Schlagwort: Infrastruktur

  • Sanierung der Flughafenpiste erfolgt unter laufendem Flugbetrieb

    Sanierung der Flughafenpiste erfolgt unter laufendem Flugbetrieb

    Die Walo Bertschinger AG mit Sitz in Dietikon beteiligt sich gemeinsam mit ihrem Partner TRBA aus dem belgischen Péruwelz an der Sanierung der Hauptpiste des EuroAirports Basel-Mulhouse. Das Grossprojekt umfasst den Rückbau und die Wiederherstellung von Teilen der Flugpiste, heisst es in einer Mitteilung auf Facebook.

    Die Arbeiten gestalten sich in hoher Intensität. Innert 29 Stunden wurden 38‘000 Quadratmeter Piste zurückgebaut. Es müssen über 15‘000 Kubikmeter Beton abgebrochen und erneuert werden. Gleichzeitig arbeiten 500 Personen in den Spitzenzeiten an dem Projekt. Die Arbeiten verlaufen parallel zum Flugbetrieb, der auf der Sekundärpiste 07/25 abgewickelt wird. Dabei werden dorthin auch Flugbewegungen mit grösseren Flugzeugen von den Typen A319 und A320 durchgeführt, die normalerweise über die Hauptpiste verlaufen, wie der Flughafen mitteilt. Die Arbeiten laufen seit dem 15. April und noch bis zum 20. Mai 2026. Am 21. Mai soll die neue Piste wiedereröffnet werden. 

  • Gemeinderat Spreitenbach verabschiedet Immobilienstrategie

    Gemeinderat Spreitenbach verabschiedet Immobilienstrategie

    Der Gemeinderat Spreitenbach hat eine neue Strategie für gemeindeeigene Liegenschaften beschlossen, wie aus einer Mitteilung hervorgeht. Die Immobilienstrategie ist sowohl für die Einwohner- als auch für die Ortsbürgergemeinde von zentraler Bedeutung. Der Entscheid dient als Grundlage für die mittel- bis langfristige Entwicklung von Liegenschaften in öffentlicher Hand.

    Ziel ist es, die gemeindeeigenen Immobilienportfolios nicht mehr isoliert nach Einzelobjekten, sondern ganzheitlich zu steuern. Die Gemeinde Spreitenbach erwartet dadurch eine bessere Abstimmung der langfristigen Bedürfnisse von Bevölkerung, Schule, Verwaltung, Vereinen und weiteren Nutzenden.

    Für die Einwohnergemeinde Spreitenbach, die als öffentlich-rechtliche Körperschaft über ein Portfolio von 69 Immobilien sowie fünf bebauten Baurechtsgrundstücken verfügt, ist die neue Strategie angesichts anstehender Investitionsentscheide besonders relevant, so die Mitteilung. In den kommenden Jahren stehen unter anderem die Weiterentwicklung der Schul- und Sportinfrastruktur, die Sanierung und Erweiterung bestehender Anlagen, die Sicherstellung zusätzlicher Flächen für Schulverwaltung und Tagesstrukturen sowie die Entwicklung eines Stadtparks im Fokus.

    Auch die Ortsbürgergemeinde soll vom ganzheitlichen Ansatz profitieren. Sie verwaltet ein Portfolio von 130 Liegenschaften mit einer Grundstücksfläche von rund 2,77 Millionen Quadratmetern und einem Gebäudeversicherungswert von etwa 13,6 Millionen Franken. Die Strategie setzt hier Schwerpunkte in den Bereichen Wohnen, Ortsmuseum, Baurechte im Industriegebiet, Landwirtschaft und Wald.

    Die Immobilienstrategie soll mindestens alle fünf Jahre überprüft und bei Bedarf angepasst werden. Der Planungshorizont reicht derzeit bis ins Jahr 2040.

  • Neues Pflegeheim erweitert Angebot im urbanen Quartier

    Neues Pflegeheim erweitert Angebot im urbanen Quartier

    Die Schlieremer Halter AG hat im Wylerquartier von Bern ein neues Domizil für pflegebedürftige Menschen übergeben. Das von Domicil Bern als Generalmieterin betriebene Pflegeheim stellt 112 neue Pflegezimmer zur Verfügung, heisst es in einer Mitteilung auf LinkedIn.

    Jedes Zimmer ist mit einer eigenen Nasszelle und einem Balkon versehen. Zusätzlich verfügt die Einrichtung über Aufenthalts- und Betriebsräume sowie öffentlich zugängliche Bereiche. Den Mitarbeitenden wurde ein modernes Arbeitsumfeld mit optimalen Rahmenbedingungen zur Verfügung gestellt. Die fertige Anlage wurde Ende März an die Anlagestiftung Swiss Life übergeben.

    Wie es in der Mitteilung weiter heisst, wurde mit der Domicil Immobilien AG ein weiterer Vertrag über die Errichtung eines Pflegeheims mit 75 Zimmern, einer Demenzabteilung sowie einem Restaurant vereinbart. 

  • Modernisierung einer Betriebszentrale sichert langfristige Kapazitäten

    Modernisierung einer Betriebszentrale sichert langfristige Kapazitäten

    Migros Ostschweiz hat mit dem Umbau und der Modernisierung der Betriebszentrale in Gossau begonnen. Wie aus einer Mitteilung hervorgeht, beabsichtigt die Geschäftsführung der Migros Ostschweiz, mit der Rekonstruktion das Gebäude fit „für Betrieb und die Expansion in den nächsten 40 Jahren“ zu machen, wie Sandro Feltscher, Leiter der Direktion Logistik und Informatik bei der Migros Ostschweiz, zitiert wird.

    Die Arbeiten werden im Wesentlichen am Gebäude C der Betriebszentrale vorgenommen. Dieses dient seit 1979 der Produktion und dem Vertrieb von Fleisch- und Charcuterieprodukten sowie für die Kommission und Spedition gekühlter Lebensmittel. In einem ersten Bauabschnitt wird an der südlichen Seite ein Ergänzungsbau mit zusätzlichen Andockstellen für Lieferfahrzeuge errichtet. Im kommenden Jahr sollen Abstellplätze für Lastanhänger sowie Parkplätze für Mitarbeiter saniert werden. In den Jahren 2028 und 2029 sollen neue zeitgemässe Räume für Mitarbeitende errichtet werden. Parallel zu den gesamten Baumassnahmen sollen die Kühlstrecken für Kommissionierung durch moderne ersetzt werden. Mit dem Abschluss der Bauarbeiten wird für 2030 gerechnet.

    „Die grösste Herausforderung im Bauprojekt sind der Anlagenersatz und die Sanierung der Produktion unter laufendem Betrieb. Auch während des Austauschs benötigen unsere Supermärkte und Restaurants täglich Lieferungen mit Milchprodukten, Fleisch und anderen gekühlten Waren“, heisst es von Feltscher. 

  • Modernisierung der Trinkwasserversorgung im Kopfholz

    Modernisierung der Trinkwasserversorgung im Kopfholz

    Das in Schlieren ansässige Bauunternehmen STRABAG hat im Auftrag der Gemeinden Horgen, Thalwil, Rüschlikon und Kilchberg mit dem Rückbau und Neubau des Reservoirs Kopfholz begonnen. Das Modernisierungsprojekt soll laut einer Mitteilung von STRABAG die dortige Trinkwasserversorgung bis ins Jahr 2050 sichern. Um die Versorgung mit Wasser durchgängig sicherzustellen, seien für den geplanten Ersatzneubau drei Bauetappen vorgesehen. Die erste Bauetappe soll bis Februar 2026 realisiert werden, als Projektabschluss wird März 2027 angegeben.

    Die Gemeinden betreiben laut der Mitteilung seit 1905 eine gemeinsame Wasserversorgung. Die Verbindung wird mit dem Projekt fortgesetzt, das aus Sicht der Gemeinden „ein starkes Zeichen für eine nachhaltige, sichere und zukunftsorientierte Wasserversorgung“ setzt. Für Rüschlikon wird mit einem Zuwachs an Speicherkapazität von 1000 auf 1600 Kubikmeter gerechnet, in Kilchberg von 1500 auf 2800 Kubikmeter.

    Als besondere Herausforderung für die ausführenden Teams der vier Bauherrschaften wird in der Mitteilung auf das Bauen im laufenden Betrieb hingewiesen. „Das Reservoir versorgt mehr als 6000 Haushalte mit Trinkwasser, die Versorgung muss zu jeder Zeit sichergestellt sein“, wird Beat Spörndli Bauführer, Tiefbau und Strassenbau Nord-Ost, zitiert. Betont werden auch „hohe Anforderungen an Koordination und Hygiene auf der Baustelle“. Voraussetzung sei neben der Einhaltung von SIA-Normen (Schweizerischer Ingenieur- und Architektenverein) die Verwendung eines speziellen Trinkwasserbetons. Weil der Bau dem Lebensmittelgesetz unterliege, müsse eine keimfreie Wasserlagerung sichergestellt sein. Die enge Zusammenarbeit zwischen den Gemeinden ermögliche koordinierte Planung, halte Eingriffe ins Waldgebiet gering und stosse Synergien bei Ausschreibungen und Bauabläufen an.

  • Ein Meilenstein im Tessin SBB Werk Arbedo-Castione

    Ein Meilenstein im Tessin SBB Werk Arbedo-Castione

    Die Inbetriebnahme ist für Mitte 2028 vorgesehen, insgesamt investieren SBB, der Kanton Tessin, die Stadt Bellinzona und der Bund rund 755 Millionen Franken in den hochmodernen Standort. Damit sichert die SBB nicht nur ihren Unterhalt an neuen Triebzügen, sondern sendet ein starkes Signal für die wirtschaftliche Entwicklung der Region.

    Investition in den Werkplatz Tessin
    Das NSIF bietet künftig 360 Vollzeit-Arbeitsplätze und 80 Lehrstellen, ein klares Bekenntnis zur Zukunft des Werkplatzes Tessin. Die neue Anlage stellt einen Meilenstein für die Wartung und Instandhaltung der modernen Triebzüge Giruno, ETR und Flirt TILO dar. Im Vergleich zum bestehenden Werk Bellinzona wird der Digitalisierungsgrad deutlich erhöht. Ein Schwerpunkt liegt auf elektromechanischen Arbeiten, wobei Digitalisierung und Automatisierung die Abläufe effizienter, flexibler und nachhaltiger machen. Das grüne Dach mit Solaranlagen und der Verzicht auf fossile Energie unterstreichen die ökologische Ausrichtung des Projekts.

    Nachhaltigkeit und Infrastruktur
    Mit einer Gesamtfläche von 150’000 Quadratmetern setzt das Werk auch in Sachen Nachhaltigkeit und Infrastruktur neue Massstäbe. Das Hauptgebäude misst 40’000 Quadratmeter, so viel wie acht Fussballfelder. Neben der Werkhalle entstehen eine moderne Zugwaschanlage, Räume für die Lehrlingsausbildung und Aufenthaltsbereiche für das Personal. Der Bau integriert ein umfassendes nachhaltiges Konzept, das mit Solarzellen und Grünflächen für einen minimalen ökologischen Fussabdruck sorgt.

    Fortschritt bei den Bauarbeiten
    Schon im Juni 2025 haben erste Arbeiten mit der  Baustelleneinrichtung, Aushub und die Gestaltung der Fundamente begonnen. Der Bau wird von umfassenden Anpassungen der Bahninfrastruktur begleitet. Neue Gleise, Weichen und Technikgebäude sorgen für optimale Anbindung und Logistik. Im Dezember 2024 wurde die neue Gleisgruppe 600 in Betrieb genommen, um Betriebsabläufe effizient zu steuern und die Verteilzentrale von Coop besser anzuschliessen. Die umfassenden Bahnbauarbeiten laufen parallel bis zur Fertigstellung des Werks.

    Landwirtschaft und Kompensation
    Für das NSIF werden insgesamt rund 150’000 Quadratmeter benötigt, davon 8,4 Hektaren Fruchtfolgeflächen. Die SBB hat gemeinsam mit dem Tessiner Bauernverband alternative landwirtschaftliche Flächen in Camorino, Bellinzona, Preonzo, Iragna und Biasca gefunden, um die gesetzlichen Kompensationspflichten vollumfänglich zu erfüllen.

    Bedeutung für die Region
    Der Spatenstich wurde im Beisein prominenter Vertreter aus Politik und Wirtschaft vollzogen. Damit unterstreicht die SBB die Bedeutung und den Stellenwert des Kantons Tessin sowie die langfristige Sicherung der Arbeitsplätze. In einer Region, die vom Wandel der Industrie besonders betroffen ist, steht dieses Projekt für Zukunft, Stabilität und Innovation.

    Das neue SBB Werk Arbedo-Castione bringt Innovation und Nachhaltigkeit in den Schweizer Bahnsektor, festigt den Standort Tessin als industrielles Zentrum und bietet Perspektiven für kommende Generationen. Ein Spatenstich mit Symbolkraft und ein Projekt, das den Puls der Region beschleunigt.

  • Bundesrat plant nächsten Ausbau der Verkehrsinfrastruktur

    Bundesrat plant nächsten Ausbau der Verkehrsinfrastruktur

    Der Bundesrat gleist den nächsten Ausbau von Bahn, Strasse und Agglomerationsverkehr auf. Er hat das Eidgenössische Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) beauftragt, bis Ende Juni 2026 eine Vernehmlassungsvorlage für einen ersten Ausbauschritt 2027 zu erarbeiten, informiert der Bundesrat in einer Mitteilung. Das UVEK wird sich dabei auf ein vom Bundesrat in Auftrag gegebenes Gutachten der ETH stützen. In diesem legt die Hochschule dar, welche Projekte in den kommenden 20 Jahren aus fachlicher Sicht vordringlich zu verwirklichen sind.

    Bereits bis Ende Januar 2026 soll das UVEK zudem auf Grundlage des Gutachtens einen Vorschlag erarbeiten, welche Projekte für die Verkehrsinfrastruktur bis 2045 umgesetzt werden sollten. Im Bahnbereich müssen dabei zusätzliche Einnahmen generiert werden. Beim Ausbau der Strasse sowie im Programm Agglomerationsverkehr wird der bestehende finanzielle Rahmen beibehalten.

    „Mit der Priorisierung durch die ETH Zürich und der anschliessenden politischen Entscheidung durch den Bundesrat soll eine geordnete, finanzierbare und gesamtheitlich abgestimmte Entwicklung der Verkehrsinfrastruktur bis 2045 sichergestellt werden“, heisst es in der Mitteilung. Der Bundesrat hält bei der Festlegung der Ausbauschritte an einem gestaffelten Ausbau fest. Der Vernehmlassungsvorschlag für den ersten Ausbauschritt 2027 soll alle geplanten Massnahmen für Bahn, Strasse und Agglomerationsverkehr bündeln. Zeitgleich mit seiner Vorstellung will der Bundesrat einen Ausblick auf die weiteren Ausbauschritte 2031 und 2035 geben.

  • Mobile Forschungsfabrik optimiert Betonbau für Hyperloop-Testanlage

    Mobile Forschungsfabrik optimiert Betonbau für Hyperloop-Testanlage

    Die EuroTube-Stiftung hat am 16. September die Eröffnung ihrer innovativen Forschungsanlage für nachhaltige Infrastruktur auf dem Gelände des Innovation Park Zürich (IPZ) gefeiert, informiert die Stiftung in einer Mitteilung. Die Smart Mobile Factory stellt Betonkomponenten für die im IPZ entstehende Hyperloop-Testanlage DemoTube her. Die innovative Fabrik wurde von der EuroTube-Stiftung in Zusammenarbeit mit der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich, der Technischen Universität Delft, der Technischen Universität Eindhoven und der Freien Universität Bozen entwickelt.

    Die neue Fabrik verdient die Bezeichnung intelligent, da ihre Bausteuerung über Sensordaten an einen digitalen Zwilling gekoppelt ist, schreibt EuroTube. Auf diese Weise können Materialströme, Prozesse und CO2-Emissionen während des Baus kontinuierlich optimiert werden. Die in wenigen Standardcontainern eingerichtete Fabrik lässt sich zudem bewegen und kann entlang von Infrastrukturprojekten flexibel aufgestellt werden.

    Im IPZ soll die Smart Mobile Factory nicht nur Bauteile für DemoTube herstellen, sondern auch anderen Forschenden und Jungunternehmen zur Verfügung stehen, die eigene Technologien direkt auf einer aktiven Baustelle entwickeln und erproben wollen. Dafür hat die EuroTube-Stiftung das Bildungsprogramm Real Labor für Infrastrukturbau lanciert. „Wir sind stolz, als Forschungspartner des Innovation Park Zürich Projekte, Start-ups und Unternehmen bei der Entwicklung neuer Produkte für den Wandel zu nachhaltigen Mobilitätsinfrastrukturen zu unterstützen“, wird Antoine Juge, Managing Director der EuroTube-Stiftung, in der Mitteilung zitiert.

  • Leichter und stärker: Neue Generation von Netzwerkbogenbrücken

    Leichter und stärker: Neue Generation von Netzwerkbogenbrücken

    Eine neue Grenzbrücke überspannt seit dem vergangenen Jahr die Oder bei Küstrin. Sie wird von einem Netzwerkbogen mit 130 Meter Spannweite und 88 Carbon-Trägern gehalten. Wie aus einer nun veröffentlichten Mitteilung der Empa hervorgeht, sind diese Carbon-Spannseile von Carbo-Link, einer Empa-Ausgliederung aus Fehraltorf, entwickelt worden. Die Carbon-Träger bestehen aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff (CFK).

    Der neuartige Werkstoff ermöglicht nicht nur eine flexible Verarbeitung, sondern spart auch eine grosse Menge Kohlendioxid ein, die bei herkömmlichen Stahlkonstruktionen freigesetzt würde. Mit dem Verwenden der Carbon-Träger reduziert sich das Eigengewicht gegenüber sonst eingebauten Flachstahlhängern erheblich. Bei der Konstruktion wurden rund 500 Tonnen Stahl und 1350 Tonnen Stahlbeton eingespart.

    Ein wesentlicher Vorteil der neuen Tragseile liegt in ihrer hohen Zugfestigkeit und in einer geringeren Ermüdung als Stahl. Die Ermüdungsversuche führte grösstenteils ein Team der Empa-Abteilung Structural Engineering durch und bestätigte dabei die nötige Dauerfestigkeit des neuartigen CFK-Materials. „Damit haben wir die Basis geschaffen für eine neue Generation filigraner Netzwerkbogenbrücken mit Carbon-Hänger als tragende Elemente“, wird Giovanni Terrasi, Leiter der Empa-Abteilung Mechanical Systems Engineering, in der Mitteilung zitiert.

    Optisch bieten die neuen Materialien gestalterische Freiheiten, wie die Oderbrücke zeigt. Carbon-Träger sind bereits bei weiteren Brückenbauten eingesetzt worden, das Besondere an der Oderbrücke ist ihre erstmalige Verwendung für den schweren Gütereisenbahntransport. Züge können sie mit einer Geschwindigkeit von 120 Kilometern je Stunde passieren. Die Brücke ist sowohl mit dem Deutschen Brückenbaupreis als auch dem britischen Bridges International Award ausgezeichnet worden.

  • Zukunftsweisende Ingenieurbaukunst

    Zukunftsweisende Ingenieurbaukunst

    Die Brücke ersetzt mit ihrer 266 Meter langen Gesamtkonstruktion ein veraltetes Bauwerk aus dem Jahr 1926, das den Anforderungen des modernen Eisenbahnverkehrs nicht mehr genügte. Zentrales Bauteil ist ein strahlend weisser Netzwerkbogen mit einer Spannweite von 130 Metern, der den Grenzfluss Oder stützungsfrei überspannt. Statt klassischer Flachstahlseile kommen 88 Carbon-Zugglieder aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff zum Einsatz. Diese Hänger wurden massgeblich am Empa-Institut in Dübendorf entwickelt, getestet und begutachtet. Sie ersetzen die mehrere Tonnen schweren Stahlsegmente und verringern dadurch das Gesamtgewicht der Tragkonstruktion erheblich. Ein Vorteil für Materialeffizienz und Gestaltungsspielraum.

    Wirtschaftliche und nachhaltige Vorteile
    Die innovative Brückentechnik ermöglichte es, rund 600 Tonnen Stahl und 1350 Tonnen Stahlbeton einzusparen. Im Bauprozess wurde eine projektspezifisch ausgearbeitete Gerüstlösung eingesetzt, um Montage und Verschweissung der Brückensegmente effizient zu gestalten. Dank der hohen Ermüdungs-, Zug- und Korrosionsfestigkeit der Carbonseile ist sowohl der Wartungsaufwand als auch die Lebensdauer der Brücke positiv beeinflusst. Eine Nachhaltigkeitsstudie belegt, dass der Einsatz von Carbon rund 20 Prozent weniger CO₂-Emissionen als eine herkömmliche Stahlkonstruktion verursacht.

    Internationale Ausstrahlung und Zukunftspotenzial
    Die Eisenbahnbrücke kann von Güter- und Personenzügen mit bis zu 120 km/h befahren werden und erfüllt höchste Sicherheitsstandards. Umfangreiche Tests durch die Empa bestätigten die Dauerfestigkeit des Materials unter realen Belastungen. Die Brücke wurde mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Bridges International Award und dem Deutschen Brückenbaupreis. Sie gilt als Vorreiter für den Einsatz von Hochleistungsverbundstoffen im Infrastrukturbau.

    Neue Ästhetik und symbolische Bedeutung
    Der markante, elegante Bogen schafft einen architektonischen Akzent im Grenzgebiet und unterstreicht die Verbindung zwischen den Ländern. Die Netzwerkbogenbrücke mit Carbonhängern steht zugleich für technische Innovationskraft und ökologische Verantwortung. Sie könnte künftig als Standard für vergleichbare Grossprojekte im europäischen Bahnverkehr dienen.

  • Schweizer Gütermetro liegt auf Eis

    Schweizer Gütermetro liegt auf Eis

    Das unterirdische Gütertransportsystem Cargo sous terrain (CST) ist in seiner bisher geplanten Form gescheitert. Die private Cargo sous terrain AG schreibt in einer Mitteilung, die Umsetzung sei zum jetzigen Zeitpunkt betriebswirtschaftlich nicht vertretbar. Eine private Finanzierung der Bauphase brauche andere rechtliche Rahmenbedingungen. Zentral sei, die Metro in ein Gesamtlogistiksystem einzubetten und stabile Partnerschaften mit Bund, Kantonen und Städten zu schliessen. 

    Technisch und baulich ist laut CST der Nachweis einer Machbarkeit erbracht worden, heisst es. Die Pläne für das unterirdische Logistiksystem mit Feinverteilung in Städten wurden im Rahmen einer unabhängigen Überprüfung im Frühjahr 2025 bestätigt. Nun sei es an den Behörden, auf dieser Basis weiterzugehen.

    CST bleibt im Dialog, verschiebt aber den Fokus: Nun will das Unternehmen nationale und internationale Organisationen in Fragen der städtischen Logistik beraten. In diesem Rahmen muss CST Kosten reduzieren und auch zehn Stellen abbauen. Laut der Medienmitteilung bedauert CEO Christoph Späth diesen Schritt ausserordentlich. Mit der Restrukturierung stelle CST jedoch die Weichen für eine nachhaltige Zukunft. 

    „Aktuell haben wir nicht die Mittel, um die Organisation mit dem bisherigen Fokus weiterzuführen, und passen uns darum den Realitäten an“, wird Verwaltungsratspräsident Marco Rosso zitiert. Es werde Zeit brauchen, bis CST verkehrspolitisch stabil verankert sei und langfristige Investitionen mobilisieren könne. 

    Die Planungen für die Gütermetro hatten ein unterirdisches Netz von Genf bis St.Gallen und von Basel bis Luzern mit einer Abzweigung von Bern nach Thun vorgesehen. Die erste Teilstrecke der Gütermetro von Härkingen nach Zürich hätte ursprünglich 2031 in Betrieb gehen sollen.

  • Milliardeninvestition treibt Ausbau von Energiespeichern voran

    Milliardeninvestition treibt Ausbau von Energiespeichern voran

    Energy Vault kündigt die Gründung der Tochtergesellschaft Asset Vault an. Dies soll über eine Vorzugskapitalinvestition in Höhe von 300 Millionen Dollar eines namentlich nicht genannten Multi-Milliarden-Dollar-Infrastrukturfonds finanziert werden. Laut einer Medienmitteilung erwartet sich der in Lugano und Kalifornien beheimatete Entwickler von Energiespeicheranlagen davon die Freisetzung von mehr als 1 Milliarde Dollar an Investitionen. Damit soll die Bereitstellung von Energiespeicherprojekten mit einer neu installierten Leistung von 1,5 Gigawatt in den USA, in Europa und Australien beschleunigt werden.

    Asset Vault wird sich den Angaben zufolge der Entwicklung, dem Bau, dem Besitz und dem Betrieb von Energiespeicheranlagen in den weltweit attraktivsten Energiemärkten widmen, entweder eigenständig oder in Verbindung mit Erzeugungsanlagen. Entscheidend sei, dass Energy Vault die Stimm- und operative Kontrolle über Asset Vault behalte. Energy Vault erwartet den Abschluss der Transaktion innerhalb der nächsten 30 bis 60 Tage. Danach soll Asset Vault als vollständig konsolidierte Tochtergesellschaft gegründet werden. In dieser sollen alle Energiespeicheranlagen gebündelt werden, die durch langfristige Abnahmeverträge abgesichert sind und die die Monetarisierung der Projekte gewährleisten. Asset Vault soll in den kommenden drei bis vier Jahren ein wiederkehrendes EBITDA von über 100 Millionen Dollar erzielen, dass das bestehende Energiespeichergeschäft von Energy Vault ergänzt.

    Dies erschliesse „das volle Potenzial unserer Own-and-Operate-Strategie für Speicher-IPP mit sofortiger Investitionsflexibilität“, wird Robert Piconi, Vorstandsvorsitzender und CEO von Energy Vault, zitiert. „Durch die Kombination von langfristigen vertraglich vereinbarten Einnahmen mit strategischem Kapital und einer integrierten, selbst durchgeführten Projektabwicklung sind wir gut positioniert, um eine widerstandsfähige, missionskritische Energieinfrastruktur zu skalieren, die den aktuellen Anforderungen aufgrund des Ausbaus erneuerbarer Energien und des massiven Anstieg des Energiebedarfs durch die KI-Infrastruktur von Rechenzentren gerecht wird.“ 

  • Digitale Betontechnologien stärken Zukunftsstrategie

    Digitale Betontechnologien stärken Zukunftsstrategie

    Sika hat im ersten Halbjahr 2025 weltweit Umsätze in Gesamthöhe von 5,68 Milliarden Franken erwirtschaftet. Im Jahresvergleich wurde damit ein Wachstum von 1,6 Prozent in Lokalwährungen realisiert, informiert die Gruppe der Spezialitätenchemie für Bau und Industrie in einer Mitteilung. Das organische Wachstum wird dort mit 0,6 Prozent angegeben, die übrigen 1,0 Prozent Wachstum wurden über Akquisitionen generiert. In Franken fiel der Umsatz hauptsächlich aufgrund des schwächeren Dollars um 2,7 Prozent geringer als im Vorjahressemester aus.

    Auch das Betriebsergebnis auf Stufe EBITDA wurde vom Fremdwährungseffekten beeinträchtigt. Es lag mit 1,07 Milliarden Franken um 2,1 Prozent unter dem Vorjahreswert. Die EBITDA-Marge konnte hingegen von 18,7 auf 18,9 Prozent gesteigert werden.

    „In einem herausfordernden Marktumfeld ist es uns wiederum gelungen, über dem Branchentrend zu wachsen und weitere Marktanteile zu gewinnen“, wird Sika-CEO Thomas Halser in der Mitteilung zitiert. Er sieht die Gruppe vor allem im Projekt- und Infrastrukturbereich gut aufgestellt. „Mit mehr als 1’000 Rechenzentren, die mit unseren Technologien bislang gebaut wurden, und einer starken Projekt-Pipeline“ habe sich Sika zudem „als bevorzugte Partnerin von Technologieführern etabliert“.

    Im Berichtsemester hat Sika insgesamt vier Unternehmen übernommen und sieben neue Werke eingeweiht. Die gezielten Investitionen sollen das zukünftige Wachstum der Gruppe stärken. Als strategisch wichtigen Schritt führt Sika in der Mitteilung dabei die im Juni getätigte Minderheitenbeteiligung an Giatec Scientific an. Das Unternehmen aus Ottawa in der kanadischen Provinz Ontario ist auf digitale Betontechnologien spezialisiert.

  • Übernahme in Nordamerika stärkt Portfolio für Betonfertigteile

    Übernahme in Nordamerika stärkt Portfolio für Betonfertigteile

    Holcim hat die kanadische Langley Concrete Group Inc. übernommen. Jaime Hill, Leiter der Region Nordamerika bei Holcim, bezeichnet diesen strategischen Schritt in einer Mitteilung seines Unternehmens als «eine natürliche Erweiterung unserer Wachstumsstrategie». Diese kombiniere die technischen Kompetenzen der Langley Concrete Group bei Betonfertigteilen mit den eigenen Aktivitäten. Zudem erhöhe das vergrösserte Portfolio auch die Reichweite von Holcim.

    Die Übernahme umfasst den Angaben zufolge zwei hochmoderne Produktionsstätten in der Provinz British Columbia, die sich in den Städten Chilliwack und Duncan befinden. Von dort aus wird die Region mit Trocken- und Nassbetonprodukten für ober- und unterirdische Infrastrukturanwendungen beliefert, darunter Schächte, Rohre, Kästen und andere Komponenten für kommunale, gewerbliche und industrielle Anwendungen.

    Der Präsident von Langley Concrete, Mark Omelaniec, äussert sich stolz auf das, was seine Familie in 75 Jahren aufgebaut hat. Die Familie sei «überzeugt, dass Holcim der richtige Partner ist, um es weiterzuführen, da die Wachstumschancen in British Columbia weiter bestehen. Dieser Übergang bietet unserem Team und unserer Kundschaft langfristige Chancen.»

  • Ausbau der S-Bahn-Infrastruktur in Frankfurt

    Ausbau der S-Bahn-Infrastruktur in Frankfurt

    Die DB InfraGO AG hat Implenia mit dem Bau des innerstädtischen Abschnitts der Nordmainischen S-Bahn in Frankfurt beauftragt. Konkret soll das Bau- und Immobilienunternehmen aus Opfikon für das Tochterunternehmen der Deutschen Bahn den unterirdischen Abschnitt der S-Bahn von der Konstablerwache über die neue S-Bahnstation Frankfurt (Main) Ost (tief) bis nach Fechenheim realisieren. Das Auftragsvolumen beziffert sich auf über 200 Millionen Euro, informiert Implenia in einer entsprechenden Mitteilung.

    Der Auftrag umfasst die Startbaugrube Trog und die Baugrube für die unterirdische S-Bahnstation Frankfurt (Main) Ost (tief), eine Reihe von Nebenbaugruben und Ingenieurbauwerke, sowie zwei etwa 1,2 Kilometer lange Tunnelröhren. Sie werden im maschinellen Vortrieb erstellt. Zudem wird Implenia umfangreiche Wasserhaltungsmassnahmen durchführen und eine Reihe Spezialtiefbauleistungen erbringen. Die Arbeiten sollen Anfang 2026 aufgenommen und bis 2031 abgeschlossen werden.

    «Der weitere Ausbau einer funktionierenden Verkehrsinfrastruktur ist zentral für die nachhaltige Entwicklung unserer Städte», wird Erwin Scherer, Head Division Civil Engineering von Implenia, in der Mitteilung zitiert. «Ich freue mich, dass Implenia mit seiner langjährigen Erfahrung und umfassenden Expertise zur Verbesserung des öffentlichen Nahverkehrs in der dicht besiedelten Region Rhein-Main beitragen darf.»

  • Wirtschaftsstandort und Lebensraum Kanton Glarus – Ein echt sagenhaftes Lebensgefühl

    Wirtschaftsstandort und Lebensraum Kanton Glarus – Ein echt sagenhaftes Lebensgefühl

    Der Kanton Glarus hat eine lange industrielle Tradition. Welche Impulse setzen Sie, um die wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit zu stärken und nachhaltige Arbeitsplätze zu schaffen?
    Der Kanton Glarus ist seit jeher ausgesprochen wirtschaftsfreundlich. Als einer der ersten Schweizer Kantone regelten wir die Wirtschaftsförderung (1978) gesetzlich. Zudem ist Glarus mit dem Fabrikgesetz (1864) und der obligatorischen Altersversicherung (1916) Schweizer Pionier in der Sozialgesetzgebung. Vor diesem Hintergrund ist das Glarnerland traditionell ein moderner Unternehmensstandort mit wettbewerbsfähigen Vorteilen für Arbeitgeber und Arbeitnehmer, die vielleicht erst auf den zweiten Blick auffallen. Zum Beispiel ist das Glarnerland gross genug, um Unternehmen genügend Platz zu bieten, aber auch klein genug, um schnell und unbürokratisch Entscheidungen zu treffen. Die Kontaktstelle für Wirtschaft unterstützt sowohl Unternehmensgründer als auch bestehende Unternehmen oder Firmen, die sich neu ansiedeln möchten, pragmatisch und verlässlich. In unseren drei schweizweit vorbildlich fusionierten Grossgemeinden finden Investoren günstige Immobilien und Arbeitgeber gut ausgebildete, motivierte Mitarbeiter, die gerne in einer intakten Umwelt mit den Vorteilen eines modernen Umfelds leben.

    Wie fördert das Volkswirtschaftsdepartement innovative digitale Geschäftsideen?
    Die Möglichkeiten der digitalen Transformation dienen einerseits dazu, Prozesse und Produkte neu zu gestalten, sie bilden andererseits aber auch die Basis für die Kreislaufwirtschaft. Dabei geht es sowohl um mehr Ressourceneffizienz als auch um Datenmanagement. Dadurch wissen die Mitarbeitenden von morgen, welche Materialien mit welchen Prozessen verbaut wurden. Eine weitere Chance sind die Lieferketten: Neue digitale Prozesse ermöglichen eine robustere, effizientere und transparentere Supply Chain. Vor diesem Hintergrund unterstützen wir die digitale Transformation in der Glarner Wirtschaft mit Digitalisierungskrediten. Im Förderprogramm stehen bis Ende 2027 zwei Millionen Franken bereit. Gefördert werden innovative Projekte, die neue Technologien in Prozessen und Produktionen berücksichtigen, neue Produkte und Geschäftsmodelle schaffen sowie Kooperationen aufbauen. Konkret führen wir mit der Expertise des Innovationsnetzwerks Ostschweiz (INOS) in teilnehmenden Betrieben eine IST-Analyse durch. Die Analyse wird durch die neue Regionalpolitik (NRP) finanziert und beinhaltet eine Standortbestimmung inklusive Massnahmenplan und Roadmap zur Umsetzung. Diese Grundlagen braucht es für das Gesuch nach finanzieller Unterstützung bis zu 100’000 Franken für einzelbetriebliche und 300’000 Franken für überbetriebliche und/oder branchenweite Projekte.

    Wie wird sich der Immobiliensektor Ihrer Meinung nach im Bereich Industrie und Gewerbe entwickeln?
    Der Druck der Agglomeration ist im Glarnerland spürbar. Das Bevölkerungswachstum ist aber moderat, was einer nachhaltigen Entwicklung entgegenkommt. Bei den Industrie- und Gewerbeflächen verfügt die Gemeinde Glarus Nord über besonders hohe Kapazitäten, die aktuell am Standort Bilten mit mehreren Projekten genutzt werden. Wir setzen mit aktivem Flächenmanagement auf eine nachhaltige Entwicklung mit qualitativen Projekten bei Industrie und Gewerbe.

    Welche Trends sehen Sie in der Entwicklung von Angebot und Nachfrage im Bereich Wohnen?
    Neubauprojekte im Wohnbereich werden zum Grossteil in den Gemeinden Glarus und Glarus Nord umgesetzt. Das hat auch mit den Nutzungsplanungen zu tun, die dank der Gemeindefusion einen gesamtheitlichen und fortschrittlichen Blick einnehmen können. In Glarus Süd befindet sich die Nutzungsplanung noch im anspruchsvollen politischen Prozess, der auch vom Kanton begleitet wird.

    Wie können Sie sicherstellen, dass die Entwicklung des Immobilienmarkts den Bedürfnissen der Bevölkerung entspricht?
    Wer in einem unserer 29 Dörfer, Ortschaften oder Ortsteilen lebt, schätzt die Eigenheiten seines Wohnorts. Diese zeigen sich zum Beispiel in der Lage oder im Vereinsleben. So lebt es sich in Elm oder Braunwald völlig anders als im Kantonshauptort oder in Näfels. Und dort wieder anders als auf dem Kerenzerberg oder am Walensee. Das schafft Identität und Verbundenheit; dadurch bleiben die Menschen hier. Das deckt sich mit dem moderaten Tempo des Bevölkerungswachstums und den vergleichsweise stabilen Immobilienpreisen.

    Wie können Sie sicherstellen, dass sich Ihr Immobilienmarkt nachhaltig entwickelt?
    Mit unserer einzigartigen Kombination aus Naturverbundenheit und urbaner Nähe, mit der überschaubaren Grösse und dem kompakten Lebens- und Wirtschaftsraum punktet das Glarnerland. Das A und O ist deshalb ein sorgfältiger Umgang mit diesen Vorteilen – sie sind unsere Ressourcen, unser Kapital.

    Welche Infrastrukturprojekte von ASTRA und SBB sind geplant und welche Verbesserungspotenziale erkennen Sie?
    Das Glarnerland wird als ländliche Region wahrgenommen, hat aber durch seine Lage zwischen Zürich und Chur sehr gute Verkehrsanbindungen. Die Stadt Zürich und der Flughafen sind mit Auto oder Zug nur eine Stunde entfernt, eine der wichtigsten Nord-Süd-Achsen führt durch den Kanton, und Privatflugzeuge und -helikopter können in Mollis starten und landen.

    Natürlich setzt sich auch der Kanton Glarus mit den zunehmenden Mobilitätsanforderungen auseinander. In den letzten Jahren hat der Kanton drei von vier grösseren Strassenbauprojekten umgesetzt, um insbesondere den Entwicklungsschwerpunkt Flugplatz Mollis zukunftsgerichtet zu erschliessen. Das vierte Projekt zur optimierten Erschliessung des Industriegebiets im Süden der Gemeinde Glarus steckt in der Planungsphase. Zentrum unserer Bemühungen ist die enge Zusammenarbeit mit dem Bund bei den Umfahrungsprojekten zur Entlastung der heutigen Hauptachse. Vom Bund haben wir die Zusicherung, die Umfahrungen Netstal und Glarus zu einem Gesamtprojekt unter Federführung des ASTRA zu vereinen. Ziel ist, den Kanton Glarus umfassend von den Strassenverkehrsproblemen zu entlasten.

    Beim öffentlichen Verkehr haben wir seit der Landsgemeinde 2025 eine neue gesetzliche Grundlage für das künftige öV-Angebot. Schon heute ist unsere Region mit Direktverbindungen nach Zürich und Rapperswil sowie mit Umsteigevarianten in Ziegelbrücke nach St. Gallen, Chur und Zürich gut erschlossen. Auf diesen Komfort und den an der Landsgemeinde 2025 beschlossenen durchgehenden Halbstundentakt sind unsere Bevölkerung und Unternehmen angewiesen. Dafür setzen wir uns beim Bund und in der Zusammenarbeit mit SBB und SOB konsequent ein. Mit den Firmen kooperieren wir aktiv, um für Mitarbeitende das Pendeln mit dem öV attraktiver zu gestalten – zum Beispiel schafft der Bonus-Pass Anreize, um vom Auto auf den öV zu wechseln.

    Eine zentrale Rolle bei der Mobilität spielen auch die kurzen Wege in und zwischen unseren Ortschaften. Zum Beispiel dauert die Velofahrt von Näfels, Glarus Nord, oder von Schwanden, Glarus Süd, bis zum Kantonshauptort nur 20 Minuten. Dem Trend zum Velo trägt auch das kantonale Veloweggesetz Rechnung, das die Landsgemeinde 2024 beschlossen hat.

    Wie trägt die Standortförderung dazu bei, Glarus als lebenswerte und zukunftsorientierte Region zu präsentieren?
    Der Kanton Glarus erreicht die dritthöchste finanzielle Wohnattraktivität: Neben geringen Wohnkosten bieten wir eine moderate Steuerbelastung und vergleichsweise geringe Krankenkassenprämien. Das sind unsere grossen Pluspunkte bei den finanziellen Faktoren. Dazu kommt die hohe Qualität des Lebensraums, der die Vorteile des Ländlichen mit urbanen Angeboten kombiniert. Das zeigt sich schon auf den ersten Blick bei der Ankunft im Kanton Glarus. Zusammen mit der eindrücklichen Bergwelt prägen die Zeitzeugen der frühen Industrialisierung das Landschaftsbild und Leben in unserem Kanton. Die historischen Industrieareale, Fabrikantenvillen und Arbeitersiedlungen aus dem 19. Jahrhundert und eben die Landschaft sind nicht umsonst auch Kulisse für Filme und TV-Serien. Im Alltag der Menschen zeigt sich das in einem kontrastreichen und lebendigen Umfeld mit zeitgenössischen Siedlungen für Fachkräfte und Familien, die Leben, Arbeiten, Kultur und Freizeit in unseren modernen Gemeinden schätzen.
    Unter diesen Gesichtspunkten betreibt Glarus seit über zehn Jahren aktives und gezieltes Kantonsmarketing. Dieses Jahr nutzen wir unsere Rolle als Gastgeberin des Eidgenössischen Schwing- und Älplerfests (ESAF), um den Kanton Glarus als Lebensmittelpunkt ins Rampenlicht zu stellen. Mit dem bevorstehenden Grossanlass richtet sich der Blick der ganzen Schweiz auf das Glarnerland. Unter dem Motto «Echt sagenhaft» stehen die Themen Arbeiten, Wohnen und Freizeit im Zentrum. Das Gesicht der Kampagne ist der beliebte Glarner Koch und Influencer Noah Bachofen. Er und sein Kollege werden auf ihrer Mission begleitet, einen authentischen Imagefilm über das Glarnerland zu kreieren. Die Kampagne zielt darauf ab, das einzigartige Glarner Lebensgefühl sichtbar und schmackhaft zu machen.

    Wieso bleiben Fachkräfte in der Region und was trägt die Standortförderung dazu bei?
    Natürlich reicht eine gute Kampagne allein noch nicht aus. Einen grossen Beitrag an die hohe Lebensqualität leisten die kommunalen Standortförderungen. Sie entwickeln ihren Wohn- und Freizeitraum mit neuen Projekten und in Zusammenarbeit mit Investoren weiter – Beispiele sind die optimal erschlossenen Entwicklungsschwerpunkte an den Bahnhöfen Näfels/Mollis und Glarus. Die Gemeinden sorgen für zeitgemässe Schulen und familienergänzende Angebote, betreiben Sportanlagen und bieten Detailhandel, Gastronomie, medizinischer Versorgung, Industrie, Gewerbe und Kultur Platz für einen lebendigen und funktionierenden Alltag. Der Kanton stellt den Betrieb der Kantonsschule, der Sportschule sowie der Berufsfachschulen, des Kantonsspitals, der Sicherheit und der sozialen Dienste sicher. Die schlanken Verwaltungsstrukturen ermöglichen einen effizienten und direkten Austausch zwischen den kantonalen Fachstellen und den Verantwortlichen auf Gemeindeebene.

    Welche langfristige Vision haben Sie für den Wirtschaftsstandort Glarus?
    In den kommenden Jahren ist für den Kanton Glarus entscheidend, dass die angestossene Entwicklung koordiniert umgesetzt wird. Es gilt, die privaten Initiativen zu unterstützen und zu begleiten, und gleichzeitig die richtigen Rahmenbedingungen für Unternehmen und Fachkräfte zu schaffen. Wenn das gelingt, ist der Kanton Glarus ein sicherer, vernetzter und wirtschaftsstarker Landsgemeindekanton mit einer starken Mittelschicht, umgeben von intakter Natur.

    Zukunftsgerichtete und effiziente Strukturen sind entscheidend für den Erfolg einer Firma. Das gilt auch für die öffentliche Hand. Glarus ist der einzige Kanton, der seine eigenen Strukturen konsequent den neuen Gegebenheiten angepasst hat. Mit der heutigen sehr effizienten Verwaltung sind wir fit für die Zukunft.

  • Kooperation stärkt digitale Präzision im Infrastrukturbau

    Kooperation stärkt digitale Präzision im Infrastrukturbau

    Die zur Amberg-Gruppe gehörende Amberg Technologies AG aus Regensdorf spannt mit Topcon Positioning Systems aus Livermore im US-Bundesstaat Kalifornien zusammen. Die Kooperation hat zum Ziel „die Interoperabilität zwischen den Sensorlösungen von Topcon und den Software- und Hardware-Plattformen von Amberg Technologies für Bahn- und Tunnelanwendungen zu ermöglichen“, schreiben die beiden international agierenden Partnerunternehmen in einer gemeinsamen Mitteilung. Hintergrund ist das Bestreben von Amberg und Topcon, gemeinsamen Kunden „vollständig integrierte Lösungen“ anbieten zu können.

    Amberg Technologies ist auf Messlösungen für den Bau von Strassen, Schienen, U-Bahnen und anderen Infrastrukturen spezialisiert. Die 1981 gegründete Tochter der Amberg-Gruppe aus Regensdorf bietet zudem Messlösungen für die Überwachung derartiger Infrastrukturen an. Das zur Topcon Corporation aus Tokio gehörende Unternehmen Topcon Positioning Systems entwickelt, produziert und vertreibt Präzisionsmess- und Arbeitsablauflösungen, für die Branchen Bau, Geodaten und Landwirtschaft.

  • FORUM UZH Zentrum für Bildung und Forschung

    FORUM UZH Zentrum für Bildung und Forschung

    Das FORUM UZH ist ein Meilenstein für die bauliche und akademische Entwicklung der Universität Zürich. Der Neubau umfasst insgesamt 37’000 m² Hauptnutzfläche und wird nicht nur das prognostizierte Wachstum der Studierendenzahlen auffangen, sondern auch neue Massstäbe in Lehre, Forschung und Nachhaltigkeit setzen. In dem neuen Zentrum werden die Fakultäten für Rechtswissenschaft, Wirtschaftswissenschaften und Neuere Philologien zusammengeführt. Ergänzt werden diese durch moderne Bibliotheken, Sportanlagen für Mittelschulen und den Akademischen Sportverband sowie öffentlich zugängliche Cafeterias und Gewerbeflächen.

    Architektur und Raumkonzept
    Das FORUM UZH besteht aus einem terrassierten Sockel für Lehre und universitäres Leben, einem darüber schwebenden trapezförmigen Baukörper für Forschung sowie einem zentralen Innenhof. Der Baukörper wird von der Rämistrasse zurückversetzt, um eine grosszügige Vorzone mit Stadtbalkonen zu schaffen, die sich in die städtebauliche Umgebung einfügt. Die Fassadengestaltung mit horizontalen Deckenplatten und vertikalen Brise Soleils verleiht dem Gebäude eine markante Tiefenwirkung und ermöglicht eine flexible Lichtregulierung im Inneren.

    Im Zentrum des Gebäudes liegt das namensgebende Forum, eine lichtdurchflutete Halle, die Aufenthalts-, Begegnungs- und Arbeitsraum zugleich ist. Sie verbindet sämtliche Ebenen und kann für universitäre sowie öffentliche Veranstaltungen mit bis zu 2’000 Personen genutzt werden.

    Flexibles Lernumfeld und moderne Infrastruktur
    Das FORUM UZH bietet eine Vielzahl an innovativen Lehr- und Lernräumen. Fünf Hörsäle und mehrere Seminarräume sind flexibel nutzbar und mit modernster Technik ausgestattet, um hybride Lehrmodelle zu ermöglichen. Zudem entsteht ein grosszügiges Lehr- und Lernzentrum mit über 700 studentischen Arbeitsplätzen. Auf den oberen Stockwerken wird die Universitätsbibliothek unter einem Dach vereint.

    Nachhaltigkeit und innovative Bauweise
    Das FORUM UZH setzt auf eine nachhaltige Holz-Beton-Hybridbauweise, die CO²-Emissionen reduziert und gleichzeitig eine hohe Aufenthaltsqualität bietet. Das intensiv begrünte Dach dient nicht nur als fünfte Fassade, sondern auch als ökologische Ausgleichsfläche mit Lebensraum für Flora und Fauna. Eine Photovoltaikanlage liefert eigenen Strom, während über 50 Grossbäume auf dem neugestalteten Stadtplatz das Mikroklima positiv beeinflussen.

    Dank der modularen Bauweise spart die UZH so viel CO², wie durch die Erstellung von 77 Einfamilienhäusern freigesetzt würde. Das Gebäude wird gemäss SGNI-Standard Gold und nach Minergie P zertifiziert.

    Einbindung in das städtische Umfeld
    Das FORUM UZH wird nicht nur der universitären Gemeinschaft, sondern auch der Stadtbevölkerung offenstehen. Die Bibliotheken, Gastronomiebereiche und Quartierläden sind öffentlich zugänglich und die Gloriaterrasse wird als grüner Treffpunkt zum Verweilen einladen. Durch die städtebauliche Gestaltung entsteht eine direkte Verbindung zwischen dem Hochschulquartier und den umliegenden Stadtteilen.

    Bauzeitplan und nächste Schritte
    Nach dem Abschluss des Vorprojekts wurde im August 2024 mit den Bauarbeiten begonnen. Die Fertigstellung ist für 2028 geplant, der Bezug erfolgt 2029. Bis dahin werden die Studierenden und Forschenden der Universität Zürich die Entwicklung dieses Jahrhundertprojekts hautnah mitverfolgen können.

  • Cyberbedrohungen erfordern grenzüberschreitende Lösungen

    Cyberbedrohungen erfordern grenzüberschreitende Lösungen

    Cyberangriffe nehmen zu in ihrer Raffinesse und in ihrer Reichweite. Der aktuelle Halbjahresbericht des BACS zeigt, wie international Täter agieren und welche Methoden sie einsetzen, um Filter zu umgehen und neue Opfer zu erreichen. Im Jahr 2024 gingen über 62’000 Meldungen zu Cybervorfällen ein. Besonders häufig betroffen sind Privatpersonen, aber auch Unternehmen melden zunehmend CEO-Betrug, Phishing und betrügerische Gewinnspiele.

    Neue Technologien, neue Tricks
    Die Angreifer passen sich an. Statt klassischer SMS nutzen sie RCS und iMessage, um Sicherheitsmechanismen zu umgehen. Auch täuschend echte Fake-Anrufe oder das gezielte Überfluten von E-Mail-Konten mit Spam gehören mittlerweile zum Repertoire. Dabei schrecken Kriminelle nicht davor zurück, bekannte Markennamen für ihre Zwecke zu missbrauchen und Schadsoftware zu verbreiten.

    Digitale Abhängigkeiten als Risiko
    Globale Zwischenfälle wie das fehlerhafte Software-Update von CrowdStrike, mit Auswirkungen auf über 8,5 Millionen Systeme, zeigen, wie fragil die digitale Infrastruktur ist. Auch Verzögerungen bei Sicherheitsstandards wie dem CVE-Programm unterstreichen die Risiken einseitiger technologischer Abhängigkeit.

    Schweizer Antwort Meldepflicht
    Am 1. April 2025 trat in der Schweiz die gesetzlich verankerte Meldepflicht für Cyberangriffe auf kritische Infrastrukturen in Kraft. Betreiber im Energie-, Verkehrs-, Verwaltungs- oder Gesundheitsbereich sind verpflichtet, schwerwiegende Angriffe innerhalb von 24 Stunden an das BACS zu melden. Die Regelung wurde eng mit internationalen Normen und EU-Richtlinien abgestimmt und stärkt die grenzüberschreitende Zusammenarbeit im Ernstfall.

    Frühwarnung durch internationale Vernetzung
    Um globale Risiken besser zu managen, intensiviert die Schweiz den bilateralen Austausch mit Partnerstaaten und Organisationen. Ziel ist national wie international ein effizienter, international abgestimmter Informationsfluss über aktuelle Bedrohungslagen und ein robuster Schutz für kritische Infrastrukturen.

  • Niederlande testen Recycling-Zug für nachhaltigen Strassenbau

    Niederlande testen Recycling-Zug für nachhaltigen Strassenbau

    Schotter, Sand, Kies und erdölbasiertes Bitumen in Asphaltstrassen sind die gleichen Stoffe, aus denen auch neue Strassen bestehen. Der einzige Unterschied besteht darin, dass der Asphalt bereits erhitzt und verlegt wurde.

    Aus diesem Grund haben niederländische Beamte des Infrastrukturamtes Rijkswaterstaat in Utrecht, das zum Ministerium für Infrastruktur und Wasserwirtschaft gehört, in den Asphalt-Recycling-Zug (ART oder Asphalt Recycling Train) investiert. Das ist eine fahrzeugähnliche Maschine, die alte Strassen vor Ort wiederverwendet, anstatt sie aufzureissen und zu entsorgen und dann neue Materialien zu verwenden und damit mehr Kohlenstoff zu emittieren. Damit wird an gleicher Stelle neuer Asphalt verlegt.

    „Mit dem ART können wir Strassen auf eine weitaus nachhaltigere Weise erneuern“, wird Fredy Sierra-Fernandez in einer Medienmitteilung zitiert, der den ART im Ministerium entwickelt. „Im Moment testen wir eine einzelne Maschine, um zu sehen, was sie in der Praxis leistet.“

    ART lockert die verschlissene Deckschicht von Strassen, erhitzt den alten Asphalt, nimmt das geschmolzene Material auf, rührt und mischt es und trägt dann den erneuerten Asphalt wieder auf die Strasse auf. Die Maschine verdichtet auch die Strasse, so dass eine glatte Oberfläche entsteht.

    Fernandez untersucht nun, wie sich die Strassen nach diesem Verfahren verhalten. Seit Juni und ab  Oktober letzten Jahres wird eine Provinzstrasse in Gelderland im Osten der Niederlande und ein Abschnitt der Autobahn A2 beobachtet, nachdem dort der ART eingesetzt wurde.

    Die Strasse in Gelderland ist in einem guten Zustand. Der Abschnitt der Autobahn A2 ist etwas stärker abgenutzt, aber immer noch ausreichend. „Wir werden so lange weitermachen, bis wir zu 100 Prozent zufrieden sind“, so Fernandez. Tests in anderen Regionen sind für April und Mai 2025 geplant.

    Die niederländische Regierung hofft, dass bis 2030 drei oder vier ARTs im ganzen Land in Betrieb sein werden, um eine Kreislaufwirtschaft für Asphalt zu schaffen.

    Der ART wurde mit dem InfraTech Innovatieprijs 2025 ausgezeichnet.

  • Neues Werk stärkt Bauchemieproduktion in Zentralasien

    Neues Werk stärkt Bauchemieproduktion in Zentralasien

    Die Sika AG setzt den Wachstumskurs in Kasachstan mit der Inbetriebnahme eines neuen Produktionsstandort fort. Das Werk liegt in der Stadt Ust-Kamenogorsk im Osten des Landes und vereint Produktionslinien für Mörtel und Betonadditive und ein Labor.

    Laut einer Medienmitteilung ist es das vierte Werk für Sika-Produkte aus der Spezialitätenchemie für Bau und Industrie. In der Region herrsche eine hohe Bautätigkeit. Insbesondere die Bergbauindustrie verzeichne starkes Wachstum. Auch dort ansässige Unternehmen aus den Branchen Chemie, Energie und Automotive expandieren. In der Folge steige der Bedarf an Wohngebäuden.

    Das Bauchemie-Unternehmen kündigt an, auch an Grossprojekten beteiligt zu sein. Kasachstan zählt zu den rohstoffreichsten Ländern der Welt. Prognosen gehen für die Bauindustrie in Kasachstan bis 2028 von einem jährlichen Wachstum um 4,2 Prozent aus. Treiber seien Investitionen in Energieprojekte, Wasserspeicher, Verkehrsinfrastruktur und Industrieparks. Schätzungen zufolge betrage das Volumen der landesweiten Bauprojekte 160 Milliarden Franken.

  • Neue Grossaufträge stärken Infrastrukturprojekte im DACH-Raum

    Neue Grossaufträge stärken Infrastrukturprojekte im DACH-Raum

    Die Implenia AG wird in der Schweiz, in Deutschland und in Österreich mehrere Aufträge in den Bereichen Datacenter, Energie- und Verkehrsinfrastruktur sowie Gesundheit durchführen. Das Gesamtvolumen der Projekte belaufe sich auf über 150 Millionen Franken, informiert die im Opfiker Stadtquartier Glattpark ansässige Bau- und Immobiliengesellschaft in einer entsprechenden Mitteilung. Zudem entsprächen sie „der strategischen Ausrichtung der Gruppe auf grosse und anspruchsvolle Projekte sowie der sektorenorientierten Spezialisierung auf Bereiche mit hoher Nachfrage“.

    In Deutschland ist Implenia in den Neubau des Heidekreis-Klinikums in Bad Fallingbostel involviert. Hier wird Implenia Fassadenbau die Fassade beisteuern. In Österreich hat die Gruppe zusammen mit zwei Partnerfirmen das Hauptbaulos für das Wasserkraftwerk Imst-Haiming bekommen. Es umfasst unter anderem einen 14 Kilometer langen Triebwasserweg, die Kaverne und das Unterwasserbecken für das Kraftwerk am Inn.

    Die übrigen Aufträge betreffen Projekte in der Schweiz. So wird Implenia für den Datenzentren-Anbieter Green ein weiteres Hochleistungsrechenzentrum auf dem Metro-Campus Zürich West in Lupfig realisieren. In Basel ist Implenia Teil der ARGE USB K2, die vom Universitätsspital Basel mit den Baumeisterarbeiten für den Neubau es Klinikums 2 beauftragt wurde. Ebenfalls im Zusammenspiel mit Partnerfirmen wird Implenia eine neue Tramlinie im Kanton Genf realisieren. Für die SBB saniert die Gruppe den Hagenholztunnel im Kanton Zürich. Das Bundesamt für Strassen hat Implenia mit der Neugestaltung der Verzweigung Versoix in Bellevue GE betraut.

  • Tunnel Rosengarten und Casinobrücke in Brugg werden saniert

    Tunnel Rosengarten und Casinobrücke in Brugg werden saniert

    Der Tunnel Rosengarten und die Casinobrücke in Brugg werden saniert. Die beiden Bauwerke sollen laut Medienmitteilung des Kantons Aargau so nachgerüstet werden, dass sie für die nächsten 50 Jahre genutzt werden können. Der Regierungsrat hat einen Kredit über 13,6 Millionen Franken für beide Bauvorhaben verabschiedet.

    Der Start der Instandsetzung wird frühestens 2027 sein. Zuvor müssen noch Projektauflage, Genehmigungsverfahren sowie Landerwerb, Submission und Arbeitsvergabe realisiert werden. Die Arbeiten dauern voraussichtlich ein Jahr. Die Mittlere Umfahrung Brugg mit dem 205 Meter langen Tunnel Rosengarten wurde 1981 eröffnet. Die Casinobrücke wurde 1980 erbaut und führt die K117 über die Aare.

    Die Tragstruktur des Tunnels ist laut Mitteilung des Departements Bau, Verkehr und Umwelt intakt.  Der Tunnel müsse aber an aktuelle Sicherheitsanforderungen angepasst werden. Tunnelwände, Brand- und Umweltschutz sollen ebenso verbessert werden wie die Anlagen für die Tunnelsicherheit. Zudem wird die Zentrale beim Nordportal erweitert, die Betriebs- und Sicherheitsanlagen werden auf die aktuellen Normen angepasst.

    An der Casinobrücke hat der Brückenbelag seine Lebensdauer erreicht. Daher werden die Randsteine, die Abdichtung sowie der Gussasphaltbelag der Fahrbahn und des Trottoirs ersetzt, heisst es in der Mitteilung. Fehlstellen an Brückenkonstruktion, Widerlagerkästen und Pfeilern werden instandgesetzt. Der Korrosionsschutz werde unter anderem bei den Lagern, den Schachtrosten und den Geländern erneuert. Auch die Dehnprofile der Fahrbahnübergänge werden ersetzt.

    Die Kosten für die Instandsetzung des Tunnels Rosengarten und der Casinobrücke trägt der Kanton.

  • Erneuerung der Grütstrasse in Gossau für mehr Sicherheit und Lärmschutz

    Erneuerung der Grütstrasse in Gossau für mehr Sicherheit und Lärmschutz

    Das Schlieremer Bauunternehmen STRABAG saniert laut einer Mitteilung die Grütstrasse in Gossau. Die als wichtige Verkehrsverbindung bezeichnete Strasse weise Fahrbahnschäden auf. Um die Infrastruktur zu modernisieren und die Verkehrssicherheit zu verbessern, werde die Strasse nun erneuert. «Ein zentraler Bestandteil der Massnahmen ist die bauliche Umgestaltung zur Erhöhung der Sicherheit für Velofahrer:innen sowie Fussgänger:innen», heisst es weiter. Zudem soll mit neuenTempo-30-Zonen der Verkehrslärm reduziert werden. Die Fertigstellung ist für Ende 2026 geplant.

    Neben der Sanierung des Strassenbelags umfasst das Projekt weitere umfangreiche Arbeiten. Der unter der Grütrasse verlaufende Gossauerbach wird auf hochwassersichere Art ausgebaut, heisst es weiter. Darüber hinaus erneuert STRABAG Mischwasserleitungen und Trinkwasserleitungen. Energie- und Schachtanlagen werden modernisiert und die für die Telekommunikation notwendige Infrastruktur erweitert.

    «Die Erneuerung bringt der Gossauer Bevölkerung sowie allen Verkehrsteilnehmenden eine höhere Verkehrssicherheit, eine moderne Infrastruktur und verbesserten Hochwasserschutz», wird Remo Hürlimann zitiert, Leiter der Bauabteilung der Gemeinde Gossau.

  • Forschung an Erhalt von Brücken mittels Künstlicher Intelligenz

    Forschung an Erhalt von Brücken mittels Künstlicher Intelligenz

    Wissenschaftler der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH) forschen an Möglichkeiten, wie mithilfe Künstlicher Intelligenz (KI) Wartung, Reparatur oder auch die Konstruktion von Eisenbahnbrücken optimiert werden können. In Zusammenarbeit mit der SBB erstellen die Forschenden des Instituts für Baustatik und Konstruktion KI-Modelle von Stahlbetonbrücken, heisst es in einer Mitteilung. Mithilfe grosser Datensätze sollen die Programme im maschinellen Lernen Aussagen über die Haltbarkeit und Lebensdauer der Brücken bieten und einschätzen, welches Bauwerk statisch in kritischem Zustand wäre.

    «Auch in der Schweiz nähert sich ein beträchtlicher Anteil der Infrastrukturbauten dem Ende der geplanten Nutzungsdauer und muss überprüft und gegebenenfalls verstärkt werden», wird Sophia Kuhn, Doktorandin und Mitglied der Forschungsgruppe, in der Mitteilung zitiert. «Wir entwickeln ein Werkzeug, das dazu beiträgt, Brücken möglichst lange in Betrieb zu halten und damit Ressourcen zu schonen, ohne dabei unverhältnismässige Risiken von Unfällen einzugehen.»

    Die Modelle geben nicht nur Auskunft zur strukturellen Sicherheit, sondern liefern auch genauere Angaben als herkömmliche Datenerfassung zur Stabilitätsanalyse. Dies soll den Ingenieuren sowohl Zeit als auch Ressourcen in der Wartung der Brücken einsparen.

    In einem weiteren Schritt sollen die vom Forschungsteam entwickelten KI-Assistenten auch bei den Entwürfen neuer Brücken helfen.

  • Tiefbauarbeiten für Stromnetz am Bahnhof Stadelhofen gestartet

    Tiefbauarbeiten für Stromnetz am Bahnhof Stadelhofen gestartet

    Das Dietiker Bauunternehmen Walo Bertschinger startet laut einer Mitteilung mit Tiefbauarbeiten an den Kabelanlagen des Elektrizitätswerk der Stadt Zürich (ewz) direkt am Bahnhof Zürich-Stadelhofen. Walo hat einen von 2024 bis 2028 gehenden Jahresauftrag von ewz erhalten. Damit wirke Walo als eines von vier Unternehmen an wichtigen Infrastrukturprojekten mit, heisst es weiter. Noch im Februar starte Walo Bertschinger mit Tiefbauarbeiten an den Kabelanlagen von ewz direkt am Bahnhof Stadelhofen, heisst es weiter.

    ewz ist verantwortlich für den sicheren und effizienten Betrieb des Verteilnetzes in der Stadt Zürich und in Teilen des Kantons Graubünden, heisst von ewz. Eine moderne und intelligente Mess- und Netzinfrastruktur gewährleiste die Versorgungssicherheit in der Stadt Zürich. Langfristig unterstütze diese Infrastruktur das Zürcher Netto-Null-Ziel 2040 und die Erhaltung der Lebensqualität in der Stadt. Zugleich sei sie Voraussetzung für die weitere Vernetzung und Digitalisierung.

  • Strategien Raumentwicklung Schweiz 2050

    Strategien Raumentwicklung Schweiz 2050

    Seit 12 Jahren dient das Raumkonzept als Leitfaden für politische Entscheide und Fachplanungen. Die nun erstmals aktualisierte Version berücksichtigt neue Herausforderungen wie das starke Bevölkerungswachstum, den Klimawandel, die steigende Nachfrage nach Wohnraum und die Transformation der Energieproduktion. Das Ziel ist eine nachhaltige Raumentwicklung, die sowohl wirtschaftliche Dynamik als auch Umwelt- und Lebensqualität fördert.

    Eine Vision für die Schweiz 2050
    Das aktualisierte Raumkonzept verfolgt das Ziel, die Schweiz polyzentral zu organisieren und die interkommunale Zusammenarbeit zu fördern. Dabei soll die Entwicklung von urbanen und ländlichen Räumen ausgewogen erfolgen. Gleichzeitig müssen natürliche Lebensgrundlagen gesichert und die Biodiversität, Gewässer und der Boden nachhaltig geschützt werden. Die Energieversorgung soll umweltfreundlich gestaltet werden, sodass die Schweiz bis 2050 eine nachhaltige Energieproduktion sicherstellt. Angesichts der Wohnungsknappheit sind innovative Strategien erforderlich, um ausreichend Wohnraum für alle Bevölkerungsgruppen zu schaffen. Der Wirtschaftsstandort Schweiz soll gestärkt werden, indem die Standortqualität erhalten und weiterentwickelt wird. Eine effiziente und umweltfreundliche Mobilität soll durch den Ausbau klimafreundlicher Verkehrsnetze gefördert werden.

    Strategien zur Umsetzung
    Um diese langfristigen Ziele zu verwirklichen, setzen Bund, Kantone und Gemeinden auf eine polyzentral organisierte Entwicklung, die durch Kooperationen zwischen den Regionen eine ausgeglichene Raumentwicklung sicherstellt. Die natürlichen Ressourcen sollen durch eine hohe bauliche Qualität und den Schutz der Landschaft bewahrt werden. Zudem wird eine nachhaltige Infrastruktur geschaffen, die dem Wachstum der Bevölkerung und der Wirtschaft gerecht wird.

    Breite Beteiligung und Konsultation
    Das Raumkonzept Schweiz 2050 wurde durch eine enge Zusammenarbeit zwischen dem Bundesrat, den Kantonen und den kommunalen Verbänden entwickelt. Beteiligt sind das Bundesamt für Raumentwicklung, die Konferenz der Kantonsregierungen, die Bau-, Planungs- und Umweltdirektorenkonferenz, der Schweizerische Städteverband und der Schweizerische Gemeindeverband. Wissenschaftliche Institutionen, Wirtschaftsverbände und Jugendorganisationen wurden ebenfalls in den Prozess eingebunden, um verschiedene Perspektiven in die Planung einfliessen zu lassen.

    Öffentliche Konsultation bis April 2025
    Um eine breite Diskussion zu ermöglichen, wurde das aktualisierte Raumkonzept zur öffentlichen Konsultation freigegeben. Bis zum 16. April 2025 haben Organisationen und Einzelpersonen die Möglichkeit, das Dokument einzusehen und Anregungen einzubringen. Interessierte können sich auf der Website des Raumkonzepts Schweiz an der Konsultation beteiligen.

    Das Raumkonzept Schweiz 2050 bietet eine zukunftsweisende Strategie, um die Raumentwicklung des Landes nachhaltig zu gestalten. Es schafft den Rahmen für eine Balance zwischen Wachstum, Umwelt- und Lebensqualität und gibt klare Leitlinien für die kommenden Jahrzehnte vor. Mit der öffentlichen Konsultation wird nun der Grundstein für eine breit abgestützte Umsetzung gelegt.

  • Testplanung für Stadtraum des Winterthurer Bahnhofs

    Testplanung für Stadtraum des Winterthurer Bahnhofs

    Die Stadt Winterthur und die SBB haben bereits zwischen 2019 und 2021 das Ausbaukonzept «Bahnhof Winterthur 2045+» erarbeitet. Als bevorzugte Lösung wurde ein neuer Kopfbahnhof Vogelsang Nord identifiziert, der das steigende Passagieraufkommen bewältigen soll. Gleichzeitig sollen die Perrons der bestehenden sieben Durchgangsgleise verbreitert werden.

    Mit diesen Veränderungen muss auch der Stadtraum rund um den Bahnhof neu gedacht werden. Eine Testplanung soll die Potenziale und Herausforderungen untersuchen und eine Gesamtstrategie für das Bahnhofsumfeld entwickeln.

    Testplanung als Grundlage für einen neuen Masterplan
    Im Zentrum der Testplanung stehen die Bereiche Bahnhof- und St. Georgenplatz, die Rudolfstrasse und die südliche Bahnhofsunterführung. Ziel ist es, eine städtebauliche und verkehrliche Gesamtstrategie zu erarbeiten.

    • Aufenthaltsqualität und Klimaanpassung im öffentlichen Raum
    • Neuorganisation der Bushaltestellen für eine bessere Verkehrsführung
    • Optimierung des Fuss- und Veloverkehrs
    • Einordnung der übrigen Verkehrsträger

    Das Areal des künftigen Kopfbahnhofs Vogelsang Nord ist von dieser Planung ausgenommen und wird separat behandelt.

    Beteiligung der Bevölkerung und Interessensgruppen
    Um eine breite Akzeptanz und Tragfähigkeit der Lösungen sicherzustellen, wird die Testplanung durch einen partizipativen Prozess begleitet. Rund 40 Quartierorganisationen, Interessenverbände, politische Vertreter:innen und Grundeigentümer werden aktiv in die Gestaltung und Diskussion der Zwischenergebnisse einbezogen.

    Für die breitere Bevölkerung sind ein elektronisches Mitwirkungsportal sowie Partizipationsveranstaltungen geplant. Bereits im Februar 2024 fand ein erster Echoraum zur Präzisierung des Planungsauftrags statt.


    Startschuss für die neue Planung 2025
    Der Stadtrat hat einen Kredit von 780’000 Franken für die Durchführung der Testplanung genehmigt. Die Planung startet 2025 und wird voraussichtlich bis 2026 dauern. Sie bildet die Grundlage für einen neuen Masterplan für den Stadtraum Bahnhof.

    Der erste Masterplan ist fast umgesetzt
    Bereits 2009 wurde ein erster Masterplan für den Winterthurer Hauptbahnhof entwickelt. Viele Maßnahmen daraus wurden realisiert, darunter die Neugestaltung des Busbahnhofs mit Pilzdach, die Personenunterführung Nord, neue Velostationen sowie das Verkehrskonzept Neuwiesen. Die letzten Arbeiten an der westlichen Bahnhofsseite sollen bis Sommer 2025 abgeschlossen sein.

    Mit der neuen Testplanung für den Stadtraum Bahnhof setzt Winterthur nun die Weichen für die nächsten Jahrzehnte. Mit dem Ziel, einen modernen, nachhaltigen und funktionalen Stadtraum zu schaffen.

  • Raum für die Zukunft «An der Aa»

    Raum für die Zukunft «An der Aa»

    Das Projekt «An der Aa» zielt darauf ab, das Areal der ZVB neu zu nutzen und zu verdichten. Zentrale Elemente sind die Erhöhung der Wohn- und Arbeitsflächen, eine moderne Infrastruktur für den öffentlichen Verkehr, den Rettungsdienst sowie die Öffnung des Quartiers für die Bevölkerung. Von den geplanten Wohnungen sollen 40% zu einem erschwinglichen Preis angeboten werden, um den Bedarf an günstigem Wohnraum in Zug zu decken.

    Infrastruktur für Mobilität und Rettungswesen
    Im Zentrum des neuen Quartiers entsteht ein hochmodernes Gebäude, das den Rettungsdienst Zug und die kantonale Verwaltung beherbergen wird. Die Nähe zum neuen Hauptstützpunkt der ZVB ermöglicht Synergien, etwa in der Wartung der Fahrzeuge. Die neue Infrastruktur wird den steigenden Anforderungen im öffentlichen Verkehr und im Rettungsdienst gerecht und trägt zu einer zukunftssicheren Mobilität bei.

    Lebensqualität im Fokus
    Das Gelände wird verdichtet und ökologisch aufgewertet. So wird der Siehbach freigelegt und ein barrierefreier Fussweg integriert. Grünflächen und öffentliche Plätze sollen das Quartier beleben und Raum für Erholung bieten. Der Schleifendamm wird als biodiversitätsreiche Oase für Pflanzen und Tiere gesichert und trägt zur Lebensqualität im Quartier bei.

    Legitimation und breite Unterstützung
    Seit 14 Jahren wird am Projekt «An der Aa» gearbeitet, wobei verschiedene Akteure aus Politik, Verwaltung und Öffentlichkeit eingebunden waren. Mit der Zustimmung von 81,3% im März 2024 hat die Bevölkerung von Zug ihre Unterstützung für den Bebauungsplan gegeben. Der Bau soll 2025 beginnen und bis 2032 abgeschlossen sein. Dank dieser breiten Abstützung wird das Quartier ein Aushängeschild für die innovative Stadtentwicklung in Zug.

    Zukunftsperspektiven
    Das Projekt wird das Gesicht von Zug verändern und den wachsenden Bedarf an Wohn- und Gewerberaum decken. Die neue Infrastruktur schafft Kapazitäten für ein deutlich höheres Passagieraufkommen im öffentlichen Verkehr und sichert den Betrieb des Rettungsdienstes.

  • Vorbereitungen für Hafenbahn-Verlegung in Basel starten

    Vorbereitungen für Hafenbahn-Verlegung in Basel starten

    Die Stadt Basel plant eine gross angelegte Transformation der Gebiete Klybeck und Westquai. Dort sollen Wohn- und Arbeitsflächen für rund 8’000 Menschen entstehen, ergänzt durch Grün- und Freiräume. Damit die Quartiere besser an den Rhein und die Wiese angebunden werden, muss die bestehende Hafenbahn weichen.

    Der Grosse Rat hat hierfür im Juni 2024 einen Kredit von 36 Millionen Franken bewilligt. Diese Mittel dienen der Verlagerung der Hafenbahn sowie weiterer Infrastruktureinrichtungen, darunter die Zollmessstation des Gasverbunds Mittelland AG (GVM).

    Ersatzbau der Zollmessstation als erster Schritt
    Als erstes wird die Zollmessstation, die das regionale Gasnetz speist, an einen neuen Standort in den Langen Erlen bei der Freiburgerstrasse verlegt. Die Bauarbeiten beginnen im März 2025 und sollen bis Ende 2026 abgeschlossen sein. Da der Bau einer Gashochdruckleitung im Siedlungsgebiet nicht zulässig ist, wurde dieser Standort als einzig bewilligungsfähige Lösung gewählt.

    Besondere Schutzmassnahmen gelten für den bestehenden Baumbestand sowie die Gewässerschutzzonen. Notwendige Baumfällungen werden durch Aufforstungen und Ersatzflächen kompensiert.

    Baustellenkoordination für minimale Beeinträchtigungen
    Parallel zum Bau der neuen Zollmessstation erfolgen weitere Grossprojekte in der Umgebung. Die Deutsche Bahn errichtet eine neue Wiesenbrücke, während das Tiefbauamt Basel-Stadt gemeinsam mit IWB die Freiburgerstrasse erneuert. Alle Arbeiten werden eng koordiniert, um Umleitungen für den Verkehr klar zu signalisieren und Beeinträchtigungen zu minimieren.

    Mit diesen Massnahmen setzt Basel-Stadt einen wichtigen Schritt in Richtung nachhaltiger Stadtentwicklung und schafft die Grundlage für neue, lebenswerte Quartiere am Wasser.