Schlagwort: Nachhaltigkeit

  • Flugzeugbau-Hauptsitz wird umfassend modernisiert und verdichtet

    Flugzeugbau-Hauptsitz wird umfassend modernisiert und verdichtet

    Der Flugzeugbauer Pilatus will seinen Hauptsitz in Stans modernisieren. Wie es in einer Mitteilung dazu heisst, sollen die teilweise stark veralteten und energetisch ineffizienten Gebäude umfassend rekonstruiert werden. Die Produktions- und Verwaltungsflächen werden darüber hinaus mit neuen Gebäuden verdichtet. Dabei wird die architektonische Struktur den landschaftlichen Bedingungen angepasst. In vertikaler Bauweise werden die Flächen besser ausgenutzt, ohne dass die Bauten Höhen von 32, 36 oder 56 Metern überschreiten.

    Wie das Unternehmen mitteilt, sollen die Bauten den Prinzipien der Nachhaltigkeit folgen und den internationalen Standards (LEED) angepasst sein. Verwendet werden dabei rezyklierter Beton sowie einheimische Hölzer. Alle Bauten unterliegen hohen Energiestandards. Grossflächige Photovoltaikanlagen sollen die Eigenproduktion von Strom gewährleisten.

    Mit der umfassenden Renovierung bekennt sich Pilatus zum Standort Stans und zum Wohl seiner 2500 Mitarbeitenden. Deren umweltfreundliche Anreise zum Arbeitsplatz mit dem öffentlichen Verkehr wird mit finanziellen Unterstützungen bis zu 1000 Franken jährlich gefördert, heisst es in der Mitteilung.

    Am 26. November 2025 soll die Bevölkerung von Stans über eine Anpassung der Nutzungsplanung entscheiden können.

  • Neue Studie analysiert Chemikalien in Plastik

    Neue Studie analysiert Chemikalien in Plastik

    Kunststoffe sind nicht nur ein Umweltproblem, sie sind ein chemisches Risiko. Ob Verpackungen, Kinderspielzeug oder Elektronik. In nahezu allen Kunststoffprodukten sind Chemikalien enthalten, viele davon potenziell schädlich für Mensch und Umwelt. Die neue Studie, an der renommierte Forschungseinrichtungen wie die Empa, die Eawag und norwegische Universitäten beteiligt sind, beleuchtet erstmals systematisch den chemischen Fussabdruck der Plastikwelt.

    PlastChem-Datenbank
    Die begleitende PlastChem-Datenbank verzeichnet über 16’000 Chemikalien, die in Kunststoffen eingesetzt werden, bewusst oder als Verunreinigung. Mindestens 4’200 davon sind laut den Autoren eindeutig gesundheits- oder umweltschädlich. Besonders alarmierend, diese Chemikalien finden sich nicht nur in Spezialanwendungen, sondern auch in alltäglichen Produkten wie Lebensmittelverpackungen, Spielwaren und Baukunststoffen.

    Bioassays statt Blackbox
    Ein innovativer Ansatz zur Risikobewertung liegt in der Anwendung sogenannter Bioassays, biologischer Tests, die die toxische Wirkung freigesetzter Stoffe messen, ohne deren genaue chemische Struktur zu kennen. Das eröffnet neue Wege, auch bislang nicht identifizierte Substanzen besser zu erfassen, eine Notwendigkeit, wenn man bedenkt, dass Kunststoffe oft auch Abbauprodukte und Reaktionsrückstände enthalten, die in keine Liste passen.

    Drei Hebel für sichere Kunststoffe
    Die Studie identifiziert drei zentrale Handlungsfelder:

    • Substitution gefährlicher Stoffe durch sichere Alternativen,
    • Transparenz über chemische Inhalte in Produkten entlang der Wertschöpfungskette,
    • chemisch vereinfachte Polymerdesigns, die Wiederverwendung und Recycling erleichtern.

    Diese Ansätze sind nicht nur technologische, sondern auch politische Aufgaben. Denn bislang fehlt es oft an regulatorischer Klarheit, welche Chemikalien verwendet werden dürfen und welche nicht.

    Impulse für das globale Plastikabkommen
    Die Ergebnisse liefern pünktlich zum UN-Verhandlungsprozess über ein globales Plastikabkommen eine wissenschaftlich fundierte Basis für konkrete Massnahmen. Entscheidend sei, so die Forschenden, dass nun nicht nur Umwelt-, sondern auch Gesundheitsaspekte im Zentrum der Kunststoffstrategie stehen.

    Stimmen aus der Forschung
    «Kunststoffe enthalten nicht nur zu viele Chemikalien, sondern auch zu viele, über die wir fast nichts wissen», sagt Hauptautor Martin Wagner (NTNU). Empa-Forscher Zhanyun Wang ergänzt: «Die chemische Vereinfachung ist ein Schlüssel für eine echte Kreislaufwirtschaft.»

    Die Studie macht deutlich, ein «Business as usual» in der Kunststoffproduktion ist weder ökologisch tragfähig noch gesundheitlich vertretbar. Wer Kunststoffe in Zukunft einsetzen will, muss sie neu denken, vom molekularen Design bis zur globalen Verantwortung.

  • Zürich setzt auf Zukunft

    Zürich setzt auf Zukunft

    Der Blick nach Norden, genauer gesagt nach Kopenhagen, dient dem Kanton Zürich als wegweisendes Beispiel. Die dänische Hauptstadt hat eindrucksvoll bewiesen, dass ambitionierte Klimaziele erreichbar sind, ohne Abstriche bei der. Mit einer Reduktion der CO2-Emissionen um 80 Prozent seit 2012 hat Kopenhagen eine bemerkenswerte Leistung vollbracht. Inspiriert davon strebt der Kanton Zürich danach, bis 2040, spätestens aber bis 2050, Treibhausgasneutralität zu erreichen. Diese Zielsetzung, über die die Zürcher Stimmberechtigten am 28. September 2025 abstimmen werden, ist ein klares Bekenntnis zu einer zukunftsfähigen Klimapolitik. Es geht nicht nur darum, ein Ziel zu definieren, sondern die effektive Reduktion der CO2-Emissionen konsequent voranzutreiben. Ein Unterfangen, das Entschlossenheit und Innovationskraft erfordert.

    Erfolge durch gezielte Massnahmen
    Parallel zum Klimaschutz investiert der Kanton Zürich massiv in den Erhalt und die Förderung der Biodiversität. Durch ökologische Aufwertungen, Renaturierungen und naturnahe Pflege wird Lebensraum für Flora und Fauna zurückerobert. Erfolgskontrollen belegen eindrücklich, wie schnell sich die Natur anpasst und gedeiht. Ein herausragendes Beispiel ist die Aufwertung von Bächen im Rahmen des Programms «Vielfältige Zürcher Gewässer», die zu einer raschen Wiederansiedlung von Libellen führte. Auch der angepasste Unterhalt von Böschungen entlang der Kantonsstrassen zeigt Wirkung. Dort pulsiert das Leben, Insekten und Kleintiere finden wieder einen geeigneten Lebensraum. Diese Erfolge beweisen, dass sich der Einsatz für die Biodiversität lohnt und die Natur mit gezielten Massnahmen schnell reagiert.

    Weichenstellungen für eine nachhaltige Zukunft
    Der Kanton Zürich stellt die Weichen für eine nachhaltige Zukunft durch verschiedene Gesetzesrevisionen und die Einführung neuer Instrumente.

    Lärmschutz-Verordnung
    Bis zum 6. Oktober 2025 läuft die Vernehmlassung zur Revision der Lärmschutz-Verordnung, die am 1. April 2026 in Kraft treten soll. Dies ist eine direkte Folge der im September 2024 beschlossenen Änderungen des Umweltschutzgesetzes.

    GIS-Karte «Kernzonenpläne»
    Eine neue digitale Karte bietet ab sofort einen umfassenden Überblick über die rechtskräftigen Ergänzungspläne «Kernzonen» und deren Elemente, basierend auf dem ÖREB-Kataster.

    CO2-Verordnung
    Der Bundesrat hat die revidierte CO2-Verordnung teilweise rückwirkend zum 1. Januar 2025 in Kraft gesetzt. Sie legt Reduktionsziele für Treibhausgasemissionen bis 2030 fest und konkretisiert Massnahmen zur Anpassung an den Klimawandel sowie Förderungen für klimafreundliche Technologien.

    Bekämpfung invasiver Organismen
    Bis zum 13. Oktober 2025 läuft die Vernehmlassung zu einer Revision des Umweltschutzgesetzes, die den Kantonen mehr Befugnisse im Kampf gegen invasive gebietsfremde Organismen einräumen soll.

    Parkierungsvorschriften
    Mit einer Änderung des Planungs- und Baugesetzes ab 1. August 2025 wird eine Reduktion von Abstellplätzen im Einzelfall möglich, unter der Bedingung, dass keine Verlagerung in den öffentlichen Raum stattfindet.

    ÖKOPROFIT
    Das bewährte Programm unterstützt Unternehmen erfolgreich beim Einstieg ins Umweltmanagement, um Kosten zu senken, Ressourceneffizienz zu optimieren und die Umweltbilanz zu verbessern. Der Kanton Zürich strebt an, weitere Kantone für ÖKOPROFIT zu begeistern.

    Denkmalgeschützte Gebäude
    Eine Gesetzesvorlage, die derzeit in Vernehmlassung ist, zielt darauf ab, das Bauen und die energetische Modernisierung an denkmalgeschützten Gebäuden zu vereinfachen.

    Geologisches Tiefenlager
    Die Rahmenbewilligungsgesuche für das geologische Tiefenlager und die Brennelementverpackungsanlage, eingereicht von der Nagra, sind nach Prüfung und Nachbesserung nun öffentlich zugänglich.

    Ausbau der Grosswasserkraft
    Ein Bericht des Bundesrats vom 13. Juni 2025 beleuchtet das erhebliche Potenzial, aber auch Unsicherheiten bei Erneuerungen und Erweiterungen in der Grosswasserkraft.

    Zürich ist bereit, die Herausforderungen des Klimawandels anzunehmen und die Chancen für eine nachhaltigere Zukunft zu nutzen. Es ist Zeit zu handeln oder wie man in Dänemark sagt «Så kom nu i gang!»

  • Woher der Strom 2050 kommt

    Woher der Strom 2050 kommt

    Damit die Schweiz bis 2050 CO₂-neutral wird, müssen Verkehr, Wärmeversorgung und Industrie weitgehend elektrifiziert werden. Der heutige Strombedarf von 56 Terawattstunden wird bis 2050 auf rund 75 TWh steigen. Gleichzeitig entfallen 23 TWh aus der Kernenergie. Der nötige Umbau des Energiesystems ist tiefgreifend, technisch, wirtschaftlich und gesellschaftlich.

    Massiver Ausbau von erneuerbarer Energie
    Laut EDGE-Bericht müssen bis 2050 rund 60 % des Stroms durch neue erneuerbare Energien gedeckt werden, konkret 45 TWh jährlich. Möglich wäre das mit 28 TWh aus Photovoltaik, 13 TWh aus Windkraft und 4 TWh aus Biomasse. Dafür müsste die Photovoltaikleistung auf 26,8 GW vervierfacht werden. Die Windkraft bräuchte einen 80-fachen Ausbau auf 8,4 GW, insbesondere für den Winterbetrieb. Ohne starke Subventionen sei das kaum realisierbar, so die Forschenden.

    Begrenzung der Stromimporte verteuert das System
    Das neue Stromgesetz begrenzt die Nettostromimporte im Winter auf 5 TWh. Um diese Vorgabe einzuhalten, wären zusätzlich 80 % mehr Windkraft, 11 % mehr Gaskapazität und 10 % mehr Solarleistung nötig. Damit würden die Stromgestehungskosten um 20 % steigen, die Strompreise könnten sich mehr als verdoppeln.

    Europa bleibt entscheidend
    Würde der europäische Stromhandel stark eingeschränkt, z. B. durch eine 70 %-Reduktion grenzüberschreitender Netzkapazitäten, müsste die Schweiz die Windkraft nochmals um 20 % stärker ausbauen. Die Versorgungskosten würden zusätzlich um 8 % steigen. Eine Umfrage des EDGE-Konsortiums zeigt das Spannungsfeld. 60 % der Bevölkerung wünschen sich Kooperation mit Europa, gleichzeitig wollen 70 % energiepolitische Unabhängigkeit und bevorzugen heimische Energiequellen.

    Investitionen fliessen ins Ausland
    Eine weitere Studie zeigt auf, dass über die Hälfte der jährlichen Investitionen von Schweizer Energieversorgern in erneuerbare Grossprojekte fliessen vor allem nach Deutschland, Frankreich und Italien. Nur 1 % dieser Mittel wird in der Schweiz investiert. Im Inland fehlen geeignete Projekte oder Rahmenbedingungen. So finanziert die Schweiz die Energiewende oft indirekt, aber nicht zu Hause.

    Netto-Null hat ihren Preis
    Zwischen 2020 und 2050 könnten die Lebenshaltungskosten steigen, etwa durch CO₂-Steuern, Emissionshandel oder höhere Produktionskosten. Der jährliche Konsumverlust eines Haushalts könnte 0,63–0,75 % betragen, je nach globalem Klimaschutzpfad. Ohne Kompensationsmöglichkeiten im Ausland könnten die Kosten auf bis zu 1 % steigen. Doch langfristig sei das günstiger als die Folgen eines ungebremsten Klimawandels.

    Die Energiewende ist machbarund herausfordernd
    Eine CO₂-neutrale Stromversorgung bis 2050 ist technisch möglich, wenn Photovoltaik und Windkraft massiv ausgebaut, Importe intelligent genutzt und Investitionen gezielt gelenkt werden. Der Zugang zum europäischen Strommarkt bleibt entscheidend. Gleichzeitig braucht es breite gesellschaftliche Unterstützung und ein Verständnis dafür, dass Nicht-Handeln teurer wird als eine mutige Transformation.

  • Swiss PV Circle schafft Grundlagen für die Wiederverwendung von Solarmodulen

    Swiss PV Circle schafft Grundlagen für die Wiederverwendung von Solarmodulen

    Rund die Hälfte der Photovoltaikmodule, die aktuell im Abfallstrom landen, sind grundsätzlich noch funktionsfähig. Das Swiss PV Circle-Projektentwickelte daher in den vergangenen eineinhalb Jahren praxisnahe Instrumente, technische Grundlagen, Marktanalysen und politische Empfehlungen, um die Wiederverwendung von PV-Modulen zu fördern, wie aus einer Mitteilung hervorgeht. Hinter dem Projekt stehen SENS eRecyclingSwissolar und die Berner Fachhochschule.

    Politische Empfehlungen konzentrieren sich auf finanzielle Anreize, etwa einen ReUse-Beitrag analog zu bestehenden Recyclingbeiträgen. Ausserdem werden Harmonisierungsmöglichkeiten wie ein schweizweites Label- und Zertifizierungssystem gefordert, um Qualität sichtbar zu machen und Vertrauen in Gebrauchtmodule zu schaffen. Schweizweit harmonisierte Bewilligungsspraxen für den Umgang mit gebrauchten Modulen und systematische Datenerhebungen bei Installation und Rückbau von Solaranlagen bauen weitere Hürden ab, heisst es in der Mitteilung.

    Praxisnahe Instrumente wie ein Plattformprototyp mit zugrunde liegendem Datenmodell ermöglichen die frühzeitige Einschätzung der passenden Kreislaufstrategie für gebrauchte Module. Das Projekt berechnete bis 2050 einen Rücklauf von 23’000 bis 90’000 Tonnen gebrauchter Photovoltaikmodule.

    Die Marktanalyse des Projekts fand heraus, dass die wirtschaftliche Rentabilität wiederverwendeter Module aufgrund niedriger Neupreise noch begrenzt ist. Gebrauchte Module werden aktuell vor allem in kleineren Anwendungen eingesetzt. Um eine breitere Akzeptanz zu erreichen, braucht es also attraktive Preise, geprüfte Qualität und eine hohe Restleistung der Module.

    Das Swiss PV Circle-Projekt will zukünftig Abfallmengen durch eine vermehrte Zweitnutzung von Modulen verringern. Dafür arbeiten SENS eRecycling, Swissolar und Berner Fachhochschule mit Partnern aus der Schweizer PV-Industrie zusammen.

  • Zirkulär denken, gemeinsam bauen

    Zirkulär denken, gemeinsam bauen

    Das Circular Time Lab der Hochschule Luzern bringt Theorie und Praxis, Entwurf und Handwerk, Lehre und Stadtentwicklung zusammen. Es ist ein interdisziplinäres Projekt des Kompetenzzentrums Typologie & Planung in Architektur und des Architekturstudiengangs der HSLU. Gemeinsam mit Lernenden aus Holzbaubetrieben der Region entwickeln die Studierenden Strukturen, die nicht nur architektonisch ansprechend, sondern auch vollständig wiederverwendbar sind.

    Der Fokus liegt beim gemeinsamen Lernen und Gestalten. Die Studierenden gewinnen Einblick in handwerkliche Abläufe und technische Möglichkeiten, während die Lernenden an Entwurfsprozessen teilhaben. Das Resultat ist ein tiefes Verständnis für ressourcenschonendes Bauen, das Kreisläufe schliesst und Materialwert bewahrt.

    Architektur zum Erleben – mitten in Luzern
    Die Ergebnisse dieser Zusammenarbeit sind seit Juni 2025 an zwei zentralen Orten im Kanton Luzern erlebbar, auf dem Inseli beim Bahnhof und beim Viscosi-Areal in Emmenbrücke. Dort laden luftige Holzbauten mit farbenfrohen Stoffen zum Verweilen, Beobachten und Innehalten ein. Sie bieten Schutz vor Sonne und Regen und regen gleichzeitig zum Nachdenken an.

    Die Strukturen sind dabei mehr als nur ästhetische Interventionen im Stadtraum. Sie sind gebaute Statements für eine Baukultur, die Verantwortung übernimmt. Ihre offene Gestaltung lädt Menschen zum Dialog ein und macht Nachhaltigkeit sichtbar und greifbar. Der «Luzerner Sommer» wird damit zum Experimentierfeld für eine Architektur, die nicht auf Dauer zielt, sondern auf Wirkung.

    Kreislauf statt Rückbau
    Im Circular Time Lab steht die Wiederverwendung im Zentrum. Die Holzpavillons sind nicht als Einmalbauten konzipiert, sondern als temporäre Strukturen mit Zukunft. Bereits beim ersten Aufbau wurde auf bestehende Holzbauteile zurückgegriffen. Alle Verbindungen sind lösbar, alle Masse erhalten. Im Herbst 2025 folgt der Rückbau, 2026 entsteht aus denselben Elementen ein neuer Pavillon mit neuer Funktion.

    Dieser iterative Ansatz ist nicht nur ressourcenschonend, sondern schult auch das planerische Denken. Denn zirkuläres Bauen verlangt Kreativität und Präzision. Wie fügt sich ein alter Balken in einen neuen Entwurf? Wie schafft man Schönheit ohne Verschwendung? Diese Fragen begleiten die Teilnehmenden des Circular Time Labs während des gesamten Prozesses und stärken ihre Kompetenzen für das nachhaltige Bauen von morgen.

    Teil eines internationalen Netzwerks
    Das Luzerner Projekt ist in das europäische Forschungsprogramm BAUHALPS, Building Circular in the Alps eingebettet. 13 Partnerinstitutionen aus sechs Ländern entwickeln darin gemeinsam neue Strategien für zirkuläres Bauen im Alpenraum. Das Circular Time Lab dient dabei als lebendiges Reallabor. Ein Ort für Experimente, für Austausch, für angewandte Forschung.

    Die Kooperation eröffnet den Studierenden und Lernenden nicht nur neue Perspektiven, sondern auch internationale Netzwerke. So wird aus einem lokalen Holzbauprojekt ein Baustein für den transnationalen Wandel, ein Impuls, der weit über Luzern hinausstrahlt.

    Zukunft beginnt im Kleinen
    Die Holzstrukturen des Luzerner Sommers mögen auf den ersten Blick klein wirken. Doch sie tragen grosse Ideen in sich, Zusammenarbeit, Kreislaufwirtschaft, Bildung und Verantwortung. Das Circular Time Lab zeigt, wie nachhaltiges Bauen in der Ausbildung verankert und im öffentlichen Raum sichtbar gemacht werden kann. Denn wer Materialien wiederverwenden will, muss zuerst Ideen neu denken.

  • Schweiz startet Rohrrecycling auf nationaler Ebene

    Schweiz startet Rohrrecycling auf nationaler Ebene

    Jährlich werden in der Schweiz rund 85’000 Tonnen Kunststoffrohre verbaut, viele davon mit einer Lebensdauer von bis zu 100 Jahren. Trotz ihres stofflichen Potenzials fehlte bislang ein systematischer Rücknahme- und Recyclingprozess. Genau hier setzt das Projekt «Swiss Plastic Pipe Recycling» an, das vom Verband Schweizer Plastikrecycler und dem Verband Kunststoffrohre und Rohrleitungsteile initiiert wurde.

    Ziel ist es, Rohre aus Bauprojekten, Werkleitungsarbeiten oder Rückbauten konsequent in den Wertstoffkreislauf zurückzuführen – mit einem standardisierten, praxistauglichen System.

    Breite Allianz aus Wirtschaft und Baupraxis
    Das Projekt wird von einem starken Netzwerk getragen. Unternehmen aus Bau, Gebäudetechnik, Kunststoffverarbeitung und Recycling arbeiten gemeinsam daran, das Rohrrecycling in der Schweiz flächendeckend zu etablieren. Zu den Projektpartnern gehören unter anderem Burkhalter Gruppe, Geberit, Georg Fischer, Meier Tobler, Debrunner Acifer, HakaGerodur, Eberhard, InnoRecycling, MCAM Symalit.

    Alle eint das Ziel, das Rücknahmesystem wirtschaftlich tragfähig, ökologisch sinnvoll und für Anwender leicht zugänglich zu machen.

    Sauberes Material ist neue Rezyklatquelle
    Während bisher vor allem recycelte Verpackungskunststoffe zur Herstellung neuer Kunststoffrohre genutzt wurden, fokussiert SPPR auf ein bislang kaum genutztes Materialpotenzial, zurückgebaute Rohre. Diese können, wenn sortenrein angeliefert, als hochwertige Rohstoffquelle dienen, insbesondere für Kabelschutz- und Infrastrukturohre.

    Da Verpackungskunststoffe künftig vermehrt wieder zu Verpackungen werden sollen, braucht es zusätzliche Quellen für technische Rezyklate, ein klarer Handlungsbedarf für die Branche.

    Über 40 Sammelstellen bereits in Betrieb
    Ein Herzstück des Projekts ist der Aufbau eines flächendeckenden Rückgabenetzwerks. Bereits heute stehen über 40 Sammelstellen in der Schweiz zur Verfügung. Aktuell liegt der Fokus auf PE-Rohren aus dem Tiefbau, doch der Ausbau auf weitere Materialien und Anwendungen ist geplant.

    Über eine interaktive Karte auf der Projektwebsite finden Unternehmen schnell die nächstgelegene Sammelstelle. Diese nehmen definierte Rohrtypen an, vorausgesetzt, die Materialien sind sauber und sortenrein angeliefert.

    Nachhaltigkeit mit System
    Mit SPPR leisten VSPR, VKR und die beteiligten Unternehmen einen konkreten Beitrag zur Kreislaufwirtschafts- und Klimastrategie der Schweiz. Die stoffliche Verwertung langlebiger Rohre reduziert CO₂-Emissionen, senkt den Einsatz von Primärkunststoffen und fördert die regionale Wertschöpfung.

    Das Projekt stärkt den Schweizer Rezyklatmarkt nachhaltig und zeigt, wie konkrete Brancheninitiativen systemische Wirkung entfalten können.

  • Neue Empfehlungen für besseren Schutz hochwertiger Böden

    Neue Empfehlungen für besseren Schutz hochwertiger Böden

    Durabilitas hat gemeinsam mit Partnern in einem mehrjährigen Projekt Empfehlungen zur besseren Berücksichtigung von Böden in der Raumplanung erarbeitet. Sie sind auf Agierende auf den drei Staatsebenen Bund, Kantone und Gemeinden ausgerichtet, informiert die Stiftung für nachhaltige Entwicklung in einer Mitteilung. Sie basieren auf der Anwendung des Bodenqualitätsindex (BodenQI), der in Ländern wie Deutschland, Österreich und Belgien bereits seit mehreren Jahren angewendet wird.

    Für die nun vorgestellten Empfehlungen haben Durabilitas und Partner zum einen die Anwendung des BodenQI in diesen Ländern ausgewertet. Zum anderen wurde die Anwendung des BodenQI in Schweizer Pilotprojekten analysiert. Ergänzt wurde das Projekt durch die Auswertung einer nationalen Begleitgruppe aus Fachleuten unterschiedlicher Fachrichtungen.

    Mit dem BodenQI kann die Qualität von Böden erfasst und kartographisch dargestellt werden. Er bietet damit «eine einfache Planungshilfe, um beispielsweise bauliche Tätigkeiten möglichst auf Standorte mit geringerer Bodenqualität zu lenken und hochwertige Böden zu erhalten», heisst es in der Mitteilung.

  • Digitales Werkzeug für die Arealentwicklung

    Digitales Werkzeug für die Arealentwicklung

    Arealentwicklungen gehören zu den anspruchsvollsten Aufgaben kommunaler Planung. Gerade kleinere Gemeinden stehen vor strukturellen Hürden. Es fehlen Ressourcen, der Zugang zu IT-Werkzeugen ist begrenzter und mangelnde Standards erschweren fundierte Entscheidungen. Mit dem digitalen Leitfaden entsteht nun ein Werkzeug das modular aufgebaut, anwenderfreundlich und technisch präzise, diese Lücke schliesst. 

    Zusammenspiel von Wissen und Technik 
    Das Projekt vereint interdisziplinäres Know-how der Institute für Raumentwicklung (IRAP) und Institut für Informations- und Prozessmanagement (IPM). Herzstück ist ein digital unterstützter Leitfaden, der Planungsprozesse systematisch strukturiert und automatisierte Analysen ermöglicht. Recherche, Bewertung und Variantenentwicklung lassen sich damit effizienter gestalten. Gemeinden erhalten ein Instrument, das Planungsqualität verbessert, unabhängig von ihrer Grösse. 

    Arbeitsplatzgebiete im Fokus 
    Während sich die Innenentwicklung bisher vor allem auf Wohn- und Mischzonen konzentrierte, rückt dieses Projekt gezielt Arbeitsplatzgebiete ins Zentrum. Gerade in Zeiten knapper Flächen entscheidet die strategische Entwicklung solcher Gebiete über die Zukunftsfähigkeit von Unternehmen und Standorten. Der digitale Leitfaden liefert hierfür eine bislang einzigartige Lösung in der Schweiz. 

    Partizipation durch Echoraum sichert Qualität 
    Um eine praxisgerechte Anwendung zu garantieren, wurde ein Echoraum eingerichtet. Dieses Gremium aus Fachleuten kommunaler Verwaltungen und Planungsbüros bringt wertvolle Expertise ein. Beim ersten Treffen am 24. Januar 2025 in St. Gallen diskutierten die Beteiligten grundlegende Anforderungen und legten das weitere Vorgehen fest. Der Dialog zwischen Forschung und Praxis ist damit früh verankert. 

    Effizient und nachhaltig in die Zukunft planen und entscheiden 
    Die finale Softwarelösung soll einfach zu bedienen sein. Sie ermöglicht eine objektive und systematische Bewertung nach relevanten Nachhaltigkeitskriterien von Entwicklungsszenarien und fördert dadurch fundierte Entscheidungen in Politik und Verwaltung. Der kreative Entwurfsprozess bleibt dabei erhalten, ergänzt durch digitale Effizienz und belastbare Vergleichswerte. 

    Zeithorizont und Perspektive 
    Das Projekt startete im Juni 2024 und läuft bis Mai 2026. Es versteht sich als Beitrag zu einer zeitgemässen, digital gestützten Raumplanung. Die Vision ist eine nationale Kompetenzplattform, die Arealentwicklung greifbar, skalierbar und qualitativ hochwertig macht.   

  • Smart City Aarau vernetzt, nutzerzentriert und umweltschonend

    Smart City Aarau vernetzt, nutzerzentriert und umweltschonend

    Aarau steht vor komplexen gesellschaftlichen und technologischen Entwicklungen. Um darauf zukunftsgerichtet zu reagieren, verfolgt die Stadt mit ihrer Smart City Strategie einen vernetzten, kreativen und effizienten Ansatz. Der Fokus liegt auf konkretem Nutzen für die Zielgruppen und umweltschonenden Verfahren. Digitale Technologien kommen nur dort zum Einsatz, wo sie echten Mehrwert schaffen.

    Fünf Grundprinzipien für smarte Wirkung
    Basierend auf Erfahrungswerten aus der ersten Strategieperiode von 2021 bis 2025 und bewährten Modellen anderer Städte, hat Aarau fünf wirkungsstarke Ansätze definiert.

    Vernetzen: Projekte greifen bereichsübergreifend ineinander und werden kollaborativ umgesetzt.

    Bedürfnisse abholen: Im Dialog mit der Bevölkerung entstehen Lösungen, die tatsächlich gebraucht werden.

    Testen: Innovation heißt auch ausprobieren. Pilotversuche helfen, Risiken zu minimieren und Ideen praxistauglich zu machen.

    Umweltschutz: Nachhaltigkeit ist Pflicht. Alle Projekte berücksichtigen Umweltaspekte und setzen auf erneuerbare Ressourcen.

    Technologie als Mittel zum Zweck: Der Einsatz von Technik erfolgt gezielt und nur, wenn sie zur Lösung beiträgt.

    Smart City Team als Ermöglicherin
    Das städtische Smart City Team unterstützt Mitarbeitende in der Ideen- und Projektphase. Es hilft, Zielgruppen zu identifizieren, Projektideen zu schärfen und testbare Lösungsansätze zu entwickeln. Formate wie Start-Gespräche, Workshops oder Begleitung komplexer Projekte bis zur Umsetzung stehen bereit. Die Devise, Projekte mit echtem Nutzen für Aarau umsetzen oder bewusst verwerfen.

    Zielgerichtete Unterstützung und smarte Gefässe
    Das Smart City Team wirkt auch im Hintergrund. Es beobachtet Trends, vernetzt Akteure und fördert Wissenstransfer über Formate wie den „Smart City Newsroom“. Zudem unterstützt es Projekte finanziell über den Smart City Investitionskredit und hilft, Mitwirkungsgefässe zu schaffen.

    Wirkung messen und lernen
    Die Strategie orientiert sich am IOOI-Wirkungsmodell und misst neben Outputs auch Outcomes und langfristige Impacts. Ziel ist es, dass alle städtischen Fachpersonen bis 2034 nutzerzentrierte Methoden anwenden, ihre Projekte vernetzt planen, ressourcenschonend umsetzen und digitale Technologien sinnvoll integrieren.

    Smart City Aarau denkt weiter
    Die Stadt Aarau interpretiert Smart City neu als Methode zur Entwicklung nachhaltiger, lebenswerter Urbanität. Der Mensch steht im Zentrum, nicht die Technik. So wird aus Komplexität Innovation und aus Ideen konkrete Zukunftslösungen für Aarau.

  • Digitale Betonanalysen für höhere Qualität und Nachhaltigkeit

    Digitale Betonanalysen für höhere Qualität und Nachhaltigkeit

    Sika hat eine strategische Investition in nicht genannter Höhe in die kanadische Firma Giatec Scientific mit Huaptsitz in Ottawa getätigt. In einer Medienmitteilung bezeichnet sie das Zuger Unternehmen der Spezialitätenchemie als «bedeutenden Meilensein in seiner übergreifenden Digitalstrategie».

    Giatec entwickelt Sensoren, Softwarelösungen und Werkzeuge zur Datenanalyse, die die Qualität, Langlebigkeit und Nachhaltigkeit von Beton verbessern, von der Herstellung über den Transport bis hin zur Verarbeitung. Sika geht davon aus, dass die auf Künstliche Intelligenz gestützten präzisen Analysen und Optimierungen von Betonmischungen durch Giatec zusammen mit den Zusatzmitteltechnologien von Sika zu «erheblichen» Einsparungen bei Kosten und CO2 führen.

    Pouria Ghods, CEO und Mitgründer von Giatec, will durch diese strategische Partnerschaft mit Sika «die Zukunft des KI-gestützten Betonbaus neu definieren». Die globale Präsenz des neuen Partners sieht er als grosse Chance, «um unsere intelligenten Technologien weltweit zu etablieren».

    Wie Ghods möchte auch Sikas Head of Construction, Ivo Schädler, die Zukunft der Betonindustrie durch die digitale Transformation mitgestalten «und dabei eng mit Giatec und deren Netzwerk von strategischen, globalen Partnern wie beispielsweise Heidelberg Materials zusammenzuarbeiten. Durch den Einsatz digitaler Innovationen bieten wir der Bauindustrie datenbasierte Einblicke, die Nachhaltigkeit und Performance verbessern und die nächste Stufe des modernen Bauens ermöglichen.»

  • Baukultur im Fokus, NFP 81 beginnt

    Baukultur im Fokus, NFP 81 beginnt

    Am 13. und 14. Mai 2025 traf sich die NFP-81-Community erstmals persönlich in Thun. Rund 80 Vertreterinnen und Vertreter aus 13 Forschungsteams präsentierten ihre Projekte in kurzen Vorträgen und gewährten dabei Einblick in die beeindruckende thematische Breite des Programms. Ergänzt wird diese akademische Vielfalt durch die 45 Praxispartnerinnen und -partner, die mit ihrem Praxiswissen die Forschungsarbeiten bereichern. Insgesamt sind über 130 Personen direkt am Programm beteiligt. Ein klares Zeichen für die starke Verankerung des NFP 81 in Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft.

    Impulse aus der Praxis: Stadt Thun als Gastgeberin
    Der erste Veranstaltungstag endete mit zwei aufschlussreichen Vorträgen von Dr. Raphael Lanz, Stadtpräsident von Thun und Florian Kühne, Stadtarchitekt von Thun. Beide betonten die entscheidende Rolle eines offenen Dialogs in der Baukultur und die Bedeutung interdisziplinärer Zusammenarbeit. Diese Perspektiven lieferten wichtige Impulse für die Arbeit in den Forschungsprojekten, die das Ziel haben, ökologische und soziale Fragen in der Baukultur stärker zu verknüpfen.

    Austausch über gemeinsame Herausforderungen
    Der zweite Veranstaltungstag diente dazu, die gemeinsamen Herausforderungen und Schnittmengen der vielfältigen Forschungsvorhaben zu identifizieren. Dr. Oliver Martin vom Bundesamt für Kultur und Prof. Ivana Katurić, Co-Autorin eines Handbuchs für das New European Bauhaus, gaben den Auftakt für einen intensiven Austausch. In gemischten Breakout-Sessions diskutierten die Teilnehmenden engagiert darüber, wie sich unterschiedliche Perspektiven und Kompetenzen bündeln lassen, um innovative und nachhaltige Lösungen für den gebauten Raum zu entwickeln.

    Gemeinsame Vision und positives Fazit
    Zum Abschluss des Treffens zeigte sich Prof. Dr. Paola Viganò, Präsidentin der Leitungsgruppe, erfreut über den intensiven Austausch und die Aufbruchstimmung: «Ich freue mich zu sehen, dass hier eine Gruppe entsteht, die ein gemeinsames Ziel teilt. Wir alle möchten mit diesem Programm den Diskurs über den ökologischen und sozialen Wandel des gebauten Raums voranbringen.» Dieser Satz bringt das gemeinsame Selbstverständnis der Teilnehmenden auf den Punkt: Das NFP 81 ist keine Aneinanderreihung isolierter Projekte, sondern eine Gemeinschaft mit einer gemeinsamen Mission.

    Transparenz und Partizipation
    In den kommenden Tagen werden auf der Webseite des NFP 81 die Porträts der einzelnen Projekte aufgeschaltet. Neben prägnanten Beschreibungen der Forschungsvorhaben werden dort auch die Praxispartner vorgestellt, die im Programm eine tragende Rolle einnehmen. Dieser transparente Einblick soll nicht nur den Austausch innerhalb der Community fördern, sondern auch eine breitere Öffentlichkeit ansprechen und zum Mitdenken und Mitwirken einladen.

  • ProKilowatt-Ausschreibungen 2025 setzen neue Massstäbe

    ProKilowatt-Ausschreibungen 2025 setzen neue Massstäbe

    Seit November 2024 läuft die Einreichungsphase für Projekte und Programme zur Steigerung der Stromeffizienz im Industrie- und Dienstleistungsbereich sowie in Haushalten. Mit 49 Anträgen allein bis Mitte April 2025 liegt das Interesse rund 30 Prozent über dem Vorjahr. Ein Rekord, der das Potenzial zur nachhaltigen Energieeinsparung unterstreicht.

    Flexibilität für Unternehmen – papierlos und planbar
    Die unkomplizierte, digitale Antragstellung sowie die zeitnahe Bearbeitung innerhalb von nur vier Wochen erleichtern es Unternehmen, Effizienzprojekte passgenau in ihre Betriebsplanung zu integrieren. Auch grössere Projekte mit einem Förderbeitrag von bis zu sechs Millionen Franken können seit diesem Jahr jederzeit eingereicht werden – ein Meilenstein für ambitionierte Vorhaben wie den Austausch grosser Produktionsanlagen oder die Bündelung kleinerer Massnahmen.

    Konkrete Einsparungen
    Ein Projekt im Detailhandel erhielt bereits eine Zusage für bis zu sechs Millionen Franken. Durch den Ersatz bestehender Kühlmöbel werden jährlich Strommengen eingespart, die dem Verbrauch von 4’500 Haushalten entsprechen. Auch in der Industrie reichen die Projekte vom Ersatz von Pressen über die Optimierung von Druckereimaschinen bis hin zu effizienteren Gebläsen in Abwasserreinigungsanlagen.

    Wettbewerbliche Ausschreibungen als Zukunftsinstrument
    Das Programm ProKilowatt wird vom Bundesamt für Energie finanziert und von CimArk SA in Sion umgesetzt. Durch den Förderbeitrag, finanziert über einen Zuschlag auf die Hochspannungsnetze, entstehen Impulse für eine stromsparende und wettbewerbsfähige Wirtschaft. Die nächste Frist für Projektanträge endet am 2. November 2025. Ein wichtiges Datum für alle Unternehmen, die mit innovativen Massnahmen ihre Energiekosten senken und gleichzeitig zur Energiewende beitragen möchten.

  • Haus des Holzes in Sursee zeigt die Zukunft

    Haus des Holzes in Sursee zeigt die Zukunft

    Mit sechs Geschossen aus Holz, ergänzt durch eine vielfältige Nutzung mit Büros, Wohnungen und Gemeinschaftsräumen, demonstriert das Haus des Holzes eindrucksvoll die Potenziale des modernen Holzbaus. Die gesamte Konstruktion, abgesehen vom Untergeschoss, besteht aus Schweizer Holz, von dem 94 Prozent aus heimischen Wäldern stammen. Der Baustoff wächst innerhalb von nur 80 Minuten nach, ein starker Beleg für die ökologische Tragfähigkeit regionaler Ressourcen.

    Kreislaufdenken konsequent umgesetzt
    Das Gebäude ist so konzipiert, dass künftige Generationen es rückbauen und die eingesetzten Bauelemente weiterverwenden können. Diese Kreislauffähigkeit ist für Betriebe im Holz- und Baugewerbe ein zentraler Innovationsimpuls, der Nachhaltigkeit in der Praxis greifbar macht und sich zunehmend auch als Verkaufsargument gegenüber einer klimabewussten Kundschaft behauptet.

    Digitale Methoden als Motor für Effizienz
    Eine Besonderheit des Projekts liegt im konsequenten Einsatz digitaler Planungsmethoden. Mittels Building Information Modeling wurde das gesamte Gebäude modelliert, geplant und umgesetzt. Handwerksbetriebe arbeiteten direkt mit digitalen Modellen auf mobilen Geräten, eine Vorgehensweise, die Materialeinsatz, Baukoordination und Effizienz auf ein neues Niveau hebt.

    Regulatorische Freiheit als Innovationsvorteil
    Die Schweiz bietet mit praxisnaher Ausbildung, materialunabhängigen Brandschutznormen und flexiblen SIA-Richtlinien ein ideales Umfeld für den Fortschritt im Holzbau. Diese Rahmenbedingungen ermöglichen es Ingenieurinnen und Ingenieuren, kreative Lösungen zu entwickeln, die anderswo durch starre Normen gebremst würden.

    Weltweite Vorreiterrolle im Blick
    Das Projekt versteht sich als Impulsgeber für die internationale Holzbauzukunft. Mit Know-how, Innovationsgeist und der intelligenten Nutzung digitaler Werkzeuge positioniert sich die Schweiz als globaler Taktgeber. Sichtbar auch im grössten laufenden Projekt, dem geplanten Dock A am Flughafen Zürich, bei dem die Firma Pirmin Jung Schweiz massgeblich an der holzbasierten Planung beteiligt ist.

  • Swissbau Lab öffnet neue Horizonte

    Swissbau Lab öffnet neue Horizonte

    Vom 20. bis 23. Januar 2026 wird die Messe Basel zum Treffpunkt der Schweizer Bau- und Immobilienwirtschaft. Im Zentrum steht das Swissbau Lab in Halle 1.1, ein Raum für Ideen, Innovationen und neue Partnerschaften. Themen wie Kreislaufwirtschaft, digitale Planungschancen, veränderte Bauprozesse und Klimaschutz prägen die Diskussionen. Mit dem Start der Programmgestaltung am 6. Mai 2025 beginnt eine intensive Phase der Konzeptentwicklung, zu der Unternehmen, Verbände und Institutionen eingeladen sind.

    Workshop als Sprungbrett für Innovation
    Der Kick-off Workshop am 6. Mai 2025 in Zürich bildet den Auftakt. Hier erhalten sowohl bestätigte als auch interessierte Unternehmen alle Informationen zum Konzept und zu Beteiligungsmöglichkeiten am Swissbau Lab. Die Messeverantwortlichen koordinieren die anschliessende Programmentwicklung. Zunächst im Plenum, dann in spezifischen Themengruppen. Kurzfristige Anmeldungen zum Workshop sind bis zum 2. Mai 2025 möglich.

    Vernetzung als Schlüssel zum Fortschritt
    Ob Startup oder etabliertes Unternehmen, entscheidend ist die Motivation, aktiv die Zukunft der Bauwirtschaft mitzugestalten. Mit dem Swissbau Lab entsteht ein dynamisches Innovationsnetzwerk, getragen vom Schweizerischen Ingenieur- und Architektenverein SIA als Leading Partner. Die Plattform fördert den offenen Austausch und setzt auf Kooperation statt Einzelkampf.

    Markus Weber, Präsident von Bauen digital Schweiz und Co-Studiengangleiter Digital Construction an der Hochschule Luzern, unterstreicht die Bedeutung: «Für uns ist die Swissbau eine einmalige Gelegenheit, das Prinzip ‹Miteinander statt jeder für sich› ins Zentrum zu stellen. Gemeinsam Impulse setzen für eine vernetzte, digitale und zukunftsfähige Bau- und Immobilienwirtschaft.»

  • Historische Technik trifft moderne Forschung

    Historische Technik trifft moderne Forschung

    Forschende der Abteilung Mechanical Systems Engineering der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa) in Dübendorf beteiligten sich am Bau eines Wasserschöpfrades in Steffisburg. Wie aus einer Mitteilung hervorgeht, wurde der Bau erforderlich, nachdem die Zulg wegen Hochwasserschutzes des Ortes um zwei Meter abgesenkt wurde. Der Mühlebach, der jahrhundertelang die Betriebe von Steffisburg mit Wasserenergie versorgt hatte, drohte ebenso wie das umliegende Ökosystem auszutrocknen.

    Die Herausforderung war, die Anlage den Erfordernissen bei Steffisburg anzupassen. „Sie muss bei einem minimalen Abfluss der Zulg von einem Kubikmeter pro Sekunde mindestens 125 Liter Wasser in den Mühlebach speisen“, wird Silvain Michel, Projektleiter der Empa, in der Mitteilung zitiert, „und selbst bei geringeren Zuflüssen müssen noch mindestens 100 Liter pro Sekunde gefördert werden, um die Biotope zu erhalten“.

    Vorbild für die Wasserschöpfanlage war das 1849 von Walter Zuppinger entwickelte Schöpfrad. Das Wasserrad, dessen Effizienz 2016 in aufwendigen Versuchen wissenschaftlich bestätigt wurde, ist bereits im von der Empa installierten Glattfelden-Projekt verwendet worden.

    Im aktuellen Projekt in Steffisburg wurde das Wasserschöpfrad nochmals modifiziert und mit einem separatem Antriebsrad versehen. Beteiligt an der technischen Umsetzung waren neben der Empa das Konstruktionsbüro EKZ in Thun sowie die CFD-Schuck GmbH.

  • Unterschiede bei Ökobilanzen für Bauprodukte im Vergleich

    Unterschiede bei Ökobilanzen für Bauprodukte im Vergleich

    Die Firma conspark hat ein Faktenblatt veröffentlicht, das die Unterschiede zwischen den Bilanzierungsregeln der EU und der Schweiz für Bauprodukte aufzeigt. Es steht ab sofort in deutscher und englischer Sprache zum Download zur Verfügung und soll eine kompakte Orientierungshilfe für Fachleute der Baubranche bieten, die mit Planung, Herstellung und Nachhaltigkeit betraut sind. Immerhin bilden die Ökobilanzergebnisse von Bauprodukten die Grundlage für die künftige Bilanzierung von Gebäuden.

    In der Schweiz gibt die Koordinationskonferenz der Bau- und Liegenschaftsorgane der öffentlichen Bauherren (KBOB) Bilanzierungsregeln für die Ökobbilanz von Bauprodukten vor und veröffentlicht diese Ergebnisse in der Liste Ökobilanzdaten im Baubereich. In der EU werden die Ökobilanzen nach EN 15804+A2 erstellt und deren Ergebnisse als Umweltproduktdeklarationen (EPDs) dargestellt.

    Zum Vergleich wurde beispielhaft die Ökobilanz verschiedener Sorten Recyclingbetons nach den beiden Standards erstellt. Dabei zeigte sich, dass die Treibhausgasemissionen und der Energiebedarf desselben Betons je nach Regelwerk sehr unterschiedlich ausfallen, wobei die KBOB-Ökobilanz jeweils höhere Werte ausweist. Das, so conspark, resultiert aus den verwendeten Hintergrunddatensätzen: Die EPD-Ökobilanz basiert auf aktuelleren Daten, die bereits technologische Fortschritte wie geringeren Klinkergehalt und den verstärkten Einsatz alternativer Brennstoffe berücksichtigen.

    «Die Vergleichbarkeit von Ökobilanzdaten spielt eine entscheidende Rolle für kommende Regulierungen und CO2-Grenzwerte», so der Geschäftsführer und Co-Autor dieses Faktenblatts, Florian Robineck, in einer Mitteilung. Dementsprechend lautet die Empfehlung der Autoren des Faktenblatts: «Eine regelmässige Aktualisierung der KBOB-Hintergrunddatensätze und eine stärkere Harmonisierung der beiden Ansätze würden dazu beitragen, bestehende Unterschiede zu verringern und vergleichbare Nachhaltigkeitsbewertungen zu ermöglichen.»

  • Thurgauer Bank setzt auf Solarenergie in Arbon

    Thurgauer Bank setzt auf Solarenergie in Arbon

    Die Thurgauer Kantonalbank (TKB) hat auf dem Dach ihrer Filiale in Arbon eine neue Photovoltaikanlage installiert. Wie es in einer Mitteilung heisst, ist die neue Anlage mit 500 Quadratmetern die grösste, die die Bank in Betrieb genommen hat. Sie soll jährlich etwa 105‘000 Kilowattstunden Strom liefern. Das entspricht dem Jahresverbrauch von 21 Haushalten.

    Der auf dem Dach produzierte Strom soll in erster Linie für den Betrieb der Geschäftsstelle genutzt werden. Je nach Bedarf deckt er zwischen 25 und 40 Prozent des Energiebedarfs der Bankfiliale ab, heisst es in der Mitteilung. Des Weiteren versorgt die Solaranlage drei Ladestationen für E-Autos in der benachbarten Tiefgarage des Einkaufszentrums Novaseta. Überproduzierter Strom soll darüber hinaus in das öffentliche Netz eingespeist werden.

    Mit der neuen Anlage will die TKB ihr Engagement für nachhaltige und erneuerbare Energie unterstreichen und den CO2-Ausstoss vor Ort senken.

  • Flughafenregion Zürich gibt sich Fachbeirat für Nachhaltigkeit

    Flughafenregion Zürich gibt sich Fachbeirat für Nachhaltigkeit

    Die FRZ Flughafenregion Zürich verstärkt ihr Engagement für Nachhaltigkeit. Sie habe am 6. Februar einen Nachhaltigkeits-Fachbeirat gegründet, informiert das Wirtschaftsnetzwerk in einer entsprechenden Mitteilung. «Nachhaltigkeit ist kein Trend, sondern ein entscheidender Erfolgsfaktor für Unternehmen und die Gesellschaft», heisst es dort zu den Hintergründen der Entscheidung.

    Der neue Fachbeirat soll als «führendes Kompetenzzentrum» für nachhaltige Innovationen in der Region fungieren. Konkret hat er das Ziel, Unternehmen, Städten und Gemeinden bei der Einführung nachhaltiger Geschäftsmodelle zur Seite zu stehen. Dazu sollen Best Practices gefördert und Agierende aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik miteinander in Verbindung gebracht werden.

    Zu den Aufgaben des neuen Fachbeirats wird auch die Vergabe des FRZ Excellence Awards gehören. Mit ihm werden jährlich herausragende Leistungen in Ökologie, sozialer Verantwortung und Innovation von Mitgliedsunternehmen der FRZ Flughafenregion Zürich gewürdigt.

    Dem Nachhaltigkeits-Fachbeirat gehören unter anderem Mario Angst von der Universität Zürich, Willi Gärtner von Planzer, Thomas Meier vom Swiss Safety Center und die ehemalige Geschäftsführerin der Greater Zurich Area, Sonja Wollkopf, an. Insgesamt sind im Fachbeirat vier Frauen und neun Männer aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik vertreten. Die vollständige Liste der Mitglieder inklusive Verlinkung auf ihre LinkedIn-Profile hält die FRZ Flughafenregion Zürich in der Mitteilung bereit.

  • Treiber des Kulturwandels im Beschaffungswesen

    Treiber des Kulturwandels im Beschaffungswesen

    Seit dem 1. Juli 2024 werden öffentliche Ausschreibungen über die modernisierte Plattform von simap.ch veröffentlicht. Da das neue System nicht mit der vorherigen Version kompatibel ist, wurde auch der Vergabemonitor der Schweizer Bauwirtschaft überarbeitet. Durch die Harmonisierung der Datensätze vor und nach der Umstellung bleibt die Vergleichbarkeit der Ergebnisse erhalten, während zusätzliche Anpassungen am Datenmodell für eine präzisere Analyse der Trends sorgen.

    Entwicklung der öffentlichen Beschaffungen
    Die Totalrevision des öffentlichen Beschaffungswesens ist mittlerweile in 22 von 26 Kantonen in Kraft. Im vierten Quartal 2024 wurden insgesamt 5256 Ausschreibungen erfasst, wovon 46% auf das Baugewerbe, 5% auf das Ingenieurwesen und 1,8% auf die Architektur entfielen. Insgesamt wurden für die Untersuchung 74% aller veröffentlichten Ausschreibungen berücksichtigt.

    Qualitätskriterien mit differenzierter Entwicklung
    Der Anteil qualitativer Vergabekriterien im gleitenden Mittel ging im vierten Quartal 2024 um 5,8% auf 51,9% zurück. Die Bauwirtschaft konnte sich diesem Trend jedoch teilweise entziehen: Während Architekturaufträge einen Rückgang von 2,1% auf 69,2% verzeichneten, stieg der Anteil von Qualitätskriterien im Ingenieurwesen um 0,7% auf 66,3% und im Baugewerbe um 0,5% auf 45%. Besonders bemerkenswert ist die Entwicklung im Kanton Basel-Stadt, wo der Anteil von Qualitätskriterien bei Bauaufträgen seit dem 1. Februar 2024 von 26,2% auf 42,5% gestiegen ist.

    Nachhaltigkeit als stärkste Triebkraft
    Der entscheidende Faktor für den Kulturwandel im Beschaffungswesen ist jedoch die Berücksichtigung von Nachhaltigkeitskriterien. In 35% aller Ausschreibungen mit qualitativen Vergabekriterien wurden im vierten Quartal 2024 nachhaltige Aspekte berücksichtig, ein Anstieg von 23% gegenüber dem Vorquartal. Besonders stark fiel die Zunahme bei Bundesvergaben aus, wo der Anteil um 34,7% auf 35,1% anstieg.

    Während sich der Anteil an Nachhaltigkeitskriterien zwischen Januar 2021 und Dezember 2023 bereits fast verdoppelt hatte, setzte sich dieser Wachstumstrend 2024 noch einmal verstärkt fort. Ein möglicher Einflussfaktor ist der Systemwechsel auf die neue simap.ch-Plattform. Der generelle Trend deutet jedoch darauf hin, dass Nachhaltigkeit zunehmend als zentrales Kriterium in der öffentlichen Beschaffung etabliert wird.

    Innovationsförderung und Angebotsplausibilität gewinnen an Bedeutung
    Auch die explizite Erwähnung von Innovationskriterien nimmt zu. Während Innovation weiterhin nur in 1% der Ausschreibungen genannt wurde, stieg dieser Wert im Vergleich zum Vorquartal um 28,8% und im Vergleich zum Vorjahreszeitraum sogar um 95,1%. Besonders stark wuchs die Berücksichtigung der Angebotsplausibilität, die sich auf 2,3% aller Ausschreibungen mit Vergabekriterien ausweitete. Dieser Wert liegt 54% über dem Vorquartal und ganze 277,9% über dem Vergleichszeitraum des Vorjahres.

    Rückgang von Dialogverfahren und Varianten
    Im Gegensatz zu den steigenden Nachhaltigkeits- und Innovationskriterien wurden Dialogverfahren und Varianten seltener genutzt. Im vierten Quartal 2024 wurden Dialoge in nur noch 1,7% der Ausschreibungen vorgesehen, ein Rückgang um 10,8% gegenüber dem Vorquartal und 20,8% gegenüber dem Vorjahr. Auch die Zulassung von Varianten nahm ab und erreichte noch 18% der Ausschreibungen, mit negativen Wachstumsraten von -10,2% im Quartalsvergleich und -21,7% im Jahresvergleich.

    Nachhaltigkeit prägt die Zukunft der öffentlichen Beschaffung
    Die zunehmende Berücksichtigung von Nachhaltigkeitskriterien zeigt, dass das Beschaffungswesen in der Schweiz einen tiefgreifenden Kulturwandel durchläuft. Während klassische Qualitätskriterien in einigen Bereichen rückläufig sind, gewinnen Aspekte wie Nachhaltigkeit, Innovationsförderung und Angebotsplausibilität stark an Bedeutung. Die Einführung der neuen simap.ch-Plattform könnte dabei als Katalysator gewirkt haben, wobei zukünftige Analysen zeigen müssen, inwieweit die Systemumstellung langfristige Auswirkungen auf die Vergabepraxis hat. Klar ist jedoch: Die öffentliche Beschaffung entwickelt sich zunehmend in Richtung ökologischer und nachhaltiger Standards.

  • Logistikzentrum in Bedano wird vollständig fossilfrei betrieben

    Logistikzentrum in Bedano wird vollständig fossilfrei betrieben

    Das Fleischverarbeitungsunternehmen Ernst Sutter AG aus Gossau betreibt sein Tessiner Logistikzentrum am Standort Bedano ohne Nutzung fossiler Energie. Die Stromversorgung aller notwendigen Anlagen wird zu 45 Prozent aus Solarenergie und zum Rest aus Wasserkraft gedeckt, heisst es in einer Mitteilung. Der Solarstrom entsteht durch eine Photovoltaikanlage auf dem Dach des Zentrums, auf dem die 271 Quadratmeter grosse Anlage jährlich 55‘000 Kilowattstunden Strom erzeugt.

    Das Heizungssystem wurde von Ölheizung auf Luft-Wasser-Wärmepumpenanlage umgestellt. Die von den Kühlsystemen abgezogene Wärme wird zur Aufbereitung von Warmwasser verwendet.

    Mit den Firmenstandorten in Gossau und in Bazenheid SG ist Bedano jetzt der dritte Standort des Unternehmens, der fossilfrei mit Energie versorgt wird. «Wir setzen uns ambitionierte Ziele, um unseren ökologischen Fussabdruck kontinuierlich zu verringern und so zu einer nachhaltigeren Zukunft beizutragen», wird Reto Sutter, Vorsitzender der Geschäftsleitung, in der Mitteilung zitiert. «Der Ausbau erneuerbarer Energien an unseren Standorten spielt dabei eine zentrale Rolle.»

  • Grundsteinlegung für neues Betriebsgebäude in Grabs erfolgt

    Grundsteinlegung für neues Betriebsgebäude in Grabs erfolgt

    Die in Frauenfeld ansässige HRS wird als Totalunternehmerin das neue Betriebsgebäude des Körber Geschäftsbereichs Pharma in Grabs errichten. Wie es in einer Mitteilung heisst, fand die Grundsteinlegung am 13. Februar statt.

    Neben dem bereits bestehenden Gebäude am Standort werden auf einer freien Fläche ein Untergeschoss, zwei Produktions- und zwei Büroetagen errichtet. Insgesamt entstehen dann 7500 Quadratmeter Produktionsfläche und 5000 Quadratmeter Bürofläche in dem Neubau. Der Bau selbst wird aktuellen Anforderungen an Nachhaltigkeit und Energieeffizienz genügen. Nebst einer eigenen Photovoltaikanlage auf dem Dach werden auch umfassende Lademöglichkeiten für Elektroautos erstellt, heisst es in der Mitteilung.

    Mit dem Neubau, der 2027 fertiggestellt werden soll, werden künftig alle Ressourcen des Geschäftsbereichs Pharma von Körber gebündelt.

    «Der Neubau spielt eine zentrale Rolle für unser geplantes Wachstum, in dessen Zentrum zum einen die Kunden und zum anderen natürlich unsere Mitarbeiter stehen», wird Christoph Hammer, CEO Packaging des Körber-Geschäftsfelds Pharma in Grabs, in der Mitteilung zitiert. «Neben unserer räumlichen Kapazitäten wachsen wir auch im Team. Schon heute arbeiten am Standort mehr als 360 Kolleginnen und Kollegen an der Entwicklung und Produktion unserer Technologien. Ende dieses Jahres sollen es mehr als 390 sein. Für sie schaffen wir ein hochmodernes Arbeitsumfeld.»

  • Unternehmen für digitale Gebäudelösungen erhält Bestnote für Klimaschutz

    Unternehmen für digitale Gebäudelösungen erhält Bestnote für Klimaschutz

    KONE hat vom Carbon Disclosure Project (CDP) die Note A für herausragende Umwelttransparenz und Klimaschutzmassnahmen erhalten. Der weltweit aktive Produzent von Aufzügen, Fahrtreppen und Automatiktüren mit Sitz im finnischen Espoo und Schweizer Zentrale in Brüttisellen gehört damit zu den wenigen unter insgesamt 25’000 bewerteten Unternehmen mit einer Bestnote, informiert KONE in einer Mitteilung. Zudem hat CDP das Unternehmen bereits zum zwölften Mal in Folge mit der Note A oder A- bedacht. KONE sieht dies als Bestätigung für sein konsequentes Nachhaltigkeits- und Umweltmanagement.

    «Es ist für uns eine Ehre, einen Platz auf der angesehenen A-Liste des CDP für Klimaschutz zu erhalten», wird Kirsi Simola-Laaksonen, Senior Vice President Nachhaltigkeit und Umwelt bei KONE, in der Mitteilung zitiert. «Wir beschleunigen unsere Bemühungen, unsere Kohlenstoffemissionen zu reduzieren und unsere Kunden bei der Dekarbonisierung zu unterstützen.» So tragen die Technologien von KONE beispielsweise zur Reduktion des Energieverbrauchs von Aufzügen bei, erläutert die KONE-Managerin.

    Im eigenen Betrieb hat sich KONE verpflichtet, bis 2030 die betrieblichen Emissionen (Scope 1 und 2) im Vergleich zu 2018 zu halbieren. Die indirekten Emissionen der Wertschöpfungskette (Scope 3) sollen im selben Zeitraum um 40 Prozent gesenkt werden. Im vergangenen Jahr fielen die betrieblichen Emissionen bei KONE bereits um 29 Prozent geringer als im Basisjahr 2018 aus. Die Scope-3-Emissionen wurden gleichzeitig um 12,8 Prozent reduziert. Zudem habe KONE «als erstes Unternehmen der Branche» bereits im Sommer 2023 «weltweit kohlenstoffneutrale Produktionseinheiten» erreicht, heisst es in der Mitteilung.

  • Ausbau des Fernwärmenetzes in Ober- und Unterentfelden

    Ausbau des Fernwärmenetzes in Ober- und Unterentfelden

    Mit dem Wärmeverbund in Ober- und Unterentfelden wird die Eniwa AG den nächsten Verbund an ihr Netz anschliessen, wie aus einer Mitteilung hervorgeht. Nun bekam der Energieversorger mit Sitz in Buchs die Bewilligung zum Bau einer Energiezentrale und den ersten Teil des Netzes. Ab 2026 soll Abwärme aus der Kehrichtverbrennungsanlage Buchs (KVA Buchs) CO2-neutrale Wärmeenergie an die ersten Kunden liefern.

    Die erste Etappe soll 2026 in Betrieb gehen. Sie ermöglicht laut Mitteilung das Einspeisen von Wärmeenergie für einen Bedarf in Höhe von 20’000 Megawattstunden. Für den Transport der Abwärme aus der Abfallverwertung nach Entfelden erweitert laut Mitteilung die Fewag das Leitungsnetz von Suhr bis zur Energiezentrale in Unterentfelden.

    Die Abwärme werde in Form von Heisswasser zur Energiezentrale gebracht und über das Verteilnetz mit 65 Grad Celsous in die Gebäude verteilt. Den damit eingeleiteten Kreislauf vergleicht Aleksandar Dunjic, Projektleiter Wärme/Kälte, am Beispiel einer Zentralheizung. Nach der Umwandlung in Wärmeenergie für Heizung und Warmwasseraufbereitung werde demnach das wieder abgekühlte Wasser zurück zur Wärmequelle befördert.

    Nach der ersten Realisierungsphase bis 2028 peilt Eniwa der Mitteilung zufolge eine Erhöhung der Energiemenge per Fernwärme auf 60’000 Megawattstunden durch eine Erweiterung des Netzes in Ober- und Unterentfelden an. «Die Wärmeverbundprojekte bieten den Kundinnen und Kunden langfristig eine hohe Versorgungssicherheit zu stabilen Preisen», wird CEO Hans-Kaspar Scherrer zitiert. Als Ausbauziele seien 12 Trassenkilometer in den nächsten 15 bis 20 Jahren vorgesehen.

  • Winterthur investiert in sechs Smart City Projekte für 2025

    Winterthur investiert in sechs Smart City Projekte für 2025

    Seit 2018 setzt Winterthur auf Smart City Projekte, die die Stadt effizienter, nachhaltiger und lebenswerter gestalten. Bereits 27 Projekte wurden erfolgreich umgesetzt. Auch 2025 setzt die Stadt den Fokus auf innovative Lösungen für Mobilität, Digitalisierung und ökologische Stadtentwicklung.

    Die geförderten Projekte für 2025 sind breit gefächert. Von nachhaltiger Wiederverwendung von Baumaterialien über digitale Anmeldesysteme für den Schulsport bis hin zu einem KI-gestützten Kulturkalender. Alle Projekte haben das Ziel, bestehende Herausforderungen mit kreativen Technologien und neuen Ansätzen zu lösen.

    Sechs geförderte Smart City Projekte für 2025

    • Schwammstadt in Aktion: Extremwetterereignisse wie Hitze und Starkregen werden häufiger. Dieses Projekt testet, wie grüne Dächer und durchlässige Böden helfen können, die Stadt zu kühlen und Regenwasser besser zu absorbieren. Im Innovationslabor Grüze wird die Wirkung der Schwammstadtelemente sichtbar gemacht.

    • Winti Re-Use: In Bauprojekten fallen oft grosse Mengen an verwertbarem Material an, die bislang entsorgt werden. Eine neue Plattform sorgt dafür, dass Bauabfälle sinnvoll weiterverwendet werden, um Ressourcen zu schonen und die Umwelt zu entlasten.

    • Mobilität Spitex: Spitex-Mitarbeitende sind täglich in der Stadt unterwegs – häufig mit dem eigenen Auto. Dieses Projekt testet nachhaltige Alternativen wie E-Bikes und E-Scooter, um emissionsärmere Mobilität zu fördern und flexiblere Transportlösungen für Pflegepersonal zu schaffen.

    • Smarte Anmeldung Schulsport: Die Anmeldung für den Schulsport soll durch eine digitale Plattform einfacher, schneller und fehlerfreier werden. Eltern und Verwaltung profitieren von einem optimierten Prozess, der bürokratischen Aufwand reduziert.

    • CulturAI: Winterthur ist eine lebendige Kulturstadt, doch oft bleiben kleinere Veranstaltungen im Schatten grösserer Events. Eine künstliche Intelligenz (KI) analysiert Vorlieben und schlägt individuell passende Kulturveranstaltungen vor – auch für Nutzer:innen mit wenig Zeit für Recherche.

    • Winbib+: Bibliotheken werden durch unbediente Öffnungszeiten flexibler nutzbar, sodass Bücher und Medien auch abends oder am Wochenende ausgeliehen werden können.

    Smart City Winterthur 2030
    Die Stadt Winterthur treibt ihre Smart City Entwicklung gezielt voran. Zum 1. Januar 2025 hat der Stadtrat die Strategie «Smart City Winterthur 2030» verabschiedet. Ziel ist es, Innovationen aktiv zu fördern, neue Netzwerke für Zusammenarbeit zu schaffen und die digitale Transformation der Stadt weiterzuentwickeln.

    Mit der Förderung dieser sechs Projekte zeigt Winterthur, wie eine moderne, nachhaltige Stadtentwicklung durch kreative Ansätze und den gezielten Einsatz von Technologie gelingt.

  • Herausforderungen und Chancen bei Europas Batterieindustrie

    Herausforderungen und Chancen bei Europas Batterieindustrie

    Die weltweite Nachfrage nach Batterien wird sich bis 2030 voraussichtlich verdreifachen und zwischen 4,0 und 4,6 Terawattstunden erreichen. Bis 2040 könnte sie sich erneut verdoppeln. Der Markt wird derzeit von technologisch führenden Unternehmen aus Asien, insbesondere China, dominiert. Dort führen erhebliche Überkapazitäten zu global sinkenden Preisen, was europäischen Herstellern mit höheren Produktionskosten und Unsicherheiten im Hochlauf der Elektromobilität zusätzlichen Druck bereitet.

    Europäische Stärken
    Trotz dieser Herausforderungen besitzt Europa das Potenzial, eine bedeutende Rolle in der Batteriefertigung einzunehmen. Wettbewerbsvorteile liegen in innovativen Ansätzen, hochwertigen Produktionstechnologien und einem Fokus auf die ökologische Bilanz von Batterien. Um zu den asiatischen Marktführern aufzuschliessen, müssen westliche Hersteller kosteneffiziente Massenproduktionen aufbauen, intensive Forschung betreiben und enge Kooperationen eingehen, auch mit asiatischen Partnern.

    Marktvolatilität und Zukunftsszenarien
    Im Jahr 2024 hat die Volatilität im Batteriezellmarkt deutlich zugenommen. Hauptgründe sind die hinter den Erwartungen zurückbleibenden Verkaufszahlen von Elektrofahrzeugen sowie regulatorische Unsicherheiten in den USA und der Europäischen Union. Experten haben daher drei Szenarien für die zukünftige Nachfrage entwickelt.

    Positives Szenario: Schneller Fortschritt bei der Elektrifizierung führt bis 2030 zu einer Nachfrage von 4,6 TWh und bis 2040 zu 8,8 TWh.

    Basisszenario: Trotz temporärer Rückgänge bei den Elektroauto-Verkäufen werden Emissionsziele erreicht, was zu einer Nachfrage von 4,3 TWh im Jahr 2030 und 8,6 TWh im Jahr 2040 führt.

    Negatives Szenario: Signifikante Verzögerungen, etwa durch eine Verschiebung des Verbrenner-Verbots in der EU, resultieren in einer Nachfrage von 4,0 TWh im Jahr 2030 und 8,1 TWh im Jahr 2040.

    Diese Prognosen unterstreichen die Unsicherheiten und die Notwendigkeit flexibler Planungen für europäische Hersteller.

    Strategien für europäische Hersteller
    Um im globalen Wettbewerb bestehen zu können, sollten europäische Unternehmen folgende Ansätze verfolgen.

    Fokus auf Nachhaltigkeit: Reduktion der CO₂-Emissionen bei der Batteriezellproduktion auf 30 bis 40 Kilogramm pro Kilowattstunde durch Optimierung der Rohstoffbeschaffung und innovative Produktionsverfahren wie Trockenbeschichtung oder Lasertrocknung.

    Frühe Integration von Innovationen: Ausrichtung der Produktionspläne auf neue, kosteneffiziente Batterietypen für Klein- und Mittelklasse-Elektrofahrzeuge, um schneller in die Massenproduktion einzusteigen und von steigenden Volumen zu profitieren.

    Kooperationen stärken: Enge Zusammenarbeit mit anderen europäischen Herstellern sowie Partnerschaften mit führenden asiatischen Unternehmen, die in Forschung, Entwicklung und Industrialisierung voraus sind, um von deren Expertise zu profitieren.

    Durch die Umsetzung dieser Strategien können europäische Batteriehersteller ihre Wettbewerbsfähigkeit steigern und eine bedeutende Rolle im wachsenden globalen Batteriemarkt einnehmen.

  • Saane-Wasser soll Freiburg heizen

    Saane-Wasser soll Freiburg heizen

    Spätestens 2027 werde das Wasser der Saane 10 Prozent des Wärmebedarfs im Grossraum Freiburg decken, kündigt Groupe E in einer Mitteilung an. Die Energieversorgerin aus Granges-Paccot plant den Aufbau einer dreiteiligen Infrastruktur, um jährlich rund 60 Gigawattstunden erneuerbare Wärmeenergie zu erzeugen. Diese Menge reicht aus, um den Bedarf von rund 7500 Haushalten zu decken.

    Das Projekt PLACAD sieht die Erweiterung der bestehenden Heizzentrale auf dem ehemaligen Ritter-Areal vor. Künftig sollen hier drei Wasser-Wasser-Wärmepumpen arbeiten. Sie werden im Winter oder im Notfall von zwei Gasheizkesseln unterstützt.

    Die dazugehörige Pumpstation ist im Gebäude der Staumauer Magere Au geplant. Die Verbindung zwischen Heizzentrale und Pumpstation erfolgt über zwei jeweils 1,2 Kilometer lange, parallele Leitungen. Sie verlaufen durch den Perolles-Wald, unter den Tennisplätzen des Kollegiums Heilig Kreuz und über die Saane hinweg.

    Der Leitungsverlauf werde teilweise bestehenden Wegen folgen, dennoch anfallende Umweltauswirkungen sollen kompensiert werden, erläutert Groupe E. Dabei ist unter anderem die Erweiterung des Naturschutzgebiets Perolles-See um eine Altholzinsel geplant. Über allfällige Beeinträchtigungen der Freizeitaktivitäten des Perolles-Waldes wird Groupe E online informieren. Die entsprechende Internetseite gibt zudem Einblick in die Entwicklung des Projekts.

  • Neuer Energieverbund soll Netto-Null-Ziel der Stadt Wädenswil unterstützen

    Neuer Energieverbund soll Netto-Null-Ziel der Stadt Wädenswil unterstützen

    Energie 360° und die Stadt Wädenswil wollen mit einem Energieverbund zum Netto-Null-Ziel der Stadt beitragen. Konkret ist geplant, das Wasser des Zürichsees zur Erzeugung erneuerbarer Wärme zu nutzen, informiert der Zürcher Energieversorger in einer Mitteilung. Dazu wollen die beiden Partner den Energieverbund Wädenswil AG einrichten, an dem sich die Stadt Wädenswil mit 51 und Energie 360° mit 49 Prozent beteiligt.

    Am 9. Februar hat das Stimmvolk von Wädenswil den Plänen zur Gründung des Energieverbunds mit 66,04 Prozent grünes Licht gegeben, heisst es in der Mitteilung. «Die Stadt Wädenswil investiert in die Zukunft», wird Stadtpräsident Philipp Kutter dort zitiert. «Eine saubere Energieversorgung kommt allen zugute und reduziert unsere Abhängigkeit von fossilen Energieträgern.»

    Die Planungen umfassen zwei unterirdische Energiezentralen im neuen Gessner-Areal und beim Parkplatz Rietlau. In der zweiten Energiezentrale kommt auch überschüssige Abwärme aus der Abwasserreinigungsanlage Rietlau zum Einsatz. Zudem will Energie 360° seinen seit 2011 in Wädenswil betriebenen Wärmeverbund Untermosen in den neuen Verbund integrieren.

    «Die lokal verfügbare Energie aus dem Zürichsee für die Energieversorgung zu nutzen, ist ökologisch und wirtschaftlich sinnvoll», meint Energie 360°-CEO Jörg Wild. Geht alles nach Plan, können erste Kundinnen und Kunden bereits 2026 erneuerbare Wärme aus dem Verbund beziehen. Im Endausbau soll der Verbund jährlich Emissionen im Umfang von rund 15’000 Tonnen CO2 vermeiden.

  • Neue Schnellladestationen für bessere Elektromobilität in der Westschweiz

    Neue Schnellladestationen für bessere Elektromobilität in der Westschweiz

    Der europaweit aktive Schnellladestationenspezialist Electra und der Immobilien-Asset Manager Procimmo aus Renens engagieren sich gemeinsam für den Ausbau der Ladeinfrastruktur in der Westschweiz. Die beiden Unternehmen haben eine entsprechende Zusammenarbeit begonnen, informiert Electra in einer Mitteilung. Im ersten Schritt werden zwei Schnellladestationen in Aubonne VD und Gland VD installiert.

    Die Schnellladestation im Einkaufszentrum Outlet Aubonne wird vom Fonds Procimmo Real Estate SICAV – Industrial umgesetzt. Der Fonds Procimmo Real Estate SICAV – Commercial PK ist für die Schnellladestation am Gland BackStage Pub in Gland zuständig. Seit Dezember 2024 sind bereits zwei erste Ladepunkte in Betrieb, noch in diesem Quartal sollen zwei weitere Ladepunkte folgen.

    Electra mit Sitz in Paris ist in der Schweiz durch die Electra Charging Switzerland AG in Zürich vertreten. Gemeinsam mit Procimmo «können wir die Westschweiz noch besser vernetzen und dadurch wichtige und zentrale Orte mit Ladestationen aufwerten», wird Alessandro Inderbitzin, General Manager Electra Schweiz & Österreich, in der Mitteilung zitiert. Procimmo-CEO Arno Kneubühler wiederum betrachtet die Zusammenarbeit mit dem Spezialisten für Schnellladestationen «als einen bedeutsamen Schritt, um unser Portfolio mit den starken Leistungen von Electra auszubauen und zu ergänzen». Mit ihrer Partnerschaft wollen die beiden Unternehmen auf die steigende Nachfrage nach Schnellladestationen in der Schweiz reagieren. Für Procimmo stellt das Engagement zudem einen Beitrag für eine elektrifizierte Schweiz dar.

  • Geothermiepaneele in Tiefgarage liefern Wärme für Wohnkomplex

    Geothermiepaneele in Tiefgarage liefern Wärme für Wohnkomplex

    Die Tiefgarage im Komplex Margencel in Aigle produziert künftig saubere Wärme. Wie der Geothermieanbieter Enerdrape und das Immobilienunternehmen Next Immobiliermitteilen, haben sie eine Anlage in Betrieb genommen, die künftig 85 Megawattstunden Wärme pro Jahr produzieren soll. Damit können rund 50 Wohnungen mit einer Fläche von 90 Quadratmetern mit Wärme und Warmwasser versorgt werden.

    Enerdrape hat dafür 332 seiner Geothermiepaneele installiert. Die Paneele des 2021 gegründeten Jungunternehmens mit Sitz in Renens werden im Untergrund von Gebäuden installiert. Sie nehmen dort die Energie auf, die über eine Wärmepumpe in die Gebäude geführt und dort für die Heizung und Kühlung genutzt wird.

    Der Komplex Margencel umfasst fünf Gebäude mit 5300 Quadratmetern Gewerbefläche und 103 Wohnungen. «Dieses Projekt ist Teil unserer Strategie, unseren CO2-Ausstoss zu verringern und umweltfreundliche Technologien zu verwenden», wird Next Immobilier-CEO Benjamin Favre in der Mitteilung zitiert.

    Enerdrape und Next Immobilier wollen die Lösung nun auch in anderen Liegenschaften des Immobilienunternehmens mit Sitz in Lausanne installieren. «Gemeinsam legen wird die Grundlagen, um diese Initiative auch in anderen Arealen umzusetzen und damit zu einer nachhaltigen Zukunft beizutragen», wird Enerdrape-CEO Margaux Peltier zitiert.