Immobilien müssen heute einer Vielzahl von Anforderungen genügen. Als bedeutende Treiber des hiesigen CO2-Austosses spielen sie in der Schweizer Klima- und Energiepolitik eine zentrale Rolle. Entsprechend hoch sind die Vorgaben bezüglich sparsamer und effizienter Energienutzung in Gebäuden. Dem gegenüber stehen immer höhere Ansprüche an Sicherheit und Komfort seitens der Nutzenden – bei gleichzeitiger Reduktion der Komplexität in der Anwendung. Eine Komponente zur Lösung dieser bisweilen widersprüchlich anmutenden Anforderungen liegt in der digitalen Vernetzung von Sensoren und Geräten in Gebäuden.
Wertvolle Partnerschaften als Innovationstreiber
Als äusserst wertvolle und im Hinblick auf die Entwicklung intelligenter und nachhaltiger Gebäude fruchtbare Partnerschaft gestaltet sich dabei die Kooperation mit der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa) in Dübendorf. Im modularen Forschungs- und Innovationsgebäude NEST entwickelt und testet die Empa gemeinsam mit Partnern aus Forschung, Wirtschaft und öffentlicher Hand Technologien, Systeme und Materialien.
Im Rahmen der NEST-Unit HiLo («High Performance – Low Emissions») lieferte Bouygues Energies & Services vorgefertigte HLKS-Komponenten. Mittels Building Information Modeling (BIM) wurden eine Werks- und Montageplanung inkl. Herstellerangaben erstellt, die es erlaubt, Materialien direkt aus dem Modell zu bestellen. In der NEST-Unit «Sprint» hat die Empa kreislaufgerechtes Bauen sowie «Urban Mining» erfolgreich in die Tat umgesetzt. Aus wiederverwendeten Materialien und Bauteilen konnten innerhalb kürzester Zeit ressourcenschonend flexible Büroräume geschaffen werden.
Im Bereich der vorausschauenden Steuerung («predictive control») ermöglichen lernende Algorithmen gegenüber konventionellen, regelbasierten Kontroll-Algorithmen eine erhebliche Einsparung von Energie bei gleichzeitiger Steigerung des Komforts sowie der Benutzerfreundlichkeit der Gebäudesysteme.
Schlagwort: Energieeffizienz
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Intelligente Gebäudetechnik dank Shared Innovation
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Ukraine orientiert sich an Projekt der Umwelt Arena
Eine ukrainische Delegation unter Leitung des amtierenden Botschafters Artem Rybtschenko hat die Umwelt Arena in Spreitenbach besucht. Laut Medienmitteilung interessierten sich ukrainische Fachleute für die Innovationen und energieeffizienten Bauten, welche die Umwelt Arena als Kompetenzzentrum für CO2-neutrales Bauen realisiert.
Nach den Informationen in Spreitenbach wurde auch das neuste Projekt der Umwelt Arena, Bauen 2050 in Urdorf, besichtigt, eine CO2-neutrale Wohnüberbauung mit 39 Wohnungen. René Schmid von der Firma René Schmid Architekten und Fachleute der Umwelt Arena zeigten dem Botschafter das Gebäude.
Besonders beeindruckt war Rybtschenko laut der Mitteilung davon, dass dieses Projekt drei Gewinner hat: Mieter zahlen im Rahmen des vorgegebenen Energieverbrauchsbudgets nichts für Wärme und Haushaltsstrom, der Investor kann die Mehrkosten amortisieren und profitiert vom Werterhalt der Liegenschaft. Die Umwelt profitiert durch die CO2-Neutralität und die Energietechnologie mit der Innovation Hybridbox, mit der der Winterstromlücke entgegengewirkt werden kann.
„Beim Wiederaufbau der Ukraine setzen wir auf jeden Fall auf Nachhaltigkeit. Wir konnten hier viele nützlichen und umsetzbaren Erkenntnisse erwerben sowohl für CO2-neutrale Neubauten wie auch für Sanierungen von beschädigten Bauten“, wird Rybtschenko zu der Information über grüne Technologien, den CO2-neutralen Gebäudebetrieb der Umwelt Arena selbst und den in den Ausstellungen präsentierten Produkten, Projekten und Umsetzungsideen zitiert.
„Wir sind stolz, wenn wir Fachleuten aus aller Welt unsere Erkenntnisse weitergeben können“, wird Walter Schmid zitiert, Stiftungsratspräsident der Umwelt Arena.
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The Circle: grösstes Minergie-Gebäude der Schweiz zertifiziert
Seit 12 Jahren ist die Minergie- und LEED-Zertifizierung fester Bestandteil von Planung und Bau beim Circle. Unter Beisein von Christian Appert, CEO Amstein + Walthert AG, Martin Kull, CEO und Inhaber HRS Real Estate AG, Daniel Scheifele, Chief Real Estate Officer, Flughafen Zürich AG, Giorgio Engeli, Head Real Estate Portfolio Management Schweiz, Swiss Life Asset Managers, und Stefan Feldmann, Head The Circle, Flughafen Zürich AG, feierte das Team um The Circle am Montag, 27. Juni 2022, nun das erreichte Ziel.
Schön, funktional, klimaoptimiert
Mit seinen gut 200’000 m2 Energiebezugsfläche machte der Circle im Jahre der provisorischen Zertifizierung 6% der zertifizierten Minergie-Fläche aus, war aber nur eines von rund 1’900 Gebäuden. Dies zeigt die Grösse und Bedeutung dieses aussergewöhnlichen Baus im Schweizer Kontext auf. Der Circle ist das grösste Minergie-zertifizierte Gebäude in der Schweiz. Das Minergie-Zertifikat bedeute, so Regierungsrat Marc Mächler, dass – zusätzlich zu allen anderen Ansprüchen und Nutzungen – das Gebäude auch klimaoptimiert sei. Klimaoptimiert heisse, «dass dieses Gebäude möglichst den Klimawandel nicht noch beschleunigt und sorgsam mit Ressourcen umgeht. Es ist effizient und funktioniert statt mit fossiler Energie beinahe vollständig mit erneuerbarer Energie.»Dank intensiver Zusammenarbeit zwischen der Minergie-Zertifizierungsstelle und den Verantwortlichen des Circles konnten auch die hohen Anforderungen des Minergie-Qualitätslabels an Gebäudehülle und Lüftung erfüllt werden. Andreas Meyer Primavesi, Geschäftsleiter Minergie, freut sich, dass das Resultat schliesslich allen zu Gute kommt: «Gerade bei den heutigen Energiepreisen lohnt sich jede eingesparte Kilowattstunde Energie – und zwar nicht nur fürs Klima, sondern auch finanziell».
In die Energiezukunft mit Netto-Null
Mit dem führenden Schweizer Gebäudelabel Minergie wurden seit 1998 dank über 53’000 Minergie-Gebäuden mehr als 12 Mio. Tonnen CO2 und 67 Mio. Megawattstunden Energie eingespart, im Vergleich zu den gesetzlichen Mindestanforderungen. Minergie zertifiziert pro Jahr ca. 3 Mio. m2 Energiebezugsfläche. In enger Abstimmung mit den Kantonen geht Minergie stets voran und ist so Vorreiter der kantonalen Energiegesetze. Dieses Zusammenspiel funktioniert seit Beginn und geht erfolgreich weiter. Aktuell schaut Minergie erstens sehr genau auf die verbaute Energie und die Treibhausgasemissionen in der Erstellung eines Gebäudes. Und zweitens strebt Minergie eine Verbesserung der Betriebsphase an: Umfangreiche, digitalisierte Gebäude-Daten dienen dazu, die Energieflüsse im Betrieb zu messen, um dann auf Basis des Monitorings wo nötig eine Betriebsoptimierung vorzunehmen. Seit Jahren fossilfrei im Betrieb, – auch bei Modernisierungen – bewegt sich Minergie so immer mehr in Richtung Netto-Null. Der Standard Minergie-A-ECO kommt dem Schweizer Netto-Null-Gebäude am nächsten. -

Baumer baut in Frauenfeld für 20 Millionen Franken
Baumer wird seinen Standort Frauenfeld um Entwicklungszentrum erweitern. Für sein neues Innovation Center investiert das Unternehmen 20 Millionen Franken. Es wird auf 5000 Quadratmetern Platz für rund 120 Mitarbeitende bieten. Wie es in einer Medienmitteilung heisst, sollen die Teams im Spätsommer 2023 einziehen.
Damit investiere Baumer nach dem 2018 eröffneten Neubau des High-Tech Center im süddeutschen Stockach zum zweiten Mal innerhalb weniger Jahre in seine Innovationskraft. Dafür sei die zentrale Lage zwischen der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich, der Exzellenzuniversität Konstanz und der OST – Ostschweizer Fachhochschule „optimal“. „Der Neubau ermöglicht uns den Ausbau der Entwicklungskapazitäten am Headquarter, um unsere Position als Innovationstreiber auszubauen“, wird Dr. Oliver Vietze zitiert, CEO des Unternehmens aus der St.GallenBodenseeArea.
Bei Nachhaltigkeit und Energieeffizienz soll das Innovation Center ein Vorzeigeprojekt werden. Für die Stromerzeugung ist eine komplette Solargebäudehülle vorgesehen. Erdsonden und Wärmepumpe sollen das Gebäude temperieren. Weiteren CO2-neutralen Strom wird Baumer aus Schweizer Wasserkraft beziehen.
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Ausgezeichnetes Lieferkettenmanagement befähigt Belimo zu zweistelligem Umsatzwachstum
In Summe steigerte Belimo ihren Nettoumsatz in Lokalwährungen um 16.6 Prozent. In Schweizer Franken stieg der Nettoumsatz um 15.7 Prozent auf CHF 765.3 Millionen. Die positive Marktentwicklung sorgte vor allem in Europa und Amerika für eine verstärkte Nachfrage. Für die Marktregion Europa betrug das Umsatzwachstum in Lokalwährungen 15.9 Prozent, für Amerika 18.1 Prozent. In der Marktregion Asien Pazifik betrug der Anstieg 14.4 Prozent. Die Nettoumsätze der Luftanwendungen wuchsen in Lokalwährungen um 15.5 Prozent, diejenigen der Wasseranwendungen um 17.9 Prozent.
Kapazitätserweiterungen
Das starke Wachstum im Jahr 2021 beschleunigt den im Rahmen der Belimo Wachstumsstrategie geplanten Kapazitätsausbau. Die Gruppe wird ihre Kapazitäten in der Produktion, Logistik und Customization über die nächsten Jahre mit höheren Investitionen in allen Marktregionen erweitern. Entsprechende Projekte wurden 2021 bereits eingeleitet:- In der Marktregion Europa hat Belimo einen Vertrag zum Kauf eines Grundstücks neben dem bestehenden Gebäude in Hinwil (Schweiz) unterzeichnet, um Erweiterungen in Logistik und Customizing Rechnung zu tragen.
- In der Marktregion Amerika wurden am Standort Danbury (USA) die Kapazitäten in der Logistik erweitert, um Platz für künftiges Wachstum zu schaffen und weiterhin eine hohe Liefertermintreue zu gewährleisten.
- In der Marktregion Asien Pazifik hat Belimo ihren bestehenden Standort in Schanghai (China) gekauft, um zusätzliche Kapazitäten und Flächen für Lagerung, Customizing, Logistik und Büros bereitzustellen
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Houzy lanciert Energierechner
Houzy bietet auf seiner Plattform als weitere Handreichung für Immobilienbesitzende nun auch einen Energierechner an. Damit lässt sich laut einer Medienmitteilung die Energieeffizienz eines Gebäudes bestimmen. Auf diese Weise fördere Houzy sowohl nachhaltige Sanierungsmassnahmen als auch die Transparenz für Wohnungsbesitzende und Kaufinteressenten.
Zudem simuliere der Energierechner den Einfluss energetischer Massnahmen auf Energieverbrauch, Heizkosten und CO2-Ausstoss. Dabei berücksichtige er die Investitionskosten und berechne sowohl die Fördergelder als auch das langfristige Sparpotenzial. In vier Schritten lasse sich herausfinden, wie etwa eine Fassadendämmung, gedämmte Fenster oder eine Wärmepumpe die Energieeffizienz beeinflussen.
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Gesamtsanierung der Kantonsschule Olten
Bereits seit fünf Jahren sind die Arbeiten an der Kantonsschule Olten im Gange. Rund 1000 Schüler und Schülerinnen werden an der 1973 von den Architekten Marc Funk und Hans-Ulrich Fuhrimann fertiggestellten Schule unterrichtet. Parallel dazu laufen die Bauarbeiten. Beauftragt wurde das auf Bauerneuerungsstrategien spezialisierte Architekturbüro Batimo AG Architekten SIA aus Olten, das schon zahlreiche Schulgebäude saniert hat.
«Um den Schulbetrieb nicht allzu stark zu beeinträchtigen, haben wir nach Vorgabe und in Absprache mit der Schulleitung die lärmintensivsten Arbeiten auf die Schulferien verlegt», erklärt Dario Pagliari – er ist für die Bauleitung seitens der Batimo AG zuständig. Die Gesamterneuerung umfasst eine Komplettsanierung der Haustechnik und der Fassade, leichte Grundrissanpassungen, die Behebung technischer Mängel sowie eine Anpassung an die heute geltende Norm in Punkto Brandschutz, Erdbebensicherheit und Energieeffizienz.
Grosses Augenmerk liegt dann auch auf der verbesserten Energieeffizienz: Die modifizierte Gebäudehülle, ein optimiertes, natürliches Lüftungskonzept sowie eine Erdsonden-Wärmepumpenanlage und der Einbau einer Solaranlage reduzieren den Energieverbrauch der Gebäude um rund 67 Prozent. Der jährliche CO2-Ausstoss wird damit um 732 Tonnen verringert, was mit einer jährlichen Einsparung an Energiekosten von rund 200’000 Franken zu Buche schlägt.
Die Arbeiten wurden in verschiedenen Etappen gegliedert: «Direkt am Anfang haben wir die Fenster ersetzt und die Isolierungsarbeiten im Innern wie auch auf den Flachdächern vorgenommen», erklärt Pagliari. Bereits abgeschlossen sind die Arbeiten am Hallenbad, der Mensa, Aula sowie der Werkräume und Turnhallen. Derzeit würden die Räumlichkeiten an die veränderten Bedürfnisse des Schulbetriebs angepasst, wie der Bauleiter erklärt. Ein Stockwerk könne in einer jeweils drei Monate dauernden Etappe saniert werden. Die Schüler der entsprechenden Klassen werden derweil im eigens errichteten Schulprovisorium mit acht Schulzimmern unterrichtet. Insgesamt gibt es zwei Schultrakte à zehn und fünf Stockwerke.
Die letzte Etappe wird Umgebungsarbeiten sowie die Sanierung der Sportplätze und Tiefgarage umfassen. Nach Abschluss aller Arbeiten soll die Kantonsschule Olten an ihrer besonderen Lage im erhöht liegenden Waldgelände unweit des Bahnhofs fit für weitere 40 Betriebsjahre sein.
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Swiss Life Arena stellt Eis CO2-neutral her
Die Swiss Life Arena solle „ein Vorzeigeobjekt in Sachen Energieeffizienz“ werden, schreibt das Elektrizitätswerk der Stadt Zürich (ewz) in einer Mitteilung. Es hat das Energiekonzept für das Eisstadion in Zürich Altstetten erstellt. „Dabei haben wir unsere langjährigen Erfahrungen aus der Planung, der Realisierung und dem technischen Betrieb von Arenen wie dem Hallenstadion Zürich, der Swisspor Arena in Luzern oder der Vaudoise Arena in Lausanne einfliessen lassen“, wird Christoph Deiss, Leiter Energielösungen bei ewz, in der Mitteilung zitiert.
Herzstück des Konzepts ist die Energiezentrale der Arena, in der die Kälte für die Eisfläche und die Energie für das Raumklima produziert werden. Die von den vier Kältemaschinen produzierte Abwärme wird zum einen für die Beheizung der Räume benutzt. Zum anderen soll die Arena an den Energieverbund Altstetten und Höngg angeschlossen werden. Damit trägt die Abwärme der Kältemaschinen in Zukunft zur Wärmeversorgung von an den Energieverbund angeschlossenen Haushalten bei. „Wir haben uns für ein Energiekonzept von ewz entschieden, das ökologische Nachhaltigkeit gewährleistet“, lässt sich Peter Zahner, CEO der ZSC Lions, in der Mitteilung zitieren. „Überzeugt hat uns insbesondere der innovative Ansatz, Synergien zu nutzen – nicht zuletzt auch aus ökonomischer Sicht.“
Damit die Swiss Life Arena den Minergie-Standard für Eisstadien erfüllen kann, wird zudem auf dem Dach des Stadions eine Photovoltaikanlage mit einer Leistung von 400 Kilowatt Peak installiert. Wärme- und Kälteversorgung sowie der von ewz zusätzlich gelieferte Strom würden „zu 100 Prozent CO2-frei“ produziert, schreibt ewz. Ein Gebäudeautomationssystem soll die Anlagen bedarfsorientiert und energieeffizient steuern.
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Suurstoffi: Arealentwicklung mit Modellcharakter
«Die Suurstoffi bietet alles, was wir für unsere Arbeit benötigen. Hier bringt man uns nicht mehr so schnell weg», sagt Sanofi-Aventis-CEO Andrea Meyer. Ein schönes Kompliment für die Zug Estates, die in den letzten zehn Jahren in Rotkreuz ein Quartier entwickelt hat, das mit seiner Architektur, Begrünung und Energieeffizienz überzeugt. Das einst unattraktive Areal wurde neu belebt. «Die Gemeinde Rotkreuz hat eine ausgezeichnete Makrolage und ist mit dem öffentlichen Verkehr gut erschlossen», sagt Martin Jöri, Leiter strategisches Arealmanagement bei Zug Estates. «Das Areal liegt direkt neben dem Bahnhof, ist aber auch mit dem motorisierten Individualverkehr gut erreichbar. Das Quartier ist eine Art Dorf im Dorf, und der Campusgedanke ist omnipräsent.»
Ein gesunder Mix
Alles in allem schätzt Jöri den Mix aus Wohnen, Gewerbe, Forschung, Schule und Gastronomie. Auch die typische Quartierinfrastruktur mit einem Coiffeur oder Arzt gefällt ihm. Gemäss neustem Baustand ist das Areal praktisch fertiggestellt: «Ein Baufeld mit zwei Bürogebäuden (Suurstoffi S. 18/19) ist noch nicht entwickelt – die Baubewilligung ist jedoch vorhanden. Der Bau wird nachfragegerecht ausgelöst, wenn vorgängig ein ausreichender Vermietungsstand erreicht werden konnte.» Rückblickend erachtet Jöri das hohe Bautempo mit dem Ziel einer termingerechten Inbetriebnahme als grösste Hürde, die es zu nehmen galt.«Zero-Zero»-Ziel
Die Suurstoffi geht mit einem vorbildlichen Energiekonzept neue Wege. Auf dem Areal bilden die solare Nutzung, mehrere dynamische Erdspeicher und ein Anergienetz die Basis zur Erreichung des Ziels «Zero-Zero». Das heisst: Das rund 165’000 Quadratmeter grosse Suurstoffi-Areal setzt auf CO2-Neutralität. Die Energie fürs Heizen und Kühlen wird durch Erdspeicher und Gebäudeabwärme generiert, Strom liefern verschiedene Solarstrom-Anlagen. Ziel ist die komplette Selbstversorgung mit Primärenergie für Heizung und Wasseraufbereitung. Es war just dieses ehrgeizige Energiekonzept, das Jöri am Bau besonders reizte: «Es handelt sich um eine zukunftsgerichtete Vision eines CO2-freien Quartiers mit möglichst viel Energie, die aus eigener Produktion bereitgestellt wird. Aber auch die Architektur ist toll. Hier findet sich kein Einheitsbrei. Jedes Baufeld weist eine abwechslungsreiche Gestaltung auf. Zudem legten wir viel Wert auf einen grünen und qualitativ hochstehenden Aussenraum.» -

Diese Energiestrategie verfolgen Livit, Privera und die Steiner Gruppe
ImmoInvestch.ch hat bei drei CEOs grosser Immobilienunternehmen angeklopft. Karsten Hell, CEO Steiner Gruppe, Dieter Sommer, CEO Privera sowie Andreas Ingold, Vorsitzender der Geschäftsleitung bei Livit AG, beantworten heute die Frage:
Welche Strategie verfolgen Sie beim Thema Energie?

Karsten Hell, CEO Steiner Gruppe: Als Gründungsmitglied des Netzwerks Nachhaltiges Bauen Schweiz (NNBS) steht für Steiner die Energieeffizienz bei der Entwicklung und Realisierung von Immobilienprojekten stets im Mittelpunkt. Bei der Vaudoise Aréna in Lausanne wurde beispielsweise unter der Regie von Steiner ein Konzept umgesetzt, das die bei der Eisproduktion für die Eisfelder anfallende Abwärme der Kältemaschinen zur Beheizung der Schwimmbecken nutzt. Und beim neuen Spitalgebäude des Hôpital Riviera-Chablais in Rennaz liefern 3300 Sonnenkollektoren auf dem Dach an sonnigen Tagen einen Grossteil des benötigten Stroms. Alle unsere Bemühungen verfolgen ein Ziel: Die Effizienz – insbesondere auch die Energieeffizienz von Gebäuden – bei jedem Projekt zu erhöhen und einen möglichst nachhaltigen Umgang mit Ressourcen zu pflegen.

Dieter Sommer, CEO Privera: Einerseits wollen wir als Unternehmung unseren Beitrag zu einem schonenden Umgang mit unseren Ressourcen leisten. Beispielsweise konnten wir die Möglichkeit für Homeoffice-Arbeit unserer Mitarbeitenden durch die Digitalisierung von Prozessen und Unterlagen deutlich steigern. Dadurch können wir unsere Fahrtkilometer reduzieren und sind somit ressourcensparender. Andererseits beraten wir unsere Kunden und Auftraggeber rund um das Thema Energie im Rahmen unserer Servicelines.

Andreas Ingold, Vorsitzender der Geschäftsleitung bei Livit AG: Grundsätzlich stehen wir unseren betreuten Eigentümern als Dienstleister zum Thema Energie beratend zur Seite. Die Nachhaltigkeit ist für die Investoren seit geraumer Zeit ein grosses Thema. Die Nachhaltigkeitszertifizierung von Gebäuden gewinnt an Bedeutung. So werden Strategien und Baurichtlinien in Bezug auf die Nachhaltigkeit bei Neubauten sowie Renovationen erstellt. Im Zusammenhang mit dem Thema Energie setzen wir uns mit energetischen Betriebsoptimierungen, zentraler Energiebeschaffung, Aufbau von Photovoltaik-Anlagen sowie dem Aufbau von Energiemonitorings- und Controllings auseinander. Dabei spielen die Nutzerinformationen zwecks positiver Beeinflussung des Verbrauchs eine wichtige Rolle. Von uns erstellte Nutzerinformationsblätter für die Mieter sollen den Energieverbrauch ebenfalls positiv beeinflussen.