Schlagwort: Entwicklung

  • Das Landolt-Areal im Wandel

    Das Landolt-Areal im Wandel

    Welche Bedeutung hat die Entwicklung des Landolt-Areals für den Wirtschaftsstandort Glarus? Welche Impulse erwarten Sie konkret für die lokale Wirtschaft und die Schaffung neuer Arbeitsplätze?
    Das Areal ist heute bereits gut ausgelastet mit vielen verschiedenen KMU. Mit dem mittelfristigen Wegzug der Firma Landolt wird der Altbestand frei. Besonders interessant dabei ist die Shedhalle, welche wir bereits saniert und das Dach mit einer grossen PV-Anlage ausgestattet haben. Wir sind dabei, neue Mieter anzusiedeln und bieten einen sehr attraktiven Standort mit optimaler Logistikanbindung. Hier entstehen neue attraktive Arbeitsplätze.

    Zwischennutzungen wie der geplante Mobility-Hub sind ein zentrales Element im Konzept. Welche Chancen sehen Sie in diesen temporären Nutzungen zur Belebung des Areals während der Entwicklungsphase?
    Dies ist einer der wichtigsten Teile der Transformation. Die bestehenden Mietenden möchten wir, wenn möglich, alle behalten. Wir pflegen einen direkten Kontakt zu ihnen, damit diese sich auch innerhalb des Areals weiterentwickeln können. Die Gebäude mit Zwischennutzungen werden günstig aber nicht lange vermietet, sei dies als Lager, Parking oder Hub, aber ohne grosse Investitionen von unserer Seite. Hier ist auch Platz für Kreativität.

    Wie sind der Kanton Glarus und die Standortförderung in das Projekt eingebunden? eingebunden? Gibt es eine strategische Abstimmung mit kantonalen Entwicklungszielen?
    Wir stehen in einem regelmässigen Austausch mit der Standortförderung und sind zuversichtlich aufgrund der guten Lage und der Grösse der angebotenen Fläche, auch grössere KMU für den Kanton Glarus gewinnen zu können. Bereits sind mehrere Betriebe interessiert, sich hier niederzulassen.

    Die partizipative Planung wird betont. Wie konnten sich Anwohnerinnen und Anwohner resp. Gewerbetreibende konkret einbringen und welche Erkenntnisse aus diesem Prozess fliessen in die nächsten Schritte ein?
    Mit gut abgestützter Behördenvertretung und einem Fachgremium aus Wirtschaft und Städtebau sowie einem internationalen Planerteam wurden der Städtebau, die Bezüge zu den Nachbarn sowie die Nutzung und Bebauungsverteilung des Areals neu bearbeitet. Viele der alten Spinnereigebäude sollen erhalten und mit neuem Leben erfüllt werden.

    Das heute reine Gewerbeareal wird mit verschieden gewerblichen Angeboten ergänzt, und auch ein kleiner Anteil Wohnen wird möglich. Die sehr attraktive Lage zwischen den Bachläufen Chli Linthli und dem Mühlibach lädt auch Spaziergänger und Anwohner ein, diesen schönen und idyllischen Ort zu erleben.

    Zusammen mit der Gestaltungskommission und der Denkmalpflege erarbeiten die Planenden zurzeit das Richtprojekt. Bis nach dem Sommer 2025 werden die zukünftige Gestalt des Areals, das erweiterte Gewerbeangebot und die Wohnungsvielfalt aufgezeigt werden können. Wir sind sehr froh über die sehr gute Zusammenarbeit und überzeugt, dass durch den sorgsamen Umgang mit dem Bestand und den neuen Gebäuden ein grosser Mehrwert für die Arealnutzenden, aber auch für die Anwohnenden entsteht.

    Die Entwicklung erfolgt in vier Etappen. Wie stellen Sie sicher, dass das Areal bereits in den Zwischenphasen lebendig, nutzbar und attraktiv bleibt und nicht zu einer langjährigen Baustelle wird?
    Wie bereits angesprochen wird ein Teil in den bestehenden Industriegebäuden neu genutzt. Die sehr alten Bestandsbauten, welche mittelfristig nach dem Auszug der Firma Landolt leer stehen, sollen nach einem Umbau oder einer Modernisierung rasch wieder vermietet werden. Dazu wurden die verschieden Talentzonen definiert, und diese bilden die Etappen. Mit der Fertigstellung der jeweiligen Zonen wird die Entwicklung sukzessiv abgeschlossen.

    Der Innovationscampus am Chli Linthli soll sich unabhängig und bedarfsorientiert entwickeln. Welche Zielgruppen möchten Sie hier ansprechen und welche Branchen könnten sich hier ansiedeln?
    Dieses Areal ist heute voll besetzt mit einem breiten Angebot an Gewerbe. Hier wird der Bedarf der Zukunft untergebracht werden. Die Idee ist, ein vielfältiges Angebot an Gewerbe entstehen zu lassen, welches eine gute Vernetzung innerhalb dieses Areals braucht und wie ein Campus funktioniert. Wir sind aber auch offen für andere Ideen. Welche das sind, wird die Zukunft zeigen.

    Wie schaffen Sie auf dem Areal langfristig Identität und Bindung? Welche Rolle spielen dabei soziale, kulturelle oder ökologische Angebote für die künftigen Nutzerinnen und Nutzer?
    Das Areal hat heute bereits eine reichhaltige Geschichte. Dies sieht man hier überall. Mit einer neuen Nutzung und dem richtigen Umgang wird die Kultur gewahrt aber auch neu definiert. Mit unserm Ziel der Nachhaltigkeit wird dieser Prozess auch Ressourcen schonen. Mit dem Einsatz von natürlichen Baustoffen und einer einfachen Architektur wird für die Nutzenden bezahlbarer Arbeits- und Wohnraum geschaffen, welcher gesund und lebenswert ist. Das Areal bietet mit seinen Wasserläufen, dem Grünraum, den neu geschaffen Quartierplätzen etc. viel Raumqualität, aber auch einen sehr attraktiven Ort zum Arbeiten, Wohnen und Bleiben.

  • Aargau gestaltet Zukunft mit Entwicklungsleitbild

    Aargau gestaltet Zukunft mit Entwicklungsleitbild

    Der Kanton Aargau ist ein dynamischer Raum mit hoher Lebensqualität und wirtschaftlicher Attraktivität. Um diese Stärke langfristig zu sichern, hat der Regierungsrat das Entwicklungsleitbild (ELB) 2025–2034 verabschiedet. Dieses formuliert klare Ziele und Handlungslinien, die auf die zentralen Herausforderungen unserer Zeit antworten, Bevölkerungswachstum, Klimawandel, Digitalisierung und Fachkräftemangel.

    Im Zentrum steht der Anspruch, die Weiterentwicklung des Kantons aktiv zu gestalten und dies in enger Zusammenarbeit mit Gemeinden, Unternehmen, Forschungseinrichtungen und der Bevölkerung. Der Leitgedanke «Gemeinsam für den Aargau» bringt diesen kollaborativen Ansatz auf den Punkt. Nur im Verbund lassen sich die Ambitionen in den Bereichen Wirtschaft, Gesellschaft, Umwelt und Verwaltung erfolgreich umsetzen.

    Drei strategische Schwerpunkte für eine starke Region
    Wirtschaftsförderung ganzheitlich denken und intensivieren
     Der Aargau will sich weiterhin als attraktiver Standort für Unternehmen, Forschung und Innovation positionieren. Dazu werden gezielte Rahmenbedingungen geschaffen, um Wertschöpfung und Beschäftigung im Kanton zu halten und auszubauen.

    Raum gestalten, Grundlagen sichern
     Im Spannungsfeld zwischen Wohnen, Arbeiten, Mobilität und Natur ist eine kluge Raumplanung essenziell. Ziel ist eine vorausschauende Steuerung von Nutzungskonflikten sowie der Schutz natürlicher Ressourcen.

    Leistungsfähige Gemeindestrukturen stärken
    Die öffentliche Hand soll effizient, kooperativ und bürgernah agieren. Gemeindefusionen, interkommunale Zusammenarbeit und digital gestützte Dienstleistungen bilden dafür die Grundlage.

    Diese Schwerpunkte sind mit 30 konkreten Stossrichtungen unterlegt, die im Aufgaben- und Finanzplan integriert sind und jährlich überprüft werden.

    Nachhaltigkeit braucht Handlungsspielraum
    Der finanzielle Rahmen für die Umsetzung der Strategie ist gesichert. Auch wenn ab 2026 strukturelle Defizite erwartet werden, erlaubt die gut gefüllte Ausgleichsreserve die Fortführung aller geplanten Massnahmen bis 2034. Steuerliche Entlastungen werden situationsabhängig und mit Blick auf die finanzielle Gesamtlage geprüft. So bleibt der Handlungsspielraum des Kantons auch langfristig gewahrt.

    Von der Vision zur Umsetzung
    Die Umsetzung des ELB erfolgt stufenweise und ist eng mit der Mittelfristplanung verknüpft. Bereits laufen zahlreiche Projekte im Rahmen der bestehenden Entwicklungsagenda, von energieeffizientem Bauen über Innovationsförderung bis zu integrativen Wohnraummodellen. Neue Vorhaben werden künftig gezielt initiiert, priorisiert und mit geeigneten Ressourcen ausgestattet.

    Die Fortschritte werden jährlich transparent ausgewiesen. Ein wichtiger Schritt für eine faktenbasierte und vertrauensvolle Standortpolitik. Der Regierungsrat bekennt sich damit zu einer agilen, dialogorientierten Steuerung der kantonalen Entwicklung, in enger Abstimmung mit allen relevanten Akteuren.

    Das Entwicklungsleitbild 2025–2034 ist weit mehr als ein politisches Planungsinstrument. Es ist ein kraftvolles Versprechen, an eine Bevölkerung, die auf Lebensqualität setzt. An Unternehmen, die Verlässlichkeit und Innovation suchen und an Gemeinden, die ihre Zukunft selbstbewusst mitgestalten wollen. Der Aargau positioniert sich damit als moderner Kanton mit klarem Kompass. Wirtschaftlich stark, ökologisch verantwortungsvoll und gesellschaftlich verankert.

  • Mensch im Zentrum der KI-Zukunft

    Mensch im Zentrum der KI-Zukunft

    Künstliche Intelligenz ist im Alltag angekommen, von Sprachmodellen wie ChatGPT bis zu personalisierten Empfehlungen. Doch intelligent im menschlichen Sinne ist die KI nicht. Das zeigte Manuel Kaufmann vom ETH AI Center anschaulich. Computer verarbeiten Bilder als Zahlen, während Menschen Inhalte kontextuell deuten. Der Unterschied? «Menschen denken, Computer rechnen», so Fabian Unteregger.

    Von der Mondmission zur Million Nutzer in 5 Tagen
    Mit enormer Rechenleistung haben KI-Systeme einen Technologiesprung hingelegt. Stephan Sigrist vom ThinkTank W.I.R.E sieht in KI eine evolutionäre Entwicklung mit disruptivem Potenzial. Seine Vision ist eine persönliche KI-Assistenz, die für uns verhandeln, planen und untereinander kommunizieren. Damit verändert sich nicht nur das Internet, sondern auch unser Alltag grundlegend.

    Innovation braucht gesellschaftlichen Nutzen
    Für die Schweiz wird ein KI-bedingter Produktivitätsgewinn von 20 Prozent erwartet. Doch Technologie allein genügt nicht. «Innovation ist, was Nutzen stiftet», so Sigrist. Genau deshalb braucht es klare Rahmenbedingungen. Stephanie Gygax von Algorithm Watch fordert eine breite gesellschaftliche Beteiligung an der Ausgestaltung, besonders angesichts ökologischer und ethischer Fragen.

    Die Schweiz als AI-Nation mit ungenutztem Potenzial
    Pascal Kaufmann, Gründer von AlpineAI, sieht die Schweiz als Ursprung und Zukunftsstandort für KI. Mit SwissGPT will er eine lokale Antwort auf globale Entwicklungen schaffen, vertrauenswürdig, wissenschaftlich fundiert und technologisch führend. Für ihn ist klar, dass KI dem Menschen dienen kann, wenn er aktiv gestaltet.

    Dialog mit der Gesellschaft
    Die Veranstaltungsreihe «Der Roboter unser neuer Freund und Helfer?» zeigt, wie wichtig der gesellschaftliche Dialog zur KI ist. Denn nur wenn Ängste, Fragen und Erwartungen der Bevölkerung ernst genommen werden, entsteht eine Technologie, die dem Menschen dient – und nicht umgekehrt.

  • Berufliche Vorsorge mit hoher Verzinsung

    Berufliche Vorsorge mit hoher Verzinsung

    Das Jahr 2024 war für die Vorsorgeeinrichtungen ein Erfolg. Dank positiver Entwicklungen an den Kapitalmärkten konnte eine durchschnittliche Netto-Vermögensperformance von 7,4 % erzielt werden. Nur noch 0,8 % der Einrichtungen wiesen zum Jahresende eine Unterdeckung auf. Auch die aktiven Versicherten profitieren. Ihre Altersguthaben wurden mit durchschnittlich 3,76 % verzinst, deutlich über dem gesetzlichen Mindestzinssatz von 1,25 %.

    Marktrisiken bleiben
    Trotz des positiven Rückblicks auf 2024 mahnt die OAK BV zur Vorsicht. Marktverwerfungen infolge geopolitischer Spannungen belasten bereits das laufende Jahr. Der Aufbau und Erhalt von Wertschwankungsreserven bleibt daher essenziell, um mögliche Verluste abzufedern und das System langfristig zu stabilisieren. Ein durchgeführter Stresstest zeigt, die Vorsorgeeinrichtungen sind aktuell gut aufgestellt.

    Fokus auf Sammel- und Gemeinschaftseinrichtungen
    Die Oberaufsichtskommission richtet ihr Augenmerk weiterhin auf Sammel- und Gemeinschaftseinrichtungen, die rund 75 % der aktiven Versicherten betreuen. In dieser heterogenen Struktur sieht die OAK BV Risiken durch Interessenkonflikte, Konkurrenzdruck und zu geringe Reserven bei schnellem Wachstum. Neue Vorgaben zur Abgrenzung zwischen Verzinsung und Leistungsverbesserungen sowie zu Geschäften mit nahestehenden Personen sollen Transparenz und Stabilität erhöhen.

    Der nächste Entwicklungsschritt
    Neben der laufenden Aufsicht setzt die OAK BV Impulse zur Weiterentwicklung des Systems. Eine einheitlichere Aufsichtspraxis, klarere Regeln für Vermittlung und Revision sowie eine risikoorientierte Meldepflicht sollen das System zukunftsfähig machen. Die Evaluation der Strukturreform BVG wird zeigen, wo gesetzgeberischer Handlungsbedarf besteht.

    Robustes System, wachsam bleiben
    Die berufliche Vorsorge in der Schweiz präsentiert sich Ende 2024 solide und widerstandsfähig. Doch die Herausforderungen bleiben. Nur mit konsequenter Aufsicht, struktureller Weiterentwicklung und einem klaren Fokus auf die Interessen der Versicherten kann die langfristige Sicherheit gewährleistet werden.

  • FORUM UZH Zentrum für Bildung und Forschung

    FORUM UZH Zentrum für Bildung und Forschung

    Das FORUM UZH ist ein Meilenstein für die bauliche und akademische Entwicklung der Universität Zürich. Der Neubau umfasst insgesamt 37’000 m² Hauptnutzfläche und wird nicht nur das prognostizierte Wachstum der Studierendenzahlen auffangen, sondern auch neue Massstäbe in Lehre, Forschung und Nachhaltigkeit setzen. In dem neuen Zentrum werden die Fakultäten für Rechtswissenschaft, Wirtschaftswissenschaften und Neuere Philologien zusammengeführt. Ergänzt werden diese durch moderne Bibliotheken, Sportanlagen für Mittelschulen und den Akademischen Sportverband sowie öffentlich zugängliche Cafeterias und Gewerbeflächen.

    Architektur und Raumkonzept
    Das FORUM UZH besteht aus einem terrassierten Sockel für Lehre und universitäres Leben, einem darüber schwebenden trapezförmigen Baukörper für Forschung sowie einem zentralen Innenhof. Der Baukörper wird von der Rämistrasse zurückversetzt, um eine grosszügige Vorzone mit Stadtbalkonen zu schaffen, die sich in die städtebauliche Umgebung einfügt. Die Fassadengestaltung mit horizontalen Deckenplatten und vertikalen Brise Soleils verleiht dem Gebäude eine markante Tiefenwirkung und ermöglicht eine flexible Lichtregulierung im Inneren.

    Im Zentrum des Gebäudes liegt das namensgebende Forum, eine lichtdurchflutete Halle, die Aufenthalts-, Begegnungs- und Arbeitsraum zugleich ist. Sie verbindet sämtliche Ebenen und kann für universitäre sowie öffentliche Veranstaltungen mit bis zu 2’000 Personen genutzt werden.

    Flexibles Lernumfeld und moderne Infrastruktur
    Das FORUM UZH bietet eine Vielzahl an innovativen Lehr- und Lernräumen. Fünf Hörsäle und mehrere Seminarräume sind flexibel nutzbar und mit modernster Technik ausgestattet, um hybride Lehrmodelle zu ermöglichen. Zudem entsteht ein grosszügiges Lehr- und Lernzentrum mit über 700 studentischen Arbeitsplätzen. Auf den oberen Stockwerken wird die Universitätsbibliothek unter einem Dach vereint.

    Nachhaltigkeit und innovative Bauweise
    Das FORUM UZH setzt auf eine nachhaltige Holz-Beton-Hybridbauweise, die CO²-Emissionen reduziert und gleichzeitig eine hohe Aufenthaltsqualität bietet. Das intensiv begrünte Dach dient nicht nur als fünfte Fassade, sondern auch als ökologische Ausgleichsfläche mit Lebensraum für Flora und Fauna. Eine Photovoltaikanlage liefert eigenen Strom, während über 50 Grossbäume auf dem neugestalteten Stadtplatz das Mikroklima positiv beeinflussen.

    Dank der modularen Bauweise spart die UZH so viel CO², wie durch die Erstellung von 77 Einfamilienhäusern freigesetzt würde. Das Gebäude wird gemäss SGNI-Standard Gold und nach Minergie P zertifiziert.

    Einbindung in das städtische Umfeld
    Das FORUM UZH wird nicht nur der universitären Gemeinschaft, sondern auch der Stadtbevölkerung offenstehen. Die Bibliotheken, Gastronomiebereiche und Quartierläden sind öffentlich zugänglich und die Gloriaterrasse wird als grüner Treffpunkt zum Verweilen einladen. Durch die städtebauliche Gestaltung entsteht eine direkte Verbindung zwischen dem Hochschulquartier und den umliegenden Stadtteilen.

    Bauzeitplan und nächste Schritte
    Nach dem Abschluss des Vorprojekts wurde im August 2024 mit den Bauarbeiten begonnen. Die Fertigstellung ist für 2028 geplant, der Bezug erfolgt 2029. Bis dahin werden die Studierenden und Forschenden der Universität Zürich die Entwicklung dieses Jahrhundertprojekts hautnah mitverfolgen können.

  • 75 Jahre Schweizer Nachhaltigkeit

    75 Jahre Schweizer Nachhaltigkeit

    Die Veranstaltung wird in enger Zusammenarbeit mit den Strüby Unternehmungen organisiert, die Hauptsponsor dieser Veranstaltung ist. Der Schwerpunkt liegt auf der nachhaltigen Entwicklung in der Schweiz, ein Bereich, in dem sich die Strüby Unternehmungen auszeichnen, da sie mit Schweizer Holz arbeiten, einem der nachhaltigsten Baumaterialien überhaupt. FIABCI-SUISSE und die Strüby Unternehmungen  freuen sich sehr, gemeinsam ihr jeweiliges über 75-jähriges Bestehen zu feiern!

    Der Verband FIABCI-SUISSE agiert als Drehscheibe und Informationsdienstleister für die Schweizer Immobilienwirtschaft in vorwiegend internationalen Belangen. FIABCI-SUISSE ist ein Dach für alle Schweizer Organisationen mit internationalem Immobilienbezug. Dabei ist der internationale Verband thematisch ungebunden und wirtschaftlich unabhängig

    Als Gesamtleistungsanbieterin mit Schwerpunkt Holz vereinen die Strüby Unternehmungen Entwicklung, Planung und Holzbau unter einem Dach. Dies bildet eine wichtige Voraus­setzung, um mehrgeschossige Bauten sowie Grossprojekte effizient und präzise umzusetzen. Die Firma Strüby ist die schweizweit führende Gesamtleistungsanbieterin mit Schwerpunkt Schweizer Holz.

    PROGRAMM DES TAGES

    10:15 Uhr Treffpunkt vor dem KKL in Luzern und Begrüssung durch FIABCI-SUISSE
    Bustransfer nach Zug mit Abgabe «Strüby’s kleine Zwischenverpflegung»
    11:00 UhrAnkunft in Zug
    Besichtigung Zephyr V-Zug und Alterszentrum Herti
    11:30 Uhr  Bustransfer nach Seewen SZ zum Hauptsitz der Strüby Unternehmungen
    12:00 Uhr Mittagessen in den Räumlichkeiten des Geschäftszentrums Urmiberg (GZU)
    13:30 UhrFührung durch das Geschäftszentrum Urmiberg (GZU), eine Konstruktion von Strüby
    14:00 Uhr Fachkonferenz:
    Die Strüby Unternehmungen – Pius Kneubühler
    Moderne Holzbau-Architektur – Didier Pichonnaz
    Input Holz mit Blick auf NetZero – Andreas Binkert 
    Panel, Fragen und Antworten – Alle
    15:00 UhrBustransfer nach Root LU
    15:30 UhrFührung durch das Produktionszentrum der Strüby Holzbau AG in Root LU
    16:00 UhrAperitif
    16:30 UhrRückfahrt mit dem Bus nach Luzern

    Für weitere Informationen : www.fiabci.ch

  • Zentralschweizer Wirtschaft bleibt zuversichtlich

    Zentralschweizer Wirtschaft bleibt zuversichtlich

    Die wirtschaftliche Stimmung in der Zentralschweiz bleibt weitgehend optimistisch. Laut der aktuellen Ausgabe des «Finanzmonitor Zentralschweiz 2025», einer jährlichen Studie des Instituts für Finanzdienstleistungen Zug der Hochschule Luzern und der Industrie- und Handelskammer Zentralschweiz, bewerten fast 65 Prozent der befragten Unternehmen ihre wirtschaftliche Lage als gut. Dies zeigt eine insgesamt stabile Entwicklung trotz leicht eingetrübter Erwartungen im Vergleich zum Vorjahr.

    Expansion und Fachkräftemangel im Fokus
    Rund 60 Prozent der Unternehmen planen eine Expansion, was auf einen anhaltenden Wachstumswillen hinweist. Gleichzeitig bleibt der Fachkräftemangel eine zentrale Herausforderung für die Wirtschaft. Unternehmen sehen sich zunehmend mit Schwierigkeiten konfrontiert, qualifizierte Mitarbeitende zu gewinnen.

    Internationale Unsicherheiten beeinflussen exportorientierte Firmen
    Während kleine und mittelständische Unternehmen eine stabile Geschäftslage verzeichnen, sind grössere exportorientierte Firmen stärker von globalen Entwicklungen betroffen. Insbesondere Unsicherheiten in den USA, Frankreich und Deutschland wirken sich auf die Planungen aus. Zudem rücken protektionistische Massnahmen der neuen US-Regierung verstärkt in den Fokus der wirtschaftlichen Bedenken.

    Wechselkursrisiken verlieren an Bedeutung
    Der starke Schweizer Franken wird im Vergleich zum Vorjahr seltener als Problem wahrgenommen. Trotz einer erwarteten weiteren Aufwertung gegenüber dem Euro scheint die Sorge um Wechselkursschwankungen an Bedeutung zu verlieren.

    Weniger Freiwilligkeit, geringerer Aufwand
    Ein weiteres Thema des Finanzmonitors ist die Nachhaltigkeitsberichterstattung. Die Zahl der freiwillig aktiven Unternehmen ist rückläufig, jedoch zeigt sich, dass der tatsächliche Aufwand für die Erstellung eines Nachhaltigkeitsberichts geringer ausfällt als von vielen Firmen zunächst befürchtet.

    Stabilität mit wachsenden Herausforderungen
    Die Zentralschweizer Wirtschaft bleibt optimistisch, sieht sich aber mit strukturellen und internationalen Herausforderungen konfrontiert. Wachstumsperspektiven sind vorhanden, doch Themen wie Fachkräftemangel, globale Unsicherheiten und regulatorische Anforderungen beeinflussen die zukünftige Entwicklung massgeblich.

  • Rekordzahlen und kreative Impulse für die Immobilienbranche

    Rekordzahlen und kreative Impulse für die Immobilienbranche

    Die 13. Ausgabe der Schweizer Immobilienmesse für Investoren, die am 15. und 16. Januar 2025 in der Halle 622 in Zürich Oerlikon stattfand, übertraf alle Erwartungen. Mit einer Rekordbeteiligung von 5’167 Fachbesuchern und 154 Ausstellern bestätigte die IMMO25 ihre führende Rolle als wichtigste Fachmesse für die Immobilien- und Finanzbranche in der Schweiz.

    Zukunftsweisende Themen im Fokus
    Die Messe bot eine breite Palette an Fachthemen entlang der gesamten Wertschöpfungskette der Immobilienwirtschaft. Im Mittelpunkt standen aktuelle Herausforderungen und Trends wie:

    • Die Zukunft des Bauens: Innovative Baukonzepte und nachhaltige Architektur
    • Der Mieter von morgen: Neue Ansprüche und sich verändernde Wohnkonzepte
    • Sinkende Zinsen: Auswirkungen auf den Immobilienmarkt und Investitionsstrategien
    • Nachhaltigkeit: Energieeffiziente Gebäude und klimafreundliche Entwicklungen

    Das Motto «Wachstum durch Kreativität» spiegelte sich in den zahlreichen innovativen Lösungen wider, die auf der Messe präsentiert und diskutiert wurden.

    Expertenwissen aus erster Hand
    Ein Highlight der Veranstaltung war das IMMO Forum, das mit 35 Podiumsdiskussionen und 150 renommierten Experten über zwei Tage hinweg Fachwissen und Inspiration bot. Die Debatten wurden nicht nur von den Messebesuchern verfolgt, sondern auch von über 1’900 Online-Zuschaltungen, die das Forum live mitverfolgten.

    Rückblick und Ausblick
    Die Organisatoren MV Invest und Swiss Circle zeigten sich begeistert vom grossen Erfolg der Messe und bedankten sich bei allen Ausstellern, Besuchern, Referenten und Partnern für ihre Unterstützung. Die IMMO25 hat einmal mehr bewiesen, dass sie als führende Plattform der Immobilienbranche Impulse setzt und den Austausch zwischen Investoren, Entwicklern und Fachleuten fördert.

    Die nächste Ausgabe der IMMO26 wird am 14. und 15. Januar 2026 erstmals in der Halle 550 in Zürich Oerlikon stattfinden.

  • Schweizer Datenökosystem

    Schweizer Datenökosystem

    Daten sind eine zentrale Ressource für wirtschaftliche Entwicklung, Forschung und gesellschaftlichen Fortschritt. Um zu verhindern, dass Daten in isolierten Silos verbleiben, setzt der Bund auf ein nationales Datenökosystem. Dieses umfasst themenspezifische Datenräume, in denen Unternehmen, Hochschulen, Behörden und Organisationen sicher und kontrolliert Daten austauschen können.

    Der Bundesrat hat die Bundeskanzlei beauftragt, eine zentrale Anlaufstelle zur Koordination dieser Datenräume zu schaffen. Die Anlaufstelle Datenökosystem Schweiz, die am 15. Januar 2025 ihren Betrieb aufgenommen hat, wird von der Bundeskanzlei in Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Kommunikation, dem Bundesamt für Statistik und der Direktion für Völkerrecht betrieben.

    Koordination, Beratung und internationale Vernetzung
    Die Hauptaufgabe der Anlaufstelle besteht darin, Grundlagen für ein interoperables Datenökosystem zu schaffen. Dazu gehören Regelwerke, technische Standards und organisatorische Strukturen. Gleichzeitig unterstützt sie laufende Datenraumprojekte mit konzeptioneller, organisatorischer und rechtlicher Beratung.

    Ein zentrales Element ist die Vernetzung der relevanten Akteure. In sogenannten Communities of Practice können Fachleute Wissen und Erfahrungen austauschen, um die Entwicklung gemeinsamer Datenlösungen zu beschleunigen. Darüber hinaus arbeitet die Anlaufstelle mit internationalen Partnern wie dem Fraunhofer-Institut zusammen, um die Kompatibilität schweizerischer Datenräume mit europäischen und globalen Initiativen sicherzustellen.

    Daten für Wirtschaft, Forschung und Gesellschaft nutzbar machen
    Mehrere Datenraumprojekte befinden sich bereits im Aufbau, etwa in den Bereichen Gesundheit («DigiSanté»), Tourismus («Nationale Dateninfrastruktur für den Tourismus») und Landwirtschaft («agridata.ch»). Ein weiteres Beispiel ist der geplante Mobilitätsdatenraum, in dem Akteure des öffentlichen Verkehrs, der Logistik und der Behörden Mobilitätsdaten austauschen. Dies ermöglicht effizientere Verkehrssteuerung, optimierte Routenplanung für Spediteure und schnellere Reaktionszeiten für Blaulichtorganisationen.

    Mit der neuen Anlaufstelle setzt die Schweiz einen wichtigen Schritt, um das Potenzial von Daten nachhaltig zu nutzen und digitale Innovationen über Branchen- und Verwaltungsgrenzen hinweg zu fördern.

  • Areale im Kanton Zug

    Areale im Kanton Zug

    Der kantonale Richtplan regelt die Grundzüge der angestrebten räumlichen Entwicklungen. Dieser hält in Text und Karte fest, wie sich die Kantone und Gemeinden entwickeln sollen.

    Das Bedürfnis nach mehr bezahlbaren Wohnraum wird von der Politik und dem Kanton wahrgenommen: In den verschiedenen Arealen entstehen neben «herkömmlichen» Wohnungen auch Wohnungen für Familien, preisgünstige Wohnungen sowie Wohnungen für die ältere Bevölkerungsschicht.

    Nahezu auf dem ganzen Perimeter der «Talgemeinden» erstrecken sich verschiedenste Arealentwicklungen. Neben den Arealen wird auch die Verkehrslage weiterentwickelt und an die erhöhte Nutzung angepasst: Beispiele gehen vom Umbau der Bushaltestellen bis zur Umfahrung, um das Stadtzentrum Cham zu entlasten. Dazu zählen auch Car-Sharing Konzepte, wie zum Beispiel auf dem Areal Papieri in Zusammenarbeit mit der AMAG.

    Auch im öffentlichen Verkehr tut sich einiges. In Zukunft soll das Papieri Areal in Cham einen Schnellbus über die Schnellstrasse der Umfahrung erhalten und das Areal Unterfeld Süd eine Haltestelle im Quartier.

    Insbesondere bei neuen Projekten spielt die Nachhaltigkeit eine entscheidende Rolle. Der Raum Zug nimmt dabei eine Vorreiterrolle ein. Das Papieri-Areal in Cham wurde mit dem renommierten Watt d’Or des Bundesamts für Energie ausgezeichnet. Dies unterstreicht die Initiative des Areals im Bereich erneuerbarer Energien. Hier wird ein klimaneutraler Stadtteil geschaffen, der vollständig auf erneuerbare Energiequellen setzt und 75% seines Energiebedarfs vor Ort deckt. Zu den innovativen Technologien, die zur hohen Energieautarkie beitragen, zählen Wasserkraftwerke und Photovoltaikanlagen. Geothermie wird für die Wärme- und Kälteversorgung genutzt.

    Das Nachhaltigkeitszertifikat, vergeben von der Schweizer Gesellschaft für nachhaltige Immobilienwirtschaft der Suurstoffi in Rotkreuz, würdigt die nachhaltige Bauweise und die ganzheitliche Planung des Projekts. Die Auszeichnung belegt, dass hier höchste Standards in Bezug auf Energieeffizienz, Mobilität und Biodiversität eingehalten werden. Die Projekte zeigen, dass Zug nicht nur ökologische Verantwortung übernimmt, sondern auch als Modell für zukunftsweisende Stadtentwicklung in der Schweiz dient. Durch den Einsatz innovativer Konzepte und Technologien positioniert sich der Kanton Zug als Vorreiter in der nachhaltigen Gestaltung urbaner Lebensräume.

    Auch die übrigen Areale wissen zu überzeugen. Auf dem Tech-Cluster-Areal ist der Bau eines Hochhauses in Holzbauweise vorgesehen. Das «Leuchtturmprojekt» mit dem Namen «Projekt Pi» sieht die Erstellung eines innovativen Wohnhochhauses vor. Mit einer Höhe von 80 Metern ist der Bau eines der höchsten Holzhochhäuser der Schweiz mit preisgünstigen Wohnungen geplant.

    Baar – Unterfeld Süd
    Im Gebiet Unterfeld Süd ist die Erstellung eines gemischt genutzten Quartiers mit rund 400 Wohneinheiten und zirka 1’000 Arbeitsplätzen vorgesehen. Die Grundstrukturen wurden von Vertreterinnen und Vertretern der Bevölkerung von Baar gemeinsam mit Expertinnen und Experten unter der Führung der Gemeinde festgelegt. Der Baarer Bevölkerung wurde am 22. September 2024 der Bebauungsplan der ersten von drei Bauetappen zur Abstimmung vorgelegt. Mit einem Ja-Stimmen-Anteil von 74 Prozent wurde der Plan angenommen.

    Die Realisierung der ersten Etappe umfasst das Hochhaus bei der Stadtbahnhaltestelle Baar Lindenpark sowie das benachbarte Gewerbegebäude. Diese werden in einen gemeinsamen Bebauungsplan überführt. Der frühestmögliche Baubeginn der ersten Etappe ist für das Jahr 2025 vorgesehen. Die übrigen Baufelder werden parallel dazu entwickelt und in nachfolgenden Bauetappen realisiert. Das Projekt von Implenia wird nach derzeitigem Stand der Planung im Jahr 2029 vollendet sein, sofern die nachfolgenden Pläne von den zuständigen Stellen angenommen werden und der Bau nach Plan verläuft.

    Hinterberg Süd (Städtler Allmend)
    Auf dem Areal Hinterberg Süd im Chamer Arbeitsgebiet Städtler Allmend wird ein neuer, lebendiger und gut erschlossener Arbeits- und Einkaufsort für die Bevölkerung entstehen. Er bietet attraktiven Raum für die Ansiedlung neuer Unternehmen und in den Erdgeschossen Nutzungen fürs Quartier. Die Obergeschosse der Bürobauten bieten flexible und auf die individuellen Bedürfnisse zukünftiger Unternehmungen anpassbare Räume. In den Erdgeschossen sind öffentlich zugängliche Nutzungen wie zum Beispiel ein Restaurant, ein Café oder eine Bäckerei angeordnet. Sie bieten den Arbeitenden, Einkaufenden, Besucherinnen, Besuchern sowie Passantinnen und Passanten diverse Konsummöglichkeiten und tragen zur Belebung des Areals bzw. des gesamten Quartiers bei. Die vier Gebäude umfassen einen öffentlichen Platz – das eigentliche Herzstück des Areals, welcher der Allgemeinheit als Aufenthalts- und Begegnungsort offensteht.

    Bösch Hünenberg
    Um den Anforderungen eines wachsenden Dienstleistungs- und Gewerbegebietes gerecht zu werden, ist eine Anpassung der Infrastruktur notwendig. Das Gebiet Bösch soll für Arbeitskräfte und Unternehmen attraktiver werden und künftig Platz für 6000 Arbeitsplätze bieten. Diese Verdichtung ist im kantonalen Richtplan vorgesehen. Er ist für die Gemeinde Hünenberg behördenverbindlich. Die Vision sieht vor, dass sich das Gebiet Bösch zu einem modernen und urbanen Arbeitsort entwickelt, der für Investorinnen und Investoren attraktiv ist. Dafür soll durch bauliche Verdichtung Raum geschaffen werden, was auch zu einer Erhöhung der Arbeitsplätze führen kann. Eine ganzheitliche Landschaftsgestaltung und eine gut organisierte Mobilität sorgen dafür, dass mehr Lebensqualität im Bösch ermöglicht wird. Neue Freizeit-, Versorgungs- und Gastronomieangebote ergänzen den Arbeitsalltag im Bösch ideal.

    Am 9. Dezember 2024 entscheidet die Gemeindeversammlung über den Strassenkredit von 2,9 Millionen Franken für die Finanzierung der 1. Etappe zur Umsetzung des Betriebs- und Gestaltungskonzepts im Bösch.

    LG Zug
    Das LG-Areal hat aufgrund seiner Grösse und prominenten Lage eine zentrale Bedeutung für die städtebauliche Wahrnehmung und den urbanen Charakter von Zug. An der Stelle des ehemaligen Industrieareals soll ein lebendiger Stadtteil mit einer überzeugenden architektonischen Gestaltung entstehen. Mit dem erforderlichen Bebauungsplan stellt das Planungs- und Baugesetz des Kantons Zug eine qualitativ hochwertige Entwicklung und Realisierung sicher.

    Papieri Cham
    Auf dem Papieri-Areal entwickelt die Cham Group ein neues Wohn- und Arbeitsquartier mit industriellem Charme. Direkt an der Lorze werden die prägenden Bestandsbauten der ehemaligen Papierfabrik mit markanten Neubauten ergänzt und nachhaltig realisiert. Hier entsteht ein neuer Begegnungsort mit überregionaler Ausstrahlung, an dem sich Geschichte und Gegenwart die Hand reichen. Auf dem Areal der ehemaligen Papierfabrik entsteht in mehreren Etappen auf elf Hektaren ein neuer Stadtteil mit rund 1’000 Wohnungen und 1’000 Arbeitsplätzen. Er entsteht nicht auf der grünen Wiese, sondern inmitten geschichtsträchtiger Bauten: Mit der Umnutzung prägender Bestandesbauten wird der Bezug zur Vergangenheit gewahrt – die industriellen Wurzeln des Quartiers bleiben spürbar.

    Ergänzt werden sie durch markante Neubauten, darunter fünf Hochhäuser mit beeindruckender Fernsicht. Das neue Quartier direkt an der Lorze bietet einen attraktiven Mix aus Gewerbeflächen, Wohnungen, Lofts, Arbeitsplätzen, Ateliers, Freiräumen und publikumsorientierten Nutzungen. Dies alles auf einem nachhaltig und ausgewogen gestalteten Areal, das seine eigene Geschichte pflegt – und weiterschreibt.

    Das Papieri-Areal schafft neue Grundlagen für eine energieeffiziente, klimaneutrale und nachhaltige Gesellschaft. Es ist ein schweizweit wegweisendes Projekt.

    Spinnerei an der Lorze
    Einst liefen in der grössten Spinnerei der Schweiz viele Fäden zusammen. Der Bau der Spinnerei an der Lorze prägte zur Mitte des 19. Jahrhunderts die Entwicklung Baars. Rund um das historische Spinnereigebäude entsteht ein neues, lebendiges Quartier mit Läden, Cafés und anderem lokalem Gewerbe, welches die öffentliche Fussgängerzone prägt. Neben den Familienwohnungen und preisgünstigen Wohnungen entstehen zudem solche für die ältere Bevölkerung. Diese werden mit Gemüsegärten, begrünten Fassaden und schattenspendenden Bäumen ergänzt.

    Suurstoffi
    Das Suurstoffi-Areal wurde von der Schweizerischen Gesellschaft für Nachhaltige Immobilienwirtschaft (SGNI) als erstes Areal in der Schweiz mit dem DGNB-Zertifikat in Platin für nachhaltige Quartiere in Planung und Realisierung ausgezeichnet. Die DGNB-Zertifizierung bestätigt, dass Zug Estates mit dem Suurstoffi-Areal in Rotkreuz ein Musterbeispiel für nachhaltige Arealentwicklung realisiert hat. Es erfüllt die umfassenden Qualitätsanforderungen des DGNB-Zertifizierungssystems, das Kriterien wie Energieeffizienz, CO2-Emissionen, Ökobilanz, Graue Energie, Nutzungsflexibilität und Rezyklierbarkeit der eingesetzten Materialien umfasst. Das Suurstoffi-Areal ist eines der ersten Leuchtturmprojekte der letzten 10 Jahre. Dazu gehört auch das Gesundheitsbildungszentrum «XUND», für das derzeit eines der letzten Gebäude fertiggestellt wird.

    Tech Cluster
    Mit einer Gesamtleistungsstudie, an der fünf namhafte schweizer und ein österreichisches Team teilgenommen haben, wurde von Juni 2018 bis Mai 2019 ausgelotet, wie preisgünstiges Wohnen in einem Hochhaus mit modernsten Bauverfahren und nachhaltiger Materialisierung ermöglicht werden kann. Parallel dazu wurde ein Studienauftrag für ein städtebauliches Gesamtkonzept zum umliegenden Geviert der Stadt Zug zwischen Baarerstrasse, Göblistrasse, Industriestrasse und Mattenstrasse erarbeitet.

    Der Tech Cluster Zug baut auf den Vorinvestitionen von V-Zug und weiterer Firmen der Metall Zug Gruppe auf. Sein Potenzial liegt in den vielfältigen Beziehungen und Synergien zwischen den zukünftigen Nutzern. Diese verwandeln das heutige Werkgelände in einen innovativen und spannenden Teil der Stadt Zug.

  • Meilenstein für die zweite Etappe des Innovationsparks

    Meilenstein für die zweite Etappe des Innovationsparks

    Der Innovationspark Zürich verbindet Forschung, Entwicklung und aviatische Nutzung auf einzigartige Weise. Im südwestlichen Teil des Flugplatzes Dübendorf wird ein Areal für den Innovationspark sowie für einen Forschungs-, Test- und Werkflugplatz entstehen. Diese Vision umfasst nicht nur moderne Infrastruktur, sondern auch öffentlich zugängliche Grün- und Freiräume. Das Projekt ist von zentraler Bedeutung für die Region, den Kanton Zürich und die gesamte Schweiz.

    Gestaltungsplan als Basis für nachhaltige Entwicklung
    Der neu festgesetzte Gestaltungsplan für Teilgebiet B schafft verbindliche Rahmenbedingungen. Er regelt die Nutzung, die Lage der Bauflächen sowie gestalterische, ökologische und verkehrliche Vorgaben. Gleichzeitig werden die Auswirkungen auf das regionale Verkehrsnetz vertieft untersucht und Grünräume optimal integriert.

    Fortschritte durch Beteiligung und Planungssicherheit
    Nach einer öffentlichen Auflagephase und der Berücksichtigung eingegangener Einwendungen wurde der Gestaltungsplan überarbeitet und verabschiedet. Ab dem 22. November 2024 tritt er in Kraft und bildet die Grundlage für zukünftige Bauvorhaben. Damit ist ein weiterer wichtiger Schritt zur Verwirklichung des Innovationsparks Zürich getan.

  • Immobilienentwickler reduziert Gewinne zur Stärkung künftiger Investitionen

    Immobilienentwickler reduziert Gewinne zur Stärkung künftiger Investitionen

    Die sitEX Properties Holding AG hat im ersten Halbjahr einen Bruttoumsatz von 10,86 Millionen Franken erwirtschaftet, informiert die Schwyzer Immobilienentwicklungsfirma in einer Mitteilung. Im Vorjahreszeitraum belief sich der Bruttoumsatz auf 32,70 Millionen Franken. Der Reingewinn nach Steuern ging im selben Zeitraum von 7,34 Millionen auf 1,51 Millionen Franken zurück.

    «In den letzten zehn Jahren hatte sitEX das Glück, ausnahmslos profitable Halbjahres- und Jahresergebnisse zu erzielen», wird CEO Beat Kähli in der Mitteilung zitiert. Derzeit befinde sich das auf Immobilien in der Schweiz und den USA spezialisierte Unternehmen aber «in einer Investitionsphase, weshalb im Vergleich zu den Vorjahren nur geringe Gewinne erzielt werden konnten». Nach Angaben von Kähli verfügt sitEX aktuell über eine Entwicklungspipeline im Umfang von mehr als 5 Milliarden Franken. Damit sei «die Grundlage für künftige nachhaltige Gewinne gesichert», so der Unternehmenschef.

    In den vergangenen Jahren hatte sitEX von den erzielten Gewinnen rund 60 Millionen Franken an die Anteilshaltenden ausgeschüttet. In diesem und im nächsten Jahr will sich das Unternehmen dagegen auf die Rückzahlung von Verbindlichkeiten und Investitionen konzentrieren, erläutert sitEX-Verwaltungsratspräsident Christoph Stutz.

  • Bauarbeiten zur Erweiterung der ZHAW haben begonnen

    Bauarbeiten zur Erweiterung der ZHAW haben begonnen

    An der ZHAW haben Baudirektor Martin Neukom, Bildungsdirektorin Silvia Steiner und ZHAW-Rektor Jean-Marc Piveteau am 13. September den Startschuss für die Bauarbeiten zur Erweiterung und Modernisierung der School of Engineering gegeben. Die ZHAW sei eine der führenden Hochschulen der Schweiz mit über 14’000 Studierenden, heisst es in einer Medienmitteilung. Doch genügten einige der bestehenden Gebäude auf dem Areal des ehemaligen Technikums in Winterthur den heutigen Anforderungen nicht mehr. Ausserdem nehme die Anzahl Studierender weiter zu. Deshalb werde der Campus T über die nächsten Jahre in mehreren Etappen modernisiert und erweitert.

    In der ersten Bauetappe werden zwei neue fünfgeschossige Laborgebäude hinter dem historischen Technikum gebaut. Sie stellen dringend benötigten Raum für Lehre, Forschung und Entwicklung bereit. Dort entstehen verschiedene Versuchsräume sowie eine öffentlich zugängliche Mensa und Cafeteria. Die Neubauten werden an das Fernwärmenetz der Stadt Winterthur angeschlossen und mit Photovoltaikanlagen ausgerüstet.

    Ebenfalls im Rahmen der ersten Bauetappe wird laut der Mitteilung die Eulach mit einem öffentlichen, naturnahen Park ökologisch aufgewertet und der Hochwasserschutz ausgebaut. Zwei neue Brücken werden die Altstadt und den Campus T mit der Kantonsschule Büelrain und dem umliegenden Wohnquartier verbinden.

    Bis November erfolgt der Rückbau des bestehenden Gebäudes TB, heisst es weiter. Parallel dazu laufe der Aushub der Baugrube für das kleinere Laborgebäude TT. Danach beginnen die Rohbauarbeiten des ersten Neubaus, dessen Fertigstellung im Jahr 2027 vorgesehen ist. Der zweite Neubau soll 2029 bezugsfertig sein.

  • Zwei Schweizer Immobilienriesen vor Fusion

    Zwei Schweizer Immobilienriesen vor Fusion

    Die Cham Group und Ina Invest, eine an der SIX Swiss Exchange notierte Immobiliengesellschaft, haben eine Absichtserklärung für eine Fusion unterzeichnet. Diese soll als „Merger of Equals“ bis 2025 vollzogen werden. Die Fusion würde eine neue, starke Kraft im Immobiliensektor schaffen, die zu den Spitzenreitern der Branche zählt.

    Ein erstklassiges Portfolio an Schlüsselstandorten
    Das kombinierte Portfolio der beiden Unternehmen umfasst hochwertige Liegenschaften und Entwicklungsprojekte in den wirtschaftlich stärksten Regionen der Schweiz, darunter Basel, Cham, Genf, Lausanne, Winterthur und Zürich. Besonders beeindruckend: Der Wohnanteil wird nach Fertigstellung über 50 % betragen, was den Fokus auf nachhaltiges und zukunftsweisendes Wohnen in urbanen Ballungsräumen unterstreicht.

    Nachhaltigkeit und Synergien als Erfolgsfaktoren
    Beide Gesellschaften legen höchsten Wert auf Nachhaltigkeit und planen, diese Standards bei der Entwicklung und Bewirtschaftung der Liegenschaften konsequent umzusetzen. Der Zusammenschluss bringt nicht nur ein grösseres Portfolio, sondern auch klare Vorteile: Skaleneffekte, mehr Flexibilität in der Projektrealisierung und verbesserte Finanzierungsmöglichkeiten.

    Aktuell befinden sich die Gespräche noch in einem frühen Stadium. Sollten die Verhandlungen erfolgreich verlaufen, wird im Frühjahr 2025 auf den Generalversammlungen der beiden Unternehmen über die Fusion abgestimmt. Ein Zusammenschluss würde die Kräfte im Schweizer Immobilienmarkt neu ordnen und Chancen für eine nachhaltige Zukunft schaffen.

  • Bioinspiriertes Baumaterial Revolution für die Bauindustrie

    Bioinspiriertes Baumaterial Revolution für die Bauindustrie

    Die Bauindustrie steht vor einer bahnbrechenden Innovation. Forschende haben ein Zementmaterial entwickelt, das nahezu sechsmal widerstandsfähiger ist als herkömmlicher Zement und Rissen deutlich besser standhält. Grundlage dieser revolutionären Entwicklung ist die Struktur des menschlichen Knochens, die als Vorbild für eine völlig neue Materialarchitektur dient.

    Das Team um Professor Reza Moini und Doktorand Shashank Gupta von der Princeton University veröffentlichte die beeindruckenden Ergebnisse in der Fachzeitschrift Advanced Materials. Durch die gezielte Gestaltung einer röhrenförmigen Struktur im Zement konnten sie die Rissausbreitung bedeutsam eindämmen und gleichzeitig die Verformbarkeit des Materials erhöhen – ohne dass es zu plötzlichem Versagen kommt. Diese Entdeckung verspricht, die Bauweise von Gebäuden grundlegend zu verändern.

    Festigkeit und Zähigkeit
    „Eine der grössten Herausforderungen bei Baustoffen wie Zement ist ihr sprödes Verhalten. Sie versagen oft abrupt und katastrophal“, erklärt Gupta. Deshalb lag der Fokus der Forschenden darauf, die Balance zwischen Festigkeit und Zähigkeit zu optimieren. Während die Festigkeit für die Belastbarkeit des Materials sorgt, verhindert die Zähigkeit das Entstehen und Ausbreiten von Rissen.

    Die Lösung liegt in der inneren Architektur des Materials. Durch das Nachbilden der menschlichen Kortikalis, der äusseren Knochenschicht, konnten die Wissenschaftler ein Zementmaterial schaffen, das widerstandsfähiger und zugleich flexibler ist. Die röhrenförmige Struktur, ähnlich den Osteonen im menschlichen Knochen, fängt Risse ab und verzögert deren Ausbreitung – ein Meilenstein im Bereich der Baustoffentwicklung.

    Robotik und 3D-Druck
    Neben den aussergewöhnlichen mechanischen Eigenschaften setzen die Forschenden auch auf modernste Technologien. Mit Hilfe von Robotik und additiver Fertigung (3D-Druck) haben sie eine Methode entwickelt, um die Röhrenarchitektur im Zement präzise zu steuern. Diese Technologie ermöglicht es, das Material massgeschneidert für verschiedenste Anwendungsbereiche zu fertigen . Eine zukunftsweisende Entwicklung für die Bauindustrie.

    Die Forschenden gehen davon aus, dass diese Prinzipien auch auf andere spröde Materialien angewendet werden können, um noch widerstandsfähigere Bauprodukte zu schaffen. „Wir haben erst begonnen, die Möglichkeiten zu erkunden“, so Gupta. Künftige Entwicklungen könnten noch effizientere und belastbarere Baumaterialien hervorbringen, die die Bauweise nachhaltig revolutionieren.

    Zementarchitektur neu gedacht
    Mit ihrer bahnbrechenden Forschung haben Moini und sein Team die Basis für eine neue Generation von Baumaterialien gelegt. Die Anwendung bioinspirierter Designprinzipien könnte zukünftig nicht nur im Zementbau, sondern auch in anderen Industriezweigen zur Entwicklung robusterer und widerstandsfähigerer Materialien führen.

    Diese Entdeckung könnte die Art und Weise, wie wir Städte und Infrastrukturen errichten, grundlegend verändern – ein spannender Ausblick auf die Zukunft der Baustoffindustrie.

  • Innovative Drohnenforschung

    Innovative Drohnenforschung

    Im Zentrum dieser Forschung steht der «DroneHub», ein hochmodernes Labor, das auf dem Empa-Campus in Dübendorf errichtet wird. Dieses einzigartige Forschungsgebäude ermöglicht es, Drohnen unter realen Bedingungen zu testen – eine bedeutende Entwicklung sowohl für die Bauindustrie als auch für Umweltwissenschaften. Drohnen könnten in Zukunft Gebäude reparieren, bevor Schäden eskalieren, oder sogar Leben retten, indem sie vor der Feuerwehr gefährliche Bereiche überwachen.

    Der Innovationsgeist, der dieses Projekt vorantreibt, zeigt sich in der aussergewöhnlichen Kombination aus Umweltmonitoring und Baurobotik. Die neuen Drohnenmodelle können Sensoren in Bäumen platzieren oder Wasserproben aus den Tiefen von Ozeanen und Seen sammeln – essenzielle Daten, um die Gesundheit unserer Ökosysteme zu überwachen.

    Kovac und sein internationales Team gehen jedoch noch weiter. Mit der AAM-Technologie («Aerial Additive Manufacturing») könnten Drohnen in der Lage sein, Baumaterialien aus der Luft zu drucken. Diese Technologie hat das Potenzial, die Art und Weise, wie Gebäude gewartet und gebaut werden, grundlegend zu verändern und gleichzeitig Ressourcen effizienter zu nutzen.

    Gebäudewartung neu definiert
    Der «DroneHub» bietet einen geschützten Raum für die Entwicklung und Erprobung von Robotern und Drohnen, die autonom Aufgaben wie Gebäudewartung und Umweltüberwachung übernehmen können. Die einzigartige AAM-Wand des «DroneHub» simuliert reale Gebäudeoberflächen, an denen die Drohnen ihre Fähigkeiten zur Reparatur und Wartung unter Beweis stellen. Diese Technologien sind besonders relevant für den Immobiliensektor, wo Sicherheit und Effizienz in der Instandhaltung immer wichtiger werden.

    Diese Zusammenarbeit zwischen der Empa und der EPFL eröffnet nicht nur neue Perspektiven für die Robotik, sondern auch für die Zukunft der Immobilienwirtschaft. Drohnen, die selbstständig Inspektionen und Reparaturen durchführen, könnten die Art und Weise, wie Gebäude gewartet werden, revolutionieren. Für Führungskräfte und Fachleute im Bereich Immobilien und Standortförderung bietet dieses Projekt einen spannenden Blick auf die Zukunft der Branche – innovativ, nachhaltig und mit einem klaren Fokus auf Effizienz und Sicherheit.

  • Roche eröffnet neues Zentrum für Pharmaforschung

    Roche eröffnet neues Zentrum für Pharmaforschung

    Am Hauptsitz von Roche in Basel wurde ein bedeutender Meilenstein erreicht. Die Einweihung des neuen Pharma Research and Early Development Centers (pRED). Das Zentrum, das 1.800 hochmoderne Arbeitsplätze für Labor- und Büroarbeiten bietet, bringt Expertinnen und Experten aus verschiedenen Forschungsfeldern zusammen. Ziel ist es, durch enge Zusammenarbeit die Effizienz der Forschung und Entwicklung zu steigern. An der feierlichen Eröffnung nahm auch Bundesrat Guy Parmelin teil, was die nationale Bedeutung dieses Projekts unterstreicht.

    Roche verfolgt mit dem neuen pRED Center eine klare Vision, die Bündelung von Expertise aus Bereichen wie Chemie, Biologie und Datenwissenschaft, um wegweisende Innovationen voranzutreiben. Thomas Schinecker, CEO der Roche-Gruppe, betonte die zentrale Rolle des Zentrums im globalen Innovationsnetzwerk des Unternehmens. «Dieses Zentrum wird nicht nur die Effizienz unserer Forschung verbessern, sondern auch dazu beitragen, den grösstmöglichen Nutzen für Patientinnen und Patienten weltweit zu erzielen.»

    Milliarden-Investitionen in die Zukunft
    Die Investition in das pRED Center ist Teil eines langfristigen Engagements von Roche am Standort Basel. Seit 2009 hat das Unternehmen 4,6 Milliarden Franken in den Ausbau des Standorts investiert. Mit den neuen vier Gebäuden – darunter zwei Laborhochhäuser, ein Bürokomplex und ein Kongresszentrum – setzt Roche ein weiteres starkes Zeichen für die Zukunft.

    Und das ist erst der Anfang: Weitere 1,2 Milliarden Franken fliessen in die Modernisierung und Erweiterung des Standorts, was die Rolle von Basel als globales Zentrum für pharmazeutische Forschung und Entwicklung nachhaltig stärkt.

    Mit der Eröffnung des neuen pRED Centers investiert Roche nicht nur in die eigene Innovationskraft, sondern auch in die Stärkung des Wirtschaftsstandorts Basel. Diese Milliarden-Investitionen sind ein klares Signal dafür, dass der Pharmakonzern seine führende Rolle in der globalen Forschung und Entwicklung weiter ausbauen will – ein bedeutender Schritt sowohl für die Branche als auch für die Region.

  • Regierungsrat Zürich lädt zur öffentlichen Mitwirkung an den Agglo-Programmen der fünften Generation ein

    Regierungsrat Zürich lädt zur öffentlichen Mitwirkung an den Agglo-Programmen der fünften Generation ein

    Um Bundesmittel zu erhalten, müssen die Agglomerationsprogramme bestimmte Anforderungen erfüllen. Diese beinhalten die Analyse des aktuellen Zustands sowie die Identifikation von Entwicklungstrends in den Bereichen Siedlung, Landschaft und Verkehr. Auf dieser Basis werden Zukunftsszenarien entwickelt und notwendige Massnahmen abgeleitet. Diese Massnahmen können dann zu 30 bis 50 Prozent vom Bund mitfinanziert werden, sofern sie umsetzungsreif sind.

    Die Programme umfassen verschiedene Regionen und fokussieren sich auf spezifische Schwerpunkte. Im Limmattal liegt der Fokus auf multimodalen Umsteigepunkten und der Elektrifizierung des Busverkehrs. In der Stadt Zürich und dem Glattal werden Verkehrsdrehscheiben und Velonetze ausgebaut. Winterthurs Massnahmen konzentrieren sich auf den öffentlichen Verkehr und die fussgänger- und veloverträgliche Stadtentwicklung.

    Das neue Programm für das Unterland und das Furttal legt den Schwerpunkt auf die siedlungsverträgliche Gestaltung von Strassenräumen. Im Zürcher Oberland stehen die Verkehrserreichbarkeit der regionalen Zentren und multimodale Umsteigepunkte im Vordergrund.

    Beteiligung und Mitwirkungsverfahren
    Das öffentliche Mitwirkungsverfahren wurde am 3. Juli 2024 durch Regierungsbeschluss Nr. 765/2024 gestartet und läuft vom 5. August bis zum 20. September 2024. In dieser Zeit sind Städte, Gemeinden, Planungsregionen, Transportunternehmen, Verbände sowie die Öffentlichkeit zur Stellungnahme eingeladen. Auch Nachbarkantone und angrenzende Agglomerationsprogramme wie Schaffhausen und Obersee sind zur Mitwirkung aufgerufen.

    Regierungsrätin Carmen Walker Späh betont die Bedeutung der Programme: „Von einer modernen Infrastruktur profitieren alle. Eine effiziente Infrastruktur ist der Lebensnerv der Wirtschaft.“
    Die Entwürfe der Agglomerationsprogramme und weitere relevante Unterlagen sind ab dem 5. August unter zh.ch/ap5 abrufbar.

  • Industriegelände in Serrières wird zum Neuenburger Innovationspark

    Industriegelände in Serrières wird zum Neuenburger Innovationspark

    Der Staat und die Stadt Neuenburg haben in Zusammenarbeit mit der Caisse cantonale d’assurance populaire und der Etablissement cantonal d’assurance et de prévention einen Industriekomplex an der Rue des Usines in Serrières erworben. Ziel ist es, dort einen neuen Innovationspol zu entwickeln und zu betreiben. Zu diesem Zweck wurde die Aktiengesellschaft Usinnove SA gegründet, an der der Staat mit 40 % und die Stadt Neuchâtel mit 20 % beteiligt sind. Die restlichen Aktienanteile halten die CCAP und die ECAP. Der Industriekomplex umfasst 7.000 m² Fläche und kann fast 400 neue Arbeitsplätze schaffen.

    Zentrale Rolle der Microcity SA
    Der neue Standort wird von der Microcity SA verwaltet und betrieben. Die Einrichtung eines Kompetenzzentrums für Diagnostik und verwandte Technologien ist vorgesehen, das Unternehmen aus den Bereichen Diagnostik und Automatisierung als Drehscheibe dient. Ein Teil des Komplexes wird zu einem Wirtschaftszentrum umfunktioniert, das mit Laborinfrastruktur ausgestattet ist und ein kollaboratives Projektumfeld für Grossunternehmen, KMUs und Start-ups bietet.

    Stärkung des Neuenburger Innovationsclusters
    Der erworbene Industriekomplex soll die Position Neuenburgs im Schweizerischen Innovationspark weiter stärken. Der Standort Serrières bietet Potenzial für die Erweiterung des Neuenburger Innovationsclusters und ermöglicht die langfristige Sicherung eines Industriestandortes. Neuenburg wird somit sein Angebot erweitern und seinen Platz als Innovationszentrum festigen.

    Strategische Nutzung von Altgebäuden
    Der Kauf des Industriekomplexes ist Teil einer Strategie des Staates, alte Gebäude für industrielle Leichtbauaktivitäten zu nutzen. Diese Politik zielt darauf ab, Start-ups, KMUs, Grossunternehmen und Forschungszentren an einem Standort zusammenzuführen, um die wirtschaftlichen Herausforderungen des Kantons zu bewältigen. Ähnliche Projekte sind bereits an den Standorten Rue Jaquet-Droz 7 in Neuenburg und Hôtel-de-Ville 7 in Le Locle umgesetzt, wo ebenfalls Spitzenaktivitäten in der angewandten Forschung stattfinden.

    Ein bedeutender Schritt für Neuenburg
    Der Erwerb des Industriekomplexes in Serrières und die geplante Umwandlung in ein Innovationszentrum sind ein bedeutender Schritt für die wirtschaftliche Entwicklung Neuenburgs. Durch die enge Zusammenarbeit von Staat, Stadt und institutionellen Partnern wird die Region gestärkt und die Grundlage für zukünftige Innovationen geschaffen.

  • Abflachung der Baupreisteuerung setzt sich fort

    Abflachung der Baupreisteuerung setzt sich fort

    Im Jahr 2022 erlebten die Baupreise im Hochbau einen starken Anstieg von über 8 Prozent. Im Gegensatz dazu zeigt der Baupreisindex für April 2024 eine moderate Steigerung von 0,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Seit der letzten Veröffentlichung im Dezember 2023 sind die Preise im Hochbau um 0,4 Prozent gestiegen. Trotz dieser Verlangsamung bleiben die Baupreise auf einem hohen Niveau stabil. Im Vergleich zu vor drei Jahren haben sich die Hochbaupreise im April 2024 um 13 Prozent erhöht.

    Materialpreise als treibende Kraft
    Ein wesentlicher Faktor für die Abflachung der Baupreise ist die Entwicklung der Materialkosten. Der Materialpreisindex KBOB für den Hochbau zeigt, dass die Materialpreise zwischen Mai 2023 und Mai 2024 um 2,2 Prozent gesunken sind. Der grösste Teil dieses Rückgangs fand zwischen Mai und Oktober 2023 statt. Seit November 2023 hat sich der Materialpreisindex stabilisiert und sank nur noch leicht um 0,4 Prozent. Besonders deutlich fielen die Preise bei Armierungsstahl, der im Mai 2024 über 10 Prozent günstiger war als im Vorjahr.

    Energie- und Treibstoffpreise als Gegenpol
    Während die sinkenden Materialpreise zu einer Verlangsamung der Baupreisentwicklung beitragen, wirken gestiegene Energie- und Treibstoffpreise diesem Trend entgegen. Laut dem Landesindex für Konsumentenpreise lagen die Energie- und Treibstoffpreise im Mai 2024 6,6 Prozent über dem Vorjahresniveau, was einen Aufwärtsdruck auf die Baupreise ausübt.

    Ausblick auf zukünftige Entwicklungen
    Trotz der aktuellen Stabilisierung gibt es Faktoren, die auf eine mögliche erneute Erhöhung der Baupreise hinweisen. Die Lohnentwicklung und die weiterhin steigenden Energiekosten könnten zu einem Anstieg der Baupreise im Jahr 2024 um etwa 1 Prozent führen. Es bleibt abzuwarten, wie sich diese Faktoren langfristig auf den Baupreisindex auswirken werden.

    Fazit: Vielseitige Einflüsse auf die Baupreise
    Die aktuelle Entwicklung der Baupreise wird von unterschiedlichen Faktoren beeinflusst. Während die sinkenden Materialpreise eine stagnierende oder rückläufige Tendenz suggerieren, sorgen gestiegene Energie- und Treibstoffpreise sowie die Lohnentwicklung für einen Aufwärtsdruck. Die Baupreise stabilisieren sich derzeit auf hohem Niveau, und eine moderate Steigerung ist für das Jahr 2024 zu erwarten.

  • Ein globales Zentrum für Internationalität und Innovation

    Ein globales Zentrum für Internationalität und Innovation

    Genf spielt eine zentrale Rolle auf der internationalen Bühne, nicht nur als Sitz der Vereinten Nationen und von fast 400 NGOs, sondern auch als Sitz zahlreicher multinationaler Unternehmen, insbesondere in den Bereichen Forschung und Entwicklung. Diese Positionierung unterstreicht die Bedeutung von Genf als globales Zentrum für internationale Zusammenarbeit, unterstützt durch eine akademische Landschaft, die zu den besten der Welt zählt.

    AusgezeichneteInfrastruktur
    Als eine der wirtschaftsfreundlichsten Städte Europas verfügt Genf über eine ausgezeichnete Infrastruktur, die internationale Kongresse und Geschäftsreisende anzieht. Der internationale Flughafen von Genf liegt nur wenige Minuten vom Stadtzentrum entfernt und bietet Direktflüge zu etwa 150 Zielen in der ganzen Welt. Das gut ausgebaute internationale Eisenbahnnetz, einschließlich des TGV, der Paris in nur drei Stunden erreicht, und des Léman Express, Europas größtem regionalen Eisenbahnnetz, erhöht die Zugänglichkeit von Genf erheblich.

    Förderung multilateraler Diskussionen
    Genf ist Gastgeber wichtiger internationaler Diskussionen, von den Vereinten Nationen über das Internationale Komitee des Roten Kreuzes bis hin zu den Weltwirtschaftsforen. Diese Diskussionen sind Teil des Erbes von Genf und spiegeln die Stadt als Knotenpunkt für internationale Verhandlungen und Schiedsgerichte wider. Die Weltorganisation für geistiges Eigentum dokumentiert hier die vielen Innovationen, die aus den lokalen Forschungs- und Entwicklungszentren hervorgegangen sind.

    Nachhaltige Stadtentwicklung
    Zusätzlich zu seiner Rolle als internationales Zentrum setzt Genf neue Maßstäbe in der nachhaltigen Stadtentwicklung. Ein Subventionsprogramm mit einem Budget von 500 Mio. CHF soll die energetische Sanierung von Gebäuden beschleunigen und die Klimaziele erreichen. Dieses Engagement zeigt, dass Genf bestrebt ist, bis 2050 klimaneutral zu werden und unterstützt damit private und öffentliche Eigentümer bei der Modernisierung ihrer Immobilien.
    Genf zeigt eindrucksvoll, wie eine Stadt gleichzeitig ein Zentrum für internationale Politik und Wirtschaft und ein Zentrum zur Förderung der nachhaltigen Entwicklung sein kann. Durch diese Dualität stärkt Genf seine Position als ein Ort, an dem globale Herausforderungen auf innovative und effektive Weise angegangen werden.

  • 101. immoTable – Wirtschaftsraum Genf

    101. immoTable – Wirtschaftsraum Genf

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    Beim 101. immoTable, der renommierten Veranstaltung für die Immobilienbranche im Signatur Rhône in Genf, standen bedeutende Themen im Mittelpunkt, die die Zukunft der Immobilienwelt massgeblich beeinflussen. Von nachhaltiger Raumentwicklung über Geothermie als Teil der Energiewende bis hin zu Gesundheitsrisiken im Wasser und rechtlichen Fragen bei Renovierungen in Genf – die Veranstaltung bot eine umfassende Plattform für den Austausch über aktuelle Herausforderungen und Innovationen in der Branche.

    Die Direktorin des Departements für Territorium des Kantons Genf, Marta Alonso, präsentierte wegweisende Projekte zur Stadtentwicklung und Raumplanung. Bis 2060 sollen auf einer Fläche von 230 Hektar über 12.000 neue Wohneinheiten, 6.000 Arbeitsplätze sowie Schulen, ein grosser Park und revitalisierte Flussbereiche entstehen. Moderne Visualisierungstechniken und 3D-Modelle ermöglichen eine transparente Darstellung der Entwicklungsszenarien.

    David Faehndrich, Leiter der Westschweizer Abteilung bei EKZ Contracting SA, betonte die Rolle nachhaltiger und wirtschaftlicher Energieversorgungssysteme. Es wurden bereits mehrere bedeutende Projekte wie die geothermische Energieversorgung der neuen Wohnungen in den „Jardins du Bourg“ in Châtel-St-Denis realisiert. Diese Massnahmen reduzieren CO₂-Emissionen und fördern die Energiewende.

    Pierre Descloux, CEO von Dipan SA, hob in seinen Ausführungen die Bedeutung der Behandlung von hydraulischen Systemen hervor, insbesondere in Bezug auf Rost, Kalk und Legionellen. Er betonte, wie wichtig die Sicherung der Hygiene und Effizienz dieser Systeme ist.

    Cosima Trabichet-Castan, eine Spezialistin im Bereich Immobilienrecht bei MLL Legal, thematisierte in ihrem Referat die Herausforderungen bei der Einholung von Baugenehmigungen und der Einhaltung lokaler Bauvorschriften. Sie sprach auch über die komplexen regulatorischen Anforderungen in Genf, wo gemäss einer aktuellen UBS-Studie die längsten Wartezeiten für Baugenehmigungen in der Schweiz bestehen. Ihre Ausführungen beleuchteten, wie wichtig die Integration nachhaltiger Praktiken in diesem kontextreichen regulatorischen Umfeld ist.

    Fabio Nairi von IWG Switzerland sprach über Massnahmen zur Reduzierung von Pendelzeiten und CO₂-Emissionen sowie über den Übergang zu hybriden Arbeitsmodellen.

    Der 101. immoTable stellte erneut unter Beweis, warum die Veranstaltung eine der Top-Plattformen für die Immobilienbranche ist. Die behandelten Themen sind von zentraler Bedeutung für die zukünftige Entwicklung der Branche und bieten wertvolle Lösungsansätze für aktuelle Herausforderungen.

    Weitere Informationen zur Veranstaltung und künftigen Terminen finden Sie www.immotable.ch

  • Silas Schneider übernimmt operative Leitung

    Silas Schneider übernimmt operative Leitung

    Silas Schneider tritt seine neue Position am 1. Januar 2025 an, es stösst am 1. Oktober 2024 zur ABS. Schneider bringt umfassende Erfahrung aus seiner vorherigen Tätigkeit als CEO von abonax mit, wo er über sechs Jahre hinweg massgeblich am Aufbau und der erfolgreichen Entwicklung des Unternehmens beteiligt war.

    „Wir sind überzeugt, dass Silas Schneider mit seiner Erfahrung und seinem Fachwissen die Firma in eine weiterhin erfolgreiche Zukunft führen wird und freuen uns auf die künftige Zusammenarbeit“, kommentiert Daniel Senn, Verwaltungsratspräsident der Abacus.

    Mit dem Wechsel in der Führungsspitze setzt die Abacus Business Solutions AG ein starkes Zeichen für Kontinuität und Wachstum. Der Übergang wird sorgfältig geplant und ausgeführt, um eine reibungslose Weiterführung der Unternehmensgeschäfte zu gewährleisten und die zukünftigen Herausforderungen erfolgreich zu meistern.

  • Berufliche Perspektiven im Schweizer Holzbau

    Berufliche Perspektiven im Schweizer Holzbau

    Die Bedeutung der Holzbauindustrie
    Die Holzbauindustrie spielt eine entscheidende Rolle in der Schweiz, insbesondere im Bereich des nachhaltigen Bauens und der energetischen Gebäudesanierung. Der Bau mit Holz ist eine umweltfreundliche und klimaneutrale Methode, die einen minimalen Energieverbrauch sowohl während der Bauphase (graue Energie) als auch während des späteren Betriebs der Gebäude gewährleistet. Die Holzbauindustrie leistet einen wesentlichen Beitrag zur Zukunftsgestaltung der Schweiz.

    Berufliche Perspektiven und Fortbildungsoptionen
    Nach Abschluss der Grundausbildung eröffnen sich für ausgebildete Zimmerleute zahlreiche Optionen: Sie können als hochqualifizierte Fachkräfte im Betrieb arbeiten, Erfahrungen auf der Walz oder im Ausland sammeln oder sich weiterbilden, um Vorarbeiter, Polier, Techniker oder Ingenieur zu werden, bis hin zum Meister. Falls die Berufsmatura nicht bereits während der Grundausbildung absolviert wurde, kann sie innerhalb eines Jahres nach Abschluss der Grundausbildung als Vollzeitstudium abgeschlossen werden. Dies ermöglicht einen nahtlosen Übergang zu einer höheren Fachschule oder Fachhochschule ohne Prüfungen. Der Karriereplan des Holzbaus in der Schweiz bietet die Möglichkeit lebenslangen Lernens, individueller Weiterbildungen und Spezialisierungen sowie verschiedener Fortbildungen. Die Ausbildungen zum Energieberater, Projektleiter für Solaranlagen oder Handwerker in der Denkmalpflege sind nur einige Beispiele. Eine Karriere im Holzbau bietet somit die Möglichkeit, sich individuell nach eigenen Wünschen und Bedürfnissen zu entwickeln und auszurichten.

    Zimmerin / Zimmermann EFZ
    Zimmerleute auf Stufe EFZ beschäftigen sich hauptsächlich mit Holz und beherrschen die Tätigkeiten des Holzbaus. Sie arbeiten als Generalisten im Betrieb sowie im Rohbau und Ausbau. Sie kennen die Ansprüche des Baugewerbes und arbeiten mit anderen am Bau beteiligten Handwerkern.

    Holzbearbeiterin / Holzbearbeiter EBA
    Dein Berufsstart mit guten Aussichten. Der Beruf des Holzbearbeiters EBA (eidgenössisches Berufsattest) ist eine eigenständige, zwei Jahre dauernde Grundbildung in der Holzbranche. Sie umfasst vielseitige Tätigkeiten in der holzverarbeitenden Industrie wie auch im Holzbau.

    Dipl. Techniker/in
    HF Holztechnik

    Holzbau-Techniker HF planen selbständig Holzkonstruktionen anhand von Projektplänen und leiten deren Realisierung. Sie übernehmen im Unternehmen Führungsaufgaben oder leiten eine Abteilung. Als Teamleiter auf der Baustelle koordinieren sie den Einsatz mit den anderen Handwerkern.

    Berufsmaturität und Betriebs-wirtschafts-/Unternehmerstudium
    Die Berufsmaturität und das Betriebswirtschaftsstudium NDS sind branchenunabhängige Ausbildungen. Während die Berufsmaturi-tät vorwiegend das Allgemeinwissen vertieft, vermittelt das Betriebswirtschaftsstudium Wissen für unternehmerische Tätigkeiten in höheren Kaderpositionen.

    Holzbau-Meister/in mit eidgenössischem Diplom
    Holzbau-Meister führen ein Holzbau-Unternehmen oder eine grössere Abteilung. Sie tragen die Gesamtverantwortung für die fachliche, wirtschaftliche und personelle Führung, Organisation und Weiterentwicklung des Unternehmens. Sie stehen in engem Kontakt mit Kunden, Lieferanten und Architekten.

    Dipl. Techniker/in
    HF Bauführung Holzbau

    Die Absolventen sind als Konstrukteur oder Betriebsleiter eines Holzunternehmens tätig. Dank ihrer umfangreichen Kompetenzen sind sie «Generalisten für den modernen Holzbau»: von der Offerterstellung über die Planung und Realisation bis zur Ausführungskontrolle und Abrechnung.

    Master of Science in Holztechnik
    Der europaweit einzigartige Studiengang verknüpft Praxisnähe mit Forschung und Entwicklung. Die Ausbildung befähigt die Studierenden, im Holzbau und in allen Verarbeitungsschritten der Holzwirtschaft in technischer, betriebswirtschaftlicher und ökologischer Hinsicht tätig zu werden.

    Bachelor of Science in Holztechnik
    Das Ausbildungskonzept umfasst ein weites Spektrum – vom Rohstoff über Halbfabrikate bis zu Tragwerken, Möbeln oder energieeffizienten Gebäuden. Im Fokus stehen intelligente und innovative Lösungen für den modernen Holzbau sowie nachhaltige Produkte und Prozesse mit Holz.

  • Tragfähigkeit und Nutzbarkeit von Holzgebäuden

    Tragfähigkeit und Nutzbarkeit von Holzgebäuden

    Holzgebäude haben bereits in der Vergangenheit ihre Tragfähigkeit bewiesen: Der um 1700 v. Chr. erbaute Palast von Knossos auf Kreta wurde mit Säulen aus Holz und horizontal in die Mauern eingebauten Zedernhölzern errichtet. Er überstand um 1400 v. Chr. ein schweres Erdbeben nahezu unbeschädigt. Säulen und Gebälk griechischer Tempel sowie das Fachwerk der Lehmziegelwände bestanden bis 600 v. Chr. aus Holz.

    Einhaltung der SIA-Tragwerksnormen
    Moderne Holzbauten gewährleisten durch die Einhaltung der SIA-Tragwerksnormen die Tragsicherheit und Gebrauchstauglichkeit. Fachplaner und Holzbauunternehmen stehen dafür ein. Durch Analysen in verschiedenen Bemessungssituationen werden auch ungewöhnliche Ereignisse wie Brand und Erdbeben untersucht. Die Vielfalt an Bauhölzern, Holzwerkstoffen und Verbindungsmitteln in Kombination mit zeitgemässen Planungs- und Produktionsmitteln ermöglicht es dem Konstrukteur, für jedes neue Bauprojekt ein optimiertes Tragwerk zu entwerfen.

    Erforschung und Vorhersagbarkeit
    Die Entflammbarkeit von Holz ist weit verbreitet, aber sein Verhalten im Brandfall ist gut erforscht und vorhersehbar. Die ähnlichen Festigkeitseigenschaften bei hohen Temperaturen sowie die geringe Wärmeleitfähigkeit aufgrund der isolierenden Kohleschicht und des austretenden Wasserdampfes machen dieses Baumaterial aus. Die effiziente Brandsicherheit von Holzkonstruktionen wird durch umfangreiche Brandtests bestätigt. Durch entsprechende Dimensionierung oder in Kombination mit anderen Materialien können Feuerwiderstände von bis zu 240 Minuten problemlos erreicht werden. Im Gegensatz zu Stahl- und Stahlbetonkonstruktionen bleiben Holzkonstruktionen auch bei extrem hohen Temperaturen stabil.

    Brandschutznormen für Holzbauteile in der Schweiz
    Brandschutztechnisch widerstandsfähige Holzbauteile, die mit nicht-brennbaren Platten geschützt sind, werden gemäss den Schweizer Brandschutzvorschriften als nichtbrennbar betrachtet. Dies zeigt die Anerkennung der Brandschutzbehörden für die Ergebnisse umfangreicher Studien, die belegen, dass die Brennbarkeit eines Baumaterials nicht das entscheidende Kriterium ist, sondern vielmehr die brandschutztechnisch korrekte Ausführung einer Konstruktion einen grösseren Einfluss auf das Brandverhalten hat. Die aktuellen Vorschriften erlauben den Einsatz von Holz in verschiedenen Bauanwendungen ohne Einschränkungen und sogar in Hochhäusern unter bestimmten Bedingungen. Holz findet somit breite Anwendungsmöglichkeiten in allen Gebäudekategorien und Nutzungen.

    Sichere Holzoberflächen in Innenräumen
    Die Anforderungen an Konstruktionen in sicherheitstechnisch sensiblen Bereichen wie vertikalen Fluchtwegen werden durch geeignete Holzbauteile mit nichtbrennbaren Brandschutzbekleidungen erfüllt. Sichtbare Holzoberflächen sind in Innenräumen, mit Ausnahme von Fluchtwegen, zulässig.

    Einhaltung von Qualitätsansprüchen
    Dank dem seit 2001 laufenden Forschungs- und Entwicklungsprojekt «Brandsicherheit und Holz» wurden umfassende technische und methodische Grundlagen sowie sichere Konstruktionen für Holzbauteile erarbeitet. Ein branchenspezifisches Qualitätssicherungssystem legt die brandschutzrelevanten Qualitätsstandards für Holz im Bau fest. In der Schweiz werden hochwertige Holzbauten unter strenger Einhaltung der Qualitätsansprüche errichtet. Die Lignum-Dokumentation Brandschutz dient als Leitlinie und zeigt die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten von Holz auf, um eine korrekte Umsetzung von Holzbauteilen in kleinen, grossen oder hohen Gebäuden zu gewährleisten. Sie entspricht dem aktuellen Stand der Technik im Brandschutz gemäss den schweizerischen Vorschriften.

  • Komplexität schreckt private Bauherren ab

    Komplexität schreckt private Bauherren ab

    Aktuell wird nur noch jede zehnte neue Mietwohnung von privaten Bauherren erstellt, informiert Raiffeisen Schweiz in einer Mitteilung zur aktuellen Studie «Immobilien Schweiz 2Q24» der Bankengruppe. Damit hat sich der Anteil der von Privaten erstellen Mietwohnungen innerhalb von 20 Jahren halbiert. Die Fachleute von Raiffeisen Schweiz führen diese Entwicklung unter anderem auf die Pflicht zum verdichteten Bauen und der damit gestiegenen Komplexität von Bauprojekten zurück.

    Seit 2017 hat sich der Anteil der Mietwohnungen in Privatbesitz von 49 auf 45 Prozent verringert. «Lange verlief diese Entwicklung im Verborgenen, denn während der Tiefzinsphase füllten die institutionellen Investoren bereitwillig die Lücke, welche die Privaten hinterliessen», wird Fredy Hasenmaile, Chefökonom von Raiffeisen Schweiz, in der Mitteilung zitiert. «Erst mit dem Zinsanstieg und der schwindenden relativen Attraktivität von Immobilienanlagen drosselten die Institutionellen ihren Appetit, wodurch der bereits seit vielen Jahren ablaufende Rückzug der privaten Bauherren sichtbar wurde.»

    Nach Ansicht der Fachleute von Raiffeisen Schweiz bringt die Entwicklung des Referenzzinssatzes keine weiteren Steigerungen der Wohnkosten mit sich. Langfristig werden die Mieten allerdings dennoch weiter steigen: «Anpassungen der Preise auf das orts- und quartiersübliche Niveau bei Mieterwechseln sowie die zu marktüblichen Konditionen angebotenen Neubauwohnungen treiben die Mieten insgesamt in die Höhe», meint Hasenmaile. «Früher oder später bedeutet das steigende Wohnkosten für alle Mieterhaushalte.»

  • Zukunftsweisende Integration Wohnsiedlung Luchswiese und Schulerweiterung

    Zukunftsweisende Integration Wohnsiedlung Luchswiese und Schulerweiterung

    Inmitten der dynamischen Entwicklung des Zürcher Nordens entsteht ein Vorzeigeprojekt, das den Ansprüchen einer wachsenden Stadt gerecht wird. Die bestehende Wohnsiedlung Luchswiese, charakterisiert durch ihre grüne Gartenstadtatmosphäre und drei viergeschossige Wohnblöcke, wird durch vielfältigen Wohnraum und Bildungseinrichtungen ersetzt. Das Siegerprojekt «Pergola» von Blättler Heinzer Architektur und KOLLEKTIV NORDOST Landschaftsarchitekten zeichnet sich durch eine behutsame Verdichtung aus, die den Gartenstadtcharakter wahrt und gleichzeitig modernen Wohn- und Lernraum schafft.

    Durch den Einsatz vorfabrizierter Holzbausysteme entstehen 76 Wohnungen, die durch ihre Diversität insbesondere Familien ansprechen. Die Integration von vier Kindergärten mit Betreuungsinfrastruktur sowie ein Mehrzwecksaal für die Tagesschule im direkt ans Schulareal angrenzenden westlichen Gebäuderiegel unterstreicht das innovative Konzept der Siedlung. Diese organische Verbindung von Wohnen und Bildung schafft ein harmonisches Ensemble, das durch durchfliessende Grünräume und begrünte Dachterrassen ergänzt wird.

    Das Siegerprojekt «LYNX» von Parameter Architekten und Rosenmayr Landschaftsarchitektur für die angrenzendeSchulanlage Luchswiesen sieht sich mit einem wachsenden Schulraumbedarf konfrontiert. Hier plant die Stadt bis 2028 eine signifikante Erweiterung, die neuen Raum für 750 Kinder bietet. Inspiriert von der ursprünglichen Architektur Max Kollbrunners, verbindet der Erweiterungsbau alte und neue Elemente und integriert eine Dreifachsporthalle sowie moderne Unterrichts- und Betreuungsräume. Die ressourcenschonende Bauweise, inklusive der Nutzung von Photovoltaikelementen und Holz in Skelettbauweise, unterstreicht das Engagement der Stadt für nachhaltige Entwicklung.

    Dieses Projekt illustriert eindrucksvoll, wie durch kreative Stadtplanung und die enge Zusammenarbeit verschiedener Akteure Lösungen für die Herausforderungen der Urbanisierung gefunden werden können. Mit der Wohnsiedlung Luchswiese und der Schulanlage Luchswiesen entsteht ein zukunftsweisendes Modell für das Zusammenleben und Lernen in Zürich.

  • Innovation und Vernetzung in der Schweizer Elektrobranche

    Innovation und Vernetzung in der Schweizer Elektrobranche

    Die neu lancierte ineltec 2024 bietet auf 11’000 Quadratmetern Fläche eine Plattform für über 140 Ausstellende, die ihre neuesten Produkte und Dienstleistungen aus den Bereichen Elektrotechnik, Gebäudeautomation, E-Mobilität und mehr präsentieren. Die Messe zieht nicht nur eine Vielzahl von Fachleuten an, sondern auch Entscheidungsträger aus der gesamten Branche, die auf der Suche nach innovativen Lösungen und nachhaltigen Technologien sind. Besonders die Themen E-Mobilität und smarte Gebäudetechnologien stehen im Fokus, da diese Bereiche in den kommenden Jahren entscheidende Entwicklungen erwarten lassen.

    Interaktive Plattformen für den fachlichen Austausch
    Neben der herkömmlichen Messeerfahrung bietet die ineltec reloaded auch digitale Zugänge über ihre Content-Plattform ineltec.ch, wo Aussteller und Besucher sich bereits im Vorfeld vernetzen und informieren können. Zusätzlich sorgen die beiden Marktplätze mit Bistros und einer Interaktionszone für einen lebendigen Austausch und bieten Raum für tägliche Veranstaltungen wie Innovation Pitches und moderierte Gespräche. Diese Formate sind darauf ausgelegt, den Teilnehmern neue Impulse und praktisches Wissen für den Arbeitsalltag zu vermitteln.

    Fokus auf Nachwuchs und Netzwerkbildung
    Ein weiterer Schwerpunkt der ineltec 2024 liegt auf der Förderung des Nachwuchses und der Vernetzung der Branchenteilnehmer. Die Veranstaltungen, wie die Startup Pitches und die After Work Events, bieten nicht nur eine Bühne für neue Ideen, sondern auch wertvolle Gelegenheiten zum Networking. Ziel ist es, eine Brücke zwischen den etablierten Unternehmen und innovativen Neugründungen zu schlagen und gleichzeitig junge Talente aktiv in die Branche einzubinden.

    Zukunftsorientierte Diskussionen und Weiterbildung
    Die ineltec 2024 setzt auch ein starkes Augenmerk auf Weiterbildung und Diskussionen zu zentralen Branchenthemen wie der Integration von KI in die Gebäudeautomation und die Auswirkungen von ESG-Richtlinien auf die Elektrotechnik. Durch die Teilnahme an diesen Gesprächsrunden und Präsentationen erhalten die Fachbesucher wertvolle Einblicke in die zukünftige Entwicklung der Elektrobranche und können sich so auf die kommenden Herausforderungen vorbereiten.

    Die ineltec 2024 verspricht, ein unverzichtbarer Termin für alle Fachleute der Elektrobranche zu werden, indem sie nicht nur ein Schaufenster für technologische Neuerungen bietet, sondern auch als eine zentrale Plattform für fachlichen Austausch und Weiterbildung dient.

  • Eine neue Vision für den Metropolitanraum Zürich

    Eine neue Vision für den Metropolitanraum Zürich

    Die Metro-ROK 2050 Initiative stellt die Notwendigkeit heraus, den Siedlungsraum sinnvoll und nachhaltig zu nutzen, um die Lebensqualität zu erhöhen und das ökologische Gleichgewicht zu wahren. Mit dem Fokus auf vier zentrale Handlungsräume — Stadtlandschaft, Übergangslandschaft, Kulturlandschaft und Naturlandschaft — zielt das Konzept darauf ab, eine ausgewogene Entwicklung zu fördern. Besonders der Schutz von Grünflächen und die qualitätsvolle Innenentwicklung spielen eine zentrale Rolle. Durch die strikte Begrenzung der Siedlungserweiterung bis 2040 und die Förderung von Transformationsprojekten im Bestand, die das Kreislaufprinzip berücksichtigen, soll eine umweltfreundliche Städteplanung realisiert werden.

    Innovative Technologien und Energieeffizienz
    Ein weiterer wichtiger Aspekt des Metro-ROK 2050 ist die Integration von fortschrittlichen Technologien und ökologischen Bauweisen, um die CO2-Bilanz des Metropolitanraums zu verbessern. Das Konzept betont die Bedeutung von erneuerbaren Energien und der Steigerung der Energieeffizienz in Gebäuden, um den Herausforderungen des Klimawandels entgegenzuwirken. Die Vermeidung weiterer Bodenversiegelung und die Nutzung von Grünflächen zur Hitzebekämpfung in urbanen Zentren sind ebenfalls prioritäre Massnahmen.

    Nachhaltige Mobilität als Schlüsselkomponente
    Ergänzend legt das Raumordnungskonzept einen starken Fokus auf die Förderung des öffentlichen Verkehrs und nachhaltiger Mobilitätslösungen. Das Ziel, den Anteil des öffentlichen Verkehrs bis 2050 zu erhöhen und umweltfreundliche Fortbewegungsmittel zu fördern, ist entscheidend für die Reduzierung der Umweltbelastung und die Steigerung der Lebensqualität in der Region. Kurze Wege und emissionsarme Verkehrsmittel sollen dabei helfen, den ökologischen Fussabdruck zu minimieren.

    Zusammenarbeit und zukunftsorientierte Planung
    Die Metro-ROK 2050-Initiative spiegelt das Engagement der beteiligten Kantone wider und setzt neue Massstäbe in der regionalen Raumplanung. Das aktualisierte Konzept, das am 3. November vom Metropolitanrat einstimmig angenommen wurde, dient als richtungsweisender Rahmen für eine nachhaltige und zukunftsfähige Entwicklung des gesamten Metropolitanraums Zürich. Durch die integrierte Betrachtung von ökologischen, ökonomischen und sozialen Faktoren strebt das Konzept danach, den Metropolitanraum als lebenswerten und nachhaltigen Ort zu gestalten.

  • Europarat und Schweiz setzen Massstäbe bei KI

    Europarat und Schweiz setzen Massstäbe bei KI

    Im Rahmen der 133. Tagung des Ministerkomitees des Europarats, die in Biel/Bienne stattfand, wurde das neue Übereinkommen über künstliche Intelligenz offiziell verabschiedet. Der Schweizer Bundesrat Ignazio Cassis, Vorsteher des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten, war bei diesem historischen Moment zugegen. Die Schweiz, bekannt für ihre präzise und umsichtige Herangehensweise in internationalen Verhandlungen, spielte eine entscheidende Rolle in den eineinhalb Jahren der intensiven Diskussionen und Entwicklungsarbeit.

    Das Übereinkommen unterstreicht nicht nur die Bedeutung der KI in unserer zukünftigen Gesellschaft, sondern etabliert auch einen soliden, rechtlich verbindlichen Rahmen, der sicherstellt, dass KI-Systeme nach höchsten ethischen Standards entwickelt werden. Zu den Kernprinzipien zählen Transparenz, Robustheit, Nichtdiskriminierung sowie der Schutz der Privatsphäre. Diese Massnahmen sind entscheidend, um das Vertrauen der Öffentlichkeit in die neue Technologie zu stärken und gleichzeitig die Rechte jedes Einzelnen zu wahren.

    Förderung internationaler Zusammenarbeit
    Der Zeitpunkt der Verabschiedung fällt zusammen mit dem 75-jährigen Jubiläum des Europarats, was die Bedeutung dieses Übereinkommens weiter unterstreicht. Ab September 2024 wird das Dokument allen Mitgliedsstaaten zur Unterzeichnung vorgelegt. Nach der Ratifikation durch die Schweiz, was eine Überführung in das nationale Recht erfordert, wird es als ein massgeblicher Bestandteil der internationalen KI-Governance dienen.

    In der Praxis wird das Übereinkommen als ein Leitfaden dienen, der nicht nur in Europa, sondern auch weltweit einen einheitlichen Ansatz für die verantwortungsvolle Entwicklung und Nutzung von KI-Systemen fördert. Durch die Schaffung dieses Rahmens trägt der Europarat wesentlich dazu bei, dass KI als eine Kraft für das Gute genutzt wird, indem sie die Grundlagen unserer demokratischen Gesellschaften stärkt und vorantreibt.