Vier Architekturbüros aus der Region Thun, alle mit einem renommierten Ruf für herausragende Baukunst, wurden eingeladen, an diesem prestigeträchtigen Projekt teilzunehmen. Jedes dieser Büros kooperierte mit einem Landschaftsarchitekturbüro, um eine umfassende und holistische Vision für das Areal zu bieten. Bemerkenswert war die Teilnahme des «Nachwuchsbüros» akkurat bauatelier GmbH, das die Vielfalt und Bandbreite des Wettbewerbs unterstrich.
Die eingereichten Entwürfe zeichneten sich durch ihre kreativen und diversen Ansätze aus, die zur Entscheidungsfindung wesentlich beitrugen. Nach gründlicher Überlegung wählte das Gremium das Projekt von brügger architekten AG & extra Landschaftsarchitekten AG als Sieger aus. Der Siegerentwurf überzeugt durch seine durchdachte Integration in die bestehende Landschaft, seine hochwertige Wohnraumgestaltung und seine visionäre Interpretation der künftigen Entwicklung von Steffisburg.
Ein besonderer Fokus dieses Studienauftrags war die nahtlose und sinnvolle Einbindung des neuen Bauvorhabens in die bestehende Umgebung. Die Herausforderung bestand darin, den Übergang zwischen der offenen Landschaft der Au und dem dicht besiedelten Steffisburg harmonisch zu gestalten. Das vorliegende Siegerprojekt schafft es meisterhaft, diese Balance zu finden und bietet gleichzeitig einen Wohnraum von hoher Qualität.
Es ist wichtig zu betonen, dass das Ergebnis dieses Studienauftrags nicht nur die Richtung für dieses spezielle Projekt vorgibt, sondern auch als Inspirationsquelle für zukünftige Bauvorhaben in der Region dient.
Schlagwort: Entwicklung
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Siegerprojekt für die Stockhornstrasse-Entwicklung steht fest
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ABB investiert 500 Millionen Euro in Elektrifizierung
ABB und die Europäische Investitionsbank (EIB) haben eine Finanzierungsvereinbarung für ein Darlehen in Höhe von 500 Millionen Euro unterzeichnet, informiert ABB in einer Mitteilung. Das Zürcher Technologieunternehmen will die Mittel für die Entwicklung halbleiterbasierter Leistungsschalter, umweltfreundliche Schaltanlagen und Technologien für die Verbesserung von Effizienz und Automation bei Gebäuden nutzen. Die Gelder sollen in entsprechende Forschung von ABB in der Schweiz, Deutschland, Italien, der Tschechischen Republik, Finnland, Norwegen, Polen und anderen europäischen Ländern fliessen.
„Die Elektrifizierung ist entscheidend im Kampf gegen den Klimawandel“, wird EIB-Vizepräsident Ambroise Fayolle in der Mitteilung zitiert. „Mit unserem Darlehen an ABB unterstützen wir ein Unternehmen, das auf eine lange Tradition der Entwicklung von elektrischen Produkten zurückblickt und mit grossem Engagement praktische Lösungen fördert, welche die europäische Wirtschaft grüner machen.“
Die neuen Stromverteilungslösungen sind für die Anwendung beispielsweise in Zweckbauten, Industriebetrieben und Mikronetzen gedacht. Entwicklung und Kommerzialisierung von Technologien haben in der Wachstumsstrategie von ABB einen hohen Stellenwert. Im vergangenen Jahr hat das Unternehmen rund 1,67 Milliarden Dollar beziehungsweise rund 4 Prozent seines konsolidierten Umsatzes in Forschung und Entwicklung investiert.
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Neugestaltung im Herzen von Thun
Das Bälliz, gelegen am südwestlichen Rand der Altstadt von Thun, birgt vier Liegenschaften im Besitz der Frutiger Pensionskasse. Diese historischen Gebäude sind trotz ihres schlechten Zustands erhaltenswert und teilweise noch vermietet. Die besondere Bedeutung des Gebietes Bälliz spiegelt sich in seiner Aufnahme ins Bundesinventar ISOS wider, welches es als ein Ortsbild von nationaler Relevanz kennzeichnet. Demzufolge muss seine charakteristische Struktur weitestgehend bewahrt werden.
Vorherige Herausforderungen
Eine 2015 durchgeführte Machbarkeitsstudie stiess auf Ablehnung von verschiedenen eidgenössischen Kommissionen. Vor allem ein fünfgeschossiger Neubau war umstritten. Als Reaktion darauf wurde ein Workshop organisiert, um neue Richtlinien für die Entwicklung des Gebietes zu definieren und einen Projektwettbewerb vorzubereiten.
Ein Siegerkonzept tritt hervor
Im Rahmen eines Studienauftrags 2022 wurden mehrere Entwürfe eingereicht. Das Team von Baumann Lukas Architektur überzeugte das Beurteilungsgremium mit einem Entwurf, der städtische und atmosphärische Aspekte ideal miteinander verband. Dieser Entwurf würdigt die historische Struktur der Region und zeigt eine Respektierung der typischen Riemenparzellierung. Er integriert Haupthäuser und Nebengebäude auf eine Weise, die der Bedeutung des Ortes entspricht. Das Erdgeschoss wird weiterhin für das Publikum zugängliche Nutzungsbereiche bieten, während die oberen Etagen überwiegend Wohnungen enthalten werden.
Vielfalt gegen Eintönigkeit
Der Entwurf von Baumann Lukas Architektur hebt sich durch seine Diversität ab. Das Design nimmt Bezug auf die charakteristischen Strukturen des Mittelalters und sieht innovative Entwicklungen vor, wie den öffentlichen «Gässlihof», der seine Authentizität durch die Erhaltung eines historischen Bauwerks bewahrt. Im Gegensatz dazu waren andere eingereichte Entwürfe in ihren Vorschlägen nicht so differenziert und konnten das Beurteilungsgremium nicht in gleichem Masse überzeugen. -

Die Hamilton Bonaduz AG investiert gezielt in ihre zukünftige Entwicklung
Die renommierten Domenig Architekten wurden erneut beauftragt, die Gestaltung und Umsetzung des Projekts zu übernehmen. Entlang der Autobahn A13 und in unmittelbarer Nähe zum bereits im Jahr 2018 in Betrieb genommenen Gebäude «1.0» sind die Bauaktivitäten in vollem Gange. Das neunstöckige Gebäude wird durch einen vierstöckigen Zwischentrakt mit dem bestehenden Komplex verbunden. Die herausragende Komponente dieses Neubaus ist das 40 Meter hohe Hochregallager, das Platz für insgesamt 12.000 Europaletten bietet. Das bereits bestehende vollautomatisierte, schienengeführte Transportsystem wird erweitert, und die Intralogistik wird nahtlos mit den bereits vorhandenen Systemen des Gebäudes «1.0» verknüpft.
Das moderne Erscheinungsbild dieses High-Tech-Gebäudes zeichnet sich durch intelligentes Glas aus, das mit einer Elektrochrom-Beschichtung versehen ist. Dieses Glas, zusammen mit Metall- und Photovoltaikpaneelen, unterstreicht die Vision der Marke Hamilton. Die innovative Glasfassade verdunkelt sich eigenständig bei direkter oder indirekter Sonneneinstrahlung und lässt im vollständig abgedunkelten Zustand lediglich 1% der Lichtenergie durch. Um eigenständig Strom zu erzeugen und zu nutzen, werden insgesamt 5.400 m² Photovoltaikpaneelen auf dem Dach und an der Fassade angebracht. Zudem werden die Wärmeenergie und Feuchtigkeit aus der Lüftung durch einen Wärmetauscher zurückgewonnen. Abgerundet wird das zeitgemässe Energiekonzept durch den Bezug von Heizwärme über eine Grundwasserwärmepumpe, die von einem Wärmeverbund in Domat/Ems betrieben wird. Das Gebäude wird die begehrte Minergie A-Zertifizierung erhalten.
Ganz im Sinne des Projekts «Hamilton 1.0» wird der Neubau von Anfang bis Ende mithilfe von Building Information Modeling (BIM) detailliert geplant. BIM ist eine ganzheitliche Arbeitsmethode für die integrierte Planung, Konstruktion und Verwaltung von Gebäuden. Dabei werden alle relevanten Daten digital modelliert, und sämtliche beteiligten Parteien arbeiten synchron mit denselben Informationen.
Bei «Hamilton 2.0 » wird der BIM-Prozess sogar in der Umsetzungsphase konsequent fortgeführt: Zum ersten Mal wird ausschliesslich mit dem digitalen 3D-BIM-Modell gearbeitet, wodurch herkömmliche Papierpläne auf der Baustelle obsolet werden. -

Auf dem ehemaligen Comadur-Areal wird ein neues Kapitel aufgeschlagen
Qualitätsvolle und identitätsstiftende Entwicklung
Die Projektvision für die Entwicklung /
Neunutzung des ehemaligen Comadur-Areals besteht darin, kurz- bis mittelfristig einen urbanen, gemischtgenutzten, identitätsstiftenden Quartierbaustein mit einer hohen Qualität der Bauten und Freiräume- zu entwickeln. Entsprechend führten die Stadt Thun und die Bauherrschaft (Pensionskasse des Schweizerischen Anwaltsverbands (PKSAV)) einen mehrstufigen Planungsprozess durch. Ziel war es, die Potenziale des Areals im Entwurfsvariantenstudium auszuloten, die städtebaulichen Qualitäten im Rahmen eines Projektwettbewerbs nach SIA-Ordnung 142 zu sichern und diese planungsrechtlich in einer Zone mit Planungspflicht (ZPP) festzulegen.
Das Siegerprojekt «Capybara»
Die Grundlage für die Entwicklung des Comadur- Areals an der Bernstrasse 11 bildet das Siegerprojekt «Capybara». Es setzt mit innovativen städtebaulichen und architektonischen Massnahmen neue Akzente in einem heterogenen Umfeld. Die drei charakterstarken Baukörper – das «Stadthaus», das «Gartenhaus» und der «Anbau» – verschmelzen auf kreative Weise mit der bestehenden Struktur des Quartiers. Sie bilden ein zusammenhängendes Ensemble, das durch seine Dichte, Vielfalt und klare Identitäten besticht. Ein zentrales Element des Entwurfs ist der verbindende Innenhof. Er schafft nicht nur eine nahtlose Integration der neuen Baukörper, sondern fördert auch den Dialog mit dem umgebenden Quartier. Durch die gekonnte Kombination von Materialien, Farben und Texturen entsteht ein Spiel zwischen der Historie der Comadur und den zeitgenössischen Elementen des Projekts.
Nachhaltige Gestaltung
Das Projekt weist in verschiedenen Aspekten eine sehr hohe Qualität auf. Neben der sichtbaren und ansprechenden Gestaltung spielen Überlegungen zur Nachhaltigkeit und die Berücksichtigung der grauen Energie sowie ein bewusster und sorgfältiger Umgang mit Materialien eine bedeutende Rolle. Das Projekt bietet eine ausgewogene Mischung aus Ästhetik, Nachhaltigkeit und Integration ins bestehende Quartier.
Vielfältiges und lebendiges «Quartiersstück»
Der Schwerpunkt der Arealentwicklung liegt auf der Realisierung zeitgemässer Wohnformen. Es sind rund 60 neue Wohnungen geplant. Die Wohneinheiten sind divers und gezielt gestaltet, um den vielfältigen Bedürfnissen der potenziellen Bewohnenden gerecht zu werden. Diese Wohnnutzung wird durch ortsangepasste und auf das Publikum ausgerichtete Zusatznutzungen erweitert. Auf diese Weise entsteht ein lebendiger und identitätsstiftender Quartiersbaustein.
Fazit
Die Arealentwicklung an der Bernstrasse 11 präsentiert sich als ein visionäres Vorhaben, das die Vergangenheit ehrt und zugleich zukunftsweisende Impulse setzt. Das Siegerprojekt «Capybara» zeigt, wie man in einem dicht besiedelten Raum Geschichte und Gegenwart verknüpfen kann, wobei der Fokus stets auf Qualität und Sorgfalt liegt. -

Partizipative Planung als Basis für nachhaltige Entwicklung
Das Schlüsselgebiet für die städtische Entwicklung, das Stadtquartier Bahnhof Thun, steht an einem wichtigen Wendepunkt. Die Vision einer dynamischen Mobilitätsdrehscheibe und eines lebendigen urbanen Quartiers schreitet mit den nun vorliegenden Erkenntnissen aus dem partizipativen Charrette-Verfahren voran. Stadtpräsident Raphael Lanz betont die Bedeutung des ergebnisoffenen und partizipativen Verfahrens, welches eine solide Basis für künftige Planungsschritte schafft.
Das Charrette-Verfahren, in welchem von drei interdisziplinäre Teams Visionen und tragfähige Lösungen erarbeitet wurden, zeigt die Bedeutung der Beteiligung verschiedener Interessengruppen im Planungsprozess. Die breite Beteiligung ermöglichte einen umfassenden Dialog und die Entwicklung gemeinsamer Visionen für das Stadtquartier Bahnhof Thun.
Eine der zentralen Erkenntnisse ist die Notwendigkeit, räumliche und betriebliche Optimierungen vorzunehmen, um eine behindertengerechte und zukunftsgerichtete Mobilitätsdrehscheibe zu realisieren. Dies beinhaltet auch die Entlastung der Seestrasse und des Maulbeerkreisels vom motorisierten Individualverkehr sowie den Einbezug der Bahnhofssüdseite für eine neue Buslösung. Um das Gebiet zeitnah und nachhaltig zu entwickeln, sollen grössere Vorinvestitionen und gegenseitige Abhängigkeiten möglichst vermieden werden.
Darüber hinaus soll die Entwicklung die bestehenden Identitäten und Strukturen berücksichtigen und auf optimierten Erschliessungen und Freiräumen aufbauen. Die Förderung eines standortgerechten und ausgewogen gemischt genutzten Stadtquartiers mit hoher Flexibilität sowie die Stärkung des öffentlichen Raums sind weitere zentrale Ziele. So sollen der Bahnhofplatz, die Schifflände und die Uferpromenade als wichtige öffentliche Räume aufgewertet und weiterentwickelt werden. Eine verbesserte Fuss- und Veloerschliessung, inklusive neuer Vernetzungen wie eine Aare querende «Panoramabrücke» und eine Gleisüberführung, sind ebenfalls im Gespräch. Die Seestrasse soll zu einem attraktiven Rückgrat für das angrenzende bauliche Entwicklungsgebiet werden. Dieses erstreckt sich zwischen Bahngleisen und Schifffahrtskanal sowie der Aare. Das gesamte Quartier soll sich in den nächsten Jahren zu einem lagegerecht, gut und ausgewogen durchmischten Gebiet mit unterschiedlichen Schwerpunkten und Raum für innovative Nutzungen im Wohnen und Arbeiten entwickeln.
Parallel zur weiteren Planung nimmt die Stadt erste Massnahmen in Angriff, um das Gebiet attraktiver zu gestalten. Ein Beispiel dafür ist die bereits abgeschlossene temporäre Begrünung des Aarefeldplatzes mit «Klimabäumen», die über die Sommermonate nicht nur zur Verbesserung der Lebensqualität beitrug, sondern auch auf die Bedeutung von Grünflächen in urbanen Gebieten hingewiesen hat. Mit dem vorliegenden «LeiStbild» und dem Schlussbericht aus dem Charrette-Verfahren hat die Stadt Thun eine klare Vorstellung davon, wie das Gebiet in den kommenden Jahren entwickelt werden soll. Die Synthese dieser Erkenntnisse wird aktuell in einen Masterplan eingearbeitet und voraussichtlich bis Ende 2023 abgeschlossen. Der Masterplan wird als weiterer Leitfaden für die Umsetzung des Projekts dienen. Durch diese koordinierten Bemühungen ist die Stadt Thun auf einem guten Weg, die Vision eines lebenswerten und mobilitätsfreundlichen Stadtquartiers Bahnhof Thun zu realisieren. -

«Thun soll sich entwickeln, ohne dass die Identität der Stadt verloren geht»
Herr Lanz, Sie sind seit 2011 Stadtpräsident von Thun. Was waren Ihre grössten Erfolge und Misserfolge in dieser Zeit?
In meiner Amtszeit als Stadtpräsident von Thun seit 2011 haben wir viele Erfolge erzielt. Thun hat sich generell sehr gut entwickelt, was sich etwa in steigenden Steuereinnahmen, einem überdurchschnittlichen Wachstum der Einkommen oder einem Rekord bei den Logiernächten niederschlägt. Unsere Stadt zeichnet sich durch eine sehr hohe Lebensqualität aus. Es ist jedoch schwierig, spezifische Höhepunkte und Tiefpunkte zu nennen, da Politik das Ergebnis vieler gemeinsamer Bemühungen ist. Das Wohl der Bürgerinnen und Bürger steht für mich im Zentrum und ich glaube, dass sie gerne in Thun leben.
Wie geht es der Stadt Thun wirtschaftlich?
Die wirtschaftliche Lage von Thun hat sich im Laufe der Jahre gewandelt; wir waren einst stark von den Militärbetrieben und der Armee abhängig. Heute verfügen wir über eine diversifizierte KMU-Wirtschaft, wobei 96 % der Betriebe weniger als 50 Mitarbeitende haben. Dies sorgt für eine robuste, konstante und stabile Wirtschaft ohne grosse Schwankungen. Touristisch gesehen befinden wir uns auf einem Allzeitrekord, was zeigt, dass Thun bei Touristinnen und Touristen sehr beliebt ist.
Welches sind die Wirtschaftsmotoren der Stadt und wie abhängig ist die Stadt von diesen?
In Thun sind wir glücklicherweise nicht mehr von einzelnen Wirtschaftsmotoren abhängig. Grosse Arbeitgeber wie das Spital Thun oder Baufirmen wie Frutiger AG sind bedeutend, aber ihre Performance beeinflusst nicht den gesamten Wirtschaftsraum. Unsere Stärke liegt in der breiten Diversifizierung, wobei der Maschinenbau einen besonderen Fokus darstellt. Selbst bei Verlagerungen einzelner prominenter Firmen sind die Auswirkungen auf unsere Wirtschaft moderat, und wir können solche Veränderungen gut ausgleichen.
Wie hat sich die Stadt Thun in den letzten Jahren entwickelt?
Thun hat sich in den letzten Jahren sehr positiv entwickelt, was sich auch in einer wachsenden Steuerkraft zeigt. Wir haben eine der niedrigsten Leerwohnungsziffern in der Schweiz, was einerseits unsere Attraktivität unterstreicht, aber andererseits auch Herausforderungen gerade für junge Familien mit sich bringt, die Wohnraum suchen. Um dem entgegenzuwirken, setzen wir auf diverse Arealentwicklungen. Zudem betonen wir die Freizeitqualitäten unserer Stadt am Wasser und in den Bergen, wie zum Beispiel durch die Thunerseespiele oder den Thuner Wasserzauber.
Welche Vorzüge hat die Stadt Thun als Standort für Unternehmen?
Ein entscheidender Vorteil Thuns für Unternehmen ist die Attraktivität für Fachkräfte, da diese durch das herausragende Freizeitangebot und die Lage am Wasser angezogen werden. Dieses attraktive Umfeld erleichtert es Unternehmen, qualifizierte Mitarbeitende zu gewinnen und zu halten. Wir bemühen uns um optimale Rahmenbedingungen, einschliesslich kurzer Wege zur Politik und effektiver Wirtschaftsförderung. Das schafft eine Unternehmensumgebung, die zur Prosperität beiträgt.
Wie kooperiert die Stadtverwaltung mit lokalen, regionalen und kantonalen Wirtschaftsverbänden, um Standortförderung zu betreiben?
Wir pflegen enge Beziehungen sowohl im lokalen und regionalen Wirtschaftsraum als auch zur kantonalen Wirtschaftsförderung. Der stetige Austausch mit den Wirtschaftsverbänden ist uns sehr wichtig. Wenn Anliegen auftauchen, können wir unser Know-how einbringen oder Unterstützung anfragen. Insgesamt funktioniert diese Kooperation ausgezeichnet.
Welches sind die wichtigsten Projekte in der Stadtentwicklung der letzten Jahre?
Ein zentrales Projekt in der Stadtentwicklung Thuns ist die kürzlich verabschiedete Revision der gesamten Ortsplanung, die die baurechtliche Grundordnung umfasst und sich über mehrere Legislaturen erstreckte. Neben der Ortsplanung legen wir besonderen Wert auf Arealentwicklungen, wobei der Bahnhof und das ehemalige Militärareal in Thun Nord als Premium-Entwicklungsschwerpunkte gelten. Im Gebiet Thun-Nord ist zusätzlich eine neue S-Bahnhaltestelle geplant. Der Entwicklungsraum Thun ist zuständig für die regionale Planung, wobei der kantonale Richtplan auf die einzelnen Gemeinden heruntergebrochen wird. Diese regionale Planungsorganisation koordiniert Siedlungs- und Verkehrsplanung, um sicherzustellen, dass alles koordiniert und nicht gegenläufig entwickelt wird.
Was sind die langfristigen Ziele der Stadt in Bezug auf Wirtschaftswachstum und Standortförderung?
Wir brauchen sicherlich ein gewisses Wirtschaftswachstum. Ich bin davon überzeugt, dass sich dieses Wachstum zeigt, wenn es uns gelingt, der ansässigen Wirtschaft gute Rahmenbedingungen zu bieten. Die grösste Chance für uns sind diejenige Betriebe, die bereits hier sind. Diesen möchten wir durch Entwicklungsmöglichkeiten unterstützen, was auch dazu führt, dass das Wachstum verträglich ist. Ich stelle fest, Wachstum muss für die Bevölkerung immer verträglich sein, sonst entstehen Widerstände, die sich teilweise in Blockaden wenden können.
Hatten Sie in den letzten 15 Jahren solche Widerstände von der Bevölkerung erlebt?
In den letzten 15 Jahren gab es natürlich Widerstände aus der Bevölkerung gegen bestimmte Projekte. Als Politiker ist es unsere Aufgabe, solche Widerstände zu antizipieren und die Bevölkerung zu überzeugen. Durch transparente Informationen und Berücksichtigung von Bedenken konnte bisher jede Abstimmung über Entwicklungsprojekte erfolgreich gemeistert werden.
Kommen wir zum Schwerpunkt Immobilien. Welches sind die aktuell wichtigsten Immobilienprojekte
der Stadt?
Thun fokussiert sich derzeit auf mehrere Immobilienprojekte. Eines dieser Projekte ist «Hoffmatte», welches trotz positiver Volksabstimmung durch juristische Verzögerungen aufgehalten wurde. Ein weiteres zentrales Projekt ist «Freistatt», eine Neubausiedlung einer Wohnbaugenossenschaft, für die bald eine Abstimmung geplant ist. Des Weiteren wird mit dem «Siegenthalergut» eine Siedlungslücke geschlossen und in einen neuen Quartierteil umgewandelt. Die Stadt legt grossen Wert darauf, bei solchen Projekten die Bevölkerung transparent zu informieren und vom Mehrwert zu überzeugen.
Haben Sie noch freie Areale für die Zukunft?
Die Stadt Thun verfügt nur über wenige freie Areale für zukünftige Entwicklungen. Zum einen gibt es Potenzial beim «Siegenthalergut» und gegenüber der Fussball-Arena in Thun Süd, wo eine Arbeitszone vorgesehen ist. Das grösste Entwicklungspotenzial sehe ich im Bereich «Thun Nord», welcher gute Verkehrsanbindungen, einen geplanten Bahnhof und freie Flächen bietet. Diese Flächen sind allerdings Konversionsflächen der Armee, wodurch deren zivile Nutzung eine gewisse Komplexität birgt.
Wie sehen Sie die Entwicklung des Immobilienmarktes in Thun?
Der Immobilienmarkt in Thun war in der Vergangenheit durch steigende Preise geprägt, wobei aktuell eine Konsolidierungsphase beobachtet wird. Thun ist aufgrund seiner Attraktivität besonders gefragt, was zu einem illiquiden Immobilienmarkt mit wenigen verfügbaren und erschwinglichen Objekten führt. Um dem entgegenzuwirken, strebt die Stadt mit verschiedenen Arealentwicklungen an, adäquaten Wohnraum für alle Bevölkerungsgruppen, einschliesslich junger Familien und älterer Menschen, bereitzustellen.
Ist das Thema Wohnungsnot in Thun gegenwärtig präsent? Wenn ja, wie gehen Sie damit um?
In Thun gibt es derzeit Herausforderungen bezüglich des Wohnraums. Zwei Hauptansätze zur Bewältigung dieser Problematik sind die Arealentwicklung und die baurechtliche Grundordnung. Durch die Ortsplanungsrevision wird eine erhöhte Innenentwicklung ermöglicht, sodass mehr gebaut werden kann als zuvor. Dies soll Grundeigentümern Anreize bieten, ihren Grundbesitz besser auszunutzen und so den Wohnraummangel zu verringern.
Schweizweit herrscht Fachkräftemangel. Wie sieht die Situation in Thun aus?
In Thun ist der Fachkräftemangel ebenso präsent wie im gesamten Land. Die Stadt setzt darauf, ein attraktives Umfeld für potenzielle Fachkräfte und ihre Familien zu schaffen, da dies die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass sie sich für eine Stelle in Thun entscheiden. Wir wissen aus Rückmeldungen von Unternehmen, dass ein attraktives Wohn- und Lebensumfeld für die Gewinnung von Fachkräften sehr wichtig ist.
Wie sieht Ihre Vision für die zukünftige Entwicklung der Stadt aus?
Thun hat sich sehr positiv entwickelt, weshalb wir keine grundlegenden Veränderungen anstreben wollen. Mein Hauptziel ist es, dass die Einwohner gerne in Thun leben. Besonderes Augenmerk legen wir auf die Entwicklung von Thun Nord, die Innenentwicklung, verschiedene Arealentwicklungen und damit verbunden auch auf die Schaffung von Frei- und Grünflächen. Trotz Wachstums streben wir danach, Thuns charakteristische Qualitäten zu bewahren und nicht um jeden Preis zu expandieren. Wir haben beispielsweise etwa um die Innenstadt einen Parkhausring errichtet, um den Verkehr im Stadtzentrum zu reduzieren und die Aufenthaltsqualität zu verbessern. Wir versuchen stets, Win-Win-Situationen zu schaffen und nicht einzelne Massnahmen gegeneinander auszuspielen. -

Start für Neubau-Projekte am Flughafen Zürich
Das aktuelle Dock A, das seit 1985 in Betrieb ist, sowie der angrenzende Kontrollturm, haben nach mehr als 35 Jahren ihre Lebensdauer überschritten. Sie genügen modernen Anforderungen an Funktionalität und Nachhaltigkeit nicht mehr. Nach einer umfassenden Standortbewertung hat sich das BAZL entschieden, ein neues Dock nördlich des bestehenden Standorts zu errichten, um diese Defizite zu beheben.
Koordination und Struktur der Bauvorhaben
Um die Bauarbeiten effizient zu koordinieren, wurde das Programm «Entwicklung Flughafenkopf» ins Leben gerufen. Dieses Programm beinhaltet neben dem Hauptprojekt des Docks A auch den Neubau des Kontrollturms sowie mehrere Teilprojekte. Der Neubau des Docks A wird in das Terminal integriert, während der neue Tower östlich des aktuellen Standorts positioniert wird.Planungs- und Genehmigungsprozess
Das Plangenehmigungsgesuch umfasst die funktionale und betriebliche Nutzung des neuen Docks sowie die notwendigen Rückbauten am alten Standort. Ein Umweltverträglichkeitsbericht wurde erstellt, um die Umweltauswirkungen des Bauvorhabens zu dokumentieren. Es ist zu betonen, dass die Neubauprojekte keine Anpassungen des Betriebsreglements erfordern, da sie den Luftverkehr nicht beeinflussen.Öffentliche Einbindung und Entscheidungsprozess
Vom 16. November bis 15. Dezember 2023 werden die Pläne öffentlich ausgelegt und sind auf der Webseite des BAZL einsehbar. Zusätzlich bietet die Flughafen Zürich AG auf der Zuschauerterrasse des Docks B eine Visualisierung der Projekte an, um eine bessere Verständlichkeit zu gewährleisten. Nach der öffentlichen Konsultation wird das BAZL die eingegangenen Stellungnahmen bewerten und das UVEK letztlich über das Bauvorhaben entscheiden.Dieser strategische Ausbau des Flughafens Zürich unterstreicht das Bestreben, eine moderne, nachhaltige und funktionale Flughafeninfrastruktur zu fördern, die den Anforderungen des 21. Jahrhunderts gerecht wird.
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Chur im Wandel mit dem Arealplan Chur West
Das Arealplangebiet Chur West umfasst eine Gesamtfläche von ca. 16,5 Hektar. Die Stadt Chur besitzt etwa 4,1 Hektar, was einem Viertel der Gesamtfläche entspricht (grüne Flächen). Ein Grossteil davon ist im Baurecht vergeben (karierte Flächen).
Der Arealplan legt bereits grundlegende Richtlinien für die Entwicklung in Chur West fest. Er definiert unter anderem die Unterteilung in acht Teilgebiete, die grobe Erschliessung und verkehrliche Anbindung sowie die Lage der Zentralen Achse (auch «Westweg» genannt) und legt Gestaltungsgrundsätze fest.
Dennoch beantwortet der Arealplan nicht alle Fragen zur Entwicklung. Was bisher weitgehend fehlt, ist eine grundsätzliche und abgestimmte Vorstellung davon, wie Chur West letztendlich aussehen soll. Auch Fragen zu gewünschten zukünftigen Nutzungen und erforderlicher Infrastruktur wurden bisher nicht vertieft. Um die Entwicklung in Chur West voranzutreiben und die Inhalte des Arealplans umzusetzen, ist eine detailliertere Betrachtung, präzisere Vorgaben und konkrete Aussagen zu den Entwicklungsabsichten der Stadt Chur erforderlich.
Gemäss dem Arealplan sind alle acht Teilgebiete quartierplanpflichtig. Die Erarbeitung der Quartierpläne erfolgt gemäss dem offiziellen Quartierplanverfahren der Stadt Chur, was ein qualifiziertes Verfahren erfordert (Wettbewerb, Studienauftrag, vertieftes Variantenstudium usw.). Die Entwicklung in den verschiedenen Teilgebieten erfolgt zeitlich versetzt. Um dennoch einen abgestimmten und attraktiven Stadtteil mit hoher Wohnqualität zu schaffen, ist ein koordiniertes und teilgebietsübergreifendes Konzept erforderlich, das räumliche und funktionale Qualitäten beschreibt – ein Masterplan:
Die Ziele des Masterplans Chur West- Klärung der Entwicklungsabsichten für den Stadtteil Chur West
- Präzisierung des Arealplans Chur West
- Profilierung der acht Teilgebiete Klärung der Nutzungsvorstellun- gen, Verortung der Nutzungen, notwendigen Infrastrukturen
- Festhalten von Grundsätzen für die Folgeplanungen in den Teilgebieten sowie für Baulinien
- Konkretisierung Verkehr und Erschliessung
- Konkretisierung von räum- lichen Qualitäten
- Sicherung der Koordination der Entwicklung zwischen den Teilgebieten
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Im Proptech-Bereich von PriceHubble erfolgreich übernommen
Die Übernahme ist bereits die zweite Akquisition von PriceHubble in Grossbritannien innerhalb eines Jahres, nach der Übernahme von Dataloft im März 2023. Durch die Integration der Produkt- und Datenstärke stärkt das Unternehmen seine Position als lokaler Marktführer und wird zum unangefochtenen globalen Spitzenreiter bei Performance-Datenlösungen, die einen Mehrwert für die Banken-, Versicherungs-, Vermögensverwaltungs- und Immobilienbranche weltweit bieten.
Im Jahr 2012 gegründet, bietet WhenFresh Zugang zu über 200 erstklassigen, proprietären, privaten und öffentlichen Datensätzen über eine einfache API-Integration an, einschliesslich wichtiger ESG-bezogener Informationen. Die Lösungen ermöglichen es Kunden, schnellere und fundiertere Entscheidungen im Zusammenhang mit Immobilienrisiken zu treffen.
Dr. Stefan Heitmann, Gründer und Vorstand, äusserte sich erfreut über die erfolgreiche Übernahme: «Wir haben uns als führender B2B SaaS-Anbieter von Performance-Datenlösungen im Immobilienbereich für Banken, Versicherungen und Vermögensverwalter weltweit etabliert. Die Vollendung unserer sechsten Übernahme und die Erweiterung unserer einzigartigen Fähigkeiten im grössten Banken- und Immobilienmarkt Europas und darüber hinaus erfüllen uns mit Stolz.»
Alexis Radjabi, Vertriebsvorstand Westeuropa, betonte die Bedeutung der Zusammenarbeit mit dem Team: «Durch die Verschmelzung unserer Lösungen mit dem Fachwissen im Bankwesen, bei Versicherungen, in Versorgungsunternehmen und im öffentlichen Sektor sowie der Expertise im Bereich Marktinformationen für Wohnimmobilien können wir einzigartige Performance-Datenlösungen entwickeln und unsere Position als europäischer Marktführer weiter stärken.»
Die übernommene Firma wird eine hundertprozentige Tochtergesellschaft von PriceHubble UK unter der Leitung von Mark Cunningham, Mitgründer und Direktor. Cunningham äusserte sich begeistert: «Wir sind sehr aufgeregt, Teil der expandierenden Familie zu werden. Die Zusammenführung unseres umfangreichen Immobiliendatenbestands, unserer technologischen Exzellenz und unseres datenwissenschaftlichen Know-hows wird es uns ermöglichen, die Produkt- und Serviceentwicklung zu beschleunigen und unser Geschäft im grossen Massstab auszubauen.»
Alan Dean, Mitgründer und Technischer Direktor, wird Group Innovation Director und wird die Wachstumsagenda des Unternehmens in Grossbritannien und international weiter vorantreiben. Dean betonte: «Diese Übernahme eröffnet beiden Unternehmen die Möglichkeit, ihre Technologien zu teilen, um die Entwicklung neuer Produkte zu beschleunigen. Sie bietet eine enorme Chance, unseren Erfolg in Grossbritannien als Teil der Group auf den internationalen Markt zu bringen.»
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«Graubünden ist ein idealer Ort zum Arbeiten, Leben und Investieren.»
Was gefällt Ihnen an Ihrem Amt, dem auch die kantonale Raumordnung sowie Landwirtschaftspolitik des Kantons Graubünden angegliedert ist?
Mir gefällt die Vielfalt der Themen und Aufgaben. Als Regierungsrat bekommte ich Einblick in viele Bereiche des Kantons. Jeden Tag etwas Neues zu erleben und die Vielfalt des Kantons zu sehen, macht die Faszination des Amtes aus.
Wie beschreiben Sie den Wirtschafts- und Lebensraum Graubünden?
Graubünden ist ein idealer Ort zum Arbeiten, Leben und Investieren. Graubünden bietet vielfältige Möglichkeiten, sei es im Tourismus oder in anderen Wirtschaftszweigen. Die faszinierende Outdoor-Arena Graubünden bietet einen kaum zu übertreffenden Ausgleich für alle die hier wohnen und arbeiten.
Welche Rahmenbedingungen sind notwendig, damit sich der Kanton Graubünden als Wirtschaftsstandort erfolgreich entwickeln kann und ein angemessenes Arbeitsplatzangebot im Kanton zur Verfügung steht?
Ein grosser Pluspunkt sind die Industrieflächen, die wir für die Standortentwicklung zur Verfügung haben. Entlang der A13 auf der Nord-Süd-Achse steht viel Raum für unternehmerische Aktivitäten bereit. Zudem sind hohe Investitionen für die Fachhochschule Graubünden geplant, um die heutigen Ausbildungs-
und Forschungsmöglichkeiten umfassend auszubauen. Unser hervorragendes Angebot an Freizeitmöglichkeiten dient nicht nur unseren Gästen, sondern allen, die hier leben und arbeiten. Zusammen mit den attraktiven Arbeitsplätzen resultiert die einzigartige Lebensqualität in Graubünden.
Wo sehen Sie derzeit die
grössten Herausforderungen?
Eine der grössten Herausforderungen für den Kanton ist die demografische Entwicklung und die damit verbundenen Herausforderungen in der Altersvorsorge. Gemäss den Prognosen des Bundesamtes für Statistik schreitet die Alterung der Gesellschaft bei uns schneller voran als in anderen Kantonen. Die zweite Herausforderung ist der Mangel an Arbeitskräften, ich spreche bewusst nicht von Fachkräften. Auch in Graubünden haben viele Bereiche Schwierigkeiten, Personal zu finden. Ein drittes Beispiel: In der Raumplanung sind Kanton und Gemeinden mit der Umsetzung der Raumplanungsgesetzesrevision – insbesondere mit der Verdichtung der Bauzonen – gefordert. Das enge raumplanerische Korsett bremst ein Stück weit unser Wachstum.
Wie abhängig ist der
Kanton vom Tourismussektor?
Der Tourismus ist nach wie vor die tragende Säule der Bündner Wirtschaft. Rund ein Drittel des BIP wird im Tourismus erwirtschaftet, 70% davon im Wintertourismus. In den letzten Jahren ist es gelungen, die Wirtschaft stark zu diversifizieren. Gerade im Bündner Rheintal entsteht ein Cluster mit Hightech-Unternehmen im Medizinalbereich wie Hamilton und Integra Biosciences und weiteren Industriebereichen. Mittlerweile haben wir rund 6000 Mitarbeitende in Hightech-Unternehmen in dieser Region.
Was macht den Kanton Graubünden
für Unternehmen attraktiv?
Wir haben die Innovationsstrategie entwickelt, um Forschung, Entwicklung und Innovation näher an die Unternehmen zu bringen und die Gründung oder Ansiedlung von Start-ups in Graubünden zu fördern. Der Technopark Graubünden in Landquart bietet seit 2020 Raum und Dienstleistung damit sich Start-ups niederlassen, entwickeln und vernetzen können. Unser Trumpf sind, wie gesagt, die Industrieflächen. Auf dem Areal des «Industriepark Vial» in Domat/Ems konnten bestehende Firmen expandieren und neue Firmen angesiedelt werden und damit knapp 1000 Arbeitsplätze geschaffen werden. Der Kanton besitzt auf dem Areal weitere 150’000 Quadratmeter sofort verfügbare Industriefläche. In San Vittore, im südlichen Teil von Graubünden angrenzend an den Wirtschaftsraum Bellinzona, gibt es weitere Flächen, die sich für Ansiedlungen eignen.Die Förderung von Start-ups ist ein wichtiges Anliegen der Politik. Wie gehen Sie diese Aufgabe an und welche Branchen oder Themen forciert der Kanton?
Der Kanton hat mit dem Technopark Graubünden ein Angebot geschaffen, um Jungunternehmen im Technologiebereich zu fördern. Ein Raum, der ein Netzwerk und Know-how zur Verfügung stellt. Attraktive Angebote bestehen auch im Engadin und in der Surselva und weitere Projekte sind in Arbeit. Zur weiteren Unterstützung sind wir in das Ostschweizer Netzwerk INOS eingebunden und auch mit dem Innovationsökosystem Tessin aktiv vernetzt.
Am Standort Davos entstehen in Zusammenarbeit mit den Zürcher Hochschulen zwei Forschungszentren mit Leuchtturmcharakter. Einerseits das bereits geschaffene Forschungszentrum zur Untersuchung von Klimawandel, Extremereignissen und Naturgefahren im alpinen Raum CERC sowie ein Forschungszentrum im Bereich Gesund und LifeSciences. Beide Institute sollen translationale Forschung betreiben und deren Erkenntnisse damit insbesondere auch durch Start-ups in anwendbare Massnahmen oder Therapien übersetzt werden können.
Welches sind aus Ihrer Sicht die bedeutendsten Bauprojekte und Arealentwicklungen, die im Kanton Graubünden anstehen?
Die Fachhochschule Graubünden in Chur wird von fünf auf einen Standort konzentriert. Damit entsteht für 151 Millionen Franken ein attraktiver Campus für Bildung, Forschung und Innovation.
Aus meiner Sicht sind Arealentwicklungen im Kanton für die Ansiedlung von Industrieunternehmen von grosser Bedeutung. Deshalb unterstützen wir aktiv die Arealentwicklungen in Domat/Ems und hoffentlich bald auch im Misox, in San Vittore um dort in Zukunft auch mehrere hunderttausend Quadratmeter Fläche für die Ansiedlung von Unternehmen zur Verfügung stellen zu können.Welchen Stellenwert nimmt das Thema Nachhaltigkeit, sprich Kreislaufwirtschaft ein und wie wird
sie investitionsmässig gefördert?
Für Graubünden ist die Kreislauf-wirtschaft ein wichtiges Thema. Die Rückgewinnung von Materialien aus bestehenden Produkten ist eine Chance für die Wirtschaft. Natürlich sind auch klimaneutrales Bauen, Biodiversität und aus meiner Sicht auch klimaneutrale Landwirtschaft wichtige Themen. Mit dem «Aktionsplan Green Deal» verfügt der Kanton Graubünden über ein Impulsprogramm zur Förderung von Klimaschutz und -anpassung – mit dem Ziel bis 2050 klimaneutral zu werden. Jetzt starten wir in die zweite Phase, in der konkrete Maßnahmen definiert und hoffentlich auch mit finanziellen Mittel
vom Grossen Rat bewilligt werden, damit wir ab 2025 in die Umsetzung gehen können.
Wie steht es um die Zersiedlung
im Kanton Graubünden und was wird dagegen unternommen?
Die Zersiedelung und der damit verbundene Siedlungsbrei ist meines Erachtens nicht das Hauptproblem des Kantons Graubünden. Wir haben noch eine intakte Siedlungsstruktur und ein klar abgegrenztes Siedlungsgebiet. Die Herausforderung ist, dass für die ganze Schweiz das gleiche Raumplanungsgesetz gilt, obwohl die Herausforderungen völlig unterschiedlich sind. Hier wünsche ich mir, dass die nationale Politik den Kantonen und Gemeinden flexiblere Instrumente in die Hand gibt.
Welche Strategie verfolgen Sie in Ihrem Departement in Sachen Digitalisierung?
Wir fahren auf zwei Schienen. Um der Digitalisierung den nötigen Schub zu verleihen, hat der Kanton einerseits einen Verpflichtungskredit von 40 Millionen zur Verfügung gestellt, um innovative Digitalisierungsprojekte zu unterstützen. Die Projekte müssen einen Beitrag zur Digitalisierung leisten, von Projektträgern aus der Wirtschaft kommen, innovativ sein und zur Wertschöpfung des Kantons beitragen.
Andererseits muss der Kanton selber die Digitalisierung vorantreiben, um Leistungen für die Bevölkerung und Unternehmen vermehrt digital anbieten zu können. Denn wir sind uns bewusst, dass wir bei der Verwaltung Nachholbedarf haben.
Ist das Thema Wohnungsnot im Bündnerland gegenwärtig? Welche Massnahmen müssen getroffen werden, um die Situation zu entschärfen?
Die Regionen sind unterschiedlich betroffen. Das Thema ist sehr präsent und politisch aktuell. In den Tourismusregionen ist die Wohnungsknappheit sehr akut. Beispielsweise finden Unternehmen keine bezahlbaren Wohnungen für ihre Mitarbeitende in zumutbarer Entfernung. Das Raumplanungsgesetz und das Zweitwohnungsgesetz tragen meines Erachtens nicht zur Lösung des Problems bei. Sie verschärfen das Problem noch.
Die Erhöhung der Zinsen fördert die Investition in Wohneigentum nicht. Zudem haben wir die Situation, dass Investitionen in Immobilien in vielen peripheren Gemeinden für institutionelle Anleger wirtschaftlich uninteressant sind. Der Grosse Rat hat mein Departement beauftragt, eine Art Fonds de Roulement einzurichten, um preisgünstigen Wohnraum zu fördern. Der Kanton baut nicht selber. Wir unterstützen die Gemeinden mit verschiedenen Instrumenten und zeigen auf, was sie tun könnten.
Schweizweit herrscht Fachkräftemangel, wie ist die Situation in Graubünden?
Ich spreche nicht nur vom Fachkräftemangel, sondern vom Arbeitskräftemangel. Viele Handwerksbetriebe sagen mir: «Ich könnte noch viel mehr Arbeit annehmen, aber ich habe einfach nicht die Arbeitskräfte dazu.» Wir wissen, dass Hotels teilweise ihre Zimmer nicht öffnen, dass der Küchenbetrieb eingeschränkt wird, weil das Personal fehlt. Auch bei der kantonalen Verwaltung finden wir in gewissen Bereichen kein Personal.Welche Stärken haben die Regionen im Kanton?
Die elf Regionen sind sehr unterschiedlich. Im Bündner Rheintal von Maienfeld bis Bonaduz boomen Hightech-Unternehmen. Diese haben in den letzten Jahren über eine halbe Milliarde Franken in dieser Region entlang der A13 investiert.
Eine Stärke von Graubünden sind auch die touristischen Hotspots, sei es das Oberengadin, Davos-Klosters, Arosa-Lenzerheide oder Laax. In Davos ist auch die Forschung mit fast 400 Mitarbeitenden stark präsent und wird weiter gestärkt.
Graubünden hat aber auch periphere Regionen, wo die Abwanderung überwiegt und es schwierig ist die Infrastruktur aufrechtzuerhalten.
Welche Vorhaben und Geschäfte würden Sie in Ihrer bisherigen Laufbahn als Regierungsrat, als Ihre persönlichen Meilensteine bezeichnen?
Mir ist wichtig, dass der Ausbau des Ultrahochbreitbands für Graubünden flächendeckend erfolgt. Wie vor 100 Jahren beim Bau der Kantonsstrassen, die abschnittsweise auch für 15 Einwohner gebaut wurden. Wohl wissend, dass das nie refinanziert werden kann. Die UHB-Erschliessung hat für mich die gleiche Bedeutung.
Wenn wir von Arbeitskräftemangel sprechen, dann ist es wichtig, dass wir die vorhandenen Arbeitskräfte mobilisieren können, unter anderem auch mit dem Ausbau der familienergänzenden Kinderbetreuung. Das Bündner Kantonsparlament hat im Dezember 2022 ein Gesetz verabschiedet, das uns in der Schweiz ins vordere Drittel bezüglich der Bezahlbarkeit der familienergänzenden Kinderbetreuung katapultiert hat.
Am Projekt «Klimaneutrale Landwirtschaft Graubünden» beteiligen sich 50 Bauernbetriebe in einem Pilotprojekt um Massnahmen zu testen, welche den Ausstoss von Treibhausgasen reduzieren. Ab 2025 sollen gewisse Massnahmen auf alle Bündner Landwirtschaftsbetriebe ausgedehnt werden. Graubünden ist bereits Vorreiter in Sachen Biolandwirtschaft: Zwei Drittel der Betriebe sind Biobetriebe – in Zukunft wird die Bündner Landwirtschaft klimaneutral sein. -

„Plus de Jardins“ – Das Herzstück des neuen Quartierteils im Siegenthalergut in Thun
Das ambitionierte Stadtentwicklungsprojekt im Siegenthalergut nimmt Form an. Durch eine Kooperation zwischen der Stadt Thun und der Frutiger AG wird hier ein neuer Quartierteil realisiert. Die Gestaltung des Aussenraums war Gegenstand eines Studienauftrags, dessen Sieger nun feststeht: Das Projekt „Plus de jardins“ aus der Feder des Zürcher Büros für Landschaftsarchitektur „Skala Landschaft Stadt Raum“.
Im Mittelpunkt des Siegerprojekts steht die Entwicklung eines großzügigen öffentlichen Parks, der nicht nur durch seine grüne Ästhetik, sondern auch durch seine intelligente Raumgestaltung und vielfältige Nutzbarkeit besticht. Der Park soll sich als Begegnungsort etablieren, der das Quartierleben belebt und Raum für diverse Aktivitäten bietet. Erkennbar ist das Bestreben, eine harmonische Balance zwischen Naturnähe und urbanem Leben zu schaffen, was sich in der Multifunktionalität und der ökologischen Ausrichtung des Freiraumkonzeptes widerspiegelt.
Die über 1’500 Bewohner, die in diesem nachhaltig konzipierten Wohnquartier ein Zuhause finden sollen, profitieren von einem bewussten Städtebau, der sich an den Bedürfnissen der Menschen orientiert. Durch durchdachte Verbindungen und Wege wird das Siegenthalergut optimal in das bestehende Quartier eingebettet. Diverse Außenräume mit unterschiedlichen Atmosphären laden zum Verweilen ein und fördern die Biodiversität.
Die Gestaltung des Quartiers geht Hand in Hand mit der aktiven Einbeziehung der Thuner Bevölkerung. Ihre Anforderungen und Wünsche werden in den fortlaufenden Planungsprozess integriert, um so ein lebenswertes Quartierzentrum zu schaffen. Hierbei liegt ein Fokus auf der gemeinsamen Entwicklung eines Quartierzentrums, das als Herz des Siegenthalerguts dienen soll.
Mit dem voraussichtlichen Start der ersten Bauphase im Jahr 2027 rückt die Realisierung des Stadtentwicklungsprojekts in greifbare Nähe. Bis dahin sind weitere planerische Schritte vorgesehen, wie die Erarbeitung eines Betriebs- und Gestaltungskonzepts für die angrenzenden Straßen und die Definition der Überbauungsordnung, welche die Grundlage für die kommenden Architekturwettbewerbe bildet. Die öffentliche Präsentation der Zone mit Planungspflicht (ZPP) gegen Ende des Jahres markiert einen weiteren wichtigen Meilenstein auf dem Weg zur Verwirklichung des Projekts „Plus de jardins“ und dem neuen Quartierteil im Siegenthalergut.
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Räte streiten weiter um Nutzungen ausserhalb von Bauzonen
Der Ständerat hielt am Montag unerschütterlich an seiner Position fest, während der Nationalrat die Regelung auf Gebirgsregionen begrenzen möchte. Die große Kammer muss sich nun erneut mit dem Thema auseinandersetzen. Dabei wird sie auch wieder über die genauen Vorschriften für die Installation von Mobilfunkantennen außerhalb der Bauzone entscheiden müssen. Auch bei dieser Frage gibt es noch eine Differenz.
In vielen weiteren Punkten hatten sich die Räte in der Vorwoche geeinigt. Insbesondere stimmte der Nationalrat zu, unter bestimmten Bedingungen die Umwandlung nicht mehr benötigter landwirtschaftlicher Gebäude in Wohnhäuser zu erlauben.
Die Vorlage betrifft Bauvorhaben außerhalb der Bauzone und stellt den indirekten Gegenvorschlag zur Landschaftsinitiative dar. Im Zentrum der Gesetzesrevision steht ein Stabilisierungsziel. Die Kantone müssen im Richtplan festlegen, wie sie außerhalb der Bauzone die Anzahl der Gebäude und das Ausmaß der Versiegelung stabil halten wollen. Sie müssen dem Bund regelmäßig Bericht erstatten und bei Bedarf Anpassungen vornehmen. Um zu erreichen, dass nicht mehr genutzte Gebäude aus der Landschaft entfernt werden, möchten die Räte Anreize setzen. Neu sollen die Kantone unter bestimmten Bedingungen Abbruchprämien für solche Gebäude auszahlen können.
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Life-Science-Park Rheintal wird übernommen
Der Pharmakonzern Novartis übergibt die Weiterentwicklung des Life-Science-Parks Rheintal in Stein an den Energiedienstleister und Industrieparkbetreiber GETEC mit Sitz in Muttenz BL. Laut einer Medienmitteilung von Novartis soll damit das wirtschaftliche Potenzial des Parks maximiert und professionell weiterentwickelt werden. Finanzielle Einzelheiten dieser Transaktion wurden nicht mitgeteilt. Die Übertragung aller Vermögenswerte soll bis Ende des Jahres 2023 abgeschlossen sein.
Novartis behält den Standort als grösster Mieter bei und wird dort weiterhin Medikamente und Therapien herstellen. Das Unternehmen betreibt in Stein ein Produktionswerk für feste Darreichungsformen und Medikamente zur Injektion, für Zell- und Gentherapien sowie ein Mahl- und Mischzentrum für die chemische Fertigung.
„Nach einer detaillierten Analyse ist Novartis zum Schluss gekommen, dass die Übertragung des Managements des Life-Science-Parks Rheintal an einen professionellen Industrieparkbetreiber das wirtschaftliche Potenzial des Standorts besser maximieren und weiterentwickeln kann und die Ansiedlung neuer Firmen erleichtert“, wird Steffen Lang, Präsident Operations und Mitglied der Novartis-Geschäftsleitung, zitiert. Im Gegenzug könne sich Novartis besser auf sein Kerngeschäft fokussieren.
Die GETEC gehört zur GETEC Group mit Sitz in Magdeburg im deutschen Bundesland Sachsen-Anhalt. Die Gruppe ist auch in den Niederlanden und Italien tätig. In der Schweiz betreibt sie auch den 50 Hektar grossen Industriestandort in Muttenz.
Die Standortförderung des Kantons Aargau begrüsst den Eigentümerwechsel im Grossraum Sisslerfeld, einem strategischen Entwicklungsschwerpunkt des Kantons: „Das Sisslerfeld verfügt über grosses Potenzial für wertschöpfungsstarke Betriebe und damit für deutlich mehr Arbeitsplätze“, so die Leiterin der Standortförderung, Verena Rohrer. „Die Übertragung an GETEC ermöglicht es uns, gemeinsam weitere, innovative Unternehmen im Grossraum Sisslerfeld anzusiedeln, die miteinander kooperieren können.“
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Halter-Firmen treten verstärkt als Gruppe auf
Der Schlieremer Immobilienentwickler Halter AG ordnet seine Führungsstruktur neu. Laut einer Mitteilung ist rund um die Firma in den vergangenen zehn Jahren ein Ökosystem an Schwesterunternehmen mit unterschiedlichen Bau- und Immobilienleistungen entstanden. Daraus ergebe sich die Notwendigkeit der Weiterentwicklung an der Spitze. Die Halter Holding sei bisher als „stille“ Holding in der Öffentlichkeit kaum aufgetreten.
Künftig werden sie sich verstärkt im Markt positionieren. Der Weg der Bau- und Immobilienwirtschaft zu einer Kreislaufwirtschaft könne nur mit integrierten Wertschöpfungsprozessen und Modellen der Zusammenarbeit in Planung, Ausführung und Betrieb erfolgreich umgesetzt werden könne. Das sei verbunden mit Nutzung der Digitalisierung und digitaler Technologien.
Im Zuge der Organisationsentwicklung ergeben sich laut der Firmenmitteilung ab 1. Januar 2024 personelle Änderungen. So übernimmt Maik Neuhaus von Markus Mettler die Aufgabe als CEO der Halter AG. Mettler wird neu Verwaltungsratspräsident der Halter AG und Delegierter des Verwaltungsrates der Halter Gruppe. Balz Halter bleibt Verwaltungsratspräsident der Halter Gruppe. Alexandra Stamou nimmt Einsitz im Verwaltungsrat der Halter AG und wird neu Leiterin Innovation und Produkte der Halter Gruppe.
Die Geschäftseinheit Gesamtleistungen der Halter AG, die mit mehr als 200 Mitarbeitenden die grösste Einheit darstellt, wird aufgeteilt. Ab Januar 2024 wird es die Halter Gesamtleistungen Deutschschweiz und die Halter Gesamtleistungen Westschweiz geben. Neue Geschäftsführer werden Diego Frey für die Deutschschweiz und Fréderic Boy für die Westschweiz. Beide gehören dann zur Geschäftsleitung der Halter AG.
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CSL Immobilien ernennt Piffaretti und Walter zu Co-CEOs
Renato Piffaretti übernimmt am 1. Oktober sein Amt als einer von künftig zwei CEOs bei CSL Immobilien aus Zürich. Laut einer Medienmitteilung liegen seine Schwerpunkte in der Produktentwicklung und Produktvermarktung. Er war zuletzt als Head of Real Estate Switzerland bei der Swiss Life Asset Management AG tätig.
Das Unternehmen um Verwaltungsratspräsident Markus Schawalder hat sich für die Nachfolge des Ende September ausscheidenden Yonas Mulugeta für eine Co-CEO-Struktur entschieden. So sollen sich die Kompetenzen von Piffaretti mit denen von Thomas Walter ergänzen. Dieser wird seinen Posten als Co-CEO spätestens zum 1. März 2024 antreten und dann für die Bereiche Wirtschaft und Digitalisierung verantwortlich sein.
„Die Ernennung von Renato Piffaretti und Thomas Walter ist der richtige Schritt zur Stärkung und zum Ausbau der Dienstleistungen der CSL“, wird Schawalder in der Mitteilung zitiert. „Sie werden die Zukunft der CSL Immobilien erfolgreich gestalten, basierend auf den Grundpfeilern Innovation, Qualität und Verantwortung.“
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Fortimo realisiert Immobilienprojekt in Dubai
Die Fortimo Group stellt ein neues Immobilienprojekt in Dubai vor. Laut einer Medienmitteilung auf zawya.com realisiert das St.Galler Unternehmen eine neue Anlage im Wohngebiet Dubai Hills. Dabei arbeitet es mit den lokalen Partnern Eaglewing Projects und OCTA Develop zusammen.
Der neue Wohnkomplex mit dem Namen The Golf Residence soll den Angaben zufolge 200 Wohneinheiten mit Ausblick auf den nah gelegenen Golfplatz sowie grüne Parkanlagen umfassen. Sie sollen mit hochwertigen Kücheneinrichtungen aus Europa ausgestattet werden. Ausserdem sind mehrere Pools, Gemeinschaftszonen und Sportanlagen geplant. Mit einem Co-Working für Bewohnerinnen und Bewohner will Fortimo auch dem Trend zu mehr Fernarbeit gerecht werden.
„Wir freuen uns, mit The Golf Residence, unserem ersten Build-to-Buy-Projekt in den Vereinigten Arabischen Emiraten, den nächsten Schritt im Zuge unserer Expansion nach Dubai zu machen“, wird Remo Bienz, Miteigentümer von Fortimo, zitiert. Fortimo sei beeindruckt von der Entwicklung von Dubai zu einer „international anerkannten, pulsierenden Destination“. Das Unternehmen wolle Teil dieser Entwicklung werden, so Bienz.
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Kanton Zürich gleist Weiterförderung von Berggebiet und Weinland auf
Der Kanton Zürich will das Zürcher Berggebiet und das Weinland im Rahmen der Neuen Regionalpolitik des Bundes weiter fördern, informiert das kantonale Amt für Landschaft und Natur in einer Mitteilung. Ein entsprechendes Umsetzungsprogramm legt Schwerpunkte auf nachhaltigen Tourismus, die Vermarktung regionaler Produkte und Innovationsförderung von KMU. Dafür sollen in den Jahren 2024 bis 2027 insgesamt 6,2 Millionen Franken aufgewendet werden.
Der Zürcher Regierungsrat hat bereits einen Betrag von rund 3,3 Millionen Franken bewilligt. Beim Bund werden weitere Mittel in Höhe von 2,4 Millionen Franken beantragt. Die restlichen Gelder bringen die Kantone Thurgau und St.Gallen sowie die Gemeinden in den beiden Regionen auf. Für die Umsetzung der Projekte spannt der Kanton Zürich mit der Standortförderung Zürioberland und ProWeinland zusammen. Entsprechende Leistungsvereinbarungen sollen abgeschlossen werden, „sobald der Bund das Programm genehmigt hat“, heisst es in der Mitteilung.
Für die Förderung von nachhaltigem Tourismus will der Kanton das Berggebiet und das Weinland noch stärker als Ausflugs- und Naherholungsgebiet positionieren. Bei der Vermarktung regionaler Produkte ist zudem geplant „im Sinne der Kreislaufwirtschaft“ auszuloten, „wie sich Stoffkreisläufe in den Regionen schliessen lassen“.
KMU im Zürcher Berggebiet haben bereits über ein überkantonales Programm Zugang zu Innovationsförderung, Coaching und Vernetzung. Weinländer KMU sollen diese Fördermöglichkeiten ab 2028 ebenfalls in Anspruch nehmen können. Dazu werde das Weinland die entsprechenden Grundlagen erarbeiten, erläutert das Amt für Landschaft und Natur.
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Uri will Wirtschaftsstandort langfristig stärken
Die Wirtschaftsförderungsstrategie dient als Kommunikationsinstrument gegenüber der Wirtschaft und der Politik und schafft Transparenz über die programmatische Ausrichtung der Wirtschaftsförderung. Sie trägt dazu bei, die Ziele gemäss Wirtschaftsförderungsgesetz – Erhöhung der Wirtschaftskraft und der Wettbewerbsfähigkeit sowie Sicherung und Erhaltung von Arbeitsplätzen – zu erreichen und so den Wirtschaftsstandort Uri langfristig zu stärken.
Der Kanton Uri wird als verlässlicher und pragmatischer Partner mit kurzen Wegen positioniert. Anhand von Schlüsselprojekten werden die Grundlagen für eine positive Beschäftigungsentwicklung geschaffen. Schwerpunktthemen sind wissensbasierte Dienstleistungen, Alpintechnik, Tourismus im alpinen Raum und rund um den Urnersee, Verkehrs- und Sicherheitstechnik, Energietechnik/Cleantech sowie Präzisionstechnik bzw. Polymertechnologien. Stärker betont werden sollen künftig auch die Chancen für Unternehmensfunktionen (Backoffice, Entwicklungseinheiten) sowie die Kreativwirtschaft.
Wichtigste Projekte zur Standortentwicklung sind die Weiterentwicklung der bestehenden und neu aufzubauenden Forschungs- und Bildungsangebote in Richtung eines «Campus Uri», die Betreuung von Entwicklungsschwerpunkten für die Bereitstellung von attraktiven Gewerbe-, Industrie- und Dienstleistungsflächen, die Begleitung der positiven Effekte aus den anhaltenden Grossinvestitionen im Tourismus, die Übertragung der kantonalen Digitalisierungsstrategie auf die Urner Unternehmen sowie die Förderung von kommunalen Leuchtturmprojekten. Die Strategie wird auf das geplante Klimaschutzkonzept des Kantons abgestimmt.
Ein Vermarktungskonzept stellt die zielgruppengerechte Kommunikation sicher. Wichtige Massnahmen sind die Pflege der ansässigen Unternehmen, die Sichtbarmachung der Schwerpunktthemen und Potenziale des Wirtschaftsstandorts mit Factsheets und Netzwerkveranstaltungen, Projekte mit einem Schwerpunkt auf «Heimweh»-Urnerinnen und -Urner, die Weiterentwicklung des Botschafternetzwerks und die Bündelung der Kernbotschaften zum Kanton Uri.
Breit abgestützter Prozess und enge Abstimmung mit dem Regierungsprogramm
Die aktualisierte Wirtschaftsförderungsstrategie ist eng mit dem Regierungsprogramm 2020 – 2024+ abgestimmt. Begleitet wurde die Aktualisierung von der Beratungsfirma LOC AG aus Zürich, die über eine ausgewiesene nationale Expertise in diesem Gebiet verfügt. In den Prozess wurden auch Partner aus Wirtschaft, Tourismus und Gemeinden sowie verschiedene kantonale Ämter einbezogen. Nun wurde die Wirtschaftsförderungsstrategie aus dem Jahr 2016 aktualisiert und geschärft und vom Regierungsrat verabschiedet. Das Dokument ist im Internet unter www.ur.ch/wirtschaft abrufbar. -

The Valley Kemptthal: Industrie trifft Moderne
Am Anfang von The Valley steht eines der bekanntesten «Start-ups» der Schweiz: 1872 gründete Julius Maggi auf dem damals noch wenig bebauten Areal im Kemptthal das Unternehmen J. Maggi & Cie und baute das Areal in den Jahren danach schrittweise aus. 1886 entwickelte er die Maggi-Würze – die weltbekannt wurde.
Seither ist viel passiert. 1947 fusionierte Maggi mit Nestlé. 2002 übernahm Givaudan von Nestlé das Aromageschäft mit den dazugehörigen Liegenschaften im Kemptthal. 2003 wurde die Maggi-Produktion grösstenteils nach Deutschland verlagert. 2017 verkaufte Givaudan zwei Drittel des Areals an den Immobilienentwickler Mettler2Invest.
Seit Anfang 2018 entwickeln die Metler2-Invest und die Motorworld Group das Areal mit dem gemeinsamen Unternehmen MA Kemptthal Besitz AG, basierend auf einem Masterplan des Architekturbüros Ernst Niklaus Fausch Partner.
Seit 2019 hat das Areal einen neuen Namen: The Valley. Es umfasst heute Büro-, Gewerbe- und Produktionsflächen. Aktuell arbeiten hier 1100 Menschen in über 130 Unternehmen. Das Areal ist geprägt von einem modernen Dorfcharakter. Es gibt hier unter anderem eine Post, eine Bäckerei, zahlreiche Restaurants, Bars, Läden, Gesundheitspraxen, Kunstateliers, ein Carsharing-Unternehmen für Geschäftsfahrzeuge und ein Fitnesscenter.
Auch heute noch spielen Lebensmittel auf dem Areal eine wichtige Rolle – im Valley soll sich ein hochwertiges Foodcluster entwickeln. Viele der ansässigen Unternehmen produzieren oder entwickeln Lebensmittel: So zum Beispiel der bekannte Hersteller von pflanzlichen Fleischersatzprodukten Planted, eine Auftragskäserei, eine Schoggi-Manufaktur, ein Bouillon-Hersteller und eine Kaffeebrauerei. Auch Givaudan mit ihrem hochspeziallisierten Forschungszentrum und Nestlé mit Detailhandel-shop sind noch auf dem Gebiet vertreten. Bis 2025 entstehen in einem ersten Neubau Laborplätze zur Foodentwicklung und mit The Cultured Hub (Migros, Bühler, Givaudan) ein hochspezialisiertes Forschungszentrum zur Herstellung von Fleisch aus tierischen Zellen.

The Valley liegt direkt am Bahnhof Kemptthal. Ein zweiter thematischer Schwerpunkt von The Valley liegt auf Motorfahrzeugen. Die Motorworld Manufaktur Region Zürich im Herzen des Areals ist ein Treffpunkt für Menschen mit Leidenschaft zur klassischen und hochwertigen Mobilität. Verschiedene Veranstaltungsräume zwischen Oldtimern, Supercars und Elektrorennern sind Dreh- und Angelpunkt für Mobilitätsthemen und bieten Platz für zahlreiche Events.
Mit Veranstaltungen wollen die Verantwortlichen denn auch das Areal, das mit einem eigenen Bahnhof und dem nahen Autobahnanschluss zwar gut erreichbar ist, jedoch nicht direkt an eine Stadt grenzt, stunden- und tageweise beleben. Dazu haben sie eine eigene Eventfirma gegründet. Das Areal bietet Eventflächen auf 10 bis 10’000 Quadtratmetern für Seminare, Kongresse, Lesungen, Meetings, Bankette, Konzerte, Märkte und Festivals. Als Rahmenprogramm sind zum Beispiel Führungen, verschiedene Teambuilding-Aktivitäten oder Fahrten in Rennsimulatoren möglich.
Seit 2018 werden die historischen, denkmalgeschützten Industriebauten aufwändig saniert und mit zusätzlichen Neubauten, die sich architektonisch in den historischen Gebäudebestand einfügen, ergänzt. Aktuell wird eine der bestehenden Hallen als Veranstaltungshalle ausgebaut, und der erste Neubau geht diesen Frühling in Realisierung.
Ein Parkhaus auf einem angrenzenden Grundstück ist aktuell in der Bewilligungsphase. Eine Fussgängerbrücke soll es später mit dem Valley Square – dem zentralen Platz des Areals – verbinden. Ebenfalls geplant ist ein Hotel in einem der bestehenden Gebäude. Für die zonenfremde Nutzung läuft auf kantonaler Ebene derzeit eine entsprechende Anpassung des Richtplans.
Ein weiterer Neubau könnte ab 2026 oder 2027 realisiert werden. Zusätzliche weitere vier Neubauten sind möglich, diese sollen je nach Nachfrage umgesetzt werden.
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Winterthur setzt Schwerpunkte für ein attraktives Zusammenspiel von Wohnen und Arbeiten
Die hohe Lebensqualität der Stadt Winterthur hat sich mittlerweile herumgesprochen. Immer mehr Menschen wohnen, arbeiten und studieren hier. Aktuell zählt die Stadt im Wirtschaftsraum Zürich über 120’000 Einwohnerinnen und Einwohner, rund 75’000 Beschäftigte, knapp 11’000 Hochschulstudierende und rund 11’000 Lernende an Berufsmittelschulen. Die städtische Prognose sagt ein Bevölkerungswachstum auf rund 135’000 Menschen bis ins Jahr 2040 voraus. Dieses Wachstum möchte Winterthur als Chance für die Entwicklung bestehender urbaner Qualitäten nutzen, indem sie räumliche Schwerpunkte setzt.
Der Grossteil dieser Entwicklung soll innerhalb des bereits heute sehr dynamischen urbanen Rückgrats von Winterthur (siehe Grafik) vorangetrieben und gelenkt werden, in Ergänzung zur bestehenden Siedlungsstruktur. Die Stadt soll entlang der Hauptverkehrsachsen von Töss im Südwesten bis Oberwinterthur im Nordosten verdichtet und die Nutzungsvielfalt vergrössert werden.
Verdichten entlang des urbanen Rückgrats
Aus städtebaulicher Perspektive ergeben sich sechs Gebiete mit enormem Wachstums- und Verdichtungspotenzial. Die Stadt konzentriert sich entlang des urbanen Rückgrats auf sechs Schwerpunktgebiete (vgl. Grafik): Winterthur Süd, Zürcherstrasse, Stadtraum Hauptbahnhof, Wissensquartier, Grüze Plus und Umfeld Bahnhof Oberwinterthur. Hier sollen gezielt mehr Wohnraum, neue Arbeitsplätze, und zusätzliche Aufenthalts- sowie Begegnungsräume für Freizeit und Kultur entstehen. Dabei wird auf eine hohe Versorgungsqualität geachtet, welche kurze Wege ermöglicht und dadurch auch einen Beitrag zu Netto Null bis 2040 leistet.
Behutsame Entwicklung der Quartiere
Die bestehenden Quartiere werden dabei nicht vergessen – im Gegenteil. Durch die räumliche Fokussierung auf eine hochwertige Innenentwicklung entlang des urbanen Rückgrats werden sie vom Verdichtungsdruck entlastet. Punktuelle Verdichtungen bleiben an geeigneten Lagen möglich, damit auch das dortige Wohnangebot vielfältig entwickelt und die Qualitäten der Aussenräume verbessert werden können. Das in der «Räumlichen Entwicklungsperspektive Winterthur 2040» festgelegte Ziel, sogenannte «5-Minuten-Quartiere» zu fördern, ist ein wichtiges Anliegen der Stadt und trägt zu einem nachhaltigen Zusammenspiel von Wohnen, Arbeiten und Freiraum und damit zum Erhalt der heute so geschätzten hohen Lebensqualität bei.
Amt für Städtebau, Winterthur -

Ausblick mit dem Innovationspark in Dübendorf
Herr Thöny, wo steht die bauliche Entwicklung?
Derzeit befinden wir uns in der Entwicklungsetappe 1, der Randzone des Flugplatzareals, wo wir die Flächenbedürfnisse unserer Forschungspartner ETH Zürich und Universität Zürich sowie erster Nutzer aus der Wirtschaft und Industrie decken. Dazu kommen Test- und Begegnungsflächen sowie flexible und temporäre Einrichtungen vor den Hangars. Gleichzeitig arbeiten wir intensiv an der Entwicklung und Planung der Etappe 2, also der ersten Etappe Neubauten.
Wie wird der Innovationspark zu einem inspirierenden Ort für Forschende?
Wir arbeiten an der Vision dieser «Forschungsstadt der Zukunft». Beim Betreten des Innovationsparks Zürich wird man bereits in naher Zukunft gleich spüren und sehen, dass es sich hier um einen aussergewöhnlichen Ort für Forschung und Entwicklung handelt. Für die Forschenden schaffen wir ein einzigartiges Umfeld. Die Unternehmen und Forschungspartner erhalten mit der Ansiedlung die Möglichkeit, ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in einen Kontext zu bringen, den sonst nur ganz grosse Tech-Konzerne wie Apple bieten können. Gleichzeitig bleibt das historische Erbe, der ehemalige Militärflugplatz, als solches erkennbar und erlebbar.
Wir sehen den Innovationspark als «Cognitive City», einen digital hoch vernetzten urbanen Raum mit herausragender und nachhaltiger Architektur und Landschaftsarchitektur und einem über die Jahre wachsenden attraktiven Angebot an unterschiedlichen Campusnutzungen, wo man arbeiten, forschen, sich treffen und austauschen, essen und trinken, sich erholen und Sport treiben kann. Ein Ort mit hoher Aufenthalts- und Lebensqualität also, an dem immer der Mensch im Mittelpunkt steht. Gleichzeitig entsteht ein neues, vielfältiges Dienstleistungs-, Freizeit- und Erholungsangebot für die Bevölkerung der umliegenden Gemeinden und der gesamten Region.Was ist der nächste Meilenstein auf dem Weg zur Realisierung dieser Vision?
Im vergangenen Jahr haben wir einen Architekturwettbewerb ausgelobt, an dem sich renommierte nationale und internationale Büros sowie drei Nachwuchsbüros beteiligt haben. Aus den 28 eingereichten Entwürfen werden wir gemeinsam mit einer Jury sieben Projekte auswählen, die dann im Rahmen der ersten grossen Neubauetappe entwickelt werden. In der zweiten Jahreshälfte werden wir erstmals ein konkretes Bild vom künftigen Gelände des Innovationsparks zeigen können.
Auf dem Areal entstehen neue Räumlichkeiten.
Wie sieht dabei die Entwicklungs- & die Realisierungsphase aus?
Mit der ETH Zürich arbeiten wir an einem «Industrial Hub» und mit der Universität Zürich an einem «Space Hub». Beides sind sehr spannende Projekte und für sich genommen «kleine Innovationsparks» im Innovationspark. Daneben sind diverse kleinere Bauten und Projekte für den Start und die ersten Mieter in Planung.Zur Person
Andrea Claudio Thöny ist Architekt ETH. Nach Tätigkeiten als Architekt und in der Immobilienberatung wechselte er 2018 zu HRS, seit 2020 ist er als Leiter Immobilienentwicklung tätig. Sein Schwerpunkt liegt auf der Entwicklung von Spezialprojekten im Bereich Forschung und Entwicklung, Gewerbe- und Sondernutzungen sowie Business Development, M&A und Umstrukturierungen. Seit 2019 ist er als Gesamtprojektleiter für den Innovationspark Zürich verantwortlich, seit 2023 zusätzlich als Geschäftsführer der IPZ Property AG. -

Der Schweizer Bitcoin-Experte mit internationalem Top-Ruf im Geldcast
Es sei eine hochpolitische Frage, wie unser Geldsystem aussehe, sagt Fabian Schär. Der Professor für Finanzmarktinfrastruktur ist international einer der gefragtesten Experten, wenn es um Kryptowährungen und Blockchain-Technologien geht. Sogar bei den G-20-Treffen durfte er schon sprechen, zuletzt auf Einladung des indischen Wirtschaftsministeriums.
Bitcoin als „Wertaufbewahrungsmittel“
Für ihn sei das eine gewaltige Erfahrung gewesen, erzählt Schär. „Die Stimmung an so einem Treffen ist sehr eindrücklich.“ Das auch deshalb, weil dort die mächtigsten der Mächtigen zusammenkommen: Die G-20 sind ein loser Zusammenschluss der wichtigsten Wirtschaftsnationen der Welt. Im Rahmen dieser Treffen werden regelmässig internationale Regulierungen vorbesprochen, vieles hinter verschlossenen Türen.Aktuell ein heisses Thema ist Schärs Fachgebiet: „FinTech“. Darunter versteht man alles, was mit Finanzmarktinfrastruktur zu tun hat. Also zum Beispiel die Frage, wie Zahlungen abgewickelt werden. Dabei sind Kryptowährungen wichtige Innovationstreiber: Zum Beispiel brauchen Zahlungen mit Bitcoin keine zentrale Gegenpartei mehr – das Geld kann direkt vom Käufer zur Verkäuferin geschickt werden. Bei gängigen Überweisungen ist das anders: Dort gehen die Zahlungen in den allermeisten Fällen über eine Drittpartei, häufig eine Bank.
Wird sich Bitcoin sich also durchsetzen als neue Währung? Schär ist sehr vorsichtig mit Prognosen. Er sagt: „Wenn sich alles so entwickelt, wie es ursprünglich die Idee war, dann kann Bitcoin möglicherweise in Zukunft ein Wertaufbewahrungsmittel werden.“ Als Zahlungsmittel wird sich Bitcoin dagegen eher nicht etablieren.
„Ich war extrem skeptisch“
Trotzdem finde er die Innovationen der Kryptowährungen extrem spannend, so Schär. Ein Grund dafür liege im Hobby seiner Jugend: Damals habe er noch viel Zeit mit Videospielen verbracht und dadurch ein Interesse für Informatik entwickelt. Später im Ökonomiestudium habe er dann angefangen, sich mit Kryptowährungen auseinanderzusetzen.„Am Anfang war ich extrem skeptisch“, sagt Schär, „doch je mehr ich mir die Sache angeschaut habe, desto mehr hat es mich fasziniert.“ Bitcoin sei hochspannend, sagt er heute, eine fantastische Innovation. „Das System ist unglaublich durchdacht.“ Doch Schär warnt auch vor den Risiken: „Die hohen Wertschwankungen sind ein Problem.“ Bei Investitionen in Kryptowährungen solle man vorsichtig sein. Er empfiehlt, lieber in die eigene Ausbildung und in ein besseres Verständnis der Kryptowährungen zu investieren.
Was tun Banken in der Zukunft?
Das tut auch Schär in seiner Rolle als Professor für Kryptowährungen. An seinem Job mag er vor allem die Vielseitigkeit. Als Professor könne er sich mit viele spannende Leute aus der Politik und der Privatwirtschaft austauschen und Inputs aus seiner Forschung vermitteln. Dabei gehe es auch um die Finanzinfrastruktur der Zukunft und die Rolle von Intermediären wie etwa Banken. Vieles sei da noch unklar, so Schär, doch eines könne man heute schon sagen: „Die Rollen werden sich ändern.“Quelle: www.swissinfo.ch
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HRS verstärkt die regionale Entwicklungskompetenz
Entsprechend der neuen Organisationsstruktur wird die HRS-Geschäftsleitung erweitert. Neu sind für den Bereich Areal- und Immobilienentwicklung im obersten operativen Führungsgremium vier Geschäftsleitungsmitglieder zuständig: Michael Breitenmoser für die Ostschweiz und das Tessin; Yves Diacon für die Region Mitte Ost und Nordwestschweiz; der neu zur HRS stossende Herbert Zaugg für die Mitte West; sowie wie bis anhin Thierry Müller für die Westschweiz.
Die übrige Geschäftsleitung bleibt unverändert. Die strategische Unternehmensleitung wird wie bis anhin durch CEO/Inhaber Martin Kull sowie COO/Inhaberin Rebecca Kull wahrgenommen. Die Finanzen verantwortet als CFO weiterhin Peter Keller.
Eigener Geschäftsführer für die IPZ Property AG
Das von der IPZ Property AG vorangetriebene Generationenprojekt Innovationspark Zürich auf dem Areal des ehemaligen Militärflugplatzes Dübendorf, bei dem die HRS als Aktionärin beteiligt ist, wird als separate Einheit neu von Andrea C. Thöny als Geschäftsführer geleitet. Er war für HRS bereits bisher als Entwicklungsverantwortlicher für das Projekt zuständig.«Wir sind überzeugt, dass wir mit dieser strategisch bewussten Harmonisierung unsere bereits grossen Entwicklungskompetenzen in allen Regionen der Schweiz nochmals signifikant stärken können. Für die Bauherrschaft bietet dies grosse Vorteile. Sie generiert bei Entwicklungs- und Bauprojekten frühzeitig Synergien und schafft ein Mehr an Sicherheit und Tempo bei den immer komplexeren Planungs- und Bewilligungsprozessen», zeigt sich CEO und Inhaber Martin Kull überzeugt.
Michael Breitenmoser, Jahrgang 1980, ist Architekt FH und hat einen Master in Real Estate Management. Nach beruflichen Stationen in zwei Architekturbüros stiess er 2011 als Projektleiter Immobilienentwicklung und ab 2015 Ressortleiter Immobilienentwicklung zu HRS. Nebst dem Wettbewerbswesen zeichnet er unter anderem für die Arealentwicklung Saurer WerkZwei in Arbon, das Hochhaus «Chez Fritz» in Buchs, Wankdorfcity 3 in Bern, der Bundesplatz in Luzern, das Kompetenzcenter Stadler Rail in St.Margrethen und Zentrumsentwicklung auf dem Gschwend Areal in Steffisburg verantwortlich.
Yves Diacon, Jahrgang 1986, ist Bauökonom FH und hat einen Master in Real Estate Management. Nach drei Jahren in einer anderen Immobilienentwicklungsfirma wurde er 2011 bei HRS Projektleiter Immobilienentwicklung und ab 2015 Ressortleiter Immobilienentwicklung und zeichnete für sämtliche Investoren- und Gesamtleistungswettbewerbe in der Region Mitte-Ost verantwortlich. Zu seinem Portfolio gehören unter anderem das Projekt Ensemble auf dem Hardturm-Areal in Zürich, der Rosentalturm in Basel, die Arealentwicklungen Nova Brunnen in Ingenbohl, Aere in Aesch und Reinach, die Baufelder C+D in Regensdorf und Am Schänzli in Muttenz.
Andrea Claudio Thöny, Jahrgang 1985, ist Architekt ETH. Nach Tätigkeiten als Architekt und in der Immobilienberatung wechselte er 2018 zu HRS, seit 2020 ist er als Ressortleiter Immobilienentwicklung tätig. Sein Schwerpunkt liegt auf der Entwicklung von Spezialprojekten im Bereich Forschung und Entwicklung, Gewerbe- und Sondernutzungen sowie Business Development, M&A und Umstrukturierungen. Seit 2019 ist er als Gesamtprojektleiter für den Innovationspark Zürich verantwortlich. Weitere wichtige Projekte bei HRS waren die Neue Festhalle der BERNEXPO sowie das Hochhaus Baden Ost.
Herbert Zaugg, Jahrgang 1972, ist Techniker HF Architektur und hat sich im Bereich Immobilientreuhänder und Betriebswirtschaft weitergebildet. Er verfügt über langjährige Erfahrung im Bereich Projektentwicklung, Realisierung, Sanierung, sowie Akquisition von Entwicklungsprojekten bis hin zu Gesamtleistungsaufträgen. In seiner langjährigen letzten Funktion erarbeitet er Visionen und Strategien und war mit seinem Team auf konzeptioneller und struktureller Ebene für viele Akquisitionen, Immobilien- und Geschäftsentwicklungen im Raum Bern Mittelland verantwortlich. Er hat sich stark im Bereich des gemeinnützigen Wohnungsbaus, aber auch in der Arealentwicklung engagiert und interessiert sich besonders für zukunftsweisende Wohn- und Arbeitsformen.
Quelle: www.hrs.ch
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Sika behauptet sich in anspruchsvollem Umfeld
Im ersten Quartal 2023 hat sich die Baukonjunktur in den Regionen schwächer entwickelt als im Vorjahreszeitraum. Ursachen sind die gestiegene Inflation, Zinserhöhungen und der Krieg in der Ukraine. Dem steht im Bausektor der Megatrend Klimawandel entgegen, der einen Paradigmenwechsel in der Industrie eingeläutet hat. Lösungen für geringere CO2-Emissionen und zur Schonung der Ressourcen im Bauwesen werden immer stärker nachgefragt. Positiv hat sich die Nachfrage nach industriellen Lösungen, vor allem im Automotive-Bereich, entwickelt. Sika ist mit ihren Technologien in den beiden Märkten ideal positioniert, um Lösungen anzubieten, die den CO2-Fussabdruck der Kunden verringert.
MBCC-AKQUISITION AUF DER ZIELGERADEN
Die MBCC-Akquisition befindet sich auf der Zielgeraden. Im ersten Quartal 2023 hat Sika mit dem Private-Equity-Unternehmen Cinven einen Kaufvertrag für Teile des MBCC-Zusatzmittelgeschäfts unterzeichnet. Im Jahr 2022 erwirtschaftete dieses MBCC-Zusatzmittelgschäft einen Umsatz von rund CHF 920 Millionen. Der Abschluss der Akquisition ist im ersten Halbjahr 2023 vorgesehen. Die Übernahme von MBCC ist signifikant wertsteigernd. Gemeinsam mit MBCC wird Sika ihre Wachstumsplattformen weiter ausbauen. Jährlich werden Synergien in Höhe von CHF 160-180 Millionen erwartet.AUSBLICK FÜR DAS JAHR 2023
Für das laufende Geschäftsjahr ist Sika zuversichtlich, dass die Strategie des nachhaltigen und ertragsorientieren Wachstums auch in einem anspruchsvollen wirtschaftlichen Umfeld erfolgreich fortgesetzt werden kann. Sika ist mit innovativen Technologien die präferierte Partnerin vieler Kunden im Bau- und Industriesektor. Diese Sektoren werden vom Megatrend Klimawandel sowie von zunehmender Automatisierung, Digitalisierung und einfach zu applizierenden Produkten stark geprägt.Für das Geschäftsjahr 2023 erwartet Sika eine Umsatzsteigerung in Lokalwährungen von 6–8% sowie eine überproportionale EBIT-Steigerung (ohne Berücksichtigung des Einflusses der MBCC-Akquisition).
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Arealentwicklung: Fokussierte Schwerpunkte für die wirtschaftliche Entwicklung
Bereits im kantonalen Richtplan 2009 wurden die kantonalen Entwicklungsschwerpunkte festgelegt. Schon vor der Zustimmung der Schweizer Bevölkerung zum Raumplanungsgesetz hatten die kantonalen Planer damit den Fokus gesetzt auf eine verstärkte räumliche Konzentration der zukünftigen wirtschaftlichen Entwicklung entlang der attraktivsten Verkehrslagen. Für die etwas dezentraleren Lagen stehen weitere planerische Instrumente zur Verfügung, damit auch dort eine
adäquate Entwicklung der Unternehmen möglich ist.Integrale Raum- und Wirtschaftsentwicklung
Die Abstimmung von Siedlung und Verkehr ist ein zentrales Element in der Weiterentwicklung der kantonalen Entwicklungsschwerpunkte (ESP). Nur wenn Infrastrukturen und Wachstum in einer guten Symbiose stehen, entstehen langfristig funktionierende Gebiete. Die Optimierung der Verkehrserschliessung ist häufig die Basis für die ESP-Entwicklung. Dabei setzt der Kanton Luzern nebst der Planung von Strassen und Schienen insbesondere einen Fokus auf die Förderung der nachhaltigen Mobilität, nicht zuletzt im Hinblick auf die klimapolitischen Ziele. Die Unternehmen sind ihrerseits gefordert, ein betriebliches Mobilitätsmanagement einzuführen und ihren Teil zu leisten, damit der Verkehr optimal fliessen kann.
Instrument der abgestimmten Standortförderung
Durch seine zentrale geografische Lage und die ständige Arbeit an den wichtigsten Standortfaktoren für Unternehmen ist der Kanton Luzern heute als Unternehmensstandort besonders attraktiv. Durch die enge Kooperation des Kantons mit den Regionen und Gemeinden in der Standort- und Wirtschaftsförderung sind die kantonalen ESP das wichtigste Verbindungsstück zur Raumplanung. Alle Entwicklungsschwerpunkte sollen verfügbare, attraktive Flächenangebote, verbunden mit einem erfolgsversprechenden Vermarktungsprofil, erhalten. Die Basis wird im gemeinsam getragenen Gebietsmanagement der ESP in Zusammenarbeit mit den Grundeigentümern und Investoren gelegt.Strategische Arbeitsgebiete als Spezialangebot
Als strategische Arbeitsgebiete (SAG) werden zusammenhängende grössere Flächen bezeichnet, welche im Richtplan festgesetzt werden. Aktuell gibt es im Kanton Luzern drei solche Gebiete. Sie sind zwischen 10 und 30 ha gross. Viel Fläche also, um grosse Ideen und Projekte zu verwirklichen. Gemäss den formulierten Kriterien ist deren Nutzung besonders wertschöpfungsstarken Unternehmen und Immobilienentwicklungen vorbehalten. Die Entwicklung der Areale erfolgt in enger Abstimmung mit dem Kanton Luzern und den jeweiligen Standortgemeinden. Die Wirtschaftsförderung Luzern agiert als erste Ansprechpartnerin für potenzielle Interessenten.Stadtregion Luzern

ESP Luzern Süd
Traumhaft eingebettet zwischen Luzern, Horw und Kriens erstreckt sich ein vielfältiges Siedlungsgebiet mit urbanem Charakter und direkt angrenzendem Naherholungsgebiet. Die fortlaufende Transformation in ein urbanes, kreatives und nachhaltiges Wohn- und Arbeitsgebiet ist in vollem Gange. Luzern Süd ist mit sämtlichen Verkehrsmitteln regional und überregional bestens erschlossen. Besonders der Velo-Highway «Freigleis» stösst als Arbeits- und Freizeitverbindung auf Begeisterung.
www.luzernsued.ch
ESP Luzern Nord
In der Smart City Luzern Nord treffen mit Emmen und Luzern die zwei bevölkerungsreichsten Gemeinden des Kantons aufeinander. Rund um den Seetalplatz, bestens erschlossen und malerisch gelegen an den Flüssen Reuss und Kleine Emme, entsteht derzeit das urbane Herz des ESP-Perimeters, welcher sich vom Bahnhof Littau bis zum Bahnhof Waldibrücke zieht. Im flächenmässig grössten ESP gibt es eine grosse Breite von Angeboten für Unternehmen und Bevölkerung.
www.luzernnord.ch
ESP Luzern Ost
Der Raum Luzern Ost umfasst sechs Rontaler Gemeinden. Direkt an die Autobahn A14 angebunden und mit allen Verkehrsmitteln erschlossen, liegt Luzern Ost direkt auf der Achse der Wirtschaftsräume Luzern, Zug und Zürich. Nebst grossen Industriefirmen finden hier insbesondere international ausgerichtete Unternehmen ihren Platz. Gleichzeitig bieten die grünen Hügel der Region und der nahgelegene Gewässerraum der Reuss Naherholung vor der Haustür.
www.luzernost.ch
ESP Luzern Bahnhof
Das weltweit bekannte Postkarten-Luzern ist die kulturelle und wirtschaftliche Metropole der Zentralschweiz. Das Jahrhundertprojekt Durchgangsbahnhof wird die nationale und internationale Erreichbarkeit von Luzern auf Dauer sicherstellen und den Ausbau hin zur nachhaltigen Mobilität in der gesamten Grossstadt-Region ermöglichen. Das Stadtzentrum am See wird eine neue Prägung erhalten, da im direkten Umfeld des Bahnhofs neue, einmalige städtebauliche Chancen entstehen.
ESP Rothenburg Station
Dieser im Norden der Stadtregion gelegene ESP zeichnet sich durch eine hohe Lagequalität und Entwicklungsdynamik aus und verfügt über ein grosses Weiterentwicklungspotenzial. Aktuell wird in einem kooperativen Prozess ein Gesamtkonzept Siedlung und Verkehr erarbeitet, welches die Basis bildet für die zukünftige bauliche, verkehrsverträgliche und wirtschaftliche Entwicklung des Gebiets.
SAG Schweissmatt Inwil
Das grösste der drei strategischen Arbeitsgebiete im Kanton Luzern befindet sich in der Gemeinde Inwil. Das beinahe 30 ha grosse Landstück liegt in unmittelbarer Nähe der Autobahn A14 (Hauptverkehrsachse Luzern-Zug-Zürich) und ist in planungsrechtlicher Vorbereitung für die Ansiedlung eines wertschöpfungsstarken Grossunternehmens.Regionen Sursee, Seetal, Willisau und Wiggertal

ESP Sursee
Die Entwicklung von Stadt und Region Sursee hin zu einem modernen kleinstädtischen Zentrum am Sempachersee zeichnet sich seit Jahrzehnten ab. Die Stadt ist auch als Unternehmensstandort interessant. So siedelten sich über die Jahre zahlreiche Unternehmen an, welche von der perfekten Anbindung auf Schiene und Strasse profitieren. Mit der Aufnahme ins Agglomerationsprogramm steht der Stadt Sursee der nächste Entwicklungsschritt bevor. Vom Arbeitsgebiet im Norden der Stadt erreichen Unternehmen schweizweit ihre Kunden innert kurzer Zeit.
ESP Hochdorf-Römerswil
Hochdorf ist das regionale Zentrum des Luzerner Seetals. Die hohe landschaftliche Qualität trifft hier auf spannende Unternehmen. Insbesondere die Indust- trie hat sich im Laufe der Zeit im Seetal niedergelassen. Das prägt. So ist das Seetal auch heute noch jene Region mit dem höchsten Anteil im zweiten Sektor. Die grossen Baulandreserven sind ein wesentlicher Vorteil des ESP und insbesondere auch dessen Potenzial. Aktuell wird ein Nutzungs- und Entwicklungskonzept erarbeitet.
ESP Reiden / Wikon
Die Gemeinden Wikon und Reiden liegen an der Grenze zum Kanton Aargau und sind verkehrstechnisch bestens erschlossen mit der eigenen Autobahnausfahrt zur A2. Neben der Nord-Süd-Verbindung ist auch die Ost-WestVerbindung A1 in unmittelbarer Nähe. Diese Lage und auch das industrie- und gewebefreundliche Umfeld (der ESP grenzt nur an wenigen Punkten an Wohngebiete) machen den ESP zu einem stark nachgefragten Standort für Unternehmen.
ESP Willisau
Das schmucke Städtchen Willisau ist das regionale Zentrum des Luzerner Hinterlands. Kleine und mittelgrosse Gewerbe- und Industriebetriebe unterschiedlicher Branchen haben sich hier niedergelassen. Mit der Competec Logistik (Brack) ist in den vergangenen Jahren eine grosse Ansiedlung gelungen, und das Unternehmen baut weiter kräftig aus in Willisau. Es gibt noch Baulandreserven, und städtebauliche Entwicklungen auf dem ehemaligen Wellisareal sind im Gang. Aktuell wird die räumliche und nutzungsmässige Vision für den ESP Willisau für dessen Weiterentwicklung erstellt.
ESP Dagmersellen
Der Entwicklungsschwerpunkt Dagmersellen ist verkehrstechnisch hervorragend erschlossen. Er liegt in unmittelbarerer Nähe des Autobahnanschlusses der A2, der Bahnhof ist in Fussdistanz, und es gibt auch einen Industriegleisanschluss. Der ESP ist geprägt von grossen industriellen Unternehmen wie Pan Gas, Misapor, Emmi oder Hiestand und verfügt über ein grosses Lager- und Logistikangebot, v.a. durch die Firma Galliker AG. Der ESP verfügt noch über Erweiterungspotenzial.SAG Honrich Sempach
Das strategische Arbeitsgebiet befindet sich direkt an der Autobahn. Ganz in der Nähe kämpften die alten Eidgenossen in der berühmten Schlacht von Sempach um ihre Eigenständigkeit. Eigenständig ist auch das Profil. Wo sonst finden Unternehmen heute noch 10 ha Land mit Seesicht zur Bebauung? Das mit dem Wakkerpreis ausgezeichnete Städtli überzeugt mit hoher Qualität. Eine Bedingung gibt es: das Land ist wertschöpfungsstarken Unternehmen und Nutzungen vorenthalten.SAG Mehlsecken Reiden
Die Lage des SAG Reiden könnte zentraler nicht sein. Eingemittet zwischen den Städten Basel, Bern, Luzern und Zürich liegt es im Kreuz der beiden das Land durchquerenden Autobahnen A2 und A1. Der Autobahnanschluss Reiden liegt direkt neben dem Areal. Die rund 20 ha Land bieten strategische Entwicklungsmöglichkeiten für ein wertschöpfungsstarkes Unternehmen, welches hier die Lagegunst und das hohe Potenzial nutzen möchte für einen nächsten grossen Schritt. -

Bundesrat will Wettbewerbsfähigkeit von Schweizer KMU und Regionen weiter stärken
Mit der Botschaft zur Standortförderung 2024-2027 entwickelt der Bundesrat die strategischen Grundlagen der Standortförderung des Bundes weiter. Er verfolgt mit der Standortförderung in den Jahren 2024-2027 die folgenden fünf Ziele: Rahmenbedingungen für KMU verbessern, Regionen stärken, zur nachhaltigen Entwicklung beitragen, Chancen der Digitalisierung nutzen sowie die Attraktivität des Wirtschafts- und Tourismusstandorts stärken. Im Vergleich zur Periode 2020-2023 wird die Bedeutung der nachhaltigen Entwicklung und der Digitalisierung aufgewertet. Zudem wird die Standortförderung noch stärker auf die Bedürfnisse der Haupt-Zielgruppen – KMU und Regionen – ausgerichtet. Für die Umsetzung der Ziele werden in den kommenden Jahren durch das SECO und die mandatierten Organisationen (Bürgschaftsgenossenschaften, Schweizerische Exportrisikoversicherung, Schweizerische Gesellschaft für Hotelkredit, Schweiz Tourismus, Switzerland Global Enterprise) 23 konkrete Aktivitäten definiert. Die Umsetzung erfolgt zum Teil in Zusammenarbeit mit den Kantonen und weiteren Partnern.
Die Schwerpunkte der Standortförderung
Bei der KMU-Politik liegt der Schwerpunkt im Ausbau von EasyGov.swiss, des One-Stop-Shops von Bund, Kantonen und Gemeinden für Unternehmen. Dieser kann wesentlich zur administrativen Entlastung der Unternehmen beitragen. In der Periode 2024-2027 soll der Leistungsumfang von EasyGov weiter ausgebaut werden, um dem Bedürfnis der Unternehmen nach weiteren elektronischen Behördenleistungen gerecht zu werden. Im Rahmen des Ausbaus von EasyGov ist beispielsweise geplant, den Unternehmen künftig einen gebündelten Prozess für den Unternehmensumzug (Adressänderung) anbieten zu können. Geplant ist auch ein weiterer Ausbau im Bereich der ausländerrechtlichen Meldungen und Bewilligungen für Unternehmen.Bei der Tourismuspolitik liegen die inhaltlichen Schwerpunkte auf der Weiterentwicklung der Investitionsförderung, der nachhaltigen Entwicklung sowie der digitalen Transformation des Tourismus. Einen Schwerpunkt stellt in den Jahren 2024-2027 zudem die Umsetzung des Recovery-Programms für den Schweizer Tourismus dar, mit dem den Auswirkungen der Covid-19-Pandemie entgegengewirkt wird.
Die Neue Regionalpolitik NRP startet 2024 in ihre dritte achtjährige Mehrjahresperiode (2024-2031). Die bisherigen thematischen Förderschwerpunkte «Industrie» und «Tourismus» werden weitergeführt. Als Querschnittthemen erhalten neben der Digitalisierung insbesondere die nachhaltige Entwicklung und die «lokale Wirtschaft», welche die Exportorientierung der NRP ergänzt, besonderes Gewicht.
Schliesslich soll das Angebot zur Unterstützung der Exportwirtschaft, beispielsweise in Bezug auf handelstechnische Fragestellungen, und insbesondere der Zugang von Schweizer Exporteuren zu grossen ausländischen Infrastrukturprojekten, bedarfsgerecht weiterentwickelt und der «Team Switzerland»-Ansatz erweitert werden. So führen diverse Verbände, Bundesstellen, Switzerland Global Enterprise und die Schweizerische Exportrisikoversicherung vermehrt gemeinsame Promotionsauftritte im Ausland durch. Diese richten sich unter anderem an Generalunternehmer, welche grosse Infrastrukturprojekte ausführen. In wichtigen Märkten werden weitere Geschäftsmöglichkeiten identifiziert.
Verpflichtungskredite und Zahlungsrahmen
Um die Instrumente der Standortförderung fortzuführen und weiterzuentwickeln, beantragt der Bundesrat dem Parlament für die Jahre 2024-2027 Verpflichtungskredite und Zahlungsrahmen im Umfang von insgesamt 428,83 Millionen Franken. Für die Jahre 2020-2023 stand ein Betrag von rund 399 Millionen Franken zur Verfügung. Hinzu kommt ein Zahlungsrahmen für die Äufnung des Fonds für Regionalentwicklung in den Jahren 2024-2031 im Umfang von 217,3 Millionen Franken (reduziert um 12,7 Mio. CHF gegenüber der Vorperiode 2016-2023).Die Umsetzung der Standortförderung erfolgt anhand der Instrumente der KMU-Politik, der Tourismuspolitik, der Neuen Regionalpolitik (NRP) sowie der Aussenwirtschaftsförderung.


