Schlagwort: Nachhaltig

  • Nachhaltige Bauten in den Alpen für Architekturpreis nominiert

    Nachhaltige Bauten in den Alpen für Architekturpreis nominiert

    Der Architekturwettbewerb «Constructive Alps» wird bereits zum 5. Mal von der Schweiz und dem Fürstentum Liechtenstein durchgeführt. Ausgezeichnet werden Bauten in den Alpen, die klimafreundliches Bauen und Baukultur verbinden. In den Alpen verbrauchen private Haushalte genau so viel Energie wie der gesamte Verkehrssektor. Alte, schlecht isolierte Gebäude sind die grössten Energieverschwender.

    Für einen effektiven Klimaschutz ist das Sanieren und wenn nötig auch das Bauen von neuen Gebäuden mit regionalen und ökologischen Baustoffen essenziell. Mit dem Architekturpreis tragen die in der Alpenkonvention verbundenen Alpenländer (Die Schweiz, Frankreich, Deutschland, Österreich, Slowenien, Liechtenstein, Italien und Monaco) dazu bei, ihre klimapolitischen Ziele umzusetzen.

    Von 328 eingereichten Projekten kamen 28 Gebäude in die engere Auswahl, darunter neun Schweizer Projekte. So zum Beispiel das landwirtschaftliche Zentrum in Salez im Rheintal oder das Casa Mosogno in der Tessiner Gemeinde Onsernone. Unter den Auserwählten finden sich Wohnhäuser, Gewerbebauten, Berggasthäuser, Kindergärten, kulturelle Zentren sowie eine Kapelle. Davon handelt es sich bei einem Projekt um einen Ersatzneubau, elf Projekten sind Sanierungen und sechzehn Projekte Neubauten. Die achtköpfige Jury traf die Auswahl mittels Videokonferenzen.  

    Schweizer Projekte kommen gut an

    Jurypräsident Köbi Gantenbein sagt: «Die Jury hat grosse Freude an den 28 Perlen der Architektur, die ökonomische und soziale Zuversicht für den ländlichen Raum in den Alpen in eigensinnige und klimavernünftige Architektur übersetzen.» Die Jury wird nun die ausgewählten 28 Gebäude zwischen Slowenien und Frankreich vor Ort besichtigen und mit den Bauherrschaften, Architekturbüros und Nutzerinnen und Nutzern Gespräche führen. Die Universität Liechtenstein unterstützt die international besetzte Jury bei der qualitativen Prüfung der Objekte.

    Relevant für das Juryurteil ist nicht nur die Klimafreundlichkeit der Bauten, gemessen in Energiekennzahlen und grauer Energie für den Bau, sondern auch deren Beitrag für ein zukunftsgerichtetes Leben und Wirtschaften in den Alpen. Sinnliche Apsekte werden genauso bewertet wie Ökologie, Ökonomie, Kultur und Soziales. Es geht dabei auch um die Anbindung der Gebäude an das öffentliche Verkehrsnetz oder das Verwenden von ökologischen Baustoffen.

    Am 6. November wird im Alpinen Museum Bern das Preisgeld an drei Preisträger verliehen. Zudem werden der Katalog und die Ausstellung eingeweiht, welche anschliessend als Wanderausstellung zum nachhaltigen Bauen in den Alpen von Ljubljana bis Nizza unterwegs sein wird.

  • Glarus: Erste Photovoltaik ist bewilligt

    Glarus: Erste Photovoltaik ist bewilligt

    Bereits am 13. Februar hat die Gemeinde dem Bau zugestimmt, nun erteilte auch der Regierungsrat seine Bewilligung. Diese ist auf 40 Jahre ab Inbetriebnahme befristet. Somit darf die Axpo Power AG, ab Sommer 2021 an der Staumauer des Muttsees in der Gemeinde Glarus Süd eine Photovoltaikanlage bauen. Die Anlage entsteht auf einer rund 10’000n m2 grossen Fläche und hat eine Leistung von 2 Megawatt.

    Normalerweise müssen stromproduzierende Anlagen mit einer Leistung von über einem Megawatt eine jährliche Abgabe an den Kanton leisten. Bisher haben nur Wasserkraftanlagen diese Grenze überschritten. In diesem Fall will die Regierung jedoch darauf verzichten. Das Projekt gilt als Pionieranlage zur Untersuchung der Winternutzung der Sonnenenergie im Hochgebirge, das in solchen Dimensionen in der Schweiz erstmalig ist.

    Zum Schutz der Landschaft werden Solargläser mit einer Antireflexionsschicht eingesetzt. Damit soll die Blendwirkung vermindert werden. In den kommenden Wochen wird die Axpo an Modifikationen arbeiten, denn laut einer Studie des Instituts für Schnee- und Lawinenforschung (SLF), wird in gewissen Bereichen der Anlage mit hohen Schneelasten gerechnet. Zudem wird noch nach Abnehmern für den Strom gesucht, Axpo steht jedoch in Verhandlungen mit verschiedenen Unternehmen.

  • Zürich: Immer mehr erneuerbare Energie

    Zürich: Immer mehr erneuerbare Energie

    Die Wärmeversorgung von Zürich befindet sich im Umbau. Dabei spielt Energie 360° eine zentrale Rolle. Sie bietet Kundinnen und Kunden in der ganzen Schweiz klimafreundliche Alternativen zu Erdgas.

    Konsequente Transformation
    An erster Stelle steht lokal verfügbare, erneuerbare. Energie 360° plant in der Stadt Zürich 130 Gemeinschaftsanschlüsse. Dort werden Gebäude gebündelt an die Fernwärme angeschlossen. Zudem sind 14 Energieverbünde in unterschiedlichen Planungsphasen oder bereits in Bau. Zum Beispiel will man in Thalwil, im Zürcher Riesbach-Quartier oder in Wohlen (BE) die Seewärme zur Energiegewinnung nutzen. Die Folge davon ist, dass das Gasnetz nach und nach stillgelegt werden soll. In der Stadt Zürich sind dies bis 2050 rund 130 Leitungskilometer. Dank diesen Massnahmen stehen immer mehr Anwohnerinnen und Anwohnern ökologische Alternativen zur Verfügung. Gas wird vorerst Teil der Energieversorgung bleiben, doch Energie 360° erhöht laufend den erneuerbaren Anteil. Seit 1. Januar 2020 beträgt der Anteil Biogas bereits 20%, bis 2040 soll die Stadt Zürich zu 100% mit grünem Gas versorgt werden.

    Solide Finanzen
    Energie 360° steigerte den Umsatz 2019 auf 524,8 Millionen Franken (+7,7%), wovon 54,1 Mio. Franken auf erneuerbare Energien und Energielösungen wie Wärmeverbünde entfallen. Insgesamt verzeichnete Energie 360° bei den erneuerbaren Energien eine Absatzzunahme von 12,5%. Der Gesamtenergieabsatz – der direkte Energieabsatz plus Absatz an Wiederverkäufer – stieg auf 7591 Gigawattstunden (+2,6%). Die Zunahme ist auf kältere Temperaturen im Vergleich zum vorangegangenen Geschäftsjahr zurückzuführen. Der Personalbestand erhöhte sich von 239,6 auf 260,4 Vollzeitäquivalente oder von 249 auf 271 Mitarbeitende. Der Reingewinn beläuft sich auf 58,4 Millionen Franken; gegenüber 86,8 Millionen Franken im Vorjahr. Der Vorjahresgewinn war jedoch aufgrund eines steuerlich bedingten, einmaligen Sondereffekts von 41,2 Mio. Franken ausserordentlich hoch. Die Eigenkapitalquote liegt bei soliden 83,6%.

    Energieversorgung ist sichergestellt
    Die Versorgungssicherheit ist trotz Coronapandemie gewährleistet. Energie 360° versorgt Kundinnen und Kunden unverändert mit Energie und hält ihre Elektroladestationen am Laufen. Um die Kundinnen und Kunden zu unterstützen, wurde aber zum Beispiel die Zahlungsfrist auf 120 Tage verlängert. Zudem wird auf Mahngebühren verzichtet und die Möglichkeit in Raten zu bezahlen wird angeboten.

    #Energie #Energie360° #nachhaltig #heizen #StadtZürich #Zurich

  • Holzbau: Erstes klimaneutrales Parkhaus

    Holzbau: Erstes klimaneutrales Parkhaus

    Im dänischen Aarhus wurde ein Holzparkhaus mit einer Fläche von 19‘300 Quadratmetern entwickelt. In dem sechsstöckigen Parkhaus sollen 700 Autos Platz haben und es soll eine wesentliche Rolle in der Entwicklung des Standortquartiers spielen. Denn es wird mit dem Parkhaus auch ein Park errichtet, welcher die Widerstandskraft der Stadt gegen Wolkenbrüche und Hitzewellen erhöhen soll.

    Die CO2-Bilanz in Aarhus soll durch die Grünanlagen, einen vertikalen Garten und einen neuen urbanen Wald verbessert werden. Zudem wird ein grosser Teil des Gebäudes nicht beheizt, wodurch der Einfluss auf die Umwelt auf die Baumaterialien, die Beleuchtung und die Zufahrtssysteme begrenzt wird

  • Holzbau: Neue Bauart mit Brettsperrholz

    Holzbau: Neue Bauart mit Brettsperrholz

    Das fünfstöckige Wohnhaus wurde von Architekten des Massachusetts Institute of Technology (MIT) und dem Design- und Bauunternehmen Placetailor geplant. Die Bauelemente aus dickem Holz werden vorproduziert und anschliessend auf der Baustelle montiert. Das Holz isoliert sehr gut, weshalb mit einem sehr niedrigen Bedarf für Heizung und Kühlung gerechnet werden kann. Deshalb soll das Haus so energieeffizient sein, dass die CO2-Emissionen praktisch bei null liegen.

    Holz soll nun dank neusten Entwicklungen auch für Gebäude mit bis zu 18 Stockwerken verwendet werden und nicht mehr nur für Einfamilienhäuser oder kleinere Apartmenthäuser. Das Gebäude in Boston wird über 14 Wohnungen verschiedener Grössen und ein Gemeinschaftsbüro im Erdgeschoss verfügen.

    Das Wohnhaus soll als Demonstrativobjekt für Passivhäuser dienen und der Beginn eines neuen Aufschwungs für Holzgebäude oder Hybridkonstruktionen sein. So würde sowohl ein Markt für nachhaltige Forstwirtschaftsprodukte als auch für die nachhaltigen Nullenergiehäuser entstehen.