Schlagwort: Mobilität

  • Sanierung der Flughafenpiste erfolgt unter laufendem Flugbetrieb

    Sanierung der Flughafenpiste erfolgt unter laufendem Flugbetrieb

    Die Walo Bertschinger AG mit Sitz in Dietikon beteiligt sich gemeinsam mit ihrem Partner TRBA aus dem belgischen Péruwelz an der Sanierung der Hauptpiste des EuroAirports Basel-Mulhouse. Das Grossprojekt umfasst den Rückbau und die Wiederherstellung von Teilen der Flugpiste, heisst es in einer Mitteilung auf Facebook.

    Die Arbeiten gestalten sich in hoher Intensität. Innert 29 Stunden wurden 38‘000 Quadratmeter Piste zurückgebaut. Es müssen über 15‘000 Kubikmeter Beton abgebrochen und erneuert werden. Gleichzeitig arbeiten 500 Personen in den Spitzenzeiten an dem Projekt. Die Arbeiten verlaufen parallel zum Flugbetrieb, der auf der Sekundärpiste 07/25 abgewickelt wird. Dabei werden dorthin auch Flugbewegungen mit grösseren Flugzeugen von den Typen A319 und A320 durchgeführt, die normalerweise über die Hauptpiste verlaufen, wie der Flughafen mitteilt. Die Arbeiten laufen seit dem 15. April und noch bis zum 20. Mai 2026. Am 21. Mai soll die neue Piste wiedereröffnet werden. 

  • Fünf Mobilitätstrends bewegen die Immobilienbranche

    Fünf Mobilitätstrends bewegen die Immobilienbranche

    Parken war lange ein Randthema. Heute gilt es als Schlüssel zur Wertoptimierung von Immobilien. Denn Aussenflächen, einst reine Infrastruktur, werden mit digitaler Technologie zu strategischen Ertragsfaktoren. “Parkraum ist nicht länger ein notwendiges Übel, sondern ein Bestandteil der Wertschöpfungskette”, sagt Jakob Bodenmüller, CEO von Wemolo. Sein Unternehmen betreibt europaweit über 3’500 Standorte mit täglich 2,5 Millionen Parkvorgängen und sieht eine Branche, die sich neu erfindet.

    1. Free-Flow-Technologie, der Abschied von der Schranke
    Kameras statt Schranken mit Kennzeichenerkennung ermöglicht Parkplatzmanagement ohne physische Barrieren, Ticketverlust oder Wartungsaufwand. Nutzerfahrzeuge werden digital identifiziert, berechtigte Nutzer parken automatisch. So lassen sich Betriebskosten um bis zu 60 Prozent senken, während die Kundenerfahrung steigt.

    Vor allem Mixed-Use-Quartiere profitieren. Einzelhändler, Dienstleister und Bewohner können Flächen je nach Bedarf steuern, etwa zeitlich begrenzt oder kontingentbasiert. Fremdparker werden automatisch erkannt und sanktioniert. Laut Wemolo sinkt deren Anteil innerhalb der ersten Monate um bis zu 85 Prozent.

    2. Shared Parking die neue Erlösquellen durch Kooperation
    Was tagsüber Supermarkt ist, kann nachts Wohnquartier werden. Shared Parking nutzt freie Zeitfenster auf Privatflächen und öffnet sie kontrolliert für Dritte. Supermärkte, Bürogebäude oder Fachmarktzentren erzielen so Zusatzerlöse von bis zu 80 Euro pro Stellplatz und Monat ohne bauliche Investitionen.

    Für Städte ist das Modell ein Befreiungsschlag. Rund ein Drittel des innerstädtischen Verkehrs entsteht durch Parkplatzsuche. Wenn privater Parkraum digital steuerbar wird, kann Verkehrsaufkommen sinken und Flächeneffizienz steigen. “Wir orchestrieren statt zu öffnen und die Kontrolle bleibt stets beim Betreiber.”, betont Dominic Winkler

    3. E-Mobility als Geschäftsmodell
    Ladepunkte sind nicht nur regulatorische Pflicht, sondern Umsatztreiber. Wer lädt, bleibt länger, ein messbarer Vorteil für den Handel. Studien zeigen, jede zusätzliche Lade-Minute verlängert die Verweildauer und steigert den Umsatz um über ein Prozent.

    Mit der Verknüpfung von E-Mobility und Smart Parking lässt sich Ladeinfrastruktur dynamisch steuern, bepreisen oder als Premium-Service anbieten. Die Integration ins Parkraummanagement-System reduziert den Aufwand erheblich und stärkt gleichzeitig die ESG-Performance einer Immobilie.

    4. Parking Intelligence benutzt Daten als Steuerungsinstrument
    Aus Parkraumdaten wird Unternehmensintelligenz. Automatisch erfasste Kennzahlen geben Aufschluss über Auslastung, Verweildauer, Kundenfrequenzen und saisonale Muster. Facility- und Asset-Manager können auf dieser Basis Mietmodelle anpassen, Personalplanung optimieren oder gezielte Vermarktungsstrategien entwickeln.

    Parking Intelligence schafft erstmals ein datenbasiertes Fundament für Standortentscheidungen. Damit wird Parkraum zum Spiegel der tatsächlichen Asset-Performance und somit messbar, vergleichbar und steuerbar.

    5. KI-Flächenmonitoring, vom Parkplatz zum Portfolio-Sensor
    Die nächste Stufe der Digitalisierung liegt über dem Asphalt. 360-Grad-Kameras und KI-Analytik überwachen Außenflächen in Echtzeit, erkennen Müll, Vandalismus oder Schnee und melden automatisch Service-Tickets an Facility Manager.

    Dadurch sinken Kontrollaufwände drastisch, Wartungsverträge werden objektiv bewertet und Standards lassen sich zentral steuern. Gerade bei portfolioweiten Beständen mit Hunderten Standorten ein Vorteil. Erste Betreiber testen bereits, wie sich Monitoring-Daten zusätzlich zur Standortoptimierung nutzen lassen.

    Parkraum als neues Asset
    Die Zukunft der Immobilienwirtschaft liegt nicht mehr nur im Gebäude, sondern davor. Die Expo Real 2025 hat gezeigt, wer Parkraum digital denkt, verändert das Geschäftsmodell einer Immobilie.

    “Die Herausforderung ist nicht, Trends zu kennen, sondern sie umzusetzen”, sagt Bodenmüller. Parkraummanagement wird zur Schnittstelle von Mobilität, ESG und Wertschöpfung. Ein dynamischer Markt, in dem Stillstand endgültig der Vergangenheit angehört.

  • Autonome Shuttle-Busse erreichen neue Testphase am Flughafen

    Autonome Shuttle-Busse erreichen neue Testphase am Flughafen

    Das Pilotprojekt autonom fahrender Shuttle-Busse am Flughafen Zürich ist in eine neue Phase getreten. Wie aus einer Mitteilung hervorgeht, hat das Projekt die Automatisierungsstufe 3 erreicht. Das bedeutet, dass Mitarbeitende des Flughafens die Busse für ihren Arbeitsweg zwischen dem Flughafenkopf (Tor 101) und dem Werkhof (Tor 130) nutzen können. An Bord der Busse sind jeweils Sicherheitsfahrer, die im Problemfall eingreifen könnten. Bislang sind in einer ersten Testphase die Busse ohne Passagiere gefahren.

    Der jetzige Erfolg ist auf das Zusammenarbeiten mehrerer Abteilungen des Flughafens mit dem Technologiepartner WeRide zurückzuführen. Zur Vorbereitung gehörten der Aufbau einer neuen IT-Infrastruktur, Hunderte Testfahrten sowie eine Vielzahl technischer Überprüfungen. Neben Schulungen wurden zusätzlich regulatorische Anforderungen und technische Abläufe optimiert.

    In einer weiteren Phase werden Fahrten ohne Sicherheitsfahrer mit einem sogenannten Remote Cockpit durchgeführt. Sind diese Fahrten ohne Passagiere erfolgreich, könnten die Busse anschliessend auch ohne Fahrer autonom fahren. „Wir gehen davon aus, dass wir erste Tests mit Fernüberwachung und ohne Sicherheitsfahrer frühestens Ende des Jahres durchführen können“, wird Raphaël Glaesener, Senior Innovation Manager der Flughafen Zürich AG, in der Mitteilung zitiert. Bei Erfolg wäre der Flughafen Zürich der erste in Europa mit autonomen Fahrbetrieb innerhalb seines Geländes.

  • Digitalisiertes Strassennetz für den Bezirk Horgen

    Digitalisiertes Strassennetz für den Bezirk Horgen

    Ab Mitte Juli 2025 erfasst iNovitas aus Baden die Strassenräume des Bezirks Horgen. Das Unternehmen erstellt ein dreidimensionales digitales Abbild des öffentlichen Strassennetzes, heisst es in einer Mitteilung. Die aus dem Modell bezogenen Daten sollen eine Grundlage für die Bereiche Verwaltung, Versorgungswirtschaft und Planung bilden. Das digitale Abbild reduziert den Aufwand für Kontrollfahrten und Begehungen und soll damit eine effiziente Organisation für Unterhalt und Planung direkt aus dem Büro liefern.

    Digitalisiert werden die Gemeinde- und Kantonsstrassen von Adliswil, Kilchberg, Langnau am Albis, Rüschlikon, Thalwil und Oberrieden. Die Gemeinde Horgen hatte iNovitas bereits zu einem früheren Zeitpunkt mit entsprechenden Arbeiten beauftragt. Die Erfassung erfolgt ausschliesslich auf öffentlichen Strassen. Dabei werden Personen und Autokennzeichen anonymisiert und somit die Persönlichkeitsrechte geschützt, heisst es in der Mitteilung. Die erfassten Bild- und Geodaten werden über die webbasierte infra3D Plattform bereitgestellt und stehen ausschliesslich autorisierten Fachpersonen oder Verwaltungsstellen mit entsprechender Berechtigung zur Verfügung.

  • Bahnhof Schlieren erstrahlt in neuem Glanz

    Bahnhof Schlieren erstrahlt in neuem Glanz

    Der Bahnhofsplatz in Schlieren wurde in eine moderne Begegnungszone umgewandelt, die Raum für Erholung, Begegnung und sichtbare Mobilität schafft. Im Zentrum steht ein grosszügiger Platz mit einem markanten Baum als grünes Wahrzeichen. Vor der Stadtbibliothek lädt ein Brunnen mit Sitzbänken zum Verweilen ein und auch bei der SBB-Unterführung West sowie vor den Restaurants sind neue Aufenthaltsflächen entstanden.

    Ein zentrales Element ist der klare Vortritt für Fussgänger, durch die Begegnungszone. Trottoirs wurden überflüssig, der gesamte Raum gehört dem öffentlichen Leben. Fast 70 neue Veloabstellplätze fördern zudem den Umstieg vom Fahrrad auf den öffentlichen Verkehr.

    Grünflächen für das Stadtklima
    Mit der Umsetzung des Schwammstadt-Prinzips wurde ein innovativer Ansatz zur Klimaanpassung gewählt. 1’200 m² wurden entsiegelt, um Regenwasser besser versickern zu lassen. Neu gepflanzte Bäume und rund 500 m² zusätzliche Grünflächen sorgen durch Schatten und Verdunstung für Abkühlung, besonders an heissen Sommertagen.

    Die Bepflanzung ist nicht nur ökologisch wertvoll, sondern auch ästhetisch. Das Stadtbild wirkt lebendiger und einladender.

    Feierliche Eröffnung für die Bevölkerung
    Am Freitag und Samstag, 20. und 21. Juni 2025, wird die neue Begegnungszone mit einem zweitägigen Fest eingeweiht. Den Auftakt bildet eine offizielle Rede von Stadtrat Stefano Kunz am Freitag um 17.00 Uhr, begleitet von der Harmonie Schlieren. Anschliessend startet das Strassenfest mit kulinarischen Angeboten und Live-Musik, unter anderem vom Country-Künstler Tobey Lucas.

    Am Samstag geht es ab 11.00 Uhr weiter. Auf der Bühne beim Bahnhofsplatz treten lokale Musikerinnen und Musiker auf, darunter die Lehrerband der Musikschule Schlieren, Patrick Harbor, der Chor der Musikschule und Valerù mit ihrer Band.

    Während der Feierlichkeiten bleibt die Bahnhofstrasse für den Verkehr gesperrt. Die Stadt gehört an diesem Wochenende den Menschen.

    Ein Projekt mit Signalwirkung
    Die Begegnungszone ist ein Beispiel für eine zukunftsorientierte Stadtentwicklung, die Aufenthaltsqualität, Klimaresilienz und Mobilität vereint. Was 2021 durch eine Volksabstimmung auf den Weg gebracht wurde, steht nun für ein neues Kapitel der Stadtgestaltung in Schlieren.

  • Glarus erneuert den öffentlichen Verkehr

    Glarus erneuert den öffentlichen Verkehr

    Mit der Totalrevision des Gesetzes über den öffentlichen Verkehr (öVG) setzt der Kanton Glarus einen strategischen Meilenstein. Das neue Gesetz regelt Organisation, Planung und Finanzierung des öffentlichen Verkehrs umfassend neu. Ziel ist eine flächendeckende, nachfrageorientierte und rechtlich klare Mobilitätsinfrastruktur diese ist zentral für die wirtschaftliche Entwicklung und Attraktivität des Standorts Glarus.

    Das bisherige Gesetz aus dem Jahr 1996 war nicht mehr zeitgemäss. Geänderte Bundesvorgaben, neue Regelungen zur Abgeltung im regionalen Personenverkehr und technologische Entwicklungen erforderten eine grundlegende Überarbeitung. Der Regierungsrat hat daher frühzeitig die öV-Kommission einbezogen, deren Empfehlungen nun weitgehend umgesetzt wurden.

    Klare Zuständigkeiten, klare Perspektiven
    Eines der Hauptziele der Revision ist die Bereinigung der oft unklaren Zuständigkeitsverhältnisse. Neu sind sämtliche öV-Geschäfte klar einer zuständigen Behörde zugeordnet. Der Landrat erhält künftig umfassende Planungs- und Steuerungskompetenz über ein neues öV-Konzept, das als strategisches Leitdokument dient. Der Regierungsrat wiederum kann Anpassungen innerhalb seiner Finanzkompetenz beschliessen. Die öV-Kommission bleibt als beratendes Gremium bestehen.

    Die konkrete Bestellung von Verkehrsangeboten liegt künftig beim zuständigen Departement, das sich am verabschiedeten öV-Konzept orientieren muss. Die Neuordnung schafft Effizienz, Transparenz und eine moderne Governance-Struktur.

    Entlastung für Gemeinden und Investition in Mobilität
    Ein grundlegender Systemwechsel betrifft die Finanzierung. Der Kanton übernimmt neu sämtliche Kosten für den öffentlichen Verkehr, die nicht vom Bund getragen werden. Damit entfallen Mitfinanzierungen durch die Gemeinden, auch beim Orts- und Ausflugsverkehr. Das bedeutet eine jährliche Entlastung der Gemeindekassen.

    Gleichzeitig wird ein wichtiger verkehrs- und siedlungspolitischer Grundsatz gesetzlich verankert. Alle Ortschaften im Kanton sollen mit dem öffentlichen Verkehr erschlossen bleiben. Zudem wird vom Grundsatz eines Halbstundentakts ausgegangen, mit der Möglichkeit, im öV-Konzept situativ Ausnahmen zu definieren.

    Verkehr neu denken – die Chancen für die Zukunft
    Das neue Gesetz trägt den wandelnden Mobilitätsbedürfnissen Rechnung. Neue Technologien, verändertes Freizeit- und Arbeitsverhalten sowie die Nachfrage verändern das Mobilitätsverhalten grundlegend. Auch wenn solche Angebote rechtlich noch nicht als öffentlicher Verkehr gelten, sieht das neue öVG Raum für innovative Entwicklungen und deren mögliche Integration in künftige Strategien.

    Besonders deutlich zeigt sich der Gestaltungswille bei der Erschliessung von Braunwald. Braunwald soll weiterhin mittels Standseilbahn zugänglich sein. Zwar ist dies noch keine Projektgenehmigung, doch die Richtung ist gesetzt – auch für den Tourismus ein starkes Zeichen.

    Das Gesetz tritt am 1. Januar 2026 in Kraft. Damit schlägt Glarus ein neues Kapitel in der Mobilitätspolitik auf. Klar strukturiert, nachhaltig finanziert und bereit für die Anforderungen der Zukunft.

  • Internationale Plattform für die Raumplanung

    Internationale Plattform für die Raumplanung

    Unter dem Motto «P:ITte alle umsteigen ‘Raum & Mobilität’ integriert» lud die Ostschweizer Fachhochschule vom 9. bis 13. April 2025 zum 76. Treffen ein. Rund 150 Studierende der Stadt-, Verkehrs- und Raumplanung folgten der Einladung nach Rapperswil-Jona. Das von engagierten Bachelor-Studierenden organisierte Treffen bot eine Plattform für den internationalen Austausch, für Networking und fachliche Diskussionen über die Zukunft der Raum- und Verkehrsplanung.

    Fachliche Impulse für die Verkehrswende
    Im Zentrum stand die Frage, wie Mobilität nachhaltig gestaltet und mit der Stadtentwicklung sinnvoll verzahnt werden kann. Anhand konkreter Beispiele aus der Region untersuchten die Teilnehmenden unter anderem die Bahnhofstrasse in Rapperswil und die Funktion von Verkehrsdrehscheiben wie dem Bahnhof Jona. Die interaktiven Workshops und Exkursionen machten deutlich, erfolgreiche Raumplanung erfordert integrierte Lösungen, die Siedlung und Verkehr als Einheit denken.

    Vernetzung über Landesgrenzen hinweg
    Das PlanerTreffen ist die wichtigste Konferenz der Studierenden für Stadt- und Raumplanung im deutschsprachigen Raum. In rotierender Organisation durch die Fachschaften bietet das Treffen fachliche Weiterbildung und auch wertvolle internationale Vernetzung. Das nächste Treffen wird an der TH Lübeck und der HCU Hamburg stattfinden und die Diskussion über zukunftsfähige Raumkonzepte fortsetzen.

  • Mobiles Büro bringt Coworking aufs Land und ans Wasser

    Mobiles Büro bringt Coworking aufs Land und ans Wasser

    Der Coworking-Anbieter Westhive aus Zürich und AMAG setzen laut einer Medienmitteilung gemeinsam eine Idee für mobiles Arbeiten in modern ausgestatteten Oldtimer-Doppeldeckerbussen um. Diese wurden zu Expressbussen umgebaut und mittels Kaffeebar, WLAN und Stromanschlüssen in rollende Arbeitsplätze umfunktioniert.

    Interessierte können das fahrbare Büro über die Plattform Airbnb buchen. Das neuartige Angebot soll zunächst für die Schweiz gelten, später auch international ausgeweitet werden, als Teil des «globalen Live & Work Anywhere-Programms» von Airbnb.

    «Westhive Express bringt das Büro auf Rädern – mobil, flexibel und überall dort, wo bisher kein Coworking-Angebot existierte», heisst es. Nach den Worten von Andreas Widmer, Mitgründer von Westhive, steht die Arbeitsform für «Freiheit und Bewegung».

    Der Westhive Express schlage eine Brücke zwischen klassischer Mobilität und moderner Arbeitskultur mit einem Konzept, das an Cafés im Freien denken lässt. «Vor dem Bus laden kleine Tische mit Sonnenschirmen zur kreativen Pause im Grünen ein – sei es am Seeufer, bei einem Festival oder in einer ländlichen Gemeinde», heisst es.

    Für den in der Mitteilung zitierten Philipp Wetzel, Managing Director AMAG Corporate Development, Innovation & Venture LAB, verbinden sich Mobilität, Gastfreundschaft und produktives Arbeiten als «logische Weiterentwicklung des digitalen Lifestyles».

    Der erste Westhive-Expressbus wird laut Mitteilung in Kürze zu seiner Jungfernfahrt aufbrechen. Weitere mobile Einheiten seien in Planung.

  • Testplanung für Stadtraum des Winterthurer Bahnhofs

    Testplanung für Stadtraum des Winterthurer Bahnhofs

    Die Stadt Winterthur und die SBB haben bereits zwischen 2019 und 2021 das Ausbaukonzept «Bahnhof Winterthur 2045+» erarbeitet. Als bevorzugte Lösung wurde ein neuer Kopfbahnhof Vogelsang Nord identifiziert, der das steigende Passagieraufkommen bewältigen soll. Gleichzeitig sollen die Perrons der bestehenden sieben Durchgangsgleise verbreitert werden.

    Mit diesen Veränderungen muss auch der Stadtraum rund um den Bahnhof neu gedacht werden. Eine Testplanung soll die Potenziale und Herausforderungen untersuchen und eine Gesamtstrategie für das Bahnhofsumfeld entwickeln.

    Testplanung als Grundlage für einen neuen Masterplan
    Im Zentrum der Testplanung stehen die Bereiche Bahnhof- und St. Georgenplatz, die Rudolfstrasse und die südliche Bahnhofsunterführung. Ziel ist es, eine städtebauliche und verkehrliche Gesamtstrategie zu erarbeiten.

    • Aufenthaltsqualität und Klimaanpassung im öffentlichen Raum
    • Neuorganisation der Bushaltestellen für eine bessere Verkehrsführung
    • Optimierung des Fuss- und Veloverkehrs
    • Einordnung der übrigen Verkehrsträger

    Das Areal des künftigen Kopfbahnhofs Vogelsang Nord ist von dieser Planung ausgenommen und wird separat behandelt.

    Beteiligung der Bevölkerung und Interessensgruppen
    Um eine breite Akzeptanz und Tragfähigkeit der Lösungen sicherzustellen, wird die Testplanung durch einen partizipativen Prozess begleitet. Rund 40 Quartierorganisationen, Interessenverbände, politische Vertreter:innen und Grundeigentümer werden aktiv in die Gestaltung und Diskussion der Zwischenergebnisse einbezogen.

    Für die breitere Bevölkerung sind ein elektronisches Mitwirkungsportal sowie Partizipationsveranstaltungen geplant. Bereits im Februar 2024 fand ein erster Echoraum zur Präzisierung des Planungsauftrags statt.


    Startschuss für die neue Planung 2025
    Der Stadtrat hat einen Kredit von 780’000 Franken für die Durchführung der Testplanung genehmigt. Die Planung startet 2025 und wird voraussichtlich bis 2026 dauern. Sie bildet die Grundlage für einen neuen Masterplan für den Stadtraum Bahnhof.

    Der erste Masterplan ist fast umgesetzt
    Bereits 2009 wurde ein erster Masterplan für den Winterthurer Hauptbahnhof entwickelt. Viele Maßnahmen daraus wurden realisiert, darunter die Neugestaltung des Busbahnhofs mit Pilzdach, die Personenunterführung Nord, neue Velostationen sowie das Verkehrskonzept Neuwiesen. Die letzten Arbeiten an der westlichen Bahnhofsseite sollen bis Sommer 2025 abgeschlossen sein.

    Mit der neuen Testplanung für den Stadtraum Bahnhof setzt Winterthur nun die Weichen für die nächsten Jahrzehnte. Mit dem Ziel, einen modernen, nachhaltigen und funktionalen Stadtraum zu schaffen.

  • Raum für die Zukunft «An der Aa»

    Raum für die Zukunft «An der Aa»

    Das Projekt «An der Aa» zielt darauf ab, das Areal der ZVB neu zu nutzen und zu verdichten. Zentrale Elemente sind die Erhöhung der Wohn- und Arbeitsflächen, eine moderne Infrastruktur für den öffentlichen Verkehr, den Rettungsdienst sowie die Öffnung des Quartiers für die Bevölkerung. Von den geplanten Wohnungen sollen 40% zu einem erschwinglichen Preis angeboten werden, um den Bedarf an günstigem Wohnraum in Zug zu decken.

    Infrastruktur für Mobilität und Rettungswesen
    Im Zentrum des neuen Quartiers entsteht ein hochmodernes Gebäude, das den Rettungsdienst Zug und die kantonale Verwaltung beherbergen wird. Die Nähe zum neuen Hauptstützpunkt der ZVB ermöglicht Synergien, etwa in der Wartung der Fahrzeuge. Die neue Infrastruktur wird den steigenden Anforderungen im öffentlichen Verkehr und im Rettungsdienst gerecht und trägt zu einer zukunftssicheren Mobilität bei.

    Lebensqualität im Fokus
    Das Gelände wird verdichtet und ökologisch aufgewertet. So wird der Siehbach freigelegt und ein barrierefreier Fussweg integriert. Grünflächen und öffentliche Plätze sollen das Quartier beleben und Raum für Erholung bieten. Der Schleifendamm wird als biodiversitätsreiche Oase für Pflanzen und Tiere gesichert und trägt zur Lebensqualität im Quartier bei.

    Legitimation und breite Unterstützung
    Seit 14 Jahren wird am Projekt «An der Aa» gearbeitet, wobei verschiedene Akteure aus Politik, Verwaltung und Öffentlichkeit eingebunden waren. Mit der Zustimmung von 81,3% im März 2024 hat die Bevölkerung von Zug ihre Unterstützung für den Bebauungsplan gegeben. Der Bau soll 2025 beginnen und bis 2032 abgeschlossen sein. Dank dieser breiten Abstützung wird das Quartier ein Aushängeschild für die innovative Stadtentwicklung in Zug.

    Zukunftsperspektiven
    Das Projekt wird das Gesicht von Zug verändern und den wachsenden Bedarf an Wohn- und Gewerberaum decken. Die neue Infrastruktur schafft Kapazitäten für ein deutlich höheres Passagieraufkommen im öffentlichen Verkehr und sichert den Betrieb des Rettungsdienstes.

  • Smart-City-Strategie Zug

    Smart-City-Strategie Zug

    Die Herausforderungen des Stadtwachstums, von der Klimakrise über die Verkehrslogistik bis zur Siedlungsverdichtung, verlangen nach ganzheitlichen Ansätzen. Zug setzt dabei auf die Digitalisierung als Schlüsselstrategie. Mit ihrer starken technologischen Basis und dem aktiven Einbezug aller städtischen Akteure bietet die Smart-City-Strategie Zug innovative Antworten auf die Fragen der Zukunft.

    Intelligente Verwaltung und bürgernahe Dienstleistungen
    Die Stadt Zug strebt eine effiziente, bürgernahe Verwaltung an, die den Zugang zu Dienstleistungen erleichtert und Transparenz fördert. Digitale Technologien, wie etwa Open Data und smarte Verwaltungsprozesse, bieten Bürgerinnen und Bürgern orts- und zeitunabhängige Zugänge zu städtischen Angeboten. Dieser kundenfreundliche Ansatz stärkt den Dialog zwischen Stadt und Bevölkerung und macht Zug zur Vorreiterin für eine moderne Stadtverwaltung.

    Gesellschaftliche Teilhabe und digitale Kompetenzen stärken
    Mit der Smart-City-Strategie schafft Zug neue Plattformen für die Teilhabe aller gesellschaftlichen Gruppen. Digitale Kanäle erweitern den Dialog und fördern das Mitspracherecht, insbesondere für jüngere Generationen und weniger mobile Personen. Bildungsangebote sollen die digitalen Kompetenzen sowohl der Bevölkerung als auch der Verwaltung verbessern und die Zugerinnen und Zuger für die Chancen und Herausforderungen der digitalen Transformation fit machen.

    Smart Mobility für nachhaltige Mobilität und Lebensqualität
    Eine zentrale Säule der Strategie ist die smarte Mobilität. Innovative Technologien und alternative Verkehrsformen sollen den Pendelverkehr entlasten, Emissionen reduzieren und die Aufenthaltsqualität erhöhen. Zug setzt dabei auf Echtzeitdaten, intermodale Mobilität und den Ausbau emissionsfreier Verkehrsträger. Das Ziel: eine saubere, sichere und nachhaltige Mobilität, die das Stadtleben bereichert.

    Innovationsstarker Wirtschaftsstandort
    Mit seiner dynamischen Start-up-Szene und innovativen Branchen wie Fintech und Blockchain schafft Zug ein attraktives Umfeld für Hightech-Unternehmen und qualifizierte Fachkräfte. Die Smart-City-Strategie stärkt das Standortprofil und vernetzt Unternehmen, die sich für eine nachhaltige Wirtschaft und Kreislaufprozesse einsetzen. Zug wird so nicht nur als Lebensraum, sondern auch als Wirtschaftsstandort zukunftsfähig aufgestellt.

    Nachhaltigkeit und Umweltschutz durch smarte Technologien
    Die Förderung von Energieeffizienz und CO2-Reduktion ist ein zentrales Ziel der Strategie. Digitale Anwendungen wie «Smart Metering» ermöglichen eine transparente Darstellung des Energieverbrauchs und fördern den bewussten Umgang mit Ressourcen. Die Stadt setzt auf den Ausbau erneuerbarer Energien und eine intelligente Nutzung der bestehenden Infrastruktur – ein klares Bekenntnis zu Klimaschutz und nachhaltiger Stadtentwicklung.

  • Erkenntnisse vom «Fokus Standort» des Kantons Zürich

    Erkenntnisse vom «Fokus Standort» des Kantons Zürich

    Um den Kanton Zürich langfristig als attraktiven Wirtschaftsstandort zu positionieren, setzt die Volkswirtschaftsdirektion auf Dialog und Zusammenarbeit. Beim «Fokus Standort» wurden aktuelle Trends und Herausforderungen analysiert, darunter Digitalisierung, Fachkräftemangel und regulatorische Entwicklungen.

    Die Diskussion basierte auf der «Trendanalyse Standort Kanton Zürich», die vier zentrale Einflussfaktoren identifizierte: Künstliche Intelligenz und Automatisierung, demografischer Wandel, zunehmende Regulierungsdichte sowie die wirtschaftliche Unsicherheit im Verhältnis zur EU.

    Workshops zu zentralen Standortthemen
    In vier themenspezifischen Workshops wurden Herausforderungen und Lösungsansätze vertieft behandelt.

    Fachkräfte: Wie kann die Arbeitsmarktsituation durch bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie, technologische Innovationen und längere Lebensarbeitszeiten stabilisiert werden?

    Technologie: Welche Rolle spielt Künstliche Intelligenz in Unternehmen und Bildungseinrichtungen, und wie können digitale Kompetenzen gezielt gefördert werden?

    Regulierung: Wie lassen sich Unternehmen trotz steigender administrativer Anforderungen entlasten, um Wettbewerbsfähigkeit zu sichern?

    Mobilität: Welche Konzepte können Wegdistanzen reduzieren und nachhaltige Verkehrslösungen fördern?

    Die erarbeiteten Massnahmen sollen nun in Arbeitsgruppen weiterentwickelt und in konkrete Handlungsempfehlungen überführt werden.

    Demografischer Wandel und Arbeitskräftemangel
    Regierungsrätin Carmen Walker Späh eröffnete die Diskussion zur demografischen Entwicklung. Sie betonte, dass der steigende Renteneintritt und die geringe Zahl an Nachwuchskräften eine grosse Herausforderung für den Arbeitsmarkt darstellen. Neben einer besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie seien technologische Effizienzsteigerungen sowie eine längere Lebensarbeitszeit zentrale Lösungsansätze.

    In der abschliessenden Paneldiskussion mit führenden Wirtschafts- und Branchenvertreter wurden weitere Strategien gegen den Arbeitskräftemangel erörtert. Der Kanton Zürich setzt damit gezielt auf einen konstruktiven Austausch, um den Wirtschaftsstandort zukunftssicher zu gestalten.

  • Neue Partnerschaft fördert Wasserstoff aus Holzabfällen

    Neue Partnerschaft fördert Wasserstoff aus Holzabfällen

    H2 Bois erhält einen neuen Minderheitsaktionär. Auf Januar 2025 steigt der Waadtländer Energieversorger Romande Energie laut einer Mitteilung mit einem Anteil von 33,7 Prozent ein. Die in der Holzwirtschaft tätige Groupe Corbat mit Sitz in Vendlincourt JU wird dann 50,3 Prozent und das Beratungsunternehmen Planair Vision SA mit Sitz in La Sagne NE 16 Prozent des 2021 von ihnen gegründeten Unternehmens halten.

    H2 Bois will 2025 eine Anlage zur Herstellung von Wasserstoff aus Holzabfällen bauen und 2026 in Betrieb nehmen. Bei der Herstellung entsteht auch Biokohle, welche das im Holz enthaltene CO2 zu einem Teil dauerhaft speichern kann. Im für 2030 geplanten Vollausbau sollen so aus 14‘000 Tonnen Holz und Holzabfällen insgesamt 450 Tonnen sauberer Wasserstoff hergestellt und 2500 Tonnen CO2 pro Jahr gespeichert werden können. H2 Bois nutzt eine Technologie der französischen Haffner Energy.

    Der Wasserstoff wird über eine 1,5 Kilometer lange Gasleitung in eine Industriezone im Ort transportiert. Dort wird er von Industrieunternehmen und über eine Tankstelle für die Mobilität genutzt. Die Biokohle wird in der Landwirtschaft verwendet.

    Für Romande Energie bildet die Beteiligung einen Schritt in Richtung einer dekarbonisierten Westschweiz. «Diese Beteiligung erlaubt uns, an einem kühnen Projekt mitzuarbeiten, das in der Nutzung einer innovativen Negativemissionstechnologie ein Pionier in der Schweiz ist», wird Jérémie Brillet in der Mitteilung zitiert, bei Romande Energie für den Bereich Wasserstoff zuständig.

    Benjamin Corbat, Generaldirektor der Groupe Corbat, begrüsst die Beteiligung von Romande Energie. «Wir freuen uns auf den Start der Produktion, aber auch darauf, neue Wege in der lokalen Holznutzung zu gehen.»

  • Gesamtverkehrskonzept 2040 für Raum Baden

    Gesamtverkehrskonzept 2040 für Raum Baden

    Nach einem intensiven Planungs- und Partizipationsprozess von 2022 bis 2024 hat die Behördendelegation ein Gesamtverkehrskonzept beschlossen, das die Mobilität in der Region Baden nachhaltig verbessern soll. Der Massnahmenfächer mit Zeithorizont 2040 sieht unter anderem den Ausbau des öffentlichen Verkehrs mit Busbevorzugung und optimierten Knotenpunkten vor.

    Für den Fuss- und Veloverkehr werden das Velonetz erweitert und zusätzliche Veloabstellplätze geschaffen. Im Bereich Strassennetz sind kurzfristige Massnahmen am Brückenkopf Ost sowie Verbesserungen entlang der Bruggerstrasse in Baden geplant. Gleichzeitig soll die Aufwertung von Ortsdurchfahrten und die Stärkung von Quartieren als „Stadt der kurzen Wege“ den Stadt- und Freiraum fördern. Zudem sollen durch ein gezieltes Mobilitätsmanagement die Verkehrsnachfrage durch Gemeinden und den Kanton besser gesteuert werden. Auch langfristige Optionen für die Zeit nach 2040 wurden berücksichtigt.

    Neben den kurzfristigen Massnahmen wurden auch Optionen für die Zeit nach 2040 diskutiert. Dazu gehören die Trasseesicherung für wichtige ÖV-Korridore und mögliche Massnahmen für den Brückenkopf Ost.

    Zentrumsentlastung als zentrale Komponente
    Die Variante „ZEL lang +“, eine Strassenentlastungsoption mit Umfahrung von Untersiggenthal, wurde ebenfalls als langfristige Option beschlossen. Die Umsetzung dieser Variante soll geprüft werden, sobald die Wirkungskontrolle der ersten Massnahmen Bedarf aufzeigt.

    Partizipation und breiter Konsens
    Das Konzept wurde in einem partizipativen Verfahren erarbeitet, das unter anderem Mobilitätskonferenzen, Online-Partizipationen und Begleitgruppensitzungen umfasste. Die breite Einbindung von Gemeinden, Fachleuten und der Bevölkerung führte zu einem konsensfähigen Massnahmenpaket, das nun schrittweise umgesetzt werden soll.

    Mit dem verabschiedeten Gesamtverkehrskonzept 2040 legt die Region Baden eine Grundlage für eine nachhaltige und zukunftsorientierte Mobilitätsentwicklung. Die koordinierten Massnahmen fördern den öffentlichen Verkehr, den Langsamverkehr und die Lebensqualität der Bevölkerung und bieten eine klare Perspektive für die nächsten Jahrzehnte.

  • Kanton Zug treibt Transformation zur CO2-Neutralität voran

    Kanton Zug treibt Transformation zur CO2-Neutralität voran

    Der Kanton Zug hat eine neue Energie- und Klimastrategie vorgelegt. Sie enthält gemäss einer Medienmitteilung 40 neue Massnahmen mit einer breiten Themenpalette. Damit soll der Wandel zur CO2-Neutralität beschleunigt werden.

    Angaben des Regierungsrats zufolge geht es zum einen um Investitionen in Pilotprojekte zum Ausbau des erneuerbaren Energiesektors. Dazu zähle die Energiespeicherung mittels Wasserstoff. Im energieintensiven Bausektor sollen Gebäude zu «Energiedrehscheiben» werden, welche sowohl Energie verbrauchen als auch produzieren. Für Privatpersonen und Unternehmen will die Regierung über langfristige Förderprogramme Anreize schaffen. In puncto Mobilität setzt der Kanton auf Elektroantriebe für eigene Fahrzeuge.

    Mit dem Nachhaltigkeits- und Innovationsprojekt KERB (Klima, Energie, Ressourcen, Biodiversität) soll zum anderen in der Landwirtschaft angesetzt werden. Mit einer «angepassten Bewirtschaftung» werde die Reduktion des CO2-Ausstosses bereits heute gefördert. Um sie zu stärken, sollen Negativemissionstechnologien zum Einsatz kommen. Deren Potenzial werde derzeit in Studien untersucht.

    Als weitere Stellschraube sieht der Kanton eine Naturgefahrenstrategie vor. Priorität hätten eine klimaverträgliche Siedlungsentwicklung und die Verwendung von klimaangepassten Strassenbelägen.

    In allen Bereichen will der Kanton die Gesamtbevölkerung einbinden. «Es braucht das Engagement der Gemeinden, der Wirtschaft, der Wissenschaft und insbesondere auch der Bevölkerung», wird Baudirektor Florian Weber zitiert.

  • Die feuerfeste Zukunft der Energiespeicherung

    Die feuerfeste Zukunft der Energiespeicherung

    Die Salzbatterie, ein fester Bestandteil der frühen Elektromobilität, ist ein sicheres und langlebiges Speichermedium, das bei verschiedenen Anwendungen überzeugt. Im Gegensatz zu Lithiumionen-Batterien nutzt die Salzbatterie einen festen, keramischen Elektrolyten, der weder brennbar noch explosionsgefährdet ist. In der Schweiz arbeiten Forscherinnen und Forscher der Empa in Kooperation mit Industriepartnern daran, die Leistung und Effizienz dieser Technologie weiter zu verbessern.

    Vorteile gegenüber herkömmlichen Batterien
    Die Feststoffarchitektur und hohe Betriebstemperatur von rund 300°C machen die Salzbatterie besonders geeignet für extreme Einsatzgebiete wie den Tunnelbau oder Offshore-Anlagen, wo die Sicherheit oberste Priorität hat. Aufgrund der Temperaturresistenz und des wartungsarmen Aufbaus wird sie auch für die Notstromversorgung von Mobilfunkantennen genutzt, die selbst unter harten Bedingungen Jahrzehnte lang zuverlässig arbeiten müssen.

    Wirtschaftlichkeit und Herausforderungen
    Ein Nachteil der Salzbatterie ist ihre hohe Betriebstemperatur, die einen Grundverbrauch an Energie erfordert. Forscher von Empa wie Meike Heinz und Enea Svaluto-Ferro arbeiten daher an Zellstrukturen, die es der Batterie ermöglichen, sich im Einsatz selbst zu erhitzen und somit effizienter zu arbeiten. Trotz des zusätzlichen Energiebedarfs gilt die Salzbatterie in bestimmten Anwendungen als wirtschaftlich und stabiler als viele Alternativen.

    Ressourcenschonende Rohstoffe und Recyclingsysteme
    Ein weiterer Vorteil ist die Verfügbarkeit der benötigten Rohstoffe: Natrium und Aluminium sind preiswert und reichlich vorhanden, was die Batterieproduktion kostengünstig und nachhaltig macht. Der aktuelle Forschungsschwerpunkt bei Empa liegt auf der Reduktion des Nickelgehalts in den Zellen, um den ökologischen Fussabdruck weiter zu verringern. In zukünftigen Projekten könnte sogar Zink das Nickel ersetzen – eine Option, die den Zugang zu nachhaltigen Energiespeichern noch weiter verbessern könnte.

    Zukunftsperspektiven
    Mit fortschreitender Forschung könnte die Salzbatterie ihren Weg aus speziellen Einsatzfeldern hin zu breiten, stationären Anwendungen finden. Ihr Einsatz als langlebiger und sicherer Speicher für Wohngebiete oder Quartiere wird ernsthaft in Erwägung gezogen. Damit bietet sie eine innovative Alternative zu Lithiumionen-Batterien und zeigt, wie die Forschung an der Empa die Weichen für die Zukunft der Energiespeicherung stellen kann.

  • Wirtschaft und Wissenschaft vereint für nachhaltige Mobilität und Energie

    Wirtschaft und Wissenschaft vereint für nachhaltige Mobilität und Energie

    Die Amag Group hat den Verein Zug Alliance gegründet. Wie aus einer Medienmitteilung hervorgeht, sind darin Wirtschaftsunternehmen, Forschungsinstitutionen sowie öffentlich-rechtlichen Körperschaften und Anstalten vereint. Ihr gemeinsames Ziel ist eine rasche Dekarbonisierung von Energie, Infrastruktur und Mobilität.

    Zur Zug Alliance gehören neben der Amag Group Siemens Schweiz und der Tech Cluster Zug ebenso sowie die Arealentwickler Cham Group und Zug Estates. Zudem haben sich die Zugerland Verkehrsbetriebe und der lokale Energieversorger WWZ angeschlossen. Unterstützung aus der Wissenschaft kommt von der Universität St.Gallen (HSG), der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH) und der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa). Das Vorhaben wird laut Amag in enger Zusammenarbeit mit dem Kanton Zug umgesetzt.

    Die ersten drei Projekte stehen den Angaben zufolge bereits fest. Beim ersten geht es um Fortschritte beim bidirektionalen Laden auf den Stufen Vehicle-to-Building und Vehicle-to-Grid. Es wird auf dem Papieri Areal, im Volkswagen Showroom in Cham sowie auf dem Landwirtschaftlichen Bildungs- und Beratungszentrum Schluechthof umgesetzt.

    Das Projekt Virtuelles Kraftwerk Zug will die Energie-Resilienz im Kanton Zug stärken und dafür ein neuartiges Ökosystem schaffen. Unter schliesslich hat die Zug Alliance vom Kanton den Auftrag für eine Machbarkeitsstudie zum autonomen Ridepooling in Zug erhalten. Ziel sei es, «eine Vorreiterrolle in der Schweiz beim automatisierten Fahren einnehmen zu können».

  • Gesamtverkehrskonzept Raum Zurzibiet beschlossen

    Gesamtverkehrskonzept Raum Zurzibiet beschlossen

    Das Konzept zielen darauf ab, ein zuverlässiges Gesamtverkehrssystem sicherzustellen und die Erreichbarkeit von Siedlungen und Gewerbe zu gewährleisten. Zudem soll die verkehrliche Anbindung an Nachbarräume wie Baden und Umgebung, Brugg-Windisch und die süddeutsche Region Hochrhein sichergestellt werden. Weiterhin ist eine Verkehrslenkung auf Hauptachsen und Bereiche ausserhalb des Siedlungsgebiets vorgesehen, um Immissionen wie Lärm und Luftschadstoffe zu reduzieren und die Trennwirkung von Verkehrsinfrastrukturen zu minimieren.

    Strategische Stossrichtungen und Massnahmenansätze
    In drei Handlungsfeldern wurden strategische Stossrichtungen und Massnahmenansätze diskutiert.

    Im Bereich des Mobilitätsmanagements soll die Siedlungsentwicklung an zentralen und gut mit dem öffentlichen Verkehr erschlossenen Lagen konzentriert werden. Die Förderung der kombinierten Mobilität ist ein weiteres Ziel, ebenso wie die Aufwertung der Strassenräume innerorts zur Steigerung der Aufenthaltsqualität sowie des Fuss- und Veloverkehrs. Auch die Parkplatzbewirtschaftung spielt eine wichtige Rolle in diesem Handlungsfeld.

    Zur Sicherstellung zuverlässiger Reisezeiten und Erreichbarkeit wird ein umfassendes Verkehrsmanagement angestrebt. Dies beinhaltet die Stabilisierung des öV-Fahrplans sowie Massnahmen zur Verkehrsberuhigung und Erhöhung der Verkehrssicherheit. Die Organisation von Güterverkehr und Logistik ist ebenfalls ein zentrales Element der Verkehrslenkung.

    Das Verkehrsangebot soll durch den Ausbau des öV-Angebots, einschließlich grenzüberschreitender Busverbindungen, deutlich verbessert werden. Zudem ist der Ausbau der Veloinfrastruktur vorgesehen, sowohl innerorts als auch zwischen den Gemeinden und grenzüberschreitend auf Korridoren mit viel Potenzial. Die Optimierung der Strasseninfrastruktur und die Ausgestaltung von Bahnhöfen als Verkehrsdrehscheiben sind weitere wichtige Massnahmen, ebenso wie der Ersatz der Rheinquerung.

    Nächste Schritte und erwartete Ergebnisse
    In der ersten Phase des GVK Raum Zurzigebiet erfolgt eine umfassende Verkehrsplanung unter Berücksichtigung aller Verkehrsträger und der prognostizierten Siedlungsentwicklung. Die Ergebnisse dieser Phase werden bis Ende 2024 erwartet. Anschliessend werden in der zweiten Phase spezifische Massnahmen für alle Verkehrsträger weiterbearbeitet.

    Das Steuerungsgremium des GVK Raum Zurzibiet umfasst Vertreterinnen und Vertreter des Kantons Aargau, des Regierungspräsidiums Freiburg, des Zolls Deutschland, des Bundesamts für Zoll und Grenzsicherheit, des Regionalplanungsverbands Zurzibiet Regio, des Regionalverbands Hochrhein-Bodensee, des Landkreises Waldshut, der Stadt Waldshut-Tiengen sowie der Gemeinden Koblenz, Full-Reuenthal und Leuggern. Die Begleitgruppe des GVK besteht aus Vertretern zahlreicher Gemeinden beiderseits der Grenze, darunter Böttstein, Döttingen, Ehrendingen, Waldshut-Tiengen und Dogern.

  • Emissionen aus Heizöl und Gas werden weniger

    Emissionen aus Heizöl und Gas werden weniger

    In der Schweiz sind 2023 die Emissionen aus Brennstoffen gegenüber dem Vorjahr deutlich gesunken, nämlich um 8,8 Prozent. Dabei wurden die unterschiedlich kalten Wintermonate auf eine durchschnittliche Witterung umgerechnet. Im Vergleich zu 1990 lagen diese Emissionen um 41,7 Prozent niedriger. Das zeigt die soeben veröffentlichte CO2-Statistik 2023. Das Bundesamt für Umwelt (BAFU) legt diese Statistik jährlich vor.

    Laut seiner diesbezüglichen Medienmitteilung ist diese Abnahme vor allem auf die bessere Energieeffizienz von Gebäuden und den vermehrten Einsatz erneuerbarer Energien beim Heizen zurückzuführen. Insbesondere sei der Gasverbrauch im zweiten Jahr in Folge deutlich zurückgegangen.

    Dagegen blieb der durch Treibstoffe wie Benzin und Diesel verursachte CO2-Ausstoss gegenüber dem Vorjahr gleich. Gegenüber 1990 sind die Emissionen um 5,2 Prozent zurückgegangen. Dass sie nach der Pandemie, also nach 2022, nicht wieder angestiegen sind, liegt den Angaben zufolge zum einen an der damals begonnenen Veränderung des Mobilitätsverhaltens: mehr Heimarbeit und weniger Geschäftsreisen. Zum anderen führt das BAFU als Grund dafür auch den wachsenden Anteil der Elektromobilität an. Der Anteil biogener Treibstoffe am gesamten Treibstoffverbrauch ist von 3,4 leicht auf 3,6 Prozent gestiegen.

  • Neuer Master-Studiengang für urbanen Wandel

    Neuer Master-Studiengang für urbanen Wandel

    Mit Beginn des Herbstsemesters 2025 bietet die Fakultät für Architektur, Bau- und Umweltingenieurwissenschaften (ENAC) der Eidgenössischen Technischen Hochschule Lausanne (EPFL) einen Master-Studiengang für die Herausforderungen des städtischen Wandels an. Ein Master-Abschluss in Urbanen Systemen soll die ENAC-Studierenden in die Lage versetzen, Spezialisten für die Anpassung von Städten und umliegenden Gebieten an den Klimawandel zu werden, heisst es in einer Medienmitteilung der EPFL.

    Angesichts des Klimawandels muss sich die Schweiz mit Experten für Stadtmanagement im weitesten Sinne ausstatten, heisst es von der EPFL. Der neue Masterstudiengang ist in Zusammenarbeit mit der Praxis entwickelt worden. Er bietet den Absolventen der ENAC-Bachelorstudiengänge Bauingenieurwesen und Umwelttechnik die Möglichkeit, sich auf den nachhaltigen Wandel von Städten und umliegenden Gebieten zu spezialisieren, heisst es weiter. Der Masterstudiengang stehe auch anderen verwandten Disziplinen, einschliesslich der Architektur, offen, sofern sie einen Antrag stellen.

    Der Studiengang hat drei Spezialisierungen: Mobilität und Transport in einem sich verändernden Klima, nachhaltige Übergänge in städtischen Systemen und Gesundheit und Wohlbefinden in der städtischen Umwelt.

    Am Ende des Programms erhalten die Studierenden einen EPFL Master of Science MSc in Urban Systems. Dieses Diplom berechtigt sie zum Führen des Titels EPF qualified engineer.

  • Kanton Zürich fördert Elektromobilität mit über 52’500 Parkplätze

    Kanton Zürich fördert Elektromobilität mit über 52’500 Parkplätze

    Seit der Einführung des Förderprogramms Ladeinfrastruktur hat der Kanton Zürich entscheidende Schritte zur Elektrifizierung des Verkehrs unternommen. Das bis Ende 2026 befristete Programm, das über einen Fördertopf von 50 Millionen Franken verfügt, hat bereits über 18 Millionen Franken an Fördergeldern für die Ausstattung von Parkplätzen mit Ladestationen zugesichert. Bislang wurden über 52.500 Parkplätze für Elektrofahrzeuge ausgerüstet, was die Elektromobilität im Kanton erheblich fördert.

    Baudirektor Martin Neukom zeigt sich über den grossen Zuspruch erfreut: «Die starke Nachfrage nach dem Förderprogramm bestätigt unser Engagement für eine nachhaltige Mobilitätszukunft. Die Unterstützung erleichtert vielen die Umstellung auf Elektrofahrzeuge und trägt zur Reduzierung fossiler Abhängigkeiten bei.»

    Das Programm unterstützt nicht nur Privatpersonen, sondern auch Unternehmen und Gemeinden. So wurden bereits über 800 Förderanträge für Flottenparkplätze eingereicht. Zudem nutzen immer mehr Gemeinden die Fördermöglichkeiten, um ihre Elektromobilitätskonzepte auszuarbeiten. Dies schliesst Machbarkeitsstudien und Standortanalysen für öffentliche Ladeinfrastrukturen ein. Einige Gemeinden haben bereits Interesse bekundet, öffentliche Ladestationen in blauen Zonen zu installieren.

    Volkswirtschaftsdirektorin Carmen Walker Späh betont die ökologischen Vorteile: «Unser Förderprogramm leistet einen wesentlichen Beitrag zur Reduzierung der Umweltbelastung und steigert die Energieeffizienz im Kanton. Da der Verkehrssektor in Zürich für etwa 40 Prozent der Treibhausgasemissionen verantwortlich ist, ist dies ein wichtiger Schritt in Richtung klimaneutrale Mobilität.»

    Angesichts der hohen Nachfrage könnte der Fördertopf möglicherweise schon vor dem geplanten Ende 2026 ausgeschöpft werden. Der Kanton plant, die Entwicklungen weiterhin genau zu beobachten und regelmässig Updates zum Stand des Programms zu geben. Eine ausführliche Darstellung der Programmergebnisse und -fortschritte ist für die zweite Jahreshälfte 2024 vorgesehen.

  • Luzern und ewl installieren in zwei Quartieren E-Ladestationen

    Luzern und ewl installieren in zwei Quartieren E-Ladestationen

    Die Stadt Luzern und ewl lancieren das gemeinsame Pilotprojekt Grüne Zonen. In dessen Rahmen werden an der Eichmattstrasse und an der Bergstrasse innerhalb der blauen Zonen jeweils zwei Parkplätze grün markiert und mit je einer Ladestation inklusive Bodensensor ausgestattet. Laut einer Medienmitteilung beginnen die Bauarbeiten am Montag, den 8. April 2024, und dauern rund zwei Wochen.

    Bis ins Jahr 2040 sollen alle Fahrzeuge, die in der Stadt Luzern eingelöst sind, elektrisch oder erneuerbar angetrieben werden. E-Ladeplätze in Wohnquartieren sollen dieses Ziel unterstützen. Damit das Laden von Elektro- und Hybridfahrzeugen möglichst einfach funktioniert, können Nutzerinnen und Nutzer online abfragen, ob diese Parkplätze frei oder besetzt sind. Dafür stellt eCarUp aus Rotkreuz ZG die Datenschnittstelle bereit. Deren Zugriff wird vom Luzerner ICT-Dienstleister arcade solutions eingerichtet und verarbeitet.

    Das auf fünf Jahre angelegte Pilotprojekt wird durch das Förderprogramm LadenPunkt und den Energiefonds der Stadt Luzern finanziell unterstützt. Dabei wollen die beiden Partner Erfahrungen in Luzerner Wohnquartieren sammeln, etwa hinsichtlich Ladegewohnheiten und Nutzungsdauer. Mit den gewonnenen Erkenntnissen lasse sich einschätzen, ob in Zukunft weitere Parkplätze mit Ladeinfrastruktur in Quartieren ausgerüstet werden.

  • Gesamtverkehrskonzept für den Raum Baden und Umgebung

    Gesamtverkehrskonzept für den Raum Baden und Umgebung

    Im Rahmen des ambitionierten Gesamtverkehrskonzepts für den Raum Baden haben zehn beteiligte Gemeinden einen entscheidenden Schritt vollzogen. Diese Ziele, ausgerichtet bis zum Jahr 2040, zielen darauf ab, die Mobilität im Raum Baden effizienter, umweltschonender und zukunftsfähiger zu gestalten. Zu den Kernpunkten gehören die Förderung einer flächensparenden Mobilität, die Schaffung attraktiver Bedingungen für den Arbeits- und Bildungsverkehr und die Sicherstellung einer stabilen Erreichbarkeit für den Autoverkehr. Die Planungen unterstützen zudem eine Siedlungsentwicklung in gut mit dem öffentlichen Verkehr erschlossenen Gebieten.

    Ein besonderes Augenmerk gilt dem Transit-Schwerverkehr, für welchen spezifische Erfolgskriterien hinzugefügt wurden, um die Siedlungsgebiete zu schonen. Dies folgt einem Antrag der Gemeinde Obersiggenthal, der eine Zunahme des Transitschwerverkehrs verhindern möchte.

    Mit dem Abschluss der ersten beiden Planungsschritte hat die Behördendelegation eine solide Grundlage für die nachfolgenden Fachplanungen geschaffen. Abschließend ist es das Ziel des Kantons Aargau, in Kooperation mit den lokalen Akteuren, ein vorausschauendes und integriertes Mobilitätsangebot zu entwickeln. Die Ergebnisse der GVK-Planung sollen bis 2025 in den kantonalen Richtplan aufgenommen werden, um die Weichen für zukünftige Mobilitätsbedürfnisse rechtzeitig zu stellen.

  • Aargau Verkehr nimmt Südteil des Bahnhofs Aarau in Betrieb

    Aargau Verkehr nimmt Südteil des Bahnhofs Aarau in Betrieb

    Nach einer vierjährigen Bauzeit ist der neue Südteil des Bahnhofs Aarau in Betrieb. Laut einer Medienmitteilung der Aargau Verkehr AG (AVA) bietet der moderne Neubau den Fahrgästen einen deutlich verbesserten Reisekomfort. So ist hier unter anderem der Hauptsitz der AVA ebenso eingezogen wie eine moderne Zugleitstelle der Wynental- und Suhrentalbahn. Für die Reisenden sind an der Hinteren Bahnhofstrasse bequeme Kiss-and-Ride-Parkplätze entstanden, die ein schnelles Ein- und Aussteigen ermöglichen. Auch ein eventuell erforderlicher Schienenersatzverkehr ist mit neuen Bushaltepunkten besser organisiert.

    Im Erdgeschoss des neuen Bahnhofsgebäudes präsentieren sich Gewerbe- und Restaurantbetriebe. In den oberen Geschossen stehen 62 exklusive 2,5- bis 4,5-Zimmer-Wohnungen zur Miete, heisst es in der Mitteilung.

    „Unser Umzug in den neuen Hauptsitz am Bahnhof Aarau stellt einen Meilenstein dar, der nicht nur die Abläufe und Zusammenarbeit verbessert, sondern auch unsere Attraktivität als Arbeitgeber steigert“, wird Dr. Severin Rangosch, CEO von Aargau Verkehr, in der Mitteilung zitiert.

  • Zukunft der Immobilienbranche: Resilienz und Klimaneutralität bis 2050

    Zukunft der Immobilienbranche: Resilienz und Klimaneutralität bis 2050

    Die Schweiz hat sich das Ziel gesetzt, bis 2050 Klimaneutralität zu erreichen. Dies erfordert eine erhebliche Reduzierung der CO₂-Emissionen durch den Einsatz erneuerbarer Energien und verbesserte Energieeffizienz. Obwohl die Immobilienbranche bereits Fortschritte gemacht hat – mit einer Reduktion des Endenergieverbrauchs für Raumwärme um 10% und der Treibhausgasemissionen um 40% seit 2000 – bleiben noch viele Herausforderungen. Bis 2021 waren Gebäude immer noch für 26% der gesamten Treibhausgasemissionen der Schweiz verantwortlich.

    Ein Schlüsselelement für Nachhaltigkeit
    Der Verkehr, der etwa ein Drittel der CO₂-Emissionen verursacht, ist ein weiterer Bereich, in dem die Immobilienbranche zur Nachhaltigkeit beitragen kann. Mit einer erwarteten Zunahme des Verkehrs in der Schweiz um 17% bis 2050, müssen entsprechende Anpassungen erfolgen.

    Massnahmen zur Erreichung der Klimaziele 2050
    Zur Erreichung der Klimaziele bis 2050 sind umfangreiche Anstrengungen erforderlich, insbesondere in den Bereichen Raumwärme und Mobilität. Dazu gehören die Verdoppelung der Fernwärme, der Anstieg der Wärmepumpen auf 1,5 Millionen, 3,6 Millionen Elektroautos, verbesserte Gebäudedämmung und ein Anstieg der Stromgewinnung aus Photovoltaik.

    Umbau der Wärmeversorgung für Effizienz
    Eine zentrale Herausforderung ist die energetische Sanierung bestehender Gebäude, da viele nicht den aktuellen Standards entsprechen. Bis 2050 wird der Wärmebedarf des Schweizer Gebäudeparks durch effizientere Gebäude stark sinken. Der Einsatz von Öl- und Gasheizungen wird durch Wärmepumpen und Fernwärme ersetzt.

    Strategie für resiliente Immobilienportfolios
    Die Branche steht vor der Aufgabe, Immobilienportfolios resilient und klimafreundlich zu gestalten. Dies umfasst die Sanierung für mehr Energieeffizienz, die Integration erneuerbarer Energien und die Förderung nachhaltiger Mobilität. Diese Schritte sind nicht nur ökologisch, sondern auch ökonomisch sinnvoll.

    CO₂-Absenkpfad als Instrument für strategische Entscheidungen
    Der „CO₂-Absenkpfad“ ist ein wertvolles Instrument für die strategische Planung, um ökonomische und ökologische Ziele in Einklang zu bringen. Er basiert auf einer umfassenden Analyse aller Bestandsobjekte und priorisiert Massnahmen für eine effiziente Energienutzung.

    Nachhaltige Immobilien als langfristige Investition
    Nachhaltige Immobilien stellen eine robuste und langfristige Investition dar, die sich auch in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit bewährt. Durch die strategische Planung und Umsetzung nachhaltiger Massnahmen kann die Immobilienbranche sowohl wirtschaftlich als auch ökologisch profitieren.

  • Energie 360° erhält grünes Licht für Solarfassade

    Energie 360° erhält grünes Licht für Solarfassade

    Energie 360° hat laut einer Medienmitteilung grünes Licht für seine geplante Photovoltaikfassade erhalten. Damit und mit der geplanten Solaranlage auf dem Dach kann es seinen Hauptsitz entsprechend umbauen. So will der Spezialist für nachhaltige Energie und Mobilität rund die Hälfte seines jährlichen Strombedarfs selbst decken.

    Mit den Bauarbeiten wurde Ende März 2023 begonnen. Nach Baubeginn änderte die Gebäudeversicherung Kanton Zürich ihre Bewilligungspraxis für Photovoltaikfassaden. Seitdem braucht es den Nachweis, dass sich ein Brand der Solarmodule nicht über mehr als zwei Stockwerke ausbreiten kann.

    In Ermangelung einer geeigneten Prüfanlage in der Schweiz wurden bei der Gesellschaft für Materialforschung und Prüfungsanstalt für das Bauwesen Leipzig (MFPA Leipzig) zwei Brandversuche durchgeführt. Sie machten deutlich, dass Stahlbleche als horizontale Brandriegel zwischen den einzelnen Modulen wirken. Diese Konstruktion erfüllt die von der Vereinigung Kantonaler Feuerversicherungen vorgegebenen Testkriterien.

    «Energie 360° wird als erstes Unternehmen unter den neuen Auflagen eine PV-Fassade realisieren», wird CEO Jörg Wild zitiert. «Die Photovoltaikanlagen machen den Hauptsitz in Altstetten zum grünen Kraftwerk.»

  • Limmattal soll seine Stadtwerdung aktiv gestalten

    Limmattal soll seine Stadtwerdung aktiv gestalten

    Der Urbanist Thomas Sevcik geht davon aus, dass die Region zwischen Schlieren und Turgi zunehmend zu einer Stadt wird. In seiner Publikation „Limmattalstadt – Impulse für die Region entlang der Limmat“ schlägt er vor, diese Urbanisierung „aktiv und strategisch“ zu gestalten. „Kommen wird die Limmattalstadt sowieso. Aber wir sollten sie so gut machen, wie wir nur können“, schreibt er.

    Sevcik schlägt unter anderem sogenannte Neogebiete vor. Diese sollten Lücken zwischen den Siedlungsgebieten schliessen. So könnte ein Campus etwa auf einem Teil des Rangierbahnhofs Platz für eine Hochschule Limmat, ein Rechenzentrum, aber auch ein Kongress- und Unterhaltungszentrum bieten. Zwischen Neuenhof und Killwangen könnte ein neues Wohnquartier entstehen, im Tägerhard östlich von Wettingen ein zukunftsgerichtetes Quartier für neue Wohn- und Arbeitsformen. Auch in der Hard in Siggenthal könnte ein neues Quartier Arbeiten, Wohnen und Freizeit verbinden.

    Sevcik weist darauf hin, dass die Limmat bisher in der Region wenig präsent ist. Er schlägt die Aufwertung der Flusslandschaft in Dietikon zu einer Riviera vor.

    Wirtschaftlich sollte die künftige Limmattalstadt auf ihre Stärken in der angewandten Technologie und im Design, auf Logistik und Handel sowie Medtech und Biotech setzen. Die Mobilität in der Region sollte durch die Verlängerung der Limmattalbahn, die Nutzung der Bahnstrecke zwischen Dättwil und Wettingen, durch Seilbahnen und das Velonetz erleichtert werden. Sevcik schlägt auch einen Startplatz für vertikal startende elektrische Helikopter bei der Autobahnraststätte Würenlos vor.

    Sevcik hat die Strategieideen auf Initiative der Standortförderung Limmatstadt erarbeitet und am 15. August an der Generalversammlung der Limmatstadt AG vorgestellt. 20 Unternehmen, vor allem aus der Region, haben das Projekt unterstützt. Die Publikation kann digital bestellt werden.

  • Landis und swr+ fusionieren

    Landis und swr+ fusionieren

    Die langjährigen Partnerunternehmen swr+ und Landis agieren künftig unter dem gemeinsamen Dach der Landis AG. Das neu aufgestellte Planungs- und Ingenieurbüro mit seinen 50 Mitarbeitenden hat seinen Sitz einer Medienmitteilung zufolge am bisherigen Hauptstandort von Landis in Geroldswil. Alle Mitarbeitenden aus beiden Unternehmen werden in das neu geschaffene Kompetenznetzwerk integriert. Für die Kundschaft ändert sich nichts: die Ansprechpartner bleiben dieselben.

    Im Rahmen eines Management-Buyouts bei swr+ haben Geschäftsführer Thomas Brocker, Serge Bütler, Roger Hersche, Samuel Lienhart und André Wenzinger per 1. Juli die Aktien von Alleininhaber Peter Rauch übernommen. In einem zweiten Schritt soll allen Mitarbeitenden die Partizipation am Unternehmen und seiner Entwicklung ermöglicht werden.

    Neben seinem Sitz in Landis verfügte Landis bisher über Zweigbüros in Brüttisellen im Glattal und in St.Gallen. Das Planungs- und Ingenieurbüro ist auf Infrastrukturbau, Immobilien- und Raumentwicklung sowie Baurecht spezialisiert. Die 1948 gegründete Firma swr+ hatte ihren Sitz in Dietikon und ein Zweigbüro in Aarau. Sie verstand sich als interdisziplinäres Baubüro für Immobilien- und Raumentwicklung, Infrastruktur, Mobilität, Wasser sowie Umwelt und Klima. Dieses Dienstleistungsangebot und die entsprechenden Kompetenzen sind künftig aus einer Hand erhältlich.

  • Besucher-Rekord am 9. Immobilien-Summit

    Besucher-Rekord am 9. Immobilien-Summit

    Am Dienstag, 4. Juli 2023, fand der 9. Immobilien-Summit in The Hall in Dübendorf statt, organisiert von der FRZ Flughafenregion Zürich – Wirtschaftsnetzwerk & Standortentwicklung. Unter dem Motto „Mobil. Nachhaltig. Kollaborativ.“ trafen sich Experten und Interessierte aus dem Bau- und Immobiliensektor, um die Zukunft der Branche zu diskutieren und sich über aktuelle Trends und Herausforderungen auszutauschen. Mit 640 registrierten Gästen verzeichnete der 9. Immobilien-Summit eine Rekordbeteiligung.

    Die Veranstaltung begann mit „meet & match“-Gesprächen und einem Grill-Lunch, die ideale Gelegenheiten boten, Kontakte zu knüpfen und Netzwerke zu pflegen: Es fanden 434 1:1-Gespräche statt. Die Eröffnung des Immobilien-Summits erfolgte um 13:30 Uhr mit einem musikalischen Warm-Up mit Carole Brunner (Sängerin der Band Ginger and the Alchemist).

    André Ingold, Präsident der FRZ Flughafenregion Zürich und Stadtpräsident von Dübendorf, gab einen Überblick über aktuelle Themen und die grössten Bauprojekte der Region. Im Interview mit der neuen FRZ-Geschäftsführerin Rahel Kindermann Leuthard wurden die künftigen Schwerpunktthemen der FRZ Flughafenregion Zürich erörtert.

    Sylwina Spiess (Ringier AG) moderierte den FRZ-Flagship-Event. Die Gäste kamen in den Genuss von spannenden Präsentationen von Experten aus verschiedenen Bereichen, wie Immobilienmarktanalyse, Bauprojekte, grüne Stadtentwicklung und Digitalisierung.

    Die Zukunft des Immobilienmarktes
    Ursina Kubli, Leiterin Immobilien Analytics bei der Zürcher Kantonalbank, eröffnete die Fachreferate mit einem Einblick in die aktuellen Nachfrage- und Angebotstrends auf dem Immobilienmarkt. Folgende drei Themen würden den Immobilienmarkt formen: Digitalisierung, Demografie und Dekarbonisierung. Bürogebäude mit hoher Erreichbarkeit – wie in der Flughafenregion – seien vergleichsweise gut ausgelastet. Insgesamt sei bislang die grosse Konsolidierung auf dem Büromarkt des Kantons Zürich ausgeblieben.

    In der Flughafenregion steigen die Altbau-Büroflächen stärker als jene im mittleren Alter von 10 bis 30 Jahren. Doch auch Neubauten bleiben vermehrt leer. Ein weiterer Trend: Wohnraum wird immer knapper – auch in der Flughafenregion. Umnutzungen von Büros zu Wohnraum werden deshalb vermehrt geprüft.

    Massnahmen gegen den Klimawandel sind gemäss Kubli aktueller denn je. Selbst wenn die Künstliche Intelligenz (KI) nach den drei treibenden Faktoren für Büroimmobilien in den nächsten 75 Jahren gefragt werde, sei Nachhaltigkeit eines der drei Top-Themen – neben dem technologischen Fortschritt und neuen Arbeitsumgebungen. Der langfristig steigende Bedarf an Büroflächen resultiere aus einer wachsenden globalen Wirtschaft. Kubli: „Unternehmen bevorzugen die Nähe zum Flughafen Zürich für internationale Geschäftsreisen und den Zugang zu globalen Märkten.“

    Neue Formen der Zusammenarbeit im Bausektor
    Marco Faiss, Co-Gründer von em2, beleuchtete neue Formen der Zusammenarbeit im Bausektor. Innovative Strategien und Praktiken verbessern die Effizienz und Effektivität von Bauprojekten. Dabei wird besonderer Wert auf Teamarbeit, Kommunikation und das Ausschöpfen des Potenzials aller Beteiligten gelegt. Inspirierende Organisationen und Personen denken, kommunizieren und handeln auf die gleiche Weise – sie agieren von „innen nach außen“. Dies impliziert die Betonung des „Warum“ vor dem „Wie“ und dem „Was“. Er verweist auf  das Konzept Golden Circle von Simon Sinek.

    Durch die Interaktion von Menschen, Werten und Anliegen entstehen gemäss Faiss unvorhersehbare neue, emergente Phänomene. Etablierte Denkmuster werden dabei abgelöst. Marco Faiss verweist auf Methodisches Phasendenken, ein Prozess zur Partnergewinnung, Rollenentwicklung, ein Vergütungsmodell (Open Book), und Kommunikation auf Augenhöhe dienen als Instrumente zur Strukturierung des Prozesses. Sein Rat: „Führen Sie ein Bauprojekts wie ein Unternehmen.“

    Die Methode umfasst die Ermittlung spezifischer Anforderungen, die Gewinnung der besten Partner für diese Anforderungen, uneingeschränkte Investitionen in diese Partner ohne einseitige Absicherung, Kommunikation auf Augenhöhe, Investition in die Organisation, und die Ausrichtung nach dem Grundsatz, dass diejenigen, die etwas am besten können, es auch tun sollten. Jeder definiert sein Leistungsverzeichnis eigenverantwortlich, jede geleistete Stunde wird bezahlt und Erfolge werden gemeinsam gefeiert.

    Der Hebel der Quartiers-Mobilität
    Danach sprachen Bernd Hofer, CEO von Freo Switzerland AG, und Sophie Stigliano, Director bei Urban Standards GmbH, über „Green Only Development und der Hebel der Quartiers-Mobilität“. FREO konzentriert sich auf nachhaltiges Bauen und Betreiben von Gebäuden mit dem Fokus auf die Bedürfnisse zukünftiger Generationen und der Achtung der planetaren Belastungsgrenzen. Ihr Konzept „Green Only Development“ reduziert Energiebedarf und Treibhausgasemissionen erheblich und optimiert die Kosten, indem es sich auf Klimaarchitektur und effiziente, maßgeschneiderte Lösungen konzentriert. Es integriert auch ein fortschrittliches Mobilitätsmanagement, das den Verkehrsfluss optimiert und nachhaltige Transportoptionen fördert, und nutzt eine digitale Plattform zur Steuerung dieser Dienste.

    Die Nutzer frühzeitig involvieren
    Nach einer ausgedehnten Kaffeepause setzte Hannes Pichler, Direktor Immobilien der ETH Zürich, die Vortragsreihe fort und sprach über integrierte Projektabwicklung im Kontext von Kreislaufwirtschaft und Digitalisierung. Er stellte die Abteilung Immobilien der ETH Zürich vor, die ein Immobilienportfolio im Wert von rund 5 Milliarden Schweizer Franken betreut, darunter etwa 200 Gebäude mit einer Hauptnutzfläche von ca. 540’000 m². Zwischen 2022 und 2029 entsteht ein neues Physikgebäude auf dem Campus Hönggerberg.

    Pichler sprach über die Vorteile integraler Projektabwicklungsmodelle und die Herausforderungen, die durch Informationsasymmetrien und unterschiedlichen Zielen zwischen Auftraggeber und Auftragnehmer entstehen können, auch bekannt als das Principal-Agent-Problem. Er präsentierte Lösungsansätze, um diese Probleme zu minimieren, darunter die frühzeitige Einbeziehung von Nutzern und die Definition eines funktionalen Pflichtenhefts.

    Er betonte auch, wie wichtig eine frühzeitige, integrale Herangehensweise ist, um die Herausforderungen zu bewältigen, die die Megatrends Kreislaufwirtschaft und Digitalisierung mit sich bringen. Pichler zeigte verschiedene Beispiele erfolgreicher Projekte auf und betonte die Notwendigkeit einer integrierten Planung über alle Lebenszyklen eines Projekts hinweg und die Bedeutung der Digitalisierung zur Verbesserung der Transparenz und Fehleranalyse.

    Reset-Strategien im Jahrzehnt des radikalen Wandels
    Das letzte Referat des Tages kam von Jens-Uwe Meyer, MBA Meyer, einem Buchautor und Digitalunternehmer. Er sprach über „Reset! Strategien für das Jahrzehnt des radikalen Wandels“. Wir würden heute mehr denn je in einer  „VUCA-Welt“ leben. VUCA steht für „Volatility, Uncertainty, Complexity, Ambiguity“ (Volatilität, Unsicherheit, Komplexität, Mehrdeutigkeit). Neue Instrumente der Künstlichen Intelligenz fördern diese Ambiguität. Meyer beleuchtet sowohl positive als auch negative Aspekte  – von ihrer Rolle in der Bildung und Wirtschaft bis hin zu ihren potenziellen Gefahren und Auswirkungen auf Arbeitsplätze. Er gibt einen Überblick über die Entwicklung von KI-Technologie und -Anwendungen von 2011 (mit IBMs Watson) bis 2023 (mit ChatGPT4).

    Zu den drängendsten Themen gehöre der Klimawandel und Nachhaltigkeit per se. Aufgrund der demografischen Situation verschärfe sich der Kampf um die besten Talente. Um wettbewerbsfähig zu bleiben, sei Innovationsmanagement entscheidend. Er verweist auf Innovations-Barrieren, darunter fehlende Prozesse, Mangel an Strategien, Offenheit und  Begeisterung sowie Mangel an Mut und Kreativität. Meyer appelliert an die „Unzufriedenheit“ – als Ansporn für kontinuierliche Verbesserung und Innovation.

    Der Informationsteil des Summits endete mit einer weiteren Performance von Carole Brunner und bot danach Raum für weiteren Austausch beim abschliessenden Apéro Riche.

  • Eine App bringt alle Verkehrsmittel zusammen

    Eine App bringt alle Verkehrsmittel zusammen

    MixMyRide will Alternativen zum privat genutzten Personenwagen fördern und vernetzt deshalb alle Verkehrsmittel mit einer Mobilitäts-App. Bisher mussten Tram, Velo oder Mitfahrgelegenheit separat gebucht werden. Mithilfe von Daten über den öffentlichen Nahverkehr, dynamischen Daten über Fahrgemeinschaften und Bikesharing sowie intelligenten Algorithmen sollen nun Mobilitätsnachfrage und Angebot aufeinander abgestimmt werden. Die App wurde von einem schweizweiten Konsortium entwickelt, bestehend aus Instituten der ZHAW School of Engineering sowie der Scuola universitaria professionale della Svizzera italiana (SUPSI). Zudem waren an der Entwicklung das WinLab der Stadt Winterthur, der Mobilitätsdienstleister BePooler, der Verkehrsberater Citec und das Lugano Living Lab beteiligt.

    Verkehrsmittel optimal kombinieren
    Die Mobilitäts-App dient in erster Linie als Reiseplanungssystem, das auf eigens entwickelten Algorithmen der Künstlichen Intelligenz basiert. Die App zeigt für die gewünschte Fahrt verschiedene Verkehrsmittel auf, indem es optimale Kombinationen von Streckenabschnitten auf der Grundlage der verfügbaren Mobilitätsdienste ermittelt, zu denen auch Fuss- und Velowege – entweder mit dem privaten Velo oder Bikesharing – sowie E-Trottinette gehören. Wenn eine Mitfahrgelegenheit gefunden wurde, ermöglicht MixMyRide zudem auch die Buchung und Organisation der Fahrt, indem es zwischen den Personen vermittelt, die eine Fahrt suchen oder anbieten.

    Wirksamkeit im realen Leben testen
    Die App steht bis Februar 2024 zur Verfügung und deckt die Regionen Lugano, Genf und Winterthur/Zürich ab. Während eines Jahres wird sie nun getestet. Die ZHAW-Forschenden haben die Entwicklung der App bezüglich Design und Funktionalität unterstützt und sind der lokale Ansprechpartner für die Testphase in der Region Winterthur/Zürich. Zudem sind sie federführend bei der Evaluation inklusive der Durchführung und Auswertung von Umfragen. «Die Testphase ermöglicht uns die Verhaltensänderungspotenziale durch MixMyRide zu evaluieren und allfällige Auswirkungen auf den Gesamtenergieverbrauch und den CO2-Ausstoss abzuschätzen», erklärt Uros Tomic vom ZHAW-Institut für Nachhaltige Entwicklung.

    Tester:innen für MixMyRide gesucht
    Alle interessierten Personen können jederzeit die MixMyRide-App aus dem iOS App Store oder dem Android Play Store herunterladen und testen. Wenn freiwillige App-Nutzende zusätzlich an den Umfragen und allfälligen Gruppeninterviews teilnehmen, helfen sie dabei, die Auswirkungen der App auf das Mobilitätsverhalten zu verstehen und können an Verlosungen teilnehmen.

    Weitere Informationen: mixmyride.com/de