Schlagwort: Immoinvest

  • Klybeckquai und Westquai als Scharnier von Stadt und Zukunft

    Klybeckquai und Westquai als Scharnier von Stadt und Zukunft

    Der Klybeckquai und der Westquai zählen seit über hundert Jahren zu den pulsierenden Orten der Schweiz. Hier trifft die Stadt auf Hafen, Rhein, den Fluss Wiese und drei Länder. Die im Gang befindliche Modernisierung der Hafeninfrastruktur, insbesondere die Verlegung der Hafenbahn an den Südquai, öffnet das Tor zur urbanen Transformation dieses markanten Stadtareals. Für die Quartiere Klybeck und Kleinhüningen erwachsen daraus einmalige Chancen. Sie rücken schrittweise näher an den Rhein und den Fluss Wiese heran und gewinnen an Lebens- und Aufenthaltsqualität. Urbanes Wachstum, soziale Vielfalt und nachhaltige Integration.

    Herzstück des neuen Entwicklungskonzepts ist die konsequente Erweiterung des Quartiers Klybeck in Richtung Rhein. Vorgesehen sind vielfältige, preisgünstige Wohnungen, quartierfreundliche Nutzungen und grosszügige Blockrandbebauungen, die mit begrünten Höfen das urbane Klima stärken. Der markante Quartierpark, der sich aus dem Ackermätteli entwickelt, und eine verlängerte, verbreiterte Rheinpromenade verbinden das Quartier noch stärker mit dem Fluss und bieten Raum für Begegnung, Freizeit, Erholung und Natur. Die Barriere des bisherigen Gleisfelds verschwindet, doch die Spuren der industriellen Geschichte bleiben als Identität erhalten. Die Fokussierung auf Fuss- und Veloverkehr sowie eine neue Tramlinie fördern eine nachhaltige, zukunftsfähige Quartiersmobilität.

    Westquai Raum für die Zukunft
    Der Westquai bleibt zunächst Industrie- und Gewerbezone, entwickelt sich jedoch ab 2030 sukzessive zu einem neuen urbanen Hotspot. Der Innovationsraum zwischen Hafen, Rhein und Dreiländereck bietet Raum für Arbeiten, urbane Produktion, Freizeit, Gastronomie, Kultur und vielfältige Grün- und Freiräume. Die künftige Nutzung soll offenbleiben, um flexibel auf gesellschaftliche Entwicklungen reagieren zu können. Bestehende Gebäude werden im Sinne des Netto-Null-Ziels 2037 bestmöglich erhalten.

    Mehr Grün, mehr Chancen, mehr Lebensqualität am Wasser
    Mit der Vergrösserung der Natur- und Freiflächen um um 20’000 m² umfasst nun die Hälfte des Areals hochwertige Grünflächen. Ein substanzieller Beitrag zum Biotopverbund und Stadtklima. Der neue Quartierpark und die zwei Kilometer längere Rheinpromenade machen den Fluss für die Stadtbevölkerung erlebbar. Der gestärkte Freiraum erfüllt zentrale Forderungen der Stadtentwicklung und wird zum sozialen Herz im urbanen Netz von Basel.

    Mit dem Klybeckquai und dem Westquai entsteht urbanes Leben am Wasser. Basel nutzt die Schnittstelle von Vergangenheit und Zukunft, von Industrie und Innovation und gibt so der Stadt ein neues Gesicht am Rhein.

  • Blick in die Feuerzone

    Blick in die Feuerzone

    Brände in grossen Gebäuden, Tunneln oder Industrieanlagen sind ein Wettlauf gegen die Zeit. Einsatzkräfte müssen sich oft in verqualmte, instabile Strukturen vorwagen, ohne genau zu wissen, was sie erwartet. Die FireDrone soll diese Lücke schliessen und fliegt als hitzeresistente Aufklärungsplattform in Gefahrenbereiche und liefert Lageinformationen in Echtzeit auf den Bildschirm.

    Statt Menschen in einsturzgefährdete Zonen zu schicken, übernimmt der Flugroboter die Erkundung. Er spürt Gefahrenstoffe auf, hilft, vermisste Personen zu lokalisieren und zeigt Brandherde dort, wo Sicht und Zugang begrenzt sind. So sinkt das Risiko für Einsatzkräfte und die Qualität der Entscheidungen steigt.

    Mehr Sicherheit für Feuerwehr und Industrie
    Giftiger Rauch, einstürzende Bauteile oder Explosionen gehören zu den grössten Risiken bei Brandeinsätzen. Besonders in komplexen Strukturen wie Parkhäusern, Industriehallen oder Tunneln ist das Absuchen mühsam und gefährlich. Hier spielt die Drone ihre Stärke aus, denn sie kann solche Areale rasch und gezielt abfliegen, ohne Schaden zu nehmen.

    Auch in der Industrie eröffnet die hitzebeständige Drohne neue Optionen. Anlagen mit Öfen, Raffinerien oder thermischen Prozessen müssen heute oft über Stunden oder Tage heruntergefahren werden, bevor eine Inspektion möglich ist. Die Drone soll etwa Zement- oder Stahlwerke sowie Kehrichtverbrennungsanlagen im laufenden Betrieb prüfen können. Das verkürzt Stillstandszeiten, reduziert Kosten und spart Energie.

    Aerogel-Hülle für 200 Grad
    Wo herkömmliche Drohnen bei rund 40 Grad Celsius versagen, bleibt diese in der Luft. Ihr Kern ist eine patentierte Isolation aus ultraleichtem Aerogel. Dieses Material besteht fast vollständig aus Luft, eingebettet in eine hitzebeständige Polyimid-Struktur, und schützt die sensible Elektronik vor Temperaturen bis zu 200 Grad Celsius.

    Die neue Generation verzichtet auf komplexe Verbundstrukturen mit Glasfasern und setzt auf ein reines Polyimid-Aerogel, das sich in dreidimensionale Formen giessen lässt. Die Hülle entsteht damit praktisch aus einem Guss und schmiegt sich passgenau um die Komponenten.

    Die neue Aerogel-Variante kombiniert hohe Wärmebeständigkeit mit mechanischer Flexibilität und wird durch ein internes Temperaturmanagement ergänzt, das die Elektronik aktiv überwacht und kühlt.

    Wärmebilder in Echtzeit auch ohne GPS
    Im Einsatz liefert die Drone hochaufgelöste Wärmebilder direkt auf die Fernsteuerung. Eine Infrarotkamera macht Brandherde, Hitzenester oder versteckte Personen sichtbar, auch durch dichten Rauch hindurch. Mehrere Einsatzkräfte können die Bilder gleichzeitig verfolgen und sich so unabhängig vom ersten Trupp im Gebäude ein Bild der Lage machen.

    Die Drohne lässt sich modular ausrüsten mit zusätzliche Kameras oder Sensoren. Zusätzlich  können Aussentemperaturen gemessen oder Gase detektieren werden, die bei Bränden entstehen. Ein weiteres Highlife ist der Einsatz in Innenräumen. Da GPS in Gebäuden, Tunneln oder überdachten Industrieanlagen oft ausfällt, arbeitet das System mit speziell entwickelten Assistenz- und Lokalisierungsfunktionen, die auch ohne Satellitensignal für stabile Flüge sorgen.

    Vom Labor ins Einsatzfahrzeug
    Der Weg vom Prototyp zur einsatzfähigen Lösung führt über Tests unter realen Bedingungen. Die Drone wurde bereits auf Trainingsgeländen für Feuerwehrleute sowie in laufenden Industrieanlagen erprobt, unter anderem im Zementwerk Siggenthal. Ziel ist, dass Pilotinnen und Piloten die Drohne nach minimalem Training sicher in Extremsituationen einsetzen können.

    Mit dem geplanten FireDrone Nest geht das Spin-off noch einen Schritt weiter. Die mobile, thermisch isolierte Andock- und Wartungsstation soll in Feuerwehrfahrzeuge oder moderne Brandschutzsysteme integriert werden. Nach einem Einsatz landet die Drohne automatisch, wird gesichert, geprüft und für den nächsten Flug vorbereitet. So wird aus einem Forschungsprojekt ein verlässliches System für den Alltag von Feuerwehr und Industrie.

    Spin-off mit Rückenwind
    Die Drone steht für eine Entwicklungslinie, die in den Empa-Laboren für «Sustainability Robotics» und «Building Energy Materials and Components» begonnen hat. Heute treibt ein Spin-off der Empa und der EPFL die Technologie in Richtung Marktanwendung. Unterstützt wird das Team durch verschiedene Förderprogramme und Stiftungen, die den Übergang von der Idee zum Produkt ermöglichen.

    Für die Forschenden ist klar, die Kombination aus neuer Materialtechnologie, Robotik und praktischer Erprobung eröffnet ein neues Kapitel in der Brandbekämpfung. Jetzt geht es darum, die Drohne aus der Testumgebung in reale Einsätze zu bringen, damit sie künftig dorthin fliegen kann, wo Menschen besser Abstand halten.

  • Genossenschaftlicher Wohnraum für neues Basler Stadtquartier

    Genossenschaftlicher Wohnraum für neues Basler Stadtquartier

    Die Basler Wohngenossenschaft (BWG) und die Vivanta AG, eine Tochter der UTILITA Anlagestiftung für gemeinnützige Immobilien, werden laut einer Mitteilung ab 2028 auf dem Wolf-Areal in Basel mit dem Bau zweier Wohngebäude beginnen. Sie waren im Frühjahr 2025 aus dem Wettbewerb je mit einstimmigem Jury-Votum als Sieger hervorgegangen. Jetzt hat die SBB als Eignerin des Geländes am ehemaligen Güterbahnhof dafür zwei Baufelder im Baurecht vergeben. Die BWG plant in ihrem Bau mit rund 150 Genossenschaftswohnungen. Das Angebot von Vivanta sieht etwa 120 preisgünstige Wohneinheiten vor.

    Die SBB entwickelt im Wolf-Areal auf rund 160’000 Quadratmetern ein neues Stadtquartier. Die erste Entwicklungsetappe startet 2028 mit den beiden genannten Bauten im Westen des Geländes. Dabei wird für den Neubau MF02 das Siegerprojekt Janus der Architekturbüros M-AP aus Lausanne und Experience aus Paris umgesetzt. Der Neubau MF03 mit dem Projektnamen Binaria stammt von der Basler Parabase GmbH und der Confirm AG aus Zürich.

    Die Juryberichte für die beiden Gebäude auf den Baufeldern MF02 und MF03 verdeutlichen, dass neben architektonischen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Projektanforderungen auch Kreislauffähigkeit und Ressourcenschonung zu den zentralen Bewertungskriterien gehörten. Dort heisst es: „Reparierbarkeit, Unterhalt und zukünftige Demontage (Design for Disassembly) sind durch die Wahl geeigneter Materialien und deren Fügung sicherzustellen.“

    Eine Blockrandbebauung soll laut Projektbeschrieb urbane Wohnqualität schaffen. Grün- und Freiräume werden nach dem Schwammstadt-Prinzip gestaltet. Sie sollen ein angenehmes Mikroklima und eine naturnahe Regenwasserbewirtschaftung ermöglichen. Die auf dem Baufeld zur Verfügung stehenden erneuerbaren Energiequellen wie Wärmerückgewinnung aus Abwasser, Erdsonden und Photovoltaikanlagen sind laut Ausschreibung „vollumfänglich zu nutzen“.

  • Kanton Zürich legt Gestaltungsplan für Limmattaler Energiezentrum auf

    Kanton Zürich legt Gestaltungsplan für Limmattaler Energiezentrum auf

    Der Kanton Zürich legt laut einer Mitteilung ab dem 20. Januar die Unterlagen des Gestaltungsplanes für das geplante Limmattaler Energiezentrum (LEZ) der Limeco öffentlich auf. Interessierte können die Unterlagen während 60 Tagen in der Gemeinde, im kantonalen Amt für Raumentwicklung und im Internet einsehen und sich zum Plan äussern. Die Verantwortlichen des Regionalwerks und des Kantons stellen sich zudem am 21. Januar während eines öffentlichen Informationsanlasses in der Heimstrasse 46 in Dietikon den Fragen.

    Limeco muss seine Kehrichtverbrennung (KVA) und seine Abwasserreinigung (ARA) in den kommenden Jahren neu bauen. Das Regionalwerk will beide Anlagen im neuen Energiezentrum auf dem Gelände der heutigen KVA zusammenfassen. Das LEZ soll auch Energie in Form von Strom, Fernwärme und Gas produzieren. Die heutige ARA im Antoniloch muss bis 2050 aufgehoben werden, weil sie in einem Natur- und Vogelschutzgebiet von nationaler Bedeutung liegt.

    Das Zürcher Architekturbüro Penzel Valier hatte im Januar 2025 den Zuschlag für das Gesamtkonzept des Energiezentrums erhalten.

  • Vorsorgeeinrichtungen setzen auf nachhaltiges Wohnen

    Vorsorgeeinrichtungen setzen auf nachhaltiges Wohnen

    Die Vertina Anlagestiftung mit Sitz in Baden hat für ihre Anlagegruppe Vertina Wohnen Zeichnungen im Umfang von 74,3 Millionen Franken entgegengenommen. Das angestrebte Zielvolumen lag bei 50 Millionen Franken. Diese Anlagegruppe konzentriert sich auf die Entwicklung und Realisierung nachhaltiger Wohnliegenschaften in der Schweiz. Ihr Wohnanteil beträgt aktuell 99 Prozent.

    Wie es in einer Mitteilung heisst, bildet der Emissionserlös einen wichtigen Baustein zur Finanzierung und Realisation von zwei Wohnprojekten in Zürich und Kloten ZH sowie für die Akquisition weiterer Liegenschaften. „Diese Kombination stärkt die Portfoliobasis, erweitert die Investitionsmöglichkeiten und unterstützt das langfristige Wachstum der Anlagestiftung“, heisst es.

    Im Zuge dieser erfolgreichen Kapitalaufnahme ist der Anlegerkreis auf 47 Vorsorgeeinrichtungen angewachsen. „Die hohe Nachfrage bestätigt unsere langfristig orientierte Value-Creation-Strategie und unseren aktiven, ganzheitlichen Managementansatz“, wird Marco Uehlinger, der Präsident des Stiftungsrats, zitiert. „Wir sind überzeugt, damit für unsere Anleger nachhaltigen Mehrwert zu schaffen.“

  • Modernisierung und Gebäudemobilität: Warum wir auf der bestehenden Infrastruktur aufbauen müssen

    Modernisierung und Gebäudemobilität: Warum wir auf der bestehenden Infrastruktur aufbauen müssen

    Besonders deutlich zeigt sich das bei alternden Aufzügen und Rolltreppen. Weltweit sind davon rund 10 Millionen solcher Anlagen in Betrieb, die meisten in dicht besiedelten Stadtzentren. Sie sind anfälliger für Störungen und Sicherheitsrisiken. Oft schränken alternde Aufzüge auch Menschen mit Behinderungen in ihrer Bewegungsfreiheit ein, zum Beispiel durch umständlich zu öffnende Drehtüren.

    Modernisierung ist nicht nur eine Frage der Sicherheit oder des Komforts. Sie ist auch eines der wirksamsten Instrumente zur Emissionsreduzierung. Das Bauwesen ist bereits für etwa 40 % der weltweiten CO₂-Emissionen verantwortlich – eine Zahl, die sich innerhalb von 25 Jahren verdoppeln könnte, wenn nichts unternommen wird. Die Europäische Kommission schätzt, dass 85 bis 95 % der Gebäude, die im Jahr 2050 existieren werden, bereits heute stehen. Ein Ersatz dieser Gebäude ist keine Option. Der Schlüssel zur CO₂-Reduktion ist daher nicht der Neubau, sondern das Nachrüsten der älteren, aber noch funktionierenden Systeme.

    Für alle, die ihre Gebäude und Städte lebendig erhalten wollen, ist Modernisierung eine notwendige Investition in Resilienz, Nachhaltigkeit und allgemeines Wohlbefinden. Vernetzte, datengesteuerte Systeme können heute Verschleiss erkennen, Wartungsbedarf vorhersagen und die Lebensdauer von Anlagen verlängern – und machen Städte damit nicht nur sicherer, sondern auch smarter und ökologischer.

    Für viele Gebäudeeigentümer ist die Modernisierung nach wie vor eine Herausforderung. Hohe Investitionskosten, lange Ausfallzeiten und die Unsicherheit darüber, wo man anfangen soll, sind häufige Bedenken. Oft bietet sich eine partielle Modernisierung als vernünftiger Mittelweg an. Sie kombiniert die Vorteile neuer Technologien mit der Weiterverwendung intakter Komponenten und reduziert so Kosten und Betriebsunterbrechungen erheblich – ohne den Aufwand und die Stillstandszeiten einer vollständigen Erneuerung in Kauf nehmen zu müssen. Im Aufzugsbereich lassen sich dadurch bis zu 90 Prozent CO₂ gegenüber einem Komplettaustausch einsparen.

    Unsere Städte lassen sich nicht neu zeichnen, aber sie lassen sich weiterentwickeln. Wenn wir die Mobilitätssysteme modernisieren, die täglich Millionen von Menschen befördern, schaffen wir städtische Umgebungen, die sicherer, integrativer und klimafreundlicher sind – und bereit für die Herausforderungen der nächsten Jahrzehnte.

  • Nachhaltige Gewerbeimmobilien im Fokus institutioneller Anleger

    Nachhaltige Gewerbeimmobilien im Fokus institutioneller Anleger

    Swiss Life Asset Managers möchte den Immobilienfonds Swiss Life REF (CH) ESG Diversified Commercial Switzerland lancieren, wie aus einer Mitteilung hervorgeht. Der börsenkotierte Fonds soll mit Core- und Core-Plus Liegenschaften in überdurchschnittlichen Mikrolagen grosser Schweizer Städte und Metropolregionen starten.

    Die Immobilien werden vom Fonds in direktem Grundbesitz gehalten, was Anlegern mit Schweizer Steuerdomizil eine Steuerbefreiung bei der jährlichen Ausschüttung und dem im Fonds investierten Vermögen verspricht. Der Fonds soll so eine hohe Ertragsstabilität bieten, heisst es in der Mitteilung. Dem Portfolio des geplanten Fonds liege ausserdem eine integrierte ESG-Strategie (Environment, Social, Governance) zugrunde, die über die gesamte Haltedauer hinweg nachhaltige Praktiken bei den enthaltenen Liegenschaften fördert.

    „Unser Ziel ist es, im aktuellen Marktumfeld einen neuen, renditestarken Immobilienfonds mit stabil vermieteten Liegenschaften an guten Standorten zu lancieren – mit disziplinierter Selektion, konservativen Annahmen und umfassender Prüfung der entscheidenden Risiken“, wird Paolo Di Stefano zitiert, Head Real Estate Switzerland bei Swiss Life Asset Managers. „Die geplante Erstemission zum Nettoinventarwert (zuzüglich Ausgabekommission) bietet Investoren einen attraktiven Einstieg, um sich an einem signifikanten, etablierten Bestandsportfolio zu beteiligen, das bereits unseren hohen Nachhaltigkeitsanforderungen entspricht“.

    Das Projekt befindet sich zurzeit im Genehmigungsverfahren der Eidgenössischen Finanzaufsicht (FINMA). Die Lancierung des Fonds zum Nettoinventarwert ist auf den 1. April 2026 geplant.

  • Innenraumgestaltung verbindet Design und Technologie

    Innenraumgestaltung verbindet Design und Technologie

    Die Christinger AG aus Brugg hat die SV Group AG aus Dübendorf bei der Innengestaltung ihres neuen Hotels in Zürich unterstützt. Beim Moxy Zürich handelt es sich um ein Haus mit 162 Gästezimmern, welches sich neben dem Letzigrund-Stadion befindet. Laut einer Mitteilung übernahm Christinger bei dem Projekt mit grossflächigen Bildern, Schriften und diversen Signaletikelementen einen Teil der Innengestaltung. Für viele Elemente der Bildgestaltung verwendete das Christinger-Team KI (Künstliche Intelligenz)-Instrumente.

    Das Moxy befindet sich an der Badenerstrasse 537 und wurde Ende 2025 eröffnet. Laut einer Mitteilung der SV Group vereint das Hotel trendbewusstes Design mit energiegeladener Gastfreundschaft und urbanem Lifestyle.

    „Moxy steht für unkomplizierte Gastfreundschaft, modernes Design und eine gute Portion Lebensfreude“, wird Marco Meier, Managing Director SV Hotel, in der Mitteilung zitiert. „Mit dem neuen Moxy Zürich schaffen wir einen Ort, der Menschen zusammenbringt, ganz gleich, ob sie geschäftlich oder privat unterwegs sind.“

  • Regionale Stärke gleicht Schwäche im asiatischen Markt aus

    Regionale Stärke gleicht Schwäche im asiatischen Markt aus

    Sika vermeldet seine vorläufigen Jahresergebnisse für 2025. Das Unternehmen rechnet für 2025 laut einer Mitteilung mit einem Umsatz von 11,2 Milliarden Franken, was einem Umsatzwachstum von 0,6 Prozent in Lokalwährungen entspricht. Der Umsatz in Franken ging dabei um 4,8 Prozent zurück, der Fremdwährungseffekt beträgt 5,4 Prozent.

    Das organische Wachstum belief sich auf -0,4 Prozent. Besonders stark entwickelten sich die Geschäfte im Nahen Osten und in Afrika mit zweistelligen Zuwächsen. In der Region EMEA (Europa, Naher Osten, Afrika) wuchs der Umsatz insgesamt um 2,2 Prozent. Auch in der Region Americas legte Sika um 2,2 Prozent zu, trotz eines belastenden sogenannten Shutdowns der Regierung in den USA im vierten Quartal. In der Region Asien/Pazifik sank der Umsatz hingegen um 5,2 Prozent, vor allem wegen eines zweistelligen Rückgangs im chinesischen Baugeschäft. Ohne China verzeichnete die Region ein positives Wachstum.

    „Trotz herausfordernder makroökonomischer Bedingungen haben wir im Jahr 2025 ein moderates Wachstum erzielt und unsere Marktposition weiter gestärkt“, wird CEO Thomas Hasler in der Mitteilung zitiert. Das Unternehmen starte das neue Jahr „mit einer schlankeren Kostenstruktur und einer klaren Investitions-Roadmap zur Beschleunigung von Innovation und Digitalisierung“.

    Zentral für die kommenden Jahre ist das Effizienz- und Investitionsprogramm Fast Forward, mit dem Sika Produktionsnetzwerke und Organisationsstrukturen optimiert. Für 2025 erwartet das Unternehmen – trotz einmaliger Programmkosten von rund 90 Millionen Franken – eine EBITDA-Marge von leicht über 19 Prozent.

    An der Generalversammlung vom 24. März 2026 sollen Barbara Frei und Lukas Gähwiler neu in den Verwaltungsrat gewählt werden.

  • Langfristiger Liefervertrag stärkt globale Windenergieindustrie

    Langfristiger Liefervertrag stärkt globale Windenergieindustrie

    Die Gurit Holding AG hat einen langfristigen Liefervertrag mit einem der „weltweit führenden Hersteller von Windkraftturbinen“ abgeschlossen, wie aus einer Mitteilung hervorgeht. Das Abkommen hat eine Laufzeit von fünf Jahren und steigert Gurits Nettoumsatz laut Prognosen um rund 250 Millionen Franken, abhängig von der Nachfragesituation des Kunden.

    Der Auftrag sieht anhaltende Lieferungen von Basismaterial mit Gurit OptiCore-Technologie vor und umfasst Volumenverpflichtungen für Plattformen auf Land und auf See in mehreren Regionen weltweit. Die Vereinbarung stärkt laut der Mitteilung die weltweite Führungsposition von Gurit bei technischen Kernlösungen für die Windenergie und treibt zugleich die Ziele des Kunden hinsichtlich der Gewichtsreduzierung seiner Rotorblätter weiter voran. So erreiche der Kunde eine verbesserte Fertigungseffizienz und reduzierte Gesamtbetriebskosten.

    „Dieser bedeutende neue Langzeitvertrag unterstreicht unsere starke globale Marktposition und die dauerhafte Partnerschaft, die wir mit strategischen Kunden aufgebaut haben“, wird Tobias Lühring zitiert, CEO der Gurit Group. „Er spiegelt das Vertrauen in die innovativen Lösungen von Gurit und unsere Fähigkeit wider, langfristig Mehrwert zu schaffen. Mit unserer globalen Präsenz bedienen wir Kunden in allen wichtigen Märkten und optimieren gleichzeitig unsere Kapazitäten und Effizienz. Wir sind stolz darauf, die erneuerbare Energiebranche zu unterstützen und zu ihrem weiteren Wachstum beizutragen.“

    Die Gurit Holding AG mit Sitz in Wattwil ist auf die Entwicklung und Herstellung von Hochleistungsverbundwerkstoffen, Werkzeuglösungen und Core-Kitting-Services (massgeschneiderte Materialvorbereitung) spezialisiert. Das Produktportfolio umfasst strukturelle Kernmaterialien, Profile, Prepregs (Halbzeug), Harze, Klebstoffe sowie Engineering-Dienstleistungen.

  • Preise für Einfamilienhäuser und Stockwerkeigentum steigen weiter

    Preise für Einfamilienhäuser und Stockwerkeigentum steigen weiter

    Die Preise für selbstgenutztes Wohneigentum sind im vierten Quartal 2025 weiter gestiegen, heisst es in einer Mitteilung der Raiffeisen zu ihrem neuen Transaktionspreisindex. Preise für Einfamilienhäuser sind im Vergleich zum Vorquartal um 0,2 Prozent gestiegen, Stockwerkeigentum kostet 1,2 Prozent mehr. Verglichen mit dem vierten Quartal 2024 kosteten Einfamilienhäuser damit Ende 2025 insgesamt 5,7 Prozent und Stockwerkeigentum 3,8 Prozent mehr.

    Verglichen zum Vorjahr verzeichneten Einfamilienhäuser in den Regionen Bern (+8 Prozent) und der Ostschweiz (+6,9 Prozent) den höchsten Preisanstieg, in der Nordwestschweiz hielten sich die Preise etwas stabiler (+3,0 Prozent). Stockwerkeigentum wurde besonders in der Innerschweiz (+6,7 Prozent) und der Ostschweiz (+4,3 Prozent) teuer, während Preise in der Region Bern nur knapp anstiegen (+0,8 Prozent) und am Genfersee sogar sanken (-0,5 Prozent).

    Gegliedert nach Gemeindetypen verzeichneten Zentren (+5,4 Prozent) und touristische Gemeinden (+5,3 Prozent) bei Einfamilienhäusern den höchsten Preiszuwachs, in den urbanen Zentren stiegen Preise mit +4,5 Prozent durchschnittlich am wenigsten. Bei Stockwerkeigentum legten besonders touristische Gemeinden mit +4,6 Prozent deutlich zu, die niedrigste Preisdynamik verzeichneten Zentren mit einem durchschnittlichem Preiswachstum von 1,2 Prozent.

    „Im Unterschied zum Mietwohnungsmarkt, wo sich das Mietpreiswachstum aufgrund der rückläufigen Zuwanderung zuletzt etwas beruhigt hat, bleibt die Preisdynamik im Eigenheimmarkt, der stärker von der inländischen Nachfrage geprägt ist, ungebrochen hoch“, wird Fredy Hasenmaile zitiert, Chefökonom von Raiffeisen Schweiz.

  • Gemeinsame Kräfte für den Ausbau erneuerbarer Stromproduktion

    Gemeinsame Kräfte für den Ausbau erneuerbarer Stromproduktion

    Die Swiss Renewables AG mit Sitz in Zug und die aventron AG mit Sitz in Münchenstein wollen näher zusammenrücken. Die beiden Erzeuger erneuerbarer Energien prüfen laut einer Mitteilung die Möglichkeit einer engeren Zusammenarbeit. Sie wollen damit Synergien nutzen und das Potenzial für den weiteren Ausbau der Erzeugung erneuerbaren Stroms besser erschliessen.

    Beide Unternehmen sind Töchter Schweizer Stadt- und Regionalwerke. Aventron wurde 2005 durch die damalige Elektra Birseck Münchenstein gegründet, die heutige Primeo Energie. 2010 beteiligte sich Energie Wasser Bern (ewb) und 2013 die Stadt Winterthur über ihr Stadtwerk am Unternehmen. Zusammen verfügen sie heute über 63,3 Prozent des Unternehmens. Aventron ist in der Schweiz, Frankreich, Italien, Deutschland, Spanien und Norwegen an Wasser-, Wind- und Solaranlagen mit einer installierten Leistung von 826 Megawatt beteiligt.

    Die 2011 gegründete Swisspower Renewables ist eine Tochtergesellschaft von Swisspower. An ihr sind elf  Mitglieder von Swisspower, darunter auch ewb und das Stadtwerk Winterthur, sowie der UBS Clean Energy Infrastructure Switzerland 2 als strategischer Finanzinvestor beteiligt. Swisspower ist ein Zusammenschluss von 20 Stadtwerken. Swisspower Renewables verfügt über Wasser-, Wind- und Solaranlagen in Deutschland und Italien mit einer installierten Leistung von 311 Megawatt.

  • Ausbau der Building Solutions durch Zukauf in Westeuropa

    Ausbau der Building Solutions durch Zukauf in Westeuropa

    Der Zuger Baustoffhersteller Holcim hat Alkern, einen französischen Hersteller von Betonfertigteilen aus Harnes, übernommen. Ziel der Übernahme ist es, die sogenannten NextGen Growth 2030-Ziele von Holcim voranzutreiben, wonach der Bereich Building Solutions bis 2030 insgesamt 50 Prozent des Nettoumsatzes ausmachen soll.

    Alkern, das mit mehr als 1000 Mitarbeitenden und 50 Werken in Frankreich und Belgien zuletzt einen Jahresnettoumsatz von 250 Millionen Euro erzielte, bietet neben Betonfertigteilen auch Lösungen für die bebaute Umwelt. Die Übernahme ergänzt Holcims Portfolio so neben Betonfertigteilen auch um Wand-, Boden- und Wassermanagementsysteme.

    „Sowohl Alkerns führende Position bei Betonfertigteilen in Frankreich, als auch seine Wand-, Boden- und Wassermanagementsysteme ergänzen unser Portfolio und erweitern unser hochwertiges Angebot an Building Solutions. Wir heissen die 1000 Mitarbeiter von Alkern bei Holcim willkommen und freuen uns darauf, gemeinsam weiteren Mehrwert zu schaffen und gleichzeitig das Ziel ‚NextGen Growth 2030‘ voranzutreiben“, wird Dragan Maksimovic zitiert, Region Head West Europe bei Holcim.

    Die Übernahme wird sich laut Holcim bereits im ersten Jahr positiv auf den Gewinn pro Aktie (EPS) sowie den freien Cashflow auswirken. Ab dem dritten Jahr werden jährliche Synergien von rund 11 Millionen Euro sowie eine Verbesserung der Kapitalrendite (ROIC) erwartet.

    Holcim, nach Eigenangaben führend bei nachhaltigem Bauen, erzielte im Jahr 2024 einen Umsatz von 16,2 Milliarden Euro. Die Zuger bieten End-to-End-Baustoffe und Baulösungen, von Fundamenten und Bodenbelägen bis zu Dächern und Wänden.

  • Winterthur führt neue Vorgaben für nachhaltiges Beschaffungswesen ein

    Winterthur führt neue Vorgaben für nachhaltiges Beschaffungswesen ein

    In Winterthur gelten ab 1. Juli 2026 neue Richtlinien für Beschaffungen von Gütern und Dienstleistungen. Wie die Stadt in einer Mitteilung schreibt, werden bei künftigen Einkäufen ab 50’000 Franken in sämtlichen städtischen Departementen neben gesetzlichen Vorgaben sowie bereits geltenden sozialen und wirtschaftlichen Grundsätzen die ökologischen und sozialen Kriterien grosses Gewicht haben. Diese sollen anhand von 13 Kategorien „möglichst konkret und nachvollziehbar überprüft werden“.

    Konkret heisst das, dass Entscheidungen darüber, welche Beschaffungen den Zuschlag erhalten, gemäss den Auswirkungen auf Klima, Energieeffizienz, Ressourcenschonung, Schadstoffvermeidung und Kreislaufwirtschaft getroffen werden. Grund sei das Energie- und Klimakonzept der Legislatur 2022.

    Insbesondere die Beschaffung von Waren und Dienstleistungen falle bezüglich der Klimabilanz stark ins Gewicht. So liessen sich in dem Sektor negative Auswirkungen auf Klima und Umwelt besonders stark reduzieren.

    Von den erwarteten positiven Auswirkungen auf den Klima- und Ressourcenschutz verspricht sich die Stadt langfristig auch eine Steigerung ihrer wirtschaftlichen Effizienz. Winterthur zähle mit einem Volumen von 400 Millionen Franken im Jahr 2024 für das Beschaffungswesen „zu den wichtigsten regionalen Auftraggeberinnen der Privatwirtschaft“.

    Die Verlagerung von Eignungs- und Zuschlagskriterien auf Lebenszykluskosten, Qualität und Langlebigkeit schaffe mehr Verbindlichkeit und Transparenz. „So leisten wir einen wichtigen Beitrag zur Erreichung der Klimaziele und fördern eine nachhaltige Wirtschaft“, wird Katrin Cometta, Stadträtin und Vorsteherin des Departements Sicherheit und Umwelt, zitiert.

  • Neue Doppelspurlinie entlastet die Strecke zwischen Zürich und Winterthur

    Neue Doppelspurlinie entlastet die Strecke zwischen Zürich und Winterthur

    Die SBB hat die Arbeitsgemeinschaft (ARGE) bestehend aus den Bauunternehmen Implenia aus Opfikon und Marti aus Zürich mit dem Bau einer neuen Doppelspurlinie beauftragt. Im Rahmen des Projekts MehrSpur Zürich-Winterthur planen der Bund und die SBB den Bau einer neuen Linie sowie den Ausbau der Bahnhöfe Dietlikon, Bassersdorf, Wallisellen und Winterthur Töss. Implenia und Marti werden laut einer Mitteilung mit einem Anteil von je 50 Prozent den Bau von fünf der sechs Lose des Projekts übernehmen. Der Gesamtauftrag beläuft sich auf etwa 1,7 Milliarden Franken, wobei der Anteil von Implenia rund 830 Millionen Franken beträgt. Die Bauzeit des Projekts beträgt voraussichtlich etwa zehn Jahre.

    Im Rahmen des Projekts übernehmen Implenia and Marti den Bau im Brüttenertunnel (Los 240), den Abschnitt Winterthur (Lose 140 und 141), den Abschnitt Dietlikon (Los 340) und den Abschnitt Wallisellen (Los 540). Die neue Doppelspurlinie durch den Brüttenertunnel soll den 8,3 Kilometer langen Kapazitätsengpass im Bahnnetz zwischen Zürich und Winterthur beheben. Teil des Engpasses ist eine Abzweigung in Richtung Flughafen Zürich. Für den unterirdischen Doppelspurausbau ist je ein Einspurtunnel mit einem Durchmesser von rund zehn Metern für beide Fahrtrichtungen geplant.

    Das Infrastrukturvorhaben ist laut Mitteilung auf die Mobilitätsbedürfnisse künftiger Generationen ausgerichtet und passt damit zur Strategie von Implenia. „Es freut uns, dass wir von Implenia, gemeinsam mit unserem ARGE-Partner Marti, unsere langjährige Erfahrung und umfassende Expertise im Infrastrukturbau einbringen dürfen, um diesen wichtigen Abschnitt für steigende Frequenzen und künftige Anforderungen fit zu machen“, so Implenia-CEO Jens Vollmar in der Mitteilung.

  • Abschied eines Energiepreises mit Signalwirkung für die Zukunft

    Abschied eines Energiepreises mit Signalwirkung für die Zukunft

    Das Bundesamt für Energie verleiht zum 19. und letzten Mal den nicht dotierten Schweizer Energiepreis Watt d’Or. Ziel ist es, aussergewöhnliche Leistungen im Energiebereich sowie die Vorteile innovativer Energietechnologien bekannt zu machen. Im Rahmen der Preisverleihung werden Sieger in den Kategorien Energietechnologien, erneuerbare Energien, energieeffiziente Mobilität sowie Gebäude und Raum prämiert, wie aus einer Mitteilung hervorgeht.

    Der serienreife Elektrotraktor Rigitrac SKE 40 e-direct mit europäischer Typengenehmigung überzeugte in der Kategorie energieeffiziente Mobilität. Die Rigitrac Traktorenbau AG aus Küssnacht am Rigi SZ entwickelte das Gefährt insbesondere für Arbeiten, bei denen Abgase und Lärm unerwünscht sind, etwa für Unterhaltsarbeiten von Kommunalbetrieben oder auch in Gemüsetunnels oder bei Hallensportveranstaltungen.

    In der Kategorie Energietechnologien siegt das Innovation Lab von Gaznat aus Aigle VD, das zusammen mit Forschenden der Eidgenössischen Technischen Hochschule Lausanne (EPFL) und Start-ups Technologien für die Sektorkopplung, Dekarbonisierung und saisonale Speicherung zur Marktreife bringt. Dem Projekt zugrunde liegt das Konzept GreenGas, das in Aigle Wärme-Kraft-Kopplung, Photovoltaik, Elektrolyse, Wasserstoffspeicher, CO2-Abscheidung, Methanisierung und das Gasnetz von Gaznat miteinander vereint.

    Eine alpine Fassadensolarstromanlage der endigo Holding AG aus Fiesch VS sicherte sich den Sieg bei den erneuerbaren Energien. Der leichte Holzbau mit Lamellenfassade, der in Fiesch installiert ist, steht stellvertretend für die Werte der endigo-Unternehmensgruppe: naturverbunden, zukunfts- und systemorientiert sowie technisch kompetent.

    In der Kategorie Gebäude und Raum kürte die Jury das Hobelwerk-Areal in Oberwinterthur, das von der Baugenossenschaft mehr als wohnen, der Lemon Consult AG und dem Low-Tech Lab, alle aus Zürich, entwickelt wurde. Die Partner schufen ein energieeffizientes, nachhaltiges und sozial durchdachtes Wohn- und Gewerbequartier, das künftig als Modell für den gemeinnützigen Wohnungsbau in der Schweiz dienen soll.

    Für den Watt d’Or wurden 55 Bewerbungen eingereicht, 17 Beiträge wurden für die Endrunde nominiert.

  • Moderne eGates treiben die Terminal-Modernisierung voran

    Moderne eGates treiben die Terminal-Modernisierung voran

    Dormakaba vermeldet in einer Mitteilung eine starke Auftragslage im deutschen Flughafenbereich. Das Schliesstechnikunternehmen liefert, ersetzt und wartet mehr als 650 Argus Air-Sensorschleusen, sogenannte eGates, an den Flughäfen Frankfurt, München, Düsseldorf. Das Auftragsvolumen liegt im unteren zweistelligen Millionenbereich.

    Ab Frühjahr 2026 kommen neue Argus Air Boarding-Sensorschleusen in Frankfurt (Terminal 1) und München (Terminal 2) zum Einsatz. Die Zugangslösungen ermöglichen Passagieren der Lufthansa und Star Alliance-Fluggesellschaften ein einfaches Self-Boarding. In Frankfurt liefert dormakaba ausserdem Sensorschleusen für das neue Terminal 3 und hat alle sicherheitsrelevante Übergänge im Terminal mit Sicherheitstüren ausgestattet.

    „Wir sehen weiterhin eine sehr starke Nachfrage nach unseren Zutrittskontrolllösungen im Flughafenbereich“, wird CEO Till Reuter in der Mitteilung zitiert. „Es freut uns, dass viele langjährige Kunden bei der Modernisierung ihrer Terminals erneut auf unsere Systeme setzen. Der Ersatz älterer Anlagen durch moderne Lösungen zeigt, dass die Anforderungen an Sicherheit, Effizienz und Passagierkomfort weiter steigen.“

    Die eGates von dormakaba verknüpfen biometrische Erkennnungsdaten mit Bordkarten und Ausweisen und gleichen diese Informationen mit Datenbanken ab. Die Sensorik identifiziert nach Firmenangaben zuverlässig autorisierte Personen, verhindert das Tauschen von Zutrittsberechtigungen sowie Doppelzutritte und unterscheidet Mensch und Gepäck.

    Dormakaba erzielte im Geschäftsjahr 2024/2025 mit 15’000 Mitarbeitenden weltweit einen Nettoumsatz von 2,9 Milliarden Franken.

  • Region Zimmerberg bündelt Abwasserreinigung in neuer Anlage

    Region Zimmerberg bündelt Abwasserreinigung in neuer Anlage

    Die STRABAG AG ist am Projekt ARA (Abwasserreinigungsanlage) Zimmerberg beteiligt. Das Bauunternehmen aus Schlieren errichtet auf dem ehemaligen Gasi-Areal den Rohbau für das neue Pumpwerk Scheller in Horgen. Ziel dieser Arbeiten ist es laut einer Mitteilung, die bisherigen ARAs Horgen und Thalwil mit einer neuen Anlage zu ersetzen.

    Beide bestehenden ARAs seien „in die Jahre gekommen“. Statt beide Pumpwerke individuell zu betreiben, was mit hohen Investitionskosten für eine umfassende Modernisierung verbunden wäre, haben beide Gemeinden entschlossen, ihre Kräfte zu bündeln und eine „gemeinsame, moderne Abwasserreinigungsanlage“ für die Region Zimmerberg zu schaffen. Sobald die Gemeinschaftskläranlage in Betrieb gegangen ist, soll die bestehende ARA Horgen zurückgebaut werden. Die dadurch entstehenden ungenutzten Flächen am Seeufer sollen öffentlich genutzt und städtebaulich entwickelt werden.

    Die beteiligten Gemeinden Horgen, Oberrieden, Rüschlikon und Thalwil haben sich bereits im September 2020 im Zweckverband ARA Zimmerberg zusammengeschlossen. Die ARA Zimmerberg geht davon aus, dass ab 2029 das Abwasser von bis zu 78’000 Einwohnerinnen und Einwohnern und der Industrie der Region Zimmerberg gereinigt werden kann.

  • Echtzeitdaten gegen Hitzestress in Bau und Energie

    Echtzeitdaten gegen Hitzestress in Bau und Energie

    TrueWindSpeed richtet sich an der Abu Dhabi Sustainability Week an die Bau- und Energiebranche in der Golfregion. Als einer der Aussteller am SWISS Pavilion präsentiert das Genfer Start-up vom 11. bis 15. Januar 2026 seinen Heatector. Die vernetzte Umweltmessstation liefert vollautomatisierte, standortspezifische Daten für extreme Klimabedingungen. Der hochpräzise Sensor misst dabei den  WBGT-Index (Wet Bulb Globe Temperature, Kühlgrenztemperatur) am Einsatzort, um die thermische Belastung genau zu bewerten. Durch die Bereitstellung von Echtzeitdaten und automatisierten Warnmeldungen soll er Unternehmen dabei unterstützen, Sicherheitsvorschriften einzuhalten und ihre Produktivität zu optimieren.

    TrueWindSpeed hat Heatector so entwickelt, dass die Messstation schnell und unkompliziert eingesetzt werden kann. Die Lebensdauer der Batterie ist so ausgelegt, dass die Station während fünf Jahren autonom tätig sein kann. Heatector ist nun bereit für die Industrialisierungsphase.

    Extreme Hitze sei ein von der Internationalen Arbeitsorganisation und der Weltgesundheitsorganisation anerkanntes grosses Berufsrisiko, argumentiert TrueWindSpeed in einer Mitteilung. Über die Gesundheitsrisiken hinaus werde erwartet, dass Hitzestress die weltweiten Arbeitsstunden im Jahr 2030 um 2,2 Prozent reduzieren und die Weltwirtschaft 2,4 Billionen Dollar kosten werde. Der Heatector soll dieses Risiko in verwaltbare, überprüfbare Daten für die ESG-Berichterstattung umwandeln. ESG steht für Umwelt, Soziales, gute Unternehmensführung. Ausserdem schütze die Technologie „die Würde der Arbeitnehmer, verhindert schwere Unfälle und gewährleistet soziale Gerechtigkeit angesichts des Klimawandels“, so TrueWindSpeed über seine Technologie.

    „In einer sich erwärmenden Welt reicht es nicht mehr aus, sich auf allgemeine Wetter-Apps zu verlassen, um die Sicherheit zu gewährleisten“, wird der an der Eidgenössischen Technischen Hochschule Lausanne (EPFL) zum Ingenieur ausgebildete Unternehmensgründer Guillaume Locher in der Mitteilung zitiert. „Wir liefern die präzisen Daten vor Ort, die erforderlich sind, um Hitzegefahren in messbare Sicherheit und Widerstandsfähigkeit für Arbeitnehmer zu transformieren.“

  • Digital vermarkten. Wirtschaftlicher verkaufen.

    Digital vermarkten. Wirtschaftlicher verkaufen.

    Seit über zwei Jahrzehnten profitiert die Schweizer Immobilienbranche von der Leistungsfähigkeit etablierter Marken wie ImmoScout24, Homegate und Flatfox, die von SMG Real Estate kontinuierlich weiterentwickelt werden. Solche Plattformen sind aus dem Alltag von Wohnungs- und Haussuchenden, ebenso wie von Immobilienprofis nicht mehr wegzudenken. Entsprechend eindeutig fällt das Ergebnis in der Praxis aus: In einer Analyse der Unternehmensberatung McKinsey bewerten über 90 Prozent der befragten Makler:innen Immobilienmarktplätze als den mit Abstand kosteneffizientesten Vermarktungskanal. Ohne deren Einsatz würde sich der erfolgreiche Verkauf einer Immobilie gemäss den Befragten im Durchschnitt um rund 25 Tage verlängern.

    Um diese Effizienz zu ermöglichen, verbindet SMG Real Estate den direkten Zugang zu einigen der reichweitenstärksten Immobilienplattformen der Schweiz mit einer kontinuierlich wachsenden Palette datenbasierter Produkte und Services. Ziel ist es, mehr qualifizierte Leads zu generieren, Vermarktungszeiten zu verkürzen und die Kosten pro Kontaktanfrage weiter zu senken. Für Makler:innen und Bewirtschafter:innen ergibt sich daraus ein nachhaltiger Wettbewerbsvorteil: Neue Mandate lassen sich effizienter gewinnen, Abschlüsse beschleunigen und Verkäufe wie auch Vermietungen mit einem deutlich besseren Kosten-Nutzen-Verhältnis realisieren, als dies über alternative Marketingkanäle möglich wäre.

    Neben der hohen Reichweite überzeugen die Plattformen der SMG auch mit starken wirtschaftlichen Kennzahlen. Besonders deutlich zeigt sich dies bei den Kosten pro Kontaktanfrage: Laut McKinsey weisen die von SMG Real Estate betriebenen Plattformen im Vergleich zu den nächstgrösseren Wettbewerbern das branchenweit beste Preis-Leistungs-Verhältnis auf. Konkret liegen die Kosten pro qualifizierter Kontaktanfrage im Schnitt drei- bis viermal tiefer. Mehr als die Hälfte der befragten Käufer:innen in der Schweiz fand ihre Wunschimmobilie auf ImmoScout24 oder Homegate.

    Aber nicht nur die umfangreiche Anzahl, sondern auch die Qualität der generierten Kontakte ist dabei ein entscheidender Erfolgsfaktor. Die McKinsey-Analyse zeigt zudem, dass Inserate auf spezialisierten Immobilienplattformen im Durchschnitt doppelt so viele qualifizierte Kontaktanfragen generieren wie vergleichbare Angebote auf anderen Kanälen. Weniger Streuverluste und kürzere Vermarktungszeiten wirken sich zusätzlich positiv auf den Erfolg und den Ertrag je Inserat aus.

    Neben der hohen Vermarktungschance ist die operative Effizienz ein ebenso wesentlicher Treiber des wirtschaftlichen Erfolgs. Auf den Plattformen von SMG Real Estate reduziert dafür eine automatisierte und KI-gestützte Inseratetexterstellung den Zeitaufwand pro Inserat im Schnitt um rund 14 Minuten. Ergänzend kommen intelligente Matching-Algorithmen, personalisierte Vermarktungsformate, konkrete Empfehlungen auf Grundlage datenbasierter Analysen sowie moderne Cybersecurity-Lösungen zum Einsatz. Dadurch erreichen Immobilienangebote relevante Interessent:innen schneller, gezielter und sicherer.

    In der Gesamtschau zeigt sich: Digitale Immobilienvermarktung entfaltet ihren grössten wirtschaftlichen Nutzen dort, wo grosse Reichweite, aussagekräftige Daten, intelligente Automatisierung und hohe Effizienz konsequent zusammenspielen. Das Ergebnis sind mehr qualifizierte Kontakte, kürzere Vermarktungszeiten, geringere Kosten pro Anfrage und eine nachhaltige Steigerung der Wirtschaftlichkeit für die Immobilienakteure.

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  • SVIT Zürich Polit-Talk «Zürcher Gemeinderatswahlen 2026»

    SVIT Zürich Polit-Talk «Zürcher Gemeinderatswahlen 2026»

    In der Stadt Zürich finden am 8. März 2026 die Gemeinderatswahlen statt. Hinsichtlich dieser wichtigen Wahl in der grössten Gemeinde unseres Kantons (mit Wirkung über die Kantonsgrenzen hinweg) empfiehlt der SVIT Zürich Kandidaten zur Wahl. Sie sind Mitglieder der relevanten Sachkommissionen HBD/SE (Hochbaudepartement, Stadtentwicklung) und FD (Finanzdepartement) oder haben in ihren Parteien wichtige Posten inne. Berücksichtigt werden auch Newcomer, die derzeit noch nicht im Gemeinderat sitzen. Alle sieben Kandidaten teilen jedoch ein gemeinsames Interesse: Eine liberale Wohn- und Immobilienpolitik für Zürich voranzutreiben, die sich den aktuellen Herausforderungen auf dem Wohnmarkt schnell und wirkungsvoll stellt.

    Im Polit-Talk erläutern die Kandidaten, wo sie sich für die Wohnpolitik und die Immobilienbranche stark machen und stehen den Teilnehmern während des Apéros auch für kritische Fragen, persönlich zur Verfügung. Am Schluss der Veranstaltung messen sich unsere Politgäste gegenseitig mit dem SVIT Zürich Politgame «Build & Rent». Wer gewinnt die Spielpartie? Wer gewinnt die Zürcher Gemeinderatswahlen 2026? Wir sind gespannt.

    Link zu den Kandidatenvideos

    Link zur Anmeldung zum Polit-Event

    Download:
    SVIT Zürich «Polit-Check” zu den Gemeinderatswahlen

  • Energiezukunft im Limmattal

    Energiezukunft im Limmattal

    Das Limmattaler Regiowerk Limeco steht vor einem Jahrhundertprojekt. Bis 2034 soll eine neue Kehrichtverwertungsanlage entstehen, bis 2050 folgt die Neuorganisation der Abwasserreinigung. Damit wird sichergestellt, dass Abfall und Abwasser aus dem Limmattal auch künftig umweltgerecht aufbereitet und als Energiequelle genutzt werden.

    Die bestehende KVA wird durch einen Neubau weiter westlich ersetzt. Am bisherigen Standort soll eine grössere ARA realisiert werden, die den Bedarf des wachsenden Limmattals langfristig abdeckt. Die heutige ARA wird bis 2050 aufgehoben. Sie liegt in einem national geschützten Natur- und Vogelschutzgebiet.

    Ein Projekt mit Weitblick
    Das Limmattaler Energiezentrum steht exemplarisch für den Wandel im Entsorgungs- und Energiesektor. Aus reiner Abfallverwertung entsteht ein multifunktionaler Energieknoten, der Wärme, Strom und Gas bereitstellt – ressourcenschonend, lokal verankert und klimaneutral gedacht.

    Gestaltungsplan legt Rahmen fest
    Die planungsrechtliche Grundlage bildet ein kantonaler Gestaltungsplan. Er definiert verbindlich, wie die Anlagen etappiert, erschlossen und eingebettet werden. Vorgaben zu Baufeldern, Umwelt- und Gewässerschutz, Naturräumen sowie zu öffentlichen Grünflächen schaffen Planungssicherheit.

    Parallel läuft eine Umweltverträglichkeitsprüfung. Sie prüft, wie sich die Bau- und Betriebsphasen auf Umwelt, Anwohner und Ökosysteme auswirken. Ziel ist ein Energiezentrum, das Klima- und Ressourcenschonung verbindet. Dies mit Strom-, Fernwärme- und Gasproduktion aus erneuerbaren Quellen sowie Konzepten zur direkten Abscheidung von CO₂-Emissionen.

    Beteiligung und Information
    Der Gestaltungsplan wird ab dem 20. Januar 2026 für 60 Tage öffentlich aufgelegt. Bürgerinnen, Verbände und Behörden können sich in dieser Zeit zum Entwurf äussern. Die Eingaben werden durch die kantonalen Fachstellen geprüft und in einem Einwendungsbericht dokumentiert.

    Am Mittwoch, 21. Januar, lädt Limeco zu einem öffentlichen Informationsanlass ein, bei dem Vertreterinnen des Kantons und des Unternehmens Details zum Projekt vorstellen und Fragen beantworten. Informationen zum Termin finden sich unter www.lez.ch/gestaltungsplan.

    Die vollständigen Unterlagen sind auf www.zh.ch/raumplanung abrufbar sowie bei der Gemeinde Dietikon und im kantonalen Amt für Raumentwicklung einsehbar.

  • Zukunftsmodell für Life Sciences, Forschung und Clusterpower

    Zukunftsmodell für Life Sciences, Forschung und Clusterpower

    Das Herzstück des Campus bildet ein kilometerlanger, durchgängiger Park, der alle Gebäude physisch und sozial verbindet. Die markanten Bauwerke Main Campus HQ, HORTUS, ALL, HOPE, SCALE sowie Swiss TPH, ALBA Haus und viele mehr gruppieren sich rund um das grüne Band und schaffen mit mehr als fünf Fussballfeldern Parkfläche einen Raum für Dialog, Erholung und Vernetzung. Mit über 5 000 Arbeitsplätzen nach Fertigstellung und über 115 000 m² Nutzfläche setzt das Areal neue Standards für Infrastruktur und Kollaboration in der Schweiz und Europa.

    Architektur und Nachhaltigkeit als Treiber
    Die Architekturen von Herzog & de Meuron und Felippi Wyssen tragen die Innovationsidee sichtbar nach aussen. Der Main Campus HQ ist praktisch vollvermietet und als multifunktionaler Forschungs- und Kommunikationsstandort Magnet für Unternehmen wie JNJ, SKAN, Basilea, die Universität Basel und weitere Akteure. Flexible Parkhäuser und Mobilitätsservices unterstützen die nachhaltige Standortnutzung. SENN agiert dabei als Investorin, Entwicklerin und Totalunternehmerin – von der Planung und Realisierung bis hin zur langfristigen Vermarktung. Entwickelt wird das Projekt in enger Zusammenarbeit mit Basel Area Business & Innovation, dem Kanton Basel-Landschaft und weiteren Partnern aus Wissenschaft und Wirtschaft.

    Herausragend ist HORTUS, ein Bürogebäude, das seine Herstellungsenergie in 30 Jahren amortisiert. Es wurde aus Holz, Lehm und Altpapier gebaut, gewinnt Energie über Photovoltaik und erfüllt höchste ESG-Kriterien. Jedes Bauteil ist Teil der Kreislaufwirtschaft und für künftige Nutzungszyklen vorbereitet. Der Innenhofgarten von Piet Oudolf trägt zur Biodiversität und zum Raumklima bei. HOPE und SCALE bieten ab 2028 weitere flexible, publikums- und produktionstaugliche Flächen. Die Nachbarn Swiss TPH und ALBA Haus stärken die gesundheitswissenschaftliche Ausrichtung des Standorts, während das Holiday Inn Express das internationale Business- und Netzwerkangebot ergänzt.

    Bild: Switzerland Innovation Park Basel Area Main Campus

    Cluster, Community und Innovation
    Mehr als 100 Unternehmen – von Global Playern über Spin-offs bis zu jungen Scale-ups – prägen das Areal und nutzen Programme wie BaseLaunch und DayOne für Gründung, Vernetzung und Wissenstransfer. Clusterveranstaltungen, Community-Plattformen und moderne Coworking-Infrastrukturen fördern den Austausch und die Entstehung gemeinsamer Projekte. Bildungseinrichtungen, Kinderbetreuung, Gastronomie, Sport- und Konferenzangebote schaffen ein vollwertiges, urbanes Arbeitsökosystem.

    Das Botnar Institute of Immune Engineering als Leuchtturm
    Ein besonderer Impuls kommt mit dem Botnar Institute of Immune Engineering (BIIE), das 2027 ins ALL, ein neues, nachhaltiges Gebäude auf dem Campus zieht. Die Entscheidung für den Standort unterstreicht Basels Bedeutung als Forschungsstandort. Das Institut, durch die Fondation Botnar mit rund 1 Milliarde Dollar getragen, bringt bis zu 300 Spitzenforscher aus aller Welt zusammen, um neuartige immunbasierte Diagnostika und Therapien zu entwickeln. Ziel ist, Lücken in Gesundheitstechnologien zu schliessen und Lebensqualität weltweit zu verbessern. Die Community des BIIE wird das Fachcluster und die Region Basel wesentlich prägen und mit Partnern wie Oxford und ETH Zürich globale Netzwerke stärken.

    Wirkung und Perspektive
    Der Switzerland Innovation Park Basel Area Main Campus bündelt Wissen, Infrastruktur und Community in einer international sichtbaren Innovationsmeile. Durch die Integration von Nachhaltigkeit, Empathie und Exzellenz entsteht am Standort Allschwil ein globaler Knotenpunkt für Spitzenforschung, lebensstarke Unternehmertum und zukunftsoffene Stadtentwicklung. Das Modell zeigt, wie Arealentwicklung, Architektur und Science-Cluster heute und morgen den Weg für wirtschaftliche und gesellschaftliche Transformation ebnen können.

  • Engineers’ Day 2026

    Engineers’ Day 2026

    Gerade vor dem Hintergrund von Klimawandel, Digitalisierung und nachhaltiger Mobilität rücken Ingenieurinnen und Ingenieure in eine Schlüsselrolle. Sie entwickeln Lösungen für erneuerbare Energiesysteme, resiliente Infrastrukturen, smarte Mobilitätskonzepte, digitale Technologien, datenbasierte Anwendungen und eine ressourcenschonende Produktion.

    Nachwuchs im Fokus
    Der Engineers’ Day möchte junge Menschen früh für Technik begeistern, vom Primarschulkind bis zur Studienwahl. Firmen und Institutionen bieten Führungen, Workshops, Demo-Stationen und Dialogformate an, die Berufe erlebbar machen und direkte Begegnungen mit Fachleuten ermöglichen.

    ​Hintergrund ist ein anhaltender Fachkräftemangel, gerade in den Ingenieur- und MINT-Berufen, in denen Frauen weiterhin stark untervertreten sind. Unternehmen, Organisationen und Bildungsinstitutionen sind deshalb eingeladen, eigene Anlässe und Aktionen für den 4. März 2026 anzumelden und so aktiv zur Nachwuchsförderung beizutragen.

    National Conference of Engineers
    Neu findet am selben Tag erstmals die National Conference of Engineers statt. Rund 40 Expertinnen und Experten aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Verbänden kommen an der Hochschule Luzern in Horw zusammen, um konkrete Massnahmen zur Stärkung des Ingenieur-Nachwuchses zu diskutieren.

    ​Ziel der Konferenz ist es, Kräfte über Branchen und Disziplinen hinweg zu bündeln und neue Wege zu finden, um mehr junge Menschen in ihrer Vielfalt für Ingenieur-, MINT- und Tech-Berufe zu gewinnen. Damit ergänzt die Tagung die dezentralen Aktivitäten des Engineers’ Day um eine strategische Plattform für Austausch und gemeinsame Initiativen.

    Von Muttenz nach Luzern
    Die Stabübergabe vom bisherigen Austragungsort Muttenz an Luzern im Oktober 2025 markiert einen weiteren Entwicklungsschritt des Formats. Mit der ersten National Conference of Engineers an der HSLU wird der Engineers’ Day 2026 nicht nur zum Erlebnistag für den Nachwuchs, sondern auch zum Treffpunkt für Entscheidungsträgerinnen der Ingenieur- und Bildungslandschaft.

  • Graue Energie Steilpass für den Mieterschutz

    Graue Energie Steilpass für den Mieterschutz

    Grauen Energie im Kontext
    Die Stärke des Arguments kommt aus der absoluten Aussage, dass «der Erhalt von Bestand und damit von Grauer Energie immer besser ist als der Abriss». Dieser Haltung stimmt gemäss einer Befragung in Fachkreisen die überwiegende Mehrheit der Fachplaner, Architekten und Dienstleister im Immobiliensektor zu. Die Haltung ist allerdings auch bei knapp der Hälfte der Immobilieneigentümer vertreten, wenn auch mit Vorbehalten.

    Genauer nachgefragt differenzieren die Befragten ihre Haltung. Gegen den Erhalt könne eine schlechte Gebäudesubstanz oder schlechte Energieeffizienz, nicht zeitgemässe Nutzungsstruktur, nicht aktivierbare Ausnützung für die Realisierung von mehr Wohnraum oder die Wirtschaftlichkeit sprechen. Die Branche betont richtigerweise, dass es keine absolute Wahrheit gibt und der Umgang jeder Liegenschaft zwischen ökologischen, ökonomischen und gesellschaftlichen Aspekten abgewogen werden muss.

    Eine Regulierung für zwei unterschiedliche Anliegen
    Parallel zur Intensivierung des Diskurses um den Erhalt von Grauer Energie hat sich der Ton zum Mieterschutz verschärft. Diverse Initiativen auf kantonaler und Bundesebene wollen verhindern, dass Mieterinnen und Mieter ihre Wohnung aufgrund von umfassenden Erneuerungen oder Gebäudeersatzen verlassen müssen. Auch diese Initiativen stellen sich kompromisslos auf den Standpunkt, dass keine Entmietung immer besser ist als eine Entmietung. Der Kanton Basel-Stadt zeigt, wie schnell Regulierungen wirken. Kaum drei Jahre nach der Einführung der Wohnschutzinitiative wird bereits weniger abgerissen, und damit werden auch weniger Liegenschaften entmietet. Der Wohnschutz wirkt dabei vorwiegend über die Wirtschaftlichkeit, mit den regulierten Preisen für die neuen Wohnungen werden Ersatze und Erneuerungen für Bauherren finanziell weniger attraktiv. In der Folge werden weniger Projekte realisiert.

    Verhaltene Diskussion um soziale und gesellschaftliche Kosten
    So wenig die absolute Aussage zum Erhalt von Grauer Energie richtig ist, so wenig greift die pauschale Aussage, dass keine Entmietung immer besser ist als eine Entmietung. Für die einzelne betroffene Mieterin oder den einzelnen Mieter mag die Aussage zutreffen, nicht jedoch, wenn es um die Wohnraumversorgung der gesamten Bevölkerung geht. Erweiterungen und Ersatze können mehr Wohnraum für mehr Menschen schaffen und dies häufig an bereits gut erschlossenen und versorgten Lagen. Ohne Eingriffe in die Gebäudestruktur können strukturelle Defizite von Wohnungen nicht behoben werden.

    Was es bräuchte, ist eine sachlichere Diskussion, wie der Zielkonflikt zwischen dem Schutz des Einzelnen und dem Interesse der Gesellschaft bestmöglich gelöst werden kann. In manchen Fällen kann das Herauszögern eines Ersatzes oder eine Ertüchtigung des Bestands für einen weiteren Lebenszyklus Sinn machen, in anderen Fällen überwiegt der gesellschaftliche Nutzen an mehr Wohnraum. Im Vordergrund sollte die Diskussion stehen, wie Entmietungen sozial bestmöglich abgefedert werden können. Regulierungen müssten auf die Lösungsfindung für Härtefälle gelenkt werden.

    Es braucht einen ausgewogenen Diskurs
    Absolute Betrachtungen blenden aus, dass Entscheidungen oft komplex sind und eine Güterabwägung von divergierenden Anliegen erfordern. Nachhaltige Lösungen mitten sich in der Regel zwischen unterschiedlichen Argumenten ein.

    Vertreterinnen und Vertreter der Branche sollten sich bewusst sein, dass pauschale Aussagen den Spielraum für kontextspezifische Diskussionen reduzieren. Wenn sich die Branche unreflektiert hinter den Erhalt von Grauer Energie oder gegen Entmietungen stellt, schliesst sich die Tür für die Diskussion gemässigter Regulierungen.

  • Zürich stärkt Energiewende mit 60-Millionen-Programm

    Zürich stärkt Energiewende mit 60-Millionen-Programm

    Gebäude gehören zu den grössten Energieverbrauchern im Kanton Zürich. Rund 40 Prozent des Energiebedarfs und ein Drittel der CO₂-Emissionen entfallen auf diesen Bereich. In den letzten Jahren hat sich jedoch viel bewegt. Technische Innovationen, die CO₂-Abgabe und kantonale Vorschriften zeigen Wirkung.

    Mit dem Energieförderprogramm schafft der Kanton zusätzliche Anreize, um fossile Heizungen zu ersetzen, Gebäudehüllen zu dämmen oder Wärmeverteilsysteme zu modernisieren. Die Nachfrage nach Fördergeldern ist weiterhin hoch, befeuert durch das revidierte Energiegesetz von 2022.

    Finanzrahmen bis 2029
    Für die Fortsetzung des Programms beantragt der Regierungsrat dem Kantonsrat nun 60 Millionen Franken. Diese Mittel sollen mit Anteilen aus der CO₂-Abgabe und aus dem nationalen Impulsprogramm ergänzt werden. Sofern die Bundesleistungen nicht gekürzt werden, ergibt sich ein Gesamtetat von bis zu 286 Millionen Franken für die Jahre 2026 bis 2029.

    Der Fokus liegt auf Massnahmen im Gebäudebereich. Auch Beratungs- und Informationsangebote werden unterstützt, insbesondere für Eigentümerinnen, die ihre Liegenschaften energetisch sanieren möchten oder vor dem gesetzlich vorgesehenen Verbot von Elektroheizungen ab 2030 Alternativen suchen.

    Innovation und Biogas im Blick
    Neben klassischen Gebäudesanierungen fördert der Kanton künftig verstärkt Innovation. Je eine Million Franken pro Jahr stehen für Pilotprojekte zur Verfügung, die neue Technologien und Verfahren zur effizienten Energienutzung oder -speicherung erproben. Weitere 250’000 Franken pro Jahr fliessen in die Förderung von Biogas aus landwirtschaftlichen Anlagen. Ein zukunftsträchtiger Energieträger für industrielle Hochtemperaturprozesse.

    So verbindet das Energieförderprogramm Klimaschutz mit regionaler Wertschöpfung. Es stärkt Innovation und wirkt zugleich als Hebel auf dem Weg zur Netto-Null im Zürcher Gebäudebestand.

  • Wolf-Areal Basel preisgünstige Wohnungen

    Wolf-Areal Basel preisgünstige Wohnungen

    Die SBB treibt die Transformation des früheren Güterbahnhofs Wolf zu einem urbanen Wohn- und Arbeitsquartier voran. Wie beim Projekt Volta Nord werden bisherige Bahnflächen für Wohnen, Arbeiten und Freizeit geöffnet.

    ​Auf zwei Baufeldern im Herzen des Areals entstehen ab 2028 rund 270 Wohnungen, die gezielt im preisgünstigen Segment positioniert sind.

    Kostenmiete und zeitgemässe Wohnformen
    Die Basler Wohngenossenschaft plant etwa 150 Genossenschaftswohnungen, Vivanta rund 120 weitere preisgünstige Einheiten. Sämtliche Wohnungen werden nach dem Prinzip der Kostenmiete realisiert, was langfristig moderate Mietzinse ermöglicht.

    ​Die Konzepte setzen auf zeitgemässe Wohnformen für unterschiedliche Lebensphasen, von Familien über Singles bis zu älteren Menschen. Gemeinschaftsräume und Begegnungszonen sollen das Quartierleben stärken und soziale Vernetzung fördern.

    Gemeinnützige Partner mit klarem Auftrag
    BWG und Vivanta verfolgen einen explizit gemeinnützigen Auftrag. Bezahlbaren Wohnraum sichern und gleichzeitig hohe Qualitäts- und Nachhaltigkeitsstandards einhalten. Die Projekte sollen zeigen, dass ökologische Bauweisen mit tragbaren Mieten vereinbar sind.

    ​​Baurecht als Entwicklungsinstrument
    Die Vergabe der Baufelder erfolgt im Rahmen eines partnerschaftlichen Baurechtsvertrags, den SBB, das Bundesamt für Wohnungswesen und Wohnbaugenossenschaft Schweiz gemeinsam entwickelt haben. Dieses Modell schafft verlässliche Konditionen für gemeinnützige Bauträger und beschleunigt die Realisierung von preisgünstigem Wohnraum in Zentren.

    ​Mit der Entwicklung des Wolf-Areals verfolgt die SBB ihre Strategie weiter, nicht mehr betriebsnotwendige Flächen für eine moderne Stadtnutzung zu öffnen und einen substanziellen Beitrag zum bezahlbaren Wohnen zu leisten.

  • Immobilienmarkt im Spannungsfeld

    Immobilienmarkt im Spannungsfeld

    Mit der Zinssenkung der Schweizerischen Nationalbank auf 0 % im Sommer 2025 kehren die Finanzierungsbedingungen auf historische Tiefstände zurück. Käufer profitieren, ebenso institutionelle Investoren, die Kapital in Renditeobjekte umschichten. Dadurch steigen die Preise erneut, vor allem bei Mehrfamilienhäusern.

    Gleichzeitig führt der sinkende Referenzzinssatz zu Mietzinsreduktionen bei Altverträgen. Doch die Nachfrage übersteigt das Angebot deutlich. Das drückt den Mietwohnungsmarkt weiter in Richtung Knappheit.

    Eigentum gewinnt, Erhalt verliert
    Die Abschaffung des Eigenmietwerts verändert die Eigentumslandschaft. Ohne steuerliche Belastung steigt das Interesse am Kauf, besonders in der mittleren Einkommensklasse. Doch der Wegfall des pauschalen Unterhaltsabzugs dämpft Investitionen in den Gebäudeunterhalt. Einige Kantone prüfen bereits Alternativsteuern, um die Einnahmeausfälle zu kompensieren. Der Reformentscheid wirkt damit doppelt. Er belebt den Markt, birgt jedoch Risiken für die Bausubstanz.

    Bautätigkeit bricht ein
    Die Bauproduktion ist 2025 markant zurückgegangen. In Zürich um rund 35 %, im Tessin sogar um 80 %. Gründe sind politische Unsicherheiten, steigende Baukosten und komplexe Bewilligungsverfahren. Das wirkt sich unmittelbar auf die Mietpreise aus und in vielen Regionen steigen sie weiter.

    Die Folge ist eine strukturelle Knappheit, die auch 2026 bestehen bleibt. Selbst leicht sinkende Zuwanderungszahlen ändern daran wenig. Besonders die SIV-Mitglieder sehen in der Verknappung den zentralen Preistreiber des Jahres.

    Politik als Spielveränderin
    Kantone und Städte experimentieren mit baurechtlichen Anpassungen, von autofreien Quartieren bis zu strengeren Vorschriften bei der Offenlegung von Vormieten. Für Projektentwickler bedeutet das, mehr Unsicherheit, längere Verfahren, steigende Risiken.

    Investoren werden selektiver, die Standortwahl gewinnt an Bedeutung. Der Markt fragmentiert sich zunehmend entlang lokaler Vorgaben.

    Klimarisiken und neue Bewertungsmassstäbe
    Mit dem FINMA-Rundschreiben 2026/1 wird Nachhaltigkeit zur Pflicht. Banken und Versicherer müssen Klima- und Naturgefahren explizit in ihre Risikobewertungen einbeziehen.
    Exponierte Lagen verlieren an Attraktivität, standfeste und klimaresiliente Objekte gewinnen. Für institutionelle Anleger bedeutet das, Bewertungsmodelle und Portfolios zu überdenken.

    Wohnraum im Aufwind, Gewerbe unter Druck
    Die SIV-Auswertung zeigt ein klar geteiltes Marktbild. Der Wohnungsmarkt bleibt trotz Zinswende robust. Die Nachfrage ist hoch, die Leerstände sinken weiter und dürften bald unter 1.2 % fallen. Besonders bei Neuvermietungen sind Mietsteigerungen realistisch. Der Druck auf den Markt bleibt bestehen.

    Im Gegensatz dazu steht der Gewerbesektor unter zunehmendem Druck. Zahlreiche Unternehmen geben Büroflächen ab, wodurch die Leerstände leicht steigen. Moderne, ESG-konforme Neubauten behaupten sich, während ältere Objekte an Attraktivität verlieren und Preiszugeständnisse nötig werden.
    Auch der Detailhandel zeigt ein gemischtes Bild. Die Nahversorgung bleibt stabil, doch Mode- und Elektronikflächen kämpfen mit rückläufigen Frequenzen und sinkender Rentabilität.
    Bei den Hypotheken profitieren Eigentümer vom tiefen Zinsniveau. Insgesamt sinken die Finanzierungskosten deutlich. Gleichzeitig steigen die Aufwendungen für Energie und Unterhalt und bleiben damit ein fester Kostentreiber.

    Trotz politischer und wirtschaftlicher Unsicherheiten rechnen die SIV-Mitglieder mehrheitlich mit steigenden Preisen und stabilen Erträgen im Wohnsegment und mit weiter sinkender Bautätigkeit.

    Differenzierung als Schlüsselfaktor
    Der Markt bleibt 2026 robust, aber selektiv. Qualität, Lage und Klimafitness bestimmen den Erfolg. Während Wohnen als sichere Anlageklasse gilt, wird das Gewerbe zur Herausforderung. Investoren und Eigentümer stehen vor der Aufgabe, Marktumfelder präziser zu lesen und regulatorische Dynamiken frühzeitig einzubeziehen.

  • Kanton Zürich will grosse Dächer für Solarstrom nutzen

    Kanton Zürich will grosse Dächer für Solarstrom nutzen

    Der Zürcher Regierungsrat will die Sicherheit der Stromversorgung mit Solarstrom und Langzeitspeichern verbessern. Dafür hat er am 6. Januar laut einer Mitteilung zwei Vorlagen zur Änderung des kantonalen Energiegesetzes präsentiert.

    Die erste Vorlage sieht vor, dass Dächer mit einer Grösse von mehr als 300 Quadratmetern ganzflächig mit einer Solaranlage ausgestattet werden müssen. Diese Pflicht gilt bei Neubauten und bei der Sanierung von Dächern bestehender Dächer. Der Regierungsrat schätzt das Potenzial der vollständigen Nutzung aller geeigneten Dächer auf jährlich rund 6 Terawattstunden Strom. Das entspricht rund zwei Dritteln des derzeitigen Stromverbrauchs im Kanton. Rund 60 Prozent dieses Potenzials liegen laut Regierungsrat bei grossen Dächern.

    Die zweite Vorlage sieht einen Ausbau der Langzeitspeicher vor. Stromnetzbetreiber sollen diese künftig gemeinsam fördern. Diese Förderung soll über eine Abgabe auf den Stromverbrauch finanziert werden, die 0,5 Rappen pro Kilowattstunde nicht übersteigt. Der entsprechende Förderfonds soll von den Elektrizitätswerken des Kantons Zürich (EKZ) verwaltet werden. Der Regierungsrat will damit den Überschuss an Solarstrom im Sommer für das Winterhalbjahr nutzbar machen.

    Die beiden Vorlagen gehen nun zur Beratung an den Kantonsrat.

  • Amtliche Vermessung der Schweiz erhält neue Strategie bis 2040

    Amtliche Vermessung der Schweiz erhält neue Strategie bis 2040

    Die an der amtlichen Vermessung der Schweiz beteiligten Institutionen haben eine neue strategische Ausrichtung bis zum Jahr 2040 definiert. Bund, Kantone, Gemeinden und die für die Aktualisierung der Daten zuständigen Einrichtungen stellen dabei laut einer Mitteilung des Bundesamts für Landestopographie swisstopo die Nutzerinnen und Nutzer in den Mittelpunkt des Systems. Swisstopo wird die Umsetzung der neuen Strategie koordinieren.

    Sie zielt den Angaben zufolge darauf ab, eine „transparentere, zeitgemässere und besser nutzbare amtliche Vermessung für die gesamte Gesellschaft“ zu gewährleisten. Dies schaffe Rechtssicherheit, etwa bei Entscheidungen mit Raumbezug. Zudem soll das neue System den Schutz von Eigentumsrechten durch das Grundbuch sowie die Unterstützung von Innovation und fundierter Planung auch in Zukunft gewährleisten und verbessern.

    Die strategische Vision sieht auch die Integration neuer Technologien vor, insbesondere Künstliche Intelligenz und dreidimensionale Modellierung. So können 3D-Ansichten die zweidimensionalen Aufteilungspläne bei Stockwerkeigentum ersetzen. Auch Höhenbeschränkungen können verlässlicher berücksichtigt werden, wenn es etwa um Weg- oder Durchgangsrechte geht.

    Zudem erlauben diese Technologien auch die Dokumentation von Sachverhalten aus der Vergangenheit. Dies kann bei Streitigkeiten oder bei der Beurteilung der Rechtslage entscheidend sein. „Damit“, so swisstopo, „zielt die neue Vision darauf ab, den Wissensaustausch und die Nutzung von Daten durch alle Beteiligten – Bürgerinnen und Bürger, Geometer, GIS-Spezialisten, öffentliche Verwaltungen, Unternehmen und Forschungseinrichtungen – zu erleichtern“. Mit GIS sind Geoinformationssysteme gemeint.