Schlagwort: Mobilität

  • Mineralölimporteure fördern Elektromobilität

    Mineralölimporteure fördern Elektromobilität

    Mitgliedsfirmen der Schweizer AVIA Vereinigung unabhängiger Schweizer Importeure und Anbieter von Energien setzen sich für nachhaltige Elektromobilität ein. Sie haben dafür am 29. Juni die AVIA VOLT Suisse AG mit Sitz in Luzern gegründet, informiert das neugegründete Unternehmen in einer Mitteilung. Ziel von AVIA VOLT Suisse ist es, Elektromobilität, Elektrizitätsproduktion und Energieoptimierung in Gebäuden voranzutreiben.

    „Mit der Gründung der AVIA VOLT Suisse AG machen wir das einzig Richtige für die Entwicklung der Elektromobilität: Wir bündeln die Kräfte und investieren gemeinsam in die Zukunft“, wird Martin Osterwalder, Verwaltungsratspräsident AVIA VOLT Suisse AG, in der Mitteilung zitiert. In einem ersten Schritt sollen AVIA-Shop-Tankstellen mit Schnellladestationen für Elektrofahrzeuge ausgerüstet werden. Zu einem späteren Zeitpunkt sind Ladestationen an weiteren AVIA-Tankstellen sowie bei Partnerfirmen und Kunden geplant.

    „Mit der AVIA VOLT Suisse AG sorgen wir schweizweit für ein breites und zuverlässiges Angebot für die E-Mobilität“, erklärt Alexander Streitzig, Geschäftsführer AVIA VOLT Suisse AG. „Das ist ein wichtiger Schritt Richtung CO2-reduzierte Mobilität der Zukunft.“ Neben der Förderung der Elektromobilität will sich die Neugründung auch beim Ausbau von Solar- und Windkraftanlagen engagieren. Mitgliedsfirmen der AVIA Vereinigung sind zudem in der Produktion und im Vertrieb von grünem Wasserstoff aktiv.

  • FRZ Flughafenregion Zürich lädt zum 9. Immobilien-Summit

    FRZ Flughafenregion Zürich lädt zum 9. Immobilien-Summit

    Die Wirtschafts- und Standortförderung FRZ Flughafenregion Zürich mit Sitz in Glattbrugg lädt zum 9. Immobilien-Summit nach Dübendorf ein. Am 4. Juli beschäftigen sich Referenten und Referentinnen der Bau- und Immobilienbranche mit neuartigen Formen der Zusammenarbeit, Nachhaltigkeit, Energie und Mobilität, heisst es in einer Medienmitteilung.

    Demnach spricht Ursina Kubli, Leiterin Immobilien Analytics, bei der Zürcher Kantonalbank, ab 13.30 Uhr über die Entwicklung vom Überfluss zur Knappheit am Immobilienmarkt und wie sich die Nachfrage nach Büroflächen in Zeiten von Homeoffice gestaltet. Anschliessend zeigt Marco Faiss, Co-Gründer bei em2, neue Wege der Zusammenarbeit in Bauprojekten auf.

    Bernd Hofer, CEO von Freo Switzerland, und Sophie Stigliano, Director bei Urban Standards, beschäftigen sich in ihrem Referat „Green Only Development und den Hebel der Quartiersmobilität“ mit nachhaltigem Bauen und der Frage nach klimafreundlicher Mobilität als integralen Bestandteil.

    Nach einer Kaffeepause und Möglichkeiten zum Kontakte knüpfen geht es um 16.30 Uhr weiter mit dem zweiten Teil des Programmes. Darin spricht Hannes Pichler, Direktor Immobilien an der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH), über integrierte Projektabwicklung vor dem Hintergrund von Kreislaufwirtschaft und Digitalisierung.

    Jens-Uwe Meyer, Managementvordenker, Buchautor und Digitalunternehmer, richtet mit dem letzten Referat des Tages „Reset! Strategien für das Jahrzehnt des radikalen Wandels“ den Blick auf die Zukunft. Der Abend schliesst mit einem Apéro riche sowie der Möglichkeit zum Netzwerken.

    Einlass in The Hall ist ab 11 Uhr. Die Anmeldung für die Teilnahme ist online möglich.

  • AEW Energie AG erhält Energiewende Award im Bereich Mobilität

    AEW Energie AG erhält Energiewende Award im Bereich Mobilität

    Im Rahmen einer umfangreichen Untersuchung von über 1’600 Energieversorgern in der DACH-Region überzeugte die AEW mit ihrem beeindruckenden Portfolio im Bereich der Mobilität. Insbesondere die Produkte aus dem Mobilitätsbereich überzeugten die Jury. Das von EUPD Research entwickelte Qualitätsmodell bewertet die Angebote der Energieversorger im Kontext der Energie-strategie und die AEW konnte in der Kategorie Mobilität herausragende Ergebnisse erzielen. 

    Die Datenerhebung erfolgte aus Sicht der Kunden, wobei der Internetauftritt der Energieversorger mittels Mystery Shopping untersucht wurde. Das Modell umfasst die vier Schlüsselbereiche Strom, Wärme, Energieeffizienz und Mobilität. Innerhalb jedes Bereichs wurde geprüft, inwieweit die Ener-gieversorger qualitativ hochwertige Produkte und Dienstleistungen für die Kunden bereitstellen. Die AEW wurde bereits im Jahr 2018 in der Kategorie «Strom» und im Jahr 2021 in der Kategorie «Energiewende» mit einem Award ausgezeichnet. 

    Die Gewinner des Awards wurden am 15. Juni 2023 in einer offiziellen Zeremonie in München bekannt gegeben. Arian Rohs, Leiter Mobility Solutions, und Adrian Lerch, Teamleiter E-Mobilität, nahmen stolz den begehrten Award für die AEW in der Kategorie Mobilität entgegen. Ihre Präsenz bei der Verleihung in München unterstreicht das Engagement und den Erfolg des Unternehmens in der Förderung einer nachhaltigen Mobilität. «Der Award ist für uns eine grosse Ehre und Bestäti-gung unserer Bemühungen, die Energiestrategie im Bereich Mobilität voranzutreiben. Diese Aus-zeichnung ist ein Ansporn für uns, weiterhin qualitativ hochwertige Produkte und Dienstleistungen anzubieten und die Mobilität der Zukunft zu gestalten», so Arian Rohs.

  • Baden-Württemberg interessiert sich für autonomen Bus in Schaffhausen

    Baden-Württemberg interessiert sich für autonomen Bus in Schaffhausen

    Die erste Buslinie der Schweiz, die von einem selbstfahrenden Bus mit Dual-Mode-Technologie bedient wird, hat einer Medienmitteilung des Swiss Transit Lab zufolge nun auch in Baden-Württemberg Neugierde geweckt. Winfried Hermann, der Verkehrsminister des südwestdeutschen Bundeslands, besichtigte mit einer hochrangigen Delegation die STL Linie 13 des Swiss Transit Lab in Schaffhausen.

    Wie es in dessen Medienmitteilung heisst, habe die Delegation „mit grossem Interesse“ Nutzen, bisherige Erfahrungen und Chancen der neuen Technologie diskutiert und sich selbst ein Bild vom Fahrkomfort des Kleinbusses gemacht. Die Linie war am 28. April eröffnet worden und verkehrt in einer ersten Pilotphase von Montag bis Samstag zwischen 10 und 14 Uhr dreimal pro Stunde zwischen Bahnhof Nord und Stahlgiesserei.

    Hermann sieht die Entwicklung autonomer Busse langfristig als wichtigen Bestandteil für einen kosteneffizienten und bedarfsorientierten öffentlichen Nahverkehr im ländlichen Raum. „Im Rahmen von On-Demand-Angeboten können diese sicherstellen, dass Menschen auch ausserhalb der Stosszeiten immer gut angebunden bleiben und flexibel an ihr Ziel gebracht werden“, wird er in der Mitteilung zitiert. „In Schaffhausen zeigt das Swiss Transit Lab schon heute das beeindruckende Potenzial der Technologie.“ Das Land Baden-Württemberg sei an mehreren Pilotprojekten beteiligt, die die Forschung an autonomen Bussen vorantreiben.

  • Neue Drehscheibe der Energiebranche im Verkehrshaus Luzern

    Neue Drehscheibe der Energiebranche im Verkehrshaus Luzern

    Im Verkehrshaus Luzern ist mit dem «House of Energy» eine neue, langfristige Plattform rund um das Thema Energie entstanden. Nicht nur Verkehr und Mobilität sind mit Energie verbunden – für jede Art der Fortbewegung ist Energie vonnöten. Aber auch rund um das Brennthema Klimawandel spielt sie eine tragende Rolle: Allein der Verkehr in der Schweiz verursacht mehr als einen Drittel des CO2-Ausstosses.

    Die komplexen Zusammenhänge erschliessen sich vielen Menschen noch nicht. Dies will das Verkehrshaus mit der neuen Ausstellung ändern. Auf einer Fläche von 600 Quadratmetern sollen die Zusammenhänge und deren Auswirkungen auf die Gesellschaft aufgezeigt werden: Wie agieren Wohnen und Mobilität miteinander? Wie könnten innovative Lösungen und die Energiezukunft der Schweiz im Jahr 2050 aussehen? Besucherinner und Besucher können hier Exponate und interaktive Attraktionen besichtigen, die die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der Energie aufzeigen und erlebbar machen. Des Weiteren sind ab 2023 verschiedene Konferenzen und Events zum Thema Energie geplant.

    Das von Gigon Guyer Architekten aus Zürich eigens dafür gebaute Gebäude anstelle der ehemaligen Halle «Schienenverkehr 1» wurde mit energietechnischen Ausstattungen der neusten Generation konzipiert: Minergie P ist Standard, die Energiezentrale läuft via Wassernutzung, und auf dem Dach sowie auf der Fassade wurden Photovoltaikanlagen installiert. Dank dieser Energiezentrale soll das gesamte Verkehrshaus künftig grösstenteils mit erneuerbarer Energie betrieben werden können. Bei der Realisierung des Projekts arbeitete das Verkehrshaus mit Partnern aus Politik, Verwaltung, Wissenschaft und Wirtschaft zusammen. Das «House of Energy» soll als Bildungsort für Schulen und Hochschulen sowie als Experimentierlabor und Innovationsstandort für das Initiieren und Begleiten von Aktivitäten und Projekten im Rahmen der nachhaltigen Mobilität dienen.

    Das Verkehrshaus der Schweiz in Luzern versteht sich mit seinen starken Besucherzahlen von 500’000 bis 600’000 Personen pro Jahr im Museum als Partner im Transformationsprozess hin zur angepeilten Netto-Null-Klimaneutralität im Jahr 2050. Mit der neuen Energieplattform sollen das Interesse und die Auseinandersetzung mit den Themen Energie und Mobilität mit Schwerpunkt Schweiz gefördert werden. Die Ziele umfassen die Wissensvermittlung, das Schaffen eines starken Bezugs zum Alltag der Besuchenden sowie die transparente Darstellung der Herausforderungen samt der möglichen Lösungsansätze und die Kommunikation in Bezug auf Schulen und die Berufswelt. Die interaktive Ausstellung wird im April 2023 eröffnet der Neubau und hat ohne Energiezentrale und Mieterausbau rund 37,8 Millionen Franken gekostet.

  • Neuer Durchgangsbahnhof Luzern

    Neuer Durchgangsbahnhof Luzern

    Der Bahnhof Luzern ist der sechstgrösste Bahnhof der Schweiz: Hier steigen täglich rund 100’000 Passagiere ein und aus. Das Problem: Die zweigleisige Zufahrt hat ihre Kapazitätsgrenze erreicht und ist störungsanfällig. Das prognostizierte Wachstum in der öV-Mobilität des Kantons Luzern beträgt bis 2030 rund 40 Prozent. Die Schienenmobilität ist in den letzten zehn Jahren bereits um 50 bis 100 Prozent gestiegen – insbesondere auf den kantonalen Hauptentwicklungsachsen.

    Das Bundesamt für Verkehr, die SBB, die Kantone Luzern, Nidwalden und Obwalden, die Stadt Luzern, der Regionale Entwicklungsträger LuzernPlus, der Verkehrsverbund Luzern und die Zentralbahn wollen darum mit dem Durchgangsbahnhof Luzern (DBL) das Bahnangebot ausbauen sowie verschiedene Infrastrukturprojekte realisieren. Der geplante Durchgangsbahnhof gilt als Generationenprojekt der Zentralschweiz.

    Die Visualisierung zeigt die Seitenansicht des Durchgangsbahnhofs.

    Geplant ist eine unterirdische Durchmesserlinie mit vier tiefergelegten Gleisen unter dem bestehenden Kopfbahnhof. Diese wird ergänzt durch eine 3.5 Kilometer lange unterirdische und doppelspurige Zu- und Wegfahrt ab Ebikon (Dreilindentunnel) sowie einer ebenfalls unterirdischen doppelspurigen Zu- und Wegfahrt in das Gebiet Heimbach (Neustadttunnel). Die bestehenden oberirdischen Abstellanlagen beim Bahnhof Luzern werden teils verschoben, da sie dann nicht mehr direkt mit dem unterirdischen Durchgangsbahnhof verbunden sind.

    Der DBL schafft die Voraussetzungen für schnellere Verbindungen im S-Bahn-System der Region sowie eine schnellere Nord-Süd-Verbindung via Luzern. Damit werden nicht nur die Weichen für mehr Mobilität gestellt, sondern auch für das Erreichen der Klimaziele im Sinne einer nachhaltigen Mobilitätsentwicklung. Denn in den Agglomerationen sowie bei Verbindungen zwischen regionalen Zentren liegt das grösste Verlagerungspotenzial zum Umstieg auf den öffentlichen Verkehr.

    Die vorgesehene Linienführung.

    Doch auch die wirtschaftlichen und städtebaulichen Entwicklungsmöglichkeiten werden mit dem DBL optimiert: Die Bevölkerung wird mobiler, und im Zentrum der Stadt Luzern entsteht dank dem Freiwerden oberirdischer Gleisinfrastruktur neuer Raum für städtebauliche Entwicklungen. Die beliebten Tourismus-Kantone Ob- und Nidwalden profitieren ausserdem von einer besseren Erschliessung.

    Von den Angebotsverbesserungen wird insbesondere die Achse Zürich–Zug–Luzern–Sursee–Olten profitieren. Gerade die Strecke Luzern–Zug–Zürich gilt als die meistbefahrene Bahnlinie im Raum Luzern. Der DBL verdichtet mit neu sechs Fernverkehrszügen von Luzern nach Zürich den Fahrplan, ermöglicht einen 30-Minuten-Takt als Basisangebot im Fernverkehr und den Viertelstundentakt im Regionalverkehr.

    Der DBL bietet die Möglichkeit, die im NEAT-Konzept vorgesehene Fahrzeit zwischen Luzern und Mailand zu bewerkstelligen und lässt das Tessin näher an die Deutschschweiz rücken: 20 Minuten Fahrzeit kann dank dem DBL eingespart werden. Die Nord-Süd-Verbindung via Luzern wird somit schneller sein als diejenige via Zürich, die über den stark frequentierten Hauptbahnhof Zürich führt.

    Das eidgenössische Parlament hat dem Ausbauschritt 2035 für die Bahninfrastruktur im Jahr 2019 zugestimmt. Die SBB arbeiten derzeit am Vorprojekt, dessen Abschluss in den ersten Monaten des Jahres 2023 erwartet wird. Darauf folgt die Prüfung der Resultate einer Studie zur Realisierungsabfolge, welche etwa weitere sechs Monate in Anspruch nehmen dürfte. 2027 wird das Bundesparlament darüber entscheiden, ob der DBL nach 2030 realisiert werden kann. Bei einem reibungslosen Ablauf könnte der Durchgangsbahnhof nach einer rund zehnjährigen Bauzeit frühestens im Jahr 2040 eröffnet werden.

    Die Kosten werden mit Abschluss des Vorprojekts vorliegen. Das Projekt wird über den Bahninfrastrukturfonds (BIF) finanziert. Auftraggeberin des Projekts DBL ist das Bundesamt für Verkehr (BAV). Den Auftrag für die Planung und Umsetzung haben die SBB. Die Bahninfrastruktur wird schrittweise ausgebaut – die Ausbauschritte werden alle vier Jahre vom National- und Ständerat festgelegt.

  • Limmattalbahn meldet 1,5 Millionen Fahrgäste

    Limmattalbahn meldet 1,5 Millionen Fahrgäste

    Die Aargau Verkehr AG (AVA) zieht nach den ersten 100 Betriebstagen eine positive Bilanz der neuen Limmattalbahn hinsichtlich Benutzerzahlen und Pünktlichkeit. Laut einer Medienmitteilung haben seit Beginn des Linienbetriebs am 11. Dezember 2022 rund 1,5 Millionen Fahrgäste die Bahn benutzt. An einem Wochentag befördern die Stadtbahnen 16‘000 Fahrgäste.

    Zu den meistfrequentierten Stationen zählen die Bahnhöfe Dietikon und Zürich Altstetten, die Haltestellen Zentrum in Schlieren, Oetwilerstrasse in Dietikon und am Einkaufszentrum Shoppi Tivoli in Spreitenbach. Die AVA stellt die hohe Pünktlichkeit heraus: 97 Prozent der Stadtbahnen treffen mit weniger als drei Minuten Verspätung am Ziel ein.

    Der Inbetriebnahme war eine gut zwölfjährige Planungs- und Bauzeit vorausgegangen. Vor Beginn des regulären Dienstes im Dezember wurden im zweiten Halbjahr 2022 Test- und Schulungsfahrten durchgeführt, um ein funktionierendes Zusammenspiel zwischen Infrastruktur, Leit- und Informationssystemen sicherzustellen. Im täglichen Fahrgastbetrieb mit höheren Belastungen sei es es in den ersten Betriebswochen vereinzelt zu Störungen und Verspätungen gekommen, heisst es in der Mitteilung der AVA. Diese Unregelmässigkeiten hätten durch technische Anpassungen und Optimierungen an den Fahrzeugen und den Anlagen behoben werden können. Die anfänglich knappen Umsteigezeiten seien in den ersten Betriebswochen optimiert worden.

    Die Bahn verkehrt auf 92 Prozent ihrer Strecke auf eigener Trasse unabhängig vom restlichen Verkehr. Wo sie die Fahrstrecke mit dem Individualverkehr teilt, sorgen Lichtsignalanlagen und Barrieren für sicheren Betrieb. Seit Betriebsbeginn ist es den Angaben zufolge zu sieben Kollisionen zwischen Personenwagen und Stadtbahnen gekommen. In allen Fällen sei Fehlverhalten oder Unaufmerksamkeit der Autofahrenden die Ursache gewesen.

  • Swisscharge.ch und Protoscar schliessen sich zusammen

    Swisscharge.ch und Protoscar schliessen sich zusammen

    Swisscharge.ch aus Gossau und Protoscar verschmelzen unter dem Namen swisscharge.ch. Beide Unternehmen sind Beteiligungen des Zürcher Energieversorgers Energie 360°. Mit dieser Fusion wird laut einer Medienmitteilung von Energie 360° das Ladenetz noch schneller ausgebaut und die Elektrifizierung von Wohnimmobilien und Firmenflotten vorangetrieben. Damit entstehe ein „umfassendes Kompetenzzentrum der Schweizer E-Mobilität“: Swisscharge.ch verfüge über 95’000 Nutzende und über 2600 öffentliche Ladepunkte und Protoscar über „umsetzungsnahes Beratungs-Know-how“.

    „Wir schaffen so die idealen Voraussetzungen für den beschleunigten Ausbau der verlässlichen, benutzerfreundlichen sowie effizienten nationalen Ladeinfrastruktur“, wird der Bereichsleiter Mobilität bei Energie 360°, Rami Syväri, zitiert. „Diese bildet die Grundlage für die fortschreitende Elektrifizierung der Schweizer Mobilität.“

    Der Markenname Protoscar wird bewahrt. Der bisherige Gesellschafter Touring Club Schweiz bleibt am fusionierten Unternehmen beteiligt und unterstützt den Angaben zufolge die Wachstumspläne. Stellen sollen nicht abgebaut, sondern im Gegenteil neu geschaffen werden.

  • Bundesrätin Sommaruga eröffnet Limmattalbahn

    Bundesrätin Sommaruga eröffnet Limmattalbahn

    Die Limmattalbahn ist offiziell eröffnet. Am Freitag, dem 9. Dezember, haben laut einer Medienmitteilung gut 400 geladene Gäste an der Eröffnungsfeier im Depot der neuen Stadtbahn in Dietikon an der Grenze zum Aargau teilgenommen.

    Bundesrätin Simonetta Sommaruga hat in ihrer Rede auf die Bedeutung des öffentlichen Verkehrs hingewiesen. „Die neue Bahn bringt Menschen zusammen und erleichtert es den Pendlerinnen und Pendlern, rasch und bequem zur Arbeit zu kommen“, wird die scheidende Verkehrsministerin in der Mitteilung zitiert. „Und sie fängt den Mehrverkehr auf, der durch die weitere Entwicklung hier im boomenden Limmattal zu erwarten ist.“

    Aus der Sicht der Zürcher Regierungsrätin Carmen Walker Späh stärkt die Limmattalbahn den öffentlichen Verkehr als „Rückgrat der Zürcher Mobilität massiv“. „Mit der Limmattalbahn wird die Lebensqualität, aber auch die Standortattraktivität der ganzen Region gesteigert“, zitiert die Medienmitteilung aus ihrer Rede.

    Der Aargauer Regierungsrat Stephan Attiger verweist auf die Rolle der Bahn beim Wachstum der Region. „So kann das grosse Potenzial dieses kantonsübergreifenden Raumes sinnvoll genutzt werden. Denn nur mit einer guten Erschliessung haben die neuen Wohn-, Arbeits- und Freizeitangebote nebeneinander Platz.“

    Der Bau der Bahn wird maximal 600 Millionen Franken gekostet haben. Budgetiert waren 755 Millionen Franken. „Gründe dafür sind unter anderem, dass die Reserven nicht in Anspruch genommen werden mussten und dass mehrere grosse Bauaufträge günstiger vergeben werden konnten“, begründet Daniel Isler, Geschäftsführer und Gesamtprojektleiter der Limmattalbahn, die Unterschreitung des Budgets.

  • «Zukunft Bahnhof Bern» schreitettrotz Verzögerungen voran

    «Zukunft Bahnhof Bern» schreitet
    trotz Verzögerungen voran

    Der Kanton und die Stadt Bern, der Bund, die SBB und der RBS spannen zusammen und haben gemeinsam das Projekt «Zukunft Bahnhof Bern» (ZBB) geplant. Das Gesamtprojekt ist in verschiedene Teilbereiche gegliedert:

    • Die SBB sind für den Bau der neuen unterirdischen Passage «Unterführung Mitte» verantwortlich. Die Arbeiten hierzu laufen seit dem Jahr 2017. Die neue Unterführung wird von der bestehenden Unterführung, dem Bubenbergplatz und von der Länggasse her zugänglich sein.
    • Der Regionalverkehr Bern-Solothurn (RBS) baut einen neuen RBS-Bahnhof unterhalb des SBB-Bahnhofs.
    • SBB Immobilien baut das Bubenbergzentrum 10-12 neu.
    • Die Stadt Bern trifft abgestimmt auf den Ausbau des Bahnhofs Massnahmen, um den Verkehr im Bahnhofumfeld neu zu organisieren und zu gestalten. Dazu gehört auch eine Verlängerung der neuen «Unterführung Mitte» vom neuen Bahnhofzugang Bubenberg direkt zum Hirschengraben.

    Mit diesem Grossprojekt verbessert der Kanton Bern seine Erreichbarkeit und fördert die Attraktivität des Wirtschaftsstandorts. Reisende profitieren künftig von mehr Platz und kürzeren Wegen innerhalb des Bahnhofs, in die Stadt und zu den Trams und Bussen. Die Publikumsanlagen im Bahnhof Bern werden so ausgebaut, dass sie der Entwicklung der Reisendenzahlen in Zukunft gerecht werden. «Vor Baustart 2016 gab es täglich ungefähr 270’000 Ein- und Aussteigende pro Tag im Bahnhof Bern. Anfang 2020 waren es bereits 320’000 und die Prognosen sprechen von rund 375’000 Ein- und Aussteigenden ab 2030. Entsprechend ist der Ausbau konzipiert», erklärt Angela Disch, Gesamtprojektleiterin SBB Infrastruktur.

    Der Umbau sei eine «Operation am offenen Herzen», sagt Disch und führt aus: «Schliesslich bauen wir unter anderem direkt unterhalb der befahrenen Gleise eine komplett neue Personenunterführung – und darunter entsteht auch noch der neue RBS-Bahnhof.» Eine der grössten He-rausforderungen sei es, die Bedürfnisse der verschiedenen Bauherrinnen und der Reisenden aufeinander abzustimmen. Ausserdem brauche es viel Rücksicht auf die Anwohnenden. «Nicht zuletzt sind in diesem urbanen Raum Flächen für Logistik, Maschinen und Baumaterial Mangelware», sagt Disch.

    Für «Zukunft Bahnhof Bern» wird mit Investitionen von gut einer Milliarde Franken gerechnet. Davon fallen rund 730 Millionen auf den RBS-Bahnhof. Das Projekt der SBB ist mit 375 Millionen budgetiert, und die Verkehrsmassnahmen der Stadt Bern sollen mit maximal 112 Millionen Franken zu Buche schlagen – die Stadtberner Stimmberechtigten haben den entsprechenden Kredit im März 2021 genehmigt. Die Kosten werden anteilsmässig vom Bund, dem Kanton Bern sowie der Stadt Bern getragen.

    Während sich die Bauarbeiten am RBS-Bahnhof verzögern, laufen die Arbeiten der SBB nach Plan. Allerdings wirken sich die Verzögerungen der Bauarbeiten des RBS-Bahnhofs auf den Ausbau der Publikumsanlagen aus. Statisch sind die Projekte der RBS und der SBB voneinander abhängig, da der RBS unterhalb der SBB-Baustelle und der bestehenden Perronhalle baut. Die SBB können die Ausbauarbeiten zur neuen Unterführung somit erst 2023 weiterführen, wenn der RBS Teile der Kaverne Nord (eine der beiden unterirdischen Hallen des neuen RBS-Bahnhofs) so weit gebaut hat, dass sie belastbar genug sind. Aus diesem Grund dürften die SBB ihre Ausbauten nach heutigem Stand ab April 2028 in Betrieb nehmen – rund ein Jahr später, als ursprünglich geplant.

    Nach Plan kann das Bubenbergzentrum 10-12 gebaut werden. Die Bauarbeiten starteten im März 2022 (siehe S. 40). Seit dem Jahr 2019 abgeschlossen sind der Bau des Zugangsstollens auf der Grossen Schanze sowie die Perronverlängerung. Ausserdem wurden die Perrons der Gleise 12/13 und 9/10 für ein barrierefreies Ein- und Aussteigen erhöht. Bis März 2023 werden Mikropfahlarbeiten an den Gleisen 1-8 vorgenommen, bevor die Unterführung weiter Richtung Süden ausgebaut werden kann.

    Auch der RBS-Bahnhof vermeldet trotz der Verzögerung Fortschritte: Bei der Kaverne Nord laufen die Ausbrucharbeiten auf der zweiten von vier Ebenen. Mit der definitiven Gewölbesicherung wurde zudem bereits begonnen. Währenddessen wird in der Südkaverne die Logistikkaverne fertiggestellt. Im Januar dieses Jahres konnten die Ausbrucharbeiten für den unteren Tunnelquerschnitt im Raum Hirschenpark/Eilgut abgeschlossen und mit den Betonierarbeiten für das Tunnelgewölbe begonnen werden. Rund 20 Meter unter den Abstellgleisen von SBB und BLS – im Untergrund des Eilguts – stehen die Aushubarbeiten kurz vor dem Abschluss. Hier sollen bis im Sommer 2022 die Bodenplatten eingebaut werden, auf denen später die Gleise für die RBS-Züge verlegt werden.

    Beim städtischen Projekt (Verkehrsmassnahmen Stadt Bern) liegt seit Februar 2022 die Vorprüfung vor, welche durch das kantonale Amt für Gemeinden und Raumordnung (AGR) durchgeführt wurde. Der Gemeinderat der Stadt Bern hat aufgrund der Ergebnisse anschliessend entschieden, ein gartendenkmalpflegerisches sowie ein Baumgutachten für die geplante Umgestaltung des Hirschengrabens in Auftrag zu geben. Ein archäologisches Gutachten soll zudem die genaue Situation der Tränke unter dem Hirschengraben eruieren. Diese Zusatzabklärungen sorgen für eine Verzögerung bei der öffentlichen Auflage des Projekts, die nun Ende 2022 / Anfang 2023 erfolgen dürfte. Die Bauarbeiten kann die Stadt Bern somit frühestens 2024 aufnehmen.

    Die Inbetriebnahme des neuen Bahnhofs Bern war von Anfang an gestaffelt vorgesehen. Das Credo lautet: Was fertig ist, wird in Betrieb genommen. So wird sichergestellt, dass die Öffentlichkeit schnellstmöglich vom neuen Bahnhof profitieren kann. Eine grosse Eröffnung ist also nicht geplant.


  • Electrosuisse weiht vielseitigen Ladepark ein

    Electrosuisse weiht vielseitigen Ladepark ein

    Electrosuisse hat an seinem Hauptsitz in Fehraltorf einen Ladepark für elektrisch angetriebene Fahrzeuge eingeweiht. Die e-mobile-Ladelösung des Fachverbandes für Elektro-, Energie- und Informationstechnik dient sowohl dem Wiederaufladen von E-Fahrzeugen als auch als Lernplattform für Mitarbeitende und Besucher, wie aus einer Medienmitteilung hervorgeht.

    Demnach verfügt der Ladepark über 22 sogenannte Wallboxen, also Ladepakete, verschiedener Hersteller. Ausserdem gibt es eine bidirektionale DC-Ladesäule. Darüber kann der Strom in zwei Richtungen fliessen, nämlich vom Haus ins Fahrzeug und umgekehrt. Dadurch wird ein Fahrzeug zum Energiespeicher.

    Gesteuert werden die Solaranlage, der Netzanschluss und die Ladestationen über zehn verschiedene Lastmanagements. Diese Auslegeordnung der Infrastruktur entstand den Angaben zufolge in Zusammenarbeit mit 20 Partnerunternehmen und dient auch der Veranschaulichung intelligenter Ladeinfrastruktur für Mitarbeitende und Besucher.

    „Obschon das Elektroauto in der Gesellschaft unterdessen angekommen ist, stellt sich immer noch die Frage nach der geeigneten Ladeninfrastruktur“, heisst es in der Medienmitteilung. Um die Profis der Branche für Neu- und Umbauten von Ladestationen fit zu halten, habe Electrosuisse „den vielseitigsten e-mobile-Ladepark der Schweiz realisiert“.

  • Jarowa überzeugt Investoren

    Jarowa überzeugt Investoren

    Das Zuger Start-up Jarowa hat sich in einer Serie-A-Finanzierungsrunde 12,4 Millionen Franken gesichert, wie aus einer Mitteilung hervorgeht. Angeführt wurde die Runde von der Risikokapitalgesellschaft Eos Venture Partners aus London. Ausserdem haben die moyreal holding AG aus Sarnen, die Helvetic Trust AG aus Zürich sowie ein Zürcher Family Office investiert.

    Jarowa betreibt eine Plattform mit Dienstleistungen für das Schadenmanagement. Dieses richtet sich in erster Linie an Versicherungen, Immobilienbewirtschafter und Leasinggesellschaften. Die aufgeführten Dienstleistungen umfassen die Bereiche Mobilität, Gebäude und Handwerk, Gesundheitswesen und Rechtsberatung. Im Schadenfall wird die Versicherungsdeckung automatisch geprüft und ein geeigneter Dienstleister ausgewählt. Die Schadenbehebung wird für alle Beteiligten digital abgewickelt.

    Jarowa will die Finanzierung nutzen, um seine Präsenz in Europa auszubauen, erklärt CEO Andreas Akeret in der Mitteilung. Derzeit ist die Plattform des Start-ups für Unternehmen aus der Schweiz, Deutschland, Italien und Grossbritannien zugänglich.

  • Drohnenschwärme messen Verkehr

    Drohnenschwärme messen Verkehr

    Ein Team um den Leiter des Labors für städtische Verkehrssysteme (LUTS) an der Eidgenössischen Technischen Hochschule Lausanne, Professor Nikolas Geroliminis, misst den Verkehr mit bisher unerreichter Genauigkeit. Dafür setzt es Drohnenschwärme ein. Die Videobilder wandelt es in Algorithmen um und analysiert die Daten. „Unser Ziel ist es nicht, den Verkehr zu überwachen, sondern die Ursachen für Staus zu finden und Lösungen auf der Grundlage von Fakten anzubieten“, wird Postdoktorand Manos Barmpounakis in einer Mitteilung zitiert.

    Das LUTS hat seine multidisziplinären Methode 2018 und 2019 getestet. Im vergangenen Sommer wurde sie bei der Überwachung und Bewertung von Parkflächen im Hafen von Pully VD erprobt. Mitte Mai 2022 wurde ein neues Experiment in Nairobi, der Stadt die im Hinblick auf Staus weltweit auf Platz 4 liegt, durchgeführt. Dabei zeigte sich, dass auch kulturelle Besonderheiten wie die Matatus genannten Kleinbusse zu berücksichtigen sind, „die je nach Bedarf Fahrgäste in einem unbeschreiblichen Verkehrschaos absetzen und aufnehmen“. Traditionelle Modellierungsansätze seien hierfür nicht direkt anwendbar.

    Für weitere Experimente erhielt das Labor einen Zuschuss von der Innovationsagentur Innosuisse. Damit soll diese CityDronics genannte Technologie durch ein in der Schweiz ansässiges Start-up zu einer marktfähigen Lösung weiterentwickelt werden. Es werde als erstes Drohnen in die urbane Mobilität integrieren. Mit Multisensoren könnten die Drohnen auch Belastungen durch CO2 und Lärm messen. An CityDronics seien bereits mehrere Städte interessiert.

  • Geplante SBB-Werkstätte im Tessin nimmt Hürde

    Geplante SBB-Werkstätte im Tessin nimmt Hürde

    Die SBB will in Bellinzonas Vorort Arbedo-Castione ein neues Werk bauen. Das Bundesamt für Verkehr hat dafür eine Projektierungszone von rund 150’000 Quadratmetern festgelegt. Dagegen wurden im März 2019 Beschwerden beim Bundesverwaltungsgericht eingereicht. Die Beschwerdeführenden argumentierten mit einer zu hohen Opferung von Fruchtfolgeflächen und wollten zudem einen anderen Standort im Gebiet Bodio/Giornico TI besser geprüft haben.

    Das Bundesverwaltungsgericht hat die Beschwerden nun wegen „mangelnder Legitimation der Beschwerdeführenden“ für unzulässig erklärt, wie aus einer Mitteilung hervorgeht. Das Urteil kann noch beim Bundesgericht angefochten werden.

    Nach den Plänen der SBB soll das Tessiner Werk bis 2027 fertiggestellt werden. Die Gesamtinvestitionen belaufen sich auf 580 Millionen Franken. Insgesamt sollen 360 Mitarbeitende und 80 Auszubildende im Werk beschäftigt werden.

  • Geteilte Mikromobilität schadet dem Klima

    Geteilte Mikromobilität schadet dem Klima

    Geteilte Mikromobilität ist klimaschädlicher als erwartet. Das zeigt eine Studie der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH). Deutlich werde dies, wenn in die Evaluierung der Klimawirkung von Mikromobilität auch einfliesse, wie elektrische Tretroller und Fahrräder tatsächlich genutzt werden: „E-Trottis und E-Bikes wirken im Betrieb auf den ersten Blick klimaschonend, da sie keine Verbrennungsmotoren besitzen“, so Daniel Jan Reck vom Institut für Verkehrsplanung und Transportsysteme der ETH Zürich in einem Bericht der ETH. „Für ihre Klimabilanz ist letztlich aber entscheidend, welche Verkehrsmittel sie typischerweise ersetzen.“

    Die Verkehrsforschenden um Reck konnten in ihrer Studie zeigen, dass geteilte E-Trottis und E-Bikes in der Stadt Zürich hauptsächlich nachhaltige Fortbewegungsarten ersetzen: Strecken zu Fuss, Fahrten mit dem öffentlichen Nahverkehr und mit dem Velo. So schadeten sie dem Klima mehr als dass sie nützen. „Ich halte das Sharing-Prinzip durchaus für sinnvoll“, so Reck. „Bei der Mikromobilität und ihren Klimafolgen scheint der Sachverhalt jedoch tatsächlich umgekehrt zu sein.“

    Anders stelle sich das Bild bei privat genutzten E-Trottis und E-Bikes dar. Diese ersetzen häufiger Fahrten mit dem eigenen Auto. Daher reduziere die private Mikromobilität CO2-Emissionen „und nützt dem Klima unter dem Strich“. Deshalb sei es sinnvoll, wenn Behörden das Pendeln mittels privater Mikromobilität förderten.

    Für seine Forschung erhielt Reck im Sommer 2021 den Young Researcher of the Year Award des International Transport Forum der OECD. Mit dem Preis zeichnet die Denkfabrik der Industriestaaten mit Sitz in Paris Nachwuchsforschende aus, deren Arbeit für verkehrspolitische Fragen bedeutend ist.

  • «Der Switzerland Innovation Park Ost hat eine Ausstrahlung weit über die Kantonsgrenzen hinweg»

    «Der Switzerland Innovation Park Ost hat eine Ausstrahlung weit über die Kantonsgrenzen hinweg»

    Zur Person
    Beat Tinner ist seit 2020 Mitglied der St. Galler Kantonsregierung und steht dem Volkswirtschaftsdepartement des Kantons St. Gallen vor. Er absolvierte eine kaufmännische Ausbildung beim Schweizerischen Bankverein (heute UBS) und danach einen Sprachaufenthalt in der Westschweiz. Er wurde 1997 im Alter von 26 Jahren Gemeindepräsident von Wartau und bekleidete das Amt bis 2020. Von 2000 bis 2020 war er Mitglied des Kantonsrats und davon die letzten vier Jahre Fraktionschef der FDP.

    Herr Regierungsrat Tinner, wie kann man die St. Galler Wirtschaft am treffendsten porträtieren?
    Wir sind primär ein Industriestandort, der sich ausgehend von der Textil- und Maschinenindustrie inzwischen erfolgreich im Hochtechnologiebereich etabliert hat. Dies verdanken wir besonders der Innovations- und Tatkraft vieler Unternehmer, die sich wie Bühler Group, Leica Geosystems oder SFS Group vom KMU zum Konzern entwickelt haben. Wir haben eine starke Bildungstradition: vom dualen Bildungsweg ausgehend über die regional verankerte, interkantonale Fachhochschule Ost bis zur internationalen Spitzenuniversität HSG. Die Wirtschaftsstruktur ist regional zwar recht heterogen, dafür sind wir breit diversifiziert und somit krisenresistenter. Dies alles, kombiniert mit einem technologie- und wirtschaftsfreundlichen Umfeld, bildet unseren einzigartigen Charakter.

    Wie meistert die St. Galler Wirtschaft die gegenwärtige Pandemie?
    Dank der wirtschaftlich bedeutenden, wiedererstarkenden Exportwirtschaft, der stabilen Bauwirtschaft und erneuter Konsumfreude ist wieder Optimismus zu spüren. Die nicht direkt betroffenen Branchen sind stabil durch die Krise gekommen. Dabei hat sicher auch das Instrument der Kurzarbeit mitgeholfen. Es wird jetzt wieder investiert und gebaut. Ausserdem konnten wir die schwerwiegenden Härtefälle mit Bundes- und Kantonsmitteln überbrücken.

    Ein von Ihnen erklärtes Ziel in der Pandemiezeit ist die Wiederbelebung und Stärkung der St. Galler Unternehmen. Welche Massnahmen haben Sie getroffen?
    Die aktuellen kantonalen Massnahmen umfassen die Unterstützung in Härtefällen, einen Schutzschirm für Sportanlässe sowie eine Unterstützung der Seilbahnunternehmen und Tourismusdestinationen. Die ersten beiden Instrumente werden vom Bund mitfinanziert, das dritte vom Kanton. Die Unterstützungsvorlage ist am 26. September vom St. Galler Stimmvolk gutgeheissen worden. Letztes Jahr wurden bereits Covid-Kredite bereitgestellt. Uns ist es gelungen, die direkt betroffenen Unternehmen wo nötig zu stützen, auch dank engem Dialog zwischen Kanton, Bund und Wirtschaft. Eine allgemeine Strukturbereinigung können und wollen wir mit den Massnahmen jedoch nicht aufhalten.

    Welche Vorzüge hat der Kanton St. Gallen als Standort für Unternehmen?
    Der Kanton liegt anteilsmässig beim Maschinenbau, der Präzisionstechnik, Elektronik und den optischen Technologien sowie bei unternehmensbezogenen IT-Dienstleistungen signifikant über dem Schweizer Mittelwert. In diesen Technologieschwerpunkten gibt es viele, gut ausgebildete Fachkräfte und bestens funktionierende Netzwerke. Im Vergleich zu anderen Landesregionen ist hier Bauland zu erschwinglichen Preisen erhältlich, und die Mieten sind moderat. Generell sind die Rahmenbedingungen sehr unternehmerfreundlich, beispielsweise durch schlanke Bewilligungsprozesse und kurze Wege. Einfach gesagt: Wer in St. Gallen etwas umsetzen will, ist willkommen und kommt mit seinen Projekten schneller und meist günstiger ans Ziel als anderswo.

    Wo muss sich der Kanton noch verbessern, wenn er für ansiedlungswillige Unternehmen attraktiver werden will?
    Bei der Unternehmensbesteuerung gibt es sicher noch ein paar Punkte zu verbessern. Bei der Infrastruktur haben wir im öffentlichen Verkehr einen Quantensprung mit der schnellen Bahnverbindung nach München gemacht, bezüglich Strasse fehlt bislang noch eine internationale Hochleistungsverbindung im Osten. Die Umsetzung der neuen Bau- und Planungsgesetzgebung ergab einen Moment lang eine gewisse Planungsunsicherheit, was mit einer weiteren Revision des Gesetzes abgefedert werden kann. Der Vollzug spielt sich jedoch inzwischen ein und bietet erneut verlässliche Rahmenbedingungen.

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    Der Park Ost soll
    international wahrgenommen werden
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    Welches sind die Schwerpunkte der Standortförderung im Kanton St. Gallen?
    Innovation und Start-ups sind ein wesentlicher Schwerpunkt, was sich beispielsweise mit der erfolgreichen Bewerbung bei Switzerland Innovation zeigt. Bezüglich Promotion sind wir mit unseren Nachbarkantonen Thurgau, Appenzell und mit der St. Gallen-Bodensee-Area unterwegs. Momentan sind wir durch Corona etwas eingeschränkt – wir hoffen aber, dass die stark auf persönlichen Kontakten beruhende Promotion bald wieder in Schwung kommt. Punkto Bereitstellung von Immobilien und der Arealentwicklung nehmen wir eine aktive Rolle ein; wir initiieren und begleiten als Kanton selber Entwicklungen, das heisst: Wir unterstützen Gemeinden bei überkommunalen Arealentwicklungen und vermitteln Immobilienangebote an Interessenten.

    Welche Vorhaben in Sachen Verkehr und Mobilität stehen ganz oben auf Ihrer Agenda?
    Ein Doppelspurausbau im Rheintal, der ab 2024 einen Halbstundentakt zwischen Chur und St. Gallen erlaubt, der laufende Doppelspurausbau für die S-Bahn nach Rapperswil sowie Kapazitätssteigerungen Richtung Zürich durch den Ausbau am Bahnknoten Wil. Zudem arbeiten wir bereits an den Ausbauschritten für kommende Generationen. Eine Trambahn in St. Gallen soll vertiefter geprüft werden, ebenso eine Anbindung zu Cargo sous Terrain.
    Welche gelungenen Mobilitäts-Projekte würden Sie als Ihre bisherigen «ÖV-Meilensteine» bezeichnen?
    Im Juni konnte ich den Doppelspurausbau mit dem neuen Bahnhof Rorschach einweihen. Dies ist ein Teil der laufend verbesserten Eurocity-Verbindung zwischen Zürich, St. Gallen und München. Der Spatenstich zum vorher erwähnten Doppelspurausbau nach Rapperswil ist im September erfolgt. Allein diese Beispiele zeigen, dass bezüglich Infrastruktur einiges läuft.

    Das Vorantreiben von Innovationen ist Ihnen ein grosses Anliegen. Wie wichtig ist die kürzlich erfolgte Gründung des Innovationsparks Ost?
    Die Gründung der «Switzerland Innovation Park Ost AG», wie es jetzt offiziell heisst, ist der Schlüssel. Damit können wir einerseits die Ostschweizer Innovationsnetzwerke nachhaltig festigen und uns gleichzeitig mit dem Thema auf der internationalen Landkarte positionieren. Wir sind überaus glücklich, dass die Ostschweiz nun auch Teil dieses Schweizer Netzwerks ist. Bereits bei der Erarbeitung des Bewerbungsdossiers sind die Akteure von Forschung, Wirtschaft und der öffentlichen Hand in eine sehr konstruktive Zusammenarbeit getreten. Jetzt ist es entscheidend, dass die konkrete Manifestation der Infrastruktur gelingt. Ich bin zuversichtlich, dass wir dies schaffen, weil wir auf einem lebendigen Innovations- und Unternehmensstandort bei der Empa St. Gallen aufbauen können.

    Was ist der aktuelle Stand des Campus-Projekts Buchs?
    Buchs ist als Standort der Ostschweizer Fachhochschule, der Berufsschule und des Forschungs- und Innovationszentrums Rheintal RhySearch bereits gut aufgestellt. Aus diesem Grund, und da auch Baulandreserven vorhanden sind, ist der Campus Buchs zum Aussenstandort des Park Ost deklariert worden. Aktuell sind mehrere Projekte für die Aufwertung des Campus in Arbeit, unter anderem ein Motel für Studenten, Dozenten und Arbeitskräfte. In Kürze wird für die Brusa Elektronik AG ein Neubau eröffnet. Dieser Neubau ist als privatwirtschaftlich finanziertes Projekt gelungen, das dennoch zum Campus Buchs gerechnet wird. Der Brusa Neubau stellt ein Element im Konzept des «Zentrums Präzisionsindustrie» dar, wofür weitere baureife Flächen beim Campus verfügbar sind.

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    Co-Working-Spaces haben von der Pandemie profitiert
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    Welche Bedeutung haben die beiden Projekte für die Region und den Kanton St. Gallen?
    Der Park Ost hat eine Ausstrahlung weit über die Kantonsgrenzen hinweg und soll schliesslich auch international wahrgenommen werden. Die in der Ostschweiz und Liechtenstein bereits gelebte Innovationskultur wird damit klar sichtbar. Der Campus Buchs ist für das industriell geprägte Alpenrheintal ein Nukleus für Innovation, Bildung und Technologie.

    Welche weiteren wichtigen Projekte in Sachen Innovation und Forschung stehen in naher Zukunft an?
    Priorität hat momentan sicher die Umsetzung des Park Ost. Aus den Netzwerken der Empa, HSG, Kantonsspital sowie der Industrie gilt es konkrete Angebote und Innovationsprojekte zu kreieren. Besonders innovative Kooperationsformen werden angeregt und bei Bedarf unterstützt. Im Erstkontakt mit den KMU spielt dabei das Innovations-Netzwerk Ostschweiz INOS mit seinen regionalen Kontaktstellen eine wichtige Rolle.

    Das Thema Co-Working-Spaces ist auch im Kanton St. Gallen von grosser Bedeutung. Wie sind die neu gegründeten Co-Working-Spaces durch die Krisenzeit gekommen?
    Nach den mir vorliegenden Informationen gab es zwar im Lockdown einige Leerstände und Einbussen. Die Büros, auch die neu gegründeten, haben jedoch insgesamt von der Situation profitiert: Einige sind vom Homeoffice in das Co-Working ausgewichen und haben jetzt Gefallen an der neuartigen Arbeitsform gefunden.

    Welche Entwicklung erwarten Sie in diesem Bereich?
    Aufgrund der Flexibilisierung und Digitalisierung der Arbeitswelt entspricht diese Arbeitsform zunehmend einem Bedürfnis. Zukunftsfähig erscheint mir besonders das Modell, wenn beispielsweise in Inkubatoren wie dem Startfeld eine innovative Atmosphäre durch ähnlich interessierte Arbeitskräfte, Start-ups und Freiberufliche entsteht.

    Mit dem «Energiekonzept 2021–2030» stehen bis 2030 rund 150 Millionen Franken für energetische Investitionen zur Verfügung. Welche Punkte sind für Eigentümer von Wohn- und Geschäftsliegenschaften die wichtigsten?
    Zusätzlich zur bisherigen Förderung von energetischen Sanierungen werden die Beratungsangebote ausgeweitet, beispielsweise die finanzielle Unterstützung für die Betriebsoptimierung von Mehrfamilienhäusern und Dienstleistungsbauten. Weitere Zusätze sind die Produktion und Nutzung erneuerbarer Energien, etwa durch eigene Solarmodule sowie der sommerliche Wärmeschutz.

  • Innovationspark Dübendorf soll sich auf Mobilität ausrichten

    Innovationspark Dübendorf soll sich auf Mobilität ausrichten

    Eine vom Regierungsrat des Kantons Zürich eingesetzte Projektgruppe hat seit September 2020 eine Gesamtschau für das Flugplatzareal Dübendorf erstellt. Nun hätten die Mitglieder der Behördendelegation den Synthesebericht unterzeichnet, informiert die Staatskanzlei des Kantons Zürich in einer Mitteilung. Das Flugplatzareal soll als Innovationspark, Flugplatz und für militärische Zwecke genutzt werden.

    „Aus Gründen der Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit“ und „mit Rücksicht auf die Bevölkerung“ werde „etappenweise nur das gebaut, was gebraucht wird“, erläutert die Staatskanzlei. Ihr zufolge soll das Projekt „ein Leuchtturm für eine innovative urbane Entwicklung werden, insbesondere in den Bereichen Umweltverträglichkeit, Nachhaltigkeit und schonendem Umgang mit Ressourcen“.

    Konkret sieht die Gesamtschau eine Unterteilung des Areals in vier Teilgebiete vor. Auf Teilgebiet A soll der Innovationspark mit den Schwerpunkten Mobilität, Robotik, Aviatik, Raumfahrt sowie moderne Fertigungstechnologie- und Materialforschung entstehen. Auf Teilgebiet B werden sich Innovationspark und ein Forschungs- und Werkflugplatz zu einem Aviatikcluster verbinden. Teilgebiet C ist für Nutzungen mit hohen Sicherheitsanforderungen reserviert. Die aviatischen Infrastrukturen sind im Teilgebiet D angesiedelt, in dem der Naturschutz eine zentrale Rolle spielen wird. Ein Flugplatzrundweg soll das Areal für Erholung und Freizeit der Bevölkerung nutzbar machen.

    Im nächsten Schritt soll nun das Planungsrecht für alle Teilbereiche geschaffen werden, heisst es in der Mitteilung. Konkret werden dort ein kantonaler und ein regionaler Richtplan sowie die kommunale Richt- und Nutzungsplanung genannt. Der kantonale Richtplan wird vom 6. September bis zum 5. November öffentlich aufgelegt.

    Die Zürcher Handelskammer (ZHK) begrüsst das Bekenntnis zur Dreifachnutzung als Innovationspark, ziviler und militärischer Flugplatz. Die Vision eines international führenden Standorts für die Forschung und Entwicklung an Mobilitätslösungen sei unterstützenswert, schreibt sie in einer Mitteilung. Allerdings bedauert sie den Verzicht auf die Geschäftsfliegerei. Diese sei für die Attraktivität des Wirtschaftsraums wichtig. Daher sollten die Türen für sie nicht endgültig geschlossen werden.

  • Riedtli startet Pilot für umweltschonende Mobilität

    Riedtli startet Pilot für umweltschonende Mobilität

    Die Wohnsiedlung Riedtli erhält ab Mitte Juli 14 Ladestationen für elektrische Autos. Im Zuge einer Neuvermietung der Anwohnerparkplätze richtet die Stadt Zürich zudem vier Parkplätze für Carsharing-Angebote und weitere Flächen für elektrische Lastenvelos ein. Das Pilotprojekt soll umweltfreundliche Mobilität in Wohnsiedlungen fördern und später auf andere Gebiete übertragen werden, heisst es in einer Medienmitteilung.

    Für die Anwohner der Riedtli-Siedlung an der Grenze zwischen Zürich-Unterstrass und -Oberstrass fallen von bisher 20 Parkplätzen vier weg. Die 16 verbleibenden decken immer noch die Nachfrage, heisst es in der Medienmitteilung. Auf den vier neu vermieteten Flächen parken künftig drei E-Fahrzeuge des Carsharing-Anbieters Mobility und ein mit Benzin betriebener Mietwagen der Firma enterprise. Neu hinzu kommen drei elektrische Lastenvelos von der Firma carvelo2go. Insgesamt 14 der 23 Parkflächen werden zu Ladestationen für E-Autos umgebaut.

    Das Pilotprojekt ist ein Schritt in Richtung einer 2000-Watt-Gesellschaft, die seit 2008 in Zürichs Gemeindeordnung verankert ist. Sie hat zum Ziel, die Stadt bis 2040 klimaneutral zu machen. „Um unsere Klimaziele zu erreichen, muss der Verkehr gezielt reduziert, verlagert und elektrifiziert werden. Der Umstieg zur Elektromobilität soll auch mit dem Ausbau von Ladestationen gefördert werden. Indem Autos geteilt und nur dann genutzt werden, wenn man sie wirklich braucht, tragen Menschen zu einer umweltfreundlichen Mobilität bei“, wird Stadtrat Daniel Leupi in der Medienmitteilung zitiert.

  • Schweizer Bahnhöfe schneiden mässig ab

    Schweizer Bahnhöfe schneiden mässig ab

    Von 50 untersuchten Bahnhöfen in Europa schneiden die Bahnhöfe Bern und Zürich bei der Passagierfreundlichkeit mässig bis schlecht ab. So landete der Bahnhof Bern laut Medienmitteilung im European Railway Index 2021 auf Platz 40, der Zürcher Bahnhof immerhin auf Rang 21.

    Die Verbraucherschutzgruppe Consumer Choice Center mit Sitz in Washington hat in ihrem Index unter anderem das Einkaufserlebnis, die Barrierefreiheit, das WLAN-Netz, die Anzahl der nationalen und internationalen Ziele sowie die Auswahlmöglichkeiten an Reiseanbietern untersucht.

    So hat der Hauptbahnhof in Bern zwar Toiletten für Rollstuhlfahrende, mit sechs Geschäften und acht Restaurants aber nur ein sehr eingeschränktes Angebot zum Essen und Einkaufen. Der Hauptbahnhof Zürich bietet dafür mehr als 53 Shops und 39 Restaurants, stellt aber keine barrierefreien Toiletten für Rollstuhlfahrende zur Verfügung.

    Am besten schnitt der Leipziger Hauptbahnhof vor dem Wiener Hauptbahnhof und St.Pancras in London ab. Der Bahnhof im deutschen Bundesland Sachsen bietet laut Medienmitteilung die meisten inländischen Zielen, viele Geschäfte und Restaurants sowie mehrere Eisenbahnunternehmen.

  • Elektromobilität braucht neue Ziele

    Elektromobilität braucht neue Ziele

    Bundesrätin Simonetta Sommaruga hat mit Akteuren der Elektromobilität diskutiert, was deren raschem Ausbau förderlich ist. Bei einem Spitzentreffen mit hochrangigen Vertreterinnen und Vertretern der Automobil-, Elektrizitäts-, Immobilien- und Fahrzeugflottenbranche sowie der Kantone, Städte und Gemeinden wurden neue Zielsetzungen skizziert.

    Sie sollen sich an die Ziele anschliessen, die für das Jahr 2022 angestrebt waren. Laut einer gemeinsamen Medienmitteilung des Eidgenössischen Departements für Umwelt, Energie und Kommunikation sowie der Bundesämter für Energie und Strassen waren sie mit einem Anteil elektrischer Fahrzeuge von 15,1 Prozent im Februar 2021 bereits erreicht.

    Einer der Vorschläge sieht Informations- und Beratungsangebote sowie attraktivere und preislich interessante Dienstleistungen rund um den Kauf von Steckerfahrzeugen vor. Zudem soll die Anzahl öffentlicher Ladestationen schneller steigen. Dafür bedürfe es geeigneter Massnahmen zur Beschleunigung von Planung und Bau. Ausserdem müssten Nutzung und Abrechnungssysteme einfacher und transparenter werden. Schliesslich gelte es, mehr Lademöglichkeiten am Parkplatz vor dem Haus oder in der Tiefgarage von Mehrfamilienhäusern zu schaffen.

    Die Akteure der Roadmap Elektromobilität würden diese Ziele in den kommenden Monaten ausarbeiten und daraus geeignete Massnahmen ableiten. Mit ihrer Umsetzung soll zügig begonnen werden. „Der Erfolg in der Elektromobilität zeigt: Die Bevölkerung will klimafreundlich leben und sauber unterwegs sein“, so Sommaruga. „Gemeinsam machen wir es möglich.“

  • Stadt Zürich schenkt eigenen Mietern Abo für Mobility

    Stadt Zürich schenkt eigenen Mietern Abo für Mobility

    Die Stadt Zürich will eine umweltfreundliche Mobilität fördern. Dafür stellt sie jetzt den Mietern ihrer Wohnungen ein Jahresabonnement für den Autoteil-Dienst Mobility kostenlos zur Verfügung, schreiben die Stadt und Mobility in einer gemeinsamen Mitteilung. Wer in einer der 9200 städtischen Wohnungen lebt und einen Fahrausweis der Kategorie B besitzt, kann seit März ein solches Jahresabonnement in Anspruch nehmen. Die Nutzer müssen dann nur noch für die Dauer oder die Reichweite der Nutzung der Fahrzeuge von Mobility zahlen.

    Die Stadt zahlt Mobility dafür pauschal 12‘000 Franken. Die Ausgabe habe weder für die Mieten noch für die Steuerzahlenden Auswirkungen, schreibt sie in ihrer Mitteilung.

  • Neues Gesetz soll Pilotprojekte zum Mobility-Pricing ermöglichen

    Neues Gesetz soll Pilotprojekte zum Mobility-Pricing ermöglichen

    Mobility-Pricing mit unterschiedlichen Tarifen für Haupt- und Nebenzeiten könne Verkehrsprobleme entschärfen, erläutert der Bundesrat in einer Mitteilung. Dies habe eine theoretische Wirkungsanalyse für den Kanton Zug gezeigt, heisst es dort weiter. Der Bundesrat will das Verfahren deshalb auch in der Praxis testen lassen.

    Dazu hat der Bundesrat ein auf zehn Jahre befristetes Gesetz erarbeitet, dass Pilotprojekte zu Mobility-Pricing rechtlich ermöglicht und die Grundlagen für ihre finanzielle Unterstützung legt. Dieses Gesetz werde nun in die Vernehmlassung geschickt, informiert der Bundesrat in der Mitteilung.

    In der Vorlage wird Kantonen und Gemeinden die Möglichkeit eingeräumt, Pilotprojekte zur Beeinflussung des Mobilitätsverhaltens im Individualverkehr und im öffentlichen Verkehr durchzuführen. Falls die Projekte eine Abgabepflicht vorsehen, müssen sie vom Kanton bewilligt werden. Darüber hinaus muss der verantwortliche Kanton eine Genehmigung des Eidgenössischen Departements für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation einholen. Projekte, bei denen die Teilnahme freiwillig ist, können auch von Organisationen durchgeführt werden, heisst es in der Mitteilung.

    Im Rahmen einer Anfrage des Bunds vom letzten Februar hätten bereits verschiedene Städte und Kantone Interesse an einem Pilotprojekt angemeldet, informiert der Bundesrat in der Mitteilung weiter. Für einige dieser Projekte sollen nun zunächst Machbarkeitsstudien erstellt werden. Mit in Kraft treten des neuen Gesetzes könnten realisierbare Projekte dann gestartet werden.

  • VolkerWessels investiert in Parquery

    VolkerWessels investiert in Parquery

    Parquery hat eine erfolgreiche Finanzierungsrunde abgeschlossen, wie aus einer Mitteilung auf LinkedIn hervorgeht. Die Ausgliederung aus der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH) konnte dabei das niederländische Bau- und Anlagenbauunternehmen VolkerWessels als Investor gewinnen.

    Parquery hat eine Software entwickelt, welche Bilder von Strassenkameras in Echtzeit analysiert. Damit können sich Autofahrer beispielsweise darüber informieren, ob sich in ihrer Nähe freie Parkplätze befinden. Die Plattform kann aber etwa auch zur Analyse des Verkehrsflusses in Städten eingesetzt werden. Insgesamt hilft sie beim Aufbau von intelligenten Städten.

    Mit dem frischen Geld will Parquery seine Plattform einerseits im Bereich des intelligenten Parkens stärken. Andererseits soll sie für neue Lösungen im Bereich der intelligenten Städte weiterentwickelt werden.

    Parquery arbeitet seit einigen Jahren auch mit Hyrde, einem Tochterunternehmen von VolkerWessels, zusammen. Hyrde setzt die Lösung von Parquery beispielsweise bei Sicherheitsanwendungen an Flughäfen sowie bei intelligenten Mobilitätsprojekten in Städten ein.

  • ABB liefert Elektroantrieb für Luxusyacht

    ABB liefert Elektroantrieb für Luxusyacht

    ABB und Oceanco haben eine Zusammenarbeit im Bereich der nachhaltigen Schiffsantriebe beschlossen. Zunächst wird ABB zwei 2,5-Megwatt-Azipod-Einheiten sowie Antriebs- und Steuerungseinheiten für eine Superyacht von Oceanco liefern, wie aus einer Medienmitteilung hervorgeht.

    Das Azipod-System von ABB basiert den Angaben des Unternehmens zufolge „auf einem steuerbaren Antriebssystem, dessen elektrischer Antrieb in einer Gondel unterhalb des Schiffsrumpfes angebracht ist“. Es kann den Treibstoffverbrauch im Vergleich zu herkömmlichen Wellenantrieben um bis zu 20 Prozent senken.

    Diese erste Lieferung sei der Start für eine intensivere Kooperation mit Oceanco, wie ABB in seiner Mitteilung schreibt. Das Unternehmen geht davon aus, dass der Markt für nachhaltige Elektroantriebe bis 2025 auf voraussichtlich mehr als 10 Milliarden Dollar wachsen wird.

    „Wir freuen uns sehr, diesen ersten Vertrag mit Oceanco abgeschlossen zu haben und sind gespannt auf die zukünftige Zusammenarbeit. Als wichtige Grundlage unserer Beziehung vereint unsere beiden Unternehmen der Anspruch, unser Geschäft nachhaltig weiterzuentwickeln“, lässt sich Thomas Hackman von ABB Marine & Ports zitieren.

  • NeoVac nutzt App von eCarUp für Ladestationen

    NeoVac nutzt App von eCarUp für Ladestationen

    NeoVac nutzt zur Abrechnung der verbrauchsabhängigen Kosten für E-Ladestationen in Mehrfamilienhäusern und Arealen neu die App NeoVac my Charge. Damit reagiert der Spezialist für Gebäude- und Umwelttechnik mit Sitz in Oberriet laut einer Medienmitteilung auf die steigende Nachfrage nach E-Ladestationen in Gebäuden.

    Die App wurde von der Zuger eCarUp AG entwickelt. Das junge Unternehmen bietet eine umfassende Softwarelösung für den Aufbau von Ladeinfrastruktur. Sein Backend ermöglicht die Abrechnung, die Überwachung, das Lastmanagement und die Wartung von E-Ladestationen.

    NeoVac erstellt mit seinem schweizweiten Servicenetz jährlich für über 400’000 Wohnungen die verbrauchsabhängigen Energie- und Wasserkostenabrechnungen. Das Rheintaler Unternehmen habe sich zum Ziel gesetzt, für jeden abrechnungsrelevanten Messpunkt in einem Gebäude eine Lösung zu bieten. „Die Zahlen der Neuzulassungen von Elektrofahrzeugen steigt deutlich an und Mieter fragen immer mehr Lademöglichkeiten nach“, so Pascal Welti, Leiter Energy Consulting bei NeoVac. Deshalb habe sein Unternehmen nun eine App dafür lanciert.

    Sie ermöglicht es Fahrern elektrischer Autos, Ladestationen freizuschalten und den bezogenen Strom zu bezahlen. Ausserdem werden die Ladedaten direkt in die App NeoVac myEnergy übertragen. Dort erhalten Nutzende einen Überblick über ihren persönlichen Verbrauch und eine direkt abrufbare Energiekostenabrechnung.

    NeoVac biete ausserdem Komplettlösungen für E-Mobility-Infrastrukturprojekte mit schweizweitem Vertriebs- und Servicenetz an. Darüber hinaus könnten Ladestationen „auch in Abhängigkeit von PV-Anlage, Batteriespeicher oder Wärmepumpe angesteuert werden“. Das steigere den Eigenverbrauch und die Wirtschaftlichkeit von Photovoltaikanlagen.

  • BKW schafft Kompetenzzentrum für Elektromobilität

    BKW schafft Kompetenzzentrum für Elektromobilität

    Die BKW will laut einer Medienmitteilung zur Komplettanbieterin im Bereich der Elektromobilität werden. Dafür soll ein neues Kompetenzzentrum aufgebaut werden. Die Dienstleistungen dieses neuen Zentrums werden den Angaben zufolge die Planung, Installation und Integration von Ladeinfrastrukturen umfassen. Die BKW wird aber etwa auch für die Abrechnung verantwortlich sein.

    Mit dem Kompetenzzentrum reagiert die BKW auf die steigende Nachfrage nach Stromfahrzeugen. Diese führe auch zu steigendem Interesse an integrierten E-Mobilitätslösungen. Laut der BKW sind vor allem Fahrzeughersteller, Garagen und die Immobilienwirtschaft an solchen Angeboten interessiert.

    „Die Kopplung der erneuerbaren Energieproduktion mit dem Verkehrssektor ist eine der Chancen, um die erneuerbaren Energien in ein zuverlässiges Energieversorgungssystem einzubinden“, wird Suzanne Thoma, CEO der BKW, in der Mitteilung zitiert. „Mit dem Ausbau unserer Kompetenzen im Feld der Elektromobilität ergänzen wir unsere bestehenden Lösungen der dezentralen, erneuerbaren Energie- und Wärmeproduktion in Gebäuden und bieten so sektorübergreifende integrierte Full-Service Energielösungen“, so Thoma weiter.

  • Urban Connect baut E-Flotten-Angebot aus

    Urban Connect baut E-Flotten-Angebot aus

    Die Urban Connect AG konnte laut einer Medienmitteilung eine Seed-Finanzierungsrunde erfolgreich abschliessen. Dabei nahm das Mobility-as-a-Service-Unternehmen 2,5 Millionen Franken ein.

    Urban Connect ist laut der Mitteilung Europas erste multimodale Mobilitätsplattform, die Unternehmen den Betrieb emissionsarmer Flotten ermöglicht. Alle Fahrzeuge – vom Elektrofahrrad über Elektroroller bis zu Elektrolastenrad und zum Elektroauto – bietet Urban Connect zur geteilten Nutzung an. Sie sind über eine App zu buchen. Zusätzlich erlaube die App die „einfache“ Integration existierender Fahrzeugflotten. Dieses Angebot helfe Firmen, „grünere, smartere und gesündere Arbeitsumgebungen zu schaffen – und sauberere Städte für alle“, wird CEO Judith Häberli in der Mitteilung zitiert.

    Teil der jetzt abgeschlossenen Finanzierungsrunde ist eine Kreditbürgschaft vom Technologiefonds des Bundesamts für Umwelt. Dieser, so heisst es auf seiner Internetseite, „verbürgt Darlehen an Schweizer Unternehmen, deren neuartige Produkte eine nachhaltige Verminderung von Treibhausgasemissionen ermöglichen“. Diese Unterstützung „erlaubt es uns, unsere Aktivitäten zu intensivieren“, so Judith Häberli.

    Die frischen Mittel würden in die Weiterentwicklung der digitalen Mobilitätsplattform fliessen, „insbesondere zur Steuerung grosser Fahrzeugflotten“, heisst es in der Mitteilung. Desweiteren sei die Entwicklung eigener Datenanalysesoftware geplant. Mit deren Hilfe könne Urban Connect seinen Kunden datenbasierte Empfehlungen zur effektiven Auslastung ihrer Fahrzeugflotten geben.

  • Juice Technology und Athlon elektrifizieren Fuhrparks

    Juice Technology und Athlon elektrifizieren Fuhrparks

    Die Juice Technology AG und die Athlon Germany GmbH treiben die Elektrifizierung von Autoflotten voran. Der Hersteller von Ladestationen und -software mit Sitz in Cham und der Düsseldorfer Leasinganbieter und Flottenmanager haben gemeinsam eine mobile Ladestation entwickelt. Sie soll das Aufladen von Dienstfahrzeugen in unterschiedlichen Situationen so bequem wie möglich machen.

    Mit dem Juice Booster 2 könnten alle Anwendungsbereiche abgedeckt werden, erklärt der Gründer und CEO von Juice Technology, Christoph Erni, in einer Medienmitteilung: als montierte Wallbox, als mobile Ladestation und als Typ 2-Ladekabel für öffentliche Ladestationen. „Speziell für Aussendienstmitarbeiter, Vertrieb und Transportdienstleistungen, die durch überregionale Einsatzgebiete meist weite Strecken zurücklegen und nicht jeden Abend zu Hause oder im Unternehmen laden können, stellt der Juice Booster 2 die optimale Lademöglichkeit dar“, wird André Girnus, Geschäftsführer von Athlon Germany, an selber Stelle zitiert. „Mit Juice Technology haben wir einen innovativen Partner gefunden, um unsere Kunden bestmöglich auszustatten.“

    Das Ladegerät ist mit allen Elektroautos mit Typ 1- und Typ 2-Anschluss kompatibel. Die integrierte Gleich- und Wechselstrom-Fehlererkennung löst laut Unternehmensangaben effektiv bei dem vorgeschriebenen Wert aus. Dadurch benötige die Zuleitung keinen zusätzlichen teuren FI-B-Schutzschalter. Mit einer Kabellänge von fünf Metern und einem diebstahlsicheren Adapterschloss könne das Elektroauto für den Ladevorgang flexibel geparkt werden.

    Zudem sei der vom TÜV zertifizierte Juice Booster 2 weltweit die erste mobile Ladestation mit bis zu 22 Kilowatt, die der aktuell gültigen Norm IEC 62752 entspricht und das ein- bis dreiphasige Laden von E-Fahrzeugen mit bis zu 32 Ampère ermöglicht. Das mobile Ladegerät eigne sich auch ideal für den internationalen Einsatz.

  • Schweiz unterzeichnet internationale Erklärung für E-Mobilität

    Schweiz unterzeichnet internationale Erklärung für E-Mobilität

    Die Schweiz hat laut einer Medienmitteilung des Bundesamts für Energie (BFE) am Donnerstag im Rahmen des Global e-Mobility Forum 2020 eine internationale Deklaration für das Null-Emissionen-Ziel im Verkehr unterzeichnet. Diese Erklärung trägt den Titel „Katowice Partnership for E-Mobility“. Sie wurde im Dezember 2018 bei der Weltklimakonferenz im polnischen Kattowitz geboren. Heute gehören ihr 44 Staaten und rund drei Dutzend subnationale Verwaltungseinheiten, Städtebünde und Nichtregierungsorganisationen an.

    Bereits damals hatten sich nach Angaben der Ausrichter 38 Länder aus fünf Kontinenten sowie Organisationen und Allianzen dieser Erklärung angeschlossen, ebenso wie 1500 Städte und Regionen sowie 1200 Unternehmen. Insgesamt repräsentierten sie über ein Drittel der Weltbevölkerung. Die Schweiz habe die Erklärung seinerzeit wegen der „anstehenden gesetzgeberischen und politischen Arbeiten nicht unterzeichnet“, so das BFE in der Mitteilung.

    Jedoch hätten noch im Dezember 2018 das Eidgenössische Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) und „zahlreiche Schweizer Akteure“ die Roadmap Elektromobilität 2022 „sehr erfolgreich“ lanciert. Ziel dieser Roadmap ist, den Anteil der Elektrofahrzeuge an den Neuzulassungen bis 2022 auf 15 Prozent zu erhöhen. „Damit steht der Unterzeichnung der ,Katowice Partnership for E-Mobility‘ nichts mehr im Wege.“

    Sie bringe „keine Rechte und Verpflichtungen“ mit sich. Doch die unterzeichnenden Länder und Organisationen sollen emissionslose Fahrzeuge fördern, Flottenziele festlegen und international zusammenarbeiten. Weitere Ziele seien die Förderung des grünen öffentlichen Verkehrs, der Ausbau einer intelligenten Infrastruktur, die Verbesserung der Luftqualität sowie Forschung und Entwicklung in diesen Bereichen.

  • Bellinzona bekommt innovatives Quartier

    Bellinzona bekommt innovatives Quartier

    In Bellinzona wird mitten im Zentrum ein neues Stadtviertel mit Modellcharakter entstehen. Unter den fünf eingereichten Vorschlägen hat sich eine Expertenjury der Stadt nun für das Projekt Porta del Ticino (Tor zum Tessin) entschieden. Hohe Aufmerksamkeit schenkt es den Themen Nachhaltigkeit, Intergenerationalität und langsame Mobilität. Insbesondere sei dort auch ein Innovationspark geplant, schreibt die Stadt in einer Medienmitteilung.

    Darüber hinaus ist auch Wohnraum für 2500 Personen vorgesehen, schreibt das Tessiner Blatt „La Regione“. Das von der Stadt in ihrer Mitteilung als „epochal“ und „tiefgreifend“ bezeichnete Stadtentwicklungsprojekt wurde der Öffentlichkeit von den Partnern Bellinzona, SBB und Kanton Tessin nun vorgestellt. Alle Entwürfe sind bis zum 7. November auf der Piazza del Sole ausgestellt.

    Das Projekt habe durch „seinen mutigen städtebaulichen und landschaftsgestalterischen Ansatz überzeugt, den zentralen Bereich des Areals unbebaut zu lassen, damit der gesamten Bevölkerung eine freie Grünfläche zur Verfügung zu stellen und den neuen Stadtteil als natürliche und attraktive Ergänzung zur Stadt zu öffnen“, heisst es vonseiten der Stadt.

    Das 120’000 Quadratmeter grosse Gebiet, das für das neue Quartier vorgesehen ist, wird derzeit noch von den historischen SBB-Werkstätten eingenommen. Nach ihrer Verlegung werden sie 2026 ihren Betrieb in Arbedo-Castione aufnehmen. Danach soll die Realisierung des Modellquartiers in Angriff genommen werden. Die Vision dafür soll frühestens in 20 Jahren Realität werden, berichtet die Online-Zeitung ticinonews.ch. Weitere Entwicklungsschritte seien in 30 und 40 Jahren vorgesehen.

    Wie auch ein auf YouTube veröffentlichtes Video des Entwicklungsprojekts zeigt, soll das Quartier um die 101 Jahre alte sogenannte Cattedrale gebaut werden, das denkmalgeschützte Herzstück der SBB-Werkstätten. Dort werden bis heute jährlich 500 alte und neue Lokomotiven gewartet. Sie gilt als eine der wichtigsten Industriebauten im Tessin.

    Erarbeitet wurde dieses Stadtentwicklungsprojekt von einem Team, das sich aus den Zürcher sa_partners, TAM associati aus Venedig und dem Mailänder Landschaftsarchitekten Franco Giorgetta zusammensetzt.

    Susanne Zenker, Geschäftsleitungsmitglied von SSB Immobilien, erinnert gegenüber „La Regione“ daran, dass die Werkstätten „immer nach aussen verschlossen“ waren. Künftig jedoch werde sich dieses Areal „seiner Bevölkerung öffnen und zu einem attraktiven Raum werden. Bezüglich der vor allem im technologischen Bereich ins Visier genommenen Annäherung von privaten und öffentlichen Akteuren werde das neue Areal „eine Visitenkarte für das Bellinzona der Zukunft“.