Schlagwort: Nachhaltigkeit

  • Zukunftsweisende Siedlungsentwicklungsstrategie für Hofen

    Zukunftsweisende Siedlungsentwicklungsstrategie für Hofen

    Die Siedlungsentwicklungsstrategie für den Ortsteil Hofen der Gemeinde Thayngen ist ein Meilenstein der Raumplanung im Kanton Schaffhausen. Sie bildet den ersten Baustein einer gross angelegten Ortsplanungsrevision, die als Pilotprojekt für die Entwicklung der gesamten Gemeinde Thayngen und ihrer Ortsteile dient. Im Fokus stehen dabei nicht nur die örtlichen Strukturen, sondern auch die Integration regionaler Bedürfnisse und kantonaler Richtlinien.

    Die SES wurde in enger Zusammenarbeit mit der Dost Architektur GmbH, Vertretern der Gemeinde Thayngen, des Kantons Schaffhausen und lokaler Vereine entwickelt. Mit einem interdisziplinären Ansatz und der Einbeziehung der Öffentlichkeit soll die Siedlungsentwicklung von Hofen zukunftssicher gestaltet werden, um den Anforderungen des prognostizierten Wachstums gerecht zu werden. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf der «Siedlungsentwicklung nach Innen», die vorhandenen Ressourcen optimal nutzt und gleichzeitig die Lebensqualität vor Ort verbessert.

    Ein Fahrplan für Hofens Zukunft
    Die SES basiert auf vier zentralen Strategiepfaden, die die räumliche und strukturelle Zukunft Hofens prägen sollen.

    1. Historische Substanz bewahren, neue Wohnräume schaffen
      Die Erhaltung der historischen Bebauungsstruktur ist ein zentrales Element der SES. Dabei wird besonderer Wert auf die räumliche und gestalterische Integration neuer Bauprojekte gelegt. Vor allem in den Gebieten der ehemaligen Gärtnerei soll neuer Wohnraum entstehen, um den wachsenden Wohnbedarf zu decken.
    2. Gestalterische Aufwertung der Ortsmitte
      Die Lebensqualität in Hofen soll durch eine gestalterische Aufwertung zentraler Begegnungsräume gesteigert werden. Der Dorfplatz wird als Treffpunkt für die Dorfgemeinschaft neu definiert, wobei Sitz- und Spielplatzmöglichkeiten geschaffen und verkehrsberuhigende Massnahmen umgesetzt werden.
    3. Sicherheit und Verkehrsberuhigung
      Ein Schwerpunkt der SES liegt auf der Verbesserung der Verkehrssicherheit. Fussgänger und Radfahrer sollen von verkehrsberuhigenden Massnahmen profitieren und besonders der Weg zur Schule soll von der Hauptstrasse entkoppelt werden, um die Sicherheit der Schulkinder zu gewährleisten.
    4. Hofens Identität stärken
      Hofen will sich selbstbewusst präsentieren und seine einzigartigen Qualitäten hervorheben. Die SES sieht eine verstärkte digitale Präsenz und eine Inszenierung der historischen Schlüsselbauten vor, um den Ort sowohl für Bewohner als auch für Besucher attraktiver zu gestalten.
      Zu diesen übergeordneten Strategiepfaden gehören acht konkrete Richtprojekte, die kurz-, mittel- und langfristig umgesetzt werden sollen. Diese Projekte reichen von der Schaffung neuer Wohnflächen über die Aufwertung des Dorfplatzes bis hin zur Renaturierung der Biber, die einen bedeutenden Beitrag zum ökologischen Gleichgewicht der Region leisten wird.

    Landschaft und Natur als zentraler Bestandteil
    Die Region des Unteren Reiats zeichnet sich durch eine vielfältige, von Hügeln und landwirtschaftlich genutzten Flächen geprägte Landschaft aus. Diese Landschaft ist nicht nur ökologisch wertvoll, sondern auch im kantonalen Richtplan als «schützenswerte Landschaft» vermerkt. Die Trockenwiesen, Weiden und Streuobstwiesen, die Hofen umgeben, sind markante Landschaftselemente, die das Ortsbild prägen und erhalten werden sollen.

    Besondere Bedeutung kommt der Biber zu, die durch Hofen fliesst und in Teilen landwirtschaftlich genutzt wird. Eine geplante Renaturierung der kanalisierten Abschnitte soll die ökologische Vielfalt steigern und die Attraktivität der natürlichen Umgebung für die Bewohner weiter erhöhen.

    Schützenswerte Bauten und Baulandreserven
    Hofen verfügt über eine historische Bausubstanz, die im Rahmen der SES nicht nur geschützt, sondern auch in die zukünftige Siedlungsentwicklung integriert werden soll. Besonders der barocke «Holländer-Bezirk» mit der Residenz von Tobias Holländer und der markante Gasthof Schweizerbund tragen zur einzigartigen Identität des Ortes bei.

    Die SES sieht zudem eine strategische Nutzung der vorhandenen Baulandreserven vor. Vor allem im Bereich der ehemaligen Gärtnerei und an den Ortsrändern bietet sich langfristiges Aufzonungspotenzial, um den zukünftigen Bedarf an Wohn- und Arbeitsflächen zu decken.

    Kommunikation und Einbeziehung der Öffentlichkeit
    Ein zentraler Bestandteil der SES ist die transparente Kommunikation mit den Einwohnern von Hofen. Die Planungsschritte wurden von einer Arbeitsgruppe aus Gemeindevertretern, Ortsvereinen und Planern begleitet und bei öffentlichen Veranstaltungen vorgestellt. Besonders die Entwicklung der ehemaligen Gärtnerei als neues Wohngebiet stiess auf grosses Interesse der Bevölkerung.

    Die erarbeitete Siedlungsentwicklungsstrategie für Hofen setzt damit nicht nur neue Massstäbe für die Ortsplanung, sondern auch für die Zusammenarbeit zwischen der Verwaltung und der Bürgerschaft. Durch die partizipative Herangehensweise wird sichergestellt, dass die zukünftige Entwicklung der Gemeinde den Bedürfnissen der Einwohner gerecht wird.

    Ein Modell für die gesamte Region
    Die SES Hofen dient nicht nur der Weiterentwicklung des Ortsteils selbst, sondern auch als Vorbild für die anderen Ortsteile der Gemeinde Thayngen. Die Erkenntnisse und Leitlinien, die in Hofen erarbeitet wurden, sollen auf Altdorf, Bibern, Barzheim, Opfertshofen und Thayngen übertragen werden. Somit trägt die SES massgeblich zur langfristigen Sicherung der Lebensqualität und des wirtschaftlichen Potenzials der gesamten Region bei.

  • Kerzers weiht Fernwärme ein

    Kerzers weiht Fernwärme ein

    Groupe E hat am 15. und 16. November ihre neue Fernwärmeanlage in Kerzers mit Tagen der offenen Tür eingeweiht. Die Anlage verfügt laut einer Mitteilung im Endausbau über eine Kapazität von 31 Megawatt und kann damit jährlich 61‘000 Megawattstunden Wärme erzeugen. Die Wärme soll an über 90 Haushalte, an Gemüsebauern, das Papiliorama und an öffentliche Gebäude geliefert werden.

    Die Anlage soll zu 90 Prozent mit Holzschnitzeln aus der Region geheizt werden. Damit können rund 9000 Tonnen CO2 eingespart werden.

    Es handelt sich um die drittgrösste Fernwärmeanlage des Freiburger Energieversorgers nach derjenigen in Freiburg und in der Region Entre-deux-Lacs.

  • Optimismus bei Schweizer Immobilienmaklern für 2025

    Optimismus bei Schweizer Immobilienmaklern für 2025

    Die abrupt beendete Tiefzinsphase der vergangenen Jahre und striktere Belehnungsvorschriften haben die Marktdynamik nachhaltig verändert. Während Käufer durch die gestiegenen Finanzierungskosten vorsichtiger geworden sind, halten viele Verkäufer weiterhin an überhöhten Preisvorstellungen fest. Diese Diskrepanz erschwert die Immobilienvermarktung erheblich und führt oft zu Missverständnissen zwischen den Parteien. Die SMK-Mitglieder sehen hierin eine der grössten Herausforderungen für das kommende Jahr.

    Vertrauen und Expertise als Schlüssel zum Erfolg
    Die Immobilienvermarktung ist und bleibt ein «People Business». Erfolgreiche Maklerinnen und Makler setzen auf Erfahrung, Vertrauen und Beratung, die auf fundierter Marktkenntnis basieren. Ein starkes Qualitätsbewusstsein und eine profilierte Positionierung schaffen das notwendige Vertrauen bei Käufern und Verkäufern. Mit ihrer zertifizierten Expertise bieten die Mitglieder der SMK eine umfassende, individuell abgestimmte Beratung und gewährleisten den bestmöglichen Verkaufspreis.

    Nachhaltigkeit und Fachkräftemangel im Fokus
    Neben der Preisproblematik rücken Themen wie Nachhaltigkeit und ESG-Anforderungen stärker in den Vordergrund. Auch der Fachkräftemangel stellt eine zunehmende Herausforderung dar, da die Anforderungen an Maklerinnen und Makler stetig steigen. Die Wohnbautätigkeit bleibt zudem hinter den Erwartungen zurück, was das Angebotsdefizit weiter verschärft. Weitere wichtige Themen für 2025 sind neue Wohnformen, der Einsatz von Künstlicher Intelligenz und die demografische Entwicklung.

    Weitere Informationen unter www.maklerkammer.ch

  • Meilenstein für die zweite Etappe des Innovationsparks

    Meilenstein für die zweite Etappe des Innovationsparks

    Der Innovationspark Zürich verbindet Forschung, Entwicklung und aviatische Nutzung auf einzigartige Weise. Im südwestlichen Teil des Flugplatzes Dübendorf wird ein Areal für den Innovationspark sowie für einen Forschungs-, Test- und Werkflugplatz entstehen. Diese Vision umfasst nicht nur moderne Infrastruktur, sondern auch öffentlich zugängliche Grün- und Freiräume. Das Projekt ist von zentraler Bedeutung für die Region, den Kanton Zürich und die gesamte Schweiz.

    Gestaltungsplan als Basis für nachhaltige Entwicklung
    Der neu festgesetzte Gestaltungsplan für Teilgebiet B schafft verbindliche Rahmenbedingungen. Er regelt die Nutzung, die Lage der Bauflächen sowie gestalterische, ökologische und verkehrliche Vorgaben. Gleichzeitig werden die Auswirkungen auf das regionale Verkehrsnetz vertieft untersucht und Grünräume optimal integriert.

    Fortschritte durch Beteiligung und Planungssicherheit
    Nach einer öffentlichen Auflagephase und der Berücksichtigung eingegangener Einwendungen wurde der Gestaltungsplan überarbeitet und verabschiedet. Ab dem 22. November 2024 tritt er in Kraft und bildet die Grundlage für zukünftige Bauvorhaben. Damit ist ein weiterer wichtiger Schritt zur Verwirklichung des Innovationsparks Zürich getan.

  • DroneHub im NEST

    DroneHub im NEST

    Der «DroneHub» im NEST der Empa bietet eine Plattform für die Entwicklung zukunftsweisender Technologien, die die Interaktion von Drohnen und Robotern mit der natürlichen und gebauten Umwelt revolutionieren. Im Fokus stehen Drohnen, die autonome Aufgaben wie Inspektionen, Reparaturen und Datenerhebungen übernehmen können. Ziel ist es, Umweltbelastungen zu reduzieren und den Klimaschutz zu fördern.

    Forschung am Puls der Zeit
    Der «DroneHub» verfügt über drei zentrale Testumgebungen, die reale Bedingungen simulieren. Additive Fertigung aus der Luft ermöglicht Drohnen ein vertikaler Bereich mit 3D-Druck aus der Luft Infrastrukturreparaturen durchzuführen und dabei Wind und Wetter zu trotzen. In der Biosphäre testen Forschende Roboter, die sich in der Natur bewegen, Daten sammeln und biologisch abbaubare Materialien nutzen, die sich nach ihrem Einsatz zersetzen. Bei den Gebäudefassade dient eine modulare Fassade als Testfeld, um zu erforschen, wie Drohnen in Gebäuden integriert werden können, um Wartung und Sicherheit zu gewährleisten.

    Autonome Systeme als Umwelt-Immunsystem
    «Unsere Vision ist es, Drohnen als eine Art Immunsystem für die Umwelt zu etablieren», erklärt Mirko Kovac, Leiter des Projekts. Diese Roboter sollen präzise Aufgaben übernehmen, wie die Reparatur von Bauwerken oder die Überwachung von Ökosystemen, und dabei sowohl Kosten als auch Risiken minimieren.

    Zusammenarbeit für nachhaltige Lösungen
    Die Entwicklung des «DroneHub» wurde von der Empa in Zusammenarbeit mit dem Imperial College London initiiert. Diese Kooperation ermöglicht den Austausch von Wissen und Technologien, um globale ökologische Herausforderungen effektiv anzugehen.

    Nachhaltige Technologien für globale Ziele
    Der «DroneHub» spielt eine Schlüsselrolle bei der Entwicklung autonomer, nachhaltiger Technologien, die einen Beitrag zu den globalen Klimazielen leisten können. Durch praxisnahe Tests und interdisziplinäre Ansätze entsteht hier eine Schnittstelle zwischen Technologie, Umwelt und Alltag.

  • Über 200 Projekte für mehr Nachhaltigkeit ausgewählt

    Über 200 Projekte für mehr Nachhaltigkeit ausgewählt

    Die Klimastiftung Schweiz hat in ihrer zweiten Förderrunde weitere sechs klima-innovative Projekte und Technologien für eine Förderung ausgewählt. Damit sind seit Gründung 2008 bereits mehr als 200 Förderungen vergeben worden, informiert die Stiftung in einer Mitteilung. «Es ist toll zu sehen, mit welchen ausgefeilten Projekten die einzelnen KMUs zusammen eine enorm positive Wirkung auf den Klimaschutz erzeugen», wird Stiftungspräsident Thomas Hügli dort zitiert.

    Die in der zweiten Förderrunde bedachten Projekte decken ein breite thematische Spanne ab. So wird Laborex aus Mendrisio TI für sein Mini-Biogaskraftwerk gefördert, mit dem Energie aus der Biomasse von Vieh gewonnen wird. Auch Digit Soil aus Adliswil ZH ist im Bereich Landwirtschaft aktiv. Die Ausgründung der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich arbeitet an einem digitalen individuellen Düngeplaner.

    Zwei weitere geförderte Projekte sind in der Wiederverwertung angesiedelt. WasteFlow aus Lausanne setzt intelligente Sensoren zur Optimierung von Recyclingraten ein. Grensol aus Thalwil ZH wiederum arbeitet an einer Methode, mit der aus Kunststoffabfällen von Autos und Haushaltsgeräten wiederverwertbare Rohstoffe gewonnen werden können.

    Mycrobez wird für seine Alternative zu erdölbasierten Schaumstoffen gefördert. Das Unternehmen aus Basel stellt Naturschaumstoff aus dem Wurzelgeflecht von Pilzen und lokal bezogenen biologischen Nebenströmen her. Lumatics will die CO2-Emissionen in der Baubranche über die Optimierung der Zementproduktion verringern. Im Vier-Schritte-Programm des Jungunternehmens aus Brugg AG werden Brennstoffe und Rohmaterialien eingespart.

  • Zukunft für den Metropolitanraum Strategie 2027

    Zukunft für den Metropolitanraum Strategie 2027

    Die MKZ fokussiert darauf, Zürichs Innovationskraft und Attraktivität als Wirtschaftsstandort weiter auszubauen. Plattformen sollen den Wissensaustausch fördern, während gezielte Projekte und Gesetzgebungsinitiativen ein positives Innovationsklima schaffen. So reagiert die MKZ auf Herausforderungen wie den Klimawandel und geopolitische Unsicherheiten.

    Bildungs- und Forschungsstandort fördern
    Zürich soll seine Spitzenposition im Bildungs- und Forschungsbereich behalten. Ein Leitbild wird die verschiedenen Akteure im Metropolitanraum stärker vernetzen. Gleichzeitig fördert die MKZ die Digitalisierung in der Verwaltung, um den Standort national und international zukunftsfähig zu positionieren.

    Ressourcennutzung und Mobilität neu denken
    Neue Arbeitsmodelle wie Homeoffice und Flexworking werden als Chance gesehen, die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu verbessern und die Raumnutzung effizienter zu gestalten. Pilotprojekte sollen klären, wie mit begrenzten Landressourcen im wachsenden Raum Zürich umgegangen werden kann.

    Gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken
    Die MKZ setzt sich für Chancengleichheit und Partizipation ein. Integrationsprojekte, soziale Durchmischung und Antidiskriminierungsinitiativen sollen den Zusammenhalt in der Gesellschaft fördern und das Vertrauen in politische Institutionen stärken.

    Plattform, Interessenvertretung, Innovationslabor
    Die MKZ agiert in drei strategischen Rollen. Sie ist eine Plattform für den Austausch, eine Interessenvertretung gemeinsamer Anliegen und ein Innovationslabor für neue Ansätze. Diese Rollen ermöglichen es, Mitglieder und externe Akteure einzubinden und Synergien zu schaffen.

    Organisatorische Umsetzung
    Die Strategie ist in Handlungsfelder unterteilt, die durch konkrete Mittler- und Handlungsziele operationalisiert werden. Expertengruppen bringen das notwendige Wissen ein, um die strategischen Ziele effektiv umzusetzen.

    Die Strategie 2027 der Metropolitankonferenz Zürich bietet einen klaren Rahmen, um Innovation, Nachhaltigkeit und sozialen Zusammenhalt im Metropolitanraum zu fördern. Durch gezielte Aktivitäten und Kooperationen trägt die MKZ zur positiven Entwicklung des Wirtschafts- und Lebensraums Zürich bei.

  • Gesamtverkehrskonzept 2040 für Raum Baden

    Gesamtverkehrskonzept 2040 für Raum Baden

    Nach einem intensiven Planungs- und Partizipationsprozess von 2022 bis 2024 hat die Behördendelegation ein Gesamtverkehrskonzept beschlossen, das die Mobilität in der Region Baden nachhaltig verbessern soll. Der Massnahmenfächer mit Zeithorizont 2040 sieht unter anderem den Ausbau des öffentlichen Verkehrs mit Busbevorzugung und optimierten Knotenpunkten vor.

    Für den Fuss- und Veloverkehr werden das Velonetz erweitert und zusätzliche Veloabstellplätze geschaffen. Im Bereich Strassennetz sind kurzfristige Massnahmen am Brückenkopf Ost sowie Verbesserungen entlang der Bruggerstrasse in Baden geplant. Gleichzeitig soll die Aufwertung von Ortsdurchfahrten und die Stärkung von Quartieren als „Stadt der kurzen Wege“ den Stadt- und Freiraum fördern. Zudem sollen durch ein gezieltes Mobilitätsmanagement die Verkehrsnachfrage durch Gemeinden und den Kanton besser gesteuert werden. Auch langfristige Optionen für die Zeit nach 2040 wurden berücksichtigt.

    Neben den kurzfristigen Massnahmen wurden auch Optionen für die Zeit nach 2040 diskutiert. Dazu gehören die Trasseesicherung für wichtige ÖV-Korridore und mögliche Massnahmen für den Brückenkopf Ost.

    Zentrumsentlastung als zentrale Komponente
    Die Variante „ZEL lang +“, eine Strassenentlastungsoption mit Umfahrung von Untersiggenthal, wurde ebenfalls als langfristige Option beschlossen. Die Umsetzung dieser Variante soll geprüft werden, sobald die Wirkungskontrolle der ersten Massnahmen Bedarf aufzeigt.

    Partizipation und breiter Konsens
    Das Konzept wurde in einem partizipativen Verfahren erarbeitet, das unter anderem Mobilitätskonferenzen, Online-Partizipationen und Begleitgruppensitzungen umfasste. Die breite Einbindung von Gemeinden, Fachleuten und der Bevölkerung führte zu einem konsensfähigen Massnahmenpaket, das nun schrittweise umgesetzt werden soll.

    Mit dem verabschiedeten Gesamtverkehrskonzept 2040 legt die Region Baden eine Grundlage für eine nachhaltige und zukunftsorientierte Mobilitätsentwicklung. Die koordinierten Massnahmen fördern den öffentlichen Verkehr, den Langsamverkehr und die Lebensqualität der Bevölkerung und bieten eine klare Perspektive für die nächsten Jahrzehnte.

  • PropTech Innovation Challenge 2024

    PropTech Innovation Challenge 2024

    Am 19. November 2024 wurde das Schweizer Start-up vom Urban Land Institute (ULI) beim C Change Summit in Barcelona zum Sieger der PropTech Innovation Challenge 2024 gekürt. Der Wettbewerb, der sich anführende Innovatoren aus der Immobilien- und Technologiewelt richtet, stand dieses Jahr unter dem Motto der Reduktion von Scope-3-Emissionen. Diese Emissionen, die entlang der gesamten Wertschöpfungskette entstehen, gelten als eine der grössten Herausforderungen der Immobilienwirtschaft.

    Die von den Young Leaders initiierte Challenge suchte nach bahnbrechenden Lösungen, die regional umsetzbar, skalierbar und nachhaltig sind. Ein besonderes Augenmerk lag auf Nachrüstungen, Kreislaufwirtschaft und der Integration von ESG-Plattformen.

    KI trifft auf Dekarbonisierung
    Das ETH-Spin-off präsentierte eine KI-gestützte SaaS-Lösung, die Asset-Manager, Investoren und Berater bei der Dekarbonisierung von Gebäudebeständen unterstützt. Die Software erstellt präzise, zeitlich abgestimmte und kostenoptimierte Renovierungspläne für Immobilienportfolien. Dies ermöglicht es der Branche, die strengen Netto-Null-Vorgaben einzuhalten, ohne dabei auf ineffiziente, manuelle Ansätze zurückgreifen zu müssen.

    Die Expertenjury lobte besonders die Skalierbarkeit und Effizienz der Lösung, die es ermöglicht, komplexe Investitions- und Renovierungsstrategien mit minimalem Aufwand umzusetzen. Das Unternehmen setzt damit neue Massstäbe für die Reduktion von Kohlenstoffemissionen in der Immobilienbranche.

    Ein Blick in die Zukunft der Branche
    Die PropTech Innovation Challenge zeigt, wie wichtig innovative Technologien für die Zukunft der Immobilienwirtschaft sind. Lösungen spielen eine Schlüsselrolle dabei, Nachhaltigkeitsziele zu erreichen und die Branche in Richtung einer klimafreundlicheren Zukunft zu führen. Mit der Kombination aus Hightech und praxisorientierten Anwendungen bietet der Firma ein Werkzeug, das nicht nur die Effizienz steigert, sondern auch die Zusammenarbeit zwischen Stakeholdern stärkt.

    Der Erfolg bei der PropTech Innovation Challenge 2024 ist ein deutliches Signal für die Relevanz von technologischen Innovationen in der Immobilienbranche. Die KI-gestützte Lösung des Start-ups unterstreicht, wie Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit Hand in Hand gehen können. Die Branche steht vor einem Paradigmenwechsel und das Unternehmen zeigt, wie dieser erfolgreich gestaltet werden kann.

  • «Best of Research 2024» geht an Lisa Pantenburg

    «Best of Research 2024» geht an Lisa Pantenburg

    Der Preis «Best of Research 2024» des Swiss Real Estate Institute gilt als eine der bedeutendsten Auszeichnungen im Bereich der Immobilienforschung. Lisa Pantenburg überzeugte die Jury mit ihrer Abschlussarbeit, die sich dem Thema der Dekarbonisierung des Schweizer Gebäudebestands widmet. Die Verleihung fand im Rahmen der Fachtagung des Swiss Real Estate Institute an der HWZ in Zürich statt, wo die besten wissenschaftlichen Arbeiten des Jahres präsentiert wurden.

    Fokus auf Klimaziele und Gebäudesanierung
    Die prämierte Arbeit analysiert die Herausforderungen und Chancen, die mit der Dekarbonisierung des Gebäudebestands verbunden sind. Ziel ist es, Wege aufzuzeigen, wie die Schweiz das Netto-Null-Ziel bis 2050 erreichen kann. Im Mittelpunkt stehen Eigentümerschaften von selbst genutzten Einfamilienhäusern und vermieteten Mehrfamilienhäusern, die gezielt motiviert werden müssen, um energetische Sanierungen umzusetzen.

    Beispielprojekt als Vorreiter der Energiewende
    Ein anschauliches Beispiel für die Möglichkeiten der Gebäudesanierung liefert ein Einfamilienhaus in Zürich, das durch umfassende energetische Massnahmen modernisiert wurde. Mit dem Einbau einer Wärmepumpe und einer Photovoltaikanlage sowie einer verbesserten Gebäudehülle konnte eine jährliche Energieeinsparung von über 30% erzielt werden. Dieses Projekt verdeutlicht das Potenzial nachhaltiger Sanierungen, die massgeblich zur Erreichung der Klimaziele beitragen.

    Forschung für eine nachhaltige Zukunft
    Mit ihrer Arbeit liefert Lisa Pantenburg nicht nur theoretische Erkenntnisse, sondern auch praxisorientierte Handlungsempfehlungen. Sie beleuchtet gesellschaftliche, gesetzliche und wirtschaftliche Aspekte, die notwendig sind, um die Sanierungsquote in der Schweiz zu steigern. Diese Ergebnisse zeigen, wie Forschung einen wichtigen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung der Immobilienbranche leisten kann.

    Lisa Pantenburgs Auszeichnung unterstreicht die Bedeutung exzellenter wissenschaftlicher Arbeit und macht deutlich, wie innovatives Denken die Herausforderungen der Energiewende bewältigen kann.

  • Erfolgreicher Entwurf für Wohnüberbauung Eichmatt in Villmergen

    Erfolgreicher Entwurf für Wohnüberbauung Eichmatt in Villmergen

    Die fsp Architekten AG mit Sitz in Spreitenbach hat laut einer Mitteilung den ersten Platz im Wettbewerb um den Studienauftrag für das Projekt MW Eichmatt Villmergen erreicht. Das Beurteilungsgremium habe einstimmig beschlossen, der Bauherrschaft das Projekt Janus von der fsp Architekten AG und den Landschaftsarchitekten Appert Zwahlen Partner AG in Cham ZG zur Weiterbearbeitung und Ausführung zu empfehlen. Es sei der «insgesamt überzeugendste Projektvorschlag», heisst es in der Mitteilung von fsp.

    Die neue Wohnüberbauung Eichmatt-Villmergen liegt am Ortsrand. Angrenzend an die Landwirtschaftszone bietet diese Siedlung bisher 112 moderne 2,5- bis 4,5-Zimmer-Wohnungen in dreigeschossigen Gebäuden. Balkone und Gartensitzplätze seien konsequent nach Südwesten ausgerichtet. Durch die Anordnung der insgesamt zwölf Gebäude bestehen grosszügige Freiflächen, heisst es weiter. Die bestehende Überbauung Eichmatt Süd sei im Minergie-Standard realisiert worden.

  • Neue Initiativen für nachhaltige Digitalisierung und Wirtschaft

    Neue Initiativen für nachhaltige Digitalisierung und Wirtschaft

    Die SMG Swiss Marketplace Group hat ein neues Nachhaltigkeitsmanifest präsentiert. Mit dem Dokument will das Unternehmen laut einer Mitteilung sein Engagement für nachhaltige Geschäftspraktiken unterstreichen. Das Manifest enthält vier zentrale Säulen, die den künftigen Handlungsrahmen der SMG beschreiben sollen.

    Zu diesen zählen Integrität durch gute Unternehmensführung und Transparenz, Schutz der digitalen Zukunft durch fortschrittliche Cybersicherheit und Datenschutz, Stärkung der Mitarbeitenden durch Förderung eines inklusiven Arbeitsumfelds sowie positives Engagement durch ökologische und soziale Initiativen.

    Im Rahmen der neuen Nachhaltigkeitsstrategie setzt sich SMG für verschiedene Initiativen ein, so für die Förderung der Elektromobilität, die Reduzierung von Kohlendioxidemissionen in verschiedenen Geschäftsbereichen und die Verbesserung der Energieeffizienz in ihren Rechenzentren.

    Als ein wichtiges Beispiel sieht das Unternehmen seinen Online-Marktplatz Ricardo an. «Seit 25 Jahren bietet Ricardo eine echte Alternative für einen verantwortungsvollen Konsum», wird Christoph Tonini, CEO von SMG, in der Mitteilung zitiert. «Durch seinen kreislaufwirtschaftlichen Ansatz, der die Wiederverwendung von Produkten fördert, ist Ricardo ein zentraler Treiber für nachhaltiges Konsumverhalten in der Schweiz. Nachhaltigkeit ist seit Beginn ein Teil unserer DNA, und wir sind entschlossen, diesen Ansatz auf unsere gesamte Gruppe auszuweiten.»

    In der SMG Swiss Marketplace Group sind die digitalen Marktplätze von TX Group, Ringier und Mobiliar vereint. Diese fokussieren unter anderem auf Immobilien, Automotive und Finanzen.

  • Neue Regelungen für Kreislaufwirtschaft treten Anfang 2025 in Kraft

    Neue Regelungen für Kreislaufwirtschaft treten Anfang 2025 in Kraft

    Der Bundesrat hat beschlossen, die Mehrzahl der Gesetzesänderungen aus der parlamentarischen Initiative Schweizer Kreislaufwirtschaft stärken mit Wirkung zum Jahresbeginn 2025 in Kraft zu setzen. „Die Revisionen des Umweltschutzgesetzes (USG), des Energiegesetzes (EnG) und des Bundesgesetzes über das öffentliche Beschaffungswesen (BöB) schaffen einen übergeordneten gesetzlichen Rahmen für die Stärkung der Kreislaufwirtschaft in der Schweiz“, schreibt der Bundesrat in einer entsprechenden Mitteilung. Die neuen Regelungen sollen es ermöglichen, Materialkreisläufe zu schliessen und die Kreislaufwirtschaft bei Produkten und Gebäuden stärken.

    Dafür werden wichtige Grundsätze gesetzlich verankert. So werden Wiederverwertung und Wiederverwendung künftig grundsätzlich Vorrang vor der Verbrennung haben. Die Kantone sind angewiesen, Grenzwerte für die graue Energie bei Neubauten und wesentlichen Erneuerungen bestehender Gebäude festzulegen. Der Bundesrat bekommt die Kompetenz eingeräumt, Vorgaben zum ressourcenschonenden Bauen zu machen und Anforderungen für Produkte und Verpackungen vorzugeben.

    Mit Ausführungsbestimmungen verbundene Gesetzesänderungen sollen zu einem späteren Zeitpunkt in Kraft treten. Sie werden vom Bundesrat in den nächsten beiden Jahren in die Vernehmlassung geschickt. Dazu gehören die Bestimmungen zur Einführung einer schweizweit geltenden Busse für Vermüllung (Littering) sowie die Bestimmungen zu Ausnahmen vom Siedlungsabfallmonopol.

  • Enerdrape gewinnt Nachhaltigkeitspreis von AMAG

    Enerdrape gewinnt Nachhaltigkeitspreis von AMAG

    Enerdrape hat eine Bestätigung für ihr Pilotprojekt zur Energieeffizienz in Gebäuden erhalten. Laut einer Medienmitteilung wurde das in Renens ansässige Jungunternehmen von der Autohändlerin AMAG Group für eine innovative Paneellösung zum Gewinner der ersten AMAG Sustainability Challenge ernannt.

    Die Fachjury war überzeugt von dem weltweit ersten, geothermischen Paneel, welches unterirdische Räume wie etwa Tiefgaragen oder Tunnel in erneuerbare Wärme- und Kältequellen verwandelt. Die dort entstehende Abwärme könne zum Beheizen und Klimatisieren der darüber liegenden Räume genutzt werden, ohne dass gebohrt werden muss und ohne direkten Kontakt mit dem Boden, heisst es in der Begründung.

    Auf den Plätzen zwei und drei landeten die Start-ups 8inks und Exnaton. Weitere Finalisten waren CarDust und Grensol.

    Helmut Ruhl, CEO der AMAG Group, war voll des Lobes für die gezeigten Lösungen. „Auf unserem Weg, unser Geschäftsmodell bis 2040 zu dekarbonisieren, setzen wir auf Elektromobilität und Photovoltaik und auf Unternehmertum und Innovation. Dazu bedarf es neuer Technologien und Geschäftsmodelle. 2024 haben wir deshalb erstmalig die AMAG Sustainability Challenge durchgeführt. Von der Resonanz bin ich überwältigt und von den Ideen inspiriert und begeistert“, wird er zitiert.

    Für ihren Beitrag zur Reduzierung des CO2-Ausstosses erhält Enerdrape 50’000 Franken aus dem AMAG Climate Fund sowie einen gebrandeten VW ID.3 für ein Jahr.

  • Stickoxid-Reduktion bei Holzheizung

    Stickoxid-Reduktion bei Holzheizung

    Das Heizen mit Holz hat in den letzten Jahren an Akzeptanz verloren, da es neben Treibhausgasen auch Schadstoffe wie Feinstaub und Stickoxide freisetzt. Insbesondere bei der Verbrennung von Holzabfällen mit hohem Stickstoffanteil, wie Spanplattenresten, entstehen hohe NOx-Werte. Forschende des Fraunhofer-Instituts haben eine Technologie entwickelt, die Stickoxide um bis zu 80 % reduziert und so die Umweltbelastung durch Holzheizungen senkt.

    Brennstoffstufung für saubere Verbrennung
    Im Mittelpunkt der neuen Methode steht das Prinzip der Brennstoffstufung. Hierbei wird der Brennstoff in zwei Zonen verbrannt.

    • In der Primärzone erfolgt die Hauptverbrennung von festen Holzresten.
    • Bei der Sekundärzone erzeugt ein zusätzlicher Brennstoff eine Reduktionszone, in der Stickoxide mithilfe chemischer Prozesse abgebaut werden.

    Derzeit wird Erdgas als Reduktionsbrennstoff genutzt, jedoch arbeiten die Forschenden an biogenen Alternativen wie Holzstaub, um fossile Brennstoffe langfristig zu ersetzen.

    Deutliche NOx-Reduktion in Tests
    Die Tests wurden in einer 250-kW-Feuerungsanlage durchgeführt, die Spanplattenreste verbrannte. Ohne Massnahmen lag der NOx-Ausstoss bei 1.955 mg/m³, konnte jedoch dank der Brennstoffstufung auf 361 mg/m³ gesenkt werden – deutlich unter dem Grenzwert von 370 mg der 44. Bundesimmissionsschutzverordnung (BImSchV). Diese Werte zeigen das Potenzial der neuen Technologie, die in mittelgrossen Feuerungsanlagen zwischen 100 kW und 2 MW eingesetzt werden kann.

    Nachrüstung und neue Standards
    Neben der Anwendung in neuen Anlagen bietet die Technologie auch eine flexible Nachrüstoption für bestehende Feuerungsanlagen. Damit eröffnet sie insbesondere der Holzverarbeitungsindustrie, die Holzabfälle effizient nutzen möchte, eine nachhaltige Perspektive. Zudem könnte die Technologie kleinere Biomasseanlagen auf zukünftige Grenzwerte vorbereiten, da in der 1. BImSchV bisher keine NOx-Grenzwerte für kleine Anlagen festgelegt sind.

    Marktreife und Weiterentwicklung
    Das Fraunhofer-Team arbeitet mit Industriepartnern daran, die Technologie weiter zu optimieren und marktreif zu machen. Ziel ist es, ein System zu entwickeln, das komplett ohne fossile Brennstoffe auskommt und die Effizienz der Emissionsreduktion weiter steigert.

    Die neue Technologie zur Stickoxidreduktion bei Holzverbrennung ist ein bedeutender Schritt für umweltfreundliche Heizlösungen. Mit ihrer Flexibilität für Nachrüstung und der Aussicht auf biogene Brennstoffe bietet sie eine zukunftsweisende Lösung für die Holzindustrie und Biomasseanlagen.

  • Zukunft für das AHV-Areal in Schwyz

    Zukunft für das AHV-Areal in Schwyz

    Der Umzug der Kantonsverwaltung in das neue Verwaltungs- und Sicherheitszentrum Kaltbach eröffnet neue Möglichkeiten für die Nachnutzung des bisherigen Verwaltungsstandorts. Der Kanton Schwyz betont seine Verantwortung, das frei werdende Areal nicht sich selbst zu überlassen, sondern gemeinsam mit der Gemeinde Schwyz eine wertschöpfende und zentrumsfördernde Nutzung zu etablieren. Im Rahmen einer Investorenausschreibung soll das Baurecht an einen privaten Investor vergeben werden, um die Entwicklung voranzutreiben.

    Erkenntnisse aus dem Studienverfahren
    Bereits 2022/23 führte das kantonale Hochbauamt ein Studienverfahren zur Analyse von Nutzungsmöglichkeiten des Areals durch. Dabei wurde die hohe Attraktivität des Standorts für privatwirtschaftliche Projekte deutlich. Erste Bebauungskonzepte zeigten, dass gewerbliche Nutzungen, kombiniert mit zentrumsfördernden Elementen wie Kulturräumen oder Grünflächen, das Dorf städtebaulich bereichern könnten.

    Fahrplan bis zur Umsetzung
    Die nächsten Schritte sehen die Ausarbeitung einer Teilrevision der kommunalen Nutzungsplanung vor, die bis 2025 abgeschlossen sein soll. Die anschließenden Verfahrensschritte, einschließlich einer Volksabstimmung in der Gemeinde Schwyz, dürften bis 2027 dauern. Der geplante Zeitrahmen bis zur baulichen Umsetzung eines Nachfolgeprojekts erstreckt sich bis 2029, nach dem Umzug der Kantonsverwaltung.

    Ein Überblick über den Fahrplan

    Bis 2. Quartal 2025: Erarbeitung der Teilzonenplanrevision

    Bis 1. Quartal 2026: Mitwirkung und kantonale Vorprüfung

    Bis 4. Quartal 2026: Öffentliche Auflage und Einspracheverhandlungen

    Bis 3. Quartal 2027: Volksabstimmung in der Gemeinde Schwyz

    Ab 2029: Bauliche Umsetzung

    Nachhaltigkeit und Wertschöpfung
    Das Zielbild für das Areal an der Bahnhofstrasse 15 umfasst vorrangig gewerbliche Nutzungen, ergänzt durch öffentlich zugängliche Bereiche. Grünflächen und kulturelle Einrichtungen könnten das Quartier zusätzlich beleben und zur Attraktivität des Standorts beitragen. Der Kanton und die Gemeinde Schwyz sehen in diesem Projekt eine Chance, den urbanen Charakter zu stärken und langfristig zur wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung des Zentrums beizutragen.

    Die Nachnutzung des ehemaligen AHV-Gebäudes ist ein wichtiger Schritt für die Zukunft des Dorfkerns von Schwyz. Mit einer strategischen Planung und klar definierten Meilensteinen arbeiten Kanton und Gemeinde daran, ein wertschöpfendes und nachhaltiges Quartier zu schaffen. Die Investorenausschreibung und die Teilzonenplanrevision stellen zentrale Elemente auf dem Weg zu einem lebendigen und wirtschaftlich attraktiven Stadtteil dar.

  • Gesetzesänderungen stärken Kreislaufwirtschaft in der Schweiz

    Gesetzesänderungen stärken Kreislaufwirtschaft in der Schweiz

    Mit den Änderungen im Umweltschutzgesetz, Energiegesetz und Bundesgesetz über das öffentliche Beschaffungswesen werden wichtige Prinzipien der Kreislaufwirtschaft gesetzlich verankert.

    Abfallhierarchie:
    Recycling erhält Vorrang vor der Verbrennung, um Materialkreisläufe zu schliessen.

    Graue Energie:
    Kantone sollen Grenzwerte für Neubauten und Renovationen definieren, um nachhaltige Bauweisen zu fördern.

    Vorbildfunktion:
    Der Bund setzt bei Bauprojekten und Beschaffungen auf ressourcenschonende Lösungen.

    Diese Massnahmen tragen nicht nur zur Ressourcenschonung bei, sondern schaffen auch Anreize für innovative Geschäftsfelder im Bereich nachhaltiger Produkte und Bauweisen.

    Engere Zusammenarbeit von Bund, Kantonen und Wirtschaft
    Die Gesetzesänderungen fordern eine stärkere Kooperation zwischen Bund, Kantonen und der Privatwirtschaft. Besonders im Bereich Verpackungen und Produkte erhält der Bundesrat Kompetenzen, Anforderungen zu definieren, die sich an den Entwicklungen der EU orientieren. Damit sollen Handelshemmnisse vermieden und die Wettbewerbsfähigkeit der Schweizer Wirtschaft gestärkt werden.

    Weitere Anpassungen in Planung
    Einige Regelungen, wie die nationale Littering-Busse und Ausnahmen vom Siedlungsabfallmonopol, benötigen zusätzliche Ausführungsbestimmungen. Die Vernehmlassung dazu ist für 2025 bzw. 2026 geplant. Bis dahin bleibt der Fokus auf der Umsetzung der Kernpunkte, um die Kreislaufwirtschaft in der Schweiz nachhaltig zu stärken.

    Stärkung der Nachhaltigkeit
    Die neuen Regelungen markieren einen wichtigen Schritt in Richtung einer ressourcenschonenden und wettbewerbsfähigen Wirtschaft. Die Schweiz positioniert sich damit als Vorreiterin in der Kreislaufwirtschaft und schafft eine solide Basis für die Herausforderungen der Zukunft.

  • Strategie für steigendes Betriebsergebnis bis 2030 vorgestellt

    Strategie für steigendes Betriebsergebnis bis 2030 vorgestellt

    Die BKW hat am 8. November ihre Strategie Solutions 2030 vorgestellt. Diese sieht laut einer Mitteilung vor, das Betriebsergebnis vor Zinsen und Steuern bis 2030 auf 1 Milliarde Franken zu erhöhen. 2023 betrug das Betriebsergebnis laut Geschäftsbericht 620,3 MilliBitonen Franken.

    Das Betriebsergebnis des Bereichs Energielösungen soll auf 650 Millionen Franken steigen. 2023 lag es bei 534,6 Millionen. Das Ergebnis des Bereichs Netze soll 2030 bei 150 Millionen liegen (2023: 146,7 Millionen). Der stärkste Zuwachs wird im Bereich Infrastruktur- und Gebäudelösungen angestrebt. 2023 soll das Ergebnis bei 200 Millionen Franken liegen, 2023 wurde ein Verlust von 40 Millionen erzielt. Dabei sollen die Generalplanung in Infrastruktur und Hochbau sowie Gebäudetechniklösungen ausgebaut und die Profitabilität stetig erhöht werden.

    Dafür will der Berner Energieversorger 4 Milliarden Franken investieren, mindestens die Hälfte in der Schweiz. Die Investitionen sollen aus dem freien Geldfluss finanziert werden, der in diesem Zeitraum über 5 Milliarden Franken betragen soll.

    «Mit der umfassenden Weiterentwicklung der Strategie unterstützt die BKW ihre Kundinnen und Kunden mit zukunftsweisenden Lösungen noch stärker bei der Transformation des Energiesystems», wird BKW-Verwaltungsratspräsident Roger Baillod in der Mitteilung zitiert. CEO Robert Itschner verweist auf die Breite des angestrebten Wachstums: «Zur Erreichung dieser Ziele tragen sämtliche Geschäftsfelder der BKW bei. Die BKW investiert in ihre starke Schweizer Basis und wächst gezielt im europäischen Ausland.»

    Die BKW will als Gesamtkonzern bis 2040 ihren Netto-Ausstoss von Treibhausgasen auf Null senken.

  • Ausbau von erneuerbaren Energieanlagen in Italien

    Ausbau von erneuerbaren Energieanlagen in Italien

    Die Repower Gruppe baut ihr Portfolio in Italien deutlich aus. Dafür hat sie laut einer Unternehmensmitteilung die 35 Prozent der Anteile an Repower Renewable übernommen, die seit deren Gründung im Jahr 2018 bisher im Besitz der Londoner Investmentfirma Omnes Capital waren. Ebenfalls seit damals hält der Stromproduzent, Verteilnetzbetreiber und Energiehändler mit Sitz in Poschiavo die restlichen 65 Prozent. Damit kontrolliert die Repower Gruppe nun 100 Prozent von Repower Renewable.

    Damit ist Repower nun alleiniger Besitzer der italienischen Wind-, Solar- und Wasserkraftwerke von Repower Renewable. Deren Gesamtleistung beläuft sich auf rund 120 Megawatt. Dazu kommt laut der Mitteilung «eine volle Pipeline» bereits genehmigter Kraftwerkprojekte mit einer Gesamtleistung von weiteren 150 Megawatt.

    Die Strategie von Repower sieht den Angaben zufolge den konsequenten Ausbau des Portfolios an erneuerbaren Energieanlagen in der Schweiz und in Italien vor. Die bisher 30’000 Kundinnen und Kunden in Italien sollen in Zukunft vollständig mit zertifizierter, erneuerbarer Energie versorgt werden.

  • Energiestadt Gold für Zürich

    Energiestadt Gold für Zürich

    Die Stadt Zürich ist 2024 bereits zum sechsten Mal zur Energiestadt Gold gekürt worden, informiert die Stadtverwaltung in einer Mitteilung. Mit dem Label zeichnet der Trägerverein Energiestadt alle vier Jahre Städte und Gemeinden aus, die sich für ambitionierte Energie- und Klimaschutzziele engagieren. In der aktuellen Evaluierung hat die Stadt Zürich dabei ihr bisher bestes Ergebnis erreicht.

    Schweizweit tragen 109 Städte und Gemeinden das Label Energiestadt Gold. «Die Stadt Zürich dient als grösste Stadt der Schweiz als Vorbild für andere Energiestädte, die ebenfalls konsequent ihre ambitionierten energie- und klimapolitischen Ziele erreichen wollen», wird Katrin Bernath, Präsidentin des Trägervereins Energiestadt, in der Mitteilung aus ihrer Ansprache bei der Verleihung des Labels zitiert. Die Auszeichnung wurde von Stadtrat Michael Baumer entgegengenommen. «Die Bestnote für die Stadt Zürich zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg zu Netto-Null sind», so der Vorsteher der Industriellen Betriebe der Stadt Zürich.

    Im aktuellen Re-Audit wurde unter den Energie- und Klimazielen der Stadt Zürich erstmals auch der Bereich Klimaanpassung erfasst. Hier konnte Zürich mit der Fachplanung Hitzeminderung und der Fachplanung Stadtbäume punkten. Zudem hat die Stadt ein Programm zur Stadtbegrünung lanciert. Hier wird die ökologisch wertvolle Aufwertung von Aussenräumen, Dachbegrünungen und Vertikalbegrünungen durch Beratungen unterstützt und finanziell gefördert.

  • Neue Anforderungen an Büroflächen

    Neue Anforderungen an Büroflächen

    Die Art und Weise, wie Unternehmen ihre Büroflächen nutzen, hat sich in den letzten Jahren stark verändert. Wie die Umfrage «Büroflächen-Barometer» zeigt, sind Arbeitsplätze für individuelle Schreibtischarbeit nicht mehr der zentrale Fokus, was bei einer durchschnittlichen Belegungsquote von rund 72% verständlich ist. Stattdessen legen Unternehmen Wert auf Räumlichkeiten, die sowohl Zusammenarbeit als auch konzentriertes Arbeiten ermöglichen. Besprechungsräume, Kundenbereiche sowie Erholungs- und Rückzugsräume gewinnen zunehmend an Bedeutung. Die klassischen Grossraumbüros weichen flexiblen Flächenkonzepten, die den vielfältigen Bedürfnissen der Mitarbeitenden gerecht werden.

    Stadt oder Agglomeration?
    Obwohl rund 24% der befragten Unternehmen nach wie vor eine Innenstadtlage bevorzugen, sind auch Standorte in der Agglomeration aufgrund der guten Verkehrsanbindung und attraktiven Mietpreise zunehmend gefragt. In Grosszentren bevorzugen gar 53% der Unternehmen eine Zentrumslage. Die moderne Infrastruktur ermöglicht es Firmen, ausserhalb der Zentren Kosten zu sparen, ohne Einbussen in der Erreichbarkeit hinnehmen zu müssen.

    Qualität und Nachhaltigkeit als zentrale Kriterien
    Bei der Wahl neuer Büroflächen steht die Qualität der Arbeitsumgebung an erster Stelle. 59% der Unternehmen bewerten hochwertige und ergonomisch ausgestattete Arbeitsplätze als sehr wichtig, während 37% dies als eher wichtig einstufen. Aspekte wie nachhaltige Bauweise und energieeffizienter Betrieb gewinnen an Bedeutung, da sie nicht nur zur Reduktion von Kosten beitragen, sondern auch die Nachhaltigkeitsziele der Unternehmen unterstützen. Mobilitätsfaktoren wie gute Anbindung an den öffentlichen Verkehr oder die Erreichbarkeit mit dem Auto sind ebenfalls entscheidend.

    Effiziente Flächennutzung durch datenbasierte Strategien
    Die schwankende Auslastung der Büroflächen stellt viele Unternehmen und Eigentümer vor Herausforderungen. Immer mehr Unternehmen setzen auf Technologien wie automatisierte Zählsysteme, um die tatsächliche Nutzung der Büroflächen zu analysieren. Diese Daten bieten wertvolle Einblicke und ermöglichen die flexible Anpassung der Arbeitsumgebung. Durch die Umgestaltung wenig genutzter Räume in Gemeinschafts- und Besprechungsbereiche können die Flächennutzung maximiert und die Betriebskosten gesenkt werden, während gleichzeitig das Wohlbefinden der Mitarbeitenden gefördert wird.

  • Immobilienbranche vor einem Wandel mit Hindernissen

    Immobilienbranche vor einem Wandel mit Hindernissen

    Mit wachsendem Bewusstsein für Klimarisiken steigt der Druck auf die Immobilienbranche., Lösungen zu finden. Laut der aktuellen C-Change-Umfrage berücksichtigen 93 Prozent der befragten Investoren klimabezogene Risiken in ihren Entscheidungen. Dieser Trend spiegelt das zunehmende Engagement, klimapolitische Anforderungen nicht nur wahrzunehmen, sondern aktiv in die Unternehmensstrategie zu integrieren.

    Datenmangel und fehlendes Wissen
    Trotz positiver Entwicklungen zeigen sich Hindernisse bei der Umsetzung von Dekarbonisierungsmassnahmen. Laut Umfrage mangelt es 61 Prozent der Unternehmen an fundiertem Wissen und qualitativen Daten, um die richtigen Schritte zur CO2-Reduktion einzuleiten. Aleksandra Smith-Kozlowska vom ULI betont die Notwendigkeit eines systematischen Wissenstransfers und einer besseren Verfügbarkeit von qualitativ hochwertigen Daten.

    Übergangs-Risiken auf die Investmentstrategien
    Die Untersuchung zeigt, dass Übergangs-Risiken zunehmend die Strategie von Investoren beeinflussen. 94 Prozent der befragten Unternehmen berichten, dass die Risiken ihre Portfolioentscheidungen beeinflussen. Zwar tätigen 51 Prozent Investitionen in Objekte mit diesen Risiken und 30 Prozent sehen sich gezwungen, sich von betroffenen Objekten zu trennen. Der Kostenaufwand für Nachrüstungen und die Gefahr von Vermögenswerte, rückt hierbei in den Fokus.

    Ein Instrument zur Risikominderung
    Die Umfrage verdeutlicht das steigende Interesse an einer CO2 Steuer als strategisches Mittel zur Dekarbonisierung. 21 Prozent der Unternehmen haben in den letzten 12 Monaten freiwillig interne Mechanismen zur Kohlenstoffbewertung eingeführt. Rund 71 Prozent nutzen einen Schattenpreis je Tonne CO2, um potenzielle Emissionskosten in die Geschäftsplanung einzubeziehen

    Hindernisse der nachhaltige Immobilienwirtschaft
    Trotz der Fortschritte gibt es Bedenken hinsichtlich der Wettbewerbsfähigkeit, die eine branchenweite Einführung der CO2 Steuer bislang bremsen. Kritische Faktoren sind der Mangel an Datenkonsistenz, fehlende Unterstützung durch Stakeholder und Unsicherheit bezüglich der Auswirkungen auf finanzielle Ergebnisse und betriebliche Strategien.

    Als Massnahmen fordert das ULI eine intensivere Aufklärung und die Einführung klarer Richtlinien. Die jüngsten Publikationen des ULI, darunter «Accelerating Accountability: The Case for Carbon Pricing» und «Universal Principles for Carbon Pricing in the Real Estate Sector», sollen der Branche helfen, Kohlenstoffpreise als integralen Bestandteil der Wertschöpfungskette zu etablieren und somit langfristige Nachhaltigkeitsziele zu fördern.

  • Life Sciences Campus Allschwil wächst weiter

    Life Sciences Campus Allschwil wächst weiter

    Mit der offiziellen Grundsteinlegung des Laborgebäudes ALL in Allschwil markiert der Switzerland Innovation Park Basel Area eine neue Etappe in der Entwicklung eines weltweit führenden Life Sciences-Standorts. Domenico Scala, Präsident des Innovationsparks, Stephen Wilson, CEO des BIIE und Johannes Eisenhut, Geschäftsführer der Senn Development AG, zelebrierten den Bauauftakt mit einer Zeitkapsel, in der Vertreter der regionalen Wirtschaft, Politik und Schulkinder der Swiss International School ihre Wünsche für die Zukunft festhielten.

    Forschungsgebäude mit Fokus auf Nachhaltigkeit
    Das neue Gebäude ALL soll 2027 fertiggestellt werden und rund 21’500 Quadratmeter hochmoderne Labor- und Büroflächen nach dem Nachhaltigkeitsstandard SNBS Platin bieten. Diese dritte Zusammenarbeit von Senn und dem Architekturbüro Herzog & de Meuron am Main Campus des Innovationsparks stärkt die langfristige Ausrichtung des Standorts. Die Investorin Senn strebt dabei eine intensive Förderung der Zusammenarbeit auf dem gesamten Campus an, um die Innovationskraft der Forschenden und Unternehmen zu maximieren.

    Forschung für die Gesundheit von morgen
    Mit dem BIIE wird das Gebäude ALL eine der bedeutendsten Investitionen im Bereich der Life Sciences beherbergen. Das BIIE, gefördert durch eine 15-jährige Finanzierung von 1 Milliarde US-Dollar seitens der Basler Botnar Stiftung, widmet sich der Erforschung des Immunsystems, um weltweit neue Lösungen für Diagnose, Therapie und Prävention von Krankheiten bei Kindern und Jugendlichen zu entwickeln. «Für unser Institut war die Wahl des Standortes entscheidend. Der Main Campus bietet genau das Umfeld, das unseren hohen Ansprüchen gerecht wird,» erklärt Stephen Wilson.

    Ein starkes Life Sciences Cluster in Europa
    Der Switzerland Innovation Park Basel Area ist als Teil des nationalen Innovationsparks Switzerland Innovation ein bedeutender Knotenpunkt für Forschung und Entwicklung in der Schweiz. Mit Standorten in Allschwil, Jura und dem Novartis Campus in Basel konzentriert sich der Park auf die Schlüsselbereiche Biotechnologie, Medizintechnik, digitale Gesundheit und industrielle Transformation. Rund 1’200 Fachkräfte aus 92 Unternehmen und 12 Forschungsgruppen arbeiten am Standort Basel, der sich damit zum grössten Areal für Life Sciences in einem Schweizer Innovationspark entwickelt.

    Zukunftsperspektive für Allschwil und die Schweiz
    Der Bau des Laborgebäudes steht für die nachhaltige Entwicklung des Life Sciences Standorts Basel und die Innovationskraft der Region. «Wir nutzen das Wissen aus früheren Projekten wie dem Hauptgebäude HQ und dem HORTUS und fokussieren uns weiter auf eine nachhaltige Infrastruktur und die Förderung von Synergien,» betont Johannes Eisenhut. Die Entwicklung des Switzerland Innovation Park Basel Area zeigt, wie Basel zu einem internationalen Zentrum der biowissenschaftlichen Forschung und Technologie wird – ein Gewinn für Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft.

  • Ein Doppelkindergarten, der Massstäbe setzt

    Ein Doppelkindergarten, der Massstäbe setzt

    Das Konzept des neuen Kindergartens ist beeindruckend. Das Sockelgeschoss beherbergt neben einer Küche und einem Therapieraum alle notwendigen Flächen für Haustechnik, Lager, Reinigung und Aussengeräte. Durch die zurückgesetzte Bauweise tritt das Sockelgeschoss dezent in Erscheinung und schafft vielfältig nutzbare und vor Witterung geschützte Aussenflächen. Eine barrierefreie Erschliessung wird durch eine neue Wegführung vom Haupteingang am Charlottenweg gewährleistet.

    Auf diesem massiven Sockel erhebt sich das Kindergartengeschoss, das sich in drei «Häuser» mit Zeltdächern gliedert. Jedes dieser «Häuser» dient spezifischen Nutzungen und bietet den Kindern individuelle Haupt- und Gruppenräume. Die architektonische Gestaltung mit den Zeltdächern, die auch im Innenraum ersichtlich sind, schafft eine besondere Atmosphäre, die durch die Kombination aus Boden und «Deckenhimmel» als zusätzliche Raumbegrenzung ein vielschichtiges Raumerlebnis ermöglicht. Eine Galerie in den Hauptzimmern ergänzt den Raum und bietet den Kindern Rückzugs- und Beobachtungsorte.

    Der Neubau wird fast 3 Millionen Franken kosten, wobei das Gebäude selbst rund 2,2 Millionen Franken in Anspruch nimmt. Zusätzliche Kosten fallen für Mobiliar, Umgebungsgestaltung, den Anschluss an die Fernwärme und unvorhergesehene Ausgaben an.

    Ein Projekt mit Weitblick
    Die Architekturbüros Berger Hammann Architekten AG und BRH-Architekten AG haben mit ihrem Entwurf die Jury überzeugt. Die Holzbauweise und durchdachte Raumeinteilung waren ausschlaggebend für die Entscheidung. Das an ein «Waldhüttenensemble» erinnernde Projekt fügt sich perfekt in die naturnahe Umgebung des Charlottenfels ein.

    Die Fertigstellung des neuen Doppelkindergartens ist für den Spätsommer 2025 geplant.

    Neuhausen investiert in die Zukunft
    Die Bevölkerung von Neuhausen wächst stetig durch den Bau neuer Wohnanlagen. Nebst dem Doppelkindergarten Charlottenfels der im Herbst 2025 eröffnet wird sind weitere Schulraumerweiterungen geplant.

    Diese Investitionen in Bildung und Infrastruktur sind klare Signale für die Zukunft Neuhausens. Die Gemeinde setzt auf qualitatives Wachstum und Nachhaltigkeit, um den Anforderungen einer dynamischen Bevölkerungsentwicklung gerecht zu werden.

  • Bielersee liefert Energie für Nidau und Biel

    Bielersee liefert Energie für Nidau und Biel

    Die Energieverbund Bielersee AG liefert laut einer Mitteilung erstmals Energie an Kundschaft in Nidau und Biel. Dazu wurde in den vergangenen Wochen der Zwischenkreis erstellt, der das Pumpwerk an der Dr. Schneiderstrasse mit der Energiezentrale im Alpha-Gebäude in Nidau verbindet.

    Das Seewasser gelangt über zwei Leitungen in 20 und 30 Metern Tiefe in das Pumpwerk. In der Energiezentrale wird über Wärmepumpen Warmwasser für Heizungen gewonnen, die an das Wärmenetz angeschlossen sind. Die Kälte wiederum wird über ein separates Netz ins Gebiet Robert-Walser-Platz beim Bahnhof Biel geleitet. Für kalte Tage steht ein Spitzenlastkessel bereit.

    Die Planungen für die Seewassernutzung reichen bis 2015 zurück. 2020 gründete Energie Service Biel/Bienne die Energieverbund Bielersee AG, an der inzwischen auch die Stadt und die Burgergemeinde Nidau beteiligt sind. Im März 2022 wurden die Seeleitungen verlegt, im darauffolgenden Mai der Rohbau des Pumpwerks fertiggestellt. Künftig sollen die Energiezentrale saniert und das Wärmenetz Richtung Ipsach erweitert werden.

  • Grundsteinlegung für neuen Campus Tösstal in Winterthur

    Grundsteinlegung für neuen Campus Tösstal in Winterthur

    Mit dem Spatenstich für den Neubau der Berufsfachschule Winterthur beginnt eine neue Ära der Bildungsinfrastruktur. Der moderne Campus bietet Raum für eine wachsende Zahl von Lernenden und ermöglicht eine zeitgemäße Ausbildung in den Fachbereichen Detailhandel und Betreuung. Dank durchdachter Planung kommen die Bauarbeiten seit dem Start im Februar 2024 zügig voran.

    Die neue Schulinfrastruktur, direkt neben den Standorten Wiesental und Mühletal, ermöglicht die Zusammenführung bisher getrennter Schulstandorte. Bis zu 1000 Lernende werden zukünftig auf dem «Campus Tösstal» Platz finden. Neben klassischen Unterrichtsräumen bieten offene Lernnischen Raum für individuelles und kollaboratives Arbeiten. Die flexible Gebäudestruktur ermöglicht es, zukünftige räumliche Anforderungen problemlos zu integrieren.

    Nachhaltige Architektur setzt Masstäbe
    Das Gebäude erfüllt den Minergie-P-Eco-Standard und den Gold-Standard Nachhaltiges Bauen Schweiz. Eine Dachbegrünung und Photovoltaikanlage tragen zur ökologischen Ausgewogenheit und einem besseren Stadtklima bei. Zudem wird das Gebäude an das städtische Fernwärmenetz angeschlossen, was Energieeffizienz und Nachhaltigkeit vereint. Die Fertigstellung ist für das Frühjahr 2027 vorgesehen.

  • Immobilienfonds und Solar-Contracting: Eine Antwort auf den spezifischen Bedarf von Immobilienbesitzern

    Immobilienfonds und Solar-Contracting: Eine Antwort auf den spezifischen Bedarf von Immobilienbesitzern

    Wie funktioniert das Solar-Contracting?
    Das Solar-Contracting basiert auf einem einfachen Prinzip: Wir richten unsere eigenen Photovoltaikpaneele am Standort Ihres Unternehmens ein. In diesem Rahmen übernehmen wir die vollständige Planung und Projektumsetzung, aber auch die Finanzierung und die Verwaltung der Anlage.

    Dieses Angebot ermöglicht nicht nur die Aufwertung Ihrer Liegenschaften, sondern erfüllt auch die gesetzlichen Anforderungen sowie die Erwartung Ihrer Anleger und Mieter. Zudem ermöglicht es die Einrichtung neue Mietflächen.

    Ihre ungenutzten Flächen als Kapitalanlage
    Als Eigentümer von Liegenschaften verfügen Sie wahrscheinlich über Flächen, die sich für die Einrichtung von Photovoltaikpaneelen eignen. Bei Romande Energie bieten wir die Einrichtung auf den folgenden Flächen an:

    • Auf einem Dach:
      Verwandeln Sie ungenutzte Fläche in ein Kraftwerk – ab 500 m2.
    • Auf einem Parkplatz:
      Nutzen Sie Ihre Parkplätze zur Erzeugung von Strom mit einem Solarcarport – ab 2’000 m2.
    • Auf der grünen Wiese:
      Richten Sie auf einem ungenutzten Grundstück eine bodenseitige Solaranlage ein – ab 2’000 m2.

    Stoneweg ein konkretes Beispiel

    Die Stoneweg-Gruppe, die sich auf Immobilieninvestition spezialisiert, hat sich an Romande Energie gewendet, um mehrere Gebäude mit Solarpaneelen auszustatten.

    «Wir haben mit Romande Energie mehrere Projekte umgesetzt und dabei stets die Zuverlässigkeit, sowie die Lösungen auf konkrete Herausforderungen sehr geschätzt.» Diana Oblak, Geschäftsführerin bei Stoneweg

    Hier geht es zum Interview

    Welche Vorteile bietet das Contracting?
    Das Contracting ermöglicht:

    • die Einrichtung neuer Mietbestände und damit die Steigerung Ihrer Renditen.
    • die Gewährleistung der Konformität Ihrer Liegenschaften.
    • die Wertsteigerung Ihrer Immobilien.
    • die Reduzierung der CO2-Emissionen Ihres Immobilienbestands.
    • Ihren Mietern den Bezug von sauberem und lokal erzeugtem Strom zu einem wettbewerbsfähigen Preis.
    • die Beteiligung an der Verringerung der Gefahr der Stromknappheit auf nationaler Ebene.
    • die Beteiligung an der Bekämpfung des Klimawandels.

    Zur Terminvereinbarung oder für weitergehende Informationen erreichen Sie uns:
    www.romande-energie.ch/solar
    0800 233 825 | solar@romande-energie.ch

  • Regulierungen erschweren wirtschaftliche Immobilieninvestitionen

    Regulierungen erschweren wirtschaftliche Immobilieninvestitionen

    Laut der Studie sind komplexe Regulierungen, lange Bearbeitungszeiten und der Mieterschutz für institutionelle Investoren zunehmend belastend. 92 Prozent der befragten Anleger kritisieren die langwierigen Prozesse bei Behörden und Einsprachen. Die steigenden Anforderungen führen dazu, dass Investitionen verstärkt in die Agglomerationen und ländlichen Gebiete verlagert werden, wo der bürokratische Aufwand geringer ist.

    Sanierungsstau und sinkender Wohnkomfort
    Die strengeren Regulierungen führen nicht nur zu einem Rückgang der Neubauten in den Städten, sondern auch zu Verzögerungen bei dringend benötigten Sanierungen. Dies verschärft den ohnehin bestehenden Wohnungsmangel in urbanen Regionen und beeinträchtigt die Lebensqualität der Bewohner durch den Aufschub von Renovierungsmaßnahmen.

    Nachhaltigkeit im Fokus, doch soziale Aspekte bleiben zurück
    Trotz der regulatorischen Hürden ist etwa die Hälfte der Investoren bereit, zugunsten der Nachhaltigkeit kurzfristig auf Renditen zu verzichten. Langfristig erwarten sie jedoch eine Amortisation dieser Investitionen durch höhere Erträge und Wertsteigerungen. Allerdings zeigt die Studie, dass soziale Nachhaltigkeit in der Prioritätenliste hinter ökologischen und wirtschaftlichen Aspekten zurückbleibt.

    Outsourcing auf dem Vormarsch
    Eine weitere interessante Entwicklung ist der Anstieg beim Outsourcing von Verwaltungsaufgaben. Vor allem die Auslagerung der Datenhoheit überrascht, da diese eine hohe Abhängigkeit von Dienstleistern schafft. Auch Portfolio- und Asset-Management-Funktionen werden zunehmend an externe Partner vergeben.

  • Investitionen in Kreislaufwirtschaft und Dekarbonisierung stärken CO2-Strategie

    Investitionen in Kreislaufwirtschaft und Dekarbonisierung stärken CO2-Strategie

    Holcim bekommt für ein weiteres grosses Cleantech-Projekt einen Zuschuss aus dem Innovationsfonds der EU. Damit erhöht sich die Zahl von Holcims durch die EU geförderten CCUS-Projekten auf sieben. Laut einer Medienmitteilung des Baustoffherstellers handelt es sich bei diesem neuen Projekt zur CO2-Abscheidung und -speicherung (CCUS) an seinem Standort in Martres-Tolosane im Südwesten Frankreichs um eine hochskalierbare Anlage auf der Basis ausgereifter Technologien und enger Partnerschaften.

    Bereits 2017 hatte Holcim eine Investition in die Nachhaltigkeit dieser Zementfabrik in Höhe von 100 Millionen Euro angekündigt. Zwischen 2021 und 2023 investierte Holcim weitere 200 Millionen Euro in die Dekarbonisierung seiner französischen Industrieanlagen und hat für deren Fortsetzung im Mai dieses Jahres weitere 60 Millionen bereitgestellt.

    Laut Holcim werden diese Investitionen eine Hebelwirkung auf die Entwicklung neuer Branchen und Arbeitsplätze auf dem Gebiet der Kreislaufwirtschaft einerseits und andererseits mittelfristig auch im Bereich der CO2-Abscheidung, -Speicherung und -Verwertung haben. Zu diesem Zweck werde in der Fabrik in Martres-Tolosane eine neue Pilotplattform errichtet, eine echte industrielle Testanlage für Open Innovation. Sie wird der Verbesserung neuer Technologien zur CO2-Abscheidung gewidmet sein.

    «Holcim ist auf dem besten Weg, in diesem Jahrzehnt Netto-Null-Zement und -Beton in grossem Massstab Wirklichkeit werden zu lassen», wird CEO Miljan Gutovic in der Mitteilung zitiert. «Diese Unterstützung durch den EU-Innovationsfonds zeugt von der Stärke unserer Ingenieurteams, der Reife unserer Technologien und fortschrittlichen Partnerschaften über die gesamte Wertschöpfungskette.»

  • Kanton Zug treibt Transformation zur CO2-Neutralität voran

    Kanton Zug treibt Transformation zur CO2-Neutralität voran

    Der Kanton Zug hat eine neue Energie- und Klimastrategie vorgelegt. Sie enthält gemäss einer Medienmitteilung 40 neue Massnahmen mit einer breiten Themenpalette. Damit soll der Wandel zur CO2-Neutralität beschleunigt werden.

    Angaben des Regierungsrats zufolge geht es zum einen um Investitionen in Pilotprojekte zum Ausbau des erneuerbaren Energiesektors. Dazu zähle die Energiespeicherung mittels Wasserstoff. Im energieintensiven Bausektor sollen Gebäude zu «Energiedrehscheiben» werden, welche sowohl Energie verbrauchen als auch produzieren. Für Privatpersonen und Unternehmen will die Regierung über langfristige Förderprogramme Anreize schaffen. In puncto Mobilität setzt der Kanton auf Elektroantriebe für eigene Fahrzeuge.

    Mit dem Nachhaltigkeits- und Innovationsprojekt KERB (Klima, Energie, Ressourcen, Biodiversität) soll zum anderen in der Landwirtschaft angesetzt werden. Mit einer «angepassten Bewirtschaftung» werde die Reduktion des CO2-Ausstosses bereits heute gefördert. Um sie zu stärken, sollen Negativemissionstechnologien zum Einsatz kommen. Deren Potenzial werde derzeit in Studien untersucht.

    Als weitere Stellschraube sieht der Kanton eine Naturgefahrenstrategie vor. Priorität hätten eine klimaverträgliche Siedlungsentwicklung und die Verwendung von klimaangepassten Strassenbelägen.

    In allen Bereichen will der Kanton die Gesamtbevölkerung einbinden. «Es braucht das Engagement der Gemeinden, der Wirtschaft, der Wissenschaft und insbesondere auch der Bevölkerung», wird Baudirektor Florian Weber zitiert.