Schlagwort: Neubau

  • Neubau am Hauptsitz in Weggis feierlich eröffnet

    Neubau am Hauptsitz in Weggis feierlich eröffnet

    Thermoplan hat am 22. Juni nach knapp 960 Tagen Bauzeit seinen Neubau am Hauptsitz in Weggis eingeweiht, informiert der global aktive Luzerner Hersteller von Kaffeevollautomaten in einer Mitteilung. Das rote Band vor dem weitläufigen Eingangsbereich des modernen Produktions- und Bürogebäudes wurde von Thermoplan-CEO Adrian Steiner gemeinsam mit dem Gründerehepaar Esther und Domenic Steiner durchschnitten. Über den gesamten Tag der offenen Tür hinweg fanden sich an der Festmeile entlang der Weiherstrasse fast 5000 Besuchende ein.

    Thermoplan entwickelt und produziert Kaffeevollautomaten für den professionellen Einsatz in Gastronomie und anderen Gewerben. Unter anderem stattet Thermoplan die globale Kette Starbucks mit Kaffeevollautomaten aus. Dabei bekennt sich das global aktive Unternehmen zum Produktionsstandort Schweiz: Die Kaffeevollautomaten werden alle am Hauptsitz in Weggis hergestellt, informiert Thermoplan in seiner Selbstdarstellung. Auch die dafür verwendeten Komponenten stammen zu rund 80 Prozent aus Schweizer Produktion.

  • Bundesrat gleist Begrenzung der Bauten ausserhalb von Bauzonen auf

    Bundesrat gleist Begrenzung der Bauten ausserhalb von Bauzonen auf

    Der Bundesrat schlägt vor, die Zahl neuer Gebäude ausserhalb der Bauzonen im Vergleich zum Stand 2023 um maximal 1 Prozent wachsen zu lassen. Er hat an seiner Sitzung vom 19. Juni eine entsprechende Vorlage in die Vernehmlassung geschickt, informiert der Bundesrat in einer Mitteilung. Bei dem Vernehmlassungsentwurf handelt es sich um eine Vorlage für die Verordnung zum revidierten Raumplanungsgesetz. Es war am 29. September letzten Jahres von beiden Kammern verabschiedet worden und hat zum Ziel, das Bauen ausserhalb der Bauzonen auf einem bestimmten Niveau zu stabilisieren.

    Derzeit gibt es in der Schweiz rund 620’000 Gebäude ausserhalb der Bauzonen. Tritt die Vorlage in Kraft, könnte diese Zahl maximal um 6200 Gebäude steigen. Bei jährlich durchschnittlich 500 neuen Bauten ausserhalb der Bauzone wäre die zulässige Höchstzahl in etwas über zehn Jahren erreicht, schreibt der Bundesrat.

    Darüber hinaus schlägt der Bundesrat Änderungen im Umgang mit Spezialzonen vor. Hier sollen Neubauten ausserhalb der Bauzonen in Volumen und Fläche durch den Abriss bestehender Anlagen kompensiert werden müssen. In Landwirtschaftszonen wird der Vorrang der Landwirtschaft gegenüber anderen Nutzungen bekräftigt.

  • Neubau für Gesundheits- und Biomedizinische Forschung eingeweiht

    Neubau für Gesundheits- und Biomedizinische Forschung eingeweiht

    Die ETH hat ihren jüngsten Neubau eingeweiht. In den Gloria Cube sind die Gesundheitswissenschaften und die biomedizinische Technik der Hochschule eingezogen, informiert die ETH ein einer Mitteilung. Konkret sind im neuen Labor- und Forschungsgebäude 16 Forschungsgruppen aus Bewegungswissenschaften und Sport, Rehabilitations- und biomedizinischer Technik sowie aus anwendungsorientierter, translationaler Forschung untergebracht.

    Der Neubau am Gloriarank verbindet den ETH-Campus mit den angrenzenden Wohnhäusern des Quartiers Fluntern über durchgehende Wege und einen Grünbereich. Das achtstöckige Gebäude liegt zudem nahe an der Universität Zürich und dem Universitätsspital Zürich und bilde damit «eine natürliche Adresse für die interdisziplinäre Zusammenarbeit und die translationale Forschung», schreibt die ETH. Die Übertragung von Forschungsergebnissen in die medizinische Anwendung wird von einer im Gloria Cube eingerichteten Technologieplattform für medizinische Humanforschung unterstützt.

    Als Beispiele für die künftig im Gloria Cube angesiedelte Forschung werden in der Mitteilung die Entwicklung neuer Mikrowirkstoffträger sowie neuer Trainingsmethoden zur Steigerung von sportlicher Leistung und Gesundheit genannt. Ein weiteres Projekt erforscht den Zusammenhang von Pupillengrösse und Stress oder mentalem Befinden allgemein. Für die Ausbildung hält der Gloria Cube sechs Seminarräume und ein Lernzentrum bereit. Am Skills Lab @ETH können Studierende der Medizin sich gegenseitig grundlegende medizinische Fähigkeiten beibringen.

  • Eröffnungstermin für Neubau des Kantonsspitals Baden bekanntgegeben

    Eröffnungstermin für Neubau des Kantonsspitals Baden bekanntgegeben

    Das Kantonsspital Baden (KSB) hat den Eröffnungstermin für seinen Neubau bekanntgegeben. Offiziell eröffnet wird das neue KSB laut einer Medienmitteilung am Dienstag, 25. Februar 2025. Der Hauptumzug wird an dem darauffolgenden Wochenende stattfinden. In sechseinhalb Jahren Bauzeit ist der Neubau fertiggestellt worden. Er wird mit einer Nutzfläche von 76‘215 Quadratmetern rund 30 Prozent mehr Fläche bieten als das Gebäude, in dem das KSB seit 1978 untergebracht ist.

    Der Umzug wird in fünf Tagen realisiert. Insgesamt werden 4571 Kubikmeter Medizintechnik und weitere Güter bewegt, heisst es in der Mitteilung des KSB. Das entspreche der Ladung von 76 Lastwagen mit je 40 Tonnen. Das Projekt ist in drei Phasen aufgeteilt, heisst es zum Ablauf. Im Vorumzug wird Material verschoben, sodass die Ärzte und Pflegenden im Neubau ihre Arbeit umgehend aufnehmen können. Beim Hauptumzug haben die Intensivstation, die Überwachungsstation, die Neonatologie und der Notfall Priorität. Der Spitalbetrieb wird dabei normal weiterlaufen.

    Der Neubau ist eigentlich früher fertig. Aber die Leitung des KSB hat sich bewusst für Februar als Umzugstermin entschieden. «Theoretisch wäre das neue Gebäude bereits ab dem kommenden Herbst bezugsbereit», wird KSB-CEO Adrian Schmitter zitiert. Für einen Umzug vor den Herbstferien wäre es jedoch eng geworden. Denn das Gebäude muss vorgängig noch zahlreichen aufwändigen Tests unterzogen werden. Zudem müssen alle Betriebsbewilligungen vorliegen.

    Da das KSB zwischen Oktober und Januar jeweils stark ausgelastet ist und während den Grippewellen viele Patienten mit Infektionskrankheiten behandelt werden, entschied man sich, das Zeitfenster mit weniger Patienten ab Ende Februar für den Umzug zu nutzen. Details zum KSB-Neubau gibt es im KSB-Magazin 02-2024.

  • Siegerprojekt für ersten Neubau Werkstadt-Areal Zürich

    Siegerprojekt für ersten Neubau Werkstadt-Areal Zürich

    Gebrauchte Schienen als Tragkonstruktion
    Das Siegerprojekt «GLEIS X», das von Leuthard AG Baumanagement und Gigon/Guyer Architekten AG entwickelt wurde, besticht durch seine konsequente Wiederverwendungsstrategie. Das Konzept nutzt 12 Kilometer gebrauchte Schienen aus dem SBB ReSale als Stützen und Deckenträger der Hauptgeschosse. Auch die Gebäudehülle besteht aus wiederverwendeten Fenstern und Welleternitplatten. Diese innovative Nutzung gebrauchter Bauteile wurde von der Jury besonders gewürdigt, da sie die Geschichte des Ortes aufgreift und architektonisch weiterführt. Für die SBB, die grossen Wert auf die Erhaltung und Weiterentwicklung des baukulturellen und bahnhistorischen Erbes legt, war dieser Ansatz entscheidend.

    Sechs Gewerbegeschosse und ein Stadtgeschoss
    Der geplante Neubau umfasst sieben Geschosse, von denen sechs als Gewerbeflächen dienen sollen. Diese Flächen sind für kleine bis mittelgroße Betriebe vorgesehen und bieten einen Mix aus klassischem und innovativem Gewerbe. Das erste Obergeschoss, das sogenannte «Stadtgeschoss», wird Dienstleistungen oder kulturelle Angebote beherbergen und so den Austausch mit dem Quartier fördern. Das Erdgeschoss wird zunächst für Parkplätze und Warenumschlag genutzt, soll jedoch in einer späteren Phase ebenfalls in ein Gewerbegeschoss umgewandelt werden.

    Öffentliche Projektausstellung
    Interessierte können die Wettbewerbsbeiträge im Hochparterre des Gebäudes U, Hohlstrasse 400, 8084 Zürich, besichtigen. Die Ausstellung ist bis zum 19. Juni 2024 von Montag bis Freitag von 17 bis 19 Uhr und am Wochenende von 12 bis 16 Uhr geöffnet.

    Werkstadt Zürich –  Ein Ort für urbane Produktion
    Auf dem rund 43.000 Quadratmeter großen Areal der «Werkstadt Zürich» entsteht ein innovatives Zentrum für urbane Produktion und Gewerbe. Die SBB saniert die bestehenden Gebäude und schafft quartiernahe Arbeitsplätze für Handwerk, Service und hochspezialisierte Fachkräfte. Die Transformation des Areals erfolgt in enger Zusammenarbeit mit der Stadt Zürich und der kantonalen Denkmalpflege. Aktuell bieten rund 35 Unternehmen auf dem Areal Arbeitsplätze und tragen zur lebendigen Entwicklung des Quartiers bei.

  • Preisanstieg bei Ferienwohnungen in den Alpen

    Preisanstieg bei Ferienwohnungen in den Alpen

    Die Preise von Ferienwohnungen im touristischen Alpenraum sind im ersten Quartal 2024 um 4 Prozent höher ausgefallen als im Vorjahresquartal, informiert die UBS in einer Mitteilung zu ihrer Studie «Alpine Property Focus 2024». Verbier hat dabei mit Preisen von mindestens 21’500 Franken pro Quadratmeter für eine Zweitwohnung im gehobenen Segment den bisherigen Spitzenreiter Engadin/St.Moritz GR abgelöst. Dort sind Ferienwohnungen im gehobenen Segment ab 21’200 Franken pro Quadratmeter zu haben. Zermatt VS vervollständigt das Trio der teuersten Destinationen mit Quadratmeterpreisen ab 19’900 Franken.

    Die Fachleute der Zürcher Grossbank führen den Preisanstieg auf eine generell hohe Nachfrage nach Ferien in den Bergdestinationen zurück. Ausgebuchte Hotels in den Spitzenzeiten erhöhten die Zahlungsbereitschaft für die eigenen vier Wände. Das Preisniveau werde zudem von der starken Immobiliennachfrage bei schwacher Neubautätigkeit gestützt.

    In diesem Jahr gehen die Immobilienfachleute allerdings von einer Stagnation der Preise für Zweitwohnungen aus. «Derzeit spricht vieles gegen eine Fortsetzung des aktuellen Preisbooms», wird Maciej Skoczek, Immobilienökonom bei UBS CIO GWM und Hauptautor der Studie, in der Mitteilung zitiert. «Die konjunkturelle Schwächephase wird die Nachfrage nach Zweitwohnungen dämpfen. Kaufinteressenten dürften die geforderten Preise vermehrt kritisch hinterfragen.» Mittelfristig wird die Nachfrage nach Ansicht der UBS von den kaufkräftigen Angehörigen der geburtenstarken Jahrgänge und aus dem Ausland gestützt.

  • Komplexität schreckt private Bauherren ab

    Komplexität schreckt private Bauherren ab

    Aktuell wird nur noch jede zehnte neue Mietwohnung von privaten Bauherren erstellt, informiert Raiffeisen Schweiz in einer Mitteilung zur aktuellen Studie «Immobilien Schweiz 2Q24» der Bankengruppe. Damit hat sich der Anteil der von Privaten erstellen Mietwohnungen innerhalb von 20 Jahren halbiert. Die Fachleute von Raiffeisen Schweiz führen diese Entwicklung unter anderem auf die Pflicht zum verdichteten Bauen und der damit gestiegenen Komplexität von Bauprojekten zurück.

    Seit 2017 hat sich der Anteil der Mietwohnungen in Privatbesitz von 49 auf 45 Prozent verringert. «Lange verlief diese Entwicklung im Verborgenen, denn während der Tiefzinsphase füllten die institutionellen Investoren bereitwillig die Lücke, welche die Privaten hinterliessen», wird Fredy Hasenmaile, Chefökonom von Raiffeisen Schweiz, in der Mitteilung zitiert. «Erst mit dem Zinsanstieg und der schwindenden relativen Attraktivität von Immobilienanlagen drosselten die Institutionellen ihren Appetit, wodurch der bereits seit vielen Jahren ablaufende Rückzug der privaten Bauherren sichtbar wurde.»

    Nach Ansicht der Fachleute von Raiffeisen Schweiz bringt die Entwicklung des Referenzzinssatzes keine weiteren Steigerungen der Wohnkosten mit sich. Langfristig werden die Mieten allerdings dennoch weiter steigen: «Anpassungen der Preise auf das orts- und quartiersübliche Niveau bei Mieterwechseln sowie die zu marktüblichen Konditionen angebotenen Neubauwohnungen treiben die Mieten insgesamt in die Höhe», meint Hasenmaile. «Früher oder später bedeutet das steigende Wohnkosten für alle Mieterhaushalte.»

  • Baubewilligung erteilt: Spatenstich rückt näher

    Baubewilligung erteilt: Spatenstich rückt näher

    Unter dem Titel «Volle Kraft voraus dank Baubewilligung» berichtet die neueste Ausgabe des von der Aargauischen Industrie- und Handelskammer (AIHK) herausgegebenen Magazins «Impulse» vom Fortgang der Planung für das neue Haus der Wirtschaft in Aarau. Am 25. März hat die Stadt Aarau die Baubewilligung erteilt, heisst es dort. Der Weg zum neuen Haus der Wirtschaft sei somit frei und der Spatenstich rücke näher. Das neue Haus der Wirtschaft werde voraussichtlich im Frühjahr 2026 fertiggestellt sein.

    Da die Baubewilligung früher als erwartet vorliegt, konnten die Beteiligten die Planungsarbeiten vorantreiben und die Ausführungsplanung vorziehen, heisst es in dem Bericht weiter. Zurzeit laufen Ausschreibungen für die verschiedenen Arbeiten. Die Vergabeverhandlungen für die wichtigsten Aufträge sollen Anfang Juli stattfinden.

    Der Rückbau des bestehenden Gebäudes startet laut Planung dann Mitte August. Anschliessend erfolgen der Aushub und die Bohrungen für die vorgesehenen sieben Erdsonden. Anfang Oktober 2024 stehen die Rohbauarbeiten an. Im Frühjahr 2026 soll das neue Haus der Wirtschaft bezugsbereit sein.

    Für die Zeit der Bauarbeiten ziehen die Mitarbeitenden der AIHK und der Ausgleichskasse der AIHK im Juli in andere Räumlichkeiten. Noch ist offen, wohin. Gespräche über mögliche Mietobjekte in Aarau laufen, laut AIHK.

    Im neuen Haus der Wirtschaft können mit den neuen Möglichkeiten professionellere Kurse und Veranstaltungen durchgeführt werden, heisst es in einem früheren Bericht in «Impulse». Zudem stehe der Neubau für die fortschreitende Digitalisierung und Modernisierung, die beim Verband seit mehreren Jahren schon stattfinde.

  • Ein nachhaltiger Holz-Hybrid Bau mit einem «Herz aus Holz»

    Ein nachhaltiger Holz-Hybrid Bau mit einem «Herz aus Holz»

    «Ein Herz aus Holz»
    Das Projekt wird als fünfgeschossiger Sockelbau und einem Hochhaus mit einem Atrium – dem «Herz aus Holz» – realisiert. Auf den Dachflächen wie auch auf Teilbereichen der Fassade sind Photovoltaik-Module für die Stromproduktion vorgesehen. Die gesamte Wärme- und Kälteversorgung erfolgt mittels eines Anschlusses an die Fernwärme «Wärmeverbund Seetalplatz». Das Projekt strebt die Zertifizierung mit den Nachhaltigkeitslabeln SNBS Gold und Minergie-P-ECO an. Für den Holz-Hybridbau und die vorgefertigten Fassadenelemente werden ca. 1420 m3 Holz verarbeitet – v.a. Fichte und Tanne. Der Holzbau trägt dabei nicht nur zum angenehmen Innenklima bei, sondern reduziert auch die CO2-Bilanz der Erstellung des Gebäudes. Die fixfertige Vorfabrikation der Fassadenelemente aus Holz in geschützten Werkhallen stellt zudem die Qualität sicher und ermöglicht eine schnellere Fertigstellung der Gebäudehülle.

    Der Kanton Luzern verfolgt eine Vorreiterrolle bei der Umsetzung der Klimaziele, wie auch Losinger Marazzi. Die Immobilienentwicklerin und Totalunternehmung hat sich zum Ziel gesetzt, ihre CO2-Emmissionen bis ins Jahr 2030 um 30 % im Vergleich zu 2021 zu reduzieren. Dieses Ziel erreicht Losinger Marazzi indem neben einem verstärkten Fokus auf Holzbau- sowie Stadterneuerungsprojekte die Nachhaltigkeit in allen Projekten als zentrales Thema behandelt wird.

    Heute ist die kantonale Verwaltung auf über 30 verschiedenen Standorten verteilt. Durch den Neubau werden im Jahr 2026 rund 1500 Angestellte unter einem Dach zusammengeführt und somit eine zentrale Anlauf-, Auskunfts- und Beratungsstelle im neuen Stadtteil Luzern Nord erschaffen, die mit allen Verkehrsmitteln bestens erschlossen ist. Zudem werden sich in den unteren Geschossen des Gebäudekomplexes die öffentlichkeitswirksamen Dienststellen, ein Polizeiposten, Gastronomie und Läden verteilen. Eine Kita im 6. OG sowie Wohnungen in den obersten Geschossen werden zum belebenden Nutzungsmix beitragen.

  • Neustart auf dem Gelände des «Müllerbräu-Areals»

    Neustart auf dem Gelände des «Müllerbräu-Areals»

    Durch den heutigen Spatenstich beginnt die Neugestaltung des «Müllerbräu-Areals» im Herzen von Baden. Bis 2027 entsteht dort ein moderner Stadtteil, der unter dem Motto «brauen – wohnen – geniessen» steht. Neben Verkaufs- und Büroflächen werden auch 136 Wohnungen gebaut. Die traditionelle Brauerei H. Müller AG braut weiterhin Bier an diesem historischen Ort, an dem die Brautätigkeit der Badener 1897 begann.

    Mit der Erteilung der Baubewilligung im Oktober 2023 wird heute mit dem Spatenstich der sichtbare Startschuss für die Umgestaltung des 8000 Quadratmeter grossen Areals gegeben. Der neue Stadtteil neben dem Bahnhof Baden wird das gesamte Quartier aufwerten und die Stadtentwicklung positiv beeinflussen.

    Die Braukunst bleibt ein wichtiger Bestandteil der Badener Identität. Der Areal-Gestaltungsplan sieht weiterhin den beliebten Müllerbräu Biergarten vor. Ab 2027 können dort die klassischen Müllerbräu Biere sowie Spezialitäten aus der Linie «Müller Bräu Handcrafted» genossen werden, die bereits heute vom Braumeister Simon Neuhold produziert werden.

    Die vierte Generation des Familienunternehmens investiert einen beträchtlichen zweistelligen Millionenbetrag in das Neubauprojekt. Es ist möglich, dass ein Teil der Überbauung an einen Partner übergeben wird. Die Bauphase dauert etwa drei Jahre, in denen die Nachbarn regelmässig über den Fortschritt informiert werden. Die Mietwohnungen sollen voraussichtlich ab Sommer/Herbst 2026 zur Vermietung ausgeschrieben und ab Sommer 2027 bezugsbereit sein.

  • Bau von sieben Neubauten beginnt noch dieses Jahr

    Bau von sieben Neubauten beginnt noch dieses Jahr

    Der Innovationspark Zürich nimmt konkrete Formen an, wie der Betreiber in einer aktuellen Mitteilung bekannt gibt. Die erste Phase der Entwicklung, die den Bau von sieben Neubauten auf dem Vorfeld des Areals umfasst, wird noch in diesem Jahr eingeleitet. Diese Projekte wurden sorgfältig ausgewählt, nachdem sie im Rahmen eines globalen Architekturwettbewerbs aus insgesamt 28 eingereichten Vorschlägen hervorgingen.

    Die ausgewählten Projekte stammen von renommierten Architekturbüros wie E2A, Roger Boltshauser, Mulder Zonderland, TEN aus Zürich sowie Muoto aus Paris und 3XN aus Kopenhagen. Die geplante Nutzung der Gesamtgeschossfläche sieht eine Aufteilung von rund 24 Prozent auf Büro-, 8 Prozent auf Labor- und 12 Prozent auf Produktionsflächen vor, einschliesslich Bereichen für die Fertigung von Prototypen. Flexibilität steht im Mittelpunkt, mit weiteren 36 Prozent für vielfältige Nutzungen und Bereiche für Versorgung, Dienstleistungen und forschungsnahes Wohnen. Zudem sind Angebote für Gastronomie, Freizeit und Einkauf geplant.

    Der Innovationspark Zürich verfolgt dabei ein ambitioniertes Nachhaltigkeitskonzept, das wegweisend für urbane Entwicklungen sein soll. Geplante Massnahmen umfassen die Einrichtung eines Anergienetzes sowie die Installation grosser Solaranlagen auf Dächern und Fassaden, um einen reduzierten ökologischen Fussabdruck zu gewährleisten. Durch die Schaffung flexibler und modularer Gebäudetypologien strebt der Innovationspark Zürich langfristige Nutzbarkeit und Nachhaltigkeit an, unter Einbeziehung neuester Technologien.

  • Bündner Hochbauamt reicht Baugesuch für Fachhochschule ein

    Bündner Hochbauamt reicht Baugesuch für Fachhochschule ein

    Die Fachhochschule Graubünden soll am Standort Pulvermühle in Chur ein neues Fachhochschulzentrum erhalten. Das kantonale Hochbauamt hat dafür am 12. März bei der Stadt Chur das digitale Baugesuch eingereicht, genau ein Jahr nach der Annahme des Projekts durch das Bündner Stimmvolk. „Mit der Einreichung des Baugesuchs für das Fachhochschulzentrum haben wir einen weiteren wichtigen Schritt erreicht“, wird Kantonsbaumeister Andreas Kohne in einer Mitteilung der Regierung zitiert.

    Das Hochbauamt rechnet mit einem Entscheid der Stadt im Verlauf des Sommers. Bereits im Frühjahr wird mit den Abbrucharbeiten auf dem Gelände begonnen. Im Spätherbst 2024 soll der offizielle Spatenstich erfolgen. Läuft alles wie geplant, wird das Fachhochschulzentrum 2028 den Betrieb aufnehmen.

    Das Fachhochschulzentrum soll Platz für 2000 Studierende und 300 Mitarbeitende bieten. Heute unterrichtet die Fachhochschule Graubünden in neun Gebäuden an fünf Standorten. Insgesamt werden 178 Millionen Franken in das Projekt investiert.

    Der Neubau wird vom Generalplanerteam Partenaris unter Leitung des Zürcher Büros Giuliani Hönger Architekten errichtet, das 2021 den Projektwettbewerb gewonnen hat. Für den Bau soll auch einheimisches Bauholz verwendet werden. Das Holz wurde bereits in insgesamt 34 Bündner Gemeinden geschlagen und wird nun in acht Sägereien im Kanton verarbeitet.

  • Hilti Schweiz entwickelt Halterungssystem für KSB-Neubau

    Hilti Schweiz entwickelt Halterungssystem für KSB-Neubau

    Hilti Schweiz hat hat einer Medienmitteilung zufolge «in Zusammenarbeit mit dem Kantonsspital Baden (KSB) sowie den beteiligten Planern, Ingenieuren und ausführenden Unternehmen speziell für das neue Spital eine koordinierte, gewerkeübergreifende Befestigungstechnik entwickelt, mit der alle Firmen von Beginn an arbeiten konnten».

    Es steht für einen Fortschritt in der Baubranche und könnte künftig bei weiteren hochkomplexen Bauprojekten zum Einsatz kommen, die ebenfalls hohe technische Anforderungen im Hinblick auf Erdbebensicherheit und Brandschutz erfüllen müssen. «Wir erzielen nicht nur eine technisch und wirtschaftlich ausgeklügelte Lösung, sondern auch die sicherste und somit nachhaltigste», wird Marco Lüthi zitiert, Projektingenieur Spitalbau bei der in Adliswil ansässigen Schweizer Vertretung der Hilti AG aus Schaan.

    Das neue Konzept ist für den Geschossbau vorgesehen. Die Pionierleistung besteht aus einem ganzheitlichen Ansatz, heisst es. Die gemeinsame Lösung beende eine gängige Praxis, wonach jedes Unternehmen seine eigenen Befestigungen und Unterkonstruktionen gezeichnet und montiert hat. Die isolierte Vorgehensweise habe die Prozesse ineffizient gemacht.

    Durch die von Hilti entwickelte Mehrfachkonsole konnten die Gewerke Heizung, Sanitär, Lüftung, Klima und Elektro von Anfang an gemeinsam arbeiten. Das ergab 60 Prozent weniger Befestigungspunkte (Bohrlöcher) und 50 Prozent weniger Schnitte und Artikel. Durch die Vorfabrikation und den Verzicht auf separate Konsolen hätten die Gebäudetechnikbetriebe knapp 50 Prozent weniger Zeit für die Installation benötigt. Gesunken seien zudem die Einsatzzeiten von Hebebühnen, Leitern oder Gerüsten und somit das Verletzungsrisiko für die Bauarbeiter. Auch die Nachhaltigkeit konnte profitieren: Im Vergleich mit konventionellen Befestigungssystemen seien 50 Prozent CO2 eingespart worden.

    Der KSB-Neubau wird voraussichtlich 580 Millionen kosten und soll im Herbst 2024 in Betrieb gehen.

  • Neubau des Regionalgefängnisses Witzwil

    Neubau des Regionalgefängnisses Witzwil

    Die Pläne zur Erneuerung der Justizvollzugsinfrastruktur im Kanton Bern nehmen konkrete Formen an. Mit einem Gesamtbudget von 13,5 Millionen Franken, welches der Regierungsrat nun dem Grossen Rat vorgelegt hat, soll der Neubau finanziert werden. Dieser Schritt ist Teil einer umfassenden Strategie zur Modernisierung des Justizvollzugs, die durch den Masterplan des Kantons Bern vorgegeben wird.

    Für den Wettbewerb, der die bestmögliche Umsetzung des Neubauvorhabens sichern soll, sind 12 Millionen Franken eingeplant. Die Notwendigkeit dieses Neubaus ergibt sich aus dem Zustand des bisherigen Regionalgefängnisses Biel/Bienne sowie aus der Anforderung, den geschlossenen Strafvollzug adäquat zu unterstützen. Die im Vorfeld vom Grossen Rat eingeforderten Klärungen zu Haftplatzbedarf und Betriebskosten wurden zwischenzeitlich erbracht, wodurch das Projekt auf einer soliden Datenbasis steht.

    Darüber hinaus erfordert die Realisierung des Neubaus die Verlegung einiger landwirtschaftlicher Gebäude, die für den Vollzugsbetrieb in Witzwil unerlässlich sind. Um teure Zwischenlösungen zu vermeiden, wird vorgeschlagen, diese Gebäude neu zu errichten, wofür zusätzliche 1,5 Millionen Franken veranschlagt sind.

    Die Abstimmung über diese Finanzierungsvorschläge ist für die Sommersession 2024 im Grossen Rat angesetzt. Die Genehmigung dieser Kredite wird nicht nur die dringend benötigte Modernisierung der Justizvollzugseinrichtungen im Kanton Bern voranbringen, sondern auch eine effiziente und nachhaltige Lösung für die Unterbringung von Straftätern sicherstellen.

  • Neubau und Sanierung des Ausbildungszentrums Sempach

    Neubau und Sanierung des Ausbildungszentrums Sempach

    Mit Blick auf die steigenden Anforderungen im Zivilschutz sieht sich Luzern in der Verantwortung, die Infrastruktur des Ausbildungszentrums Sempach einer grundlegenden Erneuerung zu unterziehen. Das Projekt umfasst neben einer Sanierung der bestehenden Gebäude auch den Neubau von funktionalen Anlagen, um den Herausforderungen moderner Ausbildungs- und Einsatzbedingungen gerecht zu werden. Dies spiegelt die Bestrebungen wider, das Zentrum zu einem führenden Kompetenzzentrum für Bevölkerungsschutz in der Region zu entwickeln.

    Der geplante Sonderkredit soll sowohl die strukturellen Verbesserungen als auch die Implementierung nachhaltiger Energielösungen finanzieren. Damit setzt der Kanton ein starkes Zeichen für die Zukunftsfähigkeit und Nachhaltigkeit seines Bevölkerungsschutzes. Die Abstimmung im März wird zeigen, ob die Luzerner Bevölkerung bereit ist, in diese wegweisende Maßnahme zu investieren, die nicht nur die Sicherheit erhöht, sondern auch als Vorbild für nachhaltiges Bauen dienen kann.

  • Innovatives Ausbildungszentrum für den Bevölkerungsschutz Chur

    Innovatives Ausbildungszentrum für den Bevölkerungsschutz Chur

    Das neue Ausbildungszentrum in Meiersboda, gelegen in der Gemeinde Churwalden nahe Chur, markiert einen entscheidenden Schritt in der Entwicklung des Bevölkerungsschutzes in der Region. Angesichts des schlechten Zustands des bisherigen, rund 50 Jahre alten Gebäudes, hat die Regierung beschlossen, einen vollständigen Neubau zu errichten. Dieser Entschluss folgte nach eingehenden Analysen und Nachhaltigkeitsberechnungen, die einen Neubau gegenüber einer Renovierung als deutlich effizienter und kosteneffektiver auswiesen.

    Der Projektvorschlag «ZicZAC», der aus einem Wettbewerb als Sieger hervorging, sieht einen dreigeschossigen Holzbau vor, der sich nahtlos in die natürliche Umgebung einfügt. Das Design überzeugt durch seine klare Struktur, natürliche Baumaterialien und ein zentrales Atrium, das für Lichtdurchflutung und Übersichtlichkeit sorgt. Der Bau entspricht dem Minergie-P-Eco® Standard und integriert eine Photovoltaikanlage mit einer Leistung von 100 Kilowatt Peak auf dem Dach.

    Das neue Zentrum wird nicht nur als Ausbildungsstätte dienen, sondern im Notfall auch als Einsatz- und Führungsstandort für den Kantonalen Führungsstab fungieren. Es bietet optimale Bedingungen für die Ausbildung und den Einsatz des Zivilschutzes sowie der Partnerorganisationen und trägt dazu bei, die Einsatzbereitschaft und Durchhaltefähigkeit in Krisensituationen sicherzustellen.

    Die Finanzierung des Projekts wird dem Grossen Rat zur Beratung vorgelegt und im Anschluss der Bündner Stimmbevölkerung zur Genehmigung präsentiert. Bei Zustimmung beginnen die Ausführungsplanungen im Herbst 2024, mit dem Baubeginn im Frühjahr 2025 und der geplanten Inbetriebnahme im Sommer 2027. Das Projekt unterstreicht das Engagement für einen effizienten, nachhaltigen Bevölkerungsschutz und setzt neue Maßstäbe für Ausbildungsinfrastrukturen in der Region.

  • «Green Deal für Graubünden» Neubau Verkehrsstützpunkt Chur

    «Green Deal für Graubünden» Neubau Verkehrsstützpunkt Chur

    Das Siegerprojekt, benannt «FAR», wurde vom Generalplanerteam Comamala Ismail Architectes und Andreas Lütscher Baumanagement AG entwickelt. Es zeichnet sich durch sein ansprechendes architektonisches Design aus, aber auch durch seine Nachhaltigkeit und Funktionalität.

    Das Bauwerk dient als Musterbeispiel im Rahmen des «Green Deal für Graubünden» und legt neue Benchmarks für nachhaltiges Bauen fest. Es ist als Gebäude im Minergie-A-Eco Standard mit Zielsetzung Netto-Null entworfen. Das Gebäude integriert unter anderem Fotovoltaik-Module und betont energieeffiziente, umweltschonende Konstruktionsmethoden. Die Nachhaltigkeitsprinzipien gelten für den gesamten Lebenszyklus des Gebäudes, von der Entwurfsphase bis zum Rückbau.

    Der neue Standort in Chur Süd ist strategisch günstig am Autobahnananschluss der A13 gelegen. Dies ermöglicht der Kantonspolizei, rasch und effizient in der Region von Maienfeld bis Viamala zu agieren. Dank der hohen Verkehrsfrequenz in der Region um Chur bietet der Standort optimale Voraussetzungen für effektive Verkehrspolizeiarbeit.

    Die Konsolidierung der bisherigen Stützpunkte in Chur und Thusis trägt zur besseren Ressourcenverteilung und Effizienz der Polizeieinsatzmittel bei.

    Neben der Energieeffizienz legt das Projekt auch Wert auf andere Aspekte der Nachhaltigkeit wie Ressourceneffizienz, Kreislaufwirtschaft und ein angepasstes Mikroklima. Das Gebäude trägt damit zur Schonung der Umweltressourcen bei und fördert zudem die Biodiversität.

    Insgesamt stellt der geplante Verkehrsstützpunkt ein ambitioniertes Projekt dar, das in vielen Bereichen neue Massstäbe setzt – von der Konzeption über das Design bis hin zur Nachhaltigkeit und Funktionalität.

  • Neugestaltung im Herzen von Thun

    Neugestaltung im Herzen von Thun

    Das Bälliz, gelegen am südwestlichen Rand der Altstadt von Thun, birgt vier Liegenschaften im Besitz der Frutiger Pensionskasse. Diese historischen Gebäude sind trotz ihres schlechten Zustands erhaltenswert und teilweise noch vermietet. Die besondere Bedeutung des Gebietes Bälliz spiegelt sich in seiner Aufnahme ins Bundesinventar ISOS wider, welches es als ein Ortsbild von nationaler Relevanz kennzeichnet. Demzufolge muss seine charakteristische Struktur weitestgehend bewahrt werden.

    Vorherige Herausforderungen
    Eine 2015 durchgeführte Machbarkeitsstudie stiess auf Ablehnung von verschiedenen eidgenössischen Kommissionen. Vor allem ein fünfgeschossiger Neubau war umstritten. Als Reaktion darauf wurde ein Workshop organisiert, um neue Richtlinien für die Entwicklung des Gebietes zu definieren und einen Projektwettbewerb vorzubereiten.

    Ein Siegerkonzept tritt hervor
    Im Rahmen eines Studienauftrags 2022 wurden mehrere Entwürfe eingereicht. Das Team von Baumann Lukas Architektur überzeugte das Beurteilungsgremium mit einem Entwurf, der städtische und atmosphärische Aspekte ideal miteinander verband. Dieser Entwurf würdigt die historische Struktur der Region und zeigt eine Respektierung der typischen Riemenparzellierung. Er integriert Haupthäuser und Nebengebäude auf eine Weise, die der Bedeutung des Ortes entspricht. Das Erdgeschoss wird weiterhin für das Publikum zugängliche Nutzungsbereiche bieten, während die oberen Etagen überwiegend Wohnungen enthalten werden.

    Vielfalt gegen Eintönigkeit
    Der Entwurf von Baumann Lukas Architektur hebt sich durch seine Diversität ab. Das Design nimmt Bezug auf die charakteristischen Strukturen des Mittelalters und sieht innovative Entwicklungen vor, wie den öffentlichen «Gässlihof», der seine Authentizität durch die Erhaltung eines historischen Bauwerks bewahrt. Im Gegensatz dazu waren andere eingereichte Entwürfe in ihren Vorschlägen nicht so differenziert und konnten das Beurteilungsgremium nicht in gleichem Masse überzeugen.

  • Start für Neubau-Projekte am Flughafen Zürich

    Start für Neubau-Projekte am Flughafen Zürich

    Das aktuelle Dock A, das seit 1985 in Betrieb ist, sowie der angrenzende Kontrollturm, haben nach mehr als 35 Jahren ihre Lebensdauer überschritten. Sie genügen modernen Anforderungen an Funktionalität und Nachhaltigkeit nicht mehr. Nach einer umfassenden Standortbewertung hat sich das BAZL entschieden, ein neues Dock nördlich des bestehenden Standorts zu errichten, um diese Defizite zu beheben.

    Koordination und Struktur der Bauvorhaben
    Um die Bauarbeiten effizient zu koordinieren, wurde das Programm «Entwicklung Flughafenkopf» ins Leben gerufen. Dieses Programm beinhaltet neben dem Hauptprojekt des Docks A auch den Neubau des Kontrollturms sowie mehrere Teilprojekte. Der Neubau des Docks A wird in das Terminal integriert, während der neue Tower östlich des aktuellen Standorts positioniert wird.

    Planungs- und Genehmigungsprozess
    Das Plangenehmigungsgesuch umfasst die funktionale und betriebliche Nutzung des neuen Docks sowie die notwendigen Rückbauten am alten Standort. Ein Umweltverträglichkeitsbericht wurde erstellt, um die Umweltauswirkungen des Bauvorhabens zu dokumentieren. Es ist zu betonen, dass die Neubauprojekte keine Anpassungen des Betriebsreglements erfordern, da sie den Luftverkehr nicht beeinflussen.

    Öffentliche Einbindung und Entscheidungsprozess
    Vom 16. November bis 15. Dezember 2023 werden die Pläne öffentlich ausgelegt und sind auf der Webseite des BAZL einsehbar. Zusätzlich bietet die Flughafen Zürich AG auf der Zuschauerterrasse des Docks B eine Visualisierung der Projekte an, um eine bessere Verständlichkeit zu gewährleisten. Nach der öffentlichen Konsultation wird das BAZL die eingegangenen Stellungnahmen bewerten und das UVEK letztlich über das Bauvorhaben entscheiden.

    Dieser strategische Ausbau des Flughafens Zürich unterstreicht das Bestreben, eine moderne, nachhaltige und funktionale Flughafeninfrastruktur zu fördern, die den Anforderungen des 21. Jahrhunderts gerecht wird.

  • Dietikon legt Pläne für das neue Quartier Niderfeld öffentlich auf

    Dietikon legt Pläne für das neue Quartier Niderfeld öffentlich auf

    Die Stadt Dietikon startet die öffentliche Auflage der Planungsinstrumente für die Gebietsentwicklung Niderfeld. Die Unterlagen des öffentlichen Gestaltungsplans inklusive Umweltverträglichkeitsbericht und der Teilrevision der Bau- und Zonenordnung werden laut Medienmitteilung vom 9. November 2023 bis 19. Januar 2024 zusammen mit dem Gestaltungsleitbild aufgelegt. Am 8. November wurden sie an einem öffentlichen Informationsanlass im Gemeinderatssaal des Stadthauses präsentiert.

    Dazu heisst es in der Mitteilung der Stadt Dietikon, im Zentrum des Quartiers liege der grosse Park. Im Norden und Westen entstehe ein Wohngebiet. Südlich des Parks ist das Mischgebiet mit Gewerbe und Dienstleistungsanbietern. Östlich des Parks entstehen eine neue Schule, Sportanlagen und eine Dreifachturnhalle. Am westlichen Rand des Niderfelds liegt das Arbeitsplatzgebiet. Die Limmattalbahn erschliesse das Gebiet mit zwei Haltestellen. Das Arbeitsgebiet werde durch ein eigenständiges Strassennetz erschlossen, damit das Wohngebiet vom Schwerverkehr befreit bleibt und kein Durchgangsverkehr entsteht.

    Das Niderfeld ist mit rund 40 Hektaren Dietikons letzte grosse Siedlungsreserve, heisst es von der Stadt Dietikon. Es werde dereinst etwa 3700 Menschen Wohnraum bieten und Platz für etwa 2700 Arbeitsplätze haben.

  • Kantonale Liegenschaften in Riehen gewinnen Nachhaltigkeitspreis

    Kantonale Liegenschaften in Riehen gewinnen Nachhaltigkeitspreis

    Die Liegenschaften des Kantons Basel-Stadt am Hirtenweg 16 bis 28 in Riehen haben den diesjährigen internationalen Preis für nachhaltige Architektur gewonnen, informiert das kantonale Finanzdepartement in einer Mitteilung. Mit dem Preis zeichnen die Fakultät für Architektur der Universität Ferrara und das Baustoffunternehmen Fassa Bortolo jedes Jahr Projekte aus, „die sich auf die Bedürfnisse der Menschen ausrichten und eine Vorbildfunktion im schonenden Umgang mit natürlichen Ressourcen einnehmen“, heisst es dort weiter. Die kantonalen Liegenschaften haben sich im diesjährigen Wettbewerb gegen zahlreiche weitere Projekte aus aller Welt durchgesetzt.

    Die international zusammengesetzte Jury wurde dabei vor allem durch zwei Aspekte der Liegenschaften in Riehen überzeugt. Dies war zum einen die sozialverträgliche Verdichtung von Wohnraum. Von den fünf bereits auf der Parzelle befindlichen Gebäuden hat der Kanton drei saniert. Die übrigen beiden wurden abgerissen und durch drei Neubauten ersetzt. Dadurch konnte die Anzahl der Wohnungen von 32 auf 63 fast verdoppelt werden.

    Zum anderen gab die ressourcenschonende Massivholzbauweise im von Projektteam Harry Gugger Studio AG, Erne AG Holzbau und Fontana Landschaftsarchitektur realisierten Projekt den Ausschlag. Dabei wurden die Holzmodule in einer Produktionshalle vorgefertigt und dann innerhalb kürzester Zeit vor Ort montiert. Während der gesamten Bauarbeiten konnten die Bewohnenden der Liegenschaften zudem vor Ort bleiben. Bewohnende der rückgebauten Gebäude zogen vor dem Abriss ihres alten Hauses in einen bereits fertiggestellten Neubau um.

  • Willkommen in der Zukunft der Bildung im Fachhochschulzentrum Chur

    Willkommen in der Zukunft der Bildung im Fachhochschulzentrum Chur

    Städtebau und Freiräume
    Das neue Fachhochschulzentrum in unmittelbarer Nähe zu bestehenden Gebäuden und Industrieanlagen steht vor einer umfassenden Neugestaltung. Kernstück des städtebaulichen Konzepts ist ein U-förmiger, viergeschossiger Neubau, der als Ergänzung zum bereits bestehenden Hauptgebäude dient. Dieser Neubau wird eine zentrale Eingangshalle haben und soll eine klare, eindeutige Hauptadresse für das Fachhochschulzentrum schaffen.

    Ein grosszügiger Campusplatz entsteht zwischen dem Neubau und dem bestehenden Schaltgebäude, der als zentrales «Gesicht» der Fachhochschule fungieren wird. Dieser Platz soll nicht nur als Treffpunkt und «Bühne» für die Hochschulgemeinschaft dienen, sondern auch den neugenutzten Bestand und den gegenüberliegenden Landschaftsraum miteinbeziehen.

    Die Zugänglichkeit des neuen Zentrums wird durch ein feinmaschiges Fusswegnetz und einen regionalen Radweg gewährleistet. Zudem ist die Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel sichergestellt. Die Freiräume des Projekts werden unterschiedlich gestaltet: Während die Bereiche zum bestehenden Gebäude eine landschaftliche Prägung erhalten, werden die Freiräume zum Neubau urban konzipiert. Dadurch soll das Fachhochschulzentrum nahtlos in das Quartier integriert werden und sowohl für Studierende als auch für die Öffentlichkeit attraktiv sein.

    Flexibilität und Interdisziplinarität
    Der geplante Neubau des Fachhochschulzentrums präsentiert sich als architektonisches Meisterwerk mit einer dreiteiligen Gliederung in Ost-West-Richtung. Diese Struktur spiegelt die des bestehenden Fachhochschulgebäudes wider und schafft eine harmonische Verbindung zwischen Alt und Neu. Die beiden Seitenflügel des Neubaus sind mit atriumartigen Lichthöfen ausgestattet, die als Zentren für die horizontale Erschliessung dienen. Diese Lichthöfe sind nicht nur architektonische Highlights, sondern auch funktionale Elemente, die alle Ebenen und Decks mit Lounges, Studierendenarbeitsplätzen, Gruppen- und Sitzungsräumen bis ins 1. Untergeschoss verbinden.

    Die zentrale Eingangshalle dient als Herzstück des Gebäudes und bietet vielfältige Nutzungsmöglichkeiten. Sie fungiert als Empfangsbereich und bietet Zugang zu grossen Multifunktionsräumen und zur Mensa. Diese Flexibilität ermöglicht es, den Raum auch als Foyer für externe Veranstaltungen oder als Ausstellungsfläche zu nutzen.

    Die Tiefen der Gebäudeflügel sind so konzipiert, dass sie eine flexible Anordnung der Räume ermöglichen. Dies fördert den interdisziplinären Austausch und bietet die Möglichkeit für zukünftige räumliche Anpassungen. Die Bibliothek, strategisch am Campusplatz positioniert, dient als Schnittstelle zur Öffentlichkeit und bietet zahlreiche Arbeitsplätze für Studierende.

    Ein besonderes Augenmerk wurde auf die Sicherheit gelegt. In beiden Flügeln sind jeweils zwei Erschliessungskerne so angeordnet, dass alle Flucht- und Rettungswege zugänglich sind. Die Treppen sind so gestaltet, dass sie eine einfache Orientierung im Gebäude ermöglichen und gleichzeitig als soziale Treffpunkte dienen.

    Insgesamt stellt der Neubau eine meisterhafte Kombination aus Funktionalität, Flexibilität und ästhetischer Eleganz dar, die den Bedürfnissen einer modernen Bildungseinrichtung mehr als gerecht wird.

    Nachhaltigkeit und Flexibilität
    Der Neubau des Fachhochschulzentrums setzt auf ein durchdachtes Tragwerkkonzept, das Nachhaltigkeit und Effizienz in den Vordergrund stellt. Das Gebäude ist als Hybridbau konzipiert, wobei Materialien gezielt dort eingesetzt werden, wo sie am effizientesten und nachhaltigsten sind. Das Grundraster des Gebäudes, ermöglicht eine hohe Nutzungsflexibilität. Die Untergeschosse sind in Recyclingbeton ausgeführt, was nicht nur ökologisch sinnvoll, sondern auch strukturell effizient ist. Ab dem Erdgeschoss wird ein Skelettbau aus Holz und Beton verwendet, der die Vorteile beider Materialien optimal kombiniert.

    Die architektonische Gestaltung des Neubaus ist weniger durch einzelne Funktionen als durch die konstruktiven Elemente geprägt. Die Fassaden sind aus vorgefertigten Holzelementen hergestellt und integrieren Fenster, Brüstungen sowie Photovoltaik- Vordächer als Sonnen- und Witterungsschutz. Diese Elemente sind nicht nur funktional, sondern tragen auch zur ästhetischen Qualität des Gebäudes bei.

    Im Inneren des Gebäudes sind Tragwerk und Haustechnik bewusst einander gegenübergestellt, um den architektonischen Charakter zu prägen. Die Lichthöfe spielen eine besondere Rolle. Sie sind durch Fachwerk und konstruktive Elemente wie Druckstäbe und Zugstützen charakterisiert, die sowohl funktional als auch didaktisch sind. Diese Elemente veranschaulichen das Potenzial des Tragwerks und sind integraler Bestandteil der Raumgestaltung.

    Die Eingangshalle und das Foyer sind durch Betonrahmen und seitliche Oberlichter strukturiert, die den Raum rhythmisieren und das Hängen des Lichthofs symbolisieren. Die Deckenuntersichten der Räume sind durch Betonträger, Holzbalkendecken und Beleuchtungsbänder bestimmt, die eine hohe gestalterische Qualität aufweisen.

    Insgesamt stellt der Neubau eine gelungene Symbiose aus nachhaltigen Materialien, innovativen Konstruktionsmethoden und ästhetischer Gestaltung dar. Er vereint Funktionalität mit gestalterischer Qualität und setzt neue Massstäbe in der Architektur von Bildungseinrichtungen.

    Integration bestehender Gebäude in den Campus
    Im Kontext der Campusentwicklung des Fachhochschulzentrums werden neben dem Neubau mittelfristig auch bestehende Gebäude modernisiert. Das heutige Hauptgebäude, bekannt für seine Kupferfassade, bleibt in seiner Grundausrichtung und Funktion erhalten. Zu den Hauptveränderungen gehören eine westliche Öffnung zum angrenzenden Park und die Umgestaltung der bisherigen Bibliotheks- und Mensaflächen. Energetische Optimierungen und die Installation einer neuen Lüftungsanlage in der Fassade ermöglichen die Erfüllung des Minergie-Standards für nachhaltiges Bauen.

    Am westlichen Rand des Campus befindet sich ein denkmalgeschütztes ehemaliges Schaltgebäude der Elektrizitätswerke Zürich, inklusive Wohnhaus und Trafoturm. Dieses Gebäude wird zu Gunsten der Studierenden und Mitarbeitenden umgestaltet. Aufgrund des Denkmalschutzes sind nur minimale Änderungen an der äusseren Hülle und der Struktur zulässig. Für die kreative Nutzung des Trafoturms werden noch innovative Ideen gesucht.

  • Neue Berufe durch Kreislaufwirtschaft?

    Neue Berufe durch Kreislaufwirtschaft?

    Prof. Dr. Stephen Wittkopf, wie findet man eine Wohnung, die nach den Prinzipien der Kreislaufwirtschaft gebaut ist? Das wäre im Moment sehr schwierig. In der Schweiz gibt es erst einige wenige Wohnhäuser, die nach den Prinzipien der Kreislaufwirtschaft gebaut wurden, in Winterthur zum Beispiel. In der Industrie und bei Bürogebäuden ist man schon etwas weiter.

    Die Idee des Wiederverwendens ist sehr einleuchtend. Warum wird sie nur zögerlich umgesetzt? Weil sich nicht alles, was heute verbaut ist, für die Wiederverwendung eignet. In vielen Gebäuden gibt es so genannte Verbundmaterialien. Das heisst, verschiedene Materialien wie Beton, Holz oder Stahl wurden verklebt. Die kann man nicht einfach trennen. Dadurch entsteht enorm viel Bauschutt. Von all dem Material, das in die Schweiz importiert wird, also Kleider, Computer, Nahrungsmittel und sonstige Gebrauchsgegenstände, ist der weitaus grösste Teil für den Bausektor bestimmt. Das heisst, für Strassen, Brücken und Gebäude. Das ist alles enorm gewichtsintensiv. In der Baubranche besteht deshalb eindeutig am meisten Potential um Material und Energie durch Wiederverwendung einzusparen.

    Geht es in der Kreislaufwirtschaft nur um das Wiederverwenden, oder auch um das Umbauen oder Weiterbauen? Der Begriff der Kreislaufwirtschaft lässt sich tatsächlich so weit fassen, dass er jegliche Wiederverwendung einschliesst. Die Frage, wie man bestehende Gebäude erhalten und umnutzen kann, ist die erste Ebene der Kreislaufwirtschaft. Die zweite Ebene ist die Wiederverwendung von Bauteilen und auf der dritten Ebene geht es um das Rezyklieren und die Wiederaufbereitung von Material.

    Wie müssten Neubauten gestaltet werden, damit die Komponenten Jahrzehnte später wiederverwendet werden können? Die Materialien müssen trennbar und die Bauteile reparierbar sein. Das bedeutet, dass möglichst reine Materialien zentral sind, die nicht zusammenklebt werden, sondern mit Stecken und Schrauben für Stabilität sorgen. Reparierbarkeit ist für die Langlebigkeit der einzelnen Bauteile wichtig. Es darf nicht sein, dass man ein ganzes Fenster wegwerfen muss, nur weil der Fenstergriff nicht mehr funktioniert. Und zuletzt ist eine akribische Dokumentation wichtig, damit später nachvollziehbar ist, welche Materialien sich wo befinden. Im Moment wird das noch nicht genügend festgehalten.

    Bauteile werden kontinuierlich weiterentwickelt; meine Grossmutter hatte Vorfenster, die man abnehmen konnte, heute gibt es Dreifachverglasung. Ist da eine Wiederverwendung in 50 Jahren überhaupt realistisch? Viele Produkte sind heute so gut, dass eine spürbare Verbesserung nur mit deutlich grösserem Aufwand erreicht wird. Und man muss Bauteile ja auch nicht eins zu eines wiederverwenden. Bei Fenstern gibt es ein schönes Beispiel aus dem Kanton Zürich: Ältere, doppelt verglaste Fenster wurden mit einer dritten Verglasung ergänzt; dadurch konnten die so verbesserten Fenster in einem neuen Gebäude wiederverwendet werden.

    Das klingt, als ob die Wiederverwendung von Materialien die Arbeit für Architektinnen und Architekten komplett umstellt. Ja, das bedingt einen radikalen Wandel. Die Arbeit der Architektinnen beginnt nicht mehr auf der grünen Wiese. Sie müssen vorhandene Materialien und die Verfügbarkeit von Produkten in ihr Konzept einbauen. Doch dieser Paradigmenwechsel muss nicht zum gestalterischen oder wirtschaftlichen Hindernis werden; er kann zu einer neuen Formensprache führen.

    Also muss auch die Bauherrschaft im Boot sein. Genau, sie spielt eine mindestens genauso wichtige Rolle. Die Bauherrschaft kann den Auftrag anders gestalten, und beispielsweise vorgeben, dass nur Gebrauchtmaterialien gesucht werden und auf dieser Grundlage geplant werden soll. Es wird sicherlich ein komplexes Puzzle – aber andere Branchen arbeiten auch mit komplexen und flexiblen Lieferketten. Die Bauwirtschaft hinkt da hinterher.

    Wie sieht es punkto Wirtschaftlichkeit aus? Kann Kreislaufwirtschaft im Bau rentabel sein? Das kann sie, aber nicht ohne Aufwand und nicht von heute auf morgen. Es braucht neue Geschäftsmodelle aber auch finanzielle Förderung, da es sich aktuell um einen Nischenmarkt handelt. Ich bin jedoch fest davon überzeugt, dass sich das ändern wird.

    Und wie könnten die neuen Geschäftsmodelle aussehen? Vielleicht mieten wir irgendwann wiederverwertbare Materialen – also Fenster, Türen, Holz oder Beton – anstatt sie zu kaufen. Oder wir konzipieren ein neues Gebäude von Anfang an als Materiallager für spätere Bauten. Das ergibt eine ganz neue Berechnungsgrundlage, weil die Materialkosten nicht gesamthaft amortisieren werden müssen. Die Materialien könnten an Materialbörsen gehandelt werden – das wird in anderen Ländern wie Dänemark übrigens schon gemacht. Vielleicht entstehen dadurch sogar neue Berufe, wie zum Beispiel Bauteiljäger.

    Das klingt spannend. Es verändert also die gesamte Konzeption von Neubauten? Eindeutig. Wird die Zukunft eines Gebäudes mitgedacht, wird es so gebaut, dass es mit möglichst geringem Aufwand umgenutzt werden kann. Die Gesellschaft verändert sich, und mit ihr die Bedürfnisse für Wohnraum. Ein Quartier, das einst für Familien konzipiert wurde, passt Jahrzehnte später eventuell nicht mehr für die Bedürfnisse der mittlerweile alten Generation. Können die Familienwohnungen mit relativ geringem Aufwand in kleinere umgebaut werden, spart man Geld, Material und Energie.

    In welchen Bereichen der Baubranche würden Sie die Schweiz als fortschrittlich bezeichnen? Die Schweiz ist bei der Wiederverwendung von Beton schon recht weit. Heute wird Naturstein oder Kies durch aufbereiteten Bauschutt ersetzt, der ansonsten auf der Deponie landen würde. Nebst Wiederverwendung bringt das den Vorteil, dass Deponiegebühren eingespart werden. Bei grossen Neubauprojekten werden die Baukonzepte zudem immer flexibler. Generell beobachte ich bei den Bauherrschaften ein wachsendes Interesse für Kreislaufwirtschaft. In der Schweiz hat der Kanton Zürich eine Vorreiterrolle. Und wir als Hochschule forschen natürlich zum Thema und haben den Auftrag, eine junge Generation für das Thema zu sensibilisieren, indem wir in unseren Aus- und Weiterbildungen gebrauchten Materialien einen hohen Stellenwert einräumen.

  • Implenia gewinnt in Deutschland und der Schweiz Hochbauaufträge im Gesamtwert von mehr als CHF 170 Mio

    Implenia gewinnt in Deutschland und der Schweiz Hochbauaufträge im Gesamtwert von mehr als CHF 170 Mio

    Implenia erhielt vom Bayerischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst den Auftrag, als Totalunternehmer ein neues Proben- und Werkstättenzentrum (PWZ) für das Bayerische Staatsschauspiel in München zu planen und betriebsfertig zu errichten. Nach der Erstaufnahmeeinrichtung Regensburg und der Staatlichen Wohnanlage Regensburg ist es bereits das dritte Projekt, das Implenia als Totalunternehmer für den Freistaat Bayern als Bauherrn, vertreten durch das Staatliche Bauamt Regensburg realisiert. Die Planung begann im März, Baustart ist im Juni. Die Übergabe an den Bauherren soll im Dezember 2026 erfolgen. Das Auftragsvolumen für Implenia beträgt mehr als EUR 140 Mio..

    Zu den vereinbarten Leistungen gehören Planung und Neubau des PWZ von der Baugrube für das 93 Meter lange und 86 Meter breite, L-förmige Gebäude über die Innenausstattung inklusive Haustechnik, Fördertechnik und Bühnentechnik für drei Probebühnen, bis hin zur Werkstattausstattung und Kantineneinrichtung. Zudem umfasst der Auftrag die Gestaltung der Aussenanlagen inklusive Betriebshof mit Anfahrzonen, Anlieferung und Aufstellflächen für LKWs und Container, eine Tiefgarage sowie die begrünte Aussenanlage.

    Bei dem technisch anspruchsvollen Projekt werden unter anderem grosse, frei überspannte Räume für die Probebühnen geschaffen, die als Stahl-Verbundkonstruktion an den Brückenbau erinnern. Eine schalltechnisch hochwirksame Gebäudetrennfuge wird den Probetrakt vor Geräuschen und Erschütterungen aus dem Werkstättentrakt schützen. Weitere spezielle Schallschutzvorrichtungen ermöglichen die parallele Bespielung der Probebühnen. Für die Spezialgewerke Bühnentechnik und Werkstatttechnik konnte Implenia die besten Planer gewinnen.

    Partnerschaftlicher und integrierter Ansatz überzeugte schon in Angebotsphase
    Implenia überzeugte schon in der Angebotsphase mit einem partnerschaftlichen Ansatz und einem Team aus hochqualifizierten internen und externen Spezialisten, die Lösungen für die komplexen technischen Anforderungen des Projekts boten. In der Umsetzung wird Implenia das Team steuern und zusammen mit eigenen Fachplanern die Eingabe- sowie die Ausführungsplanung sowie den betriebsfertigen Neubau realisieren.

    Als integrierter Bau- und Immobiliendienstleister wird Implenia einen grossen Teil der Leistungen divisionsübergreifend selbst erbringen: Der Spezialtiefbau ist für die Baugrube verantwortlich. Für den Rohbau wird Spezialwissen des Bereichs Ingenieurbau beigezogen. Für eine reibungslose, sichere und nachhaltige Organisation der Baustelle sorgt die zur Implenia Gruppe gehörende BCL Building Construction Logistics. Der Bereich Fassadentechnik trägt mit seiner Expertise zur Ausführung der Gebäudehülle aus dunkelgrauen Wellfaserplatten, Betonfertigteilen und Aluminiumfenster-Elementen mit Raffstoren bei.

    Digitalisierung und Tools zur Effizienzsteigerung
    Für den Neubau wurde ein BIM-Modell aufgesetzt, an dem alle Planerinnen und Planer arbeiten. Damit ist der Planungsstand jederzeit transparent und kann flexibel angepasst werden. Das BIM-Modell wird auch in der Ausführung genutzt, zum Beispiel für die Abstimmung der verschiedenen Gewerke. Zudem ist vorgesehen, das Modell auch für Bauablaufsimulationen, zur Mengenermittlung und zur Ausschreibung der Ausbaugewerke zu verwenden. Lean Construction Methoden und Tools werden eingesetzt, um die Bauabläufe zu optimieren, die Materialströme zu steuern und die Gewerke exakt aufeinander abzustimmen. Das ermöglicht einen kontinuierlichen und gleichmässigen Bauprozess.

    Hohe Anforderungen an die Nachhaltigkeit
    Sowohl dem Auftraggeber als auch Implenia sind ein nachhaltiger Neubau und Betrieb wichtig. Entsprechend wird das Gebäude gemäss Gebäudeenergiegesetz (GEG § 10) ausgeführt, sämtliches Material entspricht dem Anforderungskatalog «Schadstoffarmes Bauen» (QN 3) der Landesbaudirektion Bayern und die technischen Anlagen werden für nachhaltigen und umweltschonenden Betrieb ausgelegt.

    Besenrain- und Katzenbachstrasse Zürich – nachhaltige Wohnersatzneubauten
    In der Schweiz wurde Implenia von Bauherrin Swiss Life Asset Management AG als Totalunternehmer mit dem Ersatzneubau «Besenrain-/Morgentalstrasse» in Zürich Wollishofen beauftragt. Es handelt sich um ein Projekt mit 36 Mietwohnungen und 22 Tiefgaragenplätzen, das in Massivbauweise erstellt wird. Die Bauarbeiten starteten im März mit einer Schadstoffsanierung, die Übergabe ist für Ende November 2024 geplant. Für den Neubau wird eine SNBS Platin-Zertifizierung angestrebt.

    Ausserdem erhielt Implenia von der Pensionskasse SBB den Zuschlag für einen Ersatzneubau an der Katzenbachstrasse in Zürich-Seebach. Implenia wird auch dieses Projekt als Totalunternehmer ausführen. Im Rahmen des Neubaus entstehen 30 hochwertige Mietwohnungen mit hinterlüfteter Holzfassade auf drei Geschossen und 18 Tiefgaragenplätze. Die Bauarbeiten haben bereits im Februar mit einer Schadstoffsanierung begonnen, die durch den Bereich Baumeister durchgeführt wurde. Die Fertigstellung ist für Februar 2025 geplant. Die Wohnungen werden im Minergie ECO Standard erstellt.

    Durch diese beiden Aufträge trägt Implenia mit seiner umfassenden Kompetenz weiter zur nachhaltigen Erneuerung des Schweizer Immobilienbestands bei. Der Totalwert beider Aufträge beträgt über CHF 30 Mio..

    Die drei Probebühnen für die Häuser des Bayerischen Staatsschauspiels sowie die Werkstätten werden Ende 2026 in Betrieb gehen (Bild: © Dömges Architekten AG, Regensburg).
    Ersatzneubau Wohnquartier Katzenbach mit 30 Wohnungen in Zürich-Seebach (Bild: © Think Architecture AG).

    Kontakt für Medien:
    Corporate Communications, T +41 58 474 74 77, communication@implenia.com

    Kontakt für Investoren und Analysten:
    Investor Relations, T +41 58 474 35 04, ir@implenia.com

    Investoren-Agenda:
    16. August 2023: Halbjahresergebnis 2023, Analysten- und Medienkonferenz

  • Storz Medical erweitert Firmenzentrale um zwei neue Gebäude

    Storz Medical erweitert Firmenzentrale um zwei neue Gebäude

    Storz Medical hat am 21. April den Spatenstich für zwei neue Gebäude am Firmenhauptsitz in Tägerwilen gesetzt. Der Hersteller von Geräten für die Stosswellentherapie befindet sich auf Wachstumskurs. Deshalb benötigt er ein neues Lager und ein neues Verwaltungsgebäude, heisst es in einer Medienmitteilung.

    Demnach entsteht auf einer Bruttogeschossfläche von 3848 Quadratmetern eine Lagerkapazität von 30’000 Kubikmetern. Das Bürogebäude wird 2390 Quadratmeter gross und dreistöckig sein, so wie der Bestandsbau. Beide Neubauten erhalten einen „äusserst gehobenen Standard mit einer ästhetisch hochwertigen Architektur in einer zeitlosen Ausführung“. So wird die Fassade des Bürogebäudes vollständig aus Glas sein.

    Die Entwürfe stammen vom Architekturbüro Günter Hermann Architekten aus Stuttgart. Die Umsetzung erfolgt durch das Totalunternehmen Methabau aus Amriswil TG.

    Geplant ist ausserdem eine Wärmepumpe, die im Sommer auch die Büros kühlen kann. Eine neue Photovoltaikanlage soll die bereits vorhandenen 648 Solarmodule um weitere 1600 ergänzen. Pro Jahr soll die Anlage 1000 Megawattstunden Strom erzeugen. Davon werden voraussichtlich 700‘000 Kilowattstunden ins lokale Netz eingespeist.

    Infolgedessen stellt Storz Medical zufolge Strom für mindestens 155 Haushalte zur Verfügung und „dürfte damit zu den grössten privaten Produzenten nachhaltiger Energie im Kanton Thurgau gehören“, heisst es in der Medienmitteilung.

    Storz Medical produziert und vertreibt medizinische Geräte zur Stosswellentherapie in mehr als 130 Länder. Die Geräte kommen den Bereichen Orthopädie, Urologie, Dermatologie, Neurologie, Kardiologie und Veterinärmedizin zum Einsatz, beispielsweise um Nierensteine zu zertrümmern. Das Unternehmen beschäftigt weltweit 259 Mitarbeitende, darunter 176 am Standort Tägerwilen.

  • Neue Drehscheibe der Energiebranche im Verkehrshaus Luzern

    Neue Drehscheibe der Energiebranche im Verkehrshaus Luzern

    Im Verkehrshaus Luzern ist mit dem «House of Energy» eine neue, langfristige Plattform rund um das Thema Energie entstanden. Nicht nur Verkehr und Mobilität sind mit Energie verbunden – für jede Art der Fortbewegung ist Energie vonnöten. Aber auch rund um das Brennthema Klimawandel spielt sie eine tragende Rolle: Allein der Verkehr in der Schweiz verursacht mehr als einen Drittel des CO2-Ausstosses.

    Die komplexen Zusammenhänge erschliessen sich vielen Menschen noch nicht. Dies will das Verkehrshaus mit der neuen Ausstellung ändern. Auf einer Fläche von 600 Quadratmetern sollen die Zusammenhänge und deren Auswirkungen auf die Gesellschaft aufgezeigt werden: Wie agieren Wohnen und Mobilität miteinander? Wie könnten innovative Lösungen und die Energiezukunft der Schweiz im Jahr 2050 aussehen? Besucherinner und Besucher können hier Exponate und interaktive Attraktionen besichtigen, die die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der Energie aufzeigen und erlebbar machen. Des Weiteren sind ab 2023 verschiedene Konferenzen und Events zum Thema Energie geplant.

    Das von Gigon Guyer Architekten aus Zürich eigens dafür gebaute Gebäude anstelle der ehemaligen Halle «Schienenverkehr 1» wurde mit energietechnischen Ausstattungen der neusten Generation konzipiert: Minergie P ist Standard, die Energiezentrale läuft via Wassernutzung, und auf dem Dach sowie auf der Fassade wurden Photovoltaikanlagen installiert. Dank dieser Energiezentrale soll das gesamte Verkehrshaus künftig grösstenteils mit erneuerbarer Energie betrieben werden können. Bei der Realisierung des Projekts arbeitete das Verkehrshaus mit Partnern aus Politik, Verwaltung, Wissenschaft und Wirtschaft zusammen. Das «House of Energy» soll als Bildungsort für Schulen und Hochschulen sowie als Experimentierlabor und Innovationsstandort für das Initiieren und Begleiten von Aktivitäten und Projekten im Rahmen der nachhaltigen Mobilität dienen.

    Das Verkehrshaus der Schweiz in Luzern versteht sich mit seinen starken Besucherzahlen von 500’000 bis 600’000 Personen pro Jahr im Museum als Partner im Transformationsprozess hin zur angepeilten Netto-Null-Klimaneutralität im Jahr 2050. Mit der neuen Energieplattform sollen das Interesse und die Auseinandersetzung mit den Themen Energie und Mobilität mit Schwerpunkt Schweiz gefördert werden. Die Ziele umfassen die Wissensvermittlung, das Schaffen eines starken Bezugs zum Alltag der Besuchenden sowie die transparente Darstellung der Herausforderungen samt der möglichen Lösungsansätze und die Kommunikation in Bezug auf Schulen und die Berufswelt. Die interaktive Ausstellung wird im April 2023 eröffnet der Neubau und hat ohne Energiezentrale und Mieterausbau rund 37,8 Millionen Franken gekostet.

  • Wohnraumneubau hinkt dem Bevölkerungswachstum hinterher

    Wohnraumneubau hinkt dem Bevölkerungswachstum hinterher

    Schweizweit entsteht rund ein Viertel weniger neuer Wohnraum als vor einigen Jahren. Im Hinblick auf die steigende Bevölkerung drohe eine Unterversorgung mit dringend benötigtem Wohnungsneubau, heisst es in einer Medienmitteilung der Zürcher Kantonalbank (ZKB) zur neuen Studie ihres Immobilienresearch.

    Als Gründe für die nachlassende Bautätigkeit nennt die Studie eine rückläufige Zahl an Baugesuchen. Vom Baugesuch bis zur Bewilligung dauere es im Landesschnitt 140 Tage, das entspreche einer Steigerung von 67 Prozent gegenüber 2010. Am längsten warten Bauwillige in dicht besiedelten Regionen. So wird die Zeitspanne für den Kanton Zürich mit fast 200 Tagen angegeben, dies entspreche einer Steigerung um 136 Prozent gegenüber dem Vergleichsjahr und einer Wartezeit von knapp einem Jahr. Negativer Spitzenreiter sei der Kanton Genf, wo bis zur Bewilligung eines Wohnbauprojekts 500 Tage vergehen.

    Weiter erschweren hohe bauliche Auflagen die zügige Schaffung von neuem Wohnraum. Auch Rekurse tragen zur Abschwächung im Neubausektor bei. Der Immobilienresearch stützt sich auf eine Untersuchung tatsächlich realisierter Wohnungsneubauprojekte, wonach 2010 jedes zehnte bewilligte Wohnraumprojekt nicht umgesetzt wurde und dem Mietwohnungsmarkt 4000 Wohnungen pro Jahr fehlen.

    Die Zürcher Kantonalbank stellt in der neuesten Ausgabe von Immobilien aktuell datenbasierte Fakten und Analysen zum Thema Wohnungsnot zur Verfügung. In einem weiterführenden Artikel wird der Wohnraumneubau mit einem Hürdenlauf verglichen.

  • Arbon bekommt zwei b-smart Hotels

    Arbon bekommt zwei b-smart Hotels

    Die b_smart selection mit Standorten in Liechtenstein, Österreich und der Schweiz wird neue Betreiberin des Self Check-in-Hotels Müllers in Arbon und eröffnet zudem ein weiteres Self Check-in-Hotel. Die Marke Müllers soll laut dem in einer Meldung zum Betreiberwechsel zitierten Heinrich Toldo, CEO von b_smart selection, bestehen bleiben.

    Durch den gleichzeitigen Weiterbetrieb des Müllers und dem zusätzlichen Hotelneubau kann die Nachfrage nach Übernachtungen im Kanton Thurgau künftig mit zwei verschiedenen Übernachtungsmöglichkeiten bedient werden.

    Der Hotelbetrieb im neuen b_smart hotel Arbon soll im August 2023 aufgenommen werden. Das neue Hotelgebäude wurde in fussläufiger Distanz zum Müllers erbaut und bietet 63 Zimmer und Suiten sowie ein Restaurant und eine Bar. Im obersten Stockwerk können Gäste einen Fitness- und Wellnessbereich mit Blick über den Bodensee nutzen.

    Die Hotelübernahme ist mit keinerlei Änderungen für Gäste verbunden. Für bestehende und neue Buchungen ist wie bisher ein Kaffee zum Mitnehmen inbegriffen, Frühstück und sonstige Verpflegung müssen anderweitig organisiert werden. Die Schifflände Bar im Erdgeschoss, betrieben durch die Schifflände GmbH, hat weiterhin geöffnet, heisst es.

    Der Betreiberwechsel des Hotel Müllers in Arbon ist zum 1. Mai angekündigt. Die Zusammenarbeit zwischen dem Hotel Müllers und der b_smart services AG besteht bereits seit der Wiedereröffnung im Herbst 2022, heisst es. Der Servicedienstleister für Übernachtungsbetriebe mit Sitz in Liechtenstein wickelt seitdem das Buchungsmanagement ab und ist zuständig für die 24-Stunden-Erreichbarkeit.

  • Totalsanierung und Neubau in Rekordzeit

    Totalsanierung und Neubau in Rekordzeit

    Die Wohnüberbauung Hagenmatt in Root mit rund 160 Wohnungen ist ein gutes Beispiel für eine gelungene Totalsanierung und Nachverdichtung: Die in den 1970er-Jahren erbaute Siedlung bot ideale Voraussetzung für dieses Vorhaben. Für die Umsetzungen engagierte Die Liegenschaftsverwalter AG als Vertreterin der Eigentümerin Schürch Immobilien AG die PP Baumanagement AG aus Kriens mit der Gesamtprojektleitung, Kostenplanung und Bauleitung. Zudem wurden sechs Neubauten mit insgesamt vierzehn Reiheneinfamilienhäusern und vierzehn 2,5-Zimmer-Wohnungen im Holzbau von der Strüby Konzept AG aus Seewen SZ im Auftrag der Eigentümerschaft realisiert.

    Nebst einer attraktiveren Gestaltung der Wohnungen hatte die Sanierung auch eine optimierte Gebäudeerscheinung sowie neugestaltete Aussenräume und eine energetische Optimierung zum Ziel. Letztere wurde dank technischen Massnahmen wie dreifach verglasten Fenstern oder einem Anschluss ans EWL-Fernwärmesystem sowie dem Abschalten der Öl-Heizung erreicht. Für mehr Wohnkomfort wurden in der bestehenden Liegenschaft Bodenheizungen eingebaut, die Balkone erweitert, die Küchen mit neuen Geräten ausgestattet und die Nasszellen erneuert.

    Die neugebauten Ein- sowie Mehrfamilienhäuser sind allesamt zweigeschossig und betten sich harmonisch in die zuvor nicht optimal genutzten Überbauungsflächen ein. Sie überzeugen durch minergietaugliche Gebäudehüllen, begrünte Flachdächer, grosszügig konzipierte Dachterrassen sowie durch grosse Fenster, die für lichtdurchflutete Häuser sorgen. Die Totalsanierung der Überbauung Hagenmatt sowie die Errichtung der sechs Neubauten konnte etappenweise innert acht Monaten abgeschlossen werden.

    Die schnelle Bauzeit ist – gerade bei den Neubauten – dem gewählten Holzbau geschuldet: Die Bauteile werden vorgefertigt auf die Baustelle geliefert, sodass vor Ort direkt mit der Montage begonnen werden kann. Die Strüby Unternehmungen beziehen jährlich rund 20’000 Kubikmeter Holz direkt von Schweizer Waldbesitzern. Das Holz wird in der jeweiligen Region gesägt und verleimt, bevor es weiterverarbeitet wird. Dank diesen kurzen Wegen wird graue Energie massgebend reduziert.

    Der Inhaber der Die Liegenschaftsverwalter AG, Andreas Gasser, ist nebst der kurzen Bauzeit stolz, dass das Gesamtkostenbudget des Projekts von 42 Millionen Franken sogar noch unterschritten werden konnte. Zudem war die Wohnqualität für die Mieter, die in der ersten Etappe noch nicht vom Umbau betroffen waren, zu keiner Zeit eingeschränkt. Gasser hebt hervor, dass mit einer geschickten Verdichtung mittels Aufstockungen, Anbauten oder Ergänzungsbauten mehr Wohnraum auf bestehenden Flächen geschaffen und der Landverschleiss gleichzeitig eingedämmt werden konnte.

  • Schlössli Schönegg wird zum Innovationscampus

    Schlössli Schönegg wird zum Innovationscampus

    Das historische Schlössli Schönegg mit dem dazugehörenden Chalet auf der Wilhelmshöhe in Luzern gehört seit 1998 Stefan Muff, dem Hauptaktionär der Axon-Active-Gruppe. Gemeinsam mit seinem Bruder Bruno renovierte Muff das damals stark sanierungsbedürftige Gebäude in enger Absprache mit der Denkmalpflege. Danach diente es als Hauptsitz der Endoxon AG, die Technologien für digitale Landkarten entwickelte und 2006 an Google verkauft wurde. Seit 2008 ist das «Schlössli» Hauptsitz der Axon Active Group, die sich strategisch im Bereich der digitalen Transformation positioniert. Axon befasst sich mit komplexen Big-Data-Lösungen für weltweit operierende Unternehmen wie auch mit digitalen Ökosystemen für diverse Branchen. Die Unternehmensgruppe zählt heute über 750 Mitarbeitende an 18 Standorten rund um den Globus. Am Hauptsitz arbeiten derzeit 50 Personen – Tendenz stark steigend.

    Mit dem Schlössli Schönegg hatte Muff von Anfang an grosse Visionen. Bereits beim Kauf plante er Erweiterungen ein. Stand heute kann das Gebäude die künftigen Anforderungen als Zentrum zum Erbringen digitaler Dienstleistungen sowie für die geplante Forschungstätigkeit und das neu entwickelte Betriebskonzept «DeepWorking» nicht mehr erfüllen. Deshalb sieht das neu aufgegleiste Projekt einen ergänzenden Neubau als «Axon Campus» vor, der als Innovations-Labor dienen soll. Dieses soll die interdisziplinäre Kooperation verschiedener Interessensgruppen und Ideen fördern. Der Campus führt Akteure aus Bildung, Politik, Behörden und Wirtschaft zusammen und lässt sie an zukunftsweisenden Gesellschafts- und Geschäftsformen teilhaben. Gleichzeitig können die Innovationen in digitalen Ökosystemen erlebt und getestet werden. Die Umgebung soll auch für Start-ups ideale Voraussetzungen bieten, weshalb über das Projekt auch als «Silicon Valley der Zentralschweiz» berichtet wurde.

    Skizze des geplanten Anbaus.

    Um den Ansprüchen eines modernen Campus gerecht zu werden, muss das künftige Raumangebot offen, flexibel und multifunktional gestaltet werden. Vorgesehen ist eine Bruttogeschossfläche von 1500 Quadratmetern mit rund 150 Arbeitsplätzen. Projektiert sind ausserdem eine Kantine von gehobener Qualität mit Produktionsküche sowie ein voll digitales und multifunktionelles Auditorium für 120 Personen mit angeschlossenem Bar-Bereich. Der Neubau wird den besonderen örtlichen Verhältnissen und der daraus resultierenden Gefahrenlage aufgrund möglicher Hangrutsche und Steinschläge angepasst. Eine umfassende Hangsicherung ist durch den Neubau gewährleistet. Den sich wandelnden Mobilitätsansprüchen wird ebenfalls Rechnung getragen: mittels angemieteter Parkplätze auf Niveau Gibraltarstrasse und der Einrichtung von e-mobilitätskonformen Park- und Veloplätzen in dem auf 15 Mio. Franken veranschlagten Neubau. Zurzeit läuft noch der Bewilligungsprozess. Mit dem Bezug wird frühestens 2025 gerechnet.

    Der Kraftort Wilhelmshöhe soll dank dem Projekt des renommierten Architekturbüros von Daniele Marques aus Luzern verstärkt zu einem Haus der Begegnung und der digitalen Transformation werden. Muff schwebt vor, dass sich der Ort zu einem gesamtheitlichen Innovationsstandort entwickelt. Eine mögliche Öffnung der Räume an den Wochenenden für Bildungsinstitutionen oder andere kuratierte Veranstaltungen sei denkbar.