähigkeit der Branche stärken.

    Letzte Runde entscheidet
    Die nächste und vorerst letzte Verhandlungsrunde ist für den 28. Oktober angesetzt. Parallel dazu tagen technische Arbeitsgruppen, um strittige Detailfragen vorzubereiten. Beide Seiten betonen öffentlich ihren Verhandlungswillen, doch die Differenzen sind erheblich.

    Für die Bauwirtschaft steht viel auf dem Spiel. Der LMV regelt die Arbeitsbedingungen von rund 80’000 Beschäftigten und bildet die Grundlage für Stabilität und Fairness in einer der wichtigsten Branchen der Schweiz.

  • Zirkularität als Schlüssel zur klimafreundlichen Bauzukunft

    Zirkularität als Schlüssel zur klimafreundlichen Bauzukunft

    CircularHub, Wissens- und Austauschplattform für zirkuläres Bauen, lädt am 2. Oktober 2025 zur MasterClass Zirkularität im Bau- und Immobiliensektor ein, wie aus einer Ankündigung hervorgeht. Ziel ist es, Fach- und Führungskräfte bei einer aktiven Wandlung des ressourcenintensiven Bausektors zu unterstützen und einen Beitrag zur Erreichung der Schweizer Netto-Null-Ziele zu leisten.

    Im Laufe der Veranstaltung werden etwa die Rolle der Zirkularität in der Nachhaltigkeit und Stärken von zirkulären Design-Strategien und Geschäftsmodellen, Best Practice-Beispiele und vorhandene Schweizer Ansätze diskutiert. Teilnehmende erhalten eine individuelle Vorbereitung mittels eines Briefing-Dokuments und ein optionales Follow-Up-Telefongespräch mit CircularHub-Spezialisten. „Lösungen für eine zirkuläre Wende liegen längst auf dem Tisch. Jetzt geht es darum, das Wissen, Können und Wollen breit in die Praxis zu tragen – und genau dafür ist die MasterClass da“, heisst es von Marloes Fischer, CEO von CircularHub und Hauptreferentin der Veranstaltung. Neben den fachlichen Inhalten ermöglicht die MasterClass eine aktive Vernetzung von Fach- und Führungskräften, die sich mit Experten und Entscheidungsträgern austauschen und Impulse mitnehmen können.

    Die Schweizer Bau- und Immobilienbranche, die hohe CO2-Emissionen und hohen Ressourcenverbrauch aufweist, steht laut CircularHub vor tiefgreifenden Veränderungen. Die Plattform bemüht sich daher, Branchenakteure bei innovativen Lösungen zu unterstützen und die Bauwirtschaft in Richtung Kreislaufwirtschaft zu transformieren.

  • Holz im Mittelpunkt: 1500 Gäste bei Event in Worb

    Holz im Mittelpunkt: 1500 Gäste bei Event in Worb

    OLWO, nach eigenen Angaben zentraler Produktions- und Handelsdienstleister in der Schweizer Holzbranche, hat am 12. und 13. September 2025 rund 1500 Gäste in seinem Sägewerk in Worb empfangen. Die Firma wandelte dafür das Areal mit Festzelt und Schwingplatz in einen Ort der Begegnung für Familien, Fachleute und Holzinteressierte um, heisst es in einer Mitteilung. Jungschwinger unter den Holzinteressierten freuten sich ausserdem über den Überraschungsbesuch des ehemaligen Schwingerkönigs Christian Stucki.

    Die Tage des Schweizer Holzes 2025, in deren Rahmen die Veranstaltung stattfand, wurden vom Dachverband Lignum Holzwirtschaft Schweiz und seinen angeschlossenen Unternehmen aus der Wald- und Holzbranche organisiert. Ziel der gesammelten Veranstaltungen war es, für Schweizer Holz und für eine zukunftsfähige Bauwirtschaft, die auf regionale Ressourcen und nachhaltige Wertschöpfung fokussiert, zu werben.

    OLWO, als Familienunternehmen in vierter Generation geführt, verfügt über ein proprietäres Säge- und Hobelwerk und ein umfassendes Sortiment an Holzwerkstoffen für Handwerker, Architekten und Bauherren. Am Firmensitz in Worb wird Kunden neben regionalen Hölzern und Werkstoffen eine lösungsorientierte Verkaufsberatung durch rund 30 Holzspezialisten geboten.

  • Wachstumskurs mit Büroeröffnung in Köln fortgesetzt

    Wachstumskurs mit Büroeröffnung in Köln fortgesetzt

    VELLOWS baut sein Netzwerk weiter aus. Das 2023 gegründete Beratungsunternehmen für Projekte und Organisationsentwicklung in der Bau- und Immobilienbranche betreibt laut einer Mitteilung seit dem 1. September 2025 einen neuen Standort in Köln. Wie es dort heisst, setze VELLOWS mit der Eröffnung des neuen Büros seinen Wachstumskurs konsequent fort. Seinen Sitz unterhält das Unternehmen in Hergiswil und operiert auch unter einer Zürcher Adresse sowie in Basel und Berlin.

    „Köln ist für uns ein zentraler Standort, sowohl im Hinblick auf unsere Kundenstruktur als auch auf unser Leistungsportfolio“, erklärt der neue Standortleiter Stephan Hintzen. Der Wirtschaftsingenieur mit Schwerpunkt Bauingenieurwesen verfügt über mehr als zehn Jahre Erfahrung im Projektmanagement, in der Bauherrenvertretung sowie in der Immobilienberatung.

    VELLOWS-Gründer Prof. Jürgen M. Volm spricht von einem erfahrenen und bestens vernetzten Kollegen: „Als Partner und Geschäftsführer wird er eine zentrale Rolle dabei spielen, unsere Marktpräsenz in Deutschland weiter auszubauen.“

  • Faire, ökologische Beschaffung mit Toolbox Nachhaltigkeit

    Faire, ökologische Beschaffung mit Toolbox Nachhaltigkeit

    Auslöser für die Entwicklung der Toolbox war die Revision des Bundesgesetzes über das öffentliche Beschaffungswesen. Neu stehen nicht mehr allein die Kosten im Vordergrund, sondern zunehmend Fragen der Nachhaltigkeit, fairer Arbeitsbedingungen sowie des Ressourcen- und Klimaschutzes. Damit verschiebt sich das Vergabeverfahren von einem reinen Preiswettbewerb hin zu einem Qualitätswettbewerb . Ein Paradigmenwechsel mit Chancen, aber auch mit Herausforderungen.

    Die zentrale Frage dabei ist, wie lassen sich Nachhaltigkeitskriterien objektiv, transparent und praxistauglich in Beschaffungsprozesse integrieren?

    Inhalte und Funktionen der Toolbox
    Die Toolbox Nachhaltigkeit liefert Antworten auf genau diese Frage. Sie ist webbasiert, dreisprachig und so aufgebaut, dass sie Vergabestellen konkrete Werkzeuge an die Hand gibt.

    • Katalog von elf Zuschlagskriterien, die Themen wie Materialbewirtschaftung, Klimaziele oder faire Arbeitsbedingungen abdecken
    • Textbausteine, Formulare und Bewertungstabellen zur direkten Nutzung in Ausschreibungen
    • Rechtliche und praktische Erläuterungen für eine sichere Anwendung der Kriterien
    • Praxisnahe Beispiele, die Orientierung im Vergabeprozess bieten

    Mehr Klarheit und Verbindlichkeit
    Das Instrument schafft ein gemeinsames Verständnis zwischen Auftraggebern und Submittenten, indem Kriterien messbar und überprüfbar formuliert werden. Damit wird auch für KMU die Teilnahme an Ausschreibungen attraktiver, da die Rahmenbedingungen klarer und fairer sind.

    Das übergeordnete Ziel ist es die Ausschreibungspraxis in der Schweiz so weiterzuentwickeln, dass Qualität, Nachhaltigkeit und Innovation honoriert werden. Anstelle eines reinen Wettbewerbs um den tiefsten Preis wie heute.

    Bedeutung für die Branche
    Mit der Toolbox Nachhaltigkeit wird einheitlich nachvollziehbar, wie nachhaltige Kriterien in Bauprojekte einfliessen können. Das stärkt nicht nur die Vergabestellen, sondern schafft auch Vertrauen bei Bauherren und Unternehmen. Das Projekt zeigt, Nachhaltigkeit ist kein Zusatz, sondern integraler Bestandteil zukunftsfähiger Bauwirtschaft.

  • Die Swissbau 2026 setzt starke Impulse

    Die Swissbau 2026 setzt starke Impulse

    Die Trendwelt Innenausbau in Halle 1.2 bleibt auch am Samstag geöffnet. Tobias Hofmeier begrüsst Ausstellerinnen und Fachpublikum als neuer Messeleiter.
    Aussteller der Swissbau 2026 erhalten in diesen Wochen ihren Platzierungsvorschlag. Keine einfache Aufgabe für die Messeverantwortlichen – gibt es doch sehr viel Neues an der nächsten Ausgabe. Das Team der Swissbau hat die beliebte Mehrbranchenmesse mit neuen Ideen gespickt, um grosse und kleine Marken für eine Teilnahme zu begeistern.

    Treffpunkt Handwerk mit «Swissness»
    In Halle 1.0 bietet ein lebendiger Treffpunkt für das Handwerk dem vielfältigen Wirtschaftszweig eine starke Lobby. Highlight der 2500 Quadratmeter grossen Fläche ist der Bau eines doppelstöckigen Holzhauses und einer modernen Stahlhalle von verschiedenen, parallel arbeitenden Gewerken. Zum Austausch und Fachsimpeln bietet die BauBeiz ausreichend Platz. Berufsstolz steht hier hoch im Kurs, genau wie auf den spielerischen Aktionsflächen daneben.

    Neue Kooperationen für mehr Vielfalt
    Nicht nur in Halle 1.1 führt eine neugeborene Kooperation mit dem Schweizerischen Maler- und Gipserunternehmer-Verband SMGV zu verschiedenen Inszenierungen. Live-Demos, Trainings, Veranstaltungen sowie Ausstellung und Auszeichnung des renommierten «Schweizer Preis für Putz und Farbe» mobilisieren die kreative Branche und bieten Herstellern ein attraktives Umfeld zur Produktpräsentation.

    Eine neue Plattform für den Innenausbau
    Die grösste Veränderung betrifft die designorientierte Trendwelt, die von Halle 2.2 in die modernere Halle 1.2 umzieht. Messeleiter Rudolf Pfander erzählt: «Die Trendwelt Bad wird auf den Innenausbau erweitert. Aussteller profitieren von einem hochwertigen Ambiente sowie neuen Synergien der Bereiche Bad, Boden/Wand/Decke, Licht, Büro- und Objekteinrichtung auf einer gemeinsamen Ebene.» Ein zusätzlicher Vorteil: Nur die Trendwelt hat am Samstag für unter der Woche ausgelastete Fachbesucher sowie private Eigentümerinnen und Bauherren geöffnet.

    Swissbau unter neuer Führung
    Seit 25 Jahren leitet Rudolf Pfander die Geschicke der Swissbau und führte sie erfolgreich in die Neuzeit. Um nach der Ausgabe 2026 neue Aufgaben bei MCH Exhibitions & Events zu übernehmen, übergibt er bereits diesen September die Nachfolge an seinen Stellvertreter Tobias Hofmeier. Der 36jährige Lörracher lenkt seit 2020 das Swissbau Projektmanagement sowie die erfolgreiche Entwicklung der Kollaborations-Plattformen Swissbau Focus und Lab.

    Breites Angebot an Präsenzen
    Vom Individualstand über die All-In-Theke bis zur Neuheiten-Demonstration im Swissbau Lab: Wer an der Swissbau 2026 präsent sein möchte, kann aus einer Vielzahl an Teilnahmemöglichkeiten wählen. Tobias Hofmeier und sein Team freuen sich über jede Kontaktaufnahme. Er präzisiert: «Unsere Kunden können sicher sein, dass wir ihre Bedürfnisse an erste Stelle setzen und gemeinsam eine passende Präsenzmöglichkeit finden».

    Unterstrichen wird die anhaltende Relevanz der Swissbau durch namhafte Partnerschaften. Der Schweizerische Ingenieur- und Architektenverein SIA, die Schweizer Marke LAUFEN sowie der neue Partner Abacus Business Solutions engagieren sich an der Swissbau 2026 in grossem Umfang und bringen ihre Expertisen ein.

    Swissbau 2026 – die führende Plattform der Bau- und Immobilienwirtschaft in der Schweiz

    Messedauer, Öffnungszeiten
    20.- 23./24. Januar 2026
    Dienstag bis Freitag, 9 bis 18 Uhr
    Samstag Zusatztag Innenausbau in Halle 1.2, 9 bis 16 Uhr

    Weitere Informationen
    swissbau.ch

  • Baumeisterverband begrüsst EU-Verhandlungsmandat

    Baumeisterverband begrüsst EU-Verhandlungsmandat

    Die Baubranche ist in hohem Masse von stabilen politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen abhängig. Der Schweizerische Baumeisterverband betont daher die Bedeutung des verabschiedeten Verhandlungsmandats mit der Europäischen Union. Geordnete Verhältnisse mit der EU seien eine Grundvoraussetzung für den Schweizer Wirtschaftsstandort, betont der Verband. Gleichzeitig stellt er klar, der Lohnschutz stellt in den anstehenden Verhandlungen kein Hindernis dar.

    ISAB als digitales Kerninstrument
    Seit 2019 ist das Informationssystem Allianz Bau (ISAB) im Einsatz. Ein digitales Vollzugsinstrument, das den Lohnschutz in der gesamten Bauwirtschaft sichert. Das System kombiniert drei zentrale Bausteine wie das ISAB-Portal, die paritätische GAV-Bescheinigung und die ISAB Card.

    Mit ISAB werden die Einhaltung der allgemeinverbindlich erklärten Gesamtarbeitsverträge digital überprüft und kontrolliert. Laut SBV führt allein die paritätische Kontrolle jährlich rund 16’000 Baustelleninspektionen mit ISAB durch. So viele wie in kaum einer anderen Branche. Damit ist der Lohn- und Arbeitnehmerschutz in der Bauwirtschaft besonders engmaschig abgesichert.

    Klare Haltung gegenüber Gewerkschaften
    Ein Ausbau der flankierenden Massnahmen, wie ihn die Gewerkschaften fordern, lehnt der SBV ab. Das geltende Entsendegesetz biete bereits ein bewährtes Instrument, das missbräuchliche Unterbietungen der Lohn- und Arbeitsbedingungen verhindere. Da dieses Gesetz mit der europäischen Entsenderichtlinie im Einklang stehe, erwartet der Verband auch keinen Widerstand seitens der EU.

    Verantwortung der Bauherren
    Der SBV betont, dass die Bauherren, insbesondere die grossen öffentlichen Auftraggeber, eine zentrale Verantwortung tragen. Indem sie konsequent auf die Nutzung digitaler Instrumente wie ISAB setzen, leisten sie einen entscheidenden Beitrag zur Bekämpfung von Schwarzarbeit und zur Sicherstellung fairer Arbeitsbedingungen. Gerade im aktuellen europapolitischen Kontext habe dies eine wichtige Signalwirkung.

    Spesenregelung als offene Frage
    Während der Lohnschutz nach Ansicht des SBV gesichert ist, sieht der Verband beim EU-Spesenreglement noch Klärungsbedarf. Der Verband fordert eine Spesenregelung nach dem Erfüllungsortprinzip, also nach Schweizer Standards. Nur so könne verhindert werden, dass ausländische Unternehmen durch tiefere Spesenansätze einen ungerechtfertigten Wettbewerbsvorteil gegenüber Schweizer Anbietern erhalten.

    Der SBV sieht das verabschiedete Verhandlungsmandat als Chance, die Beziehungen zwischen der Schweiz und der EU auf eine stabile Basis zu stellen. Mit dem digitalen Vollzugsinstrument ISAB sei der Lohnschutz gewährleistet. Ein weiterer Ausbau der flankierenden Massnahmen sei nicht notwendig. Entscheidend sei nun, dass Bauherren ihre Verantwortung wahrnehmen und digitale Lösungen flächendeckend einsetzen. Bei der Spesenregelung fordert der Verband eine klare Lösung zugunsten des fairen Wettbewerbs.

  • Hitzeschutz auf Baustellen wird zur Gemeinschaftsaufgabe

    Hitzeschutz auf Baustellen wird zur Gemeinschaftsaufgabe

    Die Schweiz ist topografisch vielfältig, von innerstädtischen Baustellen über alpine Lagen bis hin zu grossflächigen Infrastrukturprojekten. Einheitliche Massnahmen greifen daher zu kurz. Während in gewissen Gemeinden frühere Arbeitszeiten ermöglicht werden, setzen andere Projekte auf mobile Beschattungssysteme oder angepasste Pausenregelungen. Entscheidend ist die Abstimmung auf die jeweilige Region, das Umfeld und den Projekttyp.

    Mitverantwortung der Bauherrschaft
    Walz betont, dass es nicht nur Aufgabe der Bauunternehmen sei, für Hitzeschutz zu sorgen. Auch Bauherren und Projektverfasser könnten durch vorausschauende Planung und Ausschreibung wirkungsvolle Massnahmen verankern. Damit übernehmen sie Verantwortung für die Arbeitssicherheit und verhindern Diskussionen über Mehrkosten. «Wer frühzeitig auf die Thematik eingeht, schafft Klarheit und Verbindlichkeit für alle Beteiligten», so Walz.

    Zusammenarbeit auf allen Ebenen
    Ein wesentlicher Faktor ist die enge Abstimmung zwischen Bauleitung, Polieren und Arbeitnehmenden. Zwar tragen Arbeitgeber die gesetzliche Pflicht, den Gesundheitsschutz zu gewährleisten, doch auch Mitarbeitende sind gefordert. Sie müssen Schutzmassnahmen aktiv nutzen, Schattenplätze aufsuchen und die zur Verfügung gestellten Hilfsmittel einsetzen. Die Verordnung über die Unfallverhütung (VUV, Art. 11) verpflichtet alle Parteien zur Umsetzung.

    Rechtliche Rahmenbedingungen und Herausforderungen
    Gesetzlich sind Arbeitgeber bereits heute verpflichtet, Schutzmassnahmen umzusetzen. Unterstützung bieten Richtlinien von Suva und SBV. Dennoch bestehen strukturelle Probleme. Wird aufgrund einer Hitzewelle der Arbeitsrhythmus angepasst, entstehen Verzögerungen, die in Werkverträgen nicht immer abgedeckt sind. Häufig werden die Bestimmungen der SIA-Norm 118, die Fristverlängerungen bei wetterbedingten Unterbrüchen vorsehen, wegbedungen. Damit landen die Risiken bei den Bauunternehmen und deren Mitarbeitenden. Eine Praxis, die der SBV klar kritisiert.

    Runder Tisch als Signalgeber
    Um tragfähige Lösungen zu entwickeln, hat sich der SBV gemeinsam mit Gewerkschaften, Bauherrenvertretungen wie KBOB, SBB, Astra und IPB sowie Behörden und Suva am «Runden Tisch Hitze» zusammengeschlossen. Mitte Mai 2025 wurde in einem Konsultativentscheid festgelegt, Hitzeschutz künftig in der Baustellenverordnung (BauAV), in Empfehlungen von KBOB und IPB sowie in der SIA-118-Vertragsnorm zu verankern. Damit verpflichten sich Bauherren und Sozialpartner, Gesundheitsschutz verbindlich zu berücksichtigen. Nun liegt es an der Politik, ein klares Signal in dieselbe Richtung zu senden.

    Hitzeschutz auf Baustellen ist keine reine Chefsache, er verlangt die Mitverantwortung aller Beteiligten, vom  Bauherren, Unternehmen, Bauleitungen und Mitarbeitende. Nur wenn alle an einem Strang ziehen, lassen sich die wachsenden Risiken durch steigende Temperaturen wirkungsvoll bewältigen. In Zeiten des Klimawandels wird Hitzeschutz so zu einem festen Bestandteil moderner Baukultur und zu einem entscheidenden Faktor für Arbeitssicherheit und faire Rahmenbedingungen.

  • Gebäudehülle als lebender CO₂-Filter

    Gebäudehülle als lebender CO₂-Filter

    Der Bausektor gilt als einer der grössten Verursacher von CO₂-Emissionen weltweit. Forschende der ETH Zürich verfolgen nun einen radikal anderen Ansatz. Sie haben ein lebendes, organisches Baumaterial entwickelt, das während seiner Lebenszeit aktiv Kohlendioxid aus der Atmosphäre bindet. Im Inneren dieses Materials leben Cyanobakterien, auch als Blaualgen bekannt, die über Photosynthese Biomasse erzeugen und zusätzlich karbonhaltige Mineralien ausbilden.

    Die Innovation verbindet Biologie, Materialwissenschaft und 3D-Druck zu einem vielversprechenden Konzept für klimaneutrales Bauen. Das Material ist nicht nur funktional, sondern strukturell anpassbar. Es lässt sich in frei wählbare Formen bringen, ist leicht und benötigt für das Wachstum lediglich Sonnenlicht, CO₂ und künstliches Meerwasser.

    3D-Druck mit Photosynthese im System
    Leitender Kopf des Projekts ist Mark Tibbitt, Professor für Makromolekulares Engineering an der ETH. Gemeinsam mit seinem interdisziplinären Team gelang es ihm, ein Hydrogel zu entwickeln, das die empfindlichen Cyanobakterien stabil umhüllt und zugleich druckfähig macht. So entsteht ein biologisch aktives System, das architektonisch formbar ist und zugleich kontinuierlich CO₂ bindet.

    Bemerkenswert ist die doppelte Bindungswirkung. Das Material speichert Kohlenstoff einerseits in der wachsenden Biomasse der Bakterien, andererseits in Form stabiler Mineralien. Dadurch entsteht ein dauerhafter Kohlenstoffspeicher, der potenziell den CO₂-Fussabdruck von Gebäuden deutlich reduzieren kann.

    Vom Labor zur gebauten Umwelt
    Die Forschenden sehen den primären Einsatzbereich künftig im Gebäudebereich, beispielsweise als Fassadenbeschichtung. Im Gegensatz zu herkömmlichen Baumaterialien, die Emissionen verursachen, könnte dieses Material während des gesamten Lebenszyklus CO₂ aufnehmen.

    Die Umsetzung in architektonische Formate wurde bereits auf renommierten Plattformen wie der Biennale in Venedig und der Triennale in Mailand getestet. Die dort gesammelten Erfahrungen zeigen, dass sich das Konzept nicht nur im Labor, sondern auch im architektonischen Kontext bewähren kann.

    Potenzial für urbane Kreisläufe
    Das Material ist mehr als ein ökologisches Experiment. Es könnte Teil zukünftiger urbaner Stoffkreisläufe werden. Indem Gebäude nicht nur Nutzer beherbergen, sondern gleichzeitig als biologische CO₂-Senken dienen, eröffnet sich ein neues Kapitel in der klimabewussten Architektur.

    Die Ergebnisse der ETH-Forschenden wurden im Fachmagazin Nature Communications veröffentlicht. Ein Hinweis auf die wissenschaftliche Relevanz und Innovationshöhe der Entwicklung. Nun gilt es, die nächsten Schritte Richtung Skalierbarkeit und Langzeitbeständigkeit zu gehen.

  • Der Wohnpark Glarus Südsetzt neue Massstäb

    Der Wohnpark Glarus Südsetzt neue Massstäb

    Mitten im Glarnerland, eingebettet in die alpine Landschaft und mit direkter S-Bahn-Anbindung nach Zürich, nimmt ein wegweisendes Projekt Gestalt an. Der Wohnpark Glarus Süd ist bereit für die Realisierung. Die Baubewilligung liegt vor, das Konzept steht und das Umfeld ist ideal erschlossen. Auf dem Areal befinden sich bereits heute ein etabliertes Gesundheits- und Präventionszentrum, ein Café, ein Coiffeur- und Kosmetiksalon sowie vielseitig nutzbare Eventflächen. Schulen, Einkaufsmöglichkeiten, Spitexdienste und die Bahn nach Braunwald liegen in Gehdistanz. Die Lage kombiniert naturnahes Wohnen mit urbaner Anbindung.

    Ein Pionierprojekt für neue Lebensformen
    Im Fokus des Projekts steht das Mehrgenerationen-Wohnen, ergänzt durch Co-Living und Co-Working-Angebote. Die 51 Wohnungen sind Teil eines ganzheitlichen Konzepts, das auf soziale Durchmischung, Begegnung und gemeinsame Nutzung ausgerichtet ist. Der Wohnpark wird CO2-neutral betrieben. Die Energie stammt aus eigener Produktion. Das Konzept greift zentrale Herausforderungen wie den demografischen Wandel, den Klimaschutz und den zunehmenden Bedarf an flexiblen Lebens- und Arbeitsformen auf und bietet gleichzeitig attraktive Perspektiven für Investoren, die auf werthaltige, gesellschaftlich relevante Projekte setzen.

    Erfahrung trifft Vision
    Hinter dem Projekt steht die Hacontex AG aus Zollikon. Das Unternehmen mit Wurzeln in der Textilindustrie hat sich in den letzten Jahrzehnten konsequent transformiert. Heute ist Hacontex in der nachhaltigen Energieproduktion und Immobilienentwicklung tätig. Geschäftsführer Hans-Peter Keller und sein Team setzen auf unternehmerischen Mut, regionale Verankerung und wirtschaftliche Weitsicht. Mit Projekten in der Zürcher Agglomeration, im Kanton Schwyz und im Glarnerland adressiert das Unternehmen zukunftsgerichtete Themen, stets im Spannungsfeld von Natur, Technik und Gesellschaft.

    Ein Projekt mit Signalwirkung
    Der Wohnpark Glarus Süd ist mehr als ein Immobilienvorhaben. Er ist ein Impuls für die Region und ein Modell für die nachhaltige Transformation des ländlichen Raums. Mitten in den Bergen entsteht ein Ort für alle Generationen, für Arbeit, Gesundheit, Gemeinschaft und Innovation. Die Kombination aus moderner Infrastruktur, lokaler Verankerung und ökologischer Verantwortung macht das Projekt zu einem Investitionsziel mit langfristigem Mehrwert.

    Mit der Baureife steht der Startschuss unmittelbar bevor. Jetzt wird ein Investor gesucht, der die Vision teilt und den Mut hat, auf ein Projekt zu setzen, das Zukunft nicht nur verspricht, sondern baut.

  • Vom Industriegelände zum Gartenquartier

    Vom Industriegelände zum Gartenquartier

    Das Kartoni-Quartier zeigt, wie visionäre Stadtentwicklung gelingen kann. Auf einem ehemaligen Industrieareal entsteht ein begrüntes Wohnquartier mit rund 150 Wohnungen, ergänzt durch Dienstleistungs- und Kulturangebote. Was heute noch als Planungsskizze vorliegt, soll sich in mehreren Etappen zu einem vielfältigen Lebensraum entfalten, der offen ist für alle Generationen und Lebensentwürfe. Die historische Kulisse von Glarus bildet dabei nicht nur den Rahmen, sondern wird durch moderne Architektur und nachhaltige Bauweise weitergedacht.

    Stadt und Land neu verbunden
    Glarus ist mehr als nur der Hauptort des Kantons, es ist ein Lebensgefühl. Nur eine Stunde von Zürich oder St. Gallen entfernt, bietet Glarus urbane Dichte und gleichzeitig naturnahe Erholung. Das Kartoni-Quartier verstärkt diese Qualität. Es schlägt eine Brücke zwischen dem Ortsteil Ennenda und dem Stadtzentrum, schafft räumlich wie sozial neue Wege und Begegnungsorte. Die 2011 erfolgte Gemeindefusion erhält damit eine architektonisch greifbare Dimension.

    Wasser als verbindendes Element
    Die Linth wird künftig zur Lebensader des Quartiers. Wo früher versiegelte Flächen dominierten, entsteht ein öffentlicher Uferraum mit direktem Zugang zum Wasser. Der renaturierte Kanal verwebt sich mit der Flusslandschaft und schafft ein spielerisches Pendant zur strukturierten Gestaltung des nahegelegenen Volksgartens. Der Ort wird zum Treffpunkt für Spaziergänge, Erholung und gemeinsames Erleben.

    Autofreies Gartenquartier
    Das Kartoni-Quartier setzt auf eine unterirdische Lösung bei der Mobilität. Direkt nach der Linthbrücke führt eine Zufahrt in eine grosszügige Tiefgarage, wodurch das gesamte Quartier oberirdisch autofrei bleibt. Was entsteht, ist ein Gartenquartier, das offen, begrünt und von Wegen durchzogen ist. Die autofreie Gestaltung fördert nicht nur Ruhe und Sicherheit, sondern setzt ein starkes Zeichen für eine neue Art des Zusammenlebens in verdichteten Räumen.

    Mut zur Etappe und ein Plan mit Vision
    Die Entwicklung des Quartiers folgt keinem starren Zeitplan, sondern reagiert flexibel auf politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Rahmenbedingungen. Derzeit laufen mehrere Planungsstränge parallel: vom Hänggiturm über Wohnflächen bis hin zur Integration einer Musikschule. Der bereits genehmigte Überbauungsplan wird dabei an neue Anforderungen angepasst, insbesondere in Bezug auf das angrenzende Dorfbachprojekt in Ennenda.

  • Übernahme in Nordamerika stärkt Portfolio für Betonfertigteile

    Übernahme in Nordamerika stärkt Portfolio für Betonfertigteile

    Holcim hat die kanadische Langley Concrete Group Inc. übernommen. Jaime Hill, Leiter der Region Nordamerika bei Holcim, bezeichnet diesen strategischen Schritt in einer Mitteilung seines Unternehmens als «eine natürliche Erweiterung unserer Wachstumsstrategie». Diese kombiniere die technischen Kompetenzen der Langley Concrete Group bei Betonfertigteilen mit den eigenen Aktivitäten. Zudem erhöhe das vergrösserte Portfolio auch die Reichweite von Holcim.

    Die Übernahme umfasst den Angaben zufolge zwei hochmoderne Produktionsstätten in der Provinz British Columbia, die sich in den Städten Chilliwack und Duncan befinden. Von dort aus wird die Region mit Trocken- und Nassbetonprodukten für ober- und unterirdische Infrastrukturanwendungen beliefert, darunter Schächte, Rohre, Kästen und andere Komponenten für kommunale, gewerbliche und industrielle Anwendungen.

    Der Präsident von Langley Concrete, Mark Omelaniec, äussert sich stolz auf das, was seine Familie in 75 Jahren aufgebaut hat. Die Familie sei «überzeugt, dass Holcim der richtige Partner ist, um es weiterzuführen, da die Wachstumschancen in British Columbia weiter bestehen. Dieser Übergang bietet unserem Team und unserer Kundschaft langfristige Chancen.»

  • Wie der Mieterverband den Wohnungsbau sabotiert

    Wie der Mieterverband den Wohnungsbau sabotiert

    Die Initiative des Mieterverbandes, für die am 3. Juni 2025 die Unterschriftensammlung begonnen hat, klingt auf den ersten Blick wie eine Wohltat: tiefere Mieten, mehr Schutz für die Mieterinnen und Mieter, mehr Mitspracherecht. Doch wer sich nicht von wohlklingenden Titeln blenden lässt, erkennt: Diese Initiative bekämpft Symptome – und zementiert die Ursachen.

    Natürlich sind steigende Angebotsmieten eine reale Belastung, vor allem in den Ballungszentren. Doch der Eindruck, es handle sich um eine Verschwörung der Vermieterseite, greift zu kurz. Die Zahlen sind eindeutig: Laut dem Bundesamt für Wohnungswesen fehlen jährlich bis zu 10’000 Wohnungen – bei gleichzeitiger Zunahme der Haushalte um rund 50’000 Einheiten. Dass die Angebotsmieten steigen, ist nicht überraschend – sondern Folge eines wachsenden Nachfrageüberhangs.

    Und genau hier liegt das Problem der Initiative. Sie will die Preisbildung administrativ korrigieren, anstatt die strukturellen Engpässe auf dem Wohnungsmarkt zu beseitigen. Eine Kappung der Renditen mag kurzfristig populär erscheinen – langfristig aber entzieht sie dem Wohnungsbau wichtige Investitionsanreize. Private Anleger – darunter Pensionskassen und Versicherungen – tragen heute einen grossen Teil der Neubautätigkeit. Wer ihre Rentabilität beschneidet, verschreckt Kapital und riskiert eine weitere Verknappung.

    Die Mär vom renditegierigen Investor greift ins Leere. Über die Hälfte der Mietwohnungen in der Schweiz gehört Pensionskassen, Versicherungen oder Vorsorgeeinrichtungen – also letztlich der Bevölkerung selbst. Wer ihre Rendite beschneidet, gefährdet unsere Altersvorsorge. Der Wohnungsmarkt ist kein Spielplatz für sozialromantische Experimente, sondern ein komplexes System, das Angebot und Nachfrage in Einklang bringen muss. Wer diesen Mechanismus aushebelt, löst keine Probleme – er verschärft sie.

    Auch das Vorkaufsrecht für den gemeinnützigen Wohnungsbau ist heikel. Es bedeutet faktisch eine Enteignung mit bürokratischem Umweg – und ein weiterer Schritt hin zu einem staatlich gelenkten Wohnungsmarkt. Ich warne davor: Ein solcher Eingriff mag ideologisch motiviert sein, aber praktisch bringt er vor allem Verzögerung und Ineffizienz. Gemeinnütziger Wohnungsbau hat seine Berechtigung, aber er ersetzt nicht das marktgetriebene Volumen, das wir dringend benötigen.

    Stattdessen braucht es realistische Lösungen. Der SVIT Schweiz hat mit seiner Wohnbauagenda 20 konkrete Forderungen formuliert: schnellere und koordinierte Bewilligungsverfahren, Abbau von Einsprachen, Förderung von Nachverdichtung und flächeneffizientem Wohnraum. Auch das Mietrecht selbst muss differenzierter werden: Es schützt zu stark die Bestandesmieter und zu wenig jene, die dringend eine Wohnung suchen. Das ist weder gerecht noch effizient.

    Kurzum: Die Wohnungsknappheit wird nicht durch mehr Regulierung, sondern durch mehr Wohnungen gelöst. Wer den Neubau behindert, egal ob aus ideologischer Überzeugung oder falschem Gerechtigkeitssinn, vergrössert letztlich nur die Kluft zwischen Angebot und Nachfrage – und schadet damit genau jenen, die er zu schützen vorgibt.

  • Investitionspläne 2025 schwächeln, 2026 Rekordhoch

    Investitionspläne 2025 schwächeln, 2026 Rekordhoch

    Laut der aktuellen KOF Investitionsumfrage planen die Schweizer Unternehmen für das Jahr 2025 eine Steigerung ihrer Bruttoanlageinvestitionen um nominal 2,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Damit liegt das erwartete Wachstum nicht nur unter dem historischen Durchschnitt, sondern auch unter den Prognosen der letzten Erhebung im Herbst 2024. Insbesondere die Bauinvestitionen, bislang Haupttreiber der Schweizer Investitionstätigkeit, sollen zwar um 4,5 Prozent zulegen, zeigen jedoch im Vergleich zu den Erwartungen aus dem Vorjahr eine spürbare Abschwächung. Die Ausrüstungsinvestitionen sollen um 2,2 Prozent und die Forschungsausgaben um 2,5 Prozent wachsen.

    Im Dienstleistungssektor hat sich der Optimismus merklich eingetrübt. Anstelle des zuvor prognostizierten Wachstums von 4,7 Prozent erwarten die Unternehmen lediglich einen Anstieg um 3,1 Prozent. Im Baugewerbe wird sogar ein Rückgang der Anlageinvestitionen um 1,1 Prozent prognostiziert, eine deutliche Korrektur im Vergleich zur zuvor erwarteten Stagnation. Im Verarbeitenden Gewerbe hingegen bleiben die Aussichten weitgehend stabil, mit einem prognostizierten Zuwachs von 1,4 Prozent.

    Zollankündigung belastet Investitionssicherheit
    Eine zentrale Ursache für die verhaltenen Erwartungen liegt in der US-Zollankündigung vom April 2025, die eine Zollrate von 31 Prozent für Schweizer Importe in die USA vorsieht. Mithilfe einer quasi-experimentellen Analyse konnte die KOF aufzeigen, dass die Ankündigung spürbare Effekte auf die Investitionsentscheidungen hatte. Unternehmen, die ihren Fragebogen nach dem 2. April ausfüllten, berichteten vermehrt von gekürzten Investitionsplänen. Vor der Ankündigung planten rund 30 Prozent der Unternehmen, ihre Ausrüstungsinvestitionen zu reduzieren. Nach der Ankündigung stieg dieser Anteil auf 35 Prozent, während der Anteil der Unternehmen mit gleichbleibenden Plänen von 40 auf 36 Prozent sank.

    Ähnliche Muster zeigen sich bei den Bauinvestitionen, während Forschungsausgaben offenbar weitgehend unbeeinträchtigt blieben. Die Unternehmen, die ohnehin Erweiterungsinvestitionen planten, hielten an ihren Vorhaben fest. Hingegen reduzierten viele jene Unternehmen ihre Pläne, die zuvor keine Änderungen vorgesehen hatten, ein klarer Hinweis auf die gewachsene Unsicherheit.

    Deutlicher Anstieg der Investitionsunsicherheit
    Auch die Realisierungssicherheit der Investitionen hat sich nach der Zollankündigung verschlechtert. Der Anteil der Unternehmen, die ihre Investitionsvorhaben als unsicherer bewerten, stieg von 12 auf 22 Prozent. Gleichzeitig sank der Anteil jener, die keine Veränderung der Sicherheit feststellen, von etwa zwei Dritteln auf 56 Prozent. Der Anteil mit einer verbesserten Sicherheitseinschätzung blieb mit rund 21 Prozent konstant.

    Fokus auf Rationalisierung und Klimainvestitionen
    Das veränderte Umfeld hat die Investitionsmotive der Unternehmen beeinflusst. Erweiterungsinvestitionen, klassisch risikoreich, werden zunehmend zurückhaltend beurteilt. Stattdessen gewinnt der Gedanke der Rationalisierung an Bedeutung. Zudem wächst die Rolle von Umwelt- und Klimaschutzinvestitionen. Während im vergangenen Jahr 60 Prozent der Unternehmen entsprechende Massnahmen ergriffen haben, wollen in den kommenden drei Jahren 69 Prozent in Klimaschutz und Anpassung an Wetterextreme investieren. Dies geschieht trotz der Tatsache, dass fast ein Drittel der Unternehmen angibt, aktuell nicht direkt vom Klimawandel betroffen zu sein. Gleichzeitig sinkt der Anteil der Unternehmen, die den Übergang zu klimafreundlicheren Standards als Chance sehen, von 42 auf 39 Prozent. Der Anteil jener, die ihn als Risiko einstufen, steigt hingegen auf 28 Prozent.

    Optimistische Prognosen für 2026
    Für das Jahr 2026 zeigt sich ein völlig anderes Bild. Noch nie seit Beginn der KOF-Befragungen wollten so viele Unternehmen ihre Investitionen erhöhen. 28 Prozent der befragten Unternehmen planen höhere Ausrüstungsinvestitionen, bei den Bauinvestitionen liegt dieser Anteil sogar bei 29 Prozent. Gleichzeitig sinkt der Anteil der Unternehmen, die mit Rückgängen rechnen, deutlich auf nur noch 14 Prozent. Besonders optimistisch zeigen sich dabei Unternehmen aus dem Verarbeitenden Gewerbe und dem Dienstleistungssektor.

    Chancen und Risiken im Blick
    Die KOF-Analyse unterstreicht die hohe Anpassungsfähigkeit der Schweizer Unternehmen. Während geopolitische Risiken wie die US-Zollpolitik kurzfristig zu Investitionskürzungen und Unsicherheit führen, setzen viele Unternehmen langfristig auf Wachstums- und Klimainvestitionen.

  • Business-Chancen im Urner Talboden

    Business-Chancen im Urner Talboden

    Die Werkmatt Uri ist eine der letzten grossen Landreserven im Urner Talboden. Bereits während des Ersten Weltkriegs entstanden hier erste industrielle Nutzungen mit direktem Bahnanschluss. Besonders prägend sind die denkmalgeschützten Getreidemagazine der Architekten Eduard Züblin und Robert Maillart aus den Jahren 1912/13. Diese Bauten bleiben als Wahrzeichen erhalten und werden als Ausstellungsort und Kunstlager umgenutzt. Der Kanton investiert in die Infrastruktur, um das Gebiet zwischen dem neuen Kantonsbahnhof Altdorf und dem künftigen Autobahn-Halbanschluss Altdorf Süd weiterzuentwickeln.

    Optimale Lage und wirtschaftliche Impulse
    Uri liegt strategisch an der wichtigsten europäischen Nord-Süd-Achse mit dem Gotthard-Basistunnel und der Autobahn A2. Die unmittelbare Nähe zum Intercity-Bahnhof Altdorf sowie ein modernes Buskonzept fördern die Erreichbarkeit der Werkmatt. Aus der besseren Erreichbarkeit entstehen Impulse für Wirtschafts- und Siedlungsprojekte. Mit «Vena», «Cubo» und der «Strickermatte» realisierten private Investoren moderne Wohnbebauungen in Gehdistanz.

    Entwicklung mit Weitblick
    Die Kässbohrer Schweiz AG hat den Mehrwert der Werkmatt bereits erkannt und verlegte ihren Hauptsitz 2019 nach Altdorf. Mit dem neuen Dienstleistungsgebäude entstanden 30 qualifizierte Arbeitsplätze in den Bereichen Verwaltung, Verkauf, Service, Schulung, Endmontagen und Produktion von Spezialfahrzeugen, hauptsächlich von Pistenfahrzeugen. Daneben entwickelt die Werkmatt AG auf den Baufeldern 9 und 13 ein innovatives Nutzungskonzept. Geplant ist ein multifunktionales Zentrum mit einem Business-Hotel mit 80 Zimmern, Co-Working-Spaces, Gewerbe- und Kulturräumen, Gastronomie sowie Fitness- und Erholungsbereichen.

    Gezielte Planung für nachhaltiges Wachstum
    Als Eigentümerin strebt der Kanton Uri eine Win-win-Situation mit den zukünftigen Besitzern, Nutzern und Investoren im Areal an. In den nächsten Jahren sollen die Parzellen schrittweise verkauft und bebaut werden. Der Kanton entwickelt das Areal Werkmatt Uri koordiniert, so dass nachhaltige wirtschaftliche Nutzungen im regionalen Gesamtinteresse entstehen. Darum stellt er Richtlinien auf – unter anderem bezüglich der Arbeitsplatzdichte. Der Quartiergestaltungsplan dient bauwilligen Investoren und Firmen als eigentümerverbindliches, parzellenscharfes Planungsinstrument. Er setzt Leitplanken hinsichtlich Nutzung, Gestaltung und Infrastruktur.

    Erfolg durch Zusammenarbeit
    Die Werkmatt Uri ist ein Beispiel für eine koordinierte und nachhaltige Standortentwicklung. Unternehmen profitieren von einer engagierten Verwaltung, kurzen Entscheidungswegen und bedarfsgerechten Lösungen. Die Region erwartet durch das Projekt langfristige wirtschaftliche Impulse und eine Schaffung von mehr als 1’000 Arbeitsplätzen.
    Die Werkmatt Uri ist somit weit mehr als ein Industriegebiet, sie ist Wirtschaftsmotor und ein attraktiver Standort für zukunftsweisende Unternehmen.

  • Flugroboter als Baumaschinen der Zukunft

    Flugroboter als Baumaschinen der Zukunft

    Während schwere, bodengebundene Robotersysteme längst auf Baustellen Einzug gehalten haben, stossen sie in unwegsamem Gelände oder in grossen Höhen schnell an ihre Grenzen. Ein internationales Forschungsteam unter Leitung der Empa und der EPFL untersucht nun, wie Flugroboter diese Lücken schliessen können. Ihre Vision sind die mobile, flexible und autonome Baudrohnen, die Materialien transportieren, Strukturen errichten und dabei klassische Maschinen gezielt ergänzen. Wie etwa bei Reparaturen an Hochhausfassaden oder im Einsatz nach Naturkatastrophen.

    Flexibilität und Präzision aus der Luft
    Im Zentrum der aktuellen Forschung steht die Entwicklung sogenannter «Aerial Additive Manufacturing»-Technologien. Drei Konzepte werden verfolgt, die Konstruktion mit modularen Bauelementen, das Spannen von Zugstrukturen und das schichtweise Auftragen von Baumaterialien. Erste Versuche im Empa-«DroneHub» zeigen, wie Schwärme von Drohnen gemeinsam Bauaufgaben übernehmen könnten. Es gibt etliche Vorteile wie, kein fester Bauplatz, kürzere Transportwege, reduzierte Materialverluste und gesteigerte Sicherheit auf der Baustelle.

    Zusammenspiel von Robotik, Material und Design
    Damit der Einsatz von Baudrohnen Realität wird, müssen mehrere Disziplinen zusammenwirken. Robuste und leichte Baumaterialien sind ebenso entscheidend wie intelligente Bauentwürfe, die auf die begrenzte Präzision der Drohnen abgestimmt sind. Gleichzeitig erfordert die Technologie Fortschritte in der Flugautonomie. Vom programmierten Routenflug bis hin zur eigenständigen Analyse und Anpassung während des Bauprozesses reicht das Spektrum der künftigen Fähigkeiten.

    Ergänzung statt Ersatz
    Trotz aller Fortschritte bleiben Drohnen eine Ergänzung zu bestehenden Robotersystemen. Ihre begrenzte Flugzeit und Nutzlast schränken den Einsatz derzeit noch ein. Die Forschenden sehen deshalb hybride Konzepte als Schlüssel. Konventionelle Systeme errichten die unteren Bereiche eines Bauwerks, während Drohnen ab bestimmten Höhen übernehmen. So könnten künftig flexibel und effizient Strukturen entstehen. Selbst dort, wo heute kein klassischer Bau möglich ist.

  • Swissbau Lab öffnet neue Horizonte

    Swissbau Lab öffnet neue Horizonte

    Vom 20. bis 23. Januar 2026 wird die Messe Basel zum Treffpunkt der Schweizer Bau- und Immobilienwirtschaft. Im Zentrum steht das Swissbau Lab in Halle 1.1, ein Raum für Ideen, Innovationen und neue Partnerschaften. Themen wie Kreislaufwirtschaft, digitale Planungschancen, veränderte Bauprozesse und Klimaschutz prägen die Diskussionen. Mit dem Start der Programmgestaltung am 6. Mai 2025 beginnt eine intensive Phase der Konzeptentwicklung, zu der Unternehmen, Verbände und Institutionen eingeladen sind.

    Workshop als Sprungbrett für Innovation
    Der Kick-off Workshop am 6. Mai 2025 in Zürich bildet den Auftakt. Hier erhalten sowohl bestätigte als auch interessierte Unternehmen alle Informationen zum Konzept und zu Beteiligungsmöglichkeiten am Swissbau Lab. Die Messeverantwortlichen koordinieren die anschliessende Programmentwicklung. Zunächst im Plenum, dann in spezifischen Themengruppen. Kurzfristige Anmeldungen zum Workshop sind bis zum 2. Mai 2025 möglich.

    Vernetzung als Schlüssel zum Fortschritt
    Ob Startup oder etabliertes Unternehmen, entscheidend ist die Motivation, aktiv die Zukunft der Bauwirtschaft mitzugestalten. Mit dem Swissbau Lab entsteht ein dynamisches Innovationsnetzwerk, getragen vom Schweizerischen Ingenieur- und Architektenverein SIA als Leading Partner. Die Plattform fördert den offenen Austausch und setzt auf Kooperation statt Einzelkampf.

    Markus Weber, Präsident von Bauen digital Schweiz und Co-Studiengangleiter Digital Construction an der Hochschule Luzern, unterstreicht die Bedeutung: «Für uns ist die Swissbau eine einmalige Gelegenheit, das Prinzip ‹Miteinander statt jeder für sich› ins Zentrum zu stellen. Gemeinsam Impulse setzen für eine vernetzte, digitale und zukunftsfähige Bau- und Immobilienwirtschaft.»

  • Unterschiede bei Ökobilanzen für Bauprodukte im Vergleich

    Unterschiede bei Ökobilanzen für Bauprodukte im Vergleich

    Die Firma conspark hat ein Faktenblatt veröffentlicht, das die Unterschiede zwischen den Bilanzierungsregeln der EU und der Schweiz für Bauprodukte aufzeigt. Es steht ab sofort in deutscher und englischer Sprache zum Download zur Verfügung und soll eine kompakte Orientierungshilfe für Fachleute der Baubranche bieten, die mit Planung, Herstellung und Nachhaltigkeit betraut sind. Immerhin bilden die Ökobilanzergebnisse von Bauprodukten die Grundlage für die künftige Bilanzierung von Gebäuden.

    In der Schweiz gibt die Koordinationskonferenz der Bau- und Liegenschaftsorgane der öffentlichen Bauherren (KBOB) Bilanzierungsregeln für die Ökobbilanz von Bauprodukten vor und veröffentlicht diese Ergebnisse in der Liste Ökobilanzdaten im Baubereich. In der EU werden die Ökobilanzen nach EN 15804+A2 erstellt und deren Ergebnisse als Umweltproduktdeklarationen (EPDs) dargestellt.

    Zum Vergleich wurde beispielhaft die Ökobilanz verschiedener Sorten Recyclingbetons nach den beiden Standards erstellt. Dabei zeigte sich, dass die Treibhausgasemissionen und der Energiebedarf desselben Betons je nach Regelwerk sehr unterschiedlich ausfallen, wobei die KBOB-Ökobilanz jeweils höhere Werte ausweist. Das, so conspark, resultiert aus den verwendeten Hintergrunddatensätzen: Die EPD-Ökobilanz basiert auf aktuelleren Daten, die bereits technologische Fortschritte wie geringeren Klinkergehalt und den verstärkten Einsatz alternativer Brennstoffe berücksichtigen.

    «Die Vergleichbarkeit von Ökobilanzdaten spielt eine entscheidende Rolle für kommende Regulierungen und CO2-Grenzwerte», so der Geschäftsführer und Co-Autor dieses Faktenblatts, Florian Robineck, in einer Mitteilung. Dementsprechend lautet die Empfehlung der Autoren des Faktenblatts: «Eine regelmässige Aktualisierung der KBOB-Hintergrunddatensätze und eine stärkere Harmonisierung der beiden Ansätze würden dazu beitragen, bestehende Unterschiede zu verringern und vergleichbare Nachhaltigkeitsbewertungen zu ermöglichen.»

  • Regierungsrat verkürzt Fristen im Baubewilligungsverfahren?

    Regierungsrat verkürzt Fristen im Baubewilligungsverfahren?

    Der Zürcher Regierungsrat möchte das Baubewilligungsverfahren optimieren und hat eine Verkürzung der Behandlungsfrist von vier auf drei Monate vorgeschlagen. Diese Massnahme soll den Genehmigungsprozess effizienter gestalten und die Planungsunsicherheit für Bauherren reduzieren. Ein zentraler Faktor für diese Beschleunigung ist die Digitalisierung der Abläufe, die den administrativen Aufwand verringern soll.

    Politischer Hintergrund der Gesetzesänderung
    Die Initiative zur Fristverkürzung geht auf eine Motion von FDP, SVP und GLP zurück, die im Februar 2023 vom Kantonsrat mit 96 zu 73 Stimmen überwiesen wurde. Der Regierungsrat sieht darin eine Chance, die Bearbeitungszeiten zu optimieren, ohne dabei die Qualität der Prüfverfahren zu gefährden.

    Verzicht auf Verkürzung der Vorprüfungsfrist
    Anders als in der Motion gefordert, wird die Vorprüfungsfrist nicht von drei auf zwei Wochen reduziert. Der Regierungsrat folgt damit den Rückmeldungen aus der Vernehmlassung, wonach eine zu kurze Vorprüfung das Verfahren insgesamt verlangsamen könnte, anstatt es zu beschleunigen. Eine sorgfältige Vorprüfung wird als entscheidend für eine reibungslose Abwicklung der Baugesuche angesehen.

    Effizientere Verfahren für eine dynamische Bauwirtschaft
    Mit der geplanten Gesetzesänderung soll das Bauen im Kanton Zürich effizienter und planbarer werden. Die digitale Transformation der Bewilligungsverfahren könnte nicht nur Zeit sparen, sondern auch den Bürokratieaufwand minimieren. Nun liegt es am Kantonsrat, über die vorgeschlagene Anpassung des Planungs- und Baugesetzes zu entscheiden.

  • Höhere Margen durch Optimierung im Bauzuliefersektor

    Höhere Margen durch Optimierung im Bauzuliefersektor

    Der Gebäudezulieferer Arbonia mit Sitz in Arbon hat laut Medienmitteilung im Geschäftsjahr 2024 trotz einer vor allem auf dem deutschen Markt schwierigen Lage seinen Umsatz um 10,2 Prozent auf 556,3 Millionen Franken gesteigert. Darin enthalten sind die Akquisitionen der spanischen Dimoldura und Rozière in Frankreich sowie der tschechischen Gesellschaft Lignis. Ohne Währungs- und Akquisitionseffekte musste jedoch ein Rückgang von minus 5,4 Prozent verzeichnet werden, heisst es weiter. Damit sei dennoch eine Verbesserung gegenüber dem Vorjahr (minus 8,2 Prozent) erzielt worden.

    Der Rückgang sei vor allem auf weiterhin gesunkene Volumen als Folge des andauernden Rückganges der Neubautätigkeit im Wohnungsbau in Kombination mit steigenden Durchschnittslohnkosten und negativen Wechselkurseffekten zurückzuführen.

    In den grössten Arbonia-Märkten Europas konnte sich die Baukonjunktur im Jahr 2024 noch nicht spürbar erholen, heisst es in der Mitteilung zum Geschäftsbericht. Stattdessen verlief das 2. Halbjahr im für Arbonia wichtigen Markt Deutschland schwächer als erwartet: Rückläufige Baugenehmigungen und hohe Finanzierungskosten werden hier als Probleme genannt.

    Das EBITDA inklusive Sondereffekte konnte im Geschäftsjahr um 107,8 Prozent auf 66,3 Millionen Franken gesteigert werden. Dies entspricht einer Steigerung der EBITDA-Marge von 6,3 auf 11,9 Prozent, heisst es in der Mitteilung. Enthalten sei ein Gewinn aus dem Verkauf des Areals an der Zelgstrasse in Arbon von rund 29 Millionen Franken. Das EBITDA ohne Sondereffekte konnte um 22,1 Prozent auf 41,7 Millionen Franken gesteigert werden. Dies entspricht einer Steigerung der EBITDA-Marge von 6,8 Prozent auf 7,5 Prozent.

  • Mehr Innovation, mehr Handwerk, mehr Möglichkeiten Swissbau 2026

    Mehr Innovation, mehr Handwerk, mehr Möglichkeiten Swissbau 2026

    Die Swissbau zählt seit über 50 Jahren zu den wichtigsten Plattformen der Bau- und Immobilienbranche. 2026 präsentiert sie sich mit neuen inhaltlichen Schwerpunkten und strategischen Partnerschaften. Erstmals offiziell in das Programm aufgenommen wurden die Fachbereiche Putz, Farbe, Trockenbau, Solartechnik und Energiespeicherung. Besonders hervorzuheben ist die Kooperation mit dem Schweizerischen Maler- und Gipserunternehmer-Verband (SMGV), die für eine zusätzliche Erweiterung des Aussteller- und Besuchersegments sorgt.

    Die Zusammenarbeit mit dem SMGV spiegelt sich in verschiedenen Messebereichen wider. Neben neuen Live-Demos und Fachveranstaltungen wird in diesem Rahmen auch der renommierte «Schweizer Preis für Putz und Farbe» auf der Messe verliehen. Diese zusätzlichen Formate sorgen für eine stärkere Branchenvernetzung und ermöglichen es Ausstellern, gezielt mit Fachkräften in Kontakt zu treten.

    Treffpunkt Handwerk: Mehr Interaktion und Swissness
    Unter dem Motto «Swissness» entsteht in Halle 1.0 ein neuer, interaktiver Bereich für das Bauhandwerk. Der Messeveranstalter will hier das Handwerk als zentralen Bestandteil der Bauwirtschaft stärker in den Fokus rücken und dabei insbesondere junge Talente für die Branche begeistern.

    Ein besonderes Highlight ist die interaktive Hausbau-Fläche, auf der verschiedene Gewerke parallel arbeiten und ihr Können demonstrieren. Begleitend dazu präsentieren führende Handwerksbetriebe ihre Materialien, Werkzeuge und Technologien. In der angrenzenden BauBeiz entsteht ein lebendiger Treffpunkt für den Austausch zwischen Fachkräften, Herstellern und Interessierten. Die Kombination aus Fachwissen, praxisnaher Demonstration und Networking macht diesen Bereich zu einem wichtigen Bestandteil der Swissbau 2026.

    Kreative Inszenierung für mehr Erlebnis
    Die Trendwelt für Innenausbau wird erstmals in Halle 1.2 inszeniert und bietet ein modernes, hochwertiges Ambiente für Aussteller aus den Bereichen Bad, Küche, Boden/Wand/Decke, Licht und Objekteinrichtung. Die Neugestaltung ermöglicht eine stärkere inhaltliche Vernetzung zwischen den Ausstellern und sorgt für ein ganzheitliches Messeerlebnis.

    Zusätzlich kehrt mit dieser Neuausrichtung der Samstag als Messetag zurück – allerdings ausschliesslich für Halle 1.2 und das Swissbau Focus. Durch die verlängerten Öffnungszeiten erhalten sowohl beruflich stark eingebundene Fachbesucher als auch private Bauherren eine weitere Möglichkeit, die Messe zu besuchen.

    Wissenstransfer und praxisnahe Lösungen
    Mit den etablierten Swissbau Focus und Swissbau Lab setzt die Messe weiterhin auf interdisziplinären Austausch und praxisnahe Lösungen. Während Swissbau Focus als Plattform für politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Diskussionen dient, bietet das Swissbau Lab einen Ort, an dem Besucher innovative Produkte und nachhaltige Technologien entdecken und selbst ausprobieren können.

    Aussteller profitieren zudem vom neuen Werkstatt-Angebot, das ihnen die Möglichkeit gibt, ihre Anwendungen in einem praxisnahen Umfeld live zu demonstrieren. Damit wird der Mehrwert für Besucher weiter erhöht, da sie nicht nur Informationen erhalten, sondern die Lösungen direkt erleben können.

  • Regionale Baubranche trifft sich in Baden

    Regionale Baubranche trifft sich in Baden

    Am 15. Mai will city com baden die Bau- und Immobilienunternehmen der Region Baden zusammenbringen. Dazu richtet die Vereinigung der Gewerbetreibenden und Detaillisten der Stadt Baden den Branchentreff 2025 aus. «Das neue Veranstaltungsformat fördert die Vernetzung und den Wissensaustausch in der Bau- und Immobilienbranche in der Region Baden und schafft Synergien», erläutert city com baden in einer entsprechenden Mitteilung.

    Den Teilnehmenden werden Einblicke in die regionale Wohnraumsituation und die Entwicklung der Immobilienpreise geboten. Auf der Tagesordnung stehen darüber hinaus innovative Bau- und Umweltlösungen. Als Referenten sind Marcel Koller, Chefökonom der Aargauischen Kantonalbank, und Vertretende der Hächler-Gruppe gebucht. Die Abteilung Infrastruktur der Stadt Baden konnte als Partnerin gewonnen werden.

    Die Teilnahme am Branchentreff ist kostenlos, allerdings ist eine Anmeldung bis zum 15. April erforderlich. Sie kann online oder über einen QR-Code in der Mitteilung vorgenommen werden. Dort stellt city com baden auch einen Kontakt für Rückfragen zur Verfügung.

  • Immobiliengesellschaft sichert Finanzierung für grüne Projekte ab

    Immobiliengesellschaft sichert Finanzierung für grüne Projekte ab

    Die HIAG Immobilien Holding AG mit Sitz in Basel hat laut Medienmitteilung ihren ersten Green Bond über 100 Millionen Franken mit einer Laufzeit von 5,25 Jahren und einem Coupon von 1,42 Prozent platziert. Die Emissionserlöse werden zur Finanzierung und Refinanzierung von nachhaltigen Gebäuden und Projekten gemäss dem Green Financing Framework von HIAG verwendet, heisst es weiter. Die Liberierung, also die Einzahlung von gezeichneten Gesellschaftsanteilen, erfolgt per 23. Januar 2025. Der Handel des Green Bonds an der SIX Swiss Exchange sei beantragt.

    Mit dieser Emission habe HIAG vom günstigen Zinsumfeld profitieren und die Finanzierungen über einen längeren Zeithorizont absichern können, heisst es weiter. Der Green Bond und auch die im Sommer 2023 lancierte nachhaltig ausgerichtete Syndikatskreditlinie über 500 Millionen Franken stehen im Einklang mit der Nachhaltigkeitsstrategie von HIAG, heisst es weiter.

    Die Immobiliengesellschaft HIAG ist an der SIX Swiss Exchange kotiert und verfügt nach eigenen Angaben über ein Immobilienportfolio im Gesamtwert von 1,95 Milliarden Franken. HIAG arbeitet auf einer Fläche von rund 743’000 Quadratmetern mit derzeit 58 Projekten und einem erwarteten Investitionsvolumen von 3 Milliarden Franken. Das Portfolio umfasse 41 Areale mit gut erschlossenen Büro-, Gewerbe- und Logistikimmobilien sowie ausgewählten Wohnobjekten in zukunftsorientierten Wachstumsregionen der Deutsch- und Westschweiz, heisst es  von HIAG.