Schlagwort: Immoinvest

  • ewz baut erste hochalpine Solar-Grossanlage

    ewz baut erste hochalpine Solar-Grossanlage

    Auf über 2100 Metern über Meer haben an der Albigna-Staumauer in der Gemeinde Vicosoprano die Arbeiten zur Schaffung der ersten hochalpinen Solaranlage im Grossformat begonnen, Laut einer Medienmittelung von ewz haben Mitarbeitende damit begonnen, zunächst die Kabelkanäle zu verlegen. Insgesamt werden sechs Kilometer Kabel verbaut. Dann folgt die Montage der 670 Meter langen Tragekonstruktion unterhalb der nach Süden gerichteten seeseitigen Mauerkrone, auf der 1200 Photovoltaikmodule angebracht werden. Die Bauphase soll Ende August abgeschlossen sein, im September soll die Anlage ans Netz gehen.

    „Auch für uns ist es eine nicht alltägliche Arbeit. Aber wir sind entsprechend vorbereitet und sicherheitstechnisch geschult worden“, sagt Willi Roganti, Leiter Betrieb und Instandhaltung Bergeller Kraftwerke bei ewz, der die Bauarbeiten führt.

    Mit einer Gesamtleistung von 410 Kilowatt Peak können pro Jahr rund 500 Megawattstunden Naturstrom produziert werden. Dies entspricht dem jährlichen Strombedarf von circa 210 städtischen Zürcher Haushalten. Hochalpine Solaranlagen ermöglichen bessere Ertragswerte als tiefergelegene. Grund sind die intensivere Sonneneinstrahlung sowie die reflektierende Schneedecke. Auch steigt die Effizienz von Photovoltaikanlagen mit sinkenden Aussen- und somit Modultemperaturen. Rund die Hälfte der Stromproduktion der Anlage wird im Winter anfallen.

  • Was ist PropTech – und was geht mich das an?

    Was ist PropTech – und was geht mich das an?

    Das Kunstwort «PropTech» setzt sich aus den englischen Begriffen «Property» (Liegenschaft) und «Technology» (Technologie) zusammen. Man kann es also mit «Immobilien-Technologie» übersetzen, wobei diese Übersetzung unzulänglich ist: Spricht man heute von PropTech, meint man damit alle technologischen Entwicklungen in der Immobilien- und Bau-Branche, die mit der digitalen Transformation – also mit der Verlagerung klassischer Geschäftsabläufe in die digitale Welt – zu tun haben.

    Was machen PropTechs genau?

    PropTech-Unternehmen bieten der Immobilien- und Baubranche (B2B), aber auch Endkunden (B2C) Produkte und Dienstleistungen an, die neuste Informations- und Kommunikationstechnologien wie Cloud Computing, künstliche Intelligenz, Sensorik (IoT), Blockchain, Virtual und Augmented Reality, Robotik oder 3D-Druck, etc. nutzen. Die Bandbreite der PropTech-Angebote ist sehr gross, und sie decken den ganzen Lebenszyklus von Immobilien ab – von der Planung, Finanzierung über die Realisierung, die Vermietung und den Verkauf bis zum Betrieb und Unterhalt. Als Beispiele können Smart-Home-Geräte und -Steuerungen, Software für die Erstellung von Verkaufsdokumentationen, virtuelle Wohnungsbesichtigungen, Gebäudeautomation, Immobilien-Crowdfunding-Plattformen oder Anwendungen für das digitale Facility Management genannt werden.

    Was bringt das alles?

    Für den Endkunden bietet PropTech neue Nutzererlebnisse, Transparenz und Zeitersparnis im komplexen Immobilien-Markt. Unternehmen der Immobilien- und Bau-Branche können ihren Kunden umfangreichere Dienstleistungen, bessere Qualität und mehr Flexibilität anbieten. Überdies steigert PropTech die Effizienz im Arbeitsalltag, was sich in Kosteneinsparungen niederschlägt.

    Und was geht mich das an?

    Die «digitale Revolution» findet schon lange statt. In manchen Bereichen der Gesellschaft und der Wirtschaft ist sie früher angekommen, in anderen später. Die Immobilien- und die Bau-Branche zählen zu letzteren: Sie sind so genannte «late followers», die technologische Entwicklungen in der Regel erst sehr spät annehmen und implementieren. In Bezug auf PropTech ist das nicht einfach nur bedauerlich, sondern geradezu gefährlich: Die digitale Transformation lässt sich nicht aufhalten, sondern schreitet im Gegenteil immer rascher voran. Unternehmen, die sich nicht damit beschäftigen, laufen Gefahr, den Anschluss zu verpassen – und damit über kurz oder lang Marktanteile und Kunden zu verlieren. Deshalb geht das Thema PropTech auch Sie etwas an – und zwar besser heute als morgen.

    Wie lerne ich mehr über PropTech? 

    Zugegeben: Für «Neulinge» ist das Themenfeld anfangs verwirrend und die Menge und Angebote der PropTech-Unternehmen unübersichtlich. Und ja: Es braucht personelle und finanzielle Ressourcen ebenso wie ein gewisses Know-how, um sich mit PropTech auseinanderzusetzen und Innovationen im eigenen Unternehmen zu implementieren. Aber zum Glück gibt es Unterstützung beim Einstieg: Das Netzwerk SwissPropTech vernetzt PropTech-Unternehmen mit der Immobilien- und Bau-Branche. Wir stellen unseren Mitgliedern Know-how, Informationen und Kontakte zur Verfügung, die es ihnen erleichtern, sich in der PropTech-Welt zurecht zu finden. An zahlreichen Anlässen in der ganzen Schweiz können sich unsere Mitglieder präsentieren und wertvolle Kontakte knüpfen; so fällt der Einstieg in PropTech gleich viel leichter. Nutzen Sie diese Chance! Gerne stehen wir Ihnen für weitere Informationen über eine Mitgliedschaft zur Verfügung:

    Kontakt:
    Mario Facchinetti, Initiator & Repräsentant von PropTechMarket
    Telefon 044 931 20 24, info@swissproptech.ch

  • Halter AG realisiert Hochhaus

    Halter AG realisiert Hochhaus

    Das elfstöckige Hochhaus in Neuhausen a. R. wird nach der Fertigstellung Mitte 2022 insgesamt 76 Mietwohnungen und Gewerbeflächen im Erdgeschoss umfassen, wie aus einer Mitteilung der Halter AG hervorgeht. Das Wohn- und Geschäftshaus dient dabei als „Richtprojekt für einen übergreifenden Quartierplan“. Der Standort Industrieplatz ist Teil des Quartierplangebietes und das 40 Meter hohe Hochhaus wird das markanteste Gebäude am Platz sein, so die Halter AG.

    Im Erdgeschoss werden 265 Quadratmeter an Gewerbeflächen zur Verfügung stehen. Dort sollen kleinere Verkaufsräume für Güter des täglichen Bedarfs oder auch für einen Coiffeur entstehen. Die Wohnungen werden 1,5 bis 4,5 Zimmer umfassen. Damit richten sie sich an Ein- und Zweipersonenhaushalte sowie Kleinfamilien. „Durch die Nähe zum Bahnhof werden sie insbesondere auch Pendler in Richtung Schaffhausen, Winterthur und Zürich ansprechen“, heisst es in der Mitteilung.

    Die in Zürich ansässige Halter AG wird im kommenden Jahr ihren Hauptsitz in die ehemalige NZZ-Druckerei (heute Join.Explore.Dare/JED) in Schlieren verlagern.

  • W. Schmid AG startet Neubauprojekt

    W. Schmid AG startet Neubauprojekt

    Die W. Schmid AG errichtet an der Buckhauser-/Flurstrasse in Zürich ein siebengeschossiges Mehrfamilienhaus mit 101 Wohnungen. Laut einer Medienmitteilung ist nach Ende der Abbrucharbeiten mit dem Aushub der Baustart erfolgt. Nachdem die W. Schmid AG 2019 bereits die Wohnüberbauung Burbel in Oberglatt ZH für die Swiss Life AG realisiert hat, handelt es sich bei dem neuen Projekt um einen Folgeauftrag.

    Diesen setzt die W. Schmid AG als Generalunternehmerin um. Neben den 101 Mietwohnungen entstehen in dem Neubau auch zwei Gewerbeflächen. Das Mehrfamilienhaus wird in U-Form gebaut, so dass ein Innenhof entsteht, „welcher zukünftige Bewohner vom Strassenlärm schützt und einen Platz für Begegnungen schafft“. Zudem werden Fassade und weitere Elemente begrünt, „wodurch das Wohnumfeld noch mehr aufgewertet wird“. 

  • Liestal heizt künftig mit Holz aus der Region

    Liestal heizt künftig mit Holz aus der Region

    Die Stadt Liestal will ihre sieben Wärmeverbünde sanieren und bis 2030 zu einem neuen Grosswärmeverbund zusammenschliessen. Wie die Genossenschaft Elektra Baselland (EBL) mitteilt, wird dazu in einem ersten Schritt die Heizzentrale Liestal für 42 Millionen Franken modernisiert. Sie soll ab 2023 zu 90 Prozent mit Holz aus der Region geheizt werden, je zur Hälfte mit Recyclingholz und Waldhackschnitzel. Bisher beträgt der Anteil erneuerbarer Energieträger 45 Prozent. Pro Jahr sollen so 24‘000 Tonnen CO2-Ausstoss eingespart werden.

    Ausserdem sollen drei weitere lokale Wärmeverbünde an das Netz der Heizzentrale angeschlossen und das Fernwärmenetz auf 31 Kilometer verlängert werden. Der Ausbau des Netzes soll in drei Etappen bis 2030 abgeschlossen werden.

    Der Kanton Basel-Landschaft will sukzessive die 48‘000 fossilen Heizungen im Kanton ersetzen. „Wir sind davon überzeugt, dass für eine nachhaltige Energieversorgung die Energie zunehmend aus erneuerbaren Ressourcen stammen muss“, wird EBL-CEO Tobias Andrist in der Mitteilung zitiert.

  • Baupreise sind leicht gestiegen

    Baupreise sind leicht gestiegen

    Der Schweizerische Baupreisindex des Bundesamts für Statistik (BFS) erhöhte sich zwischen Oktober 2019 und April 2020 um 0,2 Prozent auf 100 Punkte. Dies ist laut einer Medienmitteilung auf einen Preisanstieg sowohl im Hoch- als auch im Tiefbau zurückzuführen.

    Im Hochbau ist der Anstieg des Preisindexes im vorangehenden Halbjahr hauptsächlich auf höhere Preise bei Sanitäranlagen zurückzuführen. Auch die Kosten für Fenster und Aussentüren hätten zugenommen, wenn auch weniger stark.

    Mit Ausnahme der Zentralschweiz und Zürichs sind die Preise in fast allen Grossregionen gestiegen, vor allem in der Ostschweiz mit einem Plus von 0,8 Prozent. Den deutlichsten Preisrückgang verzeichnet die Zentralschweiz (-0,1 Prozent), gefolgt von Zürich.

    Im Tiefbau wurden im Vergleich zum vorangehenden Halbjahr insbesondere bei den Ingenieurhonoraren und beim Oberbau höhere Preise beobachtet. Dagegen sanken die Preise für den Erd- und Unterbau.

    Ausser in der Ost- und Nordwestschweiz sowie der Genferseeregion verzeichneten alle Regionen eine Preissteigerung. Am grössten war sie in der Zentralschweiz (+1,9 Prozent). Den stärksten Rückgang verbuchte die Ostschweiz (-0,9 Prozent).

  • AKB will umweltbewusste Privatpersonen belohnen

    AKB will umweltbewusste Privatpersonen belohnen

    Die AKB ist laut ihrer Medienmitteilung erst die zweite Bank in der Schweiz, die einen Green Bond in Schweizer Franken emittiert. Mit dem Green Bond finanziert sie direkt die neue AKB Green Hypothek. Mit dieser möchte die AKB umweltbewusste Privatpersonen belohnen, „die ihr Eigenheim nach klimafreundlichen Kriterien bauen oder renovieren“. Dabei werden neben Neubauten und energetischen Einzelmassnahmen auch „umfassende Gesamtsanierungen zur Steigerung der Energieeffizienz oder zur Nutzung von erneuerbaren Energien, wie die Installation von Photovoltaik-Anlagen oder von Panels zur Aufbereitung von Warmwasser, unterstützt“.

    „Wir fördern mit zukunftsorientierten Lösungen Wachstum, das die Umwelt schont“, wird AKB Direktionspräsident Dieter Widmer in der Mitteilung zitiert. „Der AKB Green Bond dient dazu, die Refinanzierung der AKB Green Hypotheken mit einem gesamtheitlichen Nachhaltigkeitskonzept zu ermöglichen. Zudem bietet die Green Hypothek Zinsvergünstigungen bis zu 10 Jahre ohne Einschränkung.“

    Die AKB möchte mit ihrer Initiative die Region, „mit der wir verbunden sind“, auch für die kommenden Generationen erhalten. Denn durch ihre Förderung einer umweltverträglichen Bautätigkeit werde zur Emissionsreduktion bei Gebäuden beigetragen und somit ein „gesellschaftlicher Mehrwert“ geschaffen. Jeder zehnte Kunde einer AKB Green Hypothek im Jahr 2020 erhält von der Kantonalbank gratis ein E-Bike.

  • Meyer Burger wird zum Hersteller von Solartechnik

    Meyer Burger richtet sich strategisch neu aus, um sein geistiges Eigentum besser zu schützen. Der Verwaltungsrat des Maschinenbauers mit Sitz in der Gemeinde Thun hat laut einer Medienmitteilung entschieden, seine Fertigungsanlagen für Solarzellen und Solarmodule nur noch exklusiv zum eigenen Gebrauch herzustellen. Für eine eigene, gross skalierte Zell- und Modulproduktion wird Meyer Burger auf einer ausserordentlichen Generalversammlung am 10. Juli eine Kapitalerhöhung von 165 Millionen Franken beantragen.

    Ein Grossteil der heute weltweit produzierten Solarmodule basierten auf den Technologien von Meyer Burger. Dennoch habe das Unternehmen aus seiner Technologieführerschaft in den vergangenen Jahren keinen Gewinn erzielen konnte. Mit dem Verkauf seiner Maschinen habe Meyer Burger die proprietäre Technologie aus der Hand gegeben und die Realisierung des geschaffenen Mehrwerts weitestgehend seinen Kunden überlassen.

    „Der Wandel vom Maschinenanbieter zum vertikal integrierten Zell- und Modulhersteller ist der richtige und konsequente Schritt, um uns einen angemessenen Anteil am Wert zu sichern, den unsere global führende Technologie generiert“, erklärt Verwaltungsratspräsident Franz Richter. „Der nächste Technologieschritt ist vergleichbar mit dem Übergang von 4G auf 5G in der mobilen Kommunikation“, so CEO Gunter Erfurt. „Nur Meyer Burger hat die 5G-Technologie der PV-Industrie zur Marktreife geführt. Wir können mit unseren Produkten bereits in einem Jahr am Markt sein.“

    Meyer Burger will die Produktion im ersten Halbjahr 2021 starten. Aktuell lägen Kaufabsichtserklärungen von potenziellen Kunden aus Europa und den USA im Umfang von über 2 Gigawatt pro Jahr vor. Dieser zu erwartenden Nachfrage entsprechend sei beabsichtigt, durch Aufnahme von insgesamt rund 180 Millionen Franken Fremdkapital im Jahr 2021/22 die jährliche Kapazität bis 2022 auf 1,4 Gigawatt Zell- und 0,8 Gigawatt Modulproduktion auszuweiten. Meyer Burger erwartet auf dieser Basis innerhalb von drei Jahren einen jährlichen Umsatz von 400 bis 450 Millionen Franken und eine EBITDA-Marge von 25 bis 30 Prozent.

    Langfristig werde ein Ausbau auf mindestens 5 Gigawatt angestrebt. Bei entsprechender Nachfrage seien weitere Modulfertigungen im europäischen und amerikanischen Raum geplant, die aus zentraler Zellenfertigung beliefert werden können.

  • Daniel Anderes übernimmt Präsidium des Technoparks Winterthur

    Daniel Anderes übernimmt Präsidium des Technoparks Winterthur

    Der grosse Einsatz von Hans-Walter Schläpfer insbesondere bei der Strategieentwicklung und bei der Zusammenarbeit des Technoparks Winterthur mit der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) sei an der Generalversammlung gebührend verdankt worden, informiert Technopark Winterthur in einer Mitteilung. Nach sechs Jahren an der Spitze des Verwaltungsrats übergibt Schläpfer sein Amt an Daniel Anderes. Der 49-jährige gebürtige Winterthurer soll die Winterthurer Start-up-Schmiede als „weitere jüngere Kraft mit zusätzlicher Sicht von aussen“ verstärken.

    In derselben Mitteilung werden zudem eine Reihe von Massnahmen des Technoparks Winterthur zur Unterstützung seiner Jungunternehmen während der Coronavirus-Pandemie kommuniziert. In Ergänzung zu den Hilfsmassnahmen der öffentlichen Hand bietet der Technopark hier im Einzelfall finanzielle Erleichterung an. Neuen Mietern wird der Einzug in den Technopark zudem durch einen zweimonatigen Erlass des Mietzinses erleichtert. Auch die Seminar- und Sitzungsräume des Technoparks können derzeit vergünstigt reserviert werden.

    Der Technopark Winterthur werde weiterhin vor allem auf die drei Themen intelligente Lösungen im Bereich Energie, Gesundheit und Maschinenbau ausgerichtet, heisst es in der Mitteilung weiter. Hier arbeitet der Technopark mit der Handelskammer und Arbeitgebervereinigung Winterthur (HAW) und der kantonalen Standortförderung (House of Winterthur) zusammen. Im Rahmen dieser Zusammenarbeit wird sich der Technopark arbeitsteilig besonders um den Bereich intelligente Energie kümmern.

  • Wasserstoff kann günstiger produziert werden

    Wasserstoff kann günstiger produziert werden

    Fachleute des Instituts für Innovation und Technologiemanagement der Hochschule Luzern (HSLU) haben den wirtschaftlichen Mehrwert einer umweltfreundlichen Herstellung von Wasserstoff untersucht. Ihre Arbeit hat laut einer Medienmitteilung nachgewiesen, dass der Einsatz von Wasser-Elektrolyseuren zur Stabilisierung des Stromnetzes bei Über- oder Unterlasten die Herstellungskosten um bis zu 15 Prozent reduziert.

    Bei der Wasser-Elektrolyse wird Wasser mithilfe von Strom in Sauerstoff und Wasserstoff zerlegt. Noch ist dabei der Wirkungsgrad problematisch: Bei der Herstellung entsteht Abwärme, die sich nicht immer gut nutzen lässt. Zudem ist der Preis für Strom aus erneuerbaren Energien hoch. Beides macht klimafreundlichen Wasserstoff zum heutigen Zeitpunkt vergleichsweise teuer. Auch das Tankstellennetz für Autos ist noch dünn. „Es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis sich das ändert. In der Schweiz sind grössere Offensiven dafür bereits in Vorbereitung“, so Christoph Imboden, Dozent für Energiewirtschaft an der HSLU.

    Das EU-Projekt QualyGrid untersuchte mit elf Partnern aus acht Ländern eine vielversprechende Lösung, um die Herstellungskosten zu senken. Ziel des Projekts war, Präqualifikationstests für Wasser-Elektrolyseure zu standardisieren und damit ihre Zulassung zu vereinfachen.

    Die Forschenden der HSLU berechneten in diesem Rahmen den geldwerten Vorteil von Wasser-Elektrolyseuren. Weil es dafür noch keine Datengrundlage gab, musste der Wert ihrer Dienstleistung für die verschiedenen Netzbetreiber in Europa erst zusammengetragen werden. Schliesslich konnte die Forschungsgruppe nachweisen, dass der Einsatz von Wasser-Elektroyseuren zur Stabilisierung des Stromnetzes die Herstellungskosten von Wasserstoff um bis zu 15 Prozent reduziert. „Damit wird der Schritt zu einer breiten Einführung der Wasserstofftechnologie deutlich erleichtert“, heisst es in der Medienmitteilung.

  • Zürich gehört zu Europas wichtigsten Tech-Städten

    Zürich gehört zu Europas wichtigsten Tech-Städten

    fDi Intelligence, die Fachstelle für ausländische Direktinvestitionen der „Financial Times“, hat den Bericht „fDix TNW Tech Cities of the Future 2020/21“ veröffentlicht. Darin führt sie die wichtigsten Tech-Städte in Europa auf. Die Stadt Zürich schafft es in der Gesamtbewertung auf den Platz 14.

    Die gute Bewertung hat Zürich mehreren Top-Platzierungen in den Unterkategorien zu verdanken. So schneidet die Stadt etwa bei der Bewertung als Standort für Start-ups europaweit auf Platz sechs ab. Ausserdem schafft es Zürich in der Kategorie Innovation und Attraktivität auf Platz sieben.

    Punkten kann die Stadt ausserdem mit ihrer Strategie für ausländische Direktinvestitionen. In der entsprechenden Kategorie schafft es Zürich europaweit auf Platz sieben. Laut fDi Intelligence sind erfolgreiche Tech-Städte das Resultat einer abgestimmten politischen Strategie, welche darauf abzielt, eine global vernetzte Gemeinschaft aufzubauen sowie Innovation und Unternehmertum zu fördern.

    Auch eine weitere Stadt in der Greater Zurich Area kann im Ranking punkten. So belegt Zug in der Kategorie Wirtschaftliches Potenzial den achten Platz in Europa.

    fDi Intelligence hat in der Rangliste insgesamt 76 Städte in Betracht gezogen. Den Spitzenplatz belegt London.

  • Bauplaner erhalten Methode zur Ökobilanzierung

    Bauplaner erhalten Methode zur Ökobilanzierung

    Vizcab, eine Ausgründung des Standorts Freiburg der Eidgenössischen Technischen Hochschule Lausanne (EPFL Freiburg), konnte laut einer Medienmitteilung Risikokapital in Höhe von 1,6 Millionen Euro einsammeln. Das Start-up mit Sitz im französischen Lyon hat eine neue Methode entwickelt, mit der Ingenieure die Energieeffizienz eines Gebäudes bereits in der Entwurfsphase bewerten können. Mit dieser Kapitalspritze will Vizcab zunächst in Frankreich Fuss fassen. In 18 bis 24 Monaten plant das Jungunternehmen eine Finanzierungsrunde der Serie B, um zu expandieren.

    „Unser Start-up arbeitet an der Schnittstelle zwischen der digitalen und der ökologischen Wende“, erklärt Gründer und Innovationschef Thomas Jusselme. Sein datenbasiertes Modell kann Emissionsziele für Treibhausgase in die frühen Phasen des Entwurfsprozesses integrieren. Bislang war eine Berechnung der Umwelteffekte eines Gebäudes erst möglich, nachdem die Designentscheidungen in Stein gemeisselt waren.

    Architekten und Ingenieure können verschiedene Konstruktionsmöglichkeiten in eine von Vizcab entwickelte Internetanwendung eingeben. Sie führt auf Basis verschiedener Entwurfsparameter wie Heizung, Verglasung und Isolierung Tausende von Simulationen durch.

    Diese Methode wurde von Building 2050 entwickelt, einem Team, das im Smart Living Lab der EPFL Freiburg angesiedelt ist. Der erste Prototyp wurde in Zusammenarbeit mit zwei Laboratorien der EPFL, dem Labor für integrierte Performance im Design (LIPID) und dem Labor für Architektur und nachhaltige Technologien (LAST), entwickelt. Ausserdem waren das Labor EPFL+ECAL und das Human-IST-Institute der Universität Freiburg (UNIFR) beteiligt. „Es ist immer erfreulich zu hören, dass ein Spin-off, das eine Technologie unter Lizenz der EPFL betreibt, die Finanzierung gesichert hat“, so Frédéric Pont, einer der Manager für Technologietransfer der Hochschule. „Und es ist eine besonders willkommene Nachricht inmitten einer globalen Pandemie und wirtschaftlichen Unsicherheit.“

  • Zürichsee soll Zentrum von Thalwil heizen

    Zürichsee soll Zentrum von Thalwil heizen

    Der Zürichsee soll in Teilen von Thalwil künftig Öl und Gas als Energieträger ersetzen. Wie der Zürcher Energiedienstleister Energie 360° mitteilt, will er gemeinsam mit der Gemeinde einen Energieverbund realisieren. Dazu soll beim Schiffsanleger eine 30 Meter lange Rohrleitung in den See verlegt werden, mit der Seewasser in einen Wärmeaustauscher geführt wird. Die Energie wird dann mit Fernwärmeleitungen in das Zentrum der Gemeinde geführt.

    Der Energieverbund soll rund hundert Liegenschaften mit 13 Gigawattstunden Wärme und 0,5 Gigawattstunden Kälte im Jahr versorgen, darunter fünf Liegenschaften der Gemeinde. Damit können bestehende Öl- und Gasheizungen ersetzt und 2800 Tonnen CO2 eingespart werden. Zur Abdeckung von Leistungsspitzen in kalten Wintern dienen zwei Gaskessel in der Energiezentrale. Der Bau der Anlage soll im Frühjahr 2021 beginnen.

  • Ina Invest vollzieht Börsengang

    Ina Invest vollzieht Börsengang

    Die bisherigen Implenia-Aktionäre hatten für ihre Aktien Bezugsrechte für Anteile an der Implenia-Ausgründung Ina Invest erhalten. Dabei konnten für je 25 gehaltene Bezugsrechte sieben neue Aktien erworben werden. Nicht nachgefragte Aktien waren Investoren angeboten worden. Der Angebotspreis war auf 22,42 Franken festgelegt worden, erläutert Implenia in einer Mitteilung zum Börsengang.

    „Wir sind hocherfreut darüber, dass Ina Invest so gut aufgenommen wurde und viele Implenia Aktionäre ihre Bezugsrechte ausgeübt haben, um sich an der Kapitalerhöhung zu beteiligen“, wird Stefan Mächler, Verwaltungsratspräsident von Ina Invest Holding, in einer Mitteilung von Implenia zum Börsengang zitiert. Die Immobiliengesellschaft wird nach dem Börsengang rund 43 Prozent der Anteile an ihrer Ausgründung halten. Dazu will Implenia eine Forderung von rund 60 Millionen Franken gegen neue Aktien der Ina Invest verrechnen. Die Kotierung von Ina Invest war der erste Börsengang, den die Schweizer Börse in diesem Jahr verzeichnen konnte. „Ich freue mich sehr, dass Ina Invest die IPO-Saison 2020 an unserer Börse eröffnet und beschlossen hat, von den Vorteilen einer börsenkotierten Gesellschaft zu profitieren, um ihre Wachstumsziele zu verwirklichen“, wird SIX-CEO Jos Dijsselhof in einer entsprechenden Mitteilung der SIX Group zitiert. „In diesen aussergewöhnlichen Zeiten ist dies ein IPO mit grosser Signalwirkung und ein weiterer Beweis für die Stärke des Schweizer Kapitalmarktes.“ Bei einem Eröffnungspreis von 24,30 Franken pro Aktien hatte der Börsengang von Ina Invest eine Marktkapitalisierung von 215 Millionen Franken erzielt.

  • Aargau treibt Weiterführung von Limmattalbahn voran

    Aargau treibt Weiterführung von Limmattalbahn voran

    Der Regierungsrat hat eine Botschaft zuhanden des Grossen Rates verabschiedet, wie es in einer Medienmitteilung heisst. Demnach soll die Fortführung der Limmattalbahn von Killwangen nach Baden nun auf die Stufe Zwischenergebnis angehoben werden. Bislang wird das Projekt im kantonalen Richtplan als Vororientierung geführt.

    Der Kanton verweist in der Mitteilung auf die enge Verknüpfung der Limmattalbahn und des regionalen Gesamtverkehrskonzepts Ostaargau (rGVK OASE) im Raum Baden. Demnach sollen Massnahmen im Raum Baden „vorerst im Richtplan auf Stufe Zwischenergebnis verbleiben“. „Die Massnahmen für das rGVK OASE im Raum Brugg-Windisch sollen dagegen durch den Beschluss des Grossen Rats noch vor Ende 2020 auf die Stufe Festsetzung angehoben werden.“

    Die Limmattalbahn sei „ein zentraler Baustein für die Bewältigung der zukünftigen und wachsenden Mobilitätsbedürfnisse im Korridor Killwangen-Neuenhof-Wettingen-Baden“. Durch sie könne die hohe Standortgunst und der Erhalt der wirtschaftlichen Funktionsfähigkeit der Region sichergestellt werden. In der Botschaft des Regierungsrates werden auch die neuen Haltestellen in Wettingen und Spreitenbach behandelt. „Die zukünftige SBB-Haltestelle Wettingen Tägerhard soll S-Bahn, Bus und Limmattalbahn miteinander verknüpfen und den geplanten Wohnschwerpunkt Tägerhard-Ost optimal an den öV anbinden.“ Sie soll daher ebenso als Zwischenergebnis in den kantonalen Richtplan aufgenommen werden wie die künftige Haltestelle der Limmattalbahn im Osten von Spreitenbach, welche „langfristig eine dichte, urbane Wohn- und Gewerbenutzung ermöglichen“ soll.

  • Bergdietikon erhält eine neue Turnhalle

    Bergdietikon erhält eine neue Turnhalle

    Die Arbeiten an der neuen Turnhalle für Bergdietikon schreiten gut voran. Vor dem Spatenstich werden noch die Bauabschrankungen um das Gebäude sowie eine Passerelle als Verbindung zwischen den beiden Schulhäusern aufgebaut. Laut Mitteilung der Gemeinde Bergdietikon findet der Spatenstich am 25. Mai statt.

    Die Gemeindeversammlung hatte im November 2019 einem Verpflichtungskredit von über 9,91 Millionen Franken zugestimmt. Die Zustimmung für den Neubau der Turnhalle im Minergie-Standard wurde im Januar 2020 rechtskräftig. Gegen diesen Zusatzkredit in Höhe von 355’000 Franken hatte es nur elf Gegenstimmen gegeben. Dagegen war der Bau einer Photovoltaik umstritten. Dem Kredit in Höhe von 185‘000 Franken stimmten 110 Stimmbürgerinnen und Stimmbürger zu, immerhin 59 lehnten ihn ab.

  • COVID-19 bringt die Energiewende in Gefahr

    COVID-19 bringt die Energiewende in Gefahr

    Gemäss einem Bericht des Weltwirtschaftsforum (WEF) gefährdet die aktuelle Pandemie und deren ökonomischen Auswirkungen und Ausgleichszahlungen die kurzfristigen Energieziele. In der Studie «Fostering Effective Energy Transition 2020» bewertet der darin angelegte Energiewende-Index 2020 die aktuelle Leistung der Energiesysteme eines Landes. Von 115 bewerteten Ländern machen 94 seit dem Jahr 2015 Fortschritte. Die Schweiz wird bei den erreichten Fortschritten vom WEF nach Schweden als das zweiterfolgreichstes Land eingeordnet. Unter den ersten 10 sind Finnland, Frankreich und Grossbritannien daneben die einzigen G20-Länder.

    Die politischen Massnahmen, Fahrpläne und staatliche Rahmenbedingungen müssen jedoch gegenüber externen Schocks robuster gemacht werden. Denn die ökologische Nachhaltigkeit weist nach wie vor Schwächen auf. Das jüngste Beispiel dafür ist COVID-19. Unternehmen in allen Branchen wurden gezwungen, sich der Situation mit zeitweise Betriebsstilllegungen, Veränderungen der Nachfrage und neue Arbeitsweisen anzupassen. Von der Regierung wurden deshalb sogenannte Konjunkturpakete aufgelegt, um die Auswirkungen abzumildern. Wenn sie unter Berücksichtigung langfristiger Klimaziele umgesetzt würden, könnten sie den Übergang zu sauberer Energie vorantreiben.

    Die Diskrepanz zwischen dem wozu man sich verpflichtet hat und den tatsächlichen Ergebnissen, ist nach wie vor gross. Doch biete die Pandemie „eine Möglichkeit, unorthodoxe Eingriffe in die Energiemärkte und eine globale Zusammenarbeit in Betracht zu ziehen. Das könnte eine Erholung unterstützen und den Energiewandel beschleunigen, sobald die akute Krise abklingt“, sagt Roberto Bocca, Leiter Energie und Materialien beim WEF.

    Letztlich seien grössere Anstrengungen erforderlich, um sicherzustellen, dass die jüngste Dynamik nicht nur erhalten bleibe, sondern beschleunigt werde, heisst es in der Medienmitteilung weiter.

  • Christian Ulrich in der Geschäftsleitung von Akara

    Christian Ulrich in der Geschäftsleitung von Akara

    Christian Ulrich war seit 2008 für die Halter AG tätig. Seit 2011 ist er als Mitglied der Geschäftsleitung der Halter AG Gesamtleistungen für die Leitung der Abteilung Umbau und Sanierungen verantwortlich. Aufgrund seines beruflichen Werdegangs verfügt der 52-jährige über ein breites Netzwerk in der Immobilienbranche, langjährige Führungserfahrung und ausgewiesene Expertise in der Realisation von Bauten. Christian Ulrich ist eidg. Dipl. Techniker TS Hochbau (FH) mit Weiterbildung als Projektmanager der VSGU (Verband Schweizer Generalunternehmer).

    Der Verwaltungsrat freut sich, mit Christian Ulrich eine unternehmerische Persönlichkeit gewonnen zu haben, welche „das Geschäftsfeld der Akara Real Estate Management AG im Bereich der Realisation ausbauen und dieses künftig auch als Total- / Generalunternehmer anbieten kann“, so Jonathan van Gelder, VR-Präsident Akara Real Estate Management AG. Christian Ulrich sagt: „Ich freue mich als Realisierer Mandate für Akara auszuführen und die erweiterte strategische Stossrichtung auf dem Markt zu etablieren.“

    Robert Haller, der die letzten zwei Jahre eine Doppelfunktion bei Akara inne hatte, wird sich aus der Geschäftsleitung der Akara Real Estate Management AG zurückziehen und sich als Leiter der Abteilung Entwicklung und Realisation der Akara Funds AG mit seinem Team auf die Bautreuhandmandate fokussieren. «Wir sind Robert Haller sehr dankbar für die geleistete Unterstützung zum erfolgreichen Aufbau unserer Geschäftstätigkeit», sagt Patrick Mandlehr, CEO Akara Real Estate Management AG.

  • Wettbewerb zum Stromsparen

    Wettbewerb zum Stromsparen

    2020 werden erstmals drei anstatt wie bis anhin zwei Projekteingaberunden durchgeführt. Dadurch entstehen für die Antragssteller eine zusätzliche Eingabemöglichkeit sowie kürzere Wartefristen zwischen Projekteingabe und Förderentscheid.

    Die Anträge für die 3. Projektrunde 2020 können noch bis am 4. September 2020 eingereicht werden. Für die Abwicklung ist die Firma CimArk SA in Sion im Auftrag des Bundesamts für Energie verantwortlich.

    Die erste Ausschreiberunde ist bereits abgeschlossen: Von 17 eingegangenen Projekten erhielten 11 mit dem besten Kosten-Nutzen-Verhältnis einen Zuschlag. Die bewilligte Fördersumme der ersten Runde beträgt 4 Mio. Franken. Die Ideen reichten von gewerblichen Gefrier- und Kühlgeräten in Kioskfilialen über die ernergetische Optimierung von Knet- und Rührwerken in einer Schokoladenfabrik bis hin zu Effizienzsteigerungen von elektrischen Antrieben und von Beleuchtungsanlagen.

    Erfolgreicher Wettbewerb

    Mit dem Wettbewerb unterstützt der Bund Projekte und Programme die möglichst kostengünstig zum sparsameren Stromverbrauch im Industrie- und Dienstleistungsbereich und in den Haushalten beitragen. Die Fördermittel werden über einen Zuschlag auf die Übertragungskosten der Hochspannungsnetze finanziert.


    Über die letzten zehn Jahre haben sich die Wettbewerblichen Ausschreibungen zu einem erfolgreichen Förderinstrument entwickelt: Über 600 Projekte und Programme mit einem Fördervolumen von rund 240 Mio. Franken konnten bis und mit 2019 unterstützt werden. Dadurch konnten rund 730 GWh Strom pro Jahr eingespart werden, was in etwa dem jährlichen Stromverbrauch von 160’000 Haushalten entspricht.

    Alleine im 2019 konnten zusätzliche 10 Programme und 47 Projekte mit 31 Mio. Franken gefördert werden, wobei das über das gesamte 2019 betrachtete Kosten-Nutzen-Verhältnis inkl. Vollzugskosten bei 2.7 Rp./kWh liegt.

  • Wasserkraft legt um 151 Gigawattstunden zu

    Wasserkraft legt um 151 Gigawattstunden zu

    Das Bundesamt für Energie (BEF) teilt in der Wasserkraft-Statistik 2019 mit, dass per Jahresbeginn 674 aktive Wasserkraftanlagen mit einer Leistung von jeweils mehr als 300 Kilowatt gezählt wurden. Die Anzahl stieg gegenüber dem Vorjahr um 16 Anlagen und die erwartete Energieproduktion aus Wasserkraft legte im selben Zeitraum um 118 Gigawattstunden auf 36’567 Gigawattstunden zu.

    Rund 57 Prozent des inländischen Stroms werden heute mit Wasserkraft erzeugt, dabei produziert der Kanton Wallis mit einer Produktionserwartung vom 9765 Gigawattstunden am meisten Strom. Darauf folgt Graubünden mit 7950 Gigawattstunden, Tessin mit 3566 Gigawattstunden und Bern mit 3336 Gigawattstunden.

    „Gemäss dem geltenden Energiegesetz soll die durchschnittliche jährliche Wasserkraftproduktion bis 2035 auf 37‘400 Gigawattstunden ansteigen“, informiert das BFE in der Mitteilung weiter. Um die Entwicklung zu verfolgen, setzt das BFE die Statistik zur Wasserkraft ein. Dabei wird von der zu erwartender Energieproduktion der grossen Kraftwerke der Verbrauch der Zubringerpumpen abgezogen. Dafür wird die effektive Produktion der kleineren Kraftwerke addiert. So wurde für das vergangene Jahr eine durchschnittliche inländische Produktion von 36’137 Gigawattstunden errechnet, was gegenüber 2018 einer Zunahme von 151 Gigawattstunden bedeutet.

  • Kanton Zürich will CO2-neutrale Gebäude

    Kanton Zürich will CO2-neutrale Gebäude

    Rund 40 Prozent des CO2-Ausstosses im Kanton Zürich gehen auf Gebäude zurück. Um dies zu ändern, hat der Regierungsrat entsprechende Änderungen, orientiert an den Mustervorschriften der Kantone im Energiebereich (muKEN 2014), im kantonalen Energiegesetz vorgeschlagen. Künftig sollen neue Gebäude CO2-neutral geheizt und gekühlt werden. Ausserdem ist vorgesehen, dass Neubauten einen Teil des benötigten Stroms durch Photovoltaikanlagen auf dem Dach oder in der Fassade selbst erzeugen.

    Die Vorlage der Regierung sieht auch bei den Altbauten Massnahmen vor: Öl- und Gasheizungen sollen durch klimaneutrale Anlagen wie Wärmepumpen ersetzt werden. Laut einer Mitteilung der Regierung dürfen nur Öl- und Gasheizungen eingebaut werden, wenn die klimaneutrale Wärmeversorgung über die Lebensdauer über 5 Prozent mehr kosten würde.

    Förderbeiträge unterstützen den Ersatz fossiler Heizungen. Für die Jahre 2020 bis 2023 stehen insgesamt 180 Millionen Franken zur Verfügung. In diesem Zusammenhang bewilligte der Kantonsrat im März einen Rahmenkredit in Höhe von 33 Millionen Franken. Damit werden zusätzliche Mittel aus der CO2-Abgabe des Bundes verfügbar.

    Mit dem Ziel der Vorlage, den Energieverbrauch von Gebäuden niedrig zu halten, ist die Zürcher Handelskammer (ZHK) einverstanden. Jedoch kritisiert sie den Ansatz des Regierungsrates als planwirtschaftlich und zu teuer. „Zielführender wären marktwirtschaftliche Instrumente“, schreibt sie in einer Mitteilung. „Die ZHK ist erstaunt, dass der Regierungsrat seine Energiegesetz-Änderung als wirtschaftliches Impulsprogramm bezeichnet.“ Denn Subventionen müssten dem Wirtschaftskreislauf entzogen werden, die Förderung der einen Branche erfolge auf Kosten anderer Branchen. 

  • Sanierung der Limmatbrücke Wettingen

    Sanierung der Limmatbrücke Wettingen

    Laut einer Mitteilung der Regierung des Kantons Aargau wurde beschlossen, die Limmatbrücke zwischen Wettingen und Neuenhof zu sanieren. Die Brücke wurde 1970 gebaut. Nun werden 4.86 Millionen Franken zur Sanierung bereitgestellt.

    Die Arbeiten beginnen im Sommer 2020 und werden voraussichtlich Ende Jahr abgeschlossen sein. Während dieser Zeit wird für den Verkehr aus Wettingen auf der Brücke ein Einbahnregime in Richtung Neuenhof eingerichtet. Fahrzeuge, die in die entgegengesetzte Richtung unterwegs sind, werden auf die Autobahn via Furttalanschluss und via Baden umgeleitet.

  • Walliseller Solaranlage bricht Europa-Rekord

    Walliseller Solaranlage bricht Europa-Rekord

    Der Walliseller Gewerbepark «K3 Handwerkcity» hat die Fläche eines Fussballfeldes und wird von rund 2’100 Solarpanels eingekleidet. Die Solaranlage bricht mit einer installierten Leistung von 663 Kilowattpeak die jährlich etwa 400’000 Kilowattstunden erneuerbaren Strom erzeugt, den europäischer Rekord bei den Fassadenanlagen. Mit 3’900 Quadratmeter Solarfläche gehört «K3 Handwerkcity» zudem zu den grössten gebäudeintegrierten Solaranlagen der Welt. Die produzierte Energie wird hauptsächlich für den Eigenbedarf verwendet und entspricht in etwa dem jährlichen Strombedarf von 100 Haushalten.

    Wärme und Winterstrom
    Die Anlage prägt nicht nur die Bauform und Optik des Gebäudes, sondern ist auch das Herzstück einer neuartigen Gerätekombination zur Energiegewinnung und -bereitstellung.

    Der erwartende Strombedarf des Gewerbeparks kann so über das ganze Jahr vollständig abgedeckt werden. Der Solarstrom treibt zudem eine Wärmepumpe an, die für Wärme und Kälte sorgt. Ergänzend liefert ein hauseigenes, biogasbetriebenes Blockheizkraftwerk in der kalten Jahreszeit einerseits Wärme und andererseits wertvollen Winterstrom. Alle Komponenten sind aufeinander abgestimmt und sorgen für eine hohe Eigenständigkeit des Gewerbebaus.

    «Wir sehen erneuerbares Gas als Teil der Lösung der Energiezukunft», erklärt Markus Keller, Geschäftsführer von die werke, den Zweck des Blockheizkraftwerkes. «Mit diesem Versorgungskonzept übernimmt die K3 Handwerkcity eine Vorreiterrolle im Bereich der Energie-Innovationen.» Allein die Solaranlage spart gegenüber einer konventionellen Energieproduktion 140 Tonnen CO2 pro Jahr ein.

    Meilenstein für die Schweizer Energiestrategie
    «Wir wollten einen innovativen und flexibel nutzbaren Gewerbepark – mit einem Maximum an Ökologie und Ökonomie», erläutert Dieter Stutz, Verwaltungsrat der Bauherrin K3 Immobilien AG. Die werke brachten daraufhin das innovative Energiekonzept ein, um einen wichtigen Meilenstein für die lokale Energiewende zu erreichen. Der Neubau illustriert, wie der neuste Stand der Solartechnik und -architektur ästhetische und ökonomische Anforderungen gleichermassen erfüllt. Für die Schweizer Energiestrategie soll das Walliseller Rekordprojekt bedeutsam sein.

  • Mobimo ernennt neuen Finanzchef

    Mobimo ernennt neuen Finanzchef

    Stefan Hilber wird im Herbst 2020 die Nachfolge von Manuel Itten antreten. «Wir freuen uns, dass sich mit Stefan Hilber ein ausgewiesener Finanzexperte und eine gewinnende Persönlichkeit in einem starken Kandidatenfeld durchsetzen konnte», so Daniel Ducrey, CEO von Mobimo.

    Stefan Hilber hat einen Abschluss in Wirtschaftswissenschaften mit Schwerpunkt Finance an der Universität Zürich. Später bildete er sich zum eidg. dipl. Wirtschaftsprüfer fort. Nach dem Studium begann er bei der KPMG AG in Zürich im Bereich Audit Financial Services. Seit 2010 ist er in börsenkotierten Gesellschaften der Immobilienbranche tätig, zunächst als Senior Financial Advisor bei der Peach Property Group AG in Zürich, ab 2013 dann in Führungspositionen bei der Warteck Invest AG in Basel. Seit 2015 wirkt der 39-jährige bei der Warteck Invest AG als CFO und Mitglied der Geschäftsleitung.

    Bis zum Eintritt von Stefan Hilber fungiert Jörg Brunner, langjähriger Leiter Group Accounting und Finanzbuchhaltung, als stellvertretender Finanzchef und leitet ad interim die Finanzabteilung von Mobimo.

  • Traumwohnung digital gestalten

    Traumwohnung digital gestalten

    Rhomberg Bau bringt gemeinsam mit Partner Massive Art WebServices einen digitalen Wohnungskonfigurator auf den Markt. So kann die zukünftige Wohnung bequem von zu Hause aus gestaltet werden.

    In der Zukunft wird sich vieles immer mehr digital abspielen und besonders in Corona-Zeiten gewinnt dieses Thema zusätzlich an Bedeutung. Das ist auch dem Bregenzer Bauspezialisten Rhomberg Bau bewusst: „Wir sind fit für die digitale Zukunft und besonders auch für die jetzige Ausnahmesituation: Mit unserem neuen Wohnungskonfigurator können unsere Kunden eine Wohnung auch ohne persönlichen Kontakt aussuchen und gestalten“, sagt Daniel Leitinger, bei Rhomberg für das Geschäftsfeld Immobilien zuständig.

    Mit dem Konfigurator können Kunden von überall ihre neue Wohnung gestalten. Zudem bekommen Interessenten und Käufer ein besseres Bild davon, wie die Wohnung letztendlich aussehen könnte. Die Anwendung des Konfigurators ist simpel: Zu Beginn wird aus drei Einrichtungsstilen ausgewählt, ein Start ohne Vorlage ist genauso möglich. Danach wird man von Raum zu Raum geführt und entscheidet in jedem Zimmer über Böden, Wände, Türen und Ausstattung. Dabei wird die Auswahl jeweils direkt in einer Beispielwohnung visualisiert. Zudem wird für jede Option angezeigt, ob sie dem Basispreis entspricht, oder zusätzlich kostet.

    Zum Ende gibt es die Übersicht als PDF. Dieses kann auch direkt an den Verkäufer gesendet werden, um einen Beratungstermin zu vereinbaren. „Das macht die Kommunikation mit dem Kunden und die gemeinsame Planung sehr angenehm“ sagt Franz Pircher, Verkaufsberater bei Rhomberg Bau.

    Den Wohnungskonfigurator gibt es als Desktop- und mobile Variante unter www.rhomberg.com/wohnungskonfigurator.

  • Madaster holt Drees & Sommer an Bord

    Madaster holt Drees & Sommer an Bord

    Madaster möchte die Kreislaufwirtschaft im Bau und Immobiliensektor stärken, indem sie sich für die Entwicklung von Materialpässen neuer und bestehender Gebäude einsetzt. Dafür arbeitet der gemeinnützige Verein mit Partnern zusammen, die „sowohl einen finanziellen als auch einen strategischen Beitrag zur Weiterentwicklung der Madaster-Plattform und zur Ausgestaltung des Materialpasses als Marktstandard“ leisten, erläutert Madaster.

    Als jüngster Partner konnte dabei die Drees & Sommer Schweiz AG gewonnen werden. Das Beratungs-, Planungs- und Projektmanagementunternehmen mit Standorten in Zürich, Basel, Bern und Lausanne will in seinen Projekten Ökonomie und Ökologie vereinen.

    „Durch die Partnerschaft mit Madaster können wir die Zirkularität in unseren Projekten noch weiter verbessern und helfen so, die Grundlage für eine enkelfähige Zukunft mit gesundem Wohn- und Arbeitsraum, lebenswerten Städten und einer funktionierenden Infrastruktur zu schaffen“, wird Jürgen M. Volm, Partner und Vorsitzender der Geschäftsführung der Drees & Sommer Schweiz AG, in der Mitteilung zitiert.

    Madaster wiederum will über die internationale Vernetzung und das Fachwissen seines neuen Partners im Bereich Cradle-to-Cradle „die Chancen und Potenziale, welche eine zirkuläre Bau- und Immobilienbranche mit sich bringt, nutzen können“, sagt Marloes Fischer, Präsidentin Madaster Schweiz.

  • Flughafen Frankfurt setzt auf Schindler

    Flughafen Frankfurt setzt auf Schindler

    Noch bis zum Jahr 2023 wird am Flughafen Frankfurt am neuen Terminal 3 gebaut. Nach der Fertigstellung sollen dort bis zu 21 Millionen Passagiere ankommen und abfliegen. Dabei handelt es sich um eines der grössten privat finanzierten Infrastrukturprojekte Europas.

    Beim Bau setzt der Flughafen Frankfurt auf Technologie von Schindler aus dem Kanton Luzern. Das Unternehmen wird 73 Rolltreppen und Fahrsteige sowie 91 Aufzüge liefern. Die Schindler-Tochter Haushahn stellt die Aufzüge, die mit der Schindler Ahead-Technologie ausgestattet sind, bereit. 

    „Wir sind fest davon überzeugt, mit Schindler und Haushahn professionelle Partner gefunden zu haben, die die komplexen Anforderungen an die Anlagen zu unserer vollsten Zufriedenheit umsetzen werden“, wird Jannik Holst, Projektleiter Fördertechnik bei der verantwortlichen Fraport Ausbau Süd GmbH, zitiert.

  • Immo Messe Schweiz 2020 ist abgesagt

    Immo Messe Schweiz 2020 ist abgesagt

    Die Olma Messen St.Gallen haben entschieden, die Immo Messe Schweiz 2020 definitiv nicht durchzuführen. Ursprünglich wurde die Messe vom 20. bis 22. März auf den 28. bis 30. August verschoben. Die Neubeurteilung der Situation hat jedoch ergeben, dass eine zufriedenstellende Durchführung für alle Beteiligten nicht gewährleistet werden kann.

    Olma Messen St.Gallen will Besuchern jederzeit eine ausgewogene Messe mit einem gewohnt kompetenten Angebot bieten. Da dieser Anspruch aufgrund eingegangener Rückmeldungen seitens der Aussteller nicht erfüllt werden kann, haben die Messe-Verantwortlichen entschieden, die Immo Messe Schweiz 2020 definitiv abzusagen.

    Die nächste Immo Messe Schweiz findet vom 26. bis 28. März 2021 statt.

  • Der Bundesrat ändert die Verordnung zum Mietrecht

    Der Bundesrat ändert die Verordnung zum Mietrecht

    Eine grosse Herausforderung und zugleich ein wichtiger Faktor um die Ziele der Energiestrategie 2050 und des Pariser Klimaabkommens zu erreichen, sind die energetische Gebäudesanierungen im Mietbereich. Der neue Artikel 6c der Verordnung über die Miete und Pacht von Wohn- und Geschäftsräumen sieht vor, dass der Vermieter die Kosten eines Energiesparcontracting (ESC) unter bestimmten Voraussetzungen als Nebenkosten verrechnen darf.

    Das ESC ist ein Vertrag, mit dem sich ein Energiedienstleister (Energy Service Company, ESCO) gegenüber einem Eigentümer verpflichtet, den Energieverbrauch einer Liegenschaft durch geeignete technische und allenfalls bauliche Massnahmen zu senken. Die neue Verordnungsbestimmung erlaubt es, die ESC-Kosten als Nebenkosten unter bestimmten Voraussetzungen und für eine Zeitdauer von höchstens zehn Jahren weiterzugeben. Dies gilt sowohl für Wohn- als auch für Geschäftsliegenschaften.

    Die Voraussetzungen für die Weitergabe von ESC-Kosten stellen sicher, dass für die Mieter kein finanzieller Mehraufwand und keine grösseren Unterhaltsaufwendungen als Nebenkosten entstehen. Für die Vermieter bietet der ESC eine Steigerung des Gebäudewerts sowie eine Einsparung von Investitionskosten. Durch die Umsetzung von Energiesparmassnahmen kann ein positiver Effekt für die Umwelt und eine Verminderung des CO2-Ausstosses im Gebäudebereich erwartet werden.

    Die neue VMWG-Bestimmung wird am 1. Juni 2020 in Kraft treten. Veränderungen im Mietverhältnis, die sich daraus ergeben, müssen mit dem vom Kanton genehmigten Formular für einseitige Vertragsänderungen angezeigt werden.

  • Der Immobilienmarkt leidet unter der Corona-Krise

    Der Immobilienmarkt leidet unter der Corona-Krise

    Laut einer Untersuchung der Zürcher Kantonalbank sind Gewerbeimmobilien am meisten von der Krise betroffen. „Der konjunkturelle Einbruch sorgt mittelfristig für steigende Leerstände bei Gewerbe- und Büroflächen und übt damit Druck auf deren Mieten aus“, sagt Ursina Kubli, Leiterin Immobilien Research. Zudem sei es nach der Krise auf längere Sicht möglich, dass vermehrt von zu Hause gearbeitet werde. Das beeinflusse die zukünftigen Anforderungen hinsichtlich Flächenbedarf und Standortwahl von Büroliegenschaften. So werde etwa die Erreichbarkeit nicht mehr das wichtigste Kriterium sein.

    Mietwohnungen sind weniger von der Krise tangiert. Mehr Risiken hingegen sieht die Zürcher Kantonalbank im Luxussegment. Ein Grossteil dieser Kundschaft dürfte von den Einbrüchen an den Aktienmärkten stark betroffen sein. Dies werde die Nachfrage hemmen – die Preise dürften entsprechend sinken.

    Durch die Corona-Krise rücken die Klimaziele in den Hintergrund: So würden 71 Prozent der Wohngebäude in den Städten weiterhin mit Öl oder Gas geheizt. Ohne eine raschere Sanierung zahlreicher Altbauwohnungen werde das Klimaziel 2050 frühestens in 100 Jahren erreicht, warnt die Bank.