Schlagwort: Energieeffizienz

  • Über 200 Projekte für mehr Nachhaltigkeit ausgewählt

    Über 200 Projekte für mehr Nachhaltigkeit ausgewählt

    Die Klimastiftung Schweiz hat in ihrer zweiten Förderrunde weitere sechs klima-innovative Projekte und Technologien für eine Förderung ausgewählt. Damit sind seit Gründung 2008 bereits mehr als 200 Förderungen vergeben worden, informiert die Stiftung in einer Mitteilung. «Es ist toll zu sehen, mit welchen ausgefeilten Projekten die einzelnen KMUs zusammen eine enorm positive Wirkung auf den Klimaschutz erzeugen», wird Stiftungspräsident Thomas Hügli dort zitiert.

    Die in der zweiten Förderrunde bedachten Projekte decken ein breite thematische Spanne ab. So wird Laborex aus Mendrisio TI für sein Mini-Biogaskraftwerk gefördert, mit dem Energie aus der Biomasse von Vieh gewonnen wird. Auch Digit Soil aus Adliswil ZH ist im Bereich Landwirtschaft aktiv. Die Ausgründung der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich arbeitet an einem digitalen individuellen Düngeplaner.

    Zwei weitere geförderte Projekte sind in der Wiederverwertung angesiedelt. WasteFlow aus Lausanne setzt intelligente Sensoren zur Optimierung von Recyclingraten ein. Grensol aus Thalwil ZH wiederum arbeitet an einer Methode, mit der aus Kunststoffabfällen von Autos und Haushaltsgeräten wiederverwertbare Rohstoffe gewonnen werden können.

    Mycrobez wird für seine Alternative zu erdölbasierten Schaumstoffen gefördert. Das Unternehmen aus Basel stellt Naturschaumstoff aus dem Wurzelgeflecht von Pilzen und lokal bezogenen biologischen Nebenströmen her. Lumatics will die CO2-Emissionen in der Baubranche über die Optimierung der Zementproduktion verringern. Im Vier-Schritte-Programm des Jungunternehmens aus Brugg AG werden Brennstoffe und Rohmaterialien eingespart.

  • «Best of Research 2024» geht an Lisa Pantenburg

    «Best of Research 2024» geht an Lisa Pantenburg

    Der Preis «Best of Research 2024» des Swiss Real Estate Institute gilt als eine der bedeutendsten Auszeichnungen im Bereich der Immobilienforschung. Lisa Pantenburg überzeugte die Jury mit ihrer Abschlussarbeit, die sich dem Thema der Dekarbonisierung des Schweizer Gebäudebestands widmet. Die Verleihung fand im Rahmen der Fachtagung des Swiss Real Estate Institute an der HWZ in Zürich statt, wo die besten wissenschaftlichen Arbeiten des Jahres präsentiert wurden.

    Fokus auf Klimaziele und Gebäudesanierung
    Die prämierte Arbeit analysiert die Herausforderungen und Chancen, die mit der Dekarbonisierung des Gebäudebestands verbunden sind. Ziel ist es, Wege aufzuzeigen, wie die Schweiz das Netto-Null-Ziel bis 2050 erreichen kann. Im Mittelpunkt stehen Eigentümerschaften von selbst genutzten Einfamilienhäusern und vermieteten Mehrfamilienhäusern, die gezielt motiviert werden müssen, um energetische Sanierungen umzusetzen.

    Beispielprojekt als Vorreiter der Energiewende
    Ein anschauliches Beispiel für die Möglichkeiten der Gebäudesanierung liefert ein Einfamilienhaus in Zürich, das durch umfassende energetische Massnahmen modernisiert wurde. Mit dem Einbau einer Wärmepumpe und einer Photovoltaikanlage sowie einer verbesserten Gebäudehülle konnte eine jährliche Energieeinsparung von über 30% erzielt werden. Dieses Projekt verdeutlicht das Potenzial nachhaltiger Sanierungen, die massgeblich zur Erreichung der Klimaziele beitragen.

    Forschung für eine nachhaltige Zukunft
    Mit ihrer Arbeit liefert Lisa Pantenburg nicht nur theoretische Erkenntnisse, sondern auch praxisorientierte Handlungsempfehlungen. Sie beleuchtet gesellschaftliche, gesetzliche und wirtschaftliche Aspekte, die notwendig sind, um die Sanierungsquote in der Schweiz zu steigern. Diese Ergebnisse zeigen, wie Forschung einen wichtigen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung der Immobilienbranche leisten kann.

    Lisa Pantenburgs Auszeichnung unterstreicht die Bedeutung exzellenter wissenschaftlicher Arbeit und macht deutlich, wie innovatives Denken die Herausforderungen der Energiewende bewältigen kann.

  • Neue Initiativen für nachhaltige Digitalisierung und Wirtschaft

    Neue Initiativen für nachhaltige Digitalisierung und Wirtschaft

    Die SMG Swiss Marketplace Group hat ein neues Nachhaltigkeitsmanifest präsentiert. Mit dem Dokument will das Unternehmen laut einer Mitteilung sein Engagement für nachhaltige Geschäftspraktiken unterstreichen. Das Manifest enthält vier zentrale Säulen, die den künftigen Handlungsrahmen der SMG beschreiben sollen.

    Zu diesen zählen Integrität durch gute Unternehmensführung und Transparenz, Schutz der digitalen Zukunft durch fortschrittliche Cybersicherheit und Datenschutz, Stärkung der Mitarbeitenden durch Förderung eines inklusiven Arbeitsumfelds sowie positives Engagement durch ökologische und soziale Initiativen.

    Im Rahmen der neuen Nachhaltigkeitsstrategie setzt sich SMG für verschiedene Initiativen ein, so für die Förderung der Elektromobilität, die Reduzierung von Kohlendioxidemissionen in verschiedenen Geschäftsbereichen und die Verbesserung der Energieeffizienz in ihren Rechenzentren.

    Als ein wichtiges Beispiel sieht das Unternehmen seinen Online-Marktplatz Ricardo an. «Seit 25 Jahren bietet Ricardo eine echte Alternative für einen verantwortungsvollen Konsum», wird Christoph Tonini, CEO von SMG, in der Mitteilung zitiert. «Durch seinen kreislaufwirtschaftlichen Ansatz, der die Wiederverwendung von Produkten fördert, ist Ricardo ein zentraler Treiber für nachhaltiges Konsumverhalten in der Schweiz. Nachhaltigkeit ist seit Beginn ein Teil unserer DNA, und wir sind entschlossen, diesen Ansatz auf unsere gesamte Gruppe auszuweiten.»

    In der SMG Swiss Marketplace Group sind die digitalen Marktplätze von TX Group, Ringier und Mobiliar vereint. Diese fokussieren unter anderem auf Immobilien, Automotive und Finanzen.

  • Aargauer Energie-Förderprogramm bis 2026 begrenzt

    Aargauer Energie-Förderprogramm bis 2026 begrenzt

    Das Aargauer Energie-Förderprogramm wird bis 2026 mit einem Bruttokredit von 97,2 Millionen Franken fortgeführt. Dieser Beschluss des Grossen Rats, der mit 89 zu 47 Stimmen verabschiedet wurde, weicht vom ursprünglichen Vorschlag des Regierungsrats ab. Die Regierung hatte eine Verlängerung bis 2028 und ein Gesamtbudget von 176,5 Millionen Franken vorgesehen. Der kürzere Zeitraum wurde aufgrund möglicher Sparmassnahmen des Bundes gewählt, die die kantonale Mitfinanzierung erschweren könnten.

    Kontroverse um die Fördermittel
    Während SP, Mitte, GLP und Grüne die Erhöhung des Kredits begrüssten, zeigten sich FDP und SVP skeptisch. Die FDP forderte ein Budget von 88,25 Millionen Franken, das die Hälfte der ursprünglich vorgeschlagenen Gesamtkosten für vier Jahre decken würde. Die SVP lehnte das Programm grundsätzlich ab und kritisierte staatliche Eingriffe.

    Schwerpunkte des Programms
    Das Förderprogramm unterstützt Massnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz und zur Reduzierung von CO₂-Emissionen. Gefördert werden unter anderem:

    • Verbesserungen der Gebäudehülle
    • Holzheizungen und Wärmepumpen
    • Anschlüsse an Wärmenetze
    • Solarthermische Anlagen
    • Projekte zur Entwicklung von Wärmenetzen

    Zudem stehen Mittel für Pilotprojekte zur Verfügung. Laut der kantonalen Botschaft haben frühere Programme gezeigt, dass die Energieeffizienz gesteigert und der CO₂-Ausstoss signifikant gesenkt werden konnten.

    Finanzierung aus CO₂-Abgaben
    Der grösste Teil der Fördermittel stammt aus Bundesbeiträgen, darunter aus der CO₂-Teilzweckbindung und dem Impulsprogramm des Bundes. Der Kanton selbst trägt rund 25 % der Gesamtkosten.

    Perspektiven für Hauseigentümer
    Die Begrenzung auf zwei Jahre wirft Fragen zur langfristigen Planung auf. Hauseigentümer und Bauherren betonten die Notwendigkeit von Kontinuität bei Förderprogrammen, um Investitionen in nachhaltige Gebäudetechnologien zu fördern.

    Das Energie-Förderprogramm des Kantons Aargau bleibt ein wichtiges Instrument zur Reduzierung von CO₂-Emissionen und zur Steigerung der Energieeffizienz. Die begrenzte Laufzeit bis 2026 reflektiert jedoch die Unsicherheiten über die Bundesfinanzierung und stellt Planungsherausforderungen für die Zukunft dar.

  • Strüby Unternehmungen erhalten erstes Zertifikat für realisiertes Minergie-Areal

    Strüby Unternehmungen erhalten erstes Zertifikat für realisiertes Minergie-Areal

    Die Energieeffizienz, die Energie-Autarkie und der Hitzeschutz sind aktuell grosse Themen und werden in der Zukunft noch zentraler. Seit 2023 kann nicht nur ein einzelnes Haus, sondern ein ganzes Areal von Minergie zertifiziert werden und damit auch die Umgebung verstärkt in die Planung von Wohnbauprojekten einbezogen werden. Das «Fischermätteli» in Burgdorf BE hat am 2. September 2024 von Minergie schweizweit das erste definitive Areal-Zertifikat erhalten und damit ein neues Level im nachhaltigen Bauen erreicht.

    Label mit hohen Anforderungen
    Der neue, umfassende Standard Minergie-Areal wird durch den Verein Minergie, die Kantone, die Wirtschaft und das Bundesamt für Energie getragen. Das Minergie-Areal zeichnet sich durch einen sehr geringen Energieverbrauch, minimierte Treibhausgasemissionen in Erstellung und Betrieb sowie eine maximale Selbstversorgung mit erneuerbaren Energien aus. Die Gebäude weisen einen überdurchschnittlichen Hitzeschutz sowie einen kontrollierten Luftwechsel aus. Die Gestaltung des Aussenraums erhöht die Klimaresilienz und die Aufenthaltsqualität, beispielsweise durch geeignete Bepflanzung und Beschattungen. Das Minergie-Areal bietet zudem Anreize für eine klimafreundliche Mobilität.

    Über 6600 m3 Schweizer Holz
    Das Wohnbauprojekt Fischermätteli wurde von den Strüby Unternehmungen im Herbst 2023 nach rund dreieinhalbjähriger Bauzeit erfolgreich abgeschlossen. Die zehn Mehrfamilienhäuser mit insgesamt 168 Eigentumswohnungen entstanden auf einem ehemaligen Gewerbeareal in Burgdorf BE. Gebaut wurde mit über 6600 m3 Schweizer Holz, wodurch das «Fischermätteli» schweizweit das grösste Projekt ist, welches den Minergie-A-ECO-Standard und Schweizer Holz vereint.

    Klimataugliche Umgebungsgestaltung
    Die Energie für das gesamte Areal stammt zu hundert Prozent aus erneuerbaren Quellen: der Strom von den Photovoltaik-Anlagen auf den Gebäudedächern, die Wärme für Heizung und Warmwasser von einer Heizzentrale, welche mit Schweizer Pellets versorgt wird. Das feinmaschige Mobilitätskonzept setzt auf Elektromobilität, Carsharing, Velos und den öffentlichen Verkehr. Ein Co-Working-Space fördert das Homeoffice und entlastet damit indirekt die Verkehrswege. Ausserdem sorgt die klimataugliche Umgebungsgestaltung nach dem Schwammstadt-Prinzip für eine natürliche sowie effiziente Kühlung im Sommer und macht das «Fischermätteli» dank den unzähligen einheimischen Pflanzen zu einem Hotspot der Biodiversität.

    Erfolg dank klimafreundlichem Gesamtkonzept
    Dass sich das klimafreundliche Gesamtkonzept im Sinne des Standards Minergie-Areal nicht nur für die Bewohner, sondern auch für den Investor bezahlt macht, kann Pius Kneubühler, Managing Director Real Estate Development & Construction bei den Strüby Unternehmungen, bestätigen. «Der Erfolg hat sich bereits bei der Vermarktung der Eigentumswohnungen manifestiert. Die Nachfrage war derart erfreulich, dass alle Wohnungen bis Bauabschluss verkauft werden konnten.»

  • Neue Technologie spart Strom und verbessert Energieinfrastruktur

    Neue Technologie spart Strom und verbessert Energieinfrastruktur

    Forschende der HSLU arbeiten an einer kostengünstigen Alternative zu Energiemanagementsystemen. Sogenannte Datenräume sollen den sicheren Datenaustausch zwischen Gebäuden und Energieversorgung übernehmen, erläutert die HSLU in einer Mitteilung. Das Team unter der Leitung von Christoph Imboden am Institut für Innovation und Technologiemanagement der HSLU arbeitet dabei mit dem Neuenburger Technologie-Innovationszentrum CSEM und der Privatwirtschaft zusammen und wird vom Bundesamt für Energie über das Programm EnergieSchweiz unterstützt.

    Den Einschätzungen der Forschenden zufolge liegt das Potenzial der Einsparungen durch Datenräume bei bis zu 5,32 Terawattstunden Strom jährlich. «Die Nutzbarkeit von vielen verschiedenen Messpunkten führt zu mehr Energieeffizienz, Flexibilität und überhaupt zu einer viel besseren Ausnutzung der Energieinfrastruktur», wird Imboden in der Mitteilung zitiert. Gleichzeitig benötigen die Datenräume im Gegensatz zu Energiemanagementsystemen keine zusätzliche Hardware. Auch müssen die Daten nicht zentral gespeichert werden. «Das führt zu grossen Kosteneinsparungen, einer Marktdynamisierung und auch zu einer Reduktion der Datenmenge, die transferiert und gespeichert werden muss», meint Imboden.

    Ein von den Forschenden aufgebauter erster Datenraum im Energiesektor erfüllt bereits auch die Anforderungen des Datenschutzes. Für eine Umsetzung im grossen Massstab muss die Technologie aber noch weiterentwickelt und an spezifische Schweizer Bedürfnisse angepasst werden.

  • Fortschritte und Ausblick der kantonalen Klimastrategie

    Fortschritte und Ausblick der kantonalen Klimastrategie

    Zu den Erfolgen zählen die Einführung einer Beschaffungsrichtlinie für CO2-freie Fahrzeuge in der kantonalen Verwaltung sowie die Schaffung einer Rechtsgrundlage zur finanziellen Unterstützung von Hochwasserschutzmassnahmen. Zwei Massnahmen, die abgeschlossen wurden, während sich weitere 47 in der Umsetzung befinden. Neufahrzeuge der Verwaltung müssen nun über ein CO2-freies Antriebssystem verfügen, was einen wichtigen Schritt in Richtung einer klimafreundlicheren Verwaltung darstellt. Zusätzlich wurde mit dem Wasserwirtschaftsgesetz die Grundlage geschaffen, Hochwasserschutzprojekte zu fördern, die für die Anpassung an den Klimawandel unerlässlich sind.

    Öffentlichkeitsarbeit als Schlüssel zur Sensibilisierung
    Ein weiterer zentraler Aspekt der Klimastrategie ist die Sensibilisierung der Öffentlichkeit. Jedes Jahr wird ein «Klimaspaziergang» zu einem klimarelevanten Thema organisiert, um den Bürgerinnen und Bürgern Projekte vorzustellen. Der diesjährige Fokus lag auf der energetischen Sanierung eines Mehrfamilienhauses, das von der Effizienzklasse G auf die Klasse B verbessert wurde. Dies zeigt, wie effektive Sanierungsmassnahmen dazu beitragen können, den Energieverbrauch und die CO2-Emissionen zu reduzieren.

    Herausforderungen im Bereich fossile Brennstoffe und erneuerbare Energien
    Die aktuellen Klimazahlen zeigen, dass der Anteil der Ölheizungen in Wohn- und Dienstleistungsgebäuden um 5 Prozent gesunken ist, während der Anteil an Wärmepumpen im gleichen Zeitraum um ebenso viel gestiegen ist. Dennoch bleibt der Anteil der Erdgasheizungen unverändert, was den klimapolitischen Zielen widerspricht. Um das Ziel einer klimafreundlichen Energieversorgung zu erreichen, muss der Übergang von fossilen Brennstoffen zu erneuerbaren Energien beschleunigt werden.
    Positiv zu vermerken ist, dass die Elektrizitätsproduktion aus Photovoltaikanlagen im Kanton seit 2015 mehr als verdoppelt wurde. Dies zeigt, dass die Nutzung erneuerbarer Energien voranschreitet, auch wenn nach wie vor erhebliche Anstrengungen erforderlich sind, um die gesetzten Klimaziele zu erreichen.

    Verbesserungspotenzial in der kantonalen Verwaltung
    Die kantonale Verwaltung hat sich das Ziel gesetzt, als Vorbild im Klimaschutz zu agieren. Trotz erster Fortschritte zeigt sich, dass der Energieverbrauch für Heizung und Warmwasser in kantonalen Gebäuden nur um 2 Prozent gesenkt werden konnte. Mehr als die Hälfte der Wärmeenergie wird weiterhin aus fossilen Brennstoffen gewonnen. Die CO2-Emissionen aus der Verbrennung dieser Brennstoffe sind seit 2016 nahezu unverändert geblieben, was auf zusätzlichen Handlungsbedarf hinweist.

    Anpassungen der energetischen Anforderungen und zukünftige Schritte
    Der Regierungsrat hat rasch umsetzbare Massnahmen in die Vernehmlassung gegeben, um die Nutzung erneuerbarer Energien zu stärken. Diese betreffen unter anderem den Heizungsersatz und die Eigenstromerzeugung bei Neubauten. Ein Beispiel ist die Vorgabe, dass in kantonseigenen Gebäuden künftig bei einem Heizungsersatz immer ein System mit erneuerbaren Energien zum Einsatz kommen soll.
    Insgesamt zeigt sich, dass der Kanton Schaffhausen auf dem richtigen Weg ist, jedoch weiterhin gezielte Massnahmen erforderlich sind, um den Wandel hin zu einer klimaneutralen Zukunft zu beschleunigen.

  • Nachhaltige Prozesse durch Pinch-Analyse und Wärmespeicherung

    Nachhaltige Prozesse durch Pinch-Analyse und Wärmespeicherung

    Die Hochschule Luzern (HSLU) hat die Software PinCH entwickelt, mit der sich industrielle Prozesse energieeffizienter und wirtschaftlicher gestalten lassen. In der neuesten Version PinCH 4.0 können laut einer Mitteilung der Hochschule auch Wärmespeicher mit offenem Kreislauf integriert werden. Mit einer Pinch-Analyse lässt sich systematisch aufzeigen, wie thermische Energieströme gekoppelt werden müssen, um eine hohe Energieeffizienz bei minimalen Gesamtkosten (bestehend aus Investitions- und Betriebskosten) zu erreichen.

    PinCH 4.0 ist bereits für die Analyse von Produktionsabläufen des Lebensmittelherstellers HACO in Gümligen BE eingesetzt worden. Die Analyse zeigte, dass der Einsatz von zur Prozessaufbereitung benötigtem Heisswasserdampf mit einem Wärmespeicher mit offenem Kreislauf um die Hälfte reduziert werden kann.

    „Wenn Prozessströme, wie zum Beispiel das Brauwasser in einer Brauerei oder das Prozesswasser bei der HACO AG, unmittelbar als Speichermedium genutzt werden, lassen sich Wärmeübertrager und Zwischenkreisläufe einsparen“, wird Donald Olsen, Projektleiter PinCH Software-Entwicklung an der HSLU, in der Mitteilung zitiert. „Ein solches Speichersystem mit offenem Kreislauf erhöht das Energiesparpotenzial, vereinfacht das System und senkt somit Energie- und Investitionskosten.“

  • Solartechnologie für die Landwirtschaft im Fokus

    Solartechnologie für die Landwirtschaft im Fokus

    Das international tätige Energieunternehmen Eaton und der ebenfalls in Lausanne ansässige Agrivoltaik-Spezialist Insolight haben eine strategische Zusammenarbeit zur optimalen Nutzung von Solarstrom in der Landwirtschaft vereinbart. Wie es in einer Mitteilung heisst, sollen dabei die Erfahrungen von Eaton in einem intelligenten Energiemanagement mit den Solartechnologien von Insolight gekoppelt werden. Insbesondere wird geprüft, ob die Photovoltaikanlagen von Insolight mit den Batteriespeichersystemen (BESS) und der Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge von Eaton gekoppelt werden kann. Dabei plant Insolight, bis 2026 mehr als 100 Projekte mit einer Leistungsfähigkeit von 300 Megawattpeak zu installieren. Eaton seinerseits will die Projekte mit technischem Know-how und Produktschulungen unterstützen.

    Damit sollen seitens beider Unternehmen auch die beteiligten Landwirte bei der Integration, Inbetriebnahme und laufenden Wartung neuer nachhaltiger Energiesysteme unterstützt werden. Die Agrivoltaik-Anlagen von Insolight erzeugen dabei nicht nur Strom, der in den landwirtschaftlichen Betrieben genutzt werden kann, sondern sie bieten auch einen Schutz von Pflanzungen gegen Wind, Hagel und Starkregen.

    «Diese Zusammenarbeit mit Eaton stellt einen wichtigen Meilenstein in unserem Bestreben dar, innovative Agrivoltaik-Lösungen auf den Markt zu bringen», wird Luiggino Torrigiani, Leiter Marketing und Partnerschaften bei Insolight, in der Mitteilung zitiert. «Durch die Partnerschaft mit Insolight können wir unsere Fähigkeiten auf den Agrivoltaik-Sektor ausweiten, wo Energieeffizienz neben landwirtschaftlicher Produktivität einen echten Einfluss haben kann», ergänzt Anne Lillywhite, Senior Vice President und General Manager für Energiewende, Digital und Services bei Eaton.

  • Militärflugplatz Alpnach wird ausgebaut

    Militärflugplatz Alpnach wird ausgebaut

    Das Eidgenössische Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) lässt am Militärflugplatz Alpnach eine neue Fahrzeugeinstellhalle und einen multifunktionalen Werkstattanbau bauen. Dafür investiert das VBS insgesamt 18 Millionen Franken. Am 21. August wurden die bis Anfang 2026 terminierten Bauarbeiten mit dem Spatenstich aufgenommen, informiert das VBS in einer Mitteilung. Ihr zufolge wurden rund zwei Drittel der Aufträge an Unternehmen aus der Innerschweiz vergeben.

    Die einstöckige Fahrzeughalle wird fast 2000 Quadratmeter umfassen und im östlichen Teil des Flugplatzes entstehen. Hier sollen in Zukunft Spezialfahrzeuge und Einsatzmaterial untergebracht werden. Seine Wärmenergie wird der Neubau über Energiepfähle beziehen.

    Die neue Werkstatthalle wird als Anbau an eine bestehende Halle im westlichen Teil des Flugplatzes realisiert. Dort sollen künftig grosse Spezialfahrzeuge instandgehalten werden. Der rund 1400 Quadratmeter grosse Neubau bietet Platz für einen Werkstatt, einen Werkhof und eine Waschstrasse. Zudem sollen dort Büroarbeitsplätze, Garderoben und Nebenräume für Betriebsmaterial eingerichtet werden. Der Anbau wird über Fernwärme aus der Korporation Alpnach mit Wärmeenergie versorgt.

    Beide Bauten werden «nach hohen ökologischen Standards» erfolgen, schreibt das VBS. Dabei sind unter anderem Fassaden aus Holzlamellen geplant. Auf beiden Dächern installierte Photovoltaikanlagen sollen jährlich insgesamt rund 324 Megawattstunden Strom produzieren.

  • Gebäudeprogramm für energetische Sanierungen verzeichnet Rekordnachfrage

    Gebäudeprogramm für energetische Sanierungen verzeichnet Rekordnachfrage

    Für das Gebäudeprogramm von Bund und Kantonen wird ein Rekordjahr vermeldet. Laut einer Medienmitteilung sind im Jahr 2023 Förderungen in Höhe von 528 Millionen Franken ausbezahlt worden. Es sei der höchste Betrag seit Einführung des Programms im Jahr 2010. Gegenüber dem Vorjahr ergebe sich eine Steigerung um 25 Prozent.

    Die geförderten Massnahmen führten über ihre Lebensdauer zu einer Energiereduktion bei Gebäuden in Höhe von 11,2 Milliarden Kilowattstunden sowie zu 3,4 Millionen Tonnen weniger CO2-Ausstoss, heisst es.

    Gründe für die erhöhte Nachfrage seien die Themen Energieversorgungssicherheit und Energiesparen, die unverändert präsent sind für die Öffentlichkeit. Die Kantone hätten infolge steigender Energiekosten ihre Förderbudgets und teilweise Fördergelder erhöht und damit Anreize im Sanierungssektor geschaffen.

    Weiter heisst es, neben den Auszahlungen hätten auch die Verpflichtungen von Fördermitteln für energetische Massnahmen, die in den nächsten fünf Jahren umgesetzt und ausbezahlt werden, mit 587 Millionen Franken fast wieder den Höchstwert von 2022 in Höhe von 592 Millionen Franken erreicht.

    Der grösste Teil davon entfiel auf Sanierungsvorhaben für die Haustechnik. Die Förderfranken sollen in den nächsten Jahren für den Austausch von 26’500 Heizungen verwendet werden. Für Systemsanierungen seien 114 Millionen Franken vorgesehen.

    Ausser für die Klimaziele hatte das Gebäudeprogramm einen positiven Effekt auf Beschäftigung und Wertschöpfung. 3000 Vollzeitäquivalente und 150 Millionen Franken an zusätzlicher inländischer Wertschöpfung konnten damit generiert werden.

  • Studie zeigt Chancen für Fassadenbegrünung und Solarpanels

    Studie zeigt Chancen für Fassadenbegrünung und Solarpanels

    Im Rahmen des Projekts GreenPV hat ein Forschungsteam der Hochschule Luzern innovative Lösungsansätze für die Gestaltung von Gebäudefassaden entwickelt. Ziel war es, die Potenziale von Photovoltaikanlagen (PV) und Begrünung zu erforschen, um den steigenden Herausforderungen durch die Klimaerwärmung zu begegnen. Eine speziell für Planer und Bauherren entwickelte Broschüre fasst die Erkenntnisse und Empfehlungen des Projekts zusammen.

    Die Bedeutung dieser Forschung wird deutlich, wenn man sich die Prognosen des National Center for Climate Services ansieht: Die Jahresmitteltemperatur in der Schweiz könnte bis Ende des 21. Jahrhunderts um bis zu 5,4 Grad ansteigen. Dies wird nicht nur den Energiebedarf, insbesondere für Kühlung, erheblich erhöhen, sondern auch die Behaglichkeit in Gebäuden beeinflussen. Photovoltaikanlagen können genau dann Energie liefern, wenn sie am dringendsten benötigt wird, nämlich bei intensiver Sonneneinstrahlung. Gleichzeitig bieten begrünte Fassaden eine sinnvolle Alternative in urbanen Gebieten, wo neue Grünflächen rar sind.

    Fassaden als ungenutztes Potenzial
    «Während auf Dächern die Vorteile von PV-Systemen und Begrünungen bereits vermehrt genutzt werden, bleiben Fassaden bisher weitgehend ungenutzt», erläutert Dr. Silvia Domingo, Forscherin an der HSLU. Dabei bieten Fassaden eine hervorragende Gelegenheit zur Energiegewinnung und Begrünung, ohne zusätzliche Flächen zu beanspruchen. Besonders in der kalten Jahreszeit erweisen sich PV-Anlagen an Südfassaden als besonders effizient, da sie den niedrigen Neigungswinkel der Sonne optimal nutzen können.

    Die Studie zeigt jedoch auch, dass es Hindernisse gibt, die einer breiteren Anwendung dieser Technologien im Wege stehen. Dazu gehören finanzielle Herausforderungen, fehlende Richtlinien und Bedenken hinsichtlich des Brandschutzes. Diese Faktoren sorgen oft für Verunsicherung bei Bauherren. Um dem entgegenzuwirken, hat das Forschungsteam eine Broschüre mit praxisnahen Empfehlungen für die Anwendung von PV-Anlagen und Begrünungen an Fassaden erstellt.

    Optische Aspekte und funktionale Synergien
    Ein weiteres Hindernis, das Dr. Domingo identifiziert, ist die ästhetische Wahrnehmung von Solarpanels an Gebäudefassaden. Schwarze Solarpanels entsprechen oft nicht den visuellen Vorstellungen der Bauherrschaften. Doch die Forschung zeigt, dass in Zukunft auch Solarpanels in verschiedenen Farben und Texturen erhältlich sein könnten, ohne signifikante Einbussen bei der Effizienz.

    Neben PV-Anlagen bieten begrünte Fassaden zahlreiche Vorteile, die weit über den Kühleffekt hinausgehen. Sie tragen zur Biodiversität bei, verbessern die Luftqualität, mindern die Schallausbreitung und fördern die Regenwasserretention. Diese Vorteile sind besonders in dicht bebauten städtischen Gebieten von grosser Bedeutung, wo sie die Lebensqualität erheblich steigern können.

    Die Kombination von Begrünung und PV-Anlagen
    Die HSLU-Studie zeigt, dass Begrünungen und PV-Anlagen an Fassaden oft gut kombiniert werden können, um Synergien zu nutzen. Während PV-Anlagen an unbeschatteten, höheren Fassadenbereichen für maximale Energiegewinnung sorgen, entfalten begrünte Flächen in bodennahen Bereichen ihre kühlende und lärmabsorbierende Wirkung. Diese Kombination trägt zu einem angenehmeren Quartierklima und einer klimafreundlichen Stromproduktion bei.

    Abschluss des Projekts GreenPV
    Das Projekt GreenPV, das im Dezember 2021 startete und bis Mitte 2024 lief, wurde von einem breiten Netzwerk an Unterstützern finanziert, darunter das Bundesamt für Energie (BFE) und verschiedene Stiftungen. Das Projektteam, unter der Leitung von Gianrico Settembrini, hat wertvolle Erkenntnisse gewonnen, die in einer Broschüre festgehalten sind und nun Planer, Bauherren und Interessierten zur Verfügung stehen.

    Mit den Ergebnissen des Projekts GreenPV liefert die HSLU einen wichtigen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung im Bauwesen und zeigt auf, wie Begrünung und Solarpanels an Fassaden kombiniert werden können, um den Herausforderungen des Klimawandels effektiv zu begegnen.

  • Ein Schlüssel zur Bekämpfung des Wohnungsmangels in der Stadt Zürich

    Ein Schlüssel zur Bekämpfung des Wohnungsmangels in der Stadt Zürich

    Die Wohnungsnot in der Stadt Zürich ist alarmierend. Mit einer Leerstandsquote von nur 0,06% besteht ein massiver Bedarf an neuem Wohnraum. Eine überparteiliche Initiative setzt genau hier an und fordert die Anpassung der Bauvorschriften, um bestehende Gebäude flächendeckend aufstocken zu können. Diese Massnahme könnte dazu beitragen, schnell zusätzlichen Wohnraum zu schaffen und dem enormen Druck auf dem Zürcher Wohnungsmarkt entgegenzuwirken.

    Holzbau als ideale Lösung für Aufstockungen
    Der Holzbau bietet sich aufgrund seines geringen Eigengewichts besonders für Aufstockungen an. Im Vergleich zu massiven Baumaterialien ermöglicht Holz den Ausbau von Bestandsgebäuden, ohne die darunterliegenden Strukturen erheblich zu belasten. So lassen sich sogar mehrgeschossige Aufstockungen realisieren, ohne dass umfangreiche statische Verstärkungen notwendig sind. Zudem punktet Holz durch seine hervorragenden energetischen Eigenschaften, was zu signifikanten Einsparungen bei den Heizkosten führt.

    Synergie von Raumgewinn und Energieeffizienz
    Aufstockungen bieten nicht nur zusätzlichen Wohnraum, sondern auch die Möglichkeit, die gesamte Gebäudehülle zu erneuern und energetisch zu optimieren. Dies verbessert die Energieeffizienz des gesamten Gebäudes, was langfristig zu geringeren Betriebskosten führt. Der neu geschaffene Raum, der in der Regel hochwertig und daher gut vermietbar ist, trägt dazu bei, die Investitionen in die Aufstockung und energetische Sanierung zu amortisieren.

    Initiative stösst auf breite Unterstützung
    Die Initiative «Mehr Wohnraum durch Aufstockung – quartierverträglich und nachhaltig» hat bereits breite Unterstützung gefunden. Bereits vor Ablauf der Sammelfrist wurden über 4000 Unterschriften eingereicht, was das grosse Interesse der Bevölkerung an dieser Lösung unterstreicht. Die Umsetzung dieser Initiative könnte ein wichtiger Schritt sein, um dem Wohnungsmangel in Zürich effektiv entgegenzuwirken und gleichzeitig nachhaltige Baupraktiken zu fördern.

  • Hybridbauweisen aus Holz, Beton und Stahl

    Hybridbauweisen aus Holz, Beton und Stahl

    Einbindung und Verknüpfungstechnologien
    Eine bedeutende Herausforderung bei Hybridkonstruktionen liegt in der Integration verschiedener Materialien. Bei der Verbindung von Holz und Beton müssen spezielle Verbindungselemente verwendet werden, um die unterschiedlichen Eigenschaften der Materialien, wie beispielsweise die feuchte Empfindlichkeit von Holz, zu berücksichtigen.

    Verständnis für Bauteile mit gemischter Struktur entwickeln
    Hybride Bauteile vereinen zwei oder mehr Materialien, die aufgrund ihrer spezifischen Eigenschaften sorgfältig ausgewählt werden. Ein Beispiel hierfür ist die Kombination von Beton, der Druckkräfte aufnehmen kann, und Stahl, der für Zugkräfte verantwortlich ist. Durch diese Zusammenstellung entstehen innovative Konstruktionen, die mit den einzelnen Werkstoffen allein nicht umsetzbar wären.

    Anwendungen im Bereich der vorgefertigten Bauteile
    Im Bereich des Fertigteilbaus werden Hybridbauweisen insbesondere für die Produktion grosser und schwerer Bauteile eingesetzt. Hierbei werden die Bauteile zunächst separat hergestellt und später zu einer Gesamtheit zusammengefügt. Diese Vorgehensweise ermöglicht eine flexiblere Gestaltung und vereinfacht den Transport sowie die Montage.

    Revolutionäre Kombinationen für Decken
    Innovative Deckenkonstruktionen mit einem Sandwichquerschnitt verwenden Hybridtechnologien, um robuste und gleichzeitig leichte Bauteile herzustellen. Diese fortschrittliche Technologie erlaubt die Einbindung von Installationssystemen und trägt zur Energieeffizienz des Gebäudes bei.

    Verbindung von Holz und Beton
    Die Verbindung von Holz und Beton in Deckenkonstruktionen bietet die Möglichkeit, die Stärken beider Materialien zu kombinieren und ihre Schwächen auszugleichen. Holz kann dabei die tragende Rolle übernehmen, während Beton für Schalldämmung und die Einbindung von Heiz- oder Kühlsystemen genutzt wird.

    Innovative Fortschritte in der Zukunft
    Die Weiterentwicklung von Hybridbauweisen strebt danach, leistungsfähigere, kostengünstigere und umweltfreundlichere Bautechniken zu ermöglichen. Dies beinhaltet verbesserte Herstellungsverfahren, die Steigerung der Tragfähigkeit und die Beschleunigung des Bauprozesses. Insgesamt repräsentieren hybride Bauweisen einen zukunftsorientierten Ansatz im Bauwesen, der die Vorzüge unterschiedlicher Materialien vereint, um effiziente, nachhaltige und ästhetisch ansprechende Bauwerke zu schaffen.

  • Pilotprojekt zur Reduktion des Energiebedarfs in Gebäudetechnik

    Pilotprojekt zur Reduktion des Energiebedarfs in Gebäudetechnik

    Künstliche Intelligenz könnte zur Reduktion des Energiebedarfs in der Gebäudetechnik beitragen. Die in der St.GallenBodenseeArea ansässige und in der Gebäudetechnik tätige Hälg AG hat laut einer Mitteilung ein Pilotprojekt für die KI-basierte Softwaretechnologie R8 Digital Operator des Herstellers R8 Technologies gestartet.

    Die Tests sollen an konzerneigenen Anlagen am Stammsitz in St.Gallen das Energiesparpotenzial der Gebäudesteuerung ermitteln. Die Software nutze mittels KI entwickelte Algorithmen, „welche die Bedürfnisse der unterschiedlichen Räume im Gebäude monitoren und automatisch optimieren“, heisst es.

    Der Hersteller mit Hauptsitz in Estland verspricht effiziente und nachhaltige Steuerungen für Gebäudetechnikanlagen. Im Vergleich zu herkömmlichen Gebäudeautomationssystemen laufen die Anpassungen gemäss Mitteiilung „durch die intelligente, proaktive und prädiktive Steuerung gleichzeitig mit und sorgen für automatische Optimierungen der Gebäudetechnikanlagen“.

    Die Testphase werde sich über ein bis eineinhalb Jahre erstrecken und Daten aller vier Jahreszeiten berücksichtigen. Solange dauere die Einregulierungszeit von R8. Sobald Ergebnisse vorliegen, will Hälg entscheiden, ob eine weitere Zusammenarbeit mit R8 als exklusiver Vertriebspartner der Lösung in der Schweiz in Frage kommt.

  • Firma sichert sich 3 Millionen Franken für Druckluft-Energiespeicher

    Firma sichert sich 3 Millionen Franken für Druckluft-Energiespeicher

    Green-Y Energy AG hat eine Finanzierungsrunde unter Führung der Schweizer Kapital Global Impact Fund AG in Höhe von 3 Millionen Franken erfolgreich abgeschlossen. Mit dem zusätzlichen Kapital will das auf Druckluft-Energiespeicher spezialisierte Unternehmen mit Sitz in Hasle bei Burgdorf die neuartige Speichertechnologie weiter optimieren und die Vermarktung der Anlagen vorantreiben, wird CEO Rafik Barhoumi, in einer Medienmitteilung zitiert. Die Lösung gelte als besonders nachhaltig, da sie mit Hilfe von Druckluft Photovoltaikstrom speichere und zudem die Versorgung mit Wärme und Kälte in Gebäuden und bei Prozessen ermögliche.

    Nach einer vierjährigen Entwicklungsphase ging im Jahr 2023 eine Pilotanlage mit einer Gesamtkapazität von 100 Kilowattstunden erfolgreich an den Start, heisst es. Damit lasse sich in Gewerbearealen der Eigenverbrauch optimieren. In Wohn- und Bürogebäuden könne das System die Raumheizung, Warmwasserbereitung und Kühlung unterstützen. Industriebetriebe könnten die erzeugte Wärme und Kälte in Produktionsprozessen nutzen.

    Die Anlage sei „wirtschaftlich und ökologisch sinnvoll, wenn die Speicherung der elektrischen Energie mit der Nutzung der Wärme oder Kälte kombiniert wird. Deswegen eignen sich die Druckluftspeicher insbesondere für Quartiere, grössere Bürogebäude und die Industrie“, wird Christian Ochsenbein, Experte für Speichertechnologien und Leiter des Swiss Battery Technology Center, zitiert.

  • Neue Gewerbeimmobilie mit innovativer Energietechnologie

    Neue Gewerbeimmobilie mit innovativer Energietechnologie

    Die Immatica AG hat Anfang 2024 die Baubewilligung für ein Gewerbegebäude auf dem Gelände der Matica AG in Kaltenbach, zu der sie gehört, erhalten. Die Matica AG ist auf die Herstellung energieeffizienter Speicher und den Bau von Spezialbehältern spezialisiert. Mieterin des 1500 Quadratmeter grossen Neubaus werde ab Anfang 2025 die Post AG, da der bisherige Standort in Stein am Rhein SH zu klein geworden sei, heisst es in einer Mitteilung.

    Das Flachdach wird mit einer 1000 Quadratmeter grossen Photovoltaikanlage (PV) ausgestattet. Eine neuartige Speichertechnologie soll das Gebäude auch im Winter mit Sonnenenergie versorgen können. Mit einer Sorptionswärmepumpe (SWP) lasse sich durch einen chemischen Prozess das Potential der Sonnenenergie beliebig lange speichern. Beim Umkehrprozess entstehe Wärme, die sich im Winter zum Heizen nutzen lasse. Die SWP löst mehrere Herausforderungen der Energiewende: Aus Sicht des Anlagenbetreibers erhöht sie den Eigennutzungsgrad der PV-Anlage und federt so Energiepreisschwankungen besser ab, heisst es in der Mitteilung. Darüber hinaus trägt sie dazu bei, saisonale Schwankungen im Stromnetz zu reduzieren. Damit entlastet sie das Netz und reduziert den notwendigen Netzausbau. Durch den Einsatz der PV-Anlage mit einer Jahresleistung von rund 215 Kilowatt-Peak könnten 33 Tonnen CO2 pro Jahr eingespart werden.

    Die Post AG möchte bis 2030 all ihre Briefe klimaneutral zustellen. Mit dem von der PV-Anlage generierten Strom sollen alle elektrischen Anlagen im Gebäude sowie die elektrische Ladeinfrastruktur für die Elektrofahrzeuge versorgt werden. Die SWP in Kaltenbach ist die zweite Pilotanlage, die von der Matica AG in Zusammenarbeit mit der Hochschule Luzern und der Helbling Technik AG umgesetzt wird. Im Sommer 2024 startet eine erste Anlage in der Tierkörpersammelstelle der Stadt Frauenfeld ihren Betrieb.

  • Nachhaltige Infrastrukturerneuerung im Kanton Waadt

    Nachhaltige Infrastrukturerneuerung im Kanton Waadt

    Die in Schaan ansässige Hilcona Gruppe will in die Erneuerung der Infrastruktur am Standort Orbe im Kanton Waadt investieren. Wie aus einer Medienmitteilung hervorgeht, sollen Rohrleitungen, Kältemaschinen und Druckluftkompressoren getauscht werden. Die Rekonstruktion wird so vorgenommen, dass nach Abschluss der Bauarbeiten die Abwärme der Kältemaschinen für die Warmwasserbereitung im Unternehmen genutzt werden soll. Das Warmwasser wird für die täglichen Reinigungsarbeiten bei Hilcona genutzt. Nach Angaben des Unternehmens können mit der neuen Warmwasserbereitung zwei Drittel der benötigten Erdgasmenge eingespart werden. Dementsprechend wird auch der CO2-Ausstoss reduziert.

    „Die Überholung dieser Kältemaschine ist ein weiterer, wichtiger Schritt auf unserem Weg zu mehr Nachhaltigkeit“, wird Lionel Monteiro von der Hilcona Abteilung Engineering in Orbe in der Mitteilung zitiert. „Der CO2-Fussabdruck des gesamten Unternehmens kann mit der Abwärmenutzung weiter gesenkt werden“, ergänzt Andrea Gerber, Nachhaltigkeitsverantwortliche der Hilcona Gruppe.

  • SAK und NORM arbeiten für mehr Energieeffizienz zusammen

    SAK und NORM arbeiten für mehr Energieeffizienz zusammen

    Das Energieversorgungsunternehmen St.Gallisch-Appenzellische Kraftwerke AG (SAK) geht mit Norm Technologies (NORM) aus Zürich eine Partnerschaft ein. NORM ermittelt die Energieeffizienz von Gebäuden sowie deren CO2-Ausstoss und Sanierungsmöglichkeiten. NORM hat sich zum Ziel gesetzt, die Treibhausgasemissionen im Gebäudesektor zu verringern.

    „Diese Partnerschaft mit NORM steht im Einklang mit unserem Engagement, innovative Lösungen zu fördern, die unseren Kundinnen und Kunden helfen, ihre Energieeffizienz zu steigern und einen aktiven Beitrag zum Umweltschutz zu leisten“, wird Philipp Inderbitzin, Leiter Energielösungen bei der SAK, in einer Mitteilung zitiert. Durch die Zusammenarbeit könne SAK ihren Kundinnen und Kunden eine ganzheitliche energetische Analyse für deren Immobilien anbieten.

    Der erste Schritt der Analyse erfolgt digital und kostenlos über die SAK-Internetseite. In einem zweiten Schritt erstellen Energieexpertinnen und -experten eine tiefere Analyse und zeigen Möglichkeiten für einen individuellen Sanierungsfahrplan auf. Mit der Expertise von NORM könne die SAK ihr Ziel vorantreiben, bis 2040 Netto-Null Treibhausgasemissionen zu realisieren, was wiederum die Ziele des Schweizer Klima- und Innovationsgesetzes unterstütze, heisst es in der Mitteilung. Im Gegenzug ermögliche „die Zusammenarbeit mit einem etablierten Partner wie der SAK es uns, unserer Vision einer Dekarbonisierung der Immobilienbranche einen Schritt näher zu kommen“, wird der Gründer von NORM, Gian Reto à Porta, zitiert.

  • NEST dient EU-Projekt als Pilotanlage

    NEST dient EU-Projekt als Pilotanlage

    Die Eidgenössische Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa) ist Teil des internationalen Konsortiums für das jüngst gestartete und auf drei Jahre angelegte HorizonEurope-Forschungsprojekt HEATWISE. Dabei soll in Gebäuden mit umfangreicher IT-Infrastruktur die Abwärme dieser Systeme vollständig in die Gebäudetechnik integriert werden.

    „Das Ziel ist ein Zero-Waste-Prinzip“, erklärt Binod Koirala vom Urban Energy Systems Lab der Empa in einer Medienmitteilung. „Das heisst, wir wollen möglichst die ganze Abwärme zurückgewinnen und in das Heizsystem der Gebäude integrieren.“ In diesem Rahmen kommt dem Team der Empa in einem ersten Schritt die Aufgabe zu, im Empa-Forschungsgebäude NEST das Potenzial für Wärmegewinne zu identifizieren. Dabei sollen neben der Abwärme aus dem Mikrorechenzentrum in dessen Untergeschoss und der Computer in den Büroräumen auch der Einfluss anwesender Personen auf die Raumtemperatur berücksichtigt werden.

    Aus den so gewonnenen Daten wollen die Forschenden vorausschauende Regelalgorithmen ableiten, die das Energiemanagement der IT-Infrastruktur mit der Gebäudetechnik koppeln. Sie werden dann neben dem NEST in drei weiteren Pilotanlagen installiert: in Gebäuden der dänischen Universität Aalborg, in eine Autofabrik in der Türkei und in ein IT-Forschungs- und Entwicklungszentrum in Polen.

    Im NEST wird zudem die Luftkühlung des Rechenzentrums um die neu entwickelte sogenannte On-Chip-Flüssigkeitskühlung des israelischen Projektpartners ZutaCore ergänzt. Mit der dadurch zurückgewonnenen Wärme von bis zu 70 Grad können etwa die Duschen im Gebäude betrieben werden.

  • Wegweiser für eine nachhaltige Raumplanung in der Schweiz

    Wegweiser für eine nachhaltige Raumplanung in der Schweiz

    Die traditionelle Auffassung von Peripherien als entlegene ländliche oder bergige Gebiete wird in der neuesten Analyse des Rats für Raumordnung herausgefordert. Mit einem erweiterten Verständnis der Peripherien, einschliesslich urbaner und suburbaner Räume, empfiehlt der Rat einen angepassten Umgang mit diesen vielfältigen Regionen, um deren Entwicklungspotenziale nachhaltig zu nutzen.

    Dieser Bericht, der alle vier Jahre erscheint, leuchtet die territorialen Entwicklungen Neuenburgs aus und bietet eine Bewertung der Implementierung des Bundesgesetzes über Raumplanung sowie des kantonalen Masterplans von 2019. Dabei stehen Innenentwicklung, Mobilitätskoordination und die qualitative Entwicklung von Lebensräumen im Fokus. Zusätzlich werden Klimaschutz, Biodiversität, Erhalt landwirtschaftlicher Flächen und Energieeffizienz berücksichtigt.

    Kernpunkte und Handlungsempfehlungen

    1. Definition und Verständnis von Peripherien – Der Bericht ermutigt, Peripherien als dynamische Räume zu begreifen, die sowohl städtische als auch ländliche Charakteristiken aufweisen können. Diese Gebiete sind nicht nur durch ihre geographische Lage, sondern auch durch sozioökonomische Faktoren definiert.
    2. Dialog und Erkenntnisse – Durch den direkten Austausch mit Vertretern der verschiedenen Peripherien sammelte der Rat wertvolle Einsichten. Diese Interaktionen offenbarten, dass die herkömmliche Sichtweise auf periphere Gebiete als benachteiligt und abgehängt nicht der Wirklichkeit entspricht.
    3. Lebendige Peripherien – Der Bericht präsentiert die Idee der «Lebendigen Peripherien» als Orte des Engagements und der Innovation, wo Menschen Lösungen für gesellschaftliche und wirtschaftliche Herausforderungen entwickeln.
    4. Herausforderungen und Chancen – Trotz spezifischer Herausforderungen wie dem Fehlen einer kritischen Masse an Akteuren oder Anpassungsdruck bieten Peripherien einzigartige Möglichkeiten für nachhaltige Entwicklung und Innovation.
    5. Empfehlungen für die Zukunft – Um die Peripherien als lebendige und resiliente Räume zu fördern, sollten Bund, Kantone und Gemeinden innovative Ansätze in Wohnen, Mobilität, Wirtschaft, Tourismus und Energie vorantreiben. Der Fokus liegt auf einer starken nachhaltigen Entwicklung, die eine gesunde Biosphäre und eine schadstofffreie Umwelt priorisiert.

    Der ROR-Bericht regt zum Umdenken in der Raumplanung an und betont die Bedeutung von Querschnittsdenken und Mehrwertstrategien. Er fordert Bund, Kantone und Gemeinden auf, gemeinsam für lebendige Peripherien zu sorgen, die als Impulsgeber für eine nachhaltige und inklusive Gesellschaft dienen.
    Die Dokumentation finden Sie unter: https://regiosuisse.ch/sites/default/files/2024-02/Lebendige_Peripherien.pdf

  • Solarfaltdach ein Meilenstein für Appenzell I.Rh

    Solarfaltdach ein Meilenstein für Appenzell I.Rh

    Beim kürzlich abgehaltenen Tag der offenen Tür der Abwasserreinigungsanlage (ARA) in Appenzell I.Rh. zog das neueste Projekt – ein ausgeklügeltes Solarfaltdach – rund 200 interessierte Besucher an. Diese innovative Anlage demonstriert die Verbindung von Energieeffizienz und Umweltschutz, indem sie 80% des Energiebedarfs der ARA deckt und die Algenbildung in den Klärbecken minimiert.

    Ruedi Ulmann, der Bauherr des Projekts, betonte in seiner Ansprache die Bedeutung des Projekts für die regionale Energie- und Klimastrategie und hob die Unterstützung durch den Grossen Rat hervor. Das Solarfaltdach, welches durch seine Konstruktion sowohl den technischen Betrieb optimiert als auch die Umweltbelastung reduziert, wurde vom Standespfarrer Lukas Hidber gesegnet.

    Das Solarfaltdach beeindruckt durch seine Leichtbauweise, die den uneingeschränkten Zugang zur Anlage ermöglicht und durch eine intelligente Steuerungssoftware vor Witterungseinflüssen schützt. Die daraus resultierende längere Lebensdauer der Module und die Reduktion des Algenwachstums führen zu einer Senkung der Betriebskosten. Der innovative Einsatz von Solar- und Biogastechnologien in der ARA Appenzell I.Rh. ist ein zukunftsweisendes Beispiel für die effektive Nutzung erneuerbarer Energien an kommunalen Einrichtungen.

  • Grosser Ausstellerzuspruch für BAU 2025

    Grosser Ausstellerzuspruch für BAU 2025

    Im vergangenen Jahr fand die vierzehnte Runde der wettbewerblichen Ausschreibungen statt, die auf die Steigerung der Energieeffizienz in verschiedenen Sektoren abzielt. Mit der Genehmigung von 77 neuen Projekten, die mit insgesamt 17,9 Millionen Franken gefördert wurden, setzte 2023 einen neuen Standard in der Geschichte dieser Initiative. Diese Entwicklung spiegelt sich auch in der Gesamtzahl der eingereichten Projektanträge wider, die mit 126 Eingaben einen Zuwachs von rund 30% gegenüber dem Vorjahr verzeichnete. Ein vereinfachtes und beschleunigtes Bewilligungsverfahren, das Ende 2021 eingeführt wurde, hat wesentlich zu dieser Steigerung beigetragen.

    Die Gesamtförderung im Jahr 2023 belief sich auf 33 Millionen Franken, verteilt auf acht Programme und 77 Projekte, mit einem Kosten-Nutzen-Verhältnis von 3,1 Rappen pro kWh einschliesslich Vollzugskosten. Die durch diese Initiativen ermöglichten Energieeinsparungen werden auf jährlich etwa 62 Gigawattstunden geschätzt. Dies entspricht dem Verbrauch von rund 14.000 Schweizer Haushalten und unterstreicht das Potenzial dieser Massnahmen zur Reduktion des Energieverbrauchs.

    Das Spektrum der geförderten Projekte reicht von der Erneuerung gewerblicher Küchen- und Kühlanlagen bis hin zur Optimierung von Produktionsprozessen durch den Ersatz elektrischer Antriebe in der Industrie. Dies zeigt die Bandbreite der Ansätze zur Verbesserung der Energieeffizienz, die von den Ausschreibungen abgedeckt werden.

    Für 2024 wird eine spezielle Einreichungsrunde für Projekte mit höheren Investitionskosten fortgesetzt, um gezielte Grossinvestitionen in die Energieeffizienz zu fördern. Projektanträge können fortlaufend und vollständig digital eingereicht werden, wobei für grössere Projekte mit einem Fördervolumen von mehr als zwei bis maximal sechs Millionen Franken spezifische Fristen gelten.

    Diese Entwicklungen verdeutlichen die zunehmende Bedeutung energieeffizienter Massnahmen in der Schweizer Wirtschaft und die Rolle der wettbewerblichen Ausschreibungen als zentrales Instrument zur Förderung dieser Bestrebungen. Die kontinuierliche Anpassung und Erweiterung des Programms signalisiert ein starkes Engagement für die Reduzierung des Energieverbrauchs und die Unterstützung der Nachhaltigkeitsziele im Immobilienmanagement und darüber hinaus.

  • Start des Wettbewerbs für den «Aerogel Architecture Award 2024»

    Start des Wettbewerbs für den «Aerogel Architecture Award 2024»

    Der vierte «Aerogel Architecture Award» sucht nach inspirierenden Beispielen für den Einsatz von Aerogel in der Architektur und im Bauwesen. Der Wettbewerb, der in den Kategorien «Realisierte Lösungen» und «Studentische Entwürfe» stattfindet, bietet eine einzigartige Plattform, um innovative Ideen und Projekte vorzustellen und zu würdigen. Eine Fachjury wird aus allen Einreichungen die Finalisten auswählen, die am 12. Juli 2024 im Rahmen einer Veranstaltung auf dem Empa-Campus in Dübendorf um den «Aerogel Architecture Award 2024» konkurrieren.

    Teilnehmen können Architektur- und Bauingenieurbüros mit Projekten in den Bereichen Renovierung, Sanierung oder Neubau. Ebenso sind Studierende der Architektur und des Bauingenieurwesens aufgerufen, ihre Entwürfe und Vorschläge zur Verwendung von Aerogel einzureichen. Alle Projekte werden in einem Auswahlverfahren, das in Englisch stattfindet, begutachtet. Dabei werden realisierte Sanierungsprojekte für denkmalgeschützte Gebäude, die mit Aerogel-Dämmstoffen verbessert wurden, besonders empfohlen.

    Der Preisverleihung am 12. Juli 2024 im NEST-Gebäude auf dem Empa-Campus Dübendorf wird ein öffentlicher Livestream zur Verfügung stehen. Die Gewinnerprojekte erhalten nicht nur Anerkennung und öffentliche Aufmerksamkeit, sondern werden auch in internationalen Fachzeitschriften und auf Online-Plattformen veröffentlicht.

    Interessenten sind aufgefordert, ihre Projekte in Form einer ZIP- oder RAR-Datei bis zum Einsendeschluss einzureichen. Die Einreichungen sollen ein PDF-Poster im Format A1, JPEG-Bilder des Projekts, Details der Verwendung der Aerogel-Isolierung sowie ein Anmeldeformular mit einer detaillierten Beschreibung des Projekts beinhalten. Mit der Teilnahme am Wettbewerb erklären sich die Teilnehmenden mit der Veröffentlichung ihres Projekts einverstanden und bestätigen, dass sie die Rechte an Bildern, Grafiken und Zeichnungen ihrer Einreichungen respektieren.

  • «Green Deal für Graubünden» Neubau Verkehrsstützpunkt Chur

    «Green Deal für Graubünden» Neubau Verkehrsstützpunkt Chur

    Das Siegerprojekt, benannt «FAR», wurde vom Generalplanerteam Comamala Ismail Architectes und Andreas Lütscher Baumanagement AG entwickelt. Es zeichnet sich durch sein ansprechendes architektonisches Design aus, aber auch durch seine Nachhaltigkeit und Funktionalität.

    Das Bauwerk dient als Musterbeispiel im Rahmen des «Green Deal für Graubünden» und legt neue Benchmarks für nachhaltiges Bauen fest. Es ist als Gebäude im Minergie-A-Eco Standard mit Zielsetzung Netto-Null entworfen. Das Gebäude integriert unter anderem Fotovoltaik-Module und betont energieeffiziente, umweltschonende Konstruktionsmethoden. Die Nachhaltigkeitsprinzipien gelten für den gesamten Lebenszyklus des Gebäudes, von der Entwurfsphase bis zum Rückbau.

    Der neue Standort in Chur Süd ist strategisch günstig am Autobahnananschluss der A13 gelegen. Dies ermöglicht der Kantonspolizei, rasch und effizient in der Region von Maienfeld bis Viamala zu agieren. Dank der hohen Verkehrsfrequenz in der Region um Chur bietet der Standort optimale Voraussetzungen für effektive Verkehrspolizeiarbeit.

    Die Konsolidierung der bisherigen Stützpunkte in Chur und Thusis trägt zur besseren Ressourcenverteilung und Effizienz der Polizeieinsatzmittel bei.

    Neben der Energieeffizienz legt das Projekt auch Wert auf andere Aspekte der Nachhaltigkeit wie Ressourceneffizienz, Kreislaufwirtschaft und ein angepasstes Mikroklima. Das Gebäude trägt damit zur Schonung der Umweltressourcen bei und fördert zudem die Biodiversität.

    Insgesamt stellt der geplante Verkehrsstützpunkt ein ambitioniertes Projekt dar, das in vielen Bereichen neue Massstäbe setzt – von der Konzeption über das Design bis hin zur Nachhaltigkeit und Funktionalität.

  • Innovative Erweiterungen im Bachelor für Energie- und Umwelttechnik

    Innovative Erweiterungen im Bachelor für Energie- und Umwelttechnik

    Mit der Einführung von «Nachhaltige Gebäude und Städte», «Kreislaufwirtschaft und Ressourcenmanagement» sowie «Erneuerbare Energien und Energiesysteme» reagiert die FHNW auf die wachsende Notwendigkeit, Ingenieurinnen und Ingenieure mit einem breitgefächerten und interdisziplinären Wissensspektrum für die nachhaltige Gestaltung unserer Zukunft auszubilden.

    Zukunftsorientierte Bau- und Stadtplanung
    Die Energieeffizienz von Gebäuden und die umweltfreundliche Entwicklung urbaner Räume stehen im Zentrum dieser Studienrichtung. Der Lehrplan ist darauf ausgerichtet, Fachwissen in der effizienten Energienutzung, nachhaltigen Baumaterialien und klimagerechter Stadtentwicklung zu vermitteln, um den Herausforderungen wie Überhitzung in Städten mit intelligenten Lösungen zu begegnen.

    Kreislaufwirtschaft und Ressourcenmanagement
    Die Studierenden werden in dieser Fachrichtung mit den Grundlagen und fortgeschrittenen Konzepten der Kreislaufwirtschaft und des Ressourcenmanagements vertraut gemacht, um die Effizienz von Materialkreisläufen zu steigern und umwelt- sowie sozialverträgliche Produktionsmethoden zu fördern.

    Erneuerbare Energien und Energiesysteme
    Hier fokussiert sich das Curriculum auf die Bereiche der regenerativen Energietechnologien und der intelligenten Energiesysteme. Studierende lernen die Grundlagen der Energiewandlung und -speicherung kennen und setzen sich mit innovativen Techniken wie Power-to-Gas auseinander, um die Energieversorgung zukunftsfähig zu machen.

    Praxisorientiertes Lernen
    Alle drei Studienrichtungen legen einen starken Fokus auf die praktische Anwendung. Durch Projekte, die in Kooperation mit Unternehmen durchgeführt werden, können die Studierenden ihr theoretisches Wissen in echten Arbeitssituationen anwenden und sich so optimal auf die Berufswelt vorbereiten.

    Studienorte und -modelle
    Die FHNW bietet das Grundstudium dieser Studienrichtungen an den modernen Campusstandorten Brugg-Windisch und Muttenz an. Flexibilität wird grossgeschrieben: Das Studium kann in Vollzeit, Teilzeit, berufsbegleitend oder als praxisintegriertes Programm absolviert werden, um den Bedürfnissen aller Studierenden gerecht zu werden.

  • Zukunftssichere Energieeffizienz

    Zukunftssichere Energieeffizienz

    Mit zunehmender Wichtigkeit erneuerbarer Energiequellen, insbesondere der Solarenergie, rückt die effektive Nutzung von Sonnenlicht in den Vordergrund. Aber wie effektiv ist die Kombination von Wärmepumpe und Photovoltaikanlage?

    Synergie von Wärmepumpe und Photovoltaikanlage
    Eine Wärmepumpe zieht Energie aus ihrer Umgebung, um Wärme für Haushaltszwecke zu liefern. Aber sie benötigt Strom. Hier tritt die Photovoltaikanlage auf den Plan. Sie wandelt Sonnenlicht in Strom um, der die Wärmepumpe antreibt. Diese Kombination bietet nicht nur eine effiziente Energielösung, sondern auch einen signifikanten Kostenvorteil.

    Optimierung auf höchstem Niveau
    Für eine reibungslose und optimierte Nutzung dieser Technologien wurde eine Smart-Energy-Lösung entwickelt. Sie maximiert den Nutzen aus Solarenergie und bietet gleichzeitig Einblicke in den Eigenverbrauch – ein wertvolles Tool für ein zukunftsorientiertes Energiemanagement.

    Die umfangreichen Vorteile
    Durch den Betrieb der Wärmepumpe mit Solarstrom erreicht man hohe Energieeffizienz und Umweltfreundlichkeit. Und da der grösste Teil des benötigten Stroms selbst produziert wird, schützt man sich auch vor steigenden Strompreisen.

    Die revolutionäre Macht smarter Lösungen
    Die neuartige Plattform ermöglicht die Verknüpfung von Photovoltaikanlagen mit Stromspeichern, Wärmepumpen und Elektroauto-Ladestationen. Dabei werden wertvolle Daten über Solarstromproduktion und Verbrauch bereitgestellt. Dies fördert nicht nur die finanzielle Effizienz, sondern trägt auch massgeblich zum Umweltschutz bei.

  • Parlament einigt sich auf Ausbau der erneuerbaren Energien

    Parlament einigt sich auf Ausbau der erneuerbaren Energien

    Der Nationalrat hat am 26. September den Weg freigemacht für eine Einigung mit dem Ständerat über das Bundesgesetz über eine sichere Stromversorgung mit erneuerbaren Energien. Der sogenannte Energie-Mantelerlass setzt verbindliche Zielwerte für den Ausbau der erneuerbaren Energien und verlängert bisher befristete Förderinstrumente. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Sicherung der Stromversorgung nach dem Ausstieg aus der Kernkraft und namentlich auf der Stromversorgung im Winter.

    Zuletzt hatte Kurt Egger (GP/TG) den Weg zur Einigung freigemacht. Er zog laut dem Wortprotokoll des Nationalrats einen Antrag der Minderheit zurück, der den Bau von Photovoltaikanlagen auf neuen Parkplätzen ab einer Grösse von 500 Quadratmetern ab 2030 vorgeschrieben hätte. Egger bedauerte auch, dass das neue Gesetz eine Solarpflicht bei Neubauten erst ab einer Grundfläche von 300 Quadratmetern vorschreibt.

    Zuvor war der Ständerat der grossen Kammer entgegengekommen. So darf weniger Restwasser bei Wasserkraftwerken nur bei einer drohenden Strommangellage zugelassen werden. Die kleine Kammer stimmte auch der vom Nationalrat vorgeschlagenen Einführung eines Marktes für Massnahmen zur Energieeffizienz zu.

    Bundesrat Albert Rösti dankte beiden Kammern für ihre Kompromissfähigkeit. Er hoffe, dass das Parlament damit eine „mittlere Zufriedenheit“ auf alle Seiten erreicht habe. Das Gesetz werde dazu führen, dass die Schweiz in den nächsten fünf bis zehn Jahren 3 bis 5 Terawattstunden mehr Winterstrom erzeuge. „Dann sind wir wieder auf der sicheren Seite“, so Rösti. Dazu brauche es aber neue Wasserkraftprojekte, namentlich Grimsel, Trift und Gorner, sowie alpine Solaranlagen.

    Das neue Bundesgesetz soll auf den 1. Januar 2025 in Kraft treten. Die politische Debatte geht aber weiter. So verwies Kurt Egger darauf, dass die Grünen ihre Solar-Initiative für die Solarpflicht auf Dächern und an Fassaden von Neubauten lancieren würden.

  • Regio Energie Solothurn vergibt 2023 zwei Preise

    Regio Energie Solothurn vergibt 2023 zwei Preise

    Regio Energie Solothurn hat im Rahmen des alljährlich stattfindenden Energieforums nicht wie üblich nur einen Preis für Energieeffizienz, Klimaschutz und Nachhaltigkeit verliehen. In diesem Jahr wurden stattdessen laut einer Mitteilung zwei Organisationen ausgezeichnet: der Verein Restessbar Solothurn und die Stiftung Discherheim Solothurn.

    Der Verein Restessbar rettet Lebensmittel. Seit 2017 sammeln seine Mitglieder ehrenamtlich bei Partnerfirmen Früchte, Gemüse, Gebäck und Getränke ein, die sonst im Abfall landen würden. Danach werden sie sortiert und auf zwölf Touren pro Woche an rund 300 Personen verteilt. Damit werden jährlich rund 26 Tonnen noch konsumierbare Lebensmittel vor der Entsorgung bewahrt. Ausserdem betreibt der Verein Aufklärungsarbeit gegen Food Waste und unterstützt Schüler bei der Erarbeitung eines Kochbuchs.

    Im Discherheim werde „darauf geachtet, dass alles, was man tut, eine möglichst lange Wirkung hat“, so Regio Energie Solothurn. An den drei Standorten der Stiftung, die Menschen mit Beeinträchtigungen Wohn- und Arbeitsplätze bietet, gelte dies auch hinsichtlich Energieeffizienz und Ressourcenschonung, sowohl bei der Umrüstung der Heizquelle als auch der Flotte von sechs Fahrzeugen auf elektrische Antriebe. Der Strom dafür kommt aus einer eigenen Photovoltaikanlage. Zudem leisten Biotop, Hecken, Naturwiese, Insektenhotels und Vogelhäuser einen Beitrag zur Biodiversität.

  • Bundesverwaltung ist in Sachen Nachhaltigkeit insgesamt auf Kurs

    Bundesverwaltung ist in Sachen Nachhaltigkeit insgesamt auf Kurs

    Mit der Agenda 2030 haben sich die UNO-Mitgliedstaaten 17 Ziele für eine nachhaltige Entwicklung gesetzt. Der Bundesrat will, dass auch die Schweiz diese Ziele erreicht. Den Rahmen dafür bildet die 2021 beschlossene Strategie Nachhaltige Entwicklung 2030 und der Aktionsplan 2021-2023. Die Bundesverwaltung soll dabei ein Vorbild für nachhaltiges Handeln sein. Der erste Bericht dazu zeigt, dass sie mehrheitlich gut unterwegs ist: Sie hat die Energieeffizienz gesteigert, bezieht ausschliesslich Strom aus erneuerbaren Energiequellen und baut die eigene Stromproduktion mit Photovoltaikanlagen aus.

    Die Bundesverwaltung konnte zudem den Ausstoss von Treibhausgasen senken und ihn im Vergleich zu 2006 halbieren. Damit liegt die Bundesverwaltung bei ihrem Emissionsziel für 2030 auf Kurs. Nach dem von der Pandemie geprägten Jahr 2020 ist der Ausstoss 2021 allerdings wieder leicht angestiegen. Das liegt vor allem an den Flugreisen von Bundesangestellten, die wieder zugenommen haben. Auch beim Papierverbrauch, insbesondere für Publikationen, kann sie sich verbessern.

    Auf ihren eigenen Grünflächen fördert die Bundesverwaltung die Biodiversität. Sie schafft unter anderem entlang von Schienen und Strassen Lebensräume für Tiere, Pflanzen und Pilze.

    Die Agenda 2030 verfolgt nicht nur das Ziel, die natürlichen Ressourcen zu schützen und den Klimawandel zu stoppen. Ein Teil der 17 Nachhaltigkeitsziele hat den Zweck, soziale Entwicklungen zu fördern, zum Beispiel die Gleichstellung von Mann und Frau. Auch in diesem Bereich nimmt die Bundesverwaltung ihre Vorbildrolle wahr. Sowohl im mittleren Kader als auch im Topkader hat der Frauenanteil zugenommen. Der Sollwert ist aber noch nicht ganz erreicht.

    Der Nachhaltigkeitsbericht ist unter der Federführung des Bundesamts für Raumentwicklung ARE verfasst worden und soll künftig alle zwei Jahre aktualisiert werden.