Schlagwort: Energieeffizienz

  • Regionale Metzgerei setzt auf Nachhaltigkeit und kurze Transportwege

    Regionale Metzgerei setzt auf Nachhaltigkeit und kurze Transportwege

    Die Metzgerhuus Stadt und Land AG in Füllinsdorf arbeitet fast bei voller Kapazität. Die regionale Kleinmetzgerei verarbeitet laut Geschäftsführer Raffael Jenzer pro Woche bereits rund 30 Rinder, 30 Kälber, 70 Schweine und 20 Schafe. Die Transportwege sind kurz: Die Tiere stammen von über 300 landwirtschaftlichen Betrieben aus dem Baselbiet. Das Fleisch wird von 13 Metzgern in der Region sowie über 125 direktvermarktenden Bauernbetrieben genutzt.

    Das im Juni 2025 eröffnete Metzgerhuus umfasst zudem einen Selbstbedienungsladen, der jeden Tag zugänglich ist. Er bietet 500 Produkte regionaler Lieferanten an. Zudem haben im Metzgerstübli bereits rund 80 Veranstaltungen mit über 1000 Besuchenden stattgefunden. Auch die ersten Kochkurse sind bereits erfolgreich angelaufen.

    Das Gebäude des Metzgerhuuses selbst ist ein Kraftwerk. Es produziert dank Solarfassade, Solarmodulen auf dem Dach, Wärmerückgewinnung und starker Dämmung mehr Energie als es verbraucht. Entsprechend ist es Minergie A-zertifiziert.

    Die regionale Kleinmetzgerei wurde von fünf Metzgerfamilien aus den Baselland und Basel-Stadt, dem Metzgermeisterverband beider Basel und der Genossenschaft Basler Metzger und dem Bauernhof gegründet, die zusammen 4 Millionen Franken Kapital aufbrachten. Sie wollten das Vieh der Region nicht länger zum Schlachten ins Mittelland fahren.

    Die beiden Basel unterstützten das Vorhaben im Rahmen des Projekts zur regionalen Entwicklung „Genuss aus Stadt und Land“ (PRE) mit 2,5 Millionen Franken. 120 Darlehensgeber unterstützten das Metzgerhuus mit insgesamt fast 1 Million Franken. Wer heute noch das Metzgerhuus finanziell unterstützen will, kann sogenannte Solar-Einkaufsgutscheine kaufen: Für 1000 Franken können Interessierte sich an Solarmodulen beteiligen; der Ertrag wird in Gutscheinen für Fleisch zurückgezahlt. 

  • Innovationsprojekt wird Ausgangspunkt für neue Bauindustrie

    Innovationsprojekt wird Ausgangspunkt für neue Bauindustrie

    Das BioHaus am Waldsee im amerikanischen Bundesstaat Minnesota ist 20 geworden. Das Haus auf dem Waldsee-Campus der Concordia Language Villages ist das erste Gebäude, das jemals in Amerika vom deutschen Passivhaus Institut als Passivhaus zertifiziert wurde. Das Projekt wurde damals von Stephan Tanner und seinem Team von der Integrale Planung GmbH (Intep) aus Zürich realisiert. Es war zudem der Ausgangspunkt für TANNER Building Products und seinen verwandten Unternehmungen, heisst es in einer Mitteilung.

    Das BioHaus zeichnet sich durch Materialien und Technologien wie von Passivhaus zertifizierte Fenster und Türen, Hochleistungslüftungssysteme, aussenliegende Beschattungselemente und Vakuumdämmplatten aus, die damals für das Projekt von Europa in die USA importiert wurden. Es wurde zu einer Zeit errichtet, als der Passivhausstandard in Nordamerika noch weitgehend unbekannt war und die benötigten Materialien, Technologien und das bautechnische Know-how vor Ort fehlten.

    Das Projekt wurde von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt unterstützt und sollte zeigen, dass fortschrittliche Umwelttechnologien auch im Ausland erfolgreich sein können. „BioHaus hat nicht nur bewiesen, dass Passivhäuser in Amerika funktionieren können. Es hat auch dazu beigetragen, dass andere diesem Beispiel folgen konnten“, heisst es in der Mitteilung.

    Aus dem Projekt entstand zudem Stephan Tanners Unternehmen TANNER Building Products. Das Unternehmen aus Watertown in Minnesota startete 2006 als Peak Building Products und lieferte die fortschrittlichen Materialien für das BioHaus. „Was als Notwendigkeit begann – der Import von Komponenten, die sonst niemand hatte –, entfachte eine ganze Branche“, erklärt das Unternehmen in der Mitteilung.

  • Gebäudetechnikgruppe steigert Ergebnis und setzt Wachstum fort

    Gebäudetechnikgruppe steigert Ergebnis und setzt Wachstum fort

    Die Burkhalter Gruppe hat das Geschäftsjahr 2025 laut einer Mitteilung mit einem „hervorragendem Ergebnis“ beendet. Sämtliche relevanten Kennzahlen konnten gegenüber dem Vorjahr erneut gesteigert werden. Die Anbieterin für Gebäudetechnik verzeichnete ein Umsatzwachstum von 1,8 Prozent auf 1,2 Milliarden Franken, sowie ein Plus beim EBIT (Gewinn vor Zinsen und Steuern) von 6 Prozent auf 73,8 Millionen Franken und ein Konzernergebnis von 61,3 Millionen Franken (Vorjahr: 57,2 Millionen Franken, plus 7,3 Prozent). Der Gewinn pro Aktie stieg auf 5,78 Franken und lag damit 7,2 Prozent über dem Vorjahr. Die positive Entwicklung führt dazu, dass der Verwaltungsrat der Generalversammlung eine erhöhte Dividende von 5,20 Franken pro Aktie beantragt.

    Treiber des Wachstums sind eine anhaltend hohe Nachfrage nach Gebäudetechnikdienstleistungen sowie Effizienzgewinne aus optimierten und digitalisierten Prozessen. Zusätzlich trugen gezielte Akquisitionen zur positiven Entwicklung bei. 2025 übernahm die Gruppe die Mathieu Ingenieure AG in Visp VS sowie die Gattiker Elektro GmbH in Uster ZH. Anfang 2026 folgten vier weitere Zukäufe: BZ-Dépannage Sàrl in Lonay VD, Enplan AG in Herisau AR, Elektro Gasser AG in Lalden VS und Caotec SA in Brusio GR. Damit stärkt die Burkhalter Gruppe ihre regionale Präsenz, erweitert ihre Kompetenzen und baut Marktanteile aus, so das Unternehmen. Die Akquisitionsstrategie bleibe ein zentraler Bestandteil des Wachstums.

    Für das Geschäftsjahr 2026 zeigt sich das Unternehmen zuversichtlich. Getrieben durch staatliche Förderprogramme und eine weiterhin hohe Bautätigkeit bleibe die Nachfrage nach energieeffizienten Gebäudetechniklösungen stark. Die Gruppe erwartet, den Gewinn pro Aktie auch für das Geschäftsjahr 2026 moderat steigern zu können.

  • Wasserstoff kann viel, aber nicht alles

    Wasserstoff kann viel, aber nicht alles

    Das Fraunhofer ISI analysierte im Rahmen eines Meta-Faktenchecks 774 Einzelaussagen und verdichtete sie zu 77 Kernaussagen. Dabei entstand kein neues Meinungspapier, sondern eine Synthese des aktuellen Wissensstands. Das Resultat ist differenziert, aber in den Kernpunkten unmissverständlich. Hauptautor Nils Bittner bringt es auf den Punkt, Wasserstoff kann enorme Wirkung entfalten, wo es keine gleichwertigen Alternativen gibt. Wo es solche Alternativen gibt, kostet sein Einsatz wertvolle Ressourcen und Zeit.

    Der Effizienz-Engpass
    Das Grundproblem liegt in der Physik. Grüner Wasserstoff entsteht durch Elektrolyse. Dabei werden je nach Verfahren rund 50 bis 60 kWh Strom pro Kilogramm benötigt. Kompression, Transport und Rückumwandlung schlucken weitere Energie. Am Ende bleibt oft nur ein Bruchteil der ursprünglich eingesetzten Kilowattstunden übrig. Wärmepumpen und Batteriefahrzeuge nutzen denselben Strom deshalb um ein Vielfaches effizienter.

    Wo H₂ unverzichtbar bleibt
    Trotzdem gibt es Bereiche, in denen Wasserstoff keine sinnvolle Alternative hat. Die Stahlindustrie braucht ihn zur Reduktion von Eisenerz, die Chemieindustrie als Grundstoff für Ammoniak und Methanol. Luftfahrt, Schifffahrt und Schwerlastverkehr lassen sich kaum direkt elektrifizieren . Hier ist Wasserstoff das Mittel der Wahl. Auch für die saisonale Langzeitspeicherung von Energie über Wochen und Monate gibt es derzeit keine vergleichbare Alternative. In der Schweiz deckt sich diese Einschätzung mit der Wasserstoffstrategie des Bundes, die H₂ primär für Hochtemperatur-Prozesswärme und schwer dekarbonisierbare Verkehrssektoren vorsieht.

    Das Henne-Ei-Problem bremst den Hochlauf
    Eine funktionierende Wasserstoffwirtschaft braucht Infrastruktur, wie Pipelines, Kavernenspeicher, Elektrolyseanlagen. Doch Unternehmen investieren erst, wenn die Versorgung gesichert ist und Netzbetreiber bauen erst, wenn genügend Nachfrage vorhanden ist. Dieses Henne-Ei-Problem verlangsamt den Markthochlauf erheblich. Das Fraunhofer ISI empfiehlt deshalb eine Konzentration auf industrielle Cluster statt ein flächendeckendes Netz bis in Wohngebiete.

    Importe lösen das Problem nur halb
    Deutschland wird bis zu 80 Prozent seines Wasserstoffbedarfs importieren müssen. Der Transport über grosse Distanzen erfordert meist eine Umwandlung in Ammoniak oder Flüssigwasserstoff, mit weiteren Energieverlusten. Statt fossiler Abhängigkeiten entstehen so neue globale Lieferketten. Auch die Schweiz wird nicht zum Wasserstoff-Selbstversorger. Die Kantone Basel-Stadt und Basel-Landschaft haben im Februar 2026 erstmals eine gemeinsame Wasserstoffstrategie verabschiedet und kalkulieren für 2050 mit einem Bedarf von 0,4 bis 3,4 Prozent des Gesamtenergiebedarfs, konzentriert auf Industrie und Schwerverkehr.

  • Industrieunternehmen positioniert sich erneut unter den nachhaltigsten weltweit

    Industrieunternehmen positioniert sich erneut unter den nachhaltigsten weltweit

    KONE hat es in den von CDP soeben veröffentlichten Nachhaltigkeitsbewertungen von Unternehmen, den sogenannten CDP Scores 2025, auf die A-Liste geschafft. Diese umfasst die besten 4 Prozent der insgesamt über 22’100 bewerteten Unternehmen aus der ganzen Welt. Die Klassifizierungen reichen von D- bis A und zeigen, wie ambitioniert und effektiv Unternehmen bezüglich Klima, Wassersicherheit und Wälder handeln.

    Der Aufzugbauer legt seine Daten laut einer Mitteilung seit 2009 über CDP offen und hat nun zum 13. Mal in Folge eine CDP-Bewertung von A oder A- erreicht. Erst Ende Januar war KONE in der diesjährigen Rangliste der Global 100 Most Sustainable Corporations in the World von Corporate Knights auf Platz 54 gelandet und nahm unter den Maschinenbauern Platz 2 ein.

    „Diese Anerkennung spiegelt unsere systematischen Bemühungen wider, Nachhaltigkeit in alles, was wir tun, zu integrieren – von unseren Produkten und Dienstleistungen bis hin zu unseren Betriebsabläufen und Partnerschaften“, wird Kirsi Simola-Laaksonen zitiert. Er ist KONEs Senior Vice President und für Nachhaltigkeit und Umwelt zuständig.

    Wie er weiter ausführt, sei der Anteil regenerativer Antriebe in KONE-Aufzügen 2025 deutlich angestiegen. Das habe die Energieeffizienz der Produkte verbessert und die eigenen CO2-Emissionen wie die seiner Kunden reduziert. Da über 99 Prozent der Emissionen aus der Produkt- und Wertschöpfungskette stammen, arbeite das Unternehmen „aktiv mit Lieferanten zusammen, um Möglichkeiten zur Reduzierung der Emissionen aus den in unseren Produkten verwendeten Materialien zu identifizieren“.

    KONE hat seinen Hauptsitz seit 1910 im finnischen Espoo. In der Schweiz ist die KONE (Schweiz) AG seit 1996 tätig. Das Unternehmen beschäftigt in mehr als 70 Ländern über 60’000 Mitarbeitende.

  • Technologiefonds unterstützt KI-gestützte Energieoptimierung

    Technologiefonds unterstützt KI-gestützte Energieoptimierung

    Scandens kann anstehende unternehmerische Weiterentwicklungen mittels einer Bürgschaft des Technologiefonds finanzieren. Diese Bürgschaft erhalten zu haben, bestätigt laut einer Mitteilung von Dominik Bucher, dem Mitgründer und CCO des Zürcher Cleantech-Unternehmens, dessen Ansatz: „Die richtigen Investitionsentscheidungen für Immobilienportfolios zu ermöglichen – wirtschaftlich fundiert und zukunftssicher“ und gleichzeitig die bestmöglichen Entscheidungen für Klima und Umwelt zu treffen. „Wir freuen uns riesig, Teil des Technologiefonds zu sein“, so Bucher.

    Das 2021 als Ausgliederung der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich gegründete Unternehmen hat 2023 eine Software auf den Markt gebracht, mit der energetische Gebäudesanierungen einfacher geplant und umgesetzt werden können. Mit dieser auf Künstliche Intelligenz gestützten Internetanwendung können Halterinnen und Halter von Immobilienportfolios ebenso wie private Hauseigentümerinnen und -eigentümer prüfen, ob und welche Sanierungsmassnahmen wirtschaftlich und ökologisch sinnvoll sind.

    Die Software zeigt einer Mitteilung von Scandens zufolge über 500 Sanierungskombinationen an und erstellt einen Plan, der als Grundlage für die Umsetzung dient. Das soll Zeit sparen und nachhaltige Entscheidungen fördern.

    Mit dem Technologiefonds fördert der Bund Innovationen, die Treibhausgase oder den Ressourcenverbrauch reduzieren, den Einsatz erneuerbarer Energien begünstigen und die Energieeffizienz erhöhen. Bürgschaften erleichtern es innovativen Unternehmen, Darlehen aufzunehmen. Die Bürgschaft wird Banken oder anderen geeigneten Darlehensgebern gewährt. Zur Deckung der Bürgschaftsausfälle fliessen maximal 25 Millionen Franken pro Jahr aus den Erträgen der CO2-Abgabe in einen Technologiefonds.

  • Modernisiertes Einkaufszentrum stärkt Nutzung und Energieeffizienz

    Modernisiertes Einkaufszentrum stärkt Nutzung und Energieeffizienz

    Die in Schlieren ansässige Halter AG hat die Modernisierung und Neugestaltung des Signy Centre in Signy-Avenex abgeschlossen. Die Renovation umfasste zwei Gebäude mit Verwaltungs- und Geschäftsflächen, drei Etagen mit rund 50 Geschäften sowie fünf Parkdecks mit insgesamt etwa 1100 Stellplätzen. Wie Halter mitteilt, startete das Projekt im Jahr 2023 und wurde nun mit der offiziellen Übergabe an die Kunden abgeschlossen.

    Im Rahmen der Renovation wurden die technischen Anlagen und Sicherheitseinrichtungen im Signy Centre modernisiert. Darüber hinaus gestaltete Halter das Einkaufszentrum und dessen Aussenanlagen neu. Die abgeschlossenen Umbauten erhöhen laut dem Unternehmen den Komfort und die Sicherheit der Arbeitnehmenden sowie der Kundinnen und Kunden im Einkaufszentrum. Darüber hinaus konnte die Energie- und Umweltbilanz des Standorts verbessert werden.

    Teil des Projekts waren darüber hinaus die Unternehmen Burckhardt und ARFOLIA, die jeweils die Architektur und Landschaftsarchitektur übernommen haben. Während sd ingénierie als Bauingenieur beteiligt war, übernahm Caeli Ingénierie die Rolle des technischen Ingenieurs. Brandschutzingenieur war zuletzt srg engineering.

  • Schweizer Premiere in der Gebäudeautomation

    Schweizer Premiere in der Gebäudeautomation

    Moderne Gebäude sind heute hochkomplexe Systeme. Sie verknüpfen Heizung, Kühlung, Lüftung, Beleuchtung, Sicherheit, Photovoltaik und Speicherlösungen zu einem integrierten Ganzen. Gebäudeautomation sorgt dafür, dass diese Komponenten optimal zusammenspielen, mit weniger Energieverbrauch, stabilerem Betrieb und höherem Komfort. Im Kontext der Energiestrategie 2050 und der Dekarbonisierung des Gebäudeparks wächst der Bedarf an Fachkräften rasant, die sowohl Technik als auch Daten- und Systemlogik verstehen. Die staatliche Anerkennung des Lehrgangs Gebäudeautomation HF trägt diesem Bedarf Rechnung und schafft einen klar definierten, qualitätsgesicherten Berufsweg.​

    Erste staatlich anerkannte Gebäudeautomation HF in der Schweiz
    Die sfb in Dietikon hat als erste Höhere Fachschule der Schweiz das Anerkennungsverfahren des Staatssekretariats für Bildung, Forschung und Innovation für ihren Lehrgang Gebäudeautomation HF erfolgreich durchlaufen. Damit wird der Abschluss  eidgenössisch anerkannt und in das formale Bildungssystem eingebettet. Laut Schulleitung garantiert dies eine Ausbildung, die sich an den aktuellen Anforderungen von Branche, Normen und Regulierung orientiert und langfristig anschlussfähig bleibt. Gleichzeitig stärkt die Anerkennung die Sichtbarkeit des Berufsbildes gegenüber Bauherren, Planungsbüros, Energieversorgern und der Immobilienwirtschaft.​

    Praxisnahes Profil von Energieeffizienz bis Gebäudeinformatik
    Inhaltlich setzt der Lehrgang auf eine klare Praxisorientierung. Vermittelt werden Fachkompetenzen in Energieeffizienz, Gebäudeinformatik, vernetzten Systemen und modernen Automationslösungen. Von der Sensorik und Steuerungstechnik bis zu Datenanalyse und Optimierung im Betrieb. Ziel ist, Fachpersonen auszubilden, die den gesamten Lebenszyklus smarter Gebäude begleiten, von der Planung und Konzeption, Projektmanagement, Inbetriebnahme, Betrieb, Wartung und laufende Optimierung. Diese breite Qualifikation schafft die Basis für nachhaltige, wirtschaftliche Gebäudelösungen und ermöglicht es Unternehmen, Betriebskosten, Emissionen und Ausfallrisiken zu reduzieren.​

    Fachkräfte für die digitale Transformation im Gebäudebereich
    Gebäudeautomatiker HF sind an der Schnittstelle von Technik, IT und Betrieb unterwegs. Sie verstehen gebäudetechnische Anlagen ebenso wie Datenräume, Schnittstellen und Sicherheitsanforderungen. Für Unternehmen im Bereich Gebäudetechnik, Energie, Facility Management und Immobilienentwicklung bedeutet dies einen handfesten Wettbewerbsvorteil. Sie erhalten Zugang zu Fachkräften, die aktuelle Technologien beherrschen und zugleich die digitale Transformation von Gebäuden aktiv vorantreiben können. Laut sfb ist genau dieses Profil gefragt, wenn es darum geht, Smart-Building- und Net-Zero-Strategien in die Praxis zu bringen.​

    Struktur des Lehrgangs und Zielgruppen
    Der anerkannte Lehrgang richtet sich an Fachpersonen mit einschlägiger beruflicher Grundbildung aus Elektro-, HLK-, Gebäude- oder Informatikberufen. In sechs Semestern führt die Ausbildung zur Abschlussarbeit und zum geschützten Titel «dipl. Gebäudeautomatiker HF».

  • Photovoltaikanlage auf Firmendächern in Aarau

    Photovoltaikanlage auf Firmendächern in Aarau

    Die HKG Engineering AG installiert in den nächsten sechs Wochen eine Photovoltaikanlage auf Dächern ihrer eigenen Firmengebäude am Standort Aarau. Wie es in einer Mitteilung heisst, sind dort 184 Hocheffizienzmodulen geplant, die jährlich 93’000 Kilowattstunden Strom erzeugen sollen. 

    Die erzeugte Energie reicht aus, um den Eigenbedarf in den Büroräumlichkeiten und zum Laden der Elektrofahrzeuge zu decken. Zudem bringt die Anlage Entlastungen für die derzeit im Bau befindliche benachbarte Liegenschaft Aarhof.

    Mit der Investition setzt HKG ein klares Zeichen für nachhaltiges Handeln. So sollen die CO2-Emissionen im Gebäudebereich reduziert werden und die Abhängigkeit von externer Energie verringert werden.

  • Auf dem Weg zur KI-Revolution

    Auf dem Weg zur KI-Revolution

    Die Debatte um den Stromverbrauch von KI-Systemen ist kein reines Politikum. Rechenzentren und hochskalierte Hardware verschlingen enorme Energiemengen und die stetige Vergrösserung von Modellen verstärkt diese Tendenz weiter. «Wir können nicht unbegrenzt skalieren», erklärt Klimovic, «daher ist die Forschung nach nachhaltigeren Lösungen unerlässlich.»

    Sparsame Modellarchitekturen
    Ein Ansatz ist die Einführung von Sparsity (Dichte-Reduktion) in neuronalen Netzen. Modelle aktivieren dabei nur relevante Teile ihres Systems, während klassische Ansätze stets das gesamte Netz nutzen. «Mixture-of-Experts»-Modelle folgen dieser Logik. Sie verteilen Anfragen gezielt auf spezialisierte Module. Das spart Energie, ohne Qualitätseinbussen zu verursachen.

    GPUs sine wertvoll, aber oft ungenutzt
    Ein zentrales Problem sieht Klimovic in der geringen Auslastung von GPUs, obwohl diese enorm viel Strom verbrauchen. Engpässe entstehen insbesondere bei der Datenvorverarbeitung durch sowie bei der Kommunikation zwischen mehreren GPUs. Oft liegt die Rechenauslastung bei unter 50 Prozent. Damit wertvolle Ressourcen nicht brachliegen, braucht es neue Softwarelösungen.

    Effizienz durch intelligente Frameworks
    Ihre Forschungsgruppe entwickelt Systeme, die Automatisierung und Optimierung in den Vordergrund stellen.

    Sailor ist eine Plattform, die Trainings-Jobs automatisch über GPUs parallelisiert und dadurch die GPU-Effizienz steigert.

    Modyn und Mixtera sind Systeme für eine intelligentere Datenauswahl, die Modelle schneller und mit weniger Daten trainieren.

    DeltaZip  ist eine Plattform, die feingetunte Modellvarianten effizient verwaltet. Sie komprimiert Unterschiede zwischen Modellen («Deltas»), wodurch Ladezeiten sinken und Inferenz schneller und ressourcenschonender abläuft.

    Nachhaltigkeit in Training und Inferenz
    Nicht nur beim Training, sondern auch in der Anwendung, der sogenannten Inferenz, spielen Effizienzgewinne eine Schlüsselrolle. Angesichts der Milliarden täglicher Interaktionen mit Chatbots wird die Schonung von Energie- und Hardware-Ressourcen zu einer global dringenden Aufgabe.

    Wissenschaftliche Freiheit und Open Science
    Klimovic betont die Bedeutung der akademischen Forschung. Weniger durch wirtschaftliche Zwänge getrieben, kann sie langfristige Innovationen verfolgen. Sie hebt die Rolle der Schweizer KI-Initiative hervor, die 2023 gestartet ist und auf dem nahezu klimaneutralen Supercomputer Alps des CSCS basiert. Mit über 10 Millionen GPU-Stunden und 20 Millionen Franken Förderung ist sie die weltweit grösste Open-Science- und Open-Source-Initiative für KI-Grundlagenmodelle.

    Die KI-Revolution ist nur dann nachhaltig, wenn Effizienz zur Leitlinie wird. Bei Algorithmen, Hardware und Systemarchitekturen. Projekte wie Sailor, Modyn oder DeltaZip zeigen konkrete Wege auf, wie sich enorme Energieeinsparungen mit technischer Exzellenz verbinden lassen. Für Klimovic steht fest, «Hochwertige KI bedeutet in Zukunft nicht nur Intelligenz, sondern auch Ressourcenschonung.»

  • Preise für Wohneigentum bleiben stabil

    Preise für Wohneigentum bleiben stabil

    „Wohneigentumspreise machen im Juli Ferien“, überschreibt ImmoScout24 eine Mitteilung zum aktuellen ImmoScout24-Kaufindex ein. Er wird monatlich von dem zur SMG Swiss Marketplace Group AG gehörenden Marktplatz für Immobilien in Zusammenarbeit mit dem auf Immobilien spezialisierten Beratungsunternehmen IAZI erhoben. Dem aktuellen Index zufolge verharrten die Preise für Einfamilienhäuser im Juli auf dem Stand vom Vormonat. Die Preise für Eigentumswohnungen legten lediglich um 0,1 Prozent zu.

    Den Fachleuten von ImmoScout24 und IAZI zufolge achten Kaufinteressierte bei der Wahl des Objekts neben Preis und Lage zunehmend auch auf die Energieeffizienz. „Wer auf eine nachhaltige Bauweise achtet oder in energetische Modernisierungen und Solaranlagen investiert, profitiert langfristig und sogar doppelt“, erläutert Martin Waeber, Managing Director Real Estate der SMG Swiss Marketplace Group, in der Mitteilung. Neben tieferen Strom- und Heizkosten führt Waeber einen vergleichsweise stabilen Wert der Immobilien an: „Denn Marktdaten zeigen, dass energieeffiziente Häuser und Wohnungen weniger anfällig für Preisschwankungen sind“.

    Regional gesehen schwimmen bei den Einfamilienhäusern lediglich die Grossregion Zürich mit einem Plus von 1,2 Prozent und die Ostschweiz mit einem Minus von 0,9 im Monatsvergleich deutlich gegen den Trend. Bei den Eigentumswohnungen wird die Nordwestschweiz mit einem Plus von 2,3 Prozent als „Aussreisser nach oben“ genannt. Das grösste Minus wiesen die Preise für Eigentumswohnungen mit 1,1 Prozent in der Zentralschweiz auf.

    ImmoScout24 ist ein Geschäftsbereich der SMG Swiss Marketplace Group AG. In dieser sind die digitalen Marktplätze von TX GroupRingier und Mobiliar vereint.

  • Aufzugsanierung mit Fokus auf Komfort und Sicherheit

    Aufzugsanierung mit Fokus auf Komfort und Sicherheit

    KONE hat im Stadtzürcher Quartier Im Tiergarten für 466 Mietwohnungen in bewohntem Zustand die veralteten Aufzüge eines Mitbewerbers ersetzt. Innerhalb von 18 Monaten baute der Aufzugshersteller aus Brüttisellen in einer der grössten Wohnanlagen von Zürich insgesamt 46 seiner MonoSpace 500DX-Lifte ein.

    Dieses Modell passt sich einer Unternehmensmitteilung zufolge flexibel und millimetergenau an den bestehenden Schacht an. Die Nutzlast der meisten Personenlifte wurde von 320 auf 480 Kilogramm erhöht. Zudem sind die neuen Kabinen deutlich grösser. Laut KONE werden sie über die digitale Anlagenverwaltung des Unternehmens rund um die Uhr überwacht und vorausschauend gewartet. Das soll zu rund 30 Prozent weniger Störungseinsätzen führen.

    Die Eigentümerschaft hatte entschieden, auf Leerkündigungen zu verzichten und auch weitere Sanierungsmassnahmen im bewohnten Zustand durchzuführen. KONE konnte den eng getakteten Fahrplan seinen Angaben zufolge durch ein spezielles Logistikkonzept mit sogenannter In-Night-Delivery sowie einer engen Abstimmung mit der Eigentümerschaft und den Bewohnenden einhalten.

    Der erfolgreiche Komplettaustausch in der Überbauung Im Tiergarten ist eines der bisher grössten Projekte zur Lift-Modernisierung von KONE in Europa. Es zeigt laut Christian Herbst, KONES Direktor Modernisierung für Deutschland, Österreich und die Schweiz, «dass wir gut aufgestellt sind für eine immer wichtigere Nachfrage im Markt: die effiziente Modernisierung auch einer grossen Anzahl von Anlagen, in enger Abstimmung mit den Partnern und unter erschwerten Bedingungen wie dem Renovieren im bewohnten Zustand».

  • Neues Innovationszentrum für thermische Beschichtungslösungen

    Neues Innovationszentrum für thermische Beschichtungslösungen

    Die OC Oerlikon Corporation AG, ein Unternehmen im Bereich thermischer Spritzverfahren und Beschichtungslösungen mit Hauptsitz in Pfäffikon, hat 40 Millionen Franken in sein neues Innovations- und Produktionszentrum auf dem Campus Reichhold im Kanton Aargau investiert. Nun feiert das Unternehmen die Grundsteinlegung für den neuen Standort, dessen Bau laut Medienmitteilung in Kürze beginnen soll. Die Inbetriebnahme ist für das erste Quartal 2027 angesetzt. Mit zukünftig 250 Mitarbeitenden soll die Anlage Forschung und Entwicklung, Engineering, Produktion und Vertrieb in einem Gebäudekomplex zusammenführen.

    Oerlikon plant auf dem Campus Reichhold die Entwicklung moderner thermischer Spritztechnologien und laserbasierter Technologien sowie die Bereitstellung von verschiedenen Dienstleistungen. «Der neue Campus Reichhold wird eine zentrale Rolle bei der Weiterentwicklung unserer Geschäftsbereiche in der Luft- und Raumfahrt sowie in der allgemeinen Industrie spielen, indem er die gesamte Wertschöpfungskette in einem kollaborativen Umfeld vereint», wird Prof. Dr. Michael Süss, Executive Chairman von Oerlikon, in der Mitteilung zitiert.

    Die im Campus Reichhold entwickelte Technologie soll die Hitzebeständigkeit, Langlebigkeit und den Korrosionsschutz in industriellen Hochleistungskomponenten verbessern. Diese soll zukünftig vor allem bei Kunden aus den Bereichen Luft- und Raumfahrt, Automobil und allgemeine Industrie eingesetzt werden. Ein Prüfstand für Turbinenkomponenten der Luft- und Raumfahrt soll zudem die Validierung von thermischen Spritzbeschichtungen unter realen Bedingungen ermöglichen.

    Darüber hinaus plant Oerlikon die Implementierung umfassender Massnahmen, um die Umweltbelastungen in den Bereichen Energieverbrauch, Mobilität und Ressourcenmanagement am neuen Standort zu reduzieren.

  • Neue Erkenntnisse aus 45’000 Baubewilligungen

    Neue Erkenntnisse aus 45’000 Baubewilligungen

    Das Whitepaper «Retrofitting the Future, The Costs, Timelines, and Strategies Shaping Swiss Real Estate», das in Zusammenarbeit mit E4S entstanden ist, verbindet umfassende Datenanalysen mit praxisnahen Handlungsempfehlungen. Ziel ist es, ein realistisches Bild des Renovationsgeschehens in der Schweiz zu zeichnen. Die Forschenden haben systematisch die Dynamik von Sanierungen untersucht, sowohl in Bezug auf Geschwindigkeit und Kosten als auch auf die Art der Projekte.

    Erkenntnisse aus 45’000 Baubewilligungen
    Mit der Analyse von mehr als 45’000 erteilten Baubewilligungen liefert der Bericht erstmals eine detaillierte Übersicht über das tatsächliche Sanierungstempo in der Schweiz. Die Ergebnisse zeigen, dass sich durchaus positive Trends abzeichnen. Gleichzeitig wird jedoch deutlich, dass nur ein kleiner Teil der Renovationen direkt auf eine Verbesserung der Energieeffizienz abzielt. Damit bleibt der Wandel hin zu klimafreundlicheren Gebäuden bislang unvollständig.

    Strategische Bedeutung von Immobilienfonds
    Ein zentraler Aspekt des Berichts ist die Rolle von Immobilien-Investmentvehikeln (REIVs) bei der Erreichung der Klimaziele bis 2050. Um diese Ziele zu realisieren, müssen REIVs im Durchschnitt 13 Prozent ihres Nettovermögens, das entspricht 28,3 Milliarden Franken, für energetische Verbesserungen mobilisieren. Die Studie weist jedoch auf grosse Unterschiede zwischen den einzelnen Marktakteuren hin, was die Umsetzung dieser Investitionen angeht. Einige werden weit über dem Durchschnittsbedarf liegen müssen.

    Neue Instrumente für fundierte Entscheidungen
    Das Whitepaper ist Teil einer Reihe von Initiativen des CRML, die Entscheidungsträgern eine solide Datengrundlage bieten sollen.

    PRESS Scores: Ein umfassendes ESG-Bewertungssystem für über 126 Schweizer Immobilienfonds, das ökologische und soziale Kriterien berücksichtigt.

    PRESS Index: Der erste nachhaltige Börsenindex, der auf ESG-Leistungskennzahlen basiert und Transparenz im Immobiliensektor schafft.

    ES-Score-Whitepaper: Eine eingehende Analyse von 20’000 Gebäuden, die von REIVs verwaltet werden, um regionale Unterschiede zu identifizieren und Prioritäten für Investitionen zu setzen.

    Diese Instrumente haben ein gemeinsames Ziel, sie machen den Wandel im Immobiliensektor messbar und zeigen Handlungsfelder auf, die bislang oft verborgen bleiben. So wird eine Grundlage geschaffen, auf der Entscheidungsträger nicht nur reagieren, sondern proaktiv steuern können.

    Fokus auf zukunftsorientierte Strategien
    «Durch die Kombination von aktuellen Daten und Projekttypologien können wir von einer theoretischen und retrospektiven Sicht zu einer konkreten und prospektiven Lesart der laufenden Veränderungen übergehen», erklärt Dr. Nathan Delacrétaz, einer der Autoren des Berichts. Gemeinsam mit seinen Kollegen, den Professoren Eric Jondeau und Fabio Alessandrini, macht er deutlich, dass es nicht ausreicht, bei Bestandsgebäuden nur den Status quo zu verwalten.

    Die Forscher betonen, dass REIVs in Zukunft verstärkt auf drei strategische Ansätze setzen müssen, die Anpassung ihrer Portfolios durch gezielte Zu- und Verkäufe, die Renovation bestehender Gebäude sowie die Entwicklung neuer, energieeffizienter Immobilien. Auch die gezielte Aufwertung leistungsschwacher Liegenschaften wird eine Schlüsselrolle spielen, um die Energiebilanz des Sektors langfristig zu verbessern.

    Quantitative Grundlage für die Immobilienwende
    Das Whitepaper liefert einen seltenen Einblick in die tatsächliche Dynamik der Sanierungs- und Bauaktivitäten in der Schweiz. Es macht deutlich, dass die Baubewilligungen ein zentraler Indikator für Fortschritte auf dem Weg zur Klimaneutralität sind, gleichzeitig aber auch eine Mahnung. Denn nur wenn diese Renovationen gezielt auf Energieeffizienz und Klimaneutralität ausgerichtet werden, können die gesteckten Ziele erreicht werden.

  • ProKilowatt-Ausschreibungen 2025 setzen neue Massstäbe

    ProKilowatt-Ausschreibungen 2025 setzen neue Massstäbe

    Seit November 2024 läuft die Einreichungsphase für Projekte und Programme zur Steigerung der Stromeffizienz im Industrie- und Dienstleistungsbereich sowie in Haushalten. Mit 49 Anträgen allein bis Mitte April 2025 liegt das Interesse rund 30 Prozent über dem Vorjahr. Ein Rekord, der das Potenzial zur nachhaltigen Energieeinsparung unterstreicht.

    Flexibilität für Unternehmen – papierlos und planbar
    Die unkomplizierte, digitale Antragstellung sowie die zeitnahe Bearbeitung innerhalb von nur vier Wochen erleichtern es Unternehmen, Effizienzprojekte passgenau in ihre Betriebsplanung zu integrieren. Auch grössere Projekte mit einem Förderbeitrag von bis zu sechs Millionen Franken können seit diesem Jahr jederzeit eingereicht werden – ein Meilenstein für ambitionierte Vorhaben wie den Austausch grosser Produktionsanlagen oder die Bündelung kleinerer Massnahmen.

    Konkrete Einsparungen
    Ein Projekt im Detailhandel erhielt bereits eine Zusage für bis zu sechs Millionen Franken. Durch den Ersatz bestehender Kühlmöbel werden jährlich Strommengen eingespart, die dem Verbrauch von 4’500 Haushalten entsprechen. Auch in der Industrie reichen die Projekte vom Ersatz von Pressen über die Optimierung von Druckereimaschinen bis hin zu effizienteren Gebläsen in Abwasserreinigungsanlagen.

    Wettbewerbliche Ausschreibungen als Zukunftsinstrument
    Das Programm ProKilowatt wird vom Bundesamt für Energie finanziert und von CimArk SA in Sion umgesetzt. Durch den Förderbeitrag, finanziert über einen Zuschlag auf die Hochspannungsnetze, entstehen Impulse für eine stromsparende und wettbewerbsfähige Wirtschaft. Die nächste Frist für Projektanträge endet am 2. November 2025. Ein wichtiges Datum für alle Unternehmen, die mit innovativen Massnahmen ihre Energiekosten senken und gleichzeitig zur Energiewende beitragen möchten.

  • BLKB Fund Management AG lanciert nachhaltigen Immobilienfonds

    BLKB Fund Management AG lanciert nachhaltigen Immobilienfonds

    Die BLKB Fund Management AG, in Binningen ansässige Tochtergesellschaft der Basellandschaftlichen Kantonalbank (BLKB), hat einen ersten nachhaltigen Immobilienfonds lanciert. Wie es in einer Mitteilung heisst, soll der BLKB (CH) Sustainable Property Fund vor allem in energieeffiziente Immobilien in der Nordwestschweiz und auch in den angrenzenden Regionen Bern, Innerschweiz und Zürich investieren. Angesprochen sind qualifizierte Anleger, die in ein hochwertiges Immobilienportfolio mit überwiegender Wohnbebauung investieren wollen.

    Die Erstemission hat ein Volumen von bis zu 160 Millionen Franken. Hier beabsichtigt auch die BLKB, in den Fonds zu investieren. Der Erlös dieser Emission soll für den Erwerb eines Immobilienportfolios mit dem Marktwert von 177 Millionen Franken genutzt werden. Das Portfolio, für welches die BLKB in den vergangenen zwei Jahren bereits sieben der acht Objekte erworben hatte, besteht aus energieeffizienten Liegenschaften an guten Lagen. Es zeichnet sich durch hohen Wohnanteil bei geringem Leerstand aus. Aktuell befinden sich 80 Prozent der Immobilienwerte des BLKB (CH) Sustainable Property Fund in der Nordwestschweiz.

    «Die Lancierung des nachhaltigen Immobilienfonds mit Fokus Nordwestschweiz ist ein wichtiger Meilenstein. Der Immobiliensektor bietet attraktive Renditechancen für Investorinnen und Investoren und hat gleichzeitig einen grossen Einfluss auf die insbesondere für die Klimaneutralität relevante Energieeffizienz», wird Michel Molinari, CEO der BLKB Fund Management AG, in der Mitteilung zitiert.

    Die Zeichnungsfrist läuft voraussichtlich vom 24. Juni bis 23. Juli 2025 mit Liberierung am 30. Juli 2025.

  • Neues Zertifikat überprüft Energieeffizienz im Betrieb

    Neues Zertifikat überprüft Energieeffizienz im Betrieb

    Der in Basel ansässige Verein Minergie hat am 22. Mai in Bern sein neues Zertifikat Minergie-Betrieb vorgestellt. Es wird an Eigentümerschaften vergeben, die mit einem geringen Energieverbrauch und geringen Betriebskosten einen Beitrag zum Klimaschutz leisten, erläutert Minergie in einer Mitteilung zur Lancierung. Während der bereits bekannte Minergie-Baustandard bauliche Energieeffizienz attestiert, sollen mit Minergie-Betrieb fehlerhafte oder ineffiziente Einstellungen der Gebäudetechnik vermieden werden.

    „Das neue Zertifikat Minergie-Betrieb schlägt nun die Brücke zwischen Planung, Bau und Betrieb, in dem es die Einstellungen der Gebäudetechnik und den damit verbundenen Energieverbrauch anhand von automatisch erfassten Energiedaten und Auswertungen prüft und zertifiziert“, wird Sabine von Stockar, Leiterin Bildung und Entwicklung bei Minergie, in der Mitteilung zitiert. „So wird sichergestellt, dass das Potenzial der Energieeffizienz im laufenden Betrieb gewährleistet ist.“

    Erstmals kann Minergie-Betrieb nach mindestens einem Jahr Betrieb der Gebäudetechnik vergeben werden. Das Zertifikat richtet sich insbesondere an „Immobilienbesitzende mit grossen Portfolios und nachhaltigen Ambitionen“, erläutert Minergie. In Ergänzung zum Minergie-Baustandard könne der Zertifizierungsprozess für Minergie-Betrieb über das gesamte Portfolio hinweg Energie-Einsparungen von 15 Prozent bringen. Der Verein empfiehlt eine Rezertifizierung nach drei Jahren.

  • Wie effizient arbeiten Wärmepumpen

    Wie effizient arbeiten Wärmepumpen

    Wärmepumpen gelten als Schlüsseltechnologie für die Energiewende im Gebäudesektor. Doch wie effizient arbeiten sie im Alltag? Forschende der ETH Zürich haben im Rahmen der bisher grössten Feldstudie 1023 Anlagen in zehn europäischen Ländern über zwei Jahre hinweg analysiert. Das Ergebnis zeigt, die tatsächliche Effizienz variiert stark mit etlichen dramatischen Abweichungen von den technischen Standards.

    Fehlkonfiguration und Überdimensionierung
    Zahlreiche Wärmepumpen sind falsch eingestellt oder überdimensioniert. Die Heizkurve ist oft zu hoch angesetzt, Nachtabsenkungen führen zu unnötigem Nachheizen und hohe Heizgrenzen verlängern die Laufzeiten. In der Schweiz wurde bei 41 % der getesteten Anlagen ein überhöhter Temperaturhub festgestellt. 17 % der Luftwärmepumpen in der internationalen Studie lagen sogar unterhalb der geltenden Effizienzstandards.

    Digitale Hilfsmittel als Lösungsansatz
    Die Forschenden fordern europaweit einheitliche Standards für die digitale Überwachung von Wärmepumpen. Intelligente Steuerungssysteme und Algorithmen könnten die Betriebseffizienz kontinuierlich analysieren und Optimierungsvorschläge liefern. Erste Pilotprojekte mit Smart Metern und KI-gestützter Datenauswertung in der Schweiz bestätigen dieses Potenzial.

    Effizienz steigert Akzeptanz
    Ein effizienter Betrieb senkt nicht nur den Stromverbrauch, sondern erhöht auch das Vertrauen in die Technologie. Dies ist entscheidend, um Wärmepumpen als klimafreundliche Lösung flächendeckend zu etablieren. Die ETH-Studien zeigt, die Technik ist bereit, nun braucht es Standards, Kontrolle und mehr Bewusstsein für den Betrieb.

  • EPFL-Forschende verbessern mit Rubidium Effizienz von Solarzellen

    EPFL-Forschende verbessern mit Rubidium Effizienz von Solarzellen

    Forschende der EPFL haben laut einer Mitteilung eine Methode zur Reduzierung des Energieverlustes von Perowskit-Solarzellen entdeckt. Perowskit-Solarzellen basieren auf Halbleitern mit breitem Bandabstand, die jedoch häufig unter Phasentrennung leiden, welches mit der Zeit einen Leistungsabfall verursacht. Die Integration von Rubidium (Rb) soll das Material der Halbleiter stabilisieren und gleichzeitig die Energieeffizienz der Solarzelle verbessern. Durch das Ausnutzen der Gitterspannung des Perowskit-Films konnten die Forschenden zudem sicherstellen, dass die Rb-Ionen an richtiger Stelle fixiert sind.

    Die Forschenden um Lukas Pfeifer und Likai Zheng der Gruppe von Michael Grätzel an der EPFL nutzten zudem die Methode der Röntgenbeugung, um diesen Effekt zu verifizieren und zu analysieren. Dabei fanden sie heraus, dass neben der Gitterspannung die Einführung von Chloridionen ebenfalls entscheidend zur Stabilisierung des Materials beiträgt. Die Chloridionen gleichen die Grössenunterschiede zwischen den eingebauten Elementen aus und gewährleisten dadurch eine gleichmässigere Ionenverteilung. Das Ergebnis sei ein gleichmässigeres Material mit weniger Defekten und einer stabileren elektronischen Struktur.

    Die neue Perowskit-Zusammensetzung erreichte mit einer Leerlaufspannung von 1,30 Volt 93,5 Prozent ihres theoretischen Grenzwerts. Dies sei einer der niedrigsten Energieverluste, die jemals bei Perowskit-Halbleitern gemessen wurde. Eine verbesserte Photolumineszenzquantenausbeute weist darüber hinaus auf eine effizientere Umwandlung von Sonnenlicht in Strom hin.

    Die Steigerung der Effizienz von Perowskit-Solarzellen könnte zu effizienteren und kostengünstigeren Solarmodulen führen und damit die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen reduzieren. Perowskite könnten ausserdem für LEDs, Sensoren und andere optoelektronische Anwendungen genutzt werden. Die Ergebnisse der EPFL könnten daher auch die Kommerzialisierung dieser Technologien beschleunigen.

  • Gartenstadt Bergacker wohnen mit Zukunft

    Gartenstadt Bergacker wohnen mit Zukunft

    Die rund 70 Jahre alten Gebäude der Siedlung Bergacker sind nicht mehr zeitgemäss und sanierungsbedürftig. Eine Sanierung im bewohnten Zustand ist nicht realisierbar, weshalb sich die Eigentümerinnen, Swiss Life für den westlichen Teil des Areals und Habitat 8000 für das Ostareal, für einen umfassenden Ersatzneubau entschieden haben.

    Bereits 2019 wurde eine Testplanung durchgeführt, um eine zukunftsfähige städtebauliche Lösung zu erarbeiten. Das Ergebnis ist ein Konzept, das auf viergeschossige Zeilenbauten setzt, die sich entlang des Hangs anordnen und grosszügige, grüne Freiräume schaffen. Diese «Gartenhöfe», entwickelt von EMI Architekten und Maurus Schifferli Landschaftsarchitekt, knüpfen an die ursprüngliche Gartenstadtidee an und fördern die Aufenthaltsqualität.

    Nachhaltigkeit als Leitprinzip
    Das gesamte Bauprojekt ist nach den höchsten Nachhaltigkeitsstandards ausgerichtet und strebt das «Gold»-Zertifikat des Standards Nachhaltiges Bauen Schweiz an. Die Energieversorgung erfolgt über Erdsonden-Wärmepumpen und Photovoltaikanlagen, wodurch das Quartier weitgehend autark mit erneuerbarer Energie versorgt wird. Begrünte Dächer und klimaresistente Aussenräume mit Wildblumenwiesen und schattenspendenden Bäumen fördern die Biodiversität. Gleichzeitig bleibt ein Grossteil der Gartenhöfe unversiegelt, um das natürliche Wassermanagement zu verbessern.
    Neben ökologischer Nachhaltigkeit spielt auch die soziale Komponente eine zentrale Rolle. Der Neubau schafft insgesamt 270 Wohnungen mit 1.5 bis 5.5 Zimmern, die sich an ein breites Publikum richten, von Singles über Familien bis hin zu älteren Menschen. Der Fokus liegt auf bezahlbarem Wohnraum, der für alle Lebensphasen geeignet ist.

    Wohnqualität durch intelligente Architektur
    Die neuen Gebäude nutzen die Hanglage optimal, um höchsten Wohnkomfort zu bieten. Strassenfrontseitig entsteht ein lärmberuhigtes Hochparterre, während die gartenseitigen Räume grosszügige Raumhöhen erhalten und direkten Zugang zu den grünen Freiräumen bieten. Die Grundrisse sind so gestaltet, dass Morgensonne in den Küchen und Abendsonne in den Wohnräumen für ein angenehmes Raumklima sorgt. Jede Wohnung verfügt über zwei Aussenbereiche, in Form einer Loggia, eines Balkons oder einer Terrasse mit Privatgarten.

    Besonders viel Wert wird auf gemeinschaftliche Flächen gelegt. In einem Partizipationsprozess äusserten die Mietenden den Wunsch nach Sitzmöglichkeiten, Spielplätzen, Grillstellen und urbanen Gärten, die nun in die Planung integriert werden.

    Gestaffelte Umsetzung für einen reibungslosen Übergang
    Um den Bewohnerinnen und Bewohnern einen geordneten Übergang zu ermöglichen, erfolgt die Realisierung des Neubaus in mehreren Etappen. Bis Ende 2025 soll die Bauprojektplanung abgeschlossen sein, bevor ab 2026 die erste Bauetappe startet. Die ersten Neubauten werden voraussichtlich 2028 bezogen, während die weiteren Bauphasen bis 2030 abgeschlossen sein sollen.

    Mietende von Swiss Life werden während des gesamten Prozesses aktiv unterstützt. Sie erhalten Hilfe bei der Wohnungssuche, haben Vorrang bei der Neuvermietung innerhalb des Quartiers und profitieren von flexiblen Kündigungsfristen.

    Ein Vorzeigeprojekt für nachhaltiges Wohnen
    Die Gartenstadt Bergacker wird zu einem zukunftsweisenden Quartier, das nachhaltige Bauweise mit hoher Wohnqualität und sozialer Durchmischung vereint. Durch die bewusste Planung und die Einbindung der Mieterschaft entsteht ein lebenswertes Umfeld, das ökologischen, wirtschaftlichen und sozialen Ansprüchen gleichermassen gerecht wird. Das Projekt setzt ein starkes Zeichen für die Zukunft des nachhaltigen Wohnens in der Stadt Zürich.

  • Digitalisierung und KI als Antwort auf Fachkräftemangel und Klimaziele

    Digitalisierung und KI als Antwort auf Fachkräftemangel und Klimaziele

    Das Baugewerbe braucht als Reaktion auf die zunehmende Komplexität und Datendichte sowohl Digitalisierung als auch KI. Wie es in einer Mitteilung der HSLU zum Seminar ihres Instituts für Gebäudetechnik und Energie (IGE) weiter heisst, benötige man beides jedoch auch zugunsten einer Steigerung der Effizienz in Zeiten des Fachkräftemangels, abnehmender Produktivität und einer dringend nötigen Senkung der Treibhausgase bei Gebäuden.

    Diese alljährliche IGE-Veranstaltung richtet sich an Fachleute für Energie, Gebäude- und Bautechnik sowie Architektur. In diesem Jahr zählte sie 110 Teilnehmende.

    Mehrere Referierende beleuchteten die neuesten Entwicklungen der KI für die Baubranche. So sprach Bruno Michel von IBM Research über «Künstliche Dummheit», wenn generative KI mit schlechten Trainingsdaten aus dem Internet falsche Informationen generiere. Dass fehlende Trainingsdaten für die Baubranche ein grosses Problem darstellen, hielt auch Jörn Plönnings von der Universität Rostock fest. Doch sei KI weder Fluch noch Segen, sondern angesichts der zunehmenden Komplexität und Datenflut schlicht eine Notwendigkeit.

    Über Intelligente Mobilität, die etwa verdichtetes Bauen oder weniger Parkplätze im Quartier ermöglicht, referierten Marcel Imfeld von Schindler Aufzüge und Roman Steffen von Trafiko. Auch das automatisierte Monitoring von Gebäuden wurde in diversen Referaten behandelt.

    Die HSLU stellte ihr Projekt Lightscore vor, das eine evidenzbasierte integrative Lichtbewertung auf den Weg bringen will. Ausserdem arbeitet sie an einer neuen SIA-Norm für die Energieeffizienz von Rechenzentren. Und schliesslich berichtete Roger Buser von der HSLU mit Bildern über seine Reise mit dem emissionsfreien Solarfahrzeug Solar Butterfly aus Ozean-PET durch Indien, wo er zahlreichen innovativen Lösungen gegen den Klimawandel begegnete.

  • Kristalle als Datenspeicher der Zukunft

    Kristalle als Datenspeicher der Zukunft

    Seit der Erfindung der Lochkarten hat sich die Datenspeicherung rasant weiterentwickelt. Von magnetischen Festplatten über USB-Sticks bis hin zu Cloud-Speichern. Doch die physikalischen Grenzen klassischer Speichermedien setzen der Kapazität enge Schranken. Ein Forscherteam der University of Chicago hat nun eine innovative Methode entwickelt, die das Speichern von Daten auf atomarer Ebene ermöglicht.

    Wie Kristalldefekte als Speichermedium genutzt werden
    Das Team um Tian Zhong, Assistenzprofessor an der Pritzker School of Molecular Engineering, nutzt gezielt Defekte in der Kristallstruktur, um digitale Daten zu speichern. Dabei ersetzen einzelne fehlende Atome die klassischen Speicherzellen. „Jede Speicherzelle besteht aus einem einzigen Defekt – einem fehlenden Atom“, erklärt Zhong. Diese Technik ermöglicht es, Terabytes an Daten in einem winzigen Kristall von nur einem Millimeter Größe zu speichern.

    Optische Kontrolle durch Seltene Erden
    Der Prozess basiert auf den einzigartigen optischen Eigenschaften von Praseodym-Ionen, eingebettet in einen Yttriumoxid-Kristall. Durch den gezielten Einsatz von UV-Licht lassen sich Elektronen freisetzen und in den Defekten speichern. Je nachdem, ob sich ein Elektron in einer Lücke befindet oder nicht, entsteht eine binäre Information – ähnlich der klassischen Einsen und Nullen in digitalen Speichern.

    Dank dieser Methode können Milliarden von Speicherzellen auf minimalem Raum untergebracht werden. Das bedeutet eine Speicherdichte, die herkömmliche Technologien weit übertrifft und völlig neue Möglichkeiten für die Mikroelektronik und optische Datenspeicherung eröffnet.

    Energieeffizient und platzsparend: Die Zukunft der Datenspeicherung
    Neben der enormen Speicherkapazität bietet diese neue Technologie weitere entscheidende Vorteile.

    • Platzsparend: Die winzigen Kristalle benötigen nur einen Bruchteil des Raums herkömmlicher Speichermedien.
    • Energieeffizient: Da keine mechanischen Komponenten erforderlich sind, wird weniger Energie verbraucht.
    • Langlebig: Kristalle sind widerstandsfähig gegen Umwelteinflüsse und könnten Daten über lange Zeiträume sicher speichern.

    Zhong sieht in der Methode einen Paradigmenwechsel: „Wir entwickeln eine neue Generation mikroelektronischer Speichergeräte, eine quantuminspirierte Technologie, die das Speichern und Abrufen von Daten auf eine völlig neue Stufe hebt.“

    Mit diesem Durchbruch könnte eine neue Ära der hochdichten, effizienten und skalierbaren Datenspeicherung beginnen und Kristalle könnten künftig als eines der wichtigsten Speichermedien in der digitalen Welt dienen.

  • Frequenzkamm ebnet den Weg für kompakte Hochpräzisions-Photonik

    Frequenzkamm ebnet den Weg für kompakte Hochpräzisions-Photonik

    Frequenzkämme sind essenzielle Werkzeuge der modernen Optik. Sie ermöglichen hochpräzise Messungen und finden Anwendung in der Telekommunikation, Umweltüberwachung und sogar der Astrophysik. Doch bislang waren kompakte, energieeffiziente Lösungen schwer realisierbar.

    Das neue, von einem internationalen Forschungsteam entwickelte elektrooptische Kammgenerator-Design revolutioniert diese Technologie. Mit mehr als 2000 Kammlinien auf einer Fläche von nur 1 cm² bietet es eine bisher unerreichte Präzision und Kompaktheit.

    Lithiumtantalat als Schlüsselkomponente
    Im Zentrum der Entwicklung steht Lithiumtantalat (LTO), ein Material, das eine 17-mal geringere Doppelbrechung als Lithiumniobat aufweist. Diese Eigenschaft reduziert Interferenzen zwischen Lichtwellen, was eine gleichmäßige und stabile Kamm-Erzeugung ermöglicht.

    Durch die Kombination von Mikrowellen- und optischen Schaltkreisen auf einer einzigen Plattform konnte das Team eine integrierte Dreifachresonanz-Architektur entwickeln, in der drei Felder – zwei optische und eine Mikrowelle – harmonisch in Resonanz stehen.

    Energieeffizienz und Vielseitigkeit
    Ein entscheidender Fortschritt ist der deutlich reduzierte Energiebedarf: Das neue Design benötigt fast 20-mal weniger Mikrowellenleistung als frühere Modelle. Zudem ermöglicht die kompakte Bauweise eine praktische Integration in photonische Systeme, die zuvor auf sperrige und energieintensive Lösungen angewiesen waren.

    Potenzielle Anwendungen in Hochtechnologiebranchen

    • Robotik: Hochpräzise Laser-Messungen für autonome Systeme
    • Spektroskopie und Sensorik: Genaue Gasdetektion und Umweltanalysen
    • Telekommunikation: Effizientere optische Netzwerke mit geringerem Energieverbrauch

    Ein Meilenstein für die Photonik
    Das neue Design zeigt das Potenzial der Co-Integration von Mikrowellen- und photonischer Technik für zukünftige Anwendungen. Durch die Kombination von hoher Präzision, geringem Energieverbrauch und kompaktem Design könnte diese Entwicklung einen Wendepunkt für optische Technologien darstellen.

  • Historische Kurhäuser im Kanton Waadt nachhaltig renoviert

    Historische Kurhäuser im Kanton Waadt nachhaltig renoviert

    Die renovierten Gebäude in Bière, Dommartin, Romainmôtier, Rougemont und Vufflens-le-Château stammen aus dem 17. bis 19. Jahrhundert. Die Restaurierung erfolgte mit höchster Sorgfalt, um die historische Substanz zu bewahren. Gleichzeitig wurden Fassaden, Dächer, Fenster, Isolierungen und technische Installationen modernisiert, um die Energieeffizienz zu steigern, ohne den ursprünglichen Charakter der Bauwerke zu verändern.

    «Jeder restaurierte Stein, jedes renovierte Dach vermittelt eine Botschaft an die kommenden Generationen, die eines Kantons, der auf die Bewahrung seines Erbes achtet. Mit der Modernisierung dieser fünf Kuren verbinden wir Denkmalpflege mit nachhaltiger Entwicklung», betonte Isabelle Moret, Leiterin der Abteilung für Kulturerbe, bei ihrem Besuch vor Ort.

    Stärkung der lokalen Wirtschaft durch traditionelles Handwerk
    Die Renovationen wurden in enger Zusammenarbeit mit regionalen Handwerkern durchgeführt. Damit stärkt der Kanton nicht nur die lokale Wirtschaft, sondern erhält auch wertvolles handwerkliches Know-how. Das Projekt zeigt, dass Denkmalschutz und Nachhaltigkeit keine Gegensätze sind, sondern gemeinsam eine zukunftsweisende Strategie für die Baukultur bilden.

  • KI bietet Unternehmen Chancen beim Klimaschutz

    KI bietet Unternehmen Chancen beim Klimaschutz

    Die Künstliche Intelligenz bietet zahlreiche Instrumente, mit denen Unternehmen ihren Klimaschutz verbessern und ihr Geschäft an den Klimawandel anpassen können. Das zeigt ein Whitepaper, das der Verband swisscleantech mit der Beratungsfirma Accenture erarbeitet hat. Das Papier bietet sowohl eine praxisorientierte Methodik für die Analyse der eigenen Massnahmen durch die Unternehmen als auch auch einen detaillierten Marktüberblick.

    Vertreter von Unternehmen, die in der Schweiz tätig sind, zeigen auf, welche KI-Instrumente sie bereits nutzen. So setzt Swisscom die Lösung von 42hacks mit Sitz in Trogen AR ein, um die Mobilität ihrer Mitarbeitenden dank der KI-gestützten Analyse ihrer Mobilfunkdaten zu optimieren. Die Algorithmen von viboo aus Dübendorf ZH erlauben die intelligente Steuerung von Thermostaten und Heizungen.

    Siemens hat den 2023 fertiggestellten Campus von Siemens Smart Infrastructure in Zug zu einem klimaneutralen Vorzeigeprojekt für Nachhaltigkeit von Gebäuden gemacht. Im Zentrum steht dabei die digitale Gebäudeplattform Building X, die Teil von Siemens Xcelerator ist.

    Auch Google und SAP gehen im Whitepaper auf ihre KI-gestützten Massnahmen zum Klimaschutz ein.

    Die breite Anwendung von KI wird den Energiebedarf der Rechenzentren erhöhen. Ihr Anteil am weltweiten Stromverbrauch könnte bis 2030 von derzeit 1 bis 2 Prozent auf 10 Prozent steigen. Das Whitepaper zeigt auch, wie ihre Energieeffizienz erhöht werden kann. «Der steigende Stromverbrauch kann über den Einsatz von KI und weitere Effizienzmassnahmen bereits teilweise abgefedert werden,» wird swisscleantech-Co-Geschäftsführer Michael Mandl in einer Mitteilung zum Whitepaper zitiert. «Dafür benötigt es aber weitere regulatorische und politische Bemühungen.»

    Generell betont swisscleantech die Chancen von KI. «Unsere Analyse hat gezeigt, dass KI bereits heute ein enormes Potenzial bietet, um Unternehmen bei der Erreichung ihrer Klimaziele zu unterstützen», so Co-Präsident Fabian Etter.

  • Wärmeabweisende Beschichtung für energieeffiziente Gebäude

    Wärmeabweisende Beschichtung für energieeffiziente Gebäude

    Das auf Textiltechnologien und Synbiotika spezialisierte Unternehmen HeiQ mit Sitz in Schlieren wird seine wärmedämmende Beschichtung Xpectra auf der Messe BAU 2025 vom 13. bis 17. Januar in München präsentieren. Laut einer Mitteilung steigert diese transparente wärmereflektierende Beschichtung für Wände die Energieeffizienz in Gebäuden.

    Die als Sprühlösung angebotene Beschichtung verbessere den Wärmedurchgangskoeffizient um bis zu 25 Prozent, heisst es weiter. Der U-Wert ist der Wärmedurchgangskoeffizient und gibt den Wärmestrom durch ein Bauteil abhängig vom Temperaturgefälle zwischen warmer und kalter Seite an.

    Zu der Beschichtung heisst es vom Schlieremer Unternehmen, HeiQ Xpectra biete der Bauindustrie grosse Vorteile in der Wärmedämmtechnik. Ziel sei es, durch eine kosteneffiziente, einfache Wandbeschichtung eine hervorragende Dämmwirkung zu erzielen. Dies werde es Häusern ermöglichen, einen reduzierten Energieverbrauch zu erreichen, der die strengen Anforderungen der EU-Richtlinie über die Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden erfülle und dazu beitrage, dass Gebäude in der EU bis 2050 klimaneutral werden.

    Neben Wandbeschichtungen kann HeiQ Xpectra nach Firmenangaben auch für transparente Heizungen, Signaturmanagement, gedruckte Elektronik und mehr verwendet werden. HeiQ Xpectra könne somit zahlreiche Branchen verändern.

    HeiQ ist eine Ausgliederung aus der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH), hat seinen Sitz im IJZ Innovations- und Jungunternehmerzentrum und ist Mitglied von Start Smart Schlieren.

  • Neue Technologie für nachhaltige Gebäudeisolierung in der Entwicklung

    Neue Technologie für nachhaltige Gebäudeisolierung in der Entwicklung

    Aeroskin Tech sucht Investoren. Die Ausgründung der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH) hat eine Technologie zur Dämmung von Gebäuden entwickelt, die auf Aerogelen fusst. Bisher hat Aeroskin Tech Prototypen von Sprühdämmstoffen und Dämmplatten entwickelt, informiert die ETH in einer entsprechenden Mitteilung. Nun soll die Technologie in einer Pilotanlage an die industrielle Produktion herangeführt werden.

    „Wir wollen eine nachhaltige und leistungsfähige Dämmung für Gebäude anbieten“, wird Daniel Sanz Pont, Gründer von Aeroskin Tech und wissenschaftlicher Mitarbeiter von Robert Flatt, Professor für Baustoffe im Bauwesen an der ETH, in der Mitteilung zitiert. Die auf Aerogelen basierenden Dämmstoffe zeichnen sich gegenüber herkömmlichen Isolationsmaterialien durch eine zwei- bis zweieinhalbfach bessere Wirkung aus. Dies liegt an den nanoporösen Strukturen von Aerogelen, erläutert Sanz Pont. In den winzigen Poren kollidieren die Luftmoleküle häufiger mit den Porenwänden als untereinander. „Dieser Effekt macht Aerogele zu den besten Wärmedämmstoffen überhaupt“, so Sanz Pont.

    Der Jungunternehmer hat die ETH-Ausgründung nicht mit Partnern, sondern im Alleingang gegründet. „Dank meiner vielseitigen Ausbildung vereine ich viele Kompetenzen in meiner Person“, erläutert Sanz Pont. „Ich habe auch Coaching erhalten und meine Ausbildung und Erfahrung im Bereich Unternehmensführung erweitert, zudem wurde ich in all diesen Jahren von hervorragenden Fachleuten der ETH unterstützt.“ Für kommende Herausforderungen und den nächsten Schritt stehen dem Jungunternehmer zudem erfahrende Mentorinnen und Mentoren zur Seite, „von denen ich schneller lernen kann“.

  • Letzte Bauetappe für nachhaltige Entwicklung in Rotkreuz

    Letzte Bauetappe für nachhaltige Entwicklung in Rotkreuz

    Zug Estates geht das letzte Bauprojekt bei der 2010 begonnenen Entwicklung des Suurstoffi-Areals in Rotkreuz an. Anfang Dezember wurde gemeinsam mit Vertretenden von Behörden und Projektpartnern der Spatenstich für die beiden Neubauten Suurstoffi 43 und 45 begangen, informiert die Zuger Immobiliengesellschaft in einer Mitteilung. Sie sollen zusammen mit einer zentralen Parkanlage bis Mitte 2027 fertiggestellt werden.

    In den beiden neuen Liegenschaften realisiert Zug Estates rund 14’400 Quadratmeter Büro- und Schulungsfläche. Weitere 1100 Quadratmeter sind als Wohnfläche für studentisches Wohnen angelegt. In die Liegenschaft Suurstoffi 45 wird nach Fertigstellung das Bildungszentrum Gesundheit Zentralschweiz (XUND) einziehen. Das Bildungszentrum verlegt seinen Standort in Alpnach OW nach Rotkreuz, um den Anforderungen steigender Nachfrage nach praxisnahen Gesundheitsausbildungen und sich ändernder Ausbildungsmodelle nachkommen zu können. XUND und Zug Estates haben im September einen langfristigen Mietvertrag für die Suurstoffi 45 abgeschlossen.

    Das abschliessende Entwicklungsprojekt des Areals füge sich „sowohl architektonisch als auch aus Nachhaltigkeitssicht nahtlos in das Suurstoffi-Areal ein“, schreibt Zug Estates. „Das bestehende, nahezu emissionslose Energiesystem“ bekommt ein weiteres Erdsondenfeld. Der Grauenergieanteil wird durch ein volumenmässig reduziertes Untergeschoss und die Optimierung von Fassaden, Haustechnik und Statik geringer ausfallen als bei vergleichbaren Liegenschaften.

  • Revolutionäre Technologie für die Computerwelt

    Revolutionäre Technologie für die Computerwelt

    Die steigende Komplexität neuronaler Netze stellt klassische Computertechnologien vor enorme Herausforderungen. Elektronische Hardware kommt zunehmend an ihre Grenzen. Hier setzt die revolutionäre Entwicklung des MIT an. Ein photonischer Prozessor, der Licht statt Elektronen für Berechnungen nutzt und eine neue Ära der Hochgeschwindigkeitsverarbeitung einläutet.

    Im Kern des Systems steht ein vollständig integriertes optisches neuronales Netz, das lineare und nichtlineare Operationen kombiniert. Während lineare Berechnungen durch lichtbasierte Matrixmultiplikationen erfolgen, überwindet die neue Technologie die bisherige Hürde nichtlinearer Operationen. Gelöst wurde dies durch spezielle nichtlineare optische Funktionseinheiten, die Optik und Elektronik effizient verknüpfen.

    Geschwindigkeit und Effizienz im Nanosekundenbereich
    Der photonische Prozessor verarbeitet Klassifizierungsaufgaben in weniger als einer halben Nanosekunde. Eine Geschwindigkeit, die neue Massstäbe setzt. Die Technologie reduziert Latenzzeiten erheblich und arbeitet dabei extrem energieeffizient. Erst bei der finalen Ausgabe werden die optischen Signale in elektrische Ströme umgewandelt. Die Kombination ermöglicht beeindruckende Genauigkeitswerte von über 96 Prozent beim Training und mehr als 92 Prozent bei der Inferenz.

    Skalierbare Integration für die Praxis
    Ein entscheidender Vorteil der photonischen Chips liegt in ihrer Skalierbarkeit. Sie können durch kommerzielle Fertigungsprozesse in bestehende Systeme integriert werden. Damit eröffnet das MIT nicht nur neue Perspektiven für KI-Anwendungen, sondern auch für energieintensive Bereiche wie Big Data und Rechenzentren. Die photonischen KI-Chips des MIT markieren einen technologischen Durchbruch in der Computerwelt. Mit Licht als Rechenmedium werden ultraschnelle, energieeffiziente und skalierbare KI-Berechnungen möglich – ein Schritt in eine neue Zukunft der Datenverarbeitung.

  • Nachhaltige Stromerzeugung für den Kanton Aargau

    Nachhaltige Stromerzeugung für den Kanton Aargau

    Die Neuinstallation der Photovoltaikanlagen am Standort Buchenhof in Aarau durch die Abteilung Immobilien Aargau (IMAG) des Kantons Aargau soll einen wichtigen Beitrag für die nachhaltige Stromerzeugung des Kantons leisten, heisst es in einer Medienmitteilung. Angesichts des anstehenden Sanierungszyklus der Flachdächer des Verwaltungsstandorts hat die IMAG) ermittelt, dass Buchenhof gute Voraussetzungen für den Ausbau von Photovoltaikanlagen auf den Flachdächern bietet, heisst es weiter. Geprüft wurden neben dem baulichen Zustand auch das Potenzial für Massnahmen zur nachhaltigen Stromerzeugung.

    Der 2025 geplante Ausbau ist Teil der kantonalen Strategie energieAARGAU und trägt durch die definierte optimale Anzahl an Photovoltaikmodulen zur Einsparung des externen Energiebezugs bei. Durch den hohen Energiebedarf des kantonalen Rechenzentrums werde ein Eigenverbrauch des durch die Photovoltaikanlagen produzierten Stroms von 100 Prozent erreicht.

    „Dadurch, dass der Buchenhof zukünftig den durch die Photovoltaikanlage erzeugten Strom nutzen kann, können Kosten beim Energieeinkauf gesenkt werden. Zudem trägt die Anlage einen wichtigen Teil zur klimaneutralen Energieversorgung des Kantons bei“, wird Landammann und Vorsteher des Departements Finanzen und Ressourcen, Markus Dieth, zitiert.

    „Immobilien Aargau hat beim Ausbau der Photovoltaikanlagen auch die Biodiversität berücksichtigt“, so Regierungsrat Dieth weiter. Zum Erhalt der wilden Orchideen auf den Dächern sei die Anzahl der zu installierenden Photovoltaikmodule optimiert worden.