Schlagwort: Photovoltaik

  • HKG baut Aarauer Traditionsgarage um

    HKG baut Aarauer Traditionsgarage um

    Die Ingenieurs- und Beratungsfirma Herzog Kull Group Holding AG (HKG) baut die Aarhof Garage in Aarau laut einer Medienmitteilung zu einem modernen Bürogebäude um und wird dieses auch selber nutzen. Die Garage wurde 1950 erbaut und soll nach der Sanierung heutigen Baustandards gerecht werden, heisst es in der HKG-Mitteilung. Im Erdgeschoss sollen 45 Büroarbeitsplätze entstehen. Das Projekt wird von HKG gemeinsam mit dem Aarauer Architekturbüro Schneider & Schneider realisiert. Zu den Büroräumen kommen Sitzungszimmer, ein Pausenraum und eine Küche hinzu.

    HKG verweist in seiner Medienmitteilung auf einen Bericht der «Aargauer Zeitung», laut dem sich die Kosten auf 3,2 Millionen Franken belaufen werden. Mit dem Umbau soll noch 2024, voraussichtlich im Spätsommer, begonnen werden. Die Sanierung und Um- sowie Neubauten im Obergeschoss sollen bis Mitte September 2025 fertiggestellt sein.

    Im Obergeschoss werden nach Angaben von HKG drei Zweieinhalb-Zimmer-Loft-Wohnungen mit hohen Decken errichtet. Da das Gebiet um die Traditionsgarage traditionell ein Grüner Fleck in Aarau war, solle in Erinnerung an die historischen Gärten wieder ein begrünter Raum entstehen, heisst es in der Mitteilung.

    Das 1978 in Aarau gegründete Unternehmen HKG ist auf innovative Gebäudetechnik von der Elektrizitätsplanung bis zur Gebäudeautomation spezialisiert. HKG widmet sich auch den erneuerbaren Energien wie der Photovoltaik.

    HKG hat neben dem Hauptsitz in Aarau Vertretungen in Schlieren ZH sowie in Baden, Bern, Chur GR, Crissier VD, Luzern, Olten SO, Pratteln BL, Rotkreuz ZG, St.Gallen und Vilters SG. Die HKG beschäftigt rund 200 festangestellte Mitarbeitende, darunter 89 mit einer höheren technischen Ausbildung, 65 mit technischer Ausbildung sowie 23 kaufmännisch administrative Mitarbeitende und 23 Lernende.

  • Kanton Bern setzt auf Solarenergie entlang seiner Strassen

    Kanton Bern setzt auf Solarenergie entlang seiner Strassen

    Unter den Bewerbern konnten sich zwei Zusammenschlüsse aus den Kantonen Zürich und Basel durchsetzen, die mit ihrer Expertise und innovativen Ansätzen überzeugten. Die Vergabe der Projekte an das Konsortium der Elektrizitätswerke des Kantons Zürich (EKZ), Helion AG und mha gmbh sowie das Konsortium der Industriellen Werke Basel (IWB) und TNC Consulting AG (TNC) markiert einen entscheidenden Schritt zur Förderung erneuerbarer Energien in der Region.

    Insbesondere die Initiative des EKZ-Helion-mha Konsortiums, grossflächige Solarcarports an kantonalen Raststätten zu errichten, repräsentiert eine doppelte Innovation.

    Neben der Produktion sauberer Energie tragen diese Carports zur Reduzierung des Klimaanlageneinsatzes bei, indem sie Schatten spenden. Mit einer geplanten Kapazität von annähernd 8,5 Megawatt streben sie die Umsetzung von zehn Photovoltaikanlagen an und erkunden zudem die Möglichkeit, Solarpanels auf Lärmschutzwänden, Stützmauern und einer Brücke zu installieren.

    Das IWB-TNC Konsortium konzentriert sich auf die Installation von nahezu 1,8 Megawatt starken Photovoltaikanlagen in der Region Berner Oberland, verteilt auf verschiedene Strukturen wie Stützmauern und Brücken. Die Realisierbarkeit dieser Vorhaben wird durch umfassende Studien sichergestellt.

    Die ersten Planungsschritte für diese zukunftsweisenden Solaranlagen beginnen im April 2024, was den kantonalen Einsatz für die nationale Energiestrategie 2050 und das Erreichen des Netto-Null-Ziels bis 2040 unterstreicht. Dieses Auswahlverfahren unterstreicht den Wunsch des Kantons Bern, eine führende Rolle bei der Implementierung von Energielösungen einzunehmen und fördert zugleich die Beteiligung von lokalen Akteuren an der Energiewende.

  • Förderung von Energieeffizienz: Zwei Schweizer Plattformen intensivieren ihre Zusammenarbeit

    Förderung von Energieeffizienz: Zwei Schweizer Plattformen intensivieren ihre Zusammenarbeit

    Zahlreiche Organisationen und Verbände engagieren sich leidenschaftlich für die Energiewende. Die gemeinsamen Anstrengungen und die Kollaboration verschiedener Akteure erzeugen Synergien, die für eine wirkungsvollere Sensibilisierung sowohl von Fachpersonal als auch der allgemeinen Bevölkerung genutzt werden können. In diesem Kontext sind wir erfreut, die intensivierte Kooperation zwischen energie-cluster.ch und energieportalschweiz.ch anzukündigen!

    Der energie-cluster.ch, als landesweit anerkannte Plattform für Bildung und Wissenstransfer, trägt massgeblich zur Umsetzung der Energiestrategie 2050 der Schweiz bei. Es handelt sich hierbei um ein renommiertes Netzwerk, das auf eine CO₂-neutrale Energiezukunft abzielt und kontinuierlich Schulungen, Fachveranstaltungen und Events zu Energieeffizienz und erneuerbaren Energien organisiert. Durch die intensive Kooperation mit diversen Akteuren aus Industrie, öffentlichem Sektor und Bildungseinrichtungen unterstützt energie-cluster.ch den Wirtschaftsstandort Schweiz und fördert innovative, CO₂-neutrale Produkte und Lösungen.

    Das energieportalschweiz.ch hingegen fokussiert sich auf Energieeffizienz und stellt eine optimal ergänzende Plattform dar, die über alle Aspekte der Gebäudetechnik informiert. Es bietet einen Überblick über verschiedene Einsatzmöglichkeiten, von Wärmeerzeugung und Photovoltaik bis hin zu Stromspeichern und Gebäudeautomation. Zudem sind aktuelle Nachrichten, Veranstaltungshinweise und eine Liste offener Stellen in der Gebäudetechnik- und Energiebranche auf der Plattform zu finden. Die Plattform hilft auch bei der Suche nach Beratern, Planern und Installationsunternehmen und bietet Informationen zu Fördermitteln, Fachkräften und Weiterbildungsmöglichkeiten der Branche. Hersteller und Verbände berichten über aktuelle Entwicklungen und Anwendungsmöglichkeiten technischer Gebäudeausstattungen, sodass Besucher sich mit qualitativ hochwertigen Informationen weiterbilden können.

    In Zukunft werden der energie-cluster.ch und das energieportalschweiz.ch ihre Kooperation verstärken, um ein breiteres Publikum für die essenziellen Aspekte des CO2-neutralen Gebäudebestands zu sensibilisieren und gemeinsam die Energiewende erfolgreich umzusetzen.

  • Energie-Cluster lädt zu Tageskurs über Photovoltaikfassaden

    Energie-Cluster lädt zu Tageskurs über Photovoltaikfassaden

    Das Netzwerk Energie-Cluster mit Sitz in Bern lädt Interessierte am 12. September zu einem Tageskurs über Photovoltaikfassaden (PV-Fassaden) an die Hochschule Luzern (HSLU). In der Zeit von 8.30 und 17 Uhr beleuchten Referenten und Referentinnen verschiedene Aspekte rund um Hausfassaden zur Produktion von Solarenergie, heisst es in einer Medienmitteilung.

    Demnach wird David Stickelberger, Leiter Markt und Politik bei Swissolar, ab 9 Uhr auf politische Rahmenbedingungen für PV-Fassaden eingehen. Ab 9.30 Uhr widmet sich Christoph Wangler, Product Owner PV Systems bei 3S Swiss Solar Solutions, der Frage, wie nachhaltig Solarmodule sind.

    Ab 10.40 Uhr geht Roger Buser, Dozent für Gebäudetechnik und Energie an der HSLU, auf die Prozessschritte von einer groben Abschätzung zum Bauprojekt ein. Anschliessend referiert Pierre-Olivier Cuche, Geschäftsleiter bei Solarwall, über die Architektur und Gestaltung von PV-Fassaden. Ab 11.40 Uhr referiert Andreas Haller, Leiter Innovation Solarsysteme bei der Ernst Schweizer AG, über Ausführungsplanung und Installation.

    Nach der Mittagspause geht es weiter mit dem Thema Brandschutz in einem Referat von Christian Renken, Geschäftsleiter der CREnergie GmbH. Ab 14 Uhr widmet sich Renken dem Thema Performance und Wirtschaftlichkeit.

    Auf ihn folgt Stefan Gränicher, Projektleiter Immobilienentwicklung der Frutiger AG, mit seinem Impuls über Rentabilität aus Sicht eines Immobilienentwicklers. Robin Bergamin, Beratung & Verkauf bei der Invisia AG, spricht anschliessend über Energiemanagement und die bestmögliche Nutzung von Strom.

    Letzter Vortrag des Tages ist der von Sina Büttner, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Gebäudetechnik und Energie an der Hochschule Luzern, über die optimale Fassadengestaltung mit Solaranlagen sowie die Begrünung im Hinblick auf den Klimawandel.

  • AMAG nimmt zweite Photovoltaikanlage in Cham in Betrieb

    AMAG nimmt zweite Photovoltaikanlage in Cham in Betrieb

    AMAG hat auf dem Dach des eigenen Parkhauses an der Alten Steinhauserstrasse 5 in Cham die zweite Solaranlage an das dortige Stromnetz gebracht. Laut einer Medienmitteilung des Autohändlers wurden auf einer Fläche von 1599 Quadratmetern über 786 Solarmodule installiert. Damit könnten jährlich 320’000 Kilowattstunden Strom erzeugt werden.

    Das öffentliche Parkhaus wird von der AMAG Parking AG betrieben. Mit der Aktivierung der Anlage arbeitet die AMAG Gruppe weiter an der Umsetzung ihrer Nachhaltigkeits- und Klimastrategie. Im Juni 2023 hatte der Autohändler bei AMAG Zug eine Photovoltaikdachanlage in Betrieb genommen. Wie dort soll der Strom den Eigenbedarf der AMAG decken. Eine allfällige Überproduktion soll dem öffentlichen Stromnetz zugeführt werden.

    Bis 2025 sollen 75’000 Quadratmeter der Dächer von AMAG-Betrieben mit Solarpaneelen ausgestattet werden. Die AMAG-Gruppe hat in den vergangenen Jahren schrittweise die Solarkapazitäten ausgeweitet. So entstanden auf den Dächern zahlreicher Betriebe entsprechende Anlagen.

  • Leitfaden soll Planungssicherheit für Solarfassaden schaffen

    Leitfaden soll Planungssicherheit für Solarfassaden schaffen

    Swissolar will für Planungsbüros und Bauherren Planungssicherheit für Installationen von Photovoltaik (PV) an Fassaden schaffen. Medienberichte hätten im Mai ein verzerrtes Bild bezüglich der entsprechenden Bewilligungspraxis geschaffen, schreibt der Verband der Schweizer Solarenergiebranche in einer Mitteilung. In gemeinsamen Gesprächen haben Swissolar, Brandschutzbehörden, Planungsbüros und Bauherrschaften dieses Bild geradegerückt und ein gemeinsames Vorgehen erarbeitet, heisst es dort weiter.

    Swissolar wird danach in Absprache mit der Vereinigung Kantonaler Feuerversicherungen einen Leitfaden für die Planung von Solaranlagen an Fassaden publizieren. Er soll als Übergangslösung bis zum Vorliegen eines Stand-der-Technik-Papiers (STP) dienen, heisst es in der Mitteilung. Ein solches STP will Swissolar bis Herbst 2024 zusammen mit Fachleuten für Photovoltaik und Brandschutz erarbeiten.

    „Für die Bewilligung von PV-Fassaden wird gemäss Brandschutzgesetzgebung weiterhin ein Nachweisverfahren notwendig sein“, erläutert Swissolar. Der Leitfaden gibt hier die Fälle an, in denen auf Brandtests an den Fassaden verzichtet werden kann. Für die Erarbeitung des endgültigen STP sollen Brandtests in akkreditierten Laboren im Ausland gemacht werden. „Mit diesem schweizweit abgestimmten Vorgehen wird für betroffene Planer und Bauherren Planungssicherheit gewährleistet und gleichzeitig die Sicherheit in Gebäuden und der Personenschutz sichergestellt“, schreibt Swissolar.

  • Grösste Solaranlage im Kanton St.Gallen ist installiert

    Grösste Solaranlage im Kanton St.Gallen ist installiert

    Helion, die schweizweit aktive Installationsfirma für Solaranlagen und Wärmepumpen, und der Energiedienstleister Energie Pool Schweiz haben gemeinsam die grösste Photovoltaikanlage des Kantons St.Gallen gebaut. Sie wurde im Auftrag der Detailhändlerin Aldi Suisse auf ihrem regionalen Verteilzentrum in Schwarzenbach installiert.

    Diese Anlage ging laut einer Medienmitteilung nach einem halben Jahr Bauzeit Mitte Juli in Betrieb. Sie weist eine Gesamtfläche von 25’000 Quadratmetern auf, etwa so viel wie drei Fussballfelder. Jedes der 12’900 Photovoltaikmodule hat eine Leistung von je 415 Watt.

    Die jährliche Energieproduktion liegt bei 5765 Megawattstunden. Das entspricht etwa dem Jahresverbrauch von 2000 Dreipersonenhaushalten. Den Angaben zufolge wurden 63 Kilometer Kabel und 23’000 Beschwerungssteine verlegt.

    Aldi Suisse betreibt den Angaben zufolge bereits seit 2020 auf dem regionalen Verteilzentrum in Perlen LU die grösste durchgehende Solaranlage der Schweiz. Darüber hinaus produziert das Unternehmen Solarstrom auf Dächern von über 60 seiner Filialen. Die neue Anlage in Schwarzenbach ist nach Perlen seine zweitgrösste.

  • Energie 360° steigt bei Solarmotion ein

    Energie 360° steigt bei Solarmotion ein

    Energie 360° steigt mit einer Minderheitenbeteiligung bei Solarmotion ein. Die Mehrheit des Ostschweizer Solarunternehmens verbleibe bei Gründer Stefan Merz, informiert Energie 360° in einer Mitteilung. Über den Kaufpreis der Beteiligung werden dort keine Angaben gemacht.

    Mit dem Einstieg bei Solarmotion will Energie 360° in den Ausbau von Photovoltaik investieren. „Die Beteiligung an Solarmotion leistet einen Beitrag zur konsequenten Umsetzung unseres Leitsterns: Energie 360° will bis 2040 ausschliesslich erneuerbare Energie liefern“, wird Ruth Happersberger, Bereichsleiterin Strategie und Beteiligungen bei Energie 360°, in der Mitteilung zitiert. Gemeinsam wollen die beiden Unternehmen Energie- und Mobilitätslösungen weiterentwickeln. Als Beispiele werden in der Mitteilung Contracting-Modelle oder Kombinationen von Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge mit Photovoltaik genannt.

    Im Zusammenspiel mit weiteren Beteiligungen sowie innovativen Unternehmen aus dem Start-up-Fonds von Energie 360° sind zudem Projekte im Bereich Energiemanagementsysteme geplant. „Ich bin glücklich, dass ich mit Energie 360° die ideale Partnerin gefunden habe“, erklärt Merz in der Mitteilung. „Sie zeichnet sich nebst grossem Netzwerk und Fachexpertise auch durch denselben starken Innovationsgeist aus – wir ergänzen uns auf ideale Weise.“

  • Klimafonds Stadtwerk Winterthur fördert zwei neue Projekte

    Klimafonds Stadtwerk Winterthur fördert zwei neue Projekte

    Der Klimafonds Stadtwerk Winterthur fördert seit 2007 regionale und lokale Projekte zu nachhaltigem Umgang mit Energie und Klimaschutz. Neu werden dabei zwei Projekte mit insgesamt 100’000 Franken gefördert, informiert die Stadt Winterthur in einer Mitteilung. Bei beiden Projekten handelt es sich um Ausgründungen von Zürcher Hochschulen.

    Borobotics arbeitet an einer Effizienzsteigerung von Erdsondenbohrungen für Wärmepumpen. Das Bohrverfahren Grabowski der Ausgründung der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften soll derartige Bohrungen vereinfachen und automatisieren. Zudem benötigt Grabowski weniger Platz und Energie als derzeit gängige Bohrgeräte. Der Förderbeitrag des Klimafonds in Höhe von 80’000 Franken wird in Entwicklung und Bau eines Prototypen fliessen.

    Die Zürich Soft Robotics GmbH verfolgt einen innovativen Ansatz für die Solarstromproduktion. Die Solarfassade Solskin der Ausgründung der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich ist aus vielen kleinen und flexiblen Photovoltaikelementen zusammengesetzt. Sie können dem Sonnenstand folgen und beschatten im Zusammenspiel zudem den Gebäudeinnenraum. Auch die Zürich Soft Robotics GmbH wird den Förderbeitrag in Höhe von 20’000 Franken für den Bau einer Pilotanlage nutzen.

    Der Klimafonds Stadtwerk Winterthur spielt seine Mittel über freiwillige Beiträge aus der Kundschaft des Stadtwerks Winterthur ein. Teilnehmende zahlen dafür einen Aufpreis von 2 Rappen auf jede bezogen Kilowattstunde Strom.

  • Helion eröffnet Schulungszentrum für die Energiewende

    Helion eröffnet Schulungszentrum für die Energiewende

    Helion hat ein eigenes Schulungszentrum in Betrieb genommen. Am Helion TrainingCenter lernen künftige Fachkräfte der Energiebranche praxisnah „wie auf einer echten Baustelle“, heisst es in einer Medienmitteilung des Anbieters von Energielösungen zur Eröffnung. Das Schulungszentrum bestehe aus einem Modell-Einfamilienhaus mit Schräg- und Flachdach in Originalgrösse. Es biete Raum für die Ausbildung von mehr als 200 Solarfachkräften pro Jahr. Zudem seien 50 Schulungen pro Jahr möglich.

    Ziel seien acht bis zehn Lehrstellen pro Jahr. Auch Quereinsteigende könnten auf dem Weg der Erwachsenenbildung zu Solarspezialisten qualifiziert werden. Dank der Verknüpfung von Photovoltaik, Elektromobilität, bidirektionalem Laden und Wärmepumpen decke das Schulungszentrum die Ausbildung von Fachpersonal sowohl für die Energie- als auch die Mobilitätsbranche ab. „Beide Bereiche werden die Zukunft prägen“, wird Anja Bates, Leiterin HR der AMAG Gruppe, zitiert. Helion ist Teil von AMAG.

    Die Anlage bilde mit einer 200 Quadratmeter grossen Gesamtfläche schweizweit die umfangreichste Lernumgebung für erneuerbare Energien. Das Schulungszentrum könne dem „hohen Qualitätsanspruch an die dringend benötigten Fachkräfte“ nachkommen, wird Frank Rutschmann, Leiter Sektion Erneuerbare Energien beim Bundesamt für Energie, zitiert. Sie seien „unser Kapital für den Ausbau der erneuerbaren Energien“.

    Helion schult bereits seit vier Jahren auf eigene Initiative neues Personal, darunter zahlreiche Quereinsteigende. Diese bekamen vor Schaffung der Solarausbildungen „Solarinstallateur:innen und Solarmonteur:innen mit Eidgenössischem Berufsattest“ in einem zweiwöchigen Kurs die Kenntnisse vermittelt. Damit sei der Grundstein für das hauseigene Helion TrainingCenter gelegt worden. Es wird vom Bundesamt für Energie und vom Kanton Solothurn unterstützt.

  • Einsatz von stationären Wasserstoff-Brennstoffzellen zur Unterstützung der Energiewende

    Einsatz von stationären Wasserstoff-Brennstoffzellen zur Unterstützung der Energiewende

    Wasserkraft, Photovoltaik und Windenergie bilden die tragenden Säulen einer erneuerbaren und ökologisch nachhaltigen Energieinfrastruktur in der Schweiz. Allerdings birgt die vermehrte Integration von Solarenergie und Windkraft in das Stromnetz gewisse Risiken, da diese Energiequellen volatilen Charakter aufweisen und somit eine potenzielle Gefahr für das Netzgleichgewicht darstellen.

    Die Verwendung von Wasserstoff bietet eine Möglichkeit, solche Energieschwankungen auszugleichen. Überschüssige, unvorhersehbare Solar- und Windenergie wird nicht direkt ins Netz eingespeist, sondern zur Wasserstoffproduktion mittels Elektrolyse verwendet. In Zeiten von Energiemangel, beispielsweise bedingt durch Windstille und stark bewölktes Wetter im Winter, kann der gespeicherte Wasserstoff als Energiequelle verwendet werden.

    Seit 2020 beschäftigt sich die Hälg Group mit dem Thema „stationäre Wasserstoff-Brennstoffzelle in Gebäuden“. In diesem Zusammenhang wurde ein Projektteam aus drei Partnerfirmen gebildet: Die Osterwalder AG in St. Gallen ist verantwortlich für die Produktion von grünem Wasserstoff durch Wasserkraft und dessen Transport, H2Energy fungiert als Technologie- und Produktionspartner im Bereich der Brennstoffzellen, während die Hälg Group als Anbieter von integralen Gebäudetechnik- und Energiesystemen für Planung, Realisierung und Betreuung des der gesamten Gebäudetechnik Gebäuden zuständig ist. Die Vision dieses Projektteams besteht darin, ideale Energienetzwerke zu schaffen, in dem umweltfreundlich erzeugten Wasserstoff als Energiespeicher die Lücken anderer erneuerbarer Energien schließt.

    Stationäre Wasserstoff-Brennstoffzelle: ein vielversprechender Ansatz für eine grüne Energiewirtschaft
    Die Grundlage des Wasserstoff-Brennstoffzellensystems existiert seit annähernd zwei Jahrhunderten. Die verstärkte Nutzung von Wasserstoff als Energiemedium und Substitut für fossile Energiequellen hat in jüngster Vergangenheit eine signifikante Weiterentwicklung der Brennstoffzellentechnologie bewirkt. Essentiell für die ökologische Verträglichkeit dieses Verfahrens ist die Herstellungsmethode des Wasserstoffs. Der sogenannte «graue» Wasserstoff entsteht durch die Zerlegung fossiler Brennstoffe. Hingegen wird «grüner» Wasserstoff durch Elektrolyse von Wasser unter Einsatz von umweltschonenden Energiequellen wie Wasserkraft, Solarenergie und Windkraft gewonnen.

    Indem, im Ökosystem der Projektgruppe ausschließlich «grüner» Wasserstoff verwendet wird, generiert die stationäre Brennstoffzelle umweltverträglich Elektrizität und Wärme. Dabei werden in der Brennstoffzelle Wasserstoff und Sauerstoff vereint. Durch die Anwendung elektrischer Spannung zwischen einer Anode und einer Kathode reagieren die beiden Elemente und vereinigen sich zu Wasserdampf. Im Zuge dessen entstehen zudem elektrische Energie und Wärme, welche unmittelbar zur Versorgung von Gebäuden und Arealen genutzt werden können. Das dabei anfallende Wasser wird weiterverwendet.

     Die Wasserstoff-Brennstoffzelle zeichnet sich gerade deshalb durch ihre Umweltfreundlichkeit aus, da im Verlauf der chemischen Reaktion keine Schadstoffemissionen entstehen oder freigesetzt werden. Lediglich reiner, energiearmer und unbedenklicher Wasserdampf entweicht als «Abgas». Folglich wird die Funktion der Wasserstoff-Brennstoffzelle als gänzlich emissionsfrei erachtet.

    Vorteile der Gebäudetechniklösung Wasserstoff-Brennstoffzellen

    • Maximiert den Wert der Immobilie und steigert ihre Attraktivität
    • Steigert die Reputation des Anlageeigentümers und setzt ein fortschriftliches verantwortungsbewusstes Statement in Sachen Umweltschutz, Klimawandel und Green Transformation.
    • Notstromversorgung im Gebäude: Teil- oder Vollautarkie möglich
    • Senkung von Leistungs- und Anschlusskosten
    • Geringe Wartungskosten aufgrund nicht beweglicher Teile
    • Modulare Bauweise: ab 80 kWel / 78 kWth, beliebig skalierbar.
    • Reduktion von Winterstrombedarf, Netzbelastung, Winterstromlücken
    • Mithilfe bei der Dekarbonisierung, Umweltschutz und bei der Reduktion von Treibhausgasen
    • Peak-Shaving des elektrischen Netzbezug

    Ideales Energienetzwerk
    Es ist von Bedeutung, dass Energieerzeuger und -verbraucher auf eine breite Palette umweltfreundlicher Technologien zurückgreifen können. Hierzu zählen neben Wasserstoff-Brennstoffzellen auch Wärmepumpen, Kältemaschinen, Solarthermie, Windenergie und Photovoltaik sowie Batteriekurzzeitspeicher und bidirektional verwendbare E-Fahrzeuge.  Weitere Informationen unter https://haelg.ch/stationaere-wasserstoff-brennstoffzelle/

  • IWB übernimmt Kunz-Solartech

    IWB übernimmt Kunz-Solartech

    Der Basler Energieversorger IWB akquiriert die Aargauer Kunz-Solartech GmbH. Die Übernahme soll die Position von IWB auf dem Wachstumsmarkt der Photovoltaikanlagen stärken, erläutert der Energieversorger in einer entsprechenden Mitteilung. Über den Kaufpreis werden dort keine Angaben gemacht.

    IWB plant, die eigenen Produktionskapazitäten für Solarstrom bis 2023 auf mindestens 100 Megawatt Leistung auszubauen. Darüber hinaus realisiert das Unternehmen Photovoltaikanlagen für Privat- und Geschäftskunden. Unternehmenstochter Planeco ist dabei auf die Errichtung grosser und komplexer Solaranlagen spezialisiert. Die auf die Planung und Installation von Photovoltaikanlagen für Privatkunden und KMU fokussierte Kunz-Solartech GmbH soll das Angebot von IWB abrunden.

    „Es gibt noch viel zu viele Dächer ohne Photovoltaik und die Installationsfirmen sind voll ausgelastet“, wird Markus Balmer, Leiter Vertrieb von IWB, in der Mitteilung zitiert. Für Nico Knubel, Geschäftsführer von Kunz-Solartech wiederum ist IWB „ein grosser und etablierter Partner, der unseren Mitarbeitenden eine sichere Zukunftsperspektive bietet“. Unter dem Dach von IWB könne sein Unternehmen das Potenzial im wachsenden Solarmarkt noch besser nutzen und für seine Kundschaft viele weitere Anlagen realisieren.

  • Rücklaufquote von Solarmodulen liegt nahe bei 100 Prozent

    Rücklaufquote von Solarmodulen liegt nahe bei 100 Prozent

    In der Schweiz installierte Photovoltaikmodule werden nach Ablauf ihrer Lebensdauer fast alle der Wiederverwertung zugeführt, informiert SENS eRecycling in einer Mitteilung. Die privatwirtschaftlich organisierte Stiftung nimmt ihren Partnern bei Herstellern und Importeuren die damit verbundene Arbeit ab. Von diesem System profitieren nach Ansicht von SENS eRecycling Hersteller, Importeure, Hauseigentümer und Umwelt.

    Im Preis einer Solaranlage ist bereits eine vorgezogene Recyclinggebühr enthalten. Diese liegt derzeit bei 40 Franken pro Tonne, erläutert SENS eRecycling. Die Stiftung selbst wende jedoch aktuell rund 440 Franken pro Tonne für Rücknahme, Transport und Recycling auf. „Die Finanzierung des Systems geht nur deshalb auf, da die momentanen Mengen an installierten Photovoltaikanlagen die Menge an ausgedientem Material nach wie vor deutlich übersteigen und sich somit der Fonds von Jahr zu Jahr weiter anhäuft“, heisst es in der Mitteilung. Für 2035 rechnet SENS eRecycling damit, bereits 70’000 Tonnen Photovoltaikmodule entsorgen zu müssen.

    Die derzeit anfallenden Mengen sind nach Angaben der Stiftung zudem zu gering, als dass sich die Wiederverwertung für Entsorgungsbetriebe in der Schweiz selbst lohnt. Aktuell arbeitet SENS eRecycling daher mit der KWB Plan Real GmbH zusammen. Die deutsche Firma lässt die Module in einem Recyclingbetrieb nahe der Schweizer Grenze zerlegen. Metalle können vollständig wiederverwertet werden, das Glas wird zusammen mit dem Silizium zur Herstellung von Glaswolle genutzt. Auf diese Weise können aktuell rund drei Viertel der Rohstoffe wieder dem Kreislauf zugeführt werden, so SENS eRecycling.

  • Convoltas übernimmt Melintec

    Convoltas übernimmt Melintec

    Volle Auftragsbücher, aber nicht ausreichend Fachpersonal, um die Projekte umzusetzen – gegen das Dilemma ist die im Kanton Zug ansässige convoltas AG mit dem Kauf von Melintec mit Sitz in Bremgarten vorgegangen. Der in einer Medienmitteilung zitierte Co-Gründer und convoltas-Geschäftsführer Enrico Anderes will mit der Übernahme der 13 Melintec-Mitarbeitenden dem „Fachkräftemangel schnell und effizient begegnen“.

    Anderes hält die vom Fachverband Swissolar für 2024 auf den Weg gebrachte Lehre für Solarteure für wichtig, weist aber auf deren Schwäche hin. Erst in drei bis vier Jahren stünden die Lernenden als künftige Solarmonteure und Solarinstallateure dem Arbeitsmarkt zur Verfügung. Convoltas benötigt die Fachkräfte früher und sieht in der Belegschaft von Melintec die Lösung. Die dort tätigen ausgebildeten Elektriker seien erfahren in der Projektleitung und qualifiziert für sämtliche Stromerarbeiten.

    Convoltas wurde 2019 mit dem Schwerpunkt auf Entwicklung, Bau und Betrieb von Photovoltaikgrossanlagen gegründet. Den Jahresumsatz im Jahr 2022 beziffert die Generalunternehmerin auf 11 Millionen Franken. Im selben Jahr wurden Projekte im Wert von mehr als 15 Millionen Franken verkauft. Das nächste Grossprojekt ist der Bau der leistungsstärksten Solaranlage im Kanton Zug in Rotkreuz.

    Melintec hat sich einen Namen gemacht mit der Beratung, Projektierung und Installation von Anlagen für Schwachstrom-, Starkstrom-, Energie-, Sicherheits- und Kommunikationsanlagen, Gebäudeleitsysteme und EDV-Netzwerke.

  • Europas erste Solaranlage in Satellitenschüssel

    Europas erste Solaranlage in Satellitenschüssel

    Als erstes Unternehmen in Europa nutzt Leuk TDC Satellitenschüsseln zur Energieproduktion. Anstatt ausgediente Satellitenschüsseln zu entsorgen, wird die vorhandene Infrastruktur umfunktioniert. Dieses Solarprojekt wurde von CKW realisiert. Die Solarpanels werden auf der Innenseite der Satellitenschüsseln montiert, wo die Sonneneinstrahlung am stärksten wirkt.

    Mit Satellitenschüsseln zur Selbstversorgung
    Ehemalige Satellitenschüsseln eignen sich optimal als Solaranlage. Sie können flexibel nach der Sonne ausgerichtet werden und erzeugen dadurch mehr Strom als herkömmliche Solaranlagen. Schnee bleibt auf den Solarpanels zudem kaum haften und dank ihrer Lage auf rund 1’000 Metern über Meer liegen das Rechenzentrum und die Satellitenschüsseln meist über der Nebelgrenze. Somit kann Leuk TDC auch im Winter sehr viel Energie durch Sonneneinstrahlung gewinnen.

    Eine Schüssel generiert jährlich rund 110’000 kWh, was dem Energiebedarf von 25 Haushalten entspricht. Die Solarpanels auf dem Dach des Rechenzentrums produzieren zusätzliche 550’000 kWh pro Jahr. Bei Leuk TDC sind weitere Solarprojekte angedacht: Solarpanels auf zwei weiteren Satellitenschüsseln und auf Freiflächen, um in Leuk künftig noch mehr Sonnenenergie zu gewinnen. Die Baubewilligung für die zweite Satellitenschüssel liegt bereits vor, die im Frühling gebaut werden soll.

    Dank des eigens produzierten Solarstroms und zusätzlicher Wasserkraft wird das Rechenzentrum von Leuk TDC in Zukunft zu 99 Prozent mit erneuerbarer Energie betrieben. Auch CKW nimmt eine Vorreiterrolle in der klimafreundlichen Energieproduktion ein: Bis 2030 will die Zentralschweizer Energiedienstleisterin massiv in erneuerbare Energien investieren und mit Kraftwerksprojekten in den Bereichen Photovoltaik, Windkraft, Biomassekraftwerke, Wasserkraft und mit weiteren Technologien zusätzlichen Strom für 165’000 Haushalte und Wärme für 55’000 Haushalte produzieren.

    Zukunftsmodell Solar Contracting
    In der Zusammenarbeit mit CKW profitiert Leuk TDC vom Solar Contracting. Bei diesem Modell wird die Solaranlage von CKW installiert und Leuk TDC bezieht den Solarstrom zu einem Fixpreis und einer festgelegten Vertragsdauer. Auch Wartungs- und Servicearbeiten erledigt CKW. Nach Ablauf der Vertragsdauer gehört die Solaranlage Leuk TDC. Durch den eigens produzierten Strom ist Leuk TDC unabhängiger und weniger betroffen von steigenden Strompreisen. So kann Leuk TDC auch in Zeiten von Stromunsicherheit die Bedürfnisse der Kundinnen und Kunden nach geringer Latenzzeit und High-Computing-Services im Rechenzentrum erfüllen. Die Partnerschaft von Leuk TDC und CKW beweist, dass Rechenzentren trotz ihres Energiebedarfs auch nachhaltig betrieben werden können. John Harris, CEO von Leuk TDC, bekräftigt: «Dies ist möglich, wenn man auf Solarprojekte setzt und deren Ausbau fördert. Indem Unternehmen bei ihrer Energiebeschaffung mehr auf eigene Solarlösungen setzen, tragen sie einen wichtigen Teil zum Erreichen der Schweizer Energieziele bei.»

    Im Solarbereich liegt in der Schweiz ein enormes Potenzial brach. Insbesondere Freiflächenanlagen im alpinen Bereich sind in der Schweiz eine Seltenheit. «Wir wollen verstärkt auch im alpinen Bereich Grossanlagen realisieren, denn diese sind effizienter und können im Winter sogar mehr Strom produzieren als im Sommer», sagt CKWCEO Martin Schwab. Die neue Anlage in der Satellitenschüssel von Leuk TDC ist bestes Beispiel für eine innovative, effiziente Solaranlage mit hoher Winterstromproduktion.

  • Papillon: Vielfältiger Wohnraum

    Papillon: Vielfältiger Wohnraum

    Wie ein Schmetterling entfaltet sich das neue Quartier «Papillon» bei Köniz. Der «letzte Flügelschlag» ist auf 2028 geplant. Bis dann finden hier rund 2000 Menschen einen neuen Lebensraum – inmitten von Wäldern und Wiesen. Die insgesamt acht Baufelder werden auf einer Gesamtfläche von
    324’000 m2 schrittweise entwickelt.

    Bereits bewohnt sind die rund 250 Wohnungen von «Aurora» und «Eisvogel». Die sechs hofartig angelegten Gebäude des «Monarch» umfassen 218 1,5- bis 4,5-Zimmer-Wohnungen. Diese sind im Herbst 2022 bezugsbereit. Den Auftakt zum östlichen Teil bildet ab 2025 der «Feuerfalter» mit 240 Wohnungen. Dieser erfüllt unter anderem mit Wärmedämmungen und Holzfassaden die Anforderungen an ein «Plusenergie-Quartier» und «2000-Watt-Areal». In den sechs Gebäuden von «Cleopatra» entstehen ab 2023 120 Miet- und STWE-Wohnungen mit nachhaltiger Bauweise. In den letzten drei Baufeldern «Apollo», «Heliconius» und «Pallidana» werden rund 300 weitere Wohneinheiten realisiert. Im ganzen Quartier wird nachhaltig und klimaneutral gebaut. Das Ziel: Mindestens 50 Prozent des Jahresenergiebedarfs vor Ort selbst zu produzieren. So werden beispielsweise Photovoltaik- und Wärmepumpen-Anlagen errichtet.

    Die insgesamt rund 1000 Miet- und Eigentumswohnungen eignen sich mit ihren Grössen von 40 bis 130 Quadratmetern für Singles, Paare und Familien. Dreimal pro Stunde hält ein Bus in der Papillonallee. Direkt vor der Haustür finden die Bewohnerinnen und Bewohner Einkaufsmöglichkeiten, eine Kita, Schule, Sportplatz sowie soziale und gemeinschaftliche Angebote. Eine Sozialplanerin ist eigens dafür da, den Gemeinschaftsgeist zu fördern. Von der Interessengemeinschaft «Eisvogel»
    werden regelmässig Quartierfeste, Bastelnachmittage, Schachturniere und
    andere gemeinschaftsfördernde Akti-vitäten veranstaltet. «Ruedü» bietet frische Bio-Lebensmittel von lokalen Produzenten im 18 Quadratmeter grossen Holzcontainer rund um die Uhr zur Selbstbedienung an. Der nahe Wald und die «Tubetränki» sowie die «Allmend» mit Grillplätzen und Fernsicht in den Jura sind zudem beliebte Destinationen für Erholungssuchende, Ausflügler, Sport- und Naturfreunde.

    Dieser Pavillon beherbergt die «IG Eisvogel».

    In absehbarer Zeit bildet der Weiler Ried als Quartierzentrum das Herzstück der Siedlung: Ein aus Leichtholz erbautes PRISMA-Gebäude wird neben einem Lebensmittelladen, Gewerbeflächen sowie Gastronomie auch Loftwohnungen beherbergen. Zusätzlich werden drei neue Mehrfamilienhäuser gebaut. Und in einem der ehemaligen Bauernhäuser ist ein Gemeinschaftsraum für die Quartierbewohner vorgesehen.

    Blick vom nahegelegenen Waldrand auf das Quartier.

  • «Die Kreislaufwirtschaftgewinnt an Bedeutung»

    «Die Kreislaufwirtschaft
    gewinnt an Bedeutung»

    Zur Person
    Donald Vogt ist Dipl. Architekt FH /SIA und seit 2013 Geschäftsführer der Marti Gesamtleistungen AG. Zuvor war er als Leiter Bauten + Investments bei Die Mobiliar und danach als Stv. Direktor Akquisition + Projektentwicklung bei Losinger Marazzi SA tätig. Er ist seit 2015 Vorstandsmitglied bei Entwicklung Schweiz sowie seit 2020 Schulrat bei der Berner Fachhochschule BFH.

    Das Familienunternehmen Marti Gruppe wurde vor rund 100 Jahren als einfache Bauunternehmung gegründet. Mittlerweile gehören über 80 Konzerngesellschaften zur Gruppe. Wohin führt der Weg?
    Wir forschen, tüfteln und versuchen, der Konkurrenz immer einen Schritt voraus zu sein. Im Bereich Nachhaltigkeit möchten wir noch stärker werden. Schon heute produzieren wir unseren eigenen Recycling-Beton und denken vermehrt in Richtung Kreislaufwirtschaft. Auch in den kommenden Jahren legen wir Wert auf die Förderung der Vielfalt: So finden sich unter unseren 80 Unternehmungen die unterschiedlichsten Spezialisierungen. Darüber hinaus legen wir Wert auf die Ausbildung des Nachwuchses sowie auf die Förderung unserer Mitarbeiter:innen.

    Sie können umfangreiche Bauprojekte aus einer Hand anbieten. Welche Rolle spielen die digitalen Möglichkeiten bei den Schnittstellen?
    Eine grosse Rolle. Wir binden die digitale Wertschöpfung schon früh in unsere Projekte ein: Bei der Kalkulation wie natürlich auch bei der Planung. Unsere Baumeister arbeiten ebenfalls grösstenteils digital – so reduzieren wir die Fehlerquote und steigern die Qualität. Alle Beteiligten arbeiten am selben Modell, und Abläufe werden automatisiert. Wir haben eine starke IT-Abteilung, die die einzelnen Firmen unserer Gruppe bei digitalen Vorhaben unterstützt.

    Wie digital sind die Schweizer Bauunternehmen im Vergleich zum restlichen Europa?
    Wir arbeiten mit unterschiedlichen Partnern, Architekten und Planern aus Ländern der EU zusammen. Hier mache ich im Bereich der Digitalisierung keine grossen Unterschiede aus, eher die Arbeits- und Planungsabläufe unterscheiden sich etwas. Ich würde sagen, wir sind in der Schweiz im Vergleich zum internationalen Umfeld gut aufgestellt.

    Was bedeutet die Energiestrategie 2050 für Ihre Gruppe?
    Wir sind bestrebt, die energiebedingte Umweltbelastung der Schweiz zu reduzieren. In unserem Fall betrifft das zum einen die Wahl der Baumaterialien. Wir beschäftigen uns damit, welche Materialien wir möglichst nachhaltig und energiesparend im Bau einsetzen können. Hier kommt wieder die Kreislaufwirtschaft zum Tragen. Zum anderen wird es immer wichtiger, wo man baut: Ist das auf einer Wiese irgendwo abseits der Stadt oder beispielsweise in Nähe eines gut erschlossenen Zentrums.

    Nachhaltigkeit und günstige Preise schliessen sich nicht aus


    Welchen Einfluss hat der Klimawandel auf ihre Bauprojekte?
    Wir errichten zum Teil begrünte Fassaden. Auch das Thema Beschattung wird immer wichtiger sowie die Wahl der beim Bau eingesetzten Materialien. Ausserdem sorgen wir in der Projektgestaltung vermehrt für die Integration speicherfähiger Orte. Die Elektromobilität sowie Photovoltaikanlagen gewinnen ebenfalls an Bedeutung – genauso der Einsatz neuer Technologien.

    Wie handhaben Sie Ressourcen Engpässe während der Planung und Umsetzung?
    Wir setzen schon lange auf den Einsatz von Photovoltaikanlagen sowie Wärmepumpen. Materialengpässe versuchen wir dank geschickter Planung und frühzeitigem bestellen zu vermeiden. Personalengpässe lassen sich nicht immer vermeiden. Wir zählen aber glücklicherweise auf viele langjährige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

    Wie reduzieren Sie die «graue Energie», die bereits bei der
    Gewinnung von Rohstoffen anfällt?

    Hier setzen wir auf die Wiederverwertung von Materialien sowie auf kurze Transportwege. Wie arbeiten grundsätzlich möglichst mit Dienstleistern aus der Region zusammen. Wir achten auf Nachhaltigkeit und Umweltverträglichkeit. Unsere Baumeister betreiben ein Baustoffcenter mit Bodenwaschanlage, Materialbewirtschaftung sowie Produktion von Recycling-Beton.

    Welches sind aus Ihrer Perspektive die derzeit wichtigsten Projekte für Bern?
    Aus meiner Sicht zählen hierzu das Viererfeld, WankdorfCity 3, die Campus Biel und Bern sowie das geplante neue Polizeizentrum in Niederwangen bei Köniz oder auch das Quartier «Papillon» in Niederwangen.

    Sie sind bei Entwicklung Schweiz im Vorstand. Welche Bedeutung hat der Verband für Bern und die Marti Gruppe?
    Insbesondere der Austausch mit der Politik, Behörden und anderen Verbänden erachte ich als wichtig. Es ist essenziell, dass wir uns gegenseitig verstehen, die Bedürfnisse des anderen akzeptieren und die Zusammenarbeit fördern. Ausserdem werden übergeordnete Themen wie beispielsweise Nachhaltigkeit, Qualitätsverständnis oder auch über Baukultur diskutiert. Damit bietet Entwicklung Schweiz einen Mehrwert für alle Akteure.


    Wohin geht die Reise der Prop-Tech-Unternehmen?
    Grundsätzlich ist ein grosser Hype um die Prop-Tech-Firmen festzustellen. Ich sehe hier viele spannende und zukunftsorientierte Startups. Ich begrüsse Technologien, die Abläufe vereinfachen und die Digitalisierung fördern. Man darf dabei nur nicht das Zwischenmenschliche vergessen. Die Immobilienbranche lebt von Menschen, persönliche Kontakte bleiben wichtig und müssen auch in Zukunft gepflegt werden.

  • Daniel Aecherli und Rainer Lischer neu in der Geschäftsbereichsleitung der CKW Gebäudetechnik

    Daniel Aecherli und Rainer Lischer neu in der Geschäftsbereichsleitung der CKW Gebäudetechnik

    Das starke Wachstum in den Geschäftsfeldern Photovoltaik und E-Mobilität sowie neue Standorte in der gesamten Deutschschweiz führen dazu, dass sich CKW Gebäudetechnik neu organisiert. Das bisherige Leitungsteam mit Linus Gähwiler sowie Daniel Zbinden und Thomas Gisler wird um Daniel Aecherli und Rainer Lischer ergänzt.

    Daniel Zbinden übernimmt die neu geschaffene Sparte «Photovoltaik & Wärme», Thomas Gisler verantwortet «Elektro Deutschschweiz», Daniel Aecherli «Elektro Luzern» und Rainer Lischer «Technics». Die Neuorganisation ist eine konsequente Weiterentwicklung der Wachstumsstrategie und tritt per 1. November 2022 in Kraft.

    Zwei neue Spartenleiter aus den eigenen Reihen

    «Es freut mich sehr, dass wir mit Daniel Aecherli und Rainer Lischer zwei Persönlichkeiten aus den eigenen Reihen für diese wichtigen Positionen gewinnen konnten. Beide verfügen über umfassende Branchen- und Führungserfahrung und ergänzen das bestehende Leitungsteam mit ihrer Persönlichkeit und ihrem Wissen ideal», sagt Linus Gähwiler.

    Aktuell verantwortet Daniel Aecherli als Leiter Elektro Nord die operative Führung dieser Abteilung mit acht Geschäftsstellen. Daniel Aecherli (46) ist ausgebildeter Elektroinstallateur und eidg. diplomierter Elektroinstallateur mit Nachdiplomstudium als Betriebswirtschafter NDS HF. Er wohnt in Reiden, ist verheiratet und Vater von drei Kindern.

    Rainer Lischer ist als Leiter IT+Communication für die operative Führung dieser Abteilung zuständig und hat diese in den letzten zwei Jahren mit seinen Mitarbeitenden neu organisiert. «Technics» umfasst die Geschäftsfelder Gebäudeautomation, Security und IT+Communication. Rainer Lischer (48) verfügt über ein Diplom als eidg. dipl. Ingenieur ETH und über ein NDS Wirtschaftsinformatik FH. Er wohnt in Rothenburg, ist verheiratet und Vater von drei Kindern.

  • Ernst Schweizer ist Energiewendemacher 2022

    Ernst Schweizer ist Energiewendemacher 2022

    Die Ernst Schweizer AG wurde gemäss einer Medienmitteilung für ihr Projekt Klimaoptimiertes Photovoltaik-Montagesystem MSP beim 8. nationalen Kongress von AEE Suisse als eine von acht Innovationen im Energiesektor zum Energiewendemacher 2022 ernannt.

    Das für die Positionierung von Solarmodulen entwickelte Montagesystem MSP schafft die bauliche Grundlage zur Anbringung von Photovoltaikmodulen und damit für die Solarstromproduktion. Es lässt sich Unternehmensangaben zufolge jeder Dachtopografie anpassen und nutzt emissionsarm erzeugtes Aluminium mit einem überdurchschnittlichen Recycling-Anteil. Diese klimaoptimierte Bauweise verspreche im laufenden Jahr eine CO2-Ersparnis von voraussichtlich 7400 Tonnen im Vergleich zum EU-Durchschnitt für die gleiche Produktionsmenge.

    Von zentraler Bedeutung und in der Branche selten sei zudem die Eigenschaft des MSP-Systems, die erzeugten Treibhausgasemissionen der jeweiligen Photovoltaikinstallation transparent aufzuzeigen. „Umweltbewusste Investoren, Architekten, Planer und Installateure können so den CO2-Fussabdruck ihres Bauvorhabens optimieren“, heisst es.

    AEE Suisse ist die Dachorganisation der Wirtschaft für erneuerbare Energien und Energieeffizienz und vertritt gemäss eigener Angaben 35’000 Unternehmen und Energieversorger aus 32 Branchenverbänden.

  • AMAG erwirbt Solarspezialisten Helion

    AMAG erwirbt Solarspezialisten Helion

    AMAG mit Sitz in Cham erwirbt von dem Zuger Unternehmen Bouygues Energies & Services den Geschäftsbereich Helion. Darauf hat sich das Autohandelsunternehmen mit dem Anbieter für Gebäude- und Energieversorgungstechnik am 2. September vertraglich geeinigt, wie aus einer Medienmitteilung hervorgeht.

    Demnach soll der Kauf bis Anfang November abgeschlossen sein. Der auf Photovoltaik, Wärmepumpen und E-Mobility spezialisierte Geschäftsbereich Helion soll als eigenständige Aktiengesellschaft vollständig in die neu gegründete Geschäftseinheit AMAG Energy & Mobility der AMAG Group AG eingegliedert werden. AMAG übernimmt alle Mitarbeitenden von Helion im Rahmen einer Betriebsübernahme.

    Die AMAG-Gruppe ist auf den Import und Vertrieb von Fahrzeugen der Marken Volkswagen, Audi, SEAT, Skoda, Cupra und VW Nutzfahrzeuge spezialisiert. In Zukunft möchte sie sich „zur führenden Anbieterin nachhaltiger individueller Mobilität entwickeln“. Im Bereich Elektromobilität möchte das Unternehmen mit Hilfe der Übernahme des Solarspezialisten neue Dienstleistungen für seine Kunden anbieten und den Strom für den Betrieb der von ihm verkauften elektrischen Fahrzeuge selbst produzieren.

    „Helion ermöglicht es, über unser Handels- und Servicepartnernetz unseren Privatkunden Komplettlösungen rund um die Elektromobilität anzubieten“, wird Helmut Ruhl, CEO der AMAG Group, in der Medienmitteilung zitiert.

    Geleitet wird der neu gegründete Bereich AMAG Energy & Mobility von Martin Everts. Er war bisher Head of Corporate Development der AMAG und ist ausgewiesener Energieexperte. Helion wird den Angaben zufolge weiterhin vom bisherigen Führungsteam rund um die beiden Gründer Noah Heynen und Samuel Beer geleitet. 

  • Verkauf von Helion an die AMAG-Gruppe

    Verkauf von Helion an die AMAG-Gruppe

    in der Schweiz ist Bouygues Energies & Services Marktführerin in den Bereichen Gebäudetechnik, Facility Management und Energieversorgungstechnik zur Förderung der Energiewende. Der Verkauf erfolgt vor dem Hintergrund einer verstärkten Fokussierung von Bouygues Energies & Services auf ihre Kerntätigkeit, die integrale Planung, Entwicklung und Verwaltung von Gewerbeimmobilien, Arealen, Industrieanlagen und Portfolios.

    Im Rahmen der Verhandlungen legte Bouygues Energies & Services besonderen Wert darauf, dass im Zusammenhang mit dem Verkauf des Geschäftsbereichs Helion keine Mitarbeitenden entlassen werden. Die AMAG Gruppe erfüllt diese Anforderung und wird alle Mitarbeitenden von Helion übernehmen.

    Umfassende Energielösungen für den B2B-Markt
    Mit dem Verkauf richtet Bouygues Energies & Services seinen Fokus vermehrt auf umfassende Energielösungen im B2B-Markt, in dem das Schweizer Unternehmen traditionell stark verankert ist. In Anbetracht der Herausforderungen, die die Energiewende für Privatpersonen und Unternehmen mit sich bringt, bietet der Verkauf von Helion allen Beteiligten hervorragende Möglichkeiten, Kundinnen und Kunden in ihren jeweiligen Marktsegmenten vermehrt Lösungen zur Einsparung von Energie und zur Reduzierung des CO2-Ausstosses anzubieten.

    Der Verkauf hat keine Auswirkungen auf die Kunden von Bouygues Energies & Services und Helion. Sämtliche laufenden Projekte werden fortgeführt und den vereinbarten Bedingungen gemäss umgesetzt.

    Bouygues Energies & Services
    Bouygues ist ein weltweit tätiges Familienunternehmen. Bouygues Energies & Services ist mit rund 100 Standorten in der Schweiz lokal verankert, national tätig und global vernetzt. Wir beschäftigen schweizweit ca. 5000 Mitarbeitende, davon 350 Lernende. Dank unserer weltweiten Erfahrung und unserem regionalen Know-how sind wir Ihr idealer Partner für innovative Dienstleistungen in den Bereichen Gebäudetechnik, Facility & Property Management, Energieversorgung, Verkehrstechnik, Telekommunikation, Prozessautomation, Photovoltaik und E-Mobility.

  • Galileo kooperiert mit Solarbauer Pagra aus Polen

    Galileo kooperiert mit Solarbauer Pagra aus Polen

    Galileo und Pagra haben ein Partnerschaftsabkommen für den polnischen Markt geschlossen. Laut Medienmitteilung wollen die auf erneuerbare Energien spezialisierte Plattform Galileo mit Sitz in Zürich und Photovoltaikanbieter Pagra aus dem polnischen Rogaszyce ihre Kräfte bündeln, um die Energierechnungen der Unternehmen in Polen zu senken.

    Galileo, das bis Mitte Juli noch als Galileo Green Energy GmbH firmierte, hat laut der Mitteilung im Rahmen der Partnerschaft einen Anteil von 35 Prozent an Pagra übernommen, mit der Möglichkeit, seine Beteiligung nach 24 Monaten weiter zu erhöhen.

    „Pagra ist ein dynamisches Unternehmen, das an der Spitze der Energiewende in Polen steht. Es entwickelt sehr effektive Stromversorgungslösungen für Geschäftskunden in Polen“, wird Ingmar Wilhelm, CEO von Galileo, zitiert. Diese Kunden leiden unter den stark gestiegenen Grosshandelspreisen, da die Preisvolatilität hoch und die Versorgungssicherheit gering ist, so Wilhelm weiter. Galileo unterstütze Pagra bei der Ausweitung seiner Geschäftstätigkeit auf ganz Polen und werde dessen technische und energierelevanten Kompetenzen ergänzen.

    Seit 2020 bietet Pagra Photovoltaikdachanlagen im Südwesten und in Zentralpolen an und weitet nun seine Aktivitäten auf ganz Polen aus. Angeboten wird Geschäftskunden,  Investitionskosten zu sparen, indem sie einen langfristigen Stromversorgungsvertrag auf der Grundlage einer vom Installateur finanzierten Photovoltaikanlage abschliessen. Diese Lösung wird als Energy-as-a-Service (EaaS) bezeichnet.

    „Wir sehen ein wachsendes Interesse an dieser Lösung sowohl bei privaten Unternehmen als auch bei öffentlichen Einrichtungen“, wird Kornel Dybul, Präsident von Pagra, zitiert.

  • Photovoltaik beschleunigt Wachstum

    Photovoltaik beschleunigt Wachstum

    Der Anteil des Solarstroms am gesamten Stromverbrauch in der Schweiz habe knapp 6 Prozent erreicht, erläutert Swissolar in einer Mitteilung. Der Verband der Schweizer Solarenergiebranche stützt sich dabei auf die vom Bundesamt für Energie veröffentlichte Statistik Sonnenenergie. Ihr zufolge ist der Zubau der Photovoltaik 2021 im Jahresvergleich um 43 Prozent auf 683 Megawatt gestiegen. Insgesamt sind damit Anlagen mit einer Leistung von zusammen rund 3,65 Gigawatt installiert. Sie produzierten 2021 insgesamt 2,84 Terawattstunden Solarstrom.

    Um die durch den vorgesehen Ausstieg aus fossilen Energien und Kernkraft entstehende Lücke zu schliessen, müsste die Solarstromproduktion jedoch auf 45 Terawattstunden jährlich gesteigert werden, meint Swissolar. Dieses Ziel sei mit der Nutzung von knapp 40 Prozent der derzeit bestehenden Dachflächen bis 2050 erreichbar. In einem 11-Punkte-Plan legt Swissolar dar, wie sich die Solarproduktion bis 2035 auf 25 Terawattstunden steigern liesse. „Damit wären die Wasserreserven in den Stauseen trotz Atomausstieg auch im Spätwinter und Frühling genügend gross“, heisst es in der Mitteilung.

    Für 2022 geht Swissolar von einem weiteren Wachstum beim Zubau um 25 bis 30 Prozent auf 850 bis 900 Megawatt auf. Ohne Engpässe bei Personal und Material könnte die Steigerung noch höher ausfallen, meint Swissolar. Dafür fordert der Verband verlässliche Rahmenbedingungen ein. „Wer jetzt seine berufliche Laufbahn auf die Solarenergie ausrichtet, möchte sicher sein, dass das politisch bedingte ‚Stop-and-Go‘ des letzten Jahrzehnts der Vergangenheit angehört“, wird Swissolar-Geschäftsleiter David Stickelberger in der Mitteilung zitiert.

  • Metro-Campus: Neue Datencenter in Dielsdorf

    Metro-Campus: Neue Datencenter in Dielsdorf

    Auf 46’000 m2 Fläche entstehen auf dem Metro-Campus Zürich drei Hochleistungs-Rechenzentren und moderne Bürogebäude. Der Campus ist eingebettet in eine naturnahe Grünanlage und soll alle Services bieten, die einen führenden Datenhub auszeichnen: Einen modernen zertifizierten Datenstandort, umfassende Vernetzung sowie den Zugang zu einem kompletten Cloud-Ecosystem. Damit will der Metro Campus IT-Infrastrukturen auf kürzesten Wegen vernetzen und dafür sorgen, dass Unternehmen, Cloud-Provider und IT-Unternehmen mit ihren Lösungen zusammenkommen. Die Rechenzentren sind für nationale und internationale Unternehmen aller Branchen sowie für Cloud-Anbieter und Technologie-Unternehmen konzipiert.

    Alle Gebäude sind viergeschossig geplant. Die Gebäudehülle der Rechenzentren soll als Sandwichpanelsystem mit einer Streckmetallverkleidung als äusserste Schicht realisiert werden. Das Material der Gebäude soll deren technischen Inhalt widerspiegeln und ein optimales Zusammenspiel mit der Gebäudetechnik ermöglichen. Für die Bürobauten des Areals sind Glasfassaden geplant. Die Dächer sowie Teile der Glasfassade werden mit Photovoltaik-Anlagen ausgestattet.

    Architektur, Raumdesign, Technologien und Anlagen sind präzis aufeinander abgestimmt und auf maximale Energieeffizienz ausgelegt. Freecooling mit kalter Umgebungsluft minimiert den Kühlbedarf und die Abwärmenutzung über den initiierten Wärmeverbund und trägt zur Nachhaltigkeit bei. Künftig sollen Wohnungen und Industriebetriebe in der Region, wie auch die Bürogebäude auf dem Campus, mit der Abwärme aus dem Datacenter geheizt werden können.

    Der Metro-Campus Zürich wird in mehreren Etappen erstellt. Aktuell befindet sich das erste von drei Rechenzentren im Innenausbau. Erste Grosskunden sollen im dritten Quartal 2022 einziehen. Weitere Gebäude sollen im 4. Quartal 2022 und ab 2024 fertiggestellt werden.

  • Der Traum vom Einfamilienhaus auf dem Land bleibt immer öfter ein Traum

    Der Traum vom Einfamilienhaus auf dem Land bleibt immer öfter ein Traum

    Das Einfamilienhaus erweist sich einmal mehr als Wohntraum Nummer 1 in der Schweiz. Bei Personen im Alter von 25 bis 30 Jahren ist der Wert mit 64 Prozent am höchsten. Stehen soll es auf dem Land. Ländliche Gegenden bleiben mit 48 Prozent Zustimmung auch in diesem Jahr die bevorzugte Wohnumgebung. 90 Prozent der Menschen, die auf dem Land leben, wollen auch in Zukunft dortbleiben. Bei der Stadtbevölkerung zeigt sich ein anderes Bild: Nur 65 Prozent der Befragten erachten die aktuelle Wohnumgebung als den bevorzugten Wohnort. Finanzielle Gründe sind die am meisten genannte Hürde (40%), die gegen einen Umzug spricht. Der Arbeitsweg bleibt trotz vermehrtem Home-Office der zweitwichtigste Hinderungsgrund.

    Kosten und Aussenbereich dominieren bei der Wahl eines Zuhauses – nicht das Home-Office
    Wichtigstes Kriterium bei der Wahl einer Wohnung resp. eines Hauses bleiben die Wohnkosten, gefolgt vom Aussenbereich. Neu abgefragte Kriterien wie das separate Zimmer für Home-Office oder ökologische Faktoren werden kaum als entscheidend genannt, aber von rund der Hälfte der Befragten zumindest als wichtiges Kriterium angesehen. Eine Lademöglichkeit fürs E-Auto, Service-Dienst-leistungen oder Luxuseinrichtung spielen bei der Wahl eines Zuhauses kaum eine Rolle.
    Bezüglich der Lage soll die Traumimmobilie ruhig (66%) und naturnah (66%) stehen. Zudem ist eine gute Anbindung an den öffentlichen Verkehr (51%) gefragt. Hier hat sich im Vergleich zum Vorjahr wenig verändert. Die Nachbarschaft wird von 41 Prozent der Befragten als besonders wichtig angegeben und liegt damit neu auf Rang 4 – zwei Plätze höher als letztes Jahr. Und auch die Nähe zur medizinischen Versorgung gewinnt einen Platz auf Kosten der Nähe zur Kinderbetreuungsstätte oder der Schule.

    Traum vom Eigenheim ungebrochen, scheitert aber meist an Angebot und Finanzierung
    Knapp die Hälfte der Befragten (46%) träumt von einer (weiteren) eigenen Wohnimmobilie. Dabei hat sich der Wunsch bei den jüngeren Befragten im Vergleich zum Vorjahr noch einmal verstärkt. Besonders ausgeprägt ist er nach wie vor bei der heutigen Mieterschaft: 62 Prozent träumen davon, ein Eigenheim zu kaufen. Schwierigkeiten bereiten das knappe Angebot (58%) und die hohen Preise (49%). Hinzu kommen strenge Finanzierungskriterien, welche einer Überhitzung des Immobilienmarktes vorbeugen sollen, aber zunehmend in Kritik geraten. 50 Prozent der Befragten beurteilen die geltenden Kriterien als nicht mehr der heutigen Realität entsprechend und sagen, dass der Kauf auch mit weniger Einkommen möglich sein sollte. «Die Immobilienpreise sind im Vergleich zu den Löhnen überdurchschnittlich gestiegen, was mit den starren Finanzierungsregeln dazu führt, dass sich mittlerweile Neukäufer ihre erste Immobilie erst mit 44 Jahren leisten können. Jüngeren Familien und Paaren wird das Wohneigentum dadurch unter anderem auch systembedingt verwehrt», so Martin Tschopp, CEO von MoneyPark.

    Landleben macht zufrieden, Eigentum noch zufriedener
    Glücklich ist, wer bereits ein Eigenheim hat. Zwei Drittel der Eigentümerinnen und Eigentümer geben an, sehr zufrieden zu sein, während es bei den Mieterinnen und Mietern nur ein Drittel ist. Die Zufriedenheit korreliert mit den Wohnkosten: Zwei Drittel der Eigentümerinnen und Eigentümer wenden weniger als 20 Prozent ihres Einkommens fürs Wohnen auf, während dies bei den Mieterinnen und Mietern nur für einen Drittel gilt. Die Auswertung zeigt zudem, dass Bewohnerinnen und Bewohner ländlicher Regionen eine signifikant höhere Zufriedenheit mit der aktuellen Wohnsituation (58% sind sehr zufrieden) aufweisen als Agglomerations- und Stadtbewohnerinnen und -bewohner (45% resp. 41%). Zudem fällt in der Deutschschweiz (53%) die Zufriedenheit deutlich höher aus als in der Westschweiz (40%) – mit Höchstwerten in der Ostschweiz (61%) und Tiefstwerten in der Genferseeregion (39%).

    Hohe Zufriedenzeit hält vom Verkauf ab
    Wer ein Eigenheim besitzt, möchte dieses auch gerne behalten. Nur drei Prozent der befragten Eigentümerinnen und Eigentümer möchten ihre Immobilie in den nächsten drei Jahren verkaufen. Weitere 15 Prozent planen den Verkauf in vier bis acht Jahren. Ein Blick auf die Altersgruppen zeigt, dass insbesondere Eigentümerinnen und Eigentümer bis zum 40. Altersjahr (24%) und Pensionierte (23%) Verkaufsabsichten hegen. Was primär von einem Verkauf abhält, ist die Zufriedenheit mit der aktuellen Wohnsituation (73%). Auch der Wunsch, das Eigenheim in der Familie weiterzugeben (31%), die emotionale Verbundenheit (30%) und die Annahme, dass der Wert der Immobilie weiter steigen wird (16%), lassen die Befragten von einem Verkauf absehen.
    Über ein Drittel der Befragten (37%) würde eine geerbte Immobilie vermieten und ein weiteres knappes Drittel (29%) würde sie selbst bewohnen. Für einen Verkauf würde sich nur ein knappes Fünftel (19%) entscheiden. «Dass Immobilien eine attraktive Kapitalanlage darstellen, hat sich auch bei Privatpersonen herumgesprochen. Dass deshalb geerbte Liegenschaften oft vermietet und nicht verkauft werden, führt zu einer zusätzlichen Verknappung des Angebots an Wohneigentum», so Dr. Roman H. Bolliger, CEO von alaCasa.ch.

    Jede/r Zweite hat in den letzten beiden Jahren substanziell ins Eigenheim investiert
    Seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie anfangs 2020 hat knapp die Hälfte der befragten Eigentümerinnen und Eigentümer (47%) mehr als CHF 10’000.- ins Eigenheim investiert. Jede fünfte Investition (20%) stand unter dem Einfluss der Pandemie. Entweder wurde investiert, weil das Eigenheim wichtiger geworden ist, oder weil aufgrund der Corona-Einschränkungen Geld gespart und so ins Eigenheim investiert werden konnte. Dass das private Draussen wichtiger geworden ist, zeigen sowohl die getätigten wie auch die geplanten Investitionen deutlich: In keinen anderen Bereich wurde häufiger investiert als in den eigenen Garten respektive Aussenbereich (32%). Bäder (28%) und Küchen (27%) belegen die Plätze 2 und 3, dicht gefolgt von Maler- und Gipserarbeiten (26%) sowie neuen Bodenbelägen (25%). Und es geht weiter: 54 Prozent der Eigentümerinnen und Eigentümer planen in den nächsten drei Jahren substanziell in ihr Zuhause zu investieren. Die Bedeutung der Pandemie nimmt dabei ab: Nur für sieben Prozent der geplanten Investitionen ist sie der Auslöser. Dabei zeigt sich bei Solaranlagen eine starke Zunahme von 9 auf 17 Prozent. Auch Ladestationen für Elektroautos, Fassadenrenovationen, neue Fenster und Türen sowie Investitionen in Heizung, Lüftung und Klima werden vermehrt geplant.
    «Investitionen ins eigene Zuhause sind ein ausgezeichnetes Beispiel dafür, weshalb der ganzheitliche Blick auf Eigenheim, Versicherung und Vorsorge so wichtig ist. Investitionen können den Wert einer Liegenschaft steigern oder einfach Freude machen. Im Fall von werterhaltenden Arbeiten lassen sich zudem Steuervorteile realisieren, da diese Kosten abzugsfähig sind. So oder so ist der investierte Betrag aber nicht mehr bar verfügbar. Das gilt es beispielsweise bei der Pensionsplanung zu bedenken. Und natürlich empfehlen wir nach jeder grösseren Investition, die Versicherung zu überprüfen – egal, ob bei einer Photovoltaik-Anlage oder bei einer neuen Gartenlaube», so Ralph Jeitziner, Leiter Vertrieb Schweiz, Helvetia Versicherungen.

    Grüne Hypotheken werden als attraktiv angesehen, aber es fehlt an Wissen
    Es bleibt abzuwarten, ob die aktuell vieldiskutierte Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu einem weiteren Investitionsschub in energetische Massnahmen führen wird. Heute profitieren nur sieben Prozent der befragten Eigentümerinnen und Eigentümer von einer grünen Hypothek oder einem entsprechenden Abschlag bei den Hypothekarzinsen. Knapp ein Fünftel der befragten Eigentümerinnen und Eigentümer (18%) weiss nicht, ob das Eigenheim die Kriterien für eine grüne Hypothek erfüllt. Nur elf Prozent geben an, dass sich ihre Immobilie qualifiziert. Von ihnen und von all jenen, die bereits eine grüne Hypothek haben, würden 63 Prozent bei einer Verlängerung (wiederum) eine grüne Hypothek wählen.

    Über die Wohntraumstudie
    Die Wohntraumstudie von MoneyPark, alaCasa und Helvetia Versicherungen ist die grösste unabhängige Untersuchung zur Zufriedenheit und zu den Wünschen der Schweizer Bevölkerung bezüglich ihrer Wohnsituation. Seit 2015 geht die Studie einmal im Jahr der Frage nach, wie die «Wohnträume» in der Schweiz konkret aussehen. Befragt wurden 1’001 Personen mit Wohnsitz in der Schweiz mittels repräsentativer Online-Umfrage im Februar 2022.
    Die integrale Studie finden Sie unter www.moneypark.ch/wohntraumstudie

    Kontakt
    Medienanfragen:
    MoneyPark Medienstelle
    press@moneypark.ch
    044 200 75 65

    Über MoneyPark
    MoneyPark ist der führende Spezialist für Hypotheken und Immobilien in der Schweiz und beschäftigt über 300 Mitarbeitende. Das junge Fintech bietet mit der Kombination aus persönlicher Beratung und wegweisender Technologie umfassende und massgeschneiderte Hypotheken- und Immobilienlösungen. Dabei unterstützt MoneyPark seine Kundinnen und Kunden mit unabhängiger Expertise – von der Suche über die Finanzierung, während der Eigentumsphase und beim Verkauf von Immobilien. Für die Finanzierung hält MoneyPark mit Hypothekar- und Vorsorgeangeboten von mehr als 150 Anbietern, darunter Banken, Versicherungen und Pensionskassen, die grösste Finanzierungsauswahl an einem Ort bereit. Die unabhängige Beratung erfolgt entweder in einer der schweizweit mehr als 20 Filialen oder ortsunabhängig via Telefon oder online. Institutionellen Investoren bietet MoneyPark ganzheitliche Hypothekarlösungen dank einem Setup aus leistungsfähigem Vertrieb und effizienter Portfoliobewirtschaftung.

    Über alaCasa.ch
    alaCasa.ch ist ein unabhängiges Expertennetzwerk für Wohnimmobilien und engagiert sich seit über 20 Jahren für eine hohe Dienstleistungsqualität rund ums Wohneigentum. Partner von alaCasa.ch sind professionelle Immobilienexperten für Eigentumswohnungen und Einfamilienhäuser. Sie zeichnen sich aus durch eine fundierte Ausbildung und eine langjährige Berufserfahrung. Dadurch können sie ihre Kunden kompetent und sicher bei Fragen rund um ihre Liegenschaft unterstützen. alaCasa-Partner sind unabhängig, etabliert und verfügen über eine tadellose Reputation.

    Über Helvetia
    Helvetia Versicherungen mit Sitz in St. Gallen hat sich seit 1858 zu einer erfolgreichen internationalen Versicherungsgruppe mit über 12 000 Mitarbeitenden und mehr als 7 Millionen Kundinnen und Kunden entwickelt. In der Schweiz ist Helvetia die führende Schweizer Allbranchenversicherung. Seit jeher ermöglicht sie ihren Kundinnen und Kunden, Chancen wahrzunehmen und Risiken einzugehen – Helvetia ist für sie da, wenn es darauf ankommt. Helvetia ist als beste Partnerin überall dort präsent, wo Absicherungsbedürfnisse entstehen, mit Versicherungs-, Vorsorge- und Anlagelösungen aus einer Hand sowie einfachen Produkten und Prozessen. Mit ImmoWorld bietet Helvetia ihren Kundinnen und Kunden eine umfassende Immobilienplattform kombiniert mit persönlicher Beratung in allen finanziellen Belangen rund um Suche, Kauf, Besitz und Verkauf eines Eigenheims. Dabei behalten die Expertinnen und Experten stets auch Versicherung und Vorsorge im Blick.

  • Photovoltaik: Wirtschaftlicher und ökologischer Nutzen für Immobilienbesitzende

    Photovoltaik: Wirtschaftlicher und ökologischer Nutzen für Immobilienbesitzende

    Enormes Solarpotenzial
    Nach einem stetigen Anstieg über die Jahre verzeichnete die Photovoltaik 2020 einen Rekordzubau. Laut der «Statistik Sonnenenergie» des Bundesamts für Energie (BFE) waren Ende 2020 rund 118’000 Photovoltaikanlagen mit einer Leistung von fast 3 Gigawatt installiert. Das starke Marktwachstum setzte sich auch 2021 fort, so dass die Photovoltaik (PV) heute laut Angaben von Swissolar über 6 Prozent des Schweizer Strombedarfs abdeckt. Fachleute gehen davon aus, dass dieser Trend anhalten wird, nicht zuletzt angesichts der Bestrebungen nach viel mehr energetischer Unabhängigkeit.

    Ökologische und ökonomische Vorteile
    Für Besitzende von Immobilienportfolios bringen Photovoltaikanlagen eine ganze Reihe an Vorteilen. Zum einen können sie sich gegen steigende Strompreise absichern. Zum andern erfüllen sie bereits heute künftig mögliche Eigenstromproduktionsvorgaben.  Auch hinsichtlich Förderbeiträgen machen neue Regeln die Produktion von Solarstrom in Zukunft attraktiver. Zusätzlich profitieren Portfoliobesitzerinnen und -besitzer mit eigenen Solaranlagen von einem klaren Reputationsvorteil.

    PV-Strom vom eigenen Dach ist überdies in den meisten Fällen günstiger als Strom aus dem Netz. Dass der Stromverbrauch durch Wärmepumpen und die Elektromobilität in Zukunft noch steigen wird, trägt zur finanziellen Attraktivität von PV-Anlagen bei. Auch die Verbesserung der Ökobilanzen wird immer wichtiger, denn Nachhaltigkeitsaspekte gehören bei immer mehr Unternehmen zur Strategie. Überdies sind PV-Anlagen auch deshalb interessant, weil sie den Wert von Liegenschaften steigern. Produzieren die Photovoltaikanlagen mehr Strom als vor Ort verbraucht werden kann, ist es möglich, den Solarstrom in weiteren Liegenschaften zu nutzen.

    Beim Solarprojekt  von ALDI SUISSE beispielsweise spielen Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit eine zentrale Rolle. In etwas mehr als nur einem Jahr hat ewz 68 Filialdächer zwischen Romanshorn und Genf mit Photovoltaikanlagen ausgerüstet. Den Grossteil des Solarstroms verbraucht ALDI SUISSE selbst für den eigenen Filialbetrieb. Die realisierte Lösung ermöglicht dank der grossen PV-Anlagen einen hohen Solarertrag bei einem durchschnittlichen Eigenverbrauch von 55 bis 60 Prozent.

    Hoher Eigenverbrauch steigert Wirtschaftlichkeit
    Bereits heute steht in rund 90 Prozent der Neubauten eine Wärmepumpe und die Neuzulassungen von Elektroautos steigen weiter stark an. Wirklich CO2-arm sind Wärmepumpen und Elektrofahrzeuge aber nur, wenn sie erneuerbaren Strom nutzen. Die Kombination mit einer Photovoltaikanlage ist daher sinnvoll: Solarstrom senkt die CO2-Emissionen und ein hoher Eigenverbrauch erhöht die Wirtschaftlichkeit der PV-Anlage. Dies, weil die Herstellungskosten für Solarstrom tiefer sind als der Stromtarif für Haushalte und weil die Energieversorger den ins Netz eingespeisten Solarstrom zu einem tiefen Tarif vergüten.

    Eine gute Möglichkeit, einen grossen Teil des Solarstroms selbst zu verbrauchen, ist die Organisation mehrerer Endverbrauchenden in einem Zusammenschluss zum Eigenverbrauch (ZEV) . Diese sind sowohl in Mietliegenschaften als auch unter Immobilienbesitzenden möglich. Der Eigenverbrauchsgrad von Photovoltaikanlagen beträgt durchschnittlich 30 bis 40 Prozent. Mit Eigenverbrauchslösungen lässt sich dieser Wert deutlich steigern.

    Durch die gezielte Steuerung von Verbrauchern wie Wärmepumpen oder Elektrofahrzeuge wird ein grosser Teil des Stroms vor Ort verwendet. Der Vorteil für Immobilienbesitzende und ihre Mietparteien: Die Kosten für Solarstrom liegen mit 8 bis 16 Rappen pro Kilowattstunde tiefer als der Stromtarif für Haushalte, der mit 15 bis 25 Rappen pro Kilowattstunde zu Buche schlägt.

    Ein interessantes Praxisbeispiel hierfür ist das Projekt «Côté Parc» in Genf. 776 Photovoltaikpanels auf den Dächern des Areals bilden die Grundlage für eine integrierte Solarlösung mit Wärmepumpen, Ladestationen für Elektroautos und eigenem Arealstromnetz inklusive Eigenverbrauchslösung für die Nutzenden.

    Für Immobilieneigenbesitzende mit grossen Dachflächen (ab ca. 700 m2) ist ein Contracting-Modell eine prüfenswerte Option. Dabei übernimmt der Anbieter alle Leistungen – von der Planung über die Finanzierung, die Realisierung bis zum Betrieb über mehrere Jahrzehnte. Inklusive der Integration von Photovoltaikanlagen in eine ganzheitliche Energielösung mit Wärme-, Kälteversorgung, Elektromobilität und Eigenverbrauchsmodellen.

    Geschäftskundinnen und -kunden von ewz können sich dabei auf effiziente und massgeschneiderte Lösungen von kompetenten Teams mit langjähriger Erfahrung verlassen. Investitions-, Wartungs- und Instandhaltungskosten fallen während der Vertragsdauer keine an. Nach Ablauf der Vertragslaufzeit – in der Regel 20 bis 30 Jahre – geht die Photovoltaikanlage in das Eigentum der Kundin über.

    Weitere interessante Informationen zum Thema Photovoltaik sowie das Whitepaper «Photovoltaik & ZEV» finden Sie hier.

    ewz Energielösungen
    Standorte in Zürich, Sils (GR) und Rolle (VD)
    ewz.ch/energielösungen


  • Ganzheitliche Solarlösung für ALDI SUISSE

    Ganzheitliche Solarlösung für ALDI SUISSE

    Bei dem Projekt geht es um Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit: Auf rund 70 Filialdächern wurden Photovoltaikanlagen mit einer Gesamtleistung von rund 15’000 kWp installiert. Zählt man die Anlagen zusammen, entsteht eines der grössten Sonnenenergieprojekte der Schweiz. Es wird etwa 14 Millionen Kilowattstunden Strom pro Jahr produzieren, das entspricht dem Verbrauch von rund 5’300 Haushalten. Damit leistet der Detailhändler einen wertvollen Beitrag zur nachhaltigen Energieversorgung der Schweiz – und kann gleichzeitig seine Betriebskosten signifikant senken.

    Der Strom der Anlagen wird von den Läden selber genutzt, die – wie alle Detailhändler – wegen der vielen Kühlregale, des Backofens, der Heizung und der Beleuchtung relativ viel Energie verbrauchen. Ausserdem wird – wo vorhanden – der Solarstrom in den E-Ladestationen neben den Filialen genutzt und wird, wenn überschüssig, ins Netz eingespeist.

    Zeitdruck als Herausforderung und Chance
    Ende 2019 erhielt ewz Energielösungen den Zuschlag für den Bau der Anlagen. In enger Zusammenarbeit entwickelten ewz mit ihrem Tochterunternehmen SunTechnics Fabrisolar sowie einem weiteren Partner je eine Pilotanlage. Dieses Vorgehen erlaubte es, das Know-how aller Beteiligten zu nutzen und technische Fragen im Vorfeld zu klären. Auch konnten die umfangreichen Anforderungen von ALDI SUISSE an den Bauablauf, die Sicherheitsanforderungen und die Funktionalität berücksichtigt werden. Den Rollout bereitete ewz noch während der Pilotphase vor und liess die Erkenntnisse aus dem Bau der ersten Anlagen laufend einfliessen. Der Zeitdruck erwies sich somit nicht nur als grosse Herausforderung, sondern auch als eine Chance. Denn durch den fast zeitgleichen Bau der rund 70 Anlagen liessen sich viele Synergien nutzen, die eine effiziente Realisierung ermöglichten.   

    Aufwendige statische Prüfung
    Vor der Montage der Module musste jedes Dach statisch geprüft werden. Dies ist insbesondere bei Bestandsbauten wichtig, da die zusätzlichen Lasten durch Module, Befestigungssysteme und Betongusssteine zur Beschwerung hoch sind. Für jedes Filialdach erstellten die Spezialisten mit einer Berechnungssoftware einen Ballastierungsplan, der die Anzahl und Positionierung der Module vorgibt. Die Module sind in der Regel in Ost-West-Richtung aufgestellt. Auch eine Südausrichtung wäre aufgrund der hohen direkten Einstrahlung über Mittag grundsätzlich möglich, doch über den Tagesverlauf erweist sich die Ost-West-Ausrichtung als ertragreicher.

    Maximaler Solarertrag
    «Bei der Planung haben wir nicht geschaut, wie gross der Hausanschluss ist, sondern wie gross die verfügbare Dachfläche ist und wie viele Module wir dort maximal platzieren können», sagt Roland Jucker, Gesamtprojektleiter bei ewz. Das Ziel von ewz lautete nämlich ganz klar, so viel Solarertrag wie möglich zu generieren. Doch stellte dieser Grundsatzentscheid die Planer vor einige Herausforderungen. Die grösste bestand darin, die PV-Anlage in die bestehende Stromversorgung der Filialen zu integrieren.

    Der von der PV-Anlage produzierte Strom wird primär direkt in der ALDI-Filiale zur Deckung des Eigenverbrauchs verwendet. Verbraucht die Filiale gerade weniger Strom, als die PV-Anlage produziert, wird der überschüssige Strom ins Netz eingespeist. Der elektrische Hausanschluss muss deshalb auf die maximale Leistung der PV-Anlage abgestimmt sein (z. B. sonniger Sonntag mit maximaler Produktion und kleinem Eigenverbrauch). Weil diese Situation aber äusserst selten und nur kurzzeitig vorkommt, wäre eine Verstärkung des Hausanschlusses unverhältnismässig teuer.

    Die Lösung besteht in einer dynamischen Leistungsregelung. Dabei wird laufend gemessen, wie viel Strom die PV-Anlage gerade produziert, was die Verbraucher beziehen und wie viel Strom ins Netz zurückgespeist wird. Liegt der Rückspeisestrom über einem bestimmten Grenzwert, gibt die Steuereinheit dem Wechselrichter den Befehl, die Leistung zu drosseln. Die Hausanschlusssicherung kann nicht überlastet werden und der Eigenverbrauch ist nicht eingeschränkt.

    Die für ALDI SUISSE realisierte Lösung ermöglicht dank der grossen PV-Anlagen einen sehr hohen Solarertrag bei einem durchschnittlichen Eigenverbrauch von rund 60 Prozent.

    Mit ewz hat ALDI SUISSE einen Contracting-Vertrag abgeschlossen
    Einfach ausgedrückt: ALDI SUISSE stellt die Dächer zur Verfügung und bezieht den Solarstrom soweit möglich zur Deckung des Stromverbrauchs direkt in der Filiale. Die PV-Anlagen gehören ewz, das auch den Unterhalt, die Abrechnung und die Erneuerung verantwortet. Zum «Sorglospaket» gehören auch die Gesamtkoordination des Projekts, das Einholen der Baubewilligungen, die Fernüberwachung und die Verwendung des Reststroms.

    Roland Jucker, Gesamtprojektleiter ewz sagt: «Die Idee, so viele Dächer wie möglich mit einer standardisierten PV Lösung auszustatten, ist visionär». «Am Ende wurden rund 45’000 Module installiert.» Besonders stolz ist Jucker darauf, dass die Installation bei laufendem Betrieb erfolgen konnte. «Nach Geschäftsschluss mussten wir jeweils für 30 Minuten vom Netz – das war der einzige Unterbruch.»

    Christoph Deiss, der Leiter des Geschäftsbereichs Energielösungen bei ewz, sagt: «Ein ähnliches Projekt ist mir in der Schweiz nicht bekannt. Damit leistet ALDI SUISSE zusammen mit uns einen wertvollen Beitrag zum Klimaschutz.» Christoph Deiss betont die grosse Erfahrung: «Seit über 30 Jahren nutzen wir die Photovoltaiktechnologie – wir sind ein Solarpionier der ersten Stunde.» Dank des grossen Know-hows und der langjährigen Erfahrung setzte sich ewz in der Ausschreibung gegen rund ein Dutzend Mitbewerberinnen und Mitbewerber durch. «ewz ist ein Schweizer Unternehmen mit Standorten in Zürich, Graubünden und in der Waadt», betont Christoph Deiss. «Dank der regionalen Betriebsteams garantieren wir höchste Versorgungssicherheit und kurze Reaktionszeiten.»

    Weitere Informationen unter: ewz.ch/aldisuisse

  • Coop baut neue Solaranlage auf Einkaufszentrum

    Coop baut neue Solaranlage auf Einkaufszentrum

    Die Detailhandelsgenossenschaft Coop hat eine Photovoltaikanlage auf dem Dach des Einkaufszentrums Fribourg Süd installiert. Damit hat Coop seit 2016 insgesamt 60 Solaranlagen auf den Dächern seiner Supermärkte, Einkaufszentren, Produktionsbetriebe und Verteilzentralen gebaut, heisst es in einer Medienmitteilung. Das Engagement ist Teil einer neuen Nachhaltigkeitsstrategie des Unternehmens mit Hauptsitz in Basel.

    Die neue Anlage in Villars-sur-Glâne ist mit 4300 Quadratmetern eine der bislang grössten bei Coop. Alle Anlagen zusammen ergeben eine Fläche von 115‘000 Quadratmetern Solarzellen. Sie produzieren 19 Millionen Kilowattstunden Strom im Jahr. Das entspricht den Angaben zufolge dem jährlichen Stromverbrauch von 5800 Haushalten.

    Coop versorgt mit dem Strom seine eigene Infrastruktur in den Verkaufsstellen, darunter Kühlregale und die Beleuchtung. So nutzt der Standort Fribourg Süd 90 Prozent seines Solarstroms.

    Coop will perspektivisch zu 100 Prozent auf Strom aus erneuerbaren Energiequellen umsteigen. Im Zuge ihrer Nachhaltigkeitsstrategie will die Genossenschaft ausserdem ihren direkten CO2-Ausstoss bis 2026 um 20 Prozent reduzieren. Weiterhin will Coop den Warentransport per Bahn weiter ausbauen und Projekte zur Reduktion von Kohlenstoffdioxid entlang der Lieferketten umsetzen.

  • Bundesrat will Verfahren für Erneuerbare Energie beschleunigen

    Bundesrat will Verfahren für Erneuerbare Energie beschleunigen

    Die Schweiz hängt beim Ausbau der Windenergie hinterher. Auch die Verfahren für den Bau grosser Wasserkraftanlagen dauern lange. Der Bundesrat will nun die Planungs- und Bewilligungsverfahren für grosse Anlagen beschleunigen, schreibt er in einer Mitteilung. Dabei sollten keine Abstriche beim Schutz von Natur, Umwelt und Denkmälern gemacht werden.

    Der Bundesrat will dazu ein Konzept mit den Standorten der bedeutendsten Wasserkraft- und Windanlagen erarbeiten. Dieses sollte der kantonalen Richtplanung als Vorgabe dienen. Die darin verzeichneten Anlagen sollten dann nur noch einem kantonalen Plangenehmigungsverfahren unterstehen. Dieses sollte sämtliche Bewilligungen erteilen können. Damit sollte bei Widerspruch auch nur noch ein Rechtsmittelzug durch die Instanzen möglich sein.

    Ausserdem will der Bundesrat den Zubau von Photovoltaik auf Dächern und an Fassaden beschleunigen. So sollen Investitionen auch bei Neubauten steuerlich abzugsfähig werden. Die Zulassung von Solaranlagen an Fassaden soll über ein Meldeverfahren geregelt werden.

    Die Schweizerische Energiestiftung begrüsst den Vorstoss des Bundesrates. „Die Schweiz braucht einen Booster für die erneuerbaren Energien“, wird Geschäftsleiter Nils Epprecht in einer Mitteilung zitiert. „Der Bundesrat hat die Dringlichkeit erkannt. Dabei stellt er die beiden politischen Grundpfeiler der Schweiz, die Interessenabwägung und den Föderalismus, nicht in Frage.“

    Die Vernehmlassung zum Vorschlag des Bundesrates dauert bis zum 23. Mai 2022.

  • Fördermittel zeitigen Rekordzubau bei Solar

    Fördermittel zeitigen Rekordzubau bei Solar

    Die Fördermittel des Bundes für Photovoltaikanlagen zeigen laut einer Medienmitteilung des Bundesamtes für Energie (BFE) zufolge Wirkung: Der Rekordzubau von Photovoltaikanlagen von 2020 werde in diesem Jahr vermutlich übertroffen.

    Den Angaben zufolge wurden von Januar bis Ende Oktober 2021 über 18’000 Photovoltaikanlagen mit einer Leistung von insgesamt 360 Megawatt für die Einmalvergütung angemeldet. Das seien rund 25 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Im dritten Quartal stieg deren Zahl sogar um 40 Prozent.

    Alle Anlagenbetreiber, die ihr vollständiges Gesuch bei der Pronovo AG fristgerecht eingereicht haben, könnten mit einer Auszahlung rechnen. Als Einmalvergütung für 26’000 kleine Photovoltaikanlagen würden insgesamt 150 Millionen Franken ausgezahlt. Für grosse Photovoltaikanlagen seien 500 Anträge eingegangen. Wie das BFE bestätigt, könnten die vorgesehenen Förderbeträge für alle Antragsteller, die ihr Gesuch bis zum jeweiligen Stichtag im kommenden Jahr korrekt einreichen, ausgezahlt werden.

    In das Einspeisevergütungssystem seien 2021 keine weiteren Anlagen aufgenommen worden. Eine Förderzusage nach Fertigstellung hätten 19 Photovoltaik-, 79 Wasserkraft-, 422 Windenergie- und 42 Biomasseprojekte.

    Die bereitgestellten Investitionsbeiträge für Klein- und Grosswasserkraftanlagen seien 2021 nur zu einem Teil abgerufen worden. Neue Gesuche könnten ohne Warteliste sofort bearbeitet werden.

    Für einen Investitionsbeitrag zugunsten stromproduzierender Klärgas- und Kehrichtverbrennungsanlagen sowie Holzkraftwerke oder Geothermieprojekte seien keine Gesuche eingegangen. Neue könnten umgehend bearbeitet werden.