Schlagwort: Nachhaltig

  • Grundsteinlegung für neuen Campus Tösstal in Winterthur

    Grundsteinlegung für neuen Campus Tösstal in Winterthur

    Mit dem Spatenstich für den Neubau der Berufsfachschule Winterthur beginnt eine neue Ära der Bildungsinfrastruktur. Der moderne Campus bietet Raum für eine wachsende Zahl von Lernenden und ermöglicht eine zeitgemäße Ausbildung in den Fachbereichen Detailhandel und Betreuung. Dank durchdachter Planung kommen die Bauarbeiten seit dem Start im Februar 2024 zügig voran.

    Die neue Schulinfrastruktur, direkt neben den Standorten Wiesental und Mühletal, ermöglicht die Zusammenführung bisher getrennter Schulstandorte. Bis zu 1000 Lernende werden zukünftig auf dem «Campus Tösstal» Platz finden. Neben klassischen Unterrichtsräumen bieten offene Lernnischen Raum für individuelles und kollaboratives Arbeiten. Die flexible Gebäudestruktur ermöglicht es, zukünftige räumliche Anforderungen problemlos zu integrieren.

    Nachhaltige Architektur setzt Masstäbe
    Das Gebäude erfüllt den Minergie-P-Eco-Standard und den Gold-Standard Nachhaltiges Bauen Schweiz. Eine Dachbegrünung und Photovoltaikanlage tragen zur ökologischen Ausgewogenheit und einem besseren Stadtklima bei. Zudem wird das Gebäude an das städtische Fernwärmenetz angeschlossen, was Energieeffizienz und Nachhaltigkeit vereint. Die Fertigstellung ist für das Frühjahr 2027 vorgesehen.

  • Strüby Unternehmungen erhalten erstes Zertifikat für realisiertes Minergie-Areal

    Strüby Unternehmungen erhalten erstes Zertifikat für realisiertes Minergie-Areal

    Die Energieeffizienz, die Energie-Autarkie und der Hitzeschutz sind aktuell grosse Themen und werden in der Zukunft noch zentraler. Seit 2023 kann nicht nur ein einzelnes Haus, sondern ein ganzes Areal von Minergie zertifiziert werden und damit auch die Umgebung verstärkt in die Planung von Wohnbauprojekten einbezogen werden. Das «Fischermätteli» in Burgdorf BE hat am 2. September 2024 von Minergie schweizweit das erste definitive Areal-Zertifikat erhalten und damit ein neues Level im nachhaltigen Bauen erreicht.

    Label mit hohen Anforderungen
    Der neue, umfassende Standard Minergie-Areal wird durch den Verein Minergie, die Kantone, die Wirtschaft und das Bundesamt für Energie getragen. Das Minergie-Areal zeichnet sich durch einen sehr geringen Energieverbrauch, minimierte Treibhausgasemissionen in Erstellung und Betrieb sowie eine maximale Selbstversorgung mit erneuerbaren Energien aus. Die Gebäude weisen einen überdurchschnittlichen Hitzeschutz sowie einen kontrollierten Luftwechsel aus. Die Gestaltung des Aussenraums erhöht die Klimaresilienz und die Aufenthaltsqualität, beispielsweise durch geeignete Bepflanzung und Beschattungen. Das Minergie-Areal bietet zudem Anreize für eine klimafreundliche Mobilität.

    Über 6600 m3 Schweizer Holz
    Das Wohnbauprojekt Fischermätteli wurde von den Strüby Unternehmungen im Herbst 2023 nach rund dreieinhalbjähriger Bauzeit erfolgreich abgeschlossen. Die zehn Mehrfamilienhäuser mit insgesamt 168 Eigentumswohnungen entstanden auf einem ehemaligen Gewerbeareal in Burgdorf BE. Gebaut wurde mit über 6600 m3 Schweizer Holz, wodurch das «Fischermätteli» schweizweit das grösste Projekt ist, welches den Minergie-A-ECO-Standard und Schweizer Holz vereint.

    Klimataugliche Umgebungsgestaltung

    Die Energie für das gesamte Areal stammt zu hundert Prozent aus erneuerbaren Quellen: der Strom von den Photovoltaik-Anlagen auf den Gebäudedächern, die Wärme für Heizung und Warmwasser von einer Heizzentrale, welche mit Schweizer Pellets versorgt wird. Das feinmaschige Mobilitätskonzept setzt auf Elektromobilität, Carsharing, Velos und den öffentlichen Verkehr. Ein Co-Working-Space fördert das Homeoffice und entlastet damit indirekt die Verkehrswege. Ausserdem sorgt die klimataugliche Umgebungsgestaltung nach dem Schwammstadt-Prinzip für eine natürliche sowie effiziente Kühlung im Sommer und macht das «Fischermätteli» dank den unzähligen einheimischen Pflanzen zu einem Hotspot der Biodiversität.

    Erfolg dank klimafreundlichem Gesamtkonzept
    Dass sich das klimafreundliche Gesamtkonzept im Sinne des Standards Minergie-Areal nicht nur für die Bewohner, sondern auch für den Investor bezahlt macht, kann Pius Kneubühler, Managing Director Real Estate Development & Construction bei den Strüby Unternehmungen, bestätigen. «Der Erfolg hat sich bereits bei der Vermarktung der Eigentumswohnungen manifestiert. Die Nachfrage war derart erfreulich, dass alle Wohnungen bis Bauabschluss verkauft werden konnten.»

  • Alpine Solaranlage bei der Bergbahn Madrisa geplant

    Alpine Solaranlage bei der Bergbahn Madrisa geplant

    Die geplante alpine Solaranlage Madrisasolar käme auf rund 2000 Meter über Meer zu stehen und würde sich im Endausbau über eine Fläche von etwa 150’000 Quadratmeter erstrecken. Die rund 30’000 Module wären allesamt nach Süden ausgerichtet und würden bei einer Produktionsleistung von 12 MW eine durchschnittliche Jahresproduktion von voraussichtlich über 17 GWh liefern. Mit dieser Strommenge könnten rund 3’500 Haushalte versorgt werden.

    Die Ausbeute an Solarstrom, insbesondere in den wichtigen Wintermonaten, ist an dieser Lage besonders hoch. Und der Strom wird dort produziert, wo dieser zum Teil auch gebraucht wird. Verbrauchs- und Produktionsprofil der Bergbahn und Madrisasolar stimmen ideal miteinander überein, sodass die Bergbahn Madrisa vollständig mit Solarstrom betrieben werden könnte. Die Produktion von lokal erzeugter, erneuerbarer Energie ist für die Klosters-Madrisa Bergbahnen AG ein wichtiges Thema und Madrisasolar wäre ein grosser Schritt zu mehr Nachhaltigkeit am Berg. Darüber hinaus würde die Anlage auch lokale und regionale Bedürfnisse abdecken.

    Gebiet mit vorhandener Infrastruktur und Nutzung
    Madrisasolar käme in einem Gebiet mit vorhandener Infrastruktur und Nutzung zu stehen. Aktuell wird zusätzlich eine Umweltverträglichkeitsprüfung durchgeführt. Grundbesitzerin des Standorts ist die politische Gemeinde Klosters, das Nutzungsrecht liegt derzeit bei der Alpgenossenschaft. Besitzerin und Betreiberin von Madrisasolar wäre die Bündner Energieversorgerin Repower AG, die technische Projektleitung liegt bei der Fanzun AG. Eine Beteiligung der Gemeinde und die weiteren Rahmenbedingungen sind derzeit noch in Prüfung und Ausarbeitung.

    Der Gemeindevorstand von Klosters und die Klosters-Madrisa Bergbahnen AG unterstützen das Vorhaben. Alle Beteiligten erachten den Zubau von Produktionsanlagen für erneuerbare Energien als zwingend und beurteilen den geplanten Standort aus Umwelt-, Landschafts- und Tourismussicht als möglich und gut verträglich. Im Lichte des Energiestadt-Labels passt eine entsprechende Produktionsanlage zudem bestens in die Energiestrategie der Gemeinde Klosters. Bis zur Einleitung des Bewilligungsverfahrens sind noch einige politische und technische Hürden zu überwinden. So ist nebst dem Gemeindeparlament und der Stimmbevölkerung auch die Bürgergemeindeversammlung für das Weiterkommen dieser Grossanlage zuständig. Eine öffentliche Informationsveranstaltung zum Projekt ist im August 2023 vorgesehen. Die Abstimmung ist für den 22. Oktober 2023 geplant.

  • Mineralölimporteure fördern Elektromobilität

    Mineralölimporteure fördern Elektromobilität

    Mitgliedsfirmen der Schweizer AVIA Vereinigung unabhängiger Schweizer Importeure und Anbieter von Energien setzen sich für nachhaltige Elektromobilität ein. Sie haben dafür am 29. Juni die AVIA VOLT Suisse AG mit Sitz in Luzern gegründet, informiert das neugegründete Unternehmen in einer Mitteilung. Ziel von AVIA VOLT Suisse ist es, Elektromobilität, Elektrizitätsproduktion und Energieoptimierung in Gebäuden voranzutreiben.

    „Mit der Gründung der AVIA VOLT Suisse AG machen wir das einzig Richtige für die Entwicklung der Elektromobilität: Wir bündeln die Kräfte und investieren gemeinsam in die Zukunft“, wird Martin Osterwalder, Verwaltungsratspräsident AVIA VOLT Suisse AG, in der Mitteilung zitiert. In einem ersten Schritt sollen AVIA-Shop-Tankstellen mit Schnellladestationen für Elektrofahrzeuge ausgerüstet werden. Zu einem späteren Zeitpunkt sind Ladestationen an weiteren AVIA-Tankstellen sowie bei Partnerfirmen und Kunden geplant.

    „Mit der AVIA VOLT Suisse AG sorgen wir schweizweit für ein breites und zuverlässiges Angebot für die E-Mobilität“, erklärt Alexander Streitzig, Geschäftsführer AVIA VOLT Suisse AG. „Das ist ein wichtiger Schritt Richtung CO2-reduzierte Mobilität der Zukunft.“ Neben der Förderung der Elektromobilität will sich die Neugründung auch beim Ausbau von Solar- und Windkraftanlagen engagieren. Mitgliedsfirmen der AVIA Vereinigung sind zudem in der Produktion und im Vertrieb von grünem Wasserstoff aktiv.

  • «Eine Grossstadt mit kleinstädtischem Charme»

    «Eine Grossstadt mit kleinstädtischem Charme»

    Wo sehen Sie aktuell die grössten Herausforderungen für die Stadt?
    Winterthur verzeichnet ein starkes Wachstum. Dieses birgt Chancen, aber auch Herausforderungen. Immer mehr Menschen möchten nach Winterthur ziehen. Das erfordert eine grössere Anzahl verfügbarer Arbeitsplätze, denn kurze Arbeitswege bedeuten Lebensqualität. Zudem müssen wir mehr Verkehrs- und Bildungsinfrastruktur zur Verfügung stellen. Das ist mit Kosten verbunden – auch wenn wir durch die wachsende Zahl der Bewohnerinnen und Bewohner mehr Steuereinahmen generieren. Dennoch sind grössere Investitionen nötig, um das Wachstum aufzufangen. Mit «Winterthur 2040» haben wir definiert, wo verdichtet werden soll. Bis 2040 rechnen wir mit rund 135’000 Einwohnenden.

    Sie haben es bereits erwähnt: Die Stadt Winterthur zählt aktuell über 120’000 Einwohner. Sie verzeichneten vergangenes Jahr das stärkste Bevölkerungswachstum seit Jahrzehnten. Woran liegt das?
    Winterthur ist einfach eine super Stadt! Wir liegen hervorragend erschlossen. Wir bieten sehr viele Grünflächen, eine hohe Lebensqualität sowie ein vielseitiges Kulturangebot. Unsere Bildungsinstitutionen ziehen darüber hinaus vor allem junge Leute an. Dies bringt dem regionalen Arbeitsmarkt gut ausgebildete Fachkräfte. Natürlich profitieren wir auch von unserer Zugehörigkeit zum Wirtschaftsraum Zürich. Und wir sind eine moderne Technologiestadt, was für Unternehmen inte-
    ressant ist. Kurz gesagt: Winterthur ist eine Grossstadt, die alles bietet, aber dennoch den kleinstädtischen Charme behalten hat.

    Wie steht es hinsichtlich der stark angestiegenen Einwohnerzahlen um den Wohnungsmarkt der Stadt?
    Wir kämpfen wie alle Städte mit einer sehr tiefen Leerstandsquote. Aber wir können immer noch auf ein paar wenige städtische und einige private Baureserven zurückgreifen. Die aktuelle Bau- und Zonenordnung lässt noch einiges zu. Es wird rege gebaut, das sehen wir an der Anzahl Baubewilligungen. Grundsätzlich streben wir eine gut durchmischte Stadt an. Deshalb sind wir bemüht, sowohl günstigen Wohnraum wie auch solchen für höhere Einkommen anzubieten. Meiner Meinung nach soll der Wohnungsmarkt aber nicht von der Stadt reguliert werden, er muss möglichst eigenständig funktionieren.


    Sie haben die Fachstelle Smart City aufgebaut. Womit beschäftigt sich diese und wie funktioniert sie?

    Wir waren die erste Stadt mit einer stadträtlichen Smart-City-Strategie in der Schweiz. Die Smart City setzt soziale und technologische Innovationen gezielt ein, um die Lebensqualität zu sichern, Ressourcen zu schonen und eine nachhaltige Entwicklung zu fördern. Es geht also darum, unter Anwendung moderner Technologien den Alltag für die Bevölkerung zu vereinfachen und die Stadt gut zu vernetzen. Dafür haben wir die Fachstelle Smart City Winterthur gegründet. Darüber hinaus positioniert sich die Stadt Winterthur als Living Lab (WinLab), Reallabor respektive Teststadt, in welcher soziale und technologische Innovationen zugunsten einer nachhaltigen Stadtentwicklung erprobt, systematisch getestet und im Erfolgsfall skaliert werden können. Partner aus Forschung und Entwicklung, Wirtschaft und Zivilgesellschaft sind zur aktiven Teilnahme eingeladen.


    Nachhaltigkeit ist in diesem Zusammenhang ein wichtiges Stichwort.
    Stimmt. Die Stadt der Zukunft, da sind sich Forscherinnen und Forscher verschiedenster Richtungen einig, muss eine nachhaltige Stadt sein. Das bedeutet, die Stadt muss so gestaltet sein, dass sie sich wandelnden Rahmenbedingungen anpassen kann. Dies betrifft nicht nur die «Hardware» wie Infrastruktur, Bauten und Freiflächen, sondern auch die «Software», also die gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Strukturen. Eine nachhaltige Stadt ist demnach ökonomisch erfolgreich, ökologisch verträglich, sozial stabil und damit: Resilient. Das nachhaltige Winterthur soll darum auch eine ökologische Stadt sein, im Sinne der Lebensqualität für ihre Bewohnerinnen und Bewohner. Dazu gehören möglichst wenig Emissionen, genügend Grünflächen, Freiraum und flexible und vielfältige Fortbewegung. Im Hinblick auf soziale Resilienz ist es uns wichtig, Netzwerke zu stärken und bestehende Benachteiligungen anzugehen.


    Was wurde im Bereich der digitalen Transformation der Stadtverwaltung konkret unternommen und was ist noch geplant?
    Um die digitale Transformation gezielt und ganzheitlich angehen zu können, erarbeitet die Stadt aktuell eine Digitalisierungsstrategie. Diese richtet sich nach den Bedürfnissen der verschiedenen Anspruchsgruppen und orientiert sich an den zur Verfügung stehenden Mitteln und Ressourcen. Unser Ziel ist es, einen schnelleren und möglichst niederschwelligen Kontakt zur Bevölkerung zu schaffen. Aktuell bietet die Stadt über 90 E-Services, die über ein zentrales Portal erreichbar sind. Auch intern wollen wir unsere Arbeitsprozesse noch effizienter gestalten. Höchste Priorität hat dabei aber nicht nur eine einfache Handhabung, sondern insbesondere der Datenschutz und die Datensicherheit. Die grösste Herausforderung ist und bleibt aber die Geschwindigkeit, mit welcher die Digitalisierung voranschreitet. Hier gilt es, Schritt zu halten. Wir sind noch nicht am Ziel, aber wir sind gut unterwegs.


    Sie haben 2017 die Vereinigung der Vereine Winterthur Tourismus und Standortförderung Region Winterthur initiiert. Entstanden ist die neue Organisation House of Winterthur. Welches Fazit ziehen Sie rund sechs Jahre später?
    Wir haben mit House of Winterthur einen Verein gegründet, der uns erlaubt, integriertes Standortmarketing zu betreiben. Wir waren damals die erste Stadt, die das probiert hat. Wir wollen Marketing für die Stadt und die Region Winterthur quasi aus einer Hand betreiben und eine höhere Wertschöpfung generieren. Wir sind mit einer sehr breiten Trägerschaft gut gestartet. Die Trägerschaft ist mit dem Kanton, Gemeinden, Unternehmen, Hotelbetrieben, Restaurants, Kulturinstitutionen und der Stadt sehr breit; die unterschiedlichen Ansprüche zu erfüllen, war eine sehr grosse Herausforderung. Wir haben hier bestimmt nicht alles optimal gemacht. Seit eineinhalb Jahren haben wir einen neuen Direktor und sind daran, den Vorstand neu zusammenzustellen. Von der Idee bin ich nach wie vor überzeugt, wir müssen sie aber noch optimieren und justieren.

  • Recyclingcenter Ostschweiz setzt mit innovativer Aufbereitungsanlage neue Massstäbe

    Recyclingcenter Ostschweiz setzt mit innovativer Aufbereitungsanlage neue Massstäbe

    An der Niederstettenstrasse 28 in Niederstetten bei Wil SG ist eine neue Bodenwaschanlage entstanden. Mit der vollautomatischen Anlage bereitet die RCO ab sofort auch belastete Bauabfälle auf und führt diese als hochwertige Materialien in den Baustoffkreislauf zurück. Die RCO rechnet mit rund 200’000 Tonnen aufbereitetem Baumaterial pro Jahr, das so wiederverbaut werden kann. Damit könnten jährlich über 500 Einfamilienhäuser aus nachhaltigem Baumaterial entstehen. 

    Waschen statt deponieren 
    Die nassmechanische Aufbereitungsanlage löst die seit rund zwei Jahrzehnten betriebene trockenmechanische Anlage ab. “Mit der Bodenwaschanlage können wir nun auch Materialien entgegennehmen und aufbereiten, die bis anhin deponiert werden mussten. Dazu gehören etwa verschmutzte Aushubmaterialien”, sagt Samuel Graf, Verwaltungsratsmitglied der RCO. “Das spart nicht nur wertvollen Deponieraum, sondern schont auch die natürlichen Kiesressourcen.” Die Materialien finden anschliessend eine breite Anwendung im Hoch- und Tiefbau, beispielsweise als Sand oder Kies für die Betonproduktion. 

    Baustoffrecycling auf nächstem Level 
    Die hochmoderne Verfahrenstechnik sortiert, klassifiziert und dosiert die verschiedenen Materialkomponenten. “Zudem lassen sich Schad- und Fremdstoffe effizient entfernen, was für eine deutlich verbesserte Qualität der Produkte sorgt”, erklärt Stefan Eberhard, Delegierter des Verwaltungsrates. “Die so produzierten Baustoffe sind qualitativ hochwertig und normkonform – das zeigt auch unser Betriebsgebäude.” Dieses besteht zu einem sehr grossen Teil aus rezykliertem Baumaterial und dient der RCO als Showroom, um Kunden und der Öffentlichkeit die vielen Vorteile von nachhaltigem Baumaterial visuell aufzuzeigen. 

    Über die RCO 
    Die RCO wurde 2018 von den beiden Unternehmen Holcim Kies und Beton AG und Zürcher Kies und Transport AG gegründet. Mit dem gemeinsamen Know-How treiben Holcim und Zürcher Innovationen im Baustoffrecycling voran, schliessen Materialkreisläufe noch konsequenter und bedienen den Ostschweizer Markt mit hochwertigen Baustoffen.

  • Planet Horizons rüstet 100 öffentliche Gebäude mit Aqua4D aus

    Planet Horizons rüstet 100 öffentliche Gebäude mit Aqua4D aus

    Der Walliser Wasseraufbereitungsspezialist Planet Horizons Technologies hat 100 öffentliche Gebäude mit seiner nachhaltigen Anlage zur Wasseraufbereitung namens AQUA4D ausgerüstet. Laut seiner Medienmitteilung war das Unternehmen aus Siders bisher in den Kantonen Basel, Bern, St.Gallen und Wallis tätig. Wie es in einer weiteren Mitteilung heisst, wurden diese Anlagen allein im Wallis in 50 Gebäude eingebaut.

    Die Technologie nutzt Elektromagnetismus nach einer patentierte Methode, um Kalkablagerungen zu entfernen sowie vor Korrosion und Bakterien zu schützen. Das System kann vor allem in alten Gebäuden mit lang bestehenden Rohrleitungen und in Gebieten mit hohem Kalkanteil im Wasser eingesetzt werden.

    Mit der Erfahrung aus mehr als 5000 installierten Anlagen in 45 Ländern findet das Unternehmen eigenen Angaben zufolge nun auch in der Schweiz zunehmende Resonanz. Installiert wurden die Systeme etwa in Schulen, Kasernen, Kliniken und Verwaltungsgebäuden. Dabei konnten nicht nur die Trinkwasserqualität verbessert, sondern auch Kosten für Unterhalt und Wartung gesenkt werden. Das Unternehmen setzt nun auf die Unterstützung der Stadt Siders, des Kantons Wallis sowie des Bundesamtes für Umwelt, um sein innovatives Projekt landesweit weiter vertreiben zu können.

  • Neue Visitenkarte für Sursee

    Neue Visitenkarte für Sursee

    Die seit rund 60 Jahren in Sursee ansässigen Möbel Ulrich AG und Truvag AG planen gemeinsam auf dem Ulrich-Areal zwischen der Ringstrasse und der Pilatusstrasse ein Büro-, Gewerbe- und Wohnhaus, welches das bestehende Möbelhaus ergänzt und belebt. Das Projekt namens ALEA soll zur neuen Visitenkarte für den Ort werden: Vorgesehen sind 70 bezahlbare Mietwohnungen, die zwischen 2,5 und 4,5 Zimmer umfassen und im Holzbau erstellt werden. Hinzu kommen 2400 Quadratmeter Gewerbe- und 1600 Quadratmeter Verkaufs- und Gastroflächen. Das Projekt punktet nicht zuletzt mit seiner zentralen Lage direkt am Bahnhof.

    Der rund 49 Meter hohe CO2-neutrale Holzbau wurde von der Planergemeinschaft Leuenberger Architekten AG aus Sursee und Deon AG aus Luzern entwickelt. Die Wohnungen werden sichtbare Holzträger und teilweise auch Holzwände aufweisen. Das umweltfreundliche Material ist atmungsaktiv, isolierend, sehr stabil und tragfähig. ALEA bedeutet im Altgriechischen «Wärme und Schutz» – diese Merkmale sollen für die zukünftigen Bewohner und Arbeitnehmenden sicht- und spürbar werden. Aus Brandschutzgründen musste lediglich bei der Fassadengestaltung auf das heimische und nachhaltige Holz verzichtet werden.

    Aber auch seiner lateinischen Bedeutung wird ALEA mit seiner Würfelform gerecht. Der untere Teil des Gebäudes umfasst drei Etagen – dieser wird in den Hang integriert. Sichtbar wird somit die Silhouette mit rund 41 Metern Höhe. Während der obere Teil des Gebäudes für die Wohnnutzung vorgesehen ist, steht der Sockelbereich für Büros, Läden, Gewerbe und Gastronomie zur Verfügung. Eine Passerelle schafft eine sichere und schnelle Fussgängerverbindung zwischen dem Kotten-Quartier und dem Bahnhof. Alle Plätze und Verbindungen des Neubaus sind öffentlich zugänglich.

    Das sorgfältig durchdachte Verkehrskonzept soll den motorisierten Individualverkehr auf ein Minimum beschränken: Zu diesem Zweck sind Sharing-Angebote für Autos, Velos und E-Scooters geplant. Die Einstellhalle wird dementsprechend mit einer minimalen Anzahl an Parkplätzen bestückt. Die Mietpreisgestaltung soll darüber hinaus Anreize für ein Leben ohne Auto bieten. Um den Langsamverkehr zu fördern, sind grosszügige Abstellplätze für Velos konzipiert.

    ALEA vereint Wohnen und Arbeiten.

    Damit die Mieter nicht anonym leben, sollen das Miteinander und die Durchmischung gefördert werden: Ein öffentlicher Platz mit Restauration auf der Höhe des Bahnhofs schafft mit verschiedenen Sitzmöglichkeiten rund um das Gebäude Begegnungsmöglichkeiten. Den Bewohnern steht zudem eine begrünte Dachterrasse zur gemeinsamen Nutzung zur Verfügung. Des Weiteren sind mehrere begrünte Etagenterrassen geplant.

    Den regional stark verwurzelten Initianten ist es wichtig, dass «Surseer für Surseer» bauen:

    Nicht nur bei den ausführenden Partnern wurde auf eine regionale Verankerung geachtet, auch bei der Vermietung sollen bevorzugt Personen mit Wohn- oder Arbeitsort Sursee berücksichtigt werden. Ausserdem wird die Truvag AG mit rund 80 Mitarbeitenden ihren Hauptsitz in den Neubau verlegen. Mit dem von der Möbel Ulrich AG und der Truvag AG geplanten Gebäude wollen die beiden traditionsreichen Unternehmen einen Mehrwert für Sursee schaffen und das Areal bereichern. Die Baukosten sollen sich auf einen zweistelligen Millionenbetrag belaufen.

  • Der Bahnhof Lausanne wird auf zukünftigen Bedürfnisse ausgerichtet

    Der Bahnhof Lausanne wird auf zukünftigen Bedürfnisse ausgerichtet

    Zusammen mit ihren Beauftragten suchte die SBB intensiv nach Lösungen für die Elemente, die im Dezember 2022 den Start mehrerer Baustellen verhindert hatten. Zudem hatte das BAV im Oktober Klärung bezüglich der Statik verlangt und für Passagierströme, bei denen noch Fragen offen waren, eine partielle Plangenehmigungsverfügung erlassen. In den letzten sechs Monaten fanden zahlreiche technische und politische Konsultationen statt, um nachhaltige Lösungen zu finden.

    Lösungen für die Verankerungen im Süden des Bahnhofs
    Für die neuen Verankerungen, welche die Stützmauer und die Statik der Südfassade des Bahnhofs verstärken, wurden zusätzliche Informationen verlangt. Um die geologischen Verhältnisse des Geländes zu prüfen, wurden Testverankerungen gebaut. Nun wird das Dossier entsprechend überarbeitet und im Frühling 2024 dem BAV zur Prüfung unterbreitet.

    Lösungen für das Untergeschoss des Bahnhofplatzes
    Das BAV hat zusätzliche Informationen zur Statik des Bahnhofplatz-Untergeschosses verlangt. Bis Ende Jahr werden die Statik und das Dossier überarbeitet, sodass das BAV sie 2024 prüfen kann.

    Lösungen für die Perrons und Unterführungen
    Bei der partiellen Plangenehmigungsverfügung wurden Aspekte in Bezug auf die Perrons und Unterführungen beanstandet. Dafür suchten die SBB Projektteams nach Verbesserungen. Angesichts des steigenden Personenaufkommens und Angebots im Bahnhof Lausanne stellen staufreie und sichere Passagierströme eine grosse Herausforderung dar. Um den Abriss weiterer Gebäude südlich des Bahnhofs zu vermeiden, wurden 2012 für das Projekt Perrons definiert, die schmaler als ideal waren. Nun plant die SBB breitere Perrons mit mehr Platz für die Kund:innen, u.a. aufgrund der Entwicklung des Bahnbetriebs und der Normen zum Gleisachsabstand im Bahnhof. Die neue Gleisgeometrie liefert gleichzeitig auch die vom BAV verlangten Zusatzinformationen bezüglich der Statik. Dank dieser Verbesserungen kann der Bahnhof Lausanne länger genutzt werden, ohne dass es zu einer Überlastung kommt.

    Für das neue Projekt sind über 1000 neue Pläne, technische Berichte und Berechnungsunterlagen nötig. Die gesamte Gleis- und Perrongeometrie des Bahnhofs muss überarbeitet werden. Die SBB und ihre Beauftragten benötigen für die Erarbeitung der Dokumente 2,5 Jahre, das BAV für die Prüfung und Genehmigung dieses Teildossiers 12 Monate. Zuerst wird die Konsistenz der Gesamtplanung beurteilt, danach werden die verschiedenen Teilprojekte fortlaufend geprüft und genehmigt, sofern sie den technischen und gesetzlichen Anforderungen entsprechen. Mit den rund 12 Monaten Verspätung, die das Projekt bereits heute hat, sollten die Arbeiten 2037 abgeschlossen sein, also 4,5 Jahre später als ursprünglich geplant. Die Mehrkosten für die neue Planung werden in den nächsten Monaten analysiert.

    Neue Etappierung der Baustelle
    Die Freigabe der Plangenehmigungsdossiers in drei Phasen führt zu einer neuen Etappierung der Baustelle. Die Planer:innen bemühten sich, die Belastung für die Kund:innen möglichst gering zu halten. Durch die neue Planung hat sich auch die Abhängigkeit vom Metroprojekt minimiert. Das Angebot im Bahnhof Lausanne wird während der Arbeiten aufrechterhalten.

  • Basler Kantonalbank Nachhaltigkeit als Teil der Identität

    Basler Kantonalbank Nachhaltigkeit als Teil der Identität

    Das Geschäftshaus mit den beiden Gebäuden Aeschenvorstadt und Brunngässlein wurde in den 70er-Jahren gebaut, wobei die Aeschenvorstadt bereits vor zehn Jahren saniert wurde. Als Gebäudekomplex bilden die beiden Häuser den Hauptsitz der Basler Kantonalbank mit Büros und Kundenfiliale sowie Private-Banking-Abteilung, die im Zuge der Brunngässlein-Sanierung in die Aeschenvorstadt umgezogen ist (vgl. Box).

    Minergie-Höchstwert erstmals umgesetzt 
    Mit der Sanierung des Brunngässleins hat die Basler Kantonalbank ein erstes Mal ihr Vorhaben umgesetzt, ihre Immobilien nach und nach gemäss dem Minergie-P-Standard zu sanieren. Um die Anforderungen des für Bestandsimmobilien höchsten Standards zu erfüllen, wurde die gesamte Gebäudetechnik (HLKS/E Heizung-Lüftung-Klima, Sanitär und Elektro) zurück- und neu aufgebaut, wodurch der Energiebedarf für Heizung und Kühlung um rund 50% gesenkt werden kann. Auf dem Flachdach und dem die beiden Gebäude verbindenden Turm wurde eine leistungsfähige Photovoltaik-Anlage installiert sowie das Dach und der Innenhof nach den Auflagen der Stadt Basel begrünt. Eine besondere Bedeutung kam bei der Sanierung der strassenseitig ausgerichteten Fassade zu, die statisch und bezüglich Erdbebensicherheit nicht mehr den Vorschriften entsprach. Um diese zu erfüllen, wurde die alte Fassade vom Gebäude entkoppelt, das Gebäude neu gestützt und eine vorgehängte energieeffiziente Gebäudehülle realisiert.

    Fassade schafft architektonische Einheit
    Prägendes Element der neuen Fassade ist die Rasterung, die sich an das vordere Gebäude anlehnt. Die verglasten Lamellen der Aeschenvorstadt werden mit 30 cm langen schwertähnlichen Lamellen von Mint Architecture neu interpretiert. Sie dienen den Innenräumen des Brunngässleins als Sonnen- und Blendenschutz und bestehen aus eloxiertem Aluminium, dessen Wirkung und Anmutung sich je nach Lichteinfall ändert. «Die Fassade spielt in der Identifikation eines Gebäudes eine zentrale Rolle», sagt Gesamtprojektleiterin Sonja Haag-Walthert von Mint Architecture. «Beim Brunngässlein ist es uns gelungen, durch die Rasterung der neuen Gebäudehülle die Firmenidentität neu zu interpretieren und aus dem Bestand heraus weiterzuentwickeln.»

    Moderne Arbeitsumgebung unterstützt hybrides Arbeiten
    Basierend auf den ökologischen Verbesserungen bezüglich Beschattung, Beleuchtung und Raumklima wurde das Brunngässlein in eine innovative und kollaborative Arbeitswelt nach dem tätigkeitsorientierten Activity-Based-Working-Ansatz umgebaut. Neu integrierte Typologien bieten den Mitarbeitenden die Möglichkeit von Begegnung, Austausch und Rückzug und bilden die Voraussetzung, um New Work zu leben und zu erleben.

    Die sieben Geschosse sind einheitlich als Open Space mit jeweils fensterseitig frei wählbaren Arbeitsplätzen konzipiert. Sie werden mittig durch eine Begegnungszone mit Teeküche, Sitzungszimmer und Besprechungsmöglichkeiten unterteilt, die jeweils beidseitig zugänglich sind. Das durch die grosszügigen Fensterfronten und die verglasten Sitzungszimmer helle Ambiente kombiniert mit starken Schwarz-Weiss- Kombinationen widerspiegeln die Corporate Identity der Basler Kantonalbank. Die Aussenseiten von Teeküche und Sitzungszimmer sind mit Holz und sichtbaren verchromten Leitungen umrahmt und auf jedem Stockwerk wurde eine dominierende zweite Wandfarbe eingesetzt. Die strassenseitig angebrachten Vorhänge unterstützen die Akustik, schützen vor Lichteinfall und tragen zusätzlich zu einem Ambiente bei, in dem sich die Mitarbeitenden aufgehoben fühlen und angeregt werden.

    Bauen im Bestand: im Einklang von Nachhaltigkeit, Design und Nutzung
    Mint Architecture setzte sich im Wettbewerb um die Sanierung des Brunngässleins mit ihrem gesamtheitlichen Ansatz durch. Das Büro zeichnete bei Architektur- und Workplaceprojekt für die Entwürfe und Konzepte sowie die Ausführungsplanung verantwortlich. Nach rund zweijähriger Bauzeit setzt das kernsanierte Brunngässlein für die Basler Kantonalbank bezüglich Nachhaltigkeit einen neuen Standard und bietet den Mitarbeitenden eine moderne Arbeitsumgebung für hybrides Arbeiten.

  • Neues Stadtquartier in Bern soll grün, urban und nachhaltig werden

    Neues Stadtquartier in Bern soll grün, urban und nachhaltig werden

    Auf dem Viererfeld/Mittelfeld soll Wohn- und Lebensraum für rund 3000 Bewohnerinnen und Bewohner geschaffen werden. Das Stadtquartier soll urban, nachhaltig, grün und wegweisend sein in Bezug auf eine zukunftsweisende Mobilität sowie hinsichtlich vielfältigen und durchmischten Wohnungsbaus und ökologischer Standards. Angestrebt wird die Zertifizierung als 2000-Watt-Areal.

    Mindestens 50 Prozent der Wohnfläche sind für den gemeinnützigen Wohnungsbau reserviert. Die Stadt Bern will so langfristig preisgünstigen Wohnraum schaffen und erhalten. Geplant sei ein Zuhause für Menschen mit den vielfältigsten Lebensentwürfen und -umständen. Dieses Ziel beeinflusst laut Stadtpräsident Alec von Graffenried auch das Vorgehen in der Planung: «Die Nachbarschaft und die zukünftigen Bewohnerinnen und Bewohner werden das Projekt mitprägen, damit sich schon bald viele Menschen im Viererfeld/Mittelfeld wohlfühlen können.»

    Das neue Quartier soll aus unterschiedlichen, aber zueinander passenden Häusern bestehen und dadurch Vielfalt in der Einheit bieten. Geplant sind fünf Teilgebiete mit unterschiedlichen Bebauungsmustern. In einem der Teilgebiete soll eine Schule entstehen.

    Etwa die Hälfte des Viererfelds und ein Drittel des Mittelfelds bleiben grün und stehen als Stadtteilpark für Spiel und Naherholung zur Verfügung. An einer Hauptachse des Viererfelds befinden sich alle wichtigen öffentlichen Räume und publikumsorientierten Nutzungen. Eine zweite wichtige Verbindung führt vom Länggassquartier über das Mittelfeld in den Stadtteilpark mit seiner Allmend, seinen Sportflächen und dem Gartenland.

    Der Stadtrat Bern hat Anfang Jahr entschieden, den Stimmberechtigten die Baurechtsabgabe von Land auf dem Viererfeld/Mittelfeld und die nötigen Kredite für die nächsten Schritte in einer einzigen Abstimmung vorzulegen. Die Abstimmung war für Mai 2022 vorgesehen. Aufgrund einer Stimmrechtsbeschwerde gegen die Volksvorlage hat der Gemeinderat entschieden, diese Abstimmung abzusagen und die Vorlage aufzuteilen: Die Stimmberechtigten sollen über Kredite und Baurechtsvergaben separat abstimmen.

    Der Abschluss von Reservationsvereinbarungen mit den Investorinnen und Investoren der ersten Etappe erfolgt nach der Volksabstimmung. Danach beginnt die Projektierung der ersten Bauetappe und zu einem späteren Zeitpunkt die Evaluation der Bauträgerschaften für die weiteren Etappen. Die Bauarbeiten für die Infrastrukturen auf dem Viererfeld/Mittelfeld sollen voraussichtlich im Jahr 2026 beginnen. Mit dem geplanten Baustart der ersten Wohnbauten ab 2027 wären ab 2029 die ersten Wohnungen bezugsbereit. Der Bau des Schulhauses im Viererfeld wird mit einer separaten Vorlage zur Abstimmung gebracht.

    Das neue Quartier in der Stadt Bern soll aus fünf Teilgebieten (Nord, West, Ost, Zentrum, Mittelfeld) und viel Grünfläche (Stadtteilpark und Mittelfeldpark) bestehen.

    Städtebaulicher Wettbewerb –
    Siegerteam Städtebau und Stadtteilpark:

    • Städtebau: Ammann Albers StadtWerke GmbH, Zürich
    • Landschaftsarchitektur: Raderschallpartner ag landschaftsarchitekten bsla sia, Meilen
    • Architektur: huggenbergerfries, Architekten AG ETH SIA BSA, Zürich
    • Soziales: Zeugin-Gölker Immobilienstrategien GmbH, Zürich
    • Mobilität: Basler & Hofmann AG, Zürich

    Prämierte Projekte Wohnen mit Weiterbearbeitung
    (Architekten, Reihenfolge gemäss Rangierung):

    • pan m GmbH & Martin Dubach Architekt ETH (neu: Studio DIA),
      Zürich
    • Hosoya Schaefer Architects AG, Zürich
    • agps architecture AG, Zürich
    • huggenbergerfries Architekten AG, Zürich
    • Bürgi Schärer Architekten AG, Bern / Futurafrosch Architektur und Raumentwicklung GmbH, Zürich / henson architekten GmbH, Zürich
    • BHSF Architekten, Zürich / van Wageningen Architekten, Amsterdam
    • camponovo baumgartner architekten GmbH, Zürich / Blättler Heinzer Architektur GmbH, Zürich

    Idee/Nutzung:
    Stadtquartier mit Wohn- und Lebensraum für 3000 Bewohnerinnen und Bewohner
    LAGE: Stadt Bern
    PLANUNG UND REALISIERUNG: 2012 bis 2034
    BAUSTART: Voraussichtlich 2026
    GRUNDEIGENTÜMERIN: Stadt Bern, Fonds für Boden und Wohnbaupolitik, Baufelder, Abgabe im Baurecht
    NEUE EINWOHNER:INNEN: ca. 3000
    NEUE WOHNUNGEN: ca. 1100
    NEUE ARBEITSPLÄTZE: ca. 600

  • Empa erforscht klimafreundlichen Beton

    Empa erforscht klimafreundlichen Beton

    Der Schweizerische Nationalfonds (SNSF) fördert ein auf fünf Jahre angelegtes Projekt der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa) zur Erforschung von CO2-Bindung in Zement. Im Rahmen des SNSF Advanced Grant erhalten die Wissenschaftler rund um Projektleiterin Barbara Lothenbach 2,2 Millionen Franken für ihr Forschungsprojekt, heisst es in einer Medienmitteilung.

    Der Zuschuss ersetzt demnach Gelder des European Research Council der Europäischen Kommission, zu denen Schweizer Forschende derzeit keinen Zugang haben.

    Mit Hilfe des Fördergeldes sollen die Empa-Experten zusammen mit Partnern der finnischen Universität Oulu Grundlagenforschung im Bereich CO2-Bindung in Zement durchführen.

    Hintergrund des Projektes namens Low Carbon Magnesium-Based Binders ist, dass die Zementindustrie grosse Mengen Kohlenstoffdioxid freisetzt. Gleichzeitig gilt Beton als Hoffnungsträger für die Bindung von CO2 und damit als potenzieller Senker des klimaschädlichem Treibhausgases, wenn er auf Magnesium basiert und nicht wie normalerweise auf Kalk.

    Wie stabil Magnesium-Beton auf lange Sicht ist, wie er sich auf Baustellen am besten herstellen lässt und wie sich Temperatur, pH-Wert und andere Faktoren auf molekularer Ebene auswirken, sollen die Forschenden ab 2023 herausfinden.

  • Holcim kauft belgischen Baustoffspezialisten Cantillana

    Holcim kauft belgischen Baustoffspezialisten Cantillana

    Baustoffproduzent Holcim hat die Übernahme des belgischen Baustoffhändlers Cantillana bekanntgegeben. Mit der Präsenz und dem Portfolio von Cantillana könne Holcim den Ausbau der Sparte Lösungen und Produkte voranbringen, die bis ins Jahr 2025 insgesamt 30 Prozent des Konzernnettoumsatzes ausmachen soll, heisst es in einer Medienmitteilung.

    Die Entscheidung für den Anbieter von Speziallösungen bedeute für Holcim eine weitere Optimierung seiner Marktposition bei Fassadenbausystemen und Wärmedämmverbundsystemen. „Diese Erweiterung stärkt unsere Präsenz in Europa weiter, insbesondere im Bereich der Gebäudesanierung und Energieeffizienz“, wird Miljan Gutovic, Leiter der Region Europa, Naher Osten und Afrika von Holcim zitiert.

    Die Investition knüpfe an die eingeschlagene Strategie des „grünen Wachstums“ an. Beide Unternehmen kündigen an, „eine grössere Rolle bei der Bereitstellung innovativer und nachhaltiger Lösungen für energieeffiziente Gebäude“ anzustreben.

    Holcim nimmt nach dem Erwerb der französischen PRB Group, dem belgischen PTB-Compaktuna und Izolbet in Polen mit Cantillana ein privat geführtes Unternehmen in die „Holcim-Familie“ auf, heisst es. Hervogegangen als Zweigstelle eines Bauunternehmens, hat sich Cantillana seit Gründung im Jahr 1875 auf den Vertrieb von und Handel mit Baustoffen und Baustoffzubehör des Bau- und Baunebengewerbes spezialisiert. Heute gehört Cantillana zur Stadsbader-Gruppe und beschäftigt mehr als 200 Mitarbeitende an neun Produktionsstätten in Belgien, Frankreich, Deutschland und den Niederlanden.

    Die Holcim AG hat sich auf innovative und nachhaltige Baulösungen in Hochbau, Tiefbau und Infrastruktur fokussiert. An 55 schweizweiten Standorten produziert das Unternehmen passend für alle Bauprojekte Beton, Kies und Zement und recycelt Abbruchmaterialien zu ressourcenschonenden Produkten.

  • Umwelt Arena zeigt neue Ausstellung zu Dämmstoffen

    Umwelt Arena zeigt neue Ausstellung zu Dämmstoffen

    Die Umwelt Arena Schweiz eröffnet eine neue Sonderausstellung. Laut Mitteilung auf Facebook geht es darin um die Verwertung alter Dämmstoffe in der Bauindustrie. Statt dass alte Dämmstoffe bei Sanierungen und Abbrüchen in der Baumulde und dann in der Deponie landen, werden sie zurückgenommen und wieder aufbereitet, heisst es auf Facebook zum Thema. Die Firma Flumroc mit Sitz in Flums zeige in der neuen Ausstellung in der sogenannten Recycling City in der Umwelt Arena, wie das geht. Flumroc sei „Pionier im Bereich Dämmstoff-Recycling“, heisst es in der Mitteilung.

    Flumroc spricht sich auf seiner Internetseite für nachhaltige Verwendung von Dämmstoffen aus. „Aus Steinwolle wird Steinwolle“. heisst es dort. Flumroc-Steinwolle sei zu 100 Prozent wiederverwertbar. Diesen „geschlossenen Kreislauf“ wolle man weitestgehend aufrecht erhalten. Deshalb appelliert das Unternehmen, bei Abriss-, Renovierungs- oder Umbauarbeiten Baustellenzuschnitte und Baustellenabfälle aus Flumroc-Steinwolle nicht einfach wegzuwerfen. „Wir nehmen sie in den dafür vorgesehenen Säcken oder Gebinden gern zurück und rezyklieren sie“, so das Unternehmen.

    Über das Vorgehen bei der Wiederaufbereitung informiert die neue Ausstellung.

  • Walo von EcoVadis ausgezeichnet

    Walo von EcoVadis ausgezeichnet

    Das Dietiker Bauunternehmen Walo Bertschinger AG ist laut Mitteilung auf Facebook im Nachhaltigkeitsranking der international tätigen unabhängigen Agentur EcoVadis mit der Zertifizierung der Stufe Bronze ausgezeichnet worden. Das Unternehmen hat damit schon bei der ersten Bewerbung die Auszeichnung Bronze erhalten . Die Zertifizierung sei Motivation zur weiteren Verbesserung im Bereich der Nachhaltigkeit, heisst es in der Mitteilung.

    Walo mit Hauptsitz in Dietikon ist international tätig und wird als Familienunternehmen in der vierten Generation geführt. Seit 105 Jahren setze Walo auf die Verbindung von Beständigkeit und Innovation, heisst es auf der Internetseite des Unternehmens. Die Walo Gruppe beschäftigt 2450 Mitarbeitende an 21 Standorten in drei Ländern.

    EcoVadis bewertet die Nachhaltigkeitsleistung von Firmen in den Bereichen Umwelt, Arbeitsbedingungen, Beschaffung und Ethik. Laut der Mitteilung sind bereits über 90’000 Unternehmen beurteilt worden.

  • Minergie und SNBS übernehmen Label für 2000-Watt-Areale

    Minergie und SNBS übernehmen Label für 2000-Watt-Areale

    Das Label für 2000-Watt-Areale verschwindet auf Ende 2023. Darauf haben sich laut einer Mitteilung des Bundesamtes für Energie (BFE) die Anbieter von Labeln für nachhaltige Gebäude in der Schweiz geeinigt. Das Label wurde bisher vom BFE-Programm EnergieSchweiz angeboten.

    Im Gegenzug wird künftig der Verein Minergie auch ein Label Minergie-Areal für solche Areale anbieten, die dem Klimaschutz entsprechen. Das Netzwerk Nachhaltiges Bauen Schweiz als Trägerin des Standards Nachhaltiges Bauen Schweiz (SNBS) wird das Label SNBS-Areal für die Nachhaltigkeit von Arealen in allen ihren Dimensionen schaffen.

    Auf der Ebene der Gebäudelabel wird es auch künftig den Gebäudeenergieausweis der Kantone (GEAK), die verschiedenen Minergie-Kategorien und den SNBS geben.

    Die Träger der verschiedenen Label wollen durch eine Bündelung der Ressourcen eine höhere Wirkung erzielen. „Nachhaltige Immobilien leisten einen grossen Beitrag zum Klimaschutz. Der Trend ist positiv, aber das Potenzial wird längst nicht ausgeschöpft“, wird Marc Mächler, Regierungspräsident Kanton St.Gallen und Präsident des Vereins Minergie, in der Mitteilung zitiert. „Die Label ergänzen sich, werden besser aufeinander abgestimmt und Bauherrinnen und Planende können sich leichter orientieren, welches Label ihren Bedürfnissen entspricht.“

  • Whitepaper: Energetische Sanierungen als Chance

    Whitepaper: Energetische Sanierungen als Chance

    Mit dem Wissen, dass der Gebäudesektor etwa einen Viertel der Emissionen verursacht, ist es dringend notwendig, dass der Gebäudebestand saniert wird. Denn die wenigen klimafreundlichen und energieeffizienten Neubauten werden keinen grossen Effekt auf den gesamten Sektor haben. Im Moment befinden wir uns in einem Sanierungsstau. Die aktuelle Sanierungsrate von einem Prozent muss verdoppelt werden, damit die Klimaziele erreicht werden können.

    Erfahrungen aus der Praxis zeigen, dass bei Erneuerungsprozessen die energetische Sanierung im Vergleich zu Ersatzneubauten noch zu wenig beachtet wird. Oftmals fehlen den Grundeigentümerinnen und Grundeigentümern grundsätzliche Informationen, die ihnen die ökonomischen, ökologischen und sozialen Potenziale energetischer Sanierungen aufzeigen. Das Whitepaper soll genau dazu einen Beitrag leisten. Es gibt eine grundlegende Übersicht über Dringlichkeit, gesetzlichen Rahmen, Nutzen, Chancen und mögliche Strategien von energetischen Sanierungen.

    Ausgezeichnete Entscheidungsgrundlagen bilden beispielsweise die Ergebnisse einer Ökobilanz (Lebenszyklusanalyse, LCA) und einer Analyse der Lebenszykluskosten (LCC). Diese quantitativen Bewertungsmethoden berücksichtigen den gesamten Gebäudelebenszyklus.

    Zum Whitepaper

    Umfassende Sanierung Grosssiedlung Webermühle
    Ein Beispiel einer erfolgreichen Sanierung ist die Grossüberbauung Webermühle in Neuenhof. 368 Mietwohnungen mit rund 1’500 Bewohnenden beherbergt die 1984 bezogene ehemalige Göhner-Siedlung, die seit 2008 im Besitz eines Immobilienfonds von Credit Suisse Asset Management ist.

    Kernstück der energetischen Sanierung der Webermühle ist die Neuausrichtung der Wärmeversorgung. Dazu definierte die Bauherrschaft von Beginn weg ein klares Ziel: Die Wärmeversorgung sollte künftig zu mindestens 70% CO₂-frei sein. Aufgrund der Grösse der Anlage wollte Credit Suisse Asset Management den Ersatz des Heizsystems durch einen Contractor vornehmen, statt selber Wärme zu produzieren. Die Nachhaltigkeit der von ewz vorgeschlagenen Lösung mit einer Flusswasserwärmepumpe hat die Bauherrschaft überzeugt.

    Mehr erfahren

  • Papieri erstes «2000-Watt-Areal» im Kanton Zug

    Papieri erstes «2000-Watt-Areal» im Kanton Zug

    Mehr als 360 Jahre prägte die Papierfabrik die Gemeinde Cham und die Region Zug West. Nun entsteht auf dem ehemaligen Industrie-Areal ein neues Wohn- und Arbeitsquartier mit industriellem Charme. Direkt an der Lorze werden prägende Bestandesbauten mit markanten Neubauten ergänzt und nachhaltig realisiert. Die Geschichte wird weitergesponnen und Brücken werden geschlagen zwischen Vergangenheit und Zukunft, zwischen Mensch und Natur, zwischen Wohnen und Arbeiten. Dabei spielt «Nachhaltigkeit» seit Beginn der Arealentwicklung als gesamtheitliches Thema eine wichtige Rolle. Die Cham Group als Bauherrschaft hatte sich schon früh im Planungsprozess zu den Zielen der 2000-Watt-Gesellschaft bekannt und den Entscheid einer fossilfreien Wärmeversorgung aus Überzeugung und noch vor der Absicht einer Zertifizierung gefasst. Als krönender Abschluss der stetigen Nachhaltigkeits-Bemühungen wurde der Papieri heute als erstes Areal im Kanton Zug das «2000-Watt-Areal»-Zertifikat überreicht. Im Namen des Bundesamtes für Energie dankte Daniel Kellenberger der Cham Group für ihr Engagement und ihre Beharrlichkeit, nicht nur von Energie- und CO2-Zielen zu reden, sondern diese unter anderem mit dem Zertifikat «2000-Watt-Areal» konkret umzusetzen.

    Null CO2-Emission
    Das Papieri-Areal bietet komplett neue Grundlagen für eine energieeffiziente, klimaneutrale und nachhaltige Gesellschaft. Damit ist es schweizweit ein Pionierprojekt. Praktisch seit Beginn der Arealentwicklung entschied sich die Cham Group, bei der Wärmeerzeugung komplett auf fossile Energieträger zu verzichten, und voll auf die günstigen Standortfaktoren mit Wasserkraft, Erdsondenfeldern und Photovoltaik zu setzen. Highlight des Areals ist das komplett CO2-freie Energiesystem. Die gesamte Energieversorgung auf dem Areal beruht auf 100% erneuerbaren Energien. Erreicht wird dies mittels Erdsonden und einer Flusswasser-Fassung, welche über Wärmepumpen je ein zentrales Wärme- und Kältenetz bedienen. Dank eines ZEV (Zusammenschluss zum Eigenverbrauch) mit dem erneuerten Kleinwasserkraftwerk an der Lorze und grossflächigen Photovoltaik-Anlagen von 6’500m2 auf den Neubauten können rund 40% der gesamthaft benötigten Energie vor Ort erzeugt werden. «Zudem werden in praktisch jedem Projekt weitere Aspekte einer umfassenden Nachhaltigkeit ausgelotet, sei es durch «Gebäuderecycling», d.h. intelligente Umnutzung des Bestandes, den Einsatz von CO2-optimierten Konstruktionsprinzipien wie Holzbau, oder durch intelligente Sharing-Angebote im Bereich der Mobilität,» führt Lukas Fehr, Leiter Entwicklung der Cham Group aus.

    Leuchtturm-Charakter für Gemeinde und Kanton
    Schweizweit wurden bisher erst 43 Areale vom Bundesamt für Energie mit diesem Label zertifiziert –
    26 davon als 2000-Watt-Areal «in Entwicklung». Dass der Kanton Zug dabei eine Rolle spielt, freut auch Regierungsrat Florian Weber. «100 Prozent für 2000 Watt: Die Cham Group erschliesst beim Papieri-Areal das neue Zeitalter der umfassenden und nachhaltigen Energiekonzeption für Grossüberbauungen», so der Baudirektor. Als Energiestadt Gold feiert auch die Einwohnergemeinde Cham die Auszeichnung der Papieri als «2000-Watt-Areal». «Die Auszeichnung ist ein Gütesiegel für die Areal-Entwicklung der Cham Group, Ansporn für andere und deckt sich zeitgleich mit dem Engagement der Gemeinde für den Klimaschutz. Schliesslich will Cham verwaltungsintern bereits 2030 klimaneutral werden; bis 2050 sollen sogar für das ganze Gemeindegebiet «Netto-Null»-Treibhausgasemissionen erreicht werden», erklärt Drin Alaj, Vorsteher Verkehr und Sicherheit der Einwohnergemeinde Cham. Und Gemeindepräsident Georges Helfenstein ergänzt: «Wir sehen die Entwicklungen auf dem Papieri-Areal als Chance und freuen uns über diese Zertifizierung sowie auf das neue, pulsierende und nun auch zertifiziert nachhaltige Quartier».

    Vermarktungsstart der ersten Büro- und Gewerberäume
    Am 10. Februar 2022 erfolgt auf der Webseite papieri-cham.ch der Vermietungsstart der Laden-, Büro- und Gewerbeflächen in den Erdgeschossen der Objekte der ersten Bauetappe, welche Ende 2022 bezugsbereit sind. Das Papieri-Areal bietet Raum für jedes Businessmodell und unterschiedliche Unternehmensgrössen. Nicht austauschbar und beliebig, sondern nachhaltig, durchdacht und mitten in einem lebendigen Quartier.

  • «In Sachen Energie muss sich die Bau- und Immobilienbranche neu erfinden»

    «In Sachen Energie muss sich die Bau- und Immobilienbranche neu erfinden»

    Zur Person
    Pascal Bärtschi,
    Bauingenieur ETH, ist
    Vize-Präsident von
    Entwicklung Schweiz und seit 2015 CEO der Losinger Marazzi AG. Der 52-Jährige leitete zuvor bei Losinger
    Marazzi die Region Mitte (Bern-Freiburg-Basel).

    Wo sieht der Branchenverband Entwicklung Schweiz seine Kernaufgaben?
    Wir vertreten Unternehmen, die in der Lage sind, Gesamtleistungen zu übernehmen. Also solche, die von der Projektentwicklung bis und mit Realisierung alles abdecken können. Unsere Hauptaufgabe sehen wir darin, mit unseren Kunden, Investoren, den zuständigen Behörden wie auch mit politischen Verantwortlichen übergeordnete Themen wie etwa Verdichtung und Raumplanung auf einer entsprechenden Flughöhe zu besprechen. Unsere Mitglieder erhalten so die Möglichkeit, via Entwicklung Schweiz mit den zuständigen Personen in Dialog zu treten. Darüber hinaus haben wir als Verband verschiedene Positionspapiere verfasst – derzeit entsteht zum Beispiel gerade ein Positionspapier zur Frage, was man unter Qualität eines Bauprojekts versteht.

    Von welchen Vorteilen profitieren Ihre Mitglieder?
    Wir organisieren für unsere Mitglieder und assoziierte Partner regelmässig Anlässe, bei denen sie sich mit Stakeholdern wie Politikern oder Investoren austauschen können. Darüber hinaus ist es deutlich einfacher als Verband, Gespräche zu übergeordneten Themen mit Kantonen oder auch Instanzen wie zum Beispiel dem Bundesamt für Bauten und Logistik (BBL) zu führen, als wenn dies jedes Mitglied für sich tun müsste. Gerade bei regulatorischen Themen profitieren unsere Mitglieder von der direkten Schnittstelle zur Politik, die wir dank unserem Präsidenten, Ständerat Martin Schmid (FDP), haben. Er ist Rechtsanwalt und somit nicht in der Branche tätig, was wir als weiteren Vorteil sehen.

    Welchen Einfluss hat der Verband in der Schweiz und insbesondere auch in Bundes-Bern?
    Wir bieten den Ämtern, Investoren und unseren Kunden eine bewährte Schnittstelle. Ich bewerte unseren Einfluss als gut. Wir haben uns als Gesprächspartner der grossen Instanzen sehr gut etablieren können. Die Immobilienbranche ist dezentralisiert aufgestellt. Für uns ist es deshalb wichtig, dass wir nicht nur in Bern Gehör finden, sondern auch bei den Kantonen und Gemeinden. Denn ein Projekt wird von einer Gemeinde oder einem Kanton bewilligt. Dank unserem Präsidenten und den Kontakten der Geschäftsstelle haben wir einen guten Draht zu Bundes-Bern, was natürlich hilft, wenn es um Themen wie etwa das Raumplanungsgesetz geht.

    Braucht es so einen Verband zwingend für eine erfolgreiche Zukunft der Baubranche?
    Ich würde sagen, es ist wichtig und notwendig, dass ein solcher Verband existiert. Die Zahl der Schweizer Gesamtdienstleister in der Immobilienbranche ist überschaubar. Unser Verband kann diese Unternehmen optimal auf den verschiedenen Ebenen vertreten.

    Welche Verantwortung nimmt Entwicklung Schweiz in Bezug auf die Wohn- und Lebensqualität bei Bauprojekten wahr?
    Wir setzen unseren Mitgliedern keine Rahmenbedingungen. Die Wahrnehmung der Wohnqualität ist jedoch auf jeden Fall gegeben, da wir uns als Entwicklung Schweiz mit damit zusammenhängenden Themen wie Lärmschutz, Verdichtung nach innen und Raumplanung intensiv auseinandersetzen. Aber bei uns ist jedes Mitglied selbst dafür verantwortlich, die Projekte entsprechend zu entwickeln und die nötige Qualität zu liefern. Man darf nicht vergessen, dass sich die Mitglieder in einer Wettbewerbssituation befinden.

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    CO2-arme
    Baumaterialien, flexiblere
    Umnutzungen
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    Welche Bedeutung hat die Energiestrategie 2050 für den Verband?
    Die Energiestrategie hat eine grosse Bedeutung für uns. Wir versuchen, Partner und Kunden dafür zu sensibilisieren. Der CO2-Verbrauch in der Immobilien- und Baubranche ist immer noch relativ hoch. Der eine Teil fällt beim Bau an, der andere während des Lebenszyklus einer Immobilie. Geht man von einem Lebenszyklus einer Liegenschaft von 60 Jahren aus, haben Entscheidungen, die heute für einen Neubau getroffen werden, langfristige Auswirkungen. In diesem Zusammenhang wird sich die Immobilien- und Baubranche neu erfinden müssen.

    Wie meinen Sie das?
    Vor zehn Jahren fielen etwa 50 Prozent der CO2-Emmissionen bei der Herstellung der Baumaterialien sowie in der Bauphase selbst an. Die anderen 50 Prozent fielen auf den Unterhalt einer Liegenschaft. Heute sind wir, was Unterhalt und Betrieb eines Gebäudes betrifft, bei etwa einem Drittel des CO2-Ausstosses; bei der Herstellung der Baumaterialien sowie dem Bau selber bei zwei Dritteln. Wir müssen uns Gedanken machen, wie wir den CO2-Fussbadruck einer Immobilie reduzieren können. Eine Lösung besteht darin, dass man wirklich nur die für ein Gebäude notwendige Fläche bebaut. Ein anderer Ansatz ist die Wahl der Materialien – heute gibt es bereits CO2-armen Beton oder die Möglichkeit des umweltfreundlichen Holzbaus. Ausserdem müssen bestehende Strukturen später umgenutzt werden können. Schauen wir uns die Investitionen in der Immobilienbranche an, fallen 99 Prozent auf Neubauten und nur 1 Prozent geht in Sanierungen. Hier sehen wir Handlungsbedarf.

    Wie hat die Bau- und Immobilienbranche die Pandemie bis jetzt bewältigt?
    Die Baubranche ist relativ gut durchgekommen – es gab wenig Umsatzeinbussen, da die Baustellen mit Ausnahme des Kantons Genf auch während des Lockdowns offengeblieben sind. Etwas schwieriger gestaltete sich die Immobilienentwicklung. Die Entwicklung eines Projekts startet in der Regel mit einem Quartierplan und einer Baubewilligung. Die Pandemie hat vieles ausgebremst. So mussten Gemeindeversammlungen, bei denen beispielsweise über ein Vorhaben abgestimmt werden sollte, häufig verschoben werden. Damit verschiebt sich automatisch auch das Projekt. Bei der Bearbeitung der Baugesuchdossiers hat man die Verlagerung zur Arbeit im Home-Office gespürt: Der Austausch wurde erschwert; es hat alles etwas mehr Zeit in Anspruch genommen, was wiederum zu Verzögerungen geführt hat.

    Zeichnet sich beim Arbeitsleben durch die Pandemie eine Veränderung ab?
    Die Pandemie hat Tendenzen, die sich schon vorher abgezeichnet haben, beschleunigt. Ein Beispiel hierfür ist die pro Person weniger benötigte Bürofläche. Bei der Konzeption von Wohnungen dürfte die Berücksichtigung des immer öfter benötigten Home-Office langfristig Einfluss haben. Wobei dies nicht zwingend in einem zusätzlichen Arbeitszimmer in der Wohnung selber resultieren muss. Ich kann mir gut vorstellen, dass man innerhalb eines Quartiers verschiedene kleine Co-Working-Spaces entwickelt. Diese könnten auch Mischnutzungen aufweisen, also beispielsweise über Mittag als Restaurant fungieren.

    Wohnen die Menschen in der Romandie anders als in der Deutschschweiz?
    Die Nachhaltigkeitsaspekte werden zurzeit in der Romandie noch weniger wahrgenommen als in der Deutschschweiz. Ich vermute, das kommt daher, dass die grünen Tendenzen zunächst aus Deutschland kamen und somit zuerst die Deutschschweiz erreicht haben. Auch im Bereich des Öffentlichen Verkehrs hat die Deutschschweiz einen gewissen Vorsprung – wobei die Romandie hier am Aufholen ist.

    Welche Meilensteine hat Entwicklung Schweiz in den letzten Jahren erreicht?
    Der wichtigste Punkt ist sicher, dass wir heute etablierte Ansprechpartner für übergeordnete Themen auf Stufe Kantone und Bund sind.

  • Synhelion und Cemex produzieren ersten Solarbeton

    Synhelion und Cemex produzieren ersten Solarbeton

    Synhelion und die mexikanische Cemex, im Jahr 2020 fünftgrösster Zementhersteller der Welt, haben den ersten Solarklinker der Welt produziert. Wie beide Unternehmen in einer gleichlautenden Medienmitteilung schreiben, sei diese „revolutionäre Innovation“ ein „erster Schritt zur Entwicklung vollständig solarbetriebener Zementwerke“. Dr. Gianluca Ambrosetti, CEO und Mitgründer von Synhelion, zeigt sich stolz, „gemeinsam mit Cemex eine konkrete, industriell relevante Anwendung unserer vollständig erneuerbaren Hochtemperatur-Solarwärme zu demonstrieren“.

    Synhelion ist 2016 aus der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich hervorgegangen. Die Technologie des Unternehmens will mit Solarkraftstoffen alle Arten von fossilen Brennstoffen ersetzen. Den Angaben zufolge wandelt sie konzentrierte Sonnenwärme in „die heisseste auf dem Markt erhältliche Prozesswärme“ um. Cemex will bis 2050 weltweit CO2-neutralen Beton liefern. Ein wesentlicher Bestandteil dieser Strategie ist CEMEX Ventures und sein Forschungs- und Entwicklungszentrum in Brügg BE.

    Die Forschungsteams beider Unternehmen installierten auf dem Gelände des Imdea Energieforschungsinstituts der Madrider Regionalregierung eine Pilotanlage. Dort lieferte der Solar-Receiver von Synhelion mit konzentriertem Sonnenlicht „rekordverdächtige“ Temperaturen von über 1500 Grad. Damit wird ein gasförmiges Wärmeträgermedium erhitzt. So konnte die für das Zusammenschmelzen von Kalkstein, Ton und anderen Materialien erforderliche Hitze bereitgestellt werden.

    Der so gewonnene Klinker wurde zur Herstellung von Zement verwendet und anschliessend zu Beton weiterverarbeitet. In der nächsten Phase ihres gemeinsamen Forschungs- und Entwicklungsprojekts wollen Synhelion und Cemex auf eine Pilotanlage in industriellem Massstab hinarbeiten.

  • Implenia erhält fünf Hochbauaufträge in Deutschland

    Implenia erhält fünf Hochbauaufträge in Deutschland

    Für die Division Buildings von Implenia beginnt das neue Jahr mit einem attraktiven Hochbauauftrag mit einem Volumen von 227 Millionen Franken in Deutschland. Laut Medienmitteilung hat der in Opfikon ansässige Bau- und Immobilienspezialist den Zuschlag für den Bau mehrerer nachhaltiger Wohn- und Geschäftshäuser in fünf deutschen Städten erhalten.

    Der Mitteilung zufolge errichtet die Division Buildings von Implenia zwei Wohn- und Geschäftshäuser in Kiel, ein Wohnhochhaus für das gemäss Mitteilung „aktuell grösste Arealentwicklungsprojekt in Deutschland“, das Franklin-Areal in Mannheim, ferner den teilmodularen Neubau eines Rehazentrums in Mosbach am Neckar, ein Wohnquartier in Neunkirchen am Brand sowie ein Schulzentrum in Delitzsch bei Leipzig.

    Bei Planung und Ausführung der Neubauprojekte soll die modellbasierte und softwaregestützte Arbeitsmethode Building Information Modeling (BIM) zum Einsatz kommen. Lean Construction soll die Koordination aller Abläufe und Gewerke während der Bauphase garantieren.

  • Holcim emittiert erste nachhaltige Anleihen

    Holcim emittiert erste nachhaltige Anleihen

    Holcim hat zwei Anleihen in Schweizer Franken emittiert, die auf Nachhaltigkeit ausgerichtet sind und den Klimaschutz in den Mittelpunkt der Finanzierungsstrategie stellen. Die Bonds brachten 325 Millionen und 100 Millionen Franken ein, mit Fälligkeiten 2026 und 2032 und zu einem jährlichen Zinssatz von 0,35 beziehungsweise 0,90 Prozent.

    Sollte Holcim sein Klimaziel nicht erreichen, haben die Anlegerinnen und Anleger Anspruch auf einen höheren Kupon. „Wir sind stolz darauf, das erste Unternehmen zu sein, das eine Anleihe mit Nachhaltigkeitsbezug auf dem Schweizer Franken-Markt auflegt“, wird CFO Géraldine Picaud in einer Unternehmensmitteilung zitiert. „Die Anleihe hat neue ESG-Investoren angezogen, die ihr Vertrauen in die Finanzkraft, die Strategie und die Fähigkeit von Holcim, Nachhaltigkeitsziele zu erreichen, unter Beweis stellen.“

    Mit den aktuellen Transaktionen baue Holcim seine globale Führungsposition in diesem Bereich aus. Bisher habe das Unternehmen rund 6,7 Milliarden an nachhaltigen Finanzierungsvereinbarungen abgeschlossen. Diese aktuelle Transaktion stelle im Rahmen der „Strategie 2025 – Beschleunigung des grünen Wachstums“ einen bedeutenden Schritt auf dem Weg zu mehr als 40 Prozent nachhaltiger Finanzierungsverträge dar.

    Dies war Holcims dritte Transaktion auf dem Schweizer Markt für öffentliche Anleihen in den vergangenen zehn Monaten. Sie erlaubten es dem Unternehmen, insgesamt 1,1 Milliarden Franken aufzunehmen.

  • Verfügbarkeit von Holz hat sich stabilisiert

    Verfügbarkeit von Holz hat sich stabilisiert

    Eine wesentliche Stärke des Bauens mit Holz ist die grosse Planungssicherheit. Hohe Qualität und Termintreue bewegen immer mehr Bauherren dazu, auch umfangreiche Projekte mit Holz zu realisieren. Preisturbulenzen und lange Lieferfristen gingen 2021 allerdings auch am Material Holz nicht vorbei.

    Markt findet zur Normalität zurück
    Inzwischen sind die Lager bei verschiedenen Händlern wieder voll. Die Lieferanten können den Schweizer Markt wieder termingerecht bedienen. «In der Schweiz haben sich die Kosten für die gängigsten Produkte wie Brettschichtholz, Konstruktionsholz C24 oder Mehrschichtplatten auf einem leicht höheren Niveau zum Vorjahr stabilisiert», stellt Hansjörg Steiner fest.

    Teuerung im Bauwesen
    «Die veränderten Materialpreise haben nur eine geringfügige Auswirkung auf die Gesamtkosten im Bauwesen. Bei Umbauten, die, gemessen an Neubauten, weniger Material erfordern, falle die Preissteigerung nicht wesentlich ins Gewicht», meint Hansjörg Steiner. Bauen sei grundsätzlich etwas teurer geworden – verursacht durch die Preissteigerung fast sämtlicher Baumaterialien.

    Regionale Nutzung
    Von den leicht höheren Preisen profitiert die Schweizer Forstwirtschaft, die nun immerhin kostendeckend arbeiten könne, so Florian Landolt von Wald Schweiz. Die Verfügbarkeit von Schweizer Holzprodukten bleibt weiterhin eine grosse Herausforderung. Die Schweizer Holzbaubetriebe sind bei 70% des Materials auf das nahe Ausland angewiesen. Mit einer gezielten Unterstützung von Bauprojekten, welche lokal geerntetes Holz verwenden, würden effiziente Anreize geschaffen, um die gesamte Schweizer Holzkette zu fördern und um die Abhängigkeit vom Ausland zu reduzieren.

    Bauen mit dem nachwachsenden Rohstoff Holz
    Holz ist das Material der Wahl für energieeffiziente und klimaschonende Projekte. Holz speichert CO2 in der Biomasse – pro Kubikmeter verbautem Holz eine Tonne CO2. Bauen mit Holz leistet einen massgeblichen Beitrag zur Erreichung der Klimaziele. Um den Schweizer Immobilienpark klimafreundlicher zu gestalten, liegt eine Förderung des Holzbaus auf der Hand, sowohl bei Neu- als auch Umbauten.

  • Innovative Schweizer Plattform für Raum- und Immobilienentwicklung

    Innovative Schweizer Plattform für Raum- und Immobilienentwicklung

    Die Luucy AG mit Sitz in Luzern wurde 2019 vom Architekten und Unternehmer Mark Imhof gegründet. Er selber bezeichnet sich als Visionär, der sich schon länger mit der komplexen Thematik der Innenentwicklung von Dörfern und Städten beschäftigt. Dabei fiel ihm auf, dass er mit den gängigen Methoden und Vorgehensweisen immer wieder an Grenzen stiess. So beschloss Imhof, eine Lösung zu entwickeln, welche die Kommunikation und die Kooperation zwischen allen Beteiligten stärkt und vereinfacht: «Luucy vereint als Basis relevante Daten für die Raum- und Immobilienentwicklung aller Gemeinden der Schweiz an einem zentralen Ort. Die Planungs-Plattform stellt zudem intelligente Werkzeuge für die Entwicklung bereit und unterstützt durch die verständliche 3D-Visualisierung den Austausch mit allen Stakeholdern», erklärt Mark Imhof, CEO der Luucy AG.

    Daten und Informationen aller Akteure liessen sich über die umfassende Plattform einfach finden, weiterentwickeln und zur Verfügung stellen. Um dies zu ermöglichen, wurde Luucy als digitaler Zwilling der gebauten Schweiz konstruiert. Imhof: «Die Topografie der Schweizer Landschaft mit allen bestehenden Gebäuden steht in 3D als Basis bereit. Dank der Web-Lösung muss für die Nutzung keine Software installiert werden. Erste Gebäudevolumen und Variantenstudien können direkt in Luucy modelliert und miteinander verglichen werden. Zusätzliche Apps von Drittanbietern, beispielsweise für die Berechnung der Investitionskosten, liefern wertvolle ergänzende Entscheidungsgrundlagen.»

    Die Daten der amtlichen Vermessung, Karten und der Zugang zu den Baugesetzen seien ebenfalls direkt über die Plattform abrufbar. «Luucy ermöglicht allen interessierten Drittanbietern die Anbindung zusätzlicher Lösungen und bietet so Raum für neue Geschäftsmodelle und Wertschöpfungsketten», sagt Imhof. Die Lösung stosse in der Immobilienbranche auf grosses Interesse: «Alle relevanten Daten und Werkzeuge für die Raum- und Immobilienentwicklung an einem Ort online zur Verfügung zu haben, steigert die Effizienz erheblich», führt Imhof aus.

    Machbarkeitsstudien erheblich erleichtert
    Luucy ist nicht die einzige Plattform, die Daten in einem digitalen Zwilling zugänglich macht. «Die Spezialität unserer Lösung ist der Plattformgedanke. Wir erarbeiten nicht alles selbst – wir integrieren und arbeiten mit den Besten zusammen. Dadurch wächst die Plattform stetig», erläutert Imhof die Vorteile. Die interaktive Plattform unterscheide sich auch darüber hinaus von anderen Lösungen, denn sie fungiere als vermittelnder Brückenbauer zwischen den Behörden, die oft die Bedürfnisse der Privatwirtschaft zu wenig kennen, und der Privatwirtschaft, welche die übergeordneten Ziele der Raumentwicklung im Sinne eines nachhaltig und gesamtheitlich funktionierenden Organismus «Lebensraum» zu wenig berücksichtige.

    «Für das Erstellen einer Machbarkeitsstudie sind heute zum Beispiel viele Schritte in unterschiedlichen Systemen nötig. Die Analyse der gesetzlichen Grundlagen in den Baugesetzen der 2172 Gemeinden der Schweiz und deren Interpretation ist oft eine Herausforderung. Hier geht viel Zeit verloren», weiss Imhof. Luucy halte all diese Grundlagen in einem einzigen System bereit. Die Plattform würde vor allem Fachpersonen aus der Architektur oder Arealentwicklung nutzen. So können diese in wenigen Stunden aussagekräftige Bebauungsszenarien prüfen. «Auch Behörden und Raumplanungsbüros stellen mit unserer Lösung Ortsplanungsrevisionen und potenzielle räumliche Entwicklungen grossflächig dar. Investoren können unkompliziert erste Potenzialeinschätzungen von Grundstücken und Arealen selbständig vornehmen», erklärt Imhof.

    Derzeit am meisten nachgefragt seien das Modellieren eigener Gebäudevolumen sowie die schnelle Berechnung der entsprechenden Grobkosten. «Hierbei wird der gesamte Siedlungskontext berücksichtigt, und der Einfluss auf Nachbarsgebäude betreffend Schattenwurf und Aussicht kann schnell überprüft werden. Ausserdem wird Luucy gerne für digitale Wettbewerbe eingesetzt, bei denen die unterschiedlichen Projektideen einfach ausgewertet und miteinander verglichen werden», so Imhof.

    In 10 Jahren zur meistgenutzten Planungs- und Koordinationsplattform für die Raum- und Immobilienwirtschaft
    Der Hauptfokus der Luucy AG liege vorerst auf der Schweiz. «Aber es ist durchaus denkbar, dass die Lösung in den nächsten Jahren auch im DACH-Raum und Europa angeboten wird», sagt Imhof. Die Grundkosten für die Plattform betragen 3000 Franken pro Jahr. Damit können drei Administratoren beliebig viele Projekte anlegen, und unlimitierte Nutzer können in diesen Projekten arbeiten.

    In den kommenden Monaten will das Start-Up die Angebote laufend ausbauen: «In fünf Jahren wird Luucy so umfangreich sein, dass sämtliche raumrelevanten Daten und Funktionen über die Plattform abrufbar sein werden. Simulationen, beispielsweise zu Lärm, Mobilität und Klima, lassen sich darstellen»,
    sagt Imhof. Und er ist überzeugt: «In zehn Jahren wird unsere Lösung die Planungs- und Koordinationsplattform für die Raum- und Immobilienwirtschaft sein. Und auch für die Behörden wird mit Luucy die Zusammenarbeit mit der Privatwirtschaft stark vereinfacht sein. Baugesuche können dann als 3D-Format publiziert werden.»

    In Ergänzung eines weiterentwickelten Geometerwesens soll Luucy dereinst dafür sorgen, dass allen Planern täglich ein aktueller digitaler Zwilling zur Verfügung steht. Die räumlichen Strategien und die damit verbundene Entwicklung der Infrastruktur der Städte und Gemeinden sollen abrufbar sein. Dabei sei die Lösung disruptiv und dürfte massgeblich daran beteiligt sein, komplizierte und weniger dynamische Prozesse der Bauwirtschaft abzulösen, wie Imhof ausführt.

    Mark Imhof, CEO Luucy.
  • Delta Schule setzt auf LEDcity

    Delta Schule setzt auf LEDcity

    Die Delta Schule in Zürich hat die Beleuchtung ihrer Klassenzimmer auf den aktuellsten Stand der Technik gebracht. Dabei wurden die alten Leuchtkörper durch die energieeffiziente, sensorgesteuerte Beleuchtung von LEDcity ersetzt, informiert LEDcity in einer Mitteilung.

    Im Rahmen des von der Schule durchgeführten Eco-Schools-Projects wurden auch die Schülerinnen und Schüler in die Umrüstung der Beleuchtung eingebunden. Yves Jungo von LEDcity wiederum musste sich als Lehrkraft beweisen: Der Kundenberater der Zürcher Jungunternehmens führte die Kinder und Jugendlichen in zwei Unterrichtseinheiten in die Grundlagen von Strom und Beleuchtung ein.

    Für LEDcity habe die Zusammenarbeit mit der Schule Vorbildcharakter, heisst es weiter in der Mitteilung. „Wenn man bereits Kindern die Wichtigkeit eines schonenden Umgangs mit unseren Ressourcen – und insbesondere auch mit der ,unsichtbaren‘ Ressource Strom – vermitteln kann, trägt dies viel zu einer grüneren Zukunft bei“, wird Jungo dort zitiert.

    Unternehmensangaben zufolge sparten Anwendende des innovativen Beleuchtungssystems bis zu 93 Prozent der Energiekosten gegenüber konventionellen Beleuchtungen ein. Dazu setzt LEDcity von Künstlicher Intelligenz optimierte Algorithmen ein, die die Lichtquellen autonom und bedarfsorientiert steuern.

    In der Delta Schule haben die Schülerinnen und Schüler die tatsächliche Energieeinsparung selbst berechnen können: Das Zusammenspiel von LED-Technologie, Algorithmen und Sensoren reduziert die Kosten um 60 Franken pro Jahr und Leuchtmittel.

  • Swissolar will mehr Sonne im Standardstrom

    Swissolar will mehr Sonne im Standardstrom

    Rund 5 Prozent des jährlichen Stromverbrauchs in der Schweiz werden derzeit durch im Inland produzierten Solarstrom gedeckt, erläutert Swissolar in einer Mitteilung. In den Standard-Stromprodukten der Energieversorger betrage der Anteil an Solarstrom jedoch durchschnittlich nur 1,85 Prozent, heisst es dort weiter. Der Verband der Schweizer Solarenergiebranche setzt sich gemeinsam mit dem Stromvergleichsdienst myNewEnergy dafür ein, den Solaranteil der Standardprodukte in einem ersten Schritt auf diese 5 Prozent zu erhöhen.

    „Dieser Wert sollte jährlich mindestens um die jeweilige Zubaumenge erhört werden“, wird Swissolar-Geschäftsleiter David Stickelberger in der Mitteilung zitiert. „Rund 1 Prozent würde dem notwendigen Zubau von Photovoltaik-Anlagen entsprechen.“

    Die Mehrheit der Haushalte wähle kein spezielles Stromprodukt und erhalte daher das Standardangebot des jeweiligen Energieversorgers, erläutert Swissolar in der Mitteilung weiter. Bei einem auf den Anteil am Stromverbrauch aufgestockter Solarstromanteil im Standardprodukt werde der vergleichsweise teure Strom auf eine grosse Anzahl Abnehmende aufgeteilt, argumentiert Swissolar. Dies halte den Produktpreis niedrig und erschliesse neue Absatzmärkte für Anbietende von Solarstrom, die bisher „auf ihrem sauberen Strom sitzen“ blieben.

    „Wichtig ist dabei, dass diese Zertifikate ausschliesslich aus Schweizer Solaranlagen stammen, denn nur solche leisten einen effektiven Beitrag an eine sichere und saubere Stromversorgung in unserem Land“, erklärt Stickelberger. „Allein um die AKW zu ersetzen, brauchen wir 20 Terawattstunden Solarstrom.“

  • Sto AG ersetzt Erdöl durch Kiefernöl

    Sto AG ersetzt Erdöl durch Kiefernöl

    Die Sto AG ersetzt in den Beschichtungen ihres Fassadendämmsystems StoTherm AimS ein Drittel des Bindemittels durch einen nachwachsenden Rohstoff auf der Grundlage von Kiefernöl. Dadurch lassen sich bei einem Einfamilienhaus mit 200 Quadratmetern Fassadenfläche rund 43 Liter Erdöl einsparen, heisst es in einer Medienmitteilung.

    Ein kompletter Ersatz von Erdöl durch Kiefernöl sei jedoch nicht möglich gewesen. Dies hätte sich nachteilig auf Qualität und Haltbarkeit ausgewirkt.

    StoTherm AimS ist laut Medienmitteilung das einzige Fassadendämmsystem mit Unter- und Oberputzen sowie einer Fassadenfarbe, die zum Teil auf nachwachsenden Rohstoffen basieren. Es ist mit dem deutschen Umweltzeichen Blauer Engel zertifiziert ist. Ausserdem ist es riss- und schlagsicher und kann nicht brennen. Daher eignet es sich auch für Hochhäuser.

  • Holcim lanciert CO2-reduzierten Zement

    Holcim lanciert CO2-reduzierten Zement

    Holcim bringt mit ECOPlanet einen grünen Zement auf den Markt. Einer Medienmitteilung des Unternehmens zufolge verursacht dieser um 30 Prozent weniger CO2-Ausstoss als herkömmliche Produkte. Laut CEO Jan Jenisch wird damit der weltweit erste Zement angeboten, der zu 20 Prozent aus wiederverwerteten Bau- und Abbruchabfällen besteht. Neben der Verwendung von emissionsarmen Rohstoffen werde die CO2-Reduktion unter anderem durch die Dekarbonisierung des Produktionsprozesses erreicht.

    ECOPlanet ist bereits in der Schweiz sowie in Deutschland, Rumänien, Kanada, Spanien, Frankreich und Italien erhältlich. Im laufenden Jahr soll das Produkt in insgesamt 15 europäischen Ländern lanciert werden. Bis Ende 2022 will Holcim seine Marktpräsenz mit ECOPlanet verdoppeln.

    „Angesichts der steigenden Weltbevölkerung und der raschen Urbanisierung sind Lösungen wie ECOPlanet von entscheidender Bedeutung, um umweltfreundlichere Städte und eine intelligentere Infrastruktur zu schaffen und mit weniger Aufwand mehr zu bauen“, wird Jenisch in der Mitteilung zitiert.

  • UZH will auf begrüntem Dach Strom erzeugen

    UZH will auf begrüntem Dach Strom erzeugen

    Die Universität Zürich soll bis 2028 mit dem FORUM UZH ein neues Lehr- und Lernzentrum erhalten. Das kantonale Hochbauamt hat laut einer Mitteilung am Montag die Bauvoreingabe eingereicht. Danach wird das vom Basler Architekturbüro Herzog & de Meuron entworfene siebenstöckige Gebäude als Holzhybridbau mit einem Tragwerk aus Beton errichtet werden. Die Verwendung von Holz soll so viel CO2 einsparen, wie für den Bau von 77 Einfamilienhäusern benötigt wird.

    Das Dach soll intensiv begrünt werden und damit die Kühlung im Sommer und die Wärmedämmung im Winter verbessern. Zugleich erhält das Dach eine Photovoltaikanlage. Diese soll etwa 150 Megawattstunden pro Jahr erzeugen, genug Strom für 50 Haushalte.

    Der Bau soll 2024 beginnen. Das Gebäude soll künftig 700 Arbeitsplätze für Studierende umfassen und Arbeitsraum für 6000 Angehörige der Universität.

  • Innovatives Quartier auf dem Henz-Areal

    Innovatives Quartier auf dem Henz-Areal

    Beim Bahnhof Suhr Süd entsteht ein innovatives Quartier, das Wohnen und Arbeiten vereint. Dafür wird das Areal Henz – der frühere Standort des gleichnamigen Stahlhandelsunternehmens – komplett umgewandelt. Hier entstehen Eigentums- und Mietwohnungen, in denen sich teils die Möbel auf Knopfdruck verschieben lassen. Die vier- bis zwölfgeschossigen Bauten zeichnen sich unter anderem durch offene Höfe aus. Das neue Quartier schliesst im Norden an das urbane Bahnhofsquartier an. Im Süden gelingt laut der mit dem Projekt beauftragten SSA Architekten AG der «massstäbliche Übergang zu den Bebauungen Helgenfeld und Frohdörfli».
    59 Eigentums- und 143 Mietwohnungen sowie Ateliers und Movements – das sind möblierte Wohnungen mit verschiebbaren Modulen – wie auch Gewerbe-, Gastro- und Dienstleistungsflächen sollen nach der Fertigstellung im Herbst 2023 den Bewohnern einen Treffpunkt für Jung und Alt bieten. Besonders auffallen wird ein 40 Meter hohes Gebäude mit 12 Stockwerken. Hier entstehen auf Flächen von 72 bis 119 Quadratmeter 2,5- bis 5,5-Zimmer-Wohnungen mit Loggias, die zum Verkauf stehen. Im Erdgeschoss sollen ein Restaurant sowie mindestens zwei
    Dienstleistungsbetriebe angesiedelt
    werden.

    Das Gartenhaus umfasst vier Stockwerke. Die Eigentumswohnungen sind als 2,5- bis 5,5-Zimmer-Wohnungen projektiert. Mit Wohnflächen von 68 bis 129  m2, Loggias, Terrassen oder Gartensitzplätzen sind die grösseren Wohnungen insbesondere für Familien geeignet. Das sogenannte Hofgebäude sieht 15 Eigentumswohnungen vor. Entlang der Gränicherstrasse und der Bernstrasse West entstehen zwei weitere Gebäude mit Mietwohnungen und Ateliers.

    Ein öffentlicher Platz mit Café und Spielplatz sowie verschiedene Freiräume verbinden über ein Wegnetz das Areal mit den umliegenden Quartieren. Zusätzlichen Aussenraum bietet das Grundstück an der Südwestecke des Areals. Hier wird auf der anderen Strassenseite, eine zum Henz-Areal gehörende Grünfläche mit Spielplatz und Pavillon errichtet. In den Erdgeschossen der Gebäude sind verschiedene Gewerbe- und Dienstleistungsflächen geplant. Diese Nutzungen sollen das Quartier beleben und bereichern. Die Atelierflächen lassen flexible Nutzungen von Wohnen und Arbeiten zu.

    Die nachhaltige Energiestrategie umfasst die Versorgung durch Fernwärme aus der Kehrichtverbrennungsanlage Buchs. Die Energie für die sanfte Kühlung der Wohnungen im Hochhaus wird solar erzeugt. Photovoltaikanlagen auf dem Areal generieren einen Teil des Haushaltsstroms. Die Einstellhalle ist mit einer Ladeinfrastruktur für E-Bikes und Elektroautos ausgerüstet.

    Eigentumswohnungen können online von ihren künftigen Bewohnern konfiguriert werden. Auch die Besichtigung der zukünftigen eigenen vier Wände ist schon jetzt dank Virtual Reality (VR) möglich. Die Halter AG verzeichnet laufend Buchungen für dieses Angebot: «Die Kunden sind begeistert, wie gut sie sich die Räumlichkeiten und insbesondere die Aussicht sowie die Raumhöhe von 2,60 bis 2,80 Meter vorstellen können», sagt Agathe Siffrin von der Primus Property AG, die sich für die Halter AG um den Verkauf kümmert. «Die Kombination aus VR, Konfigurator und Showroom ist die optimale Lösung, um Wohnungen zu zeigen, die erst in rund zwei Jahren bezugsbereit sein werden», führt sie weiter aus. Stand heute sind bereits über 50 Prozent der Eigentumswohnungen reserviert. Die Vermietung startet nächstes Jahr. Interessierte können sich via Webseite kostenlos zur ein- bis zweistündigen VR- und Beratungs-Tour anmelden.