Schlagwort: Immoinvest

  • Geplante Börsennotierung soll Marktpräsenz stärken

    Geplante Börsennotierung soll Marktpräsenz stärken

    Die Fondsleitung der Swiss Prime Site Solutions AG (SSPS), ein Asset Manager für Immobilienlösungen aus Zug, prüft laut einer Medienmitteilung eine Kotierung des SPSS Investment Fund Commercial (SPSS IFC) an der SIX Swiss Exchange. Der SPSS IFC investiert laut eigener Angaben mit Fokus auf Gewerbeimmobilien an wirtschaftlich etablierten Lagen in der ganzen Schweiz. Das Unternehmen plant eine Umsetzung bis Ende 2025 und möchte so seine Marktpräsenz stärken, den Zugang für neue Investoren öffnen und die Liquidität des Fonds langfristig fördern. Begleitet wird die Kotierung von der Zürcher Kantonalbank als Sole Lead Managerin.

    Laut Mitteilung erfolgt die Kotierung vorbehaltlich der Marktbedingungen, der Genehmigung der Fondsvertragsänderungen durch die Eidgenössische Finanzmarktaufsicht (FINMA) sowie der Genehmigung des Kotierungsgesuchs durch die SIX Swiss Exchange. Mit der genehmigten Fondsvertragsanpassung als Publikumsfonds wird der SPSS IFC für alle Anleger offenstehen. Bis dahin ist er ausschliesslich für qualifizierte Anleger zugänglich. An der SIX Swiss Exchange soll der Fonds zukünftig in die Indizes SXI Real Estate Broad und SXI Real Estate Funds Broad aufgenommen werden.

    Im Vorfeld der geplanten Kotierung konnte das Unternehmen bereits sein Portfolio ausbauen und sich so auf die Weiterentwicklung des Fonds vorbereiten. „Mit den Mitteln aus der letzten Kapitalerhöhung haben wir das Portfolio mit zwei attraktiven Light-Industrial-Liegenschaften optimal ausgebaut, die Eigenkapitalbasis nachhaltig gestärkt und das Produkt konsequent auf die Anforderungen einer Börsenkotierung ausgerichtet“, so Maximilian Hoffmann, CIO Funds bei SPSS.

  • Diskussion um Versorgungssicherheit und Abhängigkeit von Atomkraft

    Diskussion um Versorgungssicherheit und Abhängigkeit von Atomkraft

    Das Kernkraftwerk Gösgen (KKG) modernisiert sein Speisewassersystem. Seit Ende Juni ist es deshalb vom Netz genommen. Die Wiederaufnahme der Stromproduktion verzögere sich nun um weitere sechs Monate, heisst es in einer Mitteilung

    Das KKG macht dafür die steigenden Sicherheitsanforderungen verantwortlich. Es brauche punktuelle Verstärkungen des Systems. Auch die Nachweisführung gegenüber den Behörden brauche mehr Zeit. Das KKG kann erst wieder angefahren werden, wenn das Eidgenössische Nuklearsicherheitsinspektorat (ENSI) die Freigabe erteilt. Das KKG könne daher voraussichtlich Ende Februar 2026 wieder ans Netz gehen, heisst es in der Mitteilung.

    Die Betreiber erwarten einen Produktionsausfall während dieser acht Monate in Höhe von fast 6 Terawattstunden und einen entgangenen Ertrag von 500 Millionen Franken, schreibt Alpiq in einer Mitteilung

    Alpiq ist mit 40 Prozent der grösste Einzelaktionär und erwartet einen Ertragsausfall von 200 Millionen Franken. Axpo ist mit 25 Prozent der zweitgrösste Aktionär, gefolgt von der Stadt Zürich mit 15 Prozent, der Axpo-Tochter CKW mit 12,5 Prozent und Energie Wasser Bern (ewb) mit 7,5 Prozent. Die Aktionäre müssen den fehlenden Strom nun obendrein am freien Markt beschaffen, um ihren Lieferverpflichtungen nachzukommen.

    Das KKG deckt gut ein Zehntel des Schweizer Stromverbrauchs. Kernkraftkritiker wie die Schweizerische Energie-Stiftung SES weisen auf die Risiken der zentralisierten Stromerzeugung hin. „Die Abhängigkeit von einzelnen Atomkraftwerken stellt für die sichere Stromversorgung ein Klumpenrisiko dar“, wird Geschäftsleiter Nils Epprecht in einer SES-Mitteilung zitiert. „Wir tun gut daran, unsere Stromproduktion so rasch wie möglich auf viele dezentrale, erneuerbare Anlagen zu verlagern.“

  • SMG bereitet milliardenschweren Börsengang vor

    SMG bereitet milliardenschweren Börsengang vor

    SMG vereint führende Online-Marktplätze in den Bereichen Immobilien, Autos, Kleinanzeigen und Auktionen. Dank dieser breiten Aufstellung konnte das Unternehmen seine Marktposition in den letzten Jahren kontinuierlich ausbauen. Im ersten Halbjahr 2025 stieg der Umsatz um 14,4 Prozent auf 161,5 Millionen Franken. Der bereinigte Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen legte um 34 Prozent auf 87,6 Millionen Franken zu, womit die Marge auf 54,3 Prozent kletterte. Diese starke Profitabilität stützt die angestrebte Bewertung.

    Eigentümer und Perspektiven
    Die grössten Anteilseigner sind die TX Group (31 %), Ringier (29,5 %), die Mobiliar (29,5 %) sowie der US-Investor General Atlantic (10 %). Sie dürften zu den Hauptprofiteuren eines erfolgreichen Börsengangs zählen, ebenso wie das Management von SMG. Mit dem Gang an die Börse sollen langfristiges Wachstum, strategische Flexibilität und Investitionen in die Weiterentwicklung der Plattformen gesichert werden.

    Herausforderungen im Umfeld
    Während SMG mit seinen digitalen Marktplätzen wächst, stehen die Mutterhäuser im klassischen Mediengeschäft vor strukturellen Veränderungen. Der Börsengang wird daher auch als Signal verstanden, wie stark die digitale Ausrichtung an Bedeutung gewinnt. Kritische Stimmen verweisen zwar auf die hohe Marktmacht des Unternehmens, gleichzeitig wird der IPO als Chance gesehen, die Positionierung von SMG im internationalen Wettbewerb zu stärken.

    Ob der Börsengang zum vollen Erfolg für alle Beteiligten wird, bleibt abzuwarten. Klar ist jedoch, dass SMG damit die Weichen für die nächste Entwicklungsphase stellt.

  • Neuer Energiepark macht Energiewende erlebbar

    Neuer Energiepark macht Energiewende erlebbar

    Die Fachhochschule Graubünden (FHGR) hat auf dem Kuhrerhof und in der Rheinmühle in Chur den neuen Energiepark Grischa eingerichtet. Der Park soll als ein Erlebnis- und Forschungszentrum auf dem Gebiet der Energie- und Umweltforschung tätig sein, heisst es in einer Mitteilung.

    In ein landwirtschaftliches Umfeld eingebettet sollen hier Arbeiten zu Photovoltaik, Kleinwasserkraft, Holzvergasung, Windkraft und Biogas an einem Standort zusammentreffen. Ziel ist, einem breiten Publikum zu vermitteln, wie erneuerbare Energien erzeugt, gespeichert und genutzt werden können. „Im Energiepark Grischa wird die Energiewende vom abstrakten Konzept zur greifbaren Realität“, wird Steffi Giaracuni, Projektleiterin am Institut für Multimedia Production der FH Graubünden, in der Mitteilung zitiert. „Hier können Menschen sehen, hören und spüren, wie erneuerbare Energien entstehen – und wie wir sie gemeinsam in unseren Alltag integrieren können.“

    In einer ersten Umsetzungsphase werden Arbeiten zum Thema Holz, Wasser und Sonne vorgestellt, bis 2026 sollen Biogas, Windkraft und innovative digitale Vermittlungsinstrumente folgen.

    Das Projekt wird von der FH Graubünden, dem Bundesamt für Energie, der Stiftung Klima Grischa und weiteren regionalen Partnern getragen. Bereits am 28. August stellen sich Expertinnen und Experten aus Energiepolitik, Innovationsförderung, Stadtentwicklung, lokalen Energielösungen und Landwirtschaft in einem Wissenschaftscafé den Fragen der Bevölkerung zur Energiezukunft der Schweiz.

  • Modernisierung stärkt urbane Mobilität in Zürich

    Modernisierung stärkt urbane Mobilität in Zürich

    Die Standseilbahn Rigiblick wird aktuell noch modernisiert und soll im Herbst wieder den Betrieb aufnehmen. Neben den neuen Fahrzeugen, die von Verkehrsbetrieben Zürich, Garaventa, Milani Design und CWA gemeinsam entwickelt worden sind, werden dann auch neue Zugseile im Einsatz sein. Die in Romanshorn ansässige Fatzer AG hat die Hochleistungsseile hergestellt und angeliefert. Inzwischen sind sie auch montiert worden, wie aus einer Mitteilung der BRUGG Group hervorgeht, zu welcher Fatzer gehört.

    Die zwei 32 Millimeter starken Zugseile weisen jeweils 480 Meter Länge und ein Gewicht von 1,9 Tonnen auf. „Mit rund 160 Fahrten pro Tag und einer Fahrzeit ohne Halt von nur zwei Minuten ist die Beanspruchung der Seile hoch. Die hohe Beanspruchung erfordert höchste Materialqualität, um einen zuverlässigen Betrieb bei maximaler Sicherheit zu gewährleisten“, heisst es in der Mitteilung über die Zugseile des „Symbols für urbane Mobilität und Lebensqualität“, welches zudem Teil des kulturellen Erbes von Zürich sei.

    Das Performa-Seil von Fatzer ist speziell für urbane Anwendungen entwickelt worden. Bei dem Seil werden zwischen den Litzen Kunststoffprofile angebracht, wodurch eine „nahezu zylindrische Oberflächenstruktur“ entsteht. Dadurch können Vibrationen und Geräusche markant reduziert werden. Zusätzlich weist das Unternehmen auf die Langlebigkeit der Seile hin.

  • Schweizer Stromversorgung 2050 vor grossem Ausbau

    Schweizer Stromversorgung 2050 vor grossem Ausbau

    Die Elektrifizierung von Verkehr, Wärme und Industrie treibt den Stromverbrauch von heute 56 auf rund 75 Terawattstunden pro Jahr. Gleichzeitig fallen 23 Terawattstunden aus Kernkraftwerken weg. Das Forschungsnetzwerk EDGE hat berechnet, dass die Schweiz ihr Ziel von 45 Terawattstunden aus neuen erneuerbaren Energien erreichen kann, allerdings nur mit einem starken Ausbau von Photovoltaik und Windkraft.

    Ausbau von Photovoltaik und Windenergie
    Die Photovoltaik müsste ihre Kapazität von heute 6,4 Gigawatt auf fast 27 Gigawatt vervierfachen. Bei der Windkraft wäre ein über 80-facher Ausbau nötig, von 0,1 auf 8,4 Gigawatt bis 2050. Besonders im Winter spielt Windenergie eine Schlüsselrolle. Ohne Subventionen sei dieser Zubau kaum realisierbar, betonen die Forschenden.

    Abhängigkeit vom europäischen Strommarkt
    Das Stromgesetz limitiert Winterimporte auf maximal 5 Terawattstunden. Eine strikte Umsetzung würde Investitionen und Kosten spürbar erhöhen. Mehr Wind- und Solarkraftwerke wären nötig, der Strompreis könnte sich verdoppeln. Eine Einschränkung des EU-Stromhandels um 70 Prozent würde zusätzliche Windkapazitäten erfordern und die Kosten weiter steigen lassen. EDGE-Forschende sehen den Zugang zum europäischen Strommarkt daher als entscheidend an.

    Investitionen fliessen ins Ausland
    Über die Hälfte der Schweizer Investitionen in erneuerbare Energieprojekte fliesst heute ins Ausland, vor allem nach Deutschland, Frankreich und Italien. In der Schweiz bleiben nur rund ein Prozent. Grund dafür sind beschränkte Realisierungsmöglichkeiten im Inland. Besonders Windenergieprojekte werden von Schweizer Investoren im Ausland finanziert.

    Kosten der Energiewende
    Die Transformation zu Netto-Null bringt steigende Preise für fossile Energieträger, Güter und Dienstleistungen. Für Schweizer Haushalte bedeutet das je nach Szenario jährliche Konsumeinbussen von 0,6 bis 1 Prozent. Werden Emissionen nicht im Ausland kompensiert, steigen die Belastungen zusätzlich. Gleichzeitig betonen die Forschenden, dass die Kosten eines ungebremsten Klimawandels deutlich höher wären.

    Die Schweiz kann ihre Energieziele bis 2050 erreichen, doch nur mit massivem Ausbau von Photovoltaik und Windenergie, enger europäischer Marktintegration und zielgerichteten Investitionen. Die Herausforderung bleibt, Versorgungssicherheit, Klimaziele und Kosten in Einklang zu bringen.

  • Bundesrat verstärkt Agenda zur Standortattraktivität

    Bundesrat verstärkt Agenda zur Standortattraktivität

    Das internationale Umfeld bleibt volatil. Die USA stellen Handelsbeziehungen infrage und distanzieren sich von der OECD-Mindeststeuerreform, während die EU den Fokus auf Wettbewerbsfähigkeit und Bürokratieabbau legt. Für die Schweiz bedeutet dies Risiken, aber auch Chancen. Ihre stabilen Rahmenbedingungen, die offene Wirtschaft und eine exzellente Forschungslandschaft verschaffen weiterhin Vorteile im globalen Wettbewerb.

    Verbesserte Standortbedingungen als Schlüssel
    Der Bundesrat intensiviert seine wirtschaftspolitische Agenda und priorisiert Massnahmen, die die Produktionskosten der Unternehmen senken. Zudem sollen alternative Absatzmärkte erschlossen und die Rechts- und Planungssicherheit gestärkt werden. Wichtige Erfolge sind das neue Freihandelsabkommen mit Indien sowie der Abschluss der Verhandlungen mit Mercosur.

    Entlastung der Unternehmen
    Mit dem Unternehmensentlastungsgesetz (UEG) hat die Schweiz ein zentrales Instrument geschaffen, das nun konsequent umgesetzt werden soll. Neue Belastungen sollen vermieden, bestehende Regulierungen überprüft und gezielt vereinfacht werden. Die Evaluation ausgewählter Regulierungsbereiche spielt dabei eine zentrale Rolle.

    Kurzarbeit und Exportförderung im Fokus
    Aktuell prüft der Bundesrat rasch wirksame Massnahmen bei der Kurzarbeitsentschädigung. Diskutiert wird eine Verlängerung der Bezugsdauer von 18 auf 24 Monate innerhalb einer Rahmenfrist. Parallel wird der Bedarf zusätzlicher Schritte in der Exportförderung analysiert, um Schweizer Unternehmen in einem herausfordernden Umfeld abzusichern.

    Obwohl rund 10 Prozent der Schweizer Warenexporte von US-Zusatzzöllen betroffen sind, erwartet der Bundesrat keine Rezession vergleichbar mit der Finanzkrise oder der Pandemie. Ein Konjunkturprogramm gilt daher als nicht notwendig. Die Analyse der Wirtschaftslage wird jedoch laufend fortgesetzt, um bei Bedarf gezielt handeln zu können.

  • KMU kämpfen um Fachkräfte und setzen auf Flexibilität

    KMU kämpfen um Fachkräfte und setzen auf Flexibilität

    Trotz steigender Arbeitslosenzahlen bleibt der Arbeitskräftemangel die dominierende Sorge der KMU. Laut der aktuellen AXA-Arbeitsmarktstudie hatten 44 Prozent der Unternehmen grosse Mühe, offene Stellen zu besetzen, weitere 40 Prozent kämpften zumindest teilweise mit Rekrutierungsproblemen. Besonders gefragt und schwer zu finden sind hochspezialisierte Fachkräfte und Führungspersonen. Gleichzeitig führen zunehmende Personalausfälle zu weiteren Belastungen.

    Konkurrenz durch Staat und Konzerne
    Zwei Drittel der KMU sehen sich im Wettbewerb um Talente von Grossunternehmen unter Druck gesetzt, sowie von staatlichen Institutionen. Während KMU mit Werten wie Teamgeist, Nähe und Wertschätzung punkten, bleiben sie bei Löhnen, Karrieremöglichkeiten und Vorsorge im Nachteil.

    Teamfähigkeit schlägt Fachwissen
    Unzureichende Fachkenntnisse gelten als häufigstes Rekrutierungsproblem. Dennoch zeigt die Studie, dass weiche Faktoren oft entscheidend sind. Fast drei Viertel der Unternehmen bevorzugen Bewerbende mit besserer Teamfähigkeit gegenüber fachlich stärkeren, aber weniger kompatiblen Kandidaten. Zuverlässigkeit und Ehrlichkeit gehören zu den meistgefragten Eigenschaften.

    Vielfalt als Ziel ohne klare Umsetzung
    Mehr als die Hälfte der KMU gibt an, Vielfalt wichtig zu finden. Konkrete Massnahmen bleiben jedoch die Ausnahme, nur 45 Prozent haben entsprechende Programme eingeführt. Besonders im Bereich der Rekrutierung bleibt Vielfalt oft ein unverbindliches Ziel, ohne strategische Verankerung.

    Arbeitnehmende mit mehr Macht
    Die Studie zeigt eine deutliche Verschiebung der Verhandlungsmacht zugunsten der Arbeitnehmenden. Zwei Drittel der KMU sehen ihre Beschäftigten in einer stärkeren Position. Höhere Lohnforderungen, Ansprüche an flexible Arbeitszeiten und verändertes Verhalten prägen die Situation. Besonders grössere KMU beobachten diese Entwicklung deutlich.

    Flexibilität als Antwort
    Über die Hälfte der befragten Unternehmen reagiert mit flexiblen Arbeitszeitmodellen und Teilzeitoptionen. Individuelle Lösungen beim Pensum, zusätzliche Benefits und Sozialleistungen ergänzen die Strategien. Lohnerhöhungen spielen zwar eine Rolle, bleiben aber zweitrangig gegenüber der Flexibilisierung.

    Ausblick und Nachfolgeproblematik
    Trotz der Herausforderungen blicken 91 Prozent der KMU optimistisch in die Zukunft. Sorgen bereiten wirtschaftliche Unsicherheiten, veränderte Kundenbedürfnisse und der Nachwuchsmangel. Besonders die Nachfolgeregelung bleibt kritisch. 44 Prozent der Unternehmen stufen die Suche nach geeigneten Lösungen als schwierig ein.

  • Einfaches Bauen braucht Mut und weniger Bürokratie

    Einfaches Bauen braucht Mut und weniger Bürokratie

    Der Begriff „Gebäudetyp E“ steht für schnörkelloses, pragmatisches Bauen mit reduzierten Normen. In Deutschland gesetzlich verankert, in der Schweiz möglich, solange die gesetzlichen Mindestanforderungen wie Brandschutz oder Statik eingehalten werden. Hindernisse entstehen nicht durch Paragraphen, sondern durch überhöhte Komfortansprüche, fehlende Expertise bei Behörden und den Druck von Investoren.

    Umbau statt Neubau als Hebel
    Besonders im Bestand stossen die geltenden Vorschriften an Grenzen. Umbauten werden oft nach den Standards eines Neubaus bewertet, was Kosten und Hürden in die Höhe treibt. Beat Flach, Jurist, Nationalrat und SIA-Rechtskonsulent, fordert mehr Verhältnismässigkeit. Umbauten müssten pragmatischer behandelt werden, auch bei energetischen Vorgaben. So könnten schneller neue, günstigere Wohnungen entstehen und gleichzeitig CO₂ eingespart werden.

    Normen als Chance, nicht als Fessel
    SIA-Normen sind kein starres Korsett, sondern lassen alternative Wege zu. Planende können Ziele auch auf anderen Wegen erreichen oder über Vereinbarungen definieren. Entscheidend sei, dass Architekten, Ingenieure und Behörden diese Spielräume erkennen und nutzen. Die Angst vor Einsprachen und die Abhängigkeit von Richtlinien Dritter führen heute zu unnötiger Bürokratie und steigenden Baukosten.

    Reformen für Baubewilligungen
    Die Verfahren gelten als überkomplex. Flach plädiert für zweistufige Bewilligungsverfahren. Zuerst eine vereinfachte Prüfung der zentralen Fragen mit Einsprache Möglichkeit, danach die Detailabklärung. Das gäbe Investoren Sicherheit, beschleunigt den Bauprozess und senkt Kosten.

    „Einfaches Bauen“ bedeutet nicht weniger Qualität, sondern mehr Mut zu pragmatischen Lösungen. Der Schlüssel liegt im Umbau, in flexibleren Normen und in klaren politischen Leitplanken. Nur wenn Planende, Behörden und Politik an einem Strang ziehen, kann Bauen schneller, günstiger und nachhaltiger werden.

  • Neuer Tower für den Flughafen Zürich genehmigt

    Neuer Tower für den Flughafen Zürich genehmigt

    Der heutige Tower wurde 1985 gemeinsam mit dem Dock A in Betrieb genommen und hat nach fast 40 Jahren das Ende seiner Lebensdauer erreicht. Der neue Tower entsteht nördlich des bestehenden Standorts und soll den Fluglotsinnen und -lotsen einen optimierten Überblick über den Boden- und Luftverkehr verschaffen. Funktionalität, Nachhaltigkeit und Arbeitsplatzqualität werden dabei auf ein neues Niveau gehoben.

    Teil eines Grossprojekts
    Der Neubau des Towers ist eng mit dem Ersatzneubau des Dock A verbunden. Beide Projekte wurden von der Flughafen Zürich AG 2023 eingereicht und in einem gemeinsamen Verfahren geprüft. Während der Tower nun in einem Teilentscheid genehmigt wurde, läuft das Verfahren für das neue Dock A weiter. Bis zu dessen Fertigstellung wird der Tower zunächst als eigenständiges Gebäude betrieben.

    Nachhaltigkeit im Fokus
    Das Projekt wird vom Architekturbüro Bjarke Ingels Group geleitet und setzt auf eine Bauweise mit Holz als Hauptmaterial. Das Dach des neuen Docks wird vollständig mit Photovoltaik ausgestattet und soll bis zu zwei Drittel des Strombedarfs decken. Mit einem Investitionsvolumen von rund 700 Millionen Franken ist der Ersatzneubau Dock A eines der bedeutendsten Infrastrukturprojekte der kommenden Jahre.

    Einsprachen und Ausblick
    Gegen das Vorhaben gingen mehrere Einsprachen ein, unter anderem von betroffenen Gemeinden. Laut UVEK führt der Bau selbst jedoch nicht zu zusätzlichem Fluglärm. Im Gegenteil, die Immissionen in der Umgebung könnten sogar sinken. Der Baustart des Towers ist für 2027 vorgesehen, die Inbetriebnahme des neuen Dock A wird nicht vor 2030 erwartet. Ein Drittel aller Passagiere am Flughafen Zürich nutzt das Dock A, seine Erneuerung gilt daher als zentral für den Flughafenbetrieb der Zukunft.

    Mit dem neuen Tower und Dock A setzt der Flughafen Zürich auf eine nachhaltige und funktionale Infrastruktur, die den steigenden Anforderungen an Luftverkehr und Umweltschutz gerecht wird. Das Projekt verbindet Hightech-Flugsicherung mit moderner Baukultur, ein starkes Signal für die Zukunft des Schweizer Luftverkehrs.

  • Molekulare Lichterkette eröffnet Wege für Quantentechnologien

    Molekulare Lichterkette eröffnet Wege für Quantentechnologien

    Porphyrine sind zentrale Bausteine der Natur. Sie bilden die Basis für Hämoglobin im Blut oder Chlorophyll in Pflanzen. In Kombination mit Metallzentren erhalten sie vielseitige chemische und physikalische Eigenschaften. Empa-Forschende nutzten nun dieses Prinzip, um Porphyrine gezielt an ein Graphen-Nanoband mit Zickzack-Rändern anzudocken. Die Bindung erfolgte mit höchster Präzision und bildet eine Art molekulare Kette mit exakt definierten Abständen.

    Magnetismus trifft Quantenlogik
    Das Graphenband bringt einen eigenen Randmagnetismus mit, während die Metallzentren der Porphyrine konventionellen Magnetismus beisteuern. Beide Systeme wurden erfolgreich gekoppelt, ein entscheidender Schritt für quantentechnologische Anwendungen. Das hybride Material könnte als Reihe vernetzter Qubits fungieren, in denen Spins als Informationsträger genutzt werden.

    Elektronik und Optik in einem System
    Die Porphyrine sind nicht nur magnetisch aktiv, sondern auch optisch wirksam. Sie können Licht abstrahlen, dessen Wellenlänge vom magnetischen Zustand beeinflusst wird. Eine Art molekulare Lichterkette, die Informationen durch Farbänderungen überträgt. Umgekehrt lässt sich das System durch Licht anregen, was Leitfähigkeit und Magnetismus des Graphenbands verändert. Damit eröffnet sich ein breites Spektrum an Anwendungen von chemischen Sensoren bis hin zu neuartigen Bauelementen der Elektronik.

    Baukasten für die Zukunft
    Die Synthese dieser Strukturen erfordert aufwendige Verfahren. Unter Ultrahochvakuum und bei hohen Temperaturen werden die präzise designten Ausgangsmoleküle auf einer Goldoberfläche zu den Ketten „gebacken“. Unterstützt von der Werner Siemens-Stiftung arbeitet das Empa-Team nun daran, durch Variationen der Metallzentren und Graphenbreiten noch vielseitigere Systeme zu entwickeln. Ziel ist es, Designer-Materialien zu schaffen, die die Grundlage für zukünftige Quantentechnologien bilden.

    Die Kombination von Porphyrinen und Graphen eröffnet eine neue Klasse molekularer Systeme. Sie verbindet Chemie, Magnetismus und Optik in nanoskaligen Strukturen und legt den Grundstein für die Elektronik und Quantentechnologie von morgen.

  • Neue Silizium-Säuren könnten „ewige Chemikalien“ zerstören

    Neue Silizium-Säuren könnten „ewige Chemikalien“ zerstören

    Die per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen kurz PFAS, gelten als „ewige Chemikalien“, da sie in der Umwelt nicht abgebaut werden. Ihre hochstabile Kohlenstoff-Fluor-Bindung widersteht Licht, Wasser und Mikroorganismen. Die neu entwickelten Super-Lewis-Säuren setzen genau hier an. Sie zeigen eine extreme „Elektronengier“ und greifen die widerstandsfähigen Strukturen der PFAS direkt an.

    Komplexe Herstellung mit grosser Wirkung
    Lange Zeit galten diese Verbindungen nur als theoretisches Konzept. Erst durch innovative Methoden wie die Protolyse gelang es, sie synthetisch herzustellen. Dabei wurden bewährte Prozesse aus der Kohlenstoffchemie auf Silizium übertragen. Die Experimente waren hochsensibel. Sie mussten unter Schutzgasatmosphäre durchgeführt werden, da schon geringste Spuren von Sauerstoff oder Wasser die Reaktionen verhindern würden.

    Quantenmechanik liefert den Schlüssel
    Erstmals wurde die Stärke dieser Moleküle vollständig quantenmechanisch vorausberechnet. Diese Berechnungen bestätigten nicht nur die extreme Reaktivität, sondern ermöglichten auch ein präzises Verständnis der Mechanismen. Spektroskopische Methoden wie NMR validierten die Vorhersagen. Damit ist die Kombination aus Theorie und Experiment ein Meilenstein in der Katalyseforschung.

    Katalysatoren für den Umweltschutz
    Die neuen Super-Lewis-Säuren verhalten sich wie Katalysatoren. Sie verändern sich während der Reaktion, regenerieren sich jedoch wieder und werden nicht dauerhaft verbraucht. Damit reichen kleinste Mengen aus, um hochgiftige PFAS-Verbindungen unschädlich zu machen… Ein entscheidender Vorteil gegenüber bisherigen Ansätzen.

    Mit den Silizium-basierten Super-Lewis-Säuren rückt erstmals eine realistische Lösung für das globale PFAS-Problem in Reichweite. Sie könnten ein Schlüsselinstrument für Recycling, Grüne Chemie und den Schutz von Umwelt und Gesundheit werden.

  • Lock-in-Effekt blockiert den Wohnungsmarkt

    Lock-in-Effekt blockiert den Wohnungsmarkt

    Während Bestandsmieten über Jahre hinweg stabil bleiben oder gar sinken, steigen Angebotsmieten stark an. Eine Studie der Zürcher Kantonalbank zeigt, wer 2008 im Kanton Zürich eine Wohnung bezog, zahlt heute im Schnitt 3,3 Prozent weniger. Neue Mieter müssen dagegen über 33 Prozent mehr bezahlen. Dieser sogenannte „Verweilbonus“ führt dazu, dass ein Umzug für viele finanziell unattraktiv ist.

    Lock-in-Effekt lähmt Wohnraumnutzung
    Das Resultat ist eine verzerrte Nutzung des Wohnraums. Familienwohnungen bleiben auch nach dem Auszug der Kinder bestehen, WG-Zimmer werden nicht neu vergeben. Der Lock-in-Effekt hält ältere Generationen in zu grossen Wohnungen fest, während junge Familien kaum adäquaten Wohnraum finden. Besonders betroffen sind die grossen Städte, wo Regulierungen den Effekt zusätzlich verstärken.

    Folgen für Gesellschaft und Wirtschaft
    Die Erstarrung des Mietmarktes hat weitreichende Folgen. Jüngere Haushalte finden kaum grössere Wohnungen für Familiengründungen, während die ältere Generation in überdimensionierten Wohnflächen lebt. Gleichzeitig trifft die Problematik einkommensschwache Haushalte besonders hart. Bei einem Umzug würde ein signifikanter Teil dieser Gruppe mehr als 40 Prozent des Einkommens für die Miete aufbringen müssen.

    Lösungsansätze gefordert
    Abhilfe schaffen könnten eine höhere Bautätigkeit, steuerliche Anreize für den Umzug in kleinere Wohnungen und innovative Wohn- und Finanzierungsmodelle. Auf kommunaler Ebene sind flexible Rahmenbedingungen notwendig, um das Angebot auszuweiten. Entscheidend ist zudem, Regulierungen so zu gestalten, dass sie nicht unbeabsichtigt den Lock-in-Effekt verstärken und damit genau den Gruppen schaden, die geschützt werden sollen.

    Der Lock-in-Effekt ist ein junges, aber zunehmend dominantes Phänomen des Mietmarktes. Er führt zu ineffizienter Wohnraumnutzung, sozialen Schieflage und einem Verlust an Dynamik. Nur mit mehr Neubau, kreativen Marktmodellen und gezielten politischen Anreizen lässt sich die Blockade lösen und der Wohnungsmarkt wieder in Bewegung bringen.

  • Barrierefreie Türen durch unsichtbares Dämpfungssystem

    Barrierefreie Türen durch unsichtbares Dämpfungssystem

    Dormakaba hat ein neues Dämpfungssystem für Türen auf den Markt gebracht. Die weltweit agierende Schliesstechnikfirma aus Rümlang hat mit IST Home ein System lanciert, das ein sanftes Öffnen und Schliessen sowie ein barrierefreies Passieren von Türen im Wohnbereich ermöglicht, heisst es in einer Mitteilung. Eine vergleichbare Dämpfung ist bislang von Schubladen und Küchenmöbeln bekannt.

    Die Stärke der Dämpfung lässt sich bei IST Home über ein Ventil einstellen. Zum Öffnen der Tür reicht ein sanfter Druck aus, um einen Anfangswiderstand zu überwinden. Auch das Schliessen der Tür erfolgt sanft ohne ein Schlagen des Türblatts. Bei Rahmen und Vollblatttüren mit einer Stärke von mindestens 40 Millimetern und einer maximalen Masse bis zu 100 Kilogramm kann das System IST Home voll in die Tür integriert werden. Von aussen sind somit keine Bauteile sichtbar. Wie das Unternehmen mitteilt, ist das neue System langlebig und wartungsfrei.

  • Digitale Zwillinge für Energiesysteme gewinnen an Bedeutung

    Digitale Zwillinge für Energiesysteme gewinnen an Bedeutung

    Sympheny hat laut seiner Mitteilung einen Meilenstein auf dem Weg als Partner des kalifornischen Unternehmens ESRI und seiner Schweizer Niederlassung in Zürich erreicht: Die 2020 gegründete und im Technopark Winterthur ansässige Firma Sympheny hat das dreijährige Start-up-Programm von ESRI offiziell abgeschlossen.

    Die während dieser Zeit erhaltene „Unterstützung von unschätzbarem Wert samt aller Ressourcen und Möglichkeiten“ hätten es ermöglicht, die Geodatentechnologie des weltweit tätigen Unternehmens in die eigenen Lösungen für Energiesysteme zu integrieren. „Von der Optimierung der städtischen Energieplanung bis hin zur Verbesserung der räumlichen Entscheidungsfindung hat das ESRI-Ökosystem massgeblich dazu beigetragen, unsere Innovationen voranzutreiben“, so Sympheny.

    Sympheny bietet auf dem digitalen Zwilling basierende Dienstleistungen für Energieplanerinnen und -manager an, die es ihnen ermöglichen sollen, ihre Nachhaltigkeitsziele „mit minimalen Kosten und maximalem Vertrauen zu erreichen“, so das Start-up in einer Selbstdarstellung. „Digitaler Zwilling + Algorithmen = Intelligente Dienstleistungen.“ Dafür stellt Sympheny seine abonnementbasierte SaaS-Plattform zur Verfügung, auf der sie ihren digitalen Zwilling des Energiesystems entwickeln, verwalten und kontinuierlich nutzen können.

    In einer nächsten Phase soll die Partnerschaft zwischen Sympheny und ESRI mit neuen gemeinsamen Projekten vertieft werden. Zudem äussert sich Sympheny „stolz darauf, ESRI als Beobachter in unserem GOES-Projekt zu haben“. GOES ist ein Horizon 2020-Projekt der EU, in dem innovative Geodatenlösungen für die Energieplanung erforscht werden. Es wird von der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa) in Dübendorf ZH koordiniert und umfasst acht Partner aus fünf Ländern der EU und den USA.

    Ausserdem, so heisst es in der Mitteilung, freue sich Sympheny auch auf die weitere Zusammenarbeit mit dem Team von Urban ArcGIS, der webbasierten 3D-Lösung von ESRI für Stadtplanungsprojekte. Sympheny wolle dabei besonders das Thema Energie voranbringen.

  • Die Swissbau 2026 setzt starke Impulse

    Die Swissbau 2026 setzt starke Impulse

    Die Trendwelt Innenausbau in Halle 1.2 bleibt auch am Samstag geöffnet. Tobias Hofmeier begrüsst Ausstellerinnen und Fachpublikum als neuer Messeleiter.
    Aussteller der Swissbau 2026 erhalten in diesen Wochen ihren Platzierungsvorschlag. Keine einfache Aufgabe für die Messeverantwortlichen – gibt es doch sehr viel Neues an der nächsten Ausgabe. Das Team der Swissbau hat die beliebte Mehrbranchenmesse mit neuen Ideen gespickt, um grosse und kleine Marken für eine Teilnahme zu begeistern.

    Treffpunkt Handwerk mit «Swissness»
    In Halle 1.0 bietet ein lebendiger Treffpunkt für das Handwerk dem vielfältigen Wirtschaftszweig eine starke Lobby. Highlight der 2500 Quadratmeter grossen Fläche ist der Bau eines doppelstöckigen Holzhauses und einer modernen Stahlhalle von verschiedenen, parallel arbeitenden Gewerken. Zum Austausch und Fachsimpeln bietet die BauBeiz ausreichend Platz. Berufsstolz steht hier hoch im Kurs, genau wie auf den spielerischen Aktionsflächen daneben.

    Neue Kooperationen für mehr Vielfalt
    Nicht nur in Halle 1.1 führt eine neugeborene Kooperation mit dem Schweizerischen Maler- und Gipserunternehmer-Verband SMGV zu verschiedenen Inszenierungen. Live-Demos, Trainings, Veranstaltungen sowie Ausstellung und Auszeichnung des renommierten «Schweizer Preis für Putz und Farbe» mobilisieren die kreative Branche und bieten Herstellern ein attraktives Umfeld zur Produktpräsentation.

    Eine neue Plattform für den Innenausbau
    Die grösste Veränderung betrifft die designorientierte Trendwelt, die von Halle 2.2 in die modernere Halle 1.2 umzieht. Messeleiter Rudolf Pfander erzählt: «Die Trendwelt Bad wird auf den Innenausbau erweitert. Aussteller profitieren von einem hochwertigen Ambiente sowie neuen Synergien der Bereiche Bad, Boden/Wand/Decke, Licht, Büro- und Objekteinrichtung auf einer gemeinsamen Ebene.» Ein zusätzlicher Vorteil: Nur die Trendwelt hat am Samstag für unter der Woche ausgelastete Fachbesucher sowie private Eigentümerinnen und Bauherren geöffnet.

    Swissbau unter neuer Führung
    Seit 25 Jahren leitet Rudolf Pfander die Geschicke der Swissbau und führte sie erfolgreich in die Neuzeit. Um nach der Ausgabe 2026 neue Aufgaben bei MCH Exhibitions & Events zu übernehmen, übergibt er bereits diesen September die Nachfolge an seinen Stellvertreter Tobias Hofmeier. Der 36jährige Lörracher lenkt seit 2020 das Swissbau Projektmanagement sowie die erfolgreiche Entwicklung der Kollaborations-Plattformen Swissbau Focus und Lab.

    Breites Angebot an Präsenzen
    Vom Individualstand über die All-In-Theke bis zur Neuheiten-Demonstration im Swissbau Lab: Wer an der Swissbau 2026 präsent sein möchte, kann aus einer Vielzahl an Teilnahmemöglichkeiten wählen. Tobias Hofmeier und sein Team freuen sich über jede Kontaktaufnahme. Er präzisiert: «Unsere Kunden können sicher sein, dass wir ihre Bedürfnisse an erste Stelle setzen und gemeinsam eine passende Präsenzmöglichkeit finden».

    Unterstrichen wird die anhaltende Relevanz der Swissbau durch namhafte Partnerschaften. Der Schweizerische Ingenieur- und Architektenverein SIA, die Schweizer Marke LAUFEN sowie der neue Partner Abacus Business Solutions engagieren sich an der Swissbau 2026 in grossem Umfang und bringen ihre Expertisen ein.

    Swissbau 2026 – die führende Plattform der Bau- und Immobilienwirtschaft in der Schweiz

    Messedauer, Öffnungszeiten
    20.- 23./24. Januar 2026
    Dienstag bis Freitag, 9 bis 18 Uhr
    Samstag Zusatztag Innenausbau in Halle 1.2, 9 bis 16 Uhr

    Weitere Informationen
    swissbau.ch

  • Red Dot Award für Schweizer Büromöbelserie

    Red Dot Award für Schweizer Büromöbelserie

    Die Lista Office Group AG mit Sitz in Degersheim hat einen Red Dot Award 2025 erhalten. Die modulare Schreibtisch- und Tischserie LO Summit ihrer Marke Lista Office LO wurde mit dem Preis für Produktdesign ausgezeichnet. Wie es in der Jury-Begründung heisst, begeistere LO Summit „durch Wandelbarkeit, Eleganz und intelligentes Design. Auch das durchdachte Zubehör und die formale Vielfältigkeit gefallen.“

    LO Summit eigne sich dank der grossen Auswahl an Materialien, Tischformen und Fussdesigns als Konferenztisch und Teamarbeitsplatz. Dies ermöglicht dem Kunden eine hohe Individualität für stilvolle Besprechungs- und Austauschzonen. Kabelkanäle und integrierte Kabelführungen sorgen dafür, dass unter den Tischen alles organisiert ist. Die Produkte können um Zubehör wie aufsteckbaren Sichtschutz, Elektroboxen, Tischleuchten oder erhöhte Ablageflächen erweitert werden.

    „Mit dem Red Dot Design Award 2025 würdigt die Expertenjury ein Gesamtkonzept aus gestalterischer Qualität und hoher Bedürfnis- und Nutzenorientierung“, wird Claudia Ceotto, Produktmanagerin bei Lista Office LO, in einer Mitteilung zitiert. „LO Summit zeigt eindrücklich, dass die Essenz zukunftsfähigen Büromöbeldesigns in der Modularität, Agilität und Umsetzungsqualität liegt.“

    Der Red Dot Award gilt als einer der renommiertesten internationalen Designwettbewerbe. 2025 gingen den Angaben zufolge Beiträge aus über 60 verschiedenen Ländern ein. Sie wurden durch eine unabhängige Jury von 43 Fachleuten aus 21 Nationen und verschiedenen Tätigkeitsfeldern wie Design, Medien, Bildung und Beratung bewertet.

  • Gleisbau und Modernisierung am Bahnhof Speicher

    Gleisbau und Modernisierung am Bahnhof Speicher

    Das Dietiker Bauunternehmen Walo Bertschinger AG bringt laut einer Mitteilung seine langjährige Erfahrung im Gleisbau in der Gemeinde Speicher ein. Dort laufen Bauarbeiten zum Bahnhofsumbau. Walo übernimmt die Schienen- und Weichenarbeiten zur Optimierung der Gleisanlagen für einen reibungslosen Bahnverkehr. Den Angaben zufolge trägt Walo dazu bei, „dass Bahnstrecken nachhaltig, sicher und zuverlässig bleiben, damit die Mobilität von heute und morgen gesichert ist“.

    Die Bauarbeiten dauern voraussichtlich bis Mitte September 2025. Vorgesehen sind bis dahin auch die Schaffung komfortabler und barrierefreier Bahnsteige, neue Beläge und Entwässerungssysteme für mehr Sicherheit und Langlebigkeit. Auch die Beleuchtung und Ausstattung sollen modernisiert werden für ein angenehmes Bahnhofserlebnis.

    Die Gemeinde Speicher im Kanton Appenzell Ausserrhoden verfolgt Pläne für mehr Nachhaltigkeit. Dazu gehören der vermehrte Einsatz erneuerbarer Energien, energieeffizientes Bauen und umweltfreundliche Mobilität. Zudem zählt der Bahnhofsumbau zu den Nachhaltigkeitsprojekten in Speicher. Die Gemeinde strebt an, ihn mit LED-Beleuchtung, ökologischen Materialien und einem barrierefreien Zugang auszustatten. Ziel ist ein klimafreundlicher und moderner öffentlicher Nahverkehr.

  • Pilotprojekt intelligente automatisierte Mobilität schreitet voran

    Pilotprojekt intelligente automatisierte Mobilität schreitet voran

    Das Swiss Transit Lab (STL) aus Schaffhausen, die Kantone Zürich und Aargau und die SBB haben die Kartierungsphase des Pilotprojekts intelligente automatisierte Mobilität (iamo) gestartet. Mit der Erstellung einer digitalen Karte der Region, wird laut einer Medienmitteilung der Einsatz selbstfahrender Fahrzeuge im Furttal vorbereitet. Bevor das Angebot im Furttal nutzbar sein wird, sollen nach der Kartierung eine Trainingsphase und eine Testphase durchgeführt werden.

    Im Rahmen des Projekts möchten die Projektpartner automatisierte Fahrzeuge für Reisende zu Verfügung stellen und herausfinden, wie dies künftig den öffentlichen Verkehr weiterentwickeln könnte. Es sind nun erstmals zwei mit der WeRide-Technologie ausgestattete Elektroautos im Furttal unterwegs. Diese werden jedoch vorerst noch von einer Fahrerin oder einem Fahrer gesteuert.

    Während der Kartierungsphase werden nun die Strassen im Pilotgebiet manuell abgefahren. Die Fahrzeugsensoren erfassen dabei die Umgebung und erstellen eine digitale Karte, die mehr Informationen als eine klassische Navigationskarte enthalten wird. Die Karte wird neben Echtzeitaufnahmen künftig die Grundlage für die sichere Navigation der selbstfahrenden Fahrzeuge bieten. Sobald diese Phase abgeschlossen ist und die Ausnahmebewilligung des Bundesamts für Strassen (ASTRA) zum automatisierten Fahren vorliegt, werden die Trainings- und Testphase folgen. Dabei werden die Fahrzeuge die Verkehrsregeln und typische Situationen im Pilotgebiet lernen und anschliessend zunächst unter Aufsicht eines Sicherheitsfahrer automatisiert fahren.

    Der öffentliche Betriebsstart der Fahrzeuge ist für de erste Jahreshälfte 2026 angesetzt. Bis zu vier Personenwagen können dann über eine App kostenpflichtig bestellt werden und Fahrgäste von einem definierten Haltepunkt zu einem anderen Haltepunkt in der Pilotregion bringen. Verschiedene Massnahmen sollen dabei den Datenschutz und die Datensicherheit sicherstellen. Die Flotte soll künftig ausserdem um Kleinbusse erweitert werden.

  • Photovoltaikanlage verbindet Kultur mit Nachhaltigkeit

    Photovoltaikanlage verbindet Kultur mit Nachhaltigkeit

    Das Museum Langmatt produziert künftig mit einer 40/45 Kilowatt-Photovoltaikanlage erneuerbaren Sonnenstrom, genug für den Jahresverbrauch von 15 bis 20 Wohnungen. Die Installation der grauen Indach-Module wurde von den Regionalwerken Baden durchgeführt. Laut Mitteilung der Regionalwerke passten die Module zum Geist des Museums, dessen Erbauer Sidney Brown, Mitgründer des Technologiekonzerns ABB war: „Zeitgenössische Technik verträgt sich bestens mit dem historischen Geist der Langmatt“, wird Markus Stegmann zitiert, Museumsdirektor der Langmatt.

    Die PV-Anlage ist auf dem Dach des neu installierten Glaspavillons im Park installiert, der im Rahmen der Grundsanierung und Erweiterung der Anlage errichtet wurde. „Der Pavillon ist gedacht für Lesungen, Konzerte und für Apéros bei Gruppenbesuchen“, sagt Stegmann.

    Während die PV-Module schon seit einem Monat in Betrieb sind, wird mit der Fertigstellung der Sanierungsarbeiten erst nächstes Jahr gerechnet. Die Jugendstilvilla Langmatt, die das heutige Museum beherbergt, wurde vor rund 125 Jahren im Auftrag des kunstbegeisterten Industriellenehepaars Brown errichtet. Das Museum erhält daher eine bedeutende Sammlung französischer Impressionisten wie Claude Monet oder Pierre-Auguste Renoir.

  • Höhere Erträge und Projektfortschritte treiben Halbjahreszahlen

    Höhere Erträge und Projektfortschritte treiben Halbjahreszahlen

    Die Immobiliengesellschaft HIAG hat im ersten Halbjahr 2025 laut einer Mitteilung ihren Reingewinn um 23,3 Prozent auf 44,6 Millionen Franken gesteigert (Vorjahreszeitraum: 36,2 Millionen Franken). Bereinigt um Neubewertungseffekte liegt der Reingewinn bei 20,5 Millionen Franken, nach 25,5 Millionen Franken im ersten Halbjahr 2024.

    Auch der EBIT stieg um 20 Prozent auf 54,9 Millionen Franken. Grund sind höhere Liegenschaftserträge, gestiegene Bewertungen, Verkaufserfolge aus nicht strategiekonformen Liegenschaften sowie eine hohe Kostendisziplin. Die Immobiliengesellschaft steigerte ihre Liegenschaftserträge um 5,8 Prozent auf 39,3 Millionen Franken (Vorjahreszeitraum: 37,1 Millionen Franken) durch mehrere Vermietungserfolge freier Flächen und erfolgreiche Projektabschlüsse, wie die Fertigstellung des Fahrwerks in Winterthur. Im Berichtszeitraum ist zudem die Vermarktung des Livingstone-Projekts in Cham ZG gestartet.

    Die Projektfortschritte im ersten Halbjahr führen zu einer Netto-Aufwertung des Entwicklungsportfolios um 17,2 Millionen Franken (2,2 Prozent). Das Bestandsportfolio wurde um 9,4 Millionen Franken (0,8 Prozent) aufgewertet; das Gesamtportfolio erfuhr damit eine Aufwertung von 26,6 Millionen Franken. Erträge aus dem erfolgreichen Verkauf von nicht strategiekonformen Liegenschaften beliefen sich auf 3,5 Millionen Franken, ein Plus im Vergleich zum Vorjahr, in dem keine Liegenschaften verkauft wurden.

    Für 2025 erwartet die HIAG dank weiterer Projektfortschritte, der Beurkundungen der Eigentumswohnungen des Livingstone-Projekts, einer geschärften Unternehmensstrategie, einer starken Bilanz und flexible Finanzierungsstruktur weiterhin positive Entwicklungen.

  • Nachhaltige Ferienkonzepte erhalten Wachstumskapital

    Nachhaltige Ferienkonzepte erhalten Wachstumskapital

    Die Private-Equity-Gesellschaft Limestone Capital aus Zug hat 30 Prozent der Anteile von Nokken, einem Anbieter ökologischer Ferienwohnungen aus dem Vereinigten Königreich, übernommen.

    Mit der Investition will Nokken seine Marktposition in Europa und den USA ausbauen, sowie in den asiatischen und austroasiatischen Markt eintreten. Die Finanzmittel dienen primär dazu, strategische Partnerschaften mit Landeigentümern und Betreibern einzugehen, Schlüsselbestandteile von Nokkens Lieferkette zu übernehmen und Sales – und Marketingkapazitäten auszubauen. „Die Investition ist ein Meilenstein für Nokken und eine Bestätigung für unsere Vision der Zukunft des Gastgewerbes“, wird Nathan Aylott in einer Medienmitteilung zitiert, Mitgründer von Nokken,

    Nokken fokussiert auf naturverbundene Erlebnisse, die durch geringere Kosten, schnelle Umsetzung und höhere Attraktivität für Gäste überzeugen. Das „Retreat“-Modell des Unternehmens mit dem modularen Design seiner Ferienhütten ermöglicht skalierbare Naturerlebnisse und minimiert dabei die Bodenbelastung, verwendet ökologische Materialien und vermeidet hohe Infrastrukturanforderungen herkömmlicher Bauweisen, wie es vom Unternehmen heisst.

    Limestone Capital ist mit über 1 Milliarde Euro AUM (Assets Under Management) in den Bereichen Lifestyle und Gastgewerbe engagiert bei Investitionen in erfahrungsfokussierte Plattformen. Die Teilübernahme von Nokken signalisiert das Engagement der Kapitalgesellschaft für nachhaltige Unternehmen im Gastgewerbe: „Diese Investition ist nicht nur reines Kapital – sondern eine Partnerschaft, die auf geteilten Werten basiert“, heisst es von Grazi Panelli, CEO von Limestone Capital. „Nokken bietet bedeutungsvolle, naturbasierte Erfahrungen ohne Abstriche bei Design oder ökologischer Verantwortung.“

  • Studierende denken über Food Factory in Basel nach

    Studierende denken über Food Factory in Basel nach

    Unter dem Thema Feed the city haben sich Studierende des Instituts Architektur der Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW) über ein Jahr hinweg mit der Frage nach einer nachhaltigen Versorgung mit Nahrungsmitteln auseinandergesetzt. Dabei wurden Konzepte erarbeitet, auf dem Areal Rosental Mitte in Basel eine Food Factory einzurichten, informiert Immobilien Basel-Stadt in einer Mitteilung. Der kantonale Ansprechpartner für Immobilienmanagement will das ehemalige Firmenareal in einen Stadtteil für Wohnen, Arbeiten, Forschen, Freizeit und Sport transformieren.

    Als Standort einer Food Factory bietet sich nach Ansicht der Studierenden der FHNW das achtgeschossige ehemalige Farbstoff-Packmagazin in Rosental Mitte an. Die „robuste Struktur mit den grossen Spannweiten, hohen Decken und grossen Traglasten“ eigene sich „sehr gut für neue Nutzungsideen“, schreiben sie in der Mitteilung. Der erhaltenswerte Bau 1055 könne zudem „als Treffpunkt im Quartier dienen und gleichzeitig Wissen über die Lebensmittelproduktion vermitteln“.

    Die angedachte Food Factory mitten in Basel soll den gesamten Kreislauf des Essens von der Produktion über Verarbeitung und Konsum bis zur Abfallverwertung sichtbar machen. Dafür haben die Studierenden Konzepte für Produktion und Vertrieb erarbeitet und Schnittstellen zu Gastronomie und Forschung untersucht. Auch die Potenziale neuer Lebensmittel wie beispielsweise Algen sind in die Überlegungen eingeflossen.

  • Lokale Gemeinschaften sollen Solarausbau fördern

    Lokale Gemeinschaften sollen Solarausbau fördern

    Die Stadt Zürich ist an einem möglichst raschen Ausbau der Solarstromproduktion im Stadtgebiet interessiert. Dazu lanciert das stadteigene Elektrizitätswerk (ewz) ein neues Angebot über lokale Elektrizitätsgemeinschaften (LEG). Hier können Eigentümerschaften grosser Photovoltaikanlagen (PV-Anlagen) ihren überschüssigen Strom künftig direkt an Haushalte im Quartier verkaufen, informiert die Stadtverwaltung in einer Mitteilung. Bisher gab es nur die Möglichkeit, überschüssigen Strom ins Netz des ewz einzuspeisen.

    Im Angebot ewz.solarquartier übernimmt das ewz die Vernetzung von interessierten Produzierenden und Verbrauchenden von Solarstrom sowie Administration und Abrechnung. Die Eigentümerschaften erhalten einen stabilen Erlös von 12 Rappen pro abgegebener Kilowattstunde. „So lassen sich mit der LEG bis zu 10 Prozent mehr Erlöse erzielen als nur mit der Rücklieferung“, erläutert ewz-Direktor Benedikt Loepfe. Die Haushalte beziehen den Strom zum Preis des Standardprodukts ewz.natur.

    „Die installierte Leistung von PV-Anlagen in der Stadt Zürich hat sich in den letzten rund zehn Jahren mehr als vervierfacht“, informiert Stadtrat Michael Baumer. Die Stadt will diesen Wachstumstrend nach Möglichkeit weiter stärken, erläutert der Vorsteher des Departements der Industriellen Betriebe, in dem das ewz angesiedelt ist. „Ergänzend zu den verschiedenen bereits laufenden Massnahmen trägt ein gutes Angebot für LEG dazu bei, die Realisierung von Solaranlagen in der Stadt noch attraktiver zu machen.“

  • Gebäudeversicherung Bern spannt mit Designform für nachhaltigen Umbau zusammen

    Gebäudeversicherung Bern spannt mit Designform für nachhaltigen Umbau zusammen

    Die Designform GmbH von Björn Ischi hat bei der GVB – Gebäudeversicherung Bern in Ittigen am Umbau des ersten Stocks mitgearbeitet. Gemeinsam mit dem Team der GVB sei dabei „Upcycling by Design in seiner schönsten Form“ realisiert worden, schreibt Ischi in einem Beitrag auf LinkedIn. Konkret wurde beim Umbau ausgebautes Material nicht entsorgt, sondern direkt vor Ort wieder neu eingesetzt.

    So entstanden aus ehemaligen Wandteilen des alten Designs „coole Sitzecken“ für die neue Einrichtung. Weil dort nicht nur Handys und Laptops aufgeladen werden können, sondern die Nutzenden auch selber Energie tanken, habe das Team der GVB diesen Sitzecken den Namen „Powerbanks“ gegeben, erklärt Ischi. Für den Inhaber und Product Designer der Designform GmbH war das Projekt in Ittigen jedoch „mehr als nur Upcycling mit Style“.

    Denn die GVB-Mitarbeitenden wurden beim Umbau über zwei Workshops in Planung und Umsetzung eingebunden. Im ersten Workshop wurden dabei Bedürfnisse ermittelt und Ideen entwickelt. Im zweiten Workshop legten die Mitarbeitenden dann selbst beim Bau der Möbel Hand an. „Schraubenzieher statt Tastatur und plötzlich standen die Teams wortwörtlich hinter der Einrichtung“, meint Ischi. Der Möbelspezialist Girsberger aus Thunstetten BE leistete dem Projekt professionelle Unterstützung.

  • Robotersystem optimiert Aufzugsmontage in Singapur

    Robotersystem optimiert Aufzugsmontage in Singapur

    Schindlers robotergestütztes Montagesystem für Aufzüge, Schindler R.I.S.E, wurde im neuen Shaw Tower in Singapur eingesetzt. Wie das Unternehmen aus Ebikon in einem LinkedIn-Beitrag berichtet, spiele der Roboter eine Schlüsselrolle bei der Installation, indem er manuelle Arbeit reduziert, die Baustellensicherheit verbessert und die Gesamteffizienz des Installationsprozesses steigert. Der selbst kletternde Roboter übernimmt autonom Installationsschritte wie das Bohren und Setzen von Ankerbolzen.

    Mit dem R.I.S.E-System können Installationsschritte schneller fertiggestellt werden als mit herkömmlichen Montagemethoden. Während das System unabhängig arbeitet und keine Bedienung erfordert, ermöglicht eine auf der Plattform montierte Kamera die Fernüberwachung. Zur Qualitätskontrolle und Unterstützung bleibt ausserdem ein Bediener oder Bedienerin von Schindler R.I.S.E während der Montagezeit vor Ort.

    „Schindler R.I.S.E wird mittlerweile auf zahlreichen Baustellen weltweit erfolgreich eingesetzt. Es hat nicht nur Kunden und Kollegen mit seiner beispiellosen Geschwindigkeit und Genauigkeit beeindruckt, sondern auch die Arbeitsbedingungen für unsere Mitarbeiter drastisch verbessert. Es ist Innovation vom Feinsten“, so Urs Püntener, Leiter Global Fulfillment der Schindler-Gruppe, über die Unternehmensinternetseite.

  • Sanierungsanreize sichern Energieziele und Bauwirtschaft

    Sanierungsanreize sichern Energieziele und Bauwirtschaft

    Der Gebäudepark spielt eine zentrale Rolle bei der Reduktion von Emissionen und beim Schliessen der Winterstromlücke. Energetische Modernisierungen wie bessere Dämmung oder der Ersatz fossiler Heizungen durch Wärmepumpen sind zentrale Hebel, um die Energie- und Klimaziele zu erreichen. Ohne gezielte Anreize fehlt jedoch die notwendige Dynamik, um Investitionen in grossem Stil auszulösen.

    Kritik an der Eigenmietwert-Vorlage
    Die am 28. September zur Abstimmung stehende Vorlage sieht nicht nur die Abschaffung des Eigenmietwerts vor, sondern auch den Wegfall von Abzügen für Gebäudeunterhalt und energetische Investitionen. Bauenschweiz warnt, dass damit ein Sanierungsstopp droht, mit gravierenden Folgen für lokale KMU im Bau- und Handwerkssektor sowie für den Klimaschutz. Statt Anreize zu schaffen, würde ein solcher Systemwechsel Sanierungen verhindern, das Gewerbe schwächen und den Mittelstand belasten.

    Studie zeigt enormes Effizienzpotenzial
    Eine aktuelle Untersuchung der Hochschule Luzern und FLUMROC verdeutlicht, wie gross die Chancen sind. Durch eine Kombination aus Wärmepumpen und optimierter Gebäudehülle liesse sich der Strombedarf in der Schweiz um jährlich 5,3 Terawattstunden senken. Damit könnten fast zehn Prozent des gesamten Verbrauchs gedeckt und die Winterstromlücke praktisch geschlossen werden.

    Die Schweiz steht an einem energiepolitischen Wendepunkt. Statt Hürden für Investitionen zu schaffen, braucht es Rahmenbedingungen, die energetische Sanierungen vorantreiben, die Bauwirtschaft stärken und den Beitrag des Gebäudeparks zur Klimawende voll ausschöpfen.

  • Abstandsgrün als ökologisches Kapital der Städte

    Abstandsgrün als ökologisches Kapital der Städte

    Studien zeigen, dass in Städten wie Bern dutzende Hektaren sogenanntes Abstandsgrün existieren. Rasenflächen ohne Funktion, die lediglich gemäht werden. Diese Flächen sind ein bislang ungenutztes Kapital. Sie könnten Regenwasser speichern, das Stadtklima kühlen und Lebensräume für vielfältige Arten schaffen. Statt isoliert betrachtet zu werden, müssen sie als zusammenhängendes Ökosystem verstanden werden.

    Planung über Parzellengrenzen hinaus
    Klimawandel und Biodiversität machen nicht an Grundstücksgrenzen Halt. Dennoch ist die Kompetenz der Eigentümerschaften auf ihre Parzellen beschränkt. Damit das Potenzial urbaner Grünräume für Klimaresilienz und Artenvielfalt wirksam wird, braucht es politische Leitplanken, kooperatives Handeln und neue Berufsfelder, die urbane Grünräume professionell pflegen und entwickeln. Ein systemischer Ansatz im Städtebau ist unverzichtbar.

    Landschaftsarchitektur mit Führungsanspruch
    Die Architektur prägt den Städtebau mit grossen Gesten, doch die Robustheit und Zukunftsfähigkeit urbaner Systeme liegt im Freiraum. Hier hat die Landschaftsarchitektur ihre Stärke. Sie kann mit minimalen Mitteln widerstandsfähige, ökologische Strukturen schaffen. Dafür braucht es mehr Selbstbewusstsein in der Disziplin und die Bereitschaft, die Führungsrolle im Städtebau einzunehmen.

    Bildung für die Zukunft
    Um den steigenden Bedarf an Landschaftsarchitektinnen und Landschaftsarchitekten zu decken, braucht es neue Ausbildungswege. Ein Bachelorstudiengang an der Berner Fachhochschule könnte diese Lücke schliessen und innovative Lehrmodelle erproben. Zentrale Inhalte wären systemische Ansätze, die ökologische, soziale und räumliche Faktoren verbinden und in zukunftsfähige Konzepte übersetzen.

    Das Abstandsgrün ist kein überflüssiger Raum zwischen Gebäuden. Es ist das ökologische Kapital der Zukunft. Wer es als integralen Bestandteil der Stadtplanung begreift, schafft resiliente, lebenswerte Städte, die den Herausforderungen von Klima und Biodiversität standhalten.

  • Flash-BIP zeigt nur minimales Wachstum

    Flash-BIP zeigt nur minimales Wachstum

    Nach einem soliden Jahresauftakt mit einem Plus von 0,8 Prozent hat sich die Dynamik der Schweizer Wirtschaft im Frühling 2025 deutlich abgeschwächt. Gemäss der am Freitag publizierten Schnellschätzung des Seco ist das BIP im zweiten Quartal lediglich um 0,1 Prozent gestiegen. Damit bestätigt sich der Eindruck einer abkühlenden Konjunktur, die sich im Rahmen der Erwartungen bewegt, aber deutlich unter dem Jahresbeginn liegt.

    Industrie schwächelt
    Ausschlaggebend für das magere Wachstum war eine negative Entwicklung in der Industrie, die von sinkender Nachfrage und globaler Unsicherheit geprägt war. Der Dienstleistungssektor erwies sich hingegen als stabilisierender Faktor. Er konnte die Rückgänge in der Industrie teilweise kompensieren und verhinderte so ein Nullwachstum. Besonders konsumnahe Dienstleistungen sowie der Finanz- und Versicherungsbereich entwickelten sich robust.

    Pharmaexporte befeuerten erstes Quartal
    Der deutliche Kontrast zum Jahresbeginn verdeutlicht die Volatilität der Schweizer Konjunktur. Im ersten Quartal hatte ein ausserordentlicher Sondereffekt die Wirtschaft beflügelt. Die Unsicherheiten rund um mögliche US-Zölle führten dazu, dass Exporte, insbesondere im Pharmabereich, noch vor Inkrafttreten neuer Regelungen in die USA vorgezogen wurden. Dieser Vorzieheffekt trug wesentlich zum damaligen Plus von 0,8 Prozent bei, ist nun aber weggefallen.

    Uneinigkeit unter Ökonomen
    Die aktuelle Entwicklung bewegt sich im Rahmen der Prognosen, doch die Einschätzungen der Experten gingen im Vorfeld weit auseinander. Von einem leichten Rückgang um 0,3 Prozent bis hin zu einem Wachstum von 0,3 Prozent reichte die Bandbreite der von der Nachrichtenagentur AWP befragten Ökonomen. Das nun ausgewiesene Plus von 0,1 Prozent liegt damit exakt im Mittelfeld der Erwartungen.

    Methodik und Ausblick
    Die veröffentlichten Zahlen beruhen auf einer Schnellschätzung («Flash-BIP»), die rund 45 Tage nach Quartalsende publiziert wird. Dabei kombiniert das Seco frühzeitig vorliegende Produktionsdaten mit Prognosen, um einen ersten Hinweis auf die Konjunkturentwicklung zu geben. Da noch unvollständige Grunddaten verwendet werden, können sich die Werte bei der regulären Publikation ändern. Die offizielle Schätzung inklusive detaillierter Analysen zur Produktions-, Verwendungs- und Einkommensseite erscheint am 28. August 2025.

    Im weiteren Jahresverlauf steht zudem eine umfassende Revision der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung an. Am 29. September 2025 werden die revidierten BIP-Daten von 1980 bis zum zweiten Quartal 2025 veröffentlicht.

    Die Schweizer Wirtschaft tritt im Frühling 2025 nahezu auf der Stelle. Während die Industrie weiterhin mit schwierigen Rahmenbedingungen zu kämpfen hat, verhindert der robuste Dienstleistungssektor ein Abrutschen in die Stagnation. Die kommenden Monate werden zeigen, ob sich die Konjunktur stabilisiert oder ob weitere Bremseffekte die Entwicklung dämpfen. Entscheidend werden dabei die internationalen Handelsbeziehungen, die Entwicklung der Zinsen sowie die globale Nachfrage bleiben.

  • Baumeisterverband begrüsst EU-Verhandlungsmandat

    Baumeisterverband begrüsst EU-Verhandlungsmandat

    Die Baubranche ist in hohem Masse von stabilen politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen abhängig. Der Schweizerische Baumeisterverband betont daher die Bedeutung des verabschiedeten Verhandlungsmandats mit der Europäischen Union. Geordnete Verhältnisse mit der EU seien eine Grundvoraussetzung für den Schweizer Wirtschaftsstandort, betont der Verband. Gleichzeitig stellt er klar, der Lohnschutz stellt in den anstehenden Verhandlungen kein Hindernis dar.

    ISAB als digitales Kerninstrument
    Seit 2019 ist das Informationssystem Allianz Bau (ISAB) im Einsatz. Ein digitales Vollzugsinstrument, das den Lohnschutz in der gesamten Bauwirtschaft sichert. Das System kombiniert drei zentrale Bausteine wie das ISAB-Portal, die paritätische GAV-Bescheinigung und die ISAB Card.

    Mit ISAB werden die Einhaltung der allgemeinverbindlich erklärten Gesamtarbeitsverträge digital überprüft und kontrolliert. Laut SBV führt allein die paritätische Kontrolle jährlich rund 16’000 Baustelleninspektionen mit ISAB durch. So viele wie in kaum einer anderen Branche. Damit ist der Lohn- und Arbeitnehmerschutz in der Bauwirtschaft besonders engmaschig abgesichert.

    Klare Haltung gegenüber Gewerkschaften
    Ein Ausbau der flankierenden Massnahmen, wie ihn die Gewerkschaften fordern, lehnt der SBV ab. Das geltende Entsendegesetz biete bereits ein bewährtes Instrument, das missbräuchliche Unterbietungen der Lohn- und Arbeitsbedingungen verhindere. Da dieses Gesetz mit der europäischen Entsenderichtlinie im Einklang stehe, erwartet der Verband auch keinen Widerstand seitens der EU.

    Verantwortung der Bauherren
    Der SBV betont, dass die Bauherren, insbesondere die grossen öffentlichen Auftraggeber, eine zentrale Verantwortung tragen. Indem sie konsequent auf die Nutzung digitaler Instrumente wie ISAB setzen, leisten sie einen entscheidenden Beitrag zur Bekämpfung von Schwarzarbeit und zur Sicherstellung fairer Arbeitsbedingungen. Gerade im aktuellen europapolitischen Kontext habe dies eine wichtige Signalwirkung.

    Spesenregelung als offene Frage
    Während der Lohnschutz nach Ansicht des SBV gesichert ist, sieht der Verband beim EU-Spesenreglement noch Klärungsbedarf. Der Verband fordert eine Spesenregelung nach dem Erfüllungsortprinzip, also nach Schweizer Standards. Nur so könne verhindert werden, dass ausländische Unternehmen durch tiefere Spesenansätze einen ungerechtfertigten Wettbewerbsvorteil gegenüber Schweizer Anbietern erhalten.

    Der SBV sieht das verabschiedete Verhandlungsmandat als Chance, die Beziehungen zwischen der Schweiz und der EU auf eine stabile Basis zu stellen. Mit dem digitalen Vollzugsinstrument ISAB sei der Lohnschutz gewährleistet. Ein weiterer Ausbau der flankierenden Massnahmen sei nicht notwendig. Entscheidend sei nun, dass Bauherren ihre Verantwortung wahrnehmen und digitale Lösungen flächendeckend einsetzen. Bei der Spesenregelung fordert der Verband eine klare Lösung zugunsten des fairen Wettbewerbs.